Die Wirtschaft 1-2016

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Macher & Märkte: Interview

mit Agenturchef Fahnemann

Seite 4/5

Geld & Geschäft: Im Ausland

warten Zinsen auf die Mutigen

Seite 17

Branchen & Betriebe: Gecko

geht wieder an den Start

Seite 12/13

DIE WIRTSCHAFT

Münster | Münsterland

www.agravis.de

Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG

Soester Straße 13, 48155 Münster

ZKZ 88690 PVST

Ausgabe 1/2016

www.die-wirtschaft-muensterland.de

Preis: 2,00 Euro

Schweres Geldgeschäft –

das Filialnetz schrumpft

Trend zum Online-Banking zwingt Banken und Sparkassen zum Handeln. Auch in Westfalen

macht der Kostendruck im Wettbewerb immer mehr Zweigstellen unrentabel

Noch gibt es in Deutschland nahezu

35 000 Filialen von Banken, Sparkassen

und Volksbanken – doch ein kräftiges

Filialsterben hat begonnen,

nicht zuletzt wegen des boomenden

Online-Bankings.

Commerzbank-Chef Martin

Blessing malte jüngst das

Bild einer massiven Schließungswelle

bei Bankfilialen

an die Wand. „Bis zu einem

Drittel“ der Zweigstellen werde in den

kommenden zehn Jahren verschwinden,

rechnete der Vorstandsvorsitzende vor.

Begonnen hat das Filialsterben bereits.

So kündigte etwa die Hypo-Vereinsbank

an, 240 ihrer insgesamt 580 Geschäftsstellen

schließen zu wollen. Die Deutsche

Bank gibt bis zum kommenden Jahr 200

ihrer 700 Filialen auf.

Auch in Westfalen, und somit ebenso im

Münsterland, hat der Rückzug aus der

engmaschigen Filialversorgung längst

begonnen. Der Präsident des Sparkassenverbands

Westfalen-Lippe, Dr. Rolf Gerlach,

kündigte jüngst nicht nur an, dass

die Zahl der Sparkassen-Institute in der

Region bis zum Jahr 220 wohl von 68 auf

60 schrumpfen werde.

Auch den Filialen geht es offenbar weiter

an den Kragen. Schon im vergangenen

Jahr war dieser Trend spürbar. Nachdem

die westfälischen Sparkassen im Jahr

2014 noch 1175 mitarbeiterbesetzte Filialen

unterhalten haben, waren es im vergangenen

Jahr lediglich noch 1134 – ein

Rückgang um 3,5 Prozent. Allerdings

wuchs in der Vergangenheit parallel die

Nur für das Geldabheben reicht auch eine SB-Filiale. Die Zahl der Bank-Zweigstellen mit Mitarbeitern schrumpft.

Zahl der Selbstbedienungseinheiten. Davon

habe es im Jahr 1990 drei gegeben,

im vergangenen Jahr waren es westfalenweit

281.

In der Summe haben die westfälisch-lippischen

Sparkassen damit 1415 Geschäftsstellen

– zwölf weniger als im Vorjahr.

Blickt man ein Vierteljahrhundert

zurück, betrug der Rückgang 17 Prozent.

1704 Sparkassen-Geschäftsstellen hatte

es noch 1990 in Westfalen-Lippe gegeben.

Foto: colourbox.de

Konkrete Pläne nannte im Januar die

Sparkasse Münsterland Ost. Deren Vorstandsvorsitzender

Markus Schabel kündigte

an, die Zahl der Sparkassen-Standorte

im Geschäftsgebiet von 80 auf 73 zu

senken. ► Fortsetzung Seite 2

OFFEN GESAGT

Beim Umbau

Maß halten

Die Privatbanken, Volksbanken

und Sparkassen stehen

allesamt unter enormem

Druck. Das Dauerzinstief

nimmt den Finanzhäusern jede

Chance, üppige Erträge einzufahren.

Gleichzeitig machen

reine Internetbanken den klassischen

Geldinstituten zunehmend

starke Konkurrenz.

Zwar hat die Finanzkrise vor

allem den Volks- und Raiffeisenbanken

sowie den Sparkassen

einen massiven Kundenzustrom

beschert. Doch auch die

Kunden dieser Traditionshäuser

nutzen immer stärker die

Online-Filialen der jeweiligen

Geldhäuser.

Für alltägliche Geschäfte werden

die Zweigstellen kaum

noch gebraucht. Der Beratungsbedarf

bei komplizierten

Produkten bleibt aber bestehen,

zu diesem Zweck ist

nach wie vor ein persönliches

Gespräch gefragt. Die Filialen

der Banken behalten somit

eine wichtige Funktion. Die

Geldhäuser sollten deshalb

beim Umbau Maß halten. Doch

wenn die intensive Betreuung

statt des simplen Zahlungsverkehrs

Arbeitsschwerpunkt ist,

muss es nicht gleich um die

Ecke eine Niederlassung geben.

Besser ist es, Kompetenz an wenigen

Standorten zu bündeln.

Gepaart mit dem enormen Kostendruck

im Finanzsektor ist

der Schritt zur Schließung

eines Teils der Filialen quasi

zwangsläufig. Wichtig ist jedoch

den anstehenden Personalabbau

sozialverträglich zu

gestalten. Jürgen Stilling

Weiter auf Wachstumskurs

Konjunkturaussichten für 2016 sind überwiegend positiv

Die Wirtschaft hat 2015 um 1,7

Prozent zugelegt. Die konjunkturelle

Lage sei damit durch ein solides

und stetiges Wirtschaftswachstum

gekennzeichnet gewesen,

erklärte das Statistische Bundesamt.

Für 2016 rechnen Volkswirte

mit einem ähnlichen Plus.

4 198869 002009

2 0 0 0 8

Vo VnOktober bis Dezember

2015 erhöhte der

Staat seine Konsumausgaben

deutlich – unter

anderem, weil er für die

Versorgung und Integration Hunderttausender

Flüchtlinge viel Geld in die

Hand nehmen muss. Viele Volkswirte

werten die Zuwanderung als eine Art

Konjunkturprogramm – auch mit

Blick auf 2016.

Auch die Konsumfreude der Verbraucher

kurbelte das Wachstum an. Die

Inflation ist vor allem wegen des Ölpreisverfalls

niedrig, das entlastet die

Budgets der Verbraucher. Zwar erhöhten

sich die Ausgaben der Verbraucher

nach Angaben des Statistischen

Bundesamtes zum Jahresende

nur leicht. Das sei aber wohl nur eine

Pause nach dem kräftigen Zuwachs

im dritten Quartal, erläuterte Unicredit-Ökonom

Andreas Rees.

Schwankungen auf Quartalsbasis seien

nicht ungewöhnlich.

Die Unternehmen investierten mehr

als im dritten Quartal – vor allem in

Bauten. Dabei spielte nach Einschätzung

von Ökonomen auch der milde

Winter eine Rolle.

Die Geschäftsaussichten für die

Unternehmen in Westfalen-Lippe verbessern

sich weiter. Dies lässt sich am

aktuellen Sparkassen-Konjunkturindikator

ablesen, der im Vergleich zum

Herbst um fünf Punkte auf 124,0

Punkte gestiegen ist. Für gute Stimmung

sorgt die zunehmende konjunkturelle

Dynamik. Die Unternehmen

rechnen mit steigenden Ausfuhren,

die Rahmenbedingungen für Investitionen

bleiben dank niedriger

Zinsen freundlich. Basis für diese Bewertung

sind unter anderem Umfragen

der acht Industrie- und Handelskammern

in Westfalen.

kh-st-waf.de


2 MACHER & MÄRKTE

Finanzsektor speckt ab

Schließung von Bankfilialen bedroht bundesweit 125 000 Arbeitsplätze / „Gefährliche Gratwanderung“

Die Einschnitte ins Filialnetz bedeuten

immer auch Personalabbau. Die

Rede ist von 125 000 Arbeitsplätzen,

die bis 2025 bei den deutschen Kreditinstituten

wegfallen sollen – auch

wegen der düsteren Ertragsperspektive

durch die Nullzinspolitik der

Europäischen Zentralbank.

ENTWICKLUNG ZWEIGSTELLENNETZ

45 467 44 100 Rückgang bei allen Bankengruppen: – 22,4 %

40 332 39 817 39 565 38 881 38 183

Zweigstelle

37 719 36 283 36 196

35 302

Zweigstelle

2004

2005

2006

Zweigstelle

2007

Hauptstelle

2008

2009

Zweigstelle

2010

2011

2012

2013

Zweigstelle

2014

Illustration: colourbox.com / Grafik: chr

Betrachtet man alle Bankengruppen,

stehen rund 1000

Filialen unmittelbar vor dem

Aus. Das hat das „Handelsblatt“

in einer Branchenumfrage

ermittelt, die zum Jahreswechsel

veröffentlicht wurde. Allein 750 Zweigstellen

fallen danach bundesweit bei

Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken

weg. Bei einzelnen Geldhäusern

sind offenbar 30 bis 40 Prozent der Filialen

betroffen. In den nächsten drei Jahren,

so heißt es in der Finanzbranche, sollen

allein bei den deutschen Volks- und

Raiffeisenbanken 2500 der bislang noch

rund 12 500 Filialen wegfallen.

In Rheinland und Westfalen, also dem

Gebiet des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes

(RWGV), gab es

am Jahresende 2015 noch 174 Mitgliedsbanken

(inklusive der Sonderinstitute),

die insgesamt 1792 Zweigstellen unterhalten.

Allein 2014 hatte es unter den

Mitgliedbanken des RWGV fünf Fusionen

gegeben. Die Zahl der Filialen war nach

damaligen Angaben von RWGV-Chef Ralf

W. Barkey um 1,4 Prozent geschrumpft.

Zum Vergleich: Im Jahr 2002, dem Gründungsjahr

des RWGV, gab es nach Verbandsangaben

noch 272 Geldinstitute

mit exakt 2179 Filialen. „Durch den enormen

Regulierungsdruck und die Nullzinspolitik

der Europäischen Zentralbank

dürfte der Fusionstrend auch in den

kommenden Jahren weiter anhalten“,

prognostizierte ein RWGV-Sprecher in

Münster.

Auch kleinere Geldhäuser stellen sich

schlanker auf. So kündigte die National-

Bank mit Hauptsitz in Essen an, Filialen

zusammenzulegen. Folge: Die Zahl der

Mitarbeiter, die im September noch bei

rund 800 lag, soll bis zur Jahresmitte

2016 um 50 bis 70 sinken.

Doch der Filialkahlschlag bei den deutschen

Banken stößt auch auf Skepsis.

Martin Zielke, Privatkundenvorstand der

Commerzbank, sprach in der „Wirtschaftswoche“

jüngst von einer gefährlichen

Gratwanderung. Denn auch wenn

die Zahl der Internetkunden steige, seinen

deutsche Bankkunden bei neuen

Techniken immer noch skeptisch. Gerade

bei komplexen Themen bleibe persönlicher

Kontakt unverzichtbar. „Selbst junge

Kunden wollen die Option haben, sich

persönlich beraten zu lassen“, sagte Zielke

dem Wirtschaftsmagazin. Das gilt

nach Einschätzung von Branchenkennern

auch für die Beratung bei der Immobilienfinanzierung.

Nach einer Schätzung der DZ-Bank in

Frankfurt, einem der zwei Spitzeninstitute

der Volks- und Raiffeisenbanken, steht

künftig ein massiver Kahlschlag bevor.

Bis zum Jahr 2030 werde die Zahl der Filialen

auf unter 20 000 zurückgehen,

heißt es in einer Studie des Geldinstituts.

Das entspräche einem Minus von deutlich

über 40 Prozent. Jürgen Stilling

IMPRESSUM

DIE WIRTSCHAFT Münster /

Münsterland

Verlag und Herausgeber:

Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG,

Geschäftsbereich:

Media & Sales, Soester Str. 13,

48155 Münster, Telefon: 0251 690-0,

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Redaktion: Claudia Bakker (verantw.)

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Herbert Eick, E-Mail: anzeigen@diewirtschaft-muensterland.de

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Telefon: 0251 690-4948,

Telefax: 0251 690-804801

Gestaltung/Layout: Lisa Stetzkamp

Druck: Aschendorff Druckzentrum

GmbH & Co. KG, An der Hansalinie 1.

48163 Münster, Telefon: 0251 690-0,

Telefax: 0251 690-215; Auflage:

17.000 Exemplare

www.die-wirtschaft-muensterland.de

Dieser Ausgabe liegen eine Beilage der

Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf

sowie eine Verlagsbeilage „Fuhr- und Speditionsunternehmen“

bei. Wir bitten unsere

Leser um freundliche Beachtung.

Direkter Weg zur Bank

Online-Banking wird beliebter – Deutschland liegt aber nur im europäischen Mittelfeld

Zwei von drei Bundesbürgern in

mittleren Alter wickeln ihre Bankgeschäfte

– zumindest gelegentlich –

auch online ab. Damit liegen die

Deutschen europaweit aber nur im

Mittelfeld.

Die Norweger sind besonders

internetaffin: Online-

Banking ist dort so stark

verbreitet wie in keinem

anderen europäischen

Land: 93 Prozent der Bankkunden nutzen

in Norwegen das Internet als Weg zu

ihrer Bank. Auf den folgenden Plätzen

finden sich nach Angaben europäischer

Statistiker die Finnen und die Esten mit

knapp 93 bzw. 91 Prozent.

In Deutschland erledigen nach den jüngsten

Zahlen des Statistische Bundesamts

in Wiesbaden 66 Prozent der 25- bis 54-

Jährigen Bürger ihre Bankgeschäfte gelegentlich

online. Über alle Altersgruppen

sind es aber nur rund 50 Prozent. Lediglich

15 Prozent der Bürger nutzen diese

elektronische Verbindung zu ihrem Geldhaus

mindestens einmal wöchentlich.

Beispielhaft sei hier die Entwicklung bei

den Sparkassen in Westfalen-Lippe genannt:

„Über 400 000 Kunden besuchen

Bankgeschäfte vom heimischen laptop aus werden immer beliebter.

uns täglich in unsrer Internetfiliale“, gab

der Vizepräsident des Sparkassenverbands

Westfalen-Lippe, Jürgen Wannhoff,

kürzlich bei der Bilanzvorlage für

2015 an. Das entspräche etwa 6,5 Prozent

aller Kunden. Über eine Milliarde

Online-Transaktionen hätten die westfälischen

Sparkassen im vergangenen Jahr

registriert – nach 973 Millionen im Vorjahr.

„Das sind 2,8 Millionen Transaktionen

pro Tag“, rechnete Wannhoff vor.

Inzwischen führen bei den Sparkassen

der Region 44 Prozent der Privatkunden

Foto: colourbox.de

und sogar 71 Prozent der Firmenkunden

ihre Konten online. Wannhoff: „Die Zahlen

unterstreichen: Die Sparkassen stehen

nicht am Anfang der digitalen Veränderung,

sondern sind – gemeinsam mit

ihren Kunden – bereits voll im digitalen

Wandel und werden diesen konsequent

vorantreiben.“ Künftig wolle man auch

am Bezahlen im Online-Handel partizipieren.

Gemeinsam mit allen anderen

Bankengruppen in Deutschland werde in

Kürze das Bezahlangebot „paydirekt“ gestartet.

Jürgen Stilling

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MACHER & MÄRKTE 3

„Das zentrale Event für die

deutsche Nanotechnologie“

Die „NRW Nano-Konferenz“ findet im Dezember 2016 zum ersten Mal in Münster statt.

Erfolg für den Standort: Die Stadt

Münster und das Messe- und Congress-Centrum

Halle Münsterland

wird am 7. und 8. Dezember 2016

erstmals Schauplatz der hochkarätigen

„NRW Nano-Konferenz“. In

einer entscheidenden Beiratssitzung

wurde jetzt der Startschuss für die

siebte Auflage dieser alle zwei Jahre

stattfindenden Konferenz gegeben.

Die vom Ministerium für Innovation,

Wissenschaft

und Forschung des Landes

Nordrhein-Westfalen und

dem Cluster „NanoMikro-

Werkstoffe-Photonik.NRW“ organisierte

„NRW Nano-Konferenz“ hatte zuletzt

sechs Mal in Folge erfolgreich in Dortmund

Experten aus dem Bereich der Nanotechnologie

die Plattform für internationalen

Austausch geboten. Als Ausrichter

ist nun für 2016 erstmals die Wirtschaftsförderung

Münster mit im Boot;

künftig wechselt der Veranstaltungsort

zwischen Münster und Dortmund. Dies

ist laut einer gemeinsamen Mitteilung

der Beteiligten das „zukunftsweisende

Ergebnis eines Standort-Wettbewerbs

und setzt ein Zeichen für die übergreifende

Zusammenarbeit der Technologiestandorte

in Nordrhein-Westfalen“.

Für Münster sei die Nanotechnologie von

großer strategischer Bedeutung. So

Klein, kleiner, nano: Das Bild (Hintergrund) zeigt die Oberfläche der kleinen Platte, die

von einem Wissenschaftler gehalten wird.

Foto: dpa

arbeiten in der „Allianz für Wissenschaft

Münster“ führende Köpfe der Stadt, Uni

und Fachhochschule an der Weiterentwicklung

der Wertschöpfungskette im

NanoBioanalytik-Cluster Münster. Dort

profitieren Firmen, nano- und biotechnologische

Forschungseinrichtungen, Betriebe,

Hochschulen und Kliniken gegenseitig

voneinander. Als Leuchttürme gelten

die von der Stadt Münster und dem

Land NRW geförderten Infrastruktureinrichtungen

Center for Nanotechnology

(CeNTech) und Nano-Bioanalytik-Zentrum

(NBZ). Wissenschaftlich weist die

Universität in den Bereichen Nanoanalytik

und Nano-Medizin international anerkannte

Exzellenz auf.

Der Beirat der „NRW Nano-Konferenz“,

dem Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft

und Gesellschaft angehören, diskutierte

über die zukünftige inhaltliche

und strukturelle Ausrichtung der Konferenz.

Die Mitglieder des Beirats waren

sich einig, dass die Nano-Konferenz ein

wichtiges Instrument zur Innovationssteigerung

in NRW und das zentrale

Event für die Nanotechnologie in

Deutschland ist. Die Zahl der Vorschläge

zu Themenbereichen, möglichen Referenten

und Programmpunkten war groß.

„So verspricht die erste Nano-Konferenz

am Standort Münster ein voller Erfolg zu

werden“, hieß es.

Zum interdisziplinären Austausch über

aktuelle Trends und Herausforderungen

in der Nanotechnologie werden im Dezember

über 700 Expertinnen und Experten

erwartet. Neben Fachvorträgen internationaler,

hochkarätiger Referenten aus

Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wird

es eine Begleitausstellung mit neuen Entwicklungen

und Produkten rund um Nanotechnologie

sowie zahlreiche Fachsessions

geben.

Der auf der 7. NRW Nano-Konferenz neu

eingerichtete „Call for Posters“ richtet

sich gezielt an Jungakademikerinnen

und -akademiker, um aktuelle Arbeiten

auf dem Expertentreffen einem breiten

Fachpublikum vorzustellen.

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4 MACHER &

„Das wird kein Kur

Möglichst ohne Zeitverlust sollen jene Flüchtlinge, die wahrscheinlich blei

und Ausbildung vorbereitet werden. Gespräch mit dem Chef der Arbeitsag

Mit erstmals mehr als 39 Millionen

Beschäftigten arbeiten in Deutschland

aktuell soviele Menschen wie

nie zuvor. Und doch: In vielen Branchen

zeichnet sich ein Fachkräftemangel

ab. Experten streiten darüber,obder

Zustromvon Flüchtlingen

hier helfenkann, die absehbaren Lücken

zu schließen. Der Weg dahin

erscheint lang. „Das wird kein

Kurzstreckenlauf, sondern eher

ein Marathon“, betont Joachim

Fahnemann, Vorsitzender der

Geschäftsführung der Agentur

für Arbeit Ahlen-Münster, in

einem Interview mit der Wirtschaftszeitung.

Die Agentur für Arbeit hat

zum Beispiel mit der

Stadt Münster Anfang

November gemeinsam

einen „Integration

Point“ geschaffen –eine Anlaufstelle

mit Lotsenfunktion, direkt angebunden

an die städtische Erstaufnahmeeinrichtung

in der ehemaligenOxford-

Kaserne. Möglichst ohne Zeitverlust

sollen dort jene Flüchtlinge, die höchst

wahrscheinlich bleiben können,auf die

Integration in Arbeit und Ausbildung

vorbereitet werden.

Herr Fahnemann, beginnen wir mit

einer kurzen Rückschau ins Jahr

2015.Wie stellte sich –bezogen auf

den Flüchtlingsstrom – heute vor

einem Jahr die Lage für Ihr Haus

dar?

Vor überzogenen Erwartungen sollte man sich hüten, sagt Joachim Fahnemann mit Blick auf die vielen Flüchtlinge. Der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster bemüht sich seit fast einem

Jahr darum, die Weichen so zu stellen, dass die Integration in Arbeit und Ausbildung auch praktisch möglich wird.

Foto: Jürgen Peperhowe

Alltag im „Integration Point“

Anerkennungsverfahren soll d

Joachim Fahnemann: Zu Beginn

2015 haben wir gedacht, es

kommen im Laufe des Jahres insgesamt

100000,vielleicht 200000

Flüchtlinge nach Deutschland.

Und diese bringen auch noch

überwiegend eine hohe Qualifikation

mit. Uns war zudiesem

Zeitpunkt bereits wichtig, mit diesen

Menschen möglichst schnellins

Gespräch zu kommen,umdie Chance

für unseren Arbeitsmarkt

im Münsterland –

wir brauchen ja

schließlich zusätzliche

Fachkräfte –zunu

vonzuprofitieren. Für unser

len-Münster wären es maxi

Hundert Personen gewesen

Diese Situation hat sich

sehr schnell überholt ..

Fahnemann: Ja, die Entwi

in kurzer Zeit eine enorme

Es haben weitaus mehr M

unsicheren Heimatländer v

standen dadurch von heute

vorviel größeren Herausfor

gedacht, angefangen bei de

bis hin zu ersten Schritten a

zu einer Integration. Gesells

tegration läuft sehr stark üb

Ausbildung.

Wann gabesden Schulte

ler Beteiligten?

Fahnemann: Hier vor Ort

Sicher auch eine Stärke des

des. Alle haben erkannt, da

Herausforderungen nur

schaffen kann. Uns ging es

an darum, über eine Vern

tragfähige Organisationsstr

bauen. In Münster gab ese

Tisch beim Oberbürgermeis

dem wurde vereinbart, dass

ter die Integration in Arbei

dung gemeinsamorganisier

Kreis Warendorf und in d

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MÄRKTE

5

zstreckenlauf“

ben können, auf die Integration in Arbeit

entur Ahlen-Münster, Joachim Fahnemann

: Flüchtlinge, die höchstwahrscheinlich bleiben können, werden hier intensiv beraten. Parallel zum Asyle

Zeit schon für die Fortbildung genutzt werden.

Foto: dpa

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wir in Münstund

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wollen. Im

en anderen

Landkreisen geschahdas Gleiche.Wir habenauchsofort

über eine räumliche Vernetzung

der Partner gesprochen, um den

ankommenden Menschen eine gemeinsame

Anlaufstelle anbieten zu können. Es

sind die sogenannten „Integration

Points“ – frei übersetzt: die Stellen, an

denen alle Fragen rund um Integration

behandelt werden, während parallel das

Asyl-Anerkennungsverfahren läuft.

Wirmuss man sich das konkret vorstellen?

Fahnemann: In Münster ist diese Stelle

in der Oxford-Kaserne angesiedelt, dort,

wo auch die kommunale Erstaufnahmeeinrichtung

besteht. Sie ist also ganz nah

bei den Menschen, die wir als Agentur für

Arbeit beraten wollen. Im Kreis Warendorf

wird bis Ende März in jeder Gemeinde,

in jeder Außenstelle das Angebot an

den Start gehen. Hauptsitz des „Integration

Point“ für den Kreis Warendorfist in

unserer Agentur in Ahlen.

Wie viele Mitarbeiter sind im Einsatz?

Fahnemann: Für unser Haus konnten

wirfür den Kreis Warendorfund die Stadt

Münstersechs neue Kräftegewinnen, die

neu eingestellt wurden. Sie alle haben

selbst einen Migrationshintergrund und

sprechen jeweils mehrereSprachen, in jedem

Fall Englisch, aber vielfach auch

Sprachen aus dem nordafrikanischenbeziehungsweise

arabischen Raum.

Hatte dieses Modell ein Vorbild?

Fahnemann: Wirhatten das Glück, dass

wir als einer vonvierStandorten schon ab

März 2015 an einem landesweiten Modellprojekt

„Early Intervention“, zu

Deutsch: früher Eingriff, teilnehmen

konnten. Wir haben schon dort erprobt,

wie man bei Flüchtlingen mit guter Bleibe-

und Jobprognose die Zeit bis zum

Entscheid über einen Asylantrag zum

Beispiel durch Sprachkurse sinnvoll nutzen

kann,umdann entsprechend schnell

in die Vermittlung gehen zu können.

Sie sind inden „Integration Points“

aber nicht alleine präsent?

Fahnemann: Wir sind verantwortlich

bis zur Anerkennung des Asylantrags, danach

übernimmt das Jobcenter der Stadt

Münster beziehungsweise des Kreises

Warendorf. Wir haben aber eine Nahtlosigkeit

organisiert. Im besten Fall merkt

der Flüchtling gar nicht, wer gerade verantwortlich

ist. Wir sitzen räumlich zusammen.

Darüber hinaus sind auch das

Ausländeramt und das Sozialamt mit im

Boot. Das Sozialamt weist als erste Anlaufstelle

auch frühzeitig auf unser Beratungsangebot

hin. Hier gibt es eine gute

Zusammenarbeit. Das läuft so seit Anfang

November.

Wie lautet Ihr Zwischenfazit?

Fahnemann: Es ist uns auch gemeinsam

mit der Stadt Münster,dem Kreis Warendorf

und mit weiteren regionalen Partnern

wie der IHK Nord Westfalen und der

Handwerkskammer Münster gelungen,

eine einheitliche Organisation aufzubauen,

die ein stabiles Fundament darstellt,

um jetzt inhaltlich mit den Menschen

zu arbeiten. Ziel ist nicht die Organisation,

Ziel ist die intensiveErarbeitung

individueller Integrationsperspektiven.

Hier wissen wir inzwischen, dass wir auf

jeden Fall einen längeren Atem brauchen

werden. Das wirdkein Kurzstreckenlauf,

sondern eher ein Marathon.

Wie gut sind denn die Flüchtlinge

für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

qualifiziert?

Fahnemann: Sehr unterschiedlich. Wir

stellen immer mehr fest, dass wir schon

frühzeitig ansetzen müssen, um ganz individuell

Kompetenzen festzustellen und

zu verbessen. Die erste Hürde ist die

Sprache. Die zweite große Herausforderung

ist, dass die Menschen in einem SystemKenntnisse

erworben haben, das sich

deutlich von dem unsrigen unterscheidet.

Wir müssen in intensiven Gesprächen

klären, ob jemand so etwas wie

einen Hauptschulabschluss hat oder eine

akademische Bildung mitbringt. Das

Gleiche gilt für die beruflichen Kenntnisse.

Wirsindgerade mit dem Jobcenter intensiv

dabei, zu überlegen, wie denn am

Arbeitsmarkt orientierteQualifizierungsprogramme

mit vielenunterschiedlichen

Bausteinenfür diese Menschen aussehen

müssen. Wirmüssen sie an die Standards

des deutschen Arbeitsmarktes heranführen.

Wann sind Sie so weit, dass auch

diese Struktur steht?

Fahnemann: Es gibt ja bereits ein Instrumentarium

mit den verschiedenen Förderprogrammen,

das uns zur Verfügung

steht. Zwei Drittel können wir übertragen.

Ein Drittel müssen wir aber aus meiner

Sicht neu denken, weil wir diese

Menschendoch anders abholen müssen.

Wir müssen prüfen, ob die Sprachschulung

und ersteMaßnahmen schon parallel

laufen können, um am Ende Zeit zu

gewinnen. Wirmüssen dabei auch unser

Wertesystem, unser gesellschaftliches

System und unseren kulturellen Hintergrund

berücksichtigen. Wirdenken auch

an Teilzeitlösungen: Morgens der Integrationskurs,

nachmittags die berufliche

Qualifikation. Das schafft auch eine sinnvolle

Tagestruktur, die den Menschen

hilft.

Lassen sich dieFlüchtlinge überwiegend

darauf ein?

Fahnemann: Ja, sie wollen arbeiten, sie

wollen eigenständig werden. Wir müssen

sehen, dass wir diese zunächst einmal

positive Grundhaltung bewahren,

wenn es darum geht, längere Qualifizierungen

zu durchlaufen. Unser Interesse

gerade im Münsterland sollte es sein,

dass diese Menschen abschlussorientierte

Qualifizierungen erreichen. Denn damit

ist eine viel größere Wertschöpfung

für unsere Region verbunden. Wirreden

vielfach über jüngere Menschen, deren

Erwerbsbiografien noch 40 oder 45 Jahre

dauern können.

Damit setzen Sie also bewusst bei

Ihren Zielen hoch an?

Fahnemann: Wir haben aus Erfahrungen

der Vergangenheit gelernt. Man hat

unter anderen Rahmenbedingungen oft

den kurzfristigen Effekt bei der Qualifizierung

im Auge gehabt, aber teilweise

damit nicht die Basis für eine nachhaltige

Beschäftigung geschaffen. Das war zu

kurz gedacht. Die größte Chance liegt

heutedarin, dass wir aus den Menschen,

die zu uns kommen, die Fachkräfte machen,

die wir hier benötigen. Wir reden

hier von Tausenden, die wir in den Blick

nehmen müssen.

Wann werden Siedas gemeinsam erarbeitete

Programm mit den verschiedenen

Modulen vorstellen?

Fahnemann: Wir sind zurzeit noch in

der letzten redaktionellen Abstimmungsphase.

Es soll aber im März auf den Weg

gebracht werden. Handwerk, Handel, Industrie,

Garten- und Landschaftsbau,

Gaststättengewerbe und sehr viele weitere

Partner, auch namhafte Betriebe aus

der Region sind beteiligt. Die Grundidee

ist, zu optimalen Lösungen zu kommen.

Gelingt uns dies, sind wir hier ganz weit

vorne. Unsere Kooperation lebt von

einem hohen Grundkonsens.

Das klingt optimistisch.

Fahnemann: Wir gehen sehr realistisch

an die Herausforderungen heran. Man

solltesichaberauf jeden Fall vorüberzogenen

Erwartungen hüten.

wk


6 MACHER & MÄRKTE

Weitaus mehr als die

bekannte Nachhilfe

Die Initiative VerA hilft jungen Leuten, die Probleme in ihrer beruflichen Ausbildung haben, ihre Lehre

nicht abzubrechen, sondern erfolgreich abzuschließen. Erfahrene Senioren sind dabei sehr engagiert

„Wenn solche Defizite aufgearbeitet

werden, dann entsteht eine

neue Motivation.“

Ludger Gausling

Bis zu 25 Prozent der Auszubildenden

lösen ihren Vertrag vor dem Ende

der Lehrzeit auf, nur 50 Prozent

davon wechseln in einen anderen Betrieb

oder einen anderen Beruf. So

sagt es eine offizielle Statistik. Die

Initiative VerA („Verhinderung von

Ausbildungsabbrüchen“) will die

Zahl der Abbrüche deutlich verringern.

Senior-Experten begleiten junge

Leute, die private oder berufliche

Probleme haben – und dies mit bemerkenswertem

Erfolg.

Hermann Schlichtmann ist

einer von 62 Senior-Experten

im Regierungsbezirk

Münster. In seinem

Berufsleben war er Elektrotechniker

bei der damaligen AEG. Im

Ruhestand wollte er aber nicht ruhig bleiben

und bewarb sich deshalb beim SES,

dem Senior-Experten-Service.

Zu dessen Kernaufgaben

gehört

die Qualifizierung

von Fachund

Führungskräften

in kleinen

und mittleren

Unternehmen in

Entwicklungs-, Schwellen- und Reformländern.

In Deutschland setzt sich der

SES dafür ein, die sozialen und beruflichen

Kompetenzen junger Menschen zu

stärken. Ein Beispiel dafür ist die Initiative

VerA.

Darauf wurde Hermann Schlichtmann

angesprochen, nachdem er drei Wochen

für den SES in Bulgarien tätig war. Ob er

sich vorstellen könne, als Ausbildungsbegleiter

ehrenamtlich aktiv zu werden. Er

sagte zu – und unterstützt seitdem junge

Menschen, bei denen es in der Berufsausbildung

aus ganz unterschiedlichen

Gründen „hakt“.

Aktuell „büffelt“ er mit Johannes Laumann

die komplexe Theorie, die der junge

Mann beherrschen muss, um seine

Ausbildung zum Elektriker für Energieund

Gebäudetechnik zu schaffen. Hermann

Schlichtmann und Johannes Laumann

kommen offenbar gut voran. 90

Minuten pro Woche gibt es die Nachhilfe

vom Senior.

Johannes Laumann, der die Zwischenprüfung

dank der Unterstützung gut bewältigt

hat, könnte mit seinen 19 Jahren

der Enkel des 72-jährigen Senior-Experten

sein. Die beiden verstehen sich gut.

Das nächste Ziel ist die Abschlussprüfung.

„Wir arbeiten gemeinsam daran“,

betont Hermann Schlichtmann. Sein

„Schüler“ nickt zustimmend. Er freut sich

über die Unterstützung und hat schnell

erkannt, welchen Erfolg die Zusammenarbeit

bringt. ► Fortsetzung Seite 7

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Regional-Koordinator Bernd-Jürgen May (l.) informiert Firmenchef Ludger Gausling in Heek über Angebote

und die Erfolge der VerA-Initiative.

Foto: Kost

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SENIOR-EXPERTEN-SERVICE

Der Senior-Experten-Service (SES) ist eine Stiftung der

Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit

und gehört zu den größten Organisationen für ehrenamtlich

tätige Fach- und Führungskräfte im Ruhestand. Weltweit

bietet der SES Hilfe zur Selbsthilfe an. In Deutschland

unterstützt die Organisation junge Menschen bei der

beruflichen Orientierung und bei Problemen in der Ausbildung

durch die Initiative VerA (Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen).

Partner sind der Deutsche Industrieund

Handelskammertag, der Deutsche Handwerkskammertag

und der Bundesverband der freien Berufe. Gefördert

wird VerA durch das Bundesministerium für Bildung

und Forschung. Das Angebot der Initiative ist für Auszubildende,

Berufskollegs und Betriebe kostenfrei. Über 80

Prozent der Begleitungen verlaufen erfolgreich. Als wesentlichen

Erfolgsfaktor sieht VerA die individuelle Einszu-eins-Betreuung

durch die Senior-Experten.

Ratsuchende können sich direkt an die Regional-Koordinatoren

wenden. Walter Bourichter (zu erreichen über die

Handwerkskammer in der Emscher-Lippe-Region, Tel.

0209 380770) und Bernd-Jürgen May, Tel. 0151 23563539.

Infos: www.vera.ses-bonn.de

-hko-


7 MACHER & MÄRKTE

DREI FRAGEN AN ...

... den Regional-Koordinator der Initiative VerA („Verhinderung

von Ausbildungsabbrüchen“), Bernd-Jürgen May.

Wer kann Ausbildungsbegleiter werden?

May: Wir freuen uns über Interessenten aus allen Bereichen

der Wirtschaft, die sich nach ihrem Berufsleben

ehrenamtlich für Jugendliche engagieren wollen, die

während der Ausbildung berufliche oder private Probleme

haben. Die Experten haben viel Lebens- und Berufserfahrung,

spezielle berufliche Kenntnisse sind aber

nicht erforderlich Der richtige „Draht“ zu jungen Leuten

ist ganz wichtig. Und sie sollten mindestens 55 Jahre alt

sein.

Wie werden die Experten vorbereitet?

May: In zweitägigen Seminaren geht es darum, Kenntnisse

zu vermitteln beziehungsweise aufzufrischen. Zum

Beispiel Grundlagen unseres Berufsbildungssystems und

didaktische und pädagogische Ansätze. Die Seminare

werden in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer

und der Handwerkskammer durchgeführt.

Ist es schwierig, Senior-Experten als Ausbildungsbegleiter

zu gewinnen?

May: Es könnten mehr sein, der Bedarf ist vorhanden.

Und wir möchten gern auch mehr Frauen für diese ehrenamtliche

Aufgabe gewinnen.

-hko-

Das nächste Ziel ist die Abschlussprüfung: Senior-Experte Hermann Schlichtmann und der Auszubildende Johannes Laumann treffen sich eineinhalb Stunden

pro Woche, um Theorie zu büffeln.

Foto: Kost

Ohne Sensibilität und das

gegenseitige Vertrauen geht es nicht

Kammern sehen in der VerA-Initative eine gute Ergänzung zur eigenen Ausbildungsberatung

Anerkennung dafür gibt es

auch vom Chef und von

den Kollegen im Betrieb

in Heek. Firmenchef Ludg

Gausling lobt das En-

Aer

gagement des Senior-Experten. Der

Handwerksunternehmer bildet in seinem

Betrieb mit 80 Beschäftigten im

münsterländischen Heek zwölf Lehrlinge

in den Bereichen Elektrotechnik

und Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik

aus.

Der Handwerksmeister erkannte die

Defizite seines Auszubildenden Johannes

Laumann („es hapert an der Theorie“)

und lobt die Unterstützung durch

Hermann Schlichtmann. „Wenn solche

Defizite aufgearbeitet werden“, so

betont Gausling, „dann entsteht eine

neue Motivation.“ Das sei bei Johannes

Laumann deutlich erkennbar. Und

natürlich freuen sich darüber der erfahrene

Senior-Experte und der Auszubildende

gleichermaßen.

So reibungslos wie in diesem Beispiel

läuft es nicht immer. Das weiß Bernd-

Jürgen May aus seiner Erfahrung als

Regional-Koordinator der VerA-Aktivitäten.

Es gebe nicht nur fachliche Defizite,

bei deren Aufarbeitung die Hilfe der

Senior-Experten gefragt sei.

Die Begleitung von Jugendlichen

ist häufig auch außerhalb des Betriebs

gefragt und notwendig.“

Walter Bourichter

„Wir sind auch gefragt, wenn es um die

Lösung privater Probleme gibt, die sich

oft in irgendeiner Form auf die Ausbildung

auswirken“, betont der ehemalige

Ausbildungsleiter bei der BASF, der

sich auch im Berufsbildungsausschuss

der Industrie- und Handelskammer

(IHK) Nord Westfalen engagierte.

Gemeinsam mit dem Regional-Koordinator

Walter Bourichter, dem ehemaligen

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Münster, kümmert

Bernd-Jürgen May sich im Regierungsbezirk

Münster um die Ausbildungsbegleiter.

Zu den Aufgaben der beiden

Koordinatoren gehören zum Beispiel

die Planung der Einsatze für die Ausbildungsbegleiter,

die Organisation

von Schulungen.

Sie halten gleichzeitig den Kontakt zu

Arbeitsagenturen, Berufskollegs und

Kammern. Ihre beruflichen Erfahrungen

und die langjährigen Verbindungen

kommen May und Bourichter dabei

sehr zugute.

Die Begleitung von Jugendlichen ist

häufig auch außerhalb des Betriebs gefragt

und notwendig“, betont Bourichter.

Denn „junge Leute möchten meistens

nicht, dass die Firma davon erfährt,

wenn sie Probleme in der Ausbildung

oder im privaten Bereich haben“,

ergänzt May. Sensibilität der Senior-Experten

und gegenseitiges Vertrauen seien

auf jeden Fall für die Begleitung unerlässlich.

Diese dauert sehr häufig viele Wochen

und Monate. Walter Bourichter:

Die Senior-Experten geben den Jugendlichen

ein Stück Lebenshilfe.“ Das zeige

sich vor allem dann, wenn soziale und

ganz persönliche Probleme gelöst werden

müssen.

Die Statistik zeige, so erläutert Walter

Bourichter, dass der größte Teil der Anfragen

an VerA direkt von Auszubildenden

kämen, gefolgt von Anfragen der Betriebe

und von Berufskollegs.

Auch die Wirtschaftskammern haben guten

Kontakt zu VerA. So sieht Carsten

Taudt, Bereichsleiter Bildung bei der

IHK, ebenso wie die Ausbildungsberaterin

Gisela Oster von der Handwerkskammer

Münster (sie ist dort auch für die

Kontakte zu VerA zuständig) die Initiative

als Ergänzung zur Ausbildungsberatung

der Kammern.

Beide betonen die Bedeutung des regelmäßigen

Erfahrungsaustauschs mit den

Senior-Experten. Gemeinsam arbeiten

sie daran, die Zahl der Ausbildungsabbrüche

zu senken und und damit auch

den Jugendlichen, die Probleme in der

Ausbildung haben, eine Perspektive zu

bieten.

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8 MACHER & MÄRKTE

Das Ziel heißt „Einigung“

Unterschiedliche Auffassungen über handwerkliche Leistungen lassen sich manchmal nur mit Hilfe

eines Sachverständigen klären –die Anfragen nach diesen Fachleuten nehmen zu

„Wir sind Handwerker – wir können

das!“ Das ist ein Slogan aus der

Imagekampagne des Handwerks.

Die meisten Kunden sind von den

Leistungen des Handwerks überzeugt

und machen gute Erfahrungen.

Aber nicht alle. Dann können

Sachverständige zur Begutachtung

beauftragt werden – privat und von

Gerichten

„Wer einen Sachverständigen einschaltet,

der will fachliche Sicherheit

haben.“

Monika Wilken, Handwerkskammer Münster

Nicht immer muss es zur

Einschaltung solcher

Fachleute kommen. Bei

Beschwerden über handwerkliche

Leistungen ist

bei der Handwerkskammer Münster Monika

Wilken die richtige Ansprechpartnerin.

Sie beantwortet Fragen, gibt Hinweise,

vermittelt. Beispiele dafür:

Wenn der Anrufer nicht weiß, warum

der Handwerker Anfahrtskosten

berechnet. Oder wenn

die neue Frisur nicht den Vorstellungen

des Kunden entspricht.

Oder wenn der Apfelkuchen

in einer anderen Bäckerei weniger

kostet. Das sind ein paar „Klassiker“.

Monika Wilkens Erfahrung: Ein großer

Teil der Anfragen lässt sich bereits am

Telefon klären, eine Regelung erfolgt –

wenn notwendig – dann auf Kulanz-Ebene.

Wenn es um die fachliche Beurteilung

von Leistungen geht, verweist sie auf

handwerkliche Sachverständige. 160 gibt

es im Bereich der Handwerkskammer

Münster, zu der neben dem Münsterland

auch die Emscher-Lippe-Region gehört.

„Öffentlich bestellter und vereidigter

Sachverständiger im Handwerk“ ist die

genaue Bezeichnung für diese Fachleute.

Sie werden vom

Gericht vornehmlich

mit der Klärung

der Frage

beauftragt, ob ein

behaupteter

Schaden vorliegt

und worauf dieser

zurückzuführen

ist. „Außerdem

soll erläutert werden, wie ein festgestellter

Schaden dann beseitigt werden

kann – und mit welchen Kosten,“ erklärt

Monika Wilken.

Sachverständige können auch außergerichtlich

als Privatgutachter beauftragt

werden, um handwerkliche Leistungen

zu beurteilen oder eine Handwerkerrechnung

zu prüfen. Dadurch soll es zu einer

möglichst einvernehmlichen Lösung zwischen

den Beteiligten kommen und eine

gerichtliche Auseinandersetzung vermieden

werden.

Beschwerden über handwerkliche Leistungen

gibt es vornehmlich in den Bauund

Ausbauhandwerken. Dazu gehören

Am Bau läuft nicht immer alles glatt. Gibt es Streit über die Ausführung einer Arbeit, wenden sich die Parteien oft an einen Sachverständigen.

zum Beispiel Maurer, Installateure und

Heizungsbauer, Dachdecker, Tischler

und Fliesenleger.

„Viele Probleme lassen sich durch Gespräche

und ohne Gutachten lösen,“

weiß Dieter Maager aus Erfahrung. Dabei

bringt der Handwerksmeister aus

Münster, der seit 1994 als Sachverständiger

für das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk

tätig ist, seine fachliche

Kompetenz ein. Sein Anspruch: „Eine Einigung

ist immer das beste Ergebnis.“

Das sieht Andreas Telaar ebenso. „Ich

versuche grundsätzlich, alle Beteiligten

an einen Tisch zu bekommen, um eine Einigung

zu erreichen,“ betont der Fliesen-,

Platten- und Mosaiklegemeister aus Südlohn.

Der Handwerksunternehmer ist seit

2005 Sachverständiger in einem Handwerk,

für dessen selbstständige Ausübung

die Politik im Jahr 2004 die Meisterpflicht

abgeschafft hat. Wer also will,

der kann sich auch ohne Fachkenntnisse

als Fliesenleger selbstständig machen.

„Da laufen viele Angebote nur noch über

den Preis,“ weiß Telaar. Und das mache

sich besonders bei Billiganbietern ohne

Meisterqualifikation in der Qualität der

Arbeit bemerkbar. Das stelle er als Sachverständiger

immer wieder fest.

Im Kraftfahrzeuggewerbe bieten einige

Innungen eine eigene Schiedsstelle an.

Dabei gehe es häufig um „Streitigkeiten

der kleineren Art,“ weiß Klaus Bathe. Der

Jurist bei der Kreishandwerkerschaft

Coesfeld ist dort u.a. Ansprechpartner bei

der Schiedsstelle der Kfz-Innung – und

die ist in Sachen Beschwerden zuständig

für Reparaturen und Gebrauchtwagenkauf.

Über die schriftlich vorgetragenen

Äußerungen wird zunächst mit dem Betrieb

gesprochen, über den sich der Kunde

beschwert hat. Wenn keine Einigung

erzielt wird, gibt es einen Termin mit den

Sachverständigen der Schiedsstelle.

„Über 90 Prozent“ der jährlich etwa 50

Fälle werden dort gelöst.

Die Anfrage nach öffentlichen und bestellten

Sachverständigen nimmt zu. Im

Jahr 2008 registrierte die Handwerkskammer

218 Anfragen von Gerichten,

2014 waren es 516. Bei der Vermittlung

von Sachverständigen im privaten Bereich

stieg die Zahl im selben Zeitraum

von 408 auf 675. Das sei aber nicht etwa

mit wachsender Streitlust zu begründen,

was ja vermutet werden könne, betont

Monika Wilken. Sie registriert ein wachsendes

Vertrauen und hohe Akzeptanz in

die Arbeit der handwerklichen Sachverständigen.

„Wer einen Sachverständigen

einschaltet, der will fachliche Sicherheit

haben.“ Und die Fachkunde gewährleisten

die Sachverständigen durch ein hohes

Maß an Kompetenz und Erfahrung.

Hubertus Kost

Foto: dpa

AKADEMIE SCHLOSS RAESFELD

Die Akademie Schloss Raesfeld qualifiziert seit etwa

30 Jahren Inhaber von Handwerksbetrieben für die

Tätigkeit als Sachverständiger. Teilnehmer kommen

aus allen Bundesländer in die Bildungseinrichtung

des NRW-Handwerks im Kreis Borken. Sachverständigen-Seminare

bietet die Akademie auch in Caputh in

der Nähe von Potsdam und in Achim bei Bremen an.

Wer Sachverständiger in seinem Handwerk werden

möchte, der bewirbt sich zunächst bei der Handwerkskammer.

In Raesfeld ist dann die Teilnahme am

Grundseminar und an einem Aufbauseminar Pflicht.

Die erfolgreich abgelegte Prüfung ist der Nachweis

über die erworbenen rechtlichen Kenntnisse“, erläutert

Bildungsberater Andreas Schulze Icking. Die

Sachkenntnisse im jeweiligen Handwerk werden von

den Fachverbänden geprüft.

Für eine Weiterbildung der Sachverständigen bietet

die Akademie weitere Seminare mit rechtlichen und

fachlichen Themen an. Dabei geht es zum Beispiel

um richtiges Verhalten bei Ortsterminen und um die

Vermittlung rhetorischer Fähigkeiten, um aktuelle

Fragen der Rechtsprechung und um den Einsatz von

digitaler Fotografie bei der Dokumentierung von

Schäden. Die Dozenten kommen alle aus der Praxis.

Wer bereits Sachverständiger ist, der muss eine ständige

Weiterbildung nachweisen. Schulze Icking registriert

darüber hinaus aber auch eine große Resonanz

auf die Angebote der Akademie, die keine „Pflichtveranstaltung“

sind.

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BRANCHEN & BETRIEBE 9

Bei Bio geht man keine

Kompromisse ein

Die Geschichte des Coesfelder Großhandels Weiling begann vor 40 Jahren in einem kleinen Bioladen.

Heute rangiert das Unternehmen in seiner Branche auf Rang zwei und erzielt 198 Mio. Euro Umsatz

Der Bio-Großhandel Weiling aus

Coesfeld ist die Nummer zwei im

deutschen Bio-Segment. In 40 Jahren

hat das Unternehmen sämtliche

Aufs und Abs im Bereich biologischer

Lebensmittel miterlebt. Ob gerade

im Trend oder nicht – bei Weiling

geht es stets um Qualität.

Die Menschen sind einfach generell

sensibler für dieses Thema.“

Bernd Weiling

Bio-Gemüse, Bio-Fleisch, Bio-

Käse – Bio ist in aller Munde.

Wer auf Bio setzt, denkt angeblich

mit. Stellt sich die

Frage, ob Meldungen zur Belastung

von Zutaten in Wurst- und

Fleischwaren oder konventionellen Getreideprodukten

die Kassen des Bio-Fachhandels

klingeln lassen.

„Der Bedarf an Bio-Produkten steigt jedes

Jahr, aber einen richtigen ‚Push‘ spüren

wir durch solche Meldungen eher nicht“,

sagt Bernd Weiling. Er muss es wissen.

Vor 40 Jahren gründete der heute 76-Jährige

in Coesfeld auf nur 13 Quadratmetern

einen winzigen Bio-Laden. Heute ist

sein Unternehmen die Nummer zwei im

deutschen Bio-Großhandel. Seit jeher inhabergeführt

und mit besonderen Ansprüche

an Produkte und Erzeuger. Immer

auf Augenhöhe, lautet eine Devise in

Coesfeld.

Bio ist längst kein bloßer Trend mehr.

Die Menschen sind einfach generell sensibler

für dieses Thema. Vor allem die

Nachfrage nach veganen Produkten

nimmt zu. Trotzdem lösen Meldungen,

wie zum Beispiel von der Weltgesundheitsorganisation

WHO, keinen Boom bei

uns aus“, sagt Geschäftsführer Weiling.

„Dass sich mehr Verbraucher für eine vegane

Lebensweise entscheiden, hängt

auch mit der Sicht auf das Tierwohl zusammen.

Aber trotzdem denken nur wenige

über die Kollateralschäden nach, die

sie sonst anrichten“, ergänzt Dr. Peter

Meyer mit Blick auf die Zustände in der

industriellen Tierhaltung. Bernd Weiling

holte den Logistiker

Peter Meyer

2001 in sein

Unternehmen,

setzte ihn als zusätzlichen

Geschäftsführer

ein

und baute damit

auf die Verstärkung

durch einen Manager.

Der Bio-Handel ist eine Wachstumsbranche.

Die Firma Weiling hat 2015 gegenüber

dem Vorjahr ein Umsatzwachstum

um 11,2 Prozent auf 198 Millionen Euro

erzielt. Das passt zur generellen Entwicklung

des Naturkosthandels. Nach jüngsten

Erhebungen des „Bundes Ökologische

Lebensmittelwirtschaft“ erwirtschaftete

dieses Segment im Jahr 2015

mit 2,71 Milliarden Euro ein Umsatzplus

von zehn Prozent. Wie schon 2014 hat

Weiling damit die Nase ein Stückchen

weiter vorn. Erfolgsgeheimnis ist ein klar

formulierte Unternehmens-Philosophie:

„Nachweisbare, kontrollierte Qualität sowie

transparente Partnerschaft zu den

Kunden und Erzeugern.“

Bernd Weiling und sein Unternehmen

sind kein Fähnchen im Wind, sondern der

Inhaber hat feste Überzeugungen und

Vorsätze. So beliefert der Bio-Großhandel

zum Beispiel keine konventionellen

Lebensmittelkonzerne, Reformhäuser

oder teilumgestellte Supermärkte. Weiling

setzt auf den inhabergeführten biologischen

Fachhandel. „Meine Philosophie

ist es auch, dass die Läden Zeit haben,

Das Logistikzentrum des Bio-Großhandels Weiling in Coesfeld mit dem neu gebauten Hochregallager (hinten l.)

sich um ihre Kunden zu kümmern“, erklärt

der Unternehmensgründer. Weiling

wählt selbst die Erzeuger aus und kontrolliert

die angebotenen Produkte. „Wir

pflegen einen anderen Umgang mit den

Lieferanten, als es vielleicht sonst üblich

ist – stets auf Augenhöhe“, sagt Bernd

Weiling. Der enge Kontakt zu den Lieferanten

und das Bestreben, die bestmögliche

Qualität nach Bio-Richtlinien für die

Kunden zu gewährleisten, ist sein Anspruch.

Geeignete Erzeuger und Lieferanten im

europäischen und internationalen Ausland

zu finden, sei indes nicht besonders

schwierig. Dass diese mindestens nach

einer der Bio-Richtlinien wie Demeter,

Naturland oder Bioland produzieren, ist

für das Unternehmen Voraussetzung.

Trotzdem verlassen sich Weiling und sein

Einkäufer-Team nicht ausschließlich auf

diese Regelwerke. „Unsere Partner werden

zusätzlich durch die Gesellschaft für

Ressourcenschutz (GfRs) auditiert und

kontrolliert“, erklärt Bernd Weiling.

Das sei kein Ausdruck von Misstrauen.

Man habe das Ziel, nicht nur ein einwandfreies

Produkt, sondern auch eine

einwandfreie Produktion unter Einhaltung

sozialer Wertestandards zu gewährleisten.

Auch das eigene Unternehmen

lässt er ebenfalls durch die GfRs regelmäßig

zertifizieren.

Um zu zeigen, wie streng Weiling in Sachen

Bio-Richtlinien aufgestellt ist, ein

Beispiel: Die Meldung der WHO, dass

konventionell verarbeitete Fleisch- und

Wurstwaren krebsfördernd sein könnten,

bezog sich größtenteils auf das zugefügte

Nitritpökelsalz. Das macht Fleisch länger

haltbar und erhält die rote Farbe des Fleisches.

Auch einer Bio-Wurst, die nach der

EU-Öko-Verordnung produziert wird,

darf bis zu 80 Milligramm Pökelsalz pro

Kilogramm Fleisch zugesetzt werden.

„Bei uns ist der Einsatz von Nitritpökelsalz

in Fleischwaren überhaupt nicht erlaubt“,

erläutert Bernd Weiling. „Ein anderes

Beispiel ist, dass wir als einziger

Großhändler in Deutschland damals die

Limonade ,Bionade‘ nicht in unser Angebot

mit aufgenommen haben“, so Weiling

weiter. ► Fortsetzung Seite 10

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10 BRANCHEN & BETRIEBE

500 Motive in

63 Ländern

Philipp Scharbert und seine Firma lackaffen.de

überzeugen mit legalen Graffiti-Aufträgen

Die beiden Geschäftsführer Dr. Peter Meyer und Bernd Weiling im Bioladen am Unternehmensstandort Coesfeld.

„Viel Kraft

für Gutes“

Weiling setzt auf fair gehandelte Waren

Auch wenn nicht jedes angebliche

Bio-Produkt einen

Platz im derzeit 11 000 Artikel

umfassenden Sortiment

Aindet, f gibt es fast nichts,

was Weiling nicht im Angebot hat. „Das

Einzige was wir nicht haben, sind Zigaretten

in Bio-Qualität“, schmunzelt der

76-jährige Geschäftsführer.

Ganz besonders stolz sind Bernd Weiling

und Peter Meyer auf ihr Engagement in

wirtschaftlich entwicklungsbedürftigen

Ländern. So gehören etwa Bananen aus

der Dominikanischen Republik oder

Mangos aus dem westafrikanischen Burkina

Faso zum Sortiment. Nach Bio-

Richtlinien produziert und fair gehandelt,

kommen sie beim Fachhandel unter

dem unternehmenseigenen Label „bioladen*fair“

in die Auslage.

„Das größte Dilemma ist die Anonymität

von Waren. Oft steht das Herkunftsland

des jeweiligen Produktes nicht dabei. Wir

möchten aber, dass der Endverbraucher

nachvollziehen kann, woher seine Banane

oder seine Cashew-Nüsse stammen. Er

soll in einer Verbindung zur Rohware stehen“,

erklärt Peter Meyer.

Durch unterschiedliche Projekte sichert

Weiling den dort ansässigen Bauern

einen möglichst langfristigen Marktzugang

und stabile Arbeitsverhältnisse. Für

ihre Produkte bekommen sie einen festgeschriebenen

Mindestpreis, was wiederum

Arbeitsplätze sichert. „Wir setzen

damit auf Kontinuität, anstatt auf das

Saisongeschäft. Die Bauern können eine

vernünftige finanzielle Substanz aufbauen,

und wir stellen sicher, dass der Boden

nachhaltig und umweltschonend bewirtschaftet

wird“, so Meyer.

In Burkina Faso etwa verarbeiten rund

250 Frauen die Cashew-Nüsse und getrocknete

Mango-Stücke. Weiling stellt

sicher, dass zehn Cent je verkaufter Packung

in die dortige Frauenkooperative

„Wouol“ fließen. Mit diesem Erlös soll

demnächst ein Kindergarten gebaut werden.

„Es steckt viel Kraft für Gutes in

unserer Arbeit“, sagt Geschäftsbegründer

Bernd Weiling.

Maxi Krähling

Am Anfang seiner Arbeit steht meistens

eine graue Wand, die in die Jahre

gekommen ist oder böse von illegalen

Schmierereien heimgesucht

wurde. Ob Fabrikgebäude, Trafohäuschen,

Schulhof, private Garage

oder Klostermauer: Der Objekt- und

Fassadengestalter, Industriemaler

und Bauingenieur Philipp Scharbert

aus Münster macht daraus mit der

Graffiti-Kunst seines Dienstleistungsunternehmens

lackaffen.de

Blickfänge mit hohem Wiedererkennungswert.

In Berlin posierte sogar US-Pop-

Star Beyoncé vor einem seiner

Werke in der East-Side-Gallery. Ihr

Mann, der Rapper Jay-Z, hatte die

Kamera gezückt. Das Graffiti,

„made in Münster“, ist auch im Vorspann

der Dailysoap „Berlin – Tag und Nacht“

auf RTL 2 zu sehen. „Es war für mich eine

Ehre, in der East-Side-Gallery eine Graffiti-Arbeit

zu machen. Jährlich 1,5 Millionen

Besucher sehen die“, schwärmt Philipp

Scharbert. Sein Erfolgsgeheimnis: Er

sprayt nicht einfach drauflos, sondern

plant seine Landschaften, Tiermotive, Figuren,

Muster und Firmenlogos bis ins

letzte Detail.

Als Grundlage für die Arbeit dient ihm

stets ein Papierentwurf. „Von dem male

ich die Graffiti ab.“ Neben räumlichem

Vorstellungsvermögen ist auch detaillierte

Arbeit an den jeweiligen Motiven gefragt.

Das geht weit über übliche Graffiti

hinaus.

Ein Beispiel ist das Verwaltungsgebäude

der DS Dichtungstechnik GmbH (früher:

Albert Steinhoff GmbH) an der Lise-Meitner-Straße

in Nottuln. Die Firma wünschte

eine neue Optik. Das Team von lackaffen.de

schuf zunächst (wie immer) eine

weiße Grundierung. Scharbert skizzierte

an seinem Computer eine Idee, kam

nachts zurück und projizierte dieses Bild

von der anderen Straßenseite der Bundesstraße

auf die grauen Flächen. Dort

umrissen Mitarbeiter die Konturen grob,

um sie an den nächsten fünf Tagen bei Tageslicht

mit Hochdruck farbig auszusprayen.

Acht Sprayer auf mehreren Hubwagen

leerten 1050 Farbdosen. Das Ergebnis:

Auf zehn mal 40 Metern sieht man die

Entstehung einer Dichtung, wie sie aus

dem Extruder (Fördergerät) fließt. Die

Firma DS Dichtungstechnik war mit dem

Ergebnis sehr zufrieden – auch deshalb,

weil sie mit dem Graffiti die Baugenehmigung

für eine Außenwerbung sparte.

Wenn Philipp Scharbert Objekte im öffentlichen

oder privaten Raum verschönert,

dann hat seine Handschrift stets

einen großen Wiedererkennungswert. Er

holt die Graffiti aus der Illegalität, zeigt,

was mit Spraydosen möglich ist, wenn

man im Einklang mit dem Objekt und im

Auftrag beeindruckende Kunstwerke erstellt.

Zwölf Jahre gibt es lackaffen.de

jetzt schon. Über 500 Motive hat der heute

36-Jährige mit seinen Mitarbeitern in

63 Ländern gesprayt – unter anderem in

Australien, in den USA, in Äthiopien, China,

Mexiko, El Salvador, Malawi und Tansania.

Und stets ganz offiziell im Auftrag

und bei Tag. Im Licht des Legalen. Das

war nicht immer so.

► Fortsetzung Seite 11

BIO-GROSSHANDEL WEILING

Die Weiling GmbH gilt als zweitgrößter Großhändler für den deutschen Biofachhandel.

Was 1975 mit einem kleinen Bio-Versandhandel in Coesfeld begann, hat

sich bis heute zu einem Mittelständler mit 580 Mitarbeitern entwickelt. Mit

einem Logistikzentrum in Coesfeld und seit 2010 mit einem zweiten Zentrum in

Lonsee bei Ulm verfügt Weiling über insgesamt 28 000 Quadratmeter Lagerfläche.

Von dort aus verteilen rund 30 eigene Lkw sowie Fahrzeuge von Speditionen

täglich die rund 11 000 zur Verfügung stehenden Artikel. Derzeit erstellt

das Unternehmen ein neues, vollautomatisches Hochregal-Lager in Coesfeld.

Das schafft noch einmal 12 000 Quadratmeter zusätzliche Fläche und soll im

September in Betrieb genommen werden. Das Sortiment setzt sich aus über

5000 Trockenprodukten, 650 Bio-Käsesorten, 450 Fleisch- und Wurstprodukten,

Backwaren sowie aus 300 Weinen und 500 Tiefkühlprodukten zusammen.

Sprayen ist bei ihm Beruf und Berufung: Der Objekt- und Fassadengestalter, Industriemaler und Bauingenieur

Philipp Scharbert ist mit seiner Firma „lackaffen.de“ weltweit erfolgreich.

Foto: Peter Sauer

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NÄCHSTE AUSGABE

26.4.2016

Der

Anzeigenschluss

istam8.4.2016


BRANCHEN & BETRIEBE 11

„Ich bin nur ein Sprayer“

Von der Industriefassade bis zur ausrangierten Transall – Unternehmen legt Wert auf Unikate

Als Jugendlicher suchte Philipp

Scharbert noch die

Dunkelheit, war bereits mit

14 Jahren als wilder Spraye

illegal auf Autobahnbrü-

Ar

cken oder auf Bahngleisen unterwegs

Rückblickend war es für den heutigen

Unternehmer ein Abenteuer, trotz Begegnungen

mit Polizei und Justiz: „ Ein Adrenalin-Kick,

immer in der Gefahr, erwischt

zu werden.“

Mit 18 Jahren gelang ihm der Ausstieg. Er

studierte Bauingenieurwesen und machte

sich 1994 mit dem Graffiti-Design-

Unternehmen „lackaffen.de“ selbstständig.

Scharbert gibt zu: „Ohne die Strafverfolgung

der Polizei würde ich heute

vielleicht immer noch illegal sprühen.

Heute bereue ich, dass ich damals so mit

dem Eigentum anderer umgegangen bin.

Das tut mir leid.“

Der Münsteraner ist einer der wenigen

Graffiti-Sprayer, die aus einer kriminellen

Karriere heraus den Wechsel zu

einem gefragten Unternehmer geschafft

haben. „Irgendwann habe ich einen Auftrag

für eine Wand gekriegt, dann noch

einen – und so wurde das einfach immer

mehr. Ich habe einfach ein Gewerbe angemeldet“,

blickt Scharbert zurück.

Seine Mutter war zunächst nicht begeistert.

Die hätte es lieber gesehen, dass ich

Bauingenieur werde. Aber inzwischen ist

alles in Ordnung.“

Zunächst konnte er die Nachfrage noch

als Einzelkämpfer befriedigen, doch bald

braucht er weitere helfende Hände. Ehemals

„Freie Angestellte“ bilden inzwischen

Teams, die weltweit unterwegs

sind.

Trotz der Erfolge ist Scharbert bescheiden

geblieben: „Eigentlich bin ich ein

normaler Sprayer, oder vielleicht noch

Fassaden-Gestalter mit künstlerischem

Anspruch. Ich sehe mich auf jeden Fall als

Handwerker.“

Die Arbeit mit der Spraydose ist professioneller

geworden: Konturen vorzeichnen,

mit Spraydosen und Farben hantieren,

Entwürfe von handlichen Zetteln

grafisch, flächig oder fotorealistisch auf

große Mauern und Wände übertragen,

die Spraydosen schütteln und die Düse

lange gedrückt halten. „Fehler kann man

problemlos durch Übersprühen ändern“,

sagt Scharbert, der Wert auf Unikate legt.

So wird lackaffen.de mittlerweile zur

Marke für Fassadenverschönerung. Auch

Innenraumgestaltungen gehören heute

dazu, etwa lange Flure großer Firmen.

Philipp Scharbert zeigt Kindern in Workshops,

wie man die beim Schütteln laut

klackernden Dosen richtig benutzt – und

vor allem wo. Im Rahmen von Jugendprojekten

stellen viele Kommunen mittlerweile

Wände für legale Sprühaktionen

zur Verfügung, nicht selten in Kooperation

mit lackaffen.de.

Scharbert besprüht Bahnübergangshäuschen

in Münster oder Telgte für die Bahn

und die Stadtwerke. Heimische Singvögel

schmücken die früher trist-grauen

Trafohäuschen. Immer mehr Auftraggeber,

darunter auch vermehrt Hausbesitzer,

rufen ihn an, weil die Arbeiten illegale

Sprayer von ihren Schmierereien abhalten.

„Das ist ein Ehrenkodex, ein ungeschriebenes

Gesetz in der Szene“, betont

Scharbert. Und dies gilt in der Regel

lange. Die Farbe ist wetterbeständig und

hält etwa 15 Jahre.

Auch auf der Klostermauer des Altenheims

Friedrichsburg in Münster sprühte

Scharbert seine Graffiti: eine bunte Blumenwelt.

Der Clou: Das letzte Mauerstück

gestalteten einige Schwestern der

Vorsehung selbst.

Beim BVB gestaltete er das Kinderareal

im Stadion. Für die übergroße Banane an

der Wand brauchte er „70 Sprühdosen

und drei Tage“. In einem ganzen Jahr

bringt er es auf etwa 2000 nur an Wänden

entleerte Dosen. Davon zeugen prall

gefüllte Paletten mit leeren Dosen im

neuen Firmenzuhause in Münster-Ost.

Von hier aus plant Scharbert auch seine

„next big things“: So lackiert er alte US-

Kühlschränke mit Graffiti um und bereitet

eine eigene Kunst-Galerie vor. Seine

surrealen und expressiven Bilder unterzeichnet

er mit eigenem Blut. „So sind sie

fälschungssicher.“

Scharberts größte Herausforderung bislang

war eine ausrangierte Transall-Maschine

in einem Freizeitpark in Kevelaer.

In 14 Tagen machten sechs Graffiti-

Künstler mit 1000 Spraydosen aus dem

grauen Transportflugzeug der Luftwaffe

einen bunten Vogel. Und das ging so:

Scharbert ersteigerte von einem Modellsammler

eine zwei Meter kleine Transall-

Miniatur. Nach mehreren Probelackierungen

und Leinwand-Zeichnungen, für

die er sich die Plan-Skizzen der Maschine

besorgt hatte, akzeptierte der Freizeitpark

seinen Entwurf. Die Arbeit in luftiger

Höhe konnte beginnen. Die Sprayer

sicherten sich an Klettergurten, für die

Grundierung, die Farben und die wetterfeste

Klarlack-Schicht. Peter Sauer

Industriegebäude müssen nicht langweilig sein. Den Beweis liefert

das Nottulner Unternehmen DS Dichtungstechnik GmbH.

Ein Team. Ein Ziel. Eine Mission. Mit

Erfahrung, Fachwissen und der stetigen

Motivation zurVerbesserung dereigenen

Leistungsstärke lösen wir individuelle

Planungs- und Bauaufgaben. Seit 50

Jahren. Und auch in Zukunft.


12 BRANCHEN

Herzensangelegenheit mit viel

Neue Investoren wollen den Kleinserienhersteller Wiesmann wieder mit Speed auf die richtige Spur bringen. Auch deshalb

Fachleute und ehemalige Mitarbeiter in der Dülmener Produktionshalle mit dem Gecko jetzt höchst willkommen.

Der Dülmener Gecko startet wieder

durch. Die beiden britischen Car-

Nerds Roheen und Sahir Berry haben

zwar den millionenschweren Investoren-Fuß

am Gaspedal, könnenaber

zunächst nur in den ersten Gang

schalten: Bis Ende des Jahres wollen

die 36 und 32 Jahre alten Brüder

einen rundum upgedateten Wiesmann

präsentieren, der dann ab 2017

in Produktion gehen soll.

Ein vollfunktionsfähiger Prototyp

im traditionell nostalgischen

Design zur Jahreswende

scheint aber eher unwahrscheinlich:

„Ich gehe von

einem Mock-up aus, das ist dann in diesem

Fall eine rollbare Karosserie“, erläutert

André Schmidt, Firmensprecher der

drei neugegründeten Unternehmen am

architektonisch imposanten, nach der Insolvenz

seit 2013 verlassenen Firmengebäude,

gegenüber unserer Zeitung.

„Das Recruiting ist für die Firmenspitze

inden nächsten Monaten

einer der Hauptjobs.“

Wiesmann-Firmensprecher André Schmidt

Nur5,7 Millionen Eurosollen die Investoren

für die Sportwagen-Schmiede samt

Markenrechten gezahlt haben. Unter der

Geschäftsführung der Londoner Bankerin

Anita Tatalovic haben die neuen

Eigentümer die „Wiesmann Automotive

GmbH“ zum Sportwagenbau und Eventmarketing

gegründet. Zudem soll die

„Wiesmann International GmbH“ Lizenzrechte

und die „Wiesmann Immobilien

GmbH“ Liegenschaften verwalten.

So wirklich Gas geben können der Harvard-Absolvent

Roheen Berry, dermit seinem

Haupt-Job in der Softwarebranche

unterwegs ist, und sein Bruder Sahir,der

in Indien als Tuning-Experte die Firma

„Sportwagen Performance“ betreibt, erst,

wenn qualifiziertes Personal eingestellt

ist. Roheen, dessen Liebe zum roadsternen

Gecko ontour im Wiesmann seines

jüngeren Bruders entflammt ist, und Sahir

Berryselbstlassen zurzeit fastalle anderen

beruflichen Verpflichtungen links

liegen und sind in Deutschland unterwegs,

um ihre „Herzensangelegenheit

Wiesmann“ auf ein solides Fundament zu

Unternehmerische Traumhochzeit: Der Londoner Investor Roheen Berry (r.) und Friedhelm Wiesmann starten das Comeback des Kleinserienherstellers.

stellen, wie ihr Sprecher aus der Hamburger

PR-Agentur Dederichs, Reinecke

und Partner betont.

Mit ans Lenkrad haben sich die neuen

Eigentümer die beiden Firmengründer

Martin und Friedhelm Wiesmann in beratender

Funktion geholt. Zunächst wird

das Unternehmen von Tatalovic geleitet,

die zwar Branchenneuling ist, aber langjährige

Erfahrung im Bereich Mergers &

Acquisitions von Großunternehmen mitbringt.

Sie kennt die Dülmener Firma,

weil sie die Wiesmann-Übernahme ausgehandelt

hat. Für die operative Geschäftsführung

wirdlaut Schmidt ein erfahrener

CEO eingesetzt. Ein Investitionspaket

vonrund 30 Millionen Eurosoll

für den nötigen unternehmerischen langen

Atem sorgen. Das Geld fließt in modernste

Fertigungstechnik und qualifiziertes

Personal. Denn in die einer Boxengasse

ähnlichen,von einer gläsernen Galerie

aus einsehbaren Produktionshalle

müssen wieder Spezialisten an zum Teil

neue Maschinen, damit der Kleinserienhersteller

mit Speed auf die linke Spur

ausscheren kann. Faktische Vollbeschäftigung

im Münsterland und ehemaligeMitarbeiter,

deren Herz zwar wohl immer

noch an Wiesmann hängt, die seit zwei

Jahren allerdings anderweitig ihn Lohn

und Brot stehen, machen dem Gecko-Flitzer

das Comeback nicht gerade leicht.

„Das Recruiting ist für die Firmenspitze in

den nächsten Monaten einer der Hauptjobs“,

bestätigt Wiesmann-Firmensprecher

André Schmidt. „Bei dem kompromisslosen

Qualitätsstandard von Wiesmann

gestaltet sich natürlich auch der

Auswahlprozess entsprechend aufwendig“,

räumt er ein. Erfahrene Fachleute

und ehemalige Kollegen seien „natürlich

immer willkommen“. Die Mitarbeiterzahl

soll im ersten Schritt im hohen zweistelligen

Bereich liegen, somit leicht

unter dem Levelvon 2013,als Wiesmann

mit 110 Beschäftigten in die Pleite fuhr.

Nachdem die Autoschmiede das Jahr

2009 unter der Ägide von Stefan Breuer,

Investor mit Wohnsitz in der Schweiz, bereits

mit einem Minus in Höhe von 4,4

Das gut 100 Meter lange Wappentier der Manufaktur thront über der Firmenzentrale in

Dülmen.

Foto: Living Concept

Millionen Euroabschloss, folgtvierJahre

später ein Insolvenzverfahren, das „auf

jeden Fall aufwendig und in seiner gesamten

Bewertung überdurchschnittlich

ist“, resümiert Insolvenzverwalter Dr.

Norbert Küpper gegenüber DIE WIRT-

OFFEN GESAGT

Das Zeug zum Botschafter

Der Boxenstopp für den Sportwagen dauert lange: Kein Fall für flotte Mechaniker,

sondern finanzieller Totalschaden. Bis die Kult-Karosse wieder flottgemacht

wird, greifen Spezialisten ganz unterschiedlicher Branchen tief in ihren

Werkzeugkasten. Nun deutet alles darauf hin, dass der längst abgekühlte Motor

wieder anspringt –und die Herzen derjenigen erwärmt, die Benzin im Blut haben.

Wobei Wiesmann eben nicht für PS-Power und Protz steht.

Die Mini-Schmiede aus Dülmen weckt eher die Begeisterung von Menschen mit

Geld und Geschmack, wobei sie beides in die Lage versetzt, ein unübersehbares

Zeichen automobiler Individualität zusetzen. Kein Stück von der Stange, sondern

geradezu zeitlose Manufakturware für Puristen, bei Preis und Handarbeit

vergleichbar mit Edel-Chronometern eidgenössischer Werkstätten. Ob der Wiesmann-Kult,

der jedoch nicht mit einer Motorsport-Legende als Firmengründer

verknüpft ist, reicht, um global eine durchaus umkämpfte Nische zu besetzen,

wird sich zeigen. Jedenfalls gehen die neuen Firmenlenker mit Konzept und Kapital

anden Start. Dem Münsterland wäre eszuwünschen, einen Marken-Botschafter

in alle Welt schicken zu können, der begehrliche Blicke auf sich zieht

wie kaum sonst ein Bolide. Ein Retro-Design-Vehikel mit Rennsport-Genen, das

eine allgemeine Tugend der Region transportiert: das geradezu sture Festhalten

an kompromissloser Qualität und Charakter.

Maike Harhues

SCHAFT.

Immerhin, entscheidende Etappen sind

abgeschlossen: Gerade hat das Landgericht

Münster das juristische Tauziehen,

das hinter den Kulissen herrschte, beendet;

ein Gläubiger hatte Beschwerde eingelegt,

die abgewiesen wu

„Der Kaufvertrag ist jetzt r

unterstreicht Schmidt. Di

übertragung samt Grundbu

werdenun vollzogen, schild

nehmenssprecher den aktu

Damit erfüllt sich eine wic

setzung, um mit BMW, zug

rer und Gläubiger, ernsth

lungen aufzunehmen. „D

mit München sind in vollem

teuert Schmidt. Denn unt

der klassischen Karosseri

lichst weiterhin die unbän

gediegenen Ingenieurskun

toben. Das Triebwerk bild

einen wichtigen Fakto

glaubt RoheenBerry, umd

Manufaktur neu aufzustelle

und den Welt-Markt unt

anderem mit Rechtslenker

zu erobern. Der Griff nac

globalen Märkten ist kein

neue Idee der Brüderpaa

Wiesmann und Berr

„Schon vorJahren haben w

uns auf der Automesse

Genf kennengelernt und a

diesem Szenario gefeilt“, e

innert sich Friedhelm Wie

mann imGespräch mit D

WIRTSCHAFT.

Damalsbauten die Dülmen

ihre Luxusautos mit bis z

555 PS zu einem Preis zw

schen 100 000 und je nac

Ausstattung mehr als 20

000 Euro; es fehlten jedoc

die nötigen finanziellen Mi

tel, um die Infrastruktur d

Manufaktur auf Fahrzeug

für den Linksverkehr umz

stellen. Der Firmengründ

selbst, der das Unternehme

wie auch sein Bruder Mart

2012 verließ, hatte inMü

chen eine Wiesmann-Filia

eröffnet, die er 2014 schli

ßen musste. Während Mart

Wiesmann seit vier Jahre

mit „Drehzahl&Moment


&BETRIEBE

13

PS

sind erfahrene

rde.

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in

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le

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in

n

e“

Fotos: Wilfried Gerharz

die technische Service-Kompetenz in

Münster bereithält, hat sein Bruder Friedhelm

in den vergangenen zwei Jahrenmit

150 möglichen Geldgebern gesprochen:

„Einen Investor für zehn Millionen zu finden,

ist einfach, für 100 Millionen auch

nicht so schwer, aber dazwischen ist es

extrem schwierig“, weist der Manufaktur-

Gründer darauf hin, dass institutionelle

Investoren erst bei wirklich enormen Beträgen

die Lust verspüren, das Geld ihrer

Anleger unterzubringen.

Jetzt ist Friedhelm Wiesmann heilfroh

über die unternehmerische Traumhochzeit

mit den autoaffinen Berry-Brüdern.

Denn momentan liegt ein mehr als grundsolides

Geldpolster unter dem Projekt.

Wiesmann dürfe zwar kein Fass ohne Boden

werden ,aber: „Wenn das Unternehmen

im zweiten, dritten und auch vierten

Jahr noch keine schwarzen Zahlen

schreibt, werden die Berrys das gelassen

nehmen. Ab dem fünften Jahr sollte geguckt

werden, was falsch läuft“, pocht

auch Schmidt darauf, dass die Investoren

vor allem ihr Herzblut investieren.

Damit das Geldverdienen mit dem Gecko

gelingt, sollen auf jeden Fall Firmenabläufe

optimalisiert werden. Steckte im

Roaster MF 5–inder Typenbezeichnung

haben sich die Gründer mit ihren Vornamen

Martin und Friedhelm verewigt –

350 Stunden unternehmenseigene Manpower,

„könnten in Zukunfteinzelne Produktionsstränge

wie die Sattlerei ausgelagert

werden“, gibt Schmidt ein Beispiel.

Welchen Fertigungsabschnitt in der Manufakturestrifft,

ist allerdings noch nicht

konkret. „Auf keinen Fall werden Fahrzeuge

aus den alten Teilen, die noch im

Dülmener Gebäude rumliegen, für den

außereuropäischen Markt, gebaut, wie

fälschlicherweise teils in der Presse kolportiert.

Dakönnen höchstens mal Firmenneulinge

dran rumschrauben, um

das besondereWiesmann-Feeling zu spüren“,

stellt Schmidt klar.

Technisch einfach da weitermachen, wo

Wiesmann 2013 nach der Produktion von

insgesamt 1600 Luxus-Wagen als Roadster

und Coupés seit 1988 aufgehört hat,

ist jedenfalls nicht möglich: Die zukünftigen

Fahrzeuge brauchen

einen neuen Antrieb, der

den heutigen Schadstoffgrenzwerten

genügt.

Dieser technische

Sprung ist Grundvoraussetzung,

um unternehmerisch

in den

nächsten Gang

hochzuschalten

und nicht nur die

eingefleischte

Wiesmann-Fangemeinde

zu überzeugen,

sondern weltweit

zwischen Bentley

und Bugatti sicher die Spur zu halten.

Maike Harhues

GECKO-SPLITTER

–Martin Wiesmann, Maschinenbauingenieur

und

Hobbyrennfahrer, und seinem

Bruder Friedhelm,

nach dem Wirtschaftsstudium

in der Textilbranche

tätig, kam die Idee zum

Roadsterbau 1985 auf dem

Rückweg von der Essener

Motorshow

–Erste Fahrt der damaligen

Garagentüftler im unverkleideten

Chassis, aufgebaut

auf die Technik eines

BMW-Unfallfahrzeugs

–Schon 1988 waren Tennisspieler echte Stars: Während des Rothenbaum-Turniers

in Hamburg machten Tennisgrößen wie Andre Agassi und Pete Sampras

eine Probefahrt abdem Spielerhotel „Interconti“; Martin Wiesmann hatte den

Empfangschef überzeugt, ihm einen Parkplatz für den Retro-Flitzer direkt vor

dem Hotel zu sichern; Andrij Medwedjew, damals Weltranglistenvierter und

Partner von Anke Huber, war der erste Promi mit Fahrzeugbrief

–Wolfgang Reitzle, designierter BMW-Entwicklungschef, lässt sich von den

Wiesmännern zu einer Probefahrt überreden; daraufhin liefert BMW die Technik

unter der Haube

–2014 fährt Gerichtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Börne alias Jan Josef Liefers

den schwarzen 360-PS-Roadster von Michael Möllenbeck, Vorsitzender des

Wiesmann-Clubs, durch den Münster-Tatort. Das 150 000-Euro-Gefährt aus

einer Sonderedition wird während der Dreharbeiten an Front, Felgen und Heck

beschädigt; nach Ausstrahlung des Tatorts imMai 2014 stürzt die Wiesmann-

Homepage ab, weil so viele Zuschauer ihre Begeisterung kundtun wollen

–Fußballer Lukas Podolski lenkt einen Gecko-Roadster, seine Initialen sind in

den Fahrersitz eingestickt

–Auch Talent-Juror Dieter Bohlen gibt den Markenbotschafter und besitzt

neben einem SLS-Flügeltürer von Mercedes einen weißen Wiesmann MF 4

Sportwagen von Wiesmann stehen für klassisches Design und beeindruckende Fahrleistung.

Dasideale

Umfeld.

Unternehmer im ecopark wissen:

Wo Mitarbeitersichwohlfühlen, da

leisten sie guteArbeit.Investieren

auchSie in ein gutesUmfeld–für Ihre

Mitarbeiter und für Ihr Unternehmen.

Im ecoparkander Hansalinie A1.

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14 BRANCHEN & BETRIEBE

Jungpflanzen, so weit das Auge reicht: Auf 31 000 Quadratmetern Hochglasfläche in Senden und weiteren 35 000 Quadratmetern in Billerbeck und Coesfeld-Lette produziert Volmary für den gesamteuropäischen Markt.

Auf dem Weg zur Marke

Das münsterische Pflanzenzuchtunternehmen Volmary investiert viel in eine ausgeklügelte

Hightech-Produktion und neue unverwechselbare Züchtungen.

Hightech-Pflanzenproduktion mit

orangegelber Strahlkraft in der Sendener

Dämmerung: Ganz ohne

Strohhut und Gießkanne, dafür mit

Photosynthese-Licht und programmierbaren

Gießwagen wecken sie

Gartenlust und zielen auch auf ein

trendsettiges, jugendliches Lebensgefühl.Mit

„Drachenfeuer“ –

dem scharfen Chili-

Sortiment in farblich

zur Frucht passendem

Pflanztopf – erobern

die Agraringenieure des Pflanzenzuchtunternehmens

Volmary die Küchenfensterbänke

der Studentenbuden. Mit „Begonia-Beats“

will das münsterische

Unternehmen mit allein fünf Standorten

im Münsterland sowie weiteren in sechs

europäischen Ländern und in Kenia mit

Blühpracht das Gartenbeet neu takten.

„Wir wollen unsere Pflanzen zur Marke

aufbauen. Für den Endverbraucher erkennbar

im farblich zur Blüh- beziehungsweise

Fruchtfarbe abgestimmten

Pflanztopf“, erläutert Marketingchef und

Produktmanager Raimund Schnecking.

Er glaubt: „Wer Ware im schwarzen Topf

verkauft, hat verloren.“

Ob „Chiquita-Banane“ oder „Honig-Tomate“

– erfolgreiche Qualitätsmarken anderer

Züchter auf des Verbrauchers Zunge

haben einen Wiedererkennungswert.

An diesen Effekt möchte die Firma, die

rund 500 Mitarbeiter beschäftigt, mit

einem Multi-Color-Konzept der Verpackung

anknüpfen. Optik und Branding

bilden aber nur einen Erfolgsfaktor. Noch

mehr Augenmerk als auf die lebensfrohe

Verpackung legt das Unternehmen, das

unter den Labeln Volmary, Kiepenkerl,

Jupiter Blue Vein: Acht Jahre hat Zuchtleiter Hans de Does in die

Primelsorte investiert, bis der Agraringenieur sie in diesem Frühjahr

auf der IPM in Essen präsentierte. Fotos (2): Maike Harhues

Optimales Wachstum: Assimilationslicht verlängert die Photosynthesephase der Pflanzen

im Gewächshaus und strahlt in den Himmel über Senden.

Soul Plants und Profi-Line firmiert, aber

auf die Qualität und Gesundheit seiner

1000 Pflanzensorten.

Dazu ziehen die Experten alle Register:

Abhärtung per Cabrio-Dach und Verlängerung

der Sonnenphase durch das typisch

orangefarben leuchtende Assimilationslicht,

technisierte Umpflanzung per

Pikiermaschine: Wenn die maschinell auf

den Punkt gesäten Pflänzchen aus der

Keimkammer heraus sind oder als Stecklinge

unter der 31 000-Quadratmeter-

Hochglasfläche des Produktionsstandortes

Senden durch Licht gesteuert in die

richtige Richtung wachsen, sind sie zum

Teil im Flieger aus Kenia oder der Türkei

angereist. „Das machen wir nicht, weil

die Löhne dort billiger sind, sondern weil

die klimatischen Bedingungen hier im

Münsterland für ein optimales Gedeihen

der Mutterpflanzen nicht ausreichen“,

erläutert der Produktmanager.

Das globale Produzieren birgt, trotz der

Spezialverpackung für die sensible

Fracht, aber Unwägbarkeiten: „Das ist

dann unser Geschäftsrisiko, wenn die

Beutel mit den frischen Stecklingen in Kenia

einen Tag in der prallen Sonne liegen,

weil die Fluglotsen streiken oder der Flieger

technische Probleme hat.“

Ganz ohne Spezialverpackung reist

Schnecking selbst um die Welt, immer

auf der Suche nach neuen Sorten mit

Potenzial zum Produkterfolg: „Allerdings

stapfe ich nicht durch den Urwald und

buddle die schönsten Blumen aus, sondern

besuche lizenzierte Pflanzenhändler

vor Ort“, erklärt Schnecking. Denn

aufgrund von Artenschutzabkommen

dürften gar nicht alle Pflanzensorten ausgeführt

werden, sind sie auch noch so

schön. Was der Produktmanager von seinen

Reisen mitbringt, durchläuft eine

drei- bis vierjährige Testphase auf dem

Kaldenhof in Münster und zum Teil auch

unter wissenschaftlicher Aufsicht an der

agrarwissenschaftlichen Fakultät der

Hochschule Osnabrück, bevor es zu einer

Volmary-Sorte gekürt wird.

„Jupiter Blue Vein“ dagegen ist durch und

durch ein Volmary-Eigengewächs: Nur

die schönsten Primeln wählt Zuchtleiter

Hans de Does für die Internationale

Pflanzenmesse in Essen (IPM) aus, während

er kritisch ein Pflänzchen mit hellblauen

Blütenblättern beäugt: „Zu hell,

die weißen Adern heben sich nicht deutlich

genug ab“, findet ein Töpfchen wenig

Gnade. Acht Jahre lang hat der Agraringenieur

in die blaue Primelsorte mit den

weiß-geäderten Blütenblätter sein ganzes

Können investiert, bis sie jüngst auf

der weltgrößten Pflanzenmesse als geschützte

Markensorte Premiere feierte.

Auf der IPM treffen die Vertreter des

münsterischen Familienunternehmens

nicht nur die höchstens drei in Deutschland

ähnlich aufgestellten Mitbewerber,

sondern auch ihre Kunden im Fachpublikum.

Volmary verkauft nämlich

nicht an den Endkunden, sondern

seine Jungpflanzen im Alter

von vier- bis acht Wochen an Gartenbaubetriebe,

die diePfl

änzchen

bis zur Verkaufsreife weiterkultivieren.

Mitgeliefert mit den knapp 500 Pfl

änzchen

im etwa backblechgroßen Kunststoff-Tray

wird nicht nur der bunte

Topf, sondern ein modernes Marketingkonzept

von Pflanz- und Kultivierungstipps

auf Stecketiketten, Klebeband,

Postern und Deckenabhängern bis

hin zu Hochglanz-Rezepten zu den Gemüsesorten.

Getestet übrigens: „Unsere

neue Speisesüßkartoffel Erato wurde erst

ins Sortiment aufgenommen, als wir sie

als Gratin, Grillkartoffel und Mus mit den

Mitarbeitern zum Test gegessen haben

und ihr Geschmack uns überzeugt hat“,

berichtet Schnecking von einem seiner

angenehmeren beruflichen Termine.

Discounterware bietet Volmary nicht,

sondern Pflanzen für den Fachhandel

und die Gemüseabteilung des gehobenen

Lebensmittelhandels. Wenn der Endkunde

Ranunkel, Stiefmütterchen, Begonie

oder Tomate im Gartencenter kauft, hat

nach Volmary nicht nur der Gartenfachbetrieb,

sondern auch der Großhändler

an der Pflanze verdient. „Das geht nur mit

einem Qualitätsprodukt und nicht mit

einem Tomatenpflänzchen für 50 Cent

im Discounter“, ist der Produktmanager

sich sicher. Für eine veredelte Volmary-

Tomate – eine hochwertige Zuchtsorte,

die im Gewächshaus mit besonders

wüchsigen und krankheitsresistenten

Unterlagen kombiniert wird – muss der

Hobbygärtner das Sieben- bis Achtfache

investieren.

Ob und inwieweit der Endkunde dann

wirklich überzeugt ist – den Weg, das zu

erfahren, hat das in der dritten Generation

familiengeführte Unternehmen lange

gesucht: „Seit ein paar Jahren pflegen

wir intensivsten Kontakt über Social Media

zu Hobbygärtnern weltweit. Egal ob

sie ihre Leidenschaft im Schrebergarten,

im Grün rund ums Haus, in Kästen und

Kübeln auf dem Balkon oder beim Urban

Gardening verwirklichen“, erläutert der

Freckenhorster, der seinen grünen Daumen

privat am liebsten bei Tomatenpflanzen

unter Beweis stellt.

Und eine Kundin darf dann doch bei Volmary

direkt kaufen: „Mehrere Paletten

Begonien gehen jedes Jahr an die Kaiserin

von Japan“, verrät Schnecking. Gut,

dass der Jungpflanzenkatalog in 20 Sprachen

erscheint, denn wer weiß, welches

Königshaus demnächst den richtigen royalen

Riecher beweist.

Maike Harhues

Qualitätskontrolle per Hand im weißen Kittel: Zwischen all der Technik

und unter strengen Hygieneauflagen entscheidet das menschliche

Auge über die Güte der Pflanze im Fingerhutformat. Foto (2): Volmary


BRANCHEN & BETRIEBE 15

„Image ist

hervorragend“

Experten der Landwirtschaftskammer NRW sehen

Entwicklung der Betriebe vor allem in der Nische

Fachkräftemangel hat auch

Gartenbau-Betriebe erfasst,

von denen es einigen nicht

mehr gelingt, alle Ausbildungsplätze

zu besetzen.

Während sich insgesamt die Konzentration

in der Branche fortsetzt, bleiben

gleichwohl Nischen, die kleine Familienunternehmen

weiterhin erfolgreich besetzen

können, betonen Hans-Peter Wessels,

Beratungsleiter Münster-Wolbeck

und Essen, und Reinhard Gerlach, Fachbereichsleiter

Berufsausbildung, von der

Landwirtschaftskammer NRW im Interview

mit unserer Mitarbeiterin Maike

Harhues.

Was sind die Stärken der Branche,

womit hat sie hingegen zu kämpfen?

Hans-Peter Wessels: Die Stärken der

Branche Gartenbau liegen in der Sortimentsvielfalt

und Produktvariabilität der

Zierpflanzen, Stauden, Gehölze, Obst

und Gemüse. Kombiniert mit diversen

Serviceangeboten können immer neue

Nischen besetzt werden. Pflanzenliebhaber

finden stets Raritäten, Fachkenntnis

zur Pflanze ist im Detail gegeben, bietet

für die Zukunft noch viel Potenzial und

wird in der Dienstleistung platziert. Einerseits

wird es immer schwieriger, sich

den stark verändernden Verbrauchergewohnheiten

anzupassen. Andererseits

gelingt es immer wieder, neue Trends zu

setzen und hiermit auch erfolgreich zu

sein. Das Image der Grünen Branche ist

hervorragend. Fachkräfte sind schwierig

zu generieren, der arbeitsintensive Gartenbau

kann derzeit die Steigerungen in

den Produktions- und Lohnkosten nicht

generell durch Preiserhöhungen abfangen,

wodurch sich die finanziell angespannte

Lage erklären lässt.

interessiert. Bei Obst und Gemüse achten

allerdings inzwischen deutlich mehr Abnehmer

auf Produkte aus der Region. Insbesondere

kurze Transportwege können

in diesem Zusammenhang punkten und

eine frische Ware sichern. Viele Gartencenter

binden mit zunehmendem Erfolg

auch Produzenten aus der Nachbarschaft

in ihre Angebotssortimente ein, wenn die

gegenseitigen Ansprüche an Qualität und

Preis dauerhaft zufriedengestellt werden

können.

Welche Rolle spielt die Gentechnik

im Gartenbau bzw. in der Pflanzenzucht

des Münsterlandes?

Wessels: Gentechnik spielt derzeit keine

Rolle. Wohl aber die traditionelle Züchtungsarbeit

mit den stetig neuen Zielen

für unterschiedliche Kundenwünsche. Im

Fokus stehen je nach Produktgruppe

unter anderem Hitzetoleranz, Blühfreude,

Gesundheit und Langlebigkeit.

Wie viele Ausbildungsbetriebe gibt

es im Gartenbau des Münsterlandes

und wie viele davon sind unbesetzt?

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Womit kann ein kleiner Familienbetrieb

punkten, was schaffen nur die

ganz großen?

Wessels: Die enorme Flexibilität und

Leistungsfähigkeit für „Besonderes“ bietet

für Familienbetriebe die Chance zur

Entwicklung, gerade in Nischen. Gepaart

mit intensiven Kundenkontakten in der

Direktvermarktung und guter Netzwerkarbeit

können die Marktanteile gehalten

und auch wieder gesteigert werden. Große

Produktionsbetriebe sind inzwischen

leistungsfähig in der Belieferung großer

Vermarktungsorganisationen oder anderer

Abnehmer.

Welche Rolle spielt die Regionalität

im Gartenbau?

Wessels: Liebhaber suchen oft Pflanzen

weltweit und sind selten an Regionalität

Hans-Peter Wessels

Reinhard Gerlach

Reinhard Gerlach: Im Münsterland

gibt es gut 1000 von der Kammer genehmigte

Ausbildungsplätze im Gartenbau

mit seinen sieben Fachrichtungen. Aktuell

besetzt sind ca. 60 %. Die große Differenz

ergibt sich nicht nur aus dem demografischen

Wandel, sondern hier kommen

mehrere Ursachen zusammen. Der

Strukturwandel in den Betrieben insbesondere

des Produktionsgartenbaus hat

dazu geführt, dass vermehrt Saisonkräfte

eingestellt und auf Auszubildende verzichtet

wurde.

Was ist die Strategie der Kammer,

um junge Menschen für die Berufe

im Gartenbau zu begeistern, und

wie sind die Verdienstaussichten?

Gerlach: Für die Kammer informiert

eine Gärtnermeisterin auf Berufsmessen

in ganz NRW junge Menschen über den

Beruf. Zusätzlich werden im Bildungszentrum

Gartenbau und Landwirtschaft

in Wolbeck Info- und Mitmachtage für

Schulen aus der Region durchgeführt.

Diese Aktivitäten der Kammer stehen in

enger Abstimmung mit Nachwuchswerbeaktivitäten

der Berufsverbände. Die

Fachkräfteknappheit ist auch im Gartenbau

regional unterschiedlich angekommen.

Für engagierte Gärtner ist es deshalb

kein Problem, einen geeigneten

Arbeitsplatz zu finden. Dabei wird auch

immer wieder deutlich, dass Betriebe

durchaus bereit sind, für qualifiziertes

Personal mehr als den Tariflohn zu bezahlen.

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16 BRANCHEN & BETRIEBE

Wenn der Riegel

zwei Meter misst

Gestaltungstechniker Helmut Hilbert-Elsner mag das Besondere

Zwischen alten Back- und

Kötterhäusern im Ostbeverner

Ortsteil Brock (Kreis Warendorf)

ist reichlich Platz für

Natur und Landwirtschaft.

Und für einen der kreativen

Köpfe der Region. Der hat die

Ruhe und die Verlassenheit

eines unscheinbaren Bauernhofes

gesucht, um seiner ungewöhnlichen

Arbeit nachzugehen.

Helmut Hilbert-Elsner,

seit über 25 Jahren Geschäftsführer

der Elsner Gestaltungstechnik

GmbH, ist

mehr als nur Modellbauer

und Maler. Mehr als ein diplomierter

Designer, der auch

schweißen und löten kann.

„Ich habe auch eine Lizenz

zum Metall- und Glockengießen“,

ergänzt er.

Spezialist für besondere Elemente und Objekte: Gestaltungstechniker Helmut Hilbert-Elsner

Foto: Peter Sauer

Mehr Keks geht nicht: Hubert Hilbert-Elsner schuf dieses große

Modell für einen Hersteller.

Und der 67-Jährige

kennt kein Nein.

Als tüftelnder Allrounder

findet er

immer Wege und

Lösungen, um die Ideen seiner

Kunden Wirklichkeit werden zu

lassen. Die ausgefallensten mag

er am liebsten. „Designer, Architekten,

Ingenieure und Planer

entwerfen am Computer die

unterschiedlichen Vorgaben. Und ich setze

sie dann mit den entsprechenden Materialien

um.“ So entstehen auf dem ehemaligen

Bauernhof Einzelstücke und

Kleinserien, die nicht im Handel erhältlich

sind. Deshalb schätzen Kunden aus

der ganzen Welt die Arbeit des Tüftlers.

Eine weitere Säule des Erfolgs: Der Gestaltungstechniker

ist handwerklich vielseitig:

„Ich säge und fräse, gieße, lackiere

und poliere, galvanisiere und beschichte

– so ist kein Tag wie der andere.“

Früher war Hilbert-Elsner unter anderem

für Designer wie Luigi Colani und Dieter

Sieger tätig, mittlerweile arbeitet er für

die Industrie, für Museen und Privatleute.

Alle Kunden haben etwas gemeinsam:

„Sie kommen zu mir mit einer ganz genauen

Vorstellung vom dem, was sie haben

wollen und ich darf dann für sie die

Lösungen suchen. Und: Es muss immer

ganz schnell gehen“, sagt er.

Für die Industrie baut er Dummys, Maschinen,

Anlagen (zum Beispiel Chemiewerke

im Maßstab 1 : 25) sowie Designmodelle.

Für Museen kreiert er sogenannte

Figurinen für die Präsentation

historischer Gewänder und Trachten.

Handelsübliche Schaufensterpuppen seien

dafür nicht einsetzbar. „Es gibt Ausdünstungen,

die die Kleidung angreifen.

Danach muss dann der Restaurator ran.“

Hilbert-Elsner baut auch Halterungen für

antiquarische Schädel und Waffen, konservatorische

Rollen für historische Teppiche

oder originalgetreue Nachbauten –

zum Beispiel vom Grevener Stadtmodell

von 1828. Für das Religio, das Westfälisches

Museum für Religiöse Kultur in

Telgte, brachte er das Hungertuch von

1623, eines der ältesten westfälischen

Fastentücher, mit einem speziellen

Unterbau in Form. Das war gar nicht so

einfach. Denn das Hungertuch ist 7,40

Meter breit und 4,40 Meter hoch. Als das

Westpreußische Landesmuseum von

Münster-Wolbeck nach Warendorf umzog,

mussten einige Modelle umgebaut

oder restauriert werden. Hilbert-Elsner

kümmerte sich beispielsweise um das

Modell der Marienburg.

Besonders ins Auge fallen aber seine

Arbeiten für die Werbung. So gestaltet

Hilbert-Elsner für Ladenlokale oder Messestände

plastische und auch große Modelle

– etwa von einem rot-weißen

Lutschbonbon (20 mal so groß wie im

Original) oder von einem Schokoriegel,

der als Modell stattliche zwei Metern

misst. Das detailgenaue Riesenmodell

einer Kamera für die Photokina in zehnfacher

Vergrößerung passte bei der Fertigstellung

kaum auf seinen Arbeitstisch.

Aber Hilbert-Elsner lässt sich auch dabei

nicht aus der Ruhe bringen. Für die Chinesen

baute er mal das Modell einer Straßenbahn:

„Bis auf die Fenster und die

Automatik war alles so wie später bei der

Bahn, die auf den Gleisen fuhr“, erinnert

er sich.

Die Vorgaben seiner Kunden dienen dem

Ostbeverner stets nur als Basis. Wie ein

Sterne-Koch kombiniert er sein handwerkliches

Grundwissen kreativ und

eigenständig mit ausgesuchten Werkstoffen,

Werkzeugen und Vorrichtungen.

Holz-, Metall- und Kunststoffarbeiten sowie

Sondertechniken übernimmt er

selbst. Das lockt auch Monarchen und

Milliardäre an. So ist Hilbert-Elsner nach

eigenen Angaben wohl der einzige Gestaltungstechniker,

der nicht nur für die

schnellste und längste Luxusjacht, sondern

auch für die größte Jacht luxuriöses

Interieur hergestellt hat – mit sehr leichten

Deckmöbeln aus Kohlefaser. Für die

Gewölbe-Decke des 120-Meter-Schiffes

eines Öl-Milliardärs baute er Paneele, die

aussehen wie echter Bambus – überzogen

mit Blattgold.

Der Gestaltungstechniker kümmert sich

auch um Einbauten für Flugzeuge und

Fahrzeuge, wie maßgefertigte Duschtassen,

Lichtkuppeln, oder spezielle Spiegeleinfassungen.

Auch schwer entflammbare

Oberflächenstrukturen aus leichten

Kunststoffen und originalgetreue Nachbildungen

von Naturstein, Schiefer, Rost,

Bambus, Canvas oder Holz entstehen in

seiner Werkstatt. Und wenn er mal eine

kreative Verschnaufpause braucht, freut

sich Helmut Hilbert-Elsner über seine tierischen

Nachbarn. Hirsche und Rehkitze

aus dem nahen Wald schauen regelmäßig

vorbei. „Ich muss mir nur noch was

einfallen lassen, dass sie unsere Terrassen-

und Gartenpflanzen in Ruhe lassen.“

Apropos: An Ruhestand denkt der 67-

Jährige nicht: „Ach was! Ich mache weiter,

bis ich 90 Jahre alt bin. Und dann gucke

ich nach, ob die anderen auch alles

richtig machen.“ Peter Sauer

Für die Photokina entstand in Ostbevern dieses Kameramodell. Es

ist zehnmal so groß wie das Original.


GELD & GESCHÄFT 17

Zinsen für Mutige

Nennenswerte Zinsen sind für Anleger inzwischen schwer zu finden.

Banken im EU-Ausland locken hingegen mit ho .

Bankkonten gleichen immer mehr

dem sprichwörtlichen Kopfk

isse

Für Anleger ist es – zumindest t

Blick auf die Rendite – inzwi e

fast einerlei, ob sie ihr Geld b ein

Bank parken oder zu Haus or .

Das EU-Ausland verspricht b e.

Seitdem sich die dr insphase

zur Nullzi s-

phase gemausert

hat,

schauen

Kapitalanleger

hierzulande in

die Röhre. Kurz

nach dem Jahreswechsel

hat

die durchschnittliche

Verzinsung von

Tagesgeldkonten

erstmals die Marke

von 0,1 Prozent unterschritten,

haben die Experten

des Maklerportals

Verivox errechnet.

Angebote von 1,75 Prozent

Zinsen für Festgeld, das nur ein

Jahr lang angelegt werden muss,

klingen unter diesen Voraussetzungen

plötzlich vergleichsweise attraktiv.

Und angesichts der Tatsache, dass die

Europäische Zentralbank keine Anstalten

zu machen scheint, die Zinsen anzuheben,

spricht auch wenig gegen eine Festschreibung

für die Dauer von zwölf Monaten.

Allerdings müssen Anleger ihr

Geld für solch verlockende Angebote ins

europäische Ausland bringen.

So wirbt etwa die griechische Piraeus-

Bank, die eine Filiale in Frankfurt am

Main unterhält, mit 1,75 Prozent Zinsen

für zwölfmonatiges Festgeld. Die Fim-

Bank mit Sitz auf Malta offeriert immerhin

1,70 Prozent Zinsen bei einjähriger

Festschreibung und 1,50 Prozent für Tagesgeld.

Bei der kroatischen Vaba-Bank

bekommen Anleger aktuell 1,6 Prozent

Zinsen aufs Festgeld. Allerdings müssen

Sparer, die ihr Geld auf Malta oder in

Kroatien anlegen wollen, im Internet auf

die Dienste von Zinsplattformen wie

Weltsparen, Zinspilot oder Savedo zurückgreifen.

Diese Vermittler machen die

Angebote ausländischer Banken für deutsche

Sparer zugänglich.

Angesichts der Einlagensicherung innerhalb

der EU sollten Anleger bei einer solchen

Entscheidung eigentlich kein Risiko

eingehen. Gemäß EU-Vorschrift sind

Geldanlagen bis zu einem Betrag von

100 000 Euro im Fall einer Bankenpleite

abgesichert. Streng genommen müsste

der Kapitalanleger innerhalb von 20

Werktagen für seinen Verlust vollständig

entschädigt werden.

Der Knackpunkt: Innerhalb der Europäischen

Union gibt es bislang noch immer

keine gemeinsame Einlagensicherung,

die für alle Mitgliedsländer gilt. Derzeit

sind die Staaten verpflichtet, mit ihrer nationalen

Einlagensicherung einzuspringen,

falls erneut eine Bank in Schieflage

geraten sollte. Darüber, wie sicher diese

nationalen Einlagensicherungen wirklich

sind, streiten die Experten.

Fest steht, dass der Staat einspringen

muss, falls die nationale Bankensicherung

nicht genügend Geld aufbringen

kann. Im Falle eines EU-Landes mit mangelnder

Wirtschaftskraft könnte das

einen Domino-Effekt bewirken.

Neben der Stiftung Warentest raten deshalb

auch die Verbraucherzentralen zur

Vorsicht, wenn Geld bei einer Bank im

EU-Ausland angelegt wird. „Wen will der

Kunde verklagen, wenn nicht genug Geld

vorhanden ist – die EU?“, sagt Niels Nauhauser,

Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale.

Ein weiterer Fallstrick lauert bei der

Steuer. Anders als in Deutschland zahlen

vielen Banken im Ausland die Zinsen

nicht jährlich aus, sondern erst am Ende

der Laufzeit. Wird Geld für mehrere Jahre

festgelegt, können Freibeträge schnell

überschritten werden. Andreas Fier

Vor dem Sitz des Premierministers in Valetta weht die europäische Flagge. Banken auf Malta locken bieten

Festgeldanlagen mit 1,75 Prozent Zinsen bei einjähriger Festschreibung an. Anleger sollten sich jedoch über die

Risiken im Klaren sein.

Foto: dpa


18 GELD & GESCHÄFT

Nach dem Eintrag ins Register lohnt

sich der genaue Blick auf die Post

Obskure Internetanbieter nutzen die Informationen, um Kaufleute übers Ohr zu hauen.

Kaufleute oder Geschäftsführer von

Kapitalgesellschaften erhalten nach

der Eintragung im Handelsregister

laut Westfälischer Notarkammer

vermehrt Post von unseriösen Unternehmen.

Diese bieten an, Unternehmen

in obskure Internetdatenbanken

einzutragen

Zum einen kann es einem

Kaufmann leicht passieren,

dass er ein solches Schreiben

fälschlicherweise für eine

vom Handelsregister versendete

Rechnung für die kürzlich erfolgte

Eintragung hält. Denn die Absender erwecken

zum Beispiel durch die Verwendung

des Landeswappens den Eindruck,

es handele sich um ein offizielles behördliches

Schreiben.

Zum anderen kann der Eindruck entstehen,

es werde eine kostenlose Eintragung

in ein Gewerbeverzeichnis angeboten

oder es handele sich nur um eine Abgleichung

von Daten. Denn die Aufmerksamkeit

des Empfängers wird durch Layout

und Formatierung des Schreibens oft gezielt

auf das Überprüfen und Ausfüllen

der Angaben für den Brancheneintrag gelenkt.

Dass mit dem Formular ein Vertrag

über eine kostenpflichtige Eintragung in

eine Internetdatenbank abgeschlossen

wird, versteht der Adressat oft erst dann,

wenn er auch die weniger hervorgehobenen

Textpassagen des Schreibens sorgfältig

liest. So ist es bereits zu Gerichtsverfahren

zwischen Kaufleuten und Betreibern

von Internetverzeichnissen gekommen,

in denen darüber zu entscheiden

war, ob die Entgeltvereinbarung im Vertragstext

hinreichend erkennbar war.

Zunächst ist hier laut Notarkammer zu

klären, ob der gesamte Vertrag den gesetzlichen

Begriff der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

(AGB) nach § 305

Abs. 1 BGB erfüllt. Davon ist in vielen Fällen

auszugehen, was zur Folge hat, dass

die Klausel der Entgeltvereinbarung

nicht zum Bestandteil des Vertrags wird,

wenn sie für den Empfänger des Angebots

„überraschend“ ist.

Man kann als Kaufmann zwar nicht erwarten,

dass eine Eintragung in ein Firmenverzeichnis

grundsätzlich entgeltfrei

bleibt. Dennoch haben Gerichte solche

Entgeltklauseln bereits für „überraschend“

erklärt. Begründet haben sie dies

damit, dass die Entgeltvereinbarung so

unauffällig in den Fließtext eingefügt

war, dass der Adressat sie ohne Weiteres

übersehen konnte und insgesamt auch

nicht mit ihr zu rechnen brauchte. Durch

Formatierung, Layout und Wortwahl des

Textes wurde die Aufmerksamkeit des

Empfängers gerade nicht auf seine

Hauptleistungspflicht, die Entgeltvereinbarung,

gelenkt.

Daher sind die Verwender der AGB nach

Ansicht der Gerichte ihrer Verpflichtung

nicht nachgekommen, die Rechte und

Einen offiziellen Eindruck erwecken die Schreiben. Das es hier um einen kostenpflichtigen Eintrag in eine

Datenbank geht, erfährt man erst im Kleingedruckten.

Pflichten des Vertragspartners im Vertragstext

klar und durchschaubar darzustellen.

Kaufleute oder Geschäftsführer

von Kapitalgesellschaften sollten Post,

die sie im Anschluss an die Handelsregistereintragung

erhalten, genau unter die

Lupe nehmen und auch das „Kleingedruckte“

lesen. Bei Unsicherheiten ist es

ratsam, einen Fachmann zu konsultieren.

Quelle: Westfälische Notarkammer

Eine starke Kombination für

einen starken Wirtschaftsraum

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Centrum Halle Münsterland, Münster

8. März 2016: Einstiegsworkshop für Gründungsinteressierte, 17 – 19.30 Uhr,

gfw – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf, Vorhelmer Str.

81, Beckum

8. März 2016: IT-Sicherheit – kein Hexenwerk, 17 – 19 Uhr, IHK Nord Westfalen,

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9./10. März 2016: Frühjahrsmesse der Agravis Raiffeisen AG, Messe- und Congress-Centrum

Halle Münsterland, Münster

11. März 2016: IHK-Weiterbildungstag, 14 – 17 Uhr, IHK Nord Westfalen, Sentmaringer

Weg 61, Münster

16. März 2016: Effizienz-Forum-Wirtschaft, 10 – 18 Uhr, Zeche Westfalen in Ahlen,

gfw – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf und Effizienz-Agentur

NRW

18./19. März 2016: Holzbau-Tage, Kongress für Architekten, Ingenieure und Planer,

Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland

18. bis 20. März 2016: Bauen & Wohnen, 10 – 18 Uhr, Messe- und Congress-

Centrum Halle Münsterland

30. März 2016: 1. Wirtschaftsforum Münster, ab 9 Uhr, WestLotto, Weseler Straße,

Münster

19. April 2016 : KRIFA 2016, 9 – 17 Uhr, Fachtagung u.a. für Feuerwehr, Rettungsdienst,

Hilfsorganisationen, Gesundheitswesen und Katastrophenschutz,

Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland

19. April 2016: It´s all food, Profi-Messe für Fachleute des Food- und Non-Food

Sektors, Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland

21. April 2016: Gute Ideen noch besser verkaufen!, 9 bis 11.30 Uhr, WFG für den

Kreis Borken, Ahaus, Erhardstr. 11


GELD & GESCHÄFT 19

Hammer und Eichenblatt

sind nicht aus der Mode

Das Handwerk präsentiert sich in seiner bundesweiten Imagekampagne erfolgreich als moderne

Wirtschaftsgruppe – es will aber auch Traditionen erhalten. Das alte Handwerkszeichen gehört dazu.

„Hammer mit Malzeichen, Eichenblatt

mit Eichel im nicht geschlossenen

Ring“. Das klingt antiquiert. Die

drei Begriffe bilden das alte Handwerkzeichen

ab. Modern sein will

dieses Zeichen auch gar nicht, aber

es hat durchaus Tradition, die erhalten

bleiben soll.

Das alte Handwerkszeichen wird auf moderne Weise über den PC zur Verfügung gestellt. Dr. Karsten Felske setzte sich erfolgreich dafür ein, die Bildmarke für

das Handwerk zu erhalten.

Foto: Kost

Und deshalb wollen wir das

alte Handwerkszeichen

schützen, und zwar vor allem

auch vor Missbrauch“,

erläutert Dr. Karsten Felske.

Der Justiziar der Handwerkskammer

Münster setzte sich erfolgreich dafür ein,

die Bildmarke (das ist die offizielle Bezeichnung

für ein solches Zeichen) für

das Handwerk zu erhalten, als der Markenrechtsschutz

zum 1. September 2011

ausgelaufen war. In Absprache mit dem

Zentralverband des Deutschen Handwerks,

der seit 1951 Inhaber der Bildmarke

war, hat sich die Kammer Münster das

alte Handwerkszeichen schützen lassen.

Aus guten Grund. Denn Felske war aufgefallen,

dass es nach dem Auslaufen des

Markenrechtsschutzes zu einer massenhaften

Verwendung des Zeichens durch

kommerzielle Anbieter gekommen war.

Ein Beispiel: Auf einer Internetplattform

tauchte ein Anbieter auf, der „Meisterbriefe“

anbot, die den Originalen täuschend

ähnlich sahen. Und darauf prangte

das alte Handwerkszeichen in Form

eines Siegels.

Durch Eintragung der Bildmarke auf den

Namen der Handwerkskammer Münster

beim Deutschen Marken- und Patentamt

in München konnte insbesondere der Gefahr

vorgebeugt werden, dass Dritte sich

die Rechte an dem Zeichen sichern. „Und

dann hätten die bisherigen handwerklichen

Nutzer damit rechnen müssen, von

den neuen Rechte-Inhabern auf Unterlassung

in Anspruch genommen zu werden“,

betont Dr. Felske. Jetzt ist es möglich,

kommerziellen Dritten die weitere

Nutzung des Zeichens zu untersagen.

Konkret: Eine Firma darf das alte Handwerkszeichen

nicht zur Nutzung – und

dabei gegen Bezahlung – anbieten.

In zwei Fällen hat die Handwerkskammer

bisher die weitere Nutzung untersagt.

Darüber hinaus laufen mehrere

Strafanzeigen wegen unberechtigter

Markennutzung. Weitere Fälle sind in

Arbeit.

Neben dem alten Handwerkszeichen, das

bis 1994 das offizielle Symbol des Handwerks

war, haben viele Handwerksberufe

eine eigene Bild- oder Wort-Bild-Marke.

Dafür gibt es immer noch den alten Begriff

des Zunftzeichens, aber auch die

neuere Bezeichnung Innungszeichen

wird verwendet. Diese Zeichen symbolisieren

die Handwerksberufe, die an den

Werkzeugen oder den Produkten des jeweiligen

Handwerks zu erkennen sind.

Zum Beispiel zwei unterschiedliche

Schiefer-Hämmer mit einem Zirkel beim

Dachdecker oder der Baumkuchen beim

Konditor. Und auch relativ junge Handwerke

wie das Elektro- oder das Sanitär-,

Heizungs- und Klimahandwerk haben

ihre Symbole, die gern genutzt werden.

2010 ging die Imagekampagne des Handwerks

mit einem neuen allgemeinen

Handwerkslogo an den Start: „Das Handwerk.

Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“

In Form von Aufklebern, auf Plakaten

und Briefbögen – um nur einige Beispiele

zu nennen – wird es von vielen Betrieben

genutzt, die damit ihrer Zugehörigkeit

zu dieser Wirtschaftsmacht sichtbaren

Ausdruck geben und damit auch

die Kampagne voranbringen.

Passt da noch das alte traditionelle Handwerkszeichen?

„Ja, denn es gehört zur

Geschichte des Handwerks“, sagt der Jurist,

der ein besonderes Interesse an historischen

juristischen Schriften und Gesetzsammlungen

hat. Er würde sich freuen,

wenn das alte Zeichen weiter Verwendung

findet – die Nutzung steht allen offen,

die bereits in der Vergangenheit berechtigt

waren, die alte Bildmarke zu verwenden.

Hubertus Kost

Einfach

vor Ort.

Wirsindda,woSieunsbrauchen.

Um schneller zu entscheiden und

flexibler zu handeln. Nähe ist

einfach wertvoll.

Wenn’s um Geld geht

sparkasse-mslo.de

Ein Motiv der aktuellen Imagekampagne des Handwerks.


Im Oldenburger M

werden immer m

Lange galt das Oldenbu

land als „Armenhaus“.

kaum Gewerbe, hohe Ar

Menschen, die daheim oh

pektive waren, zogen for

ckendes Bild, das sich ers

Jahren aufhellte. Die zun

edelungswirtschaft im Ag

wie Wachstum im Gewerb

riebereich bescherten de

um Cloppenburg und Ve

ersehntenAufschwung. D

Jahrzehnteeine solche D

ckelt, dass manheute dem

Süden sogar den Begriff „

anheftet. Und diese hat –

Großprojekt „ecopark“

reichlich Platz.

20 GELD &

Vom

Plaudern über den Zusammenbruch: Marc Friedrich und Matthias Weik (r.) haben das Buch „Der Crash ist die Lösung“ geschrieben. Im Interview erklären sie, weshalb sie den Crash

für unvermeidlich halten.

Foto: Wilfried Gerharz

Horror-Euro-Show

Die Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik halten den Crash

für unvermeidlich –und zugleich für die Lösung

Schnell schwäbisch schnäbbelnd

werfen sie sich die Bälle zu– bei

ihren Vorträgen wie im Interview mit

unserem Redaktionsmitglied Martin

Ellerich. Ihr Buch „Der Crash ist die

Lösung“ stand 51 Wochen auf der

Spiegel-Bestsellerliste für Sachbücher.

Obman den zuweilen sehr zugespitzten

Thesen von Matthias

Weik (40) und Marc Friedrich (39)

folgen will, ihren Anlagetipps vertraut

oder nicht –unterhaltsam sind

die beiden Autoren jedenfalls.

AuchinMünster boten sie vor

einigen Wochen als prominente

Gäste einer Kundenveranstaltung

der AREO

Aolding H im Hotel Kaiserhof

einen Auftritt, der irgendwozwischen Seminar,Kabarett

und Verkaufsschau anzusiedeln

war.

Die Arbeitslosenzahlen sind niedrig,

das Konsumklima ist top, der Dax

verzeichnet Höchststände –und Sie

wollen den Menschen erzählen, dass

der Crash unvermeidlich ist?

Matthias Weik: Bei uns sieht es vielleicht

noch rosig aus, aber wenn wir einen Blick

werfen nach Spanien, Frankreich, Italien:

Die haben auch alle den Euro, und

es sieht dort ganz anders aus. Die haben

eine Rekordverschuldung, eine Rekordarbeitslosigkeit,

eine Industrieproduktion

auf dem Niveau von vor 20 oder 30

Jahren. Damit lassen sich die Schulden

von heute nicht bezahlen.

Marc Friedrich: Die Flüchtlingskrise ist

doch das aktuellsteBeispiel ... Europa und

der Eurofunktionieren nicht. Es geht nun

einmal nicht, dass man unterschiedliche

Volkswirtschaften mit einer Währung verbindet.

Wirmüssen diesem WahnsinnEinhalt

gebieten. Schon jetzt opfern wir eine

ganzeGeneration in Europa diesem Währungsexperiment:

26 Millionen Jugendliche

in Europa sind ohne Arbeit, da kommt

eine Altersarmut auf uns zu, die sich gewaschen

hat. Und ein Land ohne Jugend

ist ein Land ohne Zukunft.

Noch einmal: Was macht Sie so

sicher,dass der Crash kommenwird?

Friedrich: Unser Finanzsystem hat eine

mathematisch begrenzte Lebensdauer –

und die ist 2008 abgelaufen. Das zeigt die

Bankenkrise. Seitdem wird eskünstlich

am Leben gehalten. Mit unendlich viel

billigem Geld, mitdemokratischfragwürdigen

Rettungsaktionen. Wir haben uns

sieben Jahre teuer erkauft, aber die

Grundproblematik wurde nicht gelöst.

Dass der fundamentale Crash kommt, ist

absehbar. Weil wir nicht das Geldsystem

revolutioniert haben, bei dem Banken

aus dem Nichts Geld schöpfen. Unser Finanzsystem

braucht Wachstum, Wachstum,

Wachstum – aber unendliches

Wachstum in einer begrenzten Welt gibt

es nicht.

Aber es ist doch eine Menge geschehen:

Bankenunion, Stresstests, Kontrolle

durch die EZB, Eigenkapitalvorschriften

nach Basel III ...

Friedrich: Die Bankenunion – süß ...

(lacht) Das sind alles nur Nebelkerzen.

Basel III wurde dermaßen verwässert

und in die Zukunft verschoben bis 2019,

dass wir nur beten können, dass bis 2019

nichts passiert,dennsonst haben wir ein

Riesenproblem. Stellen Sie sich nur vor,

unsere größten Banken kippen ...

Sie nennen die Banken Verursacher

und Profiteure der Krise zugleich: Bei

der Deutschen Bank sieht es derzeit

nicht gut aus –Gewinneinbruch, keine

Dividende, Stellenabbau ...

Friedrich: Deutsche Bank –die haben

sich halt erwischen lassen... Aber J.P.

Morgan, Goldman-Sachs, Bank of America

–denen geht es besser als je zuvor.

Freunde aus dem Investmentbanking in

New York sagen: „Es ist so geil wie nie.“

Die Boni sind wieder auf Rekordhöhe, die

Aktienmärkte schwellen wieder an, die

Immobilienmärkteschwellen an. Und die

menschliche Gier ist unbeschränkt. Die

Gier der internationalen Banker hat diese

Krise verursacht.

Sie beklagen, dass die Sparer durch

die Niedrigzinspolitik enteignet werden.

Lebensversicherungen lohnen

sich nicht mehr, das Sparbuch nicht.

Was soll ich mit dem Geld machen?

Weik: Wir sagen zuerst, was man nicht

machen sollte: Schulden! Denn der Euro

wirduns früher oder später um die Ohren

fliegen. Und in der Vergangenheit wares

zumeist so, dass bei einem Währungsschnitt

Guthaben und Verbindlichkeiten

unterschiedlich behandelt wurden.

Wenn aus meinen 100 Euro Guthaben

beim Währungsschnitt zehn – nennen

wir es mal –Ecu werden, und aus meinen

100 Euro Verbindlichkeiten 15 oder 20

Ecu, dann haben wir ein Riesenproblem.

Friedrich: Und ganz wichtig: raus aus

Papierwerten, rein in Sachwerte. Sachwerte

bleiben bestehen. Schauen Sie auf

die alten, reichen Familien,den Landadel

–kaufenSie Dinge, die Sie anfassen können:

Wald, Land, Gold, Silber, ErneuerbareEnergien,

direkteUnternehmensbeteiligungen

in der Region... Denn Geld

arbeitet nicht, Menschen arbeiten. Wenn

ich hier einen Schein auf den Tisch lege,

arbeitet der doch nicht. Der liegt.

Weik: Noch ein ganz wichtiger Sachwert:

Bildung. Unser Land ist da, wo es jetzt ist,

weil wir in der Vergangenheit gut ausgebildet

haben. Aber wenn ichheuteunsere

Schulen, Kindergärten, Universitäten anschaue

... Es gibt so viele ältereMenschen

mit Geld; warum unterstützen die nicht

einfach ihre Enkel bei der Ausbildung?

Das wird sich für uns alle auszahlen.

Edelmetalle, Land, Wald –das bringt

kaum Rendite ...

Weik: Jetzt geht es um Vermögenserhalt.

Abgeben werden wir alle müssen im

Crash –aber mit Sachwerten wenigerals

mit Papiergeld.

Friedrich: Whisky kann auch eine Anlage

sein: Da sind Ihnen 40 Prozent sicher,

die gibt Ihnen keine Bank und den Crash

können Sie sich schönsaufen... (lacht) Im

Ernst: Whiskys sind limitiert, da ist der

Preis zuletzt deutlich gestiegen. Aber

nicht trinken!

Wenn Uwe

schwarze

um einem

Tour wo

Unterneh

le entlang der gut ausgebau

zustellen, kommt man sic

einem Trip durchs Grüne

Sträucher,Wiesen, hin und w

fe –das Auge blickt auf kei

großes Industrie- und Gewe

pischeTristesse. „Man nennt

Ranger“, verrät der Gesch

Zweckverbands „ecopark“.

Unpassend ist der Begriff n

Haring schaut abseits vonEu

park-Allee auf den rund 300

lich nach dem Rechten, pfl

meist guten Kontakte zu den

müht sich engagiert, dass si

nur 800 Meter von der Aut

fernt liegt, stetig weiter füll

rund20Unternehmendort a

600 neue Arbeitsplätze – e

Plus für die Region

„Ein ganzer Park für Ihren E

neue Idee von Arbeitsleb

park“-Macher wie UweHari

nur in Werbebroschüren, so

Kundengespräch konseque

„Landschaft“ aus. Tatsächlich

bei einer Fahrt durch den G

willkürlich die wirtschaftlich

mischen Aspekte der Ansied

hohen Qualität des Landsch

seinen Arbeitsplatz kurz v

Möglichkeit, sogleich durch

tel zuspazieren. Seit Kurze

Vorzeigbare Einfahrt: Der „ecopark“ im Oldenburger


GESCHÄFT

21

Armenhaus zur Boomregion

ünsterland setzt man beim „ecopark“ gleichermaßen auf Wirtschaft und Landschaft. Logistikunternehmen

ehr auf das 300 Hektar große Areal für Gewerbe und Industrie aufmerksam

rger Münster-

Karge Böden,

beitslosigkeit.

ne jede Perst.

Eine bedrütinden

1960-

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und Indust-

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Oldenburger

Boomregion“

wie sich beim

zeigt – noch

Haring in den

nKombi steigt,

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hier auch

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icht. Denn Uwe

ropa-und Eco-

Hektar tatsächegt

intensiv die

Firmen undbeh

der Park, der

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en.“ Die „econg

spielen nicht

ndern auch im

nt die Karte

verbindet man

ewerbepark unen

und ökonolungen

mit der

aftsparks. Wer

erlässt, hat die

breiteGrüngürmerläutern

sogar

Schilder des Emsteker Heimatvereins,

welche Bedeutung zum Beispiel die großen

FindlingeamWegesrand haben –essindalte

Grenzsteine.

Grenzenlos scheint das Flächenangebot, das

es Investoren laut Haring ermöglicht, sich

bei einer Ansiedlung auf Wunsch auch stets

die Option für einer benachbarte Fläche zu

sichern. Auch bei der jüngsten und bisher

größten Ansiedlung im „ecopark“ ist dies der

Fall.

Im Sommer kaufte der Immobilieninvestor

und Projektentwickler Verdion an der A1

ein fünf Hektar großes Areal für ein neues

Logistikzentrum mit 25 000 Quadratmetern

Lagerfläche. Nach wenigen Wochen schon

konnten die Bauarbeiten beginnen, die bis

zum Sommer 2016 abgeschlossen sein sollen.

Dann wirdHellmann Worldwide Logistics

vondort aus für den größten deutschen

Fahrradhersteller,die Firma DerbyCycle aus

Cloppenburg, Kunden beliefern. Das Zentrum

wirdnicht weniger als 150000 Fahrräder

aufnehmen –täglich werden 3000 Stück

von Emstek zuden Händlern ausgeliefert.

Für Uwe Haring geht von dieser stark umworbenen

Großansiedlung ein ganz wichtiges

Signal aus: „Es zeigt, dass unser Park

aufgrund seiner gesamten Konzeption und

sehr guten Lage gerade in der wachsenden

Logistikbranche mithalten kann.“

Mit dem ersten Verdion-Invest hat der „ecopark“

es in die Topliga geschafft. Verdion

spricht auf seiner Homepage selbstbewusst

von mehr als eine Millionen Quadratmeter

erstklassiger Logistikflächen in Europa, die

ECOPARK

„Arbeit erleben“ –mit diesem Slogan wirbt der Zweckverband „ecopark“

für das imAugust 2002 vom damaligen Bremer Bürgermeister

Henning Scherf und Niedersachsens Wirtschaftsministerin Susanne

Knorre eröffnete interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet in

Emstek an der Hansalinie A1.Auf einer Gesamtfläche von 300 Hektar

werden erschlossene Grundstücke von bis zu 20 Hektar Größe

angeboten. Angelockt werden Unternehmen unter anderem mit

einem niedrigen Gewerbesteuerhebesatz von nur 340 Prozentpunkten,

einem Quadratmeterpreis von 34Euro (voll erschlossen) und

einem Servicepaket, das von der Postbox-Station bis hin zu reservierten

Plätzen in einem benachbarten Kindergarten reicht.

Mitglieder des Zweckverbandes sind die Gemeinden Emstek und Cappeln,

die Stadt und der Landkreis Cloppenburg. Auch diese Kombination

sorgt für rasche Abwicklung von Neubauansiedlungen –die

Baugenehmigung für das neue große Logistikzentrum von Derby

Cycle erging in fünf Wochen.

wk

man zurzeit in der „Entwicklungspipeline“

hat.

Auch Discounter Lidl hat erkannt, dass man

vom Oldenburger Münsterland aus gut ins

überregionale Straßennetz gelangt. Rosenbaum

Fruchtimport &Logistik versorgt von

Emstek aus jede Nacht die Lidl-Märkte mit

frischem Obstund Blumen. 15 000 Quadratmeter

groß ist das Logistikzentrum. Indem

Gebäude befindet sich sogar eine Bananenreiferei.

130 Menschen sind dort beschäftigt.

Der „ecopark“, der als Zukunftsinvestition

gemeinsam von der Stadt und dem Landkreis

Cloppenburg sowie von den Gemeinden

Emstek und Cappeln getragen wird, hat

freilich ein sehr ambitioniertes Ziel. Im Jahr

2045 sollen dort immerhin 7000 Menschen

arbeiten. Die Wegstreckebis dorthin ist entsprechend

lang.

Geschäftsführer Uwe Haring, seit 2011 im

Amt, sieht das jetzige Wachstum aber nicht

negativ.Das schrittweise Vorgehen ermögliche

es, sich intensiv um Investoren und deren

individuellen Wünsche zu kümmern.

Und natürlich müssen auch die überplanten

Flächen, die zurzeit noch landwirtschaftlich

genutzt werden, nach und nach ins Eigentum

des Zweckverbandes übergehen.

Rund 20 Unternehmen sind heute indem

Gewerbe- und Industriegebiet bereits zu

Hause. So betreibt dort zum Beispiel die HS

Fahrzeugbau GmbH, Tochter des spanischen

Konzerns RosRoca, die modernste

Produktionsstättefür Abfallsammelfahrzeuge

weit und breit. Ob Front-,Heck oder Seitenlader

– für alles gibt es Systemlösungen,die

aus Emstek kommen.

Wer ins Gewerbegebiet fährt, sieht zudem

gleich das „ZentrumZukunft“ des Oldenburger

Energieversorgungsunternehmens

EWE. Ein futuristisch anmutendes Gebäude,

in dem unter anderem über modernsteBauund

Klimatechniken informiert wird. Neben

den vielen anderen Firmen aus den Branchen

Großhandel, Dienstleistung, Medizin

oder Medien gehört „The Lübbehusen Malt

Distillery“ wohl zu den außergewöhnlichstenund

einzigartigen Ansiedlungen. In Emstekwirdtatsächlich

in einem transparenten

Gebäudekomplex Single-Malt-Whisky gebrannt

–mit norddeutscher Note, versteht

sich. Die ersteProduktion wirdzwarerst im

Frühjahr 2017 auf den Markt kommen,aber

schon jetzt kann manbeispielsweise an Tastings

teilnehmen oder den Shop besuchen.

Uwe Haring, gelernter Journalist, gefallen

solche Unternehmenim„ecopark“. Denn sie

bieten sich wiederum prima für verschiedene

Kontakt-Veranstaltungen an. Haring

bricht nur zu gernedie sonst übliche Anonymität

in einem Gewerbe- und Industriegebiet

auf, indem er Treffenfür dieFirmen und

deren Mitarbeiter organisiert.

Der jüngste Unternehmer-Stammtisch fand

zum Beispiel bei der Firma Kaapkestatt, die

sich um Markenentwicklung im Mittelstand

kümmert. Seit 2008 sitzt die Firma im „ecopark“

–jetzt konnten die Nachbarn hinter

die Kulissen des Betriebs schauen.

Nicht so viel Glück hatten die Parkbetreiber

mit der SEVA Energie AG. Der führende

Uwe Haring führt seit 2011 die Geschäfte des

„ecopark“.

deutsche Hersteller von Blockheizkraftwerken

wurde vonder Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

(EEG) so starkgetroffen,

dass er im Jahr 2014 Insolvenz anmelden

musste. 200 Arbeitsplätze hattedas

Unternehmen, aber bisher konnte nur die

Servicesparte fortgeführt werden. Das große

Grundstück ist zwar verkauft, aber Haring

und allen Mitstreitern wäreweitaus lieber,wenn

auch dort produziert würde. Also

doch etwas Tristesse im ehemaligen „Armenhaus“?

„Wir arbeiten an einer guten Lösung“, sagt

„Ranger“ UweHaring und ist zuversichtlich.

wk

Münsterland legt viel wert darauf, dass imGewerbe- und Industriegebiet das Grün nicht zu kurz kommt.

ecopark


HANDELSREGISTER

STADT MÜNSTER

NEUEINTRAGUNGEN

HR A 10190 Bröcker-Jaspers Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Max-Reger-Str. 15 b, 48165 Münster. Gegenstand

des Unternehmens ist die Bewirtschaftung, die Verwaltung und die Verwertung des eigenen Vermögens. Haft. Ges.:

Bröcker-Jaspers GmbH, Münster. 30. 12. 2015

HR A 10191 Bröer & Partner GmbH & Co. KG, Dorpatweg 10, 48159 Münster. Beratung auf allen Gebieten

moderner Personalwirtschaft, insbesondere die Unterstützung und Mitwirkung bei der Suche und Auswahl von

Führungskräften, die Durchführung von Trainingsmaßnahmen und alle damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Haft. Ges.: Bröer & Partner Verwaltungs GmbH, Münster. 30. 12. 2015

HR A 10197 Getränke Bröker Eventservice Axel Bröker e.K., Westfalenstr. 130, 48165 Münster. Gegenstand

des Unternehmens ist der Handel mit Getränken und der Verleih von Eventausstattung einschließlich Personalgestellung.

Inhaber: Axel Bröker, Münster. 18. 1. 2016

HR B 15879 Bungardt Consulting UG (haftungsbeschränkt), Friesenring 79, 48147 Münster. Gegenstand des

Unternehmens sind Beratungsleistungen und Vermittlungstätigkeiten jeglicher Art, insbesondere Dienstleistungen

sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen auf dem Gebiet der Immobilienwirtschaft und damit zusammenhängenden

Wirtschaftsbereichen. Stammkapital: 100,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Kerstin Bungardt, Münster.

7. 1. 2016

HR B 15881 Deutsche Stiftung krankheitsbedingte Mangelernährung gemeinnützige Unternehmergesellschaft

(haftungsbeschränkt), Johann-Krane-Weg 25, 48149 Münster. Gegenstand des Unternehmens der

Gesellschaft sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung (§ 52 Abs. 2 Nr. 1 AO) und die Förderung des öffentlichen

Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege (§ 52 Abs. 2 Nr. 3 AO) durch die in § 2 Absatz (2) der

Satzung genannten Maßnahmen. Der Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft wird verwirklicht insbesondere

durch solche Maßnahmen, die die Situation von krankheitsbedingt unter- oder mangelernährten Patienten verbessern,

beispielsweise indem unterstützt, begleitet, gefördert, entwickelt, ein- bzw. durchgeführt werden a) Ernährungssprechstunden

und/oder Ernährungsambulanzen oder sonstige Einrichtungen zur Ernährungsberatung, die in Krankenhäusern

eingerichtet oder betrieben werden; b) Ernährungssprechstunden und/oder Ernährungsambulanzen oder sonstige

Einrichtungen zur Ernährungsberatung, die außerhalb von Krankenhäusern eingerichtet werden, zum Beispiel in Arztpraxen

oder Medizinischen Versorgungszentren; c) Standardoperationsprozeduren, Qualitätskontrollsysteme, Screeningverfahren

und weitere Prozeduren zur frühzeitigen Erkennung und Vermeidung von Unter- und Mangelernährung;

d) die Bildung und Pflege von aktiven Netzwerken in der Umgebung von Einrichtungen, in denen Maßnahmen gemäß

lit. a), b) und c) durchgeführt werden, im Bereich der dort niedergelassener Ärzte; e) Forschungsvorhaben und der Nachwuchs

im Bereich der krankheitsbedingten Mangelernährung und Ernährungsmedizin; f) geeignete Maßnahmen zur

Aufklärung der Öffentlichkeit über das Problem und die Gefahren der krankheitsbedingten Unter- und Mangelernährung,

etwa durch eigene Publikationen oder die Förderung der Publikationen Dritter in diesem Bereich, und zwar im

Inland und im Ausland. Stammkapital: 1,– EUR. Geschäftsführer: Lydia Knauer, Münster; Geschäftsführer: Myriam Drissi,

Münster. 11. 1. 2016

HR B 15880 dialog.team GmbH, Feldstiege 84, 48161 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die Konzeption,

Kreation und Koordination von personalisierter Markenkommunikation. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Marion Krobb,Münster; Geschäftsführer: Alfred Schnitger, Coesfeld. 7. 1. 2016

HR B 15897 DNN Marketing GmbH, Johann-Krane-Weg 8, 48149 Münster. Gegenstand des Unternehmens sind

Marketing, Veranstaltungsservice, Beratungsleistungen, Softwareentwicklung und Programmierung, Webhosting und

E-Commerce sowie Handel mit Software und sonstigen digitalen Produkten. Stammkapital: 25.500,– EUR. Geschäftsführer:

Frederik Neuhaus, Münster; Geschäftsführer: Benedikt Dreier, Havixbeck. 19. 1. 2016

HR B 15883 Equinox FinTech Solutions GmbH, Wevelinghofergasse 23, 48143 Münster. Gegenstand des Unternehmens

sind Finanz- und IT-Dienstleistungen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jan Tobias Krüger,

Münster. 11. 1. 2016

HR A 10189 fashion-people Personalvermittlung e.K., Meesenstiege 54a, 48165 Münster. Gegenstand des

Unternehmens ist die Personalvermittlung. Inhaber: Bettina Maria Möller, Münster. 29. 12. 2015

HR A 10199 Fliesenwerk Architektur Keramik GmbH & Co.KG, Wichernstr. 40, 48147 Münster. Handel mit

Fliesen und Geschäfte ähnlicher Art. Haft. Ges.: Fliesenwerk Architektur Keramik Verwaltungs GmbH, Münster.

21. 1. 2016

HR B 15903 GABO Bauservice UG (haftungsbeschränkt), Lublinring 12, 48147 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Vermittlung von Bauaufträgen sowie die Durchführung von Trockenbau-, Entkernungs-,Abbruch-, Eisenflechter-

und Verschalungsarbeiten und von Bauhelfertätigkeiten. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v.

§181: Martin Gabodze, Osnabrück. 20. 1. 2016

HR B 15884 Grangeiro UG (haftungsbeschränkt), Wolbecker Str. 224, 48155 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Verwaltung der Grangeiro UG (haftungsbeschränkt) und Co. KG und alle damit zusammenhängenden

und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Anabela

Ferreira de Sousa Grangeiro, Münster. 11. 1. 2016

HR B 15905 immax UG (haftungsbeschränkt), Lublinring 12, 48147 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist

die Verwaltung von Immobilien und die Beratung bei Immobilienangelegenheiten als Dienstleistung im Auftrag und

Namen für Dritte. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer: Steven Averbeck, Münster. 22. 1. 2016

HR B 15913 Institut für Biodiversität und Landschaftsökologie (IBL) UG (haftungsbeschränkt), Niesertstr.

33, 48145 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die ökologische Forschung. Stammkapital: 1000,– EUR.

Geschäftsf. befreit v. §181: Thomas Fahrtmann, Münster. 26. 1. 2016

HR A 10198 InvestInvent 13. ZEP Windpark GmbH & Co. KG, Johann-Krane-Weg 6, 48149 Münster. Stromerzeugung

aus Windkraft. Haft. Ges.: Investinvent Energy GmbH, Schönefeld. 18. 1. 2016

HR B 15896 jowaca digital solutions UG (haftungsbeschränkt), Tondernstr. 4, 48149 Münster. Gegenstand

des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von digitalen und analogen Medien in Eigenregie

und für Dritte. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Jost Benning, Münster. 19. 1. 2016

HR A 10195 KL Global Procurement e.K., An den Speichern 4 A, 48157 Münster. Geschäftszweig ist der Handel

mit ausländischen Erzeugnissen, Schwerpunkt Fernost. Inhaber: Klaus Dupin, Münster. 15. 1. 2016

HR B 15868 LED-Starlight GmbH, Schuckertstr. 33, 48153 Münster. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel

mit energieeffizienten Leuchten und Leuchtmitteln sowie die Führung aller damit zusammenhängenden Geschäfte.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Nicole Senger, Münster; Geschäftsführer: Wolfgang Möhle,

Münster. 29. 12. 2015

HR B 15904 Lenita Textil GmbH, Schmeddingstr. 62, 48149 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist Im- und

Export, Einzel- und Großhandel von/mit Textilien, Lederwaren und Schuhen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Bülent Topal, Münster. 20. 1. 2016

HR B 15858 Lücke Transporte GmbH, Überwasserstr. 29, 48143 Münster. Gegenstand der Gesellschaft ist die bisher

von Herrn Horst Bernhard Lücke betriebene Transportunternehmung. Stammkapital: 25.200,– EUR. Geschäftsführer:

Stephan Tantow, Münster. 22. 12. 2015

HR A 10200 Massivaro e.K., Westfalenstr. 154, 48165 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist der Versandhandel

mit Möbeln. Inhaber: Antonijo Mamic, Münster. 25. 1. 2016

HR B 15893 Mattin GmbH, Am Hornbach 51, 48157 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben

von Gaststätten und Bowlingbahnen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Murad Joukay Khethar, Münster.

15. 1. 2016

HR A 10165 Meinhold GmbH & Co. KG, Hessenbusch 202, 48157 Münster. Ausführung von Trockenbauarbeiten

und technischen Isolierungen. Haft. Ges.: Meinhold Verwaltungs-GmbH, Münster. 9. 12. 2015

HR A 10192 Nüsing Immobilien GmbH & Co. KG, Borkstr. 5, 48163 Münster. Gegenstand des Unternehmens sind

Erwerb, Halten und Verwalten von Immobilien sowie deren wirtschaftliche Verwertung. Haft. Ges.: Nüsing Immoblien

Verwaltungs GmbH, Münster. 11. 1. 2016

HR B 15885 Perspective Daily UG (haftungsbeschränkt), Fliednerstr. 21, 48149 Münster. Gegenstand des

Unternehmens ist neben dem Halten und Verwalten von Geschäftsbeteiligungen das Erstellen und Publizieren von

multimedialen redaktionellen Inhalten. Stammkapital: 5.000,– EUR. Geschäftsführer: Maren Urner, Münster; Geschäftsführer:

Han Langeslag, Münster. 11. 1. 2016

HR B 15852 SAMER Immobilien GmbH, Düesbergweg 40, 48153 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist

a) die Vermittlung, der Nachweis und der Verkauf von Immobilien jeglicher Art, b) die Verwaltung und Vermietung von

Immobilien sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte, c) die Vermittlung und der Nachweis von Mietobjekten

jeglicher Art, d) die Erbringung von immobilienbezogenen Dienstleistungen jeglicher Art, e) die Erbringung von

Finanzdienstleistungen, f) die Vermietung von Ferienwohnungen und der Betrieb von Hotels, g) Projektmanagement,

h) der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Handelsgesellschaften jeglicher Art sowie die Übernahme der

persönlichen Haftung und der Geschäftsführung und Vertretung bei diesen, i) die Vorbereitung und Durchführung

von Bauvorhaben als Bauträger, Bauherr im eigenen Namen für eigene und fremde Rechnung sowie als Baubetreuer,

j) die Projektierung und Planung von Bauwerken. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Samer Abu el Rob,

Münster. 17. 12. 2015

HR A 10196 Scandics UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Dyckburgstr. 406, 48157 Münster. Reisevermittlung,

Reiseveranstaltung sowie die erlaubnisfreie Beratung von Unternehmen. Haft. Ges.: Scandics Verwaltungs-UG

(haftungsbeschränkt), Münster. 18. 1. 2016

HR B 15872 sports analytiX UG (haftungsbeschränkt), Mendelstr. 11, 48149 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Erbringung von Dienstleistungen zu Sportereignissen für Internet und Telekommunikation. Dazu zählt

unter anderem Konzeption, Erstellung, Hosting, Datensammlung, -analyse, -verwertung sowie Vermarktung von Mobilen

Applikationen und Internetseiten für Dritte und auf eigene Rechnung und unter eigenen Marken. Stammkapital:

5.000,– EUR. Geschäftsführer: Henry David Delsol, Münster. 30. 12. 2015

HR B 15882 TfR Immobilien GmbH, Gildenstr. 2 v, 48157 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb

und die Veräußerung von Immobilien, die Durchführung von Bauprojekten im Wohn- und Gewerbebau sowie die

Durchführung von Bauträgergeschäften. Stammkapital: 100.000,– EUR. Geschäftsführer: Maximilian Schulte, Münster.

11. 1. 2016

HR B 15894 Windsor Hotels und Immobilienverwaltung UG (haftungsbeschränkt), Warendorfer Str. 177,

48145 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die Organisation und Durchführung von Hotelbetrieb, Hausverwaltung,

Tätigkeit als Immobilienmakler, Projektentwicklung, Bauunternehmung, Hausdienstleistungen und Grundstückshandel.

Stammkapital: 5.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Kai Martin Westermann, Berlin. 15. 1. 2016

HR B 15912 zeb.fintech.hub gmbh, Hammer Str. 165, 48153 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist das

Betreiben und Unterhalten von Websites. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Horst Andreas Kleinlein,

Berg. 26. 1. 2016

HR B 15888 Zirkusevent UG (haftungsbeschränkt), Ingeborg-Bachmann-Weg 8, 48165 Münster. Gegenstand

des Unternehmens ist die Veranstaltung von Zirkus- und Varietevorstellungen inklusive Restauration & Tierschau sowie

das Vermieten von Zirkuszelten und Zubehör. Stammkapital: 2.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Thorsten

Brandstätter, Münster. 13. 1. 2016

HR B 15857 zoo24 GmbH, Johann-Krane-Weg 6, 48149 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit

Heimtierbedarf. Dies umfasst auch den Erwerb und die Herstellung von Gegenständen des Heimtierbedarfs sowie sonstigen,

damit zusammenhängenden Vermögensgegenständen. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die Planung,

Projektierung und Implementierung von internetspezifischen Dienstleistungen und damit verbundenen Dienstleistungen

sowie der Handel mit informationstechnologiespezifischen Gütern und Vermögensgegenständen. Gegenstand des

Unternehmens ist auch der Handel mit sonstigen Waren über das Internet. Die Gesellschaft ist berechtigt, im In- und

Ausland Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen zu errichten, andere Unternehmen mit gleichem, ähnlichem

oder sachlich verbundenem Unternehmensgegenstand im In- und Ausland zu gründen, solche zu erwerben, zu veräußern

oder sich an solchen Unternehmen zu beteiligen, Handel mit anderen Erzeugnissen zu treiben und ihre Tätigkeit

auf ähnliche Geschäftszweige auszudehnen. Die Gesellschaft kann Unternehmen leiten, Unternehmensverträge mit

ihnen schließen oder sich auf die Verwaltung der Beteiligungen beschränken. Sie kann ihren Gegenstand auch ganz

oder teilweise mittelbar verwirklichen. Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller Geschäfte berechtigt, die geeignet sind,

den Unternehmenszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Stammkapital: 50.000,– EUR. Geschäftsführer: Dieter

Peter Büchl, Münster. 22. 12. 2015

INSOLVENZEN

AC BioWend Verwaltungsgesellschaft mbH, 48155 Münster. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 7. 1. 2016 – 73 IN 57/14).

Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3 GmbHG von Amts wegen eingetragen. 12. 1. 2016

Drees Akzente GmbH, 48163 Münster. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen

aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 28. 12. 2015 – 74 IN 63/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3

GmbHG von Amts wegen eingetragen. 5. 1. 2016

J+H Unterhaltungsgastronomie GmbH & Co. KG, 48157 Münster. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Münster (81 IN 74/07) vom 30.10.2015 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. 26. 1. 2016

Vesper unn Metbrengsel Gesellschaft mit beschränkter Haftung, 48149 Münster. Die Gesellschaft ist ebenfalls

aufgelöst nach rechtskräftiger Ablehnung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen (Beschluss des

Amtsgerichts Münster vom 5. 1. 2015 – 75 IN 54/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3 GmbHG von Amts wegen

eingetragen. 27. 1. 2016

KREIS BORKEN

NEUEINTRAGUNGEN

HR B 16084 Atro-Element West GmbH, Im Garbrock 6, 48683 Ahaus. Der Handel und Vertrieb mit Bauelementen,

insbesondere Fenster, Haustüren und Rolladen sowie deren Montage. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Arno Endress, Stadtlohn; Geschäftsführer: Ralf Kahmen, Ahaus. 12. 1. 2016

HR B 16090 GHS-Systeme UG (haftungsbeschränkt), Feldmark 5, 48683 Ahaus. – Entwicklung und Vertrieb von

EDV Hard- und Softwareprodukten, – Entwicklung und Vertrieb von EDV-gesteuerten Energieversorgungsystemen,

– Durchführung von Beratungen und Schulungen im Bereich der EDV und Technologie. Stammkapital: 500,– EUR.

Geschäftsf. befreit v. §181: Carsten Busch, Ahaus. 13. 1. 2016

HR B 16097 Goldbaum Immobilien Verwaltungs-GmbH, Ridderstr. 3, 48683 Ahaus. Die Beteiligung an anderen

Unternehmen und Gesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der

Kommanditgesellschaft unter der Firma Goldbaum Immobilien GmbH & Co. KG mit Sitz in Ahaus und die Führung

der Geschäfte dieser Gesellschaft. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Franz-Josef Goldbaum, Ahaus.

18. 1. 2016

HR A 8010 Goldbaum Immobilien GmbH & Co. KG, Ridderstr. 3, 48683 Ahaus. Der Erwerb, das Verwalten und

die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere der Beteiligung an der Goldbaum GmbH

mit Sitz in Ahaus, sowie anderer Vermögensanlagen, einschließlich Grundbesitz sowie die Vermietung desselben, für

eigene wirtschaftliche Zwecke. Haft. Ges.: Goldbaum Immobilien Verwaltungs-GmbH, Ahaus. 26. 1. 2016

HR B 16086 DIE HALLE Warenhandels GmbH, Boschstr. 7, 48683 Ahaus. Der Handel mit Waren aller Art, insbesondere

der Handel mit Textilien. Stammkapital: 25.564,59 EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Edwin Jette Wiecher

Nieuwenhout, BV Enschede (NL). 12. 1. 2016

HR B 16104 Mia Light GmbH, Fleehook 22, 48683 Ahaus. Der Versandhandel von Lampen, Leuchten und sonstigen

Leuchtmitteln. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Arbona Ay, Wiesbaden. 21. 1. 2016

HR A 7986 Urbarium Consulting OHG, Stadtlohner Str. 55, 48683 Ahaus. Die Vermittlung von Finanzierungen,

Privatkrediten, Versicherungen und Bausparverträgen sowie Immobilien und die Beratung zu allen vorgenannten

Tätigkeitsfeldern. Die Gesellschaft darf sich an anderen Unternehmen beteiligen, solche übernehmen sowie die

Geschäftsführung innehalten. Ferner darf sie Zweigniederlassungen errichten. Pers. Haft. Ges.: Daniel Rolletschek, Heek;

Pers. Haft. Ges.: Martin Petter, Ahaus. 22. 12. 2015

HR B 16054 A&SIntensivfahrschule UG (haftungsbeschränkt), Westend 27, 46399 Bocholt. Betrieb einer

Fahrschule Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Stephan Gaefke, Kalkar. 28. 12. 2015

HR B 16112 Allobjekt-Ten Brinke Verwaltungs-GmbH, Dinxperloer Str. 18–20, 46399 Bocholt. Erwerb und die

Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften,

welche die Verwaltung und Vermögen, Konzeption, Planung, Entwicklung und Realisierung von

Bauprojekten zum Gegenstand. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Albert ten Brinke, AS Rijssen

(NL); Geschäftsf. befreit v. §181: Claudia Roth, Würzburg. 27. 1. 2016

HR A 8004 BMS Geschäftshaus Kommanditgesellschaft, Ostwall 67, 46397 Bocholt. Das Erwerben, Halten

und Veräußern sowie die Beteiligung an und die gewinnbringende Verwaltung und Vermarktung von Liegenschaften

sowie die Verwaltung eigenen Vermögens. Pers. Haft. Ges.: Andreas Boch, Bocholt; Pers. Haft. Ges.: Thorsten Boch,

Bocholt. 22. 1. 2016

HR B 16082 GFTS GmbH, Kurfürstenstr. 51a, 46399 Bocholt. Die Überwachung des technischen Gesamtzustandes

von Immobilien, hierzu zählen insbesondere die Überwachung von technischen Anlagen nach den technischen Vorschriften

des Herstellers der Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sprinkleranlagen, Überprüfung von Brandmeldeanlagen,

Pumpen und Hebeanlagen sowie Prüfung von Brandschutztüren, Brandschutzklappen und Feststellanlagen in Immobilien.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Petrus Johannes Albertus Zents, Lichtenvoorde.

12. 1. 2016

HR B 16093 LaufXperts UG (haftungsbeschränkt), Westend 31–39, 46399 Bocholt. ist der Vertrieb von Laufsport-Produkten

im Online-Shop www.laufxperts.de. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer: Björn Weier, Bocholt;

Geschäftsführer: Jan-Hendrik Ingenfeld, Bocholt. 14. 1. 2016

HR B 16042 MVZ Rage-Holm GmbH, Hemdener Weg 4, 46399 Bocholt. (1) Die Sicherstellung der ambulanten

vertragszahnärztlichen Versorgung. Hierfür kann die Gesellschaft Zahnarztpraxen und die dazugehörenden Vertragszahnarztsitze

i.S.d. § 103 SGB V erwerben. Die vertragszahnärztliche Versorgung wird durch Vertragszahnärzte und

-angestellte, in das Zahnarztregister eingetragene approbierte Zahnärzte durchgeführt. (2) Der Satzungszweck wird

verwirklicht durch die Errichtung und den Betrieb eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) i.S.d. § 95 Absatz 1

SGB V für Leistungen der Zahnheilkunde. Die Gesellschaft nimmt mit diesem MVZ an der vertragszahnärztlichen und

privatzahnärztlichen medizinischen Versorgung teil. (3) Die Gesellschaft ist zu allen Rechtsgeschäften und Maßnahmen

berechtigt, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar fördern. Sie ist berechtigt Zweigpraxen bzw. Zweigniederlassungen

zu errichten soweit dies rechtlich zulässig ist. Stammkapital: 50.000,– EUR. Geschäftsführer: Holm

Gudbjartur, Bocholt; Geschäftsführer: Christina Rage, Bocholt. 21. 12. 2015

HR A 7990 Nienaber Bad, Heizung e.K., Robert-Bosch-Str. 30, 46397 Bocholt. Handwerkliche Dienstleistungen im

Bereich der Heizungsund Sanitärtechnik sowie der Solartechnik und Kanalprüfung. Inhaber: Boris Waasen,

Bocholt. 28. 12. 2015

HR A 7966 Pe Es Motorräder GmbH & Co.KG, Am Busskolk 15, 46395 Bocholt. Handel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen,

insbesondere Motorrädern, deren Reparatur und Wartung sowie der Verkauf von Ersatzteilen und Zubehör.

Haft. Ges.: Pe Es Motorräder Verwaltungs-GmbH, Bocholt. 19. 11. 2015

HR B 16068 Sleepling GmbH, Moorweg 16, 46395 Bocholt. Handel mit Konsumgütern, Einrichtungsgegenständen

und Dekoartikeln für Haus und Garten im eigenen Namen und für eigene Rechnung Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Andreas Peerenboom, München. 6. 1. 2016

HR B 16109 Dennis Wensink Heizung Sanitär GmbH, Seeheidestr. 34, 46395 Bocholt. Die Installation von

Heizungs- und Sanitäranlagen. Stammkapital: 25.000,- EUR. Geschäftsführer: Dennis Wensink, Bocholt. 26. 1. 2016

HR B 16103 Cardio-Travel UG (haftungsbeschränkt), Burloer Str. 8 a, 46325 Borken. Die gewerbliche Reiseveranstaltung.

Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas Rambo, Borken. 21. 1. 2016

HR B 16108 IQ Transport GmbH, Wakelkamp 34, 46325 Borken. Die Durchführung von Transporten. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Kai-Olaf Enke, Borken. 26. 1. 2016

HR A 8012 Ludger Kohlruss e.K., Hauptstr. 6, 46325 Borken. Versicherungsgewerbe. Inhaber: Ludger Kohlruss,

Borken. 27. 1. 2016

HR B 16038 Korte Garten- und Landschaftsbau GmbH, Kips Esch 26, 46325 Borken. Die Ausübung von Gartenund

Landschaftsbauarbeiten einschließlich aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäften und Tätigkeiten.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jan-Bernd Korte, Borken. 21. 12. 2015

HR B 16015 Malerbetrieb Strauch GmbH, Gerhart-Hauptmann-Str. 8, 46325 Borken. Die Ausführung sämtlicher

Malerarbeiten außen und innen, die Anbringung von Wärmedämmverbundsystemen und Brandschutzbeschichtungen

sowie die Durchführung von Bodenbelagsarbeiten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Marcel Strauch,

Borken; Geschäftsführer: Dietmar Strauch, Borken. 9. 12. 2015

HR B 16067 Stromnetzgesellschaft Gescher Verwaltung GmbH, Inselstr. 5, 48712 Gescher. 2.1. Übernahme

der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin an der

Stromnetzgesellschaft Gescher GmbH & Co. KG. 2.2 Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen, die mit

dem vorstehend beschriebenen Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen oder ihm unmittelbar oder mittelbar

zu dienen geeignet sind. 2.3 Die Gesellschaft erfüllt ihren Geschäftszweck gemäß den Vorschriften der §§ 107 ff.

Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW). 2.4 Die Gesellschaft ist insbesondere verpflichtet,

nach den Wirtschaftsgrundsätzen des § 109 GO NRW zu verfahren. 2.5 Die Gesellschaft wendet die Vorschriften des

Landesgleichstellungsgesetzes Nordrhein-Westfalen (LGG) an. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Ludger

Brüffer, Ochtrup. 5. 1. 2016

HR B 16051 AgroBau GmbH, Gildehauser Str. 2, 48599 Gronau (Westf.). Planung von Stallungen und deren

Umsetzung im Wege der Auftragsvergabe. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Henricus Robert Schut,

DX Lochem. 28. 12. 2015

HR B 16094 Bookings Büro UG (haftungsbeschränkt), Euregioring 36, 48599 Gronau (Westf.). Der Betrieb

einer Künstleragentur und die Herstellung von Webseiten. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181:

Steven Baoh, Gronau (Westf.). 14. 1. 2016

HR B 16072 Bulun Gastro GmbH, Klosterstr. 37a, 48599 Gronau (Westf.). Das Betreiben eines Schnellrestaurants

im Franchise-System. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Yonathan Bulun, Augsburg. 7. 1. 2016

HR B 16111 LENIS GmbH, Sunderhooker Weg 5–7, 48599 Gronau (Westf.). Kaffeemanufaktur, der An- und Verkauf

von Koffein, die Vermarktung von Koffein, die Spezialröstung und Spezialmahlung von Rohkaffee, Kaffee, Kaffeespezialitäten,

Tee und weiteren Produkten, das Ab- und Umfüllen, das Abpacken und Kennzeichnen sowie der Verkauf von

Rohkaffee, Kaffee, Kaffeespezialitäten, Tee, schokoladenhaltigen und kakaohaltigen Produkten etc. Die Gesellschaft

kann ferner weitere gleichartige oder ähnliche Unternehmungen verfolgen, andere Unternehmen erwerben oder sich

an solchen beteiligen und sämtliche Geschäfte betreiben, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft zu fördern. Die

Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Annegret Niehoff-

Kühne, Gronau (Westf.). 27. 1. 2016

HR B 16092 MB Verwaltungs GmbH, Am Berge 29, 48599 Gronau (Westf.). Die Beteiligung an Gesellschaften aller

Art, insbesondere als Komplementärin an Kommanditgesellschaften. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Matthias Bügener, Gronau (Westf.). 14. 1. 2016

HR A 8013 Mindfield oHG, Hindenburgring 4, 48599 Gronau (Westf.). Der Handel mit medizinischen Produkten.

Pers. Haft. Ges.: Michael Förster, Bad Bentheim; Pers. Haft. Ges.: Margret Förster, Bad Bentheim. 8. 1. 2016

HR B 16079 Recyclingpark Verwaltungs GmbH, Am Berge 14, 48599 Gronau (Westf.). Verwaltung eigenen

Vermögens, sowie die Funktion als Komplementärin bei der Recyclingpark WTB GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft kann

Handelsgeschäfte aller Art aufnehmen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Stephan Terdenge,

Gronau (Westf.); Geschäftsf. befreit v. §181: Thomas Bügener, Gronau (Westf.); Geschäftsf. befreit v. §181: Andreas

Wenker, Gronau (Westf.). 12. 1. 2016

HR B 16098 SDI Group Germany Software and Controls Verwaltungsgesellschaft mbH, Marie-Curie-Str. 3,

48599 Gronau (Westf.). Die Übernahme der Stellung einer persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin)

in anderen Unternehmen, insbesondere in der Kommanditgesellschaft SDI Group Germany Software and Controls

GmbH & Co. KG. Stammkapital: 25.800,– EUR. Geschäftsführer: Barbara Wladarz, Schwerte. 18. 1. 2016

HR B 16089 VDM Cars GmbH, Otto-Hahn-Str. 8, 48599 Gronau (Westf.). Handel, Im- und Export mit Kraftfahrzeugen.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Ingo van Dijk, Gronau (Westf.). 13. 1. 2016

HR A 7982 Lutz Bröker Sanitär – Heizung – Solar GmbH & Co. KG, Achter de Stadt 7, 48619 Heek. Installation

rund um Sanitär-, Heiz- und Solartechnik und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten Haft. Ges.: Lutz

Bröker Verwaltungs GmbH, Heek. 18. 12. 2015

HR B 16060 Josef Nacke Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), Averbeck 17, 48619 Heek. Die

Übernahme der persönlichen Haftung und Geschäftsführung bei der zu gründenden Immobilien Josef Nacke Unternehmergesellschaft

(haftungsbeschränkt) & Co. KG. Stammkapital: 200,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Josef Nacke,

Heek. 30. 12. 2015

HR A 7992 Immobilien Josef Nacke Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Averbeck

17, 48619 Heek. Der Erwerb bebauter Immobilien sowie unbebauter Grundstücke einschließlich deren Bebauung durch

Einschaltung von Nachunternehmern sowie deren Vermietung. Die Gesellschaft ist berechtigt artverwandte Geschäfte

zu tätigen. Haft. Ges.: Josef Nacke Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), Heek. 30. 12. 2015

HR A 7995 Ostendorf Schweinezucht KG, Averbeck 41, 48619 Heek. Betrieb eines landwirtschaftlichen Betriebes

im Rahmen einer Tierhaltungs-Kooperation (§ 51 a BewG) in zugepachteten Stallgebäuden. Pers. Haft. Ges.: Bernhard

Ostendorf, Heek. 5. 1. 2016

HR A 7996 Düwelsteen Apotheke e.K., Alter Kirchplatz 1, 46359 Heiden. Betreiben einer Apotheken. Inhaber:

Sebastian Jander, Münster. 7. 1. 2016

HR B 16105 VIP Bonded GmbH, Dorstener Landweg 10 d, 46359 Heiden. Der Groß- und Einzelhandel mit EDV- und

Elektroartikeln aller Art, der Im- und Export sowie der Handel mit Textilien, Heimtextilien, Lederwaren, Geschenkartikeln,

Möbeln, Trendartikeln, Modeschmuck, Modeaccessoires und Silberschmuck, weiter der Handel mit Autozubehör-

und Tuningteilen, mit Bio-Diesel, mit Metallen aller Art, mit Gasen (natural Gas) sowie der Im- und Export

sowie Handel mit Windturbinen, Solarsystemen und Heizungsanlagen, mit Restposten und das Online-Geschäft,

Medienproduktion und Vermarktung, Gastronomie und Event sowie Handel mit Lebensmittel, die Personalvermittlung

und die Erbringung von Dienstleistungen im EDV-Bereich sowie Logistikdienstleistungen. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Imran Rashid, LB-Amsterdam (NL). 21. 1. 2016

HR A 7997 Bau- und Möbelschreinerei Schlütter & Gehlmann GmbH & Co. KG, Schüttensteiner Str. 14,

46419 Isselburg. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Bau- und Möbelschreinerei. Die Gesellschaft

darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Haft. Ges.: Schlütter & Gehlmann

Verwaltungs GmbH, Isselburg. 7. 1. 2016

HR B 16064 Schlütter & Gehlmann Verwaltungs GmbH, Schüttensteiner Str. 14, 46419 Isselburg. Vermögensverwaltung

und Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Übernahme der Vollhaftung, der Vertretung und der

Geschäftsführung von Handelsgesellschaften. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Michael Gehlmann, Isselburg;

Geschäftsführer: Johannes Theodor Schlütter, Isselburg. 5. 1. 2016

HR B 16113 acontus Verwaltungs-GmbH, Frettholt 11, 48739 Legden. Die Übernahme der Komplementärstellung

in der acontus GmbH & Co. KG mit Sitz in 48739 Legden-Asbeck. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jan

Langehaneberg, Münster; Geschäftsführer: Dirk Langehaneberg, Legden. 27. 1. 2016

HR A 7984 M. Gerwing GmbH & Co. KG, Melroseweg 21, 48739 Legden. Die Ausübung und Betreibung des

Dachdeckerhandwerks und der Zimmerei sowie die Vornahme aller damit zusammenhängender Handelsgeschäfte

sowie die Beteiligung an anderen Gesellschaften. Haft. Ges.: M. Gerwing Verwaltungs GmbH, Legden. 22. 12. 2015

HR B 16101 Ebbing Project GmbH, Schultenwurt 11, 46348 Raesfeld. Planung, Projektierung und Realisierung von

gewerblichen Objekten und die Verwaltung eigenen Vermögens sowie artverwandte Tätigkeiten. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jörg Ebbing, Raesfeld. 18. 1. 2016

HR B 16058 Werner Klein-Ridder GmbH, Vennekenweg 14, 46348 Raesfeld. Handwerkliche Ausführung von Zimmerer-,

Dachdecker- und Trockenbauarbeiten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Werner Klein-Ridder,

Raesfeld. 29. 12. 2015

HR A 7998 Schreibwaren Christoph Spangemacher e.K., Weseler Str. 6, 46348 Raesfeld. Schreibwaren. Inhaber:

Christoph Spangemacher, Raesfeld. 8. 1. 2016

HR A 8002 Industriepark Maria Veen GmbH & Co. KG, Raiffeisenstr. 12, 48734 Reken. Erwerb und Verwaltung

von Grundstücken und Immobilien. Haft. Ges.: Industriepark Maria Veen Verwaltungs-GmbH, Reken. 20. 1. 2016

HR B 16073 Industriepark Maria Veen Verwaltungs-GmbH, Raiffeisenstr. 12, 48734 Reken. Die Übernahme der

persönlichen Haftung und die Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Geschäftsführung und

Vertretung der Industriepark Maria Veen GmbH & Co. KG als deren persönlich haftende Gesellschafterin. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Heinrich Dünne, Ahaus; Geschäftsführer: Günter Bruns, Reken. 7. 1. 2016

HR B 16043 Vestrick Verwaltungs-GmbH, Gewerbering 18, 48734 Reken. Beteiligung an anderen Unternehmen

sowie deren Geschäftsführung und der Übernahme der unbeschränkten Haftung. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Heike Vestrick, Reken; Geschäftsführer: Hildegard Vestrick, Reken. 21. 12. 2015

HR B 16083 Montagen Dirks UG (haftungsbeschränkt), Blomenkamp 9a, 46414 Rhede. Die Montage von Bauelementen,

Instandsetzungen, Reparaturen und Trockenbau sowie Hausmeistertätigkeiten. Stammkapital: 100,– EUR.

Geschäftsf. befreit v. §181: Josef-Bernhard Dirks, Rhede. 12. 1. 2016

HR B 16056 frontoffice GmbH, Hamalandplatz 1, 46414 Rhede. Handel mit innovativen Produkten insbesondere

der Branchen Möbel, Fahrzeugtechnik und Maschinenbau; sowie die Erbringung von Agentur- und Dienstleistungen

rund um den Vertrieb solcher Produkte. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jürgen Steverding, Rhede.

29. 12. 2015

HR A 7988 Hoffjan Bauträger GmbH & Co. KG, Holtkamp 11a, 46414 Rhede. Die Erbringung von Bauträgerleistungen.

Haft. Ges.: Hoffjan Wohnbau GmbH, Rhede. 28. 12. 2015

HR B 16070 Kohlruss Vermögensverwaltungs GmbH, Zur Rampe 5, 46414 Rhede. Die Verwaltung eigenen

Vermögens und die Beteiligung an anderen Unternehmen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Gregor

Kohlruss, Rhede. 7. 1. 2016

HR B 16081 Thorsten Kretschmer UG (haftungsbeschränkt), Thomas-Mann-Weg 6, 46414 Rhede. Die

Unternehmensberatung im Bereich Qualitätsmanagement und Fertigungsüberwachung sowie der An- und Verkauf von

Unternehmen. Stammkapital: 300,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Thorsten Kretschmer, Lingen (Ems). 12. 1. 2016

HR B 16063 DV Containerservice GmbH, von-Ardenne-Str. 33, 48703 Stadtlohn. Vermittlung, Vermietung und

Verpachtung von Containern und Dienstleistungen sowie das Handeln und Makeln von Abfällen, Rohstoffen und

Wertstoffen im In- und Ausland sowie der Abschluss aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Christoph Voss, Heek. 4. 1. 2016

HR B 16061 DVO Verwaltungs-GmbH, von-Ardenne-Str. 33, 48703 Stadtlohn. Erwerb und die Verwaltung von

Beteiligungen an Handelsgesellschaften sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei

diesen, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der Firma DVO GmbH & Co. KG mit

dem Sitz in Stadtlohn, deren Gegenstand die Verwertung, Handel, Sortierung, Transport, Makeln von Metallen und

Schrotten sowie Materialien aller Art ist. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Simon Josef Dönnebrink,

Südlohn. 30. 12. 2015

HR A 7994 DVO Metallhandel GmbH & Co. KG, von-Ardenne-Str. 33, 48703 Stadtlohn. Verwertung, Handel,

Sortierung, Transport, Makeln von Metallen und Schrotten sowie Materialien aller Art ist. Im Rahmen dieses Gesellschaftszwecks

ist die Gesellschaft berechtigt, sich an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu beteiligen,

sie zu erwerben oder Zweigniederlassungen zu errichten. Haft. Ges.: DVO Verwaltungs-GmbH, Stadtlohn. 4. 1. 2016

HR B 16095 NEO 7EVEN GmbH Holding, Boschstr. 1, 48703 Stadtlohn. Die Beteiligung an anderen Unternehmen

sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen. Stammkapital: 200.000,– EUR. Geschäftsführer: Sascha Brandhorst,

Betzdorf; Geschäftsführer: Rolf F. Schneider, Betriebswirt, Stadtlohn. 18. 1. 2016

HR B 16046 SV-Bäder GmbH, von-Ardenne-Str. 8, 48703 Stadtlohn. Vorhalten und der Betrieb von Bädern in

Stadtlohn und Vreden sowie die Ausführung aller im Zusammenhang mit diesen Aufgaben stehenden Tätigkeiten und

Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte durchführen, die mit dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder

mittelbar in Zusammenhang stehen. Sie kann sich an anderen Unternehmen beteiligen oder solche Unternehmen

gründen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Thomas Spieß, Everswinkel. 22. 12. 2015

HR A 7993 Robers Immobilien GmbH & Co. KG, Eichendorffstr. 51, 46354 Südlohn. Erwerb, das Verwalten und

die Veräußerung von Vermögensanlagen einschließlich Grundbesitz sowie die Vermietung desselben für eigene wirtschaftliche

Zwecke. Haft. Ges.: Robers Leuchten GmbH, Südlohn. 4. 1. 2016

HR B 16045 Rotherm Industrietechnik GmbH, Lise-Meitner-Str. 25, 48691 Vreden. Der Handel und die industrielle

Herstellung von Systemen für die Lagerhaltung, den innerbetrieblichen Transport und den Umweltschutz. Die

Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar dem vorstehenden Zweck zu dienen

geeignet scheinen. Die Gesellschaft darf Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen

Unternehmen beteiligen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Andreas Rotherm, Stadtlohn.

22. 12. 2015

HR B 16065 Verwohlt Imbiss Restaurant Royal GmbH, Stadtlohner Str. 37, 48691 Vreden. Betrieb eines Imbisses

sowie eines Partyservices. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Frank Verwohlt, Vreden. 5. 1. 2016

Keine amtlichen Mitteilungen – Angaben ohne Gewähr


HANDELSREGISTER

INSOLVENZEN

Mechthild Grotholt Inh. Heinz Sudhues, 48683 Ahaus. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (82 IN 3/16)

vom 15. 1. 2016 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen des Inhabers

nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 21. 1. 2016

Vöcker + Co Hotel- und Objektkonzepte GmbH, 48683 Ahaus. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (77

IN 87/15) vom 29. 12. 2015 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen

der Gesellschaft nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 4. 1. 2016

Babel & Partner GmbH, 46395 Bocholt. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (82 IN 59/15) vom 1. 1. 2016

ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen

eingetragen. 12. 1. 2016

G.E.S. Installations- und Wartungsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt), 48712 Gescher. Durch Beschluss

des Amtsgerichts Münster (74 IN 67/15) vom 28. 12. 2015 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren

eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen. 7. 1. 2016

Fair – Zeitarbeit GmbH, 48599 Gronau (Westf.). Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az.

72 IN 21/09) vom 23.10.2015 ist das Insolvenzverfahren nach Vollzug der Schlussverteilung aufgehoben. 7. 1. 2016

Leipold Montagen GmbH, 46354 Südlohn. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (81 IN 61/15) vom

4. 1. 2016 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

Von Amts wegen eingetragen. 13. 1. 2016

Z & D Feuerschutz und Trockenbau GmbH, 46342 Velen. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Münster (79 IN 72/11) vom 30. 11. 2015 ist das Insolvenzverfahren mangels kostendechender Masse eingestellt.

29. 12. 2015

Sensitex GmbH, 48691 Vreden. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 78 IN 66/10) vom

3. 11. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 12. 1. 2016

KREIS COESFELD

NEUEINTRAGUNGEN

HR B 16076 Arno Bentlage Verwaltungs GmbH, Raiffeisenstr. 21, 59387 Ascheberg. Geschäftsführung und die

Übernahme der persönlichen Haftung bei Gesellschaften, insbesondere der Arno Bentlage Vermögensverwaltung GmbH

& Co. KG. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Arno Bentlage, Ascheberg. 11. 1. 2016

HR B 16006 J. R. Trocken- und Akustikbau GmbH, Zur Windmühle 33, 48653 Coesfeld. Der Trocken- und Akustikbau

sowie der Einbau von genormten Fertigteilen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jörg Ruhnau,

Coesfeld. 7. 12. 2015

HR B 16102 Marotura GmbH, Gutenbergstr. 5, 48653 Coesfeld. das Anbieten von Online-Diensten, das Gründen,

Erwerben und Veräußern von Gesellschaften und Unternehmen, das Erwerben und Veräußern von deren Interessen,

sowie die Verwaltung und die Führung der Gesellschaften und Unternehmen und deren Finanzierung, das Erwerben

und Verwalten von sowie das Wirtschaften mit Urheber- und Patentrechten, das Erwerben, Verwalten und Veräußern

von gelisteten und beweglichen Gütern, Effekten und Wertpapieren, die Aufnahme und Veräußerung von Darlehen und

das Geben von Sicherheiten für Schulden Dritter, Online-Marketing-Dienstleistungen. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Abdeloahid Taouil, PL Groenlo; Geschäftsführer: Ahmed Taouil, VM Groenlo; Geschäftsführer:

Redouane Taouil, PL Groenlo. 19. 1. 2016

HR B 16069 V&VKüchen-Center Coesfeld Verwaltungsgesellschaft mbH, Dieselstr. 19, 48653 Coesfeld.

Die Verwaltung eigenen und fremden Vermögens und die Beteiligung an dritten Gesellschaften, insbesondere als

geschäftsführende Komplementärin, z. B. an der V&VKüchen-Center Coesfeld GmbH & Co. KG, ohne dass es einer

staatlichen Genehmigung bedarf. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Unternehmen erwerben, verwalten und

vertreten sowie sich an anderen Unternehmen beteiligen, diese veräußern, pachten oder verpachten; sie kann Zweigniederlassungen

errichten und alle Geschäfte betreiben, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft und ihrer

Unternehmen zu fördern. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Viktoria Warkentin, Coesfeld. 7. 1. 2016

HR B 16100 Vollenbröker Consulting UG (haftungsbeschränkt), Wahrkamp 3, 48653 Coesfeld. Akquise

und Bearbeitung von Großprojekten im Heimtextilbereich. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Klaus

Vollenbröker, Coesfeld. 18. 1. 2016

HR B 16088 Dulmania-Beteiligungsgesellschaft mbH, August-Schlüter-Str. 6, 48249 Dülmen. Gegenstand des

Unternehmens der Gesellschaft ist ausschließlich die Beteiligung als persönlich haftende, geschäftsführende Gesellschafterin

an der Dulmania-Campus GmbH & Co. KG mit Sitz in Dülmen, die den Erwerb, die Errichtung, die Vermietung

und den Verkauf von Wohnungen, Gebäuden und Grundstücken zum Gegenstand hat. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Elke Beine, Dülmen; Geschäftsführer: Paul Beine, Dülmen. 13. 1. 2016

HR A 8008 Geflügelfarm Döveling GmbH & Co. KG, Leuste 52, 48249 Dülmen. Geflügelmast. Haft. Ges.:

Geflügelfarm Döveling Verwaltungs-GmbH, Dülmen. 22. 1. 2016

HR B 16114 Holthöwer Verwaltungs-GmbH, Vorm Burgtor 18, 48249 Dülmen. Die Übernahme der Stellung als

persönlich haftende Gesellschafterin, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der

Holthöwer Immobilien- und Beteiligungs-GmbH & Co. KG, welche das Halten und Verwalten von Immobilien und

Gesellschaftsbeteiligungen zum Gegenstand hat. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Claus Holthöwer,

Betriebswirt, Dülmen. 27. 1. 2016

HR B 16075 Touristik-City-Tour Bamberg GmbH, Wierlings Kamp 7, 48249 Dülmen. Der Handel und die Vermietung

von Fahrzeugen aller Art, insbesondere in Bamberg und Umgebung sowie die Durchführung von touristischen

Fahrten und Reisen. Stammkapital: 30.000,– EUR. Geschäftsführer: Norbert Lücke, Dülmen; Geschäftsführer: Gerhard

Kienbaum, Dülmen; Geschäftsführer: Jan-Dirk Püttmann, Dülmen. 11. 1. 2016

HR B 16039 Turepa UG (haftungsbeschränkt), Im Ried 23, 48249 Dülmen. Handel mit Waren aller Art. Stammkapital:

1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Ercan Tuluk, Dülmen. 21. 12. 2015

HR B 16066 net shopping germany UG (haftungsbeschränkt), Am Schlautbach 5, 48329 Havixbeck. Internet-

Handel mit Waren aller Art. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer: Stephan Eschen, Havixbeck. 5. 1. 2016

HR A 7999 Der Sportklub GmbH & Co. KG, Potthoff 2, 48329 Havixbeck. Betreiben von Fitnesscentern. Haft. Ges.:

Der Sportklub Verwaltungsgesellschaft mbH, Havixbeck. 12. 1. 2016

HR A 8006 Paul Brüggemann e.K, Hans-Böckler-Str. 7, 59348 Lüdinghausen. Verwaltung von Grundbesitz und

Beteiligungen einschließlich An- und Verkauf, der Handel mit Gewerbeimmobilien, Investitionsgüter, und Stromernergie.

Inhaber: Paul Brüggemann, Lüdinghausen. 22. 1. 2016

HR B 16030 Fliesen Deinken GmbH, Selmer Str. 25, 59348 Lüdinghausen. Der Handel mit und das Verlegen von

Fliesen, Mosaiken und Natursteinen und hierzu gehördene Tätigkeiten. Stammkapital: 27.000,– EUR. Geschäftsführer:

Dieter Deinken, Lüdinghausen. 17. 12. 2015

HR B 16080 KRETA PRODUCTS UG (haftungsbeschränkt), Aspastr. 33, 59394 Nordkirchen. Handel mit Agrarprodukten

unter anderem von der Insel Kreta/Griechenland. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer: Jörg W. Hieke,

Dipl.-Ing., Münster. 12. 1. 2016

HR B 16074 Free Home Germany GmbH, Hauptstr. 1, 59399 Olfen. Der Handel mit Waren aller Art, insbesondere

Vertrieb von Wohnraum- Containern für Bedürftige; die Konzeptionierung von barrierefreiem Wohnen; Schaffung

von Wohnraum; Schaffung von Mehrgenerationenhäusern; Konzepte für Studentenwohnungen; die Beteiligung an

Unternehmen; die Verwaltung und Geschäftsführung von Unternehmen; der Kauf von Grundstücken zur Errichtung

von Immobilien; die Errichtung von Vertriebsgesellschaften im gesamten Bundesgebiet und im benachbarten Ausland;

die Vermietung und die Verpachtung von Gebäuden und Flächen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Michael Czekalla, Ascheberg. 7. 1. 2016

HR B 16099 Wennemer Verwaltungsgesellschaft mbH, Im Südfeld 1, 48308 Senden. Die Beteiligung als

persönlich haftende Gesellschafterin an der noch zu errichtenden Kommanditgesellschaft unter der Firma Wennemer

Fensterbau GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Senden, deren Zweck die Herstellung und Montage von Fenstern, Türen und

Rollladen ist. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Ralf Wennemer, Nottuln; Geschäftsführer: Dirk Wennemer,

Nottuln. 18. 1. 2016

HR A 8003 Wennemer Fensterbau GmbH & Co. KG, Im Südfeld 1, 48308 Senden. Die Herstellung und Montage

von Fenstern, Türen und Rollladen. Haft. Ges.: Wennemer Verwaltungsgesellschaft mbH, Senden. 21. 1. 2016

INSOLVENZEN

Drepper GmbH, 48653 Coesfeld. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (85 IN 52/15) vom 23. 12. 2015 ist

über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen

eingetragen. 8. 1. 2016

Bettina Schwarz e.K., 48308 Senden. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Bielefeld (Az. 43 IN

971/10) vom 17. 12. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 18. 1. 2016

KREIS STEINFURT

NEUEINTRAGUNGEN

HR A 6976 etcetera e.K., Kirchstr. 24, 48341 Altenberge. Betrieb einer Gastwirtschaft. Inhaber: Manuel Teixeira,

Schöppingen. 6. 1. 2016

HR B 11122 Maco GmbH, Eisenbahnstr. 2, 48341 Altenberge. Hotelbetrieb einschließlich Gastronomie. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Niels Corsten, Borken. 14. 1. 2016

HR B 11136 Lounge UG (haftungsbeschränkt), Am Markt 11–12, 48282 Emsdetten. Betrieb einer Shisha-Bar mit

Bewirtung (Getränke). Stammkapital: 3.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181:Andre Eßmann, Emsdetten. 26. 1. 2016

HR B 11124 Hanse Wohnbau GmbH, Witte Oever 37, 48268 Greven. Erwerb von Immobilien aller Art, die

Bebauung und Vermietung eigener Immobilien, die Verwaltung eigener und fremder Immobilien sowie der Handel

mit Immobilien aller Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Dietrich Wolf Olerink, Greven. 18. 1. 2016

HR B 11105 ImmoVerbund 24 – Verwaltungs GmbH, Martinistr. 31, 48268 Greven. Verwaltung, Geschäftsführung

und Vertretung von Handelsgesellschaften mit oder ohne Kapitalbeteiligung an diesen, insbesondere die Übernahme

der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin bei der vormaligen ImmoVerbund 24 oHG, die als Kommanditgesellschaft

unter der Firma ImmoVerbund GmbH & Co. KG fortgeführt wird. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Wilfried Roth, Greven; Geschäftsführer: Ulrich Wellering, Greven. 4. 1. 2016

HR B 11121 CarCaddy Vertriebs UG (haftungsbeschränkt), Niemannstr. 12, 48477 Hörstel. Vertrieb von

mobilen Abschleppeinrichtungen incl. Ersatzteilen und Zubehör, sowie der Vertrieb und der Handel mit Kfz-Ersatzteilen

und Zubehör. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer: Sarah Vorndieck, Ibbenbüren. 14. 1. 2016

HR B 11115 SP Spezialtransporte GmbH, Dornierstr. 10, 48477 Hörstel. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Stefan Streibel, Hörstel. 11. 1. 2016

HR B 11131 Benny Hansen GmbH, Kreimers Kamp 4, 48496 Hopsten. Die EDV-Beratung, Programmierung, Herstellung

und Vertrieb von Computern und Computerprogrammen sowie Datenverarbeitung. Stammkapital: 25.000,–

EUR. Geschäftsführer: Benny Rosengaard Hansen, Lörrach. 21. 1. 2016

HR B 11126 Hoffschröer Umwelttechnologie UG (haftungsbeschränkt), Meisenweg 14, 48496 Hopsten. Die

Montage, Elektroinstallation und Service für Abluftreinigungs-Anlagen. Stammkapital: 300,– EUR. Geschäftsf. befreit

v. §181: Maria Hoffschröer, Geeste. 19. 1. 2016

HR B 11133 VersicherungsKontor Üffing GmbH, Bunte Str. 18, 48496 Hopsten. Die Tätigkeit als unabhängiger

Versicherungsmakler zur Vermittlung des Abschlusses oder Nachweis der Gelegenheit von Versicherungsverträgen gem.

§ 34d Abs. 1 GewO sowie die Vermittlung von Finanzanlagen im Sinne des § 34f Abs. 1 S. 1 GewO. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Udo Üffing, Hopsten; Geschäftsführer: Birgit Reinhold, Recke. 25. 1. 2016

HR B 11128 Jagdschule Knüllwald GmbH, Im Koppelfeld 53, 48612 Horstmar. Betrieb einer Jagdschule, insbesondere

die Aus- und Weiterbildung von Jägern. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Marc Patrick Scheller,

Horstmar. 19. 1. 2016

HR B 11015 Waldfrieden Horstmar-Alst GmbH, Alst 1, 48612 Horstmar. Errichtung, der Betrieb und die Vermittlung

von Baumbestattungsplätzen, sowie das Erbringen von damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen,

insbesondere als Beliehene der Stadt Horstmar. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Holger Behr,

Lingen (Ems). 2. 11. 2015

HR B 11130 Bartelt.Solar GmbH, Laggenbecker Str. 210, 49477 Ibbenbüren. Planung und der Betrieb von

regenerativen Energieprojekten sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Heinrich Bartelt, Ibbenbüren. 21. 1. 2016

HR A 6968 Dittrich GmbH & Co. KG, Ledder Str. 24, 49477 Ibbenbüren. Der Erwerb, die Bebauung, Vermietung

und Verwaltung von Grundbesitz sowie aller Art von verwandten Geschäften. Haft. Ges.: Dittrich Verwaltungs-GmbH,

Ibbenbüren. 23. 12. 2015

HR B 11120 Ludger Otte Garten- und Landschaftsbau GmbH, Rohmannstr. 72, 49477 Ibbenbüren. Gartenund

Landschaftsbau einschl. Beratung, Planung und Ausführung und alle damit zusammenhängenden Geschäfte sowie

die Beteiligung an anderen oder gleichartigen Unternehmen. Stammkapital: 100.000,– EUR. Geschäftsführer: Ludger

Otte, Ibbenbüren. 13. 1. 2016

HR A 6970 Schrameyer GmbH & Co. KG, Roßlauer Str. 9, 49479 Ibbenbüren. Der Handel und die Reparatur

von Unterhaltungselektronik und Haushaltswaren, der Bau und Vertrieb von Photovoltaikanlagen sowie Elektroarbeiten

im Bereich der Hausinstallation und Beleuchtungstechnik. Haft. Ges.: Lippmann GmbH, Ibbenbüren. 29. 12. 2015

HR A 6961 Nicole Traeder e.Kfr., Große Str. 30, 49477 Ibbenbüren. Verkauf von Backwaren und Konditoreiartikeln,

kalten und warmen Snacks und Gerichten, diversen Getränken, das Backen von Teiglingen sowie der Betrieb eines

Selbstbedienungsshops mit den vorgenannten Artikeln. Inhaber: Nicole Traeder, Bielefeld. 17. 12. 2015

HR B 11084 H + H Kältetechnik GmbH, Borghorster Str. 68, 48366 Laer. Handel mit und Produktion von

kältetechnischen Komponenten und sämtliche damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Andre Hellenkamp, Laer; Geschäftsführer: Hendrik Homann, Laer. 21. 12. 2015

HR B 11117 Motorrad Lammert GmbH, Iburger Str. 235, 49525 Lengerich. Reparatur von und der Handel mit

Motorrädern, Motorradersatzteilen und Zubehör, Fahrrädern und Quads. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Klaus Lammert, Lengerich. 11. 1. 2016

HR A 6962 Holz Oppermann GmbH & Co. KG, Ladberger Str. 60, 49525 Lengerich. Gegenstand der Gesellschaft

sind: das Betreiben eines Holzhandels und eines Hobelwerkes an verschiedenen Standorten, jegliche Tätigkeiten im

Bereich der Lieferung von Baumaterialien aller Art sowie die Durchführung von Transporten jeglicher Art, alle Tätigkeiten,

die dem Unternehmenszweck dienlich erscheinen. Die Gesellschaft darf sich an anderen Unternehmen beteiligen

oder diese übernehmen sowie die Geschäftsführung übernehmen. Haft. Ges.: Oppermann Verwaltungs GmbH,

Lengerich. 22. 12. 2015

HR B 11125 Eltete Deutschland GmbH, Heuers Moor 1, 49504 Lotte. Verarbeitung von Kartons und der Handel

damit. Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Eltete TPM Oy, Helsinki. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Jürgen Broer, Ostbevern. 19. 1. 2016

HR B 11119 Mobila Magica Maßtischlerei Gesellschaft m.b.H., Wersener Holz 3, 49504 Lotte. Die Be- und

Verarbeitung von Holz- und Holzprodukten und den mit dieser Tätigkeit zusammenhängenden Materialien sowie

der Handel mit den genannten Stoffen, die Herstellung sowie der Einkauf von Möbeln und deren Verkauf sowie

die Restaurierung von Möbeln. Stammkapital: 26.100,– EUR. Geschäftsführer: Michael Struck, Lotte. 13. 1. 2016

HR B 11118 MUB Möbelteile-Ummantelungs-GmbH, Schwarze Str. 76, 49497 Mettingen. Die industrielle

Herstellung und der Vertrieb von Möbelprofilen aller Art. Handwerkliche Arbeiten werden nicht durchgeführt. Stammkapital:

256.157,– EUR. Geschäftsführer: Friedrich Bosse, Mettingen. 13. 1. 2016

HR A 6974 Talex GmbH & Co. KG, Industriestr. 17–19, 49497 Mettingen. Handel mit Landmaschinen und Zubehör

sowie die Erbringung damit zusammenhängender Serviceleistungen. Haft. Ges.: Landmaschinen Neuhaus Beteiligungs

GmbH, Mettingen. 4. 1. 2016

HR B 11111 AGRO-S LE GmbH, Felderhook 2, 48607 Ochtrup. Tierhaltung, Handel mit Agrarprodukten sowie die

Erzeugung von Energieprodukten aus regenerativen Quellen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181:

Reinhard Schlattmann, Ochtrup. 7. 1. 2016

HR A 6977 Uhtepe Grundbesitzgesellschaft mbH & Co. KG, Kreuzweg 68, 48607 Ochtrup. Erwerb und die

Verwaltung von Grundbesitzungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Haft. Ges.: Uhtepe

Verwaltungs GmbH, Ochtrup. 12. 1. 2016

HR A 6969 Günter Wesseling Zimmereibetrieb e.K., Oster 19, 48607 Ochtrup. Betrieb eines Zimmereibetriebs.

Inhaber: Günter Wesseling, Ochtrup. 29. 12. 2015

HR B 11103 Bear Castle UG (haftungsbeschränkt), Schützenstr. 73, 48429 Rheine. An- und Verkauf von Immobilien

sowie die Beratung von und die Begleitung bei Renovierungsarbeiten und die Verwaltung von Immobilien.

Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Hans van Ekelenburg, GP Laren/NL. 29. 12. 2015

HR A 6971 Bürgerwind Hauenhorst GmbH & Co. KG, Prozessionsweg 27, 48432 Rheine. Errichtung und Betrieb

von netzgekoppelten Windenergieanlagen nebst zugehöriger Infrastruktur zur umweltschonenden Erzeugung und

Lieferung von Energie und Veräußerung an Energieversorgungsunternehmen oder sonstige Abnehmer sowie alle damit

verbundenen Tätigkeiten. Haft. Ges.: Bürgerwind Hauenhorst Verwaltungs GmbH, Rheine. 29. 12. 2015

HR B 11109 Charmojis GmbH, Friedenstr. 51, 48431 Rheine. Herstellung und der Vertrieb von Mode- und Schmuckartikeln.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jose Carlos Alvarez Arribas, Rheine. 6.1.2016

HR A 6973 Fendesack Geotechnik GmbH & Co. KG, Riesenbecker Str. 14, 48432 Rheine. Brunnenbohrungen,

Spülungen, Verfüllungen, Grundwasserabsenkungen sowie der Handel mit dazugehörigen Materialien und alle

damit zusammenhängende Tätigkeiten. Haft. Ges.: Forst- und Brunnenbau Fendesack Verwaltungs GmbH, Rheine.

31. 12. 2015

HR B 11114 Hövener Verwaltungs GmbH, Pompeystr. 10, 48432 Rheine. Beteiligung an anderen Unternehmen

auch als persönlich haftende Gesellschafterin, die Übernahme der Geschäftsführung anderer Unternehmen sowie die

Verwaltung eigenen Vermögens. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas Wilhelm Hövener, Rheine.

8. 1. 2016

HR B 11132 juwell medical GmbH, Sinninger Str. 77, 48432 Rheine. Der Vertrieb, der Im- und Export von Gesundheits-

und medizintechnischen Produkten und deren Zubehör, die Durchführung von Beratungsleistungen bei/mit

Abgabe dieser Produkte, sowie Schulungen und Dienstleistungen im Bereich dieses Unternehmensgegenstandes.

Gegenstand des Unternehmens ist ferner der Erwerb und die Verwaltung von Kapitalgesellschaften und der Kauf

und Verkauf von Immobilien. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Wilfried Pohler, Rheine. 25. 1. 2016

HR B 11135 L&MGastro Service GmbH, Pompeystr. 6, 48432 Rheine. Handel mit Lebensmitteln und Verpackungen.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Nidal Falieh Salim Murwej, Rheine. 26. 1. 2016

HR B 11058 N+NFrisöre GmbH, Catenhorner Str. 17, 48431 Rheine. Das Betreiben von Friseurgeschäften sowie

der Verkauf von dazugehörigen Produkten, Kosmetika, aber auch von Modeartikeln aller Art. Stammkapital: 25.000,–

EUR. Geschäftsführer: Britta Nolte, Rheine. 3. 12. 2015

HR A 6972 Nitschke GmbH & Co. KG, Carl-Zeiss-Str. 4, 48432 Rheine. Der Betrieb eines Markenautohauses mit

Werkstatt, Neu- und Gebrauchtwagenhandel. Haft. Ges.: Nitschke Verwaltungs GmbH, Rheine. 30. 12. 2015

HR B 11107 Strotbaum Beteiligungs GmbH, Bachstr. 7, 48432 Rheine. Beteiligung an anderen Unternehmen,

insbesondere an den Firmen Verzinkerei Rheine-Hauenhorst GmbH & Co. KG – eingetragen im Handelsregister des

AG Steinfurt zu HRA 3118 – und der Fa. Verzinkerei Rheine-Hauenhorst GmbH – eingetragen im Handelsregister des

AG Steinfurt zu HRB 3594 – jeweils mit dem Sitz in Rheine. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Heinz-Jürgen

Strotbaum, Rheine. 5. 1. 2016

HR A 6979 Westliche Zauche Infrastruktur GmbH & Co. KG, Max-Born-Str. 1, 48431 Rheine. Gegenstand des

Unternehmens ist der Bau und Betrieb der Infrastruktur für die Windparks Rotscherlinde, Prützke III und Pernitz und

weiterer Windparks in der Region „Westliche Zauche“. Haft. Ges.: Windpark Krusemark Verwaltungs GmbH, Rheine.

25. 1. 2016

HR B 11137 Windpark Pernitz GmbH, Max-Born-Str. 1, 48431 Rheine. Planung, die Errichtung sowie der Be- und

Vertrieb von Windkraftanlagen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Markus Gottfried Franz Tacke, Rheine;

Geschäftsführer: Adam Janas, Münster. 26. 1. 2016

HR A 6975 Fauseweh Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Industriestr. 9–11, 48369 Saerbeck. Halten

und Verwalten von Immobilienvermögen und eigenen Beteiligungen. Haft. Ges.: Fauseweh Verwaltungs-GmbH,

Saerbeck. 5. 1. 2016

HR B 11129 OKVA UG (haftungsbeschränkt), Stralsundstr. 8, 48565 Steinfurt. Vermögensverwaltung sowie

der Erwerb von Beteiligungen insbesondere an der GartenCenter ALTENBERGE K&KGmbH&Co.KG.Stammkapital:

1,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Otto Kremer, Steinfurt. 19. 1. 2016

HR B 11090 Tecklenborg Verlag Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Siemensstr. 4, 48565 Steinfurt.

Übernahme der Stellung einer persönlich haftenden Gesellschafterin in Kommanditgesellschaften, insbesondere der

Kommanditgesellschaft unter der Firma Tecklenborg Verlag GmbH & Co. KG. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Stefanie Tecklenborg, Steinfurt; Geschäftsführer: Brigitte Tecklenborg, Steinfurt; Geschäftsführer: Christina

Tecklenborg-Ostendorf, Steinfurt; Geschäftsführer: Hubert Tecklenborg, Steinfurt. 21. 12. 2015

HR A 6965 Tecklenborg Verlag GmbH & Co. KG, Siemensstr. 4, 48565 Steinfurt. Betrieb eines Verlags sowie

aller damit verbundenen Geschäfte und Tätigkeiten und der Durchführung jeder Geschäftstätigkeit, die geeignet ist,

den Gesellschaftszweck zu fördern. Haft. Ges.: Tecklenborg Verlag Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Steinfurt.

22. 12. 2015

HR A 6978 IBS Insurance Broker Service e.K., Gartenkamp 149, 49492 Westerkappeln. Tätigkeit als Versicherungsmakler(Tätigkeit

als Versicherungsmakler. Inhaber: Jutta Nurna, Westerkappeln. 19. 1. 2016

INSOLVENZEN

Lechte Immobilien GmbH & Co. KG, 48282 Emsdetten. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (74 IN 48/15)

vom 28. 12. 2015 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

Von Amts wegen eingetragen. 5. 1. 2016

Heidt Baugesellschaft mit beschränkter Haftung (Heidt Bau GmbH), 49479 Ibbenbüren. Durch Beschluss

des Amtsgerichts Münster (78 IN 1/16) vom 14. 1. 2016 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich

angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft über Gegenstände ihres Vermögens nur mit Zustimmung des vorläufigen

Insolvenzverwalters wirksam sind. 21. 1. 2016

Joker Ibbenbüren UG (haftungsbeschränkt), 49477 Ibbenbüren. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster

(77 IN 71/15) vom 22. 12. 2015 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft

ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen. 5. 1. 2016

K-P Logistik Peter Kasperczyk e.K., 49479 Ibbenbüren. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (84 IN 54/15)

vom 15. 1. 2016 ist über das Vermögen des Inhabers das Insolvenzverfahren eröffnet. 22. 1. 2016

KALITE DÖNER GmbH, 49549 Ladbergen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (82 IN 40/15) vom 22. 12.

2015 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts

wegen eingetragen. 5. 1. 2016

Barkmann Haus GmbH, 49536 Lienen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 73 IN 54/09) vom

10. 12. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 13. 1. 2016

Franz Becker e.K., 48629 Metelen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 82 IN 16/10) vom 21. 12. 2015

ist das Insolvenzverfahren aufgehoben, § 258 Abs. 1 InsO. 19. 1. 2016

Unirail Schienenfahrzeuge GmbH, 49509 Recke. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (88 IN 18/15) vom

22. 12. 2015 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst.Von

Amts wegen eingetragen. 30. 12. 2015

Mangas Montage GmbH, 48429 Rheine. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 78 IN 17/10) vom

3. 11. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 6. 1. 2016

agrar-aktiv GmbH, 49492 Westerkappeln. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 73 IN 69/13) vom

12. 12. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 7. 1. 2016

KREIS WARENDORF

NEUEINTRAGUNGEN

HR A 10183 Damen-, Herren- und Kinderfriseur, Kosmetik „Pflege und Schönheit“ e.K., Weststr. 83, 59227

Ahlen. Betrieb eines Friseurund Kosmetiksalons. Inhaber: Helene Schäfer, Ahlen. 28. 12. 2015

HR A 10188 IDT KG, Wittekindstr. 35, 59229 Ahlen. Verwaltung von eigenem Grundbesitz und eigenem Kapitalvermögen.

29. 12. 2015

HR A 10185 Jackisch Metallbau und Edelstahlverarbeitung Inh. Johanna Stresow geb. Jackisch e.K., Am

Neuen Baum 22, 59229 Ahlen. Metallbau und Edelstahlverarbeitung. Inhaber: Johanna Stresow, Ahlen. 29. 12. 2015

HR A 10194 Sudhues KG, Pullort 15, 59229 Ahlen. Die Gesellschaft betreibt einen land- und forstwirtschaftlichen

Betrieb im Rahmen einer Tierhaltungskooperation (§ 51a BewG). Pers. Haft. Ges.: Andre Sudhues, Ahlen. 15. 1. 2016

HR A 10179 Wolter Geflügel OHG, Prozessionsweg 30, 59227 Ahlen. Vertrieb von Geflügel. Pers. Haft. Ges.:

Malte Wolter, Ahlen; Pers. Haft. Ges.: Ernst Horst Wolter, Ahlen; Pers. Haft. Ges.: Janis Wolter, Ahlen. 22. 12. 2015

HR B 15910 Hoffmeister Service GmbH, Zementstr. 132, 59269 Beckum. Gegenstand des Unternehmens ist die

Ausführung von Maler- und Anstricharbeiten im Innen- und Außenbereich, Fußbodenbelagsarbeiten, ferner der Einzelund

Großhandel mit Farben, Lacken, Tapeten, Glas, Fußbodenbelägen und Teppichen. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Dirk Hoffmeister, Beckum; Geschäftsführer: Kirsten Wiemeyer, Beckum. 26. 1. 2016

HR B 15892 LBT Verwaltungs-GmbH, Zementstr. 128, 59269 Beckum. Gegenstand des Unternehmens ist die

Übernahme der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin der LBT GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Beckum sowie

die Vornahme aller Geschäfte, die dem Gesellschaftszweck dienen oder ihn zu fördern geeignet sind. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Julia Butte, Beckum; Geschäftsführer: Lothar Fritz Karl Butte, Beckum. 15. 1. 2016

HR A 10201 LBT GmbH & Co. KG, Zementstr. 128, 59269 Beckum. Betrieb einer Spedition und eines Transportunternehmens.

Haft. Ges.: LBT Verwaltungs-GmbH, Beckum. 26. 1. 2016

HR B 15899 Mega Günstig UG (haftungsbeschränkt), Nordstr. 45, 59269 Beckum. Gegenstand des Unternehmens

ist der Handel mit Lebensmitteln und Non-Food-Artikeln aller Art. Stammkapital: 2.000,– EUR. Geschäftsf. befreit

v. §181: Dennis Volkmer, Geseke. 19. 1. 2016

HR B 15870 R Consulting GmbH, Am Lippbach 17, 59269 Beckum. Gegenstand des Unternehmens ist die

Unternehmensberatung, die Beratung in allen Finanzangelegenheiten und die Vermittlung von Versicherungen,

Kapitalanlagen, Grundstücken und Finanzierungen aller Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Martina

Reinkemeier, Beckum. 29. 12. 2015

HR B 15873 sth-systeme GmbH, Annenkamp 10, 48317 Drensteinfurt. Gegenstand des Unternehmens ist der

Handel mit Transport- und Logistiksystemen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas Heese,

Drensteinfurt. 4. 1. 2016

HR B 15907 WILSA GmbH, Bahnhofstr. 12, 59320 Ennigerloh. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung

und der Vertrieb von Sicherheitstechnik, insbesondere von Alarmanlagen. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Patrick Wilma, Vreden. 25. 1. 2016

HR B 15914 Kaveca GmbH, Warendorfer Str. 9, 48351 Everswinkel. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung

und Erhaltung eigenen Vermögens sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen, insbesondere die Übernahme

der Stellung einer persönlich haftenden Gesellschafterin und die Beratung von Unternehmen, soweit diese keiner

behördlichen Genehmigung bedarf, sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte. Stammkapital: 25.000,–

EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Dirk Wilhelm Klotzbach, Münster; Geschäftsf. befreit v. §181: Oliver Marc Baker, Warendorf.

26. 1. 2016

HR B 15876 Arenhövel Verwaltungs GmbH, Von-Galen-Str. 8, 48336 Sassenberg. Gegenstand des Unternehmens

ist die Übernahme der persönlichen Haftung in der Firma Arenhövel GmbH & Co. KG sowie die Vornahme aller Geschäfte,

die dem Gesellschaftszweck dienen oder ihn zu fördern geeignet sind. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Martin Arenhövel, Sassenberg. 6. 1. 2016

HR B 15902 Wehner Fachpersonal UG (haftungsbeschränkt), Poggenbrook 13, 48336 Sassenberg. Gegenstand

des Unternehmens ist die Organisation und Durchführung von Personalüberlassung nach dem AÜG. Stammkapital:

500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Thomas Wehner, Sassenberg. 20. 1. 2016

HR B 15871 Veggie-App GmbH, Im Wickentrup 2, 59329 Wadersloh. Gegenstand des Unternehmens ist ein

Onlineverlag von Informationsund Navigation-Einträgen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Monika

Iannarino, Wadersloh. 29. 12. 2015

HR B 15915 Forstfee GmbH, Everwordstr. 10, 48231 Warendorf. Gegenstand des Unternehmens ist das Führen

eines forstwirtschaftlichen Betriebes. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar

diesem Zweck zu dienen geeignet sind. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen gründen, erwerben

und sich an solchen beteiligen. Die Gesellschaft kann ferner Handelsgeschäfte mit Waren und Produkten des forstwirtschaftlichen

Betriebes tätigen. Stammkapital: 150.000,– EUR. Geschäftsführer: Nikolaus Graf von Westerholt

und Gysenberg, Warendorf; Geschäftsführer: Christoph Kuenheim, Bremen; Geschäftsführer: Tilman Behrens,

Warendorf. 27. 1. 2016

HR A 10173 Gäher Immobilien GmbH & Co. KG, An der Tönneburg 19, 48231 Warendorf. Der Gegenstand des

Unternehmens ist der Erwerb, der Besitz, die Unterhaltung, die Errichtung, die Verwaltung, die Vermietung und die

Vermarktung von Immobilien und Immobilienbeteiligungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Die Gesellschaft kann sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen, deren Vertretung übernehmen und

Zweigniederlassungen errichten. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen erwerben, sich an solchen Unternehmen

beteiligen oder deren Geschäftsführung übernehmen. Haft. Ges.: Gäher Immobilien Verwaltungs GmbH,

Warendorf. 16. 12. 2015

INSOLVENZEN

IMR GmbH, 59227 Ahlen. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst

(Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 1. 1. 2016 – 79 IN 46/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3 GmbHG von Amts

wegen eingetragen. 6. 1. 2016

Jörgs Minicar GmbH & Co. KG, 59227 Ahlen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 75 IN 69/11) vom

16. 12. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 7. 1. 2016

KC System UG (haftungsbeschränkt), 59227 Ahlen. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 6. 1. 2016 – 70 IN 43/15). Gemäß § 65 Absatz

1 Satz 3 GmbHG von Amts wegen eingetragen. 18. 1. 2016

Hermann Bockey Sägewerk und Holzhandlung GmbH, 59320 Ennigerloh. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 29. 12. 2015 –

80 IN 47/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3 GmbHG von Amts wegen eingetragen. 7. 1. 2016

Bauunternehmung Meyering GmbH, 59302 Oelde. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (78 IN 2/16) vom

25. 1. 2016 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. 27. 1. 2016

abc-präsenteservice GmbH & Co. KG, 48291 Telgte. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 82 IN 65/10)

vom 3. 12. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 8. 1. 2016

Karger Gastronomie – Dienstleistungs GmbH, 59329 Wadersloh. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster

(72 IN 63/15) vom 7. 1. 2016 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. 13. 1. 2016

Warendorfer Küchen GmbH, 48231 Warendorf. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (74 IN 73/15) vom

13. 1. 2016 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft

nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 14. 1. 2016

Keine amtlichen Mitteilungen – Angaben ohne Gewähr


24 GELD & GESCHÄFT

Was tun mit effektiven Stücken:

Ins Depot oder zum Sammlermarkt?

Aktien, Anleihen oder Fondsanteile, die in Papierform herausgegeben wurden, sind mitunter sehr wertvoll

Sie tauchen im Tresor des Opas auf

oder in Dokumenten der Urgroßtante:

historische Wertpapiere in

Papierform. Banken meiden sie lieber,

bei Sammlern sind sie mitunter

sehr begehrt. Was heißt das für Besitzer?Manchmal

kann ein

Stück Papier eine Menge

Geld wert sein. Das

zeigt folgende Geschichte:

Eine Frau

ging verärgert zur Bank. In der Hand hatte

sie ein Stück Papier, das sie von ihrem

Ex-Mann geschenkt bekam. „Der war

wohl zu faul, sich darum zu kümmern

und hat es verschenkt“, sagt Andreas Görler,

Vermögensverwalter bei der Wellinvest

Pruschke & Kalm GmbH in Berlin.

In dem Fall wäre der Mann wohl lieber

selbst aktiv geworden: Denn das Stück

Papier stellte sich als Aktie des Zoologischen

Gartens in Berlin heraus. Der Zeitwert

damals, im Jahr 2000: 18 000 Deutsche

Mark. „Die Kundin lächelte dann

wieder wie gewohnt“, erzählt Görler. Der

Weg zur Bank hatte sich für die Dame auf

jeden Fall gelohnt.

Was die Frau da bei der Bank eingereicht

hat, war ein effektives Wertpapier, auch

effektives Stück genannt. So heißen Aktien,

Anleihen oder Fondsanteile, die in

Papierform vorliegen. „Diese werden so

gut wie nicht mehr ausgegeben“, sagt Miye

Kohlhase vom Bundesverband deutscher

Banken (BdB).

Dennoch tauchen alte effektive Stücke

immer wieder beim Aufräumen von

Dachböden, Kellern und Schließfächern

im Erbschaftsfall auf, erzählt Uwe Zimmer,

Vorstand bei der Meridio Vermögensverwaltung

AG in Köln. „Da findet

man hin und wieder Tafelpapiere, die der

Großvater gekauft hatte.“ Tafelpapiere,

so heißen effektive Stücke umgangssprachlich.

Neuere effektive Stücke haben vielleicht

eine Wertpapierkennnummer (WKN).

Mit der WKN kann der Wert des Papiers

online ermittelt werden. Auf vielen Papieren

steht aber keine WKN – oder das

Papier ist nicht mehr aktuell. „Dann sollte

man seine Hausbank konsultieren“, sagt

Kohlhase. Die kann feststellen, ob es sich

um ein Wertpapier handelt und den Wert

ermitteln.

Es gibt aber Alternativen zur Hausbank,

sagt Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft

der Kapitalanleger (SdK). Bei älteren

Wertpapieren könne sich eine Recherche

in Eigenregie auf spezialisierten

Webseiten lohnen. Dazu zählen laut

Bauer das Portal sammleraktien-online.de

und hwph.de von der Historisches

Wertpapierhaus AG.

Die Einlieferung in ein Depot sollten Tafelpapier-Besitzer

genau bedenken: „Sie

lohnt sich etwa dann, wenn die Anteile

noch an der Börse gehandelt werden und

man die Dividendenausschüttung garantiert

haben will“, sagt Bauer. Ein weiterer

Ein Anteilsschein der „Société de la Tour Eiffel“ – sie finanzierte

den Bau des Eiffelturms. Foto: HWPH Historisches Wertpapierhaus

Grund: Man will die effektiven Stücke

lange behalten und sicher aufbewahrt

wissen.

Wer sie bald verkaufen will, liefert sie lieber

nicht ein. Denn die Einlieferung kostet

Gebühren, ebenso wie die Auslieferung.

Die ist für einen Verkauf nötig,

weil die meisten Tafelpapiere nicht mehr

direkt gehandelt werden“, erklärt Bauer.

Und die Auslieferungskosten sind laut

dem SdK-Experten um einiges höher als

Broker-Gebühren, die beim normalen Aktienhandel

fällig werden.

Bei der Einlieferung ins Depot rät BdB-

Expertin Kohlhase, die Verhältnismäßigkeit

zu prüfen. Denn bei so manchen exotischen

effektiven Stücken können Aufwand

und Nutzen in einem Missverhältnis

stehen: Die Spesen, die für Wertermittlung

und Einlieferung ins Depot

anfallen, können den Wert des Papiers

übersteigen. „Gerade bei speziellen Stücken

aus dem Ausland, die nur ins jeweilige

Land eingeliefert werden können, ist

das unter Umständen durch den versicherten

Werttransport der Fall.“

Nur Genossenschaftsbanken, Sparkassen

und größere Kreditinstitute wie Commerzbank

oder Deutsche Bank nehmen

Tafelpapiere meist überhaupt an, sagt

Bauer. Er schätzt, dass bei der Einlieferung

für jede Sorte 50 bis 100 Euro Gebühren

anfallen. „Wer etwa sechs effektive

Stücke vom Zoologischen Garten Berlin

einliefert, zahlt einmal die Gebühr.“

Während die Dame vom Anfang der Geschichte

mit ihren Anteilen am Zoologischen

Garten unerwartet das große Los

gezogen hat, können alte Tafelpapiere

aber auch Enttäuschungen bereithalten:

Gibt es die Firma nicht und keinen

Rechtsnachfolger mehr, sind die Stücke

wertlos. „Sie kann man sich einrahmen

und an die Wand hängen“, sagt Vermögensverwalter

Zimmer. „Sie werden

dann zum Nonvaleur.“

dpa

AirportPark FMO

Logistik und Gewerbe direkt am Flughafen

Udo Schröer, Geschäftsführer

AirportPark FMO GmbH

Moderner Businesspark mit

exzellenter Verkehrsanbindung

Zwischen Münster und Osnabrück, direkt an der

A1 Hamburg–Köln und vor dem Flughafen FMO,

bietet der neue AirportPark FMO expandierenden

Logistik- und Gewerbeunternehmen auf

insgesamt rund 200 Hektar beste Standortbedingungen.

Optimaler Standort für die

Expansion nach Nordwesteuropa

Der fränkische Verpackungshersteller Schumacher

Packaging hat im AirportPark FMO

bereits über 50 Mio. EUR investiert und mehr

als 120 neue Arbeitsplätze geschaffen. Für den

Geschäftsführer von Schumacher Packaging,

Björn Schumacher, bietet der AirportPark FMO

mit seiner Nähe zur A1 Hamburg–Köln und

zum internationalen Flughafen Münster/Osnabrück

eine optimale Infrastruktur und somit

beste Voraussetzungen für den weiteren Ausbau

der europäischen Präsenz in Märkten wie

den Niederlanden, Belgien und den skandinavischen

Ländern. Dazu waren für Schumacher

Packaging die Grundstücksverfügbarkeit von

rund 150.000 m² mit kurzfristigem Baurecht, die

24/7-Betriebsmöglichkeit, der leistungsstarke

Glasfaseranschluss und die optionale und

kostengünstige Fernwärmeversorgung über ein

Biomasse-Heizkraftwerk für die Neuansiedlung

im AirportPark FMO ausschlaggebend.

Regio-Logistik expandiert vom AirportPark FMO

aus deutschlandweit

Direkt vor Schumacher Packaging baut die Regio-Logistik Deutschland

GmbH & Co. KG zurzeit ihren neuen Hauptsitz. Nach der Region Münster/

Osnabrück beabsichtigt der Paketdienstleister mit Partnern neue Regionen

in Deutschland für das Konzept „same day delivery“ zu gewinnen. Für

Regio-Logistik ist der AirportPark FMO hierfür der ideale Expansionsstandort.

Gerne überzeugen wir

auch Sie!

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Überzeugendes Standortpaket

Der AirportPark FMO bietet neben großzügigen

und flexiblen Grundstückszuschnitten einzigartige

Standortvorteile im Münsterland:

✔ Direkter Autobahnanschluss an die A1

Hamburg–Köln

✔ Linienflugverkehr u.a. an die Drehkreuze

Frankfurt, München und Istanbul

✔ 24/7-Betrieb mit langfristiger Expansionsmöglichkeit

✔ Leistungsstarker Breitbandanschluss mit

optionalem Daten-Service

✔ Außer Gas- eine kostengünstige Fernwärmeversorgung

über ein Biomasse-Heizkraftwerk

✔ Straßenbeleuchtung mit LED-Technologie

✔ Ressourcen schonende und kostensparende

Versickerung des Regenwassers


LEBEN & WISSEN 25

Mittelmäßig kompetent

Bisher sind Tablets im Unterricht eher selten im Einsatz. Dabei können digital verfügbare

Lehr- und Lernmaterialien durchaus zur Verbesserung der Bildungsqualität beitragen

WhatsApp checken auf dem Weg zur

Schule, Klassenarbeitstermine im

Handykalender speichern, Videos

auf Youtube gucken oder online

Spiele spielen: Junge Menschen

wachsen heute in einer digitalisierten

und von neuen Technologien geprägten

Welt mit Smartphones und

Tablets auf. Sind sie deshalb auch

automatisch fit und kompetent im

Umgang mit digitalen Medien?

Die Annahme ist falsch, wie

die Studie ICILS (International

Computer and Information

Literacy Study) aus

dem Jahr 2013 zeigt. Deutsche

Schüler haben demnach nur mittelmäßige

computer- und informationsbezogene

Kompetenzen. Beim Einsatz digitaler

Medien im Unterricht ist Deutschland

sogar Schlusslicht. Hier besteht

Nachholbedarf, denn die Digitalisierung

schreitet unaufhaltsam voran. Sie eröffnet

freien Zugang zu Informationen und

Wissen. Und Wissen ist schließlich

Macht.

Die Digitalisierung ermöglicht aber

nicht nur freien Informationszugang, sie

eröffnet auch schnelle und niedrigschwellige

Wege für Kommunikation

und Vernetzung. Damit bietet sie besondere

Chancen für Wirtschaft, Wissenschaft,

Bildung und die Zukunft der gesamten

Gesellschaft, wie Saskia Esken,

Bundestagsabgeordnete der SPD und

Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda,

im April 2015 im „Tagesspiegel“

schreibt.

Doch es gibt auch Gefahren: Online ist es

ganz einfach, an Informationen zu gelangen

– aber es ist schwer, deren Wahrheitsgehalt,

Relevanz und Glaubwürdigkeit

zu bewerten. Viele – nicht nur junge

– Menschen vertrauen Quellen im Internet

zu schnell und überprüfen die Informationen

kaum oder gar nicht. Auch das

Urheberrecht ist ein wichtiges Thema,

denn Fotos und Texte unterliegen einem

besonderen

Schutz und dürfen

nicht gedankenlos

genutzt

und weiterverbreitet

werden.

Andere Gefahren

lauern bei

der Sicherheit

der eigenen

Daten. Das beginnt

bei den genutzten

Passwörtern

und

hört bei freigiebig

verteilten Informationen

über sich selbst

und andere

noch lange nicht

auf.

Das Netz ver-

„Digitale Medien bieten die Chance,

die Qualität und Vielfalt in der

Bildung zu erhöhen.“

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka

Der Zugang zum Netz ist einfach - der richtige Mediengebrauch muss aber erlernt werden.

gisst aber

nichts: Fast jeder

Personalverantwortliche

informiert

sich inzwischen

im Internet über seine Bewerbungskandidaten.

Da ist es keine gute

Idee, Partyfotos von sich selbst im betrunkenen

Zustand zu posten. Und wo

man wohnt und dass man jetzt gerade

zwei Wochen Urlaub macht, ist auch keine

Information, die öffentlich zugänglich

sein sollte. So können Daten in die

Hände von Leuten gelangen, die sie

nichts angehen. Gerade deshalb ist es so

wichtig, schon früh die Fähigkeit auszubilden,

mit persönlichen Daten und Informationen

souverän und verantwortungsvoll

umzugehen. Hier spielt die

Schule eine wichtige Rolle, um Schülerinnen

und Schüler für einen kompetenten

Mediengebrauch zu rüsten und zu

reflektierten Mediennutzern auszubilden.

Der Einsatz digitaler Medien wie Tablets

und Smartphones in der Schule ermöglicht

einen barrierefreien, mobilen und

allzeit bereiten Zugang zu Wissen. Die

große Stärke digitaler Medien ist, dass

Schülerinnen und Schüler viel intensiver

in die Erarbeitung von Inhalten eingebunden

sind. Sogenannte Open Educational

Resources (OER), also digital und

offen verfügbare Lehr- und Lernmaterialien,

eignen sich nämlich nicht nur für

den Konsum, sondern auch zum Bearbeiten,

Weiterentwickeln und Austauschen.

Sie können besonders einfach

verbreitet und verändert werden und gerade

dadurch zur Verbesserung der Qualität

von Bildung beitragen.

So ist es zum Beispiel möglich, Lehrmaterialien

genau auf die Situation, in der

sie zum Einsatz kommen sollen, zuzuschneiden.

Das Bundesministerium für

Bildung und Forschung hat für die Entwicklung

und Förderung dieser Materialien

2015 einen Fördertopf mit einem Volumen

von zwei Millionen Euro aufgelegt.

„Offene Bildungsmaterialien bieten

die Möglichkeit, das innovative Potenzial

der Digitalisierung für das Lehren und

Lernen zu erschließen. Digitale Medien

bieten die Chance, die Qualität und Vielfalt

in der Bildung zu erhöhen“, so Bundesbildungsministerin

Johanna Wanka.

Digitale Medien haben aber nicht automatisch

einen konkreten Nutzen für den

Unterricht. Die Frage, ob dort beispielsweise

der Einsatz von Tablets gewinnbringender

ist als der Einsatz traditioneller

Medien, führt in die Irre: Ob digitale

Medien das Lernen fördern, kommt immer

auf den Kontext an, wie Professor

Bardo Herzig, Universität Paderborn, in

der Studie „Wie wirksam sind digitale

Medien im Unterricht?“ nachweist. Die

Wirkung digitaler Medien entfaltet sich

immer unter den Rahmenbedingungen

und Zielsetzungen eines Lehr- und Lernszenarios.

► Fortsetzung Seite 26

Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung

Raumklima beeinflusst Gesundheit und Wohlbefinden

von Mitarbeitern

Vollbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbringen

durchschnittlich 41,7 Stunden ihrer Woche bei der Arbeit. In Betriebshallen,

Werkstätten und Büros sorgt gerade jetzt im Winter das richtige

Verhältnis von Temperatur, frischer Luft und Luftfeuchtigkeit für ein

optimales Arbeitsklima.

Raumtemperatur

Welche Temperatur in Arbeitsräumen die richtige ist, hängt laut Arbeitsstättenverordnung

(ArbStättV) unter anderem von der Art der Arbeit ab. Dabei ist

zu bedenken, dass Maschinen, künstliche Beleuchtung sowie die Menschen

im Raum Wärme abgeben. „Für Beschäftigte, die im Sitzen eher leichte Tätigkeiten

verrichten, beträgt die ideale Raumtemperatur 20 Grad Celsius. Ist die

Arbeit dagegen schwer und wird überwiegend im Stehen ausgeübt, liegt die

ideale Temperatur bei 12 Grad Celsius“, sagt Jutta Kuhlmann, Gesundheitsmanagerin

der IKK classic im Münsterland. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit

streiten sich die Mitarbeiter häufig über die Temperatur. So mancher Frischluft

liebender Kollege reißt gern mal das Fenster auf, während andere dann am

liebsten in ihrer Winterjacke arbeiten würden.

Frauen frieren schneller

Ein nicht ganz neues Phänomen ist u.a. niederländischen Forschern zufolge,

dass Frauen bei der Arbeit schneller frieren als Männer. Ein anderer Stoffwechsel

(Energieumsatz) soll der Grund dafür sein. Weltweit orientiere man sich bei

der Raumtemperatur an einem Modell aus den Sechzigerjahren und berücksichtigt

den Stoffwechsel eines 40-jährigen und 70 Kilogramm schweren Mannes.

Das sei überholt, so die Wissenschaftler. „Aber eins ist sicher: Frische Luft

schadet nicht, sondern vertreibt Müdigkeit. Dazu ein paar Lockerungsübungen

am offenen Fenster und man fühlt sich wieder fit“, so Jutta Kuhlmann.

Frischluft und Luftbewegung

Damit ausreichend frische Luft in den Arbeitsräumen vorhanden ist, empfehlen

Experten regelmäßiges Stoßlüften: Dazu sollten die Fenster stündlich bzw. in

den Pausen ganz geöffnet werden – im Sommer zehn und im Winter drei Minuten.

Sind Räume und Fenster sehr klein oder dicht besetzt, muss technisch

belüftet werden. Gleiches gilt für Räume, die durch Feinstaub – etwa durch

einen Drucker – belastet sind. Geräte, die nicht unbedingt direkt am Arbeitsplatz

gebraucht werden, sollten deshalb in separaten, gut belüfteten Räumen

untergebracht werden. Zugluft oder kalte Luftströmungen verursachen häufig

Nackenverspannungen. Bei leichter Arbeit wird eine Luftgeschwindigkeit bis

0,15 m/s bei 20 Grad als angenehm empfunden – diese misst man mit einem

Strömungssensor.

Luftfeuchtigkeit

„Jetzt im Winter macht vielen die trockene Luft am Arbeitsplatz zu schaffen:

Rund 80 Prozent aller Beschäftigten klagen deshalb über trockene Schleimhäute

– ein idealer Tummelplatz für Erkältungs- und Grippeviren“, weiß Jutta

Kuhlmann. Wer im Job dazu noch viel sprechen muss, leidet außerdem schnell

unter Räuspern und Heiserkeit, schlimmstenfalls bleibt die Stimme weg. Eine

relative Luftfeuchte von 40 bis 60 Prozent empfinden viele als angenehm. Ist

sie längerfristig niedriger, ist der Einbau eines Luftbefeuchtungssystems sinnvoll,

das regelmäßig gewartet werden muss. Eine kostengünstige Alternative

– zumindest im Büro – stellen Zimmerpflanzen dar: Sie geben neben Feuchtigkeit

auch Sauerstoff ab und können sogar Schadstoffe aus der Luft filtern.

Ausführliche Informationen zum Raumklima am Arbeitsplatz gibt es unter

www.baua.de (Themen von A–Z/Arbeitsstätten/Klima am Arbeitsplatz) oder

bei IKK-Gesundheitsmanagerin Jutta Kuhlmann unter der Rufnummer 059 71

40 01-8150.

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Jutta Kuhlmann, Gesundheitsmanagerin

der IKK classic


26 LEBEN & WISSEN

Kein Ersatz für den Lehrer

Digitale Medien können im Unterricht immer nur eine Ergänzung sein. Die interaktive Nutzung

eröffnet sowohl Schülern als auch Pädagogen neue Perspektiven

Statt den Fokus auf einzelne

Technologien oder technische

Hilfsmittel zu legen, gilt es,

praktische Handlungskonzepte

und didaktische Szenarien

für unterschiedliche Kontexte zu entwickeln,

zu erproben und zu evaluieren.

Die Expertengruppe „Mehrwert durch digitale

Medien im Unterricht“ befasst sich

mit der praktischen Umsetzung von digitalen

Medien im Unterricht. Sie will

Schulen und Pädagogen Mut machen,

sich der digitalen Welt zu öffnen und

zeigt an Beispielen, wie sich digitale Medien

als Lernwerkzeuge in den Unterricht

integrieren lassen.

Digitale Medien können dabei immer nur

eine Ergänzung sein, sie werden einen

Pädagogen und seine fachliche und soziale

Anleitung nie ersetzen. In der Studie

„Welchen Mehrwert bieten digitale

Medien im Unterricht?“ untersuchte die

Expertengruppe den Einsatz von digitalen

Medien im praktischen Unterricht

(www.lernzellen.de). Die Ergebnisse zeigen,

dass Lernprozesse transparenter

und Aufgaben an das jeweilige Leistungsniveau

angepasst werden können. Dadurch

steigen Schülerzufriedenheit und

Leistung, durch die interaktive Mediennutzung

eröffnen sich sowohl Schülern

als auch Lehrern neue Perspektiven.

Lehrkräfte entscheiden in Abhängigkeit

von der jeweiligen Lerngruppe, den technischen

Voraussetzungen und den zur

Verfügung stehenden Ressourcen sowie

der eigenen Kompetenz, welche Medien

genutzt werden sollen, um den Unterricht

anschaulich und realitätsnah zu gestalten.

So können im Mathematikunterricht in

der analytischen Geometrie beispielsweise

3D-Programme eingesetzt werden

oder im Fremdsprachenunterricht Videokonferenzsysteme

zur Kommunikation

mit ausländischen Partnerklassen. Die

aktive Medienarbeit und die Erstellung

eigener Medienprodukte durch Schüler

sind ebenfalls gut geeignet, um Inhalte zu

verstehen und zu vertiefen und die Entstehung

und Wirkung von Medien zu verinnerlichen.

Das digitale Lernen kann

durchaus schon in der Grundschule starten,

wenn es spielerisch und altersgerecht

gestaltet wird. Der kreative Einsatz

von Spielen und Apps kann den Grundstein

für ein tiefer gehendes Interesse an

Medien und Informatik legen, wie Jörg

Müller-Lietzkow von der Universität Paderborn

verdeutlicht. Ein schon oft genutztes

Beispiel für den Einsatz einer

Lernsoftware in der Schule ist die Plattform

Antolin (www.antolin.de). Unter

dem Motto „Mit Lesen punkten“ fördert

Antolin die Lesefertigkeit und das eigenständige

Lesen von der Grundschule bis

zur Sekundarstufe eins. Die Schüler beantworten

Quizfragen zu Büchern, die sie

gelesen haben, und geben ihren Lehrern

so aussagekräftige Informationen zu

Textverständnis und Leseleistung.

Ein anderes Tool ist die Lernwerkstatt

(www.lernwerkstatt.de), die ein fächerübergreifendes

und einfach zu bedienendes

Online-Lernprogramm mit über 250

verschiedenen Übungsarten für Mathe,

Deutsch, Wissen, Fremdsprachen und Logik

bietet. Hier können Kinder im eigenen

Tempo und mit dem gewünschten

Schwierigkeitsgrad zu Hause und in der

Schule spielerisch lernen.

Während für Kinder der Umgang mit digitalen

Medien inzwischen meist Alltag

ist, ist das für manche Pädagogen immer

noch Neuland. In der Lehrerausbildung

kommt der Einsatz digitaler Technologien

nur am Rand vor. Laut einer Allensbach-Studie

aus dem Jahr 2013 hat sich

der größte Teil der Lehrkräfte seine

Kenntnisse über die Nutzung digitaler

Medien im Unterricht selbst angeeignet.

Doch wenn Lehrkräften nicht vermittelt

wird, was sie mit der Technik konkret im

Unterricht anfangen können, ist jede Anschaffung

Geldverschwendung. Hier ist,

was Ausbildung, Schulung und Weiterbildung

angeht, definitiv noch Luft nach

oben. Ein gemeinsam entwickeltes Medienkonzept

muss her, das die Zielvorstellungen

der jeweiligen Schule widerspiegelt:

Welche Medien sollen eingesetzt

werden, welche Kompetenzen sollen

dadurch erlangt werden, welche Themen

und Inhalte gilt es umzusetzen?

Eine Schlüsselposition kommt der Schulleitung

zu, die das Kollegium bei der Umsetzung

ideell und organisatorisch unterstützen

muss.

Kein WLAN, nicht genügend Steckdosen,

keine elektronischen Tafeln: Was Schulen

außerdem für die erfolgreiche Nutzung

digitaler Medien brauchen, ist eine

zeitgemäße technische Ausstattung und

eine nach innen und außen sichere Netzarchitektur

und Infrastruktur, die von

Fachleuten betreut und gewartet wird.

Daran hapert es in vielen Fällen leider

noch.

Beate Schräder

Untersuchungen zeigen: Beim Einsatz neuer Medien wächst die

Freude am Lernen.

Hilfe im Netz

Infos und Links – von lernzellen.de bis EduCamp

Lernzellen.de: In diesem Blog finden

sich praktische Beispiele für die Nutzung

digitaler Medien im Unterricht. Die teilnehmenden

Schulen füllen einen Fragebogen

aus, dessen Ergebnisse in Kurzform

dargestellt werden. Dauer und Häufigkeit

des Einsatzes, die Technik und Finanzierung,

der Ablauf des Projektes und

auch Schwierigkeiten und Widerstände

werden hier thematisiert.

Zum.de/portal: Zum.de ist die Zentrale

für Unterrichtsmedien im Internet. Sie ist

durch ihre vielfältigen Angebote eine feste

Größe in der deutschen Bildungslandschaft.

Sie hat sich von der reinen Download-Plattform

zur Mitmachplattform gewandelt.

Viele Angebote können direkt

im Unterricht genutzt werden.

Saferinternet.de: Das Safer-Internet-

Programm unterstützt Safer-Internet-

Centres in 27 europäischen Ländern mit

dem Ziel, bei Kindern, Eltern und Lehrern

die Medienkompetenz und Sensibilität

für Gefahren im Internet zu fördern,-

Unter diesem Dach sind angesiedelt:

Klicksafe.de: Klicksafe ist eine Sensibilisierungskampagne

zur Förderung der

Medienkompetenz und vermittelt Internetnutzern

die kompetente und kritische

Nutzung von Internet und neuen Medien.

Um Jugendliche und Kinder mit einzubinden

und ihre Meinungen und Ideen

einzubeziehen, gibt es sowohl einen Jugendbeirat

als auch einen Children’s Panel.

Jugendschutz.net: Jugendschutz.net

prüft jugendschutzrelevante Angebote

im Internet und drängt auf die Einhaltung

von Jugendschutz-Bestimmungen.

Ziel ist ein vergleichbarer Jugendschutz

wie in traditionellen Medien.

Internet-beschwerdestelle.de: Der Verband

der Internet-Wirtschaft eco und die

Freiwillige Selbst-Kontrolle Multimediadienste-Anbieter

FSM betreiben Hotlines

zur Entgegennahme von Beschwerden

über illegale und schädigende Inhalte.

Mit internet-beschwerdestelle.de bieten

die Organisationen Nutzern die Möglichkeit,

sich an einer Stelle über verschiedene

Aspekte zur Förderung des sichereren

Umgangs mit dem Internet zu informieren

und Beschwerden einzureichen.

Handysektor.de: Diese Internetseite ist

ein werbefreies Informationsangebot für

Jugendliche, das sie bei einem kompetenten

Umgang mit mobilen Medien unterstützen

will. Die sichere Nutzung von

Handys und Smartphones steht im Vordergrund.

Neben Informationen zur mobilen

Mediennutzung stehen auch Themen

wie Cybermobbing, Datenschutz,

versteckte Kosten sowie die kreative Nutzung

im Fokus. Für Eltern und Pädagogen

gibt es einen eigenen Bereich.

EduCamp: Das „EduCamp“ ist eine offene

Tagung, ein sogenanntes „BarCamp“,

auf der hauptsächlich medienpädagogische

Fragen sowie generell auch Formen

und Methoden des Lehren und Lernens

behandelt werden. Inhaltlicher Schwerpunkt

ist oft der Einsatz von Medien im

Bildungskontext an Schulen und Hochschulen

sowie im Unternehmensumfeld.

Die Besucher eines „EduCamps“ können

verschiedenste Hintergründe haben. Einige

sind Pädagogen, andere Wissenschaftler,

Eltern, Schüler, Studenten oder

einfach Bildungsinteressierte. In

Deutschland werden diese Camps seit

2008 in wechselnden Städten von wechselnden

Organisationsteams veranstaltet.

Das nächste „EduCamp“ findet im April

2016 in Leipzig statt.

bs


LEBEN & WISSEN 27

Es liegt in seiner Hand

Der Ahlener Julian Holtz arbeitet beim Bundesligisten 1. FC Köln als Physiotherapeut. Dass Jonas

Hector und Co. auf dem Rasen glänzen können, hat viel mit seiner Arbeit zu tun

„Wenn man mal keine Zeitung gelesen

hat, ist man hier morgens

trotzdem immer ganz gut informiert“,

sagt Jonas Hector. Der Verteidiger

des 1. FC Köln meint den

Raum, in dem beim Bundesligisten

die Physiotherapeuten wirken. Die

Massagebank dient aber nicht nur

zum Austausch von Klatsch und

Tratsch, sondern ist auch einer der

wichtigsten Arbeitsplätze von Julian

Holtz. Der 31-jährige Ahlener ist

einer von drei Physios bei den Fußballprofis

aus der Domstadt. Seine

Arbeit wird von Team und Trainer so

sehr geschätzt, dass diese ihm einen

besonderen Spitznamen verpassten.

„Wenn ich kurz vor Anpfiff von

der Kabine ins Stadion gehe, die

Fans ihre Schals schwingen und

die FC-Hymne singen, kriege ich

jedes Mal eine Gänsehaut“

Julian Holtz

Als Philipp Lahm an diesem

24. Oktober auf dem Rasen

seiner Pflicht nachgeht und

Yannick Gerhardt bei einem

Aweikampf Z

mit einem

Pressschlag erwischt, ahnt er nicht, dass

er Julian Holtz soeben eine Menge Arbeit

beschert hat.

Bis dahin verbringt der Physiotherapeut

des 1. FC Köln einen relativ entspannten

Nachmittag in der Allianz-Arena. Ab diesem

Moment aber ist es mit der Ruhe für

den gebürtigen Ahlener vorbei. Jetzt ist

Gerhardt sein Patient. Diagnose: Schwere

Mittelfußprellung. Aber schon vier Tage

darauf wartet bereits das DFB-Pokalspiel

in Bremen. Beinahe unmöglich, den

Youngster bis dahin wieder fit zu kriegen.

Und so kommt es auch. Gerhardt muss

die Partie bei Werder sausen lassen und

verpasst auch das darauffolgende Heimspiel

gegen Hoffenheim.

„In solchen Fällen ist meistens die Zeit zu

knapp. Neben dem Spieler sind wir Physios

dann sicher genauso enttäuscht,

wenn es nicht klappt, ihn rechtzeitig fit

zu kriegen“, gesteht Julian Holtz. Denn

genau das ist seine Mission. Als einer von

drei Physios beim

Bundesligisten ist

er dafür verantwortlich,

dass das

kickende Personal

gesund und

munter seinen

Dienst versehen

kann. Dass Jonas

Hector und Co.

auf dem Rasen

glänzen können,

hat viel damit zu

tun, dass zuvor bei Julian Holtz seinem

Kollegen Thorsten Klopp und dem Abteilungsleiter

Klaus Maierstein vor allem

eines glänzt: die Schweißperlen auf der

Stirn. „Wenn, wie in unserem Fall, so

kurz vor der Winterpause alle Spieler fit

und gesund sind, dann gibt es Leute, die

projizieren das ausschließlich darauf,

dass der Trainer alles richtig macht. Aber

ich weiß ganz genau, dass meine Physios

einen wesentlichen Anteil daran haben“,

sagt Peter Stöger.

Der FC-Coach bringt seinen Mitarbeitern

Fitnesstraining – Julian Holtz zeigt, wie es richtig geht. Und der

Geißbock des 1. FC Köln schaut zu.

„Magic Fingers“ in Aktion: Der Ahlener Julian Holtz (links) fungiert als Physiotherapeut beim 1. FC Köln und kümmert sich beim Bundesligisten auch um das

Wohlergehen von Nationalspieler Jonas Hector.

Fotos: Cedric Gebhardt

neben einer Menge Wertschätzung auch

ein ebenso großes Maß an Vertrauen entgegen.

Zu 100 Prozent spüre er die

Rückendeckung Stögers, bestätigt Julian

Holtz. Auf dieselbe Quote kommt der 31-

Jährige bei den Spielern, die sich bei ihm

in guten Händen wissen. „Die Vertrauensbasis

ist absolut gegeben. Jule und

das ganze Team bauen einen auf und wissen,

wie wir Spieler ticken und wie sie

uns anzupacken haben“, berichtet Jonas

Hector. Der Nationalspieler arbeitet im

vierten Jahr mit Holtz zusammen, der

zuvor die Physio-Abteilung der Alemannia

aus Aachen leitete und nach deren

Abstieg aus der 2. Bundesliga vom damaligen

Übungsleiter Friedhelm Funkel in

Köln empfohlen wurde.

Beim FC erlebt Julian Holtz dann den

Umbruch und den Aufschwung mit, feiert

mit dem Verein die Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus.

Ein Stück weit ist Köln

nun seine Heimat geworden. „Die Mentalität

der Menschen und der Verein sind

etwas ganz Besonderes“, beschreibt

Holtz. Sie seien wirklich spürbar anders.

So wie es der neue Slogan besagt, den

sich der FC im vergangenen Jahr im Zuge

seiner Neuausrichtung selbst gegeben

hat. Es ist eine Botschaft, die der Ahlener

inzwischen komplett verinnerlicht hat.

„Wenn ich kurz vor Anpfiff von der Kabine

ins Stadion gehe, die Fans ihre Schals

schwingen und die FC-Hymne singen,

kriege ich jedes Mal eine Gänsehaut –

wirklich jedes Mal. Und wenn wir vom

Auswärtsspiel zurückkommen, mit dem

Mannschaftsbus auf die Rheinbrücke

fahren und ich sehe den Dom, dann geht

mir das Herz auf. Ich bin stolz darauf, für

diesen Verein zu arbeiten“, sagt Julian

Holtz.

Auch beim FC sind sie froh, ihn zu haben.

„Ein Physio muss sowohl die fachliche

Qualifikation als auch die menschliche

Komponente mitbringen. Bei Julian ist

beides der Fall“, lobt Peter Stöger. Auch

die Spieler schätzen die Fähigkeiten des

Ahleners. „Die Jungs haben mir den

Spitznamen ,Magic Fingers‘ gegeben“,

verrät Holtz. Ein besseres Zeugnis kann

man einem Physiotherapeuten wohl

nicht ausstellen. Cedric Gebhardt

Alles begann mit einer Rotaprint.

Anzeige

Sympathisch unaufgeregt geht es zu im CCC in der Coerdestraße in Münster. Ein freundlicher Empfang

und hilfsbereite Mitarbeiter machen den Aufenthalt so angenehm wie möglich. Wie kommt man

eigentlich auf die Idee, eine Druckerei zu eröffnen? „Wenn man drucken möchte, aber die einzige Druckmaschine

immer besetzt ist“, so beschreibt es schmunzelnd Arnold Thöne, Gründer und inzwischen

Senior Berater des CCC’s. Angefangen hat alles 1974 während seines Studiums. Mit einer Rotaprint

R 30 in einem Ladenlokal gegenüber von Mutter Birken im Kreuzviertel von Münster. „Wir wollten uns

unabhängig machen vom ASTA und druckten Flugblätter und Lehrmaterialien“, so Herr Thöne. Der

Erfolg gab im recht. Schon drei Jahre später stand der Umzug in die sehr viel größeren Räumlichkeiten

in der Coerdestraße an, ein Standort, dem das CCC bis heute treu geblieben ist.

Seit mehreren Jahren wird das Unternehmen in zweiter Generation von Nadine Thöne geführt. 24

Mitarbeiter und Auszubildende unterstützen sie bei ihrer Arbeit. Manche bringen ihr Know-how sogar

seit mehr als dreißig Jahren ein. Das sagt viel Gutes über

das Arbeitsklima. „Wir haben hier flache Hierarchien, so

dass jeder unsere Mitarbeiter sich mit seinen Fähigkeiten

einbringen kann und Verantwortung trägt für den Erfolg

des Unternehmens“, erklärt Frau Thöne. Und der kann sich

sehen lassen:

„Dabei stehen die Wünsche unserer Kunden für uns im Mittelpunkt.

Deshalb ist der Einsatz modernster Technologie,

die perfekte Beherrschung des Handwerks und natürlich

eine ausführliche Beratung des Kunden für uns unerlässlich“,

so ihr Credo. Hochwertige Drucke, schnell und zuverlässig

produziert sind das Ergebnis dieser Firmenphilosophie

und machen sich bezahlt. Jährlich produziert das CCC

über 25 Millionen Druckseiten, deren Weiterverarbeitung

mit den verschiedensten Bindungs- und Veredelungstechniken

das Angebot abrunden.

Der Firmensitz in der Coerdestraße 44.

Doch damit nicht genug. Das CCC legt Wert auf ein umfassendes Portfolio in Sachen Digitaldruck

und Weiterverarbeitung. Dazu gehört auch die Reproduktion. „Angefangen hat es mit dem Service für

Architekten. Deren Entwurfszeichnungen und Pläne wurden im Lichtpausverfahren vervielfältigt. Das

war Mitte der 80iger unser Einstieg in die gewerbliche Kundschaft“, weiß Herr Thöne zu berichten.

Heute ist das Verfahren natürlich auf neueste Technologie umgestellt. CAD Plot und Großkopie sowie

Dokumenten-Scan bis DIN A0 und vieles mehr stellen die wachsenden Ansprüche der Kunden in vollem

Umfang zufrieden.

Seit einigen Jahren hinzu gekommen ist der Bereich der Werbetechnik. UV- und wasserfeste Poster

und Plakate genau wie auch indoor oder outdoor geeignete Präsentationssysteme in brillanten Farben

werden hier meisterlich gedruckt und konfektioniert.

Das gleiche gilt für die Veredelung von Textilien. Flex und Flock macht’s möglich. T-Shirts, Taschen,

Schlüsselbänder oder Tassen, ob als Geschenk, Merchandise oder für Sportbekleidung wird bedruckt

mit dem jeweiligen Wunschmotiv. Auch hier gilt der hohe Anspruch ans Handwerk! Bei all dem behält

das CCC auch die Umwelt fest im Blick. Sparsamer Umgang mit Ressourcen, Öko-Strom und E-Smarts

für Kurierdienste sind ein Teil des Engagements für eine saubere Umwelt. Ein Engagement, das nicht

nur durch Umweltzertifizierungen seine Anerkennung erhalten hat.

Druck und Medien GmbH

Coerdestraße 44

48147 Münster

Telefon (0251) 9 22 01- 0

Telefax (02 51) 9 22 01-12

www.ccc-ms.de

Geschäftsführerin

Nadine Thöne


28 LEBEN &

Ein Anblick, der heimatlich sti

Sigrid Karliczek erklärt, warum Denkmalpflege für eine Stadt und die dort lebenden Menschen wichtig ist

DiePerspektiven aus Richtung Steinfurter

Straße im Norden oder vonder

Torminbrücke im Süden der Stadt

haben es ihr angetan. Wenn die

Architektin Sigrid Karliczek (70)

nach Hausezur Sentruper Höhe fährt

und die StadtsilhouetteMünsters mit

den Türmen von Dom, Überwasserund

Lambertikirche erblickt, dann

ist das für sie wie ein „Heimkommen“.

Esweckt das angenehme Gefühl,

zuHause zu sein.

Diese heimatliche Empfindung

hat sich bei der heutigen

Leiterin des Ortskuratoriums

Münster der Deutschen

Stiftung Denkmalschutz

nicht per se und automatisch eingestellt;

denn die junge Sigrid Karliczek

wechselte inden ersten 37 Jahren ihres

Lebens sechsmal den Wohnort. Alsgebürtige

Leipzigerin ging es schon im Kindesalter

Anfang der 1950er Jahre nach Duisburg,dann

weiter nach Hofheim im Taunus.

Die junge Architekturstudentin zog

1965 nach Darmstadt, wohnte von 1967

an in Stuttgart und ab 1977 in Lübeck.

1983 kam Sigrid Karliczek mit ihrem

Mann, dem langjährigen Leiter des Stadtplanungsamtes

Dr. Rainer Karliczek,

schließlich nach Münster. „Sesshaft werden“,

das stand nach diesem eher unruhigen

Lebenslauf damals auf der Agenda.

Die zweite Hälfte ihres Lebens hat Sigrid

Karliczek nun in Münster verbracht. Für

sie steht außer Frage: Die Westfalenmetropole

ist ihre Heimat geworden. Das

hängt für die

Architektin und

Denkmalpflegerin

Sigrid Karliczek

ganz wesentlich

auch mit

dem historischen,

urbanen und

auch gemütlichen

Aussehen

der Stadt zusammen,

deren Silhouette

sie wie

ein Erkennungsmerkmal

begreift.

Heimat habe

eben auch etwas

mit dem „visuellen

Gedächtnis“

des Men-

Sigrid Karliczek

schen zu tun, sagt

Sigrid Karliczek im Gespräch. Denkmäler

begünstigten, auch wenn sie nicht unbedingt

schön aussehen müssten, die Verwurzelung

des Menschen: „Es ist einfach

wichtig, dass bestimmte Dinge bleiben,

damit Städte nicht anonym werden“, so

bringt es die Denkmalschützerin auf den

Punkt. Deshalb sei es auch besser,„etwas

weiterzubauen“ als etwas gänzlich neu zu

errichten.

In Zeiten geringer Wertschätzung für die

Denkmalpflege hätten Stadtväter und

Planer in den 1960er und 1970er Jahren

zu viele Bauten abgerissen, die damit unwiederbringlich

verloren gingen. Damit

Denkmäler aber erhalten bleiben könnten,

müssten sie genutzt werden. Mit

„Es ist einfach wichtig, dass bestimmte

Dinge bleiben, damit

Städte nicht anonym werden.“

Wohlwollen blickt

die Denkmalpflegerin

deshalb

nach Senden, wo

sich im örtlichen

Wasserschloss erste

Initiativen einer

regelmäßigen

Nutzung regen.

Ein Paradestück

für gelungene

Denkmalpflege,

aber auch für den

Wiederaufbau, ist

für die gebürtige

Leipzigerin der

Prinzipalmarkt in

Münster, der bei

Umfragen häufig

als einer der

schönsten urbanen

Plätze Deutschlands genannt wird.

Der Tourist schätze die bauliche und

räumliche Qualität dieses Ensembles.

„Für den Einheimischen weckterErinnerungen

an eigene biografische Erlebnisse

und Ereignisse. Man kennt halt jeden

Winkel“, erklärt Sigrid Karliczek. Dabei

erinnert die Architektin mit dem Blick

fürs Bauen und für Bauten an eine Weisheit,

die vielleicht manche schon vergessen

haben: „Um sich heimisch zu fühlen,

braucht man Zeit.“ Zugleich müsse man

natürlich die Fähigkeit und den Willen

mitbringen, auch heimisch zu werden.

Manche Leute dächten wohl, Denkmalpflege

oder der Erhalt historischer Bausubstanz

seien pure Nostalgie oder gar

spießig. „Aber das Heimischwerden hat

nichts damit zu tun“, betontSigrid Karliczek

energisch. „Der Mensch möchte sich

in bekannter Umgebung einfach heimisch

fühlen!“ Mit der Vertrautheit der

Umgebung müsse natürlich zugleich ein

soziales Netzwerk entstehen, weiß Sigrid

Karliczek um die notwendige Verknüpfung

von baulicher Umgebung und

menschlichen Kontakten. Johannes Loy

DAS ORTSKURATORIUM

Dem Ortskuratorium der Deutschen

Stiftung Denkmalschutz inMünster

gehören sechs ehrenamtliche Mitglieder

an. Seit 2011 wird esvon der

Architektin Sigrid Karliczek geleitet.

Das Ortskuratorium unterstützt die

Anliegen der Deutschen Stiftung

Denkmalschutz, informiert auf regionaler

Ebene über die Stiftung

und wirbt für ihre Ziele. In diesem

Sinne tritt es mit Informationsständen,

Ausstellungen, Exkursionen zu

Förderprojekten, Vorträgen und

Benefizkonzerten öffentlich in Erscheinung.

Um auch die junge Generation

für den Denkmalschutz zu

gewinnen, werden Projekte „Denkmal

trifft Schule“ durchgeführt.

Auch gehört eszuden Aufgaben des

Ortskuratoriums, im Auftrag der

Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Förderverträge zu übergeben und

Kontakt zu den Projekten zu halten.

|muenster.denkmalschutz.de

Der Prinzipalmarkt in Münst

An vielen Orten ein gef

Der Dirigent Matthias Foremny aus Münster über seine Arbeit, sein L

Der Münsteraner Matthias

Foremny zählt seit vielen

Jahren zuden bekannten

Köpfen der deutschen Musik-

und Dirigentenszene.

Der 43-Jährige, der 1991 am Paulinum

sein Abitur ablegteund später in Detmold

und Wien studierte, war unter anderem

acht Jahrelang als Generalmusikdirektor

am Staatstheater in Schwerin tätig. Im

Gespräch mit Johannes LoyberichtetForemny

über seine jetzige Arbeit als Chefund

Gastdirigent in Leipzig und Stuttgart

sowie alsProfessor und erklärt auch, wo

sich im Leben eines umtriebigen Musikers

die eigentliche Heimat befindet.

Herr Foremny, Sie stammen aus

Münster. HatSie die Stelle des Generalmusikdirektors

in Ihrer Heimatstadt

nicht gereizt?

Foremny: Für mich ist Familie Heimat.

Das ist der Halt, der immer da ist, in guten

wie in schlechten Zeiten, wie ich es

einmal ganz katholisch formulieren

möchte.

Ist denn die Musik für Sie eigentlich

auch eine Art Heimat?

Foremny: Musik ist für mich eher ein Elixier,mit

dem man immer auch Krafttanken

kann. Natürlich bedeutet Musikmachen

auf hohem Niveau auch ständiges

Lernen und Proben, zuweilen muss man

sich Nächte lang in eine Partitur vertiefen.

Aber diese Energie, die man da hineinsteckt,

kommt um ein Vielfaches

wieder zurück. Dafür bin ich dankbar.

Denken Sie, dass das interessierte

Musikpublikum in der Musik eine

Art geistiger Heimat fin

Foremny: Musik oder der

ist auf jeden Fall ein Ort, an

schalten und relaxen kann.

nen durchaus eine Heimat se

da vorallem die Ensembleth

gen habe. Die Akteure, ob

oder Tänzer, verbringen ei

ihres Lebens dort und inv

ganze Kraft. Da wirddie Büh

ten Heimat.

Wo haben Sie sich in Ihre

am meisten zuHause g

Foremny: Schwerin war

ment,bei dem eigentlich alle

Familie war amOrt. Am S

warenwir künstlerisch unge

reich, wir haben von Hände

Matthias Foremny, gebürtiger Münsteraner, arbeitet als Dirigent und Professor unter anderem in Leipzig

und Stuttgart.

Foto: Gero Breloer

Matthias Foremny: Ich habe mich auf

die Ausschreibung nicht beworben. Zumal

ich die Arbeit eines Generalmusikdirektors

am Staatstheaters in Schwerin

acht Jahre lang mit allen Vorzügen, aber

auch allem Stress, den diese Position mit

sich bringt, erlebt habe. Ich sehe, dass

sich alle mittelgroßen Theater in

Deutschland zurzeit in schwierigem finanziellem

Fahrwasser befinden. Die beruflichen

Wege haben sich bei mir nun

einfach anders entwickelt. Als erster

Gastdirigent der Oper Leipzig darfich mit

den Ausnahmemusikern des Gewandhauses,

einem Spitzenorchester, zusammenarbeiten.

Ich spüre deutlich, wie

mich das künstlerisch weiter voranbringt.

Dirigentenführenein unruhiges Leben.

Was bedeutet eigentlich Heimat

für Sie?

LEBENSSTATIONEN DES DIRIGENTEN MATTHIAS FOREM

1972 geboren inMünster

1991 Abitur am Gymnasium Paulinum

1992-1998 Studium in Detmold und Wien

1995 Gewinner des internationalen Dirigentenwettbewerbs „Prager Frü

1998-2000 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD am Landesthe

2000-2003 1. Kapellmeister, Komische Oper Berlin,

Bayerischer Theaterpreis für „The turn of the screw“, Preisträger des

2003-2012 GMD und Operndirektor amMecklenburgischen Staatsthea

2012 „Echo-Klassik“-Preisträger

Seit 2011 Erster ständiger Gastdirigent an der Oper Leipzig

Seit 2013 Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters

Seit 2014 Professor für Dirigieren und Orchesterleitung an der Hochsc

zig.

Matthias Foremny dirigierte bereits folgende bedeutende Orchester:

Gewandhausorchester Leipzig, Staatskapelle Dresden, Deutsches Sinfo

funksinfonieorchester Berlin, Finish Radio Symphony Orchestra Helsin

ter Hamburg, NDR-Radio Philharmonie Hannover, Warschauer Philha

mar, MDR-Sinfonieorchester, Hamburger Philharmoniker (Staatsoper

(Bühnen der Stadt Köln).


WISSEN

29

mmt

er: Für Touristen eines der schönsten urbanen Ensembles Deutschlands, für Einheimische ein Ort, der heimatliche Gefühle vermittelt und viele Erinnerungen weckt.

Foto: Matthias Ahlke

ragter Mann

ANGEBOTNUR FÜR GEWERBETREIBENDE

ben und seinen Heimatbegriff

det?

Konzertsaal

dem man ab-

Theater könin,

wobei ich

eater vorAu-

Schauspieler

en Großteil

estieren ihre

ne zur zweirLaufbahn

efühlt?

ein Engagespasste.

Die

taatstheater

mein erfolglbis

Mahler

NY

hling“

ter Detmold

alles gespielt, es war inder Rückschau

eine sehr erfüllteZeit. Meine Familieund

ich fühlen uns heutenochwohl, wenn wir

dorthin fahren.

Wo befindet sich jetzt Ihr Lebensmittelpunkt?

Foremny: In Hannover. Meine Frau ist

dort an der Hochschule für Musik, Theaterund

Medien tätig, und ich kann sozusagen

sternförmig Richtung Leipzig und

Stuttgart und in die Heimatstadt Münster

fahren. Es hat sich jetzt so ergeben.

Siehabenaber doch sicherkünstlerische

Pläne ...

Foremny: Ich fühle mich derzeit künstlerisch

absolut gesettled. Die Arbeit an

der Leipziger Oper und beim Stuttgarter

Dirigentenforums des Deutschen Musikrates

ter Schwerin

hule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipnieorchester

Berlin, Bundesjugendorchester, Rundki,

WDR-Sinfonieorchester Köln, NDR-Sinfonieorchesmonie,

Zürcher Kammerorchester, Staatskapelle Weiamburg),

Deutsche Oper Berlin, Gürzenich Orchester

Kammerorchester ist sehr facettenreich,

inspirierend und voneiner großen stilistischen

Bandbreitegeprägt. An der LeipzigerOperhabe

ich gerade die Premierezu

„Für mich ist Familie Heimat. Das

ist der Halt, der immer da ist, in

guten wie in schlechten Zeiten,

wie ich es einmal ganz katholisch

formulieren möchte.“

Matthias Foremny

Mozarts „Hochzeit des Figaro“ dirigiert,

im Januar folgt Wagners Rienzi und im

Herbst 2016 Puccinis Turandot. Beim

Stuttgarter Kammerorchester spielt die

neue Musik eine große Rolle. Das Erarbeiten

vonAufführungen neuester Musik

zusammen mit den Komponisten ist

für mich immer höchst beglückend. Am

27. April werden wir mit dem weltberühmten

Tenor Klaus Florian Vogt in der

Kölner Philharmonie neben Antonín Dvoráks

Streicherserenade auch Benjamin

Brittens Serenade für Tenor, Horn und

Streichorchester aufführen. Darüber hinaus

leite ich als Professor an der Hochschule

für Musik in Leipzig die Dirigentenklasse

und erarbeite mit dem Hochschulsymphonieorchester

vier Konzertund

Opernprojekte pro Studienjahr, die

wir unter anderem im Gewandhaus aufführen.

Wenn demnächst ein großes Staatstheater

lockt oderein renommiertes

Rundfunkorchester –würde Sie das

reizen?

Foremny: Ja, natürlich!

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30 LEBEN & WISSEN

Antwort auf den QR-Code

Timyscout, ein Start-up des Münchener Medienunternehmers Markus Huber, bietet an der

Schnittstelle zwischen mobilen Endgeräten und gedruckten Produkten eine neue Lösung an

An den sehr technisch wirkenden

QR-Code hat man sich inzwischen

zwar gewöhnt. Schön ist das schwarze

Quadrat mit der verwirrenden

Zeichenkette und den Zacken, in

dem die individuellen und auslesbaren

Informationen stecken, trotzdem

nicht. Schon gar nicht, wenn

man ein Buch oder ein gestaltetes

Magazin zur Hand nimmt. Hier kann

der schwarze Block an sehr vielen

Stellen eher störend wirken.

Im Münchener Unternehmen Timyscout,

einem Start-up des Medienunternehmers

Markus Huber,

hat man einen Ersatz geschaffen,

der aus Sicht der Macher eine

weitaus elegantere Lösung an der

Schnittstelle zischen modernen Smartphones

oder Tablets und zeitgemäßen

Printprodukten bietet. Mit einer eigens

entwickelten App scannt beziehungsweise

fotografiert man nicht wie sonst einen

Quick-Response-Code (QR), der einem

eine schnelle Information verheißt, sondern

direkt ein gedrucktes Bild in einem

Buch, einem Magazin oder einer Zeitung.

Das Erstaunliche: Allein durch das Scannen

des ausgewählten Bildes gelangt

man an zusätzliche Informationen. Gedruckte

Produkte, so das Unternehmen,

bekommen dadurch „einen interaktiven

Touch und natürlich einen Mehrwert“.

Auf mehreren Branchenveranstaltungen

in den vergangenen zwei Jahren wurde

dieses System bereits als intelligente Innovation

und Beispiel für eine gelungene

Medienvernetzung ausgezeichnet. Druck

und Digitalisierung, so hieß es, gingen

hier eine enge Verbindung ein.

In ersten Verzeichnismedien findet Timyscout

als Navi bereits eine Anwendung.

Das „Örtliche“ für Karlsruhe, Ettlingen

und Umgebung ist zum Beispiel bereits

seit Herbst 2013 entsprechend interaktiv.

Scannt man dort eine Anzeige mit der

App, findet man auf dem Smartphone sogleich

eine Karte, die den Weg vom eignen

Standort zum Anbieter weist – bei

Bedarf kann man sich gleich dorthin führen

lassen.

Der Nelles Verlag hat inzwischen alle

Guide-Reiseführer so ausgestattet, dass

man vom gedruckten Buch via Timyscout

direkt in die Navigation springen kann.

Besondere Ziele der Reise können sofort

angesteuert werden.

Im neuen Gästeführer „Essen. Erleben –

Genießen – Einkaufen“ der Verlagsgruppe

Beleke warten auf den Nutzer jetzt

ebenso interaktive Anzeigen: Mithilfe der

kostenfreien Timyscout-Navi-App scannt

der Essen-Besucher mit seinem Smartphone

oder Tablet jede beliebige Anzeige

aus dem Gästeführer und erhält eine

sprachgesteuerte Fußgänger-Navigation

zur gewünschten Anschrift. Die App liefert

auch ein Routing für Pkw und öffentliche

Verkehrsmittel und funktioniert in

allen Sprachen.

Einsetzen lässt sich das System somit

auch bei Werbeanzeigen. „Kundenbegeisterung

schaffen und Konsum einfachen“,

wirbt Timyscout. „Wer eine Anzeige

interessant findet, fotografiert sie einfach

ab – und hat sofort alle Details zur

Hand, intelligent verpackt in einer nativen

App mit Adressdaten, Bildgalerie,

Navigation zum Anbieter und weiteren

tollen Features.“ Anzeigenkunden können

wiederum erfahren, wie ihre Werbung

wirkt.

Im Fokus haben die Münchener, die ihr

Produkt als Alternative beziehungsweise

Ergänzung zum gängigen QR-Code etablieren

wollen, auch die öffentlichen Verkehrssysteme.

Interaktive Vignetten auf

Plänen und Karten sollen für mehr Orientierung

in der Stadt sorgen. Die Serviceleistung

besteht hier darin, dass der Nutzer

sofort von der Verkehrsgesellschaft

erfährt, wie er seinen Zielort am besten

ansteuern kann.

Zeitungen, Magazine, Bücher, Freizeitkarten,

Marketingaktionen – Timyscout

ist auf den unterschiedlichsten Feldern

im Einsatz.

wk

Wie die Landung

auf dem Mond

Gravitationswellen erspäht – Einstein hatte recht

Die Entdeckung wird in der Wissenschaft

gefeiert wie die erste geglückte

Landung auf dem Mond: Der

Nachweis der von Albert Einstein

vorhergesagten Gravitationswellen

im All gilt als große Sensation.

Schon spricht man von einerneuen

Ära in der Astronomie:

Die Astrophysiker vom Ligo-

Observatorium präsentierten

ihre nobelpreisverdächtige

Entdeckung vor wenigen Tagen in Washington.

Deutsche Forscher hatten die

Hinweise darauf als erste bemerkt.

„Vor 400 Jahren hat Galileo ein Teleskop

auf den Himmel gerichtet. Ich glaube, wir

tun heute etwas ähnlich Wichtiges. Wir

eröffnen eine neue Ära“, sagte Ligo-Direktor

David Reitze – nach langem Applaus

herrschte fast andächtige Stille. Astronomen

können die Gravitationswellen

als Boten aus dem All nutzen und hoffen

auf neue Entdeckungen im Weltraum.

Die Wellen entstehen insbesondere,

wenn große Objekte beschleunigt werden,

zum Beispiel bei der Explosion eines

Sterns am Ende seines Lebens. Sie stauchen

und strecken den Raum. Die Gravitationswellen

breiten sich in alle Richtungen

aus und verbiegen den Raum, ähnlich

wie ein ins Wasser geworfener Stein

die Oberfläche.

Das Spezialobservatorium Ligo in den

USA fing die sogenannte Signatur zweier

verschmelzender Schwarzer Löcher auf.

„Wir haben eine neue Art Teleskop gebaut

und ein völlig neues Feld eröffnet“,

sagte einer der Ligo-Gründungsväter,

Rainer Weiss vom Massachusetts Institute

of Technology. Erstmals ließen sich

nun Schwarze Löcher direkt beobachten,

Albert Einstein

Zeichnung: Rudolf Schöpper

sagte Alessandra Buonanno, Direktorin

am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik

in Potsdam. „Diese Entdeckung

öffnet ein neues Fenster zum Universum,

das uns den Blick bis zurück zum Urknall

erlaubt“, sagte Bundesforschungsministerin

Johanna Wanka (CDU)

Gravitationswellen gehören zu den spektakulären

Vorhersagen von Albert Einsteins

Allgemeiner Relativitätstheorie.

Jeder beschleunigte Körper – auch ein an

der Ampel startender Autofahrer – sendet

demnach Gravitationswellen aus. Sie

sind umso stärker, je mehr Masse der Körper

hat. Jedoch sind sie in der Regel so

winzig, dass Einstein selbst nicht daran

glaubte, dass man sie je messen könnte.

Seit über 50 Jahren suchten Physiker

einen direkten Beweis. Alle vermeintlichen

Erfolgsmeldungen entpuppten sich

bisher als nicht haltbar.

Dennoch gab es kaum Zweifel an der

Existenz der Wellen Der erste direkte

Nachweis ist den beiden Messstationen in

Livingston und Hanford gelungen. dpa


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32 LEBEN & WISSEN

Male doch mal wieder

Mit den eigenen Händen etwas zu machen, ist ein willkommener Ausgleich in der stressigen Online-

Zeit. Immer mehr Erwachsene entspannen mit Stift und Papier

Teig kneten, Holz anstreichen, ein

Bild malen – immer mehr Menschen

suchen eine sinnliche Erfahrung als

Gegenpol zu ihren Job.

Mein Arbeitsalltag findet

zunehmend digital

statt: Kundenbestellungen

im Online-b2b,

Maßkarteien digitalisieren,

Online-Werbung schalten“, erzählt

Maßschneidermeister Marco Beckert

aus Münster. „Dabei merken mein

Geschäftspartner und ich immer wieder,

dass ein Nachmittag mit Musik, Gesprächen

mit den Kollegen und Handarbeiten

im Atelier unheimlich erfüllend ist und

Maren Kruth aus Münster entwirft Motive für Malbücher für Erwachsene.

entschleunigt.“ In stressigen Phasen treffe

er sich regelmäßig zu Werkstattnachmittagen,

um „runterzukommen und zu

fokussieren“.

Auch Lena Radamm nutzte kreative

Arbeiten nach Feierabend, um sich zu

entspannen. „Ich habe tagsüber eine sehr

anstrengende, gefährliche Arbeit mit tödlichen

Bakterien gemacht“, erzählt die

32-jährige Doktorin der Bio-Technologie.

Zum Ausgleich half ihr abends das „kreative

Rumspinnen“ mit einem Grafiktablett,

ihrer Kamera und mit Schmuck. Sie

entwarf Postkarten, Magnete, Knöpfe,

Ohrringe, Ketten und Uhren und lebt inzwischen

vom Verkauf ihrer selbst entworfenen

Accessoires.

Der Reiz an ihrem Handwerk liege für sie

im „freien Handeln und Denken“. Etwas,

das auch Maren Kruth aus Münster an

ihrer Selbstständigkeit als Illustratorin

und Grafikdesignern genießt. Alles um

sie herum inspiriert sie: Ihr Balkon, auf

den sie von ihrem Arbeitszimmer aus

schaut, die Regale im Supermarkt, eine

Holzleiste, auf dem Bilder stehen. Sie hat

ein Malbuch für Erwachsene im Fischer

Verlag gestaltet, der wie viele andere Verlage

in diesem Frühjahr auf den Ausmal-

Trend aus den USA aufspringt. Er gilt als

farbenfroher Protest gegen Selbstoptimierung

und Smartphone-Stress.

So wirbt der Lingen-Verlag damit, einmal

alles hinter sich zu lassen und sich der

Kunst und der eigenen Einbildungskraft

zu öffnen. „Malen ist pure Erholung“,

heißt es im Lingen-Katalog für Neuerscheinungen

im Januar 2016.

Auch die Malbücher des Fischer

Verlags, in dem Ende Februar

Maren Kruths „Frühlingszauber:

Das Ausmalbuch für alle

Sinne“ erschienen ist, suggerieren

Entspannung für gestresste

Seelen: „Mein Ausmalbuch für

schlaflose Nächte“ und „Unterwegs

entspannen – Das Ausmalbuch

für die Bahn“ heißen die Werke.

Sie sollen kleine Fluchten im Alltag

schaffen, um den täglichen Stress zu reduzieren.

„Jeder hat Lust, kreativ zu sein, aber damit

ist es so einfach“, sagt die 28-jährige

Kruth. Denn wer als Erwachsener das

Malen nicht mehr gewöhnt ist und Angst

vor peinlichen, unperfekten Kritzeleien

hat, für den sind Malbücher ein guter Einstieg.

Um eine erholsame Wirkung zu erzielen,

dürfen die Bilder nicht zu einfach

sein, weiß Soziologie- und Psychologie-

Professor Dr. Alfred Gebert von der Fachhochschule

des Bundes für öffentliche

Verwaltung in Münster. „Je filigraner und

kleinteiliger das Bild ist, umso besser. Es

muss eine gewisse Anstrengung und

Achtsamkeit erfordern, die dünnen Linien

nicht zu übermalen. Besonders diese

Kleinteiligkeit bewirkt einen großen

Teil der Entspannung.“

Maren Kruths Frühlingsmotive sind

ebenfalls sehr zart und filigran. „Manche

erschreckt das vielleicht. Dann fängt man

am besten erst einmal mit etwas Einfacherem

an“, erklärt die Münsteranerin

Farbe rein, Stress raus: Ausmalen scheint erst einmal unkreativ,

entspannt aber den Geist.

Fotos: Wilfried Gerharz

ihre Zeichnungen. So hat sie extra ein

paar einfache Vorlagen mit Schriftzügen

geschaffen, „wo sich das Erfolgserlebnis

schnell einstellt“. An anderen Bildern sitze

man aber „schon so zwei bis drei Abende“.

Anne Koslowski

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WestLotto rüstet sich für die Zukunft

Nachhaltiges Wirtschaften für das Gemeinwohl

Vier Millionen Spielaufträge jede Woche – WestLotto hat in NRW die

Lizenz zum Träumeerfüllen. Deutschlands größter Lotterieveranstalter

setzte im vergangenen Jahr 1,68 Milliarden Euro um. Ein Plus von 2,1

Prozent, von dem alle profitieren. Mehr als 654 Millionen Euro – rund

40 Prozent der Spieleinsätze – gingen an das Land zur Unterstützung

der Förderung des Gemeinwohls.

„Nachhaltiges Wirtschaften zum Wohl

der Bürger in NRW ist ein Kern unseres

Geschäftsmodells“, sagt Theo Goßner,

Sprecher der Geschäftsführung von

WestLotto. Das soll auch in Zukunft so

bleiben. Damit das klappt, machen sich

das Unternehmen und die gesellschaftlichen

Träger aus Wohlfahrt, Sport,

Kunst, Kultur, Natur-, Umwelt- und

Denkmalschutz in der Münsteraner Erklärung

für die Erhaltung des Lotterie-Monopols

stark. Goßner: „Im Gegensatz

zur Tippabgabe bei illegalen

Anbietern unterstützen die Spieler mit

ihren Einsätzen bei WestLotto gemeinnützige

Organisationen in NRW. Das ist

das Lotto-Prinzip.“

Mit einer noch stärkeren Fokussierung

auf die Wünsche und Bedürfnisse

der Kunden will WestLotto seine Führungsrolle

auf dem zunehmend umkämpften

Glücksspielmarkt untermauern

und festigen.

Tradition und Innovation

Die Erhaltung von Tradition und Unternehmenswerten

gehen bei WestLotto

Hand in Hand mit dem technischen

Fortschritt sowie der stetigen Weiterentwicklung

eines innovativen Spielerlebnisses

für die Kunden. „Wirtschaftlicher

Erfolg und verantwortliches Handeln

gehören für uns zusammen“, sagt

Theo Goßner. Mit der Konzentration auf

Erstes Wirtschafts Forum in Münster

Am 30. März 2016 feiert das Wirtschafts Forum Münster (WFM)

seine Premiere. Die erste Konferenz mit Meinungsmachern aus

der Region findet bei WestLotto statt und beschäftigt sich mit

dem Thema der„Digitalisierung“.

So wird unter anderem der gebürtige Münsteraner und

Marketing-Vorstand bei Borussia Dortmund Carsten Cramer in

seinem Impuls-Referat über das digitale Stadionerlebnis beim

BVB berichten. In drei Fach-Talkrunden können sich die Teilnehmer

zudem selbst einbringen, von ihren Erfahrungen berichten,

Fragen stellen und ihr Netzwerk ausbauen.

Weitere Informationen und Anmeldung unter

www.wirtschafts-forum-münster.de

die Optimierung des Customer-Relationship-Managements

stellt sich das

Unternehmen den kommenden Herausforderungen.„Die

Basis dafür ist der

Service und die Beratung in unseren

rund 3.500 Annahmestellen in NRW.

Dort haben wir direkten Kontakt zu unseren

Kunden und können bei allen

Fragen als persönlicher Ansprechpartner

weiterhelfen“, sagt Geschäftsführer

Andreas Kötter. Etwa 14.000 Menschen

arbeiten derzeit in den WestLotto-

Annahmestellen.

„Wir wissen aber auch, dass viele

Kunden es schätzen, dass sie bei uns

sowohl vor Ort als auch im Internet

oder per App spielen können. Wir wollen

da verfügbar sein, wo der Kunde

gerade ist und entwickeln uns ständig

weiter, um den veränderten Marktbedingungen

und Nutzerverhalten gerecht

zu werden“, so Kötter. Die Herausforderung

dabei ist die bestmögliche

Vernetzung des flächendeckenden, terrestrischen

Annahmestellennetzes mit

den mobilen und digitalen Angeboten.

Online-Umsatz um 20% gesteigert

Wie das geht, zeigt die neue WestLotto-App.

Die „Shop-Play“-Funktion verbindet

das Spielen auf dem Smartphone

mit dem Besuch in der Annahmestelle.

Der Spielschein wird einfach

auf dem Handy ausgefüllt und in einem

der WestLotto-Shops abgegeben. Ein

wichtiger Baustein im Gesamtkonzept

des Unternehmens, der von den Kunden

gut angenommen wird. Bereits im

vergangenen Jahr konnte WestLotto

seinen Online-Umsatz um rund 20 Prozent

auf 87,8 Millionen Euro steigern.

Eine erste Bestätigung, dass der Lotterieveranstalter

die Weichen für die

Zukunft erfolgreich gestellt hat.

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