Vorarlberg, 1/2013

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Amann: RfW fordert Mitspracherecht

für KMU´s Seite 3

Österreich ist Spitze

vor allem bei Steuern und Abgaben Seite 8

Wirtschaft aktiv

RING FREIHEITLICHER WIRTSCHAFTSTREIBENDER Nr. 1a/2013

P.b.b. - Verlagspostamt: 4020 Linz, Aufgabepostamt: 3112 St. Pölten, Zul.Nr.: GZ 02Z031033 M, DVR.-Nr.:0379875

Fritz Amann und Edi Fischer:

Stopp dem

Bürokratie Exzess!


Wirtschaftspolitik

BO WKÖ Vizepräsident Amann:

Frauenministerin hat keine Ahnung von

Wirtschaftspolitik!

Strafsteuer für Überstunden, Strafen,

wenn man bei der Berichtspflicht

säumig ist, verpflichtender Papamonat,

allein diese kleine Auswahl aus

dem Ideenpool der Frauenministerin

zeigt, dass sie keinerlei Bezug zur privatwirtschaftlichen

Realität hat.

Mit der „Haltet-den-Dieb-Taktik“

schafft Heinisch-Hosek keinen einzigen

Job, im Gegenteil: Je mehr Belastungen

auf die Betriebe, desto weniger

können sich die ihre Beschäftigten

in Zukunft noch leisten, stellt

RfW-Bundesobmann und WKÖ-Vizepräsident

Fritz Amann fest.

Praxis- und realitätsfremde SPÖ

Forderungen werden für die Wirtschaft

langsam unerträglich!

Egal ob Männer oder Frauen: Alle Beschäftigten

könnten am Ende des Tages

deutlich mehr im Geldbörsel haben.

Dass dem nicht so ist, dafür trägt

die SPÖVP-Regierung die Verantwortung

– und damit auch die Frauenministerin.

Rechnet man den Dienstgeberbeitrag

zum Bruttogehalt hinzu,

zeigt sich: Im Schnitt kassiert "Vater

Staat" fast 56 Prozent dessen ein, was

ein Arbeitnehmer/eine Arbeitnehmerin

das Unternehmen kostet. Generell

steuert Österreich dank SPÖVP auf

eine Steuer- und Abgabenquote von

ca. 49 Prozent zu.

Eine Absage erteilt der Ring freiheitlicher

Wirtschaftstreibender (RfW)

auch dem neuerlichen Vorstoß von

Heinisch-Hosek für einen verpflichtenden

Papamonat in der Privatwirtschaft.

Das ist speziell für kleinere

Unternehmen beim besten Willen

nicht machbar. Für viele Betriebe wäre

das finanziell und organisatorisch

eine unüberwindbare Hürde. Statt die

Betriebe ständig mit neuen Belastungsideen

zu „beglücken“, wäre es

hoch an der Zeit, dass die Regierung –

und dazu gehört ja wohl auch Heinisch-Hosek,

endlich einen vernünftigen

wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen

Beitrag für mehr Beschäftigung

und mehr Einkommen leistet.

Im Übrigen möge die Frau Minister

vor ihrer eigenen Tür kehren und

zuerst dafür sorgen, dass die staatsnahen

Betriebe und eigenen Einrichtungen

auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene

bei Stelleninseraten

dem Buchstaben des Gesetzes entsprechen

– Stichwort Gehaltsangaben,

bevor sie mit dem Finger auf die

Privatwirtschaft zeigt.

Krenn fordert Einführung eines

Trennbankensystems

"Ein Trennbankensystem schützt Steuerzahler vor weiteren steuerfinanzierten

Rettungsaktionen und sichert die Existenz der volkswirtschaftlich

unverzichtbaren Geschäftsbanken."

Deutschland macht es vor. Eine Trennung

von Investmentbanking und

Geschäftsbanken ist der richtige Weg,

um die Steuerzahler vor weiteren

steuerfinanzierten Rettungsaktionen

für Banken zu schützen und die Existenz

der volkswirtschaftlich unverzichtbaren

Geschäftsbanken sicherzustellen.

Geschäftsbanken würden so auf solider

Basis die heimischen Betriebe mit

liquiden Mitteln in Form von Krediten

versorgen, sie seien somit für die

Wirtschaft von essentieller Bedeutung.

Die Kerntätigkeit einer solchen

Bank ist im Wesentlichen eine kundenorientierte

reine Dienstleistungstätigkeit

mit geringem Risiko und bescheidener

Profitabilität. Gegensätzlich

dazu steht das Investmentbanking

und der Eigenhandel, dominiert

vom Eigeninteresse und der Gewinnmaximierung

der Bankinstitute. Der

Investmentbanker hat vollkommen

andere Zielsetzungen als der Verantwortliche

einer klassischen Geschäftsbank.

Investmentbanken sind Unternehmen

wie andere auch. Demnach müssen

sie bei Misserfolg aus der Wirtschaft

ausscheiden, die Funktionsfähigkeit

des "basic banking" soll dadurch aber

nicht beeinträchtigt werden. Um zukünftig

Banken "bail-outs" zu vermeiden,

muss daher das Bankgeschäft

getrennt werden, so die Forderung

der Freiheitlichen.

Der RfW hat bereits mehrfach im

Wirtschaftsparlament Anträge auf

Einführung eines Trennbankensystems

eingebracht. Aus sachlich nicht

nachvollziehbaren Gründen wurden

diese Initiativen vom Wirtschaftsbund

aber jedes Mal abgeschmettert.

Aber der RfW lässt bei diesem für die

Wirtschaft wichtigen Thema nicht

locker.

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Wirtschaft Aktiv Juni / 13


RfW-Bundesobmann und WKÖ Vizepräsident Komm.Rat Fritz

Amann: Der größte Arbeitgeberbereich muss eine direkte

Einflussnahme und Mitverantwortung an der Gesetzgebung

haben!

RfW fordert Mitspracherecht

für KMU´s

Mit 648.443 unselbständig Beschäftigten

sind Gewerbe und Handwerk

die größten Arbeitgeber in Österreich.

Eine Vielzahl dieser Betriebe sind

kleine und mittlere Betriebe bzw. Familienunternehmen.

Und gerade sie

bleiben auf der Strecke. Auf der einen

Seite stehen überbordende Bürokratie

und Steuerlast. Auf der anderen

Seite ist der im Verfassungsrang verordnete

Interessensausgleich durch

die Wirtschaftskammer für die betroffenen

Zwangsmitglieder eher eine

Behinderung als eine mutige und zielgerichtete

Unterstützung, so die Kritik

der freiheitlichen Unternehmer.

Bürokratie-Terror

Während die Industrie in der Lage ist,

sich ihre Einflüsse in der Politik über

professionelles Lobbying zu sichern,

stehe der größte Arbeitgeber – Gewerbe

und Handwerk – ohne solche

Möglichkeiten da. Dies zeige sich bei

der überbordenden Bürokratie und

den 14.000 Seiten von Gesetzestexten,

die die Unternehmer jene Zeit kosten,

die sie eigentlich in produktive Arbeit

investieren müssten. Dieser „Bürokraten-Terror“

macht die kleinen und

mittleren Unternehmer zu „Staatssklaven“

für den Staat und für die

Bürokratie.

Die Sparten Gewerbe und Handwerk

haben ganz eigene Bedürfnisse und

stehen mit ihren Produkten und

Dienstleistungen in einem harten

Wettbewerb – und haben trotzdem in

den letzten zehn Jahren weit über

100.000 neue Jobs schaffen können.

Es ist die Pflicht einer Interessenvertretung,

nicht ausschließlich dem

Ausgleich das Wort zu reden, sondern

sich der immer aktueller werdenden

Wirtschaftsprobleme auch für diesen

Arbeitgeberbereich bewusst zu sein.

Die längst notwendige Entbürokratisierung

und Entrümpelung, inklusive

einer Liberalisierung der Gewerbeordnung

muss endlich lautstark eingefordert

werden.

Den Unternehmern fehlt schon lange

der Glaube an die Politik. Aber auch

die Hoffnung, bei diesem Mangel an

Einfluss, schwindet langsam dahin.

Und damit aber auch viele Arbeitsplätze,

die wesentlich zur Existenzsicherung

der Gesamtbevölkerung beitragen.

Die Stärke der österreichischen

Wirtschaft ist die Heterogenität.

Das sollte auch die Kammer

beherzigen und Interessen auch vertreten,

statt nur auszugleichen.

Mitsprache gegen Bürokratie

Wirtschaft Aktiv Juni / 13 3


Interview mit Edi Fischer

Unternehmer stellen sich den Fragen der Zukunft:

Sind ältere Arbeitnehmer ein Gewinn für die Wirtschaft!

Fischer: Der Rückgang bei den Geburtenjahrgängen

kann nicht durch Zuwanderung

völlig kompensiert werden.

Der Kampf der Schulen mit der

Wirtschaft um jeden möglichen Auszubildenden

wird an Dramatik gewinnen.

Mit Facharbeitern aus dem EU

Ausland können wir diese Lücke nicht

schließen. Wir haben aber einen

Schatz, den es zu nutzen gilt. Nämlich

eine große Anzahl von hoch qualifizierten

älteren Mitarbeitern, die man

mit den notwendigen Anreizen länger

im Arbeitsprozess halten sollte.

Ältere Arbeitnehmer als Lösung für

das Problem?

Fischer: Ja, dieses Potential gilt es zu

nutzen. Dazu braucht es aber die gesetzlichen

Rahmenbedingungen und

diese müssen von der Politik vorgegeben

werden. Notwendig sind kreative

Arbeitszeit und Steuermodelle, die für

die ältere Generation zugeschnitten

sind und keine Nachteile erbringen.

Wer fleißig ist und länger im Arbeitsleben

verbleibt, sollte der Gewinner

sein und nicht die Finanzministerin.

Wie könnte so ein Modell funktionieren?

Aufgrund der Demografie wird es in

den nächsten Jahren zu einem massiven

Facharbeitermangel kommen,

weil nicht mehr genügend jugendliche

Menschen für eine Ausbildung in der

Wirtschaft gewonnen werden können.

Dieses Problem kann nicht mit Zuzug

allein gelöst werden. Es braucht daher

neue Wege der Beschäftigung und die

sieht der RfW Vorarlberg im Bereich

der älteren bzw. schon pensionierten

Facharbeiter. Dieses Potential will

man für die Zukunft nutzen und dafür

braucht es geeignete Beschäftigungsmodelle.

Wir haben dazu ein Gespräch

mit dem RfW Landesobmann und Vizepräsidenten

der Wirtschaftskammer

Vorarlberg, Ing. Edi Fischer geführt.

Herr Fischer, wie sehen Sie den derzeitigen

Arbeitsmarkt für die Wirtschaft?

Fischer: Der Facharbeitermarkt

trocknet zusehend aus. Obwohl die

Wirtschaft alles unternimmt und auch

viel Geld in die Hand nimmt, kann der

Facharbeitermangel nicht ausgeglichen

werden. Grund dafür ist die

Demografie mit einem massiven

Rückgang der jungen Menschen, die

dringend für die Wirtschaft gebraucht

werden.

Was kann dagegen unternommen werden?

Fischer: Meiner Meinung nach funktioniert

so ein Modell nur auf Basis

der Betriebsebene. In Form von Betriebsvereinbarungen

müssen individuelle

Arbeitsverträge geschlossen

werden. Mit Kollektivvertragsvereinbarungen

kommt man da nicht weiter.

Außerdem muss es zu einem finanziellen

Gewinn für den älteren Arbeitnehmer

kommen. Seine Bereitschaft,

sein Können und Wissen der Wirtschaft

länger zur Verfügung zu stellen,

darf nicht mit Abschlägen der Pension

bestraft werden. Es braucht aber auch

eine Entlastung der Betriebe bei den

Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmer.

Wären alle diese Anreize vorhanden,

dann hätten wir weniger Sorgen

für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes,

denn ältere Facharbeiter

sind ein Gewinn für jedes Unternehmern.

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

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Wirtschaft Aktiv Juni / 13


Wirtschaft vom

Bürokratiewahn entlasten!

Immer mehr Vorschriften, Auflagen

und statistische Auswertungen machen

der Wirtschaft das tägliche Leben

zur Hölle. Unternehmer sein

macht oft keinen Spaß mehr! Die große

Verantwortung – nicht nur in sozialer

Hinsicht – derer sich viele Unternehmer

bewusst sind, wird immer

mehr zum Stolperstein.

Freie Entscheidungen sind seltener

geworden, das Damoklesschwert

„Staat“ wacht über einen. Geringfügige

Überschreitungen werden teilweise

mit drakonischen Strafen geahndet.

Innovationen und Investitionen

werden mit teuren Auflagen und

hohen Steuerzahlungen an den Rand

der Verwirklichung gebracht. Gesetze,

Verordnungen und Reglements im

Übermaß!

Unser Motto heißt: Leistung muss sich

endlich wieder lohnen!

Um wettbewerbsfähig zu sein,

braucht es eine massive Reduzierung

von Bürokratie und Gesetzesflut!

Jährlich werden rund 150 Gesetze, etwa

40 Staatsverträge und an die 60

Blaue Front gegen Bürokratie. Am Podium: NAbg. Bernhard Themessl, LO

Dieter Egger, BO-RfW Fritz Amann und LO-RfW Edi Fischer

Entschließungen beschlossen bzw. angenommen.

Dazu kommen hunderte

Gesetzesänderungen der Landtage

und eine Vielzahl von Ministerverordnungen

sowie Anpassungen an EU

Richtlinien. Daraus resultieren tausende

Paragrafenänderungen. Das

Einhalten der sich täglich ändernden

Vorschriften, Richtlinien, Regeln sowie

Melde- und Informationspflichten

ist für Unternehmer umständlich und

aufwendig. Mehr als 1.000 Stunden

schaffen die Unternehmer schon kostenlos

für den Staat. Zeit, finanzieller

Aufwand und Engagement, das man

besser in den Betrieb stecken sollte,

um im täglichen Wettbewerb bestehen

zu können.

Statt verwalten, wollen wir die Leistungskraft

unserer Betriebe erhalten,

indem Unternehmer nicht kostenlos

für den Staat arbeiten, sondern ihre

ganze Arbeitskraft in die Zukunft des

Betriebes investieren können. Wenn es

der öffentlichen Verwaltung nicht gelingt

die ausufernde Verwaltung für

die Wirtschaft zu verringern, dann

verliert das politische System vor allem

die KMUs als Arbeitsplatz-Erhalter

Nummer 1 der Republik. Ein moderner

Staat braucht nämlich eine effiziente,

effektive, qualitätsvolle, bürgernahe

und serviceorientierte Verwaltung,

die mehr leistet und weniger

kostet. Dieser Wandel muss ehest vorangetrieben

werden, denn eine überbordende

Verwaltung ist wachstumshemmend

und beschäftigungsfeindlich.

LO Ing. Fischer fordert:

Vorsteuerabzug für betrieblich genutzte Fahrzeuge!

Die kränkelnde Automobilwirtschaft

könnte mit einem Investitionsprogramm

angekurbelt und damit der

Binnenmarkt gestärkt werden. Das

macht aber nur dann Sinn, wenn

steuerliche Anreize geschaffen und in

Sachen Abschreibung (AfA) neue Wege

gegangen werden. Der Vorsteuerabzug

für betrieblich genutzte Fahrzeuge

sowie die Verkürzung der Abschreibezeit

auf die reale Lebensdauer

ist ein Gebot der Stunde, so der

Landesobmann des Ring freiheitlicher

Wirtschaftstreibender (RfW)

Vorarlberg, Ing. Edi Fischer.

Umweltfreundlichkeit und CO2 Ausstoß

sollten erster Maßstab sein!

Im Sinne der Umwelt sollte man Anreize

schaffen und die Unternehmer

bewegen, auf umweltfreundliche und

CO2 - ausstoßarme PKWs umzusteigen.

Neben dem Vorsteuerabzug

braucht es für Firmenfahrzeuge eine

massive Änderung der AfA. Daher

benötigt es auch eine Erhöhung der

Wertgrenze für PKW auf 60.000.- Euro,

sowie 5 Jahre statt 8 Jahre Abschreibezeit

für Autos. Es kann und

darf nicht sein, dass aufgrund der

starren Abschreibzeiten Fuhrparks

nicht erneuert werden können und

sogar ein Umstieg auf Hybrid-,

Elektroautos und Kleinwagen uninteressant

erscheint.

Aus diesem Grund ist der RfW für die

Abschaffung der Fiskal LKW (vorsteuerabzugberechtigte

PKW) und

verlangt im Gegenzug dazu den Vorsteuerabzug

für alle betrieblich genutzten

Fahrzeuge. Für spezielle Bonifikationen

auf umweltfreundliche

Investitionen in den Fuhrpark soll

ebenfalls Rücksicht genommen werden.

Wirtschaft Aktiv Juni / 13 5


Service

FPÖ-NAbg. Themessl:

„Orientierungslose Wirtschaftspolitik der

Regierung gefährdet Arbeitsplätze“

Arbeitslosenzahlen steigen und Wettbewerbsfähigkeit sinkt.

Es kann nicht sein, dass die

SPÖ/ÖVP-Minister tatenlos auf ihren

Regierungssesseln sitzen und

seelenruhig zusehen, wie die Arbeitslosenzahlen

steigen und die

Wettbewerbsfähigkeit in unserem

Land sinkt. Diese orientierungslose

und falsche Wirtschaftspolitik der

Regierung gefährdet massiv unsere

Betriebe und somit Arbeitsplätze.

Anstatt sich um eine längst überfällige

Senkung der viel zu hohen

Lohnnebenkosten zu kümmern,

hofft die Regierung auf eine Besserung

der Konjunkturwetterlage. Der

Motor unserer Wirtschaft muss aber

aktiv durch entsprechende Rahmenbedingungen

von staatlicher Seite

wieder in Gang gebracht werden.

Wir müssen leider feststellen, dass

unsere heimischen Lohnstückkosten

in den letzten Jahren angestiegen

sind.

Diese Entwicklung drückt massiv

auf unsere Wettbewerbsfähigkeit

und kostet Arbeitsplätze. Die

Bundesregierung trägt die Verantwortung,

dass hier kontinuierlich

Vollzeitarbeitsplätze verloren gehen.

Der Hinweis der Regierungsparteien

auf den aktuell hohen Beschäftigungsstand

ist nichts weiter als eine

Augenauswischerei.

Da hat eine ‚Fata Morgana‘ mehr

Substanz, denn es ist Fakt, dass die

neu gewonnenen Arbeitsplätze der

letzten Jahre fast ausschließlich

Teilzeitarbeitsplätze oder prekäre

Arbeitsverhältnisse sind.

Das ist eine Entwicklung, die für die

Zukunft des Landes nicht förderlich

ist und immer mehr Menschen trotz

Arbeitseinkommen an die Armutsgrenze

treibt. Wir brauchen also

Vollzeitarbeitsplätze, die ein Einkommen

zum Auskommen gewährleisten

und keine permanente

Schönrederei der Regierung.

Altersteilzeit neu

Mit Beginn des Jahres 2013 wurde

die Altersteilzeit neu geregelt. Die

Dauer der Altersteilzeit beträgt maximal

fünf Jahre. Das frühest mögliche

Zugangsalter für Frauen liegt

bei 53 Jahren, für Männer bei 58

Jahren. Wenn ein lückenloser Übergang

in die Regelpension gewährleistet

sein soll, ist es allerdings ratsam,

die Altersteilzeit bei Frauen

erst mit 55 Jahren und bei Männern

mit 60 Jahren zu vereinbaren.

Voraussetzung für die Altersteilzeit

ist, dass der Arbeitnehmer in den

letzten 25 Jahren zumindest 15 Jahre

arbeitslosenversicherungspflichtig

beschäftigt war.

Die Arbeitszeit kann um 40 bis 60

Prozent der Normalarbeitszeit verringert

werden.

Die geblockte Altersteilzeit ist seit

1. 1. 2013 nur dann möglich, wenn

zu Beginn der Freizeitphase eine zuvor

arbeitslos gemeldete Person

oder ein zusätzlicher Lehrling als

Ersatzarbeitskraft beschäftigt wird.

Weiters darf die Freizeitphase bei

der Altersteilzeit maximal 2,5 Jahre

betragen.

Für den Arbeitgeber gibt es die

Möglichkeit, sich einen Teil seiner

Mehrkosten als Altersteilzeitgeld

vom Arbeitsmarktservice rückerstatten

zu lassen.

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Wirtschaft Aktiv Juni / 13


Belastungen / Steuern

Neue Mahnspesen und Verzugszinsen

Einige Neuerungen gibt es seit kurzem

bei den Mahnspesen und Verzugszinsen:

Für Mahnungen darf nunmehr jedenfalls

ein Pauschalbetrag von Euro

40,-- als Mahnspesen gefordert

werden, wenn die Zahlungsfrist

überschritten ist. Dies gilt für Geschäfte

zwischen Unternehmen.

Darüber hinausgehende Kosten,

z.B. für das Einschreiten eines Inkassounternehmens

oder eines

Rechtsanwaltes sind im Wege des

Schadenersatzes geltend zu machen.

Schadenersatz kann aber nur verlangt

werden, wenn den Schuldner

auch tatsächlich ein Verschulden für

die Nichtzahlung trifft.

Verzugszinsen: Der gesetzliche Satz

beträgt 9,2 Prozentpunkte über dem

Basiszinssatz. Dieser liegt derzeit

bei 0,38 %, sodaß die Verzugszinsen

9,58 % ausmachen (Stand Mai 2013).

Für Geschäfte mit Privaten bzw.

dann, wenn der Schuldner beweist,

daß ihn kein Verschulden an der verspäteten

Zahlung trifft, beträgt der

Satz 4 %.

Rechtzeitigkeit von Überweisungen

Wichtig: Als Lieferant sollten Sie einen

genauen Fälligkeitstermin (z. B.

15. Juli 2013) vereinbaren bzw. auf

der Rechnung vorschreiben. Dann

muß Ihr Kunde das Geld so rechtzeitig

überweisen, daß es bereits an

diesem Tag auf Ihrem Konto gutgeschrieben

ist.

Wenn Sie einen Zahlungstermin z.B.

„14 Tage nach Rechnungserhalt“

vorschreiben, ist es fraglich, ab

wann Sie mahnen bzw. Verzugszinsen

in Rechnung stellen können.

Im Regelfall wird man jedenfalls

mehrere zusätzliche Tage zuwarten

müssen, da ja nicht von vornherein

klar ist, wann die Rechnung tatsächlich

beim Empfänger eintrifft.

Achtung: Bei Geschäften zwischen

Unternehmen und Privaten gilt wie

bisher, daß erst am Fälligkeitstag

der Auftrag zur Überweisung erteilt

werden muß.

Der gänzliche Ausschluß von Verzugszinsen

kann jedenfalls vertraglich

nicht gültig vereinbart werden.

Öffentliche Aufträge

Bei öffentlichen Aufträgen darf die

vereinbarte Zahlungsfrist im Normalfall

30 Tage nicht übersteigen.

Längere Fristen – maximal 60 Tage –

können nur dann wirksam vereinbart

werden, wenn dies aufgrund

der besonderen Lage des Falls sachlich

gerechtfertigt ist.

Der RfW bzw. Wirtschaft aktiv recherchiert alle

Mitteilungen sorgfältig. Wir können aber für

die Richtigkeit keine Haftung übernehmen.

Bitte erkundigen Sie sich im jeweiligen Fall bei

Ihrem Steuer- oder Rechtsberater.

Elektronische Rechnungen jetzt einfacher

Elektronische Rechnungen (z. B. per

Mail, als pdf oder Download, Fax)

können ab 2013 auch ohne qualifizierte

Signatur oder EDI-Verfahren

versendet werden.

Voraussetzungen

Der Empfänger muß die E-Rechnung

akzeptieren – dabei genügt es,

daß die Vorgangsweise stillschweigend

akzeptiert wird.

Echtheit, Unversehrtheit des Inhalts

und Lesbarkeit müssen gewährleistet

sein.

Insbesondere sind die nach Umsatzsteuergesetz

erforderlichen Angaben

(also Namen, Anschrift, Leistungsbezeichnung,

Datum und Leistungszeitraum,

Entgelt, Steuersatz,

Umsatzsteueridentifikationsnummer

- UID etc.) unbedingt nötig.

Das rechnungslegende Unternehmen

muß ein innerbetriebliches Steuerungsverfahren

anwenden, durch

das ein verläßlicher Prüfpfad zwischen

Rechnung und Lieferung bzw.

sonstiger Leistung geschaffen wird.

Dabei ist auch sicherzustellen, daß

die Rechnung korrekt an den Empfänger

übermittelt wird. Dies kann z.

B. durch Software-Anwendungen mit

elektronischem Workflow oder auch

durch händischen Abgleich der Rechnung

mit vorhandenen Geschäftsunterlagen

(z. B. Bestellschein, Auftrag,

Lieferschein) erfolgen.

Bei Mehrfachübermittlung – z. B.

durch Papierrechnung im Kuvert und

durch E-Mail – muß auf diese Mehrfachübermittlung

hingewiesen werden

(damit nicht eventuell zweimal

USt bezahlt werden muß).

Liegt eine elektronische Rechnung

als Ausdruck in Papierform vor, ist eine

zusätzliche elektronische Archivierung

nicht notwendig.

Achtung: Prüfen Sie die Voraussetzungen

wie Echtheit, Inhalt etc. auch

als Leistungsempfänger genau. Sonst

könnte das Recht zum Vorsteuerabzug

verloren gehen.

Hinweis: Dieser Artikel beinhaltet

nur eine Kurzzusammenfassung der

wichtigsten Bestimmungen. Details

auf www.wko.at, Suchbegriff

„elektronische Rechnung“.

Wirtschaft Aktiv Juni / 13 7


Steuerliches

Österreich ist Spitze

vor allem bei Steuern und Abgaben

Fast 49 % beträgt die Steuer- und

Abgabenquote in Österreich. Nur in

4 von 34 OECD-Staaten ist die Belastung

höher.

Deutschland liegt ähnlich wie

Österreich, aber mit rückläufiger

Belastung, die Schweiz deutlich

darunter. Und selbst das Hochsteuerland

Schweden hat eine niedrigere

Belastungsquote als Österreich. Der

OECD-Durchschnitt beträgt 35,6 %

(Quelle: OECD-Studie März 2013).

Grundlage für den Bericht ist jedoch

nur die Lohn- bzw. Einkommensteuer

und die Sozialabgaben. Nimmt

man noch Mehrwertsteuer und die

vielen Spezialsteuern (siehe Kasten)

dazu, landet man schnell bei 65 %

und mehr, die abzuliefern sind.

Besonders trifft es dabei die Ein-

Personen-Unternehmen und kleinere

Familienbetriebe – so sie angesichts

der Situation überhaupt in

der Lage sind, Gewinn zu machen.

Und: Während der Arbeitgeber für

seine Beschäftigten immer mehr

aufwenden muß, bleibt ihnen nur

ein Bruchteil jeder Lohnerhöhung

netto. Damit sinkt tendenziell die

Kaufkraft, ein Nachteil für die gesamte

Wirtschaft.

Bei einer so hohen Steuerleistung

müßte der Staat ein zumindest ausgeglichenes

Budget vorweisen können.

Aber nicht einmal das gelingt

der rot-schwarzen Regierung. Ungeniert

werden weiter Defizite gebaut

und Schulden gemacht.

Statt die eigene Bevölkerung zu entlasten,

überschlagen sich Faymann

und Fekter damit, immer neue Milliardenzahlungen

an marode EU-

Staaten und deren Banken zu leisten.

Auch Selbständige würden leiden

Freiheitliche lehnen

Vermögenssteuer ab

Immer wieder kommt von sozialistischer Seite die

Forderung nach Wiedereinführung der Vermögenssteuer.

Die Freiheitlichen lehnen dies kategorisch ab.

Gerade Selbständige, die z. B. eine eigene Werkstatt

oder Büroräume im eigenen Gebäude haben, würden

hier zusätzlich zur Kasse gebeten.

So soll es auch bleiben!

Erbschafts- und Schenkungssteuer

abgeschafft!

Im Jahr 2008 wurde die Erbschafts- und Schenkungssteuer

abgeschafft.

Und so soll es auch bleiben, fordert der Ring freiheitlicher

Wirtschaftstreibender.

Rund 5.000 Betriebe werden jährlich in Österreich an

Nachfolger übergeben, zwei Drittel davon innerhalb der

Familie. Jetzt für diese wieder eine zusätzliche Belastung

zu schaffen, wäre absurd.

Land der steuern

AbgabenQuote 49,00%

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Wirtschaft Aktiv Juni / 13


Die wichtigsten Steuern und Abgaben im Überblick

Kohleabgabe

5 Euro je 100 kg

Einkommensteuer

bis 50%

Lohnsteuer

bis 50%

Kommunalsteuer

(auf Löhne und Gehälter)

3%

Körperschaftssteuer

25%

Umsatzsteuer

10 - 20%

Normverbrauchsabgabe

bis 16%

Werbeabgabe

5%

Kapitalertragssteuer

25%

Energieabgabe

1,5 Cent pro KwH

Versicherungssteuer

Tabaksteuer

75%

Erdgasabgabe

6,6 Cent pro m 3

Mineralölsteuer

ca.40%

Grunderwerbssteuer

bis 3,5%

motorbezogene Versicherungssteuer

(KfZ Steuer)

ca. 100,-- bis 800,-- jährlich

11%

Vorsteuerabzug für alle Firmen-Kfz!

Immer mehr Dienstleistungsunternehmen brauchen keine

Großraumfahrzeuge, sondern Kleinwagen. Daher

fordert der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender

(RfW) die sofortige Einführung des Vorsteuerabzuges

für alle betrieblichen Fahrzeuge.

Anträge dazu hat der RfW bereits seit Jahren immer

wieder eingebracht, zuletzt wurde im November 2012

eine Petition an Nationalratspräsidentin Pramer übergeben,

in der die Vorlage einer entsprechenden gesetzlichen

Neuregelung gefordert wird.

1/5 Ihres Autos

verschlingt

der Fiskus

Vorsteuerabzug für betrieblich genutzte KFZ.

Wirtschaft Aktiv Juni / 13 9


Ein- und Zwei-Cent Münzen verzichtbar?

Jüngst häufen sich die Vorschläge, die

Staffelung der Euro Münzen und

Geldscheine zu ändern. Interessanterweise

ist dabei vom eher ungeliebten

und kaum verwendeten 200-Euro

Schein nicht die Rede, obwohl dieser

– wie auch der 500‘er vielfach beim

Bezahlen gar nicht mehr angenommen

werden.

In erster Linie geht es dabei um die

Ein- und Zwei-Cent Münzen, deren

Herstellung offenbar mehr kostet, als

sie wert sind.

Der Handel möchte wegen der 99er

Preise die Münzen eher beibehalten.

Konkret wurde auch die Abschaffung

des 500’ers vorgeschlagen und der

ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen

Parlament hat sich mit der Forderung

nach Ein- bzw. Zwei-Euro

Scheinen hervorgetan.

Was meinen Sie?

Ein- und Zwei-Cent Münzen abschaffen?

Die Ein- und Zwei-Euro Münzen durch Scheine ersetzen?

Brauchen wir den 200’er und den 500’er?

Mail an: buero@rfwooe.at

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Wirtschaft Aktiv Juni / 13


Wissen

Ladendiebstahl

Fast 500 Millionen Schaden

Knapp jeder fünfte 13 – 15-Jährige

hat schon mindestens einmal in einem

Geschäft etwas mitgehen lassen.

Allerdings sind fast 70 Prozent

der Beute unter 10 Euro wert.

Die wesentlich größeren Brocken

sind die organisierten, meist von

Banden verübten Einbrüche, wie

z.B. jüngst in einem Autohaus, wo

Richtiges Verhalten bei

Raubüberfall

Denken Sie immer daran: Sachwerte lassen

sich ersetzen, die Gesundheit nicht.

Präventiv:

keine hohen Geldbeträge

in der Kassa

während Kassenabrechnung Tür

versperren, nicht öffnen,

Jalousien runter

verschiedene Zeiten und Wege

wählen, um Geld zur Bank oder zum

Nachttresor zu bringen

Während der Tat:

keine „tollkühnen“ Aktionen setzen,

Täter nicht provozieren

Geld nach Möglichkeit langsam

herausgeben, Täter flüchten

oft vorzeitig

Tätererscheinung einprägen

Nach der Tat:

Fluchtrichtung, Autokennzeichen

etc. beobachten

gleich 7 neue BMW gestohlen wurden.

Der Schaden im österreichischen

Handel beträgt bereits um die

500 Millionen, wobei Ladendiebe

rund 56 % ausmachen, weitere rund

23 % werden von den eigenen Mitarbeitern

verursacht (Zahlen 2011).

keine Verfolgung auf eigene Faust

keine Veränderung am Tatort,

Spurensicherung

Richtiges Verhalten bei

Ladendiebstahl

Ladendiebstahl verhindern:

Kunden gleich ansprechen,

beobachten

teure Stücke nur einzeln vorlegen

Kontrolle z.B. von Umkleidekabinen

Taschenkontrolle nur mit

Einverständnis des Kunden

Warensicherungssysteme,

Überwachungskameras

Nach der Tat:

Diebstahl einwandfrei feststellen,

dann konsequente Weiterbeobachtung

(Diebesgut

könnte weggelegt werden)

nach dem Passieren der Kassa

höflich, aber bestimmt ansprechen

und zur Klärung der Rechnung ins

Büro bitten

Aber nicht nur der Handel, auch viele

Betriebe des Gewerbes sind betroffen.

Besonders beim Transportgewerbe

schlagen die Ganoven zu,

rund 300 LKW werden pro Jahr in

Österreich als gestohlen gemeldet.

Und die Treibstoffdiebstähle –

Stichwort „Dieselabzapfen“ - nehmen

weiter zu.

Die Zahl der Raubüberfälle, vor allem

bei Juwelieren, Trafiken und

Tankstellen, aber auch auf Geldboten

ist ebenfalls steigend.

Umso wichtiger ist es, einerseits entsprechend

vorbeugende Maßnahmen

– wie zusätzlichen Einbruchsschutz,

Videoüberwachung etc. – zu ergreifen,

andererseits auch die Mitarbeiter

für den Ernstfall zu schulen. Die

Landeskriminalämter (LKA) der Polizei

bieten kostenlose Präventionsberatung.

Auf der Website

www.wko.at (im Feld „Suchbegriff“

Objektsicherheit eingeben) gibt es

Tipps zur Objektsicherung.

auf dem Weg ins Büro hinter

dem Dieb gehen

Zeugen zuziehen, auch bei

Gespräch mit Dieb

bei Kindern die Eltern verständigen

Sicherheitsbehörden unverzüglich

verständigen, Ladendieb kann bis

zum Eintreffen angehalten werden

Kontaktstellen

Polizei-Servicenummer: 059-133

Damit gelangen sie in ganz Österreich

zur nächsten Polizeidienststelle. Die

Nummer dient zur Anzeige einer

Straftat oder für andere Hinweise.

Bei Vorliegen akuter Gefahr, bei Überfall

etc. immer die Notrufnummer 133

verwenden!

Alternativ: Euro Notruf 112

Kriminalpräventionsstelle der Landeskriminalämter:

OÖ: 059133-40-3750

Stmk: 059133-60-3750

Vbg: 059133-80-3750

Wirtschaft Aktiv Juni / 13 11


Adabei

RfW Klausur

Vorstandsklausur in Oberlech

bringt viele neue Ideen!

In einer dreitägigen Arbeitsklausur in Oberlech hat sich

der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) gemeinsam

mit den Vertretern der Bundesorganisation sowie

dem freiheitlichen Wirtschaftssprecher im Nationalrat,

NAbg. Bernhard Themessl und FPÖ LO KO Dieter Egger,

den wichtigen Zukunftsthemen des Mittelstandes gewidmet.

In intensiven Beratungen wurden die Themenbereiche Bildung

und Arbeitsmarkt, Steuern und Abgaben, Energie,

Rohstoffe, Infrastruktur, Verkehr, Grund und Boden, Tourismus

und Verwaltungsabbau ausführlich diskutiert und

neue Ideen und Lösungskonzepte erarbeitet.

In allen Bereichen Bildung konnte man innovative Konzepte

für die Zukunft erarbeiten. Daher hat man mit dieser Klausur

wieder die Basis für den Ideen-Wettbewerb für die heimische

Wirtschaft insbesondere die KMU´s gelegt, freut sich

Landesobmann WKV Vizepräsident Ing. Edi Fischer. Die Basis

für die inhaltliche Arbeit, die den RfW auszeichnet, wurde

wieder einmal in Oberlech geschaffen und daher werden

wir weiter an dieser Ideenwerkstatt festhalten.

Betriebsbesuch

RfW Vorstand besucht Whiskey

Shootingstar Keckeis.

Mit seinem Vorarlberger Single Malt Whiskey im „Single Cask

Ausbau“ hat sich der Rankweiler Edelschnapsbrenner Harry

Keckeis international einen Namen gemacht. Innerhalb kürzester

Zeit ist er zum Shootingstar der Whiskey Single Malt Brennerszene

aufgestiegen.

Daher war es besonders erfreulich, dass der RfW Vorstand zu einer

privaten Verkostung von Harry Keckeis in seinen Whiskeykeller

eingeladen wurde. Dort wurden die Vorstandsmitglieder

in die Kunst des Whiskeybrennens eingeweiht. Bei der interessanten

Degustation verschiedener Whiskeys konnte man die

unterschiedlichsten Verarbeitungsmethoden testen und erkennen.

Der Abend war wieder einmal eine gelungene Veranstaltung

des RfW auf gesellschaftlicher Basis, dem weitere folgen

sollen.

Besuch

Ministerbesuch in

Offsetdruckerei Schwarzach.

Die Firma von LO Ing. Edi Fischer ist eines der

wenigen Unternehmen, das CO2 neutral produziert

und daher ein begehrtes Besuchsobjekt im

Ländle. Erst jüngst besichtigte die Innenministerin

Mikl-Leitner den Vorarlberger Paradebetrieb.

12

Wirtschaft Aktiv Juni / 13


Meinung / Nachruf

Unternehmer reden Klartext: Roman Zech

Parteipolitik hat in Kollektivvertragsverhandlungen

nichts verloren!

Ich gratuliere Herrn Breiter und seinem

Team zum Abbruch der Lohnverhandlungen.

Ich war selbst in

Lohnverhandlungen der Holzverarbeitenden

Industrie vertreten und

konnte auf Grund der Gewerkschaftsstärke

in der Holzverarbeitenden

Industrie nichts ausrichten. Gott

sei Dank hat die Gewerkschaft auf

Grund der guten Zusammenarbeit

zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern

und dem besonders guten

Arbeitsklima in den Unternehmen

keine Stärke, um die Handwerker mit

Streikandrohungen und Streikmaßnahmen

unter Druck zu setzten.

Gerade in Zeiten, in welchen sich eine

Stagnation der Wirtschaftslage anbahnt,

werden völlig überzogene Forderungen

gestellt. Es ist für alle erkennbar,

dass Parteifunktionäre, die

nichts mit der Arbeit in der Praxis zu

tun haben, weit weg von jeglicher

Jobrealität sind.

Eine Ist-Lohnerhöhung für die Tischlerbetriebe

in Vorarlberg wäre nämlich

fatal. Schon seit 30 Jahren müssen

Vorarlbergs Handwerksbetriebe

auf Grund der Grenznähe und der

Abwanderung von Arbeitskräften in

die Schweiz und Liechtenstein die

Ist-Löhne an die der Nachbarn anpassen.

Vorarlberg bezahlt im Durchschnitt

um 18% höhere Löhne als der

Bundesdurchschnitt. Dies würde bedeuten,

dass bei einer z.B. 3-prozentigen

Lohnerhöhung für Österreich für

die Betriebe in Vorarlberg eine 3,5

prozentige Lohnerhöhung zu zahlen

ist. Die Gehaltsschere würde sich um

jedes Jahr bei Lohnerhöhungen für

die Vorarlberger Tischlerbetriebe um

vieles mehr steigern.

Auch ist erkennbar, dass Lieferungen

von Vorarlberger Tischlerbetrieben in

den Osten Österreichs nur gering

vorhanden sind. Dies auf Grund der

höheren Lohnkosten. Für Tischlerbetriebe

am Wirtschaftsstandort Vorarlberg

wäre eine Ist-Lohnerhöhung eine

glatte „Katastrophe“. Ein Sterben

von Tischlereibetrieben wäre die Folge.

Daher meine Bitte an euch: „Bleibt

weiterhin stark und setzt euch für die

Arbeitsplätze der Mitarbeiter in den

Tischlereibetrieben ein! Dies ist eine

rein politische Maßnahme der Gewerkschaft

in Bezug auf die Nationalratswahlen

im Herbst 2013. Hier

wird auf dem Rücken der Arbeitnehmer

„politisches Pfuscher Handwerk“

ausgeübt.

Euer

Komm.Rat Roman Zech

Nachruf Komm. Rat DDr. Hubert Kinz

Der RfW Vorarlberg hat mit Komm.

Rat DDr. Hubert Kinz ein Gründungsmitglied

und einen treuen Freund und

Unterstützer verloren. Von 1970 bis

1984 war er Landesobmannstellvertreter

unseres Vereines, von 1977 bis

1983 auch stv. Bundesobmann. In dieser

Zeit hat er den Verein auf professionelle

Beine gestellt und dafür gesorgt,

dass man wirtschaftlich und finanziell

gut aufgestellt war. Auch im

Bereich der Mitglieder hat seine Persönlichkeit

dazu geführt, dass wir viele

neue Freunde gewinnen konnten.

Wir haben ihm daher viel zu verdanken.

Über sein Engagement im RfW Vorarlberg

hat er in der Wirtschaftskammer

Vorarlberg zahlreiche Funktionen

ausgeübt, welche er mit viel persönlichem

Einsatz wahrgenommen hat.

Von 1960 bis 1990 war er Vorsitzender

der Fachvertretung der Privatbahnen,

ab 1968 Vorsteher der Fachgruppe

Seilbahnen in der Vorarlberger Wirtschaftskammer,

er war auch von 1960

bis 1990 Mitglied des rechts- und gewerbepolitischen

Ausschusses sowie

Mitglied der Sparte Verkehr von 1965

bis 1990.

Von 1965 bis 1990 war er Mitglied des

finanzpolitischen und verkehrspolitischen

Ausschusses, von 1970 bis 1990

Mitglied des Ausschusses des Fachverbandes

der Seilbahnen Österreichs

in der WKÖ, von 1970 bis 1990 Mitglied

des Raumordnungs- und Landesplanungsausschusses,

ebenso Mitglied

des rechts- und gewerbepolitischen

Ausschusses der Bundeskammer

und von 1980 bis 1990 einer von 2

Delegierten zur Bundeskammer heute

Wirtschaftsparlament in der WKÖ.

DDr. Hubert Kinz ist Träger des großen

Ehrenzeichens für Verdienste um

die Republik Österreich, des großen

Verdienstzeichens des Landes Vorarlberg,

des goldenen Ehrenzeichens des

RfW Bund sowie des Ehrenringes der

Landeshauptstadt Bregenz. Wir verlieren

mit ihm eine großartige Persönlichkeit,

die auf ihrem eigenständigen

und erfolgreichen Weg beeindruckende

Spuren hinterlassen hat. Wir haben

ihm als Gründungsmitglied, als

Freund und Wirtschaftsfachmann viel

zu verdanken. Wir werden ihn immer

ehrenvoll im Gedenken halten.

Wirtschaft Aktiv Juni / 13 13


Kommentar Dr. Gernot Klocker

Vorsicht Immobilienbesteuerung

Seit 1.4.2012 unterliegen private

Grundstücksveräußerungen nicht

nur der Grunderwerbsteuer (3,5%

oder 2% des Kaufpreises) und der

Eintragungsgebühr (1,1% des Kaufpreises),

sondern auf Verkäuferseite

auch der Immobilienertragssteuer

(ImmoESt). Die Immobilienertragssteuer

beträgt 25% vom Veräußerungsgewinn.

Schenkungen sind

grundsätzlich von der ImmoESt befreit.

Familie: Sofern also im Familienkreis

Grundstücksschenkungen

durchgeführt werden, ist lediglich

Grunderwerbsteuer und Eintragungsgebühr

zu bezahlen, wobei

derzeit meist noch der sehr geringe

3-fache Einheitswert als Bemessungsgrundlage

dient. Dies könnte

sich jedoch aufgrund verfassungsrechtlicher

Bedenken ändern.

Achtung auf zwei besondere Fallen

Ausgleichszahlung: Schenkt ein Elternteil

eine Liegenschaft dem Sohn,

welcher gleichzeitig verpflichtet

wird, eine Ausgleichszahlung an die

Schwester zu leisten, so geht die Finanz

von einer Schenkung eines Liegenschaftsteils

an die Schwester

aus, welche diesen Teil an den Bruder

verkauft und im Gegenzug die

Ausgleichszahlung erhält. Der „Verkaufserlös“

unterliegt der ImmoESt.

Tausch: Beabsichtigen Familienmitglieder,

Liegenschaften zu tauschen,

treten mehrfache negative Auswirkungen

zu Tage: Die Finanz geht davon

aus, dass jede Partei als Gegenleistung

für die Hingabe einer Liegenschaft

eine andere Liegenschaft

erhält.

Es liegt somit keine wechselseitige

Schenkung vor. Die Folge: Es fällt

Grunderwerbsteuer, ImmoESt und

Eintragungsgebühr für jede Liegenschaft,

also 2-fach an. Dabei ist der

viel höhere Verkehrswert als Bemessungsgrundlage

heranzuziehen.

Zur Vermeidung dieser Steuerfalle

ist eine kompetente Beratung dringend

zu empfehlen.

Neues für Pendler: Jobticket für alle!

Der Arbeitgeber kann nach der neuen

Rechtslage jedem Arbeitnehmer für

die Strecke zwischen Wohnung und

Arbeitsstätte eine nicht übertragbare

Streckenkarte steuerfrei zur Verfügung

stellen.

Ab 1. Jänner 2013 ist es für die Steuerfreiheit

des Jobtickets nicht mehr

erforderlich, dass das Pendlerpauschale

dem Grunde nach zusteht. Das

heißt, dass der Arbeitnehmer in Zukunft

keinen Sachbezug zu versteuern

hat, wenn der Arbeitgeber die

Die NoVA und die Kfz-Steuer

Kosten des öffentlichen Verkehrsmittels

in voller Höhe oder nur zum Teil

trägt. Allerdings darf es sich dabei

um keine Gehaltsumwandlung handeln.

Das wäre der Fall, wenn das

Jobticket anstatt des bisher gezahlten

steuerpflichtigen Arbeitslohns zur

Verfügung gestellt wird. Für jene

Strecke, für die ein Jobticket bezahlt

wird, steht keine Pendlerpauschale

zu.

Nur dann, wenn vom Träger des öffentlichen

Verkehrsmittels keine

Streckenkarte angeboten wird, oder

die Netzkarte höchstens den Kosten

einer Streckenkarte entspricht, darf

anstelle einer Streckenkarte eine

Netzkarte zur Verfügung gestellt werden.

Die Rechnung muss auf den Arbeitgeber

lauten und hat insbesondere

den Namen des Arbeitnehmers zu

beinhalten. Achtung: Für die Steuerfreiheit

ist es erforderlich, dass der

Arbeitgeber die Kosten des Fahrausweises

direkt an das Verkehrsunternehmen

bezahlt. Ein Kostenersatz an

den Arbeitnehmer wäre steuerpflichtiger

Arbeitslohn!

Wenn Personen mit Hauptwohnsitz

im Inland mit Fahrzeugen mit ausländischem

Kennzeichen in Österreich

angehalten werden, stellt sich

die Frage, ob die Normverbrauchsabgabe

(NoVA) und die Kfz-Steuer

zu bezahlen sind.

Diese Abgaben fallen bei der erstmaligen

Zulassung von Kfz zum

Verkehr im Inland an.

Auch wenn die Fahrzeuge von einer

ausländischen Firma angeschafft

worden sind, bedeutet dies, dass bei

unbeschränkter Verfügungsmöglichkeit

eines Dienstnehmers oder

eines Geschäftsführers die NoVA

und Kfz-Steuer vom Finanzamt vorgeschrieben

werden.

Bei einer Beteiligung unter 50 % am

ausländischen Unternehmen geht

die Finanzverwaltung davon aus,

dass die Dispositionsmöglichkeit

über das Fahrzeug eingeschränkt

sein kann.

In einer aktuellen Entscheidung hat

ein Unabhängiger Finanzsenat weiter

entschieden, dass zudem eine

Zulassungsverpflichtung dann nicht

besteht, wenn zweifelsfrei mit Fahrtenbuch

bewiesen werden kann,

dass die zurückgelegten Kilometer

im Ausland gegenüber denen im Inland

überwiegen und die Wartungsund

Reparaturarbeiten im Ausland

erfolgen.

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Wirtschaft Aktiv Juni / 13


unter der Lupe

„Banken“

Gourmets des Geistes

„Wir sind Gourmets des Geistes. Wir Intellektuellen. Die durchtrainierte Hirnsubstanz

läßt unsere Köpfe schwellen. Wir Intellektuellen!“

So beginnt ein Song der EAV, der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, die derzeit unter

Führung des genialen Blödlers Klaus Eberhartinger wieder auf Tour ist.

Kürzlich zu Ende gegangen ist hingegen die EVA-Tour der weder genialen noch blödelnden

Grünen Glawischnig, die sich gerne – wie fast alle Grüninnen und Grüne –

als Intellektuelle bezeichnen läßt. Im Gegensatz zur EAV ging es dabei aber nicht um

geistige Gourmets, sondern eher um handfeste fleischliche und gemüsige Genüsse,

war doch Kern der EVA-Tour das Veranstalten von sogenannten BIO-Essen. Man fraß

sich sozusagen gesund durch Österreich.

„Wir verbieten bey Unserer Königlichen

Ungnade allen und jeden nachzuforschen,

wie viel ein anderer auf

sein Folium zu gute habe, auch soll

niemand von den Bancoschreibern

sich unterstehen, solches zu offenbaren,

weder durch Worte, Zeichen oder

Schrift, bey Verlust ihrer Bedienungen

und bey den Strafen, die meyneidige

zu erwarten haben. Zu dem Ende sollen

sie bey Antretung ihres Amtes besonders

schwören, daß sie alle Geschäfte,

die sie als Bediente der Banco

unter Händen haben werden, als

das größte Geheimnis mit in die Grube

nehmen werden.“

Aus einem Bankreglement Friedrichs

des Großen

“Bankraub: eine Initiative von Dilettanten.

Wahre Profis gründen eine

Bank.”

Bertolt Brecht

Dagegen ist ja nun prinzipiell nichts einzuwenden, aber ein bißchen mehr hätten wir

uns schon erwartet angesichts der in Österreich anstehenden Probleme.

Gerade in Wirtschaftsfragen ist die Kompetenz der grünen Weltverbesserinnen ja

durchaus enden wollend.

Man gibt sich zwar unschuldiger als ein neugeborenes Lämmchen, was die Korruptionsskandale

und Geldverschwendung betrifft, in Wahrheit wird aber dort, wo die

Grüninnen das Sagen haben, das Geld buchstäblich zum Fenster hinausgeschossen.

Beispiele gefällig?

In Klagenfurt platzte das Projekt der Grünen-Stadträtin Andrea Wulz, CO2 neutralen

Treibstoff herzustellen. Die Stadt blieb auf den Kosten von rund 120.000 Euro sitzen.

Im Stadtsenat befragt, erklärte Wulz, sie habe ohnehin schon längere Zeit schlecht

geschlafen.

Ihre Tochter, Janine Wulz, seit fast 10 Jahren Studentin der Politikwissenschaften an

der Uni Wien und Vertreterin der Grünalternativen Studentinnen (GRAS), war nicht

nur Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), sondern auch Kassiererin

des von der ÖH gegründeten Cafe Rosa, das mittlerweile seine Pforten schließen

mußte. Das laut GRAS antisexistische, antifaschistische, antiklerikale, antikapitalistische,

antiheteronormative etc. etc. etc. Cafe Rosa hinterließ kolportierte Schulden

von rund einer Million Euro. Finanziert wurde aus den Zwangsbeiträgen der Studenten.

Intellektuell und politisch links sein genügt offenbar nicht. Die intellektuellen grünen

Gourmets des Geistes scheitern kläglich, wenn es ums reale Wirtschaften geht.

Der Refrain des EAV – Lieds bringt es auf den Punkt: „Alle Bücher sind gelesen, alles

Denkbare gedacht. Kein Problem ist ungewälzt – doch nichts gemacht! Wir Intellektuellen!

Uuuuuhhuu, Joooheee, Uuuuhh!“

Das sollte auch der ehemaligen Wirtschaftspartei ÖVP zu denken geben, die sich zunehmend

mit den Grünen auf ein Packl haut, meint

Ihr

Agilus

“Politik ist die Kunst, von den Reichen

das Geld und von den Armen

die Stimmen zu erhalten, beides unter

dem Vorwand, die einen vor den

anderen schützen zu wollen.”

Anonym

“Jede Wirtschaft beruht auf dem

Kreditsystem, das heißt auf der irrtümlichen

Annahme, der andere werde

gepumptes Geld zurückzahlen.”

Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Journalist

und Schriftsteller

“Die Griechen brachten ein fertig

entwickeltes Kreditwesen mit, mit

dem Außenstehende wenig anfangen

konnten. Bei der Handhabung des

kaufmännischen Kredites oder bei

der Abwicklung von Bankrotten fällt

das Bemühen auf, bei anderen Griechen

aufgelaufene Verbindlichkeiten

nach Möglichkeit zu erfüllen, während

die österreichischen Beteiligten

durch die Finger schauen konnten.”

Aus einem Bericht über den Levantehandel

im 18. Jahrhundert

Wirtschaft Aktiv Juni / 13 15


Unterschriftenaktion

Vorsteuer-Abzug für alle betrieblich genutzten PKW

Der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) kämpft seit Jahren dafür, daß für

alle betrieblich genutzten Fahrzeuge, also auch PKW’s, die keine sogenannten Fiskal-

LKW sind, der Vorsteuer-Abzug anerkannt wird.

Unterschreiben auch Sie !

Ja, ich bin dafür, daß der Vorsteuer-Abzug für Betriebs-PKW eingeführt wird.

Name:

Adresse:

E-Mail:

Unterschrift

Bitte an die RfW-Bundesgeschäftsstelle per Fax (01/408 2520-20) senden oder einscannen

und per Mail an office@rfw.at schicken.

Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) - Vorarlberg, Belrupstraße 27, 6900 Bregenz

Tel.: 05574/44037, Fax 05574/48400-4; vorarlberg@rfw.at

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), Landesorganisation Oberösterreich, ZVR-Nr.: 284146541, 4020

Linz, Pochestraße 3, zugl. Anschrift Redaktion, Verwaltung, Anzeigen. Redaktion Vorarlberg: Mag. Michael Brduscha. Druck: NÖ Pressehaus, St. Pölten

Offenlegung: www.rfwooe.at, >impressum

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