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aerokurier 03/2016

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3/<strong>2016</strong> Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 www.<strong>aerokurier</strong>.de / 60. Jahrgang<br />

<strong>aerokurier</strong><br />

DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />

LEEWELLE<br />

BIS AUF<br />

3000 METER<br />

plus 32 Seiten<br />

Flight Training<br />

SPECIAL<br />

Interview<br />

Skispringer<br />

im Helikopter<br />

Mit dem UL<br />

nach Istanbul<br />

Cobalt Co50<br />

VALKYRIE<br />

ON AIR<br />

Lockheed T-33 T-Bird<br />

Jetfliegen in Santa Fe<br />

Sicherheit<br />

Risiken in der<br />

Randsaison<br />

Erstflug<br />

Ventus 3 geht<br />

in die Luft


REKORDPRODUKTION<br />

Boomtime bei<br />

Airbus und Boeing<br />

Foto: Eurospot<br />

Dieses und viele weitere<br />

spannende Themen aktuell in<br />

FLUG REVUE, Deutschlands<br />

großem Luft- und Raumfahrt-<br />

Magazin.<br />

Auch als E-Paper<br />

Tagesaktuelle<br />

Luftfahrtnachrichten:<br />

www.flugrevue.de<br />

DIE GANZE WELT DER LUFT- UND RAUMFAHRT<br />

JETZT NEU<br />

IM HANDEL


[ EDITORIAL März ]<br />

Neuer Standort, neue<br />

Redaktionsstruktur, neue<br />

Ideen: Der <strong>aerokurier</strong> wagt<br />

in Stuttgart den Neustart.<br />

Unser Anspruch bleibt<br />

hoch. Nichts weniger als<br />

Deutschlands vielseitigstes<br />

General-Aviation-Magazin<br />

wollen wir sein.<br />

TAKEOFF IN DIE ZUKUNFT<br />

Michael Pfeiffer, Herausgeber (links)<br />

Lars Reinhold, Redaktionsleiter (rechts)<br />

Verehrte Leserinnen und Leser, liebe Fliegerkameraden,<br />

Der Jahreswechsel war für den <strong>aerokurier</strong> mehr als nur Sekt und Feuerwerk. Mit dem Umzug der Redaktion von Bonn nach<br />

Stuttgart hat die Motor Presse Stuttgart ein neues Kapitel in der Produktion ihrer Luftfahrtmagazine aufgeschlagen. Konzentriert<br />

an einem Standort, kann der <strong>aerokurier</strong> von den Synergien profitieren, die sich durch die nunmehr mögliche unmittelbare<br />

und persönliche Zusammenarbeit von Redaktion, Grafik und Verlag ergeben.<br />

Auch im <strong>aerokurier</strong>-Team hat sich etwas getan. Für die inhaltliche Koordination und die Organisation des Tagesgeschäfts ist<br />

ab dieser Ausgabe Lars Reinhold verantwortlich. Ebenfalls an Bord ist <strong>aerokurier</strong>-Urgestein Gerhard Marzinzik. Gemeinsam<br />

stellen die beiden passionierten Flieger jeden Monat eine ausgewogene Mischung aus Reportagen, Flugberichten, News und<br />

Praxistipps zusammen, um dem Anspruch des <strong>aerokurier</strong>s, die Allgemeine Luftfahrt in ihrer ganzen Vielfalt abzubilden, gerecht<br />

zu werden. Als Herausgeber hält Michael Pfeiffer im Hintergrund die organisatorischen Fäden in der Hand. Unterstützt<br />

wird das <strong>aerokurier</strong>-Team von einer Vielzahl freier Autoren, die ihre Expertise aus professioneller Fliegerei, Technik, Meteorologie<br />

und Recht in das Magazin einbringen.<br />

Doch auch Sie, liebe Leser, sollen sich im <strong>aerokurier</strong> mit Ihrer Meinung wiederfinden. Wir freuen uns über Anregungen und<br />

Erfahrungen und sind dankbar für sachliche Kritik. Leserbriefe können Sie wie gehabt per Mail und auf dem Postweg an uns<br />

senden. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den <strong>aerokurier</strong> als ansprechende Lektüre für aktive Piloten weiterentwickeln und<br />

dabei auch unser Internetportal und soziale Medien wie Facebook nicht aussparen. Besuchen Sie uns also gerne auch auf<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de und unter www.facebook.de/<strong>aerokurier</strong>.<br />

Mit besten Wünschen für die Flugsaison <strong>2016</strong><br />

Lars Reinhold<br />

Michael Pfeiffer<br />

Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />

oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />

Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />

Foto: mps-Fotostudio<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 3


112<br />

Interview<br />

Vom Skispringer zum<br />

Helikopterpiloten<br />

Motorfliegen<br />

6 Im Airliner auf Sicht<br />

Mit der Viermot VFR auf 1000<br />

Fuß? Die Schweizer Super<br />

Constellation bietet genau das<br />

14 Walküre in der Luft<br />

Der Entenflügler Cobalt Co50<br />

soll Maßstäbe in seiner Klasse<br />

setzen<br />

17 Als Backseater im T-Bird<br />

Den Traum vom Jetfliegen<br />

erfüllte sich <strong>aerokurier</strong>-Autor<br />

Peter Schneider in Santa Fe<br />

112 Interview<br />

Thomas Morgenstern findet,<br />

dass Hubschrauberfliegen<br />

weniger gefährlich ist als<br />

Skispringen<br />

Magazin<br />

30 Grenzkontrollen<br />

Welche Folgen hat die Flüchtlingskrise<br />

für Privatflieger?<br />

UL/LSA<br />

32 Ultraleichter Orientexpress<br />

Wohin, wenn man schon<br />

fast überall war? Mit einer<br />

CT Short Wing nach Istanbul<br />

Business Aviation<br />

38 Jetset in Altenrhein<br />

Zum Weltwirtschaftsforum in<br />

Davos herrscht auf dem<br />

Flugplatz Altenrhein Hochbetrieb<br />

Inhalt Nr. 3 <br />

März <strong>2016</strong> I 60. Jahrgang<br />

32<br />

75<br />

6<br />

4 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

Titelillustration: Cobalt Aircraft; Titelfotos: Jet Warbird Training Center<br />

Fotos: Thomas Meder, VBS, Mark Juhrig, Michael Reimers, Bernd Hilpert, Philipp Platzer


Praxis<br />

75 Ausmotten im Frühjahr<br />

Worauf man bei den Checks zu<br />

Beginn der Saison achten sollte<br />

78 Strafsache<br />

Das Bundesaufsichtsamt für<br />

Flugsicherheit verfolgt Verstöße<br />

im Luftverkehr<br />

80 Experten-Tipp<br />

Wie man Lacke pflegt und<br />

Macken dauerhaft beseitigt<br />

81 Fliegen in der Randsaison<br />

Schwierige Bedingungen und<br />

schlechter Trainingsstand sind<br />

Unfallrisiken in Winter und<br />

Frühjahr<br />

Titelthemen<br />

im Abo<br />

Coupon auf S. 111 und im Special<br />

auf S. 13<br />

Segelfliegen<br />

84 Der neue Ventus fliegt<br />

Was hat der Prototyp bei den<br />

ersten Flügen über sich alles<br />

preisgegeben?<br />

88 Wellenfliegen<br />

Schönes Weihnachtsgeschenk:<br />

Eine Woche Wellenaufwinde<br />

über Weser und Thüringer Wald<br />

92 Massen-Diskussion<br />

Wird in der Doppelsitzerklasse<br />

künftig mit 850 kg geflogen?<br />

<strong>aerokurier</strong>-Leserwahl <strong>2016</strong><br />

Stimmen Sie ab, wer in diesem Jahr<br />

einen Innovation Award erhalten<br />

und welche Firma als beste Marke<br />

ausgezeichnet werden soll! Wir<br />

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94 Unfallanalyse<br />

Ein Bruch in der Landeklappenmechanik<br />

bringt eine<br />

DG-1001 zum Absturz<br />

Rubriken<br />

3 Editorial<br />

12 News<br />

96 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />

105 Jobbörse<br />

108 Termine, Impressum<br />

110 Leserbriefe<br />

114 Vorschau<br />

88<br />

Flight Training Special<br />

3 Intro/Inhalt<br />

4 Einmal Höhenluft schnuppern<br />

Ein Schnupperflug ist für viele Fußgänger<br />

der erste Schritt zur Lizenz<br />

8 Karrierechancen für Piloten<br />

Mit einer frozen ATPL hängen viele<br />

Piloten in der Warteschleife<br />

10 Fliegen lernen im Urlaub<br />

In den Ferien die Lizenz erwerben. Was<br />

dabei alles zu beachten ist<br />

14 Ausbildung im Simulator<br />

Virtuelles Fliegen wird<br />

immer mehr zur<br />

kostenfreundlichen<br />

Alternative<br />

19 Flugschul-Guide <strong>2016</strong><br />

Die <strong>aerokurier</strong>-Übersicht<br />

über Ausbildungseinrichtungen<br />

Den <strong>aerokurier</strong> gibt es auch als E-Paper.<br />

Mehr Infos: www.<strong>aerokurier</strong>.de/epaper<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 5


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Lockheed Super Constellation<br />

MIT DER<br />

SCHÖNHEIT<br />

AUF SICHT<br />

6


Die Lockheed Super Constellation ist ein<br />

extrem rarer Klassiker: Nur noch zwei<br />

Exemplare sind weltweit flugfähig, eine<br />

davon in Europa. Der viermotorige Airliner‐<br />

Oldie aus Basel kommt <strong>2016</strong> mehrere<br />

Male nach Deutschland.<br />

AUTOR: Jürgen Schelling<br />

Fotos: Jürgen Schelling<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 7


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Viel Rauch: Wenn die<br />

Doppelsternmotoren<br />

erwachen, machen sie<br />

sich nicht nur<br />

akustisch bemerkbar.<br />

Wenn eine Super Constellation<br />

ihre vier Triebwerke startet,<br />

ist dies ein besonderes Spektakel.<br />

Denn das Anlassen bedarf<br />

einer besonderen Choreografie. Der Motor<br />

innenbords auf der Copilotenseite ist eigentlich<br />

Triebwerk Nummer 3. Kurz schaut<br />

Flugkapitän Ernst Frei aus einem Cockpitfenster,<br />

sein Helfer am Boden signalisiert,<br />

dass kein Unbefugter nahe des Propellers<br />

steht. Jetzt dreht der Anlasser. Lautstark<br />

nimmt der Curtiss-Wright Cyclone seine Arbeit<br />

auf. Es vergehen einige Sekunden, bis<br />

das Zusammenspiel von 18 Kolben und zahlreichen<br />

Ventilen harmonisch läuft. Wenig<br />

später folgt Nummer 4 auf derselben Tragfläche,<br />

dann Cyclone 2 und 1<br />

auf der anderen Seite. Die scheinbar<br />

krumme Startreihenfolge<br />

der Triebwerke liegt darin begründet,<br />

dass Motor 3 und 4<br />

jeweils Hydrauliktanks aktivieren, die man<br />

von Beginn an braucht. Deshalb werden sie<br />

zuerst angelassen. Vier Doppelsternmotoren<br />

erzeugen nun zusammen mit den Luftschrauben<br />

einen unvergleichlichen Sound.<br />

Die Lockheed L-1049 Super Constellation,<br />

von allen nur kurz „Super Connie“ genannt,<br />

ist auf jedem Flugplatz ein Superstar. Eine<br />

elegant-schlanke Silhouette, das grazile hochbeinige<br />

Fahrwerk – und dann erst dieses Heck.<br />

Wo bei anderen Propeller-Airlinern der 50er<br />

Jahre ein wuchtiges Seitenleitwerk den Abschluss<br />

bildet, sind es bei der Super Connie<br />

drei fast filigrane Flossen. Auch die machen<br />

sie unverwechselbar. Eigentlich wäre ja ein<br />

einziges Leitwerk völlig ausreichend, wenn<br />

ES DAUERT, BIS DAS KONZERT DER<br />

18 KOLBEN UND 36 VENTILE EINEN<br />

HARMONISCHEN KLANG ERGIBT<br />

es genügend groß dimensioniert wäre. Aber<br />

eine solche Konstruktion hätte wegen ihrer<br />

Höhe nicht mehr in die damals üblichen Hangars<br />

gepasst. Also wurden drei kleinere gewählt.<br />

Dass dies der Connie auch eine unnachahmliche<br />

Optik bescherte, stellte sich<br />

erst später als Design-Glücksfall heraus. Für<br />

viele Luftfahrtfans ist sie das schönste Flugzeug<br />

der Welt.<br />

Der legendäre Howard Hughes hatte bereits<br />

1939 als Hauptaktionär seiner Airline TWA<br />

den Bau der Maschine bei Lockheed forciert.<br />

Er forderte ein Flugzeug mit mindestens 20 000<br />

Fuß Reiseflughöhe, das 250 Knoten schnell<br />

sein und eine Reichweite von mehr als 3500<br />

Nautischen Meilen (knapp 6500 Kilometer)<br />

haben sollte. Lockheed entwickelte<br />

daraufhin erste Modelle,<br />

der Zweite Weltkrieg brachte<br />

das Projekt für den zivilen Luftverkehr<br />

aber zunächst zum<br />

8 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Verglichen mit modernen<br />

Airlinern wirkt die Silhouette<br />

der Connie wie mit kühnem<br />

Schwung gezeichnet.<br />

Erliegen. Allerdings wurden während des<br />

Krieges ab 1943 die ersten ursprünglich für<br />

den zivilen Einsatz vorgesehenen Constellations<br />

als Militärtransporter der Baureihe C-69<br />

gebaut. Zivile Varianten folgten ab 1945 als<br />

Airliner mit bis zu 60 Sitzplätzen. Nach Ende<br />

des Kriegs wurden Forderungen der Airlines<br />

nach einer größeren und bis zu 100-sitzigen<br />

Passagiermaschine laut. Dies führte bei Lockheed<br />

zur Weiterentwicklung Super Constellation<br />

in der L-1049-Baureihe.<br />

Ausgestattet mit der damals neuartigen<br />

Druckkabine, etwa 270 Knoten Reisegeschwindigkeit<br />

und mehr als 4000 Nautischen Meilen<br />

(7400 Kilometer) Reichweite konnten ab 1951<br />

zuerst bei Eastern Air Lines und TWA die<br />

maximal 109 Passagiere in der hochmodernen<br />

Super Constellation einen für die 50er Jahre<br />

nicht gekannten Reisekomfort erleben. Allerdings<br />

galten die neu entwickelten Curtiss-<br />

Wright-Cyclone-Triebwerke vom Typ R-3350<br />

als ihre Achillesferse. Relativ häufig mussten<br />

die Piloten und der vorgeschriebene Flugingenieur<br />

einen der 3250 PS starken 18-Zylinder<br />

wegen technischer Probleme im Flug abstellen.<br />

Deshalb bekam sie auch den spöttischen<br />

Spitznamen „beste Dreimotorige der Welt“<br />

verpasst. Angeblich verzeichnete allein die<br />

Lufthansa einst auf jedem dritten Linienflug<br />

ein Triebwerksproblem. Dennoch entwickelte<br />

sich die Super Connie zu einem Erfolgsmodell:<br />

Mehr als 850 Exemplare der Baureihe,<br />

bestehend aus Super Constellation, dem<br />

kleineren Vorgängermodell Constellation<br />

sowie der größten Version, dem Starliner,<br />

wurden in 15 Jahren Bauzeit ausgeliefert.<br />

Wer bei den Airshow-Auftritten <strong>2016</strong> die<br />

Möglichkeit hat, den Basler Airliner zu besichtigen<br />

und dann mondänen Luxus in der<br />

Kabine erwartet, wird überrascht sein: Auffallend<br />

nüchtern ist das Innendesign, und die<br />

Sitze für maximal 35 Passagiere sind eher<br />

schmal und asketisch. Des Rätsels Lösung:<br />

Die eidgenössische Super Connie war 1955<br />

als Transportflugzeug fürs US-Militär gebaut<br />

und eingesetzt worden, weswegen Bestuhlung<br />

und Interieur spartanisch ausfielen.<br />

Die schweizerische Connie besitzt auch<br />

keine Cockpittür mehr. Wer also während des<br />

Fluges bei den Piloten vorbeischaut, gerät<br />

ins Staunen: Fast alle Anzeigen und Bedienhebel<br />

sind bis auf ein modernes GPS noch<br />

aus den 1950er Jahren. Hinter den beiden<br />

Piloten sitzt heute genau wie früher an einem<br />

seitlichen Bedienpanel der Flugingenieur, der<br />

vor allem den Lauf der vier Motoren synchronisiert<br />

und sie während der Reise überwacht.<br />

Derzeit sind vier Kapitäne und ein Copilot<br />

auf der Connie ausgecheckt. Alle besitzen<br />

einen ATPL, zwei von ihnen sind ehemalige<br />

747-Captains. Um auf der Super Connie fliegen<br />

zu dürfen, ist zwar Routine im Airlinerfliegen<br />

Grundvoraussetzung, aber ein Cock-<br />

Fotos: Sascha Linkemeyer, Jürgen Schelling<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 9


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

pit-Kandidat sollte möglichst auch Erfahrung<br />

auf Flugzeugen mit Kolbenmotor haben. <strong>2016</strong><br />

kommt ein neuer Pilot mit an Bord. Er fliegt<br />

Airbus A340, war aber auch schon am Steuer<br />

von DC-3 und Ju 52 zu Hause. Die Super<br />

Constellation Flyers Association (SCFA) verlangt<br />

zwar keine ausdrückliche Mindestflugstundenzahl,<br />

die Versicherung besteht aber<br />

darauf, dass angehende Connie-Piloten mehr<br />

als 5000 Flugstunden nachweisen.<br />

Die Super Connie ist nicht mehr IFR-zertifiziert,<br />

sondern darf nur nach Sichtflugregeln<br />

betrieben werden. Deshalb ist seit der Flugsaison<br />

2015 auch ein FLARM-Kollisionswarner<br />

installiert. Denn Flugkapitän Frei und seine<br />

Crewkollegen lieben es, in der erlaubten Mindestflughöhe<br />

in der Schweiz – also 1000 Fuß<br />

über Grund – zu fliegen, um ihren Passagieren<br />

eine spektakuläre Erdsicht zu ermöglichen.<br />

Mancher General-Aviation-Pilot<br />

staunt in den Sommermonaten<br />

ziemlich, wenn in Bierflaschenhöhe<br />

ein Airliner von der Größe<br />

einer Boeing mit 37 Metern<br />

Spannweite vorbeifliegt. Da leistet das FLARM,<br />

dessen Displays sowohl auf Piloten- als auch<br />

Copilotenseite angebracht sind, gute Dienste.<br />

Die einst vorhandene Enteisung von Flächen,<br />

Leitwerk und Propellern ist heute außer<br />

Funktion. Aus diesem Grund wird die Connie<br />

lediglich von Mai bis Ende September und<br />

innerhalb Europas betrieben, um Flüge in<br />

Icing-Bedingungen zu vermeiden. Um nach<br />

der mehrmonatigen Winterpause vor der<br />

Saison wieder fliegerisch fit zu werden, gehen<br />

Piloten und Flugingenieure im Frühjahr ins<br />

Trainingslager im französische Dole. Eine<br />

knappe Woche wird dort geflogen. Vier der<br />

fünf Piloten sind auch gleichzeitig Checkpiloten<br />

und Fluglehrer, das sorgt für Flexibilität.<br />

Der Neuling wird dann etwa acht Stunden<br />

fliegen, seinen erfahrenen Kollegen reichen<br />

jeweils rund eineinhalb Flugstunden und vier<br />

BEIM SIGHTSEEING IN 1000 FUSS<br />

ÜBER GRUND IST AUCH IM VIERMOT-<br />

AIRLINER EIN FLARM SINNVOLL<br />

oder fünf Landungen. Insgesamt ist die Connie<br />

bei dieser Trainingswoche knapp 15<br />

Stunden in der Luft und absolviert zahlreiche<br />

Touch-and-go- oder Full-stop-Landungen.<br />

Weltweit fliegt heute außer der schweizerisch<br />

zugelassenen Connie nur noch eine<br />

Maschine gleichen Typs in Australien. Diese<br />

ist aber nicht für Passagierbetrieb zugelassen.<br />

Die deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung, die<br />

auch die Ju 52 D-AQUI betreibt, baut zwar<br />

derzeit aus Teilen von drei ausgemusterten<br />

Flugzeugen in den USA ein Exemplar zum<br />

Wie-neu-Zustand wieder auf, um sie wie die<br />

Junkers als Traditionsflugzeug einzusetzen.<br />

Da die Maschine des damals letzten und<br />

größten Modells der Constellation-Baureihe,<br />

der L-1649A Starliner, mit modernem Glascockpit,<br />

TCAS und weiteren modernen Elektronikfeatures<br />

ausgerüstet wird, dauert es<br />

wohl noch einige Zeit, bis sie<br />

wieder fliegen wird.<br />

Bei der SCFA steht aber nicht<br />

etwa eine weltweit agierende<br />

Airline hinter dem Projekt, son-<br />

Wer genau hinschaut,<br />

bemerkt, dass die<br />

Super Connie für jeden<br />

ein Lächeln übrig hat.<br />

10 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


tritt ist für 120 Schweizer Franken für ein<br />

Jahr aber problemlos möglich. Im Anschluss<br />

daran kann gegen einen je nach Flugdauer<br />

und Reiseziel gestaffelten Kostenbeitrag mitgeflogen<br />

werden Ein 45-minütiger Rundflug<br />

kostet laut SCFA beispielsweise rund 375<br />

CHF. Auch bei den Auftritten der Super Connie<br />

<strong>2016</strong> in Deutschland kann voraussichtlich<br />

eine Mitgliedschaft in der SCFA vereinbart<br />

werden. Dann gibt es bei freien Plätzen die<br />

Möglichkeit, direkt für einen Rundflug an Bord<br />

zu gehen.<br />

Derzeit ist die Maschine noch im Winterquartier<br />

in Zürich-Kloten, wo die vorgeschriebenen<br />

Stundenkontrollen vorgenommen<br />

werden und sie fit für die Flugsaison <strong>2016</strong><br />

gemacht wird. Dabei sind teilweise auch<br />

Restaurierungsmaßnahmen fällig, da bei einem<br />

mehr als 60 Jahre alten Flugzeug immer<br />

wieder unvorhersehbare Mängel entdeckt<br />

werden. Eines der größten Risiken für den<br />

Ausfall einer Flugsaison, den möglichen kapitalen<br />

Schaden eines Triebwerks, haben die<br />

SCFA-Verantwortlichen durch kluge Vorrats-<br />

dern es ist der Courage und dem Einsatz<br />

einiger flugbegeisterter eidgenössischer<br />

Privatleute zu verdanken: Im Frühjahr 2000<br />

gründeten sie die SCFA in Basel als Verein<br />

mit dem Ziel, eine Super Connie zu erwerben,<br />

flugfähig zu machen und später in der Schweiz<br />

mit Passagieren zu betreiben.<br />

Bereits im Dezember 20<strong>03</strong> konnten die<br />

SCFA-Verantwortlichen in den USA eine Vereinbarung<br />

über den Erwerb der sogenannten<br />

Camarillo-Connie unterzeichnen, die lange<br />

auf dem Airport von Camarillo, Kalifornien,<br />

stationiert war. Am 26. April 2004 startete<br />

die Crew zum Überführungsflug in mehreren<br />

Etappen bis zum Zielflughafen Basel-Mulhouse,<br />

wo der Airliner am 8. Mai von einer großen<br />

Menschenmenge euphorisch empfangen<br />

wurde.<br />

Heute widmen sich fast 3400 Mitglieder,<br />

unterstützt von Sponsoren wie dem Uhrenhersteller<br />

Breitling, dem Erhalt ihres Airliners.<br />

Da die 1955 gebaute Connie rechtlich gesehen<br />

ein Vereinsflugzeug ist, dürfen auch nur Mitglieder<br />

der SCFA mitfliegen. Ein Vereinsbeihaltung<br />

minimiert. Zwei neu überholte Cyclone-Ersatzmotoren<br />

schlummern einsatzbereit<br />

in einer Halle.<br />

Nachdem die erforderlichen Genehmigungen<br />

und Zusagen für Start und Landung der<br />

Connie in Deutschland vorliegen, kann die<br />

Vorfreude nun beginnen: So sind Auftritte<br />

am 11./12. Juni auf dem Flughafen Hahn mit<br />

einem Besuch des nahe gelegenen Flugzeugmuseums<br />

Hermeskeil geplant, wo im Static<br />

Display schon eine Super Constellation zu<br />

sehen ist. Und nach dem großen Erfolg bei<br />

den Tagen der offenen Tür in Speyer im Sommer<br />

2015 wird es dieses Jahr ein Comeback<br />

geben: Am letzten Augustwochenende landet<br />

die Super Connie erneut in Speyer, VFR-<br />

Wetter vorausgesetzt. Dort nimmt sie zusammen<br />

mit weiteren nostalgischen Airlinern an<br />

den erstmals stattfindenden AirlinerClassics<br />

teil. Weitere Landungen auf Flugplätzen in<br />

Südwest- und Norddeutschland sind geplant.<br />

Mehr Informationen rund um die SCFA<br />

und die Super-Constellation-Termine unter<br />

www.superconstellation.org.<br />

ae<br />

Drei wichtige Crewmitglieder<br />

sind Leiter Operations<br />

Ernst Frei, Chef-Bordmechaniker<br />

Rolf Harlacher und<br />

Chefpilot Francisco Agullo (v.l.)<br />

Cockpitatmosphäre:<br />

Der Flugingenieur überwacht<br />

und synchronisiert die vier<br />

Motoren während des Fluges.<br />

Fotos: Jürgen Schelling<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 11


[ NEWS ]<br />

Die Cessna Caravan kann jetzt auch<br />

in Wichita, Kansas, im Simulator<br />

geflogen werden. Flight Safety<br />

International hat für ihre zwei am<br />

Cessna-Standort stationierten<br />

Caravan-Simulatoren von der<br />

amerikanischen Luftfahrtbehörde<br />

FAA die Level-D-Zulassung erhalten.<br />

Die Simulatoren sind mit moderner<br />

Avionik, Garmin G1000<br />

und Garmin G600, bestückt. Das<br />

Breezer Aircraft B600 jetzt als LSA zugelassen<br />

FÜR PILOTEN MIT PPL(A)<br />

Seit 2000 baut Breezer Aircraft in Norddeutschland einmotorige Sportflugzeuge in den Kategorien<br />

Ultraleicht und Experimental. Jetzt ist für Europa das EASA-zugelassene Light Sport Aircraft B600 dazugekommen.<br />

In Nordamerika hat Breezer Aircraft die B600 schon 2009 als LSA auf den Markt gebracht.<br />

Ermutigt von den ersten erfolgreichen Verkäufen hatte der<br />

Hersteller den Zertifizierungsprozess nach den Regeln der<br />

EASA aufgenommen. Gekrönt wurde dieser Prozess jetzt mit<br />

der EASA-Zulassungsurkunde. Die B600 als europäisches LSA<br />

ist weitgehend mit dem US-Modell nach ASTM sowie mit den<br />

bereits in großer Zahl als Ultraleicht oder Experimental fliegenden<br />

Modellen identisch. Und trotzdem war die Zertifizierung<br />

ein aufwendiger Akt. Für Breezer Aircraft ist das Ende des<br />

Verfahrens mit dem erteilten Type Certificate ein Meilenstein<br />

in der Entwicklung des Unternehmens als Flugzeughersteller<br />

der Allgemeinen Luftfahrt.<br />

Stolz posiert das Breezer-Team mit der<br />

Zulassungsurkunde.<br />

dem aktuellen Stand der Technik<br />

entsprechende Vital-1100-Sichtsystem<br />

vermag die Umweltbedingungen<br />

vom Rollen über den Start<br />

und die unterschiedlichsten Verfahren<br />

bis zur Landung quasi<br />

realistisch darzustellen. Dazu ge -<br />

hört die Simulation von Tag und<br />

Nacht sowie der Dämmerung mit<br />

ganz unterschiedlichen Sicht- und<br />

Wetterverhältnissen für das Training<br />

von VFR- und IFR-Anflügen.<br />

DIGITAL-BOX<br />

Gulfstream<br />

G500<br />

Flattertests<br />

Die Flugerprobung der Gulfstream G500 hat einen<br />

Meilenstein erreicht: den Abschluss der<br />

Flattertests. Über 50 Flüge führte der Hersteller<br />

in dieser Phase durch.<br />

Embraer Phenom 300<br />

VOM TURBOPROP ZUM BUSINESS JET<br />

Gleich zwei Embraer Phenom 300 sind um die Jahreswende zu deutschen<br />

Unternehmen gekommen. Ende Januar ersetzte ein norddeutsches<br />

Unternehmen mit dem Jet seine Pilatus PC-12. „Der Sprung vom Turboprop<br />

zur Phenom war kein Problem“, erklärte der Pilot. Vier Wochen<br />

zuvor hatte das Charterunternehmen DAS Private Jets aus Mengen ihre<br />

Phenom 300 im US-Werk von Embraer Executive Jets in Melbourne,<br />

Florida, übernommen. Die Phenom 300 kann bis zu zehn Personen<br />

befördern. Wie ein Verkehrsflugzeug verfügt der Jet über Brake-by-Wire,<br />

Druckbetankung und eine vollwertige Bordtoilette.<br />

DRF fliegt<br />

2015 mehr<br />

Einsätze<br />

Merger für<br />

iPad und<br />

Tablet<br />

Mit der<br />

Antares 23E<br />

zum Rekord<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Im letzten Jahr starteten die rot-weißen Hubschrauber<br />

der DRF Luftrettung bundesweit zu<br />

36 476 Einsätzen. 2014 waren es 35 368.<br />

Auf Tastendruck können jetzt RocketRoute-<br />

Flugpläne direkt in Jeppesens Mobile FliteDeck<br />

JeppView übernommen werden.<br />

Am 7. Januar war Anja Kohlrausch auf Antares<br />

23E schnell: In Namibia erzielte sie einen<br />

Schnitt von 147,9 km/h über ein 500-km-Dreieck.<br />

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12 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Comco Ikarus<br />

FIT FÜR CHINA<br />

SD-Planes stockt auf<br />

ZWEISITZIGE SCHWESTER FÜR DIE SD-1<br />

SD-Planes bringt ab Frühjahr zum einsitzigen „Floh“ SD-1 ein zweisitziges<br />

Modell: Die SD-2 wird nebeneinander angeordnete Sitze, ein<br />

Dreibeinfahrwerk und ein steuerbares Bugrad haben. Konstruiert wird<br />

sie in Holzbauweise, wobei der holzbeplankte Flügel einen Holm in<br />

Faserverbundwerkstoff und Schaumrippen erhält. Das Höhenleitwerk<br />

ist als Pendelruder ausgeführt. Der Doppelsitzer ist nach den LTF-UL/<br />

UL-2 als Ultraleichtflugzeug konzipiert, soll aber auch als Experimental<br />

vertrieben werden. Als Leermasse werden 255 kg angegeben. Die<br />

ersten fünf Exemplare der SD-2 bietet SD-Planes ab Frühsommer zu<br />

einem Einführungspreis an, das Basismodell ohne Rettungssystem<br />

netto für knapp 70 000 Euro. Auch einen Bausatz soll es geben.<br />

3029 066<br />

Flüge hat die DFS im vergangenen Jahr kontrolliert.<br />

Nach den Rückgängen 2011 und 2012 konnte damit erstmals<br />

wieder die Drei-Millionen-Hürde genommen werden.<br />

Bei Comco Ikarus wurden jetzt<br />

Produktion und Qualitätsstandards<br />

von der chinesischen<br />

Luftfahrtbehörde CAAC erneut<br />

unter die Lupe genommen. Danach kann der Hersteller weiterhin in<br />

China aktiv sein. Bereits seit April 2013 ist die speziell für den chinesischen<br />

Markt konzipierte E-Variante der C42 als LSA in China zugelassen.<br />

Der Schulterdecker von Comco Ikarus war das weltweit<br />

dritte LSA, das im Reich der Mitte fliegen durfte. Er darf mit maximal<br />

540 kg Abflugmasse fliegen und bietet mehr als 250 kg Zuladung.<br />

Red Bull Air Race World Championship<br />

IM SEPTEMBER AM LAUSITZRING<br />

Der Red-Bull-Race-Kalender <strong>2016</strong> sieht auch wieder ein Rennen in<br />

Deutschland vor. Der sechste Wettbewerb ist im September am Lausitzring<br />

geplant. Der Auftakt der Rennserie findet im März in Abu Dhabi statt,<br />

danach ist der Rennzirkus in Spielberg, Österreich, zu Gast. Chiba, nur rund<br />

eine Stunde von Tokio entfernt, wird nach dem Erfolg im vergangenen Jahr<br />

im Juni erneut Schauplatz<br />

des Wettbewerbs sein. In<br />

den Folgemonaten gibt<br />

es Gastspiele in Budapest<br />

und in dem eher für<br />

Pferderennen berühmten<br />

Ascot, Großbritannien.<br />

Der Oktober sieht zwei<br />

Veranstaltungen in den<br />

USA vor, in Indianapolis<br />

und in Las Vegas.<br />

Mitsui steigt bei Quest ein<br />

KAPITAL FÜR WEITERE EXPANSION<br />

Part NCC wirft seine Schatten voraus<br />

GBAA UNTERSTÜTZT FLUGZEUGBETREIBER<br />

Part NCC trifft alle, egal ob großer Werksflugbetrieb oder nur Betreiber<br />

eines einzelnen Firmenjets: Fast alle nichtgewerblich operierenden Flugbetriebe<br />

mit Sitz in einem EU-Land müssen bis zum 25. August ihre Handbücher<br />

an die EASA-Vorgaben angepasst haben. Für nicht komplexe<br />

Flugzeuge und Hubschrauber sind dann die Vorgaben des EASA-Annex<br />

VI Part NCC zu erfüllen. Vor allem für kleine Unternehmen bedeutet das<br />

einen unverhältnismäßigen Zeit- und Personalaufwand. Unterstüzung<br />

bietet deshalb jetzt die German Business Aviation Association (GBAA) als<br />

Interessenverband der Werks- und Geschäftsluftfahrt.<br />

Der Kodiak-Hersteller Quest hat mit dem Einstieg des japanischen<br />

Mischkonzerns Mitsui die Basis für eine weitere Expansion seiner Fertigung<br />

geschaffen. Den Anteil von 12,5 Prozent des Turbopropherstellers<br />

in Sandpoint, Idaho, hat Mitsui mit zehn Millionen Dollar bezahlt.<br />

Quest will vorerst im Utility-Sektor bleiben. Hier sieht Sam Hill aus<br />

der Geschäftsführung das größte Potenzial für die Firma. Intensiviert<br />

werden soll vor allem der Verkauf. Für <strong>2016</strong> hat Quest Aufträge für<br />

42 Kodiak. Langfristig ist auch eine weitere Produktionsstätte geplant.<br />

Fotos: Atlas Air Service, Breezer, Comco Ikarus, Flight Safety, Kayser, Quest, Red Bull, SD-Planes<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 13


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Cobalt Co50 Valkyrie<br />

DIE EDLE WAL<br />

Illustration und Foto: Cobalt Aircraft<br />

Das Design: futuristisch. Die Technik: modern. Die<br />

Leistung: an der Spitze. David Lourys Kreation mausert<br />

sich zum respektablen Projekt. Und auch eine Zielgruppe<br />

scheint der 38-jährige Ingenieur ausgemacht zu haben.<br />

14 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


KÜRE<br />

F<br />

ür die einen ist David Loury<br />

ein Spinner, für die anderen<br />

ein Träumer, manch einer<br />

hält ihn gar für ein Phantom.<br />

Ende vergangenen Jahres hat es der<br />

charmante Franzose mit dem jungenhaften<br />

Lachen jedoch allen Zweiflern<br />

gezeigt: Seine Cobalt Co50 Valkyrie<br />

wurde in San Francisco einer breiten<br />

Öffentlichkeit vorgestellt – und kann<br />

ab sofort bestellt werden.<br />

Mit Neuentwicklungen ist es in<br />

der Fliegerei so eine Sache. Die Luftfahrt<br />

zieht seit jeher eine Menge<br />

Menschen an, die entweder viel Begeisterung,<br />

aber keine finanziellen<br />

Mittel oder aber einen Haufen Geld<br />

mitbringen, aber kein Konzept haben.<br />

Als der 38-jährige Ingenieur vor knapp<br />

zehn Jahren den ersten Sketch des<br />

eigenen Flugzeugs zeichnete, ahnte<br />

er nicht, wohin die Reise gehen und<br />

wie beschwerlich der Weg sein würde.<br />

Was Loury auszeichnet, sind<br />

Hartnäckigkeit und koordiniertes<br />

Vorgehen. Diese Eigenschaften haben<br />

es dem ehemals angestellten Manager<br />

erlaubt, eine kleine Sensation<br />

abzuliefern: einen neuen Entenflügler<br />

in Composite-Bauweise, der nun<br />

in der Flugerprobung und auf dem<br />

besten Weg zur FAA-Zulassung ist!<br />

Alles begann mit der Cobalt-Gründung<br />

im Jahr 2007. Auf dem Höhepunkt<br />

der Finanzkrise in Amerika mussten<br />

Partner gefunden werden, die das<br />

Projekt unterstützten. Die Auswahl<br />

der Zulieferer war ebenfalls eine Herausforderung,<br />

denn trotz des Stateof-the-Art-Designs<br />

steckt viel Bewährtes<br />

unter der spiegelglatten Haut der<br />

Co50: Der Motor kommt von Teledyne-Continental,<br />

der Propeller von<br />

Hartzell, und bei der Avionik wird es<br />

eine Option auf „Full Glass“ von Garmin<br />

geben.<br />

Edles Interieur: Die<br />

Sidesticks fügen sich<br />

harmonisch ins moderne<br />

Ambiente ein.<br />

AUTOR:<br />

David Kromka<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 15


[ MOTORFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Daten Cobalt Co50 Valkyrie<br />

Hersteller: Cobalt Aircraft, USA<br />

Sitzplätze: 5 Bauweise: Faserverbund<br />

Verwendung: Reise- und Sportflugzeug<br />

Antrieb Continental TSIO-F 550 350 PS<br />

Spannweite <br />

10,24 m<br />

Länge <br />

7,76 m<br />

Höhe <br />

2,84 m<br />

Leermasse <br />

1000 kg<br />

MTOM <br />

1550 kg<br />

Tankinhalt <br />

109 USG<br />

Reichweite <br />

1050NM<br />

VReise<br />

220 kt<br />

Vmax <br />

260 kt<br />

Dienstgipfelhöhe <br />

25000 ft<br />

Preis (certified aircraft) 699 000 USD<br />

Fotos: David Kromka, Cobalt Aircraft<br />

Das absolut ungewöhnliche<br />

Design des Canard-<br />

Flugzeugs dürfte die<br />

Cobalt zum Hingucker auf<br />

jedem Flugplatz machen.<br />

VIDEO COBALT CO50<br />

Sie möchten sich ein<br />

Video vom Erstflug der<br />

Cobalt ansehen? Dann<br />

scannen Sie einfach<br />

diesen QR-Code oder<br />

geben Sie<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de/<br />

erstflug_cobalt ein.<br />

Das Herz der Valkyrie,<br />

ein Continental TSIO-550F,<br />

soll eine Höchstgeschwindigkeit<br />

von 260 Knoten<br />

ermöglichen.<br />

Die Valkyrie ist eine komplette<br />

Neuentwicklung und bestenfalls auf<br />

den ersten Blick mit den bekannten<br />

Canards vergleichbar. Mit mehr als<br />

zehn Metern Spannweite, knapp acht<br />

Metern Länge und einer Höhe von<br />

fast drei Metern ist der schwarze<br />

Vogel ein imposantes Flugzeug, das<br />

durch seine breite Kabine beeindruckt.<br />

Gerade hier kann die Cobalt ihre<br />

französischen Gene nicht verstecken,<br />

kommt doch die Innenausstattung in<br />

Gestalt von Ledersitzen daher, die<br />

Schneider der Pariser Nobelmarke<br />

Hermès herstellen.<br />

2010 feierte das erste 1:1-Modell<br />

beim AirVenture in Oshkosh seine<br />

Publikumspremiere. Damals glaubte<br />

Loury, drei bis vier Jahre später die<br />

ersten Maschinen ausliefern zu können,<br />

doch sowohl technische als auch<br />

finanzielle Herausforderungen erwiesen<br />

sich als komplexer als gedacht.<br />

Erste Tests in Kalifornien verliefen<br />

erfolgreich, und im Jahr 2012 verlegte<br />

das Unternehmen seinen Sitz nach<br />

Saguenay in Kanada. Auf dem Militärflugplatz<br />

Bagotville erfolgten dann<br />

der „First Hop“ sowie umfangreiche<br />

Komponententests.<br />

MIT 260 KNOTEN TOPSPEED SOLL DIE VAL<br />

Canardflugzeuge sind naturgemäß<br />

avantgardistischer Natur. Bislang hat<br />

es kein Projekt zu übergroßem kommerziellen<br />

Erfolg gebracht, was zu<br />

einem Teil sicherlich an der konservativen<br />

Grundeinstellung der Pilotenschaft<br />

liegt. In bestimmten Nischen<br />

gehören Canards wie der Business-<br />

Turboprop Piaggio Avanti jedoch zu<br />

den absoluten High-Performern. In<br />

eine solche Nische zielt auch die Co50:<br />

Zwischen High-End-Kolbenmotorflugzeugen<br />

wie Cirrus oder Mooney und<br />

kleineren Turboprops möchte Loury<br />

seine Valkyrie positionieren. Was in<br />

der Automobilbranche seit einigen<br />

Jahren zu beobachten ist, gilt nun<br />

auch für die Luftfahrt: Kein Marktsegment<br />

wird ausgelassen.<br />

Die Leistungsdaten des Flugzeugs<br />

versprechen Großartiges: Nichts weniger<br />

als die schnellste Kolben-Einmot<br />

soll die Valkyrie werden, 260 Knoten<br />

sind als Höchstgeschwindigkeit angepeilt.<br />

Beim Überschreiten der<br />

Höchstgeschwindigkeit bremsen<br />

hydraulisch betätigte Airbrakes die<br />

Auch von unten hat die Cobalt Co50 Valkyrie eine<br />

unverwechselbare Silhouette.<br />

Valkyrie automatisch ab. Im ökonomischen<br />

Reiseflug sollen 220 Knoten<br />

erreicht werden, der turbogeladene<br />

Continental TSIO-550F mit FADEC-<br />

Einhebelbedienung wird sich dabei<br />

rund 17 Gallonen pro Stunde genehmigen.<br />

Avgas versteht sich, denn<br />

Versionen mit Diesel oder gar Turbopropantrieb<br />

sind in Lourys Planungen<br />

bislang Zukunftsmusik.<br />

Um die Reiseflugphase in den höheren<br />

Flight Levels ausnutzen zu<br />

können, verfügt die Valkyrie über<br />

eine eingebaute Sauerstoffanlage.<br />

Das Design mit der großen Haube<br />

erlaubt ohnehin keine Druckkabine.<br />

Dafür bietet es einen fantastischen<br />

Ausblick mit 320-Grad-beinahe-Rundumsicht.<br />

Mit so vielen neuartigen<br />

Features zielt die Co50 nunmehr auf<br />

eine Käuferschicht, die mit iPhones<br />

und Tesla-Autos groß wird. Daher<br />

war es nur logisch, dass Cobalt vor<br />

knapp zwei Jahren dorthin zurückkehrte,<br />

wo alles begann: nach Kalifornien.<br />

Auf dem Hayward Airport<br />

bei San Francisco ist das Unternehmen<br />

nahe bei den Menschen, die zu den<br />

wichtigsten Kunden werden sollen,<br />

den wohlhabenden Design- und Technikfreaks<br />

aus dem Silicon Valley. Die<br />

dürften sich freuen, dass Cobalt neben<br />

der kanadischen Esterline-Avionik<br />

auch eine Lösung mit Garmin-<br />

Geräten anbieten wird.<br />

Um die Kundschaft nicht mit den<br />

luftfahrttypischen Zulassungszyklen<br />

zu überfordern, hat sich Loury etwas<br />

Neues ausgedacht. Ab Herbst <strong>2016</strong><br />

soll die Co50 als Experimental ausgeliefert<br />

werden, Bau durch Cobalt-<br />

Mitarbeiter inklusive. Early Adopters<br />

können so hoffen, nicht bis zur avi-<br />

16 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


[ 1 ] [ 2 ]<br />

KYRIE NICHTS WENIGER ALS DIE SCHNELLSTE EINMOT WERDEN<br />

sierten FAA-Zulassung Ende 2017<br />

auf ihr Spielzeug warten zu müssen.<br />

Mit 595 000 Dollar liegt die Valkyrie<br />

X (für Experimental) zudem über<br />

100 000 Dollar unter dem Listenpreis<br />

für die ersten 50 Standardflugzeuge.<br />

Die sind auch schon reserviert, 66<br />

Bestellungen liegen für die Valkyrie<br />

bereits vor.<br />

Im Frühjahr 2015 erfolgte der erste<br />

größere Flug mit der Valkyrie. Gesteuert<br />

wurde sie von Testpilot Mark<br />

Stucky, einem ehemaligen NASA- und<br />

Airforce-Piloten. Stucky ist mit den<br />

Flugleistungen recht zufrieden und<br />

wird gemeinsam mit seinem ebenfalls<br />

berühmten Testpilotenkollegen Mike<br />

Melvill die weitere Flugerprobung<br />

leiten. Die größten Probleme scheint<br />

Cobalt bereits im Griff zu haben: Dem<br />

<strong>aerokurier</strong> versicherte David Loury,<br />

dass es keine Kühlprobleme mit dem<br />

rückseitig eingebauten Triebwerk<br />

gibt. Große Einlässe oben und unten<br />

führen genug Frischluft zum Motor.<br />

Man darf gespannt sein auf den ersten<br />

Pilot Report.<br />

ae<br />

[ 1 ] David Loury (3. v. l.) im<br />

Kreise von Partnern, mit<br />

denen er seine Vision reali -<br />

siert hat. [ 2 ] Mäuse kino:<br />

Der Uhrenladen hat in der<br />

Cobalt ausgedient, alle<br />

Infos gibt es auf Wunsch<br />

digital aufs Display.


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

SCHLUCK<br />

Foto: Jet Warbird Training Center<br />

MIT CHARA<br />

18 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


AUTOR: Peter Schneider<br />

Lockheed T-33 „T-Bird“<br />

SPECHT<br />

KTER<br />

<strong>aerokurier</strong><br />

Männer sind wie Kinder, nur die Spielzeuge<br />

sind teurer. Vor allem, wenn die großen Jungs<br />

einen Pilotenschein haben. Große Jungs wie<br />

<strong>aerokurier</strong>-Autor Peter Schneider. Der hat sich<br />

den Traum vom Jetfliegen in Santa Fe erfüllt.<br />

3/<strong>2016</strong> 19


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ] [ 3 ]<br />

[ 1 ] Briefing am Flugzeug:<br />

<strong>aerokurier</strong>-Autor Peter<br />

Schneider mit Larry<br />

Salganek, Betreiber des<br />

Jet Warbird Training<br />

Centre. [ 2 ] Blick auf die<br />

linke Fläche mit Tip-Tank.<br />

[ 3 ] Probesitzen in der<br />

ersten Reihe.<br />

Y<br />

ou have it!“, schallt es vom<br />

Vordersitz, kaum dass wir<br />

in der Luft sind. Ich bestätige.<br />

Das Erste, was ich feststelle,<br />

sind sogenannte pilot induced<br />

oscillations um die Längsachse, ein<br />

Aufschaukeln durch verzögerte Steuereingaben.<br />

Das hatte ich erwartet<br />

und erinnere mich an die Einweisung:<br />

einfach den Stick festhalten, die Querruder<br />

ruhen lassen und abwarten.<br />

Bei etwa 1000 Fuß über Grund gehen<br />

die Warnlichter der Tip-Tanks an. Der<br />

Sprit darin ist bereits verbrannt, umgesetzt<br />

zu 75 Prozent in Hitze und<br />

Lärm, zu 25 Prozent in Schub. 22 Kilonewton<br />

leistet das Radialkompressor-Triebwerk<br />

Rolls-Royce Nene und<br />

genehmigt sich dabei satt Kerosin.<br />

Der Deutsche Hans von Ohain hatte<br />

während des Zweiten Weltkriegs diesen<br />

Triebwerkstyp entwickelt, es flog<br />

sogar früher als das von Frank Whittle<br />

entwickelte britische Pendant.<br />

Rückblick. Ein Jahr ist es her, dass<br />

ich im Jet Warbird Training Center<br />

Santa Fe im US-Bundesstaat New<br />

Mexico mit der L-39 Albatros, einem<br />

Jettrainer aus der Tschechoslowakei,<br />

geflogen bin. Nach dem letzten Flug<br />

setzte mir damals Larry Salganek,<br />

Gründer dieses Eldorados für große<br />

Jungs mit Pilotenschein, den Floh mit<br />

der T-33 ins Ohr. Zwölf Monate später<br />

zwickt´s mich.<br />

Die Lockheed T-33, besser bekannt<br />

als T-Bird, wurde aus dem ersten Jet<br />

Fighter, der Lockheed P 80 Shooting<br />

Star, entwickelt. Dies war notwendig,<br />

20 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


[ 4 ]<br />

[ 4 ] Corpus Delicti: Das Bugrad ist ungesteuert und frei drehbar. Steht es quer, muss<br />

es ein Helfer ausrichten. [ 5 ] Im Uhrenladen: Das vordere Cockpit versprüht den<br />

Charme aus der ersten Phase des Jetzeitalters. Die Elektronik beschränkt sich auf<br />

Funk, VOR-Empfänger, ADF und Transponder. [ 6 ] Parade: Mit voll gesetzten Klappen<br />

ist die T-Bird eine imposante Erscheinung. Die Tip-Tanks fassen je 890 Liter Kerosin.<br />

[ 5 ]<br />

[ 6 ]<br />

Fotos: Peter Schneider, JWTC<br />

weil es bei der Umschulung der Piloten<br />

von propellergetriebenen Flugzeugen<br />

wie der Mustang oder der<br />

Corsair infolge der schwieriger zu<br />

fliegenden Turbojettriebwerke der<br />

neuen Jets zu zahlreichen Unfällen<br />

kam. Ein zweisitziger Trainer für die<br />

Umschulung musste her. Dies lösten<br />

die Konstrukteure, indem sie den<br />

Rumpf um einen Meter verlängerten<br />

und einen zweiten Sitz einbauten.<br />

Fast 5700 T-Bird-Trainer wurden zwischen<br />

1948 und 1951 gebaut, in<br />

Deutschland waren mehr als 150<br />

davon stationiert. Die Version in Santa<br />

Fe ist eine CT133 Mk 3 Silver Star,<br />

ein kanadischer Lizenzbau von Canadair<br />

aus dem Jahr 1954, und sehr<br />

schön in den Farben der Kunstflugstaffel<br />

Thunderbirds bemalt. Ich bin beeindruckt<br />

von diesem Flugzeug und<br />

freue mich auf den Flug.<br />

Aber es gibt ein Problem: Ohne<br />

Jet-Rating darf ich laut Regeln der<br />

FAA und der TSA kein Flugzeug über<br />

12 000 englischen Pfund vom vorderen<br />

Sitz aus fliegen, und mit seiner<br />

maximalen Abflugmasse von mehr<br />

als 15 000 Pfund ist die Silver Star mehr<br />

als nur ein bisschen zu schwer. Allerdings<br />

befinden sich im vorderen<br />

1000 FUSS GND. DIE WARNLICHTER DER TIP-TANKS<br />

GEHEN AN. 250 LITER KEROSIN SIND VERBRANNT<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 21


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

Die T-33 entstand aus der<br />

Lockheed P-80 Shooting<br />

Star. Ihr Rumpf wurde um<br />

einen Meter verlängert,<br />

um einen zweiten Sitz<br />

unterzubringen.<br />

Die Parameter im Blick:<br />

Kabinendruck- und<br />

g-Kräfte-Anzeigen im<br />

klassischen Uhrendesign.<br />

22 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

Cockpit wichtige Bedienelemente,<br />

die es hinten nicht gibt. Sei´s drum,<br />

es macht Spaß genug, als Backseater<br />

fliegen zu dürfen.<br />

Zunächst steht Theorie an. Den<br />

Ground-School-Unterricht teile ich<br />

mir mit Todd, einem Verkehrspiloten<br />

und Kunstfluglehrer aus Scottsdale,<br />

Arizona, der mit seiner wunderschönen<br />

T-34 Mentor nach Santa Fe angereist<br />

ist, um einen fünfstündigen<br />

Check-out auf der T-Bird zu machen.<br />

Alles an und in diesem Vogel funktioniert<br />

hydraulisch oder elektrisch,<br />

Elektronik gibt es außer den alten<br />

Funkgeräten nicht. Um einzusteigen,<br />

braucht es gar eine Leiter. Beim Anlassen<br />

des Triebwerks ist Vorsicht<br />

geboten: Die Auslasstemperatur darf<br />

die rote Linie in der Anzeige nicht<br />

übersteigen, während man die<br />

Spritzufuhr von Hand regelt. Das<br />

könnte schon bei 20 Knoten<br />

Rückenwind passieren, wenn der ins<br />

Auslassrohr bläst. Zum Anlassen selbst<br />

ist ein externes Aggregat vonnöten,<br />

das 2000 Ampere bei 24 Volt liefert,<br />

um die Bordbatterien zu schonen.<br />

Das Kraftstoffsystem erfordert<br />

besondere Beachtung. Nach dem<br />

Befüllen von sieben Tanks einschließlich<br />

der beiden Flügelspitzentanks,<br />

die allein je 890 Liter fassen, stellt<br />

man den mechanischen Fuel Totalizer<br />

in beiden Cockpits auf die Menge<br />

Sprit an Bord ein, in unserem Fall gut<br />

1400 Liter. Er tickt nach imperial gallons,<br />

während die Abgabe des Tanklasters<br />

in den etwas größeren US-<br />

Gallonen zählt. Dieser kleine Unterschied<br />

ist dann ein Sicherheitspolster.<br />

Für unsere „Mission“ tanken wir nur<br />

120 Liter in jeden Tip-Tank und füllen<br />

alle anderen Tanks mit weiteren 1200<br />

Litern Kerosin auf. Die letzten 150<br />

Liter rauschen in den Centertank, sie<br />

sind die eiserne Reserve.<br />

Die Checks sind durch, wir rollen<br />

zur Startbahn. Das fühlt sich an wie<br />

Froschhüpfen: Das Bugrad ist ungesteuert<br />

frei drehbar um einen sehr<br />

kurzen Hebelarm. Man muss sehr<br />

kurze differenzierte Bremsimpulse<br />

auf die Hauptfahrwerksräder geben,<br />

um ein Übersteuern des Bugrades zu<br />

vermeiden. Das verursacht das typische<br />

Nicken des Rumpfes während<br />

des Rollens. Wenn man es falsch macht<br />

und einen zu engen Radius einbremst,<br />

muss jemand von außen das Bugrad<br />

wieder geraderichten, weil es sich<br />

nicht mehr von selbst geradestellt.<br />

Wir sind abflugbereit. Am Start<br />

muss der Schubhebel sehr langsam<br />

unter Beobachtung der Abgastemperatur<br />

nach vorne geschoben werden,<br />

um eine Überhitzung und Zerstörung<br />

der Brennkammern zu vermeiden. So<br />

produziert die Düse ohne Fahrtwind<br />

viel weniger als 5200 lbs Schub, und<br />

man braucht ungewohnt lange, um<br />

Speed aufzuholen. Bei 50 Knoten wird<br />

das Ruder effektiv, die Rotationsgeschwindigkeit,<br />

also das Tempo, bei<br />

dem das Bugrad abhebt, ist bei 100<br />

Knoten erreicht. Die zähe Beschleunigung<br />

verbraucht beträchtliche zwei<br />

Drittel der 8400 Fuß langen Startbahn.<br />

Mit 220 Knoten steigen wir auf<br />

16 000 Fuß, und ich nehme Kurs auf<br />

die Training Area über dem Cochiti-<br />

Stausee des Rio Grande etwa zehn<br />

Meilen entfernt. Die Steigrate beträgt<br />

etwa 3500 ft/min. Bei 340 Knoten<br />

versuche ich dort ein paar gesteuerte<br />

Rollen nach rechts und nach links,<br />

für die der Bug zuvor etwa 15 Grad<br />

anzuheben ist. In dieser Höhe verbrennt<br />

der Jet rund 320 Gallonen pro<br />

Stunde bei 87 Prozent Schub. Larry<br />

kümmert sich mit den Tankwahlschal-<br />

BEI SCHUB UNTER 40 PROZENT SIND<br />

SCHWEISSAUSBRÜCHE GARANTIERT


Daten Lockheed T-33<br />

Spannweite<br />

11,85 m<br />

Länge<br />

11,61 m<br />

Höhe<br />

3,56 m<br />

Flügelfläche 21,81 m 2<br />

Leermasse<br />

3667 kg<br />

MTOM<br />

6561 kg<br />

Triebwerk Rolls-Royce Nene Mk 10<br />

Schub<br />

22 kN<br />

V NE <br />

880 km/h<br />

Dienstgipfelhöhe<br />

14 600 m<br />

[ 1 ] [ 2 ]<br />

Fotos: Peter Schneider, JWTC<br />

tern, die nur im vorderen Cockpit<br />

installiert sind, um das Spritmanagement.<br />

Nun habe ich einen Looping<br />

vor. Dazu brauchen wir eine Mindestgeschwindigkeit<br />

von 350 Knoten, die<br />

ich durch Anstechen in etwa 11 000<br />

Fuß erreiche. Mit 4 g geht es bei<br />

gleichzeitiger Muskelpumpe und<br />

Pressatmung aufwärts und über den<br />

Top in 17 500 Fuß, dann nach unten<br />

mit ziemlich lang gezogenen Backen.<br />

Als Nächstes frage ich Larry, ob<br />

er übernimmt und ein paar Rollen mit<br />

anschließendem Looping ausführt,<br />

damit ich die Hände zum Filmen frei<br />

habe. Er schlägt statt der Rolle einen<br />

Immelmann vor – auch gut. Nach<br />

diesem Spaß übernehme ich wieder<br />

und mache high speed und low speed<br />

stalls, die mit kräftigem Schütteln<br />

eintreten und mit Nachlassen am<br />

Höhenruder umgehend ausgeleitet<br />

sind. Zurück auf Platzrundenhöhe,<br />

muss ich den Jet bei 40 Prozent Schub<br />

und mit Speedbrakes auf unter 200<br />

Knoten bringen. Ich versuche ein paar<br />

Touch-and-Go-Landungen unter Beachtung<br />

von Schub und Speed in<br />

Abhängigkeit von Klappenstellung<br />

und Fahrwerk. Der Schub sollte nie<br />

unter 40 Prozent fallen, man riskiert<br />

sonst Schweißausbrüche wegen der<br />

Verzögerung, bis das Triebwerk wieder<br />

genügend Schub liefert. Ein Softstop<br />

am Hebel markiert diesen Wert.<br />

Es gelingt mir gut, und ich erreiche<br />

den Aufsetzpunkt mit 110 Knoten.<br />

Langsam vollen Schub geben und die<br />

Klappen auf zehn Grad einfahren, und<br />

der Jet hebt wieder ab.<br />

Für die Landung übernimmt Larry<br />

die Controls. Es gilt, sanft zu verzögern<br />

und die ganze Pistenlänge zu<br />

nutzen, um eine Überhitzung der<br />

Bremsen zu vermeiden. Wenn dies<br />

geschieht, ist der Weg nahezu vorgezeichnet:<br />

rechts oder links ab von<br />

der Piste … In diesem Fall muss man<br />

sofort die Haube hochfahren. Die hilft<br />

ein bisschen als air brake, aber – und<br />

das ist viel wichtiger – man hat dann<br />

eine Chance, aus dem Cockpit zu<br />

kommen, meint Larry. Heiße Schleudersitze<br />

gibt es nämlich nicht. ae<br />

[ 1 ] Spritmanagement:<br />

Wenn die Lampen<br />

leuchten, sind die<br />

jeweiligen Treibstofftanks<br />

leer. [ 2 ] Charaktervogel:<br />

Das Flugbild der T-33 ist<br />

unverwechselbar.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 23


WÄHLEN UND<br />

Auch in diesem Jahr verleiht<br />

der <strong>aerokurier</strong> seinen<br />

Innovation Award. Welche<br />

Firma diese prestigeträchtige<br />

Auszeichnung erhalten<br />

soll, bestimmen Sie!<br />

Und Sie können dabei<br />

attraktive Preise gewinnen.<br />

Sie, liebe Leser, bestimmen, welches Produkt<br />

mit dem <strong>aerokurier</strong> Innovation<br />

Award ausgezeichnet wird. Wir stellen<br />

auf den folgenden Seiten und auf www.<br />

leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong> in den Kategorien<br />

Motorflugzeug, Avionik, Business Jet, Antrieb,<br />

UL/LSA und Tragschrauber Produkte zur<br />

Wahl. Zusätzlich verleihen wir in vier weiteren<br />

Kategorien den Preis „Beste Marken“. Füllen<br />

Sie die beigeheftete Postkarte vollständig aus<br />

und schicken Sie sie an uns. Oder rufen Sie im<br />

Internet die Seite www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong><br />

auf, geben Sie den Teilnehmer-Code<br />

von der beigehefteten Postkarte ein und<br />

stimmen Sie ab, wer in diesem Jahr ausgezeichnet<br />

werden soll. Die Preisträger werden am ersten<br />

Tag der Luftfahrtmesse AERO in Friedrichshafen<br />

bekanntgegeben. Als Dankeschön für<br />

Ihre Teilnahme an der Abstimmung verlosen<br />

wir unter allen Teilnehmern acht attraktive<br />

Preise im Wert von mehr als 4300 Euro, darunter<br />

als ersten Preis einen Fortis B-42 Stratoliner<br />

Black Chronograph im Wert von 2980 Euro.<br />

Fotos: Hersteller<br />

1. Preis<br />

Fortis B-42 Black<br />

Chronograph<br />

mit Lederband schwarz, Automatik,<br />

Titan PVD schwarz Ø 42 mm, Saphirglas<br />

beidseitig entspiegelt, Bodenprägung<br />

mit den Hoheitszeichen der<br />

russischen Raumfahrtinstitutionen,<br />

wasserdicht 200 m / 20 bar<br />

Wert: 2.980 €<br />

www.fortis-watches.com<br />

2. Preis<br />

Doppelfenster<br />

Bar „Rühmann“<br />

Die Bar aus originalen Kabinenfenstern<br />

eines Airbus 320. Auf Wunsch mit<br />

individueller Airlinelackierung. Ein<br />

Datenblatt des Ursprungsflugzeuges<br />

erhalten Sie ebenfalls auf Wunsch.<br />

Maße: zirka 75 x 100 x 15 cm.<br />

Hochglanzpoliert<br />

Wert: 545,38 €<br />

www.flugzeugmoebel.de<br />

Die Abstimmung zum <strong>aerokurier</strong> Innovation Award endet<br />

am 30. März um 23.59 Uhr. Die Gewinner werden durch<br />

das Los ermittelt und ihre Namen veröffentlicht.<br />

Mitarbeiter der Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG<br />

sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.<br />

Es werden ausschließlich Sachpreise verlost,<br />

eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist<br />

ausgeschlossen.<br />

24 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


GEWINNEN<br />

5. Preis: Flugzeugmodell<br />

Thai Airways Airbus A380-800<br />

von Herpa im Maßstab 1:200, Wert: 79 €<br />

6. Preis: Flugzeugmodell<br />

Swiss International Air Lines<br />

Airbus A340-300<br />

von Herpa im Maßstab 1:200, Wert: 69,50 €<br />

3. Preis<br />

Winglet Replika<br />

Couchtisch „Bobby“<br />

Alu, Maße: 45 x 50 x 160 cm<br />

Wert: 377,31 €<br />

www.flugzeugmoebel.de<br />

7. Preis: Flugzeugmodell<br />

British Airways Boeing 787-8<br />

Dreamliner<br />

von Herpa im Maßstab 1: 200, Wert: 69,50 €<br />

4. Preis<br />

TOTAL-Tankgutschein<br />

für 100 Liter Avgas, einlösbar an allen deutschen<br />

Flugplätzen mit TOTAL-Agenturen. Wert: ca. 200 €<br />

www.total.de<br />

8. Preis: Flugzeugmodell<br />

Emirates Airbus A340-500<br />

von Herpa im Maßstab 1:200, Wert: 59 €<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 25


KATEGORIE A/MOTORFLUGZEUG<br />

Aquila Aviation A211<br />

Cirrus SR22T Accelero<br />

So wird gewählt:<br />

Wählen Sie für jede der sechs Kategorien<br />

Ihren Favoriten – nur einen pro Kategorie<br />

– unter der Angabe des Kennbuchstabens<br />

und der folgenden Zahl. In allen<br />

Kategorien wird der Innovation Award<br />

verliehen. Teilnahmekarten finden Sie hier<br />

im Heft oder Sie nehmen online teil:<br />

www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong><br />

Aquila baut den Zweisitzer A211 in<br />

Schönhagen südlich von Berlin.<br />

Diamond Aircraft DA62<br />

A-01<br />

Die SR22T Accelero ist das<br />

Topmodell der SR-Familie.<br />

Flight Design C4<br />

A-02<br />

Bei der online-Teilnahme bitte den<br />

Teilnehmer-Code von der beigehefteten<br />

Postkarte verwenden.<br />

Jeder Teilnehmer mit richtig frankierter<br />

Postkarte und einem vollständigen<br />

Absender hat die Chance, einen Preis zu<br />

gewinnen. Die Gewinner werden durch<br />

das Los ermittelt. Teilnahmeschluss<br />

ist der 30. März <strong>2016</strong>. Eine Barauszahlung<br />

der Preise ist nicht möglich.<br />

Mitarbeiter der Motor Presse Stuttgart<br />

sowie deren Angehörige dürfen nicht<br />

teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Die DA62 setzt Maßstäbe bei den<br />

Kolbenmotor-Zweimots.<br />

Mooney M10T<br />

A-<strong>03</strong><br />

Flight Design hat die C4 im vergangenen<br />

Jahr in die Luft gebracht.<br />

Piper Archer DX<br />

A-04<br />

Veranstalter:<br />

Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG,<br />

Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart<br />

Fotos: Hersteller, Boric, Ganzmann, Herzog, Holland-Moritz,<br />

Koch, Thomalla, Zembold<br />

Der Prototyp der Mooney M10T<br />

flog im Dezember zum ersten Mal.<br />

A-05<br />

Die Piper Archer DX wird serienmäßig<br />

mit Dieselmotor verkauft.<br />

A-06<br />

Pipistrel Panthera<br />

Robin DR401 ecoflyer<br />

Tecnam P2010<br />

Der schlanke Viersitzer wird jetzt<br />

von einem IO-540-V angetrieben.<br />

A-07<br />

Der Antrieb der DR401 ecoflyer ist<br />

ein CD-155-Dieselmotor.<br />

A-08<br />

Tecnams P2010 verfügt über einen<br />

Kohlefaserrumpf und Metallflügel.<br />

A-09<br />

26 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

WÄHLEN UND GEWINNEN SIE!


KATEGORIE B/JET<br />

Cessna Citation M2<br />

Cirrus SF50 Vision<br />

Dassault Falcon 8X<br />

Cessna hat in zwei Jahren über 100<br />

Citation M2 ausgeliefert.<br />

B-10<br />

In diesem Jahr soll der Einstrahler<br />

endlich seine Zulassung erhalten.<br />

B-11<br />

Die dreistrahlige Falcon 8X soll<br />

Mitte <strong>2016</strong> zertifiziert werden.<br />

B-12<br />

Eclipse 550<br />

Embraer Legacy 450<br />

Gulfstream G500<br />

Die Eclipse 550 ist die aktuellste<br />

Version des ersten Very Light Jets.<br />

HondaJet<br />

B-13<br />

Die Legacy 450 verfügt über ein<br />

komplettes Fly-by-Wire-System.<br />

Pilatus PC-24<br />

B-14<br />

Die Gulfstream G500 flog im Mai<br />

2015 zum ersten Mal.<br />

KATEGORIE C/AVIONIK<br />

Avidyne Entegra<br />

B-15<br />

Der HondaJet wurde im Dezember<br />

vergangenen Jahres zugelassen.<br />

B-16<br />

Die ersten drei Produktionsjahre<br />

der PC-24 sind schon ausverkauft.<br />

B-17<br />

Das Entegra Release 9 gibt‘s für<br />

Cirrus-, Piper- und Extra-Flugzeuge.<br />

C-18<br />

Dynon Avionics SkyView<br />

FLARM PowerFLARM<br />

Garmin G3000<br />

Das Avionikpaket aus den USA<br />

findet immer mehr Anhänger.<br />

C-19<br />

PowerFLARM hat in Europa schon<br />

eine weite Verbreitung gefunden.<br />

C-20<br />

Das G3000 ist unter anderem im<br />

HondaJet im Einsatz.<br />

C-21<br />

Stimmen Sie bis zum 30. März <strong>2016</strong> unter www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong> online ab<br />

und geben Sie den Teilnehmer-Code von der beigehefteten Postkarte ein.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 27


KATEGORIE C/AVIONIK<br />

Honeywell Apex<br />

Moving Terrain<br />

Rockwell Collins Pro Line Fusion<br />

Das Honeywell Apex ist auch in<br />

der Pilatus PC-12 im Einsatz.<br />

C-22<br />

Die Avionik von Moving Terrain<br />

besticht durch ihre Kompaktheit.<br />

C-23<br />

Unter anderem nutzt die Embraer<br />

Legacy 500 das Pro Line Fusion.<br />

C-24<br />

KATEGORIE D/ANTRIEB<br />

Stauff Systec Flymap<br />

Austro Engine AE300<br />

BRP-Powertrain Rotax 912 iS Sport<br />

Flymap ist ein Vorreiter unter den<br />

VFR-Avioniksystemen.<br />

C-25<br />

Austro Engine bietet mit dem<br />

AE300 einen starken Flugdiesel an.<br />

D-26<br />

Den Standardmotor bei den ULs/<br />

LSAs gibt‘s auch als Einspritzer.<br />

D-27<br />

Continental Motors CD-155<br />

SMA SR305-230<br />

Textron Lycoming iE2<br />

Der CD-155 ist auch auf dem<br />

Nachrüstmarkt erfolgreich.<br />

D-28<br />

Der sma-Motor ist unter anderem<br />

in der Cessna 182 JT-A zu finden.<br />

D-29<br />

Der iE2 für Tecnams P2012 verfügt<br />

über eine elektronische Zündung.<br />

D-30<br />

KATEGORIE E/TRAGSCHRAUBER<br />

AutoGyro Free<br />

Brako Gyro GT<br />

Celier Aviation Xenon Executive<br />

Der Free ist ein Spaßgerät für<br />

Puristen mit Nehmerqualitäten.<br />

E-31<br />

Solide Leistungen und klassisches<br />

Design zeichnen den GT aus.<br />

E-32<br />

Der Executive ist das Flaggschiff<br />

von Celier Aviation.<br />

E-33<br />

28 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

WÄHLEN UND GEWINNEN SIE!


KATEGORIE E/TRAGSCHRAUBER<br />

Magni Gyro M24<br />

Niki Rotor Aviation Lightning<br />

Trixy TrixFormer<br />

Mit dem M24 bietet auch Magni<br />

Gyro ein Side-by-side-Cockpit.<br />

E-34<br />

Der Prop im Ausleger hebt den<br />

Lightning von der Konkurrenz ab.<br />

E-35<br />

Tragschrauber und E-Motorrad?<br />

Der Trixformer ist beides.<br />

E-36<br />

KATEGORIE F/UL/LSA<br />

Alpi Aviation Pioneer 300 Kite<br />

Blackwing<br />

Breezer 400 UL<br />

Die Pioneer 300 Kite ist der jüngste<br />

UL-Spross von Alpi Aviation.<br />

F-37<br />

Der Schweden-Renner mit top<br />

Performance und Verarbeitung.<br />

F-38<br />

Mit 80 oder 100 PS kann die<br />

Breezer 400 UL geordert werden.<br />

F-39<br />

Flywhale Aircraft Flywhale 2<br />

ScaleWings AeroTec SW51 Mustang<br />

Shark Aero Shark<br />

Das Gerät für jene, die zu Wasser<br />

und in der Luft zuhause sind.<br />

F-40<br />

Warbird-Feeling zum UL-Preis<br />

verspricht die SW51 Mustang.<br />

F-41<br />

Schnell, scharf, Shark: Das UL im<br />

Jetformat setzt Maßstäbe.<br />

F-42<br />

Swiss Excellence Risen<br />

Tomark Aero Skyper<br />

VH2 Streamline<br />

Tempo und Eleganz zeichnen die<br />

Risen von Swiss Excellence aus.<br />

F-43<br />

Der Ganzmetall-Hochdecker für<br />

Schulung und Reise.<br />

F-44<br />

Mit dem schnittigen UL in CFK-<br />

Bauweise greifen die Franzosen an.<br />

F-45<br />

Stimmen Sie bis zum 30. März <strong>2016</strong> unter www.leserumfragen.de/<strong>aerokurier</strong> online ab<br />

und geben Sie den Teilnehmer-Code von der beigehefteten Postkarte ein.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 29


Illustration: Harald Hornig<br />

[ MAGAZIN ]<br />

Kontrollen<br />

Wenn der Grenzer<br />

den Pass sehen will<br />

Im Zuge des Flüchtlingszustroms nach<br />

Europa haben einige Schengen-Staaten<br />

wieder Grenzkontrollen eingeführt.<br />

Für Privatpiloten, die mit ihrer Maschine ins Ausland<br />

fliegen, ändert sich dadurch aber fast nichts.<br />

In dem Bewusstsein, dass die immer engere<br />

Union zwischen den Völkern der Mitgliedstaaten<br />

der Europäischen Gemeinschaften ihren<br />

Ausdruck im freien Überschreiten der Binnengrenzen<br />

durch alle Angehörigen der Mitgliedstaaten<br />

und im freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs<br />

finden muss […]<br />

Mit dieser pathetisch anmutenden Einleitung<br />

verabschiedeten Frankreich,<br />

Deutschland und die Benelux-Staaten<br />

am 14. Juni 1985 im luxemburgischen Dorf<br />

Schengen einen völkerrechtlichen Vertrag unter<br />

der sperrigen Überschrift „Übereinkommen<br />

zwischen den Regierungen der Benelux-Wirtschaftsunion,<br />

der Bundesrepublik Deutschland<br />

und der Französischen Republik betreffend<br />

den schrittweisen Abbau der Kontrollen an<br />

den gemeinsamen Grenzen“. Vierzehn Jahre<br />

später wurde dieser Vertrag, modifiziert und<br />

flankiert von einer Reihe weiterer Rechtsakte,<br />

als tragender Baustein in das rechtliche Fundament<br />

der Europäischen Union eingegossen.<br />

Spätestens seit diesem Zeitpunkt dient der<br />

Name des knapp 4500 Einwohner zählenden<br />

Dorfes als Synonym für ein Europa ohne Grenzen.<br />

Für die Bürger der derzeit 26 Vollanwenderstaaten<br />

der Schengen-Regeln, darunter<br />

auch Staaten, die der Europäischen Union gar<br />

nicht angehören wie beispielsweise Norwegen,<br />

Island und die Schweiz, ist „Schengen“<br />

gleichbedeutend mit dem Wegfall der<br />

Kontrollen an den Binnengrenzen und einer<br />

zur Selbstverständlichkeit gewordenen Reisefreiheit.<br />

Seit einiger Zeit jedoch bröckelt die Fassade<br />

des auf freiheitlichen Gedanken erbauten<br />

Hauses Schengen: Im Zuge der omnipräsenten<br />

Flüchtlingskrise mehren sich die Stimmen, die<br />

eine Wiedereinführung der Kontrollen auch<br />

an den Binnengrenzen des Schengen-Raumes<br />

fordern.<br />

Derzeit sechs Staaten – Österreich, Schweden,<br />

Frankreich, Norwegen, Dänemark und<br />

die Bundesrepublik Deutschland – kamen<br />

diesen Forderungen bereits nach und führen<br />

seit Herbst vergangenen Jahres wieder Grenzkontrollen<br />

durch. Für interessierte Bürger im<br />

Allgemeinen und Piloten, deren liebstes<br />

Fortbewegungsmittel zum Überschreiten von<br />

Ländergrenzen geradezu prädestiniert ist, im<br />

Speziellen dürften sich aus diesem Grund ganz<br />

praktische Fragen stellen: Ist die Wiedereinführung<br />

derartiger Grenzkontrollen einzelner<br />

Mitgliedstaaten überhaupt erlaubt? Ist auch<br />

die General Aviation davon betroffen? Was ist<br />

bei Auslandsflügen künftig zu beachten?<br />

Grenzkontrollen: Erlaubt unter<br />

bestimmten Voraussetzungen<br />

Die Antwort auf Frage eins ist recht schnell<br />

gegeben und lautet: grundsätzlich ja. Zwar<br />

schreiben die Schengen-Regeln zunächst einmal<br />

rechtsverbindlich für alle Teilnehmerstaaten<br />

vor, dass Personenkontrollen an den<br />

Binnengrenzen unzulässig sind und der<br />

Übertritt an den Binnengrenzen an<br />

jeder Stelle zulässig sein muss (Art.<br />

20 des Schengener Grenzkodexes<br />

vom 15. März 2006).<br />

Wie so oft in der juristischen<br />

Welt bleibt jedoch<br />

auch diese<br />

Regel nicht ohne<br />

Ausnahme. So<br />

gab es schon vor der Flüchtlingskrise rechtliche<br />

Möglichkeiten zur zeitlich befristeten<br />

Wiedereinführung von Grenzkontrollen, die<br />

im Artikel 23 und folgenden des Schengener<br />

Grenzkodexes definiert sind. Im Jahr 2013<br />

wurden diese Befugnisse noch erweitert. Seitdem<br />

können Grenzkontrollen an den Binnengrenzen<br />

– freilich unter Einhaltung speziell<br />

geregelter Formalien – für einen Zeitraum von<br />

bis zu zwei Jahren wieder eingeführt werden,<br />

soweit die öffentliche Ordnung oder die innere<br />

Sicherheit ernsthaft bedroht sind, kein milderes<br />

Mittel greift und darüber hinaus außergewöhnliche<br />

Umstände in Form schwerwiegender<br />

Mängel bei den Kontrollen der Außengrenzen<br />

des Schengen-Raumes vorliegen.<br />

Letzteres dürfte angesichts der Menschenmassen,<br />

die seit Monaten über die Mittelmeerstaaten<br />

in den Schengen-Raum kommen, in<br />

jedem Fall erfüllt sein.<br />

Auch auf Frage zwei lautet die knappe<br />

Antwort: grundsätzlich ja. Nach Auskunft des<br />

Bundesinnenministeriums und der für die<br />

Grenzüberwachung zuständigen Bundespolizei<br />

konzentrieren sich die übergangsweise<br />

wieder eingeführten Grenzkontrollen derzeit<br />

zwar vorwiegend auf die Landgrenzen entlang<br />

der sogenannten „Balkanroute“. Systematische<br />

Kontrollen im grenzüberschreitenden Privatflugverkehr<br />

sind aktuell nicht zu erwarten.<br />

Zu gering erscheint offenbar das Risiko<br />

unkontrollierter Einreise mit üblicherweise<br />

vier- bis sechssitzigen Flugzeugen<br />

der Allgemeinen Luftfahrt. Das<br />

heißt allerdings nicht, dass es nicht<br />

auch hier zu stichprobenartigen Kontrollen<br />

kommen kann.<br />

Auch wenn einige Staaten an den<br />

Grenzen wieder kontrollieren, ändert<br />

sich für Privatflieger fast nichts.<br />

30 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Bleibt die Antwort auf die wichtige Frage<br />

drei. Hier kann Entwarnung gegeben werden,<br />

denn bei grenzüberschreitenden Privatflügen<br />

innerhalb des Schengen-Raumes ändert sich<br />

bis auf Weiteres nichts. Es bleibt bei den<br />

schon vor der Wiedereinführung vorübergehender<br />

Grenzkontrollen geltenden Erfordernissen<br />

für die Vorbereitung<br />

und Durchführung von Auslandsflügen,<br />

die hier nur verkürzt wiedergegeben<br />

werden können:<br />

• Sowohl der verantwortliche Pilot<br />

als auch mitreisende Passagiere müssen<br />

gültige Reisedokumente (Pass oder Personalausweis)<br />

mit sich führen.<br />

• Aus deutscher Sicht besteht für<br />

VFR-Flüge in Schengen-Staaten grundsätzlich<br />

keine Flugplanpflicht mehr.<br />

Einige andere Mitgliedstaaten,<br />

beispielsweise Frankreich, halten<br />

an diesem Erfordernis aber fest.<br />

Vor dem Abflug ist daher abzuklären,<br />

ob die Aufgabe eines Flugplans aus Sicht<br />

des Zielstaates erforderlich ist. Informationen<br />

hierzu stellt die AIP des entsprechenden<br />

Landes im Teil ENR bereit. Eine Liste der<br />

online verfügbaren AIPs vieler Länder<br />

findet sich beispielsweise auf der Homepage<br />

von Siegfried Kottysch (www.eddh.<br />

de/equipment/ais.html).<br />

Ausflug frei, Einflug über<br />

festgelegte Plätze<br />

Seit dem Inkrafttreten der SERA-Verordnung<br />

kann ein Flugplan für grenzüberschreitende<br />

Flüge grundsätzlich auch während des Fluges<br />

über Funk mit zehn Minuten Vorlauf vor dem<br />

Erreichen der zuständigen Flugverkehrsdienststelle<br />

abgegeben werden. Ob diese Vereinfachung<br />

von dem betreffenden Zielstaat akzeptiert<br />

wird, ist ebenfalls durch Konsultation<br />

der jeweiligen AIP abzuklären. Gegebenenfalls<br />

hilft hier auch das AIS-Centre der Deutschen<br />

Flugsicherung weiter.<br />

Während der Ausflug aus der Bundesrepublik<br />

zumindest in EU-Schengen-Staaten von<br />

jedem Flugplatz aus zulässig ist und bis auf<br />

gegenteilige Anordnung auch bleibt, verlangen<br />

einige Nachbarstaaten den Einflug über<br />

spezielle Plätze, sogenannte Airports of Entry.<br />

Hintergrund sind zollrechtliche Bestimmungen,<br />

die mit den wiedereingeführten<br />

Grenzkontrollen per se aber nichts zu tun<br />

haben. Auch hierzu stellt das AIP des betreffenden<br />

Staates im Teil GEN Informationen ae<br />

bereit.<br />

[ Autor Dr. Maximilian Hüttel<br />

... ist Rechtsanwalt in<br />

Nürnberg und Mitglied<br />

des Arbeitskreises der<br />

fliegenden Juristen und<br />

Steuerberater der AOPA-<br />

Germany. Er ist Inhaber<br />

einer EU-FCL und fliegt<br />

regelmäßig Motormaschinen<br />

ab Herzogenaurach<br />

und Nürnberg.


[ UL/LSA Reise ]<br />

Mit der CT Short Wing auf große Reise<br />

AB IN DEN<br />

ORIENT<br />

32 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Wohin fliegen, wenn man schon fast<br />

überall in Europa war? Richard Prell<br />

und Bernd Hilpert lockte der Orient als<br />

attraktives Ziel. Auf nach Istanbul, hieß<br />

es deshalb für die beiden UL-Piloten.<br />

TEXT UND FOTOS:<br />

Bernd Hilpert<br />

Für die CT Short Wing mit einer<br />

Endurance von über 1000<br />

Kilometern und einer Reisegeschwindigkeit<br />

von rund<br />

200 km/h lag das Ziel Morgenland<br />

gar nicht mal so weit weg. 1907 Kilometer<br />

ermittelten wir für die Strecke<br />

von Tröstau aus, was nur neuneinhalb<br />

Flugstunden bedeutete. Theoretisch<br />

war mit dem 120-Liter-Tank<br />

für die Strecke auch nur eine Zwischenlandung<br />

notwendig. Doch so<br />

einfach gestaltete sich die Reise dann<br />

doch nicht. Das begann schon bei der<br />

Vorbereitung.<br />

Navigationskarten für Serbien und<br />

Montenegro aufzutreiben, wurde<br />

schon schwierig. Für die Kartenhersteller<br />

hört Europa anscheinend vor<br />

deren Grenzen auf. Karten für Mazedonien,<br />

Bulgarien und besonders die<br />

Türkei stellten große Probleme dar.<br />

Wegen Zoll und Personenkontrolle<br />

mussten wir außerhalb der Schengen-Staaten<br />

und der EU die internationalen<br />

Flughäfen anfliegen. Um<br />

preiswert Superbenzin tanken zu<br />

können, bezogen wir aber auch kleine<br />

Flugplätze in die Planung mit ein.<br />

Das Ziel hieß Hezarfen, noch im europäischen<br />

Teil der Türkei an der<br />

Küste des Marmarameeres gelegen,<br />

rund 45 km westlich von Istanbul.<br />

Die erste Etappe geriet zum Spaziergang.<br />

Tolles Flugwetter begleitete<br />

uns von Tröstau nach Tschechien,<br />

Österreich und bis zum Balaton.<br />

Nach 2:58 Stunden und 660 Kilometern<br />

hatten wir unser erstes Etappenziel,<br />

den kleinen Privatplatz in<br />

Siófok-Kiliti, erreicht. Innerhalb der<br />

EU und von Schengenstaat zu Schengenstaat<br />

war Ungarn ganz unbürokratisch<br />

anzufliegen. Es blieb genügend<br />

Zeit für eine Fahrt auf dem See<br />

und die Erkundung der Flaniermeile<br />

von Siófok mit Leihrädern.<br />

Am nächsten Morgen mussten wir<br />

erst einmal 85 Kilometer weiter nach<br />

Sarmellek am Westende des Balaton.<br />

Hier am Heviz International Airport<br />

galt es, die Formalitäten für den Weiterflug<br />

nach Niš in Serbien zu regeln.<br />

Bei super Flugwetter schnurrte die<br />

CT in rund 3000 Fuß über meist flaches<br />

Agrarland hinweg. Unter uns breiteten<br />

sich, so weit das Auge reichte,<br />

große Felder aus. Richtung Kroatien<br />

wurde es bergig. Und wir hatten zu<br />

rechnen. Um die Kontrollzonen von<br />

Osijek und Vukovar herum wollte der<br />

FIS-Lotse immer die Estimates für die<br />

nächsten Meldepunkte wissen. Über<br />

den Grenzmeldepunkt TADAM ging’s<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 33


[ UL/LSA Reise ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 1 ] Servus Türkei und<br />

Mittelmeer: Abflug aus<br />

Hezarfen. [ 2 ] Gut, wenn<br />

ein GPS die Lufträume<br />

anzeigt: Unterwegs von<br />

Sofia nach Çorlu mit<br />

Flymap-Wegpunkten.<br />

[ 3 ] Blick in die Cisterna<br />

Basilica. Istanbul bietet zu<br />

viele Sehenswürdigkeiten<br />

für nur zwei Besuchstage.<br />

[ 4 ] Sightseeing über dem<br />

Donaudelta. [ 5 ] Auch die<br />

Short Wing spendet etwas<br />

Schatten. Die CT in der<br />

Betonwüste von Çorlu.<br />

dann nach Serbien. Eigentlich hätten<br />

wir hier vorgegebenen VFR-Strecken<br />

folgen müssen, aber vom Lotsen erhielten<br />

wir immer wieder andere<br />

Kurs- und Höhenangaben nach Niš.<br />

Nach 2:39 Stunden und 650 Kilometern<br />

Strecke erreichten wir den Airport<br />

Niš – Konstantin Veliki.<br />

Niš ist die drittgrößte Stadt in Serbien.<br />

2011 zählte sie gut 260 000 Einwohner.<br />

Ihre Altstadt sahen wir uns<br />

am Abend bei einer ausgiebigen Tour<br />

an und stiegen auch auf die berühmte<br />

Festung. Am nächsten Morgen<br />

fuhren wir früh zum Flugplatz. Das<br />

Tanken hatten wir am Vorabend erledigt,<br />

wir brauchten also nur noch<br />

den Flugplan aufzugeben.<br />

Richard kümmerte sich um die<br />

Bezahlung und den Flugplan, ich um<br />

die Vorbereitung der CT. Damit war<br />

ich bald fertig, nur Richard erschien<br />

nicht. Nach längerem Warten in der<br />

heißen Sonne trabte ich zurück zum<br />

Briefing Office. Kein Richard weit und<br />

breit. Dabei sollten wir doch wegen<br />

einer angekündigten Passagiermaschine<br />

spätestens um 9.45 Uhr starten.<br />

Ich griff schließlich zum Handy<br />

und erreichte einen ziemlich schockierten<br />

Richard. „Ich bin interniert“,<br />

lautete seine Auskunft. Der Dispatcher<br />

hattee von ihm für den Weiterflug<br />

statt des geplanten Direct nach Çor-<br />

lu/Türkei eine Route verlangt, die er<br />

mit unseren Möglichkeiten nicht planen<br />

und auf unseren Karten nicht<br />

darstellen konnte. Ratlosigkeit machte<br />

sich breit. Nach langem Hin und<br />

Her konnten wir dann aushandeln,<br />

von Niš nach Sofia zu fliegen, um von<br />

dort Kurs auf die Türkei nehmen zu<br />

können. Die Pflichtmeldepunkte, die<br />

wir im Flugplan nach Sofia anzugeben<br />

und abzufliegen hatten, waren glücklicherweise<br />

in der uns zur Verfügung<br />

stehenden Karte verzeichnet. Die<br />

Internierung wurde aufgehoben, Richard<br />

wieder beruhigt, und wir konnten<br />

uns auf den Weg machen.<br />

An bis zu fast 2000 Meter hohen<br />

Gipfeln vorbei ging es in 54 Minuten<br />

über die 167 Kilometer bis Sofia. Und<br />

hier erlebten wir den krassen Gegensatz<br />

zu Niš. Zwei bezaubernde AIS-<br />

Mitarbeiterinnen halfen uns dort<br />

weiter. Sie gruben aus ihren Unterlagen<br />

die Koordinaten der verlangten<br />

Wegpunkte und VFR-Strecken. Die<br />

konnten wir in unsere digitale Flugkarte<br />

einarbeiten. Dann endlich lag<br />

der vorletzte Leg unserer Reise bis<br />

Çorlu-Tekirdag an der Marmaraküste<br />

vor uns. Und der wurde noch spannend!<br />

Auf der 472 Kilometer langen<br />

Strecke bauten sich rechts und links<br />

große Gewitter auf. Blitze zuckten,<br />

und es schüttete. Da wollten wir mit<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 4 ]<br />

34 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


[ 5 ]<br />

unserem kleinen Flieger auf keinen<br />

Fall reinkommen.<br />

Das Ausweichen gelang, und in<br />

Nähe der Küste klarte es auch wieder<br />

auf. Den internationalen Flughafen<br />

Çorlu-Tekirdag erreichten wir nach<br />

gut zwei Stunden Flug in schönstem<br />

Wetter. Dort staunte man nicht<br />

schlecht: von Almanya, von so weit<br />

mit einem so kleinen Flieger?! Die<br />

Landung und Einreise in die Türkei<br />

kosteten trotzdem 50 Euro.<br />

Von der Industriestadt war es nur<br />

noch ein kleiner Hüpfer zu unserem<br />

Ziel Hezarfen. Wir brauchten dafür<br />

eine knappe halbe Stunde, dann rollte<br />

die CT auf der Piste 04 aus. Sogleich<br />

umringten uns türkische Fliegerkollegen<br />

und luden uns ein. Bei Kaffee<br />

und Brot konnten wir erst einmal<br />

entspannt zurückblicken: 2100 Kilometer<br />

hatten wir in den vergangenen<br />

drei Tagen in zehn Flugstunden quer<br />

durch Europa hinter uns gebracht.<br />

Erdinç Erarslan, der in Hezarfen<br />

eine Flugschule betreibt, kümmerte<br />

sich rührend um uns. Er nahm uns<br />

mit nach Istanbul City zum Frazer<br />

Grand Hotel, wo er uns gleich einen<br />

dicken Rabatt vermittelte. Der nächste<br />

Tag weckte uns mit einem wolkenlosen<br />

Himmel und einer fantastischen<br />

Aussicht auf die riesige Stadt.<br />

In der Ferne erkannten wir Hagia<br />

Sophia, Sultan-Ahmet-Moschee, Topkapi<br />

und das Goldene Horn: Märchen<br />

aus tausend und einer Nacht, wir<br />

kommen! Byzanz, Konstantinopel,<br />

Istanbul – 2600 Jahre Geschichte<br />

lagen uns zu Füßen und wollten zu<br />

Fuß erobert werden.<br />

Eigentlich müsste man sich für<br />

Istanbul eine Woche Zeit nehmen.<br />

Wir hatten nur zwei Tage, dann ging<br />

es zurück. Erdinç nahm uns wieder<br />

mit raus zum Flugplatz Hezarfen, er<br />

hatte uns auch gleich fünf 20-Liter-<br />

Kanister mit Autobenzin besorgt. Doch<br />

der Rückflug verzögerte sich dann<br />

doch um einen ganzen Tag. Wir mussten<br />

feststellen, dass Çorlu sonntags<br />

geschlossen ist. Also mussten wir<br />

den Montag abwarten. Zeit, um die<br />

türkischen Luftfahrtkarten zu studieren<br />

und den Weiterflug von Çorlu nach<br />

Constanta in Rumänien zu planen.<br />

Am nächsten Morgen waren wir<br />

schon um 8:30 Uhr am Flugplatz Hezarfen,<br />

den wir noch verwaist vorfanden.<br />

Wir kletterten notgedrungen<br />

über den Zaun. Das war noch alles<br />

okay, aber dass wir später nach den<br />

Startvorbereitungen keine Startup<br />

Clearance einholten, brachte uns<br />

leise Schelte von der Flugleiterin ein.<br />

Am Flughafen Çorlu waren 50<br />

Euro zu zahlen. Leider hatten wir es<br />

nicht passend, nur einen 100-Euro-<br />

Schein. Den zu wechseln erwies sich<br />

als riesiges Problem und brachte uns<br />

IN NIŠ, SERBIEN, HÄNGT DAS<br />

GANZ GROSSE STOPPSCHILD<br />

kilometerweite Fahrten mit dem<br />

Follow-me ein. Die Überprüfung der<br />

Papiere und des Gepäcks war dagegen<br />

mit einer großzügigen Handbewegung<br />

abgetan.<br />

Start-up approved, line up – und<br />

los ging‘s Richtung Schwarzmeerküste,<br />

wieder streng nach Flugplan auf<br />

einer VFR-Streckenführung. Die leitete<br />

uns an Burgas und Varna vorbei,<br />

teils entlang der Küste. Abschnittsweise<br />

mussten wird aber bis zu 50<br />

Kilometer weit aufs Meer raus. In 2000<br />

bis 3000 Fuß Höhe ohne Schwimmwesten<br />

echt prickelnd. Mit einem Flug<br />

über Wasser hatten wir nicht gerechnet<br />

und uns deshalb auch nicht mit<br />

Rettungswesten versorgt. Die Strecken<br />

überbrückten wir am Ende ziemlich<br />

einsilbig, jeder Kolbenschlag des<br />

Motors klang anders.<br />

Die Einreise in Rumänien – EU-<br />

Staat, aber nicht Schengen-Mitglied<br />

– nötigte uns, den internationalen<br />

Flughafen Constanta anzufliegen.<br />

Nach zwei Stunden und 426 Kilometern<br />

hatte die CT hier wieder europäischen<br />

Boden unter den Rädern.<br />

Die Formalitäten wurden schnell und<br />

professionell von freundlichen Flughafen-Mitarbeiterinnen<br />

abgearbeitet.<br />

Wir waren fast schon geneigt zu bleiben.<br />

Nach höchstens einer Stunde<br />

Aufenthalt waren wir aber wieder für<br />

den kurzen Leg nach Tuzla in der Luft.<br />

In Tuzla fanden wir auch gleich<br />

Unterstützung. Gabriel Niculescu, ein<br />

737-Kapitän, der sich gerade mit einer<br />

Katana vertraut machte, nahm uns<br />

mit in die nahe Hotelstadt Mangalia.<br />

Er verschaffte uns die erste preiswer-<br />

Catalin Cireasa vom AIS<br />

in Tuzla berät Richard Prell<br />

bei der Flugplanaufgabe<br />

zum Flug über das Donaudelta.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 35


[ UL/LSA Reise ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 1 ] Im Queranflug auf den<br />

internationalen Flughafen<br />

Sármellék am Balaton.<br />

[ 2 ] Im Topkapi-Palast in<br />

Istanbul, einst Sitz der<br />

Sultane. [ 3 ] Schwarzmeerstrand<br />

und Ufervillen.<br />

[ 4 ] Wieder zu Hause:<br />

Bernd Hilpert und Richard<br />

Prell im Hangar der<br />

Luftsportvereinigung<br />

Schönbrunn-Wunsiedel<br />

auf dem heimatlichen<br />

Segelflugplatz Tröstau.<br />

te Unterkunft unserer Reise. Schnell<br />

hatten wir ein freundschaftliches<br />

Verhältnis. Ein entspannter Nachmittag<br />

am Strand des Schwarzen Meeres<br />

wurde nach einer Kutschfahrt durch<br />

Mangalia mit einem Abendessen in<br />

einer Taverne abgeschlossen.<br />

Am nächsten Tag führte uns unser<br />

neuer Freund über den Flugplatz. Per<br />

Hubschrauber werden hier Bohrinseln<br />

im Schwarzen Meer versorgt. Ständig<br />

fliegen Mannschaften ab oder kommen<br />

an. Für die Flüge gibt es in Tuzla auch<br />

ein Ausbildungszentrum für Seenotfälle.<br />

Bei der weiteren Flugplanung half<br />

uns Catalin Cireasa. Er stellte uns<br />

eine Ausflugsroute über das Donaudelta<br />

zusammen. So konnten wir auch<br />

SICHERHEITSLANDUNG<br />

IM VERLASSENEN SIÓFOK<br />

ein klein wenig weiter über das<br />

Schutzgebiet fliegen. Nach dem rund<br />

zweistündigen Rundflug mit unvergesslichen<br />

Eindrücken machten wir<br />

noch einen Abstecher über eine der<br />

Villen des früheren rumänischen Diktators<br />

Nicolae Ceausescu, direkt am<br />

Strand von Mangalia. Zur Abrundung<br />

war dann noch ein Bad im Schwarzen<br />

Meer vorgesehen. Und der Abend sah<br />

uns wieder bei Musik, gutem Essen<br />

und Wein.<br />

Dann lag schon der längste Flug<br />

unserer Reise vor uns: die Donau<br />

entlang westwärts, südlich an Bukarest<br />

vorbei und an der Grenze zu<br />

Bulgarien entlang. Zwei Stunden<br />

hatten wir zu schauen und zu genießen<br />

und erreichten bei Drobeta Turnu<br />

Severin an der Grenze zu Serbien<br />

das eiserne Tor, den Donaudurchbruch<br />

zu Serbien. Von dort ging es nordwärts<br />

weiter das Tal von Caransebes entlang.<br />

Nach dreieinhalb Stunden und<br />

rund 740 Kilometern hatten wir die<br />

rumänische Grenzstadt Arad erreicht.<br />

Nachtanken und neuen Flugplan aufgeben,<br />

hieß es hier.<br />

Der Plan war, von Arad aus über<br />

Ungarn ohne Zwischenlandung bis<br />

Bratislava zu fliegen. Die Alpen wollten<br />

wir meiden, dort war nicht so<br />

gutes Wetter vorhergesagt. Von Bratislava<br />

sollten wir dagegen gleich<br />

weiter bis Tröstau fliegen können.<br />

Schönster blauer Himmel wölbte<br />

sich beim Start über uns. Nur hielt<br />

der nicht lange an. Westlich des Balaton<br />

stellten sich die ersten Gewitter<br />

in den Weg. „Heavy thunderstorms<br />

ahead“, meldete Budapest Information<br />

und empfahl, nach Szeged auszuweichen.<br />

Dafür hätten wir aber<br />

zurückfliegen müssen. Wir entschie-<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 4 ]<br />

36 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


den uns deshalb für Sarmellek am<br />

Westende des Balaton als Ausweichplatz,<br />

auch ein Point of Entry. Aber<br />

dann mussten wir erfahren, dass über<br />

Sármellék ebenfalls ein Gewitter tobte.<br />

Also nächste Alternative: Siófok.<br />

Eine Sicherheitslandung sollte dort<br />

möglich sein, schließlich rückten die<br />

Gewitter schnell näher. Nur stellte<br />

sich Siofók als „out of service“ heraus.<br />

Der private Platz war geschlossen.<br />

Budapest Information gab uns aber<br />

die beste Unterstützung, meldete die<br />

Windrichtung, begleitete uns bis zum<br />

Aufsetzen. Bei der Landung blies der<br />

Wind schon mit 50 km/h. Eine schwarze,<br />

bedrohliche Wolkenwand stand<br />

im Norden. Wir konnten unsere CT<br />

gerade noch mit Seilen verankern,<br />

bevor der Starkregen losprasselte.<br />

Jetzt waren wir in Siofók auf einem<br />

nicht für die Einreise zugelassenen<br />

Flugplatz gestrandet. Aber ganz verlassen<br />

war der Platz nicht, eine Polizeihubschrauberstaffel<br />

war vor Ort.<br />

Und die Polizisten erwiesen sich als<br />

sehr hilfsbereit. Mit ihrer Unterstützung<br />

waren die Zoll- und Einreiseformalitäten<br />

kein Problem mehr. Auch<br />

das Gewitter verschonte uns. Hagelschäden<br />

gab es keine.<br />

Nur die Flugleiterin wollte am<br />

nächsten Morgen nicht einsehen, dass<br />

es sich bei unserer Landung um einen<br />

Notfall gehandelt hatte. Sie forderte<br />

sogar 200 Euro zusätzlich für die ungenehmigte<br />

Landung. Wir wehrten<br />

uns und drohten unsererseits. Nach<br />

längerem Streit hieß es dann überraschend,<br />

wir bräuchten gar nichts<br />

zu bezahlen! Nur sehen wollte uns<br />

die Flugleiterin nie wieder. Sie verbot<br />

uns, je wieder auf „ihrem“ Platz zu<br />

landen.<br />

Nach diesem höchst unerfreulichen<br />

Zwischenfall machten wir uns auf<br />

nach Vilshofen. Es ging über Wiener<br />

Neustadt hinweg, vorbei an einem<br />

tollen Alpenpanorama, in das sich<br />

bereits Gewitter eingelagert hatten,<br />

der Donau zu. Westlich an der Reisalp<br />

verstärkten sich die schwarzen Wolken<br />

wieder. Als wir Linz erreichten,<br />

sah es auf unserem Kurs wieder<br />

mächtig gewittrig aus. Viel weiter<br />

kamen wir auch nicht. Wir kehrten<br />

zurück und wurden im Anflug auf<br />

den Verkehrsflughafen noch ordentlich<br />

durchgeschüttelt. Zwei Betonblöcke<br />

mussten dort die CT am Boden<br />

halten.<br />

Nach dem Durchzug von gleich<br />

zwei Gewittern konnten wir endlich<br />

zum Weiterflug starten. Mit 40 bis 50<br />

Die Reiseroute nach Istanbul<br />

Tröstau, Siofók (am Balaton), Sármellék (am Balaton), Niš (Serbien), Sofia, Çorlu (Türkei, Marmaraküste),<br />

Hezarfen (rund 40 km nördlich von Istanbul), Çorlu, Constanţa (Rumänien), Tuzla<br />

(Stadt Mangalia), (Rundflug über das Donaudelta), Tuzla, Siofók, Linz (Österreich), Tröstau<br />

km/h Wind auf der Nase fanden wir<br />

schließlich über den Bayerischen Wald<br />

zurück nach Tröstau. Kurz nach acht<br />

Uhr waren wir wieder zu Hause.<br />

24 Flugstunden waren wir bei dem<br />

Abenteuerflug in den Orient unterwegs<br />

und haben dabei über 4650<br />

Kilometer zurückgelegt. Nachher<br />

konnten auch wir darüber staunen,<br />

was alles mit einem so kleinen Flieger<br />

wie der CT Short Wing möglich<br />

ist!<br />

ae<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 37


[ BUSINESS AVIATION Reportage ]<br />

Weltwirtschaftsforum Davos<br />

JETSET<br />

AM BODENSEE<br />

Wer Ende Januar auf<br />

den kleinen Schweizer<br />

Airport Altenrhein am<br />

Bodensee blickte, staunte<br />

nicht schlecht: Jede<br />

Menge geparkte Business-Flugzeuge<br />

und<br />

unablässiger Jetverkehr<br />

war zu beobachten.<br />

Grund dafür war das<br />

Weltwirtschaftsforum im<br />

nahe gelegenen Davos.<br />

AUTOR: Jürgen Schelling<br />

FOTOS: Uwe Stohrer<br />

Den winterlich trüben Himmel<br />

durchschneiden plötzlich<br />

Landescheinwerfer. Es<br />

muss etwas Größeres sein,<br />

was da den Flughafen St. Gallen/<br />

Altenrhein auf der schweizerischen<br />

Seite des Bodensees anfliegt. Als der<br />

Jet näherkommt, lassen sich drei<br />

Triebwerkseinlässe erkennen – es ist<br />

eine Falcon 900EX. Die Maschine setzt<br />

kurz hinter der Schwelle der Piste<br />

10 auf, denn nur für diese Landerichtung<br />

gibt es ein ILS. Die Schubumkehr<br />

des mittleren Triebwerks einzusetzen<br />

wäre nicht einmal nötig,<br />

denn der Dreistrahler kommt mit den<br />

1500 Metern Runway gut klar. Dann<br />

wird die aus Moskau kommende Maschine<br />

auf eine Parkposition neben<br />

einer Gulfstream G550 und einer Cessna<br />

Citation CJ4 eingewiesen.<br />

Etwa 150 Meter weiter stehen<br />

zwischen den Hangars bereits mehrere<br />

Jets, die bis zum Ende des internationalen<br />

Wirtschaftstreffens,<br />

dem World Economic Forum (WEF),<br />

in Davos, etwa fünf Tage in Altenrhein<br />

Schweiz und die Welt:<br />

Eidgenössische Gastlichkeit<br />

trifft auf ein internationales<br />

Publikum im Restaurant am<br />

Flughafen Altenrhein<br />

38 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Bunte Vielfalt: eine<br />

Embraer Legacy 600 im<br />

Anflug, unten warten<br />

schon Gulfstream,<br />

Falcon und Co.<br />

Ihr Spezialist für Verkauf,<br />

Instandhaltung & Reparatur !<br />

bleiben werden. Hier sind Learjet,<br />

Challenger, Global, Citation, Legacy<br />

und Hawker hintereinander geparkt.<br />

Eine knallrote de Havilland Twin Otter<br />

bringt bunte Abwechslung in die<br />

bei den Geschäftsreisejets vorherrschenden<br />

Farben Weiß und Silber.<br />

Der Buschflieger aus Kanada hat aber<br />

nichts mit den WEF-Gästen zu tun,<br />

sondern ist zur Wartung in der ansässigen<br />

Werft.<br />

Zu den gut 400 Flugbewegungen,<br />

die während der WEF-Tagung in Altenhein<br />

gezählt werden, zählen aber<br />

nicht nur die von Jets. King Air oder<br />

Pilatus PC-12 sind ebenfalls zu entdecken.<br />

Generell sei aber, so betont<br />

Daniel Steffen, CEO des Business-<br />

Airports St. Gallen/Altenrhein, ein<br />

Trend zu größeren Maschinen zu<br />

beobachten. Deshalb sind hier die<br />

Zweistrahler von Gulfstream, die<br />

Global-Jets von Bombardier und die<br />

Falcon-Modelle des französischen<br />

Herstellers Dassault die Flugzeuge<br />

mit der imposantesten „ramp presence“.<br />

Dabei wäre Altenrhein sogar<br />

Top Flugzeuge im Angebot:<br />

• 1991 Beech Bonanza A36AT - TT 2.155 hrs<br />

• 1992 Beech King Air C90B XP - TT 3.450 hrs<br />

• 2005 Beech King Air C90B - TT 1.450 hrs<br />

• 2010 Beech King Air 350i - TT 1.150 hrs<br />

• 2008 Cessna Citation XLS - TT 3.200 hrs<br />

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[ BUSINESS AVIATION Reportage ]<br />

Schneeschutz: Der<br />

Triebwerkseinlass der<br />

Legacy bekommt<br />

eine Hülle.<br />

Schnell geht es durch<br />

die Abfertigung und<br />

dann mit der Limousine<br />

nach Davos.<br />

für noch größere Muster anfliegbar.<br />

Airbus A318 und A319 dürfen ebenso<br />

starten und landen wie Varianten<br />

der Boeing 737. Diese Maschinen –<br />

meist mit Regierungsvertretern an<br />

Bord – fliegen aber vorwiegend nach<br />

Zürich und parken dort, weil mehr<br />

Platz, längere Runways und für jede<br />

Piste ein ILS vorhanden sind. Bis zu<br />

30 weitere Business Jets sind ebenfalls<br />

temporär auf dem Militärflugplatz<br />

Dübendorf bei Zürich abgestellt. Dort<br />

ist für die Zeit des WEF sogar eine<br />

vorübergehende Passagierabfertigung<br />

eingerichtet. Die zum WEF eingerichtete<br />

Flugverbotszone liegt weiträumig<br />

über Davos und wird von F/A-18-Jets<br />

der schweizerischen Luftwaffe überwacht.<br />

Viele der Jets in Altenrhein fliegen,<br />

nachdem die Passagiere ausgestiegen<br />

sind, gleich wieder weiter, weil die<br />

Parkflächen nicht ausreichen. Sie<br />

werden dann etwa im benachbarten<br />

Friedrichshafen oder in Stuttgart geparkt.<br />

Sogar im französischen Lyon<br />

werden Jets stationiert, um ihre WEF-<br />

Passagiere einige Tage später wieder<br />

in Altenrhein abzuholen. Die Cockpits<br />

der größeren sind alle mit zwei Piloten<br />

besetzt, kleinere Muster wie<br />

Citation CJ, Premier 1 oder Phenom<br />

40 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Wild geparkt: Egal ob Falcon<br />

10, Hawker oder Citation –<br />

die Jets werden bunt gemixt<br />

abgestellt.<br />

werden aber auch Single Hand geflogen.<br />

Da die nicht allzu lange Piste von<br />

Altenrhein am ersten WEF-Tag vom<br />

Schneeregen nass ist, sei im METAR<br />

auch der Bremskoeffizient der Runway<br />

zu beachten, betont Daniel Steffen.<br />

Je nach Wert müsse der Kapitän entscheiden,<br />

ob die Bedingungen für<br />

seine Maschine noch akzeptabel sind.<br />

Der Linienverkehr in Altenrhein wird<br />

durch den Ansturm der Business Jets<br />

allerdings nicht gestört, da es in den<br />

Wintermonaten lediglich dreimal<br />

täglich eine Verbindung mit einer<br />

Embraer nach Wien gibt. Während<br />

der WEF-Tage gelten zudem verlängerte<br />

Öffnungszeiten, um den IFR-<br />

Verkehr zu entzerren: werktags von<br />

6 bis 22 Uhr, am Samstag von 7 bis<br />

22 Uhr und am Sonntag von 7.30 bis<br />

21 Uhr local. Wie das Jahr über sind<br />

auch an den WEF-Tagen keine Slots<br />

notwendig, außerdem gibt es eine<br />

Zollabfertigung für alle internationalen<br />

Flüge.<br />

Verzögerungen entstehen allerdings<br />

wegen des anfangs vorherrschenden<br />

Winterwetters. Die Flugzeuge müssen<br />

vor dem Start enteist werden, zudem<br />

Dezenter Hinweis: Das World<br />

Economic Forum präsentiert<br />

sich am Flughafen Altenrhein<br />

angenehm zurückhaltend.


[ BUSINESS AVIATION Reportage ]<br />

Vorfeld-Ballett: Ein<br />

Einweiser dirigiert<br />

die Flieger zu ihren<br />

Parkpositionen.<br />

Abstellflächen sind<br />

in Altenrhein knapp.<br />

Tankwart-Service:<br />

Während die<br />

Passagiere tagen,<br />

werden ihre Flieger<br />

gut umsorgt.<br />

Davos liegt rund<br />

80 Kilometer<br />

südsüdöstlich von<br />

Altenrhein. Da der kleine Flughafen am Bodensee zu wenig<br />

Abstellflächen hat, werden die Jets der Teilnehmer des<br />

Weltwirtschaftsforums unter anderem in Friedrichshafen,<br />

Zürich und Stuttgart geparkt. Sogar im französischen Lyon<br />

kommen Geschäftsreiseflugzeuge unter.<br />

ist der Abrollweg am Ende der „10“<br />

als zusätzliche Abstellfläche vorgesehen.<br />

Die Jets machen daher einen<br />

Backtrack auf der Piste, was Zeit<br />

kostet, und rollen dann aufs Vorfeld.<br />

Dafür klappt die Abfertigung auf dem<br />

kleinen Airport rasch und unkompliziert.<br />

Ein großer Anbieter von Fractional-Ownership-Programmen<br />

für<br />

Business Jets hat ein temporäres<br />

Büro und einen Aufenthaltsraum im<br />

Terminal eingerichtet. Mit einem Limousinenservice<br />

von Altenrhein aus<br />

sind die WEF-Teilnehmer rasch am<br />

Ziel: Knapp eineinhalb Stunden Autofahrt<br />

dauert es bis zum Tagungsort<br />

Davos. Schneller ginge es mit dem<br />

Heli-Shuttle. Zumindest zum WEF-<br />

Auftakt war das Wetter aber nicht<br />

VFR fliegbar und deshalb kein Hubschrauber<br />

in der Luft.<br />

Nach dem Ende des viertägigen<br />

Weltwirtschaftsforums leeren sich<br />

die Abstellplätze auf dem Vorfeld und<br />

zwischen den Hangars wieder in<br />

kürzester Zeit. „Alle wollen gleichzeitig<br />

los“, sagt eine Flughafenangestellte<br />

angesichts dieses Szenarios.<br />

Jetzt heißt es für alle Mitarbeiter des<br />

Airports St. Gallen/Altenrhein erst<br />

einmal durchatmen – bis zum nächsten<br />

WEF-Ansturm.<br />

ae<br />

42 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


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Redaktionsleiter<br />

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Am Anfang der eigenen Pilotenkarriere stehen nicht selten eine<br />

kurze Internetrecherche und ein Telefonat. „Kann man bei Ihnen<br />

das Fliegen einmal ausprobieren?“ Die meisten Flugschulen werden<br />

Interessenten mit Kusshand empfangen, enthusiastisch von<br />

der Freiheit in der Luft schwärmen, akribisch die Details des Flugzeugs<br />

erläutern und Risikobedenken mit Verweis auf die hohen<br />

Sicherheitsstandards zu entkräften wissen. Geht es dann tatsächlich<br />

in die Luft und hat man als Fußgänger zum ersten Mal die<br />

Gewalt über Knüppel und Pedale, wird nicht selten ein Feuer<br />

entfacht, das kaum mehr zu löschen ist. <strong>aerokurier</strong>-Autorin Lisa<br />

Kleinpeter nimmt die Nichtflieger unter unseren Lesern mit auf<br />

einen Schnupperflug – feuchte Hände inklusive.<br />

Um realitätsnah mit dem Flugzeug unterwegs zu sein, muss man<br />

heute aber nicht einmal mehr abheben. Das zeigt die Reportage<br />

von Toni Ganzmann über den Einsatz von Simulatoren in der Ausbildung. In der professionellen<br />

Fliegerei längst Standard, erkennen auch Flugschulen, die überwiegend Privatpiloten<br />

ausbilden, zunehmend die Vorteile von Simulatoren: risikofreies Training von Standardverfahren<br />

und Notsituationen und eine ordentliche Kostenersparnis.<br />

Dass trotz teurer Ausbildung längst nicht jeder seinen ersehnten Platz im Cockpit bekommt,<br />

hat Jens Lang aufgearbeitet. In Interviews mit jungen Piloten und Pilotengewerkschaften<br />

bekam er einen Eindruck von einer schwierigen Branche, in der der Weg zum<br />

Traumberuf mitunter in einem Albtraum endet.<br />

Den Abschluss unseres Flight Training Specials bildet wie immer der Flugschul-Guide. Hier<br />

haben wir Ausbildungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengetragen<br />

und bieten Interessenten, die sich aus- oder fortbilden wollen, die Basisinformationen<br />

für Kontaktaufnahme und Angebot.<br />

Gelernt wird nicht nur in der Luft,<br />

sondern auch am Boden.<br />

4 Einmal Höhenluft<br />

schnuppern<br />

Ein Schnupperflug ist für<br />

manchen Fußgänger der<br />

erste Schritt zur Lizenz<br />

8 Karrierechancen<br />

für Piloten<br />

Mit einer frozen ATPL<br />

hängen viele fertige Piloten<br />

in der Warteschleife<br />

10 Fliegen lernen im Urlaub<br />

Viel Zeit und gutes Wetter<br />

– ein Urlaub bietet beste<br />

Chancen für die Ausbildung<br />

14 Ausbildung im Simulator<br />

Virtuelles Fliegen wird immer<br />

mehr zur kosten- und umweltfreundlichen<br />

Alternative<br />

19 Flugschul-Guide <strong>2016</strong><br />

Die <strong>aerokurier</strong>-Übersicht über<br />

Ausbildungseinrichtungen<br />

Titelfoto: Toni Ganzmann, Michael Reimers<br />

Fotos: Renate Strecker, mps<br />

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[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

Schnupperfliegen<br />

ABHEBEN FÜR<br />

28 Knoten Wind, heftige Böen und<br />

schlechte Sicht. Lisa Kleinpeter wagt<br />

dennoch den Schritt ins Cockpit<br />

und stellt sich dabei eine ganz<br />

pragmatische Frage: Warum gibt es<br />

im Flugzeug keinen Angstgriff?<br />

Autorin:<br />

Lisa Kleinpeter<br />

Erst als wir den Boden berühren,<br />

lasse ich das Steuer<br />

los. Meine Hände zittern.<br />

Das Adrenalin pumpt durch<br />

meine Adern, die Knie sind ganz weich.<br />

„Krass, das hatte ich auch noch nie!“,<br />

sagt die Stimme in meinen Kopfhörern.<br />

Sie kommt von meinem Fluglehrer<br />

Stefan Hinners auf dem Sitz neben<br />

mir. Dann steige ich aus und denke<br />

nur: Ich will noch mal!<br />

Aber von vorne. Er ist so alt wie<br />

die Menschheit selbst: der Traum<br />

vom Fliegen. Abheben, durch die Luft<br />

gleiten. Die Welt von oben sehen. Auf<br />

dem Weg zur Flugschule Canair in<br />

Uetersen bei Hamburg läuft das neue<br />

4 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Fotos: Lisa Kleinpeter, Stefan Hinners, Michael Reimers<br />

Lied von Sido und Andreas Bourani<br />

im Autoradio. „Ich heb ab, nichts hält<br />

mich am Boden ...“ Ich bin schon<br />

häufig abgehoben. In großen Passagierflugzeugen.<br />

Doch nie saß ich in<br />

einem kleinen Flugzeug, und erst<br />

recht habe ich noch nie ein Flugzeug<br />

selbst gesteuert. Das soll sich heute<br />

ändern. Eigentlich.<br />

Doch eine graue, nichts Gutes<br />

verheißende Suppe hat sich am Himmel<br />

zusammengebraut, als ich Stefan<br />

Hinners begrüße. Kein optimales<br />

Flugwetter. Das weiß selbst ich als<br />

Laie. Stefan, angezogen mit einem<br />

weißen Hemd und weißer Hose – wie<br />

ein Pilot eben – schaut auf seine<br />

Wetter-App: 28 Knoten, Böen. „Bei<br />

so einem Wind fliege ich normalerweise<br />

nicht mit Anfängern“, sagt er.<br />

„Die denken sonst, sie können das<br />

nicht und kommen nie wieder.“ Für<br />

mich macht er eine Ausnahme. Schon<br />

mehrmals mussten wir den Termin<br />

wegen des Wetters verschieben. „Wirst<br />

du schnell seekrank?“, fragt er mich.<br />

Das wird sich noch herausstellen.<br />

Los geht es mit Theorie. „Wenn<br />

wir in der Luft sind, werde erst mal<br />

ich das Flugzeug steuern und nach<br />

zehn Minuten kannst du dann übernehmen“,<br />

meint Stefan. 1990 hat er<br />

das Luftfahrtunternehmen Canair<br />

gegründet. Ich sei in guten Händen,<br />

versichert er mir. Mehr als 5000-mal<br />

ist er bereits gestartet und gelandet.<br />

Die Äste an den Bäumen draußen vor<br />

dem Fenster biegen sich hin und her.<br />

So schlimm wäre es nicht, beruhigt<br />

er mich. Er sei schon bei stärkerem<br />

Sturm geflogen. „Nur wenn ich ein<br />

komisches Gefühl habe, dann fliege<br />

ich nicht.“ Sicherheit gehe vor. Seine<br />

Schüler müssten sogar während der<br />

Ausbildung jede Wetterlage einmal<br />

mitmachen, „um auf alles vorbereitet<br />

zu sein“. Weht kein Wind, wird das<br />

im Flugsimulator trainiert.<br />

„Was sind das für Menschen, die<br />

einen Flugschein machen?“, frage<br />

ich. „Jungs, die Geld zur Konfirmation<br />

bekommen haben, Studentinnen,<br />

deren Eltern die Flugstunden finanzieren,<br />

oder 50-jährige Männer, die<br />

die Wahl zwischen einem Flugschein<br />

und einer Geliebten haben“, sagt<br />

Stefan und lacht. „Da ist ein Flugschein<br />

doch die bessere Alternative.“<br />

Es geht los. Auf dem Weg zur<br />

Startbahn zerrt der Wind an meiner<br />

Am Boden und noch<br />

ganz optimistisch: Pilot<br />

Stefan Hinners und<br />

Fluganfängerin Lisa kurz<br />

vor dem Start.<br />

ANFÄNGER<br />

Flight Training Special 3/<strong>2016</strong> 5


[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

Bei der Kontrolle<br />

des Flugzeugs erklärt<br />

Stefan Hinners seiner<br />

Flugschülerin die<br />

Technik der Cessna.<br />

Kleidung. Dann sehe ich zum ersten<br />

Mal das Flugzeug, mit dem ich gleich<br />

abheben soll, die Cessna 172. „Das<br />

ist das beste Flugzeug“, meint Stefan.<br />

Kein anderes wurde so häufig produziert.<br />

Seit 1956 wird es gebaut,<br />

erklärt mir der Pilot, während wir um<br />

die Maschine laufen. Leitwerk, Seitenruder,<br />

Landeklappen – alles okay.<br />

Das rechte Querruder hat etwas Spiel.<br />

„Das werden wir bei der nächsten<br />

Wartung genauer untersuchen.“ Die<br />

Kontrolle des Flugzeugs sei das A<br />

und O, macht Stefan klar.<br />

Das Cockpit sieht genau so aus,<br />

wie ich es befürchtet habe. Lauter<br />

AUS DEN AUGENWINKELN SEHE<br />

ICH, DASS STEFAN GAR NICHT<br />

STEUERT. ICH FLIEGE! NUR ICH!<br />

Anzeigen blinken mir entgegen. Fahrtmesser,<br />

Druckmesser, Höhenanzeige,<br />

Kraftstoffverbrauchszähler, ... Ich<br />

verstehe nicht einmal die Hälfte. Schon<br />

jetzt habe ich vergessen, was mir<br />

mein Fluglehrer am Anfang erklärt<br />

hat. Wie soll man das alles in nur 45<br />

Stunden kapieren?, frage ich mich<br />

insgeheim, während ich verständnisvoll<br />

nicke. „Das ist bei der ersten<br />

Flugstunde nicht so wichtig. Das lernst<br />

du alles in der Theorie“, höre ich über<br />

die Kopfhörer. Ich schnalle mich an.<br />

Im Flugzeug ist es laut – lauter als<br />

ich gedacht hatte. Ich versuche mich<br />

zu konzentrieren.<br />

„Dann bring das Flugzeug mal in<br />

die Luft“, höre ich Stefan sagen. Was<br />

soll ich machen? Ich bin davon ausgegangen,<br />

dass er startet. „Du musst<br />

einfach nur Gas geben und das Steuer<br />

gerade halten.“ Meine Knie werden<br />

weich. Die Startbahn sieht aus wie<br />

eine Sackgasse. Stefan schaut zu mir<br />

herüber. „Starten kann jeder, landen<br />

ist das Schwierige.“ Ich kann das<br />

nicht, denke ich. Dennoch drücke ich<br />

auf den Gashebel. Immerhin wollte<br />

ich ja unbedingt fliegen. War das<br />

wirklich so eine gute Idee? „Bitte<br />

schnallen Sie sich an und bringen Sie<br />

Ihren Sitz in eine aufrechte Position!“,<br />

schießt es mir durch den Kopf. Das<br />

Flugzeug wird lauter, doch es rührt<br />

sich noch immer nicht von der Stelle.<br />

„Verstauen Sie Ihr Gepäck in den<br />

Ablagefächern!“ – „Du musst schon<br />

mehr Gas geben“, tönt es aus dem<br />

Kopfhörer. Also drücke ich noch fester<br />

auf den Hebel. Jetzt wackelt das<br />

Flugzeug langsam vorwärts. „Die<br />

Notausgänge befinden sich auf beiden<br />

Seiten über den Tragflächen.“<br />

Die Cessna wird immer schneller.<br />

Zu schnell, denke ich, will schon alles<br />

abbrechen. Doch bevor ich zurück<br />

kann, heben wir ab. Ich schreie auf.<br />

Sofort packt uns eine Windböe und<br />

schüttelt uns ordentlich durch.<br />

Jetzt gibt es kein Zurück mehr.<br />

„Die Schwimmwesten befinden sich<br />

unter Ihrem Sitz.“ Noch eine Windböe.<br />

Wir schleudern nach rechts. Dann<br />

wieder links. Hoch. Runter. „Du machst<br />

das sensationell“, höre ich plötzlich<br />

über die Kopfhörer. Aus den Augenwinkeln<br />

sehe ich, dass Stefan das<br />

Steuer gar nicht bedient. Das mache<br />

ich selber. Ich versuche den Sturm<br />

auszugleichen. Das mache wirklich<br />

ich? Meine Knie werden wieder weich.<br />

Diesmal aber ist es ein gutes Gefühl.<br />

Dann erreichen wir die Wolkendecke.<br />

Die Sicht wird schlecht. Gleich<br />

wird es noch windiger. „Wir bleiben<br />

unter den Wolken. Versuch, 1700 Fuß<br />

Höhe zu halten“, tönt es. Dann wird<br />

mir klar, dass ich fliege. Ich fliege<br />

wirklich, ich allein. Ein Fluss schlängelt<br />

sich durch das Schachbrettmuster<br />

aus Feldern. „Siehst du, wie klein<br />

der Frachter dort ist“, fragt mich mein<br />

Fluglehrer und deutet nach unten.<br />

Alles ist winzig. Und es kommt mir<br />

so vor, als sei ich noch nie zuvor in<br />

einem Flugzeug gewesen. „Wir haben<br />

die Reiseflughöhe erreicht.“<br />

Ich merke kaum noch den Wind,<br />

die Böen. Ich genieße einfach nur den<br />

6 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Fotos: Lisa Kleinpeter<br />

Ausblick. Bis zum nächsten Luftloch.<br />

Wieder schreie ich auf – daran werde<br />

ich mich wohl nicht so schnell gewöhnen.<br />

„Jetzt versuch mal, Kurven<br />

zu fliegen“, lenkt mich Stefan ab. Ich<br />

steuere zaghaft nach links. Das Flugzeug<br />

kippt in dieselbe Richtung. Dann<br />

nach rechts. Es macht Spaß. „Das<br />

machst du echt super!“, tönt es wieder<br />

im Kopfhörer. „Bei dem Wind<br />

würde das nicht jeder so hinbekommen.“<br />

Ich folge den Kurven der Elbe.<br />

Eine Weile fliegen wir einfach dahin.<br />

„Okay, dann lass uns mal zurückfliegen.“<br />

Ich steuere eine Kurve und dann<br />

in die Richtung, aus der wir gekommen<br />

sind. „Was ist eigentlich, wenn<br />

uns ein Flugzeug entgegenkommt?“,<br />

frage ich. „Woran sehe ich das rechtzeitig?“<br />

Stefan lacht. „Doch nicht bei<br />

dem Wetter!“ Dann wird mir wieder<br />

bewusst, wie sehr das Flugzeug wackelt.<br />

Wie sollen wir da landen?<br />

„Jetzt übernehme ich“, meint Stefan.<br />

Je tiefer wir fliegen, desto unermüdlicher<br />

zerrt der Wind an der<br />

Cessna. Ich kralle mich am Steuer<br />

fest. Mein Magen hüpft bei jeder Bewegung.<br />

Verdammt, warum gibt es<br />

hier keinen Angstgriff? In der Ferne<br />

sehe ich schon den Flugplatz. Die<br />

Piste kommt näher. 1000 Meter, 750<br />

Meter. 300 Meter. Wir kommen von<br />

links. Würden wir gerade landen,<br />

würde der Wind uns wegdrücken.<br />

Vorhalten heißt es, die Nase in den<br />

Wind drehen. Dann passiert es: Kurz<br />

vor der Landung, über einem Waldstück,<br />

sacken wir einfach 50 Meter<br />

in die Tiefe. Ich schreie. Alles wackelt.<br />

Ich kann nichts mehr sehen. Stefan<br />

reagiert blitzschnell, steuert dagegen.<br />

Zieht an Hebeln und drückt Knöpfe,<br />

deren Bedeutung ich schon längst<br />

vergessen habe. Dann setzen wir auf<br />

– ganz weich. Als ob nichts gewesen<br />

wäre. „Krass, das hatte ich auch noch<br />

nie“, höre ich Stefans Stimme.<br />

Dann lasse ich das Steuer los. Meine<br />

Hände zittern. Das Adrenalin pumpt<br />

noch immer durch meine Adern. Meine<br />

Knie sind wieder ganz weich. Ich<br />

steige aus und denke nur: Ich will<br />

noch einmal!<br />

ae<br />

Gefühlte 100 Knöpfe<br />

und Anzeigen: Wie soll<br />

man da durchsehen?,<br />

fragt sich der Anfänger.<br />

Drei Fragen an Stefan Hinners<br />

Stefan Hinners betreibt in Hamburg<br />

die Flugschule Canair und praktiziert<br />

zudem als Fachanwalt für Luftrecht.<br />

Wie sind Ihre Erfahrungen bei Schnupperfügen mit<br />

Fußgängern? Weckt ein Flug die Lust auf mehr?<br />

Einst für interessierte Flugschüler gedacht, ist der Schnupperflug<br />

heute auch ein umsatzstarkes Produkt für Eventveranstalter. Es<br />

gibt aber immer wieder Teilnehmer, die danach so fasziniert sind,<br />

dass sie den Entschluss fassen, eine Pilotenlizenz zu erwerben.<br />

Ein Schnupperflieger ist ja kein Flugschüler. Wie ist<br />

hier die Rechtslage, wenn es zu einem Unfall kommt?<br />

Im Schadensfall haftet der Veranstalter neben dem verantwortlichen<br />

Luftfahrzeugführer für etwaige Schäden. Eine Haftung des<br />

Gastes käme nur in Betracht, wenn dieser weisungswidrig handelt,<br />

beispielsweise ohne Aufforderung ins Ruder greift.<br />

Was raten Sie Fluggästen, die zum ersten Mal ins<br />

Cockpit steigen?<br />

Man sollte eine renommierte Flugschule auswählen und dort mit<br />

einem erfahrenen Lehrer fliegen. Lehrer sind nun mal genau dafür<br />

ausgebildet, einen Anwärter an das Fliegen heranzuführen.<br />

Flight Training Special 3/<strong>2016</strong> 7


[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

Ausbildung zum Verkehrspiloten<br />

Karriere auf<br />

Eis gelegt<br />

Der Weg zur begehrten Verkehrspilotenlizenz<br />

ist lang und teuer. Hat<br />

man sie in der Tasche, ist das aber<br />

noch lange keine Garantie für einen<br />

fixen Job im Cockpit. Tausende<br />

junge Piloten stehen auf der Straße.<br />

Philipp Sandberger stellt eins<br />

klar: „Eigentlich ist der Opa<br />

schuld. Als ich drei war, hat<br />

er mir ein Flugzeugmodell geschenkt.<br />

Da wusste ich, was ich mal werden<br />

will!“ Philipp trommelt mit den<br />

Fingern auf den Tisch und verzieht<br />

das Gesicht. Vor zwei Jahren hat<br />

er die ATPL-integrated-Ausbildung<br />

bei einer Flugschule in Wien abgeschlossen.<br />

Seitdem sucht er<br />

eine Anstellung. Bisher erfolglos.<br />

„Ich habe gewusst, dass es schwer<br />

wird, aber nicht, dass es so mühsam<br />

ist. Ich habe fast 200 Bewerbungen<br />

rausgeschickt, an große<br />

Airlines wie Cathay Pacific, an<br />

kleine wie Air Panama. Die meisten<br />

haben nicht mal geantwortet.“<br />

Die europäische Luftfahrtbranche<br />

ist in einer schweren Krise –<br />

viele sagen: der schwersten Krise<br />

aller Zeiten. Als 2010 der Markt<br />

infolge der Finanzkrise zusammenbrach<br />

und die Passagierzahlen<br />

einknickten, mussten die meisten<br />

Airlines sparen – und setzten den<br />

Rotstift unter anderem bei der<br />

Flotte an. Auch sechs Jahre später<br />

hat sich der Arbeitsmarkt für Piloten<br />

davon noch nicht erholt. Und<br />

das, obwohl die großen Flugzeughersteller<br />

wie Airbus und Boeing<br />

volle Auftragsbücher haben und<br />

kaum mit dem Bau neuer Flugzeuge<br />

nachkommen. Die gehen aller-<br />

dings vor allem nach Asien. In<br />

Europa hingegen ist die Lage trist.<br />

„Bei uns ist der Markt für Piloten<br />

derzeit gesättigt“, sagt Markus<br />

Wahl, Sprecher der deutschen<br />

Pilotenvereinigung Cockpit. „Ich<br />

würde im Moment niemandem<br />

empfehlen, die Ausbildung zum<br />

Verkehrspiloten zu beginnen.“<br />

Arbeitsplätze sind rar. Selbst wer<br />

einen der wenigen Ausbildungsplätze<br />

bei den großen Airlines<br />

ergattern konnte, ist vor Arbeitslosigkeit<br />

nicht gefeit. Alleine bei<br />

Deutschlands größter Airline, der<br />

Lufthansa, hängen im Moment rund<br />

850 Piloten in der Warteschleife.<br />

Mancher Copilot<br />

bezahlt fürs Fliegen<br />

Zumindest die Fluggesellschaften<br />

haben reagiert und bilden im<br />

Moment wenige oder gar keine<br />

Piloten aus. Aber in den Flugschulen<br />

wird weiter geschult. „Das kann<br />

man ihnen nicht vorwerfen“, meint<br />

„Cockpit“-Sprecher Wahl, „aber<br />

sie sollten auch über die Risiken<br />

sprechen, die auf die Schüler anschließend<br />

warten.“ Etwa über<br />

das Risiko, auf den Ausbildungskosten<br />

in der Größenordnung von<br />

100 000 Euro sitzenzubleiben. „Wir<br />

wissen etwa aus Schweden, dass<br />

dort rund die Hälfte der neu ausgestellten<br />

Verkehrspilotenlizenzen<br />

nicht verlängert wird“, sagt Peter<br />

Beer, Präsident des österreichischen<br />

Berufspilotenverbandes Austrian<br />

Cockpit Association. „Viele finden<br />

nach ihrer Ausbildung keinen Job<br />

und geben es dann wieder auf.“<br />

Wer dennoch unbedingt fliegen<br />

will, beugt sich den Gesetzen des<br />

Marktes. „Wenn die jungen Leute<br />

nichts finden, dann unterschreiben<br />

sie in ihrer Verzweiflung die<br />

schlimmsten Knebelverträge“,<br />

beklagt Beer. Besonders die sogenannten<br />

Pay-to-fly-Verträge sind<br />

den Pilotenvertretern ein Dorn im<br />

Auge. Der Nachwuchs darf zwar<br />

als Copilot fliegen, erhält dafür<br />

aber kein Geld, sondern muss im<br />

Gegenteil sogar dafür bezahlen.<br />

„Das ist Teil des Geschäftsmodells<br />

dieser Airlines“, sagt Beer,<br />

„die haben praktisch keine Copiloten<br />

mehr. Viele Berufsanfänger<br />

machen das, weil sie hoffen, anschließend<br />

übernommen zu werden.<br />

Aber die Erfahrung zeigt: Wenn<br />

ein Vertrag ausläuft, kommt einfach<br />

der nächste Bewerber.“ Die Gewerkschaften<br />

haben mit dem<br />

Modell also keine Freude, aber<br />

rechtlich sind ihnen die Hände<br />

gebunden.<br />

„Das Problem mit Pay-to-fly ist,<br />

dass es durch spezielle Vertragskonstrukte<br />

einen legalen Anstrich<br />

bekommt, es also offiziell nicht<br />

illegal ist. Man kann also nicht so<br />

einfach dagegen klagen. Aber es<br />

kann nicht sein, dass der Passagier<br />

an Bord, der am meisten bezahlt,<br />

der Pilot ist“, meint Markus Wahl.<br />

Die prekären Arbeitsverhältnisse<br />

werden nach Meinung von Experten<br />

zunehmend eine Gefahr für<br />

den Flugbetrieb. „Die Flugsicherheit<br />

kann leiden“, glaubt Wahl.<br />

„Wenn jemand mit Schulden in<br />

einem Ausbildungsverhältnis steht,<br />

dann will er dem Arbeitgeber sicher<br />

nicht negativ auffallen. Dann akzeptiert<br />

er vielleicht, dass er weniger<br />

tankt, als er für sicher hält.<br />

Oder er steigt in ein mangelhaftes<br />

Flugzeug, mit dem er sonst nicht<br />

fliegen würde.“<br />

Wie schwierig der Weg ist,<br />

musste auch Philipp Sandberger<br />

erfahren: „Ich war ja von Anfang<br />

an realistisch, was die Suche nach<br />

8 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Fotos: Tom - Fotolia.de, Katrin Sdun; Composing: Harald Hornig<br />

einem Job angeht. Aber als ich<br />

dann auf meine Bewerbungen nicht<br />

einmal eine Absage bekommen<br />

habe, war das ziemlich bitter.“ Ein<br />

halbes Jahr nach dem Ende seiner<br />

Ausbildung hatte er noch nicht<br />

einmal eine ernsthafte Aussicht<br />

auf einen Job. „Dann hat mich<br />

eine große Airline zum Assessment<br />

Center eingeladen, das war ein<br />

unglaublicher Erfolg.“ Sechs Mal<br />

flog er in die Schweiz, absolvierte<br />

alle Stufen des mehrtägigen Auswahlverfahrens<br />

positiv. Einen Job<br />

hat er trotzdem nicht bekommen:<br />

„Die haben mir gesagt: Wir melden<br />

uns in einem Jahr noch mal.“<br />

Die Erfahrung, dass auch eine<br />

abgeschlossene Ausbildung kein<br />

Garant für einen Job ist, musste<br />

auch der deutsche Gregor Mahler<br />

machen. „Als ich einen Ausbildungsplatz<br />

bei einer großen Airline<br />

bekommen habe, war das wie die<br />

Erfüllung eines Traums. Aber man<br />

sagte uns: Das Risiko liegt jetzt<br />

bei euch.“ Nach drei Jahren Ausbildung<br />

ist nun Schluss für ihn, er<br />

saß vorerst das letzte Mal im Cockpit.<br />

„Jetzt bin ich auf der Warteliste.<br />

Es wird wohl noch Jahre<br />

dauern, bis ich einen Vertrag bekomme“,<br />

sagt er.<br />

Formell steht er damit besser<br />

da als viele andere junge Piloten:<br />

Er hat bereits das Type Rating und<br />

ist im Linienbetrieb unter Supervision<br />

geflogen. „Das macht es<br />

aber eigentlich schlimmer“, sagt<br />

Mahler, „ich habe schon Cockpitluft<br />

geschnuppert und muss jetzt<br />

zwangspausieren.“ Mit einer zweiten<br />

Ausbildung außerhalb der<br />

Branche will er sich nun besser<br />

aufstellen und die Zeit überbrücken.<br />

„Wir raten jedem dazu, sich ein<br />

weiteres Standbein neben der Pilotenausbildung<br />

zu schaffen“, meint<br />

Pilotenvertreter Peter Beer. „Es<br />

kann sonst höchst unangenehm<br />

werden, das in die Ausbildung<br />

investierte Geld wieder zurückzuzahlen.“<br />

Einige Flugschulen verlangen<br />

zu Beginn der Ausbildung einen<br />

größeren Vorschuss von den Schülern.<br />

Beer winkt ab: „Es ist keine<br />

gute Idee, einen großen Kredit<br />

aufzunehmen und gleich alles auf<br />

einmal zu bezahlen. Wenn man die<br />

Ausbildung dann finanziell nicht<br />

stemmen kann, hilft es niemandem.“<br />

Besser sei es, immer nur Teile zu<br />

absolvieren und diese zu bezahlen.<br />

Damit könne man sich auch schützen,<br />

sollte die Flugschule in Konkurs<br />

gehen, weil nur ein Teil und<br />

nicht das ganze investierte Geld<br />

futsch sei.<br />

Kleine Gewinne sorgen<br />

für neue Perspektiven<br />

Viele Jungpiloten haben sich<br />

mittlerweile zusammengeschlossen<br />

und tauschen sich übers Internet<br />

regelmäßig aus. „Wir wollen<br />

jede Chance nutzen, einfach jede.<br />

Wenn irgendwo eine Stelle ausgeschrieben<br />

wird, informieren wir<br />

uns gegenseitig“, erzählt Philipp<br />

Sandberger. Im November besuchte<br />

er mit seinen Ausbildungskollegen<br />

eine Veranstaltung des österreichischen<br />

Pilotenverbandes,<br />

um neue Kontakte zu knüpfen. „Das<br />

war die beste Entscheidung der<br />

letzten Jahre. Ein paar von uns<br />

sind jetzt zum Vorstellungsgespräch<br />

bei einer großen Fluglinie einge-<br />

Schattenseiten eines Traumberufes<br />

Teure Ausbildung<br />

Zwei bis drei Jahre dauert der<br />

erste Teil der Ausbildung zum<br />

Verkehrspiloten. Sie kostet rund<br />

120 000 Euro. Wird sie bei einer<br />

der großen Fluglinien absolviert,<br />

übernimmt diese üblicherweise<br />

die Hälfte der Kosten. Der Rest<br />

muss vom Schüler nach Arbeitsbeginn<br />

abgestottert werden.<br />

Auf der Straße<br />

In Deutschland sind zurzeit 174<br />

Piloten arbeitslos gemeldet, in<br />

Österreich 67. Dazu kommen aber<br />

noch hunderte junger Piloten, die<br />

ihre Ausbildung beendet haben<br />

und nicht in der Statistik auftauchen.<br />

Alleine bei Deutschlands<br />

größter Airline, der Lufthansa,<br />

* Name der Jungpiloten von der Redaktion geändert<br />

warten im Moment 850 fertige<br />

Piloten auf ihre erste Anstellung.<br />

Der Weg ins Cockpit<br />

Die Ausbildung beginnt klassisch<br />

mit dem PPL, anschließend folgen<br />

Instrument-Rating, CPL und die<br />

theoretische Ausbildung zum<br />

Linienpiloten (Frozen ATPL). Erst<br />

nach 1500 Flugstunden kann man<br />

die vollwertige Verkehrspilotenlizenz<br />

(ATPL) beantragen. Bei<br />

Airlines wird aber oft statt der<br />

ATPL-Ausbildung eine Multi-Crew-<br />

Pilot-Licence-Schulung durchgeführt<br />

– damit können dann nur<br />

Verkehrsflugzeuge mit mehreren<br />

Piloten geflogen werden. Der Weg<br />

etwa in die Business Aviation<br />

bleibt so versperrt.<br />

laden worden.“ Auch wenn die<br />

Lage derzeit alles andere als rosig<br />

ist, sehen Experten die Zukunft<br />

durchaus optimistisch. Nach mehreren<br />

Jahren tiefroter Zahlen schreiben<br />

die krisengeschüttelten<br />

Fluglinien erstmals wieder kleine<br />

Gewinne. „Es gibt tatsächlich Anzeichen,<br />

dass sich der Arbeitsmarkt<br />

für Piloten wieder entspannt“,<br />

prophezeit Markus Wahl von der<br />

Vereinigung Cockpit. „In den USA<br />

geht es schon wieder aufwärts,<br />

und auch bei uns sehe ich einen<br />

Silberstreif am Horizont.“ ae<br />

Jens Lang<br />

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Anfangs ist die Multi-Crew-<br />

Pilotenlizenz an eine<br />

bestimmte Airline gebunden.<br />

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[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

FLUGAUSBILDUNG IM URLAUB<br />

IN DEN FERIEN ZUR<br />

PILOTENLIZENZ<br />

Fotos: Gerhard Marzinzik, Heiko Link, Georg Rüschendorf<br />

Wenn das Wetter und die Umgebung stimmen, lernt es sich gleich viel besser. Eine Ausbildung während der<br />

Ferien, noch dazu in einem sonnenverwöhnten Urlaubsland, hat viele Vorteile.<br />

10 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Autor:<br />

Gerhard Marzinzik<br />

In drei, vier Wochen<br />

zur Flug lizenz?<br />

Die Aussicht ist nur<br />

zu verlockend.<br />

Flugschulen, die<br />

sich in großem<br />

Maße als Ferienflugschule<br />

verstehen,<br />

werben damit.<br />

EIN TRAUM? DREI WOCHEN<br />

FERIEN UND MIT EINER FRISCHEN<br />

PILOTENLIZENZ ZURÜCKKEHREN<br />

Die Idee, im Urlaub das Fliegen<br />

zu erlernen, hat viel<br />

für sich. Ganz ohne Berufsstress<br />

kann man sich da auf<br />

die Sache konzentrieren. Geflogen<br />

wird Tag für Tag ohne Pausen, die<br />

im Lernfortschritt zurückwerfen. Wenn<br />

die Flugschule dann auch noch in<br />

einer reizvollen Urlaubsgegend liegt,<br />

lässt sich nach den Lektionen vielleicht<br />

am Strand, beim Radfahren oder Wandern<br />

abschalten und neue Energie<br />

für die kommenden Aufgaben tanken.<br />

Die Familie muss bei solch einer Unternehmung<br />

nicht einmal außen vor<br />

bleiben. Sie kann sich, während der<br />

angehende Pilot sein Rüstzeug erwirbt,<br />

touristischen Zielen widmen. Am<br />

späteren Nachmittag kommt man zu<br />

gemeinsamen Unternehmungen wieder<br />

zusammen.<br />

Allerdings ist der Lizenzerwerb in<br />

nur drei bis vier Wochen schon eine<br />

Herausforderung. Für das hohe Lernpensum<br />

steht nur ein sehr enger<br />

Zeitrahmen zur Verfügung. Die Realisierbarkeit<br />

steigt, wenn nicht alles<br />

in dieser kurzen Zeit gepaukt und<br />

trainiert werden muss. Praxis und<br />

Theorie lassen sich durchaus splitten.<br />

So können Theoriekenntnisse oder<br />

zumindest ein Teil davon schon vorab<br />

in einem Fernkurs erworben werden.<br />

Computer Based Trainings erleichtern<br />

das Selbststudium sehr. Sie<br />

erlauben, das Lernen ganz der eigenen<br />

Zeitplanung anzupassen. Gepaukt<br />

wird, wenn man die Zeit dazu hat,<br />

Druck und Stress durch Prüfungstermine<br />

gibt es nicht. Nachteil des Selbststudiums<br />

ist die erforderliche hohe<br />

Selbstdisziplin, die nicht unbedingt<br />

jedermanns Sache ist.<br />

Am ehesten dürfte innerhalb eines<br />

Drei-Wochen-Urlaubs der Pilotenschein<br />

für Ultraleichtflugzeuge machbar sein.<br />

Hier ist der Aufwand geringer im<br />

Vergleich zum Erwerb einer Light<br />

Aircraft Pilot Licence (LAPL) für Motorsegler<br />

beziehungsweise Motorflugzeuge<br />

oder einer Privatpilotenlizenz<br />

für Flugzeuge (PPL(A)). Innerhalb<br />

Deutschlands kommt jede UL-Schule<br />

für eine Ausbildung während eines<br />

Urlaubs in Frage. Soll es eine UL-<br />

Schule in einem eher sonnenverwöhnten<br />

Land in Europa sein, ist es notwendig,<br />

dass diese Ausbildungseinrichtung<br />

von den deutschen Organisationen<br />

DAeC oder DULV anerkannt<br />

ist. Für eine deutsche UL-Lizenz muss<br />

die Ausbildung im Ausland nach<br />

deutschen Richtlinien erfolgen.<br />

Bis zum ersten Alleinflug unterliegt<br />

die UL-Schulung im Ausland keinen<br />

Besonderheiten. Um zwei Überlandflüge<br />

und die praktische Prüfung im<br />

deutschen Luftraum kommt der UL-<br />

Schüler aber nicht herum. Es ist deshalb<br />

ratsam, vorab zu klären, ob die<br />

ins Auge gefasste internationale<br />

Schule mit einer deutschen kooperiert.<br />

Das Fliegenlernen in<br />

den Alpen fordert den<br />

Schüler ungleich mehr.<br />

Hier hat er einen<br />

schnell wechselnden<br />

Horizont.<br />

Ganz nah dran am Geschehen. Auf der Wasserkuppe ist es für den Zuschauer nur ein kleiner Schritt von der<br />

Aussichtsterrasse auf das Vorfeld der Flugschule.<br />

Flight Training Special 3/<strong>2016</strong> 11


[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

Das ist auch für die Theorieausbildung<br />

förderlich. Dann kann zum Beispiel<br />

ein einwöchiger Theoriekompaktkurs<br />

in Deutschland mit abschließender<br />

Prüfung mit einer praktischen Ausbildung<br />

an der Partnerschule im Ausland<br />

kombiniert werden. In drei Wochen<br />

geht es bis zu den ersten Überlandflügen.<br />

Der letzte Ausbildungsabschnitt<br />

erfolgt dann wieder in<br />

Deutschland mit Überlandflügen und<br />

der Einweisung in prüfungsrelevante<br />

Strecken sowie der praktischen<br />

Prüfung.<br />

Auf dem Weg zur Segelfluglizenz<br />

kann im Vergleich zum Lernpensum<br />

für eine UL-Lizenz oder den PPL(A)<br />

das Wetter eine größere Bremserrolle<br />

spielen. Segelfliegen ist sehr viel<br />

mehr auf Schönwetter angewiesen,<br />

insbesondere wenn es nach dem Alleinflug<br />

darum geht, Praxis zu gewinnen<br />

und in Aufwinden auch längere<br />

Flüge zu absolvieren. Ein Flugschulurlaub<br />

zur Ergänzung des Trainings<br />

zu Hause im Verein kann aber sehr<br />

hilfreich sein und die Ausbildung<br />

deutlich verkürzen. Der Anfängerkurs,<br />

der in zwei Wochen zum Alleinflug<br />

führen kann, hält die Motivation hoch<br />

und bringt später bei der Schulung<br />

im Verein schneller voran. Für solche<br />

Beschleunigerkurse kommen in<br />

MIT COMPUTER BASED<br />

TRAINING VERLIERT DIE THEORIE<br />

SCHNELL IHREN SCHRECKEN<br />

Deutschland alle professionell geführten<br />

Segelflugschulen in Betracht:<br />

Oerlinghausen am Teutoburger Wald,<br />

die Fränkische Fliegerschule Feuerstein<br />

oder die Deutsche Alpensegelflugschule<br />

in Unterwössen, am Rand<br />

der Alpen. Gänzlich in den Alpen<br />

lassen sich auch beim Langstreckenspezialisten<br />

und x-fachen Weltrekordpiloten<br />

Klaus Ohlmann in dessen<br />

Segelflugzentrum Quo Vadis auf dem<br />

Flugplatz Serres in Südfrankreich die<br />

ersten Schritte im Segelflug unternehmen<br />

beziehungsweise die hohe<br />

Kunst des Alpensegelflugs erlernen.<br />

Vom Frühjahr bis in den Herbst fast<br />

jeden Tag bei Sonnenschein fliegen<br />

zu können, dafür gibt es in dieser<br />

Schönwetterecke Frankreichs fast<br />

schon eine Garantie.<br />

Für die Ausbildung zum Segelflieger<br />

wie zum Privatpiloten kann man<br />

heute in Europa jede beliebige Authorized<br />

Trainings Organisation (ATO)<br />

wählen. Das mag gleich den Blick auf<br />

sonnenreiche Länder lenken. Am<br />

einfachsten ist es aber, im deutschen<br />

Sprachraum zu bleiben, und wenn<br />

schon nicht in Deutschland, dann in<br />

Österreich oder der Schweiz. Im Falle,<br />

dass ein Urlaub für die Ausbildung<br />

nicht ausreicht und ein weiterer angeschlossen<br />

werden muss, sind natürlich<br />

auch die notwendigen Reisen<br />

mit in die Planung einzubeziehen.<br />

Allzu viele Umstände können den<br />

Urlaub schnell vermiesen.<br />

Wer lieber im Süden weilt und<br />

seine Urlaubsflugschule zum Beispiel<br />

in Spanien wählt, bucht zugleich eine<br />

Sonnenscheingarantie mit. Er muss<br />

allerdings umfangreiche Sprachkenntnisse<br />

mitbringen. Es gibt dort Flugschulen,<br />

die auf Englisch unterrichten.<br />

Der Sprechfunkverkehr kann dabei<br />

auch gleich in Englisch geübt werden.<br />

Günstig ist es in solchen Fällen,<br />

mindestens das Sprechfunkzeugnis<br />

schon vorab zu Hause erworben zu<br />

haben. Es entlastet darüber hinaus<br />

auch die knappe Urlaubszeit, selbst<br />

bei einer Ausbildung im deutschen<br />

Sprachraum. Aber gleich, welchen<br />

Urlaubsort man für die mehrwöchige<br />

Vollzeitausbildung wählt, das wichtigste<br />

Argument für solche Lehrgänge<br />

ist der hohe Lerneffekt unmittelbar<br />

aufeinanderfolgender Unterrichtseinheiten.<br />

Das gilt ganz besonders für<br />

die Praxis. Es kommt sehr viel schneller<br />

zu Erfolgen, die wiederum die<br />

Motivation stärken.<br />

Ein optimistischer Zeitplan für<br />

den Weg zum PPL(A) bei einer deutschen<br />

Schule könnte etwa so aussehen:<br />

Funksprechzeugnis deutsch<br />

oder englisch: vier Tage, Theorie-<br />

Kompaktkurs inklusive Prüfung:<br />

14 Tage, für eine komplette Ausbildung<br />

mit Theorie und Praxis sowie<br />

Funksprechzeugnis sind realistisch<br />

eher rund sechs Wochen zu veranschlagen.<br />

Wer sich zu viel vornimmt, läuft<br />

Gefahr, sich am Ende des Urlaubs erst<br />

einmal erholen zu müssen. Da hilft<br />

dann auch der schönste Schein nicht<br />

unbedingt drüberweg.<br />

ae<br />

Eine große Flugschule bringt<br />

Sicherheit gegen Ausfälle.<br />

Ein Teil der Ausbildung<br />

zum PPL(A)<br />

lässt sich auch am<br />

Simulator absolvieren.<br />

Pauken lässt sich auch zu Hause.<br />

Das spart Zeit für die Praxis.<br />

Ein Theorieseminar hilft, Lücken des<br />

Selbststudiums zu schließen.<br />

Fotos: Gerhard Marzinzik, Heiko Link (2), Aero Beta<br />

12 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Piloten landen hier<br />

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Dr. Volker Breid, Norbert Lehmann.<br />

Vertrieb: Belieferung, Betreuung und Inkasso erfolgen durch<br />

DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Nils Oberschelp (Vorsitz),<br />

Heino Dührkop, Dr. Michael Rathje, Düsternstr. 1, 2<strong>03</strong>55 Hamburg,<br />

als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />

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Wahl erhalte ich nach Zahlungseingang und solange der Vorrat reicht, Ersatzlieferungen<br />

sind vorbehalten. Nach Ablauf des ersten Bezugsjahres kann ich jederzeit kündigen,<br />

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Deshalb bin ich damit einverstanden, dass mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur<br />

Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft<br />

mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren.<br />

Dieses Einverständnis kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />

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von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die<br />

von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.<br />

Die Mandatsreferenz wird mir separat mitgeteilt. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen,<br />

beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten<br />

dabei die mit meinem Kredit institut vereinbarten Bedingungen. Ich bezahle per Rechnung.<br />

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Die Frist beginnt an dem Tag, an dem Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor<br />

Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2 Nr. 1 EGBGB. Zur<br />

Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses,<br />

die Bestellung zu widerrufen. Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a<br />

EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: FLUG REVUE Aboservice, Postfach, 70138 Stuttgart,<br />

Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: flugrevue@dpv.de<br />

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[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

Training im Simulator<br />

Das erdgebundene Fliegen<br />

Was als Spielerei auf Apple, Atari & Co begann, ist heute aus der Pilotenaus- und<br />

Fortbildung nicht mehr wegzudenken. Flugsimulatoren sorgen für Training zu einem<br />

Bruchteil der Kosten – für Profis und Privatflieger gleichermaßen.<br />

Vor gut 30 Jahren, als die Heimcomputerwelle<br />

nach Deutschland schwappte,<br />

ermöglichten Hersteller wie<br />

Apple, Atari und Commodore erstmals das<br />

realitätsnahe Fliegen im heimischen Wohnzimmer.<br />

Mit Arbeitsspeichern von weniger<br />

als 100 kB und Prozessoren, die mit 1 MHz<br />

getaktet waren, durfte man natürlich nicht<br />

viel erwarten – aber man war ja noch nicht<br />

verwöhnt. So war der Microsoft-Flugsimulator<br />

auf MS-DOS-Basis auf Anhieb ein Renner.<br />

Er konnte das Cockpit einer Cessna mit acht<br />

Zeigerinstrumenten und einer Nav/Com-<br />

Einheit darstellen. Es standen rudimentäre<br />

Szenarien einiger amerikanischer Großstädte<br />

inklusive deren Flugplätzen zur Auswahl,<br />

und sogar das Auftreten von Wolken und<br />

Turbulenzen konnte aktiviert werden. Die<br />

heutigen Flugsimulatoren, die mittlerweile<br />

mehr als 2 GB RAM benötigen, können nicht<br />

nur alle gängigen Flugplätze detailgetreu<br />

darstellen, sondern auch fast alle Flugzeugtypen<br />

bis hin zum militärischen Hightech-<br />

Muster. So kann der PC-Pilot heute spielerisch<br />

Starts und Landungen, Navigation, ja sogar<br />

das Verhalten in besonderen Fällen trainieren.<br />

Virtuelles Lernen mit Niveau<br />

Diese Möglichkeiten werden mittlerweile<br />

natürlich auch gerne in die Ausbildung von<br />

Piloten integriert. Schließt man Steuerhorn<br />

und Pedaleinheit am Rechner an, so können<br />

selbst an handelsüblichen PCs, sinnvollerweise<br />

in Verbindung mit einem Fluglehrer,<br />

fliegerische Grundfunktionen verdeutlicht<br />

und geübt werden. Insbesondere wegen des<br />

geringen Kostenaufwands nutzen vermehrt<br />

Vereine dieses Ausbildungsmittel.<br />

Einen wesentlich aufwendigeren Weg hat<br />

die UL-Flugschule Ruwe Aero in Strausberg<br />

gewählt: Sie setzt zwei hochmoderne Rechner<br />

mit Intel-I7-Prozessoren und GTX 980-Grafikkarten<br />

ein, um mittels der X-Plane-10-Software<br />

das UL-Muster Eurostar Viper zu simulieren.<br />

Das Besondere hierbei ist, dass der<br />

Pilot nicht an einer PC-Konsole sitzt, sondern<br />

im Vorderteil einer beweglich gelagerten<br />

Flugzeugzelle mit voll funktionsfähigem Cockpit<br />

einschließlich aktivierbarem Rettungssystem.<br />

Neben navigatorischen Übungen können<br />

auch Systemausfälle, Seitenwindlandungen,<br />

Wolkenflüge, ja sogar Vogelschlag und Tiere<br />

auf der Landebahn simuliert werden. Der<br />

Rechner steuert Elektromotoren an, wodurch<br />

fast jede Flugbewegung und -lage nachge-<br />

14 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


ildet werden kann. Zur Visualisierung<br />

erzeugen drei Großbildschirme ein ruckelfreies,<br />

sehr realistisches 180-Grad-Rundumbild.<br />

An einem Bedienpult außerhalb der<br />

Zelle überwacht ein Operator den gesamten<br />

Flug, zeichnet für das Debriefing sekundengenau<br />

alle Parameter auf und kann gewünschte<br />

Flugabschnitte ohne zeitlichen Aufwand<br />

beliebig wiederholen. Die Einbindung eines<br />

solchen Full-Flight-Simulators in die Ausbildung<br />

oder auch später zur Inübunghaltung<br />

ist zweifellos sinnvoll, zumal man im Vergleich<br />

zur realen Flugstunde mindestens<br />

50 Euro spart. Rechtlich sind diese Flugzeiten<br />

allerdings nicht anrechenbar.<br />

Anders sieht es da schon im PPL-<br />

Bereich aus. Von den gesetzlich erforderlichen<br />

45 Flugstunden für die<br />

SEP-Motorfluglizenz können<br />

Die virtuelle Fliegerei<br />

des 21. Jahrhunderts hat<br />

mit ihren Urahnen auf<br />

Atari und Commodore<br />

kaum noch etwas gemein.<br />

Foto: Toni Ganzmann<br />

Flight Training Special 3/<strong>2016</strong> 15


[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

In der ATPL-Ausbildung<br />

ist der Simulator längst<br />

etablierter Standard.<br />

Leistungsstarke Projektoren<br />

bringen die virtuelle<br />

Realität auf die Leinwand.<br />

fünf Stunden auf einem Flugsimulationsübungsgerät<br />

FSTD (Flight Simulation Training Device)<br />

absolviert werden. Natürlich muss dieses Gerät<br />

zertifiziert sein, und die zuständige Behörde<br />

ist gemäß ORA.GEN General.105 für die<br />

Qualifikation und Aufsichtsführung verantwortlich.<br />

Für die Flugschule ist demnach festgelegt,<br />

welche Ausbildungsteile am Simulator<br />

anerkannt werden. Im Wesentlichen geht es<br />

um Funknavigationsmissionen wie Umkehrkurven,<br />

VOR-Nutzung und Übungen, die real<br />

unter der Haube geflogen werden.<br />

Bei der Flugschule FSM in Marl werden<br />

beispielsweise 20 der 40 Pflichtstunden für<br />

die kompetenzbasierte Ausbildung zur In‐<br />

strumentenflugberechtigung am zertifizierten<br />

FNPT II (Flight Navigation Procedures Trainer<br />

mit Sichtsystem) durchgeführt. Hier handelt<br />

es sich um einen Verfahrenstrainer des Herstellers<br />

Elite, der eine Piper Arrow IV als komplexes<br />

einmotoriges Flugzeug simuliert. In der<br />

Nachbildung des originalen Cockpits können<br />

Standard- und Notverfahren anhand des Flughandbuchs<br />

umgesetzt sowie der Einsatz von<br />

Autopilot und Garmin GNS 430 geübt werden.<br />

Außerhalb der Zelle, direkt hinter dem Piloten,<br />

sitzt der Fluglehrer, der den Simulator bedient<br />

und gleichzeitig die Gegenstelle am Funk<br />

übernimmt. Für eine Stunde erdgebundenes<br />

VFR-Fliegen muss man 129 Euro bezahlen und<br />

spart mindestens 100 Euro je realer Stunde.<br />

Wer das Fliegen gerne zu seinem Beruf machen<br />

möchte, der wird nach der abgeschlossenen<br />

CPL-IR/ATPL-Ausbildung (Commercial Pilot<br />

Licence mit Instrumentenflugberechtigung/<br />

Airline Transport Pilot Licence) eine Musterberechtigung<br />

anstreben (Type Rating). Dazu<br />

braucht man einen zugelassenen Ausbildungsbetrieb,<br />

TRTO (Type Rating Training Organisation),<br />

der einen zertifizierten Simulator mit<br />

voller Beweglichkeit einsetzt, um nicht alle<br />

vorgeschriebenen Flugstunden real fliegen<br />

und teuer bezahlen zu müssen. Je nach Muster<br />

liegen die Stundenpreise zwischen 200 und<br />

400 Euro.<br />

Der Fluglehrer ist<br />

Simulator-Operator und<br />

Fluglotse in Einem.<br />

16 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Detailgetreue Topografie,<br />

realitätsnahe Wolkenformationen?<br />

Heute kein Problem.<br />

Fotos: Toni Ganzmann<br />

Die Luftfahrerschule für den Polizeidienst<br />

am Flugplatz Bonn/Hangelar ist das Hubschrauberausbildungszentrum<br />

der Polizei des<br />

Bundes und der Länder. Dort werden drei<br />

stationäre Simulatoren, die als FNPT III zertifiziert<br />

sind, für die Muster Eurocopter EC135,<br />

EC155 und Aerospatiale AS332L1 Super Puma<br />

betrieben. Nach der Grundschulung der<br />

Pilotenanwärter auf der einmotorigen EC120<br />

setzt sich die weitere Ausbildung auf dem<br />

Einsatzmuster EC135 fort. Bis zum Abschluss<br />

der gesamten Pilotenausbildung werden ungefähr<br />

30 Stunden für Instrumentenflug und<br />

Notverfahren im Simulator geflogen. Zur Erlangung<br />

der Einsatzreife und auch später<br />

während des regulären Flugdienstes werden<br />

regelmäßig musterbezogene Notverfahren<br />

und einsatzspezifische Manöver trainiert. Die<br />

hochaufgelöste Videodarstellung der jeweiligen<br />

Umgebung auf der 220 mal 68 Grad<br />

großen Projektionsfläche lässt die Crew ganz<br />

schnell vergessen, dass es sich nur um eine<br />

Simulation handelt. Da alle Einsätze immer<br />

mit mindestens zwei Besatzungsmitgliedern<br />

wahrgenommen werden, ist ein weiteres<br />

Ausbildungsziel die Optimierung der Zusammenarbeit<br />

und Kooperation innerhalb der<br />

Crew (Multi-Crew Cooperation, MCC). Insbesondere<br />

bei großen Hubschraubern wie der<br />

Super Puma, deren Stundenpreis bei 7000<br />

Euro liegt, ist die 400 Euro teure Simulatorstunde<br />

ein Gewinn.<br />

Auf bereits ausgebildete Hubschrauberpiloten<br />

hat sich der ADAC mit seiner HEMS<br />

Academy (Helicopter Emergency Medical Services)<br />

am Flugplatz Bonn/Hangelar spezialisiert.<br />

Zwei voll bewegliche Simulatoren für die Hubschraubermuster<br />

EC135 und EC145 stehen<br />

nicht nur den 150 firmenangehörigen Piloten<br />

zur Verfügung, sondern auch allgemeinen<br />

Bedarfsträgern. Die nach FSTD Level A zertifizierten<br />

Full-Flight-Simulatoren (FFS) sind<br />

kugelförmige Dome, die auf sechs elektrisch<br />

ein- und ausfahrbaren Stelzen lagern, wodurch<br />

die Kuppel um alle Achsen beweglich wird.<br />

Im Inneren sind die voll funktionsfähigen Cockpiteinrichtungen<br />

sowie die 210 Grad horizontal<br />

und 60 Grad vertikal große Projektionsflä-<br />

Flight Training Special 3/<strong>2016</strong> 17


[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

Full-Motion-Simulatoren<br />

sind komplexe und entsprechend<br />

teure Geräte.<br />

Realistischer Starkregen<br />

über grünem Tal? Heute<br />

technisch kein Problem.<br />

che installiert. Durch die Beweglichkeit des<br />

Simulators in Verbindung mit der perfekten<br />

Visualisierung der Flugumgebung entsteht<br />

bei Checkflügen, Notverfahren und dem Training<br />

von Spezialaufgaben wie Bergrettung,<br />

Bohrinsel- und Schiffsanflügen bei verschiedensten<br />

Wetterbedingungen sofort ein überaus<br />

realer Flugeindruck.<br />

Natürlich wird der gesamte Flug inklusive<br />

aller Betriebsdaten aufgezeichnet und im Debriefing<br />

eingehend besprochen. Etwa 800<br />

Euro kostet die Stunde im Simulator, also ungefähr<br />

ein Drittel der Flugkosten. 3500 Stunden<br />

im Jahr sind die beiden Geräte im Einsatz. Da<br />

in Kürze ein neuer Einsatzhubschrauber, der<br />

Eurocopter H145, eingeführt wird, installiert<br />

die Akademie demnächst einen dritten FFS<br />

speziell für dieses Muster.<br />

Eine völlig neue Art der Simulation bietet<br />

der Systemtrainer HeliSys 135. Drei Touchscreen-<br />

Monitore zeigen das Cockpit des Eurocopter<br />

EC135 mit allen schaltbaren Elementen. Bei<br />

Betätigung eines Schalters wird auf einem<br />

weiteren Monitor links die damit ausgelöste<br />

Funktion dargestellt, und zwei andere Bildschirme<br />

auf der rechten Seite erklären anschaulich<br />

die Arbeitsweise dieses Systems. Dieser<br />

Systemtrainier wird zur Vorbereitung der<br />

Piloten auf die Simulatorarbeit und für das<br />

Type Rating eingesetzt.<br />

FAZIT<br />

Simulatoren jeglicher Ausführung<br />

bieten die Gelegenheit, ausgewählte Szenarien<br />

mehrfach hintereinander ablaufen zu<br />

lassen. Dadurch werden unter anderem Zeit<br />

und Treibstoff in erheblichem Umfang eingespart<br />

– von der Umweltfreundlichkeit durch<br />

fehlende Lärm- und Abgasemissionen ganz<br />

zu schweigen. Insbesondere Notverfahren<br />

können völlig entspannt trainiert werden, denn<br />

Mensch und Maschine bleiben in jedem Fall<br />

heil. Die hohe Effizienz bei Ausbildung und<br />

Inübunghaltung sowie die Einsparung immenser<br />

Kosten haben den Simulator zu einem<br />

unverzichtbaren Teil in der Fliegerei werden<br />

lassen.<br />

ae<br />

Toni Ganzmann<br />

Die Cockpits moderner<br />

Simulatoren sind identisch<br />

mit denen realer Muster.<br />

Fotos: Toni Ganzmann<br />

18 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Der Traum vom Fliegen<br />

muss kein Traum bleiben,<br />

jeder kann es lernen.<br />

Foto: Frank Herzog<br />

Hier können Sie fliegen lernen!<br />

Flugschulen <strong>2016</strong><br />

Vom Segelflieger über den Privatpiloten bis hin zum Verkehrsflugzeugführer – das<br />

Angebot für eine Flugausausbildung ist groß. Auf den folgenden Seiten haben<br />

wir Flugschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgeführt. Zusätzlich<br />

bieten auch viele Luftsportvereine eine Ausbildung an.<br />

Deutschland<br />

Motorflug<br />

Helikopter<br />

Segelflug<br />

ergänzende<br />

Ausbildung<br />

Firma, PLZ Ort, Kontakt<br />

Postleitzahlenbereich 0<br />

The Flight Academy, 01558 Großenhain, www.the-flight-academy.de X X X X<br />

Flugservice Bautzen, 02625 Bautzen, www.flugservice-bautzen.de X X X<br />

Aeroheli International, <strong>03</strong>058 Neuhausen, www.aeroheli.de X X X X X<br />

Spree Neiße Flug, <strong>03</strong>119 Welzow, www.spree-neisse-flug.de X X X<br />

ASS Air Service Sachsen, 04013 Leipzig, www.air-service-sachsen.de X X<br />

Lips Flugdienst, 041<strong>03</strong> Leipzig, www.lips-flugdienst.de X X X<br />

Flugschule Altenburg Air Service, 046<strong>03</strong> Nobitz, www.fs-a.de X X<br />

FSH Flugschule Heigel, 04827 Machern, www.flugschule-sachsen.de X X<br />

Flugschule Löffler, 06188 Landsberg OT Zöberitz, www.flugschule-loeffler.de X X X<br />

Air Lloyd Deutsche Helicopter Flugservice GmbH, 06188 Landsberg OT Oppin, www.<br />

X X X X<br />

airlloyd.de<br />

Flugdienst Guenther, 07546 Gera, www.flugdienst-guenther.de X X X<br />

Take Wings Charter-Flug-Schule, 07646 Schöngleina, www.takewings.de X X<br />

Flugschule Gregor Stahnke, 09385 Erlbach-Kirchberg, www.flugschule-stahnke.de X X X X X X<br />

Postleitzahlenbereich 1<br />

Flugakademie Leonardo da Vinci, 10585 Berlin, www.flugschule-berlin.com<br />

X<br />

PPL(A)<br />

LAPL(A)<br />

IR (A)<br />

CPL(A)<br />

ATPL(A)<br />

PPL(H)<br />

LAPL(H)<br />

IR(H)<br />

CPL(H)<br />

ATPL(H)<br />

Segelfluglizenz<br />

CR TMG<br />

Kunstflugberechtigung<br />

TR/CR<br />

FI<br />

Theorie<br />

Flight Training Special 3/<strong>2016</strong> 19


[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

Motorflug<br />

Helikopter<br />

Segelflug<br />

ergänzende<br />

Ausbildung<br />

Firma, PLZ Ort, Kontakt<br />

Cockpit4u Aviation Service, 12529 Berlin-Schönefeld, www.cockpit4u.com<br />

X<br />

VPS Verkehrspilotenschule Berlin, 12529 Berlin-Schönefeld, www.verkehrspilotenschule.com X X X X X X<br />

Flugsport-Berlin Ultraleichtflug, 13158 Berlin, www.flugsport-berlin.de<br />

Flugplatz Bienenfarm, 14641 Paulinenaue OT Selbelang, www.bienenfarmfliegen.com X X X<br />

Flugschule und Lufttaxi, 14798 Havelsee, www.flugschule-berlin-brandenburg.com X X X<br />

Fläming Air, 14913 Zellendorf, www.flaemingair.de X X X X<br />

APS Aviation Project Service, 14959 Schönhagen, www.apsflight.com X X X X X X X<br />

CD Aircraft, 14959 Trebbin OT Schönhagen, www.cdaircraft.de<br />

X<br />

Flugschule Hans Grade, 14959 Schönhagen, www.flugschule-grade.de X X X X X X<br />

HFD Hubschrauber & Flugzeugdienst, 14959 Schönhagen,<br />

X X X X<br />

www.flugschule-brandenburg-berlin.de<br />

Albatros-Flug, 14979 Großbeeren, www.albatros-flug.de X X X<br />

Aerotours Verkehrspilotenschule, 15344 Strausberg, www.aerotours.de X X X X X X X X<br />

Ardex Flugschule- und Luftfahrtunternehmen, 16866 Kyritz, www.flugschule-ardex.de X X X X X X X X<br />

Abenteuer Segelflug, 16866 Kyritz, www.abenteuer-segelflug.com X X X<br />

Tollenseflug GmbH, 17<strong>03</strong>9 Trollenhagen, www.flugschule-nuf.de X X X<br />

HG-Airservice Hubert Goller, 17<strong>03</strong>9 Trollenhagen X X X X X<br />

Flugschule Rostock, 18119 Rostock, www.flugschule-rostock.de X X X X X X X<br />

OAS Ostseeflug Air Service, 18299 Laage OT Weitendorf, www.ostseeflug.com X X X X<br />

Ostsee-Flug Rügen GmbH, 18573 Güttin, www.flugplatz-ruegen.de X X<br />

Postleitzahlenbereich 2<br />

HHS Hanseatic Helicopter Service, 22335 Hamburg, www.hanseatic-helicopter.de X X X<br />

OneTwo Aviation, 22453 Hamburg, www.onetwo-aviation.de X X X X X X X X X X X<br />

Flugschule Hohensee, 22962 Siek, www.flugschule-hohensee.de X X<br />

Regionalflug GmbH in Mecklenburg, 23970 Wismar, www.flugplatz-wismar.de X X X<br />

FLM Aviation Maintenance, 24159 Kiel, www.kielaviation.de X X<br />

Flensburg Aviators, 24855 Bollingstedt, www.flensburg-aviators.de X X<br />

Baltic Seaplane, 24941 Flensburg, www.baltic-seaplane.de<br />

X<br />

Hanseair, 25492 Heist, www.hanseair.com X X X X<br />

Flugschule Husum, 25813 Schwesing/Husum, www.flugschule-husum.de X X X<br />

Flugschule Sylt, 25980 Westerland, www.syltair.de X X<br />

AAG Flight Academy, 27777 Ganderkesee, www.atlas-airfield.de X X X X<br />

Albatros Flugdienst, 26209 Hatten, www.flugplatz-hatten.de X X<br />

Aerobatic Center, 26316 Varel, www.aerobatic-center.de X X X<br />

Flugschule Borkum, 26209 Hatten, www.flugschule-borkum.de X X X X<br />

DL Helicopter, 27639 Wurster Nordseeküste, www.dlhelicopter.com X X<br />

Postleitzahlenbereich 3<br />

Flight Center Hannover, 30855 Hannover, www.flightcenter-hannover.de X X X X X X<br />

Helijet Helikopter Flugschule, 30855 Hannover, www.hubschrauber-schule.de X X X X<br />

UL-Flugschule Hildesheim, 31137 Hildesheim, www.flugschule-hildesheim.de X X X<br />

FMG-FlightTraining, 33142 Büren, www.flugschule.de X X X X X X X<br />

Flugschule Bielefeld, 33659 Bielefeld, www.flugschule-bielefeld.de X X X<br />

Guido Blissenbach, 33813 Oerlinghausen X X<br />

Segelflugschule Oerlinghausen, 33813 Oerlinghausen, www.segelflugschule-oerlinghausen.de X X X X X X X<br />

Fly Now Flight Academy, 37127 Niemetal, www.charterflug-beissner.de X X X<br />

Simtec Simulation Technology, 38108 Braunschweig, www.simtec.de<br />

X<br />

Aerowest Flugcenter, 38108 Braunschweig, www.flugschule-aerowest.de X X X<br />

FMD Magdeburg, 39120 Magdeburg, www.fmd-magdeburg.de<br />

X<br />

Postleitzahlenbereich 4<br />

RWL German Flight Academy, 41066 Mönchengladbach, www.rwl-flight.de X X X X X X X<br />

MG Flyers, 41066 Mönchengladbach, www.mgflyers.de X X X<br />

Heli NRW, 41066 Mönchengladbach, www.heli-nrw.de X X X X<br />

H. D. Schulz Luftfahrt, 41812 Erkelenz-Keyenberg, www.hdschulz.de X<br />

PPL(A)<br />

LAPL(A)<br />

IR (A)<br />

CPL(A)<br />

ATPL(A)<br />

PPL(H)<br />

LAPL(H)<br />

IR(H)<br />

CPL(H)<br />

ATPL(H)<br />

Segelfluglizenz<br />

CR TMG<br />

Kunstflugberechtigung<br />

TR/CR<br />

FI<br />

Theorie<br />

20 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Motorflug<br />

Helikopter<br />

Segelflug<br />

ergänzende<br />

Ausbildung<br />

Firma, PLZ Ort, Kontakt<br />

PPL(A)<br />

LAPL(A)<br />

IR (A)<br />

CPL(A)<br />

ATPL(A)<br />

PPL(H)<br />

LAPL(H)<br />

IR(H)<br />

CPL(H)<br />

ATPL(H)<br />

Segelfluglizenz<br />

CR TMG<br />

Kunstflugberechtigung<br />

TR/CR<br />

FI<br />

Theorie<br />

Cranfield Aviation Training School, 44227 Dortmund, www.theorieschule.aero X X X X X X X X X X<br />

Star Wings Dortmund, 44319 Dortmund, www.star-wings.com X X<br />

Flugausbildungszentrum Dortmund, 44319 Dortmund, www.flugschule-dortmund.de X X X<br />

FFL Fachschule für Luftfahrzeugführer, 45470 Mülheim/Ruhr, www.ffl-flighttraining.de X X X X X X X<br />

Aveo Air Service, 45470 Mülheim/Ruhr, www.aveoair.com X X X X<br />

Aveo Flight Academy, 45470 Mülheim/Ruhr, www.aveoair.com X X X X X<br />

YourPlane, 45663 Recklinghausen, www.yourplane.de<br />

X<br />

Flugschule Dr. Peter Luthaus, 45770 Marl, www.flugschule-marl.de X X X X<br />

Flugschule Followme, 47929 Grefrath, www.flugschule-followme.de X X X<br />

Aerotreff Flugschule am FMO, 48268 Greven, www.aerotreff.de X X X X<br />

Motorflugschule Jochen Petermann, 48653 Coesfeld, www.jp-motorflugschule.de X X X X<br />

Flugschule Air Stadtlohn, 487<strong>03</strong> Stadtlohn, www.air-stadtlohn.de X X<br />

Technische Fachschule für Flugzeugführer, 49434 Neuenkirchen-Vörden, www.tff.aero X X<br />

Postleitzahlenbereich 5<br />

Fallschirmsport Sky-Fun, 50825 Köln, www.sky-fun.de<br />

X<br />

Westflug Aachen, 52146 Würselen, www.westflug.de X X X X X X<br />

ADAC Luftrettung/HEMS Academy, 53757 Sankt Augustin, www.hems-academy.adac.de<br />

X<br />

Air Lloyd Deutsche Helicopter Flugservice GmbH, 53757 Sankt Augustin, www.airlloyd.de X X X X<br />

LifeFlight, 53757 Sankt Augustin, www.lifeflight.de X X X X X X<br />

ATC Aviation Training & Transport Center, 53757 Sankt Augustin, www.atc-flugschule.de X X X<br />

Aviator X, 54669 Bollendorf, www.aviatorx.com X X X X<br />

Drive & Fly, 55343 Föhren, www.drive-and-fly.de X X X X X X<br />

Schule für Privatpiloten, 55126 Mainz, www.schulefuerprivatpiloten.de X X X<br />

DHD Heliservice, 56299 Ochtendung, www.dhd-heliservice.de X X X<br />

Rhein Mosel Flug, 56333 Winningen, www.flyrmf.de X X X X<br />

AirAlliance Flight Center, 56479 Liebenscheid, www.air-alliance.de X X X X X X X X X X X X X<br />

Air Alliance Flight Center, 57299 Burbach, www.air-alliance.de X X X X X X X<br />

KayFly, 57299 Burbach, www.kayfly.de X X X<br />

Agrarflug Helilift, 59227 Ahlen, www.agrarflug-helilift.com X X X X<br />

Flugschule Milan Meschede, 59872 Meschede X X<br />

Postleitzahlenbereich 6<br />

Rotorflug, 61381 Friedrichsdorf, www.rotorflug.de X X<br />

Die Ausbildung zum<br />

Privathubschrauberpiloten<br />

umfasst mindestens<br />

45 Flugstunden.<br />

Foto: Fuchs Helikopter<br />

Flight Training Special 3/<strong>2016</strong> 21


[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

Motorflug<br />

Helikopter<br />

Segelflug<br />

ergänzende<br />

Ausbildung<br />

Firma, PLZ Ort, Kontakt<br />

Motorflugschule Egelsbach, 63329 Egelsbach, www.motorflugschule-egelsbach.de X X<br />

Rhein-Main-Flightcenter, 63329 Egelsbach, www.rm-flightcenter.de X X X X X<br />

FTA Flugtraining Aschaffenburg, 63762 Großostheim, www.ifr-flugtraining.de X X X X X<br />

Wiesbadener Flugdienst, 65195 Wiesbaden, www.wiesbadener-flugdienst.de X X<br />

Flightcenter Saar, 66131 Saarbrücken, www.flightcenter-saar.de X X X<br />

Aviation Support & Training, 66482 Zweibrücken, www.flugschule-ast.aero X X X X X X<br />

Civil Aviation Training Europe, CAT Europe, 67547 Worms, www.cat-europe.com X X X X X X X X X X X<br />

ASW Aero-Service-Worms, 67547 Worms, www.flugschule-worms.de X X X<br />

Postleitzahlenbereich 7<br />

Eurocity Flight Schools, 70597 Stuttgart, www.eurocityflightschools.de X X X<br />

Aero-Beta, 70794 Filderstadt-Sielmingen, www.aero-beta.de X X X X<br />

Princessair, 70806 Kornwestheim, www.princessair.de X X X<br />

Helix Fluggesellschaft, 74632 Neuenstein, www.helixcopter.de X X X<br />

Reibel Air Service, 77836 Rheinmünster, www.reibelair.de X X X X X<br />

Flugschule Cosmo, 77933 Lahr, www.fllugschule-hezel.de X X<br />

HTC Helicopter Training + Charter, 78166 Donaueschingen, www.htc-helicopter.de X X X X X<br />

Flugschule Nikolaus, 78166 Donaueschingen, www.flugschule-nikolaus.de X X<br />

Konair, 78467 Konstanz, www.konair.aero X X X<br />

FFH Flugdienst Freiburg Harter, 79108 Freiburg, www.flyffh.com X X X X X X X X<br />

Heli AG, 79211 Denzlingen, www.heli-ag.com X X X<br />

Air Profis, 79427 Eschbach, www.air-profis.de X X<br />

Postleitzahlenbereich 8<br />

Eurofly Aviation, 81671 München, www.eurofly-aviation.de X X X<br />

Flugschule München-Jesenwang, 82287 Jesenwang, www.flugschule-jesenwang.de<br />

Deutsche Alpensegelflugschule Unterwössen, 83246 Unterwössen;, www.dassu.de X X X X X X<br />

Flying Emotions, 83708 Kreuth, www.flyingemotions.de<br />

X<br />

PTL Luftfahrt, 84<strong>03</strong>4 Landshut, www.ptl-luftfahrt.de X X<br />

Engl Flightteam e.K., 84307 Eggenfelden, www.flightteam.de X X X X X X X X<br />

Munich Aviation Company, 85232 Feldgeding/Bergkirchen, www.munich-aviation-company.de X X X X X X<br />

Flugschule Alfred Robisch, 85560 Ebersberg, www.flugschule-robisch.de X X X<br />

Heli Aviation, 86169 Augsburg, www.heli-aviation.de X X X X X X<br />

Flugschule Martin Geisenfelder, 86169 Augsburg, www.flugschule-geisenfelder.de X X X X<br />

Hubschrauber-Akademie Augsburg, 86169 Augsburg, www.hubschrauber-akademie.de X X X X X X X<br />

Flugschule Eirenschmalz, 86987 Schwabsoien X X<br />

Air Allgäu, 87766 Memmingerberg, www.airallgaeu.de X X X X<br />

TACS Flugschule Bavaria Aviation, 87770 Trunkelsberg, www.bavaria-aviation.com X X<br />

Bodensee-Helicopter, 88046 Friedrichshafen, www.bodensee-helicopter.de X X X<br />

Tannheimer Flieger- und Freizeitzentrum, 88459 Tannheim, www.edmt.de X X X X X<br />

Flugschule Michael Bergmann, 87471 Durach, www.lu-bergmann.de X X X<br />

Postleitzahlenbereich 9<br />

Theorieschule Uwe Dittmar, 91047 Herzogenaurach, www.pplschulung.de X X X X X X X<br />

ISE Information Systems Engineering, 91322 Gräfenberg, www.ise-informatik.de X X X X X<br />

Frankenflugschule Kurt Malter, 91074 Herzogenaurach, www.frankenflugschule.de X X X<br />

Fränkische Fliegerschule Feuerstein, 91320 Ebermannstadt, www.edqe.de X X X X X X X<br />

Aerodynamic, 92342 Freystadt, www.aero-dynamic.de X X X X<br />

Flugschule Your Sky Inh. Tom Schiemann, 95182 Döhlau, www.your-sky.de X X X X<br />

Flugschule Reichel, 96237 Ebersdorf, www.flugschulecoburg.de X X X X X X X X<br />

Flugschule Kost, 97531 Theres, www.flugschule-kost.de X X X<br />

Flugschule Bad Neustadt, Peter Gehret, 97616 Bad Neustadt/Saale,<br />

X X X<br />

www.flugschule-bad-neustadt.de<br />

Helicopter Service Thüringen GmbH, 99610 Großbrembach, www.heli-thueringen.de X X X X<br />

Flugservice Sömmerda, 99625 Dermsdorf, www.flugservice-soemmerda.de X X X X X X X<br />

PPL(A)<br />

LAPL(A)<br />

IR (A)<br />

CPL(A)<br />

ATPL(A)<br />

PPL(H)<br />

LAPL(H)<br />

IR(H)<br />

CPL(H)<br />

ATPL(H)<br />

Segelfluglizenz<br />

CR TMG<br />

Kunstflugberechtigung<br />

TR/CR<br />

FI<br />

Theorie<br />

22 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Flüge im Gebirge setzen<br />

eine fundierte Einweisung<br />

und Erfahrung voraus.<br />

Foto: Yves Klett<br />

Österreich<br />

Motorflug<br />

Helikopter<br />

Segelflug<br />

ergänzende<br />

Ausbildung<br />

Firma, PLZ Ort, Kontakt<br />

Thüringer Helicopter Charter (Inhaber: Wolfgang Friedt), 99625 Großmonra,<br />

X X X X X X X<br />

www.thueringerhelicharter.de<br />

Postleitzahlenbereich 1<br />

Hubi-Fly Helikopter, 1010 Wien, www.hubifly.at X X X X<br />

flighttime, 1060 Wien, www.flighttime.at X X X X X X X X<br />

Businessair Flugschule, 1090 Wien, www.businessair.at<br />

X<br />

B.A.C.H. Flugbetriebs Ges.mbH, 1160 Wien, www.bachflug.at<br />

X<br />

Pink Aviation Services, 1230 Wien, www.pink.at<br />

X<br />

Niki Luftfahrt GmbH, 1300 Wien-Flughafen, www.flyniki.com<br />

X<br />

Postleitzahlenbereich 2<br />

FTO 2000 Flight Training, 2000 Stockerau, www.fto2000.at X X X X X X X<br />

Flugsportzentrum Spitzerberg, 2405 Hundsheim, www.spitzerberg.at X X X<br />

MFU Flugbetrieb, 2540 Vöslau, www.3fly.at X X X X X X<br />

ATO Watschinger, 2540 Bad Vöslau, www.watschinger.at X X X X X X<br />

Starflight, 2540 Bad Vöslau, www.starflight.at X X X X X<br />

Diamond Airborne Sensing, 2700 Wiener Neustadt, www.diamond-air.at X X<br />

Flugschule ASKÖ Wien, 2700 Wiener Neustadt, www.flugschule-wien.at X X X X X<br />

Postleitzahlenbereich 3<br />

blue danube flying, 3300 Amstetten, www.bluedanubeflying.com X X<br />

Sky Flight Academy, 3500 Krems, www.sfa.aero X X X X X X X X<br />

Fly 2 Sky GmbH, 3644 Emmersdorf a. d. Donau, www.fly2sky.eu<br />

X<br />

PPL(A)<br />

LAPL(A)<br />

IR (A)<br />

CPL(A)<br />

ATPL(A)<br />

PPL(H)<br />

LAPL(H)<br />

IR(H)<br />

CPL(H)<br />

ATPL(H)<br />

Segelfluglizenz<br />

CR TMG<br />

Kunstflugberechtigung<br />

TR/CR<br />

FI<br />

Theorie<br />

Flight Training Special 3/<strong>2016</strong> 23


[ FLIGHT TRAINING SPECIAL ]<br />

Motorflug<br />

Helikopter<br />

Segelflug<br />

ergänzende<br />

Ausbildung<br />

Firma, PLZ Ort, Kontakt<br />

Postleitzahlenbereich 4<br />

PPL(A)<br />

LAPL(A)<br />

IR (A)<br />

CPL(A)<br />

ATPL(A)<br />

PPL(H)<br />

LAPL(H)<br />

IR(H)<br />

CPL(H)<br />

ATPL(H)<br />

Segelfluglizenz<br />

CR TMG<br />

Kunstflugberechtigung<br />

TR/CR<br />

FI<br />

Theorie<br />

AeronautX Luftfahrtschule, 4063 Hörsching, www.aeronautx.at X X X X X X X<br />

Flylinz, 4063 Hörsching, www.flylinz.at X X X<br />

Postleitzahlenbereich 5<br />

The Flying Bulls, 5020 Salzburg, www.flyingbulls.at X X<br />

Checkflug.eu, 5020 Salzburg, www.checkflug.eu X X X X X X X X X X<br />

EAA Aviation Academy, 5020 Salzburg, www.eaa.aero<br />

X<br />

Spins & More, 5020 Salzburg, www.spinsandmore.at X X X X X X<br />

Prosperia Aviation Academy, 5071 Wals, www.prosperiaaviation.com X X X X X X<br />

Never Get Lost, 5071 Wals, www.motorflugschule-zellamsee.at<br />

X<br />

Austrian Pilots Academy, 5161 Elixhausen, www.austrian-pilots-academy.at X X X X X X X X X X<br />

RotorSky, 5675 Weibern, www.rotorsky.at X X X X X<br />

Postleitzahlenbereich 6<br />

Tyrolean Airways, 6026 Innsbruck, www.tyrolean.at<br />

Fly-West, 6063 Innsbruck-Rum, www.fly-west.aero X X X X X X X X<br />

fLY.UP Motorflugschule, 6073 Sistrans, www.krappinger.at X X X X<br />

Postleitzahlenbereich 7<br />

Aviation Academy Austria, 7130 Neusiedl am See, www.aviationacademy.at X X X X X X<br />

Farnair Training Centre, 7100 Neusiedl am See, www.farnair.com<br />

X<br />

Punitzflug, 7536 Güttenbach, www.punitzflug.at X X X X X X X X X<br />

Postleitzahlenbereich 8<br />

Steirische Motorflug-Union, 8073 Feldkirchen bei Graz, www.motorflugunion.com X X X X X X X<br />

Austrian Aircraft Corporation, 8073 Feldkirchen, www.aac.at X X<br />

Aerobatics Academy, 8342 Gnas, www.aerobatics-academy.at X X<br />

Union Alpenflugschule Niederöblarn, 8960 Niederöblarn, www.alpenflugschule.at X X X X X<br />

Schweiz<br />

Postleitzahlenbereich 1<br />

Aéro Formation B. Hanhart, 1018 Lausanne, www.aeroformation.ch X X<br />

Fly 7 Executive Aviation, 1018 Lausanne, www.fly7.ch X X X X X<br />

Swift Copters, 1215 Genf 15 Aéroport, www.swiftcopters.ch X X X<br />

Air Fribourg Services, 1730 Ecuvillens, www.aerodrome-ecuvillens.ch X X X X X<br />

Héli-Alpes, 1950 Sion, www.helialps.ch X X X X X X X X<br />

Postleitzahlenbereich 2<br />

Air-Espace Sàrl, 2013 Colombier NE, www.air-espace.net X X X X X X X X X<br />

Flugschule Seeland, 2501 Biel/Bienne, www.fg-seeland.ch X X X<br />

Heli-West, 2540 Grenchen, www.heli-west.ch X X X<br />

Maxim Air, 2540 Grenchen, www.maximair.ch X X<br />

Flugschule Grenchen, 2540 Grenchen, www.fliegen.ch X X X X X X X X X X<br />

Postleitzahlenbereich 3<br />

Flugschule Gribair, 3123 Belp, www.gribair.ch X X X X<br />

Malbuwit, 3123 Belp, www.malbuwit.ch X X X X X X X X<br />

Mountain Flyers 80, 3123 Beie, www.mountainflyers.ch X X X X<br />

Flugschule Reichenbach, 3713 Reichenbach, www.fluggruppe-reichenbach.ch X X X X X X<br />

Air Sarina, 3792 Saanen, www.air-sarina.ch X X<br />

Postleitzahlenbereich 4<br />

Flugschule Basel, 4<strong>03</strong>0 Basel, www.fsb.aero X X X X X X X<br />

Flugschule Fricktal, 4325 Schupfart, www.mfgf.ch X X<br />

Postleitzahlenbereich 5<br />

Fliegerschule Birrfeld, 5242 Lupfig, www.birrfeld.ch X X X X X X X X<br />

Silver Goose Aviation, 5330 Bad Zurzach, www.silvergoose.ch X X X<br />

Swiss Pilot School Association, 5616 Meisterschwanden, www.swisspsa.ch X X X X X<br />

24 Flight Training Special 3/<strong>2016</strong>


Motorflug<br />

Helikopter<br />

Segelflug<br />

ergänzende<br />

Ausbildung<br />

Firma, PLZ Ort, Kontakt<br />

Postleitzahlenbereich 6<br />

PPL(A)<br />

LAPL(A)<br />

IR(A)<br />

CPL(A)<br />

ATPL(A)<br />

PPL(H)<br />

LAPL(H)<br />

IR(H)<br />

CPL(H)<br />

ATPL(H)<br />

Segelfluglizenz<br />

CR TMG<br />

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Postleitzahlenbereich 8<br />

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Swiss Air-Ambulance, 8058 Zürich, www.rega.ch X X<br />

Swiss Aviation Training, 8058 Zürich, www.swiss-aviation-training.com X X X X X<br />

Twinair, 8152 Glattbrugg, www.twinair.ch X X X X X X<br />

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Horizon Swiss Flight Academy, 8302 Kloten, www.horizon-sfa.ch X X X X X X X X<br />

Stoffel Aviation GmbH, 8335 Hittnau, www.stoffelaviation.ch X X X X X X X X<br />

Valair, 8589 Sitterdorf, www.valair.ch X X X X X<br />

Flugbetriebs-AG, 8589 Sitterdorf, www.erlebnisflugplatz.ch X X X X X X X<br />

Heli Partner, 8589 Sitterdorf, www.helipartner.ch X X X X X X X X X<br />

Alpine Segelflugschule Schänis, 8718 Schänis, www.schaenissoaring.ch X X X X<br />

Ecoflight GmbH, 8753 Mollis, www.ecoflight.ch X X X X X<br />

Heli-Linth, 8753 Mollis, www.heli-linth.ch X X<br />

Fliegerschule Hausen am Albis, 8915 Hausen am Albis, www.fliegerschule.ch X X<br />

Albis Wings, 8915 Hausen am Albis, www.albiswings.ch X X X X<br />

Swiss Flying Club, 8915 Hausen am Albis, www.swissflyingclub.ch X X<br />

Postleitzahlenbereich 9<br />

Swiss Helicopter School Association, 9053 Teufen AR, www.swisshsa.ch X X X X<br />

Aviatis ATO Flying School, 9423 Altenrhein, www.aviatis.ch X X X X X X<br />

Helialpin, 9423 Altenrhein, www.helialpin.ch X X X X X X X<br />

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Das Flight Training Special ist eine Sonderpublikation der Motor Presse Stuttgart. Es liegt<br />

der Gesamtaufage des <strong>aerokurier</strong> 3/16 und der Abo-Aufage der FLUG REVUE 4/16 bei.<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711 182-2800,<br />

Fax: +49 711 182-1781, E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de, Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung: Lars Reinhold (verant. i. S. d. Presserechts)<br />

Stellv. Chefredakteur: Gerhard Marzinzik Produktionsleitung: Marion Hyna<br />

Schlussredaktion: Jutta Clever Grafk und Layout: MOTORRAD-Grafk, Ralf Athen,<br />

Harald Hornig, Katrin Sdun Repro: MOTORRAD-Medienproduktion, Stefan Widmann (Ltg.),<br />

Catherine Pröschild (i.V.), Iris Heer, Sabine Heilig-Schweikert Sekretariat: Iris Schaber<br />

VERLAG: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Leitung Geschäftsbereich Motorrad/<br />

Luft- und Raumfahrt: Peter-Paul Pietsch Stellv. Verlagsleitung und Leitung Digitale Medien:<br />

Eva-Maria Gerst Brandmanagement: Natalie Lehn<br />

ANZEIGEN: Anzeigenleitung: Reinhard Wittstamm, Tel.: +49 711 182-2813,<br />

E-Mail: rwittstamm@motorpresse.de Verantwortlich für den Anzeigenteil: Julia Ruprecht,<br />

Tel.: +49 711 182-1548, Fax: -1027, E-Mail: jruprecht@motorpresse.de<br />

DRUCK: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen. Printed in Germany.<br />

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Flight Training Special 3/<strong>2016</strong><br />

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Fortgeschrittene<br />

Wenn alle gemeinsam<br />

anpacken, ist der Frühjahrsputz<br />

schnell erledigt.<br />

Ausmotten nach der Winterpause<br />

Frühlingserwachen<br />

Foto: Mark Juhrig<br />

Viele Flugzeuge bleiben in der kalten Jahreszeit am Boden<br />

oder werden nur sehr selten geflogen. Daher ist es ratsam, sie<br />

vor dem ersten Flug in der neuen Saison gründlich unter die<br />

Lupe zu nehmen, damit nichts Unerwartetes passiert.<br />

A<br />

uch wenn ein Flugzeug vermeintlich<br />

geschützt in einer Halle abgestellt ist,<br />

ist es kaum vor Nagetieren oder Vögeln<br />

sicher. Die Nist- und Brutzeit einiger heimischer<br />

Vogelarten beginnt bereits im März, und so<br />

kann es leicht passieren, dass unbemerkt ein<br />

Vogelnest im Motorraum gebaut wird. Nicht<br />

zu unterschätzen ist auch die Gefahr durch<br />

Marder, die sich gern an Schläuche und Kabel<br />

heranmachen. So musste Ende März 2010 ein<br />

Taifun-Motorsegler mit einem Motorbrand<br />

notlanden, der durch unentdeckte Bissschäden<br />

an Schläuchen im Motorraum entstanden war.<br />

Die besonders gründliche Kontrolle aller für<br />

Tiere zugänglichen Öffnungen am Flugzeug<br />

ist daher vor dem ersten Flug in der neuen<br />

Saison unabdingbar. Aber auch an anderen<br />

Stellen lauern Gefahren, vor allem, wenn das<br />

Flugzeug im Freien abgestellt und somit dem<br />

Wetter ausgesetzt war. In diesem Fall sollte<br />

man besonders gründlich überprüfen, dass<br />

sich kein Wasser im Treibstoff angesammelt<br />

hat.<br />

Wasser gelangt übrigens in den seltensten<br />

Fällen durch die Kondensation feuchter Luft<br />

in den Tank. Hundert Liter Luft können bei<br />

20 Grad nur etwas mehr als einen Milliliter<br />

Wasser enthalten. Ein Tank müsste somit<br />

viele Male mit feuchter Luft gefüllt werden<br />

und deren Wassergehalt dann auch vollständig<br />

im Tank kondensieren, um eine gefährliche<br />

Menge an Wasser zu produzieren. Zumeist<br />

ist der Tankstutzen der Ort des Wassereinbruchs.<br />

Auch der Motorölstand sollte am Anfang<br />

der Saison geprüft werden. Eventuell ist<br />

ein Wechsel notwendig, weil vor dem Winter<br />

ein spezielles Einbereichsöl für die geringeren<br />

Temperaturen eingefüllt wurde. Es kann auch<br />

sein, dass das Öl inzwischen schlicht zu alt<br />

ist und daher ausgetauscht gehört. So empfiehlt<br />

zum Beispiel die Firma Lycoming in<br />

einem Service-Bulletin, das Öl nach spätestens<br />

vier Monaten zu wechseln.<br />

Auch die Papiere<br />

sind Teil der Kontrolle<br />

Bevor man sich am Flugzeug an die Arbeit<br />

macht, ist ein Blick in die Papiere obligatorisch.<br />

Sind noch alle notwendigen Dokumente im<br />

Bordbuch enthalten? Muss unter Umständen<br />

die Versicherungspolice aktualisiert werden?<br />

Ist das Flugbetriebshandbuch noch vorhanden<br />

und komplett? Dabei sollte man die Gele-<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 75


[ PRAXIS März <strong>2016</strong> ]<br />

<br />

Fotos: Mark Juhrig, Daniele Esposito<br />

Der Motorraum bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Wird ein Vogelnest wie dieses übersehen,<br />

kann es im Flugbetrieb zu einem Triebwerksschaden oder gar zum Triebwerksbrand kommen.<br />

Checkliste zum Ausmotten<br />

Die Grundlage für das Durchchecken des Flugzeugs nach der Winterpause ist<br />

immer die Checkliste für die Vorflugkontrolle. Zusätzlich sollte auf die folgenden<br />

Punkte besonderes Augenmerk gelegt werden:<br />

Kontrolle der Kabine auf heruntergefallene<br />

Gegenstände und Fremdkörper (Kugelschreiber,<br />

Werkzeuge etc.)<br />

Gründliche Inspektion aller von außen zugänglichen<br />

Öffnungen (Motorraum, Fahrwerksschächte<br />

bei Luftfahrzeugen mit<br />

Einziehfahrwerk, Wartungsöffnungen etc.)<br />

Kontrolle aller Schlauch- und Kabelverbindungen<br />

im Motorraum auf Beschädigungen<br />

durch Nagetiere o. Ä.<br />

Kontrolle der Öffnungen von statischer<br />

Druckabnahme und Pitotrohr<br />

Wenn möglich: Entwässern des Pitotund<br />

Statiksystems<br />

Kontrolle der Ruderanlenkungen<br />

(Frei- und Leichtgängigkeit)<br />

Überprüfung des Tankinhaltes auf Wasser<br />

und Verunreinigungen<br />

Luftdruck der Bereifung kontrollieren und<br />

gegebenenfalls Luft nachfüllen<br />

Kontrolle des Batterieladezustandes.<br />

Gegebenenfalls die Batterie aufladen.<br />

Dabei auf die richtige Spannung achten!<br />

Kontrolle des Motoröls. Wurde vor<br />

dem Winter auf ein entsprechendes<br />

Einbereichsöl umgestellt, muss das<br />

Öl gewechselt werden.<br />

Kontrolle der Bespannung bzw. Beplankung<br />

auf Schäden und Risse<br />

Kontrolle der primären Fluginstrumente<br />

(Fahrtmesser, Höhenmesser, Kompass)<br />

Sind die Papiere im Bordbuch aktuell<br />

(Versicherungspolice, Lufttüchtigkeitszeugnis,<br />

Checklisten etc.)?<br />

Ist das Flugbetriebshandbuch im Luftfahrzeug<br />

vorhanden und komplett?<br />

Bei Schläuchen und Kabeln sollte die Kontrolle auf<br />

Scheuerstellen und Marderbisse obligatorisch sein.<br />

genheit nutzen, unwichtige Papiere und Zettel,<br />

die sich gerne in der Mappe ansammeln,<br />

auszusortieren.<br />

Wenn es dann zum Check am Flugzeug geht,<br />

muss man sich Zeit nehmen. Eine gründliche<br />

Kontrolle braucht mindestens einen halben<br />

Tag. Sinnvollerweise kombiniert man sie mit<br />

dem Frühjahrsputz. Das Durchchecken erfolgt<br />

entsprechend der üblichen Checkliste für die<br />

Vorflugkontrolle. Möglicherweise schreibt das<br />

Flugbetriebshandbuch noch zusätzliche Checks<br />

nach längerer Standzeit vor. Ergänzend gibt<br />

es weitere Punkte, auf die ein besonderes<br />

Augenmerk gelegt werden sollte (siehe Kasten).<br />

Gefahr durch Verstopfungen<br />

im Statik- und Pitotsystem<br />

Ist es erforderlich, die Batterie aufzuladen –<br />

was nach längerer Standzeit sehr wahrscheinlich<br />

ist –, so verzichtet man besser auf die<br />

Verwendung von ungeregelten Kfz-Batterieladegeräten.<br />

Mittlerweile gibt es mikroprozessorgesteuerte<br />

Ladegeräte zu erschwinglichen<br />

Preisen, die auch den Ladezustand des<br />

Akkus anzeigen und eine Überladung verhindern.<br />

Einige dieser Geräte können sowohl<br />

14-Volt- als auch 28-Volt-Batterien laden. Meist<br />

erkennt das Ladegerät automatisch, welche<br />

Spannung die Batterie benötigt. Auch das<br />

76 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


[ Autor Mark Juhrig<br />

... fand mit dem Modellflug<br />

den Einstieg in die<br />

Fliegerei. Heute ist er in<br />

Cockpits von Motorflugzeugen<br />

ebenso zuhause<br />

wie in denen von Motorseglern<br />

und ULs. Das Interesse<br />

des Elektroingenieurs<br />

gilt insbesondere<br />

der Technik.<br />

diesem Fall wird der Höhenmesser auf Platzhöhe<br />

stehenbleiben auch das Variometer nicht<br />

ansprechen. Um einen Ausfall der Instrumente<br />

zu vermeiden, müssen alle Checks möglichst<br />

vor dem ersten Flug in der neuen Saison<br />

gründlich und bewusst durchgeführt werden,<br />

damit kein Fehler unentdeckt bleibt und Unfallrisiken<br />

vermindert werden.<br />

Wenn viele anpacken, muss<br />

einer den Überblick behalten<br />

Beim Laden der Batterie ist auf korrekte Polung und Spannung zu achten und möglichst ein prozessorgesteuertes<br />

Ladegerät zu verwenden. Der Sprit im Tank sollte auf seinen Wassergehalt geprüft werden.<br />

Statik- und Pitotsystem verdient einen kritischen<br />

Blick, denn auch hier könnte sich Feuchtigkeit<br />

in den Leitungen angesammelt haben<br />

oder die Messöffnungen verstopft oder verschmutzt<br />

sein. Manche Flugzeuge verfügen<br />

über leicht zugängliche Drainageventile zur<br />

Entwässerung der entsprechenden Leitungen.<br />

In jedem Fall sollte beim ersten Flug nach der<br />

Winterpause auf die korrekte Funktion der<br />

barometrischen Instrumente geachtet werden.<br />

Der Fahrtmesser muss während des Startlaufes<br />

beginnen, die Fahrt anzuzeigen. Tut er<br />

dies nicht, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit<br />

das Pitotrohr oder die Leitung zum Fahrtmesser<br />

verstopft. Wird die angezeigte Fahrt im<br />

Steigflug stetig kleiner, obwohl die Geschwindigkeit<br />

des Flugzeuges in Wirklichkeit nicht<br />

abnimmt, ist das Statiksystem verstopft. In<br />

Auch wenn einiges an Zeit zu investieren ist,<br />

um ein Flugzeug sorgfältig auf die neue Saison<br />

vorzubereiten, lohnt sich der Aufwand.<br />

Im Verein oder in der Haltergemeinschaft lässt<br />

sich der Aufwand zudem auf mehrere Schultern<br />

verteilen. Allerdings sollte immer eine<br />

einzelne Person den Überblick behalten, damit<br />

alles erfasst und nichts Wichtiges vergessen<br />

wird. Schlussendlich wird jeder mit einem<br />

besseren Gefühl die ersten Flüge der neuen<br />

Saison machen, wenn das Flugzeug eingehend<br />

gecheckt ist und wie eine Speckschwarte<br />

glänzt, da zum Ausmotten natürlich auch eine<br />

gründliche Reinigung gehört.<br />

Praxis-Quiz Testen Sie Ihr Wissen<br />

1. 2. 3.<br />

Warum bedarf das Pitotsystem zu<br />

Saisonbeginn einer Kontrolle?<br />

a) Die Sonde könnte verstopft sein.<br />

b) Es könnte sich Wasser in den Leitungen<br />

gesammelt haben.<br />

c) Sowohl verstopfte Sonden als auch<br />

Wasser in den Leitungen könnten Probleme<br />

bereiten.<br />

d) Auf eine Kontrolle kann verzichtet werden,<br />

wenn das Pitotrohr entsprechend<br />

abgedeckt war.<br />

Die Lösungen finden Sie auf Seite 106.<br />

Warum werden beim Ausmotten<br />

auch die Flugzeugpapiere überprüft?<br />

a) Weil es laut Flugzeughersteller vorgeschrieben<br />

ist.<br />

b) Weil die Versicherungspolice abgelaufen<br />

sein kann.<br />

c) Weil unnötige Zettel auszusortieren sind,<br />

bevor die Dokumentenmappe zu schwer<br />

wird (insbesondere bei ULs wichtig!).<br />

d) Eine Kontrolle ist nicht notwendig, da<br />

die Dokumente heute digital auf dem<br />

Tablet des Piloten vorliegen.<br />

Muss beim Ausmotten grundsätzlich<br />

das Motorenöl gewechselt werden?<br />

a) Nein, eine Kontrolle des Öls ist aufgrund<br />

der Lebensdauerfüllung nicht notwendig.<br />

b) Ja, da es durch die lange Standzeit im<br />

Winter seine Schmierfähigkeit verliert.<br />

c) Nein, es muss aber sichergestellt sein,<br />

dass das Öl nicht zu alt ist und den entsprechenden<br />

Temperaturbereich für die<br />

Saison abdeckt.<br />

d) Nein, weil es im Rahmen von Herstellerinspektionen<br />

gewechselt wird.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 77


[ PRAXIS März <strong>2016</strong> ]<br />

Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung<br />

Strafmaß mit Augenmaß<br />

Es kann jeden Piloten treffen, egal ob Segelflieger oder Langstreckenkapitän: Wer gegen die<br />

Vorschriften im Luftverkehr verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und bekommt Post<br />

vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF). Die entsprechenden Bußgelder sind jedoch<br />

in der Regel vom Höchstsatz weit entfernt.<br />

Wie im Straßenverkehr ist auch in der<br />

Luftfahrt das Einhalten der einschlägigen<br />

Vorschriften und Gesetze<br />

essenziell für den geordneten Luftverkehr.<br />

Doch anders als auf der Straße gibt es für<br />

Verstöße in der Luft keine Verkehrspolizei und<br />

auch keinen Bußgeldkatalog. Für die Verfolgung<br />

von Ordnungswidrigkeiten und letztendlich<br />

auch die Festlegung der Bußgeldhöhe<br />

ist in Deutschland das BAF mit Sitz im<br />

hessischen Langen zuständig.<br />

Bis zu 50 000 Euro Bußgeld sieht § 58 des<br />

Luftverkehrsgesetzes (LuftVG) für vorsätzliche,<br />

bis zu 25 000 Euro für fahrlässige Verstöße<br />

gegen LuftVG und Luftverkehrs-Ordnung<br />

(LuftVO) vor; für Einflüge in aktive Beschränkungs-<br />

und Sperrgebiete kann sogar eine bis<br />

zu zweijährige Gefängnisstrafe verhängt<br />

werden. „Diese Beträge werden von uns aber<br />

nicht annähernd ausgeschöpft. Die durchschnittliche<br />

Bußgeldhöhe für einen Verstoß<br />

ohne Gefährdung anderer liegt bei 500 Euro“,<br />

sagt Wolfgang Ruths, Leiter des BAF-Referats<br />

für Luftraum, Flugverfahren und Recht und<br />

selbst PPL-IFR-Pilot.<br />

Bei derzeitigen Flugstundenpreisen mag das<br />

für eingefleischte Luftraumrowdies wie ein<br />

Schnäppchen klingen – da jedoch jeder Verstoß<br />

individuell bewertet wird, ist nicht auszuschließen,<br />

dass auch höhere Strafen ausgesprochen<br />

werden. Verursacht ein Pilot durch<br />

Missachtung eines Luftraumes ein TCAS-<br />

Ausweichmanöver eines Airliners, wird dafür<br />

bereits ein vierstelliger Betrag fällig; der Einflug<br />

in ein aktives Sperrgebiet wird sogar an<br />

die Staatsanwaltschaft weitergeleitet und von<br />

dieser häufig ähnlich eingestuft.<br />

Steht ein Pilot auf seinem Überlandflug in<br />

Kontakt mit FIS und wird auf einen Luftraumverstoß<br />

hingewiesen, bekommt der Fall einen<br />

anderen, geringeren Stellenwert, als wenn<br />

das Luftfahrzeug minutenlang unerreichbar<br />

ohne Freigabe im Luftraum eines Verkehrsflughafens<br />

herumfliegt. Auch die finanzielle<br />

Situation des verantwortlichen Luftfahrzeugführers<br />

spielt letztendlich eine Rolle bei der<br />

Festlegung des Bußgeldes. Oftmals werden<br />

Fälle von der Behörde gar nicht weiter verfolgt<br />

– aus jährlich rund 700 eröffneten Verfahren<br />

resultieren lediglich etwa 200 Bußgeldbescheide,<br />

der Rest wird wegen Geringfügigkeit oder<br />

mangelnder Beweise eingestellt. „Oft wählen<br />

Beweismaterial: Der Plot<br />

eines Luftraumverstoßes am<br />

Flughafen Münster/Osnabrück.<br />

wir den Mittelweg und sprechen nur eine<br />

Verwarnung aus, zum Teil sogar ohne Verwarnungsgeld“,<br />

sagt Ruths, „bei uns ist das<br />

kein Massengeschäft wie im Straßenverkehr.“<br />

Für einen Lizenzentzug ist seine Einrichtung<br />

übrigens nicht zuständig; jeder rechtskräftige<br />

Bußgeldbescheid des BAF wird jedoch in<br />

Individuelle Prüfung<br />

Vom BAF verfolgte<br />

Ordnungswidrigkeiten<br />

2009 – 2014<br />

Flug ohne Freigabe/<br />

mit Abweichung<br />

von Freigabe<br />

1595<br />

78 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

Foto: BAF<br />

Flüge ohne entsprechende Freigabe<br />

machen knapp 40 Prozent der vom<br />

BAF verfolgten Verstöße aus.


Kopie an das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig<br />

gesandt, damit dort der Eintrag in<br />

die nach § 66 LuftVG zu führende Luftfahrer-<br />

Eignungsdatei erfolgt. Die lizenzführenden<br />

Behörden können zur Erfüllung ihrer Aufgaben,<br />

zum Beispiel bei der Lizenzverlängerung,<br />

Einblick in diese Datei nehmen.<br />

Aufsicht über die Flugsicherung<br />

Das BAF gibt es erst seit 2009 als Ergebnis<br />

einer EU-Auflage, die eine Trennung der staatlichen<br />

Flugsicherung in einen operativen und<br />

einen rechtlichen Teil fordert. Zuvor standen<br />

alle Bestandteile der Flugsicherung unter<br />

ministerialer Aufsicht. Allerdings ist das BAF<br />

nicht, wie oft behauptet wird, ausschließlich<br />

dazu da, Flugzeugführer zu überwachen: „Die<br />

Verfolgung von Verstößen gegen LuftVO und<br />

LuftVG ist nur ein kleiner Bestandteil des<br />

Aufgabenbereichs. Unsere Hauptaufgabe ist<br />

die Beaufsichtigung der Flugsicherungsorganisationen,<br />

die in Deutschland tätig sind, also<br />

überwiegend der DFS, aber auch anderer<br />

Anbieter, zum Beispiel an Regionalflugplätzen“,<br />

erklärt Wolfgang Ruths.<br />

Dazu gehört beispielsweise die Festlegung<br />

neuer Flugverfahren wie etwa für die Nordpiste<br />

in Frankfurt oder den neuen Berliner<br />

Flughafen. So sind von den 14 Mitarbeitern<br />

des Referats „Luftraum, Flugverfahren und<br />

Recht“ auch nur dreieinhalb Stellen für die<br />

Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten vorgesehen.<br />

Das Team besteht aus Verwaltungssachbearbeitern<br />

mit entsprechender Fortbildung,<br />

ehemaligen Flugdienstberatern und<br />

Juristen.<br />

Bei so wenig Manpower lässt sich auch das<br />

Gerücht nicht halten, dass sich die Sachbearbeiter<br />

jeden Montag vor den PC setzen und<br />

etwa den Online Contest (OLC) als Meldeportal<br />

für Streckensegelflüge nach Luftraumverstößen<br />

des vergangenen Wochenendes durchforsten.<br />

Das geschieht derzeit nur anhand<br />

konkreter Hinweise. „Der Großteil der Verstoßmeldungen,<br />

die später Bußgeldbescheide<br />

zur Folge haben, kommt von der Flugsicherung<br />

– der jeweils aktive Lotse ist dazu verpflichtet“,<br />

so Ruths. Und natürlich stehe es auch jedem<br />

anderen Bürger frei, eine entsprechende Meldung<br />

an das BAF zu machen.<br />

So vermeiden Sie<br />

Luftraumverletzungen<br />

A. Bei der Flugvorbereitung<br />

• Flugroute mit deutlichem Abstand zu<br />

einschränkenden Lufträumen planen<br />

• Lufträume/Beschränkungsgebiete<br />

entlang der Flugstrecke hervorheben<br />

• Flugplanung anhand von Sichtmerkmalen<br />

und nicht nur von GPS-Waypoints<br />

• Frequenzen heraussuchen<br />

• NOTAMs überprüfen<br />

• Flugplan aufgeben<br />

• Ausreichend Kraftstoff und Zeit einplanen,<br />

um Lufträume umfliegen zu können<br />

B. Im Flug<br />

• Gültiges Kartenmaterial verwenden<br />

• Kurskreisel nachführen<br />

• Frühzeitig Kontakt mit FIS oder der<br />

nächsten Flugplatzkontrollstelle aufnehmen<br />

• Navigationsunterstützung durch Moving-<br />

Map-Systeme und/oder Funkfeuer<br />

• Luftraumgrenzen vertikal und horizontal<br />

nicht ausreizen<br />

• Transponder dauerhaft einschalten<br />

• Sich von zeitlichen oder persönlichen<br />

Zwängen nicht beeinflussen lassen<br />

Abweichung von<br />

Standard-Ab- und<br />

-Anflugstrecken<br />

863<br />

Gesamt:<br />

4<strong>03</strong>1<br />

Vorfälle<br />

Verlust dauernder<br />

Hörbereitschaft<br />

891<br />

Sonstiges<br />

220<br />

221<br />

Verstöße am<br />

Boden<br />

241<br />

Einflug in Flugbeschränkungsgebiete<br />

Quelle: BAF<br />

Spurensuche in Dokumenten<br />

Wird ein Verstoß registriert, wird zunächst<br />

der Halter des Flugzeugs anhand der Luftfahrzeugrolle<br />

ausfindig gemacht. Dann wird<br />

der verantwortliche Luftfahrzeugführer festgestellt<br />

und anhand der Radar- und Sprechfunkaufzeichnungen<br />

geprüft, ob tatsächlich<br />

ein Fehlverhalten vorlag. Daraufhin bekommt<br />

der Pilot ein Anhörungsschreiben. Bei Luftraumverstößen<br />

ohne Funkkontakt werden die<br />

Radarziele vom Start- bis zum Zielflugplatz<br />

verfolgt, durch Einsicht in die jeweiligen<br />

Hauptflugbücher wird dann der verantwortliche<br />

Luftfahrzeugführer ermittelt.<br />

647 Ordnungswidrigkeiten hat das BAF 2014<br />

verfolgt – fast die Hälfte der Verstöße waren<br />

Abweichungen von Freigaben oder Flüge<br />

ohne Freigaben, dazu zählen auch Luftraumverstöße.<br />

Bei 101 Flügen wurden Abweichungen<br />

von veröffentlichten Standard-An- und<br />

-Abflugrouten festgestellt, in 132 Fällen wurde<br />

die Hörbereitschaft nicht eingehalten. 29<br />

Einflüge in Flugbeschränkungsgebiete wurden<br />

an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Das<br />

Amt ist auch zuständig für Verstöße gegen<br />

Vorschriften im Ausland. „Gemessen am Verkehrsaufkommen<br />

der Verkehrsluftfahrt ist der<br />

Anteil an Verstößen aus der Allgemeinen<br />

Luftfahrt nicht exorbitant hoch“, so Ruths.<br />

Auch die Einspruchsquote ist ziemlich gering,<br />

nur etwa fünf Prozent der Piloten akzeptieren<br />

die Bescheide nicht.<br />

„Die Beschäftigung mit Ordnungswidrigkeiten<br />

ist nicht unsere Hauptaufgabe“, betont Wolfgang<br />

Ruths. „Wir wollen keine Piloten verfolgen<br />

oder Hürden zum Fliegen aufbauen, aber<br />

der Staat erhebt nun mal den Anspruch, dass<br />

auf Regelverstöße Sanktionen folgen.“ Auf<br />

der Internetseite www.baf.bund.de im Downloadbereich<br />

hat das Referat für Luftraum,<br />

Flugverfahren und Recht in einer Publikation<br />

beispielhaft einige Fälle von Luftraumverstößen<br />

aufgearbeitet und gibt Tipps, wie diese<br />

Fehler künftig vermieden werden können.<br />

[ Autor Helge Zembold<br />

... fliegt als Copilot im Airbus<br />

A320 durch Europa.<br />

In seiner Freizeit ist er<br />

meist als Segelflieger<br />

oder im Schleppflugzeug<br />

unterwegs. Zudem ist<br />

er Autor des Buches<br />

„IFR-Sprechfunk“ und als<br />

Dozent für Sprechfunkkurse<br />

aktiv.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 79


[ PRAXIS März <strong>2016</strong> ]<br />

Mir sind Lackierunfälle bekannt, infolge derer<br />

nur die Verschrottung des Flugzeugs blieb!<br />

DER<br />

EXPERTEN-<br />

TIPP<br />

Lackmacken<br />

02<br />

Torsten Matz<br />

Typischer Lackverschleiß an einem Fenster.<br />

Professionelle Lackiervorbereitung in der Werft.<br />

Der feine Unterschied zwischen unbehandelter<br />

(links) und gereinigter und polierter Oberfläche.<br />

Viele Flugzeuge in der General Aviation,<br />

die Pipers, Cessnas und Beechs, sind<br />

heute 20 bis 30 Jahre alt. Das haben<br />

Hersteller und Luftfahrtbehörden erkannt und<br />

entsprechende Richtlinien zur Wartung erlassen.<br />

Damit ist die lufttüchtigkeitsrelevante<br />

– soll heißen technische – Seite der Alterung<br />

weitgehend berücksichtigt. Anders sieht es<br />

bei der „optischen“ Alterung aus.<br />

Als Flugzeughalter kann man in Eigenregie<br />

einiges unternehmen, um den Lack möglichst<br />

lange in gutem Zustand zu erhalten. Dabei<br />

sind die zwei unterschiedlichen Lackarten zu<br />

berücksichtigen, die in der Luftfahrt hauptsächlich<br />

verwendet werden. Die Oberfläche<br />

älterer Maschinen wird meist von Einkomponentenlacken<br />

geschützt, die auch als thermoplastische<br />

Lacke bezeichnet werden. Zeitgemäß<br />

ist der modernere Zweikomponentenlack.<br />

Beide Arten erfordern speziell bei der Ausbesserung<br />

spezifische Verfahren.<br />

Der thermoplastische Lack ist empfindlicher<br />

gegenüber Umwelteinflüssen und löst sich<br />

bei Kontakt mit Lösungsmittel an. Mit dem<br />

Alter zeigt sich eine verwitterte und stumpfe<br />

Oberfläche. Um die Alterung zu bremsen,<br />

sollte das Flugzeug immer sauber gehalten<br />

werden. Heißt: im Sommer schnell tote Mücken<br />

entfernen, Betriebsflüssigkeiten wie Öl und<br />

Sprit gründlich abwischen. Das geschieht am<br />

besten mit einer milden Seifenlösung und<br />

klarem Wasser zum Nachspülen.<br />

Zur Konservierung wird oft ein Wachs empfohlen.<br />

Diese Mittel sind in Deutschland<br />

manchmal nicht ohne Weiteres verfügbar. Bei<br />

Alternativen aus der Fahrzeugpflege muss<br />

man aber vorsichtig sein. Problematisch ist<br />

beispielsweise die Empfindlichkeit der Fenster<br />

gegenüber manchen Stoffen, die in Poliermitteln<br />

und Wachsen enthalten sein können.<br />

Zudem können manche Polier- oder Konservierungsmittel<br />

starke statische Aufladungen<br />

erzeugen. So ist ein Fall bekannt, in dem es<br />

bei einer Turbopropmaschine während des<br />

Fluges zu massiven Störungen im Funk kam.<br />

Nach langer Suche konnten Defekte an der<br />

Funkanlage ausgeschlossen werden. Es stellte<br />

sich aber heraus, dass das Polieren und<br />

Reinigen der Maschine zu einer statischen<br />

Aufladung geführt hatte. Zwar erfolgten die<br />

Arbeiten mit zugelassenen Materialien, das<br />

Problem schien aber darin bestanden zu haben,<br />

dass die Mittel gemischt wurden.<br />

2K-Lack ist haltbarer gegenüber physikalischen<br />

und chemischen Belastungen als der „alte“<br />

1K-Lack, da er vollständig aushärtet. Trotzdem<br />

empfiehlt sich auch hier das möglichst schnelle<br />

Entfernen aggressiver Verschmutzungen<br />

wie Mücken an der Nasenkante, Vogelkot oder<br />

Abgasspuren. Für die Konservierung gilt sinngemäß<br />

das Obengenannte.<br />

Ist der Lack nach Jahrzehnten dann doch<br />

verschlissen, bleibt nur die teilweise Ausbesserung<br />

oder die Neulackierung. Diese Arbeiten<br />

sollten möglichst nur von fachkundigem<br />

Personal ausgeführt werden. Abgesehen von<br />

möglichen Haftungsproblemen auf dem Originallack<br />

gibt es nämlich grundsätzliche Unterschiede<br />

gegenüber dem Lackieren in anderen<br />

Branchen, beispielsweise im Kfz-Bereich.<br />

An Flugzeugen gibt es oft Rundkopfnieten,<br />

die tunlichst ihre Form behalten sollten; weiterhin<br />

dürfen manche Kunststoffteile nur in<br />

bestimmten Farben lackiert werden, und auch<br />

empfindlicher Bespannstoff braucht besondere<br />

Aufmerksamkeit. Mir sind Lackierunfälle<br />

bekannt, infolge derer nur die Verschrottung<br />

des Flugzeugs blieb.<br />

Das Foto oben zeigt eine stark verschlissene<br />

Oberfläche am Fensterrahmen. Die vollständige<br />

und dauerhafte Behebung umfasst folgende<br />

Schritte: 1) Erden des Flugzeugs, 2)<br />

Abkleben der Reparaturstelle, 3) Einpacken<br />

des gesamten Flugzeugs oder Ausbau des<br />

Fensters, 4) Entfernen des alten Lackes und<br />

der Korrosion durch Schleifen oder Eisstrahlen,<br />

5) Reinigung und Entfetten, 6) Aufbringen<br />

von Epoxidharz-Primer, 7) nach Aushärtung<br />

des Primers Anschleifen, Reinigen, Entfetten,<br />

8) Lackieren mit 2K-Lack in entsprechendem<br />

Farbton, 9) Entfernen von Klebeband und<br />

Folie, gegebenenfalls Einbau und Funktionsprobe,<br />

10) Anpolieren des angrenzenden Bereiches.<br />

Wenn man genau nach Gesetz arbeitet,<br />

müsste sogar eine Material-Dickenprüfung<br />

nach Entfernung der Korrosion stattfinden.<br />

Im Hinblick auf den bevorstehenden Frühling<br />

ist es sicher eine gute Idee, an einem milden<br />

Tag das Flugzeug aus dem Hangar zu holen<br />

und einen prüfenden Rundgang um die Maschine<br />

zu machen. Verschmutzungen wie<br />

Staub oder die Reste des letzten Fluges vor<br />

der Winterpause sollten abgewaschen werden.<br />

Der saubere Zustand kann durch eine Konservierung<br />

weit in das neue Fliegerjahr hinein<br />

gerettet werden. Neue Verschmutzungen<br />

lassen sich dann auch leicht nach dem Flug<br />

mit klarem Wasser und einem Schwamm entfernen.<br />

Als Alternative zum Selbermachen<br />

gibt es natürlich die Profis, die sicher ihre<br />

Arbeit bezahlt haben wollen, aber ein Ergebnis<br />

abliefern können, welches vielleicht sogar<br />

eine Aufwertung des Flugzeugs darstellt.<br />

[ Autor Torsten Matz<br />

... ist Technischer Leiter<br />

beim Porta Air Service in<br />

Porta Westfalica. Er hat<br />

jahrelange Erfahrung in der<br />

Wartung von Flugzeugen<br />

der Allgemeinen Luftfahrt<br />

und ist lizenziert von der<br />

EASA (B1) und der amerikanischen<br />

Luftfahrtbehörde FAA als A&P.<br />

80 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

Fotos: Porta Air Service


Risiko Randsaison<br />

Fliegen am Limit<br />

In der Luftfahrt hat die Überschreitung von Grenzen meist fatale Folgen. Gerade beim Fliegen in<br />

der Nebensaison gerät man schnell in Situationen, die ihr Finale in einer Unfallakte finden können.<br />

Technikgläubigkeit, mangelnde Erfahrung und Selbstüberschätzung können zur Katstrophe führen.<br />

Das Fliegen in der Randsaison – also in<br />

Herbst, Winter und Frühjahr – hat<br />

durchaus seinen Reiz. Allerdings ist<br />

man als Pilot in dieser Zeit fliegerisch eher<br />

weniger aktiv und dementsprechend untrainiert,<br />

und die Umgebungsbedingungen sind<br />

meist anspruchsvoll. Wenn die Tage kürzer<br />

werden, lässt sich mancher Flug schon aufgrund<br />

der Tageslichtdauer nicht realisieren.<br />

Sonnenauf- und Sonnenuntergang setzen dem<br />

Tag-VFRler Grenzen. Im Zuge der Europäisierung<br />

des Luftrechts (SERA) wurde dieses<br />

Limit neu definiert. Galt vorher pauschal die<br />

halbe Stunde vor Sonnenaufgang und nach<br />

Sonnenuntergang, sind es jetzt oft noch ein<br />

paar Minuten mehr. Dabei waren die 30 Minuten<br />

schon fragwürdig, und man musste sich<br />

genau überlegen was man tut.<br />

puffer zu gönnen, selbst wenn man dadurch<br />

das nutzbare Zeitfenster weiter einschränkt.<br />

Ein weiterer bestimmender Faktor der Herbstund<br />

Frühjahrsfliegerei ist das Wetter. Selbst<br />

Linienmaschinen sind davon abhängig und<br />

können an so manchem Platz auch schon mal<br />

nicht landen. Ob das Wetter fliegbar ist oder<br />

nicht, ist von zwei Hauptfaktoren abhängig:<br />

Sicht und Wolkenuntergrenzen. Diese beiden<br />

Werte müssen zunächst innerhalb der gesetzlichen,<br />

vor allem aber auch innerhalb persönlicher<br />

Grenzen liegen. Gerade in der Randsaison<br />

hat man es häufig mit Wetterlagen zu<br />

tun, die auf den ersten Blick nicht eindeutig<br />

als gut oder schlecht einzuordnen sind. Gerade<br />

in derartigen Situationen reicht es nicht,<br />

nur vor dem Start die Vorhersage zu prüfen.<br />

Vielmehr sollten auch im Flug Updates gemacht<br />

werden, ob die tatsächliche Wetterentwicklung<br />

mit der Prognose übereinstimmt.<br />

Der Gesetzgeber erlaubt Flüge im unkontrollierten<br />

Luftraum bei Sichten ab 1,5 Kilometer.<br />

Jeder, der einmal bei fünf Kilometer Sicht oder<br />

weniger geflogen ist, dürfte zustimmen, dass<br />

dies ohne zusätzliche Fluglageinstrumente<br />

und die nötige Übung, sie richtig einzusetzen,<br />

eine große Herausforderung ist. Auch sollte<br />

man sich stets bewusst sein, dass man<br />

Was kann ich, was der Flieger?<br />

Habe ich Erfahrung mit Nachtlandungen und<br />

fliege in einem innen und außen entsprechend<br />

beleuchteten Flugzeug eine beleuchtete Piste<br />

an, steht diesem Vorhaben nichts entgegen.<br />

Will ich aber auf einer Graspiste landen, habe<br />

keine Instrumentenbeleuchtung und ist es<br />

vielleicht noch stark bewölkt, dann kann dieser<br />

Umstand schnell zur Überforderung führen.<br />

Man ist also gut beraten, sich genügend Zeit-<br />

Moderne EFIS geben dem Piloten zahlreiche Informationen und Warnungen. Damit sicher und<br />

pflichtbewusst umzugehen, erfordert Training.<br />

Fotos: Christian Böhm, Pipistrel – Dynon<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 81


[ PRAXIS März <strong>2016</strong> ]<br />

EFIS: Geländestrukturen und Flugparameter bis hin zum Angle-of-Attack-<br />

Indikator, der links im Bild neben der Geschwindigkeitsskala zu sehen ist.<br />

In IMC stieg die Virus bis auf 10 000 Fuß und wurde stetig langsamer. Es<br />

kam dann zu einem Strömungsabriss, dem ein Spiralsturz folgte.<br />

bei schlechter Sicht andere Luftfahrzeuge viel<br />

später als bei gutem Wetter erkennt. Flüge<br />

in Wolken verbieten sich daher von selbst,<br />

aber auch wenn man beispielsweise bei Dunst<br />

in die Sonne fliegt, schwindet die Flugsicht<br />

schnell gegen Null.<br />

Risiko Technikgläubigkeit<br />

Viele Hochleistungs-ULs sind heute mit Glascockpits<br />

ausgestattet, die dem Piloten ein<br />

künstliches Abbild der Umgebung zur Verfügung<br />

stellen. Diese Avionik ist unter dem<br />

Fachbegriff Synthetic Vision bekannt. Auch<br />

wenn man sich damit in der Lage sieht, die<br />

Maschine sicher durch Instrumentenflug-<br />

Wetterbedingungen (IMC) zu führen, dies<br />

vielleicht auch schon einmal mit Lehrer trainiert<br />

hat, sollte man bedenken, dass ein anderer<br />

Pilot vielleicht dieselbe Idee hat und einem<br />

genau auf genau derselben Höhe entgegenkommt.<br />

Instrumentenflüge finden daher nur<br />

unter Koordination eines Fluglotsen statt!<br />

Zweitens ist zu beachten, dass Fortschritt in<br />

Form moderner Avionik schön ist, die Technik<br />

aber auch ausfallen kann. Nur selten sind in<br />

für den reinen VFR-Betrieb ausgestatteten<br />

Flugzeugen die Fluglageinstrumente redundant<br />

vorhanden. Redundanz benötigt man<br />

auch bei der Verwendung eines Autopiloten,<br />

der keinen Ersatz für das Unvermögen eines<br />

Piloten ist, das Flugzeug jederzeit zu übernehmen<br />

und selbst von Hand zu fliegen.<br />

Flüge in Gebirge und Küstenregionen können<br />

durch spezifische Phänomene in der Randsaison<br />

recht anspruchsvoll werden. Hat man bei<br />

Sommerwetter ohne Probleme in großen Hö-<br />

hen die Bergkämme überquert, wird man bei<br />

schlechten Wetterbedingungen gezwungen<br />

sein, in niedriger Höhe durch Täler zu fliegen.<br />

Die Geländehöhen und die der VFR-Routen<br />

nebst Streckenführung sollte man dann unbedingt<br />

parat haben. Auch viel Sommerflugpraxis<br />

auf die Inseln in Nord- und Ostsee nützt<br />

wenig, wenn man es im Frühjahr oder Herbst<br />

plötzlich mit Küstennebel zu tun bekommt.<br />

Ein Platz kann hier weit schneller zugehen<br />

als im Landesinneren. Aber selbst bei ausreichender<br />

Sicht um die acht Kilometer kann bei<br />

einem Flug zur Hochseeinsel Helgoland die<br />

Referenz für die Fluglage verloren gehen, wenn<br />

der graue Himmel eins wird mit dem Meer<br />

und die Übergänge fließend sind. Ein künstlicher<br />

Horizont als Hilfsmittel, auch wenn nicht<br />

gefordert, ist hier viel wert.<br />

Herbst- und Frühjahrsstürme dürften den<br />

meisten Piloten ein Begriff sein. Steht der Wind<br />

quer zur Bahn, sollte man wissen, wie viel<br />

Seitenwind das Flugzeug verkraftet. Bei den<br />

meisten Kleinflugzeugen und ULs ist die Grenze<br />

bei 15 Knoten erreicht. Als Pilot muss man<br />

nicht nur die verschiedenen Landetechniken<br />

bei Seitenwind sicher beherrschen, sondern<br />

auch sofort wissen, wie viel Seitenwind man<br />

denn hat, wenn dieser nicht genau von links<br />

oder rechts kommt. Faustformeln sind hier<br />

das Mittel der Wahl. Es gilt: Für Crosswind,<br />

der mit einem Winkel von 30 Grad auf das<br />

Flugzeug einwirkt, setzt man die Hälfte, bei<br />

45 Grad drei Viertel der Windgeschwindigkeit<br />

an. Bei 60 Grad und mehr wird mit der vollen<br />

Seitenwindgeschwindigkeit gerechnet.<br />

Vereisung ist ein weiteres Risiko, das dem<br />

reinen Sommerpiloten eher fremd ist. Selbst<br />

In rund 500 Metern über Grund gelang es den<br />

Piloten, das Rettungssystem auszulösen.<br />

Passanten filmten die Landung mit dem Handy.<br />

82 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Die linke Tragfläche der Virus wurde im Sturzflug vollständig abgerissen, von der rechten blieb rund ein Drittel übrig. Der Schirm des Gesamtrettungssystems<br />

öffnete sich bei einer Geschwindigkeit von rund 500 km/h, obwohl er nur bis 310 km/h geprüft ist. Er rettete beiden Insassen das Leben.<br />

Fotos: Aircraft Accident and Incident Investigation Service, C. Böhm, G. Hopfgartner<br />

bei warmen Temperaturen zieht man zur Landung<br />

die Vergaservorwärmung, da durch den<br />

Venturi-Effekt im Ansaugtrakt die durchströmende<br />

Luft unter den Gefrierpunkt abkühlen<br />

kann. Fliegt man aber bei Außentemperaturen<br />

um oder unter null Grad und hoher Luftfeuchtigkeit<br />

oder gar unerlaubt durch Wolken, kann<br />

es auch zur Vereisung der Flugzeugzelle, der<br />

Frontscheibe und des Tragflügels kommen<br />

– mit Folgen wie Auftriebs- und Sichtverlust<br />

und Vereisung der Steuerflächen.<br />

Auf Turnübungen verzichten<br />

Andere Grenzen, die weniger mit den Umgebungsbedingungen<br />

und der Jahreszeit zu tun<br />

haben, sind die Belastungsgrenzen des Flugzeugs,<br />

die g-Limits. Auch gestandene Piloten<br />

haben diesen Wert weniger im Gefühl, können<br />

ihn bei einem normalen Flieger auch meist<br />

nirgendwo ablesen und daher nur schwer<br />

abschätzen, wann die Zelle bei Turnübungen<br />

überstrapaziert wird. Viele Kunstflugmanöver<br />

spielen sich – sauber geflogen – zwar innerhalb<br />

der normalen Belastungsgrenzen von<br />

Echos oder ULs ab. Dennoch verbieten sie<br />

sich, denn fällt man aus einer Figur, kann das<br />

schnell zur Überlastung führen. Sicherheit<br />

bieten hier ein ausreichender Puffer an Lastvielfachen<br />

und vor allem die entsprechende<br />

Ausbildung und regelmäßige Übung.<br />

Aber auch jenseits des Kunstfluges kann man<br />

sein Flugzeug überlasten. Ist man außer Übung,<br />

ist die Feinmotorik bei der Steuerung der Maschine<br />

vielleicht etwas eingerostet. Auch sind<br />

einem vielleicht die Manövergeschwindigkeit<br />

(VA), bis zu der volle Steuerausschläge erlaubt<br />

sind, und die Höchstgeschwindigkeit bei Turbulenz<br />

(VB) nicht mehr so ganz geläufig.<br />

Einige der genannten Faktoren dürften bei<br />

einem Flugunfall am 3. Oktober 2015 eine<br />

Rolle gespielt haben, der zwei Österreichern<br />

beinahe zum Verhängnis wurde. Mit einer<br />

Pipistrel Virus SW waren sie von Caorle nahe<br />

Venedig in Richtung Österreich gestartet. Das<br />

Wetter an diesem Tag war mit GAFOR-X und<br />

aufliegender Bewölkung mehr als schlecht.<br />

Was die Piloten veranlasst hat, es trotzdem<br />

zu versuchen, hat wohl weniger mit Erfahrung<br />

als mit maßlosem Vertrauen in die eigenen<br />

Fähigkeiten und die zur Verfügung stehende<br />

Technik zu tun. Laut Behördenangaben hatte<br />

der Pilot seine UL-Lizenz erst seit fünf Monaten.<br />

Weiterführende Lizenzen sowie Einweisungen<br />

in die Virus SW und die komplexe<br />

Avionik bleiben ungewiss.<br />

Die ersten 20 Minuten des Fluges wurde laut<br />

Bericht der slowenischen Flugunfalluntersuchungsstelle<br />

noch in Höhen von 500 bis 1000<br />

Fuß unterhalb der Wolken geflogen. Danach<br />

hatte die Crew wohl die Absicht, die Karawanken<br />

mit ihren Geländehöhen an die 9000<br />

Fuß zu überfliegen. Das bordseitige Dynon<br />

SkyView zeichnete dabei zahlreiche Flugdaten<br />

auf. Die bis zum Schluss nahezu konstant<br />

gehaltene Steigrate lässt vermuten, dass der<br />

Autopilot verwendet wurde. Nach zehn Minuten<br />

Steigflug wurde die Maximalhöhe von<br />

knapp 10 000 Fuß erreicht. Dabei hat die IAS<br />

stetig abgenommen. Infolgedessen kam es<br />

wohl zu einem Strömungsabriss, dem ein Spiralsturz<br />

folgte.<br />

Laut Herstellerangaben sollte das Hochleistungs-UL<br />

in diesen Höhen keine Probleme<br />

haben, weiter zu steigen. Ob es bei Temperaturen<br />

um die null Grad zur Flugzeugvereisung<br />

kam oder die Maschine schlicht wegen<br />

Fehlbedienung des Autopiloten – oder gar<br />

beidem – abkippte, ist unklar. Sicher ist aber,<br />

dass in der Abwärtsspirale die Sinkrate mehr<br />

als 12 000 Fuß pro Minute betrug und die<br />

Geschwindigkeit auf knapp 500 km/h anstieg.<br />

Bei Belastungen von bis zu 10 g brachen<br />

schließlich die Tragflächen vom Rumpf ab.<br />

In letzter Sekunde konnte die Besatzung das<br />

Gesamtrettungssystem aktivieren. Trotz der<br />

hohen Geschwindigkeit entfaltete sich der<br />

Schirm – getestet ist das System bis 310 km/h<br />

– und brachte die Reste des Flugzeugs samt<br />

der Piloten sicher zu Boden.<br />

Allein die Wetterfalle als Ursache für diesen<br />

Crash zu bemühen, scheint zu kurz zu greifen.<br />

Hier dürften die Gründe vielfältiger und vor<br />

allem noch vor dem Start zu suchen sein.<br />

Entweder war es Unerfahrenheit oder Respektlosigkeit,<br />

die den Piloten dazu veranlasst<br />

hat, ein hochkomplexes Luftsportgerät in<br />

widrigsten Wetterbedingungen in die Berge<br />

zu steuern.<br />

[ Autor Christian Böhm<br />

...ist hauptberuflich Linienpilot<br />

und in seiner Freizeit<br />

mit seiner Virus SW in<br />

ganz Europa unterwegs.<br />

Er bietet Alpen- und EFIS-<br />

Einweisungen an und<br />

betreibt zusammen mit<br />

Tomas Jakobs die Website<br />

www.UL-Fortbildung.de. Hier wird auf die steigenden<br />

Ansprüche der UL-Szene eingegangen.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 83


[ SEGELFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Ventus in der dritten Generation<br />

Bei Schempp-Hirth ist man hellauf begeistert: Ende Januar<br />

war das neue Flugzeug der 18-m-Klasse reif für den Erstflug.<br />

Konstrukteur Christoph Wannenmacher checkte nach einem<br />

Schlepp auf 2600 Meter als Erster alles durch.<br />

ALLES RAUSG<br />

84 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


AUTOR: Gerhard Marzinzik<br />

FOTOS: Bernd Weber<br />

EHOLT<br />

Wenn Eleganz zugleich<br />

Leistung bedeutet, hat<br />

der neue Ventus schon<br />

gewonnen.<br />

Zufrieden und erleichtert öffnete<br />

der Konstrukteur nach<br />

der Landung auf der Hahnweide<br />

die Haube. Schempp-<br />

Hirth-Geschäftsführer Tilo Holighaus<br />

gratulierte gleich mit einem großen<br />

Blumenstrauß. Wannenmacher hatte<br />

bei diesem Erstflug schon das Testprogramm<br />

mit den wichtigsten Punkten<br />

durchgeflogen, darunter Stall mit<br />

Klappen, Stall im Kreisflug mit Klappen,<br />

Fahrwerk, Betätigen der Bremsklappen<br />

bei hoher Geschwindigkeit.<br />

Ingenieursmäßig nüchtern stellte er<br />

fest, dass alles so funktionierte wie<br />

geplant. Das Konstruktionsteam hatte<br />

seine Ziele erreicht. Nirgends hatte<br />

sich ein Fehler versteckt.<br />

Gleich danach saß Tilo Holighaus<br />

im neuen Ventus und ließ sich begeistern,<br />

vom Handling und dem<br />

Ausblick über den schlanken, extrem<br />

zurückgefeilten, zur Spitze hin aufgebogenen<br />

und in hohe Winglets<br />

mündenden Flügel. Holighaus, noch<br />

während des F-Schlepps mit dem<br />

neuen Flugzeug: „Der Blick über den<br />

Flügel treibt mir richtig Gänsehaut<br />

über den Rücken!“ Auch der Blick<br />

von außen, die Luftaufnahme, verführt<br />

zum Label: einfach rassig.<br />

Drei Tage später gönnte sich Tilo<br />

Holighaus einen Geburtstagsflug und<br />

erprobte den neuen Ventus in heftigsten<br />

Hangwindbedingungen an<br />

der Alb.<br />

„In 500 Metern blies der Wind an<br />

der Teck schon mit 45 km/h, darüber<br />

mit 60 bis 70 km/h. Es war ein richtiger<br />

Rodeoritt in äußerst turbulenten<br />

Bedingungen. Die starke Südkomponente<br />

des Windes führte dazu, dass<br />

es an der Teck mal mit 4 m/s aufwärts<br />

ging, dann wieder gar nicht. Für das<br />

Austesten“, so Tilo Holighaus, „waren<br />

das ideale Bedingungen.“<br />

In den Böen, in denen die Fahrt<br />

mal um 20 km/h nach oben, mal nach<br />

unten springt, kam beim Schempp-<br />

Hirth-Geschäftsführer kein Moment<br />

Unsicherheit auf: „Der neue Ventus<br />

vermittelt das Gefühl, alles unter<br />

Kontrolle zu haben. Auch bei sehr<br />

langsamem Kurbeln braucht nicht<br />

abgestützt zu werden. Den Außenflügel<br />

haben wir sehr scharf ausgelegt,<br />

und er funktioniert besser als<br />

erwartet. Er vermittelt das Gefühl,<br />

immer noch Reserven zu haben. Es<br />

ist beim Kurbeln auch kein Spielen<br />

mit den Klappen nötig. Wird enger<br />

in den Kreis gezogen, ist kein Nachkorrigieren<br />

der Wölbklappen hin zu<br />

‚L‘ notwendig.“<br />

Sein erster Eindruck zum Handling<br />

bei Wölbklappenstellung 2: „Ein tolles<br />

16-m-Flugzeug!“ Weiter attestiert<br />

der Firmenchef dem neuen Ventus<br />

im Vergleich zum Ventus 2cx eine<br />

gesteigerte Wendigkeit. „Er zeigt ein<br />

runderes, weicheres und insgesamt<br />

harmonischeres Verhalten.“<br />

Fast schon euphorisch äußerte sich<br />

Bernd Weber von Schempp-Hirth nach<br />

seinem Probeflug zum Handling des<br />

Neuen. Er verglich den Unterschied<br />

zwischen 2cx und dem neuem Ventus<br />

mit dem zwischen Duo Discus und<br />

Arcus. Der Ventus 3 lasse sich äußerst<br />

feinfühlig zum Zentrum des Aufwindes<br />

führen. Er liefere überzeugend<br />

viel Feedback.<br />

Begeistern kann auch der Blick ins<br />

Cockpit. Es ist edel und bis hin zu<br />

den Abdeckungen der Batteriekästen<br />

mit Sichtcarbon ausgekleidet. Alles<br />

ist farblich abgestimmt. Das Flugzeug<br />

erweist sich in allem optimiert: im<br />

Handling, den Flugeigenschaften, der<br />

Leistung, im Design und was die<br />

Ausgestaltung angeht, in der Wertigkeit.<br />

Viel Arbeit wurde in Details gesteckt,<br />

nicht zuletzt, um schädlichen<br />

Widerstand zu sparen. So wurde die<br />

Unterbringung des Heckrads verbessert,<br />

es ist jetzt aerodynamisch sauber<br />

ins Seitenleitwerk integriert.<br />

Damit entspricht der erste Ventus<br />

3 schon fast komplett dem Serienmodell.<br />

Tilo Holighaus: „Es ist der<br />

fertigste Prototyp, den wir jemals<br />

gebaut haben.“<br />

Man hat sich nach der ersten Vorstellung<br />

des neuen Flugzeugs auch<br />

richtig Zeit genommen. Im April vergangenen<br />

Jahres war der noch unfertige<br />

Prototyp – beim Rumpf handelte<br />

es sich nur um ein Mock-up – auf<br />

der AERO gezeigt worden, allerdings<br />

hoch aufgehängt als „Überflieger“<br />

über dem Schempp-Hirth-Stand und<br />

damit allzu neugierigen Blicken entzogen.<br />

Die Messebesucher blickten<br />

hoch zu einem auf Hochglanz polierten<br />

18-m-Flugzeug mit imposant<br />

gestrecktem Flügel.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 85


[ SEGELFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Es war eine klare Botschaft: Hier<br />

kommt der neue Leistungsträger der<br />

18-m-Klasse. Tilo Holighaus erklärte:<br />

„Wir erwarten eine spürbare Steigerung<br />

der Überlandfluggeschwindigkeit<br />

bei unterschiedlichsten Wetterlagen<br />

und eine nochmals verbesserte<br />

Steigleistung auch bei schwacher<br />

Thermik.“<br />

Basis dieser Erwartungen sind<br />

Untersuchungen zu Thermikmodellen<br />

und realen Wettbewerbsflügen. Tilo<br />

Holighaus: „Wir haben festgestellt,<br />

dass die herkömmlichen Rechenmodelle<br />

die Strecken- und Wettbewerbsflüge<br />

nur unzureichend abbilden.<br />

Unser Ziel war es, bei der Entwicklung<br />

die komplette Polare, also alle Geschwindigkeitsbereiche,<br />

zu berücksichtigen.<br />

In Zusammenarbeit mit Dr.<br />

Werner Würz vom Laminarwindkanal<br />

der Universität Stuttgart, der schon<br />

das Arcus-Profil entwickelt hat, konnten<br />

wir neue Rechenmodelle verwenden,<br />

die auf einer umfassenden Analyse<br />

realer Flüge durch die Auswertung<br />

von Loggerdateien beruhen. Auf<br />

Basis sehr vieler Fluganalysen in<br />

„ICH HÄTTE<br />

JUBELN<br />

KÖNNEN!<br />

ICH WAR<br />

GLEICH EINS<br />

MIT DEM<br />

FLUGZEUG.“<br />

Auf zum „zweiten“ Erstflug:<br />

Geschäftsführer Tilo<br />

Holighaus auf dem Weg<br />

zum Start.<br />

verschiedenen Fluggebieten konnte<br />

dabei ein erweitertes Wettermodell<br />

entwickelt werden, das auch die Geradeausfluganteile<br />

berücksichtigt.“<br />

Dem im Streckensegelflug und im<br />

Wettbewerb immer wichtiger werdenden<br />

Geradeausfluganteil wurde<br />

mit einem nicht zu schlanken Flügel,<br />

darauf abgestimmten Profilen und<br />

der Flügelgeometrie Rechnung getragen.<br />

Die extreme Flügelgeometrie<br />

soll zugleich den Kurbeleigenschaften<br />

zugute kommen.<br />

Schon für den Entwurf des Arcus<br />

wurde in Kirchheim/Teck genau hingesehen,<br />

wie heute geflogen wird.<br />

Die Erkenntnisse aus der Analyse<br />

zahlreicher Flugaufzeichnungen haben<br />

die Auslegung des heute überaus<br />

erfolgreichen 20-m-Doppelsitzers<br />

bestimmt.<br />

Auch die Aerodynamik des neuen<br />

Ventus hat Dr. Werner Würz maßgeblich<br />

mitgestaltet. Bei der Optimierung<br />

der Flügelgeometrie war Jan Himmisch<br />

vom DLR in Braunschweig mit seinen<br />

Programmen beteiligt. Die Auslegung<br />

der Winglets hat Mark Maughmer von<br />

der Pennsylvania State University<br />

verantwortet. Der mehrteilige Tragflügel<br />

mit nur 10,8 m 2 Fläche erhält<br />

nach dem Vorbild des Quintus mehrere<br />

separat befüll- und entleerbare<br />

Wassertanks. Allerdings werden beim<br />

neuen Ventus die Ventile nicht elektromagnetisch,<br />

sondern mechanisch<br />

betätigt. Die Flächenbelastung soll<br />

zwischen 34 und 55,5 kg/m 2 bei einem<br />

Maximalgewicht von 600 kg variiert<br />

werden können. Für gute Langsamflugleistungen<br />

und damit gutes Steigen<br />

steht die hohe Streckung von 30.<br />

Bei der Flügelteilung wurde das<br />

Handling nicht vernachlässigt. Tilo<br />

Holighaus: „‚Wir haben großen Wert<br />

auf eine einfache, kraftsparende Montage<br />

gelegt.“<br />

Der Rumpf wurde ebenfalls neu<br />

konstruiert. Cockpit und Fahrwerk<br />

mussten nach den neuen, verschärften<br />

Zulassungsbestimmungen CS 22<br />

ausgelegt werden. Tilo Holighaus:<br />

„Durch die neue Bauvorschrift waren<br />

wir gezwungen, den Rumpf strukturell<br />

ganz neu zu konzipieren. Wir<br />

haben die Gelegenheit genutzt, den<br />

86 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Daten Ventus Neue Generation<br />

Muster: Ventus Hersteller: Schempp-Hirth Einsatz: 18-m-Klasse<br />

Bauweise: Faserverbund<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

6,63 m<br />

Spannweite<br />

18 m<br />

Flügelfläche 10,84 m²<br />

Streckung 30<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse 300 S /300 T kg<br />

Segelflugversion<br />

Zuladung im Cockpit 115 kg<br />

Maximalmasse 600 kg<br />

min Flächenbel. 34 S /38,3 T kg/m²<br />

max. Flächenbel. 55,4 kg/m²<br />

Antrieb T-Version<br />

Motor Solo 2350 Zweitaktmotor<br />

Hubraum<br />

430 ccm<br />

Leistung 24 PS/ 18 kW<br />

Propeller<br />

Fünfblatt<br />

System<br />

Oehler<br />

Flugleistungen<br />

noch nicht vermessen<br />

Innenraum neu zu gestalten, und<br />

dabei viele an uns herangetragene<br />

Erfahrungen und Wünsche der Piloten<br />

berücksichtigt.“ In das Mock-up<br />

sind deshalb schon sehr viele Veränderungen<br />

eingeflossen. Auch wenn<br />

der Ventus einen sehr schlanken<br />

Eindruck macht, nimmt das Cockpit<br />

auch sehr große Piloten auf.<br />

Den Rumpf beziehungsweise das<br />

Flugzeug soll es zudem in zwei unterschiedlichen<br />

Editionen geben. Die<br />

Ausführung „Performance“ wird, mit<br />

der Option zum Eigenstart, gehobenen<br />

Komfort bieten. Hier soll auch<br />

mehr Startleistung als bisher zur<br />

Verfügung stehen. Die Edition „Sport“<br />

wird es mit der Möglichkeit verschiedener<br />

Heimkehrhilfen geben, dem<br />

herkömmlichen Schempp-Hirth-Turbo<br />

oder dem Flight Electric Sustainer<br />

(FES), wie er jetzt schon für Ventus<br />

2cx und Discus 2 angeboten wird.<br />

Die Sport-Version ist auf das Wesentliche<br />

reduziert und richtet sich an<br />

Wettbewerbspiloten. Für Mückenputzer<br />

gibt es in den Rumpf-Flügel-<br />

Übergang integrierte Garagen, auch<br />

die Lüftung wurde mit optimierten<br />

Ein- und Auslässen gestaltet, was<br />

der Aerodynamik zugute kommt.<br />

Während der erste Prototyp diesmal<br />

ein reines Segelflugzeug ist, steckt<br />

der zweite bereits als Turbo in der<br />

Schlanker Flügel,<br />

schlanker Rumpf: der<br />

neue Ventus im<br />

Hangflug an der Teck.<br />

Form. Vor dem Frühjahr wird er wohl<br />

noch nicht fliegen. Bei Schempp-Hirth<br />

investiert man die Zeit jetzt in den<br />

Vorrichtungsbau, um später in einen<br />

möglichst reibungslosen Serienbau<br />

einsteigen zu können.<br />

Für die Zulassung erwartet Tilo<br />

Holighaus trotz verschärfter Zertifizierungsvorschrift<br />

CS 22 keine Show-<br />

Stopper: „Der Flügel funktioniert<br />

wahrscheinlich sogar ohne Ausgleichsmassen.“<br />

Für die Segelflug-Weltmeisterschaften<br />

Anfang 2017 in Australien – den<br />

ersten richtigen internationalen Vergleich<br />

– will man jedenfalls möglichst<br />

viele neue Ventus bauen.<br />

ae<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 87


[ SEGELFLIEGEN Wellenfliegen ]<br />

Aus dem Werratal in den Thüringer Wald<br />

REITEN AUF DER<br />

WEIHNACHTSWELLE<br />

TEXT + FOTOS:<br />

Thomas Meder<br />

Der Zeitraum passte: Vom<br />

20. bis 28. Dezember<br />

herrschte eine ausgeprägte<br />

Südwest-Wetterlage, ideal<br />

für Wellenflüge über dem Werratal.<br />

An den Spitzentagen, die wohl für<br />

die meisten Segelflieger mit Weihnachtsvorbereitungen<br />

und Familienfeierlichkeiten<br />

blockiert waren, starteten<br />

in Witzenhausen Piloten und<br />

Teams mit bis zu zwölf Segelflugzeugen.<br />

Es ging nicht um rasend schnelle<br />

oder sehr weite Flüge, vielmehr<br />

stand die Erkundung der regionalen<br />

Wellenflugmöglichkeiten auf dem<br />

Plan. Und der ging diesmal auf.<br />

Am 20. Dezember startete Christof<br />

Maul von der Akaflieg Frankfurt den<br />

ersten Versuch Richtung Thüringer<br />

Wald. Der Wind kam aus 250° mit rund<br />

65 km/h. Einsteigen konnte der Akaflieger<br />

in die Werrawelle bereits in<br />

unmittelbarer Nähe des Flugplatzes.<br />

Mit einem Steigen von 0,5 bis 1 m/s<br />

stieg er im Lee des Kaufunger Waldes<br />

im Geradeausflug bis auf 1700 m. „Der<br />

Himmel war bedeckt mit Altostratus,<br />

darunter war die Sicht zwar gut, aber<br />

die Luft so trocken, dass sich nur ganz<br />

vereinzelt lockere Rotor- und Staubewölkung<br />

bildete. Sonst war es blau,<br />

und ich musste mich ausschließlich<br />

an der Topografie orientieren“, so<br />

Maul.<br />

Er flog weiter ins Lee des Reinhardswaldes.<br />

Bei Reinhardshagen,<br />

nördlich von Hannoversch Münden,<br />

stieg er auf 2200 m und folgte einer<br />

tragenden Linie über den Weserlauf<br />

bis querab Uslar. Da hier keine Rotorbewölkung<br />

mehr zu sehen war und<br />

das Steigen nachließ, drehte Christof<br />

Maul um. Er kam auf dem gleichen<br />

Weg zurück.<br />

„Ohne Höhenverlust legte ich die<br />

50 km bis zur Meißnerwelle im Höhenband<br />

zwischen 1500 und 1600 m<br />

zurück. Dort zeigte Rotorbewölkung<br />

das Steiggebiet zuverlässig an, und<br />

mit über 1 m/s stieg ich wieder auf<br />

2200 m.“ Am Horizont im Südosten<br />

lockte der Thüringer Wald, allerdings<br />

gab es auch in dieser Richtung keine<br />

Bewölkung, die Steiggebiete anzeigte.<br />

„Ich tastete mich an Eschwege<br />

vorbei und fand ein mir unbekanntes,<br />

sehr schwaches Steiggebiet im Lee<br />

der Graburg bei Großburschla. Zwei<br />

Versuche, weiter nach Südosten voranzukommen,<br />

resultierten in mehr<br />

Höhenverlust, als mir lieb war. Reumütig<br />

kehrte ich jedes Mal wieder<br />

zurück. So warf ich nur einen wehmütigen<br />

Blick hinüber nach Eisenach,<br />

88 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Ende Dezember hatten wieder einmal die<br />

Wellenflieger den Flugplatz Witzenhausen-Burgberg in<br />

Beschlag genommen. Das große Ziel ihres Lagers: mindestens ein Flug von<br />

der Werratalwelle in die Welle des Thüringer Waldes und wieder zurück.<br />

das ich 20 km vor mir gut erkennen<br />

konnte.“<br />

Die anderen Piloten vergnügten<br />

sich an dem Tag ausschließlich in der<br />

Werratalwelle und erreichten dort<br />

Höhen bis zu 3000 m.<br />

Am 21. und 22. Dezember herrschte<br />

sehr starker Wind, und keiner<br />

wollte wegen des Außenlanderisikos<br />

weiter weg fliegen. Stattdessen wurde<br />

ein bisschen am Haushang, dem<br />

Sandwald, gesurft. Es wurden Höhen<br />

bis zu 1500 m erreicht.<br />

Philipp Illerhaus von der Akaflieg<br />

Frankfurt erstieg einen Tag später<br />

mit 4000 m die größte Höhe in der<br />

Werratalwelle, er erreichte sie über<br />

Witzenhausen. Bremen Radar spielte<br />

mit und erteilte ganz unkompliziert<br />

die notwendige Freigabe.<br />

Die Welle an Heiligabend wurde<br />

dann nicht so richtig genutzt. Natürlich<br />

wollte an dem Tag keiner der<br />

Piloten eine weite Strecke fliegen und<br />

mit einer Außenlandung eine lang<br />

dauernde Rückholtour riskieren, aber<br />

in die Luft wollte man schon. Der<br />

Einstieg gelang wieder direkt am<br />

Flugplatz Witzenhausen, sodass nur<br />

kurze Schlepps erforderlich waren.<br />

Hochbetrieb am Flugplatz<br />

Witzenhausen, und das zu<br />

Weihnachten! Die Wellenlage<br />

hielt eine Woche an.<br />

Entlang der langen Woge.<br />

So macht Segelfliegen<br />

auch im Winter Spaß.<br />

Links: Vom Hohen Meißner<br />

zum Thüringer Wald.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 89


[ SEGELFLIEGEN Wellenfliegen ]<br />

WEIHNACHTSGESCHENK:<br />

DAS BESTE WELLENFLUGLAGER<br />

Weihnachten 2015<br />

gelang zum ersten Mal<br />

der Anschluss von der<br />

Werra- an die Thüringer-<br />

Wald-Welle.<br />

Mit 1,5 m/s ging es an einer markanten<br />

Rotorwolkenbank aufwärts. Maximal<br />

wurden aber nur rund 2500 m<br />

MSL erreicht. Entlang des westlichen<br />

Werratals ließ sich dann zuverlässig<br />

wieder Steigen finden. „Mein erster<br />

Weihnachtsflug – und dann gleich<br />

über 2000 m in der Welle! Da hat sich<br />

der Start doch gelohnt“, freute sich<br />

Sebastian Siebert.<br />

Am ersten Weihnachtstag wurde<br />

nicht geflogen, der 25. wäre wegen<br />

eines Frontdurchzugs auch gar nicht<br />

nutzbar gewesen. Am 26. war für die<br />

meisten die Weihnachtspause schon<br />

vorbei. Christof Maul und Philipp<br />

Illerhaus starteten mit dem Duo-<br />

Discus den zweiten Versuch, zum<br />

Thüringer Wald zu fliegen. Der Wind<br />

kam wieder aus 250 Grad, diesmal<br />

schon am Boden mit rund 65 km/h.<br />

Der Einstig in die Werratalwelle erfolgte<br />

in 800 m über dem Flugplatz<br />

Witzenhausen. „Wir flogen einige<br />

Kilometer im Steigen flussabwärts,<br />

um Höhe zu machen, und surften an<br />

der Vorderkante der Lenticularis bis<br />

in 2000 m Höhe.“ Hinter Bad Sooden-<br />

Allendorf bog die Lenti nach Norden<br />

ab. Letztlich flog das Duo-Team zu<br />

der spärlichen Rotorbewölkung zurück<br />

ins Werratal.<br />

Fast an derselben Stelle, an der<br />

Christof Maul am 20. eine schwache<br />

Welle vorgefunden hatte, wurden<br />

auch die zwei fündig und stiegen mit<br />

rund 1 m/s bis auf 2500 m. „In 2400<br />

m Höhe flogen wir an Eisenach vorbei.<br />

Die dann noch einzige erkennbare<br />

Bewölkung stand luvwärts über<br />

dem Relief des Thüringer Walds.“<br />

Diese vermeintliche Rotorlinie entpuppte<br />

sich bei Annäherung jedoch<br />

als Staubewölkung. Immerhin trug<br />

die Kante, und das Duo flog weiter<br />

südostwärts.<br />

Über den Suhler Talkessel tasteten<br />

sich die beiden an den Hauptkamm<br />

des Thüringer Waldes vor. Dort stiegen<br />

sie im Hangaufwind, noch vor<br />

der Staubewölkung, wieder auf 1400<br />

m, konnten aber die Wolken nicht<br />

übersteigen. Mit Kurs Crawinkel<br />

wagten Christof Maul und Philipp<br />

Illerhaus dann den Sprung ins Lee.<br />

„Wir hatten die leise Hoffnung, dort<br />

die Welle zu finden. Sie sollte uns<br />

wieder nach Witzenhausen zurückbringen.<br />

Die Alternative wäre der<br />

Rückweg entlang der Staubewölkung<br />

nach Nordwesten gewesen mit anschließendem<br />

Rücksprung ins Lee<br />

bei Eisenach, aber das Außenlanderisiko<br />

dieser Variante erschien uns<br />

zu hoch“, berichtete Philipp.<br />

Landen mussten sie trotzdem vorzeitig.<br />

Crawinkel erreichten sie zwar<br />

in 300 m über Grund, aber die vermutete<br />

Welle blieb aus.<br />

Laut Wetterbericht sollte der 27.12.<br />

der vorerst letzte Tag mit geeignetem<br />

Wind werden. Auch die RASP-Niedersachsen-Wellenvorhersage<br />

sah<br />

vielversprechend aus. Mit 270 Grad<br />

und 70 km/h war der Wind fast so<br />

stark wie am Vortag, kam aber noch<br />

etwas mehr aus Westen.<br />

Gegen zehn Uhr starteten zehn<br />

Flugzeuge, zwei davon mit Ziel Thüringer<br />

Wald: Robert Fromm und Christof<br />

Maul im Duo-Discus und Philipp<br />

Illerhaus in der LS4. Die Luftfeuchte<br />

war deutlich höher als am Vortag,<br />

sodass es ausgeprägte Rotorwolkenbänder<br />

gab. „Über Hedemünden stand<br />

eine beeindruckende Rotorwolke,<br />

unterhalb der wir ausklinkten“, berichtete<br />

Christof Maul. „Wir stiegen<br />

auf 1800 m und folgten der Werra<br />

flussaufwärts Richtung Meißner. Dort<br />

gewannen wir rasch 800 Höhenmeter<br />

mit einem Steigen zwischen 1 und<br />

1,5 m/s.“ An diesem Tag war der<br />

weitere Weg nach Südosten durch<br />

ausgedehnte Rotorbewölkung gut<br />

gekennzeichnet.<br />

Philipp stieg zunächst auf beruhigende<br />

3000 m über Witzenhausen,<br />

bevor er sich auf das Abenteuer Thüringer<br />

Wald einließ. Auf der Südroute<br />

kam der Duo-Discus derweil ohne<br />

Höhenverlust bis kurz vor Eisenach<br />

voran. Dort endete die tragende Linie.<br />

Christof und Robert hangelten sich<br />

dann von Eisenach weiter in Richtung<br />

des Großen Inselsberges. Sein Lee<br />

enttäuschte mit nur schwachem Steigen.<br />

Also flogen sie aus 2000 m Höhe<br />

weiter Richtung Crawinkel.<br />

Philipp war zu der Zeit mit der<br />

gleichen Höhe auf der Werratalroute<br />

südöstlich von Eschwege in Treffurt<br />

angekommen, fand dort aber auch<br />

nur eine schwarze Null vor. Es war<br />

gerade erst elf Uhr, es blieben also<br />

noch fünf Stunden bis zum Einbruch<br />

der Dunkelheit.<br />

Christof und Robert stolperten<br />

dann östlich des Flugplatzes Crawinkel<br />

in gutes laminares Steigen, das<br />

sie bis auf 3000 m brachte. Philipp<br />

fand kurz vor Eisenach gleichermaßen<br />

gute Bedingungen und konnte auch<br />

auf 3000 m Höhe klettern.<br />

Das Duo-Team folgte anschließend<br />

einer tragenden Linie fast bis zum<br />

Flugplatz Pennewitz. Dort drehten<br />

die beiden um, zurück zum Crawinkler<br />

Steiggebiet. Hier begegneten sie<br />

Philipp in 2800 m. Den Rückweg traten<br />

sie gemeinsam an. Gegen rund<br />

90 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


40 km/h Wind geriet der zum schwierigeren<br />

und spannenderen Teil des<br />

Unterfangens.<br />

„Wir legten den Kurs weiter hinaus<br />

ins Flache, da wir auf dem Hinweg<br />

zwischen Großem Inselsberg und<br />

Crawinkel keine tragende Linie gefunden<br />

hatten“, schrieb Christof in<br />

seinem Flugbericht. „Leider war<br />

diese alternative Route auch nicht<br />

besser. So kehrten wir reumütig auf<br />

die alte Linie zurück und nahmen den<br />

Nullschieber am Großen Inselsberg<br />

in jetzt nur noch 2100 m Höhe noch<br />

einmal mit. Philipp, 15 km hintendran,<br />

traf es am Inselsberg besser an, er<br />

stieg dort wieder auf 3000 m und<br />

konnte die Durststrecke zum Werratal<br />

gelassen angehen.“<br />

Die Wolken als sichere Zeichen für<br />

Steigzonen waren mittlerweile abgetrocknet.<br />

Stattdessen gab es nur noch<br />

ein paar vereinzelte Rotorwolken<br />

weiter leewärts über dem Werratal.<br />

Christof und Robert quälten sich gegen<br />

den Wind bis kurz vor Eschwege<br />

zurück, immer im Höhenband zwischen<br />

1200 und 1500 m.<br />

„Dann war es auch mit den Rotorwölkchen<br />

vorbei, und wir versuchten<br />

als letzte Option den Hang am Höheberg“,<br />

so Christof. „In 300 m Höhe<br />

über Grund querten wir das Werratal.<br />

Der Höheberg ging, und wir asteten<br />

uns aufwärts. In Höhe der Teufelskanzel<br />

konnten wir dann den Ausflüglern<br />

zuwinken.“ Gut 200 m Höhe<br />

brachte der Höheberg. Das reichte<br />

aus, um die letzten 9 km mit Hangwindunterstützung<br />

zurück nach Witzenhausen<br />

zu fliegen.<br />

Philipp in der LS4 stieg derweil<br />

auf seiner alten Linie bei Creuzburg<br />

wieder auf 2600 m und landete eine<br />

Stunde nach dem Duo-Discus in Witzenhausen.<br />

„Durch den wesentlich<br />

entspannteren Rückflug motiviert,<br />

habe ich noch einen Ausflug bis zur<br />

Werratal-Autobahnbrücke bei Hedemünden<br />

unternommen und es mir<br />

dabei gut gehen lassen“, erzählte er<br />

nach der Landung.<br />

Im Werratal kamen an diesem Tag<br />

gleich mehrere Strecken über 250 km<br />

zusammen. Michael Seischab meinte<br />

später: „Es wäre vielleicht noch etwas<br />

mehr gegangen, man lernt immer<br />

dazu. Die Nummer mit Thüringen<br />

haben wir uns mangels Rückholer<br />

verkniffen. Aber super, dass das noch<br />

geklappt hat!“<br />

An sieben Tagen wurden auf diese<br />

Weise insgesamt 3500 km in Welle<br />

und Hangflug erflogen. Mehrfach<br />

konnte dabei FL 100 überschritten<br />

werden. Für alle Piloten stand auf<br />

alle Fälle fest: Sie hatten eines der<br />

besten Wellenfluglager erlebt. An<br />

jedem Tag konnte geflogen werden,<br />

und immer stand die Welle genau<br />

über dem Platz!<br />

Stoff für das jährliche Wellenflugtreffen<br />

der Mittelgebirgswellenflieger<br />

beim DLR Göttingen, das diesmal am<br />

5. März stattfindet, gibt es jetzt jedenfalls<br />

reichlich.<br />

ae<br />

Rotorwolken über dem<br />

Werratal zeigen an,<br />

wo’s im Wellenaufwind<br />

hochgeht.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 91


[ SEGELFLIEGEN Technik ]<br />

Mit 800 kg Maximalmasse erweist<br />

sich der Arcus M gut ausbalanciert<br />

fürs Steigen und Gleiten.<br />

Wettbewerbspiloten gieren<br />

nach höheren Flächenbelastungen,<br />

da vor<br />

allem sie ein deutliches Leistungsplus<br />

bringen können. Aber ist<br />

eine kurzfristige Anhebung der<br />

maximalen Abflugmasse auf 850<br />

kg fair, wenn derzeit auchviele<br />

motorisierte Segelflugzeuge dafür<br />

nicht zugelassen sind? Reine Segelflugzeugmuster<br />

sind ohnehin<br />

auf 750 kg beschränkt. Beeinträchtigen<br />

höhere Abflugmassen eventuell<br />

die Sicherheit, weil die Flugzeuge<br />

dann träger und unhandlicher<br />

werden? Zu einer Chancenverschiebung<br />

wird eine Anhebung<br />

des Gewichtslimits auf jeden Fall<br />

führen.<br />

Eine Klasse – mit Motor<br />

aber zwei Welten<br />

In Wettbewerben ist die Maximalmasse<br />

von 20-m-Doppelsitzern<br />

auf 750 kg beschränkt. Für reine<br />

Segelflugzeuge ist dies das gesetzliche<br />

Limit – jedenfalls wenn die<br />

europäische Zulassungsvorschrift<br />

CS 22 als feste Vorgabe interpretiert<br />

wird. Motorisierte Segelflugzeuge<br />

dürfen nach CS 22 höchstens 850<br />

kg auf die Waage bringen. Derzeit<br />

sind dafür bei den 20-m-Doppel-<br />

sitzern nur die neue ASG 32 Mi<br />

von Schleicher und das Schwestermodell<br />

mit der elektrischen<br />

Heimkehrhilfe, die ASG 32 El,<br />

ausgelegt. Ihre Piloten dürften sich<br />

über ein höheres Limit freuen, sie<br />

müssten sich dann nicht mit besonders<br />

leichten Copiloten oder<br />

sogar einem Triebwerksausbau<br />

unter den 750-kg-Grenzwert zwängen.<br />

Schlecht wäre die Anhebung<br />

ganz besonders für DG-1001-Teams.<br />

Hier dürfen selbst die Eigenstarter<br />

nur mit maximal 790, die Turbos<br />

mit maximal 750 kg fliegen.<br />

Bei der ausschlaggebenden<br />

Flächenbelastung fallen die Unterschiede<br />

aufgrund der unterschiedlichen<br />

Flügelflächen noch krasser<br />

aus. Wenn die derzeit von der<br />

Musterzulassung her maximal<br />

möglichen Werte für die einzelnen<br />

Flugzeuge betrachtet werden, fällt<br />

die Flächenbelastung der Segelflugversion<br />

der DG-1001 mit 42,8<br />

kg/m 2 am ungünstigsten aus. Die<br />

eigenstartfähige Version kommt<br />

auf 45 kg/m 2 . Spitzenreiter ist die<br />

ASG 32 Mi mit 54,1 kg/m 2 . Dazwischen<br />

sind der Duo Discus mit 45,7,<br />

der Arcus als Segler mit 48,1 und<br />

als Motorsegler mit 51,3 kg/m 2<br />

angesiedelt. Mit großen Differen-<br />

20-m-Doppelsitzer<br />

Kritische Massee<br />

Sollten die Doppelsitzer der 20-m-Klasse in<br />

Wettbewerben mit 850 kg Maximalmasse<br />

fliegen dürfen? In der Internationalen Segelflugkommission<br />

wird die Frage gerade diskutiert.<br />

Fotos: Gerhard Marzinzik, Holger Weitzel<br />

Die DG-1001 profitiert im Steigen<br />

von ihrer großen Flügelfläche,<br />

fürs Gleiten ist das weniger gut.<br />

92 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Maximalmassen aktueller 20-m-Doppelsitzer<br />

Arcus E<br />

Arcus M<br />

Arcus T<br />

Arcus<br />

810 kg<br />

800 kg<br />

800 kg<br />

750 kg<br />

ASG 32 Mi<br />

ASG 32 El<br />

ASG 32<br />

Die ASG 32Mi von Schleicher kann<br />

mit 850 kg fliegen. Im Wettbewerb<br />

dürfen es nur maximal 750 kg sein.<br />

zen bei der Flächenbelastung<br />

stehen die Flugzeuge heute auch<br />

schon mit dem 750er-Limit im<br />

Wettbewerb. Die Einführung der<br />

Indexwertung bei internationalen<br />

Meisterschaften und nun auch bei<br />

Deutschen Meisterschaften ergibt<br />

Der Duo Discus ist in unterschiedlichen<br />

Versionen in vielen Vereinen vertreten. Er<br />

darf mit maximal 750 kg geflogen werden.<br />

850 kg<br />

850 kg<br />

750 kg<br />

Duo Discus XL 750 kg<br />

Duo Discus XLT 750 kg<br />

da durchaus Sinn. Mit ihr treten<br />

Piloten von DG-1001 und Duo Discus<br />

nicht von vornherein chancenlos<br />

an. Die Indexwertung könnte<br />

natürlich auch die großen Leistungsunterschiede<br />

der Flugzeuge<br />

mindern, die aus einer Anhebung<br />

DG-1001<br />

DG-1001T<br />

DG-1001TE<br />

DG-1001M<br />

750 kg<br />

750 kg<br />

750 kg<br />

790 kg<br />

des Gewichtslimits um 100 kg resultieren<br />

würden.<br />

Hersteller haben allerdings ihre<br />

ganz eigene Sicht auf diese<br />

Problematik. Tilo Holighaus, Geschäftsführer<br />

von Schempp-Hirth,<br />

bittet um Planungssicherheit. Auch<br />

der Verband der deutschen Segelflugzeughersteller<br />

sagt, dass mindestens<br />

zehn Jahre Zeit von der<br />

Einführung solch einer entscheidenden<br />

Regeländerung bis zu<br />

ihrem Wirksamwerden gegeben<br />

werden soll. In der Designphase<br />

werden die Flugzeuge auf die<br />

wettbewerbs- und zulassungsrechtlichen<br />

Grenzen hin ausgelegt,<br />

was es schwierig macht, später<br />

zum Beispiel Auflastungen vorzunehmen.<br />

Jüngste Beispiele zeigen,<br />

dass dann die Leermassen exorbitant<br />

steigen.<br />

Tilo Holighaus würde überhaupt<br />

gerne den Trend zu immer höheren<br />

Flächenbelastungen stoppen, da<br />

diese die Flugzeuge zunehmend<br />

verteuern, ohne dass sie im sportlichen<br />

Vergleich einen Vorteil<br />

brächten. Nicht-Wettbewerbspiloten<br />

würden bei Festlegung niedrigerer<br />

Massen beziehungsweise<br />

Flächenbelastungen erheblich<br />

profitieren.<br />

Dass durchaus sportlich herausfordernde<br />

Wettbewerbe auch<br />

mit niedrigeren Abfluggewichten<br />

fair ausgetragen werden können,<br />

haben erst die Deutschen Meisterschaften<br />

in Erbach gezeigt. Dort<br />

wurde nach ergiebigem Regen und<br />

aufgeweichter Piste die Flächenbelastung<br />

limitiert, um sichere<br />

Starts zu ermöglichen. Die Schnittgeschwindigkeiten<br />

mögen deshalb<br />

um rund 2 km/h niedriger ausgefallen<br />

sein, aber jeder hat das einfachere<br />

Handling am Boden wie<br />

im Flug geschätzt. Tilo Holighaus:<br />

„Wir haben uns sicherer gefühlt,<br />

insbesondere in Pulks in geringeren<br />

Höhen.“<br />

In Pulks mit manchmal 20 Flugzeugen<br />

ist die Agilität ein wesentlicher<br />

Sicherheitsfaktor. Tilo Holighaus:<br />

„Höhere Massen bedeuten<br />

mehr Energie, und das hat<br />

negative Effekte auf den Start, die<br />

Manövrierbarkeit, Überziehgeschwindigkeit<br />

und Landung.“<br />

Um den Druck aus der Diskussion<br />

über ein höheres Limit zu<br />

nehmen, dafür hat Tilo Holighaus<br />

einen Vorschlag: Warum nicht bei<br />

der Wägung eine Toleranz bis zu<br />

20 kg zulassen? Das würde gerade<br />

einmal drei Prozent der Flugzeugmasse<br />

ausmachen und nicht<br />

wirklich ins Gewicht fallen. ae<br />

Gerhard Marzinzik<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 93


[ SEGELFLIEGEN Sicherheit ]<br />

Unfallanalyse<br />

Verschraubt<br />

Endlage des Hauptwracks<br />

am nördlichen<br />

Ufer der Sarner Aa.<br />

Was tun beim Landeanflug, wenn sich plötzlich die ausgefahrenen<br />

Bremsklappen nicht mehr bedienen lassen? Mit viel Glück trug die<br />

Besatzung der DG-1000 nach mehrfacher Kollision mit Hindernissen<br />

nur leichte Verletzungen davon.<br />

Die Funktion der Bremsklappen<br />

hatten Lehrer und<br />

Schüler vor ihrem Kunstflugtraining<br />

am 3. August in Kägiswil<br />

gecheckt, und bis zum<br />

Endanflug hatten sich die Klappen<br />

auch einwandfrei bedienen lassen.<br />

Dass dann mit einem Mal keine<br />

Kontrolle mehr möglich war, und<br />

das dazu in einer überaus kritischen<br />

Situation, ist auf das plötzliche<br />

Versagen einer falsch hergestellten<br />

Verbindung zurückzuführen, die<br />

sich im üblichen Check nicht überprüfen<br />

ließ.<br />

Der Start im F-Schlepp bis auf<br />

rund 2000 Meter erfolgte ohne<br />

besondere Vorkommnisse. Nach<br />

dem Training flogen die Acropiloten<br />

auf einer Höhe von rund 500<br />

Metern über Grund in den Abkreisraum<br />

südlich des Flugplatzes ein.<br />

Hier wurden, um Höhe zu vernichten,<br />

die Bremsklappen halb aus- und<br />

kurz darauf wieder eingefahren<br />

und verriegelt. Die Landung sollte<br />

nach rechtem Gegen- und Queranflug<br />

auf der Piste <strong>03</strong> erfolgen, zu<br />

der der Endanflug über dicht bebautes<br />

Gelände führt.<br />

Nach dem Verlassen des Abkreisraums<br />

fuhr der Kunstflugschü-<br />

ler die Bremsklappen im Queranflug<br />

auf einer Höhe von 220 Metern<br />

erneut aus. Etwas später, inzwischen<br />

im Endanflug, wollte er den<br />

Gleitwinkel nochmals anpassen<br />

und dazu die Bremsklappen wieder<br />

einfahren. Die Geschwindigkeit<br />

über Grund lag in dieser Flugphase<br />

bei 100 km/h, die Gleitzahl über<br />

Grund bei 7 (nach FLARM-Auswertung).<br />

Die Betätigung des<br />

Bremsklappenhebels blieb aber<br />

wirkungslos – bis auf ein Scheppern,<br />

das der Fluglehrer hinter seinem<br />

Rücken wahrnahm. Der Bremsklappenhebel<br />

ließ sich nunmehr frei<br />

bewegen.<br />

Die Bremsklappen waren zu<br />

dem Zeitpunkt zu zwei Dritteln<br />

ausgefahren. Die Flughöhe betrug<br />

noch rund 50 Meter über dem<br />

Flugplatz und die Gleitzahl ab<br />

diesem Zeitpunkt ungefähr 13.<br />

Sturz in die Sarner Aa<br />

Der Fluglehrer übernahm umgehend<br />

die Kontrolle. Die Möglichkeit,<br />

querab auf einem Feld vor<br />

dem Gebäudekomplex der Sarnafil<br />

AG zu landen, verwarf er aufgrund<br />

der im Weg stehenden Bäume und<br />

versuchte stattdessen, das Flugplatzgelände<br />

zu erreichen.<br />

Fast hätte die Höhe trotz des<br />

leichten Gegenwinds von vier Knoten<br />

sogar für den Überflug der<br />

Häuser gereicht. Aber nur fast: Die<br />

erste Kollision erfolgte mit dem<br />

linken Flügel am Dachfirst eines<br />

Hauses. In der Folge prallte die<br />

DG-1000 auf ein Haus rechts davon<br />

und den davor stehenden Baum,<br />

überschlug sich und kam in Rückenlage<br />

in der Sarner Aa zum<br />

Stillstand.<br />

Aufgrund der ersten Kollision<br />

wurde der linke Flügel vom Rumpf<br />

getrennt und blieb am südlichen<br />

Ufer des Flusses halb im Wasser<br />

liegen. Das Hauptwrack wurde<br />

von der Strömung noch etwas<br />

mitgeschwemmt und blieb am<br />

nördlichen Ufer unter den Bäumen<br />

hängen.<br />

Beide Insassen hatten riesiges<br />

Glück, sie konnten das Wrack leicht<br />

verletzt aus eigener Kraft verlassen<br />

und ans Ufer waten.<br />

Nach der Bergung des Wracks<br />

konnte schnell der Grund festgestellt<br />

werden, weshalb sich die<br />

Bremsklappen nicht mehr hatten<br />

bedienen lassen: Die M6-Schraubverbindung<br />

im Steuergestänge war<br />

am Gelenkstangenkopf der Lenkstange<br />

ausgerissen.<br />

Sie wurde auf ihren Schaden<br />

hin geprüft und materialkundlich<br />

untersucht. Festgehalten wurde,<br />

dass es sich hier um eine für die<br />

Bremsklappensteuerung unübliche<br />

Schraubverbindung mit Doppelfunktion<br />

handelte. Die Vorgaben<br />

für die Zertifizierung erfüllte sie<br />

allerdings.<br />

Zur Doppelfunktion des Befestigungsgewindes<br />

als Drehlager<br />

und Schubverbindung gab Hersteller<br />

DG-Flugzeugbau an, dass dies<br />

wohl untypisch sein möge, aber<br />

diese Bauweise als „bewiesen<br />

sicher einzustufen“ sei, da sie seit<br />

38 Jahren in über 2000 Segelflugzeuge<br />

eingebaut worden ist. Allerdings<br />

war der Gelenkstangenkopf<br />

falsch verbaut worden! Ein<br />

Links- und ein Rechtsgewinde<br />

waren zusammengewürgt worden,<br />

was letztlich das Versagen der<br />

Verbindung zur Folge hatte.<br />

Auf der Innenoberfläche der<br />

Mutter wurden zwei Gewinderichtungen<br />

festgestellt. Die Mutter<br />

wies starke Verformungen im<br />

Zahnkopfbereich auf. Das makroskopische<br />

Schadensbild zeigte das<br />

Eindrehen einer Schraube mit<br />

Rechtsgewinde in eine Mutter mit<br />

Linksgewinde (Abbildung). Die<br />

Gewindespitzen an der Schraube<br />

waren flach abgetragen.<br />

Bei der Untersuchung wurde<br />

diese Verbindung nachgestellt.<br />

94 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Dabei zeigte sich, dass eine Schraube<br />

(Festigkeitsklasse 10.9 wie beim<br />

Unfallflugzeug) mit Rechtsgewinde<br />

ohne großen Kraftaufwand in<br />

eine Mutter mit Linksgewinde<br />

einer geringeren Festigkeitsklasse<br />

(4.8 wie beim Unfallflugzeug)<br />

eingeschraubt werden kann, wenn<br />

die Gewindespitzen flachgeschliffen<br />

sind. Im Originalzustand, das<br />

heißt, ohne vorheriges Flachschleifen<br />

des Gewindes, ist es nur mit<br />

erheblichem Kraftaufwand möglich,<br />

die Schraube einzudrehen. Die<br />

metallografischen Befunde an der<br />

Gelenkkopfschraube des Unfallflugzeugs<br />

deuteten darauf hin, dass<br />

die Gewindespitzen vor dem Eindrehen<br />

flachgeschliffen wurden.<br />

Da stellt sich natürlich sofort<br />

die Frage: Wie konnte das überhaupt<br />

passieren?<br />

Nach Angaben des Herstellers<br />

hätten die archivierten Lagerbewegungen<br />

in der Abteilung Rohbau<br />

gezeigt, dass die richtige Anzahl<br />

und Sorte der Gelenkstangenköpfe<br />

bei der Herstellung des Unfallflugzeugs<br />

ausgebucht worden<br />

waren. Ob ein Gelenkstangenkopf<br />

mit Links- oder Rechtsgewinde<br />

eingebaut wurde, war im Baujahr<br />

2007 allerdings kein Punkt auf der<br />

Prüfliste bei der Abnahme des<br />

Rohbaus.<br />

Abschließend hielt der Hersteller<br />

seinerseits fest, dass nur ein<br />

Gelenkstangenkopf mit falschem<br />

Gewinde zu dem Versagen geführt<br />

haben könne. Der Instandhaltungsbetrieb<br />

des Unfallflugzeugs konnte<br />

ebenfalls nicht erklären, wie die<br />

Verwechslung der Gewinderichtungen<br />

im Gelenkstangenkopf<br />

zustande gekommen war.<br />

Unbefriedigenderweise ließ sich<br />

so nicht klären, wann und von wem<br />

der Gelenkstangenkopf mit Rechts-<br />

gewinde in die Lenkstange mit<br />

Linksgewinde eingedreht worden<br />

war.<br />

Aber hätte sich diese falsche<br />

Verbindung an wachsendem und<br />

letztlich zu großem Spiel in der<br />

Bremsklappensteuerung nicht erkennen<br />

lassen können?<br />

Mysteriöser Einzelfall<br />

Im Wartungshandbuch der DG-<br />

1000 heißt es: Spiel in der Bremsklappensteuerung<br />

ist unbedenklich.<br />

Die Bremsklappen selber dürfen<br />

nicht so viel Spiel aufweisen, dass<br />

die Schraubenköpfe der Bremsklappenbleche<br />

beim Einfahren<br />

unter Luftlasten auf dem Flügel<br />

aufsitzen können, statt in den<br />

Klappenkasten einzufahren.<br />

Im Rahmen der jährlichen Kontrolle<br />

werden die Bremsklappen<br />

auf ihre Einfahrstellung inspiziert,<br />

Darstellung der ersten Aufschlagstelle<br />

sowie der Endlage des linken Flügels und<br />

des Hauptwracks.<br />

Endanflug gemäß FLARM-Aufzeichnung<br />

(rot) mit dem weiß umrandeten Feld vor<br />

dem Industriegebäude der Sika Sarnafil AG<br />

und hypothetischer, direkter Endanflug auf<br />

die Piste <strong>03</strong> (gelb).<br />

dabei werden das Verkniemoment<br />

und der Verkniewinkel geprüft und<br />

bei Bedarf am Flügel eingestellt.<br />

Nach Aussage von DG-Flugzeugbau<br />

gäbe es im Normalfall bei der<br />

Wartung keinen Grund, die Bremsklappensteuerung<br />

rumpfseitig<br />

auseinanderzunehmen.<br />

Um weiteren ähnlichen Fällen<br />

vorzubeugen, reagierten die Schweizer<br />

nach dem Unfall beispielhaft<br />

schnell: Wenige Tage nach dem<br />

Ereignis veröffentlichten sie, basierend<br />

auf den ersten Erkenntnissen<br />

der Untersuchung, eine<br />

Information für die restlichen Betreiber<br />

von DG-1000 in der Schweiz.<br />

In ähnlicher Weise erließ der Hersteller<br />

die Service-Info Nr. 83-13<br />

mit dem Ziel, ähnliche Zwischenfälle<br />

zu vermeiden. Darin wurden<br />

die DG-1000-Betreiber angehalten,<br />

dem Hersteller mitzuteilen, falls<br />

ein Gelenkstangenkopf mit Rechtsgewinde<br />

vorgefunden wurde. Es<br />

gab aber keine entsprechenden<br />

Mitteilungen. Bemerkt wurde dagegen<br />

ein Spiel der Schraubverbindung<br />

von 1,2 bis 2,05 Millimeter.<br />

In einem Einzelfall hielt die<br />

Verbindung stand bei einem Gewindespiel<br />

von 2,5 Millimetern,<br />

das deutlich über dem maximal<br />

empfohlenen Wert von 2 Millimetern<br />

lag, also sogar dem 14-Fachen<br />

der zulässigen Belastung.<br />

Ganz ohne Kritik am Hersteller<br />

schloss der Unfallbericht aber nicht.<br />

Die Unfalluntersuchungsstelle<br />

bemängelte, dass die sicherheitsrelevanten<br />

Informationen oder<br />

Anleitungen, wie sie in der Service-<br />

Info zu finden beziehungsweise<br />

vor dem nächsten Flug auszuführen<br />

waren, vom Hersteller nur nach<br />

dem Holprinzip kommuniziert<br />

wurden.<br />

ae<br />

SUST/Marzinzik<br />

Bremsklappen-Steuergestänge der DG-1000.<br />

Fotos: SUST<br />

Aufnahme der Mutter nach dem<br />

Reinigen mit sekundär beschädigtem<br />

Innengewinde (roter Pfeil).<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 95


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Benzinpumpe, aus privatem Besitz<br />

gepflegt abzugeben. 0160/7415530,<br />

segelevent@yahoo.de<br />

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Checkflug Rating und Training<br />

auf SEP + MEP VFR u. IFR sowie<br />

Citation Jet C-525 1-4 u. Cessna<br />

Citation C- 501, 551, competence<br />

based IRChecks, SEN-Examiner,<br />

CRE, TRE, IRE. Carlos de Pilar. Tel.<br />

089/85423<strong>03</strong>, www.checkflug.com,<br />

www.carlos-de-pilar.de<br />

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Cessna 182, Longrangetanks,<br />

Motor 600h, IFR ausgestattet,<br />

Garmin, Hangar. Tel. 0761/67786,<br />

doehl70069@aol.com<br />

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Jeden Monat neu am Kiosk!<br />

Cessna 172, unfallfrei, TT 7100h,<br />

SID Inspektion durchgeführt,<br />

Motor SMOH 1630h, neu Teillackiert,<br />

Interior neu, erhöhter<br />

Schallschutz, optionale Schleppkupplung,<br />

Tel. 0173/5706894,<br />

airwork@gmx.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 655600<br />

Mooney M20J, Standort LSGE, Bj.<br />

1979, TT 2650 Std., 4 Sitzpl., Motor<br />

650 Std seit TSO, immer hangariert,<br />

Full IFR equ., Preis gegen<br />

Gebot. Tel. 0041/79/3002660,<br />

waltgosteli@bluewin.ch<br />

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96 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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Robin R3000-140, Standort EDJA,<br />

Bj. 1984, TT 2747 Std., 4 Sitzpl.,<br />

44.900,– € VB. Tel. 0151/14479538,<br />

sportfluggruppe-mm@penderwydd.<br />

de, www.sportfluggruppememmingen.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661760<br />

Piper PA-28-140, Standort EDXF,<br />

Bj. 1969, TT 3775 Std. S/N:<br />

28-26026, Max. TOW: 976 kg,<br />

Noise Level: 72,2 dB, Avionics:<br />

GNS 430 COM/NAV, Mode "S"<br />

Transponder TRIG TT 31, Encoder<br />

ACK A 30, ELT KANNAD 406 AG,<br />

Piper Autoc. III Autopilot, Flarm,<br />

TTSN: 3775:00 hours as of<br />

16.11.2015, LDGS: 6<strong>03</strong>0 as of<br />

27.07.2015, Engine: Lycoming<br />

O-320 E2A OVH due at 3877 airframe<br />

hours or 01.2006 (12 years),<br />

Propeller: Sensenich 74 DM-6-0-58<br />

OVH due at 5277 airframe hours.<br />

Honest and solid aircraft, good<br />

Performer, no damage history,<br />

based on Flensburg-Schäferhaus<br />

(EDXF), above average condition<br />

for the Age. New leather seats,<br />

Outside 7/10, Inside 8/10. Make<br />

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info@luftsportverein-flensburg.de<br />

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Maule MT-7-235, Standort Paderborn,<br />

Bj. 1999, TT 781 Std., 4<br />

Sitzpl., 97.000,– € VB. STOL,<br />

Startstrecke 150 m, ideal für<br />

Graspisten, Longrange-Tanks,<br />

Garmin 430, Autopilot, IFR-Ausrüstung,<br />

Lycoming 235 PS, hangariert,<br />

unfallfrei, von Privat, Auskunft<br />

Willy Ader, Paderborn.Tel.<br />

0049 (0) 2955/749018 oder<br />

Tel. 0041/71/2459494<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 655919<br />

Aviat Husky A-1, Standort EDTM,<br />

Bj. 1997, TT 1243 Std., 2 Sitzpl.<br />

COM/NAV, TPX, ENC. ALT. Opt.<br />

Sky, JNP <strong>2016</strong>, Preis auf Anfrage.<br />

0173/8537513, p.v.z@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656143<br />

RF6 Sportavia Pützer, Standort<br />

EDGU, Bj. 1974, TT 1440 Std., 4<br />

Sitzpl., Preis VS. Holzbauweise,<br />

bei 1181h generalüberholt, 2485<br />

Starts, kein Vereinsbetrieb. Tel.<br />

06285/322, heinrich.ruppert@gmx.<br />

de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662007<br />

AQUILA A210, Standort EDKB, Bj.<br />

2010, TT 786 Std., 2 Sitzpl., Preis<br />

VS. NVFR ILS FlYMAP. Alle Wartungen<br />

beim Hersteller, neuw., 1. Hd.,<br />

nur vom Eigentümer geflogen.<br />

Hangar, Preis VS. Tel. 0170/4534701,<br />

e.miesen@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661938<br />

Piper Super Cup 95, Bj. 1953,<br />

45.000,– €. Oldtimer CUP mit 95<br />

PS Conti, Mogas, JNP Jan. <strong>2016</strong>,<br />

ready to fly, Spar- und Spassflieger<br />

mit niedrigen Betriebskosten und<br />

Werterhalt. Tel. 0175/5283836<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 662443<br />

Bölkow, Bj. 1966, 2 Sitzpl. Tel.<br />

0175/5805947, bo208@gmx.net<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656046<br />

Bölkow Bo.209 Monsun, Standort<br />

EDNC, Bj. 1971, TT 2100 Std., 2<br />

Sitzpl., 42.500,– €. Low Time BO<br />

209 FF in very good condition. Always<br />

privately owned. Maintenance<br />

up to date (more than 8k<br />

Invested in the last 2 years), avionics<br />

updated incl Mode S and 8,33.<br />

Airframe 2100 h Engine Lycoming<br />

O-320-E2A (C) 650 hours (TBO<br />

2000h) Engine recently complete<br />

check incl new spark plugs and<br />

carburator overhaul (Röder Präzision)<br />

Propeller 550 h since Overhaul<br />

(Fix McCauly) Nav Com KX<br />

125 VOR with Glide Scope Dittel<br />

8,33 MHz Com PS 7000 Audio<br />

Panel IE Super Clock Becker Mode<br />

S Transponder 2nd Altimeter EGT<br />

/ CHT. Tel. 0049/151/73044161,<br />

palo9@freenet.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 657233<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

97


-Markt<br />

Ultraleichte/LSA<br />

Morane-Saulnier MS 893 A mit<br />

Schleppkupplung, Standort Bückeburg<br />

bzw. EDXQ, Bj. 1967, TT<br />

4047 Std., 4 Sitzpl., 17.900,– €<br />

VB, Jahres-NP ARC Sept <strong>2016</strong>,<br />

180 PS, leak test 78-77-75-78,<br />

Eng. Lycoming O-360 A2A, Ldg.:<br />

6664, MTM. 1.050 kg, Garmin<br />

SL40 VHF, Mode-S XPDR TT 31,<br />

ACK Tech A30, ELT ME 406, wg.<br />

Wechsel. Tel. 0177-8782355, Fax<br />

0571-8709-1, mhubig@yahoo.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661183<br />

Luftfahrzeug E-Klasse, Bj. 1992,<br />

TT 2140 Std., 118.000,– €. Socata<br />

TB 20 Trinidad, Bj. 1992, 2140 Std.<br />

total, Major Insp. 2000 Std. in 2013,<br />

Lufttüchtigkeitsprüfung neu 06/2015,<br />

Triebwerk: Lycoming IO-540-C4D5D,<br />

250hp Engine overhauled 06/2015<br />

15 Std., 3 Blatt Prop MTV-9-<br />

B/198-52, 198 cm Durchm., Com6<br />

posite Spinner P-666-2, beides<br />

neu 06/2015, Avionik: IFR 2x VHF-<br />

S/E 1 King 155/VHF-NAV, King KX<br />

155/Marker/ADF KR 87, Encoder/<br />

Alt 5<strong>03</strong>2P2-P37, TXP Trig TT 31<br />

Transponder Mod S FLID, DME<br />

King KN 62 A-01, GPS Stauff Sy6<br />

stec Flymap L VFR, Autopilot 4AP<br />

Kap 150, PowerFlarm aufgeschal6<br />

tet auf GPS Flymap, ELT Kannad<br />

406AF Comp., sehr gepfl. Zustand,<br />

Leder innen neu, stets hangariert,<br />

Pr. 118.000,- € + Vat 19 %.Tel.<br />

0172/8721444, karl.witt@icloud.<br />

com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656506<br />

Cirrus SR20, Standort LSZF, Bj.<br />

20<strong>03</strong>, TT 1530 Std., 4 Sitzpl.,<br />

13.000,– € VB. 1/11 Halteranteil<br />

an schöner, gepflegter SR20 am<br />

Standort Birrfeld abzugeben.<br />

Avionik erneuert. VB Halteranteil<br />

CHF 14'000, jährliche Fixkosten<br />

CHF 2'700, Flugstunde CHF 240.<br />

stephan.nyfeler@gmx.ch<br />

www.cirrus-club.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 654118<br />

Globe Swift GC 1 B, Standort<br />

EDLP, Bj. 1948, TT 2210 Std., 2<br />

Sitzpl., 78.000,– € VB. originale<br />

Swift, poliert, innen neu Leder<br />

dunkelblau, C 150 Sitze, Auto Fuel<br />

STC, O 300 Motor 145 PS 385h<br />

TSMO, Frontscheiben neu, Sporn1<br />

rad steuerbar, Cleveland Bremsen,<br />

King KY97A TSO Radio, King<br />

KT76A Transponder, super origina1<br />

ler Zustand ohne Vorschäden, alle<br />

Dokumente seit 1948.<br />

Tel. +491713081431 oder<br />

Tel. +491792955583,<br />

oggi@engelsburg.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 660216<br />

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Piccolo UL. Tel. 0170/9535662<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656996<br />

GARDAN HORIZON, Standort<br />

EDWV, Bj. 1967, TT 2770 Std., 4<br />

Sitzpl., 22.900,– € VB. GY-80/180,<br />

SN: 197, Lyc. O-360_A3A, 730 h<br />

offen, Prop. 790 h Restlaufzeit,<br />

Neulack, Scheiben u. Interieur<br />

2009, immer hangariert u. werft:<br />

gewartet. Tel. 0151/5<strong>03</strong>79338<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 662546<br />

Zweimotorige<br />

Flugzeuge (Kolben)<br />

Cessna 421 Golden Eagle,<br />

Standort EDGS, Bj. 1981, TT<br />

4265 Std., 2 Sitzpl., 270.000,– €.<br />

Preis inkl. neuer JNP. GTSIO 520-<br />

N: L/H 1359h / R/H 252h Mc<br />

Cayley 90UMB-0: L/H 45h / R/H<br />

45h Avionics: King Silver Crown<br />

(XPDR Mode S, 8,33 khz), WX<br />

Color + Storm Scope, Moving<br />

Map. Tel. +49 (0) 173/2643422<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 6614<strong>03</strong><br />

FK14, leer 301 kg, Standort<br />

EDTY, Bj. 2004, TT 400 Std., 2<br />

Sitzpl., 52.000,– € VB. Seit 10<br />

Jahren in 2. Hand. Nur Eigner<br />

geflogen. Rak.Fallsch. neu. CFK<br />

Tank. 210 km/h m. 15 l/h. 250 km/<br />

h m. 17 l/h. Reichw. 800 km.<br />

Vollausst. Leder/Alcant./CFK etc.<br />

Details: www.drgaida.de/D.pdf,<br />

Tel. 0163/7637636<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661371<br />

Aerospool Dynamic WT9 - Einziehfahrwerk,<br />

Standort EDVT,<br />

Bj. 2010, TT 280 Std., 2 Sitzpl.,<br />

122.500,– € VB. Insgesamt ist die<br />

WT9 absolut wie neu. Die Zelle<br />

hat 275 Stunden, der Motor hat<br />

90 Stunden. Bj. April 2010. Ausrüstung:<br />

CFK-Rumpf, Winglets,<br />

Einziehfahrwerk, Heizung, verstellbare<br />

Pedale etc. Rotax 912<br />

ULS 100 PS, Duc Swirl Propeller,<br />

Öl- und Wasserthermostat, Kannad<br />

ELT Integra 406, Sky Map<br />

MFD, Funk ATR 833 8,33 MHz,<br />

Transponder Garrecht VT01,<br />

ADSB, Flarm, Kollisionswarnsystem<br />

AirAvionics (Garrecht)<br />

TRX 2000, Neuwert größer<br />

160.000,- €. Tel. 0170/9171460,<br />

dynamic@bremer-info.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 657577<br />

SPEEDY-MOUSE UL, Einzelstück,<br />

nach deutsch. Bauvorschriften gebaut,<br />

kompl. Holzflächen, getempt.<br />

Rumpf, höchste Flatterfestigk., Rotax<br />

912 S, getönte Haube, klassische<br />

Instr., Rettung, wendig, solidesparsam,<br />

Preis: 44.900,- € ab Salzgitter.<br />

Germany EDV5. Stephan<br />

Becker, Tel. 0531/893535<br />

Czech Aircraft Works PS28<br />

Cruiser, Standort Milano/Italy,<br />

Bj. 2012, TT 160 Std., 2 Sitzpl.,<br />

90.000,– €. Engine: Rotax<br />

912ULS, Pro: Woodcomp Classic<br />

170/3/R, Dynon D-120,Dynon<br />

D100 EFIS, Backup Instruments,<br />

Garmin GTX 328,Intercom, GPS<br />

Garmin 695, 2 x 75 L Tanks, Dual<br />

Controls, Electric Aileron/Pitch<br />

Trim and Flaps, Hydraulic Brakes,<br />

Parking Brake, Wheel Fairings,<br />

Tow Bar, Lighting Package<br />

(Strobe/NAV/Landing Light), Canopy<br />

Sunshade, conditions like<br />

new. Tel. 0176/62012077, email@<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 659307<br />

Verkaufe UL ESQUAL 2008, 210<br />

B.Std., 6 Zyl. Jabiru Mot. 120 PS,<br />

Carbon, 2 Sitz., Vollausstattung,<br />

unfallfrei, 45.000,- €. Tausch mit<br />

2002 P Tecnam möglich, neuwert.<br />

Tel. 0043/6641534541<br />

Czech Aircraft Works, Standort<br />

Hangar LKSN, Bj. 2009, TT<br />

980 Std., 2 Sitzpl., 95.000,– € VB.<br />

Dynamic Speed for sale privat<br />

WT 09 Dynamic Speed, operation<br />

2009, Motor Rotax 912, 100<br />

HP, hours 980, Eguipment : EFIS<br />

Dynon D100, PCAS, GPS Garmin<br />

695, radiostation IC - A 200 E<br />

(FREQ setting by 8,33), transponder<br />

Garmin GTX 328 with<br />

mode S, fully original wheelens<br />

(position lights, strobe lights,<br />

landing light), ELT, autopilot Tru<br />

Track TS (two axes), propeller SR<br />

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98 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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80 PS Rotax 912UL, 2x Glass<br />

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EDBW, Bj. 1998, TT 434 Std., 2<br />

Sitzpl., 32.000,– € VB. Tel.<br />

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Standort Tröstau, Bj. 1975, TT<br />

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seit GU 4135, Stand 01.11.2015,<br />

Starts seit GU 9108, Stand<br />

01.11.2015, Motor Limbach L2000<br />

EA1, Werks-Nr.: 1337-1, Betriebsstunden:<br />

810, Propeller Hoffmann,<br />

Rosenheim -V62-RlL160T10 ARC:<br />

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6FMS4, Höhenmesser<br />

(Fuß) 4HM6, Vario 5 StVs, alle Winter,<br />

Kompaß Airpath C 2300, Funk:<br />

F.U.N.K.E ATR833-OLED, Transponder<br />

Mode S: Garrecht VT 1<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 658695<br />

Ercoupe 415D, Bj. 1947, 2 Sitzpl.,<br />

in sehr gepflegtem Zustand, Zelle<br />

2008/2009 komplett überholt,<br />

Motor Teilüberholung TT 1637 h,<br />

Conti C-85-12F 85 PS ca. 1000 h,<br />

TBO 1800 h, Prop Mc Cauley IA90<br />

CF7148 200 h, SOH by Röder,<br />

wahlweise offen fliegen oder ge6<br />

schlossen, mit Seitenruderpeda6<br />

len, 85 kts Reisegeschwindigkeit<br />

bei 20 L/h, 90 Liter Tankvolumen,<br />

alle AD's bzw. LTA's gemacht, An6<br />

nexII, PPL-N, Leergewicht 420 kg,<br />

max. Startgewicht 635 kg, elektri6<br />

scher Horizont, Garmin GPS495,<br />

Mode S, G- Messer, ELT Ameri6<br />

King, Drehzahlmesser, Öldruck,<br />

Öltemperatur, Vario, Fahrtmesser,<br />

Amperemeter, Libelle, Uhr, Iphone-<br />

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stephanvatter@web.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 653769<br />

Oldie, Standort Kempten, Bj. 1952,<br />

TT 2180 Std., 2 Sitzpl., 44.500,– €<br />

VB, grundüberholt 2012, Motor 25<br />

Std., Prop 25 Std., Com/Transponder.<br />

wertach@praxis-dr-bruns.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662597<br />

Segelflugzeuge<br />

Dyn Aero, Standort LSTB, Bj.<br />

2008, TT 562:06 Std., 2 Sitzpl.,<br />

44.000,– € VB. For sale (not airworthy).<br />

Type of aircraft: Dyn'Aéro<br />

MCR ULC. Registration: HB-<br />

WAW Cantilever low-mounted<br />

wing, fixed gear. T-tail all-moving<br />

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Engine: Rotax 914 UL4,<br />

turbo, 115.HP. Propeller: Neuform–MKIHE10,<br />

3 blades, ground<br />

adjustable. Tel. 0041/78/8624181,<br />

mcr01@sg-freiburg.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 653236<br />

Europa Monowheel Aircraft,<br />

Standort LSMF, Bj. 2001, TT<br />

350 Std., 2 Sitzpl., 69.500,– €.<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 660018<br />

-Markt<br />

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TT 1368 Std. Motor: Solo 2350BS,<br />

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Tel. 08384/823663, waldufo@web.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656023<br />

Oldtimer<br />

L-40 Meta Sokol, Standort EDAM,<br />

Bj. 1958 Standort EDAM, Bj. 1958,<br />

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<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

99


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(erscheint am 27.04.<strong>2016</strong>)<br />

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Avionik<br />

Ballonsport<br />

Bekanntschaften<br />

Chartergesuche<br />

Haltergemeinschaften<br />

Kaufgesuche<br />

Reise/Veranstaltung<br />

Stellengesuche<br />

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2-Mots<br />

Helikopter<br />

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Oldtimer<br />

Reise-Motorsegler<br />

Segelflugzeuge<br />

Turboprops<br />

Ultraleichte/LSA<br />

Wasserflugzeuge<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/16<br />

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anzeigen-<strong>aerokurier</strong>@motorpresse.de<br />

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0179/7611875, paolo@marcolini.<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 655300<br />

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GTN 750 (neu), ADL 120 weather data link inkl. iPad, alle Instrumente doppelt, O² Anlage,<br />

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Kontakt: Scott Kottwitz | gs.kottwitz@akrus.de | 0171 3521298<br />

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Nass inkl. MwSt., Garmin G1000<br />

PFD/MFD, Autopilot, Terrain,<br />

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für Vielflieger. 0179/7611875,<br />

paolo@marcolini.org<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 655301<br />

WeFly: Größter DA-42<br />

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102 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Chartergesuche<br />

Chartermöglichkeit N-Reg. Viersitzer,<br />

IFR, möglichst Glass-Cockpit<br />

im Raum Berlin gesucht.<br />

tilmann@audiomobil.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 655253<br />

Haltergemeinschaften<br />

Suche Haltergemeinschaft oder<br />

Charter. Tel. 0172/4508080<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662205<br />

Suche Haltergemeinschaft, 1/2<br />

oder 1/3 Teilhaberschaft Performance<br />

Class: Cirrus SR 22, Piper<br />

Arrow, Mooney oder ähnliches,<br />

EDMA oder EDML, Full IFR. Tel.<br />

01520/9378570<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 658<strong>03</strong>9<br />

Aeroclub sucht Mitflieger auf Ultraleichtflugzeug<br />

Eurostar EV97<br />

im Raum Stuttgart. Möglichkeit zur<br />

Ausbildung / Umschulung wird angeboten.<br />

Kontakt:<br />

Telefon 07157/61793, E-Mail:<br />

ultraleicht@aeroclub-stuttgart.de<br />

Haltergemeinschaft/Flugzeugkauf<br />

IFR. Suche Haltergemeinschaft<br />

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33, Cirrus, Mooney 201, Socata<br />

TB20 o. ä.) in EDLM/EDLE/EDLW.<br />

Tel. 0172/2802952, flieger2015a@<br />

gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 653139<br />

Cessna T206H 25 %iger Anteil<br />

Berlin, ¼ Anteil an sehr gepflegter<br />

sechssitziger Cessna, Bj. 2008,<br />

Erstbesitz, nur ca. 600 h, IFR, TKS,<br />

Garmin G1000, TAS, Stormscope,<br />

Radar Alt., Golze SAT Wetter.<br />

C206@plane2fly.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 655<strong>03</strong>6<br />

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Tel. 0172/2802952,<br />

flieger2015a@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 653138<br />

50 % Mooney M20K 252 TSE in<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 654268<br />

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EDLE, Sportavia Pützer RS 180 1/3<br />

Halteranteil hangariert, Standort<br />

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Tel. 0172/2000812, 0208/3044609,<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 653086<br />

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oder 0171/6871142, E-Mail: svb.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661145<br />

Suche Anteil/Haltergemeinsch.<br />

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O-320), Standort EDHL<br />

bzw. EDHE. Tel. 040/826573 (neu)<br />

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Gründen einer Haltergemeinschaft.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656664<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 659367<br />

Tel. +49(0)2241-924116 · Fax +49(0)2241-924118<br />

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Thomas Eckardt,<br />

info@eckardt-online.de<br />

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<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

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104 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

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Praxis-Quiz<br />

Lösungen von Seite 77<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

Landebahnbeleuchtung. Landebefeuerung<br />

bestehend aus:<br />

Reglerschränken, Trafoschränken,<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 657642<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 662349<br />

Frage 1: a) Das Pitotsystem bedarf einer Kontrolle,<br />

weil Sonden durch Fremdkörper wie Staub und Dreck<br />

verstopft sein können und sich in den Leitungen<br />

Wasser gesammelt haben kann. Beides kann zu<br />

Fehlfunktionen bei den barometrischen Instrumenten<br />

führen.<br />

Frage 2: b) Die Kontrolle der Papiere ist notwendig,<br />

weil die Versicherungspolice üblicher Weise für ein<br />

Jahr ausgestellt wird und demzufolge abgelaufen sein<br />

kann.<br />

Frage 3: c) Das Öl muss nicht zwingend gewechselt<br />

werden, sofern es nicht zu alt ist und für den höheren<br />

Temperaturbereich der Saison geeignet ist.<br />

106 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 654427<br />

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Fliegergruppe 1928 Donzdorf e.V,<br />

Flugplatz Donzdorf (EDPM), 73072<br />

Donzdorf<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660796<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656015<br />

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<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

107


[ Termine ]<br />

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4. – 6. März<br />

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4453233<br />

OO<br />

5. – 10. April<br />

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and Expo, Lakeland, Florida,<br />

USA<br />

Lakeland Linder Airport, 4175<br />

Medulla Road, Lakeland FL 33811,<br />

USA Tel.: +1 863 644 2431,<br />

www.sun-n-fun.org<br />

OO<br />

14. – 17. April<br />

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Fritzlar<br />

AOPA-Germany, Verband der<br />

Allgemeinen Luftfahrt e.V., Flugplatz<br />

Außerhalb 27, 63329 Egelsbach,<br />

Tel.: +49 61<strong>03</strong> 42081, E-Mail: info@<br />

aopa.de, www.aopa.de<br />

OO<br />

16. April<br />

40. Internationale Flugzeug-<br />

Veteranen-Teilebörse<br />

im Technik Museum Speyer<br />

Peter Seelinger,<br />

Tel.: +49 6341 80906,<br />

E-Mail: pseelinger@t-online.de,<br />

www.technik-museum.de<br />

✘✘<br />

20. – 23. April<br />

präsentiert<br />

von<br />

AERO, Friedrichshafen<br />

Messe Friedrichshafen, Neue<br />

Messe 1, 88046 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 708404,<br />

E-Mail: info@messe-fn.de,<br />

www.aero-expo.com<br />

OO<br />

29. April bis 1. Mai<br />

Präzisionsfliegertraining,<br />

Donaueschingen<br />

Precision Flying Association of<br />

Switzerland, E-Mail: ester.rimensberger@pfa.ch,<br />

www.pfa.ch<br />

OO<br />

1. Mai<br />

Oldtimer- und Dampfmaschinenfest,<br />

Münsingen-Eisberg<br />

LSV Münsingen-Eisberg, Segelfluggelände<br />

bei Dottingen, 72525<br />

Münsingen, Tel.: +49 7381 8466,<br />

E-Mail: info@flugplatz-eisberg.de,<br />

www.oldtimerfest-muensingen.net<br />

OO<br />

1. Mai<br />

Tag der offenen Tür,<br />

Flugplatz Erbach<br />

LSV Erbach, Tel.: +49 160 5355300,<br />

E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />

www.lsv-erbach.de<br />

OO<br />

1. Mai<br />

Tag der offenen Tür, Flugplatz<br />

Bohmte-Bad Essen<br />

LSV Wittlage, Friedrich Lüke,<br />

Tel.: +49 5472 1300,<br />

E-Mail: info@friedrich-lueke.de,<br />

www.lsv-wittlage.de<br />

OO<br />

5. – 8. Mai<br />

Fascination-Treffen,<br />

Görlitz<br />

Verkehrslandeplatz Görlitz,<br />

Girbigsdorfer Str. 85, 02828 Görlitz<br />

Tel.: +49 152 2278783<br />

OO<br />

7./8. Mai<br />

Fortbildungslehrgang<br />

für Fluglehrer, Tannheim<br />

Tannheimer Flieger- und Freizeitzentrum,<br />

Flugplatz, 88459 Tannheim,<br />

Tel.: +49 8395 93137, E-Mail:<br />

info@edmt.de, www.edmt.de<br />

OO<br />

24. – 26. Mai<br />

44. Meeting Aérien, Cerny /<br />

La Ferté-Alais, Frankreich<br />

Amicale Jean-Baptiste Salis,<br />

Aérodrome de Cerny/La Ferté-Alais,<br />

91590 Cerny , Frankreich,<br />

Tel.: +33 1 64575585,<br />

E-Mail: info@ajbs.eu, www.ajbs.eu<br />

✘✘<br />

24. – 26. Mai<br />

16. EBACE, Genf, Schweiz<br />

European Business Aviation Association,<br />

Avenue de Tervuren 13 a-b/<br />

Box 5, 1040 Brüssel, Belgien,<br />

Tel.: +32 2 7660070, E-Mail: infoeu@ebace.aero,<br />

www.ebace.aero<br />

OO<br />

26. – 29. Mai<br />

Kehler Flugtage,<br />

Flugplatz Kehl-Sundheim<br />

Aero-Club Kehl, Sonderlandeplatz<br />

Kehl-Sundheim, Postfach 1131,<br />

77671 Kehl, Tel.: +49 7851 899568,<br />

www.kehler-flugtage.de<br />

✘✘1. – 4. Juni<br />

ILA – Internationale Luft- und<br />

Raumfahrtausstellung, Berlin<br />

Messe Berlin, Messedamm 22,<br />

14055 Berlin, Tel.: +49 30 3<strong>03</strong>80,<br />

E-Mail: ila@messe-berlin.de,<br />

www.ila-berlin.de<br />

OO<br />

2. – 4. Juni<br />

France Air Expo, Pontoise-<br />

Cormeilles, Frankreich<br />

Sarl Adone Events, Aéroport<br />

Cannes-Mandelieu, 277 Avenue<br />

Françis Tonner, 06150 Cannes<br />

La Bocca, Frankreich, Tel.: +33 4<br />

92975247, E-Mail: info@airexpo.aero<br />

OO<br />

10. – 12. Juni<br />

Piper-PA-28-Treffen,<br />

Ganderkesee<br />

E-Mail: j.westedt@t-online.de,<br />

www.pa28.de<br />

OO<br />

12. Juni<br />

Flugplatzfest, Lüneburg<br />

Luftsportverein Lüneburg,<br />

Zeppelinstraße, 21337 Lüneburg,<br />

Tel.: +49 4131 8549214,<br />

E-Mail: info@edhg.de, www.edhg.de<br />

OO<br />

16. – 19. Juni<br />

AOPA-Flugsicherheitstraining,<br />

Bautzen<br />

AOPA-Germany, Verband der<br />

Allgemeinen Luftfahrt e.V., Flugplatz<br />

Außerhalb 27, 63329 Egelsbach,<br />

Tel.: +49 61<strong>03</strong> 42081,<br />

E-Mail: info@aopa.de, www.aopa.de<br />

Der Stubai-Cup steht in diesem Jahr unter dem Motto „Retro“.<br />

✘✘<br />

Terminankündigungen<br />

Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website www.<strong>aerokurier</strong>.de.<br />

Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für den Termin-Service an<br />

redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Veranstaltungen mit <strong>aerokurier</strong>-Stand<br />

OO<br />

17. – 18. Juni<br />

75 Jahre Militärflugplatz<br />

Meiringen, Schweiz<br />

Schweizer Luftwaffe, Flugplatzkommando<br />

Meiringen,<br />

3857 Unterbach, Schweiz,<br />

Tel.: +41 58461 6464,<br />

E-Mail: info.flplkdomei@vtg.admin.ch<br />

OO<br />

18./19. Juni<br />

Oldtimer-Fly-in,<br />

Flugplatz Ithwiesen<br />

Luftsportvereinigung Ithwiesen,<br />

Markus Rheinländer, 376<strong>03</strong> Holzminden,<br />

Tel.: +49 151 15376695,<br />

E-Mail: mrhein27@web.de,<br />

www.ithwiesen.de<br />

OO<br />

25./26. Juni<br />

OUV-Sommertreffen mit Fly-in,<br />

Hodenhagen<br />

OUV-Geschäftsstelle, Schützenstraße<br />

2, 72511 Bingen-Hitzkofen,<br />

Tel.: +49 7571 62309,<br />

E-Mail: gs@ouv.de, www.ouv.de<br />

OO<br />

25./26. Juni<br />

Flugplatzfest 80 Jahre Flugplatz<br />

Falkenberg/Lönnewitz<br />

Fliegerclub Falkenberg, Doberluger<br />

Straße 52, 04938 Uebigau,<br />

E-Mail: thomas.prophet@gmx.de,<br />

www.eduf.de<br />

OO<br />

1. – 3. Juli<br />

3. Stearman-Treffen<br />

Bienenfarm<br />

Alexander Stendel, Tel.: +49 172 650<br />

8000, E-Mail: alex@quax-flieger.de,<br />

www.stearmanflyin.de<br />

OO<br />

2. /3. Juli<br />

Open Airport, Rock im Hangar<br />

und Fly-in, Quirnheim<br />

Luftfahrtverein Grünstadt u. Umgebung<br />

e.V., Postfach 1329,<br />

67263 Grünstadt, Tel.: +49 6359<br />

3100, E-Mail: kontakt@luftfahrtverein-gruenstadt.de,<br />

www.luftfahrtverein-gruenstadt.de<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

3. Internationales Cessna-<br />

Treffen, Jena-Schöngleina<br />

Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina,<br />

Flugplatz 1, 07646 Schöngleina,<br />

Tel.: +49 36428 40669,<br />

E-Mail: info@flugplatz-jena.com,<br />

www.edbj.de<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

69. RSA Eurofly’in,<br />

Vichy-Charmeil, Frankreich<br />

Fédération RSA, 46, rue Sauffroy,<br />

75017 Paris, Frankreich,<br />

Tel.: +33 1 4228 2554, E-Mail:<br />

communication@rsafrance.com,<br />

http://euroflyin.rsafrance.com/<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

Royal International Air Tattoo<br />

(RIAT), Fairford, Großbritannien<br />

Tel.: +44 1285 713300 ext. 5000,<br />

www.airtattoo.com<br />

108 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Segelfluggruppe Wershofen e.V.,<br />

Bergstraße 7, 53520 Wershofen,<br />

Tel.: +49 2694 277,<br />

E-Mail: info@sfg-wershofen.de,<br />

www.flugtag-wershofen.de<br />

OO<br />

9. – 11. September<br />

18. Oldtimer-Fliegertreffen auf<br />

der Hahnweide<br />

Fliegergruppe Wolf Hirth e.V., Klaus-<br />

Holighaus-Straße 59, 73230 Kirchheim/Teck,<br />

Tel.: +49 7021 81602,<br />

E-Mail: oldtimer@wolf-hirth.de,<br />

www.oldtimer-hahnweide.de<br />

Fotos: Felix Kästle, Armin Kuprian<br />

Die Do-Days in Friedrichshafen locken jedes Jahr tausende Besucher an.<br />

OO<br />

11. – 17. Juli<br />

Farnborough International<br />

Airshow, Farnborough,<br />

Großbritannien<br />

Farnborough International Limited,<br />

Show Centre, ETPS Road, Farnborough,<br />

GB, Tel.: +44 1252 532800,<br />

E-Mail: enquiries@farnborough.com,<br />

www.farnborough.com<br />

OO<br />

16. / 17. Juli<br />

46. Flugplatzfest, Altötting-<br />

Osterwies<br />

Fluggruppe Alt-Neuötting, 84505<br />

Altötting,Tel.: +49 163 6673200,<br />

E-Mail: info@fgaoe.de, www.fgaoe.de<br />

OO<br />

24. Juli<br />

Flugplatzfest LSV Günzburg,<br />

60 Jahre Flugplatz Günzburg<br />

Luftsportverein Günzburg e.V.,<br />

Otto-Lilienthal-Weg 7, 89312 Günzburg,<br />

Tel.: +49 8221 4336,<br />

E-Mail: info@lsvgz.de, www.lsvgz.de<br />

OO<br />

25. – 31. Juli<br />

EAA AirVenture, Oshkosh,<br />

Wisconsin, USA<br />

EAA Aviation Center,<br />

Tel.: +1 920 4264800,<br />

E-Mail: convention@eaa.org,<br />

www.airventure.org<br />

OO<br />

13. –/14. August<br />

Do-Days <strong>2016</strong>,<br />

Friedrichshafen<br />

Dornier Museum, Claude-Dornier-<br />

Platz 1, 88406 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 4873640,<br />

E-Mail: info@dorniermuseum.de,<br />

www.dorniermuseum.de<br />

OO<br />

19. – 21. August<br />

Flugtage und Fly-in,<br />

Flugplatz Soest/Bad Sassendorf<br />

Flugsportgemeinschaft Soest,<br />

Am Flugplatz 5, 59505 Soest,<br />

Tel.: +49 2927-340<br />

E-Mail: info@flugplatz-soest.de,<br />

www.flugtage-soest.de<br />

OO<br />

27. August<br />

Hunterfest <strong>2016</strong>,<br />

St. Stephan, Schweiz<br />

Hunterverein Obersimmental,<br />

Postfach 23, 3772 St. Stephan,<br />

Schweiz, E-Mail: info@hunterverein.ch,<br />

www.hunterverein.ch<br />

OO<br />

27./28. August<br />

Flugplatzfest<br />

Albstadt-Degerfeld<br />

Luftsportverein Degerfeld e.V., Volker<br />

Rath, Postfach 562, 72426 Albstadt,<br />

Tel.: +49 7422 9493-17,<br />

E-Mail: volker.rath@schwarzwaelderbote.de,<br />

www.lsv-degerfeld.de<br />

OO<br />

28. August<br />

Flugplatzfest, Flugplatz Erbach<br />

LSV Erbach e.V., Burren 7, 89155<br />

Erbach, Tel.: +49 160 5355300,<br />

E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />

www.lsv-erbach.de<br />

OO<br />

3. /4. September<br />

Flugtag des Aero-Clubs<br />

Pirmasens<br />

Aero-Club Pirmasens , Ostring 18,<br />

66509 Rieschweiler-Mühlbach,<br />

Tel.: +49 6336 6266,<br />

E-Mail: info@aero-club-pirmasens.de,<br />

www.flugtag-pirmasens.de<br />

OO<br />

3. /4. September<br />

Nostalgisches Flieger-Picknick<br />

und Classic-Cessnas-Meeting,<br />

Wershofen/Eifel<br />

OO<br />

10./11. September<br />

Flugtag Sinsheim<br />

Flugsportring Kraichgau e.V. Sinsheim,<br />

Lilienthalstr. 15, 74889 Sinsheim,<br />

Tel.: +49 7261 3005, E-Mail:<br />

flugsportring-kraichgau@gmx.de,<br />

www.flugtag-sinsheim.de<br />

OO<br />

10./11. September<br />

Fliegerfest Ammerbuch,<br />

Flugplatz Poltringen<br />

Flugsportverein Herrenberg e.V.,<br />

Postfach 1102, 71070 Herrenberg,<br />

Tel.: +49 7<strong>03</strong>2 28602,<br />

E-Mail: info@fsv-herrenberg.de,<br />

www.fsv-herrenberg.de<br />

OO<br />

17. / 18. September<br />

Fly-in zum Jubiläum<br />

10 Jahre Quax-Flieger,<br />

Paderborn/Lippstadt<br />

Quax-Flieger, Heessener Dorfstraße<br />

46, 59073 Hamm, Tel.: +49 2381<br />

488842, E-Mail: info@Quax-flieger.de,<br />

www.quax-flieger.de<br />

OO<br />

14./15. Oktober<br />

AOPA Sea Survival Training,<br />

Elsfleth<br />

AOPA-Germany, Verband der<br />

Allgemeinen Luftfahrt e.V., Flugplatz<br />

Außerhalb 27, 63329 Egelsbach,<br />

Tel.: +49 61<strong>03</strong> 42081, E-Mail: info@<br />

aopa.de, www.aopa.de<br />

IMPRESSUM<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />

182-2800, Fax: +49 711 182-1781, E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de,<br />

Internet: www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Herausgeber: Michael Pfeiffer Redaktionsleitung: Lars Reinhold<br />

(verant. i. S. d. Presserechts) Stellv. Chefredakteur: Gerhard<br />

Marzinzik Produktionsleitung: Marion Hyna Schlussredaktion:<br />

Jutta Clever Grafische Konzeption: Harald Hornig Grafik und<br />

Layout: MOTORRAD-Grafik, Ralf Athen, Harald Hornig, Katrin<br />

Sdun Repro: MOTORRAD-Medienproduktion, Stefan Widmann<br />

(Ltg.), Catherine Pröschild (i.V.), Iris Heer, Sabine Heilig-Schweikert<br />

Sekretariat: Iris Schaber Ständige freie Mitarbeiter: Bernd<br />

Fischer, Toni Ganzmann, Frank Herzog, Mark Juhrig, Frank Martini,<br />

Egon-Manfred Paech, Holger Weitzel<br />

VERLAG: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Leitung Geschäftsbereich<br />

Motorrad/Luft- und Raumfahrt: Peter-Paul<br />

Pietsch Stellv. Verlagsleitung und Leitung Digitale Medien: Eva-<br />

Maria Gerst Brandmanagement: Natalie Lehn<br />

Anzeigenleitung: Reinhard Wittstamm, Tel.: +49 711 182-2814,<br />

E-Mail: rwittstamm@motorpresse.de Verantwortlich für den<br />

Anzeigenteil: Julia Ruprecht, Tel.: +49 711 182-1548, Fax: -1027,<br />

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Deutscher Pressevertrieb Vertriebsleitung: Dirk Geschke Herstellung:<br />

Rainer Jüttner<br />

DRUCK: Neef + Stumme GmbH & Co. KG, 29378 Wittingen.<br />

Printed in Germany.<br />

Fotoservice/Syndication/Lizenzen:<br />

Motor-Presse International, Tel.: +49 711 182-01<br />

ABO-SERVICE, 70138 Stuttgart<br />

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Deutscher Aero Club e.V., Hermann-Blenk-Str. 28, 38108<br />

Braunschweig, www.daec.de Offizielles Organ: DAeC, AOPA<br />

Germany, Club der Luftfahrt e.V.<br />

ANZEIGENVERTRETUNGEN IM AUSLAND: USA: International<br />

Aviation Magazine Group, Ed Hirsch, 12901 S.W. 64th Court, Miami,<br />

FL 33156, Tel.: 001 305-666-2055, E-Mail: ed.hirsch@iamgrp.<br />

com Advertising Office USA: Lorrie Balding, Advertising Sales Manager,<br />

Tel.: 001 786-223-1852, E-Mail: lorrie.balding@iamgrp.com<br />

Frankreich: Defense & Communication, Fabio Lancellotti, 48 Boulevard<br />

Jean-Jaurès, F-92110 Clichy, Tel.: +33 1 47307180, E-Mail:<br />

earchambeaud@defcommunication.com Italien: Rosy Pommerschein,<br />

Via Reno 2c, I-00198 Rom, Tel.: +39 06 8554126, E-Mail:<br />

pommerschein@tin.it Polen: Wojciech Luczak, Agencja Lotnicza<br />

Altair, ul. Fabry czna 16-22/23, PL-00-446 Warschau, Tel.: +48 22<br />

6283073, E-Mail: wojciechluczak@wp.pl Tschechien: Ing. Zdenek<br />

Burian, Ke kurtum 379/11, CZ-14200 Prag 4, Tel.: +420 261<br />

911187, E-Mail: motorpresse@email.cz<br />

BEZUGSPREISE: Einzelpreis: € 5,50 Jahresabonnement:<br />

€ 66,– frei Haus, A: € 72,90, CH: sfr 115,–. Übriges Ausland auf Anfrage.<br />

Studenten erhalten gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung<br />

das Abo mit einem Preisvorteil von 40 % gegenüber<br />

dem Kioskkauf zum Preis von € 39,60 (A: € 45,36; CH: sfr<br />

72,– ; weitere Auslandspreise auf Anfrage). Persönliche Mitglieder<br />

der Bundeskommission Motorflug des Deutschen Aero Club e.V.<br />

(DAeC) erhalten den Titel aero kurier im Rahmen eines gesonderten<br />

Mitgliederbezugspreises.<br />

Der <strong>aerokurier</strong> erscheint monatlich (mit den DAeC-Nachrichten<br />

in der Abonnement-Auflage). Es gilt die Anzeigenpreisliste <strong>2016</strong>.<br />

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der<br />

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von Teilen der Zeitschrift oder im Ganzen sind<br />

vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Fotos, Zeichnun gen und Datenträger wird keine Haftung<br />

übernommen. (ISSN <strong>03</strong>41-1281)<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 109


Leserforum<br />

<strong>aerokurier</strong> 02/<strong>2016</strong><br />

Reportage World Air Games<br />

Spitzenpiloten<br />

müssen Vorbild sein<br />

Vielen Dank für den ausführlichen und<br />

interessanten Bericht über die World Air<br />

Games in Dubai. Sie schreiben im Editorial,<br />

dass „für die Flugsicherheit bei dieser<br />

Veranstaltung eine Lanze gebrochen“<br />

wurde. Diese Ansicht kann ich so nicht<br />

teilen. Grund dafür ist der Segelflug-Wettbewerb<br />

des Abgleitens mit höchstmöglicher<br />

Effizienz. Bei Youtube sind dazu<br />

Videos zu sehen („camels on final“ und<br />

„camels on final 2“), in denen Kurven in<br />

geringster Höhe gezeigt werden. So etwas<br />

bei einer solchen Veranstaltung zu<br />

fliegen und das dann der ganzen Welt als<br />

unseren Sport zu präsentieren, ist ein<br />

klares no-go, davon distanziere ich mich.<br />

Egal, wie gut die Piloten diese Manöver<br />

vielleicht beherrschen. Es ist ja nett, dass<br />

Sebastian Kawa zu den Videos schreibt,<br />

dass man dies nicht zu Hause nachfliegen<br />

soll, diese Art des Fliegens ist trotzdem<br />

keine Werbung für unseren Sport. Man<br />

möge mir vorwerfen, dass ich eine schöne<br />

und interessante Veranstaltung schlechtrede.<br />

Aber wie erkläre ich meinen Flugschülern,<br />

dass eine Landekurve in 100<br />

Meter beendet sein soll, wenn Spitzenpiloten,<br />

die sich beispielgebend verhalten<br />

sollen, so etwas zusammenfliegen? Ich<br />

halte eine Regeländerung bei diesem<br />

Wettbewerb und ein Umdenken an dieser<br />

Stelle für dringend angeraten.<br />

Norman Stirbu, Schifferstadt<br />

Aufwändig inszenierte<br />

Selbstdarstellung<br />

Dem Bericht über die World Air Games<br />

in Dubai ist nichts hinzu zu fügen. Für die<br />

Teilnehmer und den Luftsport insgesamt<br />

war das ein einmaliges, grandioses Ereignis.<br />

Das Resümee von Volker K. Thomalla<br />

im Editorial und die Erwartungen an zukünftige<br />

Veranstaltungen halte ich aber<br />

für zu euphorisch. Bei aller Begeisterung<br />

sollte man den Blick für die Realität nicht<br />

verlieren. Die Air Games in Dubai waren<br />

vor allem eine mit unglaublichem Aufwand<br />

inszenierte Selbstdarstellung eines<br />

feudalen Herrschers, der selbst gern Fallschirm<br />

springt. Ein Glück für den Luftsport,<br />

der davon profitieren konnte. Die<br />

praktizierte wirtschaftliche Unvernunft<br />

würde man aber wohl nicht nur in<br />

Deutschland als grenzenlose Verschwendung<br />

verurteilen. So dürften sich die Spiele<br />

nur schwer von einem künftigen Bewerber<br />

in auch nur annähernd ähnlichem<br />

Ausmaß wiederholen lassen. Darüber hinaus<br />

ist zweifelhaft, ob man mit der Durchführung<br />

in einem solchen Land „ethische<br />

Werte wie gegenseitige Anerkennung<br />

und Respekt fördern“ kann. Wenn man<br />

nicht nur auf all die gigantischen Prunkbauten<br />

sieht, sondern auch mal über einen<br />

Bauzaun auf die Menschen guckt, die<br />

das alles bauen, zeigt sich deutlich: Anerkennung<br />

und Respekt sind dort mit dem<br />

Wort „gegenseitig“ nicht zu vereinbaren,<br />

sondern ganz offensichtlich nur in einer<br />

Richtung vorgesehen.<br />

Thomas Kirchner, Cottbus<br />

<strong>aerokurier</strong> 02/<strong>2016</strong><br />

Expertentipp Batterie<br />

Selbstentladung und<br />

Innenwiderstand<br />

Da ich beruflich mit Elektronik und Akkus<br />

zu tun habe, habe ich zum sonst sehr<br />

guten Artikel zwei kleine Anmerkungen:<br />

Erstens: Die Selbstentladung steigt mit<br />

steigender Temperatur und sinkt nicht,<br />

wie fälschlicherweise behauptet. Dieser<br />

Umstand ist für fast alle gängigen Akkutypen<br />

zutreffend. Zweitens: Die Selbstentladung<br />

hängt zusätzlich stark von Alter,<br />

Zustand und auch vom Ladezustand<br />

des Blei-Akkus ab und kann ohne weiteres<br />

im Bereich 10 bis 50 Prozent pro Monat<br />

und mehr liegen. Die Ladung an sich,<br />

selbst wenn diese nur noch einige wenige<br />

Prozent der Nennladung betragen sollte,<br />

reicht rechnerisch aus, um den Motor<br />

zu starten. Allerdings steigt der Innenwiderstand<br />

der Batterie mit sinkender<br />

Ladung. Damit sinkt zwangsläufig die maximal<br />

abrufbare Startleistung und die erforderliche<br />

Drehzahl zum Start wird nicht<br />

erreicht. Schlimmstenfalls reicht die Startleistung<br />

nicht mehr aus, um die innere<br />

Reibung des Motors zu überwinden und<br />

nichts dreht sich.<br />

Thomas Onsiek, Wien<br />

<strong>aerokurier</strong> 02/<strong>2016</strong><br />

F-Schlepp-Vergleich<br />

Zu wenig Power<br />

in der Höhe<br />

Mit Interesse habe ich den Bericht<br />

über die Vergleichsschlepps mit Remo<br />

und WT9 gelesen und kann das nicht unkommentiert<br />

stehen lassen. Als Betreiber<br />

einer DR400-235, die zur Bad Breisiger Segelflugwoche<br />

im letzten Jahr dorthin verchartert<br />

war, steht der Bericht im krassen<br />

Widerspruch zu den Ergebnissen anlässlich<br />

des Wettbewerbs. Zur Segelflugwoche<br />

im Mai dürften die Bedingungen ähnlich<br />

gewesen sein wie beim beschriebenen<br />

Vergleichstest. Zwar haben in dieser<br />

Woche auch ULs geschleppt, jedoch nur<br />

die leichten Einsitzer. Als weitere Schleppflugzeuge<br />

standen eine Remo und eine<br />

Morane mit jeweils 180 PS zur Verfügung,<br />

wobei letztere auch nur Einsitzer geschleppt<br />

hat. Mir ist bekannt, dass die<br />

Steigleistung der schleppenden Motorsegler<br />

und ULs geringfügig schlechter ist<br />

gegenüber Flugzeugen mit 180 PS. Für<br />

die Mönchsheide mögen die Werte realistisch<br />

sein, sie lassen sich aber kaum auf<br />

andere, deutlich höher gelegene Plätze<br />

wie das Klippeneck mit fast 1000 Meter<br />

MSL übertragen. Auf solchen Flugplätzen<br />

sind der Standschub und die Startbeschleunigung<br />

alles entscheidend, und da<br />

hilft nur ein optimales Verhältnis aus<br />

Motorleistung und Gewicht des Motorflugzeuges.<br />

Eine äußerst günstige Kombination<br />

steht zur Zeit mit der DR400RP umgebaut<br />

auf den O-540 mit 235 PS zur Verfügung<br />

und ist auf Flugplätzen mit<br />

schwierigen Verhältnissen unschlagbar.<br />

Selbstverständlich ist mir die große<br />

Kostenschere Echo- und Mike-Klasse<br />

bestens bekannt, dies kann sich jedoch<br />

mit den neuen ELA1-Regeln wieder etwas<br />

schließen.<br />

Hans-Peter Gomolzig, Wuppertal<br />

110 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


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(für Rückfragen bitte unbedingt mit Adresse<br />

und Telefonnummer) an<br />

redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 02/<strong>2016</strong><br />

LuftVO und SERA<br />

Das Sonnenstand-<br />

Messgerät fehlt<br />

Den, der die Definition der<br />

Nacht für die Fliegerei definiert<br />

hat, den würde ich im<br />

Fliegerjargon als einen „geistigen<br />

Tiefflieger“ bezeichnen.<br />

War doch die bisherige Regelung<br />

SS+30 und SR-30 klar und<br />

eindeutig. Es gab Tabellen, in<br />

denen die Zeiten standen,<br />

manche GPS-Geräte kann man<br />

auch danach fragen. Auch in<br />

Kalendern stehen hin und<br />

wieder die Zeiten.<br />

Schon der Text „bürgerliche<br />

Abenddämmerung“ finde<br />

ich ganz toll und kreativ. Die<br />

Definition, dass die Mitte der<br />

Sonnenscheibe sechs Grad unter<br />

dem Horizont stehen soll,<br />

setzt dem Ganzen die Krone<br />

auf. Kann mir mal jemand erklären,<br />

wie ich das messen<br />

kann und welche Geräte ich<br />

dazu benötige und in die Sonne<br />

soll man ja auch nicht<br />

schauen, ist nicht gut für die<br />

Augen.<br />

Die Segelflieger auf der<br />

Wasserkuppe können dann ja<br />

viel länger fliegen als die Segelflieger<br />

in Wetzlar, bei denen<br />

der Flugplatz im Tal an<br />

der Lahn liegt, da verschwindet<br />

die Sonne schon deutlich<br />

früher hinter dem Horizont.<br />

Ich finde die alte Regelung<br />

gut und werde mich auch in<br />

Zukunft daran halten. Ich habe<br />

dann abends rund zehn Minuten<br />

weniger Flugzeit, aber<br />

da kann ich gut mit leben. Übrigens:<br />

30 Minuten nach SS ist<br />

es an einem bewölkten Tag<br />

ohnehin schon ziemlich düster.<br />

Armin Becker, Wetzlar<br />

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(Vorsitz), Heino Dührkop, Dr. Michael Rathje, Düsternstraße 1, 2<strong>03</strong>55 Hamburg, als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />

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Schreiben<br />

lohnt sich!<br />

Unter allen Leserbrief-<br />

Autoren des vergangenen<br />

Monats hat die Redaktion<br />

das Sachbuch „Fly Safe<br />

– Crew Resource Management<br />

für Privatpiloten“ von<br />

Christian Rode verlost.<br />

Der Autor hat in seinen<br />

22 Dienstjahren bei der<br />

Luftwaffe mehrere tausend<br />

Flugstunden absolviert und<br />

arbeitet professionelle Standards so auf, dass auch<br />

Privatflieger davon profitieren. Als Gewinner des Buches<br />

wurde Norman Stirbu aus Schifferstadt gezogen.<br />

Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der Redaktionsmeinung<br />

übereinstimmen. Wir behalten uns die Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen<br />

Gründen vor.<br />

Straße, Nr.<br />

PLZ Wohnort<br />

E-Mail<br />

Telefon<br />

Ja, ich möchte auch von weiteren Inhalten, Vorabnachrichten, Themen und Vorteilen profitieren. Deshalb bin ich damit einverstanden, dass<br />

mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft<br />

mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren. Dieses Einverständnis<br />

kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen.<br />

Ich zahle per Bankeinzug und erhalte 1 Heft (Testabo) bzw. 2 Hefte (Jahresabo) gratis dazu.<br />

IBAN<br />

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SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 2<strong>03</strong>55 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer<br />

DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut<br />

an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir<br />

separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />

Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

Ich bezahle per Rechnung.<br />

Verlagsgarantie: Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem<br />

Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2<br />

Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen.<br />

Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: <strong>aerokurier</strong> Aboservice, Postfach,<br />

70138 Stuttgart, Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: <strong>aerokurier</strong>@dpv.de<br />

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[ MOTORFLIEGEN Porträt ]<br />

Nach mehr als 14 000 Sprüngen<br />

von Skischanzen hat Thomas<br />

Morgenstern den Sport aufgegeben.<br />

Die Angst vor Stürzen wurde<br />

ihm zu groß. Heute hat er im Hubschrauberwettkampf<br />

eine neue<br />

Herausforderung gefunden.<br />

Überflieger<br />

in zwei Welten<br />

Das Interview führte Lars Reinhold<br />

Fotos: Philip Platzer | Red Bull Contentpool<br />

Thomas, was geht dir durch den<br />

Kopf, wenn die Rotoren zu drehen<br />

beginnen?<br />

Es ist die pure Vorfreude! Ich<br />

bekomme ja schon große Augen, wenn ich<br />

einen Hubschrauber sehe, weil das Fliegen<br />

einfach meine Leidenschaft ist. Sobald ich<br />

keinen Boden mehr unter den Kufen habe,<br />

ist es die totale Freiheit, ein Kick, ein Wow-<br />

Gefühl.<br />

Hast du keine Angst, dass etwas schiefgehen<br />

könnte?<br />

Natürlich gibt es Risiken, beispielsweise das<br />

Wetter. Wind, Nebel, Niederschlag, das sind<br />

wichtige Faktoren. Auch die technische Seite<br />

muss stimmen, die ordentliche Wartung meines<br />

Hubschraubers, die Vorflugkontrolle usw.<br />

Der Umgang mit den Risiken ist das Entscheidende.<br />

Gute Flugvorbereitung, Erfahrung und<br />

die Bereitschaft, mit jedem Flug dazuzulernen<br />

– insbesondere von erfahrenen Piloten. Letztendlich<br />

bin ich Privatpilot; ich entscheide, wann<br />

ich in die Luft gehe. Ich muss niemandem<br />

etwas beweisen.<br />

Bei dem schweren Sturz beim Skifliegen<br />

am Kulm 2014 hast du nach eigener Aussage<br />

in der Luft die Kontrolle verloren.<br />

Weitere Stürze ließen die Angst schließlich<br />

so groß werden, dass du deine Karriere<br />

beendet hast. Nun fliegst du Helikopter,<br />

das birgt ähnliche Risiken. Wo<br />

ist der Unterschied?<br />

Zunächst sollte man das Risiko nicht überbewerten.<br />

Skispringen ist eine sehr sichere Sportart,<br />

Fliegen die sicherste Art der Fortbewegung<br />

– zumindest, wenn man sich die Statistiken<br />

ansieht. Wenn allerdings etwas passiert, sind<br />

die Folgen zumeist fatal. Ein Unterschied liegt<br />

vielleicht darin, dass ich beim Skispringen im<br />

Flug nahezu keinen Raum habe, um bei Problemen<br />

einzugreifen und zu korrigieren. Das<br />

ist beim Helifliegen anders. Da gibt es Notverfahren,<br />

die in der Ausbildung gelernt und<br />

geübt werden. Eine sichere Landung ist meist<br />

möglich. Geht man aber über das Limit, sieht<br />

es auch hier schlecht aus.<br />

Macht dich die Erfahrung aus zehn Jahren<br />

Profisport zu einem besseren Piloten?<br />

112 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


Das würde ich nicht unbedingt sagen.<br />

Allerdings ist es sicher so, dass ich<br />

gelernt habe, intensiv an mir zu arbeiten<br />

und mich zu verbessern bei<br />

dem, was ich tue. Sich ein Ziel zu<br />

setzen und darauf hinzuarbeiten, ist<br />

eine Stärke von mir. Im Wettkampf<br />

allerdings, wie beispielsweise bei den<br />

World Air Games in Dubai, kann meine<br />

Erfahrung aus mehr als 400 Weltcupspringen<br />

vielleicht ein Vorteil sein,<br />

einfach weil ich das Wettkampfgeschehen<br />

gewohnt bin.<br />

Konntest du von deiner sportlichen<br />

Trainingsroutine bei deiner<br />

Flugausbildung profitieren?<br />

Absolut! Ich bin mein ganzes Leben<br />

lang von Trainern gecoacht worden.<br />

Dabei lernt man, Kritik nicht als etwas<br />

Negatives aufzufassen, sondern als<br />

etwas, das einen voranbringt. Vielleicht<br />

fällt es einem Leistungssportler leichter,<br />

Hinweise von anderen, von Profis,<br />

anzunehmen. Das war auch in meiner<br />

Flugausbildung so. Wenn mir mein<br />

Fluglehrer sagte, ich müsse das so<br />

und so machen, dann habe ich versucht,<br />

das bestmöglich umzusetzen.<br />

Klingt nach dem perfekten Flugschüler<br />

...<br />

Tatsächlich bekam ich solch ein Feedback<br />

mehrfach. Meine Lehrer haben<br />

mir oft gesagt, dass ich sehr schnell<br />

lerne und Anweisungen umsetze.<br />

2008 die Lizenz für Flugzeuge,<br />

2012 der Helischein. Wie kommt<br />

man vom Skifliegen zum „richtigen“<br />

Fliegen?<br />

Es gibt ja so einige Skispringer, die<br />

die Pilotenlizenz gemacht haben, beispielsweise<br />

meine Mannschaftskollegen<br />

Michi Hayböck oder Martin Koch.<br />

Skispringer sind vielleicht einfach<br />

gerne in der Luft, wir besitzen das<br />

Flieger-Gen. Für mich war es ein<br />

logischer Schritt, es auszuprobieren.<br />

was für mich. Ein berufliches Standbein<br />

in der Fliegerei wäre schön.<br />

Erwächst daraus nicht wieder<br />

der Druck, aufgrund dessen du<br />

den Sport aufgegeben hast?<br />

Um das zu vermeiden, möchte ich<br />

gerne mein eigener Chef sein. Ich will<br />

die Entscheidung treffen, wann ich<br />

fliege und wann nicht. Ich will als<br />

Pilot alt werden und keine unnötigen<br />

Risiken eingehen.<br />

Mit dem Heli hast du auch eine<br />

neue sportliche Herausforderung<br />

gefunden. Soll es hier ebenfalls<br />

bis an die Weltspitze gehen?<br />

Zunächst ist mir wichtig, dass ich mit<br />

dem Hubschraubersport weiter Wettkämpfe<br />

machen kann – wie ich es mein<br />

ganzes Leben lang getan habe – und<br />

dabei noch sehr viel lerne. Außerdem<br />

reizt mich die Teamarbeit zwischen<br />

Pilot und Copilot. Die Präzision, die<br />

Dynamik des Sports, das ist faszinierend.<br />

Allerdings braucht es noch viel<br />

Entwicklung, dazu würde ich gerne<br />

beitragen und meine eigene Popularität<br />

nutzen, um mehr Menschen für<br />

den Hubschrauberwettkampf zu begeistern.<br />

Wenn ich dann noch vorne<br />

mitfliegen kann, umso besser.<br />

Abgesehen von Sport und Beruf:<br />

Wenn du einfach nur Spaß haben<br />

willst, wo fliegst du mit deiner<br />

R44 Raven hin?<br />

Ganz ehrlich: Am liebsten in meine<br />

Heimat Kärnten. Die Region um den<br />

Millstätter See ist für mich einfach<br />

ein wunderschönes Fleckchen Erde.<br />

Da kenne ich eigentlich alles, aber<br />

aus der Luft entdeckt man immer<br />

wieder was Neues. Da fühle ich mich<br />

frei und schalte ab. Am liebsten zu<br />

Musik von den Toten Hosen. ae<br />

So kennt man Thomas<br />

Morgenstern: als erfolgreichen<br />

Skispringer.<br />

Bronzemedaille<br />

in Dubai<br />

Mit dem dritten Platz bei<br />

den World Air Games in<br />

Dubai hat Thomas Morgenstern<br />

nach Gold und<br />

Silber im Skispringen<br />

seinen olympischen Medaillensatz<br />

komplett gemacht.<br />

Mit Copilot Stefan<br />

Seer stellte er sich<br />

den Herausforderungen<br />

im Fender Rigging und<br />

im Slalom. Im Rigging<br />

gilt es, einen Bootsfender<br />

an einem Seil durch<br />

einen Parcours aus Toren<br />

zu manövrieren und<br />

in Fässer zu versenken.<br />

Beim Slalom muss ein<br />

Eimer Wasser durch den<br />

Parcours gebracht und<br />

am Ende in der Mitte<br />

eines kleinen Tischs<br />

platziert werden. Für Berührung<br />

der Tore gibt es<br />

Strafpunkte, beim Fender<br />

Rigging auch für das<br />

Berühren der Tonnen<br />

und beim Slalom für das<br />

Verschütten des Wassers<br />

im Eimer.<br />

Ist die Fliegerei für dich beruflich<br />

eine Option? Ein Spitzensportler<br />

im Ruhestand muss ja auch seine<br />

Brötchen verdienen ...<br />

Das ist durchaus eine Option. Ich bin<br />

gerade dabei, den Berufspilotenschein<br />

zu machen. Was ich mir nicht vorstellen<br />

kann ist die klassische Linienfliegerei<br />

mit 300 Leuten von A nach B.<br />

Deswegen bin ich auch auf den Hubschrauber<br />

umgestiegen. Hier sind die<br />

Einsatzmöglichkeiten vielfältiger,<br />

beispielsweise Rettungsfliegerei, Lastenflug<br />

und so weiter. Das ist eher<br />

Konzentration: Thomas Morgenstern in seiner R44 Raven.<br />

<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong> 113


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Wir bitten um Verständnis, wenn angekündigte Beiträge aus aktuellen Gründen in eine andere Ausgabe verschoben werden.<br />

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114 <strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong>


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