Wörterbuch EIM - Deutsch, Deutsch - EIM

thequalitygroup

Rund 500 Akronyme und Stichwörter aus dem Gebiet des Enterprise Information Management auf 396 Seiten. - Hochaktueller Grundwortschatz für das Überleben im Akronymedschungel. - Neu! Generation Y aktuell! - Mit 54 Illustrationen, Abbildungen und Fotos - in Farbe oder gezeichnet. - Praktisch und nützlich für Gespräche, Entscheidungen und den Streit am Abendbrottisch.

Enterprise

Information

Management

... denn Informationen schaden nur denen, die keine haben!

EIM - Deutsch

Deutsch - EIM

3. und

ergänzte

Auflage

Mit freundlicher Unterstützung von


2


Wörterbuch

Enterprise

Information

Management

3

EIM - Deutsch

Deutsch - EIM

Herausgegeben von

THE QUALITY GROUP GMBH

BÖBLINGEN - HAMBURG


4

Redaktion:

Simon Feess, Cornelia Geiselhart, Steffen Schaar (TQG)

Walter Babel, Manuel Reinhardt (K11)

Illustration:

Stefan Wirkus

In der neuen deutschen Rechtschreibung.

Hinweise und Rückmeldungen, über die wir uns sehr

freuen, sind zu richten an:

Fanclub „Lustiges Akronymeraten“, c/o The Quality

Group GmbH, Konrad-Zuse-Platz 1, 71034 Böblingen

3. Auflage 2016

© 2016 The Quality Group GmbH, Böblingen

Bildnachweis: 123RF, creativ collection, Fotolia,

istockphoto, The Quality Group GmbH

Druck: Print & Paper, Herrenberg

Printed in Germany


Vorwort

5

Liebe Leserinnen und Leser,

die 3. Auflage des beliebten Akronyme-

Wörterbüchleins unter der Bezeichnung „EIM

– deutsch, deutsch – EIM“ herauszugeben, ist

aus einem netten Ansatz herausgewachsen

zu einer „Bildungsoffensive“ für die Begleitung

des Digitalen Wandels von Gesellschaft und

Menschen. Es ist „in“ dieses kleine Exemplar

in der Tasche immer am Mann/der Frau“ oder

es als Nachschlagewerk auf dem Schreibtisch

in Schlagdistanz bei aufkommenden

Diskussionen parat zu haben. Die motivierende

Bilanz und die inflationsartige Ausbreitung

immer neuer Abkürzungen trieben uns auch

diesmal dazu, die neue Version strukturiert

in modernen Kategorien mit fast 400 Seiten

aufzulegen.

EIM, so sagen Experten, ist entstanden aus


6

ECM und BI. Argumentiert man das im Umfeld

von ERP, EAI, DMS und investiert mit ROI

und TCO auf Basis von BPMN neue Systeme

und rechtfertigt dies mit KPI und KVP… – sind

Sie noch im Bilde? Gut so, dann weiter. Ihr

CIO verlangt die Einhaltung von CoC und ITIL,

pocht auf EIS und RFQ bei der Auswahl. Dazu

fordert er den SOP ein. Jetzt nicht aussteigen

– hier geblieben! Bei der Entscheidung für

einen MSP auf Basis von SLAs, eines MSS

mit Mitteln wie MII oder XMI erreichen Sie neue

Service-Level, schließen neue AFAs ab und

entwickeln sich zu einem BPGMUL. LOL!

Der geschulte „Akronyme-Rater“ weiß sofort

Bescheid. Er ist auf der Höhe des Geschehens

und kontert mit Handfesten Argumenten

wie: „Das kann ich doch alles auf meinem

iPad (besser FKdM – Faustkeil der Moderne)

schnell nachschlagen, alles easy.“ Stimmt,

wenn er kein DI (digital immigrant) ist, also ein

Mitglied der GEN Y, auch Millennial genannt,

ist.


7

Für die (zum Glück) immer noch große

Mehrheit der DI haben wir uns entschieden

noch mehr Akronyme ins Deutsche zu

„übersetzen“. Auch diese haben ein Recht

auf Information! Lesbar, umgänglich und vor

allem verständlich! Damit verbinden wir die

Hoffnung, Klarheit und kommunikative Kultur

in das Gemeinschafts- und Unternehmensklima

zurück zu bringen.

In diesem Sinne bleiben Sie uns gewogen,

denn eines ist sicher: die digitale Wandel und

seine verflixten Akronyme ist nicht mehr zu

stoppen, also stellen wir uns dem Anspruch

mit GMV – gesundem Menschenverstand.

Bleiben Sie also wachsam und aufmerksam,

wenn es dann wieder heißt: Informationen

schaden nur denen, die keine haben!

Ihr Akronyme Fan–(Be)Rater

Steffen Schaar

Vorsitzender Fanclub „Lustiges Akronymeraten“


8

Inhalt

Begriffserklärung.............................................................................23

Administration & Organizations

AA...................................................................................................25

AHK................................................................................................25

AIIM................................................................................................26

AISEC.............................................................................................26

ANSI...............................................................................................27

ASI..................................................................................................28

BCM...............................................................................................30

BDCO.............................................................................................31

BITKOM..........................................................................................31

BMAS.............................................................................................32

BMBF.............................................................................................32

BMELV............................................................................................36

BMFSFJ.........................................................................................36

BMG...............................................................................................37

BMI.................................................................................................38

BMJ................................................................................................39

BMUB ............................................................................................40

BMVBS...........................................................................................41

BMVI...............................................................................................41

BMVg.............................................................................................42

BMWi.............................................................................................43

BMZ................................................................................................44

BME...............................................................................................45

CDH ..............................................................................................45

CEN................................................................................................46

CENELEC.......................................................................................49

CERN.............................................................................................49

CMA...............................................................................................50

COSO.............................................................................................51


9

DAA................................................................................................52

DAG................................................................................................53

DGB...............................................................................................53

DICO...............................................................................................54

DIHK ..............................................................................................55

DIN.................................................................................................56

DIS..................................................................................................57

DSE................................................................................................58

EABM.............................................................................................60

EGB................................................................................................60

EMEA.............................................................................................61

ETSI................................................................................................62

EU...................................................................................................62

FDA................................................................................................63

GATS .............................................................................................64

GATT .............................................................................................65

GOBD.............................................................................................65

GoBS .............................................................................................66

HP..................................................................................................67

HR..................................................................................................70

IAS..................................................................................................70

IASB ..............................................................................................71

IBM®..............................................................................................72

ICC.................................................................................................72

ICC.................................................................................................73

ICH.................................................................................................74

IDW.................................................................................................74

IEC..................................................................................................75

IFRS...............................................................................................I75

IGB.................................................................................................76

IHK..................................................................................................77

IMF.................................................................................................77

INCOTERMS ................................................................................78

IrDA.................................................................................................78

ISM.................................................................................................79


10

ISO.................................................................................................79

IWF.................................................................................................81

KG..................................................................................................82

KGaA..............................................................................................83

KMU...............................................................................................83

KPMG ............................................................................................84

K11.................................................................................................84

LHC............................................................................................... 85

MERCOSUR..................................................................................86

MIT.................................................................................................86

OASIS.............................................................................................87

OECD.............................................................................................88

OMG...............................................................................................89

PWC ..............................................................................................90

SAP® ............................................................................................91

SNV................................................................................................92

TQG................................................................................................93

UNIDROIT .....................................................................................95

UNO...............................................................................................96

VDI..................................................................................................97

VDMA.............................................................................................97

VN...................................................................................................98

VOI..................................................................................................98

W3C.............................................................................................. 99

WB...............................................................................................100

WIPO ...........................................................................................101

WTO.............................................................................................102

ZBB..............................................................................................103

ZIP................................................................................................103

ZVEI..............................................................................................104

Business & Economy

AB.................................................................................................105

AFM .............................................................................................105

ALM..............................................................................................106


11

AMS.............................................................................................106

BAM.............................................................................................107

BANF............................................................................................110

BCM.............................................................................................110

BDE..............................................................................................111

BEM.............................................................................................111

BI..................................................................................................112

BIM...............................................................................................112

BIP................................................................................................113

BPM ............................................................................................113

BPO .............................................................................................114

BSC..............................................................................................114

BYOD...........................................................................................114

B2A..............................................................................................115

B2B..............................................................................................116

B2C..............................................................................................116

B2G .............................................................................................117

CAE .............................................................................................117

CAO .............................................................................................117

CC................................................................................................118

CCO.............................................................................................118

CDP..............................................................................................118

CEM.............................................................................................119

CEO..............................................................................................119

CFO..............................................................................................119

CI..................................................................................................121

CI..................................................................................................121

CIO...............................................................................................122

CLEO............................................................................................122

CMS.............................................................................................123

CoC..............................................................................................123

COO.............................................................................................124

COPE...........................................................................................124

CPO..............................................................................................124

CR................................................................................................125


12

CRM.............................................................................................125

CRO.............................................................................................126

CSR..............................................................................................126

CYOD...........................................................................................127

DAX®...........................................................................................127

DB................................................................................................128

DB ..............................................................................................128

DMAIC......................................................................................... 129

DMS.............................................................................................129

DNS..............................................................................................130

DRM.............................................................................................131

EaaS.............................................................................................132

EAI................................................................................................133

EAM..............................................................................................135

EBIT..............................................................................................135

ECM.............................................................................................136

EIM...............................................................................................136

EIS................................................................................................137

EMI...............................................................................................138

EN.................................................................................................138

ERP..............................................................................................139

F&A...............................................................................................140

F&E...............................................................................................140

FGK..............................................................................................141

FIBU.............................................................................................141

FIS................................................................................................141

FLS...............................................................................................142

FMEA............................................................................................143

GAMP...........................................................................................146

GMP ............................................................................................147

GoB .............................................................................................147

GRC.............................................................................................148

GuV..............................................................................................148

HR................................................................................................149

IKR................................................................................................150


13

IKS................................................................................................150

ILM ..............................................................................................151

IM.................................................................................................152

IMAC............................................................................................152

IMS...............................................................................................152

ITSM ............................................................................................153

JIT.................................................................................................154

KPI................................................................................................155

KVP .............................................................................................155

ILCA..............................................................................................157

LCM® .........................................................................................157

LCM .............................................................................................158

LIM ..............................................................................................159

LMS..............................................................................................160

LoA...............................................................................................160

LPOM...........................................................................................161

M&A..............................................................................................162

MDM............................................................................................163

MDM ...........................................................................................163

MES..............................................................................................164

MIS...............................................................................................165

MRP I / MRP II .............................................................................165

MRM ...........................................................................................167

MS................................................................................................167

MSS ............................................................................................168

MTBF............................................................................................168

MTTR............................................................................................169

MUS ............................................................................................170

NC................................................................................................170

OEE .............................................................................................173

OM...............................................................................................173

OPH..............................................................................................174

ORB..............................................................................................175

ORM ............................................................................................175

OTRS............................................................................................176


14

PDA..............................................................................................177

PDCA...........................................................................................177

PDE..............................................................................................178

PEP .............................................................................................179

PLM..............................................................................................179

PM................................................................................................180

PMI...............................................................................................180

PO................................................................................................181

PPS..............................................................................................181

PUOCE.........................................................................................182

PZW.............................................................................................182

QA ...............................................................................................183

QM...............................................................................................184

QS................................................................................................184

QoE..............................................................................................184

QoS..............................................................................................188

QSM ............................................................................................188

R&D .............................................................................................189

REWE...........................................................................................189

RFF...............................................................................................190

RFI................................................................................................190

RFP .............................................................................................190

RFQ..............................................................................................191

ROI...............................................................................................191

SAP FI/CO ..................................................................................192

SAP MM.......................................................................................193

SCM.............................................................................................193

SCM.............................................................................................193

SDCA...........................................................................................194

SI..................................................................................................194

SMART.........................................................................................195

SOP..............................................................................................195

SPC..............................................................................................196

SRM.............................................................................................196

TatT...............................................................................................197


15

TCO..............................................................................................197

USP..............................................................................................198

WFM ............................................................................................199

WM...............................................................................................202

Generation Y & Millennials

AFK...............................................................................................203

ASAP ...........................................................................................203

BF.................................................................................................204

BFF...............................................................................................204

BOFH...........................................................................................204

BTDT............................................................................................205

BTK/B2K......................................................................................205

BTW.............................................................................................206

CU................................................................................................206

DAU .............................................................................................207

DI..................................................................................................208

DN................................................................................................208

DUW.............................................................................................209

EOBD...........................................................................................209

EMOJI...........................................................................................210

F2F...............................................................................................217

FAQ..............................................................................................217

FTFY.............................................................................................218

FTR...............................................................................................218

FWIW............................................................................................218

FVEO/4YEO ...............................................................................218

FYI................................................................................................220

GIDF/GIYF ...................................................................................220

GNGN..........................................................................................221

GTG/G2G.................................................................................... 221

HCP..............................................................................................221

HTH..............................................................................................222

IRL................................................................................................223

Kt/kwT..........................................................................................223


16

LMGTFY.......................................................................................224

LOL...............................................................................................224

MOTD...........................................................................................225

OIC...............................................................................................226

OMG.............................................................................................226

PEBKAC/PBKCPEBCAK.............................................................227

PICNIC.........................................................................................227

QFT..............................................................................................228

ROFL............................................................................................229

RTFM............................................................................................229

TIA................................................................................................231

TL;DR/TLDR.................................................................................231

TMI...............................................................................................232

w00t.............................................................................................232

XOXO...........................................................................................233

XX.................................................................................................234

YOLO...........................................................................................234

YT.................................................................................................234

IT & Telecommunication

AD ...............................................................................................235

ADDS...........................................................................................235

ADSL............................................................................................236

AG................................................................................................236

ALG .............................................................................................237

ASP..............................................................................................237

API................................................................................................238

APS .............................................................................................238

AS.................................................................................................238

ASCII............................................................................................239

ASP ............................................................................................240

BAPI.............................................................................................242

BDD..............................................................................................242

BGP..............................................................................................243

BIOS.............................................................................................244


17

BIRT.............................................................................................246

BMC.............................................................................................246

BPEL ...........................................................................................247

BPGMUL......................................................................................247

BU ...............................................................................................248

CAD .............................................................................................248

CAE..............................................................................................249

CAM.............................................................................................249

CAP..............................................................................................250

CAPTCHA ..................................................................................251

CAQ .............................................................................................252

CAx...............................................................................................253

CIM...............................................................................................254

CMDB..........................................................................................254

CMS.............................................................................................255

CNC.............................................................................................256

COBIT ..........................................................................................256

COBRA........................................................................................256

CPS..............................................................................................257

DB................................................................................................259

DBMS...........................................................................................259

DDos ...........................................................................................262

DFÜ..............................................................................................262

DHCP............................................................................................263

DICaaS.........................................................................................264

DOS..............................................................................................264

DRG.............................................................................................265

DTP..............................................................................................265

ECDL............................................................................................267

EDI................................................................................................267

EDV..............................................................................................268

EEPRO.........................................................................................268

EGP..............................................................................................270

EPROM........................................................................................270

ESB..............................................................................................271


18

FCFS............................................................................................272

FIFO..............................................................................................272

FK.................................................................................................272

FTAM............................................................................................273

FTP...............................................................................................273

HCR..............................................................................................274

HDMI............................................................................................275

HIFO.............................................................................................276

HPCaaS.......................................................................................276

HTML...........................................................................................278

HTTP............................................................................................278

HTTPS..........................................................................................279

IaaS .............................................................................................279

ICR...............................................................................................280

Idoc..............................................................................................280

IGP...............................................................................................281

IIS.................................................................................................281

IKT................................................................................................282

IP..................................................................................................282

IPMI..............................................................................................282

ISA................................................................................................283

ISP................................................................................................283

IT...................................................................................................284

ITIL................................................................................................284

JRE...............................................................................................285

LAN..............................................................................................286

LDAP............................................................................................287

LIFO..............................................................................................287

LOFO ...........................................................................................288

MDA ............................................................................................289

MDE.............................................................................................289

MII.................................................................................................290

MPS.............................................................................................290

MSP.............................................................................................290

NFC..............................................................................................292


19

NTLM ..........................................................................................292

NOP .............................................................................................292

OCL..............................................................................................293

OCR.............................................................................................294

OEM.............................................................................................294

OLS..............................................................................................294

OTA..............................................................................................295

OSS..............................................................................................295

PaaS ............................................................................................296

PDA..............................................................................................298

PDF..............................................................................................298

PHP...............................................................................................299

PK.................................................................................................299

PKI................................................................................................300

QDX .............................................................................................301

RFC..............................................................................................301

RFC .............................................................................................302

RFID.............................................................................................303

RIP................................................................................................303

RTF...............................................................................................304

SaaS.............................................................................................306

SAML...........................................................................................307

SIM-Karte.....................................................................................307

SOA..............................................................................................308

SSI................................................................................................308

SSL...............................................................................................309

SSO..............................................................................................309

SVG..............................................................................................310

SYCAT..........................................................................................310

TCP..............................................................................................311

TIFF...............................................................................................311

TLS...............................................................................................312

TP ................................................................................................312

UAT ..............................................................................................313

UC................................................................................................314


20

UDP..............................................................................................314

UML..............................................................................................314

USB..............................................................................................318

VPN..............................................................................................318

WWW .........................................................................................319

XaaS.............................................................................................320

XHTML.........................................................................................320

xMII ..............................................................................................321

XML..............................................................................................321

YAML............................................................................................322

Legal & Compliance

ADR .............................................................................................323

ADV..............................................................................................323

AEUV ...........................................................................................324

AFA...............................................................................................325

AG................................................................................................325

AG................................................................................................325

AGB..............................................................................................326

AGG ............................................................................................326

AktG.............................................................................................327

AStG ............................................................................................327

AVR .............................................................................................328

AWG.............................................................................................328

BA.................................................................................................330

BAG..............................................................................................330

BDSG...........................................................................................331

BGB..............................................................................................331

BGH.............................................................................................332

BilMoG..........................................................................................332

BRAO...........................................................................................333

BSG .............................................................................................333

BVerfG .........................................................................................334

CISG.............................................................................................335

CESL............................................................................................336


21

c.i.c. .............................................................................................336

CPA..............................................................................................337

DSB..............................................................................................337

eG ...............................................................................................338

EGBGB ......................................................................................339

EMRK...........................................................................................339

ERAG...........................................................................................339

ERV..............................................................................................340

ESUG...........................................................................................341

EuGH ...........................................................................................341

EUV .............................................................................................342

FCPA............................................................................................342

FGO .............................................................................................343

FKVO ...........................................................................................344

GbR..............................................................................................345

GDPDU........................................................................................347

GEK..............................................................................................347

GewStG .......................................................................................348

GG................................................................................................348

GmbH...........................................................................................349

GmbHG........................................................................................349

GU ...............................................................................................350

GV ...............................................................................................350

GVO .............................................................................................350

GwG.............................................................................................351

HGB.............................................................................................351

ILOAT ...........................................................................................352

InsO..............................................................................................353

IP..................................................................................................353

IPR ...............................................................................................354

JA.................................................................................................354

JV ................................................................................................355

KonTraG.......................................................................................356

KStG ............................................................................................357

LG ................................................................................................357


22

LoI ...............................................................................................358

LPO..............................................................................................358

MiLoG ..........................................................................................360

MoU .............................................................................................360

MPG.............................................................................................361

MTA .............................................................................................361

MwSt............................................................................................362

MwStSystRL ...............................................................................363

NAFTA .........................................................................................363

NDA..............................................................................................364

OHG ...........................................................................................365

OLG..............................................................................................365

PartGmbB ..................................................................................366

PEP...............................................................................................367

PIP................................................................................................367

PoA ..............................................................................................367

RL ................................................................................................368

SE ................................................................................................369

SGB .............................................................................................369

SLA...............................................................................................370

SME..............................................................................................371

SOX..............................................................................................371

StGB ............................................................................................374

TKG..............................................................................................374

TMG.............................................................................................375

TRIPS ..........................................................................................375

UmwG .........................................................................................376

UmwStG ......................................................................................377

UDRG ..........................................................................................378

UrhG.............................................................................................378

URCB...........................................................................................378

US-GAAP.....................................................................................379

UStAE ..........................................................................................379

UStG ............................................................................................380

UWG.............................................................................................380


23

VO ...............................................................................................381

WE ...............................................................................................382

WPO.............................................................................................382

WpHG .........................................................................................382

WpPG ..........................................................................................384

WpÜG..........................................................................................384

ZPO..............................................................................................385

Quellennachweis..........................................................................387

Nachwort......................................................................................390

The Quality Group........................................................................392

K11 CONSULTING GMBH..........................................................393

Ihre eigenen Akronyme.................................................................394


24

BKL

Begriffserklärung

Begriffsklärung

ist das Verfahren,

das in der Wikipedia

angewendet

wird, wenn ein

Stichwort mehrere Bedeutungen

hat (siehe Homograph, Homonym,

Polysemie).

Für Begriffsklärungen haben sich

drei unterschiedliche, spezialisierte

Modelle etabliert.

Welches Modell jeweils anzuwenden

ist, wird vom konkreten

Einsatzfall bestimmt. Weiterhin

wurden Richtlinien formuliert,

die für eine zweckmäßige und

einheitliche Gestaltung der Begriffsklärungen

sorgen sollen.


Administration & Organizations

25

AA

AHK

Auswärtige Amt ist die Zentrale

des Auswärtigen Dienstes (oberste

Bundesbehörde) und der seit

dem Kaiserreich traditionelle

Name für das deutsche Außenministerium.

Es ist zuständig für

die deutsche Außen- sowie Europapolitik.

Leiter des Auswärtigen

Amtes ist der Bundesminister des

Auswärtigen.

Deutsche Auslandshandelskammern

sind in Ländern

vertreten, die für die deutsche

Wirtschaft von besonderem

Interesse sind. Die ersten AHKs


26 Administration & Organizations

wurden zur Kaiserzeit in den

1900er Jahren gegründet. Heute

gibt es sie an 120 Standorten in

80 Ländern (Stand 2013).

AIIM

Association for Information

and Image Management ist

der internationale Dachverband

der àBPM- und àECM-Branche.

Der Verband ist in Europa

mit der AIIM International Europe

vertreten.

AISEC Association Internationale

des Etudiants en Sciences

Economiques et Commerciales

ist die größte internationale

Studentenorganisation weltweit

mit über 800 Lokalkomitees in

113 Ländern, in welchen über

86.000 Mitglieder aktiv sind. AI-

ESEC wurde 1948 in Stockholm


Administration & Organizations 27

von Studenten der Wirtschaftswissenschaften

aus sieben

Ländern (Belgien, Dänemark,

Finnland, Frankreich, Niederlande,

Norwegen und Schweden)

gegründet und wuchs innerhalb

weniger Jahre zu einer globalen

Organisation. Da sich im Lauf der

Zeit der Fokus erweitert hat und

auch Studenten anderer Studienrichtungen

zu AIESEC gestoßen

sind, wurde die Abkürzung in den

1990er Jahren zum Eigennamen.

ANSI American National Standards

Institute ist die US-amerikanische

Stelle zur Normung

industrieller Verfahrensweisen.

Sitz der Organisation ist Washington

D.C. Es ist Mitglied in der

Internationalen Organisation für

Normung (àISO). Das deutsche


28 Administration & Organizations

Pendant ist das Deutsche Institut

für Normung e.v. (àDIN), das

österreichische Pendant das Austrian

Standards Institute (àASI)

und das schweizerische Pendant

ist die Schweizerische Normen-

Vereinigung (àSNV).

ASI

Austrian Standards Institute

ist eine gemeinnützige, unparteiische

Plattform zur Schaffung von

Normen in Österreich. Grundprinzipien

sind die umfassende

Beteiligung von Wissenschaft,

Wirtschaft und Verwaltung und

die Einstimmigkeit bei der Verabschiedung

der Regelwerke.


Administration & Organizations

29

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


30 Administration & Organizations

BCM Berufsverband der Compliance

Manager ist die führende

berufsständische Vereinigung

für Compliance Manager und

Compliance Verantwortliche

aus Unternehmen, Verbänden

und anderen Organisationen.

Sein Ziel ist die Definition und

Wahrnehmung der Interessen

der Verbandsmitglieder. Die

Mitglieder des BCM sind in den

verschiedensten Branchen tätig,

unabhängig von der Größe der

Organisation.


Administration & Organizations 31

BDCO Bundesverband Deutscher

Compliance Officer e.V. dient

als Plattform für Ihren Informationsaustausch

über Compliance-

Themen zwischen Unternehmen,

Mitgliedern, relevanten Behörden,

Politik und anderen Verbänden.

Zu diesem Zweck erarbeitet der

BDCO gemeinsame Compliance-

Standards und stimmt diese mit

den Marktteilnehmern ab. Er

fördert die Prävention von Straftaten

und Ordnungswidrigkeiten

durch die Schaffung wirksamer

Compliance-Strukturen.

BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft,

Telekommunikation

und neue Medien

e.V. ist der Branchenverband

der deutschen Informations- und

Telekommunikationsbranche.


32 Administration & Organizations

BMAS Bundesministerium für Arbeit

und Soziales ist eine Oberste

Bundesbehörde der Bundesrepublik

Deutschland. Es hat seinen

Sitz in Berlin. Das BMAS ist innerhalb

der Bundesregierung verantwortlich

für Arbeitsmarktpolitik,

Arbeitsrecht und Arbeitsschutz

genauso wie für Rente und

soziale Sicherung. Das BMAS

ist bemüht, seine internationalen

Zusammenarbeiten auszuweiten

und das deutsche Arbeitsvermittlungsmodell,

nach dem Vorbild

der Bundesagentur für Arbeit, ins

Ausland zu tragen.

BMBF Bundesministerium für

Bildung und Forschung ist

die Oberste Bundesbehörde der

Bundesrepublik Deutschland.

Der Hauptsitz des Bundesmi-


Administration & Organizations 33

nisteriums befindet sich in den

sogenannten Kreuzbauten in

Bonn, ein zweiter Dienstsitz in

Berlin. Das BMBF ist maßgeblich

für die Gesetzgebung in verschiedenen

Bereichen verantwortlich.

Dazu gehört primär der Bereich

der außerschulischen beruflichen

Bildung und Weiterbildung und

der Ausbildungsförderung. Zum

anderen fördert das BMBF durch

finanzielle Mittel Forschung in

allen Bereichen der Wissenschaft.

Daneben werden der wissenschaftliche

Nachwuchs sowie der

internationale Austausch in der

Ausbildung oder Weiterbildung

oder dem Studium gefördert.

Nicht zuletzt finanziert das BMBF

das BAföG, seit 2015 alleine

ohne die Länder.


34 Administration & Organizations

Wenn aus

KLEINGEIST


Administration & Organizations

35

WEITSICHT wird.


36 Administration & Organizations

BMELV Bundesministerium für

Ernährung, Landwirtschaft

und Verbraucherschutz ist

eine Oberste Bundesbehörde

der Bundesrepublik Deutschland.

Sein Hauptsitz befindet sich in der

Bundesstadt Bonn, ein zweiter

Dienstsitz in der Wilhelmstraße in

Berlin. Im Zuständigkeitsbereich

des BMEL geht es vor allem

um sichere Lebensmittel, um

wirtschaftlich tragfähige Landwirtschaftsbetriebe

und um einen

ökologisch und sozial intakten

ländlichen Raum.

BMFSFJ Bundesministerium für

Familie, Senioren, Frauen

und Jugend ist eine Oberste

Bundesbehörde der Bundesrepublik

Deutschland. Sein Hauptsitz

befindet sich in Berlin, sein


Administration & Organizations 37

zweiter – personell jedoch stärker

besetzter Dienstsitz – in Bonn.

Die Aufgaben des Bundesministeriums

für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend lassen sich

in unterschiedliche Kategorien

einteilen: Familie, Senioren,

Frauen, Kinder und Jugendliche,

Wohlfahrtspflege, Freiwilligendienste

und bürgerschaftliches

Engagement.

BMG Bundesminsterium für

Gesundheit ist eine Oberste

Bundesbehörde der Bundesrepublik

Deutschland. Es hat seinen

Hauptsitz in Bonn und einen

zweiten Dienstsitz in Berlin. Dabei

konzentriert sich die Arbeit auf

die Erarbeitung von Gesetzesentwürfen,

Rechtsverordnungen

und Verwaltungsvorschriften. Zu


38 Administration & Organizations

den zentralen Aufgaben zählt, die

Leistungsfähigkeit der Gesetzlichen

Krankenversicherung

sowie der Pflegeversicherung zu

erhalten, zu sichern und fortzuentwickeln

sowie die Reform des

Gesundheitssystems .Ein weiterer

Schwerpunkt des Ministeriums im

Gesundheitsbereich ist der Gesundheitsschutz,

die Krankheitsbekämpfung

und die Biomedizin.

BMI

Bundesministerum des

Inneren ist eine oberste Bundesbehörde

der Bundesrepublik

Deutschland. Es hat seinen

Hauptsitz in Berlin, der Zweitsitz

befindet sich in Bonn. Das

BMI bestimmt maßgeblich die

Innenpolitik. Seine Zuständigkeit

erstreckt sich unter anderem auf

die innere Sicherheit, das Pass-,


Administration & Organizations 39

Ausweis- und Meldewesen, den

Öffentlichen Dienst, Organisation

der öffentlichen Verwaltung,

Statistik, die Informationstechnik,

Angelegenheiten der Kirchen

und Religionsgemeinschaften

sowie Angelegenheiten betreffend

Zuwanderung, Integration und

nationaler Minderheiten (insbesondere

Ausländer, Flüchtlinge,

Asylsuchende, Vertriebene und

Spätaussiedler).

BMJ

Bundesministerium der Justiz

ist eine Oberste Bundesbehörde

der Bundesrepublik Deutschland.

in erster Linie Gesetzgebungsund

Beratungsministerium. Es

erarbeitet Gesetz- und Verordnungsentwürfe

im Bereich seiner

Federführung, also im Wesentlichen

für das Bürgerliche Recht,


40 Administration & Organizations

das Handels- und Wirtschaftsrecht,

das Strafrecht und die

Prozessrechte.

BMUB Bundesministerum für

Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

ist eine Oberste

Bundesbehörde der Bundesrepublik

Deutschland. Sein erster

Dienstsitz befindet sich in der

Bundesstadt Bonn, sein zweiter

in Berlin. Seine Zuständigkeit

erstreckt sich unter anderem auf

den Schutz vor Umweltgiften und

Strahlung, für einen sparsamen

Umgang mit Rohstoffen, den Klimaschutz

sowie für eine Nutzung

der natürlichen Lebensgrundlagen,

bei der die Vielfalt von Tier-,

und Pflanzenarten und der Erhalt

ihrer Lebensräume sichergestellt

wird. Im Dezember 2013


Administration & Organizations 41

wurde dem BMUB zusätzlich

die Zuständigkeiten für Stadtentwicklung,

Wohnen, ländliche Infrastruktur,

öffentliches Baurecht,

Bauwesen, Bauwirtschaft sowie

Bundesbauten übertragen.

BMVBS Bundesministerium für

Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

und digitale

Infrastruktur s. Bundesministerium

für Verkehr und digitale

Infrastrukutur (àBMVI).

BMVI Bundesministerium für Verkehr

und digitale Infrastruktur

ist eine Oberste Bundesbehörde

der Bundesrepublik Deutschland.

Es hat seinen ersten Dienstsitz in

Berlin, seinen zweiten – personell

stärker besetzten Dienstsitz – in

der Bundesstadt Bonn. Mit der


42 Administration & Organizations

Ernennung des Kabinetts Merkel

III wurde das Bundesministerium

für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

(àBMVBS) kraft Organisationserlass

per 17. Dezember

2013 in Bundesministerium für

Verkehr und digitale Infrastruktur

(àBMVI) umbenannt.

BMVg Bundesministerium der

Verteidigung, kurz Bundesverteidigungsministerium,

ist eine

oberste Bundesbehörde und

das für die militärische Verteidigung

und alle Angelegenheiten

der Bundeswehr zuständige

Ministerium der Bundesregierung

der Bundesrepublik Deutschland.

Das Ministerium unterstützt den

Bundesminister der Verteidigung

in seinen Verantwortlichkeiten als

Mitglied der Bundesregierung,


Administration & Organizations 43

Fachminister für militärische

Verteidigung, Inhaber der Befehlsund

Kommandogewalt über die

Streitkräfte im Frieden und Spitze

der Wehrverwaltung.

BMWi Bundesministerium für

Wirtschaft und Technologie ist

eine Oberste Bundesbehörde der

Bundesrepublik Deutschland. Es

wurde 1949 als Bundesministerium

für Wirtschaft gegründet. Der

Hauptdienstsitz des Ministeriums

befindet sich in Berlin, der zweite

Dienstsitz des Ministeriums ist

in Bonn. Die Aufgabe ist sowohl

Wettbewerbsfähigkeit als auch

ein hohes Beschäftigungsniveau

zu sichern. Dieser Aufgabe

entsprechen gesetzgeberische,

administrative und koordinierende

Funktionen des Ministeriums z.


44 Administration & Organizations

B. in der Energie-, Industrie- und

Innovationspolitik sowie in der

Wettbewerbs-, Mittelstands-, und

Europapolitik.

BMZ

Bundesministerium für

wirtschaftliche Zusammenarbeit

und Entwicklung ist eine

Oberste Bundesbehörde der

Bundesrepublik Deutschland. Es

hat seinen Hauptsitz in Bonn im

ehemaligen Bundeskanzleramt,

ein zweiter Dienstsitz befindet

sich in Berlin im Europahaus.

Aufgabe des BMZ ist die grundsätzliche

Konzeptionierung der

Entwicklungszusammenarbeit

der Bundesrepublik Deutschland,

die auch die Umsetzung

demokratischer Prinzipien und

der Menschenrechte in den Partnerländern

berücksichtigen soll.


BME

Administration & Organizations 45

Bundesverband Materalwirtschaft

Einkauf und Logistik

e.V., 1954 gegründet, ist Dienstleister

für 8.500 Einzel- und Firmenmitglieder.

Ziel des Verbands

ist es, den Erfahrungsaustausch

für Unternehmen und Wissenschaft,

für die Beschaffungs- und

Anbieterseite zu fördern.

CDH

Centralvereinigung Deutscher

Wirtschaftsverbände

für Handelsvermittlung und

Vertrieb e.V. repräsentiert als

Spitzenverband die rund 60.000

Handelsvermittlerbetriebe in allen


46 Administration & Organizations

Handelsbranchen. Dazu gehören

insbesondere die Handelsvertretungen

als Marktpartner von

Industrie und Handel. Die CDH

steht aber auch offen für andere

Unternehmen, die selbständig im

Vertrieb tätig sind. Angeschlossen

sind 13 Wirtschaftsverbände

aus allen Teilen der Bundesrepublik

Deutschland sowie

sieben Berufsfachverbände. Den

Wirtschaftsverbänden der CDH

gehören Industrievertretungen,

Handelsagenturen, Vertragshändler,

Vertriebsingenieurbüros,

Merchandiser etc. an.

CEN

Comité Européen de Normalisation

(dt. Europäische

Komitee für Normung) ist eine

private, nicht gewinnorientierte

Organisation, deren Mission es


Administration & Organizations 47

ist, die europäische Wirtschaft

im globalen Handel zu fördern,

das Wohlbefinden der Bürger zu

gewährleisten und den Umweltschutz

voranzutreiben. Dies soll

mit Hilfe einer effizienten Infrastruktur

zur Entwicklung, Verwaltung

und Verteilung von europaweit

kohärenten Normen und Spezifikationen

geschehen, die allen

interessierten Kreisen zugänglich

sind. CEN ist eine der drei großen

Normungsorganisationen in Europa.

Das CEN ist verantwortlich

für europäische Normen (àEN) in

allen technischen Bereichen außer

der Elektrotechnik (Europäisches

Komitee für elektrotechnische

Normung (àCENELEC) und der

Telekommunikation (Europäisches

Institut für Telekommunikationsnormen

(àETSI).


48 Administration & Organizations

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


Administration & Organizations 49

CENELEC Comité Européen de

Normalisation Électrotechnique

(dt. Europäisches Komitee

für elektrotechnische Normung)

ist eine der drei großen Normungsorganisationen

in Europa.

CENELEC ist zuständig für die

europäische Normung im Bereich

Elektrotechnik. CENELEC wurde

1973 gegründet. CENELEC ist

eine gemeinnützige Organisation

unter belgischem Recht mit Sitz

in Brüssel.

CERN Conseil Européen pour la

Recherche Nucléaire (dt.

Europäische Organisation für

Kernforschung) ist eine Grossforschungseinrichtung

mit Sitz in

Genf, Schweiz. Am CERN wird

physikalische Grundlagenforschung

betrieben, insbesondere


50 Administration & Organizations

wird mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger

der Aufbau der

Materie erforscht. Der derzeit

bedeutendste ist der Large

Hadron Collider (àLHC), der

2008 in Betrieb genommen

wurde. Derzeit hat das CERN 21

Mitgliedstaaten. Mit seinen etwa

3.200 Mitarbeitern ist das CERN

das weltgrößte Forschungszentrum

auf dem Gebiet der Teilchenphysik.

Über 10.000 Gastwissenschaftler

aus 85 Nationen

arbeiten an CERN-Experimenten.

CMA Centrale Marketing-Gesellschaft

der deutschen Agrarwirtschaft

war eine deutsche

Agrarmarketing-Organisation. Sie

machte Werbung für Agrarprodukte

und informierte über die

Erzeugung und Verwendung von


Administration & Organizations 51

Lebensmitteln. Am 5. März 2009

wurde − als eine Folge des Urteils

des Bundesverfassungsgerichts

zum Absatzfonds vom 3. Februar

2009 − in einer außerordentlichen

Gesellschafterversammlung die

Liquidation der CMA beschlossen,

da die Finanzierung durch

nun wegfallende Zwangsabgaben

gefährdet war.

COSO Committee of Sponsoring Organisations

of the Treadway

Commission ist eine freiwillige

privatwirtschaftliche Organisation

in den USA, die helfen soll,

Finanzberichterstattungen durch

ethisches Handeln, wirksame

interne Kontrollen und gute

Unternehmensführung qualitativ

zu verbessern. COSO hat 1992


52 Administration & Organizations

einen anerkannten Standard für

Interne Kontrollsysteme (àIKS),

das COSO-Modell, publiziert.

DAA

Deutsche Angestellten-Akademie

GmbH ist eine in ganz

Deutschland tätige Einrichtung

der beruflichen Bildung. Sie steht

der Gewerkschaft Ver.di aufgrund

ihrer Vergangenheit als Bildungswerk

der Ver.di-Vorgängergewerkschaft

àDAG prinzipiell

nahe. Sie ist aus dem „Bildungswerk

der DAG e. V.“ hervorge-


Administration & Organizations 53

gangen, welches wiederum 1946

gegründet wurde und ab 1952

als eingetragener Verein firmierte.

DAG

DGB

Deutsche Angestellten-Gewerkschaft

war eine eigenständige

Gewerkschaft mit Sitz in

Hamburg. Sie gehörte nicht zum

Deutschen Gewerkschaftsbund

(àDGB), bevor sie 2001 Teil der

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

(ver.di) wurde.

Deutscher Gewerkschaftsbund

ist die größte Dachorganisation

von Einzelgewerkschaften.

Ihm gehören acht

Mitgliedsgewerkschaften mit über

sechs Millionen Gewerkschafterinnen

und Gewerkschaftern in

der Bundesrepublik Deutschland

an. Diese decken alle Branchen


54 Administration & Organizations

und Wirtschaftsbereiche ab. Es

gibt jedoch auch Gewerkschaften,

die nicht zum DGB gehören.

Der Vorstand des DGB hat seinen

Sitz in Berlin. Der DGB arbeitet

auf internationaler Ebene im Europäischen

Gewerkschaftsbund

(àEGB) und im Internationalen

Gewerkschaftsbund (àIGB)

mit und vertritt die deutsche

Gewerkschaftsbewegung bei

inter-nationalen Institutionen wie

der àEU und der àUNO.

DICO Deutsches Institut für Compliance

e.V. ist ein Netzwerk der

Compliance-Verantwortlichen

und Experten in Deutschland.

DICO wurde am 28. November

2012 auf Initiative führender

Compliance-Praktiker in Berlin

gegründet. Damit ist ein zentrales


Administration & Organizations 55

Forum zur konsequenten und

praxisbezogenen Förderung und

Weiterentwicklung von Compliance

in Deutschland entstanden.

DIHK Deutsche Industrie- und

Handelskammertag – ehemals

Deutscher Industrie- und Handelstag

ist die Dachorganisation

der 80 deutschen Industrie- und

Handelskammern. Im Auftrag

und in Abstimmung mit den

IHKs übernimmt der DIHK die

Interessenvertretung der gesamten

gewerblichen deutschen

Wirtschaft gegenüber Entscheidern

der Bundespolitik und den

europäischen Institutionen. Er

koordiniert zugleich die Arbeit des

weltweiten Netzes der Deutschen

Auslandshandelskammern

(àAHKs). Er hat den Rechtssta-


56 Administration & Organizations

tus eines eingetragenen Vereins.

Mitglieder des DIHK sind die

Industrie- und Handelskammern,

die selbst Körperschaften des

öffentlichen Rechts sind. Sitz des

DIHK ist das Haus der Deutschen

Wirtschaft in Berlin.

DIN

Deutsche Institut für Normung

e. V. ist die bedeutendste

nationale Normungsorganisation

der Bundesrepublik Deutschland.

Die unter der Leitung von

Arbeitsausschüssen dieser Normungsorganisation

erarbeiteten

Normen werden als DIN-Normen

bezeichnet. Das Deutsche Institut

für Normung wird privatwirtschaftlich

getragen und bei

seinen europäischen und internationalen

Normungsaktivitäten von

der Bundesrepublik Deutschland


Administration & Organizations 57

als einzige nationale Normungsorganisation

unterstützt. Es bietet

den sogenannten „interessierten

Kreisen“ ein Forum, im Konsensverfahren

Normen zu erarbeiten.

Der interessierte Kreis der Verbraucher

wird durch den Verbraucherrat

des DIN vertreten. Das

DIN ist Mitglied der Europäischen

Bewegung Deutschlands.

DIS

Deutsche Institution für

Schiedsgerichtsbarkeit e.V.

ist ein eingetragener Verein zur

Förderung der deutschen und internationalen

Schiedsgerichtsbarkeit.

Die DIS bietet ein administriertes

Schiedsgerichtsverfahren

nach der DIS-Schiedsgerichtsordnung

und weitere Verfahren

alternativer Streiterledigung an.

Sie veranstaltet regelmäßig Kon-


58 Administration & Organizations

ferenzen und Seminare zur Ausund

Fortbildung für Juristen und

andere interessierte Personen

und gibt mehrere Publikationen

zur deutschen und internationalen

Schiedsgerichtsbarkeit heraus.

DSE

Direct Selling Europe ist ein

Zusammenschluss von Verbänden

und namhaften Unternehmen,

gegründet 2007, um die

Interessen der europäischen

Direktvertrieb-Industrie in der EU

zu repräsentieren.


Administration & Organizations

59

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


60 Administration & Organizations

EABM

European Association for

Busness Management ist eine

Vereinigung rechtlich selbstständiger

nationaler Gesellschaften zur

Förderung des Business Process

Management (àBPM).

EGB

Europäische Gewerkschaftsbund

ist der europäische Dachverband

der Gewerkschaften mit

Sitz in Brüssel, Belgien. Er vertritt

82 nationale Gewerkschaftsbünde

aus 36 Ländern und 12

europäische Gewerkschaftsverbände

mit insgesamt 60 Millionen

Mitgliedern.


Administration & Organizations 61

EMEA Europe, Middle East und

Africa ist eine aus dem angloamerikanischen

Sprachraum

stammende Abkürzung für den

genannten Wirtschaftsraum. Es

handelt sich um den Wirtschaftsraum,

der durch wirtschaftliche

Dreiteilung der Weltwirtschaft

entsteht, bei dem Europa als

wirtschaftliches Zentrum gesetzt

ist. Die zugehörige Teilung in drei

ökonomische Regionen wird

meist zu statistischen Zwecken

genutzt, z. B. von internationalen

Marktforschungsunternehmen

oder für Unternehmens- und

Geschäftsberichte vor allem

multinationaler Konzerne.


62 Administration & Organizations

ETSI

European Telecomunications

Standards Institute

(dt. Europäisches Institut für

Telekommunikationsnormen) ist

eine der drei großen Normungsorganisationen

in Europa mit Sitz

in Sophia Antipolis in der Nähe

von Nizza, Frankreich. ETSI ist

eine gemeinnützige Organisation,

welche offiziell von der EU als

Europäische Organisation für

Normung anerkannt ist und das

Ziel verfolgt, weltweit anwendbare

Standards für die Informationsund

Kommunikationstechnologien

zu schaffen.

EU

Europäische Union ist ein

aus 28 Staaten bestehender

Staatenverbund. Seine Bevölkerung

umfasst über eine halbe

Milliarde Einwohner. Der von den


Administration & Organizations 63

EU-Mitgliedstaaten gebildete

Europäische Binnenmarkt ist der

am Bruttoinlandsprodukt gemessen

größte gemeinsame Markt

der Welt. Seit dem Vertrag von

Lissabon besitzt die Europäische

Union eine eigene Rechtspersönlichkeit

und verfügt seither über

ein Rede- und Einsichtsrecht bei

den Vereinten Nationen.

FDA

Food and Drug Administration

ist die behördliche Lebensmittelüberwachung

und die

Arzneimittelzulassungsbehörde


64 Administration & Organizations

der Vereinigten Staaten und ist

dem Gesundheitsministerium

unterstellt.

GATS General Agreement on Trade

in Services (dt. Allgemeine

Abkommen über den Handel

mit Dienstleistungen) ist ein

internationales, multilaterales

Handelsabkommen der Welthandelsorganisation

(àWTO),

das den grenzüberschreitenden

Handel mit Dienstleistungen

regelt und dessen fortschreitende

Liberalisierung zum Ziel hat.


Administration & Organizations 65

GATT General Agreement on Tariffs

and Trade (dt. Allgemeines Zollund

Handelsabkommen ) stellt

eine internationale Vereinbarung

über den Welthandel dar. Durch

das GATT ist im Verlauf der

Geschichte der Grundstein zur

Gründung der Welthandelsorganisation

(àWTO) im Jahre

1995 gelegt worden, in die es

heute noch eingegliedert ist. Alle

Mitglieder der WTO sind auch

Vertragspartner des GATT.

GOBD Grundsätze zur ordnungsmäßigen

Führung und

Aufbewahrung von Büchern,

Aufzeichnungen und Unterlagen

in elektronischer Form

sowie zum Datenzugriff regeln

die Aufbewahrung von handelsrechtlich

und steuerrechtlich


66 Administration & Organizations

relevanten Daten und Dokumenten

in elektronischer Form. Die

GoBD wurden durch Schreiben

des Bundesfinanzministeriums

am 14.11.2014 (Aktenzeichen V

A 4 - S 0316/13/10003 | DOK

2014/0353090) in elektronischer

Form publiziert. Die GoBD sind

ab 1. 1.2015 gültig. Sie lösen

die Grundsätze zum Datenzugriff

und zur Prüfbarkeit digitaler

Unterlagen (àGDPdU) und die

Grundsätze ordnungsmäßiger

DV-gestützter Buchführungssysteme

(àGoBS) ab.

GoBS Grundsätze ordnungsmäßiger

DV-gestützter Buchführungssysteme

sind Regeln zur

Buchführung mittels Datenverarbeitungssystemen,

die durch

Schreiben des Bundesfinanz-


Administration & Organizations 67

ministeriums vom 28. 7.1995

bekanntgegeben wurden. Die

GoBS sind durch die àGoBD

zum 1.1.2015 abgelöst worden.

HP

Hewlett-Packard Company

ist eine der größten US-amerikanischen

Technologiefirmen,

registriert in Wilmington, Delaware

und mit Firmenzentrale in Palo

Alto, Kalifornien. HP ist eines der

umsatzstärksten IT-Unternehmen

der Welt und war das erste Technologieunternehmen

im Silicon

Valley. Zu HP gehören der Computerhersteller

Compaq und Palm.


68 Administration & Organizations

Wenn aus einer einzelnen

VERANTWORTUNG


Administration & Organizations

69

eine globale

ORGANISATIONS-

AUFGABE

wird.


70 Administration & Organizations

HR

Handelsregister bezeichnet

ein öffentliches Verzeichnis, das

Eintragungen über die angemeldeten

Kaufleute in einem

bestimmten geografischen Raum

führt. Das Handelsregister soll

eine Publikations-, Beweis-, Kontroll-

und Schutzfunktion erfüllen.

IAS

International Accounting

Standards sind Rechnungslegungsstandards,

nach denen

Unternehmen ihre Jahresabschlüsse

aufstellen können bzw.

müssen, um die Jahres- und


Administration & Organizations

Konzernabschlüsse international

agierender Unternehmen

vergleichbar zu machen.

71

IASB International Accounting

Standards Board ist ein

international besetztes unabhängiges

Gremium von Rechnungslegungsexperten,

das die

International Financial Reporting

Standards (àIFRS) entwickelt

und bei Bedarf überarbeitet. Die

IFRS bestimmen die Grundsätze,

nach denen Jahresabschlüsse

von Unternehmen für Zwecke der

internationalen Kapitalmärkte erstellt

werden. Sie sind die Grundlage

der Rechnungslegung in der

àEU und vielen Staaten. Daher

hat das IASB eine besondere

Bedeutung für das Funktionieren

der internationalen Kapitalmärkte,


72 Administration & Organizations

die auf relevante und verlässliche

Informationen zur Entscheidungsfindung

angewiesen sind. Das

IASB besteht aus 16 Mitgliedern

(Stand 2012).

IBM® International Business Machines

ist eines der weltweit führenden

Unternehmen für Hardware,

Software und Dienstleistungen

im IT-Bereich sowie eines der

größten Beratungsunternehmen

weltweit.

ICC

International Chamber of

Commerce (dt. Internationale

Handelskammer) ist eine internationale

nichtstaatliche Organisation

mit Sitz in der französischen

Hauptstadt Paris. Ihre Aufgabe ist

die Unterstützung und Förderung

des weltweiten Handels und


Administration & Organizations 73

der Globalisierung. Sie verteidigt

die wirtschaftlichen Interessen,

Wohlstand und Wachstum der

Weltwirtschaft.

ICC

International Chamber of

Commerce (dt. Internationale

Handelskammer) ist eine internationale

nichtstaatliche Organisation

mit Sitz in der französischen

Hauptstadt Paris. Ihre Aufgabe ist

die Unterstützung und Förderung

des weltweiten Handels und

der Globalisierung. Sie verteidigt

die wirtschaftlichen Interessen,

Wohlstand und Wachstum der

Weltwirtschaft. Als eine der

bedeutendsten Einrichtungen auf

dem Gebiet der Weltwirtschaft

genießt sie Beobachterstatus

in nahezu allen relevanten Internationalen

Organisationen.


74 Administration & Organizations

ICH

International Conference on

Harmonisation of Technical

Requirements for Registration

of Pharmaceuticals for Human

Use hat sich die die Harmonisierung

der Beurteilungskriterien

von Human-Arzneimitteln als

Basis der Arzneimittelzulassung in

Europa, den USA und Japan zum

Ziel gesetzt. Das Programm läuft

parallel zur International Cooperation

on Harmonisation of Technical

Requirements for Registration

of Veterinary Medicinal Products

(Gegenstück in der Tiermedizin).

IDW

Institut der Wirtschaftsprüfer

in Deutschland e. V. mit Sitz in

Düsseldorf ist ein eingetragener

Verein, der die Arbeit der Wirtschaftsprüfer

und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

fördert und


Administration & Organizations 75

unterstützt, Aus- und Fortbildung

anbietet sowie die Interessen des

Berufsstands der Wirtschaftsprüfer

vertritt. Die Mitgliedschaft für

Wirtschaftsprüfer ist freiwillig.

IEC

IFRS

International Electrotechnical

Commission (dt. Internationale

Elektronische Kommission) ist

eine internationale Normungsorganisation

mit Sitz in Genf für

Normen im Bereich der Elektrotechnik

und Elektronik. Einige

Normen werden gemeinsam mit

der àISO entwickelt.

International Financial

Reporting Standards sind internationale

Rechnungslegungsvorschriften

für Unternehmen,

die vom International Accounting

Standards Board (àIASB)


76 Administration & Organizations

herausgegeben werden. Sie

sollen losgelöst von nationalen

Rechtsvorschriften die Aufstellung

international vergleichbarer

Jahres- und Konzernabschlüsse

regeln. Die IFRS werden von

zahlreichen Ländern zumindest

für kapitalmarktorientierte Unternehmen

vorgeschrieben.

IGB

Internationaler Gewerkschaftsbund

war ein internationaler

Gewerkschaftsdachverband

in der ersten Hälfte des

20. Jahrhunderts. Seit 2006

ist es erneut ein internationaler

Gewerkschaftsdachverband (mit

Sitz in Brüssel).


IHK

IMF

Administration & Organizations 77

Industrie- und Handelskammer

ist eine berufsständische

Körperschaft des öffentlichen

Rechts und besteht aus

Unternehmen einer Region.

Alle Gewerbetreibenden und

Unternehmen mit Ausnahme

reiner Handwerksunternehmen,

Landwirtschaften und Freiberufler,

welche nicht ins Handelsregister

eingetragen sind, gehören ihnen

per Gesetz an.

International Monetary Fund

(dt. Internationaler Währungsfonds)

ist eine Sonderorganisation

der Vereinten Nationen. Zu seinen

Aufgaben gehören Förderung der

internationalen Zusammenarbeit

in der Währungspolitik, Ausweitung

des Welthandels, Stabi-


78 Administration & Organizations

lisierung von Wechselkursen,

Kreditvergabe, Überwachung der

Geldpolitik und Technische Hilfe.

INCOTERMS International Commercial

Terms (dt. Internationale

Handelsklauseln) sind eine

Reihe von freiwilligen Regeln

zur Auslegung handelsüblicher

Vertragsformeln im internationalen

Warenhandel.

IrDA

Infrared Data Association

bezeichnet den Zusammenschluß

von circa 50 Unternehmen

1993, um ein Forum für die

Diskussion und Standardisierung

von Infrarottransceivern und Protokollspezifikationen

zu etablieren.

Mitglieder waren unter anderen

àHP, àIBM und àMS.


ISM

ISO

Administration & Organizations 79

Institute for Supply Management

ist eine US-amerikanische

Non-Profit-Organisation, die u.a.

monatlich den US-Einkaufsmanager-Index

àPMI veröffentlicht.

Internationale Organisation

für Normung ist die internationale

Vereinigung von Normungsorganisationen

und erarbeitet

internationale Normen in allen

Bereichen mit Ausnahme der

Elektrik und der Elektronik, für

die die Internationale elektrotechnische

Kommission (àIEC)

zuständig ist, und mit Ausnahme

der Telekommunikation, für die

die Internationale Fernmeldeunion

(àITU) zuständig ist. Gemeinsam

bilden diese drei Organisationen

die World Standards Cooperation

(àWSC).


80 Administration & Organizations

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IWF

Administration & Organizations 81

Internationale Währungsfonds

ist eine Sonderorganisation der

Vereinten Nationen und hat

seinen Sitz in Washington, D.C.,

USA. Eine seiner Hauptaufgaben

ist die Vergabe von Krediten an

Länder ohne ausreichende Währungsreserven,

die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten

geraten

sind. Förderung der internationalen

Zusammenarbeit in der

Währungspolitik, Ausweitung des

Welthandels, Stabilisierung von

Wechselkursen, Überwachung

der Geldpolitik sowie technische

Hilfe sind dementsprechend seine

Tätigkeitsfelder.


82 Administration & Organizations

KG

Kommanditgesellschaft ist

eine Personengesellschaft, in der

sich zwei oder mehrere natürliche

oder juristische Personen zusammengeschlossen

haben, um unter

einer gemeinsamen Firma ein

Handelsgewerbe zu betreiben,

wobei für Verbindlichkeiten der

Gesellschaft mindestens ein Gesellschafter

unbeschränkt haftet

(Komplementär) und ein weiterer

Gesellschafter nur beschränkt

haftet (Kommanditist).


Administration & Organizations 83

KGaA Kommanditgesellschaft auf

Aktien ist in einigen Rechtsordnungen

eine Rechtsform für

Unternehmen. Sie verbindet

Elemente der Aktiengesellschaft

(àAG) und der Kommanditgesellschaft

(àKG) miteinander.

Bei der KGaA handelt es sich um

eine Aktiengesellschaft, die an

Stelle eines Vorstandes über persönlich

haftende Gesellschafter

(Komplementäre) verfügt. Obwohl

die KGaA Merkmale einer Personengesellschaft

aufweist, ist sie

trotzdem eine Kapitalgesellschaft.

KMU Kleine und mittelständische

Unternehmen ist die Sammelbezeichnung

für Unternehmen,

die definierte Grenzen hinsichtlich

Beschäftigtenzahl, Umsatzerlös

oder Bilanzsumme nicht über-


84 Administration & Organizations

schreiten. Die Einordnung erfolgt

in der Regel unabhängig von der

gewählten Rechtsform oder der

Eigentümerstruktur. Unternehmen,

die die Grenzen überschreiten,

werden Großunternehmen

genannt. International ist die

englischen Bezeichnungen Small

and Medium-sized Enterprises

(àSME) gebräuchlich.

KPMG Klynveld Peat Marwick Goerdeler

ist ein globales Netzwerk

rechtlich selbstständiger und unabhängiger

Unternehmen in den

Bereichen Wirtschaftsprüfung,

Steuerberatung und Unternehmens-

bzw. Managementberatung.

K11

K11 Consulting GmbH

àS. 393


Administration & Organizations

85

LHC

Large Hadron Collider (dt.

Großer Hadronen-Speicherring)

ist ein Teilchenbeschleuniger

am Europäischen Kernforschungszentrum

àCERN bei

Genf. In Bezug auf Energie und

Häufigkeit der Teilchenkollisionen

ist der LHC der leistungsstärkste

Teilchenbeschleuniger der Welt.


86 Administration & Organizations

MERCOSUR Mercado Común del

Sur (dt. Gemeinsamer Markt

Südamerikas) ist ein Zusammenschluss

lateinamerikanischer

Staaten, der sich durch Unterzeichnung

des Vertrages von

Asunción vom 26. März 1991

konstituierte. Ziel des MERCO-

SUR ist der wirtschaftliche und

politische Integrationsprozess der

Vertragsstaaten.

MIT

Massachusetts Institute of

Technology (dt. Institut für

Technologie Massachusetts) ist

eine Technische Hochschule


Administration & Organizations 87

und Universität in Cambridge,

Massachusetts, USA, gegründet

1861. Das MIT gilt als eine der

weltweit führenden Eliteuniversitäten

und erreicht in internationalen

Vergleichen regelmäßig einen

Spitzenplatz. Die Hochschule ist

Mitglied der Association of American

Universities, einem seit 1900

bestehenden Verbund führender

forschungsintensiver nordamerikanischer

Universitäten.

OASIS Organization for the Advancement

of Structured Information

Standards ist eine interna-


88 Administration & Organizations

tionale, nicht-gewinnorientierte

Organisation, die sich mit der

Weiterentwicklung von E-Business-

und Webservice-Standards

beschäftigt. Bekannte Standards

der OASIS sind u. a. OpenDocument

und DocBook.

OECD Organisation for Economic

Co-operation and Development

(dt. Organisation für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und

Entwicklung) ist eine Internationale

Organisation mit 34 Mitgliedstaaten,

die sich der Demokratie

und Marktwirtschaft verpflichtet

fühlen. Die meisten OECD-Mitglieder

gehören zu den Ländern

mit hohem Pro-Kopf-Einkommen

und gelten als entwickelte Länder.


Administration & Organizations 89

OMG Object Management Group ist

ein 1989 gegründetes Konsortium,

das sich mit der Entwicklung

von Standards für die

herstellerunabhängige systemübergreifende

objektorientierte

Programmierung beschäftigt. Der

OMG gehörten zur Gründung elf

Unternehmen, darunter àIBM,

Apple und Sun, an. Mit Microsoft

trat im September 2008 ein weiterer

Hauptakteur im Softwaregeschäft

der OMG bei. Mittlerweile

hat sie über 800 Mitglieder und

entwickelt international anerkannte

Standards. Die bekanntesten

Entwicklungen der OMG sind

die Common Object Request

Broker Architecture (àCORBA),

die das Erstellen von verteilten

Anwendungen in heterogenen

Umgebungen vereinfacht, sowie


90 Administration & Organizations

die Unified Modeling Language

(UML), welche die Modellierung

und Dokumentation von objektorientierten

Systemen in einer

normierten Syntax erlaubt.

PWC PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ist eine

Aktiengesellschaft (àAG)mit Sitz

in Frankfurt am Main. Kerndienstleistungen

sind Wirtschaftsprüfung

und prüfungsnahe Dienstleistungen,

Steuerberatung sowie

Transaktionsberatung, Corporate

Finance und Krisenbewältigung.


Administration & Organizations 91

Die Gesellschaft gehört zum

Verbund von Pricewaterhouse-

Coopers International.

SAP® Systeme, Anwendungen, Produkte

(ursprünglich Systemanalyse

und Programmentwicklung,

später Systeme, Anwendungen,

Produkte in der Datenverarbeitung)

ist der größte europäische

Softwarehersteller. Tätigkeitsschwerpunkt

ist die Entwicklung

von àERP-Software zur Abwicklung

sämtlicher Geschäftsprozesse

eines Unternehmens

wie Buchführung, Controlling,


92 Administration & Organizations

Vertrieb, Einkauf, Produktion, Lagerhaltung

und Personalwesen.

Der Name steht inzwischen

synonym für das zentrale Softwareprodukt

des Unternehmens,

SAP ERP, das es seit 1993 vertreibt.

Bis Dezember 2003 wurde

das Produkt unter dem Namen

SAP R/3 geführt, bis 2007 unter

mySAP ERP.

SNV

Schweizerische Normen-

Vereinigung ist die nationale

Normenorganisation der Schweiz

mit Sitz in Winterthur. Sie ist verantwortlich

für die Schweizerische

Norm; von der SNV ausgegebene

Normen sind mit dem Kürzel

SN gekennzeichnet.

Die SNV ist Vollmitglied der

Internationalen Organisation für

Normung (àISO) und des Euro-


Administration & Organizations 93

päischen Komitees für Normung

(àCEN). Dadurch stellt die SNV

die internationale Zusammenarbeit

in der Normung sicher.

TQG The Quality Group àS. 392


94 Administration & Organizations

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


Administration & Organizations

95

UNIDROIT Institut international pour

l’unification du droit privé (dt.

eine internationale Organisation,

die sich zum Ziel gesetzt hat,

das Zivilrecht international zu

vereinheitlichen) hat Methoden

entwickelt, völkerrechtliche

Übereinkommen, Mustergesetze,

und Grundregeln zur Modernisierung

und Harmonisierung des

Zivilrechts, insbesondere des

internationalen Handelsrechts.


96 Administration & Organizations

UNO

United Nations Organization

(dt. Organisation der Vereinten

Nationen) sind ein zwischenstaatlicher

Zusammenschluss

von 193 Staaten und als globale

internationale Organisation ein

uneingeschränkt anerkanntes

Völkerrechtssubjekt. Die wichtigsten

Aufgaben der Organisation

sind gemäß ihrer Charta die

Sicherung des Weltfriedens, die

Einhaltung des Völkerrechts, der

Schutz der Menschenrechte und

die Förderung der internationalen

Zusammenarbeit. Im Vordergrund

stehen außerdem Unterstützung

im wirtschaftlichen, sozialen und

humanitären Gebiet (siehe auch

die Millennium-Entwicklungsziele

der UNO).


Administration & Organizations

97

VDI

Verein Deutscher Ingenieure

e. V. ist nach eigenen Angaben

die größte Vereinigung von Ingenieuren

und Naturwissenschaftlern

in Deutschland. Er sieht sich als

Interessenvertreter für die in ihm

organisierten Ingenieure und

Naturwissenschaftler, bezeichnet

sich jedoch in Abgrenzung zu

anderen Interessenvertretern

für technische Berufe offiziell als

wirtschaftsnah.

VDMA Verband Deutscher Maschinen-

und Anlagenbau

ist der Interessensverband der


98 Administration & Organizations

Investitionsgüterindustrie (Maschinen-

und Anlagenbau). Er vertritt

etwa 3.000 vorrangig mittelständische

Mitgliedsunternehmen

und zählt zu den einflussreichsten

Wirtschafts-verbänden in

Deutschland.

VN

VOI

Vereinte Nationen s. àUNO.

Verband Organisations- und

Informationssysteme e.V. ist

der Verband der Anbieter für

Enterprise Content Management

(àECM) und Dokumentenmanagementsysteme

(àDMS) in

Deutschland. Er fördert die Interessen

der Mitglieder und bildet

als „voice of information“ eine

kommunikative Brücke zwischen

Anbietern und Anwendern für

mehr Erfolg im Business.


Administration & Organizations

99

W3C

World Wide Web Consortium

ist das Gremium zur

Standardisierung der Techniken

im World Wide Web. Es wurde

am 1. Oktober 1994 am àMIT

Laboratory for Computer Science

in Cambridge, Massachusetts

gegründet. Das W3C ist eine

Mitgliedsorganisation. Gründer

und Vorsitzender ist Tim Berners-

Lee, der auch als der Erfinder des

World Wide Web gilt. Das W3C

entwickelt technische Spezifikationen

und Richtlinien in einem

ausgereiften, transparenten

Prozess, um maximalen Konsens


100 Administration & Organizations

über den Inhalt technischer

Protokolle, hohe technische und

redaktionelle Qualität und Zustimmung

durch das W3C und seine

Anhängerschaft zu erzielen.

WB

Whistleblower (vom Englischen

to blow the whistle; dt. wörtlich:

„die Pfeife blasen“) ist ein

Hinweisgeber oder ein Informant,

der Missstände wie illegales

Handeln (z. B. Korruption oder

Insiderhandel) oder allgemeine

Gefahren, von denen er an seinem

Arbeitsplatz oder in anderen

Zusammenhängen erfährt, wie

beispielsweise als Patient bei

einer medizinischen Behandlung,

an die Öffentlichkeit bringt.


Administration & Organizations 101

WIPO World Intellectual Property

Organization (dt. Weltorganisation

für geistiges Eigentum)

ist eine Teilorganisation der

Vereinten Nationen, die mit dem

Ziel gegründet wurde, Rechte an

immateriellen Gütern weltweit zu

fördern.

WSC World Standards Cooperation

ist die Arbeitsgemeinschaft dreier

weltweit tätiger Organisationen

der Normung. Die àIEC, die

àISO und die àITU schufen die

WSC im Jahr 2001 zur Stärkung

und Förderung des freiwilligen,

auf Konsens gründenden Systems

der Standardisierung. Von

der WSC wurde die gemeinsame

Vorkehrung erarbeitet, zur frühzeitigen

Erkennung von Patenten

auf der ersten Seite aller Entwürfe


102 Administration & Organizations

von Standards aufzurufen, betroffene

Patente mitzuteilen. Lizenzen

verweigern zu können oder nur

zu überhöhtem Preis auszustellen,

steht im Gegensatz zu den

Zielen der Standardisierung.

WTO World Trade Organisation

(dt. Welthandelsorganisation) ist

eine internationale Organisation

mit Sitz in Genf, die sich mit der

Regelung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen

beschäftigt.

Sie wurde am 15. April 1994

aus dem General Agreement on

Tariffs and Trade (àGATT) in der

Uruguay-Runde nach siebenjähriger

Verhandlungszeit gegründet.

Am 1. Januar 1995 nahm sie

ihre Arbeit in Genf auf. Die WTO

ist neben dem àIWF und der

Weltbank eine der zentralen


Administration & Organizations 103

internationalen Organisationen,

die Handels- und Wirtschaftspolitik

mit globaler Reichweite

verhandelt.

ZBB

ZIP

Zeitschrift für Bankrecht

und Bankwirtschaft ist eine

interdisziplinäre Fachzeitschrift,

die sich mit Themen des Bankund

Kapitalmarktrechts sowie der

Bankbetriebswirtschaft befasst.

Zeitschrift für Wirtschaftsrecht

ist eine juristische

Zeitschrift, die den Bereich des

Gesellschafts-, Handels-, Bank-


104 Administration & Organizations

und Insolvenzrechts abdeckt.

Sie richtet sich gleichermaßen an

Richter, Rechtsanwälte, Insolvenzverwalter,

Unternehmensjuristen

und Rechtswissenschaftler.

ZVEI

Zentralverband Elektrotechnik-

und Elektronikindustrie

e. V. vertritt die wirtschafts-,

technologie- und umweltpolitischen

Interessen von 1.600

Unternehmen der mittelständisch

geprägten deutschen Elektroindustrie.

Mit deutschlandweit

840.000 Beschäftigten (Ende

2012) und einem Gesamtumsatz

von 178 Mrd. Euro (Ende 2011)

ist die Elektroindustrie zweitgrößter

Industriezweig noch vor der

Automobilindustrie.


Business & Economy 105

AB

AFM

Auftragsbestätigung nach DIN

69905 ist die „Mitteilung über

die Annahme eines Auftrages“.

Korrekt müsste es heißen, dass

die Auftragsbestätigung die

Mitteilung des Anbietenden an

den Auftraggeber ist, dass er den

vereinbarten Vertrag verpflichtend

eingeht und dementsprechend

den Auftrag zu den vereinbarten

Konditionen durchführen wird.

Activity Flow Management

bezeichnet eine Methode des

Zeitmanagements. Es geht


106 Business & Economy

darum den Überblick über

Informations- und Aufgabenfluten

zu bewahren, indem ein Zustand

fließender Energie, die sich in

einem befindet und in der man

sich befindet, und in der man zu

Höchstleistungen fähig wird.

ALM

AMS

Application Lifecycle Management

ist der kontinuierliche

Begriff für die Entwicklung,

Betreuung und Service von

Applikationen. ALM schlägt dabei

eine Brücke zwischen Business

Management und Software

Engineering.

Arbeitsschutzmanagementsystem

soll Unternehmen in

prozesshafter Weise dazu dienen,

in ihren Betrieben Arbeitsunfälle,

arbeitsbedingte Verletzungen


Business & Economy 107

und Erkrankungen zu vermeiden

sowie generell die Gesundheit der

Beschäftigten am Arbeitsplatz zu

schützen.

BAM

Business Activity Monitoring

bezeichnet die Sammlung von

Analysen und Präsentationen

über zeitrelevante Geschäftsprozesse

in Organisationen. Das

BAM ist nicht zu verwechseln mit

dem Business Process Monitoring

(àBPM).


108 Business & Economy

Wenn aus

HEKTIK


Business & Economy 109

STRATEGIE wird.


Business & Economy 110

BANF Bestellanforderung bezeichnet

eine Aufforderung an den Einkauf,

ein Material oder eine Dienstleistung

in einer bestimmten Menge

zu einem bestimmten Termin zu

beschaffen.

BCM Business Continuity Management

bezeichnet in der Betriebswirtschaftslehre

die Entwicklung

von Strategien, Plänen und

Handlungen, um Tätigkeiten oder

Prozesse – deren Unterbrechung

der Organisation ernsthafte

Schäden oder vernichtende


Business & Economy 111

Verluste zufügen würden – zu

schützen bzw. alternative Abläufe

zu ermöglichen.

BDE

BEM

Betriebsdatenerfassung ist ein

Sammelbegriff für die Erfassung

von Istdaten über Zustände und

Prozesse in Betrieben.

Betriebliche Eingliederungsmanagement

ist eine Aufgabe

des Arbeitgebers mit dem Ziel,

Arbeitsunfähigkeit der Beschäftigten

eines Betriebes oder

einer Dienststelle möglichst zu

überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit

vorzubeugen und

den Arbeitsplatz des betroffenen

Beschäftigten im Einzelfall zu

erhalten. Im weiten Sinne geht es


112 Business & Economy

um ein betriebliches Gesundheitsmanagement

zum Schutz

der Gesundheit der Belegschaft.

BI

BIM

Business Intelligence wurde

ab Anfang bis Mitte der 1990er

Jahre populär und bezeichnet

Verfahren und Prozesse zur systematischen

Analyse (Sammlung,

Auswertung und Darstellung) von

Daten in elektronischer Form.

Business Information Management

ist ein Kunstwort

und wieder ein Begriff, der

beschreibt was „ein Hebel um

Unternehmensinformationen

wettbewerbsfähiger zu machen“

alles haben sollte. Ein Marktbegriff

mit verschiedenen Ansätzen und

unterschiedlicher Ausprägungen.


BIP

BPM

Business & Economy 113

Bruttoinlandprodukt gibt den

Gesamtwert aller Güter (Waren

und Dienstleistungen) an, die

innerhalb eines Jahres innerhalb

der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft

hergestellt wurden und

dem Endverbrauch dienen. Bei

der Berechnung werden Güter,

die nicht direkt weiterverwendet,

sondern auf Lager gestellt

werden als Vorratsveränderung

berücksichtigt.

Business Process Management

ein ganzheitlicher Ansatz,

um die Unternehmensprozesse

zu bewerten, zu verbessern und

zu gestalten. Mit Prozessoptimierungen

durch den Einsatz von flexiblen

und integrativen Lösungen


Business & Economy 114

sollen Effizienz und Effektivität verbessert

und Innovationen genutzt

werden.

BPO

BSC

Business Process Outsourcing

ist eine Sonderform des

Outsourcings und bezeichnet das

Auslagern ganzer Geschäftsprozesse.

Balanced Scorecard (dt.

ausgewogener Berichtsbogen)

ist ein Konzept zur Messung,

Dokumentation und Steuerung

der Aktivitäten eines Unternehmens

bzw. einer Organisation

im Hinblick auf seine Vision und

Strategie.

BYOD Bring Your Own Device ist eine

Organisationsrichtlinie, die regeln

soll, auf welche Weise Mitarbeiter,


Business & Economy 115

Schüler oder Studierende ihre

eigenen elektronischen Bürogeräte

(Smartphones, Notebooks,

Tablets) zu dienstlichen oder

schulischen Zwecken nutzen

dürfen, insbesondere für den

Zugriff auf Netzwerkdienste und

das Verarbeiten und Speichern

organisationsinterner Daten.

BYOD soll den Nutzern eine

größere Wahlfreiheit bringen und

der Organisation eine bessere

Orientierung an persönlichen

Bedürfnissen ermöglichen. BYOD

ist vor allem aus sicherheitstechnischer

Sicht umstritten. Der Gegenentwurf

dazu ist àPUOCE.

B2A

Business-to-Administration

bezeichnet die Kommunikationsbeziehungen

zwischen

Unternehmen und Behörden,


116 Business & Economy

im Gegensatz zu Kommunikationsbeziehungen

zu anderen

Unternehmen (àB2B) oder

Privatpersonen (àB2C). Der

Begriff àB2G (Business-to-

Government) kann dabei als

Synonym verwendet werden.

B2B

B2C

Business-to-Business wird

allgemein für Beziehungen

zwischen mindestens zwei Unternehmen

benutzt, im Gegensatz

zu Beziehungen zwischen Unternehmen

und anderen Gruppen

(z. B. Konsumenten (àB2C)).

Business-to-Consumer

steht für Kommunikations- und

Handelsbeziehungen zwischen

Unternehmen und Privatpersonen

(Konsumenten), im Gegensatz zu

Kommunikationsbeziehungen zu


Business & Economy 117

anderen Unternehmen (àB2C)

oder Behörden (àB2G/àB2A).

Im Internet wird der B2C häufig

durch Affiliate-Programme abgewickelt.

B2G Business-to-Government

s. àB2A

CAE

CAO

Chief Audit Executive ist der

Verantwortliche für die Interne

Revision eines Unternehmens.

Chief Administrative Officer

ist der Verantwortliche für die


Business & Economy 118

administrative Leitung privater,

öffentlicher oder staatlicher

Zusammenarbeit.

CC

CCO

CDP

Cost Center ist die Bezeichnung

für eine eigenständige Unternehmenseinheit,

die normalerweise

ein Budget zur Verfügung hat, um

ihre Ziele zu erreichen.

Chief Compliance Officer

ist der Verantwortliche für den

Compliance-Bereich eines Unternehmens.

Clean Desk Policy (dt. Aufgeräumter

Arbeitsplatz) ist ein

Prinzip aus dem Desksharing, bei

dem innerhalb einer Organisationseinheit

(Unternehmen,

Hauptabteilung, Abteilung) weniger

Arbeitsplätze als Mitarbeiter


Business & Economy 119

existieren. In der Praxis bedeutet

CDP, dass bei Arbeitsbeginn der

Arbeitsplatz „aufgebaut“ wird und

bei Arbeitsende der Arbeitsplatz

aufgeräumt wird.

CEM

CEO

CFO

Customer Experience Management

bezeichnet die Schaffung

positiver Kundenerfahrungen

zum Aufbau einer emotionalen

Bindung zwischen Anwender und

Produkt oder Anbieter.

Chief Executive Officer ist der

Geschäftsführer oder Vorstand

eines Unternehmens oder Vorsitzender

der Geschäftsführung

oder des Vorstands.

Chief Financial Officer ist der

Verantwortliche für den Bereich

Finanzen eines Unternehmens.


120 Business & Economy

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


CI

CI

Business & Economy 121

Configuration Item (dt. Konfigurationselement)

wird in unterschiedlichem

Kontext benutzt

und hat unterschiedliche Bedeutung:

A. CI ist ein Begriff aus dem

àIT-Management. Nach àITIL

versteht man darunter sämtliche

an den führenden Geschäftsprozessen

beteiligten Betriebsmittel.

B. Im Konfigurationsmanagement

ist ein Konfigurationselement

Teil einer Konfiguration, die die

funktionellen und physischen

Merkmale eines Produkts enthält.

Corporate Identity bezeichnet

die Identität eines Unternehmens.

Die Unternehmensidentität ist die

Gesamtheit der kennzeichnenden

und als Organisation von anderen

Unternehmen unterscheidenden

Merkmale.


CIO

Business & Economy 122

Chief Information Officer

ist der Verantwortliche für das

Informations- und Kommunikationsmanagement

eines Unternehmens.

CLEO Corporate Liable Employee

Owned zahlt die Firma dem

Zuschüsse, wenn Mitarbeiter ihre

privaten Geräte geschäftlich einsetzen.

Diese Zuschüsse werden

beispielsweise über (teilweise)

Übernahme der Betriebskosten

sowie Reperaturkosten geregelt.

Vorteile sind mögliche Volumenrabatte

durch große Abnahmemengen

seitens der Arbeitgeber.

Nachteilig sind rechtliche Fragen

(Was gehört wem?).


Business & Economy 123

CMS Compliance Management

System umfasst die seitens der

verantwortlichen Leitung getroffenen

Maßnahmen, die die Einhaltung

von bestimmten Regeln

sicherstellen sollen. Es umfasst

auch solche Maßnahmen, die

wesentliche Verstöße aufdecken

und verhindern.

CoC

Code of Conduct (dt. Verhaltenskodex)

ist eine Sammlung

von Verhaltensweisen, die in

unterschiedlichsten Umgebungen

und Zusammenhängen abhängig

von der jeweiligen Situation

angewandt werden können bzw.

sollen. Im Gegensatz zu einer

Regelung ist die Zielgruppe nicht

zwingend an die Einhaltung des

Verhaltenskodex gebunden -

daher auch häufig der Begriff der


124 Business & Economy

„freiwilligen Selbstkontrolle“. Ein

Verhaltenskodex ist vielmehr eine

Selbstverpflichtung, bestimmten

Verhaltensmustern zu folgen und

dafür Sorge zu tragen, dass sich

niemand durch Umgehung dieser

Muster einen Vorteil verschafft.

COO Chief Operating Officer ist der

Verantwortliche für das operative

Geschäft eines Unternehmens.

COPE Corporate Owned Personally

Enabled heist, dass auf dem Gerät,

das die Firma anschafft und

verwaltet, auch private Anwendungen

erlaubt sind. Synonym zu

àPUOCE.

CPO

Chief Procurement Officer ist

der Verantwortliche für den Bereich

Einkauf/Beschaffung eines

Unternehmens.


CR

Business & Economy 125

Change Request (dt. Änderungsanforderung)

bezeichnet im

Änderungswesen von Projekten

einen formalisierten Wunsch nach

Veränderung der Eigenschaften

eines bestimmten Produktmerkmals.

Jede Änderungsanforderung

sollte in einem kontrollierten

Prozess bewertet, entschieden

und kommuniziert werden.

CRM Customer Relationship

Management (dt. Kundenbeziehungsmanagement)

oder

Kundenpflege bezeichnet die

konsequente Ausrichtung einer

Unternehmung auf ihre Kunden

und die systematische Gestaltung

der Kundenbeziehungs-

Prozesse.


CRO

CSR

Business & Economy 126

Chief Risk Officer ist der Verantwortliche

für das Risikomanagement

eines Unternehmens.

Er ist eine oftmals externe

Führungskraft, dem weitreichende

Unternehmensbefugnisse

eingeräumt werden, um in Krisenzeiten

eine drohende Insolvenz

zu vermeiden oder um ein Unternehmen

nach einer Insolvenz zu

restrukturieren.

Corporate Social Responsibility

(dt. unternehmerische

Gesellschaftsverantwortung,

oft auch als unternehmerische

Sozialverantwortung bezeichnet),

umschreibt den freiwilligen

Beitrag der Wirtschaft zu einer

nachhaltigen Entwicklung, die

über die gesetzlichen Forderungen

(Compliance) hinausgeht.


Business & Economy 127

CYOD Choose Your Own Device (dt.

„wähle dein eigenes Gerät aus“)

ist eine alternative Unternehmensstrategie

zu BYOD und

bedeutet, dass die Firma eine

Vorauswahl von Geräten trifft, aus

denen sich der Mitarbeiter eines

aussuchen darf.

DAX® Deutscher Aktienindex ist der

wichtigste deutsche Aktienindex.

Er spiegelt die Entwicklung der 30

größten und umsatzstärksten, an

der Frankfurter Wertpapierbörse

gelisteten Unternehmen wider.


128 Business & Economy

DAX ist ein Produkt und eingetragene

Marke der Deutsche Börse

AG.

DB

DB

Deckungsbeitrag ist in der

Kosten- und Leistungsrechnung

die Differenz zwischen den erzielten

Erlösen (Umsatz) und den

variablen Kosten.

Dashboard wird überall dort

angewandt, wo Daten und

Informationen aufbereitet und

graphisch dargestellt werden

sollen. Dashboards vereinfachen

die Kommunikation, konsolidieren

Informationen und beschleunigen

dadurch das strukturierte Arbeiten

und Entscheiden in jeglichem

Fachbereich.


Business & Economy 129

DMAIC Define, Measure, Analyze,

Improve, Control steht für die

Phasen eines Prozessmanagement-Prozesses.

DMAIC ist der

Kernprozess des Qualitätsmanagement-Ansatzes

Six Sigma

und wird eingesetzt, um Prozesse

so zu gestalten, damit diese stabil

ein vorgegebenes Six Sigma-

Leistungsniveau halten.

DMS Document Management

System bezeichnet die datenbankgestützte

Verwaltung

elektronischer Dokumente. Dabei

ist in der deutschen Sprache

auch die Verwaltung digitalisierter,

ursprünglich papiergebundener

Schriftstücke in elektronischen

Systemen gemeint und wird in

einem erweiterten Sinn auch

als Branchenbezeichnung


Business & Economy 130

verwendet. Im englischen

Sprachgebrauch steht „document

management“ begrifflich

eingeschränkter für die Verwaltung

von Dateien mit Checkin/

Checkout, Versionierung und

anderen Funktionen, wie sie in

Content Management Systemen

àCMS vorzufinden sind.

DNS

Deutsche Normungsstrategie

wurde in den Jahren 2003

und 2004 von Vertretern aus

Wirtschaft, Politik, Forschung

und Normung erarbeitet und

umfasst fünf strategische Ziele.

Im Mittelpunkt der DNS steht

folgende Vision: „Normung und

Standardisierung in Deutschland

dienen Wirtschaft und Gesell-


Business & Economy 131

schaft zur Stärkung, Gestaltung

und Erschließung regionaler und

globaler Märkte.“

DRM Digital Rights Management (dt.

Digitale Rechteverwaltung, gelegentlich

auch Digitale Beschränkungsverwaltung

oder Digitales

Rechtemanagement) bezeichnet

Verfahren, mit denen die Nutzung

(und Verbreitung) digitaler Medien

kontrolliert werden soll. Vor allem

bei digital vorliegenden Filmund

Tonaufnahmen, aber auch

bei Software, elektronischen

Dokumenten oder elektronischen

Büchern findet die digitale Nutzungsverwaltung

Verwendung.

Sie ermöglicht aus Sicht von

Anbietern, die solche DRM-

Systeme zur Nutzungskontrolle

ihrer Daten einsetzen, prinzipiell


132 Business & Economy

neue Abrechnungsmöglichkeiten,

um beispielsweise mittels

Lizenzen und Berechtigungen

sich Nutzungsrechte an Daten,

anstatt die Daten selbst, vergüten

zu lassen; andersherum wird dies

aus Sicht von Endnutzern oft als

Beschränkung gesehen.

EaaS Everything as a Service (auch

Anything as a Service (àXaaS))

bezeichnet einen Ansatz, „alles“

als Service zur Verfügung zu

stellen und zu konsumieren.

Damit ist es der konsequente


Business & Economy 133

letzte Schritt, nachdem es bereits

Software, Laufzeitumgebungen

und Hardware as a Service gibt.

EAI

Enterprise Application

Integration ist ein Konzept zur

unternehmensweiten Integration

der Geschäftsfunktionen entlang

der Wertschöpfungskette, die

über verschiedene Applikationen

auf unterschiedlichen Plattformen

verteilt sind und die im Sinne der

Daten- und Geschäftsprozessintegration

verbunden werden

können. Das Ziel ist die integrierte

Geschäftsabwicklung durch ein

Netzwerk unternehmensinterner

Applikationen verschiedener

Generationen und Architekturen.


Business & Economy 134

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


EAM

EBIT

Business & Economy 135

Enterprise Architecture

Management umfasst die

Aufgaben zur Erstellung, Pflege

und Umsetzung einer Unternehmensarchitektur

(Enterprise

Architecture). Damit bietet EAM

den strategischen, konzeptionellen

und organisatorischen

Rahmen inklusive der erforderlichen

Prinzipien, Methoden und

Werkzeuge für die zielorientierte

Ausgestaltung und Veränderung

der IT-Landschaft.

Earnings Before Interest and

Taxes (dt. Gewinn vor Zinsen

und Steuern) ist eine betriebswirtschaftliche

Kennzahl und sagt

etwas über den betrieblichen

Gewinn eines Unternehmens


136 Business & Economy

in einem bestimmten Zeitraum

aus und wird auch als operatives

Ergebnis bezeichnet.

ECM

EIM

Enterprise Content Management

umfasst die Methoden,

Technologien und Werkzeuge

zur Erfassung, Verwaltung,

Speicherung, Bewahrung und

Bereitstellung von Content und

Dokumenten zur Unterstützung

organisatorischer Prozesse im

Unternehmen.

Enterprise Information Management

ist die ganzheitliche

Verwaltung aller Informationen im

Unternehmen unabhängig von

Ort, Nutzer, Autor, erzeugendem

System, Anwendung, Format,

Device und Zeit.


EIS

Business & Economy 137

Executive Information System

(dt. Führungsinformationssystem,

àFIS) bezeichnet in der Wirtschaft

jene Informationssysteme,

welche Informationen über alle

das betrachtete Unternehmen

oder Organisation betreffenden

Sachverhalte (sowohl aus

unternehmensinternen als auch

-externen Quellen) sammeln, aufbereiten

und dem Management

in geeigneter Form (führungsadäquat)

zur Verfügung stellen.

EIS sind aus dem Berichtswesen

entstanden und beziehen sich in

erster Linie auf personelle Inhalte,

also Fragen zur Mitarbeiterzahl,

deren Kennzahlen und den

rationalen Einsatz der Mitarbeiter.

Auch die von jedem Mitarbeiter

entstandenen Kosten sind ablesbar.


EMI

EN

Business & Economy 138

Einkaufsmanagerindex ist ein

seit 1996 monatlich herausgegebener

Indikator zur Konjunkturentwicklung

in Deutschland.

Beauftragt von der Nachrichtenagentur

Thomson Reuters wird

er durch den àBME und àNTC

Research erstellt. Er orientiert

sich am US-amerikanischen

Purchasing Managers Index,

àPMI.

Europäische Normen sind

Regeln, die von einem der

drei europäischen Komitees

für Standardisierung (Europäisches

Komitee für Normung

(àCEN), Europäisches Komitee

für elektrotechnische Normung

(àCENELEC) und Europäisches

Institut für Telekommunikationsnormen

(àETSI) ratifiziert worden


Business & Economy 139

sind. Alle EN-Normen sind durch

einen öffentlichen Normungsprozess

entstanden.

ERP

Enterprise Resource Planning

bezeichnet die unternehmerische

Aufgabe, die in einem Unternehmen

vorhandenen Ressourcen

(Kapital, Betriebsmittel oder Personal)

möglichst effizient für den

betrieblichen Ablauf einzusetzen

und somit die Steuerung von Geschäftsprozessen

zu optimieren.

Bekanntestes ERP-System für

Unternehmen ist àSAP.


140 Business & Economy

F&A

F&E

Finance & Accounting bezeichnet

das Gebiet des Finanz- und

Rechnungswesens.

Forschung & Entwicklung

kann es sich je nach Betonung

um einen Ausdruck für anwendungsorientierte

Forschung oder

aber um die zunächst sprachliche

Zusammenfassung von Grundlagenforschung

und ingenieurtechnischer

Entwicklung handeln,

da in kommerziell orientierten

Großbetrieben eine Koppelung

der beiden Bereiche zugunsten


Business & Economy 141

von produktions- oder absatzsteigernden

Innovationen erwünscht

und angestrebt ist.

FGK

Fertigungsgemeinkosten sind

Teil der Herstellkosten; sie sind

jene Kosten des Fertigungsbereichs,

die nicht direkt einzelnen

Kostenträgern zugeordnet

werden können. Sie werden in

der Kostenstellenrechnung in

den Fertigungsendkostenstellen

gesammelt.

FIBU Finanzbuchhaltung ist ein

Teilbereich des betrieblichen

Rechnungswesens.

FIS

Führungsinformationssystem

s. Executive Information System

àEIS.


FLS

Business & Economy 142

Fertigungsleitstand stellt in anschaulicher

Form die aktuelle und

kurzfristig geplante Belegung von

Arbeitsplätzen mit Fertigungsaufträgen

und Arbeitsgängen dar.

Das Kernstück eines Fertigungsleitstandes

ist eine elektronische

Plantafel. Über eine Zeitachse

werden die Belegungen der

Ressourcen (Arbeitsplätze) mit

den eingeplanten Aktivitäten

(Arbeitsgänge) dargestellt. In der

elektronischen Plantafel können

dann interaktiv manuelle Ein- und

Umplanungen vorgenommen

werden. Der Leitstand bietet

auch Funktionalitäten zur automatisierten

Feinplanung unter

Berücksichtigung verschiedener

Dispositionsregeln an.


143

Business & Economy

FMEA Failure Mode and Effects

Analysis (dt. Fehlermöglichkeits-

und Einfluss-Analyse oder

kurz „Auswirkungsanalyse) ist

eine analytische Methoden der

Zuverlässigkeitstechnik, um

potenzielle Schwachstellen zu

finden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements

bzw. Sicherheitsmanagements

wird die FMEA zur

Fehlervermeidung und Erhöhung

der technischen Zuverlässigkeit

vorbeugend eingesetzt. Die

FMEA wird insbesondere in der

Design- bzw. Entwicklungsphase

neuer Produkte oder Prozesse

angewandt und von Lieferanten

von Serienteilen für die Automobilhersteller

aber auch anderen

Industrien gefordert.


144 Business & Economy

Wenn aus Ihrem nächsten

ZUG


Business & Economy 145

die perfekte

STRATEGIE

wird.


Business & Economy 146

GAMP Good Automated Manufacturing

Practice wurde 1995

vom UK Pharmaceutical Industry

Computer Validation Forum

veröffentlicht. Dieser Leitfaden hat

sich zum Standardregelwerk für

die Validierung computergestützter

Systeme in der pharmazeutischen

Industrie (Hersteller und

Zulieferer) entwickelt. Die GAMP-

Regelwerke haben jedoch keine

gesetzliche Bindung. Deshalb

sind davon abweichende Formen


Business & Economy 147

der Validierung von computerisierten

Systemen möglich, was

bei vielen Systemen sinnvoll ist.

GMP Good Manufacturing Practice

(dt. gute Herstellungspraxis)

versteht Richtlinien zur Qualitätssicherung

der Produktionsabläufe

und -umgebung in der Produktion

von Arzneimitteln und Wirkstoffen,

aber auch bei Kosmetika,

Lebens- und Futtermitteln.

GoB

Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung sind teils

geschriebene, teils ungeschriebene

Regeln zur Buchführung und

Bilanzierung, die sich vor allem

aus Wissenschaft und Praxis, der

Rechtsprechung sowie Empfehlungen

von Wirtschaftsverbänden

ergeben. Ihre Aufgabe ist es,


148 Business & Economy

Gläubiger und Unternehmenseigner

vor unkorrekten Daten,

Informationen und möglichen

Verlusten weitestgehend zu

schützen.

GRC

GuV

Governance-Risk-Compliance

fasst die drei wichtigsten Handlungsebenen

eines Unternehmens

für dessen erfolgreiche

Führung zusammen: Unternehmensführung,

Risikomanagement

und Compliance.

Gewinn- und Verlustrechnung

ist neben der Bilanz ein wesentlicher

Teil des Jahresabschlusses,

also der externen Rechnungslegung

eines Unternehmens. Sie

stellt Erträge und Aufwendungen

eines bestimmten Zeitraumes,

insbesondere eines Geschäfts-


Business & Economy 149

jahres, dar und weist dadurch

die Art, die Höhe und die Quellen

des unternehmerischen Erfolges

aus finanztechnischer Perspektive

aus.

HR

Human Resources ist eine betriebswirtschaftliche

Bezeichnung

für Menschen als Arbeitskräfte,

abgeleitet davon, für Angestellte

der Personalabteilung oder die

Abteilung als solche.


Business & Economy 150

IKR

IKS

Industriekontenrahmen ist ein

systematisches Verzeichnis aller

Konten für die Buchführung in

einem Wirtschaftszweig. Er dient

als Richtlinie und Empfehlung für

die Aufstellung eines konkreten

Kontenplans in einem Unternehmen.

Damit sollen einheitliche

Buchungen von gleichen

Geschäftsvorfällen erreicht und

zwischenbetriebliche Vergleiche

ermöglicht werden.

Internes Kontrollsystem

besteht aus systematisch

gestalteten organisatorischen


Business & Economy 151

Maßnahmen und Kontrollen im

Unternehmen zur Einhaltung von

Richtlinien und zur Abwehr von

Schäden, die durch das eigene

Personal oder böswillige Dritte

verursacht werden können. Als

Grundlage eines IKS kommen

häufig Kontrollmodelle wie z.

B. àCOSO oder àCobiT zum

Einsatz.

ILM

Information Lifecycle Management

umfasst Strategien,

Methoden und Anwendungen,

um Information automatisiert entsprechend

ihrem Wert und ihrer

Nutzung optimal auf dem jeweils

kostengünstigsten Speichermedium

bereitzustellen, zu erschließen

und langfristig sicher aufzubewahren.


152 Business & Economy

IM

Input Management ist die Herangehensweise

zur digitalen Erfassung

von geschäftsrelevanten

Daten (Content), die Auswahl von

geeigneter Hard- und Software

und die Anbindung an nachfolgende

Geschäftsanwendungen.

IMAC Install, Move, Add, Change (dt.

Installieren, Umzug, Hinzufügen

und Verändern) fasst die

Komponenten zusammen, die

bei einem Lebenszyklus eines

Arbeitsplatzes wichtig sind. Die

einzelnen Begriffe fassen dabei

verschiedene Aspekte in Bezug

auf die Dynamik eines Arbeitsplatzes

zusammen.

IMS

Information Management

System ist ein Informationssystem

des Unternehmens àIBM.


Business & Economy 153

IMS wird vorwiegend bei Banken

und Versicherungen für Anwendungen

eingesetzt, die hohe

Transaktionsraten und eine hohe

Systemverfügbarkeit benötigen.

ITSM IT-Service-Management

bezeichnet die Gesamtheit von

Maßnahmen und Methoden, die

nötig sind, um die bestmögliche

Unterstützung von Geschäftsprozessen

durch die IT-Organisation

zu erreichen. ITSM beschreibt

insofern den Wandel der

Informationstechnik zur Kundenund

Serviceorientierung. Von

Bedeutung ist die Gewährleistung

und Überwachung der Business

Services, also die für den Kunden

sichtbaren IT-Services.


Business & Economy 154

JIT

Just-In-Time-Produktion, auch

bedarfssynchrone Produktion,

bezeichnet eine Produktionsstrategie,

die als Ziel die Schaffung

durchgängiger Material- und

Informationsflüsse entlang der

Lieferkette (engl. Supply Chain)

verfolgt und zur schnelleren

Auftragsbearbeitung sowie

Auftragsflüssen führen soll. Sie

basiert auf einer interorganisatorischen

Prozessbetrachtung.


Business & Economy 155

KPI

KVP

Key Performance Indicator (dt.

Leistungskennzahl) bezeichnet

in der Betriebswirtschaftslehre

Kennzahlen, anhand derer der

Fortschritt oder der Erfüllungsgrad

hinsichtlich wichtiger

Zielsetzungen oder kritischer

Erfolgsfaktoren innerhalb einer

Organisation gemessen und/oder

ermittelt werden kann.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

beschreibt eine

aus dem japanischen Kaizen

entwickelte Qualitätsmanagementstrategie.


156 Business & Economy

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


Business & Economy 157

LCA

Life Cycle Assessment, auch

bekannt als Ökobilanz, ist eine

systematische Analyse der

Umweltwirkungen von Produkten

während des gesamten Lebensweges

(„from cradle to grave“ =

„von der Wiege bis zur Bahre“)

oder bis zu einem bestimmten

Zeitpunkt der Verarbeitung („from

cradle to factory gate“ = „von der

Wiege bis zum Fabriktor“).

LCM® Legal Contract Management

ist eine der führenden Enterprise

Information Manage-ment (àEMI)

Lösungen für unternehmens-


Business & Economy 158

weite und zu-kunftsorientierte

Optimierung und Strukturierung

von Geschäftsprozessen, Dokumenten

und Verantwortlichkeiten.

Durch die mit Hilfe von LCM

verbesserte Transparenz in den

Prozessen und die wissensbasierten

Module für verschiedenste

Geschäftseinheiten werden

nachhaltig die ganzheitlichen und

übergreifenden Geschäftsabläufe

sichtbar. Zusätzlich unterstützt

LCM mit umfangreicher Business

Intelligence (àBI) Governance-

Risk-Compliance (àGRC)

Managementprozesse sowie ein

zukunftsweisendes Information

Lifecycle Management (àLCM).

LCM

Lifecycle Management (dt.

Produktlebenszyklus)ist ein Konzept

der Betriebswirtschaftslehre


Business & Economy 159

und beschreibt den Prozess zwischen

der Markteinführung bzw.

Fertigstellung eines marktfähigen

Gutes und seiner Herausnahme

aus dem Markt. Dabei wird die

„Lebensdauer“ eines Produktes

in mehrere Phasen unterteilt, die

die Hauptaufgaben der aktiven

Produktpolitik im Rahmen des

Lifecycle Managements darstellen.

LIM

Legal Interim Management

(dt. Rechtsberatung auf Zeit) wird

als befristete Übertragung von

rechtsberatenden Managementaufgaben

auf unternehmensexterne,

selbständige Führungskräfte

verstanden.


160 Business & Economy

LMS

Learning Management

System (dt. Lernplattform) ist ein

komplexes Softwaresystem, das

der Bereitstellung von Lerninhalten

und der Organisation von

Lernvorgängen dient. Eine wichtige

Aufgabe einer web-basierten

Lernumgebung ist es außerdem

die Kommunikation zwischen

Lernenden und Lehrenden zu

ermöglichen.

LoA

Limits of Authority beschreibt

einen Prozess, durch den

sichergestellt werden soll, dass

bei Abgabe eines Angebots und

– insbesondere – bei Unterzeichnung

eines Vertrages die Risiken

bekannt und bewertet sind.


161

Business & Economy

LPOM Legal Process Outsourcing

Management unterstützt den

Prozess des àLPO, wobei

Unternehmensjuristen diesen mit

geeigneten Informationen nachhaltig

umsetzen und unter wirtschaftlichen

Aspekten bewerten

können. Gemäß den praktischen

Erfordernissen „erfassen – steuern

– realisieren – bewerten“ sind

Prozessschritte wie Mandatsakte,

Lawyer Database, Fallakten (z. B.

Markenrecht), Leistungsplanung/-

check, Rating und Business

Intelligence integriert.


Business & Economy 162

M&A

Mergers & Acquisitions (dt.

Fusionen und Übernahmen)

bezeichnet sowohl den Vorgang

wirtschaftlicher Fusionen und

Übernahmen an sich als auch die

Branche der hiermit befassten

Dienstleister wie Investmentbanken,

Wirtschaftsjuristen,

Wirtschaftsprüfer und Berater. In

der Branche der Investmentbanken

gilt M&A als Teilbereich der

Corporate Finance.


Business & Economy 163

MDM Master Data Management (dt.

Stammdatenmanagement) bezeichnet

die zentrale Verwaltung

von Stammdaten oder Referenzdaten,

um system- und anwendungsübergreifende

Konsistenz

sicherzustellen.

MDM Mobile Device Management

(dt. Mobilgeräteverwaltung) ist ein

Begriff aus der Informationstechnik

und steht für die zentralisierte

Verwaltung von Mobilgeräten wie

Smartphones, Sub-Notebooks,

(àPDAs oder Tablet-Computer

durch einen oder mehrere

Administratoren mit Hilfe einer

Software. Die Verwaltung bezieht

sich auf die Inventarisierung von

Hardware in Organisationen, die

Software- und Datenverteilung,

sowie den Schutz der Daten auf


164 Business & Economy

diesen Geräten.[1] Da diese Geräte

via Mobilfunk/WLAN mit dem

Unternehmensnetz in Kontakt

treten, müssen auch Probleme

der drahtlosen Verwaltung

gelöst werden (Luftschnittstelle

((àOTA)).

MES

Manufacturing Execution

System beschreibt eine prozessnah

operierende Ebene eines

mehrschichtigen Fertigungsmanagementsystems.

Oft wird der

deutsche Begriff „Produktionsleitsystem“

synonym verwendet.

Im Gegensatz zur Ebene der

reinen betriebswirtschaftlichen

Produktionsplanung durch

àERP-Systeme (z. B. àSAP)

sind MES-Systeme direkt an die

Shop Floor-Ebene angebunden.

Zu den Grundfunktionen gehören


Business & Economy 165

Betriebsdatenerfassung (àBDE),

Maschinendatenerfassung

(àMDE), Personaldatenerfassung,

Produktionsfeinplanung,

und Qualitätsmanagement.

MIS

Management Information System

bezeichnet Anwendungssysteme,

die in Form von Standardübersichtsberichten

die verschiedensten

Informationen und Kennzahlen

eines Unter- nehmens zur

Verfügung stellen, sie auswerten

und analysieren.

MRP I / MRP II Manufacturing

Ressource Planning ist eine

Methode um alle Ressourcen

eines Produktionsunternehmens

zu planen. Im Idealfall erfolgt die

betriebliche Planung in Mengeneinheiten,

die wertmäßige Pla-


166

Business & Economy

nung in Dollar. Zur Beantwortung

der Frage „Was wäre wenn?“

verfügt sie über Simulationsfähigkeiten.

MRPII besteht aus einer

Anzahl miteinander verknüpfter

Funktionen: Der Geschäftsplanung

(business planning), Absatzund

Produktionsgrobplanung

(sales and operations planning),

Produktionsplanung (production

planning) und Fertigungsplanung

für Material und Kapazität

(execution support systems

for capacity and material). Die

Ergebnisse dieser Systeme sind

eingebunden in den Geschäftsplan,

Beschaffungsplan, den

Transportkostenplan und die

Bestandshochrechnungen. MRP

II ist eine direkte Erweiterung

der um die Kapazitätsrechnung

erweiterten MRP (MRP I).


Business & Economy 167

MRM Multi Ressource Management

berücksichtigt alle Abhängigkeiten

eines Fertigungsbetriebes. Dabei

wird auf bereits vorhandene Daten

aus àERP-Systemen, unter

anderen àSAP R/3, zugegriffen,

die mit online erfassten Rückmeldungen

aus der Produktion ein

transparentes Bild der Situation

an jedem einzelnen Arbeitsplatz

ergeben. Die Software-Pakete

können in verschiedenen Varianten

gemeinsam oder getrennt

eingesetzt und mit einer Vielzahl

gängiger àPPS/àERP-Systeme

verknüpft werden.

MS

Microsoft ist ein multinationaler

Software- und Hardwarehersteller

mit ca. 93.000 Mitarbeitern

weltweit und einem Umsatz von


168 Business & Economy

73,72 Milliarden US-Dollar und ist

somit der größte Softwarehersteller

weltweit.

MSS

Management-Support-

System bzw. Managementunterstützungssystem

(àMUS)

bezeichnet ein EDV-System, das

Führungskräfte und Entscheidungsträger

bei ihrer Arbeit

unterstützt. Solche Systeme

beruhen auf dem Einsatz von

Informations- und Kommunikationssystemen.

MTBF Mean Time Between Failures

ist die englische Bezeichnung

für die mittlere Betriebsdauer

zwischen Ausfällen für instand

gesetzte Einheiten. Die Betriebsdauer

meint dabei die

Betriebszeit zwischen zwei


Business & Economy 169

aufeinanderfolgenden Ausfällen

einer instandzusetzenden Einheit.

Betriebswirtschaftlich wird die

MTBF als Kennzahl zur Leistungsmessung

(Key Performance

Indicator (àKPI)) herangezogen.

MTTR Mean Time To Recover bzw.

auch Mean Time To Repair wird

als die mittlere Reparaturzeit nach

einem Ausfall eines Systems definiert.

Diese gibt an, wie lange die

Wiederherstellung des Systems

im Mittel dauert. Sie ist somit ein

wichtiger Parameter für die Systemverfügbarkeit.

In dieser Zeit ist

auch das Planen der Aufgaben

sowie der Betriebsmittel enthalten.

Sie sollte so kurz wie möglich

gehalten werden. Dagegen hängt


Business & Economy 170

die Systemzuverlässigkeit stark

von der Mean Time Between

Failures (àMTBF) ab.

MUS Managementunterstützungssystem

s. àMSS.

NC

Numerical Contral (dt. Numerische

Steuerung) bezeichnet

man ein Gerät zur Steuerung von

Maschinen, das Steuerbefehle

liest, die als Code auf einem

Datenträger vorliegen, und in

Arbeits- bzw. Bewegungsabläufe

umsetzt. Hier ist damit dezidiert

die erste Generation Numerischer


171

Business & Economy

Steuerungen gemeint, welche

noch keinen integrierten Minioder

Microcomputer enthielten.

Durch Austausch der Datenträger

kann eine numerisch gesteuerte

Maschine sehr schnell an ein

anderes Produkt angepasst

werden, deshalb wird sie hauptsächlich

bei Werkzeugmaschinen

eingesetzt. Reine NCs im obigen

Sinne wurden von 1949 bis zum

Aufkommen von Mini- und Microcomputern

gebaut (bis ca. 1979).


172 Business & Economy

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


Business & Economy 173

OEE

OM

Overall Equipment Effectiveness

(dt. Gesamtanlageneffektivität)

ist eine einfache Methode,

den Nutzungsgrad der im

Betrieb befindlichen Maschinen

permanent zu überwachen, zu

protokollieren und zu erhöhen. In

der Regel erfolgt die Maschinenüberwachung

über Intranet oder

Internet. Die Produktivität kann

durch den ermittelten OEE-Wert

gemessen und analysiert werden.

Output Management ist die Erstellung,

Generierung, Steuerung

und Verteilung von elektronischen


Business & Economy 174

oder physisch vorliegenden Dokumenten

an alle vorgesehenen

Empfänger im Unternehmen oder

außerhalb eines Unternehmens.

Output Management hat die

Versorgung von Mitarbeitern und

Externen (Kunden, Interessenten,

etc.) mit notwendigen Dokumenten

zum Ziel. Zudem sollten

die Dokumente leicht lesbar,

druckbar oder speicherbar sein.

OPH

Organisations- und Prozesshandbuch

ist die bewährte

Einführungsmethodik der àTQG

als das zentrale Element ihrer

standardisierten Projektmanagement

und Projektme-thodik. Das

OPH ist ein Leitfaden zur Analyse

und Beschreibung administrativen

Prozesse. Das OPH basiert

auf der langjährigen Erfahrung der


Business & Economy 175

TQG-Experten und zeigt Potenziale

und Verbesserungsschritte in

der Organisation auf.

ORB

Object Request Broker

bezeichnet in der Informationstechnik

einen Vermittler, der die

Kommunikation von Objekten

innerhalb eines verteilten Systems,

wie z. B. des Internets,

ermöglicht, und dies sowohl

betriebssystem- als auch programmiersprachenunabhängig.

Die Object Management Group

(àOMG) versucht unter dem

Namen àCORBA eine Standardisierung

des Object Request

Broker zu erreichen.

ORM Operational Risk Management

bezeichnet alle Maßnahmen

und Instrumente, die


176 Business & Economy

ein Unternehmen ergreift und

einsetzt, um operationellen

Risiken zu begegnen. Dabei geht

es vor allem darum, Risiken, die

zu Verlusten führen könnten,

auszuschalten. Das operationelle

Risiko wird seit den 90er Jahren

als eigenständige Risikokategorie

wahrgenommen, diskutiert und

methodisch entwickelt.

OTRS Open Ticket Request System

ist ein Ticketsystem oder Kommunikationsmanagementsystem,

welches oft als Helpdesk-System

bzw. Issue-Tracking-System

eingesetzt wird. OTRS ist die

àITSM-Komponente des Open

Source Business Alliance Open

Source Stacks.


Business & Economy 177

PDA

Prozessdatenanalyse spielt in

der Produktions- und Fertigungstechnik

eine große Rolle.

Mit statistischen Methoden wie

zum Beispiel der àSPC kann die

Stabilität und Reproduzierbarkeit

eines Prozesses oder eines Prozessschrittes

gemessen werden.

Damit ist die PDA eine wichtige

Voraussetzung für den kontinuierlichen

Verbesserungsprozess

(àKVP) einer Produktion.

PDCA Plan–Do–Check–Act (dt.

Planen-Tun-Überprüfen-Umsetzen)

findet als PDCA-Zyklus


Business & Economy 178

Anwendung beim kontinuierlichen

Verbesserungsprozess (àKVP)

beziehungsweise Kaizen. Auch

als Demingkreis oder auch

Deming-Rad oder Shewhart

cycle bekannt beschreibt der

PDCA-Zyklus einen iterativen

vierphasigen Problemlösungsprozess,

der seine Ursprünge in der

Qualitätssicherung hat.

PDE

Prozessdatenerfassung

verwirklicht die laufende

Beobachtung eines Prozesses

durch Aufzeichnung geeigneter

Prozessdaten (Temperatur,

Druck, Geschwindigkeit, etc.) in

Kombination mit externen Daten

(Uhrzeit, Position (GPS-Daten),

Eingangsparameter, Umgebungsparameter,

etc.).


PEP

PLM

Business & Economy 179

Personaleinsatzplanung ist

die rationelle Zuordnung der

verschiedenen Mitarbeiter zu den

Positionen (passend zu ihrem

Fähigkeitsprofil und dem Anforderungsprofil

der Stelle) sowie

die anderweitige Einsetzung

von freien oder freigewordenen

Kapazitäten, die Beförderung

von qualifizierten Mitarbeitern

und Umstrukturierungen von Abteilungen.

Gemäß dem Slogan:

„Mitarbeiter zur richtigen Zeit,

am richtigen Ort mit der richtigen

Qualifikation“.

Product Lifecycle Management

bezeichnet ein strategisches

Konzept zum Management

eines Produktes über

seinen gesamten Produktlebenszyklus

(àLCM). Dieses Konzept


180 Business & Economy

umfasst sowohl unterstützende

IT-Systeme als auch Methoden,

Prozesse und Organisationsstrukturen.

PM

PMI

Projektmanagement beinhaltet

das Planen, Steuern und Kontrollieren

von Projekten. Viele Begriffe

und Verfahrensweisen im Projektmanagement

sind mittlerweile

etabliert und standardisiert.

Purchasing Managers Index,

auch „ISM Manufacturing Index“

oder „ISM-Einkaufsmanagerindex“,

ist der wichtigste und

verlässlichste Frühindikator für

die wirtschaftliche Aktivität in den

USA. Er wird vom Institute for

Supply Management (àISM),


Business & Economy 181

eine US-amerikanische Non-

Profit-Organisation mit Sitz in

Tempe (Arizona), veröffentlicht.

PO

PPS

Purchase Order (dt. Bestellung)

ist die Aufforderung eines Kunden

an einen Hersteller, Händler oder

Dienstleister zur Bereitstellung

eines Produktes oder einer

Dienstleistung.

Produktionsplanungs- und

Steuerungssystem ist ein

Computerprogramm oder ein

System aus Computerprogrammen,

das den Anwender bei der

Produktionsplanung und -steuerung

unterstützt und die damit

verbundene Datenverwaltung

übernimmt.


Business & Economy 182

PUOCE Private Use of Company

Equipment ist das Gegenmodell

zum àBYOD-Ansatz. Endgeräte

werden vom Arbeitgeber zur Verfügung

gestellt und dürfen vom

Mitarbeiter auch privat verwendet

werden. Hier lassen sich für Arbeitgeber

Volumenrabatte bei der

Anschaffung realisieren und rechtliche

Fragestellungen von Anfang

an klären. Mit der Trennung von

privaten und geschäftlichen Apps

ist der Schutz des Datenverkehrs

möglich.

PZW

Personalzeitwirtschaft,

umgangssprachlich für eine

Zeiterfassung/-verarbeitung.

Damit wird die Arbeitszeitkontrolle

und Abwesenheitsplanung

in Unternehmen gesteuert und

dient gleichzeitig zur effizienten


Business & Economy 183

Arbeitszeitermittlung für die Lohnund

Gehaltsabrechnung. Die

PZW ist meist auch Grundlage

moderner Personaleinsatzplanungen

(àPEP) oder Workforce-

Management.

QA

Quality Assurance (dt. Qualitätssicherung)

ist ein Sammelbegriff

für unterschiedliche Ansätze

und Maßnahmen zur Sicherstellung

festgelegter Qualitätsanforderungen.


184 Business & Economy

QM

Qualitätsmanagement bezeichnet

alle organisatorischen

Maßnahmen, die der Verbesserung

der Prozessqualität,

der Leistungen und damit den

Produkten jeglicher Art dienen.

Der Begriff Leistungen umfasst

im QM die Dienstleistungen, geht

aber über den üblichen Begriff

hinaus und betrifft vor allem die

innerorganisatorischen Leistungen.

QS

QoE

Qualitätssicherung ist ein

Sammelbegriff für unterschiedliche

Ansätze und Maßnahmen

zur Sicherstellung festgelegter

Qualitätsanforderungen.

Quality of Experience ist ein

Qualitätsmessverfahren, um die

Erfahrung eines Kundens mit


185

Business & Economy

einem Service (Web-Browsing,

Telefonanruf, Fernsehsender oder

Call Center Anruf)zu messen.

Dabei geht es um die subjektiv

empfundene Qualätit des

Nutzers. Die Akzeptanz eines

Dienstes hängt vor allem von der

subjektiv-wahrgenommenen QoE

des Kunden ab. Sie wird dabei

verstanden als „der Grad der

Freude oder des Verdrusses einer

Person bei der Nutzung einer

Applikation oder eines Dienstes

und basiert auf individuellen

Bewertungen hinsichtlich der

Erfüllung der Bedürfnisse oder

Erwartungen. Berücksichtigt wird

dabei der Kontext, die Persönlichkeit

und der aktuelle Zustand

des Nutzers.


Business & Economy 186

Wenn aus

RESPEKT


Business & Economy 187

WERTE

werden.


188 Business & Economy

QoS

Quality of Service beschreibt

die Güte eines Kommunikationsdienstes

aus der Sicht der

Anwender, das heißt, wie stark

die Güte des Dienstes mit deren

Anforderungen übereinstimmt.

Formal ist QoS eine Menge von

Qualitätsanforderungen an das

gemeinsame Verhalten beziehungsweise

Zusammenspiel von

mehreren Objekten.

QSM Qualitätsmanagementsystem

stellt sicher, dass die Qualität

der Prozesse und Verfahren

in einer Organisation geprüft

und verbessert wird. Ziel eines

Qualitätsmanagementsystems

ist eine dauerhafte Verbesserung

der Qualität von Herstellung und

Endprodukt.


Business & Economy 189

R&D

Research and Development

s. Forschung und Entwicklung

àF&E.

REWE Rechnungswesen ist ein Teilgebiet

der Betriebswirtschaftslehre

und dient der systematischen

Erfassung, Überwachung und

informatorischen Verdichtung

der durch den betrieblichen

Leistungsprozess entstehenden

Geld- und Leistungsströme.


RFF

RFI

RFP

Business & Economy 190

Request for Feature (dt.

Aufforderung zur Angebotserweiterung)

ist die Anforderung zur

Erweiterung eines Systems oder

Angebots.

Request for Information (dt.

Leistungsanfrage) ist die Anfrage

an potenzielle Lieferanten, ob

sie einen skizzierten Bedarf

grundsätzlich erfüllen könnten.

Die abgegebenen Antworten

enthalten in der Regel Listenpreise.

Diese Ausschreibungsvariante

eignet sich zur ersten Sondierung

des Marktes.

Request for Proposal (dt. Aufforderung

zur Angebotsabgabe):

Ausschreibung im üblichen Sinn,

d.h., die abgegebenen Angebote

sind innerhalb der angegebenen


Business & Economy 191

Gültigkeitsfrist in der Weise bindend,

dass ein Vertragsschluss

durch bloße Annahme-Erklärung

des ausschreibenden Unternehmens

zu Stande kommt.

RFQ

ROI

Request for Quotation (dt.

Preisanfrage): Zu einem detailliert

beschriebenen Bedarf (Lastenheft)

wird eine Leistungsbeschreibung

mit einem möglichst

präzisen, aber in der Regel

unverbindlichen Preis angefragt.

Diese Anfragen werden an

Lieferanten versandt, von deren

grundsätzlicher Leistungsfähigkeit

der Versender bereits überzeugt

ist.

Return on Investment (dt.

Gesamtkapitalrentabilität) ist eine

Größe für die Wirtschaftlichkeit


192 Business & Economy

einer Investition bzw. für die

Amortisierung der Investitionskosten.

ROI sagt etwas aus über die

erwirtschaftete Kapitalverzinsung,

über den Rückfluss des investierten

Kapitals in einem bestimmten

Zeitraum.

SAP FI/CO SAP Finance/Controlling

sind SAP-Module für die

Anwendungsbereiche Finanz-/

Rechungswesen und Kostenrechnung.


SCM

SCM

Business & Economy 193

SAP MM SAP Materials Management

sind SAP-Module für den

Anwendungsbereich Materialwirtschaft.

Software-Configuration-

Management ist eine Spezialisierung

des Konfigurationsmanagements

auf alle Aktivitäten im

Bereich der Software-Entwicklung.

Supply-Chain-Management

(dt. Lieferkettenmanagement,

auch Wertschöpfungslehre),

bezeichnet die Planung und das

Management aller Aufgaben bei

Lieferantenwahl, Beschaffung

und Umwandlung sowie aller Aufgaben

der Logistik. Insbesondere

enthält es die Koordinierung und

Zusammenarbeit der beteiligten


Business & Economy 194

Partner (Lieferanten, Händler,

Logistikdienstleister, Kunden).

SDCA Standardize, Do, Check,

Act (dt. Standardisieren-Tun-

Überprüfen-Umsetzen) findet

als SDCA-Zyklus zur Schaffung

stabiler Prozesse im Qualitätsmanagement

(àQM) Anwendung.

Auf der Grundlage stabiler

Prozesse kann von der Erhaltung

zur Verbesserung übergegangen

wer-den. Dafür wird im Qualitätsmanagement

und im Kontinuierlichen

Verbesserungsprozess

(àKVP) der àPDCA-Zyklus

verwendet.

SI

System Integrators (dt. Systemintegrator)

sind Unternehmen

der IT-Branche, die Software- und

Hardware-Produkte anderer


Business & Economy 195

Hersteller vertreiben, anpassen,

erweitern und in die IT-Landschaft

ihrer Kunden integrieren. Zu den

Kunden gehören u. a. mittlere

und größere Unternehmen,

Banken, Versicherungen und die

öffentliche Verwaltung.

SMART Specific Measurable

Accepted Realistic Timely

dient im Projektmanagement als

Kriterium zur eindeutigen Definition

von Zielen im Rahmen einer

Zielvereinbarung.

SOP

Standard Operating Procedure

ist eine Arbeitsanweisung,

die das Vorgehen innerhalb eines

Prozesses – z. B. eines betriebswirtschaftlichen

Arbeitsprozesses

– beschreibt. Häufig wiederkeh-


196 Business & Economy

rende Arbeitsabläufe werden

textlich beschrieben und den

ausführenden Personen erklärend

an die Hand gegeben.

SPC

SRM

Statistical Process Control

(dt. statistische Prozesslenkung)

ist eine Vorgehensweise zur

Optimierung von Produktionsund

Serviceprozessen aufgrund

statistischer Verfahren.

Supplier Relationship

Management umfasst die

strategische Planung und zentrale

Steuerung von Beziehungen

eines Unternehmens zu seinen

Lieferanten.


Business & Economy 197

TatT

TCO

Tone at the Top bezeichnet

die Vorbildwirkung und gelebte

Unternehmenskultur der

Unternehmensleitung im Hinblick

auf Compliance und àCode of

Conduct.

Total Cost of Ownership (dt.

Betriebskosten) ist ein Abrechnungsverfahren,

das Verbrauchern

und Unternehmen helfen

soll, alle anfallenden Kosten von

Investitionsgütern (z. B. Software

und Hardware in der àIT)

abzuschätzen. Die Idee dabei ist,

eine Abrechnung zu erhalten, die


Business & Economy 198

nicht nur die Anschaffungskosten

enthält, sondern alle Aspekte der

späteren Nutzung (Energiekosten,

Reparatur und Wartung) der betreffenden

Komponenten. Somit

können bekannte Kostentreiber

oder auch versteckte Kosten

möglicherweise bereits im Vorfeld

einer Investitionsentscheidung

identifiziert werden.

USP

Unique Selling Proposition

(dt. Alleinstellungsmerkmal) bezeichnet

im Marketing und in der

Verkaufspsychologie das herausragende

Leistungsmerkmal, mit


Business & Economy 199

dem sich ein Angebot deutlich

vom Wettbewerb abhebt. Das

Alleinstellungsmerkmal sollte

„verteidigungsfähig“, zielgruppenorientiert

und wirtschaftlich sein

sowie in Preis, Zeit und Qualität

erreicht werden.

WFM Workforce Management

beinhaltet neben der Personaleinsatzplanung

àPEP auch die

Prognose des zu erwartenden

Arbeitsaufkommens und des

dafür benötigten Personals, die

Optimierung des Personaleinsatzes

zur Vermeidung von


200 Business & Economy

Unter- und Überdeckung, die

Administration von verschiedenen

Zeitkonten im Rahmen der

Zeitwirtschaft sowie die Analyse

und Steuerung des gesamten

Workforce Management Prozesses.

Im Gegensatz zur traditionellen

Personaleinsatzplanung,

die aufgrund ihrer Verankerung in

der Zeitwirtschaft eine Verwaltung

von Zeit in Vergangenheit und

Zukunft ist, geht Workforce Management

auf die Veränderungen

der Planungsanforderungen und

-ziele ein: Bedarfsorientierung

und Optimierung sind die Kernelemente

moderner Workforce

Management Lösungen.


Business & Economy 201

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


202 Business & Economy

WM

Wissensmanagement ist ein

zusammenfassender Begriff für

alle strategischen bzw. operativen

Tätigkeiten und Managementaufgaben,

die auf den bestmöglichen

Umgang mit Wissen

abzielen. Beiträge zum Wissensmanagement

– theoretischer wie

praktisch-anwendungsorientierter

Art – werden in vielen Disziplinen

entwickelt, insbesondere in der

Betriebswirtschaftslehre, der

Informatik, der Informationswissenschaft,

der Sozialwissenschaft,

der Pädagogik oder der

Wirtschaftsinformatik.


Generation Y & Millennials 203

AFK

Away form Keyboard (dt. nicht

an der Tastatur). Muss nicht

immer raussagen, dass man am

Computer (Tastatur) ist, sondern

dass man im entsprechenden

Kommunikationsvorgang

abwesend ist. Möglich ist auch

semi-afk für eine eingeschränkte

Erreichbarkeit. Die Rückkehr wird

oft durch ein àIB2K oder àIBTK

verkündet.

ASAP As soon as possible (dt. so

bald wie möglich) auch wenn

die Abkürzung im Internet häufig

anzutreffen ist, ist sie dort nicht


204 Generation Y & Millennials

entstanden. Sie war schon

deutlich länger als Kommando im

US-Militär gebräuchlich und wird

in der Luftfahrt verwendet.

BF

BFF

Best friends (dt. beste Freunde)

wird im Netzjargon verwendet.

Best friends forever (dt. beste

Freunde für immer) wird im Netzjargon

verwendet.

BOFH Bastard Operator from Hell

(dt. Mistkerl/Bastard-Systemadministrator

aus der Hölle) ist eine

fiktive Figur und gleichzeitig der


Generation Y & Millennials 205

Titel einer weit verbreiteten Serie

von satirischen Erzählungen des

neuseeländischen Autors Simon

Travaglia. Sie beschreiben, wie

ein Systemadministrator seine

Unzufriedenheit und Langeweile

an den oft unbeholfenen und

von ihm abhängigen Benutzern

abreagiert.

BTDT Been there, done that (dt. ich

war da und hab´s selbst probiert)

wird sinngemäß verwendet,

um eine getätigte Aussage mit

eigener Erfahrung/ mit eigenem

Ausprobieren zu untermauern.

BTK/B2K Back to Keyboard (dt.

zurück an der Tastatur) wird ab

und zu verwendet, nachdem man

àIAFK war.


206 Generation Y & Millennials

BTW

By the way (dt. im Übrigen) im

Chat wird es im Sinne von “ach

übrigens” bzw. „mal so nebenbei“

verwendet und der Nutzer drückt

damit aus, dass zusätzliche oder

auch nebensächliche Informationen

folgen.

CU

See you (dt. man sieht sich)

als Verabschiedungsfloskel im

Netzjargon oder bei eMails.


Generation Y & Millennials 207

DAU

Dümmster anzunehmender

User ist ein Ausdruck für Computerbenutzer

ohne Grundlagenwissen

und Sachverständnis, die

grobe Denk- und Anwendungsfehler

im Umgang mit Computern

und deren Zubehör begehen.

Der Begriff spielt besonders in

der Erstellung benutzertauglicher

Hard- und Software (Usability)

eine Rolle: Programme, die durch

einen „dümmsten“ anzunehmenden

Benutzer zum Absturz

gebracht werden können, sind

schlecht geschrieben.


208 Generation Y & Millennials

DI

Digital Immigrant (dt. digitaler

Einwanderer) bezeichnet jemanden,

der mit digitalen Technologien

wie Computer, Internet, Mobiltelefonen

und àIMP3-Player

nicht aufgewachsen ist, sondern

diese Dinge erst im Erwachsenenalter

kennengelernt hat.

DN

Digital Native (dt.: digitale

Eingeborene) werden Personen

bezeichnet, die mit digitalen

Technologien wie Computern,

dem Internet, Mobiltelefonen und

MP3-Player aufgewachsen sind.

Als Antonym existiert der Begriff

des Digital Immigrant (àIDI).


Generation Y & Millennials 209

DUW Duck und weg wird im Netzjargon

als symbolisches Wegducken

und davonlaufen verwendet,

wie als würde man einem Schlag

ausweichen.

EOBD End of Business Day (dt. (zum)

Ende des Arbeitstages) wird im

Netzjargon als Bezeichung für

den Feierabend verwendet.


210 Generation Y & Millennials

EMOJI Emoji ist ein Ideogramm, das

insbesondere in SMS und Chats

längere Begriffe ersetzt.

Lachendes Gesicht mit

offenem Mund und lächelnden

Augen, Unicode U+1F604.

Lächelndes Gesicht mit

lächelnden Augen, freut sich

sehr und ist etwas verlegen,

mit roten Backen, Unicode U+

1F60A.

Gesicht das schmackhaftes

Essen genießt, guten Appetit!

Unicode U+1F60B.


Generation Y & Millennials 211

Lächelndes Gesicht mit

herzförmigen Augen, sieht

nur noch Herzen, ist verliebt

oder schwärmt für jemanden,

Unicode U+1F60D.

Gesicht, das einen Kuss sendet,

könnte sich mit dem Kuss

für etwas bedanken wollen,

Unicode U+1F618.

Zwinkerndes Gesicht, Zwinkert

dir mit einem Auge verführerisch

zu, Unicode U+1F609.

Süffisant/verschmitzt lächelndes

Gesicht, Selbstgefällig

lachendes Smiley. Vorsicht ist

geboten, jemand könnte etwas

Listiges im Schilde führen,

Unicode U+1F60F.


212 Generation Y & Millennials

Gesicht mit herausgestreckter

Zunge und zwinkerndem

Auge, scherzend, nicht ernst.

Unicode U+1F61C.

Gesicht mit Sonnenbrille, ganz

entspannt sein, alles total

lässig und cool sehen, Unicode

U+1F60E.

Gesicht mit Freudentränen,

freut sich so sehr, dass schon

die Freudentränen kommen,

Unicode U+1F602.

Enttäuschtes aber erleichtertes

Gesicht, ist erleichtert, dass es

endlich vorbei ist, aber bleibt

trotzdem enttäuscht, Unicode

U+1F625.


Generation Y & Millennials 213

Weinendes Gesicht, Eine Träne

kullert über die Wange, ist traurig

und muss weinen, Unicode

U+1F622.

Heftig weinendes Gesicht,

traurig und so aufgebracht, das

man wie ein Wasserfluss weinen

muss, Unicode U+1F62D.

Errötetes Gesicht, Gesicht

zeigt die innere Anspannung,

könnte vor Scham errötet sein,

Unicode U+1F633.

Sprachloses Gesicht, total

sprachlos und entsetzt. Kann

auch bedeuten, dem ist nichts

mehr hinzuzufügen. Unicode

U+1F62F.


214 Generation Y & Millennials

Erstauntes Gesicht, Mund ist

offen und die Augen gekreuzt,

überrascht, hätte das so nicht

erwartet, Unicode U+1F632.

Grimassen schneidendes

Gesicht, ist zu Scherzen

aufgelegt, macht Faxen und

schneidet lustige Grimassen,

Unicode U + 1F62C.

Besorgtes Gesicht, ist total

entsetzt und sprachlos, Unicode

U+1F61F.

Verärgertes Gesicht, ist wütend

und total aufgebraucht, Unicode

U+1F620.

Infoschalter-Bedienstete.

Wie kann ich behilflich sein?

Unicode U+1F481.


Generation Y & Millennials 215

Klatschende Hände, Beifall,

Lob, Unicode U+1F44F.

Person mit Händen zum

Gebet verschränkt, die betenden

Hände bedeuten – je

nach Kontext – „bitte“ oder

„Entschuldigung“ (japanische

Geste), Unicode U+1F64F.

Roter Kussabdruck, möchte

dir ein Küsschen geben, hinterlässt

dabei einen Abdruck,

Unicode U+1F48B.

Vor Angst erstarrtes Gesicht,

die Angst lässt das Gesicht

erstarren, empfindet gerade

Furcht und Panik, Unicode

U+1F631.


216 Generation Y & Millennials

Zeichen für Daumen hoch,

steht für Zusage, alles Ok!

Vorsicht wird in arabischen

Ländern als Mittelfinger gedeutet,

Unicode U+1F44D.

Zeichen für Daumen runter,

steht für Ablehnung! Unicode

U+1F44E.


Generation Y & Millennials 217

F2F

FAQ

Face to Face (dt. von angesicht

zu angesicht) meint persönlich.

Frequently Asked Questions

(dt. häufig gestellte Fragen) sind

eine Zusammenstellung von oft

gestellten Fragen und den dazugehörigen

Antworten zu einem

Thema. Bekannt geworden sind

FAQ in der àIT, insbesondere im

Internet, wo viele Newsgruppen

eine FAQ-Sammlung erstellt haben,

um die Foren zu entlasten.

Weil sich das Prinzip der FAQ

bewährt hat, gibt es diese mittlerweile

in vielen Bereichen.


218 Generation Y & Millennials

FTFY Fixed that for you (dt. habe es

für dich korrigiert) wird in Diskussionsforen

benutzt, zum Beispiel

nach der Korrektur eines Bildes

oder Textes eines anderen Users.

Kann aber auch sarkastisch

verwendet werden.

FTR

For the record (dt. für das

Protokoll) wird im Netzjargon

verwendet.

FWIW For whatever it´s worth (dt.

wozu immer es auch gut sein

mag) entspricht “wenn Du mich

fragst” oder “nebenbei bemerkt”.

FVEO/4YEO For your eyes only (dt.

nur für deine Augen) bedeutet

vertraulich, nur für den Empfänger

bestimmt.


Generation Y & Millennials 219

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


220 Generation Y & Millennials

FYI

For your information/interest

(dt. zu deiner Information) bedeutet

interessehalber, entspricht

der deutschen Abkürzung „zur

Kenntnisnahme“. Im amerikanischen

Kontext missverständlicher

Weise auch als „Fuck you idiot“

verwendet.

GIDF/GIYF google ist deine Freund /

Google ist your friend bedeutet

soviel wie „nutze eine Suchmaschine,

bevor Du fragst!“


Generation Y & Millennials 221

GNGN Geht nicht, gibt’s nicht ist ein

Ausdruck, der im Netzjargon

verwendet wird.

GTG/G2G got to o go!/Gotta go (dt.

ich muss weg/ich muss gehen)

wird im Netzjargon auch als

Abschiedsformel verwendet.

HCP

Handicap (Sport Golf) ist eine

Kennzahl, die die ungefähre

Spielstärke eines Golfers

beschreibt. Vereinfacht lässt sich

sagen, dass sich das Handicap

aus der Differenz der Schläge,

welche zum Beenden eines


222 Generation Y & Millennials

Platzes benötigt werden, zum

Par des Platzes (in der Regel 72)

ergibt. Verschieden hohe Handicaps

können gegeneinander

aufgerechnet werden, so dass

ein Wettbewerb „auf Augenhöhe“

auch zwischen Golfern unterschiedlicher

Spielstärke möglich

wird.

HTH

Hope this helps (dt. hoffe das

hilft weiter) wird ironischer im

Netzjargon verwendet, um dumme

oder offensichtliche Fragen zu

beantworten.


Generation Y & Millennials 223

IRL

Iin real Life (dt. im wirklichen

Leben) bedeutet, dass es noch

eine Welt außerhalb des Internets

gibt.

Kt/kwT kein weiterer Text wird in

die Betreffzeile einer Mail oder

eines Beitrags geschrieben, wenn

die Nachricht selbst keinen Text


224 Generation Y & Millennials

enthält, man sich das Öffnen also

sparen kann. Nach oder vor dem

KT steht dann meistens die Antwort

auf einen Vorgängerbeitrag

LMGTFY Let me google that for you

(dt. ich google das jetzt mal für

Dich) bedeutet im Netzjargon

soviel wie „nutze beim nächsten

Mal einfach eine Suchmaschine,

bevor Du fragst!“.

LOL

Laughing out Loud oder auch

laugh out loud (dt. „lautes

Lachen“) ist ein Wort aus dem

Netzjargon und wird als Reaktion


Generation Y & Millennials 225

auf etwas Lustiges oder Außergewöhnliches

gebraucht.

MOTD Message oft he Day

(dt. Nachricht des Tages oder

Meldung des Tages) ist ein Begriff

aus dem Netzjargon. Dies ist

Begrüssungstext beim Anmelden

auf Servern.


226 Generation Y & Millennials

OIC

Oh I see (dt. ich verstehe) wird

im Netzjargon im Sinne von „ach

so“ verwendet.

OMG Oh mein Gott ist ein Ausdruck

des Erstaunens oder der

Überraschung, der im Netzjargon

verwendet wird.


Generation Y & Millennials 227

PEBKAC/PBKCPEBCAK Problem

exists between keyboard

and chair/problem exists between

chair and keyboard (dt.

Problem besteht zwischen Tastatur

und Stuh/Problem besteht

zwischen Stuhl und Tastaturl) (à

DAU).

PICNIC Problem in Chair not in

Computer (dt. Problem im Stuhl

nicht mit dem Computer) bedeutet

im Netzjargon Computerprobleme,

die der Benutzer selbst

verursachte.


228 Generation Y & Millennials

QFT

Quoted for truth (dt. zitiert für

die Wahrheit) wird in Foren benutzt,

in dem man einen Beitrag

zitiert, damit er festgehalten wird,

denn in den meisten Foren ist es

möglich, seine eigenen Beiträge

zu bearbeiten.


Generation Y & Millennials 229

ROFL rolling on the floor laughing

(dt. so viel wie: „sich vor Lachen

auf dem Boden wälzen“) wird im

Netzjargon verwendet.

RTFM Read the fucking manual (dt.

lies das verdammte Handbuch)

bedeutet sinngemäß “lies gefälligst

die Hilfe oder Gebrauchsanweisung,

bevor man dumme

Fragen stellt, die das Handbuch

beantwortet.


230 Generation Y & Millennials

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


Generation Y & Millennials 231

TIA

Thanks in Advance (dt. Danke

im Voraus) wird im Netzjargon zu

Ende einer Nachricht oder eMail

verwendet.

TL;DR/TLDR Too long, didn´t read (dt.

zu lang, nicht gelesen) wird im

Netzjargon verwendet im Sinne

von „der Text war zu lang; ich

habe ihn nicht gelesen“, wird als

Antwort auf einen als überlang

empfundenen Beitrag gesetzt. Die

Abkürzung wird manchmal auch

vom Autor eines längeren Beitrags

selbst ergänzt und leitet dann eine

kurze Zusammenfassung ein.


232 Generation Y & Millennials

TMI

too much information (dt.

zuviele Informationen) meint im

Netzjargon zuviele Details, die

man sich nicht merken kann oder

zu detailiert sind.

w00t

erstaunt, erfreutes „wie

bitte?“ oder erfreutes Juhuu

ist ein Ausdruck der Begeisterung

im Netzjargon für etwas

Besonderes – meist über eine

trotz Schwierigkeiten gelungene

Sache oder ein überraschendes

Ergebnis. W00t hat sich in fast

allen Online-Spielen als Ausdruck

der Überraschung bzw, als Aus-


Generation Y & Millennials 233

ruf, wenn nach vielen Versuchen

oder langem Warten endlich

der gewünschte Gegenstand

erscheint, etabliert.

Wird auch als Backronym für „We

Own(ed) [the] Other Team“ (dt.

„Wir sind (waren) dem anderen

Team überlegen“ )verwendet.)

XOXO Hugs and kisses (dt. Umarmungen

und Küsse) wird als Grußformel

in einer Mail, per SMS oder

im Chat verwendet. „O“ steht für

hug (dt. Umarmung) und „X“ für

kiss (dt. Kuss). Lässt sich oft auch

einfach nur als àIXX antreffen.


234 Generation Y & Millennials

XX

kisses (dt. Küsse) wird als Grußformel

im Netzjargon verwendet.

X steht dabei für Kuß.

YOLO You only live once (dt. man lebt

nur einmal) dient als Rechtfertigung

für dümmliches/gefährliches

Verhalten. YOLO ist das

Jugendwort des Jahres 2012.

YT

YouTube ist ein Internet-Videoportal

der Google Inc. auf dem

die Benutzer kostenlos Video-

Clips ansehen und hochladen

können.


IT & Telecommunication 235

AD

Active Directory heißt der

Verzeichnisdienst von MS

Windows Server Bei einem Verzeichnis

handelt es sich um eine

Zuordnungsliste wie zum Beispiel

bei einem Telefonbuch, das

Telefonnummern den jeweiligen

Anschlüssen zuordnet.

ADDS Active Directory Domain Services

wird ab Version Windows

Server 2008 die Kernkomponente

bezeichnet.


236 IT & Telecommunication

ADSL Asymmetric Digital Subscriber

Line bezeichnet die zurzeit

häufigste Anschlusstechnik von

Breitbandanschlüssen für Konsumenten.

Sie wurde als Variante

der DSL-Technik mit der Maßgabe

entwickelt, über die vorhandene

Telefonanschlussleitung zu

funktionieren, ohne die Telefonie

über den Festnetzanschluss zu

beeinträchtigen, und gleichzeitig

den meist asymmetrischen (ungleichen)

Datenratenbedürfnissen

der Privatkunden nach höherer

Empfangs- als Sendedatenrate

nachzukommen.

AG Application Gateway, s.

Application Level Gateway, ist

eine Firewall, die auf Anwendungsebene

arbeitet, also die

Datenpakete nicht nur einzeln


IT & Telecommunication 237

betrachtet und zum Beispiel nach

Quell- oder Zieladresse überprüft,

sondern diese Pakete teilweise

zusammensetzt um ihre Inhalte/

Bedeutung zu überprüfen.

ALG

ASP

Application Level Gateway

s. Application Gateway (àAG)

Active Server Pages ist eine

von MS entwickelte SSI-

Nachfolgetechnologie, die mit

Einsatz einer Skriptsprache

wie àPHP, VBScrip, Perl oder

JScript serverseitig Webseiten

serverseitig Webseiten erzeugt.

ASP wurde ursprünglich nur vom

Webserver Internet Information

Services (àIIS) interpretiert. Mittlerweile

gibt es auch verschiedene

Portierungen für den Apache-

Webserver. ASP wurde im Jahr


238 IT & Telecommunication

1996 veröffentlicht. ASP wird von

Microsoft nicht mehr weiterentwickelt.

Die Nachfolgetechnologie

ASP.NET hat ASP mit dem

Erscheinen des .NET-Framework

im Jahr 2002 abgelöst.

API

APS

AS

Application Programming

Interface ist ein Programmteil,

der von einem Softwaresystem

anderen Programmen zur

Anbindung an das System zur

Verfügung gestellt wird.

Automatic Program Search

bezeichnet eine automatische

Programmsuche.

Autonomes System ist eine

Ansammlung von àIP-Netzen,

welche als Einheit verwaltet

werden und über ein gemeinsa-


IT & Telecommunication 239

mes (oder auch mehrere) internes

Routing-Protokoll (àIGP) verbunden

sind. Dieses Netz wiederum

kann sich aus Teilnetzen zusammensetzen.

Ein AS steht unter

einer gemeinsamen Verwaltung,

typischerweise von einem Internet

Service Provider (àISP), einer

internationalen Firma oder einer

Universität. Autonome Systeme

sind untereinander verbunden

und bilden so das Internet.

ASCII American Standard Code for

Information Interchange ist eine

7-Bit-Zeichenkodierung; sie entspricht

der US-Variante von ISO

646 und dient als Grundlage für

spätere, auf mehr Bits basierende

Kodierungen für Zeichensätze.

Die ASCII-Kodierung wurde am

17. Juni 1963 von der Amerian


240 IT & Telecommunication

National Standards Institute

(àANSI) als Standard ASA

X3.4-1963 veröffentlicht und

1967 sowie zuletzt im Jahr 1968

aktualisiert. Die Zeichenkodierung

definiert 128 Zeichen, bestehend

aus 33 nicht druckbaren sowie

95 druckbaren.

ASP

Application Service Provider

(dt. Anwendungsdienstleister) ist

ein Dienstleister, der eine Anwendung

(z.B. ein àERP-System)

zum Informationsaustausch über

ein öffentliches Netz (z.B. Internet)

oder über ein privates Datennetz

anbietet. Der ASP kümmert sich

um die gesamte Administration,

wie Datensicherung, das Einspielen

von Patches usw. Anders

als beim Applikations-Hosting

ist Teil der ASP-Dienstleistung


241

IT & Telecommunication

auch ein Service (z.B. Benutzerbetreuung)

um die Anwendung

herum. Dabei wird die benötigte

Software nicht gekauft, sondern

im Bedarfsfall über das Datennetz

für die Nutzung angemietet. Mit

Hilfe von ASP-Dienstleistungen

können Unternehmen ganze

Verwaltungsbereiche oder

Prozessschritte auslagern und

sich damit auf ihr Kerngeschäft

konzentrieren.


242 IT & Telecommunication

BAPI Business Application Programming

Interface ist eine

standardisierte Programmierschnittstelle

der àSAP-Business-

Objekte. BAPIs ermöglichen es

externen Programmen, auf die

Daten und Geschäftsprozesse

des SAP àERP zuzugreifen.

BDD

Behavior Driven Development

(dt. verhaltensgetriebene Softwareentwicklung)

ist eine Technik

der Agilen Softwareentwicklung,

welche die Zusammenarbeit

zwischen Qualitätsmanagement

und Business-Analyse in


IT & Telecommunication 243

Softwareentwicklungsprojekten

stärkt. Beim BDD werden während

der Anforderungsanalyse die

Aufgaben, Ziele und Ergebnisse

der Software derart textuell

festgehalten, dass diese später

automatisiert auf ihre korrekte

Implementierung getestet

werden können. BDD wurde

erstmals 2003 durch Dan North

als Antwort auf Testgetriebene

Entwicklung beschrieben und hat

sich seit damals weiterentwickelt.

BGP

Border Gateway Protocol

ist das im Internet eingesetzte

Routingprotokoll und ver-bindet

autonome Systeme (àAS)

miteinander. Diese autonomen

Systeme werden in der Regel

von Internetprovidern gebildet.

BGP wird allgemein als Exterior


244 IT & Telecommunication

Gateway Protokoll (àEGP) und

Pfadvektorprotokoll bezeichnet

und verwendet für Routing-Entscheidungen

sowohl strategische

wie auch technisch-metrische

Kriterien, wobei in der Praxis in

der Regel betriebswirtschaftliche

Aspekte berücksichtigt werden.

BIOS Basic Input/Output System ist

die Firmware bei x86-PCs. Es ist

in einem nicht-flüchtigen Speicher

auf der Hauptplatine eines PC

abgelegt und wird unmittelbar

nach dessen Einschalten ausgeführt.

Aufgabe des BIOS ist es

unter anderem, den PC zunächst

funktionsfähig zu machen und

im Anschluss das Starten eines

Betriebssystems einzuleiten.


IT & Telecommunication 245

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


246 IT & Telecommunication

BIRT

Business Intelligence and

Reporting Tools ist ein

Open-Source-Projekt, welches

Berichtswesen- und Business-

Intelligence-Funktionalität für Rich

Clients und Web-Applikationen

zur Verfügung stellt.

BMC Baseboard Management

Controller ist ein spezialisierter

Mikrocontroller, der auf der

Hauptplatine vieler Computersysteme

- insbesondere Servern

- eingebettet ist. Der BMC

verwaltet im Intelligent Platform

Management Interface (àIPMI)

die Schnittstelle zwischen der

Software zum Systemmanagement

beziehungsweise zur

Hardware.


IT & Telecommunication 247

BPEL Business Process Execution

Language ist ein Industriestandard

zur Automatisierung von

Geschäftsprozessen auf Basis

von Web Services.

BPGMUL Best Practice Global

Management User Level

bezeichnet eine Methode zum

Ausbilden und Erreichen eines

neuen Qualitätslevels der User in

der Benutzung und Verwaltung

einer Software mit Hilfe eines

Best Practice Ansatzes.

BPMN Business Process Model

and Notation ist eine grafische

Spezifikationssprache in der

Wirtschaftsinformatik. Sie stellt

Symbole zur Verfügung, mit

denen Fach- und Informatikspezialisten

Geschäftsprozesse und


248 IT & Telecommunication

Arbeitsabläufe modellieren und

dokumentieren können.

BU

Backup (dt. Datensicherung)

bezeichnet das Kopieren von

Daten in der Absicht, diese im Fall

eines Datenverlustes zurückkopieren

zu können. Die auf dem

Speichermedium gesicherten

Daten werden als Sicherungskopie/Backup,

bezeichnet.

CAD

Computer-aided Design

(rechnerunterstütztes Konstruieren)

bezeichnet das Konstruieren

eines Produkts mittels àEDV.


IT & Telecommunication 249

Ursprünglich wurde mit CAD die

Verwendung eines Computers

als Hilfsmittel beim technischen

Zeichnen bezeichnet. Heute sind

professionelle CAD-Anwendungen

komplexe Expertensysteme

für den Entwurf und die Konstruktion

technischer Lösungen.

CAE

Computer-aided Engineering

(dt. rechnergestützte Entwicklung)

umfasst alle Varianten der

Rechner-Unterstützung von

Arbeitsprozessen in der Technik.

CAM Computer-aided manufacturing

(dt. rechnerunterstützte

Fertigung) bezeichnet die

Verwendung einer von der

àCNC-Maschine unabhängigen

Software zur Erstellung des

àNC-Codes. Im Unterschied zur


250 IT & Telecommunication

Erstellung des NC-Codes in der

Werkstatt (àWOP), wird mit dem

CAM-System das NC-Programm

bereits in der Arbeitsvorbereitung

erstellt. CAM ist ein wesentlicher

Bestandteil der computerintegrierten

Produktion Computerintegrated

Manufacturing (àCIM).

CAP

computer-aided process

planning (dt. computergestützte

Arbeitsplanung) baut auf konventionell

oder mit àCAD erstellten

Konstruktionsdaten auf, um

Daten für die Teilefertigungs- und

Montageanweisungen zu erzeugen.

CAP ist als Bestandteil der

computerintegrierten Produktion

(àCIM) in vielen Systemen zum

Enterprise Resource Planning

(àERP) implementiert.


251

IT & Telecommunication

CAPTCHA Completely automated

public turing test to tell

computers and humans apart

(dt. Vollautomatischer öffentlicher

Turing-Test zur Unterscheidung

von Computern und Menschen)

werden verwendet, damit man

entscheiden kann, ob das

Gegenüber ein Mensch oder

eine Maschine ist. In der Regel

macht man dies, um zu prüfen,

ob Eingaben in Internetformulare

über Menschen oder Maschinen

erfolgt sind, weil Roboter hier oft

missbräuchlich eingesetzt werden.

Captchas dienen also der

Sicherheit. Der Begriff Captcha

wurde zum ersten Mal im Jahr

2000 von Luis von Ahn, Manuel

Blum und Nicholas J. Hopper an

der Carnegie Mellon University

und von John Langford von IBM


252 IT & Telecommunication

gebraucht und ist ein Homophon

des englischen Wortes capture

(einfangen, erfassen).

CAQ

Computer Aided Quality

Management versteht die

àEDV-unterstützte Festlegung

der Qualitätspolitik und deren

Ziele sowie die rechnerunterstützte

Qualitätssicherung im

Unternehmen und ist ein Element

des Qualitätsmanagements. Es

begleitet den gesamten Produktionsprozess,

mit allen operativen

und dienstleistenden Bereichen.

Diese auf Qualitätssicherung bezogene

EDV-Unterstützung wird

als Computer Aided Quality Assurance

bezeichnet. CAQ-Systeme

analysieren (Prozessdatenanalyse,

àPDA), dokumentieren

und archivieren qualitätsrelevante


IT & Telecommunication 253

Daten zu Fertigungsprozessen.

CAQ umfasst computergestützte

Maßnahmen zur Planung und

Durchführung der Qualitätssicherung.

CAx

computer-aided x, vereinzelt

auch computer-assisted x (dt.

meist computerunterstützt, rechnergestützt

und ähnliches), wobei

das x ein Platzhalter für verschiedene

Buchstaben darstellt,

die als Abkürzung für einzelne

Ablaufabschnitte und Technologien

der Produktion stehen. CAx

umfasst die fertigungsbezogene

angewandte Informatik in der

Produktionswirtschaft und das

Product-Lifecycle-Management.


254 IT & Telecommunication

CIM

computer-integrated manufacturing

(dt. computerintegrierte

Produktion bzw. computerintegrierte

Fertigung) ist ein

Sammelbegriff für verschiedene

Tätigkeiten, die in einem Unternehmen

durch den Computer unterstützt

werden, und daher auch

unter CAx zusammengefasst

sind. Die Bestandteile sind CAD,

CAP, CNC, CAQ, CAM, PPS

und BDE.

CMDB Configuration Management

Database bezeichnet

einen Begriff aus der Informamtik.

Nach der ITIL handelt es sich bei

der CMDB um eine Datenbank,

welche dem Zugriff und der

Verwaltung von Configuration

Items dient. Als Configuration

Item (àCI) werden dabei im


IT & Telecommunication 255

IT-Management alle Betriebsmittel

der IT bezeichnet. Der Begriff

Configuration ist dabei etwas irreführend.

Darunter versteht man

in diesem Zusammenhang den

Bestand und die gegenseitigen

Abhängigkeiten der verwalteten

Objekte.

CMS Content Management System

(dt. Inhaltsverwaltungssystem) ist

eine Software zur gemeinschaftlichen

Erstellung, Bearbeitung

und Organisation von Inhalten

(Content) zumeist in Webseiten,

aber auch in anderen Medienformen.

Diese können aus Textund

Multimedia-Dokumenten

bestehen. Ein Autor kann ein

solches System in den meisten

Fällen ohne Programmier- oder

àHTML-Kenntnisse bedienen.


256 IT & Telecommunication

CNC

Computerized Numerical

Control (dt. rechnergestützte numerische

Steuerung) bezeichnet

ein elektronisches Verfahren zur

Steuerung von Werkzeugmaschinen

(CNC-Maschinen).

COBIT Control Objectives for

Information and Related

Technology ist das international

anerkannte Framework zur

IT-Governance und gliedert die

Aufgaben der IT in Prozesse und

Control Objectives (Kontrollziele).

COBRA Common Object Request

Broker Architecture (dt. Allgemeine

Architektur für Vermittler

von Objekt-Nachrichten) ist eine

Spezifikation für eine objektorientierte

Middleware, deren

Kern ein sog. Object Request


IT & Telecommunication 257

Broker (àORB) bildet und die

plattformübergreifende Protokolle

und Dienste definiert. Sie wird von

der Object Management Group

(àOMG) entwickelt. CORBAkonforme

Implementierungen

vereinfachen das Erstellen verteilter

Anwendungen in heterogenen

Umgebungen.

CPS

Cyber-Physisches System

bezeichnet den Verbund informatischer,

softwaretechnischer

Komponenten mit mechanischen

und elektronischen Teilen, die

über eine Dateninfrastruktur, wie

z. B. das Internet, kommunizieren.

Ein cyber-physisches System

ist durch seinen hohen Grad an

Komplexität gekennzeichnet. Die

Ausbildung von cyber-physischen

Systemen entsteht aus der Ver-


258 IT & Telecommunication

netzung eingebetteter Systeme

durch drahtgebundene oder

drahtlose Kommunikationsnetze.

Die Begriffsbildung folgt dem Bedarf

an einer neuen theoretischen

Grundlage für die Erforschung

und Entwicklung großer, verteilter,

komplexer Systeme, wie zum

Beispiel der Weiterentwicklung

des deutschlandweiten Stromnetzes,

hin zu einem intelligenten

Stromnetz oder die Konstruktion

neuartiger Industrieproduktionsanlagen,

die sich hoch dynamisch

an die jeweiligen Produktionserfordernisse

anpassen können.


IT & Telecommunication 259

DB

Datenbank ist eine organisierte

Zusammenstellung von Daten.

DBMS Datenbank Management

System (Datenbank-Verwaltungssystem)

kümmert sich um

den physikalischen Vorgang der

i. d. R. langfristigen Speicherung

von Daten, und bietet Möglichkeiten

mit diesen Daten zu arbeiten.

Die Struktur und die Beziehungen

der Daten zueinander (das

Datenbankdesign) werden nicht

vom DBMS vorgegeben, sondern

liegen im Aufgabenbereich des

Datenbank-Administrators.


260 IT & Telecommunication

Wenn aus

STRATEGIE


IT & Telecommunication 261

ERFOLG wird.


262 IT & Telecommunication

DDos Distributed-Denial-of-Service

ist eine DoS-Attake, die im Verbund

von vielen Computern aus

erfolgt. In der Internetkriminalität

wird sie häufig in Bot-Netzen

ausgeführt. Die Attake wird zu

gleichen Zeitpunkt von verschiedenen

Computern ausgelöst und

ist dadurch nur schwer zu orten

und noch schwieriger zu unterbinden.

Wie bei der DoS-Attake

wird der attakierte computer

mit fehlerhalften und vorsätzlich

falsch adressierten IP-Paketen

bombardiert, und zwar so intensiv,

bis der angegriffene Server

seinen Dienst einstellen muss

oder abstürzt.

DFÜ

Datenfernübertragung bezeichnet

heute die Übermittlung

von Daten zwischen Computern


IT & Telecommunication 263

über ein Medium, bei der ein

zusätzliches Protokoll verwendet

wird. Am weitesten verbreitet ist

hier die DFÜ über das Telefonetz.

Üblich sind aber auch andere

Übertragungsmedien wie Funk

oder Licht (àIrDA).

DHCP Dynamic Host Configuration

Protocol ermöglicht die Zuweisung

der Netzwerkkonfiguration

an Clients durch einen Server.

Das Dynamic Host Configuration

Protocol wurde im RFC

2131 definiert und bekam von

der Internet Asigned Numbers

Authority die UDP-Ports 67 und

68 zugewiesen.


264 IT & Telecommunication

DICaaS Data Intensive Computing

as a Service beschreibt ebenso

wie àHPCaaS die eher wissenschaftliche

Anwendung von

Cloud Computing. Im Gegensatz

dazu geht es hierbei allerdings

weniger um extrem rechenaufwändige

Aufgaben als vielmehr

um die Verarbeitung (und Speicherung)

sehr großer Datenmengen

im Petabyte-Bereich, wie sie

beispielsweise am àCERN im

àLHC entstehen.

DOS

Disk Operating System werden

Betriebssysteme für Computer

genannt, deren Hauptaufgabe

die Verwaltung von magnetisch

gespeicherten Informationen auf

sich drehenden (Disk) Speichermedien

wie Disketten und

Festplatten ist.


DRG

DTP

IT & Telecommunication 265

Digital Raster Graphics (dt.

digitale Rastergrafik) ist eine Form

der Beschreibung eines Bildes

in Form von computerlesbaren

Daten. Rastergrafiken bestehen

aus einer rasterförmigen Anordnung

von so genannten Pixeln

(Bildpunkten), denen jeweils

eine Farbe zugeordnet ist. Die

Hauptmerkmale einer Rastergrafik

sind daher die Bildgröße

(Breite und Höhe gemessen in

Pixeln, umgangssprachlich auch

Bildauflösung genannt) sowie die

Farbtiefe.

Desktop-Publishing ist das

rechnergestützte Setzen von

Dokumenten, die aus Texten und

Bildern bestehen und später als

Publikationen, wie zum Beispiel

Broschüren, Magazine, Bücher


266 IT & Telecommunication

oder Kataloge, ihre Verwendung

finden. Im Mittelpunkt des DTP

stehen ein Desktop-Computer,

Software für die Erstellung des

Layouts und ein Drucker zur

Ausgabe.

Der Begriff entstammt dem

Vergleich zu den herkömmlichen

Technologien zur Printmedienbzw.

Druckvorlagenerstellung, die

meist aus mehreren aufeinanderfolgenden

fotografischen

Arbeitsschritten bestehen. Seit

etwa 1992 werden Printprodukte

fast ausschließlich im Rahmen

von DTP produziert.


IT & Telecommunication 267

ECDL European Computer Driving

Licence, auch „Europäischer

Computer-Führerschein“

genannt, ist ein international anerkanntes

Zertifikat für Computerbenutzer.

Der ECDL bescheinigt

Wissen über Computer und

Fertigkeiten, bestimmte weitverbreitete

Standard-Computeranwendungen

zu benutzen.

EDI

Electronic Data Interchange

(dt. Elektronischer Datenaustausch)

bezeichnet innerhalb der

elektronischen Datenverarbeitung

(àEDV) als Sammelbegriff den


268 IT & Telecommunication

Datenaustausch unter Nutzung

elektronischer Transferverfahren.

Direkt beteiligt (als Absender,

Transporteur und Empfänger der

versendeten Nachrichten) sind

dabei Anwendungssysteme der

beteiligten Unternehmen/Organisationen.

EDV

Elektronische Datenverarbeitung

ist der Sammelbegriff für

die Erfassung und Bearbeitung

von Daten durch elektronische

Maschinen oder Computer.

EEPROM electrically erasable

programmable read-only memory

(dt. elektrisch löschbarer

programmierbarer Nur-Lese-

Speicher, auch E2PROM) ist ein

nichtflüchtiger, elektronischer


269

IT & Telecommunication

Speicherbaustein, dessen gespeicherte

Information elektrisch

gelöscht werden kann. Er ist

verwandt mit anderen löschbaren

Speichern, wie dem durch

UV-Licht löschbaren EPROMs

und dem ebenfalls elektrisch

löschbaren Flasch-Speicher. Er

wird verwendet zur Speicherung

kleinerer Datenmengen in

elektrischen Geräten, bei denen

die Information auch ohne anliegende

Versorgungsspannung

erhalten bleiben muss oder bei

denen einzelne Speicherelemente

bzw. Datenworte einfach geändert

werden können müssen. Ein

typisches Beispiel ist der Rufnummernspeicher

eines Telefons.


270 IT & Telecommunication

EGP

Exterior-Gateway-Protokoll

dient dazu, Erreichbarkeitsinformationen

zwischen autonomen

Systemen (AS) auszutauschen,

d.h. Informationen darüber,

welche Netze erreichbar sind.

Diese Daten setzen dann die

Router der autonomen Systeme

in interne Routing-Informationen

für Intradomain-Routingprotokolle

oder Routing Information Protocol

(àRIP) um.

EPROM Erasable programmable

read only memor (dt. löschbarer

programmierbarer Nur-Lese-

Speicher) ist ein nichtflüchtiger

elektronischer Speicherbaustein,

der früher vor allem in der Computertechnik

eingesetzt wurde,

inzwischen aber weitgehend

durch EEPROMs abgelöst ist.


IT & Telecommunication 271

Dieser Bausteintyp ist mit Hilfe

spezieller Programmiergeräte

(genannt „EPROM-Brenner“) programmierbar.

Er lässt sich mittels

UV-Licht löschen und da-nach

neu programmieren. Nach etwa

100 bis 200 Löschvorgängen

hat das EPROM das Ende seiner

Lebensdauer erreicht.

ESB

Enterprise Service Bus

bezeichnet in der Informationstechnik

eine Kategorie von

Softwareprodukten, die die

Integration verteilter Dienste in

der Anwendungslandschaft eines

Unternehmens unterstützen.


272 IT & Telecommunication

FCFS First-Come First-Served

(dt. „zuerst rein – zuerst raus“)

synonym mit First-In First-Out

(àFIFO), bezeichnet jegliche

Verfahren der Speicherung, bei

denen diejenigen Elemente, die

zuerst gespeichert wurden, auch

zuerst wieder aus dem Speicher

entnommen werden.

FIFO

FK

First In – First Out, s. First-

Come First-Served (àFCFS).

Foreign Key (dt. Fremdschlüssel)

ist in der Datenbanktheorie

ein Attribut oder eine Attributkom-


IT & Telecommunication 273

bination einer Relation, welches

auf einen Primärschlüssel (àPK)

(bzw. Schlüsselkandidaten) einer

anderen oder der gleichen Relation

verweist.

FTAM File Transfer and Access

Management ist ein standardisiertes

Datenkommunikations-

Protokoll für den Dateitransfer.

FTP

File Transfer Protocol ist

ein Internet-Dienst, um Daten

von einem Server zum Client

(Download), vom Client zum

Server (Upload) oder clientgesteuert

zwischen zwei Servern zu

übertragen. Das FTP-Protokoll

bietet außerdem Befehle an,

um auf dem entfernten Rechner

Operationen durchzuführen, wie

Verzeichnisinhalte anzeigen, Ver-


274 IT & Telecommunication

zeichnisse wechseln, Verzeichnisse

anlegen oder Dateien löschen.

Der - vom Client aus gesehen

- externe Rechner, auf dem das

Server-Programm abläuft, wird

als FTP-Server (Host, entferntes/

remote System) bezeichnet.

HCR

Handprint Character Recognition

(dt. Handschrifterkennung)

umfasst alle Verfahren, die

handgeschriebene Buchstaben,

Ziffern, Wörter oder Sätze automatisch

erkennen und in eine für

den Computer zu verarbeitende

Datei umformen. Die HCR-Tech-


IT & Telecommunication 275

nik ist eine intelligente Zeichenerkennung

(àICR) und aus der

optischen Zeichenerkennung

(àOCR) entstanden.

HDMI High Definition Multimedia

Interface ist eine ab Mitte 2003

entwickelte Schnittstelle für die

volldigitale Übertragung von

Audio- und Video-Daten in der

Unterhaltungselektronik. Sie vereinheitlicht

existierende Verfahren,

erhöht gegenüber diesen die

Qualitätsmerkmale und bietet

außerdem auch ein zusammenhängendes

Kopierschutzkonzept

(àDRM). Die aktuelle HDMI-

Version ist 1.4b. Jedoch werden

HDMI-Produkte seit dem 1.

Januar 2012 nicht mehr mit Versionsnummern

gekennzeichnet.


276 IT & Telecommunication

HIFO Highest In – First Out (dt.

„höchstes herein – zuerst hinaus“)

bezeichnet jegliche Verfahren der

Speicherung, bei denen diejenigen

Elemente, die den höchsten

Wert haben, auch zuerst wieder

entnommen werden. Ein weiteres

ähnliches Prinzip ist das Last-In-

First-Out-Verfahren (àLIFO).

HPCaaS High Performance Computing

as a Service ist ein Bereich,

der sich mit dem Hochleistungsrechnen

beschäftigt und dies als

einen Dienst zur Verfügung stellen

möchte. Dabei geht es auch

darum, Anwendungen aus dem

Grid Computing umzusetzen,

indem quasi ein Grid als Dienst

zur Verfügung gestellt wird.


IT & Telecommunication 277

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


278 IT & Telecommunication

HTML Hypertext Markup Language

ist eine textbasierte Auszeichnungssprache

zur Strukturierung

von Inhalten wie Texten, Bildern

und Hyperlinks in Dokumenten.

HTML-Dokumente sind die

Grundlage des World Wide Web

und werden von einem Webbrowser

dargestellt.

HTTP Hypertext Transfer Protocol

(dt. Hypertext-Übertragungsprotokoll)

ist ein Protokoll zur

Übertragung von Daten über ein

Netzwerk. Es wird hauptsächlich

eingesetzt, um Webseiten aus

dem World Wide Web (àWWW)

in einen Webbrowser zu laden.


IT & Telecommunication 279

HTTPS Hypertext Transfer

Protocol Secure (dt. sicheres

Hypertext-Übertragungsprotokoll)

wird zur Verschlüsselung und zur

Authentifizierung der Kommunikation

zwischen Webserver und

Browser im World Wide Web

(àWWW) verwendet.

IaaS

Infrastructur as a Service versteht

man ein Geschäftsmodell,

das entgegen dem klassischen

Kaufen von Rechnerinfrastrukturvorsieht,

diese bei Bedarf (on

demand) zu mieten.


280 IT & Telecommunication

ICR

Intelligent Character Recognition

(dt. intelligente

Zeichenerkennung) ist eine

Weiterentwicklung der optischen

Zeichenerkennung, Optical

Character Recognition (àOCR),

und der Handschrifterkennung,

Handprint Character Recognition

(àHCR). Mit ICR können handgeschriebene

Texte und Zahlen

in maschinenlesbare Zeichen

konvertiert und in Dokumente

umgewandelt werden.

Idoc

Intermediate Document ist ein

àSAP-Standardformat für den

elektronischen Datenaustausch

zwischen R/3-, R/2- und Fremdsystemen.


IGP

IIS

IT & Telecommunication 281

Interior Gateway Protocol

bezeichnet Routingprotokolle,

die innerhalb von autonomen

Systemen eingesetzt werden. Im

Gegensatz zu Exterior Gateway

Protokollen (àEGP) zeichnen sie

sich durch besondere Fähigkeiten

im Umgang mit komplizierten

Netzwerktopologien aus. Die

verwendeten EGPs bauen

normalerweise auf die von den

IGPs sichergestellte Infrastruktur

auf. Daher läuft im Normalfall pro

Netzwerkprotokoll genau ein EGP

parallel mit genau einem IGP.

Internet Information Services

(vormals Internet Information

Server) ist eine Diensteplattform

des Unternehmens àMS für


282 IT & Telecommunication

PCs und Server. Über sie können

Dokumente und Dateien im

Netzwerk zugänglich gemacht

werden.

IKT

IP

IPMI

Informations- und Kommunikationstechnologie

bezeichnet

Technik im Bereich der Information

und Kommunikation.

Internet Protocol bezeichnet

das grundlegende Protokoll im Internet

und vielen lokalen Netzen.

Intelligent Platform Management

Interface ist eine Sammlung

von standardisierten Schnittstellen

in Computer-Hardware

und Firmware, die benutzt wird,

um den Computer zu warten und

zu verwalten. Außerdem wird es

eingesetzt, um automatische Be-


IT & Telecommunication 283

richte über auftretende Fehler zu

erzeugen. Der IPMI-Standard ist

eine Entwicklung der Hardware-

Hersteller Intel, Hewlett-Packard,

NEC und Dell.

ISA

ISP

Industry Standard Architecture

ist ein Computerbus-

Standard für IBM-kompatible

PCs, der die XT-Bus-Architektur

von 8 Bit auf 16 Bit erweitert.

Der ISA Bus wurde bei àIBM

Anfang der 1980er Jahre durch

Mark E. Dean und Dennis Moeller

entwickelt.

Internet Service Provider

(dt. Internetdienstanbieter oder

Internetdienstleister oft auch nur

Provider) sind Anbieter von Diensten,

Inhalten oder technischen

Leistungen, die für die Nutzung


284 IT & Telecommunication

oder den Betrieb von Inhalten

und Diensten im Internet erforderlich

sind.

IT

ITIL

Informationstechnik oder

-technologie ist ein Oberbegriff

für die Informations- und Datenverarbeitung

sowie für die dafür

benötigte Hard- und Software.

Der teils synonym verwendete

Begriff Informationstechnologie

kommt aus dem Englischen

und ist eine Übersetzung des

englischen Begriffes information

technology, der die mit diesem

Gebiet verbundene Technik und

Technologie bezeichnet.

IT Infrastructure Library ist eine

Sammlung von Best Practices

bzw. Good Practices in einer

Reihe von Publikationen, die eine


IT & Telecommunication 285

mögliche Umsetzung eines IT-

Service-Managements (àITSM)

beschreiben.

JRE

Java Runtime Environment

ist die Laufzeitumgebung der

Java-Technik. Mit ihr werden

Programme (Java-Anwendungen)

weitgehend unabhängig vom darunter

liegenden Betriebssystem

ausgeführt.


286 IT & Telecommunication

LAN

Local Area Network ist ein

Rechnernetz, das die Ausdehnung

von Personal Area

Networks übertrifft, die Ausdehnung

von Metropolitan Area

Networks, Wide Area Networks

und Global Area Networks aber

nicht erreicht. Ein LAN ist dabei

in seiner Ausdehnung ohne Zusatzmaßnahmen

auf 500 Meter

beschränkt und wird in der Regel

z. B. in Heimnetzen oder kleinen

Unternehmen eingesetzt.


IT & Telecommunication 287

LDAP Lightweight Directory Access

Protocol ist ein Anwendungsprotokoll

aus der Netzwerktechnik.

Es erlaubt die Abfrage und die

Modifikation von Informationen

eines Verzeichnisdienstes (eine im

Netzwerk verteilte hierarchische

Datenbank) über ein àIP-

Netzwerk. Die aktuelle Version

ist in àRFC 4510 / RFC 4511

spezifiziert.

LIFO

Last In – First Out (dt. „zuletzt

herein – zuerst hinaus“)

bezeichnet jegliche Verfahren

der Speicherung, bei denen die

Elemente in genau der entgegengesetzten

Reihenfolge abgerufen

werden, in der sie zuvor abgelegt

wurden, d.h. das erste („unterste“)

Element wird als letztes


288 IT & Telecommunication

abgerufen. Entsprechend wird

das letzte („oberste“) Element

zuerst abgerufen.

LOFO Lowest In – First Out (dt. „niedrigstes

herein – zuerst hinaus“)

bezeichnet jegliche Verfahren

der Speicherung, bei denen

diejenigen Elemente, die den

niedrigsten Wert haben, als Erste

aus dem Speicher entnommen

werden. Das gegenteilige Prinzip

wird als Highest In – First Out-

Verfahren (àHIFO) bezeichnet.


IT & Telecommunication 289

MDA Modell-driven Architecture

(dt. modellgetriebene Architektur)

bezeichnet einen modellgetriebenen

Softwareentwicklungsansatz,

der auf einer klaren Trennung von

Funktionalität und Technik beruht.

MDE

Maschinendatenerfassung

beschreibt die Schnittstelle zwischen

Maschinen der Produktionstechnik

und der Informationsverarbeitung.


290 IT & Telecommunication

MII

Media Independent Interface

wurde bei FastEthernet als Ausdruck

für Netzwerkkomponenten

eingeführt.

MPS

MSP

Managed Print Service ist ein

neuer Ansatz zur Steuerung des

individuellen Druckoutputs von

Unternehmen. Alle eingesetzten

Drucker sind Netzwerkdrucker,

welche über das Netzwerk zentral

konfiguriert und gepflegt werden

können.

Managed Service Provider

sind Informations-Technologie-

Dienstleister, die die Verantwortung

für die Bereitstellung einer

definierten Reihe von Dienstleistungen

für ihre Kunden übernehmen

und verwalten.


IT & Telecommunication 291

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


292 IT & Telecommunication

NFC

Near Field Communication ist

ein Übertragungsstandard zum

kontaktlosen Austausch von

Daten über kurze Strecken (bis zu

4 cm).

NTLM NT LAN Manager ist ein

Authentifizierungsverfahren für

Rechnernetze.

NOP

No Operation (dt. Nulloperation)

ist ein spezieller Befehl für Prozessoren

und in Kommunikationsprotokollen,

der effektiv nichts tut.


IT & Telecommunication 293

OCL

Object Constraint Language

ist eine Sprache, mit der

Softwarearchitekten notwendige

Randbedingungen bei der Modellierung

von Computerprogrammen

formal festlegen können. Die

OCL ist Bestandteil der weltweit

etablierten Modellierungssprache

Unified Modeling Language

(àUML) und dient unter anderem

der textuellen Spezifikation

von Invarianten in Klassendiagrammen,

von Bedingungen

in Sequenzdiagrammen oder

der Formulierung von Vor- und

Nachbedingungen für Methoden.


294 IT & Telecommunication

OCR

Optical Character Recognition

ist ein Begriff aus der Informationstechnik

und bezeichnet die

automatisierte Texterkennung

innerhalb von Bildern.

OEM Object Exchange Model hat

sich als De-facto-Standard für die

Ablage von semi-strukturierten

Daten durchgesetzt. Das OEM-

Modell basiert auf der Konzeption

eines gerichteten Graphs.

OLS

Optical Landing System

bezeichnet ein optisches System

zur Unterstützung des Landeanflugs

auf Flugzeugträgern und

Militärflugplätzen bezeichnet.


OTA

OSS

IT & Telecommunication 295

Over-the-Air bezeichnet die

Übertragung von Daten mittels

elektromagnetischer Wellen, also

scheinbar durch das Medium

„Luft“. Tatsächlich funktionieren

diese Wellen auch im Vakuum. Im

Englischen wird „over-the-air“ als

Synoym für „wireless“ (dt. kabellos)

verwendet. Die „Luftschnittstelle“

ist insbesondere dadurch

gekennzeichnet, dass eine drahtoder

kabellose Übertragung

stattfindet.

Open Source Software ist

eine Software, die unter einer

Lizenz steht, die besagt, dass

der Quelltext öffentlich zugänglich

ist und frei kopiert, modifiziert

und verändert wie unverändert

weiterverbreitet werden darf.


296 IT & Telecommunication

PaaS Platform as a Service bezeichnet

eine Dienstleistung, die in der

Cloud eine Computer-Plattform

für Entwickler von Webanwendungen

zur Verfügung stellt.

Dabei kann es sich sowohl um

schnell einsetzbare Laufzeitumgebungen

(typischerweise für

Webanwendungen) aber auch

um Entwicklungsumgebungen

handeln, die mit geringem

administrativen Aufwand und

ohne Anschaffung der darunterliegenden

Hardware und

Software genutzt werden können.

Sie unterstützen den gesamten


297

IT & Telecommunication

Software-Lebenszyklus vom

Design über die Entwicklung, den

Test, die Auslieferung bis hin zum

Betrieb der Webanwendungen

über das Internet. Platform as a

Service ist ein Teil von Everything

as a Service (àEaas). Einige Angebote

umfassen auch Dienste

zur kollaborativen Arbeit und

Versionierung, zum Monitoring

und für die Sicherheit oder Middleware-Dienste

zum Speichern

von Daten oder für die Kommunikation

zwischen Anwendungen.

PaaS-Angebote bauen auf einer

skalierbaren Infrastruktur (àIaaS)

von Speicher und Rechenleistung

auf und können somit ebenfalls

skalieren. Aufbauend auf

einer PaaS-Umgebung können

Software as a Service (àSaaS)

Angebote entstehen. Somit ist


298 IT & Telecommunication

PaaS die mittlere Schicht im

Cloud Stack.

PDA

PDF

Personal Digital Assistant (dt.

persönlicher digitaler Assistent)

ist ein kompakter, tragbarer

Computer, der neben vielen

anderen Programmen (z. B.

Textverarbeitung) hauptsächlich

für die persönliche Kalender-,

Adress- und Aufgabenverwaltung

benutzt wird.

Portable Document Format ist

ein plattformunabhängiges Dateiformat

für Dokumente, das vom

Unternehmen Adobe Systems

entwickelt und 1993 veröffentlicht

wurde.


PHP

PK

IT & Telecommunication 299

Hypertext Preprocessor (ursprünglich

„Personal Home Page

Tools“) ist eine Skriptsprache mit

einer an C und Perl angelehnten

Syntax, die hauptsächlich zur Erstellung

dynamischer Webseiten

oder Webanwendungen verwendet

wird. PHP wird als freie

Software unter der PHP-Lizenz

verbreitet. PHP zeichnet sich

durch breite Datenbankunterstützung

und Internet-Protokolleinbindung

sowie die Verfügbarkeit

zahlreicher Funktionsbibliotheken

aus.

Primary Key (dt. Schlüssel) dient

in einer relationalen Datenbank

dazu, die Tupel (Datensätze) einer

Relation (Tabelle) eindeutig zu

identifizieren, sie zu nummern. Ein

Schlüssel ist dann eine Gruppe


300 IT & Telecommunication

von Spalten, die so ausgewählt

wird, dass jede Tabellenzeile über

den Werten dieser Spaltengruppe

eine einmalige Wertekombination

hat.

PKI

Public-Key-Infrastruktur

bezeichnet in der Kryptologie ein

System, das digitale Zertifikate

ausstellen, verteilen und prüfen

kann. Die innerhalb einer PKI

ausgestellten Zertifikate werden

zur Absicherung rechnergestützter

Kommunikation verwendet.


IT & Telecommunication 301

QDX

Quality Data eXchange

bezeichnet einen IT-Standard,

welcher von einem Arbeitskreis

des Verbandes der Automobilindustrie

erarbeitet wurde.

RFC

Remote Function Call ist ein

Begriff aus dem Umfeld der

àSAP-Software (speziell der


302 IT & Telecommunication

SAP-ABAP-Systeme, z. B. R/3

und dessen Nachfolger).

RFC

Requests for Comments (dt.

Bitte um Kommentare) sind

eine Reihe von technischen und

organisatorischen Dokumenten

des RFC-Editors zum Internet

(ursprünglich Arpanet), die am 7.

April 1969 begonnen wurden. Bei

der ersten Veröffentlichung noch

im ursprünglichen Wortsinne

zur Diskussion gestellt, behalten

RFC auch dann ihren Namen,

wenn sie sich durch allgemeine

Akzeptanz und Gebrauch zum

Standard entwickelt haben.

Hingegen wird die fortlaufende

Zählung (Nummerierung) der

RFCs weitergeführt und eine

RFC-Nummer neu vergeben,

wenn eine abschließend geän-


IT & Telecommunication 303

derte Version durch eine neue

Version, gegebenenfalls auch

zusammengefasst aus mehreren

Vorläufern und mit mehreren

Ergänzungen versehen zu einem

neuen Dokument zusammengeführt

wird.

RFID Radio-Frequency Identification

ermöglicht die automatische

Identifizierung und Lokalisierung

von Gegenständen und

Lebewesen und erleichtert damit

erheblich die Erfassung von

Daten (umgangssprachlich auch

Funketiketten genannt).

RIP

Routing Information Protocol

ist ein Routing-Protokoll auf Basis

des Distanzvektoralgorithmus,

das innerhalb eines autonomen

Systems (z. B. àLAN) eingesetzt


304 IT & Telecommunication

wird, um die Routingtabellen von

Routern automatisch zu erstellen.

Es gehört zur Klasse der Interior

Gateway Protocols (àIGP). RIP

wurde zuerst in àRFC 1058

(1988) definiert. Das Protokoll

wurde seitdem mehrfach erweitert

und liegt nun als RIP Version

2 (RFC 2453) vor.

RTF

Rich Text Format ist ein

Dateiformat für Texte, das von

Microsoft 1987 eingeführt wurde.

Es kann als Austauschformat zwischen

Textverarbeitungsprogrammen

verschiedener Hersteller auf

verschiedenen Betriebssystemen

dienen. Ebenso wird es zum

Beispiel für die Darstellung formatierten

Textes in Datenbankfeldern

eingesetzt.


IT & Telecommunication 305

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


306 IT & Telecommunication

SaaS Software as a Service ist ein

Teilbereich des Cloud Computings.

Das SaaS-Modell basiert

auf dem Grundsatz, dass die

Software und die IT-Infrastruktur

bei einem externen IT-Dienstleister

betrieben und vom Kunden

als Service genutzt werden. Für

die Nutzung wird ausschließlich

ein internetfähiger PC sowie die

Internetanbindung an den externen

IT-Dienstleister benötigt.


IT & Telecommunication 307

SAML Security Assertion Markup

Language ist ein àXML-

Framework zum Austausch von

Authentifizierungs- und Autorisierungsinformationen.

Sie stellt

Funktionen bereit, um sicherheitsbezogene

Informationen zu

beschreiben und zu übertragen.

SAML wurde ab 2001 von dem

àOASIS-Konsortium entwickelt.

Zu diesem Konsortium ge-hören

Unternehmen wie Sun Microsystems,

àIBM, Nokia und àSAP.

SAML besteht aus SAML-Assertions,

aus dem SAML-Protokoll,

aus SAML-Bindings und Profilen.

SIM-Karte Subscriber Identity Module

Karte ist eine Chipkarte, die in

ein Mobiltelefon eingesteckt wird

und zur Identifikation des Nutzers

im Netz dient. Mit ihr stellen


308 IT & Telecommunication

Mobil-funkanbieter Teilnehmern

mobile Telefonanschlüsse und

Datenanschlüsse zur Verfügung.

SOA

SSI

Service Oriented Architecture

ist ein Architekturmuster der

Informationstechnik aus dem

Bereich der verteilten Systeme,

um Dienste von IT-Systemen zu

strukturieren und zu nutzen. Eine

besondere Rolle spielt dabei die

Orientierung an Geschäftsprozessen,

deren Abstraktionsebenen

die Grundlage für konkrete

Serviceimplementierungen sind.

Server Side Includes (englisch

für serverseitige Einbindungen)

sind in (meist àHTML-)Dokumente

eingebettete, einfach zu

nutzende Skript-Befehle, die auf

dem Webserver ausgeführt wer-


IT & Telecommunication 309

den, bevor das Dokument an den

Client ausgeliefert wird. Sie stellen

eine einfach zu verwendende

Alternative zu Programmen bzw.

Skripten dar, die das ganze

Dokument dynamisch generieren.

SSL Secure Sockets Layer s.

àTLS

SSO

Single Sign-On bedeutet, dass

ein Benutzer nach einer einmaligen

Authentifizierung an einem

Arbeitsplatz auf alle Rechner und

Dienste, für die er lokal berechtigt

ist, am selben Arbeitsplatz

zugreifen kann, ohne sich jedes

Mal neu anmelden zu müssen.

Wechselt der Benutzer den

Arbeitsplatz, wird die Authentifizierung,

wie auch die lokale

Autorisierung, hinfällig.


310 IT & Telecommunication

SVG

Scalable Vector Graphics

ist die vom World Wide Web

Consortium (àW3C) empfohlene

Spezifikation zur Beschreibung

zweidimensionaler Vektorgrafiken.

SYCAT Systematischeà CIM

Analyse Tools ist eine Prozessmanagementsoftware

zur

Unternehmensgestaltung und

-entwicklung. Sie bedient sich

der swimlane-Darstellung für die

Aufbau- und Ablauforganisation

des Unternehmens.


IT & Telecommunication 311

TCP

TIFF

Transmission Control Protocol

(dt. Übertragungssteuerungsprotokoll)

ist eine Vereinbarung

(Protokoll) darüber, auf welche

Art und Weise Daten zwischen

Computern ausgetauscht werden

sollen. Nahezu sämtliche aktuellen

Betriebssysteme moderner

Computer beherrschen TCP

und nutzen es für den Datenaustausch

mit anderen Rechnern.

Tagged Image File Format ist

ein Dateiformat zur Speicherung

von Bilddaten. Das TIFF wurde

ursprünglich von Aldus (1994


312 IT & Telecommunication

von Adobe übernommen) und

Microsoft für die Farbseparation

bei gescannten Rastergrafiken

entwickelt.

TLS

TP

Transport Layer Security,

bekannt unter der Vorgängerbezeichnung

Secure Sockets

Layer (àSSL), ist ein hybrides

Verschlüsselungsprotokoll zur

sicheren Datenübertragung im

Internet. Seit Version 3.0 wird

das SSL-Protokoll unter dem

Namen TLS weiterentwickelt und

standardisiert.

Transponder ist ein zusammengesetzter

Begriff aus Transmitter

(Übertragungseinheit) und

Responder (Antwortsystem).

Ein Transponder ist ein Funk-

Kommunikationsgerät, welches


IT & Telecommunication 313

eingehende Signale aufnimmt

und automatisch beantwortet.

Seit einigen Jahren wird auch

in Deutschland anstelle der

Bezeichnung Transponder der

englische Begriff àRFID verwendet.

UAT

User Acceptance Test (dt.

Abnahmetest, Verfahrenstest,

Akzeptanztest) ist ein Test der

gelieferten Software durch den

Kunden bzw. Auftraggeber.


314 IT & Telecommunication

UC

Unified Communications (dt.

vereinheitlichte Kommunikation)

beschreibt die Integration von

Kommunikationsmedien in einer

einheitlichen Anwendungsumgebung.

UDP

UML

User Datagram Protocol ist

ein minimales, verbindungsloses

Netzwerkprotokoll, das zur

Transportschicht der Internetprotokollfamilie

gehört. Aufgabe von

UDP ist es, Daten, die über das

Internet übertragen werden, der

richtigen Anwendung zukommen

zu lassen.

Unified Modeling Language

(dt. vereinheitlichte Modellierungssprache)

ist eine grafische

Modellierungssprache zur

Spezifikation, Konstruktion und


315

IT & Telecommunication

Dokumentation von Software-

Teilen und anderen Systemen. Sie

wird von der Object Management

Group (àOMG) entwickelt und ist

sowohl von ihr als auch von der

àISO standardisiert. Im Sinne

einer Sprache definiert UML

dabei Bezeichner für die meisten

bei einer Modellierung wichtigen

Begriffe und legt mögliche

Beziehungen zwischen diesen

Begriffen fest. UML definiert

weiter grafische Notationen für

diese Begriffe und für Modelle

statischer Strukturen und dynamischer

Abläufe, die man mit

diesen Begriffen formulieren kann.

UML ist heute die dominierende

Sprache für die Softwaresystem-

Modellierung.


316 IT & Telecommunication

Wenn aus

KOMPETENZ


IT & Telecommunication 317

QUALITÄT entsteht.


318 IT & Telecommunication

USB

Universial Serial Bus ist ein

serielles Bussystem (≠ Reisebus)

zur Verbindung eines Computers

mit externen Geräten.

VPN

Virtual Private Network ist ein

geschlossenes Rechnernetz, das

auf einer öffentlichen Netzwerk-

Infrastruktur aufgebaut ist.


IT & Telecommunication 319

WWW World Wide Web ist das wohl

bekannteste Akronym der Gegenwart.

WWW (dt. „Weltweites

Netz“) ist ein über das Internet

abrufbares System von elektronischen

Hypertext-Dokumenten,

die durch Hyperlinks miteinander

verknüpft sind und über die Protokolle

àHTTP bzw. àHTTPS

übertragen werden.


320 IT & Telecommunication

XaaS Anything as a Service (auch

Everything as a Service (àEaaS))

bezeichnet einen Ansatz, „alles“

als Service zur Verfügung zu

stellen und zu konsumieren.

Damit ist es der konsequente

letzte Schritt, nachdem es bereits

Software, Laufzeitumgebungen

und Hardware as a Service gibt.

XHTML Extensible Hypertext Markup

Language ist eine textbasierte

Auszeichnungssprache zur

Strukturierung und semantischen

Auszeichnung von Inhalten wie

Texten, Bildern und Hyperlinks in


IT & Telecommunication 321

Dokumenten. Es ist eine Neuformulierung

von àHTML 4.01 in

àXML.

xMII

XML

xApp Manufacturing Integration

and Intelligence ist

ein Produkt der àSAP AG. Mit

der Applikation xMII besteht die

Möglichkeit, SAP-Anwendungen

direkt mit dem Shop-Floor zu

verbinden. Fertigungsrelevante

Logiken und Prozesse können

abgebildet und den fertigungsnah

agierenden Abteilungen mit

aktuellen Informationen und Auswertungen

zur Verfügung gestellt

werden.

Extensible Markup Language

ist eine Auszeichnungssprache

zur Darstellung hierarchisch

strukturierter Daten in Form von


322 IT & Telecommunication

Textdateien. XML wird u. a. für

den plattform- und implementationsunabhängigen

Austausch von

Daten zwischen Computersystemen

eingesetzt insbesondere

über das Internet.

YAML YAML Ain‘t Markup Language

ist ein rekursives Akronym (ursprünglich

„Yet Another Markup

Language“) und bezeichnet eine

vereinfachte Auszeichnungssprache

zur Datenserialisierung,

angelehnt an àXML .


Legal & Compliance 323

ADR

ADV

Alternative Dispute Resolution

(dt. Außergerichtliche Streitbeilegung)

ist der Oberbegriff für

eine Vielzahl unterschiedlicher

Verfahren, mit denen die Parteien

versuchen, anstelle eines Gerichts-

oder Schiedsgerichtsverfahrens

eine Auseinandersetzung

einvernehmlich zu beenden.

Auftragsdatenverarbeitung

dient dazu, das Outsourcing von

Datenverarbeitung datenschutzrechtlich

abzusichern. Dabei

verbleibt die Verantwortung für

die ordnungsgemäße Datenver-


324 Legal & Compliance

arbeitung beim Auftraggeber. In

Deutschland ist die Datenverarbeitung

im Auftrag u. a. in §11

Bundesdatenschutzgesetz und

§80 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch

geregelt.

AEUV Vertrag über die Arbeitsweise

der Europäischen Union ist

neben dem Vertrag über die

Europäische Union (àEUV)

einer der Gründungsverträge der

àEU. Der AEUV bildet mit dem

EUV das Primärrecht der EU. Er

ist ein völkerrechtlicher Vertrag

zwischen den Mitgliedstaaten der

EU.

AFA

Alternative Fee Agreement

bezeichnet in der Rechtspraxis

Zahlungen an eine Anwaltskanz-


Legal & Compliance 325

lei, die auf einer anderen Methode

als verrechenbare Stunden

beruhen, z.B. Erfolgshonorar.

AFA

AG

AG

Absetzung für Abnutzungen

bezeichnet die steuerrechtlich zu

ermittelnde Wertminderung von

Anlagevermögen.

Aktiengesellschaft ist eine

privatrechtliche Vereinigung.

Es handelt sich um eine

Kapitalgesellschaft, bei der das

Grundkapital in Aktien zerlegt ist.

Die Aktiengesellschaft ist eine

international bedeutsame Unternehmensform.

Amtsgericht ist neben dem

Landgericht die Eingangsinstanz

der ordentlichen Gerichtsbarkeit

in Deutschland. Das Amtsgericht


326 Legal & Compliance

wird vor allem in Verfahren des

Zivil- und des Strafrechts tätig.

AGB

AGG

Allgemeine Geschäftsbedingungen

sind alle für eine Vielzahl

von Verträgen vorformulierten

Vertragsbedingungen, die eine

Vertragspartei (der Verwender)

der anderen Vertragspartei bei

Abschluss eines Vertrages stellt.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

– umgangssprachlich

auch Antidiskriminierungsgesetz

genannt – ist ein

deutsches Bundesgesetz, das

Benachteiligungen aus Gründen

der ethnischen Herkunft,

des Geschlechts, der Religion

oder Weltanschauung, einer


Legal & Compliance 327

Behinderung, des Alters oder der

sexuellen Identität verhindern und

beseitigen soll.

AktG Aktiengesetz regelt die

Errichtung, die Verfassung,

Rechnungslegung, Hauptversammlungen

und Liquidation von

Aktiengesellschaften (àAG)sowie

von Kommanditgesellschaften auf

Aktien (àKGaA). Darüber hinaus

ist das deutsche Konzernrecht im

Aktiengesetz geregelt.

AStG Außensteuergesetz soll

sicherstellen, dass auch bei einer

Verlagerung von Einkommen

oder Vermögen in das Ausland

zumindest für eine gewisse Zeit

eine Besteuerung in Deutschland

erfolgt.


328 Legal & Compliance

AVR

Allgemeines Verwaltungsrecht

regelt die grundlegenden

Rechtsinstitute und Verfahrensweisen,

die dem Grunde nach

in jedem Verwaltungsverfahren

− unabhängig von dem jeweiligen

Sachgebiet − anzutreffen sind

und benötigt werden können.

AWG Außenwirtschaftsgesetz regelt

den Verkehr von Devisen, Waren,

Dienstleistungen, Kapital und

sonstigen Wirtschaftsgütern mit

dem Ausland.


Legal & Compliance 329

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


330 Legal & Compliance

BA

BAG

Bribery Act ist ein Antikorruptionsgesetz

des Vereinigten

Königreichs. Es wurde im April

2010 verabschiedet und ist am 1.

Juli 2011 in Kraft getreten. Eine

Besonderheit dieses Gesetzes

besteht darin, dass es einen weltweiten

Anwendungsbereich hat

und sowohl natürliche Personen

als auch Unternehmen sanktioniert

werden können.

Bundesarbeitsgericht mit Sitz

in Kassel urteilt über Fragen des

deutschen Arbeitsrechts. Es ist


Legal & Compliance 331

das oberste Gericht der deutschen

Arbeitsgerichtsbarkeit.

BDSG Bundesdatenschutzgesetz

regelt zusammen mit den Datenschutzgesetzen

der Länder und

anderen bereichsspezifischen

Regelungen den Umgang mit

personenbezogenen Daten, die

in IT-Systemen oder manuell

verarbeitet werden.

BGB

Bürgerliches Gesetzbuch

regelt als zentrale Kodifikation

des deutschen allgemeinen

Privatrechts die wichtigsten

Rechtsbeziehungen zwischen

Privatpersonen. Es bildet mit

seinen Nebengesetzen (z. B.

Wohnungseigentumsgesetz,

Versicherungsvertragsgesetz,

Lebenspartnerschaftsgesetz, All-


332 Legal & Compliance

gemeines Gleichbehandlungsgesetz)

das allgemeine Privatrecht.

BGH

Bundesgerichtshof in Karlsruhe

ist das oberste deutsche Gericht

auf dem Gebiet der ordentlichen

Gerichtsbarkeit und damit letzte

Instanz in Zivil- und Strafverfahren.

Ferner ist er für verwandte

Spezialrechtsgebiete zuständig

wie etwa das Berufsrecht in der

Rechtspflege.

BilMoG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

(auch Gesetz zur

Modernisierung des Bilanzrechts)

ist ein deutsches Gesetz zur

Reform des Bilanzrechts. Ein

Schwerpunkt der Reform liegt in

der Deregulierung und Kostensenkung

zugunsten kleiner und

mittlerer Unternehmen. Hierzu


Legal & Compliance 333

werden Einzelkaufleute von der

handelsrechtlichen Buchführungspflicht

befreit, wenn sie nur

einen kleinen Geschäftsbetrieb

unterhalten.

BRAO Bundesrechtsanwaltsordnung

regelt das Berufsrecht

der Rechtsanwälte in Deutschland,

das heißt die Rechte und

Pflichten, die der Rechtsanwalt

gegenüber Mandanten und

Dritten zu beachten hat, sowie

diverse weitere berufsrechtliche

Fragen.

BSG

Bundessozialgericht mit Sitz

in Erfurt urteilt über Fragen des

deutschen Sozialtrechts. Es ist

das oberste Gericht der deutschen

Sozialgerichtsbarkeit.


334 Legal & Compliance

BVerfG Bundesverfassungsgericht

ist in der Bundesrepublik

Deutschland das Verfassungsgericht

des Bundes. Es ist Schutzorgan

und Hüter der deutschen

Verfassung. Das Gericht ist

unabhängiges Verfassungsorgan

und Teil der judikativen Staatsgewalt

auf dem Gebiet des

Staats- und Völkerrechts. Durch

seine Entscheidungen liefert es

eine verbindliche Auslegung der

deutschen Verfassung (Grundgesetz).


Legal & Compliance 335

CISG United Nations Convention on

Contracts for the International

Sale of Goods (dt. UN-Kaufrecht)

wird beim internationalen

Warenkauf angewendet. Hauptanwendungsfall

ist der Warenkauf

zwischen gewerblichen

Verkäufern aus verschiedenen

Staaten, die dem UN-Kaufrecht

beigetreten sind (Vertragsstaaten).

Die Anwendung des UN-Kaufrechts

kann individualvertraglich

ausgeschlossen werden.


336 Legal & Compliance

CESL Common European Sales Law

(dt. Gemeinssame Europäische

Kaufrecht) auch Einheitskaufrecht,

Europäisches Kaufrecht oder

optionales Instrument genannt,

ist ein Verordnungsvorschlag der

europäischen Kommission vom

11. Oktober 2011. Es enthält

kaufrechtliche Vorschriften, die

nach einer Anwahl durch die

Parteien (opt-in) Anwendung

finden und grenzüberschreitende

Kaufverträge effizienter gestalten

sollen.

c.i.c.

culpa in contrahendo (dt. Verschulden

beim Vertragsschluss)

ist in Deutschland eine zivilrechtliche

Haftung für Verschulden

bei Vertragsverhandlungen, also

noch vor eigentlichem Vertragsschluss;

geregelt in §§ 311 Abs.


Legal & Compliance 337

2 i. V. m. 280 Abs. 1 i. V. m. 241

Abs. 2 àBGB.

CPA

Certified Public Accountant

ist ein Berufstitel für US-amerikanische

Wirtschaftsprüfer welche

das CPA-Examen abgelegt

haben.

DSB

Datenschutzbeauftragter wirkt

in einer Behörde oder nichtbehördlichen

Organisation auf die

Einhaltung des Datenschutzes

hin. Die Person kann Mitarbeiter

der Organisation sein oder als


338 Legal & Compliance

externer Datenschutzbeauftragter

bestellt werden.

eG

eingetragene Genossenschaft

ist eine juristische Person, deren

Zweck es ist, die Leistungsbeziehungen

und die Wirtschaften ihrer

Mitglieder durch gemeinschaftliche

Unternehmung zu fördern.

Nicht die Gewinnerzielung der

Gesellschaft steht im Vordergrund,

sondern die Unterstützung

der Interessen aller Mitglieder.


Legal & Compliance 339

EGBGB Einführungsgesetz zum

Bürgerlichen Gesetzbuche

stammt ebenso wie das àBGB

vom 18. August 1896. Es wurde

seitdem zahlreich novelliert,

in einer Neufassung vom 21.

September 1994 neu bekannt

gemacht und seither mehrfach

geändert.

EMRK Europäische Menschenrechtskonvention

enthält einen

Katalog von Grundrechten und

Menschenrechten, über deren

Umsetzung der Europäische

Gerichtshof für Menschenrechte

in Straßburg wacht

ERAG Einheitliche Richtlinien für auf

Anfordern zahlbare Garantien

ist eine im Jahr 1991 in Paris von

der Internationalen Handels-


340 Legal & Compliance

kammer (àICC) verabschiedete

Richtlinie, die das Recht von

Bankgarantien regelt. 2009

beschloss die ICC eine überarbeitete

Fassung, die am 1. Juli

2010 in Kraft trat (ICC Publikation

Nr. 758). Das Regelwerk ist

Nachfolger der im Jahre 1978

verabschiedeten Einheitlichen

Richtlinien für Vertragsgarantien

(àERV, àURCB).

ERV

Einheitliche Richtlinien für

Vertragsgarantien sind unter

der Publikation der Internationalen

Handelskammer (àICC) unter

Nr. 325 im Jahre 1978 erschienen.

Sie bilden eine Richtlinie für

die Einhaltung von Verträgen für

Garantien. Nachfolger ist die Pu-


Legal & Compliance 341

blikation Einheitliche Richtlinien für

auf Anfordern zahlbare Garantien

(àERAG, àURDG) aus dem

Jahre 1991.

ESUG Gesetz zur weiteren Erleichterung

der Sanierung von

Unternehmen vom 7. Dezember

2011 ist eine Reform des

deutschen Insolvenzrechts und

soll die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

für die Sanierung

Not leidender Unternehmen

verbessern.

EuGH Europäischer Gerichtshof hat

seinen Sitz in Luxemburg und

ist das oberste rechtsprechende

Organ der Europäischen Union.

Zu den Zuständigkeiten zählen


342 Legal & Compliance

insbesondere die einheitliche

Auslegung des Rechts der

Europäischen Union sowie der

Europäischen Atomgemeinschaft.

EUV

Vertrag über die Europäische

Union ist der Gründungsvertrag

der àEU und stellt somit

europäisches Primärrecht dar. Es

handelt sich dabei um völkerrechtliche

Verträge zwischen den

EU-Mitgliedsstaaten.

FCPA Foreign Corrupt Practices

Act von 1977 (15 U.S.C. §§

78dd-1, ff.) ist ein Bundesgesetz


Legal & Compliance 343

der USA, das Zahlungen und

Wertgeschenke an ausländische

staatliche Amtsträger verbietet,

die den Zweck haben, den

Zuschlag für ein Geschäft zu

bekommen oder eine Geschäftsbeziehung

aufrechtzuerhalten.

Darüber hinaus verpflichtet das

Gesetz alle in den USA börsennotierten

Unternehmen dazu,

eine Buchführung nach 15 U.S.C.

§ 78m vorzu-nehmen, die auf die

Antikorruptionsregeln des FCPA

abgestimmt ist.

FGO

Finanzgerichtsordnung ist

ein deutsches Bundesgesetz,

welches das Gerichtsverfahren

vor den Finanzgerichten regelt. Es

ist in die Teile Gerichtsverfassung


344 Legal & Compliance

(I.), Verfahren (II.), Kosten und

Vollstreckung (III.) und Schlussund

Übergangsbestimmungen(IV)

gegliedert.

FKVO Europäisch) Fusionskontrollverordnung

(auch Zusammenschlusskontrolle)

ist eine

europäische Verordnung, deren

Ziel es ist, substantielle Störungen

des freien und ungehinderten

Wettbewerbs durch übermäßige

Konzentration unternehmerischer

Marktmacht zu unterbinden.


Legal & Compliance 345

GbR

Gesellschaft bürgerlichen

Rechts ist in Deutschland eine

Vereinigung von mindestens

zwei Gesellschaftern (natürlichen

oder juristischen Personen oder

Personengesellschaften), die sich

durch einen Gesellschaftsvertrag

gegenseitig verpflichten, die

Erreichung eines gemeinsamen

Zwecks in der durch den Vertrag

bestimmten Weise zu fördern,

insbesondere die vereinbarten

Beiträge zu leisten.


346 Legal & Compliance

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Legal & Compliance 347

GDPDU Grundsätze zum Datenzugriff

und zur Prüfbarkeit

digitaler Unterlagen enthalten

Regeln zur Aufbewahrung digitaler

Unterlagen und zur Mitwirkungspflicht

der Steuerpflichtigen bei

Betriebsprüfungen. Es handelt

sich um eine Verwaltungsanweisung

des Bundesfinanzministeriums

zur digitalen Aufbewahrung

von Buchhaltungen, Buchungsbelegen

und Rechnungen. Die

GoBS sind durch die àGoBD

zum 1. Januar 2015 abgelöst

worde.

GEK

Gemeinsames EU Kaufrecht,

auch Einheitskaufrecht, Europäisches

Kaufrecht oder optionales

Instrument genannt, ist ein Verordnungsvorschlag

der europäischen

Kommission vom 11. 11.2011,


348 Legal & Compliance

KOM(2011), 635. Es enthält kaufrechtliche

Vorschriften, die nach

einer Anwahl durch die Parteien

(opt-in) Anwendung finden und

grenzüberschreitende Kaufverträge

effizienter gestalten sollen.

GewStG Gewerbesteuergesetz

wird als Gewerbeertragsteuer auf

die objektive Ertragskraft eines

Gewerbebetriebes in Höhe von

mindestens 7 % des Ertrags

erhoben. Die Gewerbesteuer ist

die wichtigste originäre Einnahmequelle

der Gemeinden in

Deutschland.

GG

Grundgesetz für die Bundesrepublik

Deutschland (umgangssprachlich

auch Deutsches

Grundgesetz) ist als geltende

„Verfassung der Deutschen“ die


Legal & Compliance 349

rechtliche und politische Grundordnung

der Bundesrepublik

Deutschland.

GmbH Gesellschaft mit beschränkter

Haftung ist eine Kapitalgesellschaft

mit eigener Rechtspersönlichkeit

(juristische Person). Für

ihre Verbindlichkeiten haftet nur

das Gesellschaftsvermögen.

GmbHG Gesetz betreffend die Gesellschaften

mit beschränkter

Haftung (auch: GmbH-Gesetz

oder Gesetz über die GmbH)

regelt in Deutschland im Wesentlichen

die besondere Form

der àGmbH, ihre Errichtung,

ihre Organe und ihre Stellung im

Rechtsverkehr.


350 Legal & Compliance

GU

Gemeinschaftsunternehmen

s. Joint-Ventrue (àJV).

GV

GVO

Gesellschaftsvertrag legt bei

der Gründung einer Gesellschaft

deren rechtliche Grundlagen fest.

Gruppenfreistellungsverordnung

ist eine europäische

Verordnung und ist als solche

Bestandteil des europäischen

Sekundärrechts. Durch eine

GVO werden bestimmte Arten

von wettbewerbsbeschränkenden

Vereinbarungen zwischen

Unternehmen, Beschlüssen von

Unternehmensvereinigungen

oder abgestimmten Verhaltensweisen

von Unternehmen unter

bestimmten, in der Verordnung

weiter bestimmten Voraussetzungen

vom grundsätzlichen


Legal & Compliance 351

Kartellverbot ausgenommen, also

erlaubt.

GwG Geldwäschegesetz, verpflichtet

u.a. Banken, Finanzdienstleister,

Versicherungen, Investmentgesellschaften,

Rechtsanwälte,

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater,

Immobilienmakler und Spielbanken

zur aktiven Mithilfe bei der

Bekämpfung der Geldwäsche.

HGB

Handelsgesetzbuch enthält

den Kern des Handelsrechts in

Deutschland. Das Bürgerliche


352 Legal & Compliance

Gesetzbuch gilt für Kaufleute

neben dem HGB nur subsidiär.

Das HGB setzt vor allem auf den

Rechtsschein, um die vorzunehmenden

Geschäfte zu erleichtern.

ILOAT Administrative Tribunal of the

International Labour Organisation

(dt. Verwaltungsgericht

der Internationalen Arbeitsorganisation)

ein internationales Gericht

mit Sitz in der Schweiz, Genf, das

für die arbeitsrechtlichen Belange


Legal & Compliance 353

der Mitarbeiter aller internationaler

Organisationen zuständig ist.

InsO

IP

Insolvenzordnung regelt in

Deutschland das Insolvenzverfahren,

ein spezielles Verfahren der

Zwangsvollstreckung, das dazu

dient, mehrere Gläubiger eines

zahlungsunfähigen (insolventen)

Schuldners gleichmäßig zu befriedigen.

Intellectual Property (dt.

geistiges Eigentum) bezeichnet all

jenes Wissen und Kulturgut eines

Menschen, das dieser sich durch

geistige Anstrengungen wie

Lernen, Forschen, Nachdenken,

Lesen oder auch Diskutieren zu

eigen gemacht hat. Der Begriff

wird außerdem als Jargon für


354 Legal & Compliance

Urheberrechte und gewerbliche

Schutzrechte verwendet.

IPR

Internationales Privatrecht

ist derjenige Teil des deutschen

Rechts, der entscheidet, welches

(materielle) Privatrecht inländische

Behörden und Gerichte auf einen

Sachverhalt mit Auslandsberührung

anzuwenden haben.

JA

Jahresabschluss bezeichnet

die nach den handelsrechtlichen

Vorschriften von allen Kaufleuten

aufzustellende Jahresbilanz


Legal & Compliance 355

(Bilanz) und Gewinn- und Verlustrechnung

(àGuV), §§242 ff.

àHGB.

JV

Joint-Venture (dt. Gemeinschaftsunternehmen)

ist eine Unternehmenskooperation

zwischen

zwei oder mehr rechtlich und

wirtschaftlich voneinander unabhängiger

Partnerunternehmen,

um ein gemeinsames Vorhaben

zu realisieren, bei dem die Partner

die Führungsverantwortung und

das finanzielle Risiko gemeinsam

tragen.


356 Legal & Compliance

KonTraG Gesetz zur Kontrolle und

Transparenz im Unternehmensbereich

ist ein umfangreiches

Gesetz, das 1998 in Kraft

trat. Ziel des KonTraG ist es, die

Corporate Governance in deutschen

Unternehmen zu verbessern.

Mit dem KonTraG wurde die

Haftung von Vorstand, Aufsichtsrat

und Wirtschaftsprüfern in

Unternehmen erweitert. Kern des

KonTraG ist eine Vorschrift, die

Unternehmensleitungen dazu

zwingt, ein unternehmensweites

Früherkennungssystem für

Risiken (Risikofrüherkennungs-


Legal & Compliance 357

system) einzuführen und zu

betreiben, sowie Aussagen zu

Risiken und zur Risikostruktur

des Unternehmens im Lagebericht

des Jahresabschlusses der

Gesellschaft zu veröffentlichen.

KStG Körperschaftsteuergesetz

regelt in Deutschland die

Besteuerung des Einkommens

juristischer Personen mittels der

Körperschaftsteuer.

LG

Landgericht ist in Deutschland

das Gericht zwischen Amts- und

Oberlandesgericht.


358 Legal & Compliance

LoI

Letter of Intent ist eine

schriftliche (meist zweiseitige)

Erklärung, mit der vor oder zu

Beginn komplexer Verhandlungen

die grundsätzliche Bereitschaft

zum Abschluss eines Vertrages

zum Ausdruck gebracht wird. In

der Regel beschreibt der LoI den

Gegenstand bzw. das Ziel der

Verhandlungen und den Zeitplan

der vorgesehenen Maßnahmen.

LPO

Legal Process Outsourcing

beschreibt die Auslagerung von

juristisch-administrativen Routineaufgaben

durch Kanzleien und

Rechtsabteilungen an externe

Service-Anbieter oder Kanzleien.


Legal & Compliance 359

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360 Legal & Compliance

MiLoG Mindestlohngesetz oder

Gesetz zur Regelung eines allgemeinen

Mindestlohns legt in

Deutschland seit dem 1. Januar

2015 einen flächendeckenden

allgemeingesetzlichen Mindestlohn

für Arbeitnehmer und für die

meisten Praktikanten in Höhe

von 8,50 € brutto je Zeitstunde

fest. In der Zeit der Einführung

wird es zunächst bis 2017 noch

Ausnahmen geben.

MoU

Memorandum of Understanding

ist eine schriftliche

Erklärung, mit der die Parteien


Legal & Compliance 361

einen bisher erreichten Verhandlungsstand

sowie die weiteren

beabsichtigten Schritte mehr

oder weniger detailliert „festlegen“.

MPG Medizinproduktgesetz

bezeichnet in Deutschland

und Österreich die nationale

Umsetzung der europäischen

Richtlinien 90/385/EWG für aktive

implantierbare medizinische

Geräte, 93/42/EWG für Medizinprodukte

und 98/79/EG für

In-vitro-Diagnostika. Der Begriff

Medizinprodukte umfasst nicht

die Arzneimittel.

MTA

Material Transfer Agreement

(dt. Materialübergabevereinbarung)

ist eine Vereinbarung, deren

Gegenstand die Übertragung


362 Legal & Compliance

von biologischem/chemischem

Material zu Forschungszwecken

ist. Non-Profit-MTA‘s werden in

der Regel zwischen Universitäten

und anderen Forschungseinrichtungen

abgeschlossen. Wird

seitens des Empfängers neben

oder statt einer rein wissenschaftlichen

Nutzung auch die

Verwendung für kommerzielle

Zwecke gewünscht, wird anstelle

eines kostenfreien MTAs ein For-

Profit-MTA abgeschlossen.

MwSt Mehrwertsteuer ist eine auf

mehreren Stufen der Wertschöpfung

erhobene Steuer, für deren

Festsetzung die Einnahmen von

Unternehmen mit Ausgaben der

Unternehmen verrechnet werden.


Legal & Compliance 363

MwStSystRL Mehrwertsteuersystemrichtlinie

ist die Richtlinie,

die innerhalb der Europäischen

Union die Mehrwertsteuer rechtlich

vereinheitlicht. Die Richtlinie

wurde seit der Veröffentlichung

2006 mehrmals angepasst.

NAFTA North American Free Trade

Agreement (dt. Nordamerikanische

Freihandelsabkommen) ist

ein Wirtschaftsverband zwischen

Kanada, den USA und Mexiko

und bildet eine Freihandelszone

im nordamerikanischen Kontinent.


364 Legal & Compliance

NDA

Non-Disclosure Agreement

(dt. Geheimhaltungsvertrag,

auch Geheimhaltungserklärung,

Geheimhaltungsvereinbarung,

Vertraulichkeitsvereinbarung oder

Verschwiegenheitsvereinbarung)

schreibt das Stillschweigen über

Verhandlungen, Verhandlungsergebnisse

oder vertrauliche

Unterlagen fest. Der Verpflichtete

stimmt zu, ihm zugänglich

gemachte Informationen

geheim zu halten. Anders als

das Betriebsgeheimnis, welches

gesetzlich verankert ist, besteht

beim Geheimhaltungsvertrag

Vertragsfreiheit.


Legal & Compliance 365

OHG

OLG

Offene Handelsgesellschaft

ist eine Personenhandelsgesellschaft,

in der sich mehrere

natürliche und/ oder juristische

Personen zusammengeschlossen

haben, um unternehmerischen

Handelsgeschäften nachzugehen.

Oberlandesgericht ist die

höchste Instanz der ordentlichen

Gerichtsbarkeit eines Bundeslandes.

Das Oberlandesgericht steht

im Gerichtsaufbau zwischen dem

Amts- und Landgericht und dem

Bundesgerichtshof.


366 Legal & Compliance

PartGmbB Partnerschaftsgesellschaft

mit beschränkter

Berufshaftung ist eine Variante

der Partnerschaftsgesellschaft,

jedoch keine eigene Rechtsform.

Bei der PartGmbB besteht keine

persönliche Haftung der Partner.

Die Haftung beschränkt sich

lediglich auf die Versicherungssumme

der hierfür notwendigen

Berufshaftpflichtversicherung.

Die PartGmbB ist vor allem für

freiberufliche Zusammenschlüsse

wie z.B. Kanzleien geeignet, die in

hoch spezialisierten Partnerschaften

zusammenarbeiten.


PEP

PIP

PoA

Legal & Compliance 367

Politisch exponierte Person ist

ein Politiker oder eine Person im

unmittelbaren Umfeld eines Politikers,

die bezüglich Geldwäsche

strengeren Anforderungen als ein

Normalbürger unterliegen.

Promoting Integrity Program

ist ein Programm im

Rahmen dessen Führungskräfte

Compliance-Regeln erklären und

vorleben.

Power of Attorney (dt.

Vollmacht) ist die durch den

Vollmachtgeber (Vertretenen)

dem Bevollmächtigten (Vertreter)

rechtsgeschäftlich erteilte

Befugnis, den Vollmachtgeber im

Rechtsverkehr zu vertreten. Der

Bevollmächtigte kann damit eine

Willenserklärung mit rechtlicher


368 Legal & Compliance

Bindung für den Vollmachtgeber

abgeben.

RL

Richtlinie sind Rechtsakte

der EU und als solche Teil des

sekundären Unionsrechts;

Richtlinien entfalten im Gegensatz

zu Verordnungen für die Bürger

der EU-Mitgliedstaaten keine

unmittelbare Rechtswirkung.

Richtlinien binden jedoch die

einzelnen Mitgliedstaaten, welche

die Vorgaben der Richtlinien in

nationalstaatliches Recht umset-


Legal & Compliance 369

zen müssen. Den Mitgliedstaaten

verbleibt hierbei ein gewisser

Umsetzungsspielraum.

SE

SGB

Societas Europaea ist eine

Europäische Aktiengesellschaft,

die auf weitestgehend einheitlichen

Rechtsprinzipien der

Europäischen Union und des

Europäischen Wirtschaftsraums

gegründet ist.

Sozialgesetzbuch ist die

Kodifikation des Sozialrechts

(im formellen Sinn). Im SGB

sind die wesentlichen Bereiche


370 Legal & Compliance

dessen geregelt, was heute dem

Sozialrecht zugerechnet wird;

außerhalb des SGB bleiben

insbesondere solche sozialrechtlichen

Rechtsmaterien, die

nur einen zeitlich oder personell

beschränkten Anwendungsbereich

haben.

SLA

Service-Level-Agreement

(dt. Dienstgütevereinbarung)

bezeichnet eine Vereinbarung

bzw. die Schnittstelle zwischen

Auftraggeber und Dienstleister

für wiederkehrende Dienstleistungen.

Ziel ist es, die

Kontrollmöglichkeiten für den

Auftraggeber transparent zu

machen, indem zugesicherte

Leistungseigenschaften wie etwa

Leistungsumfang, Reaktionszeit

und Schnelligkeit der Bearbei-


Legal & Compliance 371

tung genau beschrieben werden.

Wichtiger Bestandteil ist hierbei

die Dienstgüte (Servicelevel),

welche die vereinbarte Leistungsqualität

beschreibt.

SME

SOX

Small and Medium-sized

Enterprises àKMU

Sarbanes-Oxley Act ist ein US-

Bundesgesetz, das als Reaktion

auf Bilanzskandale von Unternehmen

wie Enron oder Worldcom

die Verlässlichkeit der Berichterstattung

von Unternehmen, die

den öffentlichen Kapitalmarkt

der USA in Anspruch nehmen,

verbessern soll.


372 Legal & Compliance

Wenn aus

UNSICHERHEIT


Legal & Compliance 373

STABILITÄT

wird.


374 Legal & Compliance

StGB Strafgesetzbuch regelt die

Kernmaterie des Strafrechts und

benennt strafbewehrte Verhaltensweisen.

In der Regel hat

jeder souveräne Staat ein eigenes

Strafgesetzbuch.

TKG

Telekommunikationsgesetz

ist ein deutsches Bundesgesetz,

das den Wettbewerb im Bereich

der Telekommunikation reguliert.

Neben der Regulierung sollen

auch die angebotenen Dienstleistungen

fortlaufend gewährleistet

werden. Das heutige Telekommunikationsgesetz

beendete das


Legal & Compliance 375

bisherige Telekommunikationsmonopol

des Bundes.

TMG

Telemediengesetz regelt die

rechtlichen Rahmenbedingungen

für sogenannte Telemedien

in Deutschland. Es ist eine der

zentralen Vorschriften des Internetrechts.

TRIPS Agreement on Trade-Related

Aspects of Intellectual

Property Rights (dt. Übereinkommen

über handelsbezogene

Aspekte der Rechte des geistigen

Eigentums) ist eine internationale

Vereinbarung auf dem Gebiet der

Immaterialgüterrechte.


376 Legal & Compliance

UmwG Umwandlungsgesetz

regelt die Umwandlung von

Rechtsträgern, die ihren Sitz in

Deutschland haben. Insbesondere

die Verschmelzung, Spaltung,

Formwechsel und Vermögensübertragungen

von gesellschafts-,

vereins- oder genossenschaftsrechtlich

organisierten

Rechtsträgern ist Gegenstand

des Umwandlungsgesetzes. Das

Umwandlungsgesetz gehört zu

den umfangreicheren Rechtsvorschriften

des deutschen Rechts

und ist Teil des Gesellschaftsrechts.


377

Legal & Compliance

UmwStG Umwandlungssteuergesetz

regelt, aufbauend auf dem

Umwandlungsgesetz, die steuerlichen

Folgen von Umwandlungen

von Kapitalgesellschaften,

eingetragenen Genossenschaften,

eingetragenen Vereinen, wirtschaftlichen

Vereinen, genossenschaftlichen

Prüfungsverbänden,

Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit

sowie Körperschaften

und Anstalten des öffentlichen

Rechts, von Verschmelzungen,

Vermögensübertragungen,

Aufspaltungen und Abspaltungen

für unbeschränkt steuerpflichtige

Körperschaften, der Einbringung

eines Betriebs, Teilbetriebs oder

Mitunternehmeranteils in eine Kapitalgesellschaft

gegen Gewährung

von Gesellschaftsanteilen

bzw. in eine Personengesellschaft


378 Legal & Compliance

sowie eines Formwechsels einer

Personengesellschaft in eine

Kapitalgesellschaft.

UDRG Uniform Rules for Demand

Guarantees, s. Einheitliche

Richtlinien für auf Anfordern

zahlbare Garantien àERAG.

UrhG Gesetz über Urheberrecht und

verwandte Schutzrechte (auch

Urheberrechtsgesetz) stellt die

maßgebliche Gesetzesgrundlage

für das deutsche Urheberrecht

und die verwandten Leistungsschutzrechte

dar.

URCB Uniform Rules for Demand

Bonds, s. Einheitliche Richtlinien

für Vertragsgarantien àERV.


Legal & Compliance 379

US-GAAP United States Generally

Accepted Accounting Principles

(dt. Allgemein anerkannte

Rechnungslegungsgrundsätze

der Vereinigten Staaten) sind

US-amerikanische Rechnungslegungsvorschriften

und allgemein

anerkannte Verfahrensweisen der

Rechnungslegung.

UStAE Umsatzsteueranwendungserlass

ersetzt die Umsatzsteuer-

Richtlinie. Der UStAE gilt, soweit

sich aus ihm nichts anderes

ergibt, für Umsätze, die nach

dem 31.10. ausgeführt werden.

Der Vorteil des UStAE gegenüber

den bisherigen Umsatzsteuerrichtlinien

liegt unzweifelhaft in

der flexibleren Gestaltung und

Änderungsmöglichkeit.


380 Legal & Compliance

UStG Umsatzsteuergesetz regelt

die Umsatzbesteuerung von

Lieferungen und sonstigen Leistungen,

die ein Unternehmer im

Inland gegen Entgelt im Rahmen

seines Unternehmens ausführt,

der Einfuhr von Gegenständen

im Inland oder in den österreichischen

Gebieten Jungholz und

Mittelberg (Einfuhrumsatzsteuer)

sowie des innergemeinschaftlichen

Erwerbs im Inland gegen

Entgelt.

UWG Gesetz gegen den unlauteren

Wettbewerb ist in Deutschland

die gesetzliche Grundlage

gegen unlauteren Wettbewerb.

Es gewährt Unterlassungs-,

Schadensersatz-, Beseitigungs-,

Gewinnabschöpfungs- und

Auskunftsansprüche. Seit seinem


Legal & Compliance 381

Inkrafttreten im Jahr 1896 wurde

es häufig novelliert, umfassend

zuletzt 2008.

VO

Verordnung ist ein Rechtsakt der

àEU mit allgemeiner Gültigkeit

und unmittelbarer Wirksamkeit in

den Mitgliedstaaten. Sie entfalten

für die Bürger der Mitgliedstaaten

Rechtswirkung wie nationales

innerstaatliches Recht.


382 Legal & Compliance

WE

Willenserklärung ist die

Kundgabe einer Person das eine

Rechtsfolge herbeiführt. Sie ist

notwendiger Bestandteil eines

Rechtsgeschäfts.

WPO Wirtschaftsprüferordnung

oder offiziell das Gesetz über eine

Berufsordnung der Wirtschaftsprüfer

regelt das Berufsrecht der

Wirtschaftsprüfer und der vereidigten

Buchprüfer. Vgl. àCPA.

WpHG Wertpapierhandelsgesetz

reguliert in Deutschland den

Wertpapierhandel und dient

insbesondere der Kontrolle von

Dienstleistungsunternehmen,

die Wertpapiere handeln, sowie

Finanztermingeschäften, aber

auch dem Schutz des Kunden.


Legal & Compliance 383

Illustration: © Stefan Wirkus | http://www.wirkus-wirkt.de


384 Legal & Compliance

WpPG Wertpapierprospektgesetz

vereinheitlicht entsprechend

den europäischen Vorgaben

das Regelwerk für Prospekte,

die für das öffentliche Angebot

von Wertpapieren veröffentlicht

werden (früher Verkaufsprospekte)

und Prospekte im Zusammenhang

mit der Zulassung zum

Regulierten Markt (so genannten

organisierten Markt). Es ist am

1. Juli 2005 in Kraft getreten und

setzt die Prospektrichtlinie in

Deutschland um.

WpÜG Wertpapiererwerbs- und

Übernahmegesetz regelt die

Pflichten eines Erwerbers von

Anteilen an Gesellschaften, wenn

dieser die Kontrolle über die

Gesellschaft ausübt oder erlangen

will und der Handel der von


Legal & Compliance 385

der Gesellschaft ausgegebenen

Wertpapiere an einem organisierten

Markt im Inland oder - unter

bestimmten Voraussetzungen - in

anderen Ländern der Europäischen

Union zugelassen ist.

ZPO

Zivilprozessordnung regelt das

gerichtliche Verfahren in Zivilprozessen

und trat als Gesetz am 1.

Oktober 1879 als Teil der Reichsjustizgesetze

in Kraft. Sie umfasst

grundsätzlich alle für die Fragen

des Zivilprozesses relevanten

Vorschriften. Nur wenige sind in

anderen Gesetzen geregelt. Da-


386 Legal & Compliance

neben sind für die Zuständigkeit

und den inneren Aufbau der Gerichte

das Gerichtsverfassungsgesetz

und für die Vollstreckung

von Gerichtsentscheidungen das

Zwangsversteigerungsgesetz zu

nennen.


Quellennachweis

387

BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft,

Telekommunikation

und neue Medien e.V.

http://www.bitkom.org

Chip

http://praxistipps.chip.de

Compliance-net

http://www.compliance-net.de

Computer Lexikon - Fachbegriffe

verständlich erklärt

http://www.computerlexikon.com

Freudenberg IT MES-Glossar

http://www.freudenberg-it.de/MES_Glossar_Uebersicht.FIT

Gabler Wirtschaftslexikon

http://wirtschaftslexikon.gabler.de


388

Gründerlexikon 2.0 - Lexikon zur Existenzgründung

und Selbständigkeit

http://www.gruenderlexikon.de

ITWissen - Das große Onlinelexikon

für Informationstechnologie

http://www.itwissen.info

Online-Verwaltungslexikon - Wissen

für gutes öffentliches Management

http://www.olev.de

SAP Help Portal

http://help.sap.com

Schoen + Company

http://www.schoen-company.com

Smiley Bedeutung

http://www.smileybedeutung.com

Spiegel

http://www.spiegel.de


Typografie

http://www.typografie.info

389

Wikipedia

http://de.wikipedia.org

XING

http://www.xing.de


390

Nachwort

Im World Wide Web verschwimmen die

Akronyme in der sogenannten Chatsprache

zu den absurdesten Abkürzungen. Und so

werden immer weitere, neue Abkürzungen

in verschiedenen Kreisen und sozialen

Netzwerken entstehen. Wenn Sie also ein

Fan von Abkürzungen, Kurzwörtern, Initialwörtern,

Silbenwörtern, Buchstabenkette

oder Kürzel sind, dann stellen Sie sich auf

zahlreiche weitere von diesen Codes ein.

Denn nichts ist derzeit so in Bewegung wie

das Internet!

Wer, wie wir, bei der Benutzung mancher

halsbrecherischen Abkürzungen so ab und

zu ins Stottern oder straucheln gerät oder

gar dabei auf die symbolische Nase fällt, der

hat eigentlich nur drei Möglichkeiten:

Erstens, vergessen Sie niemals dieses Büchlein

immer bei sich zu tragen.

Zweitens, sollten Sie niemals die neueste


391

Ausgabe dieses Büchleins verpassen.

Drittens, Sie bleiben (sympathisch!) bei der

deutschen Sprache und ihrer Ausschreibung.

Sicher haben Sie es schon bemerkt: Nicht

alles an diesem semantischen Leckerbissen

ist tierisch ernst gemeint. Deshalb sollten

Sie uns die eine oder andere Schwäche

nachsehen. Haben Sie dennoch Spaß an

Abkürzungen oder am „lustigen Akronymeraten“,

dann freuen wir uns über weitere

Anregungen von Ihnen.

In diesem Sinne also: bleiben Sie im Zeitalter

der Beschleunigung und Digital Natives

erfinderisch und immer auf der Hut. Denn

was wir heute noch ausschreiben heißt

morgen vielleicht schon: DSLW - denn sie

leben weiter!

Ihr Team vom Fanclub „Lustiges Akronymeraten“


392

The Quality Group

ist einer der führenden

Anbieter von unternehmensweiter

und zukunftsorientierter

Beratung und Lösungen für

die Optimierung und Strukturierung von

Geschäftsprozessen, Informationen, Dokumentationen

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393

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Managementerfahrung und

Umsetzungsstärke als Gesamtpaket

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holen – mit den Legal Interim Managern

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Einsatzbereiche für dieses innovative Instrument

sind personelle Engpässe in der

Rechtsabteilung sowie Projekte im Bereich

der „weichen“ rechtlichen Themen

und Managementaufgaben. Compliance,

Datenschutz, Datensicherheit, Risikomanagement

und Contract Management

sind dafür einige Beispiele.

Unsere Berater sind hoch qualifizierte

Juristen, denken betriebswirtschaftlich

und haben sich bereits in zahlreichen

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394

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Dann haben Sie hier Platz, diese zu

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