OCEAN7 2009-01-02
Österreichisches Lehrer-Paar segelt mit einem selbst gebauten Katamaran um die Welt. Ein Bericht aus den Tropen. Außerdem: Zwei völlig unterschiedliche Reisen in ein und demselben Revier der Türkei.
Österreichisches Lehrer-Paar segelt mit einem selbst gebauten Katamaran um die Welt. Ein Bericht aus den Tropen. Außerdem: Zwei völlig unterschiedliche Reisen in ein und demselben Revier der Türkei.
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DAS YACHTMAGAZIN FÜR ÖSTERREICH<br />
<strong>01</strong> – <strong>02</strong>/09<br />
oCEAN7 SPECIAL<br />
boot Düsseldorf <strong>2009</strong><br />
RC44 Team Austria<br />
rückkehr<br />
der Jedi-Ritter<br />
sleipnir2<br />
Segelrevier Tonga<br />
Zwei Türkei-Törns<br />
Segeln und Segeln lassen<br />
segeln extrem<br />
Zehn Mal Biskaya<br />
Mit Yacht Club Austria News
2<br />
N E W T H I N K I N G<br />
ONE 48<br />
S O L A R I S<br />
BOOT<br />
DÜSSELDORF<br />
17.<strong>01</strong>.-25.<strong>01</strong>.<strong>2009</strong><br />
HALLE 16 | STAND D21<br />
36 | 44 | ONE 48 | 53 | NEW ONE 60 | 63 | NEW 72 | 76 | 80 | 86 | CUSTOM 60’-100’<br />
SOLARISYACHTS-NORTH GmbH<br />
CH-6340 Baar, Switzerland<br />
+41 41 7680563, info@solarisyachts-north.ch<br />
CANTIERE Se.Ri.Gi. di Aquileia S.p.A.<br />
I-33051 Aquileia (UD), Italy<br />
+39 0431 91304, info@solarisyachts.com<br />
www.solarisyachts.com
Editorial<br />
3<br />
Liebe ocean7-leser<br />
Drei Initiativen aus Österreich machen Hoffnung. Sie sind<br />
zukunftweisend und haben Vorbildcharakter.<br />
Da ist einmal Wolfgang Schmalzl, der „Daniel Düsentrieb“<br />
vom Wörthersee. Er hat das alte, längst vergessene Taxiboot<br />
JULIKA wieder entdeckt, aus dem klassischen Rumpf eine<br />
moderne, serienreife Schale und in Zusammenarbeit mit Kräutler<br />
eine völlig neue, rein elektrische Antriebsvariante ent wickelt.<br />
Gespeist wird sie aus innovativen Lithium-Polymer-Akkus aus<br />
dem Hause Erun. Schmalzls JULIKA (Foto oben mit ihm am<br />
Steuer) kommt nicht nur geräusch- und emissionslos daher, sie<br />
ist auch so rasant, dass selbst Wasserskifahren mit dem umweltfreundlichen<br />
Kraftprotz kein Problem darstellt. Die JULIKA<br />
wurde zum „Powerboat of the Year“ nominiert .<br />
In Oberösterreich hat die Firma STEYR MOTORS einen<br />
Hybrid-Antrieb für Schiffe entwickelt, der<br />
– eingebaut in eine<br />
edle BENACO-<br />
Motoryacht der österreichischen Werft Frauscher – für die<br />
Mediensensation des Jahres 2008 in San Francisco sorgte, als<br />
die umweltfreundliche Kombination unter der Golden Gate<br />
Bridge gemeinsam mit Governor Arnie Schwarzenegger Dutzenden<br />
von begeisterten US-Journalisten vorgestellt wurde.<br />
Die BENACO mit Hybrid-Motor ist wie die JULIKA zum<br />
„Powerboat of the Year“ nominiert und der Hybrid von STEYR<br />
MOTORS gewann den begehrten DAME Award 2008, ein<br />
Innovationspreis, der alljährlich während der METS in Amsterdam<br />
vergeben wird (mehr auf Seite 7). Das Foto unten zeigt<br />
den STEYR-Benelux-Repräsentanten Imam Padmos und<br />
STEYR-Verkaufsleiter Hubert Boxleitner.<br />
Was wären all diese Errungenschaften, wenn es nicht Visio näre<br />
mit Forscherdrang gäbe, die oft unter Einsatz ihres Lebens die<br />
Grenzen neu entwickelter Technologien ausloten? Das Abenteurerpaar<br />
Heike Patzelt und Mag. Michael Köhler (www.<br />
die2abenteurer.com) aus Klagenfurt gehört zu dieser Kategorie.<br />
Die beiden wollen mit einem Kat ausschließlich mit der Kraft<br />
der Sonne, also ohne Segel und ohne fossile Brennstoffe, rund<br />
um die Welt fahren. Ihr Projekt SOLARWAVE (www.solarwave.<br />
at) wird von führenden Wirtschaftsunternehmen tatkräftig<br />
unterstützt, die Umsetzung ist in der finalen Phase.<br />
<strong>OCEAN7</strong> gratuliert Schmalzl, Frauscher und STEYR, wünscht<br />
den SOLARWAVE-Initiatoren viel Glück und Ihnen, liebe<br />
Leser, spannende Unterhaltung und interessante neue Informationen<br />
mit diesem aktuellen <strong>OCEAN7</strong> und immer topaktuell<br />
mit www.ocean7.at.<br />
thomas.dobernigg@ocean7.at
4<br />
Inhalt<br />
14 türkei. Zauberhafte Buchten.<br />
34 TONGA. Traditionell.<br />
34 Wracks. Begehrte Aufwuchsflächen.<br />
44 DIE seidls. Segelverrückte Familie.<br />
Revier<br />
14 SÜD-TÜRKEI. Orient-Törn mit zwei Prinzessinnen.<br />
22 SÜD-ÄGÄIS. Gesegelt werden.<br />
34 Tonga. Segeln im Königreich.<br />
People<br />
40 peter talas. Der Biskaya-Mann.<br />
44 die seidl-story. Beaufort im Blut.<br />
50 IRZL. Lizenz zum Segeln.<br />
56 List. Die Millionenshow.<br />
Service<br />
64 austrian boat show. Boot Tulln <strong>2009</strong>.<br />
66 Kikinger. Neues Leben in alten Schiffen.<br />
74 ENERGIEVERSORGUNG. Häufig gestellte Fragen.<br />
80 badehaubenkoch. Gegen die Kälte.<br />
83 mit sachverstand. Fairness ist oberstes Gebot.<br />
Yachten<br />
86 OCEAN BREECE. Spielzeug des Diktators.<br />
88 boot düsseldorf <strong>2009</strong>. Mutter der Bootsmessen.<br />
Regatta<br />
106 rc 44. Die Rückkehr der Jedi-Ritter.<br />
112 Space Odysse. In der Umlaufbahn der Motten.<br />
114 ABRACADABRA. Meisterprüfung der Zauberlehrlinge.<br />
| 3 Editorial.<br />
| 6 Best of.<br />
| 10 foto des Monats.<br />
| 98 YCA News.<br />
| 120 Bücherschapp.<br />
| 122 Inserentenverzeichnis – Impressum.<br />
50 IRZL. A-Schein mitten in Wien erhältlich.<br />
<strong>01</strong>-<strong>02</strong>/09<br />
Ausgabe Nr. 13<br />
Alle Infos und vieles mehr unter<br />
www.ocean7.at<br />
Coverfoto von GINDLFOTO
6<br />
oCEAN7 BEST OF<br />
ADAC MARINAFÜHRER<br />
Ganz neu erschienen ist der ADAC Marinaführer. Er beschreibt über 1.000 Sportboothäfen<br />
in 16 Ländern Europas. Jeder wird mit einem detaillierten Plan vorgestellt,<br />
der die Lage der einzelnen Stege sowie die Befeuerung und Betonnung darstellt.<br />
Mit Piktogrammen ist die Lage der wichtigsten Einrichtungen wie Hafenkapitän,<br />
Tankstelle oder Slipanlage verzeichnet. Eine weitere Piktogrammzeile informiert über<br />
Bewertung, Öffnungszeiten, Anzahl der Liegeplätze und die Versorgungseinrichtungen.<br />
Wichtige Informationen für die Ansteuerung sind mit GPS-Koordinaten, Wasserständen<br />
und den Kontaktdaten des Hafenmeisters und der Beschreibung der<br />
Ansteuerung kompakt zusammengefasst. Auch die Liegeplatzgebühren sind angegeben.<br />
700 Seiten; 13,2 x 22,5 cm, Hardcover, € 24,95, ISBN: 978-3-89905-709-6<br />
www.adac.de<br />
Airacuda<br />
Ein bionisches Objekt mit Flossenantrieb<br />
Der Airacuda ist ein ferngesteuerter, pneumatisch angetriebener Fisch, der von den<br />
Technikern der deutschen Firma FESTO entwickelt wurde. Er bewegt sich nahezu<br />
lautlos durchs Wasser. Seine Bewegungsabläufe sind denen seines biologischen<br />
Vorbilds zum Verwechseln ähnlich und lassen den Airacuda extrem wendig durch<br />
sein Element gleiten.<br />
Der im technischen Bereich innovative Flossenantrieb hat gegenüber einem konventionellen<br />
Schiffsschraubenantrieb einige Vorteile. So wird einerseits ein größerer<br />
Teil der Bewegung in wirkungsvollen Vortrieb umgesetzt und eine bessere Wendigkeit<br />
erreicht. Außerdem kann mit dem<br />
Flossenantrieb besser beschleunigt<br />
werden. Leider birgt die sonst so überzeugende<br />
Technik auch einen gravierenden<br />
Nachteil: Es ist nur sehr schwer<br />
zu realisieren, den Airacuda mittels Flossenschlag rückwärts zu bewegen. Im Inneren<br />
des künstlichen Fisches sorgen zwei ebenfalls von FESTO entwickelte fluidische<br />
Muskeln für die charakteristische und für Fische typische S-förmige Bewegung.<br />
Zwei weitere Muskeln steuern den Airacuda. Der Fluidic Muscle ist eine<br />
Innovation von Festo. Er steht einem echten Muskel in nichts nach und wird mit<br />
Druckluft betrieben.<br />
www.festo.com<br />
WAECO:<br />
MOBILE STROMVERSORGUNG<br />
Bereits zur Markteinführung wurde die brandneue WAECO Premium-<br />
Elektronik für die mobile Stromversorgung mit dem äußerst begehrten Caravaning<br />
Design Award 2008/<strong>2009</strong> ausgezeichnet. Der in Kooperation der Messe Düsseldorf mit red dot projects<br />
verliehene Preis würdigt in besonderer Weise „die Qualität und Innovationskraft“ der neuen WAECO-<br />
Geräte. Wie etwa die neuen WAECO PerfectCharge IU0U-Automatiklader, die modernste Ladetechnik<br />
mit perfektem Design und einem Höchstmaß an Bedienkomfort verbinden.<br />
www.waeco.at, www.dometic.at
NEWS BEST OF<br />
7<br />
Steyr Motors gewinnt<br />
den DAME Award 2008<br />
Steyr Motors ist für seine sauberen, leichtgewichtigen Marine-Dieselmotoren<br />
mit elektronischem Motormanagement<br />
bekannt.<br />
Die umweltfreundliche Hybridlösung läutet ein neues Kapitel<br />
in der Geschichte des Freizeitbootantriebs ein. Sie<br />
gewährleistet Emissionsfreiheit und ermöglicht das Manövrieren<br />
mit niedrigen Geschwindigkeiten in Häfen sowie ge -<br />
räuschfreies Fahren auf Binnengewässern und in Naturschutzgebieten.<br />
Zudem ist der Einbau separater Generatoreinheiten<br />
für andere Ausrüstungen an Bord überflüssig. Mit<br />
dem emissionsfreien, rein elektrischen Antriebsmodus kann<br />
eine Geschwindigkeit von fünf Knoten erreicht werden.<br />
Durch einfaches Drehen des Zündschlüssels wird der Modus<br />
gewechselt und der Verbrennungsmotor kommt zum<br />
Einsatz. Das ausgeklügelte Antriebssystem wird dann vom<br />
elektrischen Antrieb verstärkt und sichert bei niedrigerem<br />
Kraftstoffverbrauch und verbesserten Ansprech- und Dynamikeigenschaften<br />
eine schnellere Beschleunigung bis zum<br />
Erreichen der Gleitphase.<br />
Für dieses zukunftsweisende<br />
Produkt erhielt<br />
Steyr Motors im November<br />
2008 in<br />
Amsterdam den<br />
hoch angesehenen<br />
DAME Award 2008.<br />
Seit seiner Einführung<br />
im Jahr 1991<br />
gewann der DAME<br />
(Design Award METS)<br />
als einer der führenden Wettbewerbe<br />
seiner Art im Bereich Marine-<br />
Ausrüstung und -Zubehör weltweit immer<br />
mehr an Anerkennung.<br />
Der DAME-Preis wird jährlich für das best-designed Produkt<br />
während der METS-Aus stellung in Amsterdam vergeben.<br />
www.steyr-motors.com<br />
MIT ocean7<br />
Gewinnen:<br />
allround-<br />
Jacke von<br />
henry<br />
lloyd<br />
Sie heißt Diablo, das<br />
klingt teuflisch. Und<br />
sie ist einfach teuflisch<br />
gut – die superdichte<br />
Allroundjacke von Henry Lloyd<br />
ist wind- und wasserdicht und atmungsaktiv. Getapte Nähte,<br />
Fleece-gefüttert, gummiertes Bündchen (verhindert<br />
Hochrutschen), unterlegter Front-Reißverschluss sowie zwei<br />
Reißverschluss-Schubtaschen, Innentasche mit Reißverschluss<br />
und Klettverschlüsse an den Ärmeln. Und das Allerbeste<br />
an der tollen Jacke: Sie können Sie jetzt bei <strong>OCEAN7</strong><br />
Online gewinnen. Sie müssen nur noch mitmachen unter:<br />
www.ocean7.at<br />
ALTE DENKER<br />
„Hat man sich nicht ringsum<br />
vom Meere umgeben<br />
gesehen, so hat man keinen<br />
Begriff von Welt und von<br />
seinem Verhältnis zur Welt.“<br />
J. W. von Goethe<br />
<strong>OCEAN7</strong>-KLICKTIPP<br />
Wir sind überzeugt, dass unsere eigene, neue Homepage www.ocean7.at auf jeden Fall einen<br />
Klicktipp wert ist. Wir nutzen unsere Internetplattform für unsere Besucher als derzeit schnellstes<br />
Medium, um brandaktuelle Informationen – wenn nötig im Minutentakt – zu transportieren (z. B.<br />
Vendée Globe Drama), Neuigkeiten vom Markt umgehend weiterzugeben, Revierinformationen<br />
zu liefern und unseren Lesern ein Diskussionsforum zu bieten. Und nicht zuletzt gibt es immer<br />
wieder wertvolle Preise bei spannenden Gewinnspielen zu gewinnen. Reinklicken lohnt sich.<br />
www.ocean7.at<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der boot Düsseldorf <strong>2009</strong> – Halle 17, Stand-Nr. B58 und Halle 4, Stand-Nr. B59<br />
- Für Binnen- und<br />
Hochseegewässer<br />
- Perfekte<br />
Segeleigenschaften<br />
- Mastlegevorrichtung<br />
- Trailerbar
8<br />
oCEAN7 BEST OF<br />
Navionics macht das handy<br />
zum kartenplotter<br />
Das ist die Navigations-Sensation des Jahres: Navionics<br />
Mobile – die neue Navigations-Software für Smart Phone.<br />
Bisher waren immer eigens für die jeweilige Software<br />
kompa tible GPS-Geräte nötig. Das ist jetzt dank der revolutionären<br />
Entwicklung von Navionics Vergangenheit: Jetzt<br />
wird jedes geeignete Mobiltelefon zum GPS-Marine-Kartenplotter.<br />
Wobei die Deutlichkeit und Detailiertheit<br />
der Darstellung auf dem Display<br />
so perfekt ist, dass Unterschiede zu speziellen<br />
Geräten kaum noch bestehen. Auch<br />
alle notwendigen Funktionen, um eine<br />
sichere und exakte Navigation zu gewährleisten,<br />
sind gegeben: Exakte GPS-<br />
Positionen auf der Karte, Zoomfunktionen,<br />
Objektbeschreibungen und vieles<br />
mehr, egal ob bei Tageslicht oder im<br />
Nachtmodus.<br />
Das Laden von Navionics Mobile<br />
Charts auf ein Smart Phone ist denkbar<br />
einfach aus dem Internet möglich.<br />
Dort werden sie dann gespeichert<br />
und können so auch ohne<br />
Handysignal genutzt werden.<br />
Wassersportler, die bereits einen<br />
Chartplotter besitzen, können Navionics<br />
Mobile zur Verbesserung der<br />
Navigationssicherheit nutzen oder als<br />
Zusatznavigation. Es kann damit aber auch einfach die<br />
Kartografie abgerufen werden, während man zu Hause oder<br />
irgendwo an Land ist, ohne direkt vor einem Plotter an Bord<br />
sein zu müssen.<br />
Das Navionics Mobile ist nicht nur für Segler und Motorbootfahrer<br />
interessant. Auch für Skigebiete und Skipisten in<br />
mehr als 460 Resorts in den Alpen können Karten geladen<br />
und somit das Mobiltelefon als Outdoor-Navigationsgerät<br />
genutzt werden.<br />
www.ascherl.at<br />
www.yachtelektronik.at<br />
www.allroundmarin.at<br />
WUSSTEN SIE, DASS …<br />
… 1974<br />
vor Indien mit South Talpatty eine<br />
neue Insel entstanden ist?<br />
… es seit 1905<br />
vor Südafrika lediglich 41 tödliche<br />
Haiangriffe gegeben hat?<br />
… 2.035<br />
Meter tief Pottwale tauchen können?<br />
Magicwinch<br />
Um sämtliche Bordwinschen mit Motorpower<br />
zu versorgen, ist die unverwüstliche<br />
Magicwinch eine einfache<br />
und effiziente Möglichkeit. Sie passt<br />
auf alle handelsüblichen Winschen<br />
und ersetzt sowohl Kurbel als auch<br />
Muskelkraft. In dem kraftvollen Gerät<br />
arbeitet ein sparsamer aber<br />
leistungsfähiger Elektromotor.<br />
Durch die Verwendung von hochwertigen<br />
Materialien wie Carbon<br />
oder anodisiertem Aluminium ist<br />
die Magicwinch praktisch unverwüstlich<br />
und wasserdicht. Zum<br />
eigenen und dem Schutz des<br />
empfindlichen Schiffsdecks ist<br />
das praktische Werkzeug an den<br />
Außenkanten mit rutschfestem<br />
Gummi überzogen.<br />
www.uk-sails.at<br />
TUI Marine kauft<br />
Master-Yachting Deutschland<br />
Kurz vor dem 20. Firmenjubiläum wechselt Master-Yachting Deutschland den Eigentümer. Das Unternehmen<br />
in Eibelstadt bei Würzburg gehört künftig zu TUI Marine, zu der mit Moorings und Sunsail bereits zwei der<br />
größten Charterflottenbetreiber weltweit zählen. Master-Yachting soll wie bisher den Heimatmarkt betreuen.<br />
Andrea Barbera und Hans-Ulrich Sorge, Gründer und Geschäftsführer, werden demnach ihre Arbeit unter dem<br />
alten Firmennamen fortführen.<br />
www.master-yachting.de
NEWS BEST OF<br />
9<br />
Mitsegeln auf der TOKIO II<br />
Der einzige unter österreichischer Flagge fahrende V.O. 60.<br />
Racer, die TOKIO II, hat im Jahr <strong>2009</strong> wieder Großes vor und<br />
bietet Gästen Gelegenheit zum Mitsegeln. Die zurzeit in Almerimar<br />
in Südspanien liegende Rennyacht startet Anfang Mai<br />
in Richtung Lissabon. Auf dem Weg liegt die anspruchsvolle<br />
Straße von Gibraltar. Acht Tage sind für den Törn geplant,<br />
Hauptaugenmerk liegt auf entspanntem Cruising mit einer<br />
extrem schnellen Yacht.<br />
Anschließend sticht das Schiff, gelegentlich auch „das blaue<br />
Wunder“ genannt, mit dem Ziel Brest in See. Vor dem Schlag<br />
über die Biskaya ein Zwischenstopp in La Coruna. Nächstes<br />
Ziel ist Galway im Westen Irlands, wo der V.O.60. Racer beim<br />
Etappenziel des Volvo Ocean Race als passende Zuschaueryacht<br />
fungieren wird. Doch auch der Weg zu diesem Segler-<br />
Mekka ist für Kenner ein Highlight: Über den Ärmelkanal, vorbei<br />
an den berüchtigten Scilly Islands und dem legendären Fastnet-Rock<br />
in der Irischen See.<br />
Dann macht sich die TOKIO II über La Coruna zurück auf den<br />
Weg nach Gibraltar, von wo aus Fahrten im Atlantik geplant<br />
sind. Im August will sich die Crew der TOKIO II wie im vergangenen<br />
Jahr bei der Regatta Huelva–La Gomera mit anderen<br />
Spitzenyachten messen. Zuletzt ersegelte sie nicht nur den<br />
Gesamtsieg, sondern stellte auch einen neuen Streckenrekord<br />
auf.<br />
Wenn das Jahr <strong>2009</strong> langsam zur Neige geht, plant Eigner<br />
Tom Holzner, das geniale Schiff im Rahmen der Atlantic Rally<br />
for Cruisers ARC in die Karibik zu bringen.<br />
TOKIO II – alle Termine:<br />
2.5. – 9.5.<strong>2009</strong> Almerimar (Südspanien)–Cascais<br />
(Lissabon); Preis: € 690,– pro Koje<br />
9.5. – 16.5.<strong>2009</strong> Cascais (Lissabon)–Brest;<br />
Preis: € 690,– pro Kojenplatz<br />
16.5. – 23.5.<strong>2009</strong> Brest–Galway;<br />
Preis: € 980,– pro Kojenplatz<br />
23.5. – 31.5.<strong>2009</strong> Galway–Galway;<br />
Preis: € 980,– pro Kojenplatz<br />
1.6. – 13.6.<strong>2009</strong> Galway–La Coruna;<br />
Preis: € 1.190,– pro Kojenplatz<br />
13.6. – 20.6.<strong>2009</strong> La Coruna–La Linea (Gibraltar);<br />
Preis: € 690,– pro Kojenplatz<br />
29.8. – 5.9.<strong>2009</strong> Regatta Huelva–La Gomera<br />
22.11. – 14.12.<strong>2009</strong> Atlantic Rally for Cruisers<br />
Alle Preise (inkl. MwSt., exkl. Bordkasse, exkl. An-/Abreisekosten)<br />
www.sailbig.at<br />
Neue Taschen von Henri Lloyd<br />
Damit sich Segler und Seglerinnen jederzeit auf ihr Gepäck verlassen können, hat Henri Lloyd tief in die<br />
Material trickkiste gegriffen und Taschen entwickelt, die dem Rest der Segelausrüstung in punkto Robustheit<br />
und Tragekomfort in nichts nachstehen. Schwereres Gepäck lässt sich im Wheel Bag rollen. Große<br />
Innenfächer und Taschen sorgen für den nötigen Überblick. Der Griff ist teleskopierbar. Etwas offizieller<br />
ist das Attaché Case mit gepolstertem Laptop-Fach. Zusätzliches Arbeitsmaterial passt in zwei<br />
große Innenfächer. Der Griff ist verstärkt, der Schultergurt abnehmbar.<br />
www.henrilloyd.de www.ascherl.at
10<br />
Liebe <strong>OCEAN7</strong>-Leser, haben auch Sie auf einem Ihrer Törns ein<br />
außergewöhnliches Foto geschossen? Schicken Sie es an uns! Bei<br />
Veröffentlichung als Foto des Monats zahlt Ihnen <strong>OCEAN7</strong> für Ihren<br />
nächsten Törn e 150,– in die Bordkasse. Bitte denken Sie daran, dass<br />
nur Fotos ab 300 dpi (bei Originalgröße) Druckqualität haben.
Revier<br />
11<br />
der flug<br />
Des raumschiffs<br />
Schildkröten gehören zu den Wanderern der Meere, ihre Verbreitung erstreckt sich je nach Art von<br />
70°N bis 40°S. Daher sind sie für alle Seefahrer dieser Regionen immer wieder ein erfreulicher<br />
Anblick. Diese Aufnahme stammt von Wolfgang Suchy aus Wien und entstand vor Marsa Alam in<br />
Südägypten. Nach einer Mahlzeit aus Seegras in der seichten Bucht steuerte die Schildkröte hinaus<br />
auf das offene Meer – wie ein Wesen aus einer anderen Welt im schwerelosen Flug.
12<br />
oCEAN7 REVIER<br />
Ihr persönlicher Törnführer<br />
OFFSHORE-<br />
REVIERFÜHRER<br />
Das gibt es nur bei Offshore<br />
Boote: Kunden, die bei der in<br />
der Marina Kremik in Kroatien<br />
stationierten Firma chartern,<br />
erhalten einen liebevoll und<br />
kompetent zusammengestellten<br />
Revierführer. Man findet<br />
darin eine Reihe von unterschiedlichen<br />
Routenvorschlägen inklusive<br />
Fotos, jeweils für eine Woche, die alle<br />
eines gemeinsam haben: Eine Gesamtdistanz<br />
von rund 100 Seemeilen.<br />
Hintergrund dafür ist das Wissen,<br />
dass es in der Nähe des Stützpunktes<br />
viele reizvolle Ortschaften, Inseln<br />
und Buchten gibt, an denen Bootsfahrer<br />
nur allzu oft vorbeifahren. Auf<br />
diese „Juwele vor Ort“, die sich sowohl<br />
in Richtung Norden als auch<br />
Süden befinden, soll die Aufmerksamkeit<br />
gelenkt werden. Der Törnführer wird bei einer Buchung<br />
mit dem Chartervertrag mitgesendet. Die Kunden können<br />
somit bereits vor der Anreise Ihren Törn mit der Crew planen.<br />
www.offshoreboote.at<br />
Ante in Vrulje ŠeŠulA Auf ŠoltA<br />
www.offshore-boote.at<br />
StupicA Auf Žirje<br />
opAt Auf KornAt<br />
Offshore Boote GmbH<br />
A-1030 Wien, Baumgasse 83, Tel.: +43/1/799 23 45,<br />
E-Mail: info@o fshore-boote.at, www.o fshore-boote.at<br />
Veranstalter:<br />
Sunce Jahta d.o.o., Viska 12, C-22203-Rogoznica<br />
Stützpunkt Marina Kremik<br />
Segeln im ewigen Frühling<br />
Die Kanaren sind ein anspruchsvolles, aber ideales Segelrevier zu jeder<br />
Jahreszeit. In der supermodernen Marina von Puerto Calero auf Lanzerote,<br />
der Insel mit den traumhaften Sandstränden, liegt die unter österreichischer<br />
Flagge segelnde Jeanneau DS 43 „Schloß Ort“. Mit der<br />
eleganten, bestens ausgestatteten Yacht, können Törns zu den Inseln<br />
gestartet werden.<br />
www.rothauertrans.at<br />
LaPita-voyage im pazifik<br />
Mit zwei nach traditionellem Vorbild entwickelten Katamaranen versuchen<br />
derzeit Crews den Migrationsweg der Polynesier, die rund 4.000 Seemeilen<br />
lange Lapita-Voyage durch den Pazifik, in sechs Etappen nachzusegeln.<br />
Derzeit befindet sich die Expedition auf dem Weg von der philippinischen<br />
Insel Panglao zur indonesischen Insel Halmahera. Bereits nach<br />
den ersten Tagen wurde schnell klar, dass die raue See einige Änderungen<br />
an der Ruder- und Segelauslegung der Boote erfordert. Ungeachtet dieser<br />
Kinderkrankheiten und verschiedener Wetterkapriolen ist das Team hoch<br />
motiviert und freut sich auf die offene See des Stillen Ozeans sowie die<br />
weiteren Segelpassagen.<br />
www.lapita-voyage.org
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der boot Düsseldorf <strong>2009</strong> – Halle 11, Stand-Nr. G22<br />
Baotic neu in Trogir<br />
Baotic hat in Trogir eine neue Basis eröffnet. Sie dient als Servicezentrum und als<br />
Charterstützpunkt. Hier werden mehrere Katamarane angeboten, z. B: die Lagoon<br />
440, die Lagoon 420, eine Lagoon 410 S2 und eine Lavezzi 40. Weiters gibt es eine<br />
nagelneue Sealine T50 mit drei Kabinen, einer Skipperkabine und der Möglichkeit<br />
der Belegung mit einer weiteren Person im Salon sowie eine wunderschöne Airon<br />
Marine 4300 T-Top mit dem neuen IPS-Antrieb und drei Kabinen von der italienischen<br />
Werft Paolo Molinari.<br />
Neben weiteren Yachten der nordischen Werft Nimbus in 2- und 3-Kabinenversion<br />
kann hier auch die neue Sealine SC 47 gechartert werden, eine besonders schöne,<br />
sportliche, stylische und zuverlässige Yacht.<br />
Die Basis ist vom Fluhafen Split aus leicht zu erreichen. Die seit 1997 als Weltkulturerbe<br />
ausgewiesene Altstadt von Trogir liegt nur fünf Gehminuten entfernt. Das große<br />
Sealine-Zentrum bietet Wassersportinteressierten alles, was sie wünschen. Inklusive<br />
Ausstellungsflächen für Verkauf, Service, Charter, Management und Liegeplätzen mit<br />
einer Vielzahl an Gebrauchtbooten zu besonders attraktiven Preisen.<br />
www.baotic-yachting.com<br />
Custom Axis Laminat<br />
Performance Genua und Großsegel<br />
zu Dacronpreisen<br />
Custom Axis Groß- und Vorsegel sind High<br />
Performance Laminat-Segel. Sie haben ein<br />
modernes Design und sind von Hand hoch-<br />
hochwertig gefertigt. gefertigt. Nun ist Nun es ist uns es möglich uns möglich, Diese<br />
Segel diese zu Segel einem zum Preis eines Dacron-Segels<br />
anzubieten. Zum Preis eines wirklich guten<br />
Dacron-Segels. Dacron-Segels! Unsere Segel haben alle<br />
Merkmale, die die gute Performance-Crusing Cruising<br />
Segel haben sollten und mit diesen sollten sie<br />
verglichen sie verglichen werden. werden.<br />
Zumindest, was den Preis angeht.<br />
Zumindest Die Langzeit-Performance was den Preis angeht. hingegen Die ist Langzeit- der<br />
Performance von Dacron-Segeln hingegen, überlegen. ist der von Alle Dacron- guten<br />
Segeln Regattasegler überlegen. wissen Alle guten das. Nun Regattasegler ist es<br />
wissen Zeit, auch das. als Nun Cruising-Segler ist es Zeit auch diese als Vorteile Cruising-<br />
Segler zu genießen! diese Vorteile zu genießen.<br />
Kneippgasse 33 9<strong>02</strong>0 Klagenfurt<br />
0699 171 830 32 momentumsails.at
14
Revier<br />
15<br />
ORIENT-TÖRN<br />
MIT ZWEI PRINZESSINNEN<br />
Eines der schönsten Reviere Europas liegt im Süden der Türkei. Zauberhafte Buchten,<br />
sprichwörtliche Gastfreundschaft und kulinarische Höhepunkte. Hier macht Segeln<br />
auch dann noch Spaß, wenn in der Adria die Kälte regiert.<br />
<strong>OCEAN7</strong>-Redakteur Gernot Weiler hat es ausprobiert.<br />
Text und Fotos: Gernot Weiler
16<br />
1<br />
So früh stehen Segler normalerweise nur auf, wenn sie die<br />
Hundewache haben. Wir allerdings mussten aus den Betten,<br />
weil wir unseren 4.30 Uhr-Flieger von Wien nach Dalaman<br />
nicht versäumen wollten. Die frühe Ankunft in der Südtürkei<br />
ermöglichte uns, in Ruhe das Charterschiff, einen Katamaran<br />
vom Typ Nautitech 40, zu übernehmen, einzukaufen, zu<br />
bunkern und mit Phoenix Yachting-Chef Berni Blaha ausführlich<br />
über das Revier zwischen Marmaris und Fethiye zu plaudern.<br />
Zwei Stunden nach Sonnenuntergang, saßen wir gemütlich bei<br />
einem Bier im Cockpit unserer HERMES in der Marina von<br />
Marmaris, als direkt neben unserem Kat ein Verzweiflungsschrei<br />
ertönte, gefolgt von einem Poltern, einem Platschen und<br />
lautem Fluchen. Ein Gast war von der Gangway des neben uns<br />
liegenden Schiffes mit seinem gesamten Gepäck in das Hafenbecken<br />
gefallen und drohte jämmerlich zu ersaufen, weil er<br />
ganz offensichtlich nicht schwimmen konnte. Wir packten ihn<br />
kurzerhand beim Kragen und am Hosenboden und hievten ihn<br />
wieder an Land, wo er sich triefnass wie eine Katze nach einem<br />
Platzregen schüttelte.<br />
Obwohl ich bereits mehr als 30.000 Seemeilen gesegelt bin,<br />
war dies mein erster Törn als Skipper mit einem Katamaran<br />
und ich hatte doch einigen Respekt davor, dieses luxuriöse, aber<br />
im Vergleich zu einem Einrümpfer monströse Gerät sicher zu<br />
beherrschen. Berni Blaha von Phoenix Yachting versuchte zwar,<br />
mir bei der Schiffsübergabe meine Bedenken zu nehmen und<br />
sagte, der Kat ließe sich genau so leicht manövrieren wie jede<br />
herkömmliche Yacht. Ganz überzeugt war ich davon aber noch<br />
nicht, als ich meine Crew die Leinen loswerfen ließ.<br />
Auslaufen<br />
Das Ablegemanöver vollzog sich ebenso unproblematisch, wie<br />
es mir beschrieben wurde. Der Kat bewegte sich dank seiner<br />
zwei unabhängigen, gut dosierbaren Maschinen wie von selbst<br />
und im Nu befanden wir uns in der malerischen Bucht von<br />
Marmaris.<br />
Als erstes Ziel hatte Berni uns einen als „Piratenbucht“ bezeichneten<br />
Ankerplatz im Osten empfohlen. Auf unserem Kurs<br />
Richtung Morgenland mussten wir das Sperrgebiet, das die<br />
Einfahrt zur sogenannten NATO-Bucht umgibt, an Backbord<br />
liegen lassen. Angekommen in der besagten Bucht zeigte sich<br />
jedoch leider, dass das ansässige Restaurant geschlossen war. So<br />
segelten wir ein paar Meilen weiter zur kleinen Baba Adasi (Ada<br />
ist türkisch und heißt Insel, Baba heißt Vater).<br />
Die Crew der HERMES:<br />
Hala und Arang, die frisch Vermählten: Er stammt aus dem Iran, sie aus<br />
dem Libanon. Die beiden verliehen der Woche nicht nur ein multikulturelles,<br />
sondern vor allem festliches Gepräge. Was ihnen auch rasch die<br />
Bordnamen „Prinz und Prinzessin von Persien“ einbrachte. Hala hätte<br />
entsprechend ihres Aussehens auch „Miss Libanon“ genannt werden<br />
können.
Revier<br />
17<br />
2<br />
3<br />
Der Ankerplatz befindet sich auf der dem Festland zugewandten<br />
Seite des kleinen, felsigen Eilands, und stellt den unerfahrenen<br />
Türkeisegler vor die Frage, wo man den Anker werfen<br />
kann, ohne andere zu behindern und den anderen Schiffen<br />
nicht zu nahe zu kommen. Doch dank Michis angeborenem<br />
Feingefühl am Steuer und der tatkräftigen Unterstützung der<br />
Crew war das Boot innerhalb kürzester Zeit vor Anker und<br />
Landfestmacher fixiert. Die Liegenachbarn bestanden zum<br />
größten Teil aus einheimischen Booten und nur einigen wenigen<br />
Charterschiffen. Belohnt wurde das erfolgreiche Werken<br />
der gesamten Crew mit einem Sonnenuntergang, der die Kulisse<br />
in ein warmes Licht tauchte.<br />
Zum Abendessen zauberte unser Hobbykoch Marco ein wunderbares<br />
Nudelgericht, das die gewohnten Spaghetti mit roter<br />
Sauce bei weitem übertraf. In der Abenddämmerung machte<br />
unsere Bordprinzessin Hala noch eine überraschende Ent -<br />
deckung: Die gesamte Insel wimmelte nur so von Kaninchen.<br />
Die lustigen Langohren hoppelten auf den steilen Hängen der<br />
Bucht zu Dutzenden munter umher und genossen offenbar ihr<br />
gemütliches Leben.<br />
Durch die günstige Lage des Ankerplatzes und das gute Wetter<br />
war uns eine äußerst ruhige Nacht beschieden. Das Ablegen<br />
am frühen Vormittag des nächsten Tages wurde beim Runden<br />
des Südkaps von Baba Adasi durch den grandiosen Blick auf die<br />
imposanten Außenklippen der Insel gekrönt.<br />
1 GEpflegt. Die Marina in Fethiye ist extrem großzügig angelegt, gratis<br />
W-Lan-Code bekommt man in der Marinabar oder bei Phoenix<br />
2 Beeindruckend. Die Steilküste von Baba Adasi ist impossant, am sicheren<br />
Ankerplatz findet man guten Ankergrund.<br />
3 befeuert. Dieser schöne Leuchtturm steht an der Einfahrt nach Fethiye, mit<br />
erhöhtem Verkehrsaufkommen muss gerechnet werden.<br />
Marco: Ex-DJ, Hobbystarkoch und Ex Profifußballer aus Wien. Wurde „der<br />
schöne Marco“ genannt, beim Sonnenbaden auch „Pornostar“.<br />
Michi: Langjähriger Segelfreund des Skippers, Top-Experte für jede Elektronik.<br />
Er hat in seinem Gehirn offenbar nicht nur sämtliche Manuals, sondern<br />
auch die Antworten auf alle Fragen der modernen Zeit gespeichert.<br />
Gernot: Skipper und <strong>OCEAN7</strong> Redakteur. Tauchlehrer und bisher bekennender<br />
Einrumpf-Segler mit mehr als 30.000 Meilen, der sich auf diesem<br />
Törn neu verliebt hat: in einen Katamaran namens HERMES.
18
Revier<br />
19<br />
2 3<br />
4<br />
Sarsala Bucht<br />
Ziel des Tages war die Sarsala Bucht, in der sich das Restaurant<br />
befindet, in dem Berni für uns am Anfang unseres Törns telefonisch<br />
Plätze reserviert und die Spezialität des Hauses bestellt<br />
hatte. Da die Strecke recht kurz ist, konnten wir ein wenig<br />
bummeln und einen Badestopp einlegen, der uns bei den angenehmen<br />
Wassertemperaturen eine hervorragende Erfrischung<br />
bereitete. Beim Einlaufen offenbarte sich uns der Blick<br />
auf ein wahres Paradies: Die dicht bewaldeten Ufer umrahmten<br />
eine tiefe Bucht mit kristallklarem Wasser, das es uns erlaubte,<br />
sogar direkt neben dem Schiff schwimmen zu gehen. Ein Teil<br />
der Crew erkundete die weitläufige Bucht mit dem Beiboot,<br />
die anderen versuchten Eindrücke über die Qualität der lokalen<br />
Bierbraukunst zu sammeln. Im Laufe des Tages waren alle erfolgreich<br />
und konnten sich abends zu dem opulenten Abendmahl<br />
zusammenfinden.<br />
Die Spezialität des Hauses bestand aus delikatem, im Ofen<br />
gegartem Lamm und einer Vielzahl von lokalen Beilagen. Zum<br />
Abschluss des Abends wurden wir noch von einer orientalischen<br />
Musiktruppe und dazugehörigem Bauchtanz überrascht. Der<br />
für ungeübte gefährliche Raki stellte die standhaftesten unserer<br />
Mannschaft auf eine harte Probe. Das für den Morgen geplante<br />
Auslaufen jedenfalls verschob sich dadurch ein wenig in den<br />
späten Vormittag.<br />
1 Festgemacht. Die in den zahlreichen<br />
Buchten häufigste Anlegeart ist vor Bug -<br />
anker und Landleine, geeignete Felsen<br />
sind leicht zu finden.<br />
2 phoenix. Unter dem Zeichen des Feuervogels<br />
bekommt man nicht nur perfekte<br />
Yachten, sondern auch geeignete Revierund<br />
Lokaltipps.<br />
3 Baba Adasi. Ankerplatz vor der Insel<br />
mit den vielen wild lebenden Kaninchen.<br />
4 Malerisch. Einsame Buchten be -<br />
stechen durch kristallklares Wasser, Fischreichtum<br />
und stille, grandiose Sonnen -<br />
untergänge.<br />
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20<br />
1<br />
Fethiye<br />
Unser Kurs führte uns durch den inselreichen und weitläufigen<br />
Golf von Fethiye. Hier allein kann man einen mehrwöchigen<br />
Urlaub verbringen, ohne dass es langweilig würde. Fethiye, die<br />
Stadt, die dem Golf den Namen gab, ist bekannt durch die lykischen<br />
Felsgräber, die hoch über dem Ort thronen. Wir steuerten<br />
bis zum östlichsten Steg und hielten die Augen offen, um<br />
die Liegeplätze des Phoenix Stützpunkts zu erspähen. Auffällig<br />
und für einen Adriasegler ungewohnt ist der großzügige Platz<br />
zwischen den einzelnen Stegen, der in dieser Marina das Anlegen<br />
selbst für große Boote zu einem Kinderspiel macht.<br />
In Empfang genommen wurden wir von den Phoenix-Mitarbeitern,<br />
die uns die Muringleinen reichten und unsere Heckleinen<br />
festmachten. Auch hier konnten wir den freundlichen<br />
Service sofort live miterleben und wurden umgehend mit dem<br />
kostenlosen Zugangscode für das W-LAN, Lokaltipps und<br />
Wegbeschreibungen ausgestattet. Die zentral in der Marina<br />
gelegene Bar verführte uns mit ihrem schattigen Garten sofort<br />
zum Einkehren und ermöglichte es allen Online-Süchtigen mit<br />
der Welt in Verbindung zu treten.<br />
So sehr uns Fetiye auch fesselte, mussten wir uns am nächsten<br />
Morgen schon auf den Rückweg Richtung Marmaris machen.<br />
Eine Urlaubswoche in diesem herrlichen Revier ist auch wirklich<br />
zu wenig!<br />
Nach dem Aufenthalt in der gepflegten Marina mit ihren schönen<br />
Duschen, freundlichen Leuten, Einkaufsmöglichkeiten und<br />
Bars stand als nächstes wieder eine einsame Ankerbucht auf<br />
dem Programm. Die nicht nur wegen ihres Namens interessante<br />
Drachenbucht wurde als Tagesziel auserwählt und wir<br />
machten uns auf den Weg, um auch ein paar Segelstunden<br />
einzulegen. Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir die<br />
Bucht und machten den Gepflogenheiten der Region folgend<br />
vor Buganker und Heckleine fest.<br />
Beim Überprüfen des Ankers mittels Schnorchel und Tauchmaske<br />
begegnete ich einem Schwarm junger Barrakudas, die sich<br />
gut in den allgemeinen Fischreichtum der Bucht einfügten. Der<br />
Tipps und Tricks<br />
Gelsen: So reizvoll das Revier auch ist, Mücken und anderen blutsaugenden<br />
Insekten gefällt es hier auch sehr gut. Insektenspray, Stecker oder<br />
andere Verteidigungsmittel nicht vergessen!<br />
Ankern: Um die Lage des Ankers am Grund zu überprüfen, Schnorchel,<br />
Flossen und Tauchermaske einpacken. Strandschuhe oder Neopren-<br />
Füßlinge wegen der spitzen Felsen sind ebenfalls zu empfehlen.<br />
Fäkalien: Die türkischen Küstengewässer sind wunderschön und es wird<br />
auch darauf geachtet, dass das so bleibt. Alle Schiffe sind mit Fäkalientanks<br />
ausgerüstet und es ist ratsam, sie auch vorschriftsmäßig zu benutzen.<br />
Feilschen: Vertrauen und Freundlichkeit empfehlen sich bei den allermeisten<br />
Begegnungen und entsprechen auch dem Entgegenkommen der<br />
liebenswürdigen Bevölkerung. Unfreundlich sind meist nur ignorante<br />
Touristen. Im Basar oder auf einem der vielen Märkte ist Feilschen Landessitte<br />
und sinnvoll.<br />
Charter: In Marmaris und Fethiye bietet Phoenix Yachting Einrumpfschiffe<br />
und Katamarane von 35 bis über 50 Fuß an. Die hier beschriebene Reise<br />
wurde mit einer Nautitech 40 durchgeführt. Wochencharter dieses Schiffes<br />
ab € 2.990,– pro Woche. www.phoenixyachting.com
Revier<br />
21<br />
Grund des Ankerplatzes besteht aus Sand und wird in Ufernähe<br />
von gewaltigen Felsplatten unterbrochen, die den unzähligen<br />
Kalmaren und Fischen viele Möglichkeiten zum Verstecken<br />
bieten. Während wir den Tag mit Baden und Faulenzen verbrachten,<br />
bereitete Hala, an Bord „Prinzessin von Persien“ genannt,<br />
ein grandioses libanesisches Nationalgericht vor, das sie<br />
uns am Abend servierte. Kurz vor Sonnenuntergang bekamen<br />
wir noch Besuch von einer Ziegenherde, die sich durch das<br />
Gebimmel des Leithammels ankündigte. Zu unserer Überraschung<br />
löschten die Paarhufer ihren Durst direkt am Strand mit<br />
reinem Salzwasser. Nach einer geruhsamen Nacht, Morgenschwimmen<br />
und fröhlichem Frühstück mussten wir auch diesen<br />
wunderschönen Platz wieder verlassen, um unseren letzten<br />
Zwischenstopp vor Marmaris, die Ekincik-Bucht mit dem unter<br />
Türkei-Seglern berühmten Lokal „My Marina“ anzusteuern.<br />
In der Ekincik-Bucht hat der kulturell interessierte Segler die<br />
Möglichkeit, mittels Ausflugsboot die Ruinen des antiken Kaunos<br />
zu besichtigen. Diese Fahrt durch das weite und labyrinthisch<br />
verzweigte Flussdelta bieten die einheimischen Fischer<br />
zu Festpreisen an. Unbedingt empfehlenswert!<br />
Der letzte Tag wurde uns durch einen ordentlichen Segelwind<br />
versüßt, bei dem unser Kat zeigen konnte, dass er nicht nur<br />
bequem und super ausgestattet ist, sondern auch ordentlich<br />
segeln kann. In der Einfahrt der Bucht von Marmaris ließen<br />
wir noch einmal die grandiose Kulisse der türkischen Küste mit<br />
ihrem saftigen Grün und den hohen Bergmassiven auf uns<br />
einwirken und begaben uns dann unter Maschine an die Tankstelle<br />
im Hafen.<br />
Die Schlussbilanz des Törns gerät kurz, aber klar: Ich war eine<br />
Woche in der absoluten Kategorie Luxus mit gleich zwei Prinzessinnen<br />
unterwegs. Hala, eine wahre libanesische Schönheit<br />
aus Fleisch und Blut an Bord. Und HERMES, eine zweite, mit<br />
zwei Rümpfen, tollen Segeleigenschaften und jeder Menge<br />
Platz und Komfort.<br />
1 Paradiesisch. In der Sarsala Bucht findet man Muringplätze am Steg für<br />
20 bis 30 Yachten, bei einer Wassertiefe, die für alle Schiffe geeignet ist.<br />
2 licht. Die Abendstimmung in den einsamen Buchten des Golfs von Fethiye<br />
bezaubert jeden Abend aufs neue.<br />
Marmaris<br />
Ekincik<br />
Baba Adasi<br />
Sarsala Bay<br />
Drachenbucht<br />
Fethiye
22
den LUXUS<br />
Geniessen<br />
Kann es sein, dass Gesegelt werden manchmal genau so viel Spaß macht wie selbst Hand<br />
an die Schoten oder das Ruder zu legen? Ja, es kann, wie Master-Yachting Deutschland<br />
eindrucksvoll bewiesen hat: Die Charteragentur schickte uns auf eine Luxusyacht in der türkischen<br />
Südägäis – und somit auf eine himmlisch blaue Reise mitten ins Paradies.<br />
Revier<br />
23<br />
Text und Fotos: Tahsin Özen
24<br />
Bodrum<br />
Die unter dem Namen Halikarnassos bekannte Hafenstadt der<br />
Antike bereitet uns einen traumhaft schönen Empfang. Obwohl<br />
schon Anfang Oktober, zeigt das Außenthermometer im Taxi<br />
sommerliche 26 Grad an und die Sonne blendet uns, die sich<br />
an dem Weiß der Hunderten, an Zuckerwürfel erinnernden<br />
Häuser der Hafenstadt bricht. Fasziniert lassen wir das bunte<br />
Geschäftstreiben in den kleinen Gassen und auf dem Fischmarkt<br />
am Kai an unseren Augen vorüberziehen, als sich unser<br />
Blick auf eine kleine Halbinsel vis-à-vis der Marina heftet, wo<br />
die mächtige Festung von Bodrum sich in den Himmel auftürmt.<br />
Im 15. Jh. trieben die Johanniter von diesem Kastell aus<br />
ihr Unwesen auf See, indem sie vorbeiziehende Handelsschiffe<br />
enterten und mit Nachdruck um milde Gaben baten. Heute<br />
beherbergt die Burg das weltweit größte Museum für Unterwasser-Archäologie<br />
und gibt mit seinen dutzenden türkischen<br />
Fahnen das beliebteste Fotomotiv der Stadt.<br />
Was ebenfalls an die guten alten Zeiten erinnert, sind die unzähligen<br />
Gulet-Yachten, die sich stolz im Abendlicht an den<br />
Kaimauern der Milta-Marina räkeln. Seit der Antike in Karien<br />
(vor allem in Bodrum und Marmaris) gebaut, waren die dickbauchigen<br />
Zweimaster über Jahrtausende jene Handelssegelschiffe,<br />
die Amphoren mit Wein und Olivenöl und andere<br />
kostbare Güter wie Glas entlang der türkischen Küsten beförderten.<br />
Die Xenos III aber, der wir schließlich am Anlegesteg<br />
„A“ mit offenem Mund gegenüberstehen, wurde nur für einen<br />
Zweck gebaut: für das Segeln im Luxus.<br />
Merhaba<br />
Mit einem herzlichen „Merhaba!“ empfängt uns Kapitän Halil<br />
am Achterdeck, das wir natürlich barfuß betreten. Ein großer,<br />
festlich gedeckter Esstisch in der Mitte des Decks lässt schon<br />
erahnen, dass uns hier so manches Festmahl serviert werden<br />
wird. Links erhebt sich einer Kanzel gleich das Instrumentenpult<br />
samt Ruder und Kapitänsstuhl, alles in Mahagoni und Leder<br />
gehalten. Rundherum großzügige Liegeflächen mit dicken Polsterungen<br />
und überdimensionalen Kissen, so weit das Auge an<br />
Bord reicht. Während unser Gepäck von der fünfköpfigen Crew<br />
in die Kabinen gebracht wird, erkunden wir unter der Führung<br />
von Nedim – ebenfalls Kapitän und der jüngere Bruder von<br />
Halil – das restliche Oberdeck. „Je ein Hauptsegel und ein Vor-<br />
Gulet-Reisen de luxe<br />
Neben der Xenos III (ab € 17.500,–/Woche) bietet „Xenos Yachts“ drei<br />
weitere Luxusyachten in verschiedenen Größen und zu unterschiedlichen<br />
Preisen an. Alle Yachten sind hervorragend für Familien und Gruppen bis<br />
zehn Personen geeignet und können über Master-Yachting Deutschland<br />
gechartert werden (kein Kabinencharter!). Detaillierte Informationen über<br />
Ausstattung, Preise etc. unter www.master-yachting.de<br />
1
Revier<br />
25<br />
2<br />
1 Gute Fahrt! Bei 107 Tonnen Wasserverdrängung lässt sich die XENOS III<br />
selbst unter Segel kaum aus der Ruhe bringen. Ideale Bedingungen also auch<br />
für Gäste, die zur Seekrankheit neigen.<br />
2 I am Sailing. Das Gefühl, gesegelt zu sein, obwohl man selbst nie Hand<br />
angelegt hat, vermittelt dem Gast die sensationelle (und stets im Hintergrund<br />
agierende) Crew der XENOS III auf wunderschöne Weise.<br />
3 König der Fischer. Ohne Angelschnur ist er nur selten anzutreffen: Kapitän<br />
Nedim, verantwortlich für so viele lukullische Überraschungen an Bord.<br />
4 Pascha Sein. Dicke Liegeflächen und Polster, gebettet auf Mahagoni- und<br />
Pinienholz. Der Prunk an Bord erinnert an den osmanischen Topkapi-Saray.<br />
5+6 Yacht de Luxe. Wäre die XENOS III ein Hotel, dann eines der 5-Sterne-<br />
Superior-Klasse. Links die Masterkabine (zwei Bäder), rechts der „Salon“.<br />
3<br />
4 5 6
26<br />
1<br />
segel sind elektrisch, das zweite Paar hingegen ist manuell zu<br />
bedienen“, erklärt er in fast akzentfreiem Englisch, jedoch mit<br />
kindlicher Stimme, die so gar nicht zu seiner sonst perfekten<br />
Seebärenfigur (weißer Vollbart inklusive) passen will.<br />
Während die Damen mittschiffs entzückt die riesigen gepolsterten<br />
Liegeflächen anvisieren, wandern unsere Blicke an den<br />
Masten entlang in den Himmel. „Fast 500 m 2 Segelfläche“, sagt<br />
Kapitän Nedim lächelnd, als ob er unsere Gedanken erraten<br />
hätte. Auf dem Vordeck entdecken wir zwei Kanus, eine Wasserski-Ausrüstung<br />
und einen schwarzen Jetski, der unter seiner<br />
Plane wie ein Panther im Dickicht lauert – jeden Moment zum<br />
Sprung bereit. Der Weg zur Bugspitze führt über eine ebenfalls<br />
dick gepolsterte Liegefläche, das Chrom der Klüverbaum-Reeling<br />
glitzert im sanften Auf und Ab der<br />
Wellen. Überwältigt vom ausschließlich<br />
in Mahagoni- und<br />
Pinienholz gehaltenen Prunk<br />
begeben wir uns an den Festtisch<br />
und lassen uns von Mahmut, der schon<br />
seit 19 Jahren den Kochlöffel schwingt,<br />
kulinarisch verwöhnen.<br />
„Die Karibik muss man<br />
einmal gesehen haben, in<br />
die Gökova aber kommt man,<br />
um zu bleiben.“<br />
Sadun Boro, türkischer Weltumsegler<br />
2<br />
3
Hier liegen Sie richtig!<br />
Revier<br />
27<br />
Der Golf von Gökova<br />
Unser Segelrevier für den einwöchigen Törn zählt mit seinen<br />
touristisch kaum erschlossenen, weil zumeist unter Naturschutz<br />
stehenden Buchten zu den schönsten Küstenstrichen in der Türkei.<br />
„Die Karibik muss man einmal gesehen haben, in den Golf<br />
von Gökova aber kommt man, um zu bleiben“, schrieb schon der<br />
zweifache türkische Weltumsegler und Buchautor Sadun Boro,<br />
den Kapitän Halil gleich nach dem Auslaufen am frühen Morgen<br />
zitiert. „Kislebükü“, unser erstes Ziel an der Nordküste, erreichen<br />
wir aufgrund der Fallwinde vom Festland unter Motor (was im<br />
Laufe der ganzen Woche nur noch ein einziges Mal der Fall sein<br />
wird), der die 29,5 m lange Gulet bei durchschnittlich 7 Knoten<br />
fast lautlos über die Wellen gleiten lässt. Da wir bereits während<br />
der Fahrt ein üppiges, typisch türkisches Frühstück zu uns genommen<br />
haben, stürzen wir uns sogleich in das türkisfarbene<br />
Wasser der Bucht, dessen Ufer von Ruinen eines alten, längst<br />
verlassenen griechischen Fischerdorfs gesäumt sind.<br />
Aiolos<br />
Der griechische Gott der Winde ist offenbar geblieben, jedenfalls<br />
kehrt nach dem Mittagessen der Meltemi ein, der im Golf<br />
von Gökova nach Westen bläst, sodass Kapitän Nedim sofort<br />
den Anker lichten lässt. Mit unglaublicher Geschwindigkeit<br />
setzt die Crew die Segel, während wir mittschiffs perfekt gekühlte<br />
Drinks und ein ausgedehntes Sonnenbad zu uns nehmen<br />
und die Xenos III mit gemütlichen fünf Knoten Kurs auf<br />
„Cati“ (in deutschsprachigen Karten auch als „Amazon“ eingetragen)<br />
an der Südküste hält. In der perfekt geschützten Bucht<br />
nimmt uns Kapitän Nedim, ein leidenschaftlicher Fischer, mit<br />
auf die Pirsch: schnorchelnd entdecken wir unendlich viele<br />
Fische in allen Farben, darunter eine graugrüne Moräne – doch<br />
Nedim hält nach ganz anderen Meeresbewohnern Ausschau:<br />
nach Tintenfischen, die es hier in Hülle und Fülle geben soll.<br />
Wir sehen keinen einzigen – doch jedes Mal, wenn Nedim<br />
abtaucht, kehrt er mit einem Octopus zurück. Eine Stunde und<br />
acht Tintenfische später fahren wir freudig zur Gulet zurück.<br />
Emrah, mit 19 Jahren das jüngste Crew-Mitglied, kann die<br />
Freude nicht wirklich mit uns teilen – kurz darauf wissen wir<br />
auch, warum: an der steinigen Westflanke der Bucht erblicken<br />
wir ihn wenige Minuten später beim Weichknüppeln des Fangs.<br />
„40 Mal muss er jeden einzelnen Octopus gegen den Felsen<br />
schleudern, damit das Fleisch schön zart wird“, erklärt Kapitän<br />
Halil. Emrah hat unser aller Mitgefühl, doch sind Octopus-<br />
Salat und Tintenfisch-Köfte „alla turka“ am nächsten Tag ein<br />
himmlischer Hochgenuss und wahrlich jede Sünde wert.<br />
1 Kislebükü. Nur noch Ruinen zeugen von dem ehemaligen griechischen<br />
Fischerdorf in der idyllischen Bucht an der Nordküste der Gökova.<br />
2 Essen an Bord. Wer die türkische Küche nur mit Kebap und Köfte verbinden<br />
kann, ist ein Tor, der an Bord der Xenos III gerne eines Besseren belehrt wird.<br />
3 Wassersport. Wasserski, Jetski, Kanus, Schnorchel- und Angelausrüstung<br />
– wer nicht auf der faulen Haut liegen will, wende sich an Kapitän Halil.<br />
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28<br />
1<br />
Seven Islands<br />
Die „Seven Islands“ geben die stimmige Kulisse für das Festmahl.<br />
Für den Verdauungsspaziergang gehen wir an Land – und<br />
finden uns in einem Meer violett blühender Krokusse wieder.<br />
Die ganze Insel scheint pausenlos den Duft von wildem Thymian<br />
und Oregano auszuatmen, kurz vor dem ersten Hügel<br />
halten uns saftig-grüne Lorbeerbäume ihre aromatischen Blätter<br />
unter die Nase. Leicht benebelt erklimmen wir die Anhöhe<br />
und verfallen beim Ausblick auf die kleine Inselwelt vor uns<br />
endgültig in einen Sinnesrausch. Uns zu Füßen: die Xenos<br />
III, die sich – einer Diva gleich – im Licht der letzten Sonnenstrahlen<br />
auf dem Wasser räkelt.<br />
Wieder an Bord, werden wir von den beiden Kapitänen bereits<br />
mit eisgekühltem Raki empfangen, während die Crew unauffällig<br />
türkische Knabbereien wie geröstete Kichererbsen und<br />
Haselnüsse sowie fruchtige Sultaninen auf den Tisch zaubert.<br />
Wie Sultane fühlen wir uns auch und blicken milde zu den für<br />
das Abendbuffet anstehenden Passagieren auf der neben uns<br />
vor Anker liegenden Gulet älteren Baujahrs hinüber. Kabinencharter?<br />
Nein danke!<br />
In der Bucht von Tuzla nehmen wir am nächsten Tag unser<br />
Mittagessen ein – frisch gegrillte Goldbrassen, gefangen von<br />
Kapitän Nedim – und genießen die Sonne mit einem Digestif<br />
in der Hand auf dem Vordeck. Währenddessen hat die Crew<br />
praktisch unbemerkt alle Vorbereitungen fürs Wasserskifahren<br />
getroffen, als uns Emrah, sozusagen der 1. Offizier an Bord, auf<br />
die Bretter bittet. Einige ernten viel Applaus beim Drehen<br />
ihrer Runden, andere gehen trotz mehrerer Anläufe mit wehenden<br />
Schwimmwesten unter, so auch ich.<br />
Nicht untergegangen sind die britischen Kriegsschiffe im<br />
2. Weltkrieg, weil ihnen die dicht bewaldeten Buchten des nach<br />
ihnen benannten „English Harbour“ einen perfekten natürlichen<br />
Schutz boten. Wer heute in die wildromantische, in vielen<br />
kleinen Seitenarmen auslaufende Bucht segelt, passiert die<br />
„Eiserne Meerjungfrau“, eine Skulptur des oben genannten<br />
Weltumseglers Sadun Boro, der hier am liebsten verweilte. Ob<br />
die beiden Restaurants, die hier in friedlicher Eintracht ihre<br />
Gäste bewirten, der Grund dafür waren? Wir erörtern diese<br />
Frage bei einem eisgekühlten Efes-Bier an der Bar und beobachten<br />
einen Fischer, der stolz am Steg seinen Fang (ein<br />
Zacken barsch und ein Schwertfisch) ausbreitet und sich dabei<br />
vom Ladenbesitzer vis-à-vis auf die Schulter klopfen lässt. Eine<br />
knappe Stunde später preschen wir auf dem schwarzen Panther<br />
über die Wellen, während die beiden immer noch am Steg<br />
stehen und rauchen.<br />
Bozalan<br />
Die Sonne verlässt uns am nächsten Morgen. Kein Wind, dafür<br />
leichter Regen, der uns auf der Überfahrt an die Nordküste<br />
begleitet. Doch im Handumdrehen hat die Crew fast alle Relax-<br />
Bereiche an Deck überdacht, sodass wir ohne einen Tropfen<br />
abzukriegen Cökertme erreichen. Der kleine Ort gleich neben<br />
den denkmalgeschützten Überresten einer ehemals griechischen<br />
Siedlung ist im Sommer zwar heillos überlaufen, doch
Revier<br />
29<br />
jetzt liegt er mit seinen zahlreichen Restaurants und Pensionen<br />
friedlich vor uns, nur ein paar Hunde patrouillieren durch die<br />
Gassen. Das heutige Tagesziel heißt aber „Bozalan“, liegt ein<br />
paar Kilometer hinter Cökertme an den Hängen des Taurusgebirges<br />
und ist das Heimatdorf der gesamten Crew.<br />
Im Bergdorf angekommen, haben wir im Hause Mahmuts Gelegenheit,<br />
die viel gerühmte türkische Gastfreundschaft am eigenen<br />
Leib zu erfahren und dürfen bei Speis und Trank (Börek<br />
und Cay!) seiner Tochter beim Teppichknüpfen zusehen. „Die<br />
Teppichknüpferei hat in dieser Region eine lange Tradition.<br />
Während die Männer meist auf Schiffen oder in den Städten<br />
arbeiten, bewirtschaften die Frauen den Hof. Und mit ihren<br />
handgeknüpften und bei fahrenden Händlern hoch im Kurs<br />
stehenden Teppichen peppen sie die Haushaltskasse auf“, erklärt<br />
Kapitän Halil. Das Tempo, mit dem die junge Frau den Wollfaden<br />
einwebt, ist überwältigend – ebenso die vielen Blumen- und<br />
Vögelmotive, die jedes für sich eine eigene Bedeutung hat.<br />
Nachdem wir von den Dörflern mit kleinen Aufmerksamkeiten<br />
wie hausgemachtem Olivenöl, Honig und getrockneten Wildkräutern<br />
aus der Region bedacht werden – und nicht ohne<br />
etwas Bakschisch dezent unter den Samovar auf dem Tisch zu<br />
stecken (direktes Anbieten von Geld käme einer Beleidigung<br />
des Gastgebers gleich) – nehmen wir Abschied und kehren tief<br />
bewegt auf die Xenos III zurück. Für einen Moment überlegen<br />
wir, ob die Menschen in diesem Bergnest nicht hundertfach<br />
reicher wären als wir auf unserer Luxus-Yacht … doch da<br />
kommt schon Kapitän Nedim mit dem Raki und bringt uns<br />
rasch wieder auf Kurs.<br />
Hapimag<br />
Auch wenn man „Hapimag“ nicht mag, die Hapimag-Bucht<br />
kurz vor Bodrum ist allemal einen Badestopp wert. Wir nützen<br />
diese letzte Gelegenheit, bevor wir wieder den Heimathafen<br />
ansteuern. Erst in Bodrum wird uns wirklich bewusst, dass wir<br />
eine Woche gesegelt sind, ohne selbst einen einzigen Finger<br />
gerührt zu haben. Aber auch, dass wir ein traumhaftes Segelrevier<br />
samt Land und Leuten, Kultur und Kulinarik, Gastfreundschaft<br />
und Lebensfreude mit einer solchen Intensität erleben<br />
durften wie nie zuvor auf einem Törn. Der Dank gebührt der<br />
sensationellen Crew der Xenos III, die uns auf der traumhaft<br />
schönen Gulet-Yacht ein süßes Stück Orient kosten ließ.<br />
2<br />
3<br />
1 Bodrum. Wer einen Ankerplatz in der Milta-Marina ergattern kann,<br />
hat einen herrlichen Blick auf die Johanniterburg.<br />
2 Willkommen. Gastfreundschaft haben die Türken be reits in den<br />
Genen, wie die Kinder von Bozalan zeigen.<br />
3 Banditen. Früher gab es dutzende Räuberbanden im Taurus,<br />
heute sind ihre Konterfeis Maskottchen für Läden und Bars<br />
aber auch Restaurants wie hier in Cökertme.<br />
4Dorfleben. Die Männer fahren zur See, die Frauen<br />
bestellen die Felder und knüpfen kostbare Teppiche. Wie’s geht,<br />
zeigt man gerne bei einem geführten Ausflug aufs Festland.<br />
4
30
Revier<br />
31<br />
Segeln im<br />
Königreich Tonga<br />
Im Zuge ihrer dreijährigen Segelreise erreichen die beiden AHS-Lehrer Evi Strahser und<br />
Wolfgang Wirtl mit ihrem Fahrtenkatamaran Sleipnir2 von Bora Bora über die Cook Inseln und<br />
Niue kommend Anfang Oktober den Inselstaat Tonga. Das polynesische Königreich ist die letzte<br />
Station der diesjährigen Pazifiksaison, bevor es nach Neuseeland geht.<br />
Text und Fotos: Evi Strahser und Wolfgang Wirtl
32<br />
unberechtigt, im Ruf, es an Schönheit und Attraktivität mit den<br />
anderen Inselgruppen nicht aufnehmen zu können.<br />
Das Herzstück mit den eindrucksvollsten Segel- und Tauchrevieren<br />
innerhalb der ca. 170 Inseln Tongas befindet sich aber<br />
mit Sicherheit in der Vava’u und der etwas südlicher gelegenen<br />
Ha’apai Gruppe.<br />
Blauwassersegler gelangen in das älteste Königreich Polynesiens<br />
entweder von Western und/oder American Samoa kommend<br />
über die nördliche Niuatoputapu Gruppe, oder von Niue<br />
bzw. den Cook Inseln segelnd über den Vava’u Archipel. Nur<br />
wenige, meist unter Zeitdruck stehende, Cruiser steuern direkt<br />
die südliche Tongatapu Gruppe – mit der Hauptstadt Nukualofa<br />
– an.<br />
Die Inseln und Riffe um Niuatoputapu werden von britischen<br />
und amerikanischen Seglern wegen der Unaussprechlichkeit<br />
des Namens einfach gerne als „Potato Islands“ bezeichnet.<br />
Die Inseln um die Hauptstadt Nukualofa stehen, teilweise<br />
1<br />
Überquerung der Datumsgrenze<br />
Wenn man den Pazifik im Passatgürtel von Ost nach West<br />
besegelt, wird noch vor Tonga die internationale Datumsgrenze<br />
überquert. Diese sollte schlüssigerweise entlang des 180.<br />
Längengrades verlaufen, schlägt aber seltsame – politisch bedingte<br />
– Haken nach Osten, wodurch Tonga zu jenem Land<br />
wird „in dem die Zeit/der Tag beginnt“. Auch unter Fahrtenseglern<br />
sorgt die Datumslinie teilweise für Verwirrung, daher<br />
sei hier für Interessierte ein Versuch gemacht, sie kurz und<br />
nachvollziehbar darzustellen:<br />
Während sich Sleipnir2 am 6. 10. um 6.00 morgens Bordzeit<br />
kurz vor der Datumsgrenze befindet, ist es in London am<br />
gleichen Tag, dem 6. 10., 17.00 nachmittags UTC – wir sind<br />
also elf Stunden hinter UTC.<br />
Wenn Sleipnir2 die Linie überquert, ist in London natürlich<br />
noch immer der 6. 10, 17.00 nachmittags UTC. Auf unse-<br />
2
Revier<br />
33<br />
rem Schiff springen wir allerdings auf den 7. 10., 6.00 morgens<br />
Bordzeit – wir sind dann 13 Stunden vor UTC.<br />
Merksatz: „Ost auf West – halt Datum fest, West auf Ost –<br />
spring getrost!“<br />
Auch Sleipnir2 steuert vom Zwergstaat Niue kommend<br />
Neiafu – den Hauptort Vava’us – an, um dort die Einklarierungsformalitäten<br />
zu erledigen und das kosmopoltische Flair<br />
des Ortes zu erleben. Am Bojen- und Ankerfeld vor den zahlreichen<br />
Restaurants, Bars und Cafés an der Waterfront rückt<br />
die Seglergemeinschaft wieder eng zusammen. Die Wartezeit<br />
auf den Schlag nach Neuseeland oder Australien ist geprägt<br />
durch intensive gesellschaftliche Aktivitäten verschiedenster<br />
Art, aber auch durch entsprechende Vorbereitungen auf die<br />
letzten langen Strecken, bevor die meisten die wohlverdiente<br />
„Zyklonpause“ antreten.<br />
3<br />
1 Die Sleipnir2-Crew. Wolfgang und Evi haben mit ihrem Schiff nach einer<br />
turbulenten Pazifiküberquerung Tonga erreicht.<br />
2 Inselgewirr. Die 42 sicheren Ankerplätze von Neiafu.<br />
3 Tongaisches Feast. Auf Bananenblättern angerichtet – wird mit den<br />
Fingern gegessen.<br />
4 Traditioneller Tanz. Nicht nur für Touristen pflegen die Einwohner ihre<br />
althergebrachten Tänze.<br />
4<br />
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34<br />
Chartern in Tonga<br />
Wie schon eingangs erwähnt, stellen die Inselwelten der Vava’u<br />
und der Ha’apai Gruppe – nicht nur unserer Meinung nach –<br />
das bei weitem eindrucksvollste und interessanteste Gebiet<br />
Tongas aus jeglicher martitimen Sicht dar.<br />
Die Charterbasen von Sunsail, Sailing Safaris und Moorings<br />
liegen allesamt in Neiafu/Vava’u. Den größten Teil der zur<br />
Verfügung stehenden Yachten stellen die geräumigen, südafrikanischen<br />
Leopard-Katamarane dar, aber auch ausreichend<br />
Monohulls ergänzen die Flotte.<br />
Moorings vertreibt den Cruising Guide to the Kingdom of<br />
Tonga und darüber hinaus eine vereinfachte – nicht zur Navigation<br />
bestimmte – Karte, auf der 42 Ankerplätze im Inselgebiet<br />
südlich von Neiafu ausgewiesen sind. Keiner dieser Liegeplätze<br />
befindet sich weiter als drei Segelstunden von der<br />
Basis entfernt, und durch die geschützte Lage in diesem, von<br />
östlichen Winden dominierten Gebiet baut sich kaum nen -<br />
nenswerte See auf. Vielfach findet man ausgezeichnete Schnorchelreviere<br />
vor, mancherorts sind Bojen gesetzt, und an einzelnen<br />
Stränden kann sich die Crew in einem Restaurant ver -<br />
wöhnen lassen oder sogar an einem sogenannten Feast<br />
teilnehmen – ein typisches tongaisches Mahl, das mit den Fingern<br />
gegessen wird und in dessen Rahmen ein traditioneller<br />
Tanz geboten wird.<br />
Auch der noch weniger erfahrene Charterskipper sollte sich in<br />
diesem exotischen Revier, in dem die Tidenverhältnisse durchaus<br />
mit der Adria vergleichbar sind, wohlfühlen.<br />
2<br />
1 Markt. In den traditionell geflochtenen Körben wird Gemüse des<br />
Landes angeboten.<br />
2 LObsterjagd. Mit der Harpune sorgt Wolfgang für das Abendessen.<br />
3 Neiafu. Ein rundum bestens geschütztes Ankerfeld.<br />
4 PrachtexemplaR. Stolz präsentiert Evi den Fang – eine 115 Zentimeter<br />
lange Dorade, auch Mahi Mahi genannt.<br />
1
Revier<br />
35<br />
3<br />
Ein wenig anspruchsvoller wird der Chartertörn, wenn man<br />
beabsichtigt, auch in die – etwa einen Breitengrad südlichere<br />
– Ha’apai-Kette zu segeln. Die Hauptinsel Lifuka und die<br />
unterhalb liegenden Kotu und Nomuka-Gruppen könnten<br />
sogar einem Vergleich mit den Tuamotu Atollen standhalten.<br />
Um dorthin zu gelangen, muss allerdings eine Nachtfahrt in<br />
Kauf genommen werden, und sowohl<br />
die WGS 84 bezogenen Papierkarten,<br />
als auch die elektronischen<br />
Karten weisen eine Versetzung<br />
nach Ost um mehrere hundert<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der boot Düsseldorf <strong>2009</strong> – Halle 13, Stand-Nr. A39
36<br />
1<br />
Meter auf. Auch wenn ein Referenzpunkt gefunden wird, muss<br />
sehr bedacht durch die Riffe navigiert werden – auf Sleipnir2<br />
macht es sich Wolfgang in solchen Situationen meist auf<br />
der Saling bequem.<br />
Belohnt wird man mit einsamen Ankerbuchten und wirklich<br />
außergewöhnlichen Schnorchel- und Tauchgründen. In den<br />
dünnbesiedelten Ha’apai-Inseln findet man auch Kontakt zu<br />
einer sehr ursprünglichen und entspannten Bevölkerung, die<br />
selten aufdringlich erscheint und sich eher in vorsichtiger<br />
Zurückhaltung übt.<br />
Auf die Gefängnisinsel Kelefesia wurde jener Tongaer auf Lebzeiten<br />
verbannt, der einst aus Liebe versucht hat, die Königstochter<br />
zu entführen – Yachties dürfen ihn durchaus besuchen …<br />
Anreise und Bunkern<br />
für den Törn<br />
Wer nach Tonga fliegt, landet in jedem Fall am internationalen<br />
Flughafen in Nukualofa/Tongatapu, von dort geht es mit einem<br />
ca. einstündigen Inlandsflug weiter nach Neiafu.<br />
Die Versorgungsmöglichkeiten für den Charterurlaub können<br />
in Vava’u allerdings tatsächlich ein Problem darstellen. In den<br />
Regalen der – meist von Chinesen geführten – Läden, die etwas<br />
euphemistisch als „Supermärkte“ bezeichnet werden, ist<br />
die Armut des Landes offenkundig. Je<br />
nach Eintreffen des Versorgungsschiffes<br />
können Grundnahrungs-<br />
2<br />
3
Revier<br />
37<br />
mittel durchaus knapp werden. Am Markt Utukalongalu ist das<br />
Angebot an Gemüse und Obst allerdings vielfältig und preiswert.<br />
À propos Grundnahrungsmittel: ein besonderes „Schmankerl“<br />
stellt die Austrian Bakery dar. Nicht nur Evi und Wolfgang<br />
erfreuen sich beim Frühstück an duftenden Mohnweckerln,<br />
Zimtschnecken und dunklem Roggenbrot.<br />
Anglerglück & Walbegegnungen<br />
Wer sein Glück beim Schleppangeln oder Harpunieren (ist in<br />
Tonga legal) suchen will, kann sich berechtigte Hoffnung auf<br />
Erfolg machen. Mit dem Fang einer 115 cm-Dorade rangiert<br />
die Sleipnir2-Crew nur im besseren Mittelfeld unter den<br />
Hochseeanglern.<br />
Oft zeigen Vogelschwärme große Thunfischschulen an, und<br />
eine kleine Kursänderung kann den Menüplan an Bord schnell<br />
umstellen.<br />
Einige Nummern zu groß für die Jagd, dafür aber um vieles<br />
eindrucksvoller, wäre eine Walbegegnung, mit der man in den<br />
Gewässern zwischen Vava’u und Ha’apai – zumindest zwischen<br />
Juni und November – absolut rechnen kann/muss. Wer es genau<br />
wissen will, hat die Möglichkeit, eine der zahlreichen „Whale<br />
Watching“-Touren zu buchen, bei denen man im günstigsten<br />
Fall sogar mit den riesigen Meeressäugern schnorcheln kann.<br />
Kurz nach dem Auslaufen mit Ziel Lifuka kreuzt in der Dämmerung<br />
ein Buckelwal unmittelbar vor Sleipnir2s Bügen<br />
unsere Kurslinie – mit sehr ambivalenten Gefühlen fährt die<br />
Crew in die Nacht …<br />
Das Segelrevier Tonga lädt durchaus zum Verweilen ein, aber<br />
auch wenn die Wetterfrösche die diesjährige Zyklonsaison auf<br />
Grund der niedrigen Wassertemperatur verspätet sehen, versammelt<br />
sich Ende Oktober der Tross der Fahrtensegler in<br />
Nukualofa. Die meisten Yachten ankern vor der Ferieninsel<br />
Pangaimotu, und der Big Mama Yacht Club ist der beste Ort,<br />
um noch einmal pazifisches Easy Going zu genießen, bevor der<br />
respekteinflößende Törn nach Neuseeland unternommen<br />
wird.<br />
Am 12. November sticht Sleipnir2 in See, und es soll leider<br />
der erwartet harte Schlag zum Traumland des Segelsports<br />
werden …<br />
4<br />
www.sleipnir2.at<br />
5<br />
1 Sleipnir2 ankert vor Pangaimotu.<br />
2 Wrackschnorcheln.<br />
3 Schnorcheln mit walen.<br />
4 Wolfgang macht es sich bei heiklen Riffpassagen auf<br />
der Saling bequem.<br />
5 Kunsthandwerk wird auf vielen Ankerplätzen angeboten.<br />
6 Walbegegnung in der Dämmerung.<br />
6
38<br />
oCEAN7 People<br />
tiefseepionier gestorben<br />
Der Pionier der Meeresforschung Jacques Piccard ist tot. Er starb im<br />
Alter von 86 Jahren in Genf. Mit dem U-Boot TRIESTE tauchte er gemeinsam<br />
mit Don Walsh 10.916 Meter tief auf den Grund des Marianengrabens.<br />
In den darauffolgenden Jahren entwickelte er das größte<br />
zivile Unterwasserfahrzeug der Welt und das größte U-Boot, das jemals<br />
für touristischen Einsatz gebaut wurde: Die BEN FRANKLIN, die 1969 in<br />
Dienst gestellt wurde. In einer Tiefe von 300 bis 350 Metern ließ sich<br />
die Crew vier Wochen mit dem Golfstrom treiben. Mit einer von ihm<br />
gegründeten Stiftung setzte sich Piccard für die Bewahrung und Erforschung<br />
des Marinen Lebens ein. Bis ins Alter von 82 Jahren nahm<br />
Jacques Piccard selbst an Tiefseeexpeditionen teil.<br />
Wetterseminar mit Weltumsegler<br />
Seit 1998 kreuzt Claus Gintner über die Weltmeere, ist eineinhalb Mal um die Welt<br />
und 15 Mal über den Atlantik gesegelt. In Lateinamerika wurde er von Piraten<br />
ausgeraubt und lebensgefährlich verletzt. Es gibt wohl kein Wetter, das er nicht<br />
schon auf See erlebt hat. Seinen reichen Erfahrungsschatz gibt er jetzt in Wochenendseminaren<br />
an Interessierte weiter: „Aus der Praxis für die Praxis“ (Unkostenbeitrag<br />
€ 150,–). Es gibt zwei Termine, jeweils Samstag und Sonntag: 24. – 25.<br />
Jänner <strong>2009</strong> im Hubertushof, Alpenstraße 110, A-5081 Neu-Anif. 7. – 8. Februar<br />
<strong>2009</strong> im Gasthof Mostwastl, Mostwastlweg 3, A-5082 Salzburg. Anmeldung, Kontakt:<br />
Offshore Segelclub Grödig, harald.wolf@oscg.at Tel. 0650/3<strong>01</strong>2691 oder<br />
claus.gintner@yahoo.de Tel. 0664/3843515<br />
NeujahrsGrüsse der seenomaden<br />
Aus dem Zululand Yacht Club in der Richards Bay in Südafrika erreichten den<br />
Yacht Club Austria jetzt Neujahrswünsche der Seenomaden. Doris und Wolfi<br />
schreiben: „Letzte gefürchtete Indik-Etappe geschafft. Entgegen allen Empfehlungen<br />
kratzten wir knapp entlang der Südküste Madagaskars. Bis zu 40 Knoten<br />
Passat ließen Nomad über flaches Wasser fliegen, die heimtückischen Bänke<br />
blieben weit im Süden. In den nächsten zwei Monaten wollen wir langsam um<br />
Südafrika segeln, ums Kap der guten Hoffnung nach Kapstadt. Der Atlantik wartet!<br />
Euch allen einen guten Rutsch ins <strong>2009</strong>er Jahr! Doris und Wolfi“.<br />
www.seenomaden.at
NEWS People<br />
39<br />
der wunderbare stromvermehrer<br />
Das ausgezeichnete Segel- und Elektronikzubehör-Geschäft „Palmetshofer Nautic“<br />
liegt zwar mitten im Hügelland in Oberösterreich. Aber das Prinzip von Thomas<br />
Palmetshofer heißt: Service vor Ort – direkt auf der Yacht der Kunden, egal wo die<br />
sich gerade befindet. „Ich biete Energiekonzepte für jede Yacht an, um Eignern durch<br />
intelligente Lösungen mehr Strom auf ihren Schiffen bereit zustellen“, sagt Thomas<br />
Palmetshofer. Jetzt, im Winter, ist genau die richtige Zeit, die Schiffselektronik zu<br />
überprüfen und zu erneuern. So bietet Palmetshofer als mobiler Raymarine-Händler<br />
neben dem Einbau neuer, über Datenleitung miteinander kommunizierender Geräte<br />
vom Plotter über GPS bis zum Autopiloten auch gleich eine komplette Überprüfung<br />
des Stromsystems an Bord an. Palmetshofer: „Meist sind es nur ein paar Kleinigkeiten,<br />
die das Energiemanagement einer Yacht deutlich verbessern. Neue Hochleistungs-<br />
und Lichtmaschinenregler können auf einen Schlag bis zu 40 Prozent mehr<br />
Energie mit der selben Technik bringen. Wenn dann noch die derzeit leistungs -<br />
fähigste Solartechnik eingebaut wird, ist die Welt an Bord zumindest energiemäßig<br />
wieder voll in Ordnung“. Häufig bringt schon ein minimaler Umbau einen großen<br />
Effekt, nämlich „wenn manche unterdimensionierten Kabelquerschnitte erhöht<br />
werden“, sagt der Elektrik- und Elektronik-Spezialist.<br />
www.palmetshofer-nautic.at<br />
909 BENACO<br />
Besuchen Sie uns auf der „BOOT“ in Düsseldorf I Halle 5 . Stand C 20<br />
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WÖRTHERSEE<br />
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40<br />
Biskaya-Mann<br />
Peter talas<br />
1<br />
Die Biskaya – der Gedanke an eine Durchquerung dieses Golfes<br />
mit der extremen Sturmhäufigkeit lässt jedem gestandenen<br />
Seemann einen ehrfürchtigen Schauer über den Rücken fahren.<br />
Zu viel ist hier schon passiert, zu viele Menschenleben und<br />
Schiffe sind hier verloren gegangen. Der Oberösterreicher<br />
Peter Talas hat den Golf schon zehn Mal durchsegelt.<br />
Zwei Tage und zwei Nächte ist man unterwegs, um diesen Teil<br />
des atlantischen Ozeans zwischen der Westküste von Frankreich<br />
und der Nordwestecke Spaniens hinter sich zu bringen<br />
– das Stück gilt als äußerst unberechenbar und gefährlich.<br />
„Wenn man den Hafen in Les Sables D’Olonne verlässt, fährt<br />
man rund 330 Meilen aufs freie Wasser hinaus und kann nur<br />
hoffen, dass einem der Wind gnädig ist, gibt es nämlich Gegenwind,<br />
muss man sich aufs Ärgste gefasst machen“, sagt<br />
Peter Talas. Und der 62-jährige Kronstorfer weiß haargenau,<br />
wovon er spricht. Zehn Mal hat er mittlerweile den Golf von<br />
Biskaya durchsegelt und dabei von Strahlewetter bis zum Orkan<br />
alles erlebt, was ein Seemann nur erleben kann.<br />
„Ich hab gedacht,<br />
jetzt ist es aus und vorbei …“<br />
Seit dem Jahr 2000 setzt Kurt Ecker, Inhaber der Firma Ecker<br />
Yachting mit Sitz in Ried im Innkreis, wenn es darum geht,<br />
sündteure Yachten von Les Sables D’Olonne in Frankreich<br />
nach Kroatien, die Türkei oder nach Griechenland zu überstel-<br />
len, auf die langjährige Erfahrung, das Know How und den<br />
Mut des Kronstofers. „Bei meiner ersten Durchquerung der<br />
Biskaya im Jahr 2000 hat es Rasmus gut mit mir und meiner<br />
Crew gemeint. Bei Super-Wetter, sieben Beaufort Wind, der<br />
noch dazu aus der idealen Richtung, nämlich aus Südost, kam,<br />
zeigte sich das gefürchtete Teilstück des Atlantiks von der<br />
besten Seite“, erinnert sich Peter. Dass die Biskaya aber auch<br />
eine andere, nämlich äußerst gefährliche Seite zu bieten hat,<br />
musste der Kronstorfer bei seiner zweiten Durchseglung im<br />
Februar 20<strong>01</strong> erleben. „Damals, es war ja noch dazu Winter,<br />
hab ich Situationen erlebt, wo du denkst, jetzt ist es aus und<br />
vorbei und ich habe gelernt, dass Wetterprognosen sehr unzuverlässig<br />
sein können“, erzählt Talas. Eis am Deck, Wind von<br />
elf Beaufort aus West und Südwest, also frontal von vorne,<br />
machten diesen Törn selbst für den erfahrenen Hochsee-Segler<br />
zur absoluten Grenzsituation.<br />
„Wir waren damals schon eineinhalb Tage unterwegs, als der<br />
Wind plötzlich auf Südwest drehte. Der Windmesser an Bord<br />
kletterte auf über 60 Knoten hoch und unser Katamaran be-<br />
1 Traumwetter. Auch das bietet die Biskaya manchmal – Sonnenschein und<br />
Wind aus der richtigen Richtung.<br />
2 Anglerglück. Peter Talas holt Doraden aus dem Atlantik, ein Crewmitglied<br />
hält das Jagdglück mit der Kamera fest.<br />
3 Parasailor. Wenn der Wind passt fliegt der Katamaran zweistellig unter<br />
dem Vorwindsegel dahin.
People<br />
41<br />
nahm sich wie ein launisches Rassepferd. Lässig ritt er die<br />
Wellenungetüme ab, doch ab und zu zeigte er sich störrisch.<br />
Das war wohl auch einer der Momente, in denen er mich abwarf<br />
und mich von der Ruderbank runterdrosch. Das sind dann<br />
die Sekundenbruchteile, wo du glaubst, jetzt ist es aus und<br />
vorbei und wo du entscheiden musst, wie es weitergehen soll“,<br />
schildert Talas den Höllenritt. Seine Entscheidung, letztendlich<br />
den Hafen von Lastres anzusteuern, erwies sich als richtig. Die<br />
vierköpfige Crew war in Sicherheit und auch der Katamaran<br />
hat die Biskaya heil überstanden. Trotz dieses einschneidenden<br />
Erlebnisses, wo der zweifache Vater Wind in Orkanstärke<br />
und Monsterwellen erlebt hat, stand er bereits<br />
am 30. März 20<strong>01</strong>, also nur gut ein Monat später, für<br />
die nächste und somit dritte Biskaya-Durchquerung<br />
parat.<br />
Was bringt einen ÖMV-Verkaufsleiter im Ruhestand<br />
nun dazu, sich immer wieder einem<br />
derartigen Risiko auszusetzen. Ist es der Nervenkitzel,<br />
die Liebe zur See oder einfach ein<br />
ganz starkes Vertrauen in das eigene Können,<br />
will ich wissen? „Dass einem nichts passieren<br />
kann, glaubt man nicht. Vor der Biskaya habe<br />
ich enormen Respekt. Für mich ist es sicher eine<br />
riesengroße Herausforderung, die Leidenschaft<br />
am Segeln und ein kleines bisschen Rest von<br />
Abenteuer, denn so vieles im Leben verläuft ja in<br />
geregelten Bahnen“, erklärt Talas. Dabei hat auch<br />
bei ihm in Sachen Segeln alles ganz klein angefangen,<br />
als er sich im Jahr 1975, wo ihn ein Freund<br />
zum Segeln auf dem Attersee mitgenommen hat,<br />
mit dem Segelvirus infiziert hat. Die Grundbegriffe<br />
des Sportes holte er sich bei der Segelschule<br />
Mondsee und es dauerte nicht lange, als er mit<br />
anderen Wasserratten, praktisch über der Straße von<br />
seinem Haus, am Stausee in Kronstorf einen Segelverein<br />
gegründet hat. Bald waren dem Abenteurer<br />
aber die Gewässer in Österreich zu klein und es zog<br />
2
42<br />
1<br />
2<br />
3 4<br />
ihn auf das Meer hinaus. „Als ich 1980 das erste Mal auf dem<br />
Meer segelte, habe ich gleich bemerkt, dass es mich absolut<br />
fasziniert. Zumal ja auch die Anforderungen an einen Skipper<br />
auf dem Meer viel höher sind als jene auf den Seen“, schildert<br />
Talas. Was folgte, war die Ausbildung im Hochsee-Segeln und<br />
in weiterer Folge seine Tätigkeit als Prüfer für den österreichischen<br />
Segelverband.<br />
„Du bist ja komplett<br />
verrückt, hat der Bobby Schenk<br />
zu mir gesagt“<br />
Kein Wunder, dass der Kronstorfer heute in der Szene kein<br />
Unbekannter ist, auf den sogar Größen, wie „Segelpapst“<br />
Bobby Schenk anerkennend schauen. „Vor drei Jahren, vor<br />
meiner fünften Biskaya-Durchquerung hab ich den Bobby<br />
Schenk auf der Bootsmesse in Düsseldorf getroffen. ‚Sag mal,<br />
wie oft bist du schon durch diese Sch…-Biskaya gefahren – vier<br />
Mal: du bist ja komplett verrückt’, hat Schenk damals gemeint“,<br />
schildert Talas eine unvergessliche Begegnung. Mittlerweile hat<br />
er die Biskaya zehn Mal hinter sich gebracht und ist wohl einer<br />
der wenigen Österreicher, die das von sich behaupten können.<br />
Dass es eigentlich noch schlimmer kommen könnte, wie beim<br />
zweiten Törn im Februar 20<strong>01</strong>, hat sich Peter Talas nicht gedacht,<br />
er wurde aber bei der fünften Durchseglung eines Besseren<br />
belehrt. Und es war nicht das Wetter, das der Crew da-<br />
1 Topspeed. Meterhohe nachlaufende Dünung und eine Geschwindigkeit im<br />
zweistelligen Bereich – da wird Strecke gemacht.<br />
2 Leinen los. Jetzt geht es aus dem Hafen hinaus auf den Atlantik.<br />
3 Bordbesuch. Eine Taube landete mitten in der Biskaya erschöpft auf der<br />
PANTARHEI und ließ sich füttern.<br />
4 Leuchtturm. Gleich nach der Ausfahrt von Les Sables D‘Olonne.<br />
5 Ruhige See. Glatt wie die Adria an einem Sommertag. Mitunter präsentiert<br />
sich die gefürchtete Biskaya auch harmlos.
People<br />
43<br />
mals einen Strich durch die Rechnung machte, es war der<br />
Gehirnschlag eines Mitseglers, der Skipper Peter das Blut in<br />
den Adern gefrieren ließ und diese Überstellung zur Schlimmsten<br />
in seiner Erinnerung machte: „Am ersten Tag, nachdem wir<br />
den Hafen von Les Sables verlassen hatten und etwa 60 Seemeilen<br />
zurückgelegt hatten, erlitt der Mann am Nachmittag<br />
einen Gehirnschlag, via Funk haben wir Hilfe angefordert – es<br />
hat eineinhalb Stunden gedauert, bis der Heli da war. Zum<br />
Glück kam unser Crew-Mitglied rechtzeitig ins Krankenhaus<br />
nach Bordeaux und konnte gerettet werden. Für mich persönlich<br />
war dieses Überquerung mit Sicherheit um einiges schlimmer<br />
als jene im Februar 20<strong>01</strong>.“ Fest steht aber auch, dass die<br />
schönen Erlebnisse überwiegen. „Da denk ich nur an meine<br />
Biskaya-Durchseglung mit einem 18-Meter-Katamaran, einer<br />
Luxusyacht, die alle Stückerl gespielt hat. Mit diesem Gerät<br />
sind wir mit einer Geschwindigkeit von über 22 Knoten am<br />
Schnellsten gefahren. Das sind dann die Eindrücke, die alles<br />
Schlimme in Vergessenheit geraten lassen.<br />
Für die Biskaya Nummer elf ist Peter Talas jedenfalls bereit.<br />
„Ich fühle mich sicher, weil ich auch das Übel mit der Übelkeit<br />
nicht habe, ein Magen aus Leder ist beim Ritt durch die Biskaya<br />
schon von Vorteil“, sagt Talas. Der „Biskaya Eleven“ steht<br />
also künftig nichts im Weg.<br />
5<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der boot Düsseldorf <strong>2009</strong> – Halle 16, Stand-Nr. B42
44
PEOPLE<br />
45<br />
Beaufort<br />
im Blut<br />
Zwischen dem ersten und dem bis dato letzten Staatsmeistertitel eines Seglers mit dem<br />
Nachnamen Seidl liegen mehr als vierzig Jahre – und noch ist kein Ende im Sicht. Die beeindruckende<br />
Geschichte einer segelverrückten Familie, die ihr Schicksal ganz dem Wind anvertraute.<br />
Text: Florian T. Mrazek<br />
Wie schreibt man ein Portrait über eine Sippschaft, bei der<br />
höhere Sportler-Ehren wie Staatsmeistertitel und Regattabänder<br />
aller Couleur seit Dekaden nur mehr für mäßig erhöhten<br />
Puls sorgt? Es fällt schwer, beim Namen Seidl nicht in peinliche<br />
Superlative zu verfallen in einem Land, das 1919 den Adel<br />
verbannte und in dem es dennoch von Schikönigen, Fußballkaisern<br />
und Tennistriumphator scheinbar nur so wimmelt.<br />
Eine Familie. Vier Jahrzehnte Segelgeschichte. Gute zwei<br />
Dutzend nationale und internationale Titel, aufgeteilt auf zwei<br />
Generationen und vier markante Charaktere. Die nüchterne<br />
Siegerstatistik fällt in diesem Fall leichter als das fitzelige Aufdröseln<br />
dieser Erfolgsseilschaft. Zu eng verwoben erscheinen<br />
die sportlichen Meilensteine der Brüder Ernst und Kurt Seidl<br />
mit dem Geschwisterpaar der zweiten Generation, Michi und<br />
Berni Seidl. Da gibt es kaum eine Kombination, die nicht irgendwann,<br />
irgendwo schon einmal dem wehrlosen Regatta-<br />
Rest auf und davon gesegelt wäre. Trotzdem wäre es jammerschade,<br />
diese beispiellose Geschichte unerzählt zu lassen: die<br />
Seidl-Story.<br />
erweitert den Betrieb in der Folge um ein für damalige Verhältnisse<br />
stattliches Sägewerk. Jahre später kreuzen sich die<br />
Wege zweier großer späterer Segeldynastien: In den frühen<br />
1960er Jahren liefert der angesehene Holzfabrikant Kurt Seidl<br />
handgefertigte Spinnakerbäume an die Firma Schöchl in Mattsee.<br />
Im dortigen Dreiseenland im Salzburger Flachgau infiziert<br />
sich Kurt Seidl senior mit dem Segelvirus und brachte auch<br />
seinen Erstgeborenen, Kurt junior, mit Wind und Wasser in<br />
Berührung. „Zwischen zehn und 14 habe ich jeden Sommer in<br />
einer Bootsvermietung in Obertrum gearbeitet, dort Segelboo-<br />
Der Anfänge am Obertrumersee<br />
Ihren Ursprung nimmt alles vor 100 Jahren, genau im Jahr<br />
1909. Damals beschließt der italienische Bürsten- und Besenfabrikant<br />
Michael Bassetto, sich in Salzburg eine neue Existenz<br />
aufzubauen. Als Standort für seinen kleinen Produktionsbetrieb<br />
wählt der den Salzburger Stadtteil Schallmoos, damals noch<br />
überwiegend Kuhweiden und grüne Wiesen. Der Erfolg stellt<br />
sich ein und Bassettos Schwiegersohn, ein gewisser Kurt Seidl,<br />
1 Teil 1 der Dynastie: Kurt Seidl mit seinen Söhnen Berni (oben rechts) und<br />
Michi (sitzend) in ihrem Boardershop.<br />
2 Ernst Seidl ist derzeit der einzige aktive Regattasegler der Familie – wenn<br />
es die Segelmacherei zeitlich zulässt. 2
46<br />
1<br />
te aufgetakelt und teilweise auch Urlauber ausgefahren“, erinnert<br />
sich der heute 61-jährige an seinen ersten Kontakt mit<br />
dem Segelsport. „Als ich dann mit 14 im elterlichen Betrieb<br />
eine Lehre begonnen habe, habe ich angefangen, für ein eigenes<br />
Segelboot zu sparen. Als ich mit der Lehrzeit fertig war,<br />
habe ich mir bei Schöchl einen Korsar gekauft und gleich mit<br />
dem Regattasegeln begonnen.“ Das war der Zeitpunkt, an dem<br />
auch der drei Jahre jüngere Ernst erstmals Witterung aufnahm:<br />
„Als kleiner Bub hat mich das Segeln nie sonderlich interessiert,<br />
weil ich nie an irgendwelchen Leinen ziehen durfte – da waren<br />
immer mein älterer Bruder oder irgendwelche Mitsegler<br />
dran. Also bin ich lieber fischen gegangen. Doch dann,<br />
am eigenen Boot im Trapez zu hängen, das hat mir<br />
dann doch getaugt.“<br />
Die Olympia-Kampagne<br />
Eine weise Entscheidung, denn schon ein Jahr später,<br />
1965, wurden die Seidl-Brüder Jugendstaatsmeister<br />
im Korsar, 1967 dann reguläre Staatsmeister. Es folgte<br />
der Umstieg auf den Flying Dutchman, mit dem die<br />
Seidls ihre Erfolgsserie fortsetzten. Nach zahlreichen<br />
Regatten auf den nahen Seen wagte man die damals<br />
ordentlichen Reisen an den Neusiedler See und schließlich<br />
zur Kieler Woche. „Bei argem Sturm sind wir dort auf<br />
Anhieb Dritte geworden, während bei allen anderen Segel<br />
rissen oder Masten brachen – ein Riesenerfolg“, erzählt Ernst<br />
Seidl, der in der Folge seinem älteren Bruder in Sachen Segelsucht<br />
nicht mehr nachstand. Während Kurt am Standort der<br />
mittlerweile geschlossenen Bürstenproduktion sein erstes eigenes<br />
Geschäft für Bootsbeschläge und Segelbekleidung eröffnet,<br />
beginnt Ernst als Segelmacher bei Hubert Raudaschl am<br />
Wolfgangsee. Gemeinsam gelang den Seidls die Qualifikation<br />
für die Olympischen Spiele 1972, deren Segelwettbewerbe in<br />
Kiel stattfanden. Dank starker Leistungen verfehlen die beiden<br />
die Medaillenränge im hohen Norden nur knapp.<br />
Nach dem Olympia-Erlebnis trennen sich die Wege der Brüder<br />
bis auf weiteres; Während Kurt schon vor den Olympischen<br />
Spielen als Segelmacher in Kiel gearbeitet hatte, ging er in der<br />
Folge zunächst nach Frankreich und dann ein halbes Jahre nach<br />
Brasilien. „Ich kannte dort ein paar Leute von den Wettkämpfen<br />
ganz gut, und von Herbst 1972 bis Frühjahr 1973 half ich<br />
2<br />
Seidl-Sonnensegel:<br />
Individueller Segelflair für Haus und Garten<br />
Trägt man den Nachnamen Seidl, so hat man scheinbar automatisch mit Segeln zu tun. So auch Ernst Seidls<br />
Tochter Andrea: Die gelernte Architektin und begeisterte Laser-Seglerin hat sich auf die maßgeschneiderte<br />
Fertigung von Segeln als Sonnen-, Wind- oder Sichtschutz spezialisiert. Jedes Segel ist dabei eine maßgeschneiderte<br />
Einzelanfertigung und wird in Form, Größe und Material an die jeweilige Situation angepasst – sei<br />
es als raffbarer oder rollbarer Sonnenschutz auf einer Terrasse, als Überdachung bei Veranstaltungen oder im<br />
Innenbereich als Dekorsegel, Raumteiler, Projektionsfläche oder Stiegengeländer.<br />
Infos: www.seidlsails.at
PEOPLE<br />
47<br />
ihnen dann, im südbrasilianischen Blumenau einen Betrieb<br />
aufzubauen“, blickt Ernst heute auf die aufregende Zeit zurück.<br />
„Damasl hatte ich Zuhause im elterlichen Betrieb schon einen<br />
Angestellten, der für mich Trapezgurte produzierte, die ich<br />
1968 entwickelt und patentiert hatte. Dank meiner Kontakte<br />
importierten wir danach noch eine Weile extrem günstig Brasilkiefer-Rundstäbe<br />
nach Österreich.“ Doch nicht nur geschäftlich<br />
zahlte sich der Auslandsaufenthalt aus, so nebenbei wurde<br />
Ernst auch südamerikanischer FD-Meister.<br />
Ab 1973 segelten die Brüder dann getrennt, Kurt zunächst im<br />
470er, dann jeder am Steuer eines FDs mit eigenen Vorschotern.<br />
„Nach meiner Rückkehr war es mir wichtig, das Ruder<br />
buchstäblich selbst in die Hand zu nehmen und hatte meinen<br />
eigenen FD. Mein Bruder ging in dieser Entwicklung jedoch<br />
nicht verloren – im Gegenteil, wir ergänzten uns prächtig als<br />
Sparingpartner“, versichert Ernst, und auch Kurt nennt die Zeit<br />
bis Olympia 1976 die „sportlich erfolgreichste Zeit, in der wir<br />
uns gegenseitig hinauf gepusht haben.“<br />
1976 schaffte nur Ernst mit Vorschoter Hans Eisl die Olympia-<br />
Qualifikation, scheiterte jedoch erneut am erklärten Ziel, einer<br />
Medaille.<br />
Beruflicher und sportlicher<br />
Höhenflug in den 1980ern<br />
Neben den international erfolgreichen Trapezgurten verdankte<br />
Ernsts Segelmacherei vor allem den innovativen, durchgelatteten<br />
Surfsegeln einen beispiellosen Erfolgsrun. „Während<br />
des absoluten Surfbooms in den 1980er-Jahren hatten wir<br />
teilweise 30 Näherinnen, exportierten nach England und Italien<br />
und produzierten im Auftrag von F2 hunderte Surfsegel,<br />
wenn diese mit der Herstellung nicht nachkamen“, erinnert<br />
sich Ernst, der schon 1978 den Betrieb in Salzburg auf über<br />
3<br />
4<br />
1 Action. Das Brüder-Duo im Einsatz auf dem Topcat.<br />
2 Steilwand. Mit Andreas Hagara forderte Michi Seidl über Jahre Hagara/<br />
Steinacher heraus.<br />
3 Die Begründer. Kurt und Ernst Seidl Ende der 1960er-Jahre auf FD.<br />
4 rasant. Über Jahre dominierte Ernst Seidl mit seinem Flying Dutchman den<br />
Gardasee.
48<br />
1<br />
400 Quadratmeter ausgebaut hatte. Anders als Bruder Kurt,<br />
der nach Montreal 1976 den olympischen Segelklassen und<br />
damit dem permanenten Reisestress ade sagte und als Vertreter<br />
für Laser und Topcat nunmehr ausschließlich auf zwei Rümpfen<br />
erfolgreich war, bleib Ernst den schnellen Jollen treu, wechselte<br />
jedoch vom „seinem“ FD auf den Drachen, auf dem er<br />
noch 2008 zum dritten Mal hintereinander und zum siebten<br />
Mal insgesamt Staatsmeister werden sollte. So nebenbei kürte<br />
sich das Bewegungstalent auch noch zweimal zum Surf-Staats-<br />
meister, erlernte Paragleiten und Kiten, dominierte drei Jahre<br />
en suite auf einem FD eine top-besetzte Regatta am Gardasee<br />
und gewann mit dem Austria Cup auch eine Hochseeregatta.<br />
Nachdem die goldenen Surfzeiten endgültig vorbei waren,<br />
konzentrierte man sich verstärkt auf den Yachtsegelbereich. So<br />
war es naheliegend, dass man sich 1988 mit „Elvström Sails“<br />
aus Dänemark, einem der größten Segelerzeuger weltweit<br />
zusammenschloss. Zudem werden in der Werkstätte bis heute<br />
Bootspersenings, Zelte, Taschen, Abdeckhauben, Sonderanfertigungen<br />
und – von Ernsts Tochter, der Architektin Andrea –<br />
auch moderne Spezialkonstruktionen als Sonnensegel individuell<br />
gefertigt.<br />
2<br />
Die nächste Generation<br />
Doch auch Kurt war unterdessen nicht untätig. Mittlerweile<br />
zweifacher Vater und ausgesprochener Katamaran-Spezialist,<br />
kürte er sich 1994 am heimischen Obertrumersee mit seinem<br />
älteren Sohn Michi als Vorschoter zum Topcat-Staatsmeister<br />
– eine Familienehre, die Michi schon zwei Jahre später selbst<br />
als Steuermann wiederholte.<br />
Das Erfolgsrezept, dem Nachwuchs im Stammsegelclub der<br />
Familie in Seeham die Liebe zum Wind näher zu bringen,<br />
funktionierte also ein zweites Mal. Nachdem er sämtliche Jugendklasse<br />
dominiert hatte und am vertrauten Topcat 1998<br />
Europameister und 1999 Vize-Europameister geworden war,<br />
versucht sich Michi in der Folge vergeblich im Laser an einer
PEOPLE<br />
49<br />
Olympia-Qualifikation für Sydney 2000. Sein größter Erfolg<br />
im Laser blieb ein beachtlicher vierter Platz beim Weltcup am<br />
Neusiedler See. Obwohl der Unterschied zwischen Topcat und<br />
Tornado nach eigenen Angaben in etwa so groß ist „wie zwischen<br />
Formel-1 und einem Bergrennen“, machte ihn Andreas<br />
Hagara, der Bruder des späteren Doppel-Olympiasiegers Roman,<br />
20<strong>01</strong> zu seinem Vorschoter am zweiten österreichischen<br />
Tornado.<br />
„20<strong>01</strong> wurden wir auf Anhieb Fünfte bei der Weltmeisterschaft<br />
in Südamerika, doch 20<strong>02</strong> bekam ich große gesundheitliche<br />
Probleme, als ich mir einen Virus und danach eine Herzmuskelentzündung<br />
einfing, die mich heute noch beschäftigt“, so<br />
Michi. Dennoch verlief das Comeback nach monatelangem,<br />
hartem Aufbautraining phänomenal: Andreas Hagara und Michi<br />
Seidl wurden 2003 Tornado-Europameister. Der sportliche<br />
Erfolg konnte jedoch nicht über die immer größeren persönlichen<br />
Differenzen hinwegtäuschen, dazu belastete der ewige<br />
Bruderkampf der Hagaras das Team Hagara/Seidl schwer.<br />
„Obwohl von Seiten des ÖSV klar drei Ausscheidungsregatten<br />
vereinbart gewesen waren, von denen wir zwei für uns entschieden,<br />
wurden Hagara/Steinacher nach Athen geschickt“, giftet<br />
sich Michi Seidl noch heute. „Einen Tag vor unserem Europameistertitel<br />
bin ich dann noch während des Trainings aus dem<br />
Boot gesprungen und habe gesagt: „Andi, ich will nicht mehr<br />
dauernd streiten, mit dir segle ich nicht mehr! Danach haben<br />
wir uns noch darauf geeinigt, die EM bestmöglich hinter uns<br />
zu bringen. Dass wir dann tatsächlich Europameister wurden,<br />
war auch ein Stück weit Glück – mit Leichtwind herrschten<br />
absolut unsere Bedingungen.“<br />
Seidl-Brüder 2.0<br />
Trotz dieses Endes mit Schrecken blickt Michi heute ohne<br />
Groll auf die Tornado-Zeit zurück. „Der Andi ist damals sehr<br />
im Schatten seines Bruders gestanden, das war sicher nicht fein.<br />
Und seglerisch habe ich ohne Zweifel eine Menge von ihm<br />
gelernt.“<br />
Genug, um zwei Jahre danach für ein weiteres Familienhighlight<br />
zu sorgen: Gemeinsam mit seinem um vier Jahre jüngeren<br />
Bruder Berni bildete er 2005 ein Team für die Topcat-Weltmeisterschaft<br />
am Gardasee – mit grandiosem Erfolg. Berni war<br />
zwar – wie konnte es anders sein – in der Jugendklasse ebenfalls<br />
sehr erfolgreich gesegelt, war dann aber schnell aufs Surfen<br />
umgeschwenkt, wo er im Mistral One Design auch olympisch<br />
unterwegs war.<br />
„Wir wollten damals Weltmeister werden, und bis zur fünften<br />
Wettfahrt lagen wir auch souverän in Führung, doch dann ist<br />
uns das Boot quasi auseinander gefallen“, erinnert sich Michi<br />
heute und kann dabei breit grinsen. „Berni zieht einfach an wie<br />
ein Stier, und wir beiden wollten damals zu viel. Wären wir<br />
damals gescheiter gewesen, wären wir locker Zweite geworden,<br />
so wurde es Bronze – für mich dennoch mein größter persönlicher<br />
Erfolg, weil ich mit Berni gemeinsam am Boot eine<br />
Riesengaudi hatte.“<br />
Verlockung Bigboat-Szene<br />
Seither ist das Thema Segeln zumindest bei den jüngeren Seidls<br />
etwas in den Hintergrund gerückt. Michi und Berni bauten in<br />
den vergangenen Jahren erfolgreich einen Boardershop auf,<br />
und sprechen mit Snowboard und Freeski im Winter sowie<br />
Surfen und Kiten im Sommer nun ein jüngeres Publikum an.<br />
Vater Kurt, offiziell seit drei Jahren in Pension, kümmert sich<br />
derweil noch um die Laser- und Topcat-Vertretung für Westösterreich.<br />
Einzig Ernst Seidl, dessen Segelmacherei nach wie<br />
vor über die Grenzen bekannt ist, blieb der Regattaszene bis<br />
dato erhalten und sammelt Jahr für Jahr Staatsmeistertitel wie<br />
andere Leute Schwammerl. Doch auch Michi blieb dem Segelsport<br />
zumindest im Herzen verbunden, lässt sich für die Zukunft<br />
ein Hintertürchen offen: „Wenn morgen ein gutes Angebot<br />
kommt, etwa im Bigboat-Bereich mitzusegeln, bin ich<br />
der Letzte, der nein sagt. Doch ich weiß, wie viel Zeit man<br />
braucht, um im Segeln wirklich gut zu sein. Und was das Segeln<br />
betrifft, bin ich ein extremer Ehrgeizler: Selbst bei der kleinsten<br />
Clubregatta möchte ich gewinne, wenn ich schon teilnehme.“<br />
Bleibt zu hoffen, dass der ÖSV diesen Ehrgeiz irgendwann<br />
einmal noch zu schätzen weiß.<br />
1 Nach seiner Tornado-Karriere motivierte Michi seinen Bruder zum<br />
Topcat-Segeln. Lohn war ein dritter Platz bei der WM 2005.<br />
2 Andreas Hagara und Michi Seidl als frischgekürte Tornado-Europameister<br />
2003.<br />
3 enttäuschte hoffnung. Trotz 2 zu 1-Qualisiegen gegen Hagara/Steinacher<br />
blieben Michi Seidl Olympiaehren verwehrt.<br />
3
50<br />
Lizenz zum<br />
segeln<br />
Für den A-Schein muss man nicht erst an den Wörthersee oder ins Salzkammergut pilgern, man<br />
bekommt ihn auch an der Alten Donau mitten in Wien. Wer also selbst endlich Segel setzen<br />
und das Ruder in die Hand nehmen will, stelle sich der Segelschule Wien.<br />
Text und Fotos: Tahsin Özen
PEOPLE<br />
51<br />
Mit der U-Bahn zum Segeln? In Wien kein Problem. Weniger<br />
als zehn Minuten benötigt der „Silberpfeil“, um Freunde des<br />
Wassersports von der City an die Alte Donau zu katapultieren.<br />
Wobei ja die City im modernen Sinn eigentlich hier erst beginnt:<br />
Neben dem Donauturm und der UNO-City kratzen hier<br />
einige der imposantesten Büro- und Wohntürme Wiens an der<br />
Skyline.<br />
Verlässt man die U-Bahn an der Station „Alte Donau“ und<br />
quert die Wagramer Straße, um der Brücke stadtauswärts zu<br />
folgen, so sollte man sich in deren oberem Drittel eine Pause<br />
gönnen und sich an das Brückengeländer lehnen – sozusagen<br />
zur Akklimatisation. Blick nach rechts: die soeben hinter sich<br />
gelassenen Tiefen des Großstadtdschungels. Blick nach links:<br />
kleinere und größere Strandhäuser inmitten von gepflegten<br />
Gärten, umgeben von wild wachsenden Bäumen, Weiden, und<br />
Rosenbüschen, die einen lieblichen Vorgeschmack auf den<br />
stromabwärts unmittelbar vor den Toren der Stadt beginnenden<br />
Nationalpark Donau-Auen geben. Blick nach unten: dutzende<br />
Ruder-, Tret- und Elektroboote in allen Farben, Formen<br />
und Größen, die im hellgrünen Wassser der Alten Donau wie<br />
bunte Fische in einem Gartenteich umherflitzen.<br />
Etwas Ruhe ins Bild bringen die betuchten Segelboote, die sich<br />
in klaren Linien ihren Weg über das Wasser bahnen. Nur etwas<br />
abseits scheint sich eine Gruppe Radikaler gebildet zu haben,<br />
die im Zickzack-Kurs auf eine Plastikboje zusteuert, als wäre<br />
sie aus purem Gold. Die energischen Rufe nach „Raum!“, die<br />
der Wind bis an die Brücke trägt, machen klar: hier wird auf<br />
„Mast- und Schotbruch“ Regatta gesegelt.<br />
2<br />
3<br />
Des Irzls schöne, alte Welt<br />
Gleich nach der Brücke führt der Weg rechts entlang der unteren<br />
Alten Donau – vorbei an kleinen Liegewiesen, Bootshäusern<br />
und Restaurants, die im Hochsommer von Erholungssuchenden<br />
aus der Stadt bis auf den letzten Platz belegt sind.<br />
Nach fünf Minuten gemütlichen Spazierens steht man vor<br />
Haus Nummer 29 und somit auf geschichtsträchtigem Boden<br />
des österreichischen Segelsports: der „Segelschule Wien“,<br />
deren Wurzeln bis ins 19 Jh. zurückreichen.<br />
4<br />
1 City-Challenge. Auch Regattasegeln nach ISAF-Regeln (International<br />
Sailing Federation) kann man an der Alten Donau mitten in Wien lernen.<br />
2 vorbereitung. Ein Block wird am Traveller befestigt. Hier wird dann die<br />
Großschot zur Segelbedienung durchgeführt.<br />
3 Erste Stunde: Bootskunde. Wer weiß, was ein Kielschwein ist, wo es sich<br />
befindet und welche wichtigen Funktionen es erfüllt?<br />
4 Graue Theorie. Wer den A-Schein will, muss auch in der Segelschule Wien<br />
die Schulbank drücken – die meiste Zeit verbringt man aber im Boot.<br />
5 Bunte Praxis. Wer das Segeln auf der kleinen Jolle lernt, macht eine gute<br />
Schule und hat später auf größeren Yachten leichtes Spiel.<br />
5
52<br />
1898 – also zu einer Zeit, als Österreich noch eine Seemacht<br />
war, wurden hier bereits sportliche Rennruderer und einfache<br />
Jollen, elegante Kajütsegler, leichte Regatta- und schnelle Motorboote<br />
gebaut. Sogar ein Amphibienfahrzeug wurde über<br />
Jahrzehnte in der kleinen Bootswerft auf Kiel gelegt. In der<br />
Zwischenkriegszeit begann man dann auch, Boote für Ruderund<br />
Segelpartien auf der Alten Donau zu vermieten. Der professionelle<br />
Segelunterricht wird seit den 1960er-Jahren angeboten<br />
– seit damals heißt der Betrieb auch „Segelschule<br />
Wien“.<br />
Ing. Wolfgang Irzl, der schon im zarten Alter von acht Jahren<br />
harte Regatten segelte, führt das Familienunternehmen nun in<br />
vierter Generation. Die Gesamtzahl der Schüler, die er unter<br />
seine Fittiche nahm, weiß der heute 58-Jährige selbst nicht<br />
mehr so genau – nur eines hat er in den letzten Jahren mit<br />
Freude zur Kenntnis genommen: den starken Zuwachs der<br />
weiblichen Segler. „Waren es früher nur ein paar Damen, die<br />
sich zu einem Kurs anmeldeten, so sind es heute bis zu 40 %,<br />
Tendenz steigend!“, freut sich der Schuldirektor, bei dem auch<br />
Christian Kargl, der als erster Österreicher beim „Minitransat“<br />
den Atlantik überquerte, die Schulbank gedrückt hat.<br />
Weniger als zehn Minuten benötigt<br />
der „Silberpfeil“, um Freunde des<br />
Wassersports von der City an die<br />
Alte Donau zu katapultieren.<br />
Überhaupt ist die Alte Donau ein sprudelnder Quell für Nachwuchstalente<br />
des Segelsports, was auf eine große Besonderheit<br />
des rund vier Quadratkilometer großen Gewässers zürückzuführen<br />
ist: das stehende Gewässer, das bis zur Donauregulie-
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PEOPLE<br />
53 53<br />
Knoten<br />
Da hilft nur üben, üben und noch einmal üben! Segelanfänger haben die allergrößten Probleme, die diversen Knoten zu meistern. In der Praxis müssen<br />
sie dann so perfekt sitzen, dass sie wie automatisch in jeder Situation schnell und sicher beherrscht werden. Auch bei Nacht und ohne hinzusehen.<br />
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54<br />
rung im Jahr 1875 noch den Hauptstrom bildete, kann von<br />
einem Moment auf den anderen von heftigen Winden aufgepeitscht<br />
werden, die aus nordwestlicher Richtung über die<br />
Donau fegen. Grund dafür ist der schmale Durchbruch der<br />
Donau zwischen Bisamberg und Leopoldsberg – was sich bei<br />
aufkommendem Wind wie eine Düse auswirkt und der Alten<br />
Donau Windstärken von bis zu 8 Beaufort beschert. Was auch<br />
als „stürmischer Wind, der Zweige bricht“ definiert wird, wie<br />
man später im Unterricht lernt …<br />
Die Jolle – eine Königsklasse für sich<br />
Der plötzlich in die Segel einfahrende Wind hat schon so mache<br />
Jolle zum Kentern gebracht – was aber nicht an den wunderschön<br />
gearbeiteten Holzsegelboten der Irzls liegt, sondern<br />
daran, dass sich der unerfahrene Anfänger vor Schreck an die<br />
Schoten klammert statt an die Ruderpinne. „Ein Kardinalfehler,<br />
den rund 80 % aller Schüler in so einer Situation begehen“, sagt<br />
Wolfgang Irzl mit wissendem Lächeln. Man sollte also weder<br />
die kleine Jolle noch das kleine Segelrevier unterschätzen, wenn<br />
man selbst einmal ein großer Segler werden will. „Wer die<br />
Jolle auf der Alten Donau beherrscht, hat das Segeln im Feinschliff<br />
gelernt und wird sich später auch auf größeren Segelyachten<br />
und hoher See leichter tun“, sagt Irzl und erzählt von<br />
Schülern, die schon viele Törns auf großen Yachten gesegelt<br />
sind und dann beim Umstieg auf die Jolle (im Zuge des A-<br />
Schein-Kurses) ihr blaues Wunder erlebt haben …<br />
Segeln im Team<br />
Was nicht bedeuten soll, dass es irrelevant ist, ob jemand schon<br />
Segelerfahrung hat oder nicht. Um den A-Schein-Kurs belegen<br />
zu können, sind Grundkenntnisse unbedingt erforderlich. Wer<br />
schon auf großer Fahrt war, aber nur die Rolle des Smutjes inne<br />
hatte und gelegentlich einen Fender einholen durfte, sollte<br />
Der beste Kurs zum A-Schein<br />
Der BFA Binnen (A-Schein) beinhaltet:<br />
• 5 x 2 Stunden Theorie (Dienstag oder Donnerstag jeweils von 18.30<br />
bis 20.30 Uhr) sowie eine Vorprüfung mit anschließender Auswertung<br />
und Besprechung.<br />
• 7 Praxisstunden mit und 12 Übungsstunden ohne Lehrer, wobei Sie<br />
jeweils selbst am Steuer sind (die letzten drei Lehrerstunden finden in<br />
der Prüfungswoche statt).<br />
Die Praxisstunden mit Lehrer können von Montag bis Sonntag jeweils von<br />
10.00 bis 20.00 Uhr gebucht werden. Für die Übungsstunden ist keine<br />
Voranmeldung erforderlich. Da die praktische Prüfung sowohl am Steuer,<br />
als auch an der Vorschot abgelegt werden muss, ist es empfehlenswert,<br />
auch sämtliche Lehrer- und Übungsstunden mit dem voraussichtlichen<br />
Prüfungspartner zu absolvieren. So hat man auch den Vorteil, die doppelte<br />
Zeit im Boot zu sein (14 Praxisstunden mit und 24 Übungsstunden ohne<br />
Lehrer). Bei den Lehrerstunden profitiert der jeweilige Vorschoter mehr, da<br />
er sich besser auf die Erklärungen des Segellehrers konzentrieren kann.
People<br />
55<br />
zunächst den Grundkurs für Anfänger buchen (vier Stunden<br />
Theorie, fünf Praxisstunden mit und zwölf Übungsstunden<br />
ohne Lehrer).<br />
So gelangt man beispielsweise zu der Erkenntnis, dass ein<br />
Vorschoter keine scharfe Sache ist, sondern die zweite Person,<br />
die man idealerweise zum Führen einer O-Jolle (der von der<br />
Segelschule Wien verwendete Bootstyp) braucht. Spätestens<br />
beim A-Schein macht sich ein Partner jedenfalls bezahlt, weil<br />
man dann die doppelte Zeit an Bord verbringen kann – mal als<br />
Rudergänger, mal als Vorschoter.<br />
Wer die Jolle auf der Alten<br />
Donau beherrscht, hat das Segeln<br />
im Feinschliff gelernt.<br />
Eine der wichtigsten Lektionen während des Segelkurses: Auch<br />
Segeln ist Teamwork. Und dabei kann es schon vorkommen,<br />
dass so manches Manöver zur Zerreißprobe für die Geduld<br />
wird. „Ehepaare oder Eltern mit Kindern zum Beispiel sind ein<br />
eher nicht so tolles Gespann“, betont Wolfgang Irzl und erzählt<br />
von Frauen, Söhnen und Töchtern, die zuerst von Bord gegangen<br />
sind, weil sie letztlich doch nicht mit dem alles besser<br />
wissenden Mann im selben Boot sitzen wollten.<br />
Doch viel öfter noch ergeben sich aus solchen Begegnungen<br />
tiefe Freundschaften und trifft man sich auch nach bestandener<br />
„Prüfung“ gerne wieder zum Segeln auf der Alten Donau. „Ein<br />
Pärchen, das sich auf diesem Weg kennen- und lieben gelernt<br />
hat, kam im Jahr darauf als frisch vermähltes Ehepaar wieder.<br />
Segeln verbindet eben“, sagt Wolfgang Irzl und blickt zu seinem<br />
Sohn hinüber, der an einem Boot im Trockendock hantiert<br />
und schon jetzt viele wichtige Aufgaben im Familienbetreib<br />
übernommen hat.<br />
Segeln ist mehr als nur Sport – es ist eine<br />
Philosophie, eine Lebenseinstellung.<br />
Zum Team der Segelschule Wien zählen weitere 15 Lehrer, die<br />
ab Februar theoretischen und ab April bis Ende September<br />
auch praktischen Unterricht geben. Dieser kommt bei den<br />
Schülern sehr gut an – nicht zuletzt, weil die Kurse ausschließlich<br />
in kleinen Gruppen (ca. zehn bis 15 Personen) abgehalten<br />
werden. Wobei man nicht zwangsläufig mit der grauen Theorie<br />
(Bootsbau, Gesetzeskunde etc.) beginnt, sondern bei guten<br />
Windverhältnissen auch kurzfristig vom Klassenzimmer auf die<br />
Jolle übersetzt, um das Kurssegeln, Wenden, Halsen und all die<br />
anderen schönen Dinge des Segelns zu lernen.<br />
Das Alter spielt keine Rolle<br />
„Segeln ist mehr als nur Sport – es ist eine Philosophie, eine<br />
Lebenseinstellung. Viele Menschen entdecken den Spaß daran<br />
schon in frühester Jugend, und viele kommen erst im reiferen<br />
Alter auf den Geschmack“, sagt Irzl und beziffert das Durchschnittsalter<br />
seiner Schüler auf 35. „Natürlich haben wir auch<br />
Pensionisten unter unseren Schülern – die erst im Ruhestand<br />
die passende Gelegenheit finden, sich diesen Kindheitstraum<br />
zu erfüllen“, fügt er hinzu.<br />
Ja, Zeit sollte man sich schon nehmen – in Summe wären<br />
gut vier bis fünf Wochen für den A-Schein zu veranschlagen,<br />
im Durchschnitt benötigt man sogar eher sieben bis acht.<br />
Lern- und Prüfungsstress sind nicht der Grund dafür – das<br />
alles ist mit etwas Geschick und guter Mitarbeit leicht zu bewältigen.<br />
Es ist wohl auch der unwiederstehliche Charme der<br />
Alten Donau mit ihren sanften Einbuchtungen, stillen Halbinseln<br />
und schilfbewachsenen Ufern, den es hier im Herzen<br />
Wiens so lange als möglich auszukosten gilt. Am schönsten<br />
gelingt das in einem Segelboot.<br />
Sollten Sie keinen Partner haben, wird man Ihnen gerne einen geeigneten Segelpartner<br />
vermitteln bzw. können Sie unter bestimmten Voraussetzungen (Felxibilität!) auch ohne<br />
Partner antreten. Bedingung für den A-Schein-Kurs sind jedoch eigene Segelgrundkenntnisse,<br />
die man im „Grundkurs für Anfänger“ um € 204,– pro Person erwerben kann. A-Schein-<br />
Kosten pro Person: € 260,– inkl. Prüfungsgebühr. Die ersten A-Schein-Theoriekurse <strong>2009</strong><br />
beginnen bereits am 17. Februar. Für Kinder unter 14 Jahren werden spezielle Kurse (in den<br />
Sommerferien auch ganztägig von Montag bis Freitag) angeboten. Für alle Termine, Segelkurse<br />
und detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an die Segelschule Wien, Ing.<br />
Wolfgang Irzl, Tel. <strong>01</strong>/2036743, segelschule-wien@aon.at, www.irzl.at
56
Revier<br />
57<br />
DIE<br />
MILLIONENSHOW<br />
Die Geschichte eines Familienunternehmens, das sich aufmachte, um die Welt der<br />
Luxusyachten zu erobern. Vom niederösterreichischen Bad Erlach aus stattet die List<br />
Firmengruppe heute die weltweit größten Kreuzfahrtschiffe und Luxusyachten aus.<br />
Eine Reportage von <strong>OCEAN7</strong>-Motorbootredakteur Florian T. Mrazek
58<br />
Auf die Frage, wie der typische Kunde aussieht, der ohne sichtbares<br />
Zeichen des Irrsinns pro Laufmeter Yacht 1 Million Euro<br />
über die Budel schiebt, gibt Burkhart List die ultimative Killerantwort.<br />
„Ich habe keine Ahnung.“ Das sitzt.<br />
Doch dankenswerterweise liefert der 25-jährige CEO der List-<br />
Firmengruppe die simple Erklärung gleich nach: Die durchschnittliche<br />
Arbeitsstunde der Buffets, Ballmers und Abramovichs<br />
dieser Welt ist nämlich derart kostbar, dass es sich nach<br />
Einbeziehung aller Faktoren als gewinnbringender erweist,<br />
separate Firmenkonstrukte samt dazugehörigen Anzugträgerrudel<br />
damit zu beauftragen, die irren Phantasien einer milliardärswürdigen<br />
Wasserresidenz in die Realität abzupausen, anstatt<br />
diese Bürde selbst zu übernehmen. Nochmals für die<br />
Gründlichleser: Ölscheich X lässt sich eine Superyacht um<br />
schlappe 100 Mille zusammenpimpen (ja, acht Nullen). Und<br />
hält es dann nicht einmal für wichtig genug, den eigenen Ölscheichhintern<br />
zum Ort dieser maritimen Genesis zu bewegen.<br />
Das vorneweg. Nun, da die Geisteshaltung der geschätzten<br />
Superreichen erörtert wäre, bleibt Zeit für die Klärung der<br />
nächsten Frage: Wie kommt ein mittelständisches Unternehmen<br />
im niederösterreichischen Bad Erlach dazu, außerordentliche<br />
Summen von Öldollars und Oligarchenrubel zu feinster<br />
Ausstattung auf Yachten der 100-Meter-und-ein-Eizerl-Liga<br />
zu assimilieren? Die Geschichte dahinter ist gleichermaßen<br />
einfach wie fabelhaft.<br />
Vom Tischler zum globalen<br />
Turnkey-Operator<br />
In den ersten Jahren nach dem Krieg machte sich der Tischler<br />
Franz List in Aspang am Wechsel daran, sich einen Namen als<br />
Spezialist für Inneneinrichtungen aus Holz zu machen. Die<br />
schwere Krankheit und der frühe Tod des Dynastiegründers<br />
führten jedoch in der Folge zum schnellen Einstieg der nächsten<br />
Generation in den damaligen 6-Personen-Handwerksbetrieb.<br />
Also krempelten die Brüder Franz, Reinhard und Manfred<br />
List die Ärmel hoch und führten das ehemalige EPU des Vaters<br />
als Generalausstatter für Hotel- und Objekteinrichtung am Weg<br />
nach oben auch hinter den eisernen Vorhang. Zu Zeiten, als<br />
Vladimir Putin beim KGB noch Putzdienst hatte und der Kalte<br />
Krieg in Europa noch Frostbeulen schlug, verkaufte die<br />
Firma List ansehnlichen Hotelprojekten im Osten nicht nur<br />
1<br />
List-Gruppe: Vom Tischler<br />
zum globalen Luxusausstatter<br />
Von Niederösterreich aus ist das 530 Mitarbeiter starke Familienunternehmen von CEO Franz List (25, Foto)<br />
heute weltweit als exklusiver Anbieter von gehobenen Hotel- und Bauprojekten, Business-Jets und vor allem<br />
außergewöhnlicher Motor-Yachten und großen Kreuzfahrtschiffen bekannt. Die List-Gruppe realisiert dabei internationale<br />
Projekte mit höchsten Qualitätsansprüchen und sämtlichen Rafinessen – 100 Prozent maßgeschneidert,<br />
zu Wasser, zu Land und zu Luft. Der Unternehmensstandort in Bad Erlach ist dabei zentrale Drehscheibe<br />
für Architekten und Designer aus aller Welt. Mit hochqualifizierten Projektteams agiert das Unternehmen geografisch<br />
flexibel und arbeitet international stets dort, wo Kompetenzen in Ausstattung und Reparatur gefragt sind.<br />
Die Exportquote beträgt 70 Prozent.
People<br />
59<br />
Tische und Stühle – sondern gleich auch noch Wand-, Deckenund<br />
Bodenbeläge, die Beleuchtung, die Unform der Kellner und<br />
das Silberbesteck quasi als Rundum-Wohlfühlpaket.<br />
Derart erfolgreich unterwegs half Anfang der 1990er-Jahre der<br />
Zufall in Form eines Hotelauftrags im Norden Deutschlands<br />
weiter. Es begab sich, dass jenes Architektenteam zum Projektpartner<br />
der Lists wurde, das zeitgleich das „Traumschiff“ MS<br />
Deutschland für die große Reederei Deilmann projektierte. Die<br />
Verantwortlichen waren von der Zusammenarbeit derart angetan,<br />
dass sie die Österreicher für den Wettbewerb um die<br />
Komplettausstattung der MS Deutschland empfahlen – den<br />
List dann in der Folge auch gewann. Damit war der Einstieg<br />
in die Yachtausstattung auf höchstem Niveau geschafft und das<br />
Feld war bestellt für eine beispiellose Karriere auf den Weltmeeren.<br />
Dritte Generation im<br />
Familienunternehmen<br />
Neben einer Reihe von Nachfolgeaufträgen für Deilmann<br />
folgte mit dem „The World“ Ende der 1990er-Jahre die nächste<br />
Bewährungsprobe für die aufstrebenden Yachtausstatter.<br />
Dabei handelt es sich um ein revolutionäres Projekt einer norwegischen<br />
Werft, das die Dimensionen eines Kreuzfahrtschiffs<br />
mit dem Anspruch einer Luxusyacht verbindet. Diese schwimmende<br />
Stadt ist seither ständig unterwegs und auch organisiert<br />
wie eine solche, inklusive Bürgermeister und regelmäßigen<br />
Wahlen. Selbst die Route wird demokratisch ermittelt, stimmberechtigt<br />
sind die ordentlichen Bürger von „The World“ – also<br />
solche, die eines der feudalen Apartment an Bord geleistet haben.<br />
Bevor jedoch die Olympischen Spiele in Sydney oder der<br />
Karneval in Rio angesteuert wurden, fanden zwischen 1998 und<br />
20<strong>01</strong> über 100 stolze Apartmenteigner aus aller Welt den Weg<br />
nach Bad Erlach, um ihre Wunscheinrichtung auszusuchen – in<br />
Summe nicht weniger als 30.000 Quadratmeter. „Damals umfasste<br />
unser Team insgesamt nur 150 bis 200 Leute, mittlerweile<br />
haben wir einen Mitarbeiterstand von 530 erreicht“, zieht<br />
Burkhart List Bilanz, der in Kuchl bei Salzburg Holztechnik<br />
und Holzwirtschaft studiert hat und gemeinsam mit einer<br />
Schwester und zwei Cousinen als dritte Generation in der<br />
Führungsetage des Unternehmens aufgestiegen ist. „Wachstum<br />
ist in jeder Branche ein Risiko, entweder geht es gut, oder nicht<br />
– und bei uns ist es Gott sei Dank gut gegangen.“<br />
2<br />
3<br />
4<br />
1 Feudale Luxus-Liegewiese: Der große Pool verwandelt sich binnen<br />
Minuten zum Helikopter-Landeplatz – und wieder zurück.<br />
2 Kein Luxusapartment, sondern ein „einfacher“ Salon an Bord der Alfa Nero.<br />
3 Edles Mahagoni auf Hochglanz poliert, individualisiertes Möbel -<br />
design auf Kundenwünsch.<br />
4 Zum Dinner die Welt. Herrschaftlicher Ausblick vom Achterdeck der Alfa<br />
Nero.<br />
5 Schaut teuer aus, ist jedoch unbezahlbar. Die enormen Kundansprüche<br />
erfordern extrem hohe Verarbeitungsqualität in allen Bereichen.<br />
5
60<br />
1 2<br />
Projekte wie die „MS Deutschland“ und „The World“ katapultierten<br />
List innerhalb weniger Jahre an die Spitze im Luxusyacht-Segment,<br />
wobei vor allem Oceanco in Holland, die englische<br />
Davenport-Werft sowie die deutsche Lürssen-Gruppe<br />
zu den Stammkunden zählt – allesamt Global Player in der<br />
Champions League der Überdrüber-Luxusyacht-Anbieter.<br />
„Wir können mit Stolz behaupten, heute weltweit zu den drei bis<br />
vier namhaften Ausstattern in diesem Bereich zu gehören“, so List,<br />
dessen erstes Projekt, bei dem er persönlich mitarbeitete, gleich<br />
mit dem begehrten „Superyacht of the Year“-Award ausgezeichnet<br />
wurde – ein Kunststück, das dem Unternehmen mit der aktuellen<br />
Vorzeigeyacht, der 82 Meter langen Motoryacht „Alfa Nero“ auch<br />
2008 wieder gelang. „2.000 Quadratmeter Ausbaufläche innerhalb<br />
von 14 Monaten, darauf kann man schon stolz sein.“<br />
„Alfa Nero“ als Vorzeige-Superyacht<br />
Dieses Frühjahr in Venedig als „Beste Motoryacht Interior“<br />
und „Exterior“ ausgezeichnet, ist die Alfa Nero, die an einen<br />
Geschäftsmann aus dem saudi-arabischen Raum ausgeliefert<br />
wurde, das perfekte Beispiel für die moderne Superyacht. Zur<br />
besseren Orientierung: Auch wenn es so manch stolzer Hausboot-Sparer<br />
anders sehen mag, das Segment der „Superyachten“<br />
beginnt international ab einer Bootslänge von 70 Meter<br />
über alles – ein absolut boomender Markt, glaubt man dem<br />
Experten der Firma List. Während sich der Markt von 20 bis<br />
50 Metern Länge derzeit stark rückläufig entwickelt und die<br />
Lage zwischen 50 und 70 Meter weitgehend stabil bleibt, ist<br />
alles darüber hinaus offensichtlich absolut krisenresistent.<br />
Doch wie geht es zu in einer Welt, in der Helikopter-Landeplätze<br />
zum alten Eisen gehören und der Liegeplatz-Nachbar<br />
bei einer Beiboot-Länge unter 30 Meter nicht einmal kurz vom<br />
Vodka-Martini aufschaut? Was unterscheidet die „Rising Sun“<br />
von Larry Ellison von einem Motorboot von der Stange, abgesehen<br />
von ihrer schieren Größe? „Zuerst muss man sich einmal<br />
vom Gedanken lösen, dass sich in dieser Liga die Kundenwünsche<br />
wiederholen. Jede Yacht, an der wir arbeiten, ist hundertprozentig<br />
einmalig“, so Burkhart List. Die Ausstattung auf<br />
solchen Booten kostet unvorstellbar viel Geld – jedoch nicht<br />
nur, weil das Wort „Luxus“ davorsteht, sondern weil hier jede<br />
Menge Ingenieurs-Gehirnschmalz und Materialien zum Einsatz<br />
kommen, die diese Summen rechtfertigen. Um die wahren<br />
Besonderheiten zu sehen, braucht man oft etwas Detailverständnis<br />
– denn das Knowhow liegt in der Verarbeitung. So wird man<br />
die Türgriffe auf einer List-Yacht in keinem Katalog dieser Welt<br />
finden, und selbst die wertvollsten Steinböden aus weißem<br />
Onyx, die tropischsten Hölzer, die feinsten Geschmeide werden<br />
nicht nur mit Gold aufgewogen, sondern mittels aufwändigsten<br />
Verfahren noch einmal zusätzlich veredelt, in die gewünschte<br />
Form gedengelt und vor allem schiffskompatibel gemacht – so<br />
wurde in den Produktionshallen in Bad Erlach kürzlich sogar<br />
erfolgreich eine hölzerne Brandschutztür hergestellt. Aber auch<br />
einfaches Eichenholz, bekanntlich nicht gerade das teuerste<br />
Material der Welt, erzielt schnell Wucherpreise, soll es auch<br />
nach jahrelanger Belastung durch Salzwasser und Meeresluft<br />
noch den hohen Ansprüchen des Eigners entsprechen.<br />
IMAX, Heli-Pool und<br />
Holz, das nicht brennt<br />
Doch damit nicht genug: auf den meisten dieser schwimmenden<br />
Prunkschlösser sind Crew- und Gästebereich derart voneinander<br />
getrennt, dass man die Putzfrau teils wochenlang nicht zu<br />
Gesicht bekommt – außer man geht durch eine der unsichtbaren<br />
Tapetentüren à la Hofburg. Sozusagen zum guten Ton gehören<br />
eine eigene Süßwasseraufbereitung samt Kläranlage, In-<br />
„Silver Wave“ als maritimes Aushängeschild<br />
Mit der Einführung der neuen Produktlinie Silver Wave rundet List das Geschäftssegment „Turn-Key Schiff“<br />
ab. Im Rahmen des klassischen Designs werden unter dieser Marke Holz-Yachten nach den persönlichen<br />
Vorstellungen der Kunden realisiert. Designed von Architekt und Firmeneigentümer DI Reinhard List, vereint<br />
der weekend cruiser „convertible-m“ die klassische Yacht-Konstruktionstechnik mit feinster Handwerkskunst.<br />
Die „convertible-m“ wird aus Sipo-Mahagoni (aus nachhaltiger Waldwirtschaft) hergestellt. Diese Holzart<br />
eignet sich auf Grund seines geringen Gewichts, seiner feinen Poren, der eleganten Maserung und der<br />
hohen Elastizität perfekt für den Schiffsbau und garantiert in Kombination mit computergesteuerten Produktionstechnologien<br />
höchste Genauigkeit. Mit der Entwicklung des speed-crafts „offensive-sp“ setzte List<br />
einen weiteren Schritt. Die Verwendung von Holz, Carbonfaser in Kombination mit Hochglanzlack, Edelstahl<br />
und Glas ergibt eine Symbiose von edelsten Materialien mit einzigartiger Charakteristik.
Revier<br />
61<br />
3<br />
ternetanschluss über Satellit oder ein eigener IMAX-Kinosaal.<br />
Weitere Möglichkeiten, schnell einmal ein paar Milliönchen<br />
zu investieren, sind unsichtbare Multimediasysteme, mit denen<br />
sich Musikbeschallung, Raumtemperatur und die aufwändige<br />
LED-Beleuchtung für jeden einzelnen Raum von überall<br />
an Bord aus in Sekundenschnelle regulieren lassen.<br />
Die meiste Anstrengung und gleichzeitig die größte Freude<br />
hat Burkhart List mit Sonderwünschen, die sämtlichen James-<br />
Bond-Bösewichten der Geschichte feuchte Träume bereiten<br />
würden: So lässt sich der gigantische Pool am Heck der Alfa<br />
Nero anheben und somit binnen Minuten in einen passablen<br />
Helikopter-Landeplatz verwandeln. Das Wasser geht dabei<br />
selbstverständlich nicht verloren, sondern wird seitlich abgepumpt.<br />
Senkt man den Boden wieder ab, fließt es automatisch<br />
zurück ins Becken. Natürlich sind auch die Superreichen dieser<br />
Welt nicht vor kleinen Schwächen gefeit: So weiß man bei<br />
List zahlreiche Geschichten zu erzählen von Eignern, die zwar<br />
wahnsinnig gerne auf ihrer Superyacht residieren – doch leider<br />
stets der Seekrankheit anheim fallen. „In diesem Fall stellen<br />
uns gyroskopisch entkoppelte Betten, die den Seegang entschärfen,<br />
vor keine großen Probleme – da eher schon ein<br />
Seegang-unabhängiger Billardtisch.“<br />
So mancher Luxus-Wunsch ging zumindest geschmacklich<br />
schon mal nach hinten los, wenn etwa namhafte Künstler eingeladen<br />
wurden, um die auf Hochglanz polierte Mahagoni-<br />
Vertäfelung nochmals zusätzlich zu veredeln, und das Ergebnis<br />
subjektiv betrachtet eher verschlimmbesserten. Doch auf einer<br />
Yacht, deren jährliche Erhaltungskosten gut zehn Prozent des<br />
Anschaffungspreises ausmachen – und das, ohne noch eine<br />
Seemeile gefahren zu sein – ist offensichtlich alles erlaubt. Da<br />
passt auch das List-Firmenmotto: „Das unmöglich Scheinende<br />
zu ermöglichen, das Einzigartige zu verwirklichen und das<br />
Zukünftige vorwegzunehmen“. Also frei nach Frank Stronach:<br />
Wer das Geld hat, schafft an, und „geht nicht, gibt’s nicht“.<br />
Derzeit macht die List-Firmengruppe jährlich auf bis zu zehn<br />
Yachten das Unmögliche wahr – der Erfolg gibt also Recht.<br />
1 Es gibt nichts, was es nicht gibt: Bordeigenes Fitnesstudio mit<br />
Satelliten-TV.<br />
2 Beinahe jedes Element der Einrichtung ist einmalig und wird als<br />
1-zu-1-Modell von den Auftraggebern abgenommen.<br />
3 Badehaubenkoch’s feuchter Traum: Edelstahlküche mit 5-Stern-<br />
Ausstattung.<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der boot Düsseldorf <strong>2009</strong> – Halle 10, Stand-Nr. G73
62<br />
oCEAN7 Service<br />
Momentum – die Segel-Professoren<br />
Momentum Sails aus Dänemark sind neu auf dem österreichischen<br />
Markt und kommen mit einer interessanten Philosophie<br />
auf die Kunden zu. Harry Huber aus Klagenfurt ist Repräsentant<br />
der Firma. Im Vordergrund steht für ihn nicht nur eine<br />
genaue Analyse und Vermessung vor Ort am Schiff. „Das muss<br />
sowieso Standard sein“, sagt Huber: „Für uns ist es genauso<br />
wichtig, die Frage abzuklären, welcher Typ von Segler ist der<br />
Kunde überhaupt? Erst dann kann ich die richtige Empfehlung<br />
für ein Segel geben.“<br />
Früher war das einfach: Entweder war jemand Regattasegler,<br />
der immer das Maximum aus seinem Schiff holen wollte, von<br />
hochklassigen Wettfahrten bis zur Clubregatta. Er wollte immer<br />
den optimalen Segeltyp und das beste High-Tech-Material.<br />
Oder er war mehr oder weniger gemütlich als Fahrtensegler<br />
unterwegs – auf Törn mit der Familie, Sonntagnachmittag<br />
in einer Bucht vor Anker, ohne Anspruch auf besonderen<br />
Speed. Wichtig waren Segel, die lange hielten.<br />
„Heute vermischen sich diese Kategorien stark“, weiß Huber.<br />
„Eine wachsende Zahl an Seglern lässt sich nicht mehr so<br />
eindeutig in eine der beiden Kategorien einordnen. Sie sind<br />
sich oft gar nicht bewusst, dass sie eigentlich Fahrtensegler<br />
sind, die auch schnell segeln wollen – Fahrten-Regattasegler<br />
also.“<br />
Dieser Seglertypus will nicht vordringlich der Erste im Ziel sein,<br />
aber er möchte eben um den halben Knoten schneller segeln<br />
als Andere mit dem selben Bootstyp. Er will ein optimal se-<br />
gelndes Fahrtenschiff, mit dem man auch einmal bei einer<br />
Regatta über das Yardsticksystem gute Chancen auf einen der<br />
vorderen Plätze hat. Dafür braucht es gute Segel.<br />
Was bieten jetzt die modernen Materialien, insbesondere jene,<br />
die Momentum Sails verwendet, im Vergleich zu Dacron und<br />
anderen gewebten Materialien? Harry Huber: „Sie sind leichter,<br />
aber stärker und haben einfach bessere Amwind-Eigenschaften.<br />
Mehr Vortrieb, kleinere Wendewinkel und weniger<br />
Abdrift. Ein Segler, dem diese Punkte wichtig sind, ist mit Regatta-Fahrten-Segeln<br />
richtig ausgerüstet.“<br />
Für die meisten Segler sind Haltbarkeit und Formstabilität ein<br />
wesentliches Kaufkriterium. Dazu Huber: „Stellen Sie sich doch<br />
einfach selber zwei Fragen: 1. Wie alt sind meine jetzigen<br />
Segel und 2. wie lange bin ich mit dem Segelstand schon<br />
unzufrieden? Ziehen sie vom Punkt 1 den Punkt 2 ab, dann<br />
erhalten Sie die Jahre, in denen sie mit ihren alten Segeln<br />
vollen Segelspaß hatten und das ist auch der Zeitraum, der<br />
mit den neuen gewebten Segeln Spaß machen wird.“<br />
Der Trend geht sehr stark in Richtung Laminat-Segel und individuell<br />
angefertigte, mit Lastlinienfasern verstärkte Membran<br />
Paneele, speziell für Regatta-Fahrtensegler und Fahrtensegler<br />
mit Booten über 32 Fuß.<br />
Die Hauptvorteil von Laminaten und individuell angefertigte,<br />
mit Lastlinienfasern verstärkte Membran-Paneele ist der Profilstand<br />
(Formstabilität). Weniger Lage und mehr Vortrieb sind<br />
das Ergebnis. Laminat- und Membran-Segel haben zwar nicht<br />
die selbe Langlebigkeit, aber wenn sie möglichst lange mit<br />
einem schnellen Segel Freude haben möchten, dann entscheiden<br />
Sie sich besser für ein Laminat- oder Membran-<br />
Segel in der Fahrtensegler-Version mit beidseitiger Taffeta<br />
Beschichtung außen oder auch als Mittellage zwischen den<br />
Mylarfilmen für eine besseren Stand mit guten Alltagseigenschaften.<br />
Es gibt noch immer Segler, denen ein schlechterer Segelstand<br />
nach ein paar Jahren nichts ausmacht und für die nur<br />
die Haltbarkeit von 15 Jahren wichtig ist. Für die führen wir<br />
das traditionelle Dacron-Segel. Auch für Fahrtensegelboote<br />
unter 30 Fuß ist der Vorteil von langlebigem Dacron wichtig<br />
und ein etwas schlechterer Stand scheint nichts aus -<br />
zumachen. Trotzdem sollte man auch hier nur Premium-Dacron<br />
verwenden, qualitativ mindere Dacron-Qualitäten sind<br />
nur billig und bei leichtem Wind einzusetzen, aber das kann<br />
man sich nicht immer aussuchen. Da kann es passieren, dass<br />
das Segel schon nach einem einzigen stärkeren Wind verzogen<br />
ist.<br />
Weitere Informationen:<br />
huber@momentumsails.at<br />
www.momentumsails.at
NEWS Service<br />
63<br />
gut, dass es Sea-HelP gibt<br />
Beim Urlaubstörn mit Ihrer Fairline 42 wurde eine Crew durch<br />
beißenden Geruch in der Kabine geweckt. Die Ursache konnte<br />
nicht ausgemacht werden. Am nächsten Morgen ließen<br />
sich die Maschinen nicht mehr starten. Die Sea-Help-Zentrale<br />
wurde von der Notlage informiert. Nach einer knappen<br />
Stunde war das Sea-Help-Team vor Ort und konnte den Schaden<br />
lokalisieren. Der Starter eines Motors war hängen geblieben,<br />
hatte die Starterbatterien kurzgeschlossen und Kabel<br />
zerschmort. Zum Glück war kein Kabelbrand entstanden, der<br />
das ganze Schiff in Falmmen aufgehen liess. Die Sea-Help-<br />
Crew schleppte das nicht mehr fahrtüchtige Boot nach Sukosan,<br />
wo neuer Starter und Batterien installiert wurden.<br />
Sechs Tage später erreichte Sea-Help vom gleichen Schiff mit<br />
derselben Crew wieder ein Notruf. Wieder der selbe Schaden.<br />
Nach neuerlicher Reparatur war der Eigner wieder auf See,<br />
aber Sea-Help nahm Kontakt zu Experten von Volvo auf. Das<br />
Ergebnis: Nur die Zündschlösser konnten den Schaden verursachen.<br />
In einer konzertierten Aktion aller Sea-Help-Stützpunkte<br />
in Kroatien wurde die Fairline an ihrem Ankerplatz<br />
lokalisiert und ein Service-Team fuhr los, um zwei neue Zündschlösser<br />
zu montieren und so einem neuerlichen Schaden<br />
und einem eventuellen Brand des Schiffes zuvorzu kommen.<br />
www.sea-help.eu<br />
Wasserdichte Hifi<br />
Die Lautsprechersysteme der Nautic-Line von MB QUART werden speziell<br />
für die Anforderungen auf hoher See gebaut. Sie werden bei ihrer Entwicklung<br />
in aufwändigen Tests unter strengsten Bedingungen auf ihre Resistenz<br />
gegen UV-Strahlen, Salzwasser und extreme<br />
Klimaschwankungen überprüft.<br />
www.nordwest-funk.de<br />
Radar-revolution für sportboote<br />
Dieses Radar hat es in sich – nämlich die neue, revolutionäre Broadband-<br />
Technologie von Navico. Es sendet ein kontinuierliches frequenzmoduliertes<br />
X-Band und verzichtet komplett auf die herkömmliche, traditionelle Puls-<br />
Sendung. Den Betrachter erwartet dadurch eine Auflösung von<br />
2 – 3 Metern bis 10 Seemeilen in einem maximalen Bereich von<br />
24 Seemeilen, während traditionelle Radars durch den gesendeten Puls<br />
innerhalb der ersten 30 – 50 m „blind“ sind.<br />
www.navico.com<br />
Palmetshofer<br />
Nautic<br />
Nestroystraße 9 · A-4222 Luftenberg<br />
Tel. +43(0)7237/3736<br />
Fax +43(0)7237/3736-8<br />
www.palmetshofer-nautic.at<br />
palmetshofer@aon.at<br />
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Boot tulln <strong>2009</strong> – Austrian BoatShow · Boot tulln <strong>2009</strong><br />
64<br />
qualität gewinnt<br />
Was mit der Vienna Boat Show in Wien so gar nicht funktioniert<br />
hat, wird dafür in Tulln passieren: Die traditionsreiche<br />
Boot Tulln <strong>2009</strong> wird eine nie dagewesene Menge an tollen<br />
Neuerscheinungen und interessanten Yachten präsentieren.<br />
Den Startschuss dafür gab es bereits zum 1. Advent: Auf dem<br />
Tullner Hauptplatz, direkt unter dem Christbaum, lockte die<br />
nagelneue Sun Odyssey 44i Schaulustige an (www.ocean7.at<br />
berichtete aktuell).<br />
Durch den Termin Anfang März kann die Tullner Messe unmittelbar<br />
nach der BOOT Düsseldorf die Neuheiten auf dem<br />
nautischen Sektor sowie im Bereich Wasser- und Tauchsport<br />
in Österreich vorstellen. 350 der wichtigsten Aussteller präsentieren<br />
auf dem Messegelände Tulln ihre Neuheiten und zeigen<br />
einen imposanten Überblick der nautischen Branche vom<br />
Surfbrett bis zur Megayacht.<br />
Die Messestadt Tulln an der Donau veranstaltet bereits seit 38<br />
Jahren Österreichs Bootsmesse. Im Laufe der Jahre hat sich die<br />
BOOT TULLN zur größten und vielfältigsten Boots- und<br />
Wassersportfachmesse in Zentral- und Osteuropa entwickelt.<br />
Mehr als 45.000 kaufkräftige Besucher aus dem In- und Ausland<br />
reisen jährlich an, um die Attraktivität des Messeangebots<br />
und Messestandorts genießen zu können.<br />
Austrian Boatshow – BOOT TULLN <strong>2009</strong> – 5. bis 8. März<br />
<strong>2009</strong>, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, Messegelände Tulln<br />
www.boot-tulln.at<br />
2 3
– Austrian BoatShow · Boot tulln <strong>2009</strong> – Austrian Boat<br />
Revier<br />
65<br />
Sicher dabei<br />
Segelschiffe<br />
Jeanneau: Maxmarine bringt: SO 50DS, SO 44i, SO<br />
42DS, SO42i, SO 30i, Sun 2000<br />
Beneteau: Leers bringt: 50,5 Cyclades, Oceanis 43,<br />
First 21.7 und First 25.7<br />
Hanse: Schwaiger Nautik will die neue Hanse 400<br />
und ein weiteres Schiff vorstellen.<br />
Bavaria: Yachten Meltl stellt drei Schiffe aus.<br />
Trend Travel: geplant sind eine Alubat und eine<br />
Dufour.<br />
Delphia: Sailing Center Möstl präsentiert 26 und 28<br />
sowie 33<br />
Hunter: Schnauder bringt 36er.<br />
Zusätzlich alle Aussteller viele kleinere Boote.<br />
Motorschiffe & Motorboote<br />
Diamond Marine: Cranchi Mediterranee 43 Open,<br />
Cranchi Atlantique 43, Cranchi Zaffiro 36, Williams<br />
Jet Tender 285+325<br />
Hagen Boote bringt wieder eine Stama.<br />
Frauscher – 560, 600, 680, 707, 750<br />
Boote Marian, Hellwig Boote<br />
Poyachting Freiberger – Mingolla und Grand<br />
Azzuro Yachten kommt mit Aquador Yachten<br />
Olympia Yachten – kommt mit Olympia 570<br />
Capt’n Henry’s Boat Machine: Crownline, Bayliner,<br />
Terhi, Quiksilver, Marinello Lodestar<br />
Ems Marine – Galeon<br />
Zubehör<br />
Allroundmarin, Ems Marine, Werkhof, Alles<br />
Yacht Obergruber, Boote Feichtner, Ober<br />
Yachtelektronik, Paju Nautik Eiersberg,<br />
Volvo Penta, Fischer Panda, Honda etc.<br />
1 yachten. In der Halle 10 werden die neuen Schiffe präsentiert.<br />
2 Hybrid. Die österreichische Frauscher-Werft wird mit fünf Motorbooten<br />
vertreten sein – auch mit umweltfreundlicher Hybrid-Technik.<br />
3 elektronik. In der Halle 6 wird interessantes Zubehör und innovative<br />
Elektronik vorgestellt.<br />
4 segeln. Alle wichtigen Marken sind in Tulln vertreten.<br />
5 startschuss. Bereits in der Adventzeit präsentierte sich die BOOT TULLN<br />
im Stadtbild.<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der boot Düsseldorf <strong>2009</strong> – Halle 11, Stand-Nr. A13<br />
Die VARI-Familie<br />
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66
Revier<br />
67<br />
Wracks<br />
Neues Leben in<br />
Alten Schiffen<br />
Kaum etwas regt die Fantasie von Schatzsuchern, Seeleuten und Tauchern mehr an als der Fund<br />
eines Wracks. Sofort stellen sich viele Fragen: welches Schiff war das? Wann, warum und unter<br />
welchen Umständen ist es gesunken? Gab es Opfer und was hatte es geladen? Die geheimnisvolle<br />
Aura und die Stille der Unterwasserwelt tragen zusätzlich zur Faszination gesunkener Schiffe bei.<br />
Text und Fotos: Dr. Reinhard Kikinger
68<br />
Dem aufmerksamen Betrachter eines Wracks wird noch viel<br />
mehr auffallen als nur seine Größe und Lage, sein Zustand und<br />
seine Fracht. Mit zunehmender Dauer seiner Ruhe am Meeresgrund<br />
nimmt auch die Zahl an Meerestieren zu, die es besiedeln.<br />
Manche Wracks entwickeln sich zu so artenreichen<br />
Lebensräumen, dass sie manchmal als „künstliche Riffe“ bezeichnet<br />
werden. Was macht sie so attraktiv für Meeresbewohner?<br />
Begehrte Aufwuchsflächen<br />
Die Meeresböden bestehen zum Großteil aus Sand- und<br />
Schlammflächen. Auf diesem mobilen Untergrund ist es schwierig<br />
bis unmöglich, sich festzusetzen. Wracks bieten dagegen<br />
stabiles Hartsubstrat und werden daher gerne von Schwämmen,<br />
Hydrozoen, Hart- und Weichkorallen, Moostierchen, Manteltieren<br />
und anderen sessilen Organismen besiedelt. Diese Tiere<br />
können mit der Zeit alten Wracks zu ungeahnter Farbenpracht<br />
verhelfen.<br />
Dem Licht entgegen<br />
Große Wracks können sich mit ihren Aufbauten über viele<br />
Meter vom Meeresgrund erheben. Das kann genügen, um<br />
lichtliebenden Arten einen geeigneten Lebensraum nahe genug<br />
der Wasseroberfläche zu bieten. Vor allem Steinkorallen benötigen<br />
viel Licht, weil sie in Symbiose mit Algen leben. Für<br />
deren Fotosynthese ist ein ausreichendes Lichtangebot unbedingt<br />
erforderlich.<br />
1<br />
1 Besuch aus der Oberwelt. Was mag der Anemonenfisch beim Anblick dieser fremdartigen Aliens wohl empfinden? Der Fisch und seine Partner-Anemone<br />
besiedeln das Deck eines Wracks unterhalb 30 m Tiefe. Trotzdem bekommen sie regelmäßig Besuch von oben und haben sich vielleicht schon daran gewöhnt<br />
(Wrack „Rosalie Moller“, Länge 108 m, Tiefe 46 – 51m, Begleitschiff zu „Thistlegorm“, Fisch: Rotmeer Anemonenfisch, Amphiprion bicinctus)<br />
2 Künstliches Riff. Diese Steilwand ist nicht der „drop off“ eines Korallenriffs, sondern der Rumpf der „Thistlegorm“. Für den Papageifisch ist es sein Lebensraum,<br />
für die Taucher eines der spektakulärsten Wracks. (Wrack „Thistlegorm“, Länge 126 m, gesunken am 6.10.1941, N27°48.890’, E33°55.288’, Tiefe 31 m,<br />
Ladung Militärmaterial)
Service<br />
69<br />
2<br />
Schiff-Wracks sind bei vielen<br />
Meeresbewohnern und Tauchern<br />
gleicher maßen beliebt. Den Einen bieten<br />
sie Unterschlupf und Versteckmöglichkeit,<br />
den Anderen spannende Tauchgänge<br />
und eindrucksvolle Ansichten.<br />
3<br />
3 Muschelbank. Vor der Südspitze des Sinai, im Ras Mohammed Nationalpark,<br />
findet sich diese Muschelbank der anderen Art. Ein Berg von WC-Muscheln<br />
ist Indiz für die ehemalige Ladung des Wracks, das in der Nähe am Meeresgrund<br />
liegt. (Ras Mohammed, Yolanda Reef)<br />
4 Bohrmaschine. Wir befinden uns in der ehemaligen Werkstatt des Schiffes.<br />
Es ist finster, aber das Blitzlicht reicht aus, um eine große Bohrmaschine zu erkennen.<br />
Wer hier wohl einst gearbeitet hat? (Wrack „Chrisoula“, Länge 1<strong>01</strong> m,<br />
gesunken am 30.8.1981, Abu Nuhas, Tiefe 26 m, Ladung: italienische Fliesen)<br />
4
70<br />
1<br />
1 Schieflage. Am Deck dieses Schiffs zu wandern wäre schwierig, man käme nur kletternd vorwärts. Als Taucher dagegen schwebt man schwerelos über und<br />
durch die Aufbauten und bewundert diesen Zeugen aus der Vergangenheit. (Wrack „Chrisoula“, Länge 1<strong>01</strong> m, gesunken am 30.8.1981, Abu Nuhas, Tiefe 26 m,<br />
Ladung: italienische Fliesen)<br />
2 Fisch Zug. Fahnenbarsche schwimmen um diesen Waggon, der sein Ziel nie erreicht hat. Er steht an Deck der „Thistlegorm“, die für ihn zum Endbahnhof<br />
wurde. (Wrack „Thistlegorm“, Länge 126 m, gesunken am 6.10.1941, N27°48.890’, E33°55.288’, Tiefe 31 m, Ladung Militärmaterial)
Revier<br />
71<br />
Auch da, wo Sie uns<br />
nicht erwarten.<br />
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Versteckplatz und<br />
Schlafgelegenheit<br />
Viele Fische nützen das reiche Raumangebot in einem<br />
Wrack, um sich dort zu verstecken oder zu ruhen. Das<br />
Dämmerlicht im Inneren von Kabinen, von Fracht- und<br />
Maschinenräumen ist tagsüber ein idealer Ruheplatz für<br />
nachtaktive Fische. Von kleinen Glasfischen bis zu Muränen<br />
reicht das Spektrum von Fischarten, die Wracks auf<br />
diese Weise für sich nützen. Andererseits schätzen manche<br />
tagaktive Fische Wracks als nächtliche Schlafplätze. Papageifische<br />
verschwinden in Spalten und Ritzen, Kugelfische<br />
ruhen frei liegend auf allen möglichen Aufbauten.<br />
2<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der boot Düsseldorf <strong>2009</strong> – Halle 11, Stand-Nr. F39<br />
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72<br />
1<br />
Attraktives Jagdrevier<br />
Der Fischreichtum in und um Wracks zieht Raubfische an,<br />
die hier reiche Beute finden. Im freien Wasser rund um<br />
das Wrack jagen Barrakudas und Stachelmakrelen.<br />
Im Inneren von Wracks liegen Skorpions fische auf<br />
Lauer, jagen Zackenbarsche und gehen Muränen<br />
auf ihre nächtlichen Jagdzüge. Aber nicht nur für<br />
Fische sind Wracks beliebte Jagdreviere. Auch Unterwasser-Fotografen<br />
kommen hier voll auf ihre Rechnung.<br />
Von der Weitwinkelaufnahme des Schiffsrumpfes bis<br />
zur Makroaufnahme winziger Details bietet dasWrack dem<br />
ambitionierten Taucher alles. Es ist also nicht verwunderlich,<br />
dass alte Schiffs-Wracks mit ihrer geheimnisvollen Vergangenheit<br />
und ihrem prächtigen Aufwuchs zu den beliebtesten<br />
Tauchplätzen in allen Weltmeeren zählen.<br />
2<br />
1 Farbenfrohes Kriegsrelikt. Das Geschützrohr wurde zum Lebensraum. Steinkorallen und eine Zackenauster verleihen ihm Farbe, Fische und Taucher<br />
umschwimmen es. (Wrack „Thistlegorm“, Länge 126 m, gesunken am 6.10.1941, N27°48.890’, E33°55.288’, Tiefe 31 m, Ladung Militärmaterial)<br />
2 Lauerjäger. Der Bärtige Drachenkopf (Scorpaenopsis oxycephala) lauert unter dem Waggon auf Beute. Die Verstecke zwischen und unter den ehemaligen<br />
Kriegsgütern sind für ihn ideales Jagdgebiet. (Wrack „Thistlegorm“, Länge 126 m, gesunken am 6.10.1941, N27°48.890’, E33°55.288’, Tiefe 31 m, Ladung<br />
Militärmaterial)<br />
3 Wrack Inspektion. Die Sichtung und Erkundung eines Wracks zählt zu den spannendsten Augenblicken eines Tauchganges. Der Vorstoß in das Innere eines<br />
Wracks erfordert hohes taucherisches Können. Perfekte Tarierung, Manövrieren auf engstem Raum, vorsichtige Bewegungen, ausreichender Luftvorrat und die Verwendung<br />
von Unterwasserlampen sind die wichtigsten Voraussetzungen. (Unbenanntes Wrack, Al Gobal Sogayer)<br />
4 Versteck mit Dekoration. Ein Krokodilsfisch (Papilloculiceps longiceps) lauert unter einem Wrack auf Beute. Der Fisch ist ca. 80 cm groß und nützt das<br />
Versteck unter einem Wrackteil, das mit Hart- und Lederkorallen bewachsen ist. (Ras Mohammed, Yolanda Reef)
SERVICE<br />
73<br />
3<br />
4<br />
5 6<br />
7<br />
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Auswahl empfehlenswerter Wrack-Tauchgänge:<br />
Rainbow Warrior (25 Meter, Bay of Islands, Neuseeland)<br />
SS Thistlegorm (25 Meter, Shab Ali, Rotes Meer)<br />
RMS Rhone (10 bis 15 Meter, British Virgin Islands)<br />
Fujikawa Maru (15 bis 40 Meter, Truk Lagoon, Mikronesien)<br />
Constellation (10 Meter, Bermudas)<br />
SS Yongala (33 Meter, Townsville, Australien)<br />
Quelle: Lorenz Schröter, „Das kleine Kielschwein“, marebuchverlag<br />
5 Porzellan Kollektion. Diese Schalen sind begehrtes Aufwuchs Substrat für sessile Meerestiere. Steinkorallen, Lederund<br />
Weichkorallen, Hornkorallen und Feuerkorallen haben sich hier angesiedelt. (Ras Mohammed, Yolanda Reef)<br />
6 Ausgefischt. Im übertragenen Sinn des Wortes hat dieser Fischkutter ausgefischt. Er sank 2006 und ist nun für die<br />
Fische keine Bedrohung, sondern ein neuer Lebensraum. (Fischkutter, Tiefe 31 m, Hurghada, gesunken 2006)<br />
7 Schöne Aussicht. Aus diesem Bullauge sieht niemand mehr hinaus, trotzdem ist die Aussicht fantastisch. Die zarten<br />
Kolonien der delikaten Weichkorallen (Dendronephtya sp.) nützen die strömungsgünstige Position zum Fang von Plankton,<br />
das ihnen als Nahrung dient. (Wrack „Excalibur“, Länge 35 m, gesunken am 15.12.1985, Hurghada, Tiefe 20 m,<br />
Safarischiff)<br />
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Karibik - Mittelmeer - Indischer Ozean<br />
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Pazifischer Ozean - Asien
74<br />
Energieversorgung<br />
auf Yachten<br />
In den letzten vier Folgen dieser Serie haben wir die Verbraucher und Energieerzeuger analysiert –<br />
in dieser Folge beantworten wir ein paar FAQs – häufig gestellte Fragen.<br />
Text und Fotos: Mag. Michael Köhler<br />
Die Batterie<br />
Unser Stromtank an Bord – Blei-Säure, AGM, Gel, Traktion,<br />
Lithium-Polymer, Lithium-Eisenphosphat – was ist das Beste?<br />
Die Meinungen der Blauwasser-Segler, die jahrelange Erfahrungen<br />
in der Praxis gesammelt haben, sind sehr unterschiedlich.<br />
Nach unzähligen Gesprächen mit Seglern kann ich folgendes<br />
Ergebnis herausfiltern. Entscheidend ist die Ladecharak -<br />
teristik (immer volladen, aber nicht überladen) sowie die<br />
Verbrauchsdisziplin – nicht tiefentladen. Dann halten auch<br />
Säurebatterien über Jahre. Die Gel-Batterien vertragen eine<br />
Tiefentladung eher, halten durchschnittlich länger – sind viel<br />
teurer. Ob sich der Mehrpreis rechnet? Kommt auf die Temperatur<br />
an! Doch dazu später.<br />
Fakt ist, je größer die Batteriekapazität, desto schonender ist es<br />
für jede einzelne Batterie. Eine Batterie, die fünf Stunden lang<br />
einen Strom von 20 A liefert und danach noch mindestens 10,2 V<br />
hat, kann der Hersteller nach DIN-Norm 43539 als 100 Ah-<br />
Batterie verkaufen. In der Praxis können wir einer neuen Batterie<br />
– ohne sie durch Tiefentladung dauerhaft zu schädigen – ca. 50 –<br />
60 % ihrer Nennkapazität entnehmen. Danach sollte sie wieder<br />
aufgeladen werden. Wenn sie 100 Ah pro Tag entnehmen, dann<br />
belasten sie eine 200 Ah-Batteriebank täglich bis an ihre Leistungsgrenze.<br />
Für eine 400 Ah-Batteriebank wäre es schon viel<br />
schonender. Auch beim Nachladen. Wenn Sie einer Batterie 100<br />
Ah entnehmen, müssen Sie 120 Ah nachladen, damit sie gleich<br />
voll ist wie vorher. Die 20 % mehr gehen dafür auf, die Batterie<br />
zu erwärmen und Wasser in seine Bestandteile zu zerlegen.<br />
Auf unseren Booten verwenden wir fast ausschließlich Blei-<br />
Säure-Batterien – sie unterscheiden sich lediglich, ob die Säure<br />
in flüssiger (offen) oder in gebundener Form (als Gel oder<br />
in AGM – absorbed glass mats) vorkommt. Trockenbatterien<br />
(NiCd, NiMh) wären für viele Anwendungen vernünftiger,<br />
werden aber leider nicht entsprechend angeboten.<br />
Die Höhe des Ladestroms ist abhängig von der Art der Batterie<br />
(Säure, Gel, AGM), der Temperatur und der Kapazität der<br />
Batterie. Früher wurde nur mit einem Ladestrom in Höhe von<br />
10 % der Batteriekapazität geladen. Mit modernen Ladegeräten,<br />
die strom- und spannungsgeregelt sind, kann mit einem<br />
Ladestrom von maximal 25 % der Batteriekapazität geladen<br />
werden (Gelbatterien auch darüber). Eine 200 Ah-Batterie<br />
sollten sie mit nicht mehr als 50 A laden. Wenn Sie also 100 Ah<br />
entnommen haben, müsste ihr Motor theoretisch ca. 2 ½ Stunden<br />
laufen, um die Batterie wieder vollzuladen. In der Praxis<br />
sind es über vier Stunden, weil der Laderegler viel früher schon<br />
abregelt und weil die oben beschriebenen 80 % Wirkungsgrad<br />
nur im mittleren Kapazitätsbereich (ca. von 40 – 80 % geladen)<br />
stimmen. Darüber und darunter ist der Wirkungsgrad weit<br />
schlechter. Zurück zu unserem Beispiel – hätten Sie 400 Ah-<br />
Batteriekapazität, könnten sie mit 100 A laden – nur noch (in<br />
der Praxis) ca. 1 ½ Stunden, um die verbrauchten 100 Ampere<br />
wieder in die Batterie zu laden.<br />
Fakt ist auch, jede Batterie, egal wie groß, braucht einige Stunden,<br />
um schonend von leer auf voll geladen zu werden. Mit<br />
hohem Strom wird die Batterie ca 80 % vollgeladen, danach
Service<br />
75<br />
braucht sie noch ca. vier Stunden, um mit geringem Strom (wenige<br />
Ampere) ganz vollgeladen zu werden. Gerade diese Ladung<br />
ist verantwortlich dafür, dass ihre Batterie länger lebt. Eine Blei-<br />
Säure-Batterie immer zwischen 50 und 80 % zu halten, fördert<br />
die Sulfatierung und verkürzt die Lebensdauer. Auch eine hohe<br />
Arbeitstemperatur beschleunigt die Alterung. Die vom Hersteller<br />
angegebene „Lebensdauer“ bezieht sich auf eine Temperatur<br />
von 20 °C. Bei jeweils 8 °C Temperaturanstieg halbiert sich<br />
diese Zeit. In einer wärmeren Gegend und im Motorraum eingebaut,<br />
ist es daher nicht verwunderlich, wenn ein Batteriesatz<br />
nach drei Jahren deutlich an Kapazität verliert und ausgetauscht<br />
werden muss. Abhilfe: nicht im Motorraum, sondern an einem<br />
kühlen, gut belüfteten Platz. In den Tropen bei 40 °C hat sie nur<br />
noch 20 % ihrer Lebensdauer – auch die Gel-Batterie.<br />
Sehr sinnvoll sind „Batterieerfrischer“-Geräte, die an die Batterie<br />
angeschlossen einen pulsierenden Strom abgeben und<br />
damit einer Sulfatierung vorbeugen und die Lebensdauer deutlich<br />
erhöhen.<br />
Neuere Batterietechnologien, wie Natrium-Nickelchlorid<br />
(Zebra-Batterie) die mit einer Betriebstemperatur von ca.<br />
300 °C arbeitet oder Lithium-Polymer zeichnen sich vor allem<br />
durch ihr deutlich günstigeres Leistungsgewicht/höhere Leistungsdichte<br />
aus. Verglichen mit einer Blei-Säure-Batterie er-<br />
halten Sie aus der LiPo-Batterie ungefähr die vierfache Energiemenge<br />
– bei gleichem Gewicht – aber ca. siebenfachem<br />
Preis. Tendenz stark fallend. Für unseren Solarkatamaran ebenso<br />
wie für die anderen E-Antriebs-Projekte verwenden wir<br />
LiFePO4-Akkus, leistungsstark, über 1.000 Ladezyklen, „nur“<br />
vierfacher Preis der Blei-Säure-Batterie. Auch Nickel-Cadmium<br />
und Nickel-Metallhydrid sind wesentlich langlebiger und<br />
damit unterm Strich billiger und umweltschonender als die<br />
Blei-Säure-Batterien – aber leider nur mit Insiderwissen erhältlich.<br />
(z. B. bei google: „EV1“ suchen oder www.everspring.net)<br />
Es steckt ähnlich wie bei anderen Dingen offenbar eine höhere<br />
Absicht dahinter. Aber das ist eine andere Geschichte.<br />
Sinn machen diese neuen Technologien dann, wenn das Gewicht<br />
eine Rolle spielt und durch die Gewichtsersparnis ein<br />
kleinerer Motor oder weniger Akku-Kapazität ausreicht – oder<br />
das Boot oder Auto einfach nur schneller wird. Vor allem bei<br />
Booten auf unseren heimischen Seen ein Thema.<br />
1 Mustique, St. Vincent and the Grenadines im Herzen der Karibik. Eine<br />
paradiesische Ankerbucht direkt vor der berühmten Basil’s Bar, in der man<br />
neben Brian Adams und Mick Jagger sitzen kann, wenn man Glück hat, schaut<br />
auch Tommy Hilfiger vorbei …<br />
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Neuer Sports-Luxury-Cruiser mit mehr Freiraum für Individualisten.<br />
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Mit spezieller Rumpfsymetrie und hohem Ballastanteil von 37 %<br />
für hervorragende Stark windeigenschaften auf allen Kursen. Und<br />
im hellen Lebensraum unter Deck kann man aus individuellen<br />
Interieur- Farbkonzepten wählen. Für Binnen- oder Küstenreviere<br />
gibt es zwei unterschiedliche Ausstattungspakete.<br />
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Fazit für den Fahrtensegler: Bei Verdrängern mit herkömmlichem<br />
Dieselantrieb kommen die neuen „Leichtbatterien“ derzeit<br />
aus Kostengründen noch nicht in Frage. Die größere Temperaturunabhängigkeit<br />
und dadurch längere Lebensdauer sowie<br />
das geringere Gewicht wird, wenn die Preise weiter sinken, in<br />
Zukunft sicherlich so manchen Eigner zum Umdenken bewegen.<br />
Im Rennsport, bei Elektro-Motorbooten, Katamaranen<br />
oder solarbetriebenen Booten sind sie schon heute ein Thema.<br />
Für den klassischen Anwendungsfall – Einrumpf-Segelboot in<br />
unseren Breiten – sind derzeit AGM- oder Gel-Batterien eine<br />
vernünftige Lösung. Eine ausreichend große Batteriebank,<br />
nicht tiefentladen und regelmäßig vollgeladen, macht auch<br />
nach Jahren noch immer Freude.<br />
Der Kabelquerschnitt<br />
Bei Energieerzeugern ist es genau so wichtig wie bei den Verbrauchern,<br />
dass nicht Energie durch die Erwärmung der Kabel<br />
verloren geht. Die Formel ist ganz einfach:<br />
Zweifache Kabellänge (für Plus und Minus) x Ampere: 56<br />
(Leitfähigkeit von Kupfer) x Leitungsquerschnitt in mm² ergibt<br />
den Spannungsabfall in V. Was ist der Spannungsabfall? Das,<br />
was am Kabelende weniger in Volt rauskommt, weil sich das<br />
Kabel erwärmt. Bei Lampen und Elektronik würde ich max.<br />
0,2 V tolerieren, bei Ankerwinch oder Bugstrahlruder auch ein<br />
bisserl mehr. Beim Solarpaneel sollte der Verlust möglichst<br />
gering sein, beim Windgenerator hingegen ist es egal, wenn er<br />
in Spitzenzeiten statt 30 A nur 27 lädt, da kann das Kabel an<br />
die Standardleistung (5 – 10 A) angepasst werden.<br />
Beispiel: Solarpaneel, Zuleitung bis zur Batterie 10 m, 15 A<br />
maximale Leistung, 16 mm²-Kabel : 2 x 10 x 15 = 300 : (56 x<br />
16) = 0,34 V Spannungsverlust – ziemlich viel, mit einem 25²<br />
Kabel sind es 0,21 V – das geht. Wäre das Kabel nur 4 m lang,<br />
würden 2 x 4 x 15 = 120 : (56 x 10) = auch 0,21 V ergeben -<br />
jedoch mit nur 10 mm² Kabeldurchmesser!<br />
Noch ein Beispiel: Inverter 200 A max. Strom und 3 m 50² mm<br />
fingerdickes Kabel:<br />
2 x 3 x 200 = 1200 : (56 x 50) = 0,42 V d. h., – wenn unter hoher<br />
Last die Batteriespannung z. B. auf 12,2 V absinkt, kommen<br />
beim Inverter nur noch 11,8 V an – und die Unterspannungs-<br />
Sicherung löst aus. Lösung: kürzere Kabel. – Die Kabellänge<br />
errechnet sich natürlich ab der Batterie – und ab dieser sollte<br />
auch der Durchmesser stimmen! Machen Sie nicht den Fehler<br />
1<br />
und rechnen nur ab der Schalttafel bis zum Verbraucher!<br />
Der notwendige Kabeldurchmesser um einen Leistungsverlust<br />
zu verhindern muss natürlich unterschieden werden vom Mindest-Durchmesser,<br />
der in unseren Häusern vorgeschrieben ist,<br />
um eine übermäßige Kabelerwärmung bis hin zum Brand zu<br />
verhindern. Diese Werte liegen weit darunter und sollten auf<br />
einem Boot im Gleichstrombereich keine Anwendung finden.<br />
Würden wir 10 A über ein längeres 1,5 mm²-Kabel leiten,<br />
wären die Verluste enorm.<br />
Ein Vorteil der LED-Technologie liegt somit auch in den geringen<br />
erforderlichen Kabeldurchmessern. Ich verwende überzählige<br />
NMEA-Kabel von Windanzeiger oder Echo, das reicht<br />
bei weitem für 0,3 Ampere! Für die Ankerwinch ist es oft sinnvoll<br />
eine eigene Batterie am Bug zu installieren und mit dünneren<br />
Lade-Kabeln zum Ladeverteiler zu gehen. Auch beim<br />
Kühlschrank ist eine ausreichende Dimensionierung sehr wich-<br />
Abschalten des Erregerstromes<br />
Kann man das selbst machen? Mit ein bisschen handwerklichem Geschick – ja! 2-pol (2-adriges)<br />
Kabel von der LM zum Motorpaneel verlegen, an geeigneter Stelle neben dem Paneel einen einpoligen<br />
Ein-Aus Schalter montieren, beide Adern anschließen. Da es nur um eine Unterbrechung geht,<br />
ist es egal welche an welchem Stecker. Bei der LM den Stecker für den Erregerstrom (Ind./61/D+)<br />
abziehen, mit der einen Ader des neuen Kabels verbinden (und gut isolieren) und die andere Ader<br />
stattdessen an der LM anschließen. So können Sie bei eingeschaltetem Schalter laden wie bisher<br />
und bei ausgeschaltetem Schalter läuft die LM leer mit ohne Energie zu produzieren. Nur notwendig<br />
bei einer großen LM ab 140 Amp auf einem kleinen Motor (unter ca. 30 PS – abhängig natürlich<br />
auch von der Auslegung des Propellers – wie viel Leistung noch frei verfügbar für die LM ist).<br />
Neben dem Drehzahlmesser sind ein Schalter und eine Kontrolllampe montiert –<br />
so kann man vom Cockpit aus die Lichtmaschine ein- und ausschalten.
N<br />
Service<br />
77<br />
2<br />
Generator mit:<br />
Inverter Technologie!<br />
tig, weil beim Startvorgang des Kühl-Kompressors Ströme<br />
über 30 A fließen – bei zu dünnen Kabeln würde er bei nicht<br />
vollen Batterien schlecht oder gar nicht starten.<br />
Fazit: Je länger das Kabel und je größer die Leistung bzw. der<br />
Strom in Ampere der übertragen werden soll, desto dicker muss<br />
das Kabel sein – im Zweifelsfall das nächst dickere verwenden.<br />
Passt eine große LM zu<br />
meinem kleinen Motor?<br />
Wenn Ihnen ein Fachmann sagt, eine 140 A LM sei viel zu groß<br />
für Ihren kleinen Motor, so hat er auf den ersten Blick Recht.<br />
Im Standgas liefert ein Motor nur sehr wenige PS, wenn Sie<br />
ihm mit einer starken LM 2-3 PS abverlangen und dann zusätzlich<br />
den Gang einlegen, kann es sein, dass er kein Gas annimmt,<br />
nicht auf eine höhere Drehzahl kommt, qualmt und<br />
fürchterlich ruckelt, wie ein Auto, bei dem Sie untertourig Gas<br />
geben. Zum Glück kann man sich aber mit<br />
einem Trick behelfen. Mit einem Schalter<br />
im Cockpit können Sie den Erregerstrom<br />
abschalten, quasi die Kupplung<br />
treten, so produziert die LM keinen<br />
Strom und der Motor läuft<br />
ohne Last. Wenn Sie nun entweder<br />
mit gedrücktem „Entkupplungs-Knopf“<br />
am Ganghebel die<br />
Drehzahl im Leerlauf erhöhen (weil Sie<br />
5<br />
z. B. vor Anker laden wollen) oder ein-<br />
1 Die zwei windgeneratoren drehen<br />
sich trotz der 15 Kt Wind um ihre<br />
Achse, weil das Boot leicht in der Dünung<br />
schaukelt und erzeugen daher keinen<br />
Strom, machen aber Schatten für die<br />
beiden zwar drehbar, aber an der falschen<br />
Stelle montierten Solarpaneele.<br />
2 Selbst bei einem gegenwind<br />
von 25 Kt drehen sich die Windgeneratoren<br />
aufgrund der Schiffsbewegungen<br />
heftig um ihre Achse und erzeugen keine<br />
Energie.<br />
Kompakt und leicht<br />
Superleise Schalldämmkap<br />
230 V / 50 Hz<br />
3 4<br />
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Reiner Sinus, höhere<br />
Frequenz- und<br />
Spannungsstabilität ... Meh<br />
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Option: Variable Drehzahl<br />
3 In einer ankerbucht stehen die<br />
Kompakt Kompakt und leicht und leicht<br />
Boote oft in verschiedene Richtungen,<br />
weil auch der Wind uneinheitlich ist,<br />
Superleise Superleise Kompakt Schalldämmkapsel<br />
und leicht<br />
damit lässt sich kein Strom erzeugen,<br />
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mit Solarpaneelen hingegen schon!<br />
Reiner Sinus, Reiner 230 V Sinus, höhere / 50 höhere Hz<br />
4 Die Paneele sind fast immer in der<br />
Frequenz- Frequenz- und und<br />
Reiner Sinus, höhere<br />
Sonne, schwenkbar montiert, und das<br />
Spannungsstabilität ... ... Mehr<br />
Frequenz- und<br />
Dinghy darunter hat Schatten – eine<br />
Sicherheit Sicherheit<br />
gute Lösung.<br />
Spannungsstabilität ... Mehr<br />
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5 Die HTG-Drehstromlichtma-<br />
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78<br />
1<br />
fach den Gang einlegen und zum Fahren weiter die Drehzahl<br />
des Motors erhöhen, dann steigt wie beim Auto auch die Leistung<br />
an und es steht genug Kraft zur Verfügung um die LM<br />
einzuschalten. Wenn der Motor längere Zeit gelaufen ist, die<br />
Batterien voll sind, die LM nur noch wenig lädt und damit dem<br />
Motor nur wenig Kraft entzieht, dann brauchen Sie die LM im<br />
Standgas nicht mehr auszuschalten. Die alte – schwächere LM<br />
– konnte im Standgas ja auch laufen. Ich habe seit drei Jahren<br />
eine 140 A LM mit externem Laderegler auf einem 9 PS-<br />
Einzylinder-Motor – Wenn ich die ganze Kraft des Motors<br />
brauche (z. B. bei einem Ankermanöver oder bei starkem Gegenwind)<br />
schalte ich die LM einfach ab. Ein Segelkamerad hat<br />
eine 280 A HTG-Lichtmaschine mit Ladekonverter von Fischer<br />
Panda an einem 27 PS-Motor – funktioniert bestens –<br />
aber natürlich nur mit dem Abschalten des Erregerstromes.<br />
Eine gängige und bewährte Praxis unter Blauwasserseglern.<br />
Kabelverbindungen<br />
Verwenden Sie für Arbeiten an der Elektrik nur entsprechendes<br />
Werkzeug. Mindestausstattung: Abisolierzange, Krimpzange<br />
mit Ratsche (nicht die aus dem Baumarktset um drei Euro!),<br />
Schrumpfschläuche, selbst verschweißendes Isolierband, gute<br />
Krimpverbinder/-stecker. Lassen Sie sich Zeit, machen Sie alle<br />
Verbindungen ordentlich und isolieren Sie sehr gründlich, vor<br />
allem im Außenbereich. Schlampiges Arbeiten rächt sich doppelt,<br />
weil die Verbindung korrodiert und Sie in Folge den<br />
Fehler suchen, finden und auch noch beheben müssen. Und<br />
wenn das Kabel nach dem Abschneiden zu kurz ist, wird es<br />
mühevoll …<br />
Windgenerator versus Solarpaneel<br />
Was ist nun besser, Windgenerator oder Solarpaneel? Ersterer<br />
braucht, wie schon ausführlich in den vorangegangen Folgen<br />
beschrieben, gleichmäßigen, starken Wind. Haben Sie in Ihrem<br />
Revier durchschnittlich mehr als 15 Knoten Wind – vor Anker<br />
– auch nachts? Selbst in der Passatwindzone sind es nur wenige<br />
Tage im Jahr, an denen man hinter einem Riff, bezüglich<br />
Wind völlig ungeschützt, steht – weil es meist nicht angenehm<br />
ist. Es ist wellig, kalt, auch 30 °C mit 20 Kt Wind laden nicht<br />
zum Baden ein, die Brote weht es vom Teller und die Handtücher<br />
knattern im Wind. Deshalb steht man lieber in einer geschützten<br />
Bucht = kein Wind = kein Strom Auch beim Segeln<br />
verringert sich die Leistung dramatisch, weil der Windgenerator<br />
durch die Schiffsbewegungen heftig schaukelt, daher den<br />
Wind nicht von vorne bekommen kann und nur mehr oder<br />
weniger „leer“ mitdreht. Es ist erschreckend, wie wenig Strom<br />
<br />
<br />
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Alle Folgen dieser Serie und noch mehr Details können Sie im Buch<br />
„Energieversorgung auf Yachten nachlesen.<br />
Zu beziehen bei www.die2abenteurer.com<br />
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<br />
Der Autor gibt zu Fragen über Energieversorgung<br />
gerne Auskunft: info@die2abenteurer.com
Service<br />
79<br />
er an einem ganzen Segeltag produziert. Das sieht man aber<br />
immer erst, wenn man einen Amperestundenzähler angeschlossen<br />
hat. Zum Baden – wie auch zum Übernachten fährt<br />
man am liebsten in eine geschützte Bucht = kein Strom.<br />
Hätte ich das gleiche Geld, das ich für den Windgenerator<br />
ausgegeben habe (inkl. Kabel, Schalter, Sicherung, Halterung<br />
und Montage ca. € 2.000,–) in Solarpaneele (mit Halterung)<br />
investiert, dann wäre die Energieausbeute weit höher und ich<br />
ankere seit Jahren in der Passatwindzone, wo es angeblich<br />
Tag und Nacht immer Wind gibt. Aber eben nicht in der<br />
geschützten Bucht – die Sonne scheint aber auch dort …<br />
Solarpaneele sind immer geräuschlos, Windgeneratoren nur<br />
manchmal. Sie sind auch wartungsfrei – im Gegensatz zu<br />
Windgeneratoren (Lager und Rotorblätter verschleißen oder<br />
sie fallen total aus, weil Salz eindringt. Moderne Qualitätssolarpaneele<br />
haben hingegen eine deutlich höhere Lebenserwartung.<br />
Windgeneratoren sind, wenn sie nicht entsprechend<br />
hoch montiert sind, sehr gefährlich. Warum sieht man<br />
auf fast allen Weltumseglerbooten dennoch Windgeneratoren?<br />
Einerseits, weil ihre Paneele oft im Schatten sind – kaum<br />
ein Hersteller weist darauf hin, dass selbst bei Teilabschattung<br />
die Energieausbeute gleich Null ist – und sie keinen Platz<br />
mehr für weitere Solarpaneele haben. Andererseits, weil kaum<br />
jemand die Mühe/Kosten auf sich nimmt, einen Messwiderstand<br />
(Shunt) in die Leitung des Windgenerators einzubauen<br />
um den kumulierten Ertrag z. B. eines Tages oder einer Woche<br />
zu messen. Ich habe es gemacht. Vor Anker hinter einem<br />
Riff, bei gut 20 kt. Wind sind es ca. 240 Ah – bei mehr Wind<br />
hatten wir auch schon 500 Ah pro Tag! Wassermachen und<br />
Wäschewaschen ohne Ende! Aber macht das Ankern bei über<br />
20 Kt wirklich Spaß? Wenn wir hingegen wochenlang in<br />
einer geschützten Bucht stehen, sind es gemessene 0 – 20 Ah<br />
pro Tag. Solarpaneele um gleich viel Geld bringen jeden Tag<br />
durchschnittlich 200 Ah. Wie bereits gesagt – wenn Sie Ihr<br />
Boot dauerhaft vor Kap Hoorn oder an einem Außenriff in<br />
der Passatwindzone verankern wollen, dann ist ein Windgenerator<br />
ergänzend sinnvoll, sonst bleiben Sie lieber nur beim<br />
Solarpaneel. Entscheidend für die Haltbarkeit ist die Versiegelung<br />
der Kanten gegen eindringende Feuchtigkeit. Seit fast<br />
20.000 SM fahre ich Paneele von www.energetica-pv.com aus<br />
Österreich auf meinem Heckträger durch die Weltmeere.<br />
Kein Leistungsverlust, keine Trübung der Abdeckfolie, keine<br />
Schäden trotz mehrfachen Sturmes über 100 Kt.<br />
Im letzten Teil der <strong>OCEAN7</strong>-Serie Energieversorgung auf<br />
Yachten ziehen wir die Schlüsse aus den vorangegangenen<br />
Folgen. Sie lernen die Lösungen und deren Kosten für die<br />
unterschiedlichen Verbrauchssituationen kennen – vom Wochenendsegler<br />
bis zum autarken Blauwasserboot.<br />
1 Perfekte Bedingungen für einen Windgenerator – hinter einem Riff in<br />
der Passatwindzone kann man an einem Tag bis zu 500 Ah damit erzeugen.<br />
2 Diese Windgeneratoren befinden sich genau in Kopfhöhe, wenn man<br />
nach achtern geht – das ist lebensgefährlich, die Rotorblätter drehen sich<br />
mit mehreren tausend U/min!<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der boot Düsseldorf <strong>2009</strong> –<br />
Halle 12, Stand-Nr. A49/A50<br />
Ihre Crew an Land<br />
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Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />
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Ihr Boots- und Yachtausrüster seit 1745 • www.awn.de
80<br />
Durch den Winter<br />
mit dem badehaubenkoch<br />
Er kann ausgezeichnet segeln. Er kann fast noch besser kochen. Eine Crew war von<br />
Richard Hammerers kulinarischen Künsten so begeistert, dass sie spontan beschloss:<br />
Diesem Mann muss eine Haube verliehen werden! Leider war nur eine Badehaube an Bord.<br />
Seither hat der <strong>OCEAN7</strong>-Koch-Kolumnist den Spitznamen „Badehaubenkoch“.<br />
Text: Florian T. Mrazek<br />
Ich mag Wintertörns. Es trennt die Warmduscher von den<br />
echten Seewölfen. Am liebsten plane ich sie mir für Silvester,<br />
Weihnachten oder andere hohe Feiertage ein. Das bringt gleich<br />
mehrere Vorteile: Man hat das geliebte Hausrevier, in diesem<br />
Fall Kroatien, praktisch für sich allein. Die Marinas und Anlegestellen<br />
sind leer wie das Isländische Staatssäckel, Hafengebühren<br />
sind mangels Eintreiber meistens obsolet. Das erlaubt<br />
ein ordentliches Tuning der Liegeplatzerfahrung bei gleichzeitiger<br />
Schonung der Bordkasse.<br />
Zudem erspart einem der Beinahefrost den ewigen Ärger mit<br />
asthmatischen Kühlschränken: Im Winter bleiben Manöverschluck<br />
und Co. stets bedingungslos kalt. Im Grunde sollte<br />
jeder Skipper, der etwas auf sich hält, mindestens einmal eine<br />
richtige Kälte an Bord erlebt haben.<br />
Die Drei-Punkte-Strategie<br />
gegen die Kälte<br />
Um bei miserabler Witterung dennoch nicht den Heldentod<br />
zu sterben, empfiehlt sich eine konsequente Drei-Punkte-<br />
Strategie zur Stabilisierung von Körpertemperatur und Stimmungslage:
Service<br />
81<br />
1. Die Kleidung. Dass es die Mehrschichten-Methode bringt,<br />
weiß ohnehin jeder Leichtwindmatrose. Ich bevorzuge – von<br />
innen nach außen – langärmliges T-Shirt, kurzärmliges T-Shirt,<br />
Sweater, Strick- oder Fleecepulli und dann erst das Ölzeug.<br />
Gewechselt werden dabei immer nur die untersten T-Shirts –<br />
das aber regelmäßig. Denn schweißnasse Kleidung ist auch<br />
unter mehreren Schichten verborgen eine große Gesundheitsgefahr,<br />
umso mehr im Winter. Profis passen auf wie die Haftelmacher,<br />
dass das Ölzeug innen keinesfalls nass wird und<br />
funktionieren freie Duschen zu Trockenkammern um.<br />
2. Das Heizen. Nur die wenigsten Boote bieten den Luxus<br />
einer Standheizung. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den<br />
Niedergang so kurz wie möglich geöffnet zu lassen. So mancher<br />
schwört auf das Backrohr als Ersatz-Heizung, doch das funktioniert<br />
nur sehr eingeschränkt. Schließlich ist der Gasofen von<br />
Grund auf dafür konstruiert, die Hitze zu behalten und nicht<br />
nach außen abzugeben. Was funktioniert, ist den Ofen voll<br />
aufzuheizen und dann regelmäßige Hitzestöße zu geben, kräftig<br />
unterstützt von Geschirrtuch-Wacheln. Das ist jedoch auf<br />
Dauer mühsam und wärmt auch nur für ein paar Minuten.<br />
Besser funktioniert da die Tontopf-Methode, die ich bei einem<br />
saukalten Überstellungstörn vor ein paar Jahren erfunden habe.<br />
Dazu wäscht man zwei Blumentöpfe ordentlich aus und macht<br />
sie außen nass. Dann beide Kochstellen auf kleiner Flamme<br />
brennen lassen und beide Töpfe mit dem kleinen (!) Loch nach<br />
oben darüberstülpen. Damit erhält man einen improvisierten<br />
Mini-Kachelofen, was rasch für gemütliche und nachhaltige<br />
Wärme unter Deck sorgt. Wer sich fragt, wie man an Bord zu<br />
Tontöpfen kommt: Ich habe sie mir damals von einem geschlossenen<br />
Restaurant ausgeliehen und vorm Ablegen natürlich<br />
zurück gebracht.<br />
3. Das Kochen. Jahrhundertelang gab es bei Bauersleuten mit<br />
Hausverstand den Winter über sehr viel Kraut, Kürbis, Mais<br />
und andere Zutaten, die erst relativ spät im Jahr reif wurden<br />
und somit über Monate Zeit hatten, viel Vitamine und Energie<br />
zu speichern. Clever zubereitet lässt sich diese Energie optimal<br />
ausnutzen, um den Körper direkt aufzuwärmen oder genug<br />
Kraft für die Arbeit zu erübrigen und die bringt einen ja bekanntermaßen<br />
auch ins Schwitzen. Positiver Nebeneffekt: Fachkundig<br />
gelagert sind diese „langsamen Zutaten“ annähernd<br />
ebenso lange haltbar und frisch wie sie zum Reifen brauchen.<br />
Nicht umsonst spielte der Vitamin-C-Gigant Sauerkraut auf<br />
den Schiffen jahrhundertelang die Rolle als Lebensretter<br />
vor Skorbut. Nur konsequent ist es daher, dass diese Lebensmittel<br />
auch bei der Zubereitung ihre Zeit brauchen.<br />
Gulasch mit Polenta wird immer besser, je öfter man es<br />
aufwärmt und wurde nicht ohne Grund in früheren Zeiten<br />
ausschließlich in der kalten Jahreszeit gegessen.<br />
Ob traditionelle Bauernregeln oder chinesische Medizin:<br />
Beide teilen Grundzutaten und Gewürze in zwei Kategorien:<br />
Kühlendes und Wärmendes. Während Gurken, Tomaten, Joghurt,<br />
Minze, Zitrusfrüchte sowie grüner und schwarzer Tee<br />
den Körper kühlen, wärmt Scharfes wie Pfeffer, Cayenne oder<br />
Chilischoten, aber auch Zimt, Nelken, Kümmel, Fenchel, Oregano<br />
und frischer Ingwer.<br />
Gerade wenn man beim Segeln körperlich sehr aktiv ist, sollte<br />
man drei Liter Wasser am Tag trinken. In der winterlichen<br />
Kälte bleibt der natürliche Durst meistens aus, kaltes Wasser<br />
ist tabu, da es den Organismus auskühlt. Besser ist heißes Wasser<br />
aus der Thermoskanne. Etwas Geschmack schadet nicht,<br />
um auf die drei Liter zu kommen. Ist man nach einem langen,<br />
kalten und nassen Tag so richtig durchgefroren, hilft ein Tee,<br />
der den Körper so schnell wie möglich wieder anheizt.<br />
Zuerst eine Ingwer-Wurzel schälen, in kleine Scheiben schneiden<br />
und ins kochende Teewasser geben. Dazu kommen Zimt,<br />
Gewürznelken, Kandiszucker und Apfelsaft oder ein Schuss<br />
Rotwein. Zum Nachsüßen kann man Honig verwenden, dieser<br />
gibt viel mehr Energie als einfacher Zucker und wärmt somit<br />
zusätzlich. Auch in den Ingwertee gebe ich Cayenne-Pfeffer,<br />
also gemahlenen Chili dazu. Auch getrockneter Chili funktioniert<br />
bestens. Sollte an Bord schon jemand über Halsschmerzen<br />
klagen, ein wenig Salbei hinzugeben – pro Tasse zwei bis drei<br />
Blätter. Diesen Tee gute<br />
20 Minuten ziehen<br />
Herzerwärmender Ingwertee
82<br />
lassen und dann abseihen. Die dabei verwendeten Ingwer-<br />
Stücke lassen sich für die halbe Menge Flüssigkeit noch einmal<br />
verwenden. Wem der Ingwer-Geschmack zu intensiv ist, der<br />
kann in den letzten Minuten noch ein Teesäckchen je nach<br />
Geschmack hineinhängen. Trinkt man eine Tasse von diesem<br />
Getränk relativ schnell und heiß, dann verhilft es innerhalb von<br />
nur fünf Minuten verlässlich zu einem Schweißausbruch.<br />
Bierkraut – pur, als Suppe<br />
oder im Strudel<br />
Beim Bierkraut kann man einen weißen oder einen roten<br />
Krautkopf verwendet. Die sind im Herbst ohnehin recht billig.<br />
Den Kopf der Länge nach auseinanderschneiden und den<br />
bitteren Strunk sowie die äußersten Blätter entfernen. Dann<br />
das Kraut in der Größe von Bandnudeln schneiden.<br />
Zuerst eine Zwiebel kleinschneiden und in die Pfanne, dann<br />
gleich das Kraut dazu, beides glasig anrösten. Dazu gebe ich<br />
immer schon je einen Teelöffel Salz und gemahlenen Kümmel<br />
– aber auch normaler Kümmel geht, in diesem Fall eine etwas<br />
größere Menge. Mit soviel Bier aufgießen, um das gesamte<br />
Kraut komplett zu bedecken. Dann 15 Minuten mit Deckel auf<br />
kleiner Flamme dahinköcheln lassen und regelmäßig umrühren.<br />
Das Kraut ist fertig, wenn es weich ist und kaum noch<br />
Flüssigkeit in der Pfanne ist.<br />
Viele Segler lieben es ja, an Bord ständig herumzuwerkeln – bei<br />
so mancher Charteryacht ist dies auch dringend notwendig.<br />
Für solche Köche ist das Bierkraut ideal, da es sich perfekt als<br />
Basis eignet, um drei bis vier Gerichte „zusammen zu basteln“,<br />
die dank Hopfen und Malz im Bier viel Energie und Wärme<br />
geben, aber jeweils komplett anders schmecken.<br />
Ob man das Bierkraut als Beilage oder als Basis für das Hauptgericht<br />
verwendet, bleibt dem Geschmack überlassen. Mit<br />
Nudeln ergeben sich herrlich würzige Krautfleckerl, mit Kümmel<br />
und Chili in Blätterteig gewickelt und ab aufs Blech: Voilà,<br />
fertig ist der Krautstrudel.<br />
Auch bis zur wärmenden Bierkrautsuppe ist der Weg nicht<br />
mehr weit: Das fertige Kraut entweder mit Bier oder Wasser<br />
aufgießen und mit einem Suppenwürfel und etwas Kümmel<br />
abschmecken. Wer es scharf<br />
mag, gibt noch etwas<br />
Chili und<br />
drei bis vier Esslöffel<br />
Tomatenmark<br />
dazu. Letzteres<br />
rundet den<br />
Geschmack ab und<br />
zaubert bei hellem<br />
Kraut eine wunderbare<br />
Farbe. Noch gehaltvoller<br />
wird die Suppe, wenn man klein<br />
geschnittene Würstel oder übrig gebliebene<br />
Kartoffel mitsieden lässt.<br />
Polenta: Würzig oder<br />
süß für ein starkes Frühstück<br />
Ein tolles Gericht, bei uns leider etwas in Vergessenheit geraten,<br />
ist Polenta, also Maisgries. Diesen kann man grob oder fein<br />
als Mehl kaufen und auf vielfältige Arten verarbeiten.<br />
Entweder salzig, als Beilage zum Gulasch, als alternative Pizza<br />
oder als süßen Griesbrei zum wärmenden Frühstück. Polenta<br />
hat leider in unseren Breiten den Ruf eines Arme-Leute-Essens,<br />
ist jedoch bei Kälte ein extrem guter Energielieferant, dazu<br />
äußerst einfach zu transportieren und zuzubereiten.<br />
Für eine gute Polenta-Basis ½ bis ¾ Liter Wasser mit etwas<br />
Milch erhitzen, einen Teelöffel Salz, 1 ½ Teelöffel Rosmarin<br />
und einen halben Suppenwürfel hinzugeben. Aufkochen lassen,<br />
eine Tasse (250 Gramm) Polenta langsam einstreuen und mit<br />
dem Schneebesen auf kleinster Flamme einrühren, bis sie dickflüssig<br />
ist. Damit hat man eine perfekte, energiebringende<br />
Beilage. Backrohr auf 180 Grad vorheizen, Polenta auf einem<br />
Blech verteilen und auf die mittlere Schiene geben, 15 Minuten<br />
backen, bis die Masse knusprig wird, fast wie Brot oder Pizzateig.<br />
Die krossen Stücke eignen sich gut zu Suppen oder zum<br />
Dippen.<br />
Für ein perfektes Kraft-Frühstück an Bord eignet sich Griesbrei<br />
oder „Millipapp“, wie er in Namibia genannt wird. Dazu erwärmt<br />
man einen halben Liter Milch und stäubt feinen Maisgries<br />
unter ständigem Rühren in die gerade noch kochende<br />
Milch. Dann bei ganz schwacher Flamme zu einem dicken, sämigen<br />
Brei rühren und einen Esslöffel Honig hinzu geben. In<br />
einem Suppenteller mit Zimt, Honig und ein paar Bananenscheiben<br />
garniert, kann der Segeltag nicht besser beginnen.
Revier<br />
83<br />
mit sachverstand<br />
Das ist wieder typisch! Kaum meldet man seiner Versicherung<br />
einen größeren Versicherungsschaden, steht auch schon der Sachverständige<br />
vor der Tür, zweifelt den Schadenhergang an und setzt<br />
alles daran, die Schadensumme zu drücken. So denken wohl viele,<br />
die sich im Notfall an ihre Versicherung gewandt haben.<br />
Dazu Versicherungsspezialist Holger Flindt: „Wir verfügen innerhalb<br />
der Pantaenius-Gruppe über fünf Sachverständige, die<br />
auf unterschiedlichste Fachgebiete spezialisiert sind und über<br />
entsprechende Qualifikationen, Kompetenzen sowie jahre lange<br />
Erfahrung verfügen. Unabhängig in welchem Auftrag diese Sachverständigen<br />
tätig werden: Die Wahrheitsfindung steht immer<br />
im Vordergrund, und das wollen wir gemeinsam mit unserem<br />
Kunden beziehungsweise dem Geschädigten erreichen“.<br />
Durch die kompetente Beurteilung des Sachverhalts werden<br />
nicht nur der Schadenhergang und die Schadenhöhe richtig<br />
eingeschätzt. Aufgrund der Experten-Empfehlungen, beispielsweise<br />
hinsichtlich Bergung oder der Auswahl einer geeigneten<br />
Reparaturwerft, kann der Schaden in vielen Fällen minimiert<br />
werden. Und das ist in aller Interesse.<br />
Bei einem Versicherungsschaden sind häufig eine Menge Emotionen<br />
im Spiel. Holger Flindt: „Deshalb suchen unsere Sachverständigen<br />
den Dialog und nicht die Konfrontation, damit<br />
alle zu ihrem Recht kommen. Fairness ist dabei oberstes Gebot,<br />
sonst sind wir den Kunden ganz schnell los.“<br />
Aber nicht nur Versicherungen, Banken oder Gerichte bedienen<br />
sich der Kompetenz von Sachverständigen. Gerade im<br />
Yachtbereich ist es durchaus ratsam, dass auch Privatpersonen<br />
Gutachter zurate ziehen. Das gilt insbesondere beim Kauf eines<br />
hochpreisigen Gebrauchtbootes.<br />
„Ein kompetenter Sachverständiger kann mit den geeigneten<br />
Mitteln beispielsweise schnell feststellen, ob ein Schiff Osmose<br />
hat, was für den Laien so nicht erkennbar ist“, berichtet<br />
Flindt. Selbst bei teuren Serienschiffen kann es angebracht sein,<br />
die Abnahme durch einen anerkannten Sachverständigen<br />
durchführen zu lassen. Er weiß, worauf zu achten ist und wo<br />
Mängel versteckt sein könnten. Das gilt umso mehr bei exklusiven<br />
Einzelbauten. Je nach Größe der Sonderanfertigung ist<br />
es nach Ansicht von Flindt nicht nur ratsam, sondern dringend<br />
erforderlich, in solchen Fällen einen Yacht-Consultant einzusetzen,<br />
der das gesamte Management übernimmt.<br />
Bleibt nur die Frage: Wie finde ich den geeigneten Sachverständigen?<br />
Denn in Österreich und in Deutschland ist der<br />
Begriff nicht geschützt, sodass sich letztlich jeder als Sachverständiger<br />
bezeichnen darf. Im Zweifel kann Pantaenius Empfehlungen<br />
aussprechen.<br />
www.pantaenius.at
84<br />
oCEAN7 YACHTEN<br />
Bequem reisen<br />
Mit einem großen Wurf startet die neue deutsche MCM fine<br />
yachting gleich ganz groß durch: Die MCM 42 wird in Zusammenarbeit<br />
mit der deutschen Traditionswerft Henze aus dem<br />
Sauerland in Einzelfertigung gebaut und bietet viel Lebensqualität<br />
und Platz auf längeren Törns durch vier Kabinen.<br />
Ausgestattet ist sie mit modernster Technik.<br />
www.mcm-fine-yachting.de<br />
Nautitech 40 2<br />
Auf den ersten, flüchtigen Blick wirkt der Kat wie so viele andere<br />
Boote seiner Klasse. Auffällig ist jedoch nach genauerer<br />
Betrachtung, dass er über zwei Steuerstände verfügt, die dem<br />
Steuermann einen guten Überblick über seine Manöver verschaffen.<br />
Das Platzangebot ist gewaltig. Eine der hervorragendsten<br />
Eigenschaften ist die geniale Möglichkeit, das Schiff<br />
auf engstem Raum punktgenau zu manövrieren, ganz ohne<br />
heulendes Bugstrahlruder oder aufsteigende Auspuffwolken.<br />
Meist reicht es einzukuppeln und das Schiff drehen lassen.<br />
Wer nun glaubt, den Haken in einer geringen Segelleistung<br />
entdecken zu können, sollte die Nautitech 40² einmal unter<br />
Segel erleben. Das Boot geht ab wie eine Rakete und schafft<br />
entgegen der üblichen Meinungen auch einiges an Höhe am<br />
Wind. Die Nautitech 40² ist ein ideales Schiff für jede Art von<br />
Törn und überzeugt sogar eingefleischte Monofahrer.<br />
www.phoenixyachting.com<br />
James Bond Yacht<br />
Der neue James Bond ist in den Kinos – und die Yacht, mit<br />
der 007 persönlich über die Leinwand jagt, ebenfalls: Sunseeker<br />
baut die Superhawk 43 aus dem Film „Ein Quantum Trost“<br />
in limitierter Auflage. Leistungsstarke Motoren und die Wahl<br />
zwischen Heck- und Oberflächenantrieb ermöglichen eine<br />
Höchstgeschwindigkeit von bis zu 50 Knoten. Unter Deck<br />
bietet die Sunseeker Superhawk 43 einen attraktiven Salon,<br />
eine moderne Pantry und – wie sollte es bei einem James<br />
Bond Modell anders sein – ein einladendes Doppelbett.<br />
€ 473.917,– inklusive MwSt ab Werft Poole, UK.<br />
www.sunseeker.de
NEWS YACHTEN<br />
85<br />
bruce farr zeichnet für bavaria<br />
Von wegen Weltwirtschaftskrise! Bei Bavaria ist nichts davon<br />
zu merken. Während sich andere Werften bis in die Insolvenz<br />
zu Tode jammern, holt die Serienwerft aus Giebelstadt mit<br />
Bruce Farr einen der weltbesten Yachtarchitekten und mit der<br />
„BMW Group DesignworksUSA“ eines der innovativsten Entwicklungsbüros<br />
an Bord.<br />
Das alles für ein neues Flaggschiff der erfolgreichen Serienwerft,<br />
die Bavaria Cruiser 55. Diese Yacht mit den eleganten<br />
Linien wird „in Form, Design und Ausstattung in das Premium-<br />
Segment des Marktes positioniert, ohne dabei die Preis-Leistungs-Position<br />
und Preisführerschaft von Bavaria Yachtbau<br />
aufzugeben. Wir freuen uns sehr, mit dem neuen Produkt<br />
einmal mehr die Maßstäbe in unserem Markt und für unsere<br />
Kunden neu definieren zu können“, sagt Mike Reuer, der<br />
Marketing-Chef der Werft aus dem deutschen Giebelstadt.<br />
Die Bavaria Cruiser 55 ist ab dem Frühjahr <strong>2009</strong> bestellbar.<br />
www.yachten-meltl.de<br />
TECHNISCHE DATEN<br />
Gesamtlänge<br />
Maximale Breite<br />
Segelfläche Sport<br />
Segelfläche Komfort<br />
Tiefgang<br />
Verdrängung<br />
16,60 Meter<br />
4,75 Meter<br />
150 Quadratmeter<br />
139 Quadratmeter<br />
1,90 – 2,35 Meter<br />
15 Tonnen<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der boot Düsseldorf <strong>2009</strong> – Halle 04, Stand-Nr. A35 und Halle 16, Stand-Nr. B38<br />
BOOTE FEICHTNER Besuchen Sie uns auf der Boot in Düsseldorf vom 17. - 25. Jänner <strong>2009</strong><br />
Azimut 47<br />
Halle 6 D38<br />
Princess 58<br />
Halle 6 E41<br />
EUROPAPREMIERE<br />
Saxingerstraße 5 / A-4<strong>02</strong>0 Linz / Tel. +43 732 77 44 16 / E-Mail office@bootefeichtner.at / www.bootefeichtner.at
86<br />
Das Spielzeug<br />
des diktators<br />
Seit 17 Jahren verschollen, letzten Winter in Nizza wieder aufgetaucht und<br />
nun zum Verkauf feil geboten: Die Ocean Breeze alias Qadissiyat Saddam,<br />
die 82-Meter-Luxusyacht des Ex-Despoten Saddam Hussein.<br />
Text: Tahsin Özen<br />
Wer sagt, dass Diktatoren geschmacklos sind? Saddam ließ sein<br />
schwimmendes Spielzeug (so die Bedeutung des Namens „Qadissiyat“)<br />
jedenfalls mit allem erdenklichen Pomp beschicken,<br />
ehe sie ihm 1981 von der dänischen Helsingor Vaerft auftragsgemäß<br />
übergeben wurde. Ganz nach dem Motto „Nobel geht<br />
die Welt zu Grunde“ wurden beispielsweise sämtliche im arabischen<br />
Stil gehaltenen Räume, Pools und Saunen mit Gold,<br />
Silber, Mahagoni oder Marmor aufgemotzt – für einen gesunden<br />
Schlaf des Despoten sollte ein überdimensionales Himmelbett<br />
im „Großen Schlafzimmer“ Sorge tragen. Und weil<br />
Geld keine Rolle spielte, bekam Saddam ein Raketenabwehrsystem<br />
und ein eigenes Mini-U-Boot gleich dazu, um bei Gefahr<br />
im Verzug rasch untertauchen zu können.<br />
Die Freude an seinem mit zwei Mal 3000 PS bestückten Spielzeug<br />
aber währte nicht lange – beziehungsweise ist überhaupt<br />
umstritten, ob der Ende 2003 nicht aus dem Mini-U-Boot,<br />
sondern aus einem Erdloch herausgefischte Diktator jemals<br />
auch nur einen Fuß auf seine Luxusyacht gesetzt hatte, ehe er<br />
den Dreidecker 1986 (während des Ersten Golfkriegs) in den<br />
sicheren Hafen von Dschidda überführen ließ, wo sich dann<br />
seine Spur verlor …<br />
Wieder aufgetaucht ist die Qadissiyat Saddam im Dezember<br />
2007 in Nizza – und wurde ab Dezember unter dem<br />
Namen Ocean Breeze vom englischen Broker „Burgess<br />
Yachts“ für 23,5 Millionen Euro zum Verkauf angeboten. Doch<br />
wie kam die Yacht an die Côte d’Azur, wo sie unter all den<br />
anderen Megayachten zunächst nicht weiter auffiel? Und von<br />
wem wurde Yachtmakler Nigel Burgess mit dem Verkauf beauftragt?<br />
Kurz, wer ist der rechtmäßige Eigentümer? Saddams<br />
Spielzeug wird schließlich ein Fall für die französische Justiz<br />
– denn allein darüber, wer wann die Luxusyacht geschenkt<br />
bekommen oder gekauft hat, gibt es von Anfang an mehrere<br />
Ocean Breeze – die Luxusyacht des Diktators<br />
Neben jedem erdenklichen Luxus verfügt die ehemalige Yacht Saddam Husseins über kugelsicheres Glas, eine<br />
Ambulanz mit Operationssaal, ein Mini-U-Boot und ein Raketenabwehrsystem, das aber „demilitarisiert“ wurde.<br />
Technische Daten:<br />
Länge: 82 m<br />
Konstruktion: Stahlrumpf und -Aufbauten<br />
Breite: 13 m<br />
Motorisierung: 2 MTU-Motoren mit je 3000 PS<br />
Tiefgang: 3,6 m<br />
Max. Geschwindigkeit: 18 Knoten<br />
Gewicht: 2282 Tonnen<br />
Max. Reichweite: 7000 Seemeilen<br />
Baujahr: 1981<br />
Crew:<br />
bis zu 35 Personen<br />
Werft: Helsingor Vaerft, Dänemark<br />
Gäste:<br />
28 Personen (in 14 Kabinen)<br />
Type: Zwei-Schrauben-Diesel-Yacht
Yachten<br />
87<br />
Versionen, die aber eins gemeinsam haben: politischen Sprengstoff<br />
bis in die allerhöchsten Kreise.<br />
So soll Saddam Hussein seinen schwimmenden Palast 1990,<br />
kurz nach seinem Einmarsch in Kuwait, der saudischen Königsfamilie<br />
zum Geschenk gemacht haben. Diese benannte die<br />
Yacht nach einer berühmten Oase Al Yamamah und nutzte<br />
sie 17 Jahre lang auch als solche – für rauschende Feste auf See.<br />
Auf große Fahrt begab sich aber keiner der Monarchen, nur<br />
die zwölfköpfige Crew schipperte alle zwei Jahre zur Wartung<br />
nach Griechenland. Also doch kein Geschenk? Französischen<br />
Medienberichten zufolge soll Saddam die Yacht der Königsfamilie<br />
nur anvertraut haben, um es vor den amerikanischen<br />
Bomben zu schützen. Dass damit durchaus zu rechnen war,<br />
bestätigte sich 2003, als US-Kampfjets die Al Mansur – das<br />
Schwesterschiff der Qadissiyat Saddam – mit 16 (!)<br />
Bomben im Hafen von Basra versenkten.<br />
Kurz nach der Hinrichtung Saddam Husseins im Dezember<br />
2006 verloren die saudischen Royals die Freude an der Luxusyacht<br />
– und schenkten sie König Abdullah II. von Jordanien.<br />
Im Herbst 2007 lief sie im Hafen von Akaba ein – doch offenbar<br />
konnte auch Abdullah der Diktator-Yacht nicht viel abgewinnen.<br />
So lief sie schon im November wieder aus – jetzt unter<br />
dem Namen Ocean Breeze und in Richtung Côte d’Azur.<br />
Über die Firma Sudeley mit Sitz auf den Cayman-Inseln sollte<br />
sie möglichst rasch zu viel Geld gemacht werden. Welche<br />
Personen sich hinter Sudeley verbergen, ist unbekannt – das<br />
Unternehmen selbst hüllt sich diesbezüglich ebenso in Schweigen<br />
wie sein Broker Burgess Yachts.<br />
Eine Erklärung für das Schweigen hat Rechtsanwalt Ardavan<br />
Amir-Aslani, auf dessen Antrag die Ocean Breeze von der<br />
französischen Justiz beschlagnahmt wurde, parat: der Advokat<br />
im Dienste des kriegsgebeutelten Irak vermutet die Familie<br />
Saddam Husseins hinter der vermeintlichen Scheinfirma im<br />
Steuerparadies. Im Auftrag der irakischen Regierung will er<br />
beweisen, dass die Luxusyacht mit Geldern des irakischen<br />
Staates bezahlt wurde und daher nur das irakische Volk der<br />
rechtmäßige Eigentümer sei. „Wenn irgendjemand Anspruch<br />
auf die Yacht erhebt, muss er Beweise vorlegen. Wo ist der<br />
Kaufvertrag? Wo der Zahlungsbeleg? Wäre die Yacht verschenkt<br />
worden, müsste dafür ein Gesetz oder Dekret erlassen<br />
worden sein – und so etwas existiert nicht.“, wettert der Jurist.<br />
Dass der jordanische König der Eigentümer sei – wie von<br />
Sudeley anfangs behauptet – kann das Handelsgericht in Nizza<br />
nach einer Anhörung im März nicht bestätigen, da kein<br />
einziges hieb- und stichfestes Dokument vorgelegt wurde.<br />
Seitdem ist kein Ton mehr von den Cayman-Inseln zu hören,<br />
kein Einspruch, nicht einmal eine Stellungnahme. Die Chancen<br />
der irakischen Regierung, die mehr oder weniger erfolgreich<br />
um das von Saddam veruntreute und in alle Welt gestreute<br />
Staatsvermögen kämpft, steigen von Tag zu Tag.<br />
Die Mühlen der Gerechtigkeit mahlen langsam, aber in der<br />
Causa Ocean Breeze kann Justitia nach nur wenigen Monaten<br />
einen gerechten Schlussstrich ziehen: überraschend verkündet<br />
das jordanische Königshaus in einer offiziellen Erklärung,<br />
nichts mit Saddams Spielzeug am Turban zu haben – und weil<br />
die Saudis ihrerseits keinen Anspruch erheben, wird die Luxusyacht<br />
dem irakischen Volk restituiert. Nun steht sie unter dem<br />
neuen Namen Basra Breeze für 27 Millionen Euro zum<br />
Verkauf, doch Interessenten sind keine in Sicht. Experten zufolge<br />
müsste der Käufer nämlich noch einmal 27 Millionen investieren,<br />
um das fast 30 Jahre alte Spielzeug des Diktators in eine<br />
moderne Luxusyacht zu verwandeln. Das Raketenabwehrsystem<br />
funktioniert übrigens auch nicht mehr.<br />
1 verschenkt. Die erste Privatyacht von Saddam wurde von den Saudis an<br />
den jordanischen König verschenkt.<br />
2 versenkt. Im Irak-Krieg wurde die zweite Privatyacht des Diktators kurzerhand<br />
versenkt.<br />
Das Elektromotorboot, über das Europa spricht.<br />
Julika auf der<br />
Boot Düsseldorf<br />
Halle 5 / Stand A19<br />
„Die Zukunft<br />
der Bootsfahrt!“<br />
NEPTUNE MAGAZIN (FRANKREICH)<br />
by WOLFGANG SCHMALZL BOOTSBAU<br />
www.julika.at
Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot D<br />
Die Mutter<br />
DER Bootsmessen<br />
Offiziell heißt sie „boot <strong>2009</strong> – 40. Internationale Bootsausstellung<br />
Düsseldorf“. Sie zählt zu den wichtigsten Wassersport-<br />
Publikumsmessen der Welt und findet in diesem Jahr vom 17.<br />
bis 25. Jänner auf dem Messegelände Düsseldorf statt. Geöffnet<br />
ist sie täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, der Tages-Eintritt kostet<br />
€ 15,–. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hinund<br />
Rückfahrt zum Messegelände mit allen VRR-Verkehrsmitteln<br />
am Tag des Messebesuches.<br />
Alle Informationen zur „Mutter aller Bootsmessen gibt es<br />
online unter www.boot.de.
üsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldo<br />
Sunbeam 30.1<br />
Mit der Sunbeam 30.1 ist der österreichischen Werft wieder einmal ein<br />
hervorragendes Schiff in der Klasse unter zehn Meter gelungen. Durch<br />
den geschickten Einsatz von markanten Sky-Lights und der ansprechenden<br />
Inneneinrichtung wirkt die Sunbeam 30i ausgesprochen hell. Der<br />
moderne Rumpf liegt leicht am Ruder und durch das 9/10-Rigg ist die<br />
neue Sunbeam auch für kleine Crews einfach und konfortabel zu segeln.<br />
Eine schnelle, doch bequeme Yacht für Binnen- und Küstenreviere.<br />
Halle 16/D57 www.sunbeam.at<br />
XC45<br />
Die XC45 ist der erste Schritt der dänischen X-<br />
Werft in den Bau von Cruising-Booten. Durch das<br />
tiefere und breitere Rumpfdesign wurde ein<br />
wohnlicherer Innenraum und der Einbau größerer<br />
Tanks möglich. Um den Segelkomfort auf langen<br />
Fahrten zu steigern, wurde das Schiff so konstruiert,<br />
dass man das Cockpit beim Segeln nicht<br />
verlassen muss.<br />
Halle 16/A58 www.x-yachts.ch<br />
323_Anzeige_52,5x140_boot_<strong>2009</strong>:<br />
Sun odyssey 30i<br />
Die kleine Jeanneau bietet für eine Crew<br />
von bis zu vier Personen alles, was normalerweise<br />
auf größeren Booten zu erwarten<br />
ist. Durch abgeteiltes Vor- und Achterschiff,<br />
Küche und Nasszelle mit Duschmöglichkeit<br />
bietet sie viel Komfort. Wahlweise<br />
Steuerrad oder Pinne und Festkiel oder<br />
Schwenkkiel. Halle 4/B35, C25, 16/B<strong>02</strong><br />
www.leers.com<br />
Pershing 64<br />
Da auf die maximale Fahrleistung bei den Booten<br />
der Marke Pershing stets das höchste Augenmerk<br />
gelegt wurde, erreicht die Pershing 64 mit ihren<br />
zwei MAN-Motoren von jeweils 1550 PS eine Maximalgeschwindigkeit<br />
von 45 Knoten. Durch raffiniertes<br />
Design wirkt die Luxusmotoryacht wesentlich<br />
geräumiger als Schiffe vergleichbarer Länge.<br />
Halle 6/E23 www.mennyacht.com<br />
Das volle Programm<br />
Deutschlands modernstes Yachtcentrum<br />
präsentiert auf der boot<br />
<strong>2009</strong> in Düsseldorf die neuen<br />
Modelle 35cruiser und 51cruiser<br />
sowie die aktuelle Bavaria-Yachts<br />
Flotte, individuelle Ausbauten und<br />
Top-Zubehör.<br />
17. - 25.<strong>01</strong>.09<br />
Halle 16<br />
Stand D15<br />
Chiemseestraße 65<br />
DE-83233 Bernau am Chiemsee<br />
Telefon: +49 (0) 80 51-96 55 3-0<br />
mail@yachten-meltl.de<br />
www.yachten-meltl.de
Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot D<br />
Benaco 906 von frauscher<br />
Die Vereinigung von modernster Technik mit dem eleganten Stil edler Holzmotorboote ist der österreichischen<br />
Traditionswerft Frauscher mit der Benaco 909 perfekt gelungen. Das neun Meter lange Schiff<br />
wurde vom deutschen Designer Georg Nissen konzipiert und erreicht mit seinen beiden bis zu 320 PS<br />
starken Maschinen 40 Knoten.<br />
Halle 05/C20<br />
www.frauscherboats.com<br />
FEELING 55<br />
Die 16,8 m lange Feeling 55’ ist das neue Flaggschiff der französischen Alliaura<br />
Werft. An Deck bietet sie einen außergewöhnlich komfortablen Lebensbereich.<br />
Das sichere und geschützte große Achterschiff ist gestaltet wie ein Centercockpit.<br />
Einige Stufen unter dem Salon mit Rundum-Panoramablick liegen die geräumigen<br />
Kabinen und der gut zugängliche Technikbereich. Von der Eignerkabine führt ein<br />
separater Ausgang zur Badeplattform.<br />
Halle 16/C54<br />
www.alliaura.com<br />
Bordeaux 60<br />
Alles was man sich von einem Schiff dieser Größenordnung erwarten kann, charakterisiert<br />
die Bordeaux 60. Die Werft CNB, die zum Bénéteau-Konzern gehört, hat mit<br />
der über 18 Meter langen Yacht einen echten Verkaufsschlager auf den Markt gebracht.<br />
Das bei der Konstruktion verfolgte Konzept war, ein Schiff in dieser gehobenen<br />
Größenklasse zu schaffen, das sich von nur zwei Personen sicher und bequem aus<br />
dem gut geschützten Cockpit bedienen lässt. Die Heckklappe verbirgt die Garage für<br />
das Beiboot.<br />
Halle 04/A57, 16/B42<br />
www.leers.com<br />
Haber hausboot<br />
Das Richtige für alle, die Komfort und Ruhe auf einem Hausboot suchen, ist die neue HABER 33 Reporter. Das über zehn Meter<br />
lange Motorboot eignet sich hervorragend für entspannte Ausfahrten auf Flüssen, Seen oder im Küstenbereich. Durch die von<br />
der polnischen Yacht-Service Werft ermöglichte Flexibilität kann sich der zukünftige Eigner schon in der Produktionsphase<br />
seines Bootes einbringen und die individuellen Spezifikationen mit den Konstrukteuren planen. Die HABER 33 Reporter wird<br />
mit drei verschiedenen Motorisierungen<br />
angeboten und bietet bis zu sieben<br />
Personen äußerst bequem Platz.<br />
Halle 17/B58<br />
www.haber-yachten.at
üsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldo<br />
Bavaria 35 cruiser<br />
Sie steht für den neuen Stil der Bavaria Cruiser-Flotte. Im Vergleich zur 34 bietet sie<br />
eine zusätzliche Kabine sowie ein ganz neu gestyltes Innenleben. Die Pantry ist in<br />
Längsrichtung eingebaut, es gibt ein flexibles Schott zwischen den Achterkabinen<br />
und einen Navigationstisch, den<br />
man wegklappen kann. Das<br />
Schiff ist 10,50 Meter lang, 3,60<br />
Meter breit, hat einen Tiefgang<br />
von 1,92 Meter, verdrängt 5,8<br />
Tonnen und segelt am Wind mit<br />
62 qm. Das alles gibt es für<br />
€ 89.131,– inklusive MwSt.<br />
Halle 04/A35, 16/B38<br />
www.yachten-meltl.de<br />
Bavaria 43 cruiser<br />
Das attraktive Neudesign, mit dem die<br />
neue Bavaria 43 cruiser aufwartet, beinhaltet<br />
nicht nur eine geänderte Linienführung<br />
und ein neues Deck mit drei Luken<br />
und fünf Fenstern im Decksaufbau. Ebenfalls<br />
verbessert wurde das Cockpit, das<br />
jetzt wesentlich mehr Platz bietet und<br />
durch den größeren Tisch und den bequemen<br />
Süllrand sehr an Komfort gewonnen<br />
hat. Im Inneren überrascht die Pantry<br />
mit einem großen Kühlschrank und einem<br />
Mikrowellenherd.<br />
Halle 04/A35, 16/B38<br />
www.yachten-meltl.de<br />
Bavaria 47 cruiser<br />
Das neue Design mit erweiterter Badeplattform und das geräumige<br />
Cockpit mit großem Cockpittisch und Doppelsteuersäule<br />
machen die neue Bavaria 47 cruiser zu einem Fahrtensegler<br />
mit moderner Ausstattung, bei dem der pure Segelspaß, das<br />
einfache Handling und der Komfort an Bord im Vordergrund<br />
stehen. Der moderne und hochwertige Innenausbau lässt<br />
keine Wünsche offen.<br />
Halle 04/A35, 16/B38<br />
www.yachten-meltl.de
Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot D<br />
Dufour 45 Performance<br />
Die neue Dufour 45 aus der Performance-Linie verfügt über etliche<br />
innovative Neuerungen: So wurde ein vollkommen neues Cockpitkonzept<br />
entwickelt, bei dem die Yacht nun zwei Steuerstände aufweist.<br />
Weiters befindet sich die Genua-Rollanlage unter Deck. Die<br />
Yacht bietet für einen Performance-Cruiser ungewöhnlich viel Platz.<br />
Ziel bei der Entwicklung war, einen hohen Komfort zu schaffen,<br />
ohne die hervorragenden Segeleigenschaften zu schmälern.<br />
Halle 16/A22<br />
www.phoenixyachting.com<br />
dufour 405 grand large<br />
Diese Cruising Yacht ist auf leichtes Handling mit kleinster Crew ausgelegt. Das Cockpit<br />
ist geräumig und ergonomisch gestaltet, alle Bedienelemente sind in Reichweite<br />
des Steuermanns angebracht. Sie hat einen Doppelsteuerstand und besonders große<br />
Stehhöhe in allen Kabinen.<br />
Halle 16/A22<br />
www.phoenixyachting.com<br />
Beneteau Flyer 550<br />
Die Flyer 550 Cabrio von Beneteau wurde von Pierangelo Andreani<br />
entworfen und ist bestens geeignet für Tagesauflüge mit Freunden oder<br />
der Familie. Das geräumige Cockpit groß genug für sechs Personen<br />
und sehr funktionell gestaltet. Optimalen Schutz auf See bietet die<br />
breite Windschutzscheibe. Das einfach zu bedienende Cabrioverdeck<br />
sorgt für Rundumschutz. Mit ihrer maximalen Motorisierung von 115<br />
PS ist sie ein perfektes Sportboot für Küstenreviere.<br />
Halle 04/A57, 16/B42<br />
www.leers.com<br />
Beneteau Monte Carlo 27<br />
Das einzige einmotoriges Modell der Monte Carlo-Reihe. Beneteau ist es gelungen, einen schnellen und sportlichen Express-<br />
Cruiser zu etablieren. Der Eigner hat die Wahl zwischen einem rassigen Benzinmotor mit 320 PS oder einer gemütlicheren<br />
Dieselmaschine mit immerhin 260 PS. Der italienische Designer Pierangelo Andreani<br />
verlieh dem 8,54 Meter langen Schiff sportlich<br />
gestreckte Linien. Die Monte Carlo 27 bietet vier<br />
Personen Platz.<br />
Halle 04/A57, 16/B42<br />
www.leers.com
üsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldo<br />
beneteau first 45<br />
Durch ihre schnittigen Linien betont Beneteau die Sportlichkeit<br />
der First 45. Obwohl man mit dem 14 Meter langen<br />
Schiff auch entspannt cruisen kann, steckt gewaltiges Geschwindigkeitspotential<br />
in diesem Boot. Für wirkliche Regattaambitionen<br />
empfiehlt sich der IRC-optimierte Segelplan<br />
mit Aluminium- oder Kohlefasermast. Das gelungene<br />
Innendesign sorgt für optimalen Komfort unter Deck.<br />
Halle 04/A57, 16/B42<br />
www.leers.com<br />
sea ray 285 sport<br />
Für alle Wassersportfreunde, die sich für Wakeboarden und<br />
Wasserski begeistern, wurde die nagelneue Sea Ray 205<br />
Sport erdacht. Auf dem nur 6,40 Meter langen Schiff findet<br />
sich neben einem 223 PS starken MerCruiser 220, der jede<br />
Menge Spaß verspricht, auch noch genügend Platz für die<br />
sportliche Crew und deren Ausrüstung.<br />
Halle 09/D25<br />
www.bootefeichtner.at<br />
Den Moment festhalten.<br />
maxmarine<br />
boot<br />
Düsseldorf 09<br />
Halle 16<br />
Stand B<strong>02</strong><br />
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MaxMarine GmbH, Hauptstraße 2, A-3<strong>02</strong>1 Pressbaum<br />
Jeanneau Vertragshändler – Service, Beratung & Verkauf<br />
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Servicestützpunkte: Antibes – Koper – Zadar – Mallorca
Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot D<br />
princess 58<br />
Was für alle Princess-Modelle charakteristisch ist, gilt auch<br />
für die edle 58: Sie lässt sich ohne Aufwand manövrieren,<br />
hat eine gewaltige Beschleunigung und eine hohe Reisegeschwindigkeit.<br />
Ihr tiefer V-Rumpf bietet hohe Sicherheit und<br />
Komfort selbst in schwerer See. An und unter Deck bietet die<br />
Princess 58 jeden Luxus in einem edlen und geräumigen<br />
Ambiente.<br />
Halle 06/E41<br />
www.bootefeichtner.at<br />
Grand Soleil 46<br />
Charakteristisch für die Boote der italienischen Cantiere Del Pardo Werft sind elegante Linien<br />
mit einem flachen Decksaufbau und einem großzügigen Cockpit. Die von Botin & Carkeek<br />
entworfene Grand Soleil 46 spiegelt all diese Eigenschaften wieder. Um Gewicht zu sparen,<br />
wurden Deck und Rumpf im Injektionsverfahren hergestellt. Unter Deck wurde edles Holz<br />
sorgfältig verarbeitet und bietet dem von Mauro Sculli entworfenen Innenraum ein edles und<br />
Komfortables Ambiente.<br />
Halle 16/A20<br />
www.adrianautic.com<br />
www.mayer-yachten.com<br />
hr 372a<br />
Die vollständig neu designte Rumpfform der Hallberg-<br />
Rassy 372 eignet sich ebenso für die Küstenfahrt wie<br />
für den weiten Ozean. Das von German Frers gezeichnete<br />
Schiff ist im Vergleich zur HR37 im Heck- und<br />
Mittschiff etwas flacher, jedoch im Bugbereich schärfer.<br />
Die Berechnungen des Konstrukteurs zeigen, dass<br />
die neue Hallberg-Rassy 372 sogar schneller als die<br />
erfolgreiche HR 40 ist.<br />
Halle 17/A70<br />
www.hallberg-rassy.com<br />
hunter 45 ds<br />
Die neue Hunter 45 bietet einen der geräumigsten und hellsten Decksalons,<br />
die jemals entworfen wurden. Die Achterkabine bietet eine „Queensize“-Doppelkoje,<br />
ein großes Hängeregal, Frischluft-Bullaugen, reichlich Stauraum und<br />
privaten Zugang zur Achtertoilette. Der von Glenn Henderson entworfene Rumpf<br />
ist solide ausgeführt und für eine ansprechende Segelleistung und eine ruhige<br />
Fahrt konstruiert, sogar bei harten Seebedingungen. Der Hunter-Edelstahlcockpitbügel,<br />
das B & R-Rigg und die einzigartige zweiendige Großschotführung<br />
erlauben der Crew eine mühelose Segelhandhabung.<br />
Halle 16/D27<br />
Schnauder Yachts, schnauder.yachts@aon.at
üsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldo<br />
Najad 505<br />
Diese komplette Neuentwicklung in Zusammenarbeit mit<br />
Judel/Vrolijk & Co. sowie dem Interieur-Designteam von<br />
Rhoades Young wird in vielerlei Hinsicht ein Technologie -<br />
träger für die gesamte Najad-Flotte der Zukunft. Gebaut im<br />
Vakuum-Infusionsverfahren unter Verwendung von Epoxid-<br />
Harzen macht dieses Modell einen weiteren großen Schritt<br />
in Richtung sportlicherer und schnellerer Cruiser für lange<br />
Fahrten. Abgesehen vom zentral gelegenen Cockpit findet<br />
sich an der gesamten Yacht fast nichts „Traditionelles“.<br />
Halle 16/C57<br />
www.diamond-yachts.de<br />
Performance 1307<br />
Die neue Performance 1307 ist das erste Modell von Performance<br />
mit Hardtop. Es vereint Wohnlichkeit und Eleganz, Sportlichkeit,<br />
Spaß am Fahren und ausgezeichnetes Offshoreverhalten.<br />
Die Perfomance 1307 bietet auf ihren 13,30 Metern eine<br />
große Hecksonnenliegefläche und eine hydraulische Bootsgarage<br />
von 2,20 m Länge. Jedes Boot wird ohne Aufpreis als individuelles<br />
Einzelstück gefertigt!<br />
Halle 05/C21<br />
www.performance-marine.de<br />
www.royal-nautic.com<br />
hanse 400<br />
Neue Namen machen keine neuen Schiffe. Bei der neuen Hanse 400 sind 80 % des<br />
Schiffes komplett neu – der Name aber bleibt. Das Geschwindigkeitspotential wurde durch<br />
den neu entwickelten T-Kiel erhöht. Wahlweise großes Steuerrad oder Doppelsteueranlage.<br />
Ein offenes Heck sorgt für mehr Platz im Cockpit und eine klarere Linienführung. Im Salon<br />
spenden Rumpffenster zusätzlich Licht. In der Achterkabine sorgt ein großes, zu öffnendes<br />
Heckfenster für mehr Luft. Alle Seitenfenster können geöffnet werden, alle Luken und<br />
Fenster sind bündig eingelassen. Das „Individual Cabin Concept“ bietet zwei Einrichtungs-<br />
Varianten für den Salon sowie drei Varianten für das Vorschiff.<br />
Halle 17/C23<br />
www.schwaigernautik.com
Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot D<br />
elan 380<br />
Die Elan 380 ist ein neuer Hochleistungs-Cruiser, zugleich für ein<br />
komfortables Familiensegeln gebaut. Der offene Spiegel mit dem<br />
effizienten Cockpitlayout wurde speziell für die Bedürfnisse einer<br />
Regattacrew konzipiert. Aber auch mit einer kleinen Crew ist die<br />
Handhabung der Elan 380 kein Problem. Das gesamte Tauwerk wird<br />
unter Deck zum Cockpit und den selbstholenden Winschen geführt.<br />
Rob Humphreys Kiel-, Ruder-, Rigg- und Rumpfdesign hat eine ausgeglichene<br />
Yacht geschaffen, mit optimaler Gewichtsverteilung verbunden<br />
mit hoher Stabilität und exzellentem Reaktionsvermögen.<br />
Halle 13/C40, 15/A22, 17/C41 www.elan-marine.com<br />
Ferretti 470<br />
Die neue Ferretti 470 ist das „Einsteigermodell“ der italieni<br />
schen Luxusyachtenwerft. Das innovative Layout wurde<br />
von der 510 übernommen. Das intelligente Raumkonzept,<br />
eine luxuriöse Ausstattung und ein hohes Maß an Komfort<br />
machen die 470 zur Luxusyacht mit kompakten Abmessungen.<br />
Große Schiebetüren aus Glas verwandeln Cockpit,<br />
Salon und Bordküche unkompliziert in einen großen, offenen<br />
Raum. Eine Etage tiefer finden sich drei getrennte<br />
Schlafkabinen für Eigner und Gäste.<br />
Halle 06/E23 www.mennyachts.com<br />
Raymarine<br />
Die komplett neue Raymarine Wide-Screen C-Serie war vor<br />
wenigen Tagen bei ihrer Weltpremiere in London die Sensation:<br />
Sie erweitert die bisherigen Multifunktions-Displays<br />
mit größeren, brillanten Anzeigen, zusätzlicher Funktionalität,<br />
größerer Netzwerk-Kompatibilität und Video-Integration.<br />
Die Wide-Screen-Geräte bieten große, sehr gut ablesbare<br />
Bildschirme in 9“ (C90W), in 12“ (C120W) und in 14“<br />
(C140W). Durch die Breitbild-Technologie wird speziell bei<br />
geteiltem Bildschirm der Sichtbereich der einzelnen Fenster<br />
deutlich größer und ermöglicht damit noch bessere Informationsübersicht,<br />
wenn Radar- und Kartenbild gleichzeitig<br />
betrachtet werden.<br />
Eingebautes GPS: Der hoch empfindliche, im Gehäuse<br />
eingebaute GPS-Sensor (auch für Verwendung unter Deck!)<br />
erübrigt die Notwendigkeit einer externen<br />
Antenne.<br />
Eingebaute Karten<br />
(Navionics Silver) in<br />
drei Varianten: Europa,<br />
US-Küstengewäs-<br />
ser oder Latein-Amerika mit Asien und Ozeanien. Es können<br />
auch die Navionics Gold und Platinum CF-Module verwendet<br />
werden.<br />
Robustes und wasserfestes Gehäuse (IPX6 Norm).<br />
Einfachste Bedienung durch das bekannte Raymarine Benutzermenü<br />
mit den Menü-Tasten und die neue „Intuitive<br />
UnicontrolTM“.<br />
Brillante, in vollem Sonnenlicht perfekt ablesbare LCD.<br />
2,5-fach schnellere Prozessoren liefern schnelleren Bildschirmaufbau.<br />
Der „on-board graphics accelerator“ bietet<br />
perfekte 3D Graphik und Videoauflösung. Zukunftssicher<br />
durch einfache Upgrades.<br />
Halle 11/A42 www.yachtelektronik.at
Mit Yacht Club Austria News<br />
Mit Yacht Club Austria News<br />
Mit Yacht Club Austria News<br />
<strong>01</strong> – <strong>02</strong>/09 3,80 EUR<br />
<strong>01</strong> – <strong>02</strong>/09 3,80 EUR<br />
<strong>01</strong> <strong>02</strong>/09 3,80 EUR<br />
üsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldorf <strong>2009</strong> · Boot Düsseldo<br />
Revier<br />
97<br />
DAS YACHTMAGAZIN FÜR ÖSTERREICH<br />
DAS YACHTMAGAZIN FÜR ÖSTERREICH<br />
DAS YACHTMAGAZIN FÜR ÖSTERREICH<br />
DAS DAS DAS YACHTMAGAZIN YACHTMAGAZIN YACHTMAGAZIN FÜR FÜR FÜR ÖSTERREICH<br />
ÖSTERREICH<br />
ÖSTERREICH<br />
<strong>01</strong> – <strong>02</strong>/09 3,80 EUR<br />
<strong>OCEAN7</strong> SPECIAL<br />
<strong>OCEAN7</strong> SPECIAL<br />
<strong>OCEAN7</strong> SPECIAL<br />
boot Düsseldorf <strong>2009</strong><br />
boot<br />
boot<br />
Düsseldorf Düsseldorf<br />
<strong>2009</strong><br />
<strong>2009</strong><br />
<strong>OCEAN7</strong> ist Emotion<br />
<strong>OCEAN7</strong> ist Emotion<br />
<strong>OCEAN7</strong> ist Lifestyle<br />
<strong>OCEAN7</strong> ist Lifestyle<br />
<strong>OCEAN7</strong> ist Genuss<br />
<strong>OCEAN7</strong> ist Genuss<br />
RÜCKKEHR<br />
RÜCKKEHR<br />
RC44 TEAM AUSTRIA<br />
RC44 TEAM AUSTRIA<br />
RC44 TEAM AUSTRIA<br />
der Jedi-Ritter<br />
der der Jedi-Ritter<br />
SLEIPNIR2<br />
Segelrevier Tonga<br />
Segelrevier Tonga<br />
Segelrevier Tonga<br />
Segeln und Segeln lassen<br />
Segeln und<br />
Segeln Segeln<br />
und lassen<br />
Segeln lassen<br />
Zehn Mal Biskaya<br />
Zehn Mal<br />
Zehn Biskaya<br />
Mal Biskaya<br />
SLEIPNIR2<br />
SLEIPNIR2<br />
SLEIPNIR2<br />
ZWEI TÜRKEI-TÖRNS<br />
ZWEI TÜRKEI-TÖRNS<br />
ZWEI TÜRKEI-TÖRNS<br />
ZWEI TÜRKEI-TÖRNS<br />
SEGELN EXTREM<br />
SEGELN EXTREM<br />
SEGELN EXTREM<br />
SEGELN EXTREM<br />
Mit Yacht Club Austria News<br />
RC44 TEAM AUSTRIA<br />
OCEAN-<strong>01</strong>-<strong>2009</strong>-291208.indd 1 05.<strong>01</strong>.<strong>2009</strong> 12:03:10 Uhr<br />
OCEAN-<strong>01</strong>-<strong>2009</strong>-291208.indd 1 05.<strong>01</strong>.<strong>2009</strong> 12:03:10 Uhr<br />
OCEAN-<strong>01</strong>-<strong>2009</strong>-291208.indd 1 05.<strong>01</strong>.<strong>2009</strong> 12:03:10 Uhr<br />
OCEAN-<strong>01</strong>-<strong>2009</strong>-291208.indd 1 05.<strong>01</strong>.<strong>2009</strong> 12:03:10 Uhr<br />
<strong>OCEAN7</strong> Test-Abo: 4 Ausgaben für € 9,90<br />
Bestellen unter: abo@ocean7.at · Tel. +43(0)1/86304-811<br />
Bestellen unter: abo@ocean7.at Tel. +43(0)1/86304-811<br />
Das <strong>OCEAN7</strong>-Testabo endet automatisch und muss nicht gekündigt werden.<br />
Das <strong>OCEAN7</strong>-Testabo endet automatisch und muss nicht gekündigt werden.<br />
Besuchen Sie uns auch auf Besuchen Sie uns auch auf www.ocean7.at – täglich aktuell!<br />
täglich aktuell!
98<br />
yacht club austria<br />
Ausbildungs- und Programmübersicht für YCA-Mitglieder<br />
Was die Zukunft bringt …?<br />
Tja, die Vienna Boatshow ist vorbei und die Tullner Messe steht schon vor<br />
der Tür. Doch eins nach dem anderen. Der Auftritt des Yacht Club Austria mit<br />
Alfa Romeo auf der Vienna Boatshow war wirklich sehenswert, leider hatten<br />
nicht sehr viele Besucher die Gelegenheit dazu, da einfach nicht genügend<br />
gekommen sind. Der Grund war für diejenigen, die auf der Messe waren,<br />
klar zu erkennen: Ein zu geringes Angebot bzw. haben auch sehr große<br />
Schiffshändler sich gegen die Messe entschieden.<br />
Den Grund dafür kennen wir nicht, für mich stellt sich aber die Frage, wenn<br />
es sich Händler leisten können, den wichtigsten Verkaufstermin für Schiffe,<br />
nämlich den Herbst, nicht wahrzunehmen, wird auch die Reed Messe Wien<br />
daraus ihre Konsequenzen ziehen. Damit ist leider wahrscheinlich ein<br />
chancenreiches, internationales Event gestorben.<br />
Auch der Club muss hier Konsequenzen ziehen und wir werden einen<br />
neuerlichen Auftritt sehr genau prüfen, da dies mit viel Geld verbunden ist.<br />
Trotzdem waren die Gespräche und Kontakte wichtig und lehrreich und<br />
haben uns in vielen Bereichen einen Schritt weitergebracht.<br />
• Z. B. konnte eine weitergehende Zusammenarbeit mit <strong>OCEAN7</strong> fixiert<br />
werden. Diese inkludiert, dass wir für Linz eine zweite Kraft als Assistenz<br />
für unser Generalsekretariat und für <strong>OCEAN7</strong> suchen.<br />
• Es wurden wichtige Gespräche für die Organisation der Alpe Adria Sailing<br />
Week mit dem Austria Cup geführt.<br />
• Wir sind gespannt, wie sich die Kooperation mit Alfa Romeo in der Zukunft<br />
entwickelt.<br />
• Und es wurden bereits erste Gespräche für einen interessanten Stand<br />
auf der Tullner Messe geführt.<br />
• Weiters wurden zukunftsweisende Ideen für eine Koordinierung der<br />
Ausbildung im YCA geboren ( A-, B- u. C-Schein) und deren werbliche<br />
Vermarktung.<br />
Auch intern gehen wir neue Wege: Unsere Mitgliederverwaltungssoftware<br />
ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Doch hier sind wir<br />
auf eure Hilfe angewiesen, da es bei der Umstellung einer Software zu<br />
Fehlern kommen kann. Wir haben Ende November Mahnungen für noch<br />
offene Mitgliedsbeiträge 2008 versendet. Solltet Ihr diesen aber schon bezahlt<br />
haben, bitte nicht gleich böse sein, sondern einfach einen Zahlungsbeleg<br />
oder die Kopie eines Kontoauszuges schicken. Es kann durch die<br />
Umstellung zu solchen Falschbuchungen kommen und wenn Ihr uns helft,<br />
können wir diese Fehler sofort ausmerzen und mit bereinigten Daten ins<br />
Jahr <strong>2009</strong> schreiten.<br />
Insgesamt sind wir gespannt, wie sich das Jahr <strong>2009</strong> entwickelt, glauben<br />
aber, dass wir auf einem guten Weg sind, die Anforderungen der Zukunft zu<br />
schaffen. Wir haben noch einige Ideen im Talon und arbeiten laufend daran,<br />
diese auch zu verwirklichen.<br />
Dazu ist aber auch eure Unterstützung wichtig. Ein Beispiel gefällig? Wir<br />
wurden lange gefragt, warum wir keine Rabatte für Charterversicherungen<br />
haben. Dann konnten wir auch bei den Charterversicherungen einen Rabatt<br />
von 10 % bei unserem Versicherungspartner ausverhandeln (einzige Bedingung<br />
war, dass der diesbezüglich für den YCA entworfene Antrag von den<br />
Mitgliedern im Generalsekretariat angefordert und dann direkt an die Versicherung<br />
übermittelt werden muss, aber das ist ja kein Nachteil).<br />
Leider wurden im Jahr 2008 nur zwei solcher Versicherungen abgeschlossen.<br />
Vielleicht haben wir das nicht richtig kommuniziert, aber erstaunt hat<br />
es uns schon.<br />
Auf unserer neuen Homepage (ach ja richtig – an einer neue Homepage<br />
wird derzeit auch gearbeitet) werden wir dies deutlicher bekannt machen.<br />
Ich darf euch und dem Club ein erfolgreiches Jahr <strong>2009</strong> wünschen und<br />
freue mich auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen.<br />
Euer Christian M. F. Schifter<br />
Commodore<br />
Crew Salzburg<br />
Crew-Commander Ing. Georg Buhl<br />
Lotte-Lehmann-Promenade 14, 5<strong>02</strong>6 Salzburg<br />
Mobil 0664/91<strong>01</strong>040, georg.buhl@aon.at<br />
Seglerabend<br />
jeweils am zweiten Mittwoch des Monats ab 19.30 Uhr beim Jägerwirt in Kasern.<br />
Programmvorschau:<br />
Mittwoch 14. Jänner<br />
CREW-HAUPTVERSAMMLUNG<br />
Arch. Norbert STANGL: „Katamarane im Vergleich“<br />
Mittwoch 11. Februar<br />
Viktor LETSCH:<br />
Meine vier Jahre in der Karibik<br />
Anmeldebon<br />
Ich möchte Mitglied beim YCA werden!<br />
Ich bin<br />
m Vollmitglied m Familienmitglied m Jugendmitglied<br />
(Jugendmitglied = bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres)<br />
Ich möchte folgender YCA-Sektion angehören:<br />
m Motoryachtsport m Segelyachtsport<br />
Bitte schicken Sie mir Informationsmaterial zu!<br />
Name/Vorname: _______________________________________________<br />
Anschrift: _______________________________________________________<br />
Geb.-Dat.: ______________________ Beruf: ___________________________<br />
Telefon: _________________________ E-Mail: ___________________________<br />
Geworben von (Name): _________________________________________<br />
Mitgl.-Nr.: _______________________________________________________<br />
Unterschrift: _____________________________________________________<br />
www.yca.at
99<br />
Mittwoch 11. März<br />
Multimedia-Show SÜDSEE von Stefanie und Helmut Greiter<br />
KURSPROGRAMM:<br />
Der nächste Theoriekurs für den Befähigungsausweis Fahrtbereich 2 und 3,<br />
Segler oder Motorboot beginnt am Donnerstag, den 8. Jänner. Anmeldung,<br />
Inkasso und Einführung ab 18.00 Uhr. Jeden Montag und Donnerstag 18.30<br />
bis 21.00 Uhr beim Jägerwirt in Kasern.<br />
Die Kursgebühr für ordentliche Mitglieder beträgt € 265,–, für Familienmitglieder<br />
und Jugendliche € 195,–, dazu kommen die Sachkosten € 65,–<br />
(Seekarte, Lehrbuch, Navigationsdreiecke, Skripten und Logbuch) und die<br />
Kosten der Prüfung von etwa € 100,–. Einschl. Verbandsgebühr.<br />
Voraussetzung für den Theoriekurs besteht grundsätzlich keine, einige Erfahrung<br />
auf See ist jedoch hilfreich. Der Segelschein A (auch nicht Pflicht)<br />
erspart dem Inhaber aber etwa ein Drittel des Lern- und Prüfungsstoffs.<br />
Deshalb die Empfehlung: Nütze den Sommer, A-Kurse bieten die Segelschulen<br />
und -Clubs rund um Salzburg!<br />
Praktische Ausbildung/Prüfung, Skippertraining sowie Kochkurs für Skipper<br />
auf Anfrage!<br />
Crew Wien, Nö, Burgenland<br />
Crew-Commander Christian Schifter<br />
Ludwiggasse 3, Haus 4, 1140 Wien<br />
Tel. +43/1/7109222, cschifter@pantaenius.com<br />
Crewabende<br />
Jeden 2. Dienstag im Monat (Abweichungen werden angekündigt, Juni/<br />
Sommerfest, Juli und August/Sommerpause) ab 19.00 Uhr im Clublokal<br />
„Restaurant Pistauer“, 1110 Wien, Ravelinstraße 3, beim Simmeringer<br />
Friedhof, Tel. <strong>01</strong>/7672510<br />
Programm:<br />
13. Jänner:<br />
Impressionen aus Schweden und Norwegen<br />
Gerhard Grimm erzählt über seine Törns, die er 2008 in Schweden und<br />
Norwegen teils auch zu Schulungszwecken unternommen hat. Es geht nach<br />
Oslo, in die Schären und einen kleinen Abstecher nach Dänemark. Gerhard<br />
fährt auf einer Vanguard 1150, ein Koopmanns-Design aus Stahl, was leider<br />
nicht mehr gebaut wird, aber für diese Gewässer wunderbar geeignet ist.<br />
Wer in dem Vortrag nicht genug bekommt, kann ja gerne einmal mitsegeln<br />
und seine Tidennavigation auffrischen.<br />
10. Februar:<br />
Segeln in arktischen Gewässern<br />
Mag. Harald Gridl ist 2008 eine Teilstrecke der Expedition 69Nord mitgesegelt.<br />
Diese war größtenteils in Grönland unterwegs. Er bringt uns tolle Bilder<br />
einer anderen Welt mit und erzählt uns, dass in arktischen Gewässern die<br />
Seemannschaft neu geschrieben wird. Er bereitet sich derzeit auf die Durchfahrung<br />
der Nord-West-Passage vor und kann uns aus seiner Erfahrung viel<br />
über das Segeln in extremen Regionen vortragen.<br />
10. März:<br />
Energiemanagement an Bord<br />
Mag. Michael Köhler wird uns über sein derzeitiges Projekt erzählen, bei<br />
dem mit einem Katamaran ohne Mast und ohne Motor nur mit der Sonnenkraft<br />
die Erde umrundet wird. Er lebt auf seinem eigenen Katamaran, der so<br />
ausgestattet ist, dass er ohne Landstrom unbegrenzt auskommt. Er wird uns<br />
erzählen, auf was es ankommt, damit jeder weiß, wie er auf seinem Schiff<br />
zu richtigen Ergebnissen z. B. mit Solarpaneelen kommt. Wusstet Ihr, dass<br />
bereits eine Leine, die auf das Paneel Schatten wirft, die Effizienz desselben<br />
um mehr als 50 % reduziert? Es gibt kaum jemanden, der sich so mit<br />
Energiemanagement auf Yachten auskennt wie Michael.<br />
Stammtisch Mödling:<br />
s’Beisl in 2344 Ma. Enzersdorf, Hauptstraße<br />
84 (bei Interesse bitte anmelden,<br />
da nur begrenzter Raum zur<br />
Verfügung)<br />
25. Februar<br />
Mit 20 Kt über den Atlantik<br />
Cornelia Schifter hat bereits drei Mal den Atlantik überquert und das ausschließlich<br />
in VO60. Sie zeigt Fotos dieser Reisen und erzählt von Ihren Erlebnissen,<br />
den Höhen und Tiefen, vom Leben in der Rohrkoje und ohne Tisch<br />
an Bord. Dafür segelt man mit 15 – 20 Kt dahin.<br />
Crew Oberösterreich<br />
Crew-Commander Klaus Czap<br />
A-4<strong>02</strong>0 Linz, Haydnstraße 47<br />
Tel./Fax +43 (0)732/341085<br />
Mobil: 0664/2608592<br />
czap@austriaone.at<br />
Liebe Clubmitglieder!<br />
Zukünftig wird der O.Ö. Newsletter (Mail-Info) von Wolfgang Hoffmann, Fa.<br />
Netpark, Niederranna, ausgesandt. Wir können daher unsere Mitglieder<br />
wieder mit Neuigkeiten aus der Crew O.Ö. informieren. Wichtig ist aber, dass<br />
wir auch Ihre Mail-Adresse haben.<br />
Vorstand<br />
Crewcommander Klaus Czap, 1. Vize: Ing. Adolf Furchtlehner, 2. Vize: Gottfried<br />
Rieser, Jugendreferent: Christian Lininger, Ausbildung: Alfred Haberlik, Zahlmeister:<br />
Wolf-Dieter Grimm, Schriftführer: Wolfgang Tomitza, Beirat u. Rechtsberater:<br />
Mag. Klaus Übermaßer, Beirat: Sieghard List, Beirat: Wolf-Dieter<br />
Grimm, Kassaprüfer: Wolfgang Hoffmann, Herwig Schramböck<br />
Newsletter:<br />
Wir informieren unsere Mitglieder regelmäßig (1 bis 3 Mal monatlich) über<br />
Aktuelles aus dem Segel- und Motorbootbereich. Um möglichst viele Interessierte<br />
zu erreichen, ersuchen wir um Bekanntgabe der E-Mail-Adresse an<br />
gottfried.rieser@a1.net.<br />
Clubabende:<br />
Unsere Clubabende finden immer am letzten Dienstag eines Monats im<br />
Volkshaus Dornach, Niedermayrweg 7, 4040 Linz-Dornach statt. Beginn<br />
jeweils 19.30 Uhr.<br />
Dienstag, 27. Jänner<br />
Schwerpunkt Griechenland<br />
Revierinfo – Geheimdienst – worauf ist zu achten?<br />
Dienstag, 24. Februar<br />
Lichtbildervortrag über Madagaskar<br />
Medizin und Erste Hilfe an Bord<br />
In diesem Weiterbildungsseminar möchten wir unseren Mitgliedern eine<br />
Auffrischung und einen Einblick in Erste Hilfe-Maßnahmen an Bord anbieten.<br />
• was kann ich selbst an Bord machen<br />
• was benötige ich dazu<br />
• und vieles mehr …<br />
Als Referent wird dieses Seminar Dr. Jörg Berg leiten. Dieses Seminar findet<br />
am 26. Februar und am 5. März von 18.00 – 21.00 Uhr im SVM Klubhaus,<br />
Semmelweisstr. 29 in 4<strong>02</strong>0 Linz statt. Teilnahmegebühr: freiwillige Spenden.<br />
Anmeldungen bis 31. 1. unter gottfried.rieser@a1.net
100<br />
Funkauffrischung<br />
In diesem Weiterbildungsseminar möchten<br />
wir unseren Mitgliedern eine Auffrischung im Umgang<br />
mit Funkgeräten an Bord von Charteryachten anbieten.<br />
• was können die Bordfunkgeräte<br />
• was ist für mich wichtig<br />
• Praxisorientierte Übungen mit GMDSS Geräten<br />
• und vieles mehr …<br />
Als Referent wird dieses Seminar Gerald Neubauer leiten. Dieses Seminar<br />
findet am 21. April um 19.00 Uhr im Volkshaus Dornach statt. Teilnahmegebühr:<br />
Mitglieder € 15,–, Nichtmitglieder: € 25,–. Die Teilnahmegebühr wird<br />
am Seminartag eingehoben. Anmeldungen bis 31. 1. unter gottfried.rieser@<br />
a1.net<br />
Meilentörn<br />
In diesem Weiterbildungsseminar möchten wir unseren Mitgliedern die<br />
Möglichkeit bieten, Erfahrungen von Überstellungstörns oder Meilen (ca.<br />
500 SM)und Bordtage für FB3, zu sammeln<br />
• planen und umsetzten von Langstreckentörns<br />
• Yachthandling<br />
• Ankern, Reffen, Trimmen, Navigieren<br />
• und vieles mehr …<br />
Als Trainer für diesen Meilentörn steht mit Klaus Czap ein absoluter Experte<br />
zur Verfügung. Dieser Meilentörn findet vom 9. bis 20. Mai von Zadar nach<br />
Levkas oder vom 20. bis 30. Mai von Levkas nach Zadar statt. Teilnahmegebühr:<br />
€ 880,– exkl. Anreise und Verpflegung. Mindestteilnehmerzahl:<br />
6 Personen/Törn. Anmeldungen bis 31. 1. unter gottfried.rieser@a1.net<br />
Skippertraining<br />
In diesem Weiterbildungsseminar möchten wir unseren Mitgliedern eine<br />
Auffrischung und eine Perfektionierung von Yachthandling anbieten.<br />
• üben und perfektionieren von Hafenmanövern<br />
• Yachthandling<br />
• Ankern, Reffen, Trimmen, Navigieren<br />
• und vieles mehr …<br />
Als Trainer für dieses Skippertraining stehen mit Klaus Czap und Alfred Haberlik<br />
zwei absolute Experten zur Verfügung. Dieses Seminar findet vom 28.<br />
März bis 4. April <strong>2009</strong> in Zadar statt. Teilnahmegebühr: € 420,– exkl. Anreise<br />
und Verpflegung. Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen. Anmeldungen bis<br />
31. 1. unter gottfried.rieser@a1.net<br />
Wetterkunde<br />
In diesem Weiterbildungsseminar möchten wir unseren Mitgliedern eine<br />
Auffrischung in der Wetterkunde anbieten.<br />
• wie lese und interpretiere ich Wetterkarten richtig<br />
• wie vertrauenswürdig sind Langzeitprognosen<br />
• Wetterkapriolen und außergewöhnliche Wettersituationen<br />
• und vieles mehr …<br />
Als Referent konnten wir für dieses Seminar Mag. Günter Mahringer von der<br />
Wetterwarte Hörsching gewinnen. Dieses Seminar findet am 10. März um<br />
19.00 Uhr im Volkshaus Dornach statt. Teilnahmegebühr: Mitglieder: € 15,–,<br />
Nichtmitglieder: € 25,–. Die Teilnahmegebühr wird am Seminartag eingehoben.<br />
Anmeldungen bis 31. 1. unter gottfried.rieser@a1.net<br />
Küstenfahrtslehrgang Theorie für<br />
Segel- und Motoryachtsport<br />
Fahrtenbereich FB 2 oder FB 3<br />
Informationsabend: 12. Jänner<br />
Kursleiter: Wolf-Dieter Grimm<br />
Kursort: Gemeindeamt Edt bei Lambach<br />
Nähere Informationen: wdgrimm@aon.at<br />
Detaillierte Ausschreibung erfolgt per Newsletter<br />
Leihservice<br />
• Wetter-Info-Box WIB2 (Navtex Empfänger für den Laptop)<br />
• Bordapotheke<br />
• Aktuelle Hafenhandbücher<br />
Anfragen und Reservierung per E-Mail an gottfried.rieser@a1.net<br />
Bildungsprogramm:<br />
• Erste Hilfe an Bord<br />
• UKW Sprechfunkzeugnis GMDSS/SRC<br />
• Wetterkunde<br />
• Segelkurs von Frauen nur für Frauen<br />
• Grund- und A-Schein Kurs für Jugendliche<br />
• Trainingswoche auf der Inschallah – Fahrtenbereich 2<br />
Termine, Kursleiter und Kursorte werden per Newsletter bekannt gegeben.<br />
STAMMTISCH-INFO<br />
YCA-Stammtisch der Crew O.Ö. im Raum Lambach:<br />
Jeden 2. Freitag im Monat im Gasthof Kloibhofer in Neukirchen bei Lambach,<br />
jeweils um 19.00 Uhr:<br />
Stammtischleitung: Wolf-Dieter Grimm 4650, Edt bei Lambach,<br />
Tel. 0676/6276399, wdgrimm@aon.at<br />
Stammtisch Seewalchen (Leiter: Erich Jansch)<br />
Der YCA-Stammtisch Attersee findet jeden ersten Samstag im Monat statt,<br />
zu dem alle „Seefahrer“ recht herzlich eingeladen sind! Auf euer Kommen<br />
freut sich Erich Jansch. Gmundnerstraße 9 (Eingang Hafnergasse), 4861<br />
Schörfling, Tel. 0664/4300711<br />
Stammtisch Freistadt (Leiter: Sieghard List)<br />
Die Benachrichtigung über Termin und Ort erfolgen per SMS und sind auf<br />
der Home Page unter: members.aon.at/crlipe abzufragen.<br />
Stammtisch Ried (Leiter: Paul Hafner)<br />
Jeden ersten Donnerstag im Monat in Paul Hafners Hafenkneipe, Kellergasse<br />
6, 4910 Ried.<br />
Stammtisch Linz (Leiter: Rudolf HANKE)<br />
Jeden zweiten Mittwoch im Monat ab 19.00 Uhr im Bratwurstglöckerl,<br />
Angerholzerweg 38, 4<strong>02</strong>0 Linz.<br />
YCA-Crew Tirol und Vorarlberg<br />
Crew-Commander Dr. Wolfgang Gold<br />
An der Lan-Straße 27, A-6<strong>02</strong>0 Innsbruck<br />
Tel. +43 (0)676 60<strong>02</strong>354, w.gold@chello.at,<br />
www.yca-tirol.at<br />
Zweigverein des Yacht Club Austria mit Sitz in Linz,<br />
ZVR 356118755<br />
Neues Clublokal<br />
Volkshaus Reichenau/Cafe-Restaurant Pirmin Stub’n, 6<strong>02</strong>0 Innsbruck, Radetzkystraße<br />
47. Crewabende vorerst (NEU) jeden 2. DONNERSTAG des<br />
Monats ab 20.00 Uhr<br />
Vorstand<br />
Dr. Wolfgang Gold (Crew-Commander), Karl Florian (Vize-Crew-Commander),<br />
Johann Angelmayer (Schatzmeister), Ernst Kocher (Yachtmeister), Marisa<br />
Kocher (Schriftführerin)<br />
Crewprogramm<br />
8. Jänner Crewabend Lichtbildervortrag<br />
12. Februar Ordentliche Generalversammlung mit Neuwahlen
1<strong>01</strong><br />
Ausbildungskurs Befähigungsausweis FB 2+3 (ÖSV und MSVÖ)<br />
Nächster Kursbeginn: 20. Jänner, 16 (FB2) bzw. 18 (FB3) Abende.<br />
GMDSS-Betriebszeugnis (SRC + LRC)<br />
SRC (Innsbruck) 13.3. <strong>2009</strong>(17.00 – 22.00 Uhr) und 14.3<strong>2009</strong>. (9.00 –<br />
18.00 Uhr)<br />
InteressentInnen (v. a. auch GMDSS-Kurse wegen beschränkter TeilnehmerInnenzahl<br />
– 10) bitte beim Yachtmeister Ernst Kocher, Tel. 0650/9063548,<br />
anmelden.<br />
YCA-Clubartikel<br />
Ab sofort sind die YCA-Clubartikel direkt über den Crew-Commander zu<br />
beziehen. Das Angebot findet Ihr auf unserer Homepage unter www.yca-tirol.<br />
at/shop.htm. Die Ausgabe der Waren kann aus organisatorischen Gründen<br />
nur an den Crewabenden erfolgen, daher bitten wir um rechtzeitige Vorbestellung.<br />
Aktueller Hinweis unseres Yachtmeisters: Telefonieren ohne Roaminggebühren<br />
im Ausland. Weiterführende Informationen dazu findet Ihr auf seiner<br />
Homepage unter www.ekocher.at<br />
Dr. Wolfgang Gold (Crew-Commander)<br />
Crew kärnten<br />
Crew-Comm. und Vize-Commodore Prof. Univ. Ass.<br />
Dr. Jürgen Adlmannseder<br />
Rudolf Kattnigweg 3, 92<strong>01</strong> Krumpendorf<br />
Tel. 0650/3400475,<br />
juergen.adlmannseder@uni-klu.ac.at<br />
www.yca-crew-ktn.at, office@yca-crew-ktn.at<br />
ALPE ADRIA SAILING WEEK <strong>2009</strong><br />
mit dem „20. AUSTRIA CUP“ vom 17. bis zum 21. Mai in der Marina Izola.<br />
YCA STAMMTISCH KLAGENFURT<br />
Jeden Dienstag ab 19.00 Uhr im Gasthof Jerolitsch in Krumpendorf<br />
AUSBILDUNG<br />
Weiters organisieren bzw. vermitteln wir die erforderlichen Praxisausbildungen:<br />
A Schein Praxiskurse · Meilentörns für FB2 – 3 · Ausbildungstörns für FB2<br />
– 3 · Prüfungstörns für FB2 – 3 · Funkprüfung · Spinnaker- und Gennakertraining<br />
bzw. Skippertraining werden auf Anfrage vermittelt.<br />
Anfragen und Anmeldungen richten Sie bitte an: office@yca-crew-ktn.at oder<br />
telefonisch an Friedrich Abl Tel. +43/664/2436871(YCA-Crew-Kärnten-Ausbildungsreferat).<br />
Infos auch unter www.yca-crew-ktn.at<br />
Crew Steiermark<br />
Yacht Club Austria The Austrian Cruising Club<br />
Nordberggasse 6 – 8, 8045 Graz<br />
Tel. 0664/5347899, Fax 03132 /4269<br />
office@yca-steiermark.at<br />
www.yca-steiermark.at<br />
Verbandsverein des Österreichischen Segelverbandes und des<br />
Motorboot Sportverbandes Österreichs<br />
Bürozeit jeden 1. Donnerstag im Monat von 19.00-20.00 Uhr<br />
Waldschach Clubzentrum Tel. 03185/80 07<br />
Nur am Wochenende der Segelsaison besetzt<br />
Leihservice<br />
Leihgegenstände Miete/Woche Kaution Reservierung<br />
Bordapotheke € 14,– € 200,– Mag. Roswitha Fricke<br />
S schutzengel Apotheke,<br />
Graz, Vinzenzgasse<br />
T t: 0316/581265<br />
Skipperkoffer € 14,– € 200,– Clubbüro<br />
Navtexempfänger<br />
„NASA Target PRO“ € 14,– € 200,–<br />
Rettungswesten Kinder € 14,– € 200,–<br />
Crew tauern<br />
Crew-Commander Ing. Fritz Breitenstein<br />
5710 Kaprum 327<br />
Tel. 06547/7159 oder 7065, office@crewtauern.at<br />
www.crewtauern.at<br />
CREWPROGRAMM<br />
für das Winterhalbjahr 2008/<strong>2009</strong><br />
Crewstammtisch:<br />
Jeden ersten Sonntag im Monat ab 10.00 Uhr im Gasthof Schett in Piesendorf-Fürth.<br />
Crewabende<br />
Veranstaltungsort - Veranstaltungssaal OPTIMUM in Kaprun. Jeweils monatlich.<br />
Die Einladungen ergehen wie immer persönlich an unsere Mitglieder!<br />
THEORIEKURSE:<br />
Küstenfahrtslehrgang THEORIE<br />
für Segel- und Motoryachtsportler<br />
Fahrtbereich 2 oder 3 – ÖSV oder MSVÖ (ehem. B-Schein)<br />
Kursleiter: Ing. Fritz Breitenstein<br />
Beginn: Freitag, 9. Januar um 19.00 Uhr,<br />
10 Wochenenden, jeweils Freitag und Samstag abends<br />
Kursort: Kaprun<br />
Theorieprüfung: Voraussichtlich Mitte März<br />
Bordmedizinseminar<br />
für SkipperInnen und Theoriekursteilnehmer<br />
Seminarleiter: Univ. Prof. Dr. Franz Berghold<br />
Beginn: Samstag, 7. Februar um 19.00 Uhr; Dauer – ein Wochenende<br />
Seminarort: Kaprun<br />
UKW – Sprechfunkzeugnis GMDSS<br />
für den Seefunk (Deutsches SRC)<br />
Kursleiter: MSc Stefan Rainer<br />
Beginn: Freitag, 17. April um 19.00 Uhr,<br />
7 bis 8 Kursabende am Freitag und Samstag abends<br />
Kursort: Kaprun<br />
Prüfung: Voraussichtlich Mitte Mai in Bad Reichenhall<br />
TÖRNS:<br />
3-tägige Skippertrainings<br />
sind für das Frühjahr <strong>2009</strong> in Vorbereitung!<br />
Ausbildungsskipper: MSc Stefan Rainer
1<strong>02</strong><br />
Ausbildungs- und Prüfungstörns<br />
FB2/3 sind für das Frühjahr <strong>2009</strong><br />
in Vorbereitung! Ausbildungsskipper:<br />
MSc Stefan Rainer<br />
Oster – Jugendtörn <strong>2009</strong><br />
Törnleitung: DI Stephanie Breitenstein/Ing. Fritz Breitenstein<br />
Termin: Samstag, 4. April bis Samstag, 11. April<br />
Revier: Nördliche Adria, Raum Pula/Istrien<br />
Voraussetzungen: A oder AJ-Schein, Alter 11 bis 19 Jahre, Crew-Mitgliedschaft.<br />
Details aller unserer Veranstaltungen, Kurse und Törns finden Sie auf unserer<br />
Homepage www.crewtauern.at<br />
Anmeldungen können gleichfalls direkt über diese Adresse vorgenommen<br />
werden.<br />
Fritz Breitenstein e. h.<br />
Crewcommander<br />
CREW EISENERZ<br />
Crew-Commander Mike Hecker<br />
Freiheitsplatz 4, 8790 Eisenerz<br />
Mobil +43/664/3458529, mike@gebirgssegler.at<br />
www.gebirgssegler.at<br />
VORSTAND<br />
Mike Hecker (Crew-Commander), Kurt Haider (Vize-Crew-Commander),<br />
Werner Resch (Schatzmeister), Jörg Vaczulik (Schriftführer), Jan Smitterberg<br />
(Trainer)<br />
CLUBABEND<br />
Jeden 1. Donnerstag im Monat (Abweichungen werden angekündigt) um<br />
18.00 Uhr im „GH zur alten Mühle“ Fam. Längauer, Hieflauerstraße 100,<br />
8790 Eisenerz.<br />
CREWPROGRAMM:<br />
8. Jänner Clubabend mit Filmvortrag<br />
5. Februar Jahreshauptversammlung der Crew Eisenerz<br />
NEUER STAMMTISCH: LEOBEN<br />
Am 1.12. wurde in Leoben ein Stammtisch der Crew Eisenerz gegründet.<br />
Unter dem Vorsitz von Angelika Gailberger treffen sich alle Wassersportbegeisterten<br />
jeden 3. Dienstag im Monat (20.1. und 17.2.) in der Michilinstube,<br />
8712 Niklasdorf bei Leoben, Leobnerstraße 42. Ich lade alle Mitglieder<br />
im Raum Leoben ein, von diesem Angebot Gebrauch zu machen. Info: 0664/<br />
5344993.<br />
BORDAPOTHEKE:<br />
Die Leihgebühr beträgt € 5,– pro Woche (inkl. verbrauchtem Verbandsmaterial).<br />
Die Medikamente werden individuell nach Verbrauch berechnet.<br />
Crew Bayern<br />
Crew-Commander Dipl.-Päd. Barbara Lange-Hofmayer<br />
Waldinger Str. 28, D-85084 Reichertshofen<br />
Tel./Fax+49/8453/8699, Mobil +49/160/7358209<br />
Crew kroatien<br />
Ehren-Commodore und Crew-Commander<br />
Kapitän Miljenko Zanic<br />
Lucka Ispostava, HR-51250 Novi Vinodolski<br />
Tel./Fax +385/51/244345<br />
REGATTA-ERFOLGE 2008:<br />
1. Erster Platz REGATA VELEBITSKOG KANALA<br />
2. Erster Platz GALIOLA (eine schwere Nacht-Regatta 80 SM)<br />
3. Erster Platz ZADARSKA KOKA (80 Teilnemmer)<br />
4. Zweiter Platz OTOČNA REGATA (Hvar-Komiža-Hvar)<br />
5. Dritter Platz MRDUJA (340 Teilnemmer)<br />
6. Vierter Platz VIŠKA REGATA (160 Teilnehmer)<br />
7. Erster Platz KRČKA JEDRA e.c.c.<br />
Die y.c. ‚„Burin“-Crew Kroatien hat dieses Jahr das KUP HRVATSKOG PRIMOR-<br />
JA-OPEN gegründet. (Cup Küsten Bereich Nord Adria) mit 14 Regatten, an<br />
denen 108 Schiffe mit über 650 Seglern teilnehmen. Es gab in Novi Vinodolski<br />
ein großes Fest mit über 300 Seglern, die alle eine Medaille im Cup errungen<br />
haben. Über den Cup <strong>2009</strong> werden sie informiert.<br />
18. – 19. Juli:<br />
Regata Velebitskog Kanala – Open<br />
8. – 9. August:<br />
NOVLJANSKA REGATA (Optimist, Lase, Laser radial, Laser 4.7)<br />
Crew schweiz<br />
Crew-Commander Bruno Gerber<br />
Alte Gasse 14, CH-3704 Krattigen<br />
Tel. +41/338/229524<br />
Fax +41/338/229539<br />
yca-crew-schweiz@gmail.com<br />
Gebirgssegler Cup <strong>2009</strong> „Round Brac“ Sponsored by Wimmer Yachting<br />
5. bis 8. April <strong>2009</strong><br />
Die Sieger-Crew vom Austria Cup 2008 veranstaltet gemeinsam mit Wimmer Yachting ihre Clubregatta. Diesmal soll<br />
es in der Karwoche um die Insel Brac mit einer Zwischenetappe in Milna gehen. Am dritten Tag ist noch ein Up and<br />
Down geplant. Gewertet wird nach Offshore Yardstick und alle Segel sind erlaubt. Im Vordergrund der Veranstaltung<br />
soll der Spaß sowie die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen, stehen. Daher möchten wir alle Segler dazu<br />
herzlich einladen, mit nur € 100,– p. P. dabei zu sein. Für das Nenngeld gibt es: Begrüßungsjause mit Freibier, zwei<br />
Abendessen (davon einmal Spanferkel), zwei Frühstück, Getränkebons, Teilnehmer-Medaille, Teilnehmer-Polo, ein<br />
Pokal pro Schiff. Weiteres bekommt das beste Schiff den Gebirgssegler-Wanderpokal mit € 500,– Chartergutschein<br />
von Wimmer Yachting. Damit wirklich jeder als Sieger nach Hause fährt, werden drei weitere Chartergutscheine im<br />
Wert von je € 300,– mit anderen Warenpreisen unter den restlichen Schiffen verlost.<br />
Für Schiffe aus der Wimmer-Flotte gibt es einen Sonderrabatt von 20 % sowie keine Hafengebühr in der Marina<br />
Ramova. Mehr Infos und Anmeldung unter: Mike Hecker, Tel. 0664/3458529, mike@gebirgssegler.at. Der Programmablauf<br />
und das Anmeldeformular können auf www.wimmer-yachting.at heruntergeladen werden.
Revier<br />
103<br />
ÖSTERREICHS<br />
BOOTSMESSE NR. 1<br />
5. – 8. MÄRZ 09<br />
Willkommen in Tulln. Volle Vielfalt voraus: Die AUSTRIAN BOATSHOW – BOOT TULLN präsentiert sich<br />
<strong>2009</strong> sensationeller als je zuvor! Das Nr. 1 Event für Boote, Yachten, Wassersport-Touristik und Tauchsport zeigt die wichtigsten<br />
Trends, die interessantesten Neuheiten und einzigartige Auswahl: Von<br />
Motorbooten über Luxusyachten bis zum breit gefächerten Zubehör. Der<br />
sichere Hafen für den größten Überblick. www.boot-tulln.at
104<br />
oCEAN7 Regatta<br />
6. Vendée Globe:<br />
Donald Duck prolongiert<br />
Pechsträhne<br />
1998/99 gewann er das Clipper Round-the-World Race und<br />
ging als jüngster Skipper, der jemals ein Rennen rund um die<br />
Welt gewann, in die Annalen des Segelsports ein. Zwischenzeitlich<br />
von einer unvergleichbaren Pechsträhne verfolgt,<br />
wurde Alex Thomson von der Fachpresse nun aber endgültig<br />
zum Hochsee-Donald Duck ernannt.<br />
Aktueller Anlass der zweifelhaften Ehre: Das Ausscheiden bei<br />
der 6. Auflage des Segelkults Vendée Globe. Zwei Wochen vor<br />
Rennbeginn rammte Thomsons „Hugo Boss“ ein Fischtrawler,<br />
nur ein Kraftakt machte den Antritt des Briten überhaupt erst<br />
möglich. Zur Aufgabe führte allerdings nicht die reparierte<br />
Backbordseite, sondern ein Riss direkt gegenüber, Spätfolgen<br />
von der Kollision sind nicht auszuschließen. Mit dem Aus bei<br />
der knapp 27.000 Seemeilen langen Einhand-Tortour um die<br />
Welt prolongiert der 34-Jährige seine einmalige Pechsträhne.<br />
2004 musste Thomson aufgrund schwerer Strukturschäden<br />
an seiner alten „Hugo Boss“ das Vendée Globe nach lediglich<br />
24 Renntagen in Kapstadt aufgeben.<br />
Zwei Jahre später brach während einer Überstellung im<br />
Southern Ocean der Mast. Die Höchststrafe folgte ebenfalls<br />
2006, als Thomson seine „Hugo Boss“ im Velux-<br />
5-Oceans-Rennen nach einem kapitalen Kielversagen versenkte.<br />
Der aktuelle Einhandritt um die Welt besticht mit dem größten<br />
Starterfeld der Vendée Historie und einer enormen Ausfallsquote.<br />
Von 30 Booten mussten bereits zwölf die Segel streichen, die<br />
gute Nachricht: Austro-Skipper Norbert Sedlacek war zu Redaktionsschluss<br />
noch im Rennen. Hut ab!<br />
Infos: www.vendeeglobe.org/en<br />
6-Meter mit Neigekiel<br />
Regattasegler mit Booten in der 6-Meter-Klasse aufgepasst, jetzt kommen ganz harte Zeiten<br />
auf euch zu. Linq Boats präsentiert im Jänner erstmals seine neue CQ-6 und mit ihr den<br />
schnellsten Racer seiner Klasse. Sie ist mit einem Neigekiel ausgerüstet und bietet die High-<br />
Tech, die wir derzeit bei den Schiffen des Volco Ocean Race bewundern können. Neigekielboote<br />
in Serienbau gab es bisher erst an neun Metern. Die CQ-6 ist so konstruiert, dass sie<br />
bereits ab einer leichten Brise von acht Knoten ins Gleiten kommt. Durchschnittsgeschwindigkeiten<br />
von deutlich mehr als 15 Knoten werden unter normalen Bedingungen erreicht.<br />
Dank der innovativen Rumpfform und des Neigekiels segelt die brandheiße CQ-6 auch in<br />
extremen Situationen sehr stabil.<br />
www.linqboats.com<br />
Jürgen – der Neue Tempomacher<br />
„Er hat nicht nur aufgrund seines erfolgreich abgeschlossenen Studiums die nötige<br />
Kompetenz, ist ein Kumpel und harter Hund zu gleich, jung, und sehr ambitioniert.“ Laser-<br />
Ass Andreas Geritzer weiß, was er an Jürgen Brandstötter (30) hat. Der frisch gebackene<br />
Magister der Sportwissenschaften, bereits bei den Olympischen Spielen vor Qingdao<br />
im Betreuerstab des OESV, wurde von Sportdirektor Georg Fundak als verlängerter Arm<br />
von Geritzers Langzeitcoach Steven Johannessen installiert. Brand stötter, ehemaliger<br />
Laser- und 49er-Segler wird sich mit dem Norweger, der seit elf Jahren in den Diensten<br />
des Segelverbandes steht, punkto Trainingsplanung austauschen und die Wasserarbeit<br />
übernehmen. Eine Konstellation, die für kollektiven Rückenwind sorgt.“
NEWS Regatta<br />
105<br />
Austria Cup:<br />
Einheitsklasse steht jetzt fest<br />
Die Entscheidung, in welcher Einheitsklasse der 20. Austria<br />
Cup des Yacht Club Austria (YCA) ausgesegelt wird, ist gefallen!<br />
Es wird die J24. Sportlich, schnell, sparsam! So kann man<br />
die Einheitsklasse kurz charakterisieren. Diese One-Design-<br />
Klasse, die zu den größten der Welt gehört, ist mit ihren 5.500<br />
Schiffen auf jedem Kontinent vertreten. Der Cup wird im Rahmen<br />
der Alpe Adria Sailing Week vom 17. bis 21. Mai <strong>2009</strong><br />
vor der Marina Izola ausgesegelt.<br />
Meldungen: www.yca-crew-ktn.at<br />
Delle Karth & Resch:<br />
Neue Wäsche<br />
Mit der Miami ORC (26. – 31.1. <strong>2009</strong>) beginnt für die OESV-<br />
Olympiaasse der Countdown für die London-Spiele 2<strong>01</strong>2.<br />
Für das 49er-Duo Nico Delle Karth und Niko Resch ist ihre<br />
insgesamt dritte Kampagne mit einem materialbedingten<br />
Neuanfang verbunden, der mit 1. März offiziell eingeläutet<br />
wird und ein gewisses Maß an Unsicherheit beinhaltet. Der<br />
Mast, künftig im Ganzen aus Karbon, um acht Zentimeter<br />
länger und um vier Kilogramm leichter, mutiert zur ersten<br />
großen Unbekannten. Auch das Großsegel, künftig mit 1,5<br />
Quadratmeter zusätzlicher Fläche und das neu geschnittene<br />
Vorsegel geben weitere Rätsel auf. „Wir haben überhaupt<br />
keine Vorstellung, wie sich das Boot unter Berücksichtigung<br />
der neuen Parameter segeln lässt, es wird in jedem Fall<br />
spannend“, gesteht Delle Karth, der hinzufügt, „dass auch<br />
die Wings adaptiert und in Summe um sechs Kilogramm<br />
leichter werden“. Ausprobiert wird das neue Equipment<br />
unmittelbar nach der Miami Regatta, wo unter anderem<br />
auch die heimischen 470er-Damen und -Herren Segel<br />
setzen werden.<br />
Volvo Ocean Race:<br />
Falsche Bescheidenheit?<br />
„Dieses Rennen ist noch lange nicht zu Ende, ich sehe uns<br />
nicht als das Team, das es zu schlagen gilt.“ Torben Graels<br />
Wortspende klang nach der bisherigen Galavorstellung in<br />
Form zweier Etappensiege durchaus nett gemeint, aber<br />
wenig überzeugend. Es mag schon stimmen, dass bei der<br />
Hetzjagd um den Globus noch eine Menge passieren kann<br />
und wohl auch wird, der bisherige Auftritt der „Ericsson 4“,<br />
die mit sagenhaften 6<strong>02</strong>,66 Seemeilen den 24 Stunden-<br />
Weltrekord für Einrumpfer auf dem Weg nach Indien regelrecht<br />
pulverisierte, spricht aber Bände. Grael, der die letzte<br />
Auflage des Volvo Ocean Race auf Rang drei beendete,<br />
verzichtete auf die Olympischen Spiele in Peking, um optimal<br />
vorbereitet an den Start gehen zu können. Fünf Olympia-Medaillen<br />
und sechs WM-Titel schwer, scheint der Brasilianer<br />
seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Auf dem<br />
Weg nach Singapur (bei Redaktionsschluss noch im Gange)<br />
segelte die „Ericcson 4“ neuerlich an der Spitze, am<br />
18. Jänner wird die Flotte auf die 2.500 Seemeilen lange<br />
Reise nach Qingdao geschickt.<br />
www.volvooceanrace.org
106
Regatta<br />
107<br />
Die Rückkehr<br />
DER JEDI-RITTER<br />
Dem genialen Traunsee-Comeback der RC 44 Flitzer nicht genug, ruft die Gründung einer<br />
heimischen Neun maritime Patrioten auf den Plan: das Segeljahr <strong>2009</strong> ist um einen echten<br />
Kracher reicher und könnte durchaus für österreichweite Aufbruchstimmung sorgen.<br />
Text: Dominic Marsano, Fotos: Gindlfoto<br />
Tage, an denen Weihnachten, Ostern und der eigenen Geburtstag<br />
am Stück zelebriert werden, stehen nicht im Kalender,<br />
taugen dafür aber umso mehr. Für Christian Binder, von Beruf<br />
Segelmacher und aus Berufung Segelprofi, bleibt ein grauer,<br />
leicht verregneter Novembertag in diesbezüglich bester Erinnerung.<br />
Fortunas ersten Kuss erhielt der Himberger beim<br />
Einparken in einer Tiefgarage auf die Backe geschmatzt. Auf<br />
dem Weg zur Wiener Bootsmesse lief der 46-Jährige Wolfgang<br />
Hausner erstmals persönlich in die Arme. Jenem Segler also,<br />
der als erster Mensch mit einem Katamaran die Welt gerundet<br />
hatte, dank seiner Bücher Kultstatus erlangte, und rückblickend<br />
für Binders persönlichen Wasserstart die Verantwortung trägt.<br />
Hausners Taten und Geschichten bewogen den damals neun<br />
Jahre alten Knirps, sich mit der Materie des Großmeisters<br />
näher auseinander zu setzen. Ein intensives Interesse, das alsbald<br />
fruchten sollte, immer bessere Blüten trieb und ausgerechnet<br />
an jenem grauen, leicht verregneten Novembertag für<br />
Christian Binder einen weiteren, genialen Höhepunkt in dessen<br />
Segelsport-Vita zur Folge hatte.<br />
1 Die rot-weiSS-rote Rennziege in ihren 300 qm großen Kleidern.<br />
2 Christian Binder und Rene Mangold teilen sich die Kommandobrücke.<br />
3 Segeln statt wedeln: Inmitten der Skisaison wurde die Pistetauglichkeit<br />
auf dem Traunsee gestestet.<br />
Deals & Macher<br />
Knapp 30 Medienvertreter hatten vor einer perfekt inszenierten<br />
Bühne ihre Stühle zu Recht gerückt und mit neugierigen<br />
Blicken ihre Blöcke gezückt. Vor ihren Augen thronte ein 44<br />
Fuß langes, superschnittiges Karbonmonster, mit jeder Menge<br />
nationaler Segelprominenz an den Flanken und einer internationalen<br />
Koryphäe quasi vor dem Steuerstand positioniert. Das<br />
journalistische Großaufgebot mit der Attraktivität der Messe<br />
in Verbindung zu bringen, wäre etwas kühn, vielmehr dürften<br />
die angekündigten Zutaten den Ausschlag für den kollektiven<br />
Redaktionsausflug gegeben haben. BMW Austria präsentierte<br />
seine segelsportlichen Aktivitäten für <strong>2009</strong>, darunter erfreulicherweise<br />
auch die Kooperation mit dem Österreichischen<br />
Segel-Verband und bat als zweiten Act Stargast Russell Coutts<br />
um einige Wortspenden. Der Neuseeländer war dem einladenden<br />
Ruf Christian Feichtingers gefolgt, kam direkt aus San<br />
Diego geflogen und gab sich trotz augenscheinlichem Jetlags<br />
überaus gesprächig wie charmant. Dass Österreich in der kommenden<br />
RC 44 Championstour wieder als Veranstalter mitmischt,<br />
bezeichnete der dreifache Cup-Sieger als „großen<br />
Gewinn für die Klasse, jeder von uns freut sich schon sehr auf<br />
den Showdown im Salzkammergut“. Der oberösterreichische<br />
Traunsee scheint um Pfingsten kommenden Jahres wieder im<br />
Kalender des von Coutts ins Leben gerufenen Star-Ensemble<br />
auf und hat damit namhaften Mitbewerbern wie Kopenhagen<br />
2 3
108<br />
1<br />
2<br />
3<br />
oder Barcelona erfolgreich den Wind aus den Segeln genommen.<br />
Weiters sprach Coutts, der heuer seinen Familienurlaub<br />
in Abersee am Südufer des Wolfgangsees genossen hatte, von<br />
„einer qualitativen Bereicherung und respektablen Gegnern“.<br />
Dieses Lob galt wiederum der neu formierten heimischen RC<br />
44-Truppe, die im Rahmen der Pressekonferenz samt fahrbarem<br />
Untersatz stolz zur Schau gestellt wurde. Ein Kompliment,<br />
das jeder der Anwesenden gerne hörte, von den Strippenziehern<br />
des rot-weiß-roten Sensationscoups aber ein wenig relativiert<br />
wurde. Als Underdog wolle man in die Rolle Davids<br />
schlüpfen, Goliaths gäbe es in der Klasse ohnehin zur Genüge.<br />
Vorschusslorbeeren sind dennoch gestattet: Das, was Rene<br />
Mangold und Christian Feichtinger da in genialer Co-Produktion<br />
auf die Füße gestellt haben ist, darf mit Fug und Recht als<br />
ganz großes Kino bezeichnet werden. Denn selbst in rosigeren<br />
Zeiten als diesen ist die Finanzierung eines Projektes dieser<br />
Größenordnung kein Kindergeburtstag. Genaue Summen<br />
werden zwar keine genannt, unter 250.000 Euro Jahresbudget<br />
braucht man gegen diesen elitären Kreis an segelsportlicher<br />
Kompetenz aber gar nicht erst anzutreten. Die Top-Teams<br />
verfügen über etwas weniger als das Doppelte. Mangold, Eigner<br />
und Skipper in Personalunion, hofft das Boot nach getaner Zeit<br />
wieder günstig verkaufen zu können, sodass nur der Wertverlust<br />
für ihn und seinen Geschäftspartner übrig bleibt. Feichtinger<br />
bringt sein marketingtechnisches Geschick – der Eben -<br />
seer ist unter anderem mit seiner Agentur PROFS seit Jahren<br />
strategischer Kopf der Erste Bank Eishockey Meisterschaft –<br />
und eine Vielzahl an ausgezeichneten Kontakten mit ein. Und<br />
Christian Binder ist für das Sportliche zuständig. Der Steuermann,<br />
der das Rad im Fleet Race an Mangold abgibt, weiß um<br />
die große Herausforderung und nicht minder kleine Verantwortung<br />
Bescheid. Es geht nicht nur um die Werbung in eigener<br />
Sache, sondern vor allem darum, „Segel-Österreich mit<br />
einer erfolgreichen Kampagne einen prestigeträchtigen Dienst<br />
zu erweisen“. Keine leichte Übung, immerhin zählt die RC 44<br />
Plattform in unsicheren Zeiten neben der TP52-Szene zu der<br />
bedeutendsten Spielwiese der weltbesten Großbootsegler. Ein<br />
spektakuläres Heimspiel scheint somit garantiert, die Gmundener<br />
Esplanande war bereits bei der Premiere bestens besucht.<br />
15 Teams, unter anderem aus den Emiraten, USA, Japan, Italien<br />
oder Spanien, allesamt top-besetzt, versprechen einen<br />
hochqualitativen Wettkampf.<br />
4
Regatta<br />
109<br />
5<br />
1 Anschauungsunterricht in Sachen Genuabergen.<br />
2 Der Gewichtstrimm sieht nicht nur unbequem aus, er ist es auch.<br />
3 Auf der Kreuz stehen 130 qm Segelfläche zur Verfügung.<br />
4 Ein Blick zurück: viel Karbon, recht schmal, ziemlich abgefahren.<br />
5 Der Bugmann zeigt bei den Startübungen die Distanz zur Linie, die Faust<br />
besagt null Meter.<br />
Sea-Help ist ADAC-Stützpunkt!<br />
Die Pannenprofis vom ADAC aus Deutschland haben es sich nicht leicht<br />
gemacht. Sie haben Sea-Help auf Herz und Nieren geprüft, die Leistungsfähigkeit<br />
und Kompetenz der gelben Helfer auf See analysiert. Dann, im<br />
November 2008 gab es grünes Licht für eine sinnvolle und zielführende<br />
Partnerschaft: Der Stützpunkt-Vertrag zwischen Sea-Help und dem ADAC<br />
wurde unterzeichnet.<br />
Sea-Help hat sich zum Ziel gesetzt, im Schadensfall auf See dem<br />
Havarierten in der Adria binnen 60 Minuten Hilfe zu leisten. Mit ihren<br />
inzwischen acht gleichmäßig verteilten Einsatzbasen kann Sea-Help einen<br />
flächendeckenden Einsatz in der Adria auch garantieren. Den drei<br />
Zentralen von Sea-Help in Italien, Slowenien und Kroatien wurde jeweils<br />
das ADAC-Stützpunktschild überreicht.<br />
„Das ist ein Meilenstein in der Hilfeleistung und im Not- und Pannendienst<br />
für Wassersportler. Für den ADAC ist Sea-Help eine sehr wichtige Einrichtung,<br />
da die Dienstleistungen der beiden Unternehmen sehr ähnlich sind<br />
und daher der Vergleich mit dem ADAC auf dem Wasser nahe liegt“, sagt<br />
Walter Ebli, der Geschäftsführer von Sea-Help.<br />
www.sea-help.eu<br />
Besuchen Sie uns auf der<br />
boot Düsseldorf, Halle 9, Stand A77<br />
Der Chef der ADAC-Sportschifffahrt,<br />
Herr Häbich (links), daneben Max Stich,<br />
Vizepräsident des ADAC und Walter Ebli<br />
von Sea-Help nach der Unterzeichnung<br />
des Kooperationsvertrags.
110<br />
1<br />
Mission Possible<br />
Dem Beispiel von BMW-Oracle-Steuermann und Match Race-<br />
Weltmeister James Spithill, der von Igor Lah, dem viertreichsten<br />
Slowenen für sein RC 44 BEECOM-Team eingekauft<br />
wurde, sind bereits weitere Granaten gefolgt, die Transferbörse<br />
boomt. Auf Österreichs Neun warten demnach eine Menge<br />
harter Nüsse. Und dessen ist man sich auch durchaus bewusst.<br />
Noch im November erfolgte das erste Wassertraining zwischen<br />
Ebensee und Gmunden, im Dezember dann die zweite<br />
Einheit. Selbst Nieselregen und Temperaturen knapp über<br />
dem Gefrierpunkt konnte die Truppe nicht in ihrem Tatendrang<br />
bremsen. „Wir haben keine Zeit zu verlieren“, gab<br />
Binder die Parole aus und zog nach in Summe vier Segeltagen<br />
zufrieden Bilanz. „Der Charakter passt und lässt eine sehr gute<br />
Mischung zu.“ Mit Werner Ebenhöh und Franz Fellner aktivierte<br />
der sportliche Leiter seine Spezl’n aus alten ASTRO-<br />
Zeiten, hinzu kommt Armin Raderbauer, ein erfolgreicher<br />
Jollensegler und international aufstrebender Bugmann, ebenfalls<br />
eine Astro-Bekanntschaft Binders. Rene Mangold nahm<br />
Langzeit-Weggefährten Stefan Glanz ins Boot, die beiden<br />
Tommies, Zajac und Czajka, nicht mehr ein Versprechen für<br />
die Zukunft, sondern definitiv der Gegenwart, und Bernd<br />
Mayer komplettieren das Team. Letzterer verfügt verglichen<br />
mit den anderen als „Spätstarter“ zwar über etwas weniger<br />
Segel-Knowhow, dafür stimmt die Maschine. Während die<br />
Konkurrenz zum Großteil mit acht Seglern zu Felde zieht,<br />
entschied sich Binder, die 680 Kilogramm Mindestgewicht mit<br />
neun Mann auszureizen. Ein Grinder, so groß, aber eben auch<br />
so schwer wie ein Kasten, war Fehlanzeige, Mayr soll’s demnach<br />
dank seiner beeindruckenden Fitness richten. „Das Boot<br />
erfordert ungemein viel Einsatz, das geht natürlich auf die<br />
Substanz. Aber der absolute Wille ist bei jedem Einzelnen<br />
spürbar, die Moral hat mich wirklich beeindruckt. Man hat<br />
aber auch deutlich gesehen, woran jeder in den kommenden<br />
Monaten arbeiten muss, das war schließlich auch Sinn und<br />
Zweck der Übung.“ Seit 10. Dezember liegt Equinox in<br />
Ebensee auf dem Trockendock, in den kommenden Wochen<br />
soll einiges optimiert werden. Inmitten der Skisaison, Ende
Revier<br />
111<br />
2 3<br />
4<br />
5<br />
Februar, werden auf dem Traunsee aber wieder die Segel gesetzt<br />
und Beweise dafür erbracht, dass Wassersport auch in unseren<br />
Breiten fast als Ganzjahressport durchgeht. Ehe der Racer<br />
Anfang April nach Cagliari, dem zweiten Tourstopp verschifft<br />
wird, stehen noch einige kühle Wochen Schwerarbeit an.<br />
„Durch den verspäteten Einstieg in die Tour haben wir wertvolle<br />
Zeit gewonnen, die wir optimal nützen wollen.“ Die komplizierte<br />
Logistik und dem damit verbundenen finanziellen<br />
Mehraufwand sprachen gegen ein Engagement in Puerto Calero,<br />
dem ersten Schauplatz der neuen Saison. Zwischen dem 25.<br />
und 31. Mai folgt schließlich der dritte Schlagabtausch <strong>2009</strong>,<br />
eben vor Gmunden. Match-, Fleet- und Long Distance-Race<br />
sind Usus, für den Rest sorgen Feichtinger, die veranstaltenden<br />
Clubs und deren hilfreiche Vielzahl an freiwilligen Händen.<br />
<strong>OCEAN7</strong> bleibt Binder und Co. selbstverständlich auf den<br />
Fersen und blickt weiterhin neugierig hinter die Kulissen der<br />
kommenden Allianz Traunsee Woche, die neben dem RC 44-<br />
Festakt mit der 470er-Europameisterschaft für Damen und<br />
Herren einen weiteren Knüller zu bieten hat.<br />
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1<br />
Space<br />
Odysse<br />
Gertenschlank, federleicht und rotzfrech: Mit Beginn der Flugtauglichkeit führt ein betagter Rentner seine<br />
Geburtsurkunde endgültig ad absurdum und darf dank seines abgehobenen Stils sogar von Olympischen<br />
Ehren träumen. Skiff-Profi Nico Delle Karth wagte sich für <strong>OCEAN7</strong> in die Umlaufbahn der Motten.<br />
Text: Dominic Marsano<br />
Nach drei Tagen großteils planlosem Herumgeschraube lässt<br />
Delle Karth, Olympiaachter und Vize-Weltmeister im 49er,<br />
sein neues Spielzeug ungeduldig zu Wasser. Der Gardasee zeigt<br />
sich an diesem Oktobertag von seiner gemäßigten Seite, noch<br />
hat die Ora nicht ihre gesamte Kraft entwickelt, 15 Knoten<br />
Windgeschwindigkeit scheinen für die Jungfernfahrt aber mehr<br />
als genug. Denn kaum ist das acht Quadratmeter große Segel<br />
im Wind, wachsen dem schwarzen Karbonmonster buchstäblich<br />
Flügel. Der Tiroler, der durch den Tragflügeleffekt 1,5<br />
Meter oberhalb der Wasseroberfläche thront, beschleunigt<br />
binnen Sekunden auf 14 Knoten. Auf der Kreuz wohlgemerkt,<br />
bergab und mit Wind von hinten, zeigt der Tacho unglaubliche<br />
40 km/h an. „Der erste Augenblick ist ziemlich pervers, vor<br />
allem das geräuschlose Segeln ist völlig ungewohnt“, gesteht<br />
der Testpilot, der seit kurzem stolzer Besitzer eines knapp<br />
12.000 Euro teuren „Bladeriders“ ist und vom Segel-Fliegen<br />
einfach nicht genug bekommen kann.<br />
Die Motten sind endgültig im Anflug<br />
Möglich, dass sie schon länger auf heimischen Gewässern herumgeschwirrt<br />
sind, doch mittlerweile fällt der Jubilar, der<br />
heuer seinen 80er zelebriert und vor mittlerweile acht Jahren<br />
das Fliegen erlernte, durch seine Häufigkeit zwischen Bodenund<br />
Neusiedler See mehr und mehr auf. Fast verwerflich, dass
Regatta<br />
113<br />
sorgt. Regattaklar, soll heißen mit den beiden am Kohlefaser-<br />
Rumpf befestigten Ausreitgestellen, wiegt die Motte, an der<br />
Hüfte kecke 35 Zentimeter schlank, plus minus 30 Kilogramm.<br />
Dank dieser Traummaße und besagten Tragflächen ist die filigrane<br />
Konstruktionsklasse längst zur schnellsten Ein-Mann-<br />
Regattajolle mutiert. Rohan Veal, Australier und mehrfacher<br />
Weltmeister, wurde bei einem „Überwasserflug“ mit mehr als<br />
55 km/h geblitzt und ließ im Anschluss wissen, „dass Tempo 60<br />
kein allzu großes Problem darstellen sollte.“<br />
„Abheben und wegfliegen ist keine allzu<br />
große Hexerei, für crashfreie Manöver<br />
bedarf es allerdings ein wenig Übung.”<br />
ihr futuristischer Anblick zumeist nur von kurzer Dauer ist.<br />
Eine detaillierte Bestandsaufnahme des Space Mobiles ist praktisch<br />
nur an Land von Erfolg gekrönt, einmal losgelassen und<br />
auf offener See, ist ein näheres Hingucken nur von einem<br />
Motorboot aus möglich. Bereits bei zwei Beaufort, also wenn<br />
unsereins noch eher im Standby-Modus herumschippert, über<br />
ein wenig Leelage jubelt und hoffnungsfroh am Trapezgurt<br />
herumfingert, ist die 3,55 Meter lange Rakete, 1928 vom Australier<br />
Len Morris aus der Taufe gehoben, bereits völlig losgelöst.<br />
Möglich machen das verstellbare Hydrofoils, die an<br />
Schwert wie Ruder befestigt, mit ihren 80 Zentimetern Breite<br />
entsprechend Auftrieb garantieren. Hochfeste, federleichte<br />
Kunststoffe haben für einen weiteren Entwicklungsschub ge-<br />
2<br />
Der Kult der Überflieger, die sich vor allem in Australien, den<br />
USA und Großbritannien enormer Popularität erfreuen, soll<br />
nun auf olympischen Gewässern gipfeln. Für London 2<strong>01</strong>2 liegt<br />
bereits ein Antrag der Internationalen Klassenvereinigung bei<br />
der ISAF vor. Ob der Weltsegelverband die Motte bereits für<br />
Weymouth, dem Austragungsort der kommenden Segelspiele<br />
zulässt, bezweifelt Delle Karth zwar, doch ihr Siegeszug auf den<br />
internationalen Regattabahnen scheint unaufhaltsam. „Der<br />
Konstruktionsstatus macht die Sache noch interessanter, als sie<br />
ohnehin schon ist. Die Klassenregeln lassen eine Menge Handlungsspielraum<br />
übrig, Vorgaben gibt es nur für Länge, Breite,<br />
Segelgröße sowie die Anzahl der Rümpfe.“ Für den 23-jährigen<br />
Innsbrucker hat sein neues Spielzeug aber nicht nur Unterhaltungswert.<br />
„Das Boot ist unglaublich sensibel am Ruder, ich<br />
erwarte mir vom Motte-Segeln auch steuertechnische Vorteile<br />
für den 49er.“ <strong>2009</strong> will sich Delle Karth, der mit Partner Niko<br />
Resch seine dritte Skiff-Olympiakampagne in Angriff nimmt,<br />
erstmals der internationalen Fun-Gesellschaft stellen und sowohl<br />
bei der Kieler Woche als auch bei der Weltmeisterschaft<br />
in Oregon abheben.<br />
1 Motte Segeln ist wie Fliegen. Alles was Flügel hat, hebt ab.<br />
2 optimaleR Trimm ist keine Hexerei. Der Durchblick erfordert aber ein<br />
wenig Geduld.<br />
Die Motte in Zahlen<br />
Länge: 3,55 m<br />
Breite: 2,25 m (max.)<br />
Masthöhe: 6,25 m<br />
Segelfläche: 8 qm<br />
Gewicht: 25 – 40kg
114
Regatta<br />
115<br />
meisterprüfung<br />
der zauberlehrlinge<br />
Die Crew der Yacht HEADSTART.AT, powered by AbracadbaraRacing.com, bewies beim<br />
Rolex Middle Sea Race 2008, dass es auch für Amateurteams aus den<br />
österreichischen Bergen möglich ist, an internationalen Regatten der Spitzenklasse<br />
teilzunehmen und vorzeigbare Ergebnisse zu erzielen.<br />
Text: Harald Hölzl, Fotos: Erich Obernberger<br />
Das Rolex Middle Sea Race 2008 war ein strategisch wie auch<br />
taktisch sehr herausforderndes Hochseerennen. Die 79 Teilnehmer<br />
aus zwanzig Nationen hatten es mit äußerst schwierigen<br />
Bedingungen zu tun. Vor allem der Streckenabschnitt<br />
zwischen Stromboli und Trapani machte es wegen nahezu<br />
Windlosigkeit zur Zerreißprobe.<br />
Schwierige, stürmische Bedingungen auf den weiteren Streckenabschnitten<br />
nach Pantelleria und Lampedusa brachten<br />
dann, was sich die Segler in den vorhergegangenen Tagen ersehnt<br />
hatten: Wind – für einige Teilnehmer zu viel Wind. Bis<br />
50 Knoten in den Gewittern machten es nicht einfach, in Richtung<br />
Ziel vorwärts zu kommen. Zu einer ähnlich hohen Ausfallrate<br />
wie im Vorjahr kam es aber nicht, dennoch gaben ein<br />
Viertel der teilnehmenden Yachten auf. Eine First 44.7 erlitt in<br />
einem der Gewitterstürme zwischen Pantelleria und Lampedusa<br />
einen Mastbruch. Skipper Fillipo Massimo Lancellotti berichtete,<br />
dass die Wanten aus den gebrochenen Kunststoffführungen<br />
an den Saling-Enden herausgesprungen sind und<br />
danach der Mast fiel.<br />
Für die österreichische headstart.at war nach dem tollen<br />
vierten Gesamtrang beim Costal Race klar, dass die Performance<br />
passt. Obwohl nur 22 Yachten am Costal Race teilnahmen,<br />
sah man sich so manchen Favoriten gegenüber. Bei ca.<br />
zehn Knoten Wind machte das Team mit einer fehlerlosen<br />
Leistung eine gute Figur und versuchte nun, das gewonnene<br />
Selbstvertrauen ins Middle Sea Race mitzunehmen.<br />
Das Middle Sea Race begann mit achterlichem Wind zwischen<br />
dem Royal Malta Yachtclub und der Festungsmauer der Bastion<br />
von Valletta. Tausende Zuschauer feuerten die 79 Yachten<br />
beim Start zu den bevorstehenden 607 Meilen an. HEAD-<br />
START.AT setzte auf dem Weg nach Sizilien den größten<br />
Lee-Bogen an, der genügend freien Wind bescherte und zu<br />
einer erfreulichen Zwischenplatzierung führte. In der außerordentlich<br />
stark besetzten IRC Class3 lag das Team bei Erreichen<br />
des Capo Passero an der Süd-Ost Spitze Siziliens an elfter<br />
Stelle von 23 Yachten. Die weitere Strategie lautete: auf direktem<br />
Weg nach Siracusa und danach, abgeleitet von den vorliegenden<br />
Wettermodellen, in Richtung italienisches Festland zu<br />
gelangen, um an der italienischen Küste entlang in die Straße<br />
von Messina einzusegeln. Auf der Höhe von Catania entschied<br />
sich Taktiker Peter Steinkogler dennoch für einen Schlag in<br />
Richtung sizilianischer Küste, der im späteren Rennverlauf zu<br />
einem Sprung auf Platz sechs in der Zwischenwertung bei<br />
Messina führen sollte.<br />
1 ZAUBERSEGEL: UK Halsey Titanium High Performance vom Segel-Zauberer<br />
Thomas Pehn.<br />
2 Personalunion: On-Shore Organisator, Navigator und Großtrimmer<br />
Harald Hölzl.
116<br />
1 2<br />
Die folgende Passage der Straße von Messina hätte optimaler<br />
sein können. Dicht hinter der deutschen Bank von Bremen,<br />
einer 56 Fuß großen, in Leichtbau ausgelegten Offshore<br />
Renn yacht vom Konstruktionsbüro Judel & Vrolijk, passierte<br />
HEADT START.at das dortige Verkehrstrennungsgebiet.<br />
HEADSTART.AT, aber auch die Bank von Bremen<br />
mussten hier Lehrgeld bezahlen und sahen, wie die italienische<br />
Swan 62 Berenice ein Meisterstück hinlegte und offenbar<br />
genau wusste, wie die Engstelle zwischen Capo Peloro und<br />
Messina zu queren ist. Dort befindet sich der Scheitelpunkt der<br />
beiden hier zusammenkommenden Seegebiete. Das im Norden<br />
liegende Thyrrenische Meer und südliche Ionische Meer treffen<br />
sich am kleinsten Querschnitt der Straße, was aufgrund der<br />
gegenläufigen Tidenverhältnisse in den beiden Meeren zu einer<br />
komplexen Strömungssituation und zahlreichen Stromwirbeln<br />
kommt. In der Straße von Messina gibt es im Prinzip nur zwei<br />
Windrichtungen. Entweder der Wind kommt aus südlicher<br />
oder aus nördlicher Richtung. Zum Zeitpunkt, an dem die<br />
headstart.at die Straße passierte, war es Wind aus Süden<br />
und eine gegenläufige Strömung, die sich im Verlauf der Straße<br />
verstärkte. Der Südwind wehte lange nach Verlassen der<br />
Straße immer noch nach und sprang dann abrupt um, so dass<br />
bei gleichbleibendem Kurs von Spi auf Am-Wind-Kurs zu<br />
wechseln war. In Richtung Stromboli war ein Luv-Bogen angesagt,<br />
wobei die zweite Nacht begann und der Wind bis ca.<br />
21.15 Uhr prognostiziert wurde. Der Stromboli zeigte sich von<br />
einer eher ruhigen Seite. Es waren nur ein paar kleinere Lava-<br />
Eruptionen zu sehen. Dennoch ein tolles Schauspiel. Der Wind<br />
schlief ein bisschen später als erwartet ein, was eine für die<br />
kommenden Tage prognostizierte Schwachwindphase einläutete.<br />
Das Gesamtfeld hatte sich inzwischen in drei Gruppen aufgeteilt.<br />
Vorne spielten die britische Superyacht Alegre und die<br />
beiden US-amerikanischen Racer Rosebud und Moneypenny<br />
erbittert Katz und Maus. Die zweite Gruppe bestand<br />
in erster Linie aus jenen Yachten, die die Straße von Messina<br />
noch mit Südwind und nicht allzu großem Gegenstrom passieren<br />
konnten. Dahinter die langsameren Schiffe.<br />
Eine beeindruckende Teamleistung während<br />
der einjährigen Vorbereitung, den beiden<br />
Regatten wie auch bei der tollsten<br />
After-Race-Party, die ich je erlebt habe!<br />
Eigner Rudi Rieder<br />
Die headstart.at befand sich in Gruppe Zwei und es<br />
sollte auch für das Team um Eigner Rudi Rieder nun eine der<br />
wichtigsten und rennentscheidenden Situationen eintreten.<br />
Navigator Hari Hölzl beschreibt die Situation als jene, welche
RC44 TEAM AUSTRIA<br />
REGATTA<br />
117<br />
3<br />
im Nachhinein betrachtet die größte Auswirkung auf den weiteren<br />
Verlauf haben sollte: „Wir wussten, dass ein Hochdrucksystem,<br />
das sich gerne über Sizilien bildet, langsam in Richtung<br />
Genua ziehen wird. Wir haben drei verschiedene Wettermodelle<br />
verglichen, wobei sich die lediglich im Zeitablauf unterschieden.<br />
Zusätzlich hatten wir Vorhersagemodelle für die<br />
Strömungsverläufe rund um Sizilien an Bord und diese setzten<br />
zwischen den Äolischen Inseln und Trapani, also auf der Rumbline,<br />
nach Westen. Wir entschieden uns für den Verbleib auf<br />
der Rumbline und legten eine südlichere Strategie fest. So<br />
blieben zwei Optionen offen. Einerseits würden wir mit südlicherem<br />
Kurs in einem nach Norden ziehenden Hoch wieder<br />
schneller zu Wind kommen, als wenn wir den Weg nach Norden<br />
mit dem Hoch mitmachen. Andererseits wäre man bei<br />
generell wenig Wind auf der Rumbline und auf dem kürzesten<br />
Weg in Richtung Trapani.“<br />
Es sollte die falsche Entscheidung gewesen sein, denn die<br />
Russische Coral, eine Shipman 63, passierte gemeinsam mit<br />
der headstart.at und einer Pogo40 den Stromboli und<br />
hatte auf Höhe Palermo mehr als 30 SM Vorsprung. Coral<br />
wie auch die slowenische Pogo40 wählten nördlicheren Kurs<br />
und hatten dann die Nase vorne.<br />
Während der Tross in Richtung Palermo „stand“, spielten sich<br />
kurz nach Palermo im Golf von Castellammare rennentscheidende<br />
Szenen zwischen den drei führenden Yachten Alegre,<br />
Moneypenny und Rosebud ab. Alegre segelte in<br />
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den Golf von Castellammare und nutzte die dortige Thermik,<br />
um Rosebud, auf der Rumbline segelnd, ein wenig zu distanzieren.<br />
Dieser kleine Vorsprung, den Alegre durch die<br />
küstennahe Taktik heraussegelte, reichte, um mit der weiter<br />
nördliche segelnden Moneypenny vor Trapani wieder<br />
punktgenau zusammenzutreffen. Alegre konnte sich um<br />
wenige Sekunden vor Moneypenny positionieren und bei<br />
Halbzeit begann ein Matchrace der beiden Giganten, das vor<br />
Spannung kaum zu überbieten war.<br />
„Ein klarer Erfolgsfaktor waren die<br />
perfekte taktische wie auch<br />
Steuerleistung der beiden Segel-Cracks<br />
Peter Steinkogler und Peter Farbowski!“<br />
Navigator Harald Hölzl<br />
„Auf dem Weg nach Lampedusa konnten wir den Abstand auf<br />
den späteren Sieger wieder vergrößern“, beschreibt Navigator<br />
Hari Hölzl, „und nebenbei begannen wir uns auf die bevorstehenden<br />
Gewitter vorzubereiten und einzustimmen, denn am<br />
Horizont sah man schon die Blitze, während wir im dämmrigen<br />
Licht die Fahrt fortsetzten. Das Funkgerät spuckte eine Sécurité-Meldung<br />
nach der anderen aus und der Himmel wurde<br />
immer dunkler. Trotz gewissenhafter Ausschau traf uns die<br />
erste Gewitterböe mit voller Wucht und ohne die kleinste<br />
Vorwarnung. Der Reibungsdruck am Vorliekskeder war so<br />
groß, dass wir größte Mühe hatten, das Groß zu bergen. In<br />
dieser Situation dachte ich, entweder werden wir vom Blitz<br />
getroffen oder der Mast bricht, denn die ungeheueren Erschütterungen<br />
im Rigg waren von sehr monumentaler Kraft. Das<br />
Wasser flog förmlich durch die Luft und ein kurzer Blick auf<br />
die B&G-Instrumente am Mastfuß zeigte 48 Knoten. Irgendwann<br />
hatten wir dann das Großsegel geborgen und gesichert<br />
und setzten die Fahrt mit Genua 4 und zehn Knoten Boatspeed<br />
fort“. Lampedusa wurde zu nächtlicher Stunde passiert. Wäh-<br />
rend der Passage von Lampedusa, die wir mit wenigen Schlägen<br />
dicht unter geschütztem Land durchführten, wurde die headstart.at<br />
von den weiter außen segelnden Franzosen überholt,<br />
die den dort herausgeholten Vorsprung bis Malta nicht<br />
mehr aus der Hand gaben.<br />
Ein Windloch im South Comino Kanal zwischen Gozo und<br />
Malta machte die Top-Five-Ambitionen für headstart.at<br />
nach mehr als fünf Tagen auf See mit einem Schlag zunichte.<br />
Wenige Meilen vor dem Ziel sah man dem späteren Gesamtsieger<br />
nach, der gerade noch aus der dort beginnenden Flaute<br />
schlupfte, und die Strömung schickte die headstart.at<br />
dorthin zurück, wo sie hergekommen war. Die 1 h 45 min<br />
dauernde Windlosigkeit betraf lediglich vier Schiffe im gesamten<br />
Feld und war großes Pech.<br />
Alegre baute die eine Bootslänge Vorsprung auf Moneypenny,<br />
welche Andres Soriano III mit seinem Team<br />
vor Trapani aufweisen konnte, auf einen schließlich 36 Minuten<br />
Zeitpolster im Ziel in Valletta aus und durfte sich nach d3 h19<br />
m20 s16 die Rolex für die gewonnenen Linehonours als<br />
schnellstes Schiff ums Handgelenk hängen. Gesamtsieger: Das<br />
Team von Thierry Bouchard aus Frankreich.<br />
Die Zauberlehrlinge AbracadabraRacing.com hatten ihre Meisterprüfung<br />
abgelegt. Sie erzielten unter dem Syndikatsnamen<br />
headstart.at bei der ersten Teilnahme nach d5 h2 m51<br />
s34 ein vorzeigbares Ergebnis.<br />
COSTAL Race:<br />
ROLEX MIDDLE SEA RACE:<br />
Gesamt IRC 04 von 22 Gesamt IRC 18 von 71<br />
IRC Class2 03 von 16 IRC Class3 06 von 23<br />
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Druckwerk durch mehrere Texte über Geschichte,<br />
Geologie und andere hochinteressante Themen.<br />
Charles Arnold<br />
Die Inseln des Mittelmeers<br />
Ein einzigartiger und vollständiger Überblick<br />
Gebunden, 416 Seiten mit über 300 Übersichtskarten<br />
und 250 Fotos, durchgehend farbig<br />
Verlag: Marebuch 2008 · € 29,90<br />
ISBN 978-3-86648-096-4<br />
Etwas weiter östlich im Mittelmeer<br />
liegen die Inseln Korsika, Sardinien<br />
und Elba. Die besondere<br />
Schönheit dieses Reviers wird<br />
durch die wunderbaren Luftaufnahmen<br />
erst richtig zur Geltung<br />
gebracht. Die grandiosen felsigen<br />
Küsten und das türkise Wasser<br />
der Buchten machen, aus der<br />
Vogelperspektive gesehen, richtig<br />
Lust, dieses exklusive Segelgebiet<br />
selbst aufzusuchen und<br />
einen abwechslungsreichen<br />
Törn zwischen einsamen Ankerplätzen und<br />
noblen Marias zu verbringen. Ein ideales Buch zum Schmökern,<br />
sowohl vor als auch nach dem Törn.<br />
Martin Muth<br />
Korsika, Sardinien, Elba.<br />
Häfen und Küsten von oben<br />
Gebunden, 167 Seiten mit zahlreichen<br />
Farbfotos und Übersichtskarten in deutscher Sprache<br />
Verlag: Delius Klasing 2007 · € 30,80<br />
ISBN 3-7688-1977-9 · ISBN 978-3-7688-1977-0
122<br />
Inserentenverzeichnis<br />
79 A.W. Niemeyer GmbH<br />
www.awn-shop.de<br />
27 ADAC Verlag GmbH<br />
www.adac.de/shop<br />
17 Adria Yacht Center<br />
www.ayc.at<br />
103 Austrian Boat Show/Boot Tulln<br />
www.boot-tulln.at<br />
91 Baotic Yachting GmbH<br />
www.baoticyachting.de<br />
U4 Bavaria Yachtbau GmbH<br />
www.bavaria-yachtbau.com<br />
43 Beneteau/Leers Yachting<br />
www.leers.com<br />
33 Ecker Yachting/Ecker Yacht & Flug GmbH<br />
www.eckeryachting.com<br />
85 Boote Feichtner GmbH<br />
www.bootefeichtner.at<br />
77 Fischer Panda GmbH<br />
www.fischer-panda.de<br />
39 Frauscher/Frauscher Bootswerft GmbH & Co.KG<br />
www.frauscherboats.com<br />
120 Freytag & Berndt/Freytag-Berndt u. Artaria KG<br />
www.freytagberndt.at<br />
7 Haber Yachten<br />
www.haber-yachten.at<br />
93 Jeanneau/MaxMarine GmbH<br />
www.maxmarine.at<br />
89 Marina Plattensee<br />
www.yachtport.eu<br />
89 Yachten Meltl<br />
www.yachten-meltl.de<br />
13 Momentum Sails<br />
www.momentumsails.at<br />
U3 Moody/Schwaiger Nautik<br />
www.schwaigernautik.com<br />
119 Werner Ober GmbH Yachtelektronik<br />
www.yachtelektronik.at<br />
63 Palmetshofer Nautic<br />
www.palmetshofer-nautic.at<br />
71 Pantaenius Yachtversicherungen<br />
www.pantaenius,com<br />
121 Phoenix Yachting<br />
www.phoenixyachting.com<br />
47 Pitter Yacht Charter<br />
www.pitter-yachting.com<br />
119 Rimisailing<br />
www.rimisailing.at<br />
5 Salona AD Boats<br />
www.salonayachts.com<br />
87 Bootsbau Wolfgang Schmalzl<br />
www.julika.at<br />
109 Sea-Help GmbH<br />
www.sea-help.eu<br />
U2 Solaris By Serigi<br />
www.solarisyachts.com<br />
65 SPW GmbH<br />
www.spw-gmbh.de<br />
61 Steyr Motors GmbH<br />
www.steyr-motors.com<br />
75 Sunbeam Yachts/Schöchl Yachtbau GmbH<br />
www.sunbeam.at<br />
73 Sunsail Yachtcharter<br />
www.sunsail.de<br />
95 Terhi/Bootswerft Steinlechner<br />
www.steinlechnerbootswerft.de<br />
35 Trend Travel & Yachting<br />
www.trend-travel-yachting.com<br />
111 UK-Halsey Austria Thomas Pehn GmbH<br />
www.uk-sails.at<br />
119 Wimmer Yachting<br />
www.wimmer-yachting.at<br />
19 Yachting 2000<br />
www.yachting2000.at<br />
53 Yacht-Pool Versicherungs-Service GmbH<br />
www.yacht-pool.com<br />
Impressum<br />
Medieninhaber/Herausgeber/Verleger:<br />
Satz- und Druck-Team GmbH |<br />
Feschnigstraße 232 | A-9<strong>02</strong>0 Klagenfurt | +43(0)463/4619<strong>02</strong>5<br />
www.ocean7.at | redaktion@ocean7.at | office@ocean7.at<br />
Firmenbuchnummer 105347 y | Landesgericht Klagenfurt |<br />
UID ATU 257738<strong>01</strong><br />
Anwendbare Vorschrift: Österreichische Gewerbeordnung,<br />
Mediengesetz (www.ris.bka.gv.at)<br />
Redaktion:<br />
ART-Direktorin:<br />
MITARBEITer dieser ausgabe:<br />
Produktionsleitung:<br />
Produktion:<br />
Magazin-konzeption:<br />
GESCHÄFTSFÜHRUNG:<br />
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ABO-BESTELLUNG:<br />
Thomas D. Dobernigg, Gernot Weiler, Ute Rennekamp<br />
Catharina Pichler<br />
Georg Gindl (Gindlfoto), Dr. Reinhard Kikinger,<br />
Mag. Michael Köhler, Heiko Mandl, Dominic Marsano,<br />
Florian T. Mrazek, Tahsin Oezen, Ute Rennekamp, Sleipnir2<br />
(Evi Strahser und Wolfgang Wirtl)<br />
Satz- und Druckteam (Catharina Pichler)<br />
Feschnigstraße 232, A-9<strong>02</strong>0 Klagenfurt<br />
Catharina Pichler<br />
Thomas D. Dobernigg<br />
Thomas D. Dobernigg<br />
Ute Rennekamp<br />
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Verantwortlich für YCA-Mitteilungen<br />
Yacht Club Austria, Generalsekretariat, A-4<strong>02</strong>0 Linz, Lederergasse 88, www.yca.at<br />
Offenlegung für <strong>OCEAN7</strong> (Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz)<br />
Medieninhaber: Medieninhaber: Satz- und Druck-Team GmbH,Feschnigstraße 232, A-9<strong>02</strong>0 Klagenfurt<br />
Geschäftsführer: Wolfgang Forobosko<br />
<strong>OCEAN7</strong> steht im Alleineigentum von Satz- und Druck-Team GmbH, FN 105347 y<br />
Unternehmensgegenstand: Druck bzw. Herstellung von Druckwerken und Magazinen.<br />
Grundlegende Richtung: <strong>OCEAN7</strong> ist ein Magazin, das sich an yachtsportinteressierte Österreicher richtet.<br />
Diese Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich<br />
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oder wegen Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegenüber dem Herausgeber.
BOOT Düsseldorf, 17.<strong>01</strong>.09 - 25.<strong>01</strong>.09, Halle 17 Stand A 24.<br />
Revier<br />
123<br />
45 DS e<br />
Decksaloon-Series: 45 DS e . 62 DS e , coming soon<br />
Classic-Series: 41 Classic . 45 Classic, World Premier<br />
www.moodyboats.com<br />
Schwaiger Nautik GmbH . Achenkirch . Tel.: +43 5246 6263 . offi ce@schwaigernautik.com
55<br />
WeIl MAn BeIM SeGeln nur AlS TeAM GeWInnT.<br />
Bavaria Yachts präsentiert die Bavaria Cruiser 55. Das Ergebnis dreier Kompetenzen.<br />
Designed by Farr Yacht Design und BMW Group DesignworksuSA.<br />
Die Bavaria Cruiser 55<br />
ist bestellbar ab<br />
Frühjahr <strong>2009</strong>.<br />
Vereinbaren Sie einen individuellen Beratungstermin bei Ihrem Händler vor Ort oder unter www.bavaria-yachtbau.com<br />
Allert marin GmbH<br />
Zur Uferaue 1<br />
D-14542 Werder, Havel<br />
Tel. +49-33 27-4 23 30<br />
Fax +49-33 27-4 23 32<br />
www.allertmarin.de<br />
info@allertmarin.de<br />
Baltic Yachting GmbH<br />
Pierspeicher, Am Hafen 19<br />
D-24376 Kappeln<br />
Tel. +49-46 42-91 58 0 - 0<br />
Fax +49-46 42-91 58 0 - 18<br />
www.baltic-yachting.de<br />
baltic.yachting@t-online.de<br />
Yachten Meltl GmbH<br />
Chiemseestr. 65<br />
D-83233 Bernau,Chiemsee<br />
Tel. +49-80 51-96 55 3 - 0<br />
Fax +49-80 51-96 55 3 - 10<br />
www.yachten-meltl.de<br />
mail@yachten-meltl.de