DAS MUSEUM FÜR ALLE – IMPERATIV ODER ILLUSION?

carmenloew

Bodenseesymposium2015_web

l

MUSEEN, BESUCHERZAHLEN UND DIE «KULTUR FÜR

ALLE»

THE MUSEUMS, THEIR PERFORMANCE TARGET AND

THE «CULTURE FOR ALL»

Andreas Spillmann

DAS PUBLIKUM EINES NATIONALMUSEUMS

Das Schweizerische Nationalmuseum will zu Debatten anregen und ermuntern. Es will ein lebendiges,

ein offenes Museum sein, das weder gesellschaftspolitischen Diskussionen ausweicht,

noch zu bestimmten Besuchersegmenten auf Distanz geht. Es ist die Unabhängigkeit von eingeübten

Denkrichtungen und von memorierten Kulturverständnissen, die das Nationalmuseum seinem

Publikum gestatten will vor allem aber will das Nationalmuseum seinem Publikum historische

Prozesse gut erzählen und reflektieren.

THE PUBLIC OF A NATIONAL MUSEUM

The Swiss National Museum seeks to inspire and encourage debate. It does not wish to avoid

socio-political discussions or distance itself from a certain segment of visitors, but rather to offer

its public independence from practiced thought directions and from a memorized understanding

of culture above all, it wishes to provide its public with proper explanations and reflections of

historical processes.

Arno Noger

DAS MUSEUM FÜR ALLE… UND SEINE GRENZEN

Der Anspruch, dass alle Zugang zu unseren Museen haben sollen, ist in seiner allgemeinen Formulierung

so selbstverständlich, dass kaum eine kontroverse Diskussion darüber entstehen kann.

Denn, wer würde schon Argumente vorbringen können, dass dieser oder jener Teil der Bevölkerung

in einem öffentlichen Museum nichts verloren hätte?

THE MUSEUM FOR EVERYONE… AND ITS LIMITS

The claim that museums should be accessible to everybody is usually formulated in such a way

that no controversy can arise. In fact, who could provide a convincing argument claiming that a

given part of the population has no place in public museums?

St

.Ga

lle

le

n,

Fot

os Mic

hae

lE

lse

r

demus

eum St

r nde


lke

rku

un Vö

© H

ist

stori

sch

es und

Marie-Dominique de Preter / Catherine Burer

DAS INTERNATIONALE ROTKREUZ- UND ROTHALBMONDMUSEUM:

ERFAHRUNGEN MIT GEISTIG BEHINDERTEN MENSCHEN

Ein Museum wirklich für alle zu gestalten, das war die Herausforderung des Internationalen

Rotkreuz- und Rothalbmondmuseums im Hinblick auf seine Neueröffnung 2013. Die Geschichte

des Roten Kreuzes ist ein universales Thema, das alle angeht. Das Heft «Pas à pas» ist aus einem

interdisziplinären Projekt in Zusammenarbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung entstanden,

mit dem Ziel, dieses spezifische Publikum durch die Ausstellungen zu begleiten und ihm die

Botschaft des Museums zu vermitteln.

ABSTRACTS 11

Ähnliche Magazine