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02.04.2016 Lindauer Bürgerzeitung

02.04.2016 Lindauer

LINDAUER Bürgerzeitung mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B) 2. April 2016 · Ausgabe KW 13/16 · an alle Haushalte ANSICHTEN Ingo Jausovec, Fahrradhändler in Lindau Die Radler stehen schon in den Startlöchern. Jetzt, wo das langersehnte Radlerwetter endlich da ist, werden wieder Hunderte die Straßen unsicher machen. Einigen geht es zu langsam voran, andere eiern mit nicht verkehrstauglichen Drahteseln umher. Und dann kommt noch seit geraumer Zeit eine wilde Klientel dazu: die älteren Wiedereinsteiger auf ihren Pedelecs. Da wird geklingelt, gedrängelt, gemault und manchmal auch der Vogel gezeigt... Damit jeder glücklich und sicher von A nach B kommt, gilt es, auf andere Rücksicht zu nehmen und sein Zweirad auf Verkehrstauglichkeit prüfen zu lassen! In diesem Sinne: Allzeit eine gute Fahrt! (Mehr zum Thema auf S. 18) Erscheinungstermine Ihre nächste BZ erscheint Samstag, 16.04.2016 Samstag, 30.04.2016 Einkaufen: Kunstauktion Das Hochzeitsgeschenk der Stadt Lindau an die Prinzessin von Bayern kommt unter den Hammer. S. 6 Essen und Trinken: 75. Jubiläum Familie Grättinger führt seit drei Generationen das Gasthaus zum Sünfzen auf der Insel Lindau. S. 8-9 Mobil: Mountainbikeverrückte Die Radstation Lindau startet mit Frühjahsfest in ihr 20. Geschäftsjahr. S. 17 Knoten am Berliner Platz ist schwer zu lösen Zwei Varianten zur Lösung der Verkehrsprobleme bleiben übrig und werden geprüft Mit der Inbetriebnahme des Fernbahnhofs „Lindau-Reutin“ im Jahr 2020 wird ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr klimafreundlicher Mobilität in Lindau erreicht. Damit der neue Bahnhof seine positive Wirkung voll entfalten kann, müssen die Verkehrsbedingungen im zukünftigen Bahnhofsbereich am Berliner Platz verbessert werden. Der Berliner Platz ist der am stärksten befahrene Verkehrsknoten Lindaus. Der vorhandene Kreisverkehr verknüpft die Bundesstraße, die Staatsstraße und die städtische Rikkenbacher Straße miteinander. Zusätzlich sind das Einkaufszentrum Lindaupark und die Bahnanlagen angebunden. Wegen der Bedeutung des Verkehrsknotens im Straßennetz und der ungenügenden Verkehrsqualität auf den zuführenden Straßen muss dringend gehandelt werden. Neben den beschriebenen Behinderungen für den motorisierten Verkehr soll der zukünftige Berliner Platz auch die vorhandenen Nachteile für die Fußgänger und Radfahrer beseitigen. Sichere Radverkehrsanlagen und Fußwege müssen über den Berliner Platz geführt werden. Im günstigsten Fall gelingt es, auf Basis des „Klimafreundlichen Lindauer Mobiliätskonzeptes“ (KLiMo), den Bereich z w i s c he n Fe r nba h n hof, Lindaupark und Rickenbacher Straße städtebaulich aufzuwerten und zu einer Mobilitätsdrehscheibe für Lindau zu entwickeln. Besonders wichtig ist die optimale Vernetzung der einzelnen Verkehrsarten. Derzeit prüft die Stadtverwaltung, wo und wie Stadtbus, Regionalbus, Radfahrer mit entsprechenden Fahrradabstellanlagen und Fußgängerverkehr optimal mit dem Bahnhof verknüpft werden können. Zusätzlich sind auch ein Fernbushalt und ein Parkhaus im Bereich Berliner Platz sinnvoll. Der Berliner Platz ist eine verkehrstechnische Herausforderung. Bei der Bürgerbegehung im vergangenen Jahr und beim KLiMo-Bürgerdialog am 2. März brachten die Lindauer Anregungen und Wünsche ein und diskutierten über die verkehrstechnisch möglichen Knotenpunktformen. Die Stadt Lindau hat hierzu sieben Varianten untersucht und anhand der Kriterien „Rad- und Fußverkehr“, „motorisierter Individualverkehr“ und „Flächeninanspruchnahme/Anbindung Bahnhof“ bewertet. Für drei sinnvoll erscheinende Varianten gibt es Konzeptskizzen unter (w w w.gtl-lindau.de/Mobiliätsplanung) im Internet in der Präsentation zum KLiMo- Bürgerdialog. Nur zwei Varianten könnten nach den bisherigen Berechnungen die Anforderungen der Straßenbaubehörde erfüllen: Variante – Fly-Under Die Variante eines Fly-Under, einer Unterfahrung des Knotenpunkts in Ost-West- Richtung, hat deutliche Vorteile hinsichtlich der Verkehrsqualität. Durch einen oberirdischen Kreisverkehr mit sämtlichen vorhandenen Armen sowie den neuen Anschluss an den Bahnhof wären zukünftig alle möglichen Fahrbeziehungen gewährleistet. Zusätzlich können sichere Verkehrsanlagen für Radfahrer und Fußgänger geschaffen werden. Die große Flächeninanspruchnahme sowie eine Trennwirkung des Fly-Under- Bauwerks stehen den positiven verkehrstechnischen Aspekten entgegen. BZ Foto: UmbauStadt Variante - Kreuzung mit Lichtsignalanlage (LSA) Als einzige Variante ohne Kreisverkehr wird eine lichtsignalgeregelte Kreuzung geprüft, welche ebenso wie der Fly-Under Verbesserungen in der Leistungsfähigkeit erzielt. Durch die Knotenpunktform und die benötigten Aufstellflächen sind in dieser Variante nicht alle Abbiegebeziehungen am Knoten möglich. Die schlanke Ausführung sorgt im Gegenzug allerdings für einen hohen Flächengewinn, durch den insbesondere die Achse Bahnhof-Lindaupark für Fußgänger ebenerdig gestärkt wird. Der Vorplatz beim Lindaupark könnte zu einem Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität werden. Die Tiefga ragen z u fa h r t z u m Lindaupark müsste bei dieser Variante von hinten erfolgen. Für Radfahrer und Fußgänger können separate Verkehrsanlagen, gesichert durch Ampeln, eingerichtet werden. Derzeit wird die Variante „Kreuzung mit LSA“ geprüft. Im Anschluss erfolgt die Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt in Kempten (Straßenbaulastträger), dem Lindaupark, der Polizei und den Anliegern. Nach derzeitigem Projektplan soll der Werkausschuss der GTL am 31. Mai 2016 eine Empfehlung für die zukünftige Knotenpunktform abgeben. Ihre Meinung ist uns wichtig. Bitte senden Sie Ihre Anregungen zur „Mobilitätsdrehscheibe Berliner Platz“ bis 15. April 2016 an die Graten- und Tiefbaubetriebe Lindau (gtl@ lindau.de). Kai Kattau Gesund leben: Neueröffnung Am 16. April öffnet die Gesundheitsschmiede in der Steigstraße ihre Tür. S. 22 ▶ Wandertipp Auf Schusters Rappen den Frühling am Überlinger See begrüßen Seite 24 ▶ Friedensräume Ab 10. April vielseitiges Programm und neue Installation Seite 14