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Jahresbericht 2015

Jahresbericht der Organisation Women's Hope International, 2015

Jahresbericht der Organisation Women's Hope International, 2015

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2015

01.10.2014 – 30.09.2015

Starke Frauen, sichere Geburten,

Heilung von Fisteln


Editorial ...................................................... 1

Wer wir sind ............................................ 2

International

Wie wir arbeiten ..................................... 5

Wo wir arbeiten ...................................... 6

Überblick Partner und Projekte .......... 6

Wichtigste Kennzahlen ..........................7

Afghanistan .............................................. 9

Bangladesch ...........................................10

Äthiopien ..................................................12

Tschad .....................................................20

National

Sensibilisierungsarbeit ....................... 22

Einsatz von Ehrenamtlichen

und Freiwilligen ....................................25

Finanzbericht .........................................26

Leistungsbericht ...................................32

2


Gemeinsam Zukunft

gestalten

Die Abwanderung von Gesundheitspersonal aus Entwicklungsländern in die Industrieländer im

Norden wird oft durch aktive Rekrutierung gefördert. Dieser Wegzug von Fachpersonen ist mitverantwortlich

dafür, dass jährlich weltweit eine Milliarde Menschen nicht die nötige medizinische

Behandlung erhält. Die umfassende Ausbildung von Hebammen und ihr Einsatz vor Ort sind

die Antwort von Women’s Hope International auf diese Herausforderung. Hebammen leisten im

Kampf gegen Mütter- und Säuglingssterblichkeit und zur Verhinderung von Geburtsfisteln einen

zentralen Beitrag.

Im September 2015 verabschiedete die UNO-Generalversammlung die sogenannten Nachhaltigen

Entwicklungsziele. Sie lösen die bestehenden Millenniumsentwicklungsziele ab und setzen neue

Massstäbe, um bis 2030 globale Missstände wie Armut, Hunger und Krankheit zu bekämpfen.

«Ein gesundes Leben sicherstellen und das Wohlergehen aller Menschen in allen Altersgruppen

fördern» – so lautet das dritte Ziel, das insbesondere auch für Mütter und Kinder gilt. Dieses

Ziel ist im Einklang mit der Vision von Women’s Hope International. Seit Jahren setzen wir uns

mit Tatkraft und Überzeugung für das Wohlergehen von Mutter und Kind besonders in der verletzlichen

Zeit während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ein.

Lesen Sie im vorliegenden Jahresbericht, wie diese Vision in unseren vier Schwerpunktländern,

Afghanistan, Bangladesch, Äthiopien und Tschad, in Zusammenarbeit mit unseren Partnern

Gestalt annimmt.

Dank dem treuen Engagement von freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und

weil Sie, liebe Freundinnen und Freunde, WHI mit Spenden unterstützen, können wir gemeinsam

Zukunft gestalten:

Gesundes Leben und Wohlergehen dank starker Frauen, sicherer Geburten und der Heilung

von Fisteln.

Dr. med. Martin Leimgruber

Präsident

Gerhard Bärtschi

Geschäftsleiter

1


Wer wir sind

Women’s Hope International ist ein Schweizer Hilfswerk, das sich für die Verbesserung

der Gesundheit von Müttern in Afrika und Asien engagiert. Mädchen

und Frauen werden während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett fachkundig

begleitet. Geburtstraumatischen Verletzungen wird vorgebeugt; Frauen

mit Geburtsfisteln werden behandelt. Mädchen und Frauen werden in ihrer gesellschaftlichen

Stellung gestärkt. Wir bekämpfen Kinderehen und setzen uns

dafür ein, dass Teenagerschwangerschaften nicht mehr vorkommen. Auf der

Basis christlicher Ethik erfüllen wir unseren Auftrag zusammen mit unseren

Partnern fachlich kompetent, wirkungsvoll und effizient.

Unsere Vision

Wir setzen uns dafür ein …

... dass alle Frauen und Mädchen mit einer Geburtsfistel,

die körperlich leiden, ausgestossen und verachtet

werden, medizinische, soziale, psychologische und

seelsorgerliche Hilfe erfahren.

… dass keine Frau ihr Kind unter unmenschlichen und

demütigenden Bedingungen gebären muss.

… dass nicht mehr alle zwei Minuten eine Mutter während

der Geburt stirbt, sondern dass die Müttersterblichkeit

weltweit auf den tiefen Stand von Industrieländern sinkt.

… dass Mädchen nicht als Kinder und unter Zwang verheiratet

werden.

... dass Sexualität nicht mehr zur Demütigung und Ausübung

von Macht missbraucht wird.

... dass Mädchen zur Schule gehen können und nicht

durch eine Teenagerschwangerschaft daran gehindert

werden.

… dass Frauen selbstbewusst und gleichberechtigt ihre

Beziehungen mitgestalten können.

Unsere Werte

Unser Auftrag

Heilung von Fisteln

Heilung von Frauen mit geburtstraumatischen Verletzungen

Wir engagieren uns in der Identifikation, Behandlung, Rehabilitation

und Reintegration von Frauen und Mädchen

mit Geburtsfisteln.

Sichere Geburten

Fachkundige Begleitung und Geburtskliniken

Wir unterstützen die fachkundige Begleitung von Frauen

und Mädchen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Um dies zu ermöglichen, bilden wir Hebammen

aus, bauen funktionstüchtige Geburtskliniken und stellen

sicher, dass bei einer akuten Notsituation chirurgische

Geburtshilfe möglich ist.

Starke Frauen

Frauen-Empowerment

Wir fördern und stärken Mädchen und Frauen in ihrer

gesellschaftlichen Stellung und ermöglichen Eigenständigkeit

und Selbstbestimmung. Dazu gehört Beratung in

Fragen der reproduktiven Gesundheit inklusive Familienplanung.

Wir setzen uns ein, damit Kinderehen und Teenagerschwangerschaften

nicht mehr vorkommen.

• Wir handeln auf der Basis der Grund- und Menschenrechte,

geleitet durch eine christliche Ethik.

• Unser Handeln ist getragen durch den Respekt vor dem

Leben und dem Eintreten für sozial Benachteiligte.

• Wir sind besonders der sozialen Gerechtigkeit sowie

der Gleichberechtigung von Frauen und Männern verpflichtet.

• Wir engagieren uns für Menschen unabhängig von Alter,

Herkunft, Sprache, Religion, Kultur und gesellschaftspolitischer

Überzeugung.

2


Die Ärztin Dr. Mulu Muleta schult

Medizinstudenten in der Behandlung

von Geburtsfisteln am Universitätsspital

Jimma, Äthiopien.

3


4

Leiterinnen von Frauengruppen, die

in Parbatipur, Bangladesch, an einem

Ausbildungs-Workshop mitmachen.


International

Wie wir arbeiten

Durch Prävention, Ursachenbekämpfung und einen umfassenden

Behandlungsansatz für Frauen, die bereits

unter Geburtsverletzungen leiden, bekämpft WHI die Problematik

der Geburtsfisteln auf eine ganzheitliche Art und

Weise. Im Fokus stehen Frauen und Mädchen, die auf

Grund von sozioökonomischen und kulturellen Faktoren

sowie mangelndem Zugang zu einer adäquaten Gesundheitsversorgung

in Gefahr sind, während oder nach der

Geburt zu sterben oder eine Geburtsfistel zu entwickeln.

Das langfristige Ziel besteht in einer markanten Reduk tion

der Müttersterblichkeit sowie Eliminierung der Geburtsfisteln.

Frauen und Mädchen sollen ihre Selbstbestimmung

wahrnehmen können und in allen Lebensbereichen

respek tiert und geachtet werden. Kinderehen sollen nicht

mehr vorkommen.

In der Umsetzung unserer Projekte und Programme

in Afghanistan, Bangladesch, Äthiopien und im Tschad

orientieren wir uns an den folgenden Prinzipien:

• Wir erfüllen unseren Auftrag fachlich kompetent,

wirkungsvoll und effizient.

• Wir arbeiten mit zivilgesellschaftlichen und staatlichen

Akteuren zusammen, die unsere Programme umsetzen.

• Wir arbeiten partnerschaftlich auf der Basis gemeinsamer

Ziele, stärken unsere Partner langfristig und

verhelfen ihnen zu einer hohen fachlichen Kompetenz.

• Unser langfristiges Ziel besteht darin, dass unsere

Arbeit in jedem Einsatzland mit einem Länder-Programmansatz

umgesetzt wird, mit thematischen und

geographischen Schwerpunkten und jeweils dafür

geeigneten Koordinationsstrukturen.

• Wir überprüfen unsere Projekte und Programme nach

folgenden Kriterien: Relevanz, Effizienz, Effektivität,

Nachhaltigkeit und Wirkung.

Komitee für die Überprüfung von Programmen

(Programme Review Committee)

Ein Komitee von externen Fachpersonen trifft sich periodisch,

um neue Projekte zuhanden des Vorstandes

zu begutachten und allenfalls zu empfehlen oder abzulehnen.

Der Austausch von WHI-Mitarbeitenden mit den

Fachpersonen zu den konkreten Projektaktivitäten dient

ebenfalls dem internen Wissensmanagement.

Folgende Personen sind Mitglieder des Komitees:

• Dr. Alexander Bischoff, Institut für Pflegewissenschaft,

Universität Basel

• Dr. Susanna Hausmann-Muela, Partners for Applied

Social Sciences (PASS)

• Dr. Kate Molesworth, Schweizerisches Tropen- und

Public Health-Institut

• Helena Zweifel, ehem. Geschäftsführerin Medicus

Mundi Schweiz

• Unsere Programme sind innovativ und nachhaltig. Sie

werden nach Möglichkeit mit dem staatlichen Gesundheitssystem

koordiniert.

Was ist eine Geburtsfistel? Eine Geburtsfistel ist eine unnatürliche Verbindung

zwischen der Scheide und der Blase oder dem Enddarm. Die Ursache ist ein

stark verzögerter Geburtsverlauf bis hin zum Geburtsstillstand. Das Kind kann

nicht geboren werden. Sein Kopf drückt stundenlang auf das umliegende Gewebe,

das schliesslich abstirbt. Dies führt zum Durchbruch der Vaginal-, Blasen-

und/oder Darmwand. Als Folge fliessen Urin und Stuhl unkontrolliert via

Scheide aus. Diese Inkontinenz macht es für die Betroffenen fortan unmöglich,

ein normales Leben zu führen. Sie werden häufig gemieden, geschieden und

ausgestossen. Bedingt durch die schlecht ausgestattete geburtshilfliche Versorgung

und das junge Alter vieler werdender Mütter kommt die Erkrankung

nur in Entwicklungsländern vor. Weltweit leiden zwei Millionen Mädchen und

Frauen an einer Geburtsfistel. Jedes Jahr erleiden neu zwischen 50’000 bis

100’000 Frauen eine Geburtsfistel.

5


Wo wir arbeiten

Afghanistan

Äthiopien

Bangladesch

Tschad

Überblick Partner und Projekte

Afghanistan

Partner Projekt Überweisung an Partner in CHF

CURE International Hospital Vorbeugen und Behandeln von Geburtsverletzungen 104’748

Première Urgence

Internationale

Hebammenausbildung an der Basis 50’107

Bangladesch

Partner Projekt Überweisung an Partner in CHF

Lutheran Aid Medicine

in Bangladesh (LAMB)

Äthiopien

Reproduktive Basisgesundheit und ganzheitliche

Behandlung von Frauen mit Fisteln

234’848

Partner Projekt Überweisung an Partner in CHF

Attat Catholic Hospital Wartehaus für Frauen mit Risikoschwangerschaft 66’401

CUAMM Gesundheit für Mutter und Kind 60’000

Hamlin Fistula Ethiopia Hebammenausbildung 66’182

Stärkung von Müttergesundheitsdiensten 21’058

St. Luke Catholic Hospital Hebammenausbildung 43’485

Wartehaus für Frauen mit Risikoschwangerschaft 59’769

Women and Health Alliance

(WAHA)

Tschad

Unterstützung für die Behandlung

von Geburtsfisteln

19’119

6

Partner Projekt Überweisung an Partner in CHF

Projet Souffrance Behandeln von Geburtsfisteln 44’587


Wichtigste

Kennzahlen

für das Jahr

2014/2015

(Oktober 2014 bis September 2015)

• Anzahl durchgeführte Fisteloperationen:

351

• Anzahl unterstützte Hebammenstudentinnen:

97

• Anzahl fachlich begleitete

Frauen mit Risikoschwangerschaft

in Wartehäusern: 1’064

• Anzahl im Aufbau unterstützte

Gesundheitszentren/Geburtskliniken:

23

7


8

WHI setzt sich durch die Ausbildung

von Hebammen und mit der Heilung von

Frauen mit Geburtsfisteln für Mütter in

Afghanistan ein.


International

Afghanistan

In Afghanistan arbeitet WHI seit 2007 mit CURE International Hospital zusammen und seit 2014 mit

Première Urgence Internationale.

Partnerorganisation:

CURE International Hospital

CURE International Hospital begann die Arbeit in Kabul

2005. Das Ausbildungsspital zählt mehr als 300 Mitarbeitende,

davon 37 Ärzte. Das Spital hat 104 Betten

mit einem Ambulatorium und Abteilungen für Chirurgie,

Gynäkologie/Geburtshilfe und Kindermedizin.

Projekt mit CURE International:

Vorbeugen und Behandeln von

Geburtsverletzungen

WHI unterstützte im Berichtsjahr das Projekt «Vorbeugen

und Behandeln von Geburtsverletzungen». Das Projekt

verfolgt zwei Ziele: erstens die Sensibilisierung des

staatlichen Gesundheitspersonals in den Provinzen

für die Fistelproblematik sowie die Identifikation und

Behandlung von Patientinnen mit einer Geburtsfistel.

Und zweitens die Gewährleistung einer hochstehenden

Geburtshilfe und gynäkologischen Versorgung im Spital.

Bestandteil des Projektes ist auch die Weiterbildung von

afghanischen Ärztinnen und Ärzten. Das Projekt wird

zusammen mit der Fistula Foundation unterstützt.

Was wurde erreicht?

Trotz der verschärften Sicherheitslage im Land konnte

durch das Projekt viel erreicht werden. Zwischen Oktober

2014 und September 2015 erzielte CURE in Zusammenarbeit

mit WHI folgende Wirkung:

• Im Berichtsjahr wurden im Spital 118 Fisteloperationen

durchgeführt. Da viele komplexe Fälle ins CURE Spital

überwiesen wurden, betrug die Erfolgsrate nur 78 %.

• Sechs Ärztinnen und Ärzte absolvierten ihre Weiterbildung

als Assistenzärzte in den Bereichen Fistelchirurgie,

Geburtshilfe und Gynäkologie.

• Vier Provinzen wurden vom Mobilisierungsteam besucht.

Rund 1’120 Personen des Gesundheitspersonals

wurden für die Fistelproblematik sensibilisiert.

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 806’677

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 104’748

Partnerorganisation:

Première Urgence Internationale

Première Urgence Internationale ist eine französische

Hilfsorganisation, die bereits seit 1980 im Gesundheitsbereich

in Afghanistan tätig ist. Die Organisation hat seit

2003 ein Mandat des afghanischen Gesundheitsministeriums

in den Provinzen Kunar und Daykundi und ist für

sechs Spitäler und 68 Gesundheitszentren zuständig.

In den beiden Provinzen arbeiten 1’100 afghanische Angestellte

in der Umsetzung der Projekte.

Projekt mit PU-AMI:

Hebammenausbildung an der Basis

Das neu konzipierte Projekt wird in Kunar, einer von Sicherheitsproblemen

stark geprägten Provinz, umgesetzt.

Durch die Ausbildung von Hebammen und Pflegefachfrauen

wird das nationale Gesundheitssystem gestärkt

und der Bedarf nach qualifizierten Gesundheitsmitarbeitenden

gedeckt. Die Ausbildung beinhaltet drei Phasen

von je acht Monaten. Die Gesamtdauer des Projektes beträgt

28 Monate. Der Start war im April 2014. Neben der

afghanischen Regierung ist die Direktion für Entwicklung

und Zusammenarbeit (DEZA) an der Mitfinanzierung des

Projektes beteiligt.

Was wurde erreicht?

Im Berichtsjahr erzielte Première Urgence Internationale

in Zusammenarbeit mit WHI folgende Wirkung:

• Vom 16. September 2014 bis 23. April 2015 wurde

die erste Phase der Ausbildung für 30 Hebammen

und 31 Pflegefachfrauen in einem neuen Schulgebäude

mit Wohnhaus durchgeführt. Es wurden 15 Module

unterrichtet.

• Die zweite Phase der Ausbildung begann am 10. Mai

2015 und wird bis Januar 2016 dauern.

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 277’896

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 50’107

9


International

Bangladesch

In Bangladesch arbeitet WHI seit 2012 ausschliesslich mit LAMB zusammen.

Partnerorganisation: LAMB

LAMB (Lutheran Aid Medicine in Bangladesh) ist bereits

seit 1955 im Nordwesten von Bangladesch, in der Nähe

der Distrikthauptstadt Dinajpur, tätig. Neben verschiedenen

Basisgesundheitsprogrammen, die ein Einzugsgebiet von

rund zwei Millionen Menschen abdecken, betreibt LAMB

auch ein Spital, ein Ausbildungszentrum, eine Gesamtschule

und ein Forschungszentrum. Das Spital hat 150

Betten. 2013 hatte LAMB insgesamt 949 Mitarbeitende.

Projekt mit LAMB:

Reproduktive Basisgesundheit

und ganzheitliche Behandlung

von Frauen mit Geburtsfisteln

Das Ziel des Projektes ist eine verstärkte Resilienz und

verbesserte Gesundheit von Müttern und Kindern in zehn

Bezirken des Unterdistriktes Parpatipur. Das Projekt hat

im Juli 2014 begonnen und wird während 3,5 Jahren umgesetzt.

Das Projekt zeichnet sich durch einen ganzheitlichen

Ansatz aus. Neben der Identifikation, Behandlung

und Rehabilitation von Frauen mit Geburtsfisteln steht

die Reaktivierung von staatlichen Gesundheitszentren

inklusive dem Aufbau von elf Geburtskliniken im Fokus.

Wesentliche Bestandteile des Projekts sind der Aufbau

von Frauengruppen, die Behandlung und Rehabilitierung

von behinderten Kindern sowie eine umfassende Kampagne

unter Jugendlichen zu sexueller Gesundheit und den

Gefahren und Risiken von Kinderehe.

Was wurde erreicht?

Im Berichtsjahr erreichte LAMB in Zusammenarbeit mit

WHI folgende Wirkung:

• 109 Frauen mit einer Geburtsfistel wurden operiert.

• 20 Frauen wurden rekrutiert, welche nach sechs

Monaten ihre Ausbildung als «Community Skilled Birth

Attendant» abschlossen und anschliessend ihre Arbeit

in fünf Geburtskliniken aufnahmen.

• Eine Basisstudie wurde in fünf Bezirken durchgeführt.

• Fünf Geburtskliniken wurden renoviert und mit notwendigen

Geräten ausgerüstet.

• In den fünf Bezirken wurden 300 Frauengruppen mit

je 20 Mitgliedern formiert, die sich nun regelmässig

treffen.

• In 10 Schulen erhielten 4’629 Jugendliche Informationen

über reproduktive und sexuelle Gesundheit sowie

über die Gefahren und Risiken von Kinderehen.

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 234’848

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 234’848

10


WHI engagiert sich zusammen

mit der Partnerorganisation LAMB

gegen Kinderehen in Bangladesch.

Viele Mädchen, die als Jugendliche

verheiratet werden, sind gezwungen,

die Schule abzubrechen.

11


International

Äthiopien

In Äthiopien arbeitet WHI insgesamt mit fünf Partnerorganisationen zusammen.

Partnerorganisation:

Attat Catholic Hospital

Das Attat Hospital liegt in der Nähe von Welkite rund 175

Kilometer südwestlich von Addis Abeba. Das Spital wurde

1969 vom Orden der Missionsärztlichen Schwestern gegründet.

Schwestern des Ordens sind bis heute in leitender

Funktion im Spital tätig. Das 65-Betten-Spital betreibt ein

Ambulatorium und hat Abteilungen für Innere Medizin, Chirurgie,

Kinderheilkunde sowie eine Geburts- und Gynäkologie

Abteilung mit einem Wartehaus. Das Spital ist durch

ein Basisgesundheitsprogramm mit 9 Landwirtschafts-

Kooperativen involviert. Insgesamt arbeiten 200 Mitarbeitende

in den verschiedenen Bereichen des Attat-Spitals.

Zusätzlich absolvieren viele angehende Ärzte, Health

Officers und Hebammen ihre Praktikumszeit in Attat.

Projekt mit Attat Catholic Hospital:

Wartehaus für Frauen mit

Risikoschwangerschaft

Das Ziel des vorliegenden Projektes besteht in der

Reduktion der Mütter- und Säuglingssterblichkeit in der

Region. Frauen mit Risikoschwangerschaft werden aus

umliegenden Gesundheitseinrichtungen ins Attat-Spital

respektive ins Wartehaus auf dem Spitalgelände überwiesen.

Es handelt sich dabei meistens um Mädchen

und Frauen aus abgelegenen Dörfern, in denen keine

Möglichkeit der fachlichen Geburtsbegleitung existiert.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Wartehaus

beträgt zwei bis drei Wochen vor Geburtstermin. Somit

ist sichergestellt, dass die schwangeren Frauen zum

Zeitpunkt der Geburt von medizinischen Fachpersonen

betreut werden und wenn nötig auch ein Kaiserschnitt

durchgeführt werden kann. WHI übernimmt die Kosten für

die Geburtshilfe aller Frauen mit Risikoschwangerschaften.

Was wurde erreicht?

Im Berichtsjahr konnte das Attat Spital zusammen mit

WHI folgendes bewirken:

• 781 Frauen mit Risikoschwangerschaft wurden ins

Wartehaus überwiesen und haben ein gesundes Kind

geboren. Davon kamen 294 Kinder durch einen Kaiserschnitt

zur Welt.

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 66’401

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 66’401

Partnerorganisation: CUAMM

CUAMM Äthiopien ist der lokale, äthiopische Zweig eines

italienischen Hilfswerks mit Namen CUAMM Doctors for

Africa. Die Tätigkeit von CUAMM zielt auf eine nachhaltige

Verbesserung und Sicherung der Gesundheit der Bevölkerung

in Äthiopien ab. Die Organisation ist seit 1981 im

Land im Gesundheitsbereich tätig und war massgebend

im Aufbau des St. Luke Spitals in Woliso beteiligt. WHI

begann die Zusammenarbeit mit CUAMM im Mai 2015.

Projekt mit CUAMM:

Gesundheit für Mutter und Kind

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Reduktion der Mütterund

Kindersterblichkeit in drei Distrikten um Woliso. Das

Ziel des Projektes ist der verbesserte Zugang zu staatlichen

Gesundheitsdienstleistungen für Mütter und ihre

Kinder. Sie sollen die staatlichen Gesundheitsdienste vermehrt

in Anspruch nehmen können. Die hohe Qualität der

Gesundheitsdienste soll ihnen dabei einen Anreiz geben.

Die Umsetzung des Projektes geschieht in enger Zusammenarbeit

mit dem staatlichen Gesundheitswesen auf

Distrikt-Ebene.

Was wurde erreicht?

Zwischen Mai und September 2015 konnte CUAMM

zusammen mit WHI folgendes bewirken:

• Es wurde eine Bestandsaufnahme bezüglich Infrastruktur

und Ausrüstung von 18 Gesundheitszentren

vorgenommen.

• 18 Gesundheitszentren wurden instand gestellt und

mit den notwendigen Geräten ausgerüstet.

• Für 60 Mitarbeitende in den Gesundheitszentren wurden

Weiterbildungskurse bezüglich Müttergesundheit

durchgeführt.

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 159’825

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 60’000

12


Eine hochschwangere Frau wird

per Ambulanz ins Spital nach Attat

gebracht. Der rechtzeitige Transport

ins Spital kann für werdende

Mütter mit Komplikationen und

ihr Kind lebensrettend sein.

13


International: Äthiopien

Partnerorganisation:

Hamlin Fistula Ethiopia

Hamlin Fistula Ethiopia in Addis Abeba ist ein weltbekanntes

Kompetenzzentrum zur Behandlung von Frauen

mit Geburtsfisteln, das 1974 von dem Ärzteehepaar Drs

Reginald und Catherine Hamlin gegründet wurde. Insgesamt

sind 550 Mitarbeitende bei Hamlin Fistula Ethiopia

angestellt. Neben dem Spital für geburtstraumatische Verletzungen

in Addis Abeba betreibt die Organisation fünf

Aussenzentren in verschiedenen Landesteilen. Zudem

gehört eine Hebammenschule zu Hamlin Fistula Ethiopia.

Projekt 1 mit Hamlin Fistula Ethiopia:

Hebammenausbildung

Ziel dieses Projektes ist die Ausbildung von Hebammen

in einem 4-Jahresprogramm, das zu einem Bachelor

Abschluss führt. Insgesamt sind 90 Hebammenstudentinnen

in der Schule eingeschrieben. Die Ausbildung ist

für die Studentinnen kostenlos, doch sie verpflichten sich,

während drei Jahren nach Abschluss ihrer Ausbildung als

Hebamme in ländlichen Gebieten in Äthiopien tätig zu sein.

Während des theoretischen Unterrichts wohnen die Studentinnen

in einem Wohnheim auf dem Schulgelände. Jede

Studentin ist verpflichtet, bis Ende ihrer Ausbildung in den

verschiedenen Praktika mindestens 40 Geburten geleitet

zu haben. WHI unterstützt das Studium und die Lebenskosten

von 17 der 87 Hebammenstudentinnen bis 2017.

Was wurde erreicht?

Im Berichtsjahr erzielte Hamlin Fistula Ethiopia zusammen

mit WHI folgende Wirkung:

• 87 Hebammenstudentinnen haben das Schuljahr

abgeschlossen.

• 24 Hebammenstudentinnen konnten ihre Ausbildung

erfolgreich mit einem Bachelor abschliessen.

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 357’044

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 66’182

Projekt 2 mit Hamlin Fistula Ethiopia:

Stärkung von Müttergesundheitsdiensten

Ziel des Projektes ist ein verbesserter Zugang von

werdenden Müttern zu adäquaten Gesundheitsdiensten

in ihrer Umgebung. Das Projekt ist fokussiert auf 17 von

der Regierung betriebenen Gesundheitszentren in fünf

Regionen des Landes (Amhara, Tigray, Southern Nations,

East und West Oromia). Grundlage des Projektes ist die

Anstellung der gut ausgebildeten Hebammen der Hamlin-

Hebammenschule in den erwähnten 17 Gesundheitszentren.

Jeweils zwei Hebammen arbeiten zusammen in

einem Gesundheitszentrum. Sie werden weiterhin von

Hamlin Fistula Ethiopia fachlich, durch einen Lohnbonus

und durch einen Zuschuss für Medikamente unterstützt.

Alle 17 Gesundheitszentren befinden sich in abgelegenen

Orten. Der Unterhalt und Betrieb von Ambulanzfahrzeugen,

die für Überweisungen von Notfällen ins nächst grössere

Spital verwendet werden, sind ebenfalls Teil des Projektes.

WHI finanziert die Unterstützung von Hamlin Fistula

Ethiopia für zwei der 17 Gesundheitszentren.

Was wurde erreicht?

Im Berichtsjahr erzielte Hamlin Fistula Ethiopia zusammen

mit WHI folgende Wirkung:

• In den 17 Zentren wurden durchgeführt:

• 12’976 Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen

• 14’582 Konsultationen zur Nachsorge

• 47’801 Familienplanungsberatungen

• In den 17 Zentren wurden 9’413 Babys geboren

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 225’314

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 21’058

14


International: Äthiopien

Partnerorganisation:

St. Luke Catholic Hospital

Das St. Luke Catholic Hospital ist ein katholisches

Missionsspital in Woliso, ca. 120 Kilometer südwestlich

von Addis Abeba gelegen. Zum Spital gehören eine Hebammenschule

sowie ein Basisgesundheitsprogramm im

Einzugsgebiet. Das Spital betreibt ein Ambulatorium und

hat Abteilungen für Innere Medizin, Chirurgie, Kinder- und

Augenheilkunde sowie eine Geburts- und Gynäkologieabteilung

mit insgesamt 200 Betten. Im Spital arbeiten

369 Mitarbeitende.

Projekt 1 mit St. Luke Catholic

Hospital: Wartehaus für Frauen

mit Risikoschwangerschaft

Das Ziel des vorliegenden Projektes besteht in der

Reduktion der Mütter- und Säuglingssterblichkeit in der

Region. Frauen mit Risikoschwangerschaft, die durch die

Vorsorgeuntersuchungen des St. Luke Spitals identifiziert

werden, können bis zur Geburt im Wartehaus, das sich

auf dem Spitalgelände befindet, wohnen. Es handelt sich

meistens um Mädchen und Frauen aus abgelegenen

Dörfern, wo keine Möglichkeiten für fachlich begleitete

Geburten bestehen. Dank dem Aufenthalt von zwei bis

drei Wochen im Wartehaus vor Geburtstermin ist sichergestellt,

dass die schwangeren Frauen zum Zeitpunkt der

Geburt von medizinischen Fachpersonen betreut werden

und wenn nötig auch ein Kaiserschnitt durchgeführt

werden kann.

Was wurde erreicht?

Im Berichtsjahr erzielte das St. Luke Spital zusammen

mit WHI folgende Wirkung:

• 283 Frauen mit Risikoschwangerschaft wurden ins

Wartehaus eingewiesen und haben ein gesundes Kind

geboren. Davon kamen 86 Kinder durch einen Kaiserschnitt

zur Welt.

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 59’769

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 59’769

Projekt 2 mit St. Luke Catholic

Hospital: Hebammenausbildung

Durch das vorliegende Projekt soll die fachliche Begleitung

von Frauen in Schwangerschaft, Geburt und

Wochenbett gewährleistet und dadurch die Mütter- und

Säuglingssterblichkeit in der Region reduziert werden.

Dies geschieht durch die Ausbildung von zurzeit 79 Hebammen

in einem 3-Jahreskurs. Die Hebammenstudentinnen

wohnen in einem Wohnheim auf dem Spitalgelände

in der Nähe der Schule. Nach der Ausbildung kommen

die ausgebildeten Hebammen in verschiedenen, meist

privaten Gesundheitseinrichtungen der Region zum Einsatz.

Die Ausbildung ist kostenlos und beinhaltet auch die

Unterkunft. Als Gegenleistung verpflichten sich die Absolventinnen,

mindestens drei Jahre an einer medizinischen

Einrichtung in Äthiopien zu arbeiten. WHI unterstützte im

Berichtsjahr das Studium und die Lebenskosten von 35

der 79 Hebammenstudentinnen.

Was wurde erreicht?

Im Berichtsjahr erzielte das St. Luke Spital zusammen

mit WHI folgende Wirkung:

• 79 Hebammenstudentinnen haben an der Hebammenschule

ihre Ausbildung durchlaufen. Im ersten Studienjahr

studierten 25 Studentinnen, im zweiten Jahr 40

und im dritten 14.

• 14 Hebammenstudentinnen konnten nach drei Jahren

ihre Ausbildung erfolgreich abschliessen und arbeiten

nun in einer Gesundheitsinstitution in der Region.

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 97’122

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 43’485

15


16

Eine Frau nach ihrer Fisteloperation

am Fistelzentrum des Universitätsspitals,

Jimma, Äthiopien.


International: Äthiopien

Partnerorganisation: Women and

Health Alliance (WAHA)

Women and Health Alliance (WAHA) ist eine internationale

Hilfsorganisation mit Sitz in Paris. 2009 gründeten

äthiopische Fachärztinnen einen Ableger von WAHA in

Äthiopien. Zurzeit betreibt WAHA in Äthiopien Fistelbehandlungszentren

in Gondar, Jimma und Assela. In

diesen Zentren besteht eine enge Zusammenarbeit mit

den Gynäkologie- und Geburtshilfeabteilungen in den

jeweiligen staatlichen Universitätsspitälern. Neben der

Behandlung und Betreuung von Patientinnen mit einer

Geburtsfistel ist die Ausbildung von Medizinstudentinnen

und Medizinstudenten in Fistelchirurgie ein wichtiger

Bestandteil der Arbeit von WAHA. WHI arbeitet seit Juni

2015 mit WAHA im Fistelzentrum am Universitätsspital

in Jimma zusammen.

Operation sowie die Übernahme ihrer Transportkosten

ins Spital. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit

dem Jimma Universitätsspital durchgeführt.

Was wurde erreicht?

Zwischen Juni und September 2015 konnte WAHA

zusammen mit WHI folgendes bewirken:

• 36 Frauen mit einer Geburtsfistel wurden operiert

und psychologisch betreut.

Projekt mit WAHA: Unterstützung für

die Behandlung von Geburtsfisteln

Ziel des vorliegenden Projektes ist die Behandlung von

Frauen mit Geburtsfisteln. Dazu gehören die psychologische

Begleitung der Patientinnen vor und nach der

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 19’119

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 19’119

17


International

Tschad

Im Tschad arbeitet WHI mit Projet Souffrance zusammen.

Partnerorganisation:

Projet Souffrance

Projet Souffrance ist eine neu entstandene Initiative von

Mitarbeitenden des Regierungsspitals in Abéché im Nordosten

des Tschads. Das Hauptanliegen der Organisation

besteht in der Beseitigung des Leidens von Frauen mit

einer Geburtsfistel.

Was wurde erreicht?

Im Berichtsjahr konnte Projet Souffrance zusammen mit

WHI folgendes bewirken:

• 88 Frauen mit einer Geburtsfistel wurden operiert und

prä- und postoperativ betreut.

Projekt

Ziel des vorliegenden Projektes ist die Behandlung von

Frauen mit Geburtsfisteln. Dies schliesst die prä- und

postoperative Pflege mit ein. Die meist mangelernährten

Frauen erhalten einen entsprechenden Ernährungsaufbau

als Vorbereitung auf die Operation. Ein guter Allgemeinzustand

hilft ihnen, den Eingriff besser zu überstehen

und fördert ihre Genesung.

Gesamtjahresbetrag des Projektes: CHF 44’587

Beitrag von WHI an das Projekt im Berichtsjahr: CHF 44’587

18


In Afghanistan sorgen lokal ausgebildete

Gesundheitsmitarbeitende für sichere

Geburten und die fachkundige Behandlung

von Ein junges Frauen Mädchen mit Geburtsfisteln. aus dem Tschad im Spital von

Abéché kurz nachdem ihre Geburtsfistel behandelt

werden konnte.

19


National

Sensibilisierungsarbeit

Neben der Projektarbeit ist es WHI ein Anliegen, Menschen über die Situation

von Mädchen und Frauen in seinen Einsatzländern zu informieren und

dafür zu sensibilisieren. WHI möchte dazu ermutigen, genauer hinzuschauen

und engagiert zu handeln. Der Handlungsbedarf bleibt gross: Noch immer

leiden weltweit über zwei Millionen Mädchen und Frauen an einer Geburtsfistel,

werden viele Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

nicht fachlich begleitet und Mädchen gezwungen, bereits im Kindesalter

zu heiraten.

20


Vorträge und Treffen

An fünf Anlässen berichteten Referentinnen und Referenten

über die Projektarbeit und die Themen, für die sich

Women’s Hope International stark macht. In Sarnen berichtete

die Schweizer Gynäkologin Dr. Beatrice Ambauen

beispielsweise über das von ihr geleitete Fistelprojekt der

WHI-Partnerorganisation LAMB in Bangladesch. 100 Besucherinnen

und Besucher hörten ihrem Vortrag interessiert

zu, der im November am Kantonsspital Obwalden stattfand.

Aktionswoche Geburtsfisteln

Frauenlauf

Aus verschiedenen Ecken der Schweiz machten sich am

14. Juni zwölf Frauen auf den Weg zum Frauenlauf nach

Bern. Sie rannten am grössten Schweizer Laufsportanlass

für Frauen mit und mobilisierten mit ihrem Einsatz

Spenden für WHI-Projekte. Mit den eingegangenen Beträgen

von insgesamt 4’200 Franken können Frauen, die

an einer Geburtsfistel leiden, operiert und geheilt werden.

Damit beginnt für sie ein ganz neues Leben. Wir freuen

uns sehr über dieses ermutigende Ergebnis und danken

allen Beteiligten.

Gemeinsam mit der Berner Fachhochschule, Fachbereich

Gesundheit, organisierte WHI eine Aktionswoche zur

Fistelthematik. Studentinnen der Studienrichtungen Geburtshilfe,

Pflege, Ernährung und Physiotherapie und andere

interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer erfuhren von

Claudia Leimgruber, Gründerin von WHI und freischaffende

Hebamme, wie Geburtsfisteln entstehen und wie betroffene

Frauen gepflegt und behandelt werden. Während der

Aktionswoche fand ausserdem eine öffentliche Vorführung

des Films «A Walk to Beautiful» statt und über soziale

Medien wurde erfolgreich eine eigens erstellte Infografik

über die Situation von Frauen mit Geburtsfisteln verbreitet.

Kommunikation

Women’s Hope International informiert Spenderinnen

und Spender sowie Interessierte regelmässig über Fortschritte

in den Projekten und liefert Hintergrundwissen

zu Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit.

Dazu publizierte das Werk vier Ausgaben der Zeitschrift

«WHI-News», verschickte sieben E-Mail Newsletter und

informierte regelmässig über Facebook. Die Zeitschrift

und der E-Mail-Newsletter können über die Geschäftsstelle

abonniert werden. WHI freut sich zudem über

neue Fans auf Facebook.

21


22

2015 wurden in Parbatipur, Bangladesch,

300 Frauengruppen mit je 20 Mitgliedern

gegründet, die sich nun regelmässig

treffen.


Einsatz von Freiwilligen

und Ehrenamtlichen

Ohne die Mithilfe zahlreicher Personen, die sich auf operativer oder

strategischer Ebene engagieren, könnte WHI sich nicht in dem heutigen

Umfang einsetzen. Mit ihrem Know-how und ihrer Tatkraft helfen Freiwillige

und Ehrenamtliche in verschiedenen Bereichen mit.

Sie umfassen:

• Finanzen, Buchhaltung, Spendenerfassung

• Mithilfe bei Publikationen: Redaktion, Layout, Versand

• Vorträge und Mithilfe bei Standaktionen

• Programmierungsarbeiten

• Organisation von Veranstaltungen

• Vorstandsarbeit

Insgesamt wurden über 779 Stunden freiwillige und

ehrenamtliche Arbeit geleistet. Dies entspricht rund 95

Arbeitstagen. Weitere Personen führten eigene Aktionen

durch und informierten zum Beispiel anlässlich ihres

Geburtstages oder zur Geburt ihres Kindes über WHI

und baten um Spenden für die Projekte.

WHI dankt allen herzlich, die ihre Zeit investieren, um die

Situation für Mädchen und Frauen in den Entwicklungsländern

des Südens nachhaltig zu verbessern.

23


Bilanz

per 30. September 2015

30.09.2015 30.09.2014

CHF % CHF %

AKTIVEN

Konten CHF 321’133.70 78.0 % 369’395.28 84.9 %

Konten EUR 39’626.88 9.6 % 39’874.80 9.2 %

Konto USD 10’086.35 2.5 % 9’916.40 2.3 %

Total Flüssige Mittel 370’846.93 90.1 % 419’186.48 96.4 %

Forderungen 90.08 0.0 % 90.08 0.0 %

Aktive Rechnungsabgrenzung 27’173.60 6.6 % 500.00 0.1 %

UMLAUFVERMÖGEN 398’110.61 96.7 % 419’776.56 96.5 %

Mobile Sachanlagen 13’534.00 3.3 % 15’065.00 3.5 %

ANLAGEVERMÖGEN 13’534.00 3.3 % 15’065.00 3.5 %

TOTAL AKTIVEN 411’644.61 100.0 % 434’841.56 100.0 %

PASSIVEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen 3’384.10 0.8 % 16’774.55 3.9 %

Passive Rechnungsabgrenzung 7’952.10 1.9 % 51’280.74 11.8 %

KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 11’336.20 2.8 % 68’055.29 15.7 %

Fonds Äthiopien 116’103.90 28.2 % – 0.0 %

Fonds Tschad – 0.0 % – 0.0 %

Fonds Afghanistan – 0.0 % – 0.0 %

Fonds Bangladesch 215’359.40 52.3 % 248’025.45 57.0 %

Fonds Themen 250.00 0.1 % – 0.0 %

ZWECKGEBUNDENES FONDSKAPITAL 331’713.30 80.6 % 248’025.45 57.0 %

Erarbeitetes freies Kapital 118’760.82 28.9 % 150’000.00 34.5 %

Jahres-/Vorjahresergebnis –50’165.71 –12.2 % –31’239.18 –7.2 %

TOTAL ORGANISATIONSKAPITAL 68’595.11 16.7 % 118’760.82 27.3 %

TOTAL PASSIVEN 411’644.61 100.0 % 434’841.56 100.0 %

24


Betriebsrechnung

1. Oktober 2014 – 30. September 2015

1.10.2014 – 30.9.2015 1.10.2013 – 30.9.2014

CHF % CHF %

ERTRAG

Spenden natürliche Personen 302’446.03 29.8 % 339’596.88 42.1 %

Spenden juristische Personen 349’190.00 34.5 % 160’600.00 19.9 %

Beiträge Kirchen 76’217.69 7.5 % 66’475.35 8.2 %

Beiträge öffentliche Hand 271’366.00 26.8 % 212’560.00 26.4 %

Total Spenden und Beiträge 999’219.72 98.6 % 779’232.23 96.7 %

davon zweckgebunden 571’749.35 56.4 % 491’551.10 61.0 %

übrige Erträge 14’188.16 1.4 % 26’845.58 3.3 %

TOTAL ERTRAG 1’013’407.88 100.0 % 806’077.81 100.0 %

AUFWAND

Projekte Ausland 734’701.65 72.5 % 511’853.60 63.5 %

Personal- und Sachaufwand Ausland 71’832.58 7.1 % 79’201.85 9.8 %

Total Ausland 806’534.23 79.6 % 591’055.45 73.3 %

Kommunikation & Sensibilisierung 24’706.32 2.4 % 39’275.92 4.9 %

Personal- und Sachaufwand K & S 34’817.83 3.4 % 25’668.55 3.2 %

Total Kommunikation & Sensibilisierung 59’524.15 5.9 % 64’944.47 8.1 %

Aktionen 3’170.33 0.3 % 7’401.30 0.9 %

Personal- und Sachaufwand Fundraising 41’772.63 4.1 % 20’668.55 2.6 %

Total Fundraising 44’942.96 4.4 % 28’069.85 3.5 %

Verkäufe und Diverses 57.34 0.0 % – 0.0 %

Personal- und Sachaufwand Administration 64’759.73 6.4 % 21’831.49 2.7 %

Total Administration 64’817.07 6.4 % 21’831.49 2.7 %

Zwischenergebnis 1 37’589.47 100’176.55

Finanzertrag 345.85 0.0 % 932.90 0.1 %

Finanzaufwand –4’413.18 –0.4 % –1’391.99 –0.2 %

Jahresergebnis vor Fondsergebnis 33’522.14 99’717.46

Zuweisung zweckgebundene Fonds –571’749.35 –56.4 % –491’551.10 –61.0 %

Entnahme zweckgebundene Fonds 734’701.65 72.5 % 511’853.60 63.5 %

Interne Transfers zweckgebundene Fonds –246’640.15 –24.3 % –151’259.14 –18.8 %

Fondsergebnis –83’687.85 –8.3 % –130’956.64 –16.2 %

Jahresergebnis vor Veränderung Organisationskapital –50’165.71 –31’239.18

Entnahme Organisationskapital 50’165.71 31’239.18

Total Veränderung Organisationskapital 50’165.71 5.0 % 31’239.18 3.9 %

Jahresergebnis nach Zuweisungen 0.00 0.00

25


Veränderung des Kapitals

Rechnung über die Veränderung des Kapitals 2014/2015

Beträge in CHF

Anfangs–

bestand

Zuweisung Verwendung Interne

Transfers

Endbestand

Allgemein Äthiopien – – –2’108.00 2’108.00 –

Nationales KoBü Äthiopien – – –756.00 756.00 –

Behandlung von Geburtsfisteln – – –19’119.35 19’119.35 –

Hebammenausbildung Hamlin – 3’400.00 –66’181.82 62’781.82 –

Hebammenausbildung St. Luke – 510.00 –43’484.60 42’974.60 –

Wartehaus für Risikoschwangere St. Luke – – –59’769.00 59’769.00 –

Wartehaus für Risikoschwangere Attat – – –66’401.50 66’401.50 –

Stärkung von Müttergesundheitsdiensten – – –21’058.03 21’058.03 –

Gesundheit für Mutter und Kind – 278’757.50 –60’000.00 –102’653.60 116’103.90

Fonds Äthiopien 282’667.50 –338’878.30 172’314.70 116’103.90

Allgemein Tschad – – –3’195.15 3’195.15 –

Nationales KoBü Tschad – – –2’028.60 2’028.60 –

Projet Souffrance – 17’000.00 –44’587.40 27’587.40 –

Fonds Tschad – 17’000.00 –49’811.15 32’811.15

Allgemein Afghanistan – – –72.00 72.00 –

Vorbeugen u. Behandlung Geburtsfisteln – – –56’074.20 56’074.20 –

Hebammenausbildung an der Basis – 44’978.60 –50’107.20 5’128.60 –

Fonds Afghanistan – 44’978.60 –106’253.40 61’274.80

Allgemein Bangladesch – – –2’085.50 2’085.50 –

Repro. Basisgesundheit u. Fistelbehandlung 248’025.45 205’007.25 –237’673.30 – 215’359.40

Fonds Bangladesch 248’025.45 205’007.25 –239’758.80 2’085.50 215’359.40

Fonds Operationen – 21’846.00 – –21’846.00 –

Fonds Starke Frauen und Mädchen – 250.00 – – 250.00

Fonds Themen – 22’096.00 – –21’846.00 250.00

Zweckgebundenes Fondskapital 248’025.45 571’749.35 –734’701.65 246’640.15 331’713.30

Erarbeitetes freies Kapital 118’760.82 – – –50’165.71 68’595.11

Jahresergebnis – –50’165.71 – 50’165.71 –

Organisationskapital 118’760.82 –50’165.71 – – 68’595.11

Anhang zur Jahresrechnung 2014/2015

Rechnungsregelungsgrundsätze

Die vorliegende Jahresrechnung wurde nach Massgabe

der Fachempfehlungen zur Rechnungslegung Swiss

GAAP FER (Kern-FER und FER 21) abgeschlossen und

entspricht dem Obligationenrecht und den Bestimmungen

in den Statuten.

Die Jahresrechnung vermittelt ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und

Ertragslage von Women’s Hope International.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

sowie Angaben zur Bilanz

Die Buchhaltung wird in Schweizer Franken geführt.

Aktivbestände in fremder Währung werden zum Devisenschlusskurs

am Bilanzstichtag, Geschäftsvorfälle grundsätzlich

zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet.

Es gilt das Prinzip der Einzelbewertung von Aktiven und

Passiven.

26


Flüssige Mittel

Diese Position umfasst Post- und Bankkonti und wird

zum Nominalwert bewertet; Fremdwährungen zum Stichtagkurs

per:

Währung 30.09.2015 30.09.2014

EURO 1.09 1.21

USD 0.97 0.96

Forderungen

Diese Position umfasst das Guthaben aus der Verrechnungssteuer.

Die Bewertung dieser Position erfolgt zum

Nominalwert.

Sachanlagen

Diese Position umfasst IT-Hard- und Software. Die Be wer tung

erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen.

Die Anlagen werden linear innerhalb von 3 Jahren abgeschrieben.

Die Aktivierungsuntergrenze liegt bei CHF 1’000.–.

Beträge in CHF

Anschaffungswerte

Mobile Sachanlagen 22’596.70 9’000.00 0.00 0.00 31’596.70

Total 22’596.70 9’000.00 0.00 0.00 31’596.70

Wertberichtigungen

Anfangsbestand

Mobile Sachanlagen 7’531.70 10’531.00 0.00 0.00 18’062.70

Total 7’531.70 10’531.00 0.00 0.00 18’062.70

Nettobuchwerte 15’065.00 1’531.00 0.00 0.00 13’534.00

Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen

In dieser Bilanzposition sind kurzfristige Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Bilanzierung

erfolgt zum Nominalwert.

Passive Rechnungsabgrenzung

Diese Position umfasst die Abgrenzung von Sach- und

Sozialversicherungsaufwänden.

Fondskapital

Es handelt sich bei dieser Position um Fonds, welche aus

Zuwendungen entstehen, deren Verwendungszweck von

den Spenderinnen und Spendern sowie der öffentlichen

Hand eingeschränkt wird. Die Veränderungen sind unter den

Fondsveränderungen der Betriebsrechnung sowie in der

Rechnung über die Veränderung des Kapitals ersichtlich.

Interne Transfers für unterfinanzierte Projekte wurden aus

Themenfonds mit dem entsprechenden Zweck, sowie durch

einen angemessenen Abzug bei Zuwendungen getätigt.

Organisationskapital

Diese Position enthält ausschliesslich erarbeitetes freies

Kapital. Siehe auch die Rechnung über die Veränderung

des Kapitals.

Zugänge

Abgänge

Umgliederung

Endbestand

Angaben zur Erfolgsrechnung

Beiträge der öffentlichen Hand

Diese Position umfasst: Direktion für Entwicklungszusammenarbeit

CHF 49’416.– (Vorjahr CHF 71’560.–),

Kantone CHF 217’000.– (Vorjahr CHF 98’000.–) und Einwohnergemeinden

CHF 4’950.– (Vorjahr CHF 43’000.–).

Kostenzuteilung nach Bereichen

Beträge in CHF

Ausland 735’793 64’893 4’218 1’631 806’534

Kommunikation &

Sensibilisierung

Direkte Kosten

Personalaufwand

24’449 30’767 3’490 819 59’524

Fundraising 4’335 31’616 8’172 819 44’943

Administration 9’426 28’873 19’255 7’263 64’817

Total 774’003 156’150 35’135 10’531 975’818

Unentgeltliche Zuwendungen

Insgesamt wurden über 779 Stunden freiwillige und

ehrenamtliche Arbeit geleistet. Dies entspricht rund 95

Arbeitstagen.

Leitende Organe

Alle Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich und beziehen

keine Sitzungsgelder.

Personalvorsorgeeinrichtung

Die angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von

Women’s Hope International sind im Rahmen einer

Anschlussvereinbarung bei der Gemeinschaftsstiftung 21

Plus, Basel, gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter,

Invalidität und Tod versichert. Es handelt sich um einen

beitragsorientierten Plan, bei welchem Arbeitgeber und

Arbeitnehmer feste Beiträge entrichten. Women’s Hope

International erwachsen aus dieser Anschlussvereinbarung

per Bilanzstichtag keine zusätzlichen wirtschaftlichen

Nutzen oder Verpflichtungen.

Angaben zur Geldflussrechnung

Nach Swiss GAAP FER ist die Geldflussrechnung für

kleine 1 Non-Profit-Organisationen nicht vorgeschrieben

(FER 21/16).

1

Wenn zwei der folgenden Kriterien an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen

nicht erreicht werden: Bilanzsumme von CHF 2 Mio., unentgeltliche Zuwendungen

und Beiträge öffentliche Hand CHF 1 Mio., im Durchschnitt

des Jahres 10 bezahlten Vollzeitstellen.

Sachaufwand

Abschreibung

Total

27


Revisionsbericht

28


Werdende Mütter vor dem

Wartehaus in Woliso, Äthiopien.

29


Leistungsbericht 2015

Zur Leistungsfähigkeit der Organisation verweisen wir insbesondere auch

auf die ausführlichen Informationen im vorderen Teil des Jahresberichts.

Women’s Hope International

Rechtsform: Verein

Gegründet: 4. Dezember 2003, Bern

Vereinszweck

(Unser Auftrag gemäss den Vereinsstatuten)

Der Verein Women’s Hope International ist ein Schweizer

Hilfswerk, das sich für die Verbesserung der sexuellen und

reproduktiven Gesundheit in Afrika und Asien engagiert.

Der Verein betätigt sich in der Identifikation, Behandlung,

Rehabilitation und Reintegration von Mädchen und Frauen

mit geburtstraumatischen Verletzungen.

Der Verein unterstützt die fachkundige Begleitung von

Mädchen und Frauen während Schwangerschaft, Geburt

und Wochenbett.

Weiter fördert und stärkt der Verein Mädchen und Frauen

in ihrer gesellschaftlichen Stellung und ermöglicht ihnen

Eigenständigkeit und Selbstbestimmung, besonders in

ihrer sexuellen und reproduktiven Gesundheit.

Die Hilfe erfolgt unabhängig von Alter, Herkunft, Sprache,

Religion, Kultur und gesellschaftspolitischer Überzeugung.

Der Verein übt seine Tätigkeit auf gemeinnütziger Grundlage

aus. Ein wirtschaftlicher Zweck oder ein finanzieller

Gewinn werden nicht verfolgt.

Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung hat die Oberaufsicht über die

Geschäftstätigkeit. Sie ist für die Wahl und die Entlastung

des Vorstands zuständig sowie für die Abnahme des Tätigkeitsberichts,

der Jahresrechnung und des Revisionsberichts

der Organisation.

Revisionsstelle

Mit der Revision der Jahresrechnung wurde die Firma KPB

Treuhand AG beauftragt.

Vorstand

Dem Vorstand von WHI gehörten im Berichtsjahr sechs

Personen an. Der Vorstand ist für die strategische Leitung

der Organisation zuständig und hat die Aufsicht über

die Geschäftsführung inne. Im letzten Jahr traf sich der

Vorstand zu sechs Sitzungen und einer ganztägigen

Vorstandsretraite, um die Ausrichtung des Werkes zu

besprechen. Die Vorstandsmitglieder von WHI sind

ehrenamtlich tätig. Sie nehmen keine Entschädigungen

respektive Sitzungsgelder entgegen.

Dr. Martin Leimgruber

Präsident, Facharzt FMH für

Chirurgie und Allgemeinmedizin,

Bellach

Dr. Dorothea Hefti-Fliegenschnee

Vizepräsidentin, Fachärztin FMH

für Gynäkologie und Geburtshilfe,

Langenthal

Matthias Lüscher

Sekretär, Leiter Public Relations,

lic. phil. hist., Bern

Madeleine Bolliger

Ethnologin, Basel

Manuela Bracale

Verantwortliche Finanzen und

Business Development, Wilen

Pierre Fivaz

Rechtsanwalt und Notar,

Niederbipp/SO

30


Geschäftsstelle

Gerhard Bärtschi ist seit dem 1. Januar 2013 Geschäftsleiter

von Women’s Hope International. Der Geschäftsleiter

hat im Vorstand ein Beratungs- und Antragsrecht,

aber kein Stimmrecht. Damit bleibt die Trennung zwischen

strategischer und operativer Ebene gewahrt. Gerhard

Bärtschi ist neben seiner Geschäftsleitungsfunktion

für die Leitung des Bereichs Ausland zuständig. In der

Geschäftsstelle arbeitet zudem Léonie Reichenecker

als Verantwortliche für den Bereich Mittelbeschaffung

und Kommunikation. Für Finanzen und Buchhaltung sind

zwei Freiwillige zuständig. Insgesamt entfallen auf die

Geschäftsstelle 130 Stellenprozent. Zusätzlich arbeitete

im Berichtsjahr eine Praktikantin mit einem Vollpensum

während 7 Monaten in der Geschäftsstelle.

Mitgliederversammlung

Vorstand

Geschäftsleitung

Finanzen

Auslandarbeit

Sensibilisierung

Mittelbeschaffung

Kommunikation

Administration/

Support

Mitgliedschaften

WHI ist Mitglied bei folgenden Netzwerken und

Organisationen:

• Medicus Mundi Schweiz

• Campaign to End Fistula, UNFPA

• International Obstetric Fistula Working Group (IOFWG)

Community Health Worker in Bangladesch

per Fahrrad auf dem Weg in die Dörfer.

31


32


Herzlichen Dank!

Unter dem Leitsatz «Starke Frauen – Sichere Geburten – Heilung von Fisteln» setzt sich Women’s Hope International

ein, um die Gesundheitssituation von Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern zu verbessern und ihre Stellung in

der Gesellschaft zu stärken. Wir freuen uns sehr, dass sich so viele verschiedene Menschen und Institutionen mit uns

engagieren, um diese Ziele zu erreichen.

WHI dankt allen herzlich, die beigetragen haben, dass die Projekte zugunsten von Frauen, Kindern und Familien in Afghanistan,

Bangladesch, Äthiopien und im Tschad im letzten Jahr verwirklicht werden konnten. Wir danken insbesondere:

– Unseren Spenderinnen und Spendern für ihr Engagement

– Allen Stiftungen, Kirchgemeinden und Unternehmen für ihre grosszügige Unterstützung

– Den Kantonen, politischen Gemeinden und Städten für ihre Projektbeiträge

– Unseren freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren grossen Einsatz

– Allen, die mitgeholfen haben, andere zu sensibilisieren

Impressum

Herausgeber: Women’s Hope International (WHI) Redaktion: Gerhard Bärtschi, Martin Leimgruber, Léonie Reichenecker

Konzept/Layout: augenweide Werbeagentur Solothurn, www.augenweide.so Druck: Jordi AG, Belp Auflage: 300

Bildnachweis: Alle Bilder Women’s Hope International Copyright: Wiedergabe von Artikeln und Bildern nur mit Genehmigung

Gedruckt auf: Naturpapier matt, FSC

33


Women’s Hope International

Sulgenbachstrasse 51

3007 Bern, Schweiz

Tel: +41 (0)31 991 55 56

www.womenshope.ch

info@womenshope.ch

Spendenkonto: 60-522618-6

IBAN: CH77 0900 0000 6052 2618 6

Spendenkonto Deutschland/EU

Women’s Hope International

IBAN: DE72 6905 0001 0024 2557 21

BIC: SOLADES1KNZ

Sparkasse Bodensee

Starke Frauen, sichere Geburten,

Heilung von Fisteln

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