Best of Wandern Magazin

Ammergauer.Alpen

Magazin Best of Wandern - weil Service kein Zufall ist. Broschüre über die einzelnen Partner der Kooperation Best of Wandern.

BEST OF WANDERN

Wanderurlaub - Ausrüstung inklusive

www.best-of-wandern.de

NEUE REGION:

Räuberland im Spessart

»HELDENGESCHICHTEN«

11 ganz besondere regionale

GEHEIMTIPPS

JUBILÄUMSAUSGABE ZUM 10-JÄHRIGEN GEBURTSTAG


BEST OF WANDERN FEIERT 2017

10-JÄHRIGES JUBILÄUM

IMPRESSUM

Realisation / Redaktion:

Best of Wandern, Verena Weiße,

Leitung und Markeninhaberin,

Erpelerstraße 45, D-50939 Köln,

Telefon: +49(0)221 2824406,

E-Mail: info@best-of-wandern.de

Texte: Deike Uhtenwoldt, Verena Weiße,

Thomas Bichler

Fotos, sofern nicht anders angegeben:

Thomas Bichler (www.thomasbichler.de),

Caroline Opp (www.outdoorrelations.de),

Verena Weiße

Layout: Thomas Bichler

Kartografie: Christian Schlag

Gesamtauflage: 50.000 Exemplare

INHALTSVERZEICHNIS

Seite

Best of Wandern-Erlebniskooperation 1

10 Jahre Best of Wandern 2 – 3

Testcenterprodukte im Überblick 4 – 5

Die europäische Wanderkooperation 6 – 7

Leipzig Region 8 – 11

Region Ostbelgien 12 – 15

Region Müllerthal 16 – 19

Naturpark Nordvogesen 20 – 23

Räuberland im Spessart 24 – 27

Frankenwald 28 – 31

Donaubergland 32 – 35

Ammergauer Alpen 36 – 39

Dachstein Salzkammergut 40 – 43

Radstädter Tauern 44 – 47

Osttirol 48 – 51

Aktion »Beste gemeinsame Zeit« 52 – 53

Neues von den Best of Wandern-Partnern 54 – 55

Dertour-Wandererlebnisse 56 – 57

Der Rohstoff zur Herstellung des Papiers

stammt aus nachhaltig bewirtschafteten

Wäldern und ist nach den Regeln des Forest

Stewardship Council (FSC®) zertifiziert.

Eindrucksvolle Naturlandschaften und zauberhafte

Wanderwege in Berg und Tal, das zeichnet

Best of Wandern aus. BoW ist ein Verbund von

11 Wanderregionen in ganz Europa – wir bieten

Wandergenuss fernab von Massentourismus und

Hektik in Deutschland, Österreich, Belgien, Luxemburg

und Frankreich. Seit mittlerweile zehn Jahren

begeistert die Erlebniskooperation Wanderer

in ganz Europa. Das Besondere an dem Service:

In den Testcentern der Partnerregionen (siehe

Karte rechts) kann man Equipment führender

Outdoor-Hersteller kostenlos leihen und bei seinen

Touren ausprobieren.

Wer Wanderschuhe, Rucksäcke und Kindertragen,

Outdoorferngläser, Trekkingstöcke, Trekkingschirme,

Softshelljacken, GPS-Geräte, Tourensoftware

oder Schneeschuhe (nicht in den Nordvogesen,

Leipzig, Räuberland im Spessart und

im Müllerthal möglich) testen will, kann dies in

der Regel für einen Tag vor Ort kostenfrei tun.

Da das Equipment nur in begrenzter Stückzahl

vorhanden ist, empfiehlt sich eine telefonische

Vorab-Reservierung. Im Heft erfahren Sie mehr

über das Leihequipment. Neben diesem einmaligen

Service bietet Best of Wandern im Jubiläumsjahr

eine besondere Aktion für Wanderer:

Die »Beste gemeinsame Zeit« erleben Teams

vom 22.-25. Juni. Alle Infos gibt es auf den Seiten

52-53 und im Web: www.best-of-wandern.de

Weitere Details zu den jeweils verfügbaren Produkten,

Kontakte der Testcenter sowie über besondere

Personen aus unseren Wanderregionen

folgen auf den kommenden Seiten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

1


Happy Birthday

Fotos: u.a. Alfred Koebe, Markus Liebe und Petra Baumann.

Best of Wandern

Die europäische Wanderkooperation

feiert ihren 10-ten Geburtstag.

Wer hätte gedacht, dass aus einer fixen Idee

eine solche Erfolgsgeschichte wird? Aus dem

festen Willen, etwas Neues für die Wanderer

zu schaffen, ist im zurückliegenden Jahrzehnt

eine auf dem europäischen Markt einzigartige,

branchenübergreifende Kooperation von

Wanderregionen und Markenherstellern geworden.

Die Best of Wandern-Regionen sind echte

Geheimtipps. Alle haben sich dem Wanderservice

verschrieben. Im Vordergrund steht

der Gast und seine gute Zeit in intakter Natur,

Erholung und Entspannung bei sportlich

sanfter Betätigung. Dafür setzen sich die Best

of Wandern-Partnerregionen mit Herzblut ein.

Dank bekannter Marken aus dem Outdoorsport

können Gäste in derzeit elf Testcentern

in fünf Ländern hochwertige Wanderausrüstung

ausleihen und auf Herz und Nieren

testen – kostenlos natürlich. Jährliche Wandern-Events

in den elf Wanderregionen bieten

Gelegenheit die herrlichen Naturlandschaften

an der Seite von echten Insidern besonders intensiv

kennenzulernen... auf den kommenden

Seiten stellen wir unsere geballte Wanderkompetenz

vor. Viel Spaß beim Stöbern.

Wir lassen uns auch in den kommenden

zehn Jahren Neues für Wanderer einfallen –

versprochen!

2 3


KOSTENLOS AUSRÜSTUNG

IN DEN PARTNERREGIONEN TESTEN

Wer Gast in einer der Best of Wandern-Regionen

ist, kann folgendes Equipment ausleihen

und auf seiner Tour testen:

Mal reinschnuppern ins Wandern mit Trekkingstöcken,

bei widrigem Wetter einen Trekkingschirm

dabei haben, Schneeschuhe anlegen und

mitten durch die Winterlandschaft stapfen, mit

einem Fernglas der Extraklasse auf Entdeckertour

gehen oder besonders komfortabel wandern mit

modernen Wanderschuhen, technisch ausgereiften

Rucksäcken oder mit Outdoorjacken. GPS-Geräte

samt Tourensoftware zur Orientierung dürfen natürlich

auch nicht fehlen.

Teasi One³ eXtend

Nie wieder orientierungslos!

Das leicht zu bedienende

Outdoor-Navigationsgerät

bietet genau die

richtige Kombination aus

präziser Navigation und

perfektem Trainingspartner.

Denn es ist nicht nur Navi, sondern liefert auch

wertvolle Trainingsdaten wie Streckenverlauf, Entfernung,

Geschwindigkeit, Steigung, Höhenmeter

und Kalorienverbrauch. Mit integriertem 3D-Kompass

für beste Orientierung und Bluetooth®

zur Anbindung von externen Sensoren ist das

Teasi One³X der perfekte Begleiter zum Wandern!

Jeff Green Jacken

Der Outdoorspezialist Jeff

Green bietet seine Top-Modelle

Jade (für Damen) und

Calais (für Herren) zum Verleih

in den Testcentern. Beide

Jacken bestehen aus einem

drei-lagigen Stoff mit Membran,

der wind- und wasserdicht

sowie atmungsaktiv ist.

Ein feines Mikrofleece wärmt zuverlässig.

Wanderstab Gemse

Die besondere Form besteht aus einer

Verbundkonstruktion aus Holz und Zellkautschuk.

Sie macht die Gemse nicht

nur außergewöhnlich leicht (etwa 300 g),

sondern auch extrem stabil und flexibel. Der

ergonomische Griff bietet bei unterschiedlichen

Griffpositionen einen einzigartigen

Komfort. Der Wanderstab Gemse wird produziert

von der Lebenshilfe Detmold e. V., einer

Einrichtung für Menschen mit Behinderung.

Trekkingstöcke Black Diamond

Die Modelle Trail und Woman’s Trail

überzeugen durch ihr Flick-Lock-Einstellungssystem

zum Verändern der Stocklänge

und einen rundum gepolsterten Griff.

Tubbs Schneeschuhe

Fast schwerelos durch die Winterlandschaft

ziehen – mit Tubbs Schneeschuhen Flex von

Kochalpin – für Frauen,

Männer und Kinder.

Spezielle Schuhe sind

nicht erforderlich, ein

guter winterfester

Wanderstiefel ist völlig ausreichend.

Scarpa Wanderschuhe

Die komfortablen Allrounder eignen sich sowohl

für Mittelgebirgstouren als auch für eine

Bergwanderung. Die Schaftkonstruktion

aus Cordura und

Suede-Leder ist nicht nur

leicht und robust, sondern

schützt und stützt den

Fuß perfekt. Dank Goretex

Membran ist

auch ein Einsatz bei

Regenwetter kein Problem.

Rucksäcke und Kindertragen Vaude

Alle Produkte erfüllen

höchste Umweltstandards.

Für unsere

Testcenter stellt Vaude

gleich fünf unterschiedliche

Rucksackmodelle

und eine Kindertrage zur

Verfügung: Damit der

Nachwuchs bis ca. zwei

Jahre sicher und

entspannt mit auf Tour

kann, gibt es auch eine

Kinderkraxe im Verleih.

Zeiss Ferngläser

Der Blick fürs Detail und

die Kraft und Schönheit

der Natur fasziniert immer

wieder aufs Neue. Viel

näher »dran« ist man

mit einem Fernglas der

Marke Zeiss. Ob Berggämse

am Nachbargipfel,

Feldhase im Gras oder

Mäusebussard im Rundflug

– mit diesen Outdoor-Ferngläsern

entgeht Ihnen zukünftig nichts mehr.

Euroschirm Trekkingschirme

Regen bei der Wanderung

ist leider keine Seltenheit.

Eberhard Göbel

aus Ulm ist die Lösung

eingefallen: ein Outdoorschirm,

der ultraleicht ist,

dabei robust und optional

auch am Rucksack befestigt

werden kann.

Besuchen,

ausleihen, testen!

Alle Testcenter-Adressen und Öffnungszeiten

finden Sie auf den Regionen-Seiten.

4 5


Best of Wandern

Die europäische Wanderkooperation

Beschauliches Wald- und Wiesenwandern

oder anspruchsvolle Kletterpartie? Heuwiesen

oder stille Wälder? Tosende Wasserfälle

oder beruhigendes Wellenplätschern an einem

blauen See? Eine g‘fürige Bretteljause?

Die besten Tipps für erlebnisreiche Wanderungen

gibt es immer noch von Einheimischen.

Für die Jubiläumsausgabe zum 10-jährigen

Bestehen von Best of Wandern haben wir

elf Originale, Insider und besondere Menschen

aus Deutschland, Belgien, Luxemburg,

Frankreich und Österreich besucht.

Begleiten Sie uns auf den folgenden Seiten

auf eine Reise zu unseren ganz persönlichen

kulinarischen, handwerklichen und innovativen

»Helden« der Best of Wandern-Regionen

und freuen Sie sich auf Wanderwege in herausragender

Qualität und einen perfekten,

speziell auf Wanderer abgestimmten Service.

Denn Wandern spielt in allen elf Regionen

die wichtigste Rolle, aber nicht die einzige.

Unsere Partnerregionen zeichnen sich auch

durch ein breites Angebot an verschiedenen

Sportmöglichkeiten und Kulturprogrammen

aus. Begleiten Sie uns von Sächsischen Heidelandschaften

bis auf die Südseite der Alpen

und blenden Sie ein paar Tage den Alltag aus.

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en Horstsee umrunden, eine der Führungen im barocken

Schloss Hubertusburg begleiten, den Wermsdorfer Wald

durchqueren – egal, für welche Aktivität sich der Wandergast

in Wermsdorf entscheidet, einige Kilometer und Naturentdeckungen

weiter, wird er sein Kaloriendepot gerne wieder

auffüllen, um zu neuer Kraft zu finden.

Dann schlägt die Stunde von Olav Praetsch. Der

gebürtige Hamburger mit sächsischen Wurzeln

hat sich am Rand der Gemeinde Wermsdorf mit

Blick auf Hubertusburg, Horstsee und Wald ein

Schokoladenimperium aufgebaut: eine Manufaktur

mit Schauwerkstatt, Werksverkauf mit

Verkostung oder der Möglichkeit für Gäste, eine

eigene »Tafel aktiv« zu kreieren.

Das süße Leben war Olav Praetsch quasi schon

in die Wege gelegt, er ist der fünfte Konditormeister

in seiner Familie in Folge – und schlägt doch

ein wenig aus der Reihe. Zum einen hat er die Torten

aus seinem Metier verbannt und sich ganz und

gar der Schokolade verschrieben: »Schokolade

ist cool. Wir machen Menschen glücklich.« Zum

anderen hat er das Stammhaus seiner Vorfahren

im nördlich gelegenen Städtchen Wurzen zugunsten

einer knapp 20 Kilometer entfernten grüneren

Lage in Wermsdorf eingetauscht: »Hinter uns

Wald, vor uns der See, links das Schloss – und

genügend Platz. Vorher platzte die Produktion aus

»La dolce vita«

REGION LEIPZIG

Chocolatier OLAV PRAETSCH

hat sich ganz der Schokolade verschrieben.

In Wermsdorf kreiert er zwischen grünen Auen

und blauen Seen süße Kompositionen zum

schwach werden.

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allen Nähten.« Denn es läuft gut beim Chocolatier,

der inzwischen zehn Mitarbeiter beschäftigt, und

dafür hat der Meister auch ein Rezept: »Unsere

Preise sind fair, die Zutaten trotzdem vom Besten.«

Sahne und Früchte aus Sachsen, Marzipan und

Nougat aus Lübeck, Schokolade aus Frankreich,

Belgien, Spanien oder Deutschland.

»Man muss genau probieren und vergleichen,

die teuerste Schokolade ist nicht unbedingt die

beste«, verrät der Chocolatier – was hierzulande

übrigens kein anerkannter Ausbildungsberuf ist:

»Kompositionen aus Schokolade kreieren, das

darf nur der Konditor«, betont Praetsch. Die Arbeit

mit den Händen mache ihm Spaß: »Du brauchst

gute Rohstoffe, Liebe und Ideen.« Letztere beweist

er nicht nur in der Küche, sondern auch davor:

Den Schokoladen-Fachmann kann man auch

für Verkostungen – ähnlich feierlich und gehaltvoll

wie Weinproben – oder die Erlebnis-Gastronomie

im kleinen Kreis buchen. Vor Ort lädt die Veranstaltung

»Tafel aktiv« ganze Schulklassen oder

Reisegruppen zur süßen Eigenkreation ein. Auch

ein eigener Garten zur »Reise des Kakaos« ist

schon angelegt. »Aber die Bäume müssen noch

wachsen, wir wollen eine thematische Spielfläche

für Kinder und eine Duftgrube für Ältere anbieten.«

ÜBER DIE WANDERREGION LEIPZIG

Burgen und Schlösser, kilometerlange idyllische

Wanderwege, eine faszinierende Seenlandschaft

und die lebendige Kulturstadt Leipzig: Wer Stadt

und Region Leipzig besucht, wird von der Vielseitigkeit

überrascht sein. Ein Muss für naturbegeisterte

Wanderer ist die Heide-Biber-Tour. Der 30 km lange

Qualitätswanderweg führt von Bad Düben durch

eine nahezu unberührte Flora und Fauna nach Bad

Schmiedeberg. Aber auch der Lutherweg Sachsen,

der Muldental-Wanderweg und der Parthe-Wanderweg

laden zu entspannten Entdeckertouren ein.

Herzlich willkommen!

BESONDERHEITEN IN 2017

05. bis 07. Mai 2017: 7-Seen-Wanderung

Markkleeberg und Leipziger Neuseenland

Tel. +49 (0)341 60076622

www.7seen-wanderung.de

INFOS & ADRESSEN

REGION LEIPZIG

Aktuelle Informationen zum Testcenter

finden Sie auf der Webseite

www.best-of-wandern.de

Infos Testcenter: Seiten 4/5

Naschkatzen

08. bis 10. Sept. 2017: Sächsischer Wandertag

Bad Düben und Naturpark Dübener Heide

Tel. +49 (0)34243 72993

www.naturpark-duebener-heide.com

Schokolade ist ein sehr sinnliches Produkt und man kann eine Menge

über die Kakaopflanze und ihre Geschichte lernen: »Kinderarbeit und

Kinderglück, das gehört da alles mit hinein«, betont Praetsch. Wenn der

Themengarten in 2018 eröffnet wird, wird man auch ganz um den Horstsee

herumlaufen können, verbunden mit Kaffeepause à la carte und

LEIPZIG TOURISMUS

Einblicken in die Schokoladenproduktion, die jetzt schon jederzeit möglich

UND MARKETING GMBH

sind. »Wanderer sind uns stets willkommen«, so der 50-Jährige.

Augustusplatz 9

D-04109 Leipzig

Tel. +49 (0)341 7104260

info@ltm-leipzig.de

www.leipzig.region.travel

10 11

Fotos: Best of Wandern, Chocolatier Praetsch KG


Als ein benachbarter Bauernhof zum Verkauf

stand, erkannten die Schuwers das Potenzial:

Bietet er doch Einkehrmöglichkeit und zugleich

einen Ausgangspunkt für Wanderungen ins

schöne Tal, wofür der Name Bellevaux steht.

Aber es sollte nicht irgendeine Gastronomie

werden, sondern eine Brauerei mit einladendem

Biergarten sowie Einblicken in handwerkliche

Tradition und moderne Technik. »Belgien ist berühmt

für seine Biere und ich hatte Lust, wieder

mit den Händen zu arbeiten«, erklärt der autodidaktische

Bierbrauer die Basis seines ausgeklüade

in Ostbelgien, das könnte stehen für von alten Viehzuchtpraktiken

geprägte Heckenlandschaften, Weit- und

Fernblicke, die eine längst vergangene Gewinnung von

Torf ermöglichten oder schlicht und ergreifend Europas größtes

Hochmoor. Tatsächlich steht das Label für handwerklich erzeugte

Produkte aus der Region.

Reine Geschmackssache!

OSTBELGIEN

Blonde, Blanche oder Brune?

Bierbrauer WILL SCHUWER bietet in der

Brasserie de Bellevaux ungewöhnliche Bierspezialitäten

aus heimischen Zutaten und

quellfrischem Ardennenwasser an.

Sich etwas zusammenbrauen, das hat Will

Schuwer schon immer gern getan: Der gelernte

Apotheker hat in seinem ersten Berufsleben

Pillen gedreht, Salben angerührt, Kräuter gemischt.

Aber irgendwann fingen Bürokratie und

industrielle Produktion an, sein Leben zu dominieren.

Der Niederländer startete ganz neu mit

einem Jurastudium und als Dozent für Zivilrecht

an Universität Maastricht. Mehr Kopf- als Handarbeit,

aber zum Ausgleich wanderte er mit seiner

Familie damals gern durch die belgischen

Ardennen. Wo die Familie schließlich für immer

leben wollte: »Hier können wir entschleunigen,

Ruhe und intakte Naturlandschaft genießen«,

erklärt Will Schuwer seine früheren Grenzgänge:

Arbeiten in Maastricht, Leben in der Nähe von

Malmedy. »Alles ist noch authentisch. Die vier

Jahreszeiten, die freundlichen Menschen, Kühe

auf der Wiese.«

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gelten Business-Plans: Bier aus lokalen, selbst

angebauten Bestandteilen wie Hopfen, Gerste

oder Weizen mischen, vor Ort verköstigen und

Touristen durch die Produktion führen.

Ein Plan, der aufging: An den Wochenenden

zieht die Brasserie de Bellevaux nicht nur zahlreiche

Touristen, sondern auch Einheimische an.

Sie wollen probieren, was Sohn Tom Schuwer,

der inzwischen in die Fußstapfen seines 63-jährigen

Vaters getreten ist, neu kreiert hat: Himbeerbier,

die Variante »Indian Summer« oder gleich

»Toms Pale Ale«. Aber erst nachdem sie einen

der Rundwege gemacht haben, die nach den vier

Hausbieren der Brasserie benannt sind: Blonde,

Blanche, Brune, Black.

Süffiges

»Mein Lieblingsweg ist die Wanderung

Blonde«, erklärt der Brasserie-Gründer.

Ein sieben Kilometer

langer Rundweg ins Tal der Warche:

»Er führt am Wasser entlang, bietet

schöne Aussichtspunkte und eine

friedliche Landschaft.« Wer nur

spazieren gehen will, wählt Blanche,

die erfrischende Rundtour ist nur 1,5

km lang. Probieren kann man das

dazugehörige Weißbier (frz. bière

blanche) mit den Geschmacksnoten

Koriander und Orangenschalen allerdings

nur im Sommer.

ÜBER DAS WANDERN IN OSTBELGIEN

Von einer leicht hügeligen Landschaft im Norden,

mitsamt Hertogenwald und Wesertalsperre,

über das Naturschutzgebiet »Hohes Venn«, einer

in Europa einmaligen Hochmoorlandschaft (und

Belgiens höchstem Punkt, Botrange 694 m) bis

zu den Talsperren des Warchetals sowie das von

Forellenzüchtereien geprägte Ameltal erstreckt

sich das ostbelgische »Wanderland«, das vom

belgisch-deutsch-holländischen Dreiländereck

im Norden bis zum belgisch-deutsch-luxemburgischen

Dreiländereck im Süden reicht. Der grenzüberschreitende

Naturpark »Hohes Venn-Eifel« liegt

inmitten dieser Region. www.eastbelgium.com

INFOS & ADRESSEN

OSTBELGIEN

TESTCENTER MALMEDY

Geöffnet 2017:

Montag – Samstag: 10.00 – 18.00

Sonntag: 10.00 – 17.00

Juli – August – September:

Montag bis Samstag: 9.00 – 18.00

Sonntag : 9.00 – 17.00

Feiertags : 10.00 – 17.00

Nebensaison: Montag & Dienstag

geschlossen

Kontakt Testcenter: siehe unten

BESONDERHEITEN IN 2017

Oxfam Trailwalker Ostbelgien: 100 km im 4er-Team

in max. 30 Std. wandern: 26.-27. August 2017

www.oxfamtrailwalker.be

Gourmet Touren: Wandern und essen ... einfach

perfekt! Im Frühling-Sommer-Herbst:

www.eastbelgium.com

Infos Testcenter: Seiten 4/5

HAUS FÜR TOURISMUS

HOHES VENN – OSTBELGIEN

Place Albert Ier 29a,

B-4960 Malmedy

Tel. +32 (0)80 330250

info@eastbelgium.com

www.eastbelgium.com

14 23

15

Fotos: eastbelgium.com-Dominik Ketz, Best of Wandern


eaufort, das klingt nicht nur nach schöner Burg, das trifft

es auch: Wer den Fernwanderweg Mullerthal Trail komplett

abwandert, kommt unweigerlich an der imposanten Burgruine

aus dem 12. Jahrhundert vorbei. Direkt dahinter befindet

sich ein Renaissance-Schloss aus dem 17. Jahrhundert –

Arbeits- und Lebensmittelpunkt von Jacqueline Kuijpers.

Fruchtiges aus der

REGION MÜLLERTHAL

KLEINE LUXEMBURGER SCHWEIZ

Cassero Produzentin JACQUELINE KUIJPERS

bewahrt das bestgehütete Geheimnis der Burg

von Beaufort: hochprozentiger Alkohol, Zucker

und tiefschwarze Johannisbeeren

... mehr wird nicht verraten.

Schon als Schülerin hat die Beauforterin im

Schloss mitgearbeitet, seit 36 Jahren lebt sie auf

dem Gelände und hat inzwischen das bestgehütete

Geheimnis der Burg übernommen: die Farbe

tiefrot, der Duft fruchtig, ein süß-herber, kräftiger

Geschmack – sein Name Cassero.

Man nehme hochprozentigen Alkohol, Zucker

und tiefschwarze Johannisbeeren. Aber welche

Menge genau und wie lange muss der Likör reifen?

Die Cassero-Produzentin lacht und schüttelt

gleichzeitig den Kopf: Nein, da ist nichts zu

machen, das Rezept wird nicht verraten. Nur so

viel: »Bald sollen alle Früchte wieder aus der

Kleinen Luxemburger Schweiz kommen, dann

wird der Cassero wieder hundertprozentig heimisch«,

so Jacqueline Kuijpers.

Bereits die letzte Schlossherrin Anne-Marie Linckels

ließ schwarze Johannisbeeren aus Südfrankreich

importieren und in den Kellern des

Schlosses verarbeiten, als sich die Ernte der

langen schwarzen Rispen vor Ort nicht mehr

rentierte: Ohne moderne Erntemaschinen war

das nur von Hand möglich und sehr zeitaufwändig.

Aber seit 2012 werden mit EU-Fördermitteln

wieder schwarze Beeren in der Region angepflanzt

und auch schon abgeerntet. Zur Freude

der Besucher und Wanderer, die hier des Weges

kommen: Im Eintrittspreis ist eine Verköstigung

des Schlosslikörs inbegriffen.

1622

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Aber passen Wandern und Likör überhaupt zusammen?

»Sie nehmen doch nur einen Schuss,

der Rest ist eisgekühltes Mineralwasser. Das ist

Erfrischung pur und schmeckt am besten nach

der Wanderung«, verrät Kuijpers ihren Sommerdrink-Tipp.

Ihre Lieblingstour startet direkt am

Schloss und führt von dort durch die von Sandsteinfelsen

und Laubwald geprägte Landschaft rund um

das Plateau von Beaufort – der Rundweg B1. Der

Weg steuert immer wieder schöne Aussichtspunkte

an, die einen Blick ins Tal der Sauer freigeben.

Zurück zum Schloss begleiten romantische Bachläufe

im Haupesch- und Halerbaachtal: »Die zehn

Kilometer bieten unglaublich viel Abwechslung,

sind aber auch anstrengend«, so Kuijpers. Wenn

sie über kleine Holzbrücken an grünen Moosen

und gewaltigen Felsbrocken vorbei wandert, spürt

sie mit allen Sinnen: »Das ist hier schon ein magischer

Ort – und auf jeden Fall meine Heimat.«

Prost! Gesondheet!

Den Rundweg B1 rund um das Plateau

von Beaufort kann Jacqueline

Kuijpers auch in grauen Wintertagen

empfehlen. Im Nebel wirken Schloss

und Felsformationen wie aus einer

anderen Zeit. Kraftspender ist auch an

kalten Tagen die schwarze Johannisbeere,

»die Königin der Beeren, in ihr

stecken viel Vitamin C, Mineralien und

Antioxidantien«, so die Likörproduzentin.

Mit einem Unterschied: Der Cassero

wird dann mit heißem Wasser als

Grog getrunken – und Weihnachten

gleich mit Crémant als Kir Royal.

Prost, wohl bekommt‘s!

WANDERN IN DER REGION MÜLLERTHAL

Das Markenzeichen der Region Müllerthal – Kleine

Luxemburger Schweiz ist ein 112 Kilometer langer

Wanderweg, der Mullerthal Trail. Er verbindet

Wälder und Wiesen, tiefe Schluchten und bizarre

Felsen, Schlösser und Burgen, kurz alles was die

Kleine Luxemburger Schweiz so einzigartig macht.

www.mullerthal.lu

Zur empfohlenen Tour von Jacqueline Kuijpers:

www.mullerthal-trail.lu/de/wandertouren/wandertour-3-beaufort

BESONDERHEITEN IN 2017

Die neue Wandersaison 2017 wird am Sonntag,

7. Mai, mit dem »Mullerthal Trail Season Opening«

gefeiert: Wanderführer begleiten die Gäste auf

Sternwanderungen an deren Zielpunkt. Bastelworkshops,

Naturerfahrungsspiele und regionale Informationen

sowie Produkte warten. Für das leibliche

Wohl wird gesorgt und ein Shuttle-Service bringt die

Gäste zu ihren Ausgangspunkten zurück.

Wer tiefer und naturwissenschaftlicher eintauchen

möchte: Der neue Aquatower Berdorf verbindet

Trinkwasserkunde und Geologie, Interaktivität und

Aussicht. www.aquatower-berdorf.lu

INFOS & ADRESSEN

REGION MÜLLERTHAL

TESTCENTER MÜLLERTHAL

Geöffnet 2017:

24. Mai – 17. September

täglich 9.30 – 16.30

4. April – 23. Mai und

20. September – 29. Oktober

Mittwoch – Sonntag 9.30 – 16.30

1. Januar – 1. April und

31. Oktober – 23. Dezember

Dienstag – Samstag 9.30 – 16.30

Kontakt Testcenter:

Touristcenter Heringer Millen,

1, rue de Moulins,

L-6245 Müllerthal

Tel. +352 878988

Infos Testcenter: Seiten 4/5

TOURISMUSVERBAND

REGION MÜLLERTHAL -

KLEINE LUXEMBURGER SCHWEIZ

B.P. 152, L-6402 Echternach

Tel. +352 720457-1

www.mullerthal.lu

www.mullerthal-trail.lu

18 23

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Fotos: Mëllerdaller Produzenten/FrameArt, Best of Wandern


ichte Täler mit Fachwerkdörfern, Seen und Moorgebieten,

darüber Wald, so weit das Auge reicht: Im Naturpark Nordvogesen,

im Elsass, nahe der deutsch-französischen Grenze

kommen Wanderer in den Genuss guter Aussichten: mit etwas Glück

auf Uhu, Falke oder Luchs; mit Sicherheit auf steil in die unnahbaren

Sandsteinplateaus gebaute Felsenburgen.

»Grenzgänge«

NATURPARK

NORDVOGESEN

CHRISTELLE ZERAFA-ULLMANN begrüßt ihre

Gäste in Obersteinbach, umgeben von einer

wildromantischen Kulisse, die aus einem

mittelalterlichen Heldenepos stammen könnte.

Die Heimat von Christelle Zerafa-Ullmann ist eine

wildromantische Kulisse. Nach dem mittelalterlichen

Heldenepos Waltharius ist dies der Ort, wo

die Ritter Gunther, Hagen und Walther die Klingen

kreuzten. Wenn die rüstige Gastgeberin aus

Obersteinbach Pfälzer Wanderer auf ihrer »Sieben-Burgen-Tour«

begrüßt, hat sie mindestens

ein doppelt so großes Ausflugsprogramm parat:

»Ab hier sind es 14 Burgen in guter Lage, die

entdeckt werden wollen.«

Das Wandern ist Christelle Zerafa-Ullmann

in die Wiege gelegt. Ihr Vater war ein begeisterter

Kletterer. Jeden Sonntag brachte er die

Familie auf eine andere umliegende Höhe, zu

Fuß, und mit Geschichten und Erläuterungen

im Rucksack. »Die Vorträge als Kind anzuhören,

das war langweilig«, gesteht die 74-Jährige

heute. Aber prägend: Der Grundstein für die

Heimatliebe wurde gelegt. »Ich lebe hier schon

so lange, es ist ein Glück, mit allem verbunden

zu sein.« Zu allem gehört die historische Kulturlandschaft

mit den Felsenburgen auf freistehenden

Sandsteinriffen, aber auch ein Netzwerk

aus Gastgebern und Besuchern aus aller Welt:

Zerafa-Ullmann ist Mitbegründerin des Labels,

»Hôtels au Naturel«, es steht für Gästehäuser

in Naturparks und engagierte Besitzer, die weitergeben,

was sie über ihre Heimat und den

Naturpark gelernt haben. So macht es die engagierte

Betreiberin des Gästehauses »Alsace-Village«.

Dabei hatte die studierte Theologin

2022

21


zunächst andere Zukunftspläne und arbeitete als

Religionslehrerin bis sie ihr Elternhaus übernahm

und zwei diplomierte Biolandwirte an Bord holte.

»Viele Gäste kommen aus der Stadt und klagen

über Stress«. Ihnen bietet das Haus bei Bedarf

Frühstück ans Bett, zweimal die Woche gesunde

Bioküche aus dem eigenen Gemüsegarten und

viel Bewegung im Wald. »Nicht wenige Besucher

verlieren sich darin«, sagt die Französin. Das ist

positiv gemeint und nicht zu verwechseln mit einem

panischen Verlaufen: »Man taucht ein in eine

andere Welt mit anderen Geräuschen und atmet

sich frei.« Christelle bricht am liebsten in den frühen

Morgenstunden mit ihrem Hund auf, wenn

das Licht noch blau ist und der Nebel über den

Häusern liegt, und steigt auf eine der Felskuppen,

etwa zur Burg Petit Arnsbourg, wo der Raubritter

Friedrich von Wasigenstein sich einst versteckt

hat, belagert und besiegt wurde.

Felsennester

Der Wasigenstein ist die berühmteste

Felsenburg der Region und für

Christelle auch die schönste: »Die

Ruine ist ausgesprochen gut erhalten,

man hat einen herrlichen Blick von

oben, auf die Waldberge und hinab

ins Tal.« Vor allem aber durchquert

man auf dem Weg dorthin viel Wald

und kann dabei wieder mehr Freude

an sich selbst finden und aufgestaute

Aggressionen verlieren. »Die Ritter

sind weg, dafür ist verloren geglaubtes

zurückgekommen.« Wie der Uhu, der

seit einiger Zeit wieder in der Region

gesichtet wurde. »Es ist ein stetiger

Wandel in der Welt.«

WANDERN IM NATURPARK NORDVOGESEN

Die Unesco gab ihm für seinen Artenreichtum den

Titel Biosphärenreservat, die Europäische Kommission

zeichnete ihn für nachhaltigen Tourismus

aus und die Wanderer kommen wegen seines reichen

kulturellen und gastronomischen Angebotes:

Der Naturpark Nordvogesen besticht durch unbewohnte

Höhenlagen, markante Felsenburgen

und über 30 vom Wanderverband ausgezeichnete

Weitwanderwege.

BESONDERHEITEN IN 2017

10 Museen in den nördlichen Vogesen starten

ein neues touristisches und kulturelles Angebot.

Mit einer Geschenkkarte können jeweils

zwei Personen drei Museen nach Wahl für 10

Euro besuchen. Die Karte ist bei den Touristinformationen

des Alsace Bossue, in Wissembourg,

Sauer-Pechelbronn und bei den teilnehmenden

Museen erhältlich. Mehr Infos unter:

www.parc-vosges-nord.fr

INFOS & ADRESSEN

NORDVOGESEN

TESTCENTER NORDVOGESEN

Die Testcenter befinden sich in der

Touristinformation in Bitche (und eine

Zweigstelle in Baerenthal):

Information

Tourist-Information »Pays de Bitche«

Tél. +33 (0)3 87061616

contact@tourisme-paysdebitche.fr

www.tourisme-paysdebitche.fr

»Baerenthal - Philippsbourg«

Tél. +33 (0)3 87065026

infobaerenthal@tourisme-paysdebitche.fr

Infos Testcenter: Seiten 4/5

MAISON DU PARC NATUREL

Tel. +33 (0)3 88014959

contact@parc-vosges-nord.fr

www.parc-vosges-nord.fr

22 23

23

Fotos: Maison du Parc naturel, Best of Wandern


an nehme 400 Jahre alte, mächtige Eichen, klares, frisches

Quellwasser, ein schmuckes Wirtshaus und ein verwunschenes

Wasserschloss: Das ergibt mehr als nur die Filmkulisse

für die berühmte deutsche Komödie um das »Wirtshaus im

Spessart« mit Liselotte Pulver als Comtesse, Carlos Thompson als

Räuberhauptmann und Wolfgang Neuss als Räuber.

»Im Eichenwald«

RÄUBERLAND IM

SPESSART

Lokführer und Schäfer ERNST BILZ schätzt und

schützt die Natur im bayerischen Spessart, kümmert

sich um Moorschnucken, Wege zum Wasserschloss

und Räuberlandgeschichten.

Ein echtes Stück Räuberland findet sich zwischen

Aschaffenburg und Miltenberg. Die Region setzt

auf Naturbegegnung und ungewöhnliche Landschaftspflege.

Etwa mit einer Moorschnuckenherde,

die versumpfte Wiesen vor dem Zuwachsen

bewahrt. Der 63-jährige Natur- und Landschaftsführer

Ernst Bilz mimt dafür nach Feierabend

den Schäfer. Zeit sich um norddeutsche Moorschnucken

und eine Ziege samt Ziegenbock

zu kümmern hatte Ernst Bilz eigentlich nicht.

Schließlich ist er hauptberuflich als Lokführer im

20 Kilometer entfernten Bayernhafen beschäftigt

und an den Wochenenden auch noch Natur- und

Landschaftsführer. Aber er hat sich die Zeit für

das Grünlandprojekt einfach genommen: Wenn

die Schafe Gräser und Gehölz kurzhalten, bewahren

sie ein wertvolles Wiesenbiotop vor dem

Zuwachsen. So die Idee im Kaltenbachgrund bei

Hessenthal. Bilz lebt in der Nachbargemeinde

Mespelbrunn: »Wer ernten will, muss auch etwas

geben«, sagt er. Sechs Jahre ist es her, als er

einwilligte, sich um die Tiere und das Projekt zu

kümmern. Das bedeutete im ersten Schritt, einen

»wilddurchlässigen Zaun« um das rund vier Hektar

große Gelände zu ziehen. »Wildsäue kommen

durch, Rehe springen drüber, aber die Schafe

bleiben drin«, erklärt der Naturliebhaber. Das hieß

im zweiten Schritt zu lernen, wie man Schnucken

schert und ihre Klauen schneidet. »Das habe ich

mir selbst mit Unterstützung beigebracht.« Der

Lohn für die viele Arbeit: »Wenn ich im Sommer

am Bach bei den Schafen stehe, dann ist das wie

2422

25


Urlaub.« Eine Auszeit vom Lokführeralltag mit seltenen

Gästen: etwa einem Schwarzstorch, dem

Eisvogel oder der Zweigestreiften Quelljungfer.

Die meisten Touristen kommen allerdings nicht wegen

der seltenen Tiere, sondern wegen der Räubergeschichten.

Der Kinostreifen »Das Wirtshaus im

Spessart« wurde 1958 vor der malerischen Kulisse

von Schloss Mespelbrunn gedreht. »Räuber hat es

hier früher viele gegeben, die Leute waren arm, sie

lebten im Wald und hatten viele Kinder.« Da bot es

sich an, reiche Kutschen zu überfallen. Aber das ist

200 Jahre her. Der Kinofilm mit Lilo Pulver dagegen

machte die Region vor fast 60 Jahren berühmt und

nahezu reich. »Jeder, der konnte, vermietete ein

Zimmer und die Gäste aus dem Ruhrgebiet blieben

drei Wochen.« Heute bleiben sie weit kürzer, aber

sie kommen wieder zahlreicher und nehmen sich

Zeit für Entdeckungen, freut sich der Naturführer.

Naturerleben

Die Lieblingswanderung von Ernst Bilz

verläuft vom »Wirtshaus im Spessart«,

vorbei am Grünlandprojekt zur Quelle

der Elsava, ein Zufluss des Mains,

der im Oberlauf Kaltenbach heißt,

zum Forsthaus Echterspfahl und zum

Wasserschloss Mespelbrunn. Dabei

begleitet Bilz nicht selten auch blinde

und sehbehinderte Menschen: »Das

sind sehr intensive Führungen. Die

Sehbehinderten ertasten etwa einen

Fichtenzapfen ganz genau, zerrupfen

ihn, riechen daran, das hat mir selbst

die Sinne neu auf die Natur geöffnet.«

ÜBER DAS WANDERN IM RÄUBERLAND

Das „Räuberland – Das Herz im Spessart“ kann

im Bereich wandern mit einer einzigartigen Region

punkten – einem der größten Mischwaldgebiete

Deutschlands und eine von der Sonne verwöhnte

Natur. Seit September 2016 ist das Räuberland offiziell

eine von insgesamt vier »Qualitätsregionen

Wanderbares Deutschland«. Zwei Qualitätswanderwege

(Spessartweg 1+2), acht Europäische Kulturwanderwege,

drei Räuberland-Wanderwege, neun

Nordic-Walking-Strecken, sechs Qualitätstouren und

zahlreiche historische Wege (z.B. Erzwilderer

Hasenstab Weg, Eselsweg, Alter Schulweg…) bilden

ein dichtes und sehr gut ausgeschildertes Wandernetz.

Die Region verfügt über ein neues durchgängiges

Beschilderungssystem, Hinweisschilder auf Gastronomie

und Übernachtungsbetriebe und natürlich

viele naturbelassene Wege.

INFOS & ADRESSEN

RÄUBERLAND IM SPESSART

TESTCENTER RÄUBERLAND

Geöffnet 2017:

April – Oktober

Montag – Freitag 10.00 – 13.00 Uhr

und 14.00 – 17.00 Uhr

Samstag: 10.30 – 12.30Uhr

November – März:

Montag – Freitag: 10.00 – 13.00 Uhr

Kontakt Testcenter:

siehe unten.

Infos Testcenter: Seiten 4/5

BESONDERHEITEN IN 2017

13. Räuberland-Wandertag am 02.04.2017 in Heimbuchenthal

mit 2 Strecken und viel Programm:

www.spessartraeuberland.de/wanderevents

TOURISTIKVERBAND E.V.

RÄUBERLAND

Hauptstraße 16

63872 Heimbuchenthal

Tel.: 06092-1515 Fax: 06092-5511

www.raeuberland.com

info@raeuberland.com

26 23

27

Fotos: Räuberland im Spessart, Wolfgang Ehn


hat in den feinsten Küchen der Republik gekocht, den

Michelin-Stern geholt und es in die »Top 100 der deutschen

Köche« geschafft. Als nächste Station wäre

eigentlich ein hochpreisiges Restaurant dran gewesen. Die

Angebote dazu hat Alexander Schütz aber allesamt ausgeschlagen

und sich für die Heimat entschieden.

Weltoffen und regional

FRANKENWALD

Gourmetkoch ALEXANDER SCHÜTZ zog

es heim nach Wartenfels statt in die weite

Welt, nach Dubai, Paris oder Tokio.

Dort balanciert er gekonnt

zwischen Bratwurst mit Sauerkraut

und Fine-Dining-Menüs.

Vor fünf Jahren übernahm er den elterlichen

»Berghof« in Wartenfels, einem 500-Seelen-Ort

in Oberfranken. Seitdem holt er Liebhaber der

guten Küche oder Durchreisende für eine Übernachtung

mit besonderem Abendessen in die Region

und bietet Wandergästen im Frankenwald

ungewöhnliche Kombinationen für den Gaumen.

Nichts gegen Bratwurst und Sauerkraut. Oder

eine gute Brotzeit. Die serviert Alexander Schütz

durchaus hungrigen Wanderern, natürlich mit

hausgemachter Wurst. Aber eigentlich steht

seine Küche, die von Gourmetmeistern wie

Johann Lafer oder Harald Wohlfahrt geprägt wurde

und sich nun auch räumlich zum Gast geöffnet

hat, für die »neue Interpretation fränkischer Traditionen«.

Unter der Überschrift »Tradition trifft

Moderne« können die Gäste bei der Vorspeise

beispielsweise wählen zwischen Carpaccio vom

fränkischen Bio-Weideochsen, Garnelen-Bruschetta

oder Blattsalaten mit Wiesenkräutern.

Vorher können sich die Gäste noch einen passenden

edlen Tropfen aussuchen: Wer das Haus

betritt, kommt an dem begehbaren Weinschrank

nicht vorbei.

»Meine Frau ist Hotelkauffrau, meine Mutter

Meisterin der Hauswirtschaft und Köchin mit Leib

und Seele, mein Vater Metzgermeister sowie

Fleischtechniker, das sind die besten Voraussetzungen,

es gerade hier und jetzt zu wagen«,

erklärt der zurückgekehrte Sohn sein Ziel, die

2822

29


fränkische Wirtshaustradition in einem Kleinod

wie Wartenfels weiterzuleben. Ein ehrgeiziges

Vorhaben, ein voller Erfolg: Die Mischung aus Moderne,

Weltoffenheit und Regionalität, die Familie

Schütz geschaffen hat, kommt gut an. »Wir leben

von einer guten Mund-zu-Mund-Propaganda«,

sagt Alexander Schütz. Regional geprägt sind Inneneinrichtung

und Küche. So sind nicht nur an

den Wänden rohe Holzscheite aus dem Frankenwald

dekorativ aufgeschichtet, auch die Speisekarte

wird in Echtholz gereicht: »Wir wollen uns

absetzen von Plastik-Speisekarten.«

KOSTPROBE GEFÄLLIG?

Das Kochbuch von Alexander Schütz »Heimatgenuss«

(28,50 Euro) kann direkt bestellt werden

unter mail@berghof-wartenfels.de

Gaaßleitn

Tischreservierungen sollte man

für das Wochenende 2-3 Wochen

im Voraus vornehmen. Aber auch

wenn es spontan nicht immer

klappt, hat der Koch ein offenes

Haus für Wanderer: »Ich wandere

selbst gern.« Lieblingsweg

des 35-Jährigen ist das »Gaaßleitn-Steigla:

Es ist hügelig und

leicht in fünf Stunden begehbar.

Dabei wird man belohnt mit einem

weiten Blick und einer reichen Tierwelt«,

betont Alexander Schütz.

BAYERNS ERSTE QUALITÄTSREGION

WANDERBARES DEUTSCHLAND

Der Frankenwald besticht durch seine Ursprünglichkeit

und Natur. Auf dem 242 Kilometer langen

FrankenwaldSteig oder den insgesamt 32

FrankenwaldSteigla zwischen 5 und 18 Kilometer

Länge begegnen Wanderer den Kernthemen »Stille

hören«, »Weite atmen« und »Wald verstehen«.

BESONDERHEITEN IN 2017

Der Frankenwald ist 2017 zum »Waldgebiet des

Jahres« gewählt worden. Daher finden während des

Jahres zahlreiche Aktionen, Veranstaltungen und

Wanderungen zum Thema »Wald verstehen« statt.

Mehr Infos unter: www.wandern-im-frankenwald.de

INFOS & ADRESSEN

FRANKENWALD

TESTCENTER FRANKENWALD

Geöffnet 2017:

Montag – Freitag: 9.00 – 12.00 Uhr,

Samstag: 10:00 – 12.00 Uhr, oder

nach telefonischer Vereinbarung:

Tel. +49 (0)9262 1538

Kontakt Testcenter:

Tourismushaus Oberes Rodachtal

Kronacher Straße 75

96349 Steinwiesen

Infos Testcenter: Seiten 4/5

FRANKENWALD TOURISMUS

SERVICE CENTER

Adolf-Kolping-Straße 1,

D-96317 Kronach

Tel. +49 (0)9261 601517

mail@frankenwald-tourismus.de

www.frankenwald-tourismus.de

30 31

Fotos: Frankenwald Tourismus, Alexander Schütz.


er Landkreis Tuttlingen hat in Neuhausen ob Eck ein

komplettes historisches Dorf wiederbelebt und sich damit

weithin einen Namen gemacht. Dort arbeiten Angelika

Hepfer und ihr Mann seit 28 Jahren. Dafür hat sie den elterlichen

Hof in Kolbingen verlassen und einmal die Donau überquert.

Eine Wanderung in »traumhafter Kulisse«, wie sie sagt.

»Märzenbecher und

Donauwellen«

DONAUBERGLAND

Menschen, Landschaft, Bodenständigkeit

sind für ANGELIKA HEPFER das, was Heimat

ausmacht. Einmal am Tag treibt sie die Sauen

durchs Museumsdorf Neuhausen ob Eck.

Jeden Montag um die Mittagszeit warten Schweine

auf ihre Hirtin – allerdings vergeblich. Es ist Ruhetag

im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck und

weder Angelika Hepfer noch ihre beiden Kollegen

kommen vorbei, um die Sauen durchs Museumsdorf

zu treiben. Dienstags, wenn Hepfer dann wieder

in den Stall kommt, herrscht dicke Luft: »Die

Sauen sind stets beleidigt, dass der Ausflug ausgeblieben

ist«, lacht die 58-Jährige. Ihr Nebenjob

als Schweinehirtin ist längst eine Gewohnheit geworden.

Seit 17 Jahren trainiert sie junge Ferkel

für einen anderthalb Kilometer langen Rundweg

vom Stall bis zur Waldweide und wieder zurück

über »Saukuhle« und Dorfbrunnen: »Da dürfen

die Schweine trinken, natürlich nur aus dem Brunnen,

der für Tiere bestimmt war, das war auch im

18. Jahrhundert streng getrennt.«

Zu jener Zeit hatte die Sau im Donaubergland

keinen Stall. Sie wurden von einem Schweinehirten

gehalten, auf Stoppelfelder getrieben, um

den Boden zu pflügen, oder in einen Hochwald,

um den Boden zu durchwühlen – und damit optimale

Keimbedingungen für Eichen zu schaffen.

Das Wissen über diese Haustierhaltung soll im

Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck lebendig gehalten

werden und daher besorgte der Museumsdirektor

vor 17 Jahren zehn Schwäbisch-Hallische

Landschweine, Stall und Weidefläche. Ein Student

sollte sich um das Projekt kümmern, so die

Idee. Aber es kam kein Student. Stattdessen war

da Hauswirtschaftsmeisterin Angelika Hepfer, die

3222

33


im Museum auch für das traditionelle Brotbacken

zuständig ist. Während der Ofen heizte, setzte sie

sich häufig zu den Schweinen, sprach mit ihnen,

baute Vertrauen auf. »Meine Eltern hatten einen

landwirtschaftlichen Betrieb, mein Mann und ich

auch, bis wir die Stelle im Museum bekamen.«

Wenn sie mit ihrem Blecheimer die Sauen durchs

Dorf treibt, wollen Besucher wissen, wie alt die

Schweine werden. Dann wird Hepfer direkt: Die

Sauen werden zum Ende der Museumssaison im

Oktober geschlachtet und an Museumsbesucher

verkauft. Ob ihr das nicht das Herz bräche, lautet

die häufigste Frage. Aber die Hauswirtschaftsmeisterin

schüttelt den Kopf: »Ich bin ein Kind der Landwirtschaft,

ich bin damit groß geworden und ich

weiß, irgendjemand muss das produzieren, wenn

weiterhin die Wurst auf den Teller kommen soll.«

Blütenträume

Am Ende der Saison hat die Hirtin

Zeit für ihre zweite große Leidenschaft:

das Wandern. »Mein Lieblingsweg

führt von Kolbingen über

die Tropfsteinhöhle ins Hintelestal,

wo im Frühjahr tausende Märzenbecher

blühen – ein Traum.«

Überhaupt kann die Schwäbin

den Jahreszeiten ihrer Heimat viel

abgewinnen. »Im Sommer sind es

nur 20 Kilometer bis zur Abkühlung

im Bodensee und im Winter

haben wir den Skilift direkt vor

der Haustür.«

ÜBER DAS WANDERN IM DONAUBERGLAND

Die höchsten Berge der Schwäbischen Alb, die tiefsten

und spektakulärsten Täler sowie die höchste

Dichte an Prädikatswegen – keine Frage, das

Donaubergland zieht Superlative magisch an. Aber

auch wer das Einzigartige mag, kommt hier auf

seine Kosten: Romantische Burgen, bizarre Felsen

und ein majestätischer Fluss, der in den Sommermonaten

einfach versickert und an anderer Stelle

wieder auftaucht. Dazu bietet ein großes Wanderwegenetz

hundert Rundwanderungen für jedes

Alter und jede Kondition – www.donaubergland.de.

BESONDERHEITEN IN 2017

Der Donauberglandweg, der Leitweg der Region,

hat in diesem Jahr bereits zum vierten Mal das Zertifikat

»Qualitätsweg Wanderbares Deutschland verliehen

bekommen« – www.donaubergland.de.

INFOS & ADRESSEN

DONAUBERGLAND

TESTCENTER DONAUTAL

Geöffnet 2017:

Mittwoch – Sonntag: 9.00 – 12.00 Uhr

und 13.00 – 18.00 Uhr

Kontakt Testcenter:

Talhof Donautal, Talhof 2,

D-88631 Beuron

Tel. +49 (0)7579 933143

info@talhof-donautal.de

www.talhof-donautal.de

Infos Testcenter: Seiten 4/5

DONAUBERGLAND MARKETING UND

TOURISMUS GMBH TUTTLINGEN

Am Seltenbach 1, D-78532 Tuttlingen

Tel. +49 (0)7461 7801675

info@donaubergland.de

www.donaubergland.de

34 23

35

Fotos: Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH Tuttlingen, Karl-Heinz Reizner, Vera Jović-Burger, Best of Wandern


ergänzt sich wunderbar.« Zumal es ganz wunderbar

zu den Interessen der Familie passt: Da

ist zum einen das Klettern, das Heiland mit dem

befreundeten Extrem-Kletterer Stefan Glowacz

verbindet. »Mit Stefan hing ich früher zusammen

in der Wand, aber das ist ca. 35 Jahre und 35 Kilo

her.« Da ist zum anderen das soziale Engagement

des Unternehmerpaares: »Wir verstehen

uns auch als Social Entrepreneurs und beschäfuntblühende

Moorwiesen, liebliche Hügel, im Hintergrund

die majestätischen Ammergauer Alpen: Wer würde

hier nicht leben wollen – sofern man hier das ganze Jahr

über leben kann. Genau um diese Frage ging es in Wurmansau,

einem Dorf zwischen Oberammergau und Saulgrub im Landkreis

Garmisch-Partenkirchen.

»Back to the roots«

AMMERGAUER

ALPEN

Der Unternehmer CHRISTOPH HEILAND

verbindet Hobby, soziales Engagement und die

liebe zum Heimatort zu einem ganz neuen

Konzept der Erlebnisgastronomie.

Da blieb zwar noch die Kirche im Dorf und auch

der Gasthof, aber der war heruntergekommen

und stand lange leer. Ärgerlich für vorbeikommende

Wanderer oder Radfahrer – sie ziehen weiter.

Noch ärgerlicher für die Einwohner: Sie haben

keinen Ort der Geselligkeit mehr, wo sie sich treffen,

reden, trinken können – aber sie wollen und

können nicht einfach so weiterziehen. »Wir leben

hier noch«, sagt Christoph Heiland. Zusammen

mit seiner Frau Almut hat er die verwaiste Dorfwirtschaft

»Ammertaler Hof« aufgekauft und zu einem

Erlebnis-Treffpunkt umgebaut: eine Boulderhalle

unterm Dach, ein Bistro, Gästezimmer sowie

ein Verleih für Wanderer, das Testcenter »Best of

Wandern«.

Der 53-Jährige ist begeisterter Kletterer und bekennender

Wurmansauer: »Ich bin hier geboren,

ich gehöre hier hin«, sagt er. Das Geburtshaus

seines Vaters hat er mit viel Engagement und Entgegenkommen

des Verkäufers, des Klosters Ettal,

zurückgekauft und in eine Boulderhalle namens

»Ammerrock« inklusive Bistro verwandelt: »Bistronomie

trifft es besser«, sagt der Marketingchef

in eigener Sache, »wir wollen ja auch an die Gemütlichkeit

einer Gastronomie anknüpfen.«

»Back to the roots«, nennt es der Unternehmer,

wenn er eine einfache Schank- und »Burger«-wirtschaft

mit einem Zusatzgeschäft koppelt: »Der

November ist der schlechteste Monat für die Gastronomie

und der beste für die Kletterhalle – das

3622

37


tigen Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt

wegen kleiner Handicaps außen vor bleiben.«

Nicht nur Pokémons jagen, sondern echte Schätze

fangen; die 4,50 Meter in der Boulderhalle bewältigen,

aber auch die Natur draußen aufspüren, egal

ob als Kletterer oder Wanderer, so Heilands Devise:

»Ich bin seit 53 Jahren hier und entdecke immer

noch Ecken, die für mich neu sind.« Wenn er von

der Wallfahrtskirche Wieskirche aus über die Kapelle

am Wilden Jäger eine Wasserscheide überquert,

kommt er an keiner Ansiedlung vorbei, dafür

an schönen Seen mit Blick auf schöne Berge: »Das

Ammertal ist authentisch und naturbelassen«, lobt

Heiland seine Heimat. Die große Aufgabe sei es,

wirtschaftliche Grundlagen zu schaffen, »ohne die

Gegend zu verramschen«. Das »Ammerrock« will

dazu einen Beitrag leisten.

Ammerrock

Das schließt Inklusion hinter der

Theke, aber auch an der Wand ein:

Im Ammerrock gibt es Therapiewände

mit verstellbaren Neigungen, die

beispielsweise von Menschen mit

Multipler Sklerose kostenfrei genutzt

werden können. »Meine Frau hat

selbst MS«, erklärt Heiland. Acht

Jahre lang hat er eine Wochenendehe

geführt und als Projektleiter die

Welt bereist. Bis ihn ein Burnout zur

Besinnung brachte: »Wir möchten

auch die Jugend erreichen und motivieren,

nicht nur ein virtuelles Leben

zu führen.«

WANDERN IN DEN AMMERGAUER ALPEN

Ein Gelübde hat Oberammergau berühmt gemacht,

aber wer die Region auf die Passionsspiele

alle zehn Jahre reduziert, sieht nur die Kultur

und nicht die Landschaft. Die Region strebt

für 2017 den Status eines »Naturparks« an, das

heißt eine herausragende Kulturlandschaft, die

es zu schützen und zu pflegen gilt. Elf Themenwege

und 86 Nah- und Fernwanderwege unter einem

neuen Beschilderungssystem, dazu Touren

für Mountainbiker oder Bergsteiger laden ein. Unter

Kletterern gilt die Region noch als Geheimtipp.

www.ammergauer-alpen.de

BESONDERHEITEN IN 2017

Die Boulderhalle in Wurmansau ist täglich von 14

Uhr bis 22 Uhr geöffnet (an neue Öffnungszeiten anpassen).

Eine Tageskarte kostet 7,50 Euro, Kinder

ermäßigt. Im neuen »Best of Wandern Testcenter«

können sich Wanderer vor Ort kostenlos Material für

ihre Tour, wie Rucksäcke, Schirme oder Ferngläser

ausleihen. Der Verleih von E-Bikes ist dagegen kostenpflichtig.

Sechs Plätze stehen für Wohnmobile

zur Verfügung – www.ammerrock.de.

INFOS & ADRESSEN

AMMERGAUER ALPEN

TESTCENTER WURMANSAU

Geöffnet 2017:

Montag – Freitag von 8.00 – 22.00 Uhr

Samstag und Sonntag von 11.00 –

22.00 Uhr, (auf tel. Anfrage auch früher)

Die Rückgabe ist immer möglich.

Kontakt Testcenter:

Ammertaler Hof

Alte Römerstraße 10

82442 Wurmansau/Saulgrub

Tel. +49 (0)8845 758942

Infos Testcenter: Seiten 4/5

AMMERGAUER ALPEN GMBH

Eugen-Papst-Straße 9a

D-82487 Oberammergau

Tel. +49 (0)8822 922740

info@ammergauer-alpen.de

www.ammergauer-alpen.de

38 23

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Fotos: Ammergauer Alpen GmbH, Best of Wandern, Ammertaler Hof


ie Fernsicht grün-grandios, der Boden matschig-grau,

das Material ähnlich selten wie Gold: Am Fuß des Dachsteingebirges

im Gosautal im Inneren Salzkammergut

liegt die Heimat der Schleifsteinhauer. Hier hat die Erdgeschichte

im Hochmoor Löckermoos auf 1.340 Meter Höhe einen besonders

feinkörnigen Sandstein hinterlassen.

Das »graue Gold« vom

DACHSTEIN-

SALZKAMMERGUT

Der Schleifsteinhauer und Wirt FRANZ FASL

hält auf seiner »Badstubnhütte« eine fast

500-jährige Tradition am Leben und serviert

hungrigen Wanderern Nocken und Pofesen.

Schmankerlfest und Schleifsteinhauen, für

Franz Fasl war es ein guter Sommer. Wenn

er hinaufsteigt auf seine »Badstubnhütte«, die

seit vielen Generationen in der Hand der Familie

ist mit »Blick auf die schöne Natur und den

majestätischen Dachstein, dann bin i daheim«,

sagt der 67-Jährige. Kommt noch das gute Miteinander

unter den Hauerkollegen hinzu, ein

fröhliches Fest mit Essen und Trinken – ja, was

will man mehr. Wanderer, die sich nach dem

Rundweg um den Steinbruch bei ihm stärken

bei Nocken und Pofesen, einer süßen Teigspezialität

in Butterschmalz gebacken, können

das bestätigen. Aber in der Hitze des Sommers

Steine aus dem Berg zu schlagen, das könne

keine Beschäftigung für Ruheständler sein,

wundern sie sich. »Ja freilich«, entgegnet der

Hauer schneidig, »wenn es mich doch interessiert.«

Von seinem Vater hat er das Abbaurecht einst

übernommen und es längst an Sohn und Enkel

weiterverteilt, so wie es seit Jahrhunderten

Brauch ist. »Auf der Suche nach Salz hat

man die Sandsteinvorkommen gefunden und

schon im Jahr 1560 gab es hier acht Schleifsteinhauer«,

erzählt Fasl. 200 Jahre später

bekamen 13 Familien eine amtliche Erlaubnis

die gefragten Schleifsteine abzubauen, das

»Maria-Theresien-Recht«, betont der Gosauer,

der seinen Lebensunterhalt hauptberuflich in

der Stromversorgung verdiente, aber sein Herz

4022

41


dem Hauergewerbe schenkte. »Nach meiner

Frau natürlich, sie ist, was mich so fit hält.« Und

den Hüttenwirt bei der Bewirtung der Gäste unterstützt.

Der Name Badstubnhütte deutet daraufhin,

dass sich hier einst die Hauer nach getaner Arbeit

vom abgeschlagenen Steinmehl säuberten.

Die Arbeit war mühsam, tagelang wurden hier

von Hand Rundlinge unterschiedlicher Größe

geschlagen und mit dem ersten Schnee per

Schlitten ins Tal gebracht. Heute arbeitet Fasl

mit einem diamantbestückten Steinbohrer und in

seiner Hütte gibt es fließend Strom und Wasser.

Aber für Übernachtungsgäste wäre die Unterkunft

doch zu einfach, wischt er Anfragen beiseite.

Vielleicht auch, weil die Stimmung eines sommerlichen

Hüttenabends ungestört bleiben soll.

Aussicht!

»Die Natur ist hier oben einfach

gigantisch, die Ruhe himmlisch«,

verrät Franz Fasl. Zu seinen Lieblingswanderungen

– die er auch

gerne seinen Gästen verrät –

zählen die beiden Wanderungen

zur Rossalm oder zur Plankensteinalm,

gut anderthalb Stunden

vom Steinbruch entfernt und

mit großartiger Aussicht auf die

wilden Zacken des Gosaukamms.

Herrlich himmelwärts hinaus!

WANDERN IN DER WELTERBEREGION

Die UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein

Salzkammergut steht für familienfreundliche Erholung,

Freizeitangebote und Wanderungen. Es gibt

auch zahlreiche Wege, die selbst für den Kinderwagen

geeignet sind. Daneben ist die facettenreiche

Entstehung der Landschaft des Salzkammergutes

Ausgangspunkt für populärgeologische Wanderungen

und Geo-Lehrpfade in Gosau, Hallstatt und

Obertraun. So wie auch vor 100 Millionen Jahren die

Schleifsteinsandschichten am Grund eines seichten

Urmeeres entstanden sind.

www.dachstein-salzkammergut.at

BESONDERHEITEN IN 2017

In der Saison (Mai bis Okt) fährt, sofern die Schneelage

es zulässt, jeden Dienstag und Samstag der

»Gosauer Bummelzug« zu den Schleifsteinbrüchen:

Ein Trecker zieht einen ausrangierten kleinen Eisenbahnwaggon

mit 45 Sitzplätzen. Abfahrt ist um 10:00

Uhr vom Sportplatz Gosau, Anmeldung im Tourismusbüro.

Die Schleifsteinbrüche sind Ausgangspunkt

für geführte Wanderungen durch das Deckenhochmoor

»Löckermoos« mit kleinem Moorsee, dem

»Löckersee«. www.dachstein-salzkammergut.at

INFOS & ADRESSEN

DACHSTEIN-SALZKAMMERGUT

TESTCENTER GOSAU

Geöffnet 2017:

April – Juni: Montag – Freitag

8.00 – 17.00 Uhr, Samstag, Sonnund

Feiertage geschlossen

Juli – Oktober: Mo. – Freitag

8.00 – 18.00 Uhr, Samstag, Sonnund

Feiertage 8:00 – 13:00 Uhr

Kontakt Testcenter:

Tourismusbüro Gosau

Gosauseestraße 5, A-4824 Gosau

Tel. +43 (0)6136 8295

Infos Testcenter: Seiten 4/5

FERIENREGION DACHSTEIN

SALZKAMMERGUT

Kirchengasse 4

A-4822 Bad Goisern am Hallstättersee

Tel. +43 (0)6135 8329

info@dachstein-salzkammergut.at

www.dachstein-salzkammergut.at

42 23

43

Fotos: Ferienregion Dachstein Salzkammergut, OÖ Tourismus/Röbl, Best of Wandern, Verena Weiße


in Mühlenrad, das vom frischen Quellwasser angetrieben

wird; Wolken, die um Gipfel spielen; Kühe und Kälber, die auf

unbegrenzten Almwiesen grasen – und zu allem beruhigende

Gitarrenklänge: Der Imagefilm der Sauschneidalm in Untertauern in

der Nähe von Radstadt macht Lust, in die Radstädter Tauern bis auf

1.700 m Seehöhe zu steigen.

»Heimat der Königin«

RADSTÄDTER TAUERN

Zirbenholz spielt im Leben von

JOSEF HABERSATTER

alias »Sauschneid Sepp« eine entscheidende

Rolle. In seiner Werkstatt fertigt der Holzkünstler

»schneidige Kreationen« aus dem begehrten

und aromatisch duftenden Holz an.

Der Film kann zwar weder den Duft blühender

Almwiesen, noch den Geruch harziger Zirben

oder brennender Scheite einfangen. Aber er verführt

dazu sich auf dem geschützten Hochplateau

der Alm ins Gras zu setzen und Wald, Weide

und Weite einzuatmen. (Zirben-) Holz spielt übrigens

in dem Kurzfilm nach den Kühen und den

Bergen allenfalls die dritte Geige; im Leben von

»Sauschneid Sepp« steht es dagegen an erster

Stelle: 25 Kilometer entfernt von seiner Alm, die

nur noch privat genutzt wird, fertigt der Holzkünstler

»schneidige Kreationen«, überwiegend aus

Zirbenholz, an.

Was macht einer, der 47 Schneewinter als Skilehrer

aktiv war und anderen Skifahren als Genuss

beigebracht hat, wenn er das Rentenalter erreicht

hat? Klar, weiter Skifahren, aber halt nicht mehr

so viel und nicht mit so vielen jungen Leuten: »Ich

bin doch nicht mehr ganz frisch«, scherzt Josef

Habersatter. Das allerdings klingt ziemlich forsch

und in der Tat wusste schon der aktive Skilehrer

und Landwirt vor über 20 Jahren, was er mit seiner

verbliebenen Zeit anfangen wollte: Ein kleines

Sägewerk erwerben, den Umgang mit der Motorsäge

verfeinern und Kunstwerke anfertigen: »Ich

habe halt ein Herz für Holz«, sagt der 68-Jährige.

Und eines für Gäste: »Die wollen nicht irgendwelchen

Krempel made in China mit nach Hause

nehmen.« Dafür lieber einen Teelichthalter mit origineller

Maserung oder ein Herz aus dem hiesigen

Holz der Zirbe, der »Königin der Alpen«.

4422

45


Beim Besuch des Sägewerks auf 1.200 m Seehöhe

und der Auswahl der schönsten Souvenirs

empfängt die Gäste zunächst kreatives Chaos,

dann kostenloses Coaching: Holzstämme, Bretter

und Leisten liegen kreuz und quer durcheinander

und mittendrin steht der Sauschneid Sepp,

der die Sache auf den Punkt bringt: »Visionen

ohne Aktionen sind Illusionen.« Vortragsredner

und Unternehmensberater nehmen für solche

Lebensweisheiten viel Geld. Beim Sepp gibt es

sie gratis. Vor allem klingen sie überzeugender

von einem, der auch praktiziert, was er so spricht

und kurz vor dem 50. Lebensjahr einen Lebenstraum

verwirklicht hat: »Gelernt habe ich das

nicht, ich hab’s einfach mal ausprobiert«, sagt er.

Seppologie ...

... nennen Menschen, die ihn länger

kennen, seine Philosophie. Sie

belegt, dass der Künstler längst als

»Sauschneid Sepp“ Berühmtheit

erreicht hat. Denn Josef Habersatter,

das sind viele: Einer von ihnen hat

im Jahr 1887 die Sauschneidalm

erworben und das Vieh hinaufgebracht.

Ein schöner Weg sei das mit

vielen Weitblicken. »Man kann sogar

den Skilift von Zauchensee sehen.«

Denn Skifahren tut er immer noch

lieber als Wandern, aber selbst dafür

fehlt die Zeit, weil stets die Königin

der Alpen ruft!

WANDERPARADIES RADSTÄDTER TAUERN

Das historische Städtchen Radstadt ist der ideale

Ausgangspunkt für Wanderungen in die Radstädter

Tauern. Zackige Felsketten, wanderbare Zweitausender

und üppige Almwiesen eröffnen eine magische

Berg- und Wanderwelt für jede Kondition.

Die Ausgangspunkte der einzelnen Wanderungen

sind ideal mit dem Wanderbus erreichbar. Vom

1.768 Meter hohen Roßbrand, dem Hausberg der

Radstädter, bietet sich ein Panoramablick auf rund

150 Alpengipfel. Radstadt ist auch Etappenort des

350 km langen Salzburger Almenweges und bietet

dazu auch ein attraktives Wanderpaket an:

www.radstadt.com/almenweg.

INFOS & ADRESSEN

RADSTÄDTER TAUERN

TESTCENTER RADSTADT

Geöffnet 2017:

Montag – Freitag: 08.00 – 12.00 Uhr

und 14.00 – 18.00 Uhr

Samstag: 08.00 – 12.00 Uhr

Kontakt Testcenter:

Klieber Schuhe

Ernest-Thun-Gasse 7

A-5550 Radstadt

Tel. +43 (0)6452 4375

Infos Testcenter: Seiten 4/5

BESONDERHEITEN IN 2017: LATSCHEN- UND

SCHNAPSBRENNEREI MANDLBERG: Das einzigartige

Ausflugsziel in Radstadt bietet Ihnen

Besichtigungen der Latschenbrennerei und der

Dachstein-Destillerie. Bekannt für ausgezeichnete,

selbstgemachte Mehlspeisen, herrlicher Panoramablick,

überdachte Sonnenterrasse. Zahlreiche hauseigene

Produkte wie Edelbrände, Liköre, wohltuendes

Latschenkiefernöl und Salben.

TOURISMUSVERBAND

RADSTADT

Stadtplatz 17, A-5550 Radstadt

Tel. +43(0)6452 74720

info@radstadt.com

www.radstadt.com

46 23

47

Fotos: Tourismusverband Radstadt, Best of Wandern


usgedehnte Gletscher und Wälder, wilde Gipfel,

gigantische Weite, Flora und Fauna: Der Arbeitsplatz von

Maria Mattersberger bietet Blicke auf die höchsten Berge

Österreichs. Aber es sind nicht die Superlative, die für die

30-Jährige zählen. Sie will helfen, Tier- und Pflanzenwelt auch im

Kleinen zu entdecken, zwischen Mensch und Natur vermitteln.

»Das hier ist kein Freizeitpark, das ist eine kraftvolle

Natur- und Kulturlandschaft, die wir achten,

schützen und schätzen«, betont Maria Mattersberger.

Naturgeschichte in

OSTTIROL

Rangerin MARIA MATTERSBERGER

zeigt verborgene Plätze und Geheimnisse im

Nationalpark Hohe Tauern. Zwischen Großvenediger

und Großglockner führt sie Besucher in

urige Zirbenwälder, zu eisigen Gletschern und

zeigt den König der Alpen am Himmel kreisen.

Eigentlich wollen Mädchen am liebsten Tierärztin

werden, Friseurin oder Kinderkrankenschwester.

Maria Mattersberger wollte Nationalpark-Rangerin

werden, seit sie als Zwölfjährige im Nationalpark

Hohe Tauern eine Schulprojektwoche erleben

durfte. In der Natur konnte die Schülerin Murmeltiere,

Steinböcke und Bartgeier beobachten, den

größten zusammenhängenden Gletscher der

Ostalpen erkunden, grandiose Täler mit tosenden

Wasserfällen, urigen Zirbenwäldern, einer langen

Bergbau-Geschichte entdecken – und ihr Berufsziel

gleich mit: »Wenn ich einmal groß bin, werde

ich Rangerin.« Das war keine jugendliche Spinnerei,

das war der Plan, den die Osttirolerin konsequent

verfolgte: Nach der Schule absolvierte

sie eine Rangerausbildung und ist seit über zehn

Jahren im Nationalpark Hohe Tauern im Einsatz.

»Ich will Wissen weitergeben und Naturerlebnisse

teilen«, sagt Maria Mattersberger und genauso

meint sie es auch. Nach getaner Arbeit kehrt die

Rangerin am liebsten in den Nationalpark zurück:

»Auf dem Weg in die Berge kann ich am besten

abschalten und auf den Gipfeln Energie für den

Alltag tanken«, erklärt sie. Unglaubliches Staunen

bei den Wanderern, die sie gerade bei der Rangertour

»Über alte Pfade« vom Defereggental,

4822

49


eines der unberührtesten Hochgebirgstäler der

Alpen, in das benachbarte Virgental mit Panoramablick

auf die Dreitausender Osttirols begleitet

haben. Hat sie nach dieser Tagestour und 1.200

zurückgelegten Höhenmetern beim Auf- und Abstieg

immer noch nicht genug?

In der Nationalparkgemeinde Matrei ist Maria Mattersberger

seit ihrer Geburt, aber sobald möglich

zieht es die junge Frau hinaus in die Natur: »Heimkommen

heißt zu sich selbst finden und das kann

ich am besten in den Bergen«, sagt sie. Am liebsten

in Verbindung mit Wasser, das »Naturjuwel«, von

dem eine unglaubliche Energie ausgehe. Ihr Lieblingsweg

ist der Wasserschaupfad entlang des Umbaltales:

Sieben Stationen und Aussichtsplattformen

bieten ein rauschendes Naturschauspiel, wie

sich das Wasser über Stromschnellen ins Tal stürzt.

Gletschereis

Wer noch mehr will, steigt mit Blick

auf Rötspitz, Ahrnerkopf, Kreuzspitz

zur Clarahütte und weiter bis zum

Gletscher »Umbalkees«, wo der

größte Gletscherfluss der Alpen,

die Isel entspringt. »Aber Vorsicht«,

warnt Mattersberger, »wer ganz

bis an den Gletscher will, muss

sich auf eine anspruchsvolle Wanderung

einstellen!« Wer auf der

Wanderung begleitet werden will,

ist bei den Nationalpark-Rangern in

allerbesten Händen.

ÜBER DAS WANDERN IN OSTTIROL

Osttirol bietet Höhepunkte für Wanderer auf jeder

Ebene und für jeden Geschmack: Lienzer Talboden

Rundweg oder Karnischer Höhenweg, Dreitausender

erklimmen, Nationalpark entdecken oder lieber die

sanfte Talwanderung ohne Durchgangsverkehr

mit traditionellen Dörfern und alten Bergbauernhöfen:

Mit über 200 Alm- und Schutzhütten hat sich

Osttirol seit langem auf Wanderer spezialisiert.

www.osttirol.com

BESONDERHEITEN IN 2017

Der Nationalpark Hohe Tauern feiert seinen 25. Geburtstag,

so lange ist das Tiroler Nationalparkgesetz

bereits in Kraft und sorgt dafür, dass der kostbare

Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten geschützt

wird. Seitdem zieht der Nationalpark Hohe

Tauern Naturliebhaber, Pioniere des Alpinismus wie

auch Forscher an – seltene Lebensräume sowie

Tier- und Pflanzenarten können hier entdeckt und

erforscht werden.

INFOS & ADRESSEN

OSTTIROL

TESTCENTER MATREI

Geöffnet 2017:

Montag – Freitag: 8.00 – 12.00 Uhr

und 14.00 – 18.00 Uhr

Kontakt Testcenter:

Rauterplatz 1, A-9971 Matrei i.O.,

Tel. +43 (0)50 212500

matrei@osttirol.com

Infos Testcenter: Seiten 4/5

OSTTIROL INFORMATION

Mühlgasse 11

A-9900 Lienz

Tel. +43 (0)50 212212

info@osttirol.com

www.osttirol.com

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Fotos: Osttirol Werbung, Martin Lugger, Best of Wandern


Beste gemeinsame Zeit

Bewerbung auch direkt an die Medienpartner:

ALTE FREUNDE

AUF NEUEN WEGEN

Solide Partnerschaft für besondere Wandermomente:

zehn Jahre Best of Wandern

as ist eigentlich aus Ihrer besten

Schulfreundin, Ihrem ehemaligen Arbeitskollegen

oder dem Sportsfreund

geworden, mit dem Sie eine lange Zeit gemeinsam

verbracht haben?

Gesucht werden beste Freunde für bestens

gerüstete Wandererlebnisse zwischen Berg

und Tal. Vom 22.-25 Juni dürfen die alten

Freunde Wegenetz und Vielfalt einer Wanderregion,

ihre Gastronomie und Hotellerie, den

Leihservice und die Qualität der Outdoorprodukte

kostenlos auf die Probe stellen.

Schaffen sie den Gipfel, bezwingen sie die

Klamm, melken sie die Kuh? Die Natur wird

zur besten Filmkulisse für das Drehbuch ihrer

Freundschaft und wird zur Erinnerung für

den Alltag: eine Kräutersammlung, ein Stillleben

aus Bergblumen, eine Soundsammlung mit

Waldstimmen. Die Erlebnisse der Teilnehmer

lassen sich live in Bild und Text nachlesen auf

www.best-of-wandern.de/blog2016

Interessenten für die Aktion »Beste Gemeinsame

Zeit« können sich per Mail oder auf

dem Postweg bis spätestens 15. Mai mit ein

paar persönlichen Wandererfahrungen und

Fotos melden bei: Verena Weiße, Leitung Best

of Wandern, Erpelerstraße 45, D-50939 Köln,

info@best-of-wandern.de, Tel. +49 (0)221

2824406, Fax +49 (0)221 2829642.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Naturgenuss ist unser Ding. Die Zeitschrift

»Wandermagazin« informiert seit mehr als 30

Jahren über die schönsten Wanderregionen in

Deutschland und Europa, testet die Tauglichkeit

von Wander-Ausrüstung und -Technik im

Gelände und gibt jede Menge Tipps für

spannende Touren. Wir gehen dem Wandern auf

den Grund, damit Sie ungetrübten Wanderspaß

erleben. Dürfen wir Sie überzeugen? Dann

testen Sie uns. Alle zwei Monate neu gibt es das

Heft am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder

direkt beim Verlag. Kostenpunkt: 4,90 Euro.

Tipp: Schnupperexemplare vom Wandermagazin

finden Sie kostenlos in ausgewählten Best of

Wandern-Testcentern. Mehr erfahren Sie auf

www.wandermagazin.de

DigitalPHOTO ist das Fachmagazin für die

Fotoprofis von morgen und alle begeisterten

Hobbyfotografen. Monatlich berichtet die Redaktion

kompetent, unterhaltsam und informativ über

die digitale Fotografie. Dazu gehören fundierte

Kamera- und Zubehör-Tests, spannende Artikel

zur Fotopraxis und Bildoptimierung, großformatige

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Porträts. Dazu bietet die beiliegende CD hochwertige

Software und weitere Begleitmaterialien.

Neugierig geworden? Dann testen Sie DigitalPHOTO

und bestellen Sie drei Ausgaben für

nur 12,90 € (statt 20,97 €) inklusive Gratis-Geschenk.

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Neuigkeiten unserer Partnermarken

Terra, das robuste Outdoorfernglas von Zeiss | www.zeiss.de/sports-optics

Zeiss Terra Ferngläser eignen sich durch ihr leichtes Gewicht und die Robustheit

für den Outdooreinsatz besonders gut. Mit der griffigen Oberfläche liegen die

Ferngläser, auch bei Nässe, fest in der Hand und ermöglichen eine einfache und

sichere Handhabung. Für hohe optische Leistung sorgen die Schott ED Gläser,

die eine kontrast- und detailreiche Abbildung der Natur ermöglichen. Bei feuchter

Witterung sorgt die hydrophobe Zeiss Mehrschichtvergütung für klare Bilder. Also

rundum das perfekte Outdoorglas. Die Ferngläser aus der Terra ED Linie sind

der perfekte Einstieg in die Welt von Zeiss bei einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis.

Dank der kompakten und handlichen Größe eignet sich die

Terra-Linie besonders für Naturbeobachter, Wanderer und Outdoorliebhaber.

TAHUNA Outdoor-Navigation für GPS-Geräte und Smartphones

Das neue Outdoor-Navigationsgerät Teasi One³ eXtend kann

in den Best of Wandern-Testcentern kostenfrei ausgeliehen werden.

Das Navi kommt mit vorinstallierten Karten für ganz Europa,

hochsensiblem 3D-Kompass und Bluetooth zur Kopplung

externer Sensoren. Auf den Geräten läuft die spezielle Outdoor-

Navigationssoftware Tahuna zum Wandern, Radeln, Skifahren

und Paddeln. Aufgespielte Touren mit Bildern, Beschreibungen

und Sehenswürdigkeiten an der Strecke sorgen für beste Orientierung

in den Urlaubsregionen.

Best of Wandern

SERVICE

Vaude Produkte so lange wie möglich nutzen

Wer kennt das nicht? Ein Riss in oder ein defekter

Reißverschluss an der Lieblingsjacke,

eine gebrochene Schnalle am Rucksack, die

abgenutzte Rolle am Reisetrolley oder der verlorene

Knopf an Hose oder Hemd. Die Frage

ist dann: Was tun? Vaude sagt „Reparieren –

und zwar selbst!“

Ein defektes Produkt heißt noch lange nicht,

dass dies sein Lebensende ist. Der Vaude-eigene

Reparaturservice behebt seit vielen Jahren

kleine und größere Schäden, tauscht defekte

Teile aus und verlängert damit die Lebensdauer

von Produkten. Etliche Reparaturen lassen

sich, mit etwas handwerklichem Geschick, oft

selbst erledigen. Wer also Spaß am Nähen und

Reparieren hat und sich den Aufwand durch

Einschicken und Wartezeiten sparen möchte,

findet Unterstützung mit den neuen „Do-it-yourself“-Reparaturanleitungen.

www.vaude.com

Falls Ersatzteile benötigt werden, können diese

über den Fachhandel bezogen und seit kurzem

auch über den neuen Kooperationspartner

„iFixit“ direkt online nach Hause bestellt werden.

Die Tahuna Outdoor-Navigationslösung gibt es ab 2017 auch als

kostenfrei downloadbare App für Android und iOS und bietet alle bewährten Vorteile der TAHUNA Software

auch fürs Smartphone oder Tablet: Profilabhängige Navigation (Rad, Wandern, Ski und Boot), individuelle Tourenplanung,

detaillierte Offlinekarten und weitere Extras. Mehr Infos hier: www.tahuna.com | www.teasi.eu

Hochreflektierende Parapluies randonnée Trekkingschirme réfléchissants von Euroschirm

Wie Il arrive oft kommt souvent es que vor, les dass randonneurs man bei finissent Wandertouren leur balade schließlich sous

doch la pluie noch alors in que die la Dunkelheit nuit tombe. kommt Ce n’est und pas man forcément auch vom un Regen problème,

verschont à condition bleibt. de pouvoir Da ist es être nur vu gut, de wenn loin par man les beim automobilis-

Überque-

nicht

ren tes si oder vous Entlangwandern traversez ou que an vous einer marchez Landstraße le long von d’une Fahrzeugen route.

schon Le principal von weitem fabricant gesehen de parapluies wird. Der führende randonnée, Hersteller Eberhard diverser

Göbel, Trekkingschirme connu sous la – marque Eberhard Euroschirm, Göbel, bekannt a désormais unter der équipé Marke

Euroschirm la majorité de – hat ses nun modèles bei nahezu de réflecteurs allen Modellen sécurité sein Sortiment

option

mit sur les der revêtements Option zusätzlicher sombres. Sicherheitsreflektoren auf schwarzem

Bezug erweitert.

Tous ces parapluies de randonnée sont disponibles auprès

Alle des grandes Trekkingschirme enseignes sind de sport bei führenden ou sur le site Sportfachgeschäften

:

erhältlich www.euroschirm.com

oder auch online: www.euroschirm.com

SNOWLINE CHAINSEN

Sicherheit und Grip im Pocket-Format

Hohe Sicherheit und deutliche Kraftersparnis

auf nassen, schmierigen oder leicht schuttbedeckten

Wanderwegen, auf steilen Grashängen

oder im weglosen Gelände. Seit 2016 ist

die Europäische Wandervereinigung Partner

von snowline und empfiehlt die Spikes für

Wanderungen im ganzen Jahr, um Unfälle zu

reduzieren.

Das neue Trail Modell (13 Zacken und Fixierungen

aus Elastomergummi) hat ein extrem

geringes Gewicht von nur 170 g/Pr (Gr. M) und

ein winziges Packmaß. Inkl. praktischem Packsack.

Als Gleitschutz CE zertifiziert und TÜV

geprüft: empf. VK € 39,90 | www.kochalpin.at

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»Unsere Partner«

Wie Best of Wandern-Erlebnisse

wahr werden – das ganze Jahr hindurch!

der exklusive Best of

Wandern-Reiseveranstalter

Seit dem Jahr 2008 kooperiert Best of Wandern

mit dem Reiseveranstalter Dertour und

bietet maßgeschneiderte Wanderangebote im

Dertour »Rad . Wandern . Outdoor« Katalog an.

Die ausgesuchten Hotels der Best of Wandern-Regionen

bieten unvergessliche Naturerlebnisse,

Gaumenfreuden und entspannte

Wellness-Momente.

Na, Lust auf einen Kurz- oder auch längeren

Urlaub bekommen? Alle Best of Wandern-

Urlaubsangebote finden Sie in den Dertour

Katalogen »Rad . Wandern . Outdoor«, »Familienurlaub

ganz nah«, »Österreich . Schweiz« und

»Frankreich . Benelux« auf:

www.dertour.de und auf

www.best-of-wandern.de

Heimat aller Outdoorbegeisterten

Ob Wandern, Radfahren oder Klettern – auf Europas

größter Outdoorplattform findest du alles

für dein nächstes Abenteuer!

Lass dich jetzt von den Insider-Tipps der Community,

den Top Touren der Outdooractive

Redaktion oder von professionellen

Ausflugsempfehlungen

der über 2.000

Partner aus Tourismus und Outdoorbranche

inspirieren. Plane

jetzt deine Freizeit mit Outdooractive

– am PC oder in unserer

Touren-App.

der qualitativ hochwertige

Outdoor-Shop

Desweiteren kooperiert Best of Wandern mit

dem Outdoor-Shop PM Outdoor. Egal, ob Sie

ein neues Paar Wandersocken, eine Regenjacke

oder einen Campingkocher benötigen,

auf den Seiten des Onlineshops

www.pm-outdoorshop.de oder im großen

Laden im westfälischen Burbach werden Sie garantiert

fündig.

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