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barftgaans

DIE NEUE

Barftgaans 2016

MAGAZIN FÜR IN UND UM UELZEN

04/05

Themen

Demokratie ist

Kompromiss

Aktuelles

Alltag nach

der Flucht

Molzen

Kampf für

die Schule

Feuilleton

Auf der

Durchreise


Initia

Medien und Verlag

Wir verbinden Elemente

Kreative Ideen und Konzepte bestehen aus vielen verschiedenen Elementen.

Damit sie gut zusammen wirken können, brauchen sie einen Rahmen:

Zu unseren Leistungen gehören

• Design und Satz – von der Visitenkarte

bis zur Imagebroschüre

• Corporate- & Editorial-Design

• Redaktionsservice

• Fotografie und Bildbearbeitung

• Web-Design & Programmierung

• Druckabwicklung

Initia Medien und Verlag UG

(haftungsbeschränkt)

Woltersburger Mühle 1

29525 Uelzen

info@initia-medien.de

05 81|97 15 70-60


LIEBE LESERINNEN,

LIEBE LESER,

April, April – und? Sind Sie in den April geschickt worden?

Als Kind hat mir das immer viel Spaß bereitet, Freunde, aber

auch meine Eltern, in den April zu schicken und natürlich

selbst verschaukelt zu werden. Ein Tag, an dem man alles

nicht so ernst nimmt – ein schöner Brauch wie ich finde. Vor

allem in einer Gesellschaft, in der das eigene Ego in vielfältigster

Art und Weise in den Vordergrund gestellt wird. Sich

selbst einfach mal nicht so ernst nehmen, nicht so wichtig

nehmen – nicht nur am 1. April!

Unsere aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit Themen, die

uns in unserer Region bewegen. Bei aller Ernsthaftigkeit bieten

diese immer auch Chancen: Die Möglichkeit mit anderen

Menschen aktiv zu werden, etwas Positives zu bewirken,

miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu

lernen. Die drohende Schließung einer Dorfschule (S. 44),

die Themen einer strukturschwachen Region, denen mit

Leader-Mitteln (S. 16) begegnet werden soll. Mit dem Alltag

von Flüchtlingen in Notunterkünften (S. 34). Damit, wie sich

gerade ältere Menschen vor Betrügern schützen können (S.

26) und mit Themen der Toleranz (S. 27). Im Kleinen und im

Großen, das Leben ist ein Kompromiss. Wen wundert es? –

Die Demokratie auch! Einen spannenden Einblick in den bundespolitischen

Alltag konnte Nicole Lütke für uns einfangen.

Sie begleitete die SPD-Abgeordneten für die Landkreise Celle

und Uelzen, Kirsten Lühmann, und blickte für uns hinter

die Kulissen (S. 22).

Nicole Lütke, Barbara Kaiser, Eva Neuls, Nina Meyer und Sandra Hoffmann.

Um die scheinbar unscheinbaren Gewächse am Weges- und

Waldrand geht es in dem Beitrag über Wildkräuter – eine

kulinarische Entdeckungstour in der Natur (S. 40). Auf Entdeckungstour

lädt auch ALENA e.V. ein: Von bereits umgesetzten

Projekten zu lernen und sich inspirieren zu lassen,

ist die Devise (S. 17). Und Sandra Hoffmann hatte beim Outdoor-Sport

jede Menge Spaß (S. 18): Diese und viele andere

Ideen für Ihre Freizeit finden Sie auch in dieser Ausgabe.

Bei allen Aprilscherzen und aller Ernsthaftigkeit wünschen

wir Ihnen viel Vergnügen beim Lesen der neuen Ausgabe,

[Anzeige]

Kosmetik - Special


Inhalt

8

9

9

16

17

26

27

33

40

53

Aktuelles

Stadtführung: Die Rolle Uelzens im Hansebund

Die Hanse bewegt

Für eine saubere Stadt

Zukunft gestalten – Leader-Programm

ALENA unterwegs

Seniorenpräventionstag

Fernsehpreisgewinner Michel Abdollahi in Uelzen

Bildung ist die nachhaltigste Form der Hilfe zur Selbsthilfe

Wildkräuterführungen mit Caroline Rothe

Gewerbetreff am Fliegenberg

7

14

15

18

22

28

34

38

42

44

Themen

Initiative „Luisenviertel“

Nationale Sommerspiele für Menschen mit

geistiger Behinderung

Michael Hitschold: Ausstellung in New York

Fitness-Training mal anders

„Demokratie ist Kompromiss“

VitalMarkt Uelzen

Flüchtlinge im Camp Bad Bodenteich

„Wir können nicht anders“

Kleine Löschhelden

Zu Besuch in der Grundschule Molzen

10

12

13

Feuilleton

Auf Durchreise

Geschichte und Geschichten

„Wer sich selbst und andre kennt …“

21

33

36

45

46

46

47

Freizeit

RadReiseRegion Uelzen

Uhlenbräu-Freunde präsentieren „UhlenDunkel“

Reizende Skatspieler

Spiele-Tipp

Pilgern „vor der Haustür“

Geschichte auf Platt

Rätsel-Spaß

48

Termine

Titelbild

Die Löschhelden,

mehr auf Seite 42.

Foto: Tramsen

Impressum

Herausgeber/Verlag

Initia Medien und Verlag UG

(haftungsbeschränkt)

Woltersburger Mühle 1 | 29525 Uelzen

www.initia-medien.de

Redaktion

redaktion.barftgaans@initia-medien.de

Eva Neuls [V.i.S.d.P.] [Neuls]

eva.neuls@initia-medien.de

Nicole Lütke [Lütke]

nicole.luetke@initia-medien.de

Feuilleton

Barbara Kaiser

4 www.barftgaans.de | April/Mai 2016

Kolumnist

Jürgen Trumann, It‘s Tru[mann]

redaktion.barftgaans@initia-medien.de

Online-Redaktion barftgaans.de

Nicole Lütke

nicole.luetke@initia-medien.de

Gastautoren

Matthias Palmer

Gestaltung/Fotografie

Nina Meyer

grafik.barftgaans@initia-medien.de

Sebastian Tramsen

sebastian.tramsen@initia-medien.de

Mediaberatung

Sandra Hoffmann

Mobil 0176 53800695

Telefon 0581 971570-60

sandra.hoffmann@initia-medien.de

Erscheinungsweise

6 x im Jahr

Druck-Auflage

14.000 Exemplare

Druck

Mundschenk Druck- und

Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG

29614 Soltau

Nestgucker oder

Netzgucker?

www.barftgaans.de

Aktuelle Berichte und

unser Feuilleton im Netz!


Drei Tage am Ort des

Geschehens –

Bundestags-Reportage

von Nicole Lütke.

Foto: Tramsen

Werbepartner in dieser Ausgabe

Augenoptik Oppermann 37

BaumFachWerk, Thorsten Kruse-Neuls 52

Baumschule Meyerholz 23

Baumschule Növig-Maaß 5

Behn Wohnideen 54-55

Blumen-Zentrum Ch. Hoppe KG 43

Boss Copy 42

Dachdeckerei Eggers 53

Die Brücke e. V. 15

Elektro-Service Gaede 5

Elbers Hof 39

Elektroinstallationen Peter Feller 45

Fahrradhaus Bad Bevensen 53

Freilichtmuseum Diesdorf 40

Früchte der Welt (Uwe Stahnke) 28/29

Garten- und Landschaftsbau D. Brandt 26

Garten- und Landschaftsbau H. Schulz 41

Gebäudereinigung Silvester 50

Gehrdau GbR 29

Getränke-Kleint19

Gräfke GmbH 22

Holdenstedter Hof 24

Hotel Ascona 3

Initia Medien und Verlag UG 2

inmotion – personal coaching & training 18

Juwelier Cordes 21

Kathrin Busse, Kräuter und Stauden 29/30

Kohn Floristik 25

Kruse – Der Lecker Bäcker 51

Kulturkreis Uelzen 10

Kurzentrum Lüneburg/Salü 45

Lässig im Bahnhof 17

Leben leben 14

Lernzentrum Uelzen 7

Markthalle Bienenbüttel 47

Meisterschrauber Lorenz Tietjen 35

M S M Bäder + Wärme GmbH 27

Mützingenta, Kultur, Musik und Handwerk 6

Natürlich32

Obsthof König 29

Obstscheune Tätendorf 36

OTTO-Shop Uelzen 32

Schlosshof Bleckede 49

Semmler GmbH 20

Spargelhof Niemann 31

Stadtwerke Uelzen 56

Tourist-Info Ebstorf 46

Vitalmarkt Uelzen 29

Vollkornbäckerei Rasche 29

Wiesencafè Hof Haram 48

Zindler's Kartoffelmanufaktur 30

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Jetzt ist Frühling!

Pflanzen Sie Farbe in Ihren Garten,

tun Sie etwas Gutes für die frühen

Bienen und Hummeln.

Beet- und Balkonpflanzen- Ausstellung,

Samstag, 30. April und Sonntag, 1.Mai

Sprakensehler Gartentage,

Samstag, 18. Juni und Sonntag, 19. Juni

von 11 bis 18 Uhr

• Rosen, Pflanzenkombinationen

• Aussteller mit Fischen, Honig, Dekorationen aus Holz,

Schmuck uvm.

• Kaffee, Kuchen, Bratwurst, Steaks und Getränke

• Bogenschießen für Kinder und Erwachsene

• Kinderschminken

• am Sonntag Unterhaltung durch Shanty-Chor des

Meißendorf e.V.

Ein Wochenende für alle Sinne.

„Wir setzen mit Photovoltaikanlagen und

Solarspeicherlösungen auf Umweltschutz.“

Diese Worte nimmt man Michael Gaede-Kelle uneingeschränkt

ab. Mit der Installation von Anlagen und Energiespeichersystemen

der Deutsche Energieversorgung

GmbH aus Leipzig überzeugt er private und gewerbliche

Kundschaft von der Unabhängigkeit, die sich aus dem

Verbrauch selbst produzierter Energie ergibt. Strom, der

nicht benötigt wird, kann eingespeist und zur Verfügung

gestellt werden. Damit wird diese durch die Sonne erzeugte

Energie effektiv genutzt. „Wir sind zertifizierter

Fachhandelspartner für Photovoltaikanlagen und Solarspeicherlösungen

und stehen voll und ganz hinter dieser

Art der Energiegewinnung und -speicherung“, sagt der

staatlich geprüfte Elektroservicetechniker aus Suderburg

und steht für alle Fragen sehr gern zur Verfügung.

In der Hauptpflanzzeit von Mitte März bis

Mitte Juni haben wir samstags bis 16 Uhr geöffnet.

Tel. (0 58 37) 12 27 • www.noevig-maass.de

Michael Gaede-Kelle | Lönsweg 6 | 29556 Suderburg

Tel. 0 58 26 - 12 96 | Mobil: 01 70-3 47 57 21

Email: gaede-suderburg@t-online.de


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MAYDAY

„Komm, lieber Mai, und mache die

Bäume wieder grün“, so mögen wintersmüde

Zeitgenossen flehen. Dadurch

wird der Frühling zwar ebenso

wenig heraneilen wie das montags

herbeigesehnte Wochenende. Doch

nur Geduld und keine Bange: der

Mai wird gekommen sein! Das ist,

grammatisch, vollendete Zukunft.

Die Bäume werden ausgeschlagen

haben. Und es wird nicht vermessen

gewesen sein, das vorab behauptet

zu haben. Hasel und Buche werden

grünen und zu ihrer Zeit Nüsse und

Bucheckern geben. An Linden werden

Lindenblüten duften. Auch werden

die jungen Birken pünktlich zum

Schützenfest in grünem Rock erscheinen,

um Plastikeimer und Hauseingänge

zu zieren. Gleichfalls nur dazu

bestimmt, hübsch auszuschauen,

werden Zierkirschen die Stadt mit ihren

Blüten schmücken – sie sind nach

dem Willen ihrer Züchter nicht fähig

Früchte zu bilden.

Wo sie ihre Kernkompetenzen bewahren

durften, erweisen sich Bäume

und Sträucher von jeher als solide,

produktiv, erfolgreich und können

sich alljährlich be- und erlauben, zahllose

Parasiten – Kleinsäuger, Vögel,

Insekten, Pilze – mitzuernähren, ohne

dabei ernstlich Schaden zu nehmen.

Jeder ein Sozialwesen und Beispiel

für Großzügigkeit und Toleranz. Gefährdet

sind diese eher aufgrund

menschlicher Maßlosigkeit (Die nach

seinem Fehlkauf verwüstete Küche

des Ulenköpers könnte uns eine Mahnung

sein, dass Unersättlichkeit und

Fehlannahmen erheblichen Schaden

verursachen können).

Was dürfen nun wir als kulturell und

ideologisch oft Entwurzelte, Zurechtgebogene,

Getriebene erwarten von

einander und von Fachkräften in Wirtschaft

und Politik? Sind wir, um im

Bild zu bleiben, zu verzogen, um mehr

hervorzubringen als Scheinfrüchte?

„Mensch, werde wesentlich!“ schrieb

der Lyriker Ernst Stadler, beeindruckt

von Angelus Silesius´ Epigramm, 1914

in seinem Gedicht „Der Spruch“, das

er mit dessen Worten enden ließ. Viel

Zeit blieb ihm nicht, sich diesem Motto

zu widmen. Im Herbst desselben

Jahres wurde er in der ersten Flandernschlacht

von einer Granate aus

dem Leben gerissen.

Mit Himmelfahrt und Pfingsten böten

zwei lange Wochenenden nun Gelegenheit,

statt wie Bolle in Events und

Betäubung zu flüchten, uns auf das

Wesentliche zu besinnen. Vielleicht

uns der Neigung zur Flucht vor uns

selbst zu stellen. Der inneren Emigration,

daheim und im Dienst, entgegenzuwirken.

Dem inneren Notruf,

dem „Mayday“ der Seele, nachzugehen

und hier und da einem Fehl-Alarm

Paroli zu bieten. Zu sehen was da ist

und nicht nur was fehlt.

Die seit dem ersten Pfingsten zugängliche

Wahrheit und Freiheit könnte zu

konstruktiven Lösungen beitragen.

Hiermit wünsche ich Ihnen wohltuende

Feiertage und einen ersprießlichen

Frühling.

It‘s Tru[ma nn]


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ANPACKEN UND GESTALTEN

Initiative „Luisenviertel“ entwickelt Ideen und bringt Menschen zusammen

Alteingesessene sprechen vom „Saure-Wiesen-Viertel“,

die Menschen,

die noch nicht so lange zwischen

Bohldamm, der Bahnlinie Hannover-Hamburg,

Bahnhofstraße, Ringstraße, Veerßer

Straße bis zur Ilmenau wohnen, nennen es

schlicht: Luisenviertel. Dass das Luisenviertel

in der Geschichte der Stadt Uelzen seit

jeher ein historisches, ein eigenes Viertel

gewesen ist, wissen dagegen nur wenige

Einwohner – wohl weil das Luisenviertel

heute „mittendrin“ liegt, nah an der Innenstadt

und doch irgendwie eingeklemmt

zwischen den großen Straßenachsen, ohne

wirklichen Kern.

„Mein Viertel, in dem ich lebe – das mir am

Herzen liegt, in dem ich mich wohlfühle“

– darum geht es bei der Initiative Luisenviertel.

Angestoßen von den Einrichtungen

„Der Paritätische Uelzen“ und „Caritas“

trafen sich Einwohner, Anwohner und Menschen,

die im Viertel arbeiten, zu zwei Veranstaltungen.

Unter dem Motto „Kennen

Sie eigentlich das Luisenviertel?“ wurden

Fragen diskutiert: Was haben wir hier? Was

gefällt mir? Wo gibt es Verbesserungsmöglichkeiten?

Die Bewohner entwickelten

selbst die Themen, die sie gerne anpacken

möchten oder die ihnen besonders am Herzen

liegen.

„Wir waren begeistert von der Resonanz“,

sagt Stefan Müller-Teusler, Geschäftsführer

des Paritätischen. Alte und Junge, Alteingesessene,

Neuzugezogene, Anwohner und

andere Interessierte wie beispielsweise Berufstätige

suchten das Gespräch, tauschten

sich aus. „Dort haben sich Menschen getroffen,

die sich seit Jahren nicht gesehen

haben und endlich wieder einmal ins Gespräch

gekommen sind“, erzählt Ralf Ritter,

Geschäftsführer des Caritasverbands

für die Landkreise Uelzen/Lüchow-Dannenberg

e.V. Strukturell ist das Viertel von

Einfamilien- und Mietshäusern geprägt;

dazwischen finden sich Freiberufler und

kleine Gewerbebetriebe. Einkaufsmöglichkeiten

– wie Discounter oder der ehemalige

Uhlenköperpark – liegen am Rand des

Viertels. „Der Kern ist verlorengegangen“,

erklärt Ritter, „und damit auch die eigene

Identität.“ Es bleiben Fragen: Wer sind wir?

Wie wollen wir uns bezeichnen? Was wollen

wir erreichen?

Die Menschen im Luisenviertel sollen aktiv

werden, selbst für ihre Wohnumgebung

etwas tun. Erste Ideen wurden in den Infoveranstaltungen

entwickelt und es kristallisierten

sich Themen heraus, die den

Bewohnern unter den Nägeln brennen.

Dazu gehören beispielsweise die Verbesserung

der Straßenbeleuchtung oder eine

Verkehrsberuhigung. Außerdem wurde die

Zufahrt zum Uhlenköperpark thematisiert:

Soll diese Etwa wieder so mit geöffnet Rahmen werden, um eine

bessere Anbindung zum Bahnhof vom Luisenviertel

zu haben? Auch die Parksituation

in den Straßen – oft parken hier auch Menschen,

die rund um das Kreishaus keinen

Stellplatz mehr finden – war ein Diskussionsthema.

Viele Ältere bemängeln, dass

es zu wenige Sitzgelegenheiten gebe oder

die Vorgärten durch Unachtsame vermüllt

werden.

1/6 Anzeige barftgaans, Augustausgabe,

Vor allem soll das Zusammengehörigkeitsgefühl

der Anwohner gestärkt werden.

Dazu gibt es verschiedene Ideen wie ein

Straßenfest oder ein Flohmarkt. „Auch ein

eigener Ortsrat, der als Ansprechpartner

für die Bürger fungiert, ist eine Idee. Uns ist

es wichtig, die Bürger einzubeziehen, ihnen

Raum zur Gestaltung zu geben. Sie sollen

es anpacken, nur dann wird sich etwas bewegen.

Die Initiative Luisenviertel lebt von

Herzliche Einladung an alle Interessierten:

Einzelunterricht

ist oftmals besser

Tag der Offenen Tür

am 13.September 2014 zwischen 11 und 15 Uhr

Das Lernzentrum ist umgezogen! Seit dem

1. August 2014 finden individuelle Nachhilfe,

Das

Lerntherapie

Lernzentrum

und Beratung

Uelzen schaut

in einem

inzwischen

typischen

auf mehr Stadthaus als zwei von 1930 Jahrzehnte statt: Erfahrung und

Erfolg im Bereich Nachhilfe, Lerntherapie

Lernzentrum und Beratung Uelzen zurück. Die Räumlichkeiten in

Luisenstraße der Luisenstraße 54 54 sind hell und großzügig

29525 geschnitten Uelzen und eignen sich hervorragend

0581-6274 oder 0171-543 73 15

für den Unterricht, aber auch für Lernspiele

www.lernzentrum-uelzen.de

und anderes.

„Ich werde immer wieder gefragt, warum

wir ausschließlich Einzelunterricht und nicht

Gruppenunterricht anbieten“, sagt Axel Ruhnau,

Inhaber und Kopf des Teams. „Weil sich

dieses Konzept absolut bewährt hat. Der

Grund, weshalb ein Kind etwas nicht kann,

ist immer individuell zu finden“, berichtet

Axel Ruhnau, Lerntherapeut mit Schwerpunkt

Dyskalkulie. „Drei Kinder derselben

Klasse können aus völlig unterschiedlichen

Gründen ihre Schwierigkeiten mit ein und

demselben Thema bei derselben Lehrkraft

haben. Hier gezielt zu hinterfragen und die

Problematik zu erarbeiten, ist innerhalb einer

Gruppe einfach nicht gut möglich.“ „Klassenunterricht

ist Gruppenunterricht, und

das funktioniert für viele Schüler zeitweilig

einfach nicht“, ergänzt Pauline Bombeck,

Lerntherapeutin mit Schwerpunkt Dyslexie.

„Da macht es absolut Sinn, im abgestimmten

Einzelunterricht genau die Unterstützung zu

geben, die gerade tatsächlich benötigt wird.“

Die Schüler und Schülerinnen müssen die

Lehrkraft nicht teilen, sondern können die

Stunde vollständig für sich nutzen. Jusde

Schöppler, Lerntherapeutin mit den Schwerpunkten

Dyskalkulie und Dyslexie, bestätigt:

„Ich erlebe immer wieder, wie hilfreich es

ist, Kindern den Konkurrenzdruck zu nehmen

und ihnen einfach Raum zu schaffen,

in dem sie ihre ganz persönlichen Fähigkeiten

entfalten können.“ Das betrifft nicht nur

fachliche Etwa so Probleme mit Rahmen oder Fragen zu Lernmethoden.

Kinder haben bisweilen persönliche

Probleme und Lebenskrisen. „Manchmal

beschäftigt der Krankheitsfall der Mutter ein

Kind mehr als die deutsche Rechtschreibung“,

weiß Axel Ruhnau. Dann sei im Einzelunterricht

Raum, gemeinsam Lösungswege

im Umgang damit zu finden. Egal, ob

es um schulische oder andere Probleme,

Nachhilfe oder Lerntherapie, Lerninhalte

oder Wissenslücken geht. Erste Informationen

über die Arbeit der studierten Lehrkräfte

und Lerntherapeuten erhalten Sie bei www.

lernzentrum-uelzen.de.

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Herzliche Einladung an alle Interessierten:

Tag der Offenen Tür

am 13.September 2014 zwischen 11 und 15 Uhr

den Ideen und dem Einsatz der Menschen“,

so Müller-Teusler.

Das Lernzentrum ist umgezogen! Seit dem

1. August 2014 finden individuelle Nachhilfe,

Lerntherapie und Beratung in Herzliche einem typischen Einladung an alle Inter

Stadthaus von 1930 statt:

Tag der Offenen Tü

Lernzentrum Uelzen

am 13.September 2014 zwischen 11

Die Ergebnisse der Befragung möchten die

Initiatoren an die Stadt übergeben; dazu

soll es auch eine Ortsbegehung geben,

bei der beispielsweise die Bürgersteige in

Augenschein genommen werden sollen.

„Wichtig ist, dass wir dranbleiben und die

Menschen motivieren, sich zu engagieren

und im Gespräch zu bleiben. Nur dann können

wir nachhaltig etwas bewegen“, so die

Initiatoren.

Luisenstraße 54

29525 Uelzen

0581-6274 oder 0171-543 [Lütke] 73 15

www.lernzentrum-uelzen.de

Das nächste Treffen der Intitiative „Luisenviertel“

findet am Mittwoch, 6. April, um

17.30 Uhr beim Paritätischen Wohlfahrtsverband,

Veerßer Straße 92, statt.

Das Lernzentrum ist umgezogen!

1. August 2014 finden individuelle

Lerntherapie und Beratung in einem

Stadthaus von 1930 statt:

Lernzentrum Uelzen

Luisenstraße 54

29525 Uelzen

0581-6274 oder 0171-543 73 15

www.lernzentrum-uelzen.de


Fotocollage Stadt Uelzen: Das Goldene Schiff ist Wahrzeichen der Stadt und steht für die Hansezeit. In der Uelzener Innenstadt finden sich bis heute

Baudenkmäler, die hanseatisch gestaltet sind.

STADTFÜHRER MIT PROGRAMM FÜR 2016

Die Rolle Uelzens im Hansebund rückt in den Blickpunkt

Die Stadt- und Touristinformation lädt bis Oktober jeden

Sonnabend um 11 Uhr zur Führung durch Uelzens

historische Innenstadt ein. Die Zeit der Hanse und die

Rolle Uelzens im Hansebund rücken dabei nun mehr in den

Blickpunkt. Die Gästeführer haben den Erläuterungen von

Uelzens Historiker Dr. Vogtherr und dem Stadt- und Kreisarchäologen

Dr. Mahler gelauscht und die Stadtführung um

wertvolle und anregende Details erweitert.

Täglich bietet der Verein Bahnhof 2000 e.V. Führungen über

den Hundertwasser-Bahnhof an. Auch die Uelzer staunen

immer wieder, wenn sie weitere Details im Mauerwerk oder

auf dem Boden entdecken. Es lohnt sich, denn der kunstvoll

gestaltete Bahnhof zeigt so viel mehr, wenn der Blick durch

gut ausgebildete Gästeführer auf die Feinheiten gelenkt

wird.

Die nächsten Erlebnisführungen „Mit dem Nachtwächter

durch Uelzen“ finden an den Freitagen 29. April, 27. Mai und

17. Juni statt. Bis zu 16 Laienschauspielerinnen und -schauspieler

zeigen kleine historische Episoden und nehmen so

die Gäste mit auf eine spannende Reise durch Uelzens Geschichte.

Weitere Führungen für Gruppen können in der Stadt- und

Touristinfo gebucht werden. Die „Spurensuche“ zeigt, wie

Uelzen vor 400 Jahren aussah und was noch heute erkennbar

ist. Die „Stadtdetektive“ sind besonders beliebt bei

den kleinen Gästen. Die Führung zum „Weg der Steine“ beschreibt

die kunstvoll bemalten Felsskulpturen, ihre mythologischen

Zeichen, antike Göttergestalten und viele fantasievolle

Details. „Nicht nur für Gäste bieten diese Führungen

viel Interessantes über Uelzen, auch die Uelzer können erleben,

wie viel sie noch über ihre eigene Stadt dazulernen können“,

sagt Anke Steffen, Leiterin der Stadt- und Touristinformation

Uelzen. Eine gute Idee ist es, mit Freunden oder zu

Geburtstagen eine Gruppenführung zu buchen, bevor man

zum gemütlichen Miteinander einkehrt.

Karten für alle Führungen und weitere Auskünfte gibt es in

der Stadt- und Touristinformation im Rathaus der Stadt Uelzen,

Herzogenplatz 2, Rufnummer 0581 800 6172. [UE]

8 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


DIE HANSE BEWEGT

Hansestadt Uelzen: viele Aktionen und Hansefest

FÜR EINE SAUBERE STADT

Gemeinsamer Frühjahrsputz der Bürger in Uelzen am 23. April

Aktuelles

Uelzen wird am 18. April offiziell zur Hansestadt gekürt.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius

übergibt die Urkunde über die Verleihung des Titels

im Uelzener Rathaus. „Uelzen darf sich stolz schätzen. Ich

freue mich sehr auf diesen Tag“, sagt Bürgermeister Jürgen

Markwardt. Als vierte Stadt in Niedersachsen wird Uelzen

den Titel „Hansestadt“ tragen.

Die Vorbereitungen für den Festakt laufen im Rathaus auf

Hochtouren. Die Festrede wird der Vorsitzende der Historischen

Kommission für Niedersachen und Bremen, Professor

Dr. Thomas Vogtherr, halten. Er hatte den erfolgreichen Antrag

der Stadt für die Namenserweiterung unterstützt. Als

Vormann des Städtebundes spricht der Bürgermeister der

Stadt Lübeck, Bernd Saxe, ein Grußwort. Musikalisch umrahmt

wird die Veranstaltung durch den Pianisten Hinrich

Alpers.

Und auch der Termin für ein Hansefest steht bereits: Im

Schnellenmarktviertel von Uelzen soll der Titel am 17. und

18. September gemeinsam mit allen Bürgern gefeiert werden.

Angelehnt an den historischen Handwerkermarkt der

letzten Jahre plant das City-Management gemeinsam mit

der Stadt an diesem Wochenende eine Veranstaltung mit

Handwerk, Musik, Unterhaltung und verschiedensten Angeboten

zum Thema Hanse für die ganze Familie. Auch die

benachbarten Hansestädte sollen eingeladen werden.

Hintergrund:

Die Stadt Uelzen hat im April 2015 einen Antrag auf Verleihung

des Titels Hansestadt gestellt. Erste Initiativen gingen

bereits vorher vom ehemaligen Bürgermeister Otto Lukat

aus. Unterstützt wurde die Stadt von dem Vorsitzenden der

Historischen Kommission für Niedersachen und Bremen,

Professor Dr. Thomas Vogtherr. Detailliert hat er begründet,

warum Uelzen den offiziellen Titel verdient. In den ersten

Erwähnungen der 1270 mit Stadtrecht versehenen Stadt

Uelzen wird bereits die Orientierung auf den Wirtschaftsraum

der Hanse hervorgehoben. Frühere Aufzeichnungen

von Uelzener Händlern und Kaufleuten belegen, dass weit

gespannte Verbindungen des Handels bestanden. Im Spätmittelalter

finden sich Uelzener Händler sogar im hansischen

Englandhandel. Die Bezüge zur Hanse fallen bis heute ins

Auge. Trotz der schweren Zerstörungen durch Stadtbrände

und den Zweiten Weltkrieg bewahrt Uelzen Baudenkmäler,

die hanseatisch gestaltet sind und zu beeindruckenden Bauwerken

der norddeutschen Backsteingotik zählen. [UE]

Es wird wieder gefegt, gesammelt und gereinigt: Am

Samstag, 23. April, ab 10 Uhr, findet der 16. Uelzener

Frühjahrsputz statt. Die Hilfe von Einwohnern, Schulen,

Vereinen, Verbänden und Organisationen ist beim Großreinemachen

der Stadt wieder gefragt. „Die Vorbereitungen

sind in vollem Gange – wir möchten abermals gemeinsam

mit unseren Bürgerinnen und Bürgern die Ärmel hochkrempeln,

und möglichst viele Flächen säubern“, sagt Bürgermeister

Jürgen Markwardt. Jeder kann sich sein Gebiet

zum Müllsammeln selbst auswählen. Das kann auch das

eigene Wohnumfeld sein. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des

Landkreises Uelzen und das City-Management beteiligen

sich an der großen Frühjahrsputz-Aktion mit vielen Aktivitäten.

„Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich im Rahmen

des Frühjahrsputzes und auch regelmäßig bei der Reinigung

von Gehwegen, Radwegen und Gossen, die an ihre eigenen

Grundstücke angrenzen“, weiß Bürgermeister Jürgen Markwardt

zu schätzen. Die meisten Uelzener nähmen die Sauberkeit

vor den eigenen Wohn- oder Geschäftshäusern sehr

ernst. In der Uhlenköperstadt sind die Pflichten für die Straßenreinigung

durch Eigentümer, Mieter und Pächter genau

geregelt. „Wenn sich alle daran halten, ist es nicht nur für die

Uelzener schöner, es hinterlässt auch bei Gästen und Besuchern

unserer Stadt einen guten Eindruck“, ist Markwardt

sicher.

Eine Satzung und eine Verordnung der Stadt Uelzen sehen

vor, dass Eigentümer von bebauten und unbebauten Grundstücken

im Stadtgebiet Uelzen und in den Ortsteilen einmal

wöchentlich vor dem Wochenende die Straße reinigen müssen.

Ausnahmen bilden die Marktstraßen und die Fußgängerzonenbereiche.

Dort muss drei Mal gefegt werden, jeweils

montags, mittwochs und freitags in der Zeit von sechs

bis neun Uhr morgens.

Zu den Flächen, die gepflegt werden müssen, gehören beispielsweise

Gehwege, Radwege, Gossen, Straßenabläufe

oder Parkstreifen. „Wir setzen auf gemeinsames Engagement

von Stadt und Anliegern. Dies hat sich bewährt, doch

oft herrscht Unklarheit darüber, wer in welchem Umfang

und in welcher Zeit zur Reinigung verpflichtet ist“, sagt

Stadtsprecherin Ute Krüger.

Anmeldung und Informationen

Wer beim Frühjahrsputz dabei sein möchte und sich allein

oder in kleinen oder großen Gruppen beteiligen will, erhält

weitere Informationen unter www.uelzen.de oder den Rufnummern

0581 8006358 und 0581 8006373. Eine Anmeldung

ist wünschenswert, aber nicht zwingend.

[UE]

www.barftgaans.de | April/Mai 2016 9


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15.4.16, 19 Uhr

Theater an der Ilmenau

Vor dem Spielbeginn steht das Aufwärmen.

22.4.16, 20 Uhr

Theater an der Ilmenau

AUF DURCHREISE

Theater-AG der BBS I bereitet Premiere mit

turbulentem neuem Stück vor

28.4.16, 19.30 Uhr

Theater an der Ilmenau

29.10.16, 19 Uhr

Theater an der Ilmenau

8.12.16, 20 Uhr

Theater an der Ilmenau

Wer mag schon Bahnhöfe? Ein

ständiges Rennen und Hetzen,

drängelndes Umsteigen, ärgerliches

Verpassen. Ortswechsel – Ankommen

oder Weiterreisen. Wer hätte

zwischen Fahrplan und Verspätung Zeit

für Betrachtungen? Für Muße gar? Ein

Ausdruck für Unverständnis ist nicht

ohne Grund der Satz: Ich verstehe nur

Bahnhof.

Bahnhöfe sind gerade in dieser Zeit für

tausende Menschen Schicksalsorte. Plätze

voller Freude und Leid; für das vage

Gefühl, in Sicherheit zu sein, mit der großen

Angst, nicht verweilen zu dürfen.

Denn es ist ja schon lange nicht mehr so,

wie es Goethe einst meinte: „Man reist

ja nicht, um anzukommen, sondern um

zu reisen.“ Wir wollen alle irgendwo ankommen.

Auch darum geht es in dem Theaterstück,

das die Gruppe um Uta Schwarznecker

und Silke Prause in der BBS I derzeit einstudiert.

Die Premiere wird am Samstag,

21. Mai 2016, um 20 Uhr, in der Pausenhalle

an der Scharnhorststraße gefeiert.

Eine weitere Aufführung findet am

Freitag, 27. Mai 2016, um 20 Uhr ebenda

statt. „Wer versteht hier Bahnhof?“ ist

der Titel der Szenenfolge von Thorsten

Böhner (*1967). Dass wir den Durchblick

behalten im Gewusel der Menschen, die

das Stück uns vorstellt, dafür werden die

Mitglieder der Theater-AG sorgen.

Die beiden Regisseurinnen führen die

Truppe mit Erfolg. Vor zwei Jahren ein

sehr anrührendes „Lasst uns mal den

,Faust‘ spielen!“, vor Jahresfrist Shakespeares

„Was ihr wollt“ mit umwerfender

Aktualisierung und der Annahme,

der Dichter wäre zum Leben erwacht

und wandelte unter uns. – In diesem Jahr

stehen Schwarznecker und Prause vor

der Herausforderung, nach zahlreichen

durch Schulabschluss bedingten Abgängen

eine fast vollständig neue Gruppe

zu einem Ensemble zu formen. Aber der

Besuch auf einer Probe in den letzten

Februartagen zeigte: Alle sind hochmotiviert

und sehr spielfreudig. Man darf also

gespannt sein und sich auf die Premiere

freuen.

Worum geht es? Auf den Bahnsteigen

treffen sich stets eilige Politiker und Manager.

Eine Junggesellenabschiedsrunde

verpasst die Trauung, die Braut ist auf

der Suche nach ihrem Schatz. Die Hure

Nancy kennt das Leben. Über Reimund,

mit Navigationsgerät auf dem Weg zum

Uta SChwarznecker (li.) und Silke Prause.


Feuilleton

Vorstellungsgespräch, kann man das nur sehr bedingt sagen.

Smartphone-Autisten, „Wachturm“-Verkäufer, verkappte

Schauspieler, ein Ehepaar – trotz schwerer Ehekrise sich zu

einer Urlaubsreise aufmachend. Wer stellt die Weichen in diesem

Chaos? Wer steigt um? Wer fährt durch? Wer landet auf

dem Abstellgleis? Es geht um gelebtes Leben. Um viele einzelne

Schicksale. Um die Erkenntnis: Es muss nicht so bleiben wie

es ist, wenn man den Mut zum anderen Anschluss aufbringt.

Uta Schwarznecker erläutert, dass der Text „sinnvoll ergänzt“

wurde. Denn „man macht Schüler glücklich, wenn zusätzlich

ein paar Hippies am Bahnhof sind, die Gitarre spielen dürfen.“

Wichtig sei, dass jeder mitmachen kann. Jeder eine oder mehrere

Rollen spielen kann. Es wird ganz viel gelacht auf dieser

Probe. Beim körperlichen Aufwärmen mit Luftballons und

beim Stimme-aufwecken, denn die Sprechkultur ist bei jedem

Laientheater stets das größte Manko. Während Silke Prause

mit dem Textbuch in der Hand souffliert, ermuntert Uta

Schwarznecker Felix, das Mamasöhnchen Reimund mit dem

Navi: „Guck ruhig irritiert!“ Und die Hure Nancy feuert sie an:

„Bring ihn aus der Fassung!“ Schauspielerin Inga macht das

schon ziemlich gut!

Die Stimme wecken: Lauter, lauter …

Die jungen Leute arbeiten mit Konzentration. Mitten drin sitzt

Hashmat aus Afghanistan. Er ist erst wenige Wochen hier und

versteht kaum ein Wort, er lernt erst noch Deutsch. In der Theater-AG

aber lauscht er angestrengt und wird auch mitspielen:

Einen ausländischen Touristen, der wegen mangelnder

Sprachkenntnisse die Deutschen für freundliche Leute hält.

Wir Zuschauer bekommen zu hören und verstehen, dass es an

dieser Stelle in diesem Stück keineswegs so ist …

„Wer versteht hier Bahnhof?“ ist also keineswegs eine Aneinanderreihung

von running gags oder schlichte Comedy-Parade.

Die Laienspieler seien durchaus, neben allem Spaß,

auch an gesellschaftlichen Aussagen interessiert, sagt Uta

Schwarznecker im Gespräch.

Machen Sie sich also auf, liebe Leser! Auf die Bahnsteige an

der Scharnhorststraße, auf denen Sie Zeuge eines ganz wunderbaren

Engagements sind und ganz bestimmt mehr als nur

Bahnhof verstehen werden.

[Barbara Kaiser]

Szene: Ehepaar auf Urlaubsreise.









Do., 7. April: Theater an der Ilmenau Uelzen, 19.30 Uhr

„Ein Volksfeind“, Drama von Henrik Ibsen

Fr., 8. April: Kurparkzelt Bad Bevensen, 19.30 Uhr

Michael Fitz „Liedermaching“

Sa., 9. April: Neues Schauspielhaus Uelzen, 20 Uhr

Valerija Shishkova singt Jiddisches

Fr., 15. April: Jahrmarkttheater Bostelwiebeck, 19.30 Uhr

„Vatertag – Anleitung zum Feiern“

Sa., 16. April: Neues Schauspielhaus, 20 Uhr

Philipp Steimel „Ein Sommernachtstraum – Solo“

Sa., 23. April: Kurparkzelt, 19.30 Uhr

Hans Scheibner „Nicht kompatibel“

Sa., 23. April: Neues Schauspielhaus, 20 Uhr

Jörn Brede – Ein Heinz-Erhardt-Abend

Bis Sonntag, 1. Mai: Schloss Holdenstedt

Bilder des Uelzener Malers Wilhelm Burmeister







Sa., 7. Mai: Schloss Holdenstedt, 17 Uhr

Vernissage des Kunstvereins Uelzen mit Bildern von

Konstantin Dery, Oliver Gröne und Zwenia

Sa., 14. Mai: Neues Schauspielhaus, 20 Uhr

Schwarzblond – Der Gigolo und die Prinzessin

Di., 17. Mai: Theater an der Lindenstraße,

Bad Bevensen, 19.30 Uhr

Pfingstkonzert mit dem Wendland-Sinfonie-Orchester

Sa., 21. Mai: Pausenhalle Scharnhorststraße, 20 Uhr

Premiere der Theatergruppe der BBS I

„Wer versteht hier Bahnhof?“

Fr., 27. Mai: Pausenraum Scharnhorststraße, 20 Uhr

Zweite Vorstellung Theatergruppe BBS I

„Wer versteht hier Bahnhof?“

So., 29. Mai: Neues Schauspielhaus, 20 Uhr

Cantonal – Musik zwischen Renaissance und Pop

TERMINE


Feuilleton

GESCHICHTE UND GESCHICHTEN

Die Pfarrhaus-Familiensaga von Hans-Helmut Decker-Voigt geht weiter

Das Ende des dritten Buches täuscht Ordnung und

Glück vor: mit einer Hochzeit, die Elisabeth vor den

Traualtar führt. Die älteste Tochter (*1916) von Pastor

Georg Wilhelm Vogintius, der nach Bethel nun in Celle Dienst

tut, konsequenter Pazifist blieb und einer der Obmänner der

Bekennenden Kirche ist. Seine Söhne, Elisabeths Brüder, blieben

bis jetzt am Leben. Der hochbegabte Heinrich wurde sogar,

welch segensreiches Fatum, durch die Intervention des

Bräutigams nicht nach Stalingrad befohlen, sondern darf unter

Griechenlands Sonne Forschungsarbeiten betreiben. Der

nazi-fanatische Rudolf schwimmt, auszeichnungsbehangen,

im U-Boot von Sieg zu Sieg, ist nur irritiert, als sein Bruder

einmal nach den Menschen fragt, die Opfer seiner Kanonen

werden. Wir schreiben das fünfte Kriegsjahr: Dezember 1943.

Eigentlich wollte Hans-Helmut Decker-Voigt diesen Teil seiner

Pfarrhaus-Familiengeschichte bis 1945/46 fortsetzen.

Aber es war wie befürchtet: Der Stoff hatte ihn ein weiteres

Mal überwältigt. Der Verlag allerdings setzte Fristen: Die

Buchmesse in Leipzig sollte Erscheinungsdatum bleiben. Außerdem

eignet sich die im nächsten Jahr zu Ende gehende

Luther-Dekade, die mit den Feierlichkeiten zu 500 Jahren Reformation

kulminiert, ausgezeichnet für die Veröffentlichung

von Büchern über protestantische Befindlichkeit in politisch

wirren, widersprüchlichen Zeiten. –

Es war nicht falsch, ausgerechnet diesen Familien-Resümee-Zeitpunkt

als Abschluss zu wählen, wird sich doch im

Jahr 1944 und bis zur bedingungslosen Kapitulation des

1945er Mai noch eine Menge ereignen. Gerade für die gesellschaftliche

Schicht, in der sich der Autor bewegt. Stauffenbergs

Attentat wird die Kirchenkreise, für die Georg Wilhelm

Vogintius steht, erschüttern. Sind sie doch involviert in die

Pläne für ein „Deutschland danach“. Wir wissen, dass Decker-Voigts

Vater, oben genannter Bräutigam von Elisabeth,

dieses Engagement mit dem Leben bezahlt noch kurz vor

Kriegsende.

Aber in diesem dritten

Buch, das soeben

erschien, ist

die Pfarrhauswelt

noch in relativer

Ordnung. Sieht

man von den täglichen

Schreckensnachrichten

und

der allgegenwärtigen

Angst ab, gibt

es lichte Momente

auch in dieser

düster-braunen

Zeit. Decker-Voigt

unterzieht sich

erneut dem

Kraftakt, Familie

literarisch darzustellen

und

trotzdem dem

Anspruch verpflichtet

zu bleiben,

politisch und

gesellschaftlich

Buch III der Pfarrhaus-Saga.

Allgemeingültiges festzuhalten. Denn die

Frage ist doch: Was wird bleiben von dem,

was jeder anders sieht? „Vom Haken mit

dem Kreuz“, so der anspielungsreiche Titel,

ist das bisher beste Buch der drei vorliegenden.

Keineswegs nur, weil es in der

Region Celle – Uelzen – Hamburg spielt,

obwohl Wiedererkennungswert dem Leserinteresse

immer zuträglich ist.

Der Autor gesteht die Furcht, zu nahe

dran zu sein, gibt eine gewisse Aufregung

zu Protokoll, sich seinem Vater, den er

Professor Decker-Voigt

nicht kannte (!), auf diese Art anzunähern,

seiner Familie und allen, die deren Wege tangierten oder

kreuzten, ein Denkmal zu setzen. Es ist eine lebendige Erinnerung

geworden, ein Werk, das, weil es welthaltig ist, auch

Selbsthelferbuch sein kann. Für den Schreiber und den Leser.

Decker-Voigt bleibt der Autor der präzisen Intelligenz und

Pointiertheit; in seinen Texten hat das gepflegte Wort eine

Heimat und trotzdem wird es den jeweiligen Personen maßgeschneidert

angemessen. Und er ist der Verführer zum

Selber-Denken! Eine Eigenschaft, eine Fähigkeit, eine Bereitschaft,

die sich beklagenswert auf dem Rückzug befindet in

der Gegenwart allgemein, in der Konsumtion von Literatur

allemal.

Die besten Bücher seien die, so sagte es der französische

Philosoph Blaise Pascal schon im 17. Jahrhundert, „von denen

jeder Leser meint, er hätte sie selber machen können.“

So betrachtet, ist die Pfarrhaus-Geschichte unbedingt „bestes

Buch“. Natürlich könnten wir Leser es dennoch nicht

selber, weil wir nicht über die Dokumentenberge aus einer

Familien-Dynastie verfügen. Deshalb bleibt für uns Geschichte

immer auch nur von abstrakten Personen gemacht, weil

wir keinen Großvater hatten, der sich leidenschaftlich mühte,

predigte und schrieb gegen die braunen Machthaber. Der in

regelmäßigen Abständen zur Gestapo nach Hannover geladen

wurde und trotzdem das Leben behielt. Der Netzwerke

knüpfte für Widerstand und Aufklärung, der sich um seine

Kinder sorgte, seine Gemeinde und seine Frau, seine Dorothea.

Die er liebte, auch wenn er ihr nicht immer treu war.

Es ist ein unglaublich großes Mosaik, das der Autor legt. Es

spiegelt zehn Jahre des Makrokosmos Deutschland ab 1933

im Mikrokosmos des Pfarrhauses einer Celleschen Gemeinde.

Decker-Voigt verbündet uns Leser mit den vielen Leben, mit

deren kleinen Freuden und Ärgernissen – und mit der großen

Herausforderung, gerade in dieser Zeit Mensch zu bleiben.

Er schreibt mit jagendem Puls, gibt sein Zeitzeugnis mit genauem

Blick und filigraner wie (zu)packender Erzählkunst.

Und trotz der 650 Seiten ist es keine neurotische Hefeteigprosa,

die in den trüben Wassern der Selbstgewissheit

schwimmt und armselige Gedankensimulationen und dürftiges

Geschehen zum Großereignis aufbläst. Form und Inhalt

machen den Text zu einer Literatur, die uns Nachgeborenen

in authentischen Bildern Geschichte nahebringt. Eine regionale

Familiengeschichte in den großen historischen Abläufen

eines Landes. Dieses Deutschlands, um dessen Handeln und

seine Konsequenz zwischen 1933 und 1945 zu viele immer

noch einen Bogen zu machen versuchen. – In Russland übrigens

gehen die Vorbestellungen für die Übersetzung zahlreich

ein!

[Barbara Kaiser]

12 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


„WER SICH SELBST

UND ANDRE KENNT ...“

Ein Gesicht – aus dem 50-Millionen-Flüchtlingsheer weltweit

Hesam Asadi und seine Frau Zahra.

Wir würden uns nicht verständigen können ohne

einen Dolmetscher – verstanden aber haben wir

uns am Ende sehr wohl. Hesam Asadi, Bachelor

of Music, Künstler auf der Kamandscha, dieser persischen

Laute und an der Daf, der sanften Rahmentrommel, floh

nach einem Gefängnisaufenthalt aus dem Iran. Sieben Jahre

Odyssee liegen hinter ihm und seiner Frau Zarah, in denen

sie zuerst im Irak Schutz und Arbeit suchten, später in der

Türkei; ehe sie sich in ein Schlauchboot wagten und übers

Mittelmeer nach Griechenland kamen. Acht Monate des Hoffens

folgten dort, schließlich gelang mit gekauften Papieren

der Flug nach Deutschland. Und das nur, weil der Musiker im

Jahr 2008 ein Lied geschrieben hatte, vertonte Verse eines

bekannten Dichters seines Heimatlandes, das von der Musikgruppe

„Communards“ auf Studentendemonstrationen

gesungen wurde und dessen Anliegen – dem Namen des

Ensembles folgend – sich mit Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

zusammenfassen lässt.

Jetzt ist Hesam Asadi seit etwas mehr als einem Vierteljahr in

Uelzen. Hin und wieder darf er seine Musik vorstellen, Kunstvereinsvernissagebesucher

kennen ihn. Aber eigentlich

möchte der 34-Jährige weiter studieren, seinen Master machen,

von und mit seiner Musik und als Lehrer leben können.

Wie er es zu Hause tat, wo er auch in verschiedenen TV-Sendern

auftrat (www.youtube.com/watch?v=T6-jwDXA_cs).

Derlei Lebensläufe sind für uns, die wir viel zu oft satte und

(selbst)zufriedene Bürger sind, nicht vorstellbar. Höchstes

Maß an Aufregung gilt allenfalls lokalen Kleinigkeiten. Die

abendlichen Tagesschau-Katastrophen-Bilder über tausendfaches,

vermeintlich anonymes, weil namenloses Leid lassen

viele längst schon wieder kalt, fallen vielleicht sogar lästig.

Wir halten unseren kleinen Besitz ganz fest und schieben

fremdes Schicksal von uns. –

Hesam Asadi und seine Frau sind nach traumatischen Erfahrungen

langsam in Uelzen zur Ruhe gekommen. Dank zahlreicher

Helfer, die sich das Schimpfwort aus der rechten Ecke

– „Gutmensch“ – als Auszeichnung anheften dürfen. Die nie

auf die Idee kämen, eine Musikdarbietung mit fremdenfeindlichen

Pöbeleien zu stören wie in der Kölner Philharmonie

dem iranischen Cembalospieler Mahan Esfahani im März

widerfahren. Hesam Asadis Auftritte im Kunstverein waren

immer faszinierende Höhepunkte und Annäherung an diese

ungewohnten Klänge. Das Publikum einhellig angetan.

Mir fällt dazu als Germanistin Goethe ein: Der machte,

schon 65-jährig, die Bekanntschaft mit den Versen des persischen

Dichters Hafis. Das Ergebnis dieser Erfahrung ist

der „West-östliche Divan“, ein poetischer Dialog unter Respektierung

der existierenden Grenzen. Goethe ersetzte das

aristotelische „entweder/oder“ durch „sowohl/als auch“.

Er bezeichnete sich als „zwischen den Welten schwebend“,

sein Dichterkollege Hugo von Hofmannsthal fand für diese

Situation den schönen Begriff „doppeltblickend“.

Im Weimarer Park steht ein Hafis-Goethe-Denkmal, es wurde

im Jahr 2000 eingeweiht von den Staatspräsidenten Irans

und Deutschlands. In Schirāz, der Geburtsstadt Hafis' im iranischen

Südwesten, ist ein Zwillingsdenkmal geplant. Es sind

zwei sich gegenüber stehende große Steinstühle, die eine

gemeinsame Bodenplatte verbindet, eingemeißelt unter

anderen die Verse: „Wer sich selbst und andre kennt/ wird

auch hier erkennen:/ Orient und Okzident/ Sind nicht mehr

zu trennen.“

Hesam Asadi kennt diese Goethezeilen wahrscheinlich

(noch) nicht, denn er lernt erst seit kurzem Deutsch. Er

legte aber im Gespräch großen Wert darauf anzumerken,

dass die vielen Fremden vielleicht auch Chance sein können

für die Deutschen. Für Franzosen, Spanier, Briten, Skandinavier,

Osteuropäer. Als Künstler hätte er vor einer Vermischung

von Kulturen keine Furcht, begriffe sie zuerst als

neue Erfahrung.

Und eines weiß er sicher: So wie bisher wollte er nicht

mehr leben. In Angst vor Unterdrückung und Gewalt. Er

zeigt sich überzeugt, dass die Mehrzahl der Geflüchteten

nur Frieden sucht und eine Perspektive für ein Leben in

Würde. Ja, natürlich hat er auch Heimweh, aber ein neues

Leben hat jetzt angefangen. „Ich brauche diese Sprache,

also werde ich sie lernen“, ist der Musiker entschlossen. Er

will arbeiten in seinem Beruf und später vielleicht auch dabei

helfen, dass sich „Orient und Okzident“ näher kommen

und besser verstehen.

[Barbara Kaiser]

Auftritt zur Vernissage im Kunstverein.

www.barftgaans.de | April/Mai 2016 13


[Anzeige]

Qualifikation Erfurt 2015 Gruppe Niedersächsische Landesspiele 2013

Nationale Sommerspiele für Menschen mit

geistiger Behinderung in Hannover

Finanzielle Unterstützung für Teilnehmer gesucht

4.800 Athleten, 18 Sportarten, 1.700 Trainer, 2.200 Helfer,

500 Schiedsrichter und Mitglieder der Orga-Teams

der Sportarten, 4.000 Teilnehmer am wettbewerbsfreien

Angebot, 1.000 Familienangehörige und 5 ausländische

Delegationen sind die Zutaten für ein fröhliches Sportfest

der besonderen Art: den Special Olympics – die Nationalen

Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung im

Juni 2016 in Niedersachsen.

Bevor die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro und die

Fußball-Europa-Meisterschaft in Frankreich beginnen,

schauen wir in Deutschland auf die Special Olympics, die

vom 6. bis 10. Juni 2016 in Hannover stattfinden. Diese

Wettkämpfe sind für Athleten mit geistiger Behinderung der

sportliche Höhepunkt des Jahres und sie setzen wichtige

Impulse auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.

Mit Spannung werden deshalb auch die so genannten

„Unified-Sports-Wettbewerbe“ erwartet, in denen sich

Menschen mit und ohne Behinderung messen etwa beim

Basketball, beim Schwimmen oder beim Boccia. Auch aus

der Region Uelzen werden Sportler nach Hannover reisen:

Innerhalb der Unternehmensgruppe Leben leben haben

sich insgesamt 25 Sportler und Sportlerinnen qualifizieren

können. Sie treten in den Sparten Schwimmen, Tischtennis,

Leichtathletik, Fußball und Bowling an. Ehrenamtliche

Betreuer, die sich schon seit vielen Jahren für die Sportler

einsetzen, begleiten sie. Das Betreuerteam stammt zum

Teil aus den Reihen von Leben leben und der Lebenshilfe

Kreisvereinigung Uelzen, die auch den Delegationsleiter

Manfred Schulz stellt. Kooperationspartner in Sachen Betreuung

ist der Post SV Uelzen, dessen Behindertensportabteilung

von einem langjährigen Fachpersonaler von Leben

leben geleitet wird.

Die sportliche Qualifikation ist geschafft – doch für die Athleten

ist eine Teilnahme nur mit finanzieller Unterstützung

möglich. Denn sie und ihre Begleiter müssen die Kosten

für Anreise, Unterkunft und Verpflegung selbst tragen. Die

Stiftung Leben leben hilft, wo sie kann, doch die Mittel sind

begrenzt. Deshalb sucht die Stiftung Unterstützer, die für

die Sportler spenden möchten – auch kleine Beiträge sind

willkommen.

Sport hält fit und gesund. Er fördert das Selbstvertrauen

und verbindet Menschen aller Couleur.

Diese positiven Eigenschaften stehen

auch im Mittelpunkt des Sportkonzepts von

Special Olympics, das die individuellen Fähigkeiten

geistig behinderter Athleten berücksichtigt

und ihnen ermöglicht, an Wettbewerben

teilzunehmen. Special Olympics ist die größte,

vom Internationalen Olympischen Komitee

(IOC) offiziell anerkannte Sportbewegung für

Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Die Organisation hat heute rund 4,5

Millionen Athleten in 170 Ländern und ist auch

in Deutschland vertreten. Die Special Olympics

finden bundesweit alle zwei Jahre statt; Qualifizierungswettkämpfe

finden – wie auch zu „normalen“

Olympischen Spielen im Vorfeld statt.

Spendenkonto der Stiftung Leben leben:

Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg

BIC NOLADE21UEL,

IBAN DE87 2585 0110 0234 0000 40

Stichwort: Special Olympics 2016

14 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


VON NIPKENDEY NACH NEW YORK

Stahlbildhauer Michael Hitschold stellt auf internationaler SCOPE Art Fair 2016 aus

Drei Jahre etwa ist es her, dass Michael Hitschold die Altmark

verlassen wollte, sein damaliges Atelier in Neuekrug aufgab.

Ausgebrannt und trotz intensivstem künstlerischem

Schaffen mit wenig Anerkennung und Erfolg belohnt. Doch nun ist

er wieder da und präsentiert seine neue Schmiede auf einem alten

Resthof im altmärkischen Nipkendey. Mit viel Liebe zum Detail – und

Unterstützung aus Familie und Freundeskreis – ist aus dem verlassenen

Gemäuer eine urige Werkstatt mit viel Potenzial entstanden.

Eines der Nebengebäude – ein ehemaliger Kuhstall von etwa 1920

– beherbergt nun alle Werkzeuge und Maschinen, die ein Schmied

und Bildhauer zum Arbeiten braucht. Neben Amboss, Hammer,

Presse, Standbohrmaschine und Zange schwört Hitschold auf den

Lufthammer – damit kann er bis zu fünf Zentimeter starke Stähle

ausschmieden.

Und endlich wird der Aufwand belohnt: Ende 2015 kommt ein Anruf

aus Hamburg – der Geschäftsführer einer namhaften, international

arbeitenden Galerie schätzt Hitscholds Arbeit und besucht ihn in

Nipkendey. Schnell einigt man sich auf eine Zusammenarbeit mit

Beginn in: NEW YORK! Anfang März reist Michael Hitschold in die

USA, um die SCOPE Art Fair 2016 hautnah zu erleben. Seine eigenen

Werke, entstanden in der Altmark, in der pulsierenden Weltmetropole

zu sehen, ist etwas sehr Besonderes. Der Besuch bei einem

Künstler in SoHo und dessen Gastfreundschaft berühren ihn ebenso

wie die Herzlichkeit der Menschen in New York.

Voller Tatendrang kehrt er nach Deutschland zurück. Er freut sich

auf spannende Projekte mit interessanten Menschen – auf seinem

Hof in der Altmark und in der ganzen Welt. Dabei geht es ihm nicht

um Kommerz: Hitschold plant lieber Projekte mit Flüchtlingen und

kunsttherapeutische Projekte, die Menschen helfen.

Michael Hitschold, der seinen Lebensunterhalt als Elektriker und

Kunsttherapeut verdient, wurde 1970 in Chemnitz geboren und

wuchs ab 1985 in Coburg auf. Nach seiner Ausbildung im Bereich Metall-Gestaltung

in Dresden und Berlin, mit Zeiten an der „Akademie

der Künste“ in Berlin, folgten Studienreisen nach Italien, Spanien,

Südafrika, Namibia und Nord- und Süd-Amerika. Er war längerfristig

im Bereich Metall-Gestaltung in Dresden, Kapstadt, Berlin und Los

Angeles beschäftigt, bis er sich 2001 in der Altmark niederließ. Im

Jahr 2013 absolvierte Michael Hitschold eine Ausbildung zum Kunsttherapeuten

in Berlin. Außerdem plante und leitete er gemeinsam

mit Gerard Minnaard von der Woltersburger Mühle (PSU) und der

JVA Uelzen das Projekt „Abgeschnitten“. Ein von ihm konstruiertes

Modell legte den Grundstein für zwei Großskulpturen – eine wurde

auf dem Gelände der Woltersburger Mühle, die zweite vor dem Eingang

der JVA Uelzen aufgestellt.

Michael Hitschold ist Mitglied im Bund Bildender Künstlerinnen und

Künstler Lüneburg.

www.michael-hitschold.jimdo.com

Die ambulanten Hilfen des Vereins suchen fortlaufend:

Fachkräfte (m/w)

aus den Berufsfeldern der Sozialpädagogik,

Gesundheitspflege oder Heilerziehungspflege

[Anzeige]

Der Verein die Brücke e.V. ist

Träger psychiatrischer Einrichtungen

in den Landkreisen Lüneburg,

Lüchow-Dannenberg und Uelzen.

für Urlaubs- und Krankenvertretungen in den Landkreisen Uelzen,

Lüchow-Dannenberg und Lüneburg.

Es werden Fachkräfte gesucht, die Erfahrungen im Umgang mit Menschen

haben, die sowohl psychisch- als auch suchtkrank sein können. Neben

Eigenständigkeit und Flexibilität erfordert diese interessante Aufgabe

einen eigenen PKW.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Sonja Flecks, Tel. 0581 971 53 781.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, die Sie bitte an folgende Adresse

richten:

VEREIN DIE BRÜCKE e.V.

Dieterichstraße 26

29525 Uelzen

www.bruecke-uelzen.de

www.barftgaans.de | April/Mai 2016 15


Kurz berichtet

Der Vorsitzende von ALENA e.V.,

Edmund Bode.

Nächster Termin

Die Arbeitskreise zu den Themenfeldern „Zukunftsfähige

Heideregion“, „Vital- und Kulturregion“, „Wirtschafts-

und Bildungsregion“, „Natur- und Landschaftsräume“

sowie „Land- und Forstwirtschaftsregion“

tagen Mitte April öffentlich. Interessierte sind herzlich

eingeladen, ihre Ideen einzubringen. Der genaue Termin

wird unter www.barftgaans.de bekannt gegeben.

Weitere Infos: Landwirtschaftskammer Niedersachsen,

Bezirksstelle Uelzen: Christiane Philipps-Bauland,

Telefon 0581 8073-128, Internet: www.uelzen.de

ZUKUNFT GESTALTEN

Mit Leader-Programm die Heideregion Uelzen nachhaltig stärken

Menschen, die zusammen Ideen entwickeln und umsetzen,

sich für ihre Heimat engagieren, Projekte

auf die Beine stellen, um die Region zukunftsfähig

zu machen: Das Programm „LEADER“ ist mehr als nur ein

theoretisches Entwicklungsprogramm für ländliche Regionen.

Es ist eine Chance, Menschen vor Ort für ihre Region

zusammenzubringen.

Was macht unseren Landkreis Uelzen aus? – Was macht unsere

Region lebenswert? – Unter dem Motto „Heideregion

Uelzen – rundum gut: L(i)ebenswert! Zukunftsweisend! Natürlich!

Vital!“ versuchen verschiedenste Akteure aus allen

Bereichen Projekte zu entwickeln, um die Zukunft der Heideregion

positiv zu gestalten.

Zur LEADER-Auftaktveranstaltung kamen die Akteure zu einem

ersten Ideenaustausch zusammen, um innovative Projektideen

zu sammeln, die durch das Programm gefördert

werden können.

Was genau ist LEADER? – Klingt kompliziert, ist es aber gar

nicht: LEADER ist ein Förderinstrument der Europäischen

Union, das seit 1990 existiert. Das Förderprogramm soll die

Entwicklung von ländlichen Regionen unterstützen. Das Besondere

an LEADER ist, dass nicht nur Städte und Gemeinden

an der Entwicklung der Region mitarbeiten, sondern

sich auch Wirtschafts- und Sozialpartner sowie Bürger engagieren.

Das Ziel ist, die eigene Heimat zu stärken, Menschen

vor Ort zusammenzubringen und den Austausch und die

Vernetzung zu fördern. Dabei sollen die Bürger aktiv mitwirken

– an LEADER-Projekten sollen sich alle Akteure einer Region

beteiligen. Es geht vor allem darum, die Lebensqualität

im ländlichen Raum durch die Projekte zu steigern.

Viele Akteure aus allen Bereichen haben sich im vergangenen

Jahr auf Handlungsfelder verständigt, die die Richtschnur

für Projekte sein sollen:

1. Zukunftsfähige Heideregion

2. Vital- und Kulturregion

3. Wirtschaftsregion

4. Bildungsregion

5. Natur- und Landschaftsräume

6. Land- und Forstwirtschaftsregion.

Aus diesen Handlungsfeldern wurden konkrete Ziele abgeleitet:

Unter anderem sollen das Gemeinschaftsleben gestärkt

und eine nachhaltige Versorgung geschaffen werden.

Gegebenenfalls ist ein Ausbau des Tourismus- und Kulturangebotes

angedacht. Der regionalen Wirtschaft sollen neue

Chancen eröffnet werden, um die Wirtschaftskraft von morgen

zu stärken. Ein wesentlicher Punkt ist die Verbindung

von wirtschaftlicher Nutzung und naturnaher Erholung sowie

der Schutz der Naturräume.

Rund 2,4 Millionen Euro fließen bis 2020 für die Umsetzung

des „Regionalen Entwicklungskonzeptes“ in die Region.

Die sogenannte „Lokale Aktionsgruppe (LAG)“ kann aus

diesem Budget innovative Projekte fördern. Um Projekte

fördern lassen zu können, müssen bestimmte Kriterien

erfüllt sein: langfristige Tragfähigkeit, Chancengleichheit,

überregionaler Charakter, Vernetzung, regionaler Bezug

und Modellcharakter. Jeder kann ein Projekt einreichen:

Kommunen, Privatpersonen, Vereine und Verbände. Die

maximale Förderhöhe beträgt 120.000 Euro. Öffentliche

Antragsteller erhalten eine maximale Förderung von 60

Prozent; es müssen 40 Prozent Eigenmittel eingebracht

werden. Ein privater Antragsteller braucht eine öffentliche

Ko-Finanzierung. Je besser sich ein Projekt ins „Regionale

Entwicklungskonzept“ einordnen lässt, desto besser ist die

Chance auf eine entsprechende Förderung. Erste Ideen für

ein Projekt sollten der Lokalen Aktionsgruppe vorgestellt

werden. Ein wichtiger Punkt ist dabei, ob die Ko-Finanzierung

geklärt ist. Die Fördermittel können erst nach Erbringung

der Verwendungsnachweise ausgezahlt werden.

In der vergangenen Förderperiode konnte das Handwerksmuseum

Suhlendorf von einer LEADER-Förderungen profitieren.

So konnte das „Lütt Huus“ auf dem Gelände ausgebaut

werden. Heute beherbergt das Haus die Tierarztpraxis

und einen Schulungsraum. Auch das Backhaus konnte erweitert

werden. Im nächsten Schritt soll im Museum Barrierefreiheit

hergestellt werden. Das Museum habe von der

Umsetzung der Projekte enorm profitiert, erklärte Christian

Niemann, 1. Vorsitzender des Museumsvereins Suhlendorf

e.V. Die Besucherzahlen haben sich seit der Umgestaltung

positiv entwickelt.

Wer ein Projekt umsetzen möchte oder sich über die Möglichkeiten

und Kriterien informieren möchte, sollte sich an

das Regionalmanagement bei der Landwirtschaftskammer

Niedersachsen, Bezirksstelle Uelzen wenden: Christiane Philipps-Bauland,

Telefon 0581 8073-128. Das REK gibt es zum

Download unter www.uelzen.de

[Lütke]

16 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


Themen

ALENA UNTERWEGS

Tagestour nach Wangelin und Gnevsdorf

ALENA e. V. lädt am Samstag, 23. April, zur Tagestour

nach Wangelin und Gnevsdorf ein. Dort besuchen wir

den Verein zur Förderung ökologisch-ökonomisch angemessener

Lebensverhältnisse westlich des Plauer Sees e.

V., der aus einer Bürgerinitiative entstanden ist. Die Arbeit

des Vereins dient dem Erhalt und dem Ausbau der Lebensfähigkeit

der Region westlich des Plauer Sees. Um dieses Ziel

zu erreichen, stellt der Verein attraktive regionale Projekte

auf die Beine. Zwei davon, den Wangeliner Garten und das

Lehmmuseum in Gnevsdorf, wollen wir auf unserem Ausflug

kennenlernen.

Der Wangeliner Kräutergarten ist der größte Kräutergarten

Mecklenburg-Vorpommerns. Hier haben alte und neue Heilkräuter

eine Heimat. Neben Duftpflanzen können Besucher

des Gartens auch „Zauber- und Trickpflanzen“ sowie einen

traditionellen Bauerngarten entdecken. Getragen wird die

Anlage vom gemeinnützigen Förderverein, sie wurde bereits

Anfang der 1990er Jahre angelegt. Seitdem ist der Wangeliner

Garten gewachsen und gediehen. Inzwischen gibt es

ein Gartencafé und es finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen

auf dem Gelände statt.

Im Anschluss besuchen wir das einzige Lehmmuseum in

Deutschland. Die Gegend um den Plauer See ist bekannt

für die große Dichte unterschiedlicher Lehmbauten und

Lehmöfen. Im Museum in Gnevsdorf können Sie mehr über

die Entstehungsgeschichte, Nutzung und Verwendung von

Lehm erfahren. Mit dem Besuch der erfolgreichen Projekte

möchten wir Ihnen Gelegenheit zu Erfahrungsaustausch und

Inspiration bieten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Bitte melden Sie sich

schriftlich bis Sonntag, 10. April, an: ALENA e. V., Woltersburger

Mühle 1, 29525 Uelzen oder info@alena-uelzen.de. Die

Fahrt ist kostenfrei. Vor Ort sind das „Spätfrühstück“ und

Kaffee und Kuchen am Nachmittag selbst zu zahlen. Rückfragen

unter 0581 971570-60. Die Abfahrt ist für Samstag, 23.

April, um 7 Uhr, ab Hammersteinparkplatz Uelzen, geplant.

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Mai

Donnerstag, 5. Mai, ab 11 Uhr:

Frühshoppen und Live-Musik

zum „Vatertag“

Sonntag, 8. Mai:

„Lunch zum Muttertag“*

Ab Dienstag, 9. Mai:

Monatskarte „Spargel“

Sonntag, 15. Mai,

und Montag, 16. Mai:

„Pfingstmenü mit Spargel“*

Juni

Sonntag, 5. Juni, 10–14 Uhr:

Sonntagsbrunch*„Spargel“

Ab Montag, 6. Juni:

Monatskarte „Matjes“

Wochenende, 11.–12. Juni:

Ökologische Markttage an

der Woltersburger Mühle

Samstag, 18. Juni:

Mühlenfest in Bohlsen

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FITNESS-TRAINING MAL ANDERS

Workouts für Kraft, Ausdauer und Figur in freier Natur

Ein Selbsterfahrungsbericht

von Sandra Hoffmann

Um fit zu bleiben oder zu werden, kann man im Gerätepark eines

Fitnessstudios jeden einzelnen Muskel trainieren. Das macht

schlank, gesund und muskulös. Prima Sache, aber heute habe ich

gar keine Lust auf Studio-Atmosphäre. Auf Cardio-Bereich, Gerätetraining

und gebrauchte Luft. Der ideale Zeitpunkt also, ein

neues Angebot auszuprobieren: den „inmotion Outdoor-Zirkel“,

ein Kraft- und Ausdauertraining in freier Natur.

Der Uelzener Personal Trainer Andre Krohne bietet dieses Fitnessprogramm

an und lädt zum Probetraining am Oldenstädter See

ein. Die Idee, mich an frischer Luft zu bewegen und die Natur

quasi als Fitnessgerät zu nutzen, gefällt mir. Also treffe ich mich

mit einigen Gleichgesinnten am See, um den Outdoor-Zirkel zu

testen.

Dort empfängt uns Andre Krohne, vielfach zertifizierter Trainer

und Inhaber von inmotion – personal coaching & training. Wir

werden acht verschiedene Stationen durchlaufen, die er uns im

Vorfeld einzeln erläutert. Für manche Übungen benötigen wir

weiter nichts als unser eigenes Körpergewicht. Hier und da kommen

Kleingeräte wie ein Medizinball zum Einsatz oder schlicht

Dinge vom Waldboden, wie ein Ast.

Nachdem wir uns aufgewärmt haben, starten wir voller Elan in

die erste Runde. Die Übungen sind auf viele schnelle Wiederholungen

mit hoher Intensität ausgelegt, die diese Art von funktionellem

Training so effektiv machen. Zwischen den Stationen haben

wir jeweils eine Minute Pause zum Durchpusten. Der Parcour

ist sehr einfallsreich aufgebaut und vielseitig. Das verspricht Abwechslung

für weitere Trainingseinheiten. Nach der ersten Runde

– wir haben jetzt die acht Stationen einmal komplett durchlaufen

– machen wir zwei Minuten Pause und trinken etwas. Die

erste „Halbzeit“ fiel mir recht leicht und machte viel Spaß. Ab Mitte

des zweiten Durchlaufes spüre ich Erschöpfung und denke,

dass sich meine Fitness mit weiteren Trainings verbessern würde.

Am Ende des Zirkeltrainings und nach dem abschließenden

Cool-down bin ich erschöpft und zufrieden. Ich bin froh, dass ich

mich auf dieses Abenteuer eingelassen habe. Den anderen geht

es ähnlich, vielleicht sehen wir uns hier beim nächsten Mal sogar

wieder. Für Frischluft-Junkies wie mich, Freizeitsportler, Ambitionierte

und Anfänger lohnt sich das Probetraining an der frischen

Luft. Ich kann es nur empfehlen und werde es ganz sicher wieder

tun.

Für alle, die dabei bleiben und sich anmelden, hält Andre Krohne

einfach umsetzbare Trainingstipps für den Alltag bereit. Das

Angebot beinhaltet auch ein Ernährungscoaching, das unsere

Ernährungsgewohnheiten nach und nach optimieren kann.

Wer Lust auf das Frischluft-Training am See hat, kann sich

auf www.inmotion-personal-training.de oder telefonisch anmelden:

0170 44 67 710 – oder einfach vorbeikommen. Es ist

sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene geeignet. Die

Termine sowie weitere Infos zu den Angeboten und zu Andre

Krohne gibt es auf der Webseite.

steht für:

- klassisches Personal Training mit Fokus im Outdoor-Bereich

- betriebliche Gesundheitsvorsorge

- Outdoor-Zirkeltraining in Kleingruppen:

ab 9. April samstags von 11 bis 12 Uhr am Oldenstädter See

Andre Krohne

Oldenstädter Straße 41

29525 Uelzen

Mail: info@inmotion-personal-training.de

Mobil: 01 70 - 4 46 77 10


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Vom kleinen Bierverlag zum modernen Fachgroßhändler:

Seit mehr als 65 Jahren ist der inhabergeführte Familienbetrieb

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Erfrischungstrends sowie Ihr starker Partner für Feiern und

Gastronomie – und seit Anfang des Jahres auch für den

Landkreis Uelzen, an der Straße „Neu Ripdorf“ (ehemals

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www.barftgaans.de | April/Mai 2016 19


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des Rasens geht, sollten Gartenliebhaber keine Kompromisse

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20 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


RADURLAUB MIT PRÄDIKAT

Niedersächsisches Wirtschaftsministerium und ADFC zeichnen die

Heideregion Uelzen als „RadReiseRegion“ aus

Im Rahmen der Internationalen Tourismus Börse Berlin

(ITB), der weltweit größten Tourismusmesse, zeichneten

Daniela Behrens, Staatssekretärin im Niedersächsischen

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, und

Raimund Jennert, stellvertretender Bundesgeschäftsführer

des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) heute die

Heideregion Uelzen als erste und einzige „RadReiseRegion“

Niedersachsens aus.

Für die beiden Kreistouristiker Jürgen Clauß und Peter Gerlach

geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Gemeinsam

mit vielen weiteren Akteuren hatten sie sich über

mehrere Jahre dafür eingesetzt, die Voraussetzungen für

das im Radtourismus so wichtige Qualitätssiegel zu schaffen.

Das mit einer Laufzeit von drei Jahren versehene Zertifikat

„ADFC-RadReiseRegion“ basiert auf einem umfangreichen

Kriterienkatalog. Dabei wurden elf der 36 Radrouten

aus dem rund 1.000 km langen Wegenetz des Landkreises

kilometergenau hinsichtlich ihrer Sicherheit, Attraktivität,

Wegbeschaffenheit und Ausschilderung untersucht. Zusätzlich

wurden die touristischen Dienstleistungen wie Gastronomie,

Übernachtungs- und Serviceangebote entlang des

Weges bewertet. Die Vermarktung der Angebote und die

Anbindung mit Bus und Bahn spielten bei der Beurteilung

ebenfalls eine Rolle. Insgesamt belegt das Zertifikat als „AD-

FC-RadReiseRegion“ eine sehr hohe Qualität des Radangebotes.

Nach zwei Testgebieten, in denen die Kriterien entwickelt

wurden, konnten erst vier Feriengebiete (zwei davon

in Österreich) die Anforderungen erfüllen.

„Die Auszeichnung ist für uns eine Ehre“, so Jürgen Clauß,

Geschäftsführer der HeideRegion Uelzen, der sich vor allem

beim Land Niedersachsen für die finanzielle Unterstützung

bei der Zertifizierung bedankte. Ein weiterer Dank ging an

die ehrenamtlichen Radwegpaten, die AuBe-Tourismusberatung

als beauftragtes Planungsbüro und an die Mitarbeiter

der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf für die organisatorische

Unterstützung. „Das Zertifikat als RadReiseRegion“ bestätigt,

dass man rings um die Heidestädte Uelzen und Bad

Bevensen besonders gut Rad fahren kann und stellt uns in

eine Reihe mit den wichtigsten Rad-Destinationen Deutschlands.

Bereits jetzt verzeichnen wir ein wachsendes Interesse

an unseren Radangeboten, zuletzt bei der Radreisemesse

in Hamburg und bei Zeitungswerbung in Nordrhein-Westfalen.

Als nun anerkannte RadReiseRegion werden wir uns

jedoch nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern unser

Qualitätsangebot weiter ausbauen“, so Clauß. Die Pflege

und die weitere Entwicklung der radtouristischen Angebote

gehören ebenfalls zu den Dingen, die der ADFC bei einer

„RadReiseRegion“ voraussetzt.

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www.barftgaans.de | April/Mai 2016 21


„DEMOKRATIE IST KOMPROMISS“

Eine Sitzungswoche mit Sozialdemokratin Kirsten Lühmann

Die Presse will ein Statement. Ungeduldig tippt Kirsten

Lühmann die letzten Änderungen ihrer Pressemeldung

zum Bundesverkehrswegeplan in den Computer.

Das Telefon klingelt, gleich geht es in den Ausschuss.

Schnell noch ein Biss vom Brötchen, Tasche schnappen und

raus. Die Mitarbeiter ihres Teams rufen sich die letzten Fakten

des Planes zu, der O-Ton muss raus. Die Zeitungen, das

Radio: Alle wollen etwas. – Der ganz normale Wahnsinn in

der Sitzungswoche eben.

Seit 2009 sitzt Lühmann für die SPD im Bundestag, seit 2014

ist sie verkehrspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Die Veröffentlichung

des Bundesverkehrswegeplanes ist ein wichtiger

Tag für die Republik: Welche Straßen, Schienen- und

Wasserwege werden gebaut, welche geplant? Welche sind

weniger wichtig? Es geht um Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen

in den kommenden 15 Jahren. – Die große Verkehrs-

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Kirsten Lühmann führt Schüler aus Hermannsburg durch den Reichstag.

politik. Und jede dieser Maßnahmen hat Auswirkungen auf

das Leben aller Bürger.

Ich, Bürger, darf mal hinein. Dort, wo unsere Zukunft gestaltet

wird. Drei Tage lang bin ich Kirsten Lühmann im Bundestag

auf den Fersen, ein Termin jagt den nächsten. Kaum

Pausen, mal Zeit durchzuatmen, die Akten zu lesen oder zu

telefonieren. Auf dem großen Schreibtisch stapeln sich die

dicken, roten Papphefter. Lesestoff für den Abend, lacht die

SPD-Abgeordnete. Wenn der „normale“ Arbeitstag vorüber

ist, so gegen 22.30 Uhr.

Mindestens 22 Wochen im Jahr sind die 630 Abgeordneten

in Berlin, in der Sitzungswoche herrscht Anwesenheitspflicht.

Der Terminkalender ist ein buntes Durcheinander

von Besprechungen, Sitzungen, Debatten und anderen Veranstaltungen.

Ich lerne: Parlamentarier brauchen Sitzfleisch

22 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


Themen

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Der Bundestag: ein Labyrinth von Gängen und Treppen.

Inschriften von russischen Soldaten, beim Umbau entdeckt.

und Ausdauer. Die Arbeitstage in Berlin beginnen

früh, erste Termine ab 7.30 Uhr. Nicht so einfach für

die bekennende Langschläferin Lühmann. Disziplin

gehört zum Abgeordnetendasein dazu. Man muss

diese Aufgabe auch wirklich annehmen, mit Herzblut

dabei sein, sagt Lühmann. Warum macht man diesen

Job? – Volksvertreter? „Mir macht es Spaß, etwas zu

bewegen, mitzugestalten.“

Sie sei hineingerutscht in die Politik. Lühmann ist von

Beruf Polizistin. Auch mit drei Töchtern wollte sie weiterarbeiten.

Ein Problem, das viele Familien kennen:

Es war schwierig, einen Kita-Platz zu bekommen. Also

rein in die Politik, etwas verändern: Lühmann ging in

den Gemeinderat und engagierte sich. Später fragte

Peter Struck, ehemaliger Verteidigungsminister und

langjähriger Abgeordneter des Wahlkreises Uelzen/

Celle, ob sie nicht für den Wahlkreis kandidieren wolle,

als seine Nachfolgerin. „Man muss im richtigen

Moment den Mut haben, eine Chance zu ergreifen“,

sagt Lühmann lächelnd.

Rein in die Arbeitsgruppe „Verkehr und digitale Infrastruktur“.

Dort sitzen SPD-Abgeordnete aus allen

Bundesländern und reden über Gesetzesinitiativen

oder den Stand der Beratungen. „Was wollen wir

der Bundesregierung mitgeben?“, heißt es oft in diesem

Gremium. – Positionen und Strategien werden

besprochen, Standpunkte beschlossen. Es geht um

komplizierte Sachverhalte, Fachfragen und darum,

welche Ebene – Bund oder Europa – zuständig ist.

Das „Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz“ wird

diskutiert – ein Wortungetüm. Man fragt sich: ja, was

betrifft mich denn sowas? – Ja, das betrifft jeden von

uns. Geht es doch schließlich um die Aus- und Weiterbildung

von Lkw-Fahrern, die auch auf unseren Straßen

im Landkreis unterwegs sind.

AfD? Haben die Politiker noch einen Draht zu ihrem Volk? Die Antworten fallen

nicht leicht.

Um 18 Uhr, nach ihrem Sitzungsmarathon bei der Deutschen Bahn, versucht

Kirsten Lühmann Antworten zu geben. Schüler der Oberschule in Herrmannsburg

sind zu Gast im Bundestag. Lühmann wird sie zwei Stunden durch den

Reichstag führen. – Auch wenn die Aktenberge auf dem Schreibtisch warten.

Sie nimmt sich Zeit, beantwortet Fragen und versucht, den Schülern einen

Eindruck von ihrer Arbeit als Abgeordnete zu vermitteln. Neugierig wird

nach der Bundeskanzlerin, aber auch nach dem Bundesverkehrswegeplan

gefragt. „Sie entscheiden darüber mit, ob bei uns eine

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Seit vielen Jahrzehnten besteht die Veerßer Baumschule an der Celler

Straße 28 in Uelzen und hat sich bis heute zur Qualitätsgärtnerei entwickelt.

Hier wird aufgezogen und verkauft. Eine gute Beratung, die richtige

Erde, Düngung oder auch der Pflanzenschutz sind wichtige Beratungsthemen.

Mit der Dauergrabpflege, die seit 16 Jahren zu den Leistungen

gehört, gehen Tätigkeiten wie die Bepflanzung zur jeweiligen Saison

einher. Diese und auch die Pflanzen für den Bereich Garten- und Landschaftsbau

werden hier koordiniert.

Das Frühjahr weckt bei Groß und Klein die Lust, sich mit frischem Grün

und bunten Blühern zu umgeben. „Wir freuen uns darauf, unsere Kunden

wieder zu sehen und auch gerne neue, die diese Lust mit uns teilen.“, sagen

Ilka Krause, Meike Markwitz und Anke Schubert. Sie sind seit vielen

Jahren Teil eines starken, heute sechzehnköpfigen, Teams und die ersten

Ansprechpartnerinnen in Beratung und Verkauf.

Hektisch wird es wieder am Nachmittag – die Fraktionen

treffen sich zu ihren Sitzungen. Die Presse lauert

auf Statements: Die Landtagswahlen am Sonntag

mit ernüchternden Ergebnissen bei SPD und CDU sind

noch immer die Themen. Welche Konsequenzen ziehen

die Parteien aus dem starken Abschneiden der

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www.barftgaans.de | April/Mai 2016 23


Sitzung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Straße gebaut wird?“, will eine Schülerin wissen. „Solche

Termine machen mir Spaß“, sagt Lühmann und man glaubt

ihr das. Mit einfachen Erklärungen und interessanten Details

zum Reichstag macht sie die Schüler neugierig. So erfahren

sie, dass es einen Gebetsraum für alle Konfessionen gibt, wo

Abgeordnete kleine Andachten halten. Und die Planer des

„neuen“, umgebauten Reichstages haben an alles gedacht:

So stehen in den Gängen heute Telefonzellen(!). Warum?

Der neue Reichstag wurde 1990 geplant – an Handys hat zu

dieser Zeit einfach noch keiner gedacht.

Großer Tag für alle Verkehrspolitiker: Der Bundesverkehrswegeplan

wird veröffentlicht. Morgens tagt der Ausschuss

für „Verkehr und digitale Infrastruktur“. Die Abgeordneten

aller Parteien beraten künftige Projekte, Verkehrsprognosen,

den künftigen Bahnverkehr. Sie debattieren darüber,

wie das künftige Bahnnetz aussehen könnte. – Und auch

Stuttgart 21 steht wieder in der Diskussion. Mit jedem kleinen

Detail von Bahnhöfen müssen sich die Abgeordneten

auseinandersetzen: Wie viel Gefälle darf ein Bahnhof haben?

Ab wie viel Prozent Gefälle wird es gefährlich, beispielsweise

für Kinderwagen oder Rollstühle, die plötzlich losrollen

könnten? – Experten werden gehört und geben ihre Einschätzungen

ab. Im Ausschuss geht es ums Eingemachte.

Hier finden die eigentliche parlamentarische Arbeit und

die Debatten statt; hier wird um einen Kompromiss gerungen.

Mühsam. Der demokratische Prozess ist zäh, es geht

um das Machbare. Demokratie ist kein „Wünsch-Dir-Was.“

– Und unter diesem „Motto“ wird Alexander Dobrindt, Verkehrsminister,

später auch den Bundesverkehrswegeplan

vorstellen. Das Mögliche und das Sinnvolle, nach Abwägung

von Kosten und Nutzen. Und das Erreichte positiv darstellen:

„Wir investieren in den Erhalt der Bestandsstrecken und

stärken die gesamte Infrastruktur.“

Zwischen den einzelnen Terminen gibt es immer wieder

kurze Abstimmungen mit dem Team – wer muss angerufen

werden? Was steht an? – „Ohne meine Mitarbeiter würde

hier gar nichts laufen“, betont Lühmann. Sie sind die Puffer,

sie nehmen Dampf raus. Sie bereiten fachliche Themen

und Fragestellungen so auf, dass Lühmann umfassende

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Erinnerung an den Reichstagsbrand: Durch diesen Tunnel kamen vermutlich

die Täter, die den Brand gelegt haben.

24 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


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Der Bundestag hat ein eigenes Postamt.

Infos dazu auf einen Blick erhält. Der nächste Termin: Vertreter der Güterverkehrspolizei-Gewerkschaft.

Lühmann nimmt sich Zeit, hört zu. Gemeinsam

versuchen sie, das Anliegen der Gewerkschaft auf den Weg zu bringen. Mit

Fingerspitzengefühl und der richtigen Strategie soll auch Verkehrsminister

Dobrindt überzeugt werden. Politik ist Verhandeln auf Augenhöhe: Wo liegt

das Problem? Was wollen wir erreichen? Und was müssen wir anbieten, um

dahin zu kommen?

Die Abgeordneten, die ich in Berlin erlebt habe, machen es sich nicht leicht.

Sie ringen um die beste Lösung, wägen ab, diskutieren. Sie treffen Entscheidungen

für unser aller Zusammenleben und doch glauben viele Menschen,

diese Politiker hätten mit ihrem Leben nichts mehr zu tun. Wer sind eigentlich

die Menschen, die im Bundestag für uns entscheiden? Weiß ich, wofür mein

Abgeordneter steht, wofür er eintritt? – Da hilft nur eins: fragen Sie sie! „Wir

müssen unsere Politik noch mehr erklären, überhaupt mit den Menschen ins

Gespräch kommen“, sagt Lühmann. „Ich erwarte, aber auch, dass man uns

fragt, warum habt ihr so oder so entschieden. Geben Sie uns die Chance, ins

Gespräch zu kommen. Wir wollen wissen, was die Menschen bewegt.“

Die Bürger sollten Entscheidungen in Frage stellen, sich informieren. Demokratie

sei immer ein Ausgleich von Interessen und am Ende stehe ein Kompromiss,

mit dem alle Seiten leben können. „Das Wesen der Demokratie ist der

Kompromiss“ – so brachte es Willy Brandt auf den Punkt.

Dass am Ende nicht immer alle einverstanden sind, gehöre auch dazu. „Ich

stehe zu meinen Entscheidungen. Konflikte muss man aushalten.“ Und die

SPD? – Lühmann macht ein Gesicht, als hätte sie auf eine Zitrone gebissen. –

Wo fängt man an? Die Partei verkaufe ihre Erfolge nicht gut. Eine Erklärung.

Die Sozialpolitik, Hartz IV. Dabei habe die SPD auch gute Sachen umgesetzt,

die Rente mit 63. „Wir müssen die Menschen wieder mitnehmen.“ Ob das

reicht, um das Vertrauen der SPD-Wähler, die der Partei den Rücken gekehrt

haben, zurückzugewinnen?

„Dem deutschen Volke“: So steht es in großen Lettern seit 1916 am Westportal

des Reichstages, oder wie es ein Kunstwerk im Gebäude zeitgemäß ausdrückt

„der Bevölkerung“. Das ist Ihr Reichstagsgebäude, liebe Leser, Ihr Bundestag.

Das sind Ihre gewählten Vertreter, die für Sie Entscheidungen treffen. Mischen

Sie sich ein! Gehen Sie zu den Bürgersprechstunden der Abgeordneten.

Diskutieren Sie, ringen Sie zusammen mit anderen um die besten Ideen und

Lösungen. Die Demokratie braucht jeden von uns.

[Lütke]

www.barftgaans.de | April/Mai 2016


Aktuelles

DIE MASCHEN DER BETRÜGER

Infos und Tipps: Seniorenpräventionstag im Rathaus Uelzen

Bei einigen Senioren klingelt der falsche „Gas-Wasser-Installateur“,

andere werden von falschen „Enkeln“

um ihr Geld betrogen: Vor allem Senioren

werden immer wieder vermehrt Opfer von gemeinen Betrugsmaschen.

Steigende Kriminalitätsraten und die Angst

vor einem Einbruch sorgen dafür, dass sich viele ältere Menschen

in den eigenen vier Wänden nicht mehr wohlfühlen.

Vor allem Alleinstehende sorgen sich, im Ernstfall hilflos zu

sein und so ein leichtes Opfer für Einbrecher und Trickbetrüger

zu werden. Eine Angst, die begründet ist. So hat in Uelzen

die Zahl der Wohnungseinbrüche zugenommen: von 185

Fällen in 2014 auf 228 Fälle in 2015.

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Unter dem Motto „Aufklärung – Vorbeugung – Sicherheit

im Alltag“ laden der Präventionsrat des Landkreises Uelzen

und die Polizei Uelzen zum 7. Seniorenpräventionstag am

Donnerstag, 26. Mai, von 13 bis 17 Uhr, ins Rathaus Uelzen

ein. „Es ist wichtig, gerade die älteren Menschen aufzuklären,

welche Gefahren im Alltag – durch Betrug, Diebstahl

oder aber auch im Straßenverkehr durch nachlassende Reaktionen

– lauern“, erklärt Silke Munstermann von der Polizei

Uelzen. Aus diesem Grund hat die Polizei Uelzen 2004

so genannte Seniorensicherheitsberater ausgebildet, die in

Vereinen, Verbänden sowie anderen Gruppen die Mitglieder

für Gefahren und Risiken sensibilisieren sollen. „Die Seniorensicherheitsberater

können die älteren Menschen leichter

erreichen und informieren“, weiß Munstermann.

Der Seniorenpräventionstag wird um 13 Uhr von Uelzens

Bürgermeister Jürgen Markwardt sowie Dieter Klingforth,

Leiter des Polizeikommissariates Uelzen, eröffnet. Um

13.30 Uhr wird ein Vertreter des Landeskriminalamts Niedersachsen

einen Vortrag zum Thema „Ist mein Haus/meine

Wohnung vor Einbruch geschützt?" halten; dazu wird es

hilfreiche Tipps zu Möglichkeiten der Einbruchssicherung

geben. Ab 15 Uhr gibt das Präventionsteam der Bundespolizeiinspektion

Bremen anhand einer praktischen Vorführung

Tipps, wie man einen Diebstahl verhindert.

Mitarbeiter der Volksbank Uelzen-Salzwedel werden an

ihrem Informationsstand zeigen, wie man Falschgeld erkennt,

denn auch in Uelzen werden immer wieder „Blüten“

entdeckt. „Viele Senioren sind unsicher, denn es ist wirklich

nicht einfach, eine Blüte zu erkennen“, sagt Silke Munstermann.

Gerade die neuen 20er- und 5er-Scheine sorgen für

Verunsicherung.

Gerade ältere Menschen sind für Diebe leichte Opfer – auch,

da sie oftmals große Geldbeträge in bar bei sich tragen. „Täter

beobachten sie, wenn sie aus der Bank kommen oder sie

versuchen durch Anrufe, wie bei dem bekannten Enkel-Trick,

an das Geld zu kommen“, so Mustermann. Senioren sollten

immer misstrauisch sein, wenn sie einen solchen Anruf bekommen

und nicht einfach so einem Fremden die Tür öffnen.

„Es ist am besten, einen Sicherheitsriegel oder -kette zu verwenden,

um den Tätern den Eintritt in Haus oder Wohnung

zu erschweren.“ Dazu sollte man keine großen Geldbeträge

im Haus haben, die zur leichten Beute werden könnten. „Es

gilt, die Sicherheitstechnik zu verbessern, um die Täter abzuhalten.

Gelangt der Täter nämlich nach fünf bis acht Minuten

nicht an sein Ziel, gibt er meistens auf“, weiß Munstermann.

Die Haustür stellt dabei eine wichtige Barriere dar. Es gibt

die Türen in verschiedenen Widerstandsklassen. Beim Kauf

sollte auf ein Modell mit besonders hoher Schutzklasse geachtet

werden. Doch ist der Einbau einer neuen Tür nicht immer

eine Option, schon gar nicht in Mietwohnungen. In solchen

Fällen kann mit einem Balkenschloss die Sicherheit der

Wohnungstür erhöht werden. Zusätzlich zu den Türen stellen

die Fenster eine Schwachstelle für einen Einbruch dar.

Mehr als die Hälfte aller Einbrüche erfolgt über Fenster. Das

gilt insbesondere dann, wenn die Wohnung im Erdgeschoss

liegt. Die Installation einbruchssicherer Rollläden kann hier

für Sicherheit sorgen. Darüber informiert ausführlich der

Vortrag des Landeskriminalamtes.

Zahlreiche Info-Stände informieren zu sicherheitsrelevanten

Themen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen Seh-, Hörund

Reaktionstest durchführen zu lassen oder den Blutzuckerspiegel

zu messen. Die Veranstaltung im Rathaus ist kostenlos.

Im Foyer wird Kaffee und Kuchen für die Besucher

gereicht.[Lütke]

26 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


ENGAGEMENT UND HALTUNG

Fernsehpreisgewinner Michel Abdollahi in Uelzen

„Ich bin Muslim. Was wollen Sie wissen?“

– Mit seinen Reportereinsätzen

für das NDR Kulturjournal sorgt

Michel Abdollahi immer wieder für

Aufsehen. Für diese Straßenaktionen

und für seine Reportage „Im Nazidorf“

wurde er in der Kategorie „Beste

Persönliche Leistung Information:

Engagement und Haltung“ mit dem

deutschen Fernsehpreis 2016 ausgezeichnet.

Für die Reportage lebte er

vier Wochen im mecklenburgischen

Jamel, einem Dorf, das seit Jahren

wegen seiner Neonazis immer wieder

in den Schlagzeilen steht. Dort

versuchte er, mit den Bewohnern ins

Gespräch zu kommen und setzte ein

Zeichen gegen Vorurteile und Hetze

gegen Ausländer.

Das Uelzener Bündnis gegen Rechts

hat Michel Abdollahi nach Uelzen eingeladen.

Am Mittwoch, 18 Mai, um

19.30 Uhr wird der gebürtige Iraner

im Central Theater Uelzen von seinen

Begegnungen in Jamel persönlich

zu berichten. Zudem informiert das

Uelzener Bündnis gegen Rechts über

rechtsextreme Aktivitäten in Uelzen.

Am Sonntag, 8 Mai, lädt das Uelzener

Bündnis gegen Rechts zum antifaschistischen

Stadtrundgang ein. „Wege

gegen das Vergessen – Uelzen im Nationalsozialismus“.

Mit diesem Stadtrundgang

möchten die Initiatoren an

die Schicksale jener Menschen erinnern,

die in Uelzen durch Leid und Verfolgung

gegangen sind. Dazu werden

die Orte im Innenstadtgebiet besucht

und über die Uelzener Geschichte

berichtet. Diesen besonderen „Stadtrundgang“

gibt es auch als Buch und

ist an diesem Tag erhältlich. Kontakt

zum Uelzener Bündnis gegen Rechts:

kontakt@uelzen-gegen-rechts.net

Michel Abdollahi

Termine

Foto: Janick Zebrowsk

Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr

„Wege gegen das Vergessen – Uelzen im

Nationalsozialismus“: Antifaschistischer

Stadtrundgang. Treffpunkt ist der Gedenkstein

für Hauptmann Erich Marquardt,

Parkplatz Am Taterhof.

Mittwoch, 18. Mai, 19.30 Uhr

Fernsehpreisgewinner Michel Abdollahi

zu Gast im Central Theater Uelzen.

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EINSAME INSELN für

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DAS ERWÄRMT

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wir für alle Bad-Wünsche eine

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April/Mai 2016 27


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PIKANT ...

Probieren Sie doch mal eine ausgefallene

Salat-Variante: Pikanter Erdbeersalat

mit Mozzarella.

250 Gramm Erdbeeren

50 Gramm Rauke

125 Gramm Mozzarella

1 Bund Basilikumm

1 Orange

4 EL Orangensaft

2 EL Weißer Aceto Balsamico

Salz, Pfeffer

1 TL Zucker

2 EL Olivenöl

Erdbeeren waschen und halbieren.

Rauke putzen und zerschneiden. Mozzarella

in Stücke schneiden. Vom Basilikum

die Blätter abzupfen. Orange

schälen, Filets herausschneiden Mit

den anderen Zutaten in einer Schüssel

mischen. Orangensaft mit weißem

Aceto balsamico, Salz, Pfeffer, Zucker

und Olivenöl verquirlen. Sauce und

Salat vermischen und servieren.

GUTES AUS DER REGION

Wenn heimisches Obst und Gemüse Saison hat, stammt das Angebot in

den meisten Fällen aus der Region. Der Weg vom Acker zum Supermarkt

oder Markstand ist deshalb entsprechend kurz. Das garantiert

optimale Frische und oft einen besseren Geschmack, vor allem bei leicht verderblichem

Obst. Denn viele Früchte wie Erdbeeren, Kirschen oder Himbeeren reifen

nach dem Pflücken nicht mehr nach.

Importierte Ware aus weit entfernten Ländern wird dagegen aufgrund längerer

Transportzeiten oftmals nicht mit optimaler Reife geerntet und entpuppt sich deshalb

häufig als geschmacksarm, trotz ansprechender Optik. Zudem kosten lange

Transportwege viel Energie und verursachen klimaschädliches CO2.

Weiterer Vorteil der saisonalen Ware: Weil

in kurzer Zeit große Mengen auf den Markt

kommen, liegen die Preise hier erfreulich

niedrig. Mit dem Kauf von regionalem Obst

und Gemüse unterstützt man außerdem

die regionale Landwirtschaft und damit die

heimische Kulturlandschaft.

Obst, Gemüse, Südfrüchte

Uwe Stahnke

Dorfstraße 49

21365 Adendorf

Telefon: 01 71-7 75 75 60

Darüber hinaus hat der saisonale Einkauf

auch einen ideellen Wert. Wer sich mit Anbau

und Ernte heimischer Obst- und Gemüsearten

beschäftigt, entwickelt nach und

nach ein Gespür für den Jahreskreislauf.

Durch die zeitlich begrenzte Verfügbarkeit

genießt man Rhabarber, Pfirsiche oder

Spargel viel intensiver und bringt ihnen

eine größere Wertschätzung entgegen.

Und: saisonal essen heißt abwechslungsreich

essen. Denn wer sich vorwiegend an

das saisonale Angebot hält, wechselt automatisch

seinen Speiseplan und entdeckt

vielleicht längst vergessene Gemüsearten.

28 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


DAS HAT JETZT SAISON …

Der vierte Monat im Jahr ist angebrochen und die Knospen sprießen. Der Frühling

ist endlich richtig bei uns angekommen und uns steht der Sinn nach frischen Gemüse-

und Obstsorten aus heimischem Anbau. Ab jetzt kann wieder Spinat, Artischocken

und Rhabarber in unseren Töpfen landen. Ansonsten haben diese Gemüseund

Obstsorten wieder Saison:

• Blumenkohl

• Chicorée

• Chinakohl

• Eisbergsalat

• Endivien

• Feldsalat

• Gemüsefenchel

• Gemüsepaprika

• Salatgurken

• Kohlrabi

• Kopfsalat

• Rucola

• Spargel

• Spinat

• Artischocken

• Rhabarber

WÜRFEL BASTELN, AUFPUSTEN UND GEWINNEN

Mit ein bisschen Fingerfertigkeit und Muße kann jeder aus

diesem Quadrat einen Würfel falten und aufpusten. Wie?

Die Anleitung ist bei www.vitalmarkt-uelzen.de sowie

www.barftgaans.de nachzulesen. Darüber hinaus liegt sie

bei einigen Wochenmarktständen zum Mitnehmen aus. Diese

sind an den bunten Würfeln zu erkennen, die im oder am

Stand angebracht sind. Warum? Bitte beantworten Sie sich

selbst zwei Fragen: Wann waren Sie zum letzten Mal kreativ?

Wann haben Sie zuletzt etwas gewonnen? Also warum nicht?

Es ist ganz einfach. Sobald der Würfel fertig gestellt ist, ergibt

sich die Antwort auf folgende Gewinnfrage: Wie viele

rote Äpfel sind auf dem fertigen Würfel zu sehen?

www.vitalmarkt-uelzen.de

www.kathrinbusse.de

Kräuter & Stauden

Gärtnerei

mittwochs und samstags von 7 - 14 uhr

Nun brauchen Sie die richtige Lösung nur noch per Email an

verlosung.barftgaans@initia-medien.de oder auf einer Postkarte

an Initia Medien & Verlag UG, Woltersburger Mühle 1

in 29525 Uelzen zu schicken. Der Interessengemeinschaft

Wochenmarkt Uelzen e. V. verlost 3 Vitalmarkt-Taschen prall

gefüllt mit Lebensmittelspezialitäten und Produkten, die von

den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. 10 Einkaufsgutscheine

à 10,-€ warten ebenfalls auf kreative Gewinner.

Einsendeschluss ist der 30. April 2016. Mitarbeiter der Mitglieder

des Interessengemeinschaft Wochenmarkt Uelzen e. V.

sowie der Initia Medien & Verlag UG dürfen an der Verlosung

leider nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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PESTO ...

Zutaten

Bis zu drei Knoblauchzehen

1 Bund/Topf Basilikum

150 g Parmesan

1 TL Salz

50 g Pinienkerne

Pfeffer

150 g Olivenöl

Zubereitung

Knoblauchzehen, fein würfeln oder in der

Presse zerdrücken. Dann Basilikum fein

oder grob hacken, je nach Belieben. Den

Parmesankäse fein reiben. Salz hinzufügen.

Die Pinienkerne fein hacken. Pfeffer

aus der Mühle ( 4 bis fünf Umdrehungen)

und das Olivenöl hinzufügen.

Alles miteinander vermengen und zu Nudeln,

Maultaschen oder Tomate-Mozzarella

geben.

vielfältiges Kräutersortiment

über 60 Tomatensorten

Salat- und Gemüsejungpflanzen

Manuela Peters und Sandra Zindler sind die Gesichter

des Verkaufswagens

Langenbrügge &

Eigener Kartoffelanbaubetrieb in Mützingen

Tel.: 01 73-4 19 80 11

Fax: 0 58 24-9 52 67 97

Kartoffelvielfalt aus eigenem Anbau

– jetzt Frühkartoffeln –

Eier aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung,

Marmelade, Gemüse- und Fruchtaufstriche

30 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


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ERDBEEREN:

GESUNDE FRÜCHTCHEN

Erdbeeren enthalten pro 100 g sogar mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen.

Eine kleine Schale mit 150 g Erdbeeren deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Bei den Vitaminen sind weiterhin Folsäure, Vitamin B1 und Vitamin K

erwähnenswert. Bei den Mineralstoffen treten vor allem Zink, Kupfer und Mangan

hervor. Mit etwa 32 kcal pro 100 g sind Erdbeeren sehr energiearm. Erdbeeren enthalten

auch sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole, zu denen

Flavonoide und Phenolsäuren gehören. Polyphenole können vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

schützen, Krankheitskeime abtöten und entzündungshemmend wirken.

Des Weiteren sollen sie die natürlichen körpereigenen Killerzellen anregen

und so bestimmten Krebserkrankungen vorbeugen. Freilanderdbeeren haben Untersuchungen

zufolge einen höheren Gehalt an Polyphenolen als Früchte aus Folienanbau.

Die Belastung mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln kann bei Erdbeeren

aus geschütztem Anbau höher sein als im Freiland. Und das Basilikum … ist

schnell selbstgemacht und wird klassisch zu Pasta serviert – schmeckt aber auch zu

Fleisch, Fisch und Gemüse, in Suppen, Salaten, als Brotaufstrich oder im Dessert.

KARTOFFEL-PIZZA

Eine leichte Variante zum Nachbacken

300 g frische, geschälte Kartoffeln

200 g Möhren

100 ml Sauerrahm

1 Ei

50 g Gouda

1 EL Stärke

Salz, Pfeffer

und italienische Kräuter (frisch)

Sugo

100 ml passierte Tomaten

50 ml Sauerrahm

Salz, Pfeffer, italiensiche Kräuter

Für den Belag

125 g Mozarella

100 g Schinken gekocht

400 g Tomaten frisch

100 g Champions oder Paprika

1 EL Parmesan

Die geschälten Kartoffeln und Karotten

grob reiben und mit Sauerrahm,

dem Ei, Gouda und der Stärke verrühren.

Salzen, pfeffern und würzen. Die

Masse auf ein (kleines) mit Backpapier

ausgelegtes Backblech streichen

und im vorgeheizten Ofen bei ca. 200

Grad 20-25 Minuten backen. In der

Zwischenzeit das Sugo anrühren und

für den Belag die Tomaten waschen

und in Scheiben schneiden. Mozarella

reiben und den Schinken in Würfel

schneiden.

Den vorgebackenen Boden aus dem

Ofen nehmen, mit dem Sugo bestreichen

und erst mit Schinken und Mais

bestreuen, mit Tomaten belegen und

zuletzt den Mozarella und den Parmesan

darüber verteilen. Nochmal in

den Ofen schieben und bei 180 Grad

ca. 20-30 Minuten goldig backen.

Der Belag kann natürlich auch wie bei

einer normalen Pizza variieren. Also

auch mal mit Salami, anderem Gemüse

oder auch Thunfisch probieren Oder

einfach als vegetarisches Gericht ohne

Schinken.

Der Spargelhof in Wichtenbeck ist für

seine schmackhaften Erdbeeren gleichermaßen

bekannt, wie für den frischen

Spargel. Eigens für die leckeren roten

Früchtchen wurden zur Neubepflanzung

2 große Folientunnel errichtet. In

den Tunneln wachsen die Pflanzen bei

bestem Klima geschützt und trocken.

Sie blühen schon früh und bilden den

Fruchtbestand aus. Durch die tunnelartige

transparente Folienüberdachung

dringt Tageslicht von allen Seiten ein und

sorgt für die schöne rote Färbung, mit der

die Früchte zu den überaus köstlichen

Beeren heranreifen. In den Tunneln sind

die Pflanzen vor äußeren Einflüssen geschützt,

SPARGEL

die Bewässerung erfolgt tropfenweise.

Das reduziert die Pilzbildung und

alle Energie aus dem Boden steht zum

Wachsen zur Verfügung. Diese Form

des Anbaus trägt Früchte, sodass das

Bedürfnis einfach nach leckeren zubereitet,

Erdbeeren von

hier lecker voraussichtlich im Geschmack!

bereits ab Mitte Mai

gestillt werden kann. Die Verkaufsstellen

für Spargel jetzt und auch Erdbeeren werden noch

bekannt gegeben. Sein Spargelfest feiert

Grünspargel

der Hof in Wichtenbeck am 28. und 29.

Mai. aus Hier können eigenem u. a. die Anbau! Folientunnel

besichtigt werden.

Gesund

Geniessen!

Bitte vormerken:

Spargelfesttage

28. /29. Mai!

Spargelhof Niemann

Wichtenbeck bei Eimke

Tel 0 58 73 / 253

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STADTBUMMEL

HANDGESIEDETE GÄRTNERSEIFE

Frühlingszeit = Gartenzeit. Unsere Gärtnerseife hilft bei der Reinigung der beanspruchten

Hände, sanft und schonend. Mühelos werden Erd-Harz-Grasflecken und

abgestorbene Hautzellen entfernt. Dabei wirkt die in einer kleinen Manufaktur in

begrenzter Stückzahl handgesiedete Seife heilend und entzündungshemmend,

steigert die Hautfeuchtigkeit und reaktiviert die Spannkraft. Eine einzigartige

Hautpflege mit ausschließlich körperidentischen Inhaltsstoffen, Wirkstoffen und

Vitaminen nach einem 200 Jahre alten ostanatolischem Rezept.

Gesehen bei Firma natürlich, direkt im Hundertwasser-Bahnhof Uelzen

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POESIE FÜR DIE WAND

Manche Botschaften verdienen es, gerahmt und an die

Wand gebracht zu werden. Sprüche aus dem Leben,

die uns schmunzeln lassen – als Geschenk für liebe

Menschen oder für uns selbst. Diese und eine Auswahl

weiterer kecker Wahrheiten hat Anja Bunge in ihrem

OTTO-Shop Uelzen, Veerßer Straße 15.

SCHMÜCKENDE

BEGLEITER

In ihrer Schlichtheit wunderschöne Ketten, Ringe und

Ohrringe aus dem aktuellen Sortiment der Signé Modeschmuck

GmbH aus Idar-Oberstein hat Anja Bunge

für ihre Kunden jetzt im OTTO-Shop Uelzen, Veerßer

Straße 15. Die Schmuckstücke sind nickelfrei und somit

auch für Allergiker geeignet.


„BILDUNG IST DIE NACHHALTIGSTE FORM

DER HILFE ZUR SELBSTHILFE“

Philip Oprong Spenner: Ein afrikanisches Flüchtlings- und Waisenkind erzählt

Philip Oprong Spenner, geboren

1979, aufgewachsen als Straßenkind

in Kenia unter härtesten

Bedingungen, hat es geschafft: Heute

lebt er in Hamburg und hilft „Problemkindern“,

ihren Weg zu finden. Am Donnerstag,

7. April, ab 18 Uhr, spricht er in

der Aula der BBS 1 in Uelzen über sein

außergewöhnliches Leben.

Als Straßenkind und Vollwaise in Nairobi

kämpfte er ums nackte Überleben. Philip Oprong Spenner.

Schläge, Betteln und quälender Hunger

gehörten zu seinem Alltag. Philips Rettung sind uneigennützige

Menschen, die ihm helfen, und das Kanduyi Children’s

Home im Westen Kenias. Dank Spenden kann er dort

erstmals zur Schule gehen, begierig saugt er alles Wissen

auf. Später holt ihn ein Hamburger Arzt als Patenkind nach

Deutschland. Das ehemalige Straßenkind beendet sein Studium

mit Auszeichnung, entscheidet sich bewusst gegen einen

Karriereberuf. Heute kümmert sich Philip Oprong Spenner

als Lehrer an einer Hamburger Gesamtschule um die

Problemkinder unserer Gesellschaft – Jugendliche auf der

Suche nach sozialem Halt und Anerkennung. Oprong Spenner

kann ihnen helfen, weil er sie versteht und ernst nimmt.

Foto: von Foris

Termin

Aktuelles

Doch sein Blick richtet sich auch auf seine

Heimat. Dort ist er Vorsitzender eines

Vereins, der kenianische Jugendliche unterstützt

und fördert.

Im Ullstein Verlag ist sein biografisches

Buch „Move on up: Ich kam aus dem

Elend und lernte zu leben“ erschienen.

Es gibt einem von vielen menschlichen

Schicksalen ein Gesicht, lehrt Dankbarkeit

und Wertschätzung. Es erschüttert und

macht doch gleichzeitig Mut, an sich zu

glauben und den eigenen Weg zu gehen.

Philip Oprong Spenner erzählt aus seinem Leben: Donnerstag,

7. April, 18 Uhr, in der Aula der BBS 1 Uelzen, Scharnhorststr. 10,

29525 Uelzen. Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Kreisjugendringes Uelzen e.V. mit Unterstützung

der BBS 1 und des Fördervereins der BBS 1 sowie der

Jugendpflege des Landkreises Uelzen.

UHLENBRÄU-FREUNDE

PRÄSENTIEREN: UHLENDUNKEL

Nach hell kommt dunkel – so haben es sich auch die

Uhlenbräu-Freunde gedacht und laden am Samstag,

29. April, ab 18 Uhr ins Atrium des neuen Rathauses

Uelzen ein. Extra für diesen Tag gebraut, wird beim Uhlen-

Dunkel-Fest mit einer Dunkelbier-Variation angestoßen, die

es nur an diesem Abend im Ausschank gibt. Bereits bei der

Einführung des Uhlenbräus hat die Stadt Uelzen das Atrium

zur Verfügung gestellt, da die Erlöse aus dem Bierverkauf

der gemeinnützigen Arbeit des Vereins Woltersburger Mühle

zugute kommt. Die schöne Atmosphäre des Innenhofs

und die musikalische Begleitung durch die bekannte Frederic

Rooters Jazz Society aus Bad Bevensen, versprechen

einen geselligen und beschwingten Abend. Das klassische

helle Uhlenbräu-Pils steht selbstverständlich auch bereit

und zusätzlich gibt es Wein und Wasser, Dixieland, Swing

und Jazz.

Der Freundeskreis des Uhlenbräus trifft sich seit der Wiedereinführung

des Uelzener Biers im Herbst 2014 regelmäßig.

Hinter den Uhlenbräu-Freunden steckt eine Gruppe von

etwa 20 aktiven Bürgern, die an die stolze Tradition Uelzens

als Bierbrauer-Stadt erinnern. Darunter auch ehemalige Mitarbeiter

der letzten Brauerei, der Uelzener Bierbrauerei-Gesellschaft.

Dank Sachspenden sind inzwischen viele Erinnerungsstücke

zusammengetragen, die auf ihre Präsentation

warten. Dafür fehlt es an einem zünftigen Alt-Uelzer-Lokal

und – noch viel wichtiger – an einer Wirtin oder einem Wirt,

die ein solches Lokal mit Leben erfüllen und die Tradition

pflegen.

„UhlenDunkel“

Fest am 29. April 2016

Das „Dunkle“ gibt es

nur auf unserem Fest!

„UhlenDunkel“-Fest

Freitag, 29. April, ab 18 Uhr,

im Atrium, Rathaus Uelzen,

Musik: „Frederic Rooter`s Jazz Society“

www.woltersburger-muehle.de


EIN KLEINES STÜCK ALLTAG

Einblicke in das Leben der Flüchtlinge im Camp Bad Bodenteich

An der holprigen Industriestraße

zum alten BGS-Gelände – heute

eine vorübergehende Heimat

für rund 500 Flüchtlinge – kommen sie

mir entgegen. Bepackt mit zwei großen

Plastik-Tragetaschen, diesen typischen

karierten „Koffern“, den Blick

geradeaus gerichtet. Zwei junge Männer,

die gerade das Flüchtlingscamp

verlassen haben – wahrscheinlich

wechseln sie die Unterkunft. Eine

neue, vorübergehende Heimat. Irgendwo

in Deutschland.

Am Eingangstor erstmal Kontrolle,

den Pass vorzuzeigen ist für Besucher

Pflicht. Eine Gruppe Kinder läuft

singend, einander an den Händchen

haltend, auf den breiten Straßen des

Geländes. Kleine Jungs spielen Fußball,

sie strahlen und bejubeln ein Tor.

Im Wäscheraum laufen die Maschinen

auf Hochtouren. Die Frauen sitzen,

reden, die Kinder auf dem Schoß und

ihre Handys in der Hand. – Ein kleines

Stück Alltag im Flüchtlingscamp

Bad Bodenteich. Doch was ist schon

alltäglich, wenn in der Heimat Krieg

herrscht? Wenn Familien nicht wissen,

wie es ihren Angehörigen geht? Wenn

man selbst im Flüchtlingscamp sitzt

und wartet, unklar, wie es weitergeht.

Der Kreisverband Uelzen des Deutschen

Roten Kreuzes ist für das Camp

verantwortlich, organisiert den Alltag

und gibt den Bewohnern gemeinsam

mit vielen ehrenamtlichen Helfern aus

Bad Bodenteich, wenn auch nur vorübergehend,

Halt und Sicherheit.

„Als wir im Oktober 2015 hier anfingen,

gab es kein Inventar, keine

Stühle, keine Tische. Wir mussten das

Camp von Grund auf herrichten. 800

Doppelstockbetten, Schränke, Spinde,

Handtücher, Bettzeug, das Notwendigste“,

erzählt Marc Heine, stellvertretender

Camp-Leiter. Viele Sachen

wurden gespendet: das Spielzeug in

der Kinderbetreuung, die Stühlchen.

Die Ausstattung ist einfach, aber gemütlich.

Vor allem in den Räumen für

die Kinder. Die haben ordentlich Platz

und den brauchen sie auch. „Es ist

wichtig, dass die Kinder endlich auch

mal spielen und toben können“, sagt

Heine.

Die „Schule“ ist gerade zu Ende, fast

ein bisschen Normalität. Hier erlernen

die Kinder zurzeit vor allem die deutsche

Sprache, lernen den deutschen

Alltag ein bisschen kennen. Zum Abschied

umarmen die Kleinen stürmisch

die Dame an der Tür vom Sicherheitsdienst.

Erstaunlich ihre Offenheit, ihre

Freundlichkeit, ihr Strahlen.

Die Erwachsenen plagen andere Sorgen,

auch das ist augenfällig. Der ständige

Blick aufs Handy, das Warten auf

Nachrichten. Das Warten auf einen

Fortgang des Asylverfahrens. Umso

wichtiger ist Ablenkung und Beschäftigung.

„Die Flüchtlinge wollen sich

unbedingt einbringen, sind unheimlich

engagiert. Die Sprache zu lernen ist die

erste Priorität. Wenn man sie beispielsweise

etwas fragt, dann versuchen sie,

auf Deutsch zu antworten“, so Heine.

Dazu vermitteln die Ehrenamtlichen

die Grundlagen des deutschen Wertesystems.

„Eine gute Betreuung ist

ein wichtiger, erster Schritt für eine

Integration“, sagt Heine. Es gibt vor

allem Sportangebote für die Erwachsenen,

genauso wie natürlich Deutschkurse.

Der TuS Bodenteich bietet

zum Beispiel Fußball-Kurse an; mit

gebrauchten Geräten wurde ein Fit-

34


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Spendenaufruf

Für die Handarbeitsgruppe im Camp in Bad Bodenteich bittet das DRK

um Spenden -– gebraucht werden vor allem Wollreste zum Stricken. Die

Spenden können beim DRK, Ripdorfer Straße 15, abgegeben werden.

ness-Raum eingerichtet. Für die Frauen

gibt es eine Zumba-Gruppe, in der sie

unter sich sein können und sich sportlich

auspowern können.

Die verschiedenen Angebote werden

sehr gut angenommen und genutzt;

es gibt verschiedene Gruppenzeiten,

zu denen trainiert werden kann. „Das

läuft sehr reibungslos und die Bewohner

halten sich auch daran“, sagt Heine.

Dazu hat das DRK eine Art Internet-Café

eingerichtet, wo alte Rechner den

Kontakt zur Heimat und zu den Lieben

ermöglichen. Ein kleiner Kiosk versorgt

die Bewohner mit salzigen Leckereien;

ein Bereich ist für die Jugendlichen, in

dem sie sich zurückziehen können. Hier

sorgen ein Kicker-Tisch und Spiele für

Abwechslung.

Ein Info-Point wurde als Anlaufstelle

eingerichtet, an dem die wichtigsten

Fragen geklärt werden können: zum

Asylverfahren oder auch einfache Fragen

des Alltags, beispielsweise, wo die

Züge nach Hamburg fahren. Acht Dolmetscher

helfen bei der Kommunikation,

wenn Worte, Hände und Füße beim

Verständigen nicht mehr weiterhelfen.

Die wichtigsten Sprachen wie Farsi,

Arabisch, Französisch und Englisch

können übersetzt werden.

Es sind vor allem auch ehemalige

Migranten, längst deutsche Staatsbürger,

die im Camp unterstützen, die dolmetschen,

den deutschen Alltag erklären

oder beim Ausfüllen von Anträgen

helfen. „Diese Kulturvermittler helfen

uns wirklich sehr, denn viele Probleme

verstehen wir einfach nicht, weil sie oft

kulturell bedingt sind“, sagt Camp-Leiter

Daniel Muhsik. Die ehemaligen

Migranten haben oftmals die gleichen

Erfahrungen gemacht, sie kennen die

Probleme, die Ängste, das Asylverfahren.

„Die Flüchtlinge haben ein ganz

anderes Vertrauen zu diesen Kulturvermittlern“,

so Muhsik.

Und auch die Bodenteicher leisten

wertvolle Integrationshilfe. Gemeinsame

Aktionen wie Müllsammeln oder

Entkusseln der Bodenteicher Heide

bringen Einwohner und Flüchtlinge zusammen.

„Es war eine so schöne Stimmung

und die Flüchtlinge freuen sich,

wenn sie etwas machen können, sie

helfen können“, so Heine.

Es werde viel getan, um den Bewohnern

Beschäftigung zu bieten, eine Alltagsstruktur

zu schaffen. Dabei ziehen

die etwa 20 Ehrenamtlichen und die

professionellen Kräfte des DRK an einem

Strang. „Wir haben wenig Konflikte

zwischen den Bewohnern oder Nationalitäten

– wir legen beispielsweise

Wert darauf, dass die Häuser von Menschen

mit unterschiedlichen Nationalitäten

bewohnt werden“, sagt Heine.

Beeindrucken sei die Energie, die Kraft

und das Engagement, sich in der Fremde

ein neues Leben aufzubauen. Bei allen

Erfahrungen, die die Menschen gemacht

haben. Der Krieg, die Flucht, die

Strapazen. Viele seien traumatisiert, redeten

jedoch nicht oder nur sehr wenig

darüber. Sie seien oft noch gefangen

im Hier und Jetzt, ihre ungeklärte Situation

mache eine Aufarbeitung noch

schwierig.

Integration ist mühsam, es wird lange

dauern und der Ausgang ist trotz allem

Bemühen ungewiss. Doch jeder lange

Weg beginnt mit kleinen Schritten –

so wie in Bad Bodenteich. Und vielen

anderen Orten, in denen engagierte

Helfer, ehrenamtliche wie professionelle

Helfer jeden Tag ihr Bestes geben.

[Lütke]

DIE MEISTERWERKSTATT

FÜR ALLES, WAS ZWEI

RÄDER HAT

Zweiradmechaniker-Meister Lorenz Tietjen

und sein Team stehen für Reparatur und Service.

„Das ist das, was wir können. Wir reparieren

gut und gerne.“ Zweiräder, motorisiert

oder nicht, werden in den Räumen an der Celler

Straße 5 in Uelzen fachmännisch überprüft

und ggf. repariert. Zur Erneuerung der amtlichen

Prüfplakette an Roller und Motorrad

werden die erforderlichen Tests im Rahmen

der regelmäßigen Hauptuntersuchung vorgenommen.

Kunden schätzen den verbindlichen Umgang

und die persönliche Note im Service besonders.

Und, dass repariert wird, was kaputt ist,

damit das Fahrzeug schnell wieder einsatzbereit

ist. „Aus unserer Sicht ganz selbstverständlich“,

sagt Lorenz Tietjen. Und trifft damit

den Nerv seiner Kunden, die immer gerne

wieder kommen.

„Wenn sich eine Reparatur nicht lohnt, sind

wir sehr gern auch bei der Suche nach dem

geeigneten neuen oder gebrauchten Fahrrad,

Roller oder Motorrad behilflich“, sagt der

Meisterschrauber auch. „Wir freuen uns auf

Ihren Anruf. Oder bringen Sie uns Ihr Zweirad

in die Werkstatt, damit wir die erforderlichen

Arbeiten für Sie erledigen können.“

Meisterschrauber Lorenz Tietjen

Zweiradmechanikermeister

Celler Straße 5 • 29525 Uelzen

Tel: 0581-3893187

Fax: 0581-3893202

Mobil: 0151-53755853

www.meisterschrauber.com

Email: service@meisterschrauber.com


1. Bevenser Skatverein

Der leidenschaftliche Skatspieler Karl Seehaus suchte

über ein Inserat aktive Skatspieler für einen Verein

– mit Erfolg: Seit 1990 gibt es den Skatverein.

Hier spielen 29 Mitglieder, darunter 2 Frauen. Ein

Teil der Mitglieder betreibt das Skatspielen professionell

(skatsportlich) und nimmt am Ligabetrieb des

Deutschen Skatverbandes teil. Für die Mitglieder ist

die Geselligkeit ein wichtiger Teil des Vereinslebens:

Weihnachts- und Himmelfahrtspreisskate, Turniere

und Skatreisen sind nur ein kleiner Teil dessen, was

die harmonische Atmosphäre im Verein ausmacht.

Wer das Spiel einmal selbst ausprobieren und dazulernen

möchte, Gäste und Gelegenheitsspieler sind

herzlich willkommen. Jeden Dienstag um 18.15 Uhr

im Hotel Kieferneck in Bad Bevensen.

KÖNNEN, GLÜCK UND

PSYCHOLOGIE

Reizende Skatspieler treffen sich im 1. Bevenser Skatverein

[Anzeige]

18 – Ja. 20 – Hab ich. Zwo – Passe. Jeder hat diese Zahlenkombination

schon einmal gehört, doch was genau dahinter

steckt, wissen die Wenigsten. Skat – das ist reizen, zählen

und rechnen. Kurt Tucholsky beschrieb das besondere Verhältnis

der Deutschen zu diesem im thüringischen Altenburg

zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelten Spiel so:

„Wenn dem Deutschen so recht wohl ums Herz ist, dann

singt er nicht. Dann spielt er Skat.“

Frische, die man schmecken kann.

Eröffnung der Spargelsaison 2016

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36 www.barftgaans.de | April/Mai 2016

Das komplexe Spiel hat in Deutschland eine über 200-jährige

Tradition. Der Legende nach haben Reisende den Ursprung

des Skatspiels nach einer Variante des wendischen

Schafkopfs aus dem Böhmischen mitgebracht. Einigen Honoratioren

im thüringischen Altenburg gefiel das Spiel und

sie entwickelten diese Variante weiter. Im September 1813

wurde „Scat“ dann das erste Mal urkundlich erwähnt. In den

folgenden Jahrzehnten breitete sich das Spiel vor allem im

thüringischen und sächsischen Bereich aus. Der Name leitet

sich aus dem Lateinischen für „weglegen“ ab und bezieht

sich auf die beiden verdeckt abgelegten Karten – der Skat.

Soviel zur Theorie, rein in die Praxis. Die Mitglieder des Bevenser

Skatvereins „kloppen“ keinen Skat, sie spielen selbigen

– und dass der Begriff „kloppen“ von der in Kneipen

gespielten Variante kommt, sei am Anfang mal klargestellt,

geben mir die Mitglieder zu verstehen. Skat ist eine ernstzunehmende

Sportart, die in verschiedenen Ligen gespielt

wird. Trainiert wird im Skat vor allem das Denkvermögen –

eine komplizierte Sportart, bei der man immer aufmerksam

sein muss, sonst verliert man schnell.

Thomas Hillmer ist seit vier Jahren Mitglied im 1. Bevenser

Skatverein. „Ich wollte den Kopf bei Laune halten, deshalb

spiele ich Skat, auch bei Wettkämpfen“, sagt Hillmer. Skat

sei ein Strategiespiel, bei dem man „Spielzüge“ vorausahnen

muss. „Man muss die Wahrscheinlichkeit einberechnen

– welches Blatt könnte mein Gegenspieler haben? Was könnte

er damit machen? Welche Karte sollte ich zu welchem

Zeitpunkt ausspielen? Es gehört viel Taktik zum Skat. Und:

Ein Drittel ist Können, ein Drittel ist Glück und ein Drittel ist

Psychologie“, sagt Hillmer bestimmt. Im Spiel gebe es so viele

Finessen und Wendungen, die das Spiel so spannend und

besonders machen. Man könne sich nie auf eine Spielweise

festlegen, es gebe immer wieder neue Situationen, in denen

man reagieren müsse. „Es kann zum Beispiel sein, dass ich

eine Karte opfern muss, um eine bessere Chance zu haben,

das Spiel zu gewinnen. Man muss zweimal um die Ecke denken.

Es gibt viele Wege, das Spiel zu gewinnen, auch wenn

es schon ausweglos erscheint.“ Dafür müssen die Skat-Spieler

immer wieder „trainieren“; je mehr Varianten ein Spieler

drauf hat, desto besser ist er für die Spiele gewappnet.

Neues Spiel, neues Glück heißt es: denn die Karten werden

immer neu gemischt. Im Skatspiel wie im Leben. [Lütke]


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Wir verbringen immer mehr Zeit am Bildschirm.

Beruflich und privat nutzen wir den

Computer, das Smartphone, den Fernseher.

Die Sehfunktion ist zur zentralen Sinnesleistung

geworden. Unser visuelles System (Zusammenarbeit

von Auge, Gehirn und Körper)

wird durch eine Vereinseitigung der Sehanforderungen

höchst beansprucht. Diese und

andere Einflüsse können eine Überforderung

des visuellen Systems hervorrufen.

Bei Kindern äußert sich das unter Umständen

bereits in der Grundschule. Konzentrationsschwäche

kann ihre Ursache darin

haben. Das Gehirn ist zu sehr mit der Blicksteuerung

des Augenpaares beschäftigt.

Dieser hohe Energieverbrauch verringert die

Leistungsfähigkeit, nicht nur bei Kindern.

Bernd Friedrich und Kirsten Meier, Augenoptikermeister/-in

und Visual Trainer/-in,

können Betroffenen mit Sehtraining helfen.

Das Seh- und Visualtraining ist ein

verhaltens orientiertes Training, mit dem der

Sehkomfort erhöht und der visuelle Stress

gemindert werden kann. Es fi ndet Anwendung

bei Kurz- und Weitsichtigkeit, bei

Lern- und Lesepro blemen, Schwach- und

Alters sichtigkeit sowie Dauerbelastung am

Bildschirm arbeitsplatz. Auch Sportler trainieren

ihre Augen auf

diese Weise, um das

Leistungspotential zu

erhöhen.

Und so funktioniert

es: Bernd Friedrich

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stellen einen individuellen

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Übungen zusammen.

Diese kann

der Klient zu Hause

durchführen. Die Erfolgskontrolle

erfolgt

am Computer. Die spielerischen

Übungen machen

Kindern besonders

viel Spaß. Das Trainingsprogramm

hat eine Laufzeit

von 6 Monaten. Und beeinfl

usst viele Faktoren, die uns in

der Leistungsfähigkeit einschränken

können. Denn ob bei Kindern,

nach einer Reha-Maßnahme oder im

Sport – die Erhöhung der Leistungsfähigkeit

spielt in vielen Bereichen eine Rolle.

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www.barftgaans.de | April/Mai 2016 37


„WIR KÖNNEN NICHT ANDERS“

ÖkoRegio-Betriebe diskutieren gesellschaftliche Verantwortung

von Unternehmen

Es waren vier ausgezeichnete „Pioniere“ der ökologisch

und nachhaltig wirtschaftenden Betriebe in der

Region, die sich in der Woltersburger Mühle zum Austausch

trafen: Jan Peter Bauck (Bauckhof GmbH Rosche),

Holger Danneberg (Werkhaus), Volker Krause (Bohlsener

Mühle) und Stefan Voelkel (Voelkel Naturkostsafterei) sowie

Gerard Minnaard (Woltersburger Mühle) – allesamt

Mitglieder des ÖkoRegio e.V. Diese Unternehmen haben

sich der Idee des nachhaltigen Wirtschaftens verschrieben,

um die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebensgrundlagen

für kommende Generationen zu erhalten.

Ihr Engagement fuße auf der Überzeugung, dass Nachhaltigkeit

kein rein geschäftlicher Aspekt, sondern eine „Überlebensstrategie“

für die Unternehmen ist, erklärte Volker

Krause, Geschäftsführer der Bohlsener Mühe. Nachhaltigkeit

ist eine Philosophie, die in der täglichen Arbeit gelebt

wird. „Die positive Resonanz zeigt, dass sich das lohnt", so

Krause. Oder wie Holger Danneberg von Werkhaus zusammenfasste:

„Wir können gar nicht anders.“

Wie ein roter Faden ziehe sich das Thema Nachhaltigkeit durch

die Geschichte der Firma Voelkel, die in der vierten Generation

besteht. Der Gedanke der „Nachhaltigkeit“ müsse jedoch

noch schneller praktisch umgesetzt werden, mahnte Voelkel

an. Nachhaltigkeit sei auch zu einem Wettbewerbsfaktor geworden,

der die Kaufentscheidung der Konsumenten beeinflusse,

so Danneberg. Dabei muss das Thema „Nachhaltigkeit“

weiter in den Köpfen der Menschen verankert werden.

„Es muss in die Mitte der Gesellschaft“, sagte Krause.

Was macht nun genau ein „nachhaltiges“ Unternehmen

aus? – Eine bessere Vernetzung der ökologischen Unternehmen

in der Region – das führt zu kurzen Wegen in der

Produktion und zu den Verbrauchern; dazu die Nutzung regionaler

Rohstoffe. Wobei für Stefan Voelkel, wie er betont,

es schwierig sei, bestimmte Rohstoffe wie Orangen oder

Mangos aus der Region zu beziehen. Hier werden Bezugsquellen

in Europa gesucht, statt die Früchte von anderen

Kontinenten verschiffen oder einfliegen zu lassen. „Wir müssen

für die Idee der Regionalität kämpfen, den Verbraucher

überzeugen.“ Der höhere Preis der regionalen Produkte

schrecke den Verbraucher nur leider oft ab; Regionalität sei

daher kein Selbstläufer. Es brauche eine langfristige Strategie,

um diese qualitativ hochwertigen Produkte am Markt zu

etablieren. Der Kunde könne überzeugt werden, wenn man

zur eigenen Idee stehe und die Vision der Nachhaltigkeit im

eigenen Unternehmen wirklich lebt.

Nachhaltigkeit bedeutet auch, junge Menschen anzuleiten,

ihnen die innere Kraft zu geben, ihr eigenes Leben zu meistern.

Etwas, das die Produktionsschule an der Woltersburger

Mühle täglich versucht, in der praktischen Arbeit umzusetzen.

„Es geht um Sinnhaftigkeit“, sagte Gerard Minnaard. Es

gehe darum, jungen Menschen, die schuldlos in eine schwierige

Lebenssituation geraten sind, Orientierung zu geben

und sie an ihre Umwelt heranzuführen. „Sie müssen lernen,

Verantwortung zu übernehmen und ihrem Gegenüber mit

Respekt zu begegnen“, so Minnaard. Zu einem sinnhaften

Leben gehöre auch, eine Haltung zu entwickeln und diese

dann auch zu leben.

Ein Problem, das die vier Unternehmen gleichsam betrifft:

die Suche nach geeignetem Nachwuchs. Den mittleren und

kleineren Unternehmen falle es schwer, qualifizierte Arbeitskräfte

in die Region zu locken – so sei es auch ein Aspekt von

Nachhaltigkeit, die Region attraktiv zu gestalten. Arbeitsplätze,

das kulturelle Angebot, die Infrastruktur, Schulen,

Kindergärten oder die medizinische Versorgung: Hier müsse

investiert werden, da waren sich die Unternehmer einig. Lebendige

Dörfer halten Menschen in der Region. Doch fehle

es an Treffpunkten für alle Generationen auf den Dörfern.

Um diese zu schaffen, müssten alle Akteure aus den unterschiedlichsten

Bereichen zusammenwirken.

Die Unternehmen investieren besonders in die Ausbildung,

um Nachwuchs zu gewinnen: Mit Hilfe von speziellen Projekten

sollen die Azubis ein Gefühl für die Unternehmen be-

38 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


kommen und sich mit der Philosophie identifizieren. Beim

Bauckhof Rosche müssen sich die Azubis gemeinsam um ein

Feld kümmern – pflanzen, Unkraut jäten, Zwischenfrüchte

einplanen, ernten. Alles liegt in der Verantwortung der Auszubildenden.

Die Auszubildenden werden in alle Abläufe

innerhalb der Produktion eingebunden, erleben das breite

Spektrum der Aufgaben und erleben, wie vielfältig die einzelnen

Berufe sein können. So findet jeder Azubi seinen Bereich,

in dem er wachsen und sich einbringen kann.

Ein weiterer Ansatz, die jungen Menschen für die Unternehmen

zu begeistern, sei eine bessere Vernetzung von

allgemein- und berufsbildenden Schulen sowie der Unternehmen.

Eine starke Kooperation dieser Partner bereite

die Schüler auf die Anforderungen in der Berufswelt der

Firmen besser vor; sie wüssten eher, was sie in den einzelnen

Ausbildungsberufen erwartet – und so gebe es weniger

Abbrecher. Stefan Nowatschin von den „Berufsbildenden

Schulen I“ plädierte für eine „trilaterale Berufsorientierung“

in den Schulen, die alle Partner vor Ort–allgemein- und berufsbildende

Schulen sowie die Firmen – einbindet.

Auch die Integration von Flüchtlingen beschäftigte die Unternehmer.

Um Integration zu erleichtern, haben die Firmen

bereits verschiedene Ansätze. Beispielsweise unterstützt

Voelkel die Flüchtlinge beim Spracherwerb. Werkhaus beschäftigte

bereits in den 1990er Jahren Flüchtlinge aus

dem ehemaligen Jugoslawien und hat damit sehr gute Erfahrungen

gemacht. Die vielen jungen Menschen, die nach

Deutschland kommen, sind eine Riesenchance, dem Fachkräftemangel

zu begegnen, wenn man es schafft, sie an die

Region zu binden.

Nachhaltig, sozial, ökologisch: Diese Begriffe sind für Unternehmen

des ÖkoRegio e.V. nicht nur Worte, die die

Image-Broschüren schmücken. Die Ausgezeichneten stehen

stellvertretend für das vielfältige Engagement in allen Bereichen.

Die ÖkoRegio-Mitglieder Naturkostsafterei Voelkel

und Werkhaus erhielten im vergangenen Jahr das „Green

Brands“-Zertifikat. Mit der Auszeichnung werden „grüne“

Marken geehrt, die für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und

gesunden Lebensstil stehen. Die Bauckhof GmbH in Rosche

wurde mit dem Ausbildungs- und Innovationspreis des Arbeitgeberverbands

ausgezeichnet und die Woltersburger

Mühle erhielt den Umweltpreis der niedersächsischen Kirchen.

Damit stehen die genannten Firmen in einer Reihe mit

anderen ÖkoRegio-Betrieben, die sich vielfältig in sozialen

und kulturellen Bereichen engagieren. Die Bohlsener Mühle

wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für kleine

und mittlere Unternehmen (weniger als 500 Mitarbeiter und

weniger als 50 Mio. Euro Umsatz) ausgezeichnet. [Lütke]

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• Zahlreiche Aussteller, Naturkost-Probiermeile und Infos

über Ernährung

• Alexandra Vocht: Vegane Küche mit Aktionen

und Kochbuch

• Smoothies mixen und mehr mit Julia Hanke

• Filmvorführung: We feed the World

• Feldspaziergang und Infos zum

Öko-Landbau mit Ulli Elbers

• Musik-Kaffee, Essen & Geselligkeit

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VOGELMIERE KOMMT AUF DEN AUF D

Wildkräuterführungen mit Caroline Rothe: Oft wird unterschätzt, was am Wegesrand

Sie ist ein zartes, saftiges – und

wohlschmeckendes Pflänzchen,

dessen Name ein bisschen komisch

daher kommt: Hühnerdarm

oder Hühnerbiss nannte man die

Vogelmiere in früheren Zeiten. Doch

der leckere Rund-ums-Jahr-Vitamin-

C-Lieferant, der jede Salatmischung

adelt, ist weit mehr als billiges Vogelfutter.

So manch unterschätztes

Grün, das am Wegesrand oder auf

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29413 Diesdorf/Altmark

der Wiese wächst, macht sich gut auf

dem Teller. Vor Jahrzehnten noch als

„Arme-Leute-Essen“ verpönt, loben

heute zahlreiche Bücher, Blogs und

Zeitschriften den gesunden, grünen

Wildkräutergenuss auf dem Teller

– denn das vermeintliche Unkraut

von der Wiese entpuppt sich als Vitamin-Bombe

und wohlschmeckende

Alternative zu den herkömmlichen

Salat-Zutaten. Also rauf auf die Wiese

Freilichtmuseum Diesdorf

Häuser und Gärten – Kultur und Natur

Täglich außer montags 10–17 Uhr geöffnet.

Jahresprogramm auf www.freilichtmuseum-diesdorf.de

24. April, archaikon: Treffen traditionell arbeitender Handwerker

15. Mai, Mühlenfest: Familienprogramm zu

Getreide, Mühle und Brot

5. Juni, DIESDORF:BIO Informationstag

und Markt für Bioprodukte

So schön ist die Altmark

Hausgebackene Kuchen

und Torten im

Museumscafé und Shop

und schauen, was sich so sammeln

lässt …

Früh am Morgen auf einer Wiese am

Kloster Medingen: Die Sonne strahlt,

die morgendliche Kälte kriecht noch

über das Gras. Unterwegs mit der

Waldpädagogin Caroline Rothe bin

ich auf der Suche nach Wildkräutern.

Einige kämpfen sich schon tapfer gegen

den Frost aus dem Boden. Und

da ist sie: die Vogelmiere, das Multi-Talent.

„Wie schön, dass die schon

da ist“, freut sich Rothe. „Die scheint

doch winterfest zu sein.“ Noch hängt

sie ein bisschen schlapp herum, doch

im Frühjahr wird sie wachsen „wie

Unkraut.“ Mitnichten sollte man die

schnell wachsende Pflanze zu den Unkräutern

zählen. „Viele denken, das

muss weg, das ist Unkraut. Doch einige

Wildpflanzen sind gute Lebensmittel,

die man wunderbar essen kann.“

Die Vogelmiere schmeckt leicht nussig

und mild. Sie passt perfekt zu frischem

Salat, so die Waldpädagogin.

Während ihrer Wildkräuterführungen

erklärt sie den Teilnehmern genau,

welches Grünzeug sie bedenkenlos

essen können und wie sie in den

Speiseplan passen. „Die Vogelmiere

gibt einen hervorragenden Salat oder

man gibt sie in eine Salatmischung; im

Kräuterquark ist sie auch sehr lecker.

Das Kraut regt den Stoffwechsel an,

die Vogelmiere ist sehr gesund.“

Sogar ein kleines Gänseblümchen

ist auf der Wiese schon zu finden, im

Frühjahr wird sie voll davon sein. Caroline

Rothe erzählt über die leckeren

Wildkräuter: Löwenzahn, den Gundermann,

eher klein und unauffällig mit

lila Blüte. Wenn man ein Gundermannblatt

zwischen den Fingern reibt, riechen

diese herb-würzig. Schafgarbe

ist eine klassische Heilpflanze, die

40 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


Aktuelles

EN TISCH!

so alles wächst

seit jeher als Tee bei vielen Leiden eingesetzt wird. Die lila

Veilchenblüte ist auch noch ein schöner Hingucker auf dem

Salat. „Viele Wildkräuter schmecken auf Brot oder in der

Suppe. Früher war vor allem die „Sieben-Kräuter-Suppe“ am

Gründonnerstag bekannt. Heute sind diese alten Rezepte

und das Wissen darum ein bisschen verloren gegangen. Aber

immer mehr Menschen interessieren sich wieder dafür.“

SINFONIA VARSOVIA

Freitag, 15. April, 19Uhr,

Theater an der Ilmenau

Mit den Werken von Prokofjew, Mendelssohn-Bartholdy und

Mozart wurde ein klassisch-romantisches Programm zusammengestellt,

das nicht nur den Klassikliebhaber anspricht.

Das berühmte Orchester „Sinfonia Varsovia“ ging aus dem

Polnischen Kammerorchester hervor, zu dem sich im Jahr

1984 herausragende junge Bläser hinzugesellten. Bereits

das erste Konzert unter der Leitung von Yehudi Menuhin

wurde von Funk und Fernsehen übertragen. Seitdem hat

das Ensemble mit namhaften Künstlerpersönlichkeiten wie

Martha Argerich, Anne-Sophie Mutter und Heinrich Schiff

zusammengearbeitet.

Die Musiker werden unter der Leitung von Volker

Schmidt-Gertenbach einen neuen Stern am Geigenhimmel

begleiten: Shion Minami (Preisträgerin des international angesehenen

Joseph-Joachim-Wettbewerbs Hannover 2015).

Shion Minami gehört zu den gefeiertsten jungen Geigerinnen

ihrer Generation.

Karten für das Konzert, veranstaltet vom Kulturkreis Uelzen,

erhalten Sie in der Uelzener Stadt- und Touristinformation,

unter Telefon 0581 800-6172, www.kulturkreis-uelzen.de

und an der Abendkasse.

Caroline Rothe hat zu jedem Wildkraut Fakten parat, die

das „Unkraut“ in einem neuen Licht erscheinen lassen. Zum

Beispiel die Brennnessel: „Die Brennnessel ist eine Wunderpflanze,

von der Wurzel bis zum Stängel kann man alles damit

machen. Sie neutralisiert den Boden, viele Insekten leben

von der Brennnessel. Auch die getrockneten Halme sind

noch nützlich, weil darin Insekten überwintern. Also unbedingt

stehen lassen. Und ja, die „brennende“ Pflanze kann

man auch im Salat essen oder daraus einen Tee machen.

Man muss die Blätter nur fest anfassen oder kurz unter heißes

Wasser halten.

Eine Wildpflanze, die im Frühjahr für einen Frischekick sorgt:

das Scharbockskraut. Die Pflanze enthält viel Vitamin C, das

gerade nach den langen Wintermonaten die Frühjahrsmüdigkeit

vertreibt. Doch Vorsicht: Zeigen sich die hellgelben

Blüten, ist die Pflanze giftig und darf nicht mehr verzehrt

werden.

Jedes wilde Kraut hat seinen ganz eigenen Charakter und

eine spezielle Wirkung. Vielfältig, gesund und natürlich. Einfach

mal rauf auf den Teller damit!

[Lütke]

Shion Minami begleitet vom berühmten „Sinfonia Varsovia“

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Termine

Wildkräuterführung mit Caroline Rothe

Sonntag, 17. April, und 1. Mai, 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr

am Kloster Medingen

Samstag, 23. April und 7. Mai, 14 bis 16 Uhr an der

Burg Bodenteich

Interessierte, die Fragen zu Wildkräutern haben

oder sich für eine der Führungen anmelden möchten,

können das unter abnachdraussen@gmail.com

tun.

Denn IHR Garten ist unsere Leidenschaft!

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www.barftgaans.de | April/Mai 2016 41


Thema

Fotos: Tramsen

KLEINE „LÖSCHHELDEN“

Spielen, Basteln und Brandschutzerziehung in der Kinderfeuerwehr Veerßen

Das jüngste Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Veerßen

ist gerade einmal fünf Monate alt: Lennard, der

ganze Stolz seiner Mama Diana Schaper-Henkel, der

Kinderfeuerwehrwartin der Veerßer Wehr sowie seines Vaters

Tino Henkel, aktives Mitglied in Veerßen. Die Feuerwehr

liegt der Familie im Blut: Schon der Vater und der Großvater

von Tino Henkel waren in der Feuerwehr aktiv. – Klar, dass

der kleine Lennard auch Feuerwehrmann werden soll.

„Löschhelden“ heißen die jüngsten Mitglieder der Feuerwehr

Veerßen, im Alter von 6 bis 10 Jahren. Alle zwei Wochen

am Samstagvormittag treffen sich die Kleinen zum

„Dienst“ im Feuerwehrhaus in Veerßen. „Wir unternehmen

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ganz unterschiedliche Aktivitäten mit den Kindern und führen

sie behutsam und spielerisch an die Feuerwehr heran“,

erzählen Diana Schaper-Henkel und die Ortsbrandmeisterin

der Ortsfeuerwehr Veerßen, Monika Bizio-Knopf. So lernen

die Kinder, wie man sich in einer Notfallsituation verhält und

welche Notrufnummer man wählen muss. Auch die Ausstattung

eines Feuerwehrwagens wird spielerisch erlernt. „Die

Kinder sollen Spaß haben, gemeinsam etwas machen und

erleben“, so Henkel-Schaper. Deshalb gehören Ausflüge,

Basteleien zu Ostern und viele weitere Aktivitäten genauso

dazu wie die kindgerechte Brandschutzerziehung.

An diesem Vormittag sind die Kinder eifrig dabei, Ostereier

in den schönsten Pastellfarben zu bemalen und mit der Betreuerin

Tatjana Schulz kleine Osternester zu basteln. „Die

Idee zu den Löschhelden hatte Christian Hoppe, der auch

1. Vorsitzender des Fördervereines ist“, erzählt Monika Bizio-Knopf.

Schon die Jüngsten sollten für die Feuerwehr

begeistert werden, damit der Bestand der Freiwilligen Feuerwehren

auch in Zukunft gesichert werden kann. „Gerade

in den kleineren Gemeinden, in denen es kaum noch Vereine

gibt, hat die Feuerwehr eine große integrative Kraft“, sagt

die Ortsbrandmeisterin. Zugezogene finden zum Beispiel

in der Feuerwehr Kontakt zu den Alteingesessenen. „Es ist

vor allem auch die familiäre Atmosphäre und die Kameradschaft,

die die Feuerwehr so besonders macht“, sagt Tino

Henkel. Man kennt sich, man verlässt sich im Einsatz aufeinander.

Eine Kameradschaft, die sich schon beim gemeinsamen

Basteln zeigt: Die Kinder helfen sich gegenseitig,

achten aufeinander. „Es ist schon erstaunlich, wie sich die

Kinder im Laufe der Zeit charakterlich entwickeln, wie sie

sich in die Gruppe einfügen“, sagt Bizio-Knopf. „Das macht

uns auch stolz."

42 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


Du hast Lust bekommen,

aktiv zu werden?

Bestimmt gibt es ganz in deiner Nähe eine Jugendfeuerwehr-Gruppe.

Alle Jugendfeuerwehren im Landkreis Uelzen

finden Interessierte unter

http://kreisjugendfeuerwehr-uelzen.webnode.com/die-jugendfeuerwehren

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Tag der offenen

Gärtnerei

Sonntag, 24. April, 11–16 Uhr

• Beste Qualität: Kaufen, wo es wächst

• Von A wie Aubergine bis Z wie Zucchini –

Gemüsepflanzen für Garten und Balkon

• Mit allen Sinnen genießen: Kräuter aus

eigener Anzucht

• Ein Meer aus Blumen: Farbenfreude für

Beet und Balkon

Zurzeit engagieren sich 27 Aktive in der Feuerwehr; dazu

kommen 15 Mitglieder zwischen 10 und 16 Jahren in der Jugendfeuerwehr,

12 in der Altersabteilung und 10 Kinder bei

den Löschhelden. Dem Förderverein gehören rund 80 Mitglieder

an. Die Feuerwehr Veerßen wird seit Anfang 2008

vom „Förderverein der Feuerwehr Veerßen e.V.“ unterstützt.

Durch den Förderverein konnte bereits ein VW-Bus für

die Ortsfeuerwehr beschafft werden. Hiermit ist besonders

die Jugendfeuerwehr für Wettbewerbe und Veranstaltungen

in der Umgebung mobiler. Rund 2700 Stunden Dienst

haben die Aktiven im vergangenen Jahr geleistet – und das

freiwillig. Vom Brandschutz über die Hilfeleistung bei Unfällen

bis zum Feuer – die Feuerwehrmänner und -frauen sind

zur Stelle, wenn der kleine Meldeempfänger piept. Je nach

Einsatzstichwort rücken dann eine oder mehrere Wehren

aus dem Landkreis aus. Dazu kommen andere Aktivitäten

wie beispielsweise bei der Sicherung von Osterfeuern, Naturschutzprojekte

oder die Kontrolle von Hydranten.

Die Feuerwehr lebt von Freiwilligen, vom Ehrenamt – doch

was, wenn sich niemand mehr engagieren möchte? Dann

wird es für alle brenzlich, denn jeder könnte einmal auf die

Hilfe angewiesen sein.

[Lütke]

Infos

Interessierte können sich gerne bei Ortsbrandmeisterin

Monika Bizio-Knopf, E-Mail: bizio-knopf@t-online.de melden;

alle Infos zu den Wehren im Landkreis gibt es hier:

www.kfv-uelzen.de/stadt-uelzen

Wer die Arbeit der Ortsfeuerwehr Veerßen unterstützen

möchte, kann Mitglied im Förderverein der Freiwilligen

Feuerwehr Veerßen e.V. werden. Interessierte können sich

beim 1. Vorsitzenden Christian Hoppe unter:

info@blumen-zentrum.de informieren.

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MITTELPUNKT DES DORFLEBENS

Eltern und Lehrer setzen sich für den Erhalt der Grundschule Molzen ein

Schnell den Schulranzen geschnappt, die Jacke übergeworfen

– und raus! Die Kinder der Grundschule

Molzen haben den Schultag geschafft, endlich frei für

heute. Schnell noch die Nachmittagsverabredungen treffen:

„Ich komme dann zu dir zum Spielen...“ – Die Grundschule

im Uelzener Ortsteil Molzen ist von der Schließung

bedroht. Im letzten Jahr wurden nur fünf Schüler eingeschult;

die einzügige Schule hat insgesamt 62 Schüler, die

hier unterrichtet werden. Der Uelzener Stadtrat hat im vergangenen

Jahr festgelegt, dass mindestens 13 Schüler eingeschult

werden müssen, soll die Grundschule auch in Zukunft

erhalten bleiben. Eine Zahl, die für Molzen schwer zu

erreichen ist – obwohl die Uelzener Politik sogar die Schulbezirke

neu zugeschnitten hat. Dadurch dürften auch Schüler,

die eigentlich nicht im Schulbezirk wohnen, in dem die

Schule Molzen liegt, diese Grundschule besuchen. Doch nur

wenige Eltern entscheiden sich dafür – dabei könnte sich

ein Besuch einer kleineren „Dorfschule“ besonders positiv

auf die Entwicklung der Kinder auswirken.

Lernen und wohlfühlen: Dieses Konzept geht für viele Eltern

und Kinder auf. Nanna Harms aus Riestedt und Nicole

Otto aus Masendorf haben jeweils zwei Kinder, die zurzeit

in Molzen zur Schule gehen. „Ich finde eine kleinere Schule

für meine Kinder einfach schöner“, sagt Nanna Harms. „Ich

weiß, dass sie hier gut aufgehoben sind.“ Dabei gehe es gar

nicht darum, ob die eine kleine Schule besser arbeitet als

eine große – die Schule muss zu den Bedürfnissen der Kinder

passen. „Wir wurden in der Schule mit offenen Armen

empfangen; hier gibt es immer einen Ansprechpartner,

wenn es doch mal ein Problem gibt“, sagt Nicole Otto. Einige

Eltern hätten sich bewusst für die Schule in Molzen entschieden.

„Die Schule ist schon seit langem für ihre Qualität

bekannt – die Betreuung ist hervorragend. Es gibt hier Platz

zum Toben, viele pädagogische Angebote und jedes Kind

wird individuell unterstützt“, sagen die beiden Mütter. In

der 3. Klasse machen die Schüler einen Ernährungsführerschein,

es gibt regelmäßig eine Kinderoper, Mitmach-Zirkus

und ein Sportfest; die Klassen fahren ins Theater.

Bärbel Brandt ist die Schulleiterin in Molzen. Ihre Schützlinge

liegen ihr am Herzen. „Wir versuchen, die Kinder in ihrer

Heterogenität anzunehmen und auf jeden einzugehen.

Jedes Kind wird so individuell gefördert und gefordert. Es

gibt keine Stigmatisierung.“ Die Schule war eine der ersten

Grundschulen im Landkreis Uelzen, in der ein geistig behindertes

Kind mit einer Begleitperson den Unterricht besuchte.

„Eine inklusive Beschulung bedeutet für die Grundschule,

jedes Kind mit den jeweiligen Stärken und Schwächen

anzunehmen. Schon seit vielen Jahren ist die Grundschule

Molzen auf dem Weg, eine Schule für alle Kinder zu sein,

in der wir einander annehmen und Unterschiede anerkennen.“

Acht Kinder haben derzeit in Molzen eine Begleitperson.

Die Begleiter sind Teil des Teams, arbeiten zusammen,

um die bestmöglichen Bedingungen für das Kind zu schaffen.

Konflikte werden schnell gelöst.

Die Schule ist nicht nur ein simpler Lernort – dort finden

auch zahlreiche externe Veranstaltungen statt. So tagen in

der Schule der Ortsrat und der Bürgerverein; es gibt dort

Blutspenden oder Adventsfeiern. „Die Schule ist für die

Gemeinschaft, für das Miteinander der Dörfer und als Treffpunkt

der Gemeinden enorm wichtig und nicht wegzudenken.

Es geht um das Miteinanderleben und um die Aktivitäten,

die gemeinsam von den Bürgern im Ort unternommen

werden“, betonen Nicole Otto und Nanna Harms.

Die ganze Dorfgemeinschaft ist zum Beispiel auf den Beinen,

wenn Kinder in Molzen eingeschult werden. „Sehr

viele Menschen folgen auch der Einladung zum Weihnachtsbasar.

Sie lassen sich mit hineinnehmen in die Vorweihnachtszeit.

Junge und ältere Menschen begegnen

sich nicht nur, sondern feiern gemeinsam, tauschen sich

aus und unterstützen sich gegenseitig. So kommen ältere

Menschen aus dem Dorf regelmäßig in die Schule und fungieren

als „Leseomis“, andere helfen im Schulgarten oder

unterstützen die Kreativarbeitsgemeinschaft. Es gibt viele

Beispiele und Situationen, in denen die Schule und das Dorf

zu einer Gemeinschaft verschmelzen“, berichtet Schulleiterin

Brandt.

Für die Einwohner in den Dörfern um Molzen herum – wie

Stöcken, Riestedt, Masendorf – ist die Grundschule einfach

unverzichtbar. „Die Infrastruktur in den Dörfern wird immer

weniger. Es gibt keine Läden, keine Post, keine Ärzte.

Wenn jetzt noch die Schule zumachen würde – nicht auszudenken.

Es ziehen doch nur Menschen in die Dörfer, wenn

es dort auch die entsprechende Infrastruktur gibt. Was

macht die Dörfer sonst attraktiv? Dazu ist es vor allem das

Miteinander, das das Leben hier so besonders macht. Und

das würde endgültig verloren gehen, wenn es die Schule

nicht mehr gäbe“, sagt Nicole Otto.

[Lütke]

44 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


GUM-GUM-MACHINE

Wer kennt es nicht: das Gum-Gum? Es besteht aus

verschiedenen einzelnen bunten Gums und hat

einen schwarzen Deckel. Es ist rund und ganz fabelhaft.

Hast du ein Gum-Gum, so magst du es nicht wieder

hergeben. Jeder braucht es, jeder will es. Und damit der

Fortbestand der Gum-Gums sichergestellt ist, werden die

besten Nachwuchskräfte gesucht, sie zu produzieren. Denn

das ist kein so leichtes Unterfangen.

Wir betreten als ambitionierte Praktikanten die Werkshalle

und krempeln unsere Ärmel hoch, bereit uns dem

Wettbewerb um die Krone der

fähigsten Nachwuchskraft zu

stellen. Unsere Aufgabe besteht darin, die Gum-Gum-Maschine

geschickt zum Laufen und reibungslosen Produzieren

der Gum-Gums zu bringen. Wer schließlich der schönsten,

besten meisten produziert hat, darf sich zum neuen Assistenten

der genialen Professoren und Gum-Gum-Koryphäen

ernennen lassen.

Die Regel dieses außergewöhnlichen Spiels sind simpel. Zunächst

bauen wir die Maschine aus ihren Einzelteilen

zusammen. Kein Spiel gleicht daher dem anderen,

denn die Anordnung der Rohre, Laufbänder, Kessel

und all der anderen Elemente ist immer wieder anders.

Ist die Maschine errichtet, darf der Reihe nach

jeder Spieler seinen Produktionsprozess anfahren.

Zu Beginn dessen wird der Startschieber auf eine

von fünf möglichen Positionen gestellt. Abhängig

von dessen Stellung wird nun eines der Maschinenelemente

aktiviert, welches seinerseits einen

genialen Automatismus in Gang setzt. Der Spieler

folgt nun allen aktivierten Maschinenelementen

und sammelt so lange verschiedenfarbige Gum-

Gums ein, bis die Maschine stoppt oder er ein

Gum-Gum fertiggestellt hat. Fertige Gum-Gums

liefern schließlich die spielentscheidenden Sieg

punkte.

In der Schachtel der Gum-Gum-Maschine steckt

nicht nur jede Menge höchst unterhaltsamer

Spaß und schönes und hochwertiges Material,

sondern auch reichlich Neues. So ein Spiel

haben wir bisher noch nicht erlebt, obendrein

ist es leicht zu erlernen und spielt sich immer

wieder anders. Ob man ein Gum-Gum nun

braucht, muss jeder für sich entscheiden, auf

die Gum-Gum-Maschine sollte man besser

nicht verzichten.

Für 2-4 Praktikanten ab 8, 30 Min., HUCH! &

friends

[Matthias Palmer]

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Ein Erlebnis

für die Sinne

April bis Juni,

täglich in der Kleinen Sauna

Aufgüsse nach dem Element

Erde mit Entspannungsritualen,

Atemübungen,

Klangschale, Tee …

Alle Infos: salue.info

www.salue.info


Geschichte auf Platt

IM MÄRZEN DER BAUER …

DAT ÄMSDAU UN DE KREIHEN

So fallt ein'n dat schöne Leed in, wenn man so an freuher

denkt. Plattdütsch is eegentlich keen Museumssprok, öwer,

„wat sien mut, mut sien.“ In mien Stromtiet (Lehrtiet) ackerte

ik to gern mit de Perd. Upn Hoff harn wie veir schöne

Perd, dat wär ne Freud dormit los to trecken.

Nu wär de Freuhjohrsbestellung dor, morgens Klock söben

güng dat los. De Eggen würn up'n Flechtenwogen lodt, denn

güng dat in de Kök un dor wür dat Ämsdauk (hochdütsch

= Frühstücksbeutel) holt mit ne lüttge Blechkann tom Drinken,

dorin wär' n schönen Erdbeersaft.

An de Döns (dat wär'n Kreisel mit Hainbeuken), wür denn de

Wogen afstellt, de Eggen upbaut, de Peerd dorvör un denn

los. Jümmer hen un torüch.

De Acker wär sehr lang un as ik am böbersten En'n anlangt

wär, dor könn ik sehn, wie twee Kreihen sik mit mien Ämsdauk

beschäftigen dähn. Könn jo nich so schnell dollopen,

dat güng nich, un as ik nu unnen ankäm, dor harn de Beister

dan Knuppen sauber upmokt un mien Freustüch wär weg.

Jo, dat wär argerlich, öwer tom Trost har ik jo mienen Saft

un tom Middag gev dat denn eben Nohschlag. Vergäten hef

ik dat nich un jümmer, wenn ik Kreihen seh, denk ik doran!


[Wilhelm Feuerhake9

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PILGERN „VOR DER HAUSTÜR“

Wandern und Innehalten auf den Besinnungswegen rund um Ebstorf

Pilgern kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel

wie „in die Fremde gehen“. Doch viele verstehen darunter

vor allem die Chance, auf achtsame Weise zu sich

selbst zu finden und anderen zu begegnen. Der Hektik des

Alltags zu entkommen und durchzuatmen. Ihrer Spiritualität

Raum zu geben, sich auf Wichtiges und Wesentliches im Leben

zu konzentrieren.

Pilgern wird immer beliebter, auch in Deutschland. Fast jeder

hat schon mal von dem berühmten „Ich bin dann mal

weg“-Jakobspilgerweg gehört, auf dem schon prominente

Wanderer den Sinn ihres Tuns und Seins suchten. Der Gedanke

ans Pilgern, ob allein oder mit anderen zusammen, weckt

Sehnsüchte, die man im Alltag oft nicht zulässt.

Um zu pilgern und zu innerer Einkehr zu gelangen, muss

man nicht gleich den beschwerlichen Jakobsweg durch

Spanien bis nach Santiago de Compostela gehen. Rund um

Ebstorf können Wanderer in überschaubaren Etappen Ruhe

und Entspannung finden. Gleich drei „Besinnungswege“

beginnen oder enden in dem idyllischen kleinen Ort in der

östlichen Lüneburger Heide und sind angebunden an die

Via Scandinavica, die von Kiel über Lüneburg, Bienenbüttel,

Medingen, Ebstorf, Melzingen, Suderburg und Hösseringen

weiter nach Göttingen führt.

Weil die Wege verschieden lang sind und künstlerisch gestaltete

Tafeln am Wegesrand zu besinnlichen und biblischen

Gedanken einladen, sind sie ein inspirierendes Angebot für

Menschen, die eine kurze aber „sinnvolle“ Auszeit in der Natur

suchen. Angela Geschonke, Leiterin der Touristinformation

in Ebstorf, freut sich besonders darüber, dass nun auch

ausgebildete PilgerbegleiterInnen vor Ort sind. „Mit ihrer

Unterstützung können wir schöne Pauschalen für Wanderer

anbieten, die sich für das Pilgern interessieren und es für sich

in der Gruppe entdecken wollen.“ Beim begleiteten Pilgern

wird das Wandern bereichert mit Elementen wie Singen und

Meditieren, Gesprächen, Schweigen und kurzen Andachten.

In der Touristinformation Ebstorf sind Tageswanderungen

buchbar wie „Samstagspilgern“ auf Inspirations- und Auferstehungsweg

im Juni und August, „Pilgern auf dem Schöpfungsweg“

zu Pfingsten und ein 4-Tages-Angebot „Pilgern

auf der Via Scandinavica“ im September mit Besuch der drei

am Weg liegenden Heideklöster in Lüne, Medingen und

Ebstorf.

Genauere Informationen zu Terminen und Preisen erhalten

Sie in der Touristinformation im Klosterflecken Ebstorf, Telefon

05822 2996 oder unter touristinfo@ebstorf.de

Sie wandern gern? Sie brauchen dringend etwas Zeit, um

sich selbst nachzuspüren? Dann brechen Sie auf – auch der

längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Orte und Wege der Besinnung!

Geschichte erleben, Kultur erfahren und sich selbst

finden und entdecken in der Urlaubsregion Ebstorf

rund um den Klosterflecken.

Informationen bei der Tourist-Info Ebstorf

Tel. 05822 2996 | touristinfo@ebstorf.de | www.ebstorf-tourismus.de


Rätsel-Spaß

Hilf der Eule in den Wald zurück zu finden

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Kulinarischer Land-erleben-Tag

Ein schöner Tag braucht nicht viel: Einfach mal abschalten, gutes

Essen genießen, frische Luft tanken und sich entspannen. Unser

kulinarischer Land-erleben-Tag fängt mit einem ausgiebigen Landfrühstück

(9.50 Uhr) in der Markthalle an.

Mit Käse, Landwurst, hausgebeiztem Lachs, frischen Landeiern,

Brot und Brötchen, Kaffee, Tee, frischem Saft sowie

regionale und saisonalen Leckereien.

Dann geht's los (11 Uhr) zu einer geführten Erlebnistour durch

Wald, Wiese und Felder, entlang der Ilmenau, vorbei an Skulpturen,

alten Häusern und Bauernhöfen. Wir erfahren Wissenswertes

über Land und Leute, über Natur und Tiere.

Picknick im Freien: Mit Sekt und Leckereien an idyllischen

Plätzen – lassen Sie sich überraschen.

Zurück in der Markthalle (14.30 Uhr) haben Sie eine Stunde Zeit für

sich, zum Plaudern, Seele-baumeln-lassen, Bummeln und Stöbern

in der Markthalle. Um 15.30 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen

Kochen:

Auf dem Speiseplan steht ein Drei-Gänge-Menü, dass gemeinsam

unter Anleitung in der urgemütlichen Showküche

zubereitet wird. Die Gelegenheit, sich Kniffe und Tricks vom

Profi abzugucken.

Gemeinsam genießen Sie das gute Essen und gepflegte Getränke,

auf Wunsch bieten wir Ihnen auch eine kleine Führung durch die

Weinwelt unserer Vinothek, inklusive Verkostung.

Pro Person: 99 Euro (Gruppen ab 10 Personen, je 89 Euro)

Termine ab 1. Mai, Reservierung unter 05823 9542230.

Alles Gute unter einem Dach

Termin-Highlights im April

So., 9. + 10. April, ab 11 Uhr | Frühlingsausstellung

Mi., 13. April, 9 Uhr | Frauenfrühstück

Di., 14. April, 18 Uhr | Gemeinsam Kochen

Do., 21. April, 18 Uhr | Veganer Kochkurs

So., 24. April, 11 Uhr | Regionaler Markthallenbrunch

Termin-Highlights im Mai

Do., 5. Mai, 11 Uhr | Himmelfahrts-Outdoor-Cooking

So., 8. Mai, 11 Uhr | Regionaler Markthallenbrunch

Mi., 11. Mai, 9 Uhr | Frauenfrühstück

So., 15. + 16. Mai, ab 11 Uhr | Pfingstbrunch

Do., 19. Mai, 18.30 Uhr | Veganer Kochkurs

www.markthalle-bienenbüttel.de

Bahnhofstraße 16 • 29553 Bienenbüttel

05823 9542230 | info@markthalle-bienenbuettel.de


Termine


Donnerstag, 7. April, 10 Uhr


Samstag, 9. April

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E-Bike

Lade-Service

Lachyoga

Lachen macht nicht nur Spaß, es ist auch gesund. Durch

Lachyoga werden Glückshormone aktiviert, das Selbstvertrauen

gestärkt und die inneren Organe massiert. Beim Lachen

wird die Durchblutung gefördert und der Blutdruck reguliert.

Das Schöne: Lachen kann man lernen und es macht

das Leben leichter: Sie fühlen sich freier, gehen positiver in

den Tag und über manches lässt sich einfach hinweglachen.

Mit „BevensenCard“ 5 Euro pro Person, ohne 6 Euro. Jeden

Donnerstag um 10 Uhr Treffpunkt: Tourist-Info, Dahlenburger

Str. 1, 29549 Bad Bevensen.



Donnerstag, 7. April, 19.30 Uhr

„Ein Volksfeind“

Ibsen stellt in seinem Volksfeind von 1882 die Gewissensfrage.

„Whistleblower“ und „Wikileaks“ gehörten damals

noch nicht zum allgemein verständlichen Vokabular, aber

die grundlegenden Fragen sind heute mindestens so aktuell

wie vor weit über 100 Jahren: Ist Wahrheit wichtiger als

das eigene Schicksal? Ist eine Gesellschaft ohne Intrigen und

Korruption denkbar? Heiligt der Zweck alle Mittel? Eintritt: 10

Euro. Karten für die Veranstaltung im Theater an der Ilmenau

gibt es bei der Stadt- und Touristinfo, Telefon 0581 800-6172.

Samstag, 9. April, 10 Uhr

Frühjahrsmarkt auf dem Herzogenplatz

Hähne krähen, Hühner gackern, Enten schnattern und das

alles mitten in der Stadt. Buntes Treiben mit außergewöhnlichen

Haustieren und einem Streichelzoo locken viele Besucher

auf den Herzogenplatz in Uelzen. Neben niedlichen

Wollschweinen und kuscheligen Kaninchen ist auch schönes

Kunsthandwerk zu bestaunen und zu erwerben.

Das kinderfreundliche Ausflugsziel,

wo Mensch und Rad auftanken.

Kaffee und Kuchen

mittwochs bis samstags: 14 bis 18.30 Uhr

sonn- und feiertags: 13 bis 18.30 Uhr

Feierlichkeiten aller Art nach Absprache

Wiesencafé - Hof Haram

29587 Natendorf-Oldendorf II

Telefon: 0 58 22 | 13 84

Schleusenführungen an der Esterholzer Schleuse

Die Ausmaße sind gigantisch, das Bauwerk in seiner Art weltweit

das größte. Die Rede ist aber nicht etwa vom Eiffelturm

in Paris oder einem ähnlich imposanten Gebäude, die Rede

ist von der Schleusengruppe in Uelzen. Schleusenwanderungen

starten vom Treffpunkt am Parkplatz der Gaststätte

,Esterholzer Schleuse‘. Erwachsene zahlen 2 Euro, Kinder 1

Euro. Die Führungen dauern ca. eineinhalb Stunden. Auch außerhalb

der feststehenden Termine sind Gruppenführungen

jederzeit nach Vereinbarungen möglich. Weitere Informationen

erhalten Sie direkt bei Frau Körtke 05825/1843 oder der

Stadt- und Touristinformation Uelzen 0581-800-6172.




Samstag, 9. April, 11 bis 12.30 Uhr

Führung durch die historische Innenstadt

Folgen Sie unseren Gästeführern durch Uelzen und erfahren

Sie Erstaunliches, Kurioses und Amüsantes über die einst

florierende Hanse- und Bierbrauerstadt. Ostern bis Oktober,

samstags 11.00 Uhr. Teilnahmegebühr: 5 Euro für Erwachsene

und 4 Euro für Kinder. Treffpunkt: Herzogenplatz, an der Touristinformation,

Dauer: ca. 1,5 Stunden, Anmeldung nicht nötig.

Samstag, 9. April, 15 Uhr

Was blüht denn da?

Ab April werden wieder die beliebten Führungen von Günter

Bastuck und Christiane Wittkowski durch den Kurpark Bad

Bevensen – Herzstück der Stadt – angeboten. Eintrittskarten

gibt es in der Touristinfo im Kurzentrum, bei allen bekannten

Vorverkaufsstellen, im Internet unter www.bad-bevensen-tourismus.de

oder direkt vor Ort. Treffpunkt: Touristinformation

Sonntag, 10. April, 17 Uhr

Reise durch 500 Jahre Musikgeschichte

Das Polizeiorchester wird in der St-Nicolai-Kirche in Holdenstedt

zu Gunsten der Kinder – und Jugendarbeit (Zuschuss

zum Bauwagen und zum Mittagstisch der Grundschule) der

Gemeinde Holdenstedt aufspielen. Natürlich wird auch Musik

von Johann Sebastian Bach auf dem Programm stehen, aber

nicht nur bei der Bearbeitung der Toccata in d-moll für symphonisches

Blasorchester wird es für die Zuhörer in der St.-Nicolai-Kirche

in Holdenstedt eine klangvolle Überraschung geben.

Dienstag, 12. April, 18 bis 22 Uhr

Maker Night

Neues gestalten und entdecken. Altes reparieren. Bringt eure

Ideen und Projekte mit! Wieso alleine zuhause werkeln, wo

es doch zusammen viel mehr Spaß macht und sogar die dritte

Hand, die einem sonst immer fehlt, endlich mal vorhanden

ist? Aber dies ist keine professionelle Werkstatt. Es gibt keine

Garantie, keine Gewährleistung, dafür ganz viel D.I.Y. Kreative

Köpfe, Interessierte und Fachleute aus allen Bereichen sind

herzlich willkommen. Eintritt frei, Veranstaltungsort: Vakuum

Bad Bevensen. Weitere Infos unter www.vakuum-ev.de

Umgeben von traumhaften RadWanderwegen – bestens geeignet als

48 Rast - www.barftgaans.de Frühstück auf Anmeldung | April/Mai – Mode 2016 aus Norwegen (auch Regenjacken)


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OPEN AIR IM

BLECKEDER SCHLOSSHOF

Felix Meyer: „Fasst euch ein Herz“-Tour 2016

Einst von der Presse als Phänomen beschrieben ist Felix

Meyer heute eine stetig wachsende Größe auf deutschen

Bühnen. Er hat in den letzten Jahren mit der Französin

ZAZ die Bühne geteilt und bei Konzerten und unzähligen

Gesprächen mit Keimzeit und Dota Kehr, den

Liedermachern Wenzel, Cynthia Nickschas, Prinz

Chaos und Konstantin Wecker Geschwister im

Geiste gefunden, denen das Leben an sich groß

genug und denen Frieden und Menschlichkeit das

Wertvollste auf der Welt ist. Der Fernsehsender

arte drehte eine Dokumentation über den ungewöhnlichen

Werdegang des Sängers und seiner

musikalisch erstklassigen Band project île. Im Frühjahr

2016 erscheint das mittlerweile vierte Studioalbum

mit dem Titel „Fasst euch ein Herz“, auf dem Felix

Meyer und seine Bande sich einen immer weiteren

Klangkosmos erschließen und sich endlich ganz auf ihre

Bühnenqualitäten und die Schönheit des Momentes verlassen,

in dem sie zusammen in einem Raum stehen und Lieder

spielen. Meyers Texte, die sich als roter Faden durch das Werk der

letzten sieben Jahre ziehen, machen die Konzerte des Chansonniers

zu außergewöhnlich warmen und nahbaren Ereignissen, die dem Publikum

ein Lächeln ins Gesicht zaubern und die Musik immer weiter in

die Welt hinaustragen.

www.felixmeyer.eu

OPEN

AIR

BLECKEDER

SCHLOSSNÄCHTE

25. UND 26. JUNI 2016

FELIX MEYER

SAMSTAG // Beginn: 20:00 Uhr

CAVEWOMAN

SONNTAG // Beginn: 20:30 Uhr

Veranstalter: Campus Lüneburg e.V.

Tourneeveranstalter: Four Artists Booking Agentur GmbH

Schlosshof Bleckede

Samstag, 25. Juni 2016

Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

VVK inkl. Gebühr: ab 28,85 € / 32,85 €

CAVEWOMAN

Theater-Comedy mit Ramona Krönke

In dieser fulminanten Solo-Show rechnet CAVEWOMAN Heike mit

den selbsternannten „Herren der Schöpfung“ ab. Mal mit der groben

Steinzeitkeule, mal mit den spitzen, perfekt gepflegten Nägeln

einer modernen Höhlenfrau aber immer treffend und zum

Brüllen komisch! Doch keine Sorge: CAVEWOMAN ist

kein feministischer Großangriff auf die gemeine Spezies

Mann. Freuen Sie sich vielmehr auf einen vergnüglichen

Blick auf das Zusammenleben zweier unterschiedlicher

Wesen, die sich einen Planeten, eine

Stadt und das Schlimmste: EINE WOHNUNG teilen

müssen! Hierzulande haben mehr als 450.000

Zuschauer in weit über 1.500 Shows und etwa 50

verschiedenen Spielorten das Stück gesehen. Damit

gehört CAVEWOMAN zu den erfolgreichsten

One-Woman-Shows überhaupt und feiert zunehmend

auch internationale Erfolge. Ramona Krönke

ist die erste deutsche „Höhlenfrau“. Die in Berlin lebende

Schauspielerin ist Mitglied des renommierten

Berliner Theaterensembles „DIE GORILLAS”, das seit

16 Jahren sehr erfolgreich im Bereich der Improvisation im

In- und Ausland agiert. Ramona Krönke spielte in Mark Brittons

Komödie die Mutter, gehörte zur Impro-Gruppe des „Quatsch

Comedy Club“, zum Cast der Hörspielsoap auf Deutschlandradio und gab

auf Radio Fritz (RBB) acht Jahre lang die Detektivin im interaktiven Hörspiel „Der

Ohrenzeuge”.

www.cavewoman.de

Veranstalter: Campus Lüneburg e.V.

Tourneeveranstalter: Golden Gate Berlin Zwei GmbH

Schlosshof Bleckede, Sonntag, 26. Juni 2016

Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr

VVK inkl. Gebühr: 27,00 € / 29,00 € | AK: 29,00 € / 31,00 €

Tickets sind an allen

bekannten VVK-Stellen, Online

unter www.ticketmaster.de

und www.eventim.de

sowie im Café Fritz im Schloss

Bleckede erhältlich.

Wir gestalten Unvergessliches!

Schlosshof Bleckede

Schlossstraße 10 · 21354 Bleckede

Mehr Informationen unter

www.cafefritz-bleckede.de

Veranstalter: Campus Lüneburg e.V.


Termine

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Freitag, 22. April, 15 bis 17 Uhr


Samstag, 23. April, 13 Uhr

Themenführung: Agrarkrisen / Agrarkonjunkturen

Gebäude des Museumsdorfes als Zeugnisse der Geschichte

der Landwirtschaft in der Lüneburger Heide, vorgestellt von

Dr. Ulrich Brohm, im Museumsdorf Hösseringen.


Freitag, 22. April, 20 Uhr

Die Zukunft lügt vor uns

Die drei Kabarettisten Birgit Schaller, Rainer Bursche und Erik

Lehmann blicken mit den Musikern Thomas Wand und Sascha

Mock ins diesseitige Jenseits, und was der Künstlerische

Leiter Wolfgang Schaller ins Textbuch geschrieben hat, nannte

eine Zeitung „Bissige Ironie im Dienst der Aufklarung“.

Das bekannte Dresdner Ensemble versucht, Sie von Frust zu

befreien, und heraus kommt Lust. Sie können Wut ablassen.

Auf die Politik. Auf die Kabarettisten. Auf sich selbst. Mit Lachen.

Oder einfach mit Zuhören. Eintritt ab 20 Euro. Karten

für die Veranstaltung im Theater an der Ilmenau gibt es bei

der Stadt- und Touristinfo, Telefon 0581 800-6172.

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Bald ist

Muttertag

Staudenmarkt

„Stauden, Deko, Gaumenfreuden“ ab 13 Uhr im Freibad

Stadensen. Neben Pflanzen aus heimischen Gärten wird

dem Besucher auch allerhand Dekoratives und Nützliches

angeboten. Die kleine Badbücherei ist neu bestückt und

bietet vielerlei Lektüre. Nicht fehlen darf das leckere und

von Insidern heiß ersehnte Stadensener Tortenbüfett nach

Landfrauenart. Grilltheke und Getränkestand runden das

Angebot ab und laden zum Genießen und Verweilen ein. So

kommen Gartenliebhaber, Leseratten und Kuchenfreunde

auf ihre Kosten. Das Organisationsteam setzt wieder auf die

tatkräftige Unterstützung der Sommerbadfreunde durch

jede Menge Pflanzenspenden. Deshalb an dieser Stelle

die Bitte an alle Gartenbesitzer bei den anstehenden Frühjahrsarbeiten

nicht benötigte Ableger und Pflanzen zu spenden.

Informationen zur Veranstaltung: Marita Bombeck, Telefon

05802-1732 und Susanne Leske, Telefon 05826 950455.



Samstag, 23. April,19.30 Uhr

Lieder, die das Leben schrieb

Seit 2012 stehen Parieste auf den kleineren und größeren

Bühnen in und um Uelzen. Doch manchmal sieht man Steffi

und Christian Gähring auch ganz ohne Bühne denn mit

Gitarre, zweistimmigem Gesang, Glockenspiel und etwas

Percussion haben sie alle Freiheiten und können ihre Musik

dort machen, wo es ihnen gerade gefällt. In ihren Liedern erzählen

sie Geschichten aus ihrem Leben. Einlass: 19.30 Uhr.

Eintritt 5 Euro. Veranstaltungsort: Vakuum Bad Bevensen.

Weitere Infos unter www.vakuum-ev.de

Sonntag, 24. April, 10 Uhr

„archaikon“ – Treffen traditionell arbeitender Handwerker

Archaische Techniken und kreative Neuinterpretationen

präsentieren Handwerker im Freilichtmuseum Diesdorf. Wie

arbeitete man mit einer Wippdrechselbank? Was ist beim

Bogenbau zu beachten? Große und kleine Kinder können

in der Holzwerkstatt oder der Töpferei selbst Hand anlegen

und dem Schmied an Feuer und Amboss über die Schulter

schauen. Die vorgestellten Werkstücke können von den Besuchern

erworben werden.


Sonntag, 24. April, 10.30 bis 17.30 Uhr

Zum Muttertag Danke sagen und

freie Zeit verschenken:

mit einem Gutschein für

Reinigungsleistungen nach Bedarf.

Bienenkorbflechten mit dem Kreisimkerverein

Unter Anleitung von Wolf-Ingo Lau vom Institut für Bienenkunde

in Celle zeigen Mitglieder des Kreisimkervereins im

Museumsdorf Hösseringen die alte Technik des Bienenkorbflechtens

und informieren über die traditionelle Lüneburger

Korbimkerei und Schwarmbienenzucht. Anmeldung unter

Telefon 05826 262.

50 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


Sonntag, 24. April, 17 Uhr

Kuhlau-Preisträger im Konzert

Von Klassik über Jazz bis Modern: Zum Abschluss der Reihe

Kammermusik freut sich der Kulturkreis Uelzen darauf,

Preisträger des Internationalen Flöten-Wettbewerbs „Friedrich

Kuhlau“ zu präsentieren. Die Zuschauer erwartet ein

Konzert mit Werken der Flöten- und Klavierliteratur. Die jungen

Musiker, die an diesem Abend ihr Können im Ratssaal

zeigen, haben sich in der Vorbereitung auf den Wettbewerb

bereits intensiv mit den Kompositionen des Uelzeners Friedrich

Kuhlau beschäftigt. Karten erhalten Sie bei der Stadtund

Touristinfo, Telefon 0581 800-6172.


Donnerstag, 28. April, 19.30 Uhr

Tschick

Es ist die Geschichte ihres Sommers. Zwei 14-jährige Jungs,

ein geknacktes Auto und eine chaotische Irrfahrt quer durch

die deutsche Einöde. Skurrile Situationen, irre Typen, krasse

Konflikte und berührende Poesie liefern sich einen rasanten

Schlagabtausch. Ihre Fahrt durch die Provinz ist komisch

oder berührend, manchmal gefährlich und immer spannend.

Und obwohl sie nichts wirklich suchen, finden sie das Unerwartete:

sich selbst, Freundschaft und Freiheit. Ab 13 Jahren.

Tickets für die Veranstaltung im Theater an der Ilmenau erhalten

Sie in der Stadt- und Touristinfo, Telefon 0581 800-6172.


Freitag, 29. April, 13 Uhr

20. Burgspektakel Bad Bodenteich vom 29. April bis 1. Mai

„Sei der Markt eröffnet“ – bereits zum 20. Male wird dieser

Ausruf den Beginn des Burgspektakels in Bad Bodenteich

künden und alsbald versammeln sich die Honoratioren, um

das Jubiläum gebührend einzuläuten. Der Tross der Fogelvreien

und die Kurverwaltung Bad Bodenteich laden Jung

und Alt vom 29. April bis zum 1. Mai zum großen Jubiläums-

spektakel auf das Burggelände ein. Schon der erste Veranstaltungstag

am Freitag, dem 29. April, steht ganz im Zeichen

des Jubiläums. Beginnend mit dem Markttreiben ab 18 Uhr

sind alle Gäste zu späterer Stunde zum großen Jubiläumskonzert

eingeladen. Aus Berlin kommt die Gruppe FABULA mit

Sackpfeifenmusik aus den vier Winden. Weitere Informationen

unter www.fogelvrei.de.


Sonntag, 1. Mai, 11.00 bis 15 Uhr

Flechtkurs: Runde Schalen flechten

Die Korbflechterin Diana Stegmann zeigt im Museumsdorf

Hösseringen, wie eine runde Schale für Obst oder Brötchen

oder zur Aufbewahrung entsteht. Mit dieser schlichten Technik

bekommt man einen guten Einblick in die Weidenflechterei.

Bitte ältere Sachen anziehen oder Schürze mitbringen;

Sitzkissen und witterungsbedingte Kleidung. Anmeldung bis

zum 17. April bei Diana Stegmann, Telefon 05861 986 23 39;

E-Mail: diana.stegmann@posteo.de


Sonntag, 1. Mai, 17 Uhr

Kammerorchester mit „Jugend musiziert“-Preisträgern

In seinem neuen Programm präsentiert das Kammerorchester

zwei junge Solisten, die beide Bundespreisträger beim

Wettbewerb „Jugend musiziert“ sind und ein Instrument,

das nur selten solistisch zu hören ist: Das Konzert für Kontrabass

und Streichorchester fis-moll op. 3 von Serge Koussevitzky

ist eines der beliebtesten Werke für dieses Instrument.

Koussevitzky, russischer Einwanderer in den USA, war selbst

gelernter Kontrabassvirtuose, jedoch nicht aus Neigung,

sondern aufgrund der Tatsache, dass am Moskauer Konservatorium

nur noch in der Kontrabassklasse ein Platz frei war.

Später trat er als Dirigent hervor und übernahm die Leitung

des Bostoner Symphonieorchesters, das er zu einem der

führenden Orchester in den USA machte. Veranstaltungsort:

St.-Marien-Kirche Uelzen.

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www.barftgaans.de | April/Mai 2016 51


Termine

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BAUM

FACH

WERK

Die „Körpersprache“ der Bäume verstehen,

Schadsymptome erkennen und richtig deuten.

FACHLICHE BERATUNG • GUTACHTEN

BAUMKATASTER

Mit Wissen um die Baumbiologie und Erfahrung

die erforderlichen Maßnahmen festlegen.

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Mit einem gut geschulten und ausgebildeten

Team die Arbeiten sicher und zügig ausführen.

BAUMPFLEGE NACH ZTV

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Besuchen Sie mich am 24. April

beim Gewerbetreff Fliegenberg!

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Sonntag, 8. Mai, 10 bis 17 Uhr

Muttertag im Museum Diesdorf

15.00 bis 16.30 Uhr Sonderführung: „Blühende Vielfalt in den

Gärten des Museums“. Das Museums-Café bietet eine große

Auswahl an Kuchen und Torten.

Montag, 9. Mai, 16 Uhr

Saison eröffnet: Museum Schliekau

Von April bis Oktober ist jeden Montag um 16 Uhr eine der

umfangreichsten Privatsammlungen Deutschlands geöffnet.

Lassen Sie sich von Museumsleiter Jürgen Schliekau in

eine selten gesehene Themenvielfalt von Urgeschichte, Vorgeschichte,

Heimat- und Kulturgeschichte, Handwerk und

vielem mehr einführen. Bitte Infokasten am Haus beachten!

Museum Schliekau; www.siebenstern-druck.de/museum

Samstag, 14. Mai, 11 Uhr

Zu Pfingsten den Schöpfungsweg erleben

Am Pfingstsamstag bietet die Urlaubsregion Ebstorf e.V.

eine geführte Wanderung über den Schöpfungsweg von

Ebstorf nach Melzingen an. Die Wanderung startet um 11

Uhr auf dem Domänenplatz in Ebstorf und endet gegen

14.30 Uhr im Arboretum mit einer Andacht. Im Anschluss

daran können sich die TeilnehmerInnen im Gartencafé bei

Kaffee und Kuchen über das Erlebte austauschen und/oder

den schönen Garten erkunden. Teilnehmerkosten: 5 Euro,

Kinder bis 14 Jahren frei. Weitere Informationen und Anmeldung

unter 05822 29 96. Wer nicht mitwandern möchte oder

kann, ist eingeladen, an der Andacht teilzunehmen.

Sonntag, 22. Mai, 10.30 bis 17 Uhr

Tag der Tiere

Geflügel- und Kaninchenzüchter aus der Region präsentieren

im Museumsdorf Hösseringen die Vielfalt alter Nutzgeflügel-

und Hauskaninchenrassen. Zu sehen ist außerdem die

kleinste Schafrasse Europas.

Freitag, 27. Mai, 11 bis 23 Uhr

Uelzener Weinmarkt

Lauschige Sommerabende, fröhlich entspannte Atmosphäre

und edle Tropfen – immer im Frühsommer zieht es die

Uelzener und ihre Gäste auf den traditionellen Weinmarkt in

der beschaulichen Heidestadt. Rund um die St.-Marien-Kirche

und das Glück spendende Uhlenköper-Denkmal haben

Winzer aus vielen deutschen Weinbaugebieten dann ihre

Stände aufgebaut und bieten vom fruchtigen, trockenen

Schoppen bis hin zur köstlichen Auslese besten Weingenuss.

Mit Jazz, Pop und Pianoklängen klingen herrlich laue Tage in

geselliger Runde aus.

Sonntag, 29. Mai, 10.30 bis 17 Uhr

Neue Ausstellung im Museumsdorf Hösseringen

Eröffnung der Ausstellung „Und der Handel noch so klein …

Höker und Kaufleute auf dem Lande“. Die Ausstellung ist ab

14 Uhr im Museumsdorf Hösseringen zu besichtigen.

52 www.barftgaans.de | April/Mai 2016


REGIONALE FIRMEN PRÄSENTIEREN

NEUHEITEN UND TRENDS

Fliegenberg-Gewerbetreff am Sonntag, 24. April, 11 bis 18 Uhr

Einen ganzen Tag lang können interessierte Besucher auf

dem Fliegenberg-Gewerbetreff in Bad Bevensen am 24.

April schauen, kaufen und sich informieren. Rund 50 regionale

Firmen, Händler und Hobbykünstler präsentieren ihre

neuen Produkte, Werke, Technologien und Dienstleistungen

und nehmen sich Zeit für Gespräche und individuelle Beratung.

Gegen 11 Uhr beginnt die Gewerbeschau mit einem Jazz-Frühschoppen.

Den ganzen Tag über, bis 18 Uhr, wird auf dem

gesamten Gelände und auf der großen Show-Bühne jede

Menge Unterhaltung geboten. Ein Kinderkarussell erfreut die

Kleinsten, überall locken Gewinnspiele. Gegen 13 Uhr lädt der

Spielmannszug der Bevenser Gilde mit zünftiger Musik zum

Mitklatschen und Schunkeln ein. Am Nachmittag gibt es sportliche

und musikalische Darbietungen und ausgewählte Firmen

präsentieren attraktive Produkte auf und an der großen Bühne.

Für die kleine Stärkung zwischendurch ist gesorgt: Insgesamt

zehn Stände verköstigen die Besucher mit deftigem Imbiss und

süßen Leckereien.

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Geleaste Dienstfahrräder

schonen die Umwelt und

den Geldbeutel. Wir als

lease a bike - Fachhändler

beraten Sie gern.

WWW.HANDWERK.DE

WWW.DACHDECKER-EGGERS.DE

111 Frühlingsgefühle?

Jahre –

Von Wir haben Generationen da was

für Generationen!

Sie!

„Seien Sie herzlich willkommen

auf unserem Stand beim

Bevenser Frühjahrstreff 2016

und lassen Sie sich überraschen"

Besuchen Sie uns beim

Gewerbetreff am Fliegenberg!

Dachdeckermeister

Klempnermeister

GmbH

Am Trespelsberg 5 + 7 ∙ 29549 Bad Bevensen

Telefon (05821) 2259 ∙ info@dachdecker-eggers.de

www.barftgaans.de | April/Mai 2016 53


Behn – beste Qualität

Vier auf einen Streich

Ludwig-Ehlers Straße 1 und 5 – die Adressen für geballte Handwerkskompetenz

Wenn‘s um Wohnideen geht, dann sind Sie bei Behn an der

richtigen Adresse: Vier Gewerke arbeiten Hand in Hand – Maler,

Raumausstatter, Glaser und Tischler! Diese enge Zusammenarbeit

hat sich seit vielen Jahren bewährt und wird seit

kurzem auch in der Firmierung widergespiegelt und deutlich

hervorgehoben.

Behn Wohnideen und Behn Glaser + Tischler

= geballte Handwerkskompetenz.

An zwei Standorten präsentieren sich die Betriebe im Gewerbegebiet

Fliegenberg in Bad Bevensen. Gleich an der Ecke,

Ludwig-Ehlers-Straße 1, befindet sich der Firmensitz „Behn

Glaser + Tischler“. Glasermeister Karl-Heinz Tute und Tischlermeister

Volker Barenschee stehen mit ihrem Team den Kunden

zur Verfügung. In den Ausstellungsräumen können sich

Kunden inspirieren lassen und bei einer individuellen Beratung

die Umsetzung für ihr Bau- und Renovierungsvorhaben

besprechen und planen.

Fenster und Türen, Glaselemente für verschiedene Wohnbereiche

und Ideen für Wintergärten sind ein Schwerpunkt

der Ausstellung. Qualitäts- und Sicherheitsaspekte sowie

Energieeffizienz stehen bei der Beratung und Umsetzung im

Vordergrund. Moderne Verglasungen erfüllen nicht nur die

strengen Vorgaben der Energieeinsparverordnung, sondern

übertreffen diese sogar. Hochwertige Markisen, Rollläden sowie

moderne (elektronisch gesteuerte) Beschattungssysteme

gehören ebenso zum Angebot.

In der Tischlerei werden nicht nur Bauelemente wie Türen,

Fenster und Treppen in bester Handwerksqualität gefertigt,

eine weitere Spezialität des Betriebes ist die Möbeltischlerei:

Von links: Karl-Heinz Tute, Volker Barenschee, Marion Tute und

Claudia Körner.

Vom Büroschrank über Einzelmöbel, Kompletteinrichtung

wie zum Beispiel Schlafzimmer oder Konferenzraum fertigen

die Tischler individuelle Einrichtungen nach Maß.

Wenn‘s um Wohnideen geht, sind Sie als Kunde in der Ludwig-Ehlers-Straße

5 genau richtig. Das Team um Rolf Behn

lässt Ihre Wohnträume Wirklichkeit werden – in Innenräumen

wie in der Fassadengestaltung: In der Ausstellung können Sie

sich inspirieren lassen, zum Beispiel in der Farb- und Wandgestaltung

mit dem Caparol-Beratungsshop und

einer Musterausstellung für Tapeten. Für den

großen Auftritt Ihrer Räume sorgen hochwertige

Teppichböden, Design-Bodenbeläge und exklusive

Parkettböden. Heimtextilien setzen Akzente

im Wohnraum – Behn Wohnideen bietet Musterstoffe

für Gardinen, Vorhänge, Plissees, Jalousien

und Bezüge. Aus dem umfangreichen Rahmenund

Leistenangebot werden exklusive Rahmen

für Ihre Bilder und Kunstwerke gefertigt.

Von links: Jens Becker, Sabine Behrens, Anne Detel, Heiko Lemm, Nicole Barenschee

und Rolf Behn.

Besonders in Zeiten steigender Umweltbelastungen

sind Nachhaltigkeit, Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit

der verwendeten Materialien

und Rohstoffe wichtige Aspekte. Allen Aufträgen

voran geht eine gründliche und auf die Bedürfnisse

abgestimmte Beratung, Planung und Angebotserstellung.

Sie werden von den Teams

individuell betreut – Zuhause und/oder an den

Betriebsstandorten.

54


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Alles aus einer Hand!

Maler Behn

Stellen Sie sich vor, Sie können alles, was Ihnen vorschwebt,

verwirklichen (lassen) – gemeinsam finden

wir Ihre ganz persönlichen Wohnideen von Behn und

setzen sie um. Alles ist möglich, wir freuen uns Ihre Vorstellungen

übertreffen zu dürfen!

Tischler Behn

Wir bieten Ihnen das echte Tischlerhandwerk – traditionell

und modern – und erarbeiten individuelle Lösungen

nach Ihren Vorstellungen. Wir fertigen für Sie Treppen,

Türen, Möbel und vieles Mehr nach Maß und in bester

Qualität.

Die Raumgestalter

Ihr Wohnambiente ist alles, was zählt. Einschränkungen

gab es vielleicht gestern. Heute lassen das Material und

die Möglichkeiten keine Wünsche mehr offen. Erleben Sie

mit Wohnideen von Behn ein „Facelift“ für Ihr Zuhause.

Glaser Behn

Das traditionelle Handwerk und die moderne Fertigung,

Hightech-Materialien und höchster energetischer Anspruch,

das ist kein Hexenwerk, sondern echte Handwerkskunst!

Denken Sie an Glas, denken Sie an Behn Glaser + Tischler.

Wir sehen uns – 24. April Frühlingstreff am Fliegenberg!

WOHNIDEEN

Ludwig-Ehlers-Straße 5

29549 Bad Bevensen

Telefon: 05821 9699770

Telefax: 05821 9699779

mail@behn-wohnideen.de

www.behn-wohnideen.de

GLASER + TISCHLER

Ludwig-Ehlers-Straße 1

29549 Bad Bevensen

Telefon: 05821 98700

Telefax: 05821 987030

info@behn-glaser-tischler.de

www.behn-glaser-tischler.de


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Hotline: 0 800 / 25 25 25 8

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