OCEAN7 2010-01-02

Ocean7

Das ist Segelspaß pur: Testbericht von einem kleinen, sportlichen Segelboot aus Slowenien.

DAS YACHTMAGAZIN FÜR ÖSTERREICH

0102/10

www.ocean7.at

oCEAN7 SPECIAL

BOOT TULLN 2010

jung, Wild, kompromisslos:

segelspass

mit der SeaScape

OCEAN7-meeresbiologe

Evolution als Designer

Transocean Preise

Österreicher

räumen ab

ASW und AASW:

2 Klassiker, 1 Termin

Mit Yacht Club Austria News


www.messe-tulln.at


ACHTUNG:

Öffnungszeiten täglich

10.00 bis 18.00 Uhr

Mit der größten jemals in

Österreich ausgestellten

Luxus-Segelyacht

ÖSTERREICHS

BOOTSMESSE NR. 1

4. – 7. MÄRZ


4 EDITORIAL

www.gindlfoto.at

Liebe ocean7-leser

Sind Frauen die besseren Segler? Na ja, zumindest sind etliche

von ihnen die wesentlich entspannteren Segler. Die noch lange

genießen, wenn Männer bereits nach der Öffentlichkeit schielend

ihr eigenes Heldentum besingen.

Mitten im Südpazifik, umgeben von Eisbergen, bei acht Meter

hohen Wellen und Sturm, erklärte die 36-jährige Britin Samantha

Davies einem Journalisten gelassen am Telefon: „Ich liebe

die See, und ich liebe es, alleine über das Meer zu segeln, angetrieben

nur vom Wind. Es gibt nichts Schöneres. Manchmal,

wenn die Bedingungen es zulassen, sitze ich in der Nacht an

Deck und schaue in den Sternenhimmel. So ein Gefühl von

Weite und Tiefe gibt es nirgendwo anders auf dieser Welt“.

Dass sie dabei im Wettkampf des härtesten Hochseerennens

war, der Vendée Globe, hinderte sie keine Sekunde daran, das

zu genießen, was sie da gerade tat.

Ganz anders ihre männlichen Widersacher: Da war kaum jemals

von der Freude an der Sache die Rede. Vielmehr wird schnell

die Einzigartigkeit der eigenen Leistung herausgestellt und

geschildert, wie todesmutig dies und das gemeistert wurde.

Und jetzt das – bei allen Bedenken über den Trend zu immer

jünger werdenden Extremseglern: Die 16-jährige Schülerin

Jessica Watson aus Australien segelt allein in ihrer nur 34 Fuß

kleinen Barbie-Yacht PINK LADY los, umrundet das berüchtigte

Kap Hoorn und reitet im Südatlantik einen gewaltigen

Orkan mit zehn Meter hohen Wellen und vier Kenterungen

ab. Alles, was sie nachher darüber sagt, ist: „Klar waren da

Momente, in denen ich mich gefragt habe, warum ich das alles

überhaupt mache. Aber in keinem einzigen Augenbick habe ich

mir diese Frage nicht mit einer langen Reihe von guten Gründen

beantworten können, warum es zu 100 Prozent wert ist,

solche Erlebnisse durchzustehen. Ich habe hier draußen die

beste Zeit meines Lebens.“

Über Seemannschaft macht sie gar keine großen Worte, weil

das für die kleine Seglerin selbstverständlich ist. Da klettert sie

vor dem Unwetter bis zum Masttopp, um alles sturmfest zu

machen und nach den Kenterungen repariert sie unaufgeregt

die Schäden. Kein Klagen, kein Jammern, kein Klopfen auf die

eigenen Schultern. Nur pure Lebensfreude und Genuss an

dem, was sie erlebt.

Genuss, Lebensfreude und dazu sachliche Information sollen

auch die Ingredienzien von OCEAN7 sein. So nimmt Sie in

dieser Ausgabe die Crew der SLEIPNIR2 mit auf eine Zeit reise

in die Steinzeit. Unser Griechenland-Spezialist Mag. Thomas

Wiltner berichtet über die Kykladen – ein bekanntes Revier

aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachtet.

OCEAN7-Meeresbiologe Dr. Reinhard Kikinger taucht diesmal

ab, um uns zu zeigen, dass die Evolution der beste aller

Designer ist.

Schließlich bietet die Boot Tulln in diesem Jahr die größten

jemals in Österreich gezeigten Yachten und die interessantesten

Neuerungen rund um den Wassersport. Als Leser von OCEAN7

gibt es für Sie einen großzügigen Rabatt bei den Eintrittspreisen.

Den dazu nötigen Gutschein finden Sie auf das Cover

dieses Magazins aufgeklebt. Wir freuen uns über Ihren Besuch

an unserem Stand 535 in der Halle 5.

Ganz herzlich,

thomas.dobernigg@ocean7.at


Revier

5


6

Inhalt

DAS YACHTMAGAZIN FÜR ÖSTERREICH

01-02/10

Ausgabe Nr. 19

Alle Infos und vieles mehr unter

www.ocean7.at

16 sleipnir2. Segeln in die Steinzeit.

Coverfoto von SeaScape

112 FRISCHE FRÜCHTE.

Reiches Land Türkei.

Revier

16 Vanuatu und papua neuguinea.

Jahrtausende alte Kultur.

28 kykladen. Genießen und Verweilen.

28 inselhüpfen. Die Kykladen.

People

38 schottland. Whisky, Gezeiten

und anspruchsvolles Segeln.

Service

46 Kikinger. Natur-Designer.

52 ENERGIE SPAREN. Umrüsten auf LED.

56 OCEAN7-UMFRAGE. Wohin geht die Charter-Reise?

64 boot tulln 2010. Wassersport total.

38 Schottland. Ein Törn zum Whisky.

46 Meeresbiologie. Evolution als Designer.


Revier

7

YACHTCHARTER

IN KROATIEN

Yachten

80 Seascape 18.

Kompromissloser

Kompromiss.

Regatta

88 ZWEI KLASSIKER. Ein Termin.

92 TRIMARAN BOR 90. Ultimative Rennmaschine.

| 4 Editorial.

| 8 Best of.

| 12 foto des Monats.

| 84 YCA News.

| 96 Bücherschapp.

| 98 Inserentenverzeichnis

Impressum.

80 jung und wild.

Das macht richtig Spaß.

92 bmw oracle. Yacht mit Flügel.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

• Drei Stützpunkte in Kroatien zur Auswahl:

Vodice, Krvavica, Trogir

• Perfekt gewartete Schiffe in Top-Zustand:

Qualitätsgarantie

• Große Auswahl an Schiffen und

Preisklassen, persönliche Beratung

• Keine Kaution

• All-inclusive-Preise –

keine Extrakosten

• Wettergarantie – 10 %

Gutschrift für den nächsten

Törn bei mehr als 3 Tagen

Schlechtwetter

• First Class Service

• Hilfe vor Ort von

Spezialisten in jeder

Situation

• Zusätzliche Sicherheit

mit Webeye-

Satellitensystem

• Ortung jederzeit

möglich, AYC-

Mitarbeiter immer

erreichbar

Kroatien Croatia

Croatia

Vodice

Vodice

Trogir

Krvavica

Austrian

Boot

Boatshow

Tulln

Trogir

Krvavica

S p e c i a l

64 Vorschau. Mit Weltneuheit.

4. - 7. März 2010

ADRIA YACHT CENTER GmbH

A-1010 Wien, Tiefer Graben 7

Tel. 0043 / 1 / 5330640 Fax: 0043 / 1 / 5350501

e-mail: ayc@ayc.at Homepage: www.ayc.at


8

oCEAN7 BEST OF

IKKAR – die Yacht der Zukunft

Mit 150 Metern Länge und einem an ein Raumschiff erinnerndes Design

stellt die von Julien Anglade entworfene Superyacht IKKAR entweder eine

etwas abgehobene Phantasterei oder aber eine zukunftsweisende Vision im

Schiffsbau dar. Der gewagte Entwurf wartet mit einigen durchaus interessanten

Detaillösungen auf, die sowohl Designer als auch Konstrukteure inspirieren

könnten. Die IKKAR ist für 50 Passagiere konzipiert und soll den Gästen

einen unvergleichlichen Komfort bieten. Auffälliges Novum sind die beiden

hydraulisch absenkbaren Terrassen, die sich fast über die gesamte

Schiffslänge ziehen und am Ankerplatz eine riesige

Fläche zum Sonnenbaden bieten und den uneingeschränkten

Blick vom Schiffsinneren auf das Meer freigeben. Das Oberdeck

wird von einem gewaltigen Sonnensegel, das in seiner Form

an das Leitwerk eines Flugzeugs erinnert, überragt, das nicht

nur die schnittige Silhouette der IKKAR unterstreicht, sondern

auch als Träger für eine große Solarfläche fungiert. Der extrem

schlanke Rumpf wurde für eine niedrige, aber energiesparende

Fortbewegung entworfen und soll es der Hybridyacht gemeinsam mit dem aerodynamischen Vortrieb des Solar-Flügelsegels

ermöglichen, ausgesprochen sparsam unterwegs zu sein. Die IKKAR ist eine Entwicklung, die nicht nur auf einen futuristisch

gestylten Yachtbau, sondern auch auf den ökonomischen Einsatz von Superyachten in der Zukunft abzielt.

www.stratecollege.fr

oCEAN7 empfiehlt

Stilvoll und individuell

an Bord gehen

Mit den neuen Karbon-Gangways von GS COMPOSITE

ist das möglich. Es sind die ersten Passerellas, die mit

dem fortschrittlichen Vacuum Assisted Resin Transfer Moulding-

Verfahren hergestellt werden. Bei diesem Prozess wird zusätzlich

zum Injektionsdruck des Kunstharzes auch noch Vakuum

an die Form angelegt, eine Technologie, die sonst vor allem

im Flugzeugbau Anwendung findet.

Zurzeit sind die edlen Gangways in den drei verschiedenen

Ausführungen Full Carbon, Prestige Carbon und als Optima

erhältlich. Geringes Gewicht, Stabilität, extreme UV-Resistenz

und einfache Handhabung sind die Vorteile der GS-Gangways.

Die wählbare Farbe, ein außerordentliches Design sowie die

Möglichkeit, den Schiffsnamen auf der Fläche einzuarbeiten,

macht jede Gangway zum Einzelstück. Extrem leicht – nur 6,2

bis 9,5 kg wiegen die Hightech-Passerellas. Erhältlich als Platz

sparende klappbare Version oder als starre Variante

mit über 2,5 m Länge und einer Belastbarkeit

von ca. 300 kg. Als

Zubehör werden hochwertige Transporttaschen, zusätzliche

Befestigungen und sogar ein stabiler Handlauf angeboten.

Erhältlich sind die neuen Super-Passerellas beim Segelspezialisten

UK-Sails in Gmunden, der neben seinen ausgezeichneten

Segeln auch schon in den letzten Jahren mit innovativer

Ausrüstung für Schiffe aufwarten konnte.

Boot Tulln, Halle 4, Stand 411

www.uk-sails.at


NEWS BEST OF

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die sache mit der

achterleine

Hallo ihr Spleißer und Knoten-Fans,

kali mera, kali mera, da bin ich wieder!

Neuerungen in der Technik, Mode und anderen

Dingen bin ich immer sehr aufgeschlossen,

auch wenn’s um Neuerungen in der

Seemannschaft geht.

Unlängst war ich wieder einmal mit einer Crew unterwegs, mit der ich Praxisausbildung

für die „B-Schein“-Prüfung machte. Ja, ja, ich weiß, den B-Schein gibt’s nicht

mehr, der heißt jetzt anders. Also, die Crew übte für die Skipperlizenz für den Fahrtbereich

3.

Meine 15 Meter-Schatulle in der engen Marina von Zadar aus- und einzuparken –

und das ohne Bugstrahlruder – setzte schon den richtigen Einsatz des Radeffektes

und ein gewisses Training voraus. Waren meine Azubis (Auszubildende) am ersten

Tag noch etwas geschockt, so fuhren sie drei Tage später dann ohne Ehrfurcht vor

Größe und Tonnage mit dem Schiff herum wie mit einer Jolle.

Auch das Einparken und Eindampfen in die Achterleinen beherrschten sie bald, als

hätten sie seit ihrer Jugendzeit nichts anderes gemacht.

Natürlich nur, weil sie einen so guten Ausbildner hatten!

Wir hatten gerade eben erst festgemacht, da hantelte sich die Crew einer 39 Fuß-

Segelyacht Hand über Hand um einen vor Mooring liegenden Katamaran herum und

lag dann quer in einer Box, in der noch mindestens zwei Katamarane Platz gehabt

hätten. Der Skipper befahl dem Rudergänger, sich mit dem Fuß bei uns abzustoßen,

um gerade zur Kaimauer fahren zu können. Der Steuermann befolgte

diesen Rat und fuhr daraufhin mit dem Heck Richtung Kaimauer,

aber doch etwas zu schnell, sodass er mit der Badeplattform

heftig die Kaimauer rammte.

Erschreckt gab er daraufhin Vollgas nach vorne, sodass der

Mann mit der Achterleine, der auf der Badeplattform stand, ins

Wasser fiel. Dabei hatte er noch Glück gehabt, sonst hätte er sich

die Zähne an der Kaimauer eingeschlagen. Trotz dieses Vorfalls

erfolgte von der Crew keinerlei Reaktion.

Ich wies daraufhin meine Crew an, den an einer Leine im

Wasser Hängenden zu bergen.

Gesprächsweise stellte sich dann heraus, dass es sich

um eine Crew aus Deutschland handelte, die sich

auch auf Ausbildungs- und Prüfungstörn befand!

Der Skipper war Ausbildner und Prüfer.

Auf ein Dankeschön warten wir heute noch.

Ist das eine neue Art der seemännischen Ausbildung?

Hab ich da vielleicht irgendwas versäumt?

Sollte ich aber bei so einem Manöver auch einmal

die Kaimauer rammen, na dann Prost,

Boot Tulln 2010

Halle 4, Stand Nr. 411

SAIL

TECHNOLOGY

LEADER

UK-HALSEY

A U S T R I A

THOMAS PEHN GmbH

Buchmoserweg 50 · 4810 Gmunden

tel.: +43 (0) 7612 / 62 0 64

mobil: +43 (0) 664 34 14 0 38

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Ihr sehr ergebener, an der alten

Manövertechnik festhaltender,

Kapitän Metaxa

Furling systems

Mastsysteme

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Hochleistungsbatterien

Carbon Gangways

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10

oCEAN7 BEST OF

Gefährliche Flaschenpost

Dieses Buch ist gefährlich. Sehr gefährlich. Unbegreiflich,

warum die Behörde ihm noch keine Banderole verordnet hat,

ähnlich den Zigarettenpackungen: „Dieses Buch kann ihr

Leben aus der Bahn werfen!“ So ist es nämlich. Jeder, der

Schiffe und die See liebt, jeder, dem zumindest in der entferntesten

Ecke seines Denkens eine Mobilie lieber ist als eine

Immobilie, wird mit der Lektüre des Buches

„Flaschenpost und Wolkenkino“ sein Leben

der unmittelbaren Gefahr aussetzen,

vollkommen aus dem Gleichgewicht zu

geraten. Detlef Jens, Autor und Chefredakteur

des deutschen Magazins Segel Journal,

lebt mit seiner Familie an Bord des 1906

gebauten, 25 Meter langen Klippers „Pippilotta“.

Oft unterwegs auf Nord- und Ostsee,

zumeist aber vor Anker im Hamburger Elbe-

Hafen Teufelsbrück. Mit diesem Buch voller

Abenteuer erzählt Jens hinreißend von seinem

bewegten Leben, das getragen ist von Liebe und Leidenschaft

zu herrlichen alten Schiffen als eigenständige Lebewesen,

zu bordtauglichen Frauen, zu Liveaboard-Freunden

und immer wieder einer guten Flasche Rotwein (aber

das ist eine andere Geschichte …).

Detlef Jens, „Flaschenpost und Wolkenkino. Vom

Leben auf Schiffen“ · 144 Seiten · Edition Pippilotta ·

ISBN 978-3-8370-4921-3 · 9,80 Euro.

www.flaschenpost-und-wolkenkino.de

OCEAN7-KLICKTIPP:

Alte Ansichten

Wie durch eine Zeitmaschine kann man die kroatische Adria – das Lieblingsrevier der österreichischen

Seefahrer – nun im Internet betrachten. Aus einem Forum, das sich der Sammlung

von altem, teilweise historischem Bildmaterial verschrieben hat, entwickelte sich eine Homepage,

auf der sich Adriasegler förmlich in die Zeit zurückversetzen können.

Gesucht werden kann nach den Ortsnamen, um seine bestimmte Lieblingshafenstadt direkt

auszuwählen. Nach einer einfachen Registrierung können auch eigene alte Bilder, die in den

zeit lichen und regionalen Rahmen passen, hochgeladen werden. Um besonderen Anlässen

im nautischen Freundeskreis eine klassische Färbung zu geben, können die Bilder als elek -

tronische Postkarte per Mail versendet werden. Interessant ist auch, wenn man die eigenen

Urlaubsfotos mit den historischen Aufnahmen vergleicht und die Entwicklung zwischen den

teilweise uralten Bildern und der jetzt aktuellen Situation vergleicht. Manche Bilder können in

hoher Auflösung als Bildschirmhintergrund runtergeladen werden.

www.stareslike.com

Alte Denker

Ich selber werde nie durch das Meer,

sondern nur durch die Menschen seekrank.

Ich fürchte aber, dass die Wissenschaft diesem

Übel gegenüber noch hilflos dasteht.

Albert Einstein, Genie


NEWS BEST OF

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EXTURN – Innovation

aus Österreich

Häfen werden immer enger und die Boote im Durchschnitt

größer. Exaktes Manövrieren beim An- und Ablegen auf engem

Raum ist schwierig, speziell bei ungünstigem Wind. Jetzt bietet

das österreichische Unternehmen „Marinno maritime innovations“

die einfache, leistungsstarke, noch nie da gewesene

Alternative für mehr Sicherheit und Komfort: Exturn, das externe

Bug- und Heckstrahlruder.

Marinno-Geschäftsführer Günter Lehner: „Schon die Bezeichnung

‚externes Bug- und Heckstrahlruder‘ beschreibt die wesentlichen

Vorteile dieser neuartigen Technologie: Der komplette

Bugstrahlruder-Mechanismus wurde auf ein Mindestmaß

reduziert und strömungsgünstig nach außen verlagert. Exturn

wird mittels eines Gewindebolzen, der als Hohlwelle ausgeführt

ist und so der Kabelführung dient, an beliebiger Stelle am

Schiffsrumpf montiert.

Eine Spezialgummidichtung

dichtet das Bohrloch

selbsttätig und dauerhaft

ab. Der Einbau ist

innerhalb eines Tages

möglich“.

Exturn ist sowohl für Segel-

als auch Motorboote

bestens geeignet. „Das

externe Bugstrahlruder

wurde ursprünglich für

den Eigenbedarf entwickelt,

um mehr Sicherheit

und Komfort zu gewährleisten“,

sagt der

Erfinder Ing. Hubert

Holesz. Er ist Marinno-Gesellschafter

und Maschinenbauer mit mehr als 20 Jahren Segelerfahrung.

„Exturn hat sich so gut bewährt, dass wir es auch

anderen Bootsliebhabern und Seglern anbieten wollen“. Der

Wasserwiderstand bei Segelyachten entspricht mit 0,1 bis 0,2

Knoten bei neun Knoten Referenzgeschwindigkeit etwa dem

eines dreiflügeligen Faltpropellers.

Bei Motorbooten befindet

sich Exturn als Bugstrahlruder

während der Fahrt sogar außerhalb

des Wassers und bremst

somit überhaupt nicht“ so Holesz.

Das Exturn Bug- und Heckstrahlruder

ist an Booten mit einer

Länge von sechs bis 20

Meter einsetzbar. Bedient wird

es via Tastenpaneel, Joystick

oder kabelloser Fernbedienung,

ist wartungsfrei und wird von

Marinno mit einer dreijährigen

Vollgarantie geliefert.

Boot Tulln, Halle 6, Stand 609

www.marinno.com

Palmetshofer

Nautic

Nestroystraße 9 · A-4222 Luftenberg

Tel. +43(0)7237/3736

Fax +43(0)7237/3736-8

www.palmetshofer-nautic.at

palmetshofer@aon.at

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Service zeichnen uns aus!

Besuchen Sie uns

auf der Boot Tulln!

Halle 5, Stand 511

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Wenn sie selbst montieren wollen, beraten

wir Sie ausführlich (Kabelquerschnitte,

Datenverbindungen usw.)!


Liebe OCEAN7-Leser, haben auch Sie auf einem Ihrer Törns ein

außergewöhnliches Foto geschossen? Schicken Sie es an uns! Bei

Veröffentlichung als Foto des Monats zahlt Ihnen OCEAN7 für Ihren

nächsten Törn 150 Euro in die Bordkasse. Bitte denken Sie daran, dass

nur Fotos ab 300 dpi (bei Originalgröße) Druckqualität haben.


Schöne

aussichten

Vom Gastgarten einer der vielen Gaststätten im kroatischen Komiza aus wurde dieses Bild

von Emil Mischek aufgenommen. Der Hafen der westlichen Ansiedlung auf der Insel Vis bietet viele

schöne Eindrücke – sowohl kulinarischer als auch architektonischer Art. Manchmal kann man auch

an der langen Mole, die für Freizeitsegler vorgesehen ist, originelle Manöver beobachten.


14

oCEAN7 REVIER

Achtung giftig

In vielen exotischen Regionen

muss der Segler vor dem Genuss

selbstgefangenen Fisches gewarnt werden. Die Ciguatera ist

eine gefährliche Fischvergiftung, die jährlich etwa 50.000

Menschen erleiden. Der Auslöser ist einer der stärksten

bekannten Giftstoffe. Das Ciguatoxin gelangt von winzigen

Geißeltierchen, die auf Algen leben, über pflanzenfressende

Fische in die Nahrungskette und konzentriert sich in den erfolgreichsten

Jägern wie Barrakudas, Zackenbarschen oder

Makrelen. Das hochwirksame Gift ist hitzeresistent und löst

sich durch Kochen nicht auf. Die ersten Symptome einer

Vergiftung treten nach einigen Stunden, aber manchmal auch

schon Minuten nach Verzehr des giftigen Fisches auf. Übelkeit,

Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall sind typisch für

eine Ciguatera-Vergiftung. Es kann auch zu Herz- und Kreislaufbeschwerden

wie sinkendem Blutdruck und Verringerung

der Herzfrequenz kommen. Neurologische Störungen wie der

Verlust des Temperaturempfindens, bei dem die Patienten

kaltes Wasser heiß empfinden, treten häufig hinzu. Erbrechen

und Durchfall führen zu einem extremen Flüssigkeitsverlust

und klingen für gewöhnlich nach etwa zehn Stunden ab. Die

neurologischen Störungen können allerdings noch Monate

anhalten. Ein wirksames Gegengift ist bisher nicht bekannt.

Es wird empfohlen, den Flüssigkeitsverlust durch Trinken von

Wasser auszugleichen. Auch die Einnahme von medizinischen

Kohletabletten gilt als brauchbare Sofortmaßnahme.

Auf jeden Fall sollte bei Ciguatera-Verdacht sofort ein Arzt

aufgesucht und wenn möglich eine Probe des verdächtigen

Fischgerichtes mitgebracht werden.

Neues Boot in der

Yachting 2000-Flotte

In der kommenden Saison rüstet Yachting 2000 seine 30

Schiffe umfassende Flotte mit einer Jeanneau 57 auf, um der

zu erwartenden Charterflut zu begegnen. Das luxuriöse Schiff

wird in der bekannten Marina Dalmacija in Sukosan südlich

von Zadar und in der Marina Mandalina in Sibenik angeboten.

Für Skipper, die über ausreichende Erfahrung verfügen, gibt

es die große Yacht als Bareboot zu mieten. Für alle, die das

traumhafte Revier

auch ohne nautische

Ausbildung

genießen wollen,

kann die Jeanneau

57 mit Skipper und

Hostess gechartert

werden. Die von

Yachting 2000 angebotene

57er ist

mit einem 2,5 Meter

tief reichenden

Standardkiel und

einer 140 PS starken

Maschine ausgerüstet.

Im Achterschiff

befinden sich

zwei geräumige Kabinen,

im Bug sind

sogar drei Kabinen

untergebracht. Für

die Sicherheit und

den Komfort verfügt

die Yacht über ein Bugstrahlruder, elektrische Winschen, Kartenplotter,

Radar und eine in der Steuerkonsole installierte

Steuerung der Ankerwinsch. Auch in der Pantry und im Salon

herrscht der pure Luxus mit Mikrowellenherd, Klimaanlage,

Boose-Audiosystem oder Fernseher. Für den Landgang stehen

eine hydraulische Gangway und ein Beiboot mit einem

10 PS-Außenborder bereit.

Boot Tulln, Halle 5, Stand 538 www.yachting2000.at

Go West! SeaHelp expandiert nach Mallorca

Mit einem neun Meter langen Einsatzboot mit insgesamt 300 PS und einer Geschwindigkeit von

45 Knoten sowie einem 255 PS starken Jetski, der es sogar auf 80 Knoten schafft, sorgt SeaHelp jetzt auch

auf der beliebten Baleareninsel Mallorca für Sicherheit auf dem Wasser. Das Hauptquartier des nautischen

Pannendienstes ist im Hafen von Cala Rajada untergebracht. Ein weiterer Stützpunkt soll in der Bucht von

Palma eingerichtet werden, um die Wassersportler aus den 42 Sportboothäfen der Hauptinsel und 21

Häfen auf Ibiza, Menorca und Formentera mit dem gewohnten SeaHelp-Service in Form von Abschleppen,

Starthilfe, Ersatzteillieferung, Verletztentransport, Wetter- und Revierberatung und vielem mehr zu versorgen.

Einsatzleiter Helmut Brachter ist vor Ort unter der Service-Nummer +34 902 30 40 05 zu erreichen.

Boot Tulln, Halle 6, Stand 624 www.sea-help.eu


News revier

15

Segeln und Cluburlaub

Unter dem Namen Club Magic Life Sailing Trophy 2010 haben

Segelbegeisterte in der Türkei die Gelegenheit, tagsüber an

einer spannenden Funregatta in einem der schönsten Reviere

des Mittelmeers teilzunehmen und am Abend die Vorzüge eines

Cluburlaubs zu genießen. Die Sailing Trophy findet im Club

Magic Life Marmaris Imperial statt und wird gemeinsam mit

Phoenix Yachting, dem Charterspezialisten in der Region, veranstaltet.

Die Wettfahrten starten direkt vom Club aus, somit

haben die Teilnehmer die Möglichkeit, das „alles drinklusive“-

Konzept im Club und auch auf See zu genießen. Alles „drinklusive“

bedeutet, alle Speisen und alle Getränke sowohl an Land

als auch an Bord sind inklusive. Die Wettfahrtleitung liegt in den

erfahren Händen von Phoenix Yachting, die auch die notwendigen

Schiffe zur Verfügung stellen. Die Regatta wird

nach dem IRC-Vermessungssytem gewertet und beinhaltet

Dreieckskurse in der Bucht von Marmaris

sowie zwei bis drei Langstreckenetappen mit Tagespreisen

und einer Gesamtwertung. Vor jedem Regattatag

findet ein Skippertreffen statt, um die Teilnehmer

über Wetter, Regeln und den Tagesablauf zu informieren.

Die Schiffe von Phoenix Yachting sind bestens

gewartete und voll ausgerüstete Yachten wie die Bavaria

42, Bavaria 44 oder Bavaria 49 sowie die Dufour

455, Hanse 370, Hanse 400 und Hanse 470e. Die

Yachten liegen für die Dreieckswettfahrten direkt beim Club

Magic Life Marmaris Imperial, wo Segler und Begleitpersonen

in Zimmern in der Clubanlage untergebracht

sind, bei den Langstreckenetappen wird an Bord der

Schiffe übernachtet. Die Club Magic Life Sailing Trophy

findet von Samstag, 15. Mai bis Samstag, 22.

Mai 2010 in der Bucht Marmaris und dem umgebenden

Revier statt. Die Kosten reichen von

275 Euro für Begleitpersonen bei Selbstanreise

bis 1.670 Euro für Regatta mit Clubaufenthalt,

Flug und Transfer all-inklusive.

www.magiclife.com/yachting

www.phoenixyachting.com

Hanse 630:

Charter-Luxus

Das gab’s noch nie! Master Yachting Deutschland bietet mit der Hanse 630 welt -

exklusiv die größte Großserienyacht der Gegenwart im Bareboat-Charter an. Nicht

nur ihre stattlichen Dimensionen mit 19 Metern Länge setzen neue Charter-Maßstäbe,

auch die Ausstattung ist einzigartig. Fallen, Strecker und Schoten verlaufen unter

Deck, dank elektrisch betriebener Rollanlage und Selbstwende-Fock können alle

wesentlichen Funktionen vom Steuerstand aus bedient werden. T-Kiel und eine Performance-Ruderanlage

ermöglichen ausgewogenes und schnelles Segeln bei allen

Wetterbedingungen. Ein besonderes Merkmal unter Deck ist der freistehende Arbeitsbereich

der Pantry, was nicht nur den optional buchbaren Koch erfreuen dürfte.

Der Luxus-Segler steht in Marmaris

an der türkischen Südküste zur Verfügung.

Die schönsten Buchten, perfekte

Ankermöglichkeiten und die

besten Restaurants reihen sich wie

an einer Perlenschnur aneinander.

Bis 25. Juni und ab 9. Oktober kostet

das Luxusleben an Bord der Hanse

630 pro Woche 14.840 Euro, von 26.

Juni bis 8. Oktober 18.450 Euro.

www.master-yachting.de


16


Revier

17

Segeln

in der Steinzeit

Sie sind tief in der Menschheitsgeschichte gelandet: Die beiden österreichischen

Langstreckensegler Evi Strahser und Wolfgang Wirtl haben mit ihrem Fahrtenkatamaran SLEIPNIR2

im Zuge ihrer dreijährigen Blauwasserreise die melanesischen Inselstaaten Vanuatu und

Papua Neuguinea besucht. Eine Kultur, die sich seit tausenden Jahren wenig verändert hat.

Text und Fotos: Evi Strahser und Wolfgang Wirtl


18

1

Es gibt sie jedenfalls noch, die kaum frequentierten Segelreviere

abseits der befahrenen Routen, verwaist von jeder Form des

Tourismus, mit ihren einsamen, leeren Ankerbuchten. Wir

haben jene Gebiete bereist, die – von der klassischen Passatroute

kommend – quasi Ausgangspunkte für die endlosen,

verlassenen Cruisinggebiete Melanesiens darstellen.

Wenn man den teilweise kritisierten Ballungszentren des Yachtund

Chartertourismus ausweichen möchte, kann man in den

Gewässern von Vanuatu und Papua Neuguinea prüfen, wie weit

man sich tatsächlich von den Annehmlichkeiten bestehender

Infrastrukturen befreien und sich lediglich auf das eigene Boot

und das Wesentlichste beschränken kann.

In beiden melanesischen Staaten haben sich auf abgelegenen

Eilanden Teile der Bevölkerung ein hohes Maß an traditioneller

Lebensweise und Ursprünglichkeit erhalten.

Landeskundliches

Die Inseln von Vanuatu fügen sich wie ein Y in den westlichen

Pazifik. Bis 1980 war der Staat als Neue Hebriden auf den Seebzw.

Landkarten zu finden und wurde von Großbritannien und

Frankreich als britisch-französisches Kondominium verwaltet.

Regional unterschiedlich wird neben Englisch auch noch Französisch

gesprochen, den Franzosen verdanken wir jedenfalls

das Baguette, aber auch das enorm hohe Preisniveau, das sehr

an Französisch Polynesien erinnert.

Neuguinea, zweitgrößte Insel der Welt mit dem umfangreichsten

unberührten Regenwaldgebiet außerhalb des Amazonas und

beispielloser Sprachen- und Kulturenvielfalt einer teilweise

sehr ursprünglichen Bevölkerung, ist politisch geteilt.

West-Neuguinea (Irian Jaya) ist politischer Bestandteil von

Indonesien, das östliche Papua Neuguinea – mit rund 600

weiteren kleineren bis großen Inseln – kann aufgrund der etwa

700 hier lebenden Volksstämme mit noch mehr Sprachen und

Dialekten wohl kaum als politisch einheitlicher Staat bezeichnet

werden.

Yachtcharter

Die Möglichkeiten hier ohne eigenes Boot zu cruisen sind

eingeschränkt, denn Charterbasen gibt es keine, sieht man von

Tagestouren von Port Vila aus ab.

Für Vanuatu ist dieser Umstand bedauerlich und wäre durchaus

denkbar, da es sich hier um ein sehr attraktives Revier mit etwas

herausfordernden, aber absolut bewältigbaren seglerischen

Anforderungen handelt.

Für Papua Neuguinea ist aus unserer Sicht ein Charterbetrieb

nicht vorstellbar und wird sich auch kaum in den nächsten

Jahren entwickeln.

Wer dennoch diese traumhafte Inselwelt mit dem Segelboot

erleben möchte, sei auf unsere Anregungen aus dem Fiji-Artikel

in der September-Ausgabe von OCEAN7 verwiesen.


Revier

19

Eine nicht zu unterschätzende Zahl von Langzeitseglern sucht

via Internet oder Annoncen in Zeitschriften Mitsegler für

kürzere oder längere Etappen. Unter www.handgegenkoje.de

findet sich ein umfangreiches Angebot, nach Segelgebieten und

Zeiträumen gegliedert.

In jedem Fall sollte allerdings genauestens hinsichtlich der

Bedingungen nachgefragt werden und vor Antritt des Törns

ein entsprechendes Briefing stattfinden.

„Hand gegen Koje“ kann bei SkipperIn und Crew sehr unterschiedliche

Vorstellungen beinhalten.

Speziell in den melanesischen Staaten sind die Segelstrecken

teilweise lang, sowie Flugplätze dünn gesät, und wer will schon

als letzte Alternative auf einer abgelegenen Insel Kokosnüsse

raspeln und auf ein Versorgungsschiff warten?

Nautische Tipps und Revierführung

Wenden wir uns dem Segelspezifischen bzw. den nautischen

und navigatorischen Gegebenheiten von Vanuatu und Papua

Neuguinea zu.

Vanuatu: Ausgehend von der Hauptinsel Efate liegt man in

Port Vila sicher an den Moorings von Yachting World, das – für

melanesische Verhältnisse – umfangreichen maritimen Service

bietet. In Havannah Harbor, an der Nordwestküste von Efate,

finden sich mehrere, durch zwei vorgelagerte Inseln gut geschützte

Buchten – ein idealer Ausgangspunkt, um die nördlichen

Inseln Epi, Ambrym, Pentecost, Maewo, Ambae, Espiritu

Santo und Malakula zu erforschen. Nachdem Vanuatu in seiner

gesamten Ausdehnung im Südost-Passatgürtel liegt, lässt sich

streckenweise hartes Am Wind Segeln kaum vermeiden.

2

3

1 Auslegerkanu. Am Strand von Ureparapara, Vanuatu.

2 sleipnir2. Einziges Schiff vor Anker in Bagaman, Louisiaden, PNG.

3 Zwillings-wasserfall. Vanua Lava, Vanuatu.

4 Aktiver vulkan. Mount Yasur auf Tanna, Vanuatu.

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20

1 2 3

Die Zahl geschützter und reizvoller Ankerbuchten

ist groß, auf Malakula und Espiritu Santo finden

sich auch entlang der Ostküste (Luvseite) ruhige

Plätze. Seezeichen zur Ansteuerung sucht man vergebens,

und die wenigen verfügbaren Seehandbücher

geizen mit verwertbaren Informationen oder

hilfreichen Landmarken. Dennoch sind die An -

näherungen an die Buchten in den meisten Fällen

frei von größeren Schwierigkeitem, nach knapp

unter der Wasserober -

fläche aufragenden Riffblöcken ist aber Ausschau zu halten. Die

überwiegende Zahl der Anchorages zeigt nahezu idealen Grund

aus Sand oder Schlamm.

Ein Juwel stellt die ein wenig nördlicher liegende, aber noch

zu Vanuatu gehörende Banks-Gruppe dar. Die meisten, in der

Regel wenig einschneidenden Buchten liegen entlang der

Leeseite, nur der Hauptort Port Patteson auf Vanua Lava und

die Diver’s Bay auf Ureparapara sind nach Osten offen, bieten

aber trotzdem guten Schutz. Die Diver’s Bay liegt in einem

alten Vulkankegel, dessen Nordostwand ausgebrochen ist und

so den Weg in eine spektakuläre, mystisch anmutende Bucht

freigibt.

Am Rande des

brodelnden Kraters

Apropos Vulkan: Wer von Neu-Kaledonien oder von

Fiji kommt, wird eher das südliche Tanna anlaufen.

Grund dafür wäre der Mount Yasur, einer der aktivsten

Vulkane der Welt. Nach einer abenteuerlichen Fahrt in

einem Jeep über Schlamm pfade und durch Flussläufe steht

man schließlich direkt am Rand des stets brodelnden Kraters.

Dieser, wie nahezu alle Ausflüge mit Geländewägen in Vanuatu,

relativiert für die meisten Segler die Gefahren des Hochseesegelns

– die Bandscheiben sollten in jedem Fall nicht

locker sitzen …

Papua Neuguinea: Ein ungleich größeres und wesentlich

anspruchsvoller zu segelndes Gebiet stellt Papua Neuguinea

dar. Für die wenigen Yachten, die auf ihrem Weg nach Westen

in den Louisiaden Station machen, ist wohl die Calvados

Chain-Gruppe das populärste Gebiet. Ankerplätze wie vor

Bagaman, Pana Numara, Pana Kuba oder Panasia – um nur

einige zu nennen – lohnen den meist hohen seglerischen

Aufwand. Auch die Liegeplätze in den weiter westlich liegenden

Conflict- und Engineer-Gruppen geben der Crew das

Gefühl von Abenteuer- und Pioniergeist in traumhaften,

einsamen Buchten.

Der Ahnherr der österreichischen Segelaussteiger, Wolfgang

Hausner, hat vor 35 Jahren etwa 150 Seemeilen nordwestlich

von hier seinen Kat TABOO auf einem unverzeichneten Riff

verloren. Es muss tatsächlich eine abenteuerliche Herausforderung

und Leistung gewesen sein, sich in diesem Revier mit


Revier

21

5

6

7

8

1 Typisches haus in Vanuatu.

2 Markt von Port Vila – Hauptstadt Vanuatus.

3 Pfahlbauten in den Louisiaden, PNG.

4 KINDER in Pana Numara, Louisiaden, PNG.

5 Typisches Dorf in den Highlands von PNG.

6 Palmenblätter werden zu Matten geflochten, Louisiaden, PNG.

7 Zubereitung einer süssspeise in einem Küchenhaus in Vanuatu.

8 Auslegerkanus in Ureparapara, Vanuatu.


22

den navigatorischen Mitteln der 1960er und

1970er Jahre bewegt zu haben. Trotz tief empfundenen

Respekts vor den Altmeistern im Allgemeinen,

hat – bei aller Bescheidenheit – auch im 21.

Jahrhundert der in diesem Gebiet erlebte Spirit des

Pioniers und Entdeckers seine Berechtigung.

Die größte seglerische bzw. navigatorische Herausforderung

besteht in der Unzuverlässlichkeit der Seekarten.

Vermutlich weltweit selten finden sich so viele und flächenmäßig

ausgedehnte „Unsurveyed Areas“ mit entsprechenden

Hinweisen, dass für diese Gebiete keine hydrografischen

Gutachten durchgeführt wurden und dadurch nicht identifizierte

Untiefen und Riffe navigatorische Gefahren darstellen.

Bei einigen Inseln wird vermerkt, dass sie beträchtlich von

der Karte versetzt liegen …

Im August 2009 lief eine deutsche Yacht bei Long Reef, ca. 30

Seemeilen südlich der Conflict-Gruppe, auf ein Riff auf, das

weder auf Papierkarten noch auf den elektronischen Karten

verzeichnet ist.

Besuch in der Steinzeit

Alle Zweifel an der Sinnhaftigkeit seglerischer Hürden und

Widrigkeiten sind wie verflogen, wenn man sich von der ungezähmten

Kraft und Vielfältigkeit der Flora und Fauna an

diesen nahezu unverdorbenen Flecken unserer Erde umgeben

sieht.

Die Dorfgemeinschaften haben sich entwicklungsgeschichtlich

vom Neolithikum wenig entfernt – als würde man durch ein

zum Leben erwecktes Freilichtmuseum Asparn an der Zaya

wandern. Wir dürfen an traditionellen Bräuchen und Riten

teilhaben, machen gleichsam eine Zeitreise in die Menschheitsgeschichte.

Nüchtern betrachtet müssen wir uns allerdings eingestehen,

dass die Melanesier mancherorts sehr im Spannungsfeld zwischen

Moderne und Tradition leben und die Chancen eines

aufkeimenden Tourismus geschäftstüchtig und profan nützen.

2

Land Divers (Vanuatu)

Auf Pentecost haben wir die „Land Divers“, eine Art Vorläufer

des Bungee-Jumpings erlebt. Meist junge Männer stürzen sich

durch an den Fußgelenken fixierten Lianen von einem hölzernen

Gerüstturm kopfüber in die Tiefe. Für den Bau des Turms

werden Baumstämme des umliegenden Waldes zusammengebunden

und mit armdicken Lianen seitlich abgespreizt.

Die durchwegs athletisch gebauten Männer tragen einzig eine

Bastwickelung um den Penis, die an einem Hüftgurt hochgebunden

ist. Frauen (lediglich in Grasröcken) und alle nicht

aktiven Männer bilden tanzend und singend den Hintergrund

der außergewöhnlichen Veranstaltung.

3


Big Nambas (Vanuatu)

Wesentlich ursprünglicher ist unser Besuch bei den Big Nambas,

die im Gegensatz zu den an den Küsten lebenden Small

Nambas die Bergregionen von Malakula bewohnen. Wir ankern

als einziges Boot in der Norsup Bay nördlich von Port

Stanley und benötigen 1,5 Tage, viel Energie und noch mehr

Geduld, um einen Führer zu finden. Noel Escartes, unser erster

Kontakt, lässt uns zwar im Stich, aber schließlich werden

wir doch zu einem der Villages über die langsam zur Gewohnheit

werdenden Pfade Vanuatus gekarrt und der Nachmittag in

diesem ursprünglichen Dorf ist ein Erlebnis der besonderen

Art. „Die weißen Affen“ werden durch die Siedlung Unmet

geführt, Männer und Kinder laufen mit uns mit, und es ist nicht

ganz klar, wer hier wen mehr bestaunt – vor uns waren in dieser

Saison gerade einmal zwei Touristen in dieser Siedlung.

Water Music (Vanuatu)

Einen Höhepunkt im Rahmen unseres Aufenthaltes in der

Banks-Gruppe stellt sicher die Demonstration der für diese

Inseln berühmten Water Music dar, wobei durch die im knietiefen

Wasser stehenden Frauen mittels bestimmter Arm- und

Handbewegungen rhythmische Unterwassertöne erzeugt werden.

Es ist vielleicht ein wenig euphemistisch von „Musik“ zu

sprechen, dennoch geht die private Vorführung vor dem Hintergrund

des Zwillingswasserfalls von Vanua Lava unter die

Haut.

Tauschhandel

Besonders in den Banks-Inseln kommen die Dorfbewohner mit

ihren Auslegerbooten zum Kat gepaddelt und wollen Handel

treiben. Etwa zwölf bis 15 Yachten bereisen jedes Jahr die

Waterfall Bay in Vanua Lava oder die Diver’s Bay in Urepara-

1 mutprobe. Nur mit Lianen um die Fußgelenke gesichert stürzen sich

Männer in die Tiefe.

2 kaugenuss. Die grün ummantelten Betelnüsse verfärben die Zähne vampirartig

rot.

3 Süsswasser. Wasserfälle speisen den Süßwassersee mitten im Regenwald.

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24

para, und man will die Gelegenheit nutzen, Streichhölzer,

Zucker, Batterien oder Angelhaken gegen Schnitzereihandwerk

oder Lobster zu tauschen.

Sowohl auf den Banks-Inseln als auch im Louisiaden Archipel

scheinen die Bewohner von ihren Regierungen vergessen worden

zu sein. Das Versorgungsschiff kommt einmal im Jahr –

wann genau weiß niemand.

In den Louisiaden werden wir von den hierorts üblichen Einbäumen

regelrecht belagert und sind quasi „Allgemeingut“ der

Dörfer an den verschiedenen Ankerplätzen. Der Besuch in den

Siedlungen, die ausschließlich aus Pfahlbauten bestehen, macht

schnell klar, dass die Menschen so gut wie keine Privatsphäre

kennen und auch wir auf der SLEIPNIR2 haben wohl keinen

Anspruch darauf – man würde es nicht verstehen. Die Situa tion,

dass Kinder ohne Scheu auf ihn zugehen, ist für Wolfgang etwas

ungewohnt und gewöhnungsbedürftig.

Der schwungvolle Handel, den wir auch hier mit den Eingeborenen

treiben, findet tatsächlich ohne jeglichen Geldverkehr

statt. Die Landeswährung Kina (Namensgeber ist die früher

als Zahlungsmittel übliche Kinamuschel aus Goldlip Perl -

auster) führen wir noch gar nicht an Bord und es wäre auch

niemand an Geld interessiert. Umso interessanter vielleicht die

Tatsache, dass in Papua Neuguinea Muschelgeld (Tolai) als

Komplementärwährung existiert und auch offiziell gefördert

wird. Die Tolai Exchange Bank bei Rabaul auf New Britain

wechselt Muschelgeld in „harte“ Kina.

Medizinische Hilfe

Die Wundversorgung der eitrigen Ekzeme, die in den Loui siaden

speziell bei Kindern auftreten, entwickelt sich während

dieses Aufenthaltes zu einem großen Anliegen unsererseits. Wir

versuchen mit Salben und Antibiotika zu helfen. Durch diesen

engeren Kontakt mit der Bevölkerung müssen wir allerdings

auch unsere immer noch bestehende Naivität und Ahnungslosigkeit

gegenüber dem Leben der Insulaner eingestehen und

bringen so manchen Dorfbewohner ungewollt in Verlegenheit.

Wir verordnen Tabletten in einem bestimmten Stundenrhythmus

und vergessen dabei, dass niemand eine Uhr besitzt – der

Tagesablauf richtet sich nach dem Stand der Sonne.

Wir erkundigen uns zwecks Dosierung der Medikamente nach

dem Alter der Kinder – kaum jemand kennt exakt sein eigenes

Alter, der individuelle Entwicklungsstand legt die Rolle und

Aufgabenverteilung innerhalb der Dorfgemeinschaft fest (einen

Chief im engeren Sinn – wie in den Siedlungen Vanuatus –

kennen die Papua-Dörfer nicht).

Wir schreiben hilfreiche Informationen auf Zettel und bedenken

nicht, dass die wenigsten lesen können.

1 Mount Hagen-Kulturfestival. 160 Stämme des Inselstaates wetteifern

mit traditionellen Kostümen, Tänzen und Gesängen.


Revier

25


26

1

Kava-Trinken versus Betelnuss-Kauen

Was dem Melanesier Vanuatus die Kava-Zeremonie ist, ist dem

Bewohner Papua Neuguineas das Kauen der Betelnuss. Die

grün ummantelte kleine Nuss wird in den Städten allerorts

angeboten und verfärbt die verbliebenen Zähne wenig erotisierend

rot. Das obligate Ausspucken in den verschiedenen Kaustadien

sprenkelt die Straßen von Port Moresby oder Honiara

(Salomonen) wenig ansehnlich mit roten Flecken. An Kava-

Zeremonien haben wir uns fast gewöhnt, bezüglich Betelnuss

fehlt uns glücklicherweise jegliche eigene Erfahrung …

Mount Hagen Festival/PNG

Zwischen den Louisiaden und Port Moresby bieten wenige

Ankerplätze die Möglichkeit, den Törn zu unterbrechen – wir

segeln daher direkt in die Hauptstadt und erreichen den ehrwürdigen

Royal Papua Yacht Club vier Tage bevor in den

westlichen Highlands in Mount Hagen eines der größten Folklore

Festivals der Südsee stattfindet. Das Mount Hagen Kultur-Festival

ist gleichsam Höhepunkt und Abschluss unseres

Melanesien-Aufenthaltes und eines der eindrucksvollsten Erlebnisse,

die wir je auf Reisen erfahren durften.

160 verschiedene Stämme aus allen Teilen des Inselstaates

präsentieren ihre traditionellen Kostüme, Tänze und Gesänge

im Wettstreit und die wenigen internationalen Touristen dürfen

sich uneingeschränkt während der Vorbereitungen und Darbietungen

der Akteure im Terrain bewegen und fotografieren.

Jeder Stamm versucht die anderen lautstark und unermüdlich

zu übertrumpfen, und wir sehen uns von einer gewaltigen

Klangkulisse und Farbenpracht traditionellen Schmucks umringt.

In diesem Meer aus Federn, Muscheln, Bast, Stroh, Fellen

und Leinen ist unsere Aufnahmefähigkeit bald erschöpft,

und wir wissen kaum noch, wohin wir unsere Blicke lenken

sollen.

Besonders die weibliche Belegschaft der Engan Cultural Group,

die letztlich als Sieger hervorgeht, versteht es, ihre üppigen

femininen Reize dem Rhythmus ihrer Trommeln anzupassen

(dass in der Jury nur eine Frau sitzt, sei hier völlig zusammenhanglos

erwähnt). Ihre breitkrempigen schwarzen Hüte sind

aus Menschenhaar gewoben und haben eine entsprechend

lange Fertigungsdauer. Fairerweise sollten wir bemerken, dass

sie auch unsere Favoriten waren.

Luxus in der steinzeit

Der ehrwürdige Royal Papua Yacht Club bietet alles,

was des Seglers Herz begehrt. Vor allem eine groß -

artige Gastfreundschaft.


Revier

27

Abschied von der Steinzeit

Zurück im Royal Papua Yacht Club versuchen wir, die Ein -

drücke zu verarbeiten und bereiten uns auf die Weiterfahrt

durch die Torres-Straße und somit auf das Verlassen des Pazifiks

vor.

Über einen Zeitraum von drei Wochen haben wir – abgesehen

von der deutschen Galateia – kein anderes Schiff zu Gesicht

bekommen. Wenn wir ehrlich sein wollen, verabschieden

wir uns auch mit einem lachenden Auge „aus der Steinzeit“ und

freuen uns auf die „dekadenten“ Annehmlichkeiten, die uns in

Australien erwarten.

Nach dem Besuch von acht Inseln Vanuatus glauben wir, einen

repräsentativen Eindruck gewonnen zu haben.

Von Papua Neuguinea haben wir leider nur einen Bruchteil

gesehen. Weder die angeblich traumhaften Korallengärten an

der Nord- und Südseite der Hauptinsel noch die Trobriands-

Inseln, wo junge Frauen zahlreiche Sexualpartner selbst wählen,

aber erst nach der Heirat mit einem der Männer schwanger

werden. Anthropologen, die diesem Phänomen auf den Grund

gehen wollten, haben Gerüchten zufolge ihren Forschungsauftrag

immer wieder verlängert. Papua Neuguinea, erwarte das

Unerwartete …

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1 unverdorben. Hier hat noch kein Tourismus Natur und Menschen ver -

dorben. SLEIPNIR2 ankert im Paradies.

2 begegnungen. 21. Jahrhundert trifft die Steinzeit. Ein ganz besonderes

Erlebnis.

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Inselhüpfen

ohne ablaufdatum

Er ist erklärter Griechenland-Spezialist: Thomas Wiltner segelte mit seiner Hallberg Rassy

FORTUNA mit Frau und Kind zehn Jahre lang kreuz und quer durch die Ägäis.

Hier berichtet er von einem Törn zu den Inselklassikern der Kykladen.

Text und Fotos: Mag. Thomas Wiltner


Revier

29


30

1

Der Surfer hängt locker im Trapez, als er unvermutet aus dem

toten Blickwinkel hinter der Genua auftaucht. Der ist verdammt

flott unterwegs. Lässig hebt er die Hand zum Gruß.

Man könnte sie schütteln, so nah zischt er an der FORTUNA

vorbei. Das Ganze spielt sich bei gut sechs Beaufort und lästigen

Böen dazwischen ab.

Der Paros-Naxos-Kanal (Stenon Parou) ist eines der Surferparadiese

in Griechenland. In diesem Meereskanal, der die

beiden beliebten Ferieninseln Paros und Naxos trennt, macht

der Meltémi seinem Ruf nach lokalen Besonderheiten wieder

einmal alle Ehre. Der berühmt-berüchtigte Düseneffekt. Der

aus dem freien Seeraum nördlich an den Inselküsten angestaute

Winddruck wird gebündelt und verstärkt, regelrecht durch

die Enge gepresst. Resultat: ein bis zwei Windstärken mehr

gegenüber dem freien Seeraum. Wer weiß, dass in diesem

Seegebiet der zentralen Kykladen schon unter normalen Bedingungen

bei Meltémi locker sechs bis sieben Beaufort erreicht

werden können, den wundert’s nicht, dass sich die Surfer

hier wohl fühlen. Was dem Surfer gerade Recht kommt, ist uns

Seglern oft schon ein Mützchen zuviel. So sehen wir uns nach

einem geeigneten Schutzhafen um; und stehen vor einer nicht

unangenehmen Qual der Wahl. Von Mykonos kommend ersparen

wir uns die Süd-Nord-Durchquerung des Stenon Parou.

Wir entscheiden uns für die Paros-Seite. Dem Minihafen samt

äußerst begrenzter Liegeplatzsituation des entzückenden Städtchens

Naoussa entgehen wir durch freies Ankern und ausgedehnte

Dinghi-Fahrten. Dafür schlagen wir zwei Fliegen mit

einer Klappe. Wir haben die bevorzugte, einsame Ankermöglichkeit

und dazu das Ambiente des lebendigen Ferienortes.

Naoussa gehört mit seinen dicht um den kleinen Hafen gelegenen,

im typisch kykladischen Stil erbauten Häusern und den

engen Gassen zu einem der schönsten Orte der Kykladen.

Dieser hat eine stürmische Entwicklung vom Geheimtipp zum

pulsierenden Touristenort, vorzugsweise für Familien und

junge Erlebnishungrige. Aber damit steht Naoussa nicht alleine

da. Viele der heute beliebten Tourismuszentren begannen

als „backpacker’s paradise“ in den späten 1960er Jahren, bis in

den 1980er Jahren die griechische Regierung begann, die Low-

Budget-Touris wieder loszuwerden.

Das Drama von Paros

Von Naoussa verholen wir nach Paríkia oder Chora Paros. Bei

der Einfahrt gemahnen die Felsen der Gruppe Portes (einer

davon befeuert) ca. zwei Seemeilen vor dem Hafen zur Aufmerksamkeit

und lassen bittere Erinnerungen für das griechische Volk

wach werden. Im Jahr 2000 lagen wir in Skala/Astipalaia vor

Anker, um einen Sturm abzuwettern. Vor Ort erfuhren wir dann

von Einheimischen und aus den lokalen Medien von der Katastrophe:

Eine Fähre war vor Paros gesunken. Ursache Unachtsamkeit.

„Menschliches Versagen“. Die Wachhabenden hatten

sich auf den Autopiloten verlassen und die Warnsignale ignoriert.

Fußball lief im Fernsehen. Champions League mit griechischer

Beteiligung – Panathinaikos Athen spielte gegen den

HSV. Nach der Kollision mit den Felsen sank das Schiff in nur

45 Minuten. 82 Personen kamen in den aufgepeitschten Fluten

im Dunkel der Nacht um. Das ganze Land war in Trauer. Die

Verantwortlichen – Offiziere und Wachhabende – wurden zu

hohen Strafen verurteilt.


Revier

31

Chora 0 Prozent

In Paros liegt man sehr gut. Die niedrigen Hügel, die die Hafenbucht

von Paríkia im Norden umgeben, verschonen einen

vor den gefürchteten Fallböen. Und man hat eine attraktive

Auswahl zwischen den in der Saison natürlich heiß begehrten

Liegeplätzen im kleinen Yachthafen, der auch für einige Firmen

als Charterstützpunkt dient und dem frei Ankern in der weitläufigen

Hafenbucht. Idealerweise am Scheitel der Bucht im

Nordost-Eck vor einem lang gestreckten Sandstrand mit gutem

Ankergrund und guten Schwimmmöglichkeiten.

Von dort ist es mit dem Dinghi nur ein Katzensprung hinüber

zum kleinen Hafen, zum Start in eine absolut sehenswerte

Altstadt mit typisch engem Gassengewirr und Dutzenden von

Bars, Tavernen, Läden und Souvenirshops. Eine klassische

kykladische Chora eben. Chora bezeichnet allgemein die

Hauptorte der Inseln. Falls die Chora oben auf dem Berg liegt,

was in den Kykladen die Regel ist, gesellt sich zumeist noch ein

Hafenort „Skala“ dazu.

Viele der heute benutzten Straßen sind jüngeren Datums. Die

alten Eselspfade sind aber zumeist noch vorhanden und begehbar.

Paríkia ist ein Sonderfall. Sozusagen Chora und Skala in

einem. Paríkia ist „ebenerdig“. Kein schweißtreibendes Stiegensteigen,

kein atemloses Erklimmen der letzten Kapelle oder

Festung am Bergspitz. In Paríkia gibt es das alles auf Meeresniveau.

Dazu mit der so genannten Katopoliani-Kathedrale,

eine der berühmtesten und wohl auch schönsten der Ägäis.

Beeindruckend die Ikonostase (Altarwand), bestehend aus

durchscheinendem parischen Marmor und einer kunstvoll

geschnitzten Tür zum Allerheiligsten. Links davon steht die

von den Griechen hoch verehrte Ikone der Panagia mit dem

Kinde, der die Kirche auch geweiht ist und der jeder Ortho doxe

seine Ehrerbietung erweist. Am 15. August, dem Maria Himmelfahrtstag

und gleichzeitig dem nach Ostern wichtigsten

christlichen Feiertag im orthodoxen Griechenland, wird die

Ikone durch die Stadt getragen. Wir durften dem Ereignis

schon einmal beiwohnen. Ein ohrenbetäubendes, aber farbenfrohes

Großfeuerwerk krönte den Ausgang des Festes und

holte alle Beteiligten augenscheinlich zurück ins Profane. Das

alles an Deck liegend, den Blick nach oben gerichtet genießen,

ist einer jener Augenblicke, in denen man das Glücksgefühl,

diese Mischung aus Freiheit und Geborgenheit, die Segelboote

vermitteln, gar nicht recht fassen kann.

2

3

4

1 stimmungsvoll. Wer möchte nicht vor einer derartigen Kulisse an Bord

leben?

2 rasant. Starkwind und kaum Wellen – das ist das reinste Paradies für erfahrene

Surfer.

3 entspannend. Hier kann man genießen und verweilen – Santorin von

oben.

4 Typisch. Steg für Yachten neben dem Fähranleger, das sorgt für Schwell

und unruhige Hafenaufenthalte.

5 luxuriös. Auch das ist Segeln – zumindest fast. Die STAR FLYER in Santorin

vor Anker.

5


32

Häfen und marinas

PAROS

Naoussa: Seit unserem letzten Aufenthalt hat sich einiges getan.

Zwar wurde der Hafen ausgebaut, indem die Molenenden verlängert

wurden, dafür wurden Yachten endgültig aus dem Innenbecken

(war ohnehin nur für flachgehende Yachten geeignet)

verbannt, das nun ausschließlich den Fischern zur Verfügung

steht. Die Bauarbeiten sind allen Quellen zufolge noch im Gange

und vielleicht wird man diesen Hafen einmal guten Gewissens

Marina nennen können.

Parikia: Der kleine Yachthafen von Parikia, manchmal auch euphemistisch

„Marina“ genannt, ist meist voll belegt. Parikia ist

auch Stützpunkt einiger griechischer Charter-Companies, die an

manchen Tagen das gesamte Liegeplatzvolumen in Anspruch

nehmen. Die Mitarbeiter sind aber meist sehr hilfreich beim

Schlichten der Yachten oder bei der Suche nach Alternativen.

Alternatives Liegen an der Außenmole ist bei Meltémi nur bedingt

zu empfehlen. Dann meines Erachtens nach besser frei ankern

in der weitläufigen Bucht über flachem, gutem Ankergrund.

NAXOS

Chora: Liegeplatz im Innenbecken des Fährhafens ist sehr gut

geschützt. Gefahr droht allerdings von dem durch die vielen

Fähren ins Hafenbecken gedrückten Schwell. Höchste Vorsicht

und bestmögliche Abfenderung ist zu beachten. Ankerwache

empfohlen. Alternativ ankert man frei im äußeren Hafenbecken.

AMORGOS

Katápola: Gut geschützter Hafen mit guten Liegeplatzmöglichkeiten

im Zentrum des gemütlichen Hafenstädtchens.

Aigiali (Ormos Ag. Annas): Gute Liegemöglichkeit. Bei starkem

Meltémi etwas exponiert, aber sicher.

IOS, FOLEGARANDROS, SIKINOS

Die Haupthäfen bieten alle gute Liegemöglichkeiten und guten

Schutz vor dem Meltémi.

SANTORINI

Skala Thira: Kann man „auf gut Glück“ probieren. Aber höchst

wahrscheinlich finden sich keine geeigneten Liegemöglichkeiten

(vgl. auch Hauptartikel).

Vlychada „Marina“: Lage an der Südküste, weit abseits vom eigentlichen

touristischen Geschehen der Insel. Achtung: Einfahrt

neigt immer wieder zu versanden. Sandbänke vor dem Kap

Exomitis. Weiträumig runden oder, noch besser, nur von Westen

her anlaufen. Sehr guter Schutz im Inneren. Die kreative Kreisform

erleichtert es, dass Anker über Kreuz gehen. Selbst bei

gutem Timing sehr wahrscheinlich bzw. unvermeidbar. Seit 2008

wird von Moorings berichtet. Mit Wasser und Strom kann man

rechnen.

In Naxos gibt es eine „Chora light“. Zwar an einem Hügel

gelegen, aber kein Vergleich zu den steilen Gassen von Serfios,

Apollonía (Sifnos), Milos oder Amorgós. Von Santorini ganz

zu schweigen. Man liegt an sich gut geschützt im Gemeindehafen

oder alternativ frei ankernd im äußeren Hafenbecken.

Wie im Wellenbad

Die Mole ist aber zum Leidwesen der Ankerlieger über Verbindungskanäle

zur Vermeidung von Unterspülung mit dem

Hauptbecken verbunden, in dem die Fähren und Schnellboote

in stetem Strom kommen und gehen. Der aufgeworfene

Schwell wird dabei durch die „Kanalrohre“ unter der Pier auch

ins Innenbecken (in dem die Yachten und Fischerboote ankern)

gedrückt. Von erheblicher Kraft gespeist, produzieren sie dort

ein veritables Wellenbad. Im aufgeworfenen Schwell gehen die

Yachten ihren eigenen Rhythmus.

Einen guten Eindruck gewinnen dann all jene, die nicht zur

Ankerwache vergattert sind, sicherlich von der Chora Naxos.

Zu sehen gibt es allemal genug. Im Kastro z. B. den alten Gouverneurspalast

aus venezianischer Zeit, der bis zum heutigen

Tag im Besitz der Adelsfamilie Della Rocca Barozzi ist. Diese

ursprünglich französische Familie (de la Roche) siedelte sich

nach dem Vierten Kreuzzug, der unter Führung Venedigs stand,

hier an und brachte es letztlich bis zu Gouverneursehren. Heute

hat man hiermit die einmalige Gelegenheit, einen venezianischen

Stadtpalazzo mitten in Naxos besichtigen zu können.

Das im Palast untergebrachte Museum (Domus Della Rocca-

Barozzi Museum) zeigt viele Artefakte aus der Zeit und gibt

einen guten Einblick in adelige Lebensverhältnisse auf den

Inseln aus den letzten Jahrhunderten.

Erimonísia, die einsamen Inseln

An der Pier liegt heute die SKOPELITIS. Genauer gesagt ist es

die EXPRESS SKOPELITIS der „Small Cyclades Lines“. Sie

ist das Symbol fürs Inselhüpfen in dieser Gegend. Seit gut 30

Jahren versehen und versahen die SKOPELITIS und ihre Vorgängerinnen

Liniendienst in die so genannten „Kleinen Kykladen“.

Im Griechischen werden sie gelegentlich auch „Erimonísia“

genannt, was soviel heißt wie „einsam“ oder „verlassen“.

Es lockt ein Archipel südlich und östlich von Naxos mit geheimnisvoll

klingenden Namen wie Skhinoussa, Donoussa,

Irakliá, Kouphonisia, Karos und Andikaros. Nur vier davon sind

bewohnt. Dazu gesellt sich noch eine Reihe unbewohnter,

gänzlich menschenleerer Eilande. Dafür mit zauberhaften

Ankerbuchten gesegnet.

Skhinoussa und Irakliá stehen für intime Choras mit urigen

Tavernen und stimmungsvollen kleinen Häfen mit derart glasklarem

Wasser, dass einem Badeurlaub im Fischerhafen nichts

entgegensteht. In Karos finden wir eine jener Traumbuchten,

die man höchstens von Prospekten kennt, aber selbst nicht zu

finden glaubt. Es ist auch eine jener Buchten, bei der man sich

schon gestört fühlt, wenn eine zweite Yacht in der Weite der

Bucht festmacht.


Revier

33

1

2

Klein, intim, auffällig unspektakulär oder unauffällig spektakulär.

Das ist das Holz, aus dem die kleinen Inseln geschnitzt sind.

Hier kann man noch im Hafenbecken von Bord aus schwimmen

gehen.

Kreuzseen und andere Besonderheiten

Amorgós liegt wie eine Barriere am südlichen Ausgang der

Kykladen. Der monolithische Felsklotz Amorgós ist nicht nur

eine Marke in der Landschaft, sondern auch ein Hemmnis für

die aus dem weiten Seeraum im Norden anrauschenden Wellen.

Diese reflektieren an der Nordseite der Insel und sorgen

vor allem vor dem NO-Kap Ak. Vilakardha mit seiner beeindruckenden

Felsklippenlandschaft für heftige Dünung und

tückische Kreuzseen. Ein weiträumiges Umschiffen von Ak.

Vilakardha ist bei Meltémi in jedem Fall zu empfehlen.

1 köstlich. Zum Trocknen aufgehängte Tintenfische lassen die gute Küche

schon erahnen.

2 verträumt. Die Windmühle als passender Vordergrund zum Sonnenuntergang.

3 historisch. Szene aus dem Domus Della Rocca-Barozzi Museum im

Stadtpalazzo mitten in Naxos.

4 schattig. Vor diesem gemütlichen Kafenion sitzt man kühl unter den

Bäumen mitten unter Insulanern.

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34

1 2

Einmal kamen wir von den beiden kleinen Inselchen Levitha

und Kinaros, sehenswerte Zwischenhalte auf dem Weg in die

bzw. von der Dodekanes. Die Kursline in die Kleinen Kykladen

verläuft dabei recht nah an Ak. Vilakardha vorbei. Ab dem Kap

legte der Wind stetig zu, bis der Anemometer kurz der Durchfahrt

zwischen den beiden Kouphonisias (Ano Kouphonisia =

Ober K, Kato K. = Unter K.) letztendlich neun Beaufort anzeigte.

Weniger dramatisch als es klingt, da die See beim Näherkommen

an Kouphonisia durch die Landabdeckung von

Naxos ausflachte und wir unsere Reffarbeit mit zunehmender

Windstärke schrittweise schon brav erledigt hatten. Doch kaum

hatten wir die Durchfahrt zwischen den beiden Kouphonisias

hinter uns, war der Wind weg, wie abgedreht mit einem Schalter.

Die letzten Seemeilen bis in die Ankerbucht Ormos Kalando

(die Südbucht von Naxos) fuhren wir dann unter Maschine.

Vielleicht ein extremes Beispiel, aber mit derartigen Unvorhersehbarkeiten,

Überraschungen und lokalen Besonderheiten

ist immer wieder zu rechnen.

Die andere Geschichte sind die Kreuzseen, die uns an diesem

Tag vor Ak. Vilakardha besonders zu schaffen machten. Das

Auftürmen der Wellen, gespeist von der Reflexion ihrer Vorläufer

an der Steilküste und den großen Wassertiefen bis zur

Steilküste wurde immer unerträglicher. Normalerweise stabilisiert

ja die Besegelung die Schiffsbewegungen durch steten

Segeldruck auch im Seegang. Problematisch wird es nur, wenn

Winddruck und die Kraft der Wellen nicht mehr korrelieren,

wenn, wie in diesem Fall, die Kraft, das aufrichtende Moment,

der gegenläufigen Wellen den Winddruck aus den Segeln

nimmt. Dann bockt das Schiff, der Baum und die Segel schlagen

und man kann eigentlich nicht viel machen, außer vielleicht

den schlagenden Baum mit einem Bullenstander zu bändigen.

Von heiligen Klöstern

Heute liegen wir in Katápola auf Amorgós. Katápola ist Ausgangspunkt

für einen Ausflug, den fast alle unternehmen, die

hierher kommen. Viele, die mit der SKOPELITIS anreisen,

kommen nur deswegen nach Amorgos: Das Kloster Chozzo -

viotissa im Süden der Insel ist unvergleichlich. Es beeindruckt

schon beim Näherkommen durch seine exponierte Lage. In

absoluter Abgeschiedenheit (mit gut erschlossenem Zugang)

liegt es am Felsen. Wie ein Schwalbennest an die senkrechte

Felswand geklebt, 300 Meter über dem Meer. Von den Zinnen

des Klosters schweift der Blick über die immerblaue Ägäis. An

klaren Tagen fällt er bis Astipalaia im Süden und Santorin etwas

südwestlich. Genau dort wollen wir hin.

Eine Tonne Abenteuer

Eine Vielzahl von (Segler-)Legenden rankt sich um Santorin

(Thira). Da sind zunächst die historischen: Ob nun Santorin

mit dem sagenhaften Atlantis in Verbindung steht oder nicht.

Sehr wohl historisch belegt – und in diesem Zusammenhang

auch Anknüpfungspunkt für die Atlantis-Legende – ist die

Small Cyclades Lines – die „Express Skopelitis“

SKOPELITIS – Kennern der kykladischen Inselwelt läuft bei diesem Namen quasi das Wasser im Mund zusammen. Nein, SKOPELITIS, das ist keine

Köstlichkeit aus den Töpfen der Inseltavernen. Sondern ein Schiff. Genauer: eine Fähre. Aber nicht irgendeine Fähre. Sondern die Fähre zwischen Naxos

und Amorgos. Gut, inzwischen ist die Anbindung von Amorgos und den kleinen Ostkykladen an den Rest der Welt viel besser als noch vor zehn oder

15 Jahren. Sogar die Blue Star Ferries verbinden Amorgos mit Piräus in weniger als sechs Stunden. Aber die SKOPELITIS, die ist etwas Besonderes.

Auch wenn es inzwischen schon die SKOPELITIS II ist, fast doppelt so groß wie die alte und schon beinahe ein richtiges Schiff …

Betrieben wird die „Skopelitis“ von der gleichnamigen Familie Skopelitis und ist auf Amorgos in Katapola stationiert (wobei des Skopelitis’ auch auf

Donoussa gibt – so weit weg ist man wohl nicht gekommen …).


Revier

35

gewaltige Explosion des Vulkans im 17. Jh. v. Chr. Dass eine

derartige Explosion und ihre Folgen eine Flutwelle erzeugen

kann, ist evident. Dass aber ein solcher „Tsunami“ geeignet ist,

eine ganze Zivilisation zu zerstören, ist erst seit der Tsunami-

Katastrophe in SO-Asien im Jahr 2004 für jedermann vorstellbar

geworden. Wer die Bilder von 2004 noch im Kopf hat, wird

verstehen, dass ein ähnlicher Natur-GAU einer antiken Kultur,

und sei es mit der minoischen die älteste Hochkultur auf europäischen

Bodens, sehr wohl den Garaus machen konnte. Zerstörung,

Vernichtung, unzureichende Mittel zum Katastrophenmanagement,

Seuchen, Verzweiflung, Tod.

Unter Seglern galt sie lange Zeit als Inbegriff für seglerische

Santorin-Abenteuer: „Die Tonne“. Sie ist auch bei uns in die

Erfahrungsschatz-Annalen eingegangen. Haarsträubende Szenen

spielten sich jedes Mal ab, wenn partout die am weitesten

innen liegende Yacht als erste wieder auslaufen wollte. Dazu

musste erst das Spinnennetz aus Festmacherleinen, das in den

letzen Tagen und Stunden kunstvoll gewoben worden war,

entwirrt werden. Vorleinen wurden unter den Bügen durchgereicht

und an der nächstbesten Vorschiffklampe belegt. Zeitaufwändige

Manöver jedenfalls, die eigentlich einen entspannten

Besuch der Chora (Thira) nicht zuließen.

Mittlerweile ist alles anders. Der Fährhafen von Santorin ist

für Yachten weitgehend gesperrt bzw. durch Überbelag mit

Fähren, Kreuzfahrtschiffen, Tender und Barkassen nicht zugänglich.

Die Tonne in der Nähe des Kais ist verschwunden.

Die großen Tonnen weit draußen sind den zahlreichen Fähren

und Kreuzfahrtschiffen vorbehalten. Die Verhältnisse und

Gepflogenheiten in Thira ändern sich aber so oft, dass man im

Einzelfall immer aktuelle Informationen einholen sollte.

Wer auf „seine“ Tonne nicht verzichten mag, ist in dem kleinen

Häfelchen unterhalb von Finikas im Norden der Insel gut

aufgehoben. Finikas liegt praktischerweise gleich hinter der

Nordeinfahrt in die Kaldera nur zwei Seemeilen vom Kap

Epanomeria bzw. dem Leuchtfeuer auf Kap Nikolaos entfernt.

Mit etwas Glück findet man dort sogar eine freie Tonne nahe

genug an der kurzen Pier des Fischerhafens, um mit Landleine

gut festmachen zu können. Von dort beginnt ein sanfter Einstieg

ins Santorin-Erlebnis mit einem Fußmarsch nach Finikia,

das inzwischen schon weitgehend mit Oia (auch Ia, sprich

immer: Ia) zusammengewachsen ist. Das Gassengewirr in den

an den Kraterrand geschmiegten Städtchen vermittelt ungetrübtes

Santorin-Feeling. Von hier geht es wahlweise mit Bus

oder Taxi nach Thira.

Letztlich stehen auch wir am Abend mit all den anderen oben

in den Gassen von Oia. Alle Blicke sind nach Westen gerichtet.

Man zelebriert ein Ritual: Sonnenuntergang. Eingekeilt in

Hundertschaften. Kosmopolitisches Sammelsurium und geschäftiges

Gewusel. Ein babylonisches Gebrummel aus Sprachen

und Dialekten aus allen Herren Ländern. Beeindruckt

und schaudernd zugleich erfahren wir dieses Schauspiel und

sehnen uns bald wieder zurück an Bord, nach der Ruhe und

dem sanften Wiegen der Wellen.

Nicht nur das Tonnenabenteuer ist es wert, dass wir unser Glück

in Finikia gesucht (und gefunden) haben. Wenn sich am Morgen

die Konturen der Insel, dieses Gesamtensembles der Kraterformation

mit ihren Steilhängen langsam aus der Nacht und dem

hier häufig vorkommenden Dunst schälen, dann ist man mitten

im Geschehen. Hier ist die einzige Möglichkeit, die großartige

Landschaftsformation der Kaldera an ihrem Puls zu erleben. Es

braucht nur ein bisschen Fantasie und die aufsteigenden Nebel

können als Qualmen des Vulkans interpretiert werden.

1 orthodox. Prunkvoll gestalteter Altar in der Kathedrale von Paros.

2 katholisch. Die Kirche von Santorin ist ein beliebtes Foto-Objekt.


36

oCEAN7 People

The Impossible Dream

Seinen persönlichen Traum verwirklichte der 42-jährige Brite Geoff Holt mit einer

Atlantiküberquerung auf dem Spezialkatamaran IMPOSSIBLE DREAM. Der abenteuerlustige

Segler ist seit 25 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen und benötigt

für die Verrichtungen des Alltags die Pflege seiner medizinischen Betreuerin

Susana. Für Geoff Holt war es wichtig, die nautischen Tätigkeiten völlig allein

auszuführen, um so eindrucksvoll zu demonstrieren, dass auch Menschen mit

körperlichen Behinderungen Spaß am Segeln haben und ihre Träume verwirklichen

können. Ziel seiner Atlantiküberfahrt war die Insel Tortola in den British

Virgin Islands, wo Geoff Holt vor 25 Jahren einen schweren Tauchunfall erlitt.

Sein Schiff, die IMPOSSIBLE DREAM, ist ein 60 Fuß langer Katamaran, der speziell

für die Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Handicaps gebaut

wurde.

www.geoffholt.com

Österreichische Segler sind Spitze

Hochseesegler aus dem Binnenland Österreich werden oft

nicht ernst genommen und belächelt. Das ist ein Irrtum, wie

die Auszeichnungen von gleich drei Yachten unter rot-weißroter

Flagge durch den Weltumseglerpreis des deutschen Trans

Ocean Verein eindrucksvoll beweisen.

Schon seit über 20 Jahren auf

eigenem Kiel unterwegs und erst

Ende letzten Jahres wieder in

heimatliche Gefilde zurückgekehrt

sind die Seenomaden Doris

Renoldner und Wolfgang Slanec,

die als „Wiederholungstäter“ den

Globus schon zum zweiten Mal

umrundet haben und ihren Fans

in Österreich im Rahmen der

Bootsmesse in Tulln die Gelegenheit

geben, an den Erfahrungen

und Eindrücken ihrer ersten Weltumsegelung

mit der kleinen

Stahlyacht SUSI Q Teil zu haben.

Aus OCEAN7 bestens bekannt ist die Weltumseglerfamilie

Alexandra, Peter und Finn Schöler, die mit ihrem Katamaran

RISHO MARU in vier Jahren die Erde umsegelten und ihrem zu

Beginn des Abenteuers fünf Jahre alten Sohn Finn auf dieser

Reise einen globalen Weitblick und unvergessliche Eindrücke

gewährten, den Kinder seines Alters nur selten bekommen.

Als dritter Seefahrer unter österreichischer Flagge darf sich

Norbert Seywald, der mit seiner Yacht SUNNY SIDE die Weltmeere

durchfuhr, über den Weltumseglerpreis des deutschen

Trans Ocean Vereins freuen und sich die Trophäe, die im

Jahr 2009 17 Mal verliehen wurde, auf seiner Yacht

ins Regal stellen.

www.trans-ocean.org

www.rishomaru.com

www.seenomaden.at

Jessica: Segeln aus Freude

Bei allen Bedenken über immer jüngere Extremsegler – die 16-jährige

Jessica Watson begeistert ganz einfach. Die australische Schülerin ist mit

ihrer 34 Fuß kleinen Sparkman & Stephens Segelyacht alleine und nonstop

rund um die Welt unterwegs. Mehr als die Hälfte der Strecke hat sie

bei Redaktionsschluss schon geschafft, Kap Hoorn erfolgreich umrundet

und einen Orkan mit zehn Meter hohen Wellen und 60 Knoten Wind abgewettert.

Dabei ist sie vier Mal gekentert. Nichts kann ihr den Spaß an

der Reise verderben. Sie sagt: „Es sind die schönsten Erlebnisse meines

bisherigen Lebens. Da gehören auch schwierigere Momente dazu“.

OCEAN7 Online berichtet regelmäßig.


NEWS People

37

Segellegende ehrt

samantha davies

Die britische Ausnahmeseglerin Samantha Davies (36)

wurde mit dem begehrtesten und traditionsreichsten Titel

„YJA Pantaenius Yachtsman of the Year“ für 2009 ausgezeichnet.

Übergeben wurde die Trophäe im Trinity House in

London von der Seglerlegende Sir Robin Knox-Johnston,

der diesen Preis selbst drei Mal erhalten hat. Weitere Vorgänger,

denen diese Ehre zuteil wurde, sind unter anderen

Eric Hiscock und Sir Francis Chichester.

Sam Davies stammt aus dem englischen Portsmouth, lebt

aber seit ein paar Jahren im französischen Concarneau.

Sie nahm in ihrer zehn Jahre alten 60 Fuß-Rennyacht ROXY

am Vendée Globe 2008/09 teil und erreichte den dritten

Gesamtrang. Die 36-jährige Sam wurde auch als ISAF Rolex

World Sailor of the Year nominiert.

www.pantaenius.at

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von 4. – 7. März 2010

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38


Revier

39

Titzl

und die starken männer

Nach Jahren im Mittelmeer wollte es Yacht Club Austria-Generalsekretär Gottfried „Titzl“ Rieser wissen

und suchte eine neue seglerische Herausforderung: In der Wetterküche hoch im europäischen

Norden, wo die heftigen Stürme, der gute Whisky und Wickie und die starken Männer zu Hause sind.

Text und Fotos: Gottfried „Titzl“ Rieser


40

1

Ich sitze im Cockpit einer Bavaria 36, ducke mich, es kommt

wieder Wasser übers Deck. Eingepackt in mein Offshore-Ölzeug,

vermummt und mit zwei Lagen Funktionswäsche drunter,

Gott sei Dank habe ich meine Bergsteigersocken eingepackt. Ja,

das braucht es hier, am 57. Breitengrad Nord, in der Gegend von

West-Schottland, zwischen Isle of Skye und dem Festland.

Heute Vormittag haben wir über Navtex die Wetterwarnung

für das Gebiet Hebriden empfangen: southwesterly gale force

8, increasing severe gale force 9 – also, es wird schwerer Sturm

vorhergesagt.

Wir sind auf dem Weg nach Rodel an der Südspitze von Harris,

eine der Hauptinseln der Äußeren Hebriden. Skipper Heinz Ressl

von Sea-Man-Ship Austria trifft die einzig richtige Entscheidung:

Zurück in den geschützten Bereich des Inner Sound, neues Tagesziel:

Loch Torridon. Für die 15 Seemeilen über Grund brauchen

wir dann ganze acht Stunden und unzählige Kreuzschläge.

Bei 7 bis 8 Beaufort kannst du das Großsegel nur mehr aus der

Hand fahren, die Böen bis 9 Beaufort legen dir das Boot auf die

Backe, dass du mit der Baumnock Wasser schaufelst.

Aber wir sind schon mitten drin in der Geschichte, ich darf von

vorne beginnen: Ich segle nun seit Jahren hauptsächlich in der

Adria, in der Ägäis, habe Abstecher nach Elba und Korsika, in

die Nord- und Ostsee hinter mir. Und wie bei jeder Sportart

sucht man immer wieder nach Herausforderungen, man

braucht halt manchmal den Kick. So habe ich es beim Bergsteigen,

beim Klettern, beim Schifahren (jetzt beim Snowboarden)

erlebt und so geht es mir auch beim Segeln.

Es ist daher nur logisch, dass ich mich bei Heinz Ressl gemeldet

und sein Angebot, ein Gezeitentraining in Schottland zu

absolvieren, gerne angenommen habe.

In Armadale auf der Isle of Skye wartet die Bavaria 36 auf uns.

Die Yacht ist reviergerecht hergerichtet und optimiert. Standheizung

ist obligat, die Salonkojen sind mit Leesegel ausgestattet,

Strecktaue sind montiert, im Cockpit findest du keinen

Tisch, dafür ist eine Sturmfock an Bord und das Großsegel ist

mittels Bindereff zu verkleinern.

Die Boote liegen in Armadale an Bojen, wir und unsere Ausrüstung

werden mit einem Boot aufs Schiff gebracht. Wasser

wird über einen mehrere hundert Meter langen Schwimmschlauch

gebunkert. Schaut alles sehr eigenartig aus, wenn man

die Marinaanlagen in Kroatien oder Türkei gewohnt ist. Es

funktioniert aber alles perfekt, hinsichtlich Service, Freundlichkeit

und Hilfsbereitschaft können sich so manche Mittelmeer-

Anbieter eine Scheibe abschneiden.

Die Crew

Von links: Selim Erol, Stefan Mayer, Heinz Ressl (Skipper) von

sea-man-ship Austria, Robert Schwab, Conny Schifter, Jürgen Hofstätter.

Nicht am Bild: der Autor (einer muss ja fotografieren).


Revier

41

Jedes Mal am Abend bzw. vor dem Auslaufen gibt es ein Ritual:

Die Seekarte wird auf dem Tisch ausgebreitet, Strömungsatlas,

der „Reed“, Papier und Kuli dazu und los geht es. Wo wollen wir

morgen/heute hin? Gut, wie tief ist es dort laut Seekarte? Haben

wir Spring-, Mitt- oder Nippzeit? Haben wir Lowwater/Highwater?

Mit welchen Strömungen müssen wir rechnen? Es geht

uns in Fleisch und Blut über: Bezugsorte (Ullapool/Hebrides oder

Dover), Anschlussorte, interpolieren, Zeitfenster berechnen.

Ein kleines Beispiel gefällig? Die Durchfahrt von Kyle Rhea

ist ca. zwei Kabellängen breit und trennt die Isle of Skye vom

Festland. Der Strom kippt zweimal am Tag und setzt bis zu 9

Knoten (!) entweder nach Süd oder nach Nord. Wenn du also

zur falschen Zeit in der Einfahrt stehst, brauchst du gar nicht

erst antreten. 8,5 Knoten Strom gegenan schafft die Bavaria 36

nicht einmal theoretisch. Da gurgelt und brodelt das Wasser,

da glaubst du, du bist mitten auf der Donau im Strudengau!

Der Tidenhub beträgt in diesem Revier zu Springzeiten bis zu

sechs Meter, es heißt also schon aufpassen, bei Durchfahrten

oder Ansteuerungen von Liegeplätzen. An Missweisung sind

6° West zu berücksichtigen, die sind ganz wichtig, speziell beim

Vorhalten im Strom. Dementsprechend spielt Navigation eine

wichtige Rolle: Bei Schönwetter hat man an der bizarren Westküste

Schottlands immer Landsicht. Nachdem aber das Wetter

auch sehr schottisch ist (wir waren von Mitte bis Ende September

unterwegs), muss der Navigator topp sein. Er darf sich nicht

auf das GPS verlassen – denn bei den Wetterbedingungen kann

dich ein Stromausfall schneller erwischen als du denkst.

Schottisches Wetter bedeutet auch, dass wir die ganze Zeit

nicht aus den Stiefeln und aus dem Ölzeug herausgekommen

sind. Ich darf das so beschreiben: Es regnet, teilweise schüttet

es eine Stunde lang, die Wolken hängen dunkel über der Kimm,

die Sicht vielleicht eine Kabellänge. Plötzlich wird es heller,

2

3

4

1 filmkulisse. Castle Stalker – hier drehten Monty Pyton „Die Ritter der

Kokosnuss“.

2 alarm. Der Wetterbericht per Navtex meldet Sturm in Stärke 8, zunehmend

auf 9.

3 schubkraft. 11,9 Knoten Fahrt über Grund, das geht bei einer Bavaria 36

nur mit Hilfe von starkem Strom.

4 Ruhe. Einer der wenigen Schwimmstege im Revier – und die THISTLE als

einziges Segelschiff.

5 zeitraffer. Rasender Wechsel der Stimmungen. In Schottland können alle

vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag stattfinden.

5

gottfried „Titzl“ rieser

Der Autor dieser Reportage ist Generalsekretär des Yacht Club Austria

YCA und einer der berechtigten österreichischen Ausbildner zum

Yachtmaster der Royal Yachting Association.


42

1

2

3

weiße Lichtstreifen fallen schräg vom Himmel auf das Wasser,

die ersten Sonnenstrahlen kommen durch, es erscheint die

Sonne (so viele Regenbogen habe ich schon lange nicht mehr

gesehen), wir haben blauen Himmel. Eine Stunde später verzieht

sich der Himmel, am Horizont wird es dunkel, der Wind

beginnt zu pfeifen, die ersten Böen fallen ein, Gischt bricht auf

den Wellenkämmen, die ersten Tropfen fallen, die Sicht bricht

ab, es nieselt (bei acht Beaufort fühlt sich das wie Nadelstiche

in den Augen an). Und so geht es mehrmals am Tag hin und

her – ein gewaltiges Naturschauspiel!

Dementsprechend ist das Anlegen der Automatikwesten nur

logisch, und keiner von uns ist ohne Lifebelt und Rettungsweste

ins Cockpit eingestiegen. Apropos Sicherheit: Wir haben

auch MOB-Manöver geübt und ausprobiert und bei 30 bis 35

Knoten Wind kann ich nur sagen: Auch beim Quick-Stopp-

Manöver musst du die Fock und das Groß fieren, sonst treibst

du ab und du erwischt den Verunglückten nicht.

In Westschottland findet man keine Marinas, so wie man sie im

Mittelmeer mittlerweile an jeder Ecke antrifft. In den meisten

Buchten und an den Liegeplätzen vor den Städten sind Besucherbojen

ausgelegt – im „Reeds“ (das ist der Revierführer)

sind diese mit einem „V“ gekennzeichnet. Auf der Boje sind

vielfach auch der Eigentümer (Pub, Restaurant, Hotel, Destillerie

etc.) oder eine Telefonnummer vermerkt.

Der Landfall erfolgt mit dem Tender, auch hier zahlt es sich

aus, wenn man sich vorher ausrechnet, wie hoch der Wasserstand

noch steigen wird, wie lange kann ich im Pub bleiben und

Ale trinken, wo muss ich das Dinghi festmachen, damit ich

trockenen Fußes wieder einsteigen kann.

Last but not least: Die schottische Küche hat feinste Überraschungen

parat. Black Pudding (so ähnlich wie geröstete Blutwurst),

Haggis (erinnert mich an Anger Edis Leberschädl),

Cock-A-Leekie (Hühnersuppe), alle Arten von Gemüsesuppen,

Orangenmarmelade mit Whisky.

Natürlich, Whisky darf bei einer Revierbeschreibung aus

Schottland nicht fehlen. Ohne Whisky geht da oben sicher

nichts, denn auch das gehört zu einem Schottlandtörn. Das ist

ganz einfach eine Kulturfrage, der Besuch einer Destillerie (wir

waren in Oban und in Talisker) mit anschließender Verkostung

ist obligat und rundet die Reise in den hohen Norden ab!

Slainte va, Slan leat! Das sind schottische Grüße und bedeuten

in etwa: Gesundheit und ich komme wieder!

Literatur

Reeds 2009 Western Almanac/UK Coast from Cape Wrath to Padstow

The Yachtman’s Pilot: Skye and Northwest Scotland (Imray Verlag)

Admirality Tidal Stream Atlas/north coast of ireland and west coast of scotland

Aktuelle Seekarten/Admirality Charts

4


Revier

43

5

Yachtcharter

Yachtinvest

Yachtservice

Verkauf

Ausbildung

1 gut verbunden. Die Skye Road Bridge schließt die Insel Skye an das Festland an.

2 quer durch. 27 Kilometer und 29 Schleusen – der Caledonian Canal durchschneidet

Schottland von Ost nach West.

3 auf und ab. Portree bei Ebbe. Der Tidenhub beträgt hier drei Meter.

4 starker stoff. Besuch einer Destillery – hier wird Tallisker Whisky in traditionellen Eichenfässern

gereift.

5 wie im märchen. Ein Regenbogen spannt sich über die Durchfahrt von Kyle Rhea.

Die besten Ankerplätze/Häfen

Loch Gairloch: Einer der wenigen Schwimmstege in der Region.

Loch Shieldaig: Guter Ankergrund im SE der Bucht.

Portree: Besucherbojen auf vier Meter Wassertiefe.

Kyle Akin/Loch Alsh: Schwimmsteg meist voll, man kann aber längseits im Päckchen liegen.

A-4111 Walding, Überlendnerstrasse 24a

Tel. ++43 7234 84545

Fax ++43 7234 85545

office@yachting2000.at

eigene Stützpunkte in Kroatien:

Marina Dalmacija, Bibinje Sukošan

Marina Mandalina, Šibenik

www.yachting2000.at


44

oCEAN7 Service

Der Blick in die Tiefe

Humminbird, der Spezialist für Echolote aus den USA, ermöglicht Wassersportbegeisterten

nun einen schärferen Einblick auf das, was sich unter den Schiffen

abspielt. Der SwitchFire Max Mode bringt erstaunliche Details

auf das Display und erkennt sogar die kleinsten Objekte unter

Wasser, einschließlich des aufgewirbelten Planktons, Sprungschichten

und Wasserströmungen. Im Clear Mode filtert das

Gerät das empfangene Sonarsignal und zeigt nur Fische und

Strukturen an. Diese Betriebsart arbeitet besonders gut in

flachem und rauem Wasser und reduziert unerwünschtes

Durcheinander auf ein Minimum. Die Ansicht kann individuell

auf die momentane Situation eingestellt werden. SwitchFire wird

auf den 2010 Fishfinder-Modellen verfügbar sein.

Mit dem ebenfalls neuen Wegepunkt-Managment-System können

hunderte Wegepunkte nach eigenen Vorlieben und Wichtigkeit leicht

organisiert und sortiert werden. Mit neuen intuitiven Piktogrammen

lassen sich die vielen Wegepunkte noch einfacher identifizieren. Besitzer

von Humminbird-Fishfindern der 700er-, 900er- oder 1100er-Combo-

Serie können sich die Erweiterung kostenlos als Software-Update herunterladen.

www.geonavmarine.com

www.allroundmarine.com

Das Outfit der America’s Cup-Profis

Fans des BMW ORACLE Racing Teams, das beim 33. America’s Cup in Valencia mit dem Hightech Trimaran

BOR 90 startet sowie aktive Regattersegler können sich jetzt dem Anlass entsprechend kleiden.

Die aktuelle BMW ORACLE Racing-Kollektion von SLAM beinhaltet unter anderem gefütterte Jacken für

Damen und Herren, die besonders für kalte Temperaturen geeignet sind, das BOR Langarm-Shirt 305

oder das Kurzarm-Shirt 304 aus einem speziellen Carbonmaterial, das ausgezeichnete Atmungsaktivität

verspricht. Das Designer-Team von SLAM hat in zahlreichen Testreihen und bei vielen Regatten

neuartige Lösungen für technische Bekleidung entwickelt. Das neue flexible Material hat hohen

Tragekomfort und wasserfeste und schnell trocknende Materialeigenschaften. Ergänzend zur Kollektion

werden Accessoires wie diverse Taschen, Caps und Gürtel

angeboten. Die Farben sind weiß, hellgrau und marineblau,

basierend auf den offiziellen Farben des BMW ORACLE Racing

Teams.

www.slam.de


NEWS SERVICE

45

ein Flügel vor dem Wind

Wo ein normaler Spinnaker schon längst zusammenfällt

oder in die Sonne schießt, ist der neu konzipierte Wingaker

noch vollkommen entspannt zu segeln! Durch eine komp -

lett veränderte Aerodynamik wirkt der Wingaker dann wie

ein Gennaker. Bis zu 60° am Wind sind damit leicht möglich!

2010 wartet der Hersteller vom Chiemsee mit einem

neuen 6.6er Hochleistungsnylon-Tuch auf. Das sehr geringe

Gewicht von 29 g/m² (ohne Ausrüstung) bringt in Verbindung

mit sehr guten Festigkeitswerten enorm viel Potential

– gerade im unteren Windbereich.

Während herkömmliche Spinnaker kaum zum Stehen zu

bringen sind – oder schwere Flügelelemente keine Wirkung

haben –, steht das Auftriebselement des Wingaker schon

wie eine Eins und entwickelt einen wirkungsvollen Lift. Lasttragende

Dyneemaleinen in den Lieken verstärken den

neuen Wingaker wirkungsvoll und gewährleisten eine vorzügliche

Haltbarkeit des Segels. Der neue 2010er Wingaker

Performance Sport ist in den Grundfarben gold, rot, weiß

und schwarz zu haben.

Ein optimierter Bergeschlauch erleichtert das Handling des

Segels zusätzlich ungemein.

Eine Möglichkeit, diesen Spezialspinnaker kostenlos zu

probieren gibt es für alle Schnellentschlossenen: Bei der

am 26. Juni in Weiden am See zum vierten Mal stattfindenden

Wingaker „Fun for Business Regatta“ haben die ersten

Nennungen die Möglichkeit, das Segel auf ihrem Boot einzusetzen

und zu testen. Kontakt am Neusiedler See: Kurt

Bauer, E-Mail: wingaker-info@wellcom.at

www.wingaker.com


46

Evolution

als Designer

Tauchgänge in tropischen Meeren zählen zu den schönsten Naturerlebnissen. Umgeben von

farbenprächtigen Fischen schwebt der Taucher durch eine Märchenlandschaft. Bizarre Formen und

exquisite Farben erregen unsere Aufmerksamkeit. Wieso treibt die Natur diesen Aufwand?

Text und Fotos: Dr. Reinhard Kikinger


SERVICE

47

Form folgt Funktion

Das Korallenriff ist ein besonders artenreicher Lebensraum.

Hier finden sich Spezialisten der unterschiedlichsten Größen,

verschiedener systematischer Herkunft und in allen möglichen

Positionen innerhalb des komplexen Nahrungsnetzes. Dementsprechend

divers sind die Anforderungen an die Organismen.

Im Laufe der Evolution haben sich die unterschiedlichsten

Lösungsansätze entwickelt. Viele waren erfolgreich, noch

mehr sind allerdings wieder verschwunden. Wenn wir heute

mit offenen Augen durch die Natur gehen, sehen wir eine

Momentaufnahme dessen, was zur Zeit biologische Erfolgsmodelle

sind. Verstehen können wir deren oft auffälligen Formen,

Farben und Verhaltensweisen aber nur, wenn wir ihre biologische

Herkunft, die Geschichte ihrer Evolution verstehen.

Ökologische Nischen

Es ist für uns selbstverständlich, dass in einer Millionen-Metropole

die unterschiedlichsten Berufsgruppen am Werk sind.

Jede davon hat sich auf eine bestimmte Tätigkeit spezialisiert

und deckt damit einen speziellen Bedarf ab. Ähnlich ist es in

einem Korallenriff. Es beginnt mit dem Schichtwechsel zwischen

tag- und nachtaktiven Tieren, reicht von Bautätigkeiten

bis zu Abbrucharbeiten, von Wohnungsgemeinschaften bis zur

Müllentsorgung und umfasst sogar spezielle Serviceleistungen

wie Putztätigkeiten. All diese Aktivitäten werden von Organismen

ausgeführt, die sich genau darauf spezialisiert haben. In

diesem Fall spricht man allerdings nicht von Berufen, sondern

1 Pure Eleganz. Ein Adlerrochen (Aetobatus narinari) schwebt majestätisch

das Riff entlang. Seine stark verbreiterten Brustflossen erinnern an Flügel und

ermöglichen ihm schwereloses Schweben. Wenn es sein muss, kann er durch

raschen Schlag seiner Brustflossen beschleunigen und erreicht hohe Geschwindigkeiten.

Sein Kopf ist spitz zulaufend und wird zum Wühlen in Sandböden

verwendet, wo er seine Nahrung ausgräbt. Der Schwanz ist an der Basis mit

mehreren Stacheln versehen, die der Verteidigung dienen. Das schöne Punktemuster

ist bei jedem Adlerrochen individuell ausgeprägt, die Bedeutung der

Punktierung ist ungewiss.

2 Grimmiges Aussehen. Der Bärtige Drachenkopf (Scorpaena oxycephala)

ist ein Lauer-Jäger, der gut getarnt im Riff auf kleine Krebse und Fische lauert.

Kommt eines dieser Tiere in seine Nähe, stülpt er blitzschnell seinen Mund vor

und saugt sein Opfer ein. Die Hautanhänge an seinem Kopf lösen seinen Umriss

optisch auf, und seine Farbe ist der Umgebung perfekt angepasst. Wird er trotzdem

von einem größeren Fressfeind entdeckt, dann setzt er eine besondere Waffe ein:

er richtet seine Rückenflosse auf, deren harte Flossenstrahlen giftig sind. Meistens

bewahrt ihn dieses Verhalten davor, selbst zur Mahlzeit zu werden.

3 Farbenpracht. Die tropischen Kaiserfische zählen zu den farbenprächtigsten

Fischen der Welt. Sie verwenden ihre Farbenpracht zur Revier-Verteidigung.

Ein gutes Beispiel ist der Imperator Kaiserfisch (Pomacanthus imperator). Das

Jungtier darf mit den Elterntieren zusammenleben, solange es sein Jugendkleid

trägt. Erreicht es seine Adultfärbung, muss es ein eigenes Revier beziehen.

2


48

1

von ökologischen Nischen, die von diesen Spezialisten ausgefüllt

werden. Um diese ökologischen Nischen erfolgreich besetzen

zu können, sind gewisse Anpassungen erforderlich. Und

diese Anpassungen sind es oft, die uns als Betrachter auffallen.

Das können so unterschiedliche Ausprägungen sein wie lange

Stacheln, gefiederte Arme, fächerförmiger Wuchs, knallige

Farben, Transparenz, spezielle Körperform und unendlich viel

mehr. Das sind keine Zufallsprodukte, sondern das Ergebnis

einer langen Evolution, die das Überleben dieser Arten bis

heute möglich gemacht hat.

Das Freilandlabor der Natur

experimentiert seit Milliarden von Jahren.

Da sich die Umweltbedingungen

immer wieder ändern, gibt es

ein stetes Kommen und Gehen

von Erfolgsmodellen.

Lebensformtypen

Die verschiedenen Lebensräume erfordern unterschiedliche

Anpassungen. Ein anschauliches Beispiel sind submarine Sandböden.

Die monotone Sandoberfläche bietet wenig Versteckmöglichkeiten.

Wer dort lebt, sollte sich daher entweder eingraben

können oder sehr flach gebaut und gut getarnt sein.

Dieses Modell haben Plattfische wie Schollen, Seezungen und

Butte perfekt verwirklicht. Auch Stechrochen sind Sandbodenbewohner,

besitzen einen abgeplatteten Körper mit hochstehenden

Augen und Atemöffnungen. Dadurch können sie auch

flach eingegraben sehen und atmen. Ganz andere Anforderungen

stellt das Leben zwischen den Sandkörnern. Um dort zu

leben, muss man winzig klein sein und

2

3


SERVICE

49

5

1 Tarnkappe. Während manche Riffbewohner in Farben schwelgen, setzen

andere auf die Strategie des Tarnens. Manche Garnelen-Arten leben mit Seeanemonen

vergesellschaftet. Um von Fressfeinden nicht gesehen zu werden, reduzieren

sie ihre Pigmente und werden dadurch fast durchsichtig. Bei der abge -

bildeten Garnele sieht man von rechts nach links: Kopf mit zwei Augen,

Scherenbeinen und zwei langen Antennen, Thorax (Brustbereich) mit weißen

Pigmentflecken, Schwanzfächer mit weißer Basis und braunen „Scheinaugen“

(Periclimenes brevicarpalis).

2 Graziös. Die delikate Schönheit der Haarsterne (Crinoidea) erschließt sich

dem Betrachter, sobald diese Tiere ihre Arme voll entfalten. Die Funktion der gefiederten

Arme ist es, aus der Wasserströmung Plankton und Kleinpartikel aufzufangen.

Diese Partikel werden in Armrinnen in das Zentrum des Haarsternes

transportiert, wo sie von einer Mundöffnung aufgenommen werden. Haarsterne

bevorzugen strömungsexponierte Sitzplätze, wo sie sich mit speziellen Füßchen

(Cirren) festhalten. Der braune Stiel gehört nicht zum Haarstern, sondern ist eine

Drahtkoralle, an der der Haarstern hochgewandert ist.

3 Hochsee-Segler. Die Strahlenqualle Porpita porpita ist ein Hightech-Produkt

im Miniatur-Maßstab. Sie hat nur wenige Zentimeter Durchmesser, ist aber hochseetüchtig.

Ihre zentrale, chitinartige Scheibe dient als Auftriebskörper. Sie ist

umgeben von einem blauen, elastischen Band, das im Fall einer Kenterung die

Kolonie wieder aufrichtet. An der Unterseite der Scheibe befinden sich viele kleine

Polypen, die mit ihren winzigen Tentakeln Plankton fangen.

4 Riesenmuschel. Die Muscheln der Gattung Tridacna sind die größten

weltweit. Nicht nur ihre Größe macht sie interessant, sondern auch ihre Symbiosepartner,

einzellige Algen. Um ihnen genügend Licht zu bieten, breiten die Riesenmuscheln

ihr weiches Gewebe, den sogenannten Mantel, weit aus. Das sieht

nicht nur schön aus, sondern fungiert auch als effizienter Lichtkollektor, um den

Symbiosealgen die Photosynthese zu ermöglichen. Davon profitiert wieder die

Muschel, da sie neben Plankton auch die Photosynthese-Produkte als Nahrung

verwendet.

5 Verborgene Formen. Das Skelett dieses Herz-Seeigels verrät die Funktionen

der einzelnen Strukturen. Auf den vielen kleinen Höckern waren die Stacheln

befestigt. Aus den sternförmig angeordneten Löchern traten kleine Füßchen aus,

die der Atmung und weiteren Funktionen dienten. Das große runde Loch im linken

Bildbereich verrät uns die Todesursache des Seeigels: er wurde von einer räuberischen

Nabelschnecke (Naticidae) angebohrt und aufgefressen.


50

1

alle störenden Strukturen wie lange Antennen, Borsten und

Schalen reduzieren. Der entsprechende Lebensformtyp ist

klein und wurmförmig-langgestreckt. So lässt es sich am besten

im engen Labyrinth des Sandlückenraumes überleben. Genau

umgekehrt verhält es sich mit Plankton-Organismen. Sie

schweben frei im Wasser und würden ohne spezielle Anpassungen

in lichtlose Tiefen absinken. Um das zu verhindern, bilden

sie lange Schwebstacheln aus, reduzieren ihr Gewicht, lagern

Öltröpfchen ein oder verfügen über gasgefüllte Organe. Nur

auf Grund dieser Anpassungen können wir die exquisiten Körperformen

vieler Plankter verstehen, die aussehen wie von einem

anderen Stern.

Sehen und Verstehen

Die Anpassung der Organismen an ihren Lebensraum ist ein

durchgehendes Prinzip der Evolution. Der aufmerksame Naturbeobachter

findet dafür unzählige Beispiele. Das reicht vom

Spaziergang im Wald bis zu Tauchgängen im Korallenriff.

Dabei stellt sich häufig die Frage, warum die Natur einen

derartigen Aufwand an unterschiedlichen Bauplänen, Formen

und Farben treibt. Die Antwort liefert in den meisten Fällen

der evolutionäre Ansatz: Was wir sehen und bewundern, ist das

Produkt einer langen Reihe von Veränderungen und Anpassungen.

Das Ergebnis ist optimierte Funktionalität, oft gepaart

mit atemberaubend schönem Design.

Literatur

Dawkins, R. (2009). The Greatest Show on Earth. The evidence for Evolution. Simon & Schuster.


SERVICE

51

2

1 Sonnenkollektor. Die waagrecht wachsenden Tischkorallen der Gattung

Acropora sind hervorragend geeignet, um möglichst viel Sonnenlicht aufzufangen.

Das ist für sie wichtig, da in ihrem Gewebe Zooxanthellen leben, einzellige

symbiontische Algen. Diese brauchen Licht, fördern das Wachstum der

Koralle und liefern ihr zusätzliche Nahrung. Stürzt eine Tischkoralle um und

verliert ihre waagrechte Position, dann wächst sie so weiter, dass wieder horizontale

Flächen entstehen.

2 Meistertaucher. Meeresschildkröten sind hervorragend an das Leben im

Ozean angepasst. Ihr Panzer ist stromlinienförmig abgeflacht, die paddelförmigen

Vorderbeine sorgen für Vortrieb und die Hinterbeine helfen bei der Steuerung.

Im Vergleich zu ihren landlebenden Verwandten sind sie hydrodynamisch

optimiert. Das hat aber auch seinen Preis: im Gegensatz zu Landschildkröten

können die Meeresschildkröten ihren Kopf nicht mehr in den schützenden

Panzer zurückziehen (Eretmochelys imbricata).

3

3 Venusfächer. Ästhetik gepaart mit Funktionalität, das ist der Venusfächer

(Subergorgia sp.). Diese Hornkoralle wächst in einer Ebene, die senkrecht zur

vorherrschenden Wasserströmung orientiert ist. So ist maximaler Wasserdurchsatz

durch den Fächer garantiert. Die Koralle besitzt ein elastisches, hornartiges

Skelett. Das sich immer weiter auffächert. Es trägt an allen Ästchen kleine Korallenpolypen

(siehe Insert). Diese fangen mit ihren winzigen Tentakeln Plankton

und Schwebpartikel aus der Strömung. Venusfächer können mehrere Meter

Durchmesser erreichen und Jahrzehnte alt werden.

4 Unterwasser-Papagei. Papageifische (Scaridae) sind zwar sehr bunt,

haben ihren Namen aber wegen ihres Gebisses, das dem Schnabel eines

Papageis ähnlich sieht. Damit schaben sie die Oberfläche toter und lebender

Korallen ab und verwenden die aufwachsenden oder symbiontischen Algen

als Nahrung. An lebenden Korallen sind die Bissmarken als weiße Flecken

deutlich zu erkennen (siehe insert). Das schnabelartige, harte Gebiss der Papageifische

ist für diese Art des Nahrungserwebs perfekt geeignet.

4

Wohngemeinschaft

Zwei Seeigel (Echinostrephus sp.) sind von einem roten Schwamm umwachsen.

Die Seeigel kommen aus ihren Wohnnischen wohl nie heraus.

Sie verwenden ihre langen Stacheln nicht nur zur Feindabwehr, sondern

auch um verbeidriftende Partikel zu fangen, die dann verspeist werden.

Der rote Schwamm ernährt sich von Kleinplankton, das eingesaugt wird.

Das aufgenommene Wasser wird durch ein Kanalnetz geleitet, das in

mehreren großen Öffnungen sternförmig endet. Dort wird das aufgenommene

Wasser wieder ausgestoßen.


52

Umrüsten

auf led

Neben Windgenerator und Solarpaneelen wurde die Segelyacht Apollonia II mit 90 Prozent

Energie sparenden, neuen SMD LED-Leuchtmittel ausgerüstet. Wie die einzelnen Lampen

umgerüstet, welche Produkte ausgewählt wurden und was bei der Umsetzung

bemerkenswert ist, erfahren Sie in diesem Bericht.

Text und Fotos: Horst Kainz, www.asyc.at

Wir haben heuer unsere SY Apollonia II komplett auf LED-

Beleuchtung umgestellt, um unsere selbst erzeugte Energie noch

effizienter nutzen zu können und die bei Glühlampen üblichen

> 95 % in Wärme umgesetzte Verlustleistung zu sparen.

Um die richtige Wahl der Leuchtmittel zu treffen, habe ich im

vergangenen Frühjahr verschiedene Produkte unter unterschiedlichen

Bedingungen an Land getestet. Ich wollte bei der Umsetzung

an Bord später nicht mit bösen Überraschungen konfrontiert

werden, da die Herstellerangaben zwar sehr detailreich sind,

die subjektive Lichtempfindung aber daraus nicht wirklich her-

vorgehen kann. Diese Tests beinhalteten u. a. auch das Verhalten

der LED unter unterschiedlichen Spannungen.

Soviel vorweg: Die Energieersparnis beträgt 90 Prozent bei

gleichzeitig sogar höherer Lichtausbeute und wesentlich längerer

Lebensdauer von etwa 50.000 Stunden. Auch dass keine Abwärme

entsteht, empfinde ich als äußerst angenehm, speziell am

Kartentisch!

Ich habe die ausgewählten SMD LED im Internet-Versandhandel

bestellt. Meine Wahl traf ich lediglich nach Aspekten der

technischen Eigenschaften, Kosten und der raschen Verfügbarkeit.

Alle beschriebenen LED-Lampen wurden ausgiebig von mir

getestet und auch absichtlich in Überspannungsversuchen zerstört.

Die Zerstörungsgrenze liegt weit jenseits der am Bordalltag

auftretenden Gegebenheiten.

Die Lichtempfindung ist generell weißer und heller, ohne grell

oder unangenehm zu wirken. Die orange Lichtabgabe der herkömmlichen

Glühbirnen liegt daran, dass hohe Temperaturen

entstehen, die entsprechendes Leuchten verursachen, aber nur

drei Prozent in Lichtenergie umsetzen, während bei den LED

umgekehrt nur drei Prozent der Energie in Wärme, aber 97

Prozent in Licht emittiert werden. Daher bleibt die Leuchtfarbe

bei den SMD LED auch bei Über- oder Unterspannung stets

gleich.

Durch die geringe Energiezufuhr braucht bei Verwendung der

SMD LED absolut nicht mehr beim Licht im Schiff gespart zu

werden. Wenn ich nun alle zehn Innenleuchten und vier Spots

zugleich anschalte, sind das nur etwa 20 Watt, soviel wie früher

die Pantryleuchte alleine benötigte (90 % weniger Strom)!

Ohm’sches Gesetz

Ein kurzer Ausflug in die Physik, zur Erleichterung Ihrer eigenen Berechnungen.

Leistung (P) = Watt · Spannung (U) = Volt · Strom (I) = Ampere · Widerstand (R) = Ohm

Leistung (P) = Spannung (U) x Strom (I) z. B. 12V x 2A = 24 Watt U x I = P

Spannung (U) = Leistung (P)/Strom (I) z. B.: 24 Watt/2A = 12V P/I = U

Strom (I) = Leistung (P)/Spannung (U) z. B.: 24 Watt/12V = 2A P/U = I

Spannung (U) = Strom (I) x Widerstand (R)

Strom (I) = Spannung (U)/Widerstand (R)

Widerstand (R) = Spannung (U)/Strom (I)

Definition: wenn an einem Widerstand von 1 Ohm eine

Spannung von 1 Volt anliegt, so fließt durch diesen ein

Strom von 1 Ampere.


Service

53

1 2 3

Positionslichter

Für die Positionslichter (Abb. 1) entschied ich mich für 24er

SMD LED-Lampeneinsätze (Ersatz für Positionslampen mit

BAY15D-Sockel), die einfach ausgewechselt werden können.

Beim Hecklicht musste ich die Polung der Verkabelung korrigieren,

da bei dieser Ausführung der Pluspol der LED-Lampe

auch an Plus der Zuleitung liegen muss. Bei Verpolung passiert

nichts, die LED leuchtet nicht.

Bezugsquelle: www.spartechnik.de unter SMD

Lampeneinsätze, 18 Euro/Stk.

Verbrauch: 0,18 Ampere gemessen bei 13

Volt, das entspricht 2,3 – 2,5 Watt, ersetzt

die alte 25 Watt (2 Ampere) Positions-Glühlampe

und leuchtet in weißem Spektrallicht

sogar heller.

Energieersparnis: 90 %

Sogar bei 10 Volt noch sehr hell und bei 15

Volt keine Beschädigung oder höherer Verschleiß.

Ersetzt: Backbord-, Steuerbord- und Hecklaterne.

Dampferlicht und Topplicht ließ ich unverändert, da bei Motorbetrieb

genügend Strom vorhanden ist und ich zum Ankern

eine Buglaterne mit LED setze, Vorschiffsflutlicht ist nach wie

vor Halogenlampe.

Kajüten und Pantry

Für die Kajüten und Pantry (Abb. 2) fand ich die 6er SMD

LED-Soffitten ideal, da diese ein sehr angenehmes weißes

Licht abstrahlen (Abb. 3) und ohne viel Aufwand einfachst

einzusetzen sind. Lediglich die Kontakte mussten leicht gebogen

werden, da die alten Soffitten länger waren.

Verbrauch: 0,06 Ampere, gemessen bei 13 Volt, das entspricht

0,8 Watt, ersetzt aber die alten 10 Watt Glüh-Soffitten (0,8

Ampere) und leuchtet sogar wesentlich heller.

Energieersparnis: Mehr als 90 % bei zusätzlich noch höherer

Lichtausbeute!

Auch bei 10 Volt noch relativ hell, und bei 15 Volt keine Beschädigung,

leuchtet aber heller, wird warm.

Ersetzt: Pantry, Navi, Toilette, Nasszelle, Maschinenraum, je

2 x Bug- und Achterkabine, Kartenbeleuchtung*

Wie baut man die

Kartenleuchte um?

Ich wollte die gleiche 6er SMD LED-Soffitte verwenden und fand

eine Lösung, wie man diese statt der früher verwendeten Gewindeglühbirne

einsetzen kann:

Den Pluspol der SMD LED-Soffitte an der Flanke mit Isolierband

umwickeln, sodass kein Kurzschluss in der Fassung

entsteht, die Spitze Kontakt mit Plus in der Fassung hat und

nicht wackelt. Einen starken, isolierten Kupferdraht (aus einem

220 Volt-Installationskabel) so formen und biegen, dass dieser

den Minuspol der SMD LED-Soffitte umschließt, diese in die

Fassung drücken, den Draht in entsprechender Position in die

Gehäuserosette = Minus der Fassung pressen, Blende drauf

– fertig!

Salon

Bezugsquelle: www.spartechnik.de unter SMD Soffitten, 10

Euro/Stk.

Mit Hilfe dieser Gleichungen kann man Spannungsabfälle errechnen,

Widerstände berechnen, und natürlich Berechnungen über Ströme anstellen

(Leitungsquerschnitte bei starken Verbrauchern!). Auf Grund der

auf ein Zehntel reduzierten Ströme bei den LED ergeben sich auch noch

geringere Spannungsabfälle an den bestehenden Zuleitungen, was den

Wirkungsgrad insgesamt noch steigert!

Amperestunden (AH): Wird Strom von z. B. 20 Ampere eine Stunde lang

verbraucht, sind das 20 AH.

Eine 80 AH-Batterie wäre theoretisch nach vier Stunden leer (praktisch

früher, je Entladecharakteristik).


54

1

2 3

Meine Erfahrung zu den am

meisten kritisierten Punkten

Winkel: Die Glühlampe hat den Glühfaden

an zentraler, dafür vorgesehener Stelle.

Das mag zutreffen, aber die Glühbirne verfügt über keine

punktuelle Quelle, sondern über einen länglichen, horizontal

ausgerichteten Glühfaden, der wie der Name sagt, glüht.

Nachdem in den Positionslaternen aber keine Parabolspiegel

sitzen, sondern lediglich reflektierende Bleche, Streugläser

und Begrenzungswinkel zur Erreichung der Abstrahlcharakteristik,

ist dies meiner Meinung technisch wenig relevant. Die

SMD-Flächenstrahler auf den LED-Einsätzen können zwar zu

einer Vergrößerung des Abstrahlwinkels führen, aber Hand

aufs Herz: Auf welcher Yacht sind die Positionslaternen so

exakt angebracht, dass die Abstrahlung aufs Grad genau zur

Kiellinie passt, und wer soll das nachmessen?

Farbe: Die Filter der Positionslaternen sind

für gelbes Glühbirnenlicht konzipiert.

Klar sind sie das, und wenn die Batteriespannung sinkt und

die 3 x 25 Watt Positionslichter nur mehr dunkelorange vor

sich hinfunseln, passt weder die Tragweite noch die Färbung.

Wie verhält sich das dann mit der BSH-Zulassung oder wenn

aus energietechnischen Gründen überhaupt ohne Positionslichter

gesegelt wird, wie das viele Segler praktizieren und

erst die Positionslichter anschalten, wenn sie selbst ein Schiff

sehen.Da die LED weißes Spektrallicht abstrahlen, und zwar

unabhängig von der Spannung, ist die Farbe tatsächlich ein

wenig unterschiedlich. Aber rot bleibt rot und grün erscheint

ein wenig blaustichig. Auf jeden Fall sind die Positionslichter

als solche erkennbar, die Tragweite gleich oder höher, was bei

unseren Yachten ohnehin wenig hilft, da die Höhe über Wasser

meist > 2 m beträgt, was weniger ist, als die zu erwartende

durchschnittliche Wellenhöhe bei Langfahrten. Dafür

empfehle ich ohnehin eine 3 Farben-Laterne im Masttop, die

auch von anderen Schiffen gesehen werden kann, wenn die

eigene Yacht im Wellental verschwindet.

Salon

Für die Salonbeleuchtung ist die 9er SMD LED mit G4-

Stiftsockel angenehm, da dieses weiße Licht mit warmer Tönung

auf neun Elemente verteilt abstrahlt und daher nicht wie

einzelne Hochleistungselemete blendet. Vier Stück davon

kleeblattförmig zusammengelötet (Abb. 1) oder in entsprechenden

Sockeln eingesetzt, passten genau in meine beiden

Salondeckenleuchten, deren frühere Leuchtmittel

(Leuchtstoffröhren mit Schaltelektronik)

ich entfernte und die neuen einsetzte.

Bezugsquelle: www.leds-com.de/

irw_list.4734204c4544.html G4

LED warm weiß, 9 Euro/Stk.

Da sind je neun SMD LED

drauf, die mehr Licht abgeben

als 10 W-Glühsoffitten oder

Halogenlampen!

Verbrauch: 0,1 Ampere, gemessen

bei 13 Volt bzw. 0,4 Ampere (bei

vier Stück in einer Leuchte). Das ergibt

5 Watt Leistung, aber mehr als die

doppelte Lichtausbeute, verglichen mit der

früheren 5 Watt-Leuchtstoffröhre, die ja bereits

sparsam war!

Energieersparnis: Auch hier wieder min. 90 % zur Glühlampe

bzw. gleich wie Röhre bei mehr Licht.

Auch bei 10 Volt noch relativ hell, und bei 15 Volt keine Beschädigung,

leuchtet heller, wird wärmer.

Ersetzt: 2 Salondeckenleuchten.

Tragweite: Die Glühbirnen erfüllen die Nenntragweite.

Das tun die LED-Einsätze auch, nur eben dauerhafter, da die

Stromersparnis 90 % beträgt, und auch noch dann, wenn die

Batteriespannung unter 12 Volt fällt. Was helfen „zugelassene“

Lampen, wenn man nachts von einem Tanker überrollt

wird, weil der gar nicht Ausschau hält oder durch Wellen die

Lichter ohnehin nicht sieht?


Service

55

Lesespots

Für die Lesespots (Abb. 2) fand ich die

G4-Stiftsockel LED praktikabel, allerdings

nicht so lichtstark wie die früheren

5 Watt-Halogenlämpchen, dafür aber extrem

geringer Energiebedarf und blendfreies Licht.

Bezugsquelle: www.leds-com.de/irw_list.4734204c4544.html

G4 Sternenhimmel LED JC, weiß, 1,80 Euro/Stk.

Verbrauch: 0,03 Ampere, gemessen bei 13 Volt. Das ergibt 0,4

Watt Leistung und etwas geringere Lichtausbeute, verglichen

mit der früheren 5 Watt-Halogenlampen

Energieersparnis: Über 90 % zur Halogenlampe, aber etwas

geringere Lichtausbeute.

Auch bei 10 Volt noch hell und bei 15 Volt keine Beschädigung,

leuchtet heller.

Ersetzt: je 2 Lesespots in Salon und Achterkabine

Ankerlicht

Für das Ankerlicht habe ich drei normale LED-Soffitten zusammengelötet

(Abb. 3) und in eine Ankerlaterne eingebaut.

Dies wollte ich für den Innenraum nicht verwenden, da sie

weniger starkes und grünlich-gelbes Licht abstrahlen, das ich

als nicht so angenehm empfand, aber durch die Fresnell-Charakteristik

der Ankerlaterne absolut nicht stört und zudem hell

genug leuchtet, ohne zu blenden.

Bezugsquelle: www.leds-com.de/irw_list.4734204c4544.html

LED Soffitten, 2,70 Euro/Stk.

Verbrauch: 0,03 Ampere, gemessen bei 13 Volt bzw. 0,12 Ampere

(bei drei Stück in Ankerlaterne). Das ergibt 1,6 Watt

Leistung und entspricht in Lichtstärke einer 15 Watt-Glühlampe,

die als Ankerlaterne am Bug absolut ausreichend ist.

Energieersparnis: Auch hier wieder 90 %. Bei 10 Volt noch

relativ hell und bei 15 Volt keine Beschädigung, leuchtet heller,

wird wärmer. Über 15 Volt Beschädigung einzelner Elemente.

Ersetzt: 1 Ankerlaterne

Ute und Horst an Bord ihrer SY Apollonia II, einer Sunbeam 40, mit

innovativem Energiekonzept.


56

wohin geht die

charter-reise?

Im Chartergeschäft wird nicht nur mit Yachten auf Zeit gehandelt, sondern mit Gefühlen

und Träumen von Freiheit und Abenteuer. OCEAN7 hat verschiedene Charterunternehmer

und Agenturen befragt, wie sie in Zeiten der Krise die Zukunft ihrer Branche sehen.


Revier

57

2009 war eine Saison, die für alle in der Branche sehr

herausfordernd war: Weniger neue Schiffe, weniger

Charterwochen. Werften melden Einbrüche im Verkauf

bis 60 Prozent. Einige Charterfirmen locken inzwischen

mit Rabatten, die sich nie rechnen können. Droht ein

neues „BluBalu“-Phänomen oder ist das ein richtiger

1Weg in der Krise? Wie halten Sie es?

Mit welchen neuen, kreativen Ideen gehen Sie in die

2neue Saison?

3In welchen Revieren gibt es Stützpunkte?

Der durchschnittliche Segler wird immer älter, Nachwuchs

kommt eher spärlich nach. Ist der Boom end gültig

vorbei? Was tun Sie, um insbesondere den Nachwuchs

4zum Yachtsport zu bewegen?

Welche Neuerungen bringt bei Ihnen die Saison 2010

5an Schiffen, an Revieren, an Aktionen?

Mit welcher Größen- und Ausstattungsklasse bei Segel-

6yachten sehen Sie die besten Chancen für die Zukunft?

Was ist der durchschnittliche All Inclusive-Preis (Dinghi,

Außenborder etc.) für eine 40-Fuß-Yacht pro Woche in

7der Hauptsaison?

8Sicherungsschein Ja/Nein?

Welchen Vorteil bietet Ihr Charterunternehmen dem Kunden

im Vergleich zur Konkurrenz (besonders ausgestattete

9Schiffe, besondere Veranstaltungen, Regatten etc.)?

10 Wo sehen Sie den Markt in fünf Jahren?

www.gindlfoto.at


58

1Für das AYC war die Saison zum Glück nicht ganz so schlecht, obwohl es

natürlich auch bei uns zu Buchungsrückgängen kam. Meiner Meinung

nach werden einige Charterfirmen die exorbitant hohen Rabatte wohl

nicht verkraften. Wir sind in dieser Frage eher vorsichtig und geben keine

zu hohen Rabatte. Wenn man den Gästen ein gutes Schiff mit hohem

Service bieten will, kostet dies natürlich. Erfahrungsgemäß bezahlen für

dieses Mehr an Qualität auch viele Gäste gerne.

2

3

Wir versuchen vermehrt auf die individuellen Wünsche unserer Gäste

einzugehen und bieten für 2010 auch zehn Tagescharter, Mittwoch –

Mittwoch-Charter und Skippercoaching für wenig versierte Gäste an.

Wir betreiben zur Zeit drei Stützpunkte in Kroatien und decken damit

Dalmatien einigermaßen gut ab. Vodice – das klassische Segelrevier der

Kornaten mit den Krka-Wasserfällen um die Ecke; Trogir – die zentrale

Basis für Törns nach Norden oder Süden mit wunderschöner Altstadt und

Flughafennähe; Krvavica – die kleine Marina bei Makarska für Törns

ins südliche Dalmatien wie Hvar, Brac, Korcula und Dubrovnik.

4

5

Wir versuchen vermehrt mit Segelschulen zusammenzuarbeiten und

treten im Jänner auch bei der Wiener Ferienmesse auf, um neue Gäste zu

gewinnen, die vom Segeln wenig bis gar nichts wissen.

Es wird insgesamt neun neue Schiffe geben. 1 x SUN ODYSSEY 50 DS

luxury mit drei Kabinen ab Vodice, 2 x SUN ODYSSEY 44 i mit vier

Doppelkojen ab Vodice, 2 x SUN ODYSSEY 32 i und 2 x SUN

ODYSSEY 30 i ab Vodice, 1 x SUN ODYSSEY 50 DS mit vier

Kabinen ab Trogir und 1 x SUN ODYSSEY 54 DS ab Krvavica.

6Neuere Yachten werden oft im Vergleich zur Größe des Schiffes mit

weniger Kabinen ausgestattet – für dieses Luxury Segment gibt es

bestimmt Zuspruch. Auf der anderen Seite gibt es sehr viele Gäste, die

einfach nur mal segeln wollen ohne viel Anspruch. Die klassischen vier

Kabinenboote mit 42 – 47 Fuß sind allerdings ein Dauerbrenner, da hier

das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.

7Kostet bei uns ca. 2.500 bis 2.700 Euro.

8Wir betreiben neuerdings eine Kooperation mit einer namhaften

Versicherung – der Kunde hat die Möglichkeit, sich um wenig Geld selbst

zu versichern. (2,1 % des Charterpreises).

9

Wir bieten ein sehr persönliches, ja beinahe familiäres Flair für unsere

Gäste. Wir versuchen immer menschliche und verständnisvolle Lösungen

zu finden. Wir versuchen nicht einfach nur „abzucashen“. Unsere Schiffe

sind sehr individuell und werden mit viel Aufmerksamkeit auch über

längere Jahre gehegt und gepflegt.

10

Es wird natürlich auch darauf ankommen, wie sich die

allgemeine Wirtschaftslage entwickelt. Generell vermute

ich, dass sich der Markt speziell in Kroatien vermutlich

selbst bereinigen wird und viele kleine, qualitativ schlechte

Firmen wohl verschwinden werden.

Robert Ritter, Geschäftsführer

ADRIA YACHT CENTER, Wien

Kurt Ecker, Geschäftsführer

ECKER YACHTING, Ried i. I.

1Geht jemand mit den Preisen eklatant runter, so wird es immer andere

geben, die mitziehen oder es sich um noch eine Spur billiger geben.

Die Folge daraus: Im günstigsten Fall stagnieren die Preise, eher fällt

aber das Preisniveau immer tiefer. Im Gegenzug steigen die Kosten

unaufhörlich, teilweise in astronomische Höhen. Es ist nicht auszuschließen,

dass das Geschäftssystem zumindest in Teilen kollabieren wird.

2

3

4

Wir konzentrieren uns darauf, unseren anerkannt guten Service weiter

auszubauen. Am Ende wird nicht der billigste Anbieter überleben, sondern

der mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis.

Wir sind in Kroatien mit fünf, in Griechenland mit drei und der Türkei

mit zwei eigenen Stützpunkten vertreten. Darüber hinaus haben wir noch

je einen Partnerstützpunkt an der Ostsee und einen weiteren in der Türkei.

Es dürfte ausreichend Nachwuchs geben, wenn man von der kolportierten

Zahl an Segelscheinneulingen von jährlich rund 2.000 nur in Österreich

ausgeht. Natürlich fällt auf der anderen Seite eine ebenfalls beträchtliche

Zahl aus Alters- oder anderen Gründen heraus. Wir überlegen uns

Familienangebote, da die heutigen Kinder die Kunden von morgen sind.

5Wir eröffnen einen neuen Stützpunkt in der Region Volos/Sporaden. Das

Gebiet ist ein Traum mit freundlichen Einheimischen und günstigen

Preisen. Dort gibt es auch noch die sprichwörtliche Freiheit des Seglers mit

einsamen Buchten. Der Yachtreisende muss nicht an Bojen festmachen

oder gar bereits für das Ankern bezahlen.

6

7

8

9

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach kleineren Booten gewachsen.

Unsere Yachten sind ausnahmslos sehr gut ausgestattet (Radar,

Bug strahlruder, Heizung, Navtex usw.).

Eine sehr gut ausgestattete 40-Fuß-Yacht kostet bei uns pro Woche ca.

2.700 Euro, wobei sich die Preise nach Baujahr unterscheiden.

Seit vielen Jahren erhält jeder Kunde bei uns einen

Sicherungsschein vom Yachtpool.

Unser Stützpunktnetz ist geografisch so angelegt, dass wir bereits heute

viele One Way-Destinationen anbieten können. Diesem Weg werden wir

weiter folgen. Als einziger Anbieter transportieren wir dazu die Autos

unserer Kunden vom Ausgangsstützpunkt zur Zieldestination.

10

In Zeiten wie diesen wäre es vermessen, eine Prognose für die

nächsten Jahre abzugeben. Niemand weiß heute, wie die

Weltwirtschaft in einem Jahr aussehen wird und davon wird vieles –

wahrscheinlich sogar alles – abhängen.


1In Deutschland konnten wir das Geschäft im Jahr 2009 dank unseres erst -

klassigen Produkts zufriedenstellend abschließen. Die wirtschaftliche Krise

machte sich bei uns im Buchungsverhalten der deutschen Kunden bemerkbar.

Charterreisen wurden kurzfristiger gebucht und die Kunden waren preis -

sensibler. Rabatte gewähren wir weiterhin nur im üblichen Rahmen, z. B. bei

kurzfristigen Specials, für Gruppen oder im Rahmen des Treueprogramms.

2

3

Wir sind für die neue Saison gut aufgestellt. Wir arbeiten kontinuierlich

daran, das Flotten- und Serviceangebot für unsere Kunden noch mehr zu

optimieren.

Sowohl Moorings als auch Sunsail ist im Mittelmeer, in der Karibik,

im Südpazifik, Indischen Ozean und Thailand vertreten.

Sunsail bietet darüber hinaus noch je eine Basis in Port Solent an

der Südküste Englands und Moorings in Baja, Mexiko sowie Anacortes im

Nord-West-Pazifik an.

4Wir wollen das Thema Segelcharter grundsätzlich auf breitere Beine stellen

und bei neuen Zielgruppen mehr Aufmerksamkeit für das Produkt und

Segelurlaub im Allgemeinen erreichen. Das erfordert neue Ideen für das

Marketing und ein Umdenken in der Ansprache der Zielgruppe. Mit

Sunsail und Moorings besuchen wir außerdem Freizeitmessen, wo wir ein

anderes Publikum als nur erfahrene Segler treffen.

5Unser neuer Katamaran Sunsail 384 wurde von den US-Magazinen „Sail“

und „Cruising World“ zum besten Katamaran 2010 gekürt und bietet

höchste Segelleistung und Komfort – eine Kombination, die ihresgleichen auf

dem Markt sucht und die es zu einem idealen Boot für Chartercrews macht.

Weiterhin eröffnet Sunsail eine neue Basis auf Procida, die im Golf von

Neapel einen besseren Charterstart gewährleistet. Mit der neuen Moorings

54.5 steht den Kunden eine extrem geräumige und luxuriöse Yacht mit

exzellenter Leistung zur Verfügung. Und in Athen bietet Moorings jetzt

auch die neue Jeanneau 53 an.

SERVICE

6Wir haben auf der einen Seite viele Pärchen, die Yachten zwischen ca. 32 bis

37 Fuß anfragen. Andererseits gibt es auch viele Kunden, die möglichst

große Yachten mit 4 bis5 Kabinen buchen, zwischen 50 bis 55 Fuß.

7Moorings 41ft. Monohull exclusive: ca. 4.620 Euro in der Karibik,

ca. 3.410 Euro in der Türkei.

Sunsail Sun Odyssey 39i Premier: ca. 3.930 Euro in der Karibik,

ca. 3.000 Euro in der Türkei.

8

9

Als Unternehmen der TUI Travel PLC gehören wir zu einem der größten

und erfolgreichsten Reisekonzerne der Welt. Unsere Kunden vertrauen TUI

und wissen ihren Urlaub in sicheren Händen.

Wir bieten die größte Auswahl an hochwertig ausgestatteten Yachten,

weltweit die größte Katamaranflotte. Wir arbeiten mit führenden

Herstellern und Designern Hand in Hand, denn wir legen Wert darauf,

dass sich alle Boote leicht bedienen lassen. Wir kümmern uns

auch um die Anreise und sonstige Reiseleistungen wie

Mietwagen, Hotel, Transfers etc. Und wir bieten im

Charterpreis viele Leistungen inklusive wie zum Beispiel

Dinghi, Außenborder, Bettwäsche und Handtücher. Bei

Moorings ist sogar Diesel (je nach Destination begrenzt),

Schnorchelausrüstung und die Endreinigung inklusive.

10

Der Markt wird sich unter weniger Anbietern aufteilen.

Friederike Haußmann, TUI Marine,

Sunsail und Mooring

59

Den Moment festhalten.

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60

1Die Umsatzzahlen von Sunshine Yachting bewegen sich auf

konstantem Niveau, ein Rückgang zur vorangegangenen Saison ist

nicht festzustellen. Das liegt begründet in der Attraktivität des Reviers

sowie der Tatsache, dass im Segment exklusiver Yachten nur sehr

wenige Anbieter in Kroatien beheimatet sind. Außerdem ist die

Kundenzufriedenheit außerordentlich hoch: über 80 % der

Sunshine-Yachting-Kunden sind Stammkunden.

2

Sunshine Yachting genießt als Vercharterer hochwertiger Yachten viele

Alleinstellungsmerkmale: Erreichbarkeit des Büros rund um die Uhr,

Übergabe der Yachten an jedem Wochentag, beliebige Buchungszeiten

(nicht ausschließlich wochenweise) und natürlich der Zugriff auf SeaHelp.

Dadurch ist gewährleistet, das Sunshine Yachting als einziger Ver -

charterer über einen lückenlosen Support von Venedig bis Dubrovnik

verfügt. Weiterhin ein Skippertraining auf Wunsch, das heißt, in den

ersten ein oder zwei Tagen ist, wenn gewünscht, ein erfahrener Skipper

zur weiterführenden Einweisung mit an Bord.

3

4

5

Wir verchartern ausschließlich in Kroatien ab Marina Punat.

Wir verchartern nur Motoryachten der oberen Preisklasse.

„Nachwuchssorgen“ haben wir nicht, da der Altersdurchschnitt

unserer Kunden sicher unter 50 Jahre liegt.

Neu kommt 2010 eine Princess P45. Damit bieten wir Fly-Yachten von

39 bis 55 Fuss. Vor oder nach dem Aufenthalt auf See bieten wir unter

dem Motto „Genusscharter“ unseren Kunden Aktivtage in Istrien – von

Kochkursen, Weindegustationen, Trüffelsuche oder geführten Radtouren.

6Bei Motoryachten ist es sehr wichtig, einen Rundumservice anzubieten.

Unsere Kunden erreichen uns 24 Stunden pro Tag und wir können zu

jeder Tages- und Nachtzeit Unterstützung in jeden Winkel der

kroatischen Adria senden.

7

8

9

Walter Dauser, Geschäftsführer

Sunshine Yachting, Wien

Unsere Azimut 39 hat vier Kojen in zwei Kabinen und kostet pro Woche

ab 7.000 Euro. In unseren Preisen sind alle Kosten enthalten (Endreinigung,

Beiboote mit Motoren, Kurtaxe, etc.).

Wir haben keinen Sicherungsschein-Vertrag, weil ich nichts davon halte.

Wenn jemand seine Charterzahlung absichern möchte, kann er bei der

Uniqa eine Versicherung abschließen.

Wir machen bereits seit sechs Jahren wegen des Verkehrsstaus an

Samstagen die Übergaben auch unter der Woche (Mittwoch, Donnerstag).

Zusätzlich werden immer mehr Kurzzeitcharter von drei bis vier Tagen

(verlängerte Wochenenden) bzw. Zehn-Tages-Charter angefragt. Wir

sind mit den Übergabetagen flexibel.

10

Der Chartermarkt in Kroatien wird auf Grund der Auflagen der

kroatischen Regierung immer schwieriger und teilweise scheint es, als

wolle Kroatien den Charter abschaffen. Dennoch wird Sunshine Yachting

in Sinne seiner Charterkunden bemüht sein, ihnen auch zukünftig dieses

landschaftlich einmalige Revier zu erhalten. Allen Widrigkeiten zum

Trotz. Außerdem bemühen wir uns, mit ständig neuen Ideen weitere

Alleinstellungsmerkmale zu erzielen, um die Kundenzufriedenheit auf

hohem Niveau zu halten.

1Als Agentur betrifft uns das weniger, wir geben Rabatte ja nur weiter.

Wir haben voriges Jahr Firmen ausselektiert und eine neue Liste unserer

Partner erstellt. Zum Glück gibt es ja auch genug seriöse Firmen.

50 Prozent Rabatte machen mich auch stutzig.

2Als Agentur ist der Handlungsspielraum eher gering. Interessanterweise

hatten wir mehr Familientörns. Aus der Synergie mit unserer TOKIO2

erhoffe ich mir auch im Charterbereich Zuwächse.

3Wir sind eine Agentur für weltweiten Bootscharter. Hauptgeschäft

ist und bleibt aber Kroatien.

4

5

Wir hatten auch schon Maturatörns und aus den Familientörns kommen

vielleicht auch längerfristig Neukunden.

Charter im anspruchsvollen und schönen Revier Gibraltar zwischen

Atlantik und Mittelmeer ist seit Herbst eine Neuerung bei uns.

Interessant finde ich das Angebot Internetzugang als günstiges Extra wie

Außenborder oder Spinnaker.

6Der Trend geht immer mehr zu größeren Schiffen und zu Katamaranen.

Ich glaube jedoch, die 43 bis 45 Fuß Klasse mit Option auf Decksalon ist

vom Preis-Leistungsverhältnis das beste Angebot. Manche Schiffe sind

leider eher für Bootsmessen als für einen Kreuzkurs geeignet.

7Die Bandbreite ist sehr groß, aber ca. knapp unter 2.000 Euro.

Zurzeit noch nicht, wir sind aber ernsthaft am Überlegen.

Die Nachfrage hält sich aber in Grenzen. Kautionsversicherung

wird immer mehr zum Thema.

8

9

Da wir eine freie Agentur sind, besteht unser Service am Suchen von

geeigneten Yachten, basierend auf den Wünschen des Kunden. Das

Angebot ist so umfangreich geworden, dass der Kunde es selbst nicht mehr

überblicken kann. Das tun wir für ihn.

10

Wenn die Krise aus den Köpfen ist, wird der Boom weitergehen. Das

Problem wird der Platz in Revieren wie z.B. der Adria werden. Der

Trend geht daher auch zu neueren Revieren, das versuchen wir in

Zukunft auch zu forcieren. Viele wollen neue Reviere erkunden, trauen

sich aber teilweise selbst nicht darüber. Das könnte man als Kojencharter

anbieten! Reviertraining statt Skippertraining.

10

Thommy Woels,

Mitarbeiter und Skipper

Procedo Yachting, Wien


SERVICE

DAS YACHTMAGAZIN FÜR ÖSTERREICH

61

1Wirtschaftskrise und Probleme am Chartermarkt hängen nicht ursächlich zusammen. Wir verzeichneten

2008 und 2009 gute Umsatzzuwächse und auch die Saison 2010 läuft sehr stark an. In verschiedenen

Chartergebieten ist in den letzten Jahren die Anzahl der Charterschiffe überdurchschnittlich gestiegen

und dies führt jetzt zu einer Schieflage des Marktes. Neufirmen, die in Kroatien entstanden sind,

teilweise mit kaum Eigenkapital oder sehr „trickreichen“ Finanzierungsformen, sehen keinen anderen

Ausweg als mit hohen Rabatten zu locken. Da die Charterpreise in den letzten Jahren aber eher gesunken

sind und die laufenden Kosten steigen, ist ein kostendeckender Charterbetrieb bei diesen hohen Rabatten

nicht mehr möglich. Die Folgen sind absehbar. BluBalu war kein Auslöser, sondern eher ein Symptom.

Wer sich also jetzt über die niedrigen Charterpreise und hohen Rabatte freut, denkt sehr kurzsichtig.

Denn je höher der Rabatt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Problemen während oder vielleicht

sogar schon vor seinem Törn.

2

3

4

Unsere Antwort ist weder neu noch kreativ: Service & Qualität! Wir möchten unseren Kunden beweisen,

dass auch ältere Yachten, wenn sie gut gepflegt werden, problemlos gechartert werden können. Zufriedene

Kunden sind Stammkunden, was der Auslastung und auch den Kosten zugutekommt.

Kroatien: Pula - Marina Veruda, Murter - Marina Betina und in Split Marina Kastela.

Kapverden: Marina Mindelo.

Ich bin nicht der Meinung, dass der Nachwuchs geringer wird, er kommt nur anders in den Segelsport.

Immer mehr Segler steigen direkt beim „Dickschiff“ ein. Vielleicht sollte sich die „Club-Blazer-Fraktion“

einiger auch großer Clubs in Österreich einmal darüber Gedanken machen, wie man Neueinsteigern das

Segeln oder den Segelsport leichter macht und nicht nur teurer. Die hohen Kosten und der zeitliche

Aufwand für die österreichischen Scheine schrecken durchaus viele Interessenten ab. Dass Ausbildung auch

auf gutem Niveau und zu günstigeren Bedingungen möglich ist, zeigen z. B. die Briten oder Franzosen.

Wir fördern in besonderem Ausmaß das Familiensegeln.

5

6

Als Veranstalter und Agentur Ausbau des Qualitätsstandards. Erweiterung der Basis in den Kapverden

ist geplant. Rundum-Service, Transfer, Yacht, Flug, Hotel, Rundreise – alles aus einer Hand, hier spart

der Kunde Zeit und Geld.

Die Schiffsgröße ist bestimmt durch die Nachfrage, aber auch durch die Kosten. Deshalb gibt es z. B.

wenig neue kleinere Yachten von 30 bis 34 Fuß. Die Nachfrage nach diesen Schiffen ist groß, die Kosten

aber fast auf gleicher Höhe wie bei einem 36 bis 38 Fuß-Schiff. Wir hatten bisher immer auf einen

guten Größenmix gesetzt, da wir es unseren Stammkunden schuldig sind, nicht nur „rentable Größen“

anzubieten, sondern eben auch kleine Schiffe für den Törn zu zweit oder mit der Familie.

7

8

9

Hannes Grassl, Geschäftsführer

TREND TRAVEL YACHTING

Kroatien: 3 Kabinen-Delphia 40, Bj. 06, Hauptsaison 2.300 Euro, abzüglich 10 % Frühbucherrabatt.

Kapverden: Hauptsaison von 1.800 bis 2.300 Euro, Flugpreise ab Deutschland nach Sal ab 360 Euro.

Ja, in Zeiten wie diesen ist der Sicherungsschein sehr wichtig.

Unser 148 Seiten starker Katalog Yachtcharter weltweit: Revierinfos, unsere vielfältige Produktpalette –

vom Charterschiff bis hin zur Weltumsegelung. Unser Kroatienkatalog sowie Kapverden, Südsee und

Seychellen. Als Familienbetrieb sind wir seit 25 Jahren im Yachtcharter, Reisebüro und Yachtverkauf

tätig. Der familiäre Zusammenhalt ist unsere Stärke. Vom 2. bis 16. Oktober 2010 bieten wir die große

Südsee-Sternfahrt mit Albert, Klara und Renaud an. Renaud ist als Sohn einer Weltumseglerfamilie in

der Südsee aufgewachsen und kennt dadurch die Südsee besonders gut. Wir segeln zu den schönsten Inseln

der Südsee wie Bora Bora, Raiatea, Tahaa, Huahine und Maupiti.

10

Der Chartermarkt im Mittelmeer wird sich in den nächsten zwei bis drei Jahren „gesundschrumpfen“,

da die Banken nicht mehr „alles und jeden“ finanzieren. Die überzähligen Yachten müssen

langsam über den Gebrauchtbootmarkt abgebaut werden. Bestand werden nur Firmen mit

gutem Service und guter Qualität haben.

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62

Angelika und Dr. Gerhard

Bergmann, Offshore Boote, Wien

1Offshore-Boote macht bei dem „Spiel“ mit Sonderrabatten von – 30 %

bis – 50 % nicht mit. Man muss bedenken, dass jede Yacht ihre Kosten

verursacht und es bei einem extrem niedrigen Preis dazu kommen könnte,

dass nicht einmal die variablen Kosten des Betriebes einer Yacht gedeckt

sind. Außerdem führen niedrige Preise zwangsläufig auch dazu, dass an

der Qualität gespart wird. Viele Vercharterer manövrieren sich daher

letztlich mit ihren Dumpingpreisen in eine nach unten ziehende Spirale,

aus der es unmöglich ist wieder hochzukommen.

2Motorbootcharter ist generell nicht zu vergleichen mit dem Verchartern

von Segelyachten, da Motoryachten wesentlich serviceintensiver sind. Wir

vertreten die Einstellung, dass unser Kunde nicht nur eine Yacht chartert,

sondern auch Anspruch auf Serviceleistungen sowie die Erfüllung von

individuellen Wünschen und auch auf eine exzellente Betreuung vor Ort

und während der Charterzeit hat. Offshore Boote verfügt daher über

zwei Service-Schnellboote, mit denen unsere Mitarbeiter notwendige

Reparaturen auch in den abgelegensten Buchten erledigen können.

Weiters haben wir eine 24-Stunden-Hotline für unsere Charterkunden

in Kroatien eingerichtet. Wir werden daher unsere Serviceleistungen in

der Saison 2010 noch einmal verbessern.

3Offshore-Boote ist ein Familienbetrieb mit 28 Motor-Yachten, die von

25 fix angestellten Mitarbeitern betreut werden. Wir sind der Meinung,

dass zumindest im Motorbootcharter die Qualität nicht aufrecht zu

erhalten ist, wenn wir mehrere Stützpunkte betreiben würden.

4Im Motorboot-Charter haben wir bei Offshore Boote auch ein jüngeres

Klientel. Wenn die Eltern bereits Motorbootfahrer waren, kommen meist

die Kinder mit Enkelkindern ebenfalls nach. Wir bieten jedes Jahr im

Frühjahr zu vier Terminen ein zweitägiges Praxis-Fahrtraining auf

unseren Yachten für unsere Kunden an. Dies ist auch in Kombination mit

der Prüfung zum Küstenpatent möglich. Auch viele jüngere Menschen –

und zu unserer Freude vermehrt Frauen – belegen bei uns Kurse zum

Praxistraining und machen das Küstenpatent.

5

6

7

Neu im Programm ist eine Princess 45 mit 2 x 430 PS, als auch zwei

neue 6,40 m AGA-Schlauchboote (für 8 Pers.) mit 175 PS. Bestens

geeignet für Wasserski, Tagesausflüge zum Baden bzw. längere Touren.

Fällt weg – wir haben nur Motoryachten.

Eine Motoryacht ist immer etwas teurer als eine Segelyacht, da ja der

Aufwand für den Vercharterer wesentlich größer ist. Wir haben jedoch

eine Mischung aus modernen Gleitern sowie Halbgleitern und

Verdrängern. Sozusagen eine Yacht für jede Geldbörse. So gibt es bei uns

bereits eine Motoryacht 39 Fuß in der Hochsaison ab 3.500 Euro.

8

9

10

Unser Unternehmen besteht bereits seit über 19 Jahren. Daher ist an uns

die Frage eines Sicherungsscheines auch kaum je herangetragen worden.

Wir bieten einen Rundum-Service.

Es wird sich in den nächsten Jahren „die Spreu vom Weizen“ trennen.

Wer seine Preise hält, wird auch auf Dauer überleben. Die Qualität, ein

fairer Preis, Service am Kunden und das Vertrauen zum Vercharterer

sind Voraussetzungen dafür. Wer sich jedes Jahr neue Kunden suchen

muss, hat immer weniger Chancen in diesem Metier. Mit treuen,

langjährigen und vor allem zufriedenen Kunden ist auch die

Wirtschaftskrise zu überstehen.

1Im Gegensatz zu den Werften mussten wir nicht mit so hohen

Umsatzeinbrüchen zurecht kommen und so war 2009 eine normale

Saison für uns. Das Problem der sinkenden Preise trifft vielmehr

Charterfirmen in der Branche, die ihre Yachten mit einer sehr geringen

Anzahlung finanziert haben. Durch die Preiserhöhung der Unkosten wie

Liegeplätze usw. ist es solchen Firmen nicht mehr möglich, die Leasing -

raten für ihre Yachten zu bezahlen.

2

3

4

Flexibler Charter mit 3-Tages-Charter, 10-Tages-Charter und Mittwoch

– Mittwoch-Charter. Gratis Wetter-SMS für Kunden und Kundengeldabsicherung

durch den Sicherungsschein von Yacht-Pool.

Pitter Yachting hat Stützpunkte in Veruda, Biograd, Murter, Sibenik,

Trogir und Split.

Nachwuchssegler lassen sich durch Regatten zum Segelsport bewegen. Die

Jugend schätzt dabei den sportlichen Aspekt und den Funfaktor. Es ist

aber auch wichtig, den Jungfamilien einen Segelurlaub auf einer Yacht so

bequem und unkompliziert wie möglich zu gestalten. Wir unterstützen

unsere Kunden mit fairen Preisen in der Hauptreisezeit, kostenlosen

Kinderschwimmwesten, kostenlosen Relingsnetz und kinderfreundlichen

Revierinformationen. Da ich selbst jedes Jahr mit meiner Familie einen

zweiwöchigen Törn segle, weiß ich, worauf es dabei ankommt und stehe

jederzeit mit Tipps zur Seite.

5Zwei neue Stützpunkte: Sibenik und Trogir. Neue Yachten: Bavaria

Cruiser 55, Bavaria Cruiser 45, Bavaria Cruiser 35, Bavaria

Cruiser 32, Sun Odyssey 44i, Erweiterung der Katamaranflotte durch

Lagoon 400, Liipari 41.

6Die wirtschaftlichste Größe zurzeit sind 44 bis 50 Fuß-Yachten, 4 bis 5

Kabinen. Wir raten aus unserer über 20-jährigen Erfahrung, dass ein

Charterkaufinteressent nur in eine Yachtgröße investieren sollte, die er

auch selbst gerne für seinen Urlaubstörn segeln möchte.

7

8

9

Klaus Pitter, Geschäftsführer

Pitter Yachting, Hartberg

31.7. bis 7.8.2010 Bavaria Crusier 40 (Bj 2008), inkl. Dinghi,

Außenborder, Transitlog, Sicherungsschein, Endreinigung, Wetter-SMS,

Bettwäsche, 2.352 Euro.

Kundengeldabsicherung über Yacht-Pool – kostenlos bei jeder Buchung.

Faires Preis/Leistungsverhältnis sowie gut ausgestattete Charteryachten

von 31 bis 55 Fuß auf sechs Stützpunkten in Kroatien. Starke Präsenz

auf dem Markt durch diverse Regattaveranstaltungen wie Kornati Cup,

BMW Hochsee-Staatsmeisterschaft und UNIQA Offshore Challenge.

10

In fünf Jahren wird es einige Firmen nicht mehr geben.

Die Anzahl der neuen Schiffe am Chartermarkt wird sinken, da

sich der Markt auf eine normale Wachstumsrate einpendeln wird.

Charterunternehmen, die Qualität und Sicherheit zu fairen Preisen

bieten, werden sich auf dem Markt behaupten.

Was aber auch für den Kunden bedeuten wird, ein paar Prozente

mehr zu bezahlen, dafür bekommt er hohe Qualität und Sicherheit

sowie neue Yachtmodelle.


service 63

1Wir halten es da mit der Auswahl unserer Partner sehr genau. Für uns

ist die Qualität, die vor Ort geboten wird, viel entscheidender als der

Preis. Langfristig wird der „Schuss“ nach hinten los gehen, wenn nur

noch Schnäppchenfirmen den Markt bestimmen.

2Wir gehen voller Optimismus in das neue Jahr. Mit der Änderung des

Agenturnamens auf 1-2-Charter.de, einem integrierten Online-

Buchungstool auf unserer neuen Website und der starken Präsenz von

Yachten Meltl auf den internationalen Messen sind wir sehr gut

aufgestellt. Gerade die neuen Modelle von Bavaria helfen uns oft, direkt

auf der Messe die Kunden für den Chartertörn zu überzeugen.

3Yachten Meltl/1-2-Charter.de fungiert ausschließlich als Agentur. Wir

wollen zu den Charterunternehmen die ja auch unsere Kunden sind,

keine Konkurrenz aufbauen. Wir können deshalb flexibel sein und

weltweite Törns anbieten, wobei das Hauptgeschäft die kroatische Adria

ist. Eine kleine, eigene Flotte haben wir bei uns am Chiemsee.

4

5

Wir unterstützen die Vereine am Chiemsee und stehen in gutem Kontakt

zum bayerischen Seglerverband. Alleine zum Kornati Cup 2010 reisen

acht Crews vom Chiemsee an.

Am Chiemsee werden wir in unserer eigenen Flotte die Dehler 29 für

Tagessegler im Programm haben. International haben wir gute Partner,

die bereits jetzt die Cruiser 45 und Cruiser 55 von Bavaria anbieten. Die

Buchungen laufen sehr gut an und das Interesse ist groß.

6Es wird im Charter ganz ähnlich wie bei den Eigneryachten sein. Es

werden zunehmend kleine Yachten für die kleine Crew und die klassische

lbe Seite_02_10_210x140.FH10 4-Kabinen-Yacht sein. Mon Feb 01 15:39:38 2010 Seite 3

7

8

In Kroatien liegt der Preis zwischen 2.100 und 2.500 Euro, je nach

Ausstattung.

Wir sichern dem Kunden seine geleistete Zahlung bei uns ab und

übernehmen damit aber auch die Garantie gegenüber dem Vercharterer.

Schon aus diesem Grund sind wir bei der Wahl unserer Partner sehr

vorsichtig.

9Die große Bandbreite viele Charterunternehmen als Kunden zu haben,

die Erfahrung mit den Yachten und natürlich unsere einmalige

Ausstellungshalle. Jeder, der Interesse an den Yachten hat, kann sich diese

bei uns im Haus anschauen. Wir sind auf den Messen präsent und

haben ein bis zwei große Veranstaltungen wie die Boatshow Bernau

in unserem Haus.

10

Niemand weiß genau, wohin die Reise geht. Auf jeden Fall werden sich

„Preisdumper“ nicht durchsetzen können, weil die Eigner der Yachten

dann keine Rendite erzielen.

Mike Klemm,

Yachten Meltl, Chiemsee

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Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Bo

64

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Messegelände Tulln

total

Eingang

NORD

Halle 8

Niederösterreich-

Halle 6

Donau-Halle

Halle Halle 1

Halle 10

Freigelände

WEST

Halle 5

Vortragszentrum

Restaurant

Halle 7

Freigelände

MITTE

Eingang

WEST

Jubiläumshalle

Halle 4

Halle 3

Freigelände

OST

Halle 2

Wien, Rosenbrücke,

St. Pölten, Krems

Eingang

SÜD

Aussteller-

Einfahrt

Busterminal

HAUPT-

EINGANG

Eingang

OST

Austrian

Boot

Boatshow

Tulln

Tulln ZENTRUM, Wien

4. - 7. März 2010

Das lange Warten hat ein Ende für alle Wassersportler: Am 4. März startet die

Austrian Boat Show BOOT TULLN 2010 – und damit geht auch traditionsgemäß

die Saison für alle Segler, Motorbootfahrer, Surfer und Taucher los. 320 Aussteller

aus aller Welt haben sich angemeldet. Es wird in diesem Jahr viele

Superlative geben – die neuesten Technologien; die größten Yachten, die

jemals in Österreich gezeigt wurden; die spannendsten Vorträge über

reizvolle Reviere, außergewöhnliche seglerische Leistungen oder Anleitungen

für alle möglichen Arbeiten am Boot. OCEAN7 finden Sie

wieder in der Halle 5, Stand 535. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


ot TULLN 2010 · Boot TULLN 2009 · Boot TULLN 2009 · Boot

Revier

65

MESSEDATEN ZUR

AUSTRIAN BOAT SHOW – BOOT TULLN 2010

Veranstaltungstitel: Austrian Boat Show - Boot Tulln 2010

Österreichs Nr. 1-Event für Boote, Yachten, Tauchsport

bis hin zum breitgefächerten Zubehör.

Termin: Donnerstag, 4. bis Sonntag, 7. März 2010,

ACHTUNG NEUE ÖFFNUNGSZEITEN:

täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Veranstaltungsort:

Veranstalter:

Messegelände Tulln

Messe Tulln – Tullner Messe GesmbH, 3430 Tulln

Tel.: +43(0)2272/624030, Fax: +43/(0)2272/65252

www.messe-tulln.at mail: messe@tulln.at

Eintrittspreise: Erwachsene 11 Euro

Senioren- und Studentenkarte 9,50 Euro

J jugendkarte (6 bis 15 Jahre) 2 Euro

Kinder bis 6 Jahre

Eintritt frei

G gruppenkarte (ab 20 Pers.) 9,50 Euro

Besucherservice:

P

V

B

P

Aussteller:

Messegelände:

Messeführer

Informationszentrale, Wireless Lan

Wechselstube, Bankomat

personenrufe

vortragszentrum

Still- und Wickelräume, Kindergarten

Sanitäranlagen für Behinderte

7.000 Parkplätze (mit Gratis-Zubringerdienst)

behinderten-Parkplätze in unmittelbarer Eingangsnähe

pannendienst

320 Firmen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Kroatien,

Kanada, Niederlande, Polen, der Schweiz, Slowenien, Spanien,

Tschechien und aus Ungarn in neun Hallen und auf dem Freigelände.

Tulln besitzt das größte und modernste Ausstellungsgelände

Niederösterreichs mit mehr als 85.000 m² Gesamtfläche,

davon 25.000 m² in neun Hallen und 60.000 m² im Freigelände.

Für das leibliche Wohl: Messerestaurants in den Hallen 1, 7, 8 und 10

Kaffeehaus, Erfrischungs- und Spezialitätenstände,

Wein- und Mostheuriger, Vollwertbuffett

Liebe BesucherInnen, LIEBE BESUCHER

„WASSERSPORT TOTAL“ lautet das Motto der Austrian Boat Show – BOOT TULLN 2010.

320 Aussteller aus neun Ländern präsentieren Ihnen pünktlich vor Beginn der Wassersportsaison einen repräsentativen

Querschnitt der nautischen Branche – große Yachten, kleine Jollen, alles rund um den Tauchsport, Bootsausrüstungen,

maritime Dienstleistungen und Infos über die schönsten Destinationen für den nächsten Urlaub. Die

Boot Tulln bietet für jeden etwas: Einsteiger in die Szene können sich umfassend informieren, Regattafreaks als auch

Anhänger der großen Yachten kommen bei Österreichs größten nautischen Event voll auf ihre Rechnung. Infotainmentshows

runden das reichhaltige Programm der Boot Tulln 2010 ab.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen, erlebnisreiche Stunden auf der Boot Tulln und eine schöne Wassersportsaison!

Willi Stift, Bürgermeister a. D. der Stadt Tulln, Geschäftsführer der Messe Tulln


Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Bo

66

PRÄSENTIERT

Claus GintNer

Er ist Österreichs Abenteurer Nummer eins – der Weltumsegler Claus Gintner. In Venezuela

wurde er Opfer eines dramatischen Piratenüberfalls, bei dem er so schwer verletzt wurde, dass er

wochenlang in Lebensgefahr schwebte. Seine Vorträge und Multimedia-Präsentationen sind

Legende und immer in kürzester Zeit ausverkauft. Vor allem, weil Gintner es wie kein zweiter schafft,

das Publikum in seinen Bann zu ziehen und aktiv an der Veranstaltung teilnehmen zu lassen.

Während der Boot Tulln präsentiert OCEAN7 Claus Gintner mit zwei spannenden und

informativen Veranstaltungen. Einmal stellt er in einem Bericht über seinen Törn von den Bermudas

nach Europa das Ganzjahresrevier Azoren vor, das grüne Paradies im Nordatlantik.

Über Riesenwellen und gefährliche Strömungen am Kap der Winde, der Spitze Südafrikas,

berichtet der Abenteurer in seinem zweiten Vortrag.

Das grüne Paradies

im Nordatlantik

Claus Gintner ist 15 Mal über den Atlantik ge -

segelt, davon siebenmal alleine. Von seinen

Abenteuern und Erlebnissen auf dem Segelweg

Bermudas – Azoren und was man als Segler alles

auf den Azoren zu Wasser und zu Land besuchen

kann, davon berichtet Claus Gintner am 4. März

auf der Bootsmesse 2010 in Tulln ab 16.30 Uhr.


ot TULLN 2010 · Boot TULLN 2009 · Boot TULLN 2009 · Boot

Revier

67

Segeln am Kap

der Guten Hoffnung

Weltumsegler, Abenteurer und Piratenopfer Claus

Gintner hat im Zuge seiner Weltumsegelung ein Jahr

in Südafrika verbracht. Claus segelte in dieser Zeit

vom nördlichsten Hafen „Richards Bay“ bis nach

Kapstadt.

Wie Riesenwellen entstehen, worin die Gefährlichkeit

des Agulhasstromes besteht und von den schweren

Stürmen am Kap der Guten Hoffnung, davon erzählt

Claus Gintner am 5. März 2010 auf der Bootsmesse

in Tull von 11.45 bis 12.15 Uhr in Form einer Multimedia-Präsentation.

Sports-Luxury-Cruiser

mit Ausstattungspaketen für

Binnen- oder Küstenreviere

nominiert zur European Yacht of the Year!

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Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Bo

68

fit für die

neue saison

Die Boot Tulln passt zeitmäßig immer perfekt zu den Vorbereitungen am Schiff, um es für

die Saison auf Hochglanz zu bringen und das Unterwasserschiff zu schützen und zu optimieren.

Der OCEAN7-Experte Thomas Zeller gibt hier wichtige Tipps dazu. Wer mehr wissen möchte,

kann sich am Stand von International persönlich beraten lassen.

Was muss am Unterwasserschiff vor

dem kranen gemacht werden?

Der Umfang der Arbeiten am Unterwasserschiff im Frühjahr

hängt natürlich von dessen Zustand ab. Grundsätzlich muss

das Unterwasserschiff gereinigt werden, was selbstverständlich

schon beim Auskranen geschehen ist. Dennoch setzt sich im

Laufe des Winters wieder Schmutz auf der Oberfläche ab –

und der muss weg. Bevor weitere Arbeiten ausgeführt werden,

sollte der Rumpf inspiziert werden. Entscheidend ist, ob sich

Blasen, Risse oder Abblätterungen zeigen. Blasen sind immer

ein Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist und der

Grund dafür muss gefunden werden. Findet man Blasen, sollte

man einige davon öffnen, um festzustellen, ob sich darin

Flüssigkeit befindet. Findet man Flüssigkeit, die zudem stark

riecht, ist das ein Indiz für Osmose und es sollte zur weiteren

Beurteilung ein Bootsbauer hinzugezogen werden.

Findet man am Unterwasserschiff keine Blasen und sind auch

keine Risse oder Abblätterungen erkennbar, können die jährlichen

Antifoulingschichten aufgetragen werden. Bei den International-Antifoulings

ist es nicht grundsätzlich erforderlich, vor

den Wiederholungsschichten zu schleifen, bei VC 17m muss

es sogar unterbleiben. Wenn man nicht weiß, welches Antifouling

auf dem Rumpf aufgetragen wurde, könnte es unter Umständen

zu Unverträglichkeiten kommen. Schlimmstenfalls

muss man das vorhandene Antifouling entfernen. Will man

von einem unbekannten Produkt auf ein International Antifouling

wechseln, ist es nicht unbedingt erforderlich, den alten

Anstrich komplett zu entfernen. Die Grundierung Primocon von

International kann in einem solchen Fall als Sperrgrund verwendet

werden. Man würde dann die vorhandene Oberfläche

anschleifen und auf die anschließend gereinigte Fläche eine

Schicht Primocon auftragen. Auf diese Grundierung kann dann

ein International Antifouling aufgetragen werden. Leider eignet

sich diese Vorgehensweise nicht, wenn man von einem unbekannten

Produkt zu VC 17m wechseln will.

Wenn man bei der Inspektion des Rumpfes Abblätterungen

findet, empfiehlt es sich, die vorhandenen Farbschichten kom-

plett zu entfernen, denn auf losem Untergrund macht es keinen

Sinn neue Farbe aufzutragen.

Bei neuen GFK-Booten oder wenn die vorhandenen Beschichtungen

komplett entfernt werden, ist es ratsam, gleich eine

Osmosevorbeugung zu machen. Ein guter Osmoseschutz

wird mit Epoxidgrundierungen erzielt.

Insgesamt werden auf das geschliffene Gelcoat

fünf Schichten Gelshield 200 oder VC

TAR2 aufgebracht. VC TAR2 wird verwendet,

wenn entweder VC17m oder VC Offshore als

Antifouling verwendet werden soll. Bei allen

anderen Antifoulings von International wird

Gelshield 200 verwendet. Dieser Unterschied

begründet sich in der Oberflächenbeschaffenheit

der Grundierungen. VC 17m und VC

Offshore sind sehr dünnschichtige Produkte,

die einen besonders glatten Untergrund benötigen,

alle übrigen Produkte benötigen für

eine optimale Anhaftung einen etwas raueren

Untergrund, wie ihn Gelshield 200 erzeugt.


ot TULLN 2010 · Boot TULLN 2009 · Boot TULLN 2009 · Boot

Revier

69

Was muss ich mit

den Holzteilen an Deck

tun – und wie oft?

Holzteile an Deck müssen sorgfältig und gut gepflegt werden,

um sich einerseits lange an der Schönheit erfreuen zu können

und andererseits, um diese vor vorzeitigen Verfall zu

schützen. Grundsätzlich ist es ratsam, alte verwitterte

Lackschichten zu entfernen, um eine neue

Beschichtung aufzubauen. Im Außenbereich sollte

man immer Premium-Produkte verwenden, die

über einen besonders hohen UV-Schutz verfügen.

Jeder Bootseigner, der schon einmal eine Holzoberfläche

lackiert hat, weiß, dass etliche

Schichten Klarlack erforderlich sind, um eine

glatte Oberfläche zu erhalten. Mit dem Clear

Wood Sealer-Fast Dry von International können

die Anzahl der Schichten und die mühsamen

Schleifarbeiten reduziert werden.

Clear Wood Sealer-Fast Dry ist eine transparente,

schnell trocknende Polyurethangrundierung

für Holz. Clear Wood Sealer-Fast Dry

füllt schnell die Holzmaserung auf und ist leicht

zu schleifen. Im Allgemeinen reichen vier Schichten CWS,

um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Im Anschluss daran

sind zwei Schichten Schooner Gold ausreichend.

Schooner Gold zeichnet sich durch seinen ausgezeichneten

UV-Schutz und seine Langlebigkeit aus.

Weitere Informationen findet man unter

www.yachtpaint.com

Wenn oberhalb der Wasserlinie und an Deck

die Teile stumpf und verfärbt sind –

wie bekomme ich neuen Glanz?

International bietet dem Wassersportler ein vergleichsweise

einfaches, aber dennoch wirksames System zur Wiederherstellung

des Glanzes an. Die Oberfläche wird zunächst sehr

gründlich gereinigt. Dazu empfiehlt sich der Super Cleaner,

der alle Reste alter Polituren und Wachse entfernt. Anschließend

wird die Oberfläche mit Polwax behandelt. Polwax ist

ein Produkt, das hartnäckigen Schmutz entfernt, die enthaltenen

Abrasiva polieren die Oberfläche und das enthaltene

Wachs schützt die Oberfläche vor zu schneller Verwitterung.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Polwax mit einem trockenen

sauberen Tuch auftragen und die Fläche mit kreisenden

Bewegungen auspolieren – fertig!

OCEAN7-Experte

DI Thomas Zeller ist Kapitän zur See. An der Fachhochschule Hamburg, Bereich

Seefahrt, schrieb er seine Diplomarbeit zum Thema Antifouling. Thomas Zeller

ist seit 2006 Verkaufsleiter bei den International Farbenwerken in Deutschland

und auch auf den Messen kompetenter Ansprechpartner.

Halle 6, Stand 607

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Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Bo

70

Österreichischer

Erfindergeist

Der aus Wilhelmsburg in Niederösterreich stammende G-

Prop-Drehflügelpropeller wurde noch einmal verbessert.

Nun ist es auch möglich, die innovativen Schiffsschrauben

bei Booten mit Saildrive zu verwenden und sie an Maschinen

mit bis zu 40 PS statt wie bisher maximal 25 PS einzusetzen.

Der vom österreichischen Techniker Martin Godderidge

entwickelte Drehflügelpropeller

überzeugte bei seiner Markteinführung

nicht nur durch seine

extreme Laufruhe und leichte

Handhabung, sondern auch

durch seinen Preis. Der Propeller

kann einfach an die jeweiligen Bootsund

Motoreigenschaften angepasst

werden und muss dafür nicht einmal

demontiert werden. Im Segelbetrieb

drehen sich die geraden

Propellerflügel automatisch

in die strömungsgünstigste

Position und verhindern damit

ein Mitdrehen der Antriebswelle

und den

damit verbundenen

Bremseffekt. Durch den

Bewegungsspielraum von

180 Grad entwickelt der Propeller sowohl im Vorwärts- als

auch im Retourgang seine volle Schubkraft. Die gesamte

Konstruktion wird aus seewasserresistentem V4 Nirosta

hergestellt, die Lager bestehen aus wartungsfreiem Spezialkunststoff.

Halle 4, Stand 423a

www.drehfluegelpropeller.com

Alles fürs Boot

Palmetshofer Nautic, der Spezialist für sämtliche Belange

der Technik auf allen Yachten, holt sich auf der heurigen

Bootsmesse in Tulln Verstärkung mit an Bord. Neben dem

reichhaltigen Sortiment an Solarpanelen und Windgeneratoren,

Bootsheizungen und Klimaanlagen, Segeln und

Decks layout bietet Palmetshofer Nautic aus Luftenberg in

Oberösterreich auch das komplette Programm, wenn man

seine Yacht technisch aufrüsten will. Der Profi in Sachen

Bootstechnik präsentiert erstmals in Österreich den norddeutschen

Großhändler Ocean Marine und zeigt zusammen

mit seinem Lieferanten die Schmuckstücke des Sortiments.

Der Name Palmetshofer Nautic steht seit Jahren für sachkundige

Beratung und ausgezeichnete Qualität für Yachteigner,

die das Besondere an Service und Qualität und Beratung

erwarten. Zusammen mit ihrem Partner Ocean Marine zeigen

Tommy und Heidi Palmetshofer in Tulln die neuesten

Möglichkeiten, das Leben auf dem Schiff noch bequemer,

komfortabler und sicherer zu machen. Dabei gibt es für alle

Besucher die Gelegenheit, mit speziellen Messeangeboten

in den Genuss der passenden Schnäppchen für die kommende

Saison zu kommen.

Halle 5, Stand 511

www.palmetshofer-nautic.at

Volles Programm bei Freytag & Berndt

Die größte Reisebuchhandlung Europas präsentiert sich heuer in Tulln mit einer Vielzahl von Überraschungen. Neben dem reichhaltigen

Angebot an Fachliteratur, Seekarten, Ferngläsern und GPS-Geräten präsentiert Freytag & Berndt die Seenomaden Doris

Renoldner und Wolfgang Slanec, die am Stand für persönliche Gespräche anwesend sein und auf der Action-Bühne ihren schon

zur Kultveranstaltung gewordenen Vortrag über ihre erste Weltumsegelung darbieten werden. Charter-Interessierte können sich

bei Mitarbeitern des Adria-Yacht-Centers vor Ort über den kommenden Törn informieren. Für Tauchbegeisterte stehen Profis der

Firma UMEX bereit, um in die Tiefen der Meere zu entführen. Wer bei dem großen Angebot

durstig wird, kann die ausgezeichneten Weine des Nobelweinguts von

Marion und Manfred Ebner-Ebenauer verkosten und sich so dem Messerummel

etwas entziehen. Als Draufgabe bietet Freytag & Berndt wieder

spezielle Messeaktionen mit enormen Preisreduktionen bei GPS-

Geräten und Software sowie bei Seekarten und Ferngläsern.

Halle 10

www.freytagberndt.at


ot TULLN 2010 · Boot TULLN 2009 · Boot TULLN 2009 · Boot

Revier

71

TBavaria für den Neusiedler see

Das ist ganz neu: Ein spezieller, zertifizierter Umbau durch Multiyachting

Unterweger in Zusammenarbeit mit Yachten Meltl macht es

möglich, dass geräumige Bavaria Cruiser der Serie 31 und 32 jetzt

auch auf dem Neusiedler See gesegelt werden können. Eine 32er

mit nur 78 Zentimeter tief gehendem Flachkiel und leistungsstarkem,

umweltschonendem E-Antrieb wird auf der Boot Tulln zu sehen sein.

Neuerdings gibt es diese exklusiven Schiffe in der Bavaria-Charterbasis

in Oggau und in Weiden am See auch für Firmenevents, Incentives

und Charter-Wochenenden zu mieten. „Kundenzufriedenheit,

Dienstleistungsinnovation und eine nachhaltige Umweltstrategie sind

die wichtigsten Werte unseres traditionellen Familienunternehmens“,

sagt Anton Unterweger.

Halle 10

www.mastersails.at www.yachtservice.at www.yachten-meltl.de

Beneteau für meer und seen

André Leers kommt mit Schiffen für unterschiedliche Reviere

nach Tulln. Mit der spritzigen FIRST 21.7 zeigt er ein Boot,

das aufgrund seiner Kompaktheit und guten Segeleigenschaften

zu einem der erfolgreichsten Schiffe auf österreichischen

Binnengewässern wie Attersee oder Wörthersee

wurde. Österreich-Premiere feiert der Beneteau-Generalvertreter

für Österreich mit der großen OCEANIS 50-Family, die

mit ihrem konsequent optimierten Raumplan und ihrer

leichten Bedienbarkeit entspannte, komfortable Törns verspricht.

In die Konstruktion der OCEANIS 50 ist das gesamte

Know-how der französischen Bootsbauer eingeflossen,

das zeigt sich in nützlichen Details wie dem fixen Multifunktionsbügel

über dem Niedergang oder dem schwenkbaren

Bildschirm am hinteren Ende der Cockpittischkonsole, der

genau in Blickrichtung des Steuermanns gedreht werden

kann. Weitere Beneteau-Schiffe werden die OCEANIS 37 in

der Drei-Kabinen-Version und die OCEANIS 43 mit

vier Kabinen sein, um das gesamte

Spektrum abzudecken.

Halle 10

www.leers.com

Türkei-Spezialist mit

regionalen Genüssen

Phoenix Yachting wird wieder in der neuen Halle

der Bootsaussteller zu finden sein. Neben dem

Charterangebot in einem der reizvollsten Reviere

des Mittelmeers zeigt das Team um Berni Blaha

eine Dufour 405, die als Yacht des Jahres nominiert

wurde und ab der kommenden Saison auch

bei Phoenix Yachting in der Türkei gechartert werden

kann. Wie schon bei vergleichbaren Veranstaltungen

wartet das Phoenix-Team seinen Gästen

regionale Genüssen aus der Türkei in Form von eisgekühltem

Efes Bier auf, um Urlaubsvorfreuden im Südosten

des Mittelmeers aufleben zu lassen. Zwei weitere Schiffe,

die demnächst bei Phoenix zu chartern sein werden

– die OCEANIS 50 Family und die OCEANIS 43

von Beneteau – können bei Leers Yachting besucht

werden, der die Yachten für die Chartersaison 2010

in die Türkei liefert. Für entschlossene Crews gibt

es auf Charterpreise Messerabatte.

Halle 10

www.phoenixyachting.com


Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Bo

72

UK sails:

groSSes Segel,

leichtes

handling

Für alle, die mit ihrer Yacht in den

Genuss von hoher Geschwindigkeit

bei leichten Winden kommen

möchten, aber gleichzeitig das einfache

Handling professioneller Code Zeros wie beim Vendeé

Globe bevorzugen, hat Thomas Pehn von UK sails in Gmunden

die richtige Lösung. Mit der neuen NEX-Serie von Profurl

wird es möglich, das große, vortriebsstarke Leichtwindsegel

einfach einzurollen und auch alleine oder mit kleiner Crew

zu bedienen. Die hochwertigen Rollanlagen von Profurl sind

nach den Erfahrungen der großen Einhandregatten ent -

wickelt worden und mit geschmiedeten Beschlägen von

Wichard ausgestattet. Mit einer speziellen Oberflächenbeschichtung

wird für eine hohe Lebensdauer gesorgt, mit

einer wartungsfreien Dauerschmierung der Komfort vergrößert

und gleichzeitig der Pflegeaufwand reduziert. Die genialen

Endlos-Furler sind in vier Modellen lieferbar und sind

auf Yachten von sechs bis 18 Metern Länge einsetzbar.

Erhältlich sind die edlen und nützlichen Teile bei UK sails

und kosten ab 650 Euro.

Halle 4, Stand 411

www.uk-sails.at

YCA – von Profis lernen

Auf dem Stand des Yacht Club Austria YCA wird in diesem

Jahr gekocht: Erfahrene Skipper demonstrieren, wie in nur

20 Minuten unter Bord-Voraussetzungen ein dreigängiges

Menü entstehen kann. Erfahrene Seeleute stehen zu Gesprächen

bereit. Der YCA informiert kompetent über geeignete

Ausbildung, Yachten, Charter, Reviertipps und

alles andere um Segeln und Motorbootfahren.

Christian Binder vom RC44

Team Live beim Polizeisport

Die beliebte Sozialaktion „Schnuppersegeln mit Kindern“

vom Polizeisportverband ist auch heuer wieder auf der

Bootsmesse in Tulln vertreten und bietet ein attraktives

Programm. Die Kinder, Sponsoren und Segelfreunde erhalten

zur Stärkung ein kleines maritimes Frühstück sowie

kleine Messegeschenke.

Am Samstag, den 6. März um 14.00 Uhr, gibt es einen

persönlichen Life-Bericht von Christian Binder aus der heißen

Seglerszene des RC44 Team Austria.

Nebenbei können Ansteckbuttons gemacht und mit der

Malerin Sonja Farcher

an einem Malwettbewerb

mit tollen Sachpreisen

teilgenommen

werden.

Halle 3

www.polizeisv-wien.at

Halle 5, Stand 528

www.yca.at

Pantaenius-Party

Pantaenius Wien feiert sein zehnjähriges Bestehen auf der Boot Tulln. Die große

Party für Kunden und Partner steigt am 5. März ab 16.00 Uhr. Zum 10. Geburtstag

wird sich das Wiener Team außerdem auf der Croatia Boat Show in Split vom

10. bis 18. April sowie auf der Internautica – International Boat Show im slowenischen

Portoroz vom 11. bis 16. Mai präsentieren. Pantaenius Österreich deckt mit

seinen sieben seglerisch hochaktiven Yachtversicherungsexperten neben Österreich

den kompletten südosteuropäischen Markt ab.

Halle 5, Stand 524 www.pantaenius.at


ot TULLN 2010 · Boot TULLN 2009 · Boot TULLN 2009 · Boot

Revier

73

Maxmarine:

Umsatzplus

trotz Krise

„Krise? Was ist das?“, fragt Max Meesen

aus Pressbaum. Er ist Herz und Kopf hinter

„maxmarine“, dem erfolgreichsten Jeanneau-Handel

der Welt und wurde 2009 als

„Dealer Of The Year“ in einem Festakt mit

einer wertvollen Trophäe ausgezeichnet.

„Darauf bin ich stolz, denn es ist das Ergebnis

harter Arbeit“, sagt der Unternehmer.

Während andere ihre Not beklagen, hat

Meesen echten Grund zur Freude:

„Maxmarine hat in der von den meisten

bejammerten Krisenzeit ein riesiges

Umsatzplus gemacht“, erzählt der

Niederösterreicher. Neben den Jeanneau-Segelyachten,

die maxmarine seit

nunmehr zwei Jahren als exklusiver Generalvertreter für Österreich

anbietet, verkauft Meesen seit 2009 auch die schnittigen

und schnellen Motoryachten der französischen Werft.

60 Prozent der Umsätze kommen aus dem Sektor Segelyachten.

Aber Motorboote holen rasant auf. Meesen: „Da sind wir

bereits bei 40 Prozent. Wir bieten bei den Motorbooten wesentlich

mehr kleine Modelle an, die sich auch für österreichische

Binnengewässer eignen“.

Liegt der Erfolg darin, dass Jeanneau um Klassen bessere

Schiffe baut als die Konkurrenz? „Es gibt heutzutage keine

schlechten Schiffe mehr, alle Firmen bauen gute Boote. Wir

müssen uns mit anderen Sachen von der breiten Masse abheben.

Das versuchen wir mit einem vernünftigen Service für

den Kunden“, sieht Meesen den Wettbewerb auf dem Markt

sportlich fair.

Sportlich ist überhaupt ein wichtiges Stichwort bei Max Meesen:

„Ich bin für den österreichischen Jugendkader bis zum

16. Lebensjahr internationale Skirennen gefahren, habe als

Surf- und Tennislehrer zwei Saisonen in Griechenland gearbeitet

und war mit Peter Koncilia und Didi Constantini als Fußballtrainer

eine Saison auf der Soccer Academy in den USA“. Als

ehemaliger Leistungssportler weiß Meesen, dass Erfolge immer

das Ergebnis von Teamarbeit sind: „Auf mein Team kann

ich mich blind verlassen. Es ist sehr familiär und freundschaftlich

zusammengesetzt. Mir ist es wichtig, Leute um mich zu

haben, denen ich vertraue und die ich schon lange kenne“.

Ein nächstes Etappenziel für maxmarine wird es sein, den

Motorboot-Handel am Markt felsenfest

zu positionieren. Eine

Aufgabe, die Meesen mit seinem

genialen Projekt www.jeanneauparts.com

bereits gelungen ist:

Hier bestellen Kunden aus der

ganzen Welt ihre Ersatzteile

über das rein österreichische

Service von maxmarine, sogar

aus dem Jeanneau-Mutterland

Frankreich. Meesen: „Und wie

erleichtert sie sind, wenn sie

längst vergriffen geglaubte Teile

finden und innerhalb von 24

Stunden geliefert bekommen“.

Halle 10

www.maxmarine.at


Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Bo

74

Weltpremiere

Diverse internationale Bootsmessen wurden mangels Aussteller

abgesagt, zum Beispiel der Salon Nautico de Madrid 2010.

Nur an der Boot Tulln scheint die Krise vorbei gegangen zu

sein. Hier zeigt die Tendenz immer noch klar nach oben.

OCEAN7 befragte den Projektleiter der Boot Tulln, Mag. Thomas

Diglas: Was machen Sie anders?

Mag. Diglas: Die Boot Tulln gibt es seit dem Jahr 1971. Über

die Jahre hinweg haben Anspruch und Innovationskraft die

Austrian Boat Show zur führenden Wassersportfachmesse im

CEE-Raum gemacht. Die Boot Tulln findet direkt nach der

Weltleitmesse Boot Düsseldorf statt, somit können wir unseren

Besuchern sämtliche Neuheiten auf dem nautischen Sektor

präsentieren.

Wir pflegen intensive Zusammenarbeit mit unseren Ausstellern,

vor allem mit dem BÖB – dem Verband der österreichischen

Bootswirtschaft. Die Wünsche unserer Aussteller nehmen

wir sehr ernst und versuchen, soweit es uns möglich ist,

deren Anregungen umzusetzen. Bei der Planung der Veranstaltung

liegt unser Fokus ganz klar auf dem Besucher, aktuelle

Trends werden aufgegriffen und gemeinsam mit unseren

Ausstellern umgesetzt. Mit der Fachkompetenz unserer Aussteller

in Kombination unserer Kompetenz in der Organisation

von Veranstaltungen ist es uns gelungen, auch in dieser wirtschaftlich

sehr schwierigen Zeit das Angebot für den Besucher

weiter auszubauen. Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit

bei unseren Aussteller für die gute Zusammenarbeit herzlich

bedanken.

Was erwartet die Besucher der Austrian Boat Show – Boot Tulln

2010?

Mag. Diglas: Die Austrian Boat Show – Boot Tulln ist die Plattform

für den österreichischen Wassersport. Wassersport

macht Spaß und fasziniert. Die Boot Tulln bietet für jeden etwas.

Einsteiger in die Szene können sich umfassend informieren,

Tauchsportbegeisterte, Regattafans und auch Anhänger

der großen Yachten kommen bei Österreichs größtem nautischen

Event voll auf Ihre Rechnung. Wir bieten dem Fachbesucher,

dem Neueinsteiger sowie Familien sämtliche Facetten

des vielfältigen Sports. Besonders hinweisen möchte ich auf

das Angebot für Neueinsteiger. Sämtliche renommierte Schulen

und Verbände sind auf der Boot Tulln anwesend und stehen

dem Besucher mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die

individuelle Auswahl des Wassersportes geht.

Welche Highlights werden die Besucher bei der Austrian Boat

Show – Boot Tulln erwarten?

Mag. Diglas: Mit der Jeanneau 57 ist die größte jemals in

Österreich ausgestellte Luxusegelyacht bei der Boot Tulln

vertreten. Die französische Werft zeigt in Österreich erstmals

neben dem neuen Flaggschiff auch die Jeanneau 53 sowie

vier weitere Yachten aus dem aktuellen Sortiment. Beneteau

kommt mit vier Schiffen nach Tulln – der Oceanis 50, der

Oceanis 43, der Oceanis 37 sowie der First 21.7.Für Regattafans

wird vor allem die Präsentation der Salona 34 und der

Salona 37 interessant sein. Bavaria Yachten zeigt die neue

Produktpalette. Weitere Marken an Bord sind Moody, Dehler,

Dufour, Delphia und Hanse. Ich denke, dass wir mit dem gesamten

Angebot an Hochsee-Segelyachten das breiteste

Angebot haben, das wir unseren Besuchern in der Geschichte

der Boot Tulln jemals bieten konnten.

Ein weiteres Highlight ist die Weltpremiere des neuen Bootes

von Frauscher. Wir konnten gerade im Bereich der Motorboote

die Markenvielfalt weiter ausbauen und bieten dem Besucher

von Motoryachten über 40 Fuß bis hin zu kleinen Motorbooten

das gesamte Portfolio an.

Mit an Bord der Austrian Boat Show sind die Seenomaden.

Doris Renoldner und Wolfgang Slanec berichten über ihre

Abenteuer. „Sicherheit auf See“ ist das Thema der diesjährigen

Infotainmentshows von sea-man-ship Austria und Segelwelt.at.

Norbert Sedlacek, Österreichs Teilnehmer bei der

Vende Globe, wird da sein. Dr. Fritz Schöchl berichtet in seinem

traditionell beliebten Vortrag über die Haftung des Skippers

und den Charterfairtrag. Auch Weltumsegler Claus Gintner

wird mit Vorträgen dabei sein.

Was bietet die Stadt Tulln rund um die Austrian Boat Show –

Boot Tulln?

Mag. Diglas: Da sind die vielen Haubenlokale in Tulln und in

direkter Nähe. Es gibt einen neu angelegten Hauptplatz mit

darunter liegender Tiefgarage, sowie ein direkt angeschlossenes

Einkaufszentrum, die Rosenarcade. Ich kann unseren

Besuchern nur empfehlen, einen Abstecher in die Innenstadt

Tullns zu machen, viele gemütliche Cafes laden ein, einen

anstrengenden Messetag gemütlich

ausklingen zu lassen.

Was sind Ihre Wünsche für die

Boot Tulln 2010?

Mag. Diglas: Ich wünsche mir

eine positive und gute Stimmung

während der Boot Tulln,

unseren Besuchern wünsche

ich viele informative Stunden,

unseren Ausstellern gute Geschäfte

und allen eine schöne Wasserportsaison

2010.


ot TULLN 2010 · Boot TULLN 2009 · Boot TULLN 2009 · Boot

Revier

75

Der DinghI-Star

Das österreichische Team von FSE Robline bietet wieder einmal zwei neue Top-Produkte: „Dinghy

Star“ und „Admiral Dyneema ® SK90“ sind die Material-Revolution für Regatta-Segler. „Bei beiden

Leinen handelt es sich um Tauwerk für höchste Beanspruchungen“, erklärt Alexander Kubizek von

FSE Robline: “Durch den innovativen Kern, der aus der brandneuen Dyneema ® -Faser SK 90 hergestellt

wird, erhält der Begriff hohe Bruchlast im Segelsport eine völlig neue Bedeutung“. Das

Material wurde in enger Kooperation mit Spitzensportlern entwickelt. Sowohl „Dinghy Star“ als

auch „Admiral Dyneema ® SK90“ legen ein minimales Kriechverhalten an den Tag und eignen sich

somit perfekt für den Hochleistungssport und anspruchsvolle Regatten.

www.fse-robline.com

Weltweite Abdeckung und edler Rum

Der Seekartenprofi Christian Bernwieser ist selbst seit 35 Jahren aktiver Segler, seit 31 Jahren

existiert die nautische Fachbuchhandlung in Wien, die viel mehr als Seekarten zu bieten hat. Wegen

der langjährigen Erfahrungen wurde die Firma Bernwieser in einer sehr anspruchsvollen Auswahl

als einzige Seekartenvertriebsstelle im gesamten deutschen Sprachraum für den Vertrieb der amtlichen

amerikanischen Seekarten ausgewählt. Dieses hochwertige Kartenmaterial deckt nahezu die

ganze Welt ab und ist selbstverständlich lagernd. Speziell für den Mittelmeerraum bietet Christian

Bernwieser verschiedene Karten europäischer Hersteller u. a. aus Italien,Griechenland und Türkei

an. Darüber hinaus kann man sich hier objektiv über alle für den Sportschiffer relevanten Systeme

der elektronischen Navigation informieren oder die ausgezeichneten Ferngläser von Steiner erwerben.

Um das reichhaltige Angebot abzurunden, gibt es das neueste vom legendären Decksschuhhersteller

Sebago zu probieren und zu kaufen. Als ideales Geschenk für richtige Seefahrer

oder als Höhepunkt in der nautischen Schiffsbar werden auch unzählige

Flaschen des einzigen originalen British Navy Pussers Rums in Tulln vorrätig sein.

Halle 5, Stand 520 www.bernwieser.at


Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Boot TULLN 2010 · Bo

76

Erfahrungen mit der WIBE-Wetterinfobox

Ein Bericht von Klaus Czap

Wind NW, 4 Bft, Fahrt über Grund 8 bis 9 Knoten, wir segeln

unter Spinaker. Es ist Ende Mai, noch 120 Meilen bis Korfu.

Wir sind eine Crew von sechs Männern und einer Frau.Gestartet

sind wir zu diesem Langstreckentörn in Zadar. Der Kurs

ist von der Insel Vis aus ziemlich in der Mitte der Adria abgesteckt

und gesteuert wird die 15 m lange „Inschallah“ vom

Autopiloten.

Für diese Art von Langstreckentörns ist eine vorausschauende

Törnplanung unerlässlich. Besonders die Wetterbeobachtung

ist von enormer Wichtigkeit. Wer will schon auf hoher See gegen

Wind und Wellen anbolzen. Es ist daher für die etwa 350 Sm

lange Reise ein entsprechendes Wetterfenster abzuwarten.

An Land ist es kein Problem an eine umfassende Wettervorhersage

heranzukommen, ist man aber erst einmal unterwegs,

hilft meist nur noch das Navtex, denn alle Handysender

sind 20 Meilen auf See „out of order“. Bleibt nur noch der

UKW-Funk. Doch da gibt es ein kleines Zauberkästchen, das

selbständig die Wetternachrichten des Deutschen Wetterdienstes

empfängt und speichert, die WIBE der Firma Mörer.

Das kleine Wunderding misst gerade mal 12 x 9 cm, ist 5 cm

hoch und kann mittels Aktivantenne oder isoliertem Achterstag

u. a. die Sendungen des deutschen und englischen Wetterdienstes

auf Kurz- und Langwelle empfangen. Aber nicht nur

Worttexte, sondern auch die gefaxten Wetterkarten (Facsimile-

Sendungen). Der Navigator steckt, sobald er zwischendurch

einmal Zeit hat, mittels USB-Kabel die Box an seinen Laptop

an und schon hat er die in der Box gespeicherten Wetternachrichten,

Prognosen, Navtexnachrichten, Navigtionswarnings

und die Barometerkurve auf seinem Computer.

Gespeist wird die WIBE mit 12 V aus der Bordbatterie (z. B.

Zigaretten- Anzünder-Steckdose) Die Stromaufnahme beträgt

nur schwache 80 – 120 mA.

Das Gerät bleibt immer eingeschaltet und ist daher Tag und

Nacht empfangsbereit.

Wir befestigten unsere Aktivantenne mit einer Schelle am

Heckkorb und waren auf das Ergebnis gespannt. Im Hafen von

Zadar, der von hohen Häusern umgeben ist, kamen manchmal

die Wetterkarten nicht besonders gut an, aber hier auf

See war die Qualität einfach verblüffend.

Ein besonderes und für den Navigator wichtiges Programm

ist auch die Darstellung der prognostizierten weiteren Verlagerung

von bestehenden Fronten, Hochs und Tiefs mit eingetragenen

Verlagerungspfeilen. So kann der Navigator bereits

im Vorfeld ersehen, wie sich das Wetter weiter entwickeln

wird.

Ein weiteres Programm sind die Synop-Meldungen von Seeschiffen.

Sie werden ebenfalls von der Box gespeichert und

als Windpfeile in einer Pixelkarte dargestellt.

Die Software der WIBE wird mit einer CD mitgeliefert und installiert

sich fast von selbst. Es sind dann nur noch die gewünschten

Empfangszeiten einzugeben. So kann bereits zu

Hause die Funktion getestet werden.

Für Charterskipper ist es nicht allzu schwierig, in ein paar

Minuten das Equipment an Bord zu installieren und die Antenne

am Heckkorb zu montieren.

Nun steht einem genussreichen Törn nichts mehr im Weg.

www.moerer.de

Technische Daten

Empfangsfrequenzen: 147,3 kHz, 490 kHz, 518 kHz,

3,8 MHz bis 14,5 MHz

Antennenanschluss: 50 Ohm, für externe Aktivantenne oder

isoliertes Achterstag (Balun)

Drucksensor:

Luftdrucksensor mit 0,1hPa Auflösung

PC-Schittstelle:

uSB Full-Speed

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, VISTA

Benötigte Bildschirmauflösung: min. 1024 x 768 Pixel.

Datenspeicher:

4 MB Flash (nichtflüchtig)

Kartenslot:

SD- und MMC- Karten

Decodierung:

RTTY für DWD-Wetter,

Sitor für NAVTEX, F1C für Facsimile

Betriebsspannung: 12 V, Stromaufnahme nur ca. 80 – 120 mA


ot TULLN 2010 · Boot TULLN 2009 · Boot TULLN 2009 · Boot

Revier

77

Qualitätsinitiative Kroatien

Im Oktober 2009 wurde von 20 führenden Charterfirmen

die „4 Stars Quality Charter“ gegründet,

eine Gruppe, die sich eine nachhaltige, garantierte,

hohe Qualität auf ihre Fahnen geschrieben

hat. Die Flotte umfasst bereits mehr als 500

Schiffe. Die Gründung erfolgte aus

Reaktion auf das sich abzeichnende

Rabattverhalten verschiedener Anbieter

als Folge des Hypo Alpe Adria-Desasters.

Dumpingpreise führen unweigerlich zu

einem Qualitätsverlust und verringern die Sicherheit

für den Kunden.

Alle Firmen haben sich einer Bonitätsprüfung von

Yacht-Pool unterzogen und sind Mitglied des

„Yacht-Pool Financial Security System“.

Die in der „4 Stars Quality Charter“-Gruppe zusammengeschlossenen

Firmen haben mit Unterstützung

von Yacht-Pool auch einen schriftlich festgelegten

„Charter-Kodex“ entwickelt, der exakt festlegt, welche qualitätsbegründenden

Maßnahmen von jeder Mitgliedsfirma zu

erfüllen sind. Das macht die Qualitätskriterien auch überprüfbar.

Firmen, die bereit sind diese Qualitätsanforderungen zu

Fischer Panda:

Die Alleskönner

Wochenlang, monatelang unterwegs über die großen Ozeane,

in einsamen Buchten und abgelegenen Atollen. Kein

einziges Mal in einer Marina mit Landstrom – und doch

immer Strom wie zu Hause. Von der Waschmaschine bis

zur Klimaanlage. Möglich macht das Fischer Panda mit

seinen revolutionären Geräten. „Wir liefern längst nicht

mehr nur Generatoren. Wir bauen komplette, maßgeschneiderte

Energiesysteme für jede Yacht und jeden Anspruch.

Unser Slogan heißt: Power

– wherever you are.

Oder: Strom wie zu

Hause“, sagt DI Jens

Langer von dem

1977 gegründeten

Unternehmen. Die

neuen Panda 4000iund

6000i-Generatoren

stellen die neue

Generation der kompakten,

superleisen und leistungsstarken

Fischer Panda-Generatoren dar. Mit ihrer

modernen und innovativen Invertertechnologie bieten sie

extrem gute Spannungs- und Frequenzstabilität.

Halle 6, Stand 637 www.fischerpanda.de

erfüllen, sind auch berechtigt, dies durch das „4 Stars Quality

Charter“-Siegel nach außen zu zeigen. Es wird alljährlich neu

vergeben und ist mit der Jahreszahl versehen.

Eines dieser Kriterien ist die Verwendung des „Charter-Fairtrag“,

der Agentur, Kunden und Charterfirma jeweils in deren

eigener Sprache mit exakt identischem Inhalt vorliegt.

Ein Vortrag zu diesen Themen findet täglich um 15.00 Uhr auf

der Messe in Tulln statt.

Halle 4, Stand 410 www.yacht-pool.at

Charter&Yacht 21.04.2009.qxp 21.04.2009 22:12 Seite 1

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78

oCEAN7 YACHTEN

Der haber-effekt

Die Haber-Boote aus Polen stehen für neue, ungewöhnliche

Lösungen und gelten als wahre Raumwunder. Immer wenn

man eine der Yachten betritt, ist die Überraschung groß, dass

so viel Schiff in ein so kompaktes Boot passt. Die neueste

Entwicklung in der faszinierenden Haber-Flotte ist die Haber

20 mini Reporter, die nach der starken Nachfrage auf ihre

größere Schwester, die Haber 33 Reporter, konstruiert wurde

und als handliches Hausboot mit nur etwas über sechs Metern

Länge eine komfortable Yacht für Binnen- und Küstengewässer

darstellt. Die Haber 20 mini Reporter hat einen Tiefgang

von nur 20 Zentimetern und verfügt über einen

geräumigen Innenraum, den man selbst auf größeren Schiffen

oft vergeblich sucht. Schlafmöglichkeiten gibt es für fünf Per-

sonen, Pantry mit zweiflammiger Kochstelle und Spüle sowie

WC finden auf dem Schiff Platz. Mit ihrer einfachen Handhabung

und Manövrierbarkeit findet die Haber auch in den

engsten Häfen einen Platz.

Halle 4, Stand 444 www.haber-yachten.at

32 FuSS von Dehler

Die neueste Entwicklung des bekannten Designerteams

Judel/Vrolijk & Co. ist die Dehler 32, die im Rahmen der Boot

in Düsseldorf ihre Weltprämiere erlebte. Die Dehler 32 ist

eine völlige Neuentwicklung und wurde als sogenannter

Cruiser-Racer konstruiert. Die 9,8 Meter lange Yacht wartet

mit einigen attraktiven Details auf. Das Boot wird im Handauflegeverfahren

hergestellt, das Deck besteht aus Sandwich-Laminat

mit Balsaholz-Kern. Das 15,5 Meter hohe Rigg

trägt eine Segelfläche von 60 m² und wird von einem modernen

T-Kiel mit tiefliegendem Schwerpunkt aufrecht gehalten.

Im Inneren der Dehler 32 wurde besonders auf eine

optimale Ausnutzung des verfügbaren Platzes unter Deck

geachtet. Die neue Dehler 32 soll als Cruiser für komfortable

Familientörns und als Racer für ambitionierte Regattacrews

geeignet sein.

Halle 10 www.dehler.com

Fast Ocean Sailing

Die vom Yachtarchitekten Marc Lombard konstruierten RM

Yachten stammen aus einer Werft an der französischen

Atlantikküste. Die wertstabilen Boote sind mit einem Bikiel

ausgestattet, der für eine bessere Gewichtsverteilung sorgt

und den Tiefgang der Yacht verringert. Zusätzlich erhöht sich

das aufrichtende Moment und damit die Geschwindigkeit.

Besonders bei halbem und achterlichem Wind versprechen

die Konstrukteure wesentlich bessere Segeleigenschaften.

In seichten Gewässern oder Gezeiten-Revieren können die

mit dem Doppelkiel ausgestatteten Yachten bequem trocken

fallen. Die gesamte Kielkonstruktion ist auf einem

einlaminierten, stabilen Stahlrahmen montiert. Durch eine

Kombination aus breiter Rumpfform und hochwertiger

Epoxy-Sperrholzbauweise wird eine extrem große Formstabilität

erreicht. Serienmäßig sind Kutterstag oder Babystag

verfügbar und machen die RM-Yachten zu Allroundern auf

Hochseetörns. RM-Yachten werden von etwa neun bis fast

vierzehn Meter Länge gebaut, nach Eignerwünschen aus -

gestattet und sind seit Dezember 2009 bei Blue Yachting

erhältlich.

www.blue-yachting.de


NEWS YACHTEN Revier 79

1 2 3

Boote FEICHTNER:

36 Jahre Familientradition

Der Blick von der Galerie in die 5.200 Quadratmeter große Halle in

der Linzer Saxingerstraße ist imposant: Mehr als 100 Boote – von

der exklusiven Princess V 56 bis zum Schlauchboot – warten hier

darauf, von Interessierten besichtigt zu werden.

Es ist die mit Abstand größte permanente Motorboot-Ausstellung in

Österreich. Dahinter steht die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte

der Familie Feichtner, eine 36-jährige Firmentradition mit jeder

Menge unternehmerischem Mut, Seriosität und Zuverlässigkeit.

Begonnen hat alles im Jahr 1974, als Gerlinde und Jürgen Feichtner

aus ihrem Autohandel heraus die ersten Motorboote der Modelle

Silverline, Browning und Larson aus den USA importierten.

Heute sind es Schiffe der edlen britischen, italienischen und US-amerikanischen Werften Princess,

Azimut und Sea Ray. Jede mit einer anderen Philosophie – vom klassischen Understatement nach

außen über das perfekte moderne Design bis zur komfortablen Zweckmäßigkeit.

Seit 2005 ist bei Boote Feichtner die nächste Generation am Steuer des Unternehmens. Elisabeth

Hötzinger-Feichtner, Wolfgang Feichtner und seine Frau Margarethe setzen die Tradition fort, die

ihre Eltern begonnen haben. „Unser Erfolgsgeheimnis liegt darin, dass sich die Kunden auf unsere

Professionalität, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit verlassen können. Auch noch lange nach dem

Verkauf sind wir für unsere Kunden da. Ein Boot ist schnell gekauft. Die ganze Abwicklung bis zur

Übergabe ist aber oft sehr komplex und gerade da können unsere Kunden unserer Hilfe sicher sein.

Wir stehen ihnen in jeder Situation auch nach dem Bootskauf und nach der Übergabe fachmännisch

zur Verfügung“, sagt Elisabeth Hötzinger-Feichtner.

Halle 6, Stand 608 und Halle 10 www.bootefeichtner.at

1 Platzmangel. Doppelstöckige Lagerung der Boote

vor der ersten Erweiterung des Areals.

2 der Anfang. So klein und bescheiden ging

1974 in der Lenaustraße in Linz alles los.

3 EDEL. Vom Schlauchboot über den

Jetski bis zur 68 Fuß-Yacht wird alles

geboten.

4 imposant. Heute steht eine Halle

mit 5.200 Quadratmetern als Schauraum

zur Verfügung.

5 next generation. Margarete

und Wolfgang

Feichtner, Elisabeth

Hötzinger-Feichtner

steuern das Unternehmen

seit 2005.

... am Neusiedler See

29.2 & 30i zu besichtigen …

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7063 Oggau, Seeg. 34-36, Sebastianstr. 54

Tel. 0664/260 57 21, office@yachtservice.at

4

Internationale Transporte


80


yachten

81

Seascape 18:

jung und wild

Die SeaScape 18 ist ein Boot für Junge und Junggebliebene, für Anfänger

und Fortgeschrittene, für Regattafreaks und Tourensegler.

Ein kompromissloser Kompromiss.

Text: Daniel Wälti · Fotos: SeaScape

Was dabei herauskommt, wenn man einem jungen Designer

den Auftrag erteilt, ein kleines Boot ganz nach seinen Wünschen

und Vorstellungen zu bauen, zeigt die SeaScape 18: Ein

Funobjekt, mit dem sich trefflich regattieren lässt, das sich zum

Camping eignet und mit dem auch Segelschüler problemlos

zurecht kommen. Eigentlich ein schwimmender Kompromiss,

der aber in jedem Bereich kompromisslos bis an die Grenze

ausgereizt worden ist. Dies klingt nach Widerspruch – ist es

aber nur scheinbar.

Bereits ein erster Blick auf die SeaScape 18 macht klar, dass

man mit ihr wohl nicht gerade einen Concours d’Elegance

gewinnen wird. Kurz, breit und ein Buckel – dies charakterisiert

das Bötchen wohl am besten. Aber wenn es um puren Segelspaß

geht, dann steht die kleine Slowenin ganz oben auf der Liste.

1 spaSSgarantie. Ein Boot, das erfrischend sportliches Segeln bietet – bei

größtmöglicher Sicherheit.

2 eigene klasse. Als Regattaboot hat die Seascape sehr viel Potential.

Mini-Transat-Gene

Das Projekt lanciert haben Kristian Hajnsek und Andraz Mihelin.

Beide haben über 40.000 Rennmeilen auf Minitransat-Booten

im Gepäck, die beiden wollten ein ähnliches Schiffchen für Einsteiger

lancieren. Unterstützt wurden sie vom bekannten 6.5-Mini-Designer

Samuel Manuard. Herausgekommen ist ein sportliches

Boot mit hervorragenden Segelleistungen, das aber auch

von blutigen Anfängern gemeistert werden kann und somit auch

in Segelschulen vielversprechend eingesetzt werden dürfte.

Die junge Werft baut ihre Schiffe in hoher Qualität. Die GFK-

Verarbeitung ist tadellos – auch in versteckten und kaum

zugänglichen Winkeln – und die Ausrüstung stammt von namhaften

Anbietern: Blöcke und Klemmen werden bei Ronstan

eingekauft, das stehende und laufende Gut ist aus Dyneema-

Fasern des Hauses FSE, das komplett in Carbon gefertigte Rigg

wird von Compotech gebaut und die Vektor-Segel werden bei

OneSails geschnitten.

2


82

1

Einfach aber effizient

Das Konzept ist relativ einfach: So wenig wie möglich, aber so

viel wie notwendig – besonders wenn es um die Ausrüstung

geht. Dazu kommt eine strikte Klassenregelung, die keine

Abweichungen vom Standard zulässt und so in der Adria bereits

zu interessanten Regattafeldern geführt hat.

Die einfache Schotführung gibt keinerlei Zweifel auf, dass das

Großsegel mit Vorteil direkt aus der Hand gefahren wird und

auch die Fock wird vom Vorschoter kaum je fest belegt werden,

denn das Schiffchen benimmt sich weitgehend wie eine Jolle,

auch wenn der Kiel beinahe einen Viertel des Gesamtgewichts

ausmacht und so für eine hohe Stabilität sorgt. Die beiden

Klappruder am Heck sorgen auch bei starker Krängung für

guten Geradeauslauf und vermitteln an der Pinne immer genau

den richtigen Eindruck über Trimm und Fahrzustand.

Frischt es aber auf – und hat man bereits einiges an Erfahrung

mit der SeaScape gesammelt – dann gilt es den riesigen

Gennaker aus der im Bug fest installierten Röhre zu ziehen,

den Carbon-Bugspriet auszufahren, den Kiel hochzuholen und

rauschende Gleitfahrten mit bis zu mehr als 20 Knoten zu

genießen. Aus dem einfach zu beherrschenden „Segelschul-

Bötchen“ ist im Handumdrehen ein reinrassiger Racer geworden,

der so manch einem Eigner eines größeren und theoretisch

viel schnelleren Schiffes das Fürchten beibringen kann.

Um allerdings das Potential der SeaScape wirklich voll ausschöpfen

zu können, sind ziemlich viel Erfahrung und ein

feines Händchen an Schot und Ruder notwendig.

Wochenend-tauglich

Aber die SeaScape bietet noch eine dritte Seite: Sie lässt sich

auch hervorragend als Campingboot nutzen. Nach einem intensiven

Segeltag bietet es keine Probleme, direkt auf den

Technische Daten

Länge:

Breite:

Tiefgang:

Gewicht:

Ballast:

5,5 m

2,4 m

0,15 – 1,5 m

450 kg

125 kg

Masthöhe: 7,4 m Design: Samuel Manuard

Gennaker: 32 m 2

Großsegel: 14,5 m 2 Preis: 17.500 Euro

Fock: 8,5 m 2 Werft: Seascape 18, SL-1260 Ljubljana

www.seascape18.com www.yachting-velden.at

SeaScape-Vertragshändler für Österreich ist Intersport & Yachting Kretschmann, Velden am Wörthersee, Tel. 04274/2939


YACHTEN

83

Strand zu segeln; Schwert und Ruder klappen einfach hoch.

Die „Beule“ im Bug bietet gerade genügend Platz für ein komfortables

Doppelbett. Ein Zelt über dem riesigen Cockpit sorgt

für weiteren Lebensraum und einem Wochenende in freier

Natur steht nichts mehr im Wege.

Es ist den Konstrukteuren also effektiv gelungen, ein Boot zu

entwickeln, das in ganz unterschiedlichen Kategorien zu Hause

ist und auch scheinbar widersprüchliche Interessen unter

einen Hut bringt. Dazu kommt, dass die SeaScape 18 mit einem

Preis von 17.500 Euro in Anbetracht der komplett segelfertigen

Auslieferung ihren Preis wirklich wert ist.

2

1 Turbolader. Der Gennaker sorgt für den Super-Speed. Bis zu 20 Knoten

sind mit hochgezogenem Kiel drin. Auch von Anfängern ist das Boot leicht zu

bedienen und daher für Segelschulen ideal.

2 campingboot. Die SeaScape lässt sich problemlos an den Strand segeln.

Ruder und Schwert klappen einfach hoch.

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84

Eine Crew

stellt sich vor

Der Yacht Club Austria gliedert sich in zehn Crews. Mit dieser Serie stellen wir die

einzelnen Crews vor, hier beschreiben wir ihre Aktivitäten, die Ideen und präsentieren die

handelnden Personen. Beginnen wollen wir mit Oberösterreich.

1

2

3

Die Crew Oberösterreich ist die größte Teilorganisation im Yacht

Club Austria. Mit über 900 Mitgliedern stellt sie immerhin ein

Drittel des gesamten Mitgliederstandes. Und damit ist auch

schon die Verantwortung für den Yacht Club definiert: Aus dem

Ideenreichtum der Mitglieder, aus dem Engagement der einzelnen

Funktionäre und nicht zuletzt auch aus der finanziellen Kraft

entstehen neben Bewährtem immer wieder neue Projekte und

Initiativen, die den YCA vorantreiben und weiterentwickeln

lassen. Die Oberösterreicher bezeichnen sich außerdem als

Schirmherr des Sekretariats des Gesamtvereines, das nicht zufällig

in Linz angesiedelt ist. Als einziger Yacht Club Österreichs

betreiben wir ja bekanntlich ein ganztägig besetztes Büro, zwei

Mitarbeiterinnen organisieren und verwalten

unser Vereinsleben, sie betreuen unsere

Mitglieder und halten den Servicestand aufrecht.

Dementsprechend kommt der Generalsekretär

aus der Crew OÖ. Die Hauptaufgabe

einer Crew liegt zum großen Teil

auf der Ebene der Mitgliederbetreuung:

Hier unterteilt sich die Crew in so genannte

„Stammtische“, wo sich interessierte

Menschen treffen. Es wird dort über die

wichtigste Nebensache der Welt diskutiert,

Erfahrungen ausgetauscht, Seemannsgarn

gesponnen. Die Stammtische findet man in

Linz, in Freistadt, in Bad Schallerbach und

in Schörfling. Weitere Stammtische sind

herzlich willkommen – an dieser Stelle ein

Aufruf an alle engagierten Segler und Seglerinnen:

Meldet euch beim Crew-Commander!

1 Crew-Commander Klaus Czap

2 Generalsekretär Gottfried Titzl Rieser

3 Mitglied Erich Jansch

Eine Reihe von Aktivitäten für

YCA-Mitglieder und ihre Freunde

Die Ausbildung wird in Oberösterreich groß geschrieben: Zweimal

jährlich findet die Schiffsführerausbildung für den Fahrtenbereich

2 und 3 statt. Dabei orientiert man sich streng an

die Prüfungsrichtlinien des Österreichischen Segelverbandes

(ÖSV) und des Motorboot Sportverband (MSVÖ). Dementsprechend

ist die Crew OÖ eine offizielle lizenzierte Ausbildungsstätte

der beiden Verbände. Es werden regelmäßig UKW-

Sprechfunkausbildungen organisiert – selbstverständlich auf

Basis GMDSS.

Die Praxisausbildung der Crew OÖ genießt weit über das

Bundesland hinaus einen exzellenten Ruf – und der verpflichtet

immer wieder aufs Neue. Oberösterreich besitzt topografisch

gesehen einen Riesenschatz: Wir haben mit Attersee, Traunsee,

Mondsee eine der schönsten Binnenreviere vor der Haustüre.

Logischerweise bieten wir daher auch die Ausbildungen zur

Erlangung der BFA Binnen (vormals A-Schein) an.

Die Fortbildung: Die Crew OÖ veranstaltet auch laufend

Abendseminare zu einzelnen Schwerpunktthemen: Wetterkunde,

Vertiefung der Funkpraxis, Erste Hilfe am Motor.

Die Jugendarbeit: Das ist der Schwerpunkt unserer Investitionen,

frei nach dem Motto „Die Zukunft ist uns nicht egal“!

Mit großem Erfolg führen wir für junge Menschen Trainingstörns

durch. Wir zeigen damit die Schönheit des Segelns und wir bauen

uns damit einen Grundstock für die Zeit nach uns auf.

Clubabende: Immer am letzten Dienstag im Monat finden im

Volkshaus Dornach in Linz die Clubabende statt. Wir laden Vortragende

ein, Stars der Szene aber auch ganz normale Mitglieder

berichten von ihren Abenteuern, ihren Erfahrungen und Erlebnissen.

Auch hier gilt: Jedermann/frau ist herzlich willkommen.

Clubtörns: Unsere Mitglieder wollen immer wieder neue Reviere

erkunden. Viele Skipper suchen nach neuen Destinationen.

Die Crew OÖ organisiert Törns in Gegenden, die abseits vom

Mainstream liegen: 2010 geht es „Rund Korsika“ und nach

Schottland.

Newsletter: Wir geben in unregelmäßigen Abständen (ca. alle 2

Wochen) per E-Mail Nachrichten mit verschiedensten Themen

an unsere Freunde weiter. Wer Interesse an diesen Infos hat, kann

sich per E-Mail bei gottfried.rieser@a1.net anmelden.


YCA-News

85

Crew Salzburg

CLUBABENDE

Seglerstammtisch jeweils am zweiten

Mittwoch des Monats ab 19.30 Uhr beim

Jägerwirt in Kasern.

Vorschau:

Mittwoch, 10. 3.2010

Mittwoch, 13. 4.2010

Bei besonderen Veranstaltungen erfolgt

eine persönliche Einladung an alle

Crewmitglieder.

Crew Wien, Nö,Burgenland

CLUBABENDE

Jeden 2. Dienstag im Monat ab

19.00 Uhr im Clublokal „Restaurant

Pistauer“, 1110 Wien, Ravelinstraße 3

beim Simmeringer Friedhof,

Tel. +43(0)1/7672510

Vorschau:

Dienstag, 9.3.2010:

Die Seenomaden erzählen

von ihren Abenteuern

Dienstag, 13.4.2010:

Videofilm von Otto Peter Zieger

STAMMTISCHINFO

Stammtisch Mödling: S‘ Beisl in 2344 M. Enzersdorf, Hauptstraße 84 – bei

Interesse bitte anmelden, da nur begrenzter Raum zur Verfügung steht.

Crew Oberösterreich

Crew-Commander

Ing. Georg Buhl

Crew-Commander

Christian Schifter

Clubabende

Unsere Clubabende finden immer am letzten Dienstag im Monat im Volkshaus

Dornach, Niedermayrweg 7, 4040 Linz-Dornach statt. Beginn jeweils 19.30 Uhr.

Newsletter

Wir informieren unsere Mitglieder regelmäßig über Aktuelles aus dem Segelund

Motorbootbereich. Um möglichst viele Interessierte zu erreichen, ersuchen

wir um Bekanntgabe der E-Mail-Adresse an gottfried.rieser@a1.net

Crew Kroatien

Kontakt

YACHT CLUB AUSTRIA

Generalsekretariat · Lederergasse 88 · A-4020 Linz

+43(0)732/781086 · Fax +43(0)732/771345

office@yca.at · www.yca.at

Crew Salzburg

Crew-Commander Ing. Georg Buhl

Lotte-Lehmann-Promenade 14 · 5026 Salzburg

+43/(0)664/9101040 · georg.buhl@aon.at

Crew Wien, Nö, Burgenland

Crew-Commander Christian Schifter · Ludwiggasse 3, Haus 4

· 1140 Wien · +43/(0)1/7109222, cschifter@pantaenius.com

Crew Oberösterreich

Crew-Commander Klaus Czap · Haydnstraße 47 · 4020 Linz

+43/(0)664/2608592 · klaus.czap@aon.at

Crew Tirol und Vorarlberg

Crew-Commander Albert Plachel

Laningerweg 1 · 6410 Telfs · +43/(0)699/15267890

albert.plachel@aon.at · www.yca-tirol.at

Crew Kärnten

Crew-Commander und Vize-Commodore

Prov. Univ. Ass. Dr. Jürgen Adlmannseder

Rudolf Kattnigweg 3 · 9201 Krumpendorf

+43/(0)650/3400475 · juergen.adlmannseder@uni-klu.ac.at

office@yca-crew-ktn.at · www.yca-crew-ktn.at

Crew Tauern

Crew-Commander Ing. Fritz Breitenstein · Nikolaus Gassner

Straße 327 · 5710 Kaprun · +43/(0)6547/7159 oder 7065

office@crewtauern.at · www.crewtauern.at

Crew Eisenerz/Steiermark

Crew-Commander Mike Hecker

Freiheitsplatz 4 · 8790 Eisenerz · +43/(0)664/3458529

mike@gebirgssegler.at · www.gebirgssegler.at

Crew Bayern

Crew-Commander Dipl.-Päd. Barbara Lange-Hofmayer

Waldinger Straße 28 · D-85084 Reichertshofen

+49/160/7358209 · Tel./Fax: +49/8453/8699

langehofmayer@hotmail.com

Crew Kroatien

Ehren-Commodore und Crew-Commander

Kapitän Miljenko Zanic

Lucka Ispostava · HR-51250 Novi Vinodolski

Tel./Fax: +385/51/244345

Crew Schweiz

Schatzmeister Gerhard Kremser · Sulzerhof 2 · CH-8355

Aadorf · +41/763854179 · Tel./Fax: +41/523654179

g.kremser.yca@gmail.com


86

AUSBILDUNG

Praxistörn (17. – 23.4.2010), € 400,–: Dieses Angebot richtet sich an

angehende Skipper, die ihre Seemannschaft trainieren und ausbauen

wollen und ihre Praxis vertiefen wollen.

Prüfungstörn mit Skippertraining ÖSV und/oder MSVÖ (22. –

29.5.2010): Im Zuge dieses Törn erfolgt ein letzter Feinschliff mit Hafenmanöver,

Ankermanöver sowie Tipps und Tricks vom Meister. Im Anschluss

daran erfolgt die Praxisprüfung

Die Termine und die Seminarorte für die einzelnen Module werden am

Infoabend gemeinsam mit den Teilnehmern vereinbart.

Die Module können Sie einzeln oder auch im Paket buchen. Sie erhalten

bei Buchung von zwei oder mehreren Modulen 10 % Nachlass. Prüfungsgebühren

richten sich nach den jeweiligen offiziellen Sätzen und werden

separat vorgeschrieben.

Anmeldung per E-Mail an wdgrimm@aon.at.

STAMMTISCH-INFO

Unsere Stammtische erfreuen sich großer Beliebtheit, hier werden in

zwangloser Atmosphäre Gedanken und Erfahrungen ausgetauscht, Seemannsgarn

gesponnen und was halt sonst noch auf der Welt wichtig ist,

besprochen.

YCA Stammtisch OÖ Zentralraum (Leiter: Rudolf Hanke): Jeden 2. Mittwoch

im Monat am 19.00 Uhr im Gasthaus „Bratwurstglöckerl“, Angerholzerweg

38, 4020 Linz.

YCA Stammtisch OÖ Mitte (Leiter: Wolf-Dieter Grimm, +43(0)676/6276399,

wdgrimm@aon.at): Jeden 2. Freitag im Monat im Seglerstüberl bei Wolf-

Dieter Grimm, Traunstraße 9, 4650 Edt bei Lambach.

YCA Stammtisch OÖ Süd

(Leiter: Erich Jansch, +43(0)664/4300711): Jeden 1. Samstag im Monat

im Seglerstüberl bei Erich Jansch, Gmunder Straße 9 (Eingang Hafnergasse),

4861 Schörfling.

YCA Stammtisch OÖ Nord (Leiter: Sieghart Liest): Die Benachrichtigungen

über Termin und Ort erfolgen per SMS und sind auf der Homepage unter

www.members.aon.at/crlipe abzufragen.

YCA Stammtisch Bad Schallerbach (Leiter: Ralph Scholz): Jeden 3. Freitag

im Monat in der Pizzeria Valentino, Trattnachzeile 1, 4701 Bad Schallerbach.

Yacht Club Austria

The International Austrian Cruising Club

www.yca.at

Crew Tirol und Vorarlberg

CLUBABENDE

Volkshaus Reichenau/Cafe-Restaurant

PIRMIN STUB’N, A-6020 Innsbruck,

Radetzkystraße 47. Crewabende in der

Regel jeden 2. Donnerstag im Monat

ab 2010 um 19.30 Uhr.

Vorschau:

Donnerstag, 11.2.2010:

Crew-Generalversammlung und

maritimer Fotowettbewerb.

Donnerstag, 11.3.2010: Vortrag:

Formationsfallschirmspringen Crew-Commander

Donnerstag, 8.4.2010: Vortrag: Albert Plachl

Abenteuer in der Antarktis

Donnerstag, 6.5.2010: Vortrag: Wunderbare Karibik

Freitag, 18.6.2010: Sommerfest der Crew

Juli-August: Sommerpause

Veranstaltungen:

Donnerstag, 19.03.2010: Spleißkurs mit Andreas Hanakamp

Kochen auf See, dieser Kurs ist in Vorbereitung und wird bis zum Beginn der

Segelsaison angeboten.

Details und Anmeldungen bei: Albert Plachel, Laningerweg 1, A-6410 Telfs;

Tel.: 0699 15267890, E.:albert.plachel@aon.at

AUSBILDUNG

GMDSS-Betriebszeugnis (SRC)

Aussteller Royal Yachting Association London. Grundlagen der englischen

Sprache in Wort und Schrift müssen vorhanden sein. Kurs und Prüfung an

einem Wochenende.

Details und Anmeldungen zu unserem Ausbildungsprogramm bei Yachtmeister

Ernst Kocher, Tel. 0650/9063548

Austria Cup 2010

Der Austria Cup findet vom 09.05. bis 13.05.2010 in Izola statt! Wer mit

dem Sieger des Austria Cup 2009 als Crewmitglied dabei sein möchte, soll

sich mit Karl FLORIAN unter 0664/6146147, karl.florian@aon.at in Verbindung

setzen.

IN EIGENER SACHE

Wir möchten unsere Mitglieder gerne auf die Möglichkeit hinweisen, uns

Ihre Wünsche, Anregungen und Interessen mitzuteilen. Dadurch konnten wir

bisher schon die Schwerpunkte kennenlernen und unser Veranstaltungsangebot

wie Fotoseminar, Spleißkurs, Kochen auf See, anbieten.

ALLGEMEINES

Umschreibung kroatischer bzw. mancher jugoslawischer Küstenpatente

(Mornar Motorist)

Anmeldebon

Ich möchte Mitglied beim YCA werden!

Ich bin

m Vollmitglied m Familienmitglied m Jugendmitglied

(Jugendmitglied = bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres)

Ich möchte folgender YCA-Sektion angehören:

m Motoryachtsport m Segelyachtsport

Bitte schicken Sie mir Informationsmaterial zu!

Name/Vorname: _______________________________________________

Anschrift: _______________________________________________________

Geb.-Dat.: ______________________ Beruf: ___________________________

Telefon: _________________________ E-Mail: ___________________________

Geworben von (Name): ________________________________________

Mitgl.-Nr.: _______________________________________________________

Unterschrift: _____________________________________________________

www.yca.at


yca-news

87

In der zu Ende gehenden Saison 2009 waren wieder Berichte zu hören, dass

einige Segler in Kroatien mit alten kroatischen Patenten Unannehmlichkeiten

bekamen.

Dazu folgender Hinweis:

Wer ein Patent hat, welches noch nicht mit der Seesprechfunkberechtigung

auf einem Ausweis kombiniert ist, kann Schwierigkeiten mit der Behörde

bekommen. Es sind auch immer noch viele jugoslawische Küstenpatente

im Umlauf. Da es den jugoslawischen Staat schon seit langem nicht mehr

gibt, gelten diese Ausweise natürlich nicht mehr in Kroatien. Mornar Motorist,

welche vor dem Balkankrieg ausgestellt wurden, haben heute keine Gültigkeit

mehr.

Detailauskunft:

Albert Plachel, Laningerweg 1, A-6410 Telfs

Tel.: 0699/ 15267890, E.:albert.plachel@aon.at

HERZLICH WILLKOMMEN AN BORD

Wolfgang Schober und Pyt Haas

Crew kärnten

CLUBABENDE

YCA-Stammtisch Klagenfurt – Jeden Dienstag ab 19.00 Uhr im Gasthof

Jerolitsch in Krumpendorf.

THEORIEKURSE

Wir organisieren bzw. vermitteln die erforderlichen Praxisausbildungen wie A

Schein Praxiskurse, Meilentörns für FB2-3, Ausbildungstörns für FB2-3, Prüfungstörns

für FB2-3, Funkprüfung, Spinnaker- und Gennakertraining, Skippertraining.

Anfragen und Anmeldungen richten Sie bitte an: office@yca-crew-ktn.at oder

telefonisch an Friedrich Abl (+43(0)664/2436871 – YCA-Crew Kärnten Ausbildungsreferat).

Infos auch unter www.yca-crew-ktn.at.

Crew tauern

CLUBABENDE

Jeweils monatlich – Veranstaltungsort: Veranstaltungssaal OPTIMUM in Kaprun.

Die Einladungen ergehen wie immer persönlich an unsere Mitglieder.

STAMMTISCHINFO

Jeden ersten Sonntag im Monat ab 10.00 Uhr im Gasthof Schett in Piesendorf-Fürth

THEORIEKURSE:

Details aller unserer Veranstaltungen, Kurse und Törns finden Sie auf unserer

Homepage www.crewtauern.at. Anmeldungen können gleichfalls direkt über

diese Adresse vorgenommen werden.

CREW EISENERZ/Steiermark

STAMMTISCHINFO

Stammtisch Eisenerz (Leitung: Mike Hecker, +43(0)664/3458529): Crew -

abend jeden 1. Donnerstag im Monat (Abweichungen werden angekündigt)

um 18.00 Uhr im „GH zur alten Mühle“ 8790 Eisenerz, Hieflauerstraße 100.

4.–7.3.2010 Boot Tulln Schiffs- Kochvorführungen

28.–31.3.2010 Gebirgssegler Cup

Stammtisch Leoben (Leitung: Angelika Gailberger,

+43(0)664/5344993): Crewabend jeden 3. Montag im

Monat um 18.00 Uhr im Crewabend jeden 3. Montag

im Monat um 18.00 Uhr im „Schu-Des-Mani-Tu“, 8712

Niklasdorf bei Leoben, Leobnerstraße 42.

15.02.2010 Filmvortrag „1000 Meilen mit dem Wind“

von Klaus Czap

15.03.2010 Filmvortrag „1000 Meilen gegen den Wind“

von Klaus Czap

Stammtisch Graz (Leitung: Ing. Manfred Mosing, +43(0)664/9158910):

Stammtisch jeden Donnerstag, Crewabend jeden 2. Donnerstag im Monat

um 19.00 Uhr beim „Lindenwirt“ 8052 Graz, Peter Rosegger Straße 125

Ausbildung

Für das Jahr 2010 sind sämtliche Kurse vom A-Schein bis zur FB3 Upgrade

Prüfung geplant. Interessenten bitte bei Mike melden, damit der Kursplan

bis Ende Februar steht.

LEIHSERVICE

Bordapotheke: Die Leihgebühr beträgt € 5,– pro Woche (inkl. verbrauchtem

Verbandsmaterial). Die Medikamente werden individuell nach Verbrauch

berechnet.

Seehandfunkgeräte: Die Leihgebühr beträgt € 5,– für ein Gerät pro Woche,

Kaution € 150,–

HERZLICH WILLKOMMEN AN BORD

Theresa Sprung, Bernhard Rothleitner, Jürgen Schmidt, Raphael Schmidt,

Achim Wallner

Crew Kroatien

Crew-Commander

Mike Hecker

STAMMTISCHINFO

Jeden Sonntag ab 10.00 Uhr - Stammtisch in CAPTAINS CLUB, 51250 Novi

Vinodolski, Obala Kneza Branimira 3

Vorschau:

17. - 18.07.2010 Regata NOVI OPEN

31.07. – 01.08.2010 NOVLJANSKA REGATA (Optimist, Laser 4.7, Laser Radial,

Laser)

Crew EISENERZ/STEIERMARK – Gebirgssegler Cup 2010

„Makarska- Korcula-Sucuraj- Maka rska“ 28. 03 - 31. 03. 2010

Sponsored by Wimmer Yachting

Wir laden alle Segler herzlich ein dabei zu sein. Der 3. Gebirgssegler Cup wird wieder in der Karwoche

stattfinden. Es sind drei Wettfahrten geplant. Gewertet wird nach Offshore Yardstick und alle Segel sind

erlaubt. Im Vordergrund der Veranstaltung soll der Spaß stehen, sowie die Möglichkeit neue Freundschaften

zu schließen. Viele Preise für wenig Nenngeld (€ 110,00 p. P.) erwarten Sie. Das beste Schiff bekommt

den Gebirgssegler-Wanderpokal mit € 500,- Chartergutschein von Wimmer Yachting. Für Schiffe aus der

Wimmerflotte gibt es einen Sonderrabatt von 20%, sowie keine Hafengebühr in der Marina Ramova.

Infos und Anmeldung unter: Mike Hecker 0664/3458529,mike@gebirgssegler.at

www.yca.at

www.wimmer-yachting.at


88

www.gindlfoto.at

Zwei Klassiker

ein termin

Beide Veranstaltungen zählen zu den traditionsreichsten und interessantesten

österreichischen Regatten in der Adria: Die Alpe Adria Sailing Week AASW des

Yacht Club Austria mit dem legendären AUSTRIA CUP. Und die Adriatic Sailing Week ASW.

Leider finden in diesem Jahr beide zeitgleich statt – vom 9. bis 13. Mai 2010.


REGATTA

89

Adriatic Sailing Week ASW:

Neuer Schwung durch neuen Veranstalter

„Klasse statt Masse“ ist das Motto dieser Traditionsregatta, die

von Andre Leers vor vielen Jahren ins Leben gerufen wurde.

Ab diesem Jahr konnte er eine hochprofessionelle Eventagentur

als neuen Veranstalter gewinnen: EVENTery Live Communication

GmbH aus Salzburg. Leers bleibt selbstverständlich

bei dieser Regatta mit an Bord.

Wertung:

Die Veranstaltung wird nach ORC gewertet.

Einheitsklassen:

Salona 37, First 45

Die Yachten in den Einheitsklassen werden vor Ort verlost.

Klassen:

- Einheitsklasse Salona 37 mit Spi

- Einheitsklasse First 45 mit Spi

- Offene Klasse mit Spi

- Offene lasse ohne Spi

- Racingklasse mit Spi

Die Route:

Murter – Piskera – Sibenik – Vodice – Murter

(Wetterbedingte Abänderungen ausdrücklich vorbehalten)

Registrierung:

Sonntag, 9. Mai von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 17.00 Uhr.

Welcome-Dinner:

Sonntag, 9. Mai ab 20.00 Uhr

Regatta-Ablauf:

Montag, 10. Mai bis Donnerstag 13. Mai. Siegerehrung Donnerstag,

13. Mai ab 20.00 Uhr

Nenngeld:

240 Euro pro Yacht, zahlbar bei Meldung. 250 Euro pro Person,

zahlbar vor Ort.

Die Nenngelder beinhalten: Gesamte Organisation und Abwicklung

mit Service- und Event-Betreuungsteam vor Ort,

Registrierung der TeilnehmerInnen, Gruppeneinteilung, ISAF-

Wettfahrtleitung, Jury, Print-Out der Tagesergebnisse, mehrere

Begleityachten wie Start- und Zielschiff, Speedboot, Bojen

legen, ärztliche Begleitung, Abgabegebühr beim kroatischen

Segelverband, Liegeplatzgebühren in den Marinas vom 9. bis

14. Mai, Eintrittsgebühr Kornati Nationalpark, ordnungsgemäßes

Anmelden bei Behörden und Hafenkapitänerie, Nutzung

der Marinaeinrichtungen, Kurtaxe, Pressebetreuung.

Catering:

Welcome-Dinner am Sonntag mit mehrgängigem Buffet inklusive

Getränke, reichhaltiges Frühstücksbuffet am Montag in

Murter vor dem Start der ersten Wettfahrt, Grillfest am Abend

und Frühstücksbuffet in Piskera, Abschlussveranstaltung/Siegerehrung

in Murter mit reichhaltigem Buffet inklusive Getränke.

Gesellschaftliches:

Diverse Rahmenveranstaltungen mit Freibier und Musik, Disco-

Abend, digitale Rückblenden des Tages auf Kinoleinwand, feiern

der Tagessieger, ASW-Präsent, T-Shirt mit ASW-Logo uvm.

Limitierung:

Klasse statt Masse: Um den spezifischen ASW-Charakter sowie

das bestehende Niveau nicht zu gefährden, wird die Teilnahme

auf 60 Yachten limitiert. Die Liste der TeilnehmerInnen ist

bereits online und wird regelmäßig aktualisiert.

Schnelle Regatta-Yachten:

- First 35 - First 36.7 - First 40 - First 40.7 - First 45

10 x FIRST 45 stehen für die ASW bereit. First come, first go!

Das Team der ASW

Andre Leers

„Erfinder” der Adriatic Sailing Week

und die Seele hinter der Regatta.

Pionier im Segelbusiness. Er ist

Österreich-Repräsentant der Werften

Beneteau und Fountaine Pajot.

www.leers.com

Mag. Dieter Zand

Chef der Agentur EVENTERY mit Sitz

in Salzburg und Wien.

Begeisterter Fahrtensegler.

Will mit seinem Team der Adriatic

Sailing Week neue Impulse geben.

www.eventery.com


90

Alpe Adria Sailing Week AASW:

Mit spannender, neuer Einheitsklasse

Veranstalter:

Crew Kärnten des Yacht Club Austria (YCA). Projektleiter:

Friedrich Abl, office@yca-crew-ktn.at, www.yca-crew-ktn.at,

Tel. +43/664/2436871

Ablauf der Regattaveranstaltung:

Sonntag, 9. Mai, Prolog, Izola Open Cup – eine eintägige

Regatta, international offen für alle Monohull-Kielyachten. Ab

Montag, dem 10. Mai, beginnen die eigentlichen fünf Bewerbe

der AASW, die bis Donnerstag in sechs Wettfahrten ausgetragen

werden.

Die Klassen:

Einheitsklasse mit Jeanneau one design 35 mit Spinnaker, im

Bewerb „21. AUSTRIA CUP“, für alle YCA Länder-Crews und

ÖSV-Vereine.

Offene Klasse für Monohull-Fahrtenyachten mit Spinnaker

oder Gennaker im Bewerb „Alpe Adria Cup“.

Offene Klasse für Monohull-Fahrtenyachten mit Spinnaker oder

Gennaker im Bewerb „Kärntner Cruising Trophy“, (50 Prozent

der Crew inklusive Skipper müssen in Kärnten wohnhaft sein).

Racing-Klasse mit Spinnaker für Monohull-Kielyachten über

7 m im Bewerb „Alpe Adria Racing Cup“.

Offene Klasse für Monohull-Fahrtenyachten ohne Beisegel, im

Bewerb „Alpe Adria Cruising Cup“ (wird erst ab einer Mindestteilnehmerzahl

von fünf Yachten ausgetragen).

Revier:

Seegebiet vor Izola – Portoroz - Koper – Grado. Ausgangshafen:

Marina Izola/Slowenien.

Registrierung:

Samstag, 8. Mai, 16.00 bis 19.00 Uhr. Sonntag, 9. Mai, 9.00 bis

12.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr. Montag, 10. Mai, 8.00

bis 8.50 Uhr


Friedrich Abl

Im Team: Projektkoordinator,

Anmeldeprozess, Registrierung,

Regattabüro, Preise/Pokale

Im Club: Referent für

Ausbildung und Projekte

Privat: Pensionist der Telekom,

leidenschaftlicher Fahrtensegler

REGATTA

91

Wettfahrten, Routen:

Geplant sind eine „Lange Wettfahrt“ (Izola – Grado – Izola),

eine „Navigationswettfahrt“ (Izola – Portoroz – Koper – Izola),

zwei „Dreiecke“ und zwei „Up and Down“-Wettfahrten. (alle

Bewerbe müssen die sechs Wettfahrten absolvieren). Regeln,

Wertung: ORC (Offshore Racing Congress)

Wettfahrtleitung:

Bojan Gale und sein Team (Bojan GALE s.p. SI-6310 Izola,

Slovenija)

Kosten für die Teilnehmer:

Nenngeld pro Yacht 200 Euro

Nenngeld pro Person 165 Euro

Im Nenngeld ist enthalten: Die gesamte Vorbereitung und die

Organisation vor Ort mit Regattazelt und technischer Ausstattung.

Registrierung; Liegeplatzgebühren; Rennleitung mit

Bojen legen, Startschiff, Begleitschiffe, Auswertung und Druck

der Tages-und Gesamtergebnisse; täglicher OCEAN7-Newsletter,

professionelle Fotos.

Catering:

4 x Frühstücksbuffet und 4 x Abendessen, beginnend mit einem

Kärntner Abend am Sonntag, bestehend aus einem rustikalen

Buffet mit „Schmankalan“ und Most aus Kärnten. Einem italienischen

Abend mit frisch zubereiteten Pizza-Spezialitäten

und Freibier am Montag, ein warmes Buffet am Dienstag und

ein Gala-Dinner am Donnerstag. Der Mittwoch steht zur

freien Verfügung.

Gesellschaftliches:

Tägliche Siegerehrung und Slideshow mit den neuesten Fotos

und Musik, Tombola, Geselligkeit und Life-Musik als musikalischer

Höhepunkt der Schlussveranstaltung am Donnerstag.

Dr. Jürgen Adlmannseder

Im Team: Hauptverantwortlicher,

Präsentation, Moderation

Im Club: Crew Commander

Privat: Hochschullehrer, passionierter

Binnen-und Hochseesegler

Klaus Korosch

Im Team: Redaktionelles,

Werbung, Druck

Im Club: Commander

Stellvertreter, Clubsekretär

Privat: Kriminalbeamter,

Fahrten und Regattasegler

MMag. Barbara Prommegger

Im Team: Mehrsprachige

Dolmetscherin, Finanzen;

Im Club: Schatzmeisterin

Privat: Vertragsjuristin und Marketing

bei HOBAS Rohre, Regattaseglerin

Marlen Rauchenwald

Im Team: Ausstattung des Regatta -

zeltes, Kärntner Abend, Tombola

Im Club: Takelmeisterin

Privat: Ausbildnerin und Prüferin

für Yachtsportler

Ing. Mag. Helmut Ratzer

Im Team: Techn. Regattaabwicklung

Im Club: Regattareferent

Privat: Jurist und Techniker, begeisterter

Regatta- und Fahrtensegler


92

Ein Schiff

lernt fliegen

BMW ORACLEs neue Geheimwaffe im Kampf um den

33. America’s Cup ist nicht mehr geheim. Das gigantische

Flügelprofil, das den gewaltigen Trimaran BOR 90 antreibt, ist ein

„Hingucker“ für Segelbegeisterte, die meinen, schon

alles gesehen zu haben. Technisch ist die Konstruktion

jedenfalls revolutionär. OCEAN7 konnte im BMW-

Hauptquartier hinter die Kulissen des

Wunderwerkes schauen.

Text: Gernot Weiler · Fotos: Gernot Weiler, BMW


Regatta

93

Selbst der Segelprofi und dreimalige America’s Cup-Gewinner

Russel Coutts, dem ja schnelle Boote nicht unbekannt sind,

gesteht ein, dass es sich bei der BOR 90 um die ultimative

Rennmaschine handelt, die selbst ihn in ihrer Leistung überraschte

und schwer beeindruckt. Es ist nicht nur die höhere

Geschwindigkeit, die mit dem Flügelrigg erzielt werden kann,

sondern auch die bessere Manövrierfähigkeit, die bei einem

Rennen den Ausschlag geben kann. Aus der Sicht eines der

besten und erfolgreichsten Segler der Welt zeigt sich der Vorteil

des Wings gegenüber einem herkömmlichen Segel in seiner

absoluten Trimmbarkeit, die es der Crew ermöglicht, das in

acht Segmente unterteilte Segel optimal auf den Wind einzustellen

und das Maximum an Vortrieb zu erzeugen. Die Entwicklung

des Schiffes, das anfänglich als Allrounder gebaut

wurde, war eine Evolution, die Hand in Hand mit der Offenbarung

der Fakten wie Austragungsort, zu erwartende Wetterbedingungen

und Wettkampfbedingungen ging. Den wesentlichsten

Ausschlag gab aber das gewaltige Flügelrigg. Russel

Coutts sagt: „Ich habe selbst noch nie eine einzelne technische

Komponente gesehen, die ein Schiff und seine Eigenschaften

so extrem verbessern konnte wie eben dieser Flügel“.

Der Flügel

Das revolutionäre Flügelrigg der BOR 90 ist mit 57 Metern

Höhe größer als der längste jemals gebaute Flugzeugflügel,

selbst die Tragfläche des neuen Airbus 380 erscheint mit 43,5

Metern fast handlich gegen die Konstruktion von BMW. Die

Fläche des Segels beträgt 625 m² und setzt sich im Wesentlichen

aus zwei Teilen zusammen. Das Hauptelement, das um die

Achse des Mastfußes gedreht werden kann, besteht aus einem

zusammenhängenden Stück und bildet die vordere Kante des

aerodynamischen Profils. Hinter diesem Profil liegt, getrennt

durch einen schmalen Spalt, eine Reihe von elf einzeln beweglichen

Klappen, die von neun Gelenken zusammengehalten

werden. Angesteuert werden diese Klappen durch Seilzüge, die

über acht Umlenkhebel die Kraft auf die hinteren Profilsegmente

übertragen. Außerdem kann über einen zusätzlichen

Seilzug eine Wende so gefahren werden, dass das Profil nach

dem Kreuzen des Windes automatisch wieder die gleiche, strömungstechnisch

optimale Einstellung zum Wind einnimmt. Als

Materialien wurden für die Konstruktion Karbon und Kevlar

verwendet, um das Gewicht möglichst gering zu halten. Die

strömungsrelevanten Flächen sind mit einer dünnen, flexib len,

jedoch widerstandsfähigen Haut überzogen, die sonst in der

Luftfahrttechnik ihre Anwendung findet. In die Kons truktion

des Riesenflügels wurden allein 40.000 Arbeitsstunden investiert,

um das gesamte Rigg so stabil zu machen, dass es den

hohen Beanspruchungen bei einer Wettfahrt standhält, gleichzeitig

aber möglichst leicht wird. Mit einem Gewicht von nur

3.500 Kilogramm ist es dem Team von Spezialisten um den

Leiter des Wing Design-Projekts Joseph Ozanne aus Frankreich

gelungen, diese beiden wesentlichen Fak toren perfekt zu verbinden.

Getrimmt wird nach den Instrumenten,

nicht nach dem Blick nach oben

Der Luft- und Raumfahrttechniker, der sein volles Know-how

in die Konstruktion einfließen ließ, beantwortet die sich aufdrängende

Frage nach dem Hauptvorteil gegenüber einem

herkömmlichen Segel damit, dass sich der Flügel entscheidend

gezielter trimmen lässt. Das bisherige Segel war deshalb schwerer

in die gewünschte, optimale Form zu bringen, weil es nur

an drei Punkten – dem Kopf, dem Hals und dem Schothorn

– beeinflusst werden konnte. Bei dem Wing kann die gewünschte,

vortriebsstärkste Form wesentlich einfacher und gezielter

erreicht werden, indem man den Anstellwinkel der einzelnen

Wingsegmente relativ zum Hauptsegment verändert.

Die Frage, die allen Segelbegeisterten nun auf der Zunge liegt

lautet: Wie wird so ein Hightech-Flügelsegel eigentlich getrimmt?

Im Fall der BOR 90 war die Umstellung gewaltig, da

die Crewmitglieder, die es sonst gewohnt waren nach oben ins

Segel zu schauen, um am Profil und den Windspionen zu erkennen,

ob der Trimm perfekt ist, jetzt an dem Flügel genau

diese Dinge mit freiem Auge nur noch schwer erkennen konnten.

Also musste sich die Crew beim Segeln mit dem neuen

Wing viel mehr auf die Anzeigen der Instrumenten konzentrieren

und – da das neue Segel ja nicht durchsichtig

ist – untereinander kommunizieren,

um einen Eindruck

von der anderen

Seite der Fläche zu

Evolution

Die Entwicklung vom Allrounder zur ultimativen Rennmaschine


94

bekommen. Bei einem Rigg von so gewaltiger Höhe spielen

die unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten und -richtungen

in den diversen Höhen eine wesentliche Rolle. Gerade hier

kann mit dem Flügelprofil exakt auf die passenden Verhältnisse

eingegangen werden. Keine leichte Aufgabe für die Trimmer,

die bis zum Match die optimale Ausführung ihrer Aufgabe

ausgiebig trainieren und perfektionieren werden. Doch es ist

nicht nur die höhere Geschwindigkeit, die mit dem Flügel

erreicht werden kann, die für die Regatta-Vorteile mit sich

bringt, sondern auch die bessere Manövrierfähigkeit. Bei den

Testfahrten in San Diego zeigte sich, dass das Schiff nun wesentlich

schneller reagieren und auch fast auf der Stelle anhalten

kann. Ein Umstand, der bei den zu erwartenden Manövern

beim 33. America’s Cup vor Valencia eventuell den entscheidenden

Ausschlag geben sollte. Es ist allerdings schwieriger bei

stärkerem Wind zu segeln, da sich bei dem Wing die Segelfläche

nicht wie bei einem konventionellen Segel verkleinern lässt.

Um bei zunehmenden Winddruck die Kräfte zu verringern,

wird der gewaltige Flügel in den Wind gestellt oder die beiden

Profile so in eine Linie gebracht, dass der Winddruck auf annähernd

Null sinkt. Um das Schiff an seinem Platz an der Boje

automatisch im Wind zu halten, werden über Nacht, wenn

Crew und Yacht sich ausruhen, kleine Zusatzsegel am Heck der

BOR 90 gesetzt, die das Boot in den Wind drehen.

Neben dem Flügel wurde die BOR 90 auch in der Form des

Rumpfes und dem gesamten Cockpitlayout grundlegend verändert.

Als auffälligste Details stechen hier die neuen Büge ins

Auge, die gegenüber dem ehemals senkrechten Steven jetzt

wesentlich länger und schnittiger durchs Wasser gleiten. Der

Bug des Hauptrumpfes wurde mit einem längeren Bugspriet

versehen, zu dem die Konstrukteure durch Studien historischer

Schiffe inspiriert wurden.

Die großen Veränderungen im Cockpit wurden durch die für

einen America’s Cup bisher unübliche Erlaubnis zum Einsatz

hydraulisch angetriebener Winschen ausgelöst. Bei diesem

Rennen wird ein selbstverständlich von BMW stammender

Motor für die notwendige Kraft auf

den Winschen sorgen und ein raffiniertes

Steuersystem, bestehend aus

ultradünnen, wasserdichten Tastenpanelen

die Steuerung übernehmen. Der

Vorteil, den sich das Team davon ver-

1


Revier

95

3 4 5

6

spricht, liegt laut Francesco Binetti Pozzi, dem Leiter des

Maschinen Projekts, auf der Hand.

Selbst die stärksten und trainiertesten Grinder einer Regattacrew

ermüden nach kürzester Zeit bei ihrer schweren Tätigkeit,

die Winschen für so ein mächtiges Schiff in Gang zu halten.

Die Leistungskurve sinkt ab und die Manöver können nicht

mehr so optimal ausgeführt werden wie erwünscht. Der Motor

im Schiffsrumpf sorgt für eine konstante Leistung, Geschwindigkeit

und Kraft. Über die extra für die notwendigen Funktionen

entwickelten Steuereinheiten wird das Rigg per Knopfdruck

exakt und schnell den veränderlichen Windverhältnissen

angepasst. Dass so viel künstliche Kraft auch Risiken für die an

den Winschen arbeitenden Segler birgt, ist den Konstrukteuren

bewusst. In diesem Fall wird darauf vertraut, dass es sich bei

allen Crewmitgliedern um professionelle Regattasegler handelt,

die wissen, wo die Gefahren liegen und wie sie vermieden

werden können.

Die alles vereinende Komponente zwischen Rigg, Motor und

Deckslayout ist der Rumpf des Bootes. Auch hier wurden von

den Designern und Konstrukteuren seit dem ersten zu Wasser

1 Revolutionär. 57 Meter hoch, nur 3,5 Tonnen, der unglaubliche Hightech

Flügel für den 33. America’s Cup.

2 Neu beim Amerika’s Cup. Über Tasten werden die Winschen und der Druck

auf die Verstagung gesteuert

3 Francesco Binetti Pozzi ist der Mann für die Maschine und Mechanik

im Cockpit.

4 Joseph OzannE – der Raumfahrttechniker ist der Leiter des Wing-Designs.

5 Christoph Erbelding – zuständig für Strömungstechnik und Struktur

arbeitete früher beim European Space Lab Program.

6 Russell Coutts dreimaliger America’s Cup-Gewinner und zweimal „World

Sailor of the Year“ errang 1984 olympisches Gold im Finn.

lassen wahre Wunder vollbracht. Den Teams ist es gelungen,

das Boot innerhalb kürzester Zeit so zu modifizieren, dass aus

einer Konstruktion, die zu Beginn schon schnell war, das ultimative

Gefährt für den America’s Cup zu bauen. Christoph

Erbelding, der als Luft- und Raumfahrtingenieur für optimale

Strömungstechnik zuständig ist, vergleicht die Entwicklung wie

von einer guten Allroundyacht, die überall einsetzbar ist, zu

einem Boliden, der jetzt leichter und mit einem wesentlich

kraftvolleren Antrieb ausgestattet ist. Für ihn ist der America’s

Cup so etwas wie der Himmel für Ingenieure, hier wird an all

dem gearbeitet, was man sich vorstellen oder erträumen kann.

Eine Nutzung der Technologie des Flügelsegels für normale

Fahrtenyachten sieht er hingegen skeptisch, hier mangelt es

weniger an der Machbarkeit als an der Sinnhaftigkeit, eine

solche Technik, die für Höchstgeschwindigkeiten im Extremfall

und den Einsatz einer professionellen

Crew entworfen wurde, auf

ein herkömmliches Schiff zu übertragen.

Die üblichen Segelbedingungen

lassen sich mit normalen

Segeln einfacher bewältigen.

Anfang Februar werden die zwei

Kontrahenten beim 33. America’s

Cup in Valencia erstmals aufeinandertreffen

und es wird sich zeigen,

welches Boot das schnellere

und welche Crew die bessere ist.

Der Sieger wird die älteste Trophäe

des internationalen Sports

mit nach Hause nehmen können

und sich bis zum nächsten Cup an

ihr erfreuen dürfen.


96

Entwurf_neu_fertig.qxd 21.01.2008 16:24 Seite 1

Österreichs größte Seefahrtsbuchhandlung

präsentiert den OCEAN7 Bücherschapp!

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Gut gepflegt

ist fein gesegelt

Pflege und Wartungsarbeiten an Schiffen zu Beginn der Saison sind ein Thema,

vor dem vielen graut. Andere wieder lieben diese Zeit des Werkens, Putzens

und Schraubens. Unverzichtbar dafür sind handwerkliche Tricks und Tipps. Hier finden

Sie die wichtigsten Bücher, die beim Arbeiten an der Yacht weiterhelfen.

Hans Donat

Dieselmotoren

auf Yachten

Pflegen - Warten - Reparieren

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Refit von Yachten

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Modernisieren – Pflegen

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Hans Donat ist bekannt als Autor des kleinen, blauen Ratgebers

„Bordbuch“. In diesem Fachbuch befasst sich der Profi mit der

Technik von Schiffsdieselmotoren. Als eindeutiges Qualitätsmerkmal

des Buches gilt, dass es bereits in der achten überarbeiteten

Auflage erschienen ist. Anhand einer praktischen Störungstabelle

kann man die Unregelmäßigkeiten einfach

herausfinden und beheben. Nebenbei wird auch noch darauf

eingegangen, wie durch richtige Pflege und Wartung die Leistungsfähigkeit

der eisernen Genua am längsten erhalten werden

kann.

Angefangen von den grundlegenden Umständen für das Auffrischen

einer Yacht wie der Auswahl des passenden Arbeitsplatzes

über die besten Werkzeuge, die man dazu verwendet,

bis zu konkreten Anleitungen für die einzelnen Arbeitsabschnitte,

beinhaltet „Refit für Yachten“ alles, was man für die erfolgreiche

Neubelebung eines Boots braucht. Jeder Vorgang wird

mit zahlreichen Fotos jeweils für GFK und Holzschiffe erklärt.

Schwierige Aufgaben wie das Verlegen eines neuen Teakdecks

oder der Einbau neuer Luken werden in diesem umfassenden

Buch anschaulich erklärt.

Don Casey

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Delius Klasing · 136 Seiten · 263 Zeichnungen · 14,8 x 21 cm · kartoniert ·

EAN 9783768809825 · 13,30 Euro

Dass Holz und Stahlyachten der ständigen Pflege bedürfen, ist hinlänglich bekannt. Aber auch moderne

Kunststoffschiffe haben regelmäßige Wartung notwendig. Alles was man als Bootseigner am

Unterwasserschiff, dem Rumpf, Deck oder Aufbauten selbst machen und wie man dabei hohe Kosten

vermeiden kann, wird hier anschaulich erklärt. Zusätzlich bietet das Handbuch einen ausführlichen

Überblick über die zu verwendenden Werkzeuge und die geeignetsten Materialien.


BÜCHERSCHAPP

97

Alexander Schlösser/Jan Kuffel

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Das Wellness-Programm

für Yachten

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EAN 9783931617257 ·

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Um eine betagtere Yacht wieder auf Vordermann zu bringen

oder sie gar zu neuem Leben zu erwecken, eignet sich dieses

Standardwerk, bei dem es gezielt um das schwierige Thema der

Restauration von Schiffen geht.

Schrittweise werden von der Auswahl des geeigneten Schiffes

über die Einschätzung und Beurteilung des Zustands der Yacht

bis zum Auffinden verborgener Mängel alle Themen aufgeführt,

die für den Käufer oder Besitzer eines älteren Schiffes

notwendig sind.

Weiters werden Arbeitsgänge für die Wiederherstellung beschrieben,

die von der einfachen Kosmetik bis zur kompletten

Sanierung reichen.

Pat Manley

Bootswartung

Maschine - Rumpf – Deck

Delius Klasing · 2008 ·

192 Seiten · 696 Farbfotos,

52 farbige Abbildungen,

5 S/W-Abbildungen, ·

17 x 24 cm · gebunden ·

EAN 9783768819961 ·

25,60 Euro

Viel Zeit, Geld und Frustration über misslungene Arbeiten

kann sich der engagierte Bootseigner sparen, wenn er dieses

Buch zu Rate zieht. Hier werden Arbeiten aus dem Bereichen

Wartung, Pflege und Reparatur erklärt, die jeder selbst durchführen

kann, um so den Einsatz von teuren Spezialisten zu

vermeiden.

Die Erklärung der Arbeitsabläufe ist in einfachen Schritten

erklärt und wird mit vielen Abbildungen und Fotos ergänzt.

Der Autor beschränkt die Auswahl bewusst auf Tätigkeiten, die

er schon selbst ausgeführt hat und schließt hier heikle und

komplizierte Vorgänge von vornherein aus.

Torsten Moench

Die Boote-Werkstatt

Tipps und Anleitungen für Bootsbastler

Delius Klasing · 2007 · 136 Seiten · 154 Farbfotos und 80 farbige

Abbildungen · 14,5 x 22,5 cm · EAN 9783768819633 · 23,60 Euro

Als Buch, das eindeutig aus großem Praxiswissen entstanden ist, hilft dieser

Leitfaden bei der Ausbesserung von Kratzern im Lack bis zu umfang -

reichen Montagearbeiten oder der Reparatur von Motor oder anderen

Installationen. Über 80 nützliche Einzelthemen werden Schritt für Schritt

anschaulich erklärt und helfen dem Bootsbesitzer, sein Schiff nach seinen

eigenen Wünschen zu gestalten und dabei auch noch Geld zu sparen.

CHARTER - SERVICE - SALES

Ihr Türkei Spezialist

Michael Herrmann

Technik unter Deck

Leitfaden für die Pflege, Wartung und Reparatur

Verlag Palstek · 2003 · 288 Seiten · gebunden · reich illustriert ·

EAN 9783931617189 · 39,10 Euro

Tief in die innersten Geheimnisse einer Yacht führt dieser reich illustrierte

Ratgeber und erklärt die wichtigsten Techniken, um das Innenleben

eines Schiffes perfekt in Schuss zu halten.

Vom Motor bis zur Schraube und vom Steuerrad bis zum Ruderblatt wird

den wesentlichen Anlagen einer Yacht einfach, verständlich und mit über

1.000 farbigen Illustrationen auf den Grund gegangen.

www.phoenixyachting.com


98

Inserentenverzeichnis

55 4 Stars Charter

www.4stars-charter.com

7 Adria Yacht Center AYC

www.ayc.at

U3

AEZ Leichtmetall-Räder GmbH

www.aez-wheels.com

83 AMS Yachtcharter

www.ams-yachting.de

U2/3 Boot Tulln

www.boot-tulln.at

63 Boote Feichtner

www.bootefeichtner.at

19 Bootsbau Wolgang Schmalzl/Julika

www.julika.at

35 Ecker Yachting

www.ecker-yachtcharter.com

49 Fischer Panda GmbH

www.fischerpanda.net

96 Freytag & Berndt

www.freytagberndt.at

83 Inschallah Sailing Team

www.inschallah-sailing-team.at

69 Intersport Yachting Kretschmann

www.yachting-velden.com

73 Istec AG

www.istec.ag

74-> Land Rover Österreich

www.landrover.at

U4 Leers Yachting

www.leers.com

83 Leimer Marine

www.blauwasser.at

45 Master-Yachting

www.Master-Yachting.de

33 Mastervolt/Doma GmbH

www.doma.at

27 MaxMarine GmbH/Jeanneau

www.maxmarine.at

59 MaxMarine GmbH/Jeanneau

www.maxmarine.at

21 Werner Ober GmbH Yachtelektronik

www.yachtelektronik.at

11 Palmetshofer Nautic

www.palmetshofer-nautic.at

23 Pantaenius Yachtversicherungen

www.pantaenius.com

97 Phoenix Yachting

www.phoenixyachting.com

75 Pitter Yachting

www.pitter-yachting.com

37 Steyr Motors GmbH

www.steyr-motors.com

67 Sunbeam Yachts/Schöchl Yachtbau GmbH

www.sunbeam.at

95 Suntours

www.suntours.at

5 Trend Travel Yachting

www.trend-travel-yachting.com

9 UK-Halsey Austria Thomas Pehn GmbH

www.uk-sails.at

83 Wimmer Yachting

www.wimmer-yachting.at

83 Yacht-Probleme

43 Yachting 2000

www.yachting2000.at

77 Yacht-Pool Versicherungs-Service GmbH

www.yacht-pool.com

79 Yachtservice Yachttransport Unterweger

www.yachtservice.at

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Satz- und Druck-Team GmbH | Feschnigstraße 232 | A-9020 Klagenfurt | +43(0)463/4619025

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Photo: Jerome Kelagopian

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außergewöhnliche Linien, elegantes Design, perfektes

Innenleben und gute Segeleigenschaften zeichnet diese Serie

von Beneteau aus. Natürlich in gewohnter Beneteau-Qualität.

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