freeheeler_Saison1516_de

freeheeler

Saison 2015/2016

Deutsche Ausgabe

REPORTAGE

TELEMARKEN IN

ISLAND

REPORTAGE

ZWISCHEN FJORD

UND GLETSCHER

REPORTAGE

ABENTEUER IRAN

NEWS

EVENTS

STYLE ON SNOW

HINTERTUXER GLETSCHER

FREEHEELER‘S CHOICE

INSPIRATION FÜR ALL MOUNTAIN UND FREERIDE


Esplanade Range, British Columbia

Day 6, January 8th, 2015

The morning forecast called for fog clearing by noon, and it did. This was our 6th

consecutive day touring, window shopping, hauling camera gear and breaking trail.

This playful corridor, bordered by poppy pillows on each side, funneled into a

mandatory crescent shaped cliff. Floating the skiers right fall line with cameras

nestled in the creek basin, Eric Hjorleifson takes flight in route to one of the better

faceshots of the trip.

Shot on location by David Reddick, Golden Alpine Holidays, Sentry Lodge

4FRNT.com

@4FRNT_SKIS

#SHAPINGSKIING


Ich werde immer wieder

von Freunden gefragt,

was mich unermüdlich

antreibt, mich so begeistert

für den Telemarksport zu

engagieren und warum ich

seit vielen Jahren den Freeheeler

in vier Sprachen herausgebe. Dies

Frage stelle ich mir natürlich

auch immer und brauche aber

nicht lange zu überlegen. Im Wort

Leidenschaft steckt schon drin, was

einen antreibt. Diese Leidenschaft

Richard Schürf, Herausgeber wird wird befüttert, von vielen

Erlebnissen um den Telemarksports

herum und auf der Suche nach

schönen Geschichten und Erfahrungen mit vielen Menschen, die man dann

teilen kann. In dieser Ausgabe kann man das wieder sehr deutlich sehen

und vielleicht auch spüren, mit welcher Motivation und Leidenschaft der

Telemarsport betrieben wird.

Eine beeindruckende Reise haben Tom (Schnappi ) Schuster mit seinen

Freunden Öf und der Sachse unternommen, um dort den höchsten Gipfel

Persiens, den Mt. Damavand mit 5671 m zu besteigen. Karin Pizzinini

hat im eisigen Nordmeer eine Insel mit beeindruckenden Berg- und

Fjordlandschaften erlebt und uns an ihrer Reise mit einer sehr interessanten

Reportage und suoer schönen Fotos teilhaben lassen. Das Freeheeler Team

konnte auch selbst ein besonderes Erlebnis im Ursprungsland des Telemarks

erleben. Mitternachtstelemark bei Mittsommer zwischen Fjord und

Gletscher. Ein ewiger Traum wurde wahr.

Sommer, Sonne und Sand war das Thema bei den Freeheeler Sand Masters

am Monte Kaolino. Auch Temperaturen von über 40 Grad im Schatten

konnten die Teilnehmer nicht abhalten, den 400 Meter langen Sand X Parcur

hinabzustürzen. Ein weiteres Highlight war dann kurz vor Druckschluß

das Freeheeler Shooting am Hintertuxer Gletscher. Aufgrund des heißen

Sommers mussten wir den Termin von Mitte September auf Anfang Oktober

verschieben und wurden dann aber mit frischem Neuschnee und herrlichen

Sonnenschein belohnt.

Es gibt aber noch vieles Mehr in der deutschen Ausgabe des Freeheelers zu

entdecken. Lasst Euch inspirieren, von der Leidenschaft des Telemarksport

anstecken und vielleicht sehen wir uns beim Freeheeler European Opening

am Hintertuxer Gletscher, wo in diesem Jahr zum dritten Mal der FIS Ski

Weltcup Telemark stattfindet.

Ich wünsche Euch einen schneereichen und verletzungsfreien Telemarkwinter

mit viel Leidenschaft und Spaß im Kreise Eurer Familien und Freunden.

Bis bald und tele ho.

Der Richard und das Freeheeler Team


INHALT

SEITE 6 - 7

Kalender

10

Island

Im Land von Eis und Feuer

SEITE 8 - 9

News

SEITE 10 - 17

Reportage Island

SEITE 18

Das Projekt Icaro

SEITE 20 - 25

Porträt Tobi Müller

© Karin Pizzinini

SEITE 26 - 34

Reportage Iran

SEITE 38 - 41

Freeheeler Sand Masters

© Julia Rotter

SEITE 42 - 43

Fitness

SEITE 44 - 47

Reportage Fonna Norwegen

SEITE 48 - 51

Freeheeler‘s Choice

SEITE 52 - 63

„Gletschergaudi“

SEITE 64 - 70

„Hüttenzauber“

20

Tobi Müller

Porträt


26

Iran

Ski, Schah, Shisha

TITELBILD:

©Bergans

Foto: Kristian

Krogh Hanssen

52

Gletschergaudi

Function on snow

© Tom Schuster · Roland Knapp · Thomas Friedrich © Drew J. Benson

IMPRESSUM

Herausgeber:

Richard Schürf (V.i.S.d.P.)

Chefredaktion:

Richard Schürf

Layout & Produktion

Stephanie Heinl

Geschäftsführung, Verlag & Anzeigen

Richard Schürf GmbH

Solothurner Str. 49

D-81475 München

Tel. +49 (0)89-75079401,

E-Mail: richard.schuerf@freeheeler.eu

Vertrieb:

Das freeheeler Telemark Magazin erscheint auf Deutsch,

Englisch, Französisch und Italienisch. Der Season Guide

2015/2016 wird kostenlos bei Events und in Shops verteilt

und ist als E-Paper unter www.freeheeler.eu erhältlich.

Redaktion und Verlag übernehmen keine Haftung für

unaufgefordert eingesandte Text- oder Bildmaterialien.

printed by:


Der Telemark-

Event Kalender 2015/16

26.-29.11.2015

Freeheeler European &

FIS WC Telemark Opening

Österreich / Hintertux// www.freeheeler.eu

04.-06.12.2016

Telemark-Pfalz Opening

Österreich / Stubai // www.telemark-pfalz.de

08.-10.01.2016

FreeYourHeel

Österreich / Leogang // www.telemark-austria.at

15.-17.1.2016

Kappl Freeride Tage

Österreich / Kappl / Paznaun // www.kappl.com

09.-21.01.2016

Army Telemark Ski Championships

Schweiz / Mürren // www.awsa.org.uk/telemark

21.-24.1.2016

Bregenzer Telewald

Österreich / Warth/Schröcken //

www.bregenzertelewald.de

05.-07.02.2016

Les Houches Telemark Festival

Frankreich / Les Houches/Chamonix //

ww.leshouches.com

20.02.2016

Allgäuer Telemarkmeisterschaft

Deutschland / Bolsterlang // www.sc-altstaedten.de

20.-21.-2.2016

4FRNT Demo Tour Hochfügen

Österreich / Hochfügen //

www.facebook.com/4FRNT-Demo-Tour

26.-28.02.2016

Telemarkcamp

Deutschland / Oberwiesenthal / Erzgebirge //

www.telemarkcamp.de

27.-28.02.2016

FIS Telemark Worldcup

Deutschland / Bad Hindelang / Oberjoch

05.-06.03.2016

Österreichische Meisterschaft 2016

Österreich / Maria Alm // www.telemark-austria.at

09.-13.03.2016

Scufoneda

Italien / Moena // www.scufons.com

09.-13.03.2016

Telemarkfest im Kleinwalsertal

Austria / Riezlern // www.telemarkfest.de

18.-20.03.2016

Alpin Tiefschneetage

Österreich / Kleinwalsertal //

www.alpin-tiefschneetage.de

02.-09.04.2016

La Skieda

Italien / Livigno // www.skieda.com

25.-28.03.2016

Scuol Freeride&Telemark Festival

Schweiz / Scuol // www.bergbahnen-scuol.ch

29.04.-01.05.2016

Freeheel Chillout, Telemark Pfalz

Österreich / Stubai // www.telemark-pfalz.de

23.-26.06.2016

Stryn Telemark Camp 2016

Norwegen // www.facebook.com/stryntelecamp

LEHRGÄNGE

14.-15.11.2015

Österr. TM- Instruktoren Fortbildung

Kitzsteinhorn

20.-22.11.2015

SSV Telemark Lehrgangstermin 15-SW-24

Kaunertal

22.-24.01.2016

SSV TM Lehrgangstermin 16-AO-01 bis 04

Bregenzer Wald

29.-31.01.2016

BSV TM 01/16 - Telemark Fortbildung

Garmisch

11.-14.02.2016

1. Teil Instuktorenausbildung Theoriemodul

Wien

01.-03.04.2016

SSV TM Lehrgangstermin 16-AO-06 + 07

Stubaital

04.-16.04.2016

2. Teil Instuktorenausbildung Schneemodul

Obertauern

6. EVENTS

PAGE | FREEHEELER.EU


FIS TELEMARK

WORLD CUP &

NATIONAL CUP

2015/16

27.-29.11.2015

FIS TM WC Opening

Hintertux // Austria

03.01.2016

FIS Junior

Les Salsies // France

10.01.2016

FIS Junior

Thyon // Switzerland

16.-17.1.2016

FIS TM Event

Vars // France

26.-27.1.2016

FIS TM WC

La Plagne // France

29.01.-02.02.2016

FIS TM Junior World C

Les Contamines // France

04.-06.02.2016

FIS TM WC

Spanien // Espot

27.-28.02.2016

FIS WC Telemark

Bad Hindelang / Oberjoch // Germany

02.-03.03.2016

FIS TM WC

Golte // Slowenien

05.06.03.2016

FIS TM Event

Schweiz // Vals

10.-12.03.2016

FIS TM WC

Rjukan // Norway

16.-18.03.2016

FIS TM WC

Schweiz // Mürren

22 DESIGNS = NTN PRODUCTION “OUTLAW”

% REVOLUTIONARY STEP-IN BINDING WITH A

TRUE FREE-PIVOTSTARRING EXCEPTIONAL POWER

/ ADJUSTABLE PRELOAD INTRODUCING CABLE-FREE

TECHNOLOGY MADE IN USA WITH A 2 YEAR WARRANTY

STUNT

SKIER YOU sDEEP POWDER

jTWENTYTWODESIGNS.COM

FREEHEELER.EU TO STORES | PAGE

+ COMING NEAR YOU FALL 2015

EVENTS .7


Quo vadis

1868 hat Sondre Norheim

in Christiania (jetziges Oslo)

mit einer einfachen Bindung

aus Weidengeflecht im Alter

von 42 Jahren den ersten

landesweit ausgetragenen

Skiwettbewerb Norwegens

gewonnen.

Viele Jahre hat der Lederschuh mit der Rottefella Supertelemark

75 mm die führende Rolle in der Kombination

Schuh und Bindung eingenommen.

In den 80er Jahren begann mit dem ersten Plastikschuh,

die Revolution im Telemark. Der T1 von Scarpa

setzte lange Zeit den Standard in Funktionalität und

Fahrperformance und war Referenz für alle weiteren

Entwicklungen mit 75 mm Schnabel.

bis ins neue Jahrtausend war dies das nonplus ultra.

2004 brachte 7tm die erste Telemark Tourenbindung

mit DIN und TÜV geprüfter Sicherheitsauslösung auf

den Markt und erleichterte damit das Tourengehen

mit Telemarkschuhen enorm. 2006 stellte Rottefella

auf der Winter ISPO das erste Mal das neue NTN

System vor, dass komplett auf den 75 mm Schnabel

verzichtet und mit einem Skischuhschnabel und einem

second heel unter dem Absatz, die Revolution im

Telemark weiter geschrieben hat.

Seit einigen Jahren, nach Ablauf des Dynafit Low Tech

Patentes sind einige Prototypen von Bindungen zu sehen,

die über die Low Tech Einsätze der neuen NTN

Schuhe die Schuhspitze fixieren und damit neben

der NTN um Rottefella und neuerdings auch mit der

22Designs Outlaw eine weitere Möglichkeit für die

Telemark-Bindungsentwicklung geschaffen haben.

Aufgrund der harten Schale, war die klassische 75 mm

3 pin Bindung, als Verbindung von Ski zum Schuh,

sehr schnell überfordert. Aus USA kamen mit der G3

Targa und Voile Hardwire neue Bindungen auf den

Markt, die den Schuh mit einem Federsystem am Absatz

fixierten und dadurch eine bisher noch nie dagewesene

Fahrperformance erreicht wurde. Lange Zeit

TTS aus USA war eine der ersten, die eine fahrbare

Bindung angeboten haben und im letzten Jahr

hat Moonlight aus Norwegen mit einem ähnlichen

System, dass klassisch auf die Schuhferse zugreift,

nachgelegt.

The M Equipment aus Frankreich hat nun mit

der Meidjo, die erste Tech Telemarkbindung in

8. NEWS

PAGE | FREEHEELER.EU


Telemarkschnabel & neue Revolutionen

Serienreife auf den Markt gebracht, die auf den second

heel des NTN Telemarkschuhes zugreift. Mit dieser Entwicklung

wird in einigen Jahren der 75 mm Schnabel des

Telemarkschuhes seine dominante Bedeutung verloren

haben und vom NTN Schnabel mit Low Tech Einsätzen

abgelöst werden. Mit diesen neuen Schuhen kann man

inzwischen auch Freeride Alpin Bindungen benützen und

erste Telemarkbindungs-Prototypen sind bereits zu sehen,

die Alpin und Telemark verbinden. Nach Scarpa und Crispi

wird auch Scott in Zukunft den Voodoo mit den Tech Inserts

ausrüsten. Aus Inseiderkeisen konnten wir erfahren,

dass 7tm und auch 22 Designs an einer Tech Telemarkbindung

arbeiten.

M-Equipment

Meidjo

22Designs

Outlaw

Die Marken Moonlight, The M Equipment mit der Meidjo

und 22 Designs mit ihrer neuen NTN Outlaw, werden während

des Freeheeler European Openings am Hintertuxer

Gletscher vom 27. – 29. November 2015 in der Freeheeler

Testival Village ihre Produkte zum kostenlosen Testen zur

Verfügung stellen.

TTS

Der Telemarkwinter wird somit sehr spannend und lässt

mit hoffentlich viel Pow Pow, auch wieder unsere Herzen

höher schlagen.

Moonlight

Pure Tele

NEWS .9

FREEHEELER.EU | PAGE


Island - Im Land

von Eis und Feuer

Die geheimnisvolle Insel im eisigen Nordmeer mit ihrer beeindruckenden

Berg- und Fjordlandschaft, mit Gletschern und Vulkanen bietet

nicht nur grandiose Aussichten und grenzenlose Weite, sondern vor

allem spektakuläre Erlebnisse der besonderen Art.

Text und Fotos: Karin Pizzinini

10. REPORTAGE ISLAND

PAGE | FREEHEELER.EU


Ich hatte die Programme verschiedener

Alpinschulen aufbewahrt

mit Angeboten für

Kletterreisen an einen warmen

Ort, vielleicht sogar ans Meer.

Ich hatte einfach Lust, mit Leuten

zu reisen, die meine Leidenschaft fürs

Bergsteigen teilen. Dem langen, kalten

Winter zu entfliehen. Nie wäre es mir in

den Sinn gekommen, nach Norden zu

fahren, bis beinahe unter den Polarkreis.

Trotzdem zögerte ich keinen Augenblick,

als ich von den Bergführern aus Corvara

den Vorschlag für eine Skitourenwoche in

die Westlandfjords im Norden Islands bekam.

Von Reykjavik fliegen wir nach Isafjordur,

die größte Stadt der Westlandfjords,

und von dort aus ist eine Bootsfahrt nach

Kviar geplant, ein altes Fischerhaus mitten

im Nichts, das vor einigen Jahren

für Abenteuerliebhaber wie wir renoviert

worden ist. Von hier werden wir dann jeden

Tag mit dem Zodiac losfahren, um die

Fjorde mit dem schönsten Schnee ausfindig

zu machen.

REPORTAGE ISLAND .11

FREEHEELER.EU | PAGE


Für mich gab es keinen Zweifel, dass ich mit

Telemarkskiern teilnehmen würde, obwohl ich die Einzige

der Gruppe bin. Ich fühlte mich nach der Skieda topfit,

also ließ ich mich auch nicht vom größeren Gewicht meiner

Ausrüstung entmutigen. Bei guten Bedingungen, so dachte

ich mir, würde ich viel Spaß haben, die Hänge in Telemarkschwüngen

hinabzurauschen, und wäre der Schnee nicht

so gut, so müsste ich mit den gleichen

Bedingungen kämpfen wie die anderen

auch. Trotz der Nähe zum nördlichen

Polarkreis ist das Klima in Island wegen

des Golfstroms recht gemäßigt, so

erwarten wir uns Bedingungen wie im

Frühling bei uns, mit Firn und gutem

Wetter.

Zu neunt fahren wir los Richtung München,

unsere beiden VW-Busse vollgestopft

mit Gepäck und Ausrüstung. In

Reykjavik drehen wir unsere Uhren zwei Stunden zurück, so

bleibt uns Zeit für ein Stadtbummel, bevor wir ein Restaurant

mit Fischbuffet für unser erstes isländisches Abendessen

finden. Wie sich herausstellen wird, ist diese auch unsere

einzige Gelegenheit, um einige Mitbringsel für Familie und

Freunde zu kaufen.

Die Temperaturen liegen weit unter dem Durchschnitt

und die Wettervorhersage für die nächsten

Tage ist nicht sehr günstig. Den nächsten Tag

können wir gemütlich angehen, unser Flug nach Isafjordur

geht erst am späten Vormittag, der kleine

„Solch eisige

Temperaturen

hatten wir nicht

erwartet.“

Innenflughafen ist gleich hinter unserem Hotel und die Taxis

sind bereits vorgemerkt. Es schneit und ein kalter Nordwind

bläst, am nächsten Tag soll er noch stärker werden. Von dem

kleinen Flugzeug schauen wir auf die frisch verschneiten

Gletscher hinab, die Fjorde verschwinden immer öfter in den

Wolken, die Landebahn ist vereist. Der Landeanflug unseres

Flugzeugs ist spektakulär: ganz tief in den Fjord hinein, eine

Wendung direkt vor den steil aufragenden

Wänden, um dann in perfekter

Linie wieder den Fjord hinaus über die

Landebahn zu rauschen.

Runar, der Leiter der Reiseagentur

Borea Adventures, die sich um die Organisation

unserer Reise bis ins kleinste

Detail kümmert, fährt uns zu sein

Büro, das zugleich auch ein kleines

Cafe und Restaurant ist. Das Wetter

ist nicht gut und soll noch schlechter

werden, Schnee und starker Wind sind angesagt. Also müssen

wir unsere Pläne ändern und unsere Abfahrt nach Kviar

verschieben. Ohne Aufpreis dürfen wir bis dahin in einer

Wohnung in Isafjordur bleiben und werden von hier aus einige

Skitouren machen.

Nach einem schmackhaften Mittagessen wollen wir einen

kleinen Aufstieg hier in der Gegend unternehmen. Man

sieht überhaupt nichts, mit größter Vorsicht suchen wir die

sicherste Linie, um auf dem Hang, den Runar für uns ausgesucht

hat, voranzukommen. Es hat sich gelohnt: anstatt des

versprochenen Firns haben wir dreißig Zentimeter leichten,

12. REPORTAGE

PAGE | FREEHEELER.EU


Besuchen Sie uns auf facebook:

facebook.com/kappl.tirol

BERGBAHNEN KAPPL GMBH & CO KG

6555 Kappl • Au 483

Tel. +43 5445 6251

info@bergbahnenkappl.at

Medienpartner:

15. - 17.01.2016

FREERIDE FESTIVAL

Alle Infos im Web auf www.kappl.com

Top Events beim Festival:

Open Faces Freeride Contest

16.01.2016

Open Faces Junior Freeride Contest

17.01.2016

Rahmenprogramm:

ab 15.01.2016 Workshops, Guides,

Vorträge, Filmnacht,

Freeride Testival, und vieles mehr!

Filmvorführungen in Kooperation mit der Königslinie Filmnacht München

www.kappl.com

Foto: Shutterstock


flaumigen Pulverschnee unter den Füßen. Im Nebel ist es

nicht so leicht, das Gleichgewicht zu halten, aber jauchzend

und mit einem Lächeln von einem Ohr zum anderen malen

wir unsere Spuren in den Schnee.

Solch eisige Temperaturen hatten wir nicht erwartet. Umso

froher sind wir, eine heiße Dusche in unserer Wohnung nehmen

zu können. In Kviar wäre das nicht möglich gewesen.

Am nächsten Tag schneit es immer noch, der Nordwind

bläst noch stärker. Runar plant, zu einem Fjord weiter im Süden

zu fahren, wo der Wind wahrscheinlich durch mehrere

Bergrücken abgebremst wird. Leider ist es nicht so. Die kahlen,

vom Wind gefegten Hänge sagen uns, dass heute kein

Tag zum Skitourengehen ist. Ganz in der Nähe befindet sich

ein Hof, wo die kleinen Islandpferdchen gezüchtet werden,

und wir nutzen die Gelegenheit, um sie zu besichtigen. Sie

stehen ganz still, nahe aneinandergeschmiegt um sich gegenseitig

warm zu halten. Die Kälte hat uns hungrig gemacht.

Mit dabei in unserem Gepäck haben wir Speck, Schüttelbrot,

Parmesankäse und andere Köstlichkeiten. Was könnte bei

diesem Wetter also besser sein als eine Speckparty?

14. REPORTAGE ISLAND

PAGE | FREEHEELER.EU

Am Nachmittag teilen wir uns, einige von uns lassen sich

von Runar in die nächste Stadt fahren, wo es ein Schwimmbad

mit heißem Wasser gibt. Obwohl die Westlandfjords

ein vulkanisch nicht mehr aktives Gebiet sind, gibt es auch

hier Thermalbäder, die von vielen Einheimischen besucht

werden. Schön sind die Betonbecken bestimmt nicht, aber

wir fühlen uns danach wohlig warm und wieder voller Tatendrang.


Am nächsten Tag schaut endlich die

Sonne hinter den Wolken hervor. Für

die kommenden Tage ist eine Wetterverbesserung

angesagt. Unser Plan für

heute ist es, eine Skitour in der Gegend

zu machen und dann mit dem Boot

nach Kviar zu fahren, um fürs Abendessen

dort anzukommen.

Wie herrlich ist es, bei Sonnenschein

loszugehen! Aber leider dauert es nicht

lange. Noch bevor wir den Gipfel erreichen,

sind wir wieder vom Nebel umhüllt.

Der Wellengang ist recht stark, und wir

sind froh, als wir endlich das Haus sehen,

klein und einsam in der Dämmerung

mitten in der weißbraunen Einöde

von Schnee und trockenem Gras.

Runar und sein Kollege ziehen sich die

wasserdichten Neoprenoveralls über,

um Gepäck, Ausrüstung und Proviant

abzuladen und auch uns trocken ans

Ufer zu helfen.

Es schneit nicht mehr, aber der Himmel

ist noch bedeckt und wirft ein graues

Licht über die einsame Landschaft. Ein

Gefühl gleichzeitig von Frieden und

Sehnsucht erfüllt mich.

Die verschneiten Berge hinter uns und an den gegenüberliegenden Ufern des

Fjords bieten unendliche Möglichkeiten für Skitouren in alle Richtungen. Nur ein

einziges Mal treffen wir eine Gruppe Franzosen. Wo wir hinkommen, sind wir die

Ersten, die ihre Spuren in den Schnee malen, einzig unsere Schwünge im Frühlingsschnee

sind die Zeugen unseres Durchgangs, manchmal gut sichtbar unter

einem Sonnenstrahl, der ein Stückchen des Hangs beleuchtet, und dann wieder

versteckt im Schatten und im Nebel.

Nach einem kräftigen Frühstück, das uns genügend Energie für den ganzen Tag

schenkt, steigen wir in unser Schlauchboot, mit allen Kleidungsschichten bedeckt,

die wir dabei haben, um uns vor der stechenden Luft auf dem eisbedeckten Wasser

zu schützen, und Runar führt uns jeden Tag in einen anderen Fjord, wo wir von

den steinigen Stränden in endlose weiße Weiten losmarschieren. Je weiter wir

uns vom Meer entfernen, desto mehr weitet sich der Horizont und öffnet unseren

Blick auf die zerstückelten Küsten bis hinaus aufs offene Meer.

REPORTAGE ISLAND .15

FREEHEELER.EU | PAGE


Nachts bleiben unsere Skier auf dem

am Schlauchboot angebrachten Skiträger,

wir werden sie gut vom Salz

und vom Meereswasser reinigen müssen,

bevor wir sie für den Sommer in

den Keller stellen.

Leider will das Wetter nichts davon

wissen, so zu sein wie es eigentlich

sein sollte zu dieser Jahreszeit. Es

bleibt kalt, und auch wenn der Wind

nicht mehr so stark ist und uns morgens

ein paar Sonnenstrahlen erwärmen,

werden wir doch jeden Tag um

die Mittagszeit von Nebel und Schneegestöber

eingeholt. Das kann uns jedoch

nicht den Spaß an den Abfahrten

über die Hänge der Fjorde verderben

und auch nicht die Freiheit einschränken,

die Linie auszuwählen, die uns

am besten gefällt, um wieder ans Meeresufer

zurückzukehren.

Die Leckerbissen, die wir in unseren

Reisetaschen mitgebracht haben, nehmen

wir auf keinen Fall wieder mit

nach Hause. Jeden Tag, wenn wir in

unser Häuschen zurückkehren, steigt

die Speckparty. Jeder Zentimeter des

langen Tisches ist bedeckt mit unseren

Köstlichkeiten, und ich bin erstaunt

über die Unmengen, die wir imstande

sind zu verdrücken. Und dann kommen

noch die köstlichen Abendessen,

die Runar und seine Gehilfin für uns

vorbereiten.

Um das gute Gelingen unserer Reise zu

feiern, bereitet uns Runar am letzten

Abend ein besonderes Mahl vor: die

in Alufolie eingewickelten Kartoffeln

und Lammstücke kocht er auf der Glut

in einem Loch draußen auf der Wiese.

Der Polarfuchs sieht zu und hofft ein

paar Leckerbissen zu erwischen, und

sogar der Wal lässt sich weit draußen

im Fjord blicken und schlägt seinen

Schwanz wie zum Gruß.

Am nächsten Tag werden wir von einem

wolkenlosen Himmel verabschiedet.

Unser Gepäck steht vor dem Haus

bereit. Das Boot, das uns hergebracht

hat, wird es abholen und uns dann am

Ende unserer Skitour in unserem „Tagesfjord“

treffen. Wo wir auch heute

wieder mit Schneegestöber eintreffen!

Von dort geht es wieder zurück nach

Isafjordur, ans Ende unserer wunderbaren

Reise. Wir haben viel gelernt,

und die Freundschaften, die wir geschlossen

haben, werden lange halten.

Auf dass es nur die erste von vielen gemeinsamen

Reisen wird.

REPORTAGE .17

FREEHEELER.EU | PAGE


Das Projekt - Associazione Progetto

ICARO

Der Zweck des Vereins “Progetto Icaro” ist es, junge Freerider zur Sicherheit im Schnee zu erziehen, damit sie ihren

Lieblingssport mit höchst möglicher Sicherheit betreiben können. Durch die Gründung dieses Vereins haben wir auch

einen Weg gefunden, eure vielen und großzügigen Spenden sinnvoll einzusetzen.

Viele von Icaros Freunden wollten nach

seinem Tod etwas spenden. Nach einigem

Überlegen haben wir entschlossen,

das Geld für eine Idee einzusetzen, die

Icaro schon lange mit sich trug.

Icaro lag sehr die Sicherheit der Kinder

und Jugendlichen, die sich immer mehr

für das Freeride begeistern, am Herzen.

Sie werden immer mehr, aber unsere

Politik hat noch nicht begriffen, dass es

nicht die Verbote sind, die bei gefährlichen

Bedingungen helfen. So wächst

das Bedürfnis, die jungen Leute zu erziehen,

damit sie die Berge, den Schnee

und ihre Gefahren kennen lernen, sie

vermeiden und mit ihnen umzugehen

lernen. So haben wir beschlossen, mit

der Hilfe von Bergführern und anderen

Bergprofis Lehrtreffen für junge Freerider

zu veranstalten.

Aus dem Bedürfnis, einen Verein zu

gründen, der auch in den kommenden

Jahren und in größeren Gebieten tätig

sein kann, ist der Verein “Progetto

Icaro” entstanden. Wir wünschen uns,

dass er wachsen und helfen möge, wie

Icaro es sich gewünscht hätte. Bisher

übt er seine Tätigkeit im Winter aus,

wir möchten sie aber auf alle Bereiche

der Sicherheit im Gebirge ausdehnen,

damit die jungen Menschen die Berge in

all ihren Bereichen auf eine sichere und

bewusste Art kennen lernen.

Was ist beim Progetto Icaro anders als

bei anderen Events dieser Art, dass

es imstande ist, so viel Begeisterung

zu wecken? Die Antwort ist einfach:

was jeder von uns im Bereich der Vorbeugung

und Sicherheit im Schnee

tut, das tut er mit jener Leidenschaft,

die Icaro selbst ausgestrahlt hat. Mit einem

offenen Herzen, das voll ist von der

Großzügigkeit und Liebenswürdigkeit

dieses großen Menschen, der er war.

Das Schönste in all dem, was hier entsteht

und wächst mit der Hilfe und der

Leidenschaft von vielen Freunden, ist

das Bewusstsein, etwas zu tun, was

geschätzt wird und nützlich ist, ganz

besonders aber die Einheit unter uns.

Das ist das, was Icaro gesät hat: die Einheit

unter den Menschen. Dieser Same

wächst und sprießt nun und hilft uns,

uns den Menschen, der Welt, dem Leben

zu öffnen.

Weitere Informationen findet ihr auf

der Website www.pizfoto.com von Karin

Pizzinini.

18. THEMA

PAGE | FREEHEELER.EU


alpinmesse innsbruck

Die Freiheit spüren! Alpinmesse Szene-Treff Freeride Village

Sie tummelten sich zwischen

Stapeln von Paletten, zwischen

breiten Latten, trendigen Goggles

und stylischen Klamotten. Erstmals

hatten 2014 die Freerider

bei der Alpinmesse ihren eigenen

Bereich und fühlten sich sichtlich

wohl darin. Man sah Rookies,

die Pros wie Stefan Häusl oder

Fabian Lentsch um Tipps baten,

Medienvertreter, die sich Updates

holten und Neulinge, die einfach

mal die Nase in einen Trend stecken

wollten. Eine Fortsetzung ist

nach der gelungenen Premiere

des Freeride Villages klare Sache.

Willkommen im Freeride Village

Vorträge & Talks:

• Matthias Mayr und Matthias Haunholder: „The Lost Island“

• David Wise: „Freestyle vs Freeride

• „Salam Azizam - Skifahren im Iran“

Firmen & Brands:

Mammut, Scott, SAAC, alpinist, Motion Sports, Burton, Freeride-

City Innsbruck, Julbo, Haglöfs, Zimtstern, Safilo, Pieps, Open Faces,

Maloja, Uniqe Skis, Sweetsticks, 4FRNT, Zanier,…

Während im Ausstellerbereich

des Freeride Villages wieder bekannte

Marken wie zum Beispiel

Mammut ihre Produkte (Airbagsysteme,

LVS, Ski, Stöcke, Helme,

etc.) präsentieren, werden

mittendrin aufregende Geschichten

erzählt: unter anderem die eines

Road Trips zweier Schweizer

Skifahrer und eines leidenschaftlichen

Skilehrers aus dem Iran.

Für die Verfilmung von „Salam

Azizam“ waren die Abenteurer

rund um Teheran und der Damavand

Region an ungewohnten

Orten unterwegs und trafen dabei

auch auf eine enge Gemeinschaft

von Skifahrern.

Harte und gefährliche Tatsachen

bringen Matthias Mayr und Matthias

„Hauni“ Haunholder von

„The Lost Island“ zum Vortrag

und Talk ins Freeride

Village mit. „Freestyle

versus Freeride“ heißt es bei David

Wise, der die zwei Schnee-

Action-Trends gegenüberstellt.

Somit dürfen sich alle Freerider

und jene, die es noch werden

wollen, auf ein abwechslungsreiches

Messe-Wochenende freuen.

Denn wer im Freeride Village

vorbeischaut, trifft nicht nur auf

Marken, sondern auch auf Menschen

und Abenteuer.

Termin:

Sa, 07. Nov. 9 - 19 Uhr

So, 08. Nov. 9 - 18 Uhr

Veranstalter:

Österreichisches Kuratorium

für Alpine Sicherheit,

die Dachorganisation der

Alpinen Szene Österreichs

Aussteller:

180 Aussteller aller Topmarken,

Alpine Institutionen und

Reiseveranstalter,

Messe Innsbruck

Rahmenprogramm:

Multivisionsshows mit

Alexander Huber und Michael

Martin, „The Lost Island“ von

Matthias Mayr und Matthias

Haunholder

Stündliche Impulsvorträge

Reisevorträge

Filme:

• Freeride-Film-Festival

• E.O.F.T.

• Österreichpremiere

„K2 an the Invisible Footmen“

Über 60 Workshop-Termine:

kostenlos, mit Anmeldung

Freeride Village

Offener Bouldercup

Slackline-Area

Kombitickets:

Alle Tickets zu den

Multivisionsvorträgen und

Filmen berechtigen auch

zum einmaligen Eintritt zur

Alpinmesse

Infos und Tickets unter

www.alpinmesse.info


20. PORTRÄT

PAGE | FREEHEELER.EU


NEUER KICK MIT

ALTEM SCHWUNG

Die coolste Art, Ski zu fahren, ist eigentlich schon eine ganz alte:

Telemark.

Carver und Boarder steigen jetzt um auf die ursprünglichste

Art des Skilaufs – und die gibt es seit über 100 Jahren.

" Reinhard Haas · Julia Rotter

PORTRÄT .21

FREEHEELER.EU | PAGE


”Die perfekt präparierten Hänge

laden zu Telemark-Schwüngen ein.”

22. PORTRÄT

PAGE | FREEHEELER.EU


Wer jetzt auf den

Skipisten der Welt

über jene Skifahrer

staunt, die so ganz

besonders elegant

auf zwei Brettern die

Pisten herunterrauschen, der sieht meist einem

Telemarker beim Fahren zu. Telemarken ist die

neue Trendsportart beim Winter-Bergerlebnis.

Wer vorher noch skeptisch war, aber dem 22-Jährigen

dann zuschaut, wie er über die Pisten zischt,

der spürt sofort die Faszination für das Telemarken.

Einerseits sind es die langgezogenen, eleganten

Carvingschwünge, die man mit dieser Technik

hinbekommt, andererseits kann man auch kurz

und präzis die Pisten hinunterwedeln. Noch mehr

schwärmen die eingefleischten Telemarker vom Variantenfahren.

Dabei ist die Technik, bei der nur die Spitze des Skischuhs

mit der Bindung fixiert ist und der Schwung

quasi durch wechselseitige Kniebeugen

ausgelöst wird, die älteste

der Skiwelt. Schon im 19. Jahrhundert

fuhren so die Norweger

mit einem langen Stock in der

Hand die Berge hinunter.

„Telemarken ist für mich

die absolut coolste Form des

Skifahrens“, schwärmt Tobias

Müller. Toby ist der aktuelle

Telemark-Weltmeister in den

drei FIS-Disziplinen „Classic“,

„Sprint“ und „Parallel“. Er ist total begeistert von

den Verhältnissen hier im Zillertal: „Du hast die

perfekt präparierten Pisten, optimale Schneeverhältnisse

das ganze Jahr über und auch genügend

Platz für Free Rides im Powder.“ Auf die Frage,

was ihn denn so fasziniert an dieser neuen/alten

Ski-Technik, strahlt er über das ganze Gesicht: „Du

hast mehr Freiheit auf dem Ski, weil deine Ferse

nicht fixiert ist. Du bist näher am Schnee. Du

kannst mit der Piste und dem Ski viel mehr spielen

und kriegst viel öfter sagenhafte Face-Shots (Anm.:

Schneestaub im Gesicht) beim Fahren.“

„Telemark ist

Eleganz und

Dynamik

in einem.“

Telemark ist wie eine Mischung aus alpinem

Skifahren und Snowboarden. Weil man durch

den frischen Powder zischen

kann und dabei, wie Toby

schwärmt, immer fast die Piste

berührt.

Tobias fährt nun schon in

der fünften Saison im Weltcup.

Angefangen hat er mit

Langlauf und Alpin-Skifahren,

aber seine norwegischen

Freunde haben ihn dann zum

Telemarken verführt. In seiner

Familie war ihm der Sport

ohnehin in die Wiege gelegt. Schon sein Großvater

fuhr im Weltcup, ebenso seine beiden Cousins.

Nach 2013 ist Tobias auch 2015 wieder Weltmeister

aller Telemarker geworden.

Und wenn man ihn fragt, was sportlich noch sein

größter Wunsch wäre, zögert er nicht lange: „Ich

hoffe, dass Telemarken bei der Olympiade 2018 in

Pyeongchang olympische Disziplin wird. Das wäre

das Höchste für unseren Sport. Hier am Hintertuxer

Gletscher hole ich mir dafür den Feinschliff.“

PORTRÄT .23

FREEHEELER.EU | PAGE


TOBIAS MÜLLER

Geboren am 2. Oktober 1992 im Allgäu

Vor dem Telemarken war Tobias als Alpinrennfahrer

und Langläufer im Allgäuer Schülerkader aktiv.

Im Jahr 2010 kam er zum Telemarken.

Im Jänner 2011 bestritt er sein erstes Weltcuprennen.

Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2011 in

Hafjell gewann er Bronze im Riesenslalom, Silber

im Classic Sprint, Gold im Sprint und in der Gesamtwertung.

Bei den Weltmeisterschaften 2012 gewann er

Gold in allen drei Disziplinen.

Tobias ist gelernter Veranstaltungskaufmann und ab

Herbst 2015 in der Sportförderkompanie der Bundeswehr.

2013 und 2015 wurde er Weltmeister in den drei

Disziplinen „Classic“ (bestehend aus einer Riesenslalom-Strecke,

einer 360-Grad-Steilwandkurve, einer

Skating-Strecke und einem Sprung), „Sprint Classic“

(kürzere „Classic“-Strecke, dafür zwei Läufe) und „Parallel-Sprint“

(Riesenslalom, Steilwand, Skating und

Sprung im direkten Vergleich mit einem

zweiten Fahrer).

24. INTERVIEW

PORTRÄT

PAGE | FREEHEELER.EU

//

„ Ich hoffe,

dass Telemarken

2018 olympische

Disziplin wird.˝

Tobias Müller,

Telemarker aus Leidenschaft


TELEMARK

Wie funktioniert der Schwung?

u Der Telemarker fähr parallel zum Hang

v

w

mit Belastung auf dem Tal-Ski.

Beim Schwung verlagert der Fahrer das

Gewicht von Tal- auf Berg-Ski und schiebt

gleichzeitig den Berg-Ski nach vorn.

Jetzt geht der Fahrer wieder mit dem

Berg-Ski in die Knie und verlagert das

Gewicht auf den Tal-Ski.




THEMA. 25

PORTRÄT .25

FREEHEELER.EU // FREERIDE FREEHEELER.EU &TELEMARK | | PAGE


SKI, SCHAH, SHISHA

EIN SKITRIP INS REICH DER MULLAHS

Text: Tom Schuster · Christoph Öfele · Fotos: Tom Schuster · Roland Knapp · Thomas Friedrich

26. THEMA

26. REPORTAGE IRAN

PAGE | FREEHEELER.EU

// FREERIDE &TELEMARK


Ziemlich frustriert liege

ich mit dick bandagiertem

Knöchel in einem

Hotelzimmer in der

ligurischen Provinz.

Unsere Trekkingtour

hat an einem großen Stein ein jähes

Ende gefunden. Diagnose: Bänderdehnung.

Aus Langeweile logge ich mich

ins Hotel-WLAN ein und checke meine

E-Mails. Zwischen den ganzen Werbemails

springt mir eine Mail meines

Freundes Roland mit dem Betreff „Iran“

ins Auge - geplant ist ein Skitourentrip

im Herzen Persiens mit einer Besteigung

des höchsten Berges im nahen

Osten, dem Mount Damavand im Elburs-Gebirge,

ca. 70 km nordöstlich von

Teheran. Kurz entschlossen sage ich zu,

ohne genau zu wissen, auf was ich mich

da einlasse. Wenige Wochen später sitzen

wir in München und besprechen die

Details. „Wir“ - das sind Roland, Dieter,

Öf, Tom („Sachse“) und ich.

REPORTAGE IRAN .27

FREEHEELER.EU | PAGE


Durch eine TV-Dokumentation ist Öf auf einen

iranischen Bergführer namens Mohammad gestoßen

und hat über Umwege dessen E-Mail-Adresse

herausgefunden. Der Reiseplan steht, die

Flüge sind gebucht und die physische Vorbereitung läuft auf

Hochtouren. Immerhin erhebt sich der Mount Damavand

bis auf eine Höhe von 5.671 m und auch die restlichen Tourenziele

befinden sich alle zwischen 3.500 und 4.200 m.

Natürlich stoßen unsere Pläne bei Freunden und Familie

auf Skepsis und teilweise Unverständnis! „IRAN? - Seid ihr

wahnsinnig? Da ist doch diese IS…“. Wir lassen uns von unserem

Vorhaben aber nicht abbringen und wagen das Abenteuer!

Schwer bepackt mit Skiausrüstung, Steigeisen, etc.

fliegen wir von München über Istanbul nach Teheran.

Schon bei der Ankunft am Imam-Khomeini-Airport in Teheran

sind wir positiv überrascht von der Freundlichkeit

der iranischen Grenzbeamten. Wie vereinbart werden wir

von unserem Guide Milad am Flughafen

erwartet und ins Hotel gebracht.

Wir residieren im ehemaligen Hilton,

das aber aufgrund des bestehenden

Wirtschaftsembargos schon bessere

Zeiten gesehen hat. Die Zimmer sind

jedoch groß und sauber und der Blick

über Teheran ist sehr beeindruckend.

Wir befinden uns bereits auf 1.600 m und direkt hinter unserem

Hotel erhebt sich der Mount Tochal auf 3.600 m.

Nach einer kurzen Nacht holt uns Milad am nächsten Tag

zu einer Stadtführung ab. Er organisiert zwei Taxis, die uns

bei strömenden Regen zum Basar befördern. Der Verkehr in

„Iran? Seid ihr

wahnsinnig?“

Teheran ist für uns regeltreue Deutsche schwer zu begreifen.

Jeder fährt anscheinend wie und wo er will und drei

Fahrspuren reichen locker für fünf Fahrzeuge nebeneinander.

Wir überstehen die Fahrt und stürzen uns ins Getümmel

des Basars.

Mit unseren bunten Skijacken fallen wir auf wie die sprichwörtlichen

bunten Hunde - nur die Papageien am Schah-Palast

sind ähnlich farbenfroh wie wir. Die Leute freuen sich

aber über Touristen und uns schallt häufig ein freundliches

„Welcome to Iran“ entgegen. Wir verbringen den Tag in Teheran,

genießen den Trubel und lassen uns Kebab und Co.

schmecken. Es ist der Vorabend des iranischen Neujahr und

es scheint so, als ob alle knapp 14 Millionen Einwohner Teherans

auf den Beinen sind.

Nach einer kurzen Nacht starten wir am nächsten Tag

in die Berge. Unser erster Stopp ist Dizin, das größte

Skigebiet im Iran. Es liegt ca. 1 1/2 Stunden nördlich

von Teheran und ist auch bei den

Einheimischen sehr beliebt. Auf dem

Weg in die Berge treffen wir Mohammad

sowie Hadji, unseren Koch

und wie sich bald herausstellen sollte,

die gute Seele unseres Trips. Mohammad

überlässt uns die Wahl der

Unterkunft. Entweder wir checken

wie normale Touristen ins Hotel

ein oder wir übernachten in einem „Local House“. Wir

entscheiden uns für die zweite Variante, woraufhin

wir zuerst zum Skifahren gehen und Hadji sich auf die

Suche nach einer Unterkunft für die nächsten Tage macht.

Das Skigebiet ist für europäische Verhältnisse klein und

28. THEMA

28. REPORTAGE IRAN

PAGE | FREEHEELER.EU

| FREEHELLER.EU // FREERIDE &TELEMARK


übersichtlich, mit nur zwei alten Gondeln mit Milka- und

Nescafe-Werbung sowie einigen Sessel- bzw. Schleppliften.

Allerdings liegt das komplette Areal oberhalb der Baumgrenze,

so dass sich schon von unten ein weitläufiges Gelände

erspähen lässt. Die Tickets sind schnell gekauft und

wir stürzen uns zum ersten Mal in den iranischen Schnee.

Das Gelände ist kupiert und wir finden einige spassige

Runs, auch wenn der Schnee teilweise zu wünschen übrig

lässt. Von einem Moment auf den anderen wird man stark

zusammengebremst und hat Mühe, auf den Brettern zu

bleiben. Zum Glück lassen sich diese Stellen anhand der

Schneefärbung schon von weitem erkennen und wir haben

einen lustigen ersten Skitag. Am Nachmittag erwartet uns

Hadji am Parkplatz an der Talstation - er ist fündig geworden.

Eine einheimische Familie

ist kurzerhand aus ihrem Haus

ausgezogen, um Platz für uns zu

schaffen. So kommt es, dass Dieter

die nächsten beide Nächte im

Kinderbett der Tochter der Familie

schläft, inklusive Barbie-Bettwäsche.

Am nächsten Morgen starten

wir wieder ins Skigebiet. Das Wetter

hat sich verschlechtert, weshalb die oberen Sektionen

der Lifte nicht laufen. Nach ein paar Abfahrten im unteren

Bereich entscheiden wir uns zu einer kleinen Skitour auf einen

der umliegenden Gipfel. Bei Schneetreiben, Sturm und

praktisch nicht vorhandener Sicht marschieren wir los. Unser

Ziel ist aufgrund des schlechten Wetters die Bergstation

einer der Gondeln, die wir als Wind- und Wetterschutz nutzen.

Der Schnee in der Abfahrt ist hervorragend, allerdings

sehen wir kaum zwei Meter weit. Nach einem leckeren

Abendessen in unserem Haus, treffen wir uns mit einem

Freund von Mohammad in einer Hotelbar im kleinen Skiort

und betreiben Apres Ski auf iranisch - mit alkoholfreiem

„Wer Abends plant,

plant zwei Mal!“

Bier und Shisha. Erneut sind wir begeistert von der Offenheit

und Freundlichkeit der einheimischen Skitouristen.

Für den nächsten Morgen ist die Weiterfahrt geplant, um

in der Damavand-Region Skitouren zu unternehmen. Aber,

wie so oft: Wer Abends plant, plant zweimal! In der Nacht

zieht ein Sturm über die Berge, der viel Neuschnee bringt!

Am Morgen sind die Wolken weg, die Sonne strahlt von

einem tiefblauen Himmel und die tief verschneiten persischen

Berge ziehen uns magisch in ihren Bann. Kurzerhand

verlängern wir unseren Aufenthalt um einen weiteren Tag

und stürzen uns auf die unberührten Powderhänge.

Nachdem wir den ganzen Vormittag die Hänge unmittelbar

neben den Pisten zerpflügen und vergeblich auf die

Öffnung der oberen Sektion warten,

entschließen wir uns Mittags

erneut zu einer Skitour. Dieses

Mal aber bei strahlendem Sonnenschein!

Wir erreichen den höchsten

Punkt auf ca. 3.600 m und sind

überwältigt von dem Anblick, der

sich uns am Gipfelgrat bietet. Berge

und unberührte Hänge soweit

das Auge reicht. Die Abfahrt wird zum Genuss! In unberührtem

Tiefschnee surfen wir bis ins Tal - so kann es weitergehen.

Am nächsten Tag brechen wir frühmorgens auf

und fahren über einen verschneiten Pass ins nächste Tal.

Hierher verirren sich nur wenige Touristen. Wir werden

aber wieder herzlich empfangen und in kürzester Zeit

hat Mohammad wieder ein Privathaus gefunden, in dem

wir wohnen können. Als wir die Schotterstraße hochfahren,

denken wir erst an einen Scherz. Das vor uns stehende

Haus sieht eher nach Abriss aus! Wir nähern uns skeptisch

und balancieren über die wackligen Treppenstufen nach

30. REPORTAGE IRAN

PAGE | FREEHEELER.EU


oben. Die Wohnung ist dann aber besser wie erwartet und

nachdem wir den Ölofen zum laufen gebracht haben, wird

es sogar warm! Der nächste Morgen begrüßt uns mit Sonnenschein!

Wir fahren ca. 1 Stunde in ein einsames Seitental

und starten eine Skitour. Nach guten 1200 hm stehen

wir auf einem unberührten Gipfel und

genießen den ersten Blick auf den Mt.

Damavand. Majestätisch erhebt sich

der Vulkan vor uns und überragt alle

umliegenden Berge um mindestens

1000 m. Die Vorfreude steigt!

„Unberührter

Schnee soweit

das Auge

reicht“

Zuerst freuen wir uns aber auf die

bevorstehende Abfahrt. Unberührter

Pulverschnee soweit das Auge

reicht. Jeder von uns legt eine eigene Spur, ohne auch nur in

die Nähe der Spur seiner Vorgänger zu kommen. Die letzten

200 hm wechselt die Exposition des Hanges und aus Pulver

wird feinster Firn. Mit einem Grinsen im Gesicht stehen

wir an unseren Landrover-Kopien Made in Iran, als ein

Auto neben uns hält. Nach kurzer Unterhaltung sind wir

auch schon auf dem Weg in das nahegelegene Bergdorf, wo

wir auf einen Tee eingeladen sind. Durch beinahe knietiefen

Matsch marschieren wir über die „Hauptstraße“ zum

Haus unseres Gastgebers. In kürzester Zeit werden neben

dem obligatorischen Tee selbstgemachtes Brot, Marmelade,

Rahm, Kekse und Obst aufgetischt. Die Gastfreundschaft

ist überwältigend. Wir revanchieren uns, indem wir

unsere gesammelten Schokoriegel-Vorräte dem Enkel des

Hausherrn überreichen. Der 4-jährige Alireza platzt fast

vor Stolz über seinen neu gewonnenen Schatz - und wenig

später platzt er wahrscheinlich wegen der vielen Schokolade.

Den nächsten Tag verbringen wir auf der Landstraße.

Nachdem wir das ruhige Seitental verlassen haben, stoßen

wir auf die Hauptverbindungsstraße von

Teheran zum Kaspischen Meer. Da vor

wenigen Tagen erst Nowruz (das persische

Neujahrsfest) war, ist entsprechend

viel Verkehr. Dennoch kommen wir relativ

zügig voran und geniessen die atemberaubende

Berglandschaft.

Unser Etappenziel - die Lodge des Iran

Alpine Club in Polour am Fuße des Damavand

erreichen wir am frühen Nachmittag. Wir entschließen

uns, den Ort zu Fuß zu erkunden. Einer der

wilden Hunde bietet sich als ortskundiger Führer an und

begleitet uns durch den Ort. Durch den Ort führt ebenfalls

eine Hauptverkehrsstraße Richtung Teheran. Links und

rechts der Straße gibt es Restaurants und Läden, die vom

Hammelkopf bis zum goldenen Teekessel alles im Angebot

haben. Am nächsten Tag ist eine Akklimatisationstour auf

eine Höhe von ca. 4.200 m geplant. Leider macht uns das

Wetter einen Strich durch die Rechnung - ein Schneesturm

setzt sich fest und an eine Skitour ist bei diesen Bedingungen

nicht zu denken. Selbst die kurze Fahrt mit dem Jeep

zur Passhöhe entwickelt sich schon zum Abenteuer. Also

fahren wir kurzentschlossen in einen Nachbarort, um die

31. THEMA

PAGE | FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK

REPORTAGE IRAN .31

FREEHEELER.EU | PAGE


heißen Quellen des Damavand zu genießen. Mit europäischen

Wellnesstempeln hat das allerdings nichts zu tun.

Praktisch in jedem Haus gibt es im Keller ein Becken mit

heißem Wasser, in dem man für wenig Geld seine müden

Knochen entspannen kann. Einfach, aber effektiv.

Den Rest des Tages verbringen wir mit der Vorbereitung

auf den Höhepunkt unseres Trips - die Besteigung des

Mt. Damavand. Am frühen Vormittag des nächsten Tages

werden wir abgeholt. Wir verstauen unsere Ausrüstung auf

den altertümlichen Geländewägen und fahren Richtung

Basecamp. An der Abzweigung von der Hauptstraße treffen

wir unsere vier afghanischen Träger, die unser Equipment

und die Lebensmittel bis auf die Hütte in 4.200 m schaffen.

Die Abzweigung liegt auf 2.200 m, das Basecamp auf 3.000

m. Dort befindet sich eine Moschee, die als Unterkunft und

im Sommer als Ausgangspunkt für die Gipfelaspiranten

dient. Durch den Schneesturm vom Vortag endet die Fahrt

jedoch bereits nach 200 m und wir müssen die restlichen

1.800 hm aus eigener Kraft bewältigen. Das Wetter wird

wie vorhergesagt immer besser und wir erreichen die Hütte

am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein. So schön

und unbeschreiblich der Ausblick ist, so bescheiden und

abweisend zeigt sich die Hütte. Vor einigen Jahren für die

unvorstellbare Summe von 1,2 Mio US-Dollar neu erbaut,

wurde hier alles falsch gemacht, was man bei einer Hütte

nur falsch machen kann. Es handelt sich um einen feuchten,

eiskalten und ungemütlichen Gefrierschrank mit 4 Meter

hohen Räumen, der jegliche Hüttenromantik vermissen

lässt.

Am Abend beratschlagen wir über das weitere Vorgehen. Eigentlich

wäre für den kommenden Tag eine kleine Skitour

bis auf 5.000 m geplant und am darauffolgenden Tag der

Gipfelanstieg. Da die Wettervorhersage nur noch für morgen

auf gute Bedingungen hoffen lässt, entscheiden wir

uns für einen vorzeitigen Gipfelversuch. Nach einer unruhigen

Nacht starten wir um 05.30 Uhr noch im Dunkeln.

32. REPORTAGE IRAN

PAGE | FREEHEELER.EU


Aufgrund der Schneeverhältnisse und der Höhe kommen

wir nur sehr langsam voran. Wir benötigen für die ersten

450 hm knapp drei Stunden! Der brüchige Winddeckel auf

dem Schnee zwingt uns immer wieder dazu, uns einen Weg

durch die Felsen zu suchen. Wir vermeiden die offenen

Hänge aufgrund der Lawinengefahr. Mit der Sonne steigt

allerdings auch wieder die Zuversicht und wir arbeiten uns

weiter Richtung Gipfel. Wir kommen immer besser voran

und die Gruppe arbeitet hervorragend zusammen. So erreichen

wir auf ca. 5.400 hm den letzten Hang vor dem Gipfel.

Da der Mt. Damavand ein inaktiver Vulkan ist, befindet

sich hier im Gipfelbereich aufgrund der Wärme des Berges

nur wenig Schnee. Wir entscheiden uns, an einem großen

Felsen ein Skidepot zu errichten und nehmen die letzten

knapp 400 hm mit Steigeisen in Angriff.

Nach ungefähr einer weiteren Stunde ist es geschafft - wir

stehen am Ziel unserer Träume: der Gipfel des Mt. Damavand

mit einer Höhe von 5.671 m, der höchste Berg Persiens!

Die Aussicht ist fantastisch. Alle anderen Berge ringsum

sind mindestens 1.000 m niedriger und der Blick reicht

im Norden bis zum Kaspischen Meer! Aus gelben Fumarolen

entweicht zischend nach faulen Eiern stinkendes Schwefelgas.

Man merkt deutlich, dass man auf einem Vulkan steht.

Statt dem in den Alpen obligatorischen Gipfelkreuz hängt

hier das Skelett einer toten Ziege am großen Felsen, der den

Gipfel des Mt. Damavand markiert. Wir schiessen eifrig

Fotos und erkunden den Gipfelbereich. Da der Wind jedoch

ziemlich schneidig bläst und es auch sehr kalt ist, machen

wir uns nach einer halben Stunde auf den Rückweg. Schnell

erreichen wir das Skidepot und stürzen uns in die Abfahrt.

„Stürzen“ ist hier übrigens wörtlich gemeint - der Wind hat

im Zusammenspiel mit der Sonne einen fiesen Harschdeckel

produziert, der die Abfahrt vom Skidepot bis zur Hütte

zu einem einzigen Glücksspiel macht. Wir lassen uns davon

unsere gute Gipfellaune nicht vermiesen und machen das

Beste daraus. Trotz der schlechten Schneebedingungen haben

wir großen Spaß und kommen alle wohlbehalten um

ca. 17.00 Uhr an der Hütte an. Hadji erwartet uns schon mit

einem freudigen „Soup is ready“ - selten hat eine einfache

Suppe besser geschmeckt, als in diesem Augenblick.

Der Abend ist relativ kurz, da jedem die Anstrengung des

Tages in den Knochen steckt. Bei Einbruch der Dunkelheit

liegen wir in unseren Schlafsäcken und alle schlafen

mit einem Lächeln im Gesicht ein. Das Wetter ist auch in

der Früh noch gut, allerdings bilden sich am Gipfel des Mt.

Damavand schon einige kleine Wolken. Nach einem kurzen

Frühstück verstauen wir unser Equipment und warten auf

unsere afghanischen Träger. Diese kommen nach kurzer

Zeit in ihren Gummistiefeln durch den Schnee gestapft.

Es ist unglaublich, wie schnell sich die Jungs auf Fels und

Schnee mit dem schweren Gepäck fortbewegen. Es sieht bei

ihnen trotz der Höhe wie ein gemütlicher Spaziergang am

Sonntagnachmittag aus. Die Abfahrt von der Hütte bis zur

Straße ist traumhaft. Fast 2000 Höhenmeter feinster Firn

liegt vor uns. Wir werden für unsere Mühen der vergangenen

zwei Tage fürstlich belohnt. Einer nach dem anderen

surft die weiten Hänge vor der beeindruckenden Kulisse ab.

Der Schnee der vor zwei Tagen bis auf eine Meereshöhe von

ca. 2000 m gefallen ist, wurde von der Sonne schon wieder

bis auf 2400 hm hinauf geschmolzen. Das bedeutet, dass

wir unsere Ski die letzten 200 hm tragen müssen, was der

Stimmung aber keinen Abbruch tut. Wie vereinbart werden

wir am Treffpunkt abgeholt und zurück zur Lodge nach

Polour gefahren. Unser Fahrer sieht aus wie ein iranischer

REPORTAGE IRAN .33

FREEHEELER.EU | PAGE


Taxifahrer aus einem schlechten Hollywoodfilm und freut sich,

uns seine umfassende Sammlung von schlechter 90er-Jahre

Euro-Dancefloormusik auf seinem am Innendach seines Autos

befestigten DVD-Players in voller Lautstärke vorzuführen.

Wie viele Iraner scheint auch er sich sicher zu sein, dass die

anderen Autos nur Hologramme sind, durch die man durchfahren

kann. Anders lassen sich seine halsbrecherischen Überholmanöver

auf der kurvigen Bergstraße nicht erklären. Aber

wir überstehen auch diese Fahrt und kommen wohlbehalten

in der Lodge an. Nach einem wahren Festmahl am Abend

in einem Restaurant in Polour geht es am folgenden Tag

auch schon zurück nach Teheran. Wir checken wieder im

ehemaligen Hilton ein und erkunden auf eigene Faust die

nähere Umgebung. Am Abend sind wir nach dem Abendessen

auf die private Geburtstagsfeier der Schwägerin unseres

Guides im Norden von Teheran eingeladen. Obwohl es

ja im Iran keinen Alkohol gibt, wird es ein feuchtfröhlicher

Abend…An unserem letzten Tag im Iran fahren wir

nochmal das volle Touristenprogramm und verbringen

einen interessanten Tag in der Hauptstadt Irans. Viel zu

schnell geht unser Trip jetzt seinem Ende zu. Nach einem

gemeinsamen Abendessen mit Mohammad und seiner

Freundin verabschieden wir uns von unseren neuen

Freunden. Am nächsten Morgen um fünf Uhr früh werden

wir schon abgeholt und wir fliegen über Istanbul zurück

nach München. Eine unvergessliche Reise mit traumhaften

Berglandschaften, einem hart erkämpften Gipfel, unfassbar

gastfreundlichen Menschen und neu gewonnenen

Freunden ist vorbei. Aber eines ist sicher: Wir kommen

wieder!

34. REPORTAGE IRAN

PAGE | FREEHEELER.EU


HINTE

26

36. THEMA

PAGE | FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK


2015

2015

RTUXER GLETSCHER

.11.-29.11.


SOMMER, SONNE, SAND

FREEHEELER SAND MASTERS

" Richard Schuerf · ondrej Novak

38. REPORTAGE

PAGE | FREEHEELER.EU


REPORTAGE .39

FREEHEELER.EU | PAGE


Mit einem Bier in der linken, einer

Steaksemmel in der rechten Hand

sitze ich im Liegestuhl. Mein Fuß

wippt im Takt zur Musik, gespannt

sehe ich den den Telemarken

zu, wie sie sich den Sandberg

hinunter stürzen. Sekunde mal - Sand? Sommer? Telemarken?

Nein, das hier ist nicht der Auszug eines halluzinogenen

Traumes - es ist wirklich Sommer und ja, wir

telemarken. Im Sand. Prost!

Vom 7.-9. August stand der Monte Kaolino in Hirschau

wieder ganz im Zeichen der gebeugten Knie. 25 Telemarker

waren am Start um die Freeheeler Sand Masters zu

ermitteln. Temperaturen um die 40 Grad konnten die

Freifersler nicht abhalten, sich den 400 Meter langen

Sand X Parcour hinabzustürzen. Dass alle Rennläufer

aus den fünf Nationen immer die gleich feuchten Sandbedingungen

vorfanden, dafür sorgte die hauseigene

Sprinkleranlage der Sandpiste. Einer nach dem Anderen

kämpfte sich so durch die Vorläufe, bis hin zum Einzug

ins spanende Finale.

Kurz vorm Ziel dann gab‘s Abkühlung dank der Waterslide

- sowohl gegen zu viel Adrenalin als auch gegen die Hitze.

Unter tropischen Abendtemperaturen wurde abends

bei Bier und BBQ auf den erfolgreichen Tag angestoßen

und bis spät in die Nacht gefeiert und abgetanzt.

Sandtelemarken am Monte Kaolino - der perfekte Downhill

Style, der sich super mit Beachvolleyball, Baden im

Freibad, Nachtrodeln am Monte Coaster oder einer Tour

im Hochseilgarten verbinden lässt - we like!

Vielen Dank an das gesamte Monte Kaolino Team um

Wolfgang und Diana für die fantastische Unterstützunges

hat wieder super viel Spaß gemacht und wir freuen uns

jetzt schon auf den Sommer 2016.

SIEGERINNEN

Freeheeler Sand Masters:

1. Michaela Kleckova

2. Brigitte Blasisker

3. Kamila Klausova

4. Annabell Blasisker

SIEGER

Freeheeler Sand Master:

1. YoYo Couapel

2. Andreas Hallady

3. Marek Cech

4. Alex Kiechl

40. REPORTAGE

PAGE | FREEHEELER.EU


THEMA. 41

REPORTAGE .41

PAGE | FREEHEELER.EU FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK | PAGE


Freeheeler Su

Was du brauchst? Bei deiner Laufrunde an einer Bank vorbeikommen, möglichst unbesetzt!

Schau das in Zukunft keine Bank mehr vor dir sicher ist! Was es bringt? Weniger Muskelkater

beim Saisonstart, bessere Technik, mehr Durchhaltevermögen, Verletzungsprofilaxe...

" Diana Ebner

01 Core-Combi

AUSGANGSSITUATION (A)

Liegestütz-Position, Füße schulterbreit,

Rücken-Po-Beine möglichst in gerader Linie!

A

ENDPOSITION (B)

Seitstütz, Arm nach oben gestreckt,

oberer Fuß/Bein gekreuzt hinten abstellen

Position (A) und (B) je ca. 5 Sekunden halten. Die

Position- und Seitenwechsel möglichst langsam und

gleichmässig ausführen. Rechts und links im Wechsel

solange wie die Übung korrekt ausgeführt werden kannst!

B

VARIATION

leichter: an der Banklehne stützen

schwerer: am Banksitz Unterarme stützen, oberes Bein

anheben, obere Arm parallel zum Oberkörper nach unten

02 Core-Diagonale

AUSGANGSSITUATION (A)

Liegestütz-Position, Füße schulterbreit,

Rücken-Po-Beine möglichst in gerader Linie!

A

ENDPOSITION (B)

diagonal ein Arm und ein Bein gestreckt

anheben, nicht über Rückenhöhe!

B

Position (A) und (B) je ca. 5 Sekunden halten,

langsam und kontrolliert wechseln. Hüfte und

Oberkörper sollen sich dabei so wenig wie möglich

bewegen oder ausweichen! Standbein und Rumpf

bleiben eine gerade Linie!

42. FITNESS

PAGE | FREEHEELER.EU


mmer-Workout

03 Strong-Position

AUSGANGSSITUATION (A)

Vorderer Fuß am Boden, hinterer Fuß auf der Bank,

hüftbreit stehen (Bergab-Position). Vorderes Knie

geht nicht über die Zehenspitzen-Achse!

A

ENDPOSITION (B)

Partner geht um die Bank herum und wirft dir aus

verschiedenen Richtungen einen Gegenstand zu

(Tannenzapfen, Stein, Stück Holz...) Du fängst und

wirfst zurück. Spüre was passiert, wenn du den

Druck vom hinteren Fuß wegnimmst.

B

Versuche die Position (A) während der Übung

zu halten und immer wieder zu finden!

04 Full-Range-Power

A

AUSGANGSSITUATION (A)

Ein Fuß auf den Banksitz stellen, hüftbreit stehen,

diagonale Hand drückt fest gegen das obere Knie.

ENDPOSITION (B)

Kräftig nach oben abdrücken - Einbeinstand mit

Handwechsel, wieder fest gegen das obere Knie

drücken! Aufrechte Körperhaltung! Obere Position

so lange halten, bis du ausbalanciert bist.

B

Eine Seite so oft wie möglich wiederholen, dann

Seitenwechsel. Gleiche Wiederholungszahl auf

beiden Seiten!

FITNESS .43

FREEHEELER.EU | PAGE


Zwischen Fjord

44. REPORTAGE

EQUIPEMENT

PAGE PAGE | FREEHEELER.EU

| FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK


und Gletscher

Denkt man an Norwegen fallen einem sofort weite Landschaften und

tiefe Fjorde mit schneebedeckten Bergen ein. Aber mit viel Phantasie

kann man auch Trolle in einem Birkenwald entdecken und badende

Elfen in einem Bergsee erleben.

Text: Richard Schürf · Fotos: Anita Kraus · Per Stole

REPORTAGE .45

FREEHEELER.EU | PAGE


Norwegen ist aber auch das Land der

Mitternachtssonne und der langen

Sommernächte, bei denen man kaum

ein Auge zutut. Während im Winter die

Nacht dem Tag nur kurz der weicht, ist

es im Juni/Juli die ganze Nacht hell und

nördlich des Polarkreises geht die Sonne auch nachts nicht

unter. Im Winter findet das Skifahren in Norwegen fast

überall unter gelben flutlichtbeleuchteten Skipisten statt.

Im Sommer könnte man aber Tag und Nacht bei Tageslicht

skifahren. Die Frage ist nur wo?

Diese Frage wurde im letzten Sommer sehr schnell beantwortet.

Ende Mai erreichte das Freeheeler Team eine

Nachricht aus Norwegen, das auf dem Fonna Gletscher

wieder das Fonna Telemark Champ 2015 stattfindet und

Freeheeler eingeladen wurde in diesem

Jahr exklusiv dabeizusein. Die

Freude war groß und nach Klärung einiger

Formalitäten wie Flugbuchung,

Leihwagen und Unterkunft ging es

dann am Donnerstag, den 25. Juni los

von München über Oslo nach Bergen.

Der Leihwagen war dann gleich klargemacht

und weiter gings dann durch

traumhafte Landschaften bis Jondal unserem Zielort am

Fuße des Fonna Gletschers.

Skifahren im Sommer? Im Fonna Glacier Skigebiet ist das

kein Problem. Das Gebiet liegt im Folgefonna Nationalpark

am Folgefonna, dem drittgrößten und gleichzeitig südlichsten

Gletscher Norwegens. Das ermöglicht es auch während

des Sommers Ski zu fahren, da im Winter alle Anlagen

„Skifahren im Sommer?

Im Fonna Glacier

Skigebiet kein Problem!“

unter bis zu 15 Meter Schnee liegen und im Mai sehr

mühevoll ausgegraben werden müssen.

Besonders beeindruckend ist selbstverständlich der

Ausblick auf das atemberaubende Gletscherpanorama.

Während man die Pisten runterfährt,

hat man sowohl den Folgefonna-Gletscher

als auch das

Hardanger Fjord im Blick.

Leider hatte uns Regen und Kälte

im Fonna Telemark Camp empfangen

aber Per und seine Freunde

versprachen Wetterbesserung

für die nächsten zwei Tage. Und so geschah es auch.

Freitag und Samstag war norwegisches Königswetter

und der Fonna Gletscher hat uns mit frischem Pulverschnee

empfangen.

Ende Juni im frischen Powder zu Telemarken war

schon ein Highlight aber das beste Stand uns noch bevor.

46. REPORTAGE

PAGE | FREEHEELER.EU


Mittsommer-Mitternacht Telemark, das ist unglaublich

aber wahr. Nachts um 23 Uhr noch im frischen Pulverschnee

den Gletscher hinunterzugleiten, dass ist ein unbeschreibliches

Gefühl und ein Erlebnis, dass man so schnell

nicht mehr vergisst. Anschließend noch gemütlich bei einem

Bier am Lagerfeuer zu sitzen und den Tag Revue passieren

lassen, davon haben wir lange geträumt.

Wir hatten sehr intensive und lange Tage erlebt und viele

neue Bekanntschaften gemacht. Mit einem weinenden

Auge mussten wir am Sonntag morgen wieder die Heimreise

antreten, aber mit einem sicheren Gefühl, dass wir

wieder kommen zum Fonna Telemark Champ im nächsten

Mittsommer auf dem Fonna Gletscher.

Vielen Dank an Per Ståle, der alles vor Ort organisiert hat,

Dank an Asgeir von Fjord Norway und Visitfonna.no für

den Leihwagen und die Übernachtung und last but not

least ein Dankeschön auch an Hilke von Hörschelmann

von Innovation Norway für die Übernahme der Flüge.

Adresse:

Fonna Glacier Ski Resort

Folgefonn Sommerskisenter,

5629 Jondal, Norwegen

Telefon:+47 900 88 278

post@folgefonn.no · www.folgefonn.no

FONNA Glacier Ski Resort

Anreise:

per Flugzeug: Oslo-Bergen, dann

weiter bis Jondal mit Bus oder Auto.

Beste Jahreszeit

für’s Sommertelemarken:

Mai bis Ende September.

REPORTAGE .47

FREEHEELER.EU | PAGE


Ab

in den

Schnee!

48. FREEHEELER‘S CHOICE

PAGE | FREEHEELER.EU

Auch dieses Jahr haben wir im

freeheeler‘s Choice wieder die

ultimativen Begleiter durch

Schnee und Eis für Euch

zusammengestellt!


Brille Oakely,

ca. 210€

Helm Briko,

ca. 139€

Ski

4FRNT

“Hoji”

719€

Jacke Bergans,

ca. 470€

Handschuhe

Ortovox,

ca. 140€

Rucksack

Ortovox

ca. 720€

Skistöcke

Komperdell,

ca. 130€

Anzug

Haglöfs,

ca. ?€

Hose

Marmot

ca. 220€

22 Designs

Outlaw

ca. 419€

FOTOS: PR

Schuh Crispi

“XR”

ca. 530€

FREEHEELER‘S CHOICE .49

FREEHEELER.EU | PAGE


50. FREEHEELER‘S CHOICE

PAGE | FREEHEELER.EU


Ski

4FRNT

“Blondie”

399€

Jacke

Bergans

ca. 470€

Helm Briko

ca. 179€

Stöcke

Rossignol

ca. 40€

Handschuhe

Picture,

ca. 70€

7tm

Power XR

ca. 219€

Schuh

Scarpa,

ca.550€

FOTOS: PR

Hose

Marmot

ca. 180€

FREEHEELER‘S CHOICE .51

FREEHEELER.EU | PAGE


GLETSCHE

Produktion: Anita Kraus & Stephanie Heinl · Fotos: Drew James Benson

mit freundlicher Unterstützung von

52. THEMA

PAGE | FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK


Conny: Helm: Briko Stromoli

139€, Brille: Briko Bomba 99€, Lait

Wait, Jacke: Marmot W‘s Cody

Bowle Jkt. 500€, Hose: Marmot,

W‘s Strom Queen 400€, Handschuhe:

Bergans Tind Glove 99€ Rucksack:

Dakine Heli Pro 20L 85€,

Stöcke: 4FRNT Icicle carbon 169€,

Swen: Mütze: Mütze Outdoor Resarch

25€, Trailbreaker Beanie, 45€,

Brille: Briko Geyser 59€, Lait Wait,

Jacke: Outdoor Research White Room

Jkt. 525€, Hose: Outdoor Research

White Room pant 450€, Handschuhe:

Outdoor Research Mute Sensor

Gloves 120€, Stöcke: 4FRNT High

Boy alu 119€, Pulli: Adele Xaver 95€

Matthias: Mütze: Marmot Big Ben

Hat Alpina, ca. 89€, Brille: Adidas id-

2pro ca. 219€, Lait Wait, Jacke: Marmot

Stormking Jkt. 500€, Fleece: Marmot

Alpine 1/2 Zip 100€, Hose: Marmot

Stormking Pant 400€, Handschuhe

Marmot: Spring Glove 80€, Stöcke:

4FRNT Icicle carbon 169€, Rucksack:

ABS Vario Base Unit 8 599€, Tobi:

Jacke: Bergans Isogaisa Jkt., ca. 469€,

Hose: Bergans ca. Hafslo ins. Pant 299€,

Per: Helm: Sweet Igniter Brille Gloryfy

GP3, ab 129€, Jacke: Norröna Lofoten

Pro Jkt. 599€, Hose: Norröna, Lofoten

GTX 549€, Handschuhe: Hestra,

89€, 4FRNT Icicle carbon 169€,

RGAUDI!

EQUIPMENT .53

FREEHEELER.EU | PAGE


mit freundlicher Unterstützung von

Matthias: Mütze: Marmot

Big Ben Hat Alpina,

2pro ca. 219€, Lait Wait,

Jacke: Marmot Stormking

Jkt. 500€, Fleece: Marmot

Alpine 1/2 Zip 100€, Hose:

Marmot Stormking Pant

400€, Handschuhe: Marmot

Spring Glove 80€, Stöcke:

4FRNT Icicle carbon 169€,

Ski: 4FRNT Hoji 719, Stöcke:

4FRNT Icicle carbon 169€,

Swen: Mütze: Kask Pingvin

35, Brille: Kask Mask 4 170€

Jacke: Bergans Isogaisa Jkt.,

ca. 469€, Hose: Bergans

ca. Hafslo ins. Pant 299€,

Ski: 4FRNT Gaucho 649€,

Telemarkbindung:

ca. 89€, Brille: Adidas id-

22Designs

Outlaw 419€, Stöcke:

4FRNT High Boy alu 119€,

Conny: Mütze: Schädelwärmer,

39€, Jacke: Marmot;

W‘s Cody Bowle Jkt.

500€, Hose: W‘s Strom

Queen Pant 400€ Schuhe:

UGG Butte 299€ Ski:

4FRNT Madonna 579€

54. EQUIPMENT

PAGE | FREEHEELER.EU


Swen: Brille: Lait Wait,

Adidas: Skibrille id2pro

219€, Mütze: Buff Idris, 29€,

Rucksack: Mammut Ride 30,

700€, Jacke: Sweet Supernaut

Jkt. 599€, Hose: Sweet

Supernaut Pant. 549€,

Handschuhe: Hestra, 125€,

Stöcke: 4FRNT Icicle carbon

169€, Ski: 4FRNT Gaucho

649€, Telemarkbindung:

22Designs Outlaw 419€

Conny: Brille: Kask 4

Rodder, 139€, Lait Wait,

Helm: Sweet Blaster 139€,

Jacke: Sweet W‘s Salvation

Jkt., 479€, Hose: Sweet W‘s

Salvation Pant 379€, Handschuhe:

Hestra, 129€, Stöcke:

4FRNT, 119€,

EQUIPMENT.55

FREEHEELER.EU | PAGE


56. EQUIPMENT

PAGE | FREEHEELER.EU


Matthias: Brille: Kask 4

Rodder, 139€, Mütze: Buff

Idris 29€, Jacke; Bergans

Isogaisa Jkt. 469€, Hose:

Bergans Hafslo ins. Pant

299€, Handschuhe: Bergans

Sport Mitten 119€,

Stöcke: 4FRNT Icicle carbon

169€, Rucksack: ABS

Vario Base Unit 8 599€

Ski: 4FRNT KYE 95 669€

Swen: Brille: Adidas id-

2pro 219€, Lait Wait,

Pullover: Adele Reinhold

95€, Hose: Sweet Supernaut

Pant, 549€, Handschuhe:

Hestra 125€, Stöcke:

4FRNT Icicle carbon 169€,

Conny: Brille: Kask 4

Rodder, 139€, Lait Wait,

Helm: Sweet Blaster 139€,

Jacke; Sweet W‘s Salvation

Jkt., 479€, Hose:

Sweet W‘s Salvation Pant

379€, Handschuhe: Hestra,

129€, Stöcke: 4FRNT,

119€, Rucksack: Dakine

Heli Pro 20L 85€ Ski;

4FRNT Switchblade 499€

Anita: Brille: Briko Bomba

99€, Helm: Briko Stromboli

139€, Jacke: Bergans Isogaisa

469€, Hose: Bergans

Haffslo, 299€, Handschuhe:

Hestra Heli Ski, ca. 50€,

Stöcke: 4FRNT Snowdance,

79€, Ski: 4FRNT Hoji,

719€, Rucksack: Dakine

Heli Pro 20L, 85€,

EQUIPMENT.57

FREEHEELER.EU | PAGE


Anita: Helm: Briko Stromboli

139€, Brille: Bomba,

99€, Shirt: Bergans Akeleie

Lady Half Zip 69€, Rucksack:

Dakine Heli Pro 20L

85€, Jacke: Bergans Isogaisa

Jkt. 469€, Hose: Bergans

Hafslo ins. Lady Pant 299€,

Handschuhe: Hestra Heli

Ski 125€, Stöcke; 4FRNT

Snowdance 79€

58. EQUIPMENT

PAGE | FREEHEELER.EU

PAGE | FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK

PAGE | FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK


Swen: Brille: Briko Snipper

69€, Mütze: Outdoor Resarch

Trailbreaker Beanie

25€, Jacke: Outdoor Resarch

White Room Jkt. 525€,

Hose: Outdoor Resarch

White RoomPant. 450€,

Handschuhe: Outdoor Resarch

Mute Sendsor Gloves

120€, Stöcke: 4FRNT, 119€,

Matthias: Mütze: Marmot

Big Ben Hat 40€, Brille:

Adidas id2pro ca. 219€, Lait

Wait, Jacke: Marmot Stormking

Jkt. 500€, Fleece: Marmot

Alpine 1/2 Zip 100€,

Hose: Marmot Stormking

Pant 400€, Handschuhe

Marmot; Spring Glove 80€,

Stöcke: 4FRNT Icicle carbon

169€, Rucksack: ABS

Vario Base Unit mit Zip on

32, 690€

EQUIPMENT.59

FREEHEELER.EU | PAGE


Swen: Brille; Briko Bomba

99€, Mütze; Bergans

Tine Beanie 39€, Jacke;

Bergans Myrkdalen ins Jkt.

349€, Hose; Bergans Hafslo

ins. Pants 299€, Handschuhe;

Outdoor Resarch

Mute Sendsor Gloves

120€, Stöcke; 4FRNT, 119€

Tobi: Jacke; Bergans

Isogaisa Jkt., ca.

469€, Hose; Bergans ca.

Hafslo ins. Pant 299€

Per: Brille; Briko Darwin,

65€, Mütze; Schädelwärmer

39€, Jacke; Norönna

Lyngen LW Down Jkt. 329€,

Hose; Norröna, Lofoten

GTX 549€, Handschuhe

Hestra, 89€, 4FRNT Icicle

carbon 169€

60. EQUIPMENT

PAGE | FREEHEELER.EU


EQUIPMENT.61

FREEHEELER.EU | PAGE


Swen: Brille; Briko Snipper

69€, Lait Wait, Mütze;

Outdoor Resarch Trailbreaker

Beanie 25€, Jacke;

Outdoor Resarch White

Room Jkt. 525€, Hose;

Outdoor Resarch White

RoomPant. 450€, Handschuhe;

Outdoor Resarch

Mute Sendsor Gloves 120€,

Stöcke; 4FRNT, 119€,

Per: Helm; Sweet Igniter

Brille Gloryfy GP3, ab

129€, Sonnebrille; Briko

Darwin 65€,Jacke; Norröna

Lofoten Pro Jkt. 599€,

Hose; Norröna, Lofoten

GTX 549€, Handschuhe

Hestra, 89€, 4FRNT Icicle

carbon 169€

62. EQUIPMENT

PAGE | FREEHEELER.EU


Matthias: Helm: Sweet

Igniter 139€, Brille: Adidas

id2pro ca. 219€, Lait Wait,

Jacke: Marmot Stormking

Jkt. 500€, Fleece: Marmot

Alpine 1/2 Zip 100€, Hose:

Marmot Stormking Pant

400€, Handschuhe; Marmot

Spring Glove 80€, Stöcke:

4FRNT Icicle carbon 169€

Conny: Brille: Lava, ca.

€, Helm: Briko Stromboli,

139€, Lait Wait, Jacke: Bergans

Myrkdalen ins. Lady

Jkt.. 349€, Hose: Bergans

Hafslo insu. Lady Pant 299,

Rucksack: Dakine Heli Pro

II 28 130€, Stöcke: 4FRNT

Icicle carbon 169€

EQUIPMENT.63

FREEHEELER.EU | PAGE


Conny: Stirnband; Schädelwärmer

30€, Jacke; Super

Natural Combustion

Hoody Damen 180€, Hose;

Houdini Ascent Gear Pants

350€, Schuhe; UGG Bailey

Bling 259€

HÜTTEN

64. EQUIPMENT

PAGE PAGE | FREEHEELER.EU

| FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK


ZAUBER

mit freundlicher Unterstützung von


66. EQUIPMENT

PAGE | FREEHEELER.EU

PAGE | FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK

Matthias: Mütze: Schädelwärmer

39€, Jacke:

Norönna Lyngen Lightweight

down Jacket 329€,

Hose: Super Natural Sweatmaster

Pants 130€, Schuhe:

Merrell Capra GTX 140€,

Swen: Brille: Briko Black

Magic 60€, Shirt: Reda

Long Sleeve 79€, Jacke: Super

Natural Combustion

Hoody 180€, Hose: Norönna

Svalbard Pants, 299€,

Conny: Mütze: Schädelwärmer

39€, Shirt: Marmot

Drop W‘s Thermal clime

pro 60€, Weste: Marmot

W‘s Variant Vest 130€

Grill: Biolite Basecamp

mit USB Ladeausgang 399€


Conny: Mütze: SchädelJacke:

Houdini Suprima

Jkt. 250€, Hose:

Super Natural Combustion

Pants, 180€, Schuhe:

UGG Bailey Bling, 259€,

Swen: Brille: Briko Black

Magic 60€, Jacke: Yeti Virtue

430€, Shirt: Reda M‘s

Merino T-Shirt LS Lane

70€, Hose Norönna Svalbard

Pants 299€, Schuhe:

UGG Adirondack II 279€

EQUIPMENT.67

FREEHEELER.EU | PAGE


68. EQUIPMENT

EQUIPEMENT

PAGE PAGE | FREEHEELER.EU

| FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK


Swen: Mütze: Kask Pingvin

45, Jacke: Super Natural

Combustion Hoody

Sweatmaster 180€, Hose:

Super Natural Sweatmaster

Pants 130€, Schuhe

UGG Adirondack II 279€,

Matthias: Halstuch:

BUFF Tuch Star Wars „Sienar“

Shirt: Marmot Jasper

Flannel LS 70€, T-Shirt:

Marmot Mur T 35€, Schuhe:

Merrell Rant 80€

Conny: Mütze: Schädelwärmer

39€, Jacke: Super

Natural Tempo Hoody

100€, T-Shirt: Adele Bergblick

ab 28€, Hose: Super

Natural Jogging Hose 100€

Schuhe: UGG Lodge 100€


Swen: Mütze: Bergans

Kuling Beanie 39€, Jacke:

Marmot South Side Hoody

60€, Hose: Bergans Fjell

Rabb Tights 70€, Socken:

CEP Ski Thermo Socks 50€

Conny: Stirnband: Schädelwärmer

30€, Shirt:

Marmot Drop W‘s Themal

clime pro 70€, Hose:

Bergans Fjell Rabb Lady

Tight 70€, Socken: CEP

Ski Thermo Socks 50€

Matthias: Mütze: Sweet

Folded Type Beanie 30€,

Shirt: Adele Xaver 95€,

Hose: Sweet Herren Alpine

17,5/200 Pants: 90€,

Socken: CEP Ski Thermo

Socks 50€ Schuhe:

UGG Lodge 100€ UGG

Adirondack II 279€

70. EQUIPMENT

PAGE PAGE | FREEHEELER.EU

| FREEHEELER.EU // FREERIDE &TELEMARK


HIGH QUALITY OUTDOOR EQUIPMENT SINCE 1908

FREDRIK SCHENHOLM

SKITOUR & BERGSPORT

Slingsbytind Down Jacket

EKSTREM TURGLEDE

bergans.de

Extrem leichte, komprimierbare Daunenjacke, die beim Skitourengehen solo oder unter

der Hardshelljacke getragen werden kann und gute Wärmeleistung mit geringem

Packgewicht vereint. Slingsbytind gehört zur Slingsby-Serie, die sich durch Skitourenund

Bergsportprodukte mit hervorragender Funktionalität, geringem Gewicht und hoher

Strapazierfähigkeit auszeichnet. Slingsby ist reduziert auf das Wesentliche,

aber dennoch höchst funktionell.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine