Stadt-Anzeiger 606

kurierredaktion

Stadt-Anzeiger Nr. 606 28. April 2016 Seite 14

Neuer Spielplatz in Leopoldstal

„Kinder sollen ihrem Spieltrieb nachgehen“

Was soll man machen, wenn es

immer schwieriger wird, Gelder

für gute Projekte aufzutreiben? Wie

können Fördergelder für Kindereinrichtungen

generiert werden, wenn

die Kommune knapp bei Kasse ist?

Diese oder ähnliche Fragen wird sich

Desiree Hake gestellt haben, als sie

die Idee hatte einen Kinderspielplatz

in Leopoldstal installieren zu lassen.

Im Internet suchte die zweifache

Mutter stundenlang nach Möglichkeiten

und stieß auf die Seite der

Initiative „GOFUS“. GOFUS ist

ein Zusammenschluss ehemaliger

Fußballer, der caritative Projekte

sponsort. Mutig fragte Hake dort an

und trug ihr Anliegen vor.

GOFUS-Präsident ist übrigens

der bekannte ehemalige Fußballer

Norbert Dickel.

Er stellte für das Projekt 10.000

Euro zur Verfügung. Die Bedingungen

waren, dass sich die Stadt

um Spielgeräte, Installation, Pflege

und den ausstehenden Restbetrag

kümmert. Außerdem solle sich ein

solcher Spielplatz in der Nähe eines

Fußballfeldes befinden. „Und das

macht es ja so besonders interessant“,

ergänzt Wolfgang Jüdith, Fachbereichsleiter

der Stadt Horn-Bad

Meinberg, „denn so können Kinder

hier zum Spielen kommen, mit Blick

auf das Fußballfeld. Und wenn sie

das richtige Alter erreicht haben,

brauchen sie lediglich den Platz zu

wechseln, um in anderer Form ihrem

Spieltrieb nachzugehen.“ MP

Was für die einen ein Anfang ist, bedeutet für andere ein Schritt in eine andere Richtung. Und immer ist

auch mindestens eine Person involviert die neue Umstände managen muss: (v.r.) Julia Körber, Marion

Hohnschopp und Manuela Baumann. . Foto: Martin Postert

Marion Hohnschopp verabschiedet Mitarbeiterin und stellt ein

Ist gutes Personal austauschbar?

Für den großen Moment soll alles

perfekt sein. Der Sekt, wahlweise

mit Orangensaft gemischt, ist kaltgestellt,

in passende Gläser gefüllt

und positioniert. Die Canapés sind

appetitlich hergerichtet und wollen

zeitnah verspeist werden. Es ist ein

wenig hektisch im Speiseraum des

„SeniorenZentrum Am Markt“, denn

sämtliche Mitarbeiter haben sich

darin eingefunden. Alle Mitarbeiter?

Nein! Genau genommen fehlt mindestens

eine Protagonistin. Und wie es

der Zufall will ist das Betriebstelefon

von Julia Körber besetzt, als die Geschäftsleiterin

Marion Hohnschopp

„Ich bin froh, dass alles so

gekommen ist“, sagt Jörg Haußmann.

Sie, werte Leser, werden

sich jetzt möglicherweise fragen

was er damit meint.

Ähnlich überrascht haben mich

Jörg Haußmann und sein Bruder

Ralph als ich ihre Wohnwerkstatt

betrete denn beide haben viel

zu berichten und wirken dabei

überaus begeistert.

Dazu haben sie auch allen

Grund, denn im Laufe des

Gesprächs fügt sich vor meinem

geistigen Auge ein Bild

zusammen

Seit einigen Jahren betreibt

Ralph Haußmann die Wohnwerkstatt.

Als Experte für

Raumgestaltung übernimmt er

Gestaltungs- und Modernisierungsaufträge.

Auch Aufgaben

zum Thema Insektenschutz

nimmt er entgegen.

All dies hat er über einen Zeitraum

alleine oder mit Partnern

erledigt. Ralph arbeitete derart

erfolgreich dass ihm immer

weniger Zeit für sein Privatleben

blieb.

Ähnliches erlebte Bruder Jörg.

Als Kaufmann deutschlandweit

unterwegs sehnte er sich danach

öfter im Kreis seiner Lieben

zu sein. Das Schicksal und das

sie erreichen möchte. Was nun aber

möglicherweise zu einem peinlichen

Ereignis führen könnte, verzögert lediglich

den Höhepunkt. Julia Körber

findet wie von Geisterhand geführt

schlussendlich doch den Weg in den

festlich hergerichteten Raum.

Hohnschopps Ausbildungsbildungsbetrieb

hat Körber nicht nur

den Berufseinstieg als Auszubildende

ermöglicht, er übernimmt

sie und ihre Arbeitskraft auch für

die kommenden Jahre. Und dieses

Ereignis soll gefeiert werden. Natürlich

zusammen mit den Kollegen.

Doch die Veranstaltung hat auch

eine bittersüße Kehrseite, denn es

steht ebenfalls die Verabschiedung

von Manuela Baumann auf dem

Programm. Sie hat die Entscheidung

getroffen das SeniorenZentrum zu

verlassen, um sich in Bad Salzuflen

als Heilpraktikerin selbstständig

zu machen. „Vielleicht können Sie

uns ja in Zukunft zumindest einmal

im Monat mit ihren musikalischen

Qualitäten beehren“, wünscht sich

Hohnschopp. Ist gutes Personal

austauschbar? Die emotionale

Stimmung der Verabschiedung lässt

zumindest eine Antwort erahnen.

MP

Das Ziel des Projekts haben Desiree Hake und Wolfgang Jüdith fast erklommen. Die Spielgeräte auf dem

Kinderspielplatz Leopoldstal sind in Kürze nutzbar.

Foto: Martin Postert

Bei der Wohnwerkstatt haben sich nur Vornamen und Geschäftsform geändert

Familienbande inspiriert sich gegenseitig

Theoretisch ist die Wohnwerkstatt zu jeder Zeit erreichbar. Terminanfragen nehmen die Brüder gerne entgegen.

Fotos: Martin Postert

Streben nach möglichst gutem

und umfangreichem Service

führte die Brüder nun wieder

zusammen. Jörg und Ralph leiten

die Wohnwerkstadt seit circa

einem Jahr als gleichberechtigte

Partner.

Und profitieren beide von ihren

gemachten Erfahrungen. Jörg als

Kaufmann schaut sich regelmäßig

Handgriffe bei Ralph ab und

umkehrt hilft Jörg mit seinen

kaufmännischen Fähigkeiten.

Nicht zuletzt profitieren auch

die Kunden durch umfangreicheren

Service von dem neuen

Zusammenschluss der Wohnwerkstätter.

Erreichbar ist die Wohnwerkstatt

immer von Montag bis

-Anzeige-

-Anzeige-

Mittwoch von 10 bis 13 Uhr in

der Alle 27 in Bad Meinberg.

Termine sind ansonsten auch

zu jeder anderen Zeit möglich.

Außerdem telefonisch unter

05234 9710 und via E-Mail an

info@wohnwerkstatt-online.de

zu erreichen.

Die „Haußmänner“ freuen sich

über jeden Besuch, Anruf, Auftrag

und sich daraus ergebene

berufliche Herausforderung.

Neugierig geworden? Dieses

Interesse wird von Ralph

und Jörg in den nächsten drei

kommenden Wochen besonders

belohnt. Wer die beiden in

diesem Zeitraum besucht oder

einen Termin macht, der darf sich

auf 10 Prozent Rabatt freuen.

Dieser Rabatt wird auf die

Produkte Plissee und sämtliche

Dekoratiosnstoffe gewährleistet.

MP

„Schau mal Jörg! Ist das so richtig?“ Ralph und Jörg Haußmann (v.l.) üben sich

regelmäßig im jeweiligen Hauptfeld des anderen, um eine insgesamt noch bessere

Dienstleistung anbieten zu können.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine