Wirtschaftszeitung_Tabloid_25042016

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SONDERVERÖFFENTLICHUNG

TRADITIONS- UND

FAMILIENUNTERNEHMEN

DIE WIRTSCHAFT

Münster |Münsterland


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Die optimale Lösung für alle Beteiligten.

Warum wir anders sind als andere und

es sich lohnt zum Verfürth-Team zu

gehören: Die Firma Verfürth Zeitarbeit

ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen

mit langjähriger Erfahrung

in der Personaldienstleistung.

Unsere Mitarbeiter profitieren von

einem sehr guten Betriebsklima,

selbstverständlich einer guten und

individuellen Betreuung, einer kollegialen

Zusammenarbeit und einem

respektvollem Umgang miteinander.

Wir arbeiten regional mit Kunden in

der Industrie, im Handwerk, in vielen

kaufmännischen Bereichen sowie im

Gesundheits- und Sozialwesen.

Die Personaldienstleistungen sind

für jedes Unternehmen eine sinnvolle

Alternative bei kurzfristig starker

Auftragslage, Personalausfällen oder

der Vermeidung teurer Überstunden.

Unser guter Name und unser Konzept

für Ihren Erfolg. Denn Zeitarbeit ist

Vertrauenssache.

Warum Zeitarbeit? Für jedes Unternehmen

ist Zeitarbeit eine sinnvolle,

kostengünstige Alternative umschnell

und ökonomisch auf aktuelle Auftragslagen,

Personalausfälle etc. reagieren

zu können. Zeitarbeit ist schnell verfügbar,

das Anforderungsprofil klar zu

definieren und das Problem in kürzester

Zeit gelöst. Persönlich und unverbindlich.

Obdie dauerhafte Besetzung

einer freien Stelle sinnvoll ist, stellt sich

so ebenfalls heraus und die zeitraubende

Personalsuche erledigt sich von

selbst. Sie finden in uns den starken

und kompetenten Partner in Ihrer

Region den Sie suchen. Soerreichen

wir für alle Beteiligten eine gewinnbringende

Situation.

Der geeignete Bewerber wird als

Mitarbeiter in unserer Firma fest

angestellt, mit einem Arbeitsvertrag

und definiertem Lohn oder Gehalt.

Seinen fachgerechten

Arbeitsplatz bezieht er

durch unsere kundenorientierte

Vermittlung

in unterschiedliche Unternehmen

aus der Region.

Wir setzen auf unsere

Mitarbeiter, deren Qualifikation,

Motivation und

deren Fähigkeiten im

Interesse unserer Kunden.

Verfürth Zeitarbeit

sorgt durch Flexibilität in

der Mitarbeitervermittlung

für eine attraktive

Anstellung sowie betriebliche

und personelle

Dynamik in den Unternehmen

und beteiligt

sich damit aktiv am

Abbau der Arbeitslosigkeit.

Unser Grundsatz: Die Ausrichtung

an den Bedürfnissen aller Beteiligten.

Nur eine zuverlässige und effiziente

Arbeitsweise sorgt für die Zufriedenheit

unserer Kunden und Mitarbeiter.

Unsere Mitarbeiter entwickeln durch

die Berücksichtigung Ihrer Fähigkeiten

und Neigungen Freude an der Arbeit

und erbringen entsprechende Leistungen.

Unser firmeninternes Assessment-

Management prüft gewissenhaft die

Eignung des Bewerbers zu künftigen

Aufgaben bei Verfürth Zeitarbeit.

Dabei analysiert es auch seinen bisherigen

Werdegang und den Umfang an

Berufserfahrung.

Mitentscheidend und am wichtigsten

ist natürlich das persönlich geführte

Bewerbungsgespräch. Das

Mitarbeiter-Entwicklungskonzept ist

ein wichtiger Bestandteil des Einsatzes

des neuen Mitarbeiters –dieses basiert

u.a. auf Flexibilität, sozialer Kompetenz,

Belastbarkeit, fachlicher Eignung,

Motivation und vielen anderen

–sogenannten harten und weichen

Faktoren.

Wir haben durch jahrzehntelange

Erfahrung bei Kunden und Mitarbeitern

Vertrauen geschaffen. Verfürth

Zeitarbeit garantiert mit flexiblen

Personallösungen für Mitarbeiter und

Bewerber solide Chancen am Arbeitsmarkt.

Lernen Sie uns kennen!

Wir laden Sie herzlich ein.

Unser guter Name und unser Konzept –für Ihren

Erfolg, denn Zeitarbeit ist Vertrauenssache.

Verfürth Zeitarbeit hat durch jahrzehntelange Erfahrung

bei Kunden und Mitarbeitern Vertrauen

geschaffen. Wir setzen auf unsere Mitarbeiter,

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im Interesse unserer Kunden.

Als Familienunternehmen mit langjährigen Angestellten

stehen wir für den persönlichen Kontakt

und garantieren effiziente und zuverlässige Personaldienstleistungen.

Die Identifikation aller unserer Mitarbeiter mit

unserem Unternehmen und für den jeweiligen

Kunden wird durch eine faire, vertrauensvolle Zusammenarbeit

erreicht und wirktsichsounmittelbar

im Arbeitsalltag aus.

Verfürth Zeitarbeit GmbH &Co. KG

Hafenweg 13

48155 Münster

T: +49 251 68 66 15-0

F: +49 251 68 66 15-20

www.verfuerth-zeitarbeit.de

hallo@verfuerth-zeitarbeit.de


TRADITIONS- UND FAMILIENUNTERNEHMEN 3

„Wir brauchen

ehrbare Kaufleute“

IHK-Vize-Chef Bodo Risch über Anstand und Sitte imUnternehmertum

Dr. Bodo Risch, stellvertretender

Hauptgeschäftsführer der IHK

Nord Westfalen, erläutert im Gespräch

mit unserer Zeitung, was

einen ehrbaren Kaufmann ausmacht

und warum Unternehmen

soziale Verantwortung übernehmen

sollten.

■ Wie ist es um die Moral der Unternehmer

in der Region bestellt?

Risch: Gut. Auch wenn es schwarze

Schafegibt –grundsätzlich ist das Handeln

der Unternehmer ehrlich und

ethisch vertretbar.

Dennoch blickt die Öffentlichkeit zunehmend

kritisch auf die Wirtschaft.

Etwa wenn, wie zuletzt, VW-Manager

mitten im Abgaswerteskandal auf ihre

Bonuszahlungen pochten.

Risch: Diese Wahrnehmung stellt für

Unternehmen in der Tateine nicht zu

unterschätzende Gefahr dar. Ineiner

modernen, demokratischen Gesellschaft

können Marktwirtschaft und

Unternehmertum langfristig nicht bestehen,

wenn dieBürgerdiese nicht als

gesellschaftlich wertvoll ansehen.

Warum ist das so wichtig?

Risch: Die soziale Marktwirtschaft

lebt nun einmal von der Akzeptanz

der Bürger. Undsie ist das

Fundament unserer Wirtschaftsordnung.

Insofern brauchen

wir ehrbare Kaufleute.

Was zeichnet sie aus?

Risch: Sie sind verlässlich, stehen zu

ihrem Wort und verhaltensich fairund

anständig gegenüber Geschäftspartnern,

Kunden und Mitarbeitern.

Steht das Streben nach Gewinn hierzu

im Widerspruch?

Risch: Nein. Eswäre verfehlt, deswegen

pauschal den Verzicht auf das

Eigeninteresse oder die Erzielung von

Gewinnen zu fordern. Es darfnicht vergessen

werden, dass die Möglichkeit

zur Gewinnerzielung Unternehmen

dazu motiviert, Güter und Dienstleistungen

bereitzustellen, Arbeitsplätze

zu schaffen oder in technologischen

Fortschritt zu investieren.

Unternehmen haben darüber hinaus

auch eine gesellschaftliche Verantwortung.

Was ist damit gemeint?

Risch: Oftmals wird Verantwortungsübernahme

verstanden als die Erbringung

von unternehmerischen Wohltaten,

bei denen Unternehmen sich zum

Beispiel für den Schutz des Regenwalds

engagieren oder ein Projekt für arbeitslose

Jugendliche betreiben. Derartige

Wohltaten können zwar sowohl

unternehmerischals auch gesellschaftlich

wertvoll sein,

allerdings machen sie

nicht den Kernder gesellschaftlichen

Verantwortung vonUnternehmen

aus.

Sondern?

Risch: Die Übernahme von Verantwortung

ist unter den Bedingungen des

unternehmerischen Alltags, also unter

Kosten-, Zeit- und Wettbewerbsdruck,

eine höchst anspruchsvolle Aufgabe.

Immer wieder kommt es zu Situationen,

in deneneslukrativ erscheint, von

verantwortlichem Verhalten zugunsten

von kurzfristigen Gewinnen abzuweichen.

So lassen sich etwa Gewinne

kurzfristig dadurch steigern, dass

Arbeits- und Sozialstandards nicht eingehalten,

Sicherheitsstandards reduziert,

falsche Service-Versprechen abgegeben

oder berechtigte Kundenreklamationen

ignoriert werden. Unternehmen,

die in der Lage sind, auf derartige

unverantwortliche Formen der

Gewinnerzielung zu verzichten, investieren

in die Bedingungen ihres zukünftigen

Erfolgs.

Umgekehrt ...

Risch: ...zerstören sie Vertrauen, wenn

Kunden schlecht beraten, Mitarbeiter

ausgebeutet oder Zulieferer nicht vereinbarungsgemäß

bezahlt werden. Insofern

übernehmen Unternehmen

nicht aus altruistischen Gründen gesellschaftliche

Verantwortung, sondern

um hiermit ihren Erfolgsicherzustellen.

(kn)

Risch

Steht zuseinem Wort und verhält sich fair: der ehrbare Kaufmann.

Foto: colourbox.de

INFOS

Der ehrbare Kaufmann

steht als Leitbild für

das optimal handelnde

Wirtschaftssubjekt. Das

drückt sich auch imaktuell

gültigen Paragraf 1

des IHK-Gesetzes aus:

„Die Industrie- und

Handelskammern haben

(...) zu unterstützen und

zu beraten sowie für

Wahrung und Anstand

und Sitte des ehrbaren

Kaufmanns zu wirken.“


4 TRADITIONS- UND FAMILIENUNTERNEHMEN

Kein Generationenwechsel

ohne Generationenkonflikt

Nachfolge in Familienunternehmen: Junge sehen Nachholbedarf bei Digitalisierung

Die nachfolgende Generation will

dieErfolgsgeschichte ihrer jeweiligen

Familienunternehmen fortschreiben

–abermit eigener Handschrift.

Disharmonie: Junge Nachfolger fühlen sich manchmal frustriert, wenn es darum geht, die Elterngeneration

von neuen Ideen zu überzeugen.

Foto: colourbox.de

■ 88 Prozent der Next Generation,

kurz Next Gen, verstehen sich nicht nur

als bloße Verwalter des Familienerbes,

sondern als deren Gestalter.

Auf die Aufgaben, die dieser Anspruch

mit sich bringt, blickt sie zuversichtlich:

91 Prozent sehen dem kommenden

Generationswechsel im Unternehmen

optimistisch entgegen, sie fühlen

sich gut vorbereitet und bringen den

nötigen Ehrgeiz mit. Die Entscheider

von morgen wollen neue Märkte, Geschäftsfelderund

Strategien ausprobieren.

Das sind einige Ergebnisse der

internationalen Studie „Great expectations:

The next generation of family

business leaders“ der Wirtschaftsprüfungs-

und Beratungsgesellschaft PwC,

für die 268 Nachfolger in Familienunternehmen

aus 31 Ländern befragt

wurden.

Doch kein Generationenwechsel verläuft

ganz ohne Generationenkonflikte,

insbesondere die Unternehmensübergabe

kann zu einer schwierigen

Aufgabe werden –für beideSeiten. Entsprechend

sind 52 Prozent der Next

Gen besorgt, dass sie zu viel Zeit aufbringen

müssen, um familieninterne

Probleme zu bewältigen. 61 Prozent

glauben, dass es für die Älteren schwierig

ist, loszulassen und sich aus dem

Unternehmen zurückzuziehen. „Wir

empfehlen Familienunternehmen deshalb,

die Nachfolge frühzeitig zu planen

und sie als Prozess zu begreifen,

der die Family undBusiness Governance

beinhaltet“, sagt PwC-Vorstandsmitglied

Dr. Peter Bartels.

Einen weiteren Konfliktpunkt zwischen

den Generationen bildet momentan

die digitale Transformation.

Nur 41Prozent der Next Gen sind davon

überzeugt, dass ihre Digitalstrategie

das Geschäftsmodell optimal unterstützt.

29 Prozent bestätigen, dass Familienunternehmen

die technologischen

Möglichkeiten zögerlicher nutzen

als andereKonzerne. Entsprechend

fühlen sich 40 Prozent manchmal frustriert,

wenn es darum geht, die Elterngeneration

von neuen Ideen zu überzeugen.

„In puncto Digitalisierung sollte

sich die ältereUnternehmergeneration

von der jüngeren überzeugen lassen“,

so Bartels. „Die technologische Entwicklung

wirddie Geschäftswelt in den

kommenden fünf Jahren von Grund

auf verändern. Davon gehen auch 83

Prozent der kommenden Familienunternehmer

aus, wie unsere Studie

zeigt.“

Eine gute Ausbildung und der Blick

über den Tellerrand sind der nachfolgenden

Unternehmergeneration wichtig.

Entsprechend arbeiten 70 Prozent

erst in einer fremden Firma, bevor sie

eine Funktion im Familienunternehmen

übernehmen. „Sie wollen durch

diese Außenperspektive einen objektiveren

Blick auf das eigene Familienunternehmen

gewinnen, in dem sie oft

groß geworden sind“, sagt Bartels.

„Auchwenn dies zunächst die ‚Ressource

Nachwuchs‘ beschränkt, unterstützt

die Elterngeneration diesen Plan häufig.“

Außerdem setzt die junge Generation

auf Kompetenz von außen: 69 Prozent

möchten externe Manager einstellen.

„Einen Fremdmanager an die Seite zu

holen kann ein sinnvoller Schritt für Familienunternehmer

sein, wie auch

unsere aktuelle Studie ‚Gemischte Geschäftsführungsteams

in Familienunternehmen‘

zeigt“, ist Bartels überzeugt.

IMPRESSUM

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

„FAMILIENUNTERNEHMEN“

Verlag: Aschendorff Verlag GmbH&Co. KG

Geschäftsbereich: Media &Sales, Soester Str.13, 48155Münster,

Telefon: 0251.690-0, Fax: 0251.690-804801

Anzeigenleitung: HerbertEick (Anschrift wie oben)

Verantwortliche Redakteurin: Claudia Bakker (Anschrift wie oben)

Gestaltung/Titelseite: Lisa Stetzkamp

Druck: Aschendorff Druckzentrum GmbH&Co. KG,

An der Hansalinie 1, 48163 Münster, Telefon:0251.690-0,

Fax: 0251.690-215

www.die-wirtschaft-muensterland.de


Bäckerei mit

fünf Geschäften

sucht

Altersnachfolge

Bäckermeister Blömker hat seinen Betrieb übergeben

TRADITIONS- UND FAMILIENUNTERNEHMEN 5

Was tun, wenn es an der Zeit ist,

den eigenen Betrieb an die folgende

Generation zu übergeben?

Wo findet sich ein würdiger

Nachfolger und was gibt es

rechtlich zu beachten? Diese

Fragen stellte sich auch Friedrich-Wilhelm

Blömker, als ihm

klar wurde, dass er seine Bäckerei

„nicht ewig würde selber leiten

können“.

■ Einbisschen muss Friedrich-Wilhelm

Blömker lachen, wenn er an

die Zeit vor zwei Jahren zurückdenkt.

Damals fiel es ihm wie Schuppen

von den Augen: Er war nicht

mehr der Jüngste. Wie sollte esauf

Dauer mit der Bäckerei und seinen

fünf Geschäften weitergehen? Keine

seiner Töchter wollte den Betrieb

übernehmen. Um ihn zu erhalten,

würde er also einen Käufer finden

müssen.

„Der Gedanke kam für mich selbst

überraschend“, erinnert sich der

heute 62-Jährige, zählte er sich

selbst doch noch längst nicht zum alten

Eisen. Dennoch begann er, gemeinsam

mit seiner Frau Beatrix,

sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die Handwerkskammer half ihm

unter anderem bei der Ermittlung

des Geschäftswertes seines Betriebes

inklusiveder dazugehörigen Immobilie.

Nun stand eine Summe im

Raum. Blömker „ging einige Wochen

mit der Entscheidung schwanger“,

dann inserierte er: „Bäckereibetrieb

mit fünf Geschäften im

Münsterland sucht Altersnachfolge“.

Es dauerteeine Weile, dann kamen

die ersten Anfragen. Doch die

Kaufbereitschaft eines Interessenten

allein war den Blömkers zu wenig.

Sie wollten ihre Mitarbeiter sowohl

fachlich als auch menschlich in guten

Händen wissen. „Das ist ein Familienbetrieb

mit vielen kleinen Facetten

und Eigenheiten“, erklären

sie rückblickend. 1911 gründete

Blömkers Großvater die Bäckerei

in Lengerich. Friedrich-Wilhelm

führtesie erfolgreich in der dritten

Generation. „Unsere Kundschaft

erwartet, dass auch nach der

Übernahme vieles so weitergeht

wie bisher“, sagt er.

Als schließlich das Bäckermeisterpaar

Pascal Klinker und Christina

Aßmuth Interesse am Betrieb bekundete,

ließ man es daher langsam

angehen. Sympathisch waren

sich beide Paareauf Anhieb. Mehrere

Monate war Klinker nach

einem ersten Kennenlernen jedoch

zunächst als Angestellter in

der Bäckerei tätig. Als Betriebswirt

des Handwerks unterstützte

er im Büround lerntesodie Strukturen

im Betrieb kennen. „Das war

eine gute Entscheidungsgrundlage“,

sagt er. „Insgesamt eine sehr

gute Einarbeitung und Begleitung.

Es ist schon eine große Verantwortung

mit knapp 40 Mitarbeitern.“

Nach intensiver Prüfung aller

wichtigen Aspekteauf beiden Seiten

wurde man sich einig. Gemeinsam

absolvierten Käufer und

Verkäufer Termine bei der Bank

und den Behörden. „Für den Zustand

einer Firma ist es förderlich,

wenn ab und zujemand Externes

reinkommt“, lobt Friedrich-Wilhelm

Blömker das Engagement

und die Ideen der jungen Leute.

Als Angestellter steht er bis zur

Rente auch weiterhin als Ansprechpartner

zur Verfügung. Die

Hauptverantwortung aber hat er

inzwischen abgegeben.

Die Blömkers genießen die neu

gewonnene Freiheit. „Wir machen

jetzt auch mal Dinge, die wir früher

nicht machen konnten“, freut

sich Beatrix Blömker. „Wir hatten

unser Leben der Firma untergeordnet.“

Jetzt ist die nächste Generation

am Zug.

Friedrich-Wilhelm Blömker, viele Jahre Obermeister seiner Innung, und Beatrix

Blömker (v.l.) haben ihre Bäckerei anBäckermeister Pascal Klinker übergeben,

der ihn zusammen mit seiner Lebensgefährtin Christina Aßmuth führt. Foto: HWK

Familienunternehmen K4 GmbH &Co. KG

Münster –Hamburg –Stuttgart

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fleißigen Verkäufer zur

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oder für die Entwicklung Ihrer noch

schwachen Verkaufsgebiete.

franz.kuehle@k-teams.de

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6 TRADITIONS- UND FAMILIENUNTERNEHMEN

Noch sind die

Regeln großzügig

So wirkt sich eine Firmenachfolge steuerlich aus /Gesetzesänderung wird diskutiert

Die Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe

erläutert, was bei der Firmenübergabe

zubeachten ist.

■ Früher oder später müssen sich

Unternehmer mit dem Gedanken an

eine Nachfolgeregelung befassen. Nach

Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung

werden für den Zeitraum

2014 bis2018insgesamt für rund

135000 Unternehmen Nachfolger gesucht.

Fachleute weisen darauf hin,

dass für eine erfolgreiche Betriebsübertragung

mit mindestens drei Jahren

Vorlauf gerechnet werden muss. Der

Wechsel an der Spitze des Unternehmens

sollte deshalb frühzeitig, vorausschauend

und mit professioneller Hilfe

geplant werden.

Gemäß einem Report zur Unternehmensnachfolge,

den der Deutsche Industrie-

und Handelskammertag,

DIHK, erstellte, gibt es künftig immer

weniger Kandidaten für immer mehr

Unternehmen. Das ist unter anderem

der demografischen Entwicklung, aber

auch diversen anderen Gründen geschuldet.

So spielen neben psychologischen

Elementen – die Chemie zwischen

Anbieter und Nachfrager muss

genauso stimmen wie die zwischen der

Belegschaft und dem „Neuen“ –finanzielle

und steuerrelevanteAspekteeine

wichtige Rolle.

Insbesondere das Risiko Erbschaftsteuer,

sowurde ermittelt, erschwert

jede fünfte Unternehmensnachfolge.

Die Diskussion um die Vererbung von

Betriebsvermögen ebbt nicht ab, seitdem

das Bundesverfassungsgericht

entschieden hat, dass das Erbschaftund

Schenkungssteuergesetz wegen

ungleicher Bewertungsvorschriften

gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz

verstößt. Seitdem beherrscht

eine verfassungsrechtliche

Diskussion die Materie.

Derzeit, darauf weist die Steuerberaterkammer

Westfalen-Lippe hin, gelten

noch sehr großzügige Regelungen für

die Unternehmensnachfolge. So bleiben

Betriebsvermögen und Anteile an

Kapitalgesellschaften zu 85 Prozent

(Regelverschonung), optional unter

bestimmten Bedingungen auch zu 100

Prozent (Optionsmodell) von der Besteuerung

verschont.

Diese Verschonung ist an bestimmte

Bedingungen geknüpft, die der Übernehmer

garantieren muss. Das ist zum

einen die Lohnsummenregelung und

zum anderen die Behaltensfrist. Nach

den bisherigen Plänen werden diese

Regelungen nach Einschätzung der

Kammer verschärft und komplexer.

Besonders folgende Fallgruppen werdennach

der Neuregelung voraussichtlich

schlechter gestellt sein:

-Unternehmen mit mehr als drei und

maximal 20 Mitarbeitern, für die zumindest

der bürokratische Aufwand

zunehmen wird,

-Unternehmen mit großem Verwaltungsvermögensanteil,

- große Unternehmen, bei denen auf

den einzelnen Erwerber mehr als 26

Millionen Euro Unternehmenswert

entfällt.

Der Wechsel an der Spitze eines Unternehmens sollte frühzeitig, vorausschauend und mit professioneller Hilfe geplant werden.

Foto: Bundessteuerberaterkammer


TRADITIONS- UND FAMILIENUNTERNEHMEN 7

„Wir brauchen

neue Unternehmer“

Trendumkehr: Erstmals wieder Anstieg bei Existenzgründungen

Foto: colourbox.de

Der seit Jahren andauernde

Rückgang von

Firmengründungen ist

zumindest im Münsterland

vorerst gestoppt.

■ Das meldet die Industrie-

und Handelskammer

Nord Westfalen (IHK), die

aus den Gewerbeanzeigen

die sogenannten „echten

Gründungen“ herausgerechnet

hat: Danach wurden

2015 im Münsterland

insgesamt 4621Unternehmensgründungen

registriert.

Das sind fast zwei

Prozent mehr als im Vorjahr

(78 absolut). Und das,

obwohl die Zahl der Gründungen

in der Stadt Münster

umüber zwölf Prozent

gesunken ist.

Doch drei Münsterlandkreise

haben dieses Minus

mehr als wettgemacht. Besonders

hoch ist die ZuwachsrateimKreis

Borken

mit knapp 13 Prozent, gefolgt

vomKreis Warendorf

(6,1 Prozent) und dem

Kreis Coesfeld (4,2 Prozent).

Leicht negativ fiel

die Bilanz für den Kreis Steinfurt aus

(minus 0,2 Prozent).

„Wir hoffen, dass der Aufw

ärtstrend in

den drei Münsterlandkreisen anhält

und auf die anderen Städte und Kreise

unseres Bezirks übergreift“, so IHK-Geschäftsbereichsleiter

Joachim Brendel.

Denn für den IHK-Bezirk Nord Westfalen

insgesamt, zu dem neben dem

Münsterland auch die Emscher-Lippe-

Region gehört, verzeichnet die IHK

einen Rückgang um knapp zwei Prozent

auf 7988.

Stark gesunken sind die Zahlen der

echten Gründungen auch in den StädtenBottrop

undGelsenkirchen (11und

13,2 Prozent). Im Kreis Recklinghausen

liegt das Minus bei 1,7 Prozent, in

der Emscher-Lippe-Region insgesamt

bei 6,5 Prozent.

Zwar liegt der Rückgangmit minus1,9

Prozent im IHK-Bezirk insgesamt unter

dem Landesdurchschnitt von fast vier

Prozent. Doch: „In den letzten zehn

Jahren hat sich die Zahl der Gründungen

inder Region fast halbiert“, warnt

Brendel, auch wenn der damalige

Boom bei den Ich-AGs die Statistik verzerre.

Allerdings dürfe sich die Entwicklung

nicht fortsetzen: „Wir brauchen

neue Unternehmer“, betont der

fürBranchen und Infrastruktur zuständige

IHK-Geschäftsbereichsleiter.

„Nicht nur für innovative Geschäftsideen,

die die Region insgesamt wettbewerbsfähig

halten“, ergänzt er. Sondern

schon aufgrund des demografischen

Wandels, der natürlich auch an

Unternehmern nicht spurlos vorbeigehe.

Für die Chefs mehrerer hundert Betriebe

müsse in den nächsten Jahren

ein Nachfolger gefunden werden.

Hauptursache für den seit einigen Jahren

zuverzeichnenden Rückgang im

Gründungsgeschehen ist laut IHK die

günstige Situation am Arbeitsmarkt.

Der zunehmende Fachkräftemangel

führe dazu, dass viele Arbeitnehmer

gute Chancen sehen, sich auch in abhängiger

Beschäftigung berufl

ich zu

verwirklichen. Ebenso sei es schwieriger

geworden, Fördermittel für Gründungen

aus Arbeitslosigkeit zu erhalten.

„Viele scheuen dann das Risikoder

Selbstständigkeit, zumal der Arbeitsmarkt

gerade im Münsterlandvielfältige

Möglichkeiten bietet“, sagt Brendel.

In der von der IHK ausgewerteten Statistik,

in der nur Hauptniederlassungen,

Haupterwerbsgründungen und

Übernahmen aus Kauf, Pacht und Erbfolge

berücksichtigt werden, finden

sich die meisten Gründungen nachwie

vor imBaugewerbe und im Einzelhandel,

die meisten Übernahmen im Gastgewerbe.


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AGRAVIS Raiffeisen AG

punktet mit Vielseitigkeit

•Genossenschaftliche Tradition reicht mehr als 150 Jahre zurück

•Unterschiedliche Berufsfelder und individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten

Vielseitigkeit –das

ist eine der größten

Stärken der AGRAVIS

Raiffeisen AG –und gleichzeitig

für viele junge Menschen

oder Jobsuchende ein

Grund, sich bei einem der

größten Agrarhandels- und

Dienstleistungsunternehmen

Europas zu bewerben.

Die AGRAVIS fußt auf

der mehr als 150-jährigen

genossenschaftlichen

Tradition. Die Werte, die

Friedrich Wilhelm Raiffeisen

und Hermann Schulze-Delitzsch

verkörperten,

wie Partnerschaft, Solidarität, regionale

Verwurzelung und Nachhaltigkeit, sind

heute so aktuell wie damals und ein

wichtiges Fundament für das unternehmerische

Handeln der AGRAVIS Raiffeisen

AG. Sie entstand im Jahr 2004 aus

dem Zusammenschluss der Raiffeisen

Hauptgenossenschaft Nord AG (RHG) in

Hannover und der Raiffeisen Central-

Genossenschaft Nordwest eG (RCG) in

Münster.

Genau so vielfältig wie das Unternehmen

AGRAVIS ist, genau so unterschiedliche

Talente werden gesucht. Dazu zählen

Berufserfahrene, Young Professionals,

Hochschulabsolventen, Praktikanten,

Studenten oder Schulabgänger. Gefragt

sind Menschen mit Freude an unternehmerischem

Denken und Tun, Vertrieb

und Handel, die gern im Team arbeiten,

mobil sind und kundenorientiert denken.

Im Arbeitsgebiet der AGRAVIS Raiffeisen

AG sind aktuell 6.300 Mitarbeiter

an mehr als 400 Standorten in vielen

unterschiedlichen Berufsfeldern angestellt.

„Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung

als Arbeitgeber bewusst“,

betont Vorstandschef Dr. Clemens Große

Frie. „Gerade im ländlichen Raum bieten

wir attraktive Arbeitsplätze und jungen

Männern und Frauen durch vielseitige

Ausbildungsangebote die Möglichkeit,

beruflich Fuß zu fassen.“

Die AGRAVIS-Mitarbeiter schätzen an

ihrem Unternehmen vor allem die Sicherheit

und Stabilität eines Konzerns,

vielseitige Aufgabenfelder, Handlungsspielraum

und Eigenverantwortung

in flachen Hierarchien, Teamarbeit in

schlagkräftigen dezentralen Einheiten

sowie die hohe Fachexpertise zum

Nutzen der Kunden. Diese

Qualitäten wurden kürzlich

auch von unabhängiger

Seite bestätigt: Zum dritten

Mal in Folge wurde das

Unternehmen beim bundesweiten

Ranking „Bester

Arbeitgeber Award“ des

Nachrichtenmagazins Focus

in Zusammenarbeit mit den

Berufsportalen Xing und

Kununu ausgezeichnet und

erhielt die Auszeichnung

„Top Nationaler Arbeitgeber“.

In drei Kategorien

belegte die AGRAVIS einen

Platz in der Spitzengruppe.

„Wir helfen wachsen.“ –das ist der unternehmerische

Leitgedanke der AGRAVIS

Raiffeisen AG, der sich auch auf die

Ausbildung, die Fort- und Weiterbildung

sowie Laufbahn übertragen lässt. Mit

systematischen Maßnahmen stellen die

Personalexperten der AGRAVIS sicher,

dass Mitarbeiter ihrem individuellen

Potenzial entsprechend eingesetzt und

gefördert werden.

Die AGRAVIS investiert regelmäßig in

Ausbildung, um auch künftig kompetente

Mitarbeiter zu haben. Mit insgesamt

mehr als 500 Auszubildenden

liegt die Auszubildendenquote bei rund

9Prozent.

Perspektiven und Entwicklungschancen

im Job sind wichtige Anziehungspunkte

für Interessenten. Zunehmend wichtiger

vor dem Hintergrund einer längeren

Lebensarbeitszeit und eines generellen

gesellschaftspolitischen Wandels werden

Faktoren wie flexible Rahmenbedingungen

und die sogenannte Work-Life-

Balance. AGRAVIS hat mit dem „Fokus

Gesundheit“ ein betriebliches Gesundheitsmanagement

etabliert, das darauf

abzielt, Führungskräfte und Mitarbeiter

der AGRAVIS für die eigene Gesundheit

und Erhaltung der Leistungsfähigkeit zu

sensibilisieren.

Alle Informationen rund um die AGRAVIS

Raiffeisen AG, Stärken und Qualitäten

werden im Karriereportal auf der Plattform

agravis.de abgebildet. Dort werden

beispielsweise Stellenangebote gebündelt,

die Einstiegsmöglichkeiten vorgestellt

und Hintergrundinformationen

zum Konzern gegeben. Aktuelle Informationen

und Jobangebote bietet die

AGRAVIS auch auf Facebook, Xing und

auf dem eigenen Youtube-Kanal, der mit

zahlreichen Podcasts die vielen Facetten

der modernen Landwirtschaft zeigt.

www.agravis.de

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