Patientenzeitschrift "DaDi Gesundheit"

Visioness
  • Keine Tags gefunden...

Das Patientenmagazin

der Kreiskliniken

Darmstadt-Dieburg

KNIEPROTHETIK:

HIGHTeCH

TRIFFT

TRADITION

Gesundheit

Ausgabe 6 | 2016

Knie- und Hüftoperationen

AOK bescheinigt Endoprothetik

an den Kreiskliniken Darmstadt-

Dieburg einen hohen Therapie-

Standard

Seite 8 - 9

Ausgebrannt

Wie Sie ein drohendes Burnout

erkennen und einen Gang

zurückschalten

Seite 12 – 13

Ganzheitliches

Konzept

Klinik für Geriatrie behandelt

mehr als nur die akute Krankheit

und bewahrt Betagte vor

dauerhafter Bettlägerigkeit

Herausragende Behandlungsergebnisse mit ganzheitlichem Ansatz Seite 8 – 9

Seite 14 - 15

Ihr kostenloses

Exemplar


2 Inhalt

Editorial 3

Cafeteria La Cantina Jugenheim

Inhalt

3 | Editorial

4 – 5 | Aktuelle Themen

6 – 7 | Vermischte Meldungen

8 – 9 | Titelstory

10 – 11 | Intensiv pflegebedürftig

12 - 13 | Burn-out

14 - 15 | Geriatrisches Assessment

16 | Caritas-Café

17 | Kindergartenführung

18 - 20 | Hautkrebs

21 | Peer

22 - 23 | Steigende Fallzahlen

24 – 25 | Hebammenreportage

26 – 27 | Bei Kälte

28 - 29 | Der Computer hilft in der Klinikküche

30 | Stroke Unit

31 | Work-Life-Balance

32 | Wir sind für Sie da

Impressum

Herausgeber

Der nach dem Eigenbetriebsgesetz

wirtschaftlich

selbstständige Eigenbetrieb

„Kreiskliniken Darmstadt-

Dieburg“ umfasst die beiden

Kreiskliniken Groß-Umstadt

und Seeheim-Jugenheim.

Konzeption und Design

teufels GmbH

Agentur für Kommunikation.

Neckartal 172

78628 Rottweil

info@teufels.com

www.teufels.com

Kreisklinik Groß-Umstadt

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon 0 60 78 / 79 – 0

Telefax 0 60 78 / 79 – 1800

Kreisklinik Jugenheim

Hauptstraße 30

64342 Seeheim-Jugenheim

Telefon 0 62 57 / 508 – 0

Telefax 0 62 57 / 508 – 108

info@kreiskliniken-dadi.de

www.kreiskliniken-dadi.de

Inhaltskonzept,

Redaktion und Text

Visioness GmbH

Kleingemünder Straße 72/10

69118 Heidelberg

info@visioness.de

www.visioness.de

Druck

Druckerei Hohl

78582 Balgheim

Foto- und Bildmaterial

Die Bilder im Patientenmagazin

DaDi Gesundheit“

der Kreiskliniken Darmstadt-

Dieburg stammen von:

Kreiskliniken Darmstadt-

Dieburg, Nico Pudimat

Fotografie, Ralph Träumer

Fotografie, Visioness

GmbH, istockphoto.com,

shutterstock.de, fotolia.de,

thinkstockphotos.de

Qualität und Zufriedenheit an den

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Liebe Leserinnen und Leser,

eine jederzeit menschliche, fachlich höchst qualifizierte und zugleich wohnortnahe Versorgung in

allen wichtigen medizinischen und pflegerischen Belangen – das ist es, was Sie von uns erwarten

dürfen. Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg sind für Sie da: Wir möchten, dass Sie sich, trotz

Erkrankung, bei uns bestmöglich aufgehoben fühlen und uns genesen und lebensfroh wieder

verlassen.

Qualität und Zufriedenheit in unseren Häusern sind messbar:

Die Klinik für Orthopädie und Traumatologie in Jugenheim unter der Leitung von Prof. Dr. Peter

Schräder und Dr. Hanns-Edgar Hoffart erhielt erst kürzlich von der Geschäftsstelle Qualitätssicherung

Hessen (GQH), einer Institution der Hessischen Krankenhausgesellschaft und der Krankenkassenverbände,

durchgängig gute bis sehr gute Qualitätsbewertungen im Bereich Hüft- und

Kniegelenkersatz-Operationen. Bei Befragungen unter Patienten des Clinotel-Verbundes, in dem

sich öffentliche und freigemeinnützige Krankenhäuser zusammengeschlossen haben, erzielte die

Klinik signifikant bessere Ergebnisse als der Durchschnitt der anderen Krankenhäuser – egal, ob

es um persönlichen Umgang, Erreichbarkeit von Ärzten und Pflegern oder auch Wartezeiten ging.

Lesen Sie mehr darüber, wie Ärzte der Klinik für Orthopädie und Traumatologie Gelenkerkrankungen

behandeln im Beitrag „Hightech trifft Tradition“ auf Seite 8 und 9 unseres Patientenmagazins

DaDi Gesundheit.

Für Qualität und Zufriedenheit erhalten unsere Häuser auch überregional höchste Anerkennung:

Chefarzt Prof. Dr. Thomas Wobrock, Leiter des Zentrums für Seelische Gesundheit in Groß-Umstadt,

wurde bereits zum dritten Mal in Folge als Experte für psychische Erkrankungen/Schizophrenie in

die renommierte Ärzteliste des Focus-Magazins aufgenommen. Bei der Auswahl der deutschlandweiten

Top-Mediziner berücksichtigen die Redakteure Kriterien wie Empfehlungen von Arztkollegen

und Patienten. Nur wer in allen Kategorien überzeugt, schafft es in die bekannte Liste. Im

Beitrag „Burn-out kommt nicht von heute auf morgen“ auf Seite 12 und 13 klärt Prof. Wobrock über

Heilungsmöglichkeiten bei dieser leider so häufigen seelischen Erkrankung auf.

Qualität und Zufriedenheit für Sie, unsere Patientinnen und Patienten, werden auch zukünftig

die Leitlinien unseres Handelns sein.

Wie wichtig der Erhalt der beiden kreiseigenen Kliniken in Groß-Umstadt und Jugenheim für die

Zukunft ist, untermauern aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamtes: Der Landkreis Darmstadt-

Dieburg erlebte 2014 den größten Bevölkerungszuwachs seit 1993. Die Einwohnerzahl stieg um

2.559 auf 287.966 Bewohner. Eine erfreuliche Zahl, die für unsere Ärztinnen und Ärzte sowie pflegerischen

Experten auch mehr Verantwortung bedeutet. Seien Sie versichert, dass wir gemeinsam

alles tun werden, um dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles Gute und vor allem Gesundheit.

Klaus Peter Schellhaas

Landrat des

Landkreises Darmstadt-Dieburg

Christian Keller

Betriebsleiter der

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klaus Peter Schellhaas

Christian Keller


4 Aktuelle Themen

Aktuelle Themen 5

Gesundes Südhessen

online

Geschäftsführertreffen in Groß-Umstadt

Im Netz: Seit Oktober dieses Jahres ist das neue Gesundheitsportal

der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg online. Die

Beiträge auf dem Portal „Gesundes Südhessen“ drehen sich

rund um den Patienten. Über aktuelle, gesundheitliche Themen

bis zur Selbsthilfe können sich Interessierte ab sofort unter

www.gesundes-südhessen.de informieren.

Am 24. und 25.09.2015 begrüßten

Christian Keller und

Christoph Dahmen die Geschäftsführer

und Vorstände

der CLINOTEL-Mitgliedshäuser

zu einer zweitägigen Sitzung

in Groß-Umstadt. Insgesamt

24 Führungskräfte folgten der

Einladung zum zweiten Geschäftsführertreffen

im Jahr

2015 und nutzten die Sitzung,

um aktuelle Themenbereiche

und Entwicklungen

anzusprechen.

Neue Selbsthilfegruppe für

Menschen mit krankhaftem Übergewicht

Neue Fachärzte an der Klinik für

Unfallchirurgie und Orthopädie

Jeder fünfte Deutsche leidet an krankhaftem Übergewicht. In

Hessen stiegen die Zahlen in den vergangenen acht Jahren von

785 im Jahr 2005 auf 1940 im Jahr 2013 um weit mehr als das

Doppelte. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, startete an

der Kreisklinik Groß-Umstadt eine Selbsthilfegruppe für Adipositas-Patienten.

„Wenn Diäten, Sport und Ernährungsumstellung nicht zum gewünschten

Erfolg führen, erhalten Menschen mit krankhaftem

Übergewicht in den regelmäßigen Gesprächen der Gruppe Rat

und Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Initiator Dr. Hans-Jürgen Hain,

Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie der Kreiskliniken

Darmstadt-Dieburg. Er informierte im Rahmen der Auftaktveranstaltung

über die Behandlung und Begleiterkrankungen der Adipositas.

Adipositas sei oft mit zahlreichen Nebenerkrankungen

wie Bluthochdruck, Zucker und Arthrosen verbunden. Das belaste

nicht nur den Körper, sondern verkürze Statistiken zufolge

auch die Lebenszeit. „Wenn alle Abnehmversuche erfolglos bleiben

und Folgeerkrankungen auftreten, ist eine Magenverkleinerung

die nachhaltigste und effektivste Behandlungsmethode,

da die Magen-Darm-Passage langfristig und wirksam verändert

wird“, so Dr. Hain. Doch eine Magen-Bypass-Operation „ist nur

ein erster Schritt“. Eine Nachsorge etwa durch „langfristige Ernährungsumstellung

und Austausch in einer Gesprächsgruppe“

sei sinnvoll und notwendig, so der Chefarzt.

Das bestätigt auch Marion Rung-Friebe: „Die Gemeinschaft

und die ähnlichen Erfahrungen anderer Adipositas-Patienten

geben Mut und unterstützen die Kraft jedes Einzelnen, etwas

zu verändern.“ Sie ist vor einigen Jahren aufgrund eigener Erkrankung

aktiv geworden und bildet inzwischen im Adipositas

Verband Deutschland e.V. Netzwerke in Hessen. Der Adipositas

Verband Deutschland e.V. wurde 2006 von Betroffenen und

Ärzten ins Leben gerufen.

Die Gruppe trifft sich jeden dritten Donnerstag im Monat, um

Wissen und Erfahrungen zur behandlungsbedürftigen Krankheit

Adipositas auszutauschen und weiterzugeben. Interessierte sind

herzlich willkommen. Anmeldung in der Klinik Groß-Umstadt.

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Selbsthilfegruppe für Adipositas-Patienten

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2409

E-Mail: adipositas.gross.umstadt@gmail.com

Seit dem 1. November 2015 arbeiten zwei neue Operateure an der Klinik für Unfallchirurgie und

Orthopädie in Groß-Umstadt: Dr. med. Michael Johannes Hartmann und Dr. med. Gerald Georg

Grohe. Beide sind Fachärzte für Orthopädie. Dr. Grohe führt zusätzlich die Facharztbezeichnung

Orthopädie und Unfallchirurgie. Die seit 15 Jahren niedergelassenen Ärzte praktizieren in gemeinsamer

Praxis in Dieburg und werden in Groß-Umstadt stationär operieren.

„Mit Dr. Hartmann und Dr. Grohe gewinnen wir für unsere Klinik zwei weitere kompetente

Fachärzte“, sagt Dr. Wolfgang Renschler, Chefarzt der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie

der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg. Dr. Hartmann ist Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin,

Spezielle Schmerztherapie und Röntgendiagnostik des

Skelettes, außerdem diplomierter Sportlehrer und

in seiner Freizeit sportlich aktiv, früher als Handball-Trainer

und -Bundesligaspieler. Dr. Grohe

Chefarzt Dr. Wolfgang Renschler hat sich unter anderem auf die Fachbereiche

Orthopädie und Unfallchirurgie, Notfallmedizin,

Sportmedizin, Spezielle Schmerztherapie

und Röntgendiagnostik des Skelettes spezialisiert. Und auch bei ihm geht es

in der Freizeit sehr sportlich zu: Dr. Grohe ist begeisterter Alpinist und war von

1973 - 2002 aktiver Fußballspieler. Dem Fußballsport hat er sich auch als Funktionär

bis auf Verbandsebene verschrieben.

Schon während ihrer Tätigkeit als Assistenz- und Oberärzte entdeckten

die beiden Mediziner ihre Begeisterung für Orthopädie und

Unfallchirurgie und hatten das Ziel, eine gemeinsame Praxis für

Orthopädie zu eröffnen. Ein weiterer Schwerpunkt der bedden

Orthopäden bildet die Osteologie und damit die Diagnostik und

Therapie der Osteoporose.


6 Vermischte Meldungen

Vermischte Meldungen 7

Fit durch die kalte Jahreszeit

Die Nase läuft, der Hals kratzt und der Kopf fühlt sich an wie in

Watte gepackt: In der kalten Jahreszeit verbreiten sich Bakterien

und Viren besonders schnell. Kinder sind von einer Erkältung

noch wesentlich häufiger betroffen als Erwachsene, da sich ihr

Immunsystem im Wachstum befindet. Ein Infekt lässt sich im

Winter zwar nie komplett vermeiden, mit einfachen Tricks können

sich aber sowohl Kinder als auch Erwachsene bestmöglich

vor einer Ansteckung schützen.

Am wichtigsten ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst

und Gemüse. So werden dem Körper alle notwendigen Vitamine

Mit bestimmten Lebensmitteln und Sport lässt sich gegenwirken:

Viel Serotonin ist beispielsweise in Bananen, Kakao, Kiwis, Tomaten

und Schokolade enthalten, vor allem aber in Walnüssen.

Darüber hinaus produziert unser Körper das Glückshormon beim

Sport. Viele Menschen können zum Beispiel beim Joggen oder

Schwimmen abschalten und fühlen sich dadurch ausgeglicheund

Stoffe zugeführt, die er braucht, um sich erfolgreich gegen

die Krankheitserreger zu wehren. Sport stärkt ebenso die Immunabwehr,

es reicht aber auch ein täglicher Spaziergang an

der frischen Luft. So kann sich der Körper auf die kalten Temperaturen

einstellen. Regelmäßiges Lüften zu Hause und im Büro

sowie die Vermeidung von trockener Heizungsluft sind ebenfalls

empfehlenswert. Viel Tee, vor allem Ingwer- oder Holunderblütentee,

heiße Fußbäder oder eine Wechselbad-Dusche beleben

und regen zusätzlich das Immunsystem an.

Richtig saunieren

Grünkohl & Co. – Die Helden des Winters

Im Frühling Spargel, im Sommer Erdbeeren und im Winter? Viele schrecken vor dem

Gemüse der kalten Jahreszeit zurück. Die einen kennen es nicht, die anderen mögen

es nicht und viele fragen sich, was man damit überhaupt kochen kann. Ein typisches

Wintergemüse stellt zum Beispiel Grünkohl dar. Neben Kalium, Kalzium, Magnesium

und Eisen ist er reich an Vitamin C. In Kombination mit Kartoffeln oder Hirse lässt

sich der Grünkohl hervorragend zu einem Pfannengericht verarbeiten. Auch in „grünen

Smoothies“ findet sich das Gemüse gerne wieder.

Der Chinakohl ist ein kalorienarmes, dafür sehr mineralstoffhaltiges Wintergemüse

und eignet sich ganz besonders für asiatische Gerichte und als Beilage.

Für Salatfans bietet sich vor allem Feldsalat an. Neben den Vitaminen B und C enthält

er viel Eisen und Kalzium. Die grünen Blätter lassen sich nicht nur als Beilage,

sondern auch als leckeres Hauptgericht zubereiten. Noch gesünder ist rote Bete. Sie

ist reich an Ballaststoffen, Vitamin B, Vitamin C, Folsäure sowie Kalium und kann

sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden. Einziger Nachteil: Rote-Bete-Flecken

sind hartnäckig und überstehen oft sogar die Waschmaschine.

Es gibt viele gute Gründe, in die Sauna zu gehen. Das Schwitzen

reinigt die Haut und fördert die Durchblutung. Verspannungen

und Kopfschmerzen werden durch die Wärme gelöst. Vielen

Menschen hilft die Ruhe, dem Alltag zu entfliehen und abzuschalten.

Das alles trägt dazu bei, den Körper vor Erkältungen

zu schützen und abzuhärten. Dabei gibt es jedoch einiges zu

beachten.

Für die Gesundheit ist es besonders wichtig, sich nach jedem

Durchgang genügend, aber langsam, abzukühlen. Wenn dies

nicht geschieht, schwitzt der Körper zu viel nach und die Gefahr

einer Erkältung besteht. Eine kalte Dusche oder sofort ins kalte

Wasser zu springen, ist jedoch nicht empfehlenswert. Um den

Kreislauf nicht zu stark zu belasten, lieber den Körper erst drau-

ßen oder im Ruhebereich der Sauna etwas erfrischen lassen.

Ausreichend trinken ist wie beim Sport ebenfalls wichtig. Damit

wird der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen. Nach jedem Saunagang

sollte der Körper sich zum Beispiel in einem Ruheraum von

der Anstrengung erholen. Bei einer bestehenden Erkältung oder

Unwohlsein sind Saunagänge tabu. Dann schadet das künstliche

Schwitzen mehr als es hilft. Weil der Körper in der Sauna

gefordert wird und Blutdruck sowie Körpertemperatur steigen,

erleiden anfällige Saunagänger im schlimmsten Fall einen Kreislaufzusammenbruch.

Serotonin – Der Botenstoff, der glücklich macht

Glückshormon im Winterschlaf: Bedingt durch die Kälte oder

den fehlenden Sonnenschein kann der Serotoninspiegel eines

Menschen im Winter niedriger sein als im Sommer. Dieser Mangel

drückt sich unter anderem in Antriebslosigkeit, Angst oder

einem gesteigerten Appetit aus. Das fehlende Serotonin ist kein

Auslöser für eine Depression oder Migräne, begünstigt aber diese

Erkrankungen.

ner. Regelmäßiges Sporttreiben kann dauerhaft den Serotoninspiegel

erhöhen und damit nicht nur zu körperlicher, sondern

auch zu psychischer Gesundheit beitragen.

Der Botenstoff Serotonin wird neben Dopamin und Noradrenalin

häufig als Glückshormon bezeichnet. In der Tat wirkt er sich

wesentlich auf unsere Stimmung aus. Er wird entweder mit der

Nahrung aufgenommen oder vom Körper selbst produziert. Wie

die meisten Botenstoffe bindet sich Serotonin im Körper an bestimmte

Rezeptoren und beteiligt sich somit an der Regulation

unterschiedlicher Körpervorgänge.


8 Titelstory Tradition

Titelstory 9

che und freigemeinnützige Krankenhäuser zusammengeschlossen, um stetig ihre Leistungen zu

verbessern; auch die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg sind Mitglied. Bei allen Fragen und Antworten

rund um die Behandlungsqualität – egal ob persönlicher Umgang, Erreichbarkeit von

Ärzten und Pflegern, Wartezeiten oder auch Qualität des Essens – erzielte die Orthopädische Klinik

in Jugenheim signifikant bessere Ergebnisse als der Durchschnitt der anderen Kliniken.

Die Behandlungsqualität in der Endoprothetik an der Klinik für

Orthopädie und Traumatologie der Kreiskliniken Darmstadt-

Dieburg ist mehrfach von unabhängiger Seite ausgezeichnet

worden. So bestätigten die AOK und die Hessische Qualitätssicherungsstelle

unabhängig voneinander den hohen Therapie-

Standard bei Knie- und Hüft-Operationen. Was ist das Erfolgsrezept

der Klinik?

Ein Navigationscomputer wird beim Eingriff am Knie angebracht.

Millimetergenau berechnet er Größe, Ausrichtung und Achse des

Gelenks. Er wertet aus, welche Maße die künstlichen Gelenkskomponenten

haben sollten, und gibt dem Operateur präzise

Hilfen beim Einsetzen der Prothese. „Patienten, die mit der

navigierten Methode operiert wurden, können ihr neues Knie

deutlich besser bewegen und belasten, klagen seltener über

Schmerzen und Komplikationen“, berichtet Prof. Dr. Peter Schräder,

Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rheumatologie,

der seit April 2015 gemeinsam mit Dr. Hanns-Edgar Hoffart

die Klinik für Orthopädie und Traumatologie in Jugenheim leitet.

Die Aussage des Professors wird von aktuellen Daten der Krankenkasse

AOK untermauert. Sie misst jährlich an unterschiedlichen

Krankenhäusern die Qualität bestimmter Behandlungsverfahren.

Grundlage bilden die AOK-Abrechnungsdaten. Aufgrund

derer werden mögliche Komplikationen und unerwünschte Folgeereignisse

nach einer OP ersichtlich. Mit drei AOK-Bäumchen

„Hightech trifft Tradition“

Herausragende Behandlungsergebnisse mit ganzheitlichem Ansatz

an der Klinik für Orthopädie und Traumatologie in Jugenheim

Operation und ganzheitliche Therapie: „Auf dem richtigen Weg“

Prof. Dr. Schräder freut sich: „Mit unseren Behandlungskonzepten sind wir auf dem richtigen

Weg. Wir operieren aber nicht nur, wir therapieren auch ganzheitlich.“ Ein Team aus Ärzten, Psychologen

und Therapeuten kümmere sich um die Patienten. „Mithilfe einer ganzheitlichen Therapie

können wir Schmerzen lindern und die Mobilität des Patienten verbessern", ergänzt der

Mediziner. Beim ganzheitlichen Ansatz stehen nicht alleine die körperlichen Beschwerden des

Patienten im Vordergrund. Auch Faktoren wie Lebensstil und Psyche spielen eine wichtige Rolle.

Auf Wunsch kann der Patient Traditionelle Chinesische Medizin, Osteopathie und naturheilkundliche

Therapien in Anspruch nehmen. „Wir behandeln die Patienten individuell. Eine präzise Diagnose

ist entscheidend für den Therapieerfolg“, betont Prof. Schräder. „Es ist nicht immer gleich

nötig, zum OP-Besteck zu greifen. Eine Entscheidung für die Operation muss wohlüberlegt sein,

denn je nach Patient und Erkrankung lassen sich Schmerzen und Gelenkprobleme sehr gut mit

Hilfe von sanften, ganzheitlichen Methoden in den Griff bekommen“, so der Professor.

Kompetenz durch Spezialisierung

Die 2014 neu erbaute Klinik für Orthopädie

und Traumatologie in Jugenheim hat Platz

für rund 80 Patienten. „Jährlich setzen wir

etwa 700 Knie- und Hüftprothesen ein".

Weitere Schwerpunkte der Klinik sind u.a.

moderne Verfahren der Knorpeltransplantationen

bei Gelenkschäden, arthroskopische

Operationen an Knie- und Schultergelenken,

die Versorgung von Knochenbrüchen, Kreuzband-

und Meniskusschäden nach Unfällen

sowie hochspezialisierte Operationsverfahren

bei Kindern und Patienten mit Rheuma

und Gelenkverschleiß. Ein entscheidender

Erfolgsfaktor, so Prof. Schräder, sei hierbei

die qualifizierte Ausbildung und langjährige

Erfahrung der Ärzte.

Prof. Dr. Peter Schräder

die höchste Qualitätsauszeichnung erhält die Klinik für Orthopädie

und Traumatologie in Jugenheim im Bereich Kniegelenkersatz.

Auch die Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen (GQH),

eine Institution der Hessischen Krankenhausgesellschaft und der

Krankenkassenverbände zur Durchführung externer Qualitätssicherungsmaßnahmen,

gibt der Klinik für Orthopädie und Traumatologie

Jugenheim nahezu durchgängig gute bis sehr gute

Qualitätsbewertungen im Bereich Hüft- und Kniegelenkersatz-

Operationen.

Gute Ergebnisse auch bei Patienten-Befragungen

Diese Qualitätsauszeichnungen von unabhängiger Stelle spiegeln

sich auch bei der Zufriedenheit der Patienten wider, wie

Umfrageergebnisse unter Patienten des Clinotel-Verbundes von

Anfang 2015 belegen. Im Clinotel-Verbund haben sich öffentli-

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klinik für Orthopädie und Traumatologie

Leitender Arzt Prof. Dr. Peter Schräder

Hauptstraße 30

64342 Jugenheim

Telefon: 0 62 57/508 - 551

E-Mail: ambulanz-jugenheim@kreiskliniken-dadi.de

Kreisklinik Jugenheim unter den

TOP-Kliniken Deutschlands

Die AOK Hessen hat den Kreiskliniken Darmstadt-

Dieburg erneut eine durchgehend gute Behandlungsqualität

bescheinigt. Im Leistungsbereich

der elektiven Knie-Totalendoprothesen wurden

sogar überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt:

Die Kreisklinik Jugenheim gehört zu den 20%

der bundesweit besten Kliniken in diesem Behandlungsbereich.

„Dies ist für das Gesamthaus

ein sehr gutes Ergebnis“, so Landrat Klaus Peter

Schellhaas. „Es belegt erneut die kontinuierlich

und fachübergreifend gute medizinische Versorgung

der Bürgerinnen und Bürger in unseren

Kreiskliniken.“

Schon im Vorjahr sind die Häuser in Groß-Umstadt und Jugenheim

ausgezeichnet worden.

Langfristige Messung

Mit der sogenannten QSR-Methodik (Qualitätssicherung mit

Routinedaten) ist die Behandlungsqualität erfasst worden.

Diese misst langfristig die Qualität bestimmter stationärer

Behandlungen, das heißt über den Tag der Entlassung eines

Patienten hinaus. Nach 2014 bestätigt die Messung nun

erneut die kontinuierlich guten Ergebnisse der Kreiskliniken

in den Leistungsbereichen Endoprothetik, Cholezystektomie

(Gallenblasenentfernung), Appendektomie (operative

Entfernung des Wurmfortsatzes am Blinddarm) und Kardiologie.

In den ausgewerteten Leistungsbereichen liefern die

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg laut AOK in keinem einzigen

Bereich eine unterdurchschnittliche Qualität.


10 Intensiv pflegebedürftig

Intensiv pflegebedürftig 11

werden müssen. Genau ihnen möchten wir ein großes Stück

Lebensqualität zurückgeben und zu größtmöglicher Normalität

verhelfen“, sagt Dr. Gosbert Gottmann, Gesellschafter der

Philos GmbH.

„Dazu gehören einkaufen, kochen, Spaziergänge, studieren

oder sogar einer Berufstätigkeit nachgehen“, ergänzt Daniela

Jentsch, geschäftsführende Gesellschafterin der Organisation

Bärenstark. Speziell geschulte Pflegefachkräfte betreuen und

versorgen die Patienten rund um die Uhr und begleiten die

Bewohner bei der Verrichtung ihres Alltags. „Die Pflegebedürftigen

werden regelmäßig von Hausärzten, Fachärzten und

Therapeuten besucht“, ergänzt Christian Keller, Betriebsleiter

der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, „damit ermöglichen wir

eine fachübergreifende Versorgung.“

„Unsere Zielgruppe sind primär Beatmungspatienten, die aus

einer Rehaklinik oder der Intensivstation eines Krankenhauses

entlassen werden konnten, die aber weiterhin eine Intensivpflegeversorgung

rund um die Uhr benötigen“, erklärt

Dr. Gottmann. „Viele wünschen sich trotz ihrer Krankheit einen

möglichst normalen Alltag.“

„An spezialisierten Hilfsangeboten für intensivpflegebedürftige

und künstlich beatmete Patienten mangelt es in Deutschland

noch immer“, kritisiert Klaus Peter Schellhaas, Landrat

des Kreises Darmstadt-Dieburg. „Es existieren zwar viele Pflegeheime,

diese sind jedoch oft nicht auf die Bedürfnisse von

intensivpflegebedürftigen Menschen ausgerichtet.“

Bärenstark bietet in Darmstadt und Umgebung zwar bereits

seit rund fünf Jahren verschiedene Versorgungsformen für

Intensivpflegebedürftige (auch mit künstlicher Beatmung) –

jedoch nur für Kinder und Jugendliche. „Das Angebot der Philos

GmbH hingegen richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahre“,

erläutert Daniela Jentsch von Bärenstark, die ihr Wissen und

ihre Erfahrung mit Beatmungspatienten in den neuen Betrieb

einbringt.

Sektorenübergreifend ganzheitlich betreut

Intensiv pflegebedürftig – und trotzdem

ein ganz normaler Alltag

Die Philos GmbH gibt intensiv pflegebedürftigen Menschen ein großes Stück normalen Alltag zurück. Im November 2015

eröffnete die Firma, die aus einer Kooperation der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg mit der Organisation „Bärenstark“

entstand, am Gesundheitszentrum Groß-Umstadt (GZG) eine vom ambulanten Pflegedienst betreute neue Wohnanlage für

vor allem künstlich beatmete Patienten. Sowohl die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg als auch „Bärenstark“ sind Teilhaber.

In den Alltag integriert

In zwölf barrierefreien Apartments von ca. 30-50 qm Größe können sich die Patienten individuell einrichten. „Die Bewohner

und ihre Angehörigen gestalten ihre Apartments ganz persönlich. Sie sollen wie zu Hause in ihrer eigenen Wohnung wohnen“,

sagt Christoph Dahmen, stellvertretender Betriebsleiter der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg. Die Apartments verfügen über

Schlafzimmer, Küche und ein eigenes Badezimmer. Auch ein eigener Briefkasten, ein eigener Telefonanschluss und, besonders

wichtig für eine umfängliche Betreuung, Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige stehen zur Verfügung.

„Intensivpatienten, die aufgrund eines schweren Unfalls oder einer chronischen Krankheit rund um die Uhr eine spezielle

Versorgung benötigen, haben es im Alltagsleben nicht leicht; besonders diejenigen, die über längere Zeit künstlich beatmet

Kontakt

Philos GmbH

Grafenstrasse 13

64283 Darmstadt

Telefon: 0160-96357391

E-mail: info@philos-ip.de

Mit dem 2013 gegründeten Zentrum für akute und postakute

Intensivmedizin, das sich in direkter Nähe zur Wohnanlage

befindet und deren Ärzte regelmäßige Visiten dort vornehmen,

bieten die Kreiskliniken als einziges Zentrum in Hessen

den akuten und postakuten Bereich unter einem Dach an und

verfügen über fundierte Erfahrungen in der Versorgung von

Intensivpatienten.

Philos arbeitet im Konzept der Ganzheitlichen Intensivpflege.

Ganzheitliche Intensiv- und Beatmungspflege bedeutet, dass

alle Disziplinen, die für die gelungene Versorgung der Pflegebedürftigen

notwendig sind, sich im bildlichen Sinne an einem

runden Tisch treffen und die Versorgung gemeinsam auf

den Weg bringen – mit einem multiprofessionellen Behandlungsteam

aus spezialisierten Fachpflegekräften, Anästhesiologen,

Internisten, Atmungstherapeuten und Therapeuten,

bei Bedarf erweitert um weitere medizinische Spezialisten.

Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg,

freut sich über das neue Versorgungsangebot: „Wir sind stolz,

im Landkreis Darmstadt-Dieburg diesen besonders hilfsbedürftigen

Menschen ein so umfassendes Betreuungsangebot

anbieten zu können.“


12

Burnout

Burnout 13

Burnout ist ein schleichender Prozess, der nicht gleich bemerkt

wird. Gerade wer sich einsetzt und beweisen will, mit Feuereifer

bei der Sache ist, egal ob im privaten oder beruflichen Bereich,

vernachlässigt irgendwann die eigenen Bedürfnisse. Ein Konflikt

entsteht, der sich anfangs noch gut verdrängen lässt. Doch

der Dauerstress hat Folgen: Familiäre Probleme, ungewisse

Zukunftsaussichten, zu hohe oder als sinnlos empfundene

Anforderungen bei der Arbeit und finanzielle

Zwänge können die Lebensfreude ersticken und

dazu beitragen, dass man sich ohnmächtig

und ausgeliefert fühlt. Deshalb sind nicht

nur Topmanager von Burnout betroffen,

sondern durchweg alle sozialen Schichten

in der Bevölkerung. „Gerade Menschen

mit einem hohen Anspruch an

sich selbst sind besonders gefährdet“,

so Professor Dr. med. Thomas

Wobrock, Chefarzt des Zentrums

für Seelische Gesundheit

der Kreiskliniken Darmstadt-

Dieburg.

Burnout kommt nicht von heute auf morgen

Nachgefragt: Burnout

Fragen an Prof. Dr. Thomas Wobrock, Chefarzt des

Zentrums für Seelische Gesundheit der

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Herr Prof. Wobrock, welche Anzeichen sind charakteristisch für

Burnout?

Schlafstörungen, die Neigung zum Grübeln, Gereiztheit und

Erschöpfung – wenn diese Symptome länger als zwei Wochen

andauern, sollte man sich Gedanken machen. Wer zu diesem

Zeitpunkt Maßnahmen ergreift, indem er beispielsweise das Gespräch

mit einer vertrauten Person oder auch dem Chef sucht,

kann noch alleine mit der Situation fertigwerden. Kommen eine

innere Traurigkeit, eine Antriebsstörung oder gar lebensmüde

Gedanken hinzu, so sollte bei einer depressiven Episode professionelle

Hilfe in Anspruch genommen werden.

Wie therapieren Sie jemanden, der zu Ihnen kommt, weil er

alleine nicht mehr mit der Situation fertigwwird?

Wir versuchen immer auf den Einzelnen und die individuellen

Probleme einzugehen. Dazu kann es auch notwendig sein, den

Menschen aus seiner krank machenden Umgebung herauszunehmen

und ihm eine stationäre Behandlung anzubieten. Bei

einer schweren Depression ist auch eine medikamentöse Therapie

notwendig. Wir überlegen gemeinsam: Was gibt es für

positive Aktivitäten, die Spaß machen und einen Ausgleich zur

Stresssituation bieten können? An welcher Stelle im Leben können

Freizeit und Pausen eingeplant werden? Wie lässt sich die

Arbeit in Zukunft anders organisieren, wo können Konflikte gelöst

werden? Oft brauchen die Patienten auch Unterstützung bei

Gesprächen mit der Familie.

Achtsamkeitsübungen können

dabei helfen, dass man

sich selbst wieder spürt.

Letztendlich geht es beim

Burnout um die Einrichtung

einer funktionierenden

Work-Life-Balance und bei

einer schwereren Depression

um eine kontinuierliche

medikamentöse Behandlung über eine gewisse Zeit und die Einleitung

einer ambulanten oder auch stationären Psychotherapie.

Ist ein Burnout heilbar?

Im Prinzip gilt: Je einfacher der Auslöser, desto einfacher ist die

Lösung. Es gibt jedoch auch komplexere Ursachen, zum Beispiel

eine erhöhte Verletzlichkeit durch die persönliche Lebensgeschichte.

Nehmen wir an, einem Kind wurde immer wieder gesagt,

dass es einfach nichts richtig machen kann. Dann wird es

als Erwachsener viel heftiger und ggf. hilflos reagieren, wenn

eine ähnliche Situation auch am Arbeitsplatz auftritt. Das muss

in der Therapie durch tiefer gehende Gespräche geklärt werden.

Auch Menschen, die immer alles perfekt machen wollen, sind

einem höheren Risiko ausgesetzt. Oft ist es schon eine große

Hilfe, sich diese Dinge bewusst zu machen.

„Viele laden sich ein zu hohes Arbeitspensum auf, um mit dem

Tempo der heutigen Arbeitswelt mithalten zu können, gestehen

sich aber ihre andauernde Überforderung nicht ein. Das Ausbrennen

geschieht schleichend, über Monate und Jahre, und

kann schließlich in eine Depression münden.“ Dinge, die vorher

Spaß gemacht haben oder einen Ausgleich brachten, werden

nun als Belastung empfunden. Das wöchentliche Joggen

mit Freunden, der tägliche Spaziergang nach der Arbeit oder der

Besuch bei den Eltern. All das lässt man ausfallen, um den vermeintlichen

Berg an Aufgaben zu bewältigen.

Erste Anzeichen für ein Burnout

Mittel gegen das Ausbrennen

Zeitmanagement und Stressabbau heißen die Zauberwörter gegen

den beginnenden Burnout. Wer privat und beruflich viel

um die Ohren hat, sollte sich den Tag strukturieren. So kann der

Fokus immer komplett auf eine einzige Aufgabe oder wenige

To dos gelegt werden. Ganz wichtig ist hierbei die Einplanung

von Erholungsphasen, um neue Energie tanken zu können. Wird

der Arbeitsaufwand zu groß, rät Prof. Wobrock dazu, Aufgaben

auch einmal abzulehnen. Das zeugt von größerer Kompetenz als

sich unendlich viele Sachen aufzuladen, die nicht abgearbeitet

werden können. Nach getaner Arbeit ist Entspannung angesagt.

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Zentrum für Seelische Gesundheit

Chefarzt Prof. Dr. Thomas Wobrock

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2920

E-Mail: zfsg@kreiskliniken-dadi.de

Auffallende Merkmale der Anfangsphase sind beispielsweise ein

unverhältnismäßiges Engagement für berufliche Ziele. Dabei arbeitet

man fast pausenlos und jagt nach Anerkennung für seine

Leistung. Misserfolge werden verdrängt und die eigenen Bedürfnisse

sowie Freunde und Familie immer weiter vernachlässigt.

„Wenn Anzeichen wie dauerhafte Erschöpfung, Konzentrationsschwäche,

Schlafstörungen, eine innere Anspannung und

Angstzustände dazukommen, sollte ein Gang zurückgeschaltet

werden“, sagt Prof. Wobrock. „Nicht wenige suchen fälschlicherweise

Ablenkung in Alkohol oder anderen Suchtmitteln und

geraten so in einen Teufelskreis.“

Der eine braucht Ruhe, der andere muss sich richtig auspowern,

um sich abzureagieren. Doch ob Yoga oder Kickboxen – wichtig

ist, dass man den Ausgleich regelmäßig sucht und Spaß dabei

hat.

Prof. Dr. Thomas Wobrock, Chefarzt des Zentrums für Seelische Gesundheit


14 Geriatrisches Assessment

Geriatrisches Assessment 15

Geriatrisches Assessment

untersucht körperliche und seelische

Fitness älterer Patienten

Mit einer schweren Lungenentzündung schleppt sich Hildegard

Meyer* in die Kreisklinik Groß-Umstadt. Fieber und Atemprobleme

zwingen die bisher agile Rentnerin zu einem stationären

Aufenthalt und vorübergehender Bettruhe. Ein muskulärer

Abbau, der die 87-Jährige zu einem Pflegefall werden lässt,

scheint vorprogrammiert. Die Klinik für Geriatrie hilft Betagten

aus dem Teufelskreis.

Auf der Station speziell für ältere Menschen behandeln die Ärzte

nicht nur die akute Krankheit, sondern führen parallel ein sogenanntes

Geriatrisches Assessment durch. Diese Testreihe wird

bei jedem in die Geriatrie eingelieferten Patienten vorgenommen

und analysiert neben körperlichem und psychischem Befinden

unter anderem Wohnverhältnisse und Alltagskompetenz.

Das Assessment soll Aufschluss über die körperliche und seelische

Fitness geben und – im Fall von Hildegard Meyer* – vor

anschließender Bettlägerigkeit bewahren.

2,5 Millionen Pflegebedürftige

Deutschlandweit steigt die Zahl älterer Menschen: Männer

und Frauen aus geburtenstarken Jahrgängen altern, die Zahl

der Neugeborenen sinkt mit jeder Generation. Nach aktuellen

Hochrechnungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend sind 2060 knapp die Hälfte aller Deutschen

65 Jahre und älter. 2011 zählte die Bundesregierung bereits 2,5

Millionen Pflegebedürftige. Höchste Zeit also, Rentnern zu einer

möglichst hohen Lebensqualität zu verhelfen. „Ziel des Geriatrischen

Assessment ist es, Ressourcen und Defizite der Patienten

zu erfassen und darauf aufbauend zu schauen, was wir wo

stärken können“, sagt Dr. Martin Schunck, Chefarzt der Klinik

für Geriatrie an der Kreisklinik Groß-Umstadt. „Mit allgemeinen

Tests können wir Körpergewicht, Blutdruck und Herzfrequenz,

Temperatur und zahlreiche Laborwerte untersuchen. Aber im

Rahmen des Geriatrischen Assessments messen wir auch Grade

an Vergesslichkeit, Mobilität und Selbsthilfebedarf.“

Überprüft wird zum Beispiel, wie selbstständig der Patient isst,

sich wäscht, Treppen steigt, ob er gut sehen und hören kann,

aber auch die geistige Fitness: Der Patient bekommt ein Blatt

Papier mit vorgezeichnetem Kreis, in den er die Ziffern einer

Uhr und eine vorgegebene Zeit eintragen soll – ein Screening,

das Hirnleistungsstörungen enttarnt. Darüber hinaus wird die

Wohnsituation beleuchtet, ob also Stolperfallen, fehlende Griffe,

zum Beispiel im Bad, oder unüberwindbare Barrieren wie Treppen

Gefahren darstellen und das alltägliche Leben erschweren.

Ganzheitliche Diagnostik

Diese Form der ganzheitlichen Diagnostik – eine Art Bestandsaufnahme

– kann aufgrund ihrer Komplexität nicht durch eine

einzelne Berufsgruppe stattfinden. Deshalb erstellt ein Team aus

Spezialisten im medizinischen, therapeutischen und pflegerischen

Bereich aus den Ergebnissen gemeinsam mit Patient und

Angehörigen einen individuellen Behandlungsplan. So werden in Ergo- und Physiotherapie beispielsweise Gleichgewicht, Kraft

und Ausdauer sowie Alltagssituationen trainiert, bei Bedarf erfolgen neben einer medizinischen Behandlung zudem psychologische

Diagnostik und Betreuung, die Beratung über eine seniorengerechte Anpassung von Wohnräumen oder auch Hilfe beim Erledigen

von Behördenformalitäten.

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klinik für Geriatrie

Chefarzt Dr. Martin Schunck

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 0 60 78 / 79-2301

E-Mail: geriatrie@kreiskliniken-dadi.de

„Die Durchführung eines Geriatrischen Basis-Assessments ist inzwischen in allen größeren Geriatrien üblich“, sagt Dr. Schunck. Die

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg bieten aber Tests an, die weit über die Grunduntersuchung hinausgehen. „Auch personell sind wir

sehr gut aufgestellt“, betont der Geriatrie-Chefarzt und verweist auf zum Personal gehörende Psychologen und Sozialberater. „Mit

unserem umfassenden Team können alle Facetten systematisch abgeklopft und auch Hinweise von Angehörigen, die die Lebensumstände

des Patienten besser kennen, mit berücksichtigt werden.

Einzug ins Pflegeheim verhindert

Hildegard Meyer* darf dank der ganzheitlichen Therapie schon bald in ihre eigenen vier Wände zurück. Neben einer medikamentösen

Behandlung sowie Atemübungen und Inhalationen hatte sie mit regelmäßiger Physio- und Ergotherapie auch ihre Muskeln fit gehalten.

Anfangs bewegte sie sich noch mit einem Rollator durch ihr kleines Häuschen. Ein Pflegedienst half in den ersten Wochen beim

Waschen und Anziehen, das Mittagessen rollte auf Rädern an, die Haushaltshilfe der 87-Jährigen kam statt einmal vorübergehend

dreimal in der Woche. Inzwischen versorgt sich die betagte Frau wieder selbst und benötigt den Rollator höchstens für ausgiebige

Spaziergänge. „Hätten wir ausschließlich ihre Lungenentzündung behandelt, hätte sie körperlich wahrscheinlich rasch abgebaut, sich

so schnell nicht erholt und wäre zum Pflegefall geworden“, vermutet Dr. Martin Schunck.

Dr. Martin Schunck, Chefarzt der Klinik für Geriatrie

*Name von der Redaktion geändert.


16 Caritas-Café "Grünes Haus"

Kindergartenführung 17

Eröffnung des Caritas-Cafés „Grünes Haus“

Im Zentrum für Seelische Gesundheit der Kreiskliniken Darmstadt-

Dieburg finden Menschen mit psychischen Erkrankungen eine

Beschäftigung

Am 30. November hat das neue Café „Grünes Haus“ im Zentrum

für Seelische Gesundheit der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

eröffnet und lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich

zum Besuch ein. Das Besondere: Menschen mit psychischen Erkrankungen

arbeiten im Café und verwöhnen in einem angenehmen

Ambiente die Gäste mit Kaffeespezialitäten, Snacks und

alkoholfreien Getränken. „So haben Patientinnen und Patienten

die Möglichkeit, nach Stabilisierung ein Beschäftigungsangebot

der Caritas bei uns im Zentrum wahrzunehmen und eine

niederschwellige, sinnstiftende Tätigkeit auszuüben – je nach

momentaner Belastbarkeit“, erläutert Prof. Dr. Thomas Wobrock,

Leiter des Zentrums für Seelische Gesundheit, das Konzept. Dort

werden Menschen in Lebenskrisen, mit Erschöpfungszuständen,

Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen, Angstzuständen,

psychotischen Störungen und anderen seelischen Erkrankungen

behandelt. Dafür setzen Prof. Wobrock und sein Team auf eine

ganzheitliche und integrative Behandlung, bei der sich moderne

biologische Therapieansätze und psychotherapeutische Verfahren

ergänzen.

Das Café ist montags bis freitags von 14:00 – 17:00 Uhr

geöffnet. Auf Bestellung liefern die Mitarbeiter auch

Speisen und Getränke auf die Stationen. Betreiber

sind die Gemeindepsychiatrischen Zentren (GPZ)

Dieburg/Reinheim des Caritasverbandes Darmstadt

e.V. Damit wird die langjährige Zusammenarbeit

zwischen den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg und

dem Caritasverband ausgebaut. „Unser Ziel war es, attraktive,

niederschwellige Beschäftigungs-, Arbeits- und

Zuverdienstmöglichkeiten für Menschen mit seelischen

Behinderungen zu schaffen“, so Claudia Bock, Dienststellenleiterin

der GPZ. „Wir haben bewusst eine besonders

angenehme Atmosphäre mit Blumenschmuck und entspannender

Hintergrundmusik geschaffen, die zum Verweilen

einlädt.“ Darüber hinaus sollen Events wie ein Weihnachtsbasar,

Sommerfest oder Lesungen in Kooperation mit den Kreiskliniken

Darmstadt-Dieburg organisiert werden. Neben Speisen

und Getränken besteht die Möglichkeit, im Café Zeitschriften

und Spiele auszuleihen.

Kinder streifen als Ärzte

durchs Krankenhaus

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Zentrum für Seelische Gesundheit

Chefarzt Prof. Dr. Thomas Wobrock

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2920

E-Mail: zfsg@kreiskliniken-dadi.de

Herrn Teddy Bär röntgen und den Rettungswagen erforschen:

Regelmäßig im Jahr bietet die Kreisklinik Groß-Umstadt auf

Anfrage Führungen speziell für Kindergartenkinder an. Dabei

schlüpfen die Mädchen und Jungen selbst in die Rolle

des Arztes und lernen verschiedene Untersuchungen und das

Krankenhaus kennen. „Die Führungen sind extra auf die Kids

ausgerichtet. Das Krankenhaus mit seinen Aufgaben und das

‚Krank sein‘ wird ihnen spielerisch erklärt. Sie sollen lernen,

dass man auch mal krank wird, aber keine Angst vor dem

Krankenhaus haben muss“, erklärt Katja Lehmann, Leitung

der ambulanten Tagesklinik an der Kreisklinik Groß-Umstadt

und seit 2014 Organisatorin der Führungen.

Spaß steht im Vordergrund

Es wird fleißig verbunden, eingegipst und geröntgt: So probieren

die kleinen Krankenhausbesucher in Begleitung von

Katja Lehmann beispielsweise aus, wie das Durchleuchten

des Körpers beim Röntgen funktioniert. Als „Patient“ stellt

sich Herr Teddy Bär mit all seinen Drähten im Körper zur Verfügung.

Die Röntgenbilder dürfen die Kinder im Anschluss

mit nach Hause nehmen. In der Notaufnahme begrüßt Krankenpfleger

Friedel Hiemens die 3- bis 6-Jährigen. Er verpasst

ihnen eine Unterarmgipsschiene oder Fingerverbände und erklärt,

warum verletzte Gliedmaßen unbedingt ruhig gestellt

werden müssen. Zum Schluss erkunden die Kinder zusammen

mit Friedel Hiemens den Rettungswagen.

Berührungsängste abbauen

Die Führungen dauern etwa 1,5 Stunden. In dieser Zeit haben

die Kinder die Möglichkeit, viele neue Dinge zu erkunden, anzuschauen

und zu hinterfragen. „Durch die spielerische Herangehensweise

und den ersten Kontakt zum Krankenhaus wird

die neue Umgebung für die Kinder vertrauter. Damit wollen

wir ihnen die Angst vor dem Krankenhaus nehmen, sollten

sie selbst einmal krank werden“, erläutert Katja Lehmann am

Ende der Führung. Als kleine Belohnung für das Durchhaltevermögen

gibt es nach dem lehrreichen Tag für alle ein kleines

Eis in der Cafeteria.


18 Hautkrebs

Hautkrebs 19

niken Darmstadt-Dieburg zweizeitig vorgenommen: „In der

ersten Operation wird das Basaliom mit einem Sicherheitsabstand

entfernt und zur feingeweblichen Untersuchung eingesandt.

Bereits am nächsten Vormittag erhalten wir das Ergebnis“,

sagt Dr. Lang. „Ist der Tumor vollständig entfernt, erfolgt

in einem zweiten Schritt der Verschluss der Wunde.“ Je früher

ein solcher Tumor erkannt wird, umso einfacher und unbelastender

ist das operative Verfahren. Abhängig von der Größe

des Tumors können mitunter ausgeprägte Defekte entstehen.

„Gerade im Gesichtsbereich besteht die Kunst darin, diese

Defekte so zu verschließen, dass die natürlichen Gesichtszüge

nicht entstellt werden“, sagt Dr. Lang. Dies gilt insbesondere

dann, wenn auch funktionelle Strukturen wie die Augenlider

oder die Lippen betroffen sind. Um die ästhetischen und

funktionellen Einheiten des Gesichtes bei einer solchen Rekonstruktion

zu erhalten, stehen in der Klinik für Plastische

und Ästhetische Chirurgie eine Vielzahl operativer Techniken

zur Verfügung. Zur Anwendung kommen zum Beispiel verschiedene

Hautlappenplastiken aus der unmittelbar dem Defekt

angrenzenden Umgebung sowie bei großen Defekten die

Transplantation von Vollhaut- oder Spalthauttransplantaten.

„Auf diese Weise gelingt es uns einerseits, den Tumor vollständig

zu entfernen, und andererseits die ästhetische Harmonie

der Gesichtszüge zu bewahren“, sagt Dr. Lang.

Vorbeugen ist die beste Therapie

Ganz entscheidend ist es, beim Sonnenbaden – auch im Winter

oder Frühjahr – entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu

beachten. Hellhäutige Menschen haben ein höheres Risiko als

dunkelhäutige. Grundsätzlich empfiehlt sich für alle Hauttypen

eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor ab 30 und

ein begrenzter Aufenthalt in der direkten Sonne von maximal

15-20 Minuten. Bei der Verwendung von Sonnenschutzcremes

sollten auch die Lippen stets geschützt werden. Vor allem bei

hellhäutigen und familiär vorbelasteten Menschen sind darüber

hinaus regelmäßige Untersuchungen der Haut durch einen

Hautarzt zu empfehlen. „Wenn der weiße Hautkrebs früh

erkannt wird, besteht eine sehr gute Chance auf vollständige

Heilung“, so Dr. Lang.

Klinik für Plastische und Ästhetische

Chirurgie / Gesichtschirurgie

Sei es die Korrektur einer unfallbedingten Entstellung

oder eine Gesichtsstraffung wegen Altersfalten: Die Klinik

für Plastische und Ästhetische Chirurgie bietet ihren

Patienten die Möglichkeit, ihre Wünsche auf sichere und

möglichst schonende Weise umzusetzen. Chefarzt Dr.

Lang und sein Team legen dabei besonders großen Wert

auf eine intensive Beratung und Aufklärung, auch über

mögliche Risiken des jeweiligen Eingriffs.

Zum Leistungsspektrum zählen alle bewährten Techniken

der ästhetischen Verbesserung. Dies umfasst Eingriffe im

Gesicht wie beispielsweise Facelift, Halsstraffung, nichtoperative

Verfahren der Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin/Botox

oder Gewebe-Filler wie Hyaluronsäure

sowie als modernes minimal-invasives Verfahren die

perkutane Kollagen-Induktion oder Medical-Needling

zur Hautverjüngung und Narbenbehandlung. Zum Leistungsspektrum

der Brustchirurgie gehören Formkorrekturen

bei angeborenen Fehlbildungen, Brustvergrößerungen

oder –verkleinerungen sowie Bruststraffungen.

Bei allen ästhetischen Operationen an der weiblichen

Brust sind eine narbensparende Schnittführung und der

Erhalt der Brustwarzenfunktion oberste Handlungsmaxime.

Darüber hinaus nehmen Dr. Lang und sein Team

ästhetische Eingriffe zur Verbesserung der Körperform

vor, unter anderem Bauchstraffungen, Fettabsaugungen,

Schweißdrüsenbehandlung oder Narbenkorrekturen.

Viele dieser Eingriffe können auch ambulant durchgeführt

werden. Eine der häufigsten Aufgaben der Rekonstruktiven

Plastischen Chirurgie ist die Wiederherstellung

von Defekten. Therapiert werden Haut-Tumore, speziell

des Gesichtes, chronische Wunden, Hautdefekte in Folge

von Unfällen, Tumoroperationen und Infektionen, Verbrennungen

und Verbrennungsfolgen, Narben sowie angeborene

und erworbene Fehlbildungen des Kopfes, des

Rumpfes und der Extremitäten.

„Weißer Hautkrebs – die unterschätzte Gefahr“

Terminvereinbarungen für eine unverbindliche Beratung

können jederzeit über das Abteilungssekretariat der Klinik

für Plastische und Ästhetische Chirurgie erfolgen.

Etwa 150.000 Menschen erkranken allein in Deutschland

jedes Jahr an weißem Hautkrebs. Tatsächlich ist der weiße

Hautkrebs die häufigste Krebsform überhaupt. Die Entstehung

dauert in der Regel Jahrzehnte, darum trifft die Diagnose

überwiegend ältere Menschen über 60 Jahre. Der Prozess

ist schleichend, denn kleine Wunden, hautfarbene Narben im

Gesicht oder ein Knötchen an Ohren, Stirn, Nase oder Lippen

sind für viele noch kein Grund zur Besorgnis. So wird die Erkrankung

im Anfangsstadium oft übersehen.

Basaliome meist im Gesicht

Hinter einer solchen Hautveränderung kann sich jedoch ein

Basaliom, der sogenannte weiße Hautkrebs, verbergen. „Diese

Krebsart bildet zwar so gut wie nie Metastasen, wächst

aber lokal zerstörend. Hierbei wird das umliegende Gewebe

angegriffen und nach längerem Bestehen kann der Tumor sogar

auf Knochen übergreifen“, erklärt Dr. Anton Lang, Chefarzt

der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie / Gesichtschirurgie

der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg und Experte

für den Fachbereich Dermato-Chirurgie. Besonders gefährdet

für die Entstehung solcher Basaliome seien Körperstellen, die

ungeschützt und permanent der Sonneneinstrahlung ausgesetzt

sind. „Basaliome finden sich am allerhäufigsten im Gesicht.

Hierbei sind vor allem die Nase, die Ohren und die Stirn

betroffen", so der Chefarzt.

Entfernung der Basaliome ist die sicherste Therapie

Ohne Behandlung wachsen Basaliome langsam in die tieferen

Hautschichten. Die Therapie besteht daher in der vollständigen

Entfernung der Tumore. Der Eingriff wird an den Kreiskli-

Der weiße Hautkrebs kann äußerlich die unterschiedlichsten Formen annehmen.

Bei schlecht heilenden Hautveränderungen sollte daher der Hautarzt

(Dermatologe) aufgesucht werden.

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klinik für Plastische und Ästhetische

Chirurgie / Gesichtschirurgie

Chefarzt Dr. Anton Lang

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 060 78 / 79 - 2551

E-Mail: s.erzmann@kreiskliniken-dadi.de


20 Hautkrebs

Peer 21

Nachgefragt: Fragen an Prof. Dr. Dr. h.c. Raymund E. Horch, Präsident der

Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und

Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

überzeugen Prüfer im Peer-Review-

Verfahren mit hoher Qualität

Herr Prof. Horch, was genau macht die Deutsche Gesellschaft

der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen?

Die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und

Ästhetischen Chirurgen ist die offizielle Vertretung der deutschen

Plastischen Chirurgen und vertritt die Interessen von über 1600

Mitgliedern national und international. Sie wurde 1968 gegründet

und ist eine der größten Fachgesellschaften innerhalb der

Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCh), der wissenschaftlichen

Fachgesellschaft der deutschen Chirurgen. Aktuell gehören

der DGPRÄC 1206 Fachärzte und 482 Ärzte in der Weiterbildung

an.

Nach welchen Kriterien werden die Ärzte bei der DGPRÄC ausgewählt?

Aufgenommen werden ausschließlich Chirurgen mit dem Titel

„Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ beziehungsweise

dem auslaufenden Titel „Facharzt für Plastische Chirurgie“,

dessen Weiterbildung vergleichbar war. Für Ärzte in der

Weiterbildung gibt es die Möglichkeit einer assoziierten Mitgliedschaft.

Um den Titel des Facharztes zu erlangen, muss der

Arzt nach Abschluss seines Medizinstudiums eine sechsjährige

Weiterbildung absolvieren, die etwa 600 selbstständige Operationen

und mehrere Prüfungen umfasst. Erst nach dem Erwerb

eines umfassenden theoretischen und praktischen Wissens kann

er zur Facharztprüfung an der jeweiligen Landesärztekammer

antreten.

Insbesondere möchte ich darauf hinweisen, dass nur der Titel

„Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ (beziehungsweise

„Facharzt für Plastische Chirurgie“) geschützt ist. Andere

Bezeichnungen wie „Kosmetischer Chirurg“, „Schönheitschirurg“,

„Arzt für Ästhetik“ oder „Ästhetischer Chirurg“ sind keine

geschützten Titel und können von jedem Arzt geführt werden.

Über die Aus- und Weiterbildung sagen sie nichts aus.

Wie profitieren Patienten von den Angeboten der DGPRÄC?

Auf unserer Webseite können sich die Patienten über verschiedene

Behandlungsmethoden informieren und nach einem

„Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ in ihrer unmittelbaren

Umgebung suchen. In unserer - ebenfalls online zur

Verfügung gestellten – Checkliste erhalten Interessenten zahlreiche

Tipps. Unter anderem, worauf sie bei der Arztwahl und

den Kosten der Operation besonders achten sollten oder welche

Anlaufstelle es für Probleme gibt, sollte das Ergebnis nicht den

Wünschen des Patienten entsprechen.

Qualität auf dem Prüfstand: Als bundesweit zweites Krankenhaus

hat sich die Klinik für Allgemeinchirurgie der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

mit dem neu etablierten Peer-Review-Verfahren

einer kritischen Kontrolle unterzogen – und dafür Lob erhalten.

Die prüfenden externen Chirurgen hoben die ausgezeichnete

interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Klinik, die

herausragenden Fortbildungsmöglichkeiten, die ausführlichen

Videoaufnahmen bei jeder Operation und die „handwerklich

gute“ Arbeit an der Klinik für Allgemeinchirurgie hervor.

Dr. Hans-Jürgen Hain, Chefarzt der Allgemeinchirurgie

Vernetzung mit anderen Chirurgen wichtig

„Wir wollen an unserer Klinik immer bestmögliche Ergebnisse

erzielen“, sagt Dr. Hans-Jürgen Hain, Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie

in Groß-Umstadt. „Die Vernetzung mit anderen

Medizinern in Hessen und der stetige Dialog über Verbesserungspotenziale

sind dafür unerlässlich. So werden neueste, medizinische

Erkenntnisse schnell in den Klinikalltag integriert.“

und der GQH beinhaltete. Dort wurden ihm und anderen Peers

die Grundlagen der standardisierten Bewertung vermittelt. „Der

respektvolle, kollegiale Umgang miteinander und die kritische

Beurteilung der Qualitätskennzahlen machen das Peer-Review-

Verfahren zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Behandlungsprozesse“,

begrüßt Hain die Qualifizierungsmaßnahme.

Evidenzbasierte Begutachtung positiv für alle Beteiligten

Bei einem Peer-Review arbeiten mindestens zwei Ärzte, ein

Mitarbeiter der Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen und

ein Mitarbeiter der Landesärztekammer gemeinsam an einem

Krankheitsbild. Die Auswertung des Peer-Reviews geschieht

hinterher in mehreren Rückmeldephasen. Ein großer Fortschritt

bei der Analyse von Prozessen und eventuellen Fehlerquellen,

meint Hain, „weil die Chirurgen sich damit ganz konkret einer

Diskussion mit externen Peers stellen und organisatorische Prozesse

im Krankenhaus transparent machen und hinterfragen“.

Qualitätssicherungsmaßnahmen sinnvoll erweitert: Routinedaten

nicht differenziert genug

Die GQH der Hessischen Krankenhausgesellschaft e. V. hatte auch

an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg bereits seit Langem

gesetzlich vorgeschriebene, externe Qualitätssicherungsmaßnahmen

in Krankenhäusern durchgeführt. Dabei waren bislang

Gallenblasen-, Hüftgelenksoperationen und viele andere Behandlungen

anhand bestimmter Qualitätsmerkmale überprüft

worden.Im zweiten Schritt ist bundesweit die zusätzliche Qualitätssicherung

mithilfe von Routinedaten eingeführt worden, um

daran eine qualitätsangepasste Leistungsvergütung zu koppeln.

Peer-Review

Das sogenannte Peer-Review-Verfahren ist ein in der Wissenschaft

bereits seit Längerem etablierter Ansatz zur Qualitätssicherung.

Dabei werden akademische Veröffentlichungen von

Experten derselben Fachrichtung begutachtet. Doch auch in

Krankenhäusern kann diese Methode effektiv sein, um die Prozess-

und Fehleranalyse sowie die Ergebnisqualität zu verbessern.

Da das Verfahren bislang ausschließlich in Hessen Anwendung

findet, übernehmen die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

bundes- und landesweit eine Vorreiterrolle.

Grundsätzlich hält Dr. Hain diese flächendeckende Qualitätssicherung

für begrüßenswert. Der Nachteil liege jedoch in der

Überprüfung und Analyse von Routinedaten. Diese seien nicht

differenziert genug und würden nicht ausreichend Auskunft

über die Ergebnisqualität der Behandlungen geben. Aus diesem

Grund initiierte die GQH neben der etablierten, externen Qualitätssicherung

für Gallenblasenoperationen im vergangenen Jahr

das neue Peer-Review-Verfahren.

Kontakt

Weitere Informationen im

Internet unter www.dgpraec.de

Hessenweite Ausbildung von Peers

Das chirurgische Peer-Review-Verfahren wurde von der Geschäftsstelle

Qualitätssicherung Hessen (GQH) in Zusammenarbeit

mit der Landesärztekammer Hessen und der Bundesärztekammer

entwickelt. Die Hessische Landesärztekammer hat

bereits 2014 damit begonnen, chirurgische Chefärzte zu Peers

auszubilden. Zur ersten Generation gehörte auch Dr. Hans-Jürgen

Hain, der Mitte vergangenen Jahres seine Ausbildung zum

Peer absolvierte, die eine Schulungssimulation der Ärztekammer

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klinik für Allgemeinchirurgie

Chefarzt Dr. Hans-Jürgen Hain

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 0 60 78 / 79-2401

E-Mail: allgemeinchirurgie@kreiskliniken-dadi.de


22

Steigende Fallzahlen

Steigende Fallzahlen

23

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg reagieren auf

steigende Fallzahlen in der Alterstraumatologie

Behandlung aus einem Guss: Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg wollen ein Alterstraumatologischen-Zentrum an der Kreisklinik

Groß-Umstadt einrichten. Ziel ist eine interdisziplinäre Behandlung durch die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

sowie die Klinik für Geriatrie. Damit reagiert das Haus auf Fallzahlen, die in den vergangenen drei Jahren um mehr als das

Dreifache gestiegen sind. Entsprechende Maßnahmen zur Gründung und Zertifizierung wurden bereits eingeleitet.

Zahl alterstraumatologischer Patienten von 80 auf 250 gestiegen

Laut Dr. med. Wolfgang Renschler, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie

und Orthopädie, ist die Zahl alterstraumatologischer

Patienten an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

in den vergangenen drei Jahren von 80 auf knapp 250 pro

Jahr gestiegen. 2015 wurden bereits drei Patienten mit einem

Lebensalter von mehr als 100 Jahren operiert. Aufgrund

der demografischen Entwicklung ist eine deutliche Steigerung

dieser Zahlen zu erwarten.

ANSTIEG ALTERSTRAUMATOLOGISCHER

PATIENTEN VON 80 AUF 250

Mit dem neuen Schwerpunkt Alterstraumatologie unter der

Leitung von Chefarzt Dr. Schunck sollen ältere Patienten einerseits

rasch wieder auf die Beine kommen. Andererseits

sollen sie nach Möglichkeit direkt von der Station wieder

in ihre vertraute Umgebung zurückkehren. Das innovative

Behandlungskonzept am Standort Groß-Umstadt bietet genügend

Zeit zum Auskurieren und zum Training mit fachlicher

Unterstützung. „Die Alterstraumatologie reicht von

der Notfallbehandlung älterer Menschen über die operative

Chefarzt Dr. Wolfgang Renschler

Chefarzt Dr. Martin Schunck

Klinik für Geriatrie

Seit 2008 arbeiten in der Groß-Umstädter Klinik für

Geriatrie Unfallchirurgen mit Internisten der Altersmedizin

eng zusammen. Behandelt werden hier ältere

Menschen, die beispielsweise wegen Schenkelhalsbrüchen,

Oberarmfrakturen oder auch osteoporotischen

Wirbelkörperbrüchen mit drohender Immobilität aufgenommen

werden. Oftmals leiden diese Patienten

auch unter zusätzlichen Beschwerden wie Diabetes,

Bluthochdruck, Osteoporose oder Demenz.

Versorgung in unserer Klinik für Unfallchirurgie bis hin zur

gemeinsamen geriatrisch-internistischen Behandlung von

Begleiterkrankungen und der Rehabilitation“, erklärt Dr.

Renschler das Konzept.

Optimale Versorgung

Bislang wurden betagte Menschen erst chirurgisch versorgt,

um anschließend bei Bedarf auf andere Stationen verlegt zu

werden. „Gerade für ältere Männer und Frauen ist dies jedoch

eine zusätzliche Belastung“, erläutert der Chefarzt. „Weil ihnen

zu wenig Zeit bleibt, um beispielsweise einen Knochenbruch

ausreichend zu kurieren, landen viele Patienten innerhalb

der ersten vier Wochen nach der Entlassung aus der

Unfallchirurgie wegen Komplikationen erneut in einer Klinik,

im Kurzzeitpflegeheim oder sogar dauerhaft in einem Pflegeheim“,

bemängelt Dr. Renschler und ergänzt: „Durch eine

noch engere interdisziplinäre Zusammenarbeit möchten wir

ältere Patienten optimal versorgen – ganz im Sinne der akutgeriatrischen

Komplexbehandlung.“

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Chefarzt Dr. Wolfgang Renschler

Telefon: 06078 / 79 - 2501

E-Mail: unfallchirurgie@kreiskliniken-dadi.de

Klinik für Geriatrie

Sektion Alterstraumatologie

Chefarzt Dr. Martin Schunck

Telefon: 06078 / 79 - 2301

E-Mail: geriatrie@kreiskliniken-dadi.de

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt


24 Hebammenreportage

Hebammenreportage 25

Kind anschauten, erzählt die Hebamme. „Wenn die Geburt besonders

traumatisch war, das Baby viel schreit und die Mutter

nicht damit klarkommt, diese ersten wertvollen Minuten verpasst

zu haben, kann etwas ausgesöhnt werden“, findet Bärbel

Poppek.

Nach der intensiven Kuschelzeit spüren die Frauen eine deutliche

Veränderung: „Der Umgang mit dem Baby ist selbstverständlicher.

Der Störfaktor, dass das Baby direkt nach der Geburt

nicht auf dem Bauch gelegen hat, ist aus den Gedanken

verschwunden. Die Frauen vertrauen darauf, dass die Bindung

trotzdem gelingen kann.“ Nicht nur die Familie mit den zwei

Frühgeburten hat sie damit schon versöhnt.

Üblicherweise werden Babys direkt nach der Geburt auf den

freien Oberkörper der Mutter gelegt und zugedeckt. In dieser

Position haben Mutter und Kind Zeit, sich kennenzulernen und

eine Bindung aufzubauen. Nach Erkenntnissen der Wissenschaft

wirkt sich das sogenannte Bonding auf das spätere Beziehungsverhalten

des Kindes aus.

Hebamme Bärbel Poppek

Nachgeholtes Bonding versöhnt Mutter und Kind

„Beim Bonding wird bei Mutter und Kind das Glücks- und Bindungshormon

Oxytocin ausgeschüttet“, beschreibt die Hebamme.

Darum wird in den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg so viel

Wert darauf gelegt. Die Geburtshelferinnen legen das Neugeborene

selbst nach einem Kaiserschnitt zumindest kurzzeitig auf

die Brust der Mutter - sofern Narkoseform und Zustand der Frau

es zulassen. Ist sie dazu nicht in der Lage, übernimmt der Vater

so lange, bis die Frau es wieder kann. „Auch im Wochenbett

sollten Babys viel Zeit im Arm oder Haut an Haut auf dem Bauch

der Mütter verbringen“, rät Bärbel Poppek.

Mit Verweis auf eine schwedische Studie möchte die Hebamme

Gebärenden und jungen Müttern aber den Druck und die Schuldgefühle

nehmen. Die Untersuchung habe gezeigt, dass bei liebevollem

Umgang und Fürsorge nach acht Monaten kein Unterschied

mehr im Bindungsverhalten zwischen Kaiserschnittkindern, die

diese erste Bonding-Phase nicht hatten, und normal geborenen

Kindern festgestellt werden konnte. „Über Zuwendung und einen

liebevollen Umgang in den ersten Lebensmonaten kann man die

enge Bindung ebenso aufbauen“, gibt die erfahrene Hebamme

Entwarnung. Sie wünscht jungen Eltern viel Geduld im Umgang

mit ihrem Nachwuchs. Von Anfang an viel Liebe zu erfahren, stärke

einen Menschen sein Leben lang.

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Chefarzt Dr. Thomas Martin

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 0 60 78 / 79 – 2601

E-Mail: frauenklinik@kreiskliniken-dadi.de

Hebammenladen Groß-Umstadt

Höchster Straße 18

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 0 60 78 / 72 - 920

E-Mail: team@hebammenladen.de

Bilderbuchgeburt, Stillen auf Anhieb und tiefe Muttergefühle

von der ersten Sekunde: Diese Idealvorstellungen setzen

Frauen gehörig unter Druck. Vor allem diejenigen, die ihr Kind

wegen eines Kaiserschnitts, einer Frühgeburt oder aus sonstigen

Gründen nicht im Kreißsaal Haut an Haut auf ihren Bauch

legen konnten, vermissen dies zum Teil noch Monate später.

Bärbel Poppek, Beleghebamme in den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

und Mitbegründerin des seit 20 Jahren bestehenden

Hebammenladens in Groß-Umstadt, weiß, wie Mutter

und Kind trotzdem zueinanderfinden können.

Bärbel Poppek badet ein Baby, legt es im Wohnzimmer der Familie

nass auf den unbekleideten Bauch der Mutter und deckt

beide mit warmen Tüchern zu. Während das Kind sich fest an

den nackten Oberkörper der Mutter schmiegt, laufen Mama und

Papa Freudentränen über die Wangen.

„Ich habe schon berührende Sachen erlebt“, sagt Beleghebamme

Bärbel Poppek und bezieht sich auf eine junge Familie. Zwei

Frühgeburten brachte die Frau zur Welt. Beide Male konnte sie

ihr Kind direkt nach der Geburt nicht auf den Bauch legen, weil

es medizinisch versorgt werden musste. Beim Jüngeren hat sie

später aber - unterstützt von der Hebamme - die Geburtssituation

im eigenen Wohnzimmer nachempfunden.

Nachgeholtes Bonding nennt die Hebamme diesen Vorgang, der

starke Gefühle bei Kind und Eltern auslösen kann und deshalb

beim ersten Mal in Begleitung leichter sei. „Im Gehirn der Mutter

und des Kindes aktiviert das Emotionen wie beim Bonding

nach der Geburt“, erklärt Poppek. Dieses Ereignis könne sehr

tränenreich sein, weil Mutter und Kind manchmal eine Weile

zum Verarbeiten der erlebten Geburt brauchen. „Im besten Fall

laufen nur Tränen des Glücks.“

Dieser Prozess eigne sich für Frauen, die wegen eines Kaiserschnitts,

einer Frühgeburt oder aus anderen Gründen direkt

nach der Geburt nicht mit ihrem Kind kuscheln konnten. Viele

Frauen seien deshalb traurig, manche weinten, wenn sie ihr

Beleghebammen Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg


26

Bei Kälte

Bei Kälte 27

Herzrhythmusstörung:

Bei Kälte nicht überanstrengen!

mende Isolierschicht aufbaut. Die Durchblutung von Körperteilen,

die nicht lebensnotwendig sind, wird dabei reduziert.

Dadurch steigen der Gefäßwiderstand, der Blutdruck und die

Herzfrequenz. Das Herz muss also mehr arbeiten.

Woran erkennen Menschen, dass sie unter einer Herzrhythmusstörung

wie dem Vorhofflimmern leiden?

Für Herzpatienten und ältere Menschen kann Bewegung bei

Nässe und Kälte Gefahren bergen. Die Kombination aus Kälte

und körperlicher Anstrengung ist ein großes Risiko für das

Herz: Denn wenn bei kalten Temperaturen Schwerstarbeit

verrichtet wird, verengen sich nicht nur die Blutgefäße. Auch

das Herz kann aufgrund der Überanstrengung aus dem Takt

geraten. Diese Unregelmäßigkeiten des Herzschlags sind bis zu

einem gewissen Grad normal. Kardiologe Privatdozent Dr. med.

Michael Weber, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II an den

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, erklärt im Interview, wann

die zusätzliche Kältebelastung ein vorgeschädigtes Herz überfordern

und im Extremfall sogar zu einem Herzinfarkt oder

plötzlichen Herztod führen kann.

Herr Dr. Weber, sind Unregelmäßigkeiten des Herzschlags

harmlos oder eine eigenständige Krankheit?

Jeder Mensch hat irgendwann in seinem Leben Unregelmäßigkeiten

des Herzschlages - häufig, ohne es zu merken. Tückisch

ist, dass die Grenze zwischen harmlosen und lebensbedrohlichen

Störungen fließend ist. Dies frühzeitig erkennen und

exakt diagnostizieren kann nur ein Internist oder Kardiologe.

Die häufigste Herzrhythmusstörung und zugleich eine ernstzunehmende

Krankheit ist das sogenannte Vorhofflimmern. Etwa

eine halbe Million Menschen leiden daran.

Was genau passiert beim Vorhofflimmern?

Beim Vorhofflimmern verlangsamt sich entweder der Herzschlag

mit weniger als 60 Schlägen pro Minute oder er beschleunigt

sich mit mehr als 100 Schlägen in der Minute. Die

Vorhofmuskeln ziehen sich also unregelmäßig zusammen und

„flimmern“. Das Blut staut sich durch dieses Flimmern in den

Vorhöfen. Dieses gestaute Blut kann dann leichter gerinnen

und Blutgerinnsel können in den Blutkreislauf gelangen und

die Arterien verstopfen. Werden diese Blutgerinnsel, sogenannte

Thromben, in das Gehirn geschwemmt, kann das Gehirn

nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden und es

kommt zu einem Schlaganfall. Patienten mit Vorhofflimmern

haben sogar ein bis zu fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko. Die

Herzrhythmusstörung ist damit der wichtigste Risikofaktor für

einen Schlaganfall.

Und was sind die Ursachen dieser gefährlichen Herzrhythmusstörung?

Oft ist das Vorhofflimmern die Folge von Bluthochdruck, einer

koronaren Herzkrankheit oder Herzklappenfehlern. Auch eine

Überanstrengung oder eine Überfunktion der Schilddrüse kann

sich negativ auf den Herzschlag auswirken. Vor allem bei enormer

Kälte reagiert der Organismus, indem er sich eine wär-

Erste Anzeichen sind plötzlich auftretendes Herzrasen, Schwindel

oder Bewusstlosigkeit. Schlägt das Herz viel zu schnell oder

zu langsam und staut sich das Blut, sackt auch der Kreislauf ab.

Einen Großteil der Attacken bemerken die Betroffenen nicht.

Nicht selten werden solche Alarmsignale auch leichtfertig auf

die Bronchien geschoben oder anderweitig bagatellisiert. Es ist

jedoch sehr wichtig, die Herzrhythmusstörung vor dem Auftreten

des ersten Schlaganfalls zu erkennen, um sofort mit einer

wirksamen Therapie beginnen zu können.

Was raten Sie Betroffenen?

Wenn von einem Menschen die Anzeichen von Herzrhythmusstörungen

erkannt werden, sollte er unbedingt seinen Hausarzt

aufsuchen. Es ist zunächst ganz wichtig, ernsthafte Herzrhythmusstörungen

von harmlosen zu unterscheiden. Im weiteren

Verlauf ist dann die Ursachensuche ganz wichtig. Sind alle

Untersuchungen abgeschlossen, kann eine Therapie mit Medikamenten

wie Marcumar oder sogar einem Schrittmacher

notwendig werden. Eine neue Behandlungsmethode zur Minimierung

des Schlaganfallrisikos bei Patienten mit chronischem

Vorhofflimmern ist der Vorhofohrverschluss durch einen sogenannten

Okkluder. In unserem Herzkatheterlabor führen wir

den Patienten in Kurznarkose ein Schirmchen, das Okkluder-

Implantat, über eine Schleuse in die Vene am linken Vorhofohr

ein. Dort wird es so aufgeklappt, dass das Vorhofohr dicht verschlossen

wird. Viele durch Herzrhythmusstörungen bedingte

Schlaganfälle können durch eine solche vorbeugende Therapie

verhindert werden.

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klinik für Innere Medizin II –

Kardiologie und Angiologie

Chefarzt Dr. Michael Weber

Privatdozent Dr. Michael Weber

Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II – Kardiologie und Angiologie

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2201

E-Mail: sekretariat_kardiologie@kreiskliniken-dadi.de


28 Der Computer hilft in der Klinikküche

Der Computer hilft in der Klinikküche 29

Elektronische Küchenhilfe

Höhere Servicequalität bei der Menüerfassung

dank einer modernen App

Auch in der Essensbestellung von Klinikküchen hat die mobile

Datenübermittlung Einzug gehalten: Seit über einem Jahr

werden Essensbestellungen an den Kreiskliniken Darmstadt-

Dieburg per Tablet und mit einem modernen Menüerfassungssystem

anstelle von Zettel und Stift aufgenommen. Die Leiterin

Hotellerie und Service, Rilana Heil, zieht eine positive Bilanz.

Essenswünsche via Tablet

Mit einem Tablet unter dem Arm gehen drei Verpflegungsassistentinnen

der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg über die Stationen

und fragen die Patienten nach ihren persönlichen Wünschen

für Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Die Gäste des

Hauses haben – sofern sie nicht an diabetisches Essen gebunden

sind – die Wahl zwischen vier verschiedenen Mittagsmenüs und

können auch beim Frühstück und Abendbrot zwischen mehreren

Komponenten auswählen. Die Verpflegungsassistentinnen

geben alles in die sogenannte Blue App ihres tragbaren Computers

ein. Die Blue App ist ein Computerprogramm für Tablets,

das unter anderem in Krankenhäusern das schnelle Erfassen

von Menüs ermöglicht. Das Klinikpersonal kann durch Tippen

und Wischen auf dem Bildschirm Essenswünsche der Patienten

eingeben. Via kabelloser Internetverbindung werden die Daten

an das Küchenteam übermittelt. Aufwendige Kontrollabgleiche,

Überschneidungen und Korrekturarbeiten entfallen.

Auch kurzfristige Änderungen berücksichtigt

Brot oder Brötchen? Wurst oder Käse? Oder doch lieber süß?

„Viele Patienten finden es gut, dass sie ihre Menüs selbst zusammenstellen

können“, lobt Hotellerie- und Service-Leiterin

Rilana Heil die moderne Technik, mit der auch kurzfristige Änderungen

berücksichtigt werden können. Vor zwei Jahren liefen

noch Service-Damen mit Zettel und Stift über die Flure. Patienten

durften zwar ebenfalls aus einer Auswahl ihr Mittagessen für

den nächsten Tag bestimmen, Frühstück und Abendbrot waren

jedoch nicht so flexibel und kurzfristige Änderungen schwieriger.

Inzwischen werden Essens- und Änderungswünsche für den

kommenden Tag bis 13.30 Uhr aufgenommen. Die Daten landen

per elektronischer Übertragung und ohne Zeitverzögerung direkt

auf dem Computer von Küchenchef Hubert Vogel.

600 warme Mahlzeiten

Der Koch bereitet auf Grundlage dieser Infos neben Frühstück

und Abendessen rund 600 warme Mahlzeiten zu – alles selbst

gemacht mit ausgewählten Zutaten, vorzugsweise aus der Region.

Auf Zusatzstoffe wird verzichtet. Hubert Vogel, der seit über

30 Jahren für die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg kocht, setzt

auf frische Kräuter statt Geschmacksverstärker: „Gerade im Krankenhaus

brauchen die Menschen etwas, worauf sie sich freuen

können. Eine leckere Mahlzeit kann sehr viel zum Wohlbefinden

beitragen und über manchen Kummer hinwegtrösten.“

150 g Bärlauch

300 g Kartoffeln

1 Bund

Frühlingszwiebeln

80 g Karotten

50 g Champignons

40 g Butter

1 Liter Brühe

200 ml Sahne

1 Esslöffel Crème

fraîche

Salz, gestoßener Pfeffer,

Muskat

Kartoffeln und Karotten schälen und in Würfel schneiden. Ebenso die Frühlingszwiebeln.

Frische Champignons in dünne, feine Scheiben schneiden und dann den Bärlauch waschen und

klein hacken. Anschließend Butter in einem kleinem Topf zerlassen und die Karotten- und

Zwiebelwürfel andünsten. Brühe dazugeben und kochen lassen, bis die Kartoffeln und die

Karotten weich sind. Bärlauch, Champignons und Sahne zugeben und kurz aufkochen lassen.

Abschließend mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und alles pürieren.


30 Stroke Unit

Work-Life-Balance 31

Medizinische Versorgungszentren:

Work-Life-Balance statt 50-Stunden-Woche

Stroke Unit: Schnelle Hilfe bei Schlaganfall

Alle drei Minuten ereignet sich in Deutschland ein Schlaganfall,

alle neun Minuten stirbt ein Mensch daran. Nur ein Viertel der

Betroffenen wird nach dem Hirninfarkt wieder ganz gesund.

Viele Patienten bleiben auf Dauer im Alltag stark beeinträchtigt

oder werden sogar pflegebedürftig. Eine Spezialabteilung an der

Kreisklinik Groß-Umstadt verkürzt Behandlungswege und verhindert

häufig Schlimmeres.

Jede Minute zählt

„Je früher ein Schlaganfallpatient ins Krankenhaus kommt, desto

erfolgreicher kann er behandelt werden“, sagt Dr. Walter Dotzel,

Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I der Kreisklinik Groß-Umstadt.

Das Zeitfenster ist klein. Bei 80 Prozent aller Schlaganfälle

handelt es sich um Durchblutungsstörungen im Gehirn. Nur innerhalb

der ersten vier bis fünf Stunden nach einem Schlaganfall

hat der Arzt die Möglichkeit, die verantwortlichen Blutgerinnsel

aufzulösen. „Hier setzt unsere Stroke Unit an“, sagt Dr. Dotzel.

„Diese speziell ausgestattete Abteilung stellt Schlaganfallpatienten

modernste Diagnose- und Akutversorgungsmethoden zur

Verfügung. Durch die gezielte Behandlung, die in der Abteilung

gebündelte Kompetenz und die hervorragende Vernetzung mit

Experten der Region verbessern sich die Überlebenschancen unserer

Patienten, bleibende Behinderungen verringern sich.“

Schnelle Hilfe

Wird ein Patient mit Verdacht auf Schlaganfall eingeliefert, werden

zuallererst lebenswichtige Funktionen wie Kreislauf und Atmung

des Patienten stabilisiert. Das Stroke-Unit-Team, das aus

speziell geschulten Ärzten, Neurologen und bestens ausgebildetem

Pflegepersonal besteht, kontrolliert dabei Blutdruck, Zuckergehalt

des Bluts und Körpertemperatur, um die Schädigung des

Gehirngewebes möglichst gering zu halten. Rasch werden die

verschlossenen Gefäße oder Gehirnblutungen des Patienten mit

Hilfe von bildgebenden Verfahren wie der Computer- und Kernspintomografie

sichtbar gemacht.

Bilder aus dem Körper

Nun beurteilen die Mediziner der Klinik für Innere Medizin I gemeinsam

mit Neurologen des „Neuro Centrum Odenwald“ innerhalb

der Klinik sowie Neuroradiologen und Neurologen der

Universitätsklinik Heidelberg den Schlaganfallpatienten und die

Ergebnisse der Bildgebung. Dazu dient eine eigens für die Schlaganfalldiagnostik

eingerichtete Standleitung zur Universitätsklinik

Heidelberg. „Computertomografische Bilder des Gehirns werden

nach Heidelberg übermittelt und die Neurologen der Universitätsklinik

können den Patienten in einer Art Videokonferenz mit

hochauflösenden Bildern untersuchen. Schnell und sicher leiten

wir dann im Normalfall die intensivierte Therapie vor Ort ein.

Bei besonders komplexen Situationen wird die Verlegung in ein

überörtliches Kompetenzzentrum veranlasst“, erklärt Chefarzt Dr.

Dotzel.

Schneller wieder fit

Eine weitere Neuerung der Stroke Unit: Die Rehabilitation ist als

Besonderheit bereits in die Stroke Unit integriert und setzt auf

Krankengymnastik, Sprach- und Ergotherapie. Diese Maßnahmen

sollen die Folgeschäden eines Schlaganfalls so weit wie möglich

begrenzen und einer Pflegebedürftigkeit vorbeugen. „Bereits in

den ersten Stunden nach dem Schlaganfall beginnt die Rehabilitation

mit Krankengymnasten und Logopäden“, betont Dr.

Dotzel. „Das erhöht die Regenerationschancen unserer Patienten

deutlich.“ Die Dauer der Behandlung auf der Schlaganfallstation

liegt durchschnittlich bei zwei bis drei Tagen. Danach erfolgt in

der Regel die Weiterbehandlung auf einer Allgemeinstation bis

zur Entlassung oder zur Verlegung in eine Rehabilitationsmaßnahme

in der Klinik für Geriatrie im Hause oder eine externe

Klinik für neurologische Rehabilitation.

Kontakt

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klinik für Innere Medizin I

Chefarzt Dr. Walter Dotzel

Krankenhausstraße 11

64823 Groß-Umstadt

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2101

Mail: inneremedizin@kreiskliniken-dadi.de

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind die neuen Pfeiler

in der Versorgungslandschaft, denn sie schaffen erfreuliche,

neue Wege der Patientenversorgung. Das MVZ in Ober-

Ramstadt punktet zusätzlich mit zukunftsorientierten

Arbeitszeitmodellen wie dem Lebensarbeitszeitkonto.

Gerade in ländlichen Gebieten mangelt es immer stärker

an niedergelassenen Ärzten. Zahlreiche junge Mediziner

verzichten laut Ärztestatistik der Bundesärztekammer

(BÄK) auf die eigene Praxis und bevorzugen die Festanstellung,

beispielsweise an einer Klinik. Für die Einwohner bedeutet das

häufig längere und beschwerlichere Wege zur nächsten Arztpraxis.

„An einem MVZ können Patienten gleich wohnortnah

behandelt werden. Lange, beschwerliche Wege fallen weg.

Dies schätzen vor allem ältere Menschen“, sagt Dr. Michael Andreas

Krist, Allgemeinmediziner am MVZ in Ober-Ramstadt.

Gute Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das MVZ in Ober-Ramstadt kann seinen Patienten durch die

Spezialisierung auf Internisten mit hausärztlicher Versorgung

eine umfassende ärztliche Betreuung anbieten. „Allgemeinund

Fachärzte arbeiten bei uns unter einem Dach, zudem sind

wir auch eng mit den medizinischen Zentren des Landkreises

vernetzt“, erklärt Dr. Krist. Auch durch die enge Kooperation

des MVZ mit den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg kann sowohl

eine allgemeinmedizinische wie auch eine internistische

Facharztausbildung angeboten werden. Aktuell fehlen in

Ober-Ramstadt noch weitere ausgebildete Fachärzte. Vor allem

Hausärzte werden gesucht.

Trend geht in Richtung Sicherheit

„Die Zeiten haben sich geändert“, sagt Dr. Krist. „Immer mehr

Ärzte möchten Beruf und Familie miteinander vereinbaren können.

Der Trend geht eindeutig in Richtung Work-Life-Balance.“

Das MVZ in Ober-Ramstadt lege viel Wert auf die Zufriedenheit

seiner Mitarbeiter, fügt er hinzu. „Meine ärztlichen Kollegen

schätzen vor allem, dass sie Freiheiten genießen dürfen, wie es

bei einer selbstständigen Tätigkeit der Fall wäre - jedoch ganz

ohne das damit verbundene finanzielle Risiko.“

Kontakt

MVZ Zentrum der Medizinischen Versorgung

Darmstädter Str. 66-68

64372 Ober-Ramstadt

Telefon: 0 61 54 / 26 54


Wir sind für Sie da

Standort Groß-Umstadt | Krankenhausstraße 11 | 64823 Groß-Umstadt

Klinik für Innere Medizin I - Allgemeine Innere

Medizin und Gastroenterologie

Chefarzt Dr. med. Walter Dotzel

Leber-, Magen-Darmerkrankungen,

Lungenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen

und Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2101

E-Mail: inneremedizin@kreiskliniken-dadi.de

Klinik für Innere Medizin II - Kardiologie, Angiologie

und internistische Intensivmedizin

Chefarzt PD Dr. med. Michael Weber

Herzinfarkte, koronare Herzkrankheiten, Verengungen

der Halsgefäße, angeborene Herzfehler, Nierenarterienablation

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2201

E-Mail: sekretariat_kardiologie@kreiskliniken-dadi.de

Sektion Neurochirurgie

Gemeinschaftspraxis Darmstadt

Dr. med. S. Sahebdjami

Zervikale und lumbale Bandscheibenvorfälle, Zervikale

und lumbale Spinalkanalstenosen, Stabilisierungs-Operationen

und Engpasssyndrome Postoperative Nachsorge

Telefon: 0 61 51 / 33 90 01

E-Mail: info@neurochirurgie-darmstadt.de

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Chefarzt Dr. med. Wolfgang Renschler

Notfallversorgung akuter Verletzungen, Endoprothetik,

Handchirurgie, Fuß- und Wirbelsäulenchirurgie

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2501

E-Mail: unfallchirurgie@kreiskliniken-dadi.de

Klinik für Allgemeinchirurgie

Chefarzt Dr. med. Hans-Jürgen Hain

Chirurgie des Dick- und Dünndarms, Schilddrüsenoperationen,

Krampfadernoperationen, Kinderchirurgie,

Proktologie, Onkologie und Hernienchirurgie

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2401

E-Mail: allgemeinchirurgie@kreiskliniken-dadi.de

Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Chefarzt Dr. med. Anton Lang

Rekonstruktive-, Verbrennungs-, Hand- und Ästhetische

Chirurgie, Gesichtschirurgie und Behandlung

von Fehlbildungen

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2551

E-Mail: s.erzmann@kreiskliniken-dadi.de

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Chefarzt Dr. med. Thomas Martin

Geburtshilfe, Plastische und Operative Gynäkologie,

Harninkontinenz, Organerhaltende Tumorchirurgie

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2601

E-Mail: frauenklinik@kreiskliniken-dadi.de

Klinik für Geriatrie

Chefarzt Dr. med. Martin Schunck

Geriatrische Behandlung, Betreuung, Therapie

und Tagesklinik

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2301

E-Mail: geriatrie@kreiskliniken-dadi.de

Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

Chefarzt Dr. med. Andreas Jalowy

Allgemein- und Regionalanästhesien,

Überwachung, Intensivmedizin, Schmerztherapie

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2701

E-Mail: anaesthesie@kreiskliniken-dadi.de

Klinik für Radiologie

Chefarzt Dr. med. Günther Ness

Röntgenaufnahmen, Nuklearmedizin,

Ultraschalluntersuchungen

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2801

E-Mail: roentgen@kreiskliniken-dadi.de

Belegklinik für HNO

Belegarzt Dr. med. Klaus Lehmann

Belegarzt Dr. med. Pascal Repp

Polypen, Mandeln, Nasen- und Kehlkopfbereich

Telefon: 0 60 78 / 71 183

E-Mail: k.lehmann@kreiskliniken-dadi.de

p.repp@kreiskliniken-dadi.de

Zentrum für Seelische Gesundheit

Chefarzt Prof. Dr. med Thomas Wobrock

Akutstation, Sucht- und Psychose,

Affektive Störungen, Psychiatrische

Institutsambulanz, Tagesklinik

Telefon: 0 60 78 / 79 - 2920

E-Mail: zfsg@kreiskliniken-dadi.de

Elektive Orthopädie

Dr. med. Gerald Georg Grohe

Dr. med. Michael Johannes Hartmann

Standort Jugenheim | Hauptstraße 30 | 64342 Seeheim-Jugenheim

Arthroskopische Operationen, Hand- und Fußchirurgie,

Laseroperationen an der Bandscheibe und im Gelenk,

Kniegelenkersatzoperationen, Kniegelenkersatzoperationen

navigiert unterstützt, Autologe Knorpel-Knochen-

Transplantation AMIC-Verfahren (autologe matrixinduzierte

Chondrogenese) offene Gelenkeingriffe,

Weichteileingriffe

Telefon: 0 60 71 / 2 20 30

E-Mail: Die-Orthopaeden-Dieburg@t-online.de

Klinik für Orthopädie

und Traumatologie

Chefarzt Dr. med. Hanns-Edgar Hoffart

Notfallversorgung akuter Verletzungen, Rekonstruktive

Orthopädie und Traumatologie, Endoprothetik und

minimal-invasive Wirbelsäulenchirurgie, konservative

Orthopädie

Telefon: 0 62 57 / 508 - 551

E-Mail: ambulanz-jugenheim@

kreiskliniken-dadi.de

Zentrum für Akute und

Postakute Intensivmedizin

Chefarzt Dr. med. Patrick Schmenger

Invasive und nicht-invasive Beatmung, Nierenersatzverfahren,

Atmungs-, Physio-, Lagerungs-, Aromaund

Ernährungstherapie

Telefon: 0 62 57 / 508 - 543

E-Mail: p.schmenger@

kreiskliniken-dadi.de

www.kreiskliniken-dadi.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine