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Wirtschaftszeitung_25042016

Branchen &Betriebe: Akzo Nobel und Evonik investieren Seite 9/10 Geld &Geschäft: Pokern mit Devisen ist nicht frei von Risiko Seite 17 Leben &Wissen: Die EM 2016 –ein Millionengeschäft Seite 27 DIE WIRTSCHAFT Münster |Münsterland Stolze –Dr. Diers – Beermann GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft 2× im Münsterland CW&S Cooperation von Wirtschaftsprüfern &Steuerberatern Aschendorff Verlag GmbH &Co. KG Soester Straße 13, 48155 Münster ZKZ 88690 PVST www.cw-s.de Mitglied im Accountants Global Network Ausgabe 2/16 www.die-wirtschaft-muensterland.de Preis: 2,00 Euro FMO-Fitnessprogramm Der Flughafen Münster/Osnabrück soll endlich wieder flügge werden. Das ist das erklärte Ziel der Gesellschafter. Einfach wird das nicht. Damit die Zukunft des FMO bald wieder so glänzt wie der Bug dieses Flugzeuges, muss sich am Flughafen in Greven einiges tun. Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) ist wichtig für die Region, steht aber nicht gut da. Darum wollen die Eigentümer einen Neuanfang. Das wird nicht einfach. Nach wie vor ist der FMO das Sorgenkind imMünsterland. Sich stetig verschlechternde Passagierzahlen, dafür ein hoher Schuldenberg: Im vergangenen Jahr zogendie Gesellschafter mit knapper Mehrheit die Reißleine: Geschäftsführer Gerd Stöwer erhielt nach fast 20 Jahrenander Spitze des Unternehmens keinen neuen Vertrag und muss im September gehen. Bereits ein Jahr zuvor hatten die Flughafen-Eigentümer ein umfangreiches Finanzpaket aufden Wegbringen müssen, sonst hätten die Banken den Geldhahn zugedreht. Rund 100Millionen Euro beträgt die auf acht Jahre verteilte Finanzspritze. Sie soll helfen, dass der Flughafen inGreven wirtschaftlich wieder festen Boden unter die Füße bekommt. Denkverbotegibt es bei der Neuausrichtung nicht, das macht der Vorsitzende von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung, der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, immer wieder deutlich. So soll das Thema Frachtflug verstärkt angegangen und die Suche nach privaten Investoren intensiviert werden. Während die Idee einer Komplett-Vermarktung inzwischen mangels realistischer Chancen vom Tisch zu sein scheint, gewinnt ein anderes Gedankenspiel Gewicht: Die Aufspaltung der Foto: Niclas Menzzer FMO-Gesellschaft in eine Betreiber-und eine Besitzgesellschaft. Ersterekönnteprivatisiertwerdenund sich um den Flughafenbetrieb kümmern, während in Letztgenannter die jetzigen Eigner auch die Schulden bedienen. Offen ist noch, wie mit dem bei einem Aufkommen vonjährlich noch 820 000 Fluggästen völlig überdimensionierten Terminal 2 verfahren werden soll. Fremdnutzen? Ja. Aber wie? Die Lehren aus der Leere amFMO bündeln sich in sieben Themen –und neuem Streit. ► Fortsetzung auf Seite 2 OFFEN GESAGT Langer Atem Sowichtig es für das Münsterland ist, einen Flughafen mit überregionaler Funktion zur eigenen Infrastruktur zählen zu können, so wenig Freude hat man hier am stattlichen Airport in Greven. Trotz guter Voraussetzungen und einer bevorzugten Einordnung in das Luftverkehrsnetz will es bisher einfach nicht gelingen, den FMO nach vorne zu bringen. Statt als Wirtschaftsmotor mit Ausstrahlung zu glänzen, macht der internationale Airport vorzugsweise als Stützungskandidat Schlagzeilen. Schlimmer noch: Die Eigentümer leisten sich zuweilen einen offenen Disput um die Zukunft des Gesamt-Unternehmens und verstärken damit das breite Misstrauen. Längst haben Menschen in der Region begonnen, mit dem Flughafen vor der eigenen Haustür zu fremdeln. Ein Trauerspiel. Schon die Passagierzahlen müssten, wenn man sich das Münsterland anschaut, deutlich höher liegen. Der FMO müsste in der Wertschätzung aufgrund einer Vielzahl unbestrittener Lagevorteile viel höher rangieren. Es gab Jahre, da verbuchte man 1,8 Millionen Passagiere, heute sind esgerade einmal halb so viel. Das Münsterland braucht jetzt den sprichwörtlichen langen Atem, um den Airport wieder so aufzustellen, dass er von der betongrauen Piste inden blauen Zukunftshimmel abhebt. Das Projekt FMO hat Potenzial, und es hat eine Chance verdient. wk Anschub für Innovationen Enabling Innovation und Gründergeist@Münsterland gehen an den Start Frisches Geld für dieInnovationsförderung im Münsterland: NRW- Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat kürzlich zwei entsprechende Förderbescheide an den Münsterland e.V. sowie die beteiligten Projektpartner aus den Wirtschaftsförderungen und Hochschulen übergeben. Iden nächsten drei Jahren wird das Verbundprojekt Enabling Innovation Münsterland mit einem Gesamtvolumen von2,1 Millionen Euro die Innovationsförderung und -vermarktung in der Region voranbringen. Im gleichen 4 198869 002009 2 0 0 1 7 Zeitraum kümmert sich das Verbundprojekt Gründergeist@Münsterland mit einem Gesamtvolumen von rund 800 000 Euro darum, Gründungswillige bei ihrer Ideenfindung zu unterstützen. Beide Vorhaben gehören zu 44 Projekten, die ein vom Land NRW eingesetztes Gutachtergremium aus dem Aufruf Regio.NRW zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen ausgewählt hat. „Gründungen und die Stärkung der Innovationsfähigkeit gerade von mittelständischen Unternehmen sind entscheidend für eine positive wirtschaftliche Entwicklung“, erklärt Wirtschaftsminister Duin. „Hoch qualifizierten Gründungsinteressierten den Weg indie Selbstständigkeit zu erleichtern und das akademische Know-how über Innovationen für die ansässigen Unternehmen nutzbar zu machen, sind guteStrategien, um die Innovationsfähigkeit der Region Münsterland auf lange Sicht zu stärken.“ Enabling Innovation Münsterland will die Grundlagenforschungskompetenz an den Hochschulen der Region mit den kleinen und mittelständischen Wirtschaftsunternehmen zusammenbringen. „Hier gibt es bisher nur eine geringeVernetzung“, erklärt Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V. „Dabei könnte der Wissenstransfer die Unternehmen bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der Schaffung neuer Geschäftsfelder ein gutes Stück voranbringen.“ Vernetzt arbeitet auch das Projekt Gründergeist@Münsterland. An den Vorhaben sind imMünsterland zahlreiche Partner beteiligt. www.muensterland.com Unsere Handschrift. Ihr Erfolg. Denn Erfolg ist, wenn alles zusammenpasst. Dafür setzen wir uns täglich ein. Mit hochwertigen Produkten und umfassenden Lösungen, mit fachkundiger und herstellerunabhängiger Beratung sowie mit erstklassigem Service in den Bereichen Pflanzen, Tiere, Technik, Bauservice, Märkte und Energie. Mit Leidenschaft für Landwirtschaft. www.agravis.de