Bayerische Sparkassenstiftung: neu seit 20 Jahren

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A


B

Die Karwendelröhre, ein Projekt der

Bayerischen Sparkassenstiftung,

ist das höchstgelegene Naturinformationszentrum

Deutschlands auf 2.244 Metern.

Ihre 37 m 2 große Panoramascheibe

schenkt spektakuläre Blicke in die

bayerische Bergwelt.


Innovativ

und mit Weitblick.

1

Zum Film


Inhalt

3 Lesen 2.0

Bevor es losgeht

4 Grußwort

5 Philosophie

Warum uns innovative Projekte so am Herzen liegen

6 Interview

Einblick in die Fördertätigkeit

der Bayerischen Sparkassenstiftung

8 Wissensspeicher

Die Kraft der nichtstaatlichen Museen in Bayern

9 Telemedizin

Beste medizinische Versorgung in allen Regionen

10 Werte erhalten

12 Mut

Wie Vorangehen zur echten Bereicherung wird

16 Respekt

Natur und ihre Schätze wahren

20 Neugier

Offen für neue Entdeckungen

22 Zukunft gestalten

24 stärken

Mit Zukunftstechnologien überall in Bayern vor Ort

28 bilden

Wissen macht Spaß

30 entdecken

Faszination der ganz kleinen und großen Dinge

34 Fakten

Die Bayerische Sparkassenstiftung in Zahlen

36 Ausblick

Mit guten Ideen gemeinsam nach vorn


Mehr als nur lesen.

Sie halten gerade unseren

Leistungsbericht in der

Hand. Auf den ersten Blick

ein Druckwerk mit Texten

und Bildern.

Und doch viel mehr!

Er ist der Schlüssel in die multimedial erlebbare Welt der

Bayerischen Sparkassenstiftung. Es verbergen

sich darin jede Menge digitaler Überraschungen: Filme,

Audiodateien und Bilder geben Ihnen zu vielen

der hier kurz vorgestellten Projekte weitere spannende

Informationen.

Viel Spaß mit diesem Bericht, welcher – Hand in Hand

mit einer App – seine Leser ins Internet führt und wieder

zurück. Sie denken, das ist neu? Richtig, und darum

typisch Bayerische Sparkassenstiftung!

Und so geht’s:

Scannen Sie mit ihrem mobilen Endgerät den QR-Code

(QR-Code-Reader erforderlich) oder gehen Sie auf

die hier angegebene Webseite. Und schon gelangen

Sie direkt in die App zum Buch.

http://bayerische-sparkassenstiftung.de/app/

Achten Sie auf Fotos mit

gepixelter Fläche und halten

Sie Ihr Mobiltelefon darüber.

Jedes so markierte Projekt

wird sich Ihnen dann medial

präsentieren.

3


Grußwort

Dr. Marcel Huber, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei,

Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben

Bayern ist ein Land, das seine hohe Lebensqualität

maßgeblich dem ehrenamtlichen

und gemeinnützigen Einsatz vieler Bürgerinnen

und Bürger verdankt. Ein wichtiger

Pfeiler dieses wertvollen Engagements sind

die Stiftungen. ln ihnen übernehmen Stifter

Verantwortung für die Zukunft unserer

Gesellschaft und bringen unser Land voran.

Die Bayerische Sparkassenstiftung ist dafür ein gutes

Beispiel. Sie unterstützt seit vielen Jahren zahlreiche

Maßnahmen, die unser Zusammenleben verbessern sowie

Bildung, Wissenschaft und Kultur dienen. Einen besonderen

Schwerpunkt hat sie sich bei der Förderung von

Ausstellungen und Museen und dem Ausbau unseres

Gesundheitswesens gesetzt.

Der lnnovationsreport der Bayerischen Sparkassenstiftung

stellt dazu einige beispielhafte Projekte vor. Ich freue mich,

dass die Stiftung in diesem Jahr Initiativen hervorhebt,

die von Mitgliedern des Wertebündnisses Bayern getragen

werden. Diese im Jahr 2010 gegründete Vereinigung von

Verbänden, Stiftungen und Institutionen, die jüngst in eine

eigene Stiftung umgewandelt wurde, hat sich zur Aufgabe

gemacht, gerade jungen Menschen die Werte nahezubringen,

die das Zusammenleben in einer humanen,

sozialen, freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft

ermöglichen. Dass die Sparkassenstiftung selbst

ein Mitglied des Wertebündnisses ist, unterstreicht die

Bedeutung des weitverzweigten und alle wichtigen

Bereiche der Gesellschaft umfassenden Netzwerks, das

durch das Bündnis geschaffen wurde. Oft wird bei

Zusammenschlüssen von Organisationen von Synergien

gesprochen, die dem Ganzen zusätzliche Schubkraft

verleihen. Hier zeigen sie sich beispielhaft!

Stiftungen sind Ausweis einer lebendigen Bürgergesellschaft

und gelebter Verantwortung. Dass die Bayerische

Sparkassenstiftung hierbei Maßstäbe setzt, verdient Dank

und Anerkennung. Ich wünsche der Stiftung selbst,

aber auch allen unterstützten Projekten eine weiterhin

erfolgreiche Arbeit – bei der Förderung der Werte unseres

Zusammenlebens und bei der Gestaltung der Zukunft

unseres Landes.

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Sinn stiften

jenseits vom Tellerrand.

Die Gremien und das Team der Bayerischen Sparkassenstiftung

In einer globalisierten Welt spielt regionale Identität eine

immer wichtigere Rolle. Wen die Heimat mit Stolz erfüllt,

der hat ein starkes Fundament, um neue Wege zu gehen

und genug Selbstbewusstsein, um Zukunftsweisendes

einfach mal auszuprobieren.

Als Bayerische Sparkassenstiftung fühlen wir uns fest

verwurzelt in unserem traditionsreichen und wirtschaftsstarken

Land. In dieser Verbundenheit mit Bayern nehmen

wir seit zwanzig Jahren die Verantwortung an, überregionale

Projekte zu fördern und die Zukunft unseres

Landes mitzugestalten.

Die Förderung innovativer Projekte mit

guten Ideen liegt uns besonders am Herzen.

Wir fragen uns oft: Geht die Idee über

Grenzen hinaus? Greift sie eine technologische

Neuerung auf ungesehene Weise auf?

Wird sie dem Anspruch Bayerns als in der

Technologie führendes Bundesland gerecht?

Ist ihr Charakter überregional und erfordert

ein entsprechendes Finanzvolumen?

Entfaltet das Projekt seine Wirksamkeit weit

über die eigene Region hinaus?

Gemeinsam mit einem beratenden Kuratorium und in enger

Zusammenarbeit mit den Sparkassen und ihren Stiftungen

vor Ort trifft unser Stiftungsvorstand die Entscheidungen

über Mittelzuwendungen. Schwerpunktmäßig sind dies vor

allem Projekte aus den Bereichen innovative Kulturvermittlung,

MINT- und Umweltbildung sowie Telemedizin.

Zukünftig ist es im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung

ein wesentliches Anliegen, über die rein fördernde

Tätigkeit hinaus noch stärker operativ zu wirken. Dafür

bringt sich die Stiftung mit eigenen Ideen ein und sucht

sich dann kompetente Förderpartner. Oder aber sie

begleitet aktiv Vorhaben aus der „Gedankenfabrik“ bis in

die Umsetzungsphase.

Wir sehen uns als Stiftung in der Rolle des Innovationstreibers

und Impulsgebers. Komplementär zum Staat, der im

Wesentlichen die laufenden Kosten vieler Angebote und

Einrichtungen bestreiten muss, können wir einen innovatorischen

Part in unsere gesellschaftliche Entwicklung

einbringen, beharrlich Neues und Ungewohntes wagen.

Und nicht zuletzt den Zusammenhalt in unserem Gemeinwesen

stärken sowie für die Menschen Bereicherungen in

vielen Lebensbereichen schaffen.

Unser Anspruch: Jenseits vom Tellerrand Werte erhalten

und Zukunft gestalten.

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6


„Wir möchten die

Handlungsfähigkeit der

Solidargemeinschaft

sichern.“

Dr. Ulrich Netzer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Sparkassenstiftung

und Präsident des Sparkassenverbandes Bayern

Die fortschreitende Beschleunigung gesellschaftlicher,

wissenschaftlicher und kultureller Prozesse stellt die

deutschen Stiftungen vor veränderte Herausforderungen.

Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen gewinnen

neue, strategische Antworten immer mehr an Bedeutung,

weiß Dr. Ulrich Netzer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen

Sparkassenstiftung und Präsident des Sparkassenverbandes

Bayern. Nur durch gute Förderpartnerschaften

und sinnvolle Fokussierung der Ressourcen im Umfeld

der Niedrigzinsphase könne es auch zukünftig gelingen,

die Wirksamkeit stifterischen Handelns zu erhalten, so der

promovierte Jurist.

So verfolgt die Bayerische Sparkassenstiftung gemeinsam

mit den Sparkassenstiftungen in Bayern auf vielfältige

Weise lokale und regionale Projekte, setzt Impulse,

gestaltet die Gesellschaft mit und stärkt deren Zusammenhalt.

Das stifterische Handeln ist geprägt von der Verbundenheit

mit den Menschen vor Ort und der Verantwortung,

die die Sparkassenstiftungen in Bayerns Regionen

übernehmen. Dies ist vor Ort und überall in Bayern

spürbar.

Im Interview spricht er über transparente

Förderentscheidungen, mehr Hilfe

zur Selbsthilfe und seine vielen Lieblingsprojekte

aus der breiten Projektpalette

der Bayerischen Sparkassenstiftung.

Mit Ihrem Smartphone gelangen Sie zum

filmischen Interview.

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Freude, Spaß und Genuss –

das Museum als anregende, multiple

Identitätsagentur.

Dr. Astrid Pellengahr,

Leiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern

Museen sind seit jeher identitätsstiftende Institutionen,

in denen Menschen in der Regel freiwillig ihre Freizeit

verbringen. Als kulturelle Wissensspeicher bieten ihre

Sammlungen die Möglichkeit, in Ausstellungen wichtige

Themen aufzugreifen und durch den Einsatz unterschiedlicher

Vermittlungsansätze Besucherinnen und Besucher

zum reflektierenden Nachdenken über unsere Geschichte

und damit auch über unsere Gegenwart anzuregen.

Museen sind nicht nur für den Erhalt unserer Kulturgüter

zuständig. Verstanden als Kultur- und Bildungsinstitutionen,

halten sie unserer Gesellschaft mitunter einen

Spiegel vor und übernehmen mit den ihnen zur Verfügung

stehenden Mitteln und Techniken Verantwortung für den

reflektierten und kreativen Umgang mit der Zukunft.

Egal ob im Bereich Kunst oder Kulturgeschichte, in Archäologie

oder Naturkunde, in Technik- oder Industriegeschichte,

im Bereich regionaler Alltags- oder lokaler Zeitgeschichte:

Im Kern stehen Exponate stets auch für kulturelle

Werthaltungen, die tradiert und modifiziert werden. Wie

eine Gesellschaft auf kulturelle Veränderungen – im

Positiven wie im Negativen – reagiert, welche innovativen

Kulturtechniken sie entwickelt und welche sie in prekären

Zeiten reaktiviert, all das kann in Museen entdeckt

werden. Ein Wissenspfund, mit dem wir in Bayern mit

1.350 Museen wuchern können.

Museum kann eine Kreativschmiede für jedermann sein,

wenn das Angebot für die Besucher gut gemacht ist und

wenn es ihre Neugierde und ihr Interesse weckt. Damit

dies bei inhaltlich und technisch aufwändigeren Vermittlungsangeboten

gelingt, brauchen die Museen mit ihren

begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen

starke Partner. Zusammen mit der Bayerischen Sparkassenstiftung

gelingt es, das Museum in den digitalen Raum

hinein zu verlängern und noch attraktiver zu machen.

Für dieses Engagement sei an dieser Stelle ganz herzlich

im Namen der Museen in Bayern gedankt.

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Telemedizin

macht optimale medizinische Hilfe

überall verfügbar.

Professor Dr. Michael Nerlich,

Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg

Der demographische Wandel, der medizinisch-technologische

Fortschritt und der Anspruch einer flächendeckend

guten ärztlichen Versorgung stellt Deutschland, ganz

besonders aber einen Flächenstaat wie Bayern, mehr und

mehr vor große Herausforderungen. Mit zunehmender

Erhöhung des durchschnittlichen Lebensalters steigt der

Behandlungsbedarf für chronische Beschwerden wie

ischämische Herzkrankheiten (verursacht durch Minderdurchblutung)

und Diabetes mellitus Typ II („Alterszucker“)

in der Bevölkerung.

Mit ihrem Engagement beim Aufbau telemedizinischer

Lösungen schafft die Bayerische Sparkassenstiftung

einen wesentlichen Baustein für Bayerns Zukunft. Denn

die durch sie geförderten Maßnahmen, wie Okinoby

(„Online-Kindernotarzt in Ostbayern“), gewährleisten

einen besseren Zugang zu ärztlichen Leistungen, eine

bessere Qualität der ärztlichen Versorgung und eine

höhere Effizienz in der ärztlichen Behandlung. Damit sorgt

die Stiftung für vergleichbar gute Lebensbedingungen in

allen Teilen Bayerns.

Telemedizin kann hier einen wesentlichen Beitrag dazu

leisten, die notwendigen Kontrolluntersuchungen

engmaschig durchzuführen und unnötig lange Reisewege

zu vermeiden. Und besonders in Notfällen wie einem

Herzinfarkt oder einen Schlaganfall ist jeder für schnelle

Hilfe dankbar. Denn in diesen Akutsituationen zählt

jede Minute. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob man

in einer Metropole oder in einer ländlich strukturierten

Region lebt. Hier verfügt die Telemedizin durch die

Nutzung modernster Informations-und Kommunikationstechnologien

über ihren größten Trumpf, indem sich

mit ihr ortsunabhängig für jeden Patienten in Sekundenschnelle

eine optimale integrierte Versorgungskette

aufbauen lässt. Gleichzeitig kann Telemedizin eine

ärztliche Unter- und Fehlversorgung zumindest partiell

kompensieren und die Kommunikation zwischen den

einbezogenen Ärzten verbessern.

9


10


Wie werthaltig ist ein Projekt?

Welchen Wert hat es für die Menschen,

welchen Mehrwert gibt es der Region?

Ist es eine gute Investition

in die Zukunft?

In der wertebasierten Herangehensweise und

Auswahl der Projekte kommt die Förderphilosophie

der Bayerischen Sparkassenstiftung

zum Ausdruck. Mit Mut, Respekt und Neugier

trägt sie gemeinsam mit den Partnern dazu bei,

die geschichtlichen und landschaftlichen

Reichtümer unseres Landes zu bewahren.

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Sich trauen. Vorangehen. Bekannte Pfade verlassen.

Dafür steht die Bayerische Sparkassenstiftung

und fördert Projekte, die durch

ihre ungewöhnliche Herangehensweise

Mut beweisen und sich vom Konventionellen abheben.

Wir möchten, dass gute Ideen nicht in

den Köpfen bleiben oder in Ordnern verschwinden,

sondern umgesetzt werden – zur Bereicherung

für die Menschen in den Regionen

und darüber hinaus.

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Der Ausstellungsgestalter

begutachtet eines der

Gestaltungselemente in

der Pfalzkapelle St. Ulrich.

140.296 Menschen und eine spektakuläre

Ausstellungsarchitektur.

Am Anfang des Projektes „Multivisionsfilm Regensburger

Dom in 3D“ stand die Idee des Hauses der Bayerischen

Geschichte von einer Multimediashow in einem historischen

Kirchenraum. Man wollte mittelalterliche Geschichte

einmal anders erzählen.

Partner:

Sparkasse Regensburg und weitere

Oberpfälzer Sparkassen,

Haus der Bayerischen Geschichte

www.hdbg.de

Hintergrund: Die Bayerische Landesausstellung 2014 stellte

König und Kaiser Ludwig den Bayern (1282/86 - 1347)

anlässlich seines 700. Thronjubiläums in den Mittelpunkt. Im

Rahmen dieser Schau wurde die Vergangenheit in Regensburg

an Originalschauplätzen zum Leben erweckt.

Gezielte Förderung machte es möglich, mit Hilfe modernster

Ausstellungstechnik die gemeinsame Geschichte Kaiser

Ludwigs des Bayern und der Reichsstadt Regensburg

im 14. Jahrhundert lebendig zu erzählen. Höhepunkt: Der

Multivisionsfilm „Regensburg und seine Kathedrale“.

Er überraschte durch die Kombination aus 3D-Computerrekonstruktionen

der Bauphasen des Doms, Filmaufnahmen

von Dom und Stadt heute – teilweise mit Drohnenkameras

gefilmt – sowie einer individuellen Musikkomposition.

Der Film wurde auf drei Flächen im Chor der Kirche sowie

über eine „unsichtbare“ schräggestellte Ebene („Musion ®

Eyeliner“-Technik) projiziert. Die Besucher sahen Holografien,

ohne 3D-Brillen zu benutzen. Viele der über 140.000

Besucher brachten ihre Begeisterung im Gästebuch zum

Ausdruck, so wie ein Landsmann, der schrieb: „Ich bin so

etwas von überwältigt und glücklich, auch ein Bayer zu sein!“

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Partner:

Sparkassenstiftung – gemeinnützige

Stiftung der Vereinigten

Sparkassen Weißenburg in

Bayern, Gemeinde Solnhofen,

Museum Solnhofen

www.museum-solnhofen.de

Ein Urvogel, über den sich Charles Darwin

gefreut hätte.

In Solnhofen hatte man eine andere mutige Idee: Wie

wäre es, den Urvogel Archaeopteryx, Ikone der paläontologischen

Museumslandschaft in Deutschland, im Museum

Solnhofen wieder zum Leben zu erwecken? Der naheliegende

Schritt: Die Bayerische Sparkassenstiftung zur

Förderung dieses Projektes anzusprechen.

Auf Basis der neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse

setzten die Ausstellungmacher mithilfe einer

digitalen 3D-Rekonstruktion und einer Projektion im Raum

die Idee in die Tat um. Eine derartige Präsentation existierte

bis dato in naturwissenschaftlichen Museen nicht.

Was Tausende Besucher zum Staunen bringt, ist –

technisch betrachtet – eine raffinierte Lösung: Im Maßstab

2:1 wurde eine im 3D-Druckverfahren hergestellte

Rekonstruktion eines Archaeopteryx an fast unsichtbaren

Nylonfäden im Raum aufgehängt. Eine kunstvolle Lichtsetzung

lässt den Urvogel im Raum scheinbar schweben.

Auf zwei Monitoren ist zudem eine „Augmented Reality“-

Software installiert, diese „erweiterte Realität“ legt sich als

zusätzliche Informationsebene über das reale Modell. So

erhält der Urvogel wieder Muskeln und Federn.

Die Archaeopteryx-Fossilienfunde tragen Merkmale von

Reptilien und Vögeln. Damit bestätigen sie Darwins

Evolutionstheorie, der zufolge es bei der Entwicklung

neuer Arten Übergangsformen mit Merkmalen der alten

und der neuen Art gibt. Darwin hätte sich sicherlich über

diese Bestätigung gefreut.

Kein fundiertes Notenverständnis?

Kein Problem.

„Wagners anspruchsvolle Partituren auch dem Musiklaien

konkret erfahrbar machen“ – diese gut klingende Idee

mündete in eine klangvolle Umsetzung. Durch die

Förderung der Bayerischen Sparkassenstiftung konnte das

Richard Wagner Museum in Bayreuth für sein Projekt einer

virtuellen Wagner-Partitur einen multimedialen Tisch der

besonderen Art herstellen lassen. Die vielschichtigen

Notentexte von Richard Wagner werden durch Berührung

im „Buch“ in Klang und Musik lebendig. Dieses Buch, in

dem über das tischgroße Display tatsächlich geblättert

werden kann, wird bei Berührung zur interaktiven Partitur.

So wird das komplexe musikalische Meisterwerk akustisch

wie visuell erlebbar.

Die so vermittelten Sinneserfahrungen könnten weder auf

rein analogem Wege, noch durch die digitalen Welten des

Internets in dieser Form erfolgen.

In der Projektion zeigt sich

der Urvogel mal im Federkleid,

mal als Skelett.

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Das Haus „Wahnfried“, Wohnhaus von Richard Wagner.


Ein multimediales Erlebnis im Kirchenraum.

Ein Urvogel, der wie lebendig

im Raum vor dem Besucher steht.

Noten, die durch Berührung als Melodie erklingen.

Warum nicht einfach mal die

Wirklichkeit erweitern? Wir mögen Projekte,

die sich etwas trauen.

Partner:

Stiftung der Sparkasse Bayreuth,

Richard Wagner Museum

Bayreuth

www.wagnermuseum.de

Ausstellungraum im Richard Wagner Museum.

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Bayern begeistert seine Bewohner

und jedes Jahr Hunderttausende Besucher

durch seine einzigartige Natur.

Darum fördern wir Projekte, die diese Schönheit

achten und stärken.

Mensch-Umwelt-Beziehungen

stehen im Zentrum

der georeferenzierten App.

Partner:

Sparkassenverband Bayern,

Sparkasse Neuburg-Rain,

Förderverein Auenzentrum

Neuburg e.V., Umweltbildungsstationen

an der Donau

www.auenzentrum-neuburgingolstadt.de

Der Strom der Möglichkeiten.

2.860 Kilometer lang fließt die Donau durch zehn Länder

und verbindet viele verschiedene Natur- und Kulturräume.

Mit „Donauerleben“ starteten der Förderverein Auenzentrum

Neuburg e. V. und die Bayerische Sparkassenstiftung

ein in dieser Form noch nicht dagewesenes Projekt für

Umweltbildung. Zusammen mit den Umweltbildungsstationen

an der Donau und der Katholischen Universität

Eichstätt-Ingolstadt ist eine georeferenzierte Smartphone-App

entstanden, die über die Donau und ihre

Schönheit, aber auch über Problematik und Bedeutung

des Flusses für uns Menschen informiert. Wanderer,

Radfahrer und an der Donau Interessierte können auf

ausgewählten Rundwegen ihre eigenen Entdeckungstouren

mit informativen Texten, Bildern, Audio- und

Videodateien bereichern.

Die App ist kostenlos in den Appstores verfügbar. Da die

Donau jedoch nicht nur ein deutscher, sondern vor allem

auch ein europäischer Fluss ist, soll auch die Donau-App

nicht auf Deutschland beschränkt bleiben. Für die Zukunft

ist eine Erweiterung auch auf andere Donauanrainer

geplant. Derzeit sind bereits die deutschen Inhalte ins

Englische und Ungarische übersetzt.

Alles fließt.

Über die Isar gibt es viel Interessantes und Überraschendes

zu erzählen. Die Geschichten reichen von der Entstehung

der Isar vor mehr als 10.000 Jahren, als die Gletscher

der letzten Eiszeit schmolzen, über die Flößer und ihr

hartes Leben bis zur Nutzung des Flusses als Stromlieferant.

Die Besucher des virtuellen Museums Isargeschichten

können entweder von zu Hause via Internet oder auch

unterwegs via Smartphone-App darauf zugreifen. Durch

einen Mausklick innerhalb der 3D-Karte erfährt der

Isarbesucher von ökologischen, historischen und kulturellen

Eigenheiten des Flusses. Über die sozialen Medien

hat jeder Nutzer die Möglichkeit, sich regelmäßig über

Neuigkeiten und Veränderungen rund um die Isar zu

informieren und die App mit eigenen Ideen zu bereichern.

Auf diese Weise kommen auch Geschichten von Menschen

hinzu, die an und mit der Isar leben und darüber berichten.

Partner:

Stadtsparkasse München,

Kreissparkasse München

Starnberg Ebersberg, Kreissparkasse

Garmisch-Partenkirchen,

Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen,

Isartalverein e. V.

www.isargeschichten.de

Ein virtuelles Museum zeigt

mittels 3D-Karten den

Verlauf der Isar auf.

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Natur im Fokus.

Wie kann ein Museum mit dem vielsagenden Namen

„Mensch und Natur“ gerade bei jungen Menschen den

Blick für die Natur stärken? Für das Museum stand

schnell fest: Ein Fotowettbewerb ist der schönste Weg,

die Jugendlichen auf Naturschönheiten aufmerksam

zu machen. Die Idee für das Projekt „Natur im Fokus“

war geboren.

Die besten Bilder des Wettbewerbs – die Sieger erhielten

ein Naturerlebniswochenende mit Fotoseminar –

waren erst im Museum „Mensch und Natur“ in München

ausgestellt, bevor sie durch Bayern tourten und in Umweltstationen

zu sehen waren.

Zusätzlich zum Fotowettbewerb erarbeiteten die Veranstalter

ein attraktives umweltpädagogisches Rahmenprogramm.

Es gab Expertenvorträge und Natur-Rallyes für

Kinder, Jugendliche und Familien. Zwei Erlebniskoffer

zum Thema „Wald im Koffer“ und „Stadt, Wald, Flur –

eine GPS-Rallye“ machten alles unmittelbar greifbar und

nachvollziehbar.

Partner:

Museum Mensch und Natur

www.natur-im-fokus.bayern.de/

ontour

Waldtieren und Pflanzen

auf der Spur – so kommen

alle der Natur näher.

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Im Naturalienkabinett sind

unzählige präparierte Lebewesen

zum Greifen nah.

Partner:

Bayerisches Landesamt für

Denkmalpflege,

Landesstelle für die

nichtstaatlichen Museen

www.vogelsaal.de

Viele bunte Vögel und eine App,

die dem Besucher Wissenswertes ins

Ohr zwitschert.

Einer der schönsten historischen Ausstellungssäle für

Naturkunde weltweit ist der Bamberger Vogelsaal.

Besucher, die diese wunderbare Raumschöpfung das

erste Mal betreten, sind immer wieder erstaunt über die

glanzvolle Ausstattung dieses zweigeschossigen Saales

im frühklassizistischen Stil. Er wurde 1791 im Auftrag

des Fürstbischofs Franz Ludwig von Erthal erbaut.

Nach umfassender Restaurierung erstrahlt dieser Schatz

der Museumswelt nun wieder in alter Pracht und Schönheit

und begeistert Jung und Alt mit Naturexponaten,

die typisch waren für ein Naturalienkabinett des 18. und

19. Jahrhunderts.

Die besondere Herausforderung für die Ausstellungsmacher:

in das historische Ambiente des Saales darf nicht

eingegriffen werden, neue Formen der Museumspädagogik

waren erforderlich. Die Lösung: Eine innovative

Smartphone-App, welche den Besuchern auf abwechslungsreiche

und interessante Weise die Ausstellung

nahebringt. Besucher können aus unterschiedlichen

Führungen auswählen, wie zum Beispiel „Präparierte Welt“,

„ausgewählte Sammlungen“, „Best-of-Tour“ oder

der spannenden „Rätselführung“, die insbesondere den

jungen Besuchern Spaß macht. Über iBeacons, kleine

Bluetooth-Sender an den Vitrinen und Exponaten, die mit

der App verknüpft sind, wird der Besucher durch das

ausgewählte Thema geführt.

Mit dem Smartphone erleben alle Besucher eine moderne

Entdeckungsreise durch ein einzigartiges natur- und

kulturgeschichtliches Denkmal.

Neben dem Ziel, den Bamberger Vogelsaal museumsdidaktisch

zu erschließen, wird mit dem Projekt ein Naturkundliches

Netzwerk Bayern angestrebt, in das sich auf der

technischen Basis des Bamberger App-Prototyps weitere

verwandte Museen einklinken werden.

„Mit der englischsprachigen Version

der App wird die Besucherzahl

des Naturkundemuseums in

der UNESCO-Weltkulturerbestadt

Bamberg erhöht.“

Dr. Matthias Mäuser, Museumsleiter

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Alles Neue ist spannend und interessant.

Gut für alle, die sich ihre Neugier bewahren.

Unsere neuartigen Projekte sind

Treibstoff für Entdeckungen und bereichernde Erkenntnisse.

Partner:

Sparkasse Passau, Sparkasse im Landkreis Cham, Sparkasse Oberpfalz

Nord, Vereinigte Sparkassen Eschenbach i.d. OPf. Neustadt a.d.

Waldnaab Vohenstrauß, Stiftung Zuhören

www.grenzgeschichten.net

oben: Das 2014 ins Leben

gerufene Portal Grenzgeschichten

wächst und wächst.

rechts: Auch in der Philosophie

darf der Spaß für Kinder

nicht fehlen!

Partner:

gemeinnützige turmdersinne gGmbH

www.turmdersinne.de

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Das Leben stellt viele Fragen.

Ein Projekt, welches in seinem innersten Kern Neugier

erweckt. Eine Ausstellung, die die ganz großen Fragen des

Lebens behandelt und nach den Hintergründen fragt:

Das ist Phil:MINT mit dem turmdersinne.

60 Kilometer in die

römische Vergangenheit –

Geschichte einmal anders.

Was ist Wahrheit? Wirkt Gott in der Welt? Was ist Schönheit?

Wenn Kinder sich solche Fragen stellen, dann haben

wir unser Ziel erreicht. Mit 14 Grundfragen der Philosophie

weckt das Projekt die Neugier der Jugendlichen ab der

8. Klasse. Gut verständliche Texte stellen relevante Gedanken

dazu vor. Auf Initiative und mit Förderung der Bayerischen

Sparkassenstiftung entwickelte die turmdersinne

gGmbH ein inhaltliches Rahmenkonzept, bestehend aus

sechs verblüffenden Wahrnehmungsphänomenen, die als

Hands-on-Exponate angefertigt wurden und als Hinführung

zu philosophischen Grundfragen dienen. Die mobilen

Ausstellungstafeln „Sinneszauber“ und das begleitende

Internetportal www.sinneszauber.org zeigen, dass kritisches

Hinterfragen wichtig ist und eigenständiges Denken schult.

Mit „Weltenzauber“ geht die „Phil:MINT-Initiative“ in die

nächste Runde. Auch hier steht die philosophische Einordnung

der Erkenntnisse im Mittelpunkt und sie geht von

der Evolution bis zur Genetik, von der klassischen Mechanik

bis zur Quantentheorie, von der Kosmologie bis zur Neurowissenschaft.

Wir hier – die da drüben.

Auf Forschungsreise gehen, Menschen und ihre Schicksale

im Grenzgebiet entdecken, die Geschichten aufgreifen und

medial weitererzählen – das Konzept von „Grenzgeschichten

– crossing borders“ ist so neu wie spannend. In diesem

bundesweiten Bildungsprojekt der Stiftung Zuhören und der

Bayerischen Sparkassenstiftung erproben Schüler und

Studenten gemeinsam mit Journalisten, Künstlern, Filmemachern,

Museumsexperten und Zeitzeugen das ortsbasierte,

crossmediale Storytelling im Internet. Die Jugendlichen

veröffentlichen ihre Texte, Fotos, Videos und Audiodateien

selbst auf grenzgeschichten.net. Erzählt wird an unterschiedlichen

Schauplätzen, die Geokoordinaten sind auf der

Landkarte verortet. Autoren und Figuren sind ebenfalls mit

diesen Schauplätzen verbunden. So entsteht ein Beziehungsgeflecht

aus Menschen, Orten und Geschichten. Mit

dem Smartphone oder Tablet sind die Geschichten direkt an

ihren Schauplätzen abrufbar. So gehen die Jugendlichen an

die Grenzen des eigenen Horizontes und über Ländergrenzen

sowie Grenzen herkömmlicher Erzählformen hinaus.

Den Römern auf der Spur.

Nichts weckt die Neugier mehr als das Verborgene, das man

erahnt und doch nicht sieht. So wie im Projekt „Mainlimes“:

Der bayerische Abschnitt des Obergermanisch-Raetischen

Limes ist UNESCO-Welterbe und verbirgt die Reste des einst

mächtigen römischen Grenzwalls unter Äckern, Wäldern oder

mittelalterlichen Städten.

Die Smartphone-App “Mainlimes Mobil“ geht mit dem Nutzer

auf Entdeckungsreise: Während der GPS-geführten Exkursion

sind die Standorte mit Film- und Audiosequenzen sowie

Kurztexten verknüpft und machen den Limes sicht- und

erlebbar. So kann der Besucher etwa dem spannenden Ausgrabungsbericht

des Limesforschers Heinrich Eidam aus dem

19. Jahrhundert zuhören, oder Gladiatorenkämpfe und Tierhatzen

in der Arena von Dambach miterleben. Hotspots wurden

in Museen entlang des Grenzwalls gesetzt und verknüpfen

das Außen mit den Museumsobjekten. Diese Technologie wird

inzwischen auch an anderen Abschnitten des UNESCO-Welterbes

eingesetzt.

Die App ist ein Prototyp und kann jederzeit für weitere Inhalte

adaptiert werden. Seit der Veröffentlichung und der erweiternden

App „Limes Mittelfranken Mobil“ folgten in Kooperation

mit der Bayerischen Sparkassenstiftung schon zahlreiche

Applikationen von Institutionen und Museen. Mit der wohl

neusten kulturhistorischen App „Orte erinnern“ des NS-Dokumentationszentrums

in München kann man auf den Straßen

Münchens den Spuren des Nationalsozialismus folgen.

Partner:

Vereinigte Sparkassen Stadt

und Landkreis Ansbach,

Vereinigte Sparkassen

Gunzenhausen, Sparkasse

Mittelfranken-Süd,

Landesstelle für die nichtstaatlichen

Museen in Bayern

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Echte Innovationen gehen

das Wagnis des Unbekannten ein und

werden zur Bereicherung

einer gemeinsamen Zukunft.

Als Treiber des Fortschritts glauben wir an Projekte,

die wegweisende Technologien nutzen und

dabei den Menschen und sein Wohlergehen in den

Mittelpunkt stellen. Es sind Ideen und ihre

Umsetzung, die unser Land stärken, die Menschen

bilden und ihnen immer wieder Raum geben,

selber zu entdecken.

22


23


Für Notärzte und Eltern: Eine App, die im Kindernotfall hilft.

Partner:

Rettungszentrum Regensburg

www.rettungszentrum.de

Kinderuniklinik in der Tasche.

Nicht immer sind Notärzte im Umgang mit Kindern

gleichermaßen erfahren. Denn Kinder zeigen andere

Krankheits- und Notfallbilder als Erwachsene.

Das bayerische Netz Online-Kindernotarzt in Ostbayern

Okinoby geht genau auf diese speziellen Bedürfnisse des

Kindernotfalls ein: Mittels der App Okinoby Pro stellt es

dem behandelnden Notarzt umfangreiche Hilfsmittel und

eine Kommunikationsplattform bereit. Der Notarzt kann

Bilder eines Patienten in das Kindernotfallzentrum der

Kinderuniversitätsklinik Ostbayern übertragen, wo seine

Kollegen die Bilder live empfangen und in Sekundenschnelle

bei der Beurteilung der Verletzungen helfen

können. Ein integrierter Medikationsrechner speziell für

Kinder hilft, die korrekte, individuell angepasste Dosierung

eines Medikaments zu finden. Gerade in ländlichen

Gegenden Ostbayerns, wo die Wege in ein spezielles

Kindernotfallzentrum oft weit sind, ist die App eine große

Bereicherung.

Neben dieser App für Ärzte gibt es auch eine Okinoby-

App für jedermann, die Eltern wichtige Informationen für

richtiges Verhalten im Kindernotfall mitgibt.

24


Gesundheit ist das höchste Gut.

Daher brauchen gerade im Notfall Menschen Hilfe

und ärztliche Fachkompetenz,

um gestärkt aus gesundheitlichen Extremsituationen

herauszukommen. Dafür setzen wir uns ein.

Zeit ist Gehirn –

der Wettlauf um die grauen Zellen.

36.000 Menschen erleiden jährlich in Bayern einen

Schlaganfall. Für ihre intellektuellen und motorischen

Fähigkeiten nach dem Schlaganfall ist es essentiell, dass

ihnen schnellstmöglich geholfen wird. STENO ist das

„Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern“.

Es wurde 2007 gegründet, um die wohnortnahe Versorgung

von Schlaganfallpatienten zu verbessern und

schnellstmöglich zu helfen.

Die drei überregionalen Schlaganfall-Beratungszentren

in Erlangen, Nürnberg und Bayreuth arbeiten eng mit

18 Kliniken aus Mittel-, Ober- und Unterfranken sowie der

Oberpfalz und Thüringen zusammen und stehen rund

um die Uhr bereit, um telemedizinische Beratung abzuhalten.

Daten und Bilder der Schlaganfall-Patienten werden

in Echtzeit per Video in eines der Zentren übertragen und

dort von einem Spezialisten interpretiert. Im fachlichen

Austausch per Videokonferenz werden anschließend die

weiteren Behandlungsschritte festgelegt. Einheitliche

Qualitätsstandards und der Wissenstransfer sind Kernelemente

des Netzwerkkonzepts.

Frühgeborene Kinder brauchen

bestmögliche Vorsorge.

Das Risiko zu erblinden ist bei frühgeborenen Kindern

besonders hoch, da die Gefahr einer Netzhautablösung

(Frühgeborenen-Retinopathie) besteht. Ohne Therapie

beträgt dieses Risiko bis zu 50, mit rechtzeitiger Lasertherapie

nur wenige Prozent.

Doch Früherkennung benötigt ein Höchstmaß an augenärztlicher

Erfahrung. Um dieses Know-how über Regensburg

hinaus auch anderen Krankenhäusern zugänglich

zu machen und modernste medizinische Versorgung auch

in ländliche Regionen Bayerns zu bringen, wurden

die Geburtszentren in Bayreuth, Deggendorf, Landshut,

Weiden, Regensburg, Nürnberg, Neuburg an der Donau

sowie Augsburg telemedizinisch miteinander verknüpft.

Der Zustand des Augenhintergrundes bei den Frühchen

wird dann über das Telescreening mit hochmodernen

Weitbildkameras erfasst – und zwar da, wo sich die Frühgeborenen

gerade befinden. So wird den winzigen Menschlein

durch Telemedizin die Belastung und das Risiko eines

unnötigen Transports erspart.

links: Jährlich werden rund

3.500 Patienten durch das Schlaganfallnetzwerk

versorgt.

rechts: 4.400 Untersuchungen

bei Frühgeborenen fanden

bisher statt.

Partner:

Zwölf Sparkassen aus der

Oberpfalz, Oberfranken und

Mittelfranken, Uniklinikum

Erlangen und kooperierende

Kliniken

www.steno-netz.de

Partner:

Klinikum der Universität

Regensburg, Perinatalzentren

Augsburg, Bayreuth, Deggendorf,

Landshut, Nürnberg, Neuburg an

der Donau, Passau, Regensburg,

Weiden

25


Täglich kommen beim

Migräneradar 10 bis 20 neue

Registrierungen hinzu.

Partner:

Sparkasse Hochfranken,

Hochschule Hof, Migräne- und

Kopfschmerzklinik Königstein,

Universität Rostock

www.mirgraene-radar.de

www.facebook.com/MigraeneRadar/

timeline

Partner:

Sparkasse Oberpfalz Nord,

Vereinigte Sparkassen Eschenbach

i.d. OPf. Neustadt a.d.

Waldnaab Vohenstrauß,

Bayerisches Staatsministerium

für Umwelt und Gesundheit,

Deutsche Herzstiftung

www.herzinfarkt-netzwerk.de

Telemetriefähige EKG-Geräte

leiten Patientendaten

in die Klinik.

Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute.

Stechende Schmerzen in der Brust, der Notarzt wird

gerufen, ein Wettlauf ums Überleben beginnt. Doch

gerade für Patienten im ländlichen Raum kommt die Hilfe

häufig nicht schnell genug.

Grund genug, das telemedizinische Projekt „Weidener

Herzinfarkt-Netz“ (WHIN) ins Leben zu rufen. Die Notärzte

vor Ort können die Patientendaten mithilfe eines Zwölf-

Kanal-EKGs per UMTS umgehend an die Intensivstation

des Klinikums Weiden übermitteln. Der diensthabende

Oberarzt, der die Signale sogar auf seinem dienstlichen

Smartphone sehen kann, entscheidet, ob der Patient

sofort ins Herzkatheterlabor des Klinikums muss, oder ob

er im nächstgelegenen Krankenhaus primär versorgt

werden kann. Bei einer Einlieferung in Weiden ist für den

Patienten bereits alles vorbereitet. Spätestens nach zwei

Stunden sind die verschlossenen Herzkranzgefäße wieder

geöffnet – für eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit

und bessere Langzeitprognose.

Gemeinsam gegen die Volkskrankheit Nr. 1.

Der Begriff Migräne stammt aus dem Altgriechischen und

bedeutet so viel wie „halber Schädel“. Wer unter massiven

Kopfschmerzen, Übelkeit - nicht selten verbunden mit

Licht- und Geräuschempfindlichkeit - leidet, fühlt sich

vermutlich tatsächlich oft einfach nur wie ein halber

Mensch. Doch obwohl rund zehn Prozent der Bevölkerung

unter Migräne leiden, sind die Ursachen bis heute nicht

zweifelsfrei erforscht. Um diese Lücke zu schließen, ging im

Juni 2015 der Migräne-Radar an den Start. Patienten in

Deutschland, Österreich und der Schweiz loggen sich ein

und führen ein Migränetagebuch.

Die Bayerische Sparkassenstiftung unterstützt im Bereich

der Telemedizin diese Initiative, in der die Hochschule

für Angewandte Wissenschaften Hof und die Migräne- und

Kopfschmerzklinik Königstein zusammenarbeiten.

Das Ziel: möglichst viele Probanden in unterschiedlichen

Regionen gewinnen. Via Web-Plattformen wie Twitter, über

ausgefüllte Web-Formulare oder die Smartphone App

können Patienten die für die Studie notwendigen Daten an

die Hochschule weitergeben. In Hof kann dann durch den

Abgleich des Aufenthaltsortes mit den Wetterdaten des

Deutschen Wetterdienstes eine mögliche Korrelation

zwischen der Wetterveränderung und dem Auftreten von

Migräne festgestellt werden.

Dieses wegweisende Vorhaben wurde mit dem „Deutschen

Innovationspreis im Gesundheitswesen“ ausgezeichnet.

Für den Fall, dass sich eine solche Wechselbeziehung

nachweisen lässt, planen die Wissenschaftler in Zukunft

eine Vorhersagekarte zu erstellen. Ähnlich einer Wetterkarte

können so Patienten vor dem möglichen Auftreten

eines Migränefalls in ihrer Region gewarnt werden.

26


Partner:

Sparkasse Bayreuth,

Regionalmanagement Stadt

und Landkreis Bayreuth

www.energy-in-art.de

Was haben Bioenergie, Kunst und

viele tolle Ideen gemeinsam?

Wenn sie zusammen kommen, dann begeistern sie. So wie

bei Energy-In-Art, einem außergewöhnlichen Kunstprojekt

in der Bioenergieregion Bayreuth. Hier haben sich Menschen

auf kreative Weise mit der Energiewende auseinandergesetzt,

aus ihren Ideen sind tolle Kunstwerke entstanden.

Mit beeindruckenden Großskulpturen, Filmen, interaktiven

Installationen und Workshops haben die Beteiligten einen

kreativen Motor in Gang gesetzt, der die Energiewende

beflügelt. Bereits zum Projektstart 2012 wurden in einem

Kunstwettbewerb 90 Vorschläge eingereicht. In einem

zweiten Wettbewerb 2014 sollte ein Mülltransporter zu

einem Energie-Kunst-Lkw umgebaut werden – seit 2015 ist

er mit dem Siegermotiv auf Nordbayerns Straßen unterwegs.

Begleitend zu den künstlerischen Aktivitäten wird in der

Region an zahlreichen konkreten Initiativen zum

umwelt- und sozialverträglichen Ausbau der erneuerbaren

Energien gearbeitet.

Energy-In-Art lädt zum Mitmachen ein und bietet hierfür

viele Angebote. Es weist den Weg in eine nachhaltige

Gesellschaft und verbindet Ökonomie, Ökologie und

Soziales miteinander.

Kunstprojekte zur Energiewende –

von weniger bekannten und

renommierten Künstlern.

27


Geschichte und Kultur,

Wissenschaften und Phänomene,

Sprachen und Fakten –

Bildung ist Bereicherung und Erkenntnis,

Aha-Effekt und ganz viel Spaß.

Partner:

Sparkasse Schwandorf,

Bayernbund e.V.,

Wertebündnis Bayern

www.wertebuendnis-bayern.de

www.facebook.com/

mundartwertvoll

Partner:

Sparkasse Mittelfranken-Süd,

Stadt Schwabach

www.schwabach.de/

stadtmuseum

Partner:

Sparkasse Mittelfranken-Süd,

Umweltstation Rothsee

www.rothsee.lbv.de

Sprache, die das Herz erwärmt.

Es steht schon in der Bayerischen Verfassung: „Schüler

sind in der Liebe zur bayerischen Heimat zu erziehen.“

Und so zeigt das Projekt MundART WERTvoll Kindern die

verschiedenen bayerischen Dialekte als ein Stück Heimat

und Vertrautheit auf. Denn es ist gerade die Sprache,

die ein wesentliches Gefühl von Zusammenhalt und

Gemeinschaft vermittelt. Kinder erleben die Mundart über

die Musik, das Theater oder die Literatur. Von Oberbayern

bis Unterfranken folgt das Projekt damit der Erkenntnis

Goethes: „Jede Provinz liebt ihren Dialekt, er ist das

Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft.“

„I red gern boarisch...“

sagen viele bayerische

Kinder.

Das fast vergessene Genie.

Adolph von Henselt war ein Klaviervirtuose, Komponist und

Musikpädagoge, der Ende des 19. Jahrhunderts wirkte.

Kollegen wie Liszt und Chopin schätzten ihn sehr, doch

durch seine Emigration nach Russland geriet er in Vergessenheit.

Sein Geburtsort Schwabach ehrt ihn mit einem

Museum, in dem der Musiker durch innovative Technologie

in Bild und Ton erlebbar ist. Zudem wird in Salonatmosphäre

über einen großflächigen Touchscreen Henselt-

Musik audiovisuell vermittelt. So wird mit elektronischer

Unterstützung ein spielerischer und umfassender Zugriff

auf eine enorme Fülle von Informationen über den

weltbedeutenden Komponisten Adolph von Henselt und

seine Geschichte möglich.

Naturerlebnisse für alle.

Barrierefreiheit und Inklusion sind Begriffe, die immer

wieder mit Leben gefüllt werden sollten. Dies gelingt in der

Umweltstation Rothsee auf vorbildliche Weise. Ob jung

oder alt, ob mit oder ohne Behinderung – auf dem barrierefreien

Areal kann jeder für sich die Natur entdecken.

Die pädagogischen Angebote sind breit gefächert: Die

Lebensräume Wasser, Sand, Wiese und Hecke stehen

ebenso auf dem Programm wie die Themen Klima, Energie,

Ernährung, fairer Handel und Teambildung. Das Gebäude

bietet einen Ausstellungs- und einen Forscherraum. Die

Deutsche UNESCO-Kommission hat die Arbeit der Umweltstation

am Rothsee als Projekt der UN-Dekade „Bildung für

nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

28


Ausstellungsobjekte nur mit Blicken bewegen.

Klingt wie Hexerei? Keineswegs! Was im Museum des

Klosters Heidenheim Besucher begeistert, ist vielmehr eine

ausgeklügelte Technologie, die erstmals in einer Ausstellung

zum Einsatz kommt. Der Betrachter dieser „Interaktiven

Vitrine“ steuert allein durch Blicke, worüber er mehr erfahren

möchte. Verharrt sein Blick, werden Text- und Bildinformationen,

Hörtexte oder auch Filme zum entsprechenden Exponat

auf dem Display in der Frontscheibe der Vitrine eingeblendet.

Durch diese Hochtechnologie in altehrwürdigen Klostermauern

bekommen analoge Ausstellungsobjekte aus vier

Epochen eine virtuelle Informationsebene – eine komplett

neue, innovative Form der Informationsgestaltung,

die sich schnell zum Besuchermagneten für Jung bis Alt

entwickelt hat. Auch die Fachwelt wurde aufmerksam:

2016 wird sich eine internationale Konferenz von Museologen

mit der Neuentwicklung ausführlich beschäftigen.

Partner:

Vereinigte Sparkassen

Gunzenhausen,

Zweckverband Kloster

Heidenheim

www.kloster-heidenheim.eu

Innovative Museumsbildung

via Touchscreeen im

Henselt-Studio.

Ein Ort der Umweltbildung –

für Groß und Klein mit und

ohne Behinderung.

Spannend und neu

die blickgesteuerte Vitrine.

29


Die technologisch geprägte Welt mitgestalten

kann nur, wer sie früh für sich erkennt.

So wird Entdecken zu einem Wert, der insbesondere

unsere Kinder stark macht.

Partner:

Sparkasse Ingolstadt,

Sparkasse Mainfranken Würzburg,

Sparkasse Hochfranken,

Initiative Regionalmanagement

Region Ingolstadt e.V.,

Initiative Junge Forscherinnen

und Forscher IJF, Region

Mainfranken GmbH, Wirtschaftsregion

Hochfranken e.V.

www.initiative-junge-forscher.de

Partner:

Kreissparkasse Kelheim,

Sparkasse Bad Neustadt a. d.

Saale

Bayerisches Schullandheimwerk

e. V.

www.realschulebayern.de

Die Stärken zusammenführen.

Am Wirtschaftsstandort Deutschland wird in Zukunft der

Bedarf an Nachwuchs mit MINT-Qualifikationen weiter

steigen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften

und Technik. Je früher Schüler eine

Studien- und Berufsorientierung erfahren, desto nachhaltiger

und intensiver setzen sie sich mit diesem Thema

auseinander.

MINT-Regionen sind in Bayern noch nicht häufig –

aber sehr sinnvoll und effektiv, um naturwissenschaftlichtechnische

Bildung vor Ort auszubauen und damit

die Zukunftsfähigkeit von Regionen zu sichern. Die IJF

Initiative Junge Forscherinnen und Forscher und die

Bayerische Sparkassenstiftung haben es sich zur Aufgabe

gemacht, in Bayern regionale MINT-Bildungsnetzwerke

in einer MINT-Allianz zu initiieren und zu begleiten. Denn

sie haben erkannt: MINT-Bildung gelingt besonders gut,

wenn sie auf den spezifischen Bedarf der jeweiligen

Region zugeschnitten ist und zugleich die vor Ort vorhandenen

Ressourcen optimal nutzt, koordiniert und

weiterentwickelt.

Zukunft intensiv erleben.

Im Rahmen der Initiative „MINT21“ an bayerischen

Realschulen findet das Projekt mintensiv in acht Schullandheimen

in Bayern statt. Ein Schullandheimaufenthalt

bietet optimale Bedingungen für ein solches Projekt, da

hier eine intensive Auseinandersetzung und ein echtes

Vertiefen in Themen möglich sind.

Im Vordergrund steht das eigenständige Forschen und

Experimentieren der Schüler. Neben so spannenden

Aufgaben wie dem Programmieren von Robotern oder der

Auseinandersetzung mit regenerativen Energien finden

auch verschiedene Freizeitaktivitäten statt. Ziel dieses

Programms ist es, die MINT-Kompetenzen, die Berufsorientierung

sowie Schlüsselkompetenzen der Realschüler

nachhaltig zu fördern. Um die sehr hohe Qualität der

Wochenkurse zu ermöglichen, hat die Bayerische Sparkassenstiftung

die Hardwareausstattung (z.B. 3D-Drucker,

Kameras, Mikroskope, Navigationsgeräte, Laptops) an den

acht Schullandheimstandorten Bad Windsheim, Bauersberg,

Bliensbach, Oberaudorf, Riedenburg, Steinbach am

Wald, Thüringer Hütte und Waldkraiburg finanziert.

Sich technologisches

Knowhow anzueignen,

macht großen Spaß.

30


Kinder früh für MINT

begeistern, ist Ziel des

MINT-Netzwerks.

31


Warum in der Ferne kaufen, wenn

das Gute wächst so nah?

Die Zerstörung von tropischen Primärwäldern sowie der

zunehmende globalisierte Warentransport tragen

maßgeblich zum Klimawandel bei. Dennoch wird jährlich

sehr viel Holz nach Deutschland importiert.

Die Initiative „Holz von hier“ macht darauf aufmerksam,

dass Bayern zu einem Drittel bewaldet ist und holzverarbeitende

Industrie ansässig ist. Eine Holzinfomeile

informiert über das sogenannte Holz des kurzen Weges

und sensibilisiert für regional angebautes und verarbeitetes

Holz. Ferner werden heimische Holzprodukte für

den Käufer kenntlich gemacht und mit einem Zertifikat

versehen. So kann er ganz bewusste Kaufentscheidungen

treffen und seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Elektronenmikroskop-Aufnahmen von Nanopartikeln (Seesalz-Aerosol, Nanogold).

Die Faszination des Milliardstel Meters.

Die Nanotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie des

21. Jahrhunderts. Deutschland liegt an der Weltspitze

und Bayern zählt zu den führenden Nanotechnologiestandorten.

Partner:

Holz von Hier gGmbH, Bayreuth,

Deutscher Landkreistag,

Metropolregionen Nürnberg

und München, Deutscher

Naturschutzring, Deutscher

Landschaftspflegeverband

www.holz-von-hier.de

Die Bayerische Sparkassenstiftung unterstützte Holz

von Hier in der Öffentlichkeitsarbeit. Ausstellungsobjekte,

wie Informationsstelen und Holzobjekte, wurden angefertigt.

Eine begleitende Web 2.0 – Kampagne schaffte

Aufmerksamkeit und stieß einen gesellschaftlichen

Diskurs an. Mittlerweile strahlt das Projekt in die benachbarten

Bundesländer Thüringen, Hessen und Baden-

Württemberg aus.

Kinder und Jugendliche für Nanotechnologie zu begeistern

ist ein wichtiges Anliegen, um die Technologieführerschaft

nachhaltig zu sichern. Eine bedeutende Entwicklung: Das

neue Demonstrationslabor für Nanotechnologie am

Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

(LGL) in München. Dieses nanolab zeigt technisch

eindrucksvoll Strukturen auf, die mit bloßem Auge

nicht zu sehen sind. So macht es die Naturwissenschaften

anschaulich und ermöglicht eine faszinierende Reise in

die unentdeckten Welten der Natur. Wer weiß schon, dass

ein menschliches Haar 80.000 Nanometer breit ist?

Die Holzinfomeile ist

ein Beitrag zu Klimaschutz

und Nachhaltigkeit.

Das nanolab soll die Lust auf mehr Wissen rund um die

Natur wecken. Und allen Schülern – wie natürlich auch

ihren Lehrern – die Faszination der modernsten Technologien

auf eingängige Weise erfassbar machen. Schulen

in ganz Bayern können in diesem von der Bayerischen

Sparkassenstiftung mit viel Begeisterung unterstützten

Projekt profitieren.

32

Partner:

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und

Lebensmittelsicherheit

www.lgl.bayern.de/rubrikenuebergreifende_

themen/nanotechnlogie/nanolab


„Ideen haben ist das eine,

sie auch konsequent umzusetzen und

am Ende als Projekte zum Erfolg zu bringen,

ist etwas anderes.

Oft braucht man dafür starke Partner.

Darum unterstützen wir vor allem

innovative Ideen, welche die

technologischen Entwicklungen unserer Zeit

auf kluge und überraschende Weise nutzen.

In Projekten, die begeistern,

und die für Menschen überall in Bayern

eine Bereicherung sind.“

Dr. Ingo Krüger, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Bayerischen Sparkassenstiftung

33


Unsere Förderwelt in Zahlen.

Engagement und Herzblut sind wichtige Werte,

mit denen wir unser Miteinander bereichern.

Doch so emotional und bewegend die Projekte

für die Menschen sind – sie lassen sich

immer auch ganz sachlich in Zahlen darstellen,

die die Wirksamkeit unseres Handelns aufzeigen.

Der Gesamtbetrag, mit dem die Bayerische Sparkassenstiftung

seit 1995 Projekte in ganz Bayern gefördert hat.

59% 19% 13% 9%

Neue Wege zur Kultur MINT & Umwelt Telemedizin Andere Förderungen

Die Gesamtfördersumme verteilt sich prozentual

wie folgt auf drei Hauptförderbereiche sowie

einige kleinere auf.

34


460

Geförderte Projekte

Unsere geförderten Projekte: Von A wie Aktion

Knochenspende bis Z wie Zentrum für

Palliativmedizin. Vom südlichsten Allgäu bis

zum nördlichsten Oberfranken.

22Entwickelte

Apps

So viele kleine Computerprogramme,

die uns auch

unterwegs immer schlauer

machen, haben wir

gefördert und mitentwickelt.

Förderpartner

361

Anzahl der Förderpartner, mit

denen wir Schulter an Schulter

Projekte voranbringen.

Geförderte

Museen

182

Summe der Museen und

ihrer innovativen Ideen,

die wir gefördert haben.

80

Partner aus der

Sparkassen-

Finanzgruppe Bayern

Die Zahl der Partner aus dem großen Kreise

der Sparkassen-Finanzgruppe Bayern, mit

denen wir gut und gerne zusammenarbeiten.

35


An neuen Herausforderungen wachsen –

auch in Zukunft

und trotz kleiner Zinsen.

Mehr und mehr handeln wir

als Think Tank und entwickeln

eigene Konzepte.

Die Bayerische Sparkassenstiftung ist Ausdruck der

gesellschaftlichen Verantwortung und des gemeinwohlorientierten

Handelns der bayerischen Sparkassen. Um

wirksam zu fördern, reichte es in den ersten Jahren

durchaus, mit ihren Erträgen und Dotationen gute Projekte

zu finanzieren. Doch dann kam 2007 die Finanzkrise und

veränderte das Umfeld für alle Stiftungen radikal: historische

Niedrigzinsen ließen und lassen die Zinserträge und

damit den finanziellen Handlungsrahmen

schrumpfen. Die Bayerische

Sparkassenstiftung hat darauf in

mehrfacher Hinsicht reagiert.

Stärker noch als früher stellen wir sicher, dass unsere

Investitionen in das Gemeinwohl entsprechende Hebelund

Multiplikatorenwirkung besitzen. Gleichzeitig bauen

wir auf neue Technologien und Kommunikationsformen,

um die Breitenwirkung dieser Vorhaben zu vergrößern.

Mehr und mehr handeln wir als Think Tank und entwickeln

eigene Konzepte, die wir gemeinsam mit den örtlichen

Sparkassen und weiteren Förderpartnern koordinieren.

So entstanden beispielsweise die MINT-Regionen oder

das Burgen-Informationsnetzwerk entlang der Altmühl.

Zudem moderieren wir Netzwerke unterschiedlicher

Stakeholder und brechen gewohnte Denkmuster auf. Ein

schönes Beispiel hierfür ist das Projekt „Seitenwechsel“,

welches Führungskräfte zu sozialen Brennpunkten

begleitet. Übrigens ein Projekt, das wir seit über 10 Jahren

erfolgreich ohne finanzielle Mittel nur mit eigenen

Ressourcen wie Räumen, Kontakten und Aktionsplattformen

umsetzen.

Auch zukünftig sehen wir uns als Stiftung ganz besonders

in der Pflicht zu handeln und kreativ zu denken, denn

wir können leichter als andere ein Risiko eingehen, Kräfte

zu einem Thema bündeln, unterschiedliche Partner

zusammenführen und ein Themenfeld über längere Zeit

konsequent bearbeiten.

Wir freuen uns auf viele weitere spannende Projekte

und darauf, mit unseren Partnern gemeinsam voranzugehen.

36


Impressum

Herausgeber:

Bayerische Sparkassenstiftung

Karolinenplatz 5

80333 München

Telefon 089 2173-1502, Fax 089 2173-2046

bayerische-sparkassenstiftung@svb-muc.de

www.bayerische-sparkassenstiftung.de

Projektbetreuung und redaktionelle Mitarbeit:

Fatma Sengül, Nora Ottenberg

Konzeption und Umsetzung:

Das Schoenewerk – Feine Kommunikation

www.das-schoenewerk.de

Art Direction und Design: Tanja Lemke-Mahdavi

Redaktion/Texte: Iris Rodriguez

Beigetragene Texte: Dr. Marcel Huber, Dr. Ulrich Netzer,

Dr. Astrid Pellengahr, Prof. Dr. Michael Nerlich, Dr. Ingo Krüger

Druck: Rucksaldruck

Bildnachweis:

S.1 Karwendelröhre Imagebroker/Alamy

S. 10 Werte erhalten Mongojuicy | Dreamstime.com

S. 13 Regensburger Dom Uwe Moosburger (altrofoto)

S. 14 Archaeopteryx Manfred Schneider

S. 14/15 Interaktive Partitur Marcus Ebener Fotografie

S. 16 Donauerleben Josef Waldmüller

Isargeschichten Sigi Menzel

S. 17 Natur im Fokus Michal Baran/gettyimages.com

S. 18 Bamberger Vogelsaal Jürgen Schabel

S. 19 Bamberger Vogelsaal Matthias Mäuser

S. 20 Grenzgeschichten Stiftung Zuhören, Bettina Schönemann

PhilMint

Karin Becker

S. 21 Limes Boundary Productions

S. 23 Zukunft gestalten Städel Museum

S. 24 Okinoby monkeybusinessimages/iStock.com

S. 25 STENO Kerstin Spielvogel

Retinopathie

Pleprakaymas | Dreamstime.com

S. 26 WHIN BRK PEQ

Migräneradar

Screenshot aus der App

S. 27 Energy-in-Art Stephan Herbert Fuchs; „Hannes Neubauer,

Photosymbiose, 2012“

S. 28 MundART WERTvoll Ingrid Ritt

S. 29 Henselt-Studio Stadtmuseum Schwabach

Kloster Heidenheim Zweckverband Kloster Heidenheim

Rothsee

Umweltstation Rothsee

S. 30 MINT Allianz Andreas Grasser

S. 31 MINTensiv Ute Jeremias

S. 32 Holz von hier Holz von Hier gGmbH

NanoLab

Bayerisches Landesamt für Gesundheit

und Lebensmittelsicherheit

37


www.bayerische-sparkassenstiftung.de/projektwelt

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