Tassilo - das Magazin um Weilheim und die Seen, Mai/Juni 2016, erstmals mit Murnau

tassilo2

Maibaumaufstellen im Tassiloland - Auf der Roten Couch: Leslie Mandoki - Der Murnauer Seidlpark, Bedeutung und Geschichte - Franz Marc und Sindelsdorf, das heimliche Künstlerdorf - Der "heilige Berg" Andechs - Überblick über die Trachtenvereine im Tassiloland - Engagement und Ehrenamt unter dem Blaulicht - Heimaträtsel: wer kennt die Glocke? - Schüler aus der Region bei Jugend forscht - Boxabteilung des TSV Peißenberg - Vegetarische und vegane Trends im Fokus - Was ist bei einer Bewerbung wichtig? - Veranstaltungskalender über zwei Monate "Was ist los im Tassiloland"

Ausgabe 6

Mai / Juni 2016

®

Eine Produktion von

Titelbild: Franz Wagner

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Bier feiert Jubiläum

500 Jahre Reinheitsgebot

Auf der Roten Couch

Im Gespräch mit Leslie Mandoki


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Wonnemonat Mai

„Wie herrlich leuchtet mir die

Natur! Wie glänzt die Sonne,

wie lacht die Flur!“, kaum

schöner kann man den Start

in den Wonnemonat Mai in

Worte fassen, als dies Johann

Wolfgang von Goethe in seinem

Mailied vollzieht. Und

dennoch gibt es gerade für

uns vom tassilo-Team viele

Gründe mehr, uns über diese Ausgabe zu freuen, die

Sie gerade in Ihren Händen halten.

Vor ziemlich genau einem Jahr sind wir mit „tassilo“

angetreten, um Ihnen auch in der Region um Weilheim

und die Seen, von Spatzenhausen bis Starnberg,

von Dießen bis Antdorf und von Peißenberg bis Seeshaupt

ein wertvolles Magazin zu bieten. Ein echtes

„Heimatheft“, in dem Sie die Geschichten hinter den

Menschen und Orten im „Tassiloland“ lesen können,

die man nicht überall findet. In dem Sie wissenswerte

Informationen über die Unternehmen der Region finden

und sich zugleich in einem speziell für Sie zusammengestellten

Veranstaltungskalender über das kundig

machen, was unsere Region an Aktivitäten bietet.

Mit dieser Ausgabe Nr. 6 machen wir das erste Jahr

„tassilo“ voll. Viele von Ihnen haben uns sogar schon

geschrieben, ob per E-Mail oder ganz klassisch per

Brief oder Postkarte, wie sehr Sie Ihren „tassilo“ mittlerweile

schätzen. Das freut uns ganz außerordentlich

und ist zugleich Motivation, auch in Zukunft für Sie

gute Themen zu recherchieren, in Worte zu fassen und

mit herrlichen Bildern zu Papier zu bringen.

Ein weiterer Anlass zur Freude ist, dass gerade aus

dem Raum Murnau sehr viel positive Resonanz kam.

Umso schöner, weil wir in Murnau bisher ja nur an

bestimmten Stellen das Magazin ausgelegt hatten. Ab

dieser Ausgabe soll sich das jedoch ändern: Murnau,

Froschhausen, Riegsee und Aidling gehören jetzt zum

festen Verteilgebiet von „tassilo“. So schaffen wir mit

einer noch höheren Auflage die optimale Vernetzung

vom „Blauen Land“ im Süden bis zum Würmtal im

Norden.

Der dritte Grund ist, dass unser kostenloser Veranstaltungskalender

online richtig gut von Ihnen angenommen

wird und Sie fleißig Ihre Veranstaltungen

melden und einpflegen. Wer es noch nicht versucht

hat, sollte das schnell mal ausprobieren unter

www.tassilo.de.

Künstlerregion, das dürfte treffend sein für das gesamte

Tassiloland, deshalb widmen wir uns in dieser

Ausgabe auch zwei herausragenden Künstlern:

zunächst dem Maler Franz Marc, der als Gründungsmitglied

der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ (die

später dem „Blauen Land“ seinen Namen gab) einer

der bekanntesten Einwohner Sindelsdorfs war. Zum

anderen dem außergewöhnlichen Musiker, Komponisten

und Produzenten Leslie Mandoki, den wir mit

unserer Roten Couch in seinen Studios in Tutzing besucht

haben. Ganz bodenständig wird es dann, wenn

wir uns dem 500-jährigen Jubiläum des Bayerischen

Reinheitsgebots oder dem Brauch des Maibaumaufstellens

im Tassiloland widmen. Und mit unserem

Besuch bei „Jugend forscht“ und einer Übersicht über

die Trachtenvereine der Region vollenden wir die

vielzitierte Kombination von „Laptop und Lederhose“

auch in diesem Magazin für Sie.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude mit tassilo

und uns für die Zukunft weiterhin viele gute Ideen für

Themen und Geschichten. Bleiben Sie uns gewogen!

Ihr Peter Ostenrieder

> > > AUS DEM INHALT

Seite 6

Brauchtum trifft auf Auflagen:

Hier werden im Tassiloland

Maiume aufgestellt

Seite 9

Leslie Mandoki

nimmt Platz auf der

Roten Couch

Seite 14

Über die Bedeutung

und Geschichte des

Murnauer Seidlparks

Seite 18

Franz Marc und

Sindelsdorf — das

heimliche Künstlerdorf

Seite 30

Der einzige deutsche

Harfenbaumeister von Weltruf

kommt aus Starnberg

Seite 34

Wo Mythos auf Schicksal

trifft: Der „heilige“

Andechser Berg

Seite 38

Tradition in der Region:

Ein Überblick über die

Trachtenvereine

Seite 40

Freiwilliges Engagement

im Ehrenamt unter dem

Blaulicht

Seite 44

Wer kennt die Glocke?

Familiensegeln im Heimaträtsel

zu gewinnen

Seite 46

Wie haben die Schüler im

Tassiloland bei „Jugend

forscht“ abgeschnitten?

Seite 48

Wenn die Fäuste fliegen:

Die Boxabteilung des

TSV Peißenberg

Seite 50

Vegetarische und vegane

Trends im Fokus — Genuss

jenseits von Kässpatzen

Seite 58

Worauf die Verantwortlichen

bei einer Bewerbung

Wert legen

Seite 61

Was ist los im Mai und Juni?

Veranstaltungs-Tipps für den

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mai / juni 2016 | 3


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4 | tassilo

Tassiloland | Beim Anblick einer

frisch eingeschenkten Halben

Bier ist schwer vorstellbar, dass

es Zeiten gab, in denen an dieser

Stelle ein Stoßgebet angebracht

war. Günstigstenfalls Wacholderbeeren

oder Kümmel, bisweilen

aber auch Galle, Schlafmohn

oder Tollkirschen wurden einst

zum Bierbrauen verwendet. Herzog

Wilhelm IV räumte mit diesen

Zuständen auf, als er am 23.

April 1516 eine „Landesordnung“

erließ, die festlegte, dass außer

Hopfen, Hefe, Gerste und Wasser

nichts anderes im Bier etwas verloren

hat. Wie klug der Einfall des

bayerischen Herzogs war, zeigt die

breite Anerkennung des „Reinheitsgebots“

auch 500 Jahre nach

seiner Entstehung.

Im Tassiloland zwischen Ammersee

und Staffelsee halten die

Brauereien eisern am Gebot fest,

das natürlich auch hoch droben

auf dem Heiligen Berg Bayerns

höchstes Ansehen genießt: „Das

Reinheitsgebot unterstreicht unsere

strikte Qualitätsphilosophie“,

sagt Martin Glaab. Der Pressesprecher

der Klosterbrauerei Andechs

verweist auf die langjährige Verbindung

der klösterlichen Brautradition

mit dem Reinheitsgebot.

Es sei für viele Gäste und Kunden

zum wichtigen Qualitätsmerkmal

der Andechser Klosterbiere geworden,

sowohl im Inlands- als

auch im Export-Geschäft. „Für

uns als Klosterbrauerei bieten die

vier Zutaten Wasser, Malz, Hopfen

und Hefe eine immense Vielfalt

an Braumöglichkeiten, die wir bei

der Herstellung unserer Klosterbiere

immer wieder erleben“, sagt

Glaab.

Eine enorme

geschmackliche Vielfalt

Auch ein paar Kilometer südlich,

in Weilheim, wird streng nach

dem Reinheitsgebot gebraut. „Etwas

anderes kommt für mich auch

nicht in Frage“, sagt der Braumeister

im „Dachsbräu“, Günter

Klose. Alternativ müsste er dann

„bierähnliches Getränk“ auf die

Flasche schreiben. Eine Notwendigkeit,

von der Regel abzuweichen,

sieht er sowieso nicht: „Mit

den vier Zutaten kann man eine

enorme geschmackliche Vielfalt

herstellen.“ Entsprechend feiert

der Dachsbräu den 500. Geburtstag

des Reinheitsgebots mit einem

großen Hoffest (siehe Infokasten

rechts).

Franz-Josef Fischer plant gleich

mehrere kleinere Veranstaltungen

in seinem Innenhof. Der „Plötz

Bräu²“-Braumeister ist gerade dabei,

die Fläche zwischen Verkaufsraum

und Sudhaus in Peißenberg

optisch aufzupolieren und verrät

zwischendrin seine Hochachtung

für das Reinheitsgebot: „Ich halte

sehr viel davon.“ Die Bemühungen

von experimentierfreudigen

Jungbrauern abseits der Tradition

verfolge er dennoch mit Interesse.

Schließlich habe er sich selbst

auch schon an eine kleine Menge

nicht mit dem Reinheitsgebot

konforme „Honigweiße“ für den

Weihnachtsmarkt gewagt. „Das ist

gut angekommen“, verrät er und

schwärmt vom feinen Honiggeschmack,

der entstehe, weil der

Blitzblanke Reinheit zum Greifen nah — die beiden Kupferkessel in der

Braustätte im Murnauer Griesbräu stehen im Gastraum, umrahmt von

Tischen, Stühlen und Gästen.


ZUM THEMA

Feste und Feierlichkeiten „500 Jahre Reinheitsgebot“

28. Mai 2016, Brauereihoffest Dachsbräu Weilheim, ab 11 Uhr

Anschießen durch die Böllerschützen Pfaffenwinkel um 11 Uhr, anschließend

Musik von den Jochberg Musikanten und Anstich des

Weilheimer Festbieres. Ab 18 Uhr spielen Alfred Böswald und seine

Ramseer Musikanten. Rahmenprogramm: Kinderparadies mit

Karussell, Hüpfburg und Kinderschminken. Auftritt der Weilheimer

Goaßlschnoiza.

11. Juni 2016, Brauereifest Murnauer Fußgängerzone, ab 10 Uhr

Die Murnauer Vereine, der Griesbräu und die Brauerei Karg geben

ein großes Fest in der Fußgängerzone. Vielfältiges Bier- und

Schmankerlangebot und viele Aktionen rund um die Herstellung

von Bier. Beim ehemaligen Postbräu, Bachmichlbräu, Bachfranzlbräu,

Zacherlbräu, Pantlbräu und Angerbräu werden Stände mit

Bierausschank und Infotafeln über die historischen Braustätten

aufgebaut. Gezeigt werden außerdem historische Maschinen, der

Leonhardiverein präsentiert historische Wagen, mit denen Malz

und Hopfen eingefahren wurden. Ausweichtermin bei Regen ist

der 18. Juni.

uc

Im Weilheimer Dachsbräu braut

Günter Klose streng nach Gebot.

Honig nicht einfach kalt ins Bier

gegeben, sondern mitvergoren

wurde.

Brauereifest in Murnaus

Fußgängerzone

Groß gefeiert wird am Staffelsee:

Für das Brauereifest in der Fußgängerzone

tun sich die beiden

Murnauer Traditionsbrauereien

„Karg“ und „Griesbräu“ mit den

Murnauer Vereinen zusammen.

„Die Idee ist, dass die Besucher

einen Eindruck davon bekommen,

wie es war, als Murnau noch

mehr als acht Brauereien hatte“,

blickt Michael Gilg sowohl voraus

als auch zurück. Mit einem eigens

gestalteten Bierkrug sollen

die Festgäste laut des Griesbräu-

Wirts an allen ehemaligen und

aktiven Braustätten verschiedene

Biere genießen können. Wenngleich

Gilg betont, dass die drei

ständigen und die zehn saisonal

gebrauten Bierspezialitäten im

Griesbräu streng nach dem Reinheitsgebot

gebraut werden, ist

er Experimenten gegenüber aufgeschlossen.

„Da gibt's tolle Sachen“,

sagt er und nennt als Beispiel

ein Bier, das mit Kirschsaft

gebraut wird.

Eine ähnliche Meinung hat auch

Victoria Schubert-Rapp, die Braumeisterin

in der Murnauer Weißbierbrauerei

Karg. Sie hat ihren

Beruf in England gelernt und ist

allein schon deswegen mit Bieren

abseits des Reinheitsgebots

in Berührung gekommen. „Ich

bin durchaus ein Fan von Geschichten

wie Coffee Porter oder

Schokoladenbier“, sagt sie und

verweist darauf, dass es sich dabei

ja keinesfalls um giftige Getränke

handelt. „In Murnau könnt’ sowas

aber schwierig werden“, lacht sie.

„Aber wir können uns auch innerhalb

des Reinheitsgebots gut entfalten.“

uc

Bier aus Peißenberg — gestapelt und im Quadrat: Franz-Josef Fischer hat

das Braugeschäft in der Marktgemeinde wiederbelebt und will das feiern.

mai / juni 2016 | 5

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In welchen Gemeinden im Tassiloland Maiume aufgestellt werden

Wenn Brauchtum auf Auflagen trifft

Tassiloland an

|

In 13 Gemeinden und

Ortsteilen te

en werden heuer im Tassilo-

land

mit

einer Ausnahme — am

1.

Mai

Maiume aufgestellt; die

ausführenden n Vereine beweisen

damit, wie

wichtig ihnen die Erhaltung

des Brauchtums ist, denn:

Was wäre

Bayern ohne diese herrlichen,

blau-weißen Zeugnisse,

die

vielerorts eror

rt den Mittelpunkt

der Gemeinde zieren. Mit reiner

Muskelkraft kr

stellen „g’standene“

Männer die

teilweise bis zu 40

Meter hohen Bäume an ihrem

Bestimmungsort mun

auf, zeitgleich

sorgen Tanz, Musik und Kulinarisches

s für

Kurzweil.

Beobachtet e man die vielen Hel-

fer,

die

nötig sind, den Baum

in die

Senkrechte zu bekom-

men,

ist

man in erster Linie

fasziniert. iert

Gleichzeitig stellt

sich

ein

Hoffen ein, dass

nichts passieren möge. Und

an

diesem Punkt kommen

denn

auch die Auflagen ins

Spiel. Stöhnen die Vereine

vielerorts ero

schon über Vorschriften

und Auflagen, die

zum Beispiel die Teilnahme

an Faschingsumzügen mittels

eines Mottowagens so

mit sich bringen, ist nun

ebenfalls en

die Tradition des

Maibaumaufstellens nicht

frei von Statuten. In ers-

ter Linie geht es natürlich

um

die Sicherheit, doch

empfindet der eine oder

andere Verantwortliche

immer m mehr Willkür

seitens der Behörden,

sieht in den bürokratischen

Vorschriften

mehr Gängelei als Unterstützung.

Das bringt

auch Alexander Wehnelt

vor, Vorsitzender

des Vereins zur Erhaltung

der Fischerkapelle

Possenhofen, dessen

Verein heuer einen

Baum aufstellen wird.

„Die Auflagen nehmen

konstant zu“, erklärt

er, „und entwickeln

sich langsam zu einer

Art Brauchtumskiller.“

Dass es gefühlt „immer

schwieriger“ werde,

bestätigt auch Oberbursch

Tobias Brem,

dessen Burschen in

Andechs heuer den

Baum aufstellen werden.

„Ich stehe ja mit

meiner Unterschrift in

der Verantwortung“,

so Brem.

Besonders skurril wird

es, wenn für den Transport

des Baumes, oft

mittels eines Pferdegespanns,

eine Bundesstraße passiert

werden muss. So geschehen

bei den Huglfinger Trachtlern, die

zuletzt 2011 einen Maibaum aufstellten.

Für die knapp 300 Meter,

die ihr Gespann auf der Bundesstraße

zurücklegte, musste sich

der Verein eine Genehmigung

beim Landratsamt holen. „Unser

Pferdegespann wurde von Amts

wegen als ‚Wanderbaustelle’ deklariert“,

erinnert sich der Vorsitzende

Josef Sepp. Nun stellen

seine Trachtler heuer — nach fünfjähriger

Pause — wieder einen

Baum auf. Was sagt das Landratsamt

dazu? „Jetzt werden wir

unsere Fuhre als Schwertransport

anmelden müssen“, fasst Sepp zusammen.

„Es ändert sich ständig

etwas.“

Auch in der Oderdinger Ortsmitte wird in diesem

Jahr wieder aufgestellt.

Den Auflagen zum Trotz werden die

Vereine, die sich nicht nur um die

Beschaffung des Baumes, die Schälung,

Verzierung, Aufbewahrung,

sprich: Bewachung, und den Transport

kümmern, mit dem Aufstellen

des Maibaumes für einen visuellen

„Augenschmaus“ sorgen; fast

ausschließlich mithilfe von langen

Holzstangen wird das bayerische

Traditionssymbol in die Vertikale

gebracht. Steht er im Anschluss sicher

an seinem Bestimmungsort,

freuen sich nicht nur die Schaulustigen

darüber. „Es macht auch einfach

Spaß“, erklärt der Andechser

Oberbursch Tobias Brem, der sich

mit seinen derzeit 25 Burschen

damit nicht nur in der Pflicht des

Brauchtums sieht, sondern auch in

der Freude des Erlebens.

Neue Maiume im Tassiloland

im Überblick:

Andechs

Die Burschenschaft Andechs um

Oberbursch Tobias Brem tritt am

1. Mai pünktlich um 9 Uhr den

Abmarsch vom Stall, in dem der

Baum bis dato verwahrt wurde,

Richtung Ortsmitte an. Direkt am

Vorplatz des Gasthofs zur Post wird

dann um 9.30 Uhr per Muskelkraft

mit der Aufstellung des Baumes

begonnen. Musik und Gastronomisches

schließen sich an.

Bauerbach

Direkt am Dorfplatz von Bauerbach,

einem Ortsteil von Wielenbach,

werden die Dorfburschen

das Aufstellen des Maibaums

durchführen. Beginn ist um 9.30

Uhr; Brotzeit und Musik sorgen für

unterhaltsame Umrahmung.

Feldafing

Die Altschützen Feldafings werden

heuer per Muskelkraft ihren Baum

am Rathausplatz aufstellen. Los

geht es um 11 Uhr. Gefeiert werden

kann jedoch schon früher: Bereits

ab 10 Uhr beginnt das Maifest mit

Musik und Kulinarischem im Festzelt

auf der Festwiese.

Habach

Ganz nach alter Tradition wird

auch in der Gemeinde Habach

am 1. Mai ein Maibaum aufgestellt.

Alle drei Jahre sorgen die

Maibaumburschen dafür, dass der

geschälte und geschmückte Baum

lediglich mithilfe von Holzstangen

an seinem Bestimmungsort

aufgerichtet wird. Um 13 Uhr trifft

der Maibaum mit musikalischer

Begleitung in der Dorfmitte ein;

in den Pausen sorgt die Musikkapelle

ebenfalls für Unterhaltung.

Abends folgt dann der traditionelle

Maitanz.

Hohenkasten

Der Schützenverein Adlerhorst

Hohenkasten beginnt um Punkt 12

Uhr mit der Aufstellung des Baumes

in der Ortsmitte. Zuschauer

und natürlich auch viele Helfer

sind dazu herzlich willkommen.

Während des Aufstellens sorgt die

Musikkapelle Eberfing für musikalische

Unterhaltung, zur Stärkung

stehen Kaffee und Kuchen bereit.

Huglfing

Pünktlich ab 12 Uhr macht sich

der Gebirgstrachtenerhaltungsverein

„D’Werdenfelser Huglfing

1921“ mit dem Pferdegespann

samt Maibaum auf den Weg zum

Trachtenheim. Dort wird mittels

Muskelkraft der Baum dann in

die Vertikale gebracht. Brotzeit

und Musik sorgen rund um das

Aufstellen für Zerstreuung. Nur

alle fünf Jahre stellen die Trachtler

um den Vorsitzenden Josef Sepp

einen Baum auf; wer also heuer

nicht dabei sein kann, muss länger

warten.

Maising

Der Maibaum der Maisinger wird,

wie es der Name bereits verrät, am

Maibaumplatz Maising aufgestellt.

Ab 10 Uhr können Schaulustige der

Burschenschaft Maising dabei zu-

6 | tassilo


Mit ganzer Kraft versuchen die Andechser Burschen den Baum in die

Senkrechte zu bringen.

sehen; Brotzeit und Musik gibt es

ebenfalls.

Obersöchering

Schon am 30. April beginnen die

Maibaumburschen Söchering mit

dem Umschneiden und Herrichten

des Baumes. Dann, am 1. Mai, folgt

ab 11 Uhr der Einmarsch mitsamt

des neuen Maibaums und das

Aufrichten in die Senkrechte. Ab

20 Uhr findet beim Alten Wirt ein

Maitanz statt; es spielen dazu die

Achtaler Musikanten.

Oderding

Ein kleines Fest schließt sich dem

Maibaumaufstellen der Dorfgemeinschaft

in Oderding an. Los

geht es mit dem Baumaufstellen

ab 13 Uhr, anschließend wird im

Dorfgemeinschaftshaus mit Musik

und Brotzeit gefeiert. Ausklang ist

gegen 18 Uhr.

Penzberg

Auf eine lange Tradition des Maibaumaufstellens

kann das Unternehmen

Roche verweisen: Bereits

zum elften Mal wird an der Hauptpforte,

gegenüber des Parkhauses,

ein Baum aufgestellt, heuer sogar

pünktlich zum 1. Mai. Hatte man in

den Jahren zuvor aus Rücksicht auf

die Vereinsaktivitäten der Mitarbeiter

immer einen späteren Zeitpunkt

zum Aufstellen ausgesucht,

ermöglicht der Brauchtumskalender

in diesem Jahr erstmalig, den

Baum am 1. Mai aufzustellen, zur

Freude des Unternehmens. Der

Baum, der von den Jungrittern

der Stadt Penzberg, von Roche-

Mitarbeitern und Mitgliedern

ortsansässiger Vereine aufgestellt

werden wird, unterscheidet sich

durchaus von den Bäumen anderer

Ortschaften. So finden sich auf

den Tafeln, die den Baum schmücken,

statt Motiven einzelner Gewerke

Symbole aus der Bio- und

der Molekulartechnologie. Getreu

der Tradition wird der „Roche-

Baum“ natürlich mit Muskelkraft

in die Vertikale gebracht. „Wir

haben hier in Penzberg seit 1972

unseren Standort und fühlen uns

dem Brauchtum sehr verpflichtet“,

bestätigt Dr. Johannes Ritter, Leiter

Kommunikation am Standort

Penzberg. „Mitarbeiter arbeiten

teilweise schon in der zweiten

oder dritten Generation bei uns.

Traditionsbewusstsein und Innovation

schließen sich für uns nicht

aus“, sagt er. Pünktlich ab 10 Uhr

wird mit dem Maibaumaufstellen

begonnen, ein kleiner Biergarten

lädt anschließend zur Brotzeit ein.

Natürlich dürfen auch musikalische

Umrahmung sowie ein Programm

für Kinder nicht fehlen.

Possenhofen

Einen Maibaum bekommt auch

Possenhofen dieses Jahr, jedoch

nicht am 1., sondern erst am 8. Mai.

Aufstellen werden ihn die kräftigen

Männer des Vereins zur Erhaltung

der Fischerkapelle, und zwar direkt

auf dem Dorfplatz. Dass hier heuer

ein Baum aufgestellt werden kann,

darf nach den Worten des Vorsitzenden

Alexander Wehnelt als etwas

ganz Besonderes angesehen

werden. Lange Zeit blieb dieses

Brauchtum unausgelebt. Nun freuen

sich die Vereinsmitglieder umso

mehr auf hoffentlich gutes Wetter

und zahlreiches Publikum. Beginn

ist um 9 Uhr.

Raisting

Der Burschenverein Raisting

zeichnet heuer für das Maibaumaufstellen

auf dem Dorfplatz verantwortlich.

Pünktlich ab 13 Uhr

wird der Baum von kräftigen Männern

in die Senkreschte gehievt —

und dann wird ausgiebig gefeiert.

Einen weiteren Grund zum Feiern

gibt es für den Verein in der Zeit

von 9. bis 12. September: dann

steht das 111. Vereinsjubiläum der

Burschen an.

Seeshaupt

Pünktlich ab 9 Uhr beginnen die

Ulrichsauer Maibaumerer mit der

Aufstellung ihres Baumes in Ulrichsau.

Eine zünftige Brotzeit und

Musik sorgen für die passende

Untermahlung.

rp

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24. Aug., 21. Sept., 12. Okt.,

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jeden Sonntag bis 23. Okt.,

jeweils 10.30 Uhr,

Abendliche Ortsführungen

durch Murnau

11./18. Mai, 08./22. Juni,

06./20. Juli, 03./17./31. Aug.,

07./28. Sept., 05./19. Okt.,

jeweils 18.00 Uhr,

Treffpunkt Rathaus

Führungen auf den Spuren von

Gabriele Münter

25. Mai, 15. Juni, 13. Juli,

10. Aug., 14. Sept.,

jeweils 14.30 Uhr,

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mai / juni 2016 | 7


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8 | tassilo


Auf der Roten Couch

Leslie Mandoki —

Europäische Seele

Leslie Mandoki vor dem „tassilo“-Interview in seinem Tutzinger Tonstudio

Foto: Johann Jilka

mai / juni 2016 | 9


Tutzing | Vor vier Jahrzehnten kam

Leslie Mandoki aus Ungarn nach

Deutschland — als illegaler Flüchtling.

Heute nennt er Bayern seine

Heimat und musiziert mit Weltstars

des Rock und Jazz, den „Soulmates“,

seinen Seelenverwandten.

Sein Tonstudio in Tutzing produziert

Gold- und Platin-Platten. Im

„tassilo“-Interview auf der Roten

Couch erzählt Mandoki von seinem

künstlerischen Weg. Und er skizziert

seine Vorstellungen von Integration,

Deutschland und Europa

mit erfrischend klaren Worten.

Leslie Mandoki, was verbinden Sie

mit dem Begriff Heimat? Was bedeutet

er Ihnen?

Heimat ist dort, wo meine Kinder

zur Welt kommen, in den Kindergarten

und zur Schule gehen. Heimat

ist dort, wo sie Wurzeln schlagen

und ich ihnen helfen kann, die

Flügel zu stärken. Ich würde es als

die grundsätzliche Sozialisierung“

formulieren, das Mosaik aus vielen

kleinen Momenten des Lebens:

vom Tutzinger Wochenmarkt am

Samstagvormittag bis zum „Bücher

Held“, der immer eine Neuerscheinung

für mich parat hat. Heimat

ist, wenn ich mit meinem Kanu

beim Restaurant Hering ankomme,

kurz innehalte und die Welt in meinen

Gedanken an mir vorbeiziehen

lasse — nach der Rückkehr aus

Shanghai oder Los Angeles, hier in

meiner Heimat Bayern …

… in Tutzing, am Starnberger See,

im bayerischen Oberland, wo Sie

als Musiker und Produzent leben

und arbeiten?

Ich würde München beziehungsweise

das bayerische Oberland

als meine Heimat bezeichnen.

Ich beschreibe es gerne so: Ich

bin Münchner mit Wohnsitz am

Starnberger See und einem Koffer

in Los Angeles, in London und in

New York, der dazu noch recht oft

in Shanghai ist. Inzwischen habe

ich auch eine Wohnung in der Budapester

Altstadt, also auch dort

einen Ort für den Koffer für meine

Instrumente.

Stichwort Budapest: Welche Rolle

spielt Ihr Geburtsland Ungarn im

Kontext Heimat?

Ich bin durch und durch Ungar.

Als Künstler mit großem Freiheitsdrang

habe ich mit 22 Ungarn verlassen.

Meine gesamte Ausbildung

— Konservatorium, Akademie, der

„Bildungsterror“ und Ehrgeiz meines

Vaters — all dies waren meine

Jugendjahre in Ungarn; ebenso

wie die ersten großen Erfolge als

Rockmusiker, als musikalisches

Sprachrohr der studentischen, antikommunistischen

Oppositionsbewegung.

Dies alles verbindet mich

mit Ungarn. Ich habe jedoch auch

etwas Neues entdeckt, was mich

heute mit Ungarn verbindet: Ich

erhebe gerne meine Stimme für

eine differenzierte Wahrnehmung

und ein differenzierteres Bild über

das heutige Ungarn. Ich übernehme

eine „Scharnierfunktion“ — wie

vor einiger Zeit der Leiter der politischen

Akademie in Tutzing meine

neue Rolle beschrieb. Ich baue

gerne Brücken zwischen meinem

Geburtsland Ungarn und meiner

Heimat Deutschland, die beide,

zwar mit unterschiedlichen Akzenten,

für die gleichen Werte einstehen.

Ihre Flucht thematisieren Sie bis

heute. Was waren damals Ihre Beweggründe?

Ich wollte aus tiefer Überzeugung

nicht mehr mit Folter, Zensur, Bespitzelung

und Schießbefehl, den

Hauptmerkmalen einer Diktatur,

leben. Ein Künstler strebt immer

nach Freiheit.

Was war die bemerkenswerteste

Erfahrung vor, während oder nach

Ihrer Flucht?

Was mich vor der Flucht sehr geschmerzt

hat, war die Auflösung

meiner ungarischen Band, die

leider wegen meiner Fluchtpläne

zerbrochen ist. Während des

schwierigen Wegs durch den Eisernen

Vorhang hat mich der absolute

Zusammenhalt unter uns Freunden,

Laszlo, Gabor und mir, sehr

berührt, sowie die liebevolle Aufnahme

vieler Menschen in meiner

neuen Heimat Deutschland.

Gab es Menschen, die Ihnen bei

Vorbereitung und Durchführung

geholfen haben — und würden sie

die rückblickend als Schlepper bezeichnen?

Selbstverständlich gab es Freunde,

denen vor uns die Flucht gelungen

war und die uns konspirativ Beschreibungen

der bestmöglichen

Fluchtroute haben zukommen lassen

— mal postlagernd, mal mit in

Cellophan oder Alufolie eingewickelten

Sandwiches. Das klingt zum

Teil sehr abenteuerlich, ist aber sicher

nicht mit dem heute organisierten

Schlepper- oder Menschenhandel

zu vergleichen. Es hat damit

wirklich rein gar nichts zu tun!

Wie erlebten Sie Ihr Ankommen in

Deutschland?

Ich landete durch einen Zufall in

Deutschland, weil ich in Dänemark

wegen eines illegalen Grenzübertritts

gefasst und nach Deutschland

abgeschoben wurde. Ich habe mich

direkt bei der ersten Begegnung

mit Deutschland in dieses Land, die

Menschen, die Mentalität und die

Kultur verliebt, bin deshalb — so

wie ich damals glaubte — zunächst

vorübergehend in Deutschland

geblieben. Wie ich heute weiß,

hat die Liebe zu Deutschland tiefe

Wurzeln geschlagen, und so lebe

ich nun seit 40 Jahren hier.

Mit welchen Gedanken verfolgen

Sie aktuell das Flüchtlingsthema in

Deutschland, in Europa angesichts

Ihrer eigenen Erfahrungen?

Ich verfolge die aktuelle Flüchtlingsdebatte

mit größter Sorge,

habe deshalb zu diesem Thema

bereits im August letzten Jahres

ein Essay veröffentlicht, das dafür

warb, Menschenhandel rigoros

zu bekämpfen. Die Mahnung vor

Fehlentwicklungen stand auch

in meiner „Kanzelrede“ vor zwei

Jahren im Mittelpunkt, die ich für

die Evangelische Akademie in Tutzing

halten durfte — mit dem Titel:

„Keine Toleranz für Intoleranz“. Ich

warnte davor, unseren christlichjüdischen

Wertekanon, der 70

Jahre nach dem Zivilisationsbruch

der Nazis so erfolgreich entwickelt

werden konnte, aufs Spiel zu

setzen. Der Wertekanon, der aus

Deutschland ein so lebens- und liebenswert

tolerantes Land gemacht

hat mit selbstverständlicher Religionsfreiheit

und Gleichberechtigung

der Frau, ein Land mit höchster

Kultur im Umgang mit unseren

Kindern, mit unserer Umwelt, mit

unseren Tieren, ein Land, in dem

es keinen Raum für Rassismus

und Antisemitismus, für Homophobie

gibt. Für mich ist das mein

Deutschland — eine interessante

und bunte Gesellschaft. Es muss

zwingend jedem Neuankömmling

verbindlich vermittelt werden, dass

dieser Wertekanon nicht zur Disposition

steht. Also keine Toleranz für

Intoleranz.

Kann heute die gleiche Integration

gelingen, die Sie persönlich durchlaufen

haben? Was oder wer half

Ihnen dabei?

Integration ist keine Holschuld,

sondern eine Bringschuld. Integrieren

werden sich nur diejenigen

in Deutschland, die — ähnlich wie

ich — dieses wundervolle Land für

sich entdecken. Auch ich musste

sehr viel Neues lernen, sprach kein

Wort Deutsch, als ich — der illegale

Einwanderer und Asylsuchende —

hierher kam. Mir haben ganz liebe

Menschen geholfen, Inge und

Franz, ein Ehepaar aus Gerlingen

bei Stuttgart. Sie waren wie Eltern

zu uns, haben uns aus dem Lager

geholt, waren immer herzlich und

aufgeschlossen.

Angekommen in der öffentlichen

Wahrnehmung sind Sie in Deutsch-

10 | tassilo


Leslie Mandoki und „tassilo“-Redakteur Tobias Schumacher führten einen regen Austausch über Vieles —

vom Bann der Musik über das Einst und Jetzt bis hin zu Flucht und Politik.

land spätestens mit „Dschingis

Khan“. Wie wichtig war der Erfolg

mit dieser Formation angesichts Ihrer

Geschichte?

Der Erfolg mit „Dschings Khan“

war nicht unbedingt bedeutsam.

Für mich persönlich hatten spannende

Begegnungen, wie die mit

meinem Entdecker Monti Lüftner,

mehr Bedeutung — so auch viele

andere wunderbare Begegnungen

mit Künstlern, Musikern, Entscheidungsträgern

und Meinungsmachern.

Warum haben Sie sich hier in der

Region niedergelassen und nicht

in Hamburg oder Köln? Hatten Sie

schon früh einen guten Riecher?

Als ich 1975 nach München kam,

war die bayerische Landeshauptstadt

die viertgrößte Musikstadt

der Welt nach Los Angeles, New

York und London mit unzähligen

Weltklasse-Studios. Es gab gute

Gründe, warum Queen, Elton John,

David Bowie, Deep Purple und die

Stones große Alben hier produziert

haben und warum Donna Summer

und Silver Convention gerade hier

entstanden sind. Es war eine großartige

Studioszene und genau dort

wollte ich eintauchen. In die Welt

von Klaus Doldinger und Udo Lindenberg,

der damals auch noch in

München lebte. München war eine

herrliche „Bohème-Musikstadt“.

Hier wollte ich Wurzeln schlagen,

genau in dieser Studioszene.

Wie beurteilen Sie die süddeutsche

Musikszene heute — Stichwort „Alpensound“?

Die süddeutsche Musikszene ist

reichhaltig. Auch meine Freunde

aus Los Angeles, London und New

York wissen das zu schätzen und

kommen immer wieder gerne hierher.

Lionel Richie und unsere Soulmates

waren schon oft zu Gast…

Gab oder gibt es Kooperationen mit

Musikern hier aus der Region, mal

abgesehen von der Freundschaft,

die Sie mit Peter Maffay verbindet?

Es gibt keine spezielle „regionale

Kooperation“, aber viele meiner

Musiker und Toningenieure sind

natürlich aus unserer Region —

nicht nur aus Amerika und England.

Ihre zweite, wenn nicht überhaupt

Ihre Heimat, ist die Musik. Können

Sie Ihr Verhältnis zu Ihr (kurz) beschreiben?

Ich wollte als junger Mann zunächst

Maler werden, dann Dichter.

Ich male immer noch gerne

und schreibe bisweilen Gedichte.

Mein musizierender Vater jedoch

war der Meinung, dass ich meine

Liebe zur Musik zum Beruf machen

sollte — etwas Solides, um später

eine Familie ernähren zu können.

Die Berufe des Kunstmalers oder

Dichters erachtete er als zu instabil.

Er hat seine Erwartungshaltung an

mich immer klar formuliert. Als ich

16 war, verlor er den Kampf gegen

den Krebs. An seinem Sterbebett

sagte er mir, es sei ihm sehr wichtig,

dass seine Enkelkinder, die er

nicht würde kennenlernen können,

nie genötigt seien, zensierte

Zeitungen zu lesen. So hat er mir

den klaren Auftrag gegeben,

mai / juni 2016 | 11


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meinen Weg durch den Eisernen

Vorhang zu suchen, meine Träume

zu leben und nicht vom Leben zu

träumen. Er gab mir auf den Weg,

ich könne immer malen und Bücher

schreiben, aber ich sei dazu

verpflichtet, meine musikalische

Begabung zu leben. Ich bin seinen

Worten gefolgt!

Sehen Sie sich mehr als Musiker

oder Produzent?

Ich bin eigentlich Musiker und seit

meinem 16. Lebensjahr Bandleader.

Daraus ergibt sich zwangsläufig

die Aufgabe eines „musical

director“ oder Musikproduzenten.

Die legendären Gitarristen Steve

Lukather und Al Di Meola haben Sie

als den „ungarischen Quincy Jones“

bezeichnet. Jack Bruce, Cream-Legende

und Bassist von Eric Clapton,

sagte, Ihr Stil, eine Band zu leiten,

sei wie der von Duke Ellington — ein

Ritterschlag, mit solchen Legenden

im Musikbusiness verglichen zu

werden?

Es ist natürlich traumhaft, wenn Al

Di Meola und Steve Lukather mich

mit Quincy Jones vergleichen oder

mein Soulmate Jack Bruce mich

mit Duke Ellington gleichsetzt —

das rührt mich. Aber darum kann

es nicht gehen. Das sind großartige

Musiker, die ich selber zutiefst verehre.

Ihre Vergleiche sind aus meiner

Sicht völlig übertrieben. Das

Wichtigste ist Liebe zur Musik, eine

richtige Balance zwischen Form

und Inhalt, die Demut vor unserem

Publikum, das mit seinem Interesse

uns die Chance gibt, immer

wieder neue wunderbare Musik

schaffen zu dürfen. Nur die Liebe

zum Publikum und zur Musik hat

eine tiefere Bedeutung für einen

Künstler.

Ein wichtiger Grund für Ihre Flucht

war Ihr Bedürfnis, mit Musikern

weltweit zusammenzuarbeiten. Gab

es damals Persönlichkeiten, die das

aus der Ferne, aus dem Westen, befeuert

haben?

Hier könnte man eigentlich jeden

anführen, der bei unserem Soulmates-Projekt

dabei ist, unsere Alben

mit aufnimmt und bei unseren

Konzerten auftritt: von Ian Anderson,

dem Bandleader von Jethro

Tull, bis zu den Brecker Brothers,

Chaka Khan, Al Di Meola oder Bill

Evans; aber natürlich auch so liebe

Freunde wie Peter Maffay oder

Udo Lindenberg, David Garret und

Till Brönner. Ich habe auch immer

wieder große Freude daran, junge

Musiker viele Jahre auf ihrem

Entwicklungsweg kreativ zu unterstützen

und zu begleiten, wie jetzt

etwa Andreas Bourani.

Wer hat Sie künstlerisch beeinflusst?

Diese Ausgabe von „tassilo“ würde

wohl nicht ausreichen, alle zu benennen,

die hier aufgeführt werden

müssten. Als wichtigste künstlerische

Einflussfaktoren in meiner

Teenagerzeit sind sicherlich zu erwähnen:

1970er-Jahre-Jazzrock —

amerikanischer Prägung, Miles

Davis, Weather Report sowie Frank

Zappa auf der einen Seite und die

englische Ausprägung des progressiven

Rocks, King Crimson,

Jethro Tull und Cream auf der anderen

Seite.

Mit welchem Musiker war Ihr Zusammentreffen

oder die Zusammenarbeit

am intensivsten?

Da gibt es sehr viele, aber einer

ragt heraus: mein „Musen-Zwilling“

aus der Konservatoriumszeit,

mit dem ich auch gemeinsam geflüchtet

bin, Laszlo Bencker. Später

wäre hier natürlich auch noch Ian

Anderson zu nennen.

Ihr Soulmates-Projekt, bei dem Sie

Auftritte und Alben mit der Crème

de la Crème der internationalen

Rock-Szene bestreiten, läuft seit

über 20 Jahren. Wie entstand die

Idee und was ist das Erfolgsrezept?

Das Projekt ist eigentlich die Umsetzung

der Botschaft meines Vaters:

„Meine Träume zu leben und

nicht mein Leben zu träumen!“

So habe ich damals im zentralen

Auffanglager versucht, mir immer

wieder diese Worte vor Augen zu

halten, waren sie doch der eigentlichen

Grund für meine Flucht. Ich

wollte mit Ian Anderson von Jethro

Tull, Jack Bruce von Cream und

Al Di Meola musizieren! Das war

mein Traum! Diesen Idealismus der

Teenagerzeit zu transferieren in die

heutige Welt mit ihrem häufigen

Paradigmenwechsel, in der sich

alles permanent verändert; festzuhalten

an tiefen gesellschaftspolitisch

relevanten Inhalten in einer

unangepassten Form — das ist das

Erfolgsrezept. Eine handwerklich

analoge Musik in der heutigen

Welt mit unangepasster radikaler

Intensität, die den Idealismus der

1970er-Jahre reflektiert. Oder, um

mit den Worten meines Freundes

Greg Lake von „Emerson Lake

and Palmer“ zu sprechen: „Mit der

bestbesetzten Band der Welt, wo

jeder einzelne Musiker der Beste

seines Faches ist.“

Gibt es überhaupt noch ambitionierte

Ziele, die Sie reizen — und

uns verraten würden?

Selbstverständlich! Die Ziele können

nur sein, dass alles ewig so

weitergeht und, dass das nächste

Album und das nächste Konzert immer

noch besser ist, als das davor.

Sie haben zwei Bundestagswahlkampagnen

der CDU musikalisch

gestaltet, bei der letzten Wahl zum

Bayerischen Landtag kandidierten

Sie für die CSU: Wie politisch ist

der Musiker und Produzent Leslie

Mandoki?

Das Fachmagazin „Musikexpress“

hat vor gut einem halben Jahr

eine lange Liste von Musikern und

Produzenten veröffentlicht, die politisch

tätig sind — darunter war

auch ich („7 Fakten über Popstars

als Politiker“, Musikexpress August

2015 / Anm. d. Red.). Bereits mit 16

Jahren war ich mit meiner ungarischen

Band politisch engagiert —

12 | tassilo


und das bin ich auch heute noch. Ich

stehe für klare Werte der Menschlichkeit,

der Toleranz, für Respekt,

ich trete engagiert für das Gute und

oft laut gegen das Böse ein.

Vor vier Jahren liehen Sie einer

Kampagne für ein geeintes Europa

in Video-Clips Ihr Gesicht. Würden

Sie das 2016 noch einmal tun?

Die europäische Hauptstadt Brüssel

ist kein gutes Beispiel für Europa.

Belgien ist ein „Failed State“, ein

gescheiterter Staat. In Brüssel gibt

es Parallelgesellschaften, eine „Paralleljustiz“,

„No-Go-Areas“, eine

Gesellschaft, die andere Kulturen

nicht integrieren konnte, die nicht

in der Lage ist, ihre toleranten Werte

zu schützen. Ich stehe für ein integriertes

Europa, das seinen Wertekanon

klar und eindeutig schützt,

ein Europa, in dem jeder unabhängig

von seiner Herkunft und Religion

(oder eben Nicht-Religion)

sich völlig frei entfalten kann und

Intoleranz nicht toleriert wird. Ich

will keine multikulturellen Parallelgesellschaften,

sondern ein buntes,

integriertes, tolerantes Europa!

Wie beurteilen Sie Europa generell

im gegenwärtigen Zustand?

Europa ist eine traumhafte Region

mit einer unfassbar reichen vielseitigen

Kultur. Ich bin stolz, ein

Europäer sein zu dürfen. Die Führungsriege

der EU setzt sich jedoch

aus fragwürdigen personellen

Entscheidungen zusammen, die

offensichtlich den Herausforderungen

der Gegenwart nicht gewachsen

ist. Jean-Claude Juncker, der

in Luxemburg als Finanzminister

und später als Ministerpräsident

ein Finanzparadies für internationale

Großkonzerne in seinem Land

aufgebaut hat, dehnte damit gleich

mehrere in seiner Amtszeit wichtige

Verträge der Europäischen

Union. Noch kritischer beurteile

ich die personelle Besetzung der

Präsidentschaft des EU-Parlaments

mit Martin Schulz, der den Integrationsprozess

in Europa mehrfach

massiv mit seiner aggressiven

Rhetorik erschwert hat. Zudem

hat Europa ein Parlament, das

horrende Gelder verschlingt, weil

es überflüssigerweise permanent

zwischen Brüssel und Straßburg

hin- und herzieht. Doch nichts verdeutlicht

das komplette Versagen

der europäischen Führungsriege

mehr, als der nur einen Steinwurf

von ihnen, von den EU-Schaltstellen

entfernte Stadtteil Molenbeek.

Das bedeutet?

Europa könnte so traumhaft stark

sein, gerade wegen seiner unterschiedlichen

Farben, wegen seiner

unterschiedlichen Akzente, verbunden

durch gemeinsame Werte, ein

tolerantes und solidarisches Europa.

Das wäre mein Europa! Ich wiederhole

auch hier gerne ein drittes

Mal: keine Toleranz für Intoleranz;

und den Schutz unserer gemeinsamen

Werte, wovon nichts, aber

auch gar nichts zur Disposition stehen

darf: soziale Marktwirtschaft,

das klare Verbot unsozialer —

und zudem unchristlicher — Spekulationen

auf fallende Kurse,

stattdessen eine umweltbewusste,

sozial verantwortliche Industriegesellschaft

und kein spekulativer

Finanzkapitalismus. Mein Wunsch

wäre mehr Solidarität in Europa;

bei Naturkatastrophen und Epidemien

helfen, damit die Menschen

wieder auf die Beine kommen. Das

wäre mein Europa!

Ungarn weigert sich aktuell, Flüchtlinge

aufzunehmen, Ministerpräsident

Viktor Orban und CSU-Chef

Horst Seehofer haben in der Flüchtlingspolitik

wiederholt den Schulterschluss

geübt. Würden Sie für die

CSU noch einmal kandidieren?

Hier muss ich Sie ein wenig berichtigen.

Allein in den vergangenen

zwölf Monaten hat Ungarn 100 000

ukrainische Flüchtlinge aufgenommen

und vor 26 Jahren — obwohl

Strafen drohten — sind 60 000 DDR-

Flüchtlinge bei ungarischen Familien

in Budapester Wohnungen

untergekommen. Ungarn wollte im

vergangenen August lediglich die

vertraglich festgelegte Verpflichtung

erfüllen, die EU-Außengrenze

zu schützen.

Als mit Jean-Claude Juncker und

Martin Schulz die europäischen

Verträge gedehnt und ausgesetzt

wurden, und somit keine gemeinsame

europäische Lösung zustande

kam, entschied der ungarische Ministerpräsident

in der Tat, vertragskonform

zu handeln. Bei seiner

Entscheidung hatte er den Brüsseler

Stadtteil Molenbeek vor Augen,

war der Überzeugung, dass in keinem

Budapester Stadtteil je ähnliche

Zustände herrschen dürften.

Ein paar Worte über Budapest …

Budapest ist eine Stadt mit langer

Integrationskultur. Dort steht,

einen Steinwurf entfernt von Europas

größter Synagoge, Europas

viertgrößte Kathedrale. In Budapest

kann zu jeder Tages- und

Nachtzeit und in jedem Stadtteil

ein jüdischer Budapester mit Kippa

spazieren gehen. So stelle ich mir

jede europäische Großstadt vor:

frei, tolerant, unterschiedlichste

Kulturen integrierend. Die Osteuropäer,

Mitteleuropäer und Balten

wollen bei allen entsprechenden

Verträgen wie Maastricht, Dublin

und Schengen nicht die Lockerungen,

Ausdehnungen und Beugungen

von Juncker und Schulz

mitmachen. In Europa sollte man

wieder über den richtigen Weg

offen diskutieren dürfen. Stattdessen

bezeichnet Juncker den

linksradikalen, griechischen Ministerpräsidenten

Zipras und dessen

rechtsradikalen Verteidigungsminister

als seine Freunde und den

zweimal mit Zweidrittel-Mehrheit

wiedergewählten ungarischen

Ministerpräsidenten öffentlich einen

Diktator. Der luxemburgische

Außenminister Asselborn verglich

Viktor Orbán sogar mit dem nordkoreanischen

Präsidenten Kim

Jong-Un. Die aggressive Rhetorik

aus Brüssel hat die Gemeinsamkeit

in Europa schwer beschädigt.

Aus Ihren eigenen Erlebnissen heraus:

Wie können Flüchtlinge in

Deutschland am besten integriert

werden?

Ich glaube, eine gelungene Integration

wird nur dann gelingen,

wenn wir unsere Integrationsangebote

verknüpfen mit der unmissverständlichen

und klaren Forderung,

dass unsere Werte nicht nur

respektiert, sondern auch gelebt

werden müssen. Dieses liebenswerte

Deutschland, das für so viele

Menschen ein attraktiver Zufluchtsort

ist, muss auch so ein attraktiver

Zufluchtsort bleiben. Wir müssen

uns nicht verändern, wir müssen

uns nicht anpassen, sondern die

Einwanderer annehmen und die

Schönheit, die Herzlichkeit, die

Offenheit und Liebenswürdigkeit

dieser Gesellschaft zeigen. All jene,

die mit Hasspredigten antreten,

die Toleranz unserer Gesellschaft

und ihre Werte zerstören wollen,

sollten wir umgehend ohne Wenn

und Aber in ihre Herkunftsländer

zurückschicken. Ich wünsche mir,

dass dieser arrogante, belehrende

Ton, der Moralimperialismus,

formuliert von bildungsfernen

Politikern in Brüssel, stattdessen

von dem differenzierten Ton der

Bildungsbürger übertönt wird, die

unsere Einwanderer an die Hand

nehmen und die Faszination einer

toleranten Gesellschaft vermitteln.

Dies ist unser aller Aufgabe, sonst

werden sie am Rande unserer

Gesellschaft immer weiter erstarkende

Radikalität beobachten. Das

sollten wir nicht zulassen. ts

mai / juni 2016 | 13


Der Murnauer Seidlpark, seine Bedeutung und die Geschichte

Für alle Zukunft zugänglich

Murnau | Lange Zeit wurde das

Erbe, das der berühmte Architekt

und Landschaftsgestalter Emanuel

von Seidl in Murnau hinterlassen

hatte, stiefmütterlich behandelt.

Gelinde gesagt. Zahlreiche Landhäuser,

Villen und eine Turnhalle

nach seinen Entwürfen wurden

in den 1960er- und 1970er-Jahren

abgerissen. Weil ein Versicherungskonzern

auf dem Areal eine

Klinik plante, war selbst Seidls Villa

1972 im Weg. Sie fiel einer Feuerwehrübung

zum Opfer.

Um sie herum hatte er ab 1901

eine 17 Hektar große Parklandschaft

entworfen und realisiert —

den Seidlpark. Er ist seit 1935 im

Besitz der Marktgemeinde und

verwilderte danach. Erst seit sich

2008 der „Förderkreis Murnauer

Parklandschaft e.V.“ zusammenfand,

kommen die ursprünglichen

gartengestalterischen Ideen und

die landschaftsarchitektonische

Kunst nach und nach wieder zum

Vorschein.

Von ihnen erzählte am 12. März

die Filmautorin Sybille Krafft in

ihrer Serie „Parkgeschichten —

Leben mit einem Denkmal“. Die

Folge mit dem Seidlpark ist in der

Mediathek des Bayerischen Fernsehens

zu finden. In ihr bringt

Dieter Wieland aus Uffing, der

legendäre Fernsehjournalist, leidenschaftliche

Architekturkritiker

und oftmals einsame Lobbyist

für die Kulturdenkmalpflege und

Landschaftserhaltung in Bayern,

die Situation auf den Punkt: „Man

muss im Seidlpark sagen: hier

war, hier war, hier war …“

Die Parkfreunde führt

ein versierter Praktiker

Nun führt den Murnauer Förderkreis

seit Februar dieses Jahres mit

Bernd Rogge ein ausgewiesener

Fachmann. Und ein Praktiker: Der

staatlich geprüfte Techniker für

Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau

ist im Hauptberuf Technischer

Verwaltungsleiter des Englischen

Gartens in München und

wirkte im bayerischen Oberland in

der Vergangenheit an zahlreichen

staatlichen Park-, Landschaftsund

Gartenbauprojekten federführend

mit: auf der Roseninsel

im Starnberger See, im Lenné-

Park von Feldafing, am Staffelund

Kochelsee. Dass er in Jenhausen

östlich von

Weilheim wohnt,

spiele für sein Ehrenamt

bei den

Seidlpark-Freunden

und mit Bezug auf

Murnau überhaupt

keine Rolle: „Ich

liebe das Voralpenland.

Mein persönliches

Engagement

ist seit Jahrzehnten

ungebrochen. Ich

bin Gartendenkmalpfleger

aus Leidenschaft,

auch wenn es manchmal

Leiden schafft“, sagt Rogge.

Ein Biber als neuer

Parkbewohner

Überreste der steinernen Hirschskulptur, einst

bekrönt von einem goldenen Geweih, auf der

Promenadenterrasse.

Den Vorsitz im Murnauer Förderkreis

hat er von Wieland übernommen,

der bei den Wahlen am 23.

Februar nicht mehr zur Verfügung

stand. Für den Rückzug nannte

der 79-Jährige sein Alter. Aus dem

Umfeld ist allerdings zu hören,

dass es einen weiteren Beweggrund

gab: Die Entscheidung des

Landratsamtes im vergangenen

Jahr, nicht gegen den Biber vorzugehen,

der im Seidlpark eingezogen

ist. Den Förderkreis hatten

Wieland und Rogge einst ins Leben

gerufen, um einen zweiten, den

Molo-Park, „vor einem Baubegehren

zu retten“, wie Rogge sagt. Auf

die aktuelle tierische Bedrohung

des Seidlpark will der neue Förderkreis-Vorsitzende

nicht eingehen:

„Entscheidungen zum Biber

treffen die Ämter“, erklärt er auf

Nachfrage von „tassilo“.

Inzwischen engagieren sich über

200 Menschen für den Seidlpark;

wie auch für den deutlich kleineren

Molopark, den der Schriftsteller

Walter von Molo hatte anlegen

lassen. Der gehört ebenfalls der

Gemeinde, seit Jahren wird über

eine Nutzung beratschlagt. „Die

Parkanlagen werden von unserer

Fördergemeinschaft finanziell,

praktisch und medial unterstützt

und gefördert“, fasst Rogge zusammen.

Inzwischen stellt auch

Murnau Mittel bereit.

Aufwendige Pflege der

Baumriesen

Doch allein jede der 50 Birken,

die der Förderkreis zur Wiederherstellung

einer Allee gepflanzt

hat, kostete 300 Euro. Ganz zu

schweigen von der aufwendigen

Pflege der mächtigen Baumriesen

— Ahorn, Buchen, Eichen, Fichten,

Föhren, Linden, Zypressen,

Seidl hatte einheimische Bäume

bevorzugt. Oder dem behutsamen

Freischneiden ehemaliger

Sichtachsen, der Sanierung von

Wegen und Treppen, neuer Parkmöblierung,

der Restaurierung

steinerner Tröge oder Skulpturen.

All das hat der Förderkreis angestoßen,

mit Arbeitseinsatz und

14 | tassilo


Spenden unterstützt. „Seit acht

Jahren sammelt der Verein Spenden,

doch ein Park lebt und ist nie

fertig, deshalb brauchen wir neue

Spender“, wünscht sich Rogge.

Als der Kühlschrank

noch Eiskeller hieß

Ein neues Projekt ist seit 2015,

einen alten Eiskeller zu erhalten

und zu sanieren, den Seidl

einst gebaut hatte, um Getränke

zu kühlen. Wieland regt hier ein

kleines Museum an, das der Jugend

die Technik vor dem Zeitalter

des Kühlschranks erklärt. Die

Eisplatten für den Keller waren

aus Teichen im Park geschnitten

worden, die der Architekt eigens

hatte ausheben lassen. Die Erde

ließ er zu einem mächtigen Hügel

anhäufen, dem Freundschaftsaltar,

auf dessen Gipfel ein in Stein

gemeißelter Goethe-Spruch die

Gartenbaukunst unst

preist: „Uns ga-

ben die Götter auf

Erden Elysium.“

Der Freundschaftsaltar mit den Sitzbänken auf dem Freundschaftshügel

wurde zu Pfingsten 1904 feierlich eingeweiht, die honorigen Gäste sind

in Stein gemeißelt.

Was der Dichterfürst so hymnisch

verklausulierte, kehre heute wieder

ins Bewusstsein zurück, befindet

Bernd Rogge: „Parks und

innerstätische ners

tische

Grünanlagen nlag

gewinnen

zunehmend nd an Bedeu-

tung

für

Naherholung holu

und

Freizeitsport itsp

wie

Joggen,

Walken, Joga, Radeln.“

Zudem entlasteten

t sie „das

wertvol-

le Umland mit seinen

Landschafts- und Naturschutzgebieten“.

ut

Die übrigens schon

Seidl bewahren wollte:

1910

10 schreibt er über

das Murnauer Moos,

das alte Seebecken sei

glücklicherweise ei

„immun

gegen gen schlechte ht

e Villen,

die allenfalls lenf

a ls Lust hätten,

die schöne Landschaft zu

verderben“. erbe

Deshalb wolle

er hier sein

„Junggesellenheim

aufschlagen agen

und in

aller ler Ruhe

genießen“. Zwei

Jahre später nennt nt er seinen

Diese Tafel kündet von der

Rückbesinnung auf die Schönheit

des Seidlparks und des

Freundschaftshügels (großes

Foto links, S. 14).

Murnauer Besitz „mein künstlerisches

Vermächtnis“, das „für alle

Zukunft der Allgemeinheit zugänglich

gemacht werden“ solle.

Gespür für Landschaft

und Gebäude

Emanuel von Seidl starb 1919. Die

heutige Schönheit des Murnauer

Ortskerns geht auf Fassadenverschönerungen

zurück, die er 1906

initiierte. Im gleichen Jahr erhob

ihn das bayerische Königshaus in

den Adelsstand. Sein bekanntestes

Projekt in München wurde 1897

der Augustiner-Bräu mit seinem

berühmten Muschelsaal in der

Neuhauserstraße. 1912 entwarf er

den Tierpark Hellabrunn nach den

modernen Ideen des Tierparks

Hagenbeck in Hamburg. Sein Elefantenhaus

war mit der damals

größten Stahlbetonkuppel eine

Sensation. Wie Hellabrunn überhaupt

Seidls Gespür für Landschaft

und Gebäude dokumentiert. Von

seinem Bruder Gabriel übernahm

er 1913 die Baubetreuung im Deutschen

Museum — bis zu seinem

Tod. Von einstmals 180 Bauten in

und um München stehen noch

rund 60 — und jetzt soll Hellabrunn

umgebaut werden. ts

mai / juni 2016 | 15


Sauna-Ausbau im Schongauer „Plantsch“ fertiggestellt

Sie sind herzlich

eingeladen!

Endlich wieder

entspannt entspannen

83. Tutzinger Patientenforum

Mi., 11. Mai 2016, 19 Uhr

Sport mit Knie- und Hüftprothese

Referent: Priv.-Doz. Dr. Jan Zöllner

Chefarzt Orthopädie & Endoprothetik

Wir bitten um Anmeldung unter Tel. (08158) 23-102

Akademisches Lehrkrankenhaus

der Technischen Universität München

Bahnhofstraße 5 · 82327 Tutzing · Tel.: (08158) 23-0 · Fax: (08158) 23-140

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16 | tassilo

Die Panoramasauna nachts innen mit dem römischen Aufgussofen

Schongau | Nach knapp einjähriger

Bauzeit hat das weitläufig

erweiterte Saunaland im Schongauer

Familien- und Erlebnisbad

„Plantsch“ den Betrieb aufgenommen.

Das Kommunalunternehmen

investierte dafür knapp 1,6 Millionen

Euro. Weil die Sauna laut

Geschäftsführer Andreas Kosian

seit der Eröffnung 2001 „mit jedem

Jahr einen ansteigenden, hohen

positiven Deckungsbeitrag zum Gesamtergebnis

beisteuerte“, rechnet

er damit, dass die Investition das

Betriebsdefizit, verursacht durch

den Schwimmbereich, weiter verringert.

„Durch den Betrieb des

Profitcenters Saunaland zählt das

Plantsch bundesweit zu den besten

zehn Prozent aller vergleichbaren

kommunalen Bäderbetriebe“, erklärt

Kosian.

Auch von seinen Gästen weiß Kosian,

dass die Erweiterung überfällig

war: „Das Wachstum im

Saunabetrieb war so groß, die

Überlastung der Kapazitäten regelmäßig

so hoch, dass der eigentliche

Zweck, nämlich Ruhe und Erholung,

immer weniger gewahrt

werden konnte.“ Zudem stieß das

Plantsch-Personal an Grenzen, „die

Saunameister mussten regelmäßig

mehrere Aufgüsse durchführen,

eine schwer zu vertretende Belastung“,

sagt Kosian. Aus Besucherbefragungen

weiß er, dass das

Saunaland inzwischen Gäste selbst

aus dem Raum Augsburg und dem

westlichen „Speckgürtel“ Münchens

anzieht.

Im neuen Gebäude bietet die Panoramasauna

auf hellen Espenholzbänken

nun Platz für weit über 60

Gäste, die nebenan im Ruheraum

30 Entspannungsplätze finden.

Dazwischen ist ein großes Atrium

mit Wärmebänken und Multimediaeinbauten

für Themenabende

oder Veranstaltungen situiert. Neu

im Gebäude sind auch eine Infrarotsauna

mit vollautomatischer

Wärmeregulierung und zwei abgetrennte

Massagezimmer samt

Sanitätsraum.

Drinnen wie draußen wurden acht

Erlebnis- und Körperduschen installiert,

eine davon ist barrierefrei.

Vor der Panoramasauna erstreckt

sich ein Naturschwimmteich mit

einem teils durch Flachwasser geführten

Fußerlebnispfad. Rund um

Gebäude und Teich erstreckt sich

ein großer Saunagarten, wo LED-

Lampen im Teich und Gasfackeln

vor dem Panoramafenster abends

das Ambiente stimmungsvoll beleuchten.

Wichtiger Punkt bei der

Erweiterung war auch die Barrierefreiheit.

Der Neubau ist über

eine Automatiktür erreichbar, zur

vergrößerten Gastronomieterrasse

führt nun eine Rollstuhlrampe.

Durchs gesamte Gebäude spannt

sich als thematischer Bogen die

„Via Claudia Augusta“: Der Aufgussofen

ist wie ein römischer

Handelskarren gestaltet, der auf einem

Kieselpflaster rollt. Die Infrarotsauna

krönt ein Tempelgiebel,

die Wärmebänke sind mit Mosaiksteinchen

belegt. Für die Gestaltung

zeichnet ein Kulissenbauer

aus Trossingen verantwortlich. Und

auch Andreas Kosian war künstlerisch

tätig: Eigenhändig zeichnete

er lateinische Sinnsprüche auf die

Innenwände der Sauna, die er zuvor

mit zwei Mitarbeitern gestrichen

hatte.

Am Vorplatz neu sind überdachte

Stellplätze für Fahrräder und Motorroller.

Die Trennung von Autoverkehr

und Fußgängern vor dem

Plantsch-Haupteingang soll ebenfalls

noch dieses Jahr erfolgen: So

ist an der Lechuferstraße ein Rondell

geplant, an dem Eltern ihre

Kinder zum Schul- oder Vereinsschwimmen

gefahrlos aussteigen

lassen können, ohne im Parkplatz

wenden zu müssen. Für die Haltemöglichkeit

kursiert im Plantsch

die Bezeichnung „Kiss-and-ride-

Rondell“.

ts


Postkutschenreisen mit „Coaching in Bavaria“

Ein anderes Gefühl des Reisens

Andreas Nemitz vor

einer seiner Kutschen

Pähl | Junge englische Adelige

prägten im 19. Jahrhundert den Begriff

des „Coaching“ — das Reisen

mit einer vierspännigen Kutsche

durch Europa. Die Ursprünge von

„Coaching in Bavaria“ mit Sitz auf

Kerschlach waren hingegen zufälliger

Natur. Die Ölpreiskrise im Jahre

1973 führte zu einem allgemeinen

Fahrverbot für Autos an den

Wochenenden. Niemand konnte

voraussagen, wie lange diese Beschränkung

anhalten würde. Und

da die Familie Nemitz in einem

Weiler auf dem Land lebte, also

einige Kilometer vom nächsten öffentlichen

Verkehrsmittel entfernt,

entsann sich Andreas Nemitz seiner

Fähigkeiten, die er einst auf

dem Königlichen Privatgestüt der

Wittelsbacher Prinzen Ludwig und

Rasso in Leutstetten bei Starnberg

erlernt hatte. Er kaufte sich ein

Pferd und einen leichten Wagen,

um die Mobilität der Familie auch

in dieser Krise sicherzustellen.

Erste Langstreckenfahrt

im Jahr 1984

„Coaching in Bavaria — Romantische

Postkutschenreisen“ war

geboren. Schon bald folgten drei

weitere Pferde. Nemitz entdeckte

zudem seine Leidenschaft für

das Sammeln und Restaurieren

von Kutschen, musste jedoch feststellen,

dass er sich ein äußert

kostspieliges Hobby ausgesucht

hatte. So beschloss er, Reisen mit

Pferd und Wagen für Jedermann

anzubieten. Der Erfolg seiner Idee

machte den Neben- rasch zum

Hauptberuf, mit 16 Pferden und bis

zu 30 Kutschen und Schlitten.

Die Fahrt von Deutschland nach Verona

zur Fieracavalli 1984 war die

erste in einer langen Liste solcher

Langstreckenfahrten und Werbetouren,

die in den kommenden

Jahren folgen sollten. Einmal

„auf König Ludwigs Spuren“

wandeln, kann indes auch

heute noch jeder bei den Vier-

Tages-Reisen vom Starnberger r

See zu den Königsschlössern n

Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Dieser wöchentliche

Höhepunkt ermöglicht die königliche

Art des Reisens aus dem 19.

Jahrhundert. Neben zahlreichen Tagesausflügen,

etwa ab Hof Kerschlach,

gibt es die Möglichkeit, die

Fertigkeiten der Kutschfahrt in

Fahrkursen selbst zu erlernen.

Im Reiseführer

der New York Times

Hochzeitskutschen sowie die „letzte

Fahrt“ für Verstorbene ergänzen

das Angebot, ebenso dazu gehören

weitere Postkutschenfahrten

in Sachsen, Thüringen, Österreich,

Italien und Ungarn. Nicht nur die

Reisen, auch die Gäste sind längst

international. Sie kommen nicht

selten aus den USA, England, Südafrika,

Australien oder Japan.

1987 und in den weiteren Jahren

wurde „Coaching in Bavaria“ zum

Generalunternehmer der Deutschen

Post

für

alle historischen

isch

Aktivitäten während des 500-jährigen

Postjubiläums. Es folgten

verschiedene internationale Preise

und Auszeichnungen, darunter

die Aufnahme in den Reiseführer

„1000 Plätze, die man vor dem Tod

gesehen haben muss“ der New

York Times im Jahr 2003.

Auf vier- und

fünfspännigen Kutschen

Mittlerweile hat der Besitzer von

„Coaching in Bavaria“, Andreas

Nemitz, weit über 250000 Kilometer

Strecke auf seinen vierund

fünfspännigen Kutschen in

Ländern wie Österreich, Tschechien,

Ungarn, Liechtenstein, der

Schweiz, Frankreich und Italien

befahren. Stets mit freundlichen

Blick vom hohen Bock herunter in

die Gesichter der Menschen am

Wegesrand.

tis

lip-Flop und Hausschuhe nach Ma



Benjamin Schwarz







inlagen nach Ma







mai / juni 2016 | 17


Seine wichtigste Schaffensphase verbrachte Franz Marc in Sindelsdorf

Heimliches Künstlerdorf

Sindelsdorf | Etwa 15 Kilometer

von Penzberg und Murnau entfernt,

in der 1 100-Einwohner-

Gemeinde Sindelsdorf, hatten die

„Blauen Reiter“ ihren historischen

Ursprung. Vieles erinnert dort

noch an den berühmten Künstler

Franz Marc und Wassily Kandinsky,

die ihre international tätige Künstlervereinigung

in einer Gartenlaube

gründeten.

Das markante „Blaue Pferd“ von

Franz Marc ziert heute unzählige

Postkarten, Kalender und

Poster weltweit. Die wichtigste

Zeit seines Lebens verbrachte der

berühmte Maler zusammen mit

seiner Ehefrau Maria im ländlich

geprägten Sindelsdorf. Während

seiner größten Schaffensphase

zwischen 1909 und 1914 entspannte

sich das Ehepaar beispielsweise

bei einer Tasse Kaffee in der lauschigen

Gartenlaube im angrenzenden

Garten an der heutigen

Franz-Marc-Straße. Dort, nicht

weit vom ehemaligen Wohnhaus

entfernt, erfand Franz Marc zusammen

mit Wassily Kandinsky

den „Blauen Reiter“ und gründete

zusammen mit dem berühmten

russischen Maler die bis heute

wichtigste Künstlervereinigung

des Expressionismus weltweit.

Der damals 31-Jährige gilt bis heute

als einer der bedeutendsten

Wegbereiter des Expressionismus

in Deutschland. Neben Kandinsky

war Marc Mitbegründer der

gleichnamigen Redaktionsgemeinschaft

„Der Blaue Reiter“,

die im Dezember 1911 ihre erste

Ausstellung in München eröffnete.

Vorläufer des Blauen Reiters war

die von Kandinsky im Jahre 1909

mitbegründete Neue Künstlervereinigung

München.

Motivation

in den Voralpen

Beide Maler liebten für ihre Arbeit

zeitlebens vor allem die Landschaft

und die Natur der bayerischen

Voralpen. Während Kandinsky

zusammen mit Gabriele

Münter in den Sommermonaten

in Murnau am Staffelsee weilte,

wohnten Franz Marc und seine

Frau im Sindelsdorfer Haus des

Schreinermeisters Josef Niggl.

Ebenfalls in der oberbayerischen

kleinen Gemeinde lebten der junge

Krefelder Maler Heinrich Campendonk,

der Schweizer Tiermaler

Jean Bloé Niestlé und der französische

Künstler Robert

Delaunay. Im Dachgeschoss

der gemeinsamen

Wohnung an der heutigen

Franz-Marc-Straße 1

entstanden bis 1914 Franz

Marcs weltweit berühmteste

Werke.

Schon als junger Künstler

liebte Marc besonders

den Reiz der Landschaft mit ihren

Mooren und Seen, die er „Das

Blaue Land“ nannte. Der Blick

über das Loisachmoor zwischen

Sindelsdorf und Benediktbeuern

in Richtung der Berge im Süden

war schon damals geprägt vom

oftmals mystischen blauen Dunst

über den Wäldern und Wiesen.

Die Faszination seiner Eindrücke

bringt Marc in einem seiner Briefe

melancholisch und dennoch präzise

auf den Punkt: „Blau ist die einzige

Farbe, bei der ich mich dauernd

wohl fühle.“ Auch Kandinsky

schwärmte für das Farbenspiel, er

schrieb: „Je tiefer das Blau wird,

desto tiefer ruft es den Menschen

in das Unendliche, weckt in ihm

die Sehnsucht nach Reinem und

schließlich Übersinnlichem. Es

ist die Farbe des Himmels.“

Inspiriert haben den Sindelsdorfer

Maler neben seiner geliebten

Landschaft aber vor allem

die Tiere der nahen Berge

und Almen. In seinem eigenen

Garten hielt der Tierliebhaber

zudem unter anderem verwaiste

Rehkitze, die er selbst aufzog.

Zu seinen berühmtesten

Arbeiten zählen bis heute unter

anderem „Der Turm der Blauen

Pferde“, „Der Stier“, „Die roten

Rehe“, „Der Tiger“, „Die gelbe

Kuh“ und „Weidende Pferde“. In

seiner Autobiografie beschrieb

Kandinsky auch

die

Verbindung

zur gemeinsamen Kunstrichtung:

„Beide liebten wir Blau, Marc

Pferde, ich Reiter — so kam der

Name ‚Der Blaue Reiter‘ fast von

selbst.“

Künstler aus

aller Herren Länder

Im Hinblick auf die neue Künstlervereinigung

begründeten Marc

und Kandinsky Ausstellungen und

Publikationen. Das Ziel war, über

den eigens herausgegebenen,

erstmals Mitte Mai 1912 erschienen

gleichnamigen Almanach die

theoretischen Vorstellungen anhand

der ausgestellten Kunstwerke

zu belegen. Es folgten Wanderausstellungen

in deutschen und

europäischen Städten, und schon

bald wurde die Vereinigung zum

Mittelpunkt immer mehr gleichgesinnter

Künstler. In der heute 1 100

Einwohner zählenden Gemeinde

trafen sich neben Wassily Kandinsky

und Gabriele Münter unter

anderem Alexej Jawlensky, Marianne

von Werefkin, Adolf Erbslöh,

Alexander Kanoldt, August und

Helmut Macke sowie Heinrich

Campendonk.

Als Besonderheit der damaligen

Zeit galt, dass die heutigen Wegbereiter

des deutschen Expressionismus

im 20. Jahrhundert ein

18 | tassilo


lockeres Beziehungsnetz bildeten,

sich aber nicht als feste Künstlergruppe

bezeichneten. Rückblickend

schrieb Kandinsky im Jahr

1935: „In Wirklichkeit gab es nie

eine Vereinigung ‚Der Blaue Reiter‘,

auch keine ‚Gruppe‘, wie es

oft irrtümlich beschrieben wird.

Marc und ich nahmen das, was

uns richtig erschien, ohne sich um

irgendwelche Meinungen oder

Wünsche zu kümmern.“

Heute, 100 Jahre nach Franz Marcs

Tod im 1. Weltkrieg 1916, ist das

ländlich geprägte Dorf unweit des

Autobahnanschlusses beliebter

Ausgangspunkt für Ausflüge und

Wanderungen, beispielsweise in

Richtung Kochelseemoos. Ein

Rundgang durch den Ort und viele

originalgetreu erhaltene Häuser

und Bauwerke auf dem „Malerweg“

erinnern noch an die damals

jungen Künstler. Etwa eine Stunde

dauert der Weg zu all jenen Plätzen,

an denen Marc, Campendonk,

Niestlé und Stange lebten und arbeiteten.

Einschließlich der anzufahrenden

drei Außenstationen

dauert die 15 Stationen umfassende

Tour rund dreieinhalb Stunden.

Rundweg mit

Außenstationen

Zu den beliebtesten, fußläufigen

Stationen zählen das Wohnhaus

von Franz Marc sowie die kleine

„Tiger“, 1912

Gartenlaube, die mit

ihrer bedeutsamen Vergangenheit

heute noch

zur Besichtigung steht

und als Mittelpunkt der

Sindelsdorfer Malerrunde

gilt. Auch die traditionellen

Strahdrischen,

wie sie Franz Marc für

sein berühmtes Bild

„Heuhocken im Winter“

einst malte, sind Bestandteil

des Rundwegs

und befinden sich auf

der Streuwiese an der

südlichen Ortsausfahrt.

Als weitere Attraktion

gilt die mehr als 650

Jahre alte Off-Mühle

an der Mühlgasse, die

auch schon Franz Marc

1913 in seinem Bild

„Die verzauberte Mühle“

darstellte. Besucher

und Einheimische kaufen im angrenzenden

Hofladen Getreide,

Mehl und Mehlprodukte bis hin zu

speziellen Backmischungen und

feine Bio-Spezialitäten sowie Futtermittel

und landwirtschaftlichen

Bedarf. Bereits vor etwa zwölf Jahren

hat das Sindelsdorfer Ehepaar

Martin und Veronika Sonner die

Off-Mühle übernommen und wieder

in Betrieb gebracht, seit 1917 ist

die Mühle im Besitz der Familie.

Ein Mühlrad, wie es Franz Marcs

Gemälde zeigt, gibt es heute nicht

mehr. Stattdessen wird die

Turbine aber immer noch

überwiegend mit Wasser

angetrieben, das seit Jahrhunderten

vom kleinen Sindelsbach

stammt.

Herzstück des historischen

Rundganges ist freilich der

Gasthof Post an der Ortsdurchgangsstraße.

Das ländliche

Lokal mit der kleinen

Gaststube hatte es bereits

den seinerzeit noch unbekannten

Künstlern angetan

— wenn sie Geld besaßen.

Neben dem großen Saal

bietet die urige Wirtschaft

„Die verzauberte Mühle“, 1913

Platz für rund 40 Personen und ist

seit vielen Jahrzehnten beliebtes

Ausflugsziel für Urlauber und Einheimische.

Beliebte Ausflugsziele

Nach einem historischen Bummel

durch den Ort oder einem Ausflug

ins Moos lädt die Terrasse vor

dem Lokal oder der gemütliche

Kachelofen im Poststüberl für einen

genüsslichen Stopp ein. Den

traditionellen Schweinsbraten und

das frische Tellerfleisch bereitet die

Wirtin Gertrud Burger bis heute auf

dem alten Holzfeuerofen. Zu den

weiteren hausgemachten Spezialitäten

zählen die Kässpatzen, der

selbst geräucherte Speck und der

Leberkäse sowie frisch gebackene

Schnitzel, Putensteak, Schweinefilet

und andere Pfannengerichte.

Auf der Sonnenterrasse des etwa

zwei Kilometer entfernten Gasthofs

Urthalerhof lässt sich der

geschichtsträchtige Ausflug bei

Kaffee und Kuchen oder einer zünftigen

Brotzeit mit anschließender

Kutschfahrt ab der Sonnenterrasse

des Gasthofes ausklingen. sc




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mai / juni 2016 | 19


TollHub-Festival 2016 auf Gut Hub

Wo Olchis auf Allgäuer treffen

Penzberg | Seit 1993 findet jährlich

auf Gut Hub in Penzberg das

TollHub-Festival statt. Rechnet man

all die Jahre an abwechslungsreicher

Unterhaltung, Kabarett und

Konzerten zusammen, kommt man

2016 inbegriffen — auf die stolze

Zahl 23. Längst sind die Kinder

derer, die zu den Anfängen als Publikum

das Festivals bevölkerten,

selbst junge Erwachsene geworden

und weiterhin jährlich als

Zuschauer dabei.

Von 6. bis 8. Mai öffnen sich die

Türen des Guts Hub, um auch das

Festival 2016 zu etwas Besonderem

zu machen. Den Anfang macht

am Freitag, 6. Mai, denn auch ein

ganz besonderer Künstler, der sich

aus den Tiefen seiner Allgäuer

Heimat befreite und seine Bauernschläue

auch außerhalb seines

„Kuh-Äquators“ zum Besten gibt:

Maxi Schafroth. Er gilt als Entdeckung

des jungen, kritischen und

vielseitigen Kabaretts von heute.

Genüsslich zerlegt er Ländliches

und alternative Betulichkeit in eine

höchst komische Banalität — ohne

sie der Lächerlichkeit preiszugeben.

„Faszination Bayern“ nennt er

sein Programm, mit dem er seine

Heimat Allgäu mit dem Rest der

blau-weißen Republik aufs Köstlichste

verknüpft. Beginn ist um 20

Uhr.

Schon ab 13 Uhr öffnet der Toll-

Hub-Markt seine Pforten, der mit

seinem Angebot aus Hobbykünstler-

und Kunsthandwerkerhänden

fester Bestandteil neben dem

Kulturprogramm des Festivals ist.

Eröffnet wird er schwungvoll — die

Kinder- und Teenygarde vom OK

Penzberger Fasching geben sich

dazu die Ehre. Danach darf in Ruhe

die Auslage der rund 36 Stände

des Marktes begutachtet werden.

Heuer mit dabei sind Holz- und

Keramikkunstwerke, Schmuck,

Handarbeiten, Airbrushdesign und

Der Allgäuer Kabarettist Maxi

Schafroth bringt die Allgäuer Botschaft

hinaus ins Land.

weiteres. Die AWO Jugendsozialarbeit

ist ebenso vor Ort wie die

Regenwald-AG der Penzberger

Mittelschule, der Eine-Welt-Laden,

die Landfrauen und mehr. Kulinarisches

verspricht ein Besuch des

Standes der Islamischen Gemeinde,

ebenso der Grill- und Fischstand;

last but not least sorgen

Crèpes für den „süßen Ausgleich“.

„It’s magic“ trifft auf

südafrikanische Klänge

„Die Olchis räumen auf“, heißt es

im Rahmen des Kindertheaters am

Samstag, 7. Mai, im Stall von Gut

Hub. Das Ingolstädter Figurentheater

lädt dann zur Bilderbuchinszenierung

von Erhard Dietl ein, dem

„Vater der Olchis“. Diese Wesen le-

ben in der

Nähe von Abfallgruben,

in der

Schmuddelfinger er Müllhalde,

lhal

und ernähren en sich von allem, lem,

was

andere wegwerfen. werf

en. Kein Wunder

also, dass

Schmuddelfings Bürgermeister

die Olchis als

Müllvertilger

lver

lg

e

engagiert. gier

ert.

Doch sie futtern und futtern,

und hören nicht einmal auf,

als der Ort längst müllfrei lfre

ist.

An

zwei

Aufführungszeiten, führ

ungs

en, 14

und

16

Uhr,

erleben eben

en

Kinder

ein überraschendes Stück, das live

gesungen und gesprochen wird.

Schon um 15 Uhr führt Magic Werner

mit seiner Zaubershow in die

Welt der Illusion. Seine Fertigkeiten

hat der umtriebige Penzberger

zu Beginn aus einem faszinierenden

Hobby entwickelt, zwischenzeitlich

begeistert Werner Blößl

mit seinen Shows in vollkommener

Perfektion.

Ob Perfektion das Attribut der

Nachwuchskünstler ist, die sich

im Rahmen von „Mutige Talente

live“ der Bühne ergeben, darf der

Zuschauer ab 17 Uhr entscheiden.

Egal, welchem Genre sich der

Künstler verschrieben hat — Respekt

darf bereits dem Mut gezollt

werden, den ein Gang auf die Toll-

Hub-Bühne fordert.

Der

Sonntag, ntag

8. Mai, gehört ab

10.30 Uhr Paul „Toddy“ Adams &

Friends. Der

in Südafrika geborene

Sänger Adams lebt in

Bad

Kohlgrub

und

hat

bereits eits

2012 im Rahmen

des TollHub-Festivals

bewiesen, esen

en, dass

er

die

Zuhörer

für sich

gewinnen kann. Im Rahmen des

Weißwurst-Frühschoppens sorgt er

damit nicht nur für beste Unterhaltung,

sondern — wenn man so will

— ebenso für ein Kultur-Crossover

mit „Augenzwinkern“.

Karten für das Kabarett mit Maxi

Schafrot gibt es in der Buchhand-

hand

lung

Rolles, les,

Telefon efon

08856-4344;

4;

Informationen nen rund

um das 23.

Festival auf

Gut

Hub

findet man on-

line

unter www.kleinkunst-

w kuns

nstpenzberg.de.

e. rp

Sorgt am Sonntag, 8. Mai, für ein

afrikanisch-bayerisches „Crossover“:

Paul Adams

20 | tassilo


Edelobstbrennerei Hubert Graf in Pähl

Edel, geistreich und gut

Handel und Verlegung von:

Solnhofener Platten

Zementfliesen

Terra Cotta

Schiefer

Fliesen




Pähl | Schon Hubert Grafs Großonkel

Paulus wusste um die Kunst,

aus Obst das Edelste herauszuarbeiten.

Die Leidenschaft hat Graf

schließlich von Vater Alfred geerbt,

der in die Fußstapfen des Großonkels

treten sollte und sein Wissen

auch an den Sohn weitergab. Rund

100 Jahre steht die Familie damit

ganz im Zeichen des Brennens —

und hat sich mit ihrer kleinen, aber

feinen Edelobstbrennerei in Pähl

fest etabliert.

Viel Arbeit ist vonnöten, um die

Spirituosen und Liköre aus dem

Hause Graf zu dem reifen zu lassen,

was sie sind: kleine Kostbarkeiten,

mit feinsten Geschmacksnuancen.

„Bei uns ist alles Handarbeit“,

erklärt Inhaber und Edelbrandsommelier

Hubert Graf, „von der

Maische, über das Abfüllen bis hin

zum Etikettieren.“ Was der Familie

dabei besonders wichtig ist, liegt —

wenn man denn ein Qualitätsprodukt

erhalten möchte — eigentlich

auf der Hand. Hubert Graf: „Nur

reife und ausgewählte Früchte von

hoher Qualität finden bei uns den

Rund 20 verschiedene Brände und Liköre führt die Edelbrennerei Graf

(Am Weidach 20 in Pähl) in ihrem Sortiment.

Weg in die Weiterverarbeitung.“

Schließlich kann nur aus Gutem

Gutes entstehen. Eine einfache,

aber anspruchsvolle Philosophie.

Die sogenannte Abfindungsbrennerei

Graf besitzt ein Brennrecht

von gerade einmal 300 Litern pro

Jahr, was sich natürlich auch auf

den Ertrag auswirkt. Von 100 Litern

Maische bleiben etwa zwei Liter

trinkbares Destillat übrig. Am Beispiel

der Vogelbeere kann man den

Anspruch an das Endprodukt gut

erkennen. „Etwa 600 bis 700 Kilogramm

Vogelbeeren werden benötigt,

um ein Destillat in adäquater

Menge zu erhalten“, bestätigt Hubert

Graf. Die müssen dann auch

noch von sehr guter Qualität sein.

Das erklärt zuletzt den einen oder

anderen Preis, den man für eine

Spirituose im Hause Graf bezahlen

muss. Der Geschmack macht

es jedoch wieder wett, wie viele

Kunden immer wieder und gerne

bestätigen. Schließlich handelt

es sich bei Bränden und

Likören um ein Genussmittel

— „und das soll auch mit Muße

und Genuss getrunken werden“,

fasst Graf zusammen. Derzeit steht

die Johannisbeere zum Brennen

an; das Resultat daraus kann Hubert

Graf frühestens Weihnachten

dieses Jahres verköstigen. Rund

zwei Jahre „ruht“ das Destillat in

Glasballons oder Stahltanks. Erst

dann kann es verkauft werden. Der

Weg dahin ist für ihn immer wieder

spannend. „Wir haben lediglich

Spielraum zwischen Rohware und

Vergärung, um Feinheiten herauszuarbeiten“,

erklärt er. Und Feines

findet sich zuhauf im Sortiment.

Neben den Klassikern wie Williams

Birne, Zwetschge und Kirschwasser

gehören Besonderheiten wie

Quitten- oder der bereits erwähnte

Vogelbeerengeist dazu. Wer die

Edelobstbrennerei Graf im Verkaufsgeschäft

in Pähl besucht, kann

sich nicht nur durch ein beeindruckendes

Sortiment wühlen; probiert

werden darf natürlich auch.

Und Tipps zu Lagerung, Trinktemperatur

und Co. erhält man „frei

Haus“ und persönlich von Hubert

Graf oder Ehefrau Maria.

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84. Tutzinger Patientenforum

Mi., 8. Juni 2016, 19 Uhr

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Referent: Claudio Beger, Oberarzt Gelenkzentrum

Wir bitten um Anmeldung unter Tel. (08158) 23-102

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mai / juni 2016 | 21


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Der Kultur und Umwelt zuliebe

Publikumsliebling aus Österreich im Stadttheater

Markt lobt Umweltpreis aus

Weilheim | Auf Einladung des „Vereins der

Freunde des Weilheimer Theaters e.V.“

gastiert dort am 21. Mai Heinz Marecek

(Foto). Der österreichische Schauspieler

und Regisseur erzählt, spielt und parodiert

Geschichten und Anekdoten über

Berufskollegen, Direktoren, Autoren und

Bühnenbildner. Sie handeln von kleinen

Missgeschicken und großen Katastrophen

und reichen von Nestroy bis Peymann,

von Qualtinger bis Karajan, von Girardi

bis Ustinov, von Wien bis Hollywood. Der

Abend unter dem Titel „Das ist ein Theater

— Begegnungen auf und hinter der Bühne“

beginnt um 20 Uhr. Marecek weiß,

wovon er spricht: In der Alpenrepublik ist

er Publikumsliebling und hat mit vielen

„Granden“ des Theaters gearbeitet. Jetzt

plaudert er aus dem Nähkästchen. Neben

seiner Bühnenlaufbahn

ist er aus Filmund

Fernsehrollen

bekannt, aktuell in

„Die Bergretter“ oder

als „Haubenkoch“

Hannes Kofler, der

sich in „SOKO Kitzbühel“

als Hobbydetektiv

in polizeiliche Ermittlungen einmischt.

Marecek ist auch als Autor erfolgreich, in

Weilheim signiert er seine Bücher. Karten

gibt es im Vorverkauf im Veranstaltungsbüro

der Stadt im Rathaus (Tel. 0881/682-

532) und beim Kreisboten-Ticketservice

im Sparkassengebäude am Marienplatz

(Tel. 0881/686-11). Infos auch

im Internet: www.weilheimerttheaterfreunde.de.

Murnau | Erstmals lobt der Markt Murnau

am Staffelsee einen Umweltpreis

aus. Dieser mit 1 000 Euro dotierte Preis

honoriert hervorragende Leistungen auf

dem Gebiet des Umweltschutzes, die in

den vergangenen 18 Monaten umgesetzt

wurden. „Mit diesem Preis soll eine aktive

öffentliche Beteiligung an der Lösung

lokaler Umweltverschmutzung und -belastung

gefördert und zugleich für den

Klimaschutz sensibilisiert werden“, so

Bürgermeister Rolf Beuting.

Die eingereichten Projekte müssen mindesten

eines der vier wesentlichen Kriterien

erfüllen: Das Umweltbewusstsein

muss gestärkt werden. Die natürlichen

Lebensgrundlagen müssen gesichert

sein. Umweltschäden müssen verhindert

oder beseitigt werden. Oder das Wohnumfeld

muss in ökologischer Hinsicht

verbessert werden. Teilnahmeberechtigt

sind in Murnau ansässige Vereine, Interessensgruppen

und Betriebe, sowie

Schulen, Jugendgruppen und Privatpersonen.

Die Bewerbungsfrist ist der

30. September 2016. Der Umweltpreis

ist eine Initiative von ödp/Bürgerforum

Murnau und wurde im Marktgemeinderat

im November

2015 beschlossen. tis

60 Jahre Volksliederchor im Zeichen von Udo Jürgens

Gefeierter polnischer Jazz-Geiger kommt nach Starnberg

Starnberg | Geiger

sind in der internationalen

Jazz-Szene

eine absolute Rarität.

Wenn einer dann

2013 auch noch einen

„Echo“ gewinnt

als „Bester Instrumentalist

International“,

sagt das jede Menge über ihn aus.

Und noch mehr, wenn er gerade mal 30

Jahre alt ist wie Adam Baldych, dem die

FAZ bescheinigte: „Zweifellos der größte

lebende Geigentechniker des Jazz.“ Mit

seinem „Imaginary Quartet“ spielt der

junge Pole am 3. Juni in der Starnberger

Schlossberghalle. Sein energiegeladenes,

jugendlich-frisches Auftreten und die sich

besonders in seinen Improvisationen

ausdrückende Virtuosität brachten ihm

den Spitznamen „Evil“ ein. Die Mitglieder

seines Quartetts graduierten an der Karol

Szymanowski Musikakademie Katowice

und erspielten sich in unterschiedlichen

Formationen internationales Renommee.

Für das Konzert in der Reihe

„ALL THAT JAZZ @ STARNBERG“

(www.all-that-jazz-starnberg.de) verlost

„tassilo“ wieder dreimal zwei Karten.

Wer sie gewinnen möchte, schickt bis

15. Mai eine Postkarte an „tassilo“, Birkland

40, 86971 Peiting oder eine E-Mail an

info@tassilo.de mit dem Kennwort „Jazzgeiger“.

Die Gewinner werden postalisch

benachrichtigt, deshalb Absender nicht

vergessen. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgetschlossen.

Viel Glück!

Wielenbach | Der Volksliederchor feiert

heuer sein 60-jähriges Bestehen. Aus

diesem Anlass findet am Samstag, 11.

Juni, um 20 Uhr ein Jubiläumskonzert in

der Stadthalle Weilheim statt. Das Motto:

Von A bis Z, von „Aber bitte mit Sahne“

bis „Zottelmarsch“. Dabei bilden bekannte

Lieder von Udo Jürgens den roten

Faden des Programms. Thematisch passend

bringt der Volksliederchor Stücke

zu Gehör, die aus den Bereichen Volkslied,

Operette, Unterhaltungs- und Filmmusik,

Musica sacra, Musical und Oper

stammen. Die Idee, das Konzertprogramm

an Liedern von Udo Jürgens auszurichten,

hängt mit dem Gründungsjahr

zusammen. Der Komponist, Pianist und

Sänger startete 1956 unter dem bekannten

Künstlernamen seine Karriere. Am

Konzertabend wird der Chor von Max

Ginter (Klavier) und einem

Instrumentalisten-Ensemble

begleitet. Die Leitung

hat Thomas Becherer.

Eintrittskarten zum Preis

von 15 Euro (freie Platzwahl)

sind im Vorverkauf

beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse

Weilheim, sowie in der

„Blumeninsel“ el“

Wielenbach hältlich.

ertis

22 | tassilo


Juni Spiele schön jung“

in Schloss, Kneipe, Hotel und auf der Insel

Starnberg / Tutzing / Feldafing | Zum Zehnjährigen ihrer „KunstRäume

am See“ hatte Elisabeth Carr 2015 dieJuni Spiele schön jung“

ins Leben gerufen. Beim jungen Publikum kamen sie so gut an,

dass sie im Juni in die zweite Runde gehen. An fünf Abenden zeigen

junge Künstler am Starnberger See Tanzperformance, Poetry-

Slam, Theater, Ausstellung und Film — in Kneipe, Schloss, Hotel

und Insel. Auftakt ist am 11. Juni um 19 Uhr in der Schlossberghalle

Starnberg Shakespeares „Romeo und Julia“ für Kinder, Jugendliche

und Erwachsene als Musiktheaterfassung des Komponisten Peter

Francesco Marino. Voll sinnhafter Absurditäten in Poesie und Musik

wird die Nacht mit der deutschen Poetry-Slam-Meisterin Fee am

15. Juni um 20.30 Uhr im „Hotel Bayerischer Hof“ in Starnberg. Mit

dabei: die jungen Münchner Singer-Songwriter Lucie Mackert und

Peter Fischer. Tanz und Text mit jungen Tänzerinnen präsentieren

Rosalie Wanka und Cecilia Loffredo mit Laura Maire als Sprecherin

im Spiegelsaal von Schloss Garatshausen am 17. Juni um 19.30 Uhr.

Der „Tutzinger Keller“ serviert zu indischem Essen am 18. Juni Fotografien

der jungen Starnbergerin Hanna Schlüter über die indische

„Kathpuli Art Colony“ und dazu den Film „Tomorrow we disappear“,

eine preisgekrönte Doku zum

gleichen Thema. Abschluss des

Festivals ist am 19. Juni um 18

Uhr auf der Roseninsel das

Stelldichein zweier Sprösslinge

der Well-Familie, die als

„TwoWell“ bekannten

Matthias und Maria

Well.

ts

Gewinner, Gewinner, Gewinner

Tassiloland | Die Einsendungen zu unseren verschiedenen Gewinnspielen

aus der letzten Ausgabe des „tassilo“ hat uns diesmal wirklich

überwältigt. Es freut uns, einigen Personen auf diese Weise

eine Freude gemacht zu haben. Wie Brigitte Honold aus Polling,

Elisabeth Strass aus Peißenberg und Monika Buchner (Dießen)

mit je zwei Eintrittskarten für Jazz-Star Johannes Enders. Ebenso

Maria Radner aus Wielenbach, Marianne Bittl aus Weilheim und

Thomas Leising (Peißenberg), die sich jeweils über ein „Pfaffenwinkel-Buch“

freuen durften. Elisabeth Ginter aus Haunshofen,

Karl-Hermann Pandza aus Seeshaupt und die Pöckingerin Sabine

Mengis hatten Glück mit einer CD vom „Orchester Kurzweil“. Und

zum Bauerntheater „RegnWurmOrakl“ in Murnau durften wir einladen:

Elisabeth Kottek aus Raisting, Johann Pfefferle aus Eberfing,

Sylvia Thumann aus Wielenbach, Norbert Reutter-Arnthof rnthof aus Peißenberg

und die Weilheimer Monika Müller-Mack und

Susanne Hiebl. Alle erhielten jeweils zwei Karten für

eine Vorführung.

tis

mai / juni 2016 | 23


Ausbildungs- und Jobmöglichkeiten bei der Krankenhaus GmbH

Beste Chancen für

die berufliche Zukunft

Weilheim / Schongau | An den Berufsfachschulen

für Krankenpflege

und Krankenpflegehilfe stehen bei

der Krankenhaus GmbH pro Jahr

rund 50 Ausbildungsplätze zur

Verfügung. Die Schulen können

auf eine sehr lange Tradition als

Ausbildungsstätten zurückblicken.

Bereits seit 1958 bilden sie zum/

zur examinierten Gesundheitsund

Krankenpfleger/in aus und seit

1990 auch zum/zur Pflegefachhelfer/in

(Krankenpflege). Seit ihrem

Bestehen haben über 1 000 Schülerinnen

und Schüler einen Pflegeberuf

in den Berufsfachschulen

gelernt.

Beruf mit guten

Zukunftsaussichten

Ein Blick in die Stellenanzeigen

zeigt: Pflegekräfte werden bundesweit

gesucht. Angesichts des sich

Sonderveröffentlichung der

abzeichnenden demografischen

Wandels werden laut des Statistischen

Bundesamtes bis 2025 sogar

152000 Pflegekräfte fehlen. Damit

gehören die Pflegeberufe zu den

krisensicheren Arbeitsstellen. Aber

nicht nur das: Eine Tätigkeit in der

Pflege ist auch sehr vielseitig und

bietet zahlreiche Möglichkeiten der

Weiterqualifikation. Die Krankenhaus

GmbH zählt zu den bedeutendsten

Ausbildungsbetrieben der

Region. Jahr für Jahr wird jungen

Menschen hier ermöglicht, einen

Beruf zu erlernen. Dabei können

sie unter einer großen Palette an

Ausbildungen wählen. Die größte

Gruppe unter den Auszubildenden

sind die angehenden Gesundheitsund

Krankenpflegekräfte sowie die

Pflegefachhelferinnen und -helfer.

Daneben bildet der Klinikverbund

auch im kaufmännischen und technischen

Bereich aus.

Neue Perspektiven

Wir sind ein moderner Klinikverbund im bayerischen

Voralpenland. Neben einem hohen Freizeitwert und einer

leistungsgerechten Vergütung können wir sicher auch

Ihnen eine abwechslungsreiche Tätigkeiten bieten.

Ausbildungsmöglichkeiten

bei der Krankenhaus GmbH:

• Pflegefachhelfer/in (Krankenpflege), 1 Jahr

• Gesundheits- und Krankenpfleger/in, 3 Jahre

• Duale Ausbildung (B.A. Abschluss), 3 Jahre

• Medizinische Fachangestellte

• Verschiedene Praktika

• Bundesfreiwilligendienst und

Freiwilliges Soziales Jahr

• Famulatur

• Praktisches Jahr für Medizinstudenten

Die Krankenhaus GmbH mit ihren Kliniken in Weilheim

und Schongau ist einer der größten Arbeitgeber

im Landkreis. In einer besonders schönen Landschaft

werden interessante und sichere Arbeitsplätze

sowie umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

angeboten.

Interesse?

Aktuelle Stellenangebote:

• Fachärztin/Facharzt für Anästhesiologie

• Assistenz- und Facharzt (w/m) für Anästhesiologie

• Assistenzärztin/Assistenzarzt für die

chirurgische Klinik

• Assistenzärztin/Assistenzarzt für Innere Medizin

• Oberarzt (w/m) Facharzt für Innere Medizin

• Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen für

internistische und chirurgische Stationen

• Pflegepädagogin/Pflegepädagoge

• Physio-/Ergotherapeut (w/m)

• Freiberufliche Hebamme

• medizinisch-technische Radiologieassistenten

(w/m)

> > > KONTAKT

Berufsfachschule für

Krankenpflege/Krankenpflegehilfe

Marie-Eberth-Straße 8, 86956 Schongau

Telefon: 08861 / 215-580, Fax: 08861 / 215-249

E-Mail: info-schule@kh-gmbh-ws.de

Ansprechpartner:

Klaus Fenzl, Schulleiter

Ansprechpartner Jobs & Karriere:

Christian Kargl, Gesamtpersonalleiter

Telefon: 08861 / 215-662

E-Mail: c.kargl@kh-gmbh-ws.de


Christian Sturm — neuer Leitender Oberarzt in Schongau

Eine weitere Spezialisierung

zum Vorteil der Patienten

Schongau | Die Medizinische Klinik

am Krankenhaus Schongau ist mit

ihren Schwerpunkten Gastroenterologie,

Kardiologie, Nephrologie,

Geriatrie, Diabetes und Internistische

Intensivmedizin im Bereich

der Inneren Medizin bereits breit

aufgestellt. Kooperationen mit

Nachbardisziplinen wie etwa der

Neurologie bei der Betreuung von

Schlaganfallpatienten im TESAU-

RUS-Projekt oder der Gefäßmedizin

runden das Spektrum ab. Schon

jetzt liefert die Krankenhaus GmbH

eine Vollversorgung bei Diagnostik

und Therapie der umliegenden Bevölkerung,

sei es elektiv auf Überweisung

vom Hausarzt oder auch

bei Notfällen.

Konsequente Erweiterung

des Leistungsspektrums

Im Rahmen der konsequenten

Erweiterung des Leistungsspektrums

kommt mit der Pneumologie

nun eine weitere Spezialisierung

hinzu. Dies zum Vorteil der Patienten,

denn das ambulante und

stationäre Versorgungsnetz von

Lungenkranken war in Weilheim-

Schongau und den umgebenden

Landkreisen bisher nicht so eng

verknüpft. Zum 1. März hat der Internist

und Pneumologe Christian

Sturm die Funktion des Leitenden

Oberarztes in der Inneren Medizin

übernommen. Er verstärkt damit

das Team um Chefarzt Dr. Wilhelm

Fischer.

Die Pneumologie befasst sich mit

den Krankheiten der Lunge, des

Rippenfells, der Atemmuskeln,

des rechten Herzens inklusive des

Lungenkreislaufes sowie der allergischen

Erkrankungen der Atemwege.

In den letzten Jahrzehnten

gewinnt das Fach zunehmend

an Bedeutung, insbesondere vor

dem Hintergrund einer immer älter

werdenden Bevölkerung. So ist

etwa die chronisch obstruktive Lungenerkrankung

(COPD), gemeinhin

auch als „Raucherasthma“ oder

Christian Sturm mit

Beatmungsgerät und Bronchoskop

„Altersasthma“ bezeichnet, zu einer

Volkserkrankung geworden.

Die Lungenentzündung (Pneumonie)

ist trotz der verschiedenen

Möglichkeiten einer antibiotischen

Therapie diejenige Infektionskrankheit,

die in Westeuropa die

meisten Todesopfer fordert. Lungenkrebs,

vor 100 Jahren eher eine

Seltenheit, ist heutzutage weltweit

die häufigste Krebsart. Der technische

Fortschritt im Bereich der Beatmungsmedizin

erschließt vielfältige

Möglichkeiten zur Behandlung

des Lungenversagens, sei es invasiv

oder nicht-invasiv, innerhalb oder

zunehmend auch außerhalb der

Kliniken. In all diesen Bereichen

ist ein hohes Maß an Spezialwissen

erforderlich, dem nun Rechnung

getragen wird.

Wohnortnahe, vollumfängliche

Versorgung

Geschäftsführer Thomas Lippmann

sieht den Standort Schongau durch

den neuen Leitenden Oberarzt weiter

gestärkt: „Gesundheitsversorger

2020 ist die Devise der Krankenhaus

GmbH. Wir bieten den Patienten

eine wohnortnahe, vollumfängliche

Versorgung. Medizin auf

hohem Niveau, einfühlsame Pflege

und ein schönes Ambiente sollen

dazu beitragen, dass unsere Patienten

sich gut umsorgt fühlen. Mit

der Pneumologie ist ein weiterer

wichtiger Baustein und medizinischer

Leuchtturm hinzugekommen.

Wir sind froh, dass wir Christian

Sturm für unser Haus gewinnen

konnten.“

> > > LEISTUNGEN UND KONTAKT

Leistungsspektrum Pneumologie

• Diagnostische und interventionelle

Bronchoskopie inkl. BAL und Argonbeamer

• Lungenfunktionsdiagonstik

• Screening von nächtlichen Atemstörungen

Kontakt Medizinische Klinik

Telefon: 08861 / 215-454

Fax: 08861 / 215-138

mai / juni 2016 | 25


Klinik für Geriatrie — Zentrum für Altersmedizin

Mit einem multidisziplinären Team

zurück in den Alltag

Schongau | Altersmedizin überschreitet

— anders als andere

Fachrichtungen — die organmedizinischen

Grenzen und benötigt

immer ein multidisziplinäres

Team, um den alternden Patienten

in seinen normalen Lebensalltag

zurückzuführen. Warum? Das hat

die European Union Geriatric Medicine

Society 2008 für alle Mitgliedsstaaten

definiert:

„Geriatrische Medizin ist eine

medizinische Spezialdisziplin, die

sich mit den körperlichen, mentalen,

funktionellen und sozialen

Bedingungen der akuten, chronischen,

rehabilitativen, präventiven

Behandlung und Pflege — auch am

Lebensende — befasst. Die Gruppe

der Patienten wird mit einem hohen

Grad von Gebrechlichkeit und

aktiven Mehrfach-Erkrankungen

assoziiert, die einen ganzheitlichen

Behandlungsansatz erfordern.“

Das multidisziplinäre Team der

Krankenhaus GmbH betreut

Menschen über 75 Jahre in der

Akutgeriatrie und Geriatrischen

Rehabilitation. Die relativ betrachtet

am stärksten wachsende

Bevölkerungsgruppe im Landkreis

Weilheim-Schongau sind Menschen

im Alter zwischen 80 und

90 Jahren. Für sie gilt es, adäquate

und wohnortnahe medizinische

Versorgungskonzepte zu schaffen.

Das Zentrum für Altersmedizin

ist die Antwort der Krankenhaus

GmbH auf den demografischen

Wandel. Unter ihrem Dach befinden

sich die Geriatrische Rehabilitation

mit 29 Betten und die Akutgeriatrie

mit 20 Betten.

Therapieteam — ein

wichtiger Baustein

Zu den Behandlungsschwerpunkten

der Geriatrischen Rehabilitation Schongau gehören:

• Folgen altersbedingter Gefäßerkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt

sowie zerebrale und periphere Durchblutungsstörungen)

• Folgen schwerer internistischer Allgemeinerkrankungen

(Diabetes, Lungenentzündung)

• Neurologische Erkrankungen (z.B. Morbus Parkinson)

• Folgezustände nach Operation insbesondere nach Knochenbrüchen,

Amputationen oder auch künstlichem Gelenkersatz

• Degenerative und entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates

(z.B. Rheuma, Osteoporose, Arthrose)

Die Geriatrie ist wie die Gastroenterologie

oder Kardiologie ein

Teilgebiet der Inneren Medizin.

Neben der bekannten Diagnostik

und Therapie in Abteilungen der

Inneren Medizin wie Labor, Ultraschall,

Röntgen, CT, Kernspin oder

Endoskopie, verfügt die Akutgeriatrie

über einen weiteren wichtigen

Baustein: die Behandlung in

einem therapeutischen Team mit

spezialisierter Pflege, Physiotherapie,

Ergotherapie, Sozialarbeit,

Neuropsychologie und Logopädie

— vom ersten Tag an.

Zu Beginn der Unterbringung in

der Akutgeriatrie steht ein Orientierungsassessment,

das bei Aufnahme

der Patienten durchgeführt

wird. Dabei werden Menschen

ab dem 70. Lebensjahr unter anderem

befragt, wie es um ihre

Mobilität und ihren Hilfebedarf

steht. Werden die Kriterien eines

geriatrischen Patienten erfüllt, ist

die Unterbringung in der Akutgeriatrie

möglich. Stehen jedoch

zum Zeitpunkt der Aufnahme im

Krankenhaus organmedizinische

Komplikationen im Vordergrund,

die eine fachspezifische Intervention

oder Operation erforderlich

machen, so haben diese selbstverständlich

Priorität. Eine Verlegung

in die Akutgeriatrie ist dann

erst nach Stabilisierung möglich,

wenngleich eine beratende Mitbehandlung

generell von Anfang

an erfolgt.

Das Ziel: Mobilität

und Selbstständigkeit

Angehörige nehmen ab dem ersten

Tag ein wichtige Rolle ein, sie

geben dem Team um Chefarzt Dr.

Hans-Christian Sänger wichtige Informationen

etwa über die Zeit vor

dem Krankenhausaufenthalt oder

das Wohnumfeld. Ziel ist stets die

bestmögliche Wiederherstellung

der Mobilität und Selbstständigkeit

als Voraussetzung der Rückkehr in

die eigenen vier Wände. Alle akutgeriatrischen

Patienten erhalten

dann eine koordinierte Entlassplanung.

Hierbei werden sie vom

Sozialdienst der Klinik unterstützt.

Dieser kommt direkt ans Patientenbett

und hilft beispielsweise bei

der Vermittlung von ambulanten

Hilfen oder der Beantragung einer

Reha-Maßnahme. Patienten haben

die Möglichkeit nach ihrem Aufenthalt

in der Akutgeriatrie, der in der

Regel 14 Tage dauert, in die Geriatrische

Rehabilitation zu wechseln.

Es stehen Ein- und Zweibettzimmer

mit angeschlossenem Patientenbad

zur Verfügung. Auf dem

Stationsflur befinden sich behindertengerechte

Duschen. Alle Zimmer

sind nach Süden ausgerichtet

und gewähren einen schönen Blick

auf die Schongauer Altstadt. Die

Patienten haben die Möglichkeit,

ihre Mahlzeiten im Zimmer oder

im Speisesaal der Akutgeriatrie

einzunehmen.

Die Geriatrische Rehabilitation am

Standort Schongau besteht seit

1998. Pro Jahr werden rund 500

geriatrische Patienten von einem

multiprofessionellen Team unter

der Leitung von Chefarzt Dr. Hans-

Sonderveröffentlichung der


Christian Sänger betreut. Über 29

Betten verfügt die Abteilung, inklusive

eines eigenen Therapie-Pavillons

mit angeschlossenem Garten.

Seit April 2015 ist die Geriatrische

Rehabilitation Teil des Zentrums für

Altersmedizin der Klinik Schongau.

Ein geriatrischer

Patient?

Ist meist über 65 Jahre alt, hat

ein hohes Risiko für Gebrechlichkeit

und mehrere Erkrankungen

gleichzeitig. In der Fachsprache

spricht man von Multimorbidität.

Solch ein multimorbider Patient

hat Anspruch auf Rehabilitation,

wenn Rehabilitationsbedürftigkeit,

-fähigkeit, -willigkeit und eine

positive Rehabilitationsprognose

> > > GERIATRIE – KONTAKT

ärztlich bestätigt werden. Voraussetzung

ist, dass Patienten soweit

stabil und belastbar sind, um aktiv

an den rehabilitativen Therapien

teilzunehmen. Zu Beginn der

Aufnahme findet eine ärztliche

Aufnahmeuntersuchung statt. Dabei

werden unterschiedliche Tests

(Geriatrisches Assessment) durchgeführt.

Aus der Aufnahmeuntersuchung

heraus wird in Absprache

mit dem Team ein Rehabilitationsplan

für jeden Patienten erstellt.

Dieser kann sich aus logopädischen,

ergotherapeutischen, physikalischen

und physiotherapeutischen

Therapien zusammensetzen.

Dr. Hans-Christian Sänger (Chefarzt Geriatrie), Tel.: 08861 / 215-338,

E-Mail: c.saenger@kh-gmbh-ws.de

Sandra Bucher (Stationsleitung Geriatrische Rehabilitation),

Telefon: 08861 / 215-334

Lolita Hönig (Stationsleitung Akutgeriatrie), Tel.: 08861/215-434

Birgit Noack (Therapieleitung), Tel.: 08861 / 215-343,

E-Mail: b.noack@kh-gmbh-ws.de

Versorgung von Schlaganfällen

Wenn jede Minute zählt

Weilheim / Schongau | Bei einem

Schlaganfall zählt jede Minute.

Denn je länger das Gehirn ohne

Sauerstoff ist, desto größer sind

die langfristigen Folgeschäden.

Rund 250 000 Menschen erleiden

in Deutschland pro Jahr erstmalig

einen Schlaganfall. Etwa die Hälfte

der Patienten sind nach Angaben

der Deutschen Schlaganfallhilfe

auch ein Jahr nach dem Ereignis

auf fremde Hilfe angewiesen.

Der Schlaganfall gehört zu den

dritthäufigsten Todesursachen in

Deutschland. Rund 80 Prozent

aller Schlaganfälle werden durch

Dr. Fischer Prof. Dr. Knez

den Verschluss einer Schlagader

hervorgerufen, die zu einer Mangeldurchblutung

des Gehirns

führt. Ein Schlaganfall kann aber

auch vom Platzen eines Blutgefäßes

herrühren.

24-Stunden-

Überwachung

TESAURUS:

Der Klinikverbund setzt auf eine starke Vernetzung im Gesundheitswesen.

Aus diesem Grund bestehen Kooperationen in den verschiedenen

medizinischen Bereichen. An den Standorten Schongau und

Weilheim ist die Krankenhaus GmbH als Mitglied mit dem telemedizinischen

Netzwerk zur Schlaganfallversorgung Augsburg

und Südwestbayern verbunden und damit regionales Schlaganfallzentrum.

Hinzu kommt die Mitgliedschaft im Traumanetzwerk

München/Oberbayern Süd.

Ist es zum Schlaganfall gekommen,

kann die Notfallversorgung

und Behandlung wohnortnah in

der Klinik Schongau oder Klinik

Weilheim erfolgen, die seit 2010

Mitglied im telemedizinischen

Netzwerk zur Schlaganfallversorgung

Augsburg und Südwestbayern

— kurz TESAURUS genannt (Erklärung

siehe Kasten oben rechts)

— sind. Patienten erwartet eine

qualitativ hochwertige Versorgung.

Dazu gehören 24-Stunden-

Monitorüberwachung, Lysetherapie,

Kernspintomografie, Angiografie

und Telekonsile im Rahmen

der TESAURUS-Kooperation mit

der neurologischen Klinik des Klinikums

Augsburg. Im Zuge der Telekonsile

können die Schongauer

> > > KONTAKT

Ärzte die Neurologen des Zentralklinikums

Ausgburg per Echtzeit-

Videosystem direkt an das Bett des

Patienten zuschalten — und dies

rund um die Uhr.

Klinik Schongau — Innere Medizin

Marie-Eberth-Straße 6, 86956 Schongau, Telefon: 08861 / 215-454

Ansprechpartner: Dr. Wilhelm Fischer

Ärztlicher Direktor/Chefarzt Innere Medizin Klinik Schongau

Klinik Weilheim — Innere Medizin

Johann-Baur-Straße 4, 82362 Weilheim, Telefon: 0881 / 188-598

Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Knez

Ärztlicher Direktor/Chefarzt Innere Medizin Klinik Weilheim

mai / juni 2016 | 27


Dr. Thomas Löffler — ein Jahr neuer Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie

Leistungsspektrum erheblich erweitert

Weilheim | Seit März 2015 leitet

Dr. Thomas Löffler die Kliniken für

Unfallchirurgie und Orthopädie an

den Krankenhäusern Weilheim und

Schongau. Seitdem hat der neue

Chefarzt das Leistungsspektrum

erheblich erweitert, die Zusammenarbeit

mit dem Rettungsdienst

ausgebaut und die Zertifizierung

als lokales Traumazentrum initiiert.

Das Leistungsspektrum

umfasst nun zusätzlich die

Behandlung von:

• Wirbelsäulenfrakturen

• Beckenchirurgie

• Komplexe Extremitätenchirurgie

• Sporttraumatologie

• Osteoporotische Wirbelsäulenfrakturen

mittels minimalinvasiver

Verfahren zur Behandlung

von Wirbelbrüchen

(Kyphoplastie)

Die Klinik für Unfallchirurgie und

Orthopädie bietet die gesamte Endoprothetik

von Hüfte und Knie,

von der Primärprothese über die

komplexe Wechselrevisionsendoprothetik

bis hin zum Ersatz von

Teilen des Oberschenkelknochens

(Femur) an.

Seit März gibt es also auch für jede

chirurgische Subdisziplin einen eigenen

Bereitschaftsdienst an Wochenenden

und Feiertagen. „Das

war mir von Anfang an wichtig,

dass ein unfallchirurgischer Patient

auch von einem Facharzt für Unfallchirurgie

operiert wird“, erklärt

Löffler. Die Zusammenarbeit mit

dem Rettungsdienst wurde durch

die Neukonzeption eines strukturierten

Schockraumkonzepts verbessert.

Der Prozess der Zertifizierung als

lokales Traumazentrum wird zur

Zeit durchlaufen und wird voraussichtlich

im Sommer des Jahres

abgeschlossen.

Vertrauensbeweis

der Patienten

Struktur, Organisation, Ausstattung

sowie die Förderung von

Qualität und Sicherheit schaffen

die Voraussetzungen, dass alle

Veranstaltungshinweis:

„Wenn das Knie schmerzt“

Mittwoch, 4. Mai 2016, 19.00 Uhr

Krankenhaus Weilheim, EG, Casino

Dr. Thomas Löffler, Chefarzt

Marcel Ziegler, Leitender Oberarzt

Klaus Lederer, Oberarzt

verunfallten Patienten die gleiche

optimale Behandlung erfahren.

„Das neue Angebot der Klinik für

Unfallchirurgie und Orthopädie

ist bereits von den Patienten angenommen

worden“, zeigt sich

Geschäftsführer Thomas Lippmann

auf Basis der gestiegenen

Patientenzahlen zufrieden. „Einen

besseren Vertrauensbeweis gibt es

nicht“.

Die Abteilung Unfallchirurgie/

Orthopädie der Klinik Weilheim

steht seit dem 1. Mai 2015 unter

der Leitung von Dr. Thomas Löffler.

Zu seinem Team gehören Marcel

Ziegler (Leitender Oberarzt) und

Klaus Lederer (Oberarzt).

> > > KONTAKT

Sonderveröffentlichung der

Sekretariat Weilheim — Frau Hirthammer

Telefon: 0881 / 188-593

E-Mail: b.hirthammer@kh-gmbh-ws.de

Sekretariat Schongau — Frau Findl

Telefon 08861 / 215-292

E-mail: m.findl@kh-gmbh-ws.de


Pilotprojekt in Schongau läuft seit Anfang April

Notdienst jetzt immer im Krankenhaus

Schongau / Weilheim | Wer kennt

das Problem nicht? Abends oder

am Wochenende benötigt man

dringend eine Arztpraxis, die

geöffnet hat. Bisher war es notwendig

herauszufinden, welcher

Arzt Notdienst hat und wo man

seine Praxis findet. Das ist jetzt

Vergangenheit: Im April wurde

im Rahmen eines Pilotprojektes

die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen

Vereinigung am

Krankenhaus Schongau in Betrieb

genommen, das bedeutet: Der

Arzt, der zur entsprechenden Zeit

Notdienst hat, ist ab sofort immer

auch im Krankenhaus anzutreffen.

Die Räumlichkeiten dieser Praxis

befinden sich bis auf weiteres

in den Zimmern 752 und 753 im

Erdgeschoß. Der Weg dahin wird

vom Haupteingang aus mit gelben

Fußabdrücken auf dem Boden

gekennzeichnet, so dass dieser

nicht übersehen werden kann. Der

Krankenhaus GmbH ist es wichtig,

dass der Zugang zur Praxis ausschließlich

über den Haupteingang

der Klinik erfolgt.

Notfallversorgung

rund um die Uhr

Die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen

Vereinigung ist zu

folgenden Zeiten besetzt: Montag,

Dienstag und Donnerstag jeweils

von 18 bis 21 Uhr. Mittwochs und

freitags von 13 bis 21 Uhr. Und an

Samstagen, Sonntagen und Feiertagen

von 9 bis 21 Uhr.

Patienten aus Weilheim und Umgebung

können sich — neben

der Möglichkeit die KV-Praxis in

Schongau aufzusuchen — weiterhin

auf die Notfallversorgung im

Krankenhaus Weilheim verlassen.

Die interdisziplinäre Notaufnahme

ist an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden

besetzt und gewährleistet den

Patienten durchgehend ärztliche

Hilfe und Versorgung.

Eintritt

frei

29.06. ab

9.00 Uhr

Gesundheitstag

im Wellenfreibad Peiting

Mehr unter http://gesundin.bayern

mai / juni 2016 | 29


Einziger deutscher Harfenbaumeister von Weltruf

Ein Ferrari für die Dame

11 . Juni Große Hausmesse!!!

Wir

sehen Sie als unsere Zukunft

arbeiten für das Gemeinwohl unserer Bürger

bieten ein breites Aufgabenspektrum in Bereichen wie beispielsweise Bauwesen,

Naturschutz, Kommunalwesen, Sozialwesen oder Jugend und Sport

stehen für Kunden- und Dienstleistungsorientierung

bieten Fach- und Führungspositionen

fördern unsere Mitarbeiter im Rahmen verschiedenster Fortbildungsangebote

bieten flexible Arbeitszeiten

fördern Ihre Gesundheit und sind ein familienfreundlicher Betrieb

sind verlässlich

arbeiten im Team

sind eine innovative Behörde

Sie finden Ihre Interessen wieder und sind an einem anspruchsvollen rechtlichen Studium

interessiert? Dann bewerben Sie sich für das

duale Studium zum/zur Diplom-Verwaltungswirt/in (FH)

in der Beamtenlaufbahn des nichttechnischen Verwaltungsdienstes mit Einstieg in der

dritten Qualifikationsebene (Studienbeginn 1. Oktober 2017)

Einstellungsvoraussetzungen sind:

deutsche Staatsangehörigkeit oder Staatsangehörigkeit eines EU-Staates


unbeschränkte Fachhochschulreife oder Hochschulreife

erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren des Bayerischen

Landespersonalausschusses am 10. Oktober 2016

(Anmeldung online unter www.LPA.bayern.de bis spätestens 10. Juli 2016)

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Bewerbungsunterlagen bis spätestens

10. Juli 2016 an das

Landratsamt Starnberg, Strandbadstr. 2, 82319 Starnberg

Ansprechpartnerin: Katrin Sontheim

E-Mail: personalentwicklung@LRA-starnberg.de

Weitere Informationen zum Studium finden Sie unter www.Lk-starnberg.de

Starnberg | Seine Instrumente erklingen

rund um den Globus: In

dritter Generation produziert Klaus

Horngacher im familieneigenen

Betrieb Harfen und beliefert von

Starnberg aus alle bedeutenden

Orchester der Welt.

Als Engelsinstrument möchte Klaus

Horngacher seine Harfen nicht verstanden

wissen, auch wenn das

romantische Bild die gängige Assoziation

in den Köpfen der meisten

Menschen ist: „Historisch ist

dem Engel sowohl die Harfe wie

auch die Posaune zugetan, wobei

die Posaune nach der biblischen

Glaubenslehre eher die Aufgabe

hatte, in Jericho die Mauern einzureißen“,

en“,

erklärt rt

der

59-Jährige mit

ei-

nem

Schmunzeln.

Abgese-

hen von den

beliebten

bten

überirdi-

rdischen

Wesen sitzen nach Horngachers

langjährigen Berufserfahrungen

bis heute tatsächlich überwiegend

Frauen am traditionellen Zupfinstrument:

„Schon im 16. Jahrhundert

war die Harfe das höfische

Instrument der Damen in den gehobenen

Gesellschaftsschichten.

Bis heute ist der Anteil der Musikerinnen

extrem hoch, immerhin

90 Prozent unserer Klienten sind

weiblich. Kurios in dem Zusammenhang

ist aber, dass zu den

bekanntesten Künstlern wie dem

Franzosen Xavier de Maistre oder

dem verstorbenen Spanier Nicanor

Zabaleta fast überwiegend nur

männliche Musiker zählen.“

Vielfältige

Einsatzgebiete

Ebenfalls relativ unbekannt sei nach

Ansicht des Harfenbauers auch die

Vielfalt lt der

Musikrichtungen: „Viele

denken bei

Harfe nur an klassi-

sche

Musik. Dabei lässt sich

mit dem oft üppig verzierten,

fast

zwei Meter hohen Instrument

nahezu ‚alles‘ spielen,

sei es Volksmusik, Blues, Jazz

bis hin zu vereinzelten Rockstücken.

Darüber hinaus gibt

es bereits eits

seit einigen Jahren

auch

‚E-Harfen‘ mit elektrischer

Verstärkung.“ rkun

Die moderne Entwicklung

der

von

ihm produzierten

Instrumente nte nimmt Klaus Horngacher

gelassen: se

„Mit einer oder

zwei

Harfen im

Orchester ist die

Anzahl der

weltweit aktiven Harfenisten

im Vergleich zu anderen Instrumenten

ohnehin überschaubar.

Demzufolge ist

auch die Anzahl der

Konzertharfen-Hersteller n-He

mit weltweit

sieben namhaften Produzenten

traditionell ione

sehr gering.“

Mit insgesamt sechs Mitarbeitern

gilt der Starnberger als einziger

deutscher Meisterbetrieb und

gleichzeitig als einziges weltweit

tätiges Handwerksunternehmen.

Die im Jahr 1925 von Josef Obermayer

gegründete Manufaktur

hatte Klaus Horngachers Vater

Maximilian bereits vor 50 Jahren

erworben. Direkt im Anschluss an

seine Ausbildung zum Orgel- und

Harmoniumbauer machte der damals

21-Jährige noch seine Lehre

zum Harfenbauer und schließlich

den Meisterbrief. Mit der GmbH-

Gründung übernahm der zweifache

Familienvater 1992 auch die

Geschäftsführung.

Lieferant für alle

namhaften Orchester

In der kleinen Werkstatt an der

Söckinger Straße produziert Klaus

Horngacher heute zusammen mit

seiner Schwester bis zu 14 Konzertharfen

pro Jahr. Zu seinen

Kunden zählen alle namhaften

Orchester auf der ganzen Welt,

darunter die New Yorker, Münchner

und Berliner Philharmoniker,

das Orchester des Staatstheaters in

Moskau, die Scala in Mailand, das

Nationalorchester Brasilien, die

Oper Peking, die Philharmonie Osaka

sowie die BBC und die Queensland

Symphony Australien. Seine

Kunden bekommt der Starnberger

fast ausschließlich über Mund-zu-

Mund-Propaganda. Gelegentlich

gibt es auch Ausstellungen oder

Kongresse, auf denen sich der kleine

Familienbetrieb präsentiert.

Zwischen 25 000 und 85 000 Euro

kostet ein handgefertigtes Instrument,

für das der kleine Betrieb

zirka 900 Arbeitsstunden veran-

30 | tassilo


Klaus Horngacher beliefert von

Starnberg aus die bedeutendsten

Orchester der Welt.

schlagen muss. Neben den hochwertigen

Schnitzereien und viel

Feinmechanik ist bestes Material

für den Harfenbaumeister auch

beim Holz elementar. Um es auf

seine Klangqualität zu testen, wird

es von Klaus Horngacher vor dem

Kauf mit Erfahrung und vor allem

viel Gefühl abgeklopft. Als Tonholz

geeignet sind beispielsweise Importe

aus Nordamerika, Mahagoni

aus Afrika und Bergahorn aus den

Alpen. Horngacher ergänzt: „Selbst

bei den eigenen Händlern ist es

nicht ganz leicht, das geeignete

Stück in diesen Maßen zu finden.

ume in der Größe sind oft Hunderte

von Jahren alt. Wenn so ein

Riese einmal geschlagen ist, wird

es in der Regel schwierig, ein vergleichbares

Exemplar in der exakt

brauchbaren Größe zu finden. Darüber

hinaus sind die Qualitätsspannen

groß und das Holz sehr

mühsam und fein zu selektieren.“

Gebaut wird im kleinen Betrieb seit

mehreren hundert Jahren immer

nach dem gleichen Prinzip: Die

Holzteile sind mehrfach miteinander

verleimt und selbst kleinste

Schrauben werden mit der Hand

gefertigt. Zuvor werden alle Hölzer

bis zu acht Jahre gelagert und getrocknet.

Obendrein muss die Stabilität

passen, denn dauerhaft lastet

viel Masse auf dem Instrument.

Klaus Horngacher erklärt die große

Besonderheit der traditionsreichen

Instrumente: „Im Gegensatz zur

Geige, wo vier Saiten auf der Decke

flach liegen, ist die Spannung bei

der Harfe ungleich höher: Mit dem

direkten Zug der 47 Saiten an der

Resonanzdecke, also dem Klangkörper,

lastet auf jedem Instrument

ein Druck von rund 1,5 Tonnen.

Trotzdem entwickelt sich das Holz

über einen langen Prozess, und ein

Instrument braucht oft viele Jahre,

um sich im Klang voll zu entfalten.“

Filigrane

Handwerkskunst

Mit fast 2 000 Einzelteilen aus

Holz und Metall hat die Harfe im

Vergleich zu anderen Musikinstrumenten

eine sehr umfangreiche

Mechanik. Horngacher: „Zur hohen

Kunst der Technik zählt, dass wir

hier teilweise mit Basstoleranzen

im Bereich von fünf Tausendstel

Millimeter arbeiten. Erst das

perfekte Zusammenspiel mit der

Technik ergibt den feinen, sehr

einzigartigen Klang.“ Dabei sei das

wuchtige Instrument auch für zarte

Oberarme erstaunlich fein zu bespielen:

Mit der richtigen Balance

lastet auf der Schulter der Musiker

nur ein Bruchteil der insgesamt 40

Kilogramm Gesamtgewicht.

Selber spielen wollte der Instrumentenbauer

nie. Nur das intensive

Einstimmen und einige Akkorde

anzuschlagen gehört zum Geschäft

dazu. Den Rest übernehmen spezielle

Harfenistinnen, die regelmäßig

die fertiggestellten oder

reparierten Instrumente auf Herz

und Nieren prüfen. Zu ihnen zählt

auch Ehefrau Ivana Pokorna, die als

Solo-Harfenistin am Nationaltheater

in Prag arbeitet. Horngacher:

„Zwei Musiker daheim, das wäre

mir zu viel des Guten. Wenn ich die

Musik bei meiner Arbeit seit Jahr

und Tag höre und das Instrument

immer um mich herum habe, setze

ich mich am Abend freilich nicht

auch noch zum Üben hin.“

Die fertigen Unikate, die innerhalb

seiner Branche auch als Ferrari

oder Rolls-Royce unter den Harfen

bezeichnet werden, sind für Klaus

Horngacher nicht einfach nur ein

Job. „Gefühl und auch Liebe gehört

zum Handwerk dazu. Anders würde

es nicht gehen, denn nur so ist

es uns immer wieder möglich, uns

von der Konkurrenz abzuheben.“

Industriell produzierte Instrumente

sind auch bei Konzertharfen bereits

weit verbreitet. Horngacher beurteilt

die Unterschiede zu handwerklich

produzierten Exemplaren

mit Respekt: „Die Industrie fertigt

in allen Preiskategorien zwischen

600 und 700 Instrumente pro Jahr,

kann dafür aber beispielsweise keine

Vollholzschichten liefern. Klang

und Qualität unserer individuellen

und in Handarbeit gefertigten Produkte

sprechen für sich. Darüber

hinaus können wir im Gegensatz

zur maschinellen Fabrikation beispielsweise

auch Sonderwünsche

wie besondere Schnitzereien erfüllen.

Trotzdem gibt es viele Musiker,

die eben einen anderen Typ Instrument

einfach bevorzugen.“

Weltweiter

Instrumentenservice

Für die Zukunft würde sich Klaus

Horngacher wünschen, dass sich

die Kulturlandschaft und damit die

Instrumentenproduktion einmal

wieder beleben würde: „Aufgrund

kultureller Einsparungen ist der

Harfenbau in den letzten 30 Jahren

eher rückläufig gewesen. Früher

hatten wir Lieferzeiten von bis zu

drei Jahren, heute sind Neuaufträge

immer schwieriger zu bekommen.

Wir haben zwar immer mehr Kunden

im Servicebereich, sind aber

dennoch mitunter

stark am Kämpfen.“

Als zukunftsorientierte

Lösung und

gleichzeitig wichtiges

zweites Standbein

gelten für den

Starnberger daher

der weltweite Service

und die Wartung

seiner Instrumente.

Für seine

Tätigkeit ist Horngacher

neben seinem

Zweitwohnsitz

in Prag demzufolge

immer häufiger

im Ausland unterwegs.

„Ich wohne

zum Teil in Prag

und bin darüber

hinaus bis zu vier

Wochen im Jahr auf ‚Montage‘ im

Ausland. Neben den Reparaturen

unserer eigenen Instrumente übernehmen

wir darüber hinaus immer

mehr Aufträge für Instrumente von

Fremdfirmen. Unser ‚Plan B‘ weitet

sich stetig stärker aus, was natürlich

mehr und mehr Reisen und

damit Zeitaufwand erfordert.“ Das

internationale Flair seiner Arbeit in

England, Amerika, Russland, Japan

> > > ZUM THEMA

Echt boarisch

und China ist für den Starnberger

nach wie vor schön und faszinierend,

trotzdem ist er immer wieder

froh und glücklich, zurück im heimischen

Betrieb zu sein. „Dort sind

seit über 90 Jahren unsere Wurzeln

und das werden sie auch noch in

den nächsten Jahren sein. Denn

das Interesse der Käufer wächst

wieder an, da sind wir sehr zuversichtlich.“

sc

Erfunden wurde das Instrument eigentlich in Bayern, denn die erste

Harfe mit Pedalen stammte im 18. Jahrhundert von Jakob Hochbrucker

aus Donauwörth. Ihren tiefen Ursprung hat die Harfe als eines

der ältesten Musikinstrumente der Menschheit freilich bereits um

3000 v. Chr. im Orient. Die erste europäische Harfe gab es im 8.

Jahrhundert in Irland. Differenzierte Tonhöhen ermöglichte erstmals

die Tiroler Hakenharfe in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Um 1720

folgte die einfache Pedalharfe. Um 1810 erfinden die Franzosen Sebastian

und Pierre Erard die vollchromatische Doppelpedalharfe,

die als Vorgängerin der modernen Konzertharfe gilt. Die heutigen

Instrumente sind die 46- oder 47-saitige Konzertharfe bzw. Doppelpedalharfe,

die weltweit eingesetzt werden. Die Konzertharfe gilt

mit etwa 180 Zentimeter Höhe und bis zu 40 Kilogramm Gewicht als

eines der größten und schwersten Orchesterinstrumente.

mai / juni 2016 | 31


Pollinger Tage Alter und Neuer Musik

Ein Musikfest für alle Sinne

Polling | Wenn leidenschaftliche

Musikfreunde mit Künstlern zusammentreffen,

drehen sich die

Gespräche meist um ein Thema:

Konzerte. So war es auch beim

Straubinger Pianisten Gerold Huber

und der Allgäuer Journalistin

und Kulturschaffenden Birgit

Chlupacek, die im Kontakt mit

Hanne Wittermann vom „Verein

der Freunde des Pollinger Bibliotheksaals“

auf die Idee für ein

sommerliches Musikwochenende

im Barocksaal kamen. Vom 1. bis 3.

Juli dürfen nun Alte und Neue Musik,

Lesungen und Kinderkonzerte,

verbunden mit gastronomischen

Angeboten, in den Mittelpunk rücken.

Ein Programm, das sowohl

für Urlaubs- und Tagesgäste im

Pfaffenwinkel als auch für Klassik-

Liebhaber, Familien und Freunde

von Festivals aus den umliegenden

Städten und Gemeinden einiges

zu bieten hat.

Virtuosen an Klavier

und Schlagzeug

Gerold Huber, künstlerischer Leiter

der „Pollinger Tage Alter und

Neuer Musik“.

Zur Eröffnung am Freitag, 1. Juli,

19.30 Uhr, spielen die Brüder

Nicolai und Alexej Gerassimez,

Preisträger zahlreicher Musikwettbewerbe,

und begeistern mit

virtuosen Klavier- und jazzigen

Schlagzeugstücken. Im Anschluss

folgt ab 21.30 Uhr das Nachtkonzert

„Vom Ende der Zeit“, ein Klavierquartett

von Olivier Messiaen,

mit Zwischentexten aus der Apokalypse

des Johannes.

Der Samstag startet um 11 Uhr mit

einem Gesprächskonzert, bei dem

junge Gesangssolisten Vertonungen

aus Goethes „Wilhelm Meister“

erklingen lassen; am Flügel

Pianist Gerold Huber. Den Einführungsvortrag

hält Professor Dr.

Dieter Borchenmeyer, Präsident

a.D. der Akademie der Schönen

Künste in München. Die Veranstaltung

findet in Kooperation mit der

Katholischen Erwachsenenbildung

Weilheim-Schongau statt.

Spendenaktion beim

Familiennachmittag

Von 14 bis 17 Uhr laden die Organisatoren

zu einem Familiennachmittag,

bei dem vor allem Schüler

und Laienmusiker ihre Freude

haben werden. Bei den Kinderkonzerten

„Rhapsody in Blue“

und „Kinderszenen“, moderiert

von Schauspieler Klaus Lutz Lansemann

in Begleitung von Gerold

Huber am Piano, gehen die Zuhörer

auf eine musikalische Exkursion.

Dazwischen absolvieren die

Musiker Ingolf Turban und Guido

Schiefen zusammen mit Meisterschülern

eine offene Unterrichtseinheit

an den Instrumenten Violine

und Cello. Der Eintritt für den

Nachmittag ist frei, Spenden für

den regionalen Helferkreis „Asyl

in Polling“ sind willkommen.

Kammermusik mit Werken von

Ravel, Schubert, Brahms und Bartók

erklingt um 19 Uhr. Das zweite

Nachtkonzert „Beethoven pur“ (21

Uhr) präsentiert die von Richard

Wagner arrangierte, selten aufgeführte

Fassung der neunten Sinfonie

von Beethoven mit zwei Klavieren,

Solisten und Kammerchor.

Die musikalische Zeitreise endet

mit dem Münchner Barockensemble

L’Accademia Giocosa am

Sonntag, 3. Juli, um 11.30 Uhr

(direkt nach dem Gottesdienst in

der Stiftskirche). Nach den „musikalischen

Kostbarkeiten“ von

Vivaldi und Händel öffnet die restaurierte

„Alte Klosterziegelei“

in der Tassilostraße die Tore zu

„kulinarischen Köstlichkeiten“

bei einem Brunch mit Buffet im

Stil der Zeit (Reservierung unter

> > > TICKET-VERLOSUNG

0881 / 9256090 aus Platzgründen

unbedingt empfohlen; Konzertgäste

erhalten zudem ermäßigte

Preise, Kinder bis 12 Jahre frei).

Gleichzeitig kann dort das neue

Oldtimer-Museum von HK-Engineering

besichtigt werden.

Mobil mit Shuttles

und Regionalverkehr

Dank des Angebots eines vom

Weilheimer Mercedes-Autohaus

Medele bereitgestellten, zum

Bahnhof in Weilheim pendelnden

„Benz-Besucher-Shuttles“ wird an

diesem Wochenende die An- und

Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

unterstützt. Zudem bietet

der Regionalverkehr Oberbayern

am Samstag, 2. Juli, ab Weilheim

Bahnhof einen Shuttlebus nach

Polling, der auf die Konzertzeiten

abgestimmt sein wird. Preise, Ticketvorverkauf

und alles weitere

Wissenswerte zum Musikfestival

findet sich zudem im Internet

(www.pegasus-konzerte-polling.

de).

tis

„tassilo“ verlost für das Musikfest Pollinger Tage Alter und Neuer

Musik zahlreiche Eintrittskarten. Wer diese gewinnen möchte,

schickt eine Postkarte mit dem Stickwort „Musikfest“ an „tassilo“,

Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail mit Adresse an info@

tassilo.de. Versehen Sie Ihre Einsendung zudem mit einer Angabe

zur gewünschten Veranstaltung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

die Gewinner werden per Los gezogen. Einsendeschluss für diese

Verlosung ist der 15. Mai 2016.

Verlost werden je 2 x 2 Karten

– für das Nachtkonzert 1 „Vom Ende der Zeit“ am 1. Juli, 21.30 Uhr

– für das Gesprächskonzert „Wilhelm Meister“ am 2. Juli, 11 Uhr

– für das Nachtkonzert 2 „Beethoven pur“ am 2. Juli, 21 Uhr

sowie 2 Gutscheine für den „Barock-Brunch“ am 3. Juli, ab 13 Uhr

32 | tassilo


Seltenes Himmelsschauspiel in Eberfing zu beobachten

Merkur-Transit

vor der Sonnenscheibe

Eberfing | Nach 13 Jahren ist über

dem Tassiloland am 9. Mai wieder

ein bemerkenswertes Schauspiel

am Himmel zu beobachten:

Für etwa fünf Stunden „läuft“ der

Merkur über die Sonnenscheibe.

Allerdings ist der innerste Planet

des Sonnensystems zu klein und

zu weit entfernt, um ihn ohne optische

Instrumente zu erkennen.

Und selbstverständlich sollte die

Blicke nur gen Himmel richten,

wer sich mit einer Sonnenfinsternis-Brille

schützt.

Um den in der Sprache der Astronomen

„zwölf Bogensekunden“

großen Planeten zu erkennen, ist

wenigstens eine zwanzigfache

Vergrößerung nötig. Die private

Sternwarte von Martina und Dr.

Martin Gutekunst in Eberfing ist

für Beobachtungen an diesem Tag

bestens ausgestattet: Hier steht ein

Teleskop mit der entsprechenden

Vergrößerung und einem speziellen

Filter für den gefahrlosen Blick

in die Sonne. Der Eintritt ist frei,

Spenden zum Erhalt und zur weiteren

Ausstattung der Sternwarte

sind willkommen (wir berichteten).

„Das Schauspiel kann ab 14 Uhr

an unserer Sternwarte beobachtet

werden — vorausgesetzt, der

Himmel ist klar“, blickt Martin Gutekunst

voraus. Er fügt hinzu, dass

Besucher bei dieser Gelegenheit

auch verschiedene andere Vorgänge

auf der Sonne beobachten

können: Sonnenflecken, Protuberanzen,

wie die Materieströme auf

der Sonne genannt werden, die als

Flares bezeichneten Eruptionen

an der Oberfläche und die Chromosphäre,

eine Gasschicht, die

die Sonne umgibt. Bei der Beobachtung

des Merkur-Transits wird

außerdem das Größenverhältnis

deutlich erkennbar — 1,4 Millionen

Kilometer Sonnen-Durchmesser

im Vergleich zu 4900 Kilometer

beim Merkur. Die Erde misst gut

12700 Kilometer.

Auf seiner Laufbahn kreist der Merkur

in einer Entfernung zwischen

46 und 70 Millionen Kilometer um

die Sonne. Von der Erde zur Sonne

sind es 150 Millionen Kilometer.

Deshalb herrschen auf der Oberfläche

des Merkur, die aus Gestein

besteht und wie der Mond mit

Kratern übersät ist, Temperaturen

von plus 350 Grad Celsius am Tag

und minus 170 Grad in der Nacht.

Wegen seiner Nähe umkreist der

Merkur die Sonne einmal in 88

Tagen. Allerdings ist er nicht jedes

Mal in diesem Rhythmus auf der

Sonne zu sehen, weil die

Merkurbahn um sieben

Grad gegenüber der

Erdbahn geneigt

ist. „Bei den

meisten seiner

Umrundungen

läuft

der Planet

ober- oder

unterhalb an

der Sonnenscheibe

vorbei,

außerdem

ist nicht jede

Überquerung von

Mitteleuropa aus

sichtbar, denn die Sonne

muss während dieser Zeit für

den Beobachter über dem Horizont

stehen“, erklärt Martin Gutekunst.

Der letzte Merkur-Transit, so wird

der Vorübergang des Planeten vor

der Sonne bezeichnet, war in Mitteleuropa

am 7. Mai 2003 sichtbar.

Das nächste Ereignis dieser Art ist

für den Nachmittag des 11. November

2019 errechnet worden. Unabhängig

davon bietet die Sternwarte

Eberfing in der Escherstraße

12 jeden Monat zwei öffentliche

Führungen an. Die genauen Anfangszeiten

und aktuellen Themen

der Führungen sind jeweils im

„tassilo“-Veranstaltungskalender

und auf der Website der Sternwarte

(www.sternwarte-eberfing.de)

zu finden.

ts

Unten: Bild der Sonne im H-alpha-

Licht, aufgenommen am 13. Februar

2015 in der

Sternwarte

Eberfing.

mai / juni 2016 | 33


Der „heilige“ Andechser Berg und die Geschichte des Adelsgeschlechts

Wo Mythos auf Schicksal trifft

Andechs | Denkt man an den Andechser

Berg, fallen den meisten

Besucher ganz andere Attribute

dazu ein, als Natur und Geschichte.

Meist ist es das frisch gebraute,

süffige Bier, das oben auf dem

Berg in der Klostergaststätte ausgeschenkt

wird, das im Fokus steht.

Doch kaum jemand ahnt, dass er

sich hier auf einem der geschichtsträchtigen

Böden im bayerischen

Oberland befindet; einem Ort, an

dem Mythos auf Schicksal trifft. An

dem sich die Geschichte der Grafen

von Andechs ereignete.

Hier, auf dem Berg, stand einst die

Burg Andechs, die — durch die örtliche

Begrenztheit — nur etwa die

Größe des heutigen Klosters Andechs

einnahm. Der Kienbach, der

im Laufe der Zeiten eine Schlucht

durch das Gestein gegraben hatte,

legte den strategischen Grundstein

zum Bau der Burg, die in erster Linie

zur Abwehr und Sicherung von

persönlichem Besitz, der Leibeigenen

und der Lehensgefolgschaft

errichtet wurde.

Mechthildis und Hedwig,

„Heilige von Andechs“

Strategisch war die Stelle, an der

der Wohnsitz der Grafen von Andechs

erbaut wurde, sehr gut gewählt,

setzte aber einem weiteren

Ausbau natürliche Grenzen. Weiter

darf nicht vergessen werden,

dass die Andechser Grafen selbst

nur eine Art von Vasallen darstellten,

von Königen und Kaisern abhängig

und aufgrund dessen auch

steuerpflichtig waren.

Wunderbare Ausblicke und reizvolle Fotomotive

erlaubt der Klosterberg bei schönem Wetter

— wie hier aus dem Kirchenschiff heraus.

Was nun dem Andechser Berg

das Prädikat „heilig“ verpasst

hat, ist wohl auf das Geschlecht

der Grafen zu Andechs zurückzuführen,

die einem der ältesten

und wichtigsten Adelsgeschlechter

des Stammherzogtums Bayern

entstammten. Waren sie im

Mittelalter nicht nur Herrscher in

dieser Gegend, zeugten sie auch

davon, ein Geschlecht aus „heiligen“

und „seligen“ Jungfrauen

gewesen zu sein. Dazu zählten

etwa Kunissa (Kunigunde) sowie

Mechthildis von Andechs, Äbtissin

von Edelstätten, oder die heilige

Hedwig von Andechs. Die Grafen

vom Iringsberg, dem sogenannten

Schatzberg, der sich südlich

an Dießen schmiegt, waren mit

hoher Wahrscheinlichkeit

die Vorfahren

der

Grafen von Andechs,

die sich einst Grafen

„von Diessen“ und

später „von Andechs“

nannten. Durch Erbteilung

und Aussterben

der Hauptlinien konnte

sich in Folge der Geschichte

so manche

Nebenlinie mit anderem

Namen hervortun.

So wurden die Iringer

vom Iringsberg (das

heutige Eurasburg bei

Wolfratshausen) wie

auch Dießen und Sconeburg,

wie die Andechser

Burg damals

hieß, zu einer Sippe.

Von Wachstumslinien

und Reizstreifen

Die Andechser Grafen verfügten

über sehr gute radiästhetische

Kenntnisse im Sinne der Kräfte des

„Dritten Gitters“, heißt es. Darunter

versteht man einen sogenannten

„Reizstreifen“, der über eine maximale

Breite von etwa dreißig Metern

verfügt. Auch Wachstumslinie

genannt, ist dieser Reizstreifen besonders

an Wegkreuzungen, Kapellen

und Kirchen, aber auch an Marterln

zu spüren. Und eben auch in

Andechs. Wer sensibilisiert für

solcherlei Naturbegebenheiten

ist, spürt an diesen Stellen eine

Art Kälte oder einen körperlichen

Schauer. Dieses positive „Dritte

Gitter“, das sich belebend auf das

vegetative Nervensystem auswirken

soll, ist als Kreuzungspunkt

genau in der heiligen Kapelle im

Kloster Andechs, die sich im ersten

Stock des Klosters befindet, zu

finden. Weiter verläuft eine dieser

„positiven Linien“ über die Hedwigskapelle,

die „weiße Säule“

am Ostufer des Ammersees, über

das Kloster St. Georgen Dießen

und über die Mechthildis-Quelle

bis hinauf zur ehemaligen Sconeburg

auf dem Dießener Schatzberg.

Hier können noch Überreste der

ehemaligen Burg bemerkt werden.

Unterhalb des heiligen Bergs

Andechs entspringt ferner die Elisabethquelle,

deren Wasser man

die Erhaltung der Lebenskraft, die

Heilung von Augenleiden oder psychischer

Erkrankungen nachsagt.

Das Kloster selbst ist ein bedeutender

Wallfahrtsort und wird auch als

Kraftort wahrgenommen, was wohl

auch darauf zurückgeführt werde,

dass es sich bezüglich des Standortes

auf einem gallischen Heiligtum

befand.

Der Untergang der Grafen

von Andechs

Ein nachdenklicher Herrscher

kreuzt den Weg des Besuchers des

„heiligen“ Andechser Berg und

lässt vergangene Geschichte gedanklich

Revue passieren.

Noch zu Zeiten Kaiser Barbarossas

galten die Grafen von Andechs

als Herrscher ihres Gebietes.

Barbarossa selbst wollte

sie gleichrangig neben

Otto von Wittelsbach gestellt

wissen, der wegen treuer Dienste

in so mancher Schlacht mit dem

bayerischen Herzogtitel bedacht

wurde. Emporkömmlinge aus dem

Hause der Wittelsbacher schielten

jedoch mit Argwohn auf die Andechser

Grafen, die — in ihren Augen

mit mehr Macht, mehr Gebiet

und mehr Gunst ausgestattet

waren. Die offene Missgunst, die

Philipp der Staufer (später König

Philipp von Schwaben), Sohn Kaiser

Barbarossas, den Wittelsbachern

entgegenbrachte, stachelte

Otto so auf, dass er Philipp am 21.

Juni 1208 in Bamberg ermordete.

Jedoch waren es die Andechser,

die man der Intrige und Anstiftung

beschuldigte; in Folge enthob man

sie all ihrer Titel und Besitzungen.

Doch es sollte noch schlimmer

kommen: Die Wittelsbacher

verwüsteten auch das Andechser

Land, zerstörten Dörfer und Burgen.

Wittelsbach sollte von da an

der Name der Herrscher

lauten. rp

34 | tassilo


Neue Bildungsinitiative zu Kaiserin Elisabeth

Ein Museum geht auf Reisen

Possenhofen | Das Kaiserin Elisabeth

Museum Possenhofen stellt

ab sofort Lehrern der 3. und 4.

Grundschulklassen des Landkreises

Starnberg einen Museums- und

Bildungskoffer zur Verfügung, dessen

Inhalt mit der Geschichte und

dem Leben Sisis, der späteren Kaiserin

Elisabeth von Österreich, vertraut

machen und die Lehrer dabei

unterstützen soll, Heimat und Geschichte

des Landkreises lebendig

werden zu lassen. Mit dem „Sisi

Mobil“ beschreitet der Förderverein

neue Wege der Museumspädagogik

im Landkreis Starnberg.

Schließlich lebte Sisi als Kind in

Possenhofen. Und auch nach der

Hochzeit mit Kaiser Franz Josef I.

verbrachte sie viele Sommermonate

in ihrer Heimat. Das Kaiserin

Elisabeth Museum lässt diese Erinnerungen

auf besonders anschauliche

Weise lebendig werden.

Ein Bildungskoffer mit

spannendem Inhalt

„Kinder und Schulklassen haben

schon immer gern unser Museum

besucht“, so die Vorsitzende des

Vereins und Leiterin des Museums,

Rosemarie Mann-Stein, zum

Start der neuen Bildungsinitiative.

„Mit einem solchen Museumskoffer

möchten wir diese Zielgruppe

nun ausweiten und vor allem auch

für Grundschulklassen des Landkreises

verlässlich flächendeckend

anbieten. Gleichzeitig kommen wir

unserem Bildungsauftrag nach, der

in unserer Vereinssatzung festgeschrieben

ist“, ergänzt sie.

„Sisi Mobil“ ist ein Bildungskoffer,

der mit vielfältigen Materialien

ausgestattet ist, die alle in Bezug zu

Objekten im Museum stehen. Zunächst

soll dieser in den 3. und 4.

Grundschulklassen des Landkreises

Starnberg eingesetzt werden und

die Lehrer dabei unterstützen, die

verschiedenen Themenbereiche

des Museums im Vorfeld eines Besuchs

mit den Kindern zu erarbeiten.

Gleichzeitig soll die Neugierde

der Grundschüler geweckt werden,

Objekte im Museum zu entdecken.

Da in den drei Museumsräumen

keine Spielmöglichkeiten für Kinder

vorhanden sind und auch die

Vitrinen und Darstellungen nichts

zum Anfassen bieten, musste sich

der Verein etwas einfallen lassen,

um die Kinder nicht nur gedanklich,

sondern auch sinnlich

an das Thema heranzuführen.

„So entstand

nd

die Idee von Sisi Mobil,

eines Museums, das auf

Reisen geht und zu den

Kinder kommt“, beschreibt

Projektleiterin Roswitha Wenzl.

schreibungen zu drei Themen, die

Der Inhalt wurde dabei so gewählt,

dass die Wissensvermittlung, die

zunächst in der Schule stattfindet,

Freude macht, spielerisch erfolgt

und durch eigenes Ausprobieren

Neugierde auf den Besuch des authentischen

Ortes weckt.

Ein abschließender

Besuch im Museum

Der Themenkoffer enthält Unterlagen

mit Erklärungen und Arbeitsvorlagen

für den Unterricht. Materialien

im Koffer sind etwa Bücher

über die Kindheit der späteren

Kaiserin Elisabeth, drei CDs mit

Zither- und Volksmusik von Herzog

Max in Bayern, Memory mit Motiven

von ausgewählten Museumsobjekten

oder zwei verschiedenen

Puzzles. Dazu gibt es eine Thementasche

mit Arbeitsblättern und

-vorlagen mit dazugehörigen Be-

jeweils in farbigen Sammelmappen

in entsprechender Stückzahl

zur Verfügung gestellt werden.

Begleitend wurde ein kleines Buch

erarbeitet, das zehn besonders

gekennzeichnete Exponate als Stationen

benennt, anhand derer die

Kinder durch das Museum geführt

werden.

Der Koffer und die Thementaschen

können von den Lehrern beim

Verein angefordert und abgeholt

werden. Die Leihgebühr beträgt 20

Euro, wobei die Materialien und

Vorlagen für die Kinder inklusive

sind. Der abschließende Besuch im

Museum muss vorher angemeldet

werden und wird von Führungskräften

des Museums begleitet.

Selbstverständlich dürfen auch

Schulen des Landkreises Weilheim-Schongau

den „Sisi Mobil“-

Koffer anfordern, wie Projektleiterin

Roswitha Wenzl wissen lässt. tis

mai / juni 2016 | 35


Die Berater der Vereinigten Sparkassen zeigen Wege aus der „Nullzins-Falle“

Kompetenz in der Wertpapierberatung

Weilheim | „In Niedrigzins-Zeiten

ist es noch wichtiger, sehr gut

ausgebildete Berater zu haben“,

erklärt Georg Summerer, Direktor

der Vereinigten Sparkassen Weilheim

und Leiter des Privatkundengeschäftes.

Daher bietet die

Bank in Kooperation mit der Deka

ihren Vermögensberatern eine

Fortbildungsreihe an, um Fachwissen

und Fähigkeiten in der individuellen

Beratung auszubauen

und zu vertiefen. Geeignete Berater

können sich nach bestandener

Lehre zum „Deka-Investment

Berater“ weiterbilden lassen. Der

Schwerpunkt der rund halbjährigen

Ausbildung liegt auf dem

Prozess der Anlagenberatung und

den sparkasseneigenen Produkten.

Erfahrene Berater können

indes eine Fortbildung zum „Deka-Investment

Consultant“ absolvieren.

Kompetenz

direkt vor Ort

Webbasiertes Grundlagentraining,

einige Workshops, sowie simultanes

Coaching durch Spezialisten

während des Beratungsprozesses

gehören dabei zur Ausbildung,

die mit einer mündlichen und

Die Absolventen zum „Deka-Investment Berater“ und „Deka-Investment

Consultant“ mit Vorstandsmitglied Thomas Orbig (re.)

36 | tassilo

schriftlichen Prüfung abschließt.

Thomas Orbig, Vorstandsmitglied

der Vereinigten Sparkassen Weilheim,

findet es „nicht alltäglich,

dass sich gestandene Berater erneut

prüfen lassen“. Umso mehr

freut es ihn, dass alle der kürzlich

angetretenen Mitarbeiter „sehr

gut oder gut abgeschlossen haben“.

Acht der insgesamt 20 Vermögensberater

bei der Sparkasse

durchliefen bereits das Programm.

„Vier bis fünf sollen pro Jahr folgen“,

blickt Georg Summerer

voraus. Erfreut zeigt er sich darüber,

dass nun jeder Marktbereich

Weilheim, Peißenberg, Murnau

und Penzberg — mindestens einen

dieser „top ausgebildeten“ Fachkräfte

vor Ort hat.

Vertrauensvolle

Beratungsgespräche

Obwohl Thomas Orbig und Georg

Summerer in Deutschland „eine

schwach ausgeprägte Wertpapierkultur“

ausmachen, ist dennoch

eine Bewusstseinsänderung erkennbar.

So habe sich etwa der

Anteil der Personen, die Aktien als

eine alternative, gut rentierliche

Anlageform ansehen, fast vervierfacht.

Um dieses Bewusstsein weiter

zu schärfen, hat die Vereinigte

Sparkasse Weilheim in den letzten

Jahren einen einheitlichen Beratungsprozess

entwickelt, der an

die individuellen Bedürfnisse der

Kunden angelehnt ist und ständig

optimiert wird.

Eine abgespeckte Version kann

jeder im Internet testen (www.

vereinigte-sparkassen.de). Das

vertrauensvolle Gespräch mit den

Beratern ersetzt dieser jedoch

nicht.

ti

Das „tassilo"-Kurz-Interview:

Fünf Fragen an

Thomas Orbig und Georg Summerer

1. Was ist die Herausforderung in der Anlageberatung im Zeichen von

Zinsen nahe Null Prozent?

Orbig: Die Herausforderungen sind prinzipiell nicht neu. Die gab es

auch, als der Zins höher war — sie haben sich nur verstärkt. Wir möchten

vertrauensvoll beraten, insbesondere auch deshalb, weil sich immer

mehr Kunden rentierlichere Anlagen wünschen.

Summerer: Wir Deutschen scheuen generell eher das Risiko, da wir

sicherheitsorientiert sind. Nur, wenn man heutzutage gar nichts mit

seinem Ersparten macht, verliert es allein schon wegen der Inflation

an Wert — dafür eine Lösung zu finden, ist die Herausforderung. Den

Kunden die Chancen aufzeigen, die sie bei einem kalkulierbaren Risiko

haben, damit letztlich nicht nur wenige an einer Wertsteigerung beteiligt

sind.

2. Was versteht die Sparkasse unter einer ganzheitlichen Anlageberatung?

Summerer: Im Zuge des Finanzkonzepts der Sparkasse soll das Vermögen

der Kunden optimiert werden. Auch für die Anlageberatung wurde

ein einheitlicher Prozess entwickelt, an den sich unsere Berater orientieren.

Orbig: Wir machen einen Abgleich bezüglich der Lebenssituation und

den Wünschen, den finanziellen Möglichkeiten und den Zielen, die jeder

Kunde hat. Das Angebot der Sparkasse ist keine 08/15-Beratung im

Sinne des Verkaufens. Es gibt keine vorgefertigten Lösungen. Wir finden

Lösungen, mit denen sich der Kunde wohlfühlt, und sei das nur ein

Sparplan zum Einstieg. Uns liegt viel an einer nachhaltig zufriedenen

Kundenbeziehung.

3. Ist eine auskömmliche Rendite heute überhaupt noch darstellbar ohne

großes Risiko?

Orbig: Je nachdem, wo der Kunde diese auskömmliche Rendite für sich

ansetzt. Mit einem etwas höheren Risiko — als wenn das Geld lediglich

auf Geldmarktkonten bei der Sparkasse liegt — ist dies durchaus darstellbar.

Man muss sich fragen: Wie viel Risiko bin ich bereit einzugehen?

Eine höhere Rendite geht auch mit einem höheren Risiko einher.

Das A und O ist es, herauszufinden, welche Produkte zu einem selber

passen. Immobilienfonds beispielsweise werfen bei überschaubarem

Risiko sehr stabile Erträge ab.


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Thomas Orbig (li.), Vorstandsmitglied der Vereinigten Sparkassen Weilheim

i. OB. und Georg Summerer, Direktor der Vereinigten Sparkassen

und Leiter Private Kunden

Summerer: Eine Renditechance von neun Prozent ist bereits bei einem

überschaubaren Risiko zu realisieren. Generell gibt es zwei ‚Risikominimierer’:

Zum einen die Streuung im Investment selbst. Einfach ausgedrückt:

Wenn jemand in Aktien investiert, dann eben nicht nur in eine

einzige. Aber auch die Streuung in den Assetklassen, also den verschiedenen

Anlagemöglichkeiten, wie etwa Immobilien, Aktien oder Renten.

Der zweite wichtige Punkt ist der Anlagezeitraum.

4. Welche Rolle spielen Investmentfonds bei einer ausgewogenen Anlagemischung?

Summerer: Die Devise lautet Streuung, Streuung, Streuung. Hier ist der

Fonds gefragt, der einen Mehrwert im Vergleich zu Direktanlagen bietet.

Profis der Deka kümmern sich dann darum. Innerhalb der Fonds

wird wiederum breit gestreut, was zu einer Stabilität im Depot führt.

Orbig: Für jeden Anlegertyp ist etwas dabei. Auch für spekulativere

Kunden gibt es Fonds, die man sich professionell managen lassen

kann.

5. Wie sichert die Sparkasse die Fachkenntnisse seiner Berater in der

Wertpapierberatung auf höchstem Niveau?

Summerer: Wir haben zahlreiche Spezialisten in der Sparkasse, die

hinsichtlich der Fonds und Wertpapieranlagen eine Vorauswahl treffen.

Zusätzlich begleiten diese die Berater und halten sie fit.

Orbig: Die Basis ist, dass diese Spezialisten eben eine solche Vorauswahl

aus der Vielzahl der Fonds treffen. Wir haben regelmäßig interne

Beraterrunden im Haus; zusätzlich alle 14 Tage eine Telefonkonferenz,

in der ein Spezialist über die aktuellen Entwicklungen referiert. Zudem

gibt es ständig Schulungen, gerade wenn neue Produkte auf den Markt

kommen. Hier kommen häufig externe Referenten von der Deka, die

sehr viel investiert, damit die Berater der Sparkasse stetig auf dem

neuesten Stand sind. Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen,

schließlich hat die Deka kürzlich im Fonds-Kompass Platz zwei von 50

getesteten Investmentfondsgesellschaften belegt.

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mai / juni 2016 | 37


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nach der Beleuchtermethde

Spurensuche“ feierte. Die Stadt

Penzberg hat mit drei Trachtenvereinen

eine Besonderheit; noch

dazu gehören die „Birkenstoaner“

und die „Loisachtaler“ dem Loisachgau

an und der „Stamm 1895“

gehört zum Oberlandler Gauverband.

Auch der Weilheimer Verein wurde

ursprünglich als Gebirgs-Trachten-

Erhaltungs-Verein gegründet, bei

einer Satzungsänderung 1948

nannte er sich dann schon Heimatund

Trachtenverein. „Wir haben

Vorlagen aus 1737, wo Männer den

Himmel an Fronleichnam tragen,

Votivtafeln in Hohenpeißenberg

und sogar schriftliche Nachweise

im Stadtarchiv“, nennt Weilheims

zweiter Vorstand Xaver Kastl die

Grundlagen, mit denen sie in den

1980er-Jahren auf eine Bürgertracht

umstellten. In ihren schmuwww.gabriele-glas.de

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was Gscheid’s sei soll!

Die Trachtenvereine im „tassilo“-Verbreitungsgebiet

Bewusstsein für Gebirgsund

Regional-Trachten

Tassiloland | Im Verbreitungsgebiet

des „tassilo“ sind mit dem Huosigau,

der Oberländer Trachtenvereinigung,

dem Loisachgau und dem

Oberlandler Gauverband gleich

vier Trachtenverbände vertreten.

Von der Gebirgstracht über das

historische Gwand bis hin zur Bürgertracht

ist eine enorme Trachtenvielfalt

zu finden. „Es ist gelungen,

ein Bewusstsein für die Regionaltrachten

zu schaffen“, stellt dazu

der Huosigau-Vorsitzende Josef

Kaindl fest.

Die meisten Trachtenvereine sind

um die Jahrhundertwende bis hinein

in die 1920er-Jahre gegründet

worden. Ausgehend von Lehrer Josef

Vogl, der 1883 „die kleidsame

Tracht“ im Verschwinden sah, entstand

eine ganze Welle an Vereinsgründungen,

die sich anfangs alle

Gebirgs-Trachten-Erhaltungs-Verein

nannten. Nur in Starnberg hat

man bei der Gründung diesen allgemeinen

Trend nicht mitgemacht

und sich schon damals Volkstrachtenverein

genannt.

Der Huosigau und die Oberländer

Trachtenvereinigung haben gemeinsame

Wurzeln, denn 1907 entstand

ein erster Ammertaler Gau,

der sich dann 1911 in Gauverband 2

umbenannte und bis zur Gleichschaltung

existierte. Bei der Wiederbelebung

1947 zogen die Oberländer

bei Weilheim ihre Grenze,

so dass einige Vereine heimatlos

waren und sich als Huosigau neu

formierten. Heute nennt die Oberländer

Trachtenvereinigung das

Jahr 1907 als ihr Gründungsjahr

und der Huosigau bezog sich auf

das Jahr 1911, als er vor fünf Jahren

sein 100-Jähriges mit einer vielbeachteten

Ausstellung „Huosi — eine

1995 hat der Trachtenverein Dießen auf eine historische Tracht umgestellt.

38 | tassilo


DESIGN TRIFFT HANDWERK

Ihre Essgruppe nach Maß gefertigt

jede Tischplatte ein Unikat

Vorbild war in Dießen das Gemälde einer Bäckersfrau (l.).

Auch die Kinder tragen in Dießen ein historisches Gewand.

cken Trachten tragen die

Weilheimer

Männer auch heute noch den

Fronleichnams-Himmel.

Vor gut zehn Jahren ist die Oberländer

Trachtenvereinigung aus

dem Bayerischen Trachtenverband

ausgestiegen, weil ihnen das Projekt

des Trachtenkulturzentrums

in Holzhausen bei Landshut zu

überdimensioniert erschien. „Das,

was wir an Zuschüssen verloren

haben, das haben wir auch nicht

an Finanzierung für Holzhausen

einbringen müssen“, ist Murnaus

Trachtenvorstand Johannes Köglmayr

immer noch überzeugt von

dieser Entscheidung. Die Oberländer

bleiben gerne unter sich, so

dürfen bei einem Gaufest nur die

31 Gauvereine teilnehmen. Dafür

haben einige Vereine eine historische

Gruppe in ihren Reihen.

In Murnau tragen die Kinder und

jungen Plattler die Gebirgstracht,

rach

t,

die älteren wechseln dann zur alten

Murnauer Bürgertracht. racht. 2012

war Murnau sogar Gastgeber des

historischen Trachtentreffens mit

Gruppen aus ganz Altbayern und

2018 wird Bad Kohlgrub die alten

Trachten empfangen.

Auch wenn sie nicht mehr unter

dem gleichen Dachverband organisiert

sind, so bieten die Trachtenvereine

im Tassiloland eine

farbenprächtige Trachtenlandschaft

und sind

darüber hinaus in vielen

Bereichen der Brauchtumspflege

engagiert.

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> > > DIE TRACHTENVEREINE IM TASSILOLAND

Huosigau

Bernried

Dießen

Eberfing

Erling/Andechs

Etting (Gemeinde Polling)

Frieding (Gemeinde Andechs)

Peißenberg

Pöcking

Polling

Raisting-Sölb

Starnberg

Weilheim

(Bürgertracht Foto rechts)

Wessobrunn/Haid

Wielenbach

Oberlandler Gauverband

„Stamm 1895“ Penzberg

Loisachgau

„Loisachtaler“ Penzberg-

Maxkron

„Birkenstoaner“ Penzbergerg

Oberländer Trachtenvereinigungeinigung

Murnau

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mai / juni 2016 | 39


Freiwilliges Engagement im Tassiloland

Ehrenamt unter dem Blaulicht

Tassiloland | Wer mit dem Gedanken

spielt, sich in die Gesellschaft

sinnvoll einzubringen, kann sein

kostbarstes Gut in die Waagschale

legen: Zeit. Nicht mehr, aber auch

nicht weniger braucht es, wenn

man sich in einem Ehrenamt engagieren

will. Davon profitieren

beide Seiten — die ausübende wie

auch die organisierende. Ehrenamtliche

sind bei Feuerwehr, THW,

BRK, Malteser oder Johanniter,

beim DLRG jederzeit willkommen.

Wer sich zuvor die Frage stellt,

wieviel Zeit er überhaupt aufbringen

will und — vor allen Dingen

— kann, findet mit Sicherheit

die richtige Institution. Unter dem

Dachbegriff „Ehrenamt unter dem

Blaulicht“ stellen wir eine Auswahl

daraus vor.

FFW — Technik trifft auf

Teamarbeit

Sie sind flächendeckend in den

Landkreisen zu finden: die Freiwilligen

Feuerwehren. Wer die

40 | tassilo

Schnelles Handeln, gepaart mit technischem Sachverstand und Sozialkompetenz,

lässt sich die Arbeit des Technischen Hilfswerks titulieren.

112 wählt, kann darauf vertrauen,

dass in kürzester Zeit die „rote

Rettung“ naht, dass sich immer

genug Helfer finden, um Brände zu

löschen, Hochwasser zu bekämpfen,

aber auch um Sturmschäden

zu beseitigen, Verletzte aus ihren

Autowracks zu ziehen, und noch

vieles mehr. Um im Ernstfall mit

dem richtigen Knowhow aufwarten

zu können, muss die Feuerwehr

eines tun: üben, üben, üben. Wer

sich für ein Ehrenamt entscheidet,

sollte deshalb „bei der Stange“

bleiben. Die regelmäßige Teilnahme

an Klein- und Großübungen ist

der Pfeiler, auf dem die erfolgreiche

Rettungsarbeit thront. Der Arbeitgeber

muss vom Ehrenamt bei

der Feuerwehr informiert werden;

ebenfalls ist er dazu verpflichtet,

für Einsätze und Lehrgänge freizustellen.

Nicht alle Feuerwehren

können sich über genügend Mitglieder

freuen, mancherorts gibt

es gar Nachwuchsprobleme. Gerade

jüngeren Männern fehlt oft

die Zeit, aber auch die Lust, sich

nach einem langen Arbeitstag

noch zur Übung aufzuraffen. Um

gegenzusteuern, sorgen die Wehren

mit Jugendprogrammen für

Anreize, auch Kinder und Jugendliche

für das Amt zu interessieren.

Generell gilt ein Eintrittsalter von

zwölf Jahren, um in die Feuerwehr

aufgenommen zu werden (Einsatzteilnahme

ab 16); Ausnahmen

nach oben nicht ausgeschlossen.

Eine Probeübung kann bei jeder

ortsansässigen Feuerwehr besucht

werden. Unter www.frauen-zurfeuerwehr.de,

initiiert vom Landesfeuerwehrverband

Bayern e.V., sollen

auch Damen motiviert werden.

Einige Feuerwehren im Tassiloland

haben bereits Frauengruppen.

THW — Helfen mit

technischem Knowhow

Rund 80 000 freiwillige Helfer bundesweit

leisten ihren Dienst beim

Technischen Hilfswerk (THW). Lawinengefahr,

Hochwasser, Ölschaden

— lang und vielfältig ist die Liste

der Einsatzoptionen. Übung steht

deshalb auch hier im Fokus, um

auf die außergewöhnlichen Herausforderungen

wie Katastrophen

und Unfälle souverän reagieren zu

können. Das Betätigungsfeld beim

THW ist immens; Personal und

Spezialtechnik werden deshalb in

unterschiedlichen Einheiten gebündelt.

Wer sich hier engagieren

möchte, erhält eine fundierte Ausbildung

— im technischen wie auch

im sozialen Bereich. Das bringt

natürlich eine längerfristige Mitgliedschaft

mit sich, das sollte man

wissen. Als bereichernd empfinden

dennoch viele Helfer die Arbeit, die

sie hier leisten. Wer sich im THW

engagieren will, kann den nächsten

THW-Ortsverband kontaktieren;

in Weilheim findet sich ein

Ortsverband in der Holzhofstraße

34 (Tel. 0881/2662), in Starnberg

mit der Adresse Am Schlosshölzl 15

(Tel. 08151/8224). Das Mindesteintrittsalter

ist zehn Jahre, zum aktiven

Einsatz herangezogen wird

man erst mit Vollendung des 17.

Lebensjahres. Auch wer dem THW

dient, muss dies dem Arbeitgeber

mitteilen. Wie sich das Hilfswerk

genau gliedert, welche Voraussetzungen

für ein Ehrenamt erfüllt

werden müssen, hält die Internetseite

www.thw.de bereit.

BRK — Rettung zu Wasser,

Land und Luft

Das Bayerische Rote Kreuz unterhält

auch im Tassiloland Bereitschaften,

in Peißenberg, Penzberg,

Seeshaupt und Weilheim. Sie arbeiten

bei Unfällen eng mit den

Feuerwehren, aber auch mit anderen

Rettungsdiensten zusammen.

Auch auf Großveranstaltungen sind

die Helfer mit dem markanten, roten

Kreuz auf dem Rücken zu finden.

Das Infosystem „EiS“ (www.

eis.brk.de) bietet eine Ehrenamtsübersicht,

denn unter dem Dach

der BRK haben unter anderem

auch Wasserwacht, Bergwacht und

Katastrophenschutz ihren Platz.

Viele der untergeordneten Orga-

Im Rahmen von Großübungen werden die ehrenamtlichen Helfer des

BRK auf reale Einsätze mit Verletzten und deren Versorgung vorbereitet.


Wer sich für die Ausbildung bei der Bergwacht Bayern interessiert,

sollte möglichst alpine Erfahrung in Klettern und Skitourengehen sowie

die entsprechende Kondition mitbringen.

nisationen bieten eine Anlaufstelle

für Kinder und Jugendliche, etwa

„Flossy“, die Kindergruppe der

Wasserwacht (Bereitschaften der

Wasserwacht finden sich u.a. in

Penzberg / Iffeldorf, Weilheim und

Starnberg). Jugendrotkreuzgruppen

unterhalten unter anderem

Dießen, Weilheim und Murnau;

Bergwachten Murnau, Penzberg

und Weilheim. Wer sich im BRK

engagiert, kommt in direkten Kontakt

mit verletzten, traumatisierten

Personen, die „ein berechtigtes

Interesse daran haben, dass man

weiß, was man tut“, fasst Hans

Eberl, Leiter des Kreisverbands

Weilheim-Schongau, zusammen.

Deshalb gilt hier in besonderem

Maße der Appell, sich wenn, dann

langfristig zu engagieren. Gerade

im Rettungsbereich werde intensiv

geschult, was zeit-, aber auch kostenintensiv

sei, erklärt Eberl. Rund

43 000 Ehrenamtliche in den Bereitschaften

des BRK haben diesen

Weg gewählt.

Die Johanniter —

Dienst am Nächsten

Mehr als 30 000 ehrenamtliche

Helfer leisten ihren freiwilligen

Dienst in einem der rund 300 Regional-,

Kreis- und Ortsverbände

der Johanniter-Unfall-Hilfe. Als

Werk des evangelischen Johanniterordens

ist sie als gemeinnütziger

und mildtätiger Verein anerkannt.

Wer sich in ihren Reihen

integrieren möchte, dem steht

ein vielfältiges Betätigungsfeld

zur Auswahl. Ob Rettungsdienst,

Ambulanz- und Auslandsrückholdienst,

Arbeit im Hospiz, Erste

Hilfe und Sanitätsdienst, Bevölkerungsschutz

und Notfallvorsorge

die Johanniter-Unfall-Hilfe

deckt eine immense Bandbreite

ab, auch in Sachen Jugendarbeit.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten

angeboten werden, gibt die Broschüre

„Bildungsmöglichkeiten für

Ehrenamtliche“ preis, die im Internet

unter www.johanniter.de/ehrenamt

heruntergeladen werden

kann. In Peißenberg befindet sich

> > > WEITERE INFORMATIONEN

ein sogenannter First-Responder-

Standort der Johanniter. Darunter

versteht man „helfen, bevor der

Rettungsdienst eintrifft“. Da sie

sich gut vor Ort auskennen, sind

sie schnell an der Unfallstelle und

leisten wertvolle Hilfe. Ebenso unterhält

der Standort Peißenberg

eine Rettungshundestaffel. Die

Dienststelle ist montags bis freitags

von 8 bis 16 Uhr hauptamtlich besetzt;

Ansprechpartner ist Florian

Simeth, Tel. 08803 / 498222. rp

DLRG Bayern Ortsverband Pöcking-Starnberg e.V.

Tel. 08157 / 929975, info@poecking-starnberg.dlrg.de

sowie unter www.dlrg.de

Bergwacht Bayern — Ausbildungszeit etwa 3 Jahre

Murnau (murnau@bergwacht-bayern.de,

Leiter Christian Berchtenbreiter),

Penzberg (penzberg@bergwacht-bayern.de, Leiter Robert Nagel)

Weilheim (weilheim@bergwacht-bayern.de, Leiter Erik Beige)

mai / juni 2016 | 41


Kreisjugendfeuerwehrtag in Unterhausen

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6-Disziplinen-Wettkampf

Unterhausen | Es ist bereits die 32.

Auflage, wenn sich am 11. Juni die

Weilheim-Schongauer Jugendfeuerwehren

in Unterhausen zum

Kreisjugendfeuerwehrtag treffen.

Initiiert im Jahr 1985 vom damaligen

Kreisjugendfeuerwehrwart

Erwin Keller aus Weilheim, treten

die Gruppen auch heuer wieder

zum Leistungsvergleich in sechs

verschiedenen Disziplinen an.

Die Disziplin spielt

eine groß Rolle

Am Leistungsvergleich teilnehmen

dürfen alle Kinder und Jugendlichen

ab vollendetem 12. Lebensjahr

bis zu ihrem 18. Geburtstag,

sofern sie Mitglied einer Jugendfeuerwehr

sind. Bei allen Teil-

Wettkämpfen müssen die Teilnehmer

stets ihre Schutzausrüstung,

bestehend aus Jugendschutzanzug,

Feuerwehrstiefel, Feuerwehrhelm

und Schutzhandschuhe (bis auf bei

„Knoten und Stiche“) tragen. Die

verschieden Disziplinen können in

beliebiger Reihenfolge absolviert

werden, die Punktevergabe folgt

einem ausgeklügeltem System,

wobei die Altersstruktur der Mannschaften

berücksichtigt wird. Ebenso

wie die Disziplin, auf welche die

Veranstalter großen Wert legen.

Das Sprechen ist während der einzelnen

Prüfungen beispielsweise

nicht erlaubt. Darüber hinaus bekommen

die Teams bei jeder Teilaufgabe

Bonus- oder Maluspunkte

gutgeschrieben, die ebenfalls in

das Endergebnis einfließen. Dabei

zählt der allgemeine Eindruck der

Teilnehmer hinsichtlich Anzugordnung,

Auftreten, verbaler Äußerungen,

sowie Tabak- und Alkoholkonsum,

was generell verboten ist.

Ab 8 Uhr treten die Jugendfeuerwehren

am 11. Juni schließlich zu

sechs verschiedenen Disziplinen

an: etwa im Hindernislauf, der

aus einem Kriechtunnel, einem

Hindernis, Schwebebalken, Wassergraben

und einem Klettergerüst

besteht. Ziel ist es, den Parcours

so schnell wie möglich zu absolvieren

die richtige Handhabung

der Schläuche inbegriffen. Desweiteren

zählen Zielwerfen mit

dem Leinenbeutel, Zielspritzen mit

der Kübelspritze, Schlauchrollen

und Saugschlauchkuppeln zum

Wettbewerb. Hinter jeder Disziplin

steht ein klares Reglement, was

von den jungen Feuerwehrlern

erwartet wird. Auch so bei der

Disziplin Knoten und Stiche: Hier

müssen die Prüflinge auf Zeit einen

von vier Knoten, der zuvor mit

dem Schiedsrichter ausgelost wird,

schlagen.

Fischen der

Titelverteidiger

Beim ersten Leistungsvergleich

1985 in Schongau konnte sich

die Jugendfeuerwehr aus Peiting

durchsetzen. Den Kreisjugendfeuerwehrtag

in Pähl im vergangen

Jahr konnte indes erstmalig die

Mannschaft aus Fischen mit deutlichem

Vorsprung für sich entscheiden.

Mit sieben Siegen ist die

Jugendfeuerwehr Schongau bisheriger

Rekordhalter, wobei der letzte

Erfolg bereits aus dem Jahr 2006

datiert. Während in den Achtzigerund

Neunzigerjahren stets um die

zehn Mannschaften teilnahmen,

pendelte sich das Teilnehmerfeld

im neuen Jahrtausend bei rund 20

Teams ein. Wie viele es diesmal

werden, steht noch nicht abschließend

fest. Die Organisationen laufen.

tis

42 | tassilo


Die „Integrierte Leitstelle Oberland“ in Weilheim

Vom Schlüsselbund und

der Aufregung gefordert

Weilheim | Manchmal erzählen

nicht nur Worte, sondern auch Zahlen

jede Menge. Etwa über die „Integrierte

Leitstelle Oberland (ILS)“

an der Johannes-Damrich-Straße

in Weilheim. Sie ist zuständig für

die „nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr“,

erklärt ihr Leiter Helmut

Ochs. Das bedeutet: Alle Notrufe

über die Telefonnummer 112 aus

den Landkreisen Weilheim-Schongau,

Garmisch-Partenkirchen und

Bad Tölz-Wolfratshausen laufen in

Weilheim zusammen: „An einem

normalen Tag in 24 Stunden rund

500 Anrufe“, überschlägt Ochs.

Nicht alle seien echte Notrufe,

auch Auskünfte würden eingeholt,

manche Menschen verwählen sich.

„Pro Tag veranlassen wir zirka 180

bis 200 Einsätze“, fasst der Leitstellenleiter

zusammen. Beim Orkan

„Niklas“ gingen im vergangenen

Jahr allerdings über 2 000 Notrufe

in nur neun Stunden ein. Und es

gibt die sogenannten „Hosentaschenanrufe“:

Bei denen klingelt

es in der ILS, weil in ein Handy die

Die sechs Hauptarbeitsplätze mit Großbildschirmen. Hier verfolgen Fachleute

unter anderem Rettungseinsätze und koordinieren Einsatzkräfte.

112 eingetippt wurde — von Schlüsselbünden

oder Schminkutensilien

in Handtaschen, die Smartphones

versehentlich traktieren.

Die Zahl der Anrufe ist von vielen

Faktoren abhängig: „Im Sommer

passiert mehr, weil sich das Freizeitverhalten

der Menschen ändert

— wenn es draußen heiß ist, dann

haben wir wetterabhängig mehr zu

tun, und zur Urlaubszeit herrscht

mehr Verkehr auf den Straßen,

wogegen bei schlechtem Wetter

niemand Motorrad fährt“, weiß

Ochs. Schwerpunktmäßig wird

um Hilfe gerufen nach Verkehrs-,

Haus- oder Freizeitunfällen, bei sogenannten

„internistischen Notfällen“

wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Dann alarmiert die Leitstelle

Rettungswagen, Notarzt oder

einen der Rettungshubschrauber

in Augsburg, Kempten, München,

Murnau oder Reutte.

„Die Feuerwehren werden bei

technischen Hilfeleistungen, Unfällen

und natürlich Bränden alarmiert“,

erzählt Ochs. Um entscheiden

zu können, welcher Umfang

für einen Einsatz nötig ist, im Fachjargon

„bedarfsgerecht zu alarmieren“,

fragt der jeweilige ILS-Disponent

ein „Meldebild“ ab, in dem er

möglichst viele Informationen vom

Anrufer zu erhalten versucht. Doch

manchen Menschen falle vor Aufregung

selbst eine Antwort auf die

einfachen fünf W-Fragen schwer:

Was? Wo? Wer? Wann? Wie? Für

besondere Situationen wie beim

Orkan „Niklas“ stehen in der ILS

bis zu 14 Telefonplätze bereit, „und

dort sitzen Fachleute, die haben

schon zig-tausendfach Notrufe abgefragt“,

beruhigt Ochs.

Die ILS ist im Zwölf-Stunden-Zweischicht-Betrieb

sieben Tage die

Woche rund um die Uhr besetzt,

nachts mit drei, tagsüber bis zu

fünf Disponenten. Insgesamt beschäftigt

das Bayerische Rote Kreuz

in Weilheim 28 hauptamtliche

Mitarbeiter. Darunter sind auch IT-

Fachleute und Systembetreuer, die

sich etwa ums Funktionieren der

neuen digitalen Funktechnik kümmern,

die 2015 zum G7-Gipfel in

der hiesigen ILS als erstes bayernweit

eingeführt wurde. Oder um

die Software-Programme des Einsatzleitsystems,

das die aktuellen

Standorte der Rettungshubschrauber

und -fahrzeuge in Echtzeit auf

Bildschirme überträgt, geografische

oder meteorologische Daten

anzeigt und anderes mehr. Das

gesamte System ist über Notstrom

ausfallsicher, seit 2010 im Einsatz,

und entwickle sich „dynamisch

immer weiter“, sagt Ochs. Wie mit

der Umstellung auf Digitalfunk, die

erhebliche Verbesserungen gebracht

habe — in der Sprachqualität,

der Gebietsabdeckung und der

Informationsübertragung, weil neben

dem gesprochenen Wort nun

auch Standorte über- und ermittelt

werden können.

Voraussetzung für die Arbeit als

ILS-Disponent ist eine Ausbildung

zum Rettungsassistenten und eine

feuerwehrtechnische Ausbildung.

„Doch Leute, die in beiden Bereichen

ausgebildet sind, sind dünn

gesät“, weiß Helmut Ochs. Deshalb

müssen die Disponenten, die diese

Doppelqualifikation nicht besitzen,

weiterqualifizierende Lehrgänge

an einer der drei bayerischen

Feuerwehrschulen absolvieren.

Zusätzlich durchlaufen Neueinsteiger

eine zirka einjährige interne

Ausbildung und nochmals einen

Leitstellenlehrgang, etwa an der

Feuerwehrschule Geretsried.

Helmut Ochs selbst war einst nach

dem Zivildienst „beim Roten Kreuz

hängen geblieben, weil mir das

viel Spaß gemacht hat“. 16 Jahre

lang flog der gebürtige Franke als

Rettungsassistent im Hubschrauber

mit, wurde dann stellvertretender

Leiter der Leitstelle in Nürnberg,

dann deren Chef in Traunstein, nun

ist der 64-Jährige seit acht Jahren

in Weilheim tätig.

ts

mai / juni 2016 | 43


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Eine „einzigartige Stimme“

aus der frühen Christenheit

Tassiloland | Sie ist eine historische

Kostbarkeit, diese Eisenglocke

auf nebenstehendem Bild. In

einer Kirche im Tassiloland steht

sie rechts neben dem Altar. Für

Glockensachverständige ist sie die

„sakralhistorisch bedeutendste

Glocke Deutschlands“ — und das

mitten im Tassiloland. Bei dieser

handelt es sich um eine geschmiedete

Eisenglocke, die iroschottische

Wandermönche Mitte

des 8. Jahrhunderts als Handglocke

zu Fuß vom Kloster Iona in

Westschottland mitbrachten. Diese

unscheinbare Missionsglocke

ist die älteste Kirchenglocke auf

dem kontinentalen europäischen

Festland.

Nun möchten wir gerne den Ort

und den Namen des Gotteshauses

wissen, in dem diese Glocke

beheimatet ist. Von 2005 bis 2007

wurden der Innenraum dieser Kirche

und die Ausstattung vollständig

restauriert, die Installation

einer Alarmanlage inklusive. Das

war Voraussetzung dafür, dass

diese kostbare Handglocke, die

„einzigartige Stimme“ aus der

frühen Christenheit, weiterhin an

diesem landschaftlich so malerisch

gelegenen Ort bleiben en kann,

den die Wandermissionare

nare

vor über 1200 Jahren für sie

ausgesucht hatten.

Segeln über den

Ammersee

Dem Gewinner unseres

„tassilo“-Heimaträtsels

winkt diesmal ein Familien-Segeltörn

auf der

„Sir Shackleton“ über den

Ammersee am 26. Juni (siehe

rechts). Familien, die den Törn

gewinnen möchten, schicken

cken

eine Postkarte mit dem Stichwort

„Heimaträtsel“ und der richtigen

Antwort auf unsere zweiteilige

Quizfrage bis 15. Mai 2016 an

„tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting

oder wahlweise auch eine

E-Mail an info@tassilo.de.

Bitte nicht vergessen: Absenderadresse,

Anzahl und Alter der

Kinder sowie die Telefonnummer.

Die Gewinnerfamilie wird umgehend

nach dem Einsendeschluss

informiert. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

sen.

tis

> > > DIE AUFLÖSUNG

DES LETZTEN HEIMATRÄTSELS

Nach einer Perle historischer Baukunst im Tassiloland fragten wir im Heimaträtsel der letzten Ausgabe.

Ein Schloss im Grünen, abgebildet auf einer historischen Postkarte, welches im Stil des Neobarocks mit

Elementen des Jugendstils errichtet wurde. Schloss Hirschberg am Haarsee war hier die richtige Antwort.

Der zweite Teil unserer Frage ist demnach auch geklärt — schließlich suchten wir den See, an dem

das Schloss liegt. Der letzte Teil unseres Heimaträtsels drehte sich um einen umstrittenen Staatschef

aus früheren Zeiten, der für kurze Zeit — lediglich vier Tage — in dem Schloss lebte: Benito Mussolini

logierte auf Schloss Hirschberg am Haarsee vom 19. bis 23. September 1943.

Zahlreiche richtige Einsendung erreichten uns auf postalischem Weg oder per E-Mail. Wie von Amelie

Banghard, Margit Sailer und Monika Lumpe aus Weilheim, Gerhard Plankehorn aus Bernried und

Helmut Friedl aus Feldafing. Sie dürfen sich jeweils über eine Familienkarte im Schongauer Plantsch

freuen. Wir wünschen viel Spaß dabei.

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im April 2016.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 58 000 Exemplare

„tassilo“ ist ein Medium von

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie

Erscheinungstermine und weitere technische Angaben

finden Sie auf unserer Webseite www.tassilo.de

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion:

Tobias Schumacher, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Regine Pätz, Rosi Geiger, Stefanie Creutz, Christoph Ulrich

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Christian Lechner, Tim Schmid, Jonas Desche

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Straße 23,

84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8,

82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose

Verteilung an alle Haushalte rund um Weilheim

und die Seen — Auslegestellen in Penzberg.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe

Juli/August 2016: Freitag, 24. Juni 2016

(Anzeigenschluss: 6. Juni 2016)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie

keine Erscheinungsgewähr übernommen.

Fotos: Franz Wagner, Johann Jilka, Archiv Dachsbräu, Peter Ostenrieder,

Tobias Schumacher, Regine Pätz, Stefanie Creutz, Christoph Ulrich, Tim

Schmid, Kurt Zarbock, Burschenverein Andechs, Dorfgemeinschaft Oderding,

Andreas Kosian, Photo Glaser, Gemeinde Sindelsdorf, Gasthof Post, Susie

Knoll, Paul Adams, Steven Haberland, Verein der Freunde des Weilheimer

Theaters e.V., Kunsträume am See, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau,

Harfenbau Horngacher, Klangwork Media, Dr. Martin Gutekunst, Ute Krauß,

Rosemarie Mann-Stein, Vereinigte Sparkassen Weilheim, Trachtenverein

Weilheim, Trachtenverein Dießen, BRK, Stefan Mühlmann, Bergwacht Bayern,

Stefan Himml, Brigitte Gattinger, Hoerbiger, Markus Heidler, Kochatelier

Brenner, Gabriele Meingast, Karl-Heinz Glas, M. Haseitl Baugesellschaft

mbH & Co. Betriebs KG, Bayerische Zuspitzbahn Bergbahn AG/Hasenauer

Architekten, Fotolia

44 | tassilo


„tassilo“-Heimaträtsel: Vor dem Wind über den Ammersee

Mit der ganzen Familie segeln

Dießen | Beim Heimaträtsel verlost

„tassilo“ diesen Sommer einen

siebenstündigen Segeltörn auf

dem Ammersee. Gewinnen kann

ihn eine Familie mit bis zu vier

Kindern. Die Segel gesetzt werden

für unsere Rätselgewinner am 26.

Juni 2016. Die Familientörns können

auch regulär gebucht werden,

ebenso Feierabendtörns unter der

Woche. Treffpunkt und Start ist

sonntags um 10 Uhr an der Kapelle

in St. Alban bei Dießen direkt am

See, wo Skipper Christian Seelos

die Familien empfängt. Vom

Bootshafen fährt das Beiboot, der

„4. Mann“ — warum es so heißt,

folgt später an Bord — hinaus ins

Bojenfeld zur „Sir Shackleton“.

Sie ist ein Zweimaster aus Holz,

stammt von der Nordsee, wurde

vermutlich in den 1930er-Jahren

gebaut und befährt seit 2011 den

Ammersee als Seminarschiff für

Team- und Führungstrainings für

Firmen und als Eventschiff.

An Bord macht der Skipper mit den

Sicherheitsmaßnahmen und den

Örtlichkeiten vertraut. Wer Lust hat,

kann mit anpacken: Segel auspacken

und anschlagen, Leinen klarieren

und das Schiff klar zum Auslaufen

machen. Wer entspannen

will, der schaut dem Treiben zu.

Zur Mittagszeit wird ein schöner

Ankerplatz gesucht, es gibt ein

kleines Mittagessen an Bord und

bei gutem Wetter die Möglichkeit

zu baden. Danach steht wieder

Segeln auf dem Programm, wobei

mit dem Skipper gemeinsam

navigiert werden kann. Wind,

Wellen und die Sicht auf das Bergpanorama

lassen den Tag auf dem

Ammersee zu einem bildhaften

Erlebnis für die gesamte Familie

werden. Der Landgang ist gegen

17 Uhr geplant. ts

> > > KONTAKT

Seminarschiff Ammersee

Klaus Gattinger & Christian Seelos GbR

Schönbichel 11, 86911 Riederau

Telefon 08807 / 946946

www.segelevent-ammersee.de

mai / juni 2016 | 45


„Jugend forscht“: Gymnasien Tutzing und Penzberg im Landesfinale

Batman managt Batterien

Tassiloland | Mit Hanna Burggraf

aus Bernried, Paula Seifert aus

Tutzing und Stefan Schneyer aus

Penzberg haben sich drei „Jugend

forscht“-Teilnehmer aus dem Tassiloland

für das bayerische Landesfinale

in München qualifiziert.

Dieses Frühjahr messen sich die

Nachwuchstüftler zum 51. Mal. Der

bundesweite Wettbewerb ist der

größte seiner Art in Europa und

soll besondere Begabungen und

Leistungen in Naturwissenschaften

und Technik fördern.

Für den ersten Vergleich im Voralpenland

hatten 107 Teilnehmer

von neun bis 21 Jahren 64 Projekte

gemeldet. Ihre Ideen präsentierten

sie Ende Februar in der Lechsporthalle

in Schongau, wo auch das

Patenunternehmen ansässig ist

die Firma Hoerbiger unterstützt

den Regionalentscheid seit zwölf

Jahren. Von dort schafften es fünf

Projekte von sechs Nachwuchswissenschaftlern

in der Altersgruppe

von 14 bis 21 Jahren zum Landesentscheid.

Fürs Bundesfinale Ende

Mai in Paderborn nominierte die

Jury in München allerdings keinen

Nachwuchsforscher aus dem Voralpenland.

Gleichwohl stellen wir auf diesen

Seiten sämtliche Projekte aus

dem Tassiloland vor, auch jene

der Neun- bis 13-Jährigen in der

Sparte „Schüler experimentieren“.

Denn viele Schüler sehen mit der

Präsentation in Schongau ihre Potenziale

längst nicht erschöpft —

selbst wenn es nicht zum Landesund

Bundesfinale gereicht hat.

Am Start waren aus dem Tassiloland

Schüler der Gymnasien Starnberg,

Weilheim, Murnau, Penzberg

und Tutzing. Sie traten allein, in

Zweier- oder Dreier-Teams und

in sieben Bereichen an: Arbeitswelt,

Biologie, Chemie, Geo- und

Raumwissenschaften, Mathematik

und Informatik, Physik sowie Technik.

Die Jury bewertete, ob die Ideen

funktionieren und umsetzbar

sind, wie professionell die Projekte

präsentiert und die Arbeitsschritte

dokumentiert wurden, teils über

Monate hinweg; und außerdem,

wie hoch der geistige Eigenanteil

der Schüler war.

Regional-Sieger kommen

aus Tutzing und Penzberg

Hanna Burggraf kam mit ihrem

Batteriemanagementsystem „Batman“

nach München. Das Projekt

zeigt bei Elektroautos „eine Quantifizierung

der Verbesserung der

Batterieparameter“ auf. Fernziel

der 17-Jährigen ist, „Hemmnisse,

die einem durchschlagenden

Erfolg der Elektromobilität“ entgegenstehen,

mit aus dem Weg

zu räumen. Denn: „Elektroautos

sind der faszinierende Weg in die

Johanna Burggraf aus Bernried

Zukunft“, sagt die Schülerin vom

Gymnasium Tutzing. Für „eine

kritische Komponente, die Batterietechnologie“,

hat Burggraf

komplexe Mess- und Steueralgorithmen

entwickelt, die sie in ein

Hardwarekonzept implementierte,

das sie aus Handy-Akkus und einer

Kontrollplatine konstruiert hatte.

Die Jury würdigte „Batman“ mit

dem ersten Technik- und einem

„Sonderpreis für eine tolle industrietypische

Anwendung“.

Paula Seifert, ebenfalls Gymnasiastin

in Tutzing, untersuchte die

Schalldämmung und -übertragung

bei Gipskartonständer- und Ziegeltrennwänden.

Weil sie wissen

wollte, welcher der beiden Wandtypen

„besser über den gesamten

bauakustischen Frequenzbereich

dämmt“, maß sie Schallpegel in

benachbarten Wohnräumen. Sie

berechnete die Nachhallzeit und

maß Resonanz- und Grenzfrequenzen,

die „einen deutlichen

Einfluss auf das Bau-Schalldämmmaß

haben“. So fand die 17-Jährige

heraus, dass

„in Räumen

mit Gipskarton

deutlich mehr

Lärm wahrgenommen

wird

als bei Ziegeln“.

Die Erkenntnis

wurde mit

einem ersten

Preis in Physik

belohnt.

Wie auch Stefan

Schneyer,

der die tägliche

Leistung

von Photovoltaikanlagen

in

Leistungskurven

darstellte. te. Dazu

führte

der 18-Jährige teils

automatisierte Messungen

an einem fest

installierten Solarmodul

durch und verglich sie

mit einer theoretischen

Leistung, die er anhand

astronomischer Einflüsse

der Sonne herleitete.

„Um beide Kurven noch

exakter vergleichen zu

können, finden weitere

Korrekturen, zum Beispiel

die Temperaturkompensation

statt“,

blickt der Penzberger

Gymnasiast voraus.

Gitarrenklänge

und Spionage

Primin Clarkson vom Gymnasium

Tutzing erhielt bei „Jugend forscht“

einen zweiten Preis in Physik für

seine Analyse von Gitarrenklängen:

Der 18-Jährige untersuchte „die

Obertöne der tiefen E-Saite bei

verschiedenen Gitarren“ und maß,

wie sie sich „bei verschiedenen Parametern

ändern, die der Gitarrist

selbst beeinflussen kann“ — unter

anderem mit den Anschlagtechniken

und -lautstärken oder der Veränderung

des Anschlagortes.

Einen zweiten Technik-Preis bei

„Schüler experimentieren“ heimsten

Joschka Märtz und Lukas Eller

vom Staffelsee-Gymnasium Murnau

ein. Die beiden Zehnjährigen

aus Obersöchering verfolgen das

Projekt eines ferngesteuerten, robusten

Amphibien-Fahrzeugs, das

sich im Wasser und auf festem

Boden bewegt. Das „Luftkissenboot“

soll aus leichten Materialien

bestehen, „die dennoch stabil und

Paula Seifert aus Tutzing

flexibel sind, um einem Aufprall

standzuhalten“. Als Anwendungsbereiche

nennen die beiden „Spionage

oder die Untersuchung von

für Menschen schwer zugänglichen

Orten, wenn eine Übertragungskamera

eingebaut ist“.

Lea Siebler aus Starnberg bestimmte

die Reiz-Leitungsgeschwindigkeit

beim Kniesehnenreflex, was

mit einem zweiten Preis in Biologie

belohnt wurde. Die 17-Jährige

löste Reize an der Patellarsehne

aus, leitete die „extrazellulären

Signale“ mit EKG-Elektroden am

Oberschenkel ab, verstärkte die

generierten Potentiale und stellte

sie auf einem Rechner dar. Aus

der Analyse ihres Mess-Diagramms

konnte sie die Geschwindigkeit der

Reizleitung bestimmen. Zusätzlich

untersuchte die Gymnasiastin

den Einfluss einer vorgespannten

Muskulatur auf die gemessenen

Muskel-Summen-Potentiale.

Mit Sophie Schön beschäftigte sich

noch eine Schülerin vom Gymnasium

Starnberg mit elektrischen

46 | tassilo


Signalen, die nicht nur in den

Axonen von Nervenzellen, sondern

auch bei Pflanzen vorkommen.

Die 16-Jährige aus Pöcking

zeichnete den zeitlichen Verlauf

der elektrischen Aktivität einer Venusfliegenfalle

auf, nachdem deren

Triggerhaare berührt wurden.

Zum Versuchsaufbau gehörten ein

Verstärker, eine EKG-Elektrode und

ein Oszilloskop. Das Projekt bekam

einen dritten Preis in Biologie.

Die Arbeit von Eva Leonora Eiden

aus Berg kreiste um folgendes Phänomen:

Lagern Bananen länger,

bekommen sie braune Altersflecken.

Werden die mit UV-Licht bestrahlt,

tritt in einem eng begrenzten

Bereich um die Flecken herum

eine relativ intensive Fluoreszenzstrahlung

im blauen Bereich auf.

Für ihre Dokumentation und die

Erklärung des Phänomens wurde

der 18-jährigen Schülerin vom

Gymnasium Starnberg ein dritter

Chemie-Preis zugesprochen.

Sonne, Optik & Notlagen

als Sonderpreis-Themen

Den „Sonderpreis erneuerbare

Energien“ erhielt der Tutzinger

Jelle Dehn für sein „Solarauto“-

Projekt. Der Gymnasiast untersuchte

„Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten

eines realen

Solarautos“, indem er Potenziale

Stefan Schneyer aus Penzberg

eines „hypothetischen Solarautos“

erstellte, mit einem Solar-

Modellauto experimentierte und

Vergleiche zum Elektroauto zog.

„In der Arbeit wird deutlich, dass

Solarstrom als Ergänzung einen

Großteil der benötigten Energie

liefern kann, die durchgeführten

Experimente müssten aber noch

statistisch abgesichert werden“,

lautet das Fazit des 17-Jährigen.

Den „Sonderpreis des Landkreises

Weilheim Schongau“ erhielt Lönna

Süberkrüb aus Oberhausen für

Tests, die sogar Optiker und Ärzte

verblüfften, wie die 14-jährige im

Gespräch mit „tassilo“ versicherte.

Ihre Experimente kreisten um

die Frage, ob Altersweitsichtigkeit

durch Training heilbar ist oder

zumindest gemindert werden

kann. Die Weilheimer Gymnasiastin

hatte beobachtet, dass ein

Hintergrund schärfer wird, wenn

das Auge auf einen Gegenstand

im unmittelbaren Nahbereich fokussiert

— etwa beim Blick durch

einen Tennisschläger. Nun will sie

herausfinden, „ob es ein Training

geben kann, um wieder mehr

Sehschärfe zu erreichen“.

Bemerkenswert angesichts des

Flüchtlingsthemas ist die Idee des

elfjährigen Constantin Whitmire

aus Seehausen am Staffelsee:

Er verfolgt die Erfindung einer

kostengünstigen, transportablen,

aufblasbaren, zeltähnlichen

Notunterkunft

für zwei

bis fünf Personen.

Luftkammern sollen

sie stabilisieren,

isolieren und

die Temperatur im

Innern eigenständig

regulieren. Der

Schüler besucht

das Benediktinergymnasium

Ettal

und erhielt einen

Sonderpreis bei

„Schüler experimentieren“.

Ebenso

wie Marius Drobisz

aus Pöcking. Der 13-jährige

Starnberger Gymnasiast baute ein

altes Schulmikroskop mit defekter

Beleuchtung mittels UV-Leuchtdioden

zu einem Auflicht- und

Durchlicht-Fluoreszenz-Mikroskop

um.

LED-Schulranzen peppt,

Lager dreht, Sensor misst

Martina Kölbl und Anna Fuchs,

beide 13 Jahre alt, haben eine

„Farbige Sicherheitsbeleuchtung

für Schulranzen (FSBfS)“ erdacht

mit leichten, batteriebetriebenen

LEDs samt einstellbaren Farben.

Das soll für Sicherheit bei Dunkelheit

sorgen, weil die Leuchten

weithin erkennbar sind. Das

Projekt passe für jeden Ranzen,

sei „für jedermann erschwinglich

und peppt einen langweiligen

Schulranzen erheblich auf mit

lustigen Farben, die selber leuchten“,

versprechen die Schülerinnen

vom Staffelsee-Gymnasium

Murnau.

Ihre Ideen für ein Lager, „in dem

sich eine Achse fast reibungslos

und freischwebend drehen kann“,

demonstrierten die Zwölfjährigen

Karl Deck und Christian Schmidt

sowie dessen ein Jahr jüngerer

Bruder Angelo vom Staffelsee-

Gymnasium Murnau an Modellautos:

Ihr „reibungs- und wartungsfreies

Magnetlager (RWML)“ soll

herkömmliche Drehlager ersetzen.

Dank der reduzierten Reibung soll

die Wartung entfallen, weil nicht

geschmiert werden muss, was

Energie und Zeit spart.

Lars Nagel vom Gymnasium in

Tutzing experimentierte in seinem

Projekt mit einem Beschleunigungssensor:

Mit einem Dreiachs-

Kreiselsystem aus dem Modellbau

untersuchte der 18-Jährige, wie

der Sensor ins Steuerungssystem

etwa eines Modellflugzeuges

eingreift, auf unterschiedlich Beschleunigungen

reagiert und wie

diese zu erzeugen und präzise zu

messen sind.

ts

Simader

mai / juni 2016 | 47


ERÖFFNUNG am 4. Mai 2016

AB JETZT

FÜR SIE DA!

Die Boxabteilung des TSV Peißenberg

Führhand, Sandsäcke

und jede Menge Schweiß

Peißenberg | Es ist viel los in der

Peißenberger Schulturnhalle an

diesem Dienstagabend im April.

Rund 40 Kinder, Jugendliche, Männer,

aber auch Frauen tummeln

sich an den Sandsäcken; springen

Seil, machen Liegestützen, Technikübungen

oder Sparring in einem

großen Ring in der Mitte des

kleinen Hallenabteils. Die Sportler

aller Altersklassen arbeiten konzentriert

an den Geräten oder im

Team. Schlagen keineswegs wild

auf die Sandsäcke oder die sogenannten

„Pratzen“ des Gegenübers

ein. Es sind Schlagkombinationen,

die die Boxer abfeuern. Links,

links, rechts — oder so ähnlich. Beeindruckend

ist auch die tänzelnde

Fußarbeit. Nach einer gewissen

Zeit übertönt ein lautes Kommando

die Hintergrundmusik, die während

des gesamten Trainings läuft.

Zunächst wechseln die Sportler die

Aufgaben. Bei der nächsten Aufforderung

drehen sie zum nächsten

Gerät weiter.

Ein Leben für den

Boxsport

Schon tropfen die ersten Schweißperlen

auf den Boden der Schulturnhalle.

Boxen ist absoluter Leistungssport

das wird bereits nach

wenigen Minuten des Beobachtens

klar. Zwischendrin schreit jemand:

„Michi, mehr mit der Führhand!“

Die Stimme gehört Siegfried Willberger,

dem Vorsitzenden der

Boxsparte des TSV

Peißenberg.

Seit sage und schreibe 54 Jahren

steht er an der Spitze der Abteilung.

Amtsmüde ist er deshalb

noch lange nicht. Immer noch ist

er bei jedem Training anwesend,

derzeit dienstags und freitags von

19 bis 21 Uhr, und sorgt für seine

Sportler. Er rüstet sie mit dem entsprechenden

Equipment aus, zeigt

ihnen, wie die Hände zu bandagieren

sind oder nimmt den Jüngeren

den Sparring-Helm ab. Einem

Boxer, der erstmals zum Training

kommt, gibt er eine kurze Einführung

in die Welt der Boxtechniken.

„Wenn die Linke trifft, trifft auch

die Rechte“, ist dabei ein Satz, der

herauszuhören ist, während Will-

Das THERAPIETEAM bietet ein breit gefächertes Spektrum an

Kassenleistungen und Selbstzahlerangeboten für Erwachsene und Kinder.

Unser Team freut sich auf Ihren Besuch in der

Sonnenstraße 48 in Peißenberg.

Wir kümmern uns um Sie!

therapieteam-meisenhoefe.de

48 | tassilo


erger die Schläge des

Neulings

in seinen Händen abfedert. Und

immer wieder bemängelt er die

„Führhand“.

Triumphe

haben Tradition

io

Rund 30 aktive Boxer zählt die Boxabteilung

im TSV

Peißenberg. Zu

den Trainingseinheiten ngse

i iten

sind es jedoch

bis zu 50 — auch einige Asylbewerber,

wie Willberg berichtet.

„So können wir wichtige Integrationsarbeit

leisten“, spricht er die

enorme Bedeutung des Sports in

dieser Hinsicht an. Acht lizensierte

Trainer kümmern sich um die

Sportler.

Erfolge haben in der langen Geschichte

der Boxer beim TSV Peißenberg

Tradition; Willberg hat die

meisten hautnah miterlebt. 1947

wurde die Abteilung von Georg

Schwinghammer gegründet, wobei

der Boxsport in Peißenberg bis

ins Jahr 1923 zurückgeht. Damals

wurde der Sport bei den „Freien

Turnern“ betrieben, ehe er 1933

verboten und nach dem Krieg wieder

aufgenommen wurde. Knapp

200 Mitglieder umfasst die Sparte

derzeit. An das Jahr 1987 erinnert

man sich bei der Boxstaffel gerne

zurück: Im noch unbedachten

Eisstadion wurde der Länderkampf

zwischen Deutschland und

den USA vor 4500 Zuschauern

ausgetragen. Gute Erinnerungen

gibt es auch an 2006: Im Zuge

des 100-jährigen Jubiläums des

Gesamtvereins wurde im Festzelt

gegen den FC Liverpool geboxt.

Nur zwei Wochen später standen

sich im Eisstadion Deutschland

und die in der Boxwelt lange Zeit

führenden Kubaner gegenüber.

Zahlreiche bayerische Einzeltitel,

aber auch Deutsche Meisterschaften

haben die Peißenberger Boxer

in ihrer Historie gewonnen. Erst

im März dieses Jahres holte etwa

Superschwergewichtler (ab 91 Kilogramm)

Leon Gavanas in der

Altersklasse Jugend einen weiteren

bayerischen Meistertitel. Eine

große Überraschung, besiegte er

doch im Finale den amtierenden

Deutschen- und zugleich Vizeweltmeister.

Wer sich von der Form der Sportler

überzeugen möchte, kann am

5. Mai ab 10.15 Uhr in Weilheim

hautnah dabei sein. Dann starten

die Peißenberger in die Festzelt-

Saison 2016. Zum Start des Weilheimer

Volksfestes steht der nationale

Boxvergleichskampf gegen

Hertha BSC Berlin an. Pfingstsonntag,

15. Mai, folgt an gleichem Ort

der internationale Vergleich mit BC

Budapest. Bis dahin sollte die Arbeit

mit der „Führhand“ optimiert

sein.

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mai / juni 2016 | 49


Vegetarisch / Vegan essen im Tassiloland

Genuss jenseits von Kässpatzen

Huglfing / Starnberg / Weilheim | Für

die einen ist es fast Religion, für

die anderen eine Möglichkeit,

hin und wieder oder gänzlich auf

Fleisch und tierische Produkte zu

verzichten und dennoch gut und

abwechslungsreich zu essen: Vegetarische

und vegane Küche ist

längst zum Trend geworden. Immer

mehr Menschen nehmen bewusst

Abstand von Lebensmitteln

und Fleisch aus konventioneller

Erzeugung, richten ihren Speisezettel

nach ökologischen und

moralischen Kriterien aus. In der

eigenen Küche zuhause klappt das

noch ganz gut. Allein — wer auch

unterwegs seinen Prinzipien treu

bleiben möchte, sucht manches

Mal vergeblich auf der Speisekarte

von Lokalen nach Alternativen zu

Schweinebraten und Co. Manchem

Gastronom fehlt es an Kreativität

oder schlicht und ergreifend an der

nötigen Nachfrage, um mehr anbieten

zu können als Kässpatzen,

Nudeln mit Soße oder Salatteller.

Vegetarisch und vegan bedeutet

eben mehr, als einfach das Fleisch

vom Teller Knödel mit Bratensoße

wegzulassen. Vier ganz unterschiedliche

Konzepte verfolgen die

Vertreter der vegetarisch-veganen

Küche im Tassiloland, die hier vorgestellt

werden.

Die kulinarische Reise beginnt

in Huglfing. Sabine Brenner, Geschäftsführerin

bei Wohnharmonie

und Küchenatelier Brenner, hat mit

ihrer Idee eigentlich zusammengebracht,

was zusammengehört. Sie

stellt das hauseigene Küchenatelier

für Kochkurse und Events zur Verfügung.

Gemeinsam mit Heilpraktikerin

Nora Thule aus Weilheim

veranstaltet sie in diesen Räumlichkeiten

einen offenen, veganen

50 | tassilo

Sonntagsbrunch. Der Clou: Jeder

Teilnehmer bringt selbst eine vegane

oder glutenfreie Köstlichkeit

zum Treffen mit; um alles andere

kümmert sich Sabine Brenner. „So

kommen unsere Gäste nicht nur in

den Genuss einer abwechslungsreichen

Tafel, sondern tauschen

gleichzeitig Rezepte aus und treten

in Kontakt zueinander“, erklärt sie.

So liegt auch die Teilnahmegebühr

bei moderaten 10 Euro. Richtige

Freundschaften hätten sich hier

schon gebildet, ein kleines vegetarisches

Netzwerk entstand. Neben

dem veganen Sonntagsbrunch finden

im Kochatelier Brenner laufend

Kurse, aber auch Vorträge rund um

das Thema Ernährung statt. „Kommunikation

plus Kochen nenne ich

das“, bestätigt Sabine Brenner,

die so wertvolles Wissen unter die

Leute tragen möchte. Der nächste

vegane Sonntagsbrunch findet am

12. Juni, statt. Beginn ist um 10 Uhr.

Anmeldung erwünscht unter info@

kochatelier-brenner.de.

Reizvolle Alternativen für

bekennende Fleischesser

Weiter geht es nach Starnberg,

auf den zentralen Platz, der sogar

nach seinem Lokal benannt ist.

Das Wirtshaus im Tutzinger Hof

am Tutzinger-Hof-Platz kocht auf

den ersten Blick nach guter, bayerischer

Tradition. Natürlich stehen

Fleisch- und Fischgerichte auf

der abwechslungsreichen Karte,

doch eben auch etwas anderes.

„Fleischlos glücklich“ nennt Wirtin

Eveline Ofner diese Rubrik, die

auch am „Vegan Food“-Stempel erkennbar

ist. Obwohl auch hier die

Kässpatzen zu finden sind, stehen

überraschende Alternativen bereit,

die durchaus auch für bekennende

Fleischesser reizvoll sein können.

Hausgemachte Trüffelgnocchi mit

leichtem Weinschaum und gebratenen

Pilzen; Ofen-Hokkaido,

gefüllt mit veganer Bolognese,

Avocadodips und Wirtshaus-Chips

oder ein pikantes Tofugulasch mit

Basmatireis — Verzicht auf Fleisch

kann neue Geschmackswege eröffnen.

Eine kleine Auswahl an vegetarisch-veganen

Gerichten kann

man sich sogar nach Hause liefern

lassen. Ab einen Bestellwert von 20

Euro (plus 3 Euro Lieferpauschale)

liefert der „Schmankerl-Flitzer“

vom Tutzinger Hof in der Zeit von

17.30 bis 21.30 Uhr innerhalb Starnbergs,

nach Söcking, Pöcking,

Sabine Brenner (li.), Inhaberin vom Kochatelier Brenner, veranstaltet gemeinsam mit Heilpraktikerin Nora

Thule Kochkurse. Regelmäßig laden sie zum veganen Sonntags-Brunch ein.

Feldafing und Tutzing. Mehr unter

www.wirtshaus-starnberg.de.

Zwei — wenn man so will — Pioniere

in vegetarisch-veganer Küche finden

sich in Weilheim, auch hier mit

ganz unterschiedlichem Konzept.

Ausgebildet in der Systemgastronomie

einer großen Fastfoodkette, hat

sich Leopold Glas seine ganz eigenen

Gedanken zum Thema „schnelle

Ernährung“ gemacht. Dass Fastfood

auch ökologisch, gesund, frei

von Geschmacksverstärkern und

Zusatzstoffen — und vor allen Dingen

lecker und abwechslungsreich

sein kann, hat er mit dem Start

von „Marmita’s“ bewiesen. In der

Bio-Suppen- und Pasta-Bar, die

Leopold gemeinsam mit Schwester

Franziska betreibt, ist alles — wie es

der Name schon verrät — aus biologischem

Anbau; fast ausschließlich

regional. Mittlerweile haben beide

eine zweite Filiale eröffnet; neben

dem Stammhaus in der Admiral-

Hipper-Straße ist laufnah zum

Bahnhof eine weitere „Marmita’s“-

Bar entstanden. Mehr über das

Konzept des Geschwisterpaares auf

Seite 52 in dieser Ausgabe.

Zutaten, die schon in

Vergessenheit gerieten

Schon seit 17 Jahren ist das Café

Plexx um Betreiberin Gabriele

Meingast fast eine Art „Flagschiff“

in der Vegetarier-Szene

des Umlandes. Selbst seit 1979

Vegetarierin, hat sich Meingast mit

ihrer abwechslungsreichen, hausgemachten

Küche über dem Naturkostladen

„Zauberberg“ in der

Kreuzgasse 5 einen festen Stamm

an Gästen erarbeitet. Dabei war

der Beginn alles andere als einfach,

wie sie sich erinnert. „Ja, es


Ganz der vegan-vegetarischen Küche hat sich Gabriele Meingast mit ihrem

Café Plexx in der Weilheimer Kirchgasse verschrieben.

ging eher zäh los“, schmunzelt sie,

„doch der Trend zu veganer, vegetarischer

Küche ist mittlerweile

spürbar.“ Ganz normale Gerichte

stünden auf ihrer Tageskarte, wie

Gabriele Meingast erklärt, doch so

normal sind sie auf den zweiten

Blick gar nicht. Manche Zutaten, die

in Vergessenheit gerieten, finden

sich darauf. Etwa leckere Gerichte

mit Quinoa, Rote Bete, Linsen oder

Hirse. Donnerstags ist Ayurveda-

Tag. „Eine Quiche findet sich immer

auf unserer Karte“, sagt Meingast,

„der Renner sind unsere Gemüsebratlinge.“

Zugenommen

hat ebenfalls die Nachfrage

nach Speisen aus Tofu, auch

Soja- oder Hafersahne müsse

mittlerweile vorrätig sein. Ihr

Publikum setzt sich aus etablierten

Kennern der Bio-Szene

zusammen, aber auch aus immer

mehr dafür offenen, jüngeren

Menschen, bevorzugt Mädchen

und Frauen. „Gerade Frauen schätzen

die Atmosphäre bei uns, dass

sie auch alleine zum Essen kommen

können“, bestätigt sie. Junge

Männer dagegen wären noch rar

gesät. Woran liegt’s? „Sie sind die

klassischen Fleischesser“, erkennt

Gabriele Meingast. Das Plexx hat

eine täglich wechselnde Mittagskarte

(außer sonntags). Gegessen

werden kann durchgehend, bis die

Töpfe leer sind.

rp

mai / juni 2016 | 51


Zweimal in Weilheim: Marmita’s Bio-Suppen- und Pasta-Bar

Wenn aus Fastfood

etwas völlig Neues wird

52 | tassilo

Franziska und Leopold Glas haben mit ihrem „Marmita’s“-Konzept eine

überraschende Alternative zu herkömmlichem Fastfood umgesetzt.

Zwei Filialen unterhalten die beiden mittlerweile in Weilheim.

Weilheim | Fastfood — das klingt

nach Geschwindigkeit, wenig

Nährwert, im Stehen essen, Fertiggericht.

Aber klingt das auch

nach frisch gekocht, nach Genuss

und nach Bio? Wohl kaum würde

man das Prädikat „biologisch“

mit dieser Art der Nahrungsaufnahme

in Verbindung bringen.

Und doch passt beides zusammen.

Aus seiner Ausbildung in Systemgastronomie

bei einem Fastfood-

Riesen bringt Leopold Glas sein

Wissen um „Schnelles Essen“ mit

und hat sich dazu seine eigenen

Gedanken gemacht. Fastfood

könnte doch auch alle Kriterien

gesunder Ernährung erfüllen,

könnte aus frischen, regionalen

Zutaten bestehen, ohne Zusatzstoffe

und Geschmacksverstärker

auskommen — und satt und

glücklich machen. Diese Überlegungen

setzte Leo Glas in die Tat

um: Marmita’s Bio-Suppen- und

Pasta-Bar wurde geboren.

Gemeinsam mit Schwester Franziska

Glas, die den betriebswirtschaftlichen

Part übernahm,

startete er 2011 in der Admiral-

Hipper-Straße 12 die Eröffnung der

ersten Filiale. Das Konzept: Schnell

zubereitete Mahlzeiten für Menschen,

die schnell etwas zu essen

haben möchten — und das bei

gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Dass dieses System auch revolutioniert

werden kann, haben die

beiden Weilheimer eindrucksvoll

bewiesen. Der Clou ihres Speiseangebots

besteht nämlich darin,

dass es sich dabei ausschließlich

um Gerichte handelt, die aus biologisch

angebauten Lebensmitteln

bestehen — ohne Zuhilfenahme

von Geschmacksverstärkern, Hefeextrakten

oder ähnlichem. Alle

Rezepte wurden von den beiden

selbst kreiert, immer wieder verfeinert

und auf eigene Art und

Weise kreativ umgesetzt. „Wir

wollten damit zeigen, dass Bio

auch cool sein kann“, fasst die

gelernte Diplomkauffrau Franziska

Glas zusammen.

Die Speisekarte im Marmita’s ist

einfach, aber dennoch raffiniert.

Darauf finden sich Klassiker wie

Nudeln mit diversen Soßen wie

Carbonara, Arrabiata oder Basilikum-Pesto,

Suppe klar mit Einlage

(Maultaschen, Pfannkuchen &

Co.), aber auch aus Kartoffeln oder

Kohlrabi. Publikumslieblinge sind

unter anderem der Rote-Beteoder

Linsensalat. Die Speisepalette

reicht von leckeren Bagels über

warme Gerichte, bis hin zu Salaten

und Suppen. Direkt vor den Augen

des Kunden werden die Speisen

erwärmt, Take-away-Verpackungen

ermöglichen die Mitnahme

aller Gerichte. Selbst hier wird auf

biologisch abbaubare oder recycelte

Materialien geachtet. Der Bio

Frozen Joghurt ist ebenfalls „der

Renner“ im Frühjahr und Sommer

und eine leckere und kalorienarme

Alternative zu Eis. Selbstredend,

dass — neben allen Speisen —

auch die Getränke im Sortiment

Bio-zertifiziert nach DE-Ökonorm

006 sind.

Lebt die Filiale in der Admiral-Hipper-Straße

auch von der Möglichkeit,

an den großen, geöffneten

Fenstern sitzend die vorbeiziehenden

Passanten zu beobachten,

während man in Ruhe seine

„schnelle Küche“ genießt, ist

die zweite Niederlassung, die

Leo und Franziska Glas im November

2014 in Bahnhofsnähe

eröffneten, ideal erreichbar

für Publikumsverkehr, der sich

rund um das Bahnhofsgelände

tummelt. Berufstätige, Schüler,

aber auch Reisende nützen die

Gelegenheit, sich schnell und

lecker mit Snacks oder Erfrischungen

in Bio-Qualität einzudecken.

Die Filiale hier bietet

ausreichend Sitzgelegenheit —

und stolz ist das Geschwisterpaar

Glas obendrein auf die

neue Niederlassung. Bestätigt

sie doch, dass beide mit ihrem

Konzept auf dem richtigen Weg

sind. Denn der Trend zu Fastfood

ist ungebrochen; nur gesund und

ökologisch muss es mittlerweile

sein. Die Nachfrage danach, gerade

bei jungen Leuten, ist auch in

Weilheim spürbar.

Besonders freuen sich beide, nun

erstmals im Rahmen der Französischen

Woche dabei zu sein, die

von 30. Juni bis 3. Juli auf dem

Weilheimer Marienplatz stattfindet.

Eine Bereicherung für das

Konzept rund um Wein und Köstlichkeiten

aus dem Nachbarland

ist Marmita’s gewiss.

Was sich im Hause Marmita’s tut,

welche Ideen Leo und Franziska

Glas in Zukunft haben, ist jederzeit

auf der Internetseite www.marmitas.de

nachlesbar. Hier finden

sich auch weitere Hintergrundinfos,

Öffnungszeiten und Angebote.

Auch auf Facebook ist Marmitas zu

finden.

rp


Bodystreet Garmisch-Partenkirchen, Murnau, Weilheim

Das 20 Minuten-Workout

> > > ZUM THEMA

Garmisch/Murnau/Weilheim | Konzentriert

folgt Helena den Anweisungen,

die ihr Personaltrainer

Bernhard Luttner vorgibt. Dann positioniert

sie sich im Ausfallschritt,

hält die Arme auf Ellbogenhöhe

vor dem Körper und spannt die

Muskeln an. Kleine Schweißperlen

sammeln sich auf ihrer Stirn. Vier

Sekunden hält sie die Spannung,

dann darf sie lockern, bevor die

nächste Spannungseinheit beginnt;

und die kommt — unerbittlich.

Sie lacht. „Das ist schon richtig

anstrengend“, sagt sie, „aber

es macht auch irre viel Spaß!“

Was Helena zum Schwitzen bringt,

ist das innovative Ganzkörpertraining

EMS (Elektrische Muskel-

Stimulation). Nur 20 Minuten pro

Woche sind vonnöten, um damit

effektive Ergebnisse in Sachen Körperstraffung

und Muskelaufbau zu

erzielen. Ein Personaltrainer sorgt

während des Trainings dafür, dass

auch alle Übungen richtig durchgeführt

werden. Bernhard Luttner,

Inhaber der Bodystreet-Studios

in Garmisch-Partenkirchen, Murnau

und Weilheim, kann verstehen,

dass seine Kunden positiv

überrascht von der Wirkung des

Trainings sind. „Es klingt zuerst ja

auch fantastisch“, erklärt er. „20

Minuten pro Woche sollen reichen,

um den Körper sichtbar zu straffen.“

Er selbst trainiert schon seit

Jugendjahren, kennt als langjähriger

Inhaber diverser Sportstudios

alle Trends des Fitnessmarktes.

Von EMS war er sofort überzeugt;

der Zulauf, den das Elektrische

Muskel-Stimulationstraining derzeit

erfährt, kommt für ihn nicht

von ungefähr. „Durch EMS werden

auch Muskelgruppen erreicht, die

tiefer liegen. Etwa an der Taille

oder Hüfte. Es stärkt die Rumpfmuskulatur

und gleicht Dysbalancen

aus“, so sein Fazit. Das rund

siebenköpfige Trainerteam um

Bodystreet Garmisch-Partenkirchen

Bahnhofstraße 2, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 08821 / 7306823

Bodystreet Murnau

Gabriele-Münter-Platz 2, 81428 Murnau, Tel. 08841 / 6729191

Bodystreet Weilheim

Münchener Straße 5, 82362 Weilheim, Tel. 0881 / 92787980

„Und action“: Personaltrainer und Inhaber Bernhard Luttner gibt Helena

Hilfestellung bei der Ausführung der Übung.

Bernhard Luttner wird dazu eigens

in der Bodystreet Akademie geschult,

Hintergrundwissen inklusive.

So werden in den Bodystreet-

Studios Trainingspläne mit vielen,

immer wieder verbesserten Übungen

angeboten. „Einfacher fit zu

werden, ist fast unmöglich“, sagt

der Inhaber.

Die Bodystreet-Studios in Garmisch-Partenkirchen,

Murnau und

Weilheim haben durchgehend

geöffnet, individuelle Termine

sind nach Vereinbarung möglich,

auch die Vereinbarung eines Probetrainings.

„EMS ist die perfekte

Kombination und Ergänzung zum

Outdoorsport in unserem schönen

Umland“, erklärt Bernhard Luttner.

„20 Minuten, einmal die Woche:

das bedeutet gezieltes Training

für Jedermann, egal welchen

Alters, welchen Fitnessgrades.“

Viel Wissenswertes hält auch die

Internetseite www.bodystreet.com

bereit.

rp

mai / juni 2016 | 53


M. Haseitl — eine „Ausbildung mit Weiterbildungsgarantie“

Bis auf die Zugspitze ...

Schongau | Es ist die Talstation einer

der höchsten Seilbahnen der

Welt und eine weitere Großbaustelle

der M. Haseitl-Bau GmbH:

die neue „Seilbahn Zugspitze“.

Im März hat das Schongauer Unternehmen

mit den Bauarbeiten

begonnen, im August 2016 sollen

sie abgeschlossen sein. Voraussichtlich

im Dezember 2017

wird dann das Großprojekt, welches

ein Gesamtvolumen von rund

50 Millionen Euro verschlingt,

komplett fertiggestellt sein. Für Besucher

der Ganzjahresdestination

Zugspitze hat die neue „Seilbahn

Zugspitze“ neben der Steigerung

des Komforts einen weiteren entscheidenden

Vorteil: Dank der

beiden 120 Personen fassenden

Kabinen haben die zum Teil langen

Wartezeiten an Hochbetriebstagen

auf dem Weg zur Zugspitze künftig

ein Ende. Bei der neuen Bahn handelt

es sich wie bei der bisherigen,

1963 in Betrieb genommenen, um

eine Pendelseilbahn, die gleich mit

drei Rekorden aufwarten kann: Mit

127 Metern die weltweit höchste

Pendelbahnstütze, dem weltweit

größten Gesamthöhenunterschied

von 1945 Metern in einer Sektion

sowie dem weltweit längsten freien

Spannfeld mit 3212 Metern. Michael

Pointner von der Haseitl GmbH

fungiert beim Bau der Talstation als

Bauleiter. Der 43-Jährige kennt sich

mit Großbaustellen en aus.

Foto: Bayerische Zuspitzbahn Bergbahn AG/Hasenauer Architekten

Michael Pointner

Helmut Frankl

Eines seiner letzten Projekte war

ein Wohnungsbau in Bad Tölz mit

45 Wohn- und drei Gewerbeeinheiten.

Ein Mann mit Erfahrung ist

auch Polier Helmut Frankl. Er war

ebenfalls beim Tölzer Wohnbau

eingebunden. Ebenso wie kürzlich

beim Bau eines 13-stöckigen

Wohnturms in Bogenhausen.

Wer zukünftig selbst Teil von vergleichbaren

Projekten sein möchte,

kann sich um einen Ausbildungsplatz

2016 bewerben. „Es ist eine

Ausbildung mit Weiterbildungsgarantie“,

wie es Geschäftsführer

Peter Schrehardt bezeichnet. Und

mit Tradition. Das mittelständische

Bauunternehmen, das heuer 50.

Geburtstag feiert, bildet bereits

seit über 40 Jahren aus. Schulabgänger,

die sich für den Bau entscheiden,

„sollen irgendwann die

gleiche Verantwortung tragen, wie

Herr Pointner und Herr Frankl“,

erklärt Schrehardt weiter. Konkret

beschreibt er damit den Weg von

der Ausbildung zum Facharbeiter

über Weiterbildungen, etwa

zum qualifizierten Polier oder

Bauleiter. Die Türen, eine Führungsposition

bei M. Haseitl-Bau

einzunehmen, stehen offen. Viel

mehr noch — es wird gefördert.

„Einsatz“, fordert der Geschäftsführer

und nennt dabei beide

Parteien, sowohl Arbeitgeber

als auch Arbeitnehmer. Denn,

„nur mit gegenseiter Hilfe und

Unterstützung werden die Ziele erreicht“,

so Peter Schrehardt.

Für qualifizierte und gewillte Arbeitskräfte

werden die Kosten beispielsweise

der Polierschulungen

übernommen. Umgekehrt verpflichten

sich die Mitarbeiter, im

Unternehmen zu bleiben — gegenseitige

Unterstützung eben.

Auszubildende gesucht

Eine hochwertige Ausführung

auf dem Bau ist heutzutage eine

Selbstverständlichkeit. Qualität und

Langlebigkeit sind längst Voraussetzung.

„Um diesen Qualitätsanspruch

sicherzustellen, sind absolut

zuverlässige Führungskräfte

unabdingbar“, nennt Schrehardt

einen Teil der Firmenpolitik. Und

dafür wird bei Haseitl gesorgt. Von

den derzeit rund 180 Mitarbeitern,

haben nahezu alle Weiterbildungsmaßnahmen

durchlaufen. Derzeit

sucht die M. Haseitl-Bau GmbH

Auszubildende zum Beton-, Stahlbetonbauer

und Maurer, sowie im

Geschäftsbereich Tiefbau Auszubildende

zum Kanal- und Straßenbauer.

Wer Interesse an einer der

Stellen hat, kann sich gerne bewerben.

Details wie Anforderungen

oder Ansprechpartner finden sich

auf der Internetseite des Unternehmens

(www.haseitl-bau.de). tis


mai / juni 2016 | 55


Ausbildungsstellen für Mädchen in Handwerk & Industrie

Die Eignung und das

Interesse entscheiden

Tassiloland | Ab September starten

auch heuer wieder viele Jugendliche

eine Ausbildung im Handel,

im Sozialbereich, in der Industrie

oder im Handwerk. Das Angebot

an unterschiedlichen Lehrstellen ist

groß, doch zumeist wählen mehr

als ein Drittel aller Auszubildenden

unter den gleichen zehn Ausbildungsberufen

aus. Dabei gibt es

weit mehr als diese — wenn man

so will — Trendberufe zu entdecken.

Besonders für Mädchen lohnt

sich ein Blick über die gängigen

Wunschberufe wie Friseurin, Kindergärtnerin,

Bank- oder Einzelhandelskauffrau

hinaus; bei vielen

unbesetzten Lehrstellen, gerade

im Handwerk, können auch immer

mehr weibliche Auszubildende

den Zuschlag bekommen — wenn

sie sich dafür eignen und Interesse

mitbringen. Einige Handwerksbetriebe

kommen Mädchen bereits

entgegen und bieten Praktika an.

Gerade der Einblick in eher unpopuläre

Berufe kann sich zur „Win-

Win“-Situation für beide Seiten

entwickeln: Betriebe können ihre

freien Lehrstellen besetzen, die

Mädchen sich zu gesuchten Fachkräften

ausbilden lassen.

Mit sehr gutem Ergebnis

abgeschlossen

Sehr gute Erfahrungen mit seiner

Auszubildenden hat etwa Martin

Schwarz gemacht, Schreinermeister

und Geschäftsführer im

Familienunternehmen Schreinerei

Schwarz in Schongau. „Mädchen

bewerben sich für eine Schreinerlehre

mittlerweile von selbst bei

uns“, bestätigt er. Vor kurzem habe

eine junge Dame bei ihm die Ausbildung

abgeschlossen, sogar mit

sehr gutem Ergebnis. Vorurteile,

dass Mädchen nicht so engagiert

oder belastbar seien wie Jungs,

kann Martin Schwarz nicht bestätigen.

Im Gegenteil. „Mädchen wissen

meist sehr genau, was sie wollen,

und ziehen das auch durch“,

sagt er. Und würde jederzeit wieder

ein Mädchen in die Ausbildung

nehmen. Momentan ist seine Lehrstelle

zwar mit einem Jungen besetzt,

doch zukünftig freut er sich

auch weiterhin auf Bewerbungen

aus weiblicher Hand.

Spezialisierung

ist möglich

Eine junge Dame aus dem Weilheimer

Umland wird ab September

bei Elektro Schöffmann

in Weilheim eine Ausbildung zur

56 | tassilo


Elektronikerin für Informationsund

Telekommunikationstechnik

starten. Glücklich sind beide Seiten

darüber, Betrieb wie Auszubildende.

Denn die Anzahl an

Bewerbern generell sei leider

rückläufig, wie Ausbildungsmeister

Stefan Jais erklärt. Wollen immer

weniger Jungs eine Ausbildung

im Handwerk starten, stellen

Mädchen nach wie vor die Exoten.

Stefan Jais bestätigt: „Es war die

erste Bewerbung eines Mädchens

seit Jahren.“ Man habe sich im

Hause Elektro Schöffmann auch

deshalb für die junge Bewerberin

entschieden, weil sie über einen

ausgezeichneten mittleren Bildungsabschluss

verfüge. Es mag

— spontan betrachtet — ein eher

ungewöhnliches Betätigungsfeld

für weibliche Bewerber sein, doch

bietet gerade das Elektrohandwerk

gute bis sehr gute Zukunftsperspektiven.

„Es ist vielseitig und

komplex“, sagt Jais, „und entwickelt

sich stetig weiter, wie etwa

beim Thema Smart Home“. Das

gefürchtete „im Graben stehen“

ist also nicht der einzige Weg im

Elektrohandwerk. „Eine Spezialisierung

weg vom Rohbau und

hin zur Arbeit mit Gebäudeautomatisierung“,

nennt Stefan Jais

das. Bestätigen kann er auch die

Tendenz, weiterhin Mädchen Ausbildungsplätze

bei Elektro Schöffmann

anzubieten. „Auch für Praktikumsplatzanfragen

von jungen

Damen sind wir offen“, so Jais.

„Nacht der Ausbildung“

bei Aerotech

Wo dem Handwerk in der Besetzung

von Lehrstellen durch weibliche

Bewerber durchaus noch

Nachholbedarf bescheinigt werden

darf, ist die Industrie schon

effiziente Wege gegangen, dem

Fachkräftemangel von morgen etwas

entgegenzusetzen. So ermöglichen

viele Industrieunternehmen

im Landkreis und darüber hinaus

mit der Teilnahme am sogenannten

„Girls’ Day“ einen fundierten

Einblick in Ausbildungsangebote,

die auf den ersten Blick eher männergeprägt

sind. Dass auch Mädchen

zu wertvollen Facharbeitern

ausgebildet werden können, hat

man längst erkannt. Dazu gehört

auch Aerotech in Peißenberg.

Zwar spricht das Unternehmen

mit seiner „Nacht der Ausbildung“

Jungen wie Mädchen gleichzeitig

an, dennoch wird ab September

eine junge Dame die Ausbildung

zur Zerspanungsmechanikerin

starten. „Noch sind weibliche

Bewerber bei uns Einzelfälle“,

bestätigt Ausbildungsmeister Walter

Svobodny, „doch die Tendenz

steigt“. Auch bei Aerotech Peißenberg

gilt: Wer geeignet ist und interessiert,

bekommt seine Chance,

ob männlich oder weiblich. „Der

oder die Bessere bekommt das

Okay“, so Walter Svobodny. Erst

vor kurzem konnte eine angehende

Zerspanungsmechanikerin

im Unternehmen ihre Ausbildung

erfolgreich beenden und arbeitet

nun im Unternehmen. Die „Nacht

der Ausbildung“ möchte der Ausbildungsmeister

allen interessierten

Jugendlichen empfehlen.

„Man kann sich den Betrieb von

innen ansehen, Auszubildenden

über die Schulter sehen und ihnen

Fragen stellen“, erklärt er. Da

Aerotech Peißenberg, wie viele

andere Industrieunternehmen, die

Ausschreibung für Lehrstellen ein

Jahr im Voraus praktiziert, können

sich gerade Mädchen an diesem

Schnuppertag über die Modalitäten,

die zu einer Bewerbung notwendig

sind, informieren. Und die

Weichen für eine Ausbildung zur

Fachkraft stellen. Die „Nacht der

Ausbildung“ bei Aerotech Peißenberg

findet heuer am 22. Juli statt,

von 17 bis 21 Uhr.

rp

6. NACHT DER AUSBILDUNG

am Freitag, 22. Juli 2016

von 17 bis 21 Uhr

Aerotech Peissenberg stellt als Zulieferer der bedeutendsten Flugtriebwerkshersteller

hochwertige, komplexe Bauteile her. testen

europäischen Unternehmen im Bereich der Luft- und Raumfahrt. An drei


Wir bieten zum 1. September 2017 Ausbildungsplätze für den Beruf

Zerspanungsmechaniker (m/w)

bildung

bei einem High-Tech Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie mit

-


Aerotech Peissenberg GmbH & Co. KG

Robert-Drosten-Platz 1 82380 Peissenberg

Telefon 08803 491-148 oder -146 www.aerotech.de

mai / juni 2016 | 57


Worauf Personaler bei Auszubildenden Wert legen

Der perfekte Bewerber

Tassiloland | Die Noten sind hervorragend,

das Bewerbungsschreiben

fehlerfrei und gut formuliert. Auf

den ersten Blick bringt der Ausbildungssuchende

also die besten

Voraussetzungen mit, den Anforderungen

der ausgeschriebenen

Lehrstelle gerecht zu werden. Das

Vorstellungsgespräch dürfte dann

eigentlich nur noch Makulatur sein

— über den positiven Ausgang des

Gesprächs sind sich beide Seiten

sicher, der zukünftige Auszubildende

als auch der Ausbildungsbetrieb.

Ist das so? Ist allein der Notenspiegel

ausschlaggebend für Personaler

und Ausbildungsbeauftragte?

Und kann die perfekt formulierte,

fehlerfreie Bewerbung tatsächlich

als „Türöffner“ angesehen werden?

Die gute Nachricht: Noten

und Ausdrucksweise allein sind

nicht ausschlaggebend, um ein

Vorstellungsgespräch oder den

begehrten Ausbildungsplatz zu

bekommen. Lässt man die Ausbilder

zu Wort kommen, zeigen sich

oftmals ganz andere Kriterien, die

den Ausschlag für eine Einladung

zum Bewerbungsgespräch geben.

Wer also glaubt, aufgrund seiner

eher mittelmäßigen Noten keinen

Erfolg mit seiner Bewerbung zu

haben, sollte nicht gleich den Mut

verlieren. Personaler sind geübt

darin, auch zwischen den Zeilen

lesen zu können. Sie finden Aufschlussreiches

über den Bewerber

beispielsweise in der schriftlichen

Bewertung des Abschlusszeugnisses

oder in Hobbys oder Interessensgebieten,

die im Lebenslauf zu

finden sind. Da spielen sogenannte

Soft Skills eine Rolle, die der potenzielle

Bewerber mitbringt; oder die

Beweggründe, die zur Bewerbung

gerade für dieses Unternehmen geführt

haben, die sich im Anschreiben

des Berufsstarters finden. Vier

Ausbildungsbeauftragte aus den

Landkreisen Starnberg und Weilheim-Schongau

geben Einblick.

Katrin Sontheim, Ausbildungsbeauftragte

im Landratsamt Starnberg

„Zuerst einmal legen wir Wert auf

eine ordentliche Form. Der eine

oder andere Schreibfehler fällt

nicht gleich ins Gewicht, jedoch

muss Sorgfalt erkennbar sein,

denn: wie wichtig kann dem Bewerber

die Stelle sein, wenn nicht

einmal die äußere Form stimmt?

Positiv fallen Bewerber auf, die

begründen können, warum sie

sich für den ausgeschriebenen

Ausbildungsplatz interessieren und

warum sie sich gerade dafür als

geeignet sehen. Kann jemand im

Vorfeld bereits auf ein Praktikum

in unserem Hause verweisen, freuen

wir uns besonders über dessen

Bewerbung. Da wir im Schnitt über

200 Bewerbungen erhalten, spielen

schulische Leistungen schon

eine Rolle, allerdings auch das Verhalten

während des Schulalltags.“

Roland Stindl, Ausbildungsbeauftragter

Kunert Peiting GmbH & Co KG

„Bewerbungen müssen nicht explizit

schriftlich bei uns eingereicht

werden, sondern gerne auch in

digitaler Form. Wir befürworten

sehr, wenn der Bewerber vorab

schon ein Praktikum in unserem

Haus absolviert hat. Es bringt ja

beiden Seiten nichts, wenn der

Auszubildende bereits in der Pro-

58 | tassilo


ezeit das Handtuch wirft, weil er

sich das Arbeitsfeld ganz anders

vorgestellt hat. Mit der Ausbildung

zum Packmitteltechnologen

bieten wir ein nicht so bekanntes

Berufsbild an, das deshalb nicht

unbedingt im Fokus der jungen

Leute liegt. Aufgrund dessen freuen

wir uns über Bewerber, welche

sich vorab Informationen über den

Ausbildungsberuf bei Jobmessen

oder auf unserer Firmenhomepage

einholen. Schließlich kann ein Auszubildender

in unserem Werk nach

erfolgreichem Abschluss sicher mit

einer Übernahme rechnen.“

Silvia Graminsky, HR Business

Partner bei der Hochland Deutschland

GmbH Standort Schongau

„Wir schätzen es sehr, wenn der

Bewerber vorab ein Praktikum in

unserem Hause absolviert hat. Das

ist natürlich keine Bedingung, aber

eine gute Möglichkeit für beide Seiten,

sich kennenzulernen. Auch die

Teilnahme an Praktika in anderen

Firmen bewerten wir positiv. Falls

der Notendurchschnitt nicht ganz

so glücklich ausgefallen ist, können

sich Schüler dennoch durch

eine aussagekräftige Bewerbung

beweisen. Dabei achten wir darauf,

welche Begründung der Bewerber

dafür anführt, warum er sich für

die ausgeschriebene Ausbildungsstelle

interessiert. Finden sich in

der Bewerbung Hinweise auf Engagement

in der Freizeit, etwa in

einem Verein oder ähnliches, ist

das ebenfalls eine gute Möglichkeit,

Stärken ans Licht zu bringen.

Dazu gehören auch die Bemerkungen

im Abschlusszeugnis; wer hier

positiv auffällt, kann die eine oder

andere Note wieder wettmachen.“

Christian Zachenhuber, Leiter Ausbildungsmarketing

und Ausbildungsprojekte

Roche, Penzberg

„Wichtig beim Bewerbungsschreiben

ist es, ehrlich zu bleiben und

die eigenen Fähigkeiten realistisch

einzuschätzen. Außerdem sollte

ein Bewerbungsschreiben folgende

Fragen beantworten: Warum

will man den gewünschten Beruf

erlernen? Worin liegt die besondere

Eignung für diesen Berufswunsch?

Und warum bewirbt man

sich explizit bei Roche Diagnostics?

Interesse erkennen wir auch daran,

wenn in der Bewerbung bereits auf

Kontakt mit dem Unternehmen hingewiesen

werden kann, etwa durch

ein bereits absolviertes Schnupperpraktikum,

im Rahmen von Berufsmessen

oder auf Schulveranstaltungen.

In diesem Fall belegen der

Name der Kontaktperson und die

inhaltliche Beschreibung des Kontaktes

zusätzlich die Aufmerksamkeit

des Bewerbers. Aussagen im

Bewerbungsgespräch wie ‚da war

so ein Mann von Roche in einem

Gebäude, den ich getroffen habe‘,

bezeugen dann eher das Gegenteil.“

rp

Wir beschäftigen im Durchschnitt über 25 Auszubildende, die bei uns eine

technische oder kaufmännische Ausbildung absolvieren. In unserer 66-jährigen

Firmengeschichte haben wir bereits über 350 Azubis erfolgreich ausgebildet.

Unsere Auszubildenden erbringen in Ihren Prüfungen regelmäßig hervorragende

Ergebnisse. Besonders stolz sind wir darauf, dass immer wieder Jahrgangsbeste

aus dem Hause Schöffmann kommen.

Unsere Ausbildungsberufe

• Elektroniker

für Energie- und Gebäudetechnik (m/w)

• Elektroniker

für Informations- und Telekommunikationstechnik (m/w)

• Kaufleute

für Büromanagement (m/w)

Wer eine zukunftsorientierte Ausbildung sucht und Interesse an Menschen und

Technik hat, ist bei uns genau richtig. Werden Sie Teil unserer Erfolgsgeschichte,

und starten Sie Ihre berufliche Zukunft bei einem der führenden

Dienstleister im Bereich der Elektrotechnik in Oberbayern!

mai / juni 2016 | 59


60 | tassilo


Veranstaltungskalender

1. Mai bis 30. Juni 2016

SO 01.05.

Maifeiertag

WO MAIBÄUME AUFGESTELLT

WERDEN, FINDEN SIE AUF DEN

SEITEN 6-7

DIESSEN

11.00 Uhr

Matinée mit dem Susanne-Karl-

Trio mit Ausflügen zu Swing und

Jazz im Schacky-Park

14.00 bis 18.00 Uhr

2. Diessener Ateliertage 2016.

Zwölf Bildende Künstler öffnen für

interessierte Besucher ihre Ateliers

PENZBERG

10.00 bis 18.00 Uhr

Mai-Markt am Stadtplatz. Verkaufsoffener

Sonntag von 12-17 Uhr

MURNAU

10.00 Uhr

Mai-Dult in der Fußgängerzone.

Mit verkaufsoffenem Sonntag

11.30 Uhr

Bayerischer Frühschoppen mit der

„Riederer Musi“ im Platzl am See

PÄHL

12.00 bis 18.00 Uhr

Offenes Atelier der Gemeinschaft

„aukio“ in 14 Ateliers im Kerschlacher

Forst

HABACH

20.00 Uhr

Tanz in den Mai im Trödler

ODERDING

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Teak & More

Keine Beratung und kein Verkauf

LECHBRUCK

10.30 bis 16.00 Uhr

Golferlebnistag mit kostenfreiem

„Golfschnuppern“ für die gesamte

Familie Auf der Gsteig

PEISSENBERG

MO 02.05.

19.30 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Bücherei

WEILHEIM

DI 03.05.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

MURNAU

18.30 bis 19.30 Uhr

Kinderkonzert mit den Jüngsten

der Camerloher Musikschule im

Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

BERNRIED

8.00 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

POLLING

9.00 Uhr

Kreuzmarkt am Kirchplatz

MI 04.05.

WEILHEIM

11.00 Uhr

32. Bayerische Realschultheatertage

mit „Funny Games“ der Realschule

Bamberg im Stadttheater

14.30 Uhr

32. Bayerische Realschultheatertage

mit „A kloans bissl Horror“

der Realschule Bad Kötzting im

Stadttheater

17.30 bis 21.00 Uhr

Schafkopfrunde im Geisenhofer-Treff.

Anmeldung unter

0881 / 909590-15

18.30 Uhr

Infoveranstaltung zum Thema

Seniorenrechte, Elternunterhalt im

Mehrgenerationenhaus. Referentin

ist Rechtsanwältin Christiane

Karwatka-Kloyer. Anmeldung unter

0881 / 909590-0. Eintritt frei

19.00 Uhr

Chorklassenkonzert „Musik nach 7“

der Fachschaft Musik in der Aula

des Gymnasiums. Eintritt frei

20.00 Uhr

Vortragsreihe „Weilheimer

Glaubensfragen“ mit SZ-Journalist

und Rechtswissenschaftler Prof.

Dr. Heribert Prantl und der Frage

„Gnade vor Recht? — Barmherzigkeit

und Paragraphen“ im Haus

der Begegnungen. Eintritt frei

PEISSENBERG

15.30 bis 16.30 Uhr

Vorlesestunde „Die Schöpfung

achten“ mit „Die Bienenkönigin —

ein Märchen der Gebr. Grimm“ in

der Bücherei. Kosten: 2 €

STARNBERG

19.30 Uhr

Filmvorführung des Film- und

Videoclubs Starnberger See zum

Thema „Ein Erlebnis" in der

Schlossberghalle. Eintritt frei

MURNAU

19.30 bis 22.00 Uhr

Lesung „Auf der sicheren Seite“

mit Michael Krüger im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt: 10 € / 8 €

PÄHL

14.30 Uhr

Kaffeekranzl der Katholischen

Pfarrgemeinde im Café Kasprowicz

in Kerschlach

RAISTING

19.00 Uhr

Künstlerstammtisch im Café Ibiza

POLLING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

ANDECHS

12.00 bis 20.00 Uhr

Krammarkt an der Bergstraße

WEILHEIM

DO 05.05.

Christi Himmelfahrt

10.15 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

10.15 Uhr: Boxen des TSV Peißenberg.

14 Uhr: Standkonzert der Weilheimer

Stadtkapelle und Anstich

durch 1. Bürgermeister Markus Loth.

19 Uhr: Showband „Manyana“

STARNBERG

7.30 bis 10.30 Uhr

Vogelstimmenwanderung durch

die Maisinger Schlucht mit Horst

Guckelsberger und Hans Werner.

Anmeldung unter 08143 / 8808 oder

08153 / 2500. Treffpunkt ist vor dem

Wasserwerk

PENZBERG

19.00 Uhr

Konzert von dem „Duo Timbre“

mit Renaissance- und Barockmusik

in der evang. Martin-Luther-

Kirche. Eintritt frei

MURNAU

19.00 Uhr

Theater „Jugend ohne Gott“ der

Theatergruppe des Staffelsee-

Gymnasiums im Kultur- und

Tagungszentrum. Karten: 5 € / 3 €

19.30 bis 21.30 Uhr

Marienlieder-Konzert „Ave Maria“

des Staffel seechors in der St. Nikolauskirche.

Eintritt frei, Spenden

erbeten

EBERFING

PEISSENBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

Familienwanderung „Experimentieren

und Forschen an der Ammer“

ANDECHS

mit Friederike Vogel. Treffpunkt am

Parkplatz der Wörther Brücke. Ab 7

Jahren. Anmeldung unter 0881 / 61954

15.00 Uhr

Kinderkino „Dr. Proktors Pupspulver“

in der Schule

8.00 bis 20.00 Uhr

Krammarkt an der Bergstraße

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZ

Di, 7. Juni 17.00 bis 20.30 Uhr Dießen, Mehrzweckhalle

Mo, 13. Juni 16.00 bis 20.00 Uhr Starnberg, Schlossberghalle

Do, 16. Juni 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 17. Juni 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Mo, 20. Juni 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Tagungszentrum

mai / juni 2016 | 61


WEILHEIM

FR 06.05.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

19 Uhr: zünftige Stimmung mit

„K-Zwoa“

STARNBERG

19.00 Uhr

Live-Konzert mit „The Tiptons Sax

Quartet & Drums“ im Kulturbahnhof.

Karten: 12 € / 8 €. VVK im Kulturamt

und beim Tourismusverband

PENZBERG

20.00 Uhr

TollHub 2016 — Kabarett „Faszination

Bayern“ von Maxi Schafroth

auf Gut Hub. Karten: 18 €. VVK in

der Buchhandlung Rolles. Siehe

Seite 20

MURNAU

20.30 Uhr

Konzert „Fräulein Brecheisen und

ZuaBringa“ in der Westtorhalle

in Riedhausen. Einlass ab 20 Uhr.

Karten: 10 € / 8 €

RAISTING

17.00 Uhr

Radltour „Critical-Mass-Aktion“

entlang des Radwegs Birkenallee.

Treffpunkt am Maibaum Raisting

17.00 Uhr

Kinderkino im AWO-Haus

POLLING

19.00 bis 22.00 Uhr

Ausstellungseröffnung „DAN FLA-

VIN“ im historischen Fischerbau.

Ausstellung bis Anfang Oktober,

jeweils Sa. und So. 14 — 18 Uhr und

nach Vereinbarung

ANDECHS

8.00 bis 20.00 Uhr

Krammarkt an der Bergstraße

WEILHEIM

SA 07.05.

10.00 Uhr

Kinderkino „Dr. Proktors Pupspulver“

im Mehrgenerationenhaus

10.00 bis 17.00 Uhr

Tag der Lions auf dem Marienplatz.

Info- und Verkaufsstände,

Bilder-, Kunst- und Krempelmarkt,

Glücksrad uvm. vom Lions-Club

Ammersee-Weilheim e.V.

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

14 Uhr: Festbetrieb.

19 Uhr: Liveband „Nachtstark“

DIESSEN

15.00 Uhr

Kinderkino „Rio 2“ im SOS-Kinderdorf.

Kosten: 1 €. Es gibt frisches

Popcorn und mehr

19.00 Uhr

Kammerkonzert „Madrigal trifft

auf Motetten und Moderne“ des

Kammerchors a cappella aus Zorneding

in der St. Stephan Kirche.

Karten: 15 €

PENZBERG

14.00 bis 16.30 Uhr

Pflanzen- & Pflanzentauschmarkt

des Gartenbauverein im Alten Stall

14.00 und 16.00 Uhr

TollHub 2016 — Theater „Die Olchis

umen auf“ von dem Ingolstädter

Figurentheater auf Gut Hub. Karten:

8 € / 5 € (Kinder). VVK in der Buchhandlung

Rolles. Siehe Seite 20

15.00 Uhr

TollHub 2016 — Zaubershow von

Magic Werner auf der TollHub-

Bühne auf Gut Hub. Siehe Seite 20

17.00 Uhr

TollHub 2016 — Mutige Talente live

auf der TollHub-Bühne auf Gut

Hub. Siehe Seite 20

MURNAU

20.00 Uhr

Muttertagskonzert des Jugendund

Blasorchesters im Kultur- und

Tagungszentrum. Karten: 8 € / 6 €

20.30 Uhr

Konzert von Phil Vetter in der

Westtorhalle in Riedhausen. Einlass

ab 20 Uhr. Karten: 10 € / 8 €

RAISTING

15.00 Uhr

Pflanzenmarkt des Gartenbauvereins

am Bauhof

WIELENBACH

20.11 Uhr

Jazzkonzert „11NACHJAZZ“ mit

Vladislav Cojocaru & Band im

Hof am Mühlbach. Eintritt: 18 €,

Jugendliche frei

ANTDORF

14.00 Uhr

Pflanzentauschmarkt des Gartenbauvereins

am Kirchplatz

HABACH

14.00 bis 16.00 Uhr

Planzentausch des Obst- und Gartenbauvereins

im Feuerwehrhaus

IFFELDORF

13.00 Uhr

Dorffest am Feuerwehrhaus

FORST

15.00 Uhr

Pflanzentausch des Gartenbauvereins

am Feuerwehrhaus

POLLING

20.00 Uhr

Volksmusik im Bibliotheksaal.

„Tirolerisch g’sungen & g’spielt“.

Karten für 16 € / 23€, Hörplatzkarten

für 10 € beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse WM oder im Pollinger

G'schenkladen Schöttl. AK ab 19 Uhr

ANDECHS

8.00 bis 20.00 Uhr

Krammarkt an der Bergstraße

19.00 Uhr

Premieren-Konzert, Mozart und

Beethoven unter der Leitung von

Prof. Dr. Michael Hartmann im

Florian-Stadl. VVK bei München-Ticket,

an der Klosterpforte und in der

Buchhandlung Greiner in Starnberg

PÖCKING

9.00 bis 12.00 Uhr

Schenk- und Tauschmarkt auf dem

Parkplatz am Sportpark

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

WEILHEIM

SO 08.05.

Muttertag

8.00 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

11.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

Ab 15 Uhr: Trachtenkapelle Pähl

20.00 Uhr

Kabarett „Schul-Aufgabe“ mit

Han's Klaffl im Stadttheater. VVK

unter 08171 / 488667

20.00 Uhr

Eröffnungskonzert Internationaler

Orgelsommer mit Jürgen Geiger

(Orgel) und Johannes Enders (Saxophon)

in der Stadtpfarrkirche

DIESSEN

11.00 Uhr

Matinée mit der Fraunhofer Saitenmusik

im Schacky-Park

STARNBERG

13.00 bis 17.00 Uhr

Künstlergespräche zur Ausstellung

„Experimente und Farbradierung

— einmal anders“ im Temporären

Kunstsalon 5

PENZBERG

10.30 Uhr

TollHub 2016 — Musikalischer

Frühschoppen mit Paul „Toddy“

Adams & Friends auf Gut Hub.

Eintritt frei. Siehe Seite 20

18.00 Uhr

Gitarrenkonzert des Torres Guitar

Quartett in der evang. Martin-

Luther-Kirche. Eintritt frei

MURNAU

11.00 bis 13.00 Uhr

Familienkonzert zum 50. Geburtstag

des Murnauer Kammerorchesters

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 12 € / 6 € (Kinder bis 6

Jahre), Familien ab 4 Personen 25 €

ODERDING

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Teak & More

Keine Beratung und kein Verkauf

ANDECHS

8.00 bis 20.00 Uhr

Krammarkt an der Bergstraße

TUTZING

20.00 Uhr

Kabarett „Ich sag’s lieber direkt!“

von Michael Altinger im Dorfstadl

Buttlerhof in Traubing. Karten: 18 €

(VVK)/ 20 € (AK). VVK im Dorfstadl,

Tourismusverband Starnberg und

Friseursalon Spöttl. Einlass ab 18 Uhr

LECHBRUCK

11.30 bis 14.00 Uhr

Muttertagsbuffet im Hotel Auf der

Gsteig. Kosten: 28,50 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

62 | tassilo


WEILHEIM

MO 09.05.

12.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

12 Uhr: Seniorennachmittag mit den

„Holledauern“. 19 Uhr: Festzeltstimmung

mit „Schranners Holledauer

Musikanten“ und großes Feuerwerk

STARNBERG

19.00 Uhr

Vernissage der Fotoausstellung

„Facetten der Fotografie“ der Fotogruppe

Traubing im Landratsamt

EBERFING

14.00 Uhr

Führung mit dem Thema „Merkur

vor der Sonne“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Siehe Seite 33

EGLFING

16.00 Uhr

Kinderkino „Dr. Proktors Pupspulver“

im Sportheim

WEILHEIM

DI 10.05.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

Ab 19 Uhr: Stimmung mit den

Wielenbacher Musikanten

BERNRIED

8.00 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

POLLING

19.30 Uhr

Konzert „Armid Quartett“ im

Bibliotheksaal. Karten: 36 € /

28 € / 24 €. Infos und Tickets unter

www.muenchen.hoertnagel.de

WEILHEIM

MI 11.05.

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

Kindernachmittag mit Bullriding ab

6 Jahren. 19 Uhr: Westernabend mit

Bullriding und der Country-Band

„Highway Shadows“

STARNBERG

20.00 Uhr

Vortrag „Gegenwart trifft Eiszeit

— Untersuchungen am Ötzi“ vom

Kunstkreis Buzentaur mit Dr.

Marek Janko in der Schlossberghalle.

Eintritt: 8 € / 5 € (Mitglieder),

Jugendliche frei. VVK im Kulturamt

und im Tourismusverband

PENZBERG

19.00 Uhr

Vortrag „Die Behandlung des

Hallux Valgus und der Arthrose an

den Fuß- und Sprunggelenken“

von Dr. med Guido Köhne im Klinikum

Penzberg. Eintritt frei

MURNAU

10.00 Uhr

Radtour „Auf den Spuren des

Blauen Landes“ mit Elisabeth

Eberth. Treffpunkt ist am Rathaus.

Dauer ca. drei Stunden. Kosten: 22 €

(inkl. Picknick). Anmeldung (bis

10.05., 17 Uhr) unter 01520 / 6097307

19.00 Uhr

Jazzkonzert der Camerloher

Musikschule in der Westtorhalle in

Riedhausen. Einlass um 18.45 Uhr.

Eintritt frei

PÖCKING

16.00 bis 17.00 Uhr

Vorlesestunde mit Bilderbuchkino

in der Alten Pfarrhaus-Bücherei.

Für Kinder ab 3 Jahren

TUTZING

19.00 bis 21.00 Uhr

Textstube Tutzing — Kreative

Schreibwerkstatt für Erwachsene

und Jugendliche ab 17 Jahren.

Anmeldung unter 08158 / 9643

19.00 Uhr

83. Tutzinger Patientenforum, Vortrag:

Sport mit Knie- und Hüftprothese

mit Priv.-Doz. Dr. Jan Zöllner

im Benedictus Krankenhaus,

Anmeldung unter 08158 / 23-102

WEILHEIM

DO 12.05.

14.00 Uhr

Volksfest am Festplatz. Tag der

Betriebe (Behörden und Vereine).

19 Uhr: Musikshow mit „Tropical Rain“

20.00 Uhr

Comedyabend „Sebastian Reich

und Amanda“ in der Stadthalle

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PENZBERG

18.00 Uhr

Konzert für Kinder der Musikschule

auf Gut Hub. Karten: 3 €

19.15 bis 20.30 Uhr

Lesekreis über den Roman „Wir

sind doch Schwestern“ von Anne

Gesthuysen in der Stadtbücherei

MURNAU

19.00 Uhr

Vortrag „Was wird aus meinem

Erbe? Rechtsänderungen von 2009

bis Heute“ von Rechtsanwalt und

Steuerberater Robert Badmann im

Tagungszentrum. Eintritt frei

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Dr. Proktors Pupspulver“

in der Grundschule

WEILHEIM

FR 13.05.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

19 Uhr: Partyband „Skandal aus

Bayern“

20.00 Uhr

Theater „Gretchen 89 ff.“ von Lutz

Hübner aus Goethes „Faust“ im

Stadttheater. VVK im Veranstaltungsbüro

oder unter 089 / 367909,

siehe Anzeige unten

PENZBERG

19.30 Uhr

Gitarrenkonzert mit dem Torres

Guitar Quartett in der evang.

Martin-Luther-Kirche. Eintritt frei

MURNAU

KULTURPROGRAMM

DER STADT WEILHEIM 2016

STADTTHEATER WEILHEIM i.OB

10.00 bis 13.00 Uhr

Vortrag „Die Maler des Blauen

Reiters in Murnau“, anhand

von Doppeldias mit Fritz-Walter

Schmidt im Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 6 € / 5 €

PÄHL

21.00 Uhr

Stadlfest der Freiwiligen Feuerwehr

Fischen in der Brich-Halle

TUTZING

20.00 Uhr

Konzert „Da Billi Jean is ned mei

Bua“ von Stefan Leonhardsberger

im Dorfstadl Buttlerhof in Traubing.

Karten: 18 € (VVK)/ 20 € (AK).

VVK im Dorfstadl, Tourismusverband

Starnberg und Friseursalon Spöttl.

Einlass ab 18 Uhr

3er TheaterAbo.

ca. 20% sparen !

Im Veranstaltungsbüro

der Stadt Weilheim

mai / juni 2016 | 63


WEILHEIM

SA 14.05.

Mond mit seinen Meeren, Kratern

und Bergen“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Siehe Seite 33

WEILHEIM

DI 17.05.

WEILHEIM

FR 20.05.

PEISSENBERG

SO 22.05.

14.00 bis 17.00 Uhr

Radltour „Das Weilheimer Moos

aus geoökologischer Sicht“.

Teilnahme kostenlos. Weitere Infos

unter 0881 / 41337

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

Ab 19 Uhr: Die Wessobrunner

Blaskapelle

20.00 Uhr

Theater „Gretchen 89 ff.“ von Lutz

Hübner aus Goethes „Faust“ im

Stadttheater. VVK im Veranstaltungsbüro

oder unter 089 / 367909,

Siehe Anzeige Seite 63

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „RED“ mit Sarah Straub

in der Tiefstollenhalle. Karten: 16 €

(VVK)/ 18 € (AK). VVK bei Peissen-

BUCH, beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse WM, Buch am Bach in

Peiting und im Lechkurier Schongau

MURNAU

20.30 Uhr

Popkonzert „Gloomy Lovesongs“

mit Laura St. Jude aus Glasgow in

der Westtorhalle in Riedhausen.

Einlass ab 20 Uhr. Karten: 12 € / 9 €

MARNBACH

10.00 bis 16.00 Uhr

Saatgut- und Pflanzentauschmarkt

auf dem Wieshof. Mit

Führungen um 11, 13 und 15 Uhr

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Pflanzentauschmarkt des Obstund

Gartenbauvereins im Schützenheim

Magnetsried

EBERFING

21.30 Uhr

Führung mit dem Thema „Der

IFFELDORF

19.00 Uhr

Flash-Over-Party der Freiwilligen

Feuerwehr im Feuerwehrhaus

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

WEILHEIM

SO 15.05.

Pfingstsonntag

10.30 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

10.30 Uhr: Boxen des TSV Peißenberg.

15 Uhr: Die Wessobrunner

Blaskapelle. 18 Uhr: Große Gratisverlosung

(zu jeder Maß ein Freilos)

19.30 Uhr

Musik zur Pfingstzeit „Mein gläubiges

Herze“ in der evangelischen

Apostelkirche

DIESSEN

11.00 Uhr

Flötenduette für Spazierstock-

Blockflöten mit Werken aus der

Romantik (Martin Jung und Cordula

Schertler) im Schacky-Park

IFFELDORF

20.00 Uhr

Jahreskonzert der Musikkapelle in

der Mehrzweckhalle

WEILHEIM

MO 16.05.

Pfingstmontag

11.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz.

Familientag mit tollen Angeboten.

15 Uhr: Endspurt mit den Oberhauser

Musikanten

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

BERNRIED

8.00 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

WEILHEIM

MI 18.05.

9.00 bis 12.00 Uhr

Familienwanderung des LBV mit

Streifzug ins Biberrevier. Treffpunkt

an der Fußgängerbrücke über die

Ammer. Für Jugendliche von 10 — 18

Jahren. Infos unter 01577 / 19115939

DIESSEN

19.00 Uhr

Benefizkonzert vom Lionsclub mit

Kammermusikbesetzungen des

Heerescorps Ulm im Augustinum.

Spenden gehen an die Jugendarbeit

der evang. Kirche Ammersee-West

und die Orienthilfe Syrien

STARNBERG

19.30 Uhr

Filmvorführung „Spitzbergen —

Ein Sommer in der Arktis“ von

Dr. Ulrich Schulze des Film- und

Videoclubs Starnberger See in der

Schlossberghalle. Eintritt frei

PEISSENBERG

DO 19.05.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit dem

Thema „Frühling lässt sein blaues

Band...“ mit Kaffee und Kuchen im

Pfarrheim St. Barbara

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

STARNBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Jetzt … ständig aktualisiert“

von Urban Priol in der

Schlossberghalle. Karten: 25 — 28 €.

VVK im Kulturamt und im Tourismusverband.

Die ersten 300 Karten

im VVK bekommen eine DVD des

Künstlers kostenlos dazu

HUGLFING

18.30 Uhr

Sternekochkurs bei Wohnharmonie

Brenner. Infos unter 08802 / 263

WEILHEIM

SA 21.05.

17.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt vor der Kleinen

Hochlandhalle. Anmeldung unter

0881 / 4179225

20.00 Uhr

Lesung „Das ist ein Theater —

Begegnungen auf und hinter der

Bühne“ mit Schauspieler Heinz

Marecek im Stadttheater. Karten:

20 €. VVK im Veranstaltungsbüro

und beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse. Siehe Seite 22

RAISTING

18.00 bis 23.00 Uhr

Museumsnacht des Heimat- und

Trachtenvereins im Alten Pfarrhof

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

10.00 bis 16.30 Uhr

Internationaler Museumstag im

Bergbaumuseum. 50% auf den

Eintritt

10.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn Fahrtag am Gelände

der Tiefstollenhalle. Kosten: 1€

DIESSEN

11.00 Uhr

Jubiläumsfeier zum 10-jährigen

Bestehen des Förderkreises,

feierliche Einweihung der einst

verlorenen Statue der römischen

Göttin der Jagd und kulinarische

Köstlichkeiten im Schacky-Park

19.00 Uhr

Konzert „Lippentriller — die moderne

Renaissance romantischer

Klassiker“ im Traidtcasten. Drei

junge Hornisten reißen aus

STARNBERG

13.00 bis 17.00 Uhr

Finissage der Ausstellung „Experimente

und Farbradierung

— einmal anders“ im Temporären

Kunstsalon 5

ODERDING

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Teak & More

Keine Beratung und kein Verkauf

POLLING

11.00 Uhr

Internationaler Museumstag.

Museum geöffnet 11 — 17 Uhr. Mit

Museums-Kinder- und Dorf-Rallye

WEILHEIM

DI 24.05.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

64 | tassilo


BERNRIED

8.00 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MURNAU

DO 26.05.

Fronleichnam

11.30 Uhr

Frühschoppen mit der „Riederer

Musi“ im Platzl am See

WEILHEIM

FR 27.05.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

MURNAU

20.30 Uhr

Improtheater „Isar 148: Linner &

Trescher“ in der Westtorhalle in

Riedhausen. Einlass ab 20 Uhr.

Karten: 12 € / 8 €

WESSOBRUNN

14.00 Uhr

Frauentreff im Gasthof Zur Post. Infos

bei Gerda Riffel unter 08809 / 228

WEILHEIM

SA 28.05.

11.00 Uhr

Brauereihoffest zum 500-jährigen

Jubiläum des bayerischen Reinheitsgebots

im Dachsbräu.

Ab 18 Uhr Alfred Böswald und seine

Ramseer Musikanten. Siehe Seite 4

MURNAU

20.30 Uhr

Indie Rock Pop Konzert mit „Die

Zeitzeugen“ und „aerosol“ in der

Westtorhalle in Riedhausen. Einlass

ab 20 Uhr. Karten: 9 € / 7 €

WIELENBACH

10.00 Uhr

AOK-Cup (Fußball) im Sportzentrum

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

PEISSENBERG

SO 29.05.

9.00 bis 17.00 Uhr

Mai-Markt mit verkaufsoffenem

Sonntag an der Schongauer Straße

DIESSEN

11.00 Uhr

Matinée mit Gruberich im

Schacky-Park. Fein Gehacktes und

zart Gezogenes auf dem Cello, der

Harfe und dem Hackbrett

EBERFING

11.00 Uhr

Führung mit dem Thema „Die

Sonne mit ihren Flecken und

Protuberanzen“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Siehe Seite 33

IFFELDORF

11.00 Uhr

Osterseenlauf am Sportplatz.

11 Uhr: Nordic Walking.

13 Uhr: Laufwettbewerbe

14.00 Uhr

Mariensingen in der Heuwinklkapelle

ODERDING

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Teak & More

WESSOBRUNN

14.00 Uhr

Jubiläumsfeier der Pfarrbücherei

im Pfarrsaal

MURNAU

MO 30.05.

Ganztags

Austellung „Kunstimpulse“ von

Rene Sichart im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

WEILHEIM

DI 31.05.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

MURNAU

19.30 Uhr

Vortrag „Zink, Magnesium, Vitamine

und Probiotika: Sinn oder

Unsinn?“ vom Klinikum GAP im

Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

BERNRIED

8.00 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

WEILHEIM

MI 01.06.

17.30 bis 21.00 Uhr

Schafkopfrunde im Geisenhofer-

Treff. Anm. unter 0881 / 909590-15

PEISSENBERG

15.30 bis 16.30 Uhr

Vorlesestunde „Blauglöcklich und

roter Mohn“ mit „Gärtnergeschichten“

in der Bücherei. Kosten: 2 €

STARNBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Der etwas André Chopin“

von André Hartmann in der

Schlossberghalle. Karten: 8 € / 5 € ,

Jugendliche frei

RAISTING

19.00 Uhr

Künstlerstammtisch im Café Ibiza

POLLING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

PEISSENBERG

DO 02.06.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

19.00 bis 21.30 Uhr

Seminar für Führungskräfte zum

Vereins- und Sportrecht. Anmeldung

bis 30.5. unter 08803 / 5432.

Kosten: 15 € / 10 €

STARNBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Ich bleib dann mal jung“

von Sissi Perlinger in der Schlossberghalle.

Karten 26 — 29 €. VVK im

Kulturamt und Tourismusverband

WEILHEIM

FR 03.06.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Konzert „Tango!“ mit „Quadro

Nuevo“ im Stadttheater. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der Sparkasse

oder unter 08171 / 488667

STARNBERG

20.00 Uhr

Jazzkonzert von Adam Baldych

mit dem „Imaginary Quartet“ im

Rahmen der Veranstaltungsreihe

„All that Jazz @ Starnberg“ in der

Schlossberghalle. Karten: 19-23 €.

VVK im Kulturamt und im Tourismusverband.

Siehe Seite 22

MURNAU

19.00 Uhr

Theater „Endstation Sehnsucht“

der Oberstufe des Staffelseegymnasiums

im Staffelseegymnasium.

Karten: 8 € / 4 € (Jugendliche)

www.boeglmueller.com

Golf-Indoor-Anlage

• 18-Löcher-Golfanlage „Auf der Gsteig“

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mai / juni 2016 | 65


Freitag 10.6.2016

20:00 Uhr DREISAM-LIVE im Festzelt

Samstag 11.6.2016

9:00 Uhr historische Fahrzeuge am Marienplatz

20:00 Uhr „Da Huawa Da Meier und i“ im Festzelt

Sonntag 12.6.2016

8:30 Uhr Kirchenzug und Festgottesdienst mit

Fahnenweihe

10:30 Uhr Frühschoppen mit der Knappschafts- und

Trachtenkapelle Peiting

14:00 Uhr großer Festumzug, anschließend

musikalische Unterhaltung mit der

Blaskapelle Altenstadt im Festzelt

17.00 Uhr Überreichen der Ehrengaben

19.00 Uhr Festausklang mit der Stadtkapelle

Schongau

22:00 Uhr großes Brillantfeuerwerk

Wir freuen uns

zusammen mit Ihnen unser

150 jähriges Jubiläum

im Festzelt an der

Lechuferstraße zu feiern.

www.150jahre.feuerwehr-schongau.de

RAISTING

17.00 Uhr

Radltour „Critical-Mass-Aktion“

entlang des Radwegs Birkenallee.

Treffpunkt am Maibaum Raisting

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

WEILHEIM

SA 04.06.

11.00 bis 17.00 Uhr

Tag der Familie vor der Kleinen

Hochlandhalle

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Volksmusik und bayerische Kultur

„Aufg’schpuit“ in der Tiefstollenhalle.

Karten: 5 € (Kinder bis 14 Jahre),

7 € (Azubis, Studenten, Schüler

bis 19 Jahre), 10 € (Erwachsene). Nur

an der Abendkasse

STARNBERG

20.00 Uhr

Frühlingsball des TSV Starnberg

in der Schlossberghalle. Karten:

25 € / 18 €. Reservierung bei der

Tanzschule Peter Schuh unter

089 / 806101 oder info@der-tanzschuh.de

PENZBERG

14.00 Uhr

Neueröffnung des Stadtmuseums

mit Tag der offenen Tür

MURNAU

19.00 Uhr

Theater „Endstation Sehnsucht“

der Oberstufe des Staffelseegymnasiums

im Staffelseegymnasium.

Karten: 8 € / 4 € (Jugendliche)

20.00 Uhr

Konzert „Reise um den Globus und

quer durch Bayern“ mit Gruber &

Gruber im Schlossmuseum. Eintritt:

16 € / 8 €. VVK Buchhandlung Gattner

und Camerloher Musikschule

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

IFFELDORF

18.00 Uhr

Iffeldorfer Meisterkonzerte im

Gemeindezentrum. Ton Koopmann,

Tini Mathot (Tasteninstrumente),

Klaus Mertens (Bariton). Konzerteinführung

von Reinhard Szyszka.

Karten unter www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Kirchplatz

WESSOBRUNN

14.00 bis 17.00 Uhr

Basteln für Kinder von 6 — 12. „Wir

basteln Gartendeko“. Anmeldung

bis 30.5. unter 08809 / 8309033

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

PEISSENBERG

SO 05.06.

10.00 Uhr

39. Alpenländische Meisterschaft

im Fingerhakeln in der Tiefstollenhalle.

Anmeldung ab 9 Uhr. Kosten:

3 € (Schüler bis 16 Jahre frei)

DIESSEN

9.30 bis 15.30 Uhr

Fahrzeugweihe LF 20/20 der Feuerwehr

St. Georgen mit Bewirtung

im Festzelt vor dem Feuerwehrhaus

11.30 Uhr

Orgelmatinée mit Münsterorganist

Stephan Ronkov im Marienmünster.

Karten: 15 €

LEUTSTETTEN

15.00 bis 17.00 Uhr

Öffentliche Führung an der römischen

Villa Rustica

PENZBERG

14.00 Uhr

Neueröffnung des Stadtmuseums

mit Tag der offenen Tür

ODERDING

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Teak & More

Keine Beratung und kein Verkauf

POLLING

14.30 Uhr

Führung „Die Schriftsteller-Familie

Mann in Polling“ mit Eckhard Zimmermann

im Fachbereich Literatur

des Museums

TUTZING

11.00 Uhr

Kultur auf dem Museumsschiff mit

der „Groovers Combo“

PEISSENBERG

MO 06.06.

19.30 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Bücherei

MURNAU

19.00 Uhr

Theater „Endstation Sehnsucht“

der Oberstufe des Staffelseegymnasiums

im Staffelseegymnasium.

Karten: 8 € / 4 € (Jugendliche)

19.30 Uhr

Fotovortrag „Naturparadies

Murnauer Moos“ mit Naturfotograf

Martin Doll im Kultur- und

Tagungszentrum. Kosten: 4 € / 2 €

66 | tassilo


WEILHEIM

DI 07.06.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

16.30 Uhr

Radlausflug des Frauenbundes

Peißenberg. Treffpunkt ist am

Kirchplatz. Bei schlechter Witterung

um 18 Uhr am Trifthofstüberl

DIESSEN

17.00 bis 20.30 Uhr

Blutspenden in der Mehrzweckhalle

BERNRIED

8.00 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

STARNBERG

MI 08.06.

19.30 Uhr

Filmvorführung „Vietnam — ein

Land im Wandel der Zeit“ von

Herbert Linge des Film- und

Videoclubs Starnberger See in der

Schlossberghalle. Eintritt frei

MURNAU

19.00 Uhr

Vortrag „Aus Respekt vor der

Erde“ mit Henry Red Cloud im Kultur-

und Tagungszentrum. Eintritt

frei, Spenden erbeten

PÖCKING

16.00 bis 17.00 Uhr

Vorlesestunde mit Bilderbuchkino

in der Alten Pfarrhaus-Bücherei.

Für Kinder ab 3 Jahren

TUTZING

19.00 Uhr

84. Tutzinger Patientenforum,

Vortrag: Moderne Kniechirurgie –

kleinste Schnitte, größte Erfolge im

Benedictus Krankenhaus, Anmeldung

unter 08158 / 23-102

WEILHEIM

DO 09.06.

18.00 Uhr

Konzert der Weilheimer Grundschul-AGs

in der Musikschule

20.00 Uhr

Vortragsreihe „Weilheimer Glaubensfragen“

mit Abtpräses Jeremias

Schröder OSB zur Thematik „Grenzen

zu — Nase voll. Solidarität und

Barmherzigkeit in Europa“ im Haus

der Begegnungen. Eintritt frei

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PENZBERG

19.15 bis 20.30 Uhr

Lesekreis über den Roman „Judas

von Amos Oz in der Stadtbücherei

UTTING

19.00 Uhr

Vernissage der 8. Gemeinschaftsausstellung

des Künstlerstammtisch

Raisting im BVS-Bildungszentrum

Holzhausen. Tägl. bis 3.7.

(11-17 Uhr). Eintritt frei

WEILHEIM

FR 10.06.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Kabarett „Herr Knorr + die Subdominanten“

in der evangelischen

Friedenskirche

STARNBERG

18.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung von

Reiner Wagner in der Thoma

Galerie

PENZBERG

18.00 Uhr

Theater „Emil und die Detektive“

der Jugendgruppe „Lampenfieber“

in der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK ab 27.5. im Café Freudenberg

MURNAU

20.00 Uhr

Benefizkonzert mit Torita Wolfart

und der Big Band des Staffelsee-

Gymnasiums zugunsten regionaler

Bildungsprojekte im Kultur- und

Tagungszentrum

20.30 Uhr

Fanfaren-Konzert der französischen

Band „Le Groß Tube“ in

der Westtorhalle in Riedhausen.

Einlass ab 20 Uhr. Karten: 12 € / 9 €

WIELENBACH

20.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung

„Boya-Boya“ mit Fantasiewelten

des Malers und Skulpteurs Hans

Bäurle im Hof am Mühlbach

WEILHEIM

SA 11.06.

8.00 Uhr

Kreisjugendfeuerwehrtag mit

Leistungsvergleich der Jugendfeuerwehren

aus dem Landkreis in

Unterhausen

8.00 bis 11.00 Uhr

Vogelexkursion an der Ammer. Für

Anfänger und Kinder ab 8 Jahren.

Kostenlos. Anm. unter 08821 / 73464

17.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt vor der Kleinen

Hochlandhalle. Platzbezug ab 15

Uhr. Anmeldung unter 0881 / 4179225

20.00 Uhr

Jubiläumskonzert des Volksliederchors

Wielenbach in der

Stadthalle. Karten: 15 €. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse und in der Blumeninsel

Wielenbach. Siehe Seite 22

ganztags

Große Hausmesse im Weinladen

Instinsky

PEISSENBERG

10.00 Uhr

5. Gasoline Gang Vintage Motor &

Music Festival auf dem Gelände

der Tiefstollenhalle. Programm

unter www.gasoline-gang.de

STARNBERG

19.00 Uhr

Musikdrama „Romeo & Julia“,

veranstaltet von „Kunsträume

am See“ in der Schlossberghalle.

Karten: 15 € / 8 €. VVK im Kulturamt

und im Tourismusverband

PENZBERG

18.00 Uhr

Theater „Emil und die Detektive“

der Jugendgruppe „Lampenfieber“

in der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK ab 27.5. im Café Freudenberg

MURNAU

10.00 Uhr

Klimalauf 2016 — Laufen für das

Klima. Start ist am KulturPark.

Startgebühr: 15,15 € / 5,15 € (Kinder).

Der Erlös geht an verschiedene

Umweltprojekte

10.00 Uhr

Brauereifest zum 500-jährigen

Jubiläum des bayerischen Reinheitsgebots

in der Fußgängerzone.

Ausweichtermin bei Regen 18.6.

Siehe Seiten 4 / 5

19.30 Uhr

7. Murnauer Nacht der spirituellen

Lieder mit Gospels, Chants und

Liedern aus den Kulturen der Welt

im Kurhaus. Einlass ab 19 Uhr.

Eintritt: 15 €

20.00 Uhr

Konzert „Italien, Italien“ mit Ruth

Kleber (Block- und Traversflöte)

und Eva-Maria Wende (Erzlaute)

im Schlossmuseum. Eintritt: 16 €

OBERHAUSEN

10.00 bis 17.00 Uhr

Bücherflohmarkt des Frauenbundes

im Pfarrheim. Mit Kaffee und

Kuchen. Bei schönem Wetter im

Pfarrgarten

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

WEILHEIM

SO 12.06.

8.00 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

20.00 Uhr

Public Viewing Fußball-EM

Deutschland — Ukraine in der

Waldwirtschaft am Gögerl

PENZBERG

17.00 Uhr

Theater „Emil und die Detektive“

der Jugendgruppe „Lampenfieber“

in der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK ab 27.5. im Café Freudenberg

WIELENBACH

20.00 Uhr

Konzert „The Fairy Isle — Barocke

Theaterträume“ im Hof am Mühlbach.

Eintritt: 18 €, Jugendliche frei

EBERFING

11.00 Uhr

Führung mit dem Thema „Die

Sonne und ihre bewegte Oberfläche“

in der Sternwarte, Escherstraße

12. Siehe Seite 33

HUGLFING

10.00 Uhr

Veganer Brunch bei Wohnharmonie

Brenner. Nur mit Voranmeldung

unter info@kochatelier-brenner.de.

Siehe Seite 50 / 51

mai / juni 2016 | 67


ODERDING

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Teak & More

Keine Beratung und kein Verkauf

TUTZING

11.00 Uhr

Kultur auf dem Museumsschiff

mit „Tricia Leonard Trio“

19.00 Uhr

Kreischorsingen des Sängerkreises

Starnberg in der Kirche St. Josef

WEILHEIM

MO 13.06.

18.30 Uhr

Seminar „Nichtraucher in 3 Stunden!“

mit Peter Phillip Koss in der

Stadthalle. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.com oder

08841 / 6082599. Siehe Anzeige

links

STARNBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Schlossberghalle

WEILHEIM

DI 14.06.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

17.30 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss

in der Stadthalle. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.

com oder 08841 / 6082599. Siehe

Anzeige links

18.30 bis 21.30 Uhr

Vogelexkursion durch das Weilheimer

Moos mit Hobby-Ornithologin

Claudia Müller. Teilnahme ist kostenlos.

Ausflug speziell für Anfänger.

Anmeldung unter 08821 / 73464

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Vegetarische Sommerküche mit

Elisabeth Zellner des Frauenbundes

St. Barbara im Pfarrheim

BERNRIED

8.00 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Rennschwein Rudi

Rüssel“ in der Schule

STARNBERG

MI 15.06.

20.00 Uhr

Vortrag „Die Osterinseln — Faszination

einer rätselhaften Kultur“

vom Kunstkreis Buzentaur mit

Rosemarie Mann-Stein in der

Schlossberghalle. Karten: 8 € / 5 €,

Jugendliche frei. VVK im Kulturamt

und im Tourismusverband

20.30 Uhr

Eine Nacht voll sinnhafter Absurditäten

in Poesie und Musik mit der

deutschen Peotry-Slam Meisterin

Fee im Hotel Bayerischer Hof.

Karten: 15 € / 8 € inklusive 1 Drink

PENZBERG

18.00 Uhr

Bläserkonzert der Musikschule

in der Aula der Bürgermeister-

Prandl-Grundschule. Eintritt frei

19.00 Uhr

Vortrag „Magen-Darm-Beschwerden

— Wann sind sie harmlos,

wann behandlungsbedürftig“ von

Dr. med Florian Brändle im Klinikum

Penzberg. Eintritt frei

BERNRIED

19.00 bis 20.30 Uhr

Bibelabend „Worte zum Leben“ im

Bildungshaus St. Martin

TUTZING

19.00 bis 21.00 Uhr

Textstube Tutzing — Kreative

Schreibwerkstatt für Erwachsene

und Jugendliche ab 17 Jahren.

Infos, Anmeldung und Treffpunkt

unter 08158 / 9643

WEILHEIM

DO 16.06.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

20.00 Uhr

Sonnwendfeuer der DAV Ortsgruppe

Hohenpeißenberg auf

dem Vereinsgelände

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

WEILHEIM

FR 17.06.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.00 bis 18.15 Uhr

Familienwanderung am und im

Flussbett der Ammer. Teilnahme

kostenlos. Treffpunkt am Parkplatz

des Naturfreundehauses. Für

Jugendliche von 7 — 18 Jahren.

Anmeldung unter 01577 / 1915939

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

18.30 Uhr

Kinder- und Jugendchortreffen in

der Stadthalle. Mit einem bunten

Programm begrüßen Sie die Musikschulen

aus dem Umkreis

20.00 Uhr

Konzert mit den „Comedian

Harmonists“ als Gastspiel des

Theaters Regensburg im Stadttheater

Weilheim. VVK im Veranstaltungsbüro,

0881 / 682-732 oder -733,

Siehe Anzeige Seite 63

STARNBERG

19.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung „Luftlinien,

Austellungsreihe nah — fern“

im Kulturbahnhof. Bis 10.7.

PENZBERG

12.30 bis 16.00 Uhr

Besuchertag von Roche Diagnostics

im Werk. Anmeldung unter

08856 / 6019456

18.00 Uhr

Theater „Emil und die Detektive“

der Jugendgruppe „Lampenfieber“

in der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK ab 27.5. im Café Freudenberg

MURNAU

10.00 bis 13.00 Uhr

Vortrag „Die Maler des Blauen

Reiters in Murnau“, anhand

von Doppeldias mit Fritz-Walter

Schmidt im Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 6 € / 5 €

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino im AWO-Haus

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

HUGLFING

18.30 Uhr

Sternekochkurs bei Wohnharmonie

Brenner. Anmeldung unter

info@kochatelier-brenner.de

POLLING

19.00 Uhr

Vortrag „Die Oeconomica Pollingana

Practica des P. Ollegarius

Seidl“ von Prof. Dr. Alois Schmid

im Prälatensaal des Klosters

68 | tassilo


FELDAFING

19.30 Uhr

Tanz und Text „Die Gottesanbeterin“

im BRK Schloss Garatshausen.

Karten: 15 € / 8 €

TUTZING

19.00 Uhr

Sommerkonzert in der Musikschule.

Eintritt frei

WEILHEIM

SA 18.06.

10.00 Uhr

Kinderkino „Rennschwein Rudi

Rüssel“ im Mehrgenerationenhaus

20.00 Uhr

Konzert mit den „Comedian

Harmonists“ als Gastspiel des Theaters

Regensburg im Stadttheater

Weilheim.

VVK im Veranstaltungsbüro der

Stadt Weilheim, 0881 / 682-732 oder

-733, Siehe Anzeige Seite 63

PEISSENBERG

10.00 bis 13.00 Uhr

Bootstour über die Ammer zwischen

Peißenberg und Weilheim

mit Nicola Boll. Treffpunkt ist am

Parkplatz Ammerbrücke Wörth.

Für Kinder ab 10 Jahren. Bronze

Schwimmabzeichen erforderlich.

Anmeldung (bis 1.6.) unter

01577 / 1915939

PENZBERG

18.00 Uhr

Theater „Emil und die Detektive“

der Jugendgruppe „Lampenfieber“

in der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK ab 27.5. im Café Freudenberg

MURNAU

18.00 Uhr

Musik am Platzl „Zum Sommeranfang

werd wieder aufg’spuit“ am

Platzl am See

BERNRIED

17.00 Uhr

Johannifeuer am Binselberg.

Ausweichtermin: 25.6.

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

EBERFING

20.00 Uhr

Wuidsau-Party der Musikkapelle

in der alten Kiesgrube

POLLING

13.30 Uhr

Naturkindertreffen bei der Hütte

bei den Krautgärten

ANDECHS

19.00 Uhr

Serenaden-Konzert mit Werken

von Mozart und Haydn unter der

künstlerischen Leitung von Prof.

Dr. Michael Hartmann im Florian-

Stadl. VVK bei München-Ticket, an

der Klosterpforte und in der Buchhandlung

Greiner in Starnberg

PÖCKING

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der Feuerwehr im Feuerwehrhaus

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

21.00 Uhr

Indian Night „Kathputli Art Colony“

im Tutzinger Keller. Music, dance &

food. Karten: 15 € / 8€

PEISSENBERG

SO 19.06.

14.30 Uhr

Radltour des VdK mit Einkehr ins

Lacantina. Treffpunkt ist an der

Wörther Ammerbrücke

DIESSEN

10.00 bis 13.00 Uhr

Radltour des Bund Naturschutz zu

den „Hot Spots“ in Dießen. Treffpunkt

an der Dorfkirche St. Georgen.

Ende in St. Alban

17.00 Uhr

Konzert „Münchner Motettenchor“

unter Leitung von Benedikt Haag

im Marienmünster. Höchst expressiv

und rhythmisch geschärft.

Karten: 28 € / 22 €

STARNBERG

11.00 Uhr

Konzert für Klavier und Violine

mit Valerie Steenken und Susanna

Klovsky im Kulturbahnhof. Karten:

12 € / 8 €. VVK im Kulturamt und

Tourismusverband

17.00 Uhr

Konzert „Summertime“ der Musikschule

zur Einstimmung auf den

Sommer. Karten: 5 € / 3 €. VVK im

Kulturamt und im Tourismusverband

19.30 Uhr

Konzert „Felix Mendelssohn-

Bartholdy — Elias (MWV A25)“

mit Chor und Orchester Musica

Starnberg in der Stadtpfarrkirche

St. Maria

PENZBERG

14.00 bis 18.00 Uhr

16. Penzberger Spielfest — mit

Spieleparcours für teilnehmende

Vereine auf Gut Hub. Eintritt frei

15.30 Uhr

Vernissage der Ausstellung

„Pflanzliche Inspirationen“ von

Clemens Büntig im ZIST Café

17.00 Uhr

Theater „Emil und die Detektive“

der Jugendgruppe „Lampenfieber“

in der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK ab 27.5. im Café Freudenberg

BERNRIED

19.00 Uhr

Konzert mit dem Hackbrettorchester

der Musikschule Gilching unter der

Leitung von Rita Nowak im Barocksaal

des Klosters. Veranstalter ist

die Fördergemeinschaft Musikkreis

e.V. Karten an der Abendkasse

WIELENBACH

13.00 Uhr

Fischerstechen des Burschenvereins

Haunshofen am Bergknappweiher

in Bauerbach

IFFELDORF

18.00 Uhr

Konzert „Musica Burana“ der

Ländlichen Konzerte Penzberg in

der Pfarrkirche St. Vitus. Karten:

18 € / 7 €. VVK in der Buchhandlung

Rolles und beim Gelben Blatt

ODERDING

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Teak & More

Keine Beratung und kein Verkauf

FELDAFING

18.00 Uhr

Musikalisches Vergnügen „Rosen

— Insel — Duft“ auf der Roseninsel.

Karten: 24 € / 8 € zzgl. Überfahrt

MURNAU

MO 20.06.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

19.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

EGLFING

16.00 Uhr

Kinderkino „Rennschwein Rudi

Rüssel“ im Sportheim

WEILHEIM

DI 21.06.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

MURNAU

19.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

BERNRIED

8.00 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

PEITING

18.30 Uhr

Seminar „Nichtraucher in 3 Stunden!“

in der Kreissparkasse. Anm.

unter www.hypno-active.com oder

08841 / 6082599. Siehe Anzeige links

PEISSENBERG

MI 22.06.

15.30 bis 16.30 Uhr

Vorlesestunde „Das Geheimnis

entdecken“ mit dem Märchen

„Rumpelstilzchen“ in der Bücherei.

Kosten: 2 €

STARNBERG

19.30 Uhr

Filmvorführung des Film- und

Videoclubs Starnberger See mit

dem Thema „Ein Abend der mitgebrachten

Filme“ in der Schlossberghalle.

Eintritt frei

PENZBERG

18.00 bis 21.30 Uhr

Die Nacht der lebenden Bücher in

der Stadtbücherei. Eintritt: 5 €

19.30 bis 21.30 Uhr

Tanzabend „Traditionelle Tänze der

Völker — meditativ erleben und

Leben in Bewegung bringen“ im

Barbarasaal

mai / juni 2016 | 69


MURNAU

19.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen der Weinbruderschaft

im Weinkeller des

Rathauses

PEITING

17.30 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss in

der Kreissparkasse. Infos und Anmeldung

unter www.hypno-active.

com oder 08841 / 6082599. Siehe

Anzeige Seite 68

PEISSENBERG

DO 23.06.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag zur „Sommersonnenwende“

mit Kaffee und

Kuchen im Pfarrheim St. Barbara

STARNBERG

19.30 Uhr

Oper „Orpheus & Eurydike“

vom Oper in Starnberg e.V. in

der Schlossberghalle. Karten:

30 € / 15 €. VVK im Kulturamt und

im Tourismusverband

MURNAU

19.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Rennschwein Rudi

Rüssel“ in der Grundschule

POLLING

19.30 Uhr

Additumskonzert der Fachschaft

Musik des Gymnasiums Weilheim

im Bibliotheksaal. Eintritt frei

FR 24.06.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

Vom kleinen Mann der wissen

wollte wer ihm auf den Kopf

g'schissn hat“. Karten: 20 €. VVK

auf dem Museumsschiff und in der

Reiseagentur

WEILHEIM

SA 25.06.

19.00 Uhr

„World Drum Day“ mit Aufführung

der Suite „A Day on Planet

Rhythm“ von Holger Jung in der

Stadthalle

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Weinfest des Volkstrachtenvereins

mit den „Isarwinkler Spitzbuam“

in der Tiefstollenhalle. Einlass ab

19.30 Uhr. Eintritt: 8 €

ODERDING

20.00 Uhr

Johannifeier mit Sonnwendfeuer

am Alten Brunnenhäusl

POLLING

17.00 Uhr

Kinderkonzert des Bayerischen

Symphonieorchesters im Prälatensaal

des Klosters

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

14.00 bis 18.00 Uhr

Thomasplatzfest des Verschönerungsvereins

in der Graf-Vieregg-

Straße

SO 26.06.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Vortrag „Sicherheit am Bienenstand“

von Imker Michael Staebler

im Gasthof Zur Post

PENZBERG

STARNBERG

19.00 Uhr

Musikalisches Märchen „Peter und

der Wolf“ von Sergej Prokofjew,

aufgeführt von der Städtischen

Musikschule und dem Tanzzentrum

in der Schlossberghalle.

Karten: 12 € / 8 €. VVK im Kulturamt

und im Tourismusverband. Geeignet

für Kinder ab 5 Jahren

MURNAU

WEILHEIM

9.00 bis 17.30 Uhr

Johannimarkt in der Oberen Stadt

rund um den Stadtbach und den

Rathausplatz. Verkaufsoffener

Sonntag von 12 — 17 Uhr

11.00 bis 17.00 Uhr

Bauernmarkt am Marienplatz

19.30 Uhr

Chorkonzert in der evangelischen

Apostelkirche

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

„tassilo“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

Email

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 44.

17.00 Uhr

„Rock & Grill“ mit Grillfest und

unplugged-Konzert der Musikschule

auf Gut Hub. Bei schlechter

Witterung in der Tenne

OBERSÖCHERING

20.00 Uhr

Festtage im Festzelt. Bieranstich

und Festeröffnung mit der

„Hepberger Saustoimusi“ und der

„Wachtlsepp Musi“

TUTZING

20.30 Uhr

Kultur auf dem Museumsschiff mit

Kabarett von „Severin Groebner —

18.00 Uhr

Musik am Platzl — Dämmerschoppen

am Platzl am See

IFFELDORF

14.00 bis 22.00 Uhr

Fest der Kulturen — Zwei Welten

kommen zusammen, vom Bund

Naturschutz und der Nachbarschaftshilfe

im Pfarrzentrum

OBERSÖCHERING

19.00 Uhr

Festtage in Söchering. Totengedenken

am Kriegerdenkmal,

anschließend Festabend mit der

Musikkapelle Söchering im Festzelt

PEISSENBERG

16.00 Uhr

Konzert „Südlicher Sommerzauber“

mit Orgel und Gitarre in der

St. Johannkirche

19.00 Uhr

Konzert mit der Volks- und Jazzband

„Unterbiberger Hofmusik“

in der Tiefstollenhalle. Karten: 19 €

(VVK) / 22 € (AK). VVK bei Peissen-

BUCH, beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse WM, Buch am

Bach in Peiting und im Lechkurier

Schongau

70 | tassilo


STARNBERG

11.00 Uhr

Musikalisches Märchen „Peter und

der Wolf“ von Sergej Prokofjew,

aufgeführt von der Städtischen

Musikschule und dem Tanzzentrum

in der Schlossberghalle. Karten:

12 € / 8 €. VVK im Kulturamt und im

Tourismusverband. Für Kinder ab 5

MURNAU

10.00 Uhr

Radtour „Auf den Spuren des

Blauen Landes“ mit Elisabeth

Eberth. Treffpunkt ist am Rathaus.

Dauer ca. drei Stunden. Kosten: 22 €

(inkl. Picknick). Anmeldung (bis

25.06,. 17 Uhr) unter 01520 / 6097307

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau. Treffpunkt

am Rathaus, Kosten: 5 €/4 €

(mit Kurkarte)

WIELENBACH

19.00 Uhr

Blockflötenkonzert mit Tatiana Flickinger

und Markus Zahnhausen

im Hof am Mühlbach. Eintritt: 18 €,

Jugendliche frei

EBERFING

11.00 Uhr

Führung mit dem Thema „Die

Sonne und die Vorgänge auf ihrer

Oberfläche“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Siehe Seite 33

IFFELDORF

19.00 Uhr

Kapellensingen mit den Liedautoren

Susanne Mössinger und

Klaus Nagel in der Heuwinklkapelle

OBERSÖCHERING

9.15 Uhr

Festtage in Söchering.

9.15 Uhr: Kirchenzug. 9.30 Uhr:

Festgottesdienst mit anschließendem

Frühschoppen. 14 Uhr: Festzug.

19 Uhr: Festausklang mit den

„Jungen Pfaffenwinklern“

ODERDING

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Teak & More

Keine Beratung und kein Verkauf

TUTZING

11.00 Uhr

Kultur auf dem Museumsschiff mit

Jazzsongs von Barbara Mayr

WEILHEIM

MO 27.06.

20.00 Uhr

Vortragsreihe „Weilheimer

Glaubensfragen“ mit Kardinal Dr.

Christoph Schönborn OP und der

Frage „Bruch im Leben — Bruch in

der Kirche?“ im Haus der Begegnungen.

Eintritt frei

MURNAU

9.30 Uhr

Mooswanderung zum Drachenstich,

über einen Höhenweg mit

herrlichem Ausblick. Dauer ca. 3,5

Stunden. Treffpunkt an der Infotafel

am Wanderparkplatz Murnauer

Moos. Kosten: 6 €/5 € (Kurkarte).

Keine Anmeldung erforderlich

WEILHEIM

DI 28.06.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

19.30 Uhr

Vortrag „Zugewinnausgleich —

insbesondere auch im Hinblick

auf einen landwirtschaftlichen

Betrieb“ von Caroline Kistler in

der Waldwirtschaft am Gögerl.

Eintritt frei

MURNAU

19.00 Uhr

Percussionkonzert der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum

BERNRIED

8.00 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

STARNBERG

MI 29.06.

20.00 Uhr

Vortrag „Die Zeit in der Relativitätstheorie“

vom Kunstkreis

Buzentaur mit Dr. Thomas Bührke

in der Schlossberghalle. Karten:

8 € / 5 €. VVK im Kulturamt und im

Tourismusverband

MURNAU

20.00 Uhr

Sommerkonzert des Jugend- und

Blasorchsters in der Fußgängerzone

WEILHEIM

DO 30.06.

17.00 Uhr

Start der 29. Französischen Woche

auf dem Marienplatz. Mit der

Stadtkapelle, der offiziellen Eröffnung

und „Rabah“, Gitarrenmusik

und Chansons aus Narbonne

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PÄHL

21.00 Uhr

Public Viewing EM-Viertelfinale im

Pfarr- und Gemeindezentrum

WESSOBRUNN

14.00 Uhr

Frauentreff im Schützenheim. Infos

bei Gerda Riffel unter 08809 / 228

Änderungen und Fehler vorbehalten

mai / juni 2016 | 71


BEDEUTENDE BAUWERKE

Die „Neue Seilbahn“

zur Zugspitze

Bis Dezember 2017 soll die bestehende

Eibsee-Seilbahn durch eine neue, moderne

Pendelbahn – der höchsten Seilbahn der

Welt – ersetzt werden.

Für diese weltweit einzigartige Seilbahn,

baut M. Haseitl die neue Talstation. Sie

ist absolut barrierefrei und bietet schon im

Eingangsbereich einen großartigen Blick auf

den Eibsee und die Zugspitze.

Der Bau dieses beeindruckenden Gebäudes

mit seiner jahrzehntelangen Präsenz ist nicht

nur für die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn

AG und Garmisch-Patenkirchen, sondern

auch für M.Haseitl ein großes Ereignis

und damit ein bedeutendes Bauwerk.

© Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG / Hasenauer Architekten

Bilder, Videos und Informationen erhalten Sie

immer aktuell im Bautagebuch

unter zugspitze.de.

Wir eröffnen Freiräume

72 | tassilo

www.haseitlbau.de

info@haseitlbau.de

M. HASEITL

M.Haseitl

Baugesellschaft mbH & Co. Betriebs KG

Dießener Straße 12

86956 Schongau

Tel. 08861-2351-0

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