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Zeitschrift für die Mitarbeiter der Ford-Werke GmbH

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fordreport

Oktober 2008


fordreport

NACHRICHTEN

Editorial

Chefredakteurin

Elisabeth Pohl

Neulich im

Pausenraum …

Wenn jemand über seine Arbeit spricht, dann

redet er oft von seinen Aufgaben. Er berichtet

vielleicht von speziellen Projekten und den

mit der Tätigkeit verbundenen Schwierigkeiten

und Erfolgen. Eigentlich ist selten

bis nie die Rede von dem „Dazwischen“,

von den Pausen und Päuschen, die jeder

Mitarbeiter gelegentlich einlegt, um zu verschnaufen,

sich kurz zu erholen. Jeder macht

sie, aber die wenigsten wissen sie wirklich zu

schätzen. Dabei sind es doch diese kleinen

„Intermezzi“, welche Kraft geben für den Rest

vom Tag oder die eine Schicht vielleicht sogar

besonders erfreulich oder gar erfolgreich

machen?!

Erinnern Sie sich doch noch einmal an diesen

ulkigen Witz, den der Kollege letzte Woche

am Getränke-Automaten erzählt hat und

über den sie schallend lachen mussten. Das

hat gut getan bei all dem Stress. (Apropos

„Schall“: Lesen Sie unsere Titelgeschichte

zum Thema „Akustik“, Seite 6 bis 9) Und

denken Sie doch einmal daran, wie Sie sich

vor ein paar Tagen mit der neuen Assistentin

morgens auf der Treppe über das „Sauwetter“

unterhalten haben und merkten, dass sie

eigentlich ganz nett ist? Nicht zu vergessen:

der Mitarbeiter aus dem anderen Bereich,

der Ihnen zwischen Tür und Angel kurz vor’m

Feierabend eher beiläufi g erzählte, dass sich

im Prozess etwas geändert hat, was auch für

Sie ganz nützlich war, zu wissen. Und wenn

Sie sich gelegentlich einmal ärgern über die

Tücken des Tagesgeschäfts, dann tut es

auch gut, bei einem netten Kollegen/in ein

bisschen „Dampf abzulassen“ ...

In den wohlverdienten Pausen wird der Mitarbeiter

sozusagen ein wenig „privater“, denn

da geht es nicht unbedingt um „die Sache“

– also den Job – sondern da kann man

auch mal unbegründet lächeln, fl uchen oder

fünf Minuten Ruhe halten. Was bleibt noch

anderes zu sagen, als was der amerikanische

Schriftsteller John Steinbeck präzise auf den

Punkt brachte: Die Kunst des Ausruhens ist

ein Teil der Kunst des Arbeitens. Genießen

Sie Ihre Pause.

IMPRESSUM

Herausgeber Ford-Werke GmbH, 50725 Köln - Bereich Öffentlichkeitsarbeit

Chefredaktion Elisabeth Pohl Tel. 0221 - 90-17508 Email: epohl@ford.com

Redaktion Bruno Voerckel Tel. 0221 - 90-15940 Email: bvoercke@ford.com

Grafi k Michael Verdcheval Tel. 0221 - 90-17138 Email: mverdche@ford.com

Redaktionsassistenz Karl-Heinz Schaun Tel. 0221 - 90-17215 Email: kschaun@ford.com

Titelfoto R. Bauer

Mitarbeit Saarlouis Mirjam Schwarz

Anschrift der Redaktion fordreport NH/5R, 50725 Köln, Fax 0221 - 90-12931

Anzeigenverwaltung R. Blum VVA, Höherweg 278, 40231 Düsseldorf Tel.: 0211 - 7357-842

Inhalt

Editorial + Nachrichten Seite 2 - 3

Perspektiven Seite 4 - 5

Menschen bei Ford: Julia Waege

Titel Seite 6 - 9

Die Harmonielehre der Fahrzeug-Akustik

Ausfl ugstipps Seite 10 - 11

Schnullerverschwörung auf Burg Wissem

Ford Fiesta-Auftritt Seite 12 - 13

Design-Workshop für Journalisten,

Der Fiesta in der Werbung

Technologie Seite 14 - 15

Das Design in Form bringen

Freizeit/Jubilare Seite 16 - 17

Fordler erobern die Lüfte

Testfahrten/Caravan `08 Seite 18 - 19

Saarlouis Seite 20 - 21

Politiker an der Linie, Neue Lackstrassen,

Ein Ford-Pensionär erzählt

Marketing Seite 22 - 23

Außendiensttagung, Ehrung für

Kroymans, „Love Factory“-Aktion

Vermischtes/Rätsel Seite 24 - 25

Schrottverkaufs-Aktion

Technologie Seite 26 - 27

Der Windkanal in Merkenich

Niehl/Köln Seite 34 - 35

Zivilcourage-Seminar, Ford gegen

Rassismus, Fordler in Argentinien,

Auch das noch


Eine respektable Tour

Manchmal muss man „ein Zeichen setzen“,

wenn einem eine Sache wichtig ist. Und das

kann durch eine Aktion und in Bewegung

geschehen, wie zum Beispiel auf einem

Mit einer Bergbesteigung verglichen ein

Absolvent und eine Absolventin des „do-

2technik-Programms“ bei der Abschlussfeier

ihr duales Studium: „Mal gab es fl ache,

mal steilere Passagen, manchmal mussten

wir einen kleinen Umweg machen und

auch mal eine Klippe überwinden, doch

wir hatten den Gipfel immer vor Augen“, so

beschrieb Jennifer Roth den Ausbildungsweg.

Die „do2lerin“ gehört mit 23 weiteren

Kollegen zum ersten Abschlussjahrgang.

Ford begann das do2technik-Programm

im Jahr 2003. Bei dieser Ausbildung werden

die Teilnehmer einerseits zum Industriemechaniker

mit der Fachrichtung Produktionstechnik,

zum anderen zu Diplom-

Ingenieuren Maschinenbau/Mechatronik

ausgebildet. Dabei kooperiert Ford mit der

Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. Rund

300 Bewerber wollten damals an „do2“

teilnehmen, nach einem Auswahlverfahren

erhielten 17 männliche und sieben weibliche

Teilnehmer einen Platz. Rainer Ludwig,

Arbeitsdirektor Ford Deutschland, wies bei

der Abschlussfeier auf die ausgezeichneten

Ergebnisse hin: „Die Noten sind immer

besser geworden, und das mit steigender

Tendenz. Der erste Jahrgang war außergewöhnlich

erfolgreich.“

Unter viel Applaus von den Familien der

Absolventen überreichte der Kölner Werkleiter

Karl Anton die Teilnehmer-Zertifi kate. An-

Fahrrad: 530 Kilometer weit führte die erste, so

genannte „Tour de Respekt“, Start in Köln, Ziel

in Paris nach vier Tagen. Die Teilnehmer strampelten

diese Strecke gegen Rassismus und

Den Gipfel erklommen mit „do2“

ton hatte als „do2 Förderer“ diese Aufgabe

in Vertretung der beiden Hauptsponsoren

Dr. Franz-Josef Laermann, Executive

Director der europäischen Produktentwicklung,

und Johannes Oimann, Direktor der

Fahrzeugfertigung Europa, übernommen.

Hans Günter Eilenberger würdigte als stellvertretender

Betriebsratsvorsitzender die

Absolventen ebenfalls: „Wir haben einen gut

ausgebildeten – oder mit Hinblick auf die

Noten – einen hervorragenden Ingenieursnachwuchs.“

Die do2ler gehörten immer zu den

besten Studenten, so lag der Durchschnitt

FOTOS: K-H. SCHAUN

Antisemitismus sowie für Vielfalt und Toleranz.

Fast logisch, dass sich von diesem Motto auch

Ford-Mitarbeiter angesprochen fühlten. Denn

zur Firmenphilosophie gehört, dass die Unterschiedlichkeit

der Menschen einen Gewinn für

den Erfolg des Unternehmens bedeutet.

Drei Kollegen aus dem Entwicklungszentrum

gingen sportlich und grenzübergreifend mit

auf die „Tour für Respekt“: Mustafa Ertunc und

Uli Kniest nahmen dafür eine Woche Urlaub,

Manfred Henrichs brauchte das nicht – er ist

Pensionär. Die drei sind, beziehungsweise

waren auch bei Ford für gutes Klima zuständig,

und dies im wörtlichen Sinne. Sie arbeiten im

Windkanal dafür, dass sich Fahrzeuginsassen

„wohl fühlen“. Auch im übertragenden

Sinn herrscht bei Ford „prima Klima“, so der

gebürtige Türke Mustafa Ertunc: „Ich habe

1985 bei Ford angefangen, seitdem hat sich

hinsichtlich Toleranz viel bei Ford getan, und

in Merkenich herrscht sowieso gegenseitiger

Respekt, unabhängig von Nationalität und

anderen individuellen Eigenschaften“, berichtet

der Entwicklungsingenieur. Sollten noch mehr

Kollegen Interesse haben, ein Zeichen in

Bewegung zu setzen: Im nächsten Jahr führt

die von Elisabeth Odendahl organisierte Tour

de Respekt nach Amsterdam. Das ist übrigens

nur halb so weit.

der Diplomabschlüsse bei der Note 1,5.

Ford übernimmt alle 24 Teilnehmer, zwölf

gehen in die Entwicklung und zwölf in die

Fertigungstechnik. Wegen des großen Erfolgs

des Programms hat Ford weitere do2

Programme in den Bereichen Elektrotechnik

und seit 2008 auch in Betriebswirtschaft

gestartet.

„Ich kann do2 nur empfehlen: Neben der

Theorie wurde mir viel Praxis vermittelt, und

ich habe die ‚Großfamilie Ford‘ im Laufe der

Jahre kennengelernt.“, so Jennifer Roth, die

sich, freut, mit ihren beiden Abschlüssen

voll bei Ford einsteigen zu können.

Oktober 2008 3


fordreport

PERSPEKTIVEN

Tausende von Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern arbeiten in Deutschland für

die Ford-Werke GmbH – in der Verwaltung und in den Fertigungsstätten. In

der Rubrik betitelt „Menschen bei Ford“ widmet sich der Fordreport jeweils

einem Angehörigen aus der Produktion oder Servicebereichen und stellt ihn

oder sie mit einem Interview persönlich vor.

Julia Waege,

31 Jahre, ledig,

Köln-Niehl

4 Oktober 2008

FOTO: K-H. SCHAUN

Menschen

bei Ford

Was ist Ihr Beruf, was war Ihre

Ausbildung?

Ich habe 1996 mein Abitur

gemacht und bin danach für ein

Jahr als Au-Pair nach Barcelona

gegangen. Durch einen Freund

hörte ich von dem Abiturientenprogramm

bei Ford. Bei dieser

Ausbildung wird man zum Industriemechaniker

geschult. Die Ausbildungsdauer

wird von drei bis

dreieinhalb Jahre auf zwei Jahre

verkürzt, was es für mich sehr

attraktiv machte. Da ich schon

immer sehr technikinteressiert

war, bewarb ich mich erfolgreich

für die Ausbildung.

Danach habe ich fünf Jahre

bei der Instandhaltung im Pilot

Plant als Maschinenschlosserin

gearbeitet, was mir sehr viel

Spaß machte wegen des guten

Arbeitsklimas und der vielfältigen

Aufgaben.

Während dieser Zeit habe ich

die Abendschule besucht und

machte dort mein Diplom als

Wirtschaftsingenieurin. Trotz

allem suchte ich nach meinem

Abschluss nach einer Veränderung,

und somit zog es mich in

die Y-Halle in die Endmontage

von Fiesta und Fusion, wo ich in

der Fertigungsplanung mit dem

Schwerpunkt Schraubtechnik

arbeite. Das heißt, ich kümmere

mich um alle technischen

Probleme, die in der Produktion

anfallen und mit Schraubtechnik

zu tun haben.

Was ist Ihre aktuelle Aufgabe?

In der Endmontage werden mehr

als die Hälfte aller Bauteile im

und am Fahrzeug geschraubt,

zum Teil sind diese Schraubverbindungen

für den Kunden sogar

lebenswichtig, also sicherheitskri-

tisch – zum Beispiel der Sicherheitsgurt.

Für solche Verschraubungen

setzen wir Elektroschrauber

mit Drehmomentkontrolle

und Winkelüberwachung ein und

zeichnen die Daten auf. Beim

Fiesta-Launch in diesem Sommer

sind allein 70 sicherheitskritische

Verschraubungen hinzugekommen,

so dass wir inzwischen etwa

200 Elektroschrauber im Einsatz

haben.

Bei Montageproblemen beispielsweise

kontrolliere ich Daten

wie Drehmoment und Drehwinkel,

welche mir viel über einen

Fehler verraten können. Wenn die

Elektronik eine Warnung ausgibt,

weil das Drehmoment außerhalb

der Toleranzen liegt, suche ich

nach einer passenden Lösung

und teste anschließend das

Ergebnis meiner Idee. Bei dieser

Tätigkeit arbeite ich Hand in Hand

mit meinen Kollegen aus der Instandhaltung,

den Drehmoment-

Fachleuten, Elektronikern und

Netzwerkspezialisten, und meinen

Kollegen aus der Fertigungsplanung

– alleine kommt man hier

nicht weit!

Was schätzen Sie an Ihrer

Arbeit?

Ich mag den Kontakt zu Menschen,

und es wird hier auch nie

langweilig: Das Team und ich

rätseln teilweise stundenlang über

ein Problem im Produktionsablauf

– da rauchen auch schon mal die

Köpfe – aber umso schöner ist

dann das Erfolgserlebnis, wenn

man den Fehler gefunden und

behoben hat.

Was mögen Sie an Ihrer Arbeit

nicht?

Man muss häufi g von „A nach

B springen“, da in der laufenden

Produktion zeitgleich Probleme

auftauchen und sich so die Prioritäten

schlagartig ändern können.

Welches Ford-Fahrzeug ist Ihr

Lieblingsmodell und warum?

Mein Herz schlägt für den Ford

Mustang, wenn er am Nürburgring

um die Kurven driftet.

Von der praktischen Seite her

betrachtet, mag ich den Fiesta.

Dieses Modell war mein erstes

Fahrzeug, und im Neuen habe ich

auch schon mal Probe gesessen

und bin begeistert!

Was wünschen Sie sich für die

Zukunft unseres Unternehmens?

Ich wünsche mir, dass Ford auf

zukünftige Markttrends immer

schneller reagieren wird, damit wir

als Erster das gefragte Produkt

auf den Markt bringen.

Haben Sie ein Hobby?

Ich bin bei der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft

und

bringe dort Kindern das Schwimmen

bei. Außerdem trainiere ich

das Rettungsschwimmen. Zu

Lande liebe ich es, mit meinem

Mountainbike durch Altenberg

zu fahren. Auch am Nürburgring

radele ich gerne entlang – dort

kann ich noch einen Blick auf die

schnellen Autos werfen. Außerdem

spiele ich Posaune und bin

in einem Posaunenchor, der eher

einer „Big-Band“ gleicht.

Haben Sie ein persönliches

Motto?

Positiv denken!


fordreport

TITEL

Ein Experiment aus dem Merkenicher

Schwingungslabor: Eine Spieluhr, groß wie eine

Streichholzschachtel, wird an eine „nackte“

Fahrzeug-Rohkarosse gehalten. Sobald

jemand an der kleinen Kurbel dreht und die

Walze den Tonmechanismus antreibt, erklingt

laut Beethovens „Für Elise“. Das in eine steife

Form gepresste und zusammengefügte Blech

bildet einen imposanten Resonanzraum und

funktioniert ganz wunderbar als Lautsprecher.

Das Beispiel veranschaulicht, wieso das

Akustiklabor ziemlich viel damit zu tun hat, die

Fülle der auf den Fahrgastraum eindringenden

Geräusche zu einem angenehmen Wohlklang

beim Fahren „zusammen zu komponieren“.

In dem Labor wird das Eigenschwingungsverhalten

der Karosserie gemessen. Ein so

genannter „Shaker“ regt den Blechkörper mit

Sinussignalen an. Schwingungsaufnehmer

messen an 30 Punkten der Karosse, wie viele

Schallwellen dort ankommen. Ein mögliches

Problem: Wenn die Anregungsfrequenz der

Geräuschquelle – also zum Beispiel des

Motors – mit der Eigenfrequenz der Karosserie

übereinstimmt, wird es richtig laut – die

Schwingungen verstärken sich wie übereinan-

6 Oktober 2008

1994 wurde im Merkenicher John-Andrews-Entwicklungszentrum das Akustikzentrum eröffnet.

85 Ingenieure und 70 Mechaniker arbeiten in 25 Prüfl aboren auf 3.000 Quadratmetern daran, dass

sich Autos von innen und von außen gut anhören. Das Zentrum ist für alle Fahrzeuge in Europa, von

Ford Ka bis Transit, zuständig. Ein großer Vorteil ergibt sich aus einer fl ach aufgebauten Organisation

und aus der engen Verzahnung von Entwicklung und Erprobung.

der schlagende Wellen im Meer, der gesamte

Innenraum fängt an zu brummen. Um das und

andere unerwünschte Geräuscheffekte zu vermeiden,

muss man das Schwingungsverhalten

des Blechkörpers genau kennen.

Viel Laerm m u um

25 Pruefstaende

Akustik ist ein komplexes Phänomen, denn

nicht nur die Karosserie muss optimiert werden,

sondern praktisch jede Komponente im

Fahrzeug ist eine potentielle Geräuschquelle.

Die insgesamt 25 Prüfstände im Akustikzen-

trum sind daher mit viel Hightech ausgestattet

und genau auf die Testbedürfnisse zugeschnitten.

Der größte ist der Außengeräusch-

Prüfstand. Es handelt sich um einen „schalltoten“

Raum, in dem die Wände mit absorbierenden

Keilen aus Glaswolle verkleidet sind,

welche die Schallwellen nicht refl ektieren und

so den Eindruck räumlicher Tiefe herstellen.

Kurz gesagt: Es ist einfach still, wenn innen

keiner Lärm macht. Keine Schwingung, kein

Geräusch, das die Messergebnisse verfälschen

könnte, dringt hier ein. In dieser gewöhnungsbedürftigen

Atmosphäre fühlt sich der

Besucher zunächst wie „verschluckt“.

In der Mitte des Prüfstands befi ndet sich

eine Rolle, auf der das Fahrzeug „fährt“, ohne

einen Meter vorwärts zu kommen. 20 Mikrophone

an beiden Seiten werden entsprechend

der imaginären Wegstrecke des Autos vom

Computer gesteuert und simulieren eine

Vorbeifahrt, um von verschiedenen Positionen

aus den Geräuschpegel zu messen.

Das ist wichtig für die Zulassung eines neuen

Modells – das Lärmniveau, das ein Fahrzeug

nach außen abgibt, unterliegt gesetzlichen

FOTOS: R. BAUER


Bestimmungen. Diese „Homologation“ eines

neuen Modells fi ndet allerdings nicht im

Labor, sondern, wie im richtigen Leben, unter

anderem auf der Straße, beziehungsweise

auf der Testtrecke statt. Ferner gibt es einen

speziellen Straßengeräusch-Prüfstand mit

einer besonders großen Laufrolle von drei

Metern Durchmesser, um eine möglichst

große Reifenaufstellfl äche zu erreichen. Der

Belag der Rolle entspricht einem besonders

groben Asphalt, der viel Lärm verursacht. Im

Powertrain-Prüfstand fährt der gesamte Antriebsstrang

ohne Karosserie auf der Rolle, um

die Schwingungsenergie bei verschiedenen

Belastungen zu messen.

Beeindruckend sind im Akustikzentrum

Einrichtung und Aufbau der Prüfstände: Im

Straßengeräusch-Simulator ruhen hydraulische

Stempel, die das Fahrzeug bewegen,

auf 50 Tonnen Betonmasse, die wiederum auf

Luftfedern steht, sonst würden bei Tests die

Schwingungen das ganze Gebäude vibrieren

lassen. Ein spezieller Prüfstand wurde zur

Bestimmung der Schalldämmung eingerichtet:

Hier wird gemessen, wie viel Lärm bei der Verwendung

verschiedener Isolationsmaterialien

wie zum Beispiel Türdichtungen im Innenraum

ankommt. Im Getriebeprüfstand unterstützt

das Akustikzentrum für GetragFord die akustische

Entwicklung seiner Produkte.

Von der Laer aermvermeidung zur

Soundqualita itaet

Die Experten unterscheiden grundsätzlich

zwischen drei Typen von Fahrgeräuschen:

Diejenigen, die der Antrieb erzeugt: Motor,

Getriebe, Achsen, Auspuff und Ansauganlage.

Zum zweiten sind da Windgeräusche, die

durch Verwirbelungen an Karosserieform und

Unterboden verursacht und von Glasdicke,

Türdichtungen und Spaltmaßen beeinfl usst

werden. Zum dritten entstehen Abrollgeräusche

durch den Kontakt von Reifen und

Straße, beim Bremsen und Lenken. „So

etwas wie Harmonie ist dann gewonnen,

wenn die Geräuschquellen Straße, Wind

und Antriebsstrang in einem ausgeglichenen

Verhältnis stehen“, erklärt Lothar Hoppen,

Supervisor im Akustikzentrum. Soll heißen, es

wäre nicht sinnvoll, wenn durch Dämmen einer

Lärmursache eine andere um so störender in

den Vordergrund dringen würde.

Zu den Fahrgeräuschen kommen die

Bediengeräusche: Wie klingt die Lüftung, der

elektrische Fensterheber, der Blinker?

Drei Arbeitsschwerpunkte gibt es im

Akustikzentrum, aus denen sich wiederum

hinsichtlich der einzelnen Fahrzeugplattformen

unterschiedliche Anforderungen ergeben:

Zum einen geht es um das Abstellen

unangenehmer Geräusche wie rappeln,

quietschen oder heulen und grundsätzlich

um Lärmreduktion. Als lästig wird empfunden,

wenn bestimmte tonale Frequenzen

hervorstechen, etwa Turboladerpfeifen oder

Das Kugel-Array (r.) erfasst dreidimensionale

Wellenf n elder.

Christian Wieczorek (l. o.) positio-

niert im großen Außengeräusch-

Prüfstand eine akustische Ka-

mera mit 44 Mikropho h nen am

Motorraum. Damit las a sen sich Störgeräusche genau lokalisieren

und am Monito t r darstellen.

Dr. Tobias Sahm (l.u.)im Schwingungslabor, wo Computer

Schwingungsmodelle von Karossen errechnen.

Stephan Schmitt (r.u.) regt den Schallkörper akustisch mit

einem Hämmerchen an.

wenn impulsartige Geräusche den Sound

verderben. Das Ohr hört selektiv und nimmt

solche Geräusche als störend wahr. Jeder

kennt das Beispiel eines Dieselaggregates,

das im kalten Zustand „nagelt“. „Bei solchen

Herausforderungen arbeiten wir zielorientiert

mit objektiv messbaren Größen, das heißt, wir

setzen uns einen bestimmten Grenzwert, den

wir einhalten müssen“, so Hoppen. Simples

Beispiel: Die Lautstärke eines Motors oder

eines Getriebes soll eine festgelegte Dezibel-

Zahl nicht überschreiten.

Der zweite Arbeitsschwerpunkt im Akustikzentrum

bezieht sich auf die Charakteristik

von Geräuschen. Dabei spielen vor allem subjektive

Empfi ndungen eine Rolle. Der Sound

soll durch gezielte Maßnahmen eine ganz

bestimmte Qualität erreichen, was beispielsweise

bedeuten kann, dass das Ansprechverhalten

eines Motors betont wird. So genannte

„Soundsymposer“ können die Sportlichkeit

eines Modells untermauern. Denn die Kunden

fi nden toll, wenn auf die Beschleunigung auch

ein akustisches Feedback folgt.

Und schließlich gibt es noch besonders

sensible Klänge, die für die Ford Markenidentität

von Bedeutung sind. „Bei diesen Geräuschen,

die zu unserer so genannten „Ford-

DNA“ zählen, legen wir besonderen Wert auf

Sound-Qualität und betreiben viel Aufwand,

um die angenehmsten Klänge zu ermitteln“, so

Marcel Heppelter, zuständiger Ingenieur. Die

Informations- und Warnhinweise, die im Auto

erklingen, etwa wenn der Fahrer nicht angeschnallt

losfährt, gehören dazu. Aber auch

ein scheinbar banales Geräusch fällt unter die

Marken DNA: Das Zuschnappen der Tür.

Oktober 2008 7


fordreport

TITEL

Hier werden Materialien

zur Dämmung des

Innenraums gemessen.

Lautsprecher

hinter der er e Seitenwand

erzeugen Lärm,

was dieseits davon

ankommt, wird aufgezeeichnet.

Michael

König (u.) wertet die

Ergebnisse aus

Ein volles, sattes „Plopp“

Man kann den Einfl uss der Akustik auf

die Kaufentscheidung eines Kunden kaum

hoch genug bewerten: Denn tatsächlich ist

der Klang, den ein Auto von sich gibt, nach

seiner Optik das nächste Produktmerkmal,

das wahrgenommen wird. Im Autohaus lässt

der Interessent am stehenden Produkt die Tür

zufallen und erwartet – wenn auch vielleicht

unbewusst – ein volles, sattes, befriedigendes

„Plopp“. „Das vermittelt einen ersten Eindruck

von der Qualität eines Fahrzeuges, der sich

auf alle anderen Fahrzeugeigenschaften übertragen

kann, und dieser erste Eindruck ist sehr

wichtig für die Kaufentscheidung, wie Psychologen

wissen“, erklärt Dr. Karl-Heinz Bürger,

Leiter der Fahrzeugakustik Europa. So werde

mit dem Klang etwa auch die Sicherheit eines

Fahrzeuges assoziiert. Was jeder bestätigen

kann, der einmal in einer „Studentenklapperkiste“

mit 120 Kilometern über die Autobahn

gefahren ist – sicher kein Kuschelerlebnis!

Für besondere Hörerlebnisse sorgt Marcel

Heppelter im „Sound Quality“-Labor. Auch

dies ist ein schalltoter Raum ohne Tageslicht.

Hier sitzt eine Gruppe klassischer Kunden mit

Kopfhörern. Über Computer spielt Heppelter

30 Mal ein, wie eine Tür zufällt. Die 30

verschiedenen Varianten dieses Geräusches

wurden mit einem Kunstkopf aufgezeichnet,

der mit Mikrophonen an der Stelle ausgestattet

ist, wo echte Köpfe ihre Ohren haben.

Diese Technik – der Experte spricht von

binauralen Aufnahmen – macht ein besonders

authentisches, räumliches Hören im Labor

möglich. Denn die 30 zuschlagenden Türen

unterscheiden sich in Nuancen: Teilweise

rappelt es, teilweise klingt es eher hochfre-

8 Oktober 2008

quent metallisch „pingig“, wie Heppelter sagt,

– oder tieffrequent hohl („pongig“), klickt es,

oder scheppert es gar? Die Ursachen dafür

sind vielseitig: Das Innenleben der Tür mit

Dämmmatten, die das Vibrieren des Bleches

sozusagen abfedern, spielt dabei ebenso eine

Rolle wie die Türdichtung, die Beschaffenheit

der Drehfalle am Türschloss oder der Weg

der aus dem Innenraum entweichenden Luft.

Das, was beim Türzuschlagen klingt, lässt sich

auch am Bildschirm darstellen: Die Amplitude

der Lautstärke, die Frequenzkurven, das

Nachklingen, die Zeit, die das Ganze dauert.

Die Probanden bewerten das, was sie


hören, auf einer Feedback-Box mit einer Skala

von eins bis zehn. Ein Türgeräusch bekommt

die besten Noten. Es klingt nicht nach, dafür

kurz, solide, eindeutig. Nun sind die Ingenieure

gefragt, diesen Sound durch konkrete physikalische

Maßnahmen am Auto zu erreichen.

So erzielte man beispielsweise durch eine

Bremsung der Drehfalle und einen neuen,

leichteren Dämmschaum an der Innenseite

des Türblechs Erfolge.

„Metrik des s Wohlklangs“

Durch solche Hörproben oder „Listening

Sessions“ fanden die Experten mit der Zeit

bestimmte Vorlieben der Kundschaft heraus –

sozusagen eine „Metrik des Wohlklangs“ oder

der Lästigkeit von Geräuschen. Man konnte

Statistiken erstellen, in die auch Vergleiche

mit Wettbewerbern einfl ießen und Zielvorgaben

durch „Benchmarking“ und Orientierung

an den Werten des Besten auf dem Markt

gesetzt werden können.

Interessanter Aspekt in Zeiten der globalen

Autoentwicklung: Die Asiaten mögen höhere

Töne, die Europäer sonore. Zielkonfl ikte

ergeben sich in der Kooperation mit anderen

Entwicklungsbereichen, etwa beim Fahrwerk.

Ford ist bekannt für das ausgezeichnete, direkte

Ansprechverhalten des Chassis. „Dabei

sind wir Benchmark sogar für Premiumhersteller“,

so Karl-Heinz Bürger. Die für die optimale

Straßenlage verantwortlichen Ingenieure würden

am liebsten so wenig abfederndes Gummi

wie möglich ins Fahrwerk einbringen – denn

alles, was Geräusche und Unebenheiten der

Straße dämmt, macht das Fahrwerk weicher.

Aber ohne diese „Weichmacher“ würden in

der Karosse noch ganz andere Klänge toben

als „Für Elise“.

Eine Kundenbefragung

- “Listening

Session” - im Soun u d

Quality Labor.

Neben dem Monito t r

erkennt man den Kunstkopf.

Grober Straßenbelag auf großer

Rolle: Lothar Hoppen (r.) war maßgeblich

an der Planung der Labore

im Akustikzentrum m beteiligt.

In der Vorbereitungszone präpariert

Katrin Scholtyssek e (u.) ein Fahrzeug

für einen Test

Oktober 2008 9


fordreport

AUSFLUGSTIPPS

S FOTOS:

Kam der berühmte Struwwelpeter noch mit

dem steifen Untertitel „Lustige Geschichten

und drollige Bilder für Kinder zwischen drei

und fünf Jahren“ daher, sind die heutigen Bilderbücher

wesentlich pfi ffi ger. Der erhobene

Zeigefi nger aus dem streng konservativen

Klassiker hat ausgedient und moderne Werke

wie „Die Schnullerverschwörung“, „Komm

Baden kleiner Hase“ und „Geh nicht allein

Sophie“ arbeiten bestimmte Alltagsthemen

unserer Kinder pädagogisch auf.

Bilderbücher sind seit Jahrhunderten Bestandteil

der Erziehung und haben sich parallel

zu Erziehungstheorien entwickelt. Noch

vieles mehr ist in der Bilderbuchsammlung in

Europas einzigartigem Museum für künstlerische

Bilderbuchillustration, historische und

moderne Bücher sowie Künstlerbücher auf

Burg Wissem, im Herzen Troisdorfs zwischen

Köln und Bonn, dokumentiert.

Für die riesige Sammlung von Bilderbüchern

und Märchen ist kein besserer Ort denkbar:

Eine Burganlage aus dem 16. Jahrhundert

mit Wassergraben und einem leuchtend roten

Herrenhaus im klassizistischen Stil. Eine

märchenhafte Kulisse für Fabelfi guren aus den

Federn von legendären Kinderbuchautoren

und Zeichnern, wie Wilhelm Busch, Rotraud

10 Oktober 2008

chnullerverschwörung

auf Burg Wissem

Die meisten von uns halten sie für gewöhnlich zweimal im Leben in den Händen. Einmal als kleiner

Steppke und erneut als Erwachsene, um sie den eigenen Kindern vorzulesen: Bilderbücher.

Die bunten und witzigen Bände voller fantastischer Geschichten sind nicht selten wesentlicher

Bestandteil von Zubettgeh-Ritualen in unseren Kinderzimmern.

Susanne Berner, Janosch und Co …

Auf drei Stockwerken des über 200 Jahre

alten Hauses tauchen große und kleine

Besucher gleichermaßen tief in die Welt der

Bilderbücher ein. Für jeden ist etwas dabei:

Im weltweit größten Janosch-Zentrum werden

beispielsweise in wechselnden Zusammenstellungen

Originale sowie eine kindgerechte

Biografi e im bekannten Janosch-Stil ausgestellt.

Ebenso sehenswert ist der Rotkäppchenraum,

der eine Rotkäppchen-Sammlung

von rund 800 Büchern aus dem 18. Jahrhundert

bis in die Gegenwart mit zahlreichen

Gemälden, Grafi ken und volkskundlichen

Objekten zur Märchenfi gur beherbergt.

Ausgestellte Titel wie „le petit chaperon rouge“,

„il cappuccetto rosso“ oder „ roodkapje“

machen schnell klar, dass dieses Märchen

nicht nur in deutschen Kinderstuben ein

Renner war. Und die historische Kinder- und

Jugendbuchsammlung von Prof. Dr. Theodor

Brüggemann gilt als eine der bedeutendsten

im europäischen Raum. Die über 3.000 wertvollen

Bände aus der Zeit von 1498 bis in die

ersten Jahre des 21. Jahrhunderts bieten eine

einmalige Informationsquelle für wissenschaftlich

Interessierte und Liebhaber. Hier begegnet

man uralten und vergilbten Ausgaben aus

Großmutters Zeiten mit Titeln wie „Don Quijote“,

„Frau Holle“ und natürlich einer Ur-Ausgabe

des berühmten „Struwwelpeter“. Ein Hingucker

ist ein früher Mickey Maus-Comic aus

der Feder von Walt Disney. Insgesamt sind so

viele wertvolle Bücher hinter den Glastüren

ausgestellt, dass eine spezielle Bibliografi e zur

Orientierung ausliegt.

Einen großen Teil der Ausstellungsfl äche

nehmen die Originalillustrationen berühmter

Autoren wie Janosch und Susanne Berner

ein. Auch die Kommentare und Widmungen

namhafter Literaten, wie Roger Willemsens

eigens komponiertes Lobgedicht auf Susanne

Berner, sind Glanzlichter. Die Münchner

Bilderbuchkünstlerin zählt zu den renommiertesten

Illustratoren der Gegenwart.

U. NERGER


Ihre „Wimmelbücher“ sind vielen Eltern und

Kindern ein Begriff. Zurzeit stellt das Museum

rund 100 Originale aller Schaffensperioden der

Künstlerin aus. Jährlich behandeln rund acht

bis zehn Wechselausstellungen im Museum

Themen und Tendenzen der Bilderbuchkunst

und stellen Illustratoren vor.

Doch das Hauptaugenmerk gilt den wahren

Kennern und Liebhabern der Bilderbücher

– den Kindern. Das wird bereits beim Betreten

des Herrenhauses deutlich: Etwa 30 kleine

Hocker stehen in Reih und Glied bereit, damit

auch die Kleinsten bequem ihre Blicke über

die bunte Bücherwelt wandern lassen können.

Nicht nur Anschauen ist erlaubt, sondern

selber aktiv werden ist erwünscht. Im großen

Malraum – ausgestattet mit Scheren, Stiften,

Pappe und Papier – können Kinder ihrer Kreativität

freien Lauf lassen.

3.000 Kinderbücher zum Anschauen

und Schmökern

Der Höhepunkt erwartet die Kinder in der

obersten Etage: Die gut klimatisierten und hellen

Räumlichkeiten der Präsenzbibliothek sind

vollgepackt mit Büchern. In zwei Meter hohen

Regalen befi nden sich rund 3.000 ausgewählte

Bücher zum Anschauen und Schmökern.

Hier fi ndet man auch alle wichtigen Neuerscheinungen,

und das angrenzende Spielzimmer

bietet Raum zum Toben.

Urig wird es in der Geerte Murmann-Schmökerstube

im Turm des Herrenhauses, nur

über eine enge Wendeltreppe erreichbar. Dort

erlangt die märchenhafte Stimmung

ihren Höhepunkt. In dem gemütlichen,

runden Stübchen stehen

zahllose Bilderbücher griffbereit und

streiten sich mit dem wunderbaren

Ausblick aus dem Turm

über die weitläufi ge Parkanlage

um die Aufmerksamkeit der

Besucher.

Auch draußen vor den Burgmauern

wird eine Menge geboten: Im

Waldpark rund um Burg Wissem

wurde erst kürzlich – orientiert an

den Theorien des Pädagogen Hugo

Kückelhaus – ein Erfahrungsfeld

der Sinne eingerichtet. Groß und

Klein begeben sich hier auf einen

spannenden Erkundungsgang mit

Auge, Nase, Ohr und Tastsinn. Die verschiedenen

Geräte und Konstruktionen, wie etwa

die Reihe von Duftstelen, konfrontieren die

Besucher hautnah mit Naturerlebnissen.

Anfassen und Experimentieren ist ausdrücklich

erlaubt. Austoben können sich die Kleinen

auf dem riesigen Abenteuerspielplatz nebst

Café „Remise“, das Speisen und Getränke zu

moderaten Preisen – wahlweise mit kindgerechten

Portionen – sowie Konditoreibackwaren

anbietet.

Der fordreport empfi ehlt, sich vor dem Besuch

im Internet oder telefonisch über das vielfältige

Veranstaltungsprogramm zu informieren. Denn

neben den regelmäßigen Führungen machen

Mal-Workshops, Lesungen, Konzerte und

Theateraufführungen, sowie Ferienaktionen

den Besuch im Museum zu einem unvergesslichen

Familienerlebnis. Darüber hinaus ist es

möglich, Geburtstage für Kinder- und Erwachsene

ausrichten zu lassen. Das Museum ist

bequem über die öffentlichen Verkehrmittel

der KVB oder dem Auto zu erreichen. Also

auf nach Troisdorf in die Welt der „Lustigen

Geschichten und drolligen Bilder“.

fordreport +

Burg Wissem

Bilderbuchmuseum

53840 Troisdorf

Tel. 02241 / 8841 – 11/17

www.bilderbuchmuseum.de

Öffnungszeiten:

Di – So, 11 – 17 Uhr

Eintritt: Erw. 2,50 €,

Kinder (4 – 14 Jahre) 1 €,

Familienkarte 7 €


fordreport

FORD FIESTA-AUFTRITT

Wer ist der Zielkunde des neuen Ford

Fiesta? Fest steht, dass dieses Fahrzeug

Qualitäten für viele Autofahrer

besitzt. Der Fiesta hat Stil, besitzt ein außergewöhnliches

Design, ist zeitgemäß und modern

– und nicht nur von Interesse für klassische

Motorjournalisten und deren Publikationen.

Auch Medienvertreter von aktuellen Magazinen

zu Themen wie Trends, Zeitgeist und

Mode interessieren sich für so ein Automobil.

Und deren Leser zählen ebenfalls zu den Kunden

der Marke Ford – oder sollen es werden.

Martin Smith, Executive Design Director,

begrüßte Vertreter dieser Pressegattung zu einer

speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnittenen

Veranstaltung. Sie fand im entsprechenden

Ambiente statt – in der Kölner „Material

ConneXion“. Dies ist eine Materialbibliothek

mit Niederlassungen in Mailand, New York,

Bangkok und eben auch am Ford-Standort,

in der sich Interessenten und Kunden über die

neuesten Produkte informieren und Kontakt zu

den Herstellern aufnehmen können.

Für Designer wie Ruth Pauli, in Merkenich

zuständig für Farbe und Material, oder Ernst

Reim, zuständig für Innenausstattung, ein Ort

der Inspiration. Beide erklärten nach einer Einleitung

von Martin Smith über „kinetic Design“,

wie sich „Energie in Bewegung“ vom Äußeren

des Fahrzeuges mit den dynamischen Proportionen,

dem trapezförmigen Kühlergrill, der

expressiven Fenstergrafi k, der ansteigenden,

athletischen Gürtellinie und den stark betonten

Radhäusern, auch im Inneren fortsetzt.

Hier fällt der Blick zuerst auf den Armaturenträger,

dessen Architektur im Vergleich zum

Vorgänger einen Quantensprung darstellt. Sie

wirkt gestreckt, schlank, elegant und strahlt

Leichtigkeit aus, wie die Tragfl äche eines Flugzeugs.

Die zentrale Instrumentenanzeige – Geschwindigkeitsanzeiger

und Drehzahlmesser

– hat eine dreidimensionale Form. Das wirkt

12 Oktober 2008

Die „Leichtigkeit von

Tragfl ächen“

Ford-Designer präsentieren neuen Ford Fiesta

speziell auch für Lifestyle-Journalisten.

sportlich und erweckt die Assoziation zum

Beispiel zu einer modernen Brillenfassung.

Moderne Technologie und Ergonomie

gehen für den Fahrer eine Verbindung ein. Das

von Mobiltelefonen inspirierte Bediensystem

HMI (Human Maschine Interface) mit zentralem

Multifunktionsdisplay in der Armaturentafel

zählt zu den bestimmenden Elementen.

Die Formensprache des Äußeren mit

fl ießenden Linien und vollen Flächen fi ndet im

Innenraum ihre Entsprechung, etwa in den

trapezförmigen Lufteinlässen. Die durchlaufende

Mittelkonsole bildet die „Insel“, das

Schmuckstück im Innenraum. Die Bedienung

von Infotainmenteinheit und Klimasteuerung

sind darauf klar getrennt. Moderne Technik

bildet die Grundlage für Ästhetik: „Die Platinen

kann man nun fl exibel verteilen. Das macht es

zum Beispiel möglich, Schlüsselelemente der

Infotainmenteinheit wie Tasten, Bildschirm und

Elektronik zu entkoppeln und an verschiedenen

Stellen anzubringen“, erklärt Ernst

Reim.

Vorbei also die Zeiten, in denen Raumtiefe

für ein sperriges Autoradio geschaffen

werden muss und das Armaturen-„Brett“ steil

gestaltet ist. Sinnliche Radien und dynamisch

überspannte Flächen bestimmen die moderne

Architektur.

Die neue Ford Designsprache wird auch

durch den Einsatz innovativer Konzepte für

Farben, Texturen und Materialien deutlich.

Kontraste wirken lebendig und vermitteln ein

dynamisches Raumgefühl, etwa der spannende

Gegenpol von expressiven Farben, die

Feuer und Eleganz verkörpern, und „kühlen“

technischen Elementen. Erstklassig verarbeitete,

sinnliche Materialien, spürbare Oberfl ächen,

weiche Rundungen und ausgetüftelte

Details schaffen eine Stimmungswelt, die den

Zeitgeist trifft.

Ruth Pauli ließ sich bei ihrer Arbeit unter

anderem aus der Welt von Mode, Kosmetik

und Sport inspirieren. Die Verbindung von

Farben und Elementen des Ford kinetic

Design spiegelt sich in fünf Ausstattungsvarianten

wider: Ambiente, Trend, Sport, Ghia und

Titanium. „In jedem Modell sind die Farben

und Stoffe gezielt so eingesetzt, dass sie

eine Reihe von Stimmungen erschaffen, von

sportlich bis sophisticated“ (hochentwickelt/

ausgefeilt), so Ruth Pauli. Mit diesem Design

habe man geschafft, einen Premiumanspruch

ins Kleinwagensegment hineinzutragen.

Die Marktanteile von Ford in Europa belegen

es: „Gutes Design verkauft sich gut“, erklärt

Martin Smith. Dies gilt auch in Bezug auf

die Presseveranstaltung, die auf eine extrem

hohe Resonanz stieß.

FOTOS: L. STEIN


Die Kampagne

„Mitten im Jetzt. Fiesta. Der neue Ford.“

Ab 11. Oktober steht der neue Ford Fiesta bei den Händlern. Seine Einführung wird von einer breit

angelegten Werbekampagne fl ankiert.

Nicht nur im Fernsehen, in der Tageszeitung und im Radio

präsentiert die Werbeabteilung den neuen Ford Fiesta, sondern

sie gehen auch ganz andere Wege, um ihre Zielkunden zu

erreichen: Der einzigartige Media-Mix umfasst unter anderem

Anzeigen in Lifestyle-Magazinen, Online-Werbung, Handy-Applikationen,

und interaktive Aktionen. Auch außergewöhnliche „Begegnungen“

mit dem neuen Ford Fiesta spielen in der Kampagne

eine wesentliche Rolle. „Im Kern setzen wir auf Bewegtbild und

Interaktion in unserer Fiesta-Kampagne, wobei wir neben Reichweite

vor allem auf die Intensität des Kontaktes und Affi nität

zur Zielgruppe setzen“, erklärt Olaf Hansen, Leiter Werbung,

ein Prinzip, das man auch „Masse mit Klasse“ nennen könnte.

Dabei stehen Emotionen, Zeitgeist, Lebensgefühl, Design und

die Kernattribute „dynamisch, individuell und selbstbewusst“ im

Mittelpunkt der Botschaft. Der neue Ford Fiesta erscheint darin

als stilprägend für die heutige Zeit – das Auto, an das man sich

erinnern wird, wenn später über diese Zeit gesprochen wird.

Neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet beispielsweise

die größte LED-Wand Deutschlands am Kurfürstendamm in

Berlin. Jeder kann mitmachen: Nach dem Motto „Du, mitten im

Plakat, mitten im jetzt“ werden über das Internet eingesandte

Bilder auf den Bildschirmen im Zusammenspiel mit neuen Fiesta

gezeigt. Weitere Hingucker gibt es bei so genannten „Ambient

Medien“. Rund 250.000 „VarioCards“, bestehend aus vier

Bildebenen, die sich endlos falten lassen, werden bundesweit

in über 800 Szene-Bars, Clubs und Restaurants verteilt. „Ma-

gische Spiegel“ sorgen für Verblüffung: Die Spiegel im Gardarobenbereich

von Discotheken reagieren auf Bewegung. Je nach

Abstand der davor stehenden Person ist entweder die Fiesta-

Werbung oder die Spiegelfl äche sichtbar. Spannung verspricht

das „Guerilla Marketing“. Mittels eines Hochleistungs-Beamers

werden von einem Fahrzeug Lichtprojektionen mit Logos oder

Filmen auf Fassaden an ungewohnten öffentlichen Plätzen mit

viel Publikum gezeigt. Diese Aktionen versprechen hohe Aufmerksamkeit

und Sympathie in der jungen Zielgruppe.

„Fiesta in the City“ lautet der Titel der Kooperation mit der

Modekette „s.Oliver“ mit besonderem Erlebnischarakter: Speziell

eingeladene Kunden können exklusiv nach Ladenschluss am

Samstag im Laden einkaufen und erhalten dabei Getränke und

Snacks, Trend- und Stilberatung, alles rund um den Fiesta. Eine

neue Form der Werbung entsteht im so genannten „In-Game

Advertising“ wobei Werbemotive in Computerspiele integriert

werden.

Neben diesen neuen Initiativen und Ideen greifen die auch

von anderen Modelleinführungen bekannten Maßnahmen –

Schauraum-Gestaltung, Vorabinfos und Beilagen für Händler,

originelle Accessoires für Kaufi nteressenten wie Nagellack in

der Launch-Farbe „Hot Magenta“, Online-Werbung und Kundenanschreiben

per Post. Darüber hinaus gewährleisten auch

spektakuläre, teils großfl ächige Plakate und Kinowerbung, dass

jeder „Mitten im Jetzt“ eine Begegnung mit dem neuen Ford

Fiesta hat.

Oktober 2008 13


fordreport

TECHNOLOGIE

Das Design in Form bringen

Der neue Ford Fiesta ist beispielhaft für das „Ford kinetic Design“:

Dynamische Linien und kraftvoll gestaltete Oberfl ächen drücken in der

Ford-Formensprache „Energie in Bewegung“ aus.

Das Design stellt die „Umformtechnik

(Process Stamping Engineering)“ vor besondere

Herausforderungen. Denn das Blech,

das für die Karosserie gepresst wird, muss die

anspruchsvollen Umformprozesse unbeschadet

überstehen. Beim Formen, Lochen und

Beschneiden des Materials dürfen keine Risse,

Wellen oder Außenhaut-Fehler entstehen.

Daher erstellen die Ingenieure im zuständigen

Gruppenstab während der Entwicklungsphase

eines neuen Fahrzeuges Machbarkeitsstudien,

in denen die Formbarkeit des Blechs

beurteilt wird. „Wir analysieren unter anderem,

wie scharf die Charakterlinien in der Karosse,

zum Beispiel beim neuen Ford Fiesta, wirklich

sein dürfen“, erläutert Bernd Krömer, Leiter

14 Oktober 2008

Senior-Ingenieur Andreas Zaum arbeitet virtuell an einer Tür,

das Programm zeigt, wie formbar das Material ist

der Gruppe. Sie ist im Kölner Werkzeugbau

ansässig und für alle Ford-Werke in Europa

zuständig.

Ein „griffi ges“ Beispiel für die Arbeit der

Ingenieure bietet die Türmulde. Die muss tief

sein, damit der Kunde den Türgriff auch bei

strengen Temperaturen mit dicken Handschuhen

betätigen kann. Je tiefer die Einbuchtung,

umso wahrscheinlicher entsteht beim Pressen

ein Außenhautfehler, den der Kunde sehen

könnte. Außerdem liegt die Mulde mitten in

der seitlichen Charakterlinie. „Das Ganze soll

gut aussehen, funktional und natürlich auch

herstellbar sein, und genau dazwischen bewegt

sich unsere Arbeit“, so Krömer.

In erster Linie legen die Experten aus der

Am Styropor-Modell besprechen Erdaw Miko, Dr. Christian

Wolff, Jürgen Schütze und André Beste (v.l.) das Design

Umformtechnik fest, wie der Herstellungsprozess

der Bleche aussieht – zum Beispiel, in

wie vielen Schritten und in welcher Abfolge ein

bestimmtes Teil hergestellt wird. Dies geschieht

natürlich in enger Kooperation mit angrenzenden

Bereichen wie Produktentwicklung,

Werkzeugkonstruktion, den Werkzeugbauten

und den Presswerken.

Tendenziell sind moderne, hochfeste Stähle

schwerer „in Form“ zu bringen als konventionelle.

Diese Materialien, die erhebliche Gewichtseinsparungen

mit sich bringen, werden

vor allem an sicherheitsrelevanten Komponenten

in der Karosserie verwendet. Die Stähle für

die Außenhaut sind leichter umzuformen, was

entscheidend für die Fahrzeugkosmetik und

das kinetic Design ist.

Da Ford das Blech von verschiedenen

Zulieferern bezieht – rund eine Million Tonnen

pro Jahr in Europa – sind die Chargen unterschiedlich.

Gewisse Materialschwankungen in

Bezug auf Dehnungsverhalten, Streckgrenze

und Zugfestigkeit muss der Gruppenstab also

bei seinen Berechnungen einbeziehen. Darüber

hinaus bedingt die Elastizität des Bleches das

„Aufsprungverhalten“ – das bedeutet, dass das

Teil nach seiner Umformung minimal in Richtung

des ursprünglichen Zustandes federt.

Wie in der gesamten Fahrzeugkonstruktion

ist auch in der Umformtechnik die Arbeit am

Computer mit virtueller Simulation der Prozesse

unerlässlich, bevor tatsächlich Bleche unter

Werkzeugen gepresst werden. Die Ingenieure

arbeiten mit einer Software namens „Auto-

Form“ und teilweise recht großen, schnellen

Rechnern. „Die füttern wir mit sämtlichen

Parametern, um die Prozessstabilität zu

analysieren“, erklärt Krömer. Die Berechnung

der Ziehanlage für ein Tür-Außenblech dauert

beispielsweise vier Stunden. Besonders

anspruchsvoll sind Teile wie Seitenwand, Heckklappe

und hinteres Bodenblech.

Bekanntlich steigen die Preise für Rohstoffe

zur Zeit sehr stark an. Daher arbeitet die

Gruppe auch daran, die Blechplatine möglicht

optimal zu nutzen und den Verschnitt so klein

wie möglich zu halten. „Nesting“ heißt das Verfahren,

die Platinenumrisse möglichst effi zient

aus dem Blech herauszuschneiden. Der Ausnutzungsgrad

wird ständig verbessert, wobei

der nicht genutzte Anteil recycelt wird.

FOTOS: L.STEIN


fordreport

FREIZEIT

B

ei kaum einer anderen Sportart liegen

Adrenalinrausch und entspanntes Naturerlebnis

so nah beieinander wie beim Segelfl iegen:

In drei Sekunden beschleunigt eine motorisierte

Winde den Flieger aus Glasfaserkunststoff

an einem Stahlseil in einem Winkel von etwa

45 Grad bei 100 Stundenkilometer in den

Himmel. Nach dem Geschwindigkeitsrausch

beim Start beginnt der Genuss des ruhigen

Schwebefl ugs über Bäume, Felder, Flussläufe

und Dörfer.

„Fliegen ist für mich das schönste Hobby

der Welt“, schwärmt Volker Hähnel, zweiter

Vorsitzender der 45-Mann starken Fo rd-LSG.

„Man kann die Welt aus anderer Perspektive

bewundern.“ Nicht nur das Naturerlebnis

motiviert die LSG-Sportler. „Ein Reiz geht von

der technischen Herausforderung aus, ein

Flugzeug ohne Motor zu beherrschen. Wir

ziehen unsere Energie einzig aus der Natur,

indem wir Wind und Sonnenenergie nutzen.

Das erfordert Erfahrung und Konzentration“,

so Hähnel.

Neben individuellen Fähigkeiten des Piloten

ist ein technisch einwandfreies Flugzeug unabdingbar

für einen sicheren Flug – man muß

sich im Verein aufeinander verlassen können.

„Beim Fliegen arbeiten wir natürlich nach dem

‚Null-Fehler-Prinzip‘. Bei Wartung, Instandsetzung

und Pfl ege der Fluggeräte muss jeder

100 Prozent geben“, ergänzt Hähnel.

Teamgeist und

Verantwortungsbewußtsein

In dieser Kameradschaft erkennt der passionierte

Pilot eine Chance für die Jugend, die er

vermehrt in seinen Verein integrieren möchte:

Teamgeist und Verantwortungsbewußtsein

seien Werte, welche Jugendliche in ihrem

Alltagsleben bereichern können. „Schon vom

ersten Tag an werden Neulinge voll in den

Betrieb integriert“, so Hähnel. Vom Flugzeug

waschen, über Schleppfahrten bis zu Hilfe

an der Startstelle wird alles abgedeckt. Der

Nachwuchs wie auch interessierte Erwachse-

16 Oktober 2008

Fordler erobern

die Lüfte

Iimmer mehr Vereine pfl egen die Leidenschaft für‘s Fliegen: Auch

die Ford Luftsportgruppe (LSG) Köln-Niehl e.V. kreist seit 1957 mit

ihren Segel- und Motorfl ugzeugen über Rheinland und Eifel.

ne lernen schnell, Verantwortung zu übernehmen.

Ziel ist, weitere Fordler für das Fliegen

zu begeistern: Neuerdings ist es möglich, eine

Schnuppermitgliedschaft für zwei Monate und

einmalig 50 Euro abzuschließen, um in den

Luftsport unverbindlich einzusteigen.

Wer nicht nur zuschauen und mitfl iegen,

sondern selbst als Pilot aufsteigen möchte,

kann dies in der Ford-LSG lernen. Die Ausbildung

bei vereinsangehörigen Fluglehrern

ist für Mitglieder kostenlos. Jugendliche ab

14 Jahren und „Junggebliebene“, denen es

der Fliegerarzt erlaubt, können segelfl iegen.

Ein eigenes Flugzeug ist nicht nötig – die LSG

stellt einen Flieger für Flugstunden, Prüfung

und Freizeitfl üge zur Verfügung.

„Nach dem Check durch den Arzt, Theorie

und Prüfung sowie etwa 30 Flugstunden ist

jeder fi t für den Pilotenschein“, so Hähnel.

Durch die gute Zusammenarbeit mit anderen

Vereinen auf dem Flugplatz „Dahlemer Binz“

– etwa 50 Minuten Fahrt von Köln – ist es auch

möglich, einen Motorfl ug-Schein zu machen.

„Ein großer Dank an die Rodenkirchener Luftsportgruppe,

die uns heute einen Flieger für

Gastfl üge zur Verfügung stellt, und umgekehrt

helfen wir anderen Vereinen oft mit unserer

Winde für Starts aus“, erläutert Hähnel.

Die Startwinde der Ford-LSG gehört zu den

kraftvollsten Maschinen am Flugplatz: Das

Heck einer umgerüsteten Kehrmaschine

beherbergt einen amerikanischen 8-Zylinder

Ford-Motor, der über eine Winde die bis 600

Kilogramm schweren Flugzeuge hochzieht.

Nach wenigen Sekunden klinkt der Pilot das

Stahlseil aus, welches durch einen kleinen

Fallschirm gesichert zu Boden sinkt. „Dieses

Verfahren des Windenstarts ist preiswerter

und umweltschonender als die Alternative des

Flugzeugschlepps“, so Hähnel.

Am „Tag der offenen Tür“ konnten interessierte

Fordler und Angehörige selbst segelfl iegen:

„Einfach nur geil. Das würde ich am liebsten

sofort noch mal machen“, strahlte ein Zwölfjähriger,

als er seinen Fallschirm ablegte. Auch

Wolfgang Riecke, Direktor der Ford-Öffentlichkeitsarbeit

und Präsident der LSG, drehte eine

Runde: „Fliegen ist wunderbar: Sich ruhig in

den Lüften zu bewegen und die Landschaft zu

genießen, ist phantastisch.“ Ford erobert nun

auch die Verkehrswege in der Luft ...

Luftsportgruppe Köln-Niehl,

Volker Hähnel,

Tel. 0221 - 1482 4529

infoteam@lsg-koeln-niehl.de

FOTOS: R. BAUER


Betriebsjubiläen

Köln 1.9. Michael Esser, Jörg Ka-

25 Jahre

sulke, Jan Klask, Thomas Kutz,

Jörg von Malottki, Hans Noerling, Dirk Roppes

1.10. Kemal Erol, Friedrich Glasenapp, Efraim

Goevercile, Rainer Haferkamp, Hans-Ludwig

Hillmann, Thomas Kornwebel, Reinhard Peifer,

Alican Sahin, Dien-N. Vuong, Vien-D. Vuong,

Ahmet Yaldiz 3.10. Abuzer Ber, Guendag

Bilgen, Yueksel Candan, Senol Celik, Dogan

Dal, Taner-M. Efe, Nihat Erkiran, Erdogan

Esen, Anton Flink, Seyfi Girgin, Battal Goeksu,

Ahmet Goezel, Mehmet Kiziltas, Andreas

Krueger, Rudolf Lyssek, Ludwig Mayer, Ali-F.

Oelmez, Seyfullah Oezer, Markus Schwarz,

Michael Wolf, Hakan Yesilirmak 5.10. Miroslaw

Cesarz 17.10. Wilfried Kuchhaueser 18.10.

Juergen Schueler 19.10. Guenter Kernebeck

26.10. Juergen Pretsch 28.10. Stefan Schmalbach

Saarlouis

12.10. Claudia Seiwert

30 Jahre Köln 8.8. Juan-B. Riera Moll 1.9.

Peter Dwucet, Thomas Klaus,

Bernd Oelsner, Norbert Zander 7.9. Yilmaz

Akguen 11.9. Arno Preis, Nevreste Yalcinkaya

15.9. Halil-I. Limoncu 25.9. Peter Blazejewski,

Ruediger Schnoepel 28.9. Karabet Kapriloglu

1.10. Dieter Mattern, Willi Stegemeyer 2.10.

Roland Diehl, Wolfgang Kirberg, Umberto

Maiellaro 3.10. Reinhard Adebahr, Joachim

Feikisch, Sueleyman Recepoglu 5.10. Giuseppe

De Donne, Abdubaki Tastan 9.10. Anton

Pyttel 16.10. Eckhard Heiss, Manfred Marks

19.10. Michael Endres, Ercole Giunta 23.10.

Klaus Kuepper 30.10. Giuseppe Palascino

Saarlouis

1.10. Joachim Wahl

35 Jahre Köln 2.8. Recep Yilmaz 1.9.

Hans Andreas, Siegfried Artz, Andreas

Bolzen, Alfred Cichon, Uwe Egen, Georg

Hoppe, Juergen May, Diethelm Pomykata,

Manfred Schaffartzik, Lothar Wildschuetz 4.9.

Safet Gjurovski, Dimko Ilijoski, Naum Kamnaroski

23.9. Erol Lapa 1.10. Ingrid Bristow, Martina

Kaiser 3.10. Lajos Terek 10.10. Mehmet

Konur 16.10. Bernd Zehender 25.10. Hasan

Guen 29.10. Ali Gueler, Ismail Palazoglu

Saarlouis

1.10. Rolf-P. Arlt, Norbert Becker, Detlef

Buchallik, Josef Huwig, Rene Kelterbaum,

Hubert Kirf, Antonio Mansarella, Gaetano

Pagano, Horst Pitsch, Wolfgang Sax, Hans-M.

Schleich, Lothar Urban 8.10. Alfi o Branca,

Salvatore Bulzomi, Johann Gergen, Christian

Kurasinski, Gilles Noel, Angelo Rega, Jean-P.

Thibo 14.10. Jacques Copik, Wilfried Weerts

15.10. Jean-P. Doneddu, Francis Frejnick,

Alain-M. Kollar, Bernard Musiol, Peter-M.

Schimmelpfennig, Claude Udol 21.10. Karl-H.

Ballandat 22.10. Jean-Paul Mayer, Jean-Marie

Mouth, Serge Nimeskern, Antonio Perozzielle,

Raphael Sorce, Franz Tarillon 25.10. Dietmar

Beyer 29.10. Gilbert Helleringer, Jean Kremer,

Simone Saia, Elmar Schönberger, Laurent

Serraino, Fernand Torrecchia

Köln 9.9. Giuliano Parussini 7.10. Pavle Cibula

8.10. Juergen Manal 25.10. An-

40 Jahre

gela Cimino

Saarlouis

1.10. Volkmar Berneiser, Gerhard Brixius,

Roman Poss 14.10. Josef-M. Andres 17.10.

Peter Zapp 18.10. Martin Latz 21.10. Wolfram

Kneip, Gerhard Schulze, Christoph Vuilliet

23.10. Rudi Kriebs, Toni Strass 25.10. Alfred

Berweiler 28.10. Rudolf Scherer 31.10. Wilhelm

Ehrl, Dieter Griebe

Köln 1.10. Rolf-D. Blatt

45 Jahre

Verstorbene

Köln 30.5. Muharrem Uzun (60) FN-Bereich

7.7. Hasan Atici (59) FN-Bereich 13.7. Hamza

Samburkan (64) FN-Bereich 1.8. Josef Parbel

(65) Auftragsabwicklung 5.8. Heinz Vincken

(81) 8.8. Ahmet Erdogan (67) FN-Bereich 9.8.

Albert Ebener (68) Ersatzteillager, Martina Dinsch

(81) FN-Bereich 10.8. Hubert Herzog (61)

Motorenwerk 11.8. Karl Knickenberg (70) FN-

Bereich 12.8. Loni Büchel (84) 14.8. Willibald

Patt (66) Techn. Bereiche Merkenich, Kerim

Öner (66) Getriebewerk 15.8. Maria Bytautas

(85), Wolfgang Mink (79) Datenverarbeitung

16.8. Ferdinand Meyer (68) Fabrikationstechnik,

Kurt Pielucha (66) FN-Bereich, Ferdinand Nagelschmidt

(96) FN-Bereich 18.8. Erich Jux (71)

Getriebewerk 19.8. Ferdinand Neunzig (83) FN-

Bereich, Josef Traben (85) Management 20.8.

Heinz Breuer (73) FN-Bereich, Kurt Singer (82)

FN-Bereich 21.8. Karl Lüttgen (81) FN-Bereich

22.8. Istvan Gratzal (83) FN-Bereich 23.8. Abdeslam

Belkarim (61) FN-Bereich, Erika Stock

(73) Rechenzentrum 24.8. Gerd H. Ansen (83)

FN-Bereich 26.8. Otto Schilling (91) FN-Bereich,

Mehmet Ugras (81) Schmiede 27.8.

Theodor Halfen (85) FN-Bereich 28.8. Hans

Gerhard (55), Harald Nickel (75) Getriebewerk,

Anthony Orike (63) FN-Bereich 1.9. Günter

Seelbach (75) Fahrzeugzentrum 3.9. Norbert

Schygulla (849 FN-Bereich, Udo Tiedemann

(539 Starkstromelektriker 4.9. Heinrich Jeschky

(81) FN-Bereich 5.9. Horst Dünnwald (42)

FN-Bereich, Peter Graf (62) FN-Bereich, Hans

Roock (84) Management 6.9. Horst Großkopf

(61), Walter Ting (89) 8.9. Romolo Di Sabatino

(66) Techn. Bereiche Merkenich 10.9. Karl-

Heinz Timm (81) FN-Bereich 12.9. Hermann

Behne (84) FN-Bereich, Alfons Geltinger (77)

FN-Bereich 13.9. Hans Kussauer (72) FN-Bereich

15.9. Karlheinz Stomberg (73) FN-Bereich

20.9. Gerhard Zimmermann (53) Postdienste

Düren 18.8. Winfried Romich (62) Visteon

19.8. Ralf Pohl (51) teddrive Düren 28.8. Wilhelm

Otten (76) 8.9. Anton Heinen (69) Visteon

14.9. Alwin Kühn (73)

Saarlouis 7.8. Karl Kirschenmann (59) Lack

8.8. Josef Kaas (74) Werkschutz, Erwin Schors

(79) Endmontage 9.8. Otmar Braun (70) Lack

13.8. Thomas Engel (34) Presswerk 18.8.

Werner Valentin (56) MP & L Rohbau 14.8.

Paul Eisenbarth (78) 21.8. Klaus Hoffmann (65)

Presswerk 26.8. Kerem Kizilbulak (74) 30.8.

Alfons Tröster (75) Endmontage 2.9. Hubert

Nalbacher (79) Endmontage 8.9. Jost Heiner

(59) Endmontage 11.9. Werner Sutter (69)

Presswerk, Paul Theobald (84)

Grippeschutz-Impfung 2008 läuft wieder an

Im Rahmen der diesjährigen Impfaktion können sich alle Ford-Mitarbeiter, bei denen keine medizinischen Bedenken bestehen, impfen

lassen. Empfohlen wird die Impfung für alle, besonders aber für

• Menschen, die mit vielen Personen in Kontakt treten oder berufsbedingt einem höheren Risiko ausgesetzt sind

• alle Personen ab dem 60. Lebensjahr

• Patienten mit chronischen Grunderkrankungen

Die Impfungen in der Ambulanz des Gesundheitsdienstes im Köln Niehler M-Gebäude haben bereits begonnen,

eine Terminabsprache ist nicht erforderlich.

Termine „vor Ort“ im Werk werden zwischen dem Gesundheitsdienst und den Bereichen abgestimmt. Eine Information der Mitarbeiter

erfolgt durch die Bereiche.

Oktober 2008 17


fordreport

FIESTA TESTFAHRT / CARAVAN 08

Von der Vorfreude zur

Fahrfreude

Mitarbeiter auf Ford Fiesta-Testfahrt: Teilnehmerzahl rekordverdächtig

So einen Vater wünscht sich jedes „Kind“:

„Meine Tochter bekommt einen Fiesta“, erklärt

Adrian Seidler, „sie hat Abitur gemacht und

eine Ausbildung als Krankenpfl egerin abgeschlossen,

und demnächst will sie Medizin

studieren, und sie hat uns nie bedrängt, ihr ein

Auto zu kaufen, und überhaupt immer Freude

gemacht“. Und jetzt, wo der neue Ford Fiesta

auf den Markt gekommen ist, sei es einfach

an der Zeit, ihr den zu schenken, meint der

Getriebewerk-Mitarbeiter und reiht sich in die

Testfahrer-Schlange ein, um sich in die Liste

einzutragen und einen Schlüssel zu holen.

Die vom Werkangehörigen-Verkauf organisierte

Einladung an die Mitarbeiter, den neuen

Ford Fiesta Probe zu fahren, kommt Adrian

Seidler gerade recht, um sich mit Tochter

Annemarie und ihrem Freund Andreas Frank

den passenden Wagen auszusuchen. Das

Paar nimmt vorn Platz, der Daddy hinten,

und während Sebastian Schröring von WDB

Eventmarketing kurz das Auto erklärt, fängt

Annemarie schon an, zur Musik aus dem

Radio zu wippen. So sieht die Vorfreude der

Fahrfreude aus.

Die Seidlers sind ganz typische Testfahrer:

„Beim Fiesta kamen die Leute, weil sie ihn

haben wollen“, beobachtet Patricia Kaiser vom

WA-Verkauf. Sie kann für die Aktion 60 Autos

in sechs Farben und drei Ausstattungsvarianten

aufbieten, so dass die potentiellen Käufer

ihre Vorstellungen konkretisieren können. Viele

18 Oktober 2008

Ford-Pensionär Friedrich Rahner (o.)

kam extra aus Bielefeld zur Testfahrt,

fest zum Kauf entschlossen.

Wunschausstattung: Titanium und

96 PS-Motor, der “super

am Gas hängt”.

Thomas Meuche hat selbst im Pilot

Plant am neuen Fiesta mitgearbeitet

– seine Frau Annett will ihn als Familien-Zweitwagen

– ”er fährt sich toll”

Die Seidlers bei den Formalien (o.).

Udo und Sandra Wiepck (u.) wollen in

diesem Jahr noch einen Fiesta kaufen

– wegen des Designs und weil Ford

(noch) die Versteuerung des geldwerten

Vorteils übernimmt

Werkangehörige bringen ihre Familien mit,

denn nicht selten ist der Fiesta der Zweitwagen,

und bei der Wahl hat der Partner ein gewichtiges

Wörtchen mit zu reden. „Wir fahren

schon ewig Fiesta“, erklärt Markus Knapp,

Systemingenieur in Merkenich, während er

den Fragebogen zum neuen Fiesta ausfüllt.

Zurzeit ist seine Frau Sabine im 99er Modell

unterwegs, „aber der Neue ist dem gegenüber

schon ein Quantensprung“. Selbstredend,

dass die Gattin die Kaufentscheidung mit

fällt: „Das sportliche Design gefällt mir sehr,

die Innenraumausstattung wirkt deutlich

aufgewertet, der neue Fiesta ist weitaus komfortabler

als ein herkömmlicher Kleinwagen“,

fi ndet Sabine Knapp. Und Sohn Michael ist

glücklich, als es zum Dank auch noch einen

Ford-Lenkdrachen gibt.

Und noch etwas sehr Positives hat Patricia

Kaiser registriert: Etwa zehn Prozent der Werkangehörigen

bringen Freunde zur Testfahrt

mit, und das sind meist Fremdfabrikatsfahrer,

die sich für den neuen Ford Fiesta ernsthaft

interessieren. Nach den ersten Tagen könnte

die Fiesta-Testfahrt rekordverdächtige Dimensionen

annehmen: Allein im Bereich Produktentwicklung

nutzten 510 Mitarbeiter die

Gelegenheit, das neueste Produkt aus „ihrem“

Werk auch auf der Straße kennen zu lernen.


Auf allen

Rädern in die

schönste Zeit

Ford auf dem Caravan-Salon 2008

Ferienzeit und Freizeitstimmung

spielten beim Caravan-Salon in Düsseldorf

eine große Rolle: Die Autoshow gilt

als die wichtigste Messe für Reisemobile

und Caravans. Entsprechend vermittelte

der 750 Quadratmeter große

Ford-Stand mit gelb, grün und blauen

Farben, rustikalen Baumstämmen als

Sitzgelegenheit und einem Schwenkgrill

vor einem Ford Transit Nugget ein

heiteres Flair.

Neben Ferienstimmung kam bei der

Ford-Pressekonferenz auch Feierlaune

auf. Dr. Wolfgang Riecke, Direktor

Öffentlichkeitsarbeit, und Bernhard

Schmitz, Leiter Nutzfahrzeuge, hatten

erfreuliche Nachrichten zu verkünden:

Innerhalb von vier Jahren konnte Ford

den Marktanteil bei Fahrgestellen für

Reisemobile in Deutschland von 6,6

auf 23 Prozent steigern, die Produkte

nehmen inzwischen den zweiten Platz

in der Zulassungsstatistik ein.

„Bezogen auf die Stückzahlen heißt dies,

dass Ford seit 2004 um 360 Prozent

zugelegt hat“, so Bernhard Schmitz.

3.385 Reisemobile wurden im ersten

Halbjahr 2008 mit Ford-Transit-Basis

zugelassen. 19 Aufbauhersteller, unter

denen sich fast alle „namhaften“ befi nden,

nutzen die Fahrgestelle, die sich

durch technische Reife, große Vielfalt

und hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis

auszeichnen. Jüngst hat die

Firma „Westfalia“ Ford für das Caravan-

Geschäft „entdeckt“.

Für die Hersteller stehen folgende Varianten

zur Auswahl:

Das Ford Transit FT 350-Fahrgestell

mit Leiterrahmen und mittlerem

und langem Radstand.

Das FT 350-Fahrgestell mit Flachboden,

der eben ist und 100 Millimeter

tiefer liegt als das Leiterrahmen-

Chassis. Angeboten wird es ebenfalls

mit mittlerem und langem Radstand.

Als Weltpremiere präsentierte Ford

in Düsseldorf den Allradantrieb beim

2,4 Liter TDCi-Dieselmotor mit 140 PS,

6-Gang-Schaltgetriebe und Leiterrahmen-Fahrgestell,

das nun mit allen drei

Antriebsvarianten zu haben ist. Darüber

hinaus wird ein 200-PS TDCi-Diesel-

Dr. Wolfgang Riecke

informierte bei der

Pressekonferenz über

Produktneuheiten –

wie den Ford Transit Allrad

als Wohnmobil-Basis

motor mit 6-Gang-Schaltgetriebe und

Heckantrieb auf den Markt kommen.

Weitere Neuigkeiten bieten Detaillösungen

wie höhenreduzierte Drehsitze

mit jeweils zwei Armlehen für Fahrer

und Beifahrer und Ablageschalen in der

Fahrertür.

Natürlich bleiben auch die eigenen Freizeitfahrzeuge

„Nugget“ und „Euroline“

erfolgreich im Programm. Mit exzellenten

Offroad-Eigenschaften rundet

der Ford Ranger mit Wohnkabine oder

fest installiertem Aufbau die „Ford-Freizeit-Initiative“

ab.

FOTOS: B. VOERKEL

Oktober 2008 19


fordreport

SAARLOUIS

Zwei Lack-Applikationsstraßen

wurden in den Werkferien umgebaut.

Die alten elektrostatischen Anlagen

– kurz ESTA – zum Auftragen des

Decklacks wurden durch Roboter

ersetzt, die dem neusten Stand der

Technik entsprechen. „Diese sind

viel fl exibler, was zu einem gleichmäßigeren

Auftrag und somit zu

einer Qualitätsverbesserung und

Effi zienzsteigerung führt“, erklärte

Gerhard Spaniol, Senior Ingenieur in

der Lackierung. Da die Roboter den

Lack gezielter aufsprühen, ergibt sich

weniger Überschuss.

Diese Materialeinsparungen bringen

auch ökologische Vorteile mit sich,

weil die Emissionen sinken. „An den

alten ESTA-Anlagen aus dem Jahr

1993 waren sehr viele Reparaturen

nötig und die Ersatzteile wurden rar“,

begründete Spaniol die Anlagen-Erneuerung.

Beide Lackstraßen wurden

erneuert, um bei gleichen Prozessen

auch gleiche Resultate zu gewährleisten.

Die zwei Lackstraßen wurden in einer

Rekordzeit von nur zwei Wochen mit

20 Oktober 2008

FOTOS: L. SEIBERT

Politiker im Blaumann

Ein Politiker in Sicherheitsschuhen und

Blaumann bietet ein eher ungewohntes

Bild, doch in Saarlouis war genau dies zu

sehen: Eine Nacht- und eine Frühschicht

lang arbeitete Heiko Maas, Landesvorsitzender

der SPD, im FCSD-Center mit.

Zusammen mit Arthur Greiner, Inspektor

im Prüfstand, kontrollierte der Politiker

während der zwei Schichten die frisch

montierten Anhängerkupplungen der

Ford-Fahrzeuge.

Greiner war sehr zufrieden mit seinem

„Lehrling“: „Er hat wirklich gut mitgearbeitet.“

Maas wollte mit seiner Mitarbeit

bei Ford dokumentieren, wie wichtig die

Industrie für das Saarland ist.

Bevor Maas jedoch an die Hebebühne

durfte, standen die regulären Vorbereitungen

an: Er erhielt einen Werkausweis,

stattete dem Gesundheitsdienst einen

Besuch ab, erhielt eine Sicherheitseinweisung

und wurde an seinem Arbeitsplatz

– dem FCSD Center – eingearbeitet.

Dort ist man auch auf Mitarbeiter mit

speziellen physischen Anforderungen

eingerichtet. Der SPDler, der selber einen

Bandscheibenvorfall erlitten hatte, fand

das Arbeiten an der höhenverstellbaren

Bühne angenehm: „Es ist super, dass

es so etwas gibt“, so Maas. Auch die

Schichtarbeit war für den Politiker eine

„besondere Erfahrung“. Ein Arbeitstag

von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens

war für den Landesvorsitzenden der SPD

Neuland.

Bei beiden Schichten gab Maas in der

Kaffeepause seinen Einstand und suchte

stets das Gespräch mit den Fordlern.

Besonders beim Werkschutz erhielt der

Politiker für viel Aufmerksamkeit: genau

dort hatte sein Vater, Ferdinand Maas,

früher gearbeitet.

Auch die Presse war an Maas Tätigkeit

sehr interessiert, und Journalisten

erschienen zahlreich im Werk.

Qualität und Effi zienz gesteigert

jeweils vier Robotern der Firma DÜRR

ausgestattet. Nach einer weiteren

Woche, in der zahlreiche Funktionstests

durchgeführt wurden, nahmen

die Anlagen bereits ihre Arbeit auf.

Die in Saarlouis lackierten Ford-Karossen

der Modellreihen Ford Focus,

C-MAX und Kuga erstrahlen mit einer

Auswahl von 14 verschiedenen Trendund

Klassikfarben.


Ein Hammer,

zwei Werke

Wie der Röderberg für einen Ford Pensionär

zum Schicksalsberg wurde.

Den Wandel der Bestimmung von Orten hat

Herbert Käfer hautnah und drastisch erlebt. Im

Jahr 1944 wurde der Ford-Pensionär, damals

14-jährig, von der Wehrmacht dienstverpfl ichtet

und musste helfen, am Röderberg in Saarlouis

Panzergräben und Gefechtsstellungen

zu errichten. Eine lebensgefährliche Aufgabe,

denn dabei liefen bereits die amerikanischen

Luftangriffe auf die Region. Es ging um die

letzten Versuche der Nationalsozialisten, die

Alliierten aufzuhalten und die endgültige Kapitulation

im zweiten Weltkrieg zu verhindern.

Ein verzweifeltes und nutzloses Unterfangen.

Doch auf Niederlage und Zerstörung folgte der

Wiederaufbau, aus den Feinden des zweiten

Weltkrieges wurden Freunde und Geschäftspartner.

Denn genau an der Stelle am Röderberg

begann Käfer 1966, 22 Jahre später, als

Bauingenieur und Architekt die Ford-Werke

am Standort Saarlouis hochzuziehen: „Der

Röderberg ist mein Schicksalsberg“, so sagt

der heute 78-Jährige.

Er war am 1. Oktober `66 eingestellt worden,

14 Tage nach der Grundsteinlegung. Von

der Urkunde, die in Halle C eingemauert ist,

hat Käfer eine Dia-Aufnahme. „Dieses Werk

soll dazu beitragen, die Wirtschaftskraft des

Saarlandes zu stärken und neue Arbeitskräfte

Herbert Käfer genießt

seinen Ruhestand in

Verbundenheit zu Ford

an der Saar zu schaffen“, heißt es dort. Das

ist bekanntermaßen äußerst erfolgreich und

nachhaltig gelungen. Die Basis dafür legten

Ford-Generaldirektor Robert G. Layton und

Franz Josef Röder, Ministerpräsident des

Saarlandes, mit drei Hammerschlägen. Und

zwar mit demselben Hammer, den auch Henry

Ford I. und Konrad Adenauer 1930 in Köln zur

Grundsteinlegung benutzt hatten.

Ab 1966 arbeitete Herbert Käfer mit fünf

weiteren Bauingenieuren an der Errichtung

des Werkes. „Die kamen allerdings aus Köln,

ich war der allererste, echte Saarländer hier

vor Ort.“ Die Gruppe war bei Ford Europa

angestellt, vertrat das Unternehmen als

Bauherr und überwachte und koordinierte die

gesamten Bauarbeiten. Ihr Büro war in einer

Baracke im Bereich des heutigen Parkplatz

West untergebracht. Der Bau, den die Firma

Hochtief als Generalunternehmer durchführte,

verlief bis auf einen Vorfall reibungslos:

Im Juli 1968 fegte ein Wirbelsturm über den

Röderberg, zerstörte die Bauleiterbaracke und

fegte Außenabdeckungen der neuen Hallen

hinweg. Vielleicht ein Ereignis zur rechten Zeit:

„daraufhin haben wir sämtliche Anlagen noch

einmal auf Sturmsicherheit hin überprüft und

wo nötig die Verankerungen verstärkt“, erzählt

der Ford-Pensionär.

Nach Abschluss der Bauarbeiten lief am 16

Januar 1970 der erste Ford Escort in Saarlouis

vom Band, im Juni weihte Henry Ford II. das

Werk offi ziell ein. Käfer wechselte in die

Werktechnik, blieb zuständig für sämtliche

Baumaßnahmen am Standort mit Ausnahme

von Presswerk und Karosseriebau und

außerdem für Organisation und Abwicklung

der Entsorgung. 1986 wurde er pensioniert,

ist jedoch bis heute seinem Arbeitgeber in

Dankbarkeit verbunden: „Die Betreuung und

Versorgung von Ford ist einmalig, und auch

der Pensionärsverein und der fordreport tragen

zur Verbundenheit bei.“

Oktober 2008 21


fordreport

MARKETING

Infos

für den Außendienst

Über 160 Ford-Außendienst-Mitarbeiter fanden sich im Ford-

Werk Niehl ein: Bei einer Sonderveranstaltung zur Einführung des

neuen Ford Fiesta bereiteten Jürgen Stackmann, Geschäftsführer

Marketing und Verkauf, und sein Führungsteam die Mitarbeiter des

Fahrzeugverkaufs und Vertreter des Service- und Teilebereichs

intensiv auf die Markteinführung des neuen Kleinwagens vor.

Ford wächst in Deutschland, und wir

sind dabei!“, so Stackmann in seiner

Eröffnung. „Wir haben vor, diese Marke

wieder zu dem zu machen, was sie

sein kann: nämlich eine wirklich große

deutsche Volumenmarke. Der Fiesta

bietet das Potenzial für Wachstum für

die Marke, denn wir wollen mit dem

Fahrzeug nicht nur mehr verkaufen,

sondern auch deutlich mehr verdienen

als in der Vergangenheit. Und der

Wagen bringt alles mit an Zutaten, um

neue Kunden anzusprechen.“

Auch Karl Anton, Fertigungsleiter in

Niehl, und Jörg Beyer, Chefi ngenieur,

sprachen vor den Außendienstlern.

Anton erläuterte die Rahmenbedingungen

und Vorbereitungen im Werk

zur Fiesta-Produktion, und sein Kollege

gab Einblicke in die Entwicklung des

Fahrzeugs.

Am Folgetag vermittelten Ford-Ingenieure

und Trainer den Außendienstmitarbeitern

in einer eigens aufgebauten

Zeltstadt in Niehl an acht Stationen

Hintergrund-Wissen über den neuen

Fiesta. Sie stellten unter anderem seine

Vorzüge gegenüber Fahrzeugen von

Wettbewerbern heraus und erklärten

technische Details. „Uns wird tiefes

22 Oktober 2008

Auch Flottenrepräsentatin

Dorothee Bouvier machte

sich in Niehl mit dem Fiesta

vertraut

FOTOS: M. VERDCHEVAL

Zonenmanager Stefan

Trompeter testete den

neuen Fiesta

Produktionswissen mit Ingenieurshintergrund,

Konkurrenzanalysen, Produktvergleiche,

Ausstattungsvarianten,

technische Innovationen – einfach jede

Menge – vermittelt“, fasste Zonenmanager

Stefan Trompeter die Veranstaltungsinhalte

zusammen. Für ihn

waren die zwei Schulungstage „sehr

abwechslungsreich und gelungen“.

Dieser Meinung schloss sich auch

Flottenrepräsentantin Dorothee Bouvier

an. „Hier haben wir die Möglichkeit, den

Fiesta mit den direkten Wettbewerbern

zu vergleichen.“ Und ihre Arbeitsgruppe

hatte schon einige positive Aspekte

des neuen Fiesta auf ihrer Liste stehen:

„Die neue elektrische Lenkung, die Geräuschkulisse

im Auto hat sich sehr gut

entwickelt, das Design ist wirklich ansprechend,

der CO2-Ausstoß ist gering

…“, bilanzierte die Mitarbeiterin.

Nicht nur nach den positiven Reaktionen

der Außendienst-Mitarbeiter

rechnet auch Wolfgang Booms,

Verkaufsdirektor von Ford Deutschland,

zum offi ziellen Verkaufsstart des

neuen Fiesta am 11. Oktober mit viel

Begeisterung bei den Kunden. „Ich

bin fest davon überzeugt, wir bauen

seit diesem Sommer das beste Auto

in dieser Klasse. Nächstes Jahr sollen

es viele zehntausende Einheiten Fiesta

im Verkauf werden. Das haben wir uns

fest vorgenommen. Wir haben nicht nur

Faszination im Design innen wie außen,

sondern auch eine tolle Qualität. Und

ich glaube, wir werden einen überzeugten

und begeisterten Außendienst

draußen erleben.“


Ein Stückchen

Liebe für alle

Die folgend geschilderte Aktion könnte von

dem Verpackungskünstler Christo inspiriert

worden sein. Der hatte 1994 nach kontroverser

Diskussion das imposante Gebäude

des Berliner Reichstages mit riesigen,

stoffartigen Planen verhüllen lassen.

In Köln wurde im Sommer der Karossenturm

am Rheinufer zum Träger der Launch-Botschaft

für den neuen Ford Fiesta: Er entsteht

in einer „Love-Factory“, in einer Fabrik, in

Auszeichnung für hohe Kundenzufriedenheit

Den „Ford Chairman‘s Award 2007“

für den Bereich Verkauf erhielt das

„Kroymans Autohaus“ in Leverkusen.

Der Ford-Regionalleiter West

Fahrzeugverkäufe, Ingo Sieger,

überreichte dem Geschäftsführer

Andreas Vierzefski die schwarz-goldene

Trophäe. „Wir freuen uns sehr

über diese Auszeichnung, denn wir

sehen sie als Bestätigung unserer

Bemühungen, unseren Kunden täglich

die bestmögliche Dienstleistung

anzubieten“, so Andreas Vierzefski.

Der Chairman‘s Award ist die bedeutendste

Auszeichnung die Ford

in Europa in den Bereichen Fahrzeugverkauf

und Service vergibt. Im

Bereich Verkauf werden die besten

20 Händler mit dieser Auszeichnung

geehrt. Das wichtigste Bewertungskriterium

ist ein guter Kundenmeinungsspiegel.

„Den Chairman‘s

Award gewinnen nur die Ford-Händ-

ler, deren Mitarbeiter diese Kriterien

der Kundenzufriedenheit nicht nur

ausführen, sondern leben“, äußerte

sich Sieger zu den Siegeschancen

eines Autohauses.

Insgesamt gibt es 18 Kroymans Autohäuser

in ganz Deutschland. Getreu

ihrem Motto „More than cars“

(„mehr als Autos“) engagiert sich

die Autohauskette für verschiedene

Projekte. In München sponserten sie

das „Lilalu-Festival“, wo Kinder während

den Sommerferien in die bunte

Welt des Zirkus eingeführt werden.

Auch in punkto Kundenzufriedenheit

will sich das Autohaus nicht auf

seinen Lorbeeren ausruhen: „Wir

haben bereits unsere Bewerbung

für den Chairman‘s Award 2008

abgeschickt und werden weiterhin

unser Bestes geben“, so Andreas

Vierzefski, „wir wissen: die Konkurrenz

schläft nicht“.

der die Mitarbeiter mit Leidenschaft Autos

bauen. Die Aktion ist Teil einer umfassenden

PR-Kampagne rund um das Thema „Liebe“.

Der Turm wurde – ähnlich wie der Reichstag

– mit riesigen Planen verkleidet, die in fröhlichen

Farben und Formen die Kampagne

kommunizierten. Nach „Job 1“ und Entfernen

der riesigen Planen bedankte sich Karl

Anton, Leiter der Fertigung Niehl, mit einer

kleinen, originellen Erinnerung bei seinen

Mitarbeitern für den erfolgreichen Produktanlauf:

Mitarbeiter des Integrationsteams

schnitten in Handarbeit den Stoff in handliche

Rechtecke von 13 mal 19 Zentimetern.

Darauf wurden Aufkleber mit der Limitierungsnummer,

einem Dankeschön und der

Unterschrift von Karl Anton und Jörg Beyer,

Chefi ngenieur der Carline, angebracht. Alle

FN-Mitarbeiter erhielten ein Exemplar, zusammen

mit einem Schlüsselanhänger.

FOTOS: K-H. SCHAUN

Oktober 2008 23


fordreport

VERMISCHTES / RÄTSEL

Unter´m Hammer

Die Zahlen jagen sich: „82 – die

17. 84 – die zwölf. 86 – die 32. 88die

17. 90 – die zwölf.“ Dazu weist

Auktionator Robert Hinz auf den

letzten Bieter. Schließlich lässt er

den Hammer fallen. Für genau 100

Euro geht der Laptop an die Nummer

zwölf.

Durch die Versteigerung von

Schrott-Teilen und gebrauchten

Gegenständen aus Ford-Beständen

an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

hat jeder die Chance, an ein

„Objekt des Begehrens“ heranzukommen.

Sofern er oder sie bereit

ist, samstags früh aufzustehen.

Bereits um acht Uhr werden Interessenten

registriert. Sie erhalten

eine Nummer, und schon geht es

los. Unter den Hammer kommen in

erster Linie elektronische Geräte:

Die genannten Laptops, Autoradios,

Navigationssysteme, aber

auch Fernseher, Lampen oder

Waschmaschinen. Weitere Möbel

sind im Angebot, sogar komplette

Küchen. Nach Bekanntgabe des

24 Oktober 2008

Mindestgebotes wird in zwei Euro-

Schritten gesteigert, liegt der Einstiegspreis

bei 50 Euro und mehr,

in fünf Euro-Schritten.

Wichtig ist, sich die Sachen vorher

bei einem der Besichtigungstermine

genau anzusehen und

sich die Artikelnummer zu merken.

Denn die Versteigerung läuft

„blind“, da viel zu viel im Angebot

ist, um jedes Stück erneut präsentieren

zu können.

Gleich wenn der Hammer gefallen

ist, muss bar bezahlt werden.

Größere, schwerere Gegenstände

können gelagert und später

abgeholt werden. Die Stimmung

ist übrigens prächtig, hier zeigen

sich Temperamente. „Wir nehmen

auch gerne noch Vorschläge zum

Prozess entgegen“, meint Peter

Wohlfeld, Leiter der Halle S, die für

die Schrottverwertung zuständig

ist. Der Erlös kommt der Sozialkasse

der FOVERUKA zugute.

Die nächsten Termine werden

rechtzeitig bekannt gegeben.

FOTO: M. VERDCHEVAL

Rätselinfos

Einsendeschluss für die Lösung

des Kreuzworträtsels und des

“Such & Find”-Fotos ist der

31. Oktober 2008.

Bitte schicken Sie die

Lösungsworte an:

fordreport

Ford-Werke GmbH, 50725 Köln

oder

report2@ford.com

NH/5R – Rätsel

oder

NH/5R – Such & Find

(Bitte geben Sie Ihre

Postadresse an!)

Dieses Mal verlosen wir unter

den Einsendern des richtigen

Lösungswortes des Kreuzworträtsels

zehn Mal einen Lorry Bag

„Eco“, eine Lkw-Planen Tasche.

Dem Gewinner des Such & Find-

Bilderquiz winkt ein Rucksack

„Kurier Eco“ aus Lkw.

Wir wünschen viel

Erfolg!

Die Gewinner des Kreuzworträtsels

in der Juli/August Ausgabe

mit dem Lösungswort „Hot

Magenta“: Angelika Neumann,

Ingrid Nolzinski, Marianne Marx,

Marga Patzwald, Thomas Dalke,

Rosemarie Wernecke, Manfred

Alexander, Klaus Brensing, Karl

Theis und Meike Waltener.

Der Gewinner des Such & Find-

Bilderrätsels in der Juni-Ausgabe:

Dominik Barber. Gezeigt wurde

die Brücke zwischen A und G

Halle, Telefonzellen darunter.

Wir gratulieren recht

herzlich!


Oktober 2008 25


26

fordreport

VERMISCHTES/RÄTSEL

VE VERM RM RMIS IS ISCH CH C TE TES/ S/ S/RÄ RÄ RÄTS TS TSEL EL E

Ein frischer Wind

weht im Kanal

Im Klima-Windkanal Merkenich können Autos künftig bei Windgeschwindigkeiten

von bis zu 230 Stundenkilometern getestet werden.

Beim aufwändigen Umbau des Kanals wurden unter anderem zwei

Antriebsmotoren erneuert – und auch einige „Überraschungen“

warteten auf das Umbau-Team.

Ein Ford C-MAX steht verlassen in einer Art

Tunnel. Die Hinterräder sind festgeschnallt.

Plötzlich hört man ein Brummen, und in

unmittelbarer Nähe setzt sich ein Rotor in

Bewegung. Der Durchmesser des gigantischen

Propellers beträgt 4,80 Meter. Er dreht

sich zum Schluss mit 600 Umdrehungen pro

Minute und erzeugt dabei mächtig viel Wind.

„Wir machen für Sie den Wind sichtbar“, sagt

Michael Steup, Ingenieur im Klima-Windkanal

in Merkenich. Er deutet dabei auf eine grüne

Anzeige, welche die Windgeschwindigkeit

misst. Innerhalb von nicht einmal 20 Sekunden

ist die Zahl von null auf 230 Stundenkilometer

geschnellt. In den Gesichtern sieht man

Staunen.

Voller Stolz demonstrierte das Klima-Windkanal-Team

die Erneuerungen nach dem Umbau,

der rund vier Monate dauerte. Bei einer

Feierstunde wurden die Teamleistung und die

nagelneuen Errungenschaften gewürdigt.

Beim Umbau arbeitete ein 40-köpfi ges Experten-Team

Hand in Hand. Die Firma EDAG sowie

Fordler aus den Bereichen Instandhaltung,

Klimawindkanal, PD Factory und Arbeitssicherheit

realisierten den Umbau. Die Ford

Werksfeuerwehr half bei Schweißarbeiten.

„Der Windkanal hätte damals jeden Tag ausfallen

können, jetzt funktioniert er super und

ist viel leistungsfähiger als vorher“, berichtet

Dr. Franz-Josef Laermann, Executive Director

Oktober 2008

der europäischen Produktentwicklung. Die

alte Technik des Windkanals hatte 33 Jahre

lang ihren Dienst getan. Grund des Umbaus

waren Schäden am Antriebsmotor des Gebläses.

Diese waren irreparabel und sorgten

für einzelne Ausfälle. „So einen Motor spontan

neu bestellen zu müssen, bringt eine Wartezeit

von sechs bis zwölf Monaten mit sich“, so

Steup, „dieser Wartezeit sind wir bewusst aus

dem Weg gegangen und haben den alten

Antriebsmotor nicht spontan, sondern geplant

gewechselt“. Ein weiterer Grund für den Umbau

war das Limit in Bezug auf die Windgeschwindigkeit

mit höchstens 200 Stundenkilometern.

„Die Autos fahren heute schneller als

in den 70gern, und deswegen ist es wichtig,

die Wagen auch bei höheren Geschwindigkeiten

testen zu können“, so Maxim Bierbach,

auch Ingenieur im Windkanal.

Bei den Umbauarbeiten mussten technische

Komponenten erneuert werden. Der Antriebsmotor

für das Gebläse wurde ausgetauscht,

sowie der Antriebsmotor für den „Dyno“ – dieser

simuliert im Windkanal die Straße auf der

das Auto fährt. Der Rollenprüfstand für diese

„Straße“ wurde neu gelagert. Und der Dyno

wurde neu beschichtet, damit er griffi ger ist.

Ebenfalls erneuert wurde die Leistungselektronik

sowie das Leitsystem. „Das Leitsystem

ist das Gehirn des Windkanals“, so Steup „hier

kontrolliert man, wie schnell der Wind sein soll

oder wie warm“. Dieses System gibt erheblich

mehr Rückmeldungen als das vorige und erlaubt

so mehr Übersicht über wichtige Daten.

Den Transformator hat das Expertenteam

auch ausgetauscht. Dieser wandelt die elektrische

Spannung um, weil die Spannung aus

dem Netz 6.000 Volt beträgt, der Windkanal

aber eine Spannung von 690 Volt benötigt.

Als besonders herausfordernd erwies sich

der Ausbau des Dyno-Motors: Diese Anlage

befi ndet sich im Keller, von dem eine Luke

herausführt. Der Motor war nur geringfügig

kleiner als die Öffnung. Dies bedeutete für das

Team echte „Millimeter-Arbeit“, als der Motor

aus dem Kellerraum herausgehoben werden

musste. Bei den Umbauarbeiten kamen außerdem

zwei Überraschungen ans Tageslicht:

In den Kabelschächten hatte sich Ungeziefer

über die Isolationen von einigen Kabeln hergemacht

und die so genannten „Nasenstreben“

– diese gehören zur Antriebsmaschine des

Gebläses – waren durch Kondenswasser

verrostet. Vorbeugend wurde der Bereich

isoliert. Mit mehr Leistung bei beiden Motoren

und einem verbesserten Leitsystem können

die Fordler nun wieder prüfen, wie sich klimatische

Bedingungen auf die Autos auswirken

– ob Sonne, Regen oder Wind.

V.l.n.r.: Maxim Bierbach, Projektmanagement Windkanal, Dirk Schmitz, Leiter

Windkanäle, Michael Schulz, Michael Hahn, Julian Bartz (alle EDAG), Michael

Steup, Projektleiter Windkanal, Manfred Hohmann, EDAG

FOTOS: L. STEIN


34

fordreport

NIEHL / KÖLN

Gewaltprävention und

Zivilcourage

„Fühlen Sie sich immer wohl, wenn Sie

durch Köln gehen? Haben Sie nachts in der

Straßenbahn ein mulmiges Gefühl? Und was

tun Sie, wenn in Ihrer unmittelbaren Umgebung

Gewalt ausgeübt wird?“ Mit solchen

Oktober 2008

FOTO: K-H.SCHAUN

Frage eröffneten die Kriminalhauptkommissare

Wolfgang Hudziak und Elke von Ooyen ein

Seminar zum Thema „Gewaltprävention und

Zivilcourage“. Es fand im Rahmen des „Worklife-Balance“-Programms

im Bildungszentrum

Fordler stellen sich quer

gegen Rassismus

Die Demonstration gegen die „Anti-Islam-

Konferenz“ des rechtslastigen Vereins „Pro

Köln“ war ein viel beachtetes Zeichen dafür,

dass in der Domstadt ein Geist des Respektes,

der Toleranz und der Freundschaft

unter den verschiedenen, hier lebenden

Nationalitäten herrscht. Rund 500 Ford-Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter waren dabei,

organisiert von der IG Metall. 50 Fordler

stellten im Ordnerdienst einen reibungslosen

Verlauf der Demo sicher.

Thomas Freels würdigte in einer kurzen

Rede die Leistung der ausländischen

Kolleginnen und Kollegen. „Ohne sie wäre

Ford in Deutschland nie zu dem geworden,

was es heute ist, der wichtigste Arbeitgeber

unserer Stadt.“

Besonders freute den Geschäftsführer des

Betriebsrates die schöne Volksfeststimmung

– und dass das einmalige Ereignis

auch international große Anerkennung

fand – in ganz Europa bis hinein in den

arabischen Raum.

von Ford statt. Die Polizisten aus dem Kriminalkommissariat

„Vorbeugung“ sensibilisierten

35 Mitarbeiter aus den Bereichen Materialplanung

und Logistik (MP&L) und Finanz für das

Thema. Anhand konkreter Situationen sollten

die Teilnehmer Kompetenz für den Umgang

mit Gewalt im öffentlichen Raum erwerben

und wurden mit vorbeugendem Verhalten

vertraut gemacht. „Die Nachfrage war riesig,

diese Kurse fi nden normalerweise an der

Volkshochschule statt, und wir sind froh, das

nun direkt bei Ford anbieten zu können“, so

Axel Reschke, Initiator des Kurses und bei

MP&L Programm-Manager für Kleinwagen.

Gefühle und Körpersprache im Zusammenhang

mit der Wahrnehmung von Gewalt

wurden im Verlauf des Programms ausführlich

diskutiert. Was passiert, wenn sich Personen

bedroht fühlen? Erhöhter Blutdruck, zitternde

Hände, zugeschnürte Kehle oder ein Schweißausbruch

sind körperliche Signale, auf die

Betroffene durchaus hören sollten, um „im

Falle eines Falles“ umsichtig zu handeln.

Wie sieht die Körpersprache des Täters

und des Opfers aus? Typische Situationen

wurden in kleinen Rollenspielen vorgestellt

und analysiert.

Ganz wichtig ist es, bei gefühlter Bedrohung

andere Menschen in der Umgebung

einzubeziehen und Öffentlichkeit herzustellen.

Da das Angebot auf großes Interesse stieß,

soll es nächstes Jahr erneut ein Seminar zum

Thema geben.

FOTO: F. WEIHS


Kölner Know-How

international gefragt

Der Werkzeugbau in Köln genießt in der gesamten Ford-Welt einen ausgezeichneten Ruf.

„Und Sie tragen dazu bei, diesen Ruf auszubauen“,

verabschiedete Paul Weissenberg,

Leiter des Werkzeugbaus, eine Gruppe von

20 Mitarbeitern, die für einige Monate nach

Argentinien gehen. Dort werden sie im Werk

Pacheco acht Werkzeugsätze für Bodenbleche

und Seitenwände zur Produktionsreife

bringen. Im Ford-Standort nahe der Hauptstadt

Buenos Aires wird anschließend der

Ford Focus Vier- und Fünftürer im neuen Design

gebaut. „Der Auftrag aus Argentinien freut

uns sehr, denn er dient unserer Standortsicherung.

Er folgt der Strategie „One Ford“, also

ein Produkt in verschiedenen Ford Standorten

Auch das noch

Den zweiten Platz beim „my life mediabeach-cup

2008“ belegte das Team „Blue-

Attack“ („Blauer Angriff“): Die Gruppe aus

Ford-Mitarbeitern spielte sich in der „Playa

in Cologne Beachsportanlage“ bis ins

Finale. Dabei ließen Blue-Attack 26 gegnerische

Mannschaften – unter anderem

von Toyota und Citroen – hinter sich. Als

Vorbereitung auf das Beachvolleyball-Turnier

trainierte das Team wöchentlich.

Jeweils fünf Spieler traten gegeneinander

an, wobei mindestens zwei Frauen dabei

sein mussten. Bereits im vorigen Jahr sicherte

sich die Mannschaft mit dem dritten

Rang einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Und nächstes Jahr will es Blue-Attack

noch eine Stufe höher schaffen: auf

den ersten Platz.

Staatssekretär Dr. Michael Stückradt

vom NRW-Ministerium für Innovation,

Wissenschaft, Forschung und Technologie

besuchte das Ford Produktentwicklungs-

der Welt zu bauen“, so Weissenberg. Werkzeugsätze

für den Focus lieferte der Werkzeugbau

Köln auch für Saarlouis, Valencia und

demnächst auch für Sankt Petersburg. Zunächst

wurden die bis zu 45 Tonnen schweren

Werkzeuge in Köln konstruiert, gebaut und

getestet. Anschließend verpackten Spezialfi rmen

die massiven Komponenten, um sie nach

Übersee zu verschicken. Nicht unerheblich ist

der bürokratische Aufwand mit dem Zoll, um

die Werkzeuge in das südamerikanische Land

zu importieren.

Die Mitarbeiter, die nach Argentinien gehen,

wurden mit Unterstützung der Personalabtei-

zentrum in Merkenich. In einem Gespräch

mit Professor Rudolf Menne, Direktor im

Entwicklungszentrum und auch zuständig

für Regierungsangelegenheiten, wurden

Wege für eine Zusammenarbeit zwischen

Ford und der Landesregierung erörtert und

Möglichkeiten zur Innovationsförderung auf

dem Automobilsektor besprochen.

Stückradt war beeindruckt von der Innovationskraft

des Hauses Ford und den Möglichkeiten,

die sich durch das Merkenicher

Entwicklungszentrum sowie das Ford

Forschungszentrum Aachen ergeben.

Es wurde vereinbart, unter der Schirmherrschaft

des Ministeriums eine Veranstaltung

mit Ford und der Industrie- und Handelskammer

in Köln durchzuführen, um neue

Wege für gemeinsame Forschungs- und

Innovationsthemen zu diskutieren.

In Würdigung seiner Lehrtätigkeit

wurde Dr. Horst Schulte, Chefi ngenieur im

Ford Forschungszentrum Aachen (FFA), an

FOTO: L. STEIN

lung auf ihre Mission vorbereitet. Heinz-Peter

Schepputat und Hinda Maiwald von HR hatten

zu diesem Zweck für eine Fragestunde viele

Antworten vorbereitet: etwa, wie man am billigsten

mit der Heimat telefoniert, was im Falle

einer Krankheit zu tun ist und wie die Versorgung

mit Bargeld aussieht. Nach der Abreise

sorgt Produktionsleiter Markus Perkovic für

die fachliche Anbindung ans Heimatwerk.

Wenn es um Persönliches geht, wird Sandra

Hildebrandt als Verbindungsfrau tätig, die sich

vorab – in Zusammenarbeit mit dem Argentinischen

Konsulat – um die Visaerstellung

gekümmert hat.

der Rheinisch Westfälischen Technischen

Hochschule (RWTH) Aachen zum Honorarprofessor

ernannt. Professor Schulte hält

eine Vorlesung zum Thema „Der industrielle

Entwicklungsprozess von Pkw-Antriebssystemen“

bei welcher er praxisnah die

industrielle Denk- und Arbeitsweise und

die notwendigen Ingenieurswerkzeuge

vorstellt.

Schulte leitete im FFA zunächst die

Abteilung Dieselmotoren-Forschung. Im

Jahr 2000 übernahm er eine Geschäftsführerposition

und wurde vier Jahre später

zum Chefi ngenieur für die Antriebssystem

Forschung und Vorentwicklung ernannt.

Innerhalb seines Bereichs wurden wesentliche

neue Motorenkonzepte entwickelt, die

erfolgreich in der Serie eingeführt worden

sind oder in den nächsten Jahren eingeführt

werden. Dazu gehören beispielsweise

die V6- und V8-Dieselmotoren oder

der neue direkteinspritzende 3-Zylinder

Ottomotor.

Oktober 2008 35

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