Wasserstoff: Energie der Zukunft - Mediaradius

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Wasserstoff: Energie der Zukunft - Mediaradius

IntervIew/StatementS

„Es ging immer bergauf ...“

Seit 25 Jahren ist er Präsident

der Kronplatz AG und hat deren

Entwicklung deutlich mitgeprägt.

Werner Schönhuber

über „seinen Kronplatz“ und die

Zukunftsaussichten des modernsten

Skigebiets in Südtirol.

Radius: Sie sind seit den frühen 80er Jahren

Präsident der Kronplatz Seilbahn

AG. Wenn Sie zurückschauen, was waren

für Sie die bedeutendsten Momente

in diesem Vierteljahrhundert?

Schönhuber: Die bedeutendsten Momente

waren für uns immer dann,

wenn der Gast unsere Investitionen

mit Begeisterung angenommen hat.

Besonders hervorheben möchte ich

die technische Beschneiung der Talabfahrt

Sylvester (1984), den Bau der

ersten Einseilumlaufbahn von Rei-

schach auf den Kronplatz (1986) und

schließlich den Ausbau der vollauto-

matischen Beschneiung der gesamten

Pisten am Kronplatz, sodass alle Pisten

innerhalb von acht bis zehn Tagen

technisch beschneibar sind. Somit war

in den letzten zehn Jahren der Skibetrieb

von Ende November bis Mitte

April garantiert.

Radius: Was bedeutete der Kronplatz für

Sie, als Sie Ihr Amt angetreten haben

und was empfinden Sie heute, wenn Sie

an den Kronplatz denken?

Schönhuber: In meinen Entscheidungen

gemeinsam mit meinen Mitarbeitern

Glück gehabt zu haben. Als ich das

Amt übernommen habe, wollte ich die

Pionierarbeit des Herrn Lüfter und der

Mitbegründer der Kronplatz Seilbahn

AG fortsetzen. Ziel war es, das Niveau

des Kronplatzes den seinerzeit bereits

erfolgreichen Skigebieten anzupassen.

Heute ist dies technisch gelungen. Jetzt

geht es darum, den Kronplatz so zu führen,

dass er im internationalen Wettbewerb

nachhaltig bestehen kann. Damit

können auch alle mit dem Kronplatz

verbundenen Wirtschaftstreibenden

ihre wirtschaftliche Grundlage weiterhin

festigen. Natürlich müssen auch die

wirtschaftlichen Erwartungen der 550

Aktionäre erfüllt werden.

Radius: Haben sich das Skifahren und

der Skitourismus in den vergangenen

Jahren geändert? Wenn ja, inwiefern?

Schönhuber: Durch die neue Art

bzw. Möglichkeit die Abfahrten

zu präparieren, hat sich das

Gerät so wie auch die Fahrweise

der Skifahrer geändert

und den Möglichkeiten angepasst.

Neu ist, dass zur

Zeit die Jugend den Spaß

nicht mehr nur auf Pisten,

sonder immer mehr

in den Snowparks und

im Freeride sucht.

Radius: Welches ist

die größte Gästegruppe

des Kronplatzes?

Kann man die Gäste in

verschiedene Kategorien

einteilen?

Schönhuber: In Anbetracht des

Angebotes und der Beschaffen-

heit unseres Gebietes sind unsere Gästeschichten

Familien und Wintergäste,

die den Schwerpunkt auf den Alpinskilauf

legen. Die zwei größten Gästegruppen

sind auf jeden Fall jene aus Italien

und Deutschland. Diesen folgen die

Gäste aus Belgien und auf dem vierten

bis sechsten Platz reihen sich die Gäste

aus Ex-Jugoslawien, Polen und Tschechien.

Mittlerweile verbringen Gäste

aus 17 bedeutenden Herkunftsländern

am Kronplatz ihren Winterurlaub.

Radius: Wie stehen Ihrer Ansicht nach

die Einheimischen, die Pusterer und die

Südtiroler allgemein zum Kronplatz?

Schönhuber: Die Einheimischen rund

um den Kronplatz sind stolz auf ihren

Hausberg, und das Geleistete wird geschätzt

und anerkannt. Die Pusterer

und Südtiroler im Allgemeinen vergleichen

den Kronplatz mit ihrem Hausberg

und anderen lokalen Skigebieten

und erkennen den Wintertourismus

als wirtschaftliche Grundlage für den

Wohlstand unseres Landes, den es gilt,

für die Zukunft zu sichern.

Radius: Der Kronplatz hat schon mehrere

Krisenzeiten hinter sich gebracht.

Wie beurteilen Sie die heutige Situation?

Wie sieht es – auch angesichts der

allgemeinen Wirtschaftskrise – mit den

Zukunftsaussichten aus?

Schönhuber: Die größte Krise hatte

das Unternehmen 1964, als die damaligen

Verwaltungsräte mit ihrem

persönlichen Besitz als Haftung für

den Kredit unterzeichnen mussten,

um die Kronplatz Seilbahn AG vor

dem Aus zu retten. Weiters möchte

ich an die Sprengstoffanschläge von

1979 und 1981 erinnern. Durch diese

Attentate wurden die Tragseile der

Seilbahn derart beschädigt, dass für

die darauffolgende Wintersaison nur

ein Teilbetrieb möglich war. Abgesehen

von diesen Episoden ist es durch

die stetigen Investitionen immer

bergauf gegangen. Was die Zukunftsaussichten

betrifft, bin ich persönlich

optimistisch, denn durch die Erreichbarkeit

unseres Gebietes durch die

neuen Märkte haben wir die Chance,

auch Mittel- und Osteuropa als

Stammmärkte zu gewinnen.

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Radius: Tourismus bringt nicht nur Aufschwung

und Wohlstand; er hat auch Nebenwirkungen,

wie z. B. den Verkehr ...

Schönhuber: Deshalb bemühen wir uns

seit den 90er Jahren um eine nachhaltige

Verkehrslösung, weil wir uns unserer

Verantwortung gegenüber der

Bevölkerung bewusst sind. Je mehr es

uns gelingt, die Skiorte zu beruhigen,

desto attraktiver werden diese auch für

den Gast.

Radius: Aber glauben Sie, dass die Gäste

und auch die Einheimischen diese Idee

tatsächlich annehmen werden? Ist das

Zugfahren nicht zu umständlich, bzw.

geht es dabei nicht nur um eine Verlagerung,

d. h. die Autos stauen sich eben

an den Bahnhöfen, wo der Gast den Zug

besteigt?

Schönhuber: Man muss die Rahmenbedingungen

schaffen, dass sowohl der

Einheimische als auch der Kronplatz-

Gast, welcher entlang der Eisenbahnlinien

wohnt bzw. logiert, dazu verleitet

wird, das Auto in der Garage zu lassen

und die Eisenbahn zu benützen. Zu

diesen zählen Parkplatzgebühren, die

kostenlose Zugbenützung für die Dauer

IntervIew/StatementS

des Skipasses und ein Angebot in der

Erreichbarkeit der Aufstiegsanlage und

Skipiste, welches mit dem PKW und

dem Skibus konkurrieren kann. Dies

wurde uns auch durch zwei Gästeumfragen

bestätigt.

Radius: Was wird noch getan, um das

Projekt Percha attraktiv zu gestalten?

Und wie sieht es mit den kleinen Randgemeinden

wie Welsberg oder Niederdorf

aus? Glauben Sie, dass diese strukturschwächeren

Gebiete auch vom Skizug

profitieren werden?

Schönhuber: Es müssen in den Zughaltestellen

alle Infrastrukturen errichtet

werden, welche ein modernes Skigebiet

erfordert: Skipassverkauf, Skiverleih,

Skiservice und Depot. Die Randgemeinden

der Pustertaler Skigebiete haben das

Glück, ihre Zugbahnhöfe in der Nähe der

Ortskerne zu haben und somit zu Fuß

erreichbar zu sein. Der Skizug muss die

direkte Anbindung der Aufstiegsanlagen

und der Talabfahrten in einem angemessenen

Takt gewährleisten.

Radius: Die Kronplatz AG wird um die

30 Mio. Euro in dieses Projekt inves-

Ein Novum in der Premiumklasse: Sportwagentechnologie.

Nehmen Sie 4 Mal Platz.

Der neue Panamera.

Ein Beispiel: das optionale 7-Gang Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK).

Seine extrem schnellen und kaum spürbaren Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung

ermöglichen noch sportlicheres und zugleich komfortables Fahren - bei geringem Verbrauch.

Auch effizient: die serienmäßige Auto-Start-Stop-Funktion. Porsche eben.

Durchschnittsverbrauch: von 10,8 bis 12,9 l/100 km. CO 2-Emission: von 253 bis 303 g/km.

tieren. Wie sieht es mit der Amortisierung

aus?

Schönhuber: Die Finanzierung ist mit

Eigenmitteln vorgesehen, wobei die

Amortisierungszeit 15–20 Jahre betragen

wird (15 für die technische Anlage,

20 für die Immobilie).

Radius: Es handelt sich beim Anschluss

Bahn–Seilbahn in Percha um ein Projekt,

das das ganze Pustertal miteinbezieht.

Entwerfen Sie ein Zukunftsszenarium

...

Schönhuber: Mein Wunsch wäre es,

dass die Pustertaler Bahn wie eine

Aufstiegsanlage angenommen wird

und die Einheimischen und Gäste

nach Lust und Laune von einem Pustertaler

Skigebiet in das andere wechseln

können. Touristisch wird somit

im Winter die Voraussetzung einer

Pustertaler Skiregion und für die Vermarktung

ein nicht austauschbares

Produkt geschaffen.

Radius: Und bis wann soll das Projekt

realisiert werden?

Schönhuber: Wunsch ist die Inbetriebnahme

Weihnachten 2010.

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