Treffpunkt.Bau 03/2016

Lulu89

Beim Abbruch des ehemaligen Baywa-Gebäudes in Landshut

kam Bayerns größter Abbruchbagger zum Einsatz: der Liebherr 974.

Schritt für Schritt auf Expansion

Über das Baugeschäft hinaus trieb Günther Karl konsequent das

Wachstum des Unternehmens voran – durch Gründung und Erwerb

verschiedener Gesellschaften in unterschiedlichen Branchen.

Schritt für Schritt setzte er als Geschäftsmann auf Expansion, um die

wirtschaftliche Basis des Unternehmens zu verbreitern und zu stärken:

Die Geschäftsbereiche Industrie und Immobilien kamen zeitgleich

1978 hinzu, fünf Jahre später folgte noch der Einstieg in den

Energiesektor mit dem Kauf zweier Wasserkraftwerke. Heute sind es

sieben firmeneigene Wasserkraftwerke, die 60 Millionen KWh Strom

pro Jahr generieren. Im Bereich Industrie hat sich die Gruppe auf

die Restrukturierung und Modernisierung sanierungsbedürftiger

Unternehmen spezialisiert. Die Kernaktivitäten bei Immobilien umfassen

An- und Verkauf von Immobilien, Immobilienverwaltung und

Immobilienprojekte. Bei Letzteren konzentriert sich die Gruppe auf

die Entwicklung stillgelegter Industrie- und Gewerbegelände aller

Größenordnungen, mit dem Ziel, diese einer neuen, zukunftsorientierten

Nutzung zuzuführen. Bei allen Geschäftsaktivitäten achtet

Büchl Hochtief, Regensburg.

Günther Karl sen. jedoch stets darauf, die Unabhängigkeit seines

Familienunternehmens zu wahren. Sein Leitspruch: „Was ich nicht

beherrschen kann, mache ich nicht.“ Für ihn haben „Intuition und

Bauchgefühl“ seit jeher eine wichtige Rolle bei seinen Unternehmensentscheidungen

gespielt. So hat er es geschafft, aus dem ursprünglichen

Einzelunternehmen einen Konzern mit 44 Gesellschaften

und rund 400 Mitarbeitern aufzubauen.

Die Karl-Gruppe heute

In den letzten Jahren haben sich die beiden Geschäftsfelder Industrie

und Immobilien zum Kerngeschäft der Gruppe entwickelt. Beispielsweise

wurde innerhalb kürzester Zeit das Gelände der ehemaligen

Papierfabrik in Baienfurt rückgebaut und neu entwickelt. Mit

diesem Projekt ist die Karl-Gruppe für den Flächenrecyclingpreis in

Baden-Württemberg nominiert. Ebenso wurde im Sommer 2015 das

Areal einer stillgelegten Glashütte in Achern erworben, mit dem Ziel,

auch hier eine sinnvolle städtebauliche Nachnutzung zu schaffen.

Darüber hinaus spielt nach wie vor der Abbruch eine wichtige Rolle,

insbesondere Groß- und Spezialabbrüche. Der Abbau von Silos und

Brücken gehört dabei ebenso zum Repertoire der Unternehmensgruppe

wie der Rückbau von Hochregallagern oder gar ganzen Betriebsgeländen.

Zahlreiche Projekte wurden hier schon für namhafte

Kunden wie MAN, Südzucker oder Baywa durchgeführt. Rund 130

Maschinen auf modernstem technischen Stand – darunter der größte

Abbruchbagger Bayerns, ein Liebherr 974 mit 43 Meter Ausleger

und 130 Tonnen Einsatzgewicht – besitzt die Gruppe dafür.

Einhergehend mit der Erweiterung der Geschäftsfelder ist die Gruppe

besonders in den letzten Jahren personell stark gewachsen. Heute

gehört die Günther Karl GmbH zu den wichtigsten Arbeitgebern

der Region und legt großen Wert auf Aufbau und Qualifikation seiner

Mitarbeiter. Eines der wichtigsten Ziele ist und bleibt nachhaltiges

Wachstum – sowohl auf wirtschaftlicher als auch personeller Ebene.

Um den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern und Nachwuchskräften

auch in Zukunft aus den eigenen Reihen decken zu können, bildet

das Unternehmen mittlerweile in 10 verschiedenen technischen

und kaufmännischen Berufen aus: Vom Immobilienkaufmann über

Baugeräteführer bis hin zur Vermessungstechnikerin wird ein breites

Spektrum an Ausbildungsberufen abgedeckt.

[ 12 ] 03.2016 . TREFFPUNKT BAU

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine