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aerokurier 05/2016

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5/<strong>2016</strong> Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 www.<strong>aerokurier</strong>.de / 60. Jahrgang<br />

<strong>aerokurier</strong><br />

DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />

Schwerpunkt<br />

KUNST-<br />

FLUG<br />

•<br />

Ausbildung<br />

Der Weg zur<br />

Berechtigung<br />

•<br />

Basistrainer<br />

Dolderer und<br />

die Decathlon<br />

•<br />

Hersteller<br />

Blick in Extras<br />

Werkhalle<br />

GENUSS-<br />

REISE IM<br />

NORDEN<br />

SPANIENS<br />

• Twister Aerobatics<br />

LEICHTE<br />

KUNST<br />

Mit dem Trike um die Welt<br />

Die fliegenden Nomaden<br />

Akaflieg Stuttgart fs31<br />

Das große<br />

Erfolgsprojekt


[ EDITORIAL Mai ]<br />

TURNÜBUNGEN<br />

Ziehen, bis der Flieger schüttelt, Tritt ins Seitenruderpedal,<br />

und ab geht die Post: Wenn die Erde<br />

unter einem Karussell fährt, dann ist das nicht<br />

notwendigerweise ein Grund zur Panik. Im<br />

Gegenteil – regelmäßig trainiert, erübrigt sich die<br />

Frage, was in einem solchen Fall zu tun ist.<br />

Als ich am Osterwochenende zu meinen ersten vier Flügen in<br />

diesem Jahr abhob und dabei mit einem fremdbestimmten<br />

Vollakro-Programm und rund 30 selbstbestimmten Trudelumdrehungen<br />

– freilich unter Fluglehrer-Aufsicht – gleich in die Vollen<br />

ging, stand bereits fest, dass dieses Heft sehr speziell werden<br />

würde. Den Fokus auf den Kunstflug zu legen bot sich aus mehreren<br />

Gründen an: So haben nicht wenige Piloten die Kunstflugberechtigung<br />

in ihrer Lizenz eingetragen, sind also selbst gerne<br />

in anormalen Fluglagen oder im Grenzbereich ihres Flugzeugs<br />

unterwegs. Weiterhin bieten der Kunstflug und vor allem die<br />

Kunstflugausbildung die Chance, eben jene Grenzbereiche kontrolliert<br />

auszuloten. Was macht mein Flugzeug, wenn ich das und<br />

das tue, und vor allem: Wie bringe ich es wieder in den Normalflug<br />

zurück? Wer weiß, wie sich das Trudeln anfühlt, der wird<br />

nicht sofort in Panik geraten, sondern sein Fluggerät mit beherzten<br />

Steuereingaben wieder unter Kontrolle bringen, wenn es<br />

darauf ankommt. Im Notfall kann einem die Erfahrung aus der<br />

Übung das Leben retten. Und nicht zuletzt sieht akkurater Kunstflug<br />

einfach schön aus und begeistert die Zuschauer – egal, ob<br />

sie noch nie einen Steuerknüppel in der Hand hatten oder auf<br />

hunderte Flugstunden zurückblicken.<br />

Der vorliegende <strong>aerokurier</strong> zeigt das Thema Kunstflug in vielen<br />

Facetten: Angefangen vom erfahrenen Airliner-Kapitän, der in<br />

der Akro-Ausbildung so manches neu entdeckt, über die richtigen<br />

Kunstflugmaschinen wie Decathlon, Extra und sogar das UL<br />

Twister bis hin zu einem Segelflieger, der sich so gar nicht<br />

festlegen will, ob nun der Strecken- oder der Kunstflug das einzig<br />

Wahre ist. Ergänzt werden diese Beiträge um Praxistipps, die<br />

nicht nur für den Kunstflieger relevant sind. Schließlich laden<br />

zwei ungewöhnliche Reisegeschichten dazu ein, noch einmal in<br />

Normalfluglage in die Ferne zu schweifen – entweder, um dem<br />

kulinarischen Genuss zu frönen oder mit einem ganz kleinen<br />

Fluggerät das größtmögliche Abenteuer zu wagen.<br />

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass Ihnen trotz<br />

der vielen Kopfstand-Bilder der Griff zur Tüte erspart bleibt.<br />

Im Zweifelsfall das Heft zur Entspannung einfach mal umdrehen.<br />

Lars Reinhold,<br />

Redaktionsleiter <strong>aerokurier</strong><br />

Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />

oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />

Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />

Foto: Lars Reinhold<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 3


36<br />

Das<br />

fliegende Auge<br />

Q01 – Ein Aufklärer aus<br />

dem Hause Stemme<br />

Motorfliegen<br />

6 Die Trike-Globetrotter<br />

Mit einem „fliegenden Motorrad“<br />

umrunden zwei deutsche<br />

Abenteurer die Welt<br />

18 Motorkunstflug lernen<br />

Was Interessenten rund um<br />

die Ausbildung zur Kunstflugberechtigung<br />

wissen müssen<br />

23 Dr. Spornrad ...<br />

... äußert sich dieses Mal zu den<br />

Macken der Airshow-Heroes<br />

24 Super Decathlon<br />

Gemeinsam mit Matthias<br />

Dolderer unterwegs im<br />

beliebten Akro-Schulflugzeug<br />

40 Genuss-Reise<br />

Wer Fliegerei und Kulinarik<br />

zugleich genießen will, sollte<br />

einen Trip nach Spanien planen<br />

102 Tollkühne Pilotin im Porträt<br />

Kunstfliegerin Yvonne Schönek<br />

geht es gar nicht ums Adrenalin.<br />

Behauptet sie jedenfalls...<br />

Magazin<br />

30 Hinter Extras Toren<br />

Ein Blick in die Produktion der<br />

erstklassigen Kunstflugzeuge<br />

34 OUV auf Zukunftskurs<br />

Neuer Vorstand und neue Ziele<br />

für die Selbstbauer<br />

36 Reiner Stemme Q01<br />

Eine neues Aufklärungsflugzeug<br />

von Stemme UAS für die Welt<br />

38 GA Roadmap der EASA<br />

Was erreicht wurde und was<br />

geplant ist<br />

Inhalt Nr. 5 <br />

Mai <strong>2016</strong> I 60. Jahrgang<br />

6<br />

4 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong><br />

<strong>aerokurier</strong> gibt es auch als E-Paper.<br />

Mehr Infos: www.<strong>aerokurier</strong>.de/epaper


UL/LSA<br />

46 Kunstflug mit ULs<br />

Was die Ultraleichten können,<br />

zeigen Peter Wells und Chris<br />

Burkett mit ihren Twistern<br />

Business Aviation<br />

52 Neues im Geschäftsflug<br />

Einblick in die Projekte der<br />

großen Hersteller<br />

Praxis<br />

55 HPL im Kunstflug<br />

Wie g-Kräfte wirken, und wie<br />

man sich darauf vorbereitet<br />

58 Expertentipp<br />

Pflege für das Gurtzeug<br />

59 Luftrecht<br />

Paragrafen zum Kunstflug<br />

60 Sprit und Öl müssen fließen<br />

Was kunstflugtaugliche Aggregate<br />

von normalen unterscheidet<br />

64 Unfallanalyse<br />

Kunstflug gegen alle Regeln<br />

und im falschen Flugzeug<br />

Segelfliegen<br />

66 Akro und Strecke?<br />

Kunst- und Streckenflug müssen<br />

nicht zwei Welten bilden, sagt<br />

Wolfgang Schieck im Interview<br />

74 Fliegerschule Wasserkuppe<br />

Die Förderschule hat ein großes<br />

Programm für Lizenzinhaber<br />

Titelthemen<br />

im Abo<br />

Coupons auf den Seiten 63 und 77<br />

76 TopMeteo in SeeYou<br />

In SeeYou kann jetzt mit dem<br />

aktuellen Wetter von TopMeteo<br />

geplant werden<br />

78 Erfolgsprojekt fs31<br />

Der Schuldoppelsitzer hat<br />

Schule gemacht<br />

Rubriken<br />

3 Editorial<br />

17 News<br />

83 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />

92 Jobbörse<br />

100 Termine<br />

101 Impressum<br />

1<strong>05</strong> Leserforum<br />

106 Vorschau<br />

30<br />

102<br />

24<br />

66<br />

18<br />

Titelfotos: Akaflieg Stuttgart, Karl Drage / Twister Aerobatics, Trike-Globetrotter<br />

Fotos: Ralf Athen, Frank Herzog, Frank Martini, Gerhard Marzinzik, Erwino Nitz, Stemme, Trike-Globetrotter<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 5


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Die Trike Globetrotter<br />

NOMA<br />

DER LÜ<br />

Wenn Menschen ihr altes Leben für einen<br />

Traum aufgeben, können sie alles verlieren.<br />

Oder das ganz große Los ziehen und ein<br />

neues, intensives Leben beginnen. So<br />

wie Doreen und Andreas, die mit ihrem<br />

Hängegleiter-Trike um die Welt fliegen.<br />

6 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Sonderbares<br />

Panorama: Über<br />

der Andacollo-<br />

Kupfermine in<br />

Chiles Bergen.<br />

DEN<br />

FTE<br />

AUTOR: Lars Reinhold<br />

FOTOS: Trike Globetrotter<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 7


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Kleines Trike über<br />

großer Stadt: im<br />

Anflug auf Rosario<br />

in Argentinien.<br />

8 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


„VIELE SCHNAPSIDEEN VERLIEREN<br />

NÜCHTERN BETRACHTET IHREN REIZ.<br />

UNSER PLAN ABER STAND FEST.“<br />

Ein selbst gekochtes<br />

Süppchen beim<br />

Picknick im<br />

Monument Valley.<br />

Schneebedeckte Berge. Inseln<br />

im türkisen Wasser. Regenwald.<br />

Wüsten. Großstädte und<br />

kleine Dörfer. Flughäfen und<br />

Landebahnen. Das alles aus der Vogelperspektive.<br />

Eigentlich keine ungewöhnlichen<br />

Bilder im <strong>aerokurier</strong>.<br />

Allein das Vehikel im Vordergrund<br />

sorgt für Staunen: ein Hängegleiter-<br />

Trike, beladen mit bescheidener Campingausrüstung<br />

und zwei verwegenen<br />

Abenteurern.<br />

Die Geschichte, die Andreas Zmuda<br />

und Doreen Kröber beim Treffen<br />

mit dem <strong>aerokurier</strong> im Terminal des<br />

Tegeler Flughafens erzählen, ist so<br />

verwegen, dass man den beiden auf<br />

die Schulter klopfen und professionelle<br />

Hilfe empfehlen möchte. Allerdings:<br />

Für jede Episode haben die<br />

beiden Foto- und Videobeweise. So<br />

absurd die Geschichte der Weltumrundung<br />

mit einem „fliegenden Motorrad“<br />

auch klingen mag – die beiden<br />

ziehen ihren Plan durch.<br />

2010 hatten sie sich bei einer<br />

Amazonas-Expedition kennengelernt,<br />

Andreas war Reiseleiter, Doreen Teilnehmerin.<br />

„Ich habe mich Hals über<br />

Kopf in diese Frau verknallt und bin<br />

nach 25 Jahren als Überlebenskünst-<br />

In Guayaquil (Ecuador)<br />

müssen die ,Großen‘<br />

Flieger warten, bis das<br />

Trike auf dem Boden ist.<br />

Jubel am Airport Santo<br />

Domingo. Endlich angekommen<br />

in der Dominikanischen<br />

Republik!<br />

Im Anflug auf<br />

San Ignacio, Belize.<br />

Hier lebte Andreas<br />

einige Jahre.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 9


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

„DAS SCHÖNSTE AUF UNSERER REISE<br />

IST DIE KAMERADSCHAFT DER<br />

FLIEGER, DIE WIR ÜBERALL ERLEBEN.“<br />

Spiel mit den Wolken<br />

nach der Andenüber<br />

querung in<br />

Argentinien.<br />

Schattenspiel bei<br />

der Landung auf dem<br />

Flughafen St. Vincent<br />

in der Karibik.<br />

10 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Logenplatz mit Blick<br />

auf den Zuckerhut:<br />

Allein mit dem Trike<br />

über Rio de Janeiro.<br />

Selfie mit Sonne im<br />

Rücken: Kurz darauf<br />

geht es los Richtung<br />

Las Vegas.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 11


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

„ES WAR BEFREIEND, END-<br />

LICH LOSZUFLIEGEN UND<br />

DEN WIND ZU SPÜREN.“<br />

Wie im Reisekatalog:<br />

Grüne Inseln und türkises<br />

Meer bieten die Tobago<br />

Keys in der Karibik.<br />

ZUM BLOG<br />

der Globetrotter geht<br />

es über den QR-Code<br />

oder www.<strong>aerokurier</strong>.de/<br />

globetrotter. Hier<br />

schreiben Doreen<br />

und Andreas ab sofort<br />

exklusiv für den<br />

<strong>aerokurier</strong> über ihre<br />

Reise. Außerdem gibt es<br />

hier einige spektakuläre<br />

Videos der Trikeflieger.<br />

ler in allen Teilen der Welt nach<br />

Deutschland zurückgekehrt. Es war<br />

mitten im Dezember, und ich besaß<br />

nicht mal ein Paar Socken, weil ich<br />

zuletzt in der Karibik gelebt habe.“<br />

Die Idee zur Weltumrundung mit<br />

dem Trike entstand im Februar 2012<br />

bei einer Flasche guten Weins. „Die<br />

Urlaubsplanung stand an, es sollte<br />

unser erster gemeinsamer Sommerurlaub<br />

werden“, erzählt Doreen. „Bei<br />

der ersten Flasche Wein erfuhr ich,<br />

dass Andreas einen Pilotenschein hat.<br />

So kamen wir auf die Idee, ein Wohnmobil<br />

zu mieten und einige Wochen<br />

durch die USA zu touren und da zu<br />

fliegen. Als die zweite Flasche entkorkt<br />

war, diskutierten wir darüber, ob ich<br />

nicht eine längere Auszeit nehmen<br />

und wir den ganzen amerikanischen<br />

Kontinent aus der Luft erkunden<br />

könnten. Am Ende von Flasche drei<br />

war der Plan, unser altes Leben aufzugeben<br />

und mit dem Trike die Welt<br />

zu umrunden, perfekt.“<br />

Viele Schnapsideen verlieren ja<br />

nüchtern betrachtet ihren Reiz. „Unsere<br />

Entscheidung aber stand auch<br />

am nächsten Morgen noch“, sagt<br />

Andreas. Jetzt galt es, einen Zeitplan<br />

aufzustellen und das alte Leben re-<br />

gelrecht abzuwickeln. „Als Starttermin<br />

wählten wir Mitte Juni, denn<br />

Doreen, die als Ingenieurin am Berliner<br />

Flughafen mitarbeitete, wollte<br />

die Eröffnung noch miterleben. Ein<br />

aus heutiger Sicht utopischer Plan.“<br />

Fünf Monate blieben also.<br />

Welches Fluggerät nehmen wir?<br />

Was muss mit? Klamotten, Campingausrüstung,<br />

Foto- und Videoequipment,<br />

Ersatzteile – für eine Tour<br />

dieser Art gibt es keine Reiseführer.<br />

Wohnung auflösen, das Hab und Gut<br />

zu Geld machen. „300 Designerkleider<br />

und 200 Paar Schuhe habe ich<br />

verkauft“, sagt Doreen ein bisschen<br />

wehmütig. „Nur ein Blümchenkleid<br />

ist geblieben, denn das ist knitterfrei<br />

und leicht.“ Auch ihrer Familie musste<br />

Doreen irgendwie das geplante<br />

Abenteuer verklickern. Nach Schule,<br />

Leistungssport, Studium und gutem<br />

Job ein derartiger Ausstieg – begeistert<br />

waren die Kröbers nicht. Außerdem<br />

brauchte jeder drei Reisepässe.<br />

„Mir war klar, dass es in gewissen<br />

Staaten Probleme geben würde, wenn<br />

im Pass Stempel gewisser anderer<br />

Staaten drin sind“, sagt Andreas.<br />

Was das Fluggerät anging, fiel die<br />

Wahl auf ein DTA Voyageur II mit<br />

Rotax-912S-Motor. Auch die Frage<br />

nach Werkzeug und Ersatzteilen stand<br />

im Raum. „Auf Nachfrage schickte<br />

uns DTA eine Vorderachse für das<br />

Trike“, sagt Andreas. „Damals kam<br />

uns das komplett sinnlos vor, aber<br />

wir packten das schwere Teil ein.<br />

Auch zwei Propellerblätter wanderten<br />

ins Gepäck.“ Für die Routenplanung<br />

holten sich die Globetrotter<br />

Hilfe bei White Rose Aviation, einem<br />

englischen Dienstleister, der sich auf<br />

das Einholen von Überfluggenehmigungen<br />

spezialisiert hat.<br />

Am 8. Juni brechen Andreas und<br />

Doreen auf, reisen von Tegel aus per<br />

Linienflug in die USA. Die Weltreise<br />

soll am 21. Juli 2012 beginnen, Andreas<br />

50. Geburtstag. Bis dahin gilt<br />

es noch eine Hürde zu meistern: Andreas<br />

muss seinen US-PPL machen,<br />

denn das Trike soll als LSA zugelassen<br />

werden. Außerdem muss es in<br />

die USA geliefert und dort zusammengebaut<br />

werden. „Das Trike kam<br />

mit zweiwöchiger Verspätung in<br />

Zephyrhills in Florida an, aber ohne<br />

Papiere“, berichtet Andreas von den<br />

Startschwierigkeiten. „Es war ein<br />

Akt, die ganzen Dokumente zu organisieren<br />

und unseren Flieger zuzu-<br />

12 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


lassen. Und dann, ja dann hab ich auch<br />

noch die Flugprüfung verhauen.“ Trotz<br />

25 Stunden Erfahrung auf Flächenflugzeugen,<br />

15 im Gyrocopter und 150<br />

auf Trikes fällt Andreas zweimal durch<br />

die Theorie. „Erst im dritten Anlauf<br />

hat es geklappt, die Praxis hingegen<br />

ging reibungslos.“ Einen Tag vor dem<br />

geplanten Abflug ist die Lizenz im<br />

Sack. „Ich bin ihm einfach nur um<br />

den Hals gefallen“, erinnert sich Doreen<br />

an den Moment, in dem die<br />

letzte große Hürde genommen war.<br />

Das Trike bekommt das Kennzeichen<br />

N217TG. Die 217 steht für den Starttag,<br />

TG für Trike Globetrotter.<br />

Bis Mitternacht packen die beiden<br />

ihre Ausrüstung zusammen. Eine<br />

wasserdichte Packrolle fasst den gesamten<br />

„Hausrat“, der geblieben ist.<br />

„Pro Nase vier T-Shirts, ein Hemd für<br />

Andreas, mein Blümchenkleid“, erklärt<br />

Doreen, die als Lademeisterin für das<br />

Equipment verantwortlich ist. „Dazu<br />

fünfmal Unterwäsche, Skisocken,<br />

Crocs, Turnschuhe, Toilettenartikel<br />

und Kleinkram wie Dokumente, Bargeld,<br />

Kreditkarten. Und natürlich<br />

Wasser und Notverpflegung – inklusive<br />

einer Flasche Rotwein.“ Die<br />

Rolle wiegt ganze zwölf Kilogramm.<br />

Außerdem verzurren die beiden Abenteurer<br />

ein ultraleichtes Campingzelt,<br />

Isomatten, Schlafsäcke und Kochausrüstung<br />

am Trike, in einer Tasche hat<br />

Doreen außerdem die Foto- und<br />

Videoausrüstung immer griffbereit.<br />

Von Zephyrhills aus starten sie in<br />

Richtung Suwannee am Golf von Mexiko.<br />

„Es war befreiend, endlich loszufliegen,<br />

den Wind im Gesicht zu<br />

spüren“, sagt Andreas. Nach 257<br />

Kilometern sind die beiden wieder<br />

am Boden. 257 Kilometer von rund<br />

160 000 sind geschafft. Und gleich bei<br />

ihrem ersten Stopp erleben sie das,<br />

was sie als herzliche Kameradschaft<br />

unter Fliegern überall auf der Welt<br />

bezeichnen. „Auf dem Flugplatz haben<br />

einige Mechaniker einen Geburtstag<br />

gefeiert. Wir wurden direkt eingeladen,<br />

dazuzukommen, und als wir<br />

von unserer Reise erzählten, bot man<br />

uns an, im Büro zu übernachten. So<br />

lagen wir mit Isomatte, Schlafsack<br />

und zwei Hunden auf dem Boden und<br />

waren die glücklichsten Menschen<br />

der Welt!“<br />

Weiter geht die Reise über Georgia,<br />

Tennessee und Indiana. Pünktlich<br />

zum AirVenture wollen Doreen und<br />

Andreas in Oshkosh einfliegen. Dieser<br />

Plan findet in Kentland nahe Chicago<br />

ein jähes Ende. „Im Landeanflug<br />

erwischte uns hier eine heftige Windböe,<br />

das Trike setzte ziemlich hart<br />

auf und drehte sich dann um die<br />

Hochachse“, berichtet Andreas. „Das<br />

Ergebnis war ein verzogener Rahmen<br />

und eine gebrochene Achse. Aber<br />

genau dafür hatten wir ja Ersatz dabei.“<br />

Die Reise nach Oshkosh treten<br />

die beiden daraufhin im Mietwagen<br />

an. „Das war die Höchststrafe.“ Dass<br />

sie sich von mehreren Oshkosh-Veteranen<br />

anhören müssen, der Plan,<br />

mit dem Trike um die Welt zu fliegen,<br />

sei komplett bescheuert, verkommt<br />

dabei zur Fußnote. „Das war mit Augenzwinkern“,<br />

versichert Andreas.<br />

Allerdings bleibt ein Problem: Das<br />

Trike ist kaputt und die Ersatzteile<br />

kommen nicht. Der Hersteller hat<br />

volle zwei Monate Betriebsferien. Die<br />

Verzögerung nutzen Andreas und<br />

Doreen, um nach Kuba zu düsen und<br />

die Insel mit dem Motorroller zu erkunden.<br />

Als die Reparaturen Ende September<br />

erledigt sind, geht es weiter. Am<br />

Flughafen von Logan in Utah wieder<br />

das Roulette der Gastfreundschaft:<br />

„Ein Mechaniker lud uns ein, bei sich<br />

zu übernachten“, sagt Andreas und<br />

fängt an zu lachen. „Als die Terminalmanagerin<br />

von unserem Plan erfuhr,<br />

kam das erste Upgrade, nämlich die<br />

Einladung in ihre Wohnung. Als auch<br />

noch der Flughafenchef davon Wind<br />

bekam, hieß es, wir könnten in seinem<br />

Haus gleich mehrere Tage bleiben,<br />

wenn wir wollten. Echt unglaublich!“<br />

Auch andernorts hilft man den Abenteurern.<br />

„Es kam mehrfach vor, dass<br />

uns Mechaniker einfach ihren Autoschlüssel<br />

in die Hand gedrückt und<br />

gesagt haben: ,Fahrt ihr in die Stadt,<br />

holt euch, was ihr braucht.‘ In der<br />

Zwischenzeit haben sie sich um den<br />

Check des Trikes gekümmert.“<br />

Über fantastische Landschaften<br />

wie das Monument Valley geht es im<br />

November 2012 nach Mexiko. Hier<br />

müssen die Trike Globetrotter aufgrund<br />

heftiger Turbulenzen unplanmäßig<br />

landen. Dumm nur, dass die<br />

Piste zu einem Dorf gehört, in dem<br />

die lokale Drogenmafia das Sagen hat.<br />

„So richtig geheuer war uns das nicht,<br />

aber die Leute haben dreimal am Tag<br />

für uns gekocht. Als das Wetter wieder<br />

besser wurde, konnten wir einfach<br />

weiterfliegen“, erinnert sich der<br />

Trikepilot.<br />

In 15 000 Fuß Höhe passieren Doreen<br />

und Andreas Mexico City – hier<br />

kommt erstmals die Sauerstoffanlage<br />

zum Einsatz. Für den Abschnitt von<br />

Panama City nach Kolumbien geht<br />

es 350 Kilometer über unlandbaren<br />

Dschungel – bei einer Cruise Speed<br />

von 60 Knoten kommt das Trike insgesamt<br />

rund 500 Kilometer weit.<br />

„Mitte Juli 2013, auf dem Weg zum<br />

Flugplatz Tumaco in Kolumbien, zog<br />

unter uns die Wolkendecke immer<br />

mehr zu – kein Loch, um durchzuschlüpfen.<br />

Als wir die Fluglotsen auf<br />

unsere Lage aufmerksam machten,<br />

schickte das Militär zwei Kampfjets,<br />

die für uns ein Loch in den Wolken<br />

suchten und uns nach unten brachten“,<br />

berichtet Andreas von einer<br />

weiteren denkwürdigen Episode. Am<br />

Boden habe es aber nicht etwa Ärger<br />

gegeben. „Stattdessen kam ein Golfcart<br />

mit heißem Kaffee, und als die<br />

Kampfpiloten von unserer Geschichte<br />

hörten, schnitten sie tatsächlich<br />

ihre Hoheitsabzeichen von den Uniformen<br />

und gaben sie uns als Andenken<br />

mit.“<br />

Und die denkwürdigen Episoden<br />

werden immer mehr. Manche Waldstücke<br />

müssen die Globetrotter hoch<br />

überfliegen, um vor den Waffen der<br />

Guerilla sicher zu sein. In Esmeraldas<br />

ist die Wolkendecke einmal mehr so<br />

dicht, dass ein Guide ein Loch sucht<br />

Die gute Laune fliegt<br />

immer mit. Ready for<br />

take-off in Nicaragua<br />

Richtung Costa Rica.<br />

Ungläubig staunen die<br />

kolumbianischen<br />

Jagdflieger über das<br />

Fluggerät der Globetrotter.<br />

Bei einer Expedition im<br />

Amazonasdschungel<br />

haben sich Andreas und<br />

Doreen kennengelernt.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 13


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

„EISKALTE HÄNDE UND SCHÜTTELFROST<br />

TROTZ HEIZKLAMOTTEN. ABER DIE<br />

GEWISSHEIT, ETWAS EINMALIGES ZU TUN.“<br />

Die fliegenden Nomaden:<br />

Minimalistischer als mit<br />

dem Trike kann man kaum<br />

in der Luft unterwegs sein.<br />

Schaulustige nach der<br />

Notlandung am Strand<br />

in Ecuador (rechts).<br />

Gut sortiertes<br />

Ersatzteillager<br />

am Logan<br />

Airport.<br />

Zu zweit in einem Trike<br />

über die Anden, das gab<br />

es noch nie! Andreas und<br />

Doreen als Pioniere.<br />

Im brasilianischen<br />

Sāo Félix heißt<br />

es einmal mehr<br />

„auftanken bitte“.<br />

14 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Ein buntes Mosaik<br />

bilden die Dächer der<br />

Häuser in Paramaribo,<br />

Surinams Hauptstadt.<br />

– dieses Mal ein Airbus A320 der<br />

Fluglinie TAME. In Ecuador muss<br />

Andreas wegen eines plötzlich aufziehenden<br />

Sturms notlanden. Mangels<br />

alternativer Pisten setzt er das Trike<br />

auf einen Sandstrand. „Da habe ich<br />

nur noch gebetet“, sagt Doreen. In<br />

Chile geht den Globetrottern fast der<br />

Sprit aus, weil sie wegen Bodennebels<br />

nicht landen können. Sie stranden<br />

schließlich auf einer alten Sandlandebahn<br />

in der Wüste. „Dort gab es<br />

freilich keinen Funkempfang, um<br />

unseren Flugplan zu schließen. Ich<br />

kletterte in voller Montur auf einen<br />

Hügel und setzte Blindsendungen ab.<br />

Da meldete sich eine Maschine der<br />

COPA Airlines und bot an, die Landemeldung<br />

an den Tower in Santiago<br />

weiterzugeben. Wieder half ein<br />

Airliner-Kapitän zwei Trikefliegern!“<br />

Während Andreas viele Stunden<br />

braucht, um zur nächsten Straße zu<br />

marschieren, per Anhalter in die Stadt<br />

zu fahren und Wasser, Lebensmittel<br />

und Sprit zu organisieren, bekommt<br />

Doreen in der Wüste Besuch: einmal<br />

von drei Männern, die von dem Abenteuer<br />

so begeistert sind, dass sie<br />

kalte Cola und ihre Sandwiches dalassen,<br />

einmal von zwei mürrischen<br />

Beamten, die bemängeln, dass das<br />

ein Privatflugplatz sei, der zum Paranal-Observatorium<br />

gehöre. Als sie<br />

von der misslichen Lage der Flieger<br />

hören, ziehen sie vondannen.<br />

Dann steht das bislang größte<br />

Abenteuer der Globetrotter an: Doreen<br />

und Andreas starten nach einer<br />

Woche wetterbedingter Bodenpause<br />

am 12. April 2014 um 10.48 Uhr in<br />

Puerto Montt und gehen auf Kurs Ost.<br />

Sie steigen auf 2100 Meter, passieren<br />

den Llanquihue-See und die Vulkane<br />

Osorno, Calbuco und Tronador. „Es<br />

war, als flöge man über eine Toblerone-Landschaft<br />

mit Zuckerglasur,<br />

die von türkisen Bergseen gesäumt<br />

ist“, schwärmt Andreas. „Minus zwei<br />

Grad, eiskalte Hände und Schüttelfrost<br />

trotz Heizklamotten, aber der Ausblick<br />

und das Gefühl, etwas Einmaliges<br />

zu tun, entschädigten für alle Strapazen.“<br />

Zwei Stunden und 11 Minuten<br />

dauert der Ritt, und als sie auf<br />

der Landebahn in Bariloche, Argentinien,<br />

ausrollen, gehen sie in die<br />

Geschichtsbücher ein – als die Ersten,<br />

die zu zweit in einem Hängegleiter-<br />

Trike die Anden überquert haben.<br />

Einige Tagestrips weiter westlich<br />

kommt es fast zur Katastrophe: Im<br />

Endanflug auf den Airport Rosario<br />

hört Andreas im Funk einen Airliner,<br />

der ebenfalls im Endanflug auf dieselbe<br />

Piste ist. Auf Nachfrage bestätigt<br />

der Lotse die Landefreigabe für<br />

das Trike. „Ich habe mich umgeschaut<br />

und kein anderes Flugzeug gesehen“,<br />

sagt Andreas, und Doreen ergänzt:<br />

„Kurz vorm Aufsetzen habe ich nach<br />

vorne gezeigt und gebrüllt ,Daaaaa!!‘“.<br />

Der Airbus hat den Platz ohne Clearance<br />

von der anderen Seite aus angeflogen,<br />

plötzlich sind Trike und<br />

Airliner auf Kollisionskurs. „Im letzten<br />

Moment brüllte der Fluglotse den<br />

Kapitän an, durchzustarten, und der<br />

Riese donnerte in beängstigend geringer<br />

Höhe über uns weg.“ Einige<br />

Interviews, viele Titelseiten und eine<br />

Flugsicherheitsuntersuchung später<br />

können die beiden weiterfliegen.<br />

Im August 2014 erleben die Globetrotter<br />

in Rio de Janeiro einmal<br />

mehr, welche Tore sich öffnen, wenn<br />

andere mitbekommen, dass man mit<br />

einem motorisierten Klappstuhl die<br />

Welt umrundet. „Ein Fluglotse, der<br />

auch in einem kleinen Luftsportclub<br />

aktiv ist, hat für uns den Luftraum<br />

um die Christusstatue gesperrt, damit<br />

wir sie zweimal umfliegen konnten“,<br />

Der Flug nach Guadeloupe<br />

ging eine Stunde<br />

nur übers Wasser. Notlandeplatz?<br />

Fehlanzeige.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 15


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Ab und an startet<br />

Andreas alleine<br />

zu einer kleinen<br />

Erkundungstour.<br />

Wo das Trike auch<br />

landet, alle Medien<br />

wollen die Story.<br />

Über Chile wird es<br />

mitunter richtig kalt.<br />

Ein Vorgeschmack auf<br />

die bald bevorstehende<br />

Andenüberquerung.<br />

Zwei Abenteurer, ein<br />

Trike, eine Idee: Wann<br />

sie wieder zu Hause<br />

sind, wissen die<br />

beiden noch nicht.<br />

sagt Andreas. „Normalerweise ist da<br />

alles voll mit Hubschraubern, die<br />

Bohrinseln versorgen, Touristen um<br />

die Statue fliegen oder Geschäftsleute<br />

von A nach B kutschieren. Aber<br />

für ein kleines Trike grounden die<br />

alle anderen – unfassbar! Allein mit<br />

‚Christus‘, hunderte Meter über der<br />

Stadt – es war Wahnsinn!“<br />

2015 lassen es die beiden etwas<br />

ruhiger angehen, arbeiten sich langsam<br />

bis in die Karibik vor und stellen<br />

das Trike für die Winterpause in Santiago<br />

in der Dominikanischen Republik<br />

ab. Die Frühjahrsmonate <strong>2016</strong><br />

verbringen sie – wie jeden Winter<br />

– in Deutschland; mit Vorträgen über<br />

ihre Tour füllen sie die Reisekasse<br />

wieder auf. „Es reicht eben irgendwie,<br />

ich arbeite ja nebenbei auch noch für<br />

einen Reiseveranstalter. Homeoffice<br />

eben, oder besser: Zeltoffice.“<br />

Seit April sind die Globetrotter<br />

wieder unterwegs, im Sommer steht<br />

mit der Route Kanada–Grönland–Island–Färöer<br />

und Norwegen der Sprung<br />

über den Atlantik an. Das Endziel:<br />

Australien. „Inzwischen ist es für uns<br />

keine Tour mehr“, sagt Andreas. „Es<br />

ist die Art, wie wir leben wollen – als<br />

fliegende Nomaden.“<br />

ae<br />

Die Reiseroute USA und Südamerika<br />

Vom 21. Juli bis zum<br />

29. Oktober 2012<br />

überfliegen Andreas<br />

und Doreen die USA.<br />

Mexiko und Mittelamerika<br />

passieren sie<br />

bis Ende April 2013.<br />

Von Kolumbien aus<br />

fliegen sie nach<br />

Süden und setzen am<br />

12. April 2014 in<br />

Südchile zum Sprung<br />

über die Anden an.<br />

Wieder Richtung<br />

Norden unterwegs,<br />

erreichen sie am 31.<br />

Juli 2014 Rio de<br />

Janeiro. Im September<br />

geht es über den<br />

Amazonas und im<br />

Frühjahr 2015 in<br />

Richtung Karibik. Auf<br />

den British Virgin<br />

Islands verbringen sie<br />

ihr „Dreijähriges“ und<br />

parken das Trike Ende<br />

2015 in der Dominikanischen<br />

Republik.<br />

Im Sommer <strong>2016</strong> soll<br />

es über Kanada,<br />

Grönland, Island und<br />

die Färöer-Inseln nach<br />

Norwegen gehen.<br />

16 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


[ NEWS ]<br />

F-Schlepp<br />

KLARHEIT ZUR KUPPLUNG<br />

Welche Voraussetzungen sind Pflicht für einen F-Schlepp an<br />

der Schwerpunktkupplung? Diese Frage dürften sich zum Saisonstart<br />

viele Segelflieger gestellt haben, nachdem mehrere unterschiedliche<br />

Auffassungen zur Rechtslage durch Fachpublikationen<br />

und Stammtischgespräche geisterten. Der aktuelle Stand bei<br />

Redaktionsschluss ist, dass die in § 30 der 3. DV zur LuftBO aufgeführte<br />

Regelung, laut der Segelflugzeugführer für Flugzeugschleppstarts<br />

an der Schwerpunktkupplung mindestens fünf<br />

F-Schlepps in den letzten sechs Monaten vorweisen müssen, nicht<br />

mehr gilt. Am 8. April positionierte sich der DAeC dahingehend,<br />

dass der § 30 eine lizenzrechtliche Frage regele, die aber inzwischen<br />

in der vorrangigen EU-Verordnung 1178/2011 erfasst sei. Darin<br />

würden bezüglich des F-Schlepps an der Schwerpunktkupplung<br />

keinerlei Einschränkungen formuliert. Im Übrigen bleiben die 3.<br />

DV zur LuftBO wie auch die LuftBO selbst und die anderen Durchführungsverordnungen<br />

vorerst in Kraft, soweit die nationalen<br />

deutschen Verordnungen keine lizenzrechtlichen, sondern flugbetriebliche<br />

Regelungen enthalten, hieß es. Erich Daum vom Referat<br />

Luftfahrt im Bundesverkehrsministerium bestätigte auf DAeC-<br />

Nachfrage diese Einschätzung, wies aber darauf hin, dass es den<br />

Segelflugvereinen freigestellt sei, intern einen Übungsstand analog<br />

§ 30 für entsprechende Starts festzuschreiben.<br />

Volocopter<br />

ERSTER BEMANNTER FLUG<br />

Der elektrisch angetriebene VC200 von e-volo hat in Karlsruhe seinen<br />

ersten bemannten Flug erfolgreich absolviert. Am Steuer des Multicopters<br />

saß e-volo-Geschäftsführer Axel Zosen. Angetrieben wird<br />

das 450 Kilogramm schwere Fluggerät von 18 Rotoren, die von neun<br />

Akkus versorgt werden. Die Power reicht für ein Tempo bis 100 Stundenkilometer.<br />

Als Nächstes stehen die vollständige Erprobung und<br />

die Zulassung des Zweisitzers an. Das Karlsruher Unternehmen rechnet<br />

mit der Serienfertigung innerhalb der nächsten zwei Jahre.<br />

Ready to fly<br />

RANS BAUT DIE S-20 JETZT AUCH SELBST<br />

Der Bausatzhersteller Rans hat für seine S-20LS die Zulassung als Special<br />

Light Sport Aircraft (SLSA) von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA<br />

erhalten. Damit können Kunden das Modell endmontiert vom Hersteller<br />

beziehen. Bislang war die S-20 nur als Selbstbau in der Experimental-<br />

Kategorie zugelassen. Neben sieben Kits bieten die Amerikaner damit<br />

jetzt vier Ready-to-fly-Modelle an. Für die knapp 600 Kilogramm schwere<br />

Einmot hält Rans diverse Optionen bereit: So sind sechs Motoren mit<br />

einer Leistung von 80 bis 180 PS erhältlich, ebenso wie drei Cockpitausfüh<br />

rungen mit Analog- oder Digitalinstrumenten.<br />

Fotos: Holger Weitzel, Volocopter, Ransdesigns<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 17


[ MOTORFLIEGEN Kunstflug-Ausbildung<br />

Motorkunstflug lernen<br />

IT<br />

AthenINVERTEDDO<br />

AUTOR: Christian Böhm<br />

FOTOS: Christian Böhm; ILLUSTRATIONEN: Ralf<br />

Als Neuling in der Fliegerei gewinnt man schnell den Eindruck, sich ohne<br />

Grenzen im Raum frei bewegen zu können. In der Flugausbildung wird<br />

man aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, schränken<br />

doch g-Limits und Gesetze die Freiheit ein. Wagt man den Schritt zum<br />

Kunstflieger, wird die Grenzenlosigkeit wieder ein Stück mehr erfahrbar.<br />

Die Schlösser von Fallschirm<br />

und Sicherheitsgurt klicken.<br />

Ich ziehe die Bänder so<br />

straff es geht und sitze nun<br />

fest angeschnallt auf dem vorderen<br />

Sitz der Super Decathlon. Trotz mehrerer<br />

Tausend Flugstunden – vornehmlich<br />

auf der Boeing 737 – und<br />

mehr als 1000 auf Ultraleichtflugzeugen,<br />

davon viele als Fluglehrer, finde<br />

ich mich nun selbst in der Rolle des<br />

Schülers wieder. Motorkunstflug lernen<br />

lautet mein selbst gewählter Auftrag<br />

für die nächsten Tage.<br />

Schräglagen und Längsneigungen,<br />

auch über das normale Maß hinaus,<br />

konnte ich in meiner Fliegerlaufbahn<br />

schon zur Genüge kennenlernen, auch<br />

laden agile ULs gerne zu Turnübungen<br />

ein. Allerdings ist man hier an<br />

Limits gebunden. Von meiner Segelkunstflug-Ausbildung<br />

vor 15 Jahren<br />

weiß ich noch, dass richtiger Kunstflug<br />

viel mit Disziplin und Training<br />

zu tun hat. Man studiert ein Programm<br />

ähnlich der Choreografie eines Tänzers<br />

ein, um dieses fehlerfrei abzufliegen<br />

– für sich selbst oder aber für<br />

Zuschauer und Wertungsrichter am<br />

Boden. Viele Piloten, die den Kunstflugschein<br />

machen, haben keine<br />

Wettbewerbsambitionen. Sie sehen<br />

die Ausbildung als Sicherheitstraining,<br />

als Erweiterung ihrer Fähigkeiten.<br />

Das Üben von Grenzflugzuständen<br />

oder gar Trudeln kommt bei der normalen<br />

Flugausbildung ja oft zu kurz.<br />

Häufig liegt es am verfügbaren Fluggerät,<br />

nicht weniger häufig am Lehrer,<br />

der gewisse Dinge im Rahmen<br />

seiner eigenen Ausbildung auch noch<br />

nie erlebt hat.<br />

Für mich als Linienpilot gehören<br />

Trainings und Weiterbildung zum<br />

alltäglichen Geschäft. Auch werden<br />

sogenannte Upset-Recoveries und<br />

Stallübungen im Simulator regelmäßig<br />

geübt. Selbst in einer technologisch<br />

so fortgeschrittenen Fliegerei ist eines<br />

wichtiger denn je: das Gefühl für<br />

die Aerodynamik und die Grenzen<br />

des Flugzeugs.<br />

Bevor wir in die Decathlon steigen,<br />

ist einiges an Vorarbeit nötig. Grund-<br />

18 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


sätzlich wird von einem Kunstflugpiloten<br />

in spe viel Eigeninitiative<br />

erwartet. Das beginnt schon bei der<br />

Einweisung auf die neue Maschine<br />

und endet noch nicht bei der Vorstellung,<br />

wie man welche Manöver fliegt<br />

– Frontalunterricht ist hier nicht vorgesehen.<br />

Dennoch, ein ausführliches<br />

Briefing ist unverzichtbar, um sich<br />

kennenzulernen und den geplanten<br />

Flug im Detail abzustimmen. Schließlich<br />

ist in der Luft wenig Zeit zum<br />

Diskutieren.<br />

Nachdem ich mich in der für mich<br />

zunächst fremden Maschine eingerichtet<br />

habe, geht es entsprechend<br />

der Checkliste los. Einspritzer, Constant-Speed-Prop<br />

und Spornrad sind<br />

mir aus meiner fliegerischen Vergangenheit<br />

bereits bekannt. Für einen<br />

Neuling könnten hier bereits die<br />

ersten Hürden liegen, die die Ausbildung<br />

in die Länge ziehen. Denn:<br />

Seine Kunstflugausbildung kann man<br />

bereits mit 40 Flugstunden als PIC<br />

nach Scheinerhalt beginnen.<br />

Bei der Wahl des Kunstflugzeugs<br />

muss man den Spagat schaffen zwischen<br />

dem, was man zu bedienen in<br />

der Lage und dem, was für das Programm<br />

nötig ist. Ein Verstellpropeller<br />

nimmt dem Piloten im Kunstflug die<br />

Arbeit des ständigen Nachregelns ab,<br />

die Tauglichkeit für stationären Rückenflug<br />

ist sinnvoll, um auch Fluglagen<br />

zu üben, die zwar nicht Bestandteil<br />

des Kunstflug-Grundprogramms<br />

sind, aber die Möglichkeit bieten,<br />

bestimmte Flugsituationen zu demonstrieren.<br />

Eine CAP 21 oder die<br />

abgespeckte Version der Decathlon,<br />

die Citabria, sind vielleicht günstiger,<br />

aber hier spart man an der falschen<br />

Stelle. Das andere Ende der Flugstunden-Preisskala<br />

wird von Mustern wie<br />

Jak oder Extra markiert – und hier<br />

ist schon der Normalbetrieb für sich<br />

genommen eine Herausforderung.<br />

Übrigens: Mit einem Kunstflug-Trainer<br />

sind Figuren mitunter schwieriger<br />

zu fliegen als mit einem rollfreudigen<br />

reinrassigen Kunstflugboliden.<br />

Wir rollen zum Start. Run-up, Bahn<br />

frei, und ab geht`s! Die Maschine liegt<br />

Bei der gesteuerten<br />

Rolle müssen alle<br />

Ruder koordiniert<br />

eingesetzt werden.<br />

Der Kunstflugpilot<br />

muss die Orientierung<br />

behalten – auch wenn<br />

die Welt Kopf steht.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 19


[ MOTORFLIEGEN Kunstflug-Ausbildung<br />

Die Kubanische Acht<br />

ist eine komplexe Flugfigur,<br />

die im weiterführenden<br />

Training geübt wird.<br />

Jörg Kuhlmann (hinten)<br />

ist Kunstfluglehrer bei<br />

der Rhein-Mosel-Flug.<br />

Autor Christian Böhm<br />

ist Linienpilot und in<br />

der Freizeit mit seiner<br />

VirusSW in ganz Europa<br />

unterwegs. Zusammen<br />

mit Tomas Jakobs<br />

betreibt er die Website<br />

www.ul-fortbildung.de<br />

und geht auf die<br />

gehobenen Ansprüche<br />

der UL-Szene ein.<br />

gut in der Hand, die Steuerung ist<br />

direkt und bestätigt mich in meiner<br />

Einschätzung, mit der Rhein-Mosel-<br />

Flug eine gute Flugschule gefunden<br />

zu haben. Nicht nur, dass die Ausbildung<br />

auf diesem idealen Acro-Trainer<br />

zum günstigen Preis angeboten wird,<br />

auch geht es hier für erfahrene Flieger<br />

gleich ab der ersten Stunde mit<br />

Kunstflug los und<br />

nicht erst mit einer<br />

langen Einweisung.<br />

Mit meinem Lehrer<br />

Jörg passt es<br />

auch menschlich.<br />

Vielleicht mag es<br />

an der mir vertrauten, klar strukturierten<br />

Arbeitsweise und seiner Art<br />

des Lehrens liegen – Jörg war vorher<br />

bei der Bundeswehr Tornado-Pilot.<br />

Von Anfang an war klar: Wir sprechen<br />

die gleiche Sprache. So sind viele<br />

Begriffe und Phrasen in Flugenglisch<br />

gehalten – analog zur Akro-Literatur<br />

und den Flughandbüchern sowieso.<br />

Als ich 1994 in den USA meine Pilotenausbildung<br />

gemacht habe, ist mir<br />

ein Kunstflugbuch mit dem Titel „Basic<br />

Aerobatics“ von Michael Goulian<br />

– heute Pilot beim Red Bull Air Race<br />

– in die Hände gefallen. Ohne dass<br />

ich`s wusste, ist es das Buch, das Jörg<br />

zur Vorbereitung empfiehlt.<br />

So gehen mir auf dem Weg zur<br />

Kunstflug-Area alle Manöver noch<br />

einmal durch den Kopf. Wieviel g bei<br />

welcher Geschwindigkeit, welches<br />

Ruder wann. Dabei nicht den Faden<br />

verlieren. Und ganz wichtig: was zu<br />

ICH MUSS KRÄFTIG ZIEHEN, DAMIT<br />

IM LOOP 3,5 BIS 4 G ANLIEGEN<br />

UND OBEN NICHT DIE FAHRT FEHLT<br />

tun ist, wenn etwas nicht so läuft<br />

wie geplant. Für diese Fälle hat man<br />

eine Sicherheitsmindesthöhe von<br />

1500 Fuß AGL einzuhalten. Wie in<br />

der Luftfahrt üblich gibt es auch für<br />

die Turnerei eine Obergrenze. Ohne<br />

Flugplan wären das 2500 Fuß – darüber<br />

beginnt der kontrollierte Luftraum.<br />

Dort ist für Kunstflug ein Flugplan<br />

vorgeschrieben.<br />

Das ist auch der erste Punkt der<br />

Kunstflug-Checkliste, die man sich<br />

mit dem Begriff HASELL leicht merken<br />

kann. Das Akronym steht für die<br />

Begriffe Height (die richtige Höhe für<br />

Kunstflug), Airframe (das Flugzeug<br />

in der richtigen Konfiguration), Security<br />

(keine losen Gegenstände im<br />

Cockpit und richtig angeschnallt),<br />

Engine (richtige Triebwerksleistung<br />

gesetzt – in unserem Falle 2500 U/<br />

min), Location (über dem richtigen<br />

Kunstfluggebiet) und Look out (Luftraumbeobachtung).<br />

„Ab dafür“, sind die<br />

letzten Worte von Jörg,<br />

bevor ich am Knüppel<br />

doch kräftiger als erwartet<br />

ziehen muss, bis<br />

die geforderten 3,5 bis<br />

4 g für den Loop, dem Inbegriff des<br />

Kunstflugs, anliegen. Macht man es<br />

zu zaghaft, fehlt oben die Fahrt und<br />

das Manöver wird nicht symmetrisch.<br />

Von unten betrachtet sieht es dann<br />

aus wie ein Ei. Auch sollte man verinnerlicht<br />

haben, wo der Blick zu<br />

welchem Zeitpunkt zu sein hat. So<br />

ist er zu Anfang geradeaus gerichtet;<br />

wenn der Horizont verschwindet, geht<br />

er zur Tragfläche; ab etwa 120 Grad,<br />

also fast in Rückenlage, geht er wieder<br />

nach vorn, um den Horizont zu<br />

suchen und falls nötig die Maschine<br />

20 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Der Looping gilt als Inbegriff<br />

des Kunstfluges. Stimmen<br />

die Steuerkräfte hier<br />

nicht, wird er zum Ei.<br />

Beim Turn geht es darum,<br />

des Flugzeug nach dem<br />

senkrechten Steigflug auf<br />

dem Teller zu drehen.<br />

auszurichten. Solche Abläufe gibt es<br />

für alle Manöver, sie sollten einem<br />

schon vor dem ersten Kunstflug geläufig<br />

sein. Mentales Training, wissen,<br />

was wann wichtig ist. Beobachtet<br />

man Akro-Piloten bei ihren Trockenübungen<br />

am Boden, so machen sie<br />

nichts anderes.<br />

Als Nächstes folgt der Immelmann<br />

oder Aufschwung, eine Kombination<br />

von halbem Loop und Rolle. Hier<br />

kommt das für den „Normalo-Piloten“<br />

ungewöhnliche Kreuzen der Ruder<br />

in der Rückenfluglage zum Tragen.<br />

Denn auf dem Rücken wirken das nun<br />

nach unten zeigende Seitenruder und<br />

auch das negative Wendemoment<br />

umgekehrt. Gut, wenn man eine Maschine<br />

hat, die für stationären Rückenflug<br />

ausgelegt ist. So kann man<br />

das Verhalten des Flugzeugs ausgiebig<br />

studieren – nicht nur während<br />

eines kurzen Manövers.<br />

Noch klarer wird das Ruderverhalten<br />

bei der anschließenden Slow<br />

Roll, der gesteuerten Rolle, bei der<br />

man das Seitenruder während der<br />

ganzen Rolle im ständigen Wechsel<br />

betätigen muss. Diese Flugfigur hat<br />

nur wenig mit der Aileron Roll, der<br />

Fassrolle, zu tun, bei der die Nase<br />

kräftig über den Horizont genommen<br />

und mit voll ausgeschlagenem Querruder<br />

gewartet wird, bis die Flächen<br />

wieder in gerader Position sind. Am<br />

schwierigsten ist so eine gesteuerte<br />

Rolle, wenn man die Maschine ganz<br />

langsam exakt um die Längsachse<br />

rollt.<br />

Der Hammerhead oder Turn, unsere<br />

nächste Figur, war schon im<br />

Segelflug recht anspruchsvoll. Mit<br />

Motor gilt es zudem noch das Drehmoment<br />

des Aggregats zu kompensieren,<br />

alles dem Ziel geschuldet, es<br />

für den unten stehenden Wertungsrichter<br />

perfekt symmetrisch aussehen<br />

zu lassen. Zum Abschluss fliegen wir<br />

eine Reverse Half Cuban Eight, zu<br />

Deutsch: Abschwung.<br />

„Ausheben auf 45 Grad, volles<br />

Querruder, nachdrücken und über<br />

den Top floaten lassen – zum Schluss<br />

langsam die g’s wiederkommen lassen“<br />

– das sind die Worte meines<br />

Instructors, der anscheinend gar nicht<br />

genug davon bekommen kann. Nach<br />

einigen Manövern und 30 Minuten<br />

später reicht es mir aber, denn Kunstflug<br />

hat nicht nur viel mit Training,<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 21


[ MOTORFLIEGEN Kunstflug-Ausbildung<br />

12<br />

5<br />

10<br />

13<br />

Es gibt mehrere<br />

Möglichkeiten,<br />

Kunstflugprogramme<br />

darzustellen. Am<br />

gebräuchlichsten<br />

sind Aresti-Symbole<br />

(rechts).<br />

KUNSTFLUG-<br />

AUSBILDUNG<br />

Ein Video zum Beitrag<br />

finden Sie über den<br />

QR-Code sowie<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de/<br />

praxis_kunstflugausbildung.<br />

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sondern auch mit Kondition und vor<br />

allem Gewöhnung zu tun. Man muss<br />

seinen Körper langsam an die Belastungen<br />

heranführen und wissen, wann<br />

man mit Muskelanspannung und<br />

Atmung dagegenarbeitet. Manch<br />

einer mag gleich zu Anfang die Flinte<br />

ins Korn werfen und denken, er<br />

wäre dem nicht gewachsen. Ich kannte<br />

es aber schon vom Segelkunstflug,<br />

wo zum Einstieg Rückenflug und mit<br />

Belastungen bis zu -1,5 g geschult<br />

wurde. In jedem Fall empfiehlt sich<br />

für Anfänger ein Schnupper-Kunstflug.<br />

Auf dem Rückweg zum Platz tanken<br />

wir noch einmal Höhe, um Spins,<br />

also das Trudeln, zu üben. Ins Trudeln<br />

kann man im Kunstflug recht schnell<br />

gelangen. Vor allem Flugzustände<br />

wie das Rücken- oder Flachtrudeln<br />

oder gar eine Kombination aus beidem<br />

muss der angehende Kunstflieger<br />

erkennen und schnell ausleiten lernen.<br />

Die Grundmanöver sollten mit<br />

jeder simplen Kunstflugmaschine<br />

geflogen werden dürfen. Für welche<br />

Turnübungen das jeweilige Flugzeug<br />

zugelassen ist und wie sie geflogen<br />

werden, steht immer im Flughandbuch.<br />

Bei unserer Super Decathlon ist zum<br />

Beispiel ein Tail Slide, je nach Umschlagrichtung<br />

Männchen oder Weibchen,<br />

verboten. Hintergrund ist, dass<br />

in der Abwärtslinie die Ruder von<br />

hinten angeströmt werden, wofür<br />

deren Anlenkungen nicht ausgelegt<br />

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sind. Andere Maschinen mögen gerissene<br />

Rollen nicht. Hierfür stehen<br />

im Handbuch der Decathlon recht<br />

geringe 90 mph – „sonst fehlt einem<br />

irgendwann mal der Tragflügel“,<br />

prägen sich mir die Worte vom hinteren<br />

Sitz ein. In den technischen<br />

Details wird dann auch die Rückenflugtauglichkeit<br />

unseres Flugzeugs,<br />

die durch die Kapazität des Rückenflugtanks<br />

begrenzt ist, erklärt.<br />

Zum Abschluss des Fluges machen<br />

wir noch eine Ziellandung. Die Decathlon<br />

hat keine Landeklappen, lässt<br />

sich aber gut slippen. Zudem sinkt<br />

sie ohnehin recht stark.<br />

Die erste Flugstunde ist um, und<br />

es fällt mir schwer zu glauben, dass<br />

man nach vier weiteren Stunden bereits<br />

so weit sein soll, das Programm<br />

sauber zu fliegen und den Eintrag in<br />

ES FÄLLT MIR SCHWER ZU GLAUBEN, DASS MAN NACH NUR<br />

FÜNF STUNDEN REIF FÜR DIE BERECHTIGUNG SEIN SOLL<br />

die Lizenz zu bekommen. Zumal sich<br />

die fünf Stunden als Blockzeit inklusive<br />

Rollen und Flug zur Kunstflugbox<br />

verstehen. Bei einem Segelflieger ist<br />

es noch gravierender, kommen auf<br />

20 Minuten Schlepp gerade mal fünf<br />

Minuten Kunstflug. Allerdings: Es ist<br />

eher sekundär, dass man die Figur<br />

bis zur letzten Perfektion vorführen<br />

kann. Vielmehr geht es darum, dass<br />

man das Flugzeug jederzeit sicher<br />

beherrscht und entsprechend richtig<br />

reagiert. Der Klassiker für ein Nichtbestehen<br />

der Ausbildung ist der<br />

Versuch, eine Rückenfluglage durch<br />

Ziehen am Knüppel und einem halben<br />

Loop gen Boden zu beenden.<br />

Selbst nach vielen Stunden wird<br />

man immer wieder auf die Einschätzungen<br />

von erfahrenen Kunstfliegern<br />

und das Training mit Fluglehrern<br />

angewiesen sein, bis Programme und<br />

Figuren ordentlich sitzen – ein Grund<br />

mehr, Flugschule und Acro-Maschine<br />

schnell erreichen zu können, um nicht<br />

irgendwann mal zur Fraktion derer<br />

zu gehören, die das Ganze nur als<br />

einmalige Sicherheitseinweisung<br />

sehen oder sich nur einer Kunstflugausbildung<br />

unterziehen, um den<br />

Lizenzeintrag in der Flugplatzkneipe<br />

präsentieren zu können.<br />

Nach dem Parken der Decathlon<br />

lese ich am Beschleunigungsmesser<br />

die Maximalwerte ab: +4,5 g und -1,5<br />

g – das sind doch fast die Werte, für<br />

die auch mein UL zugelassen ist, und<br />

auch Cessna & Co sind dafür ausgelegt.<br />

Dennoch sollte man damit nicht<br />

turnen, denn ein Kunstflugzeug hat<br />

darüber hinaus reichlich Sicherheitspolster.<br />

Die sind auch nötig, denn<br />

wenn mal etwas nicht so rund läuft<br />

und man aus einer Figur fällt, sind<br />

die Abfanglastvielfache schnell sehr<br />

viel höher.<br />

Eigentlich wäre ein UL mit einem<br />

Gesamtrettungssystem prädestiniert<br />

für Kunstflug. Aber es gibt seitens<br />

der Verbände keinerlei Anstrengungen,<br />

entsprechende Zulassungs- und<br />

Ausbildungsvorschriften zu entwerfen.<br />

Noch nicht einmal verbindliche<br />

Trudelerprobungen sind hier Pflicht,<br />

von den Voraussetzungen eines Rotax<br />

912 mal ganz abgesehen. Im Internet<br />

trifft man dennoch häufig auf<br />

Videos, wo mit D-Mikes ungeniert<br />

harter Kunstflug zum<br />

Besten gegeben wird,<br />

und das nicht selten<br />

in Bodennähe. Solche<br />

Luftakrobaten würden<br />

bei der Kunstflugausbildung<br />

wohl in die Kategorie<br />

„ungeeigneter Selbstdarsteller“<br />

fallen und schnell aussortiert werden<br />

– zeugt solches Verhalten doch eben<br />

nicht von der notwendigen Selbstdisziplin.<br />

Nach drei Ausbildungsstunden ist<br />

mein Lehrer zufrieden und schickt<br />

die notwendigen Unterlagen zum<br />

LBA. Bei Airliner-Piloten werden<br />

Berechtigungen dort in die Lizenz<br />

eingetragen. Fünf Stunden muss ich<br />

nicht fliegen – der bereits absolvierten<br />

Segelkunstflug-Berechtigung sei<br />

Dank.<br />

ae<br />

22 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


[ KOLUMNE ]<br />

Als Dr. Spornrad beleuchtet ein Kenner der Szene exklusiv für den <strong>aerokurier</strong> die großen und kleinen Geheimnisse der GA<br />

Vom Wesen des „Top Gun“-Piloten<br />

Wenn an Flugtagen hunderte Besucher den verwegenen Jungs in ihren fliegenden Kisten zujubeln,<br />

vergisst mancher Akteur, worauf es wirklich ankommt. Dr. Spornrad plädiert dafür, etwas mehr<br />

Demut an den Tag zu legen, die Sicherheit nicht der Show zu opfern und auch mal nein zu sagen.<br />

Illustrationen: Harald Hornig<br />

Wer kennt sie nicht, diese Vorführpiloten<br />

im feinen Zwirn?! Hä? Ja,<br />

ich meine natürlich den Pilotenoverall,<br />

den, der vor lauter bunten Stickern meist<br />

nur noch den Namen des Akteurs klar erkennen<br />

lässt. Oft ist dieser Overall ausgefüllt mit<br />

Lilienthals Fluglehrern, seinen direkten Nachfahren<br />

oder ehemaligen „Top Gun“-Piloten –<br />

diesen Eindruck muss man zumindest bekommen,<br />

wenn man manch bizarrem Gespräch<br />

im Hintergrund lauschen darf. Auffällig sind<br />

sie (fast) alle – egal ob im Overall, mit breit<br />

gespreizten Beinen stolzierend oder mit geschwellter<br />

Brust vor dem lokalen Zeitungsredakteur<br />

stehend – unsere richtigen „Top Gun“-<br />

Piloten.<br />

Meine Güte, was es da alles zu hören gibt!<br />

Ich bin richtig ehrfürchtig ... Nein,<br />

kommentieren oder mit in den<br />

Ring steigen, das habe ich mir<br />

schon lange abgewöhnt.<br />

Zumal es auch<br />

ein undankbarer<br />

Job ist –<br />

egal auf welcher<br />

Seite man steht.<br />

Führt man<br />

etwas im Rahmen<br />

seiner Möglichkeiten<br />

vor,<br />

sind es die<br />

Kameraden,<br />

die hinterher<br />

meinen, sie hätten<br />

alles besser<br />

gemacht – sei es<br />

auch nur bei der<br />

Landung. Geht etwas<br />

richtig schief, sprich<br />

in die Hose, dann sind<br />

es auch wieder diese<br />

Kollegen, denen das<br />

natürlich so nie passiert<br />

wäre. Niemand ist davor<br />

gefeit, auch mal einen<br />

schlechten Tag zu haben<br />

und einen Hubschrauber mal<br />

eben so mit einem Taildragger<br />

über den Haufen zu<br />

rollen. Für die „Szene“ ist<br />

das dann natürlich wieder<br />

ein gefundenes Fressen, um sich über den<br />

Piloten köstlich auszulassen. Ein merkwürdiges<br />

Verhalten der paarungswilligen Pinguine<br />

auf Flugtagen in Deutschland.<br />

Nur in Deutschland? Ich meine,<br />

zumindest hier ist es mir immer<br />

am deutlichsten aufgefallen.<br />

Warum? Ich glaube, weil hier<br />

nichts so richtig notwendig<br />

ist, um Vorführungen zu fliegen.<br />

Der Loop wird rund, wenn<br />

ich auf die Reihe der Verantwortlichen<br />

sehe. Egal ob bei<br />

der Behörde, dem Veranstalter<br />

oder den Akteuren selbst. In den<br />

seltensten Fällen haben alle das gleiche<br />

Know-how.<br />

Zu einer vielerorts bereits erforderlichen<br />

Display-Autorisation oder Lizenz fehlen hierzulande<br />

offensichtlich der Mut,<br />

die Zeit und die Handlungsfähigkeit.<br />

Ein Blick zurück<br />

auf manches Ereignis<br />

lässt eine gewisse<br />

Notwendigkeit<br />

aber doch<br />

erkennen. Da<br />

setzt sich jemand<br />

in ein ehemaliges<br />

Agrarflugzeug,<br />

tankt es mit<br />

Wasser nahezu<br />

voll und<br />

parkt den Vogel<br />

schließlich<br />

in einer Zuckerwattebude<br />

– offenbar<br />

ohne jede<br />

Erfahrung und<br />

gänzlich befreit von<br />

kritischer Selbsteinschätzung.<br />

Was hat<br />

den Piloten bewegt,<br />

dieses Wagnis überhaupt<br />

einzugehen?<br />

Der nächste Kandidat<br />

fliegt hauptberuflich „diszipliniert“<br />

für eine große<br />

Airline und tobt sich halt am<br />

Wochenende gern mal eben<br />

aus – bedauerlich nur,<br />

dass der Himmel unter ihm gefehlt hat,<br />

sich das Fahrwerk und die Zelle später zu<br />

unterschiedlichen Landezeiten im Hauptflugbuch<br />

wiederfanden.<br />

Wiederum andere meinen,<br />

gemeinsam auf einem ohnehin<br />

engen Platz in Formation starten<br />

zu müssen. Eine Maschine<br />

bricht aus und landet in<br />

den Zuschauern.<br />

Was lief schief?<br />

In allen Fällen ist es eine<br />

Mischung aus vielleicht unnötigem<br />

„look at me“, hervorgerufen<br />

durch den Drang, den<br />

Zuschauern etwas vorführen zu<br />

müssen. Das muss nicht mal mit dem eigenen<br />

Ego zu tun haben. Man erliegt nur zu<br />

gerne der Auffassung, dem Zuschauer zuliebe<br />

etwas Tolles zeigen zu müssen. Dabei können<br />

die wenigsten Zuschauer sauberen von unsauberem<br />

Kunstflug unterscheiden, noch weniger<br />

die Schwierigkeit eines Formationsstarts<br />

beurteilen. Und ob eine Pitts in 100 Meter ihr<br />

Kunstflugprogramm beendet hat oder in Höhe<br />

der Grasnarbe, ist allenfalls für die Zuschauer<br />

in der ersten Reihe von Bedeutung. In aller<br />

Regel will das Besuchervolk laut und groß –<br />

und wieder sicher nach Hause kommen.<br />

Mein Appell für die Flugtage der neuen<br />

Saison: Die Starallüren lassen wir zu Hause<br />

und versuchen einfach mal, 50 Meter höher<br />

als im letzten Jahr zu fliegen. Und bitte kein<br />

Herumdoktern an der Veranstaltung selbst!<br />

Gewohnte Abläufe – auch wenn sie auf einen<br />

selbst monoton und langweilig wirken – bringen<br />

erhebliche Sicherheit für alle Beteiligten.<br />

Außerdem: Erst mal zu Hause üben, üben<br />

und nochmals üben. Wenn notwendig, bei der<br />

zuständigen Luftfahrtbehörde auch eine Genehmigung<br />

zum Unterschreiten der Sicherheitsmindesthöhe<br />

beantragen und erst dann,<br />

wenn alles rund und routiniert und bei jeder<br />

Wettersituation gut läuft, vor Publikum fliegen.<br />

Wenn äußere Einflüsse suboptimal sind, der<br />

Schädel brummt oder man generell ein ungutes<br />

Gefühl hat, dann muss man auch nicht<br />

vorfliegen – ein klares Nein braucht nicht begründet<br />

zu werden. Es ist auch keine Schwäche,<br />

sondern eine Form von Stärke – ob mit<br />

oder ohne Pilotenoverall.<br />

ae<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 23


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report<br />

American Champion Super Decathlon<br />

DER ZEHN<br />

AUTOR: Max Kühnl<br />

FOTOGRAF: Frank Herzog<br />

24 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


KÄMPFER<br />

Decathlon ist die olympische Disziplin des<br />

Zehnkampfes. Doch bei zehn Kunstflugfiguren<br />

ist für die Super Decathlon noch lange nicht<br />

Schluss. Sie ist, vor allem in den USA, ein beliebtes<br />

Muster für die Grundausbildung im Kunstflug.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 25


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report<br />

Die Super Decathlon<br />

lässt sich auch<br />

kopfüber nicht aus Wer nur knapp über dem<br />

der Ruhe bringen.<br />

Boden mit 300 Stundenkilometern<br />

durch<br />

einen Pylonenparcours<br />

nach der Bestzeit jagt, der muss viel<br />

Feingefühl in seinen vier Buchstaben<br />

haben. Er muss spüren, was das Flugzeug<br />

macht, ohne auf die Instrumente<br />

zu starren. Und vor allem muss er<br />

extrem präzise fliegen können, denn<br />

die anspruchsvollen Kurse verzeihen<br />

keine Fehler. Matthias Dolderer kann<br />

das. Der Red-Bull-Air-Race-Pilot sitzt<br />

hinter mir in einer Super Decathlon<br />

des Herstellers American Champion.<br />

Oder besser gesagt: er hängt.<br />

Wir befinden uns gerade im Rückenflug<br />

über Westschwaben. Ohne<br />

die Instrumente im Blick zu haben,<br />

tönt Dolderer kühl von der Rückbank:<br />

Fazit<br />

„Ein bisschen mehr<br />

linkes Ruder.“ Tatsächlich<br />

offenbart mein<br />

• gutmütiges Flugverhalten<br />

• komfortable Kabine<br />

Blick auf den Wendezeiger,<br />

dass die Kugel<br />

• gute Steigleistungen<br />

leicht neben der Mitte<br />

liegt und wir etwas<br />

• Höhenruder wird im<br />

schieben. „So was hat<br />

Langsamflug sehr weich<br />

man nach einer Weile<br />

• ungewohntes Cockpitlayout<br />

einfach im Gefühl“,<br />

wird er mir nach unserem<br />

Flug sagen.<br />

„Das Wichtigste beim Kunstflug ist,<br />

präzise zu fliegen. Und da gehören<br />

koordinierte Kurven nun mal dazu.“<br />

Kurz zuvor sind wir in Tannheim<br />

gestartet. Es ist praktisch die Heimatbasis<br />

von Matthias Dolderer. Er<br />

ist am Flugplatz, den seine Eltern bis<br />

vor einigen Jahren betrieben haben,<br />

aufgewachsen. Mit fünf Jahren begann<br />

er, um Mitflüge zu betteln; seit er 14<br />

ist, hat er eine Segelfluglizenz. So<br />

arbeitete er sich kontinuierlich bis<br />

zum ATPL hoch und stieg irgendwann<br />

in die Kunstfliegerei ein. Zwischendurch<br />

war er auch mal Kapitän auf<br />

einer Citation. Seine Schwester Verena<br />

Dolderer betreibt die in Tannheim<br />

ansässige Motorflugschule, der die<br />

Decathlon gehört. Matthias Dolderer<br />

ist gelegentlich noch als Fluglehrer<br />

tätig. Doch seit seinem Debüt beim<br />

Red Bull Air Race im Jahr 2009 ist er<br />

dort fast komplett mit Fliegen und in<br />

die Entwicklung eingebunden.<br />

Es wird ernst für mich: Der Motor<br />

der Decathlon ist vorgewärmt, Dolderer<br />

macht mich mit den Besonderheiten<br />

vertraut: Ich als Akro-Greenhorn<br />

sitze vorne, er hinten. Rechte<br />

Hand am Steuerknüppel, die linke frei<br />

für den Gashebel und die Trimmung<br />

an der linken Cockpitwand. Auch die<br />

Propeller- und Gemischverstellung<br />

werden mit links bedient, ebenso wie<br />

die Haupt- und Magnetschalter, die<br />

links über meinem Kopf sitzen. An<br />

DIE SUPER DECATHLON LIEGT<br />

ANGENEHM STABIL IN DER LUFT<br />

dieses Layout habe ich mich schnell<br />

gewöhnt.<br />

Geflogen wird nach mph, hier ist<br />

also umdenken angesagt. Ich präge<br />

mir die Meilen-Werte ein und versuche<br />

die kleine Knoten-Skala außer<br />

Acht zu lassen. Der 180 PS-Lycoming<br />

startet problemlos, wir rollen zur Bahn.<br />

Wer auf weniger wilden Zweisitzern<br />

großgeworden ist, wundert sich, wie<br />

schnell die Rotationsgeschwindigkeit<br />

erreicht ist. Spornradtypisch vorsichtig<br />

ziehe ich am Steuerknüppel, doch<br />

die Decathlon verlangt nach einem<br />

verhältnismäßig starken Input, um<br />

sich in die Luft zu erheben. Wir stei-<br />

26 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Verena und Matthias<br />

Dolderer haben jeweils<br />

knapp 8000 Flugstunden<br />

im Flugbuch stehen.<br />

Aufgepasst: In dieser Lage<br />

wird das Seiten- zum<br />

Höhenruder und das<br />

Höhen- zum Seitenruder.<br />

gen gen Westen in Dolderers Trainingsgefilde.<br />

Hier kennt er sich aus.<br />

Die Zeit bis auf 5000 Fuß Höhe vergeht<br />

dank Verstellpropeller zügig.<br />

Vorsichtig taste ich mich an die<br />

Flugeigenschaften der Decathlon<br />

heran. Aufgrund ihrer Gutmütigkeit<br />

haben Dolderer und seine Schwester<br />

sich im Jahr 2004 für die Super Decathlon<br />

entschieden – die erste ihrer<br />

Art in Deutschland. „Wir waren auf<br />

der Suche nach einem Flugzeug für<br />

die Basis-Kunstflugausbildung, das<br />

sich nicht so kompromisslos spitz<br />

fliegt wie eine Extra“, erklärt Dolderer.<br />

Diesen Eindruck bekomme ich<br />

beim Ausprobieren der Höhen- und<br />

Querruder. Sie sprechen gleichförmig,<br />

bei mittleren Geschwindigkeiten jedoch<br />

erst auf deutliche Inputs hin an<br />

– sehr angenehm für den Reiseflug.<br />

Auch die optische Erscheinung spricht<br />

eher für eine Cessna-typische Gutmütigkeit.<br />

Die aufzuwendenden Kräfte<br />

entsprechen etwa denen einer<br />

Piper PA-28. Das Seitenruder hinge-


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report<br />

Der Lycoming AEIO-360 zeichnet sich durch seine Einspritzanlage<br />

aus. Er ist vom bewährten O-360 abgeleitet.<br />

Das von Seilen angesteuerte Höhenruder mag nicht von hinten<br />

angeströmt werden – die Figur „Männchen“ verbietet sich.<br />

Daten American Champion Super Decathlon<br />

Hersteller: American Champion Aircraft Corporation Sitzplätze: 2<br />

Bauweise: Gemischtbauweise Verwendung: Kunstflugzeug<br />

Antrieb<br />

HerstellerLycoming<br />

ArtVierzylinder-Boxermotor<br />

TypAEIO-360-H1B<br />

Leistung 180 PS bei 2700 rpm<br />

Propeller<br />

Hersteller<br />

MT Propeller<br />

Typ MTV-15-B-C/C188-34 (Dreiblatt)<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

6,98 m<br />

Höhe<br />

2,35 m<br />

Spannweite<br />

9,76 m<br />

Flügelfläche 18,21 m²<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

Nutzlast<br />

Maximalmasse<br />

Tankinhalt<br />

Flugleistungen<br />

Startrollstrecke<br />

bestes Steigen<br />

Reisegeschwindigkeit<br />

V NE <br />

Dienstgipfelhöhe<br />

Überziehgeschwindigkeit<br />

Reichweite<br />

Lastvielfache<br />

591 kg<br />

225 kg<br />

816 kg<br />

151 l<br />

177 m<br />

1130 ft/min<br />

121 kts<br />

150 kts<br />

16000 ft<br />

50 kts<br />

416 NM<br />

+6 / -5 g<br />

ser Fluglage ist es erneut schwer<br />

einzuschätzen, wie viel Input das<br />

Höhenruder braucht, um nicht zu<br />

sinken. Ich muss erst einmal gegen<br />

das Gewicht meines Armes arbeiten<br />

und mich dann herantasten, wie weit<br />

ich den Steuerknüppel nach vorne<br />

drücken muss. Richtig, nach vorne<br />

– auf dem Kopf verhalten sich die<br />

Ruder verkehrt herum. Die Rolle ist<br />

vollendet, wir stabilisieren uns erneut<br />

in 5000 Fuß mit 140 Meilen Fahrt.<br />

Jetzt steht mein erster Looping<br />

an. In der Theorie heißt das: die Leistung<br />

etwas rausnehmen, ziehen was<br />

das Zeug hält, kurz vor der Rückenlage<br />

deutlich nachlassen, um kein Ei<br />

zu fliegen, den Boden am oberen<br />

Ende der Frontscheibe suchen und<br />

den Flieger dann mit einem erneuten<br />

Zug am Stick in die Abwärtsbewegung<br />

bekommen und anschließend abfangen.<br />

Für +6 bis -5 g ist die gut 800<br />

Kilogramm schwere Decathlon zugelassen.<br />

Das Einleiten des Loops gelingt<br />

mir noch problemlos. Es drückt mich<br />

ordentlich in den Sitz. „Achte auf die<br />

Schräglage!“, warnt mich Dolderer.<br />

Tatsächlich haben wir etwa fünf Grad<br />

Bank und 75 Grad Pitch up – gar nicht<br />

so leicht, in dieser Lage so fein zu<br />

korrigieren. Denn gleich darauf muss<br />

ich die Flugbahn durch nachlassen<br />

ein wenig glätten.<br />

Eine gefühlte Millisekunde Rückenflug,<br />

schon gibt mir der Air-Race-<br />

Pilot durch einen sachten Zug am<br />

Stick zu verstehen, dass es jetzt kopfüber<br />

hinab gehen soll. In der Sekunde<br />

darauf sehe ich nur noch Boden.<br />

Ich versuche, die gebrieften 4 g einzustellen.<br />

Meine Tränensäcke hängen<br />

gefühlt vor meinem Oberkiefer – und<br />

gen spricht im Verhältnis relativ flott<br />

an, hier sind gewohnte Kräfte nötig.<br />

Das Kunstflugprogramm beginnt<br />

mit einer Rolle: Mit dem Querruder<br />

eingeleitet, bei 90 Grad Schräglage<br />

wird das Seiten- zum Höhenruder.<br />

Doch das Gefühl ist noch nicht ganz<br />

da, ich trete etwas zu stark, und wir<br />

steigen leicht. Kurze Korrektur, und<br />

wir drehen uns auf den Kopf. In diedabei<br />

haben wir erst 3 g – der Looping<br />

droht zum Ei zu werden. „Weiter<br />

ziehen!“, mahnt Dolderer. Ich bin fast<br />

am Vollausschlag des Höhenruders,<br />

als der Flieger wieder in eine gewohnte<br />

Fluglage kommt. Der zweite vertikale<br />

Vollkreis gelingt mir schon<br />

runder.<br />

Nach einer kurzen Stabilisierung<br />

reißen wir die Super Decathlon erneut<br />

senkrecht in den Himmel. Kurz bevor<br />

die Fahrt weg ist, lasse ich sie mit<br />

einem Tritt ins Seitenruder nach links<br />

kippen. Wieder bin ich erstaunt über<br />

das Ansprechen des Ruders. Auf der<br />

anderen Seite gibt die Decathlon ihrem<br />

Piloten das Gefühl, sie aufgrund der<br />

Steuerkräfte nicht übersteuern zu<br />

können. Das bestätigt sich auch in<br />

diversen Trudel- und Spiralmanövern,<br />

die selbst ich als ungeübter Kunstflieger<br />

problemlos ausleiten kann.<br />

Zum Abschluss fliegt mein prominenter<br />

Fluglehrer das Sahnehäubchen<br />

von der Rückbank aus: eine Achtelrolle<br />

wie im Air Race. Also eine Drehung<br />

um die Längsachse, in acht<br />

einzelne Bewegungen geteilt, mit<br />

jeweils einer halben Sekunde in dieser<br />

Position. Die Drehung um 45 Grad<br />

dauert einen Wimpernschlag, ich bin<br />

erstaunt über die Aggressivität und<br />

gleichzeitige Präzision des Manövers.<br />

Das Flugzeug verharrt, ohne ein einziges<br />

Mal nachzuwippen, in der neuen<br />

Schräglage, Dolderer hält die<br />

Decathlon mit der perfekten Quer- und<br />

Seitenruderkombination in dieser<br />

Lage. Dass sich bei der anschließenden<br />

Fassrolle nur der Horizont bewegt<br />

und ich in meinen vier Buchstaben<br />

nicht den Hauch einer Beschleunigung<br />

spüre, ist nicht erwähnenswert. ae<br />

28 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


LUFTFAHRTMESSE SINGAPUR<br />

Wachstumsmarkt Asien<br />

Foto: Sebastian Steinke<br />

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IM HANDEL


[ MAGAZIN<br />

Extra Aircraft<br />

Die Erfolgsmanufaktur<br />

Einblicke in die große Werkshalle. Hier kümmern sich<br />

die Mechaniker um die Endmontage der Flugzeuge.<br />

Weltruhm genießen Extra-Flugzeuge in<br />

der Kunstflugszene schon lange. Deren<br />

Produktionszahlen haben den Hersteller<br />

inzwischen auch zum erfolgreichsten<br />

deutschen Flugzeugproduzenten gemacht.<br />

Mit 627 Exemplaren galt<br />

Dorniers legendäre Do<br />

27 lange Zeit als erfolgreichstes<br />

Modell einmotoriger deutscher<br />

Flugzeuge der Nachkriegszeit.<br />

„Wir sind mit der K-Serie inzwischen<br />

irgendwo deutlich<br />

oberhalb der 700 Exemplare angekommen“,<br />

sagt Christian Hochheim,<br />

Vertriebsleiter bei Extra Aircraft.<br />

Der Löwenanteil der Kunstflugzeuge<br />

gehört zur 300er-Serie,<br />

die das Unternehmen seit 1988 bis<br />

heute am Gründungsstandort am<br />

Verkehrslandeplatz Schwarze Heide<br />

nahe Dinslaken mit 60 Mitarbeitern<br />

fertigt und stets weiterentwickelt<br />

hat. Von der ersten Eigenkonstruktion<br />

des späteren<br />

Deutschen Kunstflugmeisters Walter<br />

Extra, der EA230, die die Basis<br />

für die Unternehmensgründung<br />

1982 bildete, entstand ein gutes<br />

Dutzend. Vom Nachfolgemodell<br />

260, ebenfalls noch mit Holztragflächen,<br />

waren es nicht einmal halb<br />

so viele. Und beide flogen noch<br />

als Experimentals – erst für die<br />

300er erwarb der Firmengründer<br />

die Musterzulassung. Die Serie<br />

markiert auch einen Wendepunkt<br />

in der Konstruktion. Sie war die<br />

erste Extra, deren Flächen in Compositebauweise<br />

gefertigt wurden.<br />

Von da an ging es in Hünxe steil<br />

bergauf. Vier Jahre später folgte<br />

auf den Prototyp des zweisitzigen<br />

Mitteldeckers zunächst die EA300L,<br />

die nur ein Jahr später auch als<br />

einsitzige Variante EA300S herauskam.<br />

Die zweisitzige 300L<br />

wurde allein 326-mal gebaut. Auch<br />

Außer Motoren, Propellern und Instrumenten fertigt Extra fast alles<br />

selbst. Zugeliefert werden Räder, Bremsen und das Glas für die Haube.<br />

das Äußere hatte Extra bei den<br />

neuen 300L und 300S verändert<br />

– bei ihnen rutschte die Tragfläche<br />

erstmals von der Rumpfmitte aus<br />

deutlich nach unten.<br />

Mit dem zunehmenden Interesse<br />

an der Kunstfliegerei und<br />

der Einführung einer auf 200 PS<br />

Vertriebsleiter Christian Hochheim<br />

demonstriert, was Stabilität bedeutet.<br />

limitierten Wettkampfklasse entstand<br />

die EA200, ein kleineres<br />

zweisitziges Flugzeug, in das statt<br />

des AIEO 540 ein vierzylindriger<br />

360er-Lycoming eingebaut wurde.<br />

Mit einem um 20 Prozent unterhalb<br />

der 300er angesiedelten Verkaufspreis<br />

erfreute sich der Advanced-<br />

Aerobatic-Trainer auch eines<br />

zunehmenden Interesses bei<br />

Kunstflugschulen und Clubs. 1996<br />

hob nach vierjähriger Entwicklungszeit<br />

auch der Prototyp der<br />

EA400 erstmals ab. „Diese Entwicklung<br />

war der Sorge geschuldet,<br />

nur mit dem Bau von Kunstflugzeugen<br />

nicht dauerhaft am<br />

Markt bestehen zu können“, sagt<br />

Firmengründer Walter Extra. Rückblickend<br />

wohl unbegründet, denn<br />

seit fast 35 Jahren besteht die<br />

Flugzeugwerft vom Niederrhein<br />

am Markt und ist aus der internationalen<br />

Wettbewerbsszene nicht<br />

mehr wegzudenken.<br />

Erst im vergangenen August<br />

hat Alexandre Orlowski in einer<br />

30 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Präzise Handarbeit ist beim<br />

Schweißen der Rumpfskelette<br />

gefragt, müssen sie<br />

doch im Flug Kräfte bis zu<br />

+/-10 g aufnehmen.<br />

Auch für die Motoren wird<br />

bei Extra gut gesorgt.<br />

eine Staffel EA300LP heute eine<br />

Maschine mit der 540er-Motorisierung<br />

gefragt ist, bauen wir die<br />

natürlich auch noch“, sagt er. Im<br />

Wesentlichen konzentriere man<br />

sich aber auf die aktuellen Entwürfe.<br />

Die sind inzwischen mit<br />

dem 315 PS starken Lycoming AI-<br />

EO 580 ausgestattet.<br />

Aerobatic und Tour?<br />

Extra kann beides!<br />

EA330SC, dem aktuellen Wettkampfmodell,<br />

die Weltmeisterschaft<br />

in Châteauroux für sich entschieden<br />

und Extra damit zum dritten<br />

WM-Sieg in Folge verholfen.<br />

Aktuell bilden die einsitzige<br />

Maschine sowie die beiden Zweisitzer<br />

EA330LX und LT den Kern<br />

der Extra-Produktion und sind die<br />

vorläufigen Höhepunkte kontinuierlicher<br />

Produktentwicklung.<br />

„Überwiegend kleine Änderungen,<br />

die aus der engen Verbindung zu<br />

unseren Kunden resultieren“, so<br />

Vertriebsleiter Hochheim, gingen<br />

dem heutigen Stand voraus. Der<br />

gelernte Flugzeugbauer gehört seit<br />

1997 zum Team und war als Produktionsleiter<br />

schon an der Herstellung<br />

der EA400 und EA500<br />

beteiligt. Die Turboprop-Nachfolgerin<br />

der EA400 soll noch in diesem<br />

Jahr bei dem chinesischen Lizenznehmer<br />

A-Star in größerer Stückzahl<br />

in Produktion gehen. Auch für<br />

deren Konstruktion galt die Maxime<br />

des Kunstflugzeugbaus: Extras<br />

sollen ihren Piloten die Fliegerei<br />

stets so leicht wie möglich machen.<br />

„Zusammenführen der Pilotenperspektive<br />

mit konstruktiven Merkmalen“<br />

nennt Christian Hochheim<br />

das, was den Produktionsausstoß<br />

des kleinen Unternehmens maßgeblich<br />

auf die drei oben genannten<br />

Modelle fokussiert. „Wenn für<br />

Die jüngste Entwicklung ist der<br />

2010 neu erschienene Aerobatic-<br />

Tourer EA330LT. Ohne Abstriche<br />

bei der Kunstflugtauglichkeit eine<br />

für schnelles und entspanntes<br />

Cruisen optimierte Variante zu<br />

bauen, das war die Idee hinter<br />

diesem Flugzeug. Herausgekommen<br />

ist eine maximale Reisegeschwindigkeit<br />

von satten 2<strong>05</strong> KTAS, bei<br />

im Vergleich zu den übrigen Modellen<br />

noch geringfügig höheren<br />

Fotos: Frank Martini<br />

Eine fachgerechte Kalibrierung der Instrumente gehört selbstverständlich<br />

dazu, bevor eine Extra an Kunden übergeben wird.<br />

Die Extra 330LX ist als Zweisitzer vor allem für die<br />

Fortgeschrittenen-Ausbildung im Kunstflug geeignet.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 31


[ MAGAZIN<br />

Manövergeschwindigkeiten. Abgesehen<br />

von passender Avionikausstattung<br />

und der Notwendigkeit<br />

eines Gepäckfachs bei einem Tourer<br />

zeigt die LT auch im direkten<br />

Vergleich mit der ebenfalls zweisitzigen<br />

LX oder der 330SC konstruktive<br />

Unterschiede, die den<br />

Anspruch größtmöglicher Pilotenfreundlichkeit<br />

verdeutlichen.<br />

So ist die LT die erste Extra, die<br />

über ein asymmetrisches Flügelprofil<br />

verfügt. Im Gegensatz zu<br />

deren schnurgeraden Flügelenden<br />

laufen die LT-Tragflächen in<br />

schmale Randbögen aus, deren<br />

Form nach hinten als kleine, hochgeschwungene<br />

Winglets ausgeführt<br />

ist. Auch am Höhen- und Seitenleitwerk<br />

zeigt sie weichere Konturen,<br />

ein ausgeprägtes Horn<br />

findet sich bei ihr nur am Seitenruder<br />

– mit Auswirkungen auf das<br />

Flugverhalten: „Eine LX oder gar<br />

die SC wollen deutlich aggressiver<br />

geflogen werden als die LT“, so<br />

der Sales Manager mit der Kunstflugberechtigung.<br />

In diesem jüngsten<br />

Modell sieht Hochheim deshalb<br />

auch eine gute Basis für die weitere<br />

Geschäftsentwicklung. Für<br />

den April 2018 sieht die EASA für<br />

Verkehrspiloten ein verpflichtendes<br />

„upset prevention and recovery<br />

training“ (UPRT) vor – in regelmäßigen<br />

Abständen müssen die Piloten<br />

dann das sichere Ausleiten<br />

ungewöhnlicher Fluglagen üben.<br />

Ein Training, für das die EA330LT<br />

das optimale Gerät ist, so Hochheim.<br />

Mehrere Exemplare hat er für diese<br />

Zwecke bereits an eine namhafte<br />

Airline verkauft. Bis auf den<br />

amerikanischen Markt werden<br />

alle Extras weltweit ausschließlich<br />

über seinen Factory Sale vertrieben.<br />

Die LX und die SC<br />

sind gewollt aggressiv<br />

Die gefragte deutlich aggressivere<br />

fliegerische Gangart der<br />

eher wettkampforientierten Modelle<br />

LX und insbesondere der<br />

einsitzigen SC findet ebenfalls<br />

ihren sichtbaren Niederschlag. Bei<br />

der SC sind alle drei Steuerflächen<br />

mit mächtigen Hörnern versehen,<br />

bei der zweisitzigen LX neben dem<br />

Seiten- immerhin noch das Querruder.<br />

„Das bringt bei zunehmenden<br />

Ruderausschlägen eine enorme<br />

Kraftentlastung für den Piloten“,<br />

erklärt Christian Hochheim. Je<br />

stärker die Strömung auf die Hörner<br />

einwirkt, desto weniger muss<br />

der Pilot drücken oder ziehen. Und<br />

gerade bei der exakten Ausführung<br />

extremer Figuren sparen sie unschöne<br />

Korrekturen, weil bei einem<br />

Übersteuern durch das erneute<br />

gegensätzliche Ausstellen der<br />

Hörner der Knüppelwiderstand<br />

zunächst wieder ansteigen würde.<br />

„Das macht das Ausleiten selbst<br />

bei Rollraten von 420 Grad pro<br />

Sekunde deutlich einfacher, weil<br />

Sie den Knüppel wie in eine spürbare<br />

Arretierung ziehen.“<br />

Das präzise, weil deutlich spürbare<br />

Finden der Neutralstellungen<br />

unterstützt gerade bei langen, sehr<br />

schnellen Bewegungen am Knüppel,<br />

die extreme Figuren kennzeichnen,<br />

sauberes Fliegen. Anders<br />

gesagt: Die exakte Steuerung des<br />

Flugzeugs kommt den Wünschen<br />

und Fähigkeiten des Piloten entgegen<br />

– Steuertreue nennt Hochheim<br />

das, schlicht der Prämisse<br />

folgend, dass zum Recovern aus<br />

ungewöhnlichen Fluglagen die<br />

Steuerelemente zunächst in die<br />

Neutralstellung gehören.<br />

Kontinuierliche Weiterentwicklungen<br />

wie diese hat nicht wenige<br />

Extra-Kunden auch abseits der<br />

Wettkampfszene zu Wiederholungstätern<br />

werden lassen, sicher<br />

begünstigt durch die hohe Werthaltigkeit<br />

der Maschinen. Schaut<br />

man sich in den einschlägigen<br />

Portalen nach gebrauchten Extras<br />

um, sind selbst bei längerer Haltedauer<br />

allzu große Abschläge<br />

nicht zu befürchten. Die meisten<br />

gebrauchten Extras weisen zudem<br />

geringe Gesamtzeiten auf – bei<br />

etwa 20-minütiger Dauer für eine<br />

Kunstflugsession nicht erstaunlich.<br />

Selbst 300er älteren Datums fallen<br />

da nicht aus der Reihe, mitunter<br />

haben sie eine Motorüberholung<br />

hinter sich. Bei 1400 Stunden liegt<br />

hier die TBO.<br />

An der Werthaltigkeit dürfte<br />

sich auch bei den aktuellen Modellen<br />

nicht viel ändern. Für Wartung<br />

und Instandhaltung bei normalem<br />

Einsatzvolumen eines<br />

Kunstflugzeugs veranschlagt<br />

Hochheim jährlich etwa 5000 Euro<br />

Rücklagen, inklusive Motor.<br />

Etwa 30 Neubauten verlassen das<br />

Werk per annum, gebaut wird<br />

ausschließlich auf Bestellung gegen<br />

eine Anzahlung von zehn Prozent<br />

des Vertragspreises. Nur drei bis<br />

sechs Monate darf es von da an in<br />

der Regel bis zur Auslieferung<br />

dauern. „Der größte Schritt unserer<br />

Kunden ist die Entscheidung,<br />

sich so ein Flugzeug zu gönnen“,<br />

sagt der Vertriebsleiter. Sei die<br />

gefallen und der Auftrag heraus,<br />

mache sich verständliche Ungeduld<br />

breit. Um die Kundschaft nicht<br />

unnötigem Verdruss auszusetzen,<br />

bedarf es eingespielter Abläufe<br />

angesichts der hohen Fertigungstie-<br />

Dass Walter Extra nicht nur schnelle und agile Kunstflugzeuge konstruieren kann,<br />

bewies er mit dem Geschäftsreiseflugzeug EA400, hier zur Wartung in der Werft.<br />

Die geschweißten Stahlrohrrümpfe sind das<br />

Rückgrat aller Extra-Kunstflugzeuge.<br />

32 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


fe. Außer den Motoren, Propellern<br />

und Instrumenten entsteht fast<br />

alles in Eigenproduktion – selbst<br />

die Kabelbäume der Flugzeuge<br />

flechten die Hünxer selbst. Zugeliefert<br />

werden sonst nur die Felgen<br />

und die Bremsanlage sowie das<br />

Glas für die Cockpithaube.<br />

In der Halle, in der die Vorproduktion<br />

abläuft, steht an der Stirnwand<br />

fast ein Dutzend fertiger<br />

Stahlrohrrümpfe. Einen weiteren<br />

hat der Mitarbeiter mit dem WIG-<br />

Schweißgerät gerade waagerecht<br />

auf Arbeitshöhe vor sich. Das Rohmaterial<br />

wird als Stahlrohr mit der<br />

schlichten Materialbezeichnung<br />

1.7734 angeliefert, bereits der<br />

Zuschnitt der einzelnen Stücke<br />

erfolgt hier. Vor dem Durchgang<br />

zur Montagehalle arbeitet jemand<br />

an einem Leitwerk – ein paar Meter<br />

weiter rechts steht noch ein<br />

aufgebockter Stahlrohrrumpf nebst<br />

Rumpfschalenteilen einer Cowling,<br />

deren aufgeklebter Laufzettel die<br />

Teile einer EA300 zuweist.<br />

Auch das Vorhalten von Ersatzteilen<br />

ist wichtig für eine hohe<br />

Kundenzufriedenheit. Die hohe<br />

Spezialisierung, die der kleine Betrieb<br />

von jedem Mitarbeiter fordert,<br />

mag diese mit berechtigtem Stolz<br />

erfüllen – abgehoben indes ist hier,<br />

trotz der Jobs bei einem Flugzeugbauer<br />

von Weltrang, niemand.<br />

Keine hektische Betriebsamkeit<br />

bricht aus, wenn Christian Hochheim<br />

mit einem Journalisten im<br />

Schlepp durch die Abteilungen<br />

geht – nicht mal der Eintritt des<br />

Firmenchefs bringt erkennbare<br />

Beunruhigung. Die Mitarbeiter, so<br />

wirkt es, konzentrieren sich sehr<br />

auf die Aufgabe vor ihnen; wird<br />

man registriert, erntet man einen<br />

kurzen, freundlichen Gruß, schon<br />

vertieft sich jeder wieder in seinen<br />

Job. In der Montagehalle sind drei<br />

Mitarbeiter mit dem Einbau von<br />

Cockpitteilen und dem Anbringen<br />

der Rumpfschalen an einer<br />

EA330SC beschäftigt. Daneben<br />

stecken zwei Kollegen die Köpfe<br />

über den Uhren eines Messkoffers<br />

zusammen, der zum Instrumentencheck<br />

auf der Fläche einer EA300<br />

steht – der Flugzeugentwickler<br />

und Hersteller ist zugleich auch<br />

Wartungsbetrieb, nicht nur für<br />

Kunstflugzeuge, auch für Fremdfabrikate<br />

und die Reisemaschinen<br />

EA400 und EA500. Alles läuft Hand<br />

in Hand.<br />

Trotz himmelstürmender Produkte<br />

ganz geerdet – das charakterisiert<br />

den kleinen Hightech-<br />

Betrieb vielleicht am treffendsten.<br />

Deutscher Unternehmergeist, Innovationsfreude<br />

und solides Handwerk<br />

at it‘s best.<br />

ae<br />

<br />

Frank Martini<br />

Fotos: Frank Martini<br />

Auch in den Cockpits geht es<br />

inzwischen sehr modern zu.<br />

Maßarbeit ist überall gefragt. Die hohe Fertigungstiefe<br />

ist eins der Merkmale von Extra Aircraft.<br />

Diese Rumpfschalen warten noch darauf, zu<br />

einem Flugzeug zusammengesetzt zu werden.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 33


[ MAGAZIN ]<br />

Oskar Ursinus Vereinigung<br />

Staffelwechsel<br />

in Speyer<br />

Mehrere Posten hatte die Gesellschaft<br />

zur Förderung des Flugzeugselbstbaus<br />

bei ihrer Wintertagung Mitte März neu<br />

zu besetzen. Die Personalrochade umgab<br />

ein spannendes Rahmenprogramm.<br />

Fotos: Frank Martini, Verner Motors<br />

Zum Auftakt wurden den rund<br />

250 Teilnehmern Vorträge<br />

zu „überwiegend praktischen<br />

Leckerchen für Eigenbauten“ präsentiert.<br />

Dieter Schmitt vom Projektausschuss<br />

stellte die tschechischen<br />

Sternmotoren der Marke<br />

Verner vor. Nach einem Exkurs<br />

durch die Geschichte und die Vorteile<br />

der Radialbauweise widmete<br />

sich der Ingenieur sämtlichen<br />

Varianten, die vom Drei- bis zum<br />

Siebenzylinder keine Wünsche offenlassen<br />

und mit Preisen von<br />

wenigen bis knapp 20 000 Euro für<br />

das Spitzenmodell, einen Fünfliter-Siebenzylinder<br />

mit fast 140<br />

PS, für jedes Portemonnaie und<br />

jedes Projekt passende Lösungen<br />

bieten.<br />

Die Anschlussvorträge befassten<br />

sich mit technischen Grundlagen<br />

bei Zündsystemen bis zur<br />

praktischen Anleitung für die korrekte<br />

Kalibrierung von Drucksystemen<br />

in der Flugerprobung sowie<br />

mit unterschiedlichen Materialien<br />

für den Rumpf- und Flächenbau.<br />

Der weitere Verlauf fokussierte<br />

zunehmend auf Ausblicke des aktuell<br />

technisch Machbaren im<br />

modernen Flugzeugbau. Ein<br />

Schwerpunkt lag dabei auf den<br />

elektrischen Antrieben, die in eigenstartfähigen<br />

ein- und zweisitzigen<br />

Motorseglern in der Mike- und<br />

Vorstand alt und neu: Jürgen Fecher, Hajo Kellner, Detlef Claren, Frank Gerstenberg, Katrin Grenz,<br />

Andreas Konzelmann und Jens Gralfs.<br />

34 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong><br />

Mit Aggregaten von Verner Motor lassen sich ULs und leichte Echos gut<br />

motorisieren. Deshalb sind sie für Selbstbauer besonders interessant.<br />

Kilo-Klasse mit Akkuantrieben wie<br />

Brennstoffzellen längst realisiert<br />

sind. Die damit seit Mai 2014 gewonnenen<br />

Erfahrungen waren<br />

beachtlich – und lassen erwarten,<br />

dass noch im laufenden Jahr die<br />

erste viersitzige Maschine mit<br />

Wasserstoffantrieb in die Luft gehen<br />

wird.<br />

Eingerahmt von dem Dutzend<br />

hochkarätiger Vorträge verlief auch<br />

die Mitgliederversammlung für die<br />

OUV erfreulich. Der Kassenbericht<br />

wies eine solide finanzielle Basis<br />

des Vereins aus, auch die anstehenden<br />

personellen Veränderungen<br />

wurden von den Anwesenden<br />

einhellig goutiert.<br />

Andreas Konzelmann<br />

übernimmt das Ruder<br />

Jens Gralfs, unter dessen Vorsitz<br />

die Wintertagung von der Uni<br />

Darmstadt ins Technik-Museum<br />

Speyer umgezogen war, legte sein<br />

Amt berufsbedingt nach sechs<br />

Jahren nieder. Nachfolger wurde<br />

Andreas Konzelmann; gemeinsam<br />

mit dem neuen Projektausschussvorsitzenden<br />

Hajo Kellner hat er<br />

bereits mehrere Eigenbauprojekte<br />

verwirklicht. Kellner folgt auf<br />

Jürgen Fecher, der nach 14 Jahren<br />

seinen Posten abgab. Auch für<br />

dessen Gattin Elaine, die sich bisher<br />

um die OUV-Geschäftsstelle<br />

kümmerte, konnte eine würdige<br />

Nachfolgerin gewonnen werden:<br />

In Zukunft wird Katrin Grenz zur<br />

zentralen Berliner Anlaufstelle für<br />

die „Selberbauer“. Bis Ende vergangenen<br />

Jahres war die Ingenieurin<br />

für Marketing und Vertrieb<br />

der Schönhagener Aquila Aviation<br />

verantwortlich.<br />

ae<br />

<br />

Frank Martini


[ MAGAZIN ]<br />

Reiner Stemme UAS<br />

Aufklärer<br />

aus Wildau<br />

Ein völlig neues Flugzeug wurde jetzt in<br />

Wildau von der Reiner Stemme Utility Air<br />

Systems aufs Fahrwerk gestellt. Die Q01 ist<br />

von Grund auf als Aufklärer für mittlere<br />

Höhen und große Reichweite ausgelegt. Die<br />

maximale Flugdauer beträgt 50 Stunden.<br />

Die Q01 vor den Hallen von Reiner Stemme<br />

UAS auf dem Flugplatz Schönhagen.<br />

Stemme stand bislang für die<br />

innovativen Motorsegler und<br />

Forschungsplattformen S10<br />

und S6 mit Mittelmotor und versenkbarem<br />

Propeller in der Bugspitze.<br />

Mit der Q01 hat Dr. Reiner<br />

Stemme eine weitere Dimension<br />

aufgestoßen. Das Aufklärungsflugzeug<br />

kann sich mit einer maximalen<br />

Abflugmasse von 2,7 Tonnen<br />

in die Luft erheben und dort mit<br />

einer Nutzlast von einer Tonne für<br />

über zwei Tage reichende Einsätze<br />

bleiben. Diese Missionen sollen<br />

autonom oder ferngesteuert erfolgen.<br />

Zum Einsatzort wird die Q01<br />

eine Besatzung bringen, bis zu drei<br />

Personen nimmt das Cockpit auf.<br />

Entstanden ist die fliegende<br />

Beobachtungsplattform Q01 als<br />

Gemeinschaftsprojekt des Emirats<br />

Katar und der von Dr. Reiner Stemme<br />

in Wildau bei Berlin neu gegründeten<br />

Utility Air Systems.<br />

Mitte März stellten Projektmanager<br />

General al-Kawari aus Katar und<br />

Dr. Reiner Stemme das Flugzeug<br />

auf dem Flugplatz Schönhagen<br />

erstmals öffentlich vor. Einige<br />

Stunden Flugerprobung hatte die<br />

Q01 da bereits hinter sich. Der<br />

Erstflug erfolgte Ende November<br />

in Cochstedt, die weiteren Testflüge<br />

von der Stemme-Basis in<br />

Schönhagen aus.<br />

Der Rumpf entstand in dem<br />

inzwischen mit 50 Mitarbeitern<br />

stark aufgestellten Unternehmen<br />

Reiner Stemme Utility Air Systems<br />

in Wildau, das dreiteilige Tragwerk<br />

des Schulterdeckers und das T-<br />

Leitwerk wurden in Polen gebaut.<br />

Die Erfahrungen aus der Zeit der<br />

Fertigung der Faserverbundteile<br />

für die Stemme S10 bildeten die<br />

Basis für die Zusammenarbeit.<br />

Stummelflügel am Rumpf nehmen<br />

die Haupträder des Einziehfahrwerks<br />

auf. Den 310 PS starken<br />

Kolbenmotor mit Bi-Turbolader für<br />

Kerosin, der erst die langen Flugzeiten<br />

ermöglicht, steuert Technify<br />

aus Sankt Egidien bei, inzwischen<br />

eine Tochter von Continental. Auch<br />

der große Dreiblattpropeller ist ein<br />

deutsches Produkt. MT-Propeller<br />

baut ihn für die Q01.<br />

Der hochgestreckte Flügel großer<br />

Spannweite ermöglicht der Q01<br />

eine motorseglertypische geringe<br />

Schwebeleistung. Sie sorgt dafür,<br />

dass mit stark gedrosseltem Motor<br />

und damit minimalem Verbrauch<br />

des Selbstzünders eine Endurance<br />

von mehr als 48 Stunden erreicht<br />

wird.<br />

18 Monate vom festgelegten<br />

Konzept zur Q01<br />

Die lange Flugdauer als UAV<br />

und die Nutzlast von einer Tonne<br />

waren die Eckpfeiler für die Auslegung.<br />

Vier Pods unter den Tragflächen<br />

fassen je 90 Kilogramm<br />

Nutzlast. Sie können als Zusatztanks<br />

dienen oder Spezialkameras und<br />

Sensorsysteme aufnehmen. Unter<br />

dem Rumpf kann auch ein Radarsystem<br />

untergebracht werden. Das<br />

Blick ins Cockpit der Q01. Für den Aufklärer hat Katar Ende März eine<br />

Kaufabsicht mit einem Wert von rund 100 Millionen Dollar unterzeichnet.<br />

Daten Stemme Q01<br />

Hersteller des Flugzeugs: Reiner Stemme Utility Air Systems Wildau<br />

Hersteller des Antriebs:: Technify Motors GmbH, 09350 Lichtenstein,<br />

www.centurion.aero<br />

Antriebsdaten<br />

MusterTAE<br />

Art Bi-Turbo (Jet A-1) mit Common-<br />

<br />

Rail-Einspritzung u. FADEC<br />

Zylinderzahl6<br />

Leistung<br />

310 PS<br />

E-Generator<br />

18 kW<br />

Propeller<br />

HerstellerMT-Propeller<br />

Blattzahl3<br />

Durchmesser<br />

2,10 m<br />

Abmessungen<br />

Spannweite<br />

20 m<br />

Innenflügel<br />

Stummelflügel<br />

Länge<br />

Höhe<br />

11 m<br />

2,89 m<br />

10,73 m<br />

3,27 m<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

1553 kg<br />

max. Startmasse<br />

2750 kg<br />

Zuladung<br />

1000 kg<br />

4 Flügelpods für 360 kg<br />

Flügeltank, max.<br />

Kerosin<br />

512 kg<br />

Flugleistungen<br />

Endurance<br />

50 h<br />

Fotos: Fischer, Marzinzik, Stemme<br />

36 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Die Q01 im Landeanflug auf<br />

Schönhagen. General al-Kuwari,<br />

unten rechts im Gespräch mit<br />

Dr. Reiner Stemme, managte das<br />

Gemeinschaftsprojekt für Katar.<br />

gesamte Nutzlastvolumen lässt<br />

sich sehr flexibel nutzen und für<br />

die unterschiedlichsten Missionen<br />

konfigurieren.<br />

Eine Möglichkeit der Ausrüstung<br />

mit der 3D-Spezialkamera MACS<br />

erläuterte Diplom-Geologe Frank<br />

Lehmann vom Deutschen Zentrum<br />

für Luft- und Raumfahrt, Institut<br />

für optische Sensorsysteme, bei<br />

der Präsentation. Die Kamera kam<br />

bereits bei der Nepal-Expedition<br />

an der S10 der FH Aachen zum<br />

Einsatz und hat wertvolle Erkenntnisse<br />

über die Himalaya-Täler<br />

und die Hauptstadt Kathmandu<br />

geliefert.<br />

Professor Dr. Reinhard Reichelt<br />

vom Institut für Luftfahrtsysteme<br />

an der Universität Stuttgart stellte<br />

für die Zusammenarbeit mit<br />

Aviotech und zu Autoflight-Systemen<br />

die Erfolge mit der Stemme<br />

S6 (LAPAZ) und der DA42 von<br />

Diamond Aircraft Industrie vor.<br />

Die Vermarktung der Q01 startete<br />

mit der Präsentation. ae<br />

Gerhard Marzinzik


[ MAGAZIN ]<br />

Auf dem Weg, es der<br />

General Aviation<br />

leicht zu machen:<br />

die Referenten der<br />

EASA-Roadmap-<br />

Vorstellung in Bonn.<br />

EASA General Aviation Roadmap<br />

Alles wird gut?<br />

Foto: Evelyn Fey<br />

Wir haben verstanden, wir machen was – und wir zeigen, wo es hingeht: Das war die<br />

Botschaft der Inforunde in Bonn, in der die GA-Roadmap der EASA vorgestellt wurde.<br />

Die Informationsveranstaltung<br />

im Bundesministerium<br />

für Verkehr und digitale<br />

Infrastruktur Anfang März war<br />

die erste nationale Vorstellung der<br />

GA-Roadmap nach der generellen<br />

vor zwei Jahren in Rom. Weitere<br />

sollen in den EU-Mitgliedsstaaten<br />

folgen. Mitarbeiter der EASA, des<br />

LBA und Beteiligte des DAeC und<br />

der AOPA gaben einen Einblick,<br />

was bisher an Erleichterungen für<br />

die Allgemeine Luftfahrt erreicht<br />

worden ist, welche auf dem Weg<br />

sind, wo es hakt und was derzeit<br />

geplant ist.<br />

Das Interesse war riesig. Der<br />

Vortragssaal im BMVI bot 150 Sitzplätze,<br />

und die waren nach der<br />

Ankündigung der Inforunde innerhalb<br />

von 14 Tagen reserviert. Vertreter<br />

von Hersteller- und Instandhaltungsbetrieben,<br />

CAMOs, Behörden<br />

und Verbände waren<br />

vertreten, ebenso Privatpiloten,<br />

Segelflieger und Ballonfahrer.<br />

Das geänderte Grundverständnis<br />

der EASA in Sachen General<br />

Aviation erläuterte der Projektmanager<br />

der GA-Roadmap, Boudewijn<br />

Deuss. Man hat erkannt, dass Regelungen<br />

aus der Verkehrsluftfahrt<br />

nicht einfach der Allgemeinen<br />

Luftfahrt übergestülpt werden<br />

dürfen. Der Versuch hat zu einem<br />

deutlichen Rückgang der Allgemeinen<br />

Luftfahrt geführt. Jetzt<br />

stehen die Verordnungen auf dem<br />

Prüfstand und befinden sich in der<br />

Überarbeitung, damit eine dauerhafte<br />

Entwicklung der General<br />

Aviation in Europa weiterhin möglich<br />

ist. Von der EASA wird dabei<br />

anerkannt, dass im Umfeld von<br />

Privatpiloten nicht das Maß an<br />

Sicherheit verlangt werden kann<br />

und muss wie etwa für zahlende<br />

Passagiere von Airlines. In der<br />

EASA-Sicherheitshierarchie erscheinen<br />

die Privatpiloten der<br />

General Aviation nun erst an sechster<br />

Stelle.<br />

So unsicher war die GA<br />

vor der EASA nicht<br />

Hinsichtlich der strategischen<br />

Ausrichtung heißt es jetzt: Die<br />

EASA will sich auf die minimal<br />

notwendigen Regeln beschränken.<br />

Dabei werden die Risikohierarchie<br />

und bestehende Rechte der Piloten<br />

und Flugzeughalter beachtet.<br />

Erfolge dieser GA-Roadmap gibt<br />

es schon: Der Erwerb der Instrumentenflugberechtigung<br />

wurde<br />

erheblich erleichtert, auch die<br />

Wartungsvorschriften (Part M)<br />

wurden vereinfacht, ebenso Verfahren<br />

zur Verlängerung von Berechtigungen<br />

im Lizenzwesen.<br />

Auf dem Plan stehen jetzt: notwendige<br />

Änderungen der gesetzlichen<br />

Grundlagen (Basic Regulation),<br />

mehr Möglichkeiten für die<br />

Pilotenausbildung und das Pilotentraining<br />

auch neben der heute<br />

einzigen Möglichkeit in Form von<br />

Flugschulen, den Approved Training<br />

Organisations (ATOs), weitere<br />

Erleichterungen in der Wartung<br />

mit einer leichten Part M (Part M<br />

Light), Vereinfachungen für Änderungen<br />

und Reparaturen am<br />

Luftfahrzeug (CS-STAN) und<br />

schließlich eine Vereinfachung der<br />

Musterzulassung und Validierung<br />

ausländischer ergänzender Musterzulassungen.<br />

Werner Scholz erläuterte für den<br />

DAeC die erreichten Erleichterungen<br />

im Bereich Instandhaltung.<br />

Ein großes Hemmnis wurde mit<br />

der Möglichkeit von selbst deklarierten<br />

Instandhaltungsprogrammen<br />

(IHP) genommen. Der Halter eines<br />

ELA-1-Luftfahrzeugs kann selbst<br />

ein IHP deklarieren und damit in<br />

Kraft setzen. Der Halter eines ELA-<br />

2-Luftfahrzeugs kann, wenn es<br />

nicht für die gewerbsmäßige Beförderung<br />

genutzt wird, nun auch<br />

einen Instandhaltungsbetrieb mit<br />

dem Entwurf und der Bearbeitung<br />

der Genehmigung eines IHPs beauftragen.<br />

Dabei ist keine Genehmigung<br />

durch eine Behörde mehr<br />

erforderlich.<br />

Weitere Erleichterungen in den<br />

Wartungsvorschriften haben mit<br />

Part M Light als Notice of Proposed<br />

Amendmend (NPA) bereits die<br />

Kommentierungsphase hinter sich<br />

– es gab nahezu 700 Anmerkungen<br />

aus der Allgemeinen Luftfahrt. Die<br />

Gesetzesvorlage (Opinion) zum<br />

Part M Light wird für April <strong>2016</strong><br />

erwartet.<br />

Part M Light bezieht sich auf<br />

Motorflugzeuge bis 2730 Kilogramm<br />

MTOW, ELA-2-Luftfahrzeuge und<br />

Hubschrauber bis vier Insassen<br />

und 1200 Kilogramm MTOW. Die<br />

Verordnung gilt für diese Luftfahrzeuge<br />

im privaten und gewerblichen<br />

Betrieb außer solchen, die für die<br />

Beförderung innerhalb eines Luftfahrtunternehmens<br />

(gemäß VO<br />

EC1008/2008) eingesetzt werden.<br />

Damit regelt Part M Light künftig<br />

auch die Instandhaltung von Segelflugzeugen<br />

(auch motorisierten)<br />

und Ballonen – auch wenn Passagiere<br />

mitgenommen werden –, da<br />

Ballone und Segelflugzeuge von<br />

der genannten VO ausgenommen<br />

sind.<br />

Künftig ohne<br />

IHP-Genehmigung<br />

Part ML sieht keine IHP-Genehmigung<br />

durch die Behörde mehr<br />

vor. Für Luftfahrzeuge, die von<br />

einer CAMO betreut werden, wird<br />

das IHP von der CAMO genehmigt,<br />

wobei eventuelle Abweichungen<br />

von Herstellerempfehlungen begründet<br />

sein müssen. Außerhalb<br />

einer CAMO wird das IHP vom<br />

Halter schriftlich deklariert; Abweichungen<br />

von Herstelleremp-<br />

38 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


fehlungen müssen nicht begründet<br />

werden.<br />

Part ML soll ein Standard-IHP<br />

enthalten, das vom Halter genutzt<br />

werden kann, solange den Herstellerangaben<br />

gefolgt wird und keine<br />

Reparaturen oder Änderungen (mit<br />

zusätzlichen Instandhaltungsanweisungen),<br />

betriebszeitbegrenzte<br />

Komponenten, wiederholende<br />

Luftfahrttechnische Anweisungen<br />

(ADs) oder Ähnliches existieren.<br />

In diesem Fall muss kein IHP erklärt<br />

oder genehmigt werden.<br />

Unabhängiges freigabeberechtigtes<br />

Personal kann die Prüfung<br />

der Lufttüchtigkeit vornehmen und<br />

die Bescheinigung dafür (ARC)<br />

ausstellen, wenn diese Prüfung<br />

zusammen mit der jährlichen beziehungsweise<br />

der 100-Stunden-<br />

Kontrolle durchgeführt wird. Das<br />

Prüfpersonal muss durch die Behörde<br />

autorisiert werden; die<br />

Person muss eine Part-66-Lizenz<br />

oder eine nationale Qualifikation<br />

haben.<br />

Ein neuer Part-CAO (Combined<br />

Airworthiness Organisation) für<br />

die Allgemeine Luftfahrt mit den<br />

folgenden Anforderungen wird<br />

vorgeschlagen: Anwendbar für<br />

alle technisch nicht-komplexen<br />

Luftfahrzeuge, die nicht kommerziell<br />

(CAT) genutzt werden, das<br />

heißt für alle Luftfahrzeuge im Part<br />

ML und einige im Part M. Instandhaltung<br />

und Prüfung der Lufttüchtigkeit<br />

können dann für diese<br />

Luftfahrzeuge von einem Betrieb<br />

vorgenommen werden. Ein SMS<br />

(Safety Management System) wird<br />

nicht mehr erforderlich sein.<br />

Betriebe, die bereits als CAMO,<br />

Part-145 oder Subpart F genehmigt<br />

sind, werden automatisch eine<br />

Genehmigung nach Part-CAO (mit<br />

Einschränkungen gemäß dem derzeitigen<br />

Genehmigungsumfang)<br />

erhalten. Die derzeitige CAMO-<br />

Genehmigung würde aus dem Part<br />

M entfernt und im neu zu schaffenden<br />

Part-CAMO wieder eingeführt.<br />

Technische Lizenzen<br />

werden umgeschrieben<br />

Angehende Prüfer dürfen sich<br />

über diese Erleichterung freuen:<br />

Für die künftige B2L-Instandhaltungslizenz<br />

für Avionik und elektrische<br />

Systeme sowie für die Lizenz<br />

L für Luftfahrzeuge, Zelle, Antriebseinheit,<br />

mechanische und elektrische<br />

Systeme, Funkgerät, ELT,<br />

Transponder und einige Avioniksysteme<br />

für Segelflugzeuge, motorisierte<br />

Segelflugzeuge, Ballone,<br />

Luftschiffe und ELA-1-Motorflugzeuge<br />

wird kein Lehrgang gefordert.<br />

Die notwendige Prüfung kann bei<br />

der Behörde, einer Part-147-Schule<br />

oder bei Verbänden (wenn durch<br />

die Behörde genehmigt) vorgenommen<br />

werden. Die L-Lizenz wird die<br />

nationalen Qualifikationen ablösen.<br />

Die Verordnung dazu soll im<br />

Sommer <strong>2016</strong> in Kraft treten. Die<br />

Erteilung der L-Lizenzen anstelle<br />

nationaler Lizenzen soll ab 1. Oktober<br />

2018 erfolgen. Erforderliche<br />

Bedingungen für die L-Lizenz sollen<br />

sein: die bestandene Prüfung<br />

und ein Jahr Erfahrung.<br />

Christophe Schmutz vom LBA<br />

informierte, dass im Rahmen der<br />

Einführung der L-Lizenzen auch<br />

die technischen Lizenzen des DAeC<br />

auf der Grundlage der Anerkennung<br />

als nationale Qualifikation geändert<br />

werden.<br />

Nicht so erfreulich sieht bisher<br />

der Weg zur Verordnung zum Flugbetrieb<br />

PART OPS aus. Leider gibt<br />

es von der EU-Verordnung zu diesem<br />

Komplex acht Ergänzungen,<br />

aber bisher nur eine unverbindlich<br />

konsolidierte Fassung. Erschwerend<br />

kommt hinzu, dass GM und AMC<br />

nur auf Englisch existieren. Ab 26.<br />

August <strong>2016</strong> werden dann EU- und<br />

deutsches Recht parallel gelten,<br />

berichtete Dr. Michael Erb (AOPA).<br />

Für den Betrieb von nicht-komplexen<br />

Flugzeugen im nicht-gewerblichen<br />

Betrieb (NCO) wird<br />

sich für die Piloten nicht viel ändern.<br />

Es heißt dann aber, dass eine Sauerstoffversorgung<br />

der Besatzung<br />

notwendig ist, wenn 30 Minuten<br />

über 10000 Fuß geflogen wird.<br />

Erleichterungen dazu sind geplant.<br />

Zur Treibstoffplanung wird erst<br />

einmal gelten: 30 Minuten Reserve<br />

bei einem VFR-Flug von A nach<br />

B (45 Minuten nachts), 45 Minuten<br />

Reserve bei einem IFR-Flug. Auch<br />

hier sind Erleichterungen in Aussicht.<br />

Die Verwendung von Personal<br />

Locator Beacons anstelle von<br />

ELTs soll erlaubt werden.<br />

So notwendig viele Änderungen<br />

sind, ganz dringend bleibt: Die<br />

Behörden müssen für die Piloten<br />

einen verständlichen Überblick<br />

über die Rechtslage schaffen. ae<br />

Gerhard Marzinzik


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

Mit der Mooney nach Nordspanien<br />

GENUSS<br />

TEXT + FOTOS: David Kromka<br />

40 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Ein Reisebericht voller fliegerischer Herausforderungen?<br />

Nein. Vielmehr verraten<br />

zwei Mooney-Piloten, dass die wahren<br />

„Leckerbissen“ auf ihrer Tour jenseits der<br />

sehr leeren Flugplätze zu finden waren.<br />

FLIEGEN<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 41


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

[ 1 ]<br />

In der Calle del Laurel tobt<br />

– im Gegensatz zum Rest<br />

der Stadt Logroño – das<br />

genussvolle Leben.<br />

Da kommst du bei strahlendem<br />

Sonnenschein in eine<br />

fremde Stadt, und alles<br />

wirkt wie ausgestorben:<br />

Kaum Menschen zu sehen, wenige<br />

Autos auf den Straßen. Du machst<br />

dich auf den Weg ins Hotel, checkst<br />

ein und beginnst deine Entdeckungstour.<br />

Du biegst um eine Ecke – und<br />

plötzlich passiert es, dass der Film<br />

richtig anfängt: Alles voller Leute,<br />

Dutzende kleiner Kneipen, Gerüche<br />

und Geräusche einer anderen Welt.<br />

So erging es meinem Mooney-Freund<br />

Werner Wohlfahrt und mir auf unserer<br />

Spanienreise.<br />

Doch der Reihe nach. Werner und<br />

ich – wir haben uns im europäischen<br />

Mooneyclub EMPOA kennengelernt<br />

– sind ein Team, das nunmehr auf<br />

120 Lebens- und 40 Fliegerjahre zurückblickt.<br />

Ingenieur und Flugkapitän:<br />

Wir kommen aus ganz unterschiedlichen<br />

Welten. Die Liebe zu unserer<br />

Turbo-Mooney N252CG, dem „Silberschnabel“,<br />

hat uns viele schöne Erlebnisse<br />

beschert. Berufsbedingt ist<br />

Werner ein halber Spanier geworden,<br />

und es zieht ihn immer wieder auf<br />

die Iberische Halbinsel. Ich bin eher<br />

der Franzose, habe noch einiges in<br />

Spanien nachzuholen. Die Idee einer<br />

Tour durch dessen Norden kommt<br />

daher sehr passend, verspricht sie<br />

doch eine weitere Leidenschaft von<br />

uns abzudecken: das leckere Essen.<br />

Bevor es losgeht, machen wir noch<br />

einen kleinen Abstecher nach Bayern,<br />

wo ich in Freising zum 20-jährigen<br />

Abiturtreffen eingeladen bin. Klar,<br />

dass wir uns die Landung auf Deutschlands<br />

erstem Verkehrsflugplatz, in<br />

Oberschleißheim, nicht entgehen<br />

lassen. Nach dem zweitägigen Heimatstopp<br />

hebt unser Silberschnabel<br />

an einem Sonntagmittag bei IFR-<br />

Wetter Richtung Südwesten ab: Etappenziel<br />

ist der Flugplatz Auch, noch<br />

auf der französischen Seite der Pyrenäen.<br />

Der Pick-up durch München<br />

Radar läuft problemlos, wir durchsteigen<br />

eine 2000 Fuß starke Wolkenschicht<br />

und sind bald im Sonnenlicht<br />

mit Kurs auf VOR Trasadingen in die<br />

Schweiz unterwegs. Nach Weitergabe<br />

an Swiss Radar und schließlich<br />

die französischen Lotsen werden<br />

unsere Wünsche nach Directs immer<br />

erfüllt.<br />

Rund dreieinhalb Stunden sind wir<br />

unterwegs, ab Lyon unter einem wolkenlosen<br />

Himmel und über einer<br />

herbstlichen Landschaft. Die Landung<br />

auf der langen Asphaltbahn von Auch<br />

erfolgt im bewährten Unicom-Verfahren:<br />

Wie in den USA wird in Frankreich<br />

von den Piloten angesagt, was jeder<br />

macht. Flugleiterpflicht: non, merci.<br />

Am Platz wartet bereits EMPOA-<br />

Freund Andi Högl. Der in den Südwesten<br />

ausgewanderte Franke freut<br />

sich über unseren Besuch, hätte uns<br />

aber gerne zu seinem Heimatplatz<br />

Castelnau-Magnoac 20 Meilen weiter<br />

südlich gelockt, doch ich traue den<br />

Grasbahnen nicht so sehr. Wir tauschen<br />

alte und neue Geschichten aus<br />

und genießen ein leckeres Essen in<br />

der Altstadt von Auch.<br />

Zapfenstreich ist für uns ungewohnt<br />

früh, denn am Montagmorgen ist<br />

frühes Abheben angesagt. Grund:<br />

Unser Zielflugplatz Logroño im Rioja<br />

schließt bereits um elf Uhr vormittags!<br />

Der Airport ist, was man einen Geisterflugplatz<br />

nennt: ein riesiger, topmoderner<br />

Flugplatz, den keiner braucht<br />

und keiner benutzt. Trotzdem wird<br />

er am Leben gehalten, aber eben nur<br />

bis elf Uhr. Die Lotsin von Pamplona<br />

Control ist deshalb verwundert, als<br />

sich eine Privatmaschine aus Frankreich<br />

ankündigt. Sie weist uns um<br />

10.30 Uhr besorgt auf die bevorstehende<br />

Platzschließung hin. Offensichtlich<br />

hat sie nicht mit der Mooney-<br />

Speed gerechnet: Um 10.50 Uhr<br />

setzen wir als einziger Verkehr des<br />

Tages in Logroño auf. Man weist uns<br />

42 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


[ 2 ]<br />

[ 1 ] Autor David Kromka (l.) und sein Copilot Werner Wohlfahrt vor ihrem „Silberschnabel“,<br />

einer Mooney M20K TSE. Dank turboaufgeladenem Continental-Motor ist<br />

der Viersitzer recht flott unterwegs. [ 2 ] Der Flugplatz von León ist groß, topmodern<br />

und nahezu ungenutzt. Ein Linienflug pro Woche landet hier. [ 3 ] Eine leere Abfertigungshalle<br />

für einsame Mooney-Piloten: So was gibt es wohl nur in Nordspanien.<br />

[ 3 ]<br />

einen Platz auf dem GA-Vorfeld zu.<br />

Wir sind das einzige Flugzeug neben<br />

einer spanischen TB10, deren Besitzer<br />

gerade Wartungsarbeiten beenden<br />

und uns in die Stadt mitnehmen.<br />

Man erklärt uns, dass heute „Tag<br />

des Spanischtums“ sei, ein landesweiter<br />

Feiertag. Unser Plan, mit einem<br />

Mietwagen durch die Weinberge zu<br />

fahren, scheitert an geschlossenen<br />

Geschäften und Büros. Überhaupt<br />

haben wir von Logroño den Eindruck<br />

einer ausgestorbenen Provinzstadt,<br />

bis wir in die Calle del Laurel und<br />

ihre Nebenstraßen einbiegen. Dort<br />

tobt das Leben; eine solche Anhäufung<br />

von Tapaskneipen und Bars haben<br />

wir beide noch nicht erlebt. Besonderheit<br />

der Laurel ist, dass jedes<br />

Lokal neben den Tapasklassikern<br />

eine Spezialität des Hauses hat. Mal<br />

sind es Pilze, mal Meeresfrüchte,<br />

Blutwurst oder Eierspeisen. Die kleinen<br />

Leckereien kommen in allen<br />

Farben und Formen daher, als Brötchen<br />

(Bocadillo), aber auch als Spieße, auf<br />

kleinen Tellerchen oder in Terrinen.<br />

Wieder einmal sind wir überrascht,<br />

wie günstig das Essen in Spanien ist.<br />

Das Glas Wein immer unter zwei Euro,<br />

selten kosten die Tapas mehr als<br />

vier. Für kleines Geld findet hier jeder<br />

sein Lieblingsessen und wird satt –


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

Ein Glas Wein für zwei Euro – auch<br />

das gehört zu Spaniens Vorzügen.<br />

In den Tapasbars wird<br />

überall kulinarische<br />

Handwerkskunst vom<br />

Feinsten geboten.<br />

Die Reiseroute Nordspanien<br />

Infos zur Tour: Avgas am besten in Frankreich tanken:<br />

Die Air-Total-Karte ist mittlerweile auch für Deutsche<br />

verfügbar und bietet 24/7-Automaten zu rund 30 Prozent<br />

günstigeren Preisen als in Deutschland. Landegebühren<br />

in Frankreich inklusive einer Übernachtung: rund<br />

10 Euro. In Spanien sind die Landegebühren selbst<br />

ebenfalls günstig, teuer wird dann das Abstellen (in<br />

LERJ 30 Euro, in LELN 70 Euro). In Spanien auf Bürokratie<br />

gefasst sein und Avgas-Verfügbarkeit prüfen.<br />

Auf vielen spanischen Plätzen ist der<br />

Flugverkehr sehr überschaubar.<br />

und kommt zwangsläufig ins Gespräch<br />

mit anderen Gästen in den überfüllten<br />

Lokalen.<br />

Die kulinarische Reise soll aber<br />

weitergehen, und am Dienstagmorgen<br />

machen wir uns auf Richtung Westen,<br />

nach León. Der Start muss wieder vor<br />

elf Uhr erfolgen, darum sind wir bereits<br />

um zehn Uhr am Airport. Nach<br />

umständlichen Formalakten werden<br />

wir mit maximaler Sicherheit konfrontiert:<br />

Zehn Polizisten der Guardia<br />

Civil nehmen sich der zwei deutschen<br />

Piloten bei der Passagierkontrolle an;<br />

sie eskortieren uns zum Flieger. Die<br />

Damen und Herren sind sehr freundlich,<br />

wir hingegen leicht fassungslos<br />

ob dieser Steuergeldverschwendung.<br />

Der gut einstündige Flug nach León<br />

führt uns über die endlosen Weiten<br />

des nordspanischen Hochlands. Wir<br />

halten zuerst Kontakt zu Logroño,<br />

dann werden wir an Madrid und<br />

schließlich León Control weitergereicht.<br />

Nach der Landung ein bekanntes<br />

Bild: Weit und breit kein Flugzeug,<br />

aber jede Menge Bürokratie. Auf dem<br />

gähnend leeren Vorfeld erklärt uns<br />

der Feuerwehrmann, dass wir unsere<br />

Maschine lieber fünf Meter weiter<br />

südlich abstellen sollen. Er packt aber<br />

mit an beim Rangiervorgang.<br />

Diesmal haben wir vorgeplant und<br />

einen Mietwagen reserviert. Wir beziehen<br />

Quartier in La Bañeza, bevor<br />

wir uns abends auf den Weg nach<br />

Jiménez de Jamuz aufmachen: Ziel<br />

ist El Capricho, die Fleischkathedrale<br />

von José Gordón. Der Grillmeister<br />

betreibt mitten in der spanischen<br />

Pampa und vier Autostunden von<br />

Madrid entfernt eines der fünf besten<br />

Steakhäuser der Welt. Ich hatte bereits<br />

vor Jahren über ihn gelesen. Gordóns<br />

Spezialität sind alte Arbeitsochsen,<br />

die er zwei Jahre lang mästet und<br />

massiert, bevor sie geschlachtet werden.<br />

Wir bestellen eine Chuleta, die<br />

locker für beide reicht. Das saftige<br />

Fleisch wird am Tisch vom Chef aufgeschnitten<br />

und kunstvoll mitsamt<br />

dem zarten Fett auf den Tellern<br />

arrangiert. Die Qualität ist unbeschreiblich,<br />

wir genießen und lassen<br />

diesmal keinen Anstandsrest zurück.<br />

Begleitet wird das Ganze von einem<br />

leckeren Bierzo-Wein aus der Gegend<br />

nordwestlich von León.<br />

Diese klimatisch eher kühle Weingegend<br />

besuchen wir am folgenden<br />

Tag. Grüne Hügel bilden die Kulisse<br />

nicht nur für Reben kräftiger Rotweine,<br />

sondern auch für die Stadt<br />

Astorga, einen Hauptort des Jakobswegs.<br />

Dort verabschieden wir uns<br />

von Nordspanien. Zwei Stunden geht<br />

es am nächsten Tag die Küste entlang<br />

bis nach Périgueux. Ich sitze am Steuer<br />

und freue mich, dass der IFR-<br />

Anflug doch nicht so scharf ist wie<br />

zwischenzeitlich erwartet.<br />

Yannick, der AFIS-Agent, bringt<br />

uns in ein nahe gelegenes Hotel. Das<br />

letzte Essen auf dieser Reise wird<br />

klassisch französisch, eine kleine<br />

Brasserie bietet sich an. Glück haben<br />

wir am nächsten Tag mit dem Wetter,<br />

unser Heimatplatz Mainz meldet VFR-<br />

Bedingungen. Der dreistündige Rückweg<br />

gerät somit zu einem sorgenfreien<br />

VFR-on-top-Leg, bis wir im<br />

Rheintal durch die mittlerweile aufgelockerte<br />

Wolkendecke sinken. ae<br />

44 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Fliegende Legenden<br />

Klassiker der Luftfahrt aus der<br />

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[ UL/LSA Twister Aerobatics<br />

AUTOR: Max Kühnl<br />

FOTOS: Karl Drage / Twister Aerobatics, Max Kühnl<br />

LEICHTE KU<br />

46 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Formationsflug über der<br />

Wüste: Die Twister zeigen<br />

sich gern zusammen mit<br />

andern Kunstfliegern.<br />

Feuerspucker: Die beiden<br />

Engländer brachten<br />

Pyrotechnik im Kunstflug<br />

nach Europa.<br />

NST Verschnitt<br />

Aerobatics mit einem UL? In Deutschland<br />

verboten, in England kein Problem – ebenso wie<br />

die Landebahn im eigenen Garten. Das Twister<br />

Aerobatics Team zeigt mit dem kleinen Spitfireaus<br />

Deutschland eine große Show.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 47


[ UL/LSA Twister Aerobatics<br />

Kuschelkurs: Wenn die<br />

Twister Formation fliegen,<br />

bleibt zwischen den<br />

Maschinen nicht viel Luft.<br />

Rauchen erlaubt! Die<br />

weiße Fahne erleichtert<br />

es den Zuschauern, die<br />

Flugshow zu verfolgen.<br />

Schmale Blasenhaube, elliptische<br />

Tragflächen und eine mit<br />

Schwung gezeichnete Silhouette:<br />

Im Gegenlicht sieht es<br />

so aus, als würden zwei Spitfire zum<br />

Tiefflug über die Piste ansetzen. Der<br />

Wingman folgt dem Führungsflugzeug<br />

wie ein Schatten. „Pitching, pitching,<br />

up!“, lautet das Kommando<br />

aus der vorderen Maschine. In der<br />

nächsten Sekunde ziehen die beiden<br />

Einmots steil nach oben, um nach einigen<br />

Wenden ein rauchendes Herz<br />

in den blauen Himmel zu malen. Allein<br />

die Geräuschkulisse verrät, dass<br />

nicht der britische Jäger aus dem<br />

Zweiten Weltkrieg das waghalsige<br />

Flugmanöver vorführt. Vielmehr fliegt<br />

hier ein modernes CFK-UL: die Twister<br />

des norddeutschen Bausatzherstellers<br />

Silence Aircraft. Pilotiert werden<br />

die Kleinflugzeuge von Peter Wells<br />

und Chris Burkett, auf Airshows besser<br />

bekannt als Twister Aerobatics<br />

Team. Mit ihrem etwa elfminütigen<br />

Programm fliegen sie jedes Jahr rund<br />

50-mal vor begeistertem Publikum.<br />

Ultralight und Kunstflugmanöver<br />

– „Das ist doch verboten!“, mag es<br />

da manchem deutschen Piloten durch<br />

den Kopf schießen. In Deutschland<br />

schon, doch in England sehen die<br />

Regularien anders aus. Dort ist die<br />

etwa 290 Kilogramm leichte Twister<br />

als herkömmliches „Fixed Wing Landplane“<br />

registriert. Diese Klasse reicht<br />

von einem bis 750 Kilogramm. Damit<br />

ist es für die beiden Kunstflieger aus<br />

Long Crendon in der Nähe von Oxford<br />

kein Problem, die zugelassenen +6<br />

und -4 g der Twister voll auszunutzen.<br />

Doch wie kommt man darauf, mit<br />

einem UL Kunstflug zu betreiben?<br />

„Mein Traum war es schon immer,<br />

Kunstflug im Team zu zeigen, doch<br />

es brauchte eine abgefahrene Idee,<br />

um sich von anderen zu unterscheiden“,<br />

sagt Team Leader Peter Wells.<br />

Auf der AERO in Friedrichshafen 2004<br />

wurde er schließlich fündig. Dort<br />

zeigte Silence erstmals seine Twister<br />

– und erregte großes Aufsehen. „Man<br />

hat den Stand vor lauter Menschen<br />

nicht gesehen“, erinnert sich Wells.<br />

„Ich wusste, da muss ich hin.“<br />

Der Ultraleicht-Bausatz faszinierte<br />

ihn sofort – nicht zuletzt auch die<br />

an die legendäre Spitfire erinnernde<br />

Optik. Mit diesem Flugzeug sah er<br />

seine Vorstellung von einer alternativen<br />

Kunstflugstaffel in Erfüllung<br />

gehen.<br />

So kaufte sich Wells einen ersten<br />

Bausatz der Twister. Die Montage<br />

war für ihn kein Problem, ist er doch<br />

Gründer von Zulu Glasstek, einem<br />

luftfahrttechnischen Betrieb, der sich<br />

auf die Reparatur von Verbundwerkstoffen<br />

spezialisiert hat. Eben jenem<br />

Material, aus dem auch die Twister<br />

hergestellt ist. Die Maschine, Kennung<br />

G-TWST, hob 2008 zum ersten Mal<br />

ab. Wells war sofort begeistert von<br />

ihren Flugeigenschaften. Einzig der<br />

originale, nicht kunstflugtaugliche<br />

Motor von Jabiru mit 80 PS trübte<br />

das Bild. „Mit ihm konnten wir das<br />

volle Potenzial des Flugzeugs nicht<br />

ausnutzen“, bedauert der 49-Jährige.<br />

Auf der Suche nach einer Alternative<br />

wurde man bei UL Power in<br />

Belgien fündig. Eine mit einem modifizierten<br />

Ölsystem ausgestattete<br />

Version des 2,6-Liter-Motors ist voll<br />

kunstflugtauglich und leistet 108 PS.<br />

Doch schneller wurde die Twister<br />

auch durch das Leistungsplus nicht:<br />

48 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


[ 3 ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] bis [ 3 ] Air-to-air mit<br />

der 757: Im Werbelook für<br />

DHL sieht die Twister aus<br />

wie die Miniaturausgabe<br />

des Frachters.<br />

[ 4 ]<br />

[ 5 ]<br />

[ 6 ]<br />

[ 4 ] Neben der Pyrotechnik<br />

sorgt eine aufwendige<br />

Beleuchtung der Maschinen<br />

im Dunkeln für einen<br />

spektakulären Auftritt.<br />

[ 5 ] Teamchef Peter Wells<br />

(links) mit seinem<br />

Flügelmann Chris Burkett.<br />

[ 6 ] Die Twister im<br />

Winterschlaf: Jetzt stehen<br />

Wartungsarbeiten an.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 49


[ UL/LSA Twister Aerobatics<br />

Im Dunkeln ist der<br />

Abstand größer – das<br />

„flammende Herz“ sieht<br />

trotzdem spektakulär aus.<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

[ 4 ]<br />

[ 1 ] Einen kleinen<br />

Abstecher in die Berge<br />

lassen sich die beiden<br />

nicht nehmen, ebensowenig<br />

wie tiefe Überflüge<br />

über Industrieanlagen [ 2 ].<br />

[ 3 ] Selbst die Gesichtszüge<br />

sind zu erkennen –<br />

so nah ist der Verfolger.<br />

[ 4 ] Für die Saison <strong>2016</strong><br />

fehlt noch ein Sponsor.<br />

50 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


„Leider ist dieser Motor auch schwerer<br />

als das Originaltriebwerk, das<br />

frisst den Leistungsvorteil wieder<br />

auf“, bedauert Wells.<br />

So fällt dann auch sehr oft das Wort<br />

„underpowered“, wenn er über die<br />

Twister redet. Denn mit einem untermotorisierten<br />

Flugzeug sei ein<br />

Formationsflug gar nicht so einfach.<br />

Sein Verfolger Chris Burkett müsse<br />

sich die Energie schon sehr gut einteilen<br />

und ihm aufmerksam folgen.<br />

So werden fast alle gen Boden gerichteten<br />

Manöver im Leerlauf geflogen,<br />

damit Burkett die Chance hat,<br />

über die Zugabe von Gas zu korrigieren.<br />

„Ich kann Chris nicht sehen, weil<br />

er ja hinter mir fliegt, und könnte,<br />

wenn er zurückfällt, nicht rechtzeitig<br />

das Gas herausziehen.“ Wegen der<br />

Motorisierung liegen auch die Geschwindigkeiten<br />

im für eine Einmot<br />

normalen Bereich: Die meisten Manöver<br />

werden mit einer Geschwindigkeit<br />

um die 120 Knoten geflogen,<br />

die Anfluggeschwindigkeit beträgt<br />

rund 60 Knoten.<br />

Auch jenseits der Kunstflugtauglichkeit<br />

gab es Modifikationen. So hat<br />

Wells einige Stellen verstärkt, um<br />

beispielsweise das Aufbocken für<br />

einen Radwechsel zu erleichtern. „Die<br />

Twister ist schon von Haus aus ein<br />

sehr gutes Kunstflugzeug“, lobt er<br />

sein Gerät.<br />

Mit der ersten Maschine flog Wells<br />

drei Jahre lang Vorführungen alleine<br />

oder in Begleitung einer Segelkunstflugstaffel,<br />

dem Swift Aerobatics<br />

Display Team. 2009 erwarb er eine<br />

weitere Twister, die von Anfang an<br />

mit dem neuen Motor ausgerüstet<br />

war. Im darauffolgenden Jahr gründete<br />

er mit seinem Teamkollegen Guy<br />

Westgate das Duo Twister Aerobatics.<br />

Ihre erste Show führte die beiden<br />

nach Turkmenistan ans Kaspische<br />

Meer, wo sie bei der Einweihung des<br />

Turkmenbashi Airport erstmals ihr<br />

Programm zeigten. Angereist waren<br />

sie auf einem spektakulären Vier-<br />

Tages-Trip quer durch Europa – natürlich<br />

mit ihren Twistern. Die Route<br />

führte über Italien, den Balkan, Griechenland,<br />

die Türkei und Georgien<br />

nach Turkmenistan.<br />

2011 konnten sie die schottische<br />

Vermögensverwaltung Scottish Widows<br />

Investment Partnership als<br />

Sponsor gewinnen, was die beiden<br />

zum SWIP-Team und dem Werbemaskottchen<br />

der Bank machte. Drei Jahre<br />

lang flogen Wells und Westgate in<br />

dieser Konstellation auf den Airshows<br />

Europas. Und auch auf nahezu allen<br />

Werbeplakaten von SWIP war das<br />

Twister-Duo zu sehen. 2013 verlängerten<br />

die Schotten den Vertrag nicht.<br />

Seitdem ist Wells auf der Suche nach<br />

einem neuen Titelsponsor, das Team<br />

flog nur noch einzelne Shows im<br />

Sponsorenauftrag, beispielsweise für<br />

DHL in Bahrain. Im Sommer sind die<br />

Twister Aerobatics nahezu jedes<br />

Wochenende auf einer Airshow in der<br />

Luft. „Manchmal sogar auf mehreren<br />

an einem Tag. Da kommen wir an,<br />

fliegen unser Programm und hüpfen<br />

direkt weiter zur nächsten“, erzählt<br />

der Pilot. Der Rekord liegt bei vier<br />

Airshows an einem Tag.<br />

Seit der vergangenen Saison fliegt<br />

Wells mit seinem neuen Teamkollegen<br />

Chris Burkett, den er auf einer Flugschau<br />

in Bahrain kennenlernte. Der<br />

britische Kunstflieger flog seine Vorführungen<br />

auf einer Extra 300 und<br />

beeindruckte Wells mit seiner Präzision,<br />

was ihn als idealen Verfolger<br />

prädestinierte. Auch persönlich stimmt<br />

es zwischen den beiden. Dreißig<br />

Stunden haben sie vor der letzten<br />

Saison zusammen geübt. Gestartet<br />

sind sie dabei immer von ihrer Homebase,<br />

dem Baileys Field in der Nähe<br />

von Long Crendon nördlich von London.<br />

Das ist Wells private Graspiste<br />

– in keiner Karte zu finden, praktisch<br />

im Garten hinter dem Haus, neben<br />

der Pferdekoppel. Für einen Deutschen<br />

wirkt das surreal, aber von dieser<br />

ländlichen Idylle aus startet das<br />

Twister-Team auch zu den Airshows<br />

dieser Welt. Nur viertägige Anreisen<br />

nimmt Wells nicht mehr auf sich: „Die<br />

beiden Maschinen haben wir in zwei<br />

Stunden in einem Container, und dann<br />

greifen wir auf die Dienste von Luftspeditionen<br />

zurück“, erklärt er.<br />

An neuen Ideen mangelt es Wells<br />

indes nicht: Er war 2010 der erste<br />

europäische Kunstflieger, der während<br />

der Dämmerung anstelle seiner Rauchanlage<br />

Pyrotechnik einsetzte, um so<br />

spektakuläre Funken am Himmel zu<br />

verteilen. Auch künftig soll es immer<br />

wieder Neues geben. „Ich habe noch<br />

einiges im Köcher“, sagt er mit einem<br />

Grinsen. Die Illusion einer Miniatur-<br />

Spitfire auf der Jagd nach der schönsten<br />

Figur wird also immer wieder aufs<br />

Neue in Szene gesetzt.<br />

ae<br />

Im Tiefflug über die<br />

berühmte Londoner<br />

o2-Arena – das ist nicht<br />

jedem Piloten vergönnt.<br />

Twister in the box: Zwei<br />

Stunden dauert das<br />

Verladen pro Flugzeug,<br />

wenn es weit weg geht.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 51


[ BUSINESS AVIATION News ]<br />

Dassault<br />

Falcon 8X<br />

vor Zulassung<br />

Foto: Falcon<br />

Dassaults künftiges Flaggschiff,<br />

die Falcon 8X, hat<br />

den Großteil ihrer Flugerprobung<br />

abgeschlossen. Zur Testflotte<br />

gehören drei Maschinen, die<br />

seit dem Erstflug im Februar 2015<br />

auf 325 Flügen insgesamt 650<br />

Flugstunden absolviert haben.<br />

Zuletzt standen die Erprobung der<br />

Kabinensysteme sowie klimatische<br />

Tests an. Eine Maschine wurde<br />

an die Hudson Bay in Kanada verlegt,<br />

um dort bei bis zu minus 33<br />

Grad Celsius zu operieren. Der<br />

Ultralangstrecken-Jet habe dabei<br />

keinerlei Auffälligkeiten gezeigt<br />

und sei auch bei tiefen Temperaturen<br />

voll einsatzfähig gewesen.<br />

Als Nächstes wird Dassault<br />

eine einmonatige Testkampagne<br />

starten. Diese führt den Trijet durch<br />

Europa, den Mittleren Osten, Asien<br />

sowie Nord- und Südamerika.<br />

Die Franzosen wollen den potenziellen<br />

Kunden dabei die Zuverlässigkeit<br />

sowie das Kabineninfotainment<br />

im täglichen Einsatz<br />

demonstrieren.<br />

Zur Testflotte der G500 ist jüngst<br />

der vierte Prototyp gestoßen.<br />

Gulfstream<br />

Neue Geschwister im Test<br />

Gulfstream Aerospace aus Savannah<br />

im US-Bundesstaat Georgia<br />

treibt das Testprogramm seiner<br />

beiden Topmodelle voran. Die neue<br />

G500, die nicht mit der bisherigen G500<br />

verwechselt werden darf, soll im kommenden<br />

Jahr zugelassen und 2018<br />

erstmals ausgeliefert werden. Der Midsize<br />

Business Jet wurde von Grund auf<br />

neu entwickelt. Er wird von neu entwickelten<br />

Pratt&Whitney-Triebwerken<br />

vom Typ PW814GA angetrieben. Darüber<br />

hinaus verfügt die G500 über<br />

eine Fly-by-Wire-Flugsteuerung via<br />

Sidestick sowie über das neue, symmetrische<br />

Cockpit. Dadurch haben<br />

beide Piloten stets alle Instrumente<br />

im Blick und können die Inputs des<br />

jeweils anderen an ihrem Joystick<br />

spüren. Die Reichweite soll bei 9000<br />

Kilometern liegen.<br />

Aus demselben Entwicklungsprogramm<br />

geht das größere Schwestermodell<br />

G600 hervor. Dieses ist für<br />

Ultralangstrecken konzipiert und kommt<br />

auf eine Reichweite von mehr als 11 000<br />

Kilometern. Das Programm befindet<br />

sich noch in der Phase der Bodenversuche.<br />

Ein Testaufbau für die Systeme<br />

hat im Februar seinen ersten virtuellen<br />

Flug absolviert. Die Indienststellung<br />

des Modells ist für 2019 angepeilt.<br />

Das Cockpitmodell der G600<br />

ist voll funktionsfähig.<br />

Fotos: Gulfstream<br />

52 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Tiefgefroren: Am Polarkreis<br />

wurde die 8X unter Extrembedingungen<br />

getestet.<br />

Seit über 40 Jahren Ihr Spezialist -<br />

treffen Sie uns auf der Messe !<br />

Zur Jahresmitte soll das Flugzeug<br />

die Zulassung durch die<br />

europäischen und amerikanischen<br />

Behörden erhalten. Die ersten<br />

Exemplare werden zum Ende des<br />

Sommers in Kundenhand übergehen.<br />

Bei der Falcon 8X handelt es<br />

sich um eine Weiterentwicklung<br />

der 7X. Sie ist für lange Interkontinentalstrecken<br />

gedacht und<br />

besitzt mit einer Reichweite von<br />

knapp 12 000 Kilometern die größte<br />

in der Falcon-Familie.<br />

Top Flugzeuge:<br />

• 1992 Beech King Air C90B XP - TT 3.450 hrs<br />

• 20<strong>05</strong> Beech King Air C90B - TT 1.450 hrs<br />

• 1985 Beech King Air F90-1 - TT 4.400 hrs<br />

• 2007 Beech King Air B200 - TT 1.150 hrs<br />

• 2010 Beech King Air 350i - TT 1.150 hrs<br />

Foto: Tecnam<br />

Tecnam<br />

P2012 vorgestellt<br />

Tecnam hat Mitte März das Roll-out des ersten Prototyps der<br />

P2012 Traveller gefeiert. Es ist das größte Flugzeug des italienischen<br />

Herstellers, der bisher überwiegend Einmots gefertigt<br />

hat. Das Flugzeug bietet Platz für bis zu elf Passagiere und<br />

wird von zwei Lycoming-Kolbenmotoren angetrieben. Damit entspricht<br />

es den FAR-Part-23-Regularien. Der Erstflug ist für Juni geplant.<br />

Tecnams Geschäftsführer Paolo Pascale sieht in den kommenden<br />

Jahren einen wachsenden Bedarf von kleinen Regionalflugzeugen.<br />

Erstkunde für das neue Modell wird die amerikanische Cape Air<br />

sein, die bislang als Partner von United Strecken von und nach New<br />

York, Florida und in die Karibik hauptsächlich mit Cessna 402 befliegt.<br />

Die Cessnas sollen durch P2012 Traveller ersetzt werden.<br />

Top Service:<br />

• Instandhaltung, Reparatur & Modifikation<br />

für Beechcraft , Hawker 400XP, Cessna Citation<br />

• Spezialleistungen bei Avionik / Instrumenten<br />

• Unfall-Instandsetzung / -Bergung<br />

• CAMO+ Organisation<br />

• Europas größtes Beechcraft-Ersatzteillager<br />

Ihr Kontakt vor Ort: +49 (0)171 - 210 20 37<br />

Augsburg Air Service GmbH<br />

Flughafenstr. 5, 86169 Augsburg<br />

aas-augsburg.de<br />

• CAMO+ Organisation<br />

• EASA Part 21J und 145<br />

• FAA Repair Station<br />

Tel. +49 (0)821 - 7003 - 0<br />

Fax +49 (0)821 - 7003 - 153<br />

info@aas-augsburg.de<br />

<br />

Ein Unternehmen der Atlas Air Service AG


[ BUSINESS AVIATION News ]<br />

Das jüngste Mitglied der Challenger Familie, die Challenger<br />

650, wurde im März durch die europäische Luft- und Raumfahrtbehörde<br />

EASA zugelassen. Bereits im vergangenen<br />

Jahr wurde die Twin von den amerikanischen Behörden zertifiziert<br />

und von Launch Customer NetJets in Dienst gestellt. Die Challenger<br />

650 ist 2012 als Weiterentwicklung der Challenger 6<strong>05</strong> gestartet,<br />

als die Amerikaner 50 Optionen für das Muster zeichneten.<br />

Der Entwurf der<br />

Challenger<br />

stammt noch von<br />

Canadair.<br />

Bombardier<br />

Challenger 650 zugelassen<br />

Jetzt ist der Weg auch für<br />

das Europadebüt des neuen<br />

Business Jets geebnet. Die<br />

ersten EASA-registrierten Kunden<br />

sollen das Flugzeug noch<br />

in diesem Jahr in Empfang<br />

nehmen können.<br />

Es besitzt eine komfortablere<br />

Kabine mit einem neuen<br />

Cabin Management System und<br />

HD-Monitoren. Dieses wurde<br />

von Lufthansa Technik entwickelt.<br />

Angetrieben wird der<br />

Business Jet von zwei CF34-<br />

3-Turbofans mit erhöhtem<br />

Schub, die aus dem Hause GE<br />

Aviation stammen. Dadurch<br />

sollen sich Startstrecke und<br />

Verbrauch verringern und sich<br />

die Nutzlast vergrößern. Auch<br />

im Cockpit des Midsize Jets<br />

kommt neueste Technik zum Einsatz: So sind ein neues Flight<br />

Management System, ein Multi-Scan-Wetterradar sowie Head-up-<br />

Displays mit Enhanced Vision an Bord. Die Reichweite der Challenger<br />

650 beträgt 7408 Kilometer, was Direktflüge von London<br />

nach New York oder Dubai ermöglicht. Die Challenger-600-Familie<br />

hat Bombardier nach der Übernahme von Canadair fortgeführt. Der<br />

Erstflug der ersten Challenger 600 fand 1978 statt.<br />

Foto: Bombardier<br />

Embraer<br />

Deutscher Partner<br />

Rund ein halbes Jahr nach Beginn der Partnerschaft haben Atlas<br />

Air Service und Embraer diese in Bremen gefeiert. Eigens angereist<br />

waren Embraer-Vertreter aus Brasilien sowie die brasilianische<br />

Botschafterin in Deutschland. Ebenfalls zu sehen war die<br />

nahezu komplette Palette an Geschäftsreiseflugzeugen des drittgrößten<br />

Flugzeugherstellers.<br />

Atlas Air Service tritt seit September 2015 als Repräsentant für<br />

Embraer Executive Jets in Deutschland, der Schweiz und Österreich<br />

auf. Bereits im Dezember wurden die ersten Flugzeuge über den deutschen<br />

Dienstleister ausgeliefert. Dr. Nicolas von Mende, CEO bei Atlas<br />

Air Service, zieht ein positives Zwischenfazit nach den ersten Monaten<br />

der Zusammenarbeit: „Unsere Kunden sind begeistert von der Qualität<br />

der Embraer-Produkte, was sich auch durch konkrete Verkaufserfolge<br />

während der Veranstaltung gezeigt hat.“ Zuvor waren die Bremer<br />

als Vertriebspartner von Cessna im deutschsprachigen Raum tätig.<br />

Foto: Atlas Air Service<br />

54 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Praxis<br />

Know-how<br />

Mai <strong>2016</strong><br />

für<br />

Einsteiger und<br />

Fortgeschrittene<br />

Jet-Piloten und Astronauten werden in<br />

Zentrifugen auf ihre g-Toleranz geprüft.<br />

Menschliches Leistungsvermögen<br />

Wenn es an die Grenze geht<br />

Beim Kunstflug kommt nicht nur das Flugzeug an seine Limits, auch der Pilot<br />

muss einiges ertragen. Mit der richtigen Technik macht der Körper vieles mit.<br />

Foto: RAM - Fotolia<br />

Wer sich mit menschlichem Leistungsvermögen<br />

im Kunstflug befasst, der<br />

kommt um Physik nicht herum. Bei<br />

jeder Änderung der Flugbahn, beispielsweise<br />

im Kurvenflug oder Abfangen, wirkt die<br />

Fliehkraft, weil sich die bewegte Masse aufgrund<br />

ihrer Trägheit tangential zur Richtungsänderung<br />

weiterbewegen will. Kraft ist Masse<br />

mal Beschleunigung, und da die Masse<br />

des Piloten konstant bleibt, drückt man der<br />

Einfachheit halber die Fliehkraft durch die<br />

auf den Piloten wirkende Beschleunigung aus.<br />

Auf eine Masse in Ruhe wirkt die Erdbeschleunigung<br />

g = 9,81 m/s². Wird diese Masse auf<br />

einer Kreisbahn bewegt, kommt die zur Fliehkraft<br />

gehörende Querbeschleunigung hinzu,<br />

und die resultierende Gesamtbeschleunigung<br />

wird im Vielfachen der Erdbeschleunigung<br />

ausgedrückt. Wirkt auf die Masse die dreifache<br />

Erdbeschleunigung, so sind das 3 g.<br />

Ein Pilot, der eine Steilkurve mit einer Beschleunigung<br />

von 3 g fliegt, „wiegt“ das<br />

Dreifache seines Gewichts in Ruhe. Gleiches<br />

gilt für sein Blut, und der Kreislauf hat Mühe,<br />

dieses „schwere“ Blut weiterhin zu den Organen<br />

zu befördern. Dies betrifft jene Beschleunigungen,<br />

bei denen die Kraft vom Kopf in<br />

Richtung der Füße wirkt. Weil das der normalen<br />

Position im Flug entspricht, heißt sie<br />

positive g-Belastung, kurz positive g. Wirkt<br />

die Kraft dagegen von den Füßen in Richtung<br />

Kopf, spricht man von negativen g.<br />

Wenn sich das Gehirn des Piloten oben befindet,<br />

ist seine Versorgung mit Blut und somit<br />

mit Sauerstoff bei positiven g erschwert.<br />

Das Denkorgan hat aber nur eine Sauerstoffreserve<br />

für wenige Sekunden. Wenn der Kreislauf<br />

die g-Belastung über eine längere Zeitspanne<br />

nicht voll kompensieren kann, fallen<br />

bestimmte Funktionen des Gehirns wegen<br />

Sauerstoffmangels aus. Als Erstes wird das<br />

Sehen beeinträchtigt. Steigt die g-Belastung,<br />

geht zunächst das Farbensehen verloren (Greyout),<br />

zusätzlich kann es zur Einengung des<br />

Gesichtsfelds kommen, dem Tunnelblick.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 55


[ PRAXIS Mai <strong>2016</strong><br />

10<br />

9<br />

Beschleunigung in g<br />

8<br />

7<br />

6<br />

5<br />

4<br />

3<br />

Zone der<br />

Bewusstlosigkeit<br />

(g-LOC)<br />

Blackout<br />

Tunnelsicht<br />

2<br />

1<br />

0<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10<br />

Zeit in Sekunden<br />

Im Ohr sitzt neben dem Gehör der Gleichgewichtssinn. Da er für ein Leben auf dem Boden<br />

optimiert ist, macht er beim Fliegen manchmal Probleme.<br />

Der Mensch hat Grenzen. Das Diagramm<br />

zeigt, wann der Körper abschaltet.<br />

Fotos: Pavelo Losevsky - Fotolia, Gerhard Marzinzik, Lars Reinhold; Illustration: Ralf Athen<br />

Steigt die Belastung weiter, kommt es zum<br />

Blackout, dem plötzlichen völligen Sehverlust.<br />

Sobald die Belastung wieder reduziert wird,<br />

kommt das Sehvermögen nahezu unverzüglich<br />

zurück.<br />

Die Fähigkeit des Kreislaufs, g-Belastungen<br />

zu kompensieren, ist abhängig von der Tagesform<br />

des Piloten. Müdigkeit und Erkrankungen<br />

können die Toleranz deutlich reduzieren. Unabhängig<br />

von den g-Belastungen besteht bei<br />

einer Erkältung das Risiko einer Blockade des<br />

Mittelohrs infolge der für den Kunstflug typischen<br />

schnellen Höhenänderungen.<br />

Das Absacken des Blutes in die Beine können<br />

Kunstflieger durch Pressatmung kompensieren.<br />

Dazu die Bauchmuskeln anspannen und<br />

stoßweise atmen. Zugleich macht man sich<br />

im Sitz „klein“ und zieht den Kopf ein so weit<br />

es geht, ohne die Sicht nach außen zu verlieren.<br />

Mit etwas Übung kann man damit die<br />

Grenze zum Blackout um bis zu +2 g nach<br />

oben verschieben. In jedem Fall ist eine gute<br />

Der Beschleunigungsmesser gibt Auskunft,<br />

welche Kräfte im Kunstflug wirken.<br />

Allgemeinkondition die beste Vorsorge gegen<br />

vorzeitigen Blackout.<br />

Eine weit größere Gefahr ist der g-LOC. Die<br />

Abkürzung steht für „g-force induced loss of<br />

consciousness“, also durch g-Kräfte ausgelöste<br />

Bewusstlosigkeit. Wenn der Sauerstoffmangel<br />

im Gehirn eine bestimmte Schwelle<br />

erreicht, wird der Pilot ohnmächtig. Bei Zentrifugentests<br />

zeigte sich, dass bei manchen<br />

Personen der g-LOC bereits bei ca. +3 g auftrat,<br />

sobald die Belastung über einen Zeitraum<br />

von mehr als 15 Sekunden anhielt. Aber auch<br />

kurzzeitige hohe g-Belastungen können zum<br />

g-LOC führen. Im Gegensatz zum Blackout,<br />

der bei Nachlassen der Belastung quasi sofort<br />

verschwindet, kann es beim g-LOC bis zu 45<br />

Sekunden dauern, bevor der Pilot das Bewusstsein<br />

wiedererlangt. Deshalb ist der g-LOC für<br />

Kunstflieger eine potenziell tödliche Gefahr.<br />

Um das Risiko zu minimieren, sollten Manöver<br />

mit sehr schnellem Beschleunigungsaufbau<br />

und über einen längeren Zeitraum anhaltenden<br />

positiven g möglichst vermieden werden.<br />

Negative Beschleunigungen<br />

sind schwerer zu ertragen<br />

Bei negativen Beschleunigungen wird das<br />

Blut in den Kopf gedrückt. Der Druck im Kopf<br />

kann für nicht daran gewöhnte Piloten schmerzhaft<br />

sein. Aber auch erfahrene Kunstflieger<br />

brauchen nach einer längeren Flugpause einige<br />

Gewöhnungsflüge, um negative g wieder<br />

einigermaßen ertragen zu können. Gibt es<br />

nach Negativmanövern regelmäßig rote Augen,<br />

so ist das ein ernstes Alarmsignal, denn Blutungen<br />

am Auge nach negativen g deuten<br />

auf eine mögliche Gefäßschwäche hin, die<br />

von einem Arzt abgeklärt werden muss.<br />

Bei Figuren mit Wechselbelastungen ist besondere<br />

Vorsicht geboten. Das Risiko des<br />

Blackouts und des g-LOC ist dabei stark erhöht!<br />

Der Kreislauf muss sich in Sekunden komplett<br />

umstellen. Piloten mit niedrigem Blutdruck<br />

sind besonders gefährdet. Es empfiehlt sich,<br />

in solchen Figuren beim Übergang von negativ<br />

zu positiv bewusst anzuspannen und<br />

Pressatmung anzuwenden. Generell gilt, dass<br />

Figuren mit negativen g den Organismus extrem<br />

beanspruchen und sehr ermüdend sind<br />

– die Konzentrationsfähigkeit lässt mitunter<br />

bereits nach wenigen Starts deutlich nach.<br />

Sehr hohe negative g, wie sie manchmal im<br />

Motorkunstflug vorkommen (bis ca. -10 g),<br />

können im Extremfall zu ernsten Schädigungen<br />

des Gleichgewichtsorgans und als Folge<br />

davon zu Schwindelanfällen führen.<br />

Apropos Schwindel: Das menschliche Gleichgewichtsorgan<br />

ist für ein Leben auf dem Boden<br />

konzipiert und bereitet deshalb beim<br />

Fliegen mitunter Schwierigkeiten. Die Flüssigkeit<br />

in den Bogengängen reagiert auf Lageänderungen<br />

um die drei Achsen des Raums<br />

mit entsprechenden Bewegungen, die Signale<br />

an das Gehirn senden, welche oft nicht mit<br />

den visuellen Eindrücken in Einklang stehen.<br />

Halten die Bewegungen an, kann das bei<br />

empfindlichen Menschen Übelkeit hervorrufen<br />

– die Luftkrankheit.<br />

Bei Kunstflugschülern mit mindestens 40<br />

Flugstunden oder 120 Starts sollte das eigentlich<br />

kein Thema mehr sein. Dennoch werden<br />

vereinzelt Kunstfluganfänger luftkrank, insbesondere<br />

beim Trudeln. Das mag physisch<br />

56 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Bei Flugfiguren mit schneller Drehung wie dem Trudeln kommt der Gleichgewichtssinn mitunter<br />

nicht hinterher. Eine mögliche Folge sind Übelkeit und Schwindel.<br />

bedingt sein, da das Gleichgewichtsorgan auf<br />

die schnelle Rotation überempfindlich reagiert.<br />

Andererseits kann es psychische Ursachen<br />

haben, wenn der Schüler vor dem subjektiv<br />

als gefährlich empfundenen Manöver Angst<br />

hat. Dem ist nur durch bewusste Beschäftigung<br />

damit zu begegnen. Erst wenn der Flugschüler<br />

Vertrauen gewonnen hat, dass diese Übung<br />

voll beherrschbar ist und keine reale Gefahr<br />

besteht, ist es sinnvoll, mit der Praxisausbildung<br />

zu beginnen. Zur Vermeidung der Luftkrankheit<br />

ist auch eine gute Allgemeinkondition<br />

wichtig. Müdigkeit, Kater oder niedriger<br />

Blutzucker erhöhen die Anfälligkeit.<br />

Bei allen Kunstflugmanövern ist es entscheidend,<br />

den richtigen Blickpunkt zu haben. Die<br />

Konzentration auf die Fluglage und der feste<br />

Blick auf Referenzpunkte erleichtern nicht nur<br />

die exakte Kontrolle der Figur, sie beugen auch<br />

der Luftkrankheit vor. Bei Flugmanövern mit<br />

schnellen Rotationen wie beispielsweise Rollen<br />

oder Trudeln wirkt auf die Flüssigkeit in<br />

den Bogengängen zusätzlich die Corioliskraft<br />

und verursacht Reize, mit denen das Gehirn<br />

nichts anfangen kann, da sie nicht in unserer<br />

genetischen Programmierung vorgesehen sind.<br />

Dieser Zustand kann – wie oben beschrieben<br />

– Luftkrankheit auslösen, aber auch zu räumlicher<br />

Desorientierung oder Drehschwindel<br />

(Vertigo) führen. Im Extremfall ist völlige<br />

Handlungsunfähigkeit die Folge. Rasche Kopfbewegungen<br />

während eines Manövers mit<br />

schneller Rotation sind der häufigste Auslöser<br />

von räumlicher Desorientierung. Beste Vorbeugung<br />

dagegen sind die Wahl des richtigen<br />

Blickpunkts, das Vermeiden rascher Kopfbewegungen<br />

und die Konzentration auf das zur<br />

korrekten Ausführung der Figur gehörende<br />

Außenbild.<br />

Nur der Beckengurt hält den<br />

Piloten sicher im Sitz<br />

Schließlich gehört zum Kunstflug auch das<br />

richtige Anschnallen. Ständiger fester und<br />

sicherer Kontakt mit dem Flugzeug ist Grundvoraussetzung<br />

für eine präzise Steuerführung<br />

in allen Fluglagen. Zuerst wird der Beckengurt<br />

bombenfest angezogen, denn nur der hält den<br />

Piloten sicher im Sitz. Die Schultergurte können<br />

relativ locker bleiben. Der fünfte Gurt wird<br />

nur so fest angezogen, dass der Beckengurt<br />

bei negativen g nicht von den Schultergurten<br />

nach oben gezogen wird.<br />

[ Autor Manfred Echter<br />

... ist Segelflieger, Segelfluglehrer<br />

und war Jetpilot<br />

bei der deutschen Luftwaffe.<br />

Heute schult er bei<br />

der Alpinen Segelflugschule<br />

Schänis und der<br />

Swiss Aerobatic Gliding<br />

Association, SAGA. Dort<br />

ist er zudem als Safety Officer aktiv.<br />

Praxis-Quiz Testen Sie Ihr Wissen<br />

1. 2. 3.<br />

Was passiert, wenn die g-Kräfte bei<br />

einem Manöver ansteigen?<br />

a) Es passiert nichts, weil sich der Körper<br />

auf die steigenden Belastungen einstellt.<br />

b) Das Sichtfeld wird enger, das Farbsehen<br />

geht verloren, und schließlich folgt der<br />

Blackout.<br />

c) Es passiert eine gewisse Zeit lang nichts,<br />

dann verliert der Pilot ohne Vorwarnung<br />

das Bewusstsein.<br />

Wie lässt sich die Beschleunigungstoleranz<br />

des Körpers verbessern?<br />

a) durch körperliche Fitness, regelmäßiges<br />

Kunstflugtraining und spezielle Manöver<br />

wie beispielsweise Pressatmung<br />

b) durch medizinische Eingriffe<br />

c) gar nicht, da der Körper nur eine bestimmte<br />

Beschleunigungsbelastung<br />

kompensieren kann<br />

Wie verhindert man Drehschwindel<br />

beim Kunstflug?<br />

a) vor dem Start ein Beruhigungsmittel<br />

einnehmen<br />

b) möglichst permanent den Kopf drehen,<br />

um visuelle Eindrücke mit denen des<br />

Gleichgewichtsorgans abzugleichen<br />

c) feste Blickpunkte suchen und den Kopf<br />

bewusst ruhig und nur zur Kontrolle der<br />

Fluglage bewegen<br />

Die Lösungen finden Sie auf Seite 99.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 57


[ PRAXIS Mai <strong>2016</strong><br />

Fotos: askaja - Fotolia, Erwino Nitz, Michael Zistler; Fotomontage: Ralf Athen<br />

Luftrecht<br />

Was ist erlaubt?<br />

Vor dem Kunstflug steht die Ausbildung. Doch was<br />

fordert das Gesetz vom angehenden Akro-Piloten?<br />

Eine Übersicht über die wichtigsten Regelungen.<br />

Unter der Nummer FCL.800 regelt die<br />

EU-Verordnung 1178/2011 die Bedingungen<br />

zum Erwerb der Kunstflugberechtigung.<br />

Im Vergleich zum „alten“ § 81<br />

LuftPersV gibt es zwei wesentliche Unterschiede:<br />

So ist ein „für die Berechtigung angemessener<br />

Unterricht“ vorgeschrieben, und<br />

es entfällt die praktische Prüfung. Generell<br />

werden 40 Stunden als PIC in der entsprechenden<br />

Luftfahrzeugkategorie gefordert, im<br />

Falle von Segelflugzeugen sind es mindestens<br />

120 Starts. In den Ausführungsbestimmungen<br />

sind unter AMC1 FCL.800 (c) die Themengebiete<br />

definiert, auf die in einem Unterricht<br />

zwingend eingegangen werden muss.<br />

Im Wesentlichen sind dies<br />

• menschliches Leistungsvermögen<br />

• räumliche Desorientierung<br />

• Auswirkungen von g-Belastungen, positiv<br />

und negativ<br />

• Rechtsvorschriften, einschließlich Umweltund<br />

Lärmvorschriften<br />

• Grenzflugzustände und Trudeln, positiv<br />

und negativ<br />

• Betriebsgrenzen der verwendeten<br />

Flugzeuge<br />

• Kunstflugfiguren und Ausleitverfahren<br />

• Eingangsparameter für die einzelnen<br />

Figuren<br />

• Ausleitverfahren, auch für misslungene<br />

Versuche<br />

• Rollen und Loopings samt Variationen<br />

• Ein- und Ausleiten von Trudeln, positiv<br />

und negativ<br />

• Notfallverfahren<br />

• Herstellen der Normalfluglage aus ungewöhnlichen<br />

Positionen<br />

• Verfahren zum Notausstieg und Handhabung<br />

von Rettungsfallschirmen<br />

Mustergerechtes Programm<br />

Der Abschnitt AMC1 FCL.800 führt die in der<br />

Praxisausbildung zu unterrichtenden Manöver<br />

auf, die doppelsitzig mit Fluglehrer oder auf<br />

überwachten Alleinflügen trainiert werden<br />

sollen. Im Gegensatz zur früheren Ausbildung<br />

ist kein fixes Prüfungs- bzw. Ausbildungsprogramm<br />

mehr in Stein gemeißelt. Am Ende<br />

seiner Ausbildung soll der Schüler im Alleinflug<br />

eine Programmfolge von Figuren fliegen<br />

können, die auf die Flugzeugklasse und das<br />

verwendete Muster zugeschnitten ist. Die<br />

Übungen sind unterteilt in einen Abschnitt<br />

zum Vertrautmachen und einen Teil der geforderten<br />

Figuren. In jedem Falle sind in der<br />

praktischen Flugausbildung zu vermitteln:<br />

• Langsam- und Sackflug<br />

• Steilkreise<br />

• Seitengleitflug (Slip)<br />

• Trudeln mit Ausleiten<br />

• Erkennen und Ausleiten des Spiralsturzes<br />

• Wiederherstellen der Normalfluglage<br />

aus ungewöhnlichen Fluglagen sowie<br />

die Kunstflugfiguren<br />

• Chandelle<br />

• Lazy Eight<br />

• Rollen<br />

• Loopings<br />

• Rückenflug<br />

• Turn<br />

• Aufschwung<br />

Die Kunstflugberechtigung wird nach erfolgreicher<br />

Teilnahme am Lehrgang in die Lizenz<br />

eingetragen; sie kann auf weitere Klassen<br />

erweitert werden. Dies erfordert eine zusätzliche<br />

Flugausbildung mit mindestens drei<br />

Schulungsflügen, die den vollen Kunstfluglehrplan<br />

in dieser Luftfahrzeugkategorie umfasst.<br />

In jedem Fall gilt für die Durchführung von<br />

Kunstflügen eine Vielzahl von Rechtsvorschriften,<br />

insbesondere sind die Bestimmungen des<br />

§ 14 LuftVO zu beachten:<br />

• Die Zustimmung aller Insassen ist<br />

erforderlich.<br />

• Kunstflüge auf Luftsportgeräten sind<br />

verboten.<br />

• Die Sicherheitsmindesthöhe für Kunstflüge<br />

beträgt 450 Meter GND (1500 ft).<br />

• Kunstflüge bedürfen der Zustimmung<br />

der Luftaufsichtsstelle.<br />

• Kunstflüge im kontrollierten Luftraum<br />

sind flugplanpflichtig.<br />

• 90-Tage-Regelung mit mindestens<br />

drei Kunstflügen zur Mitnahme von<br />

Passagieren.<br />

Eine eindeutige Definition, wo „normales“<br />

Fliegen aufhört und der Kunstflug anfängt,<br />

ist schwer zu finden. Analog Annex 2 der<br />

ICAO-Konvention könnte man Kunstflug beschreiben<br />

als „absichtlich ausgeführte Flugmanöver,<br />

die durch abrupte Änderungen der<br />

Fluglage, anormale Fluglagen und anormale<br />

Geschwindigkeitsänderungen gekennzeichnet<br />

sind“. Der englische Kunstflugpilot Neil<br />

Williams hat es treffender formuliert: „Kunstflug<br />

ist angewandte Flugsicherheit, die wahnsinnig<br />

viel Spaß macht.“ In diesem Sinne –<br />

positiv denken, negativ fliegen!<br />

[<br />

Autor Michael Zistler<br />

... ist Leiter der Fränkischen<br />

Fliegerschule<br />

Feuerstein. Er ist im Motorflug<br />

ebenso zu Hause<br />

wie im Segelflug und war<br />

Mitglied der deutschen<br />

Segelkunstflug-Nationalmannschaft.<br />

Bis heute<br />

ist er dem Kunstflug verbunden und bildet<br />

regelmäßig Nachwuchspiloten aus.<br />

58 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 58


Gurtbänder haben große Reserven. Bei einem Unfall<br />

geben eher die Befestigungen im Flugzeug nach.<br />

DER<br />

EXPERTEN-<br />

TIPP<br />

Gurtzeug<br />

<strong>05</strong><br />

Dieter Schlemann<br />

Wenn es um Ausrüstungsgegenstände<br />

geht, wird das Gurtzeug oft<br />

stiefmütterlich behandelt. Dabei<br />

halten nur die Gurte den Piloten sicher im Sitz<br />

– egal ob beim entspannten Dahingleiten oder<br />

im Kunstflug. Als Material für Gurte finden<br />

heute nur noch Polyester oder Polyamid Anwendung.<br />

Versagt hat noch kein Gurt, eher<br />

die Befestigung im Flugzeug. Und selbst ein<br />

leicht beschädigter Gurt hält dank Überdimensionierung<br />

immer noch. Neues Gurtband für<br />

Bauchgurte und die meisten Schultergurte hat<br />

eine Bruchfestigkeit von mehr als 24,5 kN,<br />

die dünneren Schultergurte von rund 19,6 kN.<br />

Das entspricht einer Last von rund 2500 bzw.<br />

2000 Kilogramm. Versagen kann eher die Befestigung<br />

im Flugzeug oder am Sitz. Es gab<br />

Fälle, in denen Personen mit der Gurtrolle nach<br />

vorne geflogen sind, weil die Befestigung der<br />

Rolle aus der Struktur gerissen war.<br />

Wie viel muss ein Gurt denn überhaupt aushalten,<br />

und wann kann der Gurt den Benutzer<br />

töten? Untersuchungen haben maximale Kräfte<br />

von 3,4 kN bei Unfällen mit Segelflugzeugen<br />

ergeben. Ältere Gurte sind ausgelegt für eine<br />

Last von 1500 lbs, halten also knapp 6,7 kN.<br />

Neue Gurte nach TSO C-22g, die sogenannten<br />

16-g-Gurte, halten eine Belastung von 13,4<br />

kN aus. Die Werte liegen also weit darüber.<br />

Je nachdem, wie man einen Gurt belastet,<br />

unterscheiden sich die Werte.<br />

Wir haben einst einen 41 Jahre alten Gurt aus<br />

Spanien – völlig ausgeblichen und stockhart<br />

–, der für 6,7 kN ausgelegt war, mit gut 29 kN<br />

belastet. Was passierte? Überhaupt nichts!<br />

Gurt und Nähte haben dem standgehalten.<br />

Gurte für den Kunstflug<br />

Zum Turnen sind Fünfpunkgurte obligatorisch.<br />

Optimal sind jene, bei denen der Beckengurt<br />

mit einer Ratsche versehen ist, wie sie der<br />

Hersteller Hooker Harness anbietet. Da die<br />

Gurte häufig in den Verstellern rutschen, empfiehlt<br />

es sich, die Verstellgurte mittels eines<br />

Gurtstoppers in Form einer Metallklammer zu<br />

sichern. Diese Klammer klemmt von unten und<br />

Ein Fünfpunktgurt bietet genug Halt für den<br />

Kunstflug. Mit Gurtklemmen aus Metall lässt<br />

sich das Band gegen Durchrutschen sichern.<br />

oben den Gurt ein und nicht den Rand. Dadurch<br />

wird der Gurt am Steg vom Versteller eingeklemmt<br />

und am Rutschen gehindert.<br />

Wartung<br />

Die Wartung des Gurtzeugs umfasst die Kontrolle<br />

der Einzelteile auf Schmutz, Feuchtigkeit,<br />

Abrieb, Beschädigung, Korrosion, Vernähung,<br />

Funktionstüchtigkeit und gute Lesbarkeit der<br />

Beschriftung. Die Textilien sind auf Beschädigungen<br />

der Nähte, gewebeschädigende<br />

Flecken wie Öl oder Fett, Gewebefadenbrüche<br />

und Scheuer- und Schmelzstellen zu untersuchen.<br />

Geringe Abriebstellen und Aufrauungen<br />

des Gurtmaterials aufgrund der Klemmwirkung<br />

der Klemmachse oder Durchgänge können<br />

unberücksichtigt bleiben. Schnitte oder Scheuerstellen<br />

an Kanten mit einer Tiefe von mehr<br />

als drei Millimetern machen den Gurt unbrauchbar.<br />

Gurtschlösser mit Chromabsplitterungen<br />

sollten ausgetauscht werden.<br />

Die Wartung der Flugzeuganschnallgurte<br />

erfolgt nach dem On-condition-Prinzip entsprechend<br />

den Betriebsanweisungen der<br />

Hersteller. Der Gurt bleibt dabei so lange im<br />

Einsatz, bis sich bei Kontrollen oder der Benutzung<br />

Mängel zeigen. Gurte deutscher<br />

Hersteller haben gemäß den Betriebsanweisungen<br />

grundsätzlich eine maximale Verwendungsdauer<br />

von zwölf Jahren. Einige Flugzeughersteller<br />

schreiben geringere Zeiten vor.<br />

So sind Gurte von Extra-Flugzeugen nach<br />

sechs Jahren, die von Cessnas nach zehn<br />

Jahren zu ersetzen. Nach Ablauf der Verwendungsdauer<br />

oder Beanstandung muss der Gurt<br />

überholt werden. Es wird dann unter anderem<br />

ein neues Gurtband eingenäht. Die Betriebszeit<br />

der Beschlagteile ist unbegrenzt. Nur das<br />

Glockenschloss der Firma Autoflug/AmSafe<br />

muss nach zwölf Jahren überholt werden.<br />

Die Reinigung der Gurte sollte nur mit einem<br />

weichen Tuch oder Schwamm und mit kaltem<br />

oder lauwarmen Wasser beziehungsweise<br />

milder Seifenlauge erfolgen. Die Beschlagteile<br />

sind nur mit Leichtbenzin und/oder Spiritus<br />

zu reinigen. Feuchte Gurte werden im Freien<br />

oder in gut belüfteten Räumen getrocknet<br />

und sollten dabei vor Sonneneinstrahlung<br />

geschützt sein. Nach der Reinigung und dem<br />

Trocknen sind die Gurte einer Kontrolle zu<br />

unterziehen.<br />

Bei gereinigten Gurten werden die Federn<br />

der Klappschlösser mit einem Pinsel leicht<br />

gefettet. Drehschlösser müssen bei der Reinigung<br />

vor Feuchtigkeit geschützt und sollten<br />

generell auch nicht gefettet werden. Im Falle<br />

von Beanstandungen müssen die Gurte instand<br />

gesetzt werden. Die Wartung der Gurte ist<br />

nach den Betriebsanweisungen der Hersteller<br />

von einem Prüfer durchzuführen.<br />

Grundsätzlich gilt, dass Flugzeuganschnallgurte<br />

vor Feuchtigkeit, Schmutz, Chemikalien<br />

und Sonneneinstrahlung zu schützen sind.<br />

Bevor man sie wieder einbaut, muss gemäß<br />

Hersteller-Betriebsanweisungen immer eine<br />

Funktionskontrolle durchgeführt werden.<br />

[<br />

Autor Dieter Schlemann<br />

... führte mehr als 25<br />

Jahre in seinem LTB Instandsetzungen<br />

von<br />

Flugzeuganschnallgurten<br />

durch. Infolge neuer EU-<br />

Verordnungen, die die<br />

bürokratischen Hürden<br />

für diese Arbeiten deutlich<br />

anhoben, beendete die Firma ihre Geschäftstätigkeit<br />

Anfang 2014.<br />

Fotos: Lars Reinhold, Dieter Schlemann<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 59


[ PRAXIS Mai <strong>2016</strong><br />

Bei reinrassigen Kunstflugzeugen<br />

wie denen von<br />

Extra sind die Aggregate<br />

fürs Turnen optimiert.<br />

Antriebe für den Kunstflug<br />

Motoren im Kopfstand<br />

Beim Kunstflug muss das ganze Flugzeug hohen positiven<br />

und negativen Lastvielfachen standhalten. Diese Belastungen<br />

machen nicht nur dem Piloten zu schaffen, dessen Blutkreislauf<br />

nicht dafür ausgelegt ist. Auch dem Motor geht es beim Kunstflug<br />

ähnlich, da die üblichen Öl- und Kraftstoffsysteme dafür<br />

nicht ausgelegt sind. Spezielle Techniken müssen her.<br />

Es gibt zwei essenzielle Flüssigkeiten,<br />

die für den Betrieb eines luftgekühlten<br />

Kolbentriebwerkes erforderlich sind:<br />

Kraftstoff und Öl. Gelangt kein Kraftstoff mehr<br />

in den Vergaser oder die Einspritzung, kann<br />

der Motor keine Leistung mehr abgeben. Fehlt<br />

das Öl oder bricht der Öldruck ein, wird der<br />

Motor sogar beschädigt. Die häufigsten Schäden<br />

aufgrund mangelnder Ölversorgung sind<br />

Lagerschäden. Genau genommen dürfte in<br />

diesem Artikel nicht der Begriff Kunstflug<br />

verwendet werden, sondern „Fluglagen, bei<br />

denen Öl- und Kraftstoffversorgung nicht mehr<br />

gewährleistet sind“.<br />

Ein normaler Looping ist für einen Flugmotor<br />

eigentlich überhaupt kein Problem, da Öl- und<br />

Kraftstoff durch die Fliehkraft in gleicher Weise<br />

nach unten gezogen werden wie im Normalflug<br />

durch die Schwerkraft. Fliegt das<br />

Flugzeug jedoch in Rückenlage, dann können<br />

weder Öl aus dem Ölsumpf noch Kraftstoff<br />

aus dem Kraftstofftank gefördert werden, da<br />

sich die Flüssigkeiten nicht mehr dort befinden,<br />

wo sie aus dem Tank beziehungsweise<br />

der Ölwanne abgepumpt werden. Im Rückenflug<br />

sind die Entnahmestellen für Öl und<br />

Kraftstoff plötzlich oben, während sich die<br />

Flüssigkeiten auf der gegenüberliegenden<br />

Seite befinden. Um die durchgängige Versorgung<br />

des Motors mit Betriebsstoffen zu gewährleisten,<br />

müssen daher Öl- und Kraftstoffsystem<br />

entsprechend ertüchtigt werden.<br />

Das Öl muss immer fließen<br />

Der Trick bei der Konstruktion des Ölsystems<br />

besteht darin, dass es oben und unten Ölentnahmestellen<br />

am Motor gibt, damit die Ölpumpe<br />

immer Öl und keinesfalls Luft fördert.<br />

Die amerikanische Firma Christen Industries<br />

(heute Teil von Aviat Aircraft) entwickelte ein<br />

Kit für die Umrüstung von Lycoming-Motoren<br />

mit Nasssumpfschmierung. Später übernahm<br />

die Firma Lycoming das Christen Inverted Oil<br />

System für die Produktion ihrer Kunstflugmotoren<br />

(Lycoming-AEIO-Motorserie). Bei dem<br />

Rückenflug-Ölsystem von Christen wird eine<br />

zusätzliche Ölentnahmestelle an der Oberseite<br />

des Motorgehäuses angebracht, damit das<br />

Öl möglichst in jeder Fluglage von der Ölpumpe<br />

angesaugt werden kann. Normalerweise<br />

dient dieser obere Anschluss am Motor als<br />

Kurbelgehäuseentlüftung.<br />

Ein schwerkraftgesteuertes Ventil lässt in<br />

Normalfluglage das Öl von der unteren Ölentnahmestelle<br />

an der Ölwanne zur Ölpumpe<br />

60 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


fließen und verschließt die Leitung zur oberen<br />

Ölentnahmestelle. Im Rückenflug ist das Ventil<br />

dann genau umgekehrt geschaltet. Weiterhin<br />

ist die obere Ölentnahmestelle mit<br />

einem sogenannten Öl/Luft-Separator verbunden.<br />

Dieser sorgt für die Entlüftung des Kurbelgehäuses,<br />

ohne dass Motoröl über die<br />

Entlüftungsleitung verloren geht. Das separierte<br />

Öl wird im Normalflug durch eine weitere<br />

neue Ölleitung in den Ölsumpf des Motors<br />

zurückgeleitet. Einige wenige Flugzustände<br />

kann das System jedoch nicht beherrschen,<br />

zum Beispiel den Messerflug oder den Parabelflug<br />

(null g). Jedoch sind diese Flugzustände<br />

üblicherweise zeitlich nur sehr kurz, sodass<br />

es nicht zum Einbruch des Öldrucks kommt.<br />

Normalfluglage<br />

Kugelventil<br />

geöffnet<br />

Öltrenner<br />

Rückenfluglage<br />

Öltrenner<br />

Kugelventil<br />

geschlossen<br />

Kugelventil<br />

geschlossen<br />

Kugelventil<br />

geöffnet<br />

Neben den Kunstflugmotoren von Lycoming<br />

mit Nasssumpfschmierung gibt es auch Varianten<br />

mit Trockensumpfschmierung. In<br />

diesem Fall wird das Motoröl in einem externen<br />

Öltank gesammelt. Dieser ähnelt einem<br />

liegenden Zylinder, in dem sich ein drehbar<br />

gelagertes Ansaugrohr für das Motoröl befindet.<br />

Dieses Ansaugrohr wird über ein Gewicht<br />

immer nach unten gedreht, wo sich je nach<br />

Fluglage auch das Öl befindet. So ist sichergestellt,<br />

dass die Ölpumpe praktisch in jeder<br />

Lage Schmierstoff ansaugen kann. Am Motor<br />

gibt es ebenfalls mehrere Ölentnahmestellen,<br />

die über Ölschläuche mit Rückschlagventilen<br />

mit dem Öltank verbunden sind. Dadurch ist<br />

gewährleistet, dass in erster Linie Öl in den<br />

Ölgase<br />

Kugelventil geöffnet<br />

Ölpumpe<br />

zu den Schmierpunkten<br />

Motoröl<br />

Kugelventil geschlossen<br />

Ölgase<br />

Ölpumpe<br />

Ölwanne<br />

Ölwanne<br />

zu den Schmierpunkten<br />

Motoröl<br />

Im Rückenflug steht das gesamte Ölsystem auf dem Kopf: Die beiden Kugelventile sorgen dafür,<br />

dass das Öl nun von der eigentlichen Oberseite des Motors gefördert wird.<br />

Tank zurückfließt und keine Luft. Solche kunstflugfähigen<br />

Ölsysteme finden sich häufig auch<br />

an Sternmotoren, da diese grundsätzlich über<br />

eine Trockensumpfschmierung verfügen.<br />

Ähnliche Probleme beim Sprit<br />

Im Prinzip gilt es, bei der Treibstoffversorgung<br />

die gleichen Probleme zu lösen wie bei der<br />

Ölversorgung des Motors. Zusätzlich muss<br />

jedoch noch die Erzeugung des Kraftstoff-Luft-<br />

Gemisches für Kunstflug geeignet sein. Viele<br />

Flugmotoren sind mit sogenannten Schwimmerkammern<br />

ausgerüstet, aus denen der<br />

Kraftstoff mittels des Venturi-Prinzips angesaugt<br />

wird. Diese Vergaser funktionieren<br />

jedoch nicht bei negativen Lastvielfachen, da<br />

das Schwimmersystem dafür nicht ausgelegt<br />

ist. Daher kommen bei Kunstflugmotoren entweder<br />

Einspritzanlagen oder Druckvergaser<br />

zum Einsatz. In beiden Fällen wird der Treibstoff<br />

mit einem definierten Druck in den Ansaugtrakt<br />

eingespritzt. Beim Druckvergaser<br />

erfolgt die Einspritzung kurz hinter der Drosselklappe<br />

und bei der Einspritzanlage direkt<br />

vor dem Einlassventil am Zylinderkopf.<br />

Nun bleibt noch die fluglagenunabhängige<br />

Kraftstoffversorgung von Vergaser und Einspritzanlage<br />

zu bewerkstelligen. Bei reinen<br />

Kunstflugzeugen kommt hierzu ein zentraler<br />

Kraftstofftank zum Einsatz. Dieser ist in möglichst<br />

der gleichen Höhe wie der Vergaser<br />

beziehungsweise die Einspritzanlage montiert,<br />

damit der Förderdruck der Kraftstoffpumpe<br />

auch bei hohen Lastvielfachen ausreicht. Damit<br />

die Kraftstoffpumpe auch bei jeder Fluglage<br />

Kraftstoff aus dem Tank ansaugen kann,<br />

befindet sich darin ein Ansaugpendel. Dieses<br />

Pendel wird durch die Schwerkraft oder die<br />

Zentrifugalkräfte immer in den Teil des Tanks<br />

gerichtet, in dem sich der Treibstoff befindet.<br />

Sind die Tanks in den Tragflächen untergebracht,<br />

wird ein kleinerer Sammelbehälter in<br />

Motornähe montiert (engl. header tank oder<br />

acro tank). Auch dieser Tank hat ein Ansaugpendel,<br />

damit die Kraftstoffzufuhr in jeder<br />

Fluglage gewährleistet ist. Die Rückenflugzeit<br />

wird durch das Fassungsvermögen des Acro-<br />

Tanks begrenzt. Bei der Auslegung des Kraftstoffsystems<br />

muss weiterhin darauf geachtet<br />

werden, dass im Rückenflug kein Benzin über<br />

die Belüftungsleitungen der Kraftstofftanks<br />

auslaufen kann.<br />

Beispiel Extra 300L<br />

Das Kraftstoffsystem der Extra 300L besteht<br />

in Summe aus vier Tanks: zwei Flächentanks<br />

mit je 60 Litern Fassungsvermögen, ein Zentraltank<br />

und ein Acro-Tank mit Kraftstoffpendel.<br />

Zentral- und Acro-Tank haben zusammen<br />

ein Fassungsvermögen von 51 Litern, wovon<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 61


[ PRAXIS Mai <strong>2016</strong><br />

Bei der Rans S-9 mit Zweitaktmotor ist die Schmierung kein Problem.<br />

Das Vergasersystem wurde für den Kunstflug angepasst.<br />

In der Extra 300 wird der Lycoming O-540 durch das Christen-<br />

Rückenflug-Ölsystem kunstflugtauglich und damit zum AEIO-540.<br />

Rückschlagventil<br />

Überlaufleitung<br />

Kraftstofffilter<br />

Kraftstoffpumpe<br />

Rückenflugtank<br />

Haupttank<br />

M e m b r a n-<br />

vergaser oder<br />

Einspritzanlage<br />

Kraftstoffhaupthahn<br />

zum Zylinder<br />

Tankbelüftung<br />

Ein zentraler Tank mit einem schwerkraftabhängigen Ansaugpendel stellt die Benzinversorgung des Motors auch im<br />

Rückenflug sicher. Sein Fassungsvermögen bestimmt die maximale Zeit, die dafür zur Verfügung steht.<br />

45,5 Liter im Kunstflug ausgeflogen werden<br />

können. Das Fassungsvermögen des Acro-<br />

Tanks erlaubt eine maximale Rückenflugzeit<br />

von vier Minuten. Für den Kunstflug müssen<br />

die Flächentanks bei der Extra 300L übrigens<br />

leer bleiben. Da die Extra 300L einen Lycoming<br />

AEIO-540 mit Nasssumpfschmierung hat,<br />

kommt das Christen-Rückenflug-Ölsystem<br />

zum Einsatz. Die Hauptkomponenten dieses<br />

Systems (Öl/Luft-Separator und das schwerkraftgesteuerte<br />

Ölventil) sind am Brandschott<br />

rechts hinter dem Motor montiert.<br />

Simple Lösung beim Zweitakter<br />

Natürlich verursachen die aufwendigeren Ölund<br />

Kraftstoffsysteme auch zusätzlichen<br />

Wartungsaufwand. So muss zum Beispiel das<br />

schwerkraftgesteuerte Ölventil regelmäßig<br />

überprüft und gereinigt werden, damit es sich<br />

nicht verklemmt und die Ölversorgung dadurch<br />

versagt. Will man es einfacher und preiswerter<br />

haben, dann bietet sich ein Zweitaktmotor<br />

an. Zwar sind Zweitaktmotoren eher im Bereich<br />

der leichten Luftsportgeräte und im Modellflug<br />

zu finden, dennoch sollen sie hier erwähnt<br />

werden.<br />

Zweitakter werden meist durch dem Treibstoff<br />

zugemischtes Öl geschmiert (Gemischschmierung)<br />

und verfügen daher nicht über eine<br />

Druckölschmierung. Dies ist möglich, da das<br />

ölhaltige Treibstoff-Luft-Gemisch beim Zweitakter<br />

immer auch durch das Kurbelgehäuse<br />

strömt und somit die Pleuel- und Kurbelwellenlager<br />

schmieren kann. Daher sind Zweitakter<br />

mit Gemischschmierung grundsätzlich<br />

für den Kunstflug geeignet, wenn entsprechend<br />

geeignete Vergaser verwendet werden. Zwar<br />

sind in den üblichen Zweitaktmotoren für<br />

Luftsportgeräte häufig Schwimmervergaser<br />

verbaut, jedoch können diese durch Membranvergaser<br />

ersetzt werden. Der Membranvergaser<br />

wurde ursprünglich für den Einsatz<br />

in Motorsägen entwickelt, da diese in praktisch<br />

jeder Lage funktionieren müssen. Ein Membranvergaser<br />

ist ein Druckvergaser mit integrierter<br />

Membrantreibstoffpumpe und Druckregler.<br />

Daher ist es nicht verwunderlich, dass<br />

beim günstigsten Kunstflugzeug auf dem<br />

Markt, der Rans S-9 Chaos, ein Zweitaktmotor<br />

eingebaut ist.<br />

[ Autor Mark Juhrig<br />

... fand mit dem Modellflug<br />

den Einstieg in die<br />

Fliegerei. Heute ist er in<br />

Cockpits von Motorflugzeugen<br />

ebenso<br />

zu Hause wie in denen<br />

von Motorseglern und<br />

ULs. Das Interesse<br />

des Elektroingenieurs gilt insbesondere der<br />

Flugzeugtechnik.<br />

62 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


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[ PRAXIS Mai <strong>2016</strong> ]<br />

In geringer Höhe und knapp<br />

vor der Tribüne fand der nicht<br />

genehmigte Kunstflug statt.<br />

Unfallanalyse<br />

Zu wenig Sprit in Bodennähe<br />

Nach einem tiefen Überflug in Rückenlage passiert’s: Bei einer halben Rolle zurück in die<br />

Horizontallage streift eine Zlin Z-526 mit der Flächenspitze ein Solarpanel und stürzt ab.<br />

Fotos: Markus Winnighoff<br />

Es war ein milder Frühsommertag in<br />

Eberswalde-Finow (EDAV). Am 29.<br />

Juni 2013 weisen die METAR-Daten<br />

des nur 40 Kilometer entfernten Flughafens<br />

Berlin-Tegel mehr als zehn Kilometer Sicht<br />

aus, die Temperatur liegt bei 19 Grad. Der<br />

Himmel ist von aufgebrochenen Cumuli bedeckt,<br />

sie reichen auf unter 3000 Fuß hinab.<br />

Darüber befindet sich dichte Bewölkung, die<br />

Sonne vermag sich kaum durchzusetzen.<br />

Mit den Wingtip-Tanks gilt die Zlin Z-526<br />

nicht mehr als Kunstflugzeug.<br />

Kurz vor Mittag steigt ein 47-jähriger, erfahrener<br />

Pilot in seine Zlin Z-526 AFS-V, um zu<br />

einem Übungsflug zu starten. Mit dieser Absicht<br />

jedenfalls meldet er sich laut Untersuchungsbericht<br />

der BFU bei der Flugleitung.<br />

Dass er zum Gelände des Luftfahrtmuseums<br />

Finowfurt will, teilt er noch mit, ehe er um<br />

kurz nach zwölf zum Start auf die aktive Bahn<br />

28 rollt. Auf dem Gelände des Luftfahrtmuseums,<br />

es liegt nur wenige hundert Meter<br />

nordwestlich des Bahnendes, findet an diesem<br />

Wochenende eine Motorsportveranstaltung<br />

statt. Einem videoaffinen Zuschauer dort ist<br />

es zu verdanken, dass die Unfallermittler bei<br />

der Rekonstruktion des Unfallgeschehens auf<br />

Filmmaterial zurückgreifen können (siehe QR-<br />

Code).<br />

Erst kurz zuvor, Ende März, hatte der Pilot<br />

die Maschine in Tschechien gekauft, wie die<br />

Braunschweiger später anhand der in tschechischer<br />

Sprache ausgefertigten Unterlagen<br />

herausfanden. Gelandet war das Flugzeug in<br />

Eberswalde-Finow erstmals am 15. April. Zu<br />

diesem Zeitpunkt war die Zlin mit der tschechischen<br />

Zulassung noch für zwei Wochen<br />

versichert. Dem Kaufvertrag nach hätte der<br />

neue Eigentümer das Flugzeug aus der tschechischen<br />

Luftfahrtrolle austragen und umschreiben<br />

lassen sollen. Doch daran hielt er<br />

sich nicht. Ebenso wenig kümmerte ihn offenbar<br />

das Ablaufdatum der Versicherung.<br />

Noch sechs Mal war die Zlin bis zum 21. Mai<br />

in Eberswalde zu Flügen im Inland und nach<br />

Polen gestartet. Nicht einmal die tschechischen<br />

Hinweisaufkleber im Cockpit der Maschine<br />

waren zuvor geändert worden, wie sich bei<br />

der Inspektion des Wracks herausstellte. Das<br />

64 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


DAS VIDEO DES ABSTURZES<br />

finden Sie durch Scannen des QR-Codes<br />

oder über die YouTube-Suche, Stichwort<br />

„Absturz Eberswalde-Finow“.<br />

Die Luftaufnahme der Polizei zeigt die Lage der Absturzstelle. Sie ist nur knapp 300 Meter<br />

von dem Areal entfernt, auf dem die Motorsportveranstaltung stattfand.<br />

Das Wrack in der Endlage. Laut BFU-Bericht<br />

war der Aufprall nicht überlebbar.<br />

Fotos: Polizei Brandenburg, dpa<br />

Flugzeug war neben den Flächentanks und<br />

einem Verbindungstank im Cockpit noch mit<br />

zwei Wingtip-Tanks ausgestattet, die das<br />

Tankvolumen auf insgesamt 140 Liter verdoppelten.<br />

Allerdings wies das Flughandbuch<br />

darauf hin, dass mit der Montage dieser<br />

Zusatztanks die Maschine von der Kunstflugkategorie<br />

in die der Normalflugzeuge wechselte.<br />

Kunstflug nicht abgesprochen<br />

Ob der Pilot davon wusste? Zeugenaussagen<br />

zufolge hatte er seine Zlin nach dem Abheben<br />

jedenfalls in einen steilen Steigflug gezogen,<br />

ehe er über dem benachbarten Museumsgelände<br />

westlich und östlich der Zuschauertribüne<br />

verschiedene Kunstflugfiguren zeigte.<br />

Die verband er jeweils mit tiefen Vorbeiflügen<br />

vor den Zuschauern. Zuletzt flog er im Rückenflug<br />

in etwa 20 bis 50 Metern Höhe und<br />

einem seitlichen Abstand von nur 20 Metern<br />

zum Zuschauerbereich. Bei der anschließenden<br />

halben Rolle zurück in den Horizontalflug<br />

geriet er unter leichtem Höhenverlust etwas<br />

nach Süden aus der Richtung. Mit dem rechten<br />

Flächentank streifte die Maschine die auf<br />

dem Gelände aufgebauten Solarpanels. Der<br />

dabei aus dem Tank versprühte Inhalt ging<br />

sofort in Flammen auf. Der Stoß brachte das<br />

Flugzeug außer Kontrolle, und es schlug, ohne<br />

selbst in Brand zu geraten, in Rückenlage<br />

auf den Boden auf. Erst durch die aufsteigende<br />

Rauchwolke will der Flugleiter auf das<br />

Geschehen aufmerksam geworden sein. Abgesprochen<br />

mit ihm war der Kunstflug in<br />

unmittelbarer Platzumgebung offenbar nicht.<br />

Auch eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde<br />

für das Unterschreiten der für den Kunstflug<br />

geforderten Mindesthöhe lag nicht vor.<br />

All das mögen kühne Naturen noch als irrelevante<br />

Formalien ansehen. Für die Erkenntnisse,<br />

die die Unfallermittler aus der Untersuchung<br />

des Wracks gewinnen, dürfte das<br />

indes kaum möglich sein. In den erhaltenen,<br />

aber aufgerissenen Tanks der linken Fläche<br />

fanden die Experten keinen Treibstoff vor, nur<br />

der unbeschädigte rechte Flächentank enthielt<br />

noch eine geringe Menge. Der ebenfalls unbeschädigte<br />

Verbindungstank für den Rückenflug<br />

im Rumpf war allerdings ebenso trocken<br />

wie die Einspritzpumpe und die Leitungen.<br />

Nur die für den ersten Zylinder enthielt Treibstoffreste,<br />

entsprechend „hellbraun bis sehr<br />

hell“ waren die Zündkerzen, laut BFU. Auch<br />

wenn es den Unfallermittlern aufgrund der<br />

Befüllung aus Kanistern nicht möglich war,<br />

den Betankungszustand der Zlin vor dem Start<br />

zu rekonstruieren, kommen sie im Ergebnis<br />

zu Spritmangel als wesentliche Unfallursache.<br />

Denn, darauf weisen sie in ihren Ausführungen<br />

über das Kraftstoffsystem hin: Der trockene,<br />

für den Rückenflug entscheidende<br />

Verbindungstank wird im Horizontalflug nur<br />

aus den Flächentanks gefüllt. Auf dem Zuschauervideo<br />

ist kurz vor dem Absturz im<br />

Rückenflug eine Verfärbung der Abgase deutlich<br />

zu erkennen, außerdem stotterte der Motor.<br />

Zu sehen ist weiterhin, dass die Maschine<br />

bereits unmittelbar vor Einleiten der halben<br />

Rolle leicht durchsackte.<br />

So kommen die Braunschweiger Unfallermittler,<br />

die auch dieses Video ausgewertet haben,<br />

zu einem klaren Ergebnis: Neben dem Spritmangel,<br />

in dessen Folge es „zu einer Beeinträchtigung<br />

der Triebwerksleistung kam“, hält<br />

der Bericht auch einen kleinen Steuerfehler<br />

fest. In der halben Rolle zurück in den Horizontalflug<br />

sei das Höhenruder leicht gezogen<br />

und das Seitenruder neutral bis leicht nach<br />

rechts ausgeschlagen gewesen. Dies habe zu<br />

der Richtungsänderung unter Höhenverlust<br />

geführt. Zu dem Unfall habe „die Entscheidung<br />

des Piloten beigetragen, Kunstflug in Bodennähe<br />

durchzuführen“. „Beigetragen“ – das<br />

deutet auch an, was sich auf dem Video erkennen<br />

lässt: Schon etwas mehr Höhe hätte<br />

dem Piloten vermutlich das Leben gerettet.<br />

Für Motoraussetzer und leichte Steuerfehler<br />

aber fehlte es an Reserve.<br />

Mit mangelnder Erfahrung des Piloten lässt<br />

sich der Unfall dagegen kaum erklären – das<br />

Flugbuch des Mannes wies mehr als 3000<br />

Flugstunden und über 10 000 Starts und Landungen<br />

aus. In seiner PPL war neben einer<br />

Schleppflug-, Nachtflug- und Kunstflugqualifikation<br />

auch eine Lehrberechtigung eingetragen.<br />

Frank Martini/BFU<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 65


[ SEGELFLIEGEN Kunstflug<br />

Interview mit Wolfgang Schieck<br />

STRECKENJÄGER<br />

MIT TURNGERÄT<br />

66 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Wolfgang Schieck (55)<br />

mischt kräftig in der<br />

Akroszenze mit. Im<br />

vergangenen Jahr war<br />

er bei der Segelkunstflug-Weltmeisterschaft<br />

dabei. Mit seinem Flugzeug<br />

fällt er allerdings etwas aus dem<br />

Rahmen. Er turnt mit einer SZD 59,<br />

und damit betätigt er sich auch erfolgreich<br />

im Streckensegelflug. Im<br />

Online Contest 2014 ist Wolfgang<br />

Schieck mit zwei großen Alpendreiecken<br />

über 700 Kilometer verzeichnet.<br />

Sein Kommentar im OLC nach dem<br />

Flug: „Hurra!!!!“ Der Freudenschrei<br />

verrät viel über seine Leidenschaft.<br />

Wolfgang Schieck ist ein tolles Beispiel<br />

dafür, wie zwei anscheinend völlig<br />

fremde Welten zueinander finden<br />

können.<br />

Wolfgang Schieck, Sie turnen<br />

erfolgreich in der Unlimited-<br />

Klasse, haben dort den Aufstieg<br />

ins WM-Team geschafft. Aber bei<br />

gutem Streckenwetter sind Sie<br />

mit ihrem Turngerät auf Kilometerjagd.<br />

Fällt es da nicht schwer,<br />

sich am Morgen für das eine oder<br />

andere entscheiden zu müssen?<br />

Was betreiben Sie lieber?<br />

Kann man gleichermaßen<br />

begeistert dem<br />

Streckensegelflug und<br />

dem Kunstflug frönen?<br />

Auch wenn sich hier die<br />

Geister scheiden: Man<br />

kann! Wolfgang Schieck<br />

jedenfalls kann es!<br />

Lieber? Alles zu seiner Zeit. Wirklich<br />

gute Tage für Streckenflug gibt es<br />

zumindest in den Alpen recht wenige<br />

und noch weniger, wenn man<br />

FAI-Dreiecke größer als 600 Kilometer<br />

fliegen möchte, weil dann auch<br />

die Alpensüdseite gut sein muss.<br />

Wenn dann nicht gerade eine Kunstflugmeisterschaft<br />

direkt ansteht, geht’s<br />

auf Strecke. Bei mittelgutem Wetter<br />

habe ich den ganzen morgendlichen<br />

Überlandflugstress nicht, kann mit<br />

der Familie gemütlich zu Hause frühstücken<br />

und warte auf die beste<br />

Thermikzeit. Die ist im Flachland –<br />

Königsdorf liegt gut zehn Kilometer<br />

vor den Bergen – am Nachmittag.<br />

Fotos: Large, Gerhard Marzinzik, Wolfgang Schieck<br />

Die Welt kopfstehen<br />

lassen, aber auch<br />

Kilometer sammeln –<br />

Wolfgang Schieck betreibt<br />

beides mit einer SZD 59<br />

und hat immer seinen<br />

Spaß dabei.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 67


[ SEGELFLIEGEN Kunstflug<br />

Dann turne ich am liebsten aus der<br />

Winde heraus zweieinhalb bis drei<br />

Stunden mit Sonnenenergie. Dabei<br />

werden gerne mal 40 bis 50 Figuren<br />

geflogen beziehungsweise geübt, am<br />

meisten die schwierigen Figuren<br />

natürlich. Das entspricht fünf bis sechs<br />

kompletten Unlimited-Programmen.<br />

Das ist dann mal genug für einen Tag.<br />

Die körperliche Belastung mit +6 und<br />

bis -5 g ist doch ziemlich spürbar, die<br />

verbratenen 6000 Höhenmeter müssen<br />

zwischendurch ja auch erkurbelt<br />

werden, und die Thermik steht nicht<br />

immer gleich Gewehr bei Fuß. Jedenfalls<br />

hat man abends nicht das Gefühl,<br />

etwas verpasst zu haben, wenn die<br />

Kameraden von ihren Streckenerlebnissen<br />

erzählen.<br />

Aus dem Bundesligabetrieb halte ich<br />

mich aber ziemlich heraus. Die Latte,<br />

es unter die ersten drei zu schaffen,<br />

um überhaupt in die Rundenwertung<br />

zu kommen, hängt in Königsdorf sehr<br />

hoch. Da fehlt es mir an Talent. Am<br />

Flugzeug liegt es nicht.<br />

Die SZD 59 ist nicht das ultimative<br />

Segelkunstflugzeug, auf der<br />

anderen Seite auch keins für den<br />

Streckenflug. Es ist ein Kompromiss<br />

für beide Welten. Kommen<br />

Ihre Ambitionen da nicht zu kurz?<br />

Eigentlich nicht: Um auf Strecke<br />

schnell zu sein, ist die SZD 59 mit<br />

ihrem Clubklasse-Index sogar ziemlich<br />

gut. Sie ist ja nichts anderes als<br />

ein modifizierter Jantar 3 Standard,<br />

und der ist für kontinentale polnische<br />

Thermik gebaut. In schwacher Thermik<br />

tue ich mich schwer und habe<br />

es auch manchmal abends nicht mehr<br />

ganz nach Hause geschafft. Die angegebene<br />

Gleitzahl von 40 ist natürlich<br />

nicht real. SeeYou-mobile rechnet<br />

mit 35. Das kommt schon eher hin.<br />

Aber mit dem 101er-Index sollte ich<br />

mich nicht beschweren. Auch mein<br />

mittelmäßiges Abschneiden auf Landesmeisterschaften<br />

in der Clubklasse<br />

liegt sicher nicht am Flugzeug.<br />

Der Kompromiss besteht eher im<br />

Kunstflug, wenn man in die Unlimited<br />

möchte, weil einem die Advanced<br />

(früher Halb-Akro) zu langweilig wird.<br />

Die SZD ist, wie erwähnt, nur ein<br />

modifizierter Jantar 3, das heißt, sie<br />

hat ein Streckenflugprofil mit zu wenig<br />

Auftrieb im Rückenflug, und auch<br />

die Rollrate könnte besser sein. Bei<br />

vielen Unlimited-Figuren kämpfe ich<br />

schon sehr mit dem Flieger. Wenn<br />

ich im Unlimited-Kunstflug wirklich<br />

Fotos: Johan Gustafsson<br />

68 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


erfolgreich sein wollte, würde am<br />

Swift zurzeit kein Weg vorbeiführen.<br />

Wäre schon mal interessant, was<br />

dabei herauskäme, einen Swift so zur<br />

Verfügung zu haben wie jetzt meine<br />

SZD. Ich hatte mal die Chance, einen<br />

Swift zu bekommen. Mir war und ist<br />

aber die Streckenfliegerei zu wichtig.<br />

Was war früher da, das Interesse<br />

am Streckensegelflug oder die<br />

Leidenschaft für den Kunstflug?<br />

Was hat Sie für den Kunstflug<br />

begeistert?<br />

Angefangen habe ich 1976 mit 15<br />

Jahren in Borkenberge in einem sehr<br />

Streckenflug-orientierten Verein.<br />

Während die anderen kaum vom Platz<br />

weg durften, sind wir auch mit der<br />

Ka 8 immer losgeflogen. Das war schon<br />

sehr sportlich und hat sehr geprägt.<br />

An Kunstflug habe ich als Schüler und<br />

Student allein schon wegen der teuren<br />

F-Schlepps eigentlich gar nicht<br />

gedacht. Man hat mal jemanden gesehen,<br />

der einen Looping oder einen<br />

Turn fliegen konnte. Aber neugierig<br />

war man ja schon.<br />

Und als ich dann mal Kunstflug erleben<br />

durfte, war mir klar, dass es sobald<br />

möglich mehr sein musste:<br />

Dieses dreidimensionale Durch-den-<br />

Raum-Bewegen, senkrecht hoch und<br />

senkrecht runter, dieses Spüren von<br />

Belastungen und neuen Grenzen, die<br />

verschoben werden müssen. Die Welt<br />

kopfstehen zu lassen und auch die<br />

natürliche Angst, nein, eher den natürlichen<br />

Respekt immer wieder neu<br />

zu überwinden. Eher verwunderlich,<br />

dass es Menschen gibt, die ohne das<br />

auskommen. Ich fühle mich aber eigentlich<br />

als Streckenflieger, der einfach<br />

wahnsinnig viel Spaß am Kunstflug<br />

hat und sich selber wundert, dass<br />

es bis in die Nationalmannschaft<br />

gereicht hat. Ein Ziel war das nie<br />

wirklich.<br />

Grundsätzlich hab ich auch bei anderen<br />

Gelegenheiten eher ein Problem<br />

mit Grenzen.<br />

Was treibt Sie, an guten Tagen<br />

dem Immer-Weiter zu frönen?<br />

Beim Streckenflug habe ich schon<br />

klare Ziele. Vielleicht zählt da auch<br />

der Wunsch: Das möchte ich auch<br />

können! Und wenn man ein Ziel erreicht<br />

hat und feststellt, dass da noch<br />

was drin wäre, folgt daraus von selbst<br />

ein neues Ziel. Geduld ist aber genauso<br />

wichtig: Der 700er-Flug hat<br />

sieben Jahre im Logger auf Vollendung<br />

gewartet.<br />

Gibt es einen ganz besonderen<br />

Streckenflugerfolg, ein unvergessliches<br />

Erlebnis?<br />

Natürlich, ewig viele! Ich weiß gar<br />

nicht, wo ich anfangen und aufhören<br />

soll: der erste 50-km-Flug auf der Ka<br />

8 von Borkenberge über den Rhein<br />

nach Kamp-Lintfort mit einem Bart<br />

mitten über dem riesigen Fluss und<br />

dann mit der Generalkarte die Straßen<br />

„abgefahren“, um den Flugplatz zu<br />

finden. Eine ewige Stunde an der<br />

Bergstraße vor Heidelberg, hoffnungslos<br />

in Hanghöhe in Nullschiebern<br />

unter einer Abschirmung geduldig<br />

gekämpft, bis dann die Bewölkung<br />

aufriss und es plötzlich wieder hochging<br />

und ich es fast als einziger nach<br />

Hause geschafft habe.<br />

Das erste 500er mit dem Salto. Das<br />

erste 600er in den Alpen, auch mit<br />

dem Salto, wo auf dem zweiten Schenkel<br />

ein großes Gewitter umflogen<br />

werden musste und dann auf dem<br />

Heimweg in toter Luft zirka 60 Kilometer<br />

vor zu Hause mitten über dem<br />

Inntal ein unerklärlicher Nullschieber<br />

stand – eine Art Umkehrthermik, die<br />

mir zu einem im Nordwind stehenden<br />

Hang am Südufer des Achensee half.<br />

Die letzten 100 Höhenmeter – inzwischen<br />

war es schon Viertel vor neun,<br />

brachte Umkehrthermik an dem See.<br />

Die erste Überquerung des Alpenhauptkammes<br />

zurück Richtung Norden<br />

über das Hochtor am Großglockner<br />

vorbei.<br />

Das erste 700er FAI mit der SZD, ein<br />

Flug der sieben Jahre lang nur als<br />

Plan bestand, der trotz sehr mäßigen<br />

Wetterberichtes nur gestartet wurde,<br />

weil es die letzte Gelegenheit vor<br />

einer Vorbereitungsphase für eine<br />

Kunstflug-WM war. Dann ein Flug auf<br />

der nördlichen Inntalseite: 300 Meter<br />

höher als die Wolken direkt neben<br />

mir. Viele, viele Flüge über faszinierende<br />

Alpenlandschaft aus grünen<br />

Almen, schroffen Felsen und schneebedeckten<br />

Flanken – so schön, dass<br />

nach zwei Stunden Flug mein Hirnspeicher<br />

übervoll ist.<br />

Ich kann nicht verstehen, wie man<br />

ohne solche Erlebnisse auskommt.<br />

Die Eindrücke im Streckenflug sind<br />

so intensiv, weil man sich das alles<br />

AM LIEBSTEN TURNE ICH AUS<br />

DER WINDE HERAUS ÜBER<br />

STUNDEN MIT SONNENENERGIE<br />

ja selber erkämpft hat. Motorfliegen<br />

ist, als würde man mit der Gondel<br />

auf einen Berg fahren, Segelfliegen<br />

hingegen, das ist der Aufstieg zu<br />

Fuß. Jeder weiß, dass das Erlebnis<br />

um ein oder zwei Zehnerpotenzen<br />

intensiver ist.<br />

Gigantisch und als messbarer Erfolg<br />

nicht zu überbieten waren natürlich<br />

die zwei 700er in Folge an Pfingsten<br />

2014 und einem 500er zwei Tage<br />

später. Für einige Wochen stand ich<br />

damit auf Platz eins in der DMSt-<br />

Clubklasse-Wertung. In dem ganzen<br />

Jahr war ich nur vier Mal überhaupt<br />

zu einem Streckenflug gestartet!<br />

Was war Ihr größter Erfolg im<br />

Kunstflug? Gibt es ein Erlebnis,<br />

an das Sie besonders gern zurückdenken?<br />

Da steht ganz klar meine zweite WM<br />

in Dubnica in der Slowakei an erster<br />

Der Schwede Johan<br />

Gustafsson ist ebenfalls<br />

ein Freund der SZD 59<br />

und nutzt sie für Flugschau-Vorführungen.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 69


[ SEGELFLIEGEN Kunstflug<br />

Wolfgang Schieck hat<br />

gezeigt, dass auch mit<br />

einer SZD 59 große<br />

Alpendreiecke möglich<br />

sind. Familienfreundlicher<br />

ist aber der Kunstflug.<br />

70 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Stelle. Es war ein 15. Platz unter 27<br />

Teilnehmern in der Unlimited, also<br />

einigermaßen im Mittelfeld nach seltenen<br />

sechs Wertungstagen. Nach<br />

einem letzten Platz auf meiner ersten<br />

WM in Torun fühlte sich das schon<br />

sehr gut an. Und die Familie war dabei!<br />

Ein Argument für die Kunstflugausbildung<br />

ist, dass man<br />

danach sein Fluggerät souveräner<br />

beherrscht. Ungewöhnliche Fluglagen,<br />

in die man auch bei heftigem<br />

Wetter geraten kann, sind<br />

dann kein Anlass mehr, zu erschrecken<br />

und damit vielleicht<br />

falsch zu reagieren. Wie haben<br />

Sie das erlebt?<br />

DIE KUNSTFLUGAUSBILDUNG<br />

IST EINE ECHTE BEREICHERUNG<br />

DER EIGENEN FÄHIGKEITEN<br />

Ich sehe natürlich eine Kunstflugausbildung<br />

als echte Bereicherung der<br />

Fähigkeiten: Durch gewolltes Überziehen<br />

und auch Trudeln kommt man<br />

aus der „Hilfe, Hilfe, wir sind zu langsam,<br />

wir stürzen ab!“-Ecke heraus<br />

und macht vielleicht nicht jeden Anflug<br />

mit gut gemeinter, aber unbegründeter<br />

Geschwindigkeitsreserve.<br />

Ein anderes Mal wird dann eine Kurve<br />

viel zu eng mit nicht genug Fahrt<br />

geflogen und nicht bemerkt, dass der<br />

Flieger schon anfängt zu autorotieren,<br />

weil man das nicht kennt.<br />

Kunstflug hat viel mit Präzision zu tun.<br />

Das hilft viel, den nächsten Anflug<br />

bis zur Landebahn mit einer bestimmten,<br />

vorher definierten Geschwindigkeit<br />

zu fliegen. Auch lernt man, was<br />

möglich ist, und was man lernen kann,<br />

das bedeutet weniger Überforderung<br />

bei einer ungewollten Fluglage.<br />

Ein fast stärkeres Argument ist für<br />

mich aber – zumindest gilt das für<br />

den Segelflug –, dass nicht ohne Ausbildung<br />

mit ungeeignetem Gerät selber<br />

drauflos probiert wird. Das wird<br />

sehr schnell sehr gefährlich. Keiner<br />

wird nach einer Kunstflugausbildung<br />

so etwas noch machen.<br />

Profitiert vielleicht auch der Kunstflug<br />

vom Streckenflug?<br />

Ja, ich kenne mein Flugzeug in- und<br />

auswendig, sitze gut, und alles ist<br />

vertraut.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 71<br />

Fotos: Johan Gustafsson, Gerhard Marzinzik, Wolfgang Schieck


[ SEGELFLIEGEN Kunstflug<br />

Segelkunstflug erlernen<br />

Erinnerungsstütze: Das<br />

Programm wird mit<br />

Aresti-Figuren skizziert.<br />

Mit der thermikfähigen SZD 59<br />

sind Sie für Ihr Kunstflugtraining<br />

nicht unbedingt auf F-Schlepps<br />

angewiesen. Sie trainieren in<br />

Königsdorf aus der Winde heraus?<br />

Ja, am liebsten aus der Winde heraus.<br />

Es fühlt sich einfach toll an, den Kunstflug<br />

so ökologisch gestalten zu können.<br />

Und billig ist es auch! Unter der<br />

Woche ohne Winde sind es dann in<br />

der Regel F-Schlepps auf 600 Meter.<br />

Mehr als die Hälfte des Trainings ist<br />

so echt bezahlbar.<br />

Fliegen Sie bei Ihrem Akrotraining<br />

nur einzelne Figuren oder auch<br />

ganze Programme?<br />

Beides ist möglich. Das hängt hauptsächlich<br />

von der Basishöhe ab und<br />

ob bestimmte Problemfiguren noch<br />

nicht funktionieren wollen oder ein<br />

Programm für eine Meisterschaft<br />

eingeschliffen werden soll.<br />

KUNSTFLUG: DIESES SPÜREN<br />

VON BELASTUNGEN<br />

UND NEUEN GRENZEN<br />

Wie kompensieren Sie das Manko,<br />

bei Ihrem freien Training<br />

keinen sachkundigen Bodenbeobachter<br />

zu haben, der Sie erst<br />

auf den einen oder anderen Mangel<br />

in der Ausführung aufmerksam<br />

machen kann?<br />

Die Kunst, ein Segelflugzeug in jeder Lage zu beherrschen, lernt man im<br />

Segelkunstflug, wirbt die Fliegerschule Wasserkuppe. Einmal im Jahr bietet<br />

der Ausbildungsbetrieb einen einwöchigen Kunstfluglehrgang mit dem fünffachen<br />

Deutschen Segelkunstflugmeister und Vizeweltmeister Hubert<br />

Jänsch an. Kunstfluglehrgänge bieten alle professionellen Segelflugschulen<br />

an: Oerlinghausen, Unterwössen und Feuerstein. Erlernen lässt sich der Segelkunstflug<br />

aber auch in vielen Kursen, die von Vereinen organisiert werden.<br />

Ganz frische Lizenzinhaber müssen erst einmal Erfahrung im normalen Segelflug<br />

sammeln, bevor sie eine Kunstflugausbildung starten können. Vorausgesetzt<br />

werden 50 Stunden als verantwortlicher Segelflugzeugführer.<br />

Das Ausbildungsprogramm beinhaltet dann das Training von Looping, Turn,<br />

gesteuerter Rolle, hochgezogener Rollenkehre, Aufschwung, Rückenflug<br />

und Trudeln. Die Ausbildung muss mindestens fünf Flugstunden betragen.<br />

Die Berechtigung, selbstständig zu turnen, gibt es nach bestandener praktischer<br />

Prüfung. Auf der Wasserkuppe wird mit der ASK 21 geflogen. Die<br />

Kosten werden nach Minutenpreisen abgerechnet. Rund 1600 Euro kommen<br />

insgesamt zusammen.<br />

Bei den wirklich schwierigen Figuren<br />

geht es um Sein oder Nichtsein. Das<br />

sehe ich selber. Das war für mich<br />

einer der Gründe, der Halb-Akro (Advanced)<br />

davonzulaufen und mir die<br />

Voll-Akro (Unlimited) anzutun. Ich<br />

hatte keine Lust mehr, um einzelne<br />

Grade der Senkrechten zu diskutieren.<br />

Vielleicht brauche ich länger, um eine<br />

Ursache zu erkennen. Weiterhin<br />

bietet Schorsch Dörder in Walldürn<br />

jedes Jahr einige Trainingstage an,<br />

es gibt den Salzmann-Cup als Trainingsmeisterschaft,<br />

und zu Hause<br />

konnte ich Peter Wanschura, einen<br />

guten Schiedsrichter ganz aus der<br />

Nähe, mal bitten, mich zu kritisieren.<br />

Roland „Bobesch“ Bauer ist auch<br />

gelegentlich am Platz. Er hat mit der<br />

Mü 28 selber international geflogen.<br />

Dann sind natürlich schon die teuren<br />

F-Schlepps angesagt.<br />

Sind Sie beruflich auch mit der<br />

Fliegerei verbandelt?<br />

Ja, am Ende meines Studiums ist der<br />

Traum wahr geworden, dass Lufthansa<br />

wieder Piloten brauchte und<br />

ich das Glück hatte, den Test zu bestehen.<br />

Segelflug ist ein zeitraubender<br />

Sport. In der Familie wird das<br />

akzeptiert, oder hat Ihre Begeisterung<br />

auch angesteckt?<br />

Es gibt schon mal Diskussionen.<br />

Eigentlich immer Ende April, wenn<br />

ich bis Mitte August keine Termin<br />

mehr zusagen will. Aber ich sollte<br />

mich wirklich nicht beklagen: Ich<br />

habe genug Freizeit und Einkommen<br />

und auch das Glück, mit einer sehr<br />

selbstständigen Frau zusammenzuleben,<br />

die zu Hause den ‚Laden am<br />

Laufen hält‘. Bevor die Kinder kamen,<br />

hat sie selber mal den Segelflugschein<br />

erworben. Für die Kinder ist beziehungsweise<br />

war der Randbereich des<br />

Flugplatzes ein riesiger Erlebnispark<br />

mit viel Platz und einem kleinen See<br />

und auch der Gelegenheit zum Modellfliegen.<br />

Der älteste der drei (11,<br />

13 und 15 Jahre) fliegt seit einem Jahr<br />

selber und blüht in der Fliegergemeinschaft<br />

merklich auf. Am Flugplatz<br />

steht ein alter Wohnwagen, sodass<br />

wir uns alle auch zum Grillen inklusive<br />

Lagerfeuer und Übernachtung<br />

verabreden können.<br />

Insgesamt ist der Kunstflug deutlich<br />

familientauglicher als der Streckenflug.<br />

Angefangen damit, dass man morgens<br />

nicht so früh am Platz sein muss, bis<br />

dahin, dass man abends sicher wieder<br />

am Platz landen wird. Ich kann<br />

auch mal die Kinder alleine mitnehmen,<br />

denn zwei, drei Stunden halten sie<br />

es auch ohne Aufpasser aus.<br />

Auch auf den Kunstflugmeisterschaften<br />

kann man gut gemeinsam auftreten.<br />

Fast immer sind auch andere<br />

Kinder dabei. Die Schiedsrichter<br />

nehmen sie gerne als Schreiber, und<br />

man selber ist ja nie lange weg. Die<br />

nationalen Meisterschaften sind sehr<br />

gesellig.<br />

Durch den Kunstflug ist meine Streckenflieger-Aktivität<br />

natürlich deutlich<br />

reduziert. Einen großen Teil des<br />

Trainings kann ich aber auch an<br />

freien Tagen unter der Woche machen.<br />

Da fällt mein Fehlen kaum auf, denn<br />

ich bin zum Abendessen oder mal<br />

für eine Mathe-Nachhilfe sicher rechtzeitig<br />

zurück.<br />

ae<br />

Interview: Gerhard Marzinzik<br />

Fotos: Wolfgang Schieck<br />

72 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


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[ SEGELFLIEGEN Ausbildung ]<br />

Fliegerschule Wasserkuppe<br />

Wenn’s weiter gehen soll<br />

Eine Bergflugschule beginnt die Saison natürlich in den<br />

Bergen. Während sich auf der Wasserkuppe noch Snowkiter<br />

vergnügten, startete die Fliegerschule das neue Flugjahr mit<br />

einer Exkursion in die französischen Alpen.<br />

Als das Viererteam der Trainer<br />

um Schulleiter Harald<br />

Jörges mit den zwei Duo<br />

Discus und der ASG 29E der Schule<br />

Ende März von Gap-Tallard<br />

zurückkehrte, herrschte auf der<br />

Wasserkuppe noch Winter. Die<br />

Asphaltbahn musste erst einmal<br />

freigeschoben werden.<br />

Die Exkursionsteilnehmer hatten<br />

in der südfranzösischen Außenstelle<br />

aber schon ausgiebig<br />

fliegen können. In diesem Jahr,<br />

freute sich Harald Jörges, waren<br />

es vor allem junge Piloten, die den<br />

Frühstart in die Saison genutzt<br />

haben. Sie waren nahezu an jedem<br />

Tag fünf bis sechs Stunden in der<br />

Luft und kamen dabei im Mistral<br />

auch hoch hinaus: bis auf 6000<br />

Meter. Bei 80 Starts wurden nach<br />

den zwei Exkursionswochen für<br />

die drei Schulflugzeuge 200 Flugstunden<br />

und 15 000 Streckenkilometer<br />

zusammengerechnet.<br />

Das Gebirgsflugtraining ist nur<br />

ein Angebot, mit dem sich die<br />

Fliegerschule Wasserkuppe an<br />

ausgebildete Piloten wendet. Während<br />

sich die Anfänger auf der<br />

Kuppe mit den Grundlagen des<br />

Fliegens vertraut machen, können<br />

sich Lizenzinhaber dort wichtiges<br />

Rüstzeug für Streckenflüge vermitteln<br />

lassen – da einsteigen, wo der<br />

Segelflug als Sport erst richtig<br />

anfängt. Das Coaching umfasst die<br />

professionelle Vorbereitung und<br />

auf Basis der guten Ortskenntnis<br />

des Trainerteams – in den französischen<br />

Alpen wie in der weiten<br />

Region um die Rhön – eine sichere<br />

Praxis.<br />

Mit zwei Duo Discus und einer ASG 29E startete<br />

die Fliegerschule in Gap-Tallard in die Saison.<br />

74 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Am Rand gelegen, aber<br />

Mittelpunkt der Fliegerei<br />

auf der Kuppe: das neue<br />

Luftsportzentrum.<br />

Segelfliegen schult auch den<br />

Charakter. Die Luftwaffe<br />

schickt dazu ihre Offiziersanwärter<br />

auf die Wasserkuppe.<br />

Vier ASK 21 und zwei<br />

Duo Discus bilden das<br />

Rückgrat der Schulflotte.<br />

Fotos: Fliegerschule Wasserkuppe, Gerhard Marzinzik<br />

Neben dem Segelflug gehört<br />

heute auch die Motorflugausbildung<br />

zum Angebot. Wer auf die Kosten<br />

achtet, hat die Möglichkeit, erst<br />

einmal in die günstige Variante<br />

des Motorfliegens, die Ultraleichtfliegerei,<br />

einzusteigen. Ein UL,<br />

eine Super Dimona und drei DR400<br />

stehen für diesen Schulbereich zur<br />

Verfügung.<br />

Abheben, wo der Segelflug<br />

„erfunden“ wurde<br />

Für die Segelflugsaison in<br />

Deutschland ist die Fliegerschule<br />

bestens gerüstet. In diesem Jahr<br />

verfügt sie über die bisher größte<br />

und modernste Flotte. Von sieben<br />

Doppelsitzern stehen vier Schleicher<br />

ASK 21 und eine eigenstartfähige<br />

ASK 21Mi für die Anfängerausbildung<br />

und zwei Duo<br />

Discus für die Fortbildung zur<br />

Ver fügung. Spitzenflugzeug unter<br />

den Einsitzern ist das 18-m-Klasse-Flugzeug<br />

ASG 29E mit Heimkehrhilfe.<br />

Es wird flankiert von<br />

zwei ASW 28, eine davon ebenfalls<br />

mit Turbo, und einer Ka 6E. Mitte<br />

des Sommers soll ein weiteres<br />

neues Standardklasse-Flugzeug<br />

dazukommen.<br />

Mit der modernen Flotte stellt<br />

die Fliegerschule eine wichtige<br />

Ergänzung zum Ausbildungsangebot<br />

der Luftsportvereine dar. So<br />

kann auf der Kuppe die Eigenstartberechtigung<br />

Segelflug im Kompaktkurs<br />

innerhalb von zwei Tagen<br />

erworben werden. Mit der Klapptriebwerk-Einweisung<br />

wird die<br />

richtige und sichere Benutzung<br />

des Flautenschiebers vermittelt.<br />

Unsicher im Thermikflug? Wenn<br />

das Kreisen mit mehreren Flugzeugen<br />

im Pulk oder eine mögliche<br />

Außenlandung Bauchgrimmen<br />

verursacht, steuert die Schule mit<br />

speziellen Trainingsflügen dagegen.<br />

Praktisches und theoretisches<br />

Streckenflugtraining wird in festen<br />

Kursen geboten, kann aber auch<br />

individuell vereinbart werden. Mit<br />

den Duo Discus kann man gemeinsam<br />

mit Fluglehrern auf Strecke<br />

gehen und sich zeigen lassen, wie<br />

die Termik am besten aufzufinden<br />

und zu nutzen ist.<br />

Wohl nur wenige Anfänger<br />

werden sich bei ihrer Ausbildung<br />

allein auf eine professionelle Segelflugschule<br />

stützen wollen. Eine<br />

Komplettausbildung ist hier im<br />

Vergleich zur Schulung im Verein<br />

deutlich teurer. Das Starterpaket<br />

Segelflug der Fliegerschule Wasserkuppe<br />

kostet für Jugendliche<br />

bis 18 Jahre 1290 Euro, für Erwachsene<br />

1390 Euro. Bezahlt sind damit<br />

9 bis 14 Tage Anfängerschulung,<br />

inklusive aller anfallenden Flugkosten<br />

und Gebühren bis zu den<br />

ersten drei Alleinflügen.<br />

Dieses Angebot lässt sich auch<br />

die Bundeswehr nicht entgehen.<br />

Zusammen mit der Segelflugschule<br />

Oerlinghausen wurde die Fliegerschule<br />

Wasserkuppe für die<br />

Grundlehrgänge der Luftwaffen-<br />

Offiziersanwärter ausgewählt. Für<br />

die angehenden Offiziere ist die<br />

Segelflugausbildung ein Bestandteil<br />

der Berufslaufbahn.<br />

Kurse beschleunigen<br />

die Ausbildung<br />

Das Angebot einer professionellen<br />

Schule wie der Fliegerschule<br />

Wasserkuppe ist eine wichtige<br />

Ergänzung zur Vereinsausbildung.<br />

Sparen lässt sich damit jedenfalls<br />

Zeit, wenn es zum Beispiel möglichst<br />

schnell zum Alleinflug gehen<br />

soll. Mit dem Kompaktkurs lässt<br />

sich da schon einmal eine große<br />

Hürde nehmen. Oder man lernt<br />

weiterführende Ausbildungsabschnitte<br />

oder Theorie im Block. Zur<br />

Kundschaft der Fliegerschule zählen<br />

auch Vereine selbst. Gruppen,<br />

die sich für ein Ferienlager auf der<br />

Kuppe interessieren, sind bei der<br />

Fliegerschule willkommen. Die<br />

Rhön liegt mitten in einer thermisch<br />

günstigen Region – nicht weit von<br />

der Rennstrecke Thüringer Wald<br />

– und ist ein guter Ausgangspunkt<br />

für Streckenflüge. Die Schule betreut<br />

auch immer wieder Einzelpiloten<br />

mit eigenen Flugzeugen. Sie finden<br />

auf der Kuppe eine gute Infrastruktur<br />

vor und erhalten bei der Fliegerschule<br />

ein gemeinsames Briefing<br />

mit Wetter- und Thermikinfos.<br />

Am Wochenende wird keineswegs<br />

pausiert, ausgebildet wird auf der<br />

Wasserkuppe sieben Tage in der<br />

Woche.<br />

Die Fliegerschule Wasserkuppe<br />

ist die älteste Segelflugschule der<br />

Welt, 1924 wurde sie als Martens<br />

Flugschule gegründet. Heute gehört<br />

sie zu den modernsten. Sichtbar<br />

wird das nicht zuletzt am<br />

neuen Luftsportzentrum. Hier<br />

bietet das schuleigene Restaurant<br />

Weltensegler den zentralen Treffpunkt<br />

für alle Flieger auf der Wasserkuppe.<br />

ae<br />

Gerhard Marzinzik<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 75


[ SEGELFLIEGEN Meteo ]<br />

Wo und wann geht<br />

die Thermik am<br />

besten? Das lässt<br />

sich jetzt für die<br />

Streckenplanung in<br />

SeeYou einblenden.<br />

In ihrer neuen Version<br />

integriert die<br />

Flugplanungssoftware<br />

TopMeteo.<br />

TopMeteo/SeeYou<br />

Planen mit dem Wetter<br />

Das Wetter bestimmt in hohem<br />

Maße den Erfolg beim<br />

Streckenfliegen. Je weiter,<br />

je schneller die Flüge werden sollen,<br />

umso mehr gewinnt der Faktor<br />

Wetter an Bedeutung und<br />

umso wichtiger wird er schon in<br />

der Planungsphase. Mit der Integration<br />

der Wettervorhersagen von<br />

TopMeteo in die Desktop-Flugplanungssoftware<br />

SeeYou von Naviter<br />

haben Piloten nun ein Tool an<br />

der Hand, das moderne Planungssoftware<br />

und aktuelle Wettervorhersagen<br />

vereint.<br />

Einen ersten Eindruck über die<br />

innovativen Möglichkeiten konnte<br />

sich die breite fliegende Öffentlichkeit<br />

schon auf dem Segelfliegertag<br />

in Freudenstadt verschaffen.<br />

Parallel zur Convention der Soaring<br />

Society of America Mitte Februar<br />

erfolgte der offizielle Startschuss<br />

für die neue Version 8 von SeeYou.<br />

Die Integration der Vorhersagen<br />

von TopMeteo geht weit über eine<br />

reine Anzeige der Modellergebnisse<br />

als (Hintergrund-)Grafik hinaus:<br />

Die meteorologischen Parameter<br />

werden unmittelbar in die Streckenplanung<br />

einberechnet und<br />

ermöglichen eine direkte Einschätzung,<br />

ob die geplante Strecke bei<br />

den vorhergesagten Wetterbedingungen<br />

durchführbar und wie groß<br />

eine mögliche Zeitreserve am<br />

Ende des (Thermik-)Tages noch<br />

ist. Mit Hilfe von Zeitfahnen, die<br />

entlang des Kurses und an den<br />

Wendepunkten eingeblendet werden,<br />

ist den SeeYou-Entwicklern<br />

dafür eine sehr intuitive Darstellung<br />

gelungen: Man erkennt auf einen<br />

Blick, wann man wo sein sollte,<br />

um die gestellte Aufgabe zu erfüllen.<br />

Durch simples Verschieben<br />

der Wendepunkte kann die Aufgabe<br />

in Länge und Richtung an<br />

die Wetterbedingungen angepasst<br />

werden. Parallel verändern sich<br />

auch die Positionen der Zeitfahnen.<br />

Legt man eine Wende in einen<br />

schlechteren Wetterraum oder<br />

wählt man die Strecke zu lang,<br />

signalisiert eine rote Zeitfahne Ort<br />

und Zeit der Außenlandung – auch<br />

so kann eine Streckenplanung<br />

aussehen.<br />

Die personalisierte PFD<br />

gibt das Maximum vor<br />

Für die Planung werden die<br />

stündlichen Berechnungen der<br />

potenziellen Flugdistanz (PFD) von<br />

TopMeteo herangezogen. Die über<br />

den Tag akkumulierte PFD dürfte<br />

vielen aus dem TopMeteo-System<br />

bereits bekannt sein, ist sie doch<br />

meist der erste und wichtigste<br />

Gradmesser für die Streckentauglichkeit<br />

eines Tages. Aus den vom<br />

Vorhersagemodell prognostizierten<br />

Steigwerten wird für die Polare<br />

eines 18-m- beziehungsweise 15-m-<br />

Flugzeuges eine mittlere Reisegeschwindigkeit<br />

abgeleitet. Weiterhin<br />

werden wetterrelevante Faktoren<br />

mit einbezogen. Schnelles<br />

Vorankommen bei hoher Basis und<br />

leichter Quellbewölkung wird<br />

ebenso berücksichtigt wie bremsende<br />

Abschirmungen oder die<br />

Möglichkeit, dass man durch Schauer<br />

oder Gewitter zu Umwegen<br />

gezwungen werden kann.<br />

Die stündlichen Werte werden<br />

über den Tag summiert und auch<br />

weiter durch TopMeteo zur Verfügung<br />

gestellt. Sie werden gemeinsam<br />

mit den Prognosen für<br />

den Wind in unterschiedlichen<br />

Höhen nun in SeeYou übernommen.<br />

Dazu reicht neben der aktuellen<br />

Version 8 ein gültiger Account bei<br />

TopMeteo aus, der in der SeeYou-<br />

Oberfläche angegeben werden<br />

muss. Den Datenabruf der Wetterinformationen<br />

erledigt SeeYou<br />

dann vollautomatisch. Dabei werden<br />

immer die Daten sowohl für<br />

den aktuellen als auch für die<br />

beiden Folgetage heruntergeladen.<br />

TopMeteo aktualisiert die Daten<br />

alle sechs Stunden, sodass der<br />

Nutzer damit immer auf die aktuellste<br />

Datenbasis zurückgreifen<br />

kann.<br />

Die PFD an sich ist mehr eine<br />

qualitative denn eine quantitative<br />

Einschätzung des Tages. Es gibt<br />

Piloten, die (scheinbar) mühelos<br />

die vorhergesagte PFD überbieten,<br />

während für andere Piloten diese<br />

Werte (noch) eine große Hürde<br />

darstellen. Um dem Rechnung zu<br />

tragen, können einige persönliche<br />

Einstellungen vorgenommen werden.<br />

Auf diese Weise lassen sich<br />

die eigene Leistungsfähigkeit und<br />

das Flugzeugmuster anpassen.<br />

Diesen Parameter findet man in<br />

SeeYou als Pilotenfaktor. Wer lieber<br />

etwas später starten will – oder<br />

aber im Wettbewerb, wo die Zeit<br />

bis zur Öffnung des Abfluges berücksichtigt<br />

werden muss –, kann<br />

die Startzeit ebenfalls individuell<br />

anpassen.<br />

Auch der Wind<br />

spielt mit<br />

Für die Streckenplanung wird<br />

nicht nur die PFD herangezogen.<br />

Da der Startpunkt vorgegeben<br />

werden kann, kann auch der Wind<br />

– als Rücken- oder Gegenwind –<br />

berücksichtigt werden. Dazu berechnet<br />

SeeYou einen mittleren<br />

Wind der prognostizierten Konvektionsschicht,<br />

der sich dann entsprechend<br />

auf die kalkulierte Geschwindigkeit<br />

jedes einzelnen<br />

Schenkels auswirkt.<br />

Um einen Eindruck vom Windeinfluss<br />

zu bekommen, können<br />

Windpfeile in unterschiedlichen<br />

Höhen beziehungsweise Stromlinien<br />

eingeblendet werden. Die<br />

Einschätzung, ob Aufwindstraßen<br />

genutzt werden können, ist weiter<br />

dem Nutzer überlassen, die Darstellung<br />

hilft aber ungemein, die<br />

Kurse mit Berücksichtigung des<br />

Windes anzulegen.<br />

76 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Planungsbeispiel für die<br />

Nutzung von TopMeteo in<br />

SeeYou für ein Tausender<br />

in Namibia.<br />

Piloten landen hier<br />

3 x <strong>aerokurier</strong><br />

plus Flieger-Taschenkalender<br />

supergünstig<br />

Wesentliches Hilfsmittel bei<br />

der Planung sind die als leicht<br />

durchscheinende Fläche unterlegten<br />

Werte der stündlich<br />

berechneten PFD. Bei der Planung<br />

sollte man unbedingt<br />

darauf achten, Zugriff auf die<br />

besten Bereiche zu bekommen<br />

und dann darin zu bleiben. Wie<br />

bereits erwähnt, wird man aber<br />

auch sehr schnell erkennen,<br />

dass eine Wende in einem Gebiet<br />

mit schlechtem Wetter<br />

sofort zu einer drastischen<br />

Verringerung der möglichen<br />

Strecke führt.<br />

Kurze thermische Lücken<br />

werden bei der Berechnung<br />

auch berücksichtigt. Reicht die<br />

gegebene Arbeitshöhe aus, um<br />

diese zu durchgleiten, wird dies<br />

miteinbezogen. Ab dem Punkt,<br />

an dem in nutzbarer Höhe wieder<br />

ein thermischer Anschluss<br />

möglich ist, wird weitergerechnet.<br />

Auch der Endanflug wird<br />

möglichst realistisch mit einbezogen.<br />

Der letzte Flugabschnitt<br />

kann auch ohne Thermik<br />

absolviert werden – spätestens<br />

zu Sunset ist endgültig Schluss.<br />

Zusammenfassend lässt sich<br />

sagen, dass die Ziele, das Maximale<br />

aus einem Tag machen<br />

zu können und die Phasen eines<br />

Fluges möglichst realistisch<br />

abzubilden, gut gelungen sein<br />

dürften. Und da die Strecken<br />

mittlerweile in der SeeYou-Cloud<br />

gespeichert werden können,<br />

kann man mit der Zeit einen<br />

umfangreichen Streckenkatalog<br />

aufbauen. Ein besonderes Feature<br />

bietet dann das Warnsystem<br />

der SeeYou-Cloud. Alle dort<br />

vom Anwender gespeicherten<br />

Daten werden automatisch auf<br />

ihre Machbarkeit hin überprüft.<br />

Die größte der möglichen Strecken<br />

eines jeden Tages wird<br />

dann auf dem SeeYou-Dashboard<br />

angezeigt. Ergänzend zu<br />

meiner Thermikinfo hat man<br />

damit einen weiteren Baustein<br />

für ein personalisiertes Wetterfrühwarnsystem,<br />

um keinen<br />

der guten Tage mehr zu verpassen.<br />

Anbindung an<br />

weitere Systeme<br />

Die Planungsdaten können<br />

direkt in die Navigationssysteme<br />

von Naviter (Oudie) und<br />

LXnav übernommen werden.<br />

Das gilt aktuell für die deklarierte<br />

Strecke, zukünftig wird<br />

mindestens auch die Übernahme<br />

des Zeitplans direkt möglich<br />

sein. Derzeit sind die Wetterdaten<br />

für jeden Dienstag auch<br />

ohne ein gültiges TopMeteo-<br />

Abonnement zu bekommen und<br />

können in SeeYou eingebunden<br />

werden. Bereits am Sonntag<br />

kann mit der Planung für den<br />

Dienstag begonnen werden,<br />

auch die Aktualisierungen bekommt<br />

der Nutzer kostenfrei<br />

bis zum Dienstagmorgen. So<br />

kann sich jeder Interessent<br />

unverbindlich einen guten Eindruck<br />

von den neuen Möglichkeiten<br />

machen.<br />

SeeYou und TopMeteo planen,<br />

auch weiterhin eng zusammenzuarbeiten<br />

und die<br />

Funktionalitäten sukzessive<br />

auszubauen – Ideen sind noch<br />

reichlich vorhanden. ae<br />

Bernd Fischer<br />

Der unentbehrliche Lotse<br />

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und Navigation, Flugwetterdienst und<br />

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(Vorsitz), Heino Dührkop, Dr. Michael Rathje, Düsternstraße 1, 20355 Hamburg, als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752.<br />

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an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir<br />

separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />

Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

Ich bezahle per Rechnung.<br />

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Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2<br />

Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen.<br />

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[ SEGELFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Dass eine Akaflieg-Konstruktion<br />

so praxisorientiert<br />

und zugleich gebrauchstüchtig<br />

gelang,<br />

ist eher eine Seltenheit. 1983 übernahm<br />

die Akaflieg Stuttgart ihre<br />

fs31 in den Ausbildungsbetrieb,<br />

und noch heute unternehmen Segelflug-Einsteiger<br />

mit dem Gleiter<br />

ihre ersten Schritte und sammeln<br />

erste Streckenflugerfahrung.<br />

Martin Heide, Konstrukteur bei<br />

Alexander Schleicher Segelflugzeugbau,<br />

genoss erst im vergangenen<br />

Jahr bei einem Altherren-<br />

Lager der Akaflieg wieder ein paar<br />

Schulstarts mit der fs31. Als Konstrukteur<br />

nutzte Heide das Flugzeug<br />

mit dem stark eingeschnürten<br />

Rumpf als Vorbild für die AS 22-2.<br />

Die fs31 wurde so, wie es Werner<br />

Scholz, Alter Herr der Stuttgarter,<br />

formulierte, zur Großmutter von<br />

AS 22-2, ASH 25, EB 28 und Eta.<br />

Der Dank dafür geht an Mario<br />

Heinen und Rolf Hilgert, die das<br />

Projekt in Entwicklung, Konstruktion<br />

und Bau im Wesentlichen auf<br />

den Weg brachten. Rolf Hilgert<br />

erinnert sich nach einem Berufsleben<br />

bei Airbus an die Überlegungen,<br />

die zum Konzept der fs31<br />

führten, an ihren Bau und die<br />

Flugerprobung:<br />

Nach den Großprojekten fs28<br />

und fs29, dem anstehenden Bau<br />

einer Winde, einer Halle und dem<br />

Akaflieg-Haus auf dem Flugplatz<br />

Bartholomä sollte das nächste Projekt<br />

überschaubar und in möglichst<br />

kurzer Zeit zu realisieren sein.<br />

Schon 1975 wurden die ersten<br />

Ideen zu einem in Kunststoffbauweise<br />

zu fertigenden Schulungsdoppelsitzer<br />

mit Streckenflugpo-<br />

AUTOR: Rolf Hilgert<br />

Seit fast 35 Jahren<br />

ist der Doppelsitzer<br />

fs31 der Akaflieg<br />

Stuttgart im Einsatz.<br />

Für ein Akaflieg-<br />

Projekt eine nahezu<br />

einzigartige Karriere.<br />

ERFOLGS-<br />

Fotos: Akaflieg Stuttgart<br />

PROJEKT<br />

78 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


tenzial diskutiert. Mit dem günstigen<br />

Kauf der Tragflächen des<br />

Twin-Astir-Prototyps 1977 entschied<br />

sich die Gruppe für die Entwicklung<br />

und den Bau eines Schulungsdoppelsitzers.<br />

Nach einem anfänglichen<br />

Einfachkonzept mit Stahlrohrrumpf<br />

wurde im Laufe der darauffolgenden<br />

Wochen doch wieder ein anspruchsvolles<br />

Akaflieg-Projekt mit<br />

folgenden Zielsetzungen definiert:<br />

• gutmütige Flugeigenschaften für<br />

die Schulung<br />

• gute Flugleistungen durch aerodynamisch<br />

optimierten Rumpf<br />

mit starker Einschnürung<br />

• geringes Gewicht durch konsequente<br />

Nutzung der Hybridfasertechnik<br />

Kohle-Kevlar<br />

• hoher Pilotenkomfort durch Innenraumoptimierung<br />

• Sicherheitscockpit durch konstruktive<br />

Maßnahmen und Nutzung<br />

von Kevlarfaser<br />

Der Rumpfstrak basierte auf<br />

Erkenntnissen von Windkanaluntersuchungen,<br />

die schon bei fs25<br />

und fs29 zu der typischen starken<br />

Einschnürung der Akaflieg-Stuttgart-Rumpfröhren<br />

geführt hatten.<br />

Grundlagenuntersuchungen zu<br />

Kohle-Kevlar-Mischgelegen legten<br />

schließlich die Auswahl eines<br />

Strukturkonzepts auf Grundlage<br />

der untersuchten Hybridfasertechnologie<br />

nahe. Damit ließ sich das<br />

Gewicht der Rumpfröhre gegenüber<br />

einer Aluminiumröhre, wie sie bei<br />

der fs29 verwendet wurde, um 22<br />

Prozent reduzieren. Ein statischer<br />

Bruchversuch der Rumpfröhre<br />

diente der Absicherung der Kennwerte<br />

und Bauweise der fs31. Die<br />

im Versuch erzielte Bruchlast<br />

stimmte genau mit der rechneri-<br />

schen Bruchlast überein, sodass<br />

dem Bau der fs31-Rumpfschale im<br />

CFK/AFK/CFK-Mischlaminat und<br />

der anschließenden Zulassung<br />

nichts mehr im Wege stand. Beim<br />

Leitwerk wurde auf das der Kestrel<br />

H604 zurückgegriffen; beim<br />

Bau der Ruder und der Verkleidungsteile<br />

fand die Chemiefaser<br />

Kevlar-49 Verwendung.<br />

Damit wurde auch das Zielgewicht<br />

von 150 Kilogramm für<br />

Rumpf mit Leitwerk inklusive Ausrüstung<br />

erreicht. Auch aerodynamisch<br />

war der Rumpf ein Treffer:<br />

Schön und strömungsgünstig:<br />

Der stark<br />

eingeschnürte Rumpf<br />

macht die fs31<br />

unverwechselbar.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 79


[ SEGELFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Die Werte der umspülten Oberfläche<br />

des Rumpfes liegen nahe denen<br />

einsitziger Flugzeuge der<br />

damaligen Offenen Klasse. Das<br />

einziehbare, gedämpfte Schwingenfahrwerk<br />

hat sich in jahrzehntelangem<br />

Einsatz bewährt; es<br />

kommt ohne Bugrad aus und hat<br />

so manche harte Landung aufnehmen<br />

müssen. Die Ergonomie des<br />

Cockpits basiert auf Untersuchungen<br />

mit unterschiedlichsten Schablonen<br />

für verschieden proportionierte<br />

Piloten und lässt ein bequemes<br />

Fliegen über mehrere<br />

Stunden zu.<br />

Parallel zur Detailkonstruktion<br />

wurde mit dem Bau der Negativformen<br />

für den Rumpf begonnen.<br />

Im Herbst 1978 wurden dann die<br />

beiden in der Waagerechten geteilten<br />

Negativschalen für das<br />

Rumpfvorderteil in einem großem<br />

Gruppenevent laminiert. Wir wählten<br />

eine horizontale Trennlinie für<br />

den Rumpf, um die offene Unterschale<br />

für alle Einbaumaßnahmen<br />

zur Verfügung zu haben. Ein Konzept,<br />

das sich für unseren Prototypenbau<br />

als sehr vorteilhaft erwies.<br />

Es sah für unser Sicherheitscockpit<br />

auch ein nahtloses Rumpfvorderteil<br />

vor, um ein Aufplatzen einer<br />

Nahtstelle auszuschließen. Das ließ<br />

sich durch geschicktes Zuschneiden<br />

der oberen Negativform realisieren.<br />

In den Negativschalen<br />

wurden als Erstes die Schalen für<br />

das Mock-up laminiert, das zur<br />

Ermittlung der genauen Einbauräume<br />

und als Testmodell zum<br />

Einbau von Cockpit und Steuerung<br />

diente.<br />

Da das Schneiden von Kevlargewebe<br />

schwierig ist, wurden<br />

alle Lagen vorab mithilfe von Schablonen<br />

zugeschnitten. Das dauerte<br />

etwa eine Woche. Zum Einsatz<br />

kam eine übergroße Schneiderschere,<br />

die mehrfach am Tag nachgeschliffen<br />

wurde.<br />

Das Laminieren der Rumpfschalen<br />

geschah wieder in einem großen<br />

Gruppenevent mit Start um<br />

fünf Uhr früh. Zuerst wurde das<br />

Vorgelat gespritzt. Den ganzen Tag<br />

arbeiteten dann ständig fünf bis<br />

acht Laminierer und ein Harzmischmeister.<br />

Als spätabends das Vakuum<br />

anlag und dicht genug war,<br />

wurden die Sektflaschen aufgemacht.<br />

Später wurden die Schalen<br />

getempert.<br />

Nach dem Einbau der Steuerstangen<br />

wurden die Schalen verklebt<br />

und der Haubenrahmen mit<br />

integriertem Luftkanal für den<br />

zweiten Pilotensitz ebenfalls nahtlos<br />

einlaminiert. Auf das Feintunen<br />

der Sitzgeometrie legten wir großen<br />

Wert. Unser Sitzexperte saß<br />

oft nächtelang im Mock-up und hat<br />

den Hartschaum für die Form um<br />

sich herum mit der Raspel bearbeitet.<br />

Eines Morgens berichtete<br />

er beim Kaffee, dass er so gegen<br />

drei Uhr bei der Arbeit im Sitz eingeschlafen<br />

und erst um acht Uhr,<br />

als die anderen gekommen sind,<br />

aufgewacht sei. Dies war dann das<br />

eindeutige Zeichen, dass die Sitze<br />

nun bequem genug waren und die<br />

Negativformen abgenommen werden<br />

konnten.<br />

Im September 1981 begann die<br />

Endmontage mit dem Ziel, den<br />

Erstflug noch im selben Jahr zu<br />

bewerkstelligen. In Tag- und Nachtschichten<br />

zeigte die Gruppe, dass<br />

sie das Projekt termingerecht fer-<br />

tigbringen wollte. Beim täglichen<br />

Ausrichten von Rumpf und Flügel<br />

zur Vorbereitung der Verklebung<br />

der Querkraftbolzen per Theodolit<br />

fiel auf, dass die Ecke der Werkstatt<br />

am Rumpfende immer wieder ein<br />

paar Millimeter absank. Ursache<br />

waren wohl die zu dieser Zeit<br />

stattfindenden Bauarbeiten am<br />

S-Bahn-Tunnel rund 37 Meter unter<br />

dem Werkstattboden. Die Verklebung<br />

aller vier Querkraftbeschläge<br />

erforderte deshalb besondere<br />

Maßnahmen. Mit der Bauleitung<br />

des S-Bahn-Tunnels konnte schließlich<br />

für die Zeit der Verklebung<br />

eine Sprengpause vereinbart werden.<br />

Am 30. Dezember 1981 ging es<br />

bei strahlendem Winterwetter zum<br />

Erstflug nach Karlsruhe/Forchheim,<br />

dem einzigen Flugplatz in der Nähe<br />

mit schneefreier Bahn. Jörg<br />

Schuon führte den 20 Minuten<br />

dauernden Erstflug durch. Nach<br />

der Landung strahlte er mit allen<br />

Akafliegern um die Wette und berichtete<br />

von einem unproblematischen<br />

und überaus gutmütigen<br />

Verhalten der fs31.<br />

Die Bauform für den Rumpf<br />

wurde für ein nahtloses Sicherheitscockpit<br />

horizontal geteilt.<br />

Die fs31 beim Idaflieg-Treffen,<br />

verkabelt für die Flugerprobung<br />

und Leistungsoptimierung des<br />

Flügel-Rumpf-Übergangs.<br />

Fotos: Akaflieg Stuttgart, Rolf Hilgert<br />

80 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Der kleine Instrumentenpilz nimmt<br />

alle wichtigen Instrumente auf und<br />

lässt dem Piloten vorn viel Platz.<br />

Das „Informationszentrum“ für<br />

den Fluglehrer beschränkt sich<br />

auf das Wesentliche.<br />

DER ENG EINGESCHNÜRTE<br />

FS31-RUMPF WURDE VORBILD<br />

FÜR ASH 25, EB 28 UND ETA<br />

Die Flugerprobung begann im<br />

Frühjahr 1982 und zeigte keine<br />

größeren Auffälligkeiten. Zusätzlich<br />

zur Flugerprobung wurden<br />

auch am Rumpfvorderteil Umschlagspunktmessungen<br />

durchgeführt<br />

und verschiedene Rumpf-<br />

Flügel-Übergänge aufgeklebt und<br />

Wollfadenmessungen mit einer<br />

Super-8-Kamera gemacht. Der optimale<br />

Rumpf-Flügel-Übergang<br />

wurde dann im Winter entsprechend<br />

übertragen.<br />

Im Juli 1982 wurde im Rahmen<br />

der Breitenerprobung der Klippeneck-Wettbewerb<br />

gewonnen,<br />

und am Saisonende hatte die fs31<br />

schon über 200 Stunden geflogen.<br />

Das Sommerlager 1983 in Saint-<br />

Auban war dann für eine weitere<br />

Verbesserung gut. Wir stellten dort<br />

fest, dass sich an der Flügelunterseite<br />

über die ganze Spannweite<br />

eine feine Grenze zwischen glänzend<br />

(vorne) und matt (hinten<br />

etwa 60 Prozent Flügeltiefe) ausgebildet<br />

hatte. Der erste Verdacht,<br />

dass jemand nur bis zu einer bestimmten<br />

Stelle mit dem Leder<br />

geputzt hatte, konnte ausgeräumt<br />

werden, da – nach Markierung –<br />

auch der komplett geputzte Flügel<br />

nach ein paar Flügen wieder die<br />

gleiche Staubgrenze zeigte. Tatsächlich<br />

konnten wir so die Position<br />

einer laminaren Ablöseblase<br />

in der Natur beobachten, was sich<br />

durch Messungen im Laminarwindkanal<br />

am Aeroinstitut bestätigen<br />

ließ. Seither ziert ein Zackenband<br />

bei 58 Prozent Tiefe die Flügelunterseite.<br />

Messungen auf mehreren Idafliegtreffen<br />

bestätigten eine Leistungssteigerung<br />

dank des optimierten<br />

Rumpf-Flügel-Übergangs<br />

sowie des Zackenbands bei einer<br />

leicht geöffneten Lüftung im Cock-<br />

pit um knapp einen Gleitzahlpunkt.<br />

Die beste Gleitzahl war nun 38.<br />

Die vorläufige Verkehrszulassung<br />

wurde Anfang 1983 auf<br />

Schulflüge erweitert, die Einzelstückzulassung<br />

erfolgte nach weiteren<br />

Nachweisen.<br />

Im Juli 1983 machte der erste<br />

nur auf fs31 ausgebildete Flugschüler<br />

seinen ersten Alleinflug.<br />

Im Juni 1983 gelang ein Dreieck<br />

über 617 Kilometer. Seitdem steht<br />

die fs31 im Einsatz; im Jahr 1995<br />

wurde während des Altherrenlagers<br />

bereits der 10 000. Start durchgeführt.<br />

Bis heute hat die fs31 mit rund<br />

7100 Flugstunden und 22 000 Starts<br />

viele, viele Akaflieger erfreut. Es<br />

gibt wohl technologisch anspruchsvollere<br />

Projekte der Akaflieg Stuttgart,<br />

die fs31 ist aber das Flugzeug<br />

mit der höchsten Alltagstauglichkeit<br />

und der besten Akzeptanz von<br />

Akafliegern über mehrere Generationen<br />

hinweg.<br />

Im Dezember wird die gutmütige<br />

Dame 35 Jahre jung und fliegt<br />

und fliegt und fliegt … hoffentlich<br />

noch lange.<br />

ae<br />

Daten fs31<br />

Muster fs31 Hersteller: Akademische<br />

Fliegergruppe Stuttgart Erstflug: 1981<br />

Hersteller<br />

Akaflieg Stuttgart<br />

Besatzung 1 + 1<br />

EinsatzSchulung<br />

Werkstoff<br />

GFK, CFK, AFK<br />

Flügelteilungzweifach<br />

Abmessungen<br />

Spannweite<br />

17,50 m<br />

Flügelfläche 17,76 m²<br />

V-Form4°<br />

Tragflügelprofil E 603<br />

Rumpflänge<br />

8,82 m<br />

Rüstgewicht<br />

350 kg<br />

maximales Fluggewicht<br />

560 kg<br />

Flächenbelastung 24,8 – 32,1 kg/m²<br />

Flugleistungen<br />

Höchstgeschwindigkeit 250 km/h<br />

gerechnete Leistung bei 298 N/m²<br />

Mindestgeschwindigkeit 68 km/h<br />

beste Gleitzahl<br />

bei 100 km/h 38<br />

geringstes Sinken<br />

bei 85 km/h<br />

0,64 m/s<br />

Denkmal: Das<br />

Positivmodell des<br />

fs31-Rumpfs vor<br />

dem Vereinshaus<br />

in Bartholomä.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 81


Connecting<br />

Business<br />

Markt<br />

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<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong><br />

83


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TT 740 Std., 4 Sitzpl., 110.000,– €<br />

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O360, Restlaufzeit 675 h, Prop.<br />

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Turbi D5 Experimental, Standort<br />

EDFC, Bj. 2004, TT 270 Std., 2<br />

Sitzpl., Motor: ROTAX 912 A2 80<br />

PS, Spannweite: 8,70 m, Länge:<br />

7,16 m, Leergewicht: 409 kg, Max.<br />

Abfluggewicht: 620 kg, Holzbauweise<br />

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GARDAN HORIZON, Standort<br />

EDWV, Bj. 1967, TT 2770 Std., 4<br />

Sitzpl., 22.900,– € VB. GY-80/180,<br />

SN: 197, Lyc. O-360_A3A, 730 h<br />

offen, Prop. 790 h Restlaufzeit,<br />

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2009, immer hangariert u. werft:<br />

gewartet. Tel. 0151/50379338<br />

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RF6 Sportavia Pützer, Standort<br />

EDGU, Bj. 1974, TT 1440 Std., 4<br />

Sitzpl., Preis VS. Holzbauweise,<br />

bei 1181h generalüberholt, 2485<br />

Starts, kein Vereinsbetrieb. Tel.<br />

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Luftfahrzeug E-Klasse, Bj. 1992,<br />

TT 2140 Std., 118.000,– €. Socata<br />

TB 20 Trinidad, Bj. 1992, 2140 Std.<br />

total, Major Insp. 2000 Std. in 2013,<br />

Lufttüchtigkeitsprüfung neu 06/2015,<br />

Triebwerk: Lycoming IO-540-C4D5D,<br />

250hp Engine overhauled 06/2015<br />

15 Std., 3 Blatt Prop MTV-9-<br />

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TT 2180 Std., 2 Sitzpl., 44.500,– €<br />

VB, grundüberholt 2012, Motor 25<br />

Std., Prop 25 Std., Com/Transponder.<br />

wertach@praxis-dr-bruns.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662597<br />

Focke Wulf Fw44J, Standort<br />

EDFE, Bj. 1939, TT 287<br />

SMOH Std., 2 Sitzpl. Dittel FS­<br />

G40S with intercom, mobile<br />

Mode S Transponder, ELT,<br />

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SMOH, 160 PS, aerobatic carburators,<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664079<br />

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Bj. 1958 Standort EDAM, Bj. 1958,<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 658<strong>05</strong>0<br />

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Motorsegler<br />

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Standort Tröstau, Bj. 1975, TT<br />

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Starts seit GU 9108, Stand<br />

01.11.2015, Motor Limbach L2000<br />

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Mode S: Garrecht VT 1<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 658695<br />

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88 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656023<br />

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300 h, rebuilt in 20<strong>05</strong>.<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666064<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663403<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666098<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665346<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663115<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665126<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 658679<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660349<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 658306<br />

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<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong><br />

89


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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664522<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663855<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663617<br />

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bevorzugt. Tel. +49(0)172-6814532,<br />

walterkottmann@aol.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664902<br />

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Suche Anteil/Haltergemeinsch.<br />

oder Partner an Rubin/Jodel im<br />

Großraum EDDL (Mönchengladbach).<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665160<br />

Suche Haltergemeinschaft, 1/2<br />

oder 1/3 Teilhaberschaft Performance<br />

Class: Cirrus SR 22, Piper<br />

Arrow, Mooney oder ähnliches,<br />

EDMA oder EDML, Full IFR. Tel.<br />

01520/9378570<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 658039<br />

1/2 Halteranteil C150, verkaufe<br />

1/2 Halteranteil an Cessna 150,<br />

Standort Worms, Baujahr 1970,<br />

Motor seit GÜ 900 Std., N-registriert,<br />

Preis 8500,- €.Tel. 06206/64<strong>05</strong><br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662434<br />

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Informationen: Tel. 09170/7598<br />

oder 0171/6871142, E-Mail: svb.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661145<br />

Katana DA 20. Biete 50% Halteranteil<br />

an Katana DA 20 in Bayern<br />

Raum Bamberg. Beteiligungssumme<br />

32.000,- €.<br />

Tel. 09502/923157, 0172/8039862,<br />

Fax 09502/923158<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666620<br />

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Haltergemeinschaft gesucht /<br />

Gründen einer Haltergemeinschaft.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 656664<br />

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bzw. EDHE. Tel. 040/826573 (neu)<br />

Suche Haltergemeinschaft oder<br />

Charter. Tel. 0172/4508080<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 6622<strong>05</strong><br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 657595<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666595<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665749<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 659663<br />

90 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


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Du bist ungebunden, 48-65 J., ab<br />

1,75, mit EQ+IQ? Dann lass uns<br />

gemeinsam durchstarten! Ich freue<br />

ich mich auf Deinen Funkspruch<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661436<br />

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lass uns gemeinsam auf Wolke<br />

Sieben landen ! Junggebliebene<br />

Anfangfünfzigerin, authentisch,<br />

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sucht äquivalenten, ungebunde<br />

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für gemeinsame Ausflüge und<br />

bei Sympathie gerne mehr…<br />

Zuschriften bitte nur mit Bild an:<br />

cumuliseven@gmail.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661451<br />

Aero, Fliegerfrau 63, schlank, mit<br />

PPL (A), ungebunden, möchte<br />

mit Dir in die neue Flugsaison<br />

starten. Sollte ich Dich neugierig<br />

gemacht haben, freue ich mich<br />

über Deine E-Mail mit Foto.<br />

notam@t-online.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666658<br />

Pilotin 60+, Pilotin 60+, 160,<br />

sucht Partner, mit dem sie gerne<br />

ihre Freizeit und Hobbies, wie<br />

Reisen + Fliegerei teilen möchte.<br />

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more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 656338<br />

Pilotin, attraktiv, gesucht von<br />

Comandante de aeroplano, gutaussehend,<br />

1,73, Pensionär, Kraftsp.,<br />

tägl. Radfahren, Atlantikstrandwandern,<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662085<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong><br />

91


JOBBÖRSE<br />

Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />

Beim Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen<br />

ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt<br />

eine Referentenstelle (m/w)<br />

(Besoldungsgruppe A 13 bis A 14 BBesO i.d. Fassung des ÜBesG NRW<br />

bzw. Tarifbeschäftigte – vgl. höherer Dienst – Entgeltgruppe 13 bis 14 TV-L)<br />

im Referat II A 2 „Flugbetrieb und Flughafenaufsicht“ zu besetzen.<br />

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom oder Master) der Fachrichtung<br />

Luftfahrttechnik, des Bauwesens, der Elektrotechnik oder eines vergleichbaren technischen Studiums.<br />

Bewerberinnen und Bewerber mit einer zusätzlich abgeschlossenen Berufsausbildung im Bereich<br />

Flughafenmanagement, Flugbetrieb oder Flugverkehrskontrolldienst und/ oder mindestens dreijähriger<br />

Berufserfahrung in den genannten Bereichen oder in der öffentlichen Verwaltung werden bevorzugt.<br />

Erforderlich ist, dass der Bewerber/ die Bewerberin eine Lizenz zum Führen von Motorflugzeugen<br />

innehat, wobei eine berufliche Lizenz wünschenswert ist. Andernfalls ist die Verpflichtung einzugehen,<br />

diese PPL-Lizenz innerhalb der ersten 18 Monate der Beschäftigung ohne Kostenerstattung zu erwerben.<br />

Weitere Angaben zu den Aufgaben und zu den erwarteten Kenntnissen und Fähigkeiten finden Sie<br />

unter www.mbwsv.nrw.de<br />

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die berufliche Entwicklung von Frauen. Bewerbungen von<br />

Frauen werden daher besonders begrüßt. In den Bereichen, in denen Frauen noch unterrepräsentiert<br />

sind, werden sie bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes<br />

bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers<br />

liegende Gründe überwiegen. Bewerbungen geeigneter Menschen mit Behinderung und diesen<br />

Gleichgestellten im Sinne von § 2 SGB IX sind erwünscht. Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich<br />

auch an Menschen mit Migrationshintergrund.<br />

Ihre aussagekräftige und vollständige Bewerbung senden Sie bitte – auf dem Postweg – bis zum<br />

18.<strong>05</strong>.<strong>2016</strong> an das<br />

Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen<br />

– Personalreferat I.3 –, Kennziffer: <strong>2016</strong>/110, Jürgensplatz 1, 40219 Düsseldorf.<br />

Beim Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen<br />

ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle<br />

einer Sachbearbeitung (w/m)<br />

(Besoldungsgruppe A 10 bis A 11 BBesO i.d. Fassung des ÜBesG NRW<br />

bzw. Tarifbeschäftigte in Abhängigkeit von der Berufserfahrung bis zur EG 11 TV-L)<br />

im Referat II A 2 „Flugbetrieb und Flughafenaufsicht“ zu besetzen.<br />

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium (Diplom oder Bachelor) der Fachrichtung<br />

Luftfahrttechnik, des Bauwesens, der Elektrotechnik oder eines vergleichbaren technischen Studiums<br />

oder eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich Flughafenmanagement, Flugbetrieb oder<br />

Flugverkehrskontrolldienst. Bewerberinnen und Bewerber mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung<br />

in den genannten Bereichen oder in der öffentlichen Verwaltung werden bevorzugt.<br />

Erforderlich ist, dass der Bewerber/ die Bewerberin eine Lizenz zum Führen von Motorflugzeugen<br />

innehat, wobei eine berufliche Lizenz wünschenswert ist. Andernfalls ist die Verpflichtung einzugehen,<br />

diese PPL-Lizenz innerhalb der ersten 18 Monate der Beschäftigung ohne Kostenerstattung zu erwerben.<br />

Weitere Angaben zu den Aufgaben und zu den erwarteten Kenntnissen und Fähigkeiten finden Sie<br />

unter www.mbwsv.nrw.de<br />

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die berufliche Entwicklung von Frauen. Bewerbungen von<br />

Frauen werden daher besonders begrüßt. In den Bereichen, in denen Frauen noch unterrepräsentiert<br />

sind, werden sie bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes<br />

bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers<br />

liegende Gründe überwiegen. Bewerbungen geeigneter Menschen mit Behinderung und diesen<br />

Gleichgestellten im Sinne von § 2 SGB IX sind erwünscht. Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich<br />

auch an Menschen mit Migrationshintergrund.<br />

Ihre aussagekräftige und vollständige Bewerbung senden Sie bitte – auf dem Postweg – bis zum<br />

18.<strong>05</strong>.<strong>2016</strong> an das<br />

Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen<br />

– Personalreferat I.3 –, Kennziffer: <strong>2016</strong>/109, Jürgensplatz 1, 40219 Düsseldorf.<br />

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) eine<br />

Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums<br />

für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), sucht zum<br />

nächstmöglichen Zeitpunkt eine/einen<br />

Referentin/Referenten für<br />

Flugdatenaufzeichnungen<br />

Der Dienstort ist Braunschweig.<br />

Referenzcode der Ausschreibung <strong>2016</strong>0252_9561<br />

Aufgabengebiet:<br />

• Untersuchung von Unfällen und schweren Störungen durch<br />

Auswertung von Flugschreibern<br />

Anforderungen:<br />

• erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschul-/<br />

Masterstudium im Fachgebiet Luftfahrt oder Elektronik oder<br />

gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen<br />

Sollte Ihr Interesse geweckt worden sein, bewerben Sie sich bitte<br />

bis zum 23.<strong>05</strong>.<strong>2016</strong> über das Elektronische Bewerbungsverfahren<br />

(EBV) auf der Einstiegsseite http://www.bav.bund.de/Einstieg-EBV<br />

Hier geben Sie bitte den oben genannten Referenzcode ein.<br />

Weitere Auskünfte erteilen Ihnen in der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung<br />

in Fragen zum Aufgabengebiet, Anforderungsprofl<br />

Herr Blau, Tel.: (+49) <strong>05</strong>31 3548-514, in Verwaltungsangelegenheiten<br />

Herr Röpke, Tel.: (+49) <strong>05</strong>31 3548-503.<br />

Den vollständigen Ausschreibungstext mit ausführlichen Informationen<br />

zu dem Aufgabengebiet und den Anforderungen erhalten<br />

Sie über das Internet unter<br />

www.bfu-web.de<br />

24 Jahre geballte Power: Ready<br />

Entry, mit EASA-frozen ATPL(A) +<br />

Fluglehrerausbildung (PPL-A),<br />

270 Motorflugstunden und 75<br />

Segelflugstunden, sucht einen<br />

Platz im Cockpit. Einsatz in Vollund<br />

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Tel. +49 (0)178 2862183<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666287<br />

Fluglehrer PPL, CPL, IR, Kapitän<br />

i. R. B737 sucht Freelance<br />

Tätigkeit bei Flugschule im Süddeutschen/Schweizer<br />

Raum. Stehe<br />

gerne auch als Safety zur Verfügung.<br />

Zuschriften bitte an<br />

Al-kapune@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666624<br />

www.bav.bund.de<br />

Flugleiter / BfL. Langjähriger<br />

Flugleiter, 62, AZF, Erfahrungen<br />

mit RMZ und Betriebsführung<br />

eines VLP, sucht 3-Jahresvertrag,<br />

ggf. längerfristige Urlaubsund<br />

Krankheitsvertretung.<br />

me.atc@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665138<br />

Avionik Experte B2/C, diverse<br />

Mustereinträge, Prüfer Kl. 4 Avionik<br />

sucht für 2017 Teilzeit Tätigkeit<br />

als Prüfer und/oder Avionik<br />

Trainer. Umfangreiches Avionik<br />

Fachwissen und Lehrerfahrung<br />

ist vorhanden. Chiffre 3616439<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666709<br />

Chiffre<br />

-Markt<br />

Zuschriften<br />

auf Chiffreanzeigen<br />

richten Sie bitte an:<br />

Motor Presse Stuttgart<br />

GmbH & Co. KG,<br />

<strong>aerokurier</strong>markt,<br />

Chiffre-Nr. ...,<br />

70162 Stuttgart<br />

92 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


JOBBÖRSE<br />

Ihr Flugleiter/Platzwart für <strong>2016</strong>:<br />

Erfahrener Flieger mit BZF 1 sucht<br />

Voll- oder Teilzeitstelle, eventl. auch<br />

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oder Österreich. Tel. 0160/5930611<br />

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english). Tel. 001/954/522/2818,<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665911<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663514<br />

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Businesscharter- und Linienerfahrung.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665242<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662274<br />

-Markt<br />

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Hotline<br />

0711/182-2575<br />

Fluglehrer für PPL(A), CPL, ME<br />

sowie FI SPL ( UL), Flugkapitän i.<br />

R. EASA Teil FCL ATPL TT 9000<br />

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in einer Flugschule<br />

in NRW oder Nordhessen.<br />

Stehe gerne auch als Safety Pilot<br />

MEP zur Verfügung. Angebote<br />

bitte an: mike.romeo@me.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 659546<br />

Piloten-Wohnhaus am Flugplatz<br />

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E-Mail an: volatus.s@gmail.com.<br />

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Fluguntauglich gewordener Airline<br />

Pilot (41) mit ca. 10.000 Stunden<br />

auf B737 mit SFI Lehrlizenz und<br />

Erfahrung als Fluggerätmechaniker<br />

und Flugbegleiter, sucht neue<br />

Tätigkeit in der Luftfahrt. Wünschenswert<br />

wäre eine Ausbildungstätigkeit.<br />

Chiffre 3608635<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 658469<br />

Vermietung<br />

Produktions-/Flugzeughalle<br />

für alle Branchen im Gewerbegebiet am Flugplatz Dahlemer Binz (EDKV), Kreis Euskirchen<br />

(Eifel) zu vermieten. Hallenvorfeld mit Direktanbindung an Rollweg und S/L-Bahn.<br />

Gute Verkehrsanbindung (über Autobahn A1 und B 51).<br />

Gesamtfläche bis zu 1930 qm (auch teilbar). Befahrbar, energetisch überarbeitet und beheizt.<br />

Lackierwerkstatt, Büro- und Sozialräume. Außenflächen, ausreichend Stellplätze.<br />

Anfragen:<br />

Flugplatzgesellschaft Dahlemer Binz GmbH | Hauptstraße 23 | 53949 Dahlem<br />

Tel. 02447/955542 | Mail: h.etten@dahlem.de | Internet: www.dahlemer-binz.de<br />

-Markt<br />

Gewerbliche Anzeigen<br />

Fax 0711/182-1027<br />

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Hangarplätze frei. Hoch- oder Tiefdecker.<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662568<br />

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Leutkirch i. A. mit 1020 m Asphaltbahn.<br />

Anfragen an: info@flugplatz-leutkirch.de<br />

Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong><br />

93


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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663402<br />

Sie benötigen für Ihren Flugplatz,<br />

Fliegerclub, Sportfluggruppe oder<br />

Jugendprojekt ein neues Auto?<br />

Habe praktisches Objekt für Sie,<br />

welches ein bischen Arbeit macht.<br />

PEUGEOT 403 (Columbo lässt grüßen).<br />

Es ist kein Cabrio, sondern ein<br />

Pick-up mit großer Ladefläche. 1,5<br />

L Motor muss überholt werden,<br />

sonst gesundes Blech, hinten<br />

Blattfedern, Bj. 1958, stellen Sie<br />

sich vor: in Flughafenfarbe gelb-/<br />

schwarz-kariert, vielleicht aber in<br />

dunkelblauer französischer Polizeifarbe,<br />

2900,- €.<br />

Chiffre AE<strong>05</strong>/1120036<br />

Hinweis auf Öffentlichen Teilnahmewettbewerb.<br />

Das Landratsamt<br />

Rems-Murr-Kreis, Landwirtschaftsamt,<br />

E-Mail: g.enssle@<br />

rems-murr-kreis.de, 07191/895-4212,<br />

Erbstetter Straße 58, 71522 Backnang<br />

vergibt im Wege des Verhandlungsverfahrens<br />

nach vorherigem<br />

Teilnahmewettbewerb einen<br />

Auftrag zur Durchführung von Hagelabwehrflügen<br />

in den Jahren<br />

2017 – 2021 in der Region Stuttgart.<br />

Alle notwendigen Angaben für<br />

die Bewerber (insbes. Angabe der<br />

mit dem Teilnahmeantrag vorzulegenden<br />

Unterlagen) sind veröffentlicht<br />

im Supplement zum Amtsblatt<br />

der EU (http://ted.europa.eu). Absendedatum<br />

der Bekanntmachung<br />

an das Amtsblatt: 25.4.<strong>2016</strong>; Bewerbungsschluss:<br />

27.5.<strong>2016</strong> F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666694<br />

Ski für Husky, Piper u.a. Typen, top<br />

Zustand, 4500,- €.Tel. 0173/8537513,<br />

Email: p.v.z@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665750<br />

Biberach - EDMB-Drehtellerplatz<br />

für Hoch- oder Tiefdecker, Asphaltpiste<br />

980 x 23 m, Nachtbef. PAPI,<br />

günstige Tankstelle, Werft und Gastronomie<br />

am Platz. Telefon<br />

07351/9734, tower@edmb.de<br />

Auflösung meiner Fliegerausrüstung:<br />

wenig benutzte, private<br />

ATPL / PPL Ausrüstung & Lehrmaterial<br />

wegen Aufgabe des Fliegens<br />

zu verkaufen, u. a. Bose und Sennheiser<br />

Headsets, Nav-hilfen, Bücher<br />

/ DVD & Software. Bitte Liste anfordern:<br />

a.stephan@as-systems.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664309<br />

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900 km. Tel. 0171/4737889<br />

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kontakt@lsvk.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 657930<br />

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war die Karte zu Ende - Geschichten<br />

am Rande des Fliegens".<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 659031<br />

94 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax 0711/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Alte Flugzeuginstrumente bis<br />

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Am Flugplatz Haus 2<br />

14959 Schönhagen<br />

Flugplatz Koblenz-Winningen<br />

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56333 Winningen<br />

Friebe Luftfahrt-Bedarf GmbH<br />

Flughafen Neuostheim<br />

68163 Mannheim<br />

RWL German Flight<br />

Academy GmbH<br />

Am Flughafen 20<br />

41066 Mönchengladbach<br />

Rhein-Mosel-Flug<br />

GmbH & Co. KG<br />

Flugplatz,<br />

56333 Winningen<br />

Mt-Propeller<br />

Flugplatz, Straubing-Wallmühle,<br />

94348 Atting<br />

Fahrschule Klippel<br />

Flugplatz Föhren<br />

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98 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Von Piloten 1994 ins Leben gerufen und geleitet, unterstützt die „Stiftung Mayday“ in<br />

Not geratene Luftfahrer und deren Angehörige. So betreut sie Flugbesatzungen aller<br />

Luftfahrtbereiche nach kritischen und belastenden Vorfällen, um stressbedingten<br />

Folgeerkrankungen entgegenzuwirken. Ziel aller Hilfsmaßnahmen ist Anregung und<br />

Unterstützung zur Selbsthilfe.<br />

In ihrem Namen trägt sie bewusst den Notruf der internationalen Luftfahrt: Mayday.<br />

Helfen Sie mit, dass auf diesen Notruf stets rasche Hilfe erfolgen kann.<br />

Schirmherr ist Dr. Thomas Enders, CEO Airbus Group.<br />

Frankfurter Straße 124, 63263 Neu-Isenburg<br />

Telefon: 0700 – 7700 7701<br />

Fax: 0700 – 7700 7702<br />

E-Mail: info@Stiftung-Mayday.de<br />

Internet: www.Stiftung-Mayday.de<br />

Spenden: Frankfurter Sparkasse<br />

IBAN: DE36 50<strong>05</strong> 0201 0000 0044 40<br />

BIC.: HELADEF1822<br />

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Unser Ausbildungsprogramm:<br />

ATPL(H)/VFR, CPL(H), PPL(H), FI(H),<br />

TRI(H), NFQ(H)<br />

Eigene Fernlehrgänge mit der „eAcademy“<br />

Wir verwenden „ProPilots“ als Trainingssoftware<br />

Musterberechtigungen und<br />

Befähigungsüberprüfung auf:<br />

R22, R44, R66, B206, BO1<strong>05</strong>,<br />

MD900/902, EC135, BK117, HU369<br />

ICAO Sprachprüfung Stufe 4, 5 und 6<br />

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AIR LLOYD Deutsche Helicopter Flugservice GmbH · www.airlloyd.de<br />

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53757 St. Augustin/Germany 06188 Oppin/Germany<br />

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<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong><br />

99


OO<br />

29. April – 1. Mai<br />

Präzisionsfliegertraining,<br />

Donaueschingen<br />

Precision Flying Association of<br />

Switzerland, E-Mail: ester.rimensberger@pfa.ch,<br />

www.pfa.ch<br />

OO<br />

1. Mai<br />

Oldtimer- und Dampfmaschinenfest,<br />

LSV Münsingen-Eisberg<br />

Segelfluggelände bei Dottingen,<br />

72525 Münsingen, Tel.: +49 (7381)<br />

8466, E-Mail: info@flugplatz-eisberg.<br />

de, www.oldtimerfest-muensingen.net<br />

OO<br />

1. Mai<br />

18. Ultraleichtflieger-Fly-in,<br />

Flugplatz Jesenwang<br />

Kirchstraße 8, 82287 Jesenwang,<br />

Tel.: +49 8146 1444, Veranstaltung@<br />

proluftfahrt-jesenwang.de<br />

OO<br />

1. Mai<br />

[ Termine ]<br />

präsentiert<br />

von<br />

Tag der offenen Tür,<br />

Flugplatz Erbach<br />

LSV Erbach, Tel.: +49 160 5355300,<br />

E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />

www.lsv-erbach.de<br />

OO<br />

1. Mai<br />

Tag der offenen Tür,<br />

Flugplatz Bohmte-Bad Essen<br />

LSV Wittlage, Ansprechpartner:<br />

Friedrich Lüke, Tel.: +49 5472 1300,<br />

E-Mail: info@friedrich-lueke.de,<br />

www.lsv-wittlage.de<br />

OO<br />

5. Mai<br />

Open Sky Day – Fliegen zum<br />

Anfassen, Flugplatz Egelsbach<br />

63329 Egelsbach, www.fvl-online.de,<br />

Anmeldung: Tel.: +49 6103 49254<br />

OO<br />

5. Mai<br />

Flugtag Uelzen,<br />

Verkehrslandeplatz Uelzen<br />

Stadtweg 5, 29581 Gerdau/Barnsen,<br />

www.flugplatz-uelzen.de<br />

OO<br />

5. – 8. Mai<br />

Fascination-Treffen,<br />

Verkehrslandeplatz Görlitz<br />

Girbigsdorfer Str. 85, 02828 Görlitz,<br />

Anmeldung: Tel.: +49 152 2278783<br />

OO<br />

7./8. Mai<br />

Fortbildungslehrgang für<br />

Fluglehrer, Tannheim<br />

Tannheimer Flieger- und Freizeitzentrum,<br />

Flugplatz, 88459 Tannheim,<br />

Tel.: +49 8395 93137,<br />

E-Mail: info@edmt.de, www.edmt.de<br />

OO<br />

13. – 16. Mai<br />

European Mountain Pilots<br />

Jahrestreffen, Hörsten<br />

Schachtholm 1, 24797 Hörsten,<br />

Tel.: +49 4337 220,<br />

E-Mail: flugplatz@edxr.info<br />

OO<br />

15./16. Mai<br />

Flugplatzfest,<br />

Rendsburg-Schachtholm<br />

Schachtholm 1, 24797 Hörsten,<br />

Tel.: +49 4337 220,<br />

E-Mail: flugplatz@edxr.info<br />

OO<br />

21./22. Mai<br />

Flugplatzfest Nardt<br />

Aeroklub Hoyerswerda, Flugplatzstraße<br />

100, 02977 Hoyerswerda,<br />

www.flugplatz-nardt.de/flugplatzfest.<br />

html, E-Mail: info@flugplatz-nardt.de<br />

OO<br />

24. – 26. Mai<br />

44. Meeting Aérien, Cerny/La<br />

Ferté-Alais, Frankreich<br />

Amicale Jean-Baptiste Salis,<br />

Aérodrome de Cerny/La Ferté-Alais,<br />

91590 Cerny, Frankreich,<br />

Tel.: +33 1 64575585,<br />

E-Mail: info@ajbs.eu, www.ajbs.eu<br />

✘✘<br />

24. – 26. Mai<br />

16. EBACE , Genf, Schweiz<br />

European Business Aviation Association,<br />

Avenue de Tervuren 13 a-b/<br />

Box 5, 1040 Brüssel, Belgien,<br />

Tel.: +32 2 7660070, E-Mail:<br />

info-eu@ebace.aero, ww.ebace.aero<br />

In Jesenwang trifft sich die Ultraleichtszene zum Fly-in am 1. Mai.<br />

Terminankündigungen<br />

Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website www.<strong>aerokurier</strong>.de.<br />

Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für den Termin-Service an<br />

redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

✘✘<br />

Veranstaltungen mit <strong>aerokurier</strong>-Stand<br />

OO<br />

26. – 29. Mai<br />

Kehler Flugtage<br />

Aero-Club Kehl, Sonderlandeplatz<br />

Kehl-Sundheim, Postfach 1131,<br />

77671 Kehl, Tel.: +49 7851 899568,<br />

www.kehler-flugtage.de<br />

✘✘1. – 4. Juni<br />

ILA Berlin Air Show<br />

Messe Berlin, Messedamm 22,<br />

14<strong>05</strong>5 Berlin, Tel.: +49 30 30380,<br />

E-Mail: ila@messe-berlin.de,<br />

www.ila-berlin.de<br />

OO<br />

2. – 4. Juni<br />

France Air Expo, Pontoise-<br />

Cormeilles, Frankreich<br />

Sarl Adone Events, Aéroport<br />

Cannes-Mandelieu, 277 Avenue<br />

Francis Tonner, 06150 Cannes-La<br />

Bocca, Frankreich, Tel.: +33 (4)<br />

92975247, E-Mail: info@airexpo.aero<br />

OO<br />

10. – 12. Juni<br />

Piper PA-28-Treffen,<br />

Ganderkesee<br />

E-Mail: j.westedt@t-online.de,<br />

www.pa28.de<br />

OO<br />

11. Juni<br />

11. Historischer Flugtag,<br />

Mladá Boleslav, Tschechien<br />

Regnerova 1306 293 01 Mladá<br />

Boleslav, Tel.: +420 326 734 015,<br />

E-Mail: akmb@akmb.cz,<br />

www.historical-airshow.com<br />

OO<br />

12. Juni<br />

Flugplatzfest Lüneburg<br />

Luftsportverein Lüneburg,<br />

Zeppelinstraße, 21337 Lüneburg,<br />

Tel.: +49 4131 8549214,<br />

E-Mail: info@edhg.de, www.edhg.de<br />

OO<br />

16. – 19. Juni<br />

AOPA-Flugsicherheitstraining,<br />

Bautzen<br />

AOPA-Germany, Verband der<br />

Allgemeinen Luftfahrt , Flugplatz<br />

Außerhalb 27, 63329 Egelsbach,<br />

Tel.: +49 6103 42081, E-Mail:<br />

info@aopa.de, www.aopa.de<br />

OO<br />

17. /18. Juni<br />

75 Jahre Militärflugplatz<br />

Meiringen<br />

Schweizer Luftwaffe, Flugplatzkommando<br />

Meiringen,<br />

3857 Unterbach, Schweiz,<br />

Tel.: +41 58461 6464, E-Mail:<br />

info.flplkdomei@vtg.admin.ch<br />

OO<br />

17. – 19. Juni<br />

Fly-in und Flugplatzkerb,<br />

Aeroclub Gelnhausen<br />

Am Flugplatz 1, 63571 Gelnhausen,<br />

Tel.: +49 6<strong>05</strong>1 9217-12, E-Mail:<br />

buero@aeroclub-gelnhausen.de<br />

OO<br />

18./19. Juni<br />

Oldtimer-Fly-in Ithwiesen<br />

Luftsportvereinigung Ithwiesen,<br />

37603 Holzminden, Markus Rheinländer,<br />

Tel.: +49 151 15376695,<br />

E-Mail: mrhein27@web.de,<br />

www.ithwiesen.de<br />

OO<br />

25./26. Juni<br />

OUV-Sommertreffen mit Fly-in,<br />

Flugplatz Hodenhagen<br />

OUV-Geschäftsstelle, Schützenstraße<br />

2, 72511 Bingen-Hitzkofen,<br />

Tel.: +49 7571 62309,<br />

E-Mail: gs@ouv.de, www.ouv.de<br />

OO<br />

25./26. Juni<br />

80 Jahre Flugplatz<br />

Falkenberg/Lönnewitz<br />

Fliegerclub Falkenberg, Doberluger<br />

Straße 52, 04938 Uebigau,<br />

E-Mail: thomas.prophet@gmx.de,<br />

www.eduf.de<br />

OO<br />

10. Juni – 3. Juli<br />

EBS Pilot Safety Training,<br />

Flugplatz Stendal<br />

Osterburger Str. 250,<br />

39576 Stendal, E-Mail:<br />

Uwe.Lutz@beech-bonanza.org<br />

OO<br />

1. – 3. Juli<br />

3. Stearman-Treffen,<br />

Flugplatz Bienenfarm<br />

Alexander Stendel,<br />

Tel.: +49 172 6508000,<br />

E-Mail: alex@quax-flieger.de,<br />

www.stearmanflyin.de<br />

OO<br />

2. /3. Juli<br />

Open Airport, Rock im Hangar<br />

und Fly-in, Quirnheim<br />

Luftfahrtverein Grünstadt u. Umgebung<br />

, Postfach 1329, 67263<br />

Grünstadt, Tel.: +49 6359 3100,<br />

E-Mail: kontakt@luftfahrt vereingruenstadt.de,<br />

www.luftfahrtverein-gruenstadt.de<br />

100 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Fotos: Aeroclub Gelnhausen, Pro Luftfahrt Jesenwang<br />

Die Gelnhausener Fugplatzkerb zieht jedes Jahr mehr Besucher an.<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

3. Internationales Cessna-<br />

Treffen, Verkehrslandeplatz<br />

Jena-Schön gleina<br />

Flugplatz 1, 07646 Schön gleina,<br />

Tel.: +49 36428 40669,<br />

E-Mail: info@flugplatz-jena.com,<br />

www.edbj.de<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

69. RSA Eurofly’in,<br />

Vichy-Charmeil, Frankreich<br />

Fédération RSA, 46, rue Sauffroy,<br />

75017 Paris, Frankreich,<br />

Tel.: +33 1 42282554, E-Mail:<br />

communication@rsafrance.com,<br />

http://euroflyin.rsafrance.com/<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

Royal International Air Tattoo,<br />

Fairford, Großbritannien<br />

Tel.: +44 1285 713300 ext. 5000,<br />

www.airtattoo.com<br />

OO<br />

11. – 17. Juli<br />

Farnborough International Airshow,<br />

Großbritannien<br />

Farnborough International Limited,<br />

Show Centre, ETPS Road,<br />

Farn borough, Hampshire<br />

GU14 6FD, Großbritannien,<br />

Tel.: +44 1252 532800,<br />

E-Mail: enquiries@farnborough.com,<br />

www.farnborough.com<br />

OO<br />

16./17. Juli <strong>2016</strong><br />

Flugplatzfest Rügen<br />

Tel.: +49 38306 1289,<br />

www.flugplatz-ruegen.de<br />

OO<br />

16./17. Juli<br />

46. Flugplatzfest,<br />

Altötting-Osterwies<br />

Fluggruppe Alt-Neuötting,<br />

845<strong>05</strong> Altötting,Tel.: +49 163<br />

6673200, E-Mail: info@fgaoe.de,<br />

www.fgaoe.de<br />

OO<br />

23./24. Juli<br />

50 Jahre Luftsportgruppe<br />

Kaiserstuhl<br />

Modellflugplatz Wasenweiler,<br />

Wasenweiler Straße, 79241 Ihringen,<br />

www.lsgk.de<br />

OO<br />

24.Juli<br />

Flugplatzfest mit<br />

Oldtimer treffen, Illertissen<br />

Flugplatz Illertissen,<br />

E-Mail: philippvc@freenet.de,<br />

Tel.: +49 171 7975083<br />

OO<br />

25. – 31. Juli<br />

EAA AirVenture, Oshkosh, USA<br />

Oshkosh, Wisconsin, USA, EAA Aviation<br />

Center, Tel.: +1 920 4264800,<br />

E-Mail: convention@eaa.org,<br />

www.airventure.org<br />

OO<br />

31. Juli<br />

60 Jahre Flugplatz Günzburg<br />

Luftsportverein Günzburg, Otto-<br />

Lilienthal-Weg 7, 89312 Günzburg,<br />

Tel.: +49 8221 4336, E-Mail:<br />

info@lsvgz.de, www.lsvgz.de<br />

OO<br />

13. /14. August<br />

Do-Days <strong>2016</strong>, Friedrichshafen<br />

Dornier-Museum, Claude-Dornier-<br />

Platz 1, 88406 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 4873640,<br />

E-Mail: info@dorniermuseum.de,<br />

www.dorniermuseum.de<br />

OO<br />

19. – 21. August<br />

Flugtage Soest und Fly-in, Flugplatz<br />

Soest/Bad Sassendorf<br />

Am Flugplatz 5, 595<strong>05</strong> Soest,<br />

Tel.: +49 2927 340,<br />

E-Mail: info@flugplatz-soest.de,<br />

www.flugtage-soest.de<br />

OO<br />

27. August<br />

Hunterfest <strong>2016</strong>,<br />

St. Stephan, Schweiz<br />

Hunterverein Obersimmental,<br />

Postfach 23, 3772 St. Stephan,<br />

Schweiz, E-Mail: info@hunterverein.ch,<br />

www.hunterverein.ch<br />

OO<br />

27./28. August<br />

Airliner Classics,<br />

Flugplatz Speyer<br />

Tel.: +49 6232 6872929,<br />

Roland Kern, E-Mail: flugleitung@<br />

flugplatz-speyer.de,<br />

www.airliner-classics.de<br />

OO<br />

27./28. August<br />

Flugplatzfest Albstadt-Degerfeld<br />

Luftsportverein Degerfeld, Volker<br />

Rath, Postfach 562, 72426 Albstadt,<br />

Tel.: +49 7422 9493-17, E-Mail: volker.rath@schwarzwaelder-bote.de,<br />

www.lsv-degerfeld.de<br />

OO<br />

28. August<br />

Flugplatzfest Erbach<br />

LSV Erbach, Burren 7, 89155<br />

Erbach, Tel.: +49 160 5355300,<br />

E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />

www.lsv-erbach.de<br />

IMPRESSUM<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />

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der Bundeskommission Motorflug des Deutschen Aero Club e.V.<br />

(DAeC) erhalten den Titel aero kurier im Rahmen eines gesonderten<br />

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Der <strong>aerokurier</strong> erscheint monatlich (mit den DAeC-Nachrichten<br />

in der Abonnement-Auflage). Es gilt die Anzeigenpreisliste <strong>2016</strong>.<br />

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der<br />

fotomechanischen, elektronischen oder digitalen Wiedergabe<br />

von Teilen der Zeitschrift oder im Ganzen sind<br />

vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Fotos, Zeichnun gen und Datenträger wird keine Haftung<br />

übernommen. (ISSN 0341-1281)<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 101


[ MOTORFLIEGEN Porträt<br />

Highspeed-<br />

Yoga<br />

Y<br />

vonne, die Fangfrage<br />

gleich vorab: Musstest<br />

du beim Kunstflug schon<br />

einmal zur Tüte greifen?<br />

Das ist mir bisher tatsächlich erspart<br />

geblieben. Aber: Beim Kunstflug wird<br />

jedem Menschen irgendwann schlecht,<br />

wer etwas anderes behauptet, der<br />

lügt. Der Gleichgewichtssinn kommt<br />

bei den schnellen Richtungsänderungen<br />

einfach nicht hinterher. Allerdings<br />

kann man sich langsam an hohe g-<br />

Belastungen gewöhnen. Als Einsteiger<br />

hört man mit dem Training auf,<br />

sobald einem schlecht wird. Dann<br />

landet man, isst etwas, entspannt<br />

sich und startet wieder. So verschiebt<br />

man seine körperlichen Grenzen.<br />

Yvonne Schönek entspannt sich am<br />

liebsten bei g-Werten jenseits dessen,<br />

was unter Fliegern als normal gilt.<br />

Dem <strong>aerokurier</strong> erzählt die tollkühne<br />

Pilotin, dass es ihr dabei gar nicht<br />

ums Adrenalin geht. Wer‘s glaubt ...<br />

Das Interview führte Lars Reinhold<br />

102 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Fotos: Erwino Nitz<br />

Du sitzt seit deiner Kindheit im<br />

Cockpit, dein Vater war Pilot,<br />

hatte sogar einen eigenen Flugplatz.<br />

Erinnerst du dich noch an<br />

deinen ersten Flug?<br />

Das ist viel zu lange her. Allerdings<br />

kann ich mich tatsächlich dunkel an<br />

meine ersten Kunstflüge erinnern.<br />

Ich saß hinter meinem Vater, fest<br />

angegurtet, und wenn er einen Looping<br />

flog, dann habe ich nur gerufen<br />

„Nochmal, nochmal!“. Das Avgas im<br />

Blut habe ich ganz sicher von ihm.<br />

Die Kunstflug-Leidenschaft als<br />

frühkindliche Fehlprägung?<br />

Nicht ganz. Der Wunsch, es selbst zu<br />

können, kam erst später, durch eine<br />

Deutsche Kunstflugmeisterschaft bei<br />

uns am Platz. Ich war da, glaube ich,<br />

16 Jahre alt. Allerdings war mir damals<br />

schon klar, dass der Kunstflug nichts<br />

ist, was man nebenbei machen kann,<br />

weil man dafür erstmal Kohle braucht.<br />

Also bin ich einen nahezu klassischen<br />

Weg gegangen, angefangen mit dem<br />

PPL, dann viele Gastflüge, um auf die<br />

300 Stunden für die Lehrberechtigung<br />

zu kommen, Geld gespart für den CPL,<br />

Fallschirmspringer abgesetzt und<br />

viele Abende lang ATPL-Theorie gebüffelt.<br />

Als ich fertig war, hatte ich das Glück,<br />

dass Lufthansa CityLine Piloten gesucht<br />

und mich eingestellt hat, so<br />

konnte ich meine Ausbildungsschulden<br />

abstottern. Als das erledigt war,<br />

habe ich nochmal Geld gespart, bevor<br />

ich mit dem Kunstflug anfing. Mir war<br />

klar: Wenn ich das mache, dann richtig.<br />

20<strong>05</strong> hatte ich genug auf der<br />

Kante, um zu wissen, dass ich mir<br />

dieses Hobby leisten kann.<br />

Du hast Kunstflug mal als grenzenlose<br />

Freiheit beschrieben.<br />

Andererseits hast du mehrere<br />

Motorausfälle, einen Motorbrand<br />

und einen Höhenruderbruch erlebt.<br />

Klingt nach Freiheit mit<br />

hohem Einsatz …<br />

Wenn man den Kunstflug ernsthaft<br />

betreibt, dann geht man an Grenzen<br />

– an eigene und an die des Flugzeugs.<br />

Natürlich ist es für die Belastungen<br />

ausgelegt, aber es bleiben Schwachstellen<br />

wie der Motor und der Prop.<br />

Beispiel Schwingungsdämpfer der<br />

Motoraufhängung: Die wechselst du<br />

bei einer normalen Maschine vielleicht<br />

alle zehn Jahre. Bei meiner Extra sind<br />

die nach einem Jahr platt, einfach<br />

weil der Motor das schwerste Bauteil<br />

ist und durch seine Trägheit die Aufhängung<br />

extrem beansprucht. Dennoch:<br />

Die Extra 330 ist für den Kunstflug<br />

gebaut und hat hohe Reserven,<br />

so kann ich mich sehr sicher fühlen.<br />

Wo ziehst du beim Turnen die<br />

Grenze zwischen dem, was sicher<br />

geht, und dem, wo es gefährlich<br />

wird?<br />

Für mich gilt: Figuren mit abgerissener<br />

Strömung nur oberhalb von 1000<br />

Fuß einleiten. Denn da weiß ich, dass<br />

ich im Fall der Fälle einfach drücken<br />

und die Maschine wieder einfangen<br />

kann. Auch bei einem Motorausfall<br />

reicht diese Höhe, um den Flieger<br />

sicher zu landen.<br />

Hattest du nach einem deiner<br />

„Missgeschicke“ je Zweifel an<br />

dem, was du tust?<br />

Nein, denn ich hatte immer genügend<br />

Reserven. Motorbrand und Ruderbruch<br />

sind mir mit einer Jak 52 passiert,<br />

dennoch habe ich diese Maschine<br />

geliebt. Auch mit der Extra habe ich<br />

schon eine Schrecksekunde gehabt,<br />

als es bei einer Figur mit -4 oder -5<br />

g laut geknallt hat. Ich wusste nicht,<br />

was passiert war, und bin vorsichtig<br />

gelandet. Am Boden war äußerlich<br />

kein Schaden festzustellen. Erst nachdem<br />

ich den halben Flieger auseinandergebaut<br />

hatte, habe ich gesehen,<br />

dass der Sitz aus dem Rahmen gebrochen<br />

war. Glücklicherweise waren<br />

die Gurte am Rahmen befestigt, sonst<br />

wäre ich mitsamt dem Sitz durch die<br />

Haube gegangen.<br />

Auch beruflich sitzt du im Cockpit,<br />

fliegst als Kapitän bei der<br />

Lufthansa CityLine. Ist der Kunstflug<br />

der notwendige Ausgleich<br />

zum durchregulierten Job im<br />

Airliner?<br />

Ausgleich nicht unbedingt, ich mag<br />

beide Facetten der Fliegerei. Von<br />

meinen 15 000 Flugstunden habe ich<br />

rund 10 000 auf Passagiermaschinen<br />

absolviert, und auch das wird mir nie<br />

langweilig. Jeder Sonnenaufgang bei<br />

einem Flug über die Alpen ist so schön,<br />

als würde man es das erste Mal sehen.<br />

Der Kunstflug hingegen ist etwas<br />

zutiefst Eigennütziges. Er dient allein<br />

der Selbsterfüllung. Wenn ich es mal<br />

in Bildern ausdrücken darf: Wenn du<br />

Fliegen lernst, dann ist der Platzrundenbetrieb<br />

wie Schwimmen im Hallenbad.<br />

Ein Cross-Country-Flug, wie<br />

ich ihn beruflich jeden Tag erlebe,<br />

ist das Schwimmen im Meer. Kunstflug<br />

hingegen ist das Tauchen mit<br />

Delfinen am Korallenriff – das ultimative<br />

Erlebnis für mich als Pilotin!<br />

Wer sein Flugzeug liebt,<br />

der schiebt. Yvonne<br />

Schönek hat lange<br />

gespart, um sich den<br />

Traum von der Extra 330<br />

erfüllen zu können.<br />

In dieser Serie stellt<br />

der <strong>aerokurier</strong><br />

außergewöhnliche<br />

Persönlichkeiten<br />

aus der Luftfahrt<br />

im Interview vor.<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 103


[ MOTORFLIEGEN Porträt<br />

Mentales Training: Bevor<br />

Yvonne in ihre Maschine<br />

steigt, geht sie ihr Flugprogramm<br />

mit Trockenübungen<br />

am Boden<br />

Stück für Stück durch.<br />

Für Yvonne ist das Fliegen<br />

mit Fallschirm und Wingsuit<br />

kein Sport, eher eine<br />

Art Lebensphilosophie.<br />

Ist man als gut trainierter Kunstflieger<br />

auf unvorhergesehene<br />

Situationen besser vorbereitet?<br />

Davon bin ich überzeugt. Wer in absichtlich<br />

herbeigeführten Grenzflugzuständen<br />

den Überblick behält, der<br />

kann im Ernstfall davon profitieren.<br />

Das gilt nicht nur für die kommerzielle,<br />

sondern auch für die Privatfliegerei.<br />

Bei Berufsfliegern gehört<br />

das Erkennen und Ausleiten gefährlicher<br />

Flugzustände, das Upset Recovery,<br />

zum Trainingsprogramm.<br />

Du hast vor einigen Jahren auch<br />

noch mit Fallschirmspringen<br />

angefangen…<br />

Ja, weil ich basejumpen wollte.<br />

Kann es überhaupt genug Adrenalin<br />

für Yvonne Schönek sein?<br />

Das Basejumping hat für mich gar<br />

nicht so viel mit Adrenalin zu tun,<br />

denn das bekomme ich auch beim<br />

Kunstflug. Es ist vielmehr eine der<br />

letzten wirklichen Outlaw-Sportarten.<br />

Es gibt keine Lizenz, keine Regeln,<br />

kein Netz und keinen doppelten Boden.<br />

Nur du allein bist verantwortlich<br />

für dein Material und das, was du<br />

damit tust. Das steht in Kontrast zu<br />

unserem immer sicherer werdenden<br />

Alltag, in dem dich ein Auto so lange<br />

mit Piepserei nervt, bis du den Gurt<br />

anlegst. Bitte nicht falsch verstehen<br />

– im Alltag ist diese Sicherheit gut<br />

und richtig. Aber du musst heute<br />

kaum noch Verantwortung für etwas<br />

übernehmen. Das ist beim Basejumping<br />

ganz anders. Es ist geradezu<br />

bewusstseinserweiternd, wenn man<br />

einen Berg hochläuft und weiß, da<br />

springe ich dann runter. Der Moment<br />

kurz vor dem Sprung ist einfach wahnsinnig<br />

schön, Selbstbestimmung in<br />

ihrer reinsten Form.<br />

Und was ist mit dem Wingsuit-<br />

Fliegen?<br />

Momentan mache ich das noch aus<br />

dem Flugzeug, einfach um sicherer<br />

zu werden. Aber perspektivisch möchte<br />

ich das mit dem Basejumping verbinden,<br />

weil es längere Flugzeiten<br />

am Berg ermöglicht und es ein Plus<br />

an Sicherheit bedeutet, weil man vor<br />

der Schirmöffnung bewusst vom Fels<br />

weg fliegen kann.<br />

Keine Lust auf spektakuläres<br />

Fliegen im Relief?<br />

Das reizt mich tatsächlich nicht. Ich<br />

finde es genauso berauschend, wenn<br />

ich 100 oder 200 Meter über dem Berg<br />

fliegen kann. Mit einem Meter Abstand<br />

zum Fels reicht eine Turbulenz,- und<br />

das war‘s. Das muss ich nicht unbedingt<br />

haben.<br />

Du trainierst häufig in Slowenien<br />

oder Tschechien. Welche<br />

Probleme siehst du für den Kunstflug<br />

in Deutschland?<br />

Es gibt hierzulande meiner Meinung<br />

nach ein grundsätzliches Akzeptanzproblem.<br />

Ständig beschweren sich<br />

Leute wegen des Lärms, und was bei<br />

normalem Flugbetrieb noch einigermaßen<br />

toleriert wird, entlädt sich<br />

dann, wenn ein Kunstflieger am Himmel<br />

auftaucht. Die Akroflieger an<br />

meinem Heimatplatz Mühldorf haben<br />

sich selbst die Auflagen gemacht,<br />

nicht in der Mittagszeit und nicht<br />

nach 17 Uhr zu fliegen, obwohl wir<br />

von Sunrise bis Sunset dürften.<br />

Apropos Akroflieger: Als Pilotin<br />

ist man noch immer eine Ausnahme<br />

– auf 95 Männer kommen<br />

ungefähr fünf Frauen. Im Kunstflug<br />

dürfte das Verhältnis noch<br />

extremer sein. Wie lebt es sich<br />

mit diesem Exotenstatus?<br />

Ich habe damit kein Problem, denn<br />

ich mache das ja in erster Linie für<br />

mich und nicht für andere. Männer<br />

finden es allgemein toll, was ich tue,<br />

und auch die männlichen Kameraden<br />

sehen mich nicht vordergründig als<br />

Frau, sondern als Pilotin, die die gleiche<br />

Leidenschaft teilt. Nachfragen<br />

wie „Du bist doch eine Frau, warum<br />

machst Du das?“ kommen eher von<br />

Frauen.<br />

Mit dem Klavierspiel scheint es<br />

in deinem Leben dennoch eine<br />

Passion zu geben, die nichts mit<br />

Adrenalin zu tun hat. Wie passt<br />

das zu Yvonne Schönek?<br />

Für mich ist Musik die Sprache der<br />

Leidenschaft. Ich bin ein sehr leidenschaftlicher<br />

Mensch. Um mich ausdrücken<br />

zu können, muss ich die Welt<br />

mit meinen eigenen Schritten ausmessen.<br />

Nur so kann ich erkennen, wer<br />

ich bin, wohin ich gehöre. Von Bergen<br />

zu springen war ein großer Traum von<br />

mir, und ich bin ihm gefolgt, vielleicht<br />

auch um zu lernen, alt zu werden.<br />

In den Gefahren des Basejumpings<br />

erkennt man all die Selbsttäuschungen,<br />

an die wir unser Leben hängen. Wenn<br />

ich aber oben stehe vor einem Sprung,<br />

dann bin ich mit mir vollkommen ihm<br />

Reinen und spüre einen tiefen inneren<br />

Frieden. Das ist meine Art, Ruhe zu<br />

finden. Mit einem Wort: Das ist Highspeed-Yoga.<br />

ae<br />

Fotos: Erwino Nitz<br />

104 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


Leserforum<br />

<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2016</strong><br />

Risiko der ATPL-Ausbildung<br />

Flugschulen sind<br />

in der Pflicht<br />

Mit Freude habe ich nach langer Zeit<br />

der Lobhudelei endlich einen kritischen<br />

Artikel bezüglich der ATPL-Ausbildung<br />

lesen dürfen. Vielen ist das damit verbundene<br />

Risiko nicht bewusst. Ich hoffe, es<br />

wurden einige junge Leser zum Nachdenken<br />

angeregt. Vor allem die Flugschulen<br />

sind in der Pflicht, jungen Menschen nicht<br />

das Geld mit leeren Versprechen aus der<br />

Tasche zu ziehen!<br />

Leider erlebe ich in der Praxis immer<br />

wieder das Gegenteil. Von Versprechen<br />

(„Wir haben Kontakte zur Airline XY) bis<br />

hin zu unrealistischen Zukunftsprognosen<br />

ist alles dabei. Ich bin selber bei einer Airline<br />

tätig und weiß, wie mies junge Copiloten<br />

mancherorts bezahlt werden. Auch<br />

kenne ich die Verzweiflung derer, die am<br />

besten noch für 30 000 Euro ihr TR selber<br />

finanzieren um dann für 2000 Euro brutto<br />

deutlich über 40 Stunden pro Woche zu<br />

arbeiten. Mich frustriert dies insofern,<br />

dass der Enthusiasmus und die Liebe zur<br />

Luftfahrt junger Menschen gemolken<br />

wird und sie am Ende auf der Straße sitzen.<br />

Vielen Dank für diesen sachlichen<br />

und kritischen Artikel, gerne in Zukunft<br />

mehr davon.<br />

Deniz Weissenborn, Hamburg<br />

<strong>aerokurier</strong> 4/<strong>2016</strong><br />

Expertentipp<br />

Einheiten wurden nicht<br />

umsonst genormt<br />

Den insgesamt guten Expertentip zu<br />

Steuerseilen hab ich mit Interesse gelesen.<br />

Eines ist mir dabei aber aufgefallen:<br />

Der Autor hat wirklich jahrelange Erfahrung,<br />

es aber vermieden, Neues dazuzulernen.<br />

Sonst würde er nicht mehr von Kilopond<br />

reden. Auch der Begriff Bruchfestigkeit<br />

ist nicht gut verwendet. Ich hätte<br />

geschrieben: Bruchlast 1000 daN. Vor<br />

Jahren wurden die SI-Einheiten genormt;<br />

die wichtigsten Basiseinheiten sind für<br />

Länge Meter (m), für Masse Kilogramm<br />

(kg) und für die Zeit Sekunden (s). Daraus<br />

ergibt sich die Kraft in Newton. Damit<br />

man bei der Kraft in Kilopond den vorhandenen<br />

alten Zahlenwert übernehmen<br />

kann, hat man aus praktischen Gründen<br />

Dekanewton (daN) verwendet.<br />

Übrigens habe ich mir die Angebote<br />

von Steuerseilherstellern angesehen und<br />

festgestellt, dass manche auch noch nicht<br />

in der Gegenwart angekommen sind: Da<br />

steht für ein Steuerseil Bruchlast 560 kg!<br />

Andere sind besser. Die schreiben für die<br />

Bruchlast 560 daN. Bezüglich der Zug-<br />

Festigkeit ist noch zu erwähnen, dass<br />

dies eine Materialeigenschaft ist, die<br />

meist per Zugversuch ermittelt wird. Die<br />

korrekte Maßeinheit ist N/mm².<br />

Dipl. Ing. (FH) Volkmar Gessinger,<br />

Schwäbisch Hall<br />

<strong>aerokurier</strong> 03/<strong>2016</strong><br />

Lockheed T-33 T-Bird<br />

Verrechnet?<br />

Bei der Begeisterung für die T-33 ist<br />

Autor und Redaktion offensichtlich ein<br />

Fehler unterlaufen. Die US-Gallone (3,79 l)<br />

ist nicht größer, sondern kleiner als die Imperial-Gallone<br />

(4,55 l). „Dieser kleine Unterschied<br />

(immerhin 20 Prozent) ist“ deshalb<br />

keinesfalls „ein Sicherheitspolster“,<br />

sondern das Gegenteil davon. Ich habe<br />

mich auch gewundert, wie sich ein Verbrauchsmesser,<br />

der in „imp-gal“ rechnet,<br />

in eine T-33 verirrt, denn die US-Amerikaner<br />

haben nie in dieser Einheit gerechnet,<br />

sondern „ihre“ Gallonen und bei Jets fast<br />

Schreiben lohnt sich!<br />

Unter allen Leserbrief-Autoren des vergangenen<br />

Monats hat die Redaktion das Buch „Mentales<br />

Training für Piloten – stressfrei und sicher fliegen“<br />

von Rainer Krumm verlost. Als Gewinner wurde<br />

Volkmar Gessinger gezogen.<br />

Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der<br />

Redaktionsmeinung übereinstimmen. Wir behalten uns die<br />

Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen Gründen vor.<br />

Gerne veröffentlichen<br />

wir Ihre Meinung. Schicken<br />

Sie uns Ihren Leserbrief<br />

(für Rückfragen bitte<br />

unbedingt mit Adresse<br />

und Telefonnummer) an<br />

E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Fax: +49 711 182-1781<br />

von Anfang an Pounds (454 g) verwendet.<br />

Möglicherweise hat das etwas damit zu<br />

tun, dass die „Silver Star“ aus der kanadischen<br />

Lizenz-Produktion stammt.<br />

Hartmut Blinten, Rodgau<br />

Antwort der Redaktion: Der Autor hat in der<br />

Causa noch einmal Kontakt zum Jet Warbird Training<br />

Center aufgenommen und uns darüber informiert, dass<br />

es hier zu einem Missverständnis seinerseits kam. So<br />

seien vor dem Flug die getankten US-Gallonen mit<br />

einem Abschlag von 20 Prozent in die nach Imperial-<br />

Gallonen zählenden Fuelmeter eingegeben worden, um<br />

den Kraftstoffvorrat richtig zu bemessen.<br />

In eigener Sache: Im Quiz der Ausgabe<br />

4/<strong>2016</strong> lautete die erste Frage: „Sie fliegen VFR im<br />

Luftraum E über ein 1000 ft hohes Mittelgebirge<br />

und haben über sich eine geschlossene Wolkendecke<br />

in 2000 ft AGL. Wie hoch dürfen Sie fliegen?“<br />

Die richtige Antwort wäre a) gewesen, maximal<br />

1000 ft GND, um 1000 ft vertikalen Wolkenabstand<br />

einzuhalten. Leider ist es in der Auflösung zu einem<br />

Buchstabendreher gekommen, so dass dort b) stand,<br />

aber kombiniert mit dem richtigen Antworttext.<br />

Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.<br />

Foto: Motorbuch Verlag<br />

<strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong> 1<strong>05</strong>


[ VORSCHAU ]<br />

Das lesen Sie im Juni<br />

... erhältlich auch<br />

als E-Paper<br />

Heft<br />

6<br />

erscheint am<br />

25. Mai<br />

<strong>2016</strong><br />

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Falls Sie nach dem Test keine weiteren Hefte<br />

wünschen, sagen Sie spätestens 14 Tage nach<br />

Erhalt der 2. Ausgabe ab. Ansonsten erhalten<br />

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mit jeder zeitigem Kündigungsrecht.<br />

Mit Piper & Co über Alaska<br />

Ein Leben als Buschpilot<br />

Die meisten seiner 17 000 Flugstunden hat Don Lee in den<br />

Weiten Alaskas gesammelt. Ob Versorgungsflug in abgelegene<br />

Orte, Gletscherlandung für Wildnistouristen oder Fluglehrer<br />

angehender Buschpiloten – Lees Abenteuer reichen,<br />

um ganze Bücher zu füllen. Ein außergewöhnliches Porträt.<br />

Wir bitten um Verständnis, wenn angekündigte Beiträge aus aktuellen Gründen in eine andere Ausgabe verschoben werden.<br />

Fotos: Christian Martischius, Messe Friedrichshafen, Pipistrel, Bernd Weber<br />

Pilot Report Discus 2c FES<br />

Nie mehr außenlanden?<br />

Ist der FES-Antrieb wirklich narrensicher?<br />

Wir prüfen den Discus 2c FES auf seine<br />

Vereinstauglichkeit. Ist er das Flugzeug<br />

für Piloten mit Außenlandephobie?<br />

UL-Special<br />

Quo vadis, Ultraleicht?<br />

Wiegen ULs bald 600 Kilogramm? Wie<br />

kommt man vom PPL-A zum SPL? Was<br />

darf man am UL selbst warten? Unser<br />

Special gibt die passenden Antworten.<br />

AERO <strong>2016</strong><br />

Innovationen im Fokus<br />

Vier Tage lang wurde beim Branchentreff<br />

der General Aviation in Friedrichshafen gefachsimpelt.<br />

Wir zeigen, was im Messegetümmel<br />

die meiste Aufmerksamkeit erregte.<br />

106 <strong>aerokurier</strong> 5/<strong>2016</strong>


IN DER KOMFORTZONE<br />

Sie haben anspruchsvolle Ziele auf Ihrem Radar? Der flexible PC-12 NG eignet sich ideal<br />

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