SCE Jahresbericht 2014/2015

Dirk.Hoppe

Jahresbericht 2014/15 des Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München (HM).

VORWORT

Liebe Freunde und Partner,

Die Hochschule München ist EXIST-Gründerhochschule.

Ihr Präsident Prof. Dr. Michael Kortstock freut sich: Seine Hochschule wurde als eine der drei

besten Gründerhochschulen Deutschlands ausgezeichnet. Ihr Institut SCE macht Studierende

erfolgreich zu Unternehmern und entwickelt dafür interdisziplinäre Zukunftskonzepte.

Einer von vielen Machern an der Hochschule München.

www.hm.edu

Entrepreneurship ist in alle Munde. Die Zahl der Gründungen

wächst und so auch die Anzahl unternehmerischer

Projekte und Ausbildungen – in München, der

Region, in Deutschland und natürlich auch international.

Diese Dynamik ist auch in der Hochschule München

deutlich zu spüren und wird besonders in der klaren

Neu-Positionierung der Hochschule deutlich, die sie

sich 2014 mit den drei strategischen Profilmerkmalen

„Unternehmerisch“ „Nachhaltig“ und „Interkulturell“

gegeben hat.

Nachdem das BMWi 2011 die Hochschule München

und das SCE als eine von damals drei Gründerhochschulen

auszeichnete, wurde klar, dass es um die Gründungs-

und Innovationskultur unserer Bildungsstätte

gut bestellt war. Ab 2012 ging es umso mehr darum, die

hochgesteckten Ziele als Gründerhochschule in Angriff

zu nehmen.

Auch Deutschland hat erkannt, dass es aufholen muss.

Und es hat sich bereits auf den Weg dazu gemacht. Das

Entrepreneurship Ecosystem hierzulande wird variabler,

die Anzahl der Akteure nimmt zu und die Möglichkeiten

wachsen. Wir müssen uns in Kooperation mit unseren

Partnern in München und der Region weiterentwickeln,

um das Thema Entrepreneurship weiter voranzutreiben.

Das beste Beispiel ist dafür unsere Social Entrepreneurship

Akademie, in der die Entrepreneurship Center der

vier großen Münchner Hochschulen mittlerweile schon

seit Jahren erfolgreich und impactorientiert zusammenarbeiten.

So ist es der Akademie gelungen, durch

bundesweite und internationale Programme ein Renommee

weit über die Region hinaus zu entwickeln. Auch auf

Bundesebene sind wir in der Denkfabrik Gründerhochschulen,

einem Zusammenschluss aller ausgezeichneten

Hochschulen und Universitäten, gut vernetzt und werden

zukünftig noch gestaltungsfähiger sein.

Aber vor allem müssen wir uns international positionieren.

Deshalb sollen unsere Studierenden noch mehr

international denken lernen und dabei ihren Fokus

weiten. Und sowohl die Sichtbarkeit als auch der Impact

des SCE und der Hochschule München sollen über die

Landesgrenzen hinaus weiter wachsen. In den letzten

Jahren haben wir uns in Europa einen Namen gemacht.

Mit unserem CONEEECT-Netzwerk, in dem wir gemeinsam

mit renommierten internationalen Partnern,

europäische Entrepreneurship-Lehrende ausbilden, sind

wir international sehr gut positioniert. Unser europäisches

ASTEE-Programm zur Etablierung von Evaluationsgrundlagen

von Entrepreneurship-Programmen hat uns

weitere gute Verbindungen zu anderen renommierten

Hochschulen, Entrepreneurship-Centern und Inkubatoren

ermöglicht.

Unsere Internationalisierung ist aber bereits in die

nächsten Runden gegangen. So nimmt das im Jahr

2013 gegründete russische Partner-Center Polytech

Strascheg an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg

seither immer mehr Form an und die Anzahl seiner

Aktivitäten wächst kontinuierlich. Ein weiterer Meilenstein

war die erfolgreiche Antragstellung für unser EU-

XCEL Programm im Rahmen der EU Innovationsinitiative

Horizon 2020 im Jahr 2014. Seit Januar 2015 ist der

Aufbau eines European Virtual Accelerators für IKT

Entrepreneure bereits in vollem Gange. Last but not least,

findet im September 2015 erstmals das Bavaria Israel

Partnership Accelerator Programm, kurz BIPA, statt. In

enger Zusammenarbeit mit dem Land Bayern, der Stadt

München und weiteren regionalen Akteuren vertiefen

wir die bayerischen Beziehungen zur sog. „Start-up

Nation“ Israel.

Wir blicken also freudig und gespannt in die Zukunft und

wollen gemeinsam mit unserer Hochschule München

weiterhin die Entrepreneurship-Szene in München,

Deutschland und zunehmend auch international mitgestalten.

Dieser Weg wäre nicht denkbar ohne unsere

PartnerInnen – ohne Sie! Sie alle haben Anteil an

unserer Ent-wicklung und den Erfolgen – als Stifter und

Hochschul-Präsidium aber auch als Studierende, als

Gründerin und Projektgeber, als Professorin und Hochschulmitarbeiter,

Unterstützerin und Unternehmenspartner.

Dafür möchten wir uns herzlich bei Ihnen allen für

Ihre Unterstützung, Ihr Interesse und Ihr Engagement

bedanken.

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Inhalt

SCE

UNSER STIFTER

QUALIFIZIERUNG

GRÜNDUNGS-

FÖRDERUNG

FORSCHUNG

NETZWERK

Im Jahr 2002 wurde das SCE von der

Falk F. Strascheg Stiftung gegründet.

Seither widmet sich das Center der

Förderung der Innovationskultur

an der Hochschule München und

darüber hinaus. Dabei sind zahlreiche

junge Unternehmen entstanden und

viele Studierende und Berufstätige

haben sich in den Aus- und Weiterbildungsprogrammen

in unternehmerischem

Denken und Handeln geschult.

Komplexe Innovationsprozesse

wurde erforscht und kommen heute

der Entrepreneurship-Lehre zugute.

Dabei ist das SCE-Netzwerk prächtig

gediehen und vor allem immer internationaler

geworden. Für diese

Leistungen wurde das SCE und die

Hochschule München 2011 zu einer

von insgesamt sechs EXIST-Gründerhochschulen

Deutschlands gekürt

und belegt in der jährlichen Gründungsförderungs-Ranking

deutscher

Hochschulen regelmäßig Spitzenpositionen.

Falk F. Strascheg war und ist vieles

in seinem Leben gewesen. Um es

auf das Berufliche zu beschränken:

Ingenieur, Gründer, Unternehmer,

Venture Capitalist, Aufsichtsrat,

Branchen-Verbandschef sowie

Stifter und Mäzen. Insbesondere

über letzteres ist das SCE sehr

dankbar und glücklich. Auch Ehefrau

Renate Strascheg ist dem SCE

sehr verbunden. So stiftete die

‘Renate und Falk Strascheg Stiftung’

den 2014 erstmals verliehenen

‘Strascheg Award‘, der für Innovationen

an der Hochschule München

in drei Kategorien vergeben wird.

Die SCE-Qualifizierungsprogramme

sind team- und praxisorientiert,

interdisziplinär ausgerichtet, onund

offline und erfordern volles

Engagement der Teilnehmenden.

Das Angebot reicht von curricularen

Seminaren und Vorlesungen bis zu

‘Real Projects’, die in verschiedenste

Studiengänge integriert sind.

Und von internationalen Schools

und Workshops bis hin zur einjährigen

APE-Zusatzausbildung.

Darüber hinaus können Studierende

bei Netzwerkveranstaltungen und

Ringvorlesungen wie “Unternehmer

live erleben” und „Gesellschaftliche

Innovationen“ interessante Gründer

erleben und kennen lernen.

Die Gründungsförderung unterstützt

alle, die ihr eigenes unternehmerisches

Projekt vorantreiben wollen.

Produkt oder Dienstleistung, High

oder Low-Tech, Soft- oder Hardware.

Entscheidend für uns ist der

Neuheitsgrad und Ihr persönliches

Engagement.

Der Prozess von der Idee zum

Markt wird gemeinsam analysiert

und entwickelt, ein breites Netzwerk

von Experten zur Klärung spezieller

Fragen steht bereit. Neben der für

jeden zugänglichen Gründungsberatung

besteht auch ein professionalisiertes

Förderprogramm für

eine Anzahl von intensiv betreuten

Gründerteams im Rahmen der SCE

Start-Up-League. Diese Teams

werden mit Coaching, Räumlichkeiten

und Sachmitteln gefördert.

vationsmanagement und Entrepreneurship

vorangetrieben. Die

Forschungsergebnisse finden direkten

Eingang in die Entrepreneurship-

Ausbildung und Gründungsförderung

des Centers. Themenbezogene

Abschlussarbeiten und Promotionsarbeiten

werden am Institut angeboten

und betreut. Zusammen mit der

Hochschule München ist das SCE

Mitglied in regionalen, nationalen

und europäischen Forschungsnetzwerken.

Partner und Unternehmen

werden nach Wunsch in

die Forschungsarbeit eingebunden.

Aktuelle Schwerpunkte liegen

auf den Forschungsfeldern Asymetrische

Start-Up Kooperation,

Dynamische Netzwerke am Beispiel

Global Disaster Management und

Entrepreneurship Education in

Europa.

prozesse oder einfach gute Projekte

und Konzepte entstehen im Netzwerk.

Ob in Qualifizierung, Gründungsförderung

oder Forschung – es geht um die

zukünftigen Modelle erfolgreicher

Zusammenarbeit.

Deshalb werden nationale und internationale

Partnerschaften am SCE groß

geschrieben, sei es zu Hochschulen,

Unternehmen oder Institutionen.

Besonders wichtig ist dem SCE dabei

die Zusammenarbeit mit den Gründerzentren

der großen Münchner Hochschulen

(4Entrepreneurship) und in der

Münchner Gründerszene.

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Unser Stifter

Falk F. Strascheg ist einer der erfahrensten und erfolgreichsten

Venture Capitalisten in Deutschland und

Europa. Er ist Gründungsgesellschafter der EXTOREL

Private Equity Advisers, einer führenden Venture

Capital Gesellschaft.

1971 hob Falk F. Strascheg in München die Laser-Optronic

aus der Taufe. Nachdem er die Gesellschaft innerhalb

von zehn Jahren zum führenden europäischen

Hersteller von Lasern und Laser-Systemen entwickelt

hatte, verkaufte er sein Unternehmen erfolgreich an

den Weltmarktführer Coherent Inc., Palo Alto, Kalifornien.

Darauf gründete er 1987 die TECHNOLOGIEHOLDING

und machte sie binnen weniger Jahre zur führenden

Venture Capital Gesellschaft in Deutschland sowie im

deutschsprachigen Raum. Zahlreiche innovative High-

Tech-Unternehmen wurden von der

TECHNOLOGIEHOLDING als Lead-Investor finanziert.

Ende Dezember 2000 verkaufte er die Holding an die 3i

Group plc. Bis dahin waren von den 156 eingegangenen

Early-Stage-Beteiligungen 13 junge Unternehmen

an internationalen Wachstumsbörsen notiert und 31

Unternehmen waren veräußert.

Falk F. Strascheg hat zahlreiche Aufsichts- und Beiratsmandate

in verschiedenen internationalen Technologieunternehmen.

Im Jahr 1998 war er Präsident des europäischen

Branchendachverbandes European Private

Equity & Venture Capital Association (EVCA).

Strascheg Award -

Ideenwettbewerb der

Hochschule München

Der Strascheg Award ist der Ideenwettbewerb der Hochschule

München und wird in drei Kategorien für innovative

Geschäftsideen vergeben. Bewerben können sich

Ideen, Projekte und wissenschaftliche Arbeiten, die mit

unternehmerischer Motivation vorangetrieben werden.

Ausschlaggebende Kriterien bei der Preisvergabe sind der

Innovationsgrad, das Marktpotential und die Umsetzungsaussichten

der Idee. Der Award ist mit einem Preisgeld

von insgesamt 30.000 € dotiert. In jeder der drei Kategorien

erhalten die erst- bis drittplatzierte Idee 5000, 3000

und 2000 €. Außerdem können alle Gewinnerprojekte die

6-monatige kostenlose Unterstützung und Beratungsleistung

der SCE Gründungsförderung zur nachhaltigen Realisierung

des Projekts in Anspruch nehmen. Alle TeilnehmerInnen

erhalten ein persönliches Beratungsgespräch und

qualifiziertes Feedback zu ihrer Geschäftsidee.

Studierende, Alumni, ProfessorInnen, Lehrbeauftragte,

wissenschaftliche MitarbeiterInnen und Angestellte der

Hochschule München können Geschäftsideen für den

Strascheg Award einreichen.

Zudem können sich Studierende und Alumni anderer

Hochschulen für den Preis bewerben, die an Qualifizierungsprogrammen

und -veranstaltungen des SCE

teilgenommen haben. Die Bewerbung ist online möglich.

Prämiert werden in Kategorie 1 die drei besten Geschäftsideen,

die im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der

Hochschule München oder am SCE entstanden sind. In

Kategorie 2 gewinnen die drei besten unternehmerischen

Ideen von Studierenden und/oder Alumni, unabhängig

wo und wie die Idee entstanden ist. Und zuletzt werden in

Kategorie 3 die drei besten unternehmerischen Ideen mit

wissenschaftlichem Hintergrund von MitarbeiterInnen der

Hochschule München ausgezeichnet.

Die Geschäftsideen werden von einer Fach-Jury bestehend

aus Entrepreneurship-ExpertInnen von SCE/Hochschule

München und von externen PartnerInnen

bewertet.

Gestiftet wird der Strascheg Award von der Renate und

Falk Strascheg Stiftung.

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Qualifizierung

QUALIFIZIERUNG

Die SCE-Qualifizierungsprogramme

sind team- und praxisorientiert,

interdisziplinär ausgerichtet, onund

offline und erfordern volles

Engagement der Teilnehmenden.

Das Angebot reicht von curricularen

Seminaren und Vorlesungen bis zu

‘Real Projects’, die in verschiedenste

Studiengänge integriert sind.

Und von internationalen Schools

und Workshops bis hin zur einjährigen

APE-Zusatzausbildung.

Darüber hinaus können Studierende

bei Netzwerkveranstaltungen und

Ringvorlesungen wie “Unternehmer

live erleben” und „Gesellschaftliche

Innovationen“ interessante Gründer

erleben und kennen lernen.

www.sce.de

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Qualifizierung

Real Projects Seminare

Real Projects ist ein Lehrformat, das unternehmerisches

Denken und Handeln durch interdisziplinäre

Praxisprojekte vermittelt. Die Projekte können sowohl

Produkt- als auch Serviceideen beinhalten und auf

monetären oder gesellschaftlichen Gewinn zielen.

Voraussetzung sind Innovationspotenzial und Praxisrelevanz.

ProfessorInnen aus den Fachbereichen Technik,

Wirtschaft, Sozialwissenschaften und Design führen

die Teams innerhalb eines Semesters zu umsetzbaren

Ergebnissen. Neben den betreuenden ProfessorInnen

und dem Projektgeber steht den Studierenden-Teams

ein Entrepreneurship-Coach des SCE zur Seite.

Im Jahr 2014 haben ca. 1050 Studierende an Real Project

Seminaren teilgenommen. Rund 26 Dozenten haben

die Lehrveranstaltungen durchgeführt. Die Themen

waren dabei sehr vielfältig, u.a. #Rethinking Education,

Nachhaltigkeit im Dienstleistungsmanagement, Task

Unification, innovative Tourismusgeschäftsmodelle,

kreative Lernumgebungen, BigData & Business Analytics.

Exemplarisch für die Seminare im Jahr 2014

werden im Folgenden ein semesterbegleitendes Seminar

und eine Blockveranstaltung vorgestellt.

Idea- to- Solution (I2S)

Das interdisziplinäre Projektseminar Idea-to-Solution

(I2S) nahm sich im Wintersemester 2014/2015 des

Themas Task Unification an. Die Studierenden suchten

für verschiedene Herausforderungen neue und innovative

Lösungen, die aus bestehenden Produkten und

Dienstleistungen hervorgingen oder Erweiterungen

darstellten. Die interdisziplinären Teams brachten

Kompetenzen aus den Bereichen Maschinenbau,

Design und Betriebswirtschaftslehre zusammen. Sie

entwickelten faszinierende Konzepte und Prototypen

wie z.B. den Easy Iron mit der Funktion eines Küchentisches,

unter dessen Tischplatte sich ein ausziehbarer

Wäscheständer und ein eingebautes Bügelbrett befinden.

Die Wäsche kann unter dem Tisch weiter trocknen,

ohne dabei im Raum zu stören. Die Tischplatte steht

an den Stirnseiten über, sodass auch bei hängender

Wäsche ein Sitzen am Tisch möglich ist. Ein anderes

Team entwickelte einen Prototyp mit dem Namen

„Paketboss“, eine Art Briefkasten, mit dem sich Pakete

auf sichere und praktische Art und Weise empfangen

lassen, ohne dabei anwesend sein zu müssen.

Social-X-Factor

Die Mischung aus interdisziplinären Studierenden-

Teams, gesellschaftsrelevanter Problemstellung und

ergebnisoffenen, innovativen Lösungsansätzen samt

Realisierung, zeichnen das einzigartige Real Projects-

Blockseminar „Social-X-Factor“ aus. Im Jahr 2014

entwickelten binnen einer Woche über 50 Studierende

zu dem Thema „Getting in Touch“ Konzepte und setzten

diese als Prototyp um. Studierende aus den Fakultäten

Betriebswirtschaft, angewandte Sozialwissenschaften

und Design nahmen daran teil.

Das Team “Foxies” mit ihrem Projekt „Entdecke das

Münchner Kindl in Dir“ regte beispielsweise die

Fahrgäste des Münchner Nahverkehrs durch Plakate

dazu an, sich an den Bushaltestellen sportlich und

kreativ zu betätigen. Die Bushaltestellen wurden mit

Spielanleitungen und Straßenkreide für Hüpfspiele

und individuelle kreative Bodengemälde ausgestattet.

Das Projekt fand regen Anklang und die wartenden

Fahrgäste kamen in Kontakt miteinandern. Das Monopol-Kino

bot für die Abschlusspräsentation eine tolle

Kulisse.

Unterstützung durch die Zeidler-

Forschungs-Stiftung

Die Innovationskraft eines Landes und dessen

Wirtschaft hängen wesentlich von Wissen, Bildung

und technischem Fortschritt ab. Das Ziel der Zeidler-

Forschungs-Stiftung ist daher die Förderung von

Wissenschaft und Forschung als Grundvoraussetzung

für eine nachhaltige internationale Wettbewerbs- und

Zukunftsfähigkeit unseres Landes. In diesem Bewusstsein

und mit Mut zu Innovationen hat Gerhard

Zeidler als Industriepionier der frühen 50er Jahre sein

Unternehmen von Anfang an ausgerichtet und damit

den Grundstein für einen international erfolgreiches

Unternehmen gelegt. Seine Vision führt die Zeidler-

Forschungs-Stiftung fort, indem sie ihren Schwerpunkt

auf die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf

den Gebieten der Natur- und Ingenieurwissenschaften

legt. Darüber hinaus engagiert sich die Stiftung in den

Bereichen Bildung, Gesundheit und Naturschutz.

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Qualifizierung

Academic Program

for Entrepreneurship (APE)

Ringvorlesung Gesellschaftliche

Innovation

Das Academic Program for Entrepreneurship (APE) ist

eine herausfordernde Zusatzausbildung, die im Laufe

von zwei Semestern auf eine spätere Karriere als

Entrepreneur oder Intrapreneur vorbereitet. Inhalte von

APE sind der Innovationsprozess, Persönlichkeitsentwicklung

und Kreativitätstechniken. Das Programm

vermittelt die wesentlichen Schlüsselkompetenzen für

unternehmerisches Denken und Handeln.

Im ersten Semester lernen die TeilnehmerInnen

vielfältige Methoden und Tools aus den Bereichen

Entrepreneurship, Design Thinking und Lean Startup

und wenden sie auf ein konkretes Projekt an. Dieses

Projekt wird in interdisziplinären Teams bearbeitet.

Theoretischem Lernen folgt somit immer die praktische

Anwendung. Im zweiten Semester arbeiten die TeilnehmerInnen

wahlweise entweder in interdisziplinären

Teams an innovativen Lösungen für Problemstellungen

von Unternehmenspartnern (Intrapreneurship Track)

oder entwickeln ihre eigene Geschäftsidee bis zur Unternehmensgründung

weiter (Entrepreneurship Track).

Die Aufgabenstellung im ersten Semester des APE-Jahrgang

2014/2015 lautete: „Erschafft ein erfolgreiches

Produkt, welches mindestens eine Funktion zu Hause

automatisiert und ein von euch identifiziertes Bedürfnis

befriedigt. Der funktionsfähige Prototyp soll mit Open

Hardware Komponenten (Arduino) hergestellt werden.“

Jedes Team stand mit anderen kreativen Ideen und

Eigenproduktionen bei den Abschlusspräsentationen

vor dem Publikum. Selbst erstellte Prototypen dienten

als Anschauungsobjekte für die verschiedenartigsten

Innovationen. Beispielsweise wurde eine App entwickelt,

mit der sich die Stromzufuhr für einzelne Steckdosen

auf einer Steckleiste regulieren lässt. Eine andere

Gruppe stellte ihr Konzept vor, bei dem Dank wearables

und einer App, der Weg zur Erfüllung des Kinderwunsches

bei Paaren erleichtert wird. Das Handwerkszeug

haben alle APEs gelernt, im zweiten Semester gilt es,

diese in ihren Einzelprojekten einzusetzen.

Auch in diesem Jahr gewährten in der Ringvorlesung

“Gesellschaftliche Innovation“ anerkannte Persönlichkeiten

aus verschiedenen Bereichen einen Blick auf

ihre Ansätze und Innovationen, mit denen sie einen

gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Die Veranstaltung

soll dazu beitragen, gesellschaftliche Innovationen

zu verstehen, Handlungsbedarf zu erkennen und Einblick

in die Vielfalt an Möglichkeiten zu erhalten.

Die Ringvorlesung “Gesellschaftliche Innovation” wird

durch das Netzwerk Gesellschaftliche Innovation

ausgerichtet. Das Netzwerk Gesellschaftliche Innovation

wurde im Sommer 2009 auf Initiative des Strascheg

Center for Entrepreneurship, der Hochschule München

und des Studiengangs Management Sozialer Innovationen

an der Fakultät für Sozialwissenschaften mit der

BMW Stiftung Herbert Quandt gegründet. Die folgenden

Persönlichkeiten haben 2014 an der Hochschule

München ihre Ideen vorgestellt und geteilt:

· Mortimer von Plettenberg, Mitgründer und Ge

schäftsührer, Teach First Deutschland ●

· Sylvia Schoske, Leitende Direktorin, Staatliches

Museum Ägyptischer Kunst München ●

· Uwe Amrhein, Leiter Generali Zukunftsfonds ●

· Aaron Hurst, CEO, Imperative; Founder, The Taproot

Foundation; Autor von „The Purpose Economy“ ●

· Jeff Larson, Data Editor, ProPublica; Gewinner des

Livingston Award 2011 ●

· Benjamin Adrion, Gründer und Geschäftsführer, Viva

con Agua de Sankt Pauli e.V.

· Rolf Kreibich, Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer,

Sekretariat für Zukunftsforschung,

Freie Universität Berlin; Mitglied des World Future

Council

· Andreas M. Rickert, Vorstandsvorsitzender PHINEO

gemeinnützige AG

· Siegbert Schefke, Fernsehjournalist, MDR, Leipzig;

ehem. Bürgerrechtler

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Qualifizierung

Unternehmer live erleben

Innovation Club

SCE Entrepreneurs live erleben

Bei der öffentlichen Veranstaltungsreihe „Unternehmer

live erleben“ lädt das SCE Unternehmerpersönlichkeiten

zum Vortrag mit anschließender Diskussion ein.

Die Gäste können hinter die Fassade von oft charismatischen

und agilen Gründerpersönlichkeiten blicken.

Den Auftakt im Jahr 2014 machte Walter Gunz unter

dem Motto „Ich war doch nicht blöd!“. Walter Gunz

ist einer der Gründer von Media Markt. Seit seinem

überraschenden Ausstieg aus dem Milliardenimperium

Anfang 2000 berät Walter Gunz unter anderem

Start-ups. Vor einem bis auf den letzten Platz besetzten

Saal begann Gunz seinen Vortrag, der sehr schnell zu

einem angeregten Dialog mit dem Publikum wurde.

Walter Gunz begeisterte das junge Publikum mit seinen

unternehmerischen Erfahrungen und wertvollen Tipps,

wie man Erfolg, Fehler und Misserfolg definiert und wie

man mit ihnen umgehen sollte. Dem Vortrag schlossen

sich viele Einzelgespräche der Teilnehmer mit Walter

Gunz bis in den späten Abend an.

Bei der darauffolgenden Veranstaltung war der „König

von Burladingen“ zu Gast: Wolfgang Grupp, Inhaber der

Firma Trigema und medienpräsenter Unternehmer. Im

Jahr 1972 im Alter von 30 Jahren übernahm Wolfgang

Grupp das Unternehmen seines Großvaters in einer

wirtschaftlich äußerst schwierigen Situation. Es gelang

ihm nicht nur, das Unternehmen binnen weniger Jahre

erfolgreich zu sanieren, vielmehr entwickelte sich

Trigema auch zu Deutschlands größtem Hersteller

von Sport- und Freizeitbekleidung. Humorig merkte

Grupp an, dass dies aber gar nichts bedeute, wenn man

bedenkt, dass es inzwischen keine anderen Hersteller

mehr gibt in Deutschland.

Unter dem Motto „Health, Food & Lifestyle“ präsentierte

David Baumgartner, der Gründer der Restaurantkette

„dean&david“, seine Erfolgsgeschichte. Auf einer

Weltreise nach dem Studium lernte er eine ganz andere

Art der Gastronomie als hierzulande kennen wie z.B.

die Straßenküchen in Kuala Lumpur. Da war die Idee

für sein Konzept geboren. 2007 eröffnete der Jungunternehmer

in München sein erstes Schnellrestaurant

für gesunde Küche. Heute gibt es 45 Läden.

Im Herbst 2015 dürfen Sie auf Joachim Schoss, Gründer

von Scout24 und MyHandycap, und seine beeindruckende

Lebensgeschichte gespannt sein.

Weitere Informationen zu aktuellen Veranstaltungen

und bisherigen Gästen unter

www.sce.de/unternehmer-live

Am 29. Oktober 2014 gründeten Studierende der Hochschule

München den Innovation Club in der Steelcase

Creative Hall am SCE. Zu der Clubgründung waren über

70 Studierende aus fast allen Fakultäten gekommen.

Der Innovation Club ist ein studentischer Club in dem

kreative und unternehmerische Ideen entfaltet und

kreiert werden. Er fördert den interfakultären Austausch

und wird unterstützt von allen 14 Fakultäten und

dem SCE. Der Club ist studentisch selbstverwaltet und

trifft sich einmal im Monat in einem eigenen Clubraum.

Die Studierenden widmen sich in Projektteams Themen

wie der Erstellung einer Mitgründer Matching Plattform

oder der Organisation von Veranstaltungen wie eines

Startup Weekends, eines Hackathons und einer Startup

Stellenbörse.

Im Rahmen der Veranstaltung “SCE Entrepreneurs live

erleben“ kehren erfolgreiche Start-ups aus dem SCE

ans SCE zurück und berichten über ihren Gründungsweg

zur Inspiration zukünftiger Gründer und

Gründerinnen.

Den Auftakt für die neue Veranstaltungsreihe machte

das Jungunternehmen „Freeletics“, das von Juni 2012

bis Juli 2013 durch das SCE gefördert wurde. Freeletics

wurde von Andrej Matijczak, Mehmet Yilmaz und

Joshua Cornelius geründet. Als Dauergast unter den

beliebtesten Apps in Appstore und Google Play ist Freeletics

wie kaum ein anderes Münchner Unternehmen

zum erfolgreichen digitalen Trendsetter im wahrsten

Sinne des Wortes avanciert. Freeletics ermöglicht es,

sein phyisches und mentales Potential zu entfalten. Die

Sport Apps und Webservices von Freeletics werden

von mehr als 7 Millionen Usern (Stand Juli 2015)

weltweit genutzt.

Die Gründer überzeugten auf der Bühne durch ihre

lockere, authentische Art und beantwortetem dem

begeisterten Publikum zahlreiche Fragen.

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Gründungsförderung

High-oder Low-Tech...

Dienstleistung oder Produkt..

Hard-oder Software?

...Für uns

entscheidet

Engagement

und

Neuheitsgrad

GRÜNDUNGS-

FÖRDERUNG

Die Gründungsförderung unterstützt

alle, die ihr eigenes unternehmerisches

Projekt vorantreiben wollen.

Produkt oder Dienstleistung, High

oder Low-Tech, Soft- oder Hardware.

Entscheidend für uns ist der Neuheitsgrad

und Ihr persönliches

Engagement.

Der Prozess von der Idee zum

Markt wird gemeinsam analysiert

und entwickelt, ein breites Netzwerk

von Experten zur Klärung spezieller

Fragen steht bereit. Neben der für

jeden zugänglichen Gründungsberatung

besteht auch ein professionalisiertes

Förderprogramm für

eine Anzahl von intensiv betreuten

Gründerteams im Rahmen der SCE

Start-Up-League. Diese Teams

werden mit Coaching, Räumlichkeiten

und Sachmitteln gefördert.

www.sce.de

www.sce.de


Gründungsförderung

Gründungsberatung und

Start -up -League

In der Gründungsberatung am SCE wurden im Jahr

2014 insgesamt 200 Erstberatungen gezählt. Die

Gründungsberatung steht allen Studierenden, Alumni,

MitarbeiterInnen und ProfessorInnen der Hochschule

München sowie externen Innovatoren kostenlos zur

Verfügung. Mit unserer Erfahrung unterstützen wir

bei der Abschätzung des innovativen Potenzials von

Ideen und Unternehmensgründung. In individuellen

Beratungsgesprächen wird jedes Vorhaben gemeinsam

analysiert, Hilfestellungen gegeben und der Entwicklungsweg

begleitet. Wir unterstützen bei der Analyse

der möglichen Anwendungsgebiete der Idee und bei

der Entwicklung eines passenden Produkt- und Marketingkonzepts

auf dem Weg zum Markteintritt. Vertraulichkeit

ist bei der Gründungsberatung des SCE selbstverständlich

garantiert.

Neben unserer Gründungsberatung können Teams im

Rahmen des Proto-Förderprogramms intensiver

gecoacht und in die Start-up-League aufgenommen

werden. In dieser wurden 2014 insgesamt 25 Gründungsteams

intensiv begleitet. Für Teams stehen auch

Projektbudget (z.B. für Prototypbau, Patente, Zertifizierungen),

Räumlichkeiten und Zugang zur Infrastruktur

der Hochschule München zur Verfügung.

Als eine der wenigen Hochschulen in Bayern bzw. in

Deutschland verfügt die Hochschule München und das

SCE über ein eigenes Start-up Gründungszentrum. Der

Inkubator erstreckt sich aktuell über mehr als 700 m 2 .

Das Proto-Förderprogramm umfasst in der Regel

sechs Monate. Während der Förderzeit können neben

Beratung auch Weiterbildungsangebote in Anspruch

genommen. Daneben geben wir Hilfestellung bei der

Fortführung des Projekts nach der Förderzeit (z.B.

Beantragung öffentlicher Fördermittel). Alle Leistungen

werden kostenlos angeboten. Das Programm wird

durch staatliche Fördermittel des Bundesministeriums

für Wirtschaft und Technologie und durch das SCE, das

durch die Stiftung von Falk F. Strascheg getragen wird,

unterstützt.

Innovations-Café

Das monatliche Innovations-Café ist eine Veranstaltung

der SCE Gründungsförderung. Es bringt unternehmungslustige

Studierende, Alumni und Menschen, die

sich gerade in der Gründungsphase befinden, untereinander

und mit Experten ins Gespräch. Bei Snacks

und Getränken widmet sich das Innovations-Café

einem ausgewählten Thema. Experten referieren

zu ihrem Fachgebiet und beantworten Fragen in der

anschließenden Diskussion. Zudem können Gäste ihre

eigenen Ideen pitchen.

Auch im Jahr 2014 waren die Themen wieder sehr

vielfältig. So gab es beispielsweise einen Abend zu dem

Thema „Finanzierungsoptionen für Start-ups“. Auf dem

Podium diskutierten Vertreter von EXTOREL, Venturate,

des High-Tech Gründerfonds, von Bayern Kapital und

der BayBG. Auf sehr motivierende und begeisternde Art

sprach Jess Erickson, Gründerin der Geekettes, über

das Thema „Frauen in Technologiegründungen“ im

Innovations-Cafe. Die Geekettes bieten weltweit

Frauen in der Tech-Branche die Möglichkeit, sich untereinander

zu vernetzen und auszutauschen.

Ein besonderes Highlight war ebenfalls das Innovations-Café,

bei dem durch das SCE geförderte Start-ups

über ihre Gründungsgeschichten sprachen. Mit dabei

waren die Gründer Christian Doberschütz (Fotovio),

Andrej Matijczak, Joshua Cornelius, Mehmet Yilmaz

(Freeletics) und Tim Huonker (Snow & Alps).

Die Veranstaltungsreihe präsentierte sich darüber hinaus

unter abwechslungsreichen Themen wie

„Rechtsformwahl für Start-Ups“, „Erlebnis Verkaufen -

Verkaufen (er)leben“, „Patente“, „Innovativen

Vergütungssystemen“ und „International Entrepreneurship“.

Ein besonderes Highlight war zu Beginn des Jahres

das Innovations-Café im Restaurant „The Caribbean

Embassy“. In Zusammenarbeit mit „Inspiring Female

Founders“ referierten mehrere Münchner Gründerinnen

und erfolgreiche Frauen aus der Industrie zum

Thema “Lifestyle meets Technology”.

Die aktuellen Veranstaltungsthemen finden Sie unter

www.sce.de/innovations-cafe

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Gründungsförderung

Snow & Alps, Betreiber des größten

Buchungssystems für Ski Extras und

Outdooraktivitäten in den Alpen

erhält eine Finanzierung von knapp

einer Million Euro durch den Bonner

High Tech Gründerfonds sowie den

Altinvestor Falk Strascheg (EX-

TOREL). Die Investition wird dafür

eingesetzt, das schnelle Wachstum

des Unternehmens weiter zu

intensivieren und neue Märkte zu

erschließen.

NEWS

UND

ERFOLGE

von aktuellen

Teams und

Alumni

Die QSC AG, führender ITK-

Anbieter für den Mittelstand in

Deutschland, übernimmt 51 Prozent

der Anteile an der FTAPI Software

GmbH, einem Spezialisten für

verschlüsselten Datenaustausch

zwischen Geschäftskunden.

My Dear Instruments bietet

deutschsprachigen und

persönlichen Musikunterricht im

Webformat.

Das Jungunternehmen Pizza Innovazione

liefert die ofenfrischste

Pizza Münchens. Das Erfolgsrezept:

Die Pizza wird erst während der

Fahrt zum Kunden gebacken.

Grundlage der innovativen Geschäftsidee

bildet ein zum Pizza -

Truck umgerüstetes ehemaliges

Postauto.

Holidu vergleicht mehr als 700.000

Ferienwohnungen von Anbietern

wie HomeAway, Housetrip und

Tripadvisor.

Gelauncht im Mai 2014, ist Holidu

schon jetzt eine der größten Ferienwohnungssuchseiten

weltweit.

MAI

Die Plattform Talent City ist ein

Online Marktplatz für Dienstleistungen

bzw. Talente „von jedem für

jeden“. Hier kann man durch die

verschiedenen Kategorien von

Talenten stöbern oder diese selbst

anbieten.

JANUAR

Snow & Alps

gewinnt neue Investoren

FAZUA schließt Finanzierungsrunde

erfolgreich ab. High-Tech

Gründerfonds (HTGF), Bayern

Kapital und ein Business Angel

investieren in die Serienentwicklung

des austauschbaren, leichten

und optisch attraktiven E Bike

Antriebs der nächsten Generation

„evation“.

MÄRZ

QSC AG übernimmt Verschlüsselungs-Spezialisten

FTAPI

Deutscher Musikunterricht aus

dem Web – My Dear

Instruments ist online

APRIL

Münchens erster Pizza

Food Truck geht an

den Markt

Ferienwohnungs-

Suchmaschine Holidu

geht online

JUNI

Nachbarschaftshilfe 2.0:

“Talent City” launcht

Portal

FEBRUAR

High-

Investment

für FAZUA

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Gründungsförderung

Jahresziel von fotovio war es, bis

Ende 2014 eine Millionen fotovio-

Sticker, mit denen sich persönliche

Videobotschaften verschicken

lassen, auf dem deutschen Markt

gebracht zu haben. Ende Juli ist

dieses Ziel schon fast erreicht,

denn 820.000 Sticker wurden

bereits vertrieben. Zudem erhält

fotovio Großaufträge von DHL und

Cineplex. Die Sticker werden in

die Weihnachtsedition der DHL-

Pluspäckchen und der Cineplex

Gutscheindosen eingelegt.

JULI

Fotovio erhält Großauftrag

von DHL und

Cineplex

NEWS

UND

ERFOLGE

von aktuellen

Teams und

Alumni

Freeletics überarbeitet die Workout

App. Ein neuer Algorithmus ermöglicht

es den Athleten, ihren Trainingsplan

noch genauer an die eigenen

Bedürfnisse anzupassen, bei denen

man nach dem Prinzipien des High

Intensity ausschließlich mit dem

eigenen Körpergewicht trainiert. Im

Mai konnte das SCE Alumni Startup

Freeletics bereits die Marke von

einer Million registrierten Nutzern

weltweit knacken.

AUGUST

Adnymics gewinnt beim “Gründerwettbewerb

IKT Innovativ” der Internationalen

Funkausstellung (IFA)

in Berlin. Unter 290 Bewerbern setzt

sich Adnymics mit seinem CRM-

System zur intelligenten und individuell

auf den Kunden zugeschnittenen

Paketwerbung durch.

SEPTEMBER

Adnymics gewinnt bei

Gründerwettbewerb

der Internationalen

Funkausstellung IFA

Das Onlineportal nearBees bringt

Bienenhalter und Honigkäufer auf

bequeme Weise zusammen. Dank

einem neuartigen Verpackungskonzept

bekommen Kunden den

“Honig von Nebenan” direkt vom

Imker in ihren Briefkasten

geliefert.

OKTOBER

Release der

Onlineplattform

nearBees

Die App von Addrezzed ermöglicht

es dem Nutzer seine Kontaktdetails

auf persönlichen digitalen Kontaktkarten

zu speichern. Anschließend

kann er diese mit anderen Personen

durch ein Wischen auf dem Smartphone

Display austauschen.

NOVEMBER

Addrezzed lite App

veröffentlicht

Bei Kulinado bestellen Mitarbeiter

in Unternehmen ohne

eigene Kantine gesundes Mittagessen

aus biozertifizierter Fertigung.

Gekocht wird in Restaurants in der

unmittelbaren Umgebung. Bestellt

wird individuell durch die Mitarbeiter

anhand von Wochenspeiseplänen.

DEZEMBER

Kulinado startet erfolgreich

mit gesunder

Liefergastronomie und

Bio Zertifizierung

Update für Freeletics App:

Neue Features und

Übungen für einen

athletischen Lebensstil

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Forschung

Forschung ist gut,

VERWERTUNG IST BESSER...

FORSCHUNG

Am SCE wird angewandte Forschung

in den Feldern Innovationsmanagement

und Entrepreneurship vorangetrieben.

Die Forschungsergebnisse

finden direkten Eingang in die

Entrepreneurship-Ausbildung und

Gründungsförderung des Cen-ters.

Themenbezogene Abschluss-arbeiten

und Promotionsarbeiten werden

am Institut angeboten und betreut.

Zusammen mit der Hoch-schule

München ist das SCE Mitglied in

regionalen, nationalen und europäischen

Forschungsnetzwerken.

Partner und Unternehmen werden

nach Wunsch in die Forschungsarbeit

eingebunden. Aktuelle

Schwerpunkte liegen auf den

Forschungsfeldern Asymetrische

Start-Up Kooperation, Dynamische

Netzwerke am Beispiel Global Disaster

Management und Entrepreneurship

Education in Europa.

www.sce.de

www.sce.de


Forschung

EU-XCEL - Europäische Entrepreneure

virtuell ausbilden

ASTEE - Evaluierung von Entrepreneurship

Education

Ende 2014 haben eine Reihe führender Hochschulen

und Inkubatoren den ‘European Virtual Accelerator’

ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist die Förderung

der Entrepreneurship-Ausbildung mit Fokus auf

die Informations- und Kommunikationstechnologie und

die Bildung von ‘Inkubator-reifen’ Gründerteams. Eine

besonders wichtige Komponente des Programms ist

die Internationalisierung von Entrepreneurship für eine

paneuropäische Gründungskultur, die gemeinsame

multinationale Unternehmen hervorbringt. Die erste

Veranstaltung zur Bildung von Gründerteams fand im

Juni 2015 an der Hochschule München am SCE statt.

Insgesamt 300 Teilnehmer arbeiten in internationalen

Teams an ihren Gründungsideen und nehmen an einem

fünfmonatigen Intensiv-Programm teil. Das EU-XCEL

Programm beinhaltet dabei:

• die Teilnahme an einem einwöchigen sog. “Start-up-

Scrum” in Irland, Deutschland, Spanien, Griechenland,

Polen oder Dänemark

• Zugang zu einem maßgeschneiderten virtuellen

Accelerator mit Online-Mentoring zur kontinuierlichen

Unterstützung und Coaching der Teams

• die Möglichkeit für die besten Ideen bei der EU-XCEL

Challenge vor führenden europäischen Venture

Capitalists, Angel Investors und erfolgreichen Tech

Entrepreneurs zu pitchen.

EU-XCEL ist ein EU-finanziertes Projekt im Rahmen des

Horizont 2020 Programms für Forschung und Innovation

und Teil der Startup Europa Initiative. Das Projekt wird

koordiniert vom University College Cork, Irland. Weitere

Projektpartner sind neben SCE/Hochschule München

die folgenden: InQbator/Poznan Science & Technology

Park (PNTP), DTU Skylab/Technical University of Denmark,

Athens University of Economics and Business

(AUEB), und der Cloud Incubator Hub/Unversity Politécnica

de Cartagena (UPCT).

Mehr Informationen: www.euxcel.eu

Entrepreneurship- Ausbildung wird in Europa als

zentraler Treiber zur Förderung unternehmerischen

Denkens und Handelns auf Ebene des Individuums und

zur Stärkung der Innovationskraft auf regionaler und

nationaler Ebene gesehen. Während die Entrepreneurship

-Ausbildung an Hochschulen bereits seit den

1990er Jahren Verbreitung findet, rückt die Thematik

nun auch bei Schulen stärker in den Blickpunkt.

Ob die unterschiedlichen Formen der Entrepreneurship

-Lehre aber tatsächlich einen nachhaltig

positiven Einfluss auf individuelle Entwicklung und

unternehmerische Neigung des Einzelnen haben, ist

vielfach unklar: Es fehlt an standardisierten Instrumenten

zur Messung. Ein Nachweis der Wirksamkeit ist

besonders erstrebenswert angesichts der Vielfalt der in

ganz Europa durchgeführten Formate.

Das EU -Forschungsprojekt ASTEE (Assessment Tools

and Indicators for Entrepreneurship Education) verfolgte

deshalb das Ziel, ein einheitliches Instrumentarium

zu entwickeln, um die Qualität der unternehmerischen

Ausbildung an Schulen und Hochschulen zu

messen. Im Mittelpunkt standen der Vergleich von

Entrepreneurship- Inhalten in den Lehrplänen europäischer

Schulen und die Wahrnehmung von Entrepreneurship

aus der Schülerperspektive. In drei Kohorten

wurden dazu über verschiedene Ausbildungsstufen

hinweg (6. Klasse/10. Klasse/Studium) Daten erhoben.

Die Fragen der ASTEE Tools bezogen sich auf den

demographischen Hintergrund der Befragten, auf

unternehmerische Kompetenzen, aber auch auf die

weitere Ausbildung und die zukünftige Karriere.

Die Hochschule München gehörte zur Gruppe beteiligter

Hochschulen unter der Leitung von Prof.

Alain Fayolle, Université de Lyon. Neben der Hochschule

München waren Partner aus Belgien, Portugal,

Dänemark, Kroatien und Irland beteiligt. Die Datenerhebung

wurde dezentral in den jeweiligen Städten

der Hochschulpartner in interdisziplinären Teams

durchgeführt. Im Juni 2014 wurde das finale Instrumentarium

auf der ICSB in Dublin vorgestellt. Das

Forschungsprojekt hatte eine Laufzeit von 18 Monaten.

Mehr Informationen auf der ASTEE Projektwebseite

asteeproject.eu

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Forschung

Am SCE werden Abschlussarbeiten

(Bachelor und Master)

der Studierenden der Hochschule

München und der FOM

betreut.

Themen finden Sie hier:

www.sce.de/bachelormaster

Projekt „Innovationsnetzwerke im

Disaster Management”

Tsunamis, Erdbeben, Hurricanes – und mitten in der

Verwüstung die HelferInnen: Geht es um Disaster

Management liegt der Fokus nicht nur in den Medien,

sondern auch in der Forschung bislang stark auf der

ersten Phase der Hilfseinsätze. Anders am SCE: Hier

beschäftigt sich das Forschungsprojekt »Innovation

Networks in Disaster Management« mit der Frage, wie

eine gute Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure

in dynamischen Netzwerken funktioniert und lokal

nachhaltige Ergebnisse erbringt. Die Kollaboration

unterschiedlicher Akteure wird am Beispiel des Tsunami

2004 in Südindien rekonstruiert. Das Forschungsprojekt

wird von der Hella-Langer-Stiftung unterstützt.

Für die Praxis wird ein Matching-Tool für globale und

lokale Partner in humanitären Einsätzen entwickelt: Die

Doktorandengruppe NITIM (Network on Information,

Technologyand Innovation Management) erhielt mit

dem SCE-Thema »Collaboration in Crisis Management«

die EU-Förderung zur Marie Curie Graduate School und

versammelte zwölf europäische DoktorandInnen im

Juni 2014 zu einer Summer School in Bergamo.

Projekt „INNOSTART”

Am 25. September 2014 fand im Rahmen des Smart

Factory Innovation Forum der offizielle INNOSTART

Abschluss statt. INNOSTART war ein Forschungsprojekt,

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und

Forschung, das in Zusammenarbeit mit Partnern aus

der Industrie (u.a. BMW Group und Munich Network)

Kooperationen zwischen Start-ups und etablierten

Unternehmen untersuchte. Dabei wurde der Frage

nachgegangen, wie etablierte Unternehmen durch den

zielgerichteten Aufbau eines kompetenzorientierten

Innovationsnetzwerkes mit Start-ups ihre Innovationsfähigkeit

erhöhen können und dabei durch interorganisationale,

informationstechnische Arbeitssysteme

wirksam unterstützt werden können.

Ein systematischer Matching Prozess zur Reduktion

der bestehenden Asymmetrien zwischen Start-ups

und etablierten Firmen wurde gemeinsam mit externen

Innovationsintermediären entwickelt und umgesetzt.

Gerade für Innovationspartnerschaften mit langfristiger

Orientierung konnten erfolgreiche Start-ups identifiziert

und vermittelt werden.

Im Dezember 2014 verteidigte Dr. Thomas Holzmann

erfolgreich seine Doktorarbeit.

NITIM

Das SCE ist seit 2005 Gründungsmitglied der Graduate

School NITIM (Network on Information Technology and

Innovation Management). Als europäischer Forschungsverbund

bietet NITIM eine attraktive Basis für eine

internationale Hochschulkarriere im Bereich Technik,

Innovation und gesellschaftliche Entwicklung.

DoktorandInnen begegnen in der Forschungswerkstatt

ProfessorInnen interdisziplinärer Fachgebiete, die ihre

Forschungsprojekte diskutieren. Der Doktortitel kann

als externer Ph.D. an der Universität Leiden erworben

werden. Das regionale Ph.D. Kolloquium findet

monatlich in München statt, zweimal im Jahr werden

Summer-und Winter Schools an wechselnden europäischen

Hochschulen durchgeführt.

Im Juni 2014 hielt Christina Weber, Leiterin der SCE

Forschungsabteilung, einen Vortrag in der NITIM

Internationale Graduiertenschule in Bergamo, Italien.

Sie präsentierte die Akteur-Netzwerk-Theorie in Bezug

auf ihre Forschung über die rasche Entstehung und

dynamische Entwicklung von Akteursnetzwerken in

Katastrophenhilfe und Wiederaufbau.

(siehe auch S. 28)

Mehr Informationen: www.nitim.org

DBA

Eine ganz andere Möglichkeit zum Erwerb des Doktortitels

ist der “Doctor of Business Administration (DBA)”.

Der DBA ist ein anwendungsorientiertes, an den

Bedürfnissen von Industrie und Wirtschaft ausgerichtetes

Promotionsprogramm. Das Besondere: Der

DBA bietet mit seiner gestrafften und modularen wissenschaftlichen

Vorgehensweise voll berufstätigen

Menschen die Möglichkeit zur Promotion.

Das SCE zusammen mit der Hochschule München

bietet diese berufsbegleitende Promotion in enger

Kooperation mit der Edinburgh Napier Universität, dem

Waterford Institute of Technology (WIT) und mit der

Universität South Wales an. Im Wintersemester 2013/14

starteten die ersten drei Doktoranden mit ihrer Promotion

an der Edinburgh Napier Universität. Die Kooperation

mit WIT besteht seit dem Wintersemester 2014/15.

Derzeit absolvieren das Programm acht Promovierende.

Das Programm ist auf 3 bis 4 Jahre berufsbegleitend

angelegt, so dass der erste Jahrgang an

DBA Promovierenden am SCE 2016 abschließen wird.

Betreuende Professoren sind: Prof. Dr. Klaus Sailer

(SCE), Prof. Dr.Thomas Peisl (FK10), Prof. Dr. Christian

Greiner (FK07).

Seite 28

Seite 29


Forschung

Lange Nacht des Schreibens

In regelmässigen Abständen veranstaltet das SCE die

“Lange Nacht des Schreibens”. Ob Abschlussarbeit

oder eigener Roman, PR-Text oder Exzerpt, wer texten

will und konzentrierte Stille braucht, ist willkommen.

Die Nacht beginnt stets mit der professionellen

Schreibberatung von Dr. Andreas Belwe um 19:30 Uhr

und endet um Mitternacht. Das Ziel der langen Nacht

ist es, die eigenen Text strukturiert und professionell

weiter zu entwickeln, die eigene Schreibkompetenz zu

verbessern, Motivation aufzubauen, praktische Tipps zu

bekommen und umsetzen und last but not least Schreiben

ohne zu vereinsamen.

Neben entspanntem und konzentriertem Arbeiten unter

Gleichgesinnten in der Creative Hall umfasst unser

Angebot auch die professionelle Schreibberatung und

Support bei methodischen, strukturellen und organisatorischen

Fragen. So können die Gäste ihre MA-/BA-/

Seminar-Arbeiten und Dissertationen einem fundierten

Check-up unterziehen lassen und erhalten Unterstützung

für ihre realistische Planung.

Aktuelle Termine finden Sie unter www.sce.de/events

Forschungsprojekt

„Arbeitswelt 2030“

Das von der Adecco Stiftung geförderte Forschungsprojekt

“Arbeitswelt 2030” untersucht zukünftige

Herausforderungen und Chancen an der Schnittstelle

zwischen internen und externen Arbeitsmärkten.

In einer Vorstudie wurde zunächst erörtert, welche

Chancen und Herausforderungen sich bezogen auf sich

verändernde Arbeitsbedingungen in unserer Gesellschaft

zukünftig ergeben. Der Umgang mit existierenden

und zunehmenden beruflichen Leerzeiten wurde

dabei als relevantes Potential zur Nutzung gänzlich

neuer Konzepte identifiziert. Auf Grundlage der Ergebnisse

und mit dem Anspruch einer innovativen, effizienten

Nutzung von Leerzeiten wurden zwölf mögliche

Zukunftsszenarien in der Vorstudie skizziert.

Auf Basis der prognostizierten Anforderungen der

Arbeitswelt 2030 werden nun ausgewählte Zukunftsszenarien

ausgearbeitet und ein theoretisches Konzept

und ein Prototyp eines neuartigen Qualifizierungsprogramms

entwickelt.

Mehr Informationen unter www.sce.de/arbeitswelt2030

Bavaria Israel Partnership

Accelerator

Der „Bavaria Israel Partnership Accelerator“ unterstützt

internationale Innovationsvorhaben im Bereich

der Digitalisierung. In dem Accelerator entwickeln

Teams aus bayerischen und israelischen gründungsinteressierten

Studierenden und „Young Professionals“

mit technischem und wirtschaftlichen Hintergrund

maßgeschneiderte Lösungen für unternehmerische

Aufgabenstellungen in innovationsgetriebenen Geschäftsfeldern.

Das Programm ist offen für Firmen

aus Israel und Bayern, die innovative Ideen suchen.

Aufgabenstellungen liegen in innovationsgeleiteten

Bereichen, wie Industrie 4.0, Internet of things, Automotive/Smart

Mobility, Gesundheit/MedTech oder

IT-Sicherheit.

Das Acceleration-Programm wurde entworfen, um

höchsteffektive Teamarbeit mit Hilfe von virtuellem

Mentoring und Online Collaboration Tools zu ermöglichen.

Die Teams arbeiten anhand eines strukturierten

Innovations-Prozesses an maßgeschneiderten Lösungen

für die Fragestellungen der unternehmerischen

Auftraggeber. Im Verlauf des gesamten Programms

werden die Teilnehmer von erfahrenen Coaches

begleitet und unterstützt.

Am Ende des Programmes können die Firmen die

entwickelten Lösungen im Unternehmen oder als Teil

ihres Produkt- und Serviceangebots umsetzen oder

weiter mit dem Team zusammenarbeiten. Eine Möglichkeit

ist hierbei, dass das Unternehmen Erstkunde für die

entwickelte Lösung wird oder Startkapitalgeber für das

potentielle Start-Up wird. In diesem Fall haben die Entrepreneure

auch die Möglichkeit, sich zur Umsetzung

ihrer Ideen und für die weitere Unterstützung bei Inkubatoren

der teilnehmenden Hochschulen zu bewerben.

Der Bavaria Israel Partnership Accelerator (BIPA) wird

vom SCE der HM, der FOM Hochschule, dem Tel Aviv-

Yaffo Academic College und StartHub organisiert

und durchgeführt. Finanziert wird das Projekt vom

Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und

Medien, Energie und Technologie, dem Generalkonsulat

des Staates Israel und dem Referat für Arbeit und

Wirtschaft der Landeshauptstadt München.

Weitere Details: www.bip-accelerator.com

Seite 31


Netzwerk

Ob national oder

grenzüberschreitend -

Gute Ideen entstehen

im Netzwerk.

NETZWERK

Co-Creation, kollaborative Innovationsprozesse

oder einfach gute Projekte und

Konzepte entstehen im Netzwerk. Ob in

Qualifizierung, Gründungsförderung oder

Forschung – es geht um die zukünftigen

Modelle erfolgreicher Zusammenarbeit.

Deshalb werden nationale und internationale

Partnerschaften am SCE groß

geschrieben, sei es zu Hochschulen,

Unternehmen oder Institutionen.

Besonders wichtig ist dem SCE dabei

die Zusammenarbeit mit den Gründerzentren

der großen Münchner Hochschulen

(4Entrepreneurship) und in der

Münchner Gründerszene.

Seite 36 Seite 37

www.sce.de

www.sce.de


Netzwerk

4Entrepreneurship

Um unternehmerisches Denken unter den Studierenden

und die Innovationskraft der Münchner Region weiterzuentwickeln,

haben sich die Entrepreneurship- Center

der LMU München, der TU München und der Universität

der Bundeswehr mit dem SCE zusammengeschlossen.

Aus dieser intensiven Vernetzung der Center resultiert

im Sinne der Stadt und der Region München ein

dichtes und kontinuierlich wachsendes regionales und

internationales Entrepreneurship- Netzwerk, das reich

an Erfahrungen und Ressourcen ist. Unter dem gemeinsamen

Dach 4Entrepreneurship richten die vier Center

einmal jährlich die Global Entrepreneurship Summer

School (GESS) aus und führen regelmäßig SpeedPitch

Events mit und für Start ups sowie andere Veranstaltungen

durch. 2010 initiierte 4Entrepreneurship die Social

Entrepreneurship Akademie.

Global Entrepreneurship

Summer School

Die Global Entrepreneurship Summer School (GESS)

ist eine jährliche Veranstaltung von 4Entrepreneurship

und der Social Entrepreneurship Akademie, für die sich

jedes Jahr über 1000 internationale Studierende bewerben.

Zur 6. GESS kamen unter der Schirmherrschaft

der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner 35

hochqualifizierte Teilnehmer aus nah und fern: aus

München, Amsterdam und Lettland bis hin zu Bangla

desch, Brasilien und Uganda. Die GESS stand unter

dem Motto „WASTE – 1 Billion Euro Projects to Foster

Societal Change“. Gesucht waren Ideen, um die

weltweiten Probleme von Abfall und Nahrungsmittelverschwendung

in den Griff zu bekommen. Die

Teams erhielten dabei Unterstützung durch erfahrene

Coaches und wurden auch von deutschen Social

Startups beraten. Ihre Ideen präsentierten sie in der

Abschlussveranstaltung vor einer hochkarätigen Jury

und 200 Gästen. Das Team SmartLink siegte mit der

Geschäftsidee von einer Börse, die es Kleinbauern in

ländlichen Gebieten in Ent-wicklungsländern ermöglicht,

ihre Produkte zu einem fairen Preis zu verkaufen.

www.globalsummerschool.org

Social Entrepreneurship Akademie

Die Social Entrepreneurship Akademie (SEA) wurde

2010 als Netzwerk -Organisation der vier Münchner

Hochschulen gegründet. Die Akademie fördert gezielt

soziale Gründungsprojekte, bietet derzeit in der Lehre

ein Zertifikatsprogramm an und treibt den Aufbau eines

breiten Netzwerks zur Verankerung von Social Entrepreneurship

in unserer Gesellschaft voran.

Das Förderprogramm „Act for Impact“ für (angehende)

Sozialunternehmer in den Bereichen Bildung und

Integration wird seit 2012 jährlich gemeinsam von der

Vodafone Stiftung Deutschland und der Social Entrepreneurship

Akademie ausgeschrieben. Ausgezeichnet

wurden herausragende Ideen und Social Startups,

die einen Beitrag zur sozialen Mobilität in Deutschland

leisten. Die innovativsten Bildungs -Startups standen

am 11.Juni 2015 in München im Finale und haben ihre

Ideen vor einem breiten Publikum und einer hochkarätigen

Jury vorgestellt.

Als Sieger ging Hotel Utopia hervor. Mit dem Hotel soll

in Berlin ein Ort der Begegnung entstehen, an dem

Geflüchtete Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten

erhalten und zudem ein Paradigmenwechsel in der

Wahrnehmung von Geflüchteten gefördert werden.

Seit 2011 bietet die SEA mit dem Zertifikat „Gesellschaftliche

Innovationen“ (ZGI) Privatpersonen eine

studien - bzw. berufsbegleitende Ausbildung im Umfang

von ein bis zwei Jahren an.

In dem Zertifikatsprogramm wird spezifisches Wissen

zu Social Entrepreneurship vermittelt. Etwa 25 Studierende

und Berufseinsteiger bilden einen Jahrgang;

im Oktober 2015 startete der fünfte. Ferner bietet die

SEA Workshops und Blockseminare zu verschiedenen

Themenbereichen wie Social Innovation, Social

Entrepreneurship oder Nachhaltiges Wirtschaften an

und trägt die Global Entrepreneurship Summer School

(GESS) aus.

Förderer der SEA sind u.a. Falk F. Strascheg und Bernd

Wendeln, die BMW Stiftung Herbert Quandt, BonVenture,

die Vodafone Stiftung sowie der Stifterverband der

Deutschen Wissenschaft. Weitere Informationen unter

www.seakademie.de

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Netzwerk

Coneeect - Educating

Entrepreneurship Educators

Polytech Strascheg – Entrepreneurship

Russisch-Deutsch

Coneeect ist ein internationales Netzwerk von Hochschulen

zur Etablierung und Verbesserung der

Entrepreneurship-Lehre in Europa. Dafür bietet das

Coneeect-Netzwerk seit 2013 für europäische

Entrepreneurship-DozentInnen jeweils fünftägige

Workshops in München (Juli 2013), Aberdeen (Juli

2014), Sofia (März 2014), Tel Aviv (Februar 2015),

Lissabon (Juli 2015) und Berlin (September 2015, Abschlusssymposium)

unter dem Motto „Educating

Entrepreneurship Educators“ an. Das Programm wird

von der EU finanziert und gemeinsam mit internationalen

Partnern durchgeführt. Die Hochschule München

ist mit dem SCE im Lead für die Entwicklung und Umsetzung

des Programms. Das innovative Aus- und Weiterbildungskonzept

für Entrepreneurhip-Dozenten basiert

auf intensivem Austausch untereinander und mit Experten,

kreativen Workshops und Besuchen in innovativen

Unternehmen, Start-ups und ungewöhnlichen

Lehrumgebungen. Die Teilnehmer profitieren nachhaltig

von der europäischen Community für Entrepreneurship-

Lehre.

Die einwöchigen Trainingsprogramme richten sich an

Lehrer höherer Bildungsinstitutionen jeglicher Disziplinen,

die bereits Entrepreneurship lehren oder planen,

im nächsten akademischen Jahr damit zu beginnen.

Die Teilnehmer sind angehalten, ihre Erkenntnisse und

Lehrinhalte weiter zu vermitteln, etwa neue Lehrformate

und Methoden.

Wir glauben, dass Entrepreneurship-Bildung weiter

entwickelt werden muss. Unsere Welt verändert sich

immer schneller: neue Arbeitsmodelle und Berufsgruppen

entstehen, Netzwerke werden immer wichtiger, die

Komplexität der Wirklichkeit nimmt rapide zu. Unsere

Aufgabe ist es, junge Menschen auf diese Aufgaben

vorzubereiten und die Entwicklungen daraus zu nutzen.

Mehr Informationen unter: www.coneeect.eu

2013 haben die Staatlichen Polytechnische Universität

St. Petersburg (SPbSPU) und das SCE die Gründung

eines gemeinsamen Russisch-Deutschen Zentrums für

Innovation und Entrepreneurship „Polytech Strascheg“

beschlossen. Mit der Gründung wurde die bereits

bestehende Kooperation zwischen der Staatlichen

Polytechnische Universität St. Petersburg und der

Hochschule München auf dem Gebieten Innovation und

Entrepreneurship intensiviert. Seither baut das Center

seine Aktivitäten an der Universität St. Petersburg

kontinuierlich auf.

Bereits heute erfüllen sich die ersten anvisierten Ziele

des Russisch-Deutschen Zentrums für Innovation und

Entrepreneurship hinsichtlich der Entwicklung und

Durchführung gemeinsamer internationaler Ausbildungsprogramme

im Bereich Entrepreneurship. 2015

finden drei russisch-deutsche Summer Schools statt.

Im September 2015 treffen sich zudem erneut internationale

Experten zu einem dreitägigen sog. „Think Act

Tank“ über Entrepreneurship Education in St. Petersburg.

Auch eine gemeinsame Ringvorlesung findet 2015

statt. Neben der Qualifizierung ist ein zweiter Schwer-

punkt der gemeinsamen Aktivitäten die gemeinsame

Förderung von russischen und russisch-deutschen

Start-ups und deren Unterstützung durch Beratung,

Coaching und Ausbildung. Zudem sollen zukünftig auch

russisch-deutsche Forschungsprojekte durchgeführt

werden.

Die St. Petersburger Universität bietet eine hervorragende,

interdisziplinär angelegte Ausbildung und exzellente

Forschungseinrichtungen. So können Studierende beider

Standorte sicher sehr voneinander profitieren. Die

Staatlichen Polytechnische Universität St.Petersburg

(SPbSPU) ist eine der größten und renommiertesten

Universitäten Russlands. Sie bietet ihren über 30.000

Studierenden ca. 40 Bachelor- und knapp 200 Master-

Studiengänge sowie 90 PhD-Programme und 90 weitere

Promotionsprogramme an. In der Universität gibt es

mehr als 20 internationale Forschungszentren, die intensiv

mit der Industrie zusammenarbeiten. 2007 wurde die

SPbSPU zur “Innovation University” gekürt und gewann

2010 den Status als “National Research University”.

Mehr unter www.polytech-strascheg.com

Seite 36 Seite 37


E ‘

ship

DAY

E’ship Day

Unter dem Motto “Entrepreneurial University” erlebten

die Besucher ein Bühnenprogramm mit interaktiver

Ausstellung innovativer und unternehmerischer Projekte

der Hochschule München und des SCE. Als Gastredner

hielt die Berliner Entrepreneurship Koryphäe

Professor Dr. Günter Faltin, Autor des deutschen E’ship

Bestsellers “Kopf schlägt Kapital” und Gründer der

Teekampagne eine Keynote. Höhepunkt der Veranstaltung

war die Preisverleihung des “Strascheg Award”,

dem Ideenwettbewerb des SCE und der Hochschule

München.

Zwei besonders interaktive Elemente des E’ship Day

waren die „Elevator Pitch Stage“ und der Programmpunkt

„Meet the Expert“. Auf der ‘Elevator Pitch Stage’

konnten Besucher und Gründungsinteressierte aktiv

werden und spontan ihre Ideen vorstellen, was regen

Anklang fand. Wer Fragen zu gründungsrelevanten

Themen hatte, sei es zur Patentierung, PR oder zu Steuerfragen,

konnte sich bei ‘Meet the Experts’ von ausgewiesenen

Experten und Praktikern beraten lassen.

Auf der Messe konnten die Besucher die Start- up-

Teams persönlich kennenlernen, kreative Ideen auszutauschen,

Kontakte mit GründerInnen, Kooperationspartnern

und Investoren knüpfen oder einfach nur ein

wenig “Entrepreneurship- Luft” zu schnuppern.

Gerade junge selbständige Unternehmer wissen, wie

wichtig und wie schwer es gleichzeitig ist, sich ein

leistungsstarkes geschäftliches Netzwerk aufzubauen.

Kommunizieren, neue Verbindungen herstellen und

auf diese Weise langfristig neue Aufträge als Basis

für den geschäftlichen Erfolg zu generieren, das ist

eine der substanziellen unternehmerischen Aufgaben.

Wie kaum ein anderes Unternehmen steht der

SCE- Förderpartner „Forever Living Products Germany

GmbH“ für erfolgreiche Netzwerke im Bereich Empfehlungsmarketing.

Es war uns eine besondere Ehre,

Forever beim E’ship Day 2014 als Partner gewinnen zu

können. Gemeinsam mit den Erfahrungen von Forever

und des Geschäftsführers Dr. Florian Kaufmann entstehen

neue Lehr und Forschungsformate rund

um das Thema Netzwerk.

Sämtliche verwendetet Bilder:

© SCE/depositephotos.com

Verleihung des

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