Motocross Enduro - 05/2016

mce71

Der Mai wird sportlich Temperaturen weit oberhalb des Nullpunktes lassen auch die letzte Couch-Potato aus dem Winterschlaf erwachen. Vielerorts haben die Streckenbetreiber alles daran gesetzt, die ersten warmen Frühlingstage für ihre Saisoneröffnung zu nutzen. Das MCE-Testteam begrüßt den Frühling mit Husqvarnas „701“ Enduro. Wir durften diese nagelneue Travel-Enduro als eines der ersten Magazine in Deutschland unter die Lupe nehmen und mit ihr zahlreiche Kilometer abspulen. Bewaffnet mit einem 690-ccm-Einzylinder-Viertaktmotor wirft die Husqvarna satte 67 Pferdestärken in die Waagschale. Damit ist man motorseitig schon einmal gut ausgestattet und auch optisch macht die 701 einen schnittigen Eindruck...

MAI

2016


www.husqvarna-motorcycles.com

Gezeigte Fahrszenen bitte nicht nachahmen, immer Schutzkleidung tragen und die anwendbaren Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten!

Das abgebildete Fahrzeug kann in einzelnen Details vom Serienmodell abweichen und zeigt teilweise Sonderausstattung gegen Mehrpreis.

Vorstoss ins

unbekannte

Photo: R. Schedl

DIE ULTIMATE ALL-TERRAIN ENDURO

Neues erleben, entfernte Gegenden entdecken und ausgetretene Pfade verlassen – mit der

außergewöhnlich vielseitigen Husqvarna 701 ENDURO, der ultimativen All-Terrain Maschine.

Das ausgereifte Design, ein leistungsfähiges Triebwerk, wegweisende Technik und die Standfestigkeit

der Husqvarna 701 ENDURO wurden genau dafür entwickelt.


EDITORIAL

Der Mai wird sportlich

Temperaturen weit oberhalb des Nullpunktes lassen

auch die letzte Couch-Potato aus dem Winterschlaf

erwachen. Vielerorts haben die Streckenbetreiber

alles daran gesetzt, die ersten warmen

Frühlingstage für ihre Saisoneröffnung zu nutzen.

Das MCE-Testteam begrüßt den Frühling mit Husqvarnas

„701“ Enduro. Wir durften diese nagelneue

Travel-Enduro als eines der ersten Magazine in

Deutschland unter die Lupe nehmen und mit ihr

zahlreiche Kilometer abspulen. Bewaffnet mit einem

690-ccm-Einzylinder-Viertaktmotor wirft die

Husqvarna satte 67 Pferdestärken in die Waagschale.

Damit ist man motorseitig schon einmal gut ausgestattet

und auch optisch macht die 701 einen

schnittigen Eindruck. Mit ihrem weißen Gitterrohrrahmen

und den Blau-Gelb-Weiß abgestimmten

Farben am Dekor wirkt das Motorrad lässig und vermittelt

einen durchaus sportlichen Look. Damit

setzt man bei Husqvarna den ersten Schritt in Richtung

Straßenmodelle, eine Ausrichtung, die neben

dem reinen Offroadsegment zukünftig eine große

Rolle der Traditionsmarke spielen soll. Apropos Offroad,

den Namen 701 Enduro trägt dieses Motorrad

nicht umsonst und wer uns kennt, der weiß, dass

wir gern ein wenig abseits befestigter Straßen unterwegs

sind. Das haben wir auch ausgiebig mit der

701 getan und wollten wissen, ob dieses Bike den

Spagat zwischen on- und offroad schafft.

Selbiges gilt für den zweiten Testkandidaten dieser

Ausgabe, die KTM 1050 Adventure. Das „kleinste“

Bike im Travel-Segment der Österreicher bildet sogleich

den Einstieg in die Adventure-Familie von

KTM. Die Mattighofener mussten sich allerdings

mächtig ins Zeug legen, um die 1050 wirklich

„schlechter“ zu machen als ihre große Schwester,

die KTM 1190. Denn exakt dieses Motorrad bildet

die Basis der 1050, die etwas schmaler und mit weniger

Schnickschnack ausgestattet ist. Downsizing

lautet das Stichwort, denn die 1050 ist ein grundsolides

Travelbike, das auch ohne monströse Leistungsdaten

auskommt. Das Herzstück ist ein ausgereifter

V-Twin mit 95 PS und druckvollen 107 Newtonmetern

Drehmoment. Bei Bedarf lässt sich die

Leistung auch auf 48 PS drosseln, was gerade für

Motorradfahrer mit A2-Führerschein eine interessante

Option sein dürfte. Ein cleverer Schachzug

aus Mattighofen, denn so spricht man auch ein

komplett neues Publikum an. Nun, da wir bereits

sämtliche Adventure-Modelle testen durften, waren

wir absolut gespannt, was uns bei der 1050 erwartet.

Eins können wir vorwegnehmen, enttäuscht waren

wir definitiv nicht! Gelungen trifft es wohl eher!

Damit haben wir auch schon die perfekte Überleitung

zum dritten und letzten Testkandidaten dieser

Ausgabe, der Yamaha YZ 250 F. Die Japaner haben

die 250er anlässlich des 60. Firmenjubiläums

gleich in zwei Varianten auf den Markt gebracht. Neben

der klassischen in den typischen blauen Farben

erhältlichen YZ spendierte Yamaha auch eine Limited

Edition „60th Anniversary“. Letztere besitzt edle

Bauteile, wie den Slip-on-Schalldämpfer aus Titan

von Akrapovic, den Kupplungsdeckel und Handprotektoren

von GYTR oder dem MX-Power-Tuner

ganz im Stil der Werksmaschinen. Auch farblich un-

terscheiden sich die beiden Modelle, denn die

„60th Anniversary“ kommt in schickem Gelb daher.

Testfahrer Marko Barthel konnte sowohl die reine

Serienmaschine als auch eine 250er mit kompletter

Titan-Auspuffanlage von Akrapovic testen. Im Testbericht

könnt ihr die Unterschiede zwischen den

Modellen in Wort und Bild nachlesen.

Was gibt’s sonst noch? Jede Menge natürlich und

zwar alles rund ums Thema Racing. Während wir in

unseren Breitengraden aus dem Winterschlaf erwachen,

sind die Akteure der Motocross-Weltmeisterschaft

schon rund um den Erdball gereist und haben

bereits vier Grand Prix hinter sich. Dabei ging es äußerst

spannend zu, denn die junge Generation

übernimmt allmählich das Zepter im MXGP. Alte Hasen

wie Tony Cairoli setzen alles daran, die Machtübernahme

in dieser Saison zu verhindern. In den

ersten Rennen ist ihm das nicht wirklich gelungen

und der amtierende Weltmeister Romain Febvre bestimmt

weiterhin das Geschehen bei den Big Boys.

Doch nicht nur die MX-WM ist ein Thema in dieser

Ausgabe, sondern auch der Auftakt zur Deutschen

Enduromeisterschaft in Dahlen. Nachdem der MSC

Niedergrafschaft heuer eine Pause eingelegt hat,

ging es in der Dahlener Heide erstmals im Jahr 2016

zur Sache. Trotz aller Schwierigkeiten im Vorfeld

schaffte es das Organisationsteam des MSC Dahlen,

eine gelungene Veranstaltung auf die Beine zu

stellen. Wir waren für euch vor Ort und berichten

über den DEM-Auftakt 2016.

In diesem Sinne, viel Spaß mit dieser Ausgabe

wünscht das Redaktionsteam der MCE.

3

MCE

Mai '16


701 – Diese drei Zahlen stehen für Husqvarnas

neuesten Streich in Sachen „Dual Sport“


INHALT

Mai 2016

TEST

18 KTM Adventure 1050

26 Husqvarna 701 Enduro

34 Yamaha YZ 250 F

MOTOCROSS

44 MX-WM Valkenswaard/NL

48 MX-WM Neuquen/ARG

52 DMV BRC MX 2-Takt Cup Langgöns

54 DJMV-Auftakttraining Berkheim

56 Rockstar Kiedrowski Racing Team

ENDURO

58 DM Dahlen

68 Wiesel-X

KOLUMNE

64 Edward Hübner

66 Maria Franke

INTERVIEW

70 Manuel Lettenbichler

RUBRIKEN

3 Editorial

4 Snap-Shot

8 Facts

14 Produkte

42 Poster: Jeffrey Herlings

72 Bike and Parts

76 Notizen

78 Termine

80 Standings

82 Vorschau Juni 2016/

Impressum

Die digitale Ausgabe eurer MOTOCROSS ENDURO

könnt ihr als Abonnent uneingeschränkt nutzen,

wenn ihr eure Abonummer und das dazugehörige

Passwort vom Adressaufkleber nutzt

(www.mce-online.de)

Im MOTOCROSS-ENDURO-Webkiosk könnt ihr

ausgewählte Tests online nachlesen

(www.webkiosk.mce-online.de)


SEITE 34

Test: Yamaha YZ 250 F

Für das aktuelle Modelljahr gibt es zwei Editionen der Yamaha YZ 250 F.

Dazu gehört das blaue Standardmodell und das limitierte,

gelb/schwarze Sondermodell mit dem Namen „60th Anniversary“.

Beide Modelle sind von Grund auf identisch, nur sind beim Sondermodell

ein paar Zubehörteile schon verbaut bzw. werden mitgeliefert ...


FACTS

SX-WM Santa Clara:

Ryan Dungey schlägt zurück

Mit mächtig Wut im Bauch aufgrund der Strafversetzung in Detroit zeigte Ryan

Dungey bei der zwölften Runde zur Supercross-WM, aus welchem Holz er geschnitzt

ist. Doch ganz so einfach, wie es hier klingen mag, war der Weg zum Tagessieg

für den US-Boy nicht. Ken Roczen hatte nach seinem verpatzten Lauf einiges

aufzuholen und das musste man dem schnellen Thüringer nicht zweimal

sagen. Im Finale des Abends lief es auf eben dieses Duell der beiden Spitzenpiloten

Dungey und Roczen hinaus. Zwar konnte sich Honda-Pilot Justin Bogle

nach dem Start die Führung schnappen, diese war aber wenige Kurven später

wieder futsch. Dungey und Roczen passierten den Honda-Pilot recht schnell und

bekämpften sich von diesem Moment an ohne jedes Erbarmen. Dabei behielt

das KTM-Ass allzeit die Oberhand, egal was Roczen auch versuchte, Dungey

blieb in Führung. Speziell im letzten Renndrittel musste Roczen dem hohen Tempo

Tribut zollen und verlor etwas an Boden. Das sei aber einer Erkältung geschuldet,

versicherte Roczen im anschließenden Interview. Dungey gewann

Santa Clara mit etwas mehr als einer Sekunde Vorsprung auf Roczen. Mit Jason

Anderson auf Platz 3 entsprach das Podium der exakten Reihenfolge in der Gesamtwertung.

Wobei Anderson Glück im Unglück hatte und zu Beginn des Rennens

eine Kollision mit Justin Brayton unbeschadet überstand.

Was die Meisterschaft angeht, führte Dungey zu diesem Zeitpunkt bereits mit

42 Zählern Vorsprung auf Roczen. In dessen Windschatten lauert Jason Anderson

mit 16 Punkten Rückstand und er wird jeden noch so kleinen Fehler des Thüringers

ausnutzen. Eine enorm spannende Situation also, die in Indianapolis ihre

Fortsetzung finden wird. • Text: Marco Burkert; Foto: Simon Cudby

SX-WM - 12. Lauf - Santa Clara - 2.4.2016 - 450SX: 1. Ryan Dungey, KTM; 2. Ken Roczen, Suzuki; 3. Jason Anderson,

Husqvarna; 4. Chad Reed, Yamaha; 5. Trey Canard, Honda; 6. Justin Bogle, Honda; 7. Eli Tomac, Kawasaki;

8. Weston Peick, Yamaha; 9. Jacob Weimer, Suzuki; 10. Blake Baggett, Suzuki.

250SX - 8. Lauf - Westküste: 1. Cooper Webb, Yamaha; 2. Zach Osborne, Husqvarna; 3. Joey Savatgy, Kawasaki;

4. Christian Craig, Honda; 5. Mitchell Oldenburg, KTM; 6. Colt Nichols, Yamaha; 7. Jordon Smith, Honda;

8. Kyle Peters, Honda; 9. Alex Martin, Yamaha; 10. Michael Leib, Yamaha.

SX-WM Detroit: Jason Anderson

gewinnt überraschend

Nachdem sich bei der letzten Begegnung der SX-Eliten in Toronto Ken Roczen

eindrucksvoll gegen seine Konkurrenten durchsetzen konnte, war nun Ryan

Dungey wieder an der Reihe. Das zumindest war der erste Eindruck nach der

Zieldurchfahrt des US-Boys im Dienste des KTM-Werksteams. Dungey konnte

sich schon am Start des Main-Events an die Spitze des Fahrerfeldes setzen.

Nach einem kurzen Intermezzo mit Young-Gun Marvin Musquin konnte Dungey

seinen Teamkollegen abschütteln und dem Sieg mehr oder weniger entspannt

entgegenfahren. Entspannt deshalb, weil sich der Tabellenleader schnell einen

komfortablen Vorsprung erarbeiten konnte und ungefährdet als Erster die Zielflagge

sah. Das böse Erwachen folgte prompt, denn Dungey erhielt eine Strafe

(zwei Plätze zurückversetzt) für das Nichtbeachten einer Rot-Kreuz-Flagge. Diese

wurde während des Rennens geschwenkt, als Suzuki-Pilot Jake Weimer am

Streckenrand behandelt wurde. Dungey soll laut der Rennkommission an besagter

Stelle gesprungen sein, was ihn seinen sicher geglaubten Sieg kostete.

Zurück zum Renngeschehen: Während des Finallaufs gelang es Marvin Musquin

lange Zeit, den 2. Platz zu behaupten. Erst wenige Runde vor Ende der Renndistanz

konnte Huskyfahrer Jason Anderson am Franzosen vorbeigehen und sich

damit sehr wichtige Punkte in Sachen Gesamtwertung erarbeiten. Mit der Strafversetzung

von Dungey wurde Anderson schließlich sogar nachträglich zum Sieger

in Detroit erklärt! Damit hatte Anderson natürlich mächtig Punkte auf Ken

Roczen gutgemacht, denn der hatte in Detroit nicht den besten Tag erwischt.

Nach seinem sensationellen Sieg in Toronto musste sich Roczen nach einem

komplett vermasselten Rennen mit Platz 6 zufriedengeben und büßte daher einige

Zähler auf seinen direkten Verfolger Anderson ein. Der Grund für das eher

mäßige Abschneiden des Thüringers war der Start, hier wurde Roczen quasi eingeklemmt

und fiel ans Ende des Feldes zurück. Hinzu gesellten sich Probleme in

den Whoops, die scheinbar vom Fahrwerk der Suzuki ausgingen. Roczen dazu:

„Normalerweise bin ich in den Whoops immer sehr schnell, diesmal musste ich

jedoch wirklich kämpfen.“ Ein Rennen zum Vergessen also für den Zweitplatzierten

der Gesamtwertung. Das Rennen in Detroit endete somit in besagter Reihenfolge:

Anderson vor Musquin und Pechvogel Dungey. Die Topfünf komplettierten

Chad Reed und Eli Tomac. Doch der nächste Stopp in Santa Clara sollte

für Roczen wesentlich besser verlaufen. • Text: Marco Burkert; Foto: Simon Cudby

SX-WM - 11. Lauf - Detroit - 19.3.2016 - 450SX: 1. Jason Anderson, Husqvarna; 2. Marvin Musquin, KTM;

3. Ryan Dungey, KTM; 4. Chad Reed, Yamaha; 5. Eli Tomac, Kawasaki; 6. Ken Roczen, Suzuki; 7. Weston

Peick, Yamaha; 8. Trey Canard, Honda; 9. Mike Alessi, Honda; 10. Justin Bogle, Honda.

250SX - 4. Lauf - Ostküste: 1. Malcolm Stewart, Honda; 2. Aaron Plessinger, Yamaha; 3. Shane Mcelrath,

KTM; 4. Tyler Bowers, Kawasaki; 5. Martin Davalos, Husqvarna; 6. Gannon Audette, Kawasaki; 7. RJ Hampshire,

Honda; 8. Paul Coates, Honda; 9. Cédric Soubeyras, Kawasaki; 10. Jesse Wentland, Honda.

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MCE

Mai '16


SX-WM Indianapolis:

Dungey und Roczen

auf Augenhöhe

Es sind Ryan Dungey und Ken Roczen, die sich bereits über

die gesamte Saison hinweg aufs Schärfste bekämpfen. Die

ehemaligen Teamkollegen schenken sich auf der Strecke keinen

Meter und fahren um jede Zehntelsekunde. Bei keinem

Rennen war dies bisher so deutlich zu sehen wie in Indianapolis.

Dungey konnte die Führung wie gewöhnlich schnell

übernehmen, doch auch Roczen wollte im Lucas Oil Stadium

keinesfalls klein beigeben. Der Suzukistar konnte sich nach

dem Start ans Hinterrad von Dungey heften. Das Resultat war

ein absolut spektakulärer Kampf um die Führungsposition.

Dungey gelang es, in der ersten Rennhälfte die Attacken von

Roczen abzuwehren. Doch Roczen ließ einfach nicht locker,

schaffte es immer wieder direkt ans Hinterrad von Dungey zu

fahren, um dann eine Attacke folgen zu lassen. Dieses Spielchen

war sogar einmal von Erfolg gekrönt, denn wenige Runden

vor Schluss gelang es Roczen, sich an die 1. Position zu

setzen. Jedoch verhinderte ein Fahrfehler seitens des Suzuki-Piloten

einen grandiosen und hart erarbeiteten Sieg. Dungey

nutzte seinerseits den Fauxpas des vor ihm Fahrenden

aus, ging in Führung und gewann das Rennen förmlich in letzter

Minute.

Im Titelkampf rückt Tabellenleader Dungey somit immer weiter

außer Reichweite für den zweitplatzierten Roczen, der

sich in den noch verbleibenden Rennen keinesfalls Fehler erlauben

darf. Denn von hinten droht stets Gefahr durch Husqvarna-Werksfahrer

Jason Anderson. Er belegte in Indianapolis

einen soliden 3. Tagesrang und blieb somit weiter im

Windschatten von Roczen. Die beiden trennen lediglich

18 Zähler in der Gesamtwertung, da ist also noch viel drin.

• Text: Marco Burkert; Foto: Simon Cudby

SX-WM - 13. Lauf - Indianapolis - 9.4.2016 - 450SX: 1. Ryan Dungey, KTM; 2. Ken

Roczen, Suzuki; 3. Jason Anderson, Husqvarna; 4. Trey Canard, Honda; 5. Blake

Baggett, Suzuki; 6. Chad Reed, Yamaha; 7. Christophe Pourcel, Husqvarna; 8. Justin

Brayton, KTM; 9. Eli Tomac, Kawasaki; 10. Mike Alessi, Honda.

250SX - 5. Lauf - Ostküste: 1. Aaron Plessinger, Yamaha; 2. Malcolm Stewart, Honda;

3. Gannon Audette, Kawasaki; 4. Shane Mcelrath, KTM; 5. Martin Davalos,

Husqvarna; 6. RJ Hampshire, Honda; 7. Anthony Rodriguez, Kawasaki; 8. Tyler

Bowers, Kawasaki; 9. Luke Renzland, Yamaha; 10. Cédric Soubeyras, Kawasaki.

Christophe Pourcel

mit Halswirbelbruch

Der Franzose Christophe Pourcel zog sich bei einem Trainingssturz

einen Bruch des C3-Wirbels zu. Der Sturz an sich

schien einer der harmloseren Sorte zu sein. Das Husqvarna-

Factory-Team gab zunächst keine Details über Pourcel bekannt.

Es war lediglich die Rede von einer leichten Verletzung

des dritten Halswirbels. Später wurde diese Annahme korrigiert

und es drang durch, dass es sich um einen Bruch des

Wirbels handle. Glücklicherweise ist das Rückenmark nicht

betroffen, denn das hätte unweigerlich zu einer Querschnittlähmung

führen können. Wie zäh der Franzose ist, bewies er

beim Supercrossrennen in Indianapolis. Hier stand Pourcel

bereits wieder am Startgatter und erreichte trotz der Verletzung

und der kurzen Heilphase den 7. Platz. Zwischenzeitlich

war eine Rückkehr Pourcels in die WM auf unbestimmte Zeit

verschoben, aber scheinbar konnte sich der Husqvarna-Profi

doch schneller erholen als angenommen.

• Text: Marco Burkert; Foto: Sebas Romero

Update Gautier Paulin

Nach seinem Trainingssturz in Lommel (Belgien) am

12. März, bei dem er sich einen gebrochenen Wirbel und einen

Rippenbruch zuzog, muss es Honda-Star Gautier Paulin

ein wenig langsamer angehen lassen. Er wird sich auf seine

Genesung konzentrieren, um schnellstmöglich in die FIM-

Motocross-Weltmeisterschaft zurückzukehren. Gautier Paulin

dazu: „Die Genesung ist seit meinem Sturz gut verlaufen.

Durch den Bruch eines Wirbels und einer Rippe war es in den

ersten Tagen nicht gerade einfach. Daher entschied ich, es

ruhig angehen zu lassen und konzentrierte mich nur auf mich

selbst. Jetzt fühle ich mich schon viel besser und habe bereits

mit leichtem Training begonnen. Wann ich wieder auf

dem Bike sitzen werde, steht noch nicht fest. Aber ich arbeite

hart daran, mich vollständig zu erholen und meine Fitness

dabei zu erhalten. Wenn die Zeit reif ist, werde ich so schnell

wie möglich wieder ins Renngeschehen eingreifen. Mein

Dank gilt dem HRC-Team und allen Fans für die Unterstützung

in dieser schweren Zeit, ich hoffe, wir sehen uns bald auf der

Strecke wieder.“ • Text: Marco Burkert; Foto: HRC Honda

Arnaud Tonus

muss SX-Saison beenden

Der talentierte Schweizer MX-Profi Arnaud Tonus musste seine

vielversprechende Supercrosssaison in den USA beenden.

Grund war ein Crash inmitten des Rennens in Daytona.

Nach einem Holeshot führte er das Rennen fünf Runden lang

an, bis ihm die Whoops zum Verhängnis wurden. Tonus, der

schon mehrfach in die Topten der US-Lites-Serie gefahren ist,

kugelte sich dabei die Schulter aus. Eine Verletzung, mit der

viele Offroad-Piloten bereits Bekanntschaft gemacht haben.

Der Kawasaki-Pilot wird aus diesem Grund auf die verbleibenden

Rennen verzichten und möchte rechtzeitig zur Outdoor-Saison

wieder fit sein.

• Text: Marco Burkert; Foto: Kawasaki


FACTS

SuperEnduro-WM Prestige:

Colton Haaker holt das Ding

Fakt ist, kein Drehbuchautor der Welt hätte dieses Finale in Madrid besser in

Szene setzen können! Es war der Showdown zwischen Jonny Walker und den

beiden US-Boys Cody Webb und Colton Haaker. Theoretisch hatten noch alle

drei Piloten die Chance, den WM-Titel in letzter Minute zu gewinnen. Dominierte

in der Vergangenheit allzu oft Taddy Blazusiak, waren es nun gleich drei Akteure,

die Weltmeister werden konnten.

Walker kam als WM-Leader nach Madrid, hatte aber mit einer in Prag zugezogenen

Beinverletzung zu kämpfen. Daher war es höchst fraglich, ob Walker den hohen

Belastungen standhalten würde. Das Drama nahm seinen Lauf mit dem

Start zur Superpole (schnellste Einzelrunde). Hier konnte sich KTM-Ass Cody

Webb durchsetzen und heimste die ersten 3 WM-Punkte ein. Zur Erinnerung: Damit

rückte Webb bis auf 5 Punkte an Walker und 3 Punkte an Haaker heran.

Der WM-Stand vor den eigentlichen Wertungsläufen sah wie folgt aus: Walker,

242 Punkte, vor Haaker mit 240 Zählern, gefolgt von Webb mit 237 Punkten. Als

das Gatter zum ersten Lauf der Prestige-Klasse fiel, war es Taddy Blazusiak, der

sich in einem verrückten Durcheinander behaupten konnte, nachdem zunächst

Haaker in Führung lag. Letzterer wurde in besagtem ersten Lauf Dritter hinter Alfredo

Gomez und war damit der neue WM-Führende, da Walker abgeschlagen

auf Platz 7 ins Ziel fuhr. Doch Webb blieb dran, in dem er als Vierter, hinter Haaker,

finishte. Es wurde also immer spannender und mit Beginn des zweiten

Durchgangs spitzte sich die Situation weiter zu. Denn diesen konnte Cody Webb

für sich entscheiden und war dem WM-Titel nun plötzlich ganz nah. Auch wenn

Haaker mit seinem 2. Platz in diesem Lauf die Tabellenführung (mit 2 Punkten

Vorsprung) behielt. Somit war es der dritte und letzte Lauf in Madrid, der über

den WM-Titel entscheiden sollte. Wer würde Nerven bewahren und das nötige

Glück auf seiner Seite behalten? Nach dem Start sah es zunächst ganz nach

Cody Webb aus, der KTM-Pilot ging in Führung, während Haaker ins Mittelfeld

zurückfiel. Haaker setzte in den ersten Runden alles daran, entschlossen nach

vorn zu fahren und tatsächlich gelang dem US-Boy dieses unglaubliche Kunststück!

Zur Halbzeit lag Haaker bereits auf Position 2, allerdings 6 Sekunden hinter

dem führenden Webb, der in dieser Konstellation Weltmeister geworden wäre.

Im letzten Renndrittel entfachten die beiden ein wahres Feuerwerk, indem

sie sich mehrfach soeben noch im Bereich des Zulässigen überholten. Das entscheidende

Manöver setzte schließlich Haaker, der Webb wenige Meter vor der

Ziellinie in der Baumstamm-Matrix überholen konnte und sich so in seiner ersten

Saison den WM-Titel sicherte! Was für ein verrücktes Rennen, das es wohl

nur beim SuperEnduro geben kann. Haaker konnte sein Glück anschließend

nicht fassen und tanzte minutenlang im Zielbereich umher. Mit diesem furiosen

Finale ging eine mehr als spannende WM-Saison zu Ende.

Text: Marco Burkert; Foto: Future7Media

SuperEnduro-WM - 6. + letzter Lauf - Madrid/E - 19.3.2016 - Prestige - 1. Finale: 1. Taddy Blazusiak, PL,

KTM; 2. Alfredo Gomez, E, KTM; 3. Colton Haaker, USA, Husqvarna; 4. Cody Webb, USA, KTM; 5. Mario Roman,

E, Husqvarna; 6. Taylor Robert, USA, KTM; 7. Jonny Walker, GB, KTM; 8. Ty Tremaine, USA, KTM; 9. Xavi

Leon Sole, E, Husqvarna; 10. Andreas Linusson, S, KTM.

2. Finale: 1. Webb; 2. Haaker; 3. Blazusiak; 4. Roman; 5. Robert; 6. Gomez; 7. Walker; 8. Leon Sole; 9. Eloi

Salsench, E, Beta; 10. Joan Pau Segura, E, KTM.

3. Finale: 1. Haaker; 2. Webb; 3. Robert; 4. Roman; 5. Gomez; 6. Walker; 7. Tremaine; 8. Leon Sole; 9. Salsench;

10. Ljunggren.

Superpole: 1. Webb; 2. Robert; 3. Walker.

Endstand siehe S. 81

10

MCE

Mai '16


SuperEnduro-WM Junioren:

Manuel Lettenbichler

Weltmeister

Der erst 17-jährige Oberbayer Manuel Lettenbichler konnte

sich seinen Traum vom ersten WM-Titel beim Finale der Super

Enduro-WM in Madrid erfüllen! Ein Meilenstein in der deutschen

Geschichte des Offroadsports. Es zeichnete sich über

eine lange und vor allem harte Saison ab: Lettenbichler hat

reale Chancen auf den Titel.

Ein kurzer Rückblick: Mit fünf Jahren bekam Manuel sein erster

Trialmotorrad und wollte seither nur eines: professioneller

Offroadfahrer werden. In den ersten Jahren bestimmte der

Trialsport sein Leben, bevor er in die Fußstapfen seines Vaters

Andi Lettenbichler trat und ins Endurolager wechselte.

Mit dem Start am berühmten Erzberg bekam Manuel erstmals

die volle Aufmerksamkeit der Medien und zeigte sogleich,

was in ihm steckt. Neben dem Outdoorsport interessierte

sich das Nachwuchstalent auch für den Indoorsport

und wurde in seiner ersten SuperEnduro-Saison auf Anhieb

Dritter der Juniorenklasse. Doch was in seiner zweiten Saison

der SuperEnduro-WM passierte, hatte so wohl keiner erwartet.

Bereits den Auftakt im Dezember letzten Jahres konnte

der KTM-Pilot souverän für sich entscheiden, indem er alle

drei Durchgänge für sich gewann und seinen Konkurrenten

nicht den Hauch einer Chance ließ. Es folgte der spektakuläre

Auftritt in Riesa, quasi der Heim-Grand-Prix für Manuel. Auch

hier gelang ihm ein sensationeller Dreifacherfolg, der logischerweise

mit dem Tagessieg in der Juniorenklasse belohnt

wurde. Es folgten die beiden WM-Stationen in Argentinien

und Brasilien. Auch wenn Argentinien nicht optimal verlief,

war Manuel spätestens in Brasilien zu 110 Prozent bei der Sache

und konnte erneut einen Tagessieg verbuchen. Spätestens

hier war klar: Der WM-Titel dürfte dem Oberbayer bei

noch zwei zu absolvierenden Grand Prix nur noch sehr

schwer zu nehmen sein. Mit einer mehr als beeindruckenden

Vorstellung in der Prager TipSport Arena und einem weiteren

Tagessieg war das Thema WM eigentlich in Sack und Tüten.

Das Finale in Madrid gestaltete sich schließlich als reine

Formsache: Dreimal stand „Mani“ am Startgatter, dreimal finishte

er auf Platz 1! Damit hatte Lettenbichler sagenhafte

15 von 18 Wertungsläufen für sich entschieden. Mit dieser herausragenden

Leistung konnte erstmals ein deutscher Fahrer

den Juniorentitel holen. Manuel konnte es anschließend gar

nicht fassen: „Ich habe niemals erwartet, so dominant zu

sein. In meiner zweiten Saison bereits den WM-Titel einzufahren,

wäre mir niemals in den Sinn gekommen. Ich bin unendlich

dankbar für die Gelegenheit, das alles machen zu

dürfen! Vor allem danke ich aber meinem Vater, der der beste

Trainer ist und dem ich all mein Können zu verdanken habe.“

Wir gratulieren Manuel auf diesem Wege zum ersten WM-Titel

und drücken ihm für die bevorstehende Outdoorsaison

die Daumen.

• Text: Marco Burkert; Foto: Future7Media

SuperEnduro-WM - 6. Lauf - Madrid/E - 19.3.2016 - Junior - 1. Finale: 1. Manuel Lettenbichler,

D, KTM; 2. Wade Young, ZA, Sherco; 3. Tim Apolle, D, Husqvarna;

4. Benjamin Herrera, RCH, TM; 5. Luis Oliveira, P, Yamaha; 6. Luke Flack, GB, Sherco;

7. William Hoare, GB, Sherco; 8. Mathias Martinsen, N, KTM; 9. Grzegorz Kargul,

PL, KTM; 10. Ivan Pueyo Gil, E, Beta.

2. Finale: 1. Lettenbichler; 2. Young; 3. Flack; 4. Apolle; 5. Herrera; 6. Hoare;

7. Martinsen; 8. Oliveira; 9. Pueyo.

3. Finale: 1. Lettenbichler; 2. Young; 3. Herrera; 4. Flack; 5. Apolle; 6. Hoare; 7. Oliveira;

8. Martinsen; 9. Pueyo.

Endstand siehe S. 81


FACTS

Die Elite am Start

des Erzbergrodeo XXII

Das Jahr 2016 wird der Kracher schlechthin. Die Starterliste der 22. Erzbergrodeo-Auflage

liest sich wie das Who’s who der Offroadszene. Neben den bekannten

Extrem-Enduro-Urgesteinen Taddy Blazusiak, Routinier Andreas Lettenbichler,

Graham Jarvis und Ben Hemingway werden sich unter die 1500 Teilnehmer

noch zahlreiche weitere Könner mischen. So bekommt es der dreifache Red-

Bull-Hare-Scramble-Sieger Jonny Walker nicht nur mit US-Topstar Cody Webb,

sondern auch mit den Nachwuchstalenten um FIM-SuperEnduro-Junioren-Weltmeister

Manuel Lettenbichler, Wade Young, Travis Teasdale und Dwyane Kleynhans

zu tun. Die junge Garde wird es den alten Hasen nicht gerade leicht machen,

den Berg aus Eisen zu bezwingen.

Doch das war noch längst nicht alles, denn auch die talentierte Spanierin Laia

Sanz möchte ein Wörtchen mitreden. Matthias Walkner lässt sich einen Start

auch nach seinem schweren Crash bei der Dakar nicht nehmen und dürfte der

Favorit für den Generali-Iron-Road-Prolog sein. Obwohl der Prologsieg durchaus

auch an den zweifachen Enduroweltmeister Pierre-Alexandre Renet gehen

könnte. Bei dieser starken Konkurrenz muss sich der Dreifachsieger des Prologs

Ossi Reisinger heuer mächtig strecken! Wenn wir über Sieger reden, dürfen wir

die folgenden Herren auch nicht außer Acht lassen: Alfredo Gomez, Mario Roman

Serrano, FIM-SuperEnduro-Weltmeister Colton Haaker, US-Offroad-Topfahrer

Kyle Redmond und Publikumsliebling Paul Bolton sind definitiv nicht zu unterschätzen!

Dass der Erzberg in den letzten Jahren Sportler aus anderen Bereichen anzog,

ist kein Geheimnis. In diesem Jahr versucht sich Snowmobil-Superstar Keith

Curtis am Berg der Berge. Doch nicht nur das Erzbergrodeo selbst, sondern auch

die zahlreichen Side-Events sind es, die die besondere Atmosphäre ausmachen.

So wird es 2016 wieder ein EnduroCross geben, bei dem sich die eben genannten

Spezialisten messen werden. Gefahren wird dabei auf Freeride-E-XC-

Motorrädern. Mit völlig identischem Material verspricht dies schon heute

enorme Spannung. Für Fans der elektronisch betriebenen Zweiräder wartet mit

der HAIBIKE Endurocross Challenge ein weiteres Highlight. Hier treten auf dem

Endurocross-Parcours ePerformance-Mountainbikes gegen Elektromotorräder

an! Prinzipiell ist das Erzbergrodeo 2016 ein absolutes Muss für jeden Offroadfan

und Extremsport-Liebhaber. • Text: Marco Burkert; Foto: Red Bull

wirklich äußerst schwer. Da wäre zum Beispiel Loic Larrieu. Der Franzose geht in

dieser Saison mit der brandneuen Yamaha 450 WR-F an den Start und dürfte

aber, ebenso wie der Spanier Cristobal Guerrero, eher zu den Außenseitern zählen.

Eher in Frage kommt hier schon das australische Endurokaliber und

E3-Weltmeister aus dem Jahr 2014 Matthew Phillips. Er wird für das Sherco-

Werksteam unter der Leitung von Fabrizio Azzalin auf einer 450er starten und

dürfte durchaus in der Lage sein, im Titelkampf ein Wörtchen mitzureden. Mit

Alex Salvini werfen wir einfach mal ein weiteres Eisen ins Feuer. Der Italiener

wechselte jüngst von Honda zu Beta und ist keinesfalls ein Kandidat, den es zu

unterschätzen gilt. Sein Markenkollege Johnny Aubert zählt zu den erfahrensten

Akteuren der diesjährigen WM-Saison und könnte die neue Wertung für ein

grandioses Comeback nutzen. Dazu müsste er allerdings den E1-Weltmeister

des vergangenen Jahres, Eero Remes, hinter sich lassen! Wieder mit dabei in Sachen

E1 und sicherlich auch ein weiterer Underdog im Titelkampf der EnduroGP-

Klasse ist Ivan Cervantes. Der Spanier geht für die KTM-Truppe ins Rennen und

dürfte nach seiner langen verletzungsbedingten Auszeit heiß genug sein, um

die eine oder andere Bestzeit in die Zeitentabelle zu brennen. Wenn wir von Underdogs

sprechen, müssen wir natürlich auch an Anthony Boissiere (F/Sherco),

Daniel McCanney (GB/Husqvarna), den ehemaligen MXGP-Piloten Nathan Watson

(GB/KTM) oder die E3-Piloten Jonathan Barragan (E/GasGas), Manuel Monni

(I/TM) und Lorenzo Santolini (E/Sherco) denken.

Bleibt noch der Rookie in Sachen Enduro-WM Taylor Robert sowie die beiden

Franzosen Christophe Nambotin (KTM) und Mathias Bellino (Husqvarna), die ohne

Frage zu den Topfünf-Kandidaten der neuen EnduroGP-Wertung zu zählen

sind. Während US-Boy Robert seine erste WM-Saison unter die Stollen nimmt,

schrammte Nambotin im letzten Jahr nur knapp am E1-Titel vorbei und brennt

auf eine Revanche. Dabei wird der dreifache Weltmeister allerdings in der Klasse

E2 starten, doch was würde da besser passen, als gleich den neuen Enduro

GP-Titel zu gewinnen? Bellino hingegen konnte 2015 sensationelle Siege einfahren

und wurde schließlich mit dem E3-Titel belohnt. Ob er angriffslustig genug

ist, um den neuen Titel zu ergattern, wird sich zeigen.

• Text: Marco Burkert; Foto: EnduroABC

Ausblick Enduro-WM: Wer holt

sich den ersten EnduroGP-Titel?

Mit dem Start der Enduroweltmeisterschaft in Agadir (Marokko) beginnt auch eine

neue Ära im Endurosport. Wir haben uns gefragt, wer der erste Gesamtsieger

in der neugeschaffenen EnduroGP-Klasse wird. Zwar hat es das in der WM bereits

schon einmal gegeben, aber was soll’s, ein wenig mehr Spannung kann

schließlich nicht schaden! In der GP-Klasse treten die Stars der Szene in einer

klassenübergreifenden Wertung (E1 bis E3) gegeneinander an. Das verspricht

eine gehörige Portion an Action für das Jahr 2016! Eine genaue Vorhersage, wer

hier zu den Topfavoriten zählt, fällt bei der Masse an herausragenden Talenten

12

MCE

Mai '16


Rallye-WM: Erster Streich

für KTM und Tobi Price

Das Auftaktrennen zur FIM-Cross-Country-Rallye-WM konnte

KTM-Star Tobi Price für sich entscheiden. Die Bedingungen

waren alles andere als einfach für die Teilnehmer. Wie

immer bei Wüstenrallyes ist die Taktik eines jeden Fahrers

enorm wichtig. In Abu Dhabi war dies wohl der entscheidende

Faktor, denn in diesem Jahr hatte stets der erste Fahrer

einen großen Nachteil, weil er eben die Spur legen

musste. Sich im weichen Sand abzusetzen, war schwierig,

somit profitierten die anderen Fahrer von dessen Führungsarbeit,

weil sie nur den Reifenspuren folgen mussten.

Das beste Heft hielt zunächst Pablo Quintanilla in der Hand,

als er die Rallye bis zum letzten Fahrtag anführte und schon

wie der sichere Sieger aussah. Price wendete das Blatt allerdings

mit einem Husarenritt auf der letzten Etappe und

nahm Quintanilla weit über sechs Minuten ab. Damit war

die Rallye entschieden und Price konnte heuer seinen ersten

WM-Sieg feiern. Hinter ihm finishte nicht etwa Quintanilla

als Zweiter, sondern Sam Sunderland. Der Brite hatte

es ebenfalls geschafft, noch an Quintanilla vorbeizuziehen.

Festzuhalten ist außerdem noch, dass Pela Renet auf der

Husqvarna seinen ersten Etappensieg verbuchen konnte.

Die nächste Station der WM ist die bekannte Sealine Rallye

in Qatar. • Text: Marco Burkert; Foto: Kin M.

Ergebnis: 1. Toby Price, AUS, KTM 18:18:24 Std.; 2. Sam Sunderland, GB, KTM,

+2:11 min; 3. Pablo Quintanilla, RCH, Husqvarna, +3:23; 4. Mohammed Al Balooshi,

UAE, KTM, +38:38; 5. Pierre-Alexandre Renet, F, Husqvarna, +29:30.

Mit Husqvarna Motorcycles

zu den Six Days 2016

Husqvarna Motorcycles bietet auch für die ISDE 2016 ein spezielles

Service-Paket an. Dieses umfasst neben dem Motorradverleih

auch den Rennservice vor Ort.

Die 91. Ausgabe der Six Days findet vom 11. bis 16. Oktober in

Navarra/Spanien statt. Husqvarna hat wieder eine umfassende

Liste von Dienstleistungen entwickelt, um die Bedürfnisse

der Teilnehmer und Teams aus der ganzen Welt zu erfüllen.

Dazu werden Husqvarna-Techniker in Navarra alle Husqvarnafahrer

unterstützen, die die 91. Auflage der renommierten

internationalen Veranstaltung bestreiten. Die Palette

der angebotenen Dienstleistungen umfasst: Husqvarna

Motorradverleih, Rennservice und Ersatzteile.

Erhältlich sind 2017er Modelle für folgende Klassen: 2-Takt:

E2 (TE 250), E3 (TE 300) und 4-Takt: E1 (FE 250), E2 (FE 350,

FE-450), E3 (FE 501). Der Preis für eine Husqvarna während

der sechs Tage beträgt: 2740,- Euro (exkl. MwSt.) für Zweitakter

und 3040,- Euro (exkl. MwSt.) für Viertakter. Der Mietpreis

beinhaltet selbstverständlich das Husqvarnamotorrad für

die Dauer der Six Days 2016, die Transportkosten nach Navarra

(Spanien) sowie die Anmeldung und Versicherung des

Motorrades für die Veranstaltung. Zu beachten ist die Deadline

(12. August 2016) zum Reservieren eines Bikes. Die Anzahl

der Motorräder ist begrenzt und Aufträge werden nach

dem Prinzip „first come, first served“ abgearbeitet. Wer ein

eigenes Bike hat und dennoch nicht auf den Rennservice verzichten

will, kann diesen natürlich separat buchen. Mit mehrjähriger

Erfahrung in Sachen ISDE garantiert das Servicepaket

von Husqvarna die beste Ausrüstung und professionelle

Unterstützung, sodass sich jeder Teilnehmer auf sein Rennen

konzentrieren kann. Der Preis für den Husqvarna-Rennservice

während der ISDE beträgt 1350,- Euro (ohne MwSt.).

Nicht verwendeter Kraftstoff wird nicht erstattet. Auch hier

gibt es eine Bestellfrist (31. August 2016).

Wer mehr über dieses Angebot erfahren möchte, kann sich

an jeden offiziellen Husqvarna-Händler wenden oder ihr

schickt eine E-Mail an Harald Stark (harald.stark@husqvarna-motorcycles.at).

• Text: Husqvarna/Burkert; Foto: Husqvarna

Husqvarna-Rennservice-Highlights:

• Zugang zu den Husqvarna-Kfz-Werkstätten

• Technische Beratung für alle Husqvarna-Rider

• Technische Hilfe im Rahmen der FIM-Regeln

• Werkzeuge zur Wartung und Benzin für die Renntage

• BelRay-Produkte für die Wartung (Motoröl,

Kühlflüssigkeit, Kettenspray etc.)

• Tägliche Updates für Einstellungen und Informationen

über das Rennen

• WP-Suspension-Unterstützung

• Aufbewahrungsboxen für Handschuhe, Schutzbrille,

Reifen usw.

• Service Points Emergency Assistance

(Ersatzteile, Werkzeuge, Flüssigkeiten, Benzin, Getränke,

Snacks, Obst)

• Ersatzteilservice (Kosten für Ersatzteile

nicht im Lieferumfang enthalten)

• Catering (Getränke, Snacks, Obst ...)

• Ein Luftfilter pro Tag für jeden Fahrer (insgesamt sechs)


PRODUKTE

HELBRECHT OPTICS

24MX

Lenkerrevolution für Youngsters

Fast ein Vierteljahrhundert nachdem Pro Taper die Dirtbike-Industrie mit seinen

28,6-cm-Lenkern revolutioniert hat, halten deren Entwickler nun eine weitere

vielversprechende Neuheit für die Offroadszene bereit. Diesmal geht das Produkt

genau in die andere Richtung als damals die Oversize-Lenker und zielt mit

dem schmaleren Micro-Lenker auf die jüngeren Fahrer ab.

Bei dem Micro-Lenker wundert man sich, dass man daran nicht schon früher gedacht

hat. Denn es macht eigentlich keinen Sinn, zu erwarten, dass eine kleine

Kinderhand problemlos und komfortabel Griffe greifen kann, die für Erwachsene

konstruiert sind. Mit dem Micro-Lenker löst Pro Taper dieses Problem, indem

MX-Goggles – auch in deiner Sehstärke

Für klare Sicht und ein cooles Auftreten sorgen die hochwertigen HSE-Motocross-Brillen

aus dem Hause HELBRECHT optics – dem Brillenspezialisten aus

dem Rheinland.

Die hier gezeigte Brille ist in verschiedenen Rahmenfarben erhältlich und verfügt

über eine passive Innenbelüftung. Die Gläser/Scheiben verfügen zusätzlich

über eine innenseitige Antibeschlagbeschichtung und eine kratzfeste Außenbeschichtung.

Dank der dreifachen rutschfesten Silikonstreifen im Band hat

die Brille einen guten Sitz. Bei dieser MX-/Enduro-Brille sind die Scheiben austauschbar.

Die einzelnen Glasfarben sind auch als Ersatz- bzw. Zubehörgläser in

„klar“ oder „smoke“ sowie in verspiegelt „laser red“, „laser blue“ und „laser

gold“ erhältlich. Ebenfalls ist ein Roll-off-System im Angebot. Gratis mitgeliefert

wird ein hoch strapazierfähiger Military-Bag (Brillen-Sack aus dem Militärbereich)

im Wert von 15,- Euro. Diese und weitere besondere Features runden die

Brille gelungen ab. Und das Beste zum Schluss: Aktuell zur Einführung bietet

HELBRECHT optics die Brille mit 25 Prozent Rabatt an!

Der Hersteller bietet sogar die Möglichkeit, über seinen „RXservice“ die vorhandene

bzw. eigene MX-/Enduro-Brille (egal welcher Marke) nachträglich mit individueller

Sehstärke auszustatten. Und das mit Zufriedenheitsgarantie oder

Geld zurück. Gefertigt wird in der werkseigenen Einschleiferei in Hilden (bei

Düsseldorf). Beim persönlichen Besuch des Herstellers bzw. dessen „Factory

Sales“ können auch direkt die Augen durch einen Augenoptikermeister kostenlos

ausgelesen werden.

Vororder-Preis (aktuell) 44,96, regulärer Preis ca. 59,95 Euro.

Bezugsquelle:

www.SportEyes.de

die Griffbereiche mit nur 17-mm-Außendurchmesser dünner als bei den Standard-22-mm-Lenkern

sind. Diese kleine Anpassung macht definitiv einen Riesenunterschied

für die Kids aus. Ein schmalerer Griffbereich bietet eine bessere

Kontrolle, einfachere Bedienung der Griffe und eine geringere Ermüdung und

kann dadurch das Selbstvertrauen der jungen Fahrer deutlich steigern.

Der Micro-Lenker ist aus dem gleichen High-Quality-T6-Aluminium hergestellt

wie alle anderen Pro-Taper-Lenker. Der einzige Unterschied liegt in den kleineren

Griffbereichen. Der Micro kann damit problemlos an die vorhandenen

22-mm-Lenkerklemmen montiert werden und passt zu Zweitakt-Dirtbikes bis zu

85 ccm. Für mehr Stärke, Haltbarkeit und reduzierte Flexibilität besitzt der Lenker

eine Querstange aus kalt geschmiedetem Aluminium inklusive Lenkerpolster.

Der Micro-Lenker ist in fünf verschiedenen Weiten/Biegungen erhältlich, um

den verschiedenen Vorlieben zu entsprechen. Auch wenn der Lenker problemlos

an die bestehenden Befestigungen angebaut werden kann, passen leider

nicht die normalen Griffgummis und Gasgriffhülse. Hier bietet Pro Taper eigens

für die Micro-Lenker entwickelte, kleinere Ausführungen an, die bequem direkt

im Set mit dem Lenker erworben werden können.

Bezugsquelle:

www.24mx.de

Tel. 03222 1090900, info@24mx.de

KLIM

Engineered for Enduro

Qualität und die anwenderorientierten Designs sind genauso einzigartig wie die

Wertschätzung, die KLIM unter den eingefleischten Enduristen genießt. Wenn

KLIM für die aktuelle Kollektion erstmals eine Endurojacke auf den Markt bringt,

kann man fest davon ausgehen, dass es sich um ein exzellentes Produkt handelt,

das neue Maßstäbe setzt.

Mit der Dakar-Jacke beweist KLIM abermals, dass hoher Tragekomfort und große

Flexibilität einerseits und gute Schutzfunktion und beste Haltbarkeit anderer-

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MCE

Mai '16


seits sich nicht gegenseitig

ausschließen.

Die Dakar-Jacke lässt

sich perfekt auf die unterschiedlichen

Einsatzbedingungen

anpassen,

egal ob

Single-Trail oder große

Tour. Stretchzonen mit

Akkordeonfalten an Ellenbogen

und Schultern

sorgen für viel Bewegungsfreiheit.

Vier

plus zwei Belüftungsöffnungen

und abnehmbare

Ärmel bieten

bei jeder Temperatur

ausreichend Kühlung.

Klug angeordnete

Taschen, ein verstellbarer

Bund und

Reißverschlüsse, die

sich auch mit Handschuhen

leicht bedienen

lassen, bringen

zusätzlichen Komfort.

Die Verwendung von

420D-Cordura-Gewebe

im Kernbereich bringt

hohe Funktionalität

und ausreichend Beweglichkeit

unter allen

erdenklichen Bedingungen.

An Ellenbogen

und Schultern

kommt extrem robustes

840D-Cordura zum

Einsatz und sorgt dort

für zusätzlichen

Schutz. Vernäht wird

das Ganze mit der exklusiven

KLIM-„Rhino-

Stitch“-Technologie,

die eine dauerhafte

Funktion über viele

Jahre garantiert. Zusätzlich

ist die Jacke

mit einer langlebigen,

wasserabweisenden

Beschichtung versehen,

die den Fahrer

über weite Strecken

trocken hält. In den innenliegenden

Protektorentaschen

an Ellbogen

und Rücken können

auch Einzelprotektoren

zum Einsatz

kommen, damit wird

die Jacke zu einer relevanten

Option auch für

mehrtägige Ausflüge.

Erhältlich ist die Dakar-Jacke

von KLIM in

Schwarz und Tan/

Beige in allen Größen

von Small bis 3XL für

279,- Euro bei allen

KLIM-Händlern.

Bezugsquelle:

www.klim.com

www.klim.com/International-Dealers.html

BRP

Can-Am Spyder RS

Dass es nicht immer

Zwei- oder

Vierräder sein

müssen, zeigt

Can-Am mit dem

Spyder RS. Die

dreirädrige Maschine

besticht

durch ihre einzigartige

Y-Architektur,

also zwei Räder

vorn und

eines hinten.

Doppelspeichen-

Vorderräder in Metallic Silver und Niederquerschnittsreifen sehen nicht nur verdammt

gut aus, sondern vermitteln ein besseres Straßen- und Kurvengefühl.

Damit werden beim aktiven Fahrerlebnis vollkommen andere Maßstäbe gesetzt.

Ermöglicht wird dies auch durch das Herzstück des Spyders: einen Rotax-

998-V-Twin-Motor mit 106 PS und jeder Menge Drehmoment. Genau das richtige

Instrument für kurvige Pisten und satte Beschleunigung. Ein weiteres wichtiges

Detail stellen die aus dem Hause Fox kommenden, sportlich abgestimmten Gasdruck-Stoßdämpfer

dar. Sicherheit für den knapp 2,70 Meter langen Roadster

gibt das von Bosch entwickelte und in der Automobilindustrie eingesetzt Fahrzeugstabilisierungssystem

(VSS) mit ABS, Traktions- und Stabilitätskontrolle.

In Sachen Schaltgetriebe setzt Can-Am auf eine 5-Gang-Variante, die speziell für

den Spyder entworfen wurde und für fließende Schaltübergänge sorgt. Um den

Roadster spielerisch zu manövrieren wurde dem Spyder zusätzlich eine elektronisch

gesteuerte Servolenkung spendiert, die geschwindigkeitsabhängig regelt.

Den smarten Roadster gibt es ab 14.699 Euro. Wer mehr über den „RS“ oder

andere Produkte von Can-Am erfahren möchte, wird auf der Website www.brp.

com fündig. • Text: Marco Burkert; Foto: Can-Am

SM-SPORT

RaceFX-Kickstarter

Die neuen RaceFX-Kickstarter sind eine günstige

Alternative zum Originalersatzteil. Sie

sind aus Aluminium hergestellt und farbig

eloxiert, was den Kickstarter leicht und

gleichzeitig schlagfest macht. Je nach Modell

ist er in den Farben Orange, Grün, Blau oder

Schwarz erhältlich.

Preise: ab 89,- Euro (inkl. MwSt.)

Bezugsquelle:

www.brp.com

Offroad-Katalog 2016

Die Firma SM-Sport präsentiert zum 40-jährigen Firmenjubiläum den neuen Offroad-Katalog

2016! Die 21. Auflage bietet euch viele neue sowie altbewährte Qualitätsprodukte

zu fairen Preisen. Auf

nunmehr über 300 Seiten findet ihr aus

den Bereichen Offroad-Bekleidung,

Technik und Zubehör ausschließlich

Produkte, die dem harten Offroadeinsatz

standhalten. SM-Sports Topmarken:

UFO, Michelin, RaceFX, EVS, Denicol,

Tommaselli/Domino, S-Teel, SM-

Pro Wheels, u.v.m. Besucht den Online-Shop

unter www.sm-sport.de und

blättert auch ganz bequem online

durch den neuen 2016er Katalog.

Bezugsquelle:

SM-Sport Online-Shop

www.sm-sport.de, Tel. 06621 72346

info@sm-sport.de, facebook.com/SMOffroadSport

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MCE

Mai '16


PRODUKTE

METZELER

6Days Extreme –

die ultimative Wahl der Enduro-Weltmeister

Sechsundzwanzig Titel bei der FIM-Enduro-Weltmeisterschaft von 2005 bis

heute und acht Titel in Folge bei der FIM-SuperEnduro-WM: Das ist die Erfolgsbilanz,

die der Reifen aus dem Hause Metzeler vorweisen kann.

Der Metzeler MCE 6 Days Extreme ist der vom Motorradweltverband FIM zugelassene

Endurorennreifen, mit dem der Reifenhersteller mit dem blauen Elefanten

seit 2005 bereits 26 Titel bei der FIM Enduro-Weltmeisterschaft und acht Titel

in Folge bei der FIM-SuperEnduro-WM gewonnen hat.

Metzeler dominiert diese SuperEnduro-Meisterschaft, seit sie 2008 vom Motorradweltverband

ins Leben gerufen wurde. Der MCE 6 Days Extreme wurde entwickelt,

um den hohen Anforderungen der Rennfahrer der FIM-Enduro-WM gerecht

zu werden. In ihn fließt die gesamte technologische Erfahrung ein, die Metzeler

bei unzähligen Endurorennen in den letzten Jahren sammeln konnte, einer faszinierenden

Disziplin, in der die deutsche Reifenmarke stolz auf eine beeindruckende

Erfolgsbilanz zurückblicken kann.

Die Teilnahme von Metzeler an Endurorennen wird schon seit 1935 mit Siegen

gekrönt. In der Vergangenheit war die Reifenmarke bei den deutschen Enduro-

Meisterschaften sehr erfolgreich, gewann verschiedene Titel bei den europäischen

Meisterschaften und fuhr diverse Siege bei der Internationalen Sechstagefahrt

(International Six Days) ein. Zwischen 1990 und 1997 hat Metzeler zwölf

Enduroweltmeisterschaften in verschiedenen Klassen gewonnen, und zwar mit

so erstklassigen Rennfahrern wie Paul Edmondson, Giovanni Sala, Mario Rinaldi

und Fabio Farioli. Mit der Einführung des innovativen Reifens MCE 6 Days Extreme

konnte sich die deutsche Marke in den letzten Jahren schon 26 Weltmeistertitel

sichern, was auch den Leistungen der Rennfahrer wie David Knight, Ivan

Cervantes, Samuli Aro, Juha Salminen, Johnny Aubert, Christophe Nambotin,

Eero Remes, Antoine Meo und dem unvergessenen Mika Ahola zu verdanken ist.

Als Lieferant für die besten Teams der FIM-Enduro-Weltmeisterschaft wie KTM

und Honda, bietet der Reifenhersteller Metzeler mit dem MCE 6 Days Extreme

seinen Rennfahrern ein erstklassiges Produkt und den besten Endurorennreifen,

um auch unter extremsten Bedingungen zu siegen. In Übereinstimmung mit

den Regeln des Motorradweltverbands FIM wurde der MCE 6 Days Extreme gemeinsam

mit einigen der besten WM-Fahrer entwickelt.

Der MCE 6 Days Extreme steht nicht nur regelmäßig ganz oben auf dem Siegertreppchen,

sondern wurde auch bereits von hochkarätigen Motorradherstellern

wie KTM und Yamaha als Erstausstattung für ihre neuen Offroadmodelle ausgewählt.

Die Teilnahme an der Enduro-Weltmeisterschaft, bei der Höchstleistungen

in Sachen Traktion, Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer gefordert sind,

sowie das von den Rennfahrern erhaltene Feedback waren die wichtigste Grundlage

für die technische Entwicklung und die Planung des MCE 6 Days Extreme,

dessen Reifenangebot nach seiner Einführung im Lauf der Jahre stetig erneuert

wurde. Die wiederholten Erfolge in den vergangenen Jahren haben dazu beigetragen,

die Präsenz der deutschen Reifenmarke im Offroadsegment zu stärken,

wodurch Metzeler zum einen die Zuverlässigkeit und hohen Leistungen hervorhebt

und zum anderen zeigt, welches Siegerpotenzial in den eigenen Reifen

steckt.

Die führende Rolle in der Technologie und die Spitzenleistungen der Ingenieure

von Metzeler, in Kombination mit den harten Wettkampfbedingungen, waren

die ideale Grundlage, um den leistungs- und anpassungsfähigsten der FIM-Enduroreifen

zu entwickeln, der mittlerweile zur ultimativen Wahl der Weltmeister

geworden ist, da er im Hinblick auf die wichtigsten Leistungen im Endurosegment

optimal ausgeglichen ist.

EIGENSCHAFTEN DES METZELER MCE 6 DAYS EXTREME

Mischung: Für die Mischung des MCE 6 Days Extreme wurde widerstandsfähiger

Ruß verwendet, um die Struktur der Profilblöcke so zu stärken, dass sie besonders

bei den hohen Temperaturen, die in Rennen erreicht werden, eine stabilere

Lauffläche bieten und so eine bessere Lenkpräzision und höherer Grip auf trockenem

wie auch auf rutschigem Untergrund gewährleistet wird. Eine Ad-hoc-

Planung der Polymere sorgt für bessere Abrieb-, Schnitt- und Reißfestigkeit, wodurch

ein Reifen entsteht, der sich perfekt für alle Geländebedingungen eignet.

Bei der im Jahr 2014 eingeführten neuen Hinterreifengröße 140/80-18 werden

zudem unterschiedliche Anteile der verschiedenen Komponenten verwendet,

um eine höhere Abriebfestigkeit zu garantieren.

Aufbau und Karkasse: Endurorennen stellen Motorräder vor die Herausforderung,

sich an unterschiedlichste Gelände anzupassen, weshalb die Vielseitigkeit

der Reifen unverzichtbar ist. Durch die Verwendung einer äußerst widerstandsfähigen

Polyester-Karkasse mit X-Ply-Konstruktion weisen die MCE-6-

Days-Extreme-Reifen beste Struktureigenschaften und eine umfassende Verbesserung

der Steifigkeit auf, was sich in besseren harmonisierenden Eigenschaften

und höherer Stabilität zeigt. Für den Motorradfahrer bedeutet das eine

vorhersehbare Reaktion der Reifen zugunsten einer besseren Kontrolle des Motorrads

unter allen Bedingungen. Darüber hinaus bietet das ausgewogene

Gleichgewicht zwischen Steifigkeit und Flexibilität des Polyesters insgesamt eine

hervorragende Durchschlagfestigkeit, besonders auf felsigem Gelände, wo

der Reifendruck oftmals unter der Norm liegt.

Profile: Der MCE 6 Days Extreme weist am Hinterreifen ein weiches und besonders

abgerundetes Laufflächenprofil auf, das sehr gute Traktion und hohe Abriebfestigkeit

der Lauffläche garantiert und dank der größeren Kontaktfläche

mehrerer Stollen bei jeder Schräglage für eine bessere Haftung am Boden sorgt

und die speziellen Belastungen reduziert.

Laufflächenprofil: Beim Vorderreifen wurden die Stollen im mittleren Bereich in

einem größeren Abstand zueinander angeordnet, sodass der Dreck weniger haften

bleibt und der Reifen dadurch auch auf weichem Gelände weiterhin greift.

Die Stollen weisen zudem eine Profilanordnung in V-Form von der Mitte zu den

Seitenflächen und zusätzlich ein spezielles asymmetrisches Profil der mittleren

Stollen auf, um die Fahrpräzision auf gerader Strecke und die Bremsstabilität zu

optimieren. Die Stollen an der Innenseite der Schulter haben ein laufrichtungsgebundenes

Profil, um die Stabilität und Lenkkontrolle in Kurven bei jeder

Schräglage zu verbessern. Die Geometrie der seitlichen Stollen wurde erneuert,

die Stollen verstärkt, um die Bremsstabilität mit einer höheren Reißfestigkeit

auf mittleren und harten Geländen zu vereinen. Der Hinterreifen weist ein Profil

im mittleren Bereich mit wechselnder Geometrie der Stollen auf, das dank der

breiteren Stollen hohe Traktion und durch die vorhandenen Stollen kleinerer

Größe einen flüssigeren Lauf auf gerader Strecke garantiert. Außerdem wurden

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MCE

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die Stollen beim Hinterreifen von der Mitte zu den Seitenflächen auf einer diagonalen

Linie besonders ausgerichtet und verteilt, sodass maximaler Seitenhalt in

Kurven unter allen Geländebedingungen garantiert wird. Die Geometrie und Anordnung

der Stollen an den Innenflächen der Schulter ermöglichen eine bessere

Fahrzeugkontrolle, wenn man beim Herausfahren aus der Kurve Gas gibt sowie

eine bessere Gesamtreaktion auf Belastungen.

MCE 6 Days Extreme Version „SOFT“

Der erst kürzlich eingeführte weiche Hinterreifen in der Größe 140/80-18 wurde

in Zusammenarbeit mit dem mehrfachen Meister der Indoor-Enduroszene Taddy

Blazusiak entwickelt. Dieser Reifen nutzt eine neue Mischung, die speziell für

Hallenwettbewerbe und besonders extreme Rennveranstaltungen wie das

Hell’s Gate, Erzberg Rodeo und Tough One entwickelt wurde. Durch die innovative

Formel ist es gelungen, bei jeder Temperatur im Rennbereich die Härte und

dynamische Steifigkeit beachtlich zu reduzieren. Dieses Ergebnis wurde durch

den Einsatz besonderer Weichmacher und spezieller Polymere erreicht, die eine

höhere Übergangstemperatur und demzufolge eine Zunahme der Hysterese bei

geringen und mittleren Temperaturen ermöglichen, was besseren Grip und ein

besseres Fahrverhalten auf harten Geländen bedeutet, die bei extremen Fahrbedingungen

in der Regel vorzufinden sind. Gleichzeitig weist der Reifen ausreichende

Steifigkeit auf, um starke transversale Bewegungen des Motorradhecks

bei einer plötzlichen Beschleunigung zu verhindern.

MCE 6 Days Extreme in der neuesten Version „Supersoft NHS“

Die jüngste Entwicklung des Reifensegments MCE 6 Days Extreme von Metzeler

ist die Hinterreifengröße 140/80-18 in der Version Supersoft. Dieser nicht für

den Straßenverkehr zugelassene Reifen mit einer speziellen Mischung und besonderem

Aufbau sorgt für hohen Grip und eignet sich besonders dazu, auch

die schwierigsten technischen Abschnitte zu bewältigen, die man vor allem bei

extremen Endurorennen und Hallenwettbewerben findet. Ein so hoher Grip geht

selbstverständlich zulasten der mechanischen Widerstandsfähigkeit: Dieser

Reifen eignet sich somit nicht für den längeren Einsatz bei hohen Geschwindigkeiten,

vor allem nicht auf asphaltierten Fahrbahnen. Die neue Ausführung des

Hinterreifens „Supersoft NHS“ wird ab 2017 vertrieben.

ALLE VERFÜGBAREN REIFENGRÖSSEN DES MCE SIX DAYS EXTREME:

Vorderreifen:

90/90-21 M/C 54M M+S

90/90-21 M/C 54M M+S – (Hard)

90/90-21 M/C 54M M+S – (Sonderausführung für Yamaha)

90/100-21 M/C 57M MST

90/100-21 M/C 54M M+S (K) – (Sonderausführung für KTM EXC MY 2016)

Hinterreifen:

120/90-18 M/C 65M M+S

130/90-18 M/C 69M M+S

140/80-18 M/C 70M M+S

140/80-18 M/C 70M M+S Soft

140/80-18 M/C 70M Supersoft NHS

Legende: M+S = Matsch + Schnee; MST = Mehrzweckreifen

Bezugsquelle:

www.metzeler.com

WWW.ZUPIN.DE / INFO@ZUPIN.DE / PHONE +49 8669 848 110


TEST: KTM ADVENTURE 1050

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MCE

Mai '16


Auf unbefestigten Pfaden wird Driften schnell

zur dauerhaften Fortbewegungsmethode

Der Underdog?

Im aktuellen Ranking ist sie die „Kleinste“ in der Mattighofener Adventure-Familie, doch was

bedeutet „klein“ wirklich? Rein optisch betrachtet steht die KTM 1050 Adventure ihren größeren

Geschwistern, der KTM 1190 Adventure und KTM Adventure 1190 R, nur in wenigen Dingen

nach. Zugegeben, sie ist etwas schmaler und besitzt weniger elektronischen Schnickschnack,

aber der Charakter ist der gleiche. Im Inneren der 1050 schlummert feinste Technik, die selbstverständlich

von ihren Geschwistern stammt, jedoch in etwas reduziertem Maße zum Einsatz

kommt. Wozu das Ganze? Angesprochen werden sollen potenzielle Einsteiger in Sachen Reiseenduro,

für die etwas weniger oft mehr ist. Und genau an diesem Punkt betritt die 1050 das

Spielfeld. • Text: Marco Burkert, Marko Barthel; Fotos: Marco Burkert

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TEST: KTM ADVENTURE 1050

Auch im Stehen lässt sich

die kleine KTM bequem

dirigieren

Für Einsteiger in

das Adventure-

Segment von KTM

die beste Wahl

Downsizing lautet hier das Schlagwort. Der Trend in

Sachen Reiseenduros hin zu immer größeren Motoren

mit mehr Leistung und einer Vielzahl an elektronischen

Spielereien ist nicht von der Hand zu weisen.

Klar, moderne Technik mit all ihren Raffinessen

begeistert uns immer wieder. Gleichzeitig stellt sich

uns allerdings die Frage: Bleibt das klassische Fahrfeeling

aufgrund der voranschreitenden elektronischen

Entwicklung nicht irgendwann auf der Strecke?

Hersteller setzten in ihren Prospekten stets

den Faktor „Sicherheit“ als schlagkräftiges Verkaufsargument

ein. Dem wollen wir nicht widersprechen,

denn bei Bikes mit einer Leistung jenseits

der 150-PS-Schallmauer braucht der Durchschnittsbiker

nun mal allmächtige elektronische

Helferlein, um alles im Griff zu behalten. Doch muss

es nicht auch Motorräder, speziell Reiseenduros geben,

die unterhalb der 100-PS-Marke angesiedelt

sind und richtig Spaß machen? Von uns gibt es hier

ein ganz klares: Ja, unbedingt!

Womit wir erneut bei der KTM Adventure 1050 wären,

die ohne ihren Schriftzug gut und gerne als deren

größere Schwester 1190 durchgehen könnte.

Das soll und will sie aber gar nicht, auch wenn ihr

der gute Ruf einer Adventure-Familie vorauseilt.

Agile 95 Pferdestärken schlummern in KTMs kleinster

Reiseenduro und mit starken 107 Newtonmetern

Drehmoment, die bei etwas unter 6000 Touren anliegen,

zeigt sich bei Bedarf ihre sportliche Seite.

Womit wir beim Motor wären. Der stammt eben aus

besagter 1190 und wurde in aller Mühe von den

KTM-Ingenieuren, sagen wir mal, reduziert. Zum

Einsatz kommt die gleiche ausgereifte V2-Motorentechnik

wie von der größeren Schwester bekannt.

Die verbauten Schmiedekolben bewirken höchste

Belastbarkeit trotz extrem flacher und leichter Bauart.

Wobei die Kolben für das Downsizing der 1050

Adventure um zwei Millimeter gegenüber der 1190

verkleinert wurden.

Und noch einmal ist Downsizing ein gutes Stichwort,

diesmal für Einsteiger. Der 1050er Motor ist

auch für Motorradfahrer mit A2-Führerschein durchaus

interessant, denn das Herzstück ist mit einer

optionalen Leistungsreduzierung auf 48 PS erhältlich.

Nach zwei Jahren Fahrpraxis kann man dann

die volle Leistung der Adventure genießen, ohne

sich nach einem neuen Untersatz umzuschauen.

Hinzu gesellen sich noch Portemonnaie schonende

Wartungsintervalle von 15.000 Kilometern. Möglich

macht das die aus den anderen Modellen bewährte

Technik und Erfahrung. Auch hier wird auf Doppelzündung

gesetzt. Die beiden unterschiedlich gro-

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Wheelie – kein Problem,

das geht spielerisch von

der Hand

Kurvige Landstraßen

bringen mit der 1050

viel Fahrspaß

Vor einem unbefestigten Weg

muss man sich auf der 1050

nicht abschrecken lassen

ßen Zündkerzen werden unabhängig voneinander

jederzeit ausgesprochen effizient gesteuert, was

wiederum für einen optimalen Verbrennungsablauf

sorgt. Ebenso verfügt die „kleine“ Adventure über

das bekannte Ride-by-Wire-System. Das hervorragend

funktionierende DBW-System schickt die Gasbefehle

des Piloten prompt in Richtung Drosselklappenöffnung,

was wiederum in eine sanfte Gasannahme

umgesetzt wird. Neben den bereits erwähnten

Dingen spendierte KTM der 1050 auch eine

Anti-Hopping-Kupplung sowie das Zweikanal-ABS

des Typs 9M+ von Bosch. Wer hier das Kurven-ABS

erwartet, wird leider enttäuscht, doch deshalb

stellt die 1050 auch die Basis der KTM-Adventure-

Reihe dar. Dass dieses Bike bei aller Bodenständigkeit

keinesfalls auf hochwertige Features verzichten

muss, zeigt die zur Serienausstattung gehörende

Traktionskontrolle ebenso wie die verschiedenen

abrufbaren Leistungsmodi.

Diese sind bequem via Modeswitch am linken Lenkerende

in den bekannten Stufen: Sport, Street,

Rain und Offroad (optional erhältlich) wählbar. Verändert

wird hier nicht die Leistung selbst, sondern

das Ansprechverhalten des Motors. Damit lässt sich

die Adventure an eine Vielzahl von Bedingungen anpassen.

Bevor wir uns dem Fahreindruck widmen,

sei noch ein schneller Blick in Richtung Fahrwerk geworfen.

Zum Einsatz kommt ein leichter, extrem stabiler

Gitterrohrrahmen und eine hochfeste Druckguss-Schwinge

mit der markanten Fachwerkoptik.

Zusammen mit Federungskomponenten von WP

Suspension, die einen Federweg von 190 mm hinten

und 185 mm vorn bieten, ist man fahrwerkseitig

„1a“ ausgerüstet. Abgerundet wird das Ganze durch

die Gussräder (vorne 19 Zoll und hinten 17 Zoll) mit

schlauchlosen Reiseenduro-Pneus.

Fahreindruck

Nun, wie so oft prägt der erste Eindruck eines Motorrades

sofort und man ist entweder positiv oder

negativ gestimmt. Bei der 1050 ist Ersteres der Fall,

denn typisch für Bikes aus Mattighofen passt sowohl

die Sitzposition mit einer Höhe von 850 mm

als auch die Position der Bedienelemente. Das

Cockpit mit dem von den Schwestermodellen bekannten

VDO-Kombi-Instrument ist übersichtlich

geordnet und lässt sich leicht über den Modeswitch

bedienen. Alles in allem fühlt man sich nach dem

ersten Probesitzen recht schnell heimisch und ist

bereit, die Welt auf der kleinen KTM zu erkunden.

Mit dem ersten Druck auf den Startknopf erwacht

der V-Twin ohne Zicken. Der Fahrer wird vom hinreichend

bekannten Adventure-Sound begrüßt. Damit

braucht man sich definitiv nirgends und schon gar

21

MCE

Mai '16


TEST: KTM ADVENTURE 1050

nicht vor der Eisdiele genieren. Wie gesagt, wenn

nicht groß und breit 1050 draufstehen würde, würde

man ihr die 95 PS nicht direkt anmerken. Auch dann

nicht, wenn man zum ersten Mal auf freier Piste Vollgas

gibt. Die KTM zieht bis zu einem gewissen

Punkt, in etwa bis 6000 Umdrehungen, durch wie

ihre große Schwester 1190. Erst im oberen Drehzahlbereich

geht ihr merklich die Puste aus und

man rattert bei ausgedehnt sportlicher Fahrweise

des Öfteren in den Begrenzer. Was jedoch keinesfalls

als Kritikpunkt anzusehen ist. Die Abstufung

der Fahrmodi ist gelungen und macht sich je nach zu

fahrender Strecke sinnvoll bemerkbar. Will man beispielsweise

auf der Hausrunde eher sportlich zu

Werke gehen, ist man mit dem Modus „Sport“ logischerweise

am besten aufgehoben. Dieses Mapping

zeichnet sich durch sehr direktes Ansprechverhalten

aus. Die Traktionskontrolle greift nicht sofort

ein, sondern lässt etwas Schlupf zu und das macht

wirklich Spaß. Doch auch die Modi „Street“ und besonders

„Rain“ haben ihre Berechtigung. Zum gemütlichen

Landstraßenbummel taugt „Street“ hervorragend,

der Modus reist nicht zu brachial an und

ist eher ausgeglichen. Wie der Name schon sagt,

macht „Rain“ dann Sinn, wenn es regnet. Wir selbst

hatten bei unserem Fotoshooting (leider) Regenwetter

und konnten diesen Modus daher ein wenig

testen. Gerade für unerfahrene oder gar Gelegenheitsfahrer

ist die in dieser Fahrstufe schnell eingreifende

Traktionskontrolle Gold wert. Der Schlupf

wird spürbar minimiert, sobald man zu forsch ans

Gas geht, so muss das sein! Wenn wir den Faktor Sicherheit

anschneiden, gilt es auch, die hervorragend

zu dosierenden Bremsen zu erwähnen. Wie

wir es von den Adventure-Modellen kennen, gibt es

auch bei der 1050 nichts zu meckern.

22

MCE

Mai '16

Wie schaut es allgemein in Sachen Handling aus?

Hier muss man ganz klar sagen. Das ist eine Paradedisziplin

der KTM 1050. Denn dieses Travel-Bike

kommt mit einem Gewicht von nur 205 kg (Trockengewicht)

daher, was sich beim Fahren positiv bemerkbar

macht. Auf einer kurvenreichen Landstraße

lässt sich die KTM wunderbar dirigieren, macht

genau, was der Fahrer von ihr verlangt und das mit

spielerischer Leichtigkeit. Ein kleiner Lenkimpuls

genügt, um die Kurvenfahrt einzuleiten, kein nerviges

Einklappen oder gar unnötiges Drücken sind

spürbar. Der gute Knieschluss ermöglicht sowohl

angenehmes Fahren im Sitzen und bei Bedarf auch

im Stehen. Speziell Letzteres haben wir natürlich

auch getestet. Leider fehlte unserem Testbike der

Offroadmodus, was aber nicht wirklich ein Hindernis

darstellte. Unbefestigte Straßen waren schnell

gefunden und mindestens genauso schnell überwunden.

Das Fahrwerk erledigt auch auf unebener

Fahrbahn seinen Job und bügelt Schlaglöcher sauber

weg. Zwar reicht die Performance nicht an die einer

Adventure 1190 R heran, dafür ist die 1050 allerdings

auch nicht gedacht.

Mit ordentlich Drehmoment

drücken die 95 PS respektabel

voran

Die Reichweite geht mit 23 Litern Tankinhalt absolut

in Ordnung, auch wenn sich der drehfreudige

V-Twin vielleicht den ein oder anderen Liter mehr

gönnt als die Konkurrenz. Bei unserem Test lag der

Verbrauch bei etwas über 5 Litern auf 100 Kilometern.

Für ausgiebige Touren ist sie daher gut gewappnet,

auch oder gerade wegen der bereits erwähnten

sehr bequemen Sitzposition. Wenn wir

schon bei Touren sind, wäre noch das Thema Windschild

zu erwähnen. Dieser lässt sich genau wie bei

der 1190 mittels Klapphebel in der Höhe um 25 mm

verschieben. Während der Fahrt ist das Verstellen

allerdings nicht zu empfehlen, da der Arretierhebel

nicht mehr so ganz zeitgemäß ist. Ansonsten macht

der Windschutz das, was er soll, und zwar ziemlich

gut. Nun, abschließend ist zu sagen, dass bei KTMs

1050 das Sprichwort „weniger ist oft mehr“ voll ins

Schwarze trifft. Sie ist ein Bike, das aufs Wesentliche

reduziert wurde und auf übertriebene Elektro-


nik verzichtet. Der Basispreis von 12.795,- Euro lässt

sich zwar nicht als günstig bezeichnen, dafür bekommt

man aber ausgereifte Technik und ein Motorrad,

das jede Menge Spaß verspricht.

Fazit Marco Burkert

Das Dakar-Gen fährt auch bei KTMs kleinster Reiseenduro

irgendwie immer mit und das ist es, was

mir persönlich sehr gefällt. Der Ausdruck „klein“

täuscht eigentlich etwas, denn die 95 PS sind für

den Durchschnittsbiker wohl völlig ausreichend.

Die 1050 lässt sich super agil bewegen, typisch KTM

könnte man jetzt sagen, denn diese Bikes sind immer

etwas auf Sport getrimmt. Dennoch vermisst

man die Tourentauglichkeit keinesfalls. Im Gegenteil,

anfangs war ich hier noch etwas skeptisch,

aber nach mehreren hundert Kilometern im Sattel

der 1050 konnte ich nicht wirklich einen Kritikpunkt

finden. Hier wird einem einfach auch klar, dass Spitzenleistung

nicht immer das entscheidende Element

beim Fahren ist, sondern eher unwichtig erscheint.

Fazit Marko Barthel

Eine Reiseenduro ohne Schnickschnack, aber dafür

mit guten Fahreigenschaften. Egal ob auf der Straße

oder auch einmal abseits auf der Schotterpiste, bei

der KTM Adventure 1050 gibt es nicht wirklich einen

Kritikpunkt. Der V-Twin-Motor bietet eine angenehme

Laufruhe und wenn man möchte, geht es auch

gut vorwärts. In Sachen Fahrwerk glänzt das Modell

mit gutem Ansprechverhalten sowie Stabilität. Für

mich persönlich ist diese Adventure ein günstiges

und alltagstaugliches Reisemotorrad.

Das Herzstück bringt 1050 ccm Hubraum und 95 PS mit sich

Bequem, mehr gibt es hier nicht zu sagen

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Belastungen

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TEST: KTM ADVENTURE 1050

Dank Brembo gibt es auch hinten einen präzisen Druckpunkt

Auch wenn vergleichsweise weinig Elektronik an Bord ist,

so sieht’s unter der Sitzbank aus

Der Motorschutz fällt etwas schmal aus

und ist nicht für grobe Aktionen geeignet

Schon ein Markenzeichen,

die Druckguss-Fachwerkschwinge

Der Modeswitch ist gut und verständlich bedienbar,

wie man es von den anderen Modellen kennt

Der Sound des V-Twins kann sich hören lassen,

passend zur KTM-Familie eben

Durchdacht sind wie hier sämtlich Einfüllstutzen,

gut positioniert und bedienerfreundlich

Nicht mehr zeitgemäß: Verstellen des Windschildes

per Klemmhebel

WP-Monoshock gibt es hinten zu bewundern,

der Federweg hier beträgt 190 mm

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MCE

Mai '16


Optisch an ihre Schwestermodelle

angelehnt, stellt die 1050 die

kleinste Adventure dar

An der Front gibt es 185 mm Federweg von WP und eine

gut zupackende Bremse mit 320-mm-Scheiben

TECHNISCHE DATEN

MOTOR

Bauart 2-Zylinder, 4-Takt, V 75°

Hubraum

1050 ccm

Bohrung

103 mm

Hub

63 mm

Leistung in kW 70

Starter

Elektrostarter

Schmierung

Druckumlaufschmierung

mit 3 Ölpumpen

Getriebe

6 Gänge

Primärtrieb 40:76

Sekundärübersetzung 17:42

Kühlung

Kupplung

EMS

FAHRWERK

Rahmenbauart

Federung vorne

Federung hinten

Federweg vorne

Federweg hinten

Bremse vorne

Bremse hinten

Ø Bremsscheibe vorne

Ø Bremsscheibe hinten 267 mm

ABS

Flüssigkeitskühlung

PASC (TM) Antihopping-

Kupplung, hydraulisch

betätigt

Keihin EMS mit RBW,

Doppelzündung

Chrommolybdän-Stahl-

Gitterrohrrahmen,

pulverbeschichtet

WP-Upsidedown Ø 43 mm

WP-Monoshock

185 mm

190 mm

2x Brembo Vierkolben-

Radialfestsattel, Bremsscheiben,

schwimmend

Brembo-Zweikolben-

Festsattel, Bremsscheibe

320 mm

Bosch 9M+ Zwei-Kanalsystem

(abschaltbar,

Offroad-Modus optional)

Kette X-Ring 5/8 x 5/16“

Steuerkopfwinkel 64°

Radstand

1560 ± 15 mm

Bodenfreiheit

220 mm

Sitzhöhe

850 mm

Tankinhalt (ca.) 23 l

Trockengewicht 205 kg

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TEST: HUSQVARNA 701 ENDURO

Die sportliche

Reiseenduro

Ein weiteres Enduromodell mit dem Namen „Enduro 701“ gehört seit neuestem

zur Husqvarna-Familie. Es ist keine Sportenduro, sondern eine schicke,

kompakte Reiseenduro mit einem 690-ccm-Einzylinder-Viertaktmotor. Damit

stößt Husqvarna weiter in den Straßensektor vor und erweitert damit die

Modellpalette. Wir haben uns die 701 geschnappt und waren damit on- und

offroad unterwegs. • Text/Testfahrer: Marko Barthel; Fotos: Marco Burkert

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TEST: HUSQVARNA 701 ENDURO

Für den A2-Führerschein geeignet

Mit einer speziellen A2-Zündkurve, die die Leistung

auf 30 kW limitiert, ist die 701 Enduro auch

für Inhaber des A2-Führerscheins geeignet.

Das Display ist schon von den Sportenduros bekannt und

zeigt das Wichtigste wie momentane Geschwindigkeit,

Uhrzeit und Tageskilometer oder wahlweise Gesamtkilometer.

Zusätzlich sind noch Leuchten für den Blinker, eine

Ölkontrolle und eine Anzeige für den Leerlauf an der rechten

Seite angebracht. Links ist der Schalter für das ABS-

System

ABS-System der Enduro 701

Bei der Telegabel kommt eine WP-Closed-Cartridge-Federgabel

mit 4-Kammer-System zum Einsatz. Die Gabel lässt

sich einfach vom Cockpit aus in der Druck- sowie Zugstufe

am Einstellrad einstellen. Insgesamt 275 mm Federweg stehen

für den Offroadeinsatz zur Verfügung

Etwas eckig und weniger stylish sind die Schalterarmaturen

am Lenker links und rechts. Auf der linken Seite sind

die Funktionen wie Auf/Abblendlicht, der Blinklichtschalter

sowie die Hupe untergebracht und auf der rechten Seite

der Ausschalter und der Startknopf für den elektrischen

Anlasser

Das ABS-System vom Typ Bosch 9,1 MP wurde speziell für

die Enduro 701 abgestimmt und kann komplett abgestellt

werden. Außerdem verfügt es über einen Enduromodus,

der über den Knopf im Cockpit aktiviert werden kann. Damit

kann bei Bedarf das Hinterrad aus dem ABS-System ausgekoppelt

werden

Nahe an der Gabelbrücke ist das Zündschloss verbaut, das

mit einem schicken Key aktiviert werden kann

Das Kupplungssystem kommt von Magura und ist mit einer

Antihopping-Kupplung (APTC) ausgestattet. Dieses System

verhindert ein Stempeln am Hinterrad beim kräftigen

Anbremsen

Äußerst schick mit leuchtend gelben Akzenten kommt das

gesamte Erscheinungsbild der neuen Reiseenduro von

Husqvarna. Uns gefällt’s!

Der 13-Liter-Tank befindet sich im hinteren Teil des Motorrades

und agiert zusätzlich als selbsttragender Heckrahmen

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Mai '16


Der flüssigkeitsgekühlte Einzylindermotor mit einzelner

obenliegender Nockenwelle vereint die neuesten Technologien

in Sachen Konstruktion und Elektronik. Die Leistung

von 49 kW (67 PS) bei 7000 U/min und ein Drehmoment von

67 Nm bei 6500 U/min sind ausrreichend. Die kompakte

Konstruktion des Zylinderkopfes mit seiner einzelnen

obenliegenden Nockenwelle verfügt über 40-mm-Einlassventile

aus Stahl. Die Zündung erfolgt über zwei Zündkerzen,

die jeweils über eine eigene Steuerung des Zündzeitpunkts

verfügen

Ein Motorschutz aus Plastik schützt etwas vor Spritzwasser und vor Steinschlägen

auf Schotterwegen

Die elektronische Kraftstoffeinspritzung von Keihin verfügt

über eine 46-mm-Drosselklappe, die keinerlei mechanische

Verbindung zum Gasgriff hat. Dieses System nennt

sich Ride-by-Wire. Wenn der Fahrer den Gasgriff auf- oder

zudreht, wird das Drosselventil elektronisch vom Engine

Management System (EMS) geregelt. Das EMS vergleicht

permanent Motorparameter mit Sensordaten und passt die

Stellung des Drosselventils entsprechend an

Die CNC-gefrästen, schwarz eloxierten Gabelbrücken verfügen über eine

genau berechnete Biegecharakteristik, um den Gabelholmen zu erlauben,

bei Belastung nachzugeben. Dies verhilft dem Fahrer zu einem besseren

Gefühl beim Bremsen und in holprigem Gelände

Schwarze Felgen von DID aus hochfestem Aluminium mit

silberfarbenen Speichennippeln. Bei der 701-Enduro kommen

21-Zoll-Felgen vorne und 18-Zoll-Felgen hinten zum

Einsatz

Das Federbein von

WP Performance

Systems ist in Zugund

Druckstufe

komplett einstellbar

Ein sehr langes Heckteil mit Rücklicht, Blinker und Nummerntafelhalterung

schauen weniger sportlich aus, gewährleisten

aber die Straßentauglichkeit

Die Handschützer unterstreichen die sportliche Note und schützen auch etwas

vor Nässe und Kälte. Beide Spiegel lassen sich variabel einstellen und

bei Bedarf komplett entfernen


TEST: HUSQVARNA 701 ENDURO

Um an die Batterie zu

gelangen, muss ein

Bowdenzug mit der Lasche

betätigt werden.

Es ist jedoch Vorsicht

geboten, da der Auspuff-Krümmerschutz

an der Innenseite

scharfkantig ist und

man sich an dieser

Stelle leicht verletzen

kann. Leider ist uns das

passiert und deshalb

wollen wir darauf hinweisen

Unter der Sitzbank ist es aufgeräumt und die Zugänglichkeit

zur Batterie und zu den Sicherungen ist gewährleistet

Ausreichend und unauffällig sind die kleinen Blinker

Etwas klobig wirkt der Endschalldämpfer, dafür schnurrt

die 701 leise vor sich hin

Im Zubehör gibt es aber schon eine schicke und leichtere

Endschalldämpfer-Möglichkeit von Akrapovic

Die Kette und besonders das Ritzel liegen gut geschützt

hinter einer Plastikabdeckung

Die rutschfesten und stabilen Fußrasten gewährleisten

einen sicheren Stand

Sehr schicke Sitzbank, leider aber

etwas rutschig

Testfahrt

Ein herrlicher Frühlingstag lädt dazu ein, mit der

Husqvarna 701 Enduro zu fahren. Nichts wie raus

und los geht unsere Testfahrt. Das Modell bietet einen

guten Kompromiss in Sachen Einstellung der

Bedienelemente. Egal ob wir auf der Straße im Sitzen

oder im Gelände im Stehen unterwegs waren,

die Bedienelemente wie Kupplungshebel, Bremshebel,

Lenker und Schalthebel sowie Fußbremshebel

waren in einer angenehmen und bedienbaren

Position. Viele Kilometer sind wir auf der Landstraßen

gefahren, hier bietet die 701er eine agile und

dennoch gute Laufruhe. Der Motor hat ein kräftiges

Drehmoment und Drehzahlen über 7000 U/min sind

kaum notwendig. Mit satten 67 PS schiebt die Husqvarna

voran und jeder Überholvorgang oder eine

Beschleunigung aus der Kurve heraus lässt das

Herz höherschlagen. Ein fixes Runterschalten der

Gänge ist dank der Anti-Hopping-Kupplung ein Genuss

und das bekannte lästige Stempeln (bei einem

kräftigen Anbremsvorgang) am Hinterrad ist komplett

verschwunden. Das neueste ABS-System von

Bosch zeigt eine gute Performance auf der Straße.

Es verzögert, auch dank der 300-mm-Bremsscheibe,

stattlich und bietet mit der Möglichkeit, das Hin-

terrad auszukoppeln, genug Spielraum für einen

Anbremsdrift. Dies ist auch im Offroad-Einsatz von

Vorteil und die Hinterradbremse kann bei rutschigen

Bedingungen noch bedient werden. Den Spagat

zwischen On- und Offroad meistert das Motorrad

sehr gut. Auf der Straße liegt das Motorrad

spurtreu und lässt sich direkt und handlich in jede

Kurve einlenken. Mit knapp 150 kg ist die 701er ein

Leichtgewicht in dieser Kategorie. Ein kurzer Abstecher

außerhalb der Straße zeigt uns die Offroadgängigkeit.

Hier ist der Hecktank mit seinem 13-Liter-Fassungsvermögen

etwas spürbar. Schmale

Pfade oder Spurrillen lassen sich nur bedingt meistern

und souverän fährt das Modell auf normalen

Wegen oder Schotterpisten. Es bleibt dabei stabil

und der Traktionsaufbau ist dank des groben Profils

gut. Das Motorrad kann auch mit Sozius gefahren

werden, dafür gibt es eine Option, zusätzliche Fußrasten

zu montieren.

Insgesamt hatten wir einen schönen Test mit der

Husqvarna 701 Enduro und sind gespannt, wie es in

Zukunft mit diesem Modell weitergehen wird.

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Mai '16


TEST: HUSQVARNA 701 ENDURO

Auch durch Matsch und Wasser pflügt die 701er hindurch

Etwas mehr am Gas und schon bewegen wir uns nur noch auf dem Hinterrad vorwärts. Keine Angst,

die 701 Enduro ist sanft zu fahren und nur wer es drauf anlegt, bekommt das Vorderrad nach oben

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Auf dem Feldweg macht es richtig Spaß und dank der Option Offroad-ABS

ist der Spaßfaktor hoch

Hoch und runter geht es immer, denn die

275 mm Federweg und 280 mm Bodenfreiheit

bieten genug Spielraum


Fazit

Genau mein Motorrad für die Nachmittagsausfahrt mit einem

Abstecher ins Gelände, um sich etwas auszutoben. Die Husqvarna

701 Enduro ist eine handliche Reiseenduro für den Einsteiger

bzw. für diejenigen, die keine schwere Reiseenduro bewegen

wollen. Auf der Straße bietet das Modell eine ausgewogene Performance

und für das Gelände ist sie gut genug, um auf einem

Feldweg oder auch auf einer Schotterpiste zu fahren.

Im Alltag wird das Modell von den meisten

wohl auf der Straße bewegt, hier

zeigt es eine ausgeglichene Performance

ohne Wenn und Aber

TECHNISCHE Daten

MOTOR

Bauart

1-Zylinder, 4-Takt-Motor

Hubraum

690 ccm

Bohrung

102 mm

Hub

84,5 mm

Starter

Elektrostarter

Getriebe

6 Gänge

Primärtrieb 36:79

Sekundärübersetzung 15:45

Kupplung

EMS

FAHRWERK

Rahmen-Bauart

Federung vorne

Federung hinten

Federweg vorne

Federweg hinten

Bremse vorne

Bremse hinten

APTC (TM) Antihopping-

Kupplung, hydraulisch

betätigt

Keihin EMS mit RBW,

Doppelzündung

Chrom-Molybdän-Gitterrohrrahmen,

pulverbeschichtet

WP-USD Ø 48 mm 4CS

Closed Cartridge

WP-Federbein mit Pro-

Lever-Umlenkung

275 mm

275 mm

Brembo-Zweikolben-

Schwimmsattel,

Bremsscheibe

Brembo-Einkolben-

Schwimmsattel,

Bremsscheibe

300 mm

Ø Bremsscheibe vorne

Ø Bremsscheibe hinten 240 mm

Steuerkopfwinkel 63°

Radstand

1504 ± 15 mm

Bodenfreiheit

280 mm

Sitzhöhe

910 mm

Gewicht o. Kraftstoff ca. 147 kg

Tankinhalt (ca.) 13 l

PREIS 9295,00

Unverbindliche Preisempfehlungen inklusive 19%

MwSt., zzgl. Nebenkosten

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MCE

Mai '16


TEST: YAMAHA YZ 250 F

Handlich und spurtreu

Für das aktuelle Modelljahr gibt es zwei Editionen der Yamaha YZ 250 F. Dazu gehört das blaue

Standardmodell und das limitierte, gelb/schwarze Sondermodell mit dem Namen „60th Anniversary“.

Beide Modelle sind von Grund auf identisch, nur sind beim Sondermodell ein paar Zubehörteile

schon verbaut bzw. werden mitgeliefert. Wir sind das Standardmodell gefahren und

hatten zusätzlich die Möglichkeit, die YZ 250 F mit einer kompletten Akrapovic-Auspuffanlage

zu testen. • Text/Testfahrer: Marko Barthel; Fotos: Marco Burkert

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MCE

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TEST: YAMAHA YZ 250 F

Limited Edition „60th Anniversary“

Die limitierte Edition „60th Anniversary“

ist nur in begrenzter Stückzahl erhältlich

Anlässlich des 60. Firmenjubiläums von Yamaha

wird neben der YZ 450 F 2016 auch eine „60th Anniversary“-Version

der YZ 250 F angeboten. Diese limitierte

Edition bringt mit edlen Bauteilen wie dem

Slip-on-Schalldämpfer aus Titan von Akrapovic,

dem Kupplungsdeckel und den Handprotektoren

von GYTR sowie dem MX Power Tuner den Stil der

Werksmaschine mit auf die Strecke!

Slip-on-Schalldämpfer von Akrapovic

ist beim Sondermodell mit an Bord

Der GYTR-Kupplungsdeckel

verleiht Werksmaschinen-Look

Handprotektoren schützen vor Schmutz und Steinschlägen

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Mai '16

Spezielle Speedblock-Lackierung in den Farben

Gelb/Schwarz trägt nur die 60th Anniversary Edition

Mit diesem einfach einsetzbaren

Werkzeug zur Einspritz- und Zündabstimmung

können die Krafstoffund

Zündungskennfelder eurer

Yamaha schnell angepasst werden.

Der MX Power Tuner ist auch als Zubehör

zum Preis von 339,95 Euro verfügbar

MX Power Tuner

(beim Sondermodell kostenlos enthalten)

• Überwacht die Daten von verschiedenen

Sensoren an der Maschine

• Einstellungen können für zwei 3D-Programmkennfelder

erfolgen: das Einspritzmengenkennfeld

und das Zündzeitpunktkennfeld

• Drei Einstellpunkte sind auf Drehzahlebene

verfügbar (niedrige, mittlere und hohe Drehzahl)

• Drei Einstellpunkte sind bei der Drosselklappenöffnung

verfügbar (gering, halb und voll)

• Einstellungen beim Einspritzkennfeld

in 15 Stufen (-7 bis +7)

• Einstellungen beim Zündvorverstellungskennfeld

in 14 Stufen (-9 bis +4)

• Möglichkeit zur Leerlaufspritzverstellung, siehe

Motorbetriebsdauer und Selbstdiagnosefunktion

• Speicherfunktion kann bis zu neun Benutzerkennfelder

speichern

• Kennfelder können ohne Verbindung zum

Motorrad erzeugt werden

• Einfaches Plug-and-Play – in eurer Garage

oder unterwegs

Die Neuheiten

Die Änderungen kurz und knapp

• Neuer leichter Kolben

• Hochfestes Pleuel

• Optimierte Kurbel- und Ausgleichswelle

• Neues Motor-Steuergerät

mit optimierten Kennfeldern

• Größere Scheibenbremse mit 270 mm

Durchmesser vorn

• Verbesserte Kupplung und Getriebeschaltung

• Verbesserte Fahrwerksabstimmung

Yamaha gelang es, die vier wichtigsten Entwicklungsziele

zu erreichen: mehr Kraft und Drehmoment

im mittleren und oberen Drehzahlbereich, ein

breiteres Drehzahlband, eine verbesserte Federung

und Dämpfung sowie stärkere Bremsen, die sich

noch besser dosieren lassen.

Neu:

leichterer Kolben und Pleuel

Um die oszillierenden Massen

zu reduzieren und dadurch die

Drehfreude und Spontanität

des Triebwerks zu steigern, ist

der YZ-250-F-Motor ab 2016 mit

einem neuen leichteren Kolben

ausgerüstet. Er verfügt über einen

flachen Kolbenboden, einen

dünneren Feuersteg und

einen kurzen Kolbenbolzen.

Mit seiner ausgeklügelten, geschmiedeten

Formgebung

spart er 18 Gramm Gewicht, während sein flacher

Boden die Effizienz der Verbrennung steigert. Der

optimierte Motor besticht durch bemerkenswerte

Durchzugskraft, hohe Spitzenleistung und enorme

Drehfreude.

Um eine hohe Standfestigkeit zu erzielen, ist der

neue Kolben an der Unterseite mit zusätzlichen Rippen

versehen, während die überarbeitete Ölspritzdüse,

die Schmierstoff von unten in Richtung Kolbenboden

injiziert, für eine Kolbentemperatur-Senkung

von zehn Grad sorgt. Das bedeutet im Vergleich

zum Vorgänger: ein stabilerer Motorrundlauf

und eine konstant starke Leistungsentfaltung. Die

Änderungen werden durch ein neues Hochleistungs-Pleuel

abgerundet, das dank einer speziellen

Hitzebehandlung hohe Drehzahlen dauerhaft verkraftet.

Optimierte Kurbelwelle und Ausgleichswelle

Um eine gleichmäßigere Drehmomententfaltung zu

erreichen, wurde die Kurbelwelle mit zusätzlichen

Gegengewichten bestückt und eine neue Ausgleichswelle

ins Motorgehäuse integriert. Die Änderungen

sorgen für ein breiter nutzbares Drehzahlband

mit durchgehend satter Kraftentfaltung.

Der Fahrer muss seine Aufmerksamkeit nicht auf

den Motor richten, sondern kann sich vielmehr aufs

Fahren und gezielte Gewichtsverlagerungen konzentrieren.

Außerdem konnten lästige Triebwerksschwingungen

reduziert werden. Schließlich arbeitet

das neue Motor-Steuergerät mit optimierten

Kennfeldern für Einspritzung und Zündung, die

ebenfalls zur guten Motorcharakteristik beitragen.

Der Drehzahlbegrenzer setzt nun sanfter ein.

Verbesserungen an Kupplung und Getriebe

Neben der YZ 450 F profitiert auch die YZ 250 F im

Modelljahr 2016 von einer neuen Kupplungsnabe,

die nach einer speziellen Bearbeitung eine besonders

feine und glatte Oberfläche aufweist. Weil sich

die Kupplungsscheiben darauf besonders leicht bewegen,

lässt sich die Kupplung nun besser dosieren.

Neu ist außerdem ein Schalthebel-Stopper mit

einer um 20 Prozent härteren Feder und verbesserter

Walzenform. Die Gänge rasten deshalb selbst

beim harten Beschleunigen nach dem Start spürbar

leichter und präziser ein.


Neue Abstimmung der Dämpfung vorn und hinten

Die optimierte Abstimmung der Dämpfung vorn und

hinten basiert auf den Erfahrungen der Werksmaschinen-Testfahrer.

Sie fanden heraus, dass die

Traktion und das Handling von den neuen Dämpfungseigenschaften

profitieren und plötzliche Stöße

bei langen Hubbewegungen ausbleiben.

Größere Scheibenbremse

mit 270 Millimeter Durchmesser vorn

Die YZ 250 F ist im Modelljahrgang 2016 mit einer im

Durchmesser 270 Millimeter großen Scheibenbremse

im Vorderrad ausgestattet, die mit neuartigen

Bremsbelägen außerordentlich starke Verzögerungen

ermöglicht und mit einer leichten, präzisen

Dosierbarkeit überzeugt.

Ein guter Traktionsaufbau macht eine

optimale Beschleunigung aus der

Kurve heraus möglich

pirelli.de/moto

ROMAIN FEBVRE

YAMAHA FACTORY RACING YAMALUBE

2015 FIM MX GP WORLD CHAMPION


TEST: YAMAHA YZ 250 F

Testfahrt

Im Rahmen unseres Yamahatests hatten wir die

Möglichkeit, das Serienmodell, also die blaue

YZ 250 F und außerdem eine komplett verbaute

Akrapovic-Auspuffanlage zu testen.

Wie auch schon bei der großen YZ 450 F wird über

den Kickstarter gestartet und das funktioniert auch

ohne Wenn und Aber. Selbst im kalten Zustand

konnten wir das Motorrad beim ersten Kick zum Leben

erwecken. Die Streckenbedingungen sind teilweise

schlammig bis griffig, was uns eine gute Beurteilung

der Fahreigenschaften ermöglicht. Gleich

nach den ersten paar Runden fiel uns positiv die verbesserte

Fahrwerksabstimmung auf. Besonders

beim Ansprechverhalten ist zum Vorjahresmodell

eine Verbesserung spürbar. Dagegen änderte sich

kaum etwas an der genügend vorhandenen Progressivität,

die eine hohe Stabilität des gesamten

Motorrades erlaubt. Apropos Stabilität, auch die

gesamte Spurtreue ist vorbildlich und zeigt uns ein

gutes Fahrverhalten gerade auch in den schlammigen

Passagen mit den vielen Spurrillen. Der Motor

wurde im aktuellen Modelljahr modifiziert und bietet

ein spürbares Plus an Drehmoment im mittleren

bis oberen Drehzahlbereich. Das ist auf dem schweren

Lehmboden von Vorteil, denn die „kleine“ YZ

250 F zieht mit ausreichend Durchzugskraft davon,

ohne an Spitzenleistung zu verlieren. Auch die

Kupplung erhielt ein Update und lässt sich leichtgängig

und tadellos dosieren. Bei der neuen 270-

mm-Scheibenbremse am Vorderrad gibt es nichts

zu meckern. Diese lässt sich sehr gut dosieren und

das Bremsverhalten ist vorbildlich.

Nach dem Serienmodell durften wir

noch eine komplette Titan-Auspuffanlage

an der neuen Yamaha YZ 250 F

von Akrapovic testen. Mit der optimierten

High-End-Anlage ist die Leistungsentfaltung

sanfter bei einem

dennoch gesteigerten Drehmoment.

Daumen hoch für diese Optimierungsmöglichkeit

38

MCE

Mai '16


Ein gutes Handling, egal

wo man sich gerade auf

der Strecke befindet :-)

Auch im Schlamm geht

es kontrolliert und spurtreu

zur Sache


TEST: YAMAHA YZ 250 F

Die Yamaha YZ 250 F lässt sich einfach

und agil um jede Kurve bewegen

Fazit

Die Yamaha YZ 250 F wurde in einigen Details überarbeitet und das war der richtige Schritt. Der

Motor zeigt eine gute Performance über das gesamte Drehzahlband und bietet in Zusammenarbeit

mit dem Chassis und den Federelementen ein sehr spurtreues Motorrad. Das Handling ist positiv

zu erwähnen und zeigt, dass die Massenzentralisierung der Weg in die richtige Richtung war. Mit

der kompletten Akrapovic-Anlage kann die Motor-Performance nochmals gesteigert werden und

ist für den Sportfahrer, aber auch für den Hobbycrosser zu empfehlen.

40

MCE

Mai '16


SPEZIELL FÜR DEN HARTEN OFFROAD-EINSATZ ENTWICKELT!

BEWERTUNG

Handling

Fahrwerk

Traktion

Motor

Mit Akrapovic-Auspuffanlage

Bremsen

TECHNISCHE DETAILS

MOTOR

Motortyp

Einzylinder, flüssigkeitsgekühlt,

4-Takt, DOHC,

4 Ventile

Hubraum

250 ccm

Bohrung x Hub 77,0 x 53,6 mm

Verdichtung 13,5 : 1

Schmierung

Nasssumpf

Kupplung

Ölbad, Mehrscheiben

Gemischaufbereitung elektronische Benzineinspritzung

Zündung

Transistor

Startsystem

Kickstarter

Getriebe

sequenzielles Getriebe,

5-Gang

Sekundärantrieb Kette

FAHRWERK

Rahmenbauart Zweischleifen-Aluminiumrahmen

Federung vorn Upsidedowngabel

Federweg vorn 310 mm

Lenkkopfwinkel 26° 50

Nachlauf

118 mm

Federung hinten Schwinge,

Zentralfederbein

Federweg hinten 315 mm

Bremse vorn

Einscheibe, Ø 270 mm

Bremse hinten Einscheibe, Ø 245 mm

Reifen vorn

80/100-21 MS32

Reifen hinten

100/90-19 MS32

ABMESSUNGEN

Gesamtlänge

Gesamtbreite

Gesamthöhe

Sitzhöhe

Radstand

Bodenfreiheit

Gewicht, fahrfertig,

vollgetankt

Tankinhalt

Öltankinhalt

2170 mm

825 mm

1280 mm

965 mm

1475 mm

330 mm

105 kg

7,5 Liter

0,9 Liter

PREIS

YZ 250 F 8150,00

YZ 250 F 60th

Anniversary Edition 8995,00 Euro

Unverbindliche Preisempfehlung zzgl. Nebenkosten. Den verbindlichen Endpreis

(einschließlich anfallender Nebenkosten) erfahrt ihr bei eurem Yamaha-

Vertragshändler.

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Jeffrey Herlings konnte mit 21 Jahren

in Valkenswaard seinen 50. Grand-Prix-Sieg

einfahren • Foto: KTM/Ray Archer


MOTOCROSS-WM VALKENSWAARD/NL

44

MCE

Mai '16


Febvre holt Gesamtsieg

Nach den beiden Auftaktrennen in Qatar und Thailand fand sich die Elite des MX-Sports zur dritten

Runde im niederländischen Valkenswaard ein. Die Bedingungen zum ersten Grand Prix in

Europa waren sogleich komplett anders, als es die Akteure in den Rennen zuvor erlebt hatten.

Statt glühender Hitze und hartem Boden mussten die WM-Teilnehmer nun mit Regen und Sand

zurechtkommen. Der niederländische Kurs unweit der deutschen Grenze mit einer Länge von

1550 Metern war kein Zuckerschlecken für die Piloten. Durch den Regen am Osterwochenende

herrschten schwierige Bedingungen. • Foto: Ray Archer/Yamaha

45

MCE

Mai '16


MOTOCROSS-WM VALKENSWAARD/NL

Max Nagl schaffte in Valkenswaard

den Sprung

aufs Treppchen

Im freien Training galt es zunächst, das optimale

Setting der Bikes zu finden und sich im Sand mehr

oder weniger zurechtzufinden. Die beiden Belgier

Jeremy van Horebeek und Kevin Strijbos dominierten

zunächst das freie sowie das Zeittraining. Doch

auch die Topstars um Rookie Tim Gajser, Max Nagl

und Romain Febvre waren nicht weit von den gefahrenen

Zeiten der Belgier entfernt. Besonders Max

Nagl konnte sich mit dem Sieg im Qualifying einen

ersten, wenn auch kleinen Erfolg sichern. Der Oberbayer

erwischte einen hervorragenden Start und

konnte sich dadurch direkt an die Spitze des Fahrerfeldes

setzen, das war der Schlüssel zum Erfolg.

„Wir haben nach Thailand weiter hart gearbeitet

und sehen eine gute Entwicklung. Das morgige Rennen

wird spannend“, gab Max nach seinem Sieg zu

Protokoll.

Und damit sollte der Huskyfahrer durchaus recht

behalten. Tim Gajser hieß der Mann, dessen Stunde

gleich im ersten Durchgang schlug. Der Überraschungssieger

des Grand Prix von Qatar konnte sich

nach dem Fall des Gatters an die 1. Position schieben

und diese bis zur Zielflagge halten. Damit hatte

der Slowene bereits seinen dritten Laufsieg eingefahren.

„Wir hatten in der Woche vor Valkenswaard

wirklich gute Tests, dadurch fühlte ich mich im Sand

sehr wohl. Der erste Lauf war ein fast perfektes Rennen

und ich war wirklich zufrieden.“ Hinter Gajser

reihte sich Max Nagl nach einem guten Start auf Position

3 ein und setzte alles daran, den Anschluss

zur Spitze zu halten. Zwischen ihm und Gajser hatte

sich allerdings der amtierende Weltmeister Romain

Febvre positioniert. Der Yamahastar versuchte im

Rennlauf mit der Brechstange an Gajser vorbeizugehen,

ohne Erfolg. Nagl wartete indes ab, studierte

die Linie von Febvre, als er diesen in Schlagdistanz

hatte, und konnte mit einem lupenreinen Überholmanöver

am Weltmeister vorbeiziehen. Die restliche

Zeit reichte jedoch nicht mehr ganz, um auch

noch Gajser zu passieren. Damit endete der erste

Durchgang in der Reihenfolge Gajser vor Nagl und

Febvre. Die Topfünf wurden indes vom Russen Evgeny

Bobryshev und dem schnellen Belgier Jeremy van

Horebeek komplettiert.

Antonio Cairoli meldete sich dann plötzlich mit dem

Beginn des zweiten Laufs zurück, indem er beschloss,

den Start ganz nach alter Manier zu gewinnen.

Das war man von dem kleinen Italiener so nicht

mehr gewohnt! Hinter ihm sofort die üblichen Verdächtigen

Gajser und Febvre, wobei der Slowene

sofort die Führung übernahm. Diese sollte jedoch

nicht allzu lange halten, denn nach einem Strauchler

von Gajser war Position 1 futsch und ging an Cairoli.

Im Rennverlauf blieb das nicht der einzige Fauxpas

des Rookies und so fiel er letztendlich sogar bis

auf den 8. Platz zurück. Im Fokus stand nun aber

ganz klar das Duell „Jung gegen Alt“, sprich Cairoli

gegen Febvre. Letzterer hatte dermaßen Dussel und

konnte sich in einem atemraubenden Finalspurt in

der letzten Runde tatsächlich am Altmeister vorbeimogeln.

Ein toller Sieg für Febvre also und ein erster

Achtungserfolg für Cairoli, der nach seiner eher

mauen Saison 2015 langsam wieder in Fahrt

kommt. Mit dem Start zu Durchgang 2 sah es plötzlich

schlecht aus für den so zuversichtlichen Max

Nagl. Der 28-Jährige verlor wichtigen Boden am

Start und musste sich von Position 15 aus zurück ins

Rennen kämpfen. Umso beachtlicher ist sein

4. Platz in diesem Lauf hinter Jeremy van Horebeek

zu werten. „Das Motorrad hat perfekt funktioniert

und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Der Start in

den zweiten Lauf verlief leider nicht ideal, ich wusste

aber, dass ich es aufs Podium schaffen kann und

habe bis zum Ende gefightet“, sagte Max Nagl nach

der Zieleinfahrt. Dass sich dieser harte Weg gelohnt

hat, zeigt der Blick auf die Gesamtwertung. Hier

konnte sich Weltmeister Romain Febvre in der Summe

auf Platz 1 setzen, Max Nagl konnte dank der tollen

Aufholjagd mit Platz 2 zufrieden sein und Tim

Gajser rundete das Podest ab.

Bei den MX2-Piloten war es wieder einmal Jeffrey

Herlings, der in einer ganz eigenen Liga unterwegs

war. Keiner des gesamten MX2-Starterfeldes war

auch nur ansatzweise in der Lage, dem KTM-Star

das Wasser zu reichen. Der Niederländer konnte bei

seinem Heim-Grand-Prix einen Doppelerfolg und

den damit verbundenen Gesamtsieg einfahren. Es

war der 50. Sieg in der noch jungen Karriere des erst

21-jährigen Herlings. Hinter ihm belegte Pauls Jonass

mit einem 2/2-Resultat den 2. und Jeremy Seewer

mit einem 4/3-Resultat den 3. Gesamtrang.

• Text: Marco Burkert; Fotos

• Juan Pablo Acevedo (oben); Ray Archer (rechts)

46

MCE

Mai '16


Tony Cairoli (222) muss sich gegen die jungen Wilden mächtig strecken – kommt aber allmählich besser in Fahrt

VON PROFIS

FÜR CHAMPIONS!

Motocross-WM - 3. Lauf - Valkenswaard/NL - 28.3.2016:

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Romain Febvre, F, Yamaha; 2. Max Nagl, D, Husqvarna; 3. Tim Gajser,

SLO, Honda; 4. Antonio Cairoli, I, KTM; 5. Jeremy van Horebeek, B, Yamaha;

6. Evgeny Bobryshev, RUS, Honda; 7. Kevin Strijbos, B, Suzuki; 8. Shaun Simpson,

GB, KTM; 9. Glenn Coldenhoff, NL, KTM; 10. Tanel Leok, EST, KTM.

Ferner: 13. Valentin Guillod, CH, Yamaha; 26. Angus Heidecke, D, KTM; 30. Dennis

Ulrich, D, KTM.

MX2: 1. Jeffrey Herlings, NL, KTM; 2. Pauls Jonass, LV, KTM; 3. Jeremy Seewer, CH,

Suzuki; 4. Brent van Doninck, B, Yamaha; 5. Benoit Paturel, F, Yamaha; 6. Alvin

Östlund, S, Yamaha; 7. Michele Cervellin, I, Honda; 8. Vsevolod Brylyakov, RUS,

Kawasaki; 9. Aleksandr Tonkov, RUS, Yamaha; 10. Davy Pootjes, NL, KTM.

Ferner: 29. Christopher Valente, CH, KTM; 31. Henry Jacobi, D, Honda.

WMX: 1. Nancy van de Ven, NL, Yamaha; 2. Courtney Duncan, NZ, Yamaha; 3. Livia

Lancelot, F, Kawasaki; 4. Amandine Verstappen, B, KTM; 5. Stephanie Laier, D,

KTM; 6. Larissa Papenmeier, D, Suzuki; 7. Julie Dalgaard, DK, Honda; 8. Shana

Jeffrey Herlings dominierte wieder einmal die MX2-Klasse

van der Vlist, NL, Yamaha; 9. Natalie Kane, IRL, KTM; 10. Frida Östlund, S, Honda.

Ferner: 12. Anne Borchers, D, Suzuki; 18. Kim Irmgartz, D, Suzuki; 39. Carmen Allinger,

D, Kawasaki.

EMX250: 1. Conrad Mewse, GB, Husqvarna; 2. Even Heibye, N, KTM; 3. Thomas

Kjer Olsen, DK, Husqvarna; 4. Hunter Lawrence, AUS, Kawasaki; 5. Kevin Wouts,

B, KTM; 6. Anton Lundgren, S, Husqvarna; 7. Nick Kouwenberg, NL, Honda; 8. Bas

Vaessen, NL, Suzuki; 9. Darian Sanayei, USA, Kawasaki; 10. Ken Bengtson, S, Yamaha.

Ferner: 25. Mike Stender, D, Yamaha.

EMX300: 1. Yentel Martens, B, Husqvarna; 2. Lewis Gregory, GB, Yamaha; 3. Mike

Kras, NL, KTM; 4. Mike Vanderstraeten, B, TM; 5. Kevin van Geldorp, NL, Yamaha;

6. Francisco Utrilla Antonio, E, Yamaha; 7. Joshua van der Linden, NL, Yamaha;

8. Patrick Vos, NL, KTM; 9. Matthew Moffat, GB, KTM; 10. Dietger Damiaens, B,

KTM.

Photo:© S. Taglioni

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MOTOCROSS-WM NEUQUEN/ARG

Überflieger Tim Gajser

mit Tagessieg

Nagl schafft Sprung

aufs Podium

Für den MXGP-Tross ging es nach dem Grand Prix von Europa weiter über den großen Teich nach

Argentinien. Die 1150 Meter lange Strecke in Neuquen besticht mit einer ähnlichen Charakteristik

wie die US-Tracks: schnell, viele verschiedene Linien, weite Sprünge und spektakuläre Kurvenkombinationen

versprechen Racing satt.

48

MCE

Mai '16


Tim Gajser fuhr einen spektakulären Grand-Prix-Sieg ein

49

MCE

Mai '16


MOTOCROSS-WM NEUQUEN/ARG

Das Qualifying wurde dominiert von Tim Gajser. Er

konnte sich mit seiner Honda direkt nach dem Start

an der Spitze positionieren und fuhr nach absolvierter

Renndistanz als Erster über die Ziellinie. Damit

ging die beste Ausgangsposition an den Slowaken:

„Ich hatte einen sehr guten Start, konnte schnell in

Führung gehen. Ich sagte zu mir selbst: fahr’ ohne

Druck. In den letzten drei Runden hatte ich mit etwas

Arm-Pump zu kämpfen, konnte den Qualisieg

aber trotzdem einfahren und das freute mich sehr“,

so Gajser. Hinter ihm ging es etwas wild zu, weil Clément

Desalle und Valentin Guillod mit dem gestürzten

Russen Evgeny Bobryshev oder besser gesagt

mit dessen Honda zusammenprallten. Auch Antonio

Cairoli und Weltmeister Romain Febvre blieben

nicht komplett fehlerfrei. Während es Febvre nach

einer sehenswerten Überholserie noch auf Platz 2

schaffte, musste sich Cairoli nach einem Crash mit

Platz 5 zufriedengeben. Febvres Teamkollege Jeremy

van Horebeek zeigte mit Platz 3 eine ordentliche

Leistung und schuf sich ebenfalls eine gute Ausgangslage

für die kommenden Wertungsläufe.

Dass Max Nagl zu den schnellsten MXGP-Piloten gehört,

ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch

schnell sein, bedeutet nicht automatisch gewinnen!

Und genau das sollte der deutsche Husqvarna-

Werksfahrer beim vierten Aufeinandertreffen der

MXGP-Piloten erleben. In Argentinien auf einer

Strecke, die bei den Piloten sehr beliebt ist, konnte

Nagl im ersten Lauf zeigen, was er kann. Vom Start

weg war er präsent und übernahm sogleich die Führung.

Hinter ihm sortierten sich KTM-Haudegen Antonio

Cairoli und Honda-Ass Evgeny Bobryshev ein.

Nagl profitierte insbesondere in der ersten Rennhälfte

vom Duell seiner beiden Konkurrenten Cairoli

und Bobryshev. Letzterer konnte den Italiener in der

dritten Runde passieren, Cairoli revanchierte sich

seinerseits zwei Runden später und verwies Bobryshev

zurück auf Position 3. Dieses Spielchen vollführten

die beiden noch ein weiteres Mal, bis sich

letztendlich auch noch Tim Gajser ins Geschehen

einmischte. Der Honda-Pilot hatte sich nach dem

Start Stück für Stück an das Spitzentrio, vor allem

aber an Cairoli und Bobryshev, herangearbeitet und

wollte natürlich noch weiter nach vorn. Es entbrannte

ein Dreikampf, den Nagl eiskalt ausnutzte, er vergrößerte

seinen Vorsprung an der Spitze immer

weiter, sodass er zwischenzeitlich sogar mehr als

acht Sekunden vorn lag. Hinter ihm ging indes weiter

die Post ab, denn im Kampf um die restlichen

beiden Podestplätze stritten sich weiterhin Gajser,

Bobryshev und Cairoli. Besonders im letzten Renndrittel

war merklich zu erkennen, dass speziell Bobryshev

die Puste ausging. Der Russe fiel auf Position

4 zurück und war damit aus den Podesträngen.

Cairoli blühte allerdings noch einmal auf und zeigte

seinem jüngeren Kontrahenten Gajser, wo der

Frosch die Locken hat, indem er ihn auf Platz 3 verwies!

Nagl bekam von all dem wenig mit, fuhr seinen

Stiefel an der Spitze und überquerte letztendlich

die Ziellinie als Erster. Überraschend: Romain

Febvre verpatzte den Start völlig und rangierte zu

Beginn lediglich auf Position 16! Für ihn selbst natürlich

nicht optimal, in Sachen Stimmung jedoch

eine spektakuläre Situation. Was folgte, war eine

wilde Aufholjagd des Weltmeisters. Der Yamaha-Pilot

setzte alles daran, die größtmögliche Schadensbegrenzung

zu betreiben und schaffte es mit einem

Husarenritt noch bis auf Platz 6 hinter seinem Teamkollegen

Jeremy van Horebeek durchs Ziel!

Tim Gajser drehte den Spieß im zweiten Durchgang

einfach um. Der Youngster legte einen hervorragenden

Start hin und konnte sogleich in Führung gehen.

Auch Antonio Cairoli erwischte wie schon im

ersten Lauf einen guten Start und heftete sich ans

Hinterrad von Gajsers Honda. Hinter den beiden

konnte sich Shaun Simpson nur kurzzeitig auf Position

3 halten, bevor er den üblichen Verdächtigen

Max Nagl riskierte nicht alles,

trotzdem stand er auf dem Podium

Antonio Cairoli erreichte sein

erstes Podium in dieser Saison

50

MCE

Mai '16


weichen musste. Evgeny Bobryshev und Max Nagl sortierten sich während der

ersten Meter auf Position 3 beziehungsweise 4 ein. An dieser Konstellation sollte

sich zunächst nichts ändern. Doch wo war Weltmeister Febvre? Der kehrte nur

auf Position 11 aus der ersten Runde zurück und es schien fast so, als würde dieser

Grand Prix für den Yamaha-Piloten in einem Alptraum enden. Mit mächtig

Wut im Bauch drehte der Franzose nun aber gewaltig auf, verbesserte sich innerhalb

von nur wenigen Runden um sechs Positionen. Damit lag er zur Halbzeit der

Renndistanz direkt hinter seinem Teamkollegen Jeremy van Horebeek an 5. Stelle.

An der Spitze hatte Tim Gajser zu diesem Zeitpunkt seinen Vorsprung auf Cairoli

kontinuierlich ausgebaut und fuhr praktisch seinem sicheren Laufsieg entgegen.

Auch Cairoli hatte einen guten Lauf und konnte ein kleines Zeitpolster

zwischen sich und seinem direkten Verfolger Max Nagl aufbauen. Dessen ehemaliger

Teamkollege Evgeny Bobryshev hatte sich indes aus den Topfünf wegen

eines Abfluges verabschiedet. Die Streckenverhältnisse kristallisierten sich im

Laufe des Tages als nicht gerade ungefährlich heraus. Genau aus diesem Grund

zog Nagl mehr oder weniger die Notbremse. Um den Tagessieg einfahren zu können,

hätte er Cairoli passieren müssen. Beim Versuch, die Lücke zum KTM-Piloten

zu schließen, wäre allerdings viel Risiko nötig gewesen. Das wollte Nagl

nicht eingehen: „Der Track war stellenweise gefährlich, deshalb bin ich lieber

auf Nummer sicher gegangen und habe keinesfalls Kopf und Kragen für den Tagessieg

riskieren wollen“, erklärte er im Ziel. Das Yamaha-Duo um Horebeek

und Febvre lauerte hinter Nagl, beide bemerkten schnell, dass dieser eher auf

Sicherheit fuhr und nutzten die erstbeste Chance, um an Nagl vorbeizugehen.

Febvre kassierte seinen Teamkollegen Horebeek zwei Runden vor Schluss und

hatte damit gerade noch einmal Schadensbegrenzung betrieben.

In der Endabrechnung konnte sich Tim Gajser wieder einmal durchsetzen und

heimste den verdienten Tagessieg ein. Hinter ihm schaffte Antonio Cairoli mit einem

2/2-Resultat ein hervorragendes Grand-Prix-Ergebnis und zeigte, dass er

keinesfalls abgeschrieben gehört. In der WM-Wertung konnte der Italiener einen

mächtigen Sprung nach vorn machen und liegt nach Argentinien auf Platz 3!

Nagl hatte alles in der Hand, der Tagessieg wäre mit etwas mehr Glück drin gewesen.

Dennoch konnte sich der Husqvarna-Pilot über seinen 3. Gesamtrang

freuen, eben weil auch er einige WM-Zähler gut gemacht hat und hier bereits

sein zweites Podium feiern durfte.

Die MX2-Kategorie ging an Jeffrey „The Bullet“ Herlings (an wen sonst). Der Holländer

hatte seine Konkurrenz im Griff wie eh und je. Auch beim vierten Grand

Prix der Saison schaffte es keiner, sauberer zu fahren als der KTM-Star. Herlings

hat das Talent, die Strecke so zu lesen, wie es kein Zweiter in seiner Klasse kann.

Diesen Vorteil demonstrierte er in beiden Durchgängen, sodass er in Argentinien

seinen immerhin 100. Laufsieg feiern durfte. Die Saison ist zwar noch jung,

dennoch gibt es wohl kaum einen Zweifel – wenn Herlings sich nicht selbst aus

dem Rennen knockt, dürfte er heuer seinen WM-Titel in der Tasche haben. Seine

makellose Bilanz spricht eine deutliche Sprache, denn bereits nach vier Stationen

hat Herlings in der WM-Wertung 48 Zähler Vorsprung auf Jeremy Seewer!

Der Suzuki-Pilot liegt nicht nur in der WM auf Platz 2, sondern konnte auch in Argentinien

mit einem 4/2-Resultat auf den 2. Platz fahren. Hinter ihm schaffte es

Alexandr Tonkov auf Platz 3 und komplettierte damit das Podest der 250er Klasse.

• Text: Marco Burkert; Fotos: Acevedo J.P., Honda

Der neue BATTLECROSS X20 ergänzt die beliebte

BATTLECROSS Reihe um einen Reifen, der seinen

Einsatzbereich im soften Bereich hat. Der BATTLE-

CROSS X 30 ist für den Einsatz auf mittleren Bö-

den optimiert, während der BATTLECROSS X 40

bei harten Böden die richtige Wahl ist.

Mit der Cooling Fin-

Technologie bieten die

Reifen durch die gekühlte

Seitenwand eine konstante

Performance.

Dank der Castle Block

-Technologie bieten

die BATTLECROSS

Reifen mehr Traktion

in Kurven und

beim Beschleunigen.

Jeffrey Herlings’

Saisonbilanz ist

bisher makellos

X20

Motocross-WM - 4. Lauf - Neuquen/ARG - 10.4.2016:

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Tim Gajser, SLO, Honda; 2. Antonio Cairoli, I, KTM; 3. Max Nagl, D, Husqvarna; 4. Romain Febvre,

F, Yamaha; 5. Jeremy van Horebeek, B, Yamaha; 6. Glenn Coldenhoff, NL, KTM; 7. Evgeny Bobryshev, RUS,

Honda; 8. Shaun Simpson, GB, KTM; 9. Kevin Strijbos, B, Suzuki; 10. Clément Desalle, B, Kawasaki.

Ferner: 11. Valentin Guillod, CH, Yamaha.

MX2: 1. Jeffrey Herlings, NL, KTM; 2. Jeremy Seewer, CH, Suzuki; 3. Aleksandr Tonkov, RUS, Yamaha;

4. Samuele Bernardini, I, TM; 5. Petar Petrov, BG, Kawasaki; 6. Vsevolod Brylyakov, RUS, Kawasaki; 7. Benoit

Paturel, F, Yamaha; 8. Thomas Covington, USA, Husqvarna; 9. Calvin Vlaanderen, NL, KTM; 10. Max Anstie,

GB, Husqvarna.

Ferner: 15. Henry Jacobi, D, Honda; 17. Christopher Valente, CH, KTM.

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Hartmannstraße 1, 04838 Eilenburg

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Tel.0452891500 - info@bvz.de

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Tel.058179979 - oetke-motorradsport@t-online.de

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Tel.05312899080 - team-popko@t-online.de

SAS-Racing (K. Weikert)

Bahnweg 6, 51588 Nümbrecht

Tel.02293937868 - klaus.weikert@sas-racing.de

Bodo Schmidt Motorsport GmbH

Am Erzweg 1, 66839 Schmelz

Tel.0688790100 - Info@bodo-schmidt.de

Motorrad Becker GmbH

In der Herget 39, 66955 Pirmasens

Tel.0633147437 - motorradbecker@t-online.de

Motorrad Meyer GmbH

Sandstraße 8, 90584 Allersberg

Tel.091765606 - klaus@zweirad-meyer.de

BRIDGESTONE Deutschland GmbH

Justus-von-Liebig-Str.1 - 61352 Bad Homburg - www.bridgestone.de


MOTOCROSS - DMV BRC MX 2-TAKT CUP

Langgöns

Dimitrie Sep vor

Sebastian Thum

DMV BRC MX 2-Takt Cup - 1. Lauf - Langgöns - 28.3.2016:

Ergebnisse:

Halbfinale A: 1. Patrik Bender, KTM; 2. Christian Herzberg,

Yamaha; 3. Alexander Farkas, Suzuki; 4. Dennis

Besser, TM; 5. Dennis Sandner, Suzuki; 6. Kevin Mikus,

Honda; 7. Georg Streichsbier, KTM; 8. Dominic Meuser,

KTM; 9. Ben Gosepath; 10. Joseph Ruether, Yamaha.

Halbfinale B: 1. Dimitri Sep; 2. Sebastian Thum; 3. Robin

Goldammer, Suzuki; 4. Martin Kotzan, Kawasaki; 5. Tobias

Piening, Yamaha; 6. Gerrit Knipprath, KTM; 7. Ronny

Wirth, KTM; 8. Manuel Riexinger, Yamaha; 9. Danny

Borrmann, Suzuki; 10. Tim Welzbacher, KTM.

Erst mal in Takt kommen

52

MCE

Mai '16


Wir bauen dein Rad!

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Wähle Deine Felge :: :: :: :: :: :: :: :: :: :: :: ::

Wähle Deine »Talon«-Nabe :: :: :: :: :: :: :: ::

Speichen und Alu-Nippel in Racing-schwarz

Ähnlich ging es wenige Augenblicke im zweiten

Halbfinale weiter. Zunächst war Gerrit Knipprath als

Leader unterwegs, dies erledigte sich allerdings

noch während der ersten Runde durch einen Fahrfehler

seinerseits. Dadurch war der Weg an die Spitze

für Dimitrie Sep, Sebastian Thum und deren Verfolger

frei. Die Action, die Sep und Thum Runde für

Runde boten, hätte einem Finale in keinster Weise

nachgestanden. Zwar gab es nur einen kurzen Fühcustom

wheels

BRC Brockhausen Racing GmbH & Co. KG :: ::

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Runde 1 der 2016er Saison des DMV BRC MX 2-Takt

Cups ist gelaufen. Wie schon im vergangenen Jahr

fand das erste Zusammentreffen auf dem „Günter-

Leibrock-Ring“ im hessischen Langgöns statt. Am

Sonntagmorgen zeugte das Fahrerlager zwar noch

von etlichen Regenschauern der letzten Tage, große

Teile der Strecke waren aber schon in einem optimalen

Zustand. Über 50 Nennungen waren im Vorfeld

eingegangen. Mit dabei Patrik Bender vom heimischen

AMC Langgöns und natürlich der amtierende

Meister Christian Herzberg aus Bad Salzuflen. Herzberg

fehlten durch seinen recht nördlich gelegenen

Wohnort Trainingsrunden auf dem Bike, sodass er

sein Training nur noch „last minute“ in der Woche vor

Ostern in Italien absolvierte. Mit der Befürchtung,

seine Hände vielleicht schon überstrapaziert zu haben,

reiste der von Maxxis unterstütze Yamaha-Pilot

in Langgöns an. Im Schlepptau hatte er Alex Farkas,

der zuvor ebenfalls in Italien trainiert und sich erst

relativ spontan zum Start entschieden hatte.

Als fehlend wurden derweil allerdings die restlichen

der Topfünf-Piloten aus 2015 gemeldet. Marco

Hummel nutzt altersbedingt seine letzte Chance,

sich im Youngster Cup zu etablieren und wird dieses

Jahr nur vereinzelt am DMV BRC MX 2-Takt Cup teilnehmen

können. Der Schwarzwälder Heiko Müller

hatte die Winterpause ebenfalls zum Training in Italien

genutzt, sich aber zum guten Schluss dabei am

Kreuzband verletzt und fiel somit schon vor Saisonbeginn

aus. Auf Platz 4 der Gesamtwertung des vergangenen

Jahres zu finden war Patrick Zipf, aber

auch er musste seinen Start wieder absagen. Allerdings

streikte ihm lediglich seine Husqvarna wenige

Tage vor dem Saisonstart. Zuletzt sei noch Ricci

Rennesland erwähnt, der zwar 2016 einen Start auf

der Viertakter vorgezogen hätte, dem Cup aber lange

Zeit treu war und somit Erwähnung findet. Er zog

sich während der Saisonvorbereitung eine schwere

Rückenverletzung zu, wodurch ein Ende seiner Motocrosslaufbahn

in Betracht gezogen werden muss.

Zurück zu den aktuellen Geschehnissen: Am Start

also alte Bekannte wie Herzberg und seine Vorgänger

in der Meister-Riege des DMV BRC MX 2-Takt

Cups: Dennis Besser (2013) und Manuel Riexinger

(2014). Aber auch neue Namen und Gesichter aus

allen Himmelsrichtungen. So zum Beispiel Dimitrie

Sep aus Belgien, Sebastian Thum und Georg

Streichsbier aus Bayern oder Robin Goldammer und

Ben Gosepath vom MSC Grevenbroich.

Wie bereits erwähnt, fanden die Trainings auf der

absolut griffigen, SX-artigen Strecke statt. Aufgrund

der im Zeitplan vorgesehenen Halbfinalläufe

und einem Finale diente die Qualifikation nur der

Festlegung der Startplätze für die jeweiligen Vorläufe.

Bereits zu diesem nutzte Patrik Bender seinen

Heimvorteil und wies die restliche Konkurrenz mit

über vier Sekunden in die Schranken. Eine ähnliche

Performance zeigte der KTM-Pilot auch im ersten

Halbfinale und fuhr der Konkurrenz bereits kurz

nach Rennbeginn davon. Hinter ihm waren die Positionen

allerdings alles andere als klar. Christian

Herzberg konnte sich als Zweitplatzierter noch aus

dem Gröbsten heraushalten, während sich Alex Farkas,

Dennis Besser, Dennis Sandner und mit Kevin

Mikus der schnellste 125er Pilot über die gesamte

Renndistanz keinen Zentimeter schenkten. Geballte

Rennaction also schon im Vorlauf.

rungswechsel, den Zielstrich passierten die beiden

nach 15 Minuten + 2 Runden allerdings mit nur

0,9 Sekunden Abstand. Als Dritter hatte sich über

die Distanz Zweitakt-Rookie Robin Goldammer gegenüber

Martin Kotzan und Tobias Piening durchgesetzt,

der den zuvor gestürzten Gerrit Knipprath mit

0,2 Sekunden nur äußerst knapp hinter sich halten

konnte.

Betrachtet man allein diese beiden Vorläufe, hatte

man als Zuschauer sicherlich eine Vorfreude auf ein

packendes Finale, das sicherlich alles andere als

langweilig geworden wäre. Zum Showdown am Ende

des Tages kam es nämlich nach der knapp vierstündigen

Pause nicht mehr. Nur etwa 20 Minuten

vor dem geplanten Start des Finales brach ein extremer

Regenschauer über der gesamten Region nieder,

der die Veranstalter dazu zwang, die Veranstaltung

aus Sicherheitsgründen vorzeitig abzubrechen.

Schade für all die weit gereisten Fahrer und

deren Helfer, von denen einige aber bereits einen

Start unter diesen Bedingungen verweigert hatten.

Dadurch verschiebt sich das erste gemeinsame Zusammentreffen

aller Akteure auf den 1. Mai ins

rheinland-pfälzische Frankenthal. Vielleicht reicht

diese Zeit aus, um Verletzungen auszuheilen und

die Bikes herzurichten, die Meisterschaft ist noch

völlig offen! Besonders Thomas Haas, dem besten

Rookie und jahresbesten 125-ccm-Piloten aus dem

vergangenen Jahr bleibt gute Besserung zu wünschen.

Als einziger Verletzter aus den Reihen des

DMV BRC MX 2-Takt Cups reiste der Youngster aus

Langgöns ab. Er zog sich ohne jeglichen Sturz, allein

durch eine ungünstige Spurwahl, eine Handgelenksverletzung

zu, sodass sein Start derzeit noch

auf der Kippe steht.

Es bleibt also abzuwarten, wer dieses Jahr am besten

in Takt kommen wird ...

• Text: PR DMV BRC MX 2-Takt Cup; Foto: Leonie Hannes

53

MCE

Mai '16


MOTOCROSS - DJMV

Vom 1. bis 3. April 2016 trafen sich 38 Kinder und Jugendliche

auf der Motocrossstrecke des MSC Berkheim,

um am Auftakttraining des DJMV teilzunehmen.

Nach der Begrüßung durch DJMV-Vorstand Rainer

Schönecker übernahm Cheftrainer Andreas Mayer

mit seiner Crew Benedikt Hauck, Fabian Strobel,

Karl Widmann und Marlon Hess das Heft.

Erst einmal hieß es, die Gruppeneinteilung leistungsgerecht

vorzunehmen. Deswegen war für jeden

freies Fahren angesagt, danach wurden die Teilnehmer

unabhängig der Kubikzahl ihrer Motorräder

in vier homogene Gruppen aufgeteilt.

Die Gruppe mit den Allerjüngsten und teilweise

auch Anfängern fokussierte sich auf die Basistechnik,

wie z.B. richtige Haltung und Position auf dem

Motorrad, oder aber auch richtiges Schalten. Marlon

Hess bewies als Trainer dieser Gruppe sehr viel

Einfühlungsvermögen und Geduld gerade mit den

Allerjüngsten.

Die restlichen Fahrer bekamen während der zweieinhalb

Tage intensives Kurven- und Sprungtraining

von ihrem jeweiligen Coach auf verschiedenen

Sektionen der Berkheimer Strecke.

Einige Trainer stellten sich wagemutig in die Strecke,

damit die Jungs und Mädels lernten, sauber anzubremsen,

durch die innerste Rille einer Kurve zu

fahren und schön rauszubeschleunigen oder auch

langgezogene Kurven mit Speed zu fahren.

Es war richtig schön zu sehen, wie das Training

schon an diesem Wochenende Früchte trug und

man Veränderungen in der Technik deutlich sehen

konnte. Wieder einmal zeigte sich: Übung macht

den Meister! • Text u. Fotos: Silke Weiß

Gelungen

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MCE

Mai '16


es DJMV-Auftakttraining

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MCE

Mai '16


ROCKSTAR KIEDROWSKI RACING TEAM

THE FIRST

Der Meisterschaftsstart für die norddeutschen Motocrossfahrer fand am ersten

April-Wochenende auf dem Hillmann-Ring in Syke bei Bremen statt. Das Event

war so gut besucht, dass in den Klassen MX2 und MX1 sogar ein Halbfinale gefahren

werden musste!

Vom Team Kiedrowski Racing waren wieder einige Fahrer am Start, die wirklich

starke Leistungen zeigten. In der MX2-Klasse beeindruckte Lasse Rudolf mit einer

guten Spurwahl und tollem Speed. Damit erkämpfte er sich im starken Lites-

Feld den 2. Platz im Halbfinale und einen sehr guten 3. Platz im Finale! Seine

Schwester Nieke Rudolf (Platz 7) zeigte nach schlechten Starts ebenfalls zwei

super Rennen. Ebenfalls bei den Damen am Start war Giana Markowski, sie holte

Platz 6 für das Team. Sven Kiedrowski kämpfte in der Open-Klasse (MX1) im

Halbfinale lange auf dem 2. Platz, wurde aber in der letzten Runde noch von

Steffen Simon überholt. Maik Ladwig ist mittlerweile in der Seniorenklasse angekommen

und zeigte dort mit dem 6. Gesamtrang ebenfalls starke Leistungen.

Holger Pachali siegte bei den Old Boys und auch Frank Rudolf konnte mit dem

5. Gesamtrang überzeugen.

Aber auch der Endurosport schlief nicht ... Enduro-Nachwuchsfahrer Tom Bahlke

war mit seiner neuen Husqvarna TE 250 beim Sachsen-Anhalt-Endurocup in Alterode

im Harz am Start und holte dort den sehr guten 2. Platz.

Das Teamtraining im Hoope Park fiel ein wenig dem Regen und dem darauffolgenden

Schlamm zum Opfer, es sind aber bereits weitere Aktionen für die Teamfahrer

geplant!

Damit auch du in Zukunft den richtigen Support hast, solltest du die Vorteile nutzen,

die man als Teamfahrer bei der Firma Kiedrowski Racing hat! Nicht nur die

Race-Performance, auch der Bike-Support des Teams kann sich sehen lassen –

so gibt es bei der Firma Kiedrowski Racing reichlich Sportfahrerprogramme verschiedener

Hersteller – und das nicht nur für Teamfahrer – einfach nachfragen!

Beim Kauf einer neuen 2016er Suzuki RM-Z 250/450, Yamaha YZ/YZ-F/WR oder

Honda CRF 250/450 beispielsweise gibt es für Sportfahrer top Konditionen und

interessante Sportfahrerpakete. Beta-Endurokunden erhalten je nach Meisterschaftsniveau

neben Ersatzteilbudget und Fahrershirt das Bike zu absoluten

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Jahren offizieller Honda- und Suzuki-MX-Stützpunkt für Norddeutschland,

Husqvarna Center sowie seit mehr als zehn Jahren auch Beta- und GasGas-

Händler. Im Juni ist mit dem offiziellen Yamaha-MX-Stützpunkt für Norddeutschland

eine weitere starke Marke hinzugekommen. Mehr Infos unter www.

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Plattform geschaffen, auf der alle Husqvarna-Piloten ihre Originalersatzteile bequem

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Dave vom Foliencenter Langenhagen und TRY-IT Stickers, die es mit ihrer Unterstützung

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1

2

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4

RACES ...

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MCE

Mai '16


5

1. Daniel Hering – MX2 in Syke

2. Maik Ladwig rockt jetzt die Seniorenklasse!

3. 85er Aufsteiger Marlow Hadenfeldt –

jetzt mit dem großen Bike am Start!

4. Teamchef Sven Kiedrowski in Syke

5. Starker Auftritt von Tom Bahlke in Alterode

6. Sven Kiedrowski –

mit der brandneuen 2016er Husqvarna

7. Oliver Proppe beim Niedersachsen-Cup

6

7


ENDURO-DM DAHLEN

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MCE

Mai '16


Inter-DM - 1. Lauf - Dahlen

Von Zitzewitz gewinnt Auftakt

59

MCE

Mai '16


ENDURO-DM DAHLEN

Das Warten hat ein Ende und der Anfang ist gemacht. Mit „Rund um Dahlen“ startete die diesjährige Deutsche Enduromeisterschaft trotz aller

vorangegangenen Schwierigkeiten äußerst aufsehenerregend in die neue Saison. Der Zwist zwischen Veranstaltern und dem DMSB machte es für

das Dahlener Organisationsteam nicht gerade einfacher. Innerhalb von nur fünf Wochen musste der MSC Dahlen den „Enduroklassiker“ heuer

auf die Beine stellen. Mit einer etwas abgeänderten Strecke präsentierte man den über 300 Startern allerdings eine gute Alternative zu den vorangegangenen

Jahren. Die Rundenlänge betrug 65 Kilometer, war mit einem hohen Offroadanteil versehen und beinhaltete zwei Sonderprüfungen,

die es pro Runde zu absolvieren galt. Vier Runden für die A- und drei Runden für die B-Lizenz hatte der Veranstalter ausgeschrieben und damit

ein durchaus knackiges Programm für Mensch und Maschine auserkoren. Mit zahlreichen kleineren Schlammdurchfahrten und Verbindungsetappen

auf unbefestigtem Terrain wurden somit reichliche acht Stunden Fahrzeit erreicht.

Andi Beier konnte nach seinem

Klassenwechsel direkt

den ersten Sieg in der E1

einfahren

Im Fokus lag vor allem das Duell der jeweiligen Klassensieger

aus dem Vorjahr: Würde Dennis Schröter

seinen Erfolg wiederholen können? Der vierfache

deutsche Enduromeister blieb der Klasse E3 treu.

Davide von Zitzewitz geht nach wie vor in der Klasse

E2 an den Start, um seinen Vorjahrestitel zu verteidigen

und wird natürlich auch in Sachen Overallwertung

ein Wörtchen mitreden wollen. Einen Teamsowie

Klassenwechsel hatte es hingegen bei Edward

Hübner gegeben. Der E1-Meister aus 2015

geht nun für Sherco in der Klasse E2 an Start. Ebenfalls

gewechselt hat Andi Beier, und zwar von der E2

in die Klasse E1, wo er auf den wiedergenesenen

Derrick Görner und den schnellen Schweizer Jonathan

Rossé trifft.

Den ersten Schlagabtausch gab es bereits am

Samstagabend mit dem Parallel-Prolog auf dem Firmengelände

der HIT Holzindustrie Torgau. Vor 1500

Zuschauern konnten die Piloten der A-Lizenz ihr

Können auf die Probe stellen. Der Parcours selbst

beinhaltete weniger künstliche Hindernisse als in

den vorangegangenen Jahren, war dadurch aber

auch flüssiger zu fahren. Die Startreihenfolge der

Piloten richtete sich nach der Championatswertung

aus 2015, der Spannung halber allerdings in umgekehrte

Reihenfolge. Damit war eine konstante Steigerung

der Akteure und eine immer schneller werdende

Rundenzeit geboten. Die 2-Minuten-Schall-

mauer war recht schnell geknackt und auch die Marke

von 1:50:00 Minute stellte für die versierten Prologspezialisten

kein Problem dar. Die Spannung

stieg, als die Prologsieger der letzten Jahre, Pascal

Springmann und Jonathan Rossé an den Start rollten.

Während die Stoppuhr beim Schweizer Yamaha-Piloten

bei 1:47:17 stehenblieb, brannte Springmann

eine absolut irre Zeit von 1:44:61 in die

Tabelle und übernahm die Führung. Erst die letzten

Duelle des Abends sollten die Zeit von Springmann

ins Wanken bringen. Hier mussten sich die zwei

schnellsten deutschen Akteure aus 2015, Edward

Hübner und Dennis Schröter, mit den beiden französischen

Gaststartern Anthony Boissiere und Fabien

Planet (beide Sherco) messen. Als Erster trat

Hübner gegen seinen Teamkollegen Boissiere an,

den er mit einer respektablen Zeit von 1:46:08 hinter

sich lassen konnte. Dennis Schröter bekam es im

finalen Duell mit Fabien Planet zu tun. Letzterer fuhr

wie auf Schienen über den Parcours, ließ Schröter

keine Chance und unterbot die bis dahin geltende

Bestzeit von Pascal Springmann nochmals um 2:34

Sekunden. Der Franzose gewann den Auftaktabend

in Dahlen mit einer Zeit von 1:42:27 Minuten und

setzte ein dickes Ausrufezeichen.

Overallwertung

Nun hätte man erwartet, dass die beiden Franzosen

mit ihrer WM-Erfahrung am eigentlichen Fahrtag dominierend

vorneweg gefahren wären. Fehlanzeige!

Es war Davide von Zitzewitz, der den sprichwörtlichen

Hammer gleich zu Beginn fallen ließ. Direkt

nach dem Start am frühen Sonntagmorgen gab der

amtierende E2-Meister schon auf der Etappe mächtig

Gas, mit dem Ziel, die zu absolvierende erste

Sonderprüfung noch vor seinen mit ihm gestarteten

Konkurrenten Eddi Hübner und Dennis Schröter unter

die Stollen nehmen zu können. Und genau diese

Taktik ging auf! Konsequent prügelte er seine KTM

über den Crosstest, der auf einem Acker sehr weitläufig

abgesteckt war. „Als Erster in eine Prüfung zu

fahren und meine eigene Linie wählen zu können,

das ist genau nach meinem Geschmack“, sagte von

Zitzewitz später. Mit einer Zeit von 5:32:32 Minuten

sollte er seine Konkurrenten eiskalt überraschen.

Am nächsten dran war hier noch der in die Klasse E1

gewechselte Andi Beier mit einer Zeit von 5:38:73

Minuten. Danach wurde der Abstand bereits größer:

Es folgte Dennis Schröter, der hier bereits 9 Sekunden

zur Spitze verlor. Doch damit nicht genug,

denn Davide von Zitzewitz legte auch auf der zweiten

Sonderprüfung (Burgberg) des Tages kräftig

nach. Zwar ging er hier nicht als Erster auf die Strecke,

konnte aber dennoch die schnellste Zeit der

Spitzenpiloten hinlegen.

Mit den schnellsten Prüfungszeiten in der ersten

Runde hatte der 23-Jährige den Grundstein für ei-

60

MCE

Mai '16


Dennis Schröter patzte in

der ersten Runde und fuhr

seinem Rückstand anschließend

hinterher

nen äußerst erfolgreichen Tag gelegt und musste

seinen Vorsprung „nur“ noch über die restliche Distanz

hinweg halten. Was hier so leicht klingt, war in

Dahlen keinesfalls einfach. Denn in den noch verbleibenden

drei Runden blies die Konkurrenz, allen

voran das Trio Dennis Schröter, Andi Beier und Marco

Neubert, zum Großangriff. Bei Davide von Zitzewitz

blieben die Bestzeiten, insbesondere in der

zweiten und dritten Runde aus. Zwar konnte sich

der KTM-Pilot speziell auf dem Crosstest bei Schöna

(Sonderprüfung 1) stets die zweitschnellste Zeit sichern,

verlor aber auf der zweiten Sonderprüfung

wichtige Sekunden. Kurzzeitig wirkte es so, als ob

Dennis Schröter das Ruder in Sachen Gesamtsieg

doch noch herumreißen könnte. Mit Anbruch der alles

entscheidenden vierten und letzten Runde war

von Zitzewitz jedoch wieder voll da und hielt den Attacken

seiner Konkurrenten stand. Eine erneute

Bestzeit auf der Abschlussprüfung (Burgberg) sicherte

ihm schließlich seinen ersten Overallsieg

überhaupt! „Mit diesem Ergebnis hatte ich nicht gerechnet“,

gab von Zitzewitz zu. „Ich wollte von Anfang

an Druck machen und versuchen, in den Prüfungen

immer zu 100% da zu sein. Wichtig war, nach

der ersten Runde die Konzentration zu halten, um

den Vorsprung ins Ziel zu bringen. All das ist mir gut

gelungen und das wurde mit dem Gesamtsieg belohnt.

So kann es weitergehen, auch wenn jetzt erst

einmal mehrere Monate Pause sind“, so der neue

Gesamtführende weiter. Dennis Schröter musste

sich beim Zieleinlauf mit 3,75 Sekunden Rückstand

geschlagen geben und landete somit auf dem 2. Gesamtrang.

Am Ende war sein Abstand aus der ersten

Runde trotz einer tollen Aufholjagd schlichtweg zu

groß. Einen ebenfalls guten Einstand hatte Marco

Neubert, der den Rückenwind seines EM-Starts

nutzte, um in Dahlen mit seinem neuen Arbeitsgerät

die ersten wichtigen DM-Punkte einzufahren. Im

vergangenen Jahr stand Dahlen für den schnellen

Mann aus Affalter unter keinem gutem Stern – technisch

bedingter Ausfall. Ganz anders in diesem

Jahr, Neubert konnte den Tag mit sehr konstanten

Prüfungszeiten abschließen, auf dem zweiten Test

gelang ihm sogar die absolut schnellste Zeit des gesamten

Tages für diese Prüfung! Belohnt wurde seine

Mühe mit dem 3. Gesamtrang.

E1

Mit dem 4. Rang in der Overallwertung zeigte sich

E1-Neuling Andi Beier nicht unzufrieden. Der

Husqvarnafahrer konnte speziell in den ersten beiden

Runden mit schnellen Prüfungszeiten auf sich

aufmerksam machen. In Sachen Klassenwertung

konnte Beier keiner das Wasser reichen, denn nach

immerhin vier Prüfungsbestzeiten (E1) lag der

Krumhermersdorfer deutlich an der Spitze. Da half

auch ein Schlussspurt des Franzosen Anthony Boissiere

nichts. Der Sherco-Werksfahrer konnte zwar

ebenso wie Beier vier Prüfungsbestzeiten seiner

Klasse holen, blieb aber dennoch über 25 Sekunden

hinter Beier und wurde Klassenzweiter. Das Podest

der Klasse E1 rundete Derrick Görner ab. Nach einem

verletzungsbedingt schwierigem Jahr 2015 ist

der Mann mit der Nummer 85 wieder zurück. Die

fehlende Routine merkte man Görner allerdings

noch an, zu stark der Trainingsrückstand zu seinen

Konkurrenten, um ernsthaft in das Klassensiegerduell

einzugreifen. Das dürfte sich mit fortlaufender

Saison allerdings ändern! Etwas enttäuschend war

die Leistung des Schweizers Jonathan Rossé. Der

Yamaha-Pilot blieb hinter seinen Erwartungen zurück

und wurde lediglich Vierter. Die Topfünf komplettierte

E1-Aufsteiger Yanik Spachmüller. Der Junioren-Pokalsieger

aus 2015 hatte damit einen

gelungenen Einstand zu verbuchen, muss sich aber

bei einem Rückstand zur Spitze von über drei Minuten

noch bedeutend steigern. Wenn wir bei Einstand

sind, sei an dieser Stelle die einzige Dame in

der A-Lizenz erwähnt. Maria Franke konnte wieder

einmal einige Herren hinter sich lassen und fuhr in

der E1 auf einen respektablen 7. Platz!

E2

In der 2016 äußerst stark besetzten Klasse E2 konnte

sich, wer auch sonst, Davide von Zitzewitz an die

Spitze setzen. Hinter ihm fuhr Marco Neubert einen

61

MCE

Mai '16


ENDURO-DM DAHLEN

Anthony Boissiere (5) passierte

inmitten der Prüfung

Marko Siedel, der Franzose

wurde Gesamtfünfter

Edward Hübner, mit sichtlich

lädiertem Bike, musste in

Dahlen einen Rückschlag

verkraften

62

MCE

Mai '16


starken 2. Tagesrang ein und ließ damit die beiden Sherco-Piloten Fabien Planet

und Edward Hübner hinter sich. Gaststarter Planet, der tags zuvor noch eindrucksvoll

den Prolog gewann, kam am Sonntag nicht so recht in Fahrt. Der Franzose

kam trotz aller Bemühungen nicht an die Zeiten der vor ihm fahrenden Konkurrenten

heran. Auch bei Edward Hübner sollte es in Dahlen einfach nicht rund

laufen. Mit einer guten Vorstellung im Prolog ebenfalls positiv in den Wettbewerb

gestartet, folgte ein rabenschwarzer Sonntag. Hübner stürzte schon auf

der Verbindungsetappe zur ersten Tagesprüfung und verlor danach den Anschluss

zur Spitzengruppe. Mit dem 4. Platz seiner Klasse und dem 7. in der

Overallwertung gab sich Hübner logischerweise keinesfalls zufrieden. „Es lag

definitiv nicht am Motorrad, auch wenn einige das als Grund ansehen mögen!

Ich habe einfach mehrere Fehler gemacht, die nicht passieren dürfen. Im abschließenden

letzten Test habe ich mich noch in einem Maschendrahtzaun verfangen

und wohl über eine Minute gebraucht, um weiterfahren zu können. Ein

Tag zum Vergessen, wohl der schlechteste seit Jahren für mich.“ Nick Emmrich

konnte aus seiner Sicht einige gute Zeiten hinlegen, dennoch blieb für den

Husqvarna-Piloten nur Rang 5.

E3

Dennis Schröter dominierte in Dahlen zwar nicht die klassenübergreifende Wertung,

mit acht Prüfungsbestzeiten dafür aber seine Klasse! Dem zweitplatzierten

Jan Schäfer brummte er über zwei Minuten Rückstand auf und gewann die

E3 somit in aller Deutlichkeit. Langweilig war es im klasseninternen Kampf trotzdem

nicht, denn hinter Schröter gab es einen wahren Sekundenkrimi zwischen

Jan Schäfer, Björn Feldt und Christian Weiß. Durchsetzen konnte sich letztendlich

Schäfer, der verwies Markenkollege Feldt mit 0,97 Sekunden auf Rang 3!

Christian Weiß verlor nach einer guten Anfangsphase etwas den Anschluss an

seine beiden Kontrahenten und lag im Ziel mit 5,79 Sekunden Rückstand auf

Feldt auf dem 4. Rang. In der Klasse E3 war es Paul Roßbach, der die Topfünf

komplettierte.

Bei den Junioren konnte sich überraschenderweise Jan Allers gegen Lukas

Streichsbier und Felix Martin durchsetzen. KTM-Pilot Allers gewann fünf von

acht Sonderprüfungen, hatte bei seinem Zieleinlauf über 48 Sekunden Vorsprung

auf den Zweitplatzierten Lukas Streichsbier und das bei seinem ersten

DEM-Lauf in dieser Klasse!

• Text u. Fotos: Marco Burkert

Marco Neubert auf seinem

neuen Arbeitsgerät,

er konnte stark in

die Saison starten

Enduro-DM - 1. Lauf - Dahlen - 20.3.2016:

Ergebnisse:

Overallwertung: 1. Davide von Zitzewitz, KTM ; 2. Dennis Schröter, Husqvarna; 3. Marco Neubert, KTM;

4. Andreas Beier, Husqvarna; 5. Anthony Boissiere F, Sherco; 6. Fabien Planet, F, Sherco; 7. Edward Hübner,

Sherco ; 8. Nick Emmrich, Husqvarna; 9. Jan Schäfer, KTM ; 10. Björn Feldt, KTM.

Enduro1: 1. Andreas Beier, Husqvarna ; 2. Anthony Boissiere, F, Sherco; 3. Derrick Görner, Husqvarna; 4. Jonathan

Rossé, CH, Yamaha ; 5. Yanik Spachmüller, KTM; 6. Tilman Krause, KTM; 7. Maria Franke, KTM; 8. Eddie

Findling, Sherco; 9. Mike Kunzelmann, KTM ; 10. Maik Schubert, KTM.

Enduro2: 1. Davide von Zitzewitz, KTM; 2. Marco Neubert, Honda; 3. Fabien Planet, F, Sherco; 4. Edward

Hübner, Sherco; 5. Nick Emmrich, Husqvarna; 6. Bruno Wächtler, KTM; 7. Pascal Springmann, Beta; 8. Martin

Kradorf, KTM ; 9. Leonhard Blaack, Beta; 10. Philipp Liermann, Beta.

Enduro3: 1. Dennis Schröter, Husqvarna; 2. Jan Schäfer, KTM; 3. Björn Feldt, KTM ; 4. Christian Weiß, KTM;

5. Paul Roßbach, KTM; 6. Mark Risse, Beta; 7. Nico Rambow, KTM; 8. Kai-Arne Petruck, Sherco; 9. Marc Neumann,

KTM; 10. Daniel Hänel, KTM.

Junioren-Pokal: 1. Jan Allers, KTM; 2. Lukas Streichsbier, Husqvarna; 3. Felix Martin, KTM; 4. Philipp Müller,

Husqvarna; 5. Yannik Mosch, Sherco; 6. Jan Taube, Husqvarna; 7. Ole Soltwedel, KTM; 8. Luca Schäfer, Beta;

9. Max Bindemann, Husqvarna; 10. Alexander Gehlert, Husaberg.

Jan Schäfer konnte sich im

sehenswerten E3-Duell gegen

Björn Feldt und Christian

Weiß durchsetzen

63

MCE

Mai '16


Kolumne

Eddi Hübner

Nie wieder mit Gürteltasche ...

Grüßt euch,

was für ein Monat! Die letzten Wochen waren geprägt

von Höhen, aber auch von Tiefen. Wo soll ich

anfangen? Der Auftakt zur Deutschen Enduromeisterschaft

lief alles andere als rund, das dürfte kein

Geheimnis sein. Mit Platz 4 in der Klasse E2 und einem

7. Rang in der Overallwertung kann ich absolut

nicht zufrieden sein.

Die Freude auf das erste wichtige Rennen der Saison

war bei mir natürlich riesig, doch unverhofft

kommt bekanntlich oft. In meinem Falle war es leider

ein verkorkstes Ergebnis in der Dahlener Heide,

was ich mir zunächst nicht so recht erklären konnte.

Mit dem 3. Platz im Prolog, der bereits am Samstagabend

über die Bühne ging, schien alles nach

Plan zu verlaufen. Als der „Startschuss“ am Sonntagmorgen,

dem eigentlichen Fahrtag, fiel, fingen

jedoch die Probleme erst richtig an. Durch eine Unachtsamkeit

auf der Verbindungsetappe zur ersten

Wertungsprüfung bin ich gleich am frühen Morgen

weggerutscht und gestürzt. Leider blieb dieser

Fauxpas nicht ohne Schäden am Motorrad, das linke

Seitenteil der Nummerntafel hatte einen heftigen

Treffer abbekommen und war komplett weggebrochen.

Eigentlich nicht weiter tragisch, doch in

dieser Region befinden sich wichtige Steckverbindungen

der Elektronik. Diese musste ich erst einmal

sichern, um keine weiteren Schäden am Motorrad

zu riskieren. Es war wie zu den Six Days im Jahre

2012: Ich fahre sonst niemals mit Gürteltasche (für

die Nicht-Insider – Werkzeugtasche), damals hatte

ich sie dran und prompt ging das Motorrad kaputt.

In Dahlen hatte ich sie dran, was passierte, ich

stürzte und musste reparieren. Ich bin sonst nicht

64

MCE

Mai '16

abergläubisch, allerdings werde ich wohl zukünftig

auf die Gürteltasche verzichten ;-)! Nun, von diesem

Moment war der Tag eigentlich gelaufen, das

Pech klebte mir am Stiefel und dieser rote Faden

zog sich durch den gesamten Fahrtag. Es war wie

verhext, ich fand einfach keinen Rhythmus. Besonders

das Anbremsen der Kurven fiel mir schwer, ich

konnte die Linie nicht halten. Mein erster Gedanke

während des Rennens war: Der Sturz hätte eine

größere Beschädigung am Motorrad verursacht als

zunächst angenommen. Aufschluss sollte erst der

Test meines WM-Bikes in Italien bringen. Nach einer

genauen Analyse des von mir beschriebenen

Problems, wussten die Mechaniker sofort eine Antwort:

’Es liegt an deiner Umlenkung’, sagten sie.

Ich hatte diese schlichtweg falsch eingestellt, das

Motorrad war (einfach ausgedrückt) am Heck zu

tief. Nach einigen Tests bestätigte sich die Vermutung

der Crew. Ich konnte mich beim Zeitfahren im

direkten Vergleich der Settings verbessern. An dieser

Stelle möchte ich allen Kritikern gern noch einmal

sagen: Das Ergebnis in Dahlen ist nicht dem

Motorrad zuzuschreiben. Ich habe Fehler gemacht,

die hätten nicht passieren dürfen, mehr gibt es dazu

nicht zu sagen ;-). Allgemein muss ich sagen, die

Jungs des Sherco-Werksteams sind cool drauf. Man

hat mich in aller Freundschaft empfangen und mir

auf Anhieb geholfen, was ich persönlich nicht für

selbstverständlich empfinde.

Alles war hervorragend vorbereitet, als ich die Teststrecke

in der Nähe von Varese erreichte. Zusammen

mit den Teamkollegen Matthew Phillips und

Lorenzo Santolino konnte ich zwei Tage lang auf

verschiedenen Strecken ohne Ende testen. Ich

kannte die Jungs und das Team zwar schon aus

meiner letzten WM-Saison, nun hatte ich aber die

Gelegenheit, alle richtig kennenzulernen. Es geht

sehr familiär zu, darauf legt das Team Wert. Die

Stimmung untereinander war wirklich super, anders

kann ich es nicht beschreiben. Zum WM-Motorrad

selbst kann ich nur eines sagen: Mega! Die

250er läuft wie ein Uhrwerk, da steigt die Spannung

bis zum ersten WM-Kauf in Agadir natürlich

nochmals deutlich an.

Apropos WM, diese dürfte aufgrund der vielen Neuzugänge

speziell auch in meiner Klasse um ein

Vielfaches interessanter werden als bisher. Ich

selbst fliege am Dienstag (5. April) nach Marokko,

genauer gesagt nach Agadir, wo der erste Lauf wenige

Tage später stattfinden wird. Hinzugekommen

ist ein neues Reglement, laut welchem sich die Fahrer

sämtliche Wertungsprüfungen erst ab Mittwoch

anschauen dürfen. In den vergangenen Jahren

konnte man teils schon am Montag alles begutachten.

Persönlich finde ich diese Reglung gut, damit

müssen sich alle Piloten in der gleichen Zeit sämtliche

relevanten Streckenabschnitte anschauen. Das

sorgt für mehr Chancengleichheit. Geblieben ist

der offizielle Testtag am Donnerstag, hier gibt es jeweils

eine Strecke für das gesamte Fahrerfeld, um

sich und das Motorrad-Setup gesondert auf die Gegebenheiten

vor Ort einzustellen. Nach dem Lauf in

Marokko geht es direkt weiter nach Gouveia in Portugal,

um den dortigen Grand Prix zu bestreiten. Ihr

merkt, es liegen extrem spannende Wochen vor

mir, über die ich euch natürlich in der kommenden

MCE-Ausgabe berichten werde.

Bis dahin,

euer Eddi


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Kolumne

Maria Franke

66

MCE

Mai '16


Volles Programm

Hallo MCE-Leser,

nachdem ich im letzten Jahr nur vereinzelt auf dem

Motorrad unterwegs war, geht es dieses Jahr etwas

mehr zur Sache. Die Jungs von der MCE haben mich

angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, monatlich

von meinen Erlebnissen zu berichten. Da

sage ich natürlich nicht Nein und freue mich, euch

ein wenig in meinen Alltag „mitnehmen“ zu können.

Neben der kompletten Deutschen Enduromeisterschaft

werde ich 2016 auch an der Enduroweltmeisterschaft

sowie einigen Rennen des DMV MX Ladies

Cup teilnehmen.

Wie ihr sicherlich wisst, bin ich von Yamaha auf

KTM, genauer gesagt, in das Team von Harald

Sturm gewechselt. Der Markenwechsel selbst fiel

mir nicht weiter schwer, da ich bereits im Jahr 2010

auf KTM unterwegs war und die Bikes aus Österreich

daher gut kenne. Nun, die Stimmung im Team

ist absolut super und motiviert mich für die bevorstehenden

Aufgaben. Mit den ersten Trainingseinheiten

war die Routine mit dem neuen Arbeitsgerät

schnell gefunden und mindestens genauso schnell

verflog die Zeit bis zum ersten Rennen der Saison.

Vorerst jedoch noch unter geschlossenem Hallendach.

Die Rede ist von der SuperEnduro-Weltmeisterschaft

in der tschechischen Hauptstadt Prag.

Hier konnte ich in zwei spannenden, aber auch

schwierigen Wertungsläufen den 3. Tagesrang einfahren.

Für mich ein tolles Ergebnis bei meinem

ersten offiziellen Auftritt mit dem neuen Team!

Nach diesem Rennen folgten leider weniger erfreuliche

Tage mit hohem Fieber und einem kurzzeitigen

Krankenhausaufenthalt, sodass ein Start zum

Auftakt der Deutschen Enduromeisterschaft in Dahlen

eine Woche später zumindest kurzzeitig zu wackeln

schien. Glücklicherweise konnte ich das Krankenhaus

am Donnerstag vor dem eigentlichen

Rennwochenende verlassen und einem Start stand

nichts mehr im Wege. Okay, zugegeben etwas angeschlagen

war ich schon noch, aber ich wollte unbedingt

starten!

In Dahlen angekommen, versuchte ich mich noch

etwas zu schonen. Aufgrund der vorangegangenen

Erkältung beziehungsweise des Fiebers wollte ich

die Prüfungen nicht unnötig oft ablaufen. Dabei

war mir dennoch schon im Vorfeld klar, speziell die

erste Wertungsprüfung in der Dahlener Heide kam

mir stark entgegen. Langgezogene schnelle Kurven;

teils sehr lange Geraden und die breit gesteckte

Strecke erlaubten einen hohen Vollgasanteil.

Nun ja, da ich aus dem Motocrosssport komme,

rechnete ich mir auf diesem Test schon gute

Chancen aus. Das hat sich dann auch bestätigt

und richtig Spaß gemacht, vor allem auch im

weiteren Rennverlauf, als sich auf dem weichen

Ackerboden zahlreiche Anlieger herausgefahren

hatten. Ein etwas anderes Bild zeigte sich hingegen

auf dem zweiten Test des Tages (Burgberg).

Dieser beinhaltete zwar eine MX-Strecke, führte

aber auch durch Waldabschnitte und kam durch

seine Beschaffenheit eher den klassischen Endurofahrern

entgegen. Meine Taktik sah aufgrund

dieser Tatsache vor, im ersten Test so viel Zeit wie

möglich herauszuholen und im zweiten Test so

wenig wie möglich zu verlieren. Gleich zu Beginn

des Tages konnte ich die viertschnellste Zeit der

Klasse E1 fahren und damit einen soliden Grundstein

für den weiteren Tagesverlauf legen. Zwar

verlor ich, wie schon erwartet, in der zweiten Prüfung

etwas an Zeit. In der Summe gelang es mir

letztendlich aber, den 7. Gesamtrang meiner

Klasse herauszufahren, was für mich im ersten

Jahr der A-Lizenz ganz klar ein Erfolg ist. Wenngleich

es wirklich anstrengend war, die vier Runden

hinter mich zu bringen, bin ich guter Dinge

für alles, was in Zukunft auf mich wartet. Wenn

ich etwas weiter nach vorn schaue, wäre es über

die Saison hinweg vielleicht sogar möglich, einmal

unter die Topfünf in der E1 zu fahren. Ich bin

wirklich gespannt, wie sich das Jahr 2016 entwickeln

wird, auch in Bezug auf die Enduroweltmeisterschaft.

Hier werde ich in erster Linie die beiden Veranstaltungen

in Finnland und Schweden unter die

Stollen nehmen. Warum? Ich möchte schauen,

wie es läuft, wie ich mit den Gegebenheiten der

WM zurechtkomme und mich dann entscheiden,

ob ich auch die Veranstaltungen in Italien und

Frankreich angehen werde. Mit den Teilnehmerinnen

der WM bin ich noch nie gefahren und

kann daher nicht beurteilen, wie meine Chancen

auf eine gute Platzierung einzuschätzen sind. Bis

zum WM-Lauf in Finnland, der erst im Juni stattfindet,

ist noch etwas Zeit. Bis dahin werde ich

viel Zeit mit Trainingseinheiten verbringen und

wie eingangs erwähnt am MX Ladies Cup teilnehmen.

Der erste Lauf hierzu findet bereits am

16. und 17. April statt.

Wie es dort für mich gelaufen ist und wie sich

meine Vorbereitungen auf die WM entwickeln,

werde ich euch dann in der kommenden Ausgabe

mitteilen.

Also, bleibt dran,

eure Maria #91

67

MCE

Mai '16


ENDURO: WIESEL-X 2016

Derrick Görner setzte sich in

einem spannenden Finale durch

Kevin Gallas bewältigt hier die

Schlüsselstelle des 8 Runden

umfassenden Champ-Race

Görner mit erfolgreicher Titelverteidigung

Am ersten Aprilwochenende war es wieder soweit, das Team um Fahrtleiter Dirk Rydzewski hatte das Trainingsgelände des „Team Wiesel“ in

mühsamer Kleinarbeit für das als mittelschweres Extremenduro bekannte „Wiesel-X Rennen“ präpariert. Das mehrstündige Event ist mittlerweile

über die Regionalgrenzen hinaus bekannt und zieht jährlich sowohl gestandene Enduristen als auch Nachwuchspiloten an. So waren

auch in diesem Jahr Titelverteidiger Derrick Görner, der neben den aus der Deutschen Enduromeisterschaft bekannten Piloten wie Martin Kradorf,

Maik Schubert oder auch Maria Franke am Start stand. Hinzu gesellten sich noch zahlreiche Starter aus dem Trialsport und auch Nachwuchstalente,

die im Kampf um den Wanderpokal des „Wiesel-X“ mitmischen wollten.

Das Streckenprofil wurde in diesem Jahr im Gegensatz

zu den vorangegangenen Jahren deutlich verändert.

Neugeschaffene Hindernisse, aber auch

Streckenabschnitte mit kleinen, aber feinen Auffahrten

und zahlreiche Schlammdurchfahrten sollten

es den Akteuren nicht gerade leicht machen.

Auch der Rennmodus, insbesondere im finalen

Champ-Race, wurde leicht modifiziert und an internationale

Abläufe angepasst. Gestartet wurde in

altbekannter Manier mit dem Prolog, später führte

der Weg über einen Qualifikationslauf bis hin zum

Champ-Race. Den Prolog musste das komplette

Fahrerfeld von 46 Piloten absolvieren. Der ehemalige

Trial-Pilot Martin Gallas schnitt hier überraschenderweise

mit einer Zeit von 1:50:60 Minuten

am besten ab und sicherte sich somit die optimale

Ausgangsposition für das folgende Qualifikationsrennen.

Vorjahressieger Derrick Görner wurde mit

einer Zeit von 1:52:40 Minuten Zweiter vor Martin

Wilholt, der die Topdrei mit 1:54:92 Minuten komplettierte.

Maria Franke und Roy Kroll rundeten die

schnellsten fünf Piloten des Prologs ab.

Das gesamte Fahrerfeld wurde nun anhand der Prologzeiten

in zwei Gruppen aufgeteilt. Damit konnte

das Qualifikationsrennen starten. Jede Gruppe hatte

nun eine Stunde Zeit, in der es für jeden einzelnen

Starter galt, die meisten Runden zu absolvieren.

Die fünf schnellsten Akteure aus jeder Gruppe

qualifizierten sich im Anschluss für das Champ-

Race. Mit dem Start der ersten Gruppe wurde es direkt

äußerst spannend, denn hier kristallisierte

sich ein sehenswertes Duell zwischen Prologsieger

Kevin Gallas und Martin Wilholt heraus. Erst gegen

Ende konnte sich Gallas etwas absetzen und

schließlich den Sieg im Qualifying einfahren. Betafahrer

Martin Wilholt konnte seinen 2. Platz ins Ziel

fahren. Hinter ihm folgten die ebenfalls für das Finale

qualifizierten KTM-Piloten Maik Schubert,

Martin Kradorf und Rick Ebert.

Der zweite Qualilauf war von einer spektakulären

Aufholjagd Derrick Görners geprägt. Der Gornauer

hatte am Start Probleme und reihte sich zunächst

im Mittelfeld ein, während sich das Duo Marvin

Schönwitz und Daniel Beck an die Spitze setzte.

Mit seiner ganzen Routine schnappte sich Derrick

Görner einen Konkurrenten nach dem anderen, in

seinem Windschatten nutzte Maria Franke ebenfalls

die Gelegenheit und arbeitete sich konsequent

nach vorn. An der Spitze fiel indes Betafahrer

Marvin Schönwitz immer weiter zurück. Daniel

Beck konnte sich allerdings lange Zeit auf Platz 1

halten, bevor ihn Derrick Görner schließlich in

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MCE

Mai '16


Kleine Hindernisse,

große Wirkung – solche

Szenen gab es zuhauf

Maria Franke zeigte bei

ihrem ersten Gastspiel

eine tolle Leistung

Schlagdistanz hatte. Der Routinier fackelte nicht

lange, passierte Beck und gewann seinen Qualifikationslauf.

Hinter ihm konnte sich auch Maria

Franke eindrucksvoll durchsetzen. Die Zeitzerin

landete mit Ablauf der Renndistanz auf einem respektablen

3. Platz! Youngster Florian Görner und

Martin Michael komplettierten die Topfünf in der

zweiten Gruppe. Somit waren die zehn Finalisten

gefunden und das Champ-Race konnte beginnen.

Dass es Fahrtleiter Dirk Rydzewski in Sachen „Extrem“

durchaus ernst meinte, zeigte sich dann im

besagten Finale über acht Runden. Die Strecke

wurde noch einmal um einige Passagen erweitert.

Scharfrichter war ein kleiner Hügel, den es zuerst

hinab- und dann wieder hinaufging, alles auf engstem

Raum, versteht sich. Um den Rückstau an besagter

Stelle möglichst gering zu halten und dem

Martin Wilholt

wurde Dritter

Qualifikationslauf ein höheres Maß an Wertigkeit

zu verpassen, wurde alle 5 Sekunden in Zweiergruppen

gestartet. Zuerst durften also die beiden

Qualifikationssieger Kevin Gallas und Derrick Görner

auf die Strecke. Der Trialsport-erfahrene Gallas

konnte sich mit seinem leichten Zweitakter auf den

ersten kniffligen Metern etwas von Görner absetzen.

Hinter den beiden kam es trotz der versetzten

Startreihenfolge zu einem Stau auf der eng gesteckten

Strecke. Für die Zuschauer war es jedoch

ein sehenswertes Spektakel. Mit fortlaufender

Renndistanz gelang es Görner, den bis zur vierten

Runde in Führung liegenden Gallas zu passieren.

Völlig entkräftet erreichte der Vorjahressieger nach

einer Fahrzeit von mehr als einer Stunde und acht

absolvierten Runden als Erster das Ziel. „2016 war

das härteste aller bisherigen Wiesel-X“, kommentierte

der alte und neue Sieger das Renngeschehen.

Hinter ihm gelang Kevin Gallas ein hervorragender

2. Platz, auch Martin Wilholt konnte sich

über einen sensationellen 3. Rang freuen. Damit

war die diesjährige Ausgabe ein voller Erfolg und

verspricht bereits heute ein hohes Maß an Spannung

für das Jahr 2017.

• Text u. Fotos: Marco Burkert

Wiesel-X - 3.4.2016:

Ergebnis:

Champ-Race: 1. Derrick Görner, Husqvarna; 2. Kevin Gallas,

Husqvarna; 3. Martin Wilholt, Beta; 4. Martin Kradorf, KTM; 5. Daniel

Beck, Beta; 6. Rick Ebert, KTM; 7. Richard Heinicke, Beta; 8. Maik

Schubert, KTM; 9. Florian Görner, KTM; 10. Thomas Elster, Beta.

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MCE

Mai '16


INTERVIEW: MANUEL LETTENBICHLER

Die Kollegen von EnduroABC haben mit Manuel

Lettenbichler ein nettes Interview geführt,

das wir euch natürlich nicht vorenthalten

wollen. Der junge Bayer hat eine sensationelle

Saison hinter sich und konnte die SuperEnduro-Junioren-Klasse

mit dem Weltmeistertitel beenden. Ein

historischer Erfolg, auf den Manuel lange hingearbeitet

hat. Manuel Lettenbichler war völlig dominant

in dieser Saison, er holte 15 von 18 Siegen

im Rahmen der SuperEnduro-Junioren-Weltmeisterschaft.

Kurz bevor er sich voll und

ganz auf die anstehende Hard-Enduro-

Saison konzentriert, hat „Mani“ von

seiner fast perfekten Saison und

seinen Träumen für die Zukunft

erzählt ...

70

MCE

Mai '16


HISTORISCHER ERFOLG

Hallo Mani, es ist erst deine zweite Saison im Super

Enduro, erzähl’ uns doch etwas mehr über dich ...

Manuel Lettenbichler: Hallo, mein Name ist Manuel

Lettenbichler, ich bin 17 Jahre alt. Ich habe mein erstes

Trial-Bike bekommen, als ich fünf Jahre alt war.

Seitdem habe ich hart trainiert und war motiviert,

ein professioneller Offroadfahrer zu werden. Vor

drei Jahren bin ich vom Trial zum Enduro gewechselt,

weil es mir mehr Spaß macht. Im letzten Jahr

bestritt ich dann meine erste SuperEnduro-Saison

und es war schon ein Erfolg für mich, die Juniorenklasse

auf dem 3. Platz der Gesamtwertung zu beenden.

Seit Samstag, 19.3.2016, bin ich der neue SuperEnduro-Juniorenweltmeister,

es ist so genial und

motiviert mich noch mehr für die Zukunft!

Konntest du deinen Juniorentitel denn schon richtig

feiern?

Natürlich sind wir mit allen Fahrern und meiner Familie

direkt nach dem Ereignis zu einer Party gegangen.

Wir hatten so viel Spaß, ich genoss es sehr.

Aber bis zum Start der Hard-Enduro-Saison Anfang

April habe ich nicht wirklich eine Pause.

Hast du nach der guten ersten Saison 2014/2015

damit gerechnet, dass du in der jetzigen Saison so

dominant sein könntest?

Na ja ... Nicht wirklich, ich wusste nicht, wie gut

neue Fahrer wie Blake Gutzeit oder Luis Oliveira

sind. Also habe ich nicht erwartet, in dieser Saison

so dominant zu sein. Es ist auch eine lange Saison

mit sechs Runden, in denen alles passieren kann.

Aber ich war in einer wirklich guten Form, um mit all

diesen guten Fahrern zu kämpfen.

Du bist zwar noch jung, aber trotzdem schon ein

sehr technischer Fahrer. Woran liegt das?

Ich fuhr elf Jahre lang Trial, bevor ich mit Enduro anfing.

Mein Vater war ebenfalls ein sehr guter Trialfahrer

und hat mir alles beigebracht, was man auf

dem Bike bringen muss. Ich selbst denke, Trial ist

die beste Schule, um später harte Endurorennen bestreiten

zu können. Denn diese sind ebenfalls sehr

technisch und im Trial bekommst du das richtige

Feeling, um dein Bike entsprechend zu fahren.

Was war deiner Meinung nach der beste Track der

Saison?

Schwer zu sagen. Jeder Track war anders, aber die

schönsten Strecken waren Brasilien und Prag. Die

Jungs dort haben einen wirklich guten und professionellen

Job gemacht.

Es scheint, als ob du immer noch einige Probleme

auf schnellen Strecken wie der in Argentinien hast

...

Das war nicht mein Tag. Ich habe zu viele Fehler gemacht

und hatte einen großen Crash im zweiten

Heat. Ich komme vom Trial und mag lieber die

schwierigeren und technischen Tracks. Aber ich habe

im vergangenen Jahr sehr viel auf Motocrossstrecken

trainiert, um die Geschwindigkeit und das Gefühl

für die Sprünge zu bekommen. Das klappt viel

besser als vor zwei Jahren. Ich werde härter trainieren,

damit ich die schnellen Sachen noch besser

hinbekomme.

Was machst du, wenn du kein Rennen fährst?

Seit Dezember letzten Jahres kann ich wie ein echter

Profifahrer leben. Das bedeutet, ich verbringe die

meiste Zeit damit zu trainieren. Wenn ich keine Rennen

fahre oder kein Training ansteht, hänge ich mit

Freunden ab oder genieße meine Zeit in den Bergen

mit Skifahren, Mountainbiken oder Wandern.

Gehst du noch zur Schule?

Ich habe die Schule im vergangenen Jahr beendet.

Dein Vater ist ein Hardenduro-Spezialist. Ist es

nicht manchmal schwierig, der Sohn von Andreas

Lettenbichler zu sein?

Nein. Ich bin so stolz, der Sohn eines der besten

Hardenduro-Fahrer der Welt zu sein. Er ist der beste

Trainer und Papa, den ich mir vorstellen kann.

Möchtest du auch so eine große Karriere im Hardenduro

hinlegen oder willst du deinen ganz eigenen

Weg gehen?

Der Plan ist, sich jetzt im Sommer auf Hardenduro zu

konzentrieren und im Winter auf SuperEnduro. Aber

das kann sich jederzeit ändern.

Was ist dein Ziel für die erste Saison in der Prestigeklasse

im Jahr 2017?

Ich werde mein Bestes geben, um in die Topacht zu

kommen. Ich bin mir sicher, dass in der neuen Saison

2017 einige neue Erfahrungen auf mich warten.

Welches Motorrad wirst du fahren? Bleibst du bei

KTM-Factory?

Ja, ich werde mit KTM in die nächsten Saison gehen,

aber ich werde von einem 300er Zweitakt- auf ein

250er Viertakt-Motorrad wechseln.

Was wirst du versuchen, für die nächste Saison zu

verbessern?

Ich werde hart an meiner Geschwindigkeit auf dem

Track arbeiten. Dazu muss ich viel Motocross fahren,

um die Geschwindigkeit der besten Jungs der

Prestige-Klasse zu erreichen.

• Text: EnduroABC; Übersetzung: Marco Burkert; Fotos: KTM

Abschießend – In drei Worten ...

WAS HÄLTST DU VON ...?

Superenduro: Rock and Roll

Juniorenklasse: Chance für Jugendliche

Blake Gutzeit: muss fehlerfreier Fahren

Benjamin Herrera: Chiles Topfahrer

Wade Young: Nice guy

Tim Apolle: Hat viel Erfahrung in der Saison

gesammelt

Luis Oliveira: Rivale der Saison

Colton Haaker: der Champion

Cody Webb: lässigster Fahrer auf der Strecke

Jonny Walker: der wahre Champion

Taddy Blazusiak: höchst professionell

STECKBRIEF

Name: Manuel Lettenbichler

Nickname: Mani

Nationalität: Deutsch

Geburtsdatum: 30. April 1998

Geburtsort: Rosenheim, Bayern

Nummer: 304

Karrierehöhepunkte:

2014: 18. Erzberg Rodeo, jüngster Finisher

in der Erzberg-Geschichte

2015: 3. SuperEnduro-Junioren-Weltmeisterschaft

5. RedBull 111 Megawatt

2016: SuperEnduro-Juniorenweltmeister

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MCE

Mai '16


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Inhalte: MOTOCROSS und ENDURO Tests der neuen 2016er Offroad - Motorräder -

Produktvorstellungen – Regionale Rennserien –

Kolumnen führender Spitzenpiloten – Spezial und Rubriken – Standings

– Renntermine – Produktvorstellungen


NOTIZEN

Der Metzeler Offroad Park

wird eröffnet

Die erste Strecke des Reifenherstellers für Enduro- und Offroadfans. Die fast

sechs Kilometer lange Strecke in Pietramurata (Trentino) bietet vom Anfänger

bis zum Profi für jeden Fahrer das passende Terrain. Dank einer hochmodernen

Beleuchtungsanlage sind auch nächtliche Trainingseinheiten problemlos

machbar.

In Pietramurata im Trentino, nur 20 Kilometer von den Autobahnausfahrten

Trient Süd und Rovereto Süd entfernt, entsteht der Metzeler Offroad Park. Das

neue Trainingsgelände des deutschen Reifenherstellers wurde speziell für die

Anforderungen der Enduro- und Offroadfans konzipiert.

Metzeler gilt zweifellos als der Reifenspezialist im Endurosegment: Dank der

Qualität und der Leistungen des Reifens MCE 6 DAYS EXTREME hat die Marke von

2005 bis heute gut 26 Titel in der FIM-Enduro-Weltmeisterschaft und acht Titel in

Folge bei der FIM-SuperEnduro-Weltmeisterschaft gewonnen.

gentlemen,

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engines

23.04. - 24.04. GCC Walldorf

21.05. - 22.05. GCC Triptis

18.06. - 19.06. GCC am Venusberg

23.07. - 24.07. GCC Goldbach

27.08. - 28.08. GCC Rudolstadt

17.09. - 18.09. GCC Schefflenz

01.10. - 02.10. GCC Bühlertann

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Lizenzfrei und unkompliziert - Die MAXXIS CROSS COUNTRY Meisterschaft

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Mai '16


Um diese Erfolge zu feiern und alle Liebhaber des Endurosports an der Erfahrung

und Leidenschaft für diese Disziplin teilhaben zu lassen, hat Metzeler beschlossen,

den Metzeler Offroad Park zu eröffnen. Der Metzeler Offroad Park

liegt nicht weit vom Gardasee entfernt. Diese Lage sorgt das ganze Jahr über für

milde Temperaturen, sodass auch im Winter gefahren und trainiert werden

kann, ohne dabei auf ungünstige Klimabedingungen wie Nebel oder Schnee zu

treffen. Der Verlauf der Piste wurde so konzipiert, dass sie für die unterschiedlichsten

Fahrlevel geeignet ist. Um die Strecke so natürlich wie möglich zu gestalten,

wurde die fast sechs Kilometer lange Strecke mit technischen Übergängen,

Baumstämmen und einer Teilstrecke durch den Wald angelegt.

Im Metzeler Offroad Park haben die Motorradfahrer außerdem die Möglichkeit,

auch nachts zu trainieren, da das Gelände über eine hochmoderne Beleuchtungsanlage

verfügt. Die Strecke wurde zwar hauptsächlich für den Endurosport

geplant, ist aber auch für diejenigen geeignet, die Trial, MiniCross, Quad und

BMT fahren.

Der Metzeler Offroad Park ist der Traum eines jeden Offroad-Liebhabers, der

hier einen Rundumservice vorfindet: Angefangen beim Gebäude mit einer Fläche

von 500 Quadratmetern, in dem die Metzeler Lounge untergebracht ist, bis

hin zu einem Entspannungsbereich, in dem sich die Journalisten während der

Rennen im Metzeler Offroad Park aufhalten können. Zu den bereits feststehenden

Rennterminen gehört die zweite Ausgabe des Extrem-Enduros „THE WALL“

am 23. Juli 2016, an dem die bekanntesten Fahrer der internationalen Enduroszene

teilnehmen werden. Weitere aufregende Rennen sind die Europameisterschaft

des Trials (2./3. April), das Beta Trial-Pokalrennen am 29. Mai und das Finale

des Enduro-KTM-Pokals am 9. Oktober.

Das Gelände verfügt außerdem über ein hervorragend ausgestattetes Bekleidungsgeschäft,

einen Verkaufspunkt von Offroad-Motorrädern der besten Motorradhersteller,

einen Motorradunterstand und einen bequemen Umkleidebereich

mit Duschen.

Im Metzeler Offroad Park können auch Motorräder ausgeliehen und an Trial- und

Endurokursen mit Technikern aus der Region teilgenommen werden. Für all jene,

die die Herausforderung lieben und auf den verschiedenen Abschnitten der

Strecke trainieren möchten, bietet der Metzeler Offroad Park einen weiteren

großen Vorteil: die Nähe zur Motocrossstrecke Ciclamino, die auch im Terminplan

der FIM-Motocross-Weltmeisterschaft steht.

Da direkt auf dem Gelände ein Restaurant und ein Hotel (www.hotelciclamino.

com) sowie ein Campingbereich zur Verfügung stehen, bietet der Metzeler

Offroad Park alle Möglichkeiten, die Vielfalt dieser Strecke in vollen Zügen auszunutzen.

Weitere Informationen findet ihr unter www.offroadpark.it

Jagd auf die Rocker

Die Kriminalisierung von Motorradclubs durch Staat und Medien

in Deutschland

Rocker sind Kriminelle – so steht das Bild in der Öffentlichkeit. Wie einseitig verzerrt

es ist, zeigt dieses Buch. Behörden und Medien schüren Ängste bis zur

Hysterie und Politiker profilieren sich mit „kompromisslosem“ Vorgehen gegen

Mitglieder von Motorradclubs. Das Ergebnis sind Aktionismus und Repression,

die in ihrer Konsequenz an den Grundpfeilern unserer rechtsstaatlichen Ordnung

rütteln.

Die Autoren legen offen, wie eine Subkultur pauschal kriminalisiert wird und wie

weit die Jagd auf Rocker letztlich geht: Behörden, Öffentlichkeit und Presse werden

manipuliert, Rocker in ihrer beruflichen Existenz vernichtet, ihre bürgerlichen

Rechte außer Kraft gesetzt. Unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel,

wie es heißt. Doch der Rechtsbegriff ist offensichtlich dehnbar.

In „Jagd auf die Rocker“ geht es nicht um die Verharmlosung krimineller Auswüchse

innerhalb der Motorradclubszene, aber das Buch stellt die Verhältnismäßigkeit

der eingesetzten Mittel in

Frage und kommt zu dem Schluss,

dass hier Unrecht geschieht.

Die Autoren haben für dieses Buch

mehrere Jahre recherchiert und die

wahren Hintergründe nicht zuletzt

auf Grundlage des ominösen Strategiepapiers

der Innenministerien beleuchtet.

Die Autoren: Lutz Schelhorn, freier

Fotograf und Künstler, President

Hells Angels MC Stuttgart; Ulrike

Heitmüller, freie Journalistin und Autorin,

Schwerpunkt: Randgruppen

und Subkulturen; Kuno Kruse, Stern-

Reporter, ehemaliger Redakteur

beim Spiegel und der Zeit, Mitbegründer

der taz.

Buchdaten in Kürze: Jagd auf die

Rocker, Hardcover-Buch, 448 Seiten,

24,80 Euro, Format: 148 x 210 mm,

ISBN: 978-3-927896-67-3.

Vertrieb über Buchhandel und

www.szeneshop.com

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Mai '16


TERMINE

APRIL

23./24.4. ADAC MX Masters Fürstlich Drehna

www.msc-fuerstlich-drehna.de

www.adac.de/mx-masters

23./24.4. DMSB-Clubsport-Motocross Südwest-Cup Winningen

Klaus Mölich, Tel. 02606 1939, klaus.moelich@msf-winningen.de

www.msf-winningen.de

Infos: Andreas Wack, E-Mail: andreaswack@handshake.de, Tel. 06843 1476

www.südwest-cup.de

23./24.4. XCC Cross Country Meisterschaft Walldorf

www.xcc-racing.com

25./26.4. DAMCV-Motocross 56472 Hof

Samstag : PW 50 Mini, 50/65, 85 Senioren, MX2 Jugend,

Damen, Senioren, Veteranen

Sonntag: 85 Junioren, Twin-Shock + Youngtimer, MX2 Junioren , Open Junioren,

MX2 National, Open National, Gästeklasse 2T/4T, Intern. DAM (MX2/+Open)

Veranstalter: MCC Windeck-Hurst, www.mcc-windeck-hurst.de

APRIL/MAI

30.4./1.5. DMSB-Clubsport-Motocross Südwest-Cup Frankenthal

Mike Schmitt, Tel. 06207 83078

info@mike-schmitt.de, www.amc-frankenthal.de

Infos: Andreas Wack, E-Mail: andreaswack@handshake.de, Tel. 06843 1476

www.südwest-cup.de

30.4./1.5. DMV BRC MX 2-Takt Cup Frankenthal

www.2taktcup.de

MAI

6.-8.5. DAMCV-Motocross Kleinhau

Freitag: Flutlicht für Solo + Seitenwagen „Race of Legends“,

ehemalige Interfahrer bis 1997

Samstag: PW 50 Mini, 50/65, 85 Senioren, Open Junioren, MX2 Jugend,

Damen, Senioren, Veteranen

Sonntag: 85 Junioren, Twin-Shock + Youngtimer, MX2 Junioren, MX2 National,

Open National „Race of Legends“, ehemalige Interfahrer bis 1997,

Int. DAM (MX2 + Open), Seitenwagen

Veranstalter: MSC Kleinhau, www.msc-kleinhau.de

7./8.5. DJMV-Motocross MSCW Schaafheim

DJMV Geschäftsstelle, Regina Schäffer, Im Schulfeld 9, 72290 Loßburg

Tel. 07446 9556413, Fax 9506854, Mail: info@DJMV.de , www.djmv.de

7./8.5. DMSB-Clubsport-Motocross Südwest-Cup Fischbach

Lutz Gerlach, Tel. 06331 47437

msc-fischbach@freenet.de, www.msc-fischbach.de

Infos: Andreas Wack, E-Mail: andreaswack@handshake.de, Tel. 06843 1476

www.südwest-cup.de

7./8.5. DMV BRC MX 2-Takt Cup Fischbach

www.2taktcup.de

14./15.5. DJMV-Motocross MSC Beuern

(im Rahmen des Hessen-Cups)

DJMV Geschäftsstelle, Regina Schäffer, Im Schulfeld 9, 72290 Loßburg

Tel. 07446 9556413, Fax 9506854, Mail: info@DJMV.de , www.djmv.de

15./16.5. DAMCV-Motocross Wisskirchen/Euskirchen

Sonntag : PW 50 Mini, 50/65, 85 Senioren, MX2 Jugend,

Damen, Senioren, Veteranen, Open Junioren

Montag: 85 Junioren, Twin-Shock + Youngtimer, MX2 Junioren , MX2 National,

Open National, Intern. DAM (MX2/+Open), Swg.-Cup Belgien-Deutschland

Veranstalter: MSC Wisskirchen, www.mscwisskirchen.de

15./16.5. DMSB-Clubsport-Motocross Südwest-Cup Niederwürzbach

Martin Scheller, Tel. 0152 33895988

vorstand@msc-niederwuerzbach.de, www.msc-niederwuerzbach.de

Infos: Andreas Wack, E-Mail: andreaswack@handshake.de, Tel. 06843 1476

www.südwest-cup.de

21./22.5. ADAC MX Masters Möggers/A

www.mxweekend.at

www.adac.de/mx-masters

21./22.5. XCC Cross Country Meisterschaft Triptis

www.xcc-racing.com

28./29.5. DJMV-Motocross MSC Emmingen-Liptingen

DJMV Geschäftsstelle, Regina Schäffer, Im Schulfeld 9, 72290 Loßburg

Tel. 07446 9556413, Fax 9506854, Mail: info@DJMV.de , www.djmv.de

Die ADAC-MX-Masters-Serie startet am 23./24. April in Fürstlich Drehna

• Foto: Kai-Uwe Sickert

78

MCE

Mai '16


79

MCE

Mai '16


STANDINGS

SUPERCROSS

WM

(Stand nach 13 von 16 Veranstaltungen

inkl. Indianapolis/USA - 9.4.)

450 ccm:

1. Ryan Dungey, KTM 303

2. Ken Roczen, Suzuki 258

3. Jason Anderson, Husqvarna 240

4. Eli Tomac, Kawasaki 212

5. Chad Reed, Yamaha 193

6. Marvin Musquin, KTM 182

7. Cole Seely, Honda 173

8. Justin Brayton, KTM 149

9. Trey Canard, Honda 138

10. Jacob Weimer, Suzuki 106

(Stand nach 8 von 9 Veranstaltungen

inkl. Santa Clara/USA - 2.4.)

250 ccm Westküste:

1. Cooper Webb, Yamaha 170

2. Joey Savatgy, Kawasaki 154

3. Christian Craig, Honda 147

4. Zach Osborne, Husqvarna 132

5. Colt Nichols, Yamaha 132

6. Mitchell Oldenburg, KTM 113

7. James Decotis, Honda 109

8. Kyle Peters, Honda 100

9. Kyle Cunningham, Suzuki 78

10. Jordon Smith, Honda 77

(Stand nach 5 von 9 Veranstaltungen

inkl. Indianapolis/USA - 9.4.)

250 ccm Ostküste:

1. Malcolm Stewart, Honda 102

2. Aaron Plessinger, Yamaha 92

3. Martin Davalos, Husqvarna 77

4. Jeremy Martin, Yamaha 74

5. Tyler Bowers, Kawasaki 66

6. Justin Hill, KTM 63

7. Gannon Audette, Kawasaki 61

8. RJ Hampshire, Honda 59

9. Shane Mcelrath, KTM 53

10. Matthew Bisceglia, Suzuki 49

MOTOCROSS

WM

(Stand nach 4 von 18 Veranstaltungen

inkl. Neuquen/ARG - 10.4.)

MXGP:

1. Romain Febvre, F, Yamaha 172

2. Tim Gajser, SLO, Honda 169

3. Antonio Cairoli, I, KTM 144

4. Jeremy van Horebeek, B, Yamaha 138

5. Evgeny Bobryshev, RUS, Honda 134

6. Max Nagl, D, Husqvarna 125

7. Shaun Simpson, GB, KTM 105

8. Kevin Strijbos, B, Suzuki 103

9. Glenn Coldenhoff, NL, KTM 82

10. Tommy Searle, GB, Kawasaki 74

Ferner:

11. Valentin Guillod, CH, Yamaha 72

33. Angus Heidecke, D, KTM 1

MX2:

1. Jeffrey Herlings, NL, KTM 200

2. Jeremy Seewer, CH, Suzuki 152

3. Aleksandr Tonkov, RUS, Yamaha 131

4. Pauls Jonass, LV, KTM 130

5. Petar Petrov, BG, Kawasaki 104

6. Benoit Paturel, F, Yamaha 99

7. Samuele Bernardini, I, TM 91

8. Vsevolod Brylyakov, RUS, Kawasaki 84

9. Brent van Doninck, B, Yamaha 78

10. Alvin Östlund, S, Yamaha 70

Ferner:

23. Henry Jacobi, D, Honda 22

28. Christophe Valente, CH, KTM 10

(Stand nach 2 von 7 Veranstaltungen

inkl. Valkenswaard/NL - 28.3.)

WMX:

1. Courtney Duncan, NZ, Yamaha 93

2. Livia Lancelot, F, Kawasaki 86

3. Nancy van de Ven, NL, Yamaha 83

4. Larissa Papenmeier, D, Suzuki 60

5. Amandine Verstappen, B, KTM 57

6. Natalie Kane, IRL, KTM 53

7. Kiara Fontanesi, I, Honda 52

8. Britt van der Werff, NL, Suzuki 42

9. Shana van der Vlist, NL, Yamaha 40

10. Anne Borchers, D, Suzuki 39

Ferner:

11. Stephanie Laier, D, KTM 27

18. Virginie Germond, CH, Suzuki 19

23. Kim Irmgartz, D, Suzuki 7

(Stand nach 1 von 11 Veranstaltungen

inkl. Oss/NL - 10.4.)

Seitenwagen:

1. Adriaensssen/Daiders, B, WSP-AMS 50

2. D.Willemsen/Beunk, NL, WSP 44

3. Brown/Chamberlain, GB, WSP 40

4. van Daele/Smeuninx, B, WHT-Husqvarna 34

5. Vanluchene/Kurpnieks, B, VMC 33

6. Cermak/Cermak, CZ, WSP-Mega 28

7. Hermans/van Gaalen, NL, VMC 28

8. Bax/Bax, NL, WSP-Yamaha 23

9. Clohse/Verhagen, B, WSP 22

10. Sanders/Bijenhof, A, WSP 18

Ferner:

13. Bürgler/Betschart, CH, WSP-KTM 12

24. Weiss/Schneider, A, VMC 2

EM

(Stand nach 1 von 5 Veranstaltungen

inkl. Slagelse/DK - 9./10.4.)

65 ccm Nordwest:

1. Sem de Lange, NL 45

2. Liam Everts, B 45

3. Ivano van Erp, NL 44

4. Albert Legaard, DK 34

5. Yoran Moens, B 32

6. Charlie Heyman, GB 31

7. Sebastian Meckl, D 25

8. Jonas Stub Buch, DK 24

9. Lucas Coenen, B 23

10. Adam Maj, CZ 20

Ferner:

11. Maximilian Werner, D 19

17. Lino Neumann, D 8

18. Kevin Geiger, D 8

21. Colin Sarré, D 3

(Stand nach 1 von 5 Veranstaltungen

inkl. Slagelse/DK - 9./10.4.)

85 ccm Nordwest:

1. Anton Nagy, S 47

2. Rasmus Pedersen, DK 45

3. Emil Jonrup, S 38

4. Matias Vesterinen, FIN 35

5. Max Pilsson, S 31

6. Kay Karssemakers, NL 31

7. Lewis Hall, GB 25

8. Max Thunecke, D 25

9. Nico Greutmann, CH/D 21

10. Noel Nilsson, S 18

Ferner:

23. Cato Nickel, D, KTM 1

27. Robin Konrad, D 0

30. Constantin Piller, D 0

40. Pius Bergmann, D 0

(Stand nach 1 von 6 Veranstaltungen

inkl. Giannitsa/GR - 26./27.3.)

65 ccm Südost:

1. Matija Sterpin, KRO, KTM 50

2. Viktor Borislavov, BG, KTM 44

3. Aida Cojanu, RO, KTM 36

4. Marios Kanakis, GR, KTM 36

5. Michail Sarantinoudis, GR, KTM 35

6. Nikolaos Kanellopoulos, GR, KTM 30

7. Nikolaos Kosiavelos, GR, KTM 27

8. Despina Mandani, GR, KTM 24

9. Stavros Vagelakakis, GR, KTM 24

10. Akli Ulusan, TR, KTM 20

(Stand nach 1 von 6 Veranstaltungen

inkl. Giannitsa/GR - 26./27.3.)

85 ccm Südost:

1. Nikola Hranic, KRO, Husqvarna 50

2. Antonis Sagmalis, GR, KTM 44

3. Nikolay Malinov, BG, Kawasaki 40

4. Andreas Andreou, GR, Yamaha 36

5. Georgios Kariotis, GR, Yamaha 32

6. Dimitar Grozdanov, BG, KTM 29

7. Kristian Ivanov, BG, KTM 28

8. Miodrag Stanojevic, RS, Suzuki 26

9. Janko Railic, RS, KTM 25

10. Viktor Neychev, BG, KTM 21

(Stand nach 1 von 4 Veranstaltungen

inkl. Brezice/SLO - 2./3.4.)

65 ccm Südwest:

1. Matteo Luigi Russi, I, KTM 50

2. Pablo Gutierrez, E, KTM 44

3. Gianni Barbier, F, KTM 40

4. Zakhar Osmolovskiy, RUS, KTM 34

5. Valerio Lata, I, KTM 32

6. Daniela Guillen, E, KTM 30

7. Tejy Krismann, F, KTM 26

8. Victor Puig, E, KTM 23

9. Pau Magria, E, KTM 21

10. David Beltran, E, KTM 21

Ferner:

21. Mitja Krasniqi, CH, KTM 3

(Stand nach 1 von 4 Veranstaltungen

inkl. Brezice/SLO - 2./3.4.)

85 ccm Südwest:

1. René Hofer, A, KTM 50

2. Maks Mausser, SLO, KTM 44

3. Kevin Cristino, I, Yamaha 36

4. Mattia Capuzzo, I, TM 36

5. Tom Guyon, F, TM 32

6. Alberto Barcella, I, Husqvarna 31

7. Andrea Bonacorsi, I, KTM 26

8. Oriol Oliver, E, Kawasaki 25

9. Guillem Farres, E, Kawasaki 22

10. Kevin Brumann, CH, Yamaha 16

Ferner:

22. Joel Elsener, CH, Yamaha 3

23. Oskar Reichenpfader, A, KTM 3

(Stand nach 1 von 10 Veranstaltungen

inkl. Valkenswaard/NL - 28.3.)

250 ccm:

1. Conrad Mewse, GB, Husqvarna 50

2. Even Heibye, N, KTM 40

3. Thomas Kjer Olsen, DK, Husqvarna 40

4. Hunter Lawrence, AUS, Kawasaki 38

5. Kevin Wouts, B, KTM 30

6. Anton Lundgren, S, Husqvarna 30

7. Nick Kouwenberg, NL, Honda 26

8. Bas Vaessen, NL, Suzuki 25

9. Darian Sanayei, USA, Kawasaki 23

10. Ken Bengtson, S, Yamaha 21

Ferner:

25. Mike Stender, D, Yamaha 0

(Stand nach 1 von 6 Veranstaltungen

inkl. Valkenswaard/NL - 28.3.)

300 ccm:

1. Yentel Martens, B, Husqvarna 47

2. Lewis Gregory, GB, Yamaha 40

3. Mike Kras, NL, KTM 40

4. Mike Vanderstraeten, B, TM 38

5. Kevin van Geldorp, NL, Yamaha 28

6. Francisco Utrilla Antonio, E, Yamaha 27

7. Joshua van der Linden, NL, Yamaha 26

8. Patrick Vos, NL, KTM 25

9. Matthew Moffat, GB, KTM 24

10. Dietger Damiaens, B, KTM 22

(Stand nach 2 von 8 Veranstaltungen

inkl. Vucak-Zabok/KRO - 9./10.4.)

Open:

1. Tim Gajser, SLO, Honda 50

2. Martin Michek, CZ, KTM 42

3. Klemen Gercar, SLO, Husqvarna 38

4. Aljosa Molnar, SLO, Honda 36

5. Petr Bartos, CZ, KTM 33

6. Petr Michalec, CZ, Honda 33

7. Ian Oskar Katanec, SLO, Yamaha 24

8. Ondrej Brendl, CZ, Suzuki 21

9. Matej Jaros, KRO, Kawasaki 20

10. Patrik Schrattenecker, A, KTM 18

DM

Stand (nach 1 von 7 Veranstaltungen

inkl. Lugau - 10.4.)

MX Open:

1. Dominique Thury, KTM 45

2. Filip Neugebauer, CZ, Kawasaki 45

3. Lawrence Hunter, AUS, Kawasaki 44

4. Arminas Jasikonis, LT, Kawasaki 34

5. Tim Koch, Suzuki 31

6. Jaromir Romancik, CZ, Suzuki 29

7. Lars Reuther, KTM 27

8. Chris Gundermann, Yamaha 26

9. Rudolf Weschta, CZ, Suzuki 26

10. Stephan Büttner, D, Kawasaki 25

Stand (nach 2 von 8 Veranstaltungen

inkl. Dolle - 3.4.)

Seitenwagen:

1. Clohse/Verhagen, B/NL, WSP 86

2. Weiss/Schneider, A, VMC 69

3. Blank/Klooz, VMC 58

4. Reimann, WSP 54

5. Faustmann/Haller, VMC 54

6. Santermans/Mucenieks, B/LV 50

7. D.Willemsen/Beunk, NL, WSP 50

8. Interbitzin, VMC-Yamaha 50

9. Richter/Leskow, WSP 50

10. Garhammer/Lange, VMC 45

Stand (nach 1 von 8 Veranstaltungen

inkl. Dolle - 3.4.)

Quad:

1. Joe Maessen, NL, Yamaha 47

2. Mike van Grinsven, NL, Honda 47

3. Davey de Cuyper, B, Yamaha 38

4. Manfred Zienecker, KTM 34

5. Casper Holm, DK, Yamaha 33

6. Julian Haas, KTM 30

7. Joris Kersten, NL, Yamaha 30

8. Nick van Hout, NL, Yamaha 24

9. Oliver Vandendijk, B, Honda 23

10. David Freidinger, A, Suzuki 23

Von 9 auf 6: Max Nagl (12)

kämpft sich weiter nach

vorne in der WM-Wertung

• Foto: Husqvarna

POKAL

Stand (nach 2 von 6 Veranstaltungen

inkl. Lugau - 10.4.)

Open:

1. Jan Uhlig, Kawasaki 25,0

2. Franziskus Wünsche, KTM 22,0

3. Hannes Herbst, Suzuki 20,0

4. Dario Dapor, Yamaha 17,0

5. Maximilian von Heiß-Blößt, Honda 17,0

6. Carsten Stark, Kawasaki 14,5

7. Jonas Wolf, Husqvarna 14,5

8. Kevin Lindner, Honda 11,5

9. Ruven Piche, KTM 10,5

10. Alexander Barthel, Yamaha 9,5

Stand (nach 2 von 8 Veranstaltungen

inkl. Dolle - 3.4.)

Seitenwagen:

1. Kuhr/Ebert, WSP 88

2. Hey/Friedrisszyk, WHT 59

3. Ohl/Reinert, WSP 47

4. Hannuschke/Friedrisszyk, VMC 45

5. Hartmann/Bodtländer, WSP 43

6. Winkler/Buschmann, Bastech 43

7. Müller/Ritzmann, VMC-Husaberg 41

8. Kutschke/Schmidt, VMC 29

9. Knübben/Godau, WSP 27

10. Laaser/Schmidt, VMC 13

80

MCE

Mai '16


Unser einziger Enduro-WM-Fahrer

Edward Hübner liegt nach der

Auftaktrunde auf Rang 14

• Foto: Marco Burkert

TERMINE 2016

4 TAGE

01.-04.08. Kinder & Jugend Sommer-Motocross-Camp auf 2-Strecken

3 TAGE freies Fahren & Training auf neuen Strecken!

15.-17.04. 46. EnduroPROjekt Langensteinbach

06.-08.05. 47. EnduroPROjekt Meltewitz

29.-31.07. 48. EnduroPROjekt Langensteinbach

01.-03.10. 49. EnduroPROjekt Meltewitz

2 TAGE

30.04.-01.05. Sportfahrertraining auf der Strecke vom MSC Walldorf/Werra

11.-12.06. EXTREME-Endurotraining auf dem MELZ-EXTREME Gelände

18.-19.06. Endurotraining auf dem “KTM-ADVENTURE-LAND-SUHL”

03.-04.09. Endurotraining auf dem “KTM-ADVENTURE-LAND-SUHL”

10.-11.09. EXTREME-Endurotraining auf dem MELZ-EXTREME Gelände

ENDURO

WM

(Stand nach 1 von 8 Veranstaltungen

inkl. Agadir - 9./10.4.)

E1:

1. Eero Remes, FIN, TM 40

2. Jamie McCanney, GB, Yamaha 30

3. Nathan Watson, GB, KTM 30

4. Gianluca Martini, I, Kawasaki 28

5. Daniel McCanney, GB, Husqvarna 21

6. Victor Guerrero, E, KTM 20

7. Alessandro Battig, I, Honda 16

8. Rudy Moroni, I, KTM 15

9. Ivan Cervantes, E, KTM 15

10. Anthony Boissiere, F, Sherco 11

Ferner:

12. Pascal Rauchenecker, A 9

14. Edward Hübner, D, Sherco 6

E2:

1. Mathias Bellino, F, Husqvarna 37

2. Matthew Phillips, AUS, Sherco 37

3. Alex Salvini, I, Beta 30

4. Loic Larrieu, F, Yamaha 24

5. Taylor Robert, USA, KTM 23

6. Cristobal Guerrero, E, Yamaha 21

7. Oriol Mena, E, Honda 18

8. Deny Philippaerts, I, Beta 15

9. Davide Guarneri, I, Honda 14

10. Tommaso Montanari, I, Kawasaki 11

E3:

1. Steve Holcombe, GB, Beta 37

2. Johnny Aubert, F, Beta 35

3. Antoine Basset, F, KTM 32

4. Jaume Betriu, E, KTM 24

5. Manuel Monni, I, TM 24

6. Thomas Oldrati, I, Husqvarna 20

7. Luis Correia, E, Beta 17

8. Jonathan Barragan, E, Gas Gas 14

9. Romain Dumontier, F, Yamaha 13

10. Lorenzo Santolino, E, Sherco 9

EnduroGP:

1. Mathias Bellino, F, Husqvarna 37

2. Matthew Phillips, AUS, Sherco 35

3. Steve Holcombe, GB, Beta 26

4. Johnny Aubert, F, Beta 24

5. Eero Remes, FIN, TM 22

6. Alex Salvini, I, Beta 22

7. Antoine Basset, F, KTM 17

8. Taylor Robert, USA, KTM 14

9. Loic Larrieu, F, Yamaha 14

10. Nathan Watson, GB, KTM 12

Junioren:

1. Giacomo Redondi, I, Honda 40

2. Josep Garcia, E, Husqvarna 34

3. Kirian Mirabet, E, Sherco 28

4. Albin Elowson, S, Husqvarna 23

5. Diogo Ventura, P, Gas Gas 22

6. Jeremy Carpentier, F, Honda 19

7. Oliver Nelson, S, TM 16

8. David Abgrall, F, Yamaha 14

9. Mika Barnes, FIN, KTM 13

10. Henric Stigell, FIN, TM 13

INTER-DM

(Stand nach 1 von 7 Veranstaltungen

inkl. Dahlen - 20.3.)

Championat:

1. Davide von Zitzewitz, KTM 25

2. Dennis Schröter, Husqvarna 22

3. Marco Neubert, KTM 20

4. Andreas Beier, Husqvarna 18

5. Anthony Boissiere, F, Sherco 16

6. Fabien Planet, F, Sherco 15

7. Edward Hübner, Sherco 14

8. Nick Emmrich, Husqvarna 13

9. Jan Schäfer, KTM 12

10. Björn Feldt, KTM 11

Enduro1:

1. Andreas Beier, Husqvarna 25

2. Anthony Boissiere F, Sherco 22

3. Derrick Görner, Husqvarna 20

4. Jonathan Rossé, CH, Yamaha 18

5. Yanik Spachmüller, KTM 16

6. Tilman Krause, KTM 15

7. Maria Franke, KTM 14

8. Eddie Findling, Sherco 13

9. Mike Kunzelmann, KTM 12

10. Maik Schubert, KTM 11

Enduro2:

1. Davide von Zitzewitz, KTM 25

2. Marco Neubert, KTM 22

3. Fabien Planet, F, Sherco 20

4. Edward Hübner, Sherco 18

5. Nick Emmrich, Husqvarna 16

6. Bruno Wächtler, KTM 15

7. Pascal Springmann, Beta 14

8. Martin Kradorf, KTM 13

9. Leonhard Blaack, Beta 12

10. Philipp Liermann, Beta 11

Enduro3:

1. Dennis Schröter, Husqvarna 25

2. Jan Schäfer, KTM 22

3. Björn Feldt, KTM 20

4. Christian Weiß, KTM 18

5. Paul Roßbach, KTM 16

6. Mark Risse, Beta 15

7. Nico Rambow, KTM 14

8. Kai-Arne Petruck, Sherco 13

9. Marc Neumann, KTM 12

10. Daniel Hänel, KTM 11

Junioren:

1. Jan Allers, KTM 25

2. Lukas Streichsbier, Husqvarna 22

3. Felix Martin, KTM 20

4. Philipp Müller, Husqvarna 18

5. Yannik Mosch, Sherco 16

6. Jan Taube, Husqvarna 15

7. Ole Soltwedel, KTM 14

8. Luca Schäfer, Beta 13

9. Max Bindemann, Husqvarna 12

10. Alexander Gehlert, Husaberg 11

1 TAG

14.05. Endurotraining

15.05. ENDUROCROSS-Training

25.06. Endurotraining

26.06. ENDUROCROSS-Training

02.07. Reiseenduro Lehrgang

03.07. Endurotraining für “Kids”

24.09. Endurotraining

25.09. EXTREME-Endurotraining

08.10. Endurotraining

09.10. EXTREME-Endurotraining

SUPERENDURO

WM

(Endstand nach 6 Veranstaltungen

inkl. Madrid/E - 19.3.)

Prestige:

1. Colton Haaker, USA, Husqvarna 292

2. Cody Webb, USA, KTM 287

3. Jonny Walker, GB, KTM 270

4. Taylor Robert, USA, KTM 231

5. Alfredo Gomez, E, KTM 221

6. Mario Roman, E, KTM 176

7. Ty Tremaine, USA, KTM 162

8. Taddy Blazusiak, PL, KTM 157

9. Andreas Linusson, S, KTM 77

10. Kevin Rookstool, USA, Sherco 71

Ferner:

19. Edward Hübner, D, Sherco 17

Junior:

1. Manuel Lettenbichler, D, KTM 343

2. Luis Oliveira, P, Yamaha 258

3. Tim Apolle, D, Husqvarna 229

4. Blake Gutzeit, ZA, Husqvarna 170

5. Mathias Martinsen, N, KTM 122

6. Benjamin Herrera, RCH, TM 119

7. William Hoare, GB, Sherco 109

8. Lee Sealey, GB, Yamaha 95

9. Gethin Humphreys, GB, Husqvarna 71

10. Oskar Kaczmarczyk, PL, KTM 61

(Endstand nach 1 Veranstaltung inkl. Prag/CZ

12.3.)

Damen:

1. Sandra Gomez, E, Husqvarna 37

2. Emma Bristow, GB, Sherco 37

3. Maria Franke, D, KTM 28

4. Kirsten Landman, ZA, KTM 28

5. Rita Vieira, P, Beta 22

MOTOCROSS

Wisskirchen/

Euskirchen

Autobahn Abf. Satzvey

15./16. Mai 2016

www.mscwisskirchen.de

SUPERMOTO

WM

(Stand nach 1 von 7 Veranstaltungen

inkl. Jerez/E - 3.4.)

S1:

1. Thomas Chareyre, F, TM 50

2. Marc Reiner Schmidt, D, TM 42

3. Lukas Höllbacher, A, Husqvarna 38

4. Pavel Kejmar, CZ, KTM 38

5. Asseri Kingelin, FIN, Aprilia 31

6. Jose Luis Hernandez, E, Suzuki 29

7. David Gemenez, E, Suzuki 28

8. Marius Lita, RO, Suzuki 27

9. Ivan Romero, E, Suzuki 15

EM

(Stand nach 1 von 6 Veranstaltungen

inkl. Jerez/E - 3.4.)

ES2:

1. Petr Vorlicek, CZ, Suzuki 47

2. Giovanni Bussei, I, TM 43

3. Milan Sitniansky, CZ, Honda 42

4. Diego Monticelli, I, TM 35

5. Kevin Fagre, S, Yamaha 34

6. Romain Kaivers, B, KTM 29

7. Lorenzo Promutico, I, Honda 26

8. John Stambeck, S, Yamaha 25

9. Luca Ciaglia, I, Honda 25

10. Alessandro Asnivar, I, Yamaha 20

Sonntag PW 50 Mini, 50/65, 85 Senioren

MX2 Jugend, Damen, Senioren

Veteranen, Open Junioren

Montag 85 Junioren

Twin-Shock + Youngtimer

MX2 Junioren, MX2 National

Open National

Intern. DAM (MX2 + Open),

SWG-Cup Belgien-Deutschland

81

MCE

Mai '16


VORSCHAU

MOTOCROSS ENDURO 6/2016

Foto: Husqvarna

Foto: Yamaha

TEST Yamaha WR 250 F

TEST

Husqvarna 701

Supermoto

MOTOCROSS WM Leon/E + Kegums/LV + Teutschenthal/D

MX Masters Fürstlich-Drehna

ENDURO WM Agadir/MA + Gouveia/P

VERBÄNDE Regionale MX- und Enduro-Serien

GCC Saisonauftakt Walldorf

MOTOCROSS ENDURO 6/2016 - JUNI - ERSCHEINT AM 19.05. AN EUREM KIOSK

IMPRESSUM

Ziegler Verlags GmbH

Motocross Enduro

Birkenweiherstr. 14

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MCE

Mai '16


Motocross

23./24.04. Fürstlich Drehna www.msc-fuerstlich-drehna.de

21./22.05. Möggers www.mxweekend.at

11./12.06. Aichwald www.motocross-aichwald.de

02./03.07. Bielstein* www.mxmasters-bielstein.de

16./17.07. Tensfeld www.adac.de/sh

20./21.08. Gaildorf www.msc-gaildorf.de

17./18.09. Holzgerlingen www.kfv-kalteneck.de

Weitere Informationen unter: www.adac.de/mx-masters

Termine 2016

*ohne ADAC MX Junior Cup

Laudert GmbH + Co. KG, Bildnachweis: Kawasaki, Suzuki

Unsere Partner:


Foto: R. Schedl

www.kiska.com

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Gezeigte Fahrszenen bitte nicht nachahmen, Schutzkleidung tragen und die anwendbaren Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten!

Die abgebildeten Fahrzeuge können in einzelnen Details vom Serienmodell abweichen und zeigen teilweise Sonderausstattung gegen Mehrpreis.

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