Lust auf Bayern 2016 / 1

maxrusso

In Bayern bekommen Sie immer Lust auf Natur.
Wanderurlaub, Radtouren oder Mountainbiken -
Bayern bietet viele Möglichkeiten, die Natur aktiv
zu genießen.
Zur Entspannung zeigen wir Ihnen die schönsten
Wellness-Oasen und machen Ihnen Lust auf die
bayerische Küche.

Nr. 1 Mai / Juni 2016

6,90 €

Lust auf Bayern

2016

BAYERN

Spargel-Spezial

• Raffinierte Spargelrezepte

• Perfekte Zubereitung

• Tipps für Spargelkauf

Tegernsee

Bayerische Seen

Traumhafte Ausflugsziele • Die schönsten Urlaubsorte

Vielfältiges Sportangebot • Top-Events & Geheimtipps

Milch & Käse

Bayerische Molkerei Produkte

Lust auf Brotzeit

Bayerns Brotzeit-Klassiker

Hegratsrieder See bei Füssen

A 7,60 € / CH 13,70 SFR / LUX 8,05 €

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Foto: © shutterstock.com

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bayerische Träume?

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Editorial

BAYERN

Vorwort von:

Finanz- und

Heimatminister

Dr. Markus Söder

Lust auf Bayern – das verspricht weißblauer Himmel bei einer Fahrt

über die bayerischen Seen. Tegernsee, Ammersee, Starnberger See

und Königssee ge-hören zu den Perlen des bayerischen Tourismus.

Auf einem Schiff der Bayeri-schen Seenschifffahrt werden sie zu

einem ganz besonderen Erlebnis.

Tief eingebettet zwischen steil aufragenden Felswänden liegt der

Königssee mit seinem kristallklaren Wasser mitten im Nationalpark

Berchtesgaden. Während der Fahrt mit den leisen Elektrobooten

erlebt der Gast seine Naturschönheiten hautnah. Höhepunkt

ist die bekannte Kirche St. Bartholomä vor der mächtigen Watzmann-Ostwand.

Viel Tradition gepaart mit bayerischer Gemütlichkeit

– so präsentiert sich der Tegernsee. Zur wohl schönsten Art

den See und seine Um-gebung zu erkunden, gehört eine Rundfahrt

mit einem der markanten Tegern-see-Schiffe.

Die zahlreichen Prachtbauten am Starnberger See lassen sich am

besten von Bord aus bewundern. Die beiden Flaggschiffe MS

STARNBERG, als atemberau-bender Galeriekatamaran, und

MS SEESHAUPT, das jüngste Schiff der Flotte, garantieren eine

einzigartige Kreuzfahrt vor Alpenkulisse. Großzügige Decks mit

Liegestühlen laden zum Genießen und Verweilen ein. Der Ammersee

wirkt hin-gegen ländlicher und auf ganz besondere Weise

volkstümlicher. Seine Ufer säumen sanft aufsteigende Weiden und

Wälder. Bei einer Fahrt mit einem der nostalgischen und gleichermaßen

eleganten Raddampfer kommt man leicht ins Schwärmen.

Das Ambiente verspricht einen Hauch von Luxus großer Seereisen

aus einer vergessenen Zeit.

Warum also nicht die nächste Seereise in Bayern genießen?

Lust auf Bayern inklusive.


Inhaltsverzeichnis

8

Chiemsee

20 36

Königssee

schliersee

4


78

Pichelsteiner

80

brotzeit

90

MolkereiProdukte

BAYERN2016

inhaltsverzeichnis

Bayerische Seen

8 Überblick - die schönsten Seen

10 Chiemsee

20 Königssee

30 Teg ernsee

36 Schliersee

44 Fünf-Seen-Land

54 Kochel-Walchensee

62 Staffelsee

68 Schifffahrt auf Seen

Genuss

78 Pichelsteiner

80 Brotzeit

88 Reinheitsgebot

90 Molkereipodukte

104 Hopfenspargel

110 Abensberger-Spargel

112 Schrobenhausener-Spargel

116 Spargelrezepte

Tradition

126 Nachtwächter von Rothenburg

104

Spargel

service

3 Vorwort

52 Abo-Anzeige

130 Schlusswort / Impressum

5


AB MÜNCHEN

NONSTOP

51

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Gebühren und Abgaben inklusive. Gebührenstand: 01.04.2016


eisen | Bayerische Seen

Urlaub im

Seen-Paradies

In Bayern gibt es so viele schöne

Berge und Seen. Im Süden bestimmen

sie die Umgebung und sind bekannte

Urlaubsziele. Das Angebot für einen

Besuch ist bunt und vielfältig.

Von Jörn-Erik Burkert

Inmitten von traumhaften Landschaften

und den Alpen laden die mehr als

200 natürlichen Seen zum Verweilen

ein. Aktive finden Erholung beim Wassersport,

beim Wandern oder auf dem

Rad. Aus einer anderen Perspektive

gibt es das Erlebnis See bei einer Tour

mit der Bayerischen Seeschifffahrt. Die

Fahrgäste werfen bei den Rundfahrten

einen Blick auf die Ufer, die Inseln und

lassen die Berge auf sich wirken.

Entschleunigung vom stressigen Alltag

und Entspannung versprechen dem

Besucher die vielen Wellnessangebote,

Kurbäder und die ruhige Umgebung

der bayerischen Berge. Gedanken um

das leibliche Wohl muss man sich in

Bayern nicht machen. Traditionelle

Küche trifft auf moderne Innovationen.

Davon überzeugt man sich bei einer

Brotzeit, bayerischen Schmankerln oder

bei hochklassigen Angeboten für Feinschmecker

am besten selbst. Biergärten,

Hütten, Wirtschaften und Restaurants

pflegen dabei die bayerischen Küchentraditionen

und benutzen regionale, von

der Saison abhängige, Produkte. Und

nicht zu vergessen: Die bayerischen Biere

sind ein perfekter Durstlöscher.

Tradition und Brauchtum erlebt der

Urlauber hautnah bei den Festen in

den Ortschaften rund um die Seen. Auf

dem Programm stehen dann Blasmusik,

Tanz und Trachten. Bayerische Gemütlichkeit

wird auf den Wald- oder Seefesten

gelebt und gepflegt.

Die vielfältigen Angebote rund um die

Seen bieten für jeden Besucher etwas –

sei es Sport, Erholung, Kultur, Genuss

oder die bayerische Tradition.

Laut Landesamt für Statitik gibt es in

Bayern mehr als 200 natürliche Seen.

Das weitverzweigte Netz aus Flüssen

und Bächen versorgt die Gewässer mit

Wasser.

Die meisten dieser Seen sind ein wahres

Paradies für alle Wasserratten. Rund

um die Seen findet man ein reichhaltiges

Freizeitangebot und oft auch sehr

beliebte Ferienorte. Die großen Seen

wie der Chiemsee, der Ammersee, der

Starnberger See oder der Brombachsee

können auch mit einem Ausflugsschiff

der weißen Flotte erkundet werden.

Und natürlich lässt es sich an einem der

vielen Bayerischen Seen vorzüglich Urlaub

machen.

8


3

2 4

5

München

1

6

Bad Tölz

Rosenheim

12

7

8

9 10

11

Bad

reichenhall

13

Die Bayerische Seelage

im Überblick

1. Starnberger See

2. Ammersee

3. Wörthsee

4. Pilsensee

5. Weßlinger See

6. Staffelsee

7. Kochelsee

8. Walchensee

9. Tegernsee

10. Schliersee

11. Spitzingsee

12. Chiemsee

13. Königssee

9


eisen | Bayerische Seen

Das Bayerische

Meer

Vor beeindruckender Alpenkulisse

lädt der Chiemsee zur Erholung und zu

Entdeckungen ein. Der Besucher findet ein

reichhaltiges Angebot rund um und auf

dem See. Ihn erwartet eine Kombination

aus Geschichte, Tradition, Natur

und Ativurlaub.

10


chiemsee

Seebruck

Prien

Gstadt

Chiemsee

Chieming

Kurzsteckbrief: Chiemsee

Fläche 80 km 2

Umfang 64 km

Tiefste Stelle 74,3 m

Höhenlage 518 m

Besonderheiten Besitzt drei Inseln

Internet www.chiemsee-alpenland.de

© Chiemsee-Alpenland Tourismus

11


eisen | Bayerische Seen

Klassik-Konzerte am Chiemsee

30. April und 10. Juni 2016

Wasserburger Rathauskonzerte

www.rathauskonzerte.de

12. April 2016

Meisterkonzerte im Kultur +

Kongress-Zentrum Rosenheim

www.kuko.de

8. Mai 2016

Konzert des Musikvereins Rosenheim

www.musikverein-rosenheim.de

16. und 14. Mai 2016

Konzerte Schloss Neubeuern

www.k-s-n.de

29. Mai – 5. Juni 2016

Chiemgauer Musikfrühling im Kloster Seeon

www.kloster-seeon.de

9. Juli 2016

Konzerte des Chiemgau-Orchesters in Prien

www.chiemgau-orchester.de

12. Juli – 24. Juli 2016

Herrenchiemsee Festspiele

www.herrenchiemsee-festspiele.de

10. Juni bis 14. August 2016

20. Festspiele Immling

www.gut-immling.de

feste & märkte

Der größte See Bayerns wird auch gern

als „Bayerisches Meer“ bezeichnet. Das

Gewässer mit knapp 80 Quadratkilometer

Fläche ist ein Paradies für Segler

und andere Wassersportler. Rund um

den See und auf den Inseln findet der

Besucher vielfältige Möglichkeiten, seinen

Urlaub zu verleben. Für aktive Besucher

gibt es viele Routen zum Wandern

oder für Radtouren. Entspannung

und Erfrischung bieten die Strände

und Freibäder am Chiemsee. Oder

man besucht eines der nahegelegenen

Erlebnisbäder oder eine der Thermen.

Für die Anreise gelangt man mit dem

Auto über die Autobahn A8 München-

20. April – 22. April 2016

Weibamarkt Gasthof Pfeiffenthaler

www.weibamarkt.de

11. Juni 2016

Nationenfest Wasserburg a. Inn

www.wasserburg.de

11. Juni – 12. Juni 2016

Trachten- und Handwerkermarkt Neubeuern

www.trachtenverein-neubeuern.de

12


chiemsee

Der Chiemsee ist ein absolutes

Paradies für Wassersportler

Mit dem Schiff kann man eine

Rundfahrt machen und auch

die beiden Inseln Herren- und

Frauenchiemsee besuchen

Salzburg an den Chiemsee. Reisende

aus Richtung Innsbruck nehmen die

A93. Mit der Bahn fährt man von

München oder Salzburg nach Rosenheim

und von dort mit den Nahverkehrszügen

an eine der Seegemeinden.

Fernbusverbindungen von Aachen,

Köln, Bonn, Frankfurt, Stuttgart und

München bringen Gäste direkt an den

See. Für Trips in der Region steht das

Busnetz des Regionalverkehrs Oberbayern

zur Verfügung.

Seeschifffahrt & die Inseln

Eines der bekanntesten Ausflugsziele

sind die Inseln des Chiemsees. Mit einem

Boot der bayerischen Seenschifffahrt

fährt man auf Herrenchiemsee

und die Fraueninsel. Das ganze Jahr

über pendeln die Schiffe zwischen

Prien und Gstad mit Stopps an den Inseln.

Im Sommer verkehren die Boote

auch nach Seebruck, Chieming, Übersee

und Bernau.

Herrenchiemsee ist durch das Prunkschloss

von König Ludwig II. bekannt.

Es wurde nach dem Vorbild von Versailles

errichtet. Am Landesteg erwirbt

man die Eintrittskarten für das Schloss

und wandert durch den Wald und den

Schlossparkt zur ehemaligen Residenz.

Bequeme Zeitgenossen kommen mit

der Pferdekutsche zum Ziel. Dort kann

man bei einer Führung die Räume des

prächtigen Baus besichtigen. Im Erdgeschoss

gibt es das König-Ludwig-Museum.

Der König kaufte die 240 Hektar

große Insel im Jahre 1873. Vier Jahre

Chiemsee –

das bayerische

Meer

später erfolgte die Grundsteinlegung

und es begann der Bau des Schlosses.

Dieser wurde durch Geldmangel mehrmals

unterbrochen. Die Arbeiten wurden

bis zum Tod des Monarchen 1886

fortgesetzt, aber nie vollendet. Der

Schlosspark mit seinen prachtvollen

Wasserspielen wurde von Hofgartendirektor

Carl von Effner entworfen.

Auf dem Rückweg kommt man zum

Augustiner-Chorherrnstift, das bis

1803 ein Kloster war. Danach wurde

der Dom zu einer Brauerei. Später residierte

König Ludwig II. in einer Wohnung

im Stift. Deswegen spricht man

auch vom alten Schloss Herrenchiemsee.

Heute beherbergt das Gebäude ein

Museum. Dort besichtigen die Gäste

die Privatgemächer des Königs, den barocken

Bibliothekssaal oder die Galerie

„Maler am Chiemsee“. Auf der Terrasse

oder im Gastraum der angeschlossenen

Wirtschaft kann man bei einem Bier

oder Glas Wein den Ausblick auf den

See genießen. Oder man stärkt sich bei

einem Essen für die Rückfahrt.

Die mit zwölf Hektar viel kleinere

Fraueninsel gilt als Geheimtipp unter

Touristen. In der malerischen Ortschaft

auf der Insel findet man eine bunte Mischung

aus Tradition, Kunst und Religion.

Restaurants laden zum Verweilen

ein und in Handwerksbetrieben wie

Töpfereien findet man Geschenke. Die

lokale Fischerei bietet geräucherten

Fisch. Seite 2006 gibt es auf der Fraueninsel

das Inselbräu. Hier werden zwei

Biersorten mit biologischen Zutaten

13


eisen | Bayerische Seen

feste & märkte

2. Juli – 3. Juli 2016

Maxlrainer Handwerker- und Trachtenmarkt

www.kultursommer.maxlrain.de

Herrenchiemsee:

Das Schloss und die

Gartenanlagen von

König Ludwig II

13. August 2016

Parkfest Kurpark Bad Aibling

www.bad-aibling.de

Volksmusik & Tradition

22. April – 7. Mai 2016

Bayerischer Frühling Kiefersfelden

www.bayerischer-fruehling.de

Mai bis Juni

Volksmusikkonzerte Schloss Hohenaschau

www.aschau.de

23. Juli 2016

Jubiläumskonzert zum 250.

Geburtstag von Peter Müllner

www.aschau.de

Auto & Motorrad

26. bis 29. Mai 2016

Bayerisches Oldtimer Festival

Maxlrain

www.bavaria-historic.de

17. bis 19. Juni 2016

Chiemsee Harley Treffen

www.chiemsee-harley.de

18. Juni 2016

Kathrein Historic

www.rg-rosenheim.de

2. und 3. Juli 2016

Kampenwand Historic

www.kampenwandhistoric.de

13. August 2016

Ententreffen

www.entenwirt.de

produziert: das Zwickel naturtrüb und

ein Weißbier.

Auf der Insel gibt es außerdem eine

Benediktiner-Abtei mit dreißig Bewohnerinnen.

Die dreischiffige Basilika

ist eine der ältesten Kirchen in

Süddeutschland. Die Abtei wurde 772

gegründet und beherbergt die letzte

Ruhestätte der heiligen Irmgard, die

auch erste Äbtissin des Klosters war.

Sie gilt als Schutzheilige des Chiemgau

und der Insel. Als Spezialität gibt es im

Klosterladen das hausgemachte Marzipan.

Frauenchiemsee ist aber auch eine

der ältesten Künstlerkolonien Europas.

Der Maler Max Haushofer und die

Schriftsteller Ludwig Ganghofer bzw.

Ludwig Thoma arbeiteten hier.

Die dritte Chiemsee-Insel hat ihren

Namen durch den vormaligen Anbau

von Gemüse. Die Krautinsel ist heute

unbewohnt und es sind keine Besuche

erlaubt. Wenn man es genau nimmt,

hat der Chiemsee mit dem Schalch

eine vierte Insel. Sie ist künstlich angelegt.

Auf dem 22 Quadratmeter großen

Inselchen wurde eine Weide zur besseren

Sichtbarkeit für Segler gepflanzt.

Aktiv, Natur und Erholung

Bei Wanderungen oder einer Tour

auf dem Fahrrad bestehen vielfältige

Möglichkeiten, die Flora und Fauna

des Chiemsees zu entdecken. Auf Naturfreunde

warten rund um den See

Aussichtstürme und Plattformen. Von

da lassen sich Tiere in der Natur beo

bachten. Rund um den Chiemsee gibt

es Naturschutzgebiete. Das Binnendelta

der Achen ist dabei ein besonderes

Highlight. Hier gelangt das Wasser aus

den Kitzbühler Alpen in den Chiemsee.

Einen Blick auf den Einfluss und

das Delta bekommt man auf den Beo

bachtungstürmen Lachsgang-Übersee

oder an der Hirschauer Bucht. Alternativ

kann man eine geführte Erlebnistour

unternehmen und dort einen

Blick auf die Schlamm- und Kiesbänke

im Delta werfen. Im Grabenstätter

Moos leben 300 Vogelarten, davon

nisten und brüten 154 in der Region.

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Das Straußfarn oder die Sibirische

Schwertlilie sind nur zwei der seltenen

Vertreter der lokalen Flora, die man im

Moos findet.

Auf Spaziergänger und Wanderer warten

am und um den See viele Routen.

Das gilt auch für Ausflüge in die nahegelegenen

Bergwelten der Alpen. Radfans

finden in der Region ein breites

Angebot für jeden Geschmack. Dazu

gehören Radwege, Waldwege und

Pisten für Mountainbikes. Und wenn

die Zeit nicht mehr für den Rückweg

reicht, nimmt man die Chiemseeringlinie.

Der Bus ist speziell für Wanderer

und Radfahrer gedacht. In einem Anhänger

findet das Bike Platz, bis man

am Ausgangspunkt angelangt ist.

Kunst, Kultur und Genuss am

Chiemsee

Die sakralen Bauten am Chiemsee sind

durch das Alter und die Schönheit bekannt.

Dabei unternimmt der Besucher

eine Zeitreise durch Rokoko, Barock,

Gotik und Klassizismus. Kloster Seeon

und Abtskapelle St. Nikolaus sind nur

zwei Ziele, die mit interessanten Ansichten

belohnen. Auch ein Teil des Jakobswegs

führt durch die Region. Fünf

Etappen des Pilgerwegs findet man im

Chiemsee-Alpenland. Das macht insgesamt

knapp 134 Kilometer auf den

Spuren des heiligen Jakob. Freunde von

Ausstellungen, Galerien und Museen

Campanile: Der

Glockenturm des Klosters

auf der Fraueninsel

chiemsee

blicken auf ein umfangreiches Angebot.

Lokale Geschichte findet man im Bauernhausmuseum

Amerang, Museum Salz

& Moor oder Römermuseum Bedaium.

Große und kleine Dinofans bestaunen

im Urweltmuseum Neiderhell etwa

2800 Fossilien und Mineralien auf über

460 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Die Dauerausstellung im Lokschuppen

in Rosenheim ist ebenfalls ein Besuchermagnet.

In diesem Sommer gibt es

mit „Wikinger“ eine neue Ausstellung in

der umgebauten Lokomotiven-Remise.

Übrigens Eisenbahn-Fans aufgepasst:

Mit der Chiemseebahn in Prien fährt

man vom Bahnhof zum Ufer. Und die

Chiemgauer Lokalbahn mit Dampflok

verkehrt von Bad Endorf nach Obing.

Die Fahrzeit beträgt 45 Minuten. Nicht

zu vergessen: Der Wachtl-Express Kiefersfelden

ist die älteste private Schmalspurbahn

Europas, die zwischen zwei

Ländern verkehrt.

Musik ist am Chiemsee auch zu Hause.

Viele Konzertserien mit klassischer Musik

laden das ganze Jahr über ein. Dabei

spielen die Kirchen und Klöster der Region

eine wichtige Rolle. Moderne Klänge

gibt es auf den Open Airs und Festivals

am Seeufer. Da werden Rock, Pop,

Jazz oder Country geboten.

Kraft tankt der Gast in Bayern in einer

der viele Wirtschaften, Restaurants oder

Hütten. Eine bayerische Brotzeit oder

ein deftiger Klassiker wie der Schweinsbraten

wecken die Lebenskräfte. In den

Restaurants um den See gibt es frisch

gefangenen Fisch oder geräucherte Spezialitäten.

Dazu wird ein Bier oder Wein

serviert. Die Köche der Region setzen

auf Tradition und Produkte aus dem

Umland.

(jb)

Traumhafter Blick:

Auf der Fraueninsel ist

ein Fischerdorf und das

Kloster Frauenwörth mit

Campanile.

15


Fotos: © Chiemgau Tourismus e.V.

Chiemgau

Almerlebnis & Genussradeln


Imposante Berge, erfrischende

Seen und herrliche Ausblicke

– entdecken Sie die vielfältige

Landschaft im Chiemgau. Ob zu

Fuß oder mit dem Rad die einzigartige

Natur und die Herzlichkeit

der Chiemgauer laden fernab vom

Alltag zum Verweilen ein.

Vom nördlichen Alpenvorland über

das Bayerische Meer, dem Chiemsee,

im Westen bis zum Waginger See im

Osten und im Süden begrenzt durch

die Chiemgauer Alpen erstreckt sich

der Chiemgau. Hier zwischen München

und Salzburg erleben Sie Naturgenuss

pur.

Wandern in den

Chiemgauer Alpen

Almen und Berggasthöfe gehören zum

Chiemgau wie die Gipfel selbst. Für

manche sind sie das eigentliche Ziel. Erleben

Sie die unverwechselbare Natur,

Ursprünglichkeit und Tradition bei einer

Wanderung zu einer der zahlreichen

Almen im Chiemgau. Oben angekommen

erwartet Sie ein einzigartiger Ausblick.

Lassen Sie Ihren Blick in die umliegende

Bergwelt der Zentralalpen und

hinab ins Chiemgauer Alpenvorland

mit dem Chiemsee schweifen. Frische

Milch, selbstgemacher Käse, Speckbrot

und ein hausgemachter Kaiserschmarrn

– bei einer almtypischen Brotzeit genießen

Sie die Ruhe und Gemütlichkeit auf

den Chiemgauer Almen.

Die Chiemgauer Hausberge: Wer

hoch hinaus möchte, findet im

Chiemgau den passenden Gipfel, um

ihn zu erklimmen. Von den traditionellen

Almen aus über Wiesen und

vorbei an klaren Gebirgsbächen führen

die Wanderwege hinauf bis zu

den Gipfeln. Mit bis zu 2.000 Metern

Höhe sind die Chiemgauer Hausberge

ein lohnenswertes Ziel für passionierte

Wanderer. Auf dem Weg nach oben ist

Abkürzen natürlich auch erlaubt – die

zahlreichen Bergbahnen bringen Sie

entspannt zu den Gipfeln und Aussichtsterrassen

des Chiemgaus.

Chiemgauer Wanderherbst: Entdecken

Sie den Chiemgau im Herbst

und erwandern Sie die Region, wenn

sich die Blätter bunt verfärben. Historisch,

köstlich, aussichtsreich oder

ausgezeichnet lassen sich die Wanderwege

bei der Veranstaltungsreihe

Chiemgauer Wanderherbst

entdecken. Mit dem 7. Chiemgauer

Almumtrieb startet der Wanderherbst

am 11. September 2016 auf der

Winklmoosalm.


Radfahren im Chiemgau

Der Chiemgau ist für Genußradler,

Mountainbiker und Rennradfahrer die

perfekte Mischung aus Naturerlebnis,

bayerischer Gemütlichkeit, einzigartiger

Berg- und Seen-Landschaft und

sportlichen Höhepunkten.

Infos

1. Finden Sie mit dem Tourenportal Ihre

passende Rad- und Wandertouren für Ihren

Urlaub im Chiemgau:

www.chiemgau-tourismus.de/tourenportal

2. Zahlreiche Wander- und Radgeschichten

sowie Tipps von Einheimischen und Gästen

finden Sie auf dem Chiemgau Blog:

www.chiemgau-geschichten.de

3. Bei den qualifizierten Unterkünften

„Qualitätsgastgeber Wanderbares

Deutschland“ und den radfreundlichen

Gastgebern finden Sie ideale Bedingungen

für Ihren Wander- oder Radurlaub.

www.chiemgau-tourismus.de

4. Lassen Sie sich inspirieren: eine Auswahl

an Wander- und Radtouren finden Sie in den

neuen Wander- und Radkarten. Die Brauerei-

Erlebnisradtouren sowie Informationen und

Hintergründe zu den Privaten Heimatbrauern

finden Sie in der Brauereikarte. Bestellbar

unter Tel. +49 (0)861 909590 0 oder

www.chiemgau-tourismus.de.

SalzAlpenSteig – auf den Spuren

des weißen Goldes: Wer gerne etwas

weiter wandern möchte, begibt sich

auf die Spuren des weißen Goldes und

folgt dem neu eröffneten Fernwanderweg,

dem SalzAlpenSteig. Über 230

km wandern Sie entlang ehemaliger

Soleleitungen vom Chiemsee über den

Königssee zum Hallstätter See in Österreich.

Im Chiemgau führen Sie die

Etappen von Grassau über Marquartstein

zum Hochfelln und weiter nach

Ruhpolding und Inzell. Ergänzend zum

Fernwanderweg gibt es ausgewählte

Rundtouren, die SalzAlpenTouren, die

sich für eine Halbtages- oder Tagestour

besonders eignen.

Chiemgau Tourismus e.V.

Haslacher Str. 30

83278 Traunstein

Tel. +49 (0)861 909590-0

www.chiemgau-tourismus.de

Genussradeln: Auf den schönsten

Radtouren entdecken Sie Bayern in der

vom ADFC ausgezeichneten RadReise-

Region Chiemsee-Chiemgau. Radeln

Sie durch die sanfte Hügellandschaft im

Alpenvorland, vorbei an den Chiemgauer

Seen, entlang von Flüssen, durch

Wälder und Moore oder steigen Sie in

die Pedale und radeln Sie hinauf zu einer

der zahlreichen Almen. Auf 1.400 km

gut beschilderten Radwegen hält der

Chiemgau Touren für jeden Geschmack

bereit. Unterwegs laden traumhafte

Aussichtspunkte und gemütliche Biergärten

zum Rasten und Entspannen ein.

Erlebnisradtouren – die ideale

Kombination aus Sightseeing und

Radeln: 20 besondere Erlebnisradtouren,

die mit spannenden Stationen

locken, führen Sie auf steigungsarmen

und gut befestigten Radwegen zu den

schönsten Flecken im Chiemgau. Zwischen

18 und 73 km lang sind die Erlebnisradtouren,

auf denen Sie Radeln

und Sightseeing perfekt verbinden und

die bayerische Kultur und Tradition

kennenlernen.


BAUERNHOF - SAFARI

Bauernhofsafari: Die familienfreundliche

Erlebnisradtour „Bauernhofsafari“

ist eine wahre Landpartie.

Nicht nur kleine, traditionelle Sacherl

und stattliche, moderne Höfe gibt es

hier zu sehen, sondern auch noch viel

über das landwirtschaftliche Leben

von einst und heute zu lernen. Dies

ermöglichen zum Beispiel die Freilicht-

Bauernhausmuseen oder der Erlebnisbauernhof

an der Strecke. Zwei weitere

Highlights sind ein Filmtierhof und

eine Straußenfarm mit Selbstbedienungs-Hofladen.

CHIEMGAU - RADWEG

Chiemgau-Radweg: Für die sportlichen

und den motorisierten Radler

besonders attraktiv ist der „Chiemgau-

Radweg“ durch sein anspruchsvolles

Höhenprofil. Er verbindet die drei

berühmten Chiemgauer Ferienorte,

das Eislauf-Mekka Inzell, die Biathlon-

Hochburg Ruhpolding und Reit im

Winkl, die Heimat von Rosi Mittermaier,

miteinander und verläuft im

Tal entlang idyllischer Bergseen auf

befestigten Wegen. Entlang der Strecke

liegen Sehenswürdigkeiten wie das

3-Seen-Gebiet, die innovativste Eisschnelllaufhalle

der Welt in Inzell, das

Holzknechtmuseum in Ruhpolding,

die mit einem Abstecher von Seegatterl

erreichbare Winklmoosalm und

die Pfarrkirche in Reit im Winkl. Die

Kurzvariante Reit im Winkl – Ruhpolding

eignet sich dank weniger Steigung

auch für Familien sowie für gemütlichere

Radfahrer.

Eiszeitrunde: Wer Wissen mit

Spaß verbinden möchte, ist auf der

„Eiszeitrunde“ genau richtig. Die

Erlebnisstationen auf dem Weg erzählen

Spannendes zum Thema Eiszeit.

Das Mammut Rudi begleitet Sie

durch die ehemalige Gletscherlandschaft

und vorbei an Moorlandschaften

zum Highlight der Runde, dem

größten Mammutskelett Europas

im Naturkundemuseum Siegsdorf.

Die rund 30 Kilometer lange Tour

im südlichen Chiemgau ist abwechslungsreich

und hält einzigartige

Bergblicke parat

Brauerei-Erlebnisradtouren: Zwischen

Chiemsee und Königssee versammeln

sich mit den elf Privaten Heimatbrauern

3.300 Jahre Brauerfahrung.

Wer gerne etwas mehr rund ums Thema

Bier erfahren möchte, kann den Geheimnissen

der heimischen Brauereien

bei Brauereiführungen, -seminaren

und Bierverkostungen auf den Grund

gehen. Sport und Genuss lassen sich

hierbei perfekt verbinden. Mit den fünf

Brauerei-Erlebnisradtouren können Sie

die Region zwischen Chiemsee und

Königssee und ihre Brauereien mit dem

Rad entdecken.


eisen | Bayerische Seen

Seine Königliche

Majestät

Umgeben von den steilen Wänden der Berchtesgadener Alpen

liegt der Königssee. Die Berge, das kristallklare Wasser und

die Wälder in der Umgebung machen das Gebiet zu einem

Ausflugs- und Urlaubsparadies.

20


Königssee

Kurzsteckbrief: Königssee

Fläche 5,22 km 2

Umfang 20 km

Tiefste Stelle 190 m

Besonderheiten Besitzt eine Insel

Informationen: www.berchtesgadener-land.com

St. Bartholomä

Schönau

Königssee

Königssee

Fotos: © Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, Romy Schneider Ausstellung, Nationalpark Berchtesgaden

21


eisen | Bayerische Seen

Inmitten des Nationalparks

Berchtesgaden

vor der gewaltigen

Kulisse des großen

Watzmanns und der Nachbarberge

zieht sich der Königssee auf einer Länge

von acht Kilometern durchs Gebirge.

Der See ist ideal als Ziel für einen

Tagesausflug. Aber auch für einen längeren

Aufenthalt gibt es rund um den

Königssee viele Möglichkeiten für

aktiven Urlaub, Entspannung und

Gaumenfreuden.

Zum Königssee gelangt man

mit dem Auto über die A8

von München. Weitere Stationen

sind Bad Reichenhall,

Bischofswiesen und

Berchtesgaden. Die

Route über Salzburg

ist ebenfalls

möglich, dann

sind aber u.U.

Mautgebühren

fällig. Der „IC Königssee“ fährt

direkt von Hamburg nach Berchtesgaden.

Die Berchtesgadener Land

Bahn verkehrt zwischen Freilassing

und Berchtesgaden. Von Salzburg aus

nimmt man den Watzmann-Express.

Am Hauptbahnhof von Berchtesgaden

warten Regionalbusse, die in Richtung

Königssee fahren.

Den Königssee mit dem

Schiff entdecken

Die bayerische Seeschifffahrt bringt

Besucher von Schönau auf die Halbin-

Wanderer finden

anspruchsvolle Strecken

zum großen Watzmann,

aber auch einfache

Touren am Königssee.

22


Königssee

Die elektrobetriebenen

Schiffe fahren über den

Königssee und bringen

Besucher zur Halbinsel

St. Bartholomä.

sel St. Bartholomä. Die Boote sind mit

Elektromotoren betrieben und gleiten

lautlos über den See. Auf halber Strecke

wird das Flügelhorn benutzt und es erschallt

das berühmte Königssee-Echo.

Auf St. Bartholomä befinden sich die

gleichnamige Wallfahrtskirche und das

ehemalige Jagdschloss der bayerischen

Monarchen. Die Kirche ist durch ihre

roten Zwiebeltürme bekannt und geht

auf das 12. Jahrhundert zurück. Bis 1522

trug die Kirche den Namen „Basilica

Chunigesse“. Dann wurde sie in Heiliger

Bartholomäus umbenannt. Er ist der

Schutzpatron der Almbauern, Sennerinnen

und Hirten. Die markanten Zwiebeltürme

bekam das Bauwerk im späten

17. Jahrhundert. Die Stuckverzierungen

im Innenraum stammen vom Salzburger

Josef Schmidt. Das angeschlossene

Wirtshaus mit Biergarten bewirtet die

Gäste gern mit Spezialitäten aus dem

See. Forellen und Saiblinge liefert die

Königssee-Fischerei, die auch geräucherte

Produkte herstellt.

Die Christlieger ist die einzige Insel im

Nordteil des Sees. Sie ist nur 1200 Quadratmeter

groß. Besucher gelangen mit

einem Ruderboot dorthin. Die Boote

kann man am Ufer mieten. Der Zweitname

ist Johannesinsel oder St. Johann.

Dieser leitet sich von der zirka 1,8 Meter

großen Marmorstatue ab, die den

heiligen Johann von Nepomuk darstellt.

Er ist der Schutzheilige der Schiffer.

Überlieferungen berichten, dass sich

an der Stelle vorher ein Denkmal für

den Apostel Bartholomäus befand.

Außerdem stehen zwei kleine Pyramiden

in der Nähe der Bootsanlegestelle,

deren Herkunft unbekannt ist.

Eine dritte Pyramide steht am Südufer

und wurde durch König Max I

von Bayern auf der Insel errichtet.

Die Romy-Schneider-

Ausstellung in Schönau

bringt den Weltstar zurück

in die Heimat ihrer

Kindheit und Jugend.

Der Königssee zieht

sich malerisch durch

das Alpengebiet im

Berchtesgadener Land.

Eine Grotte mit quadratischer Grundform

besitzt zwei Nischen und eine

Wasserstelle aus rotem Marmor. Diese

ist mit einem Muschelbecken, eingelassenen

Säulen, einem Löwenkopf und

Wappen verziert.

Wandern am Königssee

Ufer und steile Felswände umrahmen

abwechselnd den Königssee. Deshalb

23


eisen | Bayerische Seen

Der Funtensee ist ein besonderes

Wanderziel im Steinernen Meer im

Nationalpark Berchtesgaden

Seefest 2016

am Königssee

Vom 29. bis 31. Juli 2016 findet

das traditionelle Seefest

am Königssee statt. An der

Kunsteisbahn gibt es ein buntes

Programm mit Unterhaltung und

Tradition. Am Sonntag ist wie

jedes Jahr Familientag.

29. Juli 2016

19.00 Uhr: Live-On-Air mit

Bayernwelle Südost

21.00 Uhr: Live-Band

30. Juli 2016

9.00 Uhr: 18. Königsseelauf

18.00 Uhr: Unterhaltung mit

Diskjockey „Thomas“

21.00 Uhr: Konzert und Stimmung

mit der Band „Wipe Out“

31. Juli 2016

10.00 Uhr Frühschoppen

mit dem Oxn-Aug‘n-Trio

10.30 Uhr: Eröffnung der

Riesentombola

11.00 Uhr: Zauberei & Ballonkunst

mit Jakob Lipp

16.00 Uhr: Autogrammstunde

mit Wintersportlern aus dem

Berchtesgadener Land

18.00 Uhr: Auftritt

„Berchtesgadener Buam“

20.00 Uhr: Almtanz mit dem

Trachtenverein GTEV D‘ Funtenseer

21.30 Uhr: Riesenfeuerwerk auf

der Insel Christlieger im Königssee

ist die Umrundung des Sees in direkter

Ufernähe nicht möglich. Für Touren

am See gibt es verschiedene Strecken.

Ein Ausflug zum Grünstein belohnt

mit einem schönen Blick vom Gipfelkreuz

aus.

Am Nordrand des Königssees befindet

sich ein beliebtes Wanderziel: der Malerwinkel

mit einem himmlischen Ausblick.

Von der Schiffsanlegestelle Schönau

geht es an den Bootshütten und

der Villa Beus vorbei. Kurz danach gelangt

man in den Nationalpark Berchtesgaden.

Den ersten Blick auf den See

erhascht man beim Café Malerwinkel.

Ein gut markierter Pfad führt dann

weiter bis zum Malerwinkel. Dort breitet

sich das Panorama mit dem Königssee

und der Wallfahrtskirche St. Bartholomä

vor dem Wanderer aus. Durch den Wald

geht es zurück in Richtung Schönau.

Von der Halbinsel St. Bartholomä geht

es in ca. einer Stunde ins Eisbachtal zur

Eiskapelle Das niedrigste Schneefeld der

Alpen schmilzt nicht und ist das ganze

Jahr über vorhanden. Die Eiskapelle ist

ein Gewölbe, das sich durch den Austritt

des Eisbaches bildet. Wer sich auf

die Tour begibt, sollte mit dem Boot zur

Wallfahrtskirche übersetzen und von da

starten. Für den Rückweg muss man genügend

Zeit einplanen, damit man das

letzte Boot von der Halbinsel zurück

nach Schönau nehmen kann.

Erhabene Ruhe

zieht viele Menschen

an den Königssee.

Wer es etwas anspruchsvoller mag,

kann einen Wanderpfad zum Watzmann

oder ins Hagengebirge nehmen.

Eine längere Tour führt zum Funtensee.

Nach einer Strecke von zwei Kilometern

am Königssee, geht es zum

Schrainbachfall. Von dort wandert

man bis zum Funtensee. Hier findet

man eine schöne Übernachtungsmöglichkeit

im Kärlingerhaus. Die Strecke

zum Funtensee ist vor allem in den

Sommermonaten sehr beliebt. Deswegen

ist eine Reservierung für die Übernachtung

vor der Tour zu empfehlen.

Ausflugziele um den See

In Schönau befindet sich die Talstation

der Jennerbahn, Zweier-Gondeln gleiten

hinauf zu einem Hochplateau auf

1.802 Metern. Auf dem Gipfel hat man

einen hervorragenden Ausblick auf den

smaragdgrünen See. Sonnenanbeter

24


können im Liegestuhl Platz nehmen.

Hütten und Restaurants laden zur Rast

ein. Von dort lassen sich Drachen-und

Gleitschirmflieger beobachten, die

gern vom Jenner starten. Das Gipfelgebiet

bietet verschiedene Routen für

Spaziergänger und Wanderer. Mit ein

wenig Glück beobachtet man die seltenen

Könige des Hochgebirges wie

Steinadler und Steinbock. Aber auch

Birk- und Auerhuhn, Murmeltier,

Hirsch und Gams sind anzutreffen.

Ein weiteres Highlight ist die Romy

Schneider Ausstellung in Schönau am

Königssee. Hier können Fotos und

Erinnerungsstücke aus dem Leben der

Schauspielerin bewundert werden, die

am Königssee ihre Kindheit und Jugend

verbrachte.

Auch ein Ausflug auf den Kehlstein

wird bei guter Sicht mit einem traumhaften

Blick auf das Berchtesgadener

Land und die Salzburger Bucht belohnt.

Die Anreise erfolgt über den

Obersalzberg. Von dort geht es mit

Spezialbussen auf den Gipfel bis die

Straße endet. Ein Stollen führt ins Innere

des Berges und von dort hinauf,

mit einem Aufzug, bis zum Kehlsteinhaus,

auf 1.834 Meter Höhe.

Ein weiteres Abenteuer ist die Besichtigung

des Salzbergwerks. Die Fahrt

mit der Grubenbahn verläuft 650 Meter

in den Berg hinein und anschließend

weiter mit dem Boot über den

Spiegelsee, 130 Meter unterhalb der

Tagesoberfläche.

Nach vielen Wanderungen, Sehenswürdigkeiten

und Eindrücken bietet

die Watzmann Therme Erholung „pur“.

Neben dem Erlebnisbad mit Rutschen

und Sportbecken, gibt es weitere genussvolle

Angebote für Sauna und Sole-Entspannungsbäder.

(jb)

Bauerhäuser mit Balkon

und Blumen entdeckt der

Urlauber beim Besuch der

Königssee-Region.

Königssee

Auf der Hochgebirgsstraße

über das Rossfeld zum

„Gipfel der Genüsse“

Preise:

Pkw 8,00 €

Motorrad 4,50 €

Bus 55,00 €

www.rossfeldpanoramastrasse.de

Eine Fahrt über die ganzjährig befahrbare Rossfeldpanoramastraße

ist ein unvergessliches Erlebnis!

Die höchstgelegene Panoramastraße Deutschlands

führt die Besucher unmittelbar in die einmalige, hochalpine

Bergwelt des Berchtesgadener Landes. Von

Berchtesgaden aus kann sie über den Obersalzberg

oder von Unterau über Oberau bequem mit dem Pkw,

Motorrad oder mit dem Bus erreicht werden. Auf der

Scheitelstrecke sind große Parkplätze vorhanden. Dort

erwartet den Besucher ein herrlicher Rundblick über das

gewaltige Bergmassiv des Hohen Göll, den Kehlstein,

das Tennen- und Dachsteingebirge, den Untersberg

sowie über das Berchtesgadener und Salzburger Land.

Die Rossfeldpanoramastraße ist ein idealer Ausgangspunkt

für abwechslungsreiche Wanderungen mit unterschiedlichen

Ansprüchen. Den herrlichen Panoramarundweg

mit ca. 700 m Länge mit Ruhebänken und Infotafeln

können Sie beim Ausgangspunkt Kiosk/WC umrunden.

Zwei schön gelegene Berggasthöfe und ein Kiosk laden

zu Rast und Einkehr ein.


Premium Hotel & Health

Resort Klosterhof

Aus alt macht neu.

Vorhang auf für den neuen

Klosterhof in Bayerisch Gmain.


Anzeige

m Berchtesgadener Land wächst die

Vorfreude auf den Juli: In Bayerisch

Gmain eröffnet am 01.07.2016 der

neue Klosterhof, ein Premium Hotel und

Health Resort. Ein einzigartiges Konzept

trifft hier auf eine hoch attraktive Region

und das neue Vier Sterne Superior Hotel

bereichert das Reichenhaller Tal und das

nahe Salzburg durch ein zukunftsweisendes

Premium-Angebot. Dabei integriert

sich der Neubau auf besondere Weise in

eine reiche Natur- und Kulturlandschaft

und ist zugleich tief verankert in eine seit

Jahrhunderten gelebte Tradition.

Der alte Klosterhof war die ehemalige

Ökonomie des Klosters Sankt Zeno und

liegt auf der Königshöhe, der Sonnentrasse

über dem Saalachtal und Bad Reichenhall.

Über Jahrhunderte

wurde hier

von Benediktiner- und

Augustinermönchen eine kleine

Landwirtschaft betrieben. Seit über

140 Jahren besteht eine Schanklizenz,

eine der ältesten des Tales. Eine Zeit lang

war hier das Goethe-Institut angesiedelt.

Es ist ein Ort, so reich an Geschichte und

Geschichten, der etwas Besonderes ausstrahlt.

Jeder Gast kann dies sehen – in

Form der alten freigelegten Bruchsteinmauern.

Und er kann es spüren – in den

alten Gewölben des À-la-Carte-Restaurants

„Klosterhofstuben“.

Die Begeisterung für diesen Ort hat auch

Henrike und Dr. med. Andreas Färber

vom Anfang an erfasst. Mit viel Liebe zu

jeder Einzelheit und mit einem ansteckenden

Enthusiasmus wurde dieses Projekt

von der Familie Färber angegangen.

„Der Klosterhof kann auf rund 500 Jahre

Geschichte zurückblicken und es freut

uns, dass wir Teil der Chronik geworden

sind“, bekräftigt Geschäftsführerin Henrike

Färber. Der besondere Umgang mit

der Tradition wird hier authentisch gelebt,

denn es ist hier auf eindrucksvolle

Weise gelungen, den Neubau mit seiner

modernen, klaren Architektur durch traditionelle

Stilelemente wie Schindelfassade

und Natursteinsockel mit dem historischen

Klosterhof zu verbinden.

Über die letzten zwei Jahre ist aus

dem alten Klosterhof mit zwölf

Gästezimmern ein modernes

Hotel mit 65 großzügigen

Zimmern und Suiten, dem

1500 Quadratmeter großen Ar-


temacur-Spa und einem im Altbau untergebrachten

Medizinzentrum entstanden.

„Wir haben unsere Vision wachsen sehen,

von unseren ersten Gedanken, als wir diesen

herrlichen Platz zum ersten Mal sehen

durften, hin zu einer bis ins kleinste Detail

wohlüberlegten Planung. Wir haben mit

Spannung verfolgt, wie das Gebäude in

den vergangenen Monaten entstanden ist“,

so Dr. med. Andreas Färber.

Entspannung, Gesundheit

und Inspiration

Auch konzeptionell ruht der neue Klosterhof

auf drei starken Säulen: Premium,

Kunst und Gesundheit. Für die Gesundheit

steht die Artemacur-Philosophie

und die von Dr. med. Andreas Färber neu

entwickelte Konzeptmedizin. Artemacur

steht für „die Kunst, sich selber zu pflegen“.

Es steht für eine neue Achtsamkeit

ohne Leistungsdruck, eine Philosophie,

die Begeisterung für das Leben in all seinen

vielfältigen Facetten spürbar macht,

zum Suchen anregt, zum Wiederentdecken

verleitet und zum Ausleben animiert.

Diese Philosophie ist im gesamten Haus

verankert: Der Artemacur-Spa verbreitet

tiefe Entspannung und ermöglicht einen

neuen Zugang zu sich selbst. Ein hochwertiges

Kulturprogramm mit Musik,

bildenden Künsten und philosophischen

Matineen bietet Inspiration, und die Alleinlage

und die transparente Architektur

des Klosterhofes eröffnet einen direkten,

unverfälschten Zugang zur Natur.

Soll diese Philosophie auch in einem erweiterten

medizinischen Zusammenhang

gelebt werden, stehen den Gästen im Medizinzentrum

auch Programme mit dem

Team um Dr. Färber zur Verfügung. Auf

der Basis klassischer Diagnose- und Behandlungsstrategien

können im Rahmen

der Konzeptmedizin Gesundheitskonstellationen

neu definiert werden. Zeit und

Individualität ermöglichen gemeinsam

mit dem Gast die Entwicklung neuer, an

die eigene Lebenswirklichkeit angepasster

Konzepte und die Wiederentdeckung einer

Sinnhaftigkeit.

Klosterhof Premium Hotel & Health Resort

Steilhofweg 19

D-83457 Bayerisch Gmain

Tel: +49 (0) 8651 9825-0

www.klosterhof.de


ab 25.05 im Handel!

Bestellen unter:

www.lustauf-shopping.de

www.facebook.com/lustaufsuedtirol


eisen | Bayerische Seen

Tegernsee

Servus dahoam!

Gmund

Kurzsteckbrief: Tegernsee

Tegernsee

Fläche 8,9 km 2

Umfang 21,04 km

Tiefste Stelle 72,6 m

Besonderheiten Besitzt eine Insel

Informationen www.tegernsee.de

Bad

Wiessee

Tegernsee

30

Rottach-egern


Tegernsee

Ungefähr fünfzig Kilometer südöstlich von München liegt die

Alpenregion Tegernsee Schliersee. Dort findet der Urlauber umgeben

von Bergen am Ufer des Tegernsees fünf Gemeinden mit

einem breiten Angebot an Ausflügen, Wanderungen, Radtouren,

Entspannung und Tradition.

© Tourismusverband Alpenregion Tegernsee-Schliersee

31


eisen | Bayerische Seen

Bad Wiessee mit Deutschlands

stärksten Jod-Schwefelquellen

liegt am Westufer des

Tegernsees inmitten der

sanften Berglandschaft.

Die erste Erwähnung des Sees geht auf

das Jahr 796 zurück. Damals sollen die

Fürstenbrüder Oatkar und Adalbert

ein Kloster am „Tegarin Seo“ gegründet

haben. Althochdeutsch bedeutet

das großer See.

An der Südseite findet man die Ringsee-

und die Egerner Bucht. Der restliche

Teil des Tegernsees war bis in das

19. Jahrhundert als Weitsee bekannt.

Aus dem Kreuther Tal kommend fließt

die Weißach als Hauptstrom im Südwesten

in den See. Im Osten führt der

Alpbach in den Tegernsee. Der Söllbach,

der Breitenbach und der Zeiselbach

sind die westlichen Zuflüsse. Viele

kleine Bäche münden ebenfalls in den

See. Bei Gmund gibt es den einzigen

Abfluss in die Mangfall. Sie führt von

da bis nach Rosenheim und geht dort

im Inn auf. Der Tegernsee zählt zu den

saubersten Seen Bayerns. Dazu wurde

bereits in den sechziger Jahren des letzten

Jahrhunderts rund um den See eine

Ringkanalisation gebaut. Das Gebiet

um den See ist 9274 Hektar groß und

Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes

„Schutz des Tegernsees und Umgebung“.

Mit dem Auto fährt man von München

auf der A8 bis zur Abfahrt Holzkirchen

und nimmt dann die Bundesstraße

318, die bis nach Gmund am Tegernsee

Feste am Tegernsee

Brauchtum und die altbayerische Tradition pflegen die

Einheimischen am Tegernsee. Auf den Waldfesten rund um

den See kann sich der Besucher davon ein Bild machen. In

Dirndl und Lederhosen tanzen Jung und Alt zu den Klängen

der Blasmusik. Man sitzt an Holztischen bei einer Brotzeit und

einer frischen Maß Bier. Die Feste in der Alpenregion finden

den ganzen Sommer über statt. Die Straßen in den Orten

verwandeln sich dann in Fußgängerzonen. Dort findet der

Besucher Stände, Buden und Bars. In den eingerichteten

Freiluftgaststätten gibt es Köstlichkeiten. Höhepunkt der Feste

am Tegernsee sind die Feuerwerke.

Mit den Sonderfahrten des regionalen Busverkehrs und der

Seeschifffahrt ist man mobil – auch falls das Bier zu gut geschmeckt

hat und das Auto besser stehen bleiben sollte.

32


Tegernsee

Termine Waldfeste

10. und 11. Juni 2016;

Waldfest FC Real Kreuth

www.fcrealkreuth.de

Bei einer Bootsrundfahrt kann

man die bayerische Idylle und

typisch bayerische Ortschaften

finden.

19. Juni 2016

Waldfest der Gebirgsschützen

Tegernsee

www.gsk-tegernsee.de

Die berühmten Seefeste

rund um den See laden den

ganzen Sommer über zu Tanz

und Geselligkeit ein.

führt. Mit der bayerischen Oberlandbahn

(BOB) geht es vom Münchner

Hauptbahnhof direkt bis in den Ort

Tegernsee. Für den Nahverkehr stehen

Busse des RVO-Netzes zur Verfügung.

Ausflüge auf dem Tegernsee

Die bayerische Schifffahrt fährt auf

dem Tegernsee auf drei Routen. Die

große Rundfahrt dauert 1,5 Stunden.

Sie führt von Tegernsee Stadt über

Rottach-Egern, Bad Wiessee und

Gmund zurück zum Startpunkt. Als

Alternative bietet sich eine der Südrouten

auf dem Tegernsee an. Bei den

Fahrten auf dem Wasser entdeckt man

die schönsten Ecken des Sees. Man darf

auch seine Reise für eine Wanderung,

Erholung im Bade Park Bad Wiessee

oder für ein Bier im Brauhaus Tegernsee

unterbrechen. Radfahrer nehmen

das Bike auf den Schiffen mit und kommen

so schnell zum Ausgangspunkt einer

Tour oder verkürzen die Rückfahrt.

Das See-Gipfel-Kombiticket ermöglicht

eine komplette große Rundfahrt

plus eine Auf- und Abfahrt mit der

Wallbergbahn. Dazu steigt man in

Rottach-Egern aus und begibt sich bis

zur Talstation. Sonderfahrten mit Gaumenfreuden

verspricht die italienische

Schlemmerfahrt. Jazzfreunde gehen

beim Dixieland-Frühschoppen auf musikalische

Entdeckungsreise.

Sport und Erholung am

Tegernsee

Über die Wallberg-Panoramastraße

geht es bis auf 1117 Meter über den

Meeresspiegel. Dort wartet ein wunderbarer

Blick auf den Tegernsee und

das umgebende Tal. Die traditionsreiche

Strecke war in der Vergangenheit

schon oft Szene für Autorennen wie der

24. und 25. Juni 2016

Waldfest des Skiclub

Bad Wiessee

www.sc-bad-wiessee.de

26. Juni 2016

Waldfest Hirschbergler

www.hirschbergler.de

8. und 9. Juli 2016

Waldfest TSV Bad Wiessee

www.tsv-badwiessee.de

8. und 9. Juli 2016

Waldfest Skiclub Kreuth

www.sc-kreuth.de

15. bis 17. Juli 2016

Waldfest der Tegernseer

Vereine

www.sv-tegernsee.de

24. Juli 2016

Trachten-Waldfest der

Leonhardstoana

www.tegernsee.com

29. und 30. Juli 2016

Waldfest SC Rottach-Egern

www.scre.de

7. August 2016

Waldfest des Trachtenvereins

Bad Wiessee

www.trachtenverein-bad-wiessee.de

7. August 2016

Trachtenwaldfest der Wallberger

www.wallberger.de

11. bis 13. August 2016

Waldfest SC Ostin

www.sc-ostin.de

33


eisen | Bayerische Seen

Termine Seefeste

12. Juli 2016

Seefest 2016 Rottach-Egern

www.rottach-egern.de

26. Juli 2016

Seefest 2016 Tegernsee

www.tegernsee.de

19. August 2016

Seefest 2016 Bad Wiessee

www.bad-wiessee.de

Veranstaltungen:

Tegernsee

24. April 2016

Georgifest in der Naturkäserei

www.naturkaeserei.de

1. Mai 2016

Maibaumaufstellen in

Rottach-Egern

www.tegernsee-schliersee.de

5. Mai 2016

Trachtenwallfahrt nach

Birkenstein

www.tegernsee-schliersee.de

8. Mai 2016

Kurkonzert am Sonntag

www.tegernsee.de

16. Mai 2016

Schlosskonzert der

Stadt Tegernsee

www.tegernsee.de

28. Mai 2016

Wanderfestival

www.24h-trophy.de

Formel 2 oder Oltimer-Rallys. Der Parkplatz

Wallbergmoos ist Ausgangspunkt

für viele Wanderwege im Wallberggebiet.

Gemütliche Berggaststätten laden zu einer

Rast ein.

Wanderer finden am Tegernsee ein weites

Netz aus Wegen und Touren mit insgesamt

300 Kilometern Länge. Der Heilklimapark

hat seit 2007 etwas Besonderes:

27 Heilklimawanderstrecken und 15

Routen für Nordic Walking. Sie bieten

aktiven Urlaubern eine Symbiose aus

Natur und Bewegung. Die Strecken sind

zwischen vier und elf Kilometer lang.

Heilklimawanderwege sind nur teilweise

ausgebaute Pfade. Die natürliche Umgebung,

unterschiedliche Weglängen und

Steigungsgrade schaffen verschiedenste

Belastungen für den Wanderer. Das wirkt

sich positiv auf das Herz-Kreislauf-Systems,

Vitalfunktionen und das Immunsystem

des Körpers aus.

Einem Ausflug auf dem Rad steht am

Tegernsee nichts im Weg. Die Strecken

haben verschiedene Ansprüche. Tourenradfans

fahren um den See, besuchen die

Mangfall oder machen eine Hüttentour

von Rottach-Egern aus. Mountainbike-

Profis gehen auf eine der vielen Strecken

in den Bergen und werden mit prachtvollen

Ausblicken und Panoramen belohnt.

Die große Herausforderung erwartet den

Radler auf der die Strecke zum Wallberg

mit 1722 Höhenmetern. Gemütlicher ist

ein Ausflug mit einem E-Bike. Die High-

Tech-Gefährte kann man in den Orten

rund um den Tegernsee mieten und entspannt

eine Tour ohne großen Kraftaufwand

starten.

Nach sportlichen Aktivitäten und Ausflügen

findet man in der Seesauna am

Tegernsee Entspannung. Sinnes-, Schilfund

Wassersauna sowie ein Dampfbad

gehören zur Anlage mit Innen- und Außenbereich.

Ein Sprung in den See hilft

beim Abkühlen. Massagen mit Ayurveda,

LomiLomi oder Hot Stone werden im

Erholungszentrum angeboten. Spezielle

Extras sind die Schiffssauna oder die Kelo-Aufguss-Sauna.

In der Kamin-Lounge,

auf den Wasserbetten im Ruhebereich,

Genießen Sie das Glitzern auf

dem See bei einem herrlichen

Sonnenuntergang

im Wintergarten oder im Gastrobereich

kann man die Seele baumeln lassen.

Interessantes und

Unterhaltsames in der

Tegernsee-Region

Die Geschichte des Tals erforschen Besucher

bei einem Besuch des Museums

in Tegernsee. Die Ausstellung zeigt in

siebzehn Räumen Ereignisse aus dem

Zeitraum zwischen dem 14. und dem

20. Jahrhundert. Dazu gehören zahlreiche

Zeugnisse und Objekte aus der über

1000-jährigen Klostergeschichte und das

Wirken der Wittelsbacher in der Region.

Das Museum zeigt Möbel aus den Perioden

vom 16. bis 19. Jahrhundert, wie zwei

vollständige Inventare von Kammerwägen

inklusive Brautausstattung.

Das Kutschenmuseum in Rottach-Egern

präsentiert auf 700 Quadratmetern alles

rund um Fuhrwerke. Dazu gehören Bauernwagen,

Postkutschen, Prachtkaleschen

und Schlitten. Im Heimatmuseum

Gmund trifft der Besucher

auf viel Kulturhistorisches

zur Tegernseer

Jagdkultur. Die Werke

und das Leben von Olaf

34

18. bis 19. Juni 2016

Tegernseer Trachten- und

Handwerkerdult

www.markt-und-aktion.de

Der Wallberg ist ein traumhafter

Aussichtsberg und dank Seilbahn

leicht zu erreichen. Im Wallbergkircherl

kann man sogar heiraten.


Tegernsee

Für Radfahrer, Mountainbiker

und Rennradler bietet der

Tegernsee eine Vielzahl

an abwechslungsreichen

Rad-Touren

Gulbransson stehen im Mittelpunkt des

gleichnamigen Museums in Tegernsee.

Der Norweger war u.a. als Karikaturist

für den Simplicissimus tätig und lebte bis

zu seinem Tode in seiner Wahlheimat in

Tegernsee.

Nicht nur für Angler lohnt sich ein Ausflug

in das Aquadome in Bad Wiessee.

Das modernste Süßwasseraquarium Bayerns

informiert über Tierwelt des Sees.

Das begehbare Aquarium mit 60.000 Liter

Fassungsvermögen zeigt die zwanzig

Fischarten, die im Tegernsee vorkommen

und informiert über deren Lebensweise.

Volkstümliche Bühnenkunst in verschiedenen

Varianten wird am Tegernseer

Volkstheater gepflegt.

Auf dem Spielplan stehen

Mundart-Klassiker, Singspiele

und Jugendstücke.

Das Tegernseer Volks

theater tritt an verschiede-

nen Orten am See auf. Es sorgt seit 1898

für unterhaltsame Abende für Einheimische

und Gäste.

Essen, Trinken und GenuSS

Die Restaurants, Cafés und Wirtshäuser

in der Alpenregion erwarten Besucher

mit typisch bayerischen Schmankerln.

Die Karten führen regionale Gerichte,

Brotzeiten oder bekannte Biergarten-

Snacks wie Obatza mit Brezen. Den

Durst löscht man in der Region mit

einem Tegernseer Bier. Ein Besuch im

Bräustüberl in Tegernsee ist für Bierfans

eigentlich Pflicht. In der Wirtstube

des herzoglich bayerischen Brauhauses

nimmt man in gemütlich zünftiger Atmosphäre

Platz. Bei schönem Wetter

wartet der Biergarten. Favoriten bei vielen

Gästen sind ein Helles oder Export.

Im Winter steht die „Blaue Plage“ auf

der Karte – ein Bockbier. Für Autofahrer

gibt es ein leichtes Bier und wer möchte,

probiert ein Dunkles, Dunkles Export

oder Pils. Auf der Speisekarte gibt

es bayrische Klassiker und wechselnde

Angebote – zubereitet mit saisonalen

Produkten. Feinschmecker werden die

Tatsache schätzen, dass der Tegernsee als

die deutsche Region mit der höchsten

Sternekoch-Dichte gilt. Kenner lassen

sich von Kochgrößen wie Christian Jürgens,

Michael Fell, Erich Schwingshackl

oder Dieter Maiwert in den Restaurants

rund um den See verwöhnen. Tradition

und Innovation verbinden die Küchenchefs

und zeigen Kochkunst auf höchstem

Niveau.

(jb)

35


eisen | Bayerische Seen

Schliersee und Spitzingsee

Idylle

und

Natur

36


Schliersee & Spitzingsee

Vom Tegernsee ist es nur ein Katzensprung zum Schliersee.

Die Gipfel von Aiplspitz, Brecherspitz und Jägerkamp sind die ideale Kulisse für

einen erholsamen Urlaub. Am See in den Bergen gibt es

vielfältlige Möglichkeiten, die Landschaft und Natur zu entdecken.

Schliersee

Schliersee

Kurzsteckbrief: Schliersee

Fläche 2,2 km 2

Umfang 7,4 km

Tiefste Stelle 40,5 m

Besonderheiten Besitzt eine Insel

Informationen www.schliersee.de

© Alpenregion Tegernsee-Schliersee

Fischhausen

37


eisen | Bayerische Seen

Der Ort Schliersee liegt am

Nordostufer des gleichnamigen

Sees. Im Hintergrund die

Pfarrkirche St. Sixtus.

Der Name des Sees geht auf das Kloster

für den heiligen Sixtus zurück. Die

Gründung war um 770 und in einer

Schrift aus dieser Zeit wird eine „Zelle

am Slyrse“ erstmals erwähnt. Im 10.

Jahrhundert wurde das Kloster während

der Angriffe durch die Ungarn

zerstört. Eine Neugründung erfolgte

auf Betreiben des Bischofs Otto von

Freising im Jahre 1141. In den See

münden verschiedene kleine Bäche

und Flüsschen. Das Wasser fließt über

die Schlierach ab, die ein Nebenfluss

der Mangfall ist.

Zum Schliersee fährt man auf der A8

bis Weyarn oder zum Irschenberg.

Von dort folgt man den Landstraßen

über Miesbach und Hausham zum

Nordufer des Schliersees. Die BOB-

Route nach Bayrischzell verkehrt vom

Hauptbahnhof München bis direkt

nach Schliersee. Zum Spitzingsee sind

es mit dem Auto nur zehn Minuten.

Eine Busverbindung verkehrt mehrmals

am Tag zwischen beiden Orten.

Auf dem Schliersee gibt es Rundfahrten

mit der lokalen Schifffahrt. Diese

dauert etwa eine dreiviertel Stunde mit

einem Halt an der Insel Wörth, wenn

diese geöffnet ist. Auf Wunsch unterbrechen

Fahrgäste die Tour hier und

erkunden die Insel. Das „Wirtshaus im

See“ erwartet die Besucher. Von der

Insel fahren die Schiffe zum südlichen

Ende des Sees. In Fischausen ist ein

weiterer Halt – danach geht es wieder

zum Ausgangspunkt zurück. Mit einem

geliehenen Boot kann der Urlauber

selbst ans Ruder oder man nimmt

ein Segelangebot vor Ort in Anspruch.

Aktivurlaub und Erholung

am Schliersee

Auf über 1000 Meter Höhe gibt es auf

der Schliersbergalm einen wundervollen

Ausblick auf den See. In zehn

Minuten geht es mit der Kabinenseilbahn

auf den Gipfel. Zu Fuß muss man

ungefähr eine Stunde einplanen. Der

Schwierigkeitsgrad ist moderat und

auch für Kinder geeignet. Neben dem

Bergpanoramablick warten viele Angebote:

Kinderspielplatz, Minigolfanlage,

Swimmingpool und eine Sommerrodelbahn

mit 960 Meter Länge. Sie

führt den Berg runter bis zur Talstation

der Seilbahn. Ein Restaurant mit Biergarten

verwöhnt die Gäste. Wer möchte,

kann auch auf dem Berg übernachten.

Sonnenauf- bzw. Untergang mit

Blick auf den See inklusive.

Bei Wandertouren rund um den

Schliersee gelangt man auf bewirtschaftete

Almhütten. Dort kann man

rasten und die lokale Küche genießen.

Zusätzlich lässt der Urlauber die Stille

und die Aussichten der Bergwelt in

der Schliersee-Region auf sich wirken.

Solche Touren eigenen sich auch für

Gruppen oder Familien, die dem Alltag

in die unberührte Natur entfliehen

wollen. Die Routen haben eine Länge

von acht bis fünfzehn Kilometer und

weisen Höhendifferenzen zwischen

100 und 700 Metern auf. Strecken zur

Gindelalm, Kreuzbergalm oder den

Bockerlbahnweg entlang sind einige

der Möglichkeiten, die Schönheit der

bayerischen Alpenwelt zu entdecken.

Fahrradtouren am Schliersee sind vielfältig.

Kurze Strecken gibt es ebenso,

wie anspruchsvolle Rundfahrten für

Mountainbiker. Für mehrtägige Touren

macht der Radler in einem Hotel

oder einer Pension mit der Kennzeichnung

„Bett und Bike“ halt. Die Häuser

bieten Annehmlichkeiten für Radtou-

38


Schliersee & Spitzingsee

Das große Feuerwerk

ist der Höhepunkt des

Seefestes

risten wie das sichere Unterstellen des

Rads, Trocknung von Kleidung oder

Ausrüstung und Hilfe bei Reparaturen.

Damit die Gäste für die nächste Etappe

der Urlaubstour richtig fit sind, gibt es

am Morgen ein gesundes Sportlerfrühstück.

Das Strandbad am Schliersee ist an heißen

Tagen die Wahl für Sonnenanbeter

und Wasserraten. Tauchen kann man

im Schliersee auch. In ausgewiesenen

Gebieten ist die Erkundung der Unterwasserwelt

mit Brille, Druckluft und

Flossen möglich. „Petri Heil“ heißt es

für Angler, die eine Erlaubnis beim Fischereimeister

Schrädler in Schliersee

erwerben. Dann kann man in der Ruhe

der Bergwelt seine Angel auswerfen

und auf einen Fang hoffen.

Inmitten von traumhafter Berglandschaft

entspannt der Besucher in der

„Vitalwelt Schliersee“. Die Kombination

aus Saunawelt und Vitaltherme hat

eine Fülle an Angeboten: Badetage für

die ganze Familie in der Vitaltherme,

Entspannung bei einer Wellness-Massage

oder Ruhe im Saunaparadies sind

nur drei Beispiele. Zu Gaumenfreuden

lädt das stilvolle Ambiente des Vitalwelt-Restaurants

ein.

Kultur, Kunst und Unterhaltung

in der Region

Die Tradition der Region pflegt das

Markus Wasmeier Freilichtmuseum am

Schliersee. Auf 60.000 Quadratmetern

stehen zehn Gebäude mit vier Höfen.

Sie kommen aus dem Oberland und

wurden detailgetreu nachgebaut. Der

Urlauber erlebt dort das bäuerliche

Leben des 18. Jahrhunderts und begibt

sich auf eine Zeitreise. Auf dem Areal

werden zum Teil vom Aussterben bedrohte

Haustierrassen gehalten. Man

sieht Bergschafe, Hühner, Schweine,

Gänse und Kühe. In den Bauerngärten

bauen die Betreiber Gemüse und Alpenkräuter

an, die seit vielen Jahrhunderten

in die Küche gehören. Auf den

Wiesen des Freilichtmuseums wachsen

alte Kulturpflanzen. Der Biergarten des

Museumsgasthofes wartet auf Gäste.

Dort lässt man sich das Museums-Bier

schmecken. Es wird in Schöpfbrauerei

Die Alpenregion Schliersee ist eine

sehr ländliche Gegend mit vielen

Gehöften und ländlichen Anwesen,

aber auch sehenswerten Kirchen

39


eisen | Bayerische Seen

Spitzingsee:

Panoramablick vom

Gipfel des Jägerkamps

ins Tal

vor Ort nach 300 Jahre alter Tradition

gebraut. Das Freilichtmuseum ist außerdem

Treffpunkt für viele Veranstaltungen

wie Märkte oder Musiktage.

Unter dem Motto „Heute wie vor 100

Jahren“ lädt das Bauerntheater Schliersee

ein. Es ist das älteste Bauerntheater

Deutschlands. Es wurde 1892 von

Konrad Dreher und Xaver Terofal gegründet.

Letzterer kaufte das Seehaus

in Tegernsee und wandelte es in das

Die Slyrs Destillerie

stellt Single Malt

Whisky her

Theater um. Hochwertige Aufführungen

und volksschauspielerische Topleistung

unterhalten Einheimische und

Gäste. Auf dem Spielplan stehen auch

Konzerte oder Kabarettabende.

Östlich vom Südende des Sees befindet

sich auf knapp 1000 Höhenmetern die

Bergruine Hohenwaldeck. Dazu wandert

man von Schliersee in Richtung

Neuhaus. Ein Hinweisschild weist den

Weg zur Burgruine. Sie wurde Ende des

13. Jahrhunderts von den Herren von

Waldeck errichtet. Wild romantisch

ragt der Felsvorsprung mit der Burgruine

über dem Schliersee. Ein paar Steinmauern

zeugen von früherer Pracht.

Diese nahm wohl schon um 1400 nach

Auszug des letzten Waldeckers sein

Ende und die Burg verfiel. Für das finale

Ende des Gemäuers sorgte 1480

ein Felssturz. Dabei wurde ein großer

Teil der Mauern zerstört. Übrig blieb

nur der Burgturm, der aber im Lauf der

Jahrhunderte der Erosion zum Opfer

fiel. Weitere Informationen zur Ruine

und der Geschichte des Schliersees bekommt

man bei einem Besuch im örtlichen

Heimatmuseum.

Ende Juli findet das traditionelle Seefest

am Schliersee statt. Auf dem Programm

stehen Musik, Trachten und

Sportveranstaltungen. Höhepunkt ist

das Brillant-Feuerwerk am Samstag.

Die bunte Farbenpracht über dem See

verzaubert dann die Besucher. Mitte

August gibt es am Schliersee ein Waldfest.

Den Startschuss läutet ein Festzug

ein. Das Festzelt und ein Biergarten

erwarten die Gäste am Waldfestplatz.

Serviert werden typische Schmankerl

wie knusprige Hendl und Grillspezialitäten.

Dazu gibt es frisches Bier.

Markus Wasmeier

Freilichtmuseum

Tatur mi, simusti uriassin pero

cus eos nimenit aditi verumet

aut ma comniti bearibusam

hiciasp ictium rem ace

40


Schliersee & Spitzingsee

Kurzsteckbrief: Spitzingsee

Fläche

Umfang

Tiefste Stelle

Informationen

Essen, Trinken und Genuss

am Schliersee

Die Restaurants und Wirtshäuser der

Umgebung freuen sich auf Gäste und

haben typisch regionale Gerichte auf der

Karte. Diese wird gern mit mediterraner

Küche kombiniert wie in „Lehmanns

Neuhauser Stuben“. An warmen Sommerabenden

kann man mit einem Cocktail

den Sonnenuntergang auf der Terrasse

des „Charivari Schliersee“ bestaunen und

später im Restaurant zu Abend essen.

Die „König Ludwig Stube“ im Arabella

Alpenhotel serviert wie viele andere lokale

Gerichte mit fangfrischem Fisch aus

dem See. Täglich frische Ente aus dem

Ofen verspricht die Küche des „Hofhaus

am See“. Regionale Fischspezialitäten

und saisonale Angebote findet der Gast

auch auf der Karte. Seit seiner Wiedereröffnung

2005 ist der Hennererhof in

Im Freilichtmuseum

gibt es eine Brauerei

28,3 ha

3,3 km

16,3 m

www.spitzingsee.de

Spitzingsee

Schliersee ein Anziehungspunkt für regionale

Produkte. Zu den Spezialitäten des

Hauses gehören die „Schlierseer Nudeln“,

die mit Wildkräutern aus dem eigenen

Garten zubereitet werden.

Bayerischen Whisky gibt es am Schliersee

seit 1999. Der dreijährige Klassiker Slyrs

Single Malt ist immer noch der Tophit

der Brennerei. Mittlerweile hat das Unternehmen

auch Speziallagerungen mit

12 Jahren Alter im Programm. Außerdem

gibt es in Portwein-, Sherry- und Masala-

Fässern gereiften Single Malt. Das 2007

neu errichtete Brennereigebäude der Slyrs

Bavarian Single Malt Whisky Destillerie

in Neuhaus lädt zum Besuch ein. Bei

einer Führung erfährt der Gast, wie der

bayerische Whisky produziert wird. Am

Ende kann man den Slyrs probieren. Im

angeschlossenen Laden erwirbt man eine

Flasche für die Hausbar.

Ausflugsziel Spitzingsee

Nur fünf Kilometer vom Ort Schliersee

entfernt ist der Spitzingsee gelegen.

Auf über tausend Meter ist er der größte

Hochgebirgssee Bayerns. Früher war

er auch als „Stump See“ bekannt. Bei

Wassertemperaturen von 18 Grad kann

man im See baden. Auf das Wasser begibt

man sich mit einem geliehenen

Boot. Es stehen Ruderboote, Tretboote

und Elektro-Boote zur Verfügung.

Die zahlreichen Wanderwege haben

unterschiedliche Schwierigkeitsgrade

und führen zu den umgebenen Gipfeln.

Die bewirtschafteten Hütten und

Alpenvereinshäuser laden zur Rast bei

einer Brotzeit ein. Kulinarisch bietet die

Gastronomie des Spitzingsees Gaststätten,

Restaurants und Cafés. Besucher,

die über Nacht bleiben wollen, finden

hochklassige Hotels am Seeufer. (jb)

Veranstaltungen:

Schliersee

23. April 2016

Jahreskonzert der Schlierseer

Blasmusik

www.schliersee.de

24. und 24. April 2016

Trachten- und

Handwerkermarkt

www.wasmeier.de

30. April 2016

Tanz in den Mai im

Bauerntheater Schliersee

www.schliersee.de

30. April 2016

Miesbacher Blumenfest

www.miesbach.com

30. April und 1. Mai 2016

Markt: Schlierseer Frühling

www.markt-und-aktion.de

1. Mai 2016

Maibaumfest mit Musi und

selbstgebrautem Maibock

www.wasmeier.de

7. Mai 2016

Sixtuslauf Schliersee

www.schliersee-lauf.de

13. bis 16. Mai 2016

Pfingstfest des Eisclub Schliersee

www.schliersee.de

15. Mai 2016

Pfingsten feiern im

altbayerischen Dorf

www.wasmeier.de

5. Juni 2016

7. Zithertag

www.wasmeier.de

10. bis 12 Juni 2016

Bauerngartentage 2016

www.wasmeier.de

19. Juni 2016

Sixtus Schliersee Alpen Triathlon

www.schliersee-alpentriathlon.com

30. und 31. Juli 2016

Seefest Schliersee

www.schliersee.de

41


Hier werden

Träume wahr.

„Willkommen dahoam“ heißt es im Hotel Traumschmiede im

oberbayerischen Unterneukirchen. Im Herzen der Inn-Salzach-

Region, nur zehn Autominuten vom Wallfahrtsort Altötting

entfernt, heißt Familie Raspl Gäste in ihrem Zuhause auf Zeit

willkommen. Das einzigartige Konzept des Refugiums punktet

mit bayerischer Gemütlichkeit, einer Prise Luxus und einem ausgezeichneten

Preis-Leistungs-Verhältnis. 35 moderne Zimmer

und Apartments laden mit schalldichten Wänden und einem

bequemen Boxspringbett mit eingebauter Spieluhr zum Wohlfühlen

ein. Am Morgen lockt ein bärenstarkes Frühstücksbuffet

mit Produkten aus der Region – fast alle Lebensmittel stammen

aus dem Umkreis von 30 Kilometern.


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Hotel Traumschmiede

Tüßlinger Str. 2

D-84579 Unterneukirchen

Tel. +49 (0)8634 1535

www.hotel-traumschmiede.de

Mit ihrer Lage inmitten der Inn-Salzach-Region lockt die Traumschmiede

in die freie Natur und lädt von April bis Oktober 2016 zu

einem ganz besonderen Erlebnis ein: Auf einer Bier-Wallfahrt pilgern

Gäste zu drei lokalen Brauereien und erhalten einen Einblick

in die traditionelle Braukunst der Region. Mit einem Weißwurstfrühstück,

einem deftigen Mittagessen und einer Brotzeit stärken

sich die Teilnehmer während der 15km langen Wanderung, die

von Unterneukirchen durch das Mörnbachtal zum Kapellplatz in

Altötting führt. Den krönenden Abschluss der Wanderung bildet

ein viergängiges Bier-Genuss-Menü im Gasthof der Familie Raspl

„Zur Alten Schmiede“ gleich neben dem Hotel Traumschmiede.


eisen | Bayerische Seen

Fünf-Seen-Land

Fünf auf

einen Streich

Fotos: © Tourismusverband Fünf-Seen-Land

44


fünf-Seen-Land

Im Norden des Voralpenlands

und in der Nähe von München liegt rund um

Starnberg das Fünf-Seen-Land.

In der Urlaubsregion warten fünf

Seen und fünfzehn Ortschaften darauf,

erkundet zu werden.

45


eisen | Bayerische Seen

inning

Wörthsee

Wessling

wesslinger see

Schondorf

Wörthsee

Seefeld

Utting

Ammersee

Diessen

Pilsensee

Herrsching

Pöcking

Feldafing

F ü n f -

s e e n - l a n d

Starnberg

berg

Fünf-Seen-Land

Die hügelige Landschaft mit den Seen in der

Nähe der Landeshauptstadt München entstand

in der letzten Eiszeit. Die Gewässer sind die nördlichsten

im Alpenvorland. Naturschutzgebiete

mit Moorlandschaften und Wäldern wechseln

sich hier ab. Die Alpen sorgen im Süden für

eine prächtige Kulisse. Bei guter Fernsicht erkennt

der Urlauber das Karwendelgebirge, die

Benediktenwand und die Zugspitze.

tutzing

Bernried

Seeshaupt

Starnberger see

Am Starnberger See gibt es im

Süden einen Ausblick auf das

beeindruckende Alpen-Panorama

mit der Zugspitze.

46


fünf-Seen-Land

Kurzsteckbrief: Starnbergersee

Auf den Seen finden Segler beste

Bedingungen für eine Fahrt auf

dem Wasser.

Fläche 46,6 km 2

Umfang 49 km

Länge/breite 19,5 km/ 4,7 km

Besonderheiten Besitzt eine Insel

Informationen: www.sta5.de

Die Region mit den fünf Seen befindet sich

südwestlich von München und gilt als Naherholungsoase

der Landeshauptstadt. Im

Nordwesten liegt der Ammersee und im

Südosten begrenzt der Starnberger See das

Gebiet. Dazwischen liegen die drei Kleineren:

Pilsensee, Wesslinger See und Wörthsee. Der

Starnberger See ist das fünfgrößte Gewässer in

Deutschland und wird von verschiedenen Zuflüssen

mit Wasser versorgt. Einziger Abfluss

ist die Würm. Früher hieß der See Wirmsee.

Der Name geht bis auf die Zeit von Kaiser

Ludwig des Bayern zurück. Die Schreibweise

wurde im 19. Jahrhundert für See und Fluss

zu Würm geändert. Den heutigen Namen bekam

der See 1962. Oft wird auch der Beiname

Fürstensee benutzt. Der Ammersee ist etwas

kleiner als das Pendant im Südosten der Region

und ist der nördlichste Voralpensee. Die

Ammer und acht weitere Flüsse bringen Wasser

in den See. Über die Amper fließt dieses ab.

Von München sind alle Seen des Gebiets einfach

mit dem Auto über die A95 oder A96 zu

erreichen. Bei wenig Verkehr beträgt die Fahrzeit

kaum eine Stunde. Alternativ nutzt man

die Münchner S-Bahn. Sie fährt an verschiedene

Orte am Starnberger See bzw. bis nach Herrsching

am Ammersee. Von dort gibt es Verbindungen

mit der Regionalbahn in weitere Orte.

Die Region auf dem Wasser

erleben

Die „Weiß-Blaue Flotte“ betreibt auf

dem Starnberger See acht Linien von

Ostern bis Mitte Oktober. Der Besucher

wählt zwischen Rundfahrten im Norden

bzw. Süden oder der großen Tour

auf dem gesamten See. Für den Besuch

der königlichen Schlösser am Starnberger

See gibt es eine spezielle Rundreise.

Brunch-Fahrten, historische Rundfahrten

oder Nachtausflüge sind zusätzlich in

den Sommermonaten im Programm. Bei

Ausflügen mit der bayerischen Schifffahrt

bekommt der Urlauber einen einmaligen

Blick auf die Ufer, Villen und

Strände des Sees. Umrahmt wird diese

Kulisse im Süden mit dem beindruckenden

Alpenpanorama.

Auf dem Ammersee hat die Schifffahrt

eine nahezu 500-jährige Tradition. Zu

dieser Zeit wurde der See schon von

Fischern rege befahren. Die versorgten

mit ihrem Fang die Klöster Dießen bzw.

Andechs am See. Flößer transportierten

Stämme schon ab 1611 über die Flüsse

und den See in Richtung Dachau. Zur

gleichen Zeit fuhren die Klosterschiffe

47


eisen | Bayerische Seen

der Dießener Prälaten und des Andechser

Abtes. Sie wurden Anfang des 20.

Jahrhunderts von der Dampfschifffahrt

verdrängt. Heute ist die bayerische Seeschifffahrt

mit vier Booten auf dem Ammersee

von Ende März bis Ende Oktober

unterwegs. Zwei davon sind Raddampfer.

Neben einer großen Rundfahrt sind

auch Touren im Norden und Süden auf

dem Fahrplan.

Die Roseninsel mit ihrem

Garten und Schloss sind

ein beliebtes Ausflugsziel

Mit dem Schiff geht es zur

Erkundungsfahrt auf dem

Starnberger See oder

dem Ammersee.

Der Park von Schloss Possenhofen

lädt zu Spaziergängen und

Erholung ein.

König Ludwig II. und

Kaiserin Sisi

Das Leben des bayerischen Märchenkönigs

und der österreichischen Kaiserin

sind eng mit dem Starnberger See verknüpft.

Beide Blaublütige besuchten den

See regelmäßig und trafen sich dort. Die

Kaiserin wurde in München geboren und

heiratet später den österreichischen Monarchen

Franz Joseph I. Sie verbrachte die

Sommer ihrer Kinder- und Jugendjahre

im Schloss Possenhofen am Starnberger

See. Das „Kaiserin Elisabeth Museum“ in

Pöcking erzählt die Geschichte von Sisi.

Es befindet sich im ehemals königlichen

Bahnhof.

König Ludwig II. war regelmäßiger Gast

am See. Eines seiner bevorzugten Ziele

war die Roseninsel. Seit 1850 war sie

in Besitz von König Maximilian II. von

Bayern. Er gab den Auftrag zum Bau des

Sommerhauses „Casino“ an Peter Joseph

Lenné. Zur gleichen Zeit begann die Gestaltung

des Rosengartens. Diesem verdankt

die Insel ihren heutigen Namen.

Die romantische Umgebung zog den

Märchenkönig immer wieder auf die Insel.

Auf seine Einladung besuchte Kaiserin

Elisabeth von Österreich den bayerischen

Herrscher dort. Auch Zarin Maria Alexandrowna

und Richard Wagner waren

Gäste von König Ludwig II auf der Roseninsel.

Sie ist die einzige Insel des

Starnberger Sees und liegt am Westufer.

Eine Fähre von Feldafing verkehrt von

Anfang Mai bis Mitte Oktober täglich

zum etwa 170 Meter entfernten Flecken

auf dem See. Dort erwarten das Casino

und ein Museum die Besucher. Beide sind

täglich außer montags von Mittag an geöffnet.

Am Nordwest Ufer des Sees in Berg fand

König Ludwig II. seinen tragischen Tod

durch Ertrinken. An das Unglück erinnert

ein Kreuz im See. Zu seinem Todestag

findet die alljährliche Gedenkmesse in

48


fünf-Seen-Land

Kurzsteckbrief: Ammersee

Fläche 46,6 km 2

Umfang 43 km

Länge/Breite 15,175 km/ 5,35 km

Informationen: www.sta5.de

Ein Boot der Bayerischen

Schifffahrt startet vom

Steg am Ammersee.

der Votivkapelle im Schlosspark Berg zu

Ehren des Monarchen statt.

Aktiv die fünf Seen erkunden

Der Starnberger und der Ammersee sind

ein Paradies für Segler und Windsurfer.

Langsam gleitet man mit einem Ruderboot

oder stehend auf einem Surfboard

mit dem Paddel über das Wasser. Die Wasserskischule

in Possenhofen ist Anlaufstelle

für Urlauber, die einen wilden Ritt auf

den Wellen wagen wollen. Viele schöne

Badestrände an den Seen laden zur Abkühlung

und zum Sonnenbaden ein.

Radfahrer finden Rundrouten mit viel Abwechslung

und nicht zu hohem Schwierigkeitsgrad.

Einer der vielen Biergärten

oder die Wirtshäuser der Umgebung sind

Anlaufpunkte für eine Rast.

Ungefähr 50 Kilometer sind es rund um

den Starnberger See – die Strecke führt

den Radler in die Orte Ambach, Seeshaupt,

Tutzing, Possenhofen und Starnberg.

Dort befindet sich das „Buchheim

Museum der Phantasie“ mit seiner bekannten

Expressionisten-Sammlung. Das

„Museum Starnberger See“ vermittelt

Geschichte zum See. Im zweiten Teil geht

es um die Schifffahrt der Wittelsbacher

Herrscher in der Region.

Ebenso lang ist die Tour um den Ammersee.

Die Rundfahrt um den drittgrößten

See Bayerns geht entlang des Ufers. Zwischendurch

gelangt man an malerische

Buchten, wo man zur Abkühlung einen

Sprung in den See wagen kann. In Dießen

besichtigt man das Marienmünster

des Augustiner-Chorherrenstiftes oder

das Carl-Orff-Museum. Etwas kürzer ist

die Rundfahrt zu den drei kleineren Seen.

Start und Ziel ist der Bahnhof in Weßling

am gleichnamigen See. Schloss Seefeld

am Nordufer des Pilsensees ist sehenswert

und ein Tipp für einen Halt. Der Weg

geht dann nach Norden zum Wörthsee.

Auf dem Weg zurück zum Weßlingsee

sollte man die Wallfahrtskapelle Grünsink

besuchen.

Nicht weit vom Ufer in

Feldafing entfernt sieht

man die Roseninsel im

Starnberger See.

49


eisen | Bayerische Seen

Veranstaltungen

im Fünf-Seen-Land

27. April bis 1. Mai 2016

Bundesliga im Münchner

Yacht Club Starnberg

www.myc.de

1 Mai 2016

Maibaum-Aufstellen Seefeld/

Oberalting

www.griesbergler.de

1 Mai 2016

Maibaum-Aufstellen

Münsing-Ammerland

www.muensing.de

1 Mai 2016

Maibaum-Aufstellen in Tutzing

www.tutzingen.de

8. Mai 2016

Diessener Töpfermarkt

www.ammerseelech.de

Viele Strecken im Fünf Seen Land warten

auf Wanderer oder Nordic Walker.

Dazu gehören der Rundweg durch das

Leutstettener Moos. Auf der Tour gelangt

man zur Villa Rustica. Sie ist eine

Ausgrabungsstätte, die von der frührömischen

Besiedlung der Region zeugt.

Für die Halbzeitpause kehrt man in

die Schlosswirtschaft Leutstetten mit

schönem Biergarten ein. Eine Alternative

bietet der Weg durch die Maisinger

Schlucht. Abwechslungsreiche Szenen

mit steilen Felsen und Bächen sind Belohnung

für die Anstrengungen.

Auf die Spuren von König Ludwig II.

begeben sich Wanderer auf dem gleichnamigen

Weg. Schilder mit einem blauen K

und einer Krone weisen den Weg auf der

etwa 120 Kilometer langen Strecke. Start

ist an der Votivkapelle in Berg. Von dort

geht es über Starnberg durch die Maisinger

Schlucht nach Maising. Im Naturschutzgebiet

Maisinger See wandert man

über Aschering zum Kloster Andechs. Es

folgt das Kiental, wo der König-Ludwig-

Weg nach Herrsching führt. Dort hat

der Wanderer die Wahl: Eine gemütliche

Schifffahrt nach Dießen am Ammersee

8. Mai 2016

8. Kraillinger Frühlingsmarkt

www.krailling.de

13. bis 16. Mai 2016

Ammersee-Strandmarkt

Herrsching

www.geja-event.de

Das Kurparkschlössl

in Herrsching

am Ammersee ist

auch als die

Scheuermann-Villa

bekannt.

9. Juli 2016

Ateliertage Tutzing 2016

www.ateliertage-tutzing.de

27. Juli bis 07. August 2016

Fünf Seen Film Festival

www.fsff.de

50


fünf-Seen-Land

Viele Segelboote bestaunt

der Besucher am Ufer in

Dießen am Ammersee.

Steinebach ist der größte Ort

am Wörthsee und wartet mit seiner

bekannten Strandpromenade auf.

oder es geht entlang am Ufer in Richtung

Raisting. Weitere Stationen sind das

Kloster Wessobrunn, Hohenpeißenberg

und die Ammerschlucht. Am Ziel erwarten

den Urlauber die Königsschlösser in

Füssen.

Leben, Genuss und

Entspannung

Renke, Saibling, Zander und der Hecht

gehören zu den fangfrischen Spezialitäten

aus den Seen. Auf den Teller kommen

sie in den verschiedensten Varianten.

Gebraten oder geräuchert findet man

Gemütlicher Ausklang

eines Urlaubstags in einem

Biergarten am Ammersee.

die Fischgerichte auf den Speisezetteln

der Restaurants. Hobbyköche kaufen in

einem der Fischereibetriebe an den Seen

ein. Die Produkte aus Netz und Reuse

gibt es komplett oder schon vorbereitet.

Filets ohne Gräten, geräucherte Fischleber

oder Salate sind nur einige Beispiele.

Regionale frische Produkte sind in den

Hofläden in den Seengemeinden im

Angebot. Frische Eier, Milchprodukte,

Fleisch, Gemüse oder Brot warten in den

Auslagen. Am Ammersee in Breitbrunn

gibt es frisches Obst aus Bio-Anbau. Aus

Apfel, Birne und Kirsche produziert das

Familienunternehmen Perger Saft, Limonade

und Schorle – ganz natürlich

ohne künstliche Aromen und Zusatzstoffe.

Johannisbeere, Rhabarbernektar,

Holunder und Mango sind weitere Zutaten

für erfrischende Getränke.

Für gesunde Milchprodukte aus Andechs

steht die Molkerei Scheitz. Sie ist

die größte Bio-Molkerei Europas. Das

Markenzeichen „Andechser Natur“

steht für Qualität, innovative Produkte

und bewusste Ernährung. Gleich in der

Nachbarschaft befindet sich das Kloster

Andechs. Die älteste Wallfahrt Bayerns

beherbergt Klosterbrauerei, Gastronomie

und Landwirtschaft. Im Gasthof

mit Biergarten bekommt man die Bierspezialitäten

des Klosters und genießt

dazu eine deftige Brotzeit. Oder man

Der Campingplatz

am Pilsensee liegt

direkt am Ufer.

Mit dem Ruderboot geht

es auf dem Wesslinger

See auf Tour.

bestellt gehobene bayerische Küche im

Restaurant. Ein Besuch der Wallfahrtskirche

mit seiner barocken Pracht ist auf

dem „Heiligen Berg“ sehr zu empfehlen.

Zwischen Starnberger See und Ammersee

findet der Urlauber verschiedene

Angebote für Wellness und Entspannung.

Dazu gehören Massage, Kosmetik

oder Meditation. Einrichtungen mit

Sauna oder Bädern helfen beim Ausspannen.

Die idealen Orte, um wieder

Kraft zu tanken.

(jb)

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eisen | Bayerische Seen

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Kochel- und Walchensee schon vor über 150 Jahren zum schönsten

in seinem Herrschaftsbereich. Atemberaubende Landschaften, saubere Luft

und kristallklares Wasser erwarten die Besucher.

Fotos: © Tourist Information Kochel a. See, Franz Marc Museum

54


Kochelsee & Walchensee

schlehdorf

Kochel

am See

Kochelsee

Urfeld

Kurzsteckbrief: Kochel-/ Walchensee

Walchensee

Walchensee

Kochelsee Walchensee

Fläche 5,95 km 2 16,27 km 2

Umfang 15 km 27 km

Breite/Länge 3,45 km/3,53 km 4,9 km/6,69 km

Tiefste Stelle 65,9 m 190 m

Besonderheiten Loisach ist Zu- und Abfluss Besitzt eine Insel

Informationen www.kochel.de www.walchensee.de

55


eisen | Bayerische Seen

Walchensee: Klares und

türkisfarbenes Wasser

und eine tolle Bergkulisse.

Das Gebiet um Kochel- und Walchensee

wurde schon frühzeitig besiedelt. Forscher

gehen davon aus, dass die ersten Bewohner

1200 vor Christus in der Region lebten.

Während der römischen Kaiserzeit gehörte

das Gebiet zur Provinz Rätien. Die Klöster

Benediktbeuern und Kochel am See wurden

im Jahr 739 gegründet.

Die beiden Seen sind durch den Kesselberg

getrennt. Über den Gipfel führt die Kesselbergstraße.

Die Loisach ist gleichzeitig

Zu- und Abfluss des Kochelsees. Weitere

Zuflüsse aus den Bergen und das Kraftwerk

Walchensee bringen Wasser in den See. Seinen

Namen hat der Kochelsee vom lateinischen

cocula, was so viel wie Kopf, Kegel

oder Gipfel bedeutet.

Der Walchensee liegt etwas südlicher.

Er bekommt sein Wasser hauptsächlich

aus der Obernach. Im Osten verlässt

es über die Jachen den See, die später

in die Isar fließt. Am Nordufer speist

der See das dort gelegene Wasserkraftwerk.

Der See besitzt mit der Sassau

eine Insel. Die ehemalige Katzeninsel

ist Naturschutzgebiet und für Besucher

gesperrt. Bei der Herkunft des

Namens für den Walchensee gibt es unterschiedliche

Interpretationen. Eine

davon leitet sich aus dem lateinischen

Lacus vallensis ab – übersetzt ins Deutsche

„ein im Tal gelegener See“.

Durch das Gebiet mit beiden Seen

führt die Bundesstraße 11. Auf ihr

fährt man direkt nach Wolfratshausen

und von da nach München. Die

Blick vom Gipfel des Jochbergs

der zwischen Kochel- und

Walchensee liegt.

56


Kochelsee & Walchensee

Tatur mi, simusti uriassin

pero cus eos nimenit aditi

verumet aut ma comniti

bearibusam hiciasp

Die Uferseite im Süden des

Kochelsees mit den umgebenden

Bergen im Hintergrund

Anreise von München über die A 95

ist ebenfalls möglich. Die Kochelsee-

Bahn fährt vom See in Richtung Landeshauptstadt

und zurück. Der Regionalverkehr

Oberbayernbus bietet

verschiedene Linien in der Region.

Eldorado für Wassersportler

Das kristallklare Wasser der beiden Seen

und die Strände locken viele Besucher.

Am Nordufer des Kochelsees findet

man wundervolle Plätze zum Schwimmen,

Sonnenbaden und Entspannen.

Dazu gehören die Badewiesen am Loisach-Ausfluss

und Finkenberg. Mit Ruderboot

oder Kanu geht es über den See.

Segler kommen wegen der optimalen

Bedingungen gern an den Kochelsee.

Wer kein eigenes Boot besitzt, mietet

einfach eins. Der Kochelsee ist für seine

Starkwinde bekannt, die bei Alpen-

Föhn vom Kesselberg herunter blasen.

Deswegen finden auch Wind- und Kitesurfer

beste Voraussetzungen für sportliche

Aktivitäten am Kochelsee.

Der Walchensee ist durch seine idealen

Segelbedingungen auch ein beliebtes

Ziel. Je nach Wetterlage entwickelt sich

über dem Karwendelgebirge eine spezielle

Thermik. Sie zieht die Luft zwischen

Jochberg und Herzogstand an.

Ein Düseneffekt treibt dann den starken

Wind über den See. Ab Mittag entfachen

sich so Windstärken zwischen 3

und 5 Bft. Segler starten dann auf dem

türkisfarbenen Wasser zu einer Fahrt.

Unter Windsurfern und Kite-Fans gilt

der Walchensee als eines der schönsten

Ziele in Deutschland. Im Herbst gehen

Surfer sogar bei Nebel auf das Wasser.

Ausflügler besteigen das Motorschiff

und begeben sich auf eine Entdeckungsreise

auf dem Kochelsee. Von Mai bis

September gibt es eine abendliche

Rundfahrt, bei der man den Sonnenuntergang

vor der Kulisse von Herzogstand

und Heimgarten erleben kann.

Wandern und Radfahren

Der Herzogstand galt als Lieblingsberg

von König Ludwig II. In den Genuss

einer wundervollen Aussicht kommt

man dort auf über 1700 Meter Höhe.

Dort eröffnet sich ein Panorama mit

Blick auf das Alpenvorland, das Karwendel

und im Süden auf den Stubai-

Der Walchensee ist das

Paradies für Windsurfer

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eisen | Bayerische Seen

Schloss Linderhof wurde von König

Ludwig II. in Auftrag gegeben und ist

ein beliebtes Ausflugsziel.

er Gletscher. Im Berggasthof belohnt

man sich für den Aufstieg mit einem

kühlen Getränk und einem guten Essen.

Für den Weg ins Tal kann man die

Seilbahn nehmen. Während man in die

Tiefe schwebt, kann man noch einmal

einen Blick auf den Walchensee werfen

und das türkisblaue Wasser bestaunen.

Eine weitere Wandertour geht auf den

Jochberg mit Aussicht auf beide Seen.

Etwas einfacher ist der Rundweg über

den Vogellehrpfad zu den Lainbachwasserfällen.

Auf dem Rückweg nach

Kochel wandert man durch einen schönen

Buchenwald.

Der Jakobsweg in der Region verbindet

die Münchner, Südostbayerischen und

Tiroler Abschnitte des Pilgerpfades. Er

folgt der Isar und Loisach zum Kloster

Beuerberg. Von da geht es weiter zum

Kloster Benediktbeuern, vorbei am

Kochel- und Walchensee zur Alpenwelt

Karwendel. Die Strecke ist durch

Schilder mit dem Jakobswegsymbol

ausgezeichnet.

Ein weit verzweigtes Netz aus Radwegen

führt zu den verschiedensten Zielen.

Durch die wunderschöne Moorlandschaft

in der Nähe von Schlehdorf

und Kochel radelt man und entdeckt

die einzigartige Flora und Fauna am

Triftkanal und dem Eichsee. Etwas

anspruchsvoller ist die Strecke rund

um den Walchensee. Forstwege führen

über teilweise steile Anstiege im

Südteil. Dabei gibt es fantastische Ausblicke

auf den See und das Karwendel-

Massiv. Mountainbiker nehmen gern

die Route auf die Kotalm. Hier wechseln

sich knackige Anstiege, steile Abfahrten

und fantastische Ausblicke auf

die Natur ab. An beiden Seen gibt es

zahlreiche Anbieter, die Fahrräder verleihen.

Kunst, Kultur und Ausflüge

rund um die Seen

Das Fischerdorf in Kochel am See lädt zu

einem traumhaften Spaziergang inmitten

von traditionellen Bauernhäusern ein.

Im Ort befindet sich das Franz-Marc-

Museum. Kunstfreunde können dort das

Wirken des großen deutschen Expressionisten

und der Künstlergruppe „Blauer

Reiter“ erleben. Das Museum hat zum

100. Todestag des Künstlers eine Sonderausstellung.

Außerdem gibt es eine

geführte Künstler-Tour durch Kochel am

See. Dabei erfährt man an Originalschauplätzen

mehr über das Leben und Wirken

von Franz Marc.

In den Klostern in der näheren Umgebung

sieht man sakrale Bauwerke mit ver-

Eine Wanderung auf den

Herzogstand wird mit

einer Aussicht auf den

Walchensee belohnt.

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schiedensten Stilen und aus unterschiedlichen

Epochen. Die beeindruckenden

Freskomalereien an der Decke der Basilika

in Benediktbeuern sind aus dem Barock.

Die Anastasiakapelle gilt als Juwel

des Rokoko. Das Kloster Benediktbeuern

ist das älteste in Oberbayern. Die Gründung

durch Karl Martell geht auf das Jahr

725 zurück.

Das Benediktiner-Kloster von Ettal ist

durch die prächtige Kuppel seiner Basilika

bekannt. Es hebt sich deutlich von

den umgebenen Felswänden ab und ist

schon von weitem sichtbar. Ursprünglich

während der Gotik errichtet, ist der Innenraum

mit verschiedenen Gemälden,

Statuen und einer Orgel aus der Zeit des

Barocks ausgestattet. Auf dem Gelände

der Abtei findet man eine Brauerei,

Restaurants und kleine Betriebe wie eine

Schaukäserei. Dort kann man sich mit

Speis und Trank verwöhnen lassen und in

einem der Hotels übernachten.

Das Schloss Linderhof befindet sich

gleich in der Nachbarschaft von Kloster

Ettal. Es wurde als einziges zu Lebzeiten

von König Ludwig II. vollendet. Im

Schloss besichtigt man die Wohnräume

und den Speisesaal und natürlich auch die

anderen Zimmer. Die sind mit aufwändigem

Stuck, Gemälden, prächtigen Möbeln,

Teppichen und maurischer Kunst

ausgestaltet. Der Schlosspark wurde von

Carl von Effner geplant und zwischen

Das Franz-Marc-Museum

in Kochel zeigt die Bilder

des bekannten deutschen

Expressionisten

Die große Kuppel der Basilika

von Kloster Ettal ist das

Erkennungszeichen der Abtei.

1874 und 1880 angelegt. Dabei wurden

verschiedene Gartenarten kombiniert. Es

treffen Elemente aus dem Barock und Rokoko

auf den englischen Landschaftspark.

Michael Bully Herbig drehte in der Sachenbacher

Bucht am Walchensee den

Film „Wickie und die starken Männer“.

Dazu wurde das Wikingerdorf Flake und

andere Kulissen dort errichtet. Nach Ende

der Dreharbeiten verblieben sechs Hütten

des Wikingerdorfs am See. Heute ist das

ehemalige Filmset ein Anziehungspunkt

vor allem für Familien mit Kindern.

Auf dem Naturpanorama-Pfad am Herzogstand

taucht man in die Tier- und

Pflanzenwelt der Region ein. Das Wasserkraftwerk

am Walchensee lässt sich

besichtigen. Schon seit 1923 wird da

Energie produziert. Der Besucher erfährt

im Infozentrum alles über die umweltfreundliche

Energiegewinnung zwischen

Kochel- und Walchensee. (jb)

Kochelsee & Walchensee

Veranstaltungstermine

15. Mai 2016

Country-Fest Walchensee

www.ff-walchensee.de

25. Mai 2016

Johannifeier Schlehdorf

www.schlehdorf.de

25. Mai 2016

Rieder Almfest mit

Johannifeuer

www.kochel.de

26. Mai 2016

Hoffest Klostergut

Schlehdorf

www.klostergut-schlehdorf.de

2. Juni 2016

Dorffest des

Trachtenvereins Schlehdorf

www.schlehdorf.de

24. Juni 2016

Seefest der Feuerwehr

Kochel am See

www.kochel.de

27. Juni 2016

Fischerstechen am

Kochelsee

www.schlehdorf.de

7. August 2016

Seefest des Trachtenvereins

am Kochelsee

www.kochelsee.de

8. August 2016

Dorffest in Unterau

www.schlehdorf.de

15. August 2016

Kocheler Heimattag

mit Seefest

www.kochel.de

3. und 4. Sebtember 2016

Wikingermarkt

www.walchensee.de

59


Dahoam is dahoam!

Paulaner & der FC Bayern: Zwei große Münchner

Marken, die für bayerische Lebensart stehen –

und den Fans einzigartige Momente schenken.

Seit vielen Jahren ist die Paulaner Brauerei

Premium-Partner des FC Bayern

München. Viele Tore, Titel und Triumphe

haben die beiden Münchner Marken

seitdem gemeinsam bejubelt und

mit den Fans gefeiert. So spendiert die

Paulaner Brauerei beispielsweise den

Anhängern des FC Bayern 100 Liter

Freibier für jedes erzielte Bundesligator

des FC Bayern München und schenkt

dies traditionell am letzten Heimspieltag

der Saison aus. In den vergangenen

drei Jahren fand an diesem Tag auch die

große Meisterfeier des FC Bayern statt

– mit den berühmten Weißbierduschen

auf dem Rasen. So feierten Stars

wie Fans ausgelassen und transportierten

echte bayerische Lebensfreude in

alle Welt.

Die zeigt sich auch beim alljährlichen

Lederhosenshooting des FC Bayern für

die Brauerei. Viele der Superstars tragen

zum ersten Mal eine Krachlederne

und Haferlschuh – und entwickeln

die ganz große Liebe zur bayerischen

Tracht. Die wird auch beim traditionellen

Wiesn-Besuch der Stars den

staunenden Fans vorgeführt: Mannschaft

wie Trainer machen auch in Lederhosen

und Trachtenhemd eine hervorragende

Figur.

Bayern, Bier & Ballgefühl“ standen

auch im Zentrum des Paulaner Cup

– des größten Fußball-Castings der

Welt. Von 2011 bis 2015 gab Paulaner

Amateurfußballern die Chance, gegen

die Profis des Rekordmeisters anzutreten.

Weit über 100.000 Fans aus der

ganzen Welt nutzten diese Chance

und zeigten der Jury mit Weltmeistern

und Experten, warum gerade sie einen

Platz in der Paulaner Traumelf verdienten.

Amateurfußballer aus ganz

Europa, den USA und China trafen

bei den fünf großen Finalen vor tausenden

Zuschauern und live im TV

auf einen FC Bayern in Bestbesetzung

– und erlebten die Erfüllung eines Lebenstraums.

Diese Tradition setzt die Brauerei jetzt

mit den Paulaner Fanträumen fort und

erfüllt noch mehr exklusive Erlebnisse

rund um den FC Bayern München.

Seit März läuft diese einzigartige Fanaktion

und die ersten Gewinner konnten

schon jubeln. Beim „Heimspiel deines

Lebens“ feiern so 30 Freunde mit

60


Begleite den

FC Bayern in die USA

dem Gewinner den Bundesliga-Auftakt

2016/17 in der Paulaner Lounge.

Nach dem Essen im Ehrengastbereich

der Allianz Arena und dem ersten Spiel

der Saison auf fantastischen Plätzen

wartet ein besonderes Schmankerl:

eine private Autogrammstunde mit einem

FCB-Star in der Paulaner Lounge.

Und auch beim Rückspiel in Lissabon

erfüllte Paulaner einen Fantraum: Für

zwei Fans ging es mit der Sondermaschine

des Rekordmeisters in die portugiesische

Hauptstadt. Nach einer

Stadtrundfahrt und dem Pre-Match-

Talk mit Sportlegenden feuerten der

Gewinner und seine Begleitung den

FCB gegen Benfica an und waren Gäste

beim offiziellen Bankett des FC Bayern

München nach dem Spiel. (sq)

Aktuell erfüllt Paulaner einen ganz besonders exklusiven

Fantraum für zwei Personen: ‘Begleite den FC Bayern

München auf der Audi Summer Tour in die USA, erlebe die

Stars hautnah und feuere den FCB live gegen Real Madrid,

Inter Mailand und den AC Mailand an.‘ Durch das Hochladen

eines oder mehrerer Fotos beweisen die Fans, dass sie

den FCB im Herzen haben und diese Reise verdienen. Eine

Jury sichtet diese Fotos und nominiert im Juni die Gewinner

für die Reise vom 25. Juli bis 04. August 2016.

Weitere Informationen

www.paulaner-fantraeume.de.

61


eisen | Bayerische Seen

Auf der Spurr

des

Blauen

Reiters

Berge im sanftblauen Dunst, Nebelschwaden über dem

Staffelsee – und zu jeder Tages- und Jahreszeit ein anderes Licht:

In und um das Städtchen Murnau holten sich die Maler der Künstlergruppe

„Blauer Reiter“ immer wieder neue Inspirationen. Besucher können heute

auf ihren Spuren nicht nur die bezaubernde Landschaft im

Voralpenland, sondern auch das künstlerische Schaffen

des „Blauen Reiters“ erkunden.

Von Marion Trutter

Fotos: © Gebhardt Photography, Jörg Lutz

62


Murnau - Staffelsee

Uffing

Staffelsee

seehausen

Murnau

Kurzsteckbrief: Staffelsee

Grösse 7,66 km 2

Umfang 19,31 km

Tiefste Stelle 39,4 m

Besonderheiten Besitzt sieben Inseln

Informationen www.murnau.de

63


eisen | Bayerische Seen

Vom Murnauer Markt

aus bietet sich eine

wundervolle Aussicht

auf die Alpenkette

Dieses Feriendomizil wäre auch heute

noch heiß begehrt: Ein schmuckes

kleines Landhaus thront hoch über

Murnau, mit duftenden Rosen im Garten

und einem herrlichen Blick über

das Städtchen am Staffelsee. Die Stufen

knarzen, wenn man die Stiegen zu

den Schlafzimmern hinaufsteigt. Hier

im „Münter-Haus“, wie es heute heißt,

Die Bootshäuser am

Ufer waren auch für

die Maler des „Blauen

Reiters“ ein beliebtes

Motiv.

Das Münter-Haus: Hier

verbrachten Gabriele

Münter und Wassily

Kandinsky viele

Sommer.

64


Murnau - Staffelsee

verbrachten Gabriele Münter und

Wassily Kandinsky von 1909 bis 1914

ihre Sommerfrische. Sie trafen sich mit

Künstlerkollegen wie Marianne von

Werefkin, Alexej von Jawlensky, Franz

Marc und August Macke. Sie malten,

diskutierten und feierten. Und sie ließen

sich inspirieren von der einzigartigen

Landschaft: vom Schillern des

Staffelsees, von den Farbe im Murnauer

Moos und von den Gipfeln der Alpen.

Stille Stunden: Mit

dem Ruderboot kann

man den Staffelsee in

aller Ruhe „erfahren“.

Das „Blaue Land“ als Inspiration

Bis heute zieht diese Gegend Besucher

aus aller Welt in ihren Bann, und

das „Blaue Land“ macht seinem Namen

alle Ehre: Fast immer liegen die

nahen Berge hinter einem bläulichen

Dunstschleier – allen voran das Ettaler

Mandl, das sich vorwitzig wie eine

Zwergenmütze in den Himmel reckt.

Dieses Blau gab um 1900 nicht nur

der Gegend um Murnau und Kochel

den Beinamen, sondern eben auch

dem „Blauen Reiter“, jener Gruppe von

Avantgarde-Künstlern aus München.

Am Rand von Murnau kaufte die

Kunstmalerin Gabriele Münter ein

Haus als Sommersitz für sich und ihren

Liebsten Wassily Kandinski. Neu

renoviert ist es bis heute ein Schmuckstück

– mit rotem Ziegeldach, wasserblauen

Fensterläden, Blumengarten

und weitem Ausblick auf Murnau und

die Alpenkette. Das gesamte Mobiliar

ist noch aus der Zeit von Münter

und Kandinsky. Die beiden ließen die

Möbel von einem örtlichen Schreiner

anfertigen und dekorierten sie dann

nach ihren eigenen Vorstellungen. Blau

mit bunten Mustern bemalten sie die

Küchenanrichte, das Kopfteil an Kandinskys

Bett ziert ein buntes Medaillon.

Auf einer Kommode liegen noch

zwei Malpaletten mit Ölfarbe: knallig

und klar die Farben Kandinskys, eher

gedämpft die Farbtöne von Gabriele

Münter. Und bis heute kann man auch

durch den Garten streifen, den die beiden

Künstler selbst anlegten und bewirtschafteten

– mit Sonnenblumen

und Klatschmohn, Gemüse und Obst.

Auf Künstlerpfaden um den

Staffelsee

Am Bootssteg von Murnau beginnt der

22 Kilometer lange Staffelsee-Rundweg,

den man zu Fuß oder auch per

Fahrrad erkunden kann. In Richtung

Westen geht es zunächst an der Südseite

des Sees durch den Wald. Dann wie-

Vom Ufer des

Staffelsees hat man

einen schönen Blick

auf die Kleine Insel

Wörth.

65


eisen | Bayerische Seen

Im Schatten der Kirche

St. Nikolaus liegt die

Malerin Gabriele

Münter begraben

Nach einer Tour um den

See winkt ein kühles

Bier – und die Stimmung

Murnauer Moos

Das Murnauer Schloss

beherbergt viele

Werke von Künstlern

des „Blauen Reiters“

der öffnet sich die Landschaft in weiten

Sumpf- und Orchideenwiesen oder zerfließt

förmlich im sanft wogenden Schilf.

Hier und da flattern ein paar Enten auf,

Libellen schwirren über dem Wasser, es

duftet nach Blüten und Fichtengrün, und

immer wieder öffnet sich der Blick auf

die Inseln im See. Ständig wechseln die

Farben und Schattierungen im Moos; der

See wirkt mal transparent wie ein Kristall,

dann wieder schwer wie Blei. Und tatsächlich

sitzen auch heute noch Künstler

mit Staffelei oder Zeichenblock am Ufer

– ganz versunken in diese Zauberwelt,

die sich später dann auf der Leinwand

wiederfindet.

Nach einer Pause in Uffing, wo man im

Biergarten direkt am Wasser bei Weißbier

und einer deftigen Brotzeit die Knochen

ausruhen kann, geht es mit dem Schiff

oder Fahrrad zurück nach Murnau. Dort

zeigt Tatur das mi, Schlossmuseum simusti uriassin nicht pero nur eine

umfangreiche cus eos nimenit Sammlung aditi verumet von Werken

des aut „Blauen ma comniti Reiters“, bearibusam sondern auch wertvolle

hiciasp Werke ictium der Hinterglasmalerei.

rem ace

66


Murnau - Staffelsee

© Sergey Goryachev

Shutterstock.com

Im Stil des „Blauen

Reiters“ lässt das

Café Krönner seine

Leckerein verzieren.

Lebensgenuss am Murnauer

Markt

Nur ein paar Schritte sind es vom Schloss

zum Markt, einer wunderhübsch restaurierten

Fußgängerstraße mit Häusern

so bunt wie Bonbons. Das Rathaus mit

dem Drachen des Murnauer Wappens,

die bunten Giebelhäuser – alles sieht

noch fast so aus wie auf den Gemälden

von Münter und Kandinsky. Schon am

Vormittag flanieren Einheimische und

Besucher durch die Fußgängerzone

und sonnen sich in den Straßencafés.

Im Café Krönner am Obermarkt gibt’s

Nougat-Pasteten mit dem Porträt von

Gabriele Münter, gestaltet in Siebdruck

aus Schokolade, und als Hausspezialität

die Agnes-Bernauer-Torte mit Nuss-

Mandel-Baiser und Mokka-Buttercreme.

Ganz und gar rund aber ist der Genusstag

erst, wenn man auch Schokolade aus

der hauseigenen Manufaktur gekauft

hat – verpackt in Papier mit den Werken

zeitgenössischer Künstler aus der Region.

So süß kann Kunstgenuss sein…

Sportlich unterwegs:

Mit einem Paddelboot

wird der Staffelsee

für viele Gäste zum

Trainingsgelände.

Gut ausgebaute Radwege

führen um den Staffelsee –

ideal für die ganze Familie.

Information

Tourist-Information Murnau,

Kohlgruber Straße 1 • 82418 Murnau

Tel. 08841-6141-0 • www.murnau.de.

Dort findet man auch geführte

Wanderungen und Radtouren auf den

Spuren des „Blauen Reiters“.

67


eisen | Bayerische Seen

Leinen los!

Bei einer Rundfahrt mit dem Schiff

taucht der Urlauber in das Flair der oberbayerischen

Seenlandschaften ein. Die

Bayerische Seenschifffahrt verkehrt auf

vier Seen des Freistaats und bietet dem

Besucher ein besonderes Erlebnis.

An Deck, von der Reling oder auf den

Aussichtsplattformen der Schiffe bekommt

der Besucher eine ganz neue

Perspektive auf die Seen und ihre Umgebung.

Dabei entdeckt man Sehenswürdigkeiten

wie Kloster, Schlösser und

Burgen. Die Bayerische Seenschifffahrt

fährt mit 33 Motorschiffen auf vier

Seen: Ammersee, Königssee, Starnberger

See und Tegernsee. Ganzjährig findet

der Fahrbetrieb auf dem Königssee

statt – mit der Ausnahme von Heilig

Abend. Auf dem Tegernsee bleiben die

Schiffe nur von November bis Mitte

Dezember vor Anker. Am Ostersonntag

beginnt die Saison auf dem Ammersee

und Starnberger See. Sie geht bis Mitte

Oktober. Die Schiffe auf den Seen sind

ganz unterschiedlich. Das Flaggschiff

ist der hochmoderne Katamaran „MS

Starnberg“, der auf dem gleichnamigen

See Passagiere befördert. Auf dem

Ammersee kommen Raddampfer zum

Einsatz und beim Königssee wird die

Stille der Landschaft durch die Elektro-

Fahrgastschiffe nicht gestört.

Auf den großen Schiffen erwartet Gastronomie

den Fahrgast und verwöhnt

ihn mit Getränken, Essen und Snacks.

Auch Kaffee und Kuchen sind auf der

Karte zu finden. Bei attraktiven Sonderangeboten

wie Schlemmertouren

werden den Gästen an Bord bayrische

Spezialitäten serviert. Weitere Fahrten

bieten Konzerte, Tanz oder Rundfahrten

zu historischen Punkten an den

68


schifffahrten

Seen. Eine Tour mit dem Schiff ist ein

perfektes Tagesziel für Familien, Gruppen

oder Naturliebhaber.

Auf den Webseiten der Bayerischen Seenschifffahrt

finden Sie Informationen zu

den Fahrplänen, die Preise, Anreisetipps

und alles zu den Sonderfahrten an den

vier Seen. Außerdem verschafft sich der

Besucher mit virtuellen Schiffsrundgängen

einen ersten Eindruck von den Booten.

Bildergalerien zeigen Schnappschüsse

von den Ausflugszielen.

Bayerische Seenschifffahrt

Seestraße 55,

D 83471 Schönau am Königssee,

Tel. +49 (0) 8652 9636-0

www.seenschifffahrt.de

69


Der perfekte Schuh

LOWA ist bekannt als einer der führenden Hersteller

von hochwertigen Outdoorschuhen. Vor über 90 Jahren

hat Lorenz Wagner das Unternehmen gegründet.

ie hat damals alles angefangen?

Hauptstraße 19 in Jetzendorf,

ein unscheinbarer

Straßenname in einem eher kleinen Dorf

im Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm nördlich

von München. Allein vom Namen

her würde man wahrscheinlich nicht davon

ausgehen, dass hier ein Global Player

zuhause ist. Doch nichts anderes ist bei

dem Traditionsschuster LOWA der Fall.

Denn genau hier, unweit der bayerischen

Alpen, gründete Lorenz Wagner im Jahr

1923 die Firma LOWA, eine Anspielung

auf seine eigenen Initialen. Die Firma mit

Weltruf lag da aber noch in weiter Ferne,

denn angefangen hat alles mit einer kleinen

Produktion handgefertigter Haferlschuhe.

Lorenz Wagner war ein genialer Tüftler,

Perfektionist und leidenschaftlicher

Schuhmacher. Er verbrachte Stunden und

Tage mit der Ausarbeitung von Leisten,

Modellen und Sohlen. Denn für Lorenz

Wagner war ein Produkt erst dann fertig,

wenn es perfekt passte und funktionierte.

Vom Start weg meisterlich

Dieser hohe Qualitätsanspruch ist auch

heute noch ausschlaggebend für alle LO-

WA-Schuhe. 30 Jahre lang führte Lorenz

Wagner die Geschäfte, nach seinem Tod

übernahm die nächste Generation mit

seiner Tochter Berti und ihrem Mann

Sepp Lederer. Der hatte bereits Anfang

der dreißiger Jahre als Lehrling in dem

Betrieb angefangen und das gesamte

Wissen und alle Fähigkeiten des Schuhmachens

gelernt. Von seinem späteren

Schwiegervater übernahm er auch die

Leidenschaft, die Perfektion und die nötige

Kreativität. Die zeigte sich spätestens

Anfang der 70er Jahre, als er, neben den

beliebten Wanderschuhen, auch erstmals

Skischuhe entwarf und mit dem LOWA

Air Konzept den Markt revolutionierte.

In den kommenden Jahren wurde

LOWA zu einem der erfolgreichsten Skischuhhersteller.

Die Familien Lederer und Wagner waren

zwar begabte Schuhmacher, die geschäftlichen

Geschicke waren leider nicht immer

ihr Metier, so dass die Firma trotz der

qualitativen und beliebten Produkte in

finanzielle Schwierigkeiten kam. Wieder

auf die Erfolgsspur gelangte LOWA mit

seinem neuen Geschäftsführer Werner

Riethmann und dem Verkauf des Traditionsunternehmens

an die italienische

Tecnica-Gruppe, zu der auch die Marken

Dolomite, Nordica und Blizzard

114


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Weitere Informationen:

www.lowa.de

gehören. Die Skischuhe werden

nun im Mutterhaus in Italien

gefertigt, Jetzendorf bleibt aber

weiterhin der Produktionsstandort

in Deutschland und ist Sitz des

Managements sowie der Forschung

und Entwicklung. Auch die beliebten

Berg- und Trekkingschuhe werden

weiterhin hier produziert.

Und nicht nur das: LOWA produziert

ausschließlich in Europa, genauer gesagt

in Deutschland, Italien und der Slowakei

und alle verwendeten Materialien kommen

ausschließlich aus Europa. Heutzutage

ist LOWA im Bereich der Berg- und

Outdoorschuhe in Deutschland, Österreich,

der Schweiz und den Benelux-Ländern

sogar Marktführer. Im Jahre 2010

wurden erstmals zwei Millionen Paar

Schuhe verkauft.


Reisen | ostbayern

Rund um

den Arber

Bodenmais – eine der schönsten

Ferienregionen des Bayerischen

Waldes am Fuße des Arbers – bietet

für die ganze Familie ein vielseitiges

Freizeitangebot.

72


odenmais

odenmais liegt inmitten von herrlichen

Hochwäldern am Südhang

des Großen Arber (1.456m). Die

Schönheit der Landschaft, die Heilkraft

des Klimas, die Freundlichkeit der Bewohner,

die ausgezeichnete Gastronomie

und die vielfältigen Kur-, Freizeit und

Veranstaltungsangebote prägen den einzigen

heilklimatischen Kurort im Herzen

des Bayerischen Waldes. Der 3.400 Einwohner

zählende Ort hält rund 6.000

Gästebetten bereit. Er wurde 2012 zum

beliebtesten Urlaubsort Deutschlands gewählt

und mit dem Holidaycheck-Award

ausgezeichnet.

Egal ob zu den Rißloch-Wasserfällen

– die höchsten im Bayerischen Wald -,

auf dem Ameisenweg – ein einzigartiger

Wanderweg für Kinder, auf dem man alle

Facetten des Waldes entdecken und erleben

kann – oder auf den Silberberg, von

wo aus das herrliche Titelbild geschossen

wurde: In und um Bodenmais lassen sich

auf wunderbaren Wegen herrliche Landschaften

erwandern. Insgesamt warten

über 280 km beschilderte Wanderwege

darauf, genossen zu werden und wer kurz

mal den Überblick verliert: Wanderexpertin

Elke aus der Tourist-Information

hilft gerne bei der optimalen Tour.

73


Reisen | ostbayern

Mit einem Spaziergang um den Arbersee,

einem Überbleibsel aus der Eiszeit, lässt

sich dann eine Wanderung wunderbar

abrunden und bei einer Einkehr im Arbersee-Stüberl

stärkt man sich gleich für

die nächsten Aktivitäten.

Apropos Einkehr: Die „wanderbaren“

Wirtschaften sind ideal an den verschiedenen

Wegen gelegen und lassen keine

Wünsche offen. Ein Geheimtipp: Echte

Bodenmaiser Weißwürste auf der Mittelstation

des Silberbergs mit süßem Senf

und knusprigen Brezen!

Auch direkt in Bodenmais wird Kulinarik

zelebriert

Egal ob knuspriges Spanferkel auf der

„Kuhalm“, italienisches Bruschetta in

der „Adria“, traditionell bayerisches

Schweiners vom „Nestl“, oder fangfrische

Forelle vom „Sternknöckl“ – an

Auswahl mangelt es nicht.

In vielen der örtlichen Restaurants steht

die „Mama“ sogar noch persönlich am

Herd und bereitet den Schweinsbraten

nach uraltem Hausrezept zu. Mit etwas

Glück verrät die alteingesessene Köchin

noch das ein oder andere Rezept:

zum Beispiel von „Hosenknöpf “ oder

vom „Sterz“.

Wer dann selbst Lust bekommt, die

Rezepte zu testen und noch neue dazuzulernen,

kann an den pfiffigen Kochkursen

im Vitalzentrum teilnehmen.

Neben den Kochkursen kann man unter

anderem auch Yoga, Zumba, Tae Bo

oder Wirbelsäulengymnastik besuchen

und sich im Anschluss direkt im Silberbergbad

erfrischen.

Diese – und viele weitere - Leistungen darf

man dank der AktivCARD Bayerischer

Wald kostenlos in Anspruch nehmen. So

spart man bei einem Aufenthalt bis zu 800

Euro und wird an Erlebnissen reicher!

Auch darf man seit 2015 dank des

„GUTi“-Tickets, welches in der Gästekarte

automatisch inkludiert ist, kostenlos

mit Bus und Bahn die gesamte Region erkunden

und dem Auto eine Pause gönnen.

Wer selbst wieder zur inneren Ruhe finden

und einfach ein paar Tage ausspannen

möchte, ist bei den Hotels der Marke

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Die familiengeführten und mit

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74


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Von den Speisen bis zu den Getränken

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Produkte aus dem Bayerischen Wald

zu verwenden. So braut das Wander- und

Aktivhotel Adam-Bräu das ausgeschenkte

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Biergenießer ist der „Adamator“, der zum

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Der Starkbieranstich ist aber nur eines von

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am Silberberg und hält Fitnesskurse, Klaus

Fischer hält ein Charity-Golf-Turnier mit

ehemaligen Fußballprofis, Schlagerstar Nicki

gibt ein Freiluft Konzert und die JOS-

KA Kristallwelten veranstalten ein Foodtruck-Festival

mit allerlei Köstlichkeiten.

Aber auch ohne Festival ist die Glashütte

JOSKA immer einen Besuch wert und

lässt die Zeit kurzweilig werden. (sq)

Informationen

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Bahnhofstraße 56

94249 Bodenmais

Tel.: +49 (0) 9924 778135

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75


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genuss

Pichelsteiner

Der Eintopf-Klassiker aus dem Bayerwald

Heimische Gemüse und verschiedene Fleischsorten – mehr braucht man nicht

für einen Pichelsteiner Eintopf. Die Frage ist nur: Wer hat ihn erfunden?

Von marion trutter

Fotos: © Lydia Fuchs

Viele erinnert schon das Wort „Pichelsteiner“

an die Kindheit: Da tauchen

Bilder von einem warmen Eintopf an

kalten Wintertagen auf, vielleicht auch

von Dosenkost auf dem Campingplatz.

In den Suppenkessel kommen für diesen

Klassiker der bayerischen Küche erdige

Gemüse wie Kartoffeln, Karotten

und Knollensellerie und dazu verschiedene

Fleischsorten.

Köstlich ist allerdings nicht nur der Pichelsteiner

Eintopf selbst, sondern auch

der Streit um seine Entstehung. Wie bei

so vielen traditionellen Gerichten liefern

sich auch beim Pichelsteiner zwei

Orte einen erbitterten Streit, wer denn

die deftige Speise nun erfunden hat.

Klar ist immerhin, dass der Eintopf aus

dem Bayerischen Wald stammt. War es

aber nun im Städtchen Regen oder gut

20 Kilometer weiter südlich an einem

Berg bei Grattersdorf ?

Endloser Streit um den

Anfang

Im Sonnenwald östlich von Deggendorf

erzählt man, eine Wirtin namens

Augustine Winkler habe das Rezept in

ihrem Gasthaus in Grattersdorf ersonnen.

Ab 1839 lud der Grafenauer Landrichter

Storlein jedes Jahr Bekannte

und Honoratioren zu einer Wanderung

mit Brotzeit auf dem Gipfel des Büchelsteins

ein. Einige Jahre später hatte

sich die Gesellschaft bereits zu einem

kleinen Fest entwickelt, und im Jahr

1847 oder 1848 (da gehen die Quellen

auseinander) sollte Augustine Winkler

das Essen liefern. Trotz der längeren

Anfahrt zum Gipfel entschied sich die

Wirtin für eine warme Mahlzeit: Sie

kochte in ihrem Wirtshaus einen Eintopf

aus Fleisch und Gemüse vor, karrte

ihn mit einem Fuhrwerk auf den Berg

und wärmte ihn dort über offenem Feuer

nochmals auf. Das „Büchelsteiner

Fleisch“ galt auch in Augustine Winklers

Gaststube schon bald als beliebte

Spezialität. Daraus wurde mit der Zeit

der „Pichelsteiner“, denn im niederbayerischen

Dialekt spricht man gern das

„ü“ wie ein „i“ aus.

Im nahegelegenen Regen allerdings

beansprucht man ebenfalls, den berühmten

Eintopf erfunden zu haben.

Dort soll es bereits um 1875 immer

am Kirchweihmontag ein traditionelles

Pichelsteiner-Essen gegeben haben, das

bis heute als Pichelsteiner Fest gefeiert

wird. Schon Mitte des 18. Jahrhunderts

soll eine Bäuerin im Wieshof gezwungen

worden sein, durchziehende Söldner

zu verpflegen. In ihrer Not gab sie

Kraut, Rüben und Fleischreste in einen

großen Kessel, der über dem offenen

Feuer an einem Haken hing und den

man „Pichel“ nannte. Der Eintopf soll

78


Pichelsteiner

so köstlich gewesen sein, dass er zur Tradition

wurde und bald schon als Pichelsteiner

bekannt war.

Heute gilt eher die Version der Wirtin

Augustine Winkler als wahrscheinlich.

Historisch einwandfrei nachweisen

lässt sich allerdings keine der beiden

Ansichten. Fest steht, dass der Pichelsteiner

1894 erstmals in einem Kochbuch

auftauchte. Und zu einer Art Nationalgericht

wurde der Eintopf dann

in den 1960er-Jahren, als der damalige

Bundeskanzler Ludwig Erhard in Interviews

mehrmals den Pichelsteiner als

seine Leibspeise nannte.

Schlichte Kost mit

Variationen

Ganz traditionell gehört in einen Pichelsteiner

Eintopf außer Kartoffeln, Karotten,

Sellerie und Lauch vor allem Fleisch

– je mehr, desto besser. Augustine Winkler

mischte für den Landrichter Storlein

wohl großzügig Rind-, Schweine- und

Hammelfleisch. In den Nachkriegsjahren

allerdings war Fleisch meist rar, also

kamen beispielsweise Würste oder fetter

Speck in den Topf. Wer Lamm oder

Hammel nicht mag, kann natürlich

auch darauf verzichten. Viele benutzen

nur eine Sorte Fleisch, andere kochen

Fleischknochen mit für noch mehr Geschmack,

und in vielen Küchen kommen

auch noch Kohlrabi, Brokkoli, Petersilienwurzeln,

Erbsen, grüne Bohnen oder

Kohl – etwa Weißkraut, Wirsing, Spitzoder

Blumenkohl – mit in den Topf.

Ganz klassisch würzt man Pichelsteiner

nur mit Lorbeer, Pfeffer, Salz, mildem Paprikapulver

und eventuell auch Kümmel,

aber auch hier darf variiert werden – etwa

mit Knoblauch, Ingwer, Chili oder Kräutern

wie Liebstöckel und Bohnenkraut.

Wer es ganz exotisch mag, gibt sogar etwas

Zimt und Koriander dazu.

Früher schichteten die Hausfrauen

Fleisch und Gemüse gern lagenweise in

einen irdenen Topf, der dann für mehrere

Stunden in den Holzofen kam. Heute

kocht man meist alles gemischt auf dem

Herd. Empfehlenswert ist jedoch, das

Gemüse erst etwa eine halbe Stunde vor

Ende der Garzeit zum Fleisch zu geben,

damit es nicht verkocht. Bei verschiedenen

Gemüsesorten empfiehlt es sich sogar,

sie je nach Garzeit peu à peu dazuzugeben.

Zum Pichelsteiner isst man am

Kartoffeln, Karotten,

Sellerie und Fleisch

sind Pflicht in jedem

Pichelsteiner. Gut

passen auch Erbsen

besten ein kräftiges Bauernbrot, und ganz

Hungrige bereichern den Eintopf sogar

noch mit Nudeln oder Reis. Aber sowas

geht im Bayerischen Wald längst nicht

mehr als Pichelsteiner durch.

Auch wenn der Pichelsteiner wohl eher

auf dem Berg bei Grattersdorf erfunden

wurde, lässt man es sich in Regen

bis heute nicht nehmen, jeden Sommer

sechs Tage lang das Pichelsteinerfest zu

feiern – mit Pichelsteiner-Festschießen,

großem Umzug und natürlich

Unmengen an Essen und Trinken. Das

142. Pichelsteinerfest (www.pichelsteinerfest.com)

steigt vom 29. Juli bis

zum 3. August 2016. Höhepunkt ist

auch dieses Jahr der „Ausmarsch des

Festkochs mit Gefolge und des Festbräuwagens

zur Ausgabe des Original-

Pichelsteiner-Mahles“.

Pichelsteiner Eintopf

Zutaten für:

• 250 g Rindfleisch aus der Schulter

• 250 g Schweinefleisch aus der Schulter

• 150 g Lamm- oder Kalbfleisch aus der

Schulter

• 3 Zwiebeln

• 750 g Kartoffeln

• 300 g Karotten

• 200 g Knollensellerie

• 300 g Lauch

• 3-4 EL Öl

• 2 l Fleischbrühe

• 2 Lorbeerblätter

• Salz

• Pfeffer

• Paprikapulver edelsüß

• ½ Bund Petersilie, gehackt

Fleisch in gulaschgroße Würfel schneiden. Zwiebeln und Kartoffeln schälen und

ebenfalls in Würfel schneiden. Gemüse putzen, waschen und in kleine Stücke

schneiden. Öl in einem großen Topf erhitzen und darin nach und nach das Rind-,

Schweine- und Lamm- bzw. Kalbfleisch scharf anbraten. Zwiebeln zugeben und kurz

mitbraten, dann Kartoffeln und das restliche Gemüse zufügen und die Fleischbrühe

angießen. Lorbeerblätter dazugeben und den Eintopf bei schwacher Hitze und

geschlossenem Deckel ca. 1 Std. köcheln lassen, bis er leicht sämig ist. Vor dem

Servieren mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und mit Petersilie bestreuen.

Tipp: Wer das Gemüse knackiger mag, gart zunächst Fleisch und Zwiebeln und gibt

erst 30 Min. vor Ende der Kochzeit die Kartoffeln und die anderen Gemüse dazu.

79


genuss

Brotzeit

Was kann es Schöneres geben, als nach einem Tag am

See oder auf dem Berg gemütlich auf einer Bank, im Gras

oder irgendwo im Biergarten zu sitzen und gemeinsam

zu schmausen? Ob mit der Familie oder mit Freunden –

eine bayerische Brotzeit ist immer ein Genuss.

Von marion trutter

Fotos: © Bernd Ritschel (1), shutterstock.com (8), © Chiemsee-Alpenland Tourismus (1)

80


otzeit

Wie im Paradies: eine

zünftige Brotzeit am Fuß

der Kampenwand, nicht

weit vom Chiemsee

81


genuss

Regensburger

Wurstsalat

4 Portionen

• 500 g Regensburger (ca. 8 Stück),

ersatzweise Fleischwurst oder Lyoner

• 2 Gemüsezwiebeln

• 4 Gewürzgurken (nach Wunsch)

• 3-4 EL Weißweinessig

• 3-4 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl

• 1 EL süßer Senf

• 1 Prise Zucker

• Salz

• schwarzer Pfeffer

• Schnittlauch zum Garnieren

Wurst von der Pelle befreien und

in feine Scheiben schneiden. In

eine Schüssel geben oder gleich

ornamentartig auf Tellern anrichten.

Zwiebeln schälen, in dünne

Ringe schneiden und über die

Wurstscheiben verteilen. Wenn

gewünscht, die Gewürzgurken in

Scheiben schneiden und dazugeben.

Essig, Öl, Senf, Zucker, Salz und

Pfeffer zu einer kräftigen Marinade

rühren, ggfs. etwas Wasser zugeben.

Marinade über die festen

Zutaten gießen. Gut durchmischen

(nicht bei der Tellervariante) und

ca. 1 Std. im Kühlschrank durchziehen

lassen. Vor dem Verzehr mit

Schnittlauchröllchen bestreuen.

Tipp: Mit der gleichen Marinade

kann man auch bayerischen

Presssack anmachen.

Brettl, Breze, Brot

und Obazda

Die Bauern und Almhirten haben’s erfunden:

Während ihrer harten Arbeit

auf dem Feld oder auf der Alm brauchten

sie ein gehaltvolles Essen, das sich

gut im Rucksack oder Beutel transportieren

ließ. Also hatten sie immer

ein Stück Wurst oder Käse, einen Laib

Brot und was zu trinken dabei.

Bis heute versteht man in Bayern unter

Brotzeit eine deftige kalte Zwischenmahlzeit.

Sie ist der bayerische Imbiss

schlechthin – egal zu welcher Tageszeit

und egal, ob bei einer Berg- oder Fahrradtour,

in der Mittagspause oder nach

einem langen Arbeitstag. Man packt

eine Tischdecke aus, ein paar Holzbrettchen,

Servietten und Besteck – und natürlich

möglichst viele kalte Köstlichkeiten

aus der bayerischen Küche. Zu

einer zünftigen Brotzeit gehören deftiges

Bauernbrot und Brezn, Wurst und

Käse sowie auch a bisserl was Frisches.

Tomaten, Radieschen, Essiggurken und

Petersilie sind besonders beliebt, und

fehlen darf auf keinen Fall der Radi:

Der große weiße Rettich wird spiralförmig

aufgeschnitten und dann mit Salz

bestreut, so dass er etwas Wasser zieht

und dabei auch milder wird. Wer die

Kunst mit dem Messer nicht beherrscht,

kann auch einen Radischneider kaufen,

mit dem sich die Spiralen kinderleicht

schneiden lassen. Ebenso einfach wie lecker

ist auch das Schnittlauchbrot, das

man sogar in vielen Biergärten kaufen

kann: Eine Scheibe kräftiges Roggenbrot

wird mit Butter bestrichen und

mit klein geschnittenem Schnittlauch

bestreut. Dazu auf Wunsch noch etwas

Salz – fertig.

82


otzeit

Brotzeit-Klassiker: Obazda

Ganz egal, ob man nun Obazda

schreibt oder Obatzda oder Obatzter

– die leckere Käsezubereitung darf in

keinem Brotzeitkorb fehlen. In früheren

Zeiten verwertete man damit alten

Weichkäse – vor allem Camembert,

manchmal auch gemischt mit Limburger

oder Romadur, die dem Obazdn

eine besondere Würze verleihen.

Heute lassen echte Obazda-Fans einen

Camembert absichtlich lange liegen,

damit er schön würzig wird, oder sie

kaufen gleich einen besonders reifen.

Wer es milder mag, nimmt einfach

einen jüngeren Camembert. Um das

herbe Aroma abzumildern, gibt man

je nach Gusto viel oder weniger Butter

dazu, und gewürzt wird mit Paprikapulver,

Kümmel, Pfeffer und Salz.

Der Paprika verleiht dem angemachten

Käse nicht nur aromatischen Pfiff, sondern

auch die schöne rötlich-orange

Farbe. Und dann wird deftig mit der

Hand gearbeitet: Man zerdrückt den

Käse zunächst mit einer Gabel und

mischt den Obazdn dann beherzt mit

beiden Händen zusammen. Dazu passen

am besten Brezn oder herzhaftes

Bauernbrot, ein paar Radieserl und natürlich

eine kühle Maß Bier.

Auch sonst schmeckt eigentlich jeder

Käse zu einer Brotzeit. In Bayern besonders

beliebt sind Emmentaler, Limburger

und Bergkäse, die allesamt oft

aus dem Allgäu kommen. Viele schwören

auch auf bayerischen Blauschimmelkäse,

und bei gesundheitsbewussten

Brotzeitfans kommt häufig auch

ein mit Kräutern und Gewürzen angemachter

Kräuterquark auf den Tisch.

Eine ganz alte Spezialität aus der bayerischen

Bauernküche ist der Kartoffelkas,

der mit Käse eigentlich gar nichts

zu tun hat. Wahrscheinlich verdankt die

83


genuss

Köstlichkeit ihren Namen der cremigen

Konsistenz und dem milchig-milden

Geschmack. Für diesen Brotaufstrich

werden Kartoffeln gekocht, mit Sauerrahm,

Schmand, Quark und/oder

Sahne vermischt und mit Zwiebeln,

Kümmel, Salz, Petersilie oder

Schnittlauch aromatisiert. Manche

mischen auch noch gehackte

gekochte Eier unter, und das Ganze

wird dann auf eine Scheibe rustikales

Bauernbrot geschmiert.

Beliebte Schweinereien

Besonders leicht auf den Berg oder

an den See zu transportieren sind

natürlich die unterschiedlichsten

Fleisch- und Wurstspezialitäten – von

einfachen Wiener Würstchen über

würzige Käsekrainer bis zum bayerischen

Leberkäs, der übrigens kein

Gramm Leber enthalten muss. Auch

Leberwurst, Räucherspeck und Schinken

sind beliebte Brotzeit-Klassiker.

Manche packen auch ein Stück Blutoder

Schwarzwurst oder ein Töpfchen

Griebenschmalz in den Korb.

Bei einer typisch bayerischen Brotzeit

darf auch der Presssack nicht fehlen,

eine Art Schweinskopfsülze, die

es in zwei Varianten gibt: Der weiße

Packliste für den

Brotzeitkorb

• Tischdecke

• Holzbrettchen

• Besteck (auch ein scharfes Messer)

• Servietten

• Wurst und Käse

• Obazda

• Radi (weißer Rettich)

• Radieschen, Tomaten, Gurke

• Brot und Brezn

• Butter

• Salz und Pfeffer

• Senf (normal und süß)

• Tüte für Abfälle

Presssack enthält hauptsächlich

ausgelösten Schweinekopf,

Schweinefleisch, Schwarten

und Gewürze, der rote

zusätzlich noch Schweineblut.

Die Zutaten werden gemischt

und dann meist in Kunstdarm

gefüllt. Früher kam das Fleisch

allerdings in einen Schweinemagen,

deshalb nennt man

die Spezialität in anderen Regionen

Süddeutschlands auch

Saumagen oder Schwartenmagen.

Besonders lecker schmeckt

die Wurstspezialität übrigens

als „Presssack mit Musik“:

herzhaft angemacht mit Zwiebeln,

Essig und Öl.

Kartoffelkas

4 Portionen

• 500 g mehlig kochende Kartoffeln

• Salz

• 1/2 TL Kümmel

• 1 Zwiebel, fein gehackt

• 3 EL weiche Butter

• 250 g Crème fraîche oder Schmand

• geriebene Muskatnuss

• etwas Cayennepfeffer (falls gewünscht)

• Pfeffer

• 1/2 Bund Schnittlauch

Kartoffeln mit Schale in Salzwasser

mit Kümmel weich kochen. Abgießen

und etwas abkühlen lassen. In der

Zwischenzeit die Zwiebel in 1 EL Butter

goldgelb anschwitzen. Kartoffeln pellen

und durch die Kartoffelpresse drücken

oder einfach mit einer Gabel zerdrücken.

Gebratene Zwiebel, Crème fraîche

bzw. Schmand und die restlichen 2

EL Butter unterrühren. Mit Muskat und

Cayennepfeffer (falls gewünscht) sowie

Salz und Pfeffer abschmecken. Mit

Schnittlauch garnieren und zu kräftigem

Bauernbrot servieren.

Tipp: Wenn’s schnell gehen soll, kann

man die Zwiebeln auch roh untermischen.

Je nach Gusto können Sie dem

Kartoffelkas auch noch Kräuter wie

Petersilie, Basilikum oder Majoran zufügen.

84


otzeit

Aus der heimischen Küche

Käse, Wurst, Radi und Brot haben die

meisten Bayern immer zu Hause. In

fünf Minuten ist damit jederzeit der

Brotzeitkorb gepackt. Wer allerdings

seine Familie oder Freunde besonders

verwöhnen möchte, stellt sich sogar in

die Küche, um die Auswahl zu bereichern

– etwa mit einem bayerischen

Wurstsalat. Dafür eignen sich viele

Wurstsorten wie Lyoner oder Fleischwurst,

besonders jedoch die Regensburger,

eine mittelgrobe, leicht geräucherte

Fleischwurst. Angemacht wird

der Wurstsalat in Bayern typischerweise

mit weißem Weinessig – die Bayern

mögen es sauer! – und dazu Öl, Senf,

Zwiebeln, Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker

und gern auch noch Schnittlauch

für die Farbe. Wer’s mag, würzt seinen

Wurstsalat mit süßem Senf, auch Essiggurken

passen gut. Und wenn man in

feine Streifen geschnittenen Emmentaler

dazugibt, wird aus dem bayerischen

ein Schweizer Wurstsalat.

Ein besonderer Hingucker auf dem

Brotzeittisch ist auch eine selbstgemachte

Bratensülze – hübsch verziert

mit hartgekochten Eiern und Gemüsescheiben,

etwa aus Tomaten, Gurken

oder Karotten. Auch selbstgemachte

Fleischpflanzerl (Frikadellen) schmecken

immer – und dazu passt wunderbar

ein hausgemachter Kartoffel- oder

Krautsalat.

Und zu guter Letzt gehören noch Butter,

Senf, Salz und Pfeffer in den Korb

– und los geht‘s. Wanderer können ihre

Brotzeit natürlich in den Rucksack packen,

am besten in bruchfesten Boxen.

Und dann fehlt nur noch eines zum

perfekten Brotzeit-Glück: ein kühles,

frisch gezapftes Bier.

Übrigens: In traditionellen bayerischen

Biergärten darf man seine eigene Brotzeit

mitbringen – inklusive Tischdecke,

Holzbrettchen und Besteck. Kaufen

muss man nur die Getränke, die es in

Selbstbedienung an der Schänke gibt.

Und wer nicht gern selber in der Küche

werkelt, kann an der Theke leckere

Brotzeitschmankerln kaufen – vom

Obazdn über Haxn und Schweinswürstl

mit Kraut bis zum Steckerlfisch

vom Holzkohlenfeuer.

Obazda

4 Portionen

• 250 g reifer Camembert

• 50 g weiche Butter

• 1 Zwiebel, fein gehackt

• 4 EL Weißbier (Hefeweizen) oder Milch

• Salz

• Pfeffer

• Kümmel

• 1 TL Paprikapulver edelsüß

• 1 Msp. Paprikapulver rosenscharf

• Zwiebelringe und Schnittlauch nach Wunsch

Camembert in Würfel schneiden, dann

in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken.

Die weiche Butter und die Zwiebel

gut untermischen und mit Weißbier bzw.

Milch zu einer geschmeidigen Masse

kneten. Mit Salz, Pfeffer, Kümmel und

Paprika würzen und ca. 1 Stunde durchziehen

lassen. Nach Wunsch mit dünn

geschnittenen Zwiebelringen oder fein

geschnittenem Schnittlauch servieren.

Tipp: Wer den Obazdn lieber etwas

leichter und milder mag, kann nach

Belieben Quark oder Frischkäse untermischen.

Und Freunde der würzigen

Variante geben einfach noch etwas

Limburger oder Romadur dazu.

85


Hotel

Postwirt

S

landhotel

Der Postwirt ist ein familiär geführtes 3 Sterne Superior Hotel

und ein Wirtshaus mit liebenswerter bayerischer Gastlichkeit.

Unsere Gäste wählen zwischen Pauschalen mit Halbpension und

einem 4-Gang-Wahlmenü oder einer abwechslungsreichen Karte

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Bayerischer Wald und der Nationalpark Sumava im Böhmerwald

befinden sich direkt vor der Haustüre. Ein Naturparadies

sowohl für Aktivurlauber als auch für Ruhesuchende.

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Waldes, sondern auch der weltweit größte Baumwipfelpfad

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Rosenau 48 D-94481 Grafenau

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88

genuss


ier

Bayern und das

bayerische Bier!

Auf dieses Jubiläum dürfen Bayerns Brauer

stolz sein: Seit 500 Jahren wird unser Bier

nach dem Bayerischen Reinheitsgebot gebraut.

Auf dieses Jubiläum dürfen Bayerns

Brauer wahrlich stolz sein: Seit 500

Jahren wird unser Bier nach dem Bayerischen

Reinheitsgebot gebraut. Im Jahre

1516 ließen Herzog Wilhelm IV. und

sein Bruder Ludwig X. das bayerische

Volksgetränk gesetzlich schützen. Preiswert,

bekömmlich und vor allem rein

sollte es sein. Gebraut allein aus Wasser,

Malz und Hopfen. Im Jubeljahr 2016 ist

das herzogliche Gebot von einst längst

ein Gütezeichen von Weltruf.

Wo Bayern draufsteht, ist Bayern drin!

Zum Jubelfest machen der Bayerische

Brauerbund und die Privaten Brauereien

Bayern ein ganz großes Fass auf.

Gefeiert wird von Freitag, den 22. Juli

bis Sonntag, 24. Juli 2016. 125 bayerische

Brauereien präsentieren eine einzigartige

Biervielfalt. Das Festareal mitten

in München ist 30.000 qm groß. Es

reicht von der Feldherrnhalle über den

Odeonsplatz und die Ludwigstraße bis

zur Von-der-Tann-Straße, umfasst die

angrenzende Brienner Straße und den

Wittelsbacher Platz. Gezapft wird in

ein 0,3l-Souvenirglas, das jeder Gast

für 3 € erwirbt und behält. Mehrere

Hundert verschiedene Bierspezialitäten

gibt’s in der Regel für 3 € pro Glas.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt:

Es erwarten Sie bayerische Schmankerl

aus allen Regionen des Freistaates –

vom Obatzten über Schäufele, Weißwurst

und Bratwurst bis hin zur Auszognen.

Auf drei großen Bühnen geht die Post

ab. Auf die Gäste warten traditionelle

Klänge volkstümlicher Musikanten

und Bands mit zungenbrecherischen

Namen.

BiergenuSS mal anders

Passt Schokolade zu Bier? Wie wirken

bestimmte Gewürze mit Bier? Welches

Bier passt zu welcher Speise? Wer Bier

intensiver erleben, diese Fragen genussvoll

beantworten und sein Spezialwissen

über Bier vergrößern will, kann sich

in moderierten Verkostungsrunden

von Experten verführen lassen.

Was Sie schon immer rund um das uralte

Handwerk des Bierbrauens wissen

wollten – hier wird es lebendig dargestellt:

Am offenen Feuer kocht der

Brauer die Würze, der Schäffler hobelt

seine Fassdauben, ein Schmied hämmert

rotglühende Reifen, der Glasbläser

formt einen edlen Pokal. Hopfenpflanzer,

Getreidebauern und Mälzer

präsentieren die Rohstoffe für reines

bayerisches Bier. Hier wird Braukunst

erlebbar – von Anfang an.

Ein kühles Bier unter

schattigen Bäumen:

Die Biergarten-Saison

ist eröffnet!

Öffnungszeiten:

Fr. 22.Juli 2016 12:00 - 23:00

Sa. 23.Juli 2016 10:00 - 24:00

So. 24.Juli 2016 11:00 - 20:00

www.500jahre-reinheitsgebot.com

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genuss

Genuss aus

der Natur

Milch ist ein natürliches und gesundes Produkt. Sie ist Grundlage für

den bayerischen Käse. Der Gaumenschmaus wird auf vielfältige Art

und Weise vom Verbraucher geschätzt. Qualität und Tradition wird

bei Milch und Käse in Bayern groß geschrieben.

Fotos: © Milchland Bayern

90


milch

Die Viehwirtschaft in

Bayern hat Tradition

und produziert

Milchprodukte bester

Qualität.

Bayern vollzog nach dem zweiten Weltkrieg

die Wende vom reinen Agrarland

zum Hightech-Standort mit

Tradition. Die heimische

Landwirtschaft und

vor allem die Milchproduktion

gerieten

dabei nicht in Vergessenheit.

Davon

zeugen die vielen

Viehweiden im ganzen

Freistaat. Insgesamt

gibt es mehr als

1 Million Milchkühe

in Bayern. Grundlage

für die Qualität

sind natürliche Haltung,

ausgewogenes

hochwertiges Futter und strenge

Hygiene in allen Herstellungsprozessen.

Die Milchbauern in Bayern

glänzen mit Spitzenwerten. Bei

der Rohmilchproduktion erzielen

98 Prozent der Höfe die Einstufung

mit der Güteklasse 1. Das ist

Rekord in der ganzen Bundesrepublik.

Ein weiterer Trend in

Sachen gesunde Lebensmittel ist

der immer größer werdende Verzicht

auf Gentechnik. Von 2011

bis 2014 hat sich die Anzahl der

Betriebe, die ohne Gentechnik

arbeiten, mehr als verdoppelt.

Viele Milchprodukte wie

Butter, Käse, Jogurt oder

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genuss

Geschützte Spezialitäten

Allgäuer Emmentaler

Die Käsespezialität gilt als „Zugereister“. Aus der Schweiz wanderten

vor zirka 200 Jahren Senner in das Allgäu ein und

brachten das Rezept für den Emmentaler mit. Sein milder, nussiger

und pikanter Geschmack überzeugte die Einheimischen. Sie

begannen den Hartkäse aus Rohmilch mit den großen Löchern

zu produzieren und in ihren Kellern reifen zu lassen. Bekannt und

beliebt ist das Produkt auch als „Lochkäse“. Die Löcher entstehen

beim natürlichen Reifeprozess – die Kulturen wandeln Milchzucker

in Milchsäure um und dabei entsteht Kohlendioxid. Das Gas

kann durch die Rinde den Laib nicht verlassen und es bilden

sich Blasen. Die Lagerung dauert mindestens drei Monate. Der

Käsemeister prüft mit einem kleinen Hammer den Reifegrad.

Sahne findet man heute auf dem täglichen

Speiseplan oder sie werden beim

Kochen verwendet. Milch ist ein wichtiger

Lieferant für Calcium und der

regelmäßige Genuss kräftigt die Knochen.

Sie ist damit ein natürliches Mittel

zur Verhinderung von Osteoporose.

Außerdem haben Milchprodukte einen

großen Eiweißanteil. Er stärkt die

Muskeln und beugt Hungergefühlen

vor. Aminosäuren, bekömmliche Fette,

Mineralien und Vitamine machen die

gesunde Palette der Milchinhalte komplett.

Lokal hergestellt –

durch die EU geschützt

Der Schutz von besonders mit einer

Herkunftsregion verwurzelten Produkte

gibt es in der EU seit den 90er

Jahren. Das Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“

bekommen

Spezialitäten, die ausschließlich mit

Zutaten aus der Region und nach traditionellen

Rezepten hergestellt werden.

Gleich an drei bayrische Käsesorten

wurde durch die EU der Titel vergeben:

Allgäuer Emmentaler, Bergkäuse

und der Weißlacker. Zu den Produkten

mit geschützter Ursprungsbezeichnun-

Allgäuer Bergkäse

In einer Höhe von bis zu 2000 Meter weidet das Braunvieh in den

Allgäuer Alpen. Auf den Almwiesen finden die Kühe Gräser und

Kräuter. Aus der Milch der Kühe entsteht der Allgäuer Bergkäse,

der schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Oberallgäu

produziert wurde. Er wird auch als der „große Bruder“ des

Emmentalers bezeichnet. Er hat weniger und kleinere Löcher.

Seine Rinde ist dunkel. Beim Geschmack unterscheidet er sich

vom Lochkäse: kräftig, würzig und aromatisch. Er ist auch kleiner

und etwas flacher als der Emmentaler. Er wird für die Zubereitung

von Brotzeiten oder als Zugabe in Salate verwendet. Aber auch

für Kartoffelgratin oder für Suppen ist er eine passende Zutat.

Allgäuer Weißlacker

Als „Stinker“ bekannt, wird für den Weißlacker 100 Prozent

Allgäuer Kuhmilch verwendet. Weitere Zutaten sind Salz, Kulturen

und Lab. Die Bakterienkulturen sind eine Entwicklung aus dem

Allgäu. Für das Futter gilt die Vorschrift: Mindestens 70 Prozent

müssen aus dem Allgäu stammen. Nach fünfzehn Monaten

Reifungszeit ist der Käse fertig. Zuerst wird er in Salzlake gelagert.

Dann folgt der Aufenthalt im warmen Raum und anschließend

im Kaltlager. Während dieser Zeit entwickelt der Käse seine

weißgelbe lackartige Oberfläche. Sie ist eher schmierig und hat

keine Rinde wie bei anderen Sorten. Ein Butterbrot, Radieschen

und Gurke sind die idealen Begleiter für den Weißlacker. Er ist

wegen seines hohen Salzgehalts als „Bierkäs‘“ bekannt und sein

Verzehr sorgt für den Bierdurst.

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milch

gen gehört auch der beliebte Obazdn.

Nach Region als „Obazda“ und „Obatzter“

bekannt, ist die Käsespezialität

auch ein bayerisches Original. Den

charakteristischen Geschmack liefern

Camembert und Brie. Die müssen

mindestens 40 Prozent der Mischung

ausmachen. Dazu kommen Butter,

Paprikapulver und eine Prise Salz. Je

nach Region sind Romadur, Limburger,

mild-säuerlicher Frischkäse, Zwiebeln,

Kümmel, Gewürze und Kräuter

Milch ist ein

wichtiger Lieferant für

Calcium und kräftigt

die Knochen.

zusätzliche Bestandteile. Für die Geschmeidigkeit

sorgen Rahm, Milch

oder Bier. Der Geschmack variiert deswegen

zwischen herzhaft, pikant oder

mild. Auch bei der Zubereitung gibt es

Unterschiede: grob verknetet oder fein

gerührt. Der kultige Käseaufstrich darf

unter der Bezeichnung „Obazda“ bzw.

„Obatzter“ nur verkauft werden, wenn

die Zutaten aus Bayern kommen. Die

Käsecreme entstand ursprünglich aus

Sparsamkeit. Camembert oder Brie

reiften in Zeiten ohne Kühlschrank

sehr schnell und wurden dann zum bekannten

Aufstrich verarbeitet. Heute

bekommt man ihn sehr oft als Brotzeit

in den bayerischen Biergärten, wo er

auf Brezen oder Brot gestrichen wird.

Übrigens: Die Qualität des bayerischen

Käses schätzen auch die Konsumenten

bei unseren europäischen Nachbarn.

Mehr als 50 Prozent des Käseexports

geht nach Frankreich, Italien und Österreich.

Also drei Länder, die für eigene

Käsespezialitäten bekannt sind. (jb)

Die Käsespezialitäten aus

Bayern sind gesunde natürliche

Lebensmittel und werden

für Brotzeiten, Erfrischungen

und in der bayrischen Küche

vielfältig verwendet.

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genuss

Vorspeise

Bohnensalat mit Bergkäse

& Fenchelbrot

Zutaten für:

200 g Mehl

100 ml Bier

80 g Sauerrahm

1/4 Hefewürfel

1/2 TL Salz

1 EL Fenchelsamen

1 EL Olivenöl

400 g junge dicke Bohnenkerne (TK)

Salz

1 Kopf Endiviensalat

1/4 Bund Bohnenkraut

1 Bund Petersilie

2-3 EL Weißweinessig

1 TL Senf

120 ml Sonnenblumenöl

Pfeffer

200 g Allgäuer Bergkäse

Zubereitung

1 Mehl mit Bier, Sauerrahm, Hefe, Salz und der Hälfte der Fenchelsamen

verkneten, bis der Teig nicht mehr klebt. Den Teig zu einer Kugel formen,

mit Mehl bestäuben und mit einem Tuch abgedeckt mindestens 4

Stunden gehen lassen. Ofen auf 240° C (220° C Umluft) vorheizen. Den

Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit den Händen

darauf verteilen. Den Fladen mit Olivenöl bepinseln, mit den restlichen

Fenchelsamen bestreuen und 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.

2 Die Bohnenkerne in gesalzenem Wasser 5 Minuten kochen, abgießen

und kalt abschrecken. Salat und Kräuter waschen, die Kräuterblättchen

abzupfen. Die Hälfte der Kräuter für die Garnitur beiseite stellen. 2 EL

Bohnenkerne mit 2 EL Wasser, Essig, Senf und den Kräuterblättchen

pürieren. Dabei langsam das Öl dazugießen, bis eine cremige Sauce

entsteht. Die Sauce kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

3 Den Bergkäse in kleine Würfel schneiden oder in Stückchen brechen.

Bohnen und Salat mit der Sauce mischen, auf Teller verteilen und mit

Käse und den restlichen Kräutern bestreut servieren. Das Brot in Streifen

schneiden und dazu reichen.

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milch

Vorspeise

Rote-Bete-Suppe mit

Meerrettichschaum & Käsenockerl

Zutaten für:

2 Zwiebeln

200 g Rote Bete

40 g Butter

1 l Brühe

Salz, Pfeffer

100 ml Weißwein

100 ml Sahne

60 g frischer Meerrettich

60 g Camembert

60 g Brie

40 g Rotschmierkäse

3 kleine Eier

80 g Semmelbrösel

1/2 Bund Schnittlauch

Zubereitung

1 Zwiebeln und Rote Bete schälen. Beides in grobe Würfel schneiden. 20 g

Butter in einem Topf erhitzen, Rote Bete und 2/3 der Zwiebeln 5 Minuten

dünsten. Mit 800 ml Brühe auffüllen und ca. 35 Minuten bei mittlerer Hitze

kochen. Rote Bete mit der Brühe fein mixen und mit Salz und Pfeffer würzen.

2 Die restlichen Zwiebeln mit der restlichen Butter in einem Topf andünsten und

mit Weißwein ablöschen. Mit Brühe aufgießen und 15 Minuten einkochen.

Sahne zugeben und noch einmal 10 Minuten einkochen. Meerrettich schälen,

fein reiben, in den noch heißen Sahnefond rühren und 10 Minuten ziehen

lassen. Meerrettich-Sahne kurz mixen und durch ein Haarsieb passieren.

3 Die Käse entrinden und Raumtemperatur annehmen lassen. Käse

cremig rühren und die Eier nacheinander unterrühren. Die Masse mit

Semmelbröseln verkneten und mit Salz und Pfeffer würzen. Schnittlauch in

feine Röllchen schneiden. Die Hälfte Schnittlauch mit der Käsemasse vermischen.

Mit zwei Teelöffeln Nocken von der Masse abstechen und in leicht

kochendem, gesalzenem Wasser 10 Minuten gar ziehen lassen.

4 Rote Bete Suppe noch einmal mixen und in Teller verteilen.

Den Meerrettichfond schaumig mixen und auf der Suppe verteilen.

Die Käsenockerln in die Suppe legen und mit dem restlichen

Schnittlauch bestreut servieren.

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genuss

Hauptspeise

Gedämpftes Kalbsfilet mit

Dickmilchmarinade

Zutaten für:

400 g Kalbsfilet

1 Bund Frühlingszwiebeln

200 g weißer Spargel

100 g junge grüne Bohnen

200 g junge Möhren

150 g junger Blattspinat

1 TL Koriandersamen

1/2 TL Pimentkörner

1 TL Szechuanpfeffer

1 Kardamomkapsel

1 Knoblauchzehe

200 ml Dickmilch

1 Bund Koriander

5 TL Rapsöl

1 TL getrocknete Chilifäden

Salz

Außerdem:

Ein Bambusdämpfkorb mit

30-40 cm Durchmesser

Zubereitung

1 Gemüse waschen und trocknen. Wurzeln und welke Blätter von den

Frühlingszwiebeln entfernen. Den Spargel schälen, die Stangen der Länge

nach halbieren. Möhren ebenfalls schälen (dabei können Sie ein kleines

Stück vom grünen Blattansatz stehen lassen). Den Spinat waschen und

trockenschleudern. Frühlingszwiebeln, Spargelhälften und größere Möhren

schräg in 4-5 cm lange Stücke schneiden. Die Bohnen putzen und längs

halbieren. Das Kalbsfilet mit Küchenpapier trockentupfen, und in 2 cm

dicke Scheiben schneiden.

2 Die Gewürze in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften. Knoblauch

schälen und grob zerkleinern. Alles zusammen mit einem 1/2 TL Salz im

Mörser oder Blitzhacker mahlen. Die Gewürzmischung mit der Dickmilch

verrühren und abschmecken.

3 Dämpfkorb mit dem Gemüse – ohne Spinat – auslegen, dann das

Kalbfleisch darüber verteilen, salzen. Den Dämpfkorb auf einen passenden

Topf mit kochendem Wasser geben und den Deckel auflegen. Fleisch und

Gemüse 10 bis 15 Minuten dämpfen. Koriander zupfen und grob hacken.

4 Den rohen Spinat auf vier Teller verteilen. Gedämpftes Fleisch und Gemüse

darauf anrichten, mit der Gewürzmilch marinieren. Mit Rapsöl beträufeln

und mit Koriander und Chilifäden bestreuen.

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milch

Hauptspeise

Rinderlende mit Blauschimmel-

Aprikosenkruste & Rahmpolenta

Zutaten für:

1 kg Rinderlende

Salz, Pfeffer, Muskat

1 EL Pflanzenöl

125 g weiche Butter

50 g Blauschimmelkäse

40 g getrocknete Aprikosen

1 TL scharfer Senf

35 g geriebener Bergkäse

40 g Weißbrotbrösel

250 ml Geflügelbrühe

200 ml Sahne

80 g Polentagrieß (Instant)

50 g geschälte Mandeln

Zubereitung

1 Den Backofen auf 90°C vorheizen. Ein Ofengitter auf die mittlere Schiene

und darunter ein Abtropfblech geben.

2 Die Rinderlende in 4 ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden und den Fettrand

etwas einschneiden. Die Steaks mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl in einer

Pfanne erhitzen und das Fleisch darin auf beiden Seiten je 1-2 Minuten

anbraten. Die Steaks auf das Ofengitter geben und 40-45 Minuten rosa

garen.

3 Für die Kruste die Butter schaumig schlagen. Den Käse mit einer Gabel

zerdrücken und unter die Butter rühren. Die Aprikosen fein hacken und

ebenfalls unterrühren. Alles mit Senf, 1 EL Bergkäse und Weißbrotbrösel vermengen

und mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

4 Für die Polenta Brühe und Sahne aufkochen. Den Maisgrieß einrieseln

lassen und unter Rühren 3 bis 4 Minuten quellen lassen. Den restlichen

Bergkäse zugeben und mit Salz und Muskat würzen.

97


genuss

Nachspeise

Bavaria-blu-Mousse mit

Portweingelee

Zutaten für:

150 g Blauschimmelkäse

150 ml Sahne

1 TL Honig

Salz, Pfeffer

2 EL Portwein

3 Blatt weiße Gelatine

150 ml Sahne, steif geschlagen

100 ml roter Portwein

2 Blatt weiße Gelatine

60 ml Apfelsaft

2 TL Zucker

Zubereitung

1 Den Käse mit der Sahne in einem Topf unter Rühren erwärmen, bis eine

cremige Masse entsteht. Mit Honig, Salz, Pfeffer und Portwein abschmecken.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und zur

Käse-Sahne-Mischung geben. Unter Rühren darin auflösen. Die Mousse kalt

rühren, die geschlagene Sahne unterheben. Die Weckgläser jeweils zur

Hälfte mit der Mousse füllen und 2 bis 3 Stunden kalt stellen.

2 Für das Portweingelee Portwein, Apfelsaft und Zucker aufkochen. Die

Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und unterrühren. Die

Mischung so weit erkalten lassen, dass sie gerade noch flüssig ist. Auf der

erkalteten Mousse verteilen und die Weckgläser für eine weitere Stunde

kalt stellen.

3 Nach Belieben mit schwarzem Sesam sowie Baguette oder Vollkornbrot

servieren.

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milch

Nachspeise

Kartoffel-Quark-Knödel mit

Quitten-Minz-Ragout

Zutaten für:

Für die Knödel:

300 g große mehlige Kartoffeln

200 g Topfen 20% Fett

40-50 g Mehl

40-50 g Wiener Griessler

1 TL Butter

1 Msp. Salz

40 g frische Weißbrotbrösel

60 g Butter

3 EL Zimtzucker

Für das Ragout:

1 rosa Grapefruit

400 g Quitten

40 g brauner Zucker

40 g Butter

50 g Pinienkerne

1 Bund Minze

Zubereitung

1 Backofen auf 190 Grad vorheizen (Umluft 170 Grad). Kartoffeln waschen

und ungeschält eine Stunde im Ofen garen.

2 Für das Quittenragout: Grapefruit auspressen, Quitten schälen, sehr

klein würfeln und mit dem Saft mischen. Braunen Zucker zusammen mit

Butter und Pinienkernen in einem kleinen Topf schmelzen, Quitten und

Grapefruitsaft zugeben und je nach Sorte und Reifegrad der Quitten 15

bis 25 Minuten weich kochen. Abkühlen, Minze waschen, zupfen und fein

schneiden, unter das Quitten-Ragout mischen.

3 Kartoffeln halbieren und auslöffeln, 200 g Kartoffelmasse abwiegen und

mit einer Kartoffelpresse zerdrücken. Topfen in einem Küchentuch ausdrücken,

anschließend zusammen mit Mehl, Wiener Griessler, Butter und

einer Prise Salz zu den Kartoffeln geben. Zu einem glatten Teig verkneten.

Zugedeckt im Kühlschrank 30 Minuten ruhen lassen.

4 Eine Teigrolle formen, in zwölf kleine Stücke schneiden und zu kleinen

Knödeln formen. In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen, leicht

salzen und zuckern. Knödel ins Wasser geben, die Hitze soweit reduzieren,

dass das Wasser nicht mehr kocht, sobald die Knödel nach oben steigen,

noch 10 Minuten gar ziehen lassen.

5 Butter in einer Pfanne erhitzen, Weißbrotbrösel unter ständigem Rühren

goldbraun rösten. Zimtzucker unterrühren. Knödel aus dem Wasser heben,

abtropfen und in den Bröseln wälzen, mit Quitten-Minz-Ragout servieren.

TIPP: Entscheidend für den Knödelteig sind die Kartoffeln, kochen Sie einen

Probeknödel – wird er zu weich, geben Sie noch etwas Mehl zu, wird er zu

fest, noch etwas Topfen.

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genuss

Fingerfood

Frischkäsemousse mit

gedünstetem Mangold

Zutaten für 20 Personen:

1 Bund Schnittlauch

200 g Ziegenfrischkäse ( oder Frischkäse)

1,5 Blatt Gelatine

1 EL Pernod

300 ml Sahne

Salz, Pfeffer

100 g junger Mangold

2 EL Butter

2 EL Sesamsamen

2 TL Meersalz

1/2 TL Chiliflocken

1 Bio-Zitrone

Zubereitung

1 Zitrone heiß waschen und abtrocknen. Die Schale fein abreiben, den

Saft auspressen. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Zitronensaft,

-schale und Schnittlauch mit dem Frischkäse glatt rühren. Gelatine in

kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und mit Pernod schmelzen.

Etwas von der Frischkäsemischung mit der Gelatine verrühren, dann

unter die restliche Frischkäsemischung rühren. Sahne steif schlagen und

unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckt mindestens

3 Stunden kalt stellen.

2 Mangold waschen, dicke Stiele entfernen. Die Blätter 4 Min. zugedeckt in

Butter dünsten und mit Salz und Pfeffer würzen. Sesamsamen fein mahlen

und mit Meersalz und Chiliflocken mischen. Mangold auf Teller verteilen.

Einen Teelöffel in heißes Wasser tauchen und Nocken aus der Mousse formen.

Auf dem Mangold anrichten und mit der Sesam-Mischung bestreuen.

100


milch

Fingerfood

Gefüllte Champignons

Zutaten für:

2 mittelgroße Champignons

80 g Edelpilzkäse

1 Schalotte

Schnittlauch

Salz, Pfeffer

Zubereitung

1 Mit einem Parisienne-Ausstecher den Stiel der Pilze sauber

ausschneiden, die Stiele fein hacken und mit den

fein gewürfelten Schalotten anschwitzen, die Masse abkühlen

lassen und den Käse darunter rühren.

2 Den Pilz ohne Füllung leicht würzen und die Füllung

gleichmäßig in die Kuhle geben. Im Ofen bei 160°C ca.

8 bis 10 Minuten backen.

3 Vor dem Servieren mit frischem Schnittlauch bestreuen.

101


genuss

Milchdrinks

Limoncello-Shake

Zutaten für:

1 unbehandelte Zitrone

4 Kugeln Joghurt- oder Zitroneneis

800 g Trinkjoghurt

8 EL Limoncello (Zitronenlikör)

2 EL Zucker

Veilchen zum Garnieren

Zubereitung

1 Die Zitrone heiß waschen und abtrocknen, dann in dünne

Scheiben schneiden.

2 Das Eis in kleine Stücke schneiden und mit dem Joghurt,

dem Limoncello und dem Zucker fein pürieren.

3 Einen Teil des Shakes in weite Gläser füllen. Die

Zitronenscheiben hineinlegen und mit dem übrigen Shake

begießen. Die Shakes mit Veilchen dekorieren.

Alternative für die Dekoration: Die Zitronenscheiben im Drink

weglassen, den Drink mit feinen Zitronenschalenscheiben

(Zesten) und Minzeblättchen garnieren.

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milch

Milchdrinks

Buttermilch-Heidelbeer-Shake

mit Filo-Zimtstangen

Zutaten für:

Für die Shakes:

200 g Heidelbeeren

1/4 TL Kardamom

2 1/2 TL Ahornsirup

250 g Joghurt

80 ml Buttermilch

250 g Zitronensorbet

1 Zweig Minze

Für die Filo-Zimtstangen:

4 TL Butter

3 Filo- oder Yufkablätter (ca. 20x30 cm)

30 g Puderzucker

1/2 TL Zimt

Außerdem:

Einweg-Ess-Stäbchen

Zubereitung

1 Zuerst die Zimtstangen vorbereiten: Backofen auf 220 °C vorheizen (Umluft

200 °C). Butter schmelzen, Yufkablätter damit bestreichen. Mit Puderzucker

und Zimt bestäuben. Jeweils drei Teigblätter übereinander legen. Mit

einem Pizzaschneider oder einem scharfen Messer in 5 mm breite Streifen

schneiden. Die Streifen spiralig um gebutterte Einweg-Essstäbchen wickeln.

2 Alles zusammen auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Die

beiden Bleche nacheinander auf der zweituntersten Schiene im Ofen

jeweils 3 Minuten backen, bis der Puderzucker hell karamellisiert und

der Teig goldbraun und knusprig gebacken ist. Aus dem Ofen nehmen,

die Spiralen sofort von den Stäbchen streifen – am besten mit dünnen

Baumwollhandschuhen, denn der Zucker auf dem Teig ist heiß. Abkühlen

lassen und luftdicht aufbewahren.

3 Heidelbeeren waschen und abtropfen lassen. 40 g Heidelbeeren für

die Garnitur beiseitelegen, den Rest mit Kardamom und Ahornsirup in

einem kleinen Topf mit Deckel 6 bis 8 Minuten dünsten. Vom Herd nehmen,

fein mixen und vollständig abkühlen lassen. Zitronensorbet, Joghurt

und Buttermilch mixen und in Gläser verteilen. In jedes Glas etwas

Heidelbeerpüree geben, mit einem Cocktaillöffel oder einem Strohhalm

marmorieren. Mit Minze, rohen Heidelbeeren und Zimtstangen garnieren

und schnell servieren.

103


genuss

Im Frühjahr einen

Abstecher wert

Von marion trutter

Fotos: © Marion Trutter (5), shutterstock (2)

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Hopfenspargel

An meterhohen Stangen wächst Hopfen im

Hochsommer der Sonne entgegen.

Doch bereits im Frühjahr erfreut das Hanfgewächs

den Gaumen mit zarten Sprossen.

In der bayerischen Holledau hat ab Mitte

März der Hopfenspargel Saison – aber nur für

etwa vier Wochen.

Es ist ein merkwürdiges Bild: Im März

liegen die Hügel der Holledau oft noch

ziemlich grau im Frühlingslicht. Bis zu

sieben Meter hoch ragen spindeldürre

Stangen in den Himmel – richtig

gespenstisch, vor allem wenn morgens

noch der Nebel über den Feldern

hängt. Und irgendwo bei Mainburg,

genauer gesagt am Rand von Ebrantshausen,

kauern ein Mann und eine Frau

mitten im Feld. Immer mal wieder stehen

sie auf, hacken mit einer Harke die

Erde auf. Dann knien sie wieder auf den

Boden und buddeln. Was sie zutage

fördern, sind kleine weiße Dinger, die

so ähnlich aussehen wie Sojasprossen.

Es sind Hopfensprossen, wie Landwirt

Konrad Bogenrieder erklärt: „Die Hopfensprossen

gibt es schon so lange wie

den Hopfen – und der wurde schon um

die vorletzte Jahrtausendwende in alten

Schriften erwähnt.“

Das Hügelland der Holledau (offiziell:

Hallertau), zwischen Donau und

Isar gelegen, ist für den Hopfenanbau

ideal: Hier gibt es viel Sonnenschein

und durchlässige Böden, die dennoch

genügend Feuchtigkeit speichern. Seit

rund 1300 Jahren wird hier Hopfen

angebaut. An bis zu sieben Meter hohen

Stangen wachsen die Pflanzen im

Frühjahr und Sommer in die Höhe,

um Ende August geerntet zu werden

und dem Bier die typische Bitternote

zu geben. „Jeder Hopfenstock hat 30

bis 40 Triebe, von denen nur drei für

Bierhopfen an den Stangen aufgeleitet

werden“, erklärt Bogenrieder. „Der Rest

wird dafür nicht gebraucht und wurde

deshalb früher in den Familien als Nahrungsmittel

verwendet. Allerdings war

das vor allem ein Arme-Leute-Essen.“

Also sammelten die Bäuerinnen früher

die überflüssigen Sprossen in der Schürzentasche

und bereiteten daraus einen

Salat oder ein Süppchen. Denn die Gegend

war arm, außer Pökelfleisch, Kraut

und Kartoffeln gab es im Winter nicht

viel. Da kamen die frischen Vitamine

im Frühjahr gerade recht.

Uraltes

Gemüse neu

entdeckt

Heute gelten die jungen Triebe des

Hopfens als wahre Delikatesse. Rita

Bogenrieder hat eine Menge leckere

Rezepte gesammelt (www.hopfensprossen.de),

und so kam das clevere

Landwirtspaar vor rund 30 Jahren auf

die Idee, ein uraltes Gemüse zu neuem

Leben zu erwecken und als Delikatesse

zu vermarkten: die Sprossen der Hopfenpflanze

oder – was natürlich leckerer

klingt: Hopfenspargel. Andere Hopfenbauern

zogen nach und heute gibt

105


genuss

Hopfenspargelsalat

Zutaten für:

• 250 g Hopfenspargel

• Salz

• 2-3 EL Weinessig

• etwas Zitronensaft

• 2-3 EL Rapsöl

• ½ TL Zucker

• Pfeffer aus der Mühle

• je ½ rote, gelbe und grüne

Paprikaschote

• 1 hart gekochtes Ei

• frische Kräuter, z.B. Petersilie,

Schnittlauch, Basilikum

Den Hopfenspargel putzen und

in leicht gesalzenem Wasser

kurz blanchieren. Aus dem

Wasser nehmen und gut abtropfen

lassen.

Aus Essig, Zitronensaft, Öl,

Salz, Zucker und Pfeffer eine

Marinade rühren. Paprika, Ei

und Kräuter hacken und unter

die Marinade heben. Dann

den Hopfenspargel zugeben

und alles vorsichtig mischen.

Die jungen Hopfentriebe sind maximal

zehn Zentimeter lang, cremig weiß und

schmecken schon direkt auf dem Feld:

Erde mit den Fingern wegreiben – und ab

in den Mund. Der Geschmack erinnert

entfernt an den normalen weißen Spargel.

Rita Bogenrieder beschreibt ihn so:

„Ein bisschen wie junger Mais, bisschen

wie junge Nüsse, auf alle Fälle knackig,

frisch und auch ein klein wenig bitter.“

Auf den Tisch kommen die feinen

Sprossen traditionell als mildes Süppchen,

als Salat mit Vinaigrette oder als

Gemüsebeilage. Diese wird gern mit

Schmand und frischen Kräutern verfeinert

und passt gut zu pochiertem

Lachs, zu Schweinefilet oder auch zu

Rehrücken. Und in der einfachen Alltagsküche

harmoniert so ein Hopfensprossengemüse

auch wunderbar mit

Reiberdatschi (Kartoffelpuffer).

Doch die Erfolgsgeschichte des ureigenen

Hallertauer Gemüses geht noch

weiter. Längst versuchen sich Köche

auch an gewagteren Zubereitungen

mit den Hopfensprossen. Wahrhaft

exotische Kreationen zaubert beispielsweise

Paul Grasmaier in seiner Espert-

Klause in Mainburg. „Hopfenspargel

ist irgendwie ein verrücktes Gemüse

und man kann auch verrückt kochen

es – je nach Witterung etwa von Mitte

März bis Mitte April – auch in einigen

Restaurants der Holledau köstliche

Hopfenspargelgerichte.

Seitdem ist die Gegend schon in den

Wochen vor Ostern ein beliebtes Ausflugsziel:

Die Leute besuchen den Hallertauer

Lehrpfad und das Deutsche

Hopfenmuseum in Wolnzach, die Befreiungshalle

und das Kloster Weltenburg

bei Kelheim, die Wallfahrtskirchen

von Pfeffenhausen und Hohenthann

oder den Dom zu Freising. Und als Krönung

winkt dann die Einkehr in einem

Gasthaus zum Hopfenspargelessen.

Die Pflege des Hopfenstocks erinnert

ein wenig an den Anbau von normalem

Weißspargel: Die Erde wird so angehäufelt,

dass ein kleiner Wall entsteht

– 30 bis 40 Zentimeter hoch, einen halben

Meter breit. In diesem Grab ruht

der Hopfenstock den Winter über. Im

Frühjahr mit den ersten Sonnenstrahlen

beginnt der Stock zu treiben. Munter

produziert er Sprossen und Triebe.

Gestochen werden die edlen kleinen

Stangen nur auf Bestellung, so dass sie

immer knackfrisch sind. Kunden sind

nach Anmeldung gern willkommen, mit

aufs Feld zu gehen und zuzuschauen.

„Der Hopfenanbau fürs Bier ist heute

meist eine technische Angelegenheit“, so

Konrad Bogenrieder. „Aber die Sprossen

kann man einfach nur von Hand

ernten.“ Um die von Natur aus sehr kurze

Saison ein wenig zu verlängern, baut

Bogenrieder zwei Sorten mit nacheinander

verlaufenden Erntehöhepunkten an

und kann so bis Mitte April liefern.

„Hopfenspargel“ nennt man

die jungen Triebe des Hopfens. Sie

sehen aus wie Sojasprossen

106


hopfenspargel

Im Sommer wachsen

die Hopfensprossen an

Stangen zu hohen

Pflanzen heran

Rita und Konrad Bogenrieder

haben das einstige Arme-Leute-

Gemüse wiederentdeckt

damit“, schwärmt der Chefkoch. „Man

muss nur vorsichtig sein mit der Würzung

und darf keine zu intensiven Gewürze

verwenden. Denn die würden

das zarte Aroma abtöten.“

Am liebsten kombiniert Paul Grasmeier

bayerische und asiatische Elemente

– so auch dieses Jahr wieder

beim Fünf-Gang-Hopfelspargelmenü,

das er gemeinsam mit seiner Kollegin

Gabi Randlkofer aus Leibersdorf zelebriert.

Anfang April überraschen die

beiden ihre Gäste – passend zum 500.

Geburtstag des Reinheitsgebots – mit

„bayrasischen“ Spezialitäten und den

passenden Bieren. Den Anfang macht

in Hopfenlikör mariniertes Forellen-

Sashimi mit Hopfenspargelsalat. Dann

folgt eine Hallertauer Ziegenkäsepraline

im Wacholderschinkenmantel auf

Hopfenspargeltatar. Im roten Curry-

Märzenbiersüppchen schwimmt ein

Knusper-Hopfensäckchen und als

Hauptgang gibt’s Ente „bayrasisch“ mit

Hopfenspargel-Wurzelgemüse vom Tepanjakigrill,

Knusper-Kartoffelknödel

und Bockbier-Chilisauce. Sogar ins

Dessert hat der Holledauer Hopfen

Eingang gefunden: Ein Malzzucker-

Schmarrn mit Hopfenliköreis rundet

das Hopfenspargelmenü ab. Und natürlich

gibt’s zu jedem Gang auch ein

frisch gezapftes Bier – vom Huraxdax-

Weißbier bis zum Sünden-Bock.

Termine: 9. April 2016 in der Espert-

Klause & Bar in Mainburg und 16.

April 2016 im Gasthaus Randlkofer in

Leibersdorf.

Bei der Ernte werden die

zarten Sprossen sehr sorgfältig

von Hand freigelegt

Köstliches Fingerfood:

Hopfenspargel eingewickelt in

kleine Fleischröllchen

107


Hotel Eisvogel

Gasthof • Hotel • Spa

Wo das wilde Gehügel der Hallertau auf

die sanften Donauauen trifft, findet man

das „Eisvogel Hotel & Spa“. Der ebenso

kostbare wie seltene Vogel hat sein Nest

mitten in intakter Natur gebaut – in bayerischer

Bestlage zwischen den Zentren

München, Nürnberg und der Weltkulturerbe-Stadt

Regensburg, mitten in der

Hallertau. Die Hopfen-Thematik zieht

sich als zart grüner Faden durchs gesamte

Haus – vom Kissen bis zur Kaffeetasse,

von den neuen eleganten Zimmern und

Suiten bis ins Eisvogel-Badhaus & Spa.

Letzteres präsentiert sich als wahres

Schmuckkästchen auf 1.600 Quadratmetern:

Im Vintage-Stil mit sanften

Farben, wertigen Stoffen und Hölzern

sowie großzügigen, hohen Räumen wirkt

es wie ein luxuriöses Landhaus und setzt

dennoch immer wieder moderne Akzente.

Im Sole-Hopfendampfbad lässt sich

die würzige Hopfen-Luft tief einatmen,

in der finnischen Fichtenaltholzsauna

klassisch schwitzen und in der Infrarotsauna

ins hinterleuchtete Hopfenpanorama

staunen. Herrlich ist es aber auch,

im türkis glitzernden, 31 Grad warmen

Nass des Badhaus-Pools unter imposanten

Lüstern seine Runden zu ziehen und

dabei in die Donauauen zu blinzeln.

Hopfen im ganzen Haus

Fürs Relaxen hat man im neuen Eisvogel

an drei Ruheräume gedacht – von der

Wasserbetten-Oase über den verglasten

Liegeraum mit Blick zum Schwefelbach

bis hin zur Bibliothek. Den vierten Ruhebereich

stellt im Sommer der 8.000

Quadratmeter große Park dar, aus dessen

Kapelle drei Mal am Tag das „Ave Maria“

ertönt: ein Stück heile Welt und Ausdruck

gelebter bayerischer Tradition.

Der Eisvogel ist als Geheimtipp für beste

Landhaus-Küche bekannt. Neben Spargel,

Obst und Gemüse aus dem hauseigenen

Hof sind hier auch die kostbaren „Hopfenspargel“

eine Besonderheit. Wie die

neue „Faulenzer-Pension“, die als leichte

Wellness-Alternative zur Verwöhnpension

bis 17 Uhr kulinarische Rundum-

Versorgung bietet. Das trägt dem Wunsch

vieler Gäste nach weniger Kalorienzufuhr

am Abend Rechnung und ermöglicht zum

Tagesausklang eine Radltour zur friedlich

glitzernden Donau oder einen Ausflug

zum nahen Donaudurchbruch und ins

Kloster Weltenburg mit einem der schönsten

Biergärten Bayerns.

www.hotel-eisvogel.de

108


Familie Zettl

Eisvogel Hotel & Spa, An der Abens 20,

D-93333 Bad Gögging, Tel. +49 09445/9690,

www.hotel-eisvogel.de

Gewinnen Sie:

3 Tage / 2 Nächte für 2 Personen

in der „Suite Felbern“

mit EISVOGEL Verwöhnpension

Verwöhnpension

(Frühstück, All inclusive im Bistro von

09:00 h - 17:00 h, 4-Gänge-Abendmenü)

1 x "Ganz Gmach" Rückenbehandlung

Nutzung von Schwimmbad, Saunen,

Fitnessraum und allen EISVOGEL-

Wohlfühlleistungen

Wert für 2 Personen € 700,00

Teilnahme

Gehen Sie bis zum 24.06.2016 auf:

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109


Abensberger

Spargel

Wenn man nach Abensberg befragt wird,

dann fällt einem nur ein Wort ein – Spargel.

Abensberg ist eine Stadt im niederbayerischen

Landkreis Kelheim und liegt etwa

30 Kilometer südwestlich von Regensburg.

nd jetzt ist es wieder soweit. Mit den ersten warmen

Sonnenstrahlen Mitte/Ende April beginnt

sich der Spargel in den langen, fein gezogenen

Beeten zu regen. Unter den Folien herrschen in 40 Zentimetern

Tiefe 20 Grad und der Spargel drängt mit Macht ans

Licht. Dies ist die Zeit, wo die Spargelbauern nun mit der

langerwarteten Spargelernte beginnen können.

Bayern ist ein bevorzugtes Spargelanbaugebiet. Rund 2.700

ha Anbaufläche gibt es im Freistaat. Zirka 27% davon in

Niederbayern in der Region Abensberg und Straubing. Die

Spargelfelder werden in Abensberg von etwa 120 Spargelbauern

bewirtschaftet.

Die Spargelsaison beginnt – je nach Witterung – Ende April

oder Anfang Mai. Tag für Tag werden schon am frühesten

Morgen und nochmals am Nachmittag die Spargelfelder beobachtet,

und jede weiße Spargelstange, die ans Licht will,

wird sogleich sorgfältig vom sandigen Erdreich befreit und

„gestochen“. Letzter „Stichtag“ ist der Johannis-Tag, der 24.

Juni. Von diesem Tag an hat die Pflanze Ruhe und kann sich

den Sommer und den nächsten Winter über wieder erholen.

Die offiziellen Eröffnung der Abensberger Spargelsaison

findet heuer am Samstag, 23. April 2016 um 12.30 Uhr

am Spargelfeld von Stefan Blümel (Ortsverbindungsstraße

„Gaden” Richtung „Biburg” auf halber Strecke geteerter

Feldweg nach links ca. 500m.) statt. Der erste Stich erfolgt

heuer durch Volker Heißmann, bekannt durch seine Auftritte

beim Veitshöchheimer Fasching und der Comödie Fürth

(Waltraud und Mariechen).


Der König unter den Gemüsen

Schon die Griechen und die Römer haben diesem feinen und

edlen Gemüse Heilkraft nachgesagt. Spargel gilt nicht nur als

König unter den Gemüsen, sondern auch als Schlankmacher,

denn 100 g Spargel enthalten lediglich 63 kJ/15 kcal. Zudem

ist Spargel reich an Vitamin A, B und C. Auch wertvolle Mineralstoffe

sind zu nennen wie Kalium, Calcium und Phosphor,

die für Knochen und Nerven bedeutende Aufbauarbeit

leisten. Durch den hohen Gehalt an Asparaginsäure, die entschlackend

wirkt, den hohen Vitamin-C-Gehalt und seine

Energiearmut eignet sich Spargel ideal für eine angenehme

Frühjahrskur. Man sagt dem Spargel nach, dass er die Nierenund

Darmtätigkeit anregt und wegen seines geringen Gehalts

an Kohlehydraten auch für Zuckerkranke bekömmlich ist.

Frischer Spargel

Beim Spargelkauf sollten Sie der Frische die höchste Aufmerksamkeit

zuwenden. Immerhin besteht frisch gestochener

Spargel zu etwa 95 Prozent aus Wasser. Die Spargelenden

sollten nicht hohl, bräunlich verfärbt oder ausgetrocknet sein.

Daher sollte der Spargel nach der Ernte so schnell wie möglich

zum Konsumenten kommen. Schauen Sie sich die Schnittenden

genauer an. Zur Probe drücken Sie das Schnitt ende

zusammen. Lässt der Spargel Saft, so ist der Spargel sehr wahrscheinlich

frisch. Der Saft sollte zudem angenehm duften und

nicht säuerlich schmecken. Bei einer weiteren Frischeprobe

prüfen Sie mit dem Fingernagel: Frischer Spargel lässt sich gut

mit dem Fingernagel einritzen und gibt leichtem Druck nicht

nach. Spargel mit aufgeblühten Köpfen oder weniger gerade

Stangen sind übrigens nicht im Geschmack beeinträchtigt.

Ungeschält, in ein feuchtes Tuch gewickelt, können Sie den

Spargel im Gemüsefach des Kühlschrankes bis zu drei Tage

aufheben.

Spargel eignet sich aber auch zum Einfrieren. Dazu werden

die Spargelstangen nach dem Schälen in Alufolie oder Folienbeutel

verpackt und können so sechs Monate im Gefriergerät

gelagert werden. Will man sie auftauen, legt man die tiefgekühlten

Spargelstangen gleich in siedendes Wasser.

Zubereitung

Spargelstangen sollen immer von oben nach unten vom Kopf

zur Schnittfläche geschält werden. Eventuell holzige Enden

abschneiden. Bei der Zubereitung den Spargel stets in bereits

kochendes, leicht gesalzenes Wasser legen. Eine Prise Zucker

erhöht das Aroma. Beim Kochen kann man sich die weiteren

Arbeitsgänge erleichtern, wenn man den Spargel portionsweise

bündelt. Je nach Dicke der Stangen ist der Spargel in 15 bis

20 Minuten gar.


genuss

Spargelregion

Schrobenhausen

Das Schrobenhausener Anbaugebiet, im

Städtedreieck – München – Augsburg –

Ingolstadt gelegen, stellt über ein Drittel der

bayerischen Spargelanbaufläche dar.

112


Spargel

ereits im Jahre 1856 lieferte der

Graf von Sandizell Spargel an

die herrschaftliche Küche nach

München. 1913 pflanzte Christian

Schadt eine erste Anlage im großräumigen

Feldanbau im Schrobenhausener

Anbaugebiet. Von der Nachbarschaft

wurde der aus Groß-Gerau (Rheinhessen)

stammende Bauernsohn zunächst

wenig beachtet. So blieb er 10 Jahre

alleiniger Spargelanbauer im Schrobenhausener

Land. In den letzten Jahren

entstanden immer mehr leistungsfähige

Betriebe, die den Spargelanbau nach

den modernsten Methoden kultivieren

und aufbereiten. Das Ziel ist, höchste

Qualität zu erzeugen.

Geschützte bayerische

Spezialität

Aufgrund der geografischen Abgrenzung

dürfen etwa 90 Spargelerzeuger

mit einer Fläche von zirka 500 ha nach

dem „Einzigen Dokument“ der EU VO

Nr. 510/2006 des Rates den Namen

„Schrobenhausener Spargel / Spargel

aus dem Schrobenhausener Land / Spargel

aus dem Anbaugebiet Schrobenhausen“

führen. Die geschätzte Verkaufsmenge

an Schrobenhausener Spargel

g.g.A. beträgt täglich zirka 100 Tonnen

in der Hauptsaison. In der gesamten

Saison sind es über 5.000 Tonnen.

Der Schrobenhausener Spargel ist ein

Erzeugnis von höchster Qualität und

verfügt über eine 100-jährige Geschichte.

Gerade aus diesem Grund hat der

Spargelerzeugerverband Südbayern e.V.

mit Unterstützung der staatlichen Beratung

und in Zusammenarbeit mit dem

Lehrstuhl für Marktlehre der Agrarund

Ernährungswissenschaft der TU-

München ein Konzept zur geschützten

geografischen Herkunftsangabe

„Schrobenhausener Spargel“ erarbeitet.

Für den Verbraucher bringt die Eintragung

als „geschützte geographische

Herkunft (g.g.A)“ mehr Klarheit zur

Herkunft und Qualität dieser typischen

regionalen Spezialität. Nach Schaffung

der Kollektivmarke Schrobenhausener

Spargel stärkt der nunmehr erreichte

EU-weite Schutz den guten Ruf und

die Bekanntheit des Produktes und ist

damit ein weiterer wichtiger Schritt zur

Wettbewerbsstärkung und Positionierung

am Markt.

Für die Spargelerzeuger im Schrobenhausener

Anbaugebiet bietet diese Anerkennung

große Chancen und Vorteile.

Die sandigen Böden um Schrobenhausen,

mit einem gewissen Schluff- und

Lehmanteil, bieten die besten Voraussetzungen

für den ausgezeichneten Geschmack,

der die Bekanntheit und den

guten Ruf wesentlich geprägt haben.

113


genuss

Da es immer wieder vorkommt, dass

andere Herkünfte als Schrobenhausener

Spargel angeboten werden, entsteht

ein wirtschaftlicher Schaden. Dieser

Missbrauch kann jetzt besser verfolgt

und abgestraft werden.

Mit der Anerkennung als „geschützte

geografische Herkunftsangabe“ sind

auch Etikettierungsvorgaben verbunden.

So muss zukünftig Schrobenhausener

Spargel g.g.A. mit dem Logo

und dem vorgegebenen EU-Zeichen

ausgezeichnet werden. Bei Groß- und

Kleinverpackungen muss zusätzlich

eine Kontrollnummer, die jeder Erzeugerbetrieb

bekommt, mit aufgedruckt

werden.

Aufbereitung & Vermarktung

Spargelstange nicht länger als 22 cm:

Vom Zeitpunkt des Stechens verliert der

Spargel ständig an Qualität. Wird der

Spargel unter ungünstigen Bedingungen

geerntet, aufbereitet oder gelagert,

können erhebliche Qualitätseinbußen

auftreten. Zur Qualitätserhaltung muss

der gestochene Spargel nach der Ernte

einer „Schockkühlung„ unterzogen

werden. Die Stangen werden fachgerecht

auf Länge geschnitten und sortiert.

Die anschließende Lagerung hat

bei 1 bis 2°C mit hoher Luftfeuchtigkeit

stattzufinden, nicht jedoch im Wasser.

Die Kühlkette darf beim Erzeuger

nicht unterbrochen werden. Aufbereitungs-,

Kühl- sowie ggf. Verkaufsräume

müssen den hygienischen Anforderungen

entsprechen. Für die Vermarktung

gelten Qualitätsnormen der früheren

EU bzw. derzeit gültigen UNECE –

Norm FFV04 (Asparagus). Die maximale

Stangenlänge beträgt 22 cm bei

Bleichspargel bzw. 27 cm bei Grünspargel.

Beim Erzeuger-Verbraucher-Direktverkehr

ist ebenfalls eine maximale

Stangenlänge rechtwinklig geschnitten

von 22 cm (Bleichspargel) bzw. 27 cm

(Grünspargel) einzuhalten. Mitbewerber

am Markt können aufgrund der

Jetzt ist es Zeit für die

Ernte: Die Triebspitzen

brechen durch die

Oberfläche,

114


Spargel

allgemeinen Vermarktungsordnung den

Spargel mit 24 cm und länger anbieten.

Da die Spargelstange zur Schnittstelle

hin immer holziger wird, verzichten die

Spargelerzeuger von Schrobenhausener

Spargel g.g.A. zugunsten der Qualität

auf zusätzlichen Ertrag.

Darüber hinaus muss der Spargel ganz

und unbeschädigt, gesund, insbesondere

frei von Fäulnis, frei von Schäden,

sauber sowie von frischem Aussehen

und Geruch sein. Der Inhalt je Packstück

muss gleichmäßig sein, d.h. jede

Einheit darf nur Spargel aus der Schrobenhausener

Region in gleicher Güte,

Farbgruppe und Größe enthalten. Der

sichtbare Teil des Packstücks muss zudem

repräsentativ für den Gesamtinhalt

sein. Zur Sicherung der hohen

Qualität des „Schrobenhausener Spargels„

wird ein Qualitätssicherungssystem

(z.B.: Produktpass; Kontrollierte

Integrierte Produktion (KIP); QS, EurepGAP)

empfohlen.

Da sich der Schrobenhausener Spargel

g.g.A. durch den besonderen

Geschmack auszeichnet, wird den

Spargelerzeugern eine jährliche Sortenempfehlung,

die entsprechend der

Spezifikation in besonderer Weise gerecht

werden, gegeben.

Spargelernte

Die Erntesaison im Schrobenhausener

Anbaugebiet beginnt Ende März und

endet spätestens am 24. Juni ( Johanni).

Die Erwärmung der Spargeldämme

basiert ausschließlich natürlich

durch die Sonne mit überwiegender

Folienabdeckung.

Eine zusätzliche Erwärmung der

Spargelanlagen mit regenerativen

Energieträgern (zusätzliche Beheizung)

wird bei den Erzeugern in der

Schutzgemeinschaft im Schrobenhausener

Anbaugebiet nicht praktiziert.

Bleichspargel wird im Folienanbau

(schwarz-weiß Folie) täglich ein Mal

(ohne Folie zwei Mal), wenn die

Triebspitzen gerade durch die Oberfläche

der Hügelbeete brechen, geerntet.

Jede Stange wird vorsichtig so tief

wie möglich per Hand freigelegt und

oberhalb (etwa 10 cm) der Wurzelkrone

mit einem speziellen Spargelstechmesser

gestochen. Das Erdloch

wird dann wieder zugeschüttet und

die Oberfläche (bei Folienanbau nicht

nötig) geglättet.

Ein Stecher kann bis 200 kg Spargel

am Tag ernten. Die tägliche Rohertragserntemenge

beträgt je nach

Witterung zwischen 50 und 500 kg/

ha. Im Zusammenhang mit dem Folienanbau

kommen in einigen Betrieben

verstärkt Erntehilfsgeräte zum

Einsatz. Sie dienen der Arbeitserleichterung

durch mechanisches Auf- und

Zudecken (Drehung) der Folien und

erhöhen die Stechleistung. (sq)

115


genuss

Andreas

Geitl

Andreas Geitl ist

Küchendirektor in der

Münchner Traditions-

Gaststätte „Nockherberg“

und im Restaurant

„Grünwalder Einkehr“,

er schreibt bayerische

Kochbücher und leitet zum

Oktoberfest die Küche

des Festzeltes „Winzerer

Fähndl“.

Gemeinsam Kochen &

Genießen mit Andreas Geitl

www.geitl.de

116


spargel

Spargel kochen -

so gelingt´s - das

Grundrezept

Zutaten für: ( )

Spargelissimo

Spargel

1.500 g Spargel

80 g Butter

Gewürze

Salz, Zucker

Fleur de Sel

pargel, das königlich Gemüse,

für jeden Koch und jeden Gast

ein wirklicher Hochgenuss, Aus

meiner Sicht eins der wenigen noch

verbliebenen Produkte, welches

man ausschließlich in der Saison

von Anfang April bis max. 24. Juni,

denn am Johannitag ist Schluss mit

Stechen, anbietet, pflegt, und fast a

bisserl ehrfürchtig genießt.

Gleich vorneweg: Keine Angst vorm

Schälen, aber bitte auch a bisserl

mehr Großzügigkeit dabei, auch

beim Enden abschneiden. Übrigens:

Etwa ein Drittel des Spargels, von der

Spitze ab gerechnet, braucht und soll

man nicht schälen – wissen wenige,

ist aber so.

Und nicht zu lange garen, dafür habe

ich eine ganz eigene, schonende

und wirklich gelingende Garmethode

entwickelt. Das Kochwasser soll gut

gewürzt sein, mit Salz, Zucker und

reichlich Butter. Zitrone wird häufig

auch genannt, ich empfehle sie nicht,

nicht beim Spargel kochen. Und weißer

wird er mit Zitrone auch nicht, muss

er ja auch gar nicht. Butter ist wichtig,

so etwa 5 % vom Spargelgewicht sollte

schon sein, mehr ist besser. Keine

Sorge, die Butter geht ja nicht verloren.

Die haben wir ja dann im Sud, den

wir zu einer feinen Suppe verarbeiten

(können und sollen).

Und zum gut gewürzten Spargelwasser

ist zu sagen: Spargel besteht zu mehr

als 90% aus Wasser. Davon verliert er

etwa 30% beim Kochen, welches beim

Garvorgang in den Sud gelangt, dieser

wird also quasi mit dem eigenen

„Spargelflüssigkeitsverlust“ verlängert

und deshalb braucht`s dafür a bisserl

mehr Gewürz.

Wir wissen, es gibt mehrere Methoden,

Spargel zu garen, nicht nur die klassische

Kochversion, ich finde sie aber

nach wie vor als die eleganteste.

Über den gesundheitlichen

Aspekt möchte ich mich hier nicht

näher auslassen. Nur ein paar

Stichworte: Nierenreinigend, hoher

Vitamingehalt, aphrodisierend für

Männer, aber wohl noch mehr für

Frauen, ein Schlankmacher,…

Kulinarisch gesehen passt er zu Vielem,

aber egal wo und mit wem er sich auf

dem Teller aufhält, welche würzige,

raffinierte, aromatische, gehaltvolle

Soße ihn umschmeichelt, welch tolles

Gemüse, welch Fisch, Fleisch,

Schinken… sich mit ihm präsentiert,

welch noch so kreative Zubereitung

und Präsentations-Akrobatik sich der

Koch ausdenkt: Er, der Spargel, muss

die Hauptrolle spielen, die Nebenrolle

steht ihm nicht, wird ihm nicht gerecht.

Zubereitung

Spargel

Spargel schälen, beginnend

etwa 1/3 unter dem Kopf, Enden

großzügig abschneiden. In ein

passendes Gefäß schichten und

Butter dazu geben In einem separaten

Topf Kochwasser mit Salz

und Zucker abschmecken, leicht

„überwürzen“. Dieses Wasser

kochend heiß über den Spargel

schütten, so dass er knapp bedeckt

ist.

Mit einem sauberen Tuch bedecken

und leicht beschweren,

damit auch aller Spargel im

Wasser ist. Einmal etwa eine

Minute aufkochen lassen, dann

vom Feuer nehmen und ca. 40

Minuten gar ziehen lassen. Der

Spargel soll noch „Biss“ haben.

So gart er ganz schonend und

gleichmäßig.

Tipp: Nehmen Sie sich diese Zeit,

der Spargel gart quasi rückwärts

„beim Abkühlen“. Das ist die

schonendste und beste Methode.

Aber Geduld , er wird gar, auch

wenn er nach der Minute kochen

noch sehr „ungar“ ausschaut.

Und noch was: Garen Sie ihn

rechtzeig, so 1,5 Stunden vor dem

geplanten Genuss darf‘s schon

sein – der Spargel ist entspannt –

und Sie auch :-)

117


genuss

Spargel mit brauner Mandelbutter,

Wiener Schnitzel

und Preiselbeer-Senf (der moderne Spargel-Klassiker)

Zutaten für:

Spargel

1.200 g Spargel lt. Grundrezept gegart

(brutto 2000g)

Braune Mandelbutter

150 g Butter

50 g Mandelstifte

Wiener Schnitzel

4 St. Kalbsschnitzel à 80-100 g

30 g Mehl

2 St. Vollei

1 St. Eigelb

100 g Semmelbrösel

Zum Braten

100 g Butterschmalz

Preiselbeer-Senf

200 g Preiselbeeren aus dem Glas

1 EL Scharfer Senf

2 EL Körniger Rotisseursenf

0,5 St. Zitronensaft

0,5 St. Zitronenabrieb

Frisch gemahlener Pfeffer u. eine Prise Chili

Gewürze

Salz, Pfeffer

Zubereitung

Wiener Schnitzel

Schnitzel zwischen Klarsichtfolie etwa

0,5 cm dünn klopfen, salzen und pfeffern.

Leicht mit Wasser befeuchten,

danach in Mehl, Ei vermengt mit Eigelb

und Semmelbrösel panieren. In ausreichend

Butterschmalz in einer Pfanne

unter häufigem Schwenken braten.

Preiselbeersenf

Eingemachte Preiselbeeren mit scharfem

Senf und körnigem Rotisseursenf,

Zitronensaft und -abrieb verrühren, mit

einem Hauch Chili und frisch gemahlenem

Pfeffer schärfen.

Braune Mandelbutter

Mandeln in 100 g Butter bräunen.

Wenn es schön nussig riecht, die restliche

50 g kalte Butter zugeben, um

den Bräunungsprozess zu stoppen,

leicht salzen.

Die Mandelbutter idealerweise direkt

über den Spargel verteilen oder separat

reichen.

Dazu Butterkartoffeln

118


spargel

Spargel mit Sauce

Hollandaise

und Kartoffel-Parmapflanzerl

Zutaten für: ( )

Spargel

2 kg Spargel garen lt. Grundrezept

Sc. Hollandaise

3 St. Eigelb

4 EL Weißwein

Zubereitung

3 Spritzer Zitronensaft

Salz

0,25 Kg Butter erwärmt

Gewürze

Salz, Zucker, Fleur de Sel

Sauce Hollandaise

Butter flüssig machen, sie sollte etwa 50° heiß sein (hält man

mit dem Finger noch aus). Eigelb, Weißwein, Zitronensaft, Salz

verrühren und im Wasserdampf cremig aufschlagen. Immer

wieder kurz vom Feuer nehmen, damit es ja nicht zu heiß wird.

Wenn‘s schön cremig ist, ganz vom Feuer gehen und die

Butter, anfangs wirklich nur tröpfchenweise und dann immer

zügiger, einrühren, ähnlich wie bei Mayonnaise. An einem

warmen Ort (z.B. Heizkörper) bis zum Essen bereithalten.

Servieren

Spargel aus dem Sud nehmen, gut abtropfen, mit Fleur

de Sel nachwürzen. Mit Sauce Hollandaise und Kartoffel-

Parmapflanzerl servieren.

Kartoffel-

Parmapflanzerl

Masse

600 g Kartoffeln geschält

3 St Eigelb

ca.80 g Kartoffelstärke

80 g Parmaschinken fein gewürfelt

50 g Zwiebeln fein gewürfelt

je 1 EL geschnittene Petersilie,

Basilikum u. Schnittlauch

Zum Würzen

Salz, Muskat

Zu Braten

2 EL Butter

Zubereitung

Kartoffel-Parmapflanzerl

Zwiebel in Butter anbraten,

Parmaschinken nur kurz mitbraten.

Kartoffeln klein schneiden, in

Salzwasser kochen, abschütten,

gut ausdampfen lassen und mit

dem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Kartoffelstärke, Eigelbe,

Zwiebel-Schinken und zerkleinerte

Kräuter zugeben. Eine griffige

Kartoffelmasse herstellen, würzen

mit wenig Salz und Muskat Masse zu

einer schlanken Rolle formen – etwa

3 bis 4 cm Durchmesser. Davon

etwa 1,5 cm dicke „Pflanzerl“ abschneiden,

in schäumender Butter

bei geringer Hitze braten.

Zum Spargel servieren

119


genuss

Rucolaeisparfait

mit karamellisiertem

Spargel

und Schokoladenhupferl

Zutaten für: ( )

Parfait-Masse

1 St Ei

2 St Eigelb

80 g Zucker

1 St Mark der Vanilleschote

ca.10 ml Aprikosenschnaps

1,5 Blatt Gelatine

50 g Creme fraiche

Aroma

50 g Rucola, junge feine Qualität

50 ml Sahne

25 g Geriebene Mandeln

Saft von 0,5 St Zitrone

Abrieb 0,5 St Zitrone

130 g Schlagsahne

Spargel

12 St. Spargel lt. Grundrezeptur gegart

15 g Butter

20 g Puderzucker

Garnitur

80 g Aprikosenspalte

40 g Himbeeren

Rucolafäden

Zubereitung

Rucolaeisparfait

Ei, Eigelbe, Zucker und Vanille warm

aufschlagen. Vom Feuer nehmen,

Rucolapüree, Mandeln, Zitronensaft,

Zitronenabrieb und Aprikosenschnaps

unterrühren. Gelatine in kaltem Wasser

einweichen, ausdrücken, in erwärmter

Creme fraiche auflösen und flott unter

die Masse rühren. Masse kalt rühren,

an besten in Eiswasser. Wenn die

Masse beginnt fest zu werden, flott

etwa ein Drittel der Schlagsahne kräftig

unterrühren, den Rest vorsichtig unterheben.

Masse zügig in die gewünschte

mit Klarsichtfolie ausgelegte Form füllen

und mindestens 4 Stunden, besser über

Nacht, frosten.

Spargel

Spargel mit Butter und Puderzucker

unter häufigem Schwenken karamellisieren.

Fertigstellen und anrichten

Rucolaeisparfait etwa 15 Minuten vor

dem Verzehr aus der Form stürzen, in

Scheiben schneiden und zusammen

mit dem karamellisierten Spargel und

dem warmen Schoko-Hupferl anrichten.

Mit Aprikosen, Himbeeren und

Rucola garnieren.

Ich sehe die Frage in Ihren Augen:

Rucolaeisparfait und süßer Spargel?

Probieren Sie‘s- dann g‘spüren Sie‘s –

ein Hammer!!!

Auf unserem Foto sehen Sie noch ein

Krügerl mit Süßwein, ein wirkliches

Dessert für Kenner und Genießer –

genau etwas für Sie!

Schokoladen -

Hupferl

Schokoladen-Masse

75 g Bitterkuvertüre

50 kg Butter

50 g Zucker

2 St Eier

Prise Salz

90 g Gemahlene Mandeln

Für die Form

Butter und Semmelbrösel

Semmelbrösel

Zubereitung

Schokoladen-Hupferl

Eier trennen, Kuvertüre schmelzen.

Butter, Eigelbe und die Hälfte

Zucker sehr schaumig rühren. Eiweiß

mit restlichem Zucker und einer Prise

Salz steif schlagen

Kuvertüre zur Butter-Zucker-

Eigelbmasse rühren. Eischnee und

Mandeln unterheben.

Kleine Förmchen mit weicher (nicht

flüssiger) Butter ausstreichen und

mit Semmelbrösel „ausklopfen“.

Im auf 170° vorgeheizten Backofen

15-20 Min. backen. Nach dem

Backen kurz ruhen lassen und vorsichtig

aus der Form lösen.

120


spargel

Blauer Kartoffelsalat

mit Spargel und Mango

Zutaten für:

Kartoffelsalat

600 g Blaue Kartoffeln

1 TL Kümmel (Trüffelkartoffel)

Marinade

80 g Blaue Zwiebel

100 ml Apfelsaft

250 ml Spargelsud

60 ml Milder Essig

100 ml Pflanzenöl

1 TL Scharfer Senf

1 EL Frisch geschnittene Blattpetersilie

1 EL Frisch geschnittene Minze

Salz, Pfeffer, Zucker

Spargel

600 g lt. Grundrezept gegart

1 St. Mango nicht zu reif

Garnitur

10 St Radieserl in Scheiben geschnitten

50 g Frisee

Zubereitung

Blauer Kartoffelsalat

Kartoffeln sauber waschen, in reichlich gesalzenem Wasser mit

Kümmel garen.

Marinade

Zwiebel schälen, in kurze Streifen schneiden, in Apfelsaft 2 Min. kochen,

vom Feuer nehmen. Mit Spargelsud, Öl, Salz, Pfeffer, Zucker,

Essig und Senf eine sehr kräftige, säurehaltige Marinade herstellen.

2/3 für die Kartoffeln, 1/3 für Spargel Mango bereithalten.

Kartoffel marinieren

Noch gut warme Kartoffeln mit der Schale in ca. 1 cm dicke

Scheiben schneiden. Leicht salzen, in 2/3 der Marinade einige

Minuten ziehen lassen, abschmecken. Petersilie und Minze zugeben

Spargel/Mango marinieren

Gegarten Spargel schräg in drei Teile schneiden. Mango schälen,

Kern entfernen und in Spalten schneiden. Spargel und Mango in der

restlichen 1/3 Marinade ebenfalls einige Minuten ziehen lassen.

Fertigstellen und anrichten

Marinierte Kartoffeln, Spargel und Mango mit etwas Marinade anrichten.

Mit Radieserlscheiben und Frisee aufhübschen.

Wer mag, kann hier auch noch ein Stückerl warmes Fleisch, Fisch

oder Geflügel dazu reichen – als echter „Blaublütiger“ hat er‘s gern

a bisserl edel und in der attraktiven Spargel-Begleitung sowieso.

121


genuss

Zutaten für: ( )

Spargel

800 g frischer Holledauer (Pörnbacher)

Spargel

100 ml Orangensaft

1 TL Zucker

1 El Butter

50 g Frühlingszwiebel

Salz, eine Prise getrocknete Chiliflocken

Salat

150 g Verschiedene Frühlingssalate geputzt

Frisee, Romana, Kresse, Baby Leavs…

10 St Radieserl

Kartoffeln

500 g Neue Kartoffeln in der Schale

gekocht (Vortag) Bamberger

Hörnchen 5 kg kaufen

Holledauer Marinade

125 ml Weißbier

125 ml Apfelsaft

80 ml Pflanzenöl

40 ml Apfelessig (oder weißer Balsamico)

10 g Aprikosenmarmelade

0,5 TL Scharfer Senf

1 Msp.. Curry

Salz, Pfeffer

Fleisch

300 g Kalbsfilet-Medaillons à 60 - 80g

Salz, Pfeffer

Zum Braten

20 g Butterschmalz

„Holledauer Frühling“

Zubereitung

Vorbereiten

Kartoffeln schälen und in Spalten schneiden. Spargel schälen und

großzügig die Enden abschneiden. Salate putzen, waschen und trocknen.

Radieserl mit etwas Grün dran in feine Scheiben schneiden.

Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.

Spargel

Schräg halbieren und in Butter, Zucker und Orangensaft unter häufigem

Schwenken bissfest glasieren. Salzen und, falls die Flüssigkeit nicht

reicht, noch etwas Wasser nachgießen. Der Spargel soll immer etwas

Feuchtigkeit haben, aber nie schwimmen. Zuletzt die Frühlingszwiebelringe

einschwenken. Die Zwiebeln sollen nur a bisserl warm werden, nicht

garen. Abschmecken mit Salz und einer Prise Chili

Kartoffeln

In Butterschmalz knusprig braten, salzen.

Holledauer Marinade

Alle Zutaten zu einer homogenen Marinade rühren.

Kalbsfilet-Medaillons

Salzen, pfeffern und in Butterschmalz bei mittlerer Hitze braten. Kurz am

Herdrand ruhen lassen.

Den „Holledauer Frühling“ attraktiv auf den Teller bringen

Falls Sie die Möglichkeit haben, auch noch an „Hopfen-Spargel“ zu kommen,

auch der würde exzellent den „Holledauer Frühling“ repräsentieren.

122


spargel

Königssee Saibling auf

mediterranen Spargelgröstl

Zutaten für:

Fisch

600 g Saiblingsfilet (w.m. vom Königssee)

30 g Mehl

1 St. Zitrone

Salz, Pfeffer

Zum Braten

80 ml Olivenöl

Spargel-Gröstl

800 g Spargel weiß

1 TL Puderzucker

100 g Lauchzwiebeln

50 g Oliven

50 g Pinienkerne (alternativ Mandeln)

100 ml Weißer Portwein

200 g Tomaten

2 El Frühlingskräuter, Kerbel, Minze,

Petersilie – alles geht)

Zitronenabrieb

Salz, Pfeffer, Zucker, Chiliflocken

Zubereitung

Vorbereiten

Saiblingsfilet in ca. 50 g große Stücke schneiden.

Spargel schälen, großzügig die Enden abschneiden, schräg in 3

bis 4 Teile schneiden Lauchzwiebel in 5 cm lange Stücke schneiden,

Oliven entkernen. Tomaten schälen, entkernen und in etwa

2 cm große Stücke teilen. Pinienkerne trocken rösten. Kräuter waschen,

trocknen und grob schneiden.

Spargel-Gröstl

Spargelstückerl in Olivenöl anbraten, mit Puderzucker glasieren,

salzen, etwa 2 Minuten behutsam weiterbraten, danach die

Lauchzwiebel und die Pinienkerne zugeben, weiter braten.

Immer wenn es zu sehr röstet, mit einem Spritzer weißen Portwein

ablöschen. Das Gröstl dauert gute 5 Minuten. Als letztes Tomaten,

Oliven und Kräuter einschwenken, fertig abschmecken mit Salz,

Zucker, Zitronenabrieb und einem Hauch Chili.

Wer mag (also ich mag das), gibt zum Schluss noch einen ordentlichen

Schluck bestes Olivenöl dazu.

Saiblingsfilets

Würzen mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft. Die Hautseite in Mehl wenden

und in Olivenöl überwiegend auf der Hautseite glasig braten.

Fertigstellen und anrichten

Saiblingsfilets auf dem saftigen Spargelgröstl anrichten.

123


genuss

„Strammer Max trifft weiße Lady“

mit Radieserl-Vinaigrette

Zutaten für:

Spargel

800 g Spargel bissfest gegart lt. Rezeptur

4 Scheiben Bauernbrot

200 g 8 Scheiben gekochter Schinken

100 g 4 Scheiben würziger Bergkäse

Radieserl-Vinaigrette

3 El Spargelsud

50 ml Olivenöl

3 El Sherry-Essig

1 TL Aprikosenmarmelade

Salz, Pfeffer

10 St Radieserl

Eier

4 St Eier

Zum Braten

50 g Butter

2 El Fein geschnittene

Schnittlauchröllchen

Zubereitung

Vorbereiten

Bissfest gegarten Spargel der Länge nach halbieren

und in Butter leicht braten. Salzen, Brot in

Butter nicht zu stark anrösten. Schinkenscheiben

leicht erwärmen. Radieserl in feine Scheiben

schneiden.

Radieserl-Vinaigrette

Spargelsud, Salz, Pfeffer, Aprikosenmarmelade,

Sherry-Essig und Olivenöl gut verrühren, kräftig abschmecken,

Radieserlscheiben untermengen.

Spiegeleier

Mit Butter in einer beschichteten Pfanne herstellen.

„Max“ zusammenbauen

Warme Brotscheiben mit Käse und warmem

Schinken belegen, Spargel hübsch darauf platzieren,

Radieserl-Vinaigrette darüber verteilen,

mit Spiegelei und Schnittlauchröllchen vollenden.

Und jetzt noch reichlich frisch gemahlenen Pfeffer

drüber – und genießen

124


spargel

Zutaten für:

Spargel

1000 g Spargel zubereitet lt. Grundrezeptur

Weißwurst

4 St. Weißwurst

1 TL Meerrettich

1 TL Scharfer Senf

1 TL Curry

0,5 TL Ras el Hanout

1 Prise Chili

0,5 St. Zitronenschale

(Abrieb einer Bio-Zitrone)

Panieren

40 g Mehl

2 St. Ei

70 g Brezenbrösel (oder Semmelbrösel)

Zum Ausbacken

50 g Butterschmalz

Linsen

300 g Belugalinsen

80 g Butter

Ca. 2 El Balsamicoessig

50 g Rote Zwiebeln fein gewürfelt

50 g Stangensellerie fein gewürfelt

Gewürze

Salz, Zucker und Pfeffer aus der Mühle

Garnitur Intern

15 g Salatmix, Frisee, Mizuna

(saisonal nach Gusto)

Spargel mit Beluga -

Linsen und knuspriger

Weißwurst

Zubereitung

Knusprige Weißwurst

Die Weißwürste von der Haut befreien, mit Senf, Meerrettich Curry, Ras el

Hanout und Zitronenabrieb nicht zu sparsam marinieren. Die Weißwürste

nun mit Mehl, Ei, Brezenbrösel panieren und goldbraun ausbacken.

Linsen

Ohne Salz, in ca. 30 Minuten gar kochen, absieben, sie sollten nicht

zu weich sein. Rote-Zwiebel- und die Selleriewürfel in etwa 30 g Butter

andüns ten und die gekochten, noch warmen Linsen zugeben.

Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Zucker und einem Schuss Essig. Zuletzt die

restliche Butter einschwenken, so dass eine leichte Sämigkeit entsteht.

Fertigstellen und anrichten

Spargel, Linsen und die knusprigen Weißwürste hübsch auf dem Teller

arrangieren.

Eine Komposition aus der Rubrik „Bayern traut sich“

Sparen Sie nicht mit Butter bei den Linsen, die brauchen sie – und der

Spargel auch

125


Tradition

Mit dem

Nachtwächter

Fotos: © Rothenburg Tourismus Service (3)

Das Leben in Rothenburg ob der Tauber war

nicht immer so romantisch, wie es heute aussieht.

Bei einer Tour mit dem Nachtwächter

können Besucher tief ins Mittelalter eintauchen

und erfahren dabei jede Menge Wissenswertes,

Wunderliches und auch Witziges aus alten Zeiten.

126


Rothenburg

„Willkommen, Ihr Leut, zum Nachtwächter-Rundgang.

Pünktlich zur

Stund kann’s losgehen, und am Anfang

möchte ich kurz berichten, wie das

früher im Mittelalter so war mit dem

Nachtwächter.“ Jeden Abend um halb

zehn wartet Hans Georg Baumgartner

am Marktplatz von Rothenburg

ob der Tauber auf Gäste. Seit mehr als

20 Jahren betätigt er sich hauptberuflich

als Nachtwächter und führt Besucher

durch die mittelalterliche Stadt.

Er zeigt sein Rothenburg bei Nacht –

egal, ob’s kalt oder warm ist, ob’s stürmt

oder schneit.

Dieser Mann hat

hieb- und stichfeste

Argumente

Manchmal scharen sich mehr als

50 Besucher um den Mann mit dunklem

Umhang und Krempenhut, mit Laterne

und Hellebarde: „Weil es gefährlich war,

brauchte der Nachtwächter eine Waffe“,

erklärt Baumgartner. „Deshalb hatte

er immer seine Hellebarde dabei, eine

Hieb- und Stichwaffe, die man vielfältig

einsetzen konnte – und kann. Es liegt

bei Euch.“ Eine Mischung aus Raunen

und Gelächter geht durch das Publikum

und schon ist klar, dass dieser nächtliche

Spaziergang ebenso unterhaltsam wie

informativ werden wird.

Gemeinsam zieht das Trüppchen los –

durch Gassen und Tore, über Treppen

und Plätze. Gleich erfahren die Gäste,

dass es im Mittelalter in der Stadt sechs

Wachbezirke gab, für die je ein Nachtwächter

Sorge trug. Von acht Uhr

127


Tradition

abends bis fünf Uhr in der Früh durchwanderten

sie ihre Bezirke und sorgten

dafür, dass Diebe und anderes Gesindel

keine Chance hatten. Auch das

Anzünden der spärlich vorhandenen

Petroleumlampen und der später aufkommenden

Straßenlaternen gehörte

zu den Pflichten. Im Grunde war der

Nachtwächter also ein wichtiger Mann,

und dennoch zählte seine Tätigkeit zu

den unehrenhaften Berufen: „Ganz unten

in der Hierarchie der Berufe waren

der Henker und der Totengräber, dann

kam schon der Nachtwächter“, so Hans

Georg Baumgartner. „Sein Ansehen

war gering und der Lohn ebenso. Man

bekam nur 52 Gulden im Jahr – und

das hat vorn und hinten nicht gereicht.“

Der hilfreiche Mann musste also

darben, obwohl er so viele wertvolle

Dienste leistete und jede Nacht dafür

sorgte, dass Tür und Tor verriegelt waren.

Er fungierte als Wachmann, Polizist

und Feuermelder. Noch bis 1920

war in Rothenburg ein Nachtwächter

zu Gange, der für Ruhe und Ordnung

innerhalb der Stadtmauern sorgte.

Dann kam diese traditionelle Art des

Sicherheitsdienstes aus der Mode – bis

vor 20 Jahren Hans Georg Baumgartner

die alte Profession zu neuem Leben

erweckte.

Der Nachtwächter führt seine Besucher

mitten hinein in die Stadtgeschichte,

und er verbindet die Historie mit

den Sehenswürdigkeiten von heute:

„Immer wenn die Turmuhr zur vollen

Stunde schlug, gab der Nachtwächter

ein Signal mit seinem Horn. Danach

Das Mittelalter

war nicht immer die

„gute alte Zeit“

schallte der Nachtwächter-Ruf durch

die Gassen, wobei es stündlich ein anderes

Lied gab. Die Bürger hat dies

eher beruhigt denn gestört, wussten sie

doch: Er hat ein Auge auf die Gefahr

und gibt im Notfall auch Feueralarm.“

Im Grunde ist es auch den Nachtwächtern

von Rothenburg zu verdanken, dass

das Städtchen bis heute sein mittelalterliches

Ambiente bewahren konnte.

Baumgartner zeigt seinen Gästen das

Rathaus und die stattlichen Patrizierhäuser

am Marktplatz, die teils noch

aus dem 14. Jahrhundert stammen und

nie zerstört wurden. Mit viel Witz und

Wissen erzählt er vom Goldenen Zeitalter

Rothenburgs, das reich geworden

war durch die Kreuzung zweier Handelsstraßen,

aber auch durch Wolle

und Tuche sowie durch sein fruchtbares

Land. Man erfährt vom Besuch des

Königs, von der Duckmäuserei reicher

Bürger und von der Völlerei der Ratsleute.

Jede Menge kleiner Anekdoten

veranschaulichen das Leben in Rothenburg

vor vielen Jahrhunderten und machen

deutlich: Das Mittelalter war alles

andere als die „gute alte Zeit“.

Baumgärtner erzählt von Hunger

und Krieg, von Pest und Cholera, von

Schmutz und Gestank: „Die Gassen waren

nicht gepflastert, bestanden nur aus

Dreck. Die Tiere, die konnten am Tag

frei laufen: Gänse, Enten, Hühner, aber

auch Ziegen und Schweine machten zu

Tausenden ihren Dreck in die Gassen.

Und die Bürger waren nicht besser, die

Gebannt lauschen die

kleinen und großen Besucher

jeden Abend den Ausführungen

des Nachtwächters

90 128


Rothenburg

Rothenburg bei Nacht:

Im Abendlicht wirken die

hübschen Fachwerkhäuser heute

noch wie im Mittelalter

warfen’s aus dem Fenster. Arm oder

reich, da waren sie alle gleich.“

Schließlich führt der Nachtwächter seine

Besuchertruppe zur Burggasse. Von

dort hat man einen herrlichen Blick

auf die Lichter der Südstadt und tief

hinunter ins Taubertal. Klar, dass von

dieser Seite niemals ein Angriff möglich

war. Viele Male wurde Rothenburg

im Mittelalter belagert, aber nie eingenommen.

Dann aber kam im 30-jährigen

Krieg Graf von Tilly, der Kampfgefährte

Wallensteins. Drei Tage und

Nächte wehrten sich die Rothenburger

nach Kräften: 6000 Protestanten in der

Stadt kämpften gegen 40.000 katholische

Söldner unter Waffen. Bald aber

ging in Rothenburg die Munition zur

Neige. Nur eine kleine Reserve war geblieben,

wie der Nachtwächter erzählt:

„Dann geschah etwas ganz Blödes, man

mag es bald nicht erzählen. Einer aus

der eigenen Stadt hat den Niedergang

beschleunigt – und das war der Mann,

der eigentlich das Pulver in dem Pulverturm

bewachen sollte. Er ging selbst da

hinein, allerdings mit einer brennenden

Fackel. Vielleicht weil’s so dunkel war.

Man konnte ihn später dazu nicht mehr

befragen...“

Heftige Explosionen rissen eine Bresche

in die Stadtmauer, durch die Tillys

Truppen eindringen konnten. Sie blieben

drei Monate, brachten Mord und

Totschlag, Plünderungen, Seuchen und

Krankheiten. Nach dem 30-jährigen

Krieg versank Rothenburg in die Bedeutungslosigkeit,

wurde erst Mitte des

19. Jahrhunderts wieder neu entdeckt:

Erst kamen die Maler und Dichter der

Romantik, berichtet Baumgartner,

und dann die Millionen Touristen, die

den Ruf Rothenburgs als romantisches

Kleinod in alle Welt trugen: „Spitzweg,

Mörike und Ludwig Richter waren von

Rothenburg begeistert und veröffentlichten

sehr positive Dinge in Zeitungen

und Zeitschriften“, so der Nachtwächter.

„Davon angelockt kamen die

Mit Umhang, Hut und

Hellebarde: der Nachtwächter

Hans Georg

Baumgartner

Besucher. Um 1900 ging’s los, und heuzutage

ist Rothenburg weltbekannt und

wieder eine reiche Stadt. Dank euch –

und den Japanern.“

Informationen

Die Tour mit dem Rothenburger

Nachtwächter beginnt von März bis

Weihnachten täglich um 21.30 Uhr auf dem

Marktplatz vor dem Rathaus. Erwachsene

zahlen 6 Euro, Schüler und Studenten 3

Euro, Kinder bis zwölf Jahre nichts.

Weitere Infos im Internet unter

www.nightwatchman.de

129


schlusswort

Griaß eich mitanand

Stephan Quinkertz

Herausgeber

Jeder, der mal in Bayern ist, muss den berühmten „Bayern-

Test“ machen, ob er das Wort „Oachkatzlschwoaf“ (Eichkätzchenschwanz)

richtig aussprechen kann. Das große

Problem für die Nicht-Bayern ist die erste Silbe „Oach“.

Auch für Zuagroasde (Zugereiste), also Preußen und alle,

die nicht aus München sind, ist dies sehr schwierig auszusprechen.

Also nicht verzweifeln! Übrigens: Im normalen

Sprachgebrauch wird dieses Wort nie benutzt…

Hingegen ist der legendäre Beckenbauer-Spruch an der Tagesordnung:

„Schau ma moi, dann seng mas scho“ (Schauen

wir mal, dann sehen wir schon). Er passt einfach zu vielen

tagesaktuellen Themen und wird daher sehr oft verwendet.

Schimpfen, granteln (meckern, nörgeln) und fluchen können

wir Bayern perfekt, denn man kann es uns nie recht machen.

Es gibt immer was auszusetzen. Dies erlebt der liebe Petrus

jeden Sommer. Hat es über 35 Grad im Schatten, sitzt der

Bayer im Biergarten unter dem Kastanienbaum an seinem

schönen Stammtisch mit seinen Stammtischbrüdern und

grantelt permanent: „A so a Bluadshitz, a so a vareckte!“ (So

eine große Hitze, so eine verrückte). Hat es aber dann nach

drei Wochen bulliger Hitze nur noch 10 Grad und es regnet

den ganzen Tag, dann wird wieder gemeckert: „Sauweda, mistigs“

(So ein miserables Sauwetter).

Die bayerische Art wird oft als unfreundlich oder beleidigend

empfunden. Dabei sind wir Bayern doch nur sehr direkt,

sprich: Gerade heraus und sehen unsere Gehässigkeit

mit viel Humor. Wenn wir jemand nicht mögen oder anderer

Meinung sind, teilen wir das umgehend und sehr direkt

mit. Unser Wortschatz ist dabei sehr knapp, aber eindeutig:

Dreeghamme (Dreckhammel), Gloiffe (dahergelaufener

Nichtsnutz), Graffe oder Glump (Plunder von minderwertiger

Qualität) oder Blempe (Glump).

Und zum Schluss sagt man nicht Tschüss oder Aufwiedersehen,

sondern ganz einfach Servus oder Pfiad Eich.

Wir sehen uns Ende Juni wieder mit der neuen Ausgabe

Lust auf Bayern“. Bis dahin:

Pfiad eich und machds as guad midananda

IMPRESSUM

Herausgeber und Chefredakteur:

Stephan Quinkertz (v.i.S.d.P.)

Redaktion:

Maria Adamer (ma), Jörn-Erik Burkert (jb), Andrea Chrubasik

(ac), Helga Förstl (hf), Marion Trutter (mt), Andreas Greil (mt),

Anita Quinkertz (aq), Diana Schneider (ds)

Grafik:

Sara D‘Auria, www.inframedesign.de

Max Russo, www.maxrussodesign.de

Redaktionsadresse:

pmc active GmbH, Redaktion „Lust auf Bayern

Postfach 1124, 85626 Grasbrunn

info@pmc-active.de, Tel. (089) 4545 577-0

Druck:

Oberndorfer Druckerei GmbH, Mittergöming 12,

A-5110 Oberndorf/Salzburg

www.lustauf-bayern.de

Einzelpreis: 6,90 Euro

Jahresabonnement (4 Hefte): 23,50 Euro.

Jahresabo (4 Hefte): Auslandspreise auf Anfrage.

In den Preisen sind die Mehrwertsteuer und Zustellung

enthalten, bezogen auf 4 Ausgaben im Jahr. Der Verlag

behält sich die Änderung der Erscheinungsfrequenz vor.

Abonnementservice:

Lust auf Bayern

Presseservice Guell, Heuriedweg 19a

88131 Lindau

Tel. 08382 / 277 57 - 95, Fax: 08382 / 277 57 - 851

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Vertrieb Einzelverkauf:

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Marketing – Business Development Manager:

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