Treffpunkt.Bau 03/2016

Lulu89

Luftfahrthindernis-Kennzeichnung

von Kranen und ähnlichen Objekten

HINDERNISBEFEUERUNG

Zur Wahrung der Sicherheit und Leichtigkeit des Luftverkehrs müssen

Objekte die in den Luftraum hineinragen gekennzeichnet werden.

Diese erfolgen in der Regel durch Hindernisfeuer, Gefahrenfeuer

und Fahnen oder Tafeln. Neben der visuellen Kennzeichnung gibt

es aber auch Anforderungen an die notwendigen elektrischen Systeme.

Die genaue Anforderung wird durch die Genehmigung der

jeweiligen Landesluftfahrtbehörde geregelt.

Wann gekennzeichnet werden muss

Grundsätzlich müssen im dichtbesiedelten und städtischen Raum

alle Objekte ab 150 m Höhe gekennzeichnet werden – im ländlichen

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Für die Hersteller von Kranen ist die Änderung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift

zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen unproblematisch.

Alle entsprechenden Leuchten im Bereich Gefahrenbefeuerung sind am Markt

verfügbar und können je nach Projektanforderung bestellt werden.

Raum ab 100 m Höhe. Im Bereich der Flughäfen bzw. Hubschrauberlandeplätze

wird die Kennzeichnungspflicht durch den Bauschutzbereich

definiert. Sehr vereinfacht vorzustellen als eine kegelförmige

Fläche, die auf dem Flugplatz am Boden beginnt und sich im

Umkreis von 6 km (Einflugschneise 15 km) bis auf 100 bm erhebt. Alles

was in diesen Bereich hineinragt muss gekennzeichnet werden.

Wie gekennzeichnet werden muss

Die Nachkennzeichnung erfolgt in der Regel durch Hindernisfeuer.

Diese leuchten permanent rot mit einer Intensität von 10 Candela

(Cd). Seit Herbst 2015 sind ab Höhen von 150 m Gefahrenfeuer

(2.000 Cd, rot blinkend) erforderlich. Von dieser Forderung kann

aber bei temporären Hindernissen – und damit in der Regel bei Kränen

– abgewichen werden. Die Feuer müssen so angeordnet werden,

dass die Kontur des Objektes erfasst werden kann. Für einen

obendrehenden Kran sind dies drei Feuer: an den Enden des Auslegers

und am höchsten Punkt. Bei Mobilkranen und Nadelauslegern

reicht oftmals ein Feuer. Die Tagkennzeichnung erfolgt in der Regel

durch den roten oder orangen Anstrich des Kranes. In besonderen

Fällen und Gefährdungen werden Farbtafeln oder weiß blinkende

Gefahrenfeuer erforderlich.

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Überwachung und Notstromversorgung

Die Befeuerung muss eine Notstromversorgung haben, die ausreichend

dimensioniert ist, so dass das System bis zur Wiederherstellung

der regulären Versorgung weiterläuft. Bei einem Baustelleneinsatz

sind 72 h (Freitagabend bis Montagmorgen) ein guter

Erfahrungswert. Das System muss in seiner Funktion überwacht

werden (z.B. Statusbenachrichtigung per SMS/Email). Der Ausfall der

Befeuerung muss der Deutschen Flugsicherung gemeldet werden.

Diese leitet die Information als „NOTAM“ Meldung für die Flugvorbereitung

an dort fliegenden Piloten weiter.

[ 62 ] 03.2016 . TREFFPUNKT BAU

2003-501_022 LBC_073_L1_Treffpunkt Bau_BRD_D.indd 1 16.02.16 10:11

HUB- UND HEBETECHNIK . KRANE

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