IMPERIAL News Ausgabe 02/2001 - Imperial Logistics International

gcSYyp4mOL

IMPERIAL News Ausgabe 02/2001 - Imperial Logistics International

News2/2001

Mitarbeiter- und Kundenzeitschrift

Imperial Unternehmen

zeigen ihr Profil

Panopa Logistik

entlastet Volkswagen

und Stahllieferanten

CTS – ein Leistungsspektrum

für Container-Handling

Haniel Schubschiffe

unentwegt unterwegs

Brouwer Shipping setzt

Maßstäbe für

weltweite Kokstransporte

Auf J.H. Bachmann

ist in Asien Verlass


Auf der „Transport Logistic“

in München

vom 15. bis 19. Mai

präsentiert sich Imperial

Logistics International

GmbH & Co. KG mit diesem

Stand (Modellfoto) der

2 � IMPERIAL NEWS

Editorial

Liebe Mitarbeiter, sehr geehrte Kunden!

Auch mit der dritten Ausgabe unserer Imperial

News möchten wir Ihnen an Beispielen verdeutlichen,

dass die Imperial Logistics International

mit ihrem breiten Leistungsspektrum für die Zukunft

gut gerüstet ist. Obwohl unser Geschäftsjahr

erst am 31. Mai endet, und daher die endgültigen

Zahlen noch nicht vorliegen, kann ich jedoch

bereits heute schon berichten, dass das Geschäftsvolumen

im laufenden Geschäftsjahr wie erwartet

deutlich zugenommen hat. Umsatz- und Ergebnis

erreichen bei Verschiebungen zwischen den operativen

Gesellschaften für die Unternehmensgruppe

insgesamt die ehrgeizigen Planziele.

Die operativen Gesellschaften haben die Ausrichtung

auf ihre besonderen Kernkompetenzen

konsequent fortgesetzt. Mit der strategischen Ausrichtung

der Gesellschaften der Imperial Logistics

International-Gruppe auf ganzheitliche Logistiksysteme,

Full Service-Dienste und weltweite Logistikketten

auf der Grundlage internationaler Präsenz

in allen Erdteilen sind wir im Wachstumsmarkt

Logistik gut positioniert.

Imperial Unternehmen zeigen ihr Profil

Öffentlichkeit. Zusammen

mit den Tochtergesellschaften

Brouwer, Haniel Reederei,

J. H. Bachmann,

neska, Schulte & Bruns und

Panopa sowie der Schwestergesellschaften

Imperial

Management und

Mitarbeiter setzen alle

ihre Erfahrungen und

ihr know how ein, um

unseren Kunden aus

Industrie und Handel ein kompetenter Dienstleistungspartner

zu sein, auf dessen Innovationsstärke,

Leistungskraft und Qualität sie zu hundert

Prozent vertrauen können.

Ein wesentlicher Eckstein für unseren Weg ist die

Verstärkung der Qualitätsoffensive im Rahmen

eines Total Quality Managements, in die Mitarbeiter

aller Gesellschaften einbezogen werden.

Ihr

Gerhard Riemann

Executive Director der Imperial Holdings und

Vorsitzender der Geschäftsführung der Imperial

Logistics International

Logistics und Imperial Specialised

Freight, Südafrika,

wird Imperial in der Halle

B6, Stand 109/208 ausstellen.

Der 210 Quadratmeter

große, offene und modern

gestaltete Stand, kommuni-

ziert unter der Überschrift

Imperial Supply Chain“

das Know-how, das Imperial

ihren Kunden für

Material- und Informationsflüsse

aus einer Hand

anbietet. �


Titelfoto:

CTS Terminal in Köln.

Am 27. 19April

2001

wurde bei CTS im

Köln-Niehler-Hafen

ein neues Terminal mit

der 5. Kranbrücke auf der

Gesamtanlage eingeweiht

2 Imperial Unternehmen zeigen ihr Profil

19 Betriebsräte gründen Arbeitsgemeinschaft

4 Panopa Logistik entlastet VW und Stahllieferanten

7 Starker Partner für Europa-Verkehre

10 dbt versorgt die Edelstahlindustrie „just-in-time“

12 CTS – ein Leistungszentrum für Container-Handling

14 Haniel-Schubschiffe unentwegt unterwegs

17 Reederei Wijgula expandiert mit Tanker-Neubauen

17 Röhlig-Niederlassung in Duisburg übernommen

18 Brouwer setzt neue Maßstäbe für weltweite Kokstransporte

20 An den Brennpunkten des Handels vertreten

22 Eine versierte Hand für weltweite Projektgeschäfte

24 Spenden statt Geschenke

24 Schulterschluss in der Luftfracht

Inhaltsverzeichnis

Imperial Logistics International

Herausgeber: Imperial Logistics International GmbH & Co. KG, Duisburg

Kasteelstraße 2 • D-47119 Duisburg

Telefon: +49 (0) 203-8 00 52 30 • Telefax +49(0) 203-80 05-2 84

e-mail: imperial@imperial-international.com

Panopa

neska

Haniel Reederei

Brouwer Shipping

J. H. Bachmann

IMPERIAL NEWS � 3


Starke, EDV-gesteuerte

Magnethebekräne bewältigen

das Be- und Entladen

der Coils im Panopa-

Stahllogistikzentrum

Im Geschäftsfeld der logistischen

Beschaffung und

Versorgung der europäischen

Automobilindustrie hat

Panopa mit ähnlichen Projekten

wie in Wolfsburg bereits

Erfahrungen. Opel, Daimler

Chrysler und auch Volkswagen

schalten die Panopa an

anderen deutschen und europäischen

Standorten bereits

als ihren logistischen Dienstleister

im Vorfeld der Endproduktion

ein.

Funkgesteuerte

Anfuhr ins Werk

Das Panopa Stahlzentrum

in Wolfsburg erfüllt höchste

Ansprüche, setzt Maßstäbe

und ist in mancher Hinsicht

einmalig: So hat zum Beispiel

Volkswagen seine

Kommunikationssoftware

mit der Datentechnik des

Lagerverwaltungssystems

der Panopa verknüpft. Der

Materialfluss ins Logistikzentrum

und der Zufluss

ins Werk läuft über die

Schiene. Jeden Tag werden

ca. 60 Waggons be- und entladen,

insgesamt rund

700.000 Tonnen Stahlblechrollen

(Coils) im Jahr. Dieses

neue Logistikkonzept

trägt somit auch erheblich

zur Entlastung des Straßenverkehrs

bei. 30.000 Lkw-

Anfahrten entfallen pro Jahr.

4 � IMPERIAL NEWS

Coils und andere Stahl-Produkte auf die Minute genau an die

Panopa Logistik ent

Volkswagen und Sta

Ein großer Tag für Panopa und damit auch für Imperial: Am 16. März

2001 war die offizielle Eröffnung des Panopa Stahllogistikzentrums in

Wolfsburg.Von hier wird VW in seinem Stammwerk mit Coils aller Art

Kurz vor der Inbetriebnahme ließen sich Kunden, Lieferanten und die vielen anderen Gäste von den Dime


Presswerke

lastet in Wolfsburg

hllieferanten

aus Stahlwerken in ganz Europa bedarfsgerecht und „just in time“ bis

an die Karosseriepressen und Schneidanlagen versorgt. Alles erfolgt per

Bahn. Das entlastet auch die Umwelt erheblich.

nsionen beeindrucken. Einen Tag später füllten sich die Hallen mit Coils.

Damit die hochwertigen

Produkte für VW schonend

behandelt werden und in

einwandfreiem Zustand

ohne Qualitätsverlust im

Werk ankommen, hat Panopa

in den beiden riesigen

Hallenschiffen eine Klimaanlage

installieren lassen,

die für konstante Luftfeuchtigkeit

(unter 55%) sorgt

und dadurch Flugrost auf

den Stahlblechen verhindert.

Perfektionierte Materiallogistik

stärkt den Produktionsstandort

Deutschland

und sichert damit Arbeitsplätze.

VW-Einkaufschef

PANOPA

Karl-Peter Peters brachte es

in seiner Rede bei der Eröffnung

des Stahllogistikzentrums

auf den Punkt: „Im

heutigen Wettbewerbsumfeld

hängt unsere automobile

Zukunft entscheidend

vom Tempo und der

Flexibilität ab, die maßgebend

für eine erfolgreiche

Partnerschaft zwischen Zulieferer,Logistikdienstleister

und Hersteller ist.”

Diese Aussage von Karl-

Peter Peters beinhaltet hohe

Erwartungen auf der VW-

Seite an die Panopa-Organisation,

die ihre Leistungsstärke

auf diesem Gebiet jedoch

schon anderenorts mit

ähnlichen Projekten unter

Beweis gestellt hat.

Dass Volkswagen der

Panopa Logistik eine große

Verantwortung für den gesamten

Produktionszyklus

übertragen hat, war auch für

Imperial-Holdingchef Bill

Imperial-Holdingchef Bill Lynch kam aus Johannesburg. Die

Investition von Panopa für Volkswagen fand seine uneingeschränkte

Anerkennung in seiner Eröffnungsrede.

Lynch Anlass genug, von

Johannesburg in Südafrika

nach Wolfsburg zu eilen. Er

trat sichtlich zufrieden ans

Rednerpult. Er dankte VW

für das mit diesem Logistikauftrag

verbundene Vertrau-

IMPERIAL NEWS � 5


Rund 300 Gäste konnte Gerhard Riemann, der Vorsitzende der Geschäftsführung der

Imperial Logistics International, bei der offiziellen Eröffnung des Panopa-Stahllogistikzentrums

in Wolfsburg begrüßen.

en und zeigte sich insgesamt

zufrieden mit der Entwicklung

der Panopa und den anderen

Gesellschaften unter

dem Dach der Imperial

Logistics International in

Deutschland. „Wir haben

mit dem Kauf dieser bis vor

eineinhalb Jahren zu Thyssen

Krupp gehörenden Gesellschaften

einen guten

Griff getan“, resümierte Bill

Lynch.

Dies wurde vom Vorsitzenden

der Geschäftsführung

der Imperial Logistics

International, Gerhard

Riemann, der auch dem Vorstand

der Imperial Holdings

in Südafrika angehört, mit

Zahlen unterfüttert: Zum

Panopa-Geschäftsführer Heinz-Gerd Sprenger (Mitte) im

Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern der DB Cargo AG,

Dr. Dieter Lindenblatt (rechts) und Dr. Karl-Heinz Jesberg.

6 � IMPERIAL NEWS

Ende des Wirtschaftsjahres

am 31. Mai erwartet Gerhard

Riemann eine Verdopplung

des Umsatzes der deutschen

Imperial-Organisation

auf 1,5 Milliarden DM gegenüber

dem davor liegenden

Geschäftsjahr. Allein im

laufenden Geschäftsjahr ist

in dreistelliger Millionenhöhe

investiert worden.

Unter anderem in weitere

Distributionszentren für die

Automobil- und der ihr nahe

stehenden Industrie. Die inzwischen

auf rund 3.000

Menschen gestiegene Mitarbeiterzahl

spricht ebenfalls

für die Dynamik in der Unternehmensgruppe.Insbesondere

bei der Panopa wer-

den alle Anstrengungen unternommen,

für die Automobil-

und Stahlindustrie

ein unverzichtbarer logistischer

Zukunftspartner zu

bleiben.

Panopa-Geschäftsführer

Heinz-Gerd Sprenger oblag

es, die über 300 zur Eröffnung

erschienenen Gäste zu

begrüßen, die alle auf ihre

Weise zur raschen Umsetzung

dieses Projektes beigetragen

hatten. Dazu gehörten

unter anderem Regierungspräsident

Dr. Axel

Saipa aus Braunschweig,

Repräsentanten des Rates

und der Verwaltung der

Stadt Wolfsburg und als Vertreter

der DB Cargo AG Vor-

standsmitglied Dr. Dieter

Lindenblatt neben weiteren

und schon erwähnten Personen.

Als äußerst bemerkenswert

stellte Heinz-Gerd

Sprenger die kurze Zeitspanne

der Realisierung heraus:

Vom 1. Spatenstich bis

zur funktionsfähigen Abnahme

der beiden 220 Meter

langen und jeweils 38 Meter

breiten Hallen mit all ihrer

Technik wie den vier starken

Magnethebekranen dauerte

es ganze sechs Monate. In

dieser Zeit wurden innerhalb

der Anlage auch 1.224

Meter Gleise und sieben

Weichen verlegt. Dazu die

Anschlussgleise an das DBund

VW-Schienennetz.

Sprenger bekräftigte

noch einmal: Die Ver- und

Entsorgung des Stahllogistikzentrums

werde ausschließlich

über die Schiene

erfolgen. Damit sei der umweltverträglichste

und in

diesem Falle auch wettbewerbsfähigsteVerkehrsträger

gewählt worden, und

dies sei einzigartig in Europa.

Alles habe minutiös zu

erfolgen, denn die Stahl-Güterzüge

müssten mehrmals

am Tag die hochfrequentierte

ICE-Strecke der Deutschen

Bahn zwischen Hannover

und Berlin kreuzen.

35 geschulte Mitarbeiter

sind nun seit dem 19. März

für die Bewirtschaftung des

Stahlzentrums im Einsatz.

Neben aller neuen konven-

Drei aus dem Board der Muttergesellschaft Imperial

Holdings Ltd.: Carol Scott, Executive Chairman Bill Lynch

(rechts) und Gerhard Riemann.


tionellen Technik wird der

Einsatz durch modernste

EDV-Systeme für die Material-

und Lagersteuerung gestützt.

Jedes Coil, jede Platine,

die ins Wolfsburger Panopa-

Stahlzentrum kommen, erhält

einen Strichcode. Der

Barcode ermöglicht den

Mitarbeitern eine sofortige

einwandfreie Identifizierung.

„So wissen wir immer

genau, wo welches Coil aus

welchem Material für die

VW-Fertigung lagert und

dank der kommunikativen

Vernetzung mit dem Kunden

wissen wir auch, wann

es an die Pressen und

Schneidanlagen geführt

werden muss,“ erläutert

Heinz-Gerd Sprenger.

VW verspricht sich von

der Auslagerung (Outsourcing)

der Logistik und der

Auftragsvergabe an die

Panopa eine höhere Dienst-

leistungsqualität. Zum Beispiel

eine vorgelagerte

Materialprüfung und mehr

Flexibilität für die Presswerke,

da das Material für

unterschiedliche Teile mit

Hilfe der Panopa-Steuerungsinstrumente

schneller

zur Verfügung steht.

Während die bisherigen

auf dem VW-Werksgelände

liegenden Coilläger einen

durchschnittlichen Bedarf

von etwa vier Arbeitstagen

deckten, ist nun im neuen

acht Kilometer vom Werk

entfernten Panopa-Stahllogistikzentrum

Material

unterschiedlichster Abmessungen

für vier bis fünf Wochen

sofort abrufbar. Damit

ist die Stahlversorgung der

VW-Presswerke mit Hilfe

von Panopa grundlegend

neu organisiert und nach

Beteuerung aller Beteiligten

nun auch kostengünstiger

gestaltet. �

Dieses engagierte Panopa-Team hat dafür gesorgt, dass der

offizielle Akt der Eröffnung auch ein gelungenes Fest wurde.

Am Nachmittag des Eröffnungstages rollten die ersten Züge

mit mehreren beladenen Schiebewandwaggons zur

Demonstration in die Wolfsburger Panopa-Hallen ein

PANOPA

Lkw-Spedition

Starker Partner für

Europa-Verkehre

„Das Jahr 2000 war gut und das neue Jahr

soll noch besser werden“, betont Wolfgang

Müller, zuständig für den Bereich Lkw-

Spedition der Panopa Logistik GmbH & Co.

KG. Seinen Optimismus stützt Müller auf

einen immer breiter werdenden Kundenkreis.

Allein die Zentraldisposition

der Panopa in

Duisburg bewegt im

Monat durchschnittlich

29.000 Tonnen Güter im

Ladungsbereich sowie in

den Segmenten Teilladungen

und Stückgüter. In der

Sparte Lkw-Spedition der

Panopa insgesamt sind es

zirka 170.000 Tonnen in

jedem Monat.

„Zur Zeit expandiert bei

uns das internationale Speditionsgeschäft

ganz erheblich.

Die Ausweitung auf

,neue Märkte‘ ist das Ergebnis

einer Akquisitionsoffensive,

die viele neue Kundenkontakte

und Aufträge nach

sich gezogen hat,“ berichtet

Müller.

Die richtigen Lkw

immer zur Stelle

Auf ihren gekonnten und

fachgerechten Umgang mit

den ihnen anvertrauten Ladungsgütern

sind Müllers

Mitarbeiter natürlich stolz.

„Da sind wir spitze“, meint

auch Ulf Wiechmann, der

zuständige Bereichsleiter

für die gesamte Panopa-

Transportorganisation.

„Unser Know how erstreckt

sich über das gesamte speditionelle

Spektrum. Davon

profitieren unsere Kunden“.

Stahlcoils mit Stückgewichten

bis zu 36 Tonnen,

Langmaterial bis 24 Meter,

großvolumige und sehr

schwere Güter, kein Problem

für die Mitarbeiter in

der Panopa-Lkw-Spedition.

„Wir transportieren das, was

unsere Kunden wünschen

und erledigen für sie alle

organisatorischen Arbeiten,“

betont Ulf Wiechmann.

„Um dieses umzusetzen, arbeiten

wir partnerschaftlich

mit etwa 250 Lkw-

Unternehmen aus ganz

Europa zusammen und beschäftigen

darüber hinaus in

Duisburg 25 Subunterneh-

Abteilungsleiter Wolfgang

Müller: „Der Vorstoß auf

neue Märkte hat zusätzlichen

Schub gebracht.“

mer im Dauereinsatz“,

ergänzt Wolfgang Müller.

Mit diesen Partnern kann

die Panopa ihren Kunden

immer die geeigneten Fahrzeuge

zur Verfügung stellen.

Geschulte Fahrer, Ladungs-

IMPERIAL NEWS � 7


Routine für die Panopa-Spedition: Für den Transport von Stahlprodukten jeder Art fahren

immer die richtigen Fahrzeuge in den Produktions- und Lagerhallen bei den Kunden vor.

sicherung und notwendige

Genehmigungen sind dabei

selbstverständlich.

Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit

und Termintreue

sind oberste Prioritäten für

alle Panopa-Mitarbeiter.

„Nur so können wir unsere

Kunden langfristig an uns

binden. Um diese zu erreichen,

werden unsere Unternehmer

regelmäßig nach

ausgewählten Kriterien bewertet.

Dieses System hat

8 � IMPERIAL NEWS

sich bewährt“, berichtet

Müller.

Die Zusammenarbeit innerhalb

des Panopa-Niederlassungsnetzes

bezeichnet

Müller als gut. Allein in

Deutschland ist man mit

20 Außenstellen vertreten.

So ist es möglich, in Zusammenarbeit

mit den Kollegen

an anderen Standorten

Rundlaufverkehre zu gestalten

und somit weitgehend

Leerkilometer zu vermei-

den. „Dieses ist ein sehr

wichtiger Aspekt bei der

Preisgestaltung mit den

Lkw-Unternehmern“, bemerkt

Wiechmann.

Die massiv gestiegenen

Kosten der letzten Zeit

(Öko-Steuer, Dieselpreis,

Lohnkosten) stellten bei vielen

Unternehmen die Wirtschaftlichkeit

inzwischen in

Frage. Die Folge waren

Transportpreiserhöhungen,

die jedoch an die meisten

Kunden weitergegeben werden

konnten.

Dienstleister bei

Industrieumzügen

Transporte sind zwar die

Basis aller Speditionsgeschäfte

bei der Panopa, aber

bei weitem nicht alles an

Dienstleistungen. Die Organisation

ganzer Transportketten

wird ebenso für die

Auftraggeber durchgeführt

wie der normale Solotransport.

Darauf hat sich

Wolfgang Müller mit seinen

Mitarbeitern eingestellt und

noch eins draufgesetzt: „Wir

haben auch die Kapazität

und Manpower, komplette

Industrieumzüge durchzuführen“.

Nach sorgfältiger

Planung wird demontiert,

verpackt, geladen, transportiert,

entladen und remontiert.

„Zuletzt haben wir

diese Aufgabe bei einem

renommierten Hersteller für

Automobilschließsysteme

durchgeführt,“ berichtet

Müller.

Ein weiteres, brandaktuelles

Projekt, das Panopa

im Auftrag eines großen

Autoherstellers durchführt,

ist die Verladung, der Transport

und die Entladung einer

kompletten Karosseriebau-

Fertigungsanlage von Wolfsburg

zum künftigen Produktionsstandort

Brüssel.

„Die erfolgreiche Abwicklung

dieses und anderer

Aufträge stärkt unser Selbstvertrauen

und unseren Optimismus

für die Zukunft,“

erklärt Wolfgang Müller. �

Sie beraten die Kunden und steuern einen großenTeil

Marta Birken Uwe Bobsien Ralf Botzek

Jan Burhans

Carmen Buß


PANOPA

Außergewöhnlich schwere-, sperrige- und lademaßüberschreitende Transporte sind für die Panopa Lkw-Spedition keine

Seltenheit. Bei Anlagengeschäften wird man oft gerufen. Mit viel Erfahrung und Geschick werden die Herausforderungen von

Panopa gemeistert.

der Panopa-Lkw-Transporte

Thorsten Domke Andreas Müller Jürgen Schelling Steffen Schulz

Michael Zumpro

IMPERIAL NEWS � 9


Zusatznutzen für Nirostaproduzenten

dbt versorgt die Edelstahlindustrie

„just-in-time“ mit Zuschlagstoffen

Die vielfältigen Geschäftsfelder der neska tragen entscheidend dazu

bei, dass das Imperial-Unternehmen über traditionelle Speditionsleistungen

hinaus ihren Kunden einen hohen Anteil an zusätzlichen logistischen

Wertschöpfungen anbieten kann. So zum Beispiel für

Edelstahl- bzw. Nirostaproduzenten.

Ohne Edelstahl wäre

unser Alltag um Vieles

ärmer. Ganz

gleich, ob Besteck, Kochtopf,Waschmaschinentrommel,

Geschirrspülautomaten

oder Thermoskanne: Das

rostfreie und widerstandsfähige

Material findet bei

der Herstellung der verschiedenenGebrauchsgegenstände

steigende Verwendung.

Zur Edelstahlproduktion

10 � IMPERIAL NEWS

benötigt die Industrie Eisenlegierungen

wie z. B. Ferrosilizium,

Ferrochrom, Ferromangan,

Ferrochrom oder

Siliziummetall etc. Diese

Zusatzstoffe bezieht sie aus

aller Welt. „Vor allem Skandinavien,

Südafrika und

Kasachstan produzieren die

Legierungen in großen

Mengen. Aber auch Brasilien,

Venezuela, Indien und

Indonesien gehören zu den

Lieferanten“, sagt Mario

Battistol, Geschäftsführer der

mehrheitlich zur neska

gehörenden dbt Duisburger

Bulk Terminal GmbH.

Gemeinsam mit der auf

dem ehemaligen Kupferhüttengelände

am Duisburger

Rheinufer angesiedelten dbt

Tochter luva GmbH (luva

steht für Lagerung und Verpackung)

sowie dem kürzlich

erworbenen Umschlag-

Radlader und Kompaktlader sorgen in den Duisburger Hallen der dbt für schnelle

Bewegungen beim Ein- und Ausräumen von Ferrolegierungen.

unternehmen Keutmann &

Hennemann im Krefelder

Hafen bietet das Unternehmen

auf rund 90.000 Quadratmetern

Grundfläche in

19 Hallen vielfältige Möglichkeiten

für die Lagerung

und Behandlung der empfindlichen

Legierungen und

Mineralien. „Uns stehen

insgesamt 60.000 Quadratmeter

gedeckte Fläche zur

Verfügung“, erklärt Mario

Battistiol. Insgesamt werden

jährlich rund 800.000 Tonnen

Ferrolegierungen für die

Edelstahlindustrie umgeschlagen,

nach Kundenwünschen

bearbeitet und „justin-time“

den Werken angeliefert.

Allein auf dem Gelände

am Außenhafen verfügt dbt

über 13 Hallen. Diese sind

teilweise mit Schiebedächern

versehen, damit die

Schüttgüter vom Schiff ohne

den Umweg über Radlader

direkt in die Halle verladen

werden können. Die gesamte

Kailänge am Außenhafen

ist rund 1,1 Kilometer lang

und bietet Platz für bis zu

vier Kümos.

Ausgeprägte

Fachkenntnisse

Drei Kräne mit Tragfähigkeiten

zwischen zehn

und 12,5 Tonnen sorgen für

den schnellen Umschlag

vom Binnen- oder Küstenmotorschiff

in die Hallen

bzw. direkt auf Lkw. In Krefeld

bei der neuen dbt-Niederlassung

wird direkt vom

Schiff auf Lkw umgeladen

und dann schnellstens in die

Werke gefahren.

Das Geschäft mit dem

witterungsempfindlichen

Massengut verlangt neben


ausgedehnten Lager- und

Umschlagsflächen vor allem

ausgeprägte Fachkenntnisse.

„Erfahrung ist in unserem

Geschäft eine wichtige

Größe“, sagt Battistiol.

Davon hat er als der Fachspediteur

eine ganze Menge.

Battistiol arbeitet seit fast

drei Jahrzehnten mit den Legierungen

und kann allein

an der Körnung und Farbe

des Materials dessen Herkunft

bestimmen und die industriellenVerwendungsgebiete

nennen. Mehr als 50

verschiedene Zuschlagsstoffe

und zusätzlich noch eine

Reihe von Mineralien machen

das Hauptgeschäft der

dbt aus. Rund 100 unterschiedliche

Körnungen lagern

ständig in den Hallen

der dbt.

Eingelagert wird lotweise.

Dafür sind die Hallen in

Boxen unterteilt. Die Boxengrößen

sind variabel.

„Wir können Lots von 100

Tonnen ebenso wie 4.000-

Tonnen-Partien separat einlagern“,

setzt Battistiol

hinzu. Die tägliche Umschlagleistung

von Schiffen

auf Lager bzw. Lkw beziffert

er mit rund 5.000 Tonnen.

Insgesamt kann dbt in

allen Hallen rund 130.000

Tonnen einlagern. Damit ist

das Unternehmen nach eigenen

Betrachtungen die

europäische Nummer Eins

auf diesem Teilmarkt.

Die Bearbeitung und

Aufbereitung der Legierungen

setzt Sorgfalt und Fachkenntnisse

voraus, ebenso

wie das Vorhalten von Spezialanlagen.

So verfügt dbt

über Brech-, Mahl-, Siebund

Sortierwerke und kann

die Stoffe, falls nötig und

gewünscht, auch trocknen.

In der Regel beziehen die

industriellen Abnehmer die

Zuschlagstoffe frei Werk.

Deshalb liegt der Transport

vom Lager im Außenhafen

bis zum Produktionswerk

ebenfalls im Verantwortungsbereich

der Duisburg

Bulk Terminal GmbH, die

über eine beachtliche Lkw-

Flotte verfügt.

Während vor allem

Kümos die Stoffe aus Skandinavien

direkt bis an den

dbt-Kai liefern, gelangen

Legierungen und Mineralien

aus Übersee über die ARA-

Häfen (Antwerpen/Rotterdam/Amsterdam)

nach Europa.

Dort werden die Schüttgüter

von Binnenschiffen

übernommen. Kasachstan

wiederum ist über Bahn mit

Häfen im Baltikum verbunden.

Von dort gelangen die

Legierungen über Rotterdam

zur Duisburg Bulk Terminal

GmbH am Außenhafen

in Duisburg.

Spezialität ist die

Materialbehandlung

Technisch noch besser

auf Sonderwünsche der

Kunden eingestellt ist die

luva Lagerungs- und Verpackungs-GmbH,

ebenfalls

mit Sitz in Duisburg. Auch

hier werden in enger Zusammenarbeit

mit der dbt

Ferrolegierungen und Mineralien

umgeschlagen und

eingelagert. In Ergänzung

zur dbt stehen nochmals

rund 40.000 Quadratmeter

Fläche zur Verfügung. Die

Spezialität der luva ist jedoch

die Materialbehandlung.

Mit der umfangreichen

technischen Ausstattung der

luva können die sehr schwierig

zu verarbeitenden Mate-

rialien (wie zum Beispiel

Ferro-Chrom Affine) bis zu

Durchmessern von 0,1 Millimetern

zerkleinert, gesiebt,

getrocknet und verpackt

werden. In teils vollautomatisierten

und computergesteuerten

Abläufen über

Förderbänder wird das Material

gebrochen, gesiebt

und in Big Bags bis zu 1,5

Tonnen oder in Papiersäcke

von 10 bis 15 Kilo abge-

neska

dbt-Geschäftsführer Mario Battistiol: „Wir sorgen für die

kontinuierliche Belieferung der Edelstahlproduzenten mit

Ferrolegierungen und anderen Produkten.“

packt. Offene Zollläger runden

hier wie auch bei der

dbt die Angebotspalette für

die Kunden ab.

Wichtigste Abnehmer für

dbt sind die Krupp Thyssen

Nirosta Werke in Bochum,

Krefeld und Siegen. „Rund

60 Prozent der Materialien

gehen in diese Werke“, sagt

neska-Geschäftsführer Heinz

Bartels. Die restlichen 40

Prozent werden teilweise ex-

An diesem zirka einen Kilometer langen Kai der Duisburg Bulk-Terminal GmbH (dbt) im

Außenhafen ist ausreichend Platz für mehrere Binnen- und Küstenschiffe.

IMPERIAL NEWS � 11


portiert und an andere

Werke geliefert. Inzwischen

sind die Beziehungen der

dbt mit den KTN-Produktionsstätten

auf eine noch

festere Basis gestellt worden.

„Wir haben einen

langjährigen Werkvertrag

abgeschlossen, der die zeitnahe

Versorgung aller drei

Werke mit den jeweils

benötigten Zuschlagstoffen

regelt“, erklärt Bartels.

Expansion über

die Grenzen

dbt ist für die zeitnahe

Lieferung an die Produktionsanlagen

mit dem gewünschten

Material zuständig

und sorgt auch für die

Probennahme. „Damit entlasten

wir den KTN-Einkauf

entscheidend“, meint Battistiol.

Die Konzernabteilung

des Edelstahlherstellers

muss sich fortan nicht mehr

um die Disposition der Zuschlagstoffe

kümmern, sondern

informiert kurzfristig

dbt. „Wir sorgen dann für

die kontinuierliche Belieferung

der Produktion mit

Ferrolegierungen und anderen

Produkten“, betont der

dbt-Geschäftsführer Mario

Battistiol. Und das auch innerhalb

weniger Stunden.

Für ganz dringende Fälle hat

dbt den KTN-Legierungsmeistern

sogar Handies zur

Verfügung gestellt. „So sorgen

wir für eine ständige

Erreichbarkeit“.

Mittelfristig will sich dbt

am Markt noch besser positionieren.

„Wir sind davon

überzeugt, dass wir uns den

steigenden Anforderungen

der Zukunft souverän stellen

können“, meint Battistiol.

Das nach DIN EN ISO 9002

zertifizierte Unternehmen

denkt beispielsweise schon

heute intensiv über eine

Ausdehnung seiner Logistikdienstleistungen

auf den

internationalen Markt nach.

„Mittelfristig planen wir den

Gang über die Grenzen“, ergänzt

neska-Geschäftsführer

Heinz Bartels. �

12 � IMPERIAL NEWS

Unter diesen beiden Container-Brücken auf dem

CTS-Terminal im Hafen Köln-Niehl wird eine hohe

Produktivität beim Umschlag erreicht.

Im Dienst der rheinischen Wirtschaft

CTS – ein Leistungsze

für Container-Handling

Es ist bei weitem nicht nur Lokalpatriotismus, wenn Hans-Peter

Wieland behauptet, „hier im Hafen Köln-Niehl liegen wir mit unserem

Unternehmen CTS genau richtig, denn in dieser Stadt und in

ihrem näheren Umfeld gibt es eine Vielzahl von Export- und Importorientierten

Unternehmen, die Container versenden und empfangen.“

Die Entwicklung der

CTS (Container-Terminal

GmbH Rhein-

See-Land-Service), an deren

Gesellschaftskapital die

neska eine qualifizierte

Mehrheit hält, bestätigt diese

Einschätzung von Geschäftsführer

Hans-Peter

Wieland, der seit Gründung

des Unternehmens Ende

1983 dabei ist. Es ging stetig

aufwärts. Das macht die

Gunst der Lage in einem

rheinischen Ballungszentrum.

Unsere Trimodalität –

also die operative Verknüpfung

von Lkw, Bahn und

Schiff auf dem Umschlagterminal,

die Leistung des

CTS-Personals im kaufmännischen

und gewerblichen

Bereich und die technische

Ausstattung bietet den Kunden

eine optimale Transportplattform.

Fünf Umschlagbrücken

und acht Container-

Stapler sind rund um die

Uhr auf dem 100.000 Quadratmeter

großen Gelände

am Stapelkai im Einsatz.

Lediglich zwischen 21 Uhr

am Samstag und 22 Uhr am

Sonntag gibt es eine Verschnaufpause.

CTS ist ein Dienstleister

für weltweit tätige Reedereien

und Speditionen. Das sind

unsere Kunden. Diesen Auftraggebern

bieten wir Leistungen

an, die sonst keiner

an diesem Platz vorhält.

Wieland spielt damit vor

allem auf die Trimodalität

an: Täglich mehrere An- und

Abfahrten von Binnenschiffen

zwischen Köln und den

Seehäfen Rotterdam, Antwerpen

und Zeebrügge;

Containerzugverbindungen

(Albatros) mit Hamburg und

B’haven aber auch den

Westhäfen sowie natürlich

der unentbehrliche Einsatz


ntrum

der Lkw-Trucker im Nahund

Fernbereich. Die Verknüpfung

dieser Leistungsträger

besorgen wir

neben Umschlag und Überlagernahme.

Damit nicht

genug: Um den Container

und seine Ladung ranken

sich weitere Aufgaben im

Bereich des Zolls und der

Sicherheit und nicht jeder

Container geht FCL – also

voll und geschlossen über

den Terminal, sondern auch

LCL (Less than Container

Load). Hier erfolgt im Auftrag

der Kunden die ausgehende

Containerisierung –

also das Stuffen von Stückgütern

in den Hallen des

CTS-Terminals. Umgekehrt

im einkommenden Verkehr

werden Container geöffnet

und entladen (gestrippt) und

einzelne Ladungspartien

nach ihrer speditionellen Bearbeitung

den Empfängern

zugestellt. Dieses Geschäft

nimmt zu und wir stellen uns

mit Investitionen darauf ein,

betont Wieland.

Auch hier versteht sich

CTS nicht als Spediteur,

sondern als neutraler Dienstleister,

der von Jedermann in

der Branche in Anspruch genommen

werden kann. „Die

uns zur Verfügung stehenden

Facilitäten machen uns zu

einem wertvollen Partner

und wir versuchen täglich,

dieser Rolle gerecht zu werden,“

versichert Mitgeschäftsführer

Karl-Heinz

Schoon.

Gegenwart und Zukunft

werden von Wieland positiv

beurteilt. Die im Kölner

Raum stark vertretenen

außenhandelsorientierten

neska

Der CTS-Terminal in Köln-Niehl wird planmäßig von

Containerzügen verschiedener Gesellschaften angesteuert.

Branchen Fahrzeugbau, Teilehersteller,

Zulieferer und

Chemieindustrie sowie der

prosperierende Mittelstand,

aber auch der importierende

Handel kreieren ein steigendes

Ladungsaufkommen, das

in Container gestaut über

CTS-Anlagen ihren Weg zu

den Abnehmern findet.

Natürlich sei bei weiten

nicht alles ein Selbstläufer.

Wieland und seine Verkaufsmannschaft

sind unermüdlich

dabei, die CTS-Leistungen

bei Reedereien und Speditionen

bekannt zu machen.

Vielerorts zeigt man lokale

Präsenz, um schnell und

konsequent auf Kundenwünsche

eingehen zu können.

Die Anstrengungen lohnen

sich: Von 1999 auf 2000 sind

die Containerumschlagbewegungen

um 12 Prozent

auf 180.000 gestiegen. Im

laufenden Jahr können

200.000 erreicht werden.

Die ersten Wochen fingen

gut an.

Für ein Terminal in einem

Binnenhafen sind das stolze

Zahlen, die alle Transportanbieter

wie Trucker, die DB

Cargo-Tochter Transfracht

und Binnenschiffsreedereien

aufmerksam machen und

deshalb zu einer hohen Leistungsdichte

führen: Zum

Beispiel mehrere seehafenbezogene

sogenannte Nachtsprünge

der Bahn, häufige

Binnenschiffsumläufe und

Mehrere CTS-Reachstacker sorgen für Flexibilität beim

Umschlag von Containern und Sattelzugaufliegern.

eine rege Lkw-Spedition.

„Dies alles konzentriert sich

bei der CTS und spornt mich

und meine Mitarbeiter an,

das Geschäft weiter auszubauen“,

bekräftigt Hans-

Peter Wieland. ●

IMPERIAL NEWS � 13


Zuverlässiger Partner der Stahlindustrie

Haniel-Schubschiffe un

Rund um die Uhr im Einsatz und das 365

Tage im Jahr. Seit fast vier Jahrzehnten verkehren

Haniel-Schubschiffe auf dem Rhein.

Überwiegend zwischen den Häfen bei Duisburg

und dem Europoort Rotterdam.

Schwelgern ist neben

Walsum-Süd einer von

zwei Werkshäfen der

Thyssen Krupp Stahl AG in

Duisburg am Niederrhein,

die jährlich von rund 7.000

Schubleichtern und Binnenschiffen

angesteuert werden.

Während Walsum-Süd

vor allem dem Versand von

Fertig- und Halbzeugfabrikaten

dient, werden in

Schwelgern, dem größeren

der beiden Häfen, Massengüter

wie Erz, Kohlen,

Koks, Schlacken und Hüttensand

umgeschlagen. Allein

drei Viertel der durchschnittlich

60.000 Tonnen

Umschlag am Tag entfallen

auf Eisenerze.

Die Mannschaften auf

den 6 Haniel Schubschiffverbänden

machen jeweils

zwei Wochen einen Full-

Time-Job in wechselnden

Sechs-Stunden-Schichten.

Continue-System nennt man

diese Form der durchgehenden

Arbeitszeit mit

anschließendem Freizeitausgleich,

erklärt Heinz

Schmitz, Kapitän an Bord

der Franz Haniel 15.

Ausstausch im

fliegenden Wechsel

Diesmal erfolgt der

Mannschaftswechsel in der

Nähe der niederländischen

Kleinstadt Rhoon, nur wenige

Kilometer vom Rotterdamer

Europoort entfernt. Geradezu

gewaltig wirkt der

insgesamt 188 Meter lange

Schubverband, der am

Rande des Flussverlaufs,

wenn auch verlangsamt,

14 � IMPERIAL NEWS

seine Fahrt beibehält. Mit

einem kleinen Beiboot kommen

die ersten der alten

Mannschaft an Land gefahren,

und die neuen setzen

über an Bord. Im fliegenden

Wechsel übernimmt Heinz

Schmitz das Ruder im Steuerhaus

und setzt die Fahrt

fort in Richtung Duisburg.

Kein Stillstand

Zwei Dinge werden dem

mitfahrenden Betrachter in

diesem Augenblick gewahr:

Stillstand gibt es nicht. Und

Geschwindigkeit wird zu

einer Frage der Perspektive.

Zu Berg, das heißt gegen die

Flussströmung, benötigen

die Schiffe beinahe doppelt

soviel Zeit wie umgekehrt

zu Tal, also Richtung Flussmündung.

Vor der Mannschaft

liegen rund 22 Stunden

und gut 200 Kilometer,

bis der Hafen Schwelgern

erreicht ist.

Insgesamt acht Kabinen

befinden sich auf dem

Schiff, dazu eine Gästekabine

und mehrere Waschräume.

An die geräumige

Küche schließt sich die

Messe an. Alles ist sehr

sachlich eingerichtet. Man

sieht, hier wird gearbeitet.

Wohnlichkeit sucht man lieber

in den eigenen vier

Wänden. Allein ein Aquarium

mit Zierfischen erweckt

den Eindruck von etwas privatem.

In der Messe isst man

oder verbringt seine Freizeit.

Eine Stereoanlage und

ein Fernseher mit Videorekorder

helfen, die Zeit zu

Die Haniel-Schubverbände sind überwiegend mit Erzen und Import

überbrücken. Doch in der

Regel versucht man, zu

schlafen. Bei einem Sechs-

Stunden-Rhythmus gelingt

dies allerdings nur mäßig.

Dazu kommt der ständige,

wenn auch gedämpfte

Geräuschpegel der dröhnenden

Motoren im Maschinenraum.

„Der erste Tag ist


HANIEL

entwegt unterwegs

ohlen für die Stahlindustrie zwischen Rotterdam und den Werkshäfen am Niederrhein unterwegs.

immer am schlimmsten.“

Darin sind sich alle einig.

Nach der zweiwöchigen Ruhephase

muss sich der Körper

wieder auf die neuen

Gegebenheiten umstellen.

Für den Antrieb des Stahlkolosses

sorgen drei Dieselmotoren

mit insgesamt

4.800 PS. Davon erzielen

die beiden Aussenmotoren

jeweils eine Leistung von

1.800 PS: Im Idealfall nehmen

die vier Leichter fast

12.000 Tonnen Massengut

auf. Darüber hinaus kann

die Franz Haniel 15 noch

zwei weitere Schubleichter

ankoppeln. Dann würde der

Schubverband über ein Ladevorlumen

von 16.000

Tonnen verfügen und mit

einer Gesamtlänge von 265

Metern die Längsmaße

eines Kreuzfahrtschiffes erreichen.

Über einen Autopiloten

wird Kurs gehalten

Diesmal haben die Leichter

drei unterschiedliche

Erzsorten geladen. Sie stammen

aus Südamerika und

Afrika. Manchmal kommen

sie gar aus Australien. Größter

Erzlieferant ist Brasilien,

mehr als die Hälfte des

Duisburger Umschlags

stammt von hier. Genauso

wie der Importkohlen werden

die Erze von riesigen

Seeschiffen nach Rotterdam

transportiert, wo die deutschen

Stahlkonzerne über

immense Lager verfügen,

von denen sie je nach Bedarf

die unterschiedlichsten

Qualitäten abrufen.

Ein kleiner, hydraulisch

unterstützter Lenkhebel reicht

aus, um die über zwei Meter

hohen Ruderblätter am

Heck des Schiffes zu bewegen.

Über einen Autopiloten

wird selbst über längere

Strecken der vorgegebene

Kurs gehalten. Und neben

den beiden Radarbildschirmen

befinden sich eine

Vielzahl von Instrumentenanzeigen,

die eher den Eindruck

eines Flugzeugcockpits

vermitteln.

Auf einem PC-Bildschirm

werden die Drehzahlen

der einzelnen Motoren

und deren aktueller Kraftstoffverbrauch

abgebildet.

Gerade unter Wirtschaftlich-

IMPERIAL NEWS � 15


keitsaspekten spielt der Verbrauch

eine wichtige Rolle.

Schon geringe Änderungen

der Motorleistung führen zu

erheblichen Schwankungen

beim Kraftstoffverbrauch.

Einsame Spitze bei

Verbrauchswerten

Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit

von 10

Stundenkilometern benötigt

das Schiff umgerechnet weniger

als einen Liter Diesel

auf hundert Kilometer, um

eine Ladungstonne zu bewegen.

Mit solchen Werten

können weder die Verkehrsträger

auf der Straße, noch

auf der Schiene mithalten.

Wer kocht hier eigentlich

an Bord? „Jeder, der Zeit hat

und auch kochen kann,“ gibt

Steuermann Maik Mayer zu

verstehen, und spült währenddessen

die Teller vom

Mittagstisch ab. „Früher gab

es hier mal einen Koch“,

fügt er noch hinzu. Einen

solchen Luxus kann sich

16 � IMPERIAL NEWS

angesichts der Preise auf

dem Binnenschifffahrtsmarkt

wohl heute niemand mehr

leisten. So präsentiert sich

die Besatzung dem Betrachter

als eingespielte Männer-

WG.

Während am Ufer des

Rheins vereinzelt die Kühe

grasen, herrscht auf dem

Strom reger Schiffsverkehr.

Schließlich bewegt sich

Franz Haniel 15 auf der

meist befahrenen Wasserstraße

der Welt. Ständig

kommen Motorschiffe entgegen

oder ziehen vorbei.

Trotz ihrer eigentlichen

Länge wirken diese Schiffe

von oben betrachtet wie

Kleinwagen aus der Sicht

eines Brummi-Fahrers. Auch

sonst erinnert vieles an eine

Landstraße zu Wasser.

„Die eigentlichen Gefahren

liegen aber nicht oberhalb,

sondern unterhalb des

Wasserspiegels“, erzählt

Kapitän Schmitz. „An vielen

Stellen des Flusses be-

finden sich Untiefen, bei

denen sich das Wasser an

der Oberfläche kräuselt.

Untiefen verlangen

genaues Navigieren

Trotz der vorgeschriebenen

Fahrrinne, muss man

gerade bei niedrigem Wasser

besonders sorgfältig navigieren.

An bestimmten Abschnitten

bewegt sich der

Schubschiffverband nur

einen halben Meter über

dem Grund. Dann kann man

sehen, wie das Schiff den

Sand an die Wasseroberfläche

spült.“ Schmitz und

die anderen Kapitäne kennen

die Strecke wie ihre

Westentasche.

Herzstück der Franz

Haniel 15 ist der Maschinenraum.

Drei Motoren hat

das Schiff, jeweils 16-Zylinder-Turbo-Diesel.

Jeder von

ihnen so groß wie ein VW

Bully. Bei der letzten Wartung

sind auch die Motoren

generalüberholt worden. In

Einzelteile zerlegt, hat man

sie auf Herz und Nieren

überprüft und alle Verschleißteile

ausgetauscht.

Nun sollen sie für mindestens

60.000 Betriebsstunden

dem Schiff zu neuer

Schubkraft verhelfen.

Pünktlich wie geplant

fährt die Franz Haniel 15 in

den Werkshafen Schwelgern.

Just-in-time. Über eine

Länge von rund einem Kilometer

erstreckt sich das kerzengerade

Hafenbecken.

Von nun an übernimmt der

Hafenmeister im turmhohen

Leitstand das Kommando

über die Fracht. Eine kurze

Einweisung und Matrose

und Steuermann lösen die

dicken Drahtseile, mit denen

der Schubverband 24 Stunden

zusammengehalten

wurde. Die vier Leichter

werden abgelegt. Im Flusslauf

liegen derweil schon die

leeren Schubleichter für die

Talfahrt nach Rotterdam

bereit. (PW) ●

Drei Motoren mit jeweils 16-Zylinder-Turbo-Diesel, die insgesamt 4.800 PS leisten, machen Haniel-Schubboote stark

genug, um auch sechs beladene Leichter gegen die Strömung schieben zu können.


Sicherer Transportservice für die chemische Industrie

Reederei Wijgula expandiert

mit Tanker-Neubauten

Die Haniel Reederei-Tochter Wijgula im niederländischen

Druten hat zwei weitere neue

Motortankbinnenschiffe in Dienst gestellt.

Damit verfügt Wijgula nunmehr über

32 Tankschiffeinheiten, darunter fünf Neuzugänge

mit Tankanlagen aus Edelstahl.

In der Spezialtankschifffahrt

dürfte Wijgula mit

ihrer Flotte von 32 Tankern

eine Spitzenposition in

Westeuropa einnehmen.

Bei den jüngsten Neubauten

handelt es sich einmal um

den Tanker „Synthese 4“, der

am 20. Dezember von der

Werft De Gerlien Van Tiem

B. V. in Druten abgeliefert

wurde, und um „TMS Synthese

10“, der auf der Werft

Smits in Krimpen an der Lek

entstand und am

2. Januar seine erste Reise

antrat. Beide Schiffe sind

vom ersten Tag an beschäftigt.

„Synthese 4“ ist ein Doppelhüllentanker

des ADNR-

Typs „N Geschlossen“. Mit

ihm können die meisten

flüssigen Chemikalien

transportiert werden, soweit

sie nicht hochexplosiv bzw.

hochtoxisch sind. Das Schiff

kann mit 1.707 Tonnen beladen

werden. Der Vorgänger

„Synthese 3“ ist fach baugleich,

während die Neubauten

„Synthese 6“ und

„Synthese 2“ ihrerseits

ebenfalls baugleich sind.

Die ganze Synthese-Serie

hat sich bisher sehr bewährt.

„Synthese 4“ verfügt

über zwei voneinander unabhängige

Tankanlagen mit

gesonderten Lade- und

Löschsystemen. Das Einsatzgebiet

liegt überwiegend

auf dem Rhein zwischen

den ARA-Häfen und chemischen

Werken entlang des

Stroms.

TMS „Synthese 10“ ist

ein Motortankschiff des

Typs C entsprechend der

Vorschriften des ADNR. C

steht für Chemikalie und bedeutet,

dass mit diesem Typ

alle Flüssigchemikalien befördert

werden können, die

Der Tankschiff-Neubau „Synthese 10“

ist für den Transport aller

Flüssigchemikalien zugelassen.

für den Transport auf Wasserstraßen

zugelassen sind.

Hierzu gehören auch alle

hochtoxischen und hochexplosiven

Flüssigkeiten.

Da es sich bei diesem

letzteren Schiff für Wijgula

um einen neuen Schiffstyp

handelt, wurde auch der

Name „Synthese 10“ gewählt,

um damit anzudeuten,

dass es sich hier um

eine neue Serie handelt. Der

Einsatz dieses Tankschiffes

mit einem Ladevermögen

von 2.001 Tonnen, ausgerüstet

mit Tanks und

Leitungssystemen aus Edelstahl,

ergänzt einerseits die

bestehenden Transportmöglichkeiten

der Reederei,

eröffnet aber andererseits

auch neue Aufgaben im

Transportmarkt der gefährlichen

Güter.

An Bord befindet sich

eine Besatzung mit großer

Erfahrung in der Chemiefahrt,

die den 24stündigen

Betrieb dieses Schiffes ermöglicht.

Die Mannschaften

werden wöchentlich ausgewechselt

nach dem Prinzip:

Eine Woche an Bord, eine

Woche frei. ●

HANIEL

Haniel

stärkt

seine

Position

Die Haniel Umschlag

und Industrie-Logistik

GmbH & Co. KG,

Duisburg, eine 100%ige

Tochtergesellschaft der Haniel

Reederei Holding

GmbH, hat mit Wirkung

vom 15. November 2000 die

Geschäftsaktivitäten der

Röhlig & Co., Niederlassung

Duisburg, und der

Cargo-Spedition GmbH,

Duisburg, im Ferro-Legierungsbereich

sowie einen

Teil der Betriebsanlagen

übernommen. Die übernommenen

Aktivitäten runden

das Leistungsspektrum Umschlag,

Lagerung, Aufbereitung

sowie Logistik der

Haniel Umschlag und Industrie-Logistik

deutlich ab

und stellen eine sinnvolle

Erweiterung des Bereiches

Industrie-Logistik der Haniel

Reederei Holding dar.

Die Kontinuität in der

Fortführung der Kundenbeziehungen

und der damit

verbundenen Aufträge ist

durch die Übernahme von

15 Mitarbeitern einschließlich

der Führungskräfte

durch Haniel Umschlag und

Industrie-Logistik sichergestellt.

Insgesamt beschäftigt

Haniel Umschlag und

Industrie-Logistik damit an

den Standorten Duisburg

und Lünen mehr als 90 Mitarbeiter.

Haniel Umschlag und Industrie-Logistik

verfügt nunmehr

in Duisburg über eine

Fläche von 140.000 m 2 ,

davon 50.000 m 2 Hallenlager

und etwa 4.400 m 2 Silo-

Kapazität. Haniel Umschlag

und Industrie-Logistik wird

zukünftig verstärkt durch

die logistischen Aufgaben

im Ferro-Legierungsbereich

in Duisburg die Marktposition

deutlich ausbauen. �

IMPERIAL NEWS � 17


Zwischen China und Europa

Brouwer setzt neue Maßstäbe

für weltweite Kokstransporte

Als Dienstleister im Seetransportgeschäft

macht sich Brouwer fortlaufend einen guten

Namen. Die engagierten Schifffahrtskaufleute

der „Brouwer-Crew“ entdecken und

pflegen Nischenmärkte, bringen damit den

Kunden Nutzen und haben selber

unternehmerischen Erfolg.

Weltweit Ausschau

halten nach Verschiffungsmöglichkeiten,

die allen Vorteile

bringen. Mit diesem Grundsatz

geht die zur Imperial-

Unternehmensgruppe gehörende

Brouwer Shipping

and Chartering GmbH an

ihrem Stammsitz in Hamburg

und an anderen Plätzen

dieser Erde ihren Geschäften

nach. „Am besten können

wir dieses Bestreben an

Beispielen, wie einer Reihe

von Koks-Verschiffungen

aus der Umgebung von Tianjin

am Gelben Meer im

Nordosten der Volksrepublik

China über den Hafen Xingang

nach Antwerpen und

Rotterdam und dann weiter

zum Niederrhein, deutlich

machen,” erklärt Brouwer-

Geschäftsführer Holger

Ranf.

Die deutsche Stahlindustrie

bezieht einen Teil ihrer

Rohstoffe zur Verhüttung

von Erzen aus Übersee.

Darunter ist auch Koks aus

China. Der für Hochofenzwecke

geeignete Koks aus

dem „Reich der Mitte“ wird

zwar nach Maßstäben des

Koksweltmarktes zu wettbewerbsfähigen

Preisen angeboten,

aber die Frachtkosten

für den langen Weg zu den

Abnehmern stellen dennoch

eine Belastung dar, die es zu

minimieren gilt. Brouwer

Shipping hat es in jüngster

Zeit nun schon mehrmals in

18 � IMPERIAL NEWS

enger Partnerschaft mit

Krupp Energiehandel

(KEH) und den zuständigen

chinesischen Regierungsstellen

und den Hafenbehörden

geschafft, die Transportkosten

günstig zu beeinflussen.

„Es gelang uns, Dinge

miteinander zu verbinden,

die in dieser Konstellation

bisher nicht möglich

waren“, berichtet Ranf. So

habe man frühzeitig erkannt,

dass der Hafen Xingang

nach Ausbaggerungen

seiner Fahrrinne nun auch

von Schiffen erreicht werden

kann, die über das Pan-

max-Maß – die bisher für

den Hafen maximal einsetzbare

Schiffsgröße – also für

eine maximale Traglast von

75.000 Tonnen – deutlich

hinausgehen. Somit lassen

sich Schiffe einsetzen, die

im Chartergeschäft unter der

Bezeichnung „cape size“

klassifiziert werden und

weit über 120.000 Tonnen

Trockenfracht tragen.

Da Koks ein leichtgewichtiges

Gut ist, wird die

maximale Tragfähigkeit

trotz voller Laderaumauslastung

nur etwa zu 75 % erreicht.

Das wiederum führt

zu einem geringeren Tiefgang.

Dadurch wurde es

möglich, mit „cape size“-

Bulkcarriern, die im Frachtenmarkt

z. Zt. günstiger als

Panmax-Schiffe einzuchartern

sind, sich in Xingang

voll abzuladen und auch den

Suez-Kanal zu passieren.

„Obwohl Xingang auf die

„cape-size“-Größe bisher

nicht eingestellt war, schafften

es die Mitarbeiter des

Hafens mit ihren Greifer-

Krananlagen, in Zusammenarbeit

mit dem Tianjin-Büro

von KEH, die rund 80.000

Tonnen Koks innerhalb von

etwas mehr als 40 Arbeitsstunden

in den Schiffsbäuchen

verschwinden zu lassen,

dieses noch dazu

während der höchsten chinesischen

Feiertage, dem

Chinese New Year/Spring

Festival“, bemerkt Ranf anerkennend.

Alles zusammen: zügige

Beladung, größere Schiffe,

günstigere Frachtraten und

ein verkürzter Weg durch

den 161 Kilometer langen

Suez-Kanal statt des weiten

Bogens um das Kap der

Guten Hoffnung bringt den

chinesischen Kokereien zu-

„Cape size“-Schiffsgrößen waren bislang für die Mannschaften an den Krananlagen in

Xingang unbekannt, trotzdem wurden 80.000 Tonnen Koks in etwa vierzig Arbeitsstunden

vom Lagerplatz in einen Schiffsbauch umgeladen.


sätzlichen Absatz und

Krupp Energiehandel vorteilhafteVermarktungsmöglichkeiten.

„Dazu haben wir bei

Brouwer Shipping and

Chartering beigetragen,

indem wir alle diese Elemente

verknüpft haben, ver-

BROUWER SHIPPING

Kalt ist es im Nordosten von China. Der von Brouwer gecharterte „cap-size“-Bulkcarrier Aghios Charalambos lag im

Treibeis des Hafens Xingang, als er dort im Februar 80.000 Tonnen Koks für Krupp Energiehandel übernahm.

bunden mit einer hervorragenden

Ko-Operation zwischen

allen Beteiligten –

Geschäftsleitung und Mitarbeitern

des Krupp Energiehandels,

deren Büro in Tianjin,

den Hafenbehörden

und den lokalen Autoritäten“,

bemerkt Holger Ranf.

„Eigentlich etwas Selbstverständliches

für uns als

Befrachter und Charterer

von Seeschiffen“, räumt

Ranf ein. Aber man müsse

dazu die Märkte und ihre

Bedürfnisse dezidiert kennen

und weltweite Kontakte

haben, um schnell reagieren

zu können. Entscheidend sei

die Flexibilität des Unternehmens.

In diesem Fall war

Brouwer mal wieder der

Erste, der das Koksgeschäft

zwischen dem Marktführer

Krupp Energiehandel und

dem chinesischen Lieferanten

optimieren konnte. �

Betriebsräte gründen Arbeitsgemeinschaft

Seit März dieses Jahres

hat sich eine Arbeitsgemeinschaft

der Imperial

Betriebsräte konstituiert.

An dieser Arbeitsgemeinschaft

beteiligen

sich die Imperial Tochterunternehmen

J. H. Bachmann

GmbH, Panopa Logistik

GmbH + CO.KG,

Haniel Transport & Schiffahrt

GmbH & CO.KG,

Haniel Schiffahrt GmbH,

Haniel Reederei GmbH,

Haniel Umschlag und Industrielogistik

GmbH &

CO.KG, dbt Duisburg

Bulk Terminal GmbH und

neska Schiffahrt und Speditionskontor

GmbH.

In der konstituierenden

Sitzung der Arbeitsgemeinschaft

am 8. März

wurden die Mandatsträger

in der Haniel Akademie

zu Duisburg wie folgt gewählt:

Vorsitzender

Hans-Jürgen Friedel

(Panopa Logistik GmbH

& CO.KG)

Stellv. Vorsitzender

Peter Jürgen Fink (Haniel

Transport & Schiffahrt

GmbH & CO.KG)

Schriftfüherin

Daniela Arens (Haniel

Reederei GmbH)

Dem stetigen wirtschaftlichen

– und personellen

Wachstum der Imperial

Logistics International

Gruppe folgend, möchten

die Betriebsräte als Interessenvertreter

von zirka

1.500 Mitarbeiter/innen

(innerdeutsch) und zirka

2.500 Mitarbeiter/innen

(weltweit) die vertrauensvolle

und kontinuierliche

Zusammenarbeit der

zurückliegenden Jahre mit

dem Vorstand und den

einzelnen Geschäftsführungen

weiter fortsetzen

und ausbauen.

Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft

stellt

für die Betriebsräte einen

ersten organisatorischen

Ansatz einer funktionierendenInteressenvertretung

in unserer gemeinsamen

bisher gelebten Unternehmskultur

(Haniel

und Thyssen Krupp) dar,

und baut auf den bisherigen

guten Erfahrungen

mit diesem betriebsverfassungsrechtlichenGremium

auf, teilt Hans-Jürgen

Friedel mit.

Die Arbeitsgemeinschaft

wird nicht die Arbeiten

der einzelnen Betriebsratsgremien

erledigen und

kein „Überbetriebsrat“

sein, sondern sie wird lediglich

bei Bedarf Hilfestellung

zur Lösung von

Problemen geben. Des

weiteren wird sie Ansprechpartner

der einzelnen

Imperial Tochterunternehmen

sein und gruppenspezifische

Anliegen

bzw. Problemstellungen

durch ihre reichhaltigen

Erfahrungen, bei einer

möglichen Lösung mit

einbringen. Im ersten

Schritt wurden Gesprächstermine

mit dem

Vorstand und den Geschäftsführungen

für das

Jahr 2001 vereinbart. �

IMPERIAL NEWS � 19


Auf J.H.Bachmann ist in Asien Verlass

An den Brennpunkten des

Handels selbst vertreten

Als ausschlaggebend

für das Engagement

von J. H. Bachmann

in Fernost erwies sich in den

70er Jahren die Öffnung des

chinesischen Marktes, wobei

Hongkong das Tor von

China zum Westen wurde.

Von hier aus unternahm

J. H. Bachmann die ersten

strategischen Schritte im

Hinblick auf eine weitere

Expansion. Um die Präsenz

im „Reich der Mitte“ zu

stärken, wurde zunächst

eine Vertretung in Guangzhou/Canton,

nordwestlich

von Hongkong, eröffnet. Es

folgten dann weitere Büros

in Xiamen an der „Formosa

Strait“ gegenüber von Taiwan

sowie in Shanghai und

Beijing. Überall dort hat

J. H. Bachmann anspruchsvolle

speditionelle Aufgaben

wahrgenommen.

20 � IMPERIAL NEWS

Asien ist für die Speditionsbranche seit über

20 Jahren eine erste Adresse. Das gilt auch für

J. H. Bachmann. 1978 wurde die erste Niederlassung

in Hongkong gegründet. Schon bald

darauf folgten weitere Vertretungen in der

Volksrepublik China und an anderen Plätzen

der Region.Weitere Investitionen sind geplant.

Hauptsitz war immer

Hongkong, erklärt Hans-Jörg

Roost, der seit 1985 in Hongkong

für die Gruppe tätig ist.

Hongkong ist eines der

führenden Finanzzentren der

Welt und gilt als der Ort, an

dem man präsent sein muss,

wenn man als Dienstleister

im Außenhandel zwischen

Ost und West seinen Geschäften

nachgeht. Darüber hinaus

ist Hongkong einer der größten

Containerhäfen der Welt,

in dem weit über 18 Millionen

TEU pro Jahr umgeschlagen

werden.

In Hongkong betreibt

J. H. Bachmann zwei Lagerhäuser:

In einem werden

Luftfrachtsendungen konsolidiert

– also zu größeren

Ladungseinheiten zusammengefasst

– und zu allen

Punkten der Welt geflogen

oder aber auch empfangen.

Das andere Lager wird als

Logistik- und Verteilerzentrum

genutzt. Kugellager,

Computerteile, Parfum und

Wein machen einen Teil der

hochwertigen Produkte aus,

die Bachmann hier bewirtschaftet.

Ein Abschnitt des

Logistikzentrums wurde klimatisiert,

um der Qualität

der Waren – siehe Wein und

Parfum – gerecht zu werden.

In Xiamen konzentrieren

sich die dortigen „Bachmänner“

auf ausgehende Seefracht

und organisieren die

dafür erforderlichen Vorläufe.

Xiamen wächst eine sehr

wichtige Rolle als südchinesischer

Handelsplatz zu.

Davon wird die Bachmann-

Niederlassung mit Sicherheit

profitieren, ist Hans-

Jörg Roost überzeugt.

Auch Shanghai an der

Mündung des Yangtze-Flusses

an der Ostküste Chinas

entwickelt sich in jeder Beziehung

zu einem Megastandort.

Auch hier passt

sich Bachmann dem wachsenden

Geschäftsvolumen

fortlaufend an.

In der Hauptstadt Beijing

Hans-Jörg Roost, Geschäftsführer der J.H. Bachmann (Hongkong) Ltd. und gleichzeitig verantwortlich für Asien beim

morgendlichen Briefing.


Die Ausweitungen der logistischen Aktivitäten der

Bachmann Organisation in Hongkong werden von der

Kundschaft angenommen. Die Bilder zeigen (links) eine

fällt insbesondere ein erhebliches

Volumen an Luftfrachtsendungen

aus allen

Teilen des Landes an. Das

Umladen, die Überlagernahme

und das Konsolidieren

war und ist immer recht aufwendig

an diesem Platze.

Bachmanns Dienstleistungen

für ein reibungsloses

und schnelles Umladen

der Waren einschließlich der

Abwicklung aller Zollformalitäten

werden hier in

wachsendem Maße in Anspruch

genommen. Ebenso

organisiert das Beijing-Personal

im Kundenauftrag die

Vor- und Nachlaufverkehre

in Nordchina.

Auch auf Taiwan boomt

das Geschäft, wobei in jüngster

Zeit vor allem das rasante

Wachstum des Außenhandels

mit einigen Staaten in Südamerika

hervorzuheben ist.

Bangkok ist natürlich das

Herz des Thai-Marktes. J. H.

Bachmann übernimmt hier

noch zusätzlich Koordinierungsfunktionen

für Verkehre

von und nach den Nachbarländern

Vietnam, Laos,

Kambodscha und Myanmar.

Die dortige Bachmann-Niederlassung

hat auch hohe

Kompetenz bei der Abwicklung

von Projektgeschäften.

Trotz eines noch allgemein

schwachen Wirtschaftswachstums

mussten

die Bachmann-Aktivitäten

in Bangkok verstärkt werden.

Die Verzollungsabteilung

ist gut etabliert, sagt

Bangkok-Niederlassungsleiter

Rainer David. Sie verfügt

über eigene Lizenzen

und hat zahlreiche lokale

und internationale Kunden

in Thailand.

Auch Indonesien ist für

Bachmann eine Erfolgsstory.

Mittlerweile wird die

Niederlassung in Djakarta

als eine der besten Luftfrachtspeditionen

des Landes

nach Europa betrachtet

und anerkannt, erklärt Vollrad

Peter Hagen, der Leiter

des Büros in Djakarta.

BACHMANN

Bachmann-Lagerhalle im zweiten Stock, der auch von

schweren Lkw’s erreicht wird. Sowie rechts eines von

mehreren JHB-Verteiler-Fahrzeugen.

Die absehbare Zukunft

für die Entwicklung der

Bachmann-Häuser in Asien

sieht gut aus, so die Einschätzung

von Roost. Nun

an der Seite der Imperial

Gruppe steht fest, dass J. H.

Bachmann weiter expandieren

wird.

In seiner Verantwortung,

auch als Regionalleiter

Asien, sieht es Hans-Jörg

Roost als seine vorrangige

Aufgabe an, die eigene Präsenz

in den wichtigen Ländern

in Asien auszubauen.

Als für besonders ausbaufähig

wird der Transpazifikhandel

mit Nord- und Südamerika

betrachtet. Erste

Geschäfte mit neuen Kunden

wurden bereits auf diesen

Relationen abgeschlossen.

Nun sollen auch in Malaysia

und Korea eigene Dependancen,

unter Umständen

sogar mit lokalen Partnern

eröffnet werden. Ebenso

kommt Singapur demnächst

an die Reihe.

„In dem schwierigen

Markt Japan“, so ist Roosts

Aussage, „werden wir auf

jeden Fall zu gegebener Zeit

ein Joint Venture eingehen“.

Wichtig ist aber auch, dass

wie geplant die Präsenz in

USA erheblich vergrößert

wird, um auch auf dieser

Strecke tätig zu werden. ●

In Hongkong sorgen mehr als 50 Bachmann-Mitarbeiter für die Dispositon und

Dokumentation der ein- und ausgehenden Sendungen.

IMPERIAL NEWS � 21


Bachmann-Spediteure sind in Übersee zu Hause

Eine versierte Hand für weltw

Eine weltweite Speditionsorganisation ist

natürlich erforderlich, wenn man auch die

größten Packstücke von Haus zu Haus ohne

Probleme transportieren will. J.H. Bachmann

beweist jeden Tag wieder, dass Pro-

Am professionellsten

lässt sich Projektspedition

mit außergewöhnlichen

Maßen und

Gewichten für Hersteller,

Exporteure und Empfänger

22 � IMPERIAL NEWS

abwickeln und organisieren,

wenn wir als erfahrene Spedition

schon in die Planungsphase

mit ins Boot

genommen werden“, stellt

Jörn Evers, zuständiger Pro-

Geschafft! Alle Teile einer Tunnelbohrmaschine des

Herstellers Wirth sind in den Frachträumen von MS

„Szymannowski“ gestaut und fertig für den Seetransport

nach China. Die 15.000 Frachttonnen Ladung wurden von

J. H. Bachmann ab Werk des Herstellers bis zum

endgültigen Ziel im chinesischen Hinterland speditionell

bis ins Detail organisiert.

jektspeditionsgeschäfte dieser Art schon fast

zur Routine geworden sind. In Deutschland

sind vor allem Bachmann-Häuser in Hamburg

und Bremen bei denen erfahrene Spezialisten

die Fäden in der Hand halten.

kurist der Bachmann-Niederlassung

in Hamburg fest.

Zur Zeit hat die Bachmann-Mannschaft

alle Hände

voll zu tun. „Wir wären

schlechte Speditionskaufleute,

wenn das beim gegenwärtigen

Exportboom nicht

so wäre“, betont Niederlassungsleiter

Jürgen Rowold,

der die Verantwortung für

die Seefracht bei Bachmann

in Hamburg trägt.

„Am spannendsten ist

exportorientierte Seehafenund

Projektspedition, wenn

ab Werk oder ,free site‘ verkauft

wird und wir im Auftrag

des Empfängers oder

Versenders alle Transporte,

Umschlagvorgänge und Zwischenlagerungen

bis zum

Ziel organisieren und managen,“

stellt Jörn Evers fest.

Ein Parcour

für Profis

Die Herausforderungen

beginnen schon beim Transport

ab Werk im Inland zum

Schiff im Ausgangsseehafen:

Alles, was im Vorlauf

die in der Straßenverkehrsordnung

festgelegten Maße

und Gewichte überschreitet,

darf nur mit Sondergenehmigung

gefahren werden und

in jedem deutschen Bundesland,

durch das der Transport

führen wird, ist eine Genehmigung

einzuholen.

Allein das ist ein Parcour

für Profis. Begleitend dazu

ist die zolltechnische Ausfuhrabwicklung

einzuleiten

und ein geeignetes Seeschiff

zu finden, das in der Lage

ist, die nicht containerisierbaren

Teile in seinen Fracht-

räumen oder auf Deck aufzunehmen

bzw. auch mit eigenem

Kran selbst zu laden

und im Zielhafen löschen zu

können.

Gute Ausgangsposition

im Wettbewerb

„Unsere Auftraggeber

wollen von uns natürlich

vorher alle Kosten und Konditionen

erfahren,“ erklärt

Niederlassungsleiter Jürgen

Rowold. Da werde bei aller

Verbundenheit knallhart kalkuliert.

Die Bachmann-

Mannschaft habe sich jedoch

auf Grund ihrer

Erfahrungen und Kontakte

sowie gestützt auf ein weltweites

Niederlassungs- und

Agentennetz eine gute Ausgangsposition

im Wettbewerb

geschaffen.

Beim Export über Hamburg

läuft der Informationsaustausch

zwischen den Beteiligten

über Dakosy. Das

ist das Datenkommunikationssystem

des Elbe-Hafens,

an das alle in Außenhandelsgeschäfte

über See eingebundenen

Unternehmen wie

Terminalbetreiber, Stauereien,

Reedereien, Speditionen

und der Zoll eingebunden

sind. Als Vorabinformation

besteht der Zoll zum Beispiel

neben Angaben über

die genauen Netto- und

Bruttogewichte auf der Anmeldung

der Kollianzahl

sowie dem Rechnungswert

der Ware und der Zolltarifnummer.

Maße und Gewichte sind

auch die Berechnungsgrundlagen

für Umschlagvorgänge

im Hafen und den


eite Projektgeschäfte

Transport über See. Jede

Kiste und jedes Packstück

muss für die Identifizierung

markiert sein. Außerdem

sind Anlieferpapiere und

Schiffszettel vor der Verladung

an Bord zu erstellen.

Ferner ist der Frachtvertrag

zwischen Reeder und Spediteur

abzuschließen, in dem

alle Einzelheiten über die

Verschiffung festgestellt

sind.

Mitarbeiter von Bachmann-Büros

oder langjährige

Partner in Übersee stellen

auch die Empfangnahme

in den Zielhäfen und den

Weitertransport ins jeweilige

Landesinnere sicher.

Auch dabei ist vieles zu organisieren

und zu dokumentieren:

Wo wird die

Ware am Pier abgesetzt?

Wer benachrichtigt den

Empfänger und gibt die Einfuhrverzollung

in Auftrag?

Wie ist der Transport ins Inland

zu organisieren? „Das

sind alles Aufgaben, die nur

vor Ort von Vertrauenspersonen

und Experten angepackt

werden können, die

wiederum zuverlässige Unternehmer

als Erfüllungsgehilfen

einsetzen,“ erläutert

Evers.

Oft ist der Rat der Bachmann-Seehafenspediteure

auch bei der Warenversicherung

gegen Verlust und Beschädigung

gefragt. „Das

ganze überseeisch orientierte

Speditionsgeschäft muss

man von der Pike auf lernen

und beherrschen,“ erklären

Jürgen Rowold und

Jörn Evers übereinstimmend.

Beide sind seit über

30 Jahren in diesem Geschäft

präsent.

Natürlich gibt es diese

Spezialisten auch im Bachmann-Stammhaus

in Bremen.

Hier ist Jens Murken,

Abteilungsleiter Nordameri-

BACHMANN

Mit einem Gewicht von 295 Tonnen ist dies der schwerste Trafo dessen Transportkette

J.H. Bachmann für seinen Projektkunden VA TECH Elin Transformatoren GmbH,Wien,

von Österreich bis nach New Jersey besorgt hat.

Beim Vorlauf zu den Seehäfen und beim Nachlauf zu den

Empfangszielen im Binnenland wird die Qualifikation der

Spedition im höchsten Maße gefordert. Auch dafür findet

der Kunde bei Bachmann immer die richtigen Spezialisten.

ka soeben von einer Reise

aus den USA zurückgekommen,

wo er den Weitertransport

der Trafos (siehe obiges

Bild) im Auftrag des Kunden

organisiert und überwacht

hat.

Gerade für Projekttransporte

nach Nord- und Südamerika

ist man in Bremen

hervorragend positioniert.

Das fußt neben aller persönlichen

Qualifikation der

Mitarbeiter auch auf einer

langjährigen Erfahrung in

diesem Geschäft. „Die Kunden

schätzen insbesondere

unseren persönlichen Einsatz

vor Ort,“ stellt Jens

Murken fest, „denn bei aller

Technik ist der Transport

von Projekten und Anlagen

eine Vertrauenssache, bei

der sich der Kunde vorzugsweise

auf seine persönlichen

Kontakte verläßt.“

In der nächsten „Imperial

News“-Ausgabe werden speziell

die Projektaktivitäten

von J.H. Bachmann in den

USA vorgestellt, die dort

unter der Leitung von Wilhelm

Hoffmann stehen. �

IMPERIAL NEWS � 23


Eine bessere Zukunft für „Carolina und ihre Kinder“

Spenden statt Geschenke

Statt eines Empfangs zum

225jährigen Geschäftsjubiläum

im Sommer

2000 hatte sich die Bachmann-Unternehmensführung

entschlossen, für

das brasilianische Waisenhaus

„Carolina und ihre

Kinder“ Spendengelder zu

sammeln. Dabei sind – tatkräftig

unterstützt durch Imperial

– über 100.000 DM

zusammen gekommen.

Vor Ort, in Embu, hat sich

der portugiesisch sprechende

Bachmann-Chef Wolfgang

Kulenkampff mit den Verantwortlichen

abgestimmt, was

mit diesem Geld passieren

soll.

24 � IMPERIAL NEWS

100.000 DM ist in Brasilien

auf dem Lande ein Betrag,

mit dem sich viel Nützliches

schaffen lässt: So entsteht

ein Haus für junge

Mädchen, ein überdachter

Spielplatz, außerdem wird

der Fußballplatz für die Jungen

erneuert und schließlich

wurde ein Pickup angeschafft

für Fahrten zur Schule,

zum Arzt oder für den

Transport von Lebensmitteln.

Dies sind Investitionen

und Anschaffungen, die das

Leben dieser Kinder erleichtern.

Bachmann und Imperial

werden diese gezielte Hilfe

fortsetzen. ●

Die über neunzig Kinder im Waisenhaus bei Embu in

Brasilien danken den vielen Spendern.

Auch in der Luftfracht

sind heute Kooperationen

erforderlich. Bachmann

engagiert sich in der

Challenge-Gruppe. Zu den

Motiven äußert sich Bernd

Oberfeld, zuständiger Geschäftsführer

für die J.H.

Bachmann-Luftfracht.

Wer ist Challenge?

Eine Gruppe von Luftfrachtspediteuren

des Mittelstands,

die sich 1998 zusammen

getan haben, um

wichtige Strecken gemeinsam

zu bedienen.

Was ist der Vorteil von

Challenge?

Wir können auf Grund

Bernd Oberfeld

unserer Größe einen sehr individuellen

Service geben,

hatten aber nicht immer die

Volumina, die die ganz

großen Spediteure haben.

Durch den gemeinsamen

BACHMANN

Von Bachmann- und Imperial-Spenden gebaut und ange-

schafft: Ein überdachter Spielplatz (oben) ein Pickup zum

Transport von Personen und Gütern sowie ein im Bau

befindliches Schlafhaus für die schon etwas älteren Mädchen.

Schulterschluss

Einkauf

können wir

uns nun auch

diese Möglichkeit

schaffen. Die

Challenge-Gruppe

bedient zur Zeit über

zwanzig internationale Ziele

auf wöchentlicher Basis.

Wie arbeiten Sie bei

Challenge noch zusammen?

Wir unterhalten in Frankfurt

ein gemeinsames Consolidation

Center, wo die

Stückgutsendungen gesammelt

und konsolidiert abge-

flogenwerden. Wie sieht die

Zukunft von Challenge aus?

In einer Welt, in der die

Preise eine immer größere

Rolle spielen, müssen wir gegenüber

den Fluggesellschaften

das Volumen der ganz

Großen bringen. Das sind

heute rund 150 Mill. DM

Frachtumsatz. Wir bei Challenge

erreichen zur Zeit 90

Mill. DM, das heißt, unsere

Gemeinschaft muß noch weiter

wachsen. ●

group ®

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine