Jahreszeiten-Träume

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Machen Sie einen Rundgang durch die Jahreszeiten vom Frühling bis zum Winter. Lassen Sie sich von Bildern, Gedichten und Text inspirieren. Eindenken in Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit Weihnachten und Silvester. Entdecken Sie Erinnerungen, lassen Sie Freude in Ihrem Herzen aufkommen. Der Verlag Buch-Juwel hat die Jahreszeiten-Träume zum freien Lesen eingestellt. Lyrisch und teils mit Foto unterlegt.

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Autor: Georg Hainer

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Jahreszeiten-Träume

Ein ständiges Werden und Vergehen

In Gedichten, Text und Bildern

Georg Hainer

Verlag Buch-JuWel


Ende Februar Ginsberger Heide/ Giller, Siegerland.

Im April im Alten Land, Kirschblüte.


Noch Winter

Fast vergangen ist der Schnee,

doch Regen ist jetzt da, oh weh,

die Katzen ham sich schnell verzogen,

Mäuse sausen hin auf Blätter-Booten,

der Mensch, der denkt und weiß nicht recht,

aber Frühling bald, der wär' nicht schlecht.

Wenn ab Februar die Sonne scheint,

ist der Sommer nicht mehr weit.

Frühling kommt

Übers Land ein warmer Windhauch zieht,

manch Wiese noch im weißen Kleid,

wie jetzt der Schnee davonne stiebt:

es beginnt die Märzenzeit.

Schneeglöckchen zeigen sich mit Blüten weiß,

bunter Krokus blühet nun schon bald,

die Kält verzieht sich ganz, ganz leis,

Vogelruf dringt aus dem Wald.

Was die Schöpfung doch so alles macht,

Natur, sie zeigt sich immer wieder neu,

oft blüht und grünt es über Nacht,

auf dass Mensch und Tier sich freu!


Frühlingsfee ist da

Des Winters Eis und Schnee,

und dunkler Tage Wolkenreich

zusammenfällt sogleich,

wenn sie kommt, die Frühlingsfee.

Lässt bunte Blumen sprießen,

Schneeglock' und die Krokus blüh'n,

ihre Farbigkeit versprüh'n,

dass die Menschen es genießen.

Die Luft sie wärmt sich munter auf,

man genießt das Wandern,

allein, gemeinsam auch mit andern,

das alles liegt am Sonnenlauf.

Morgens schon die Vöglein singen,

Knospen an so manchem Ast,

befreit nun von den Schnees Last,

„alles Frühling" hört man's klingen.

Wenn die Bäche wieder fröhlich sprudeln, die Natur

aus ihrem Winterschlaf erwacht und sich hier und da

Buntes aus dem Boden, aus den Wiesen reckt und

die Sonne schon wärmt, ist es eine Lust, in Wald und

Flur unterwegs zu sein. Bald schon kommt das

Osterfest.


Von den Häschen lernen

Kind schau dir an genau das Buch,

Häschen siehst du dann genug,

wie sie springen und auch tollen,

gern an Mutters Schürze kommen.

Zum Lernen in der Schul' sie sind

wie genau auch du mein Kind,

damit von Grün und Möhren sie erfahren,

Wissen sammeln für die spät’ren Jahre.

Vorlaut, schludrig, ungezogen?

Dann der Hasenlehrer ist bewogen,

dir’s in die Löffel laut zu sagen:

Man hat wohl sich zu betragen!

Den Fuchs und Jäger musst du kennen,

um Haken schlagend schnell zu rennen,

auch das ist’s, was im Leben zählt,

denn neben Gutem ist manch Böses in der Welt.

Schau Dir die Häschenschule an,

ab und zu und dann und wann,

so ist’s im Alltag nun mal eben,

nimm’s Dir zu Herzen für Dein Leben.

Ostern ist ein großes Fest, ein Frühlingsfest, fest

eingebunden in den Jahreslauf. Für die Christen gilt

es als das größte Fest. Hasen und bunte Eier

gehören seit Jahrhunderten dazu.


Die Osterlämmchen sind da. Im Breisgau.

Maispaziergang im Grünen, in Siegen.


Des Maien bunte Freude

Der Mai will uns nun grüßen

mit seiner grünen Welt,

uns das Leben so versüßen,

damit es uns gefällt.

So gelb strahlt dort der Ginsterbusch

erfreuen uns die Birken,

doch vorbei geht’s bald mit einem Husch,

das frühlingsreiche Wirken.

Weiß an Weiß im Schlehenstrauch,

der Tulpen Rot und Gelb,

und strahlend weiß die Kirschen auch,

welch eine wunderbare Welt.

Vergänglich ist der Frühlingsblüte Traum,

der Sommer naht mit Macht,

der Mai ein blühend süßer Schaum,

das Herze springt und lacht.

Der Mai wird froh begrüßt. Der 1. Mai gilt auch als

„Tag der Arbeit“, obwohl an diesem Tag frei ist. Aber

es gibt so viele Maifeiern, den „Tanz in den Mai“, die

alten Lieder wie „Der Mai ist gekommen“, den

Maikäfer, der früher oft „gesammelt“ wurde. Da sind

auch das Maiengrün und die Mai-Bowle sowie der

Spruch „Wie schön der Maien war, sieht man dann

im Februar“, was sich auf die Geburtenrate bezog,

und so vieles, vieles mehr.


Besuch am 1. Mai

Der 1. Mai im Hessenland

mit Freunden, die so lang bekannt,

den blühend' Garten auch erkundet,

wobei die Zeit sich flugs verstundet.

Der Maiausflug zu früh'rer Zeit,

Wald und Grün jetzt weit und breit,

der Weg, er war oft äußerst lang,

doch am Ziel ein Maikonzert erklang.

Im Gastbetrieb war's dann gemütlich,

mit Speis' und Trank tat man sich gütlich.

Ein Tänzchen mal, ja bitte sehr,

uns Männern reichte eins – nicht mehr.

Ein stimmungsvoller Nachmittag,

der jetzt in den letzten Zügen lag.

Irgendwann trat man den Heimweg an,

oh verflixt, der war nun leider wieder lang.

Erzählet von so vielen Sachen,

mal sehr ernst und mal zum Lachen,

bei Kaffee und bei Kuchen fein,

ja, so kann ein 1. Mai doch sein.


Sommerahnung

Maiengrün

Legt dem Wald

Neue Kleider an.

Beglückt.

Sonnenstrahl

Erhellt das Gemüt

Zum Gedankenpflücken.

Erfreut.

Himmelsblau

Bläut das Land

Die Sinne zu erwärmen.

Sommernd. Bald.

Oh ja, wie Licht und Sonne doch Glücksbringer sind.

Die Natur kann das. Sie steuert unsere Hormone,

setzt so genannte Glückshormone frei. Bei den

meisten Menschen ist es so: Wenn die Sonne

scheint, oder es viel Licht gibt, fühlen sie sich

psychisch besser. Man ist „besser drauf“ als bei

Nebel und Dunkelheit. Wie die Jahreszeiten selbst,

sind diese Eigenschaften ein Wunder der Natur, die

unser Empfinden und unsere Empfindlichkeit steuern

können. Dieses große Ganze zeigt fern vielfältigen

Wissens das Geheimnis allen Lebens auf.


An Pfingsten

Zu Pfingsten 12, so sei’s geschrieben,

die Sonne ist uns treu geblieben,

blauer Himmel schon am Morgen,

vertreibet auch die letzten Sorgen.

Es grünt und blühet überall,

ein naturgegeb'ner Farbenschwall,

durch die Gärten ziehet Schwenk-Grill-Duft,

draußen atmet sommerliche Luft.

Frühmorgens tausend Vögel singen,

bringen Aufstehstund' zum Klingen,

meist im Spiel ist Liebeswerben,

damit aus Amseln, Staren Pärchen werden.

Zum Pfingstfest fromm Gedanken auch,

so ist es alt-gelernter Brauch,

und jetzt es jeder schon so gern erahnt,

ja, die schöne Sommerzeit sie naht.

Wie zum Mai und zu Ostern gibt es auch zu

Pfingsten in manchen Regionen noch ein

reichhaltiges Brauchtum. Da zieht zum Beispiel wie

im Siegerland der „Pfingstlümmel“ durch die Straßen.

Wie so oft bei diesen Bräuchen wurden statt Geld

zum Beispiel Zutaten für Kuchen und anderes

gesammelt. Damit wurde hinterher ein Fest oder ein

gemütliches Beisammensein für die Beteiligten

ausgerichtet.


Frühsommerstimmung in der norddeutschen Geest.

Es sommert. Hafenflair auf der Insel Poel.


Sommerhauch

Der Sommerwind streift leicht durchs Haar,

der Himmel blau, die Luft so klar,

an der Ecke dort das erste Eis,

tut gut, wenn die Luft so gleißend heiß.

Die Sonnenstrahlen schmeicheln ein,

sind so zart und merklich fein,

hier und da ein sanftes Streicheln,

braun dann schon nach kurzem Weilchen.

Die Sonne bald den Geist sie übertört,

es ist Sommer, höret, hört

bringt Freude in die Seele ein,

lässt einfach alle fröhlich sein.

Die Berührung zarter Windes-Hand,

einen Neu-Impuls noch fand,

gut begleitet von der Sonne,

kurz, Gefühle voller Wonne.

Ein Sommertraum, ein Mitnacht-Sommer:

Sonnenschein und Wärme, See, Meer, Freibad sowie

Ferien und Urlaub fallen uns ein. Mal hat er seine

Hoch-Zeit im Juli, mal im August. Aber natürlich gab

und gibt es auch den Sommerregen. Ein „Guss von

oben“. Gut, wenn er sich nicht über viele Tage

hinweg ausbreitet.


Früher und heute: Sommer-Badespaß

Sommer, Sonne, Badespaß. In den 1950er- und

1960er-Jahren ging es für die ganz Kleinen so:

Ein Zinkwännchen wurde auf die Wiese am Haus

gestellt und teilweise mit Leitungs- oder

Brunnenwasser gefüllt. Die Sonne wärmte das

Wasser. Heute würde man sagen „energiebewusst

gedacht“. Aber damals war es so einfacher.

War es warm genug, ging es für den kleinen

Nachwuchs raus. Ins Wännchen setzen und im Nass

planschen. Waren mehrere Kinder im Haus, standen

auch zwei oder drei Wännchen auf der Wiese. Auf die

Wiese konnte man zwischendurch auch mal zum

Spielen. Ein Vergnügen für Kinder und Eltern.

War man schon älter ging es mit den Eltern sonntags

zu einem See. Zum Sonnen, Ausruhen und mal ins

Wasser tauchen und, wenn man es schon konnte, eine

Runde schwimmen.

Damals - wie heute - gab es bereits so einige

Freibäder. War man etwas älter, durfte man mit

Fahrrad oder mit dem Bus hin. Gemeinsam mit

Freunden war das erlebnisreich.

War ein Hallenbad in der Stadt oder nah, wurde das

genutzt, wenn die Freibäder noch nicht geöffnet

hatten. Zum Teil gingen die Eltern mit.

Ach ja, Schwimmen lernen stand früher auch in der

Schule auf dem Plan. Viele haben es so gelernt,

andere mithilfe von Freunden oder aus eigenem

Ansporn.


Im Sommergarten

Im Sommergarten brummt’s und rauscht’s,

wenn des Natures Lied man lauscht.

Bienen, Hummeln gar nicht müde,

tief in der Heckenrosen-Blüte.

Ein Käfer klettert ganz behände

über Pflanzen-Stiele-Wände

in die Leckerbissen-Welt

zwischen Weiß und Rot und Gelb.

Von ganz oben vorgegeben:

stets ein Häppchen für das Überleben.

Achtung, dass man nun sich nicht verirrt

und selbst zum leck'ren Häppchen wird.

Gräser wiegen sich in Windes Sphären,

als wenn sie übermütig wären.

Die Halme neigen sich mal tief zum Boden,

dann recken sie sich wieder ganz nach oben.

Im knallig Rot der lieblich Mohn,

Kornblum' im hell-blauen Ton.

Sommergarten, so lebendig und so bunt

in des Schöpfers großem Rund.

Doch der Rausch der Blütelei,

irgendwann geht er vorbei.

Stets gibt es ein Vergeh’n auf Erden

und ein ständig neues Werden.


Urlaubsträume. Im Hafen von Piran/ Slowenien.

Oder im Rausch der Berge, im Gailtal in Kärnten.


Urlaub und Sommer

Irgendwo am fernen Ostsee-Meer,

im Bikini und am Strand,

schwirrt im Sommer man umher,

im so meck- und pommerischen Land.

So manches sich schon angeschaut,

die Städte alt und noch in Backestein,

so damals hat man nun gebaut,

als sollte es für ewig sein.

Im Urlaub schnell vergessen alle Zeit,

mal hier und da noch gerne schauen,

der Alltag ist so fern und weit,

mal ganz aufs Ferienglück vertrauen.

Nach manch nächtlich Regenschauer

ist die Luft schon wieder lauer,

die Sonne brennt so heiß am Tage,

es ist Sommer, keine Frage.

Luftig leicht man sich bekleidet,

so manche/r wir dann gleich beneidet,

ja, zweifellos ist's die Figur

im Café auch nur Espresso pur.

Cremeschnitten sind vergessen,

die kann man auch zu Hause essen,

ein Strandspaziergang jeden Tag,

dass die Figur sich straffen mag.


Bienenflug

Sie flog und summte übers Land,

die Biene, dass sie Nektar fand.

Auf des Wandrers brauner Haut

war nichts von dem gegeben.

So verlor sie denn ihr junges Leben.

Prickelnde Luft - Spätsommer

Der Wald im Faden-Seidenglanz,

in noch lauen neblig Morgenlüften,

Sonnenstrahlen wiegen sich im Tanz,

all erfüllt von ersten Pilzes-Düften.

Der Altweiber-Sommer macht sich breit,

Luft jetzt in Champagner-Laune schwärmt,

prickelt auf der Haut, bringt Heiterkeit,

weil sie Leib und Geist erwärmt.

Keine Mär und keine Sagen nur,

wenn alles ist im Wandel wieder,

sie ist es selbst, die ewige Natur,

bald kommt der Herbst hernieder.


Herbstwind kommt

Hört das Rauschen, hört den Wind,

der Bäume allerliebstes Kind,

gern neigen sie sich nieder,

in Bewegung immer wieder.

Doch wenn es stürmet in den Zweigen,

dann ist genug des Windes Reigen,

soll ein Ende haben, klingt’s schon bald

in Wispertönen durch den Wald.

„Sturm, Sturm“ will der Wipfel nun noch mahnen,

doch das Knacken lässt nichts Gutes ahnen.

Geäste bricht, der Baum gleich fällt,

auf alten Stämmen gleich zerschellt.

Nun wollt' er sich nur etwas wiegen,

wieder gerade steh'n, statt liegen,

weil er gern Bewegung sich verschafft,

doch nun, so ist's - vom Winde hingerafft.

Wunderschön ist der Altweiber-Sommer.

Morgens früh im Tau durch den Wald streifen, wo

sich in Gespinst und auf Gräsern das Licht

der frühen Sonne bricht. Natur-Erlebnis.

Und das gibt es immer noch reichlich!


Wo die Eichen rauschen

Wo die Eichen rauschen nah im Hain,

Eicheln einst wir dort gepflückt,

dort wollt’ ich immer gerne sein,

nacherfahr’n der Kindheit Glück.

Am stillen Waldweg leicht bergan,

erlaufen oder mit dem ersten Rad,

wo man Abenteuer dann ersann,

wenn’s bald schon Abend ward.

Dich Baum kenn ich doch so gut,

dort oben an des Weges Rand,

ganz hoch zu klettern brauchte Mut,

doch für uns Jungs stand das einst an.

Die Äste dick, sie hielten Stand,

am Boden dichter Waldgraswuchs,

man Ast für Ast sich höher wand,

ganz von oben dann der Gruß.

„Geschafft“ so hat man’s dann vernommen,

über Ast und Ast gestiegen,

wenn man die Eiche hatt’ erklommen,

um sich im Astwerk dann zu wiegen.

Die alte Eiche steht noch dort,

am Waldrand oben lebt sie fort,

erinnert an die Kinderträume,

wie im Rund die and'ren Bäume. Schön.


Nach dem Sommer kommt Erntedank.

Bunt eingefärbt, der Bergwald im Soca-Tal/ Isonzo.


Drachen und Wind - Herbst

Wenn raue Winde wehen,

sich Wetterhähne drehen,

die Bäume schon im bunten Kleid,

das Holz gestapelt Scheit für Scheit.

… dann herbstelt es schon

Wenn im Himmelsblau die Wölkchen weiß,

nicht mehr ferne ist der Schnee, das Eis,

noch in den Gärten bunte Blütenpracht,

neigt sich bald zur Welkens-Nacht.

… dann herbstelt es schon

Wenn über Stoppelfelder Drachen,

Jungen, Alten, Freude machen,

Regenschauer tränkt die Erde,

dass das Land zur neuen Ernte werde.

… dann herbstelt es schon

Dann ist er da der Herbstes-Reigen,

in dessen Wind sich Wipfel neigen,

es beginnt des Jahres Rest,

hier und da mit Ernte-Dankesfest.

Eine ganz besondere Jahreszeit ist der Herbst,

der uns so wundervoll bunte Wälder beschert

und zu dem das Erntedankfest gehört. Der

Übergang zur Winter- und Adventszeit rückt

von Tag zu Tag näher.


Herbst-Welt

Blau wie das Meer überspannt Himmel die Welt,

Sonnenstrahl wärmt Menschen und Feld.

Rot leuchtet der Apfel im alten Baum,

warm ist das Licht, ein Herbsttag-Traum.

Gelb die Stoppeln auf den Feldern,

ein Rot-Grün-Gelb in allen Wäldern,

das Braun gesellt sich noch dazu,

bald schenkt die Nacht den Farben Ruh'.

Die Ernte liegt wohl in der Scheuer,

hier und da gibt es Kartoffelfeuer,

der Grünkohl noch im Garten steht,

bald von Frost und Wind umweht.

Grauweiß der Vorhang deckengleich

bedeckt des Morgens Erdenreich.

Und manches Tier und jedermann,

der schafft sich nun noch Vorrat an.

Wenn auch das Herbstspiel ohnegleichen,

bald wird die bunte Welt dem Winter weichen.

Gut, wenn man Jahreszeiten hat. Dann zeigt sich

auch der Herbst im bunten Farbfeuer der Wälder.

Das ist Jahr für Jahr beeindruckend, einfach nur

wunder-wunderschön. Herbst be- und verzaubert.

Was die Natur so alles kann!


Fallende Blätter und die Tanne

Die Birkenblätter hängen nieder,

fragen sich, wann kommt die Sonne wieder?

Sie werden's merken: nur noch selten,

sie kreiselt jetzt in and'ren Welten.

Kahl zeigen sich die Bäume,

vorbei die Frühlings-Sommer-Träume,

der Baum, er braucht jetzt volle Kraft,

damit er auch den Winter schafft.

Von der Natur ist's so gewoben,

verordnet von da ganz, ganz oben,

besser jetzt in Ruh' verharren,

blattlos, statt im Frost erstarren.

Da können andere nur lachen,

weil's Tann' und weit're anders machen,

die grünen Nadeln nicht vergeh'n,

wir können's Jahr für Jahr so seh'n.

Doch für die Tann ist's kein Behagen,

ist grün und doch bald abgeschlagen,

beendet dann ihr junges Leben,

nur - vielleicht war's ihr Bestreben -

zu stehen irgendwo und -wann,

im warmen Zimmer dann als Weihnachtstann.


Verflockt

Wie tanzen da die dicken Flocken

und sie zum Hinschaun uns verlocken,

unter grau-verhangnem Himmelszelt,

machen weiß die ganze Welt.

Wie ein Flöckchen doch so fein,

welches Muster soll es sein?

In vielen Formen kommen sie herab,

und wenn ich eine mit der Hand dann schnapp,

sie zerfällt mit einem Wisch,

sie flugs verflüssigt sich.

Was aber Flock an Flock bewirken kann,

legt sich wie ein Teppich dann,

dicht an dicht über Wiesen und die Felder,

über Straßen, Gärten und die Wälder.

Das Land schon bald in reinem Weiße liegt,

Schnee sich nun in jede Mulde schmiegt.

Wie geht’s aus mit Flockenreigen?

Bald wird sich's zum Ende neigen.

Doch formieren sich bereits schon wieder,

fallen leise auf die Erd hernieder.

Sind Schneeflocken nicht ein Wunderwerk?

Sie zeigen sich in immer wieder neuen Strukturen

und Formen, rieseln mal sanft, mal heftig vom

Himmel und zeigen Wälder, Wiesen und Erde bald in

Schneeweiß.


Der Schnee kommt. Im Siegerland bei Wilnsdorf.

Mehr Schnee? Im Skigebiet Nassfeld in Kärnten.


Winterzeit ist da

Schnee und Eis in fern und nah,

die kalte Winterzeit ist da.

Die Nase rot, die Hände tot,

die Füße kalt, in Stiefeln schwer,

so läufst du auf der Straß umher.

Gehst du nicht langsam, Schritt für Schritt,

liegst du schon in der Straßenmitt'.

Langsam kommt das in den Sinn,

doch schon schlitterst du dahin.

An der Nas gefrorne Tropfen,

Hände in die Manteltaschen stopfen,

die Welt ringsum nur Weiß in Weiß

und alles flüsternd, ganz, ganz leis.

Ja, es friert und schneit – ist Winterzeit.

Bis auf die Knochen eisekalt,

erspähst du dann den nahen Wald,

diese Richtung musst du gehen,

kannst bald das Dorf, das Haus schon sehen.

Dort, dort hin in mein Zuhause,

stapfe weiter ohne Pause,

Dorten, da nur will ich hin,

weil ich dort geborgen bin.

Hast du am warmen Ofen dann gesessen,

ist alles andre bald vergessen.

Ewald Weller†, ergänzt Georg Hainer


Dorf-Adventsstimmung

Aus dem Schornstein gräulich Rauch-Gekringel

steiget auf in klaren Nachtes-Himmel,

in der Stube, mollig und gemütlich,

tun wir uns an Brateäpfeln gütlich.

Wie viele Sterne dort am Himmelszelt,

funkeln über Dorfes kleine Welt.

Wer stille ist, vernimmt ein Singen,

als ob tausend Englein singen:

Freuet Euch, die Weihnacht ist nicht weit,

in des Adventes Ankunftszeit.

Der Herr kommt auf die Erde nieder.

Bald, schon bald ist Heiligabend wieder.

In diesem Dorf, in aller Welt,

wird vom Jesuskind erzählt.

Einst in Betlehem geboren,

zum Erlöser wurd’ erkoren.

Der Advent ist eine besondere, eine stimmungsvolle

Zeit. Die Fenster sind geschmückt. Es dämmert früh.

Überall laufen Vorbereitungen auf die kommende

Weihnacht: Plätzchen backen, was diesen

unvergleichlichen Duft ins Haus bringt, nach

Geschenken Ausschau halten. In kleinen Dörfern

scheint alles etwas stiller zu sein, romantischer als in

Lichterflut und Getöse der Großstadt.


In der gemütlich-schönen Adventszeit.

Plätzchen haben ihren großen Auftritt.


Von Nikolaus bis Smartphone

G’rad war er da, der Nikolaus,

stapfte hier von Haus zu Haus,

aus dem Gold’nen Buch gelesen,

ob auch alle brav gewesen.

Aus den Fenstern Lichterschein,

dringet tief in Herzen ein.

Endlich da, Advent, Advent,

wie ihn jeder aus der Kindheit kennt.

Geschäftlich geht es allerorten zu,

jetzt fehlt sie noch, die Weihnachtsruh’,

Hektik, Geschenke, Weihnachtstann,

Schlemmereien kaufen folgt sodann.

An Heiligabend dann Besinnlichkeit,

Kerzen, Lichter weit und breit.

Für manch Kind erfüllter Traum,

Spielbox, Smartphone unterm Baum.

Das Krippenkind betrachtet’s aus der Fern’,

stand überm Stall doch ehedem der Stern,

und Geschenke gab es einstens auch,

deshalb ist es heut’ noch Brauch.

Was gedacht das Jesuskind, bleibt offen.

Welten zwischen Bangen, Hoffen.


Advents-Kaffee

Kaffeeduft durchzieht das Zimmer,

Plätzchen auf den Tellern aufgereiht,

so ist’s seit Generationen immer,

zur adventlich Sonntagszeit.

Am Adventskranz schon zwei Kerzen,

bringen schummrig-schönen Schein,

erwärmen gerne Alltagsherzen,

bald werden’s vier der Kerzlein sein.

Man sitzt gemütlich um den Tisch,

bald macht ein Spiel die Rund,

der Kaffee dampfend frisch,

so vergeht schnell Stund um Stund.

So war es schon von Kindheit an,

mit den Eltern Jahr für Jahr,

Weihnachtszeit zog in den Bann,

wie's teils noch ist und immer war.

Wie man solch gemütlich Nachmittag

jeden Alters doch so gerne mag.

Der Lichterglanz die Sinne rührt

und uns hin zur Weihnacht führt.


Weihnachtsbaum

Die Suche nach dem Weihnachtsbaum ist gut

geglückt,

morgen wir die Tann geschmückt,

sie soll des Weihnachtszimmers Blickfang sein

und strahlen dann im festlich Schein.

Des Baumes harz’ger, grüner Duft

ist Teil der festlich Zimmerluft,

Mit Kugeln, silber, rot und golden,

Tannenäst’ wie bunte Dolden.

Durchs lichte Engelhaar ein Schimmer

vom hellen Kerzen-Glimmer,

vom Lametta kommen Lichtes-Blitze,

ein großer Engel auf der Spitze.

Und unterm Baum der Päckchen bunte,

bereit für die Bescherungs-Stunde,

die Kinderaugen voller großer Freude:

‚s ist Heiligabend heute.


Klein, groß, immer wieder anders: Weihnachtsbaum.


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Weihnachtsfreude

Glanz der Weihnachtssterne,

Engelsingen in der Ferne,

in den Häusern munt’res Treiben

in diesen feierlichen Zeiten.

Erzählet wird vom Retter, Heiland,

Jesse, Jesus auch genannt.

Bald nach der Geburtesstunde

Vom Erlöser ging die Kunde.

Die Hirten, die drei Weisen,

ihm sogleich die Ehr erweisen.

In Betlehem im Stall und Krippelein

Maria, Josef und das Kindelein.

Jubelklang und frohes Singen

überall in aller Welt erklingen.

Ja, Weihnacht ist es heute,

nehmt es auf mit großer Freude.

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Silvester – alt gegen neu

Das alte Jahr klingt lärmend aus,

Prosit Neujahr heißt’s von Haus zu Haus,

vorher wird gut aufgetischt

und hier und da der Zinn gefischt.

Will das Orakel gern befragen,

was wird es zu der Zukunft sagen?

Doch die, wie ihr nun alle wisst,

wirklich nicht vorherzusagen ist.

Nur die Erinnerung, sie bleibt,

was Morgen ist, liegt weit.

Es geht nur um das Wünschen, Hoffen,

wie’s tatsächlich wird, bleibt offen.

Zur Jahreswende Fröhlichkeit,

die uns mit dem Jetzt und Hier vereint,

voll Zuversicht in des Jahres neue Tage,

gut wird’s werden, keine Frage!?

Silvester, dann steht überall Feiern auf dem

Programm. Oder auch: gemütlich ins neue Jahr

gleiten. Gebührend begrüßt wird es aber immer.

Auch zu verschiedenen Zeiten, je nach Sonnenlauf

und Hemisphäre. Der Kalender ist von Menschen

gemacht, zum Beispiel julischer und gregorianischer

Kalender. Und daher gibt es, teils mit besonderem

Brauchtum, die „Zeit zwischen den Jahren“.


„Alle Jahre wieder“, das ist auch an Silvester so.

Wenn im Hintergrund die Glocken den Jahrswechsel

einläuten, wird das neue Jahr mit Lärm und Licht

begrüßt, werden Böller und Raketen gezündet.


Dann ist es da: das neue Jahr

Der Lärm der Wechselstund verklungen,

die letzten Lieder sind gesungen,

die Zeit im Bett nimmt ihren Lauf,

man steht am Neujahrstage auf.

Wie man das Neue nun auch halte,

die Jahreszahl nicht mehr die alte,

wie gestern gleich ein neuer Morgen,

verkatert, glücklich oder mit den alten Sorgen.

Was anderes, das tritt nun nicht gleich ein,

nur die Zahl wird heute anders sein.

Mancher hat besondre Ziele noch verkündet,

gut, wenn in Erfolg das mündet.

Wenn sie auch noch so sehr beflissen,

nicht immer klappt's, wie viele wissen.

Neujahr, ein Spaziergang im Programm,

klare Luft und ausruhen sodan.

Was wird das neue Jahr wohl bringen,

wird uns dies und das gelingen?

Gesundheit steht da vornean,

Glück, Liebe, Arbeit folgen dann,

wie es immer ist und war:

Hier gewünscht: ein gutes neues Jahr!


Rechte-Hinweise

Die Fotos sind aus verschiedenen Jahren und geben

nur den Moment der Aufnahme wieder. Örtlichkeiten

und Ansichten insgesamt können sich verändert

haben. Alle Rechte auf Texte, entstanden in

verschiedenen Jahren sowie auf Fotos aus

verschiedenen Jahren, auf den Titel und die

Gesamtgestaltung liegen bei Verlag Buch-JuWel, D-

Siegen und bei Autor. Siehe Seite 2 zu näheren

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Alles hat seine Zeit

Ist es nicht wundervoll, alle Jahreszeiten in sich

aufnehmen und genießen zu können? Frühling

und Sommer haben ebenso ihre schönen Seiten

wie Herbst und Winter. Gerade in Frühjahr und

Herbst beschert die Natur die Menschen mit

einer Farbenpracht, die zeitweise zum bunten

Rausch wird und die Landschaften mit goldenen

Fäden überzieht. Die Jahreszeiten, die auch

musikalisch in Vivaldis „Die vier Jahrezeiten“ , in

Bildfolgen und Biuldhauerarbeiten aufleben,

sind zugleich aber eine Methaper, ein Ausdruck

allen Werdens und Vergehens. Und so vieles

wirkt einfach wie ein Wunder.

Mal lyrisch, meist in Reimform und stets

stimmungsvoll stellt Autor Georg Hainer in

diesem Bändchen die Jahreszeiten in

verschiedenen Facetten vor, vom Frühling bis

zur Weihnachtszeit - inspiriert von Landschaften

und häuslicher Idylle. Lesen Sie sich ein in diese

Welt.

Georg Hainer, Jahrgang 1948, Verfasser zahlreicher

Büchlein, stellte Anfang der 1980er-Jahre mit dem

Kärntner Bildhauer Lorenz Wieser das „Dichterische

Bildhauen“ vor.

Jahreszeiten-Träume 03/ 2016 als Blätter-Magazin,

E-Book, PDF © Verlag Buch-JuWel

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