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OCEAN7 2011-02

Auch das gibt es: Eine junge Familie kauft in Griechenland eine Segelyacht, rüstet sie für die extremen Bedingungen im Süden des amerikanischen Kontinents und der Antarktis aus - und segelt mit ihrem kleinen Sohn von der Ägäis bis an das berüchtigte Kap Hoorn.

Auch das gibt es: Eine junge Familie kauft in Griechenland eine Segelyacht, rüstet sie für die extremen Bedingungen im Süden des amerikanischen Kontinents und der Antarktis aus - und segelt mit ihrem kleinen Sohn von der Ägäis bis an das berüchtigte Kap Hoorn.

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www.OCEAN7.at

DAS YACHTMAGAZIN

02/11

boot tulln 2011: alle boote, alle termine

Wir segeln in

den Frühling

RISHO MARU

Verliebt in Thailand

ABENTEUER

Familientörn

nach Kap Hoorn

Mit Yacht Club Austria News


www.messe-tulln.at

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ACHTUNG:

Öffnungszeiten täglich

10.00 bis 18.00 Uhr

• BOOTE • YACHTEN

• ZUBEHÖR • TAUCHEN

ÖSTERREICHS

BOOTSMESSE NR. 1

3. – 6. MÄRZ


4 Editorial

Klaus Kremer/Ingo Thiel

Das Queen Mary 2 Kochbuch

Die Queen Mary 2 lädt ein zum Kochen und Genießen!

Über 70 Rezepte aus aller Welt begleiten den Leser auf eine kulinarische

Reise durch Vorspeisen, Suppen und Salate, Hauptspeisen und Desserts,

darunter Klassiker wie Surf & Turf oder der New York Cheesecake.

Das handliche, reich illustrierte Queen Mary 2

Kochbuch besticht durch verständliche Zubereitungsanleitungen.

Die Rezepte sind praxisnah und ohne

Profigeräte nachzukochen. Tipps und Tricks vom

Küchendirektor der Queen Mary 2, Klaus Kremer,

der auch die Rezeptauswahl vorgenommen hat und

darüber hinaus Interessantes über den bekanntesten

Luxusliner unserer Zeit zu berichten weiß, bereichern

dieses appetitanregende Kochbuch.

24,5 x 26 cm | 156 Seiten

zahlr. Farb-Abb. | Hardcover

€ (D) 24,90 | € (A) 25,60 | SFr* 41,50

ISBN 978-3-7822-1020-1

Bitte bestellen Sie in Ihrer Buchhandlung oder bei:

Koehlers Verlagsgesellschaft | Georgsplatz 1 | 20099 Hamburg

vertrieb@koehler-books.de | Fax: 040/707080-324.

Ja, hiermit bestelle ich

Expl. Das Queen Mary 2 Kochbuch à € (D) 24,90 | € (A) 25,60 | SFr* 41,50

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Ich erhalte die Sendung gegen Rechnung.

Ein Unternehmen der Tamm Media

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Georgsplatz 1 Tel.: 040/70 70 80-323

20099 Hamburg Fax: 040/70 70 80-324

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Editorial

5

Liebe

Ocean7-Leser

Foto: Shutterstock

Es ist ja jedes Jahr das Gleiche: Egal wie frostig, wie verregnet

oder wie warm die Wintermonate auch sein mögen, für uns

Segler und Motorbootfahrer sind sie in jedem Fall eine Qual,

die größer und unerträglicher wird, je weiter wir uns dem Frühjahr

nähern.

Ein ganz entscheidender Wendepunkt in der Stimmung ist da

immer die Boot Tulln. Unsere Messe. Sozusagen der offizielle

Start in die Saison. Da heißt es dann Farben, Unterwasseranstriche,

laufendes Gut und das eine oder andere neue, mehr oder

weniger notwendige Extra für unsere Boote oder für uns zu

kaufen. Und zumindest gedanklich setzen wir jetzt schon die

Segel, werfen die Leinen los und begeben uns auf Törn.

Es wird wohl eine besonders bunte Saison. Etliche große Werften

wie Beneteau oder Salona setzen nicht mehr nur auf den

klassischen weißen Rumpf und die klassischen weißen Segel.

Schiffe kommen farbenfroh und durchdesignt daher – als

Gesamtkunstwerk sozusagen, in dem sich Skipper und Bordfrau

am besten farblich in ihrer Segelbekleidung dazu passend abstimmen.

Die neue FIRST 30 ist so ein Schiff. Wir haben es in der poppigbunten

und frühlingsfrischen Ausführung auf unserem Cover.

Jedermanns Sache ist das vermutlich nicht, wird aber auf den

Seen und an den Küsten so manches Fotomotiv auflockern.

Natürlich gibt es die FIRST 30 auch im klassischen Weiß, weil

die Verkaufsprofis genau wissen, dass manche männliche Kunden

lieber nicht so farbenfroh dahersegeln, auch wenn es die Bordfrau

gerne hätte.

Was Sie alles auf der Boot Tulln 2011 erwartet, lesen Sie in dieser

Ausgabe in unserem großen Messe-Special. OCEAN7 präsentiert

in Tulln nicht nur allerhand Interessantes auf unserem

Stand in der Halle 5 – von spannenden und lustigen Aktionen

mit Abenteurer, Weltumsegler und Piratenopfer Claus Gintner

bis zu Fachgesprächen mit den Mitarbeitern der Redaktion über

Boote, Reviere, Zubehör. OCEAN WOMAN Alexandra Schöler

wird für Sie da sein, bei einem Preisausschreiben wird es einen

Gratis-Platz auf einem Schiff für die „Sail & Fun Trophy“ von

Phoenix Yachting im türkischen Marmaris im Wert von rund

1.200 Euro geben, und Sie können in den schönen, maritimen

Büchern des Koehler Verlages schmökern.

Dann präsentiert OCEAN7 von Donnerstag bis Samstag jeweils

um 12.00 Uhr die Shooting-Stars der Weltumseglerszene mit

einer extra dafür entwickelten Show: Alexandra, Peter und Finn

von der RISHO MARU bieten unter dem Titel „Kind, Küche,

Katamaran“ einen spannenden und emotionalen Mix aus Lesung,

Video, Bildern und LIVE gespielter eigener Musik über

die viereinhalb Jahre ihrer Weltumsegelung. Eine Veranstaltung,

die Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

Ich persönlich freue mich darauf, Sie auf der Messe zu treffen.

Besuchen Sie uns doch: Halle 5, Stand 537.

Ganz herzlich,

thomas.dobernigg@ocean7.at


6

DAS YACHTMAGAZIN FÜR ÖSTERREICH

02/11

Ausgabe Nr. 25

Alle Infos und vieles mehr unter

www.ocean7.at

16 tropisch. Weltumsegler entdecken Thailand

46 GEORG FUNDAK.

Mit System zum Erfolg.

80 Salona 41.

Das Familienschiff.

Revier

14 News.

16 Thailand. Abseits der touristischen Resorts.

22 Kraft der sonne. Urlaub im Marmarameer.

28 Kornaten. Zurück in eine alte Zeit.

People

38 News.

40 Familientörn. Kap Hoorn mit Kleinkind.

46 Fundak. Visionär und Heilsbringer.

Service

50 News.

52 Kikinger. Lebendiges Korallenriff.

60 Wasserhosen. Was ist bloß mit dem Wetter los.

66 osterputz. Klar Schiff in Griechenland.

68 BOOT TULLN. Special zur Messe.

Yachten

78 News.

80 SALONA 41. Ein Schiff für Genießer.

Coverfoto von First

28 KORNATEN. Tradition und Geschichte.

68 aktuelles.

Unsere Messe-Vorschau.

52 Korallenriffe. Von Jägern und Gejagten.


Inhalt

7

40 Familybusiness. Bis ans Ende der Welt.

22 Mit der sonne. An Bord des Solarwave-Katamarans.

Regatta

88 News.

90 AEZ/RC 44. Jetzt geht die Post ab.

| 5 Editorial.

| 8 Best of.

| 12 KOLUMNE.

| 84 YCA News.

| 94 Leserbriefe.

| 96 Bücherschapp.

| 98 Inserentenverzeichnis – Impressum.

60 das wetter. Warum es immer öfter verrückt spielt.

maxmarine

New Concept

New Feeling

NC 11

3. - 6. März, Halle 10

MaxMarine GmbH, A-3021 Pressbaum, Hauptstraße 2

Jeanneau Motoryachten-Vertragshändler Österreich

T: +43 (0)2233 53005-0, E: info@maxmarine.at, I: www.maxmarine.at

MaxMarine-Handelspartner Donau: Bootswerft Meyer

MaxMarine-Handelspartner Süd: Werkhof Diskontmarin


8

oCEAN7 BEST OF

Ahoi ihr Stegsegler, Leinenbändiger und Meilenfresser, kalimera,

kalimera, da bin ich also wieder!

Kennt ihr das Plic Kusija? Nein? Nie gehört? Nie gesehen?

Also, wie man dem Namen nach schließen kann, liegt es

natürlich in Kroatien, unserem geliebten Segelrevier vor der

Haustür. Um dieses Revier gefahrlos für sich und andere befahren

zu können – egal ob unter Segel oder Motor –, sind

gewisse Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu gehört auch die

Erlangung eines entsprechenden Führerscheines. Das wiederum

liegt in den Kompetenzen der einzelnen Staaten. Grundsätzlich

gilt das, was der Heimatstaat verlangt, auch im Ausland,

also auch in Kroatien. Ich weiß, es ist eine langwierige

und kostenintensive Angelegenheit, bis man so ein Papierl in

den Händen hält. Manche besonders Schlaue machen es sich

daher einfach und versuchen auf „Schleichwegen“ ebenfalls

zu einer Lizenz zu gelangen. Manchmal gelingt das auch!

Ausg’steckt is!

Es ist schon ein Weilchen her und wir waren wieder einmal in

unserem Stammrevier unterwegs, mit zwei Segelyachten und

je sechs Azubis (Auszubildende) an Bord. Von Zadar aus segelten

wir mit einem moderaten Maestrale (für Nichtsegler:

Das ist ein Wind, kein Rotwein!) Richtung Süden. Unser Ziel:

die Marina Hramina auf der Insel Murter. Ein Paradies für alle

Nautiker und den nach Speis’ und Trank lechzenden Seemännern

und Seefrauen. Die hungrigen Mägen jubilieren schon

alleine bei dem Gedanken an Restaurants wie Racic, Rebac,

Tic-Tac usw.

Die Zufahrten dorthin sind aber für Nichtkenner etwas tückisch,

weil sie stellenweise, oder überhaupt, sehr seicht und trügerisch

sind und den Seefahrer wie seinerzeit die Sirenen den

alten Odysseus zur Unachtsamkeit verlocken. Manchmal sieht

man zwischen den Einfahrten schon das „gelobte Land“ und

fährt einem kleinen Fischerboot hinterher, bis es dann rumpelt,

weil der Kleine nur einen Tiefgang von einem halben Meter

hat und beim eigenen Boot der Kiel bis auf zwei Meter Tiefe

reicht.

Ihr meint, das wäre leichtsinnig und unverantwortlich? Da

muss ich euch voll recht geben!

Aber zurück zum Plic Kusija. Dieses Riff liegt in der nördlichen

Einfahrt in den Pirovacki-Kanal. Wer also von Norden kommt

und nach Murter möchte, fährt hier durch. Die Wassertiefen

nehmen rasch ab und man sieht durch das klare Wasser auf

den Grund des Meeres. Auch wenn der Ausguck am Bug, Mann

oder Frau, der Meinung ist, dass es hier ziemlich seicht wird,

sollte man sich auf seine hoffentlich gute Ausbildung, auf die

Seekarte und das Echolot verlassen. Aber in Zeiten wie diesen

navigieren die meisten ja mit dem Kartenplotter und verlassen

sich auf dieses Ding wie auf den lieben Gott.

Wir sahen schon von Weitem, dass hier etwas nicht stimmen

konnte. Die Yacht lag schief und zwei Leute standen im Wasser.

Vorne zog einer mit dem Dinghi und Sprudlermotor.

Als sie uns sahen, machten sie auf „Müde Fliege“ (Seenot-

Handsignal). Wir ließen unseren Gummi-Lelli ins Wasser und

fuhren zu ihnen hin.

„Wir sitzen auf“, riefen sie uns schon von Weitem zu. „Die

Durchfahrt ist hier mit den beiden Stangen ausg’steckt,“ meinte

darauf der „Skipper“, „und trotzdem sind hier Felsen im

Wasser!“

„Ja kennst du denn das nicht? Das sind doch Kardinal-Seezeichen

und ein Nord-und Süd-Quadrant” mischte einer meiner

Azubis mit. „Das Nordzeichen, mit den beiden Spitzen nach

oben, steht im Norden der Untiefe und das Südzeichen, mit

den Spitzen nach unten, im Süden und dazwischen liegt das

Riff. Das weiß doch jeder!“

„Ach du Schei…“, meinte der Skipper, „was sollen wir jetzt

machen.“ „Wir ziehen euch herunter und bringen euch nach

Betina, dann ruft ihr euren Vercharterer an und wartet auf

seine Anordnungen.“

Ich befestigte seine Bugleine an meinem Kahn und das zweite

Schiff zog am Großfall, um das Schiff entsprechend zu

krängen. Gemeinsam zogen wir dann die Yacht vom Riff herunter.

Es machte ein grässliches Geräusch, das mir noch heute eine

Gänsehaut beschert, wenn ich daran denke, als wir das lädierte

Schiff über die Felsen zogen.

Zum Glück hatte es kein großes Leck bekommen, aber das

Ruderblatt war abgebrochen und die Kielbolzen machten

Wasser. Außerdem war die Antriebswelle verbogen und der

Wellenbock abgebrochen. Wir zogen den Havaristen nach

Betina in die Werft, wo man das Schiff sogleich aus dem Wasser

hob. Als Bergelohn und Entschädigung für die verlorene

Zeit vereinbarten wir ein Mittagessen für die Crews.

Und was lernen wir daraus?

Ausg’steckt is nur beim Heurigen und nicht

in der Seefahrt! Aber sollte ich das einmal

vergessen – na dann Prost!

Ihr sehr ergebener, wieder

Seezeichen studierender

Kapitän Metaxa


PANTAENIUS

NEWS BEST OF 9

INSIDER NEWS

Jacken

zum Boot

Die Giebelstädter Bavaria Werft hat gemeinsam mit Sportswear

Connection aus München eine neue Merchandise-

Kollektion entworfen. Neben T-Shirts, Hemden

und Pullovern bietet die Bekleidungskollektion

auch eine große

Auswahl an Jacken und Accessoires

wie Schlüsselanhänger

und Kappen. Die gelungenen

Kleidungsstücke wurden

erstmals auf der boot 2011 in

Düsseldorf ausgestellt, wo

sämtliche Bavaria-Produkte,

vom T-Shirt bis

zur Yacht, gekauft

werden konnten.

www.bavariayachtbau.com

AUT11022 www.hqhh.de

Was tun,

wenn es Sie

eiskalt

erwischt …

Mit Einblick

Als Vorpremiere für die Lancierung der Serienmodelle legt

Breitling für Sammler und Liebhaber eine Spezialserie dieses

neuen First-Class-Chronografen auf. Die weltweit auf

2.000 Exemplare in Edelstahl

und 200 in Rotgold limitierte

Ausgabe Transocean Chronograph

Limited, Gehäuse und

Lünette poliert, mit auf dem

Gehäusemittelteil eingravierter

individueller Nummer, gibt

es in zwei Zifferblattversionen

− Mercury-Silber und Schwarz

– mit Armband aus Leder, Kroko und geflochtenem

Stahl. Im Gegensatz zu den künftigen

Serienmodellen mit massivem Gehäuseboden

gibt die limitierte, bis 100 m wasserdichte

Auflage dank eines transparenten

Bodens die Sicht frei auf das

100 %-ige Breitling-Chronografen -

kaliber mit seiner faszinierenden

Präzisionstechnik.

www.breitling.com

www.pantaenius.at/insider

Die ganze Geschichte online

Deutschland · Großbritannien · Monaco · Dänemark

Österreich · Spanien · Schweden · USA

Wien · Tel. +43-1-710 92 22

Boot Tulln, Halle 5, Stand 524


10

oCEAN7 BEST OF

3Fragen an …

Bavaria-Geschäftsführer

Dr. Jens Ludmann

Warum hat Bavaria noch Dufour

und Grand Soleil gekauft?

Als ich zu Bavaria kam, waren wir

offen für eine weitere Akquisition,

gleichzeitig wurden neue Eigentümer

für Dufour und Grand Soleil gesucht. Ich habe diesen

Ankauf sehr stark unterstützt, weil ich glaube, dass

diese beiden Marken sich mit Bavaria perfekt ergänzen.

Und weil es in Zukunft bei den Werften, neben einigen

kleinen Spezialisten, eine Konzentration auf wenige

große Anbieter geben wird.

Wie unterscheiden sich die Boote, wie wollen Sie

die einzelnen Marken im Markt positionieren?

Ich komme aus der Automobilbranche – von Ford –,

lassen Sie mich daher einen Vergleich aus diesem Bereich

ziehen. Bavaria ist der VW; bietet also gute Qualität

zu einem sehr guten Preisleistungsverhältnis. Dufour

wäre dann Audi; modern, sportlich und elegant. Und

Grand Soleil sollte der Porsche werden; für luxuriöses

und schnelles Segeln. Derzeit liegen Dufour und Grand

Soleil noch zu nahe beieinander, aber daran arbeiten

wir! In jedem Fall bleiben die einzelnen Marken authentisch,

es wird beispielsweise keine Konzentration in der

Herstellung etwa bei Bavaria in Giebelstadt geben. Eine

Dufour wird weiterhin in La Rochelle gebaut und eine

Grand Soleil kommt auch in Zukunft aus Italien.

Was hat der Kunde am Ende davon?

Mehr Auswahl. Mehr Modelle, die sich deutlich voneinander

unterscheiden. Zu vernünftigen Preisen dank

bestimmter Synergieeffekte. Und mehr Service, ebenfalls

dank der Synergien, die ein großes Unternehmen, das

solide im Markt verankert ist und über ein starkes Händlernetz

verfügt, eben bieten kann.

Neues bei

Harken

Für 2011 gibt es eine komplett neue

CB Traveller-Schlitten-, Genuaschlittenund

Schienen-Serie für die Größen

„Mid Range“ und „Big Boat“. Die

neue Carbo-Violinblockserie in der

Größe 57 bis 75 Millimeter ersetzt

die Violinblöcke aus der Klassikblockserie.

Neu sind auch die Small-

Boat-Unterdeck-Wickler in zwei verschiedenen

Größen für Jollen und kleine Kielboote.

In Verbindung mit dem neuen Fallschlitten kann ein

festes Vorstag verwendet werden.

www.yachting-velden.com

Neuer

Partner

Unter dem Motto „Gemeinsam in den Frühling“ meldet der

österreichische Motorenhersteller STEYR seine Partnerschaft mit

dem kroatischen Bootsbauer Pičuljan. Ab sofort werden die

sportlich-eleganten RAB 720NG-Motorboote mit den innovativen,

zuverlässigen und umweltffreundlichen Hybridmotoren von

STEYR MOTORS ausgerüstet. Weltpremiere hat das Schmuckstück

aus der österreichisch-kroatischen Zusammenarbeit auf

der Zagreb Sport & Boat Show Ende Februar und dann in Tulln.

Halle 2/Stand 202 www.steyr-motors.com

Partner für SeaHelp

Der Pannendienst der Adria SeaHelp hat mit dem Deutschen Motoryachtverband (DMYV) einen

neuen Kooperationspartner. Seahelp unterhält sechs Stützpunkte in Kroatien, einen in Slowenien

sowie zwei Stützpunkte in Norditalien. Ein weiterer Stützpunkt in der Bucht von Venedig wird

noch vor Beginn der Wassersportsaison eröffnet. Außerdem bietet SeaHelp noch zwei Stützpunkte

auf den Balearen. Zu den SeaHelp-Leistungen zählen das Abschleppen, die Lieferung

von Ersatzteilen, Starthilfe, Treibstoffservice, das Freimachen von Leinen im Propeller, das Freischleppen

bei leichter Grundberührung, Verletztentransport sowie Wetter- und Revierberatung.

Halle 6/Stand 626 www.sea-help.eu


NEWS BEST OF

11

Regatta-Paket

Es klingt wie ein Widerspruch: ein Cruiser mit Sport-Paket.

Doch wenn das Schiff von Farr Yacht Design entwickelt

wurde und ohnehin schon gut segelt, ist es stimmig. So

wurde die neue Cruiser 40 S von Dr. Jens Ludmann, CEO

Bavaria, und den Organisatoren des Match Race Germany

vorgestellt – sieben Boote der 40 S werden beim

nächsten Match Race Germany im Mai am Bodensee

eingesetzt. Bavarias Ziel war es, eine Yacht zu entwickeln,

die Komfort mit Funktionalität vereint, wobei die Performance

im Vordergrund steht. Basis der neuen Cruiser 40 S

ist die Bavaria Cruiser 40, die schon im vergangenen Jahr

vorgestellt wurde. Halle 10/Stand 1014

www.bavaria-yachtbau.com www.yachten-meltl.de

Alte Denker

Es ist leichter, das Meer

zwischen den Kontinenten zu

überbrücken, als die Kluft zwischen

den Individuen und Völkern.

Mohandas Karamchand Gandhi

genannt: Mahatma Gandhi (1869–1948)

Special: Mitbringsel

für den Käpt’n

Für das Jollen-Wochenende auf

einem österreichischen See:

Feinstes aus oliven

Eine Flasche Olivenöl kann jeder mitbringen

– seien Sie origineller und bringen Sie das traditionell in

einer historischen Mühle in Kobaš auf der Halbinsel Pelješac

hergestellte Öl in der Holzkiste mit. 19,90 Euro pro Flasche.

www.olivum-kobas.at

Für die Woche in Dalmatien:

Ein fernglas von nikon

Die Nikon-Ferngläser haben denselben

guten Ruf wie die Kameras.

Das Marine-Fernglas „7x50

CF WP Oceanpro“ ist wasserdicht,

leistungs stark und enthält einen Kompass.

Dank Stickstofffüllung und Abdichtung

mit O-Ringen ist es unempfindlich gegen

Temperaturschwankungen. Rund 300 Euro.

www.nikon.at

Für den zweiwöchigen Karibik-Törn:

ein camcorder von canon

So können Sie den Trip gleich dokumentieren:

Die neue Legria-Reihe

filmt in Profi-Qualität. Dem Zehnfach-

Zoom entgeht keine Peinlichkeit. So

können Sie jedes Anlege manöver des

Hobbyskippers in allen Einzelheiten filmen und noch Jahre

später darüber lachen. Rund 700 Euro. www.canon.at

Für die zweimonatige Italien-Umrundung auf einer Swan:

ornellaia collezione 2001–2006

Wer segelt, muss selbst als Weinkenner ab und zu Weinbanause

sein, denn eigentlich hat ein eleganter Rotwein

nichts auf einem schwankenden Schiff zu suchen. Aber

man sollte es mit den Prinzipien nicht zu

genau nehmen, vor allem nicht, wenn es um

die Supertoskaner der Tenuta dell’Ornellaia

geht, von denen hier sechs Jahrgänge in der

Holzkiste versammelt sind. Rund 1.700 Euro.

www.harrods.com

www.superiore.de


12

Laura und Mark waren da, unsere lieben, guten

Segelfreunde. Auf dem Heimflug von Australien in die USA

legten sie zu Neujahr einen Zwischenstopp in Wien ein.

Nicht gerade üblich, aber unter Freunden …

See you

miss you

love you!

Alexandra Schöler ist


Kolumne

13

Laura und Mark lernten wir kennen, als sie uns in Galapagos das

Taxiboot wegschnappten. Da lässt man nämlich sein Dinghi zu

Hause – pardon, zu Schiff, wegen der Stinkrobben, die es sonst

belagern, und leistet sich die 20 Cent für das Taxi.

Zuerst ließ also der Taxler die Amerikaner einsteigen und erbarmte

sich dann doch noch unser. Laura war mir gleich sympathisch

und streitet heute noch vehement ab, dass sie den

Taxiraub geplant hätte.

Zwei Tage später trafen wir sie wieder. Auf Isla Isabella, noch

immer Galapagos, hatten wir gerade den Hafenkapitän bestochen

und durften illegal eine Woche bleiben, als Laura und

Mark ums Eck bogen, ihre legale 400-Dollar-Ankererlaubnis

vorwiesen – und den Hafenkapitain trotzdem bestechen mussten.

Laura ärgert sich heute noch, dass sie so blöd war, diese

Erlaubnis zu kaufen. Am Abend saßen wir dann gemeinsam im

illegalen Grilllokal am Strand und wussten, dass es auch mit

Mitte dreißig noch möglich ist, Freunde fürs Leben zu finden.

Eine Beobachtung, die sich über all diese Reisejahre hinweg

fortsetzen würde. Auf den Marquesas trafen wir Britta und

Michael von der VERA aus Berlin – mit denen wir nun zurück

in Österreich bereits zwei Skiurlaube verbracht haben.

Zuvor in der Karibik waren wir in einer Runde von Engländern,

Franzosen und einigen Schweizern zu finden. Sicher auch

wegen der Kinder, aber vielleicht auch nicht.

Neuseeland schließlich wurde unvergesslich durch Schelmi,

den Tischler, seine französische Frau Isabelle und Antonio, den

italienischen Millionär, der uns am liebsten adoptiert hätte.

Dort trafen wir auch wieder auf unsere ESPISs – Ilse und

Helmut wohnen jetzt praktisch bei uns ums Eck. Und schließlich

der Red Sea-Konvoi – Skandinavien und Nachbarländer

und die RISHOs. Große Aufregungen, tiefe Freundschaften.

Und das alles zu einem Zeitpunkt in unserem Leben, an dem

man denkt, tja, so, mein Freundeskreis ist komplett. Nix da.

Und was ist nun der Schlüssel dazu? Natürlich das Segeln – eh

klar. Man sitzt sozusagen in einem Boot, hat gleiche Erfahrungen,

gleichen Mut bewiesen, alle sind irgendwie Träumer,

Abenteurer, Fantasten.

Und noch was? Noch ein Schlüssel? Ja. Englisch.

Wir wunderten uns immer etwas über die abschätzigen Bemer-

kungen einiger deutsch- bzw. österreichisch-beflaggten Schiffe

Amerikanern gegenüber. Ein Schiff behauptete sogar, nicht

zu den Marchesas zu segeln, weil dort ja alle „Amis“ seien.

Wir waren auch dort, mit gezählten vier österreichischen Schiffen,

drei Franzosen, zwei Australiern und unseren einzigen

Amerikanern weit und breit – Laura und Mark – in der großen

Bucht bei Nuku Hiva. Das erwähnte Schiff war aber tatsächlich

zu den abgelegenen Gambier-Inseln gesegelt und hing dort

bald in der Flaute. 16 Tage ohne Wind und ohne Amerikaner.

Ich wunderte mich schon damals. Da segelt einer in die Welt

und will vor allem nur deutschsprechende Leute treffen, da

kann man doch gleich in Deutschland oder Österreich bleiben.

Des Rätsels Lösung brachte Laura. Eines Tages am Ankerplatz

in Papete, dort wo sich wieder sehr viele Nationen mischen, da

jeder zum Carrefour-Supermarkt einkaufen gehen will, motorte

Laura mit ihrem Dinghi auf ein deutsches Schiff zu, das sie

schon mehrmals gesehen, dessen Crew sie aber nie kennengelernt

hatte. Das besagte „Ich-segel-nicht-zu-den-Marchesas

wegen-der-Amis“-Schiff. Davon wusste Laura nichts. Ich beobachtete

das Treffen aus der Ferne. Naja – ein bisschen Schrebergarten

darf doch sein. Die Konversation war kurz und unterkühlt,

erzählte mir Laura.

Das Problem? Die Leute konnten kein Wort Englisch! Das war

es also! Sprachbarriere, nicht Vorurteil! Laura und ich tranken

einen Cappuccino und ich vergaß ganz, dass wir Englisch sprachen.

Peter begann Englisch zu träumen, und für Finn war

Englisch irgendwann eine Zweitsprache geworden. Wie schön.

Und wie schön vor wenigen Wochen, als Laura und Finn an

unserem Küchentisch in Wien die Köpfe zusammensteckten

und über einer Partie Mancala grübelten. Oder Peter Mark die

Ingredienzien von Scheiterhaufen auf Englisch zu erklären

versuchte.

Und als wir dann wieder Adieu winkten, wussten wir einfach:

Egal, wie viele Jahre wir uns vermissen würden, unsere Freundschaft

würde standhalten.

Bye, bye, see you, miss you, love you. Und nach den viereinhalb

Jahren mit der RISHO MARU weiß Finn eines ganz sicher:

Englisch lernt man nicht nur für die Schule – sondern für das

abenteuerliche, aufregende Leben da draußen!

WOMAN@ocean7.at


14

oCEAN7 REVIER

Foto: Chris Hafere

Zum Abheben

Vor der traumhaften Kulisse der British Virgin Islands wird von 26. Februar bis

5. März 2011 bereits zum zweiten Mal die BVI Kite Jam ausgetragen. Hier

heben internationale Amateur- und Profi-Kiteboarder richtig ab. Die Idee zu dem

Event stammt von dem Gründer von Virgin, Sir Richard Branson und seinem

Freund und Google-Gründer Larry Page, die nach einer gemeinsamen Kitetour

beschlossen, die Veranstaltung in den British Virgin Islands zu organisieren. Um

den Titel der BVI Kite Jam werden Größen der internationalen Kiteszene wie die

neunfache Weltmeisterin Kristin Böse kämpfen. Die BVI Kite Jam ist eine Mischung

aus professionellem Kiteboarden, tollen Strand-Partys und spannenden

Wettkämpfen.

www.bvikitejam.com www.britishvirginislands.de

OCEAN7-KLICKTIPP

CharterCheck ist eine brandneue Webseite für Charterer

von Segel- oder Motoryachten. Über die neue Internet-

Community und Buchungsplattform können 4.000 Charteryachten

in 400 Charterbasen auf einer Weltkarte gesucht

werden. Wenn man die einzelnen Symbole anklickt, bekommt

man Einblick in die Revier-, Basen- und Yachtbewertungen.

Außerdem können Boote direkt gebucht werden und

Einkaufsmöglichkeiten oder Sehenswürdigkeiten von registrierten

Nutzern eingetragen und bewertet werden. Über ein

Street View Tool spaziert man virtuell durch den Hafen.

www.chartercheck.net

Neues Schiff

Moorings hat für seine Chartergäste einen neuen Katamaran

entwickelt – den Moorings 3900. Er ist ab Juni in Griechenland

zu chartern; in der Karibik, also in den British Virgin

Islands, auf den Bahamas, auf St. Lucia und in Mexiko

wird der neue Kat dann im kommenden Winter die Flotten

ergänzen. Moorings hat mehr als 140 der neuen Boote

geordert – und insgesamt über 65 Millionen Dollar in neue

Yachten investiert. Der neue Moorings 3900-Katamaran

wurde exklusiv von Robertson & Caine gebaut und basiert

auf einem preisgekrönten Rumpfdesign, der Innenausstattung

und dem Steuerstand der mehrfach ausgezeichneten

Leopard 38. Viel ökologisch Sinnvolles gibt es: Bordbatterien

etwa werden durch Solarzellen auf dem Hardtop aufgeladen.

Der Moorings 3900-Katamaran kostet für eine Woche

ab ca. 3.410 Euro im Mittelmeer und ab 3.850 Euro in der

Karibik. Im Rahmen des Moorings-Yachteignerprogramms

kann er für 339.000 Euro erworben werden.

www.moorings.de

Volles Programm

Auf dem Stand von Yachtcharter Müller werden auf der Messe in Tulln die

Highlights für die kommende Segelsaison vorgestellt. Unter dem Titel

„Sporades Explorer“ wird ein Special in ein Revier angeboten, das für

seine bizarre Felsküste und sein glasklares Wasser berühmt ist. Ferner

bietet Yachtcharter Müller Skippertrainings ab Punat zum Messesonderpreis

von 249 Euro und für Segler, die eine Herausforderung lieben,

Schwerwettertrainings an.

www.yachtcharter-mueller.at


NEWS Revier

15

Als einmillionstes Schiff durchquerte ein chinesischer Frachter

den 1914 eröffneten Panamakanal, die bedeutendste Wasserstraße

der Welt. Jährlich passieren etwa 14.000 Schiffe den 81,6

Kilometer langen Kanal durch die Landenge von Panama und

sparen sich den weiten und riskanten Umweg um Kap Hoorn. Die

Wasserspiegel des Atlantiks und des Pazifiks unterscheiden sich

zwar nur um 24 Zentimeter, trotzdem müssen die Schiffe durch

die Schleusenanlagen insgesamt um 26 Meter gehoben werden,

um auf Niveau des verbindenden Gatunsees gebracht zu werden.

Jetzt sollen die Schleusenanlagen erweitert werden, um dem

weltweiten Trend zu größeren Frachtschiffen gerecht zu werden.

Schon in den nächsten Jahren sollen die Erweiterungsarbeiten

abgeschlossen sein und den Panamakanal für größere Schiffe

benutzbar machen. Durch den Panamakanal werden sechs Prozent

des Welthandels transportiert, für den Handel mit Gütern aus

amerikanischen Häfen liegt der Wert bei 68 Prozent.

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Fotos: Stan Shebs

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sowohl standesamtliche Trauungen als auch

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Revier

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Erinnerungen

an Thailand

Es dauerte eine Weile, bis die Weltumsegler der RISHO MARU das schöne, wahre

Thailand entdeckten. Abseits der touristischen Resorts, ja, abseits der Nebenstraßen.

Buddhistische Gelassenheit, liebenswerte Menschen, herrliches Essen und aufregende

Thai-Boxkämpfe. Wie Alexandra zu berichten weiß.

Text und Fotos: Alexandra Schöler


1

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Kurz vor dem Weitersegeln von Lankawi in Malaysien nach

Thailand kam mir im Yachtclub ein Werbemagazin für Phuket

in die Hände. „Phuket im Dezember!“ stand da in großen

Lettern über einem ernüchternden Foto. Man sah rot angeröstete

Leiber in Liegestühlen zuhauf an einem Strand liegen, der

auch in Lignano sein könnte. Zwei Thai-Masseurinnen mühten

sich gerade mit zwei gewaltigen Fleischbergen im Vordergrund

des Bildes ab. Es stellte sich heraus, der Artikel war nicht zynisch

gemeint, sondern pries Phuket und seine vielen Freizeitmöglichkeiten

in höchsten Tönen. Wir beruhigten uns mit der

Tatsache, dass wir immer noch nach Malaysien zurücksegeln

könnten, sollte es uns gar nicht gefallen. Der erste Ankerplatz

Kho Lipe machte uns ein für alle mal klar, hier blühte der

Tourismus. Erstmals flüchteten wir nach nur wenigen Stunden

zum weniger überlaufenen Festland Thailands. Der Wind, der

seit Monaten auf sich hatten warten lassen, frischte genau an

diesem Tag auf – und zwar mit einem wunderschönen Dreh

gegen uns. Wir landeten müde und entnervt am bislang schönsten

Ankerplatz Thailands (wussten wir zu diesem Zeitpunkt

zwar nicht, aber irgendwie ahnten wir es), Ko Bulan, ein stiller

Fjord, Affen am Strand, Urwaldgeräusche in der Nacht. Aber

wie der Mensch auf der Risho Maru so ist, war es dann doch

ein bisserl gar einsam dort und wir segelten weiter nach Kho

Muk, einer Insel, die berühmt ist wegen der Emerald Cave.

Diese Höhle erreicht man nur, indem man durch einen finsteren

Felsenschlauch schnorchelt, durch stockdunkles Wasser mit

den bollernden Geräuschen der Brandung im Hintergrund, die

durch die Felswände unheimlich verstärkt wurden. Für mich

der Stoff, aus dem Albträume sind, und deshalb berichtete

Peter von drinnen: Eine Öffnung nach oben ließ emeraldblaues

Licht in die Höhle, der Himmel spiegelte diese Farbe zauberhaft

wieder. Ein Minisandstrand und eine verkrümmte

Palme. Stille. Ein richtiger Gral!

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Revier

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Fotos: Shutterstock (1)

Resorts gibt es in Thailand offensichtlich an jedem freien

Strand und wir beschlossen, uns das mal anzusehen! Und bereuten

es keineswegs. Wir dinierten im kleinen Restaurant

direkt am Sandstrand. Füße im Sand. Brandung als Backgroundgesang.

Fackeln beleuchteten unsere köstlichen Thai-

Gerichte: Green Curry mit Shrimps, Yellow Curry mit Huhn,

und „Beef with Garlic, Ginger and Pepper“. Also diesmal hat

der Weihnachtsspeck an unseren Hüften sicher nicht mit Weihnachtskeksen

zu tun! Oder vielleicht saugt Adrenalin das Fett

wieder ab. Die sanfte Brandung war im Laufe des Abends zu

einem enormen Schwall angewachsen. Bei der Heimfahrt mit

dem Dinghi – besser beim Ablegen vom Strand (natürlich im

Stockdunklen) – stiegen drei Megawellen in das Dinghi ein.

Nur mit Peters gut trainiertem Surfergefühl schafften wir es,

3

4

5

Discomusik übertönte

das Gewittergrollen

nicht wie viele andere kopfüber am Strand zu landen, dafür aber

völlig durchnässt auf der Risho. Fahrtensegler können einfach

nicht ohne ein bisschen Abenteuer – selbst nach einem

romantischen Candlelight-Dinner! Am nächsten Tag durchstreiften

wir die Insel vom Westresort zum Südresort. Dazwischen

lag ein Thaidorf auf Stelzen, wiederaufgebaut nach der

Tsunami-Katastrophe. An den Bäumen auf den umliegenden

Hügeln, die als Evakuierungszone im Notfall gekennzeichnet

sind, hingen schwarze Becher, die Bäume waren angeschnitzt

und weißer Saft tropfte in die Gefäße. Dieser wird gesammelt,

mit Wasser gekocht und nach einigen anderen Prozeduren von

Frauen mit den Füßen platt getreten und zum Trocknen aufgehängt.

Gummiherstellung! Leider mussten wir weiter, da die

Offiziellen in Thailand es nicht gerne sehen, klariert man nicht

nach mindestens einer Woche im Land ein.

Natürlich stoppten wir in Ko Phi Phi – dort, wo der Film „The

Beach“ gedreht wurde. Zugegeben, wir stoppten in eineinhalb

Seemeilen Entfernung. Denn näher kamen wir nicht, kurz vor

der Dämmerung fanden wir doch noch einen schlechten Ankerplatz

zwischen den hunderten Ausflugsbooten. Die ganze

Beachromantik ging dann gehörig flöten, als es sich einregnete

und Sturmböen über uns dahinfegten. Die Touristen im

Strandresort schien das nicht zu stören, nein, die Discomusik

übertönte sogar das Gewittergrollen.

Und so landeten wir schließlich in Phuket, Ao Chalong. Hoch

auf dem Berg thronte ein enorm großer Buddha.

Seglertreff, zahllose Schiffe, am Ufer Seglerlokale und, wie wir

beim Abendspaziergang feststellten, Bars mit sehr willigen

Damen! Vielleicht nicht ganz der richtige Ort für einen neunjährigen

Finn, aber Ilse von der Esperanza meinte, ist schon

gut, so geht er nicht ganz blauäugig in die Welt hinaus!

Irgendwie machte sich leichte Enttäuschung auf der Risho

breit, hier war es doch sehr touristisch, das Phuket im Dezember-Albtraumbild

flimmerte wieder vor meinen Augen. Auf der

Rückfahrt mit dem Dinghi überraschte uns wieder eine Regenwand

und das Dinghi irgendein Felsen. Mit Blick am nächsten

Tag auf die verbogene Schraube waren wir dann doch froh, in

westlicher Zivilisation zu weilen.

1 traumstrand. Solche Idyllen findet man in Thailand zuhauf.

2 albtraumstrand. Weihnachten in Phuket sorgt bei Fahrtenseglern für

Platzangst.

3 dorfleben. Das wahre, unverfälschte Thailand entdeckt man abseits der

Nebenstraßen.

4 gummibaum. Aus diesen Bäumen wird Kautschuk gewonnen.

5 gummitreten. Harte Arbeit für die Dorffrauen.


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1

2

3

Wir folgten dem Funkruf einiger Segelfreunde in die Bucht

Nai Harn und das eröffnete für uns unsere Weihnachtssaison

in Thailand – die wir dann doch noch sehr genießen und in

schönster Erinnerung behalten würden!

Nai Harn – eine weitläufige Bucht im Süden Phukets. Neben

dem Resort mit Nobelrestaurant befand sich ein winziger

Strand mit einem kleinen, baufälligen Lokal. Dazu Holzbänke

und perfekter Meeresblick. Das würde unser Wohnzimmer für

die nächsten Wochen werden. Wir aßen dort wie alle anderen

Segler zu Mittag und zu Abend und manchmal wurde auch

noch das Frühstück dort eingenommen. Mit dem Vorwand, wir

sollten uns die Umgebung anschauen, mietete mein Kapitän

ein Motorrad, wir zwängten uns verbotenerweise zu dritt drauf

und gingen auf Marina-Geschäfte-Sightseeing. Natürlich gab

es einiges zu besorgen und tatsächlich kriegte man die Sachen

auch! Bei Rolly Tasker, dem Segelmacher der Umgebung, gaben

wir eine neue Fock in Auftrag. Danach ging es auf Nebenstraßen

zurück nach Nai Harn – ja und genau auf diesen Nebenstraßen

oder eigentlich neben diesen, entdeckten wir das

schöne Thailand. Die blitzsauberen Häuser, die netten Leute,

das gute Essen, große buddhistische Gelassenheit, wunderschöne

Ausblicke von den grünen Hügeln der Halbinsel. Hier gab

es den netten Franzosen mit thailändischer Ehefrau, die beide

seit zehn Jahren eine herrliche Boulangerie führten, oder wir

holten uns Schwarzbrot von der bayrisch-quatschenden Thailänderin,

deren Kinder in München studierten. Unser Taxifahrer

Zong (den wir für die nächsten Wochen immer wieder

engagierten, da einige Schiffsausrüstungsteile mit dem Motorrad

doch schwierig zu transportieren waren und unsere Verwandtschaft

vom Flughafen zum Weihnachtsurlaub abgeholt

werden musste) versuchte uns immer wieder, zum Elefantentrail

oder einer Urwaldtour zu überreden. Doch wir wollten

Abseits der Nebenstraßen

entdeckten wir das schöne Thailand


Revier

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4

einfach nur in Zongs Stammlokal, nahe Ao Chalong gelegen,

wo es die besten Kokos-Garnelen der Welt gab und man gemütlich

mit Großmutter, Schulkindern und anderen Familienmitgliedern

am Mittagstisch saß. Ewig lag er uns in den Ohren

wegen der Thai-Boxkämpfe und schließlich in einer schwachen

Minute – gerade als der Duft von Hackbällchen mit Krebsfleisch

uns die Sinne vernebelte – sagten wir zu.

Ich fürchtete mich schon etwas vor dieser Meisterschaft, da ich

mir das Ganze unendlich langweilig vorstellte. Aber weit gefehlt.

Da saß ich nun und schnellte aus meinem Sitz, sobald ein

Kampf sich in der fünften Runde seinem Höhepunkt entgegensteigerte.

Man könnte sagen: Die Fetzen flogen! Das Ganze

wurde von aufputschender Live-Musik untermalt – traditionelle

Klänge mit Trommeln und Schalmeien! Thai-Boxen ist eine

Mischung aus buddhistischer Konzentration und akrobatischem

Beinballett, die dazu führt, dass sich die jeweiligen Gegner

zur Schnecke machen. Anurak, ein schielender Muskel-

Thai, der starke Wasanlek und schließlich Supergolf, den Finn

am nächsten Tag im Bordzeichenunterricht grandios blutrünstig

porträtierte. Doch gegen Pechmai mit leichtem Schwimmreifen

hatte auch Supergolf keine Chance!Als dann der Ticketverkäufer

die ersten Wetten entgegennahm, war ich knapp

daran, auch einen Hunderter zu zücken, sah aber dann die

großen Augen meines Sohnes und hatte mich gleich wieder im

Griff! Wow! What a night!

Dann saßen wir wieder brav auf unserer Risho Maru, es

weihnachtete sehr in den nahen Resorts und wir sangen „Ihr

Kinderlein kommet …“.

Und gingen dann auf eine weihnachtlich-scharfe Zitronengras-

Kokosmilchsuppe in unserem mit Lichterballons geschmückten

Strandlokal.

So ist es manchmal – da braucht man eben Zeit, um sich in ein

Land zu verlieben. Und gut ist, dass man die als Fahrtensegler

auch hat!

1 arbeitsboot. Ein schönes Fotomotiv, das trockengefallene Fischerboot.

2 volkssport. Werbung für Thai-Boxen.

3 ankeridylle. Perfekt geschützte Buchten mit herrlichem Sandstrand.

4 tropenwald. Wie aus dem Bilderbuch: Ankernde Yachten und Fischerboote,

dahinter feiner Sand und dichter Regenwald.

Vorsicht käfer!

Die Thaiküche ist würzig, abwechslungsreich und köstlich. Kann aber auch

aus Zutaten bestehen, die einem europäischen Magen und Auge nicht

unbedingt zusagen. Also Vorsicht!

www.rishomaru.com


22

Mit der Kraft der

Sonne ins

Marmarameer

Was bewegt einen Weltumsegler, sich einmal ganz anders als mit

einem herkömmlichen Segelboot von Hafen zu Hafen zu bewegen?

Es ist die Neugier und das Interesse, auch mal was Alternatives

kennenzulernen. Claus Gintner beschreibt seinen Urlaub an Bord des

Solarwave-Katamarans, der nur mit Sonnenenergie betrieben wird,

ohne jegliche Art von Segel.


Revier

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1

Unser Ausgangshafen heißt „Rumeli Feneri“. Es ist ein Fischerhafen

am Eingang des Bosporus. Malerisch liegt das Fischerdorf

oben auf einem Hügel und ebenso schön liegt der Fischerhafen

am Fuße des felsigen Steilhanges.

Schön beleuchtet liegt die Solarwave außen längsseits an

einem Trawler. Michael und Heike helfen uns beim Hinüberturnen

mit dem Gepäck. Es ist bereits dunkel, als wir unsere

Backbord-Achterkabine beziehen. Das Doppelbett ist so groß,

dass wir wahlweise längs oder auch quer liegen können, im

Kleiderschrank bringen wir unsere Sachen gut unter. Auf der

Terrasse am Heck der Solarwave nehmen wir noch gemütlich

sitzend einen Schlummertrunk.

Hier, wo der Bosporus beginnt, möchten wir noch einen Tag

bleiben. Wir nutzen diese Gelegenheit für einen Tagesausflug

nach Istanbul.

Beeindruckt von den Palästen und den in den Himmel ragenden

Minaretten bummeln wir von einer Sehenswürdigkeit zur

nächsten. Der große „Basar“ ist ein Muss, da gibt es alles für

wenig Geld: eine Rolex für zehn Euro, ruft der Händler und

ein Tommy Hilfiger-Hemd für acht Euro. Wir bleiben standhaft

und kaufen fast nichts.

Es ist schon dunkel, als wir den Liegeplatz der Solarwave

erreichen. Zum Abendessen lädt das Terrassen-Restaurant mit

Blick auf den Bosporus ein. Wir sitzen gut und sehen die Lichter

der Großschifffahrt, die durch diese Meerenge gleiten. Sie

2

3

4


Revier

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Die beiden E-Motoren schieben

die Solarwave durch den Bosporus

fahren langsam und man hört kein Motorgeräusch, nur aufgrund

der Beleuchtung können wir erkennen, welches Schiff

sich durch die dunkle Nacht bewegt.

Dienstbeflissen kommt der Besitzer des schönen, am Hang

gelegenen Restaurants. Was kann ich für Sie tun? Michael

möchte ein Bier, die Damen auch und ich einen halben Liter

Weißwein. Es tut mir leid, hier gibt es keinen Alkohol. Tee, ja

Tee, der ist hier gut oder auch das Wasser ist gut. Knurrend

einigen wir uns aufs Wasser. Nichtsdestotrotz war das Essen

hervorragend und der Muezzin ruft auch noch per Lautsprecher

zum Gebet.

Ein neuer Tag erwacht, wieder ruft der Muezzin zum Gebet,

wir danken Gott für den guten Kaffee, den er (eigentlich Heike)

uns heute beschert hat, dann legen wir ab.

Die beiden Elektromotoren schieben den großen Katamaran

(ca. 14 Meter lang und 7,5 Meter breit) mit 5 Knoten durch

den Bosporus nach SO und verbrauchen dabei 80 Ampere bei

50 Volt. Die See ist glatt, der Wind weht mit 10 Knoten aus

Ost. Wir reisen äußerst komfortabel und erleben eine interessante

Elektrobootfahrt durch den Bosporus.

Am Abend liegt die Meerenge bereits hinter uns und wir ankern

auf 40° 58’ N 28° 52’ E ruhig und sicher.

Sechs Uhr morgens: Michael, der Kapitän, krabbelt schon

wieder an Bord herum – oder ist es der kleine Bordhund? Um

acht Uhr beginnen die Elektromotoren zu summen und es geht

weiter entlang der Küste vom Marmarameer. Die See ist wieder

glatt und wir reisen ruhig mit vier Knoten weiter. Am Abend

finden wir einen Platz im kleinen Fischerhafen von Silivri.

Fünf Uhr früh: Michael ist schon wieder unterwegs, er möchte

gerne ein paar schöne Aufnahmen von der aufgehenden Sonne

ergattern. Um acht Uhr legen wir ab. Es ist windstill und das

Manöver somit kinderleicht. Ich stehe wie immer etwas später

auf. Meine Morgentoilette ist hier schwieriger als ich es von

meinem Boot, der Nordwind 47, gewöhnt war. Man muss die

Dusche in der Hand halten und gleichzeitig einen Knopf drücken,

sonst rinnt nichts aus der Brause (dank der modernen Technik!).

Wieder ein schöner Tag bei glatter See. Unter solchen Bedingungen

ist die Solarwave ein ideales Boot für den Urlaub.

Die Insel Marmara hat dem Meer den Namen gegeben. Hier

wird Marmor abgebaut und in alle Welt verschifft. Marmor gibt

es hier in Hülle und Fülle, deshalb sind auch die Molen von

der Ortschaft Saraylar aus reinem Marmor, kaum zu glauben!

Die Nacht ist wieder windstill, das lieben die Mücken. Doch auf

der Solarwave sind für alle Luken Mückengitter vorhanden

und die Plagegeister kommen nicht so leicht ins Schlafgemach.

1 gut geschützt. Im Fischerhafen von Rumeli Feneri vor den Toren von

Istanbul.

2 orientalisch duftend. Im Gewürzbasar vermischen sich zahllose Gerüche.

3 geschäftiges treiben. Der Hauptbasar von Istanbul ist wie eine große

Stadt für sich.

4 frisch gefangen. Fische werden in bester Qualität angeboten.

5 allererste lage. Am Ufer des Bosporus haben die reichsten Türken ihre

Villen und Paläste mit perfektem Ausblick.

5


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1

2

Technische Daten

Typ.............................................................. Solarwave 46

Länge ü. a.......................................................... 13,90 m

Breite................................................................... 7,50 m

Tiefgang..............................................................0,80 cm

Gewicht...........................................................12 Tonnen

Höchstgeschwindigkeit..........................................ca. 9 kt

Reisegeschwindigkeit.............................................4–6 kt

Energieeintrag pro Tag................Solarpaneele ca. 50 kWh

Elektromotoren

aquawatt 2 x 10 kW,

T

torqeedo 2 x 4 kW

Solarpaneele...................Kioto 8 kW, Day4Systems 2,3 kW

Laderegler................................... Outback Power Systems,

Steca-Electronics

Windgenerator......................................Superwind 350 W

Batterien.............................Blei-Gel von Enersys Hawker –

2 x 420 Ah 48V (1700 kg) und

2 x 190 Ah 12V

Die Ortschaft Saraylar ist der zentrale Umschlagplatz für Marmor.

Es liegen im Augenblick neun Kleinfrachter auf Reede

und warten darauf, mit den wertvollen weißen Steinen beladen

zu werden. Wir finden Internet-Anschluss und holen uns das

aktuelle Wetter und auch die Vorschau. In zwei Tagen soll es

windig werden, 20 bis 25 Knoten, also keine guten Bedingungen

für die Solarwave.

Am nächsten Morgen überprüfe ich noch einmal das Wetter

im Internet. Heute noch ruhig, Morgen wird es schon etwas

wehen, aber richtig los geht es erst übermorgen. Wir legen ab

vom Fischerhafen auf Marmara. Die See ist ruhig, aber der

Wind weht bereits mit 15 Knoten aus Ost. Am späten Nachmittag

finden wir Platz an einer verlassenen Mole eines noch

nicht fertiggestellten Fischerhafens. Hier liegen wir längsseits

(41°32’ N 27° 30’ E), ideal für die Mannschaft, und auch der

kleine Bordhund braucht dringend seinen Auslauf.

Der nächste Tag: Um elf Uhr entscheidet der Kapitän, weiter

in Richtung SSO zu fahren (ich wäre noch gerne geblieben).

Der Wind weht mit 16 Knoten aus NNO, die See ist ruhig und

unser Speed beträgt 5,3 Knoten. Um 14 Uhr Ortszeit erreichen

wir die Stadt Erdek. Hier gibt es alles, was man so braucht.

Erdeck hat einen Fischerhafen und Fährverbindungen in die

meisten Richtungen.


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3

4

Die Motoren laufen

leise und ruhig

Die Wettervorhersage hat gestimmt, am nächsten Morgen hat

der Wind bereits zugelegt und es weht draußen mit so um die

20 Knoten.

Fazit: Ein Urlaub mit der Solarwave ist für all diejenigen,

die nicht viel vom Segeln und Schiefliegen halten, das Richtige.

Die Elektromotoren laufen leise und ruhig. Das Heck des

Katamarans ist wie eine Terrasse bei uns zu Hause. Eine Glasschiebetür

öffnet ebenerdig den Eingang zum Salon mit einer

zweiten Sitzgruppe für bis zu acht Personen. Große Tische und

bequeme Sessel vermitteln fast das Gefühl einer Reise auf einem

kleinen Kreuzfahrtschiff.

da 8000i

1 anlegemanöver. Ein Riesenkat wie die SOLARWAVE will im Hafen gekonnt

gesteuert sein.

2 ruheoase. Stiller kleiner Hafen Saraylar auf der Insel Marmara.

3 edel. Ein feineres Material für eine Mole gibt es wohl nicht – sie ist aus

reinem Marmor.

4 geerntet. Anotolische Bäuerinnen auf dem asiatischen Teil der Türkei

schleppen die Ernte ihres Tages nach Hause.

Panda 5000i 15000i

Panda 8000i Panda 15000i

TM

TM


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Es war einmal in den

Kornaten

Jedes Jahr im September erwachen Tradition, Geschichte und

Kultur der magischen Inselwelt der Kornaten. Immer dann,

wenn die Woche der Lateinersegel gefeiert wird. Ein

Fest bizarrer Schönheit, geselliger Gemeinschaft,

melancholischer Gesänge und ernster Wett -

kämpfe mit historischen Booten. Genießen Sie

auf den folgenden Seiten die herrlichen

Fotos und den stimmungsvollen

Bericht von Georg Gindl.


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1

Sonntag, Ende September in Murter. Die kräftige Stimme von

Željko Jerat erschallt und ruft die Bruderschaft des Sv. Nikole.

Die Männer eilen, mit Netzen behangen, unter traditionellen

Gesängen der Fischer zu den Molen und Stegen, um ihre historischen

Boote zu besteigen – die Leut, Gajetas und Kaic; es

ist wieder die Zeit des „Latinsko idro“. Die „Woche der Lateinersegel“.

Das Rad beginnt sich wieder zu drehen. Die erste

Veranstaltung dieser Art, um das Leben der Kurnatari – der

Menschen aus den Kornaten – aus der Vergangenheit der Lateinersegelboote

für eine neue Generation lebendig zu machen,

war schon im Jahre 1998 und findet nun jedes Jahr mehr Zuspruch

und Anerkennung – nicht nur von den Einheimischen

selbst, sondern auch von den immer mehr interessierten Gästen

aus vielen Ländern.

Immer an den letzten Septembertagen wird zu Ehren des örtlichen

Schutzpatron, des Erzengels Michael, eine Woche mit

Lesungen, Musik, kleineren und größeren Regatten, Kinderveranstaltungen

und auch geschichtlichen Vorträgen in Zusammenhang

mit der gesamten maritimen Kultur, die diesen Raum

umgibt, ausgefüllt.

Begonnen wird meist mit Ruderregatten mit fünf bis sieben

Meter langen Gajetas, um die Jugend an das Vermächtnis der

Kurnatari heranzuführen. Natürlich im sportlichen Bereich

und ohne die Qual des arbeitsreichen Alltags der Vorfahren.

Zwischen Bratwürsten und Vorträgen. In der Nachbargemeinde

Betina, einer Hochburg des traditionellen Schiffbaus,

wird inzwischen schon der Grill angeworfen und der

Rauch der Holzkohlenfeuer zwischen Betina und Murter wird

sich eine ganze Woche lang nicht verziehen, es sei denn, eine

Bora fegt über das Land. Die gesamte Lateinerseglergemeinde

wandert nun in dieser Woche rastlos zwischen den Bratwürsten

und Fleischlaberln in Betina, den zahlreichen Pivo-Hütten, zu

interessanten Vorträgen über die Themen der Lateinersegel,

zu einer kurzen Kontrolle am eigenen Boot, um dann wieder

in Murter bei Nudelgulasch, Sardellen vom Grill – von Ivan

die schiffe der kornaten

LEUT:

Schiffe ab sieben Meter Länge, 3,5 bis 4,5 Meter breit. Zwei Kabinen.

Waren früher reine Fischerboote. Vertragen viel Wind.

GAJETA: Schiffe von fünf bis sieben Meter Länge, 1,70 bis 2,50 Meter breit.

Offene Boote mit wenig Tiefgang zum Transport von Oliven, Holz,

Feigen, Mandeln, Eseln.

KAIC:

Gleiches Design wie die Gajeta, Länge bis fünf Meter. Antrieb mit

Riemen oder Segel. Ausschließlich Arbeitsschiffe.


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Würzige Grilldüfte

ziehen über die Buchten

feinst gebraten – eine Pause einzulegen, um die Taktik für die

kommenden Regatten zu besprechen.

Am Montag dann der Start und Beginn der Überfahrt in eines

der bekannten Porti in den Kornaten, wie sie früher von den

Kurnatari belebt wurden. Es wird Proviant geladen, die mit

Myrte wie von den Altvorderen gefärbten Netze verstaut, Freunde

eingesammelt, der Chor stimmt sich ein und dann geht es

über die damals bei den Kurnatari gefürchtete Route „Pučina“,

auf der heutigen Seekarte mit Murtersko more bezeichnet.

„Jeder Kornatenbewohner wird Ihnen sagen: Niemand, überhaupt

niemand kann die Kornaten verstehen, wenn er nicht

selbst und bei stürmischem Wind die Pučina überfahren hat,

beladen mit den mühevoll geernteten Früchten seiner ganzjährigen

Arbeit.“ (Vladimir Skračić)

Die Route beginnt beim Leuchtfeuer auf der Insel Prisnjak vor

Murter. Nach rund sieben Seemeilen sieht man die schmale

Durchfahrt mit der Kapelle Sv. Ante auf Opat.

2

1 aufmarsch. Mit traditionellen Gesängen gehen die Fischer zu den Booten.

2 feierstunde. Nach dem Regattatag wird abends aufgekocht.

3 segelzeit. Ein Traditionsschiff auf Kurs.

4 startbereit. Wenige Minuten vor Beginn der großen Wettfahrt.

3

4


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1 2


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Von hier ist es noch eine Weile, bis das anzulaufende Ziel erreicht

wird. Diesmal ist es die Bucht Kravjačica (43° 49’37 N,

15° 16’25 E). Die Leut und Gajetas werden dicht an dicht

vertäut, Schlafplätze am Boot vorbereitet, mitgebrachte Speisen

ausgeladen und auf die Tische verteilt, die gemächlich aus

immer mehr Häusern herausgetragen werden. Die Familie

Skračić aus Betina öffnet Fenster und Türen ihrer Häuser.

Backwaren, Schinken und natürlich guter Wein werden bereitgestellt.

Gleich wieder liegt würziger Grillgeruch vom nahen

Ofen in der Luft, während im Haus schon Zwiebeln geschnitten,

Gewürze und Rosmarin bereitgelegt werden. Es soll ja ein

Nudelgulasch für fast 70 Personen gekocht werden.

Zwischendurch hört man schon die „Immersingenden“ ihre

Lieder anstimmen, die dann bis spät in die Nacht hinein nicht

unterbrochen werden, weil jemand immer wieder einen Text

einwirft, ein anderer sein Mädchen hält und so stets ein Grund

da ist, melodisch etwas zu sagen, mit der Schwermut, die den

kroatischen Liedern eigen ist.

An der großen Tafel haben sich in der Dämmerung alle eingefunden,

zwischen Liedern, lyrischen Texten, in einer Hand einen

Löffel und in der anderen ein Stück Brot. So wird es langsam

dunkel. Das Blau am Horizont schwindet und immer mehr Sterne

für das Auge und immer mehr leichtes Brandungsgeräusch für

das Ohr umfängt den, der aus einer anderen Landschaft kommt,

die er jetzt fast nicht mehr sehen kann, aber umso mehr spürt.

3

4

Die grünen Netze der Kornaten

Von der immergrünen Myrte werden dünne Äste auf einer leicht

konkaven Steinplatte aufgelegt und mit dem Holzhammer so lange

geschlagen, bis sich die kleinen Blätter bis zur Pulverform verändern.

Danach werden die noch weißen Baumwollnetze in ein mit

Meerwasser befülltes Holzfass gelegt und das zerstoßene grüne

Myrtenpulver dazugeschüttet. Über Nacht nimmt die Baumwolle

die Farbe des Pulvers an, die Netze sind für einige Zeit für die Fische

getarnt und nicht so leicht zu sehen. Zugleich ist es auch eine

Härtung des Baumwollmaterials. Man hatte ja noch nicht die Vielfalt

der modernen Fischereitechnik mit Kunststoffnetzen etc.

Der Blick auf die magischen Inseln. Zu dieser späten

Ruhe des Abends schließt dann auch noch eine etwas längere

Ruhe am nächsten Morgen an. Diese frühe Zeit aber muss man

nutzen, um nicht den Sonnenaufgang zu versäumen, wenn die

ersten Lichtstrahlen über Tureta und Gospe o’Tarca streifen

und das verblassende Blau der Nacht in ein warmes gelbes

Licht verwandeln. Von einem nahen Gipfel hat man einen

wunderbaren Blick, selbst still werdend, über einen großen Teil

der Kornaten, dieser magischen Inseln, wo sich durch leichtes

Kräuseln am Wasser ein Boot, klein wie ein Floh auf einem

1 angekommen. Die Fischer haben die Netze zum Dorfplatz getragen.

2 stärkung. Ein kräftiger Schluck vor der Arbeit.

3 schlagkräftig. Mit den Holzhämmern wird die Myrte zerstoßen.

4 vermischt. Das grüne Pulver wird mit Meerwasser versetzt.

5 gefärbt. Die Netze werden zur Tarnung gefärbt.

5

Die frühe Zeit muss man nutzen, wenn die

ersten Lichtstrahlen über die Inseln streifen


34

1

2

Spiegel, bemerkbar macht. Ein früher Fischer vielleicht, der

seine Netze einholt.

Entlang uralter Trockenmauern führt der Weg wieder zurück zu

den langsam Erwachenden. Tonko Skrači ć macht dann noch eine

interessante Führung in sein Olivenreich. Man hat dort das

Gefühl eines magischen Platzes. Die Intensität und Hingabe, die

Tonko den Olivenbäumen entgegenbringt, die Unterschiedlichkeit

der Frucht durch die Bodenbeschaffenheiten, die immer

wieder erneuerten Trockenmauern, die es zu erhalten gilt, all das

sieht man nicht, wenn man am nahen Wasser mit einem Boot

vorbeifährt. Das erlebt man nur vor Ort, fest am Boden stehend.

Vor der Abreise machen wir noch einen Besuch in Marija und

Tonkos 130-jährigem Haus ihrer Vorfahren, mit Backofen und

vielen alten Gebrauchsgegenständen, die sich noch immer locker

neben einem Eisschrankneuling durchsetzen.

Nach der Ankunft in Murter geht es gleich wieder zur Ausstellung

alter Fotografien: „Menschen, Schiffe und die Kornaten“,

veranstaltet vom Nationalpark Kornaten. Große Aufregung

unter den älteren Murteriner und Kurnatari, wenn sie sich oder

Bekannte als junge Menschen wiedererkannt haben. Da fliegen

dann die Finger über die Bilder und: „… der ist fort, der ist

dort, und der ist auch schon tot, und die ist in Amerika …“ Für

den Fremden unter ihnen ist es eine Zeitreise: Wie hat es dort

auf den Portis vor 40 oder 50 Jahren ausgesehen, wie haben

diese Leute auf den Inseln gelebt, wie waren sie angezogen. Das

war um 1960 oder 1970 und zugleich der eigene Blick nach

innen: Wo und was war oder habe ich in diesem Zeitraum

gehabt oder erlebt …

Wie zählt man diese Inseln? Neben Besprechungen für

die kommenden Tage – entweder am Hauptplatz in Murter vor

dem Büro des Hafenkapitäns, an der Alten Mole oder wo eben

gerade die laute Stimme von Željko zu hören ist – geht es um die

Aufreihung der Boote und andere wichtige Tagesabläufe. Da gab

es auch am Abend Vorträge in der Volksbücherei über die Inselwelt,

akademisch von Leuten von der Universität Zagreb vorgetragen:

Wie zählt man die kroatischen Inseln … Am Donnerstag

dann Skipperbesprechung und Regatta Gajeta. Gestartet wie

immer von Hafenkapitän Branko Ramesa, die teilnehmenden

Schiffe exakt in einer Linie aufgereiht in der Bucht vor Murter.

An den Nachmittagen treffen sich Gruppen von Schülern, die

im Volksheim unter Anleitung von Luciano Keber Modelle der

Leut und Gajetas aus Karton zusammenkleben. Buben und

Mädchen sind mit Begeisterung dabei und Kapitän Branko

Ramesa bringt durch seinen Besuch Motivation in die Gruppe.


Revier

35

Start wie in Le Mans. Endlich kommt der erwartete Sonntag,

der Tag der großen Regatta, Latinsko idro. Schon lange auf

Plakaten angekündigt. Željkos Stimme kommt als Echo von den

kleinen Häusern rund um diesen Hauptplatz. Es ist die Zeit der

Auslosung, wer wo an welcher Seite sein Boot verheften muss,

wo der Anker geworfen werden soll, um beim Start schnell aus

dem Pulk von 80 Schiffen freie Fahrt und dadurch Wind in die

schnellstens aufgerollten Segel zu bekommen.

Auf einer fast endlos langen Leine quer über die Bucht vor

Murter wird das Heck der Boote befestigt, in der kommenden

Fahrtrichtung sollte der Anker liegen, dieser niemanden behindern

und selbst will man ja auch nicht einen Überlieger beim

Start haben.

Ein Pfiff, dann brodelt die Wasserfläche

3

5

4

Kapitän Branko Ramesa fährt im Motorboot noch einmal die

gesamte Startlinie ab, ein Pfiff und plötzlich brodelt die Wasserfläche

von den am Anker angezogenen Booten, die Lateinersegel

blähen sich auf, kleine Karambolagen sind hier kein

Thema.

Jedes Boot, ob mit fanatischen Sportlern, gemütlichen

Freundesrunden, traditionellen Bruderschaften, Damenfrauenschaften

in der Zusammensetzung von drei Generationen

– alles fährt mit. Zuerst geht es zum Leuchtfeuer

an der Nordseite der Marina, das ist so wie die erste

Kurve in der Formel 1, aber hier ist es etwas leiser, nur

1 Weites Land. Blick über die Inseln der Kornaten.

2 Stiller Hafen. Abendstimmung ohne Wind.

3 Im Gespräch. Vorbereitungen für den nächsten Tag werden getroffen.

4 Bei der Ernte. Oliven sind ein wichtiges Handelsgut in den Kornaten.

5 Im Olivenhain. Kurze Rast zwischen der mühevollen Arbeit.


36

1

2

eine leichte Bora pfeift über den Friedhof bei der Ausfahrt.

Dieser Kurs geht aufgrund der Wetterlage nach rechts zur Insel

Sustipanac, die Backbord gerundet wird. Für den Betrachter ein

wunderbares Bild. Zuerst das kleiner werdende Städtchen Murter,

dann auf der Ostseite die Silhouette von Betina und voraus

die kleine Insel. Langsam fächert sich das Feld auf, die ersten

kommen schon zum fast flachen felsigen Teil des Hügels, von

wo aus man auch einen herrlichen Blick auf das herankommende

Regattafeld hat und zugleich von oben in die schwimmenden

„gruppendynamischen“ Kisten sehen kann.

Auch hier wieder der Ernst mancher Teilnehmer – aber in ganz

großer Zahl die, denen es einfach Spaß macht, mit diesen Booten,

genau mit diesen Gajetas oder Leut zu fahren, auch wenn

der eine oder andere das Ruder vielleicht etwas verlängert, um

am Wind etwas mehr Höhe zu haben, der andere wieder die

Segelfläche um ein paar Quadratzentimeter vergrößert hat.

Alles kein Thema, denn da wird Speck und Rotwein über die

Boote getauscht, der Becher, weil standfester, ist so eine Art von

Sauna-Aufgussheferl aus Holz mit Griff.

Und so kommt dann ein Boot nach dem anderen ins Ziel getröpfelt.

Vor der Kulisse der alten Stadt und der Fischerhäuser,

zwischen den neuen Restaurants werden die Segel geborgen

und zugleich ist das der Beginn eines wieder bis in die Nacht

hinein dauernden Festes, mit Nudelgulasch, Sardellen, Rotwein,

Siegerehrungen.

1 teamarbeit. Sieben Mann in einem Boot.

2 konzentriert. Um jeden Grad Höhe wird gekämpft.

3 gewichtstrimm. Wie auf einer kleinen Jolle.

4 auf kurs. Blick voraus zum Ziel.

3


Revier

37

Am Rudina-Platz spielt jetzt die Musikband „Feniks“ Rock’n’ Roll. Kroatische Lieder

aber spielt um die Ecke ganz leise und versteckt mit seiner Ziehharmonika und

Freunden, der Mate Turcinov. Er kommt immer extra von Hamburg zu dieser Regatta,

weil sein Großvater, der alte Turcinov, schon mit diesen Booten gesegelt hat.

Bei der Bühne der „Feniks“ wird weiter getanzt, die umliegenden Cafés geben eine

gute Sicht auf die sich mühenden Tänzer und auf das beschwingte Beingewirr von

Ive mit Frau beim Boogie.

Latinsko idro, ein Fenster in eine Zeit der Vorfahren. Ja, es war einmal in den

Kornaten ...

Ein Fenster in eine

Zeit der Vorfahren

4


38

oCEAN7 People

Kroatiens Schätze

schmack entwickelt. Als Anregung zum Genuss dieser einmaligen

Delikatesse ist jeder Flasche Olivenöl ein originales

Rezept aus der entsprechenden Region beigefügt. Mit dem

Kauf einer Flasche dieses speziellen Olivenöls unterstützen

Kroatienfreunde den Erhalt der traditionellen kroatischen

Kulturlandschaft. Das einmalige Olivenöl aus der Region

Pelješac kann am Stand von OCEAN7 auf der Bootsmesse in

Tulln verkostet werden.

www.olivum-kobas.at

Kein Ticket für Raser

Die Freunde und Helfer der Polizeisportvereinigung Wien haben sich eine

neue große Aufgabe geschaffen. Mit der Gründung des „Gösser-PSV Wien

sailingteams“ zum Jahreswechsel, tritt eine Regattacrew auf das österreichische

Regattaparkett, die erstmals beim Hofbauercup im April 2011 vor

Portorož ihre seglerischen Qualitäten unter Beweis stellen will. Bei der Teilnahme

an mehreren Regatten des Jahres wollen die Polizeisportsegler nicht

nur ihrer Begeisterung für sportliches Segeln nachgehen, sondern auch auf

das einzigartige Sozialprojekt „Kinderschnuppersegeln 2011“ aufmerksam

machen. Unterstützt wird das neugebackene Regattateam von Michael

Kandler und Soufian Tabib, den Besitzern des Altstadt Bräus in Wien. Ob der

Umstand, dass niemand auf der Straße gern ein Polizeiauto überholt, auch

auf die Wettfahrtbahn anzuwenden ist und den Polizeisportseglern einen

gewissen Vorteil verschafft, wird sich auf dem Wasser zeigen.

www.polizeisv-wien.at

Der

Alexandra Stibor-Milovcic ist die Botschafterin einer Bewegung

kroatischer Olivenbauern, die sich den Erhalt der Kulturlandschaft

der Adriaküste für die kommenden

Generationen zur Aufgabe gemacht hat.

Ein Teil der Olivenhaine befindet sich auf

Terrassen, die schon vor etwa 500 Jahren

angelegt wurden. Diese ehemaligen Olivenhaine

sollen jetzt wieder ihrer ursprünglichen

Bestimmung, dem Anbau von hervorragenden

Oliven, zugeführt werden, da sie

ein wichtiger Teil des ökologischen Bestandes

und der örtlichen Tradition sind. Die

engagierte Halbkroatin betreibt selbst eine

historische Olivenmühle in Kobaš auf der

Halbinsel Pelješac. Ihr ist es ein Anliegen, die Gesellschaft für

die Interessen der kleinen, traditionellen Olivenbauern an der

kroatischen Adriaküste zu sensibilisieren, die noch nach altbewährten

Methoden arbeiten und die Oliven mit der Hand

pflücken. Das Ergebnis dieser aufwändigen und sorgfältigen

Arbeit ist eines der hochwertigsten Olivenöle, das bei der

Zubereitung von lokalen Köstlichkeiten seinen vollen Geunglaubliche

Traum

Der querschnittgelähmte britische Seefahrer Geoff Holt wurde für seine erfolgreiche Atlantiküberquerung

mit seinem Katamaran IMPOSSIBLE DREAM mit dem Titel „Pantaenius

Yachtsman of the Year“ ausgezeichnet. Geoff Holt ist seit einem Tauchunfall an den Rollstuhl

gefesselt und manövrierte sein Schiff ohne Hilfe über die Kapverden zu den British Virgin

Islands. Der Preis wurde ihm von Robin Knox-Johnston überreicht. Bisherige Träger dieser

Auszeichnung waren unter anderem Eric Hiscock, Francis Chichester, Robin Knox-Johnston,

Eric Tabarly, Peter Blake, Ellen MacArthur oder Samantha Davies.

www.geoffholt.com


Yachtcentrum

NEWS People

39

90

geleistet hat, dann kommt man zu dem Schluss, dass 90 Jahre

Moni Eisl

Moni Eisl feiert am 17. März Geburtstag. Seinen 90-ten. Man kann

kaum glauben, dass dieses Bündel an Energie und Entschlossenheit

90 Jahre alt wird, wenn man den drahtigen Mann vor

sich sieht.

Wenn man allerdings auflistet, was Moni in seinem Leben alles

dafür eigentlich gar nicht ausreichen können.

Er war Weltmeister im Drachen, gewann mehrfach den SWAN-

Weltcup, war der Motor, der erreichte, dass Österreich am legendären

Admiral’s Cup teilnahm, schenkte bei einem Empfang der

britischen Prinzessin Anne einen Salzburger Trachtenhut, erfand

den Austria Cup mit seiner Einheitsklasse – und hisste auf dem

Gipfel des Kilimandscharo die Flagge des Yacht Club Austria.

Noch heute segelt er seinen Drachen U2, mit Baujahr 1969 im

Vergleich zu Moni eine ganz junge Dame, auf dem Attersee.

Lieber Moni, OCEAN7 wünscht dir alles Gute zu deinem Geburtstag.

Wann gehen wir wieder einmal gemeinsam segeln?

03. bis 06. März 2011

Mehr als nur Segeln. CRUISER 36.

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40

Familientörn

zum

Kap Hoorn

Von Griechenland nach Feuerland – ein junges Paar

segelt mit seinem Kleinkind ans Ende der Welt.

Text: Jutta Walter · Fotos: Osvaldo E. Escobar Torres


PEOPLE

41

Foto: Shutterstock (1)

Seit Juli 2010 sind Osvaldo E. Escobar Torres (34) und seine

Frau Jutta Walter (35) auf ihrer Segelyacht POLARWIND auf

dem Weg zum Kap Hoorn am Südende Südamerikas. Mit dabei

ist Söhnchen Theo Enrique, bei Törnbeginn 21 Monate alt.

Ein ungewöhnliches Ziel für eine junge Seglerfamilie. Für

diese Familie aber wohl das einzige infrage kommende, denn

eigentlich sind die drei auf dem Weg nach Hause. Osvaldo ist

gebürtiger Chilene. Er hat viele Jahre auf dem Archipel Feuerland

gelebt und war während seiner Zeit in der chilenischen

Marine u. a. als Leuchtturmwärter auf dem Kap Hoorn stationiert.

Später arbeitete er als Bootsmann, dann als Co-Skipper

und zuletzt als Skipper in dem Revier. Mehr als 40-mal umsegelte

er das Kap Hoorn und begleitete zahlreiche Antarktis-

Expeditionen. Ein echter Feuerland-Fan ist auch seine Frau

Jutta, ebenfalls begeisterte Seglerin, die mehrere Jahre in der

deutschen Schule Punta Arenas am Südzipfel Chiles als Lehrerin

tätig war und in dieser Zeit dreimal das Kap Hoorn unter

Segeln umrundete. Nun kehren sie von Europa aus mit ihrer

eigenen Yacht an den Ort zurück, mit dem sie so viel verbindet.

Träume werden wahr. Das Paar hat die letzten vier Jahre

in Deutschland gelebt. Der Traum von einer eigenen Segelyacht

begleitete die beiden aber beständig und es reifte die Idee,

zurück nach Südamerika zu segeln. Daran änderte sich auch

nach der Geburt ihres Sohnes nichts.

Im Frühjahr 2010 fanden sie eine geeignete Yacht, mit der sie

das große Abenteuer wagen wollten: eine Reinke mit Stahlrumpf

und einer Länge von 16,40 Meter. Es konnte losgehen!

Hier ein Zwischenbericht der Familie von den Kapverdischen

Inseln, wo sie sich zum Jahresende aufhielt.

Mit Laufrad und Bobbycar aufs Schiff. Natürlich

war eine Menge zu tun, bevor wir endgültig auf die SY PO-

LARWIND zogen. Listen über Listen wurden geschrieben, die

Route geplant, Sponsoren gesucht (besonderer Dank an dieser

Stelle an die Firmen Chile-Touristik, Parasail, Cape Hoorn

Italia und die Zeitschriften Mundo Nautico und Revista Navegar),

Abschied von der Familie und Freunden gefeiert. Fast

alle Möbel haben wir verkauft, ein paar persönliche Dinge in

Kisten verpackt und untergestellt. Mit etlichen Ausrüstungsgegenständen,

ein paar Büchern und einer Menge Spielzeug

zogen wir dann Anfang Juli 2010 auf die POLARWIND. Sogar

ein Bobbycar und ein Laufrad sind mit an Bord. Zum Glück

hat die Yacht eine Menge Stauraum.

Unsere Reiseroute. Die POLARWIND, die unter deutscher

Flagge fährt, lag beim Verkauf in Preveza in Griechenland,

also war klar, dass unsere Reise dort beginnen würde. Wir

segelten vom griechischen Festland nach Kalabrien in Italien.

Über Sizilien und Malta ging es weiter Richtung Süden. Wir

erreichten Ende August Tunesien und segelten dann über

Sardinien und Mallorca zum spanischen Festland, wo wir

Theos zweiten Geburtstag feierten. Ein Tiefdruckgebiet zwang

uns Anfang Oktober zu einem längeren Stopp in Gibraltar. Und

dann endlich segelten wir in den Atlantik, Kurs Madeira, wo

wir Besuch von Juttas Eltern bekamen. Theo genoss die Zeit


42

mit Oma und Opa ganz besonders. Ende Oktober ging es

weiter nach Gran Canaria, bevor der erste richtig lange Schlag

uns weiter in den Süden zu den Kapverdischen Inseln führte.

Hier feierten wir Weihnachten und bereiteten die Atlantik-

Überquerung vor.

Ziel ist Recife in Brasilien. Unser Plan ist, dann die brasilianische

Küste hinunterzusegeln. In Uruguay wollen wir Station

machen und wir hoffen, im Februar 2011 in Buenos Aires anzukommen.

Wir planen dort mehrere Wochen zu bleiben, denn

auf der Polarwind sind etliche Arbeiten zu erledigen, um

das Schiff für das Kap Hoorn zu rüsten. Außerdem denken wir

darüber nach, 2011 in die Antarktis zu segeln und werden auch

dafür schon in Buenos Aires einige Vorbereitungen treffen.

2

Mit der POLARWIND unterwegs. Mit unserer Yacht sind

wir mehr als zufrieden. Sie hat sich in den letzten Monaten

bewährt und ist aufgrund ihrer Größe und stabilen Bauart auch

für raue Reviere wie das Kap Hoorn und die Antarktis bestens

geeignet. Durch das hohe Cockpit segelt sie sehr trocken. Wir

fahren unter Segel eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,8

Knoten. An das Leben an Bord haben wir uns alle drei sehr

schnell gewöhnt. Die POLARWIND ist unser Zuhause und wir

genießen es, auf ihr zu leben. Der Alltag läuft, sowohl auf dem

Meer als auch im Hafen. Die Aufgaben sind klar verteilt. Wind

und Wetter entscheiden über unseren Zeitplan und es ist eine

gute Erfahrung, nicht vom Terminkalender, sondern vom Wetterbericht

abzuhängen. Grundsätzlich ziehen wir es immer vor,

lieber einen oder auch mehrere Tage zu warten, anstatt bei

3

Flaute oder zu viel Wind bzw. Gegenwind auszulaufen.

Diese Taktik hat sich bewährt. Wirklich ernsthafte oder gar

gefährliche Situationen haben wir auf dem Wasser bisher

gar nicht erlebt. Einmal waren wir wirklich in Gefahr, aber

das war an Land! Bei sintflutartigen Regenfällen saßen wir

auf Madeira in einem Auto, als ganz plötzlich der Fluss über

die Ufer trat und drohte, das Auto wegzuspülen.

Das Leben im Hafen. Im Mittelmeer haben wir oft

geankert, auf den Inseln im Atlantik sind wir immer häufi-

Fotos: Shutterstock (3)

1


PEOPLE

43

Unser Sohn sorgt immer wieder

für Kontakte mit interessanten Menschen

4

ger in Marinas, sofern es welche gibt. Sobald Land in Sicht ist,

freuen wir uns auf Internet und eine Dusche, unser Sohn hingegen

ruft schon von Weitem: „Spielplatz! Eis!“. Wir genießen

den Austausch mit anderen Seglern, ganz besonders, wenn wir

auf anderen Booten Kinder entdecken. Kontakte ergeben sich

von allein. Dass die Kinder untereinander nicht die gleiche

Sprache sprechen, ist völlig unerheblich.

Häufig werden wir darauf angesprochen, ob es nicht schwierig

sei, mit einem Kleinkind unterwegs zu sein – unserer Erfahrung

nach ist genau das Gegenteil der Fall. Immer wieder haben wir

sehr nette Begegnungen, gerade weil wir mit einem Kind unterwegs

sind. Ganz prägnant war das beim nächtlichen Einklarieren

in Tunesien, als Theo mit seiner unbekümmerten Art

den sehr ernsten Beamten ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Egal wo wir sind, kommen wir durch unseren Sohn ganz leicht

mit Einheimischen ins Gespräch. Uns ist es wichtig, dass Theo

so oft wie möglich an Land andere Kinder erlebt.

1 kleiner steuermann. Theo Enrique

mit 21 Monaten auf großer Fahrt.

2 Start in der ägäis. Im Hafen von Preveza

Epirus in Griechenland.

3 im trockenen. Die POLARWIND wird

für den Atlantik fit gemacht.

4 abschied von europa. Blick auf den

Felsen von Gibraltar. Boot Tulln 2011

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44

Segeln mit Kind

Das Segeln mit Kind empfinden wir beide als

viel unproblematischer als zunächst gedacht.

Theo akzeptierte die POLARWIND sofort

als sein neues Zuhause. Schon am 3.

Tag kletterte er ohne Hilfe den Niedergang

rauf und runter. Er bewegt sich sehr sicher

im Schiff, selbst bei Seegang. Wenn Freunde

zu Besuch kommen, strecken sie bei Theos

Kletteraktionen oft impulsiv die Hand aus,

um ihn zu halten. Aber nötig ist das nicht, er

weiß genau, wo er sich festhalten muss. Klar,

gibt es feste Regeln an Bord, die alle seiner

Sicherheit dienen. So darf sich unser Sohn

z. B. an Deck nur im Cockpit aufhalten, in

dem er viel Platz zum Spielen hat. Spaziergänge

auf das Vorschiff sind während des

Segelns ganz verboten und auch im Hafen

nur zusammen mit Mama und Papa erlaubt.

Schwimmweste bzw. Lifebelt sind Pflicht und

wenn es mal etwas ruppiger wird, ist er am

besten unter Deck aufgehoben. Da ist er

sowieso sehr gern. Er liebt seinen Schlafplatz

im Vorschiff, wo er sich gern stundenlang

Bilderbücher vorlesen lässt. Gern spielt

er auch mit seinen Autos im Cockpit und

krümmt sich vor Lachen, wenn die kleinen

Wagen durch den Wellengang alleine hinund

herfahren. Völlig aus dem Häuschen ist

unser Sohn, wenn Delfine oder Schildkröten

an uns vorbeischwimmen. Da geht es uns

ganz ähnlich, der Anblick ist immer wieder

einzigartig.

Natürlich ist das Segeln mit Kleinkind ganz

anders als allein. Einer von uns ist ständig

mit Theo zusammen. Da ist es eine Erleichterung,

dass ab und zu Freunde zu Besuch

kommen, die entweder beim Segeln helfen

oder auch mal einfach ein Stündchen mit

Theo spielen.

1

Ein Schauspiel, das Theo

immer Freude bereitet

Vorbereitungen für die Atlantik-Überquerung. Sicherheit steht

bei uns an erster Stelle und das nicht nur, weil wir mit einem Kleinkind

unterwegs sind. So haben wir selbstverständlich ein Epirb und ebenso ein

Satellitentelefon an Bord. Unsere Erste-Hilfe-Kenntnisse haben wir beide

vor Törnbeginn aufgefrischt. Unser Kinderarzt in Deutschland hat uns

nicht nur eine eigene Bordapotheke für unseren Sohn zusammengestellt,

sondern netterweise angeboten, dass wir ihn im Notfall bei Tag und Nacht

anrufen dürfen. Die gleiche Vereinbarung haben wir mit zwei befreundeten

Ärzten. Wir hoffen, dass wir das nie tun müssen, aber es beruhigt uns. Der

Erste-Hilfe-Koffer ist prall gefüllt, wir haben eine neue Rettungsinsel an

Bord, alle Kommunikations- und Navigationsgeräte sind überprüft!

2

Fotos: Shutterstock (1)


PEOPLE

45

3

1 glückselig. Delfine oder Schildkröten neben dem Schiff sorgen für besondere

Freude bei Theo.

2 zufrieden. Stundenlang kann sich das Kind im Cockpit beschäftigen.

3 kontakt. Über Funk und Internet wird an Bord der Kontakt zu Freunden

aufrecht erhalten.

4 inseltour. Landausflüge und Begegnungen mit Menschen gehören zu

den Höhepunkten der Reise.

4

Besuchen Sie uns auf der Messe Tulln

von 3. bis 6. März 2011

Halle 02 Stand 202


46

Das System

Fundak

Text und Fotos: Dominic Marsano

Er gilt als Architekt des

heimischen Segelwunders und

hat Österreich im olympischen

Zirkus zu einer fixen Größe

geformt. Als Betreuter und

Betreuer blickt Georg Fundak

auf vier Jahrzehnte waterworld

zurück, OCEAN7 bittet das

Energiebündel vor den

Vorhang und fasst die Sternstunden

und Visionen des

Heilbringers zusammen.

Ob der Wecker um fünf Uhr morgens eine hysterische Panikattacke

reitet, oder erst 90 Minuten später aus der Fassung

gerät, hängt davon ab, wo sich Georg Fundak gebettet hat. In

Budapest, wo der mittlerweile 57-Jährige aufgewachsen ist,

studiert und jahrelang als Bauingenieur gearbeitet hat, lebt

seine Familie, in Neusiedl am See, wo der gebürtige Ungar

einen Steinwurf vom Verbandsbüro ein kleines Apartment

bewohnt, wartet die Arbeit. Doch die Pendlerfrage stellt sich

weniger oft, als Fundak lieb ist – das Olympische Segel-Business

hält den Sportdirektor und diplomierten Segeltrainer

permanent auf Trab. Um am maritimen Puls der Zeit zu sein,

spult der lebensgroße Duracell-Hase monatlich mehr Straßenkilometer

herunter als der Durchschnittsösterreicher im Jahr.

Die Intensität und Art und Weise wie der Segelenthusiast sein

Gewerbe gelebt hat und lebt, reduziert die Freizeit auf Null

und die tägliche Nachtruhe auf maximal fünf bis sechs Stunden.

Kombiniert mit dem Stressfaktor sind gewisse Abnutzungserscheinungen

nicht zu leugnen, doch selbst nach vier Jahrzehnten

Wasserarbeit ist der Mann, dem Österreich den Zusatz

„Seemacht“ verdankt, voll gepumpt mit Visionen und bis in die

mittlerweile grauen Haarspitzen hinein motiviert.

Boykottierter Erfolg. Es gibt ganz offenbar eine Menge zu

tun, denn Georg Fundak in einer ruhigen Minute zu erwischen

ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Mit einer stattlichen

Kolonie Ameisen im Arsch zieht der Erfolgsmensch die sportpolitischen

Fäden, perfektioniert Netzwerke und Systeme und

bringt den heimischen Olympiakader von heute und morgen

auf Erfolgskurs. Seit 24 Jahren im Dienste des österreichischen

Segel-Verbandes, weiß der Doppelstaatsbürger, dass der Olym-


PEOPLE

47

pische Traum langfristig und exakt geplant sein muss, um auch

tatsächlich in Erfüllung zu gehen. Fundak kennt die Höhen

und Tiefen des Leistungssports, die Erfolge und Fehler aus der

eigenen Vergangenheit haben ihn geprägt. Bei den Olympischen

Spielen vor Seoul segelte der 470er-Lenker für Ungarn

knapp an den Top 6 vorbei, vier Jahre später beendete er seine

vielversprechende Karriere. Der Olympiaboykott seines Landes

raubte dem damaligen Mitfavoriten die sportliche Ambition;

ehe es zum Höhepunkt kam, trat Fundak 1984 frustriert

von der olympischen Bühne ab. Damit endete die aktive Bewegungsphase,

die im Kindesalter noch von Handball und Geräteturnen

geprägt war. Die seglerische Leidenschaft überkam

den Schüler im Alter von 13 Jahren. Als Bootsjunge verdiente

sich der damalige Teenager unvergessliche Ausfahrten mit einem

Schärenkreuzer, der Plattensee wurde zur Brutstätte des

begnadeten Seglers, der 1986 wieder auf das Wasser zurückkehrte,

diesmal als Trainer. Als solcher ist der begeisterte Jazz-

Hörer mittlerweile sechs Olympiaeinsätze schwer. Die Spiele

vor Sydney und Athen bleiben unvergessen, drei Olympiasiege

und eine Silberne hievten Segel-Österreich in die Schlagzeilen

und bescherten Fundak zweimal die Auszeichnung Trainer des

Jahres. Den Seglern brachte der Medaillenregen das, was für

Wintersportler längst Alltag war und von Fundak bereits seit

Jahren vehement gefordert wurde: ein eigenes Bundes-Leistungszentrum,

und das in Neusiedl am See.

Vorjahr zum Jugend-Olympiasieg coachte. Das internationale

Blut auf der österreichischen Betreuerbank ist Fundak extrem

wichtig, Egoisten haben in seinem Team dafür keine Chance.

Die Kombination aus individueller fachlicher Klasse, Flexibilität

und gelebtem Teamgeist macht den Unterschied aus – ein

Modell, das im vergangenen Jahrzehnt erfolgreich angewendet

wurde und durchaus den gewünschten Nebeneffekt erzielt hat.

Der norwegische Spitzentrainer Jan Steven Johannessen puschte

Laser-Segler Andreas Geritzer zu Olympia-Silber und nach

der kurzen, aber umso intensiveren Zusammenarbeit mit dem

britischen Skiff-Guru Paul Brotherton waren Nico Delle Karth

und Niko Resch endgültig in der Weltspitze angekommen.

Die Elefantenrunde. Die Basis für diese sportlichen Meilensteine

wurde in Atlanta, respektive nach den Coca-Cola-

Spielen von 1996 gelegt. Zur Halbzeit lag man noch mit zwei

Booten in Führung, am Ende mussten sich die Tornados An -

dreas Hagara und Florian Schneeberger aber ebenso mit Blech

begnügen wie Finnsegler Hans Spitzauer. Die Medaillen gingen

im Kopf verloren, worauf die Arbeit im mentalen Bereich

intensiviert wurde und sukzessive mehr Experten vor den segelolympischen

Karren gespannt wurden. Ob die renommierten

Sport-Psychologen Günter Amesberger und Patrick

Bernatzky, der italienische Spitzen-Meteorologe Alessandro

Pezzoli, oder die Zusammenarbeit mit diversen sportmedizinischen

Abteilungen – alle Parameter bürgen für Qualität und

sollen den heimischen Assen physische wie psychische Vorteile

garantieren. Ebenso hochwertig ist die heimische Coaching-

Zone besetzt. Neben Peter Krimbacher und der kroatischen

Power-Achse Ivan Bulaja und Mate Arapov wurde mit dem

Spanier Toni Ripoll der nächste Erfolgsgranat an Bord geholt.

Mit dem dreifach vergoldeten Olympiatrainer gelang Fundak

ein weiterer genialer Schachzug, der nur aufgrund alter Seilschaften

und blendender Kontakte möglich wurde. Darüber

hinaus verfügt der Verband mit Stefan Hess und Olympiasieger

Christoph Sieber über zwei erstklassige Nachwuchstrainer,

hinzu kommt der Ungar Sigmond Adras, der Lara Vadlau im

1

Systematische Wertsteigerung. Nicht nur an den

Schwächen arbeiten, sondern gleichzeitig die Stärken optimieren,

jedem seinen Weg und dabei nichts dem Zufall überlassen

– so lautet eine der Erfolgsformeln, die in der Vorbereitung auf

die Sydney-Spiele erstmals nach Wunsch umgesetzt wurden.

Perfekt ins Fahren gebracht, mit einem mentalen Plus ausgestattet

und erstmals mit einer segelnden Österreicherin an der

olympischen Startlinie, wusste Fundak bereits im Vorfeld, dass

die Zeit für die Ernte gekommen war. Die Goldmedaillen von

Hagara, Steinacher und Sieber kamen mit Ansage, mit Andreas

Geritzer (Rang fünf) klopfte bereits die nächste Generation

lautstark am Erfolgstor an. Das Umfeld war perfekt, die Stimmung

und der Teamgeist vor, während und erst recht nach der

Entscheidung exzellent und am Punkt. Während Segel-Österreich

auf der Wolke Nummer sieben schwebte, dachten Fun dak

und Co. bereits an den zweiten und weitaus schwierigeren Teil

der maritimen Meisterprüfung. Der Beweis, dass Sydney kein

1 mittendrin. Georg Fundak immer im Zentrum des Geschehens.


48

Zufall und erst recht keine Eintagsfliege war, gelang 2004 mit

dem zweiten Olympiasieg von Hagara und Steinacher, sowie

der Silbernen von Andreas Geritzer eindrucksvoll. Und wieder

vermochten die Debütanten, in diesem Fall Delle Karth und

Resch, zu überzeugen. Entsprechend hoch waren die Erwartungen

für 2008, doch diesmal blieb der erhoffte Medaillentraum

trotz einer abermals peniblen Vorbereitung aus. In Quingdao

und am Gelben Meer nie wirklich heimisch geworden, kam der

Wohlfühlfaktor viel zu kurz, zudem fehlte seitens der Betreuung

das notwendige Plus. Unterm Strich blieben drei Top Ten-

Plätzen. Ein Ergebnis, für das man sich weder verstecken und

schon gar nicht schämen muss. Die Enttäuschung der Öffentlichkeit

sei laut Fundak zwar verständlich gewesen, trotzdem

Georg hat gern alles im Blick

Installation der Olympic Commission und nominierte fünf

weltweit anerkannte Fachkräfte, deren Ideen dem Segelsport

Flügel verleihen sollen. Die ausgearbeiteten Vorschläge wurden

mit breiter Zustimmung angenommen, ab 2013 steuert das

olympische Boot auf neue Ufer zu. Für Georg Fundak ein

neuerlicher Triumph, und das in doppelter Hinsicht. Der ungarische

Österreicher war Teil besagter Kommission und an

den Neuerungen maßgeblich beteiligt. So werden etwa die

Qualifikationsrichtlinien geändert, um noch mehr Nationen in

das olympische Geschehen mit einbinden zu können, zudem

kommen vor Rio 2016 neue Bootsklassen zum Zug, am Format

wird ordentlich gebastelt. Der Weltcup soll im Gesamtpaket

aufgewertet werden und auch das Thema Medien wird zur

1 2

dürfe die Anerkennung für die enorme Opferbereitschaft nicht

unter den Tisch fallen. Talent, Ehrgeiz, Wissen und 15 Jahre

beinharte Arbeit seien für die Verwirklichung der olympischen

Träume vonnöten, die Komplexität der Natursportart kommt

erschwerend hinzu. Aus diesem Grund hätten sich seine Segler

für ihre Leistungen auf und abseits der olympischen Bühne

mehr Wertschätzung verdient, zudem wäre es längst an der Zeit,

dass die Akteure von ihrem Beruf auch leben könnten. Eine

Meinung, die viele Experten teilen.

ISAF-Chefsache erklärt. Vor allem am TV-Sektor will man

mittels eigener Produktion punkten und mithilfe der Bildschirmpräsenz

neue Sponsoren ins Boot holen. Die Umsetzung

dieser Beschlüsse soll dem olympischen Segelsport neuen Rückenwind

bescheren, eine Mission, die den Tausendsassa reizt

und gleichzeitig fordert. Der geplante Umkehrschwung könnte

die letzte und krönende Mission des Segel-Papstes werden,

anschließend will Georg Fundak seiner Familie zurückgeben,

was seit jeher Mangelware ist. Zeit.

Neuordnung der Sterne. Denn dem olympischen Segelsport

könnte es weit besser gehen, darin waren sich die Granden

sämtlicher Lager einig. Nach den China-Spielen wurden

deshalb langfristige Entwicklungs- und Vermarktungsstrategien

gefordert. Der Weltsegelverband (ISAF) reagierte mit der

1 Genauer Beobachter. Der Sportdirektor ist diplomierter Segeltrainer.

2 GroSSe Erfahrung. Die jungen Regattasegler profitieren vom Wissen des

alten Hasen.


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50

oCEAN7 Service

Big Brother für

Yachten

Yacht-Pool zeigt in Tulln ein umfangreiches

Paket an Möglichkeiten,

das Schiff ständig im Auge

zu behalten, zu überwachen und

es vor unbefugtem Zugriff oder

Yachtdieben zu schützen. Mit

dem GPS- und Photo-Protector

kann das Boot über eine eingebaute

Alarm- und Über -

wachungsanlage gesichert werden,

die ununterbrochen die

aktuelle Lage und Positionsänderungen

meldet. Zusätzliche

Sensoren kontrollieren Türzugänge,

Luken, Temperatur und Wasserstand. Die Alarmierung

erfolgt wahlweise per Anruf, SMS oder

E-Mail. Mit Photo Control wird die Yacht in der

Marina außerdem optisch überwacht. Damit

können Fotos von zu Hause per SMS ausgelöst

werden, die dann automatisch als Mail zurückversendet

werden. GPS-Protector ermöglicht

es, die Position von Außenbordmotoren, Dinghis,

Fahrrädern oder anderem Zubehör zu

überwachen.

Halle 4/Stand 401 www.yacht-pool.at

Technik denkt mit

Die neue Wechselrichter-Ladegerät-Kombination CombiPower von Waeco

löst Probleme mit unzuverlässiger Stromversorgung auf dem Liegeplatz.

Der intelligente Sinus-Wechselrichter mit integriertem Automatiklader

sorgt für maximale Unabhängigkeit, da das Gerät bei Spannungsschwankungen

oder einem Netzausfall die Stromversorgung überwacht und

selbsttätig auf die jeweilige Situation reagiert. Sollte mehr Energie erforderlich

sein, holt sich der Waeco CombiPower diese aus der Bordbatterie.

Besonders wichtig ist diese Eigenschaft für empfindliche Bordelektronik.

Die Betriebsdauer des Wechselrichters kann individuell

begrenzt werden, um eine ungewollte Entladung

der Bordbatterie zu vermeiden.

Der Sinus-Wechselrichter des

Waeco liefert eine Dauerleistung

von 2000 und eine Spitzenleistung

von 4000 Watt.

www.dometic-waeco.at

Die leichte Rolle

Die Hightech-Blöcke des australischen Herstellers Ronstan bieten höchste

Bruchlast bei geringstem Gewicht. In der Entwicklung der Orbit-Blöcke

stecken zwei Jahre intensive Arbeit, Forschung und ausgiebige Praxistests.

Das Ergebnis sind Blöcke mit dem geringsten Gewicht in Relation zu ihrer

Arbeitslast weltweit. Fast alle Metallkomponenten

wurden durch Hightech-Faserverbundwerkstoffe

ersetzt. Zur Montage der Ronstan Orbit-Blocks

werden sogenannte Loops aus extrem festen

Dyneema verwendet. Bei den Ratchet-Blocks

ist sogar eine weltweit einzigartige Funktion

möglich, mit der die Ratsche sowohl manuell

als auch automatisch ein- und ausgeschaltet

werden kann.

www.allroundmarine.at

Einfach sauber

Die Teakdeck-Reiniger mit dem neuen Namen Sabatack erscheinen ab jetzt nicht nur in einer neuen

Verpackung, sondern wurden auch mit besseren Eigenschaften ausgestattet. Die Produkte mit dem

Zusatz XL zeichnen sich durch eine längere Verarbeitungszeit sowie eine langsamere Hautbildung aus.

Das handliche Set wurde entwickelt, um kleine Reparaturen an GFK-Booten durchzuführen. Eine übersichtliche

Fibel erklärt die Grundlagen der Reparaturen mit Epoxidharz.

www.saba.nl www.vonderlinden.de


NEWS SERVICE

51

Tolle Propeller aus Österreich

Martin Godderidge ist Spezialist für Metallbau. Für sein eigenes Segelboot konstruierte

er sich einen Drehflügelpropeller, der so gut funktionierte, dass er nun in höherer

Stückzahl hergestellt wird. Durch ausgiebige Praxistests wurde das Produkt

nun so optimiert, dass es den hohen Ansprüchen des Experten und dem internationalen

Markt gerecht wird. Die neuesten Propeller von Godderidge Metallbau haben

gegossene Flügel. Der Vorteil der Flügelform liegt darin, dass die größte Flügelfläche

außen liegt, was noch mehr Schub und Laufruhe mit sich bringt. Außerdem verfügen

die Drehflügler als Einzige auf dem Markt über eine hydraulische Dämpfung für die

Umschaltbewegung. Halle 4/Stand 428 www.drehfluegelpropeller.com

Schutz aus der Dose

Um schwer zugängliche Bereiche am Schiffsrumpf wie Bugstrahlruder

oder Faltpropeller vor Bewuchs zu schützen, hat die Firma Yachticon

ein Antifouling-Spray auf den Markt gebracht, mit dem mühelos

alle Kanten, Ecken und Winkel erreicht werden können. Das Produkt

schützt dauerhaft vor dem Bewuchs mit Muscheln, Rankenkrebsen,

Algen oder Seepocken. Die 400 ml-Dose kostet 21,95 Euro.

www.yachticon.de

PowerDive ist das ideale Gerät, wenn Arbeiten am Unterwasserschiff erledigt werden

müssen oder einfach einmal die Unterwasserwelt erkundet werden soll – ohne

Tauchschein und ohne schwere Ausrüstung. Die Atemluft wird mittels eines 12V-

Kompressors durch einen bis zu maximal zwölf Meter langen Schlauch zum Taucher

transportiert. Der Kompressor schwimmt an der Oberfläche und folgt dem Taucher

problemlos. Die Grundausstattung enthält bereits die Ausrüstung für einen zweiten

Taucher. Ebenso garantiert die begrenzte Schlauchlänge automatisch eine hohe

Sicherheit – man kann nicht tiefer tauchen, als der Schlauch lang ist. Die gesamte

PowerDive-Ausrüstung ist leicht und kann unproblematisch fast überall verstaut und

mitgenommen werden. Die fünf verschiedenen PowerDive-Modelle bieten für jede

Nutzung das richtige Gerät, vom schwimmfähigen Kompressor bis zur Anlage, die

an Deck eines Bootes montiert wird (Highend-Profi-Gerät). Ab 2.550 Euro.

Halle 1/Stand 101

schwab.karin@t-online.de www.powerdive.com

Tauch-Spaß

Immer

genug

Wasser

Die Yachten der Langzeitsegler sind

ausgerüstet, um das Leben an Bord

so angenehm wie möglich zu gestalten.

Bei gewohntem Verbrauch an

Süßwasser ist der Tank manchmal

schnell leer. Der Nachschub an Trinkwasser

in entlegenen Gebieten ist

durch den Einbau eines Watermakers

möglich. Die Firma Palmetshofer

Nautic verkauft nicht nur die dafür

notwendigen Geräte, sondern berät

auch entsprechend sachkundig. Je

nach Leistung und Größe der Anlage

können zwischen 20 und 85 Liter

reines Süßwasser pro Stunde gewonnen

werden. Platz für eine derartige

Anlage ist praktisch in jedem

Schiff. Halle 5/Stand 511

www.palmetshofer-nautic.at


52

Korallenriffe beherbergen etwa ein

Viertel aller bekannten Fischarten.

Dazu gehören farbenprächtige

Schönheiten wie die Falter- und

Kaiserfische. In großen Schwärmen

stehen die bunten Fahnen- und

Riffbarsche über Korallenstöcken

und verschwinden bei Bedrohung

blitzartig zwischen den Korallenästen.

Andere Fischarten wie Füsiliere oder

manche Thunfische sind beständig

auf der Wanderung entlang der

Riffwände. Im Gegensatz dazu

verstecken sich manche Fische im Riff

und sind wegen ihrer guten Tarnung

nur schwer zu entdecken. Diese

unterschiedlichen Lebensweisen

haben eine gemeinsame Wurzel: den

großen Kreislauf von Fressen und

Gefressen werden.


Service

53

Von Jägern

und Gejagten

Text und Fotos: Dr. Reinhard Kikinger


54

1

Herbivore Fische. Unter diesem Begriff werden alle pflanzenfressenden

Fische zusammengefasst. Mehrere Strategien

sind zu unterscheiden.

„Weidegänger“. Vergleichbar mit Kühen, die über die Weide

ziehen, grasen diese Fische die Algenrasen im Riff ab. Damit

liefern sie einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung dieses

Ökosystems, indem sie die raschwüchsigen Algen entfernen

oder kurz halten. Werden die Weidegänger überfischt, kann

das die Riffe nachhaltig schädigen.

Zu den wichtigsten Weidegängern im Riff zählen die Papageifische

und die Doktorfische. Papageifische schaben mit ihrem

schnabelförmigen Gebiss Algen von toten Korallenstöcken ab

und produzieren auf diese Weise saubere Flächen, auf denen

sich Larven von Korallen festsetzen und heranwachsen können.

Papageifische fressen aber auch die symbiontischen Algen

(Zooxanthellen), die im Gewebe lebender Korallen angesiedelt

sind. Um an diese Algen heranzukommen, schaben sie ganze

Korallenstücke weg, verdauen die Algen, zerreiben den Korallenkalk

und entlassen diesen als feine Sandwolke. Macht sich

eine große Schule von Papageifischen über einen einzelnen

Korallenstock her, so kann er durchaus so stark beschädigt

werden, dass er abstirbt.

2

3


SERVICE

55

1 Schwarzfleck-Igelfisch, Diodon hystrix. Er kann sich bei Gefahr

zu einer Kugel aufblähen, indem er viel Wasser schluckt. Dabei stellen sich

seine dicken Stacheln auf, was ihm das Aussehen eines Igels verleiht. Durch

diesen Abwehrmechanismus ist er vor fast allen Fressfeinden sicher.

2 Schwarzflecken-Kugelfisch, Arothron nigropunctatus. Auch

Kugelfische sind dafür bekannt, sich bei Gefahr aufzublähen. Damit bleibt der

vermeintliche Leckerbissen dem hungrigen Angreifer im wahrsten Sinne im

Maul stecken. Außerdem enthalten Haut und innere Organe der Kugelfische

das Gift Tetrodotoxin. Das Fleisch selbst ist jedoch essbar und wird in Japan

unter dem Namen Fugu als Delikatesse angeboten.

3 Leopardenhai, Stegostoma fasciatum. Dieser bodenbewohnende

Hai kann über drei Meter groß werden. Er ruht gerne auf Sandböden und geht

vorwiegend nachts auf Jagd. Auf seinem Speiseplan stehen Weichtiere und

kleine Fische. Für Menschen ist dieser schöne Hai harmlos, solange er nicht

belästigt wird. Wegen seiner sehr langen Schwanzflosse sind seine Schwimmbewegungen

ausgesprochen elegant.

4 Mangroven-Rochen, Himantura granulata. Er zählt zu den Stechrochen,

besitzt also einen Stachel an seinem Schwanz. Der Stachel dient nicht

der Jagd, sondern wird zur Verteidigung eingesetzt. Stechrochen bevorzugen

sandige Böden in Lagunen und Korallenriffen. Dort graben sie mit kräftigen

Bewegungen ihrer breiten Flossen sandbewohnende Tiere aus, die ihre Nahrung

darstellen.

5 Gefleckter Adlerrochen, Aetobatus narinari. Adlerrochen sind

ausgesprochen wendige und elegante Schwimmer. Im Gegensatz zu den

verwandten Mantas ernähren sie sich jedoch nicht von Plankton. Ihre Nahrung

besteht hauptsächlich aus Muscheln, Schnecken und Krebsen.

Mit ihrem spitz zulaufenden Kopf graben sie diese Tiere aus und

verspeisen sie.

6 GroSSeR Barrakuda, Sphyraena barracuda. Ist von den Fischen

des Korallenriffs die Rede, so steht fast immer ihre Farbenpracht im Mittelpunkt.

Aber auch der bunteste Fisch muss sich von etwas ernähren und endet seinerseits

oft als Leckerbissen.

4

5

Die Fische des Korallenriffs haben sich

viele unterschiedliche Nahrungsquellen

erschlossen und sind selbst Teil eines

komplexen Nahrungsnetzes

6


56

Neben den Weidegängern, die üblicherweise die gesamte Alge

fressen, sind andere Fische wie die Kaninchenfische sehr selektiv

bei der Nahrungsaufnahme und bevorzugen nur bestimmte

Teile der Futterpflanze („Browser“). Wieder andere Fische

sind auf tote Pflanzenteile und ihren Aufwuchs an Mikroorganismen

spezialisiert („Detritivore“), zum Beispiel manche

Schleimfische.

1

Doktorfische sind eine weitere Fischfamilie, die als Weidegänger

den Algenaufwuchs im Korallenriff konsumieren. Der

Name Doktorfische bezieht sich auf scharfe Hornplatten an

der Schwanzwurzel, die entfernt an das Skalpell eines Chirurgen

erinnern. Innerhalb der Doktorfische ist die Anzahl dieser

Skalpelle und ihre Ausprägung artspezifisch unterschiedlich.

Carnivore Fische. Auf ihrem Speiseplan stehen andere

Tiere. Nachdem im Meer die Vielfalt an möglichen Beutetieren

gewaltig ist, hat sich auch eine entsprechende Vielfalt des Beuteerwerbs

entwickelt.

„Planktivore Fische“. Diese Fische ernähren sich vom Zooplankton,

das sind die kleinen Tiere innerhalb der Planktongemeinschaft.

Tagaktive planktivore Fische haben kleine Mundöffnungen

und die Augen stehen weit vorne am Kopf. Dadurch

können die winzigen Beutetiere gut gesehen und gezielt geschnappt

werden. Nachtaktive Planktivore benötigen größere

Augen und Münder, um das aus der Tiefe aufsteigende Plankton

auch nachts sehen und fangen zu können. Viele Riffbarsche,

Fahnenbarsche und Füsiliere sowie einige Falterfische, Lippfische

und Kardinalfische gehören zu den planktivoren Fischen.

Aber auch die Riesen unter den Fischen wie Mantas und Walhaie

ernähren sich vom Plankton, das in Kiemenreusen wie mit

einem Planktonnetz gefangen wird.

Die Muräne ist ein Nachtjäger

2


Service

57

3

1 Orient-SüSSlippe, Plectorhinchus orientalis. Die wulstigen

Lippen haben dieser Fischfamilie ihren Namen verliehen. Diese Fische

schweben tagsüber ruhig im freien Wasser oder unter Überhängen. Nach

Sonnenuntergang machen sie Jagd auf Kleintiere im Riff und auf angrenzenden

Sandböden.

2 Riesen-Muräne, Gymnothorax javanicus. Sie zählt zu den Raubfischen

des Korallenriffs. Sie ernährt sich hauptsächlich von Fischen, die sie

auf ihren nächtlichen Streifzügen durch das Riff erbeutet. Krebse werden

ebenfalls verspeist. Mit bis zu drei Meter Körperlänge ist die Riesenmuräne

eine der größten Muränen-Arten.

3 Neonaugen-Kammzähner, Escenius midas. Er zählt zu den

Schleimfischen, deren Körperoberfläche durch eine kräftige Schleimschicht

geschützt wird. Viele Arten haben charakteristische Tentakel oberhalb der

Augen, wodurch sie von den ähnlich aussehenden Grundeln gut zu unterscheiden

sind. Die meisten Schleimfische beweiden den Meeresboden.

4 Blauflossen-Stachelmakrele, Caranx melampygus. Stachelmakrelen

sind silbrige, schnell schwimmende Raubfische in Riffnähe und

im offenen Meer. Sie besitzen eine gegabelte Schwanzflosse und gekielte

Schuppenplatten im hinteren Teil der Seitenlinie. Sie ernähren sich hauptsächlich

von Fischen, die in rasendem Tempo gejagt werden.

5 Juwelen-Fahnenbarsch, Pseudanthias squamipinnis. An

strömungsexponierten Korallenriffen ist er in großen Schwärmen anzutreffen.

Die Männchen sind territorial und haben Harems von fünf bis acht Weibchen.

Fahnenbarsche sind ausdauernde Schwimmer, die in der Strömung

nach vorbeidriftendem Plankton jagen.

4

„Piscivore Fische“. Sie ernähren sich von anderen Fischen und

werden umgangssprachlich meist als Raubfische bezeichnet.

Ihre Jagdmethoden sind sehr unterschiedlich. Manche erjagen

ihre Beute durch überlegene Geschwindigkeit. Beispiele dafür

sind Hochsee-Haie, Thunfische und Makrelen. Andere setzen

auf verstecktes Anschleichen wie Trompetenfische, Flötenfische

und Hornhechte. Meister der Tarnung und des Überraschungsangriffes

sind die Steinfische und Anglerfische, die ihre ahnungslose

Beute blitzschnell einsaugen. Weitere Vertreter der

Piscivoren sind Muränen, Barrakudas, Stachelmakrelen und

Zackenbarsche. Sie kontrollieren den Bestand an herbivoren

und planktivoren Fischen.

5

Literatur

Baumeister, M. & W. Baumeister (2005). Meeresfauna .

Karibik und Florida. Ulmer. ISBN 3800141647.

Debelius, H. (2003). Fisch-Führer Indopazifik: Malediven bis Philippinen.

Natur und Tier-Verlag. ISBN 3931587746.

Göthel, H. (2003). Meeresfauna. Fische: Rotes Meer.

Indischer Ozean (Malediven). Ulmer. ISBN 3800136767.

Lieske, E. & R.F. Myers (1994). Korallenfische der Welt.

Jahr Verlag. ISBN 3861321122.


58

Die Überfischung

gefährdet die Riffe

„Benthische Predatoren“. Sie ernähren sich hauptsächlich von

wirbellosen Tieren, die im Sand vergraben, im Riff versteckt

oder zwischen Korallenästen verborgen sind. Spezielle Formen

ihrer Münder ermöglichen es ihnen, an Nahrung heranzukommen,

die für andere Fische unzugänglich ist. Sie

haben dadurch Einfluss auf die Diversität der Riff-Gemeinschaft

und kontrollieren auch Bestände von Tieren, die für

das Riff gefährlich werden können.

Klassisches Beispiel ist die Dornenkrone, die bei massenhaftem

Auftreten ganze Riffabschnitte kahlfressen kann.

Beispiele für benthische Predatoren sind viele Lippfische,

Süßlippen, Straßenkehrer und manche Haie und Rochen.

1

3

1

Nahrungsnetz. Alle genannten Beispiele sind ein Teil eines

komplexen Nahrungsnetzes, das in seiner Gesamtheit für den

Zustand eines Korallenriffs mitverantwortlich ist. Das sollte

immer berücksichtigt werden, bevor starke Eingriffe in dieses

System erfolgen. Aktuelle Beispiele sind die Überfischung

vieler carnivorer Fische wie Haie, Zackenbarsche und anderer

Spitzen-Carnivoren. Die langfristigen Auswirkungen sind nicht

sofort sichtbar, können aber zu unerwünschten und nachteiligen

Entwicklungen führen.

2

1 Vielstreifen-Füsilier, Caesio varilineata. Füsiliere haben einen

schlanken, stromlinienförmigen Körper. Sie sind schnell schwimmende Planktonfresser,

die tagsüber in großen Schulen beständig unterwegs sind. Das

Plankton wird selektiv mit dem vorstülpbaren Maul aufgenommen. Nachts

suchen die Füsiliere Schutz im Riff und sind dann oft rötlich gefärbt.

2 Schwarzer Pyramiden-Falterfisch, Hemitaurichthys zoster.

Die meisten Falterfisch-Arten ernähren sich von bodenlebenden Kleintieren.

Der Pyramiden-Falterfisch ist jedoch ein Planktonfresser. Er findet sich in großer

Zahl an beströmten Riffhängen, wo er Zooplankton erbeutet.

3 Nasenhöcker-Papageifisch, Scarus rubroviolaceus. Wie alle

Papageifische hat er ein kräftiges, schnabelartiges Gebiss. Er ernährt sich von

Algen, die vom Untergrund abgeschabt werden. Anhaftender Korallenkalk wird

mit Zahnplatten zerrieben und als Sandwolke ausgeschieden.

4 Gitter-Doktorfisch, Acanthurus triostegus. Große Schwärme

dieses Fisches ergießen sich manchmal wie eine Lawine über flache Riffabschnitte.

Dort beweiden sie den Algenaufwuchs. Dabei kommt es oft zu Auseinandersetzungen

mit territorialen Pflanzenfressern, welche die Eindringlinge

zu vertreiben suchen.


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SERVICE

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60

Was ist bloß mit

dem Wetter los?

Orkane toben in der Oberen Adria, Wirbelstürme und Wasserhosen gefährden Segler in

den Kornaten. Immer häufiger lesen wir Berichte über extreme Wetterbedingungen in

unseren Lieblingsrevieren. OCEAN7 sprach mit Augenzeugen und mit Experten: Spielt

unser Wetter tatsächlich total verrückt?

Text und Fotos: Gernot Weiler

Es war ein gemütlicher Segeltörn in der kroatischen Adria.

Eigentlich ein traditioneller Segelurlaub, den wir – ein segelbegeisterter

Freundeskreis – schon seit vielen Jahren Ende

September durchführen. Diese Zeit ist perfekt für uns, da wir

gern brauchbaren Wind, aber auch noch warme Segeltage

haben wollen.

Am Vormittag eines Tages im vergangenen Herbst, etwa in der

Törnmitte, verließen wir mit den zwei Charteryachten den

Hafen von Zlarin und motorten in westlicher Richtung, um dort

auf guten Wind zu treffen. Der Himmel war weitgehend strahlend

blau, es herrschte Windstille, nur ein auffälliges Wolkenband

zog sich vom Festland bis weit auf die Adria hinaus.

Schon nach kurzer Zeit deutete ein Crewmitglied nach vorne

und machte den Rest der Mannschaft auf eine Wettererscheinung

aufmerksam, die uns alle mit gemischten Gefühlen erfüllte.

Aus der Unterseite der Wolke wand sich ein dunkler

Schlauch hinunter zur Wasseroberfläche und erzeugte dort

einen diffusen, grauen Schleier aus aufgewirbeltem Wasser.

Als dann neben dem ersten auch noch ein zweiter Sturmrüssel

entstand, überprüften wir unsere relative Position zu

dem Wolkenband und mussten feststellen, dass wir

uns kaum von ihm wegbewegt hatten. Also hatten

wir uns für die falsche Fluchtrichtung entschieden.

Ein Schwarm Möwen, der uns direkt

entgegenkam und es scheinbar ziemlich eilig hatte, überzeugte

uns schließlich endgültig davon, unseren Kurs noch einmal,

diesmal um 180 Grad, zu ändern. Jetzt entfernten wir uns

deutlich von der bedrohlichen Wolke und blickten erleichtert

auf die Wasserhosen zurück. Ein faszinierender Anblick.

Schnell wird nach solchen Erlebnissen der Klimawandel als

Ursache für eine steigende Häufigkeit genannt und prognostiziert,

dass wir uns in Zukunft an solche Situationen gewöhnen

müssten. Bilder von entmasteten Yachten, von Bord gerissenen

Seeleuten, von völliger Zerstörung und gekenterten Schiffen

werden heraufbeschworen. Jeder kennt Bilder oder Videos von

eindrucksvollen Wasserhosen, die von Bord einer Yacht aufgenommen

wurden.

Was steckt also nun wirklich dahinter, hinter Wirbelstürmen

und Wasserhosen in unserem Lieblingsmeer? Werden gefährliche

Stürme, Wasserhosen und ähnliche Phänomene wirklich

häufiger? Müssen sich Segler im Mittelmeer auf immer schlechteres

und gefährlicheres Wetter einstellen? Die Experten der

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf

der Hohen Warte in Wien, Mag. Johanna Nikitsch und Mag.

Gerhard Hohenwarter von der Fachabteilung für Klimatologie

erklären, dass Wasserhosen zwar spektakulär, aber begrenzt sind

und die vermeintliche Häufung ihres Vorkommens eher durch

die steigende Anzahl der Beobachter hervorgerufen wird.

Mag. Johanna Nikitsch

„Wasserhosen wurden in den letzten Jahren und Monaten häufig mittels Videos

und Fotos dokumentiert und über das Internet verbreitet. Dies bedeutet nicht automatisch,

dass auch mehr Wasserhosen auftreten. Hier muss man sehr genau

aufpassen. Gerade bei relativ kleinräumigen Phänomenen wie Wasserhosen ist es

nicht seriös, zu behaupten, dass es in letzter Zeit eine Häufung gebe.“


Service

61

Ein Foto, das beängstigend

wirkt. Gernot Weiler nahm

es am 4. Oktober 2010 vor

Zlarin in Kroatien auf


62

1

Wann und wo entstehen Wasserhosen? Wasserhosen

entstehen am häufigsten, wenn die Atmosphäre instabil

geschichtet ist, das bedeutet, wenn Gewitterlage herrscht

und starke Temperaturunterschiede in den unteren Luftschichten

vorliegen. Sie sind vor allem von Hochsommer bis

in den Herbst zu beobachten, wenn kalte Luft über das noch

warme Meer gerät. In den Morgenstunden ist, wegen des

höheren Temperaturunterschieds zwischen Wasser und Luft,

die Wahrscheinlichkeit zur Bildung am höchsten. In einer

Konvergenzzone, einem Gebiet, wo Windströmungen aufeinanderprallen,

muss die wärmere Luft gezwungenermaßen

nach oben ausweichen. Das führt zu einer raschen Abkühlung

und zur Wolkenbildung. Da der Winkel, in dem die

Luftmassen aufeinandertreffen, nicht immer gleich ist, bewirken

die Konvergenzzonen gleichzeitig die charakteristische

Rotation der Wasserhosen. Je mehr Luft aufsteigt, desto

enger konzentriert sich die Bewegung und es entsteht der

bedrohliche Rüssel. Durch die rotierende Winddynamik

wird Wasser in einem meist vertikalen Schlauch nach oben

gesaugt.

2

Was ist eine Wasserhose? Wasserhosen sind eigentlich

das Gleiche wie Tornados und werden auch Tromben genannt,

nur, dass sie sich eben über dem Wasser bilden und nicht über

dem Festland. Ein Umstand, der spitzfindig klingt, aber einen

wesentlichen Unterschied bewirkt. An Land kann ein Tornado

nämlich bei dem Kontakt mit der Erdoberfläche jede Menge

Material wie Bäume, Erde, Hausdächer und Glassplitter aufnehmen

und durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit in gefährliche

Schrapnells verwandeln. Auf dem Wasser saugen

diese lokalen Wirbelwinde maximal Wasser, eventuell ein paar

unglückliche Fische und im schlimmsten Fall ein Boot auf.

3


Revier

63

In manchen Wasserhosen herrschen

Windgeschwindigkeiten bis 300 km/h

4

Wie stark kann eine Wasserhose sein? Die meisten

Wasserhosen fallen in die Kategorie schwacher Tornados, erreichen

aber trotzdem Windgeschwindigkeiten um die 120

Kilometer pro Stunde, in seltenen Fällen sind auch Wasserhosen

mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde möglich. Die Stärke wird

für gewöhnlich am Grad der Zerstörung geschätzt, da eine direkte

Messung des relativ kleinräumigen Phänomens und aufgrund

der extremen Situation im Zentrum nicht möglich ist.

Jörg Stibor

Der Wettermann von Ö1 berichtet aus eigener

Berufserfahrung: „Pro Jahr werden in Europa

etwa 160 Windhosen registriert, die geschätzte

Anzahl liegt bei 290. Eine Steigerung ist im

Moment nicht festzustellen, da sich ernsthafte

Statistiken über längere Zeiträume erstrecken

müssen, um die Tendenz richtig darzustellen.

Eventuell werden unsere Kinder über eine

merkbare Veränderung berichten können.“

Was mache ich, wenn ich in eine Wasserhose

gerate? Die hohen Windgeschwindigkeiten können großen

Schaden an der Takelage von Schiffen verursachen, starke

Wellen hervorrufen und bedeuten eine ernstzunehmende Gefahr

für Yachten. Seefahrer sollten diese Erscheinungen nicht

unterschätzen. Wird eine solche Wasserhose ausgemacht, ist es

ratsam, Abstand zu halten und die Unterseiten der dunklen

Wolken aufmerksam zu beobachten, da sich gelegentlich gleich

mehrere Wirbelstürme aus einer Gewitterwolke bilden können.

Ist ein näherer Kontakt mit einer Trombe nicht mehr zu vermeiden,

sollte das Schiff augenblicklich sturmsicher gemacht

werden. Lose Gegenstände müssen verstaut oder extrem gut

gesichert werden, Lifebelts sollten angelegt und die Crew

unter Deck beordert werden. Gefährdet sind bei den hohen

Windgeschwindigkeiten vor allem locker aufgerollte Genuas,

schlecht befestigte Beiboote oder lose aufgetuchte Großsegel,

einfach alles, was dem Wind einen Angriffspunkt liefert und

weggerissen werden kann. Auch unter Deck besteht Verletzungsgefahr

durch herumfliegende Gegenstände, also sollte

auch hier alles sicher verstaut werden. Grundsätzlich sollte aber

versucht werden, einer Windhose weiträumig auszuweichen,

am besten im rechten Winkel zu der Zugrichtung der Wolke,

aus der die Wasserhose kommt.

Profisegler und Schwerwetter-Experte Heinz Ressl von „seaman-ship

austria“ hat schon viele extreme Wettersituationen

auf See erlebt, sein Rat bei einer Begegnung mit einer Wasserhose

lautet: „So schnell wie möglich abhauen!“

1 eindrucksvoll. Gewaltige Wolkentürme über Izola.

2 täuschung. Schwebende Inseln sind in der Adria keine Seltenheit.

3 schnell weg. Einer solchen Wasserhose sollte man auf jeden Fall ausweichen.

4 sonnenspiele. Schönwetter- oder Gewitterwolken?


64

Heinz Ressl

„Wasserhosen ziehen in etwa mit der Geschwindigkeit

der Wolken, sie sind also in der

Regel nicht sehr schnell und man kann ihnen

meistens ausweichen. Wenn ein Gewitter naht,

sollte das Boot sowieso sturmsicher gemacht

werden. Oft zieht das Unwetter vorbei und man

schwitzt im Ölzeug und Lifeweste, egal, lieber

einmal zu oft geschwitzt als von einer extremen

Gewitterböe kalt erwischt werden. Wenn der

unwahrscheinliche, aber mögliche Fall eintritt, von einer Wasserhose berührt

zu werden, geht es ums Überleben, weniger wegen der häufigen 120 km/h,

sondern wegen der möglichen 300 km/h. Also alle unter Deck, lose Gegenstände

sicher verstauen und Rettungswesten anlegen. Den Niedergang zum

Verschließen vorbereiten und alles, was an Deck noch verzurrt werden kann,

verzurren. Schlimmstenfalls ist ein Segel kaputt oder das Beiboot weg, Materialschäden

sind sekundär im Vergleich zu Personenschäden.“

www.sea-man-ship.at

Schwere Stürme – werden sie wirklich stärker?

Schlagworte wie „Jahrhundertsturm“ oder „Monster-Orkan“

sind in unserem noch jungen Jahrtausend schon öfter gefallen.

Es scheint, dass das Wetter sich in unseren Breiten tatsächlich

zu extremeren Windereignissen verschlechtert.

Mag. Gerhard Hohenwarter von der Fachabteilung für Klimatologie

der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

(ZAMG) geht davon aus, dass sich die sogenannte Polarfront

weiter nach Norden verschiebt: „Das bedeutet für unser lokales

Klima, dass sich der Subtropengürtel auch weiter nach

Norden verlagert. Dadurch werden für den Mittelmeerraum

immer mehr großräumige Hochs wetterwirksam, wodurch die

durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten sowie die Häufigkeit

der Stürme zwar abnehmen, die Intensität der etwaigen

Stürme allerdings zunimmt. Außerdem ist eine Tendenz zu

verzeichnen, dass starke Stürme vor allem im Höhepunkt der

Wintermonate auftreten.“

Mag. Gerhard

Hohenwarter

„Auslöser für diesen Effekt ist der Klimawandel,

durch den es zu einer globalen

Erwärmung kommt. Das heißt,

dass subtropisches Klima weiter in

unsere Breiten vordringt, allerdings

auch heftigere Stürme mit sich bringt.“

Medicanes und Hurricanes. Ein weiteres Wetterphänomen,

das in den Mittelmeerraum Einzug gehalten hat, sind

die sogenannten Medicanes. Das Wort setzt sich aus den englischen

Bezeichnungen für das Mittelmeer (Mediterranean Sea)

und dem Wort Hurricane zusammen. Das Expertenteam der

Hohen Warte in Wien erklärt dazu, dass Medicanes Hurrikans

vom Charakter her sehr ähnlich sind, allerdings sind sie nicht

so stark wie die tropischen Stürme und entstehen anders. Medicanes

bilden sich aus gewöhnlichen Tiefdruckgebieten, welche

über das Mittelmeer ziehen. Im Herbst und im Spätsommer,

wenn warmes Meerwasser auf kühlere Luft trifft, ist die Bildung

am wahrscheinlichsten. Kaltluftvorstöße in den Mittelmeerraum

können ein erster Hinweis auf die Bildung dieser Stürme sein.

Dazu kömmt noch, dass derjenige, welcher das

Wetter vorhersagen soll, wenn er es mit

Zuneigung und gewissenhaft thut, kein ruhiges

Leben mehr hat und große Gefahr läuft, durch

Nervenleiden wahnsinnig zu werden!

Christoph Heinrich Dietrich Buys-Ballot, niederländischer Meteorologe, 1817–1890, Meteorologen-Kongress in Wien 1874.


Revier

65

Karl Marx (1818–1883)

„Die Bora, der große Störenfried dieses Meeres,

erhebt sich stets ohne das kleinste Warnungszeichen;

mit der Gewalt eines Tornados überfällt

sie die Seeleute und gestattet nur dem

Kühnsten, auf Deck zu bleiben. Manchmal tobt

sie wochenlang und am heftigsten zwischen

der Bucht von Cattaro und dem Südende von

Istrien. Der Dalmatiner aber ist von Kindheit an

gewöhnt, ihr zu trotzen, er wird hart unter ihrem

Atem und verachtet die armseligen Winde anderer

Meere.“ (1856 über die Bora)

Bei labil geschichteter Luft kann schon eine geringe Abkühlung,

eine schwache Kaltfront in höheren Luftschichten zur Bildung

großer Gewitterkomplexe führen, welche sich in weiterer Folge

zu Medicanes entwickeln können. In den letzten 25 Jahren

wurden weniger als 20 Mediacanes beobachtet, es muss aber

auch in der Zukunft mit Stürmen dieser Art gerechnet werden.

Da es sehr schwierig ist, solch kleinräumige Ereignisse mit

Klimamodellen zu simulieren, welche größtenteils einen deutlich

größeren Raster verwenden, ist es kaum möglich, diese

Stürme im Mittelmeer vorherzusagen. Bei weiterer Erwärmung

des Meerwassers im Mittelmeer ist es aber durchaus möglich,

dass sich die Intensität der Medicanes verstärkt.

Die gefürchtete Bora. Die Bora ist zwar allen Seeleuten

im Adriaraum bestens bekannt und kommt recht häufig vor.

Trotzdem muss sie aber in die Liste der extremen Wetterverhältnisse

aufgenommen werden, da sie in ihrer Gewalt und

Intensität mit Spitzenwindstärken von über 250 Kilometern

pro Stunde zu den heftigsten Sturmereignissen auf unserem

Planeten gehört. Die Bora hat ihren Namen von dem griechischen

Gott des Nordwindes, der die persische Flotte bei ihrem

Angriff auf Athen grausam dezimierte. Die gefürchtete Bora ist

ein trockener, kalter Fallwind, der dann auftritt, wenn in Bodennähe

ein starker horizontaler Temperaturunterschied von

4 bis 5 °C auf eine Entfernung von 100 Kilometern herrscht.

An der kroatischen Küste ist das dann der Fall, wenn sich kalte,

schwerere Kontinentalluft am Dinarischen Gebirge staut und

in Folge zur Küste hinunterstürzt, weil die kalten Luftmassen

einfach schwerer als die warmen sind. Verstärkt wird dieser

Vorgang, wenn ein Hoch über dem Balkan und gleichzeitig ein

Tief über Norditalien liegt. Vor allem im Winter kann die Bora

bis zu zwei Wochen durchhalten, im Sommer dauert sie für

gewöhnlich nur einen Tag oder im Idealfall einige Stunden.

Unterscheiden kann man die schwarze Bora und die weiße

Bora. Die schwarze, die auch zyklonale Bora genannt wird,

kündigt sich durch dunkle, niedrige Bewölkung an und entsteht

durch einen Abfall des Luftdrucks über dem Meer. Die weiße

Bora entsteht durch Druckanstieg über dem Festland, wird

auch als antizyklonale Bora bezeichnet und findet bei klarer

Sicht statt. Bei der weißen Bora bildet sich als eindeutige Ankündigung

die charakteristische Borawalze über den Bergen,

ein guter Hinweis, schnell einen schützenden Hafen anzulaufen.

Die berüchtigtsten Orte, an denen die Bora durch landschaftliche

Gegebenheiten wie Täler „begünstigt“ wird, sind

der Kvarner, der Velebitkanal bei Senj oder in Makarska. Hier

wurden schon Spitzenwindgeschwindigkeiten von über 250

km/h gemessen. Bei einer starken Bora entwickelt sich schnell

ein kurzer Seegang von beträchtlicher Höhe. Bei den ersten

Anzeichen, die einem Borasturm vorangehen, bleibt Seeleuten

nur wenig Zeit, einen sicheren Hafen anzusteuern.


66

Osterputz

auf Lefkas

Wenn man als Chartergast während der Saison zu einem Stützpunkt

kommt, ist alles schon blitzblank auf Hochglanz poliert,

Motoren sind gewartet, Riggs überprüft, Kojen sauber bezogen

und alle Polster gereinigt. Thomas Wiltner hat sich für OCEAN7 in

Griechenland umgesehen, wie es in den Wochen davor zugeht.

Text und Fotos: Mag. Thomas Wiltner

Herbert Lerchl ist Besitzer und Betreiber von Skorpios Yachtcharter

in Nidrí auf Lefkas im Ionischen Meer. Gemeinsam mit

seiner griechischen Frau Johanna Papalexopoulou betreibt er

hier seit 25 Jahren seinen eigenen Charterstützpunkt.

Dieser liegt gerade weit genug von Zentrum, um nicht vom

lebendigen Treiben gestört zu werden. Und dennoch nah genug

daran, um mitten im Geschehen von Nidrí zu sein. Nidrí, die

touristische Hochburg von Lefkas, ist neben Lefkas Stadt die

geschäftigste Ortschaft der Insel. 13 Yachten hat das familiär

geführte Unternehmen.

Nidrí ist ein Naturhafen in traumhafter Lage. Offen nur gegen

Osten und dorthin geschützt durch das nahe Festland mit den

aufragenden Bergen und einer Vielzahl vorgelagerter Inseln,

darunter die berühmte Onassis-Insel Skorpios – Namensstifter

für das Charterunternehmen und viele andere Firmen hier in

der Gegend. Südlich schließt die weite Bucht von Vlichó an,

die Rundumschutz rund ums Jahr bietet. Diese äußeren Verhältnisse,

gepaart mit der Möglichkeit, quasi überall zwischen

Nidrí, der gegenüberliegenden Halbinsel Geni und der Vlichó-

Bucht frei zu ankern, hat eine bunte Schar von Yachten und

Yachties hierher gespült.

Segelboote gibt es hier wahrlich genug. So weit das Auge reicht.

Von den Flotten der Charterfirmen bis hin zu den wildesten

Konstruktionen, weitab von den schnittigen Hochglanzmodellen

aus den Hochglanzprospekten der großen Werften. Dafür

versehen mit viel Charme und Charakter und wohl auch mit

der einen oder anderen Geschichte. In jedem Fall verschafft

diese yachtige Atmosphäre dem Ort einen eigenen Flair und

macht ihn zu einem super Ausgangspunkt für entspannte Törns

in dieses familienfreundliche Revier. Ein weiterer Vorteil: Herbert

kennt die lokalen Gegebenheiten und das Revier wie seine

Westentasche. Törntipps vom Insider sind somit garantiert.

Jetzt, vor der nahenden Saison, wird allerdings hart gearbeitet.

Herberts Crew ist gut eingespielt und zum Teil schon seit

Jahren dabei.

Richard ist der Mann für Maschinen, Getriebe, Antriebswellen

aber auch die Elektrik. Der gelernte Mechaniker lebt mit seiner

Frau auf der beeindruckenden Rush, einem 13,5-Meter-

Gallart-Motorsegler spanischer Herkunft. Gut ausgelegt für

ein komfortables Leben an Bord.

Eddie ist Holländer. Auch er lebt auf seiner Yacht – der Misty

too, einer Amel Sharki, Baujahr 1982 – und freut sich wie alle

Langzeitsegler auf ein Zusatzeinkommen zur oft recht spärlichen

Pension. Er werkt schon seit vier Jahren in der Saison für

Skorpios Charter.

Martin ist neu im Team, er hat Deutschland den Rücken gekehrt

und versucht sein Aussteigerleben so gut es geht von Bord

einer winzigen First zu organisieren. Bordhund Momo inklusive.

Er bereut es aber keinen Tag, dem System der „Maloche“

entgangen zu sein.


Service

67

Die Ladys im Team: Chefin Johanna weilt noch zu Hause in

München. Normalerweise – erzählt man sich – schupft sie den

Stützpunkt mit strenger Hand. Ist ordnende Kraft und guter

Geist in Personalunion. Und wenn es ihr, der Griechin, in

Griechenland wieder mal reicht, dann verzieht sie sich gerne

rasch zurück ins nun schon heimatliche München. Sie, die als

Studentin in den späten 1960ern nach Wien kam, um sich dort

zur Bühnenbildnerin ausbilden zu lassen.

Auch Astrid hat sich entschieden. Die Deutsche lebt seit drei

Jahren in Griechenland und pflegt die Schiffe innen wieder auf

Status „wie neu“.

Jetzt gilt es, die Schiffe aus dem Winterschlaf zu wecken. Unglaublich,

was sich so alles an Kleinkram ansammelt und wie

vieler Handgriffe es bedarf, um all die lieben Schifflein in einen

herzeigbaren und segelbaren Zustand zu versetzen. Den Winter

verbringen die Charteryachten aufgebockt im Trockenen

an Land. Dort werden noch die Grobarbeiten an Rümpfen,

Ruder- und Wellenanlagen erledigt.

Gut gewartete Schiffe haben ein verdammt langes Leben.

Wenn man die „Sollbruchstellen“ von Schiffen und ihrer technischen

„Peripherie“ im Allgemeinen und die Schwachstellen

gewisser Marken/Typen im Besonderen kennt, kann man mit

entsprechender Vorbeugung sehr viel späteres Ungemach vermeiden.

Das nützt letztlich wieder dem Charterkunden, der auf

verlässliches, weil gut gewartetes Material vertrauen kann. Bei

Skorpios Charter gibt es so eine solide Basis und top gewartete

Schiffe. Auch die Ausrüstungsliste jeder einzelnen Charteryacht

kann sich sehen lassen. Bis hin zum Steiner Commander ist

alles vorhanden. Das ist beeindruckend.

Anfang April beginnt der erste Schritt in die Saison, indem die

Schiffe wieder ihrem Element übergeben werden, nachdem die

Arbeiten an der Außenhaut, an den Wellen, Stopfbuchsen,

Seeventilen usw. erledigt sind. Dann beginnen die Grobarbeiten

im Inneren, an Maschinen und Getrieben, Einbauten und

Elektrik, Aufbauten und Segelmaschinerie/Segelapparatur.

Ein alter Wohnwagen dient als Werkstatt und Werkzeuglager.

Im Hauptgebäude, das Büro, Lager und die Sanitäranlagen für

die Chartergäste beherbergt, sind die Salon- und Kojenpolster

sowie alle Segel kunstvoll aufgetürmt. Alles ist fein säuberlich

beschriftet und gelistet.

Der ganze Stützpunkt tickt im ideal gemischten Rhythmus aus

deutscher Gründlichkeit, bayrischer Lässigkeit und griechischer

Gelassenheit. Arbeitsbeginn ist zehn Uhr, da befindet

man sich sogar über dem Landesdurchschnitt. Denn in Griechenland

wird – entgegen hartnäckig anderslautender Vorurteile

– schon recht früh gearbeitet. Man entgeht so der Mittagshitze

und schafft Freiraum für ein ausgiebiges „mesimeranós

ípnos“(μεσημεριανός ύπνος), ein Mittagsschläfchen. Die griechische

Siesta.

Ich weiß nicht, wie es die Griechen mit Kaffeepausen halten.

Doch wie gesagt, hier herrscht ein guter Mix aus den Goodies

aller Traditionen: Um zwölf geht’s erst mal in die Pause; „mesimeranós

ípnos“ eben. Der Nachmittagskaffee wird gemeinsam

eingenommen. Ein schönes Alltagsritual. Der Kaffee ist

eigentlich ein echter Café! Also kein deutscher Kaffffe. Ein

guter Mix aus den Goodies aller Traditionen ...

1 ursprünglich. Vor der Saison herrscht Beschaulichkeit.

2 holzarbeiten. Streichen, Leimen, Fräsen.

3 segelprobe. Welche Tücher müssen erneuert werden?

4 langzeitsegler. Neben den Charterflotten liegen die Schiffe der Fahrtensegler

vor Anker.

2

1

3 4


Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Bo

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Alles, was Sie über

Boot Tulln

wissen müssen

Das lange Warten hat ein Ende für alle Wassersportler: Am 3. März startet die Austrian Boat Show

BOOT TULLN 2011 – und damit geht auch traditionsgemäß die Saison für alle Segler, Motorbootfahrer,

Surfer und Taucher los. Mehr als 300 Aussteller aus aller Welt haben sich angemeldet.

Es wird in diesem Jahr wieder viele Superlative geben – die neuesten Technologien;

die interessantesten Yachten, die spannendsten Vorträge über reizvolle Reviere,

außergewöhnliche seglerische Leistungen oder Anleitungen für alle möglichen Arbeiten

am Boot. OCEAN7 finden Sie wieder in der Halle 5, Stand 535. Wir freuen

uns auf Ihren Besuch.

Eingang

NORD

Eingang

WEST

Wien, Rosenbrücke,

St. Pölten, Krems

Niederösterreich-

Halle 6

Donau-Halle

Halle Halle 1

Halle 10

blokart

Action

Aussteller-

Einfahrt

Halle 8

Freigelände

WEST

Eingang

SÜD

Austrian

Boot

Halle 5

Jubiläumshalle

Halle 4

Boatshow

Tulln

Restaurant

Halle 7

Freigelände

MITTE

Halle 3

Vortragszentrum

Busterminal

HAUPT-

EINGANG

Freigelände

OST

Halle 2

Eingang

OST

Tulln ZENTRUM, Wien

4. - 7. März 2010


ot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot

Revier

69

MESSEDATEN ZUR

AUSTRIAN BOAT SHOW – BOOT TULLN 2011

Veranstaltungstitel: Austrian Boat Show – Boot Tulln 2011

Österreichs Nr. 1-Event für Boote, Yachten, Tauchsport

bis hin zum breit gefächerten Zubehör.

Termin: donnerstag, 3., bis Sonntag, 6. März 2011,

ACHTUNG NEUE ÖFFNUNGSZEITEN:

täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Veranstaltungsort:

Messegelände Tulln

Veranstalter:

Messe Tulln – Tullner Messe GesmbH, 3430 Tulln

T tel.: +43(0)2272/624030, Fax: +43/(0)2272/65252

www.messe-tulln.at mail: messe@tulln.at

Eintrittspreise: Erwachsene 11 Euro

Senioren- und Studentenkarte 9,50 Euro

Jugendkarte (6 bis 15 Jahre) 2 Euro

Kinder bis 6 Jahre

Eintritt frei

Gruppenkarte (ab 20 Pers.) 9,50 Euro

Besucherservice:

I

P

P

Aussteller:

Messegelände:

Messeführer

informationszentrale, Wireless Lan

Wechselstube, Bankomat

personenrufe

Vortragszentrum

Still- und Wickelräume, Kindergarten

Sanitäranlagen für Behinderte

7.000 Parkplätze (mit Gratis-Zubringerdienst)

Behinderten-Parkplätze in unmittelbarer Eingangsnähe

pannendienst

320 Firmen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Kroatien,

Kanada, den Niederlanden, Polen, der Schweiz, Slowenien, Spanien,

Tschechien und aus Ungarn in neun Hallen und auf dem Freigelände.

Tulln besitzt das größte und modernste Ausstellungsgelände

Niederösterreichs mit mehr als 85.000 m² Gesamtfläche,

davon 25.000 m² in neun Hallen und 60.000 m² im Freigelände.

Für das leibliche Wohl: Messerestaurants in den Hallen 1, 7, 8 und 10,

Kaffeehaus, Erfrischungs- und Spezialitätenstände,

Wein- und Mostheuriger, Vollwertbuffett.

Liebe BesucherInnen, LIEBE BESUCHER

„WASSERSPORT TOTAL“ lautet das Motto der Austrian Boat Show – BOOT TULLN 2011.

320 Aussteller aus neun Ländern präsentieren Ihnen pünktlich vor Beginn der Wassersportsaison einen repräsentativen

Querschnitt der nautischen Branche – große Yachten, kleine Jollen, alles rund um den Tauchsport, Bootsausrüstungen,

maritime Dienstleistungen und Infos über die schönsten Destinationen für den nächsten Urlaub. Die

Boot Tulln bietet für jeden etwas: Einsteiger in die Szene können sich umfassend informieren, Regattafreaks wie

auch Anhänger der großen Yachten kommen bei Österreichs größtem nautischen Event voll auf ihre Rechnung.

Infotainmentshows runden das reichhaltige Programm der Boot Tulln 2011 ab.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen, erlebnisreiche Stunden auf der Boot Tulln und eine schöne Wassersportsaison!

Willi Stift, Bürgermeister a. D. der Stadt Tulln, Geschäftsführer der Messe Tulln


Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Bo

70

Die Risho Maru-Show

OCEAN7 bringt den Duft der Südsee, die harmonischen Klänge

ferner Atolle, die Schönheit tropischer Strände nach Tulln. OCE-

AN7 präsentiert die derzeit angesagteste Weltumsegler-Show

im deutschsprachigen Raum. OCEAN7 veranstaltet täglich um

12.00 Uhr auf der großen Bühne die speziell für die Boot

Tulln 2011 kreierte Show der RISHO MARU-Crew unter dem

Titel: Kind, Küche, Katamaran – Backstage auf der Risho Maru.

Dieser Spezial-Vortrag von Peter, Alexandra und Finn, kurz PAF

genannt, ist eine perfekt abgestimmte Mischung aus Texten

aus ihrem Bestseller „Wellenzeit“, wundervollen Bildern, live

gespielter und gesungener Musik, die während der Weltumsegelung

entstanden ist und Dialogen mit dem Publikum. Mit

ihrer RISHO MARU-Show touren PAF zurzeit erfolgreich durch

Österreich – und füllen dabei

spielend Säle mit mehr als 500 Zuhörern. Das Besondere an

ihrer Reise mit dem Katamaran rund um die Welt sind Begegnungen

mit außergewöhnlichen Menschen und die Kunst, den

Zuhörer oder Leser ihres Buches emotional daran teilhaben

zu lassen.

Ein außergewöhnlicher Aspekt ist auch der Umstand, dass

Sohn Finn mit dabei war – er war erst viereinhalb Jahre alt, als

PAF auf die große Reise gingen. Im Spezialvortrag „Kind, Küche,

Katamaran“ beantworten sie in Tulln mit Vergnügen einige

brennende Fragen:

Wie war das mit der Schule an Bord?

Wie kriegt man den größten Fisch an den Haken?

Hatte die Seefrau manchmal Angst?

Was möchte der Kapitain auf seinem Schiff nicht missen?

Hat der Finn Freunde gefunden?

Wo war es am schönsten?

Was heißt Risho Maru?

Und um die Zuhörer zu verwöhnen, werden PAF wunderschöne

Bilder zeigen und einige Geschichten aus ihrem Buch

„Wellenzeit“ vorlesen. „Wenn wir könnten, würden wir einen

rot glühend tropischen Sonnenuntergang für Sie zum Vortrag

einladen. Aber vielleicht schaffen wir es auch mit unseren

Songs und unserer Begeisterung, Ihre Herzen zu wärmen und

ein Lächeln auf Ihr Gesicht zu zaubern! Bis bald!“, sagen

Peter, Alexandra und Finn.

Täglich von Donnerstag bis Samstag um 12.00 Uhr im großen

Vortragssaal auf der Austrian Boat Show 2011 in Tulln.

Auslosung für Austria Cup

Die Auslosung der Einheitsklasse-Schiffe, mit denen der 22. Austria Cup ausgesegelt wird,

findet am Samstag dem 5. März um 13.00 Uhr am Stand des Yacht Club Austria statt.


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Revier

71

Claus Gintner ist der Parade-Abenteurer aus Österreich –

Piraten opfer, Weltumsegler, nautischer Showmaster. Er ist seit

vielen Jahren ein Publikumsmagnet und Highlight auf dem

vielbesuchten Stand 537 von OCEAN7 in der Messehalle 5.

So wird er auch wieder in diesem Jahr die Besucher unterhalten.

Wer erinnert sich nicht an seine faszinierende Kokosnuss-

Shows, bei denen er einem interessierten Publikum demonstrierte,

wie einfach es ist, selbst die

härteste Nuss zu knacken. Wenn

Abenteurer mit Machete

man nur weiß, wie. Zwar hantierte

Claus Gintner dabei spektakulär

mit einer Machete, zeigte aber,

dass selbst eine stumpfe Feile völlig ausreicht, um an das

begehrte Kokosfleisch zu kommen. Beliebt sind auch seine

spannenden Ausführungen, warum Fische wie Frauen sind

und wie man diese am besten an die Angel bekommt. Im

vergangenen Jahr interviewte Weltumsegler Claus Gintner

unter anderem als routinierter Moderator verschiedene Weltumsegler

für das Publikum am OCEAN7-Stand.

Selbstverständlich wird Claus Gintner, der regelmäßig für

OCEAN7 schreibt, auch in diesem Jahr wieder mit einem

bunten, abwechslungsreichen und spannenden Programm

am OCEAN7-Stand auftreten. Lassen Sie sich überraschen.

Besuchen Sie OCEAN7 in Halle 5/Stand 537.

Tipps von

Kapitän Metaxa

Klaus Czap ist der Kapitän

Metaxa und als solcher allen

OCEAN7-Lesern bestens bekannt.

Doch er kann durchaus

auch ernst sein. Er ist als Skipper

der INSCHALLAH seit Jahrzehnten

einer der Pioniere in

der fundierten und soliden Ausbildung zum sicheren Führen

einer seegehenden Yacht. Jetzt hat „Mister Seemannschaft“

ein viel beachtetes Buch geschrieben, das er in Tulln am

Messestand von Freytag & Berndt

in Halle 10/Stand 1018 vorstellt

und signiert:

„Tipps und Tricks zum An- und Ablegen

vom Profi“.

3. März 2011 um 14.00 Uhr

4. März 2011 um 15.00 Uhr

5. März 2011 um 14.00 Uhr.

6. März 2011 um 11.00 Uhr


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Jan Liehmann von der Segelschule Attersee präsentiert in

Tulln die vielseitigen und einfach zu bedienenden Vorwindsegel

von Parasailor. Neu ist, dass die Flügelelemente jetzt

aus einem noch leichteren Spinnaker-Tuch produziert

werden als bisher, so dass der Flügel bereits bei noch

schwächerem Wind ab vier Knoten steht. Ein anderer Vorteil

ist, dass die Parasailor auch bequem ohne Spi-Baum

gefahren werden kann. Vielseitigkeit beweisen die großen

Vorwindsegel auf Kursen von 70° bis 180° scheinbarem

Windeinfallswinkel, damit deckt er den Bereich eines Spinnakers

und eines Gennakers ab. Nach der Messe gibt es

die Möglichkeit, den Parasailor in Izola zu testen.

Halle 6/Stand 620

www.segelschule.at

Ganz vielseitig

Zwei interessante Österreich-Neuheiten bringt OK-Yachts

nach Tulln. Die Scandinavia 27 ist ein vielseitiges Boot, das

sich zum sportlichen Regattasegeln genauso wie zum

Touren mit der Familie eignet. Die Fan 22 ist eine Segelyacht

mit Kielschwert, die mit ihrem variablen Tiefgang für

küstennahe Gewässer und Binnenreviere geeignet ist.

Halle 10/Stand 1016 www.ok-yachts.at

Ganz aufregend

Ganz einfach

Ganz neu

Gleich mit zwölf Motoryachten und vier Segelbooten kommt

MaxMarine dieses Jahr nach Tulln. Darunter sind mit der

innovativen NC11, der Cap Camarat 7.5 WA und der Sun

Odyssey 409 gleich drei Österreich-Premieren dabei. Ein

Teil der Boote kann bereits vor der Messe im MaxMarine-

Schauraum auf dem Messegelände besichtigt werden.

Halle 10/Stand 1002 www.maxmarine.at

Türkeispezialist Phoenix Yachting stellt die Cruiser Racer-

Version der Dufour 40E Performance aus. Diese Yacht kann

in Zukunft auch beim Phoenix-Stützpunkt in Marmaris gechartert

werden. Messebesucher können sich hier auch

über die Sail & Fun Regatta informieren, die eine neue

aufregende Art ist, Urlaub auf einem Segelschiff mit sportlichem

Segeln und tollen Beachpartys zu kombinieren. Für

wissbegierige Segler bietet Phoenix Yachting außerdem in

der East Aegean Sea School Segelkurse nach den Regeln

der RYA (Royal Yachting Association) an.

Halle 10/Stand 1009 www.phoenix-yachting.com


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Revier

73

Ganz sicher

Neuerungen und maßgeschneiderten Versicherungsschutz

rund um den Wassersport

präsentiert Uniqua auf der Boot in Tulln.

Darunter sind spezielle Angebote für Charterer

und Skipper, günstige Bootshaftpflicht

für Bootseigner, Versicherungskonzepte für

Segelclubs- und Vereine sowie Gesamtpakete

für Segelregatten. Für OeSV-Mitglieder

gibt es Sonderkonditionen.

Halle 4/Stand 441

www.charterversicherungen.at

Ganz dünn

Der Salzburger Segelmacher Seidl begrüßt Messebesucher

auf dem Stand von Elvstrøm Sails

und präsentiert dort die neue Epex-Technology,

die es möglich macht, Segel widerstandsfähiger

gegen die zerstörerische UV-Strahlung zu machen.

Die Epex-Technology bietet den höchsten

chemischen UV-Schutz und erlaubt es, mittels

der hauchdünnen, transparenten PVF-Folie,

Tedlar-Segel mit einem nahezu 100 %-igem

UV-Schutz zu produzieren. Halle 4/Stand 418

www.seidlsails.at

Ganz

leicht

Messerabatte bis zu 500 Euro

pro Boot, solange der Vorrat

reicht, bietet Weta in Tulln. Die

vielseitigen Trimarane werden

in Leichtbauweise aus GFK

und Carbon mit Mylar-Segeln

hergestellt. Die Bauweise

sorgt für große Stabilität. Die

universellen Boote können

von Anfängern genauso wie

von Regattaseglern gefahren

werden. Halle 5/Stand 544

www.weta-marine.at

Leers Yachting zeigt als Österreich-

Premiere in Tulln die neue First 30.

Der präsentierte Cruiser-Racer wird

unmittelbar nach der Messe mit speziellem

Ausstellungsrabatt zu einem

wahren Schnäppchenpreis einem

neuen Eigner übergeben. Der Mast

der First 30 kommt ohne Achterstag

aus. Gesteuert wird mittels Pinne und

zwei Ruderblättern. Rumpf und Segel

gibt es in weiß oder poppigem Pink.

Halle 10/Stand 1011 www.leers.com

Ganz weiß

oder pink

Ganz kupferfrei

Die neue, polierende Unterwasserbeschichtung

Cruiser Eco ist ein kupferfreier Unterwasseranstrich,

der die Umweltbelastung reduziert. Das Produkt

kann auf allen Bootsbaumaterialien

verwendet werden

und wurde speziell für

Süß- und Brackwasser-

Reviere entwickelt. Das

neue biozidfreie Cruiser

Eco ist in weiß, rot, navy

und schwarz in 2,5 Literoder

750 ml-Dosen erhältlich.

Halle 6/Stand 607

www.yachtpaint.com


Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Bo

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Rahmen-

Programm

Vortragszentrum Halle 8

Donnerstag, 3. März

11.00 Uhr: Motorboot Sportverband Österreich – MSVÖ

präsentiert:„Solarwave – Weltrekord mit Hindernissen“.

Heike Patzelt und Mag. Michael Köhler.

12.00 Uhr: OCEAN7 präsentiert:

„Kind, Küche, Katamaran“. Alexandra, Peter

und Finn Schöler – Risho Maru-Crew

14.00 Uhr: „Seenomaden – 4 Jahre Südsee“. Doris

Renoldner und Wolfgang Slanec.

16.00 Uhr: YCA präsentiert:„Bergung und Verhalten in

Seenotfällen“. Christian Schifter.

Freitag, 4. März

11.00 Uhr: Motorboot Sportverband Österreich – MSVÖ

präsentiert: „Solarwave – Weltrekord mit Hindernissen“.

Heike Patzelt und Mag. Michael Köhler.

12.00 Uhr: OCEAN7 präsentiert:

„Kind, Küche, Katamaran“. Alexandra, Peter

und Finn Schöler – Risho Maru-Crew

14.00 Uhr: „Seenomaden – 4 Jahre Südsee“.

16.00 Uhr: YCA präsentiert:„Bergung und Verhalten in

Seenotfällen“. Christian Schifter.

Samstag,5. März

11.00 Uhr: Motorboot Sportverband Österreich – MSVÖ

präsentiert: „Solarwave – Weltrekord mit Hindernissen“.

Heike Patzelt und Mag. Michael Köhler.

12.00 Uhr: OCEAN7 präsentiert:

„Kind, Küche, Katamaran“. Alexandra, Peter

und Finn Schöler – Risho Maru-Crew

14.00 Uhr: „Seenomaden – 4 Jahre Südsee“.

16.00 Uhr: ÖSYC präsentiert: „Ein Meer voll Inseln“.

Andrea Sikorski.

Sonntag, 6. März

13.00 Uhr: „Ein Leben auf den 7 Meeren – Biographie

eines großen Seglers“. Bobby Schenk.

Action-Bühne:

Ehrenpreis für

Ocean7-Autoren

Auf der Action-Bühne in Halle 4 finden täglich Vorführungen

von Sicherheitsequipement statt. Als besonderes

Messezuckerl gibt es Sonderrabatt auf Restplätze der Sicherheits-

und Trainings-Veranstaltungen.

Auszüge aus dem Programm

Donnerstag, 3. März 2011

13.00 Uhr: Der österreichische Hochseeyachtsportverband

überreicht den Ehrenpreis an Hugo Hermann und Otto

Hiranek.

Freitag, 4. März 2011

11.30 Uhr: Mirno More-Friedensflotte und die World Peace

Fleet präsentieren ihre Projekte.

13.30 Uhr: Der österreichische Hochseeyachtsportverband

überreicht den Ehrenpreis an Gerhard und Manfred

Schöchl.

Samstag, 5. März 2011

13.00 Uhr: Der österreichische Hochseeyachtsportverband

überreicht den Ehrenpreis an die OCEAN7-Autoren Alexandra,

Peter und Finn Schöler, die mit ihrer RISHO MARU

in viereinhalb Jahren um die Welt gesegelt sind.

Sonntag, 6. März 2011

Überreichung des Ehrenpreises des Österreichischen

Hochseeyachtsportverbands an

Karla und Bobby Schenk.

Ihre Weltumsegelungen und Reisen sind

legendär, sie gehören zum Kreis der größten

Segler aller Zeiten. Ihre Vorträge, Fortbildungsveranstaltungen

und Fachbücher haben

Generationen von Seefahrern geprägt.

Viele Skipper wurden von ihnen mit dem Bobby Schenk

Virus zum Blauwassersegeln und zur Langfahrt

„infiziert“. Der Österreichische Hochseeyachtsportverband

ehrt Karla und Bobby Schenk für ihr Lebenswerk.

www.hochseeverband.at

Vortragszentrum im Foyer der Halle 10 – NÖ-Halle:

Täglich um 13.00 Uhr:

„Die Haftung des Skippers und der Charter-Fairtrag“.

Dr. Fritz Schöchl von Yacht-Pool Versicherungen.

Täglich um 14.00 Uhr:

„Neuigkeiten aus Kroatien“. Ing. Dek Surija.


ot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot

Revier

75

Mirno More: Eine Idee

für die ganze Welt

Auf der Action-Bühne in Halle 4 wird es am Freitag ab 11.30 Uhr eine Kurzpräsentation

des Vereins „Mirno More“ geben, danach wird Flottengründer und Visionär

Christian Winkler sein neues Projekt „World Peace Fleet“ – die weltweite

Verbreitung der Friedensflotte – der Öffentlichkeit vorstellen. Auf dem Programm

stehen dabei u. a. Berichte über die ersten Partnerprojekte in Neuseeland und

an der Ostsee sowie Gastauftritte der prominenten Unterstützer Hubert Raudaschl,

der Seenomaden, Mercedes Benz Österreich und der Tullner Messeleitung.

christian.winkler@worldpeacefleet.org

Flitzer zu testen

Das Team von blokart hat sich für die diesjährige Boot Tulln

etwas Besonderes einfallen lassen: Messebesucher haben

auf dem Freigelände erstmals die Möglichkeit, die kleinen

und wendigen blokart-Landsegler auszuprobieren. Das

Segeln mit den originellen Dreirädern ist einfach und spielerisch

zu erlernen, ideal für Kinder ab zehn Jahren und

sogar für Rollstuhlfahrer geeignet. Am 5. März um 13.00

Uhr kann sich jeder Messebesucher mit der heimischen

blokart-Landsegel-Szene messen.

www.blokart.at

Sonnenboot

Terramarin vertritt in Österreich Le Boat und bringt mit der

Le Boat 1500-Serie ein komplett neues, luxuriöses und

umweltfreundliches Hausboot auf den Markt. Das neue

Hybridboot verfügt über neueste Technologien für effizientes

und müheloses Fahren. Die Bootsbatterien werden durch

große Solarzellen aufgeladen, sodass auch an bewölkten

Tagen mit Solarenergie gefahren werden kann. Alternativ

steht ein Dieselmotor zur Verfügung. Neben dem herkömmlichen

Steuer hat die Le Boat 1500-Serie einen Joystick zum

Manövrieren des Bootes.

Halle 5/Stand 510 www.terramarin.com

Bernwieser xxx

Seekarten und Rum

Rechtzeitig für Tulln hat Christian Bernwieser eine Lieferung von Pussers erhalten,

mit dabei ist auch der edle, 15 Jahre alte Pussers „Nelsons Blood“-Rum. Den originalen

Rum der Britsh Navy wird es in Tulln zu einer Messeaktion geben. Für Schnäppchenjäger

gibt es einen Seekartenabverkauf von über 300 Seekarten. Navisysteme

für PC oder Netbook mit Navionics-Karten und GPS-Maus gibt es als Komplettpaket.

Halle 5/Stand 520 www.bernwieser.at


Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Bo

76

Alles für Kinder

Die Freunde und Helfer der Polizeisportvereinigung Wien stellen ihr

Sozialprojekt Schnuppersegeln 2011 vor. Als besonderes Highlight

haben Kinder im Sommer 2011 darüber hinaus auch noch die

Möglichkeit, Schnuppertauch- und Kanukurse kostenlos zu besuchen.

Die 22-Fuß-Polizeisport-Segelyacht PANONIA wird erstmalig

auf der Messe zu sehen sein. Als Rahmenprogramm für die Kinder

wird es einen Malwettbewerb und eine Video Slide-Show geben.

Am 5. März hält Claus Gintner um 14.00 Uhr einen Vortrag über

den Zauber der Inselwelt der Karibik. Außerdem gibt es ein großes

Gewinnspiel, der Hauptpreis ist ein Wochenende auf der PANNONIA.

Halle 3/Stand 304 www.polizeisv-wien.at

Liebe zum

Wolfgang

Hausner

Holz

Wolfgang Friedl, der österreichische

Holzboot-Spezialist, stellt in Tulln einen

Neubau vor: einen klassischen Doppelender

mit Kajüte für zwei Personen.

Das Klinker-beplankte Boot ist mit einem

Gaffelrigg ausgestattet. Auf seinem

Stand informiert Friedl über sachkundige

Restaurierungen oder über

Veranstaltungen mit den klassischen

Schönheiten.

Halle 5/Stand 516

www.woodenboat.at

Sonne&Kraft

Der Motorbootsportverband für Österreich

(MSVÖ) ist die geeignete Anlaufstelle, um

Informationen rund um den Motorbootsport

zu bekommen. Da der MSVÖ umweltfreundlichen

Technologien gegenüber

offen ist, wird die Crew des mit Solarenergie

betriebenen Katamarans SOLARWAVE

täglich um 11.00 Uhr einen Vortrag halten.

Als weiteres Highlight wird das Offshore-Rennboot

von Hannes Bohinc, ein

RIB mit einer Länge von 11,98 Metern und

zwei 560 PS-Maschinen, ausgestellt.

Halle 2/Stand 204 www.msvoe.at

Weltumsegler und Katamaran-Legende

Wolfgang Hausner kommt nach Tulln. Er

wird in Halle 4 auf Stand 417 bei Ecker

Yachting den Besuchern von seinen Reisen

mit der TABOO berichten. Über Ecker

Yachting kann man auch Kojencharter bei

Wolfgang Hausner buchen.

Halle 4/Stand 417 www.ecker-yachting.com


ot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot TULLN 2011 · Boot

Revier

77

Der Motor von Tulln

Gäbe es eine „Hall of Fame“ für Verdienste um

die österreichische Wassersport-Branche, ein

Mann müsste wohl als erster dort aufgenommen

werden: Mag. Thomas Diglas, der Projektleiter

der Boot Tulln. Das schrieb OCEAN7

vor einem Jahr. Hat er es doch geschafft, selbst

im schwierigsten Jahr der Krise die Austrian

Boat Show mit einer Rekordteilnahme an Ausstellern

in das Spitzenfeld der großen internationalen

Wassersportmessen zu heben.

Auch in diesem Jahr bietet die Boot

Tulln wieder viel Spannendes und Neues.

Mag. Thomas Diglas: „Wassersport macht

Spaß und fasziniert. Wir sehen es als eine

unserer Aufgaben, vor allem die Jugend

an den Sport heranzuführen. Die Boot

Tulln bietet für jeden etwas. Einsteiger in

die Szene können sich umfassend informieren.

Tauchsportbegeisterte, Regattafans

und Anhänger der großen Segel- und Motoryachten

kommen bei Österreichs größtem nautischen Event voll

auf ihre Kosten. Wir bieten dem Fachbesucher, dem Neueinsteiger

sowie Familien sämtliche Facetten des vielfältigen

Sports. Besonders hinweisen möchte ich auf

das Angebot für Neueinsteiger. Sämtliche renommierte

Schulen und Verbände sind auf der Boot Tulln anwesend

und stehen dem Besucher mit Rat und Tat

zur Seite, wenn es um die individuelle Auswahl

des Wassersports geht.“

Mit besonderem Stolz kann Mag. Diglas

darauf hinweisen, dass es ihm gelungen

ist, den wohl prominentesten

deutschsprachigen Segler für einen

Vortrag zu gewinnen: Bobby Schenk

wird am Sonntag, dem 6. März, um

13.00 Uhr im großen Vortragssaal

zum Thema „Ein Leben auf den 7

Meeren“ sprechen.

Tel.: +43 1 533 0640

e-mail: ayc@ayc.at

www.ayc.at

CHARTER

FREE

HOLIDAY

nd Messe Tulln 424 Halle 4 / Stand 424 429


78

oCEAN7 YACHTEN

Edel-Kat

Die ALIBI 54 wurde von dem Schiffsarchitekten und Regattasegler

Loic Goepfert aus Southampton entwickelt. Der

elegante Katamaran bietet genug Platz für jede Großfamilie,

eignet sich aber durch die einfache Bedienung auch für

Einhandsegler. An Bord sorgt ein diesel-elektrisches Energiesystem

für Strom in jeder Situation und versorgt sogar

E-Herd, Geschirrspüler, Waschmaschine und Heimkino.

Die Baunummer eins wurde auf den treffenden Namen

DIFFERENTE getauft.

Der begeisterte Eigner konnte intensiv am Entstehungsprozess

seiner Yacht mitwirken. Ein Umstand, der den Machern

der ALIBI 54 sehr wichtig ist, da sie keine Standard-Yacht,

sondern ein Schiff nach den individuellen Eignerwünschen

anbieten wollen.

www.catalibi.com

Power-Kiwis

Atomix heißt ein neues Powerboot aus dem Land der Kiwis

und hat wie eine Bombe im dortigen Markt eingeschlagen.

Jetzt gibt es die Atomix-Boote vom 330 RIB bis zum 7500

Sports Cruiser auch für den österreichischen Markt, für

Deutschland, Slowenien und Kroatien. Entworfen wurden

sie von dem Kiwi-Star-Designer für Powerboote, Brett Bakewell-White.

Sein Auftrag lautete: Schmal, damit sie in Schiffscontainer

passen; trailerbar; optimale Fahreigenschaften

für raue Seebedingungen. Was herauskam, ist ein tiefer V-

Rumpf, auf dessen Grundmodul diverse Variationen aufgebaut

sind. Gebaut werden die Boote unter strengsten Qualitätskontrollen

in China, was einen nahezu unschlagbaren

Preis garantiert. In Österreich werden die Power-Kiwis von

Arnold Kern in Amstetten vertrieben. Tel. +436803214140.

Halle 2/Stand 221 www.atomixboats.at

Schön schnell

Bei der GRAND SOLEIL 50 werden mittels Infusionstechnik Karbonfasern

in die innere Struktur eingearbeitet. Diese Technik macht das Schiff

nicht nur leichter, sondern auch stabiler. Zusätzliche Steifheit bekommt

der Rumpf durch die integrierte Reling. Die vier großen Rumpffenster

wurden samt Verstärkungen direkt in den Rumpf einlaminiert. Ein T-

förmiger Flossenkiel sorgt für das notwendige Gewicht unter Wasser

und die entsprechende Performance.

Halle 4/Stand 447 www.mayer-yachten.com

Yacht mit Auto

Die Strand Craft 166 wird mit einem 620 PS starken und 305 km/h

schnellen V8-Sportwagen mit eigener Garage an Bord geliefert. Um die

stromlinienförmige Silhouette der Strand Craft 166 nicht zu stören, sind

die Flybridge sowie das Sonnendeck im Bedarfsfall einklappbar beziehungsweise

unter großen Abdeckungen versteckt. Angetrieben wird die

noble Superyacht von zwei 5.766 PS starken MTU-Motoren, die mit

einem 5.600 PS Vericor Booster über 40 Knoten erreichen können.

www.strand-craft.com


NEWS YACHTEN

79

Dufour 445

Gemütlich oder rasant

Der Rumpf der Dufour 445 Grand’Large wurde für schnelles

Segeln entworfen, das neue Modell der französischen

Werft eignet sich aber auch für komfortable Urlaubstörns.

Gute Segeleigenschaften und einfache Handhabung

mussten bei der Konstruktion gleichermaßen verwirklicht

werden. Sämtliche Funktionen können vom Cockpit, der Großschot Traveller

sogar von der Position des Steuermanns aus bedient werden. Die Dufour 445

Grand’Large wird in einer Version mit drei und einer mit vier Kabinen verfügbar

sein. Auch beim Tiefgang kann zwischen zwei verschiedenen Kielvarianten

gewählt werden, der lange reicht 2,20 Meter tief, der kurze Kiel nur 1,80

Meter, ist aber dafür etwas schwerer.

Halle 10/Stand 1009 www.phoenix-yachting.com

Hanse 620e

Yacht mit

Teleskop-

Kiel

Der Tiefgang der Hanse 630e

kann jetzt dank einer neuartigen

Kielkonstruktion zwischen 3,10

und 2,35 Metern hydraulisch verändert

werden. Die neue Teleskopkielkonstruktion

ist in Zusammenarbeit

mit dem Konstruktionsbüro

judel/vrolijk & co. entstanden und

kostet keinen Platz im Innenraum.

Die Hanse 630e ist die größte je

in Deutschland gebaute Serien -

yacht, ist auch mit kleiner Crew

schnell und sicher zu segeln und

ist mit ihrem neuen Kiel jetzt noch

flexibler. Die neue Hanse ist 19

Meter lang und 5,20 Meter breit

und ist am Wind mit eindrucksvollen

214 Quadratmetern besegelt.

Halle 10/Stand 1015

www.schwaigernautik.com

Schiffsführer

Schule Ebner

Leiter Kapt. Christian Ebner

Tel. 0664 / 300 04 30

Fax 07722 / 642 00

www.boot1.at

SRC und UBI See

& Binnenfunkzeugnisse

Qualität zu Spitzenpreisen

für Vereine oder Gruppen ab

5 Personen nur 180,- €

z. B. für das

SRC GMDSS Seefunkzeugnis

Ab 3 Personen können Kursort und

Zeit individuell vereinbart werden


80

Performance-Cruiser ist eine heutzutage etwas arg strapazierte

Bezeichnung. Sagen wir einfach, es handelt sich bei der

Salona 41, die nach der 42 ein weiterer Erfolg werden soll,

um ein wirklich schnelles, gut segelndes Familienschiff.

Gong frei

zur

Von Detlef Jens

zweiten Runde


YACHTEN

81

Salona 41

Das besondere Detail sind die ausklappbare Gangway im Heck,

die ein Doppelleben als Sitzbank führt und die Traveller-Abdeckung

im Hafen. Einfach und gut. Die Salona 41 ist ein sehr solider

und sehr gut segelnder Performance Cruiser (für alle, die

diese Bezeichnung nicht mögen: ein schnelles Fahrtenschiff mit

Regattapotenzial), das auch im Preis gut liegt. Es ist geeignet

zum Familien segeln, weil man das Boot auch entspannt fahren

kann. Wobei man mit vier bis fünf Kumpels auch mal heiße

Rennen, und die dann auch durchaus vorne, segeln kann. Eine

Yacht ganz auf der Höhe der Zeit, schön ausgebaut, gut verarbeitet,

dabei schnell und vergleichsweise preiswert.

Diese kleine Werft in der Nähe von Split ist schon lange kein

Newcomer mehr, bei uns in Österreich werden die Yachten der

Marke Salona jedoch immer noch so betrachtet. Liegt es daran,

dass es hierzulande immer etwas länger dauert, bis neue Trends

wahrgenommen und akzeptiert werden und dass die Meisten

sich bis dahin lieber am Althergebrachten – und oft schon

längst Überholten – festklammern? Immerhin geht Salona, die

Marke, die aus einem großen Zulieferbetrieb für die weltweite

Automobilindustrie hervorgegangen ist und immer noch zu

diesem Konzern gehört, mit der neuen 41 sozusagen schon in

die zweite Runde. Denn dies ist ein Makeover der sowohl auf

dem Wasser als auch in den Verkaufsbüchern sehr erfolgreichen

Salona 42, die erst seit vier Jahren gebaut wird und einstweilen

im Sortiment der Kroaten bleibt.

Die Salona 41, ein von der Werft so genannter Performance

Cruiser, ist (k)ein ganz neues Schiff. Die Linien basieren auf

denen der 42, das Schiff hat dabei kürzere Überhänge und trotz

einem Fuß weniger Länge ebenso viel Raum an Bord. Die

Länge der Wasserlinie bleibt nämlich mit 11,45 Metern gleich,

dabei ist die neue 41 einen Tick leichter, sie hat bessere Anhänge

vielleicht, ein anderes Cockpit und ein etwas größeres Rigg

mit entsprechend mehr Segelfläche. Das Großsegel der 41 hat

53,5 Quadratmeter (statt 48,80 bei der 42), die Genua 57,6

(statt 53,2). Das macht viel aus. Die 42 war schon kein Dackel,

hat viele Rennen gewonnen, aber die 41 besitzt deutlich mehr

Potenzial.

Gebaut wird sie im Vakuum-Infusionsverfahren, was letztlich

Harz und damit Gewicht spart. Das massive Rückgrat der Yacht

ist ein Stahlrahmen, der sich vom Hauptschott bis zum Niedergang

erstreckt und an dem alle Stresspunkte befestigt sind:

Kiel, Mastfuß, Püttinge. Ebenso stehen die Möbel im Salon auf

diesem Rahmen, der Rumpf drumherum ist zwar stark, muss

aber nur bedingt wirklich tragende Funktionen übernehmen.

Die Schotten zumindest der Standardversion bestehen aus

massivem Bootsbausperrholz; es gibt jedoch auch noch eine

Grand-Prix-Rennversion, wo (unter anderem) die Schotten

einen Balsaholzkern haben. Alles ist fest und solide einlaminiert,

das Deck hat eine teilweise Innenschale – im Salon jedoch

ist die Decke durch abnehmbare Paneele verkleidet. Das ist

praktisch, wenn man einmal an die LED-Leuchten oder Verkabelung

oder was auch immer heran muss, vor allem aber auch

eleganter, als es eine glatte Kunststoffoberfläche wäre. Die

gesamte Konstruktion ist vom Germanischen Lloyd geprüft,

durchgewunken und zertifiziert; nach Meinung der Kroaten

sei der GL übrigens „die einzige Klassifikationsgesellschaft, die

wirklich etwas von Yachten versteht“.

1 Eigenwillige Farbgestaltung. Ungewohnt, aber ein gelungenes Design.

1


82

1

2

Die Platzhirsche müssen sich anstrengen!

Das Schiff zu segeln ist ein Vergnügen. So abgedroschen es

klingen mag, vor allem wenn das Boot selbst so genannt wird

– hier wird genau die richtige Balance zwischen Performance

und Cruising getroffen. Das Schiff ist spürbar lebendig und

drehfreudig, sprintet bei jeder Bö sofort los, dabei lässt es sich

aber noch von fast jeder Person steuern, die auch nur einigermaßen

segeln kann. Das Ruderblatt der Standardversion ist tief,

sodass auch bei zu viel Krängung noch Steuerwirkung erhalten

bleibt (das Rennschiff hat ein kleineres Profil). Zur Auswahl

gibt es bemerkenswerte vier Kiele, mit denen das Schiff einen

Tiefgang von 1,75 bis 2,68 Metern hat; wir segelten die moderate

Version mit 2,25 Metern und einer relativ schlanken Finne

mit langem Ballasttorpedo am Ende. Damit segelt die Salona

41 wie gesagt hervorragend; wer wirklich das Letzte aus ihr

herausholen möchte, wird dann wohl die Rennversion mit

2,68-Meter-Kiel (und Kohlefasermast) wählen. Die bisherigen

Platzhirsche auf den Regattabahnen müssen sich, das hat schon

die vergangene Saison eindrucksvoll gezeigt, jedenfalls verdammt

anstrengen, wenn sie hier noch mithalten wollen. Und

das gilt auch schon für die Standardversion mit moderatem

Tiefgang und Alumast.

Auch unter Deck muss sich eine Salona ganz gewiss nicht

hinter irgendeiner lange etablierten Marke verstecken. Die 41

ist sehr elegant designt und ausgebaut, hell und klar, dennoch

bleibt es auch hier ein hundertprozentiges Segelboot und versucht

nicht, auf Hotellobby oder Ferienappartement zu machen.

Handläufe sitzen überall dort, wo man unterwegs hingreifen

möchte, um sich festzuhalten, es gibt ausreichend Luken

und Fenster zum Öffnen, die Pantry ist zwar groß, funktioniert

aber auch auf See, und dazu gibt es einen ordentlichen Navigationstisch.

Außerdem gibt es zwei WC- und Duschräume, in

denen man sich bewegen kann, und, auf dem von uns gesegelten

Schiff, drei Doppelkabinen im üblichen, hundertfach bewährten

Layout. Der Salon ist ausreichend groß, an Steuerbord

befindet sich ein kurzes Sofa mit einer kleinen, als Bar geeigneten

Anrichte und an Backbord der Tisch mit großem U-

Sofa drumherum. Dieser Bereich lässt sich bei Bedarf in eine

zusätzliche Doppelkoje verwandeln. Volle Punktzahl für die

Einrichtung, die zwar nicht überrascht, die aber einwandfrei

und ganz offenbar sorgfältig entworfen und gebaut ist.

Gehen wir zurück an Deck, wo sich ja eh das Leben an Bord

abspielt. Das Cockpit ist entsprechend groß mit viel Platz zum

Segeln und für das genüssliche Hafenleben unter freiem Himmel

(es gibt zum Beispiel einen großen Cockpittisch). Der

Rudergänger hat auch einen guten Platz, entweder auf dem

Seitendeck sitzend oder auf der Bank quer über dem offenen

Heck, die ein Doppelleben als Passerella führt. Das Ding lässt

sich nach achtern ausschwenken, sodass man plötzlich eine,

wenn auch schmale, Gangway an Land hat. Es funktioniert

auch deswegen so gut, weil diese Bank mit einer starken Feder

ausgerüstet ist, die sie in etwa in der Waage hält, sodass sie

einem nicht gleich mit dem entfernten Ende ins Wasser klappt.

Der Doppelsteuerstand funktioniert hier ganz hervorragend.

Nicht nur hat der Steuermann jeweils einen sehr guten Überblick

von Luv oder Lee aus, auch kommt man sehr leicht an

Bord (von achtern) und bis zum Niedergang durch. Auch beim

Segeln hilft das, es erleichtert das Alleinesegeln und das Leben

im Hafen sowieso. Ein Albtraum sind im Vergleich dazu die

mannshohen Riesenräder vergangener Zeiten, an denen man

sich nur akrobatisch vorbeischlängeln konnte und die womöglich

auch noch in einer vertieften Delle im Cockpitboden

stecken mussten, in denen dann auch unweigerlich Leinen und

anderes Zeug verschwand.

So hat man als Steuernder vom luvseitigen Deck aus nicht nur

den Lenker, sondern auch die Travellerleine gut im Griff, falls

man die bei böigen Am-Wind-Kursen bespielen möchte. Was


3

YACHTEN

83

Technische Daten

Länge über alles...........................................................12,5 m

Länge der Wasserlinie ................................................11,45 m

Breite ..........................................................................3,84 m

Tiefgang ............................................... 1,75/2,0/2,25/2,80 m

Verdrängung ...................................................................7,2 t

Ballast .............................................................................2,4 t

Segelfläche ................................................................111 qm

Maschine ........................................................... 40 PS/29 kW

Preis ab 159.000 Euro exklusive MwSt.

segelfertig ab 181.200 Euro exklusive MwSt.

salonayachts.com

für den Stauraum, der auf der Salona 41 in zwei Backskisten

und zwei Stauräumen unter Klappen im Heck recht üppig

ausfällt. Kurz auch die anderen Standards: Alle Decksluken sind

bündig, der Fockroller von Harken ist unter Deck eingebaut,

die Ankerwinsch sitzt ebenso versteckt im Ankerkasten, das

Achterstag wird durch einen Navtec-Hydraulikzylinder getrimmt.

Also so weit alles ordentlich. Der Traveller verläuft

auf diesem Boot fehlte, waren wieder einmal Fußstützen am

Boden – das allerdings nur, weil sie angeblich nicht in irgendeinen

Transporter hineingepasst hätten. Vertrauen wir also

darauf, dass diese, vor allem auf Kundenwunsch, in Zukunft auf

jeder Salona 41 angebaut werden! Die Großschot wird über

das bewährte „German-System“ gefahren, also vom Baumende

nach vorne, dann hinunter an Deck und an beiden Seiten nach

achtern, ins Cockpit, auf zwei Winschen, eine an jeder Seite.

Hier läuft die Schot sogar recht elegant in einem Kanal unter

Deck und taucht erst kurz vor der Winsch wieder auf – diese

steht jedoch etwas zu weit vorne. Ich komme vom Rad aus zwar

heran, aber nur mit Verrenkung und weil ich keine ganz kurzen

Arme habe. Besser wäre es, die Winsch dichter an das Rad

heran zu stellen. Der Großschottrimmer, falls man den auf

Regatten mitnimmt, hätte auch dann noch genug Platz, vor

allem aber könnte die Person vom Rad aus das Großsegel

fahren. Außerdem ließe sich dann vermutlich der Backskistendeckel

beim Öffnen weiter umklappen. Das ist das Stichwort

übrigens auf dem Cockpitboden, direkt vor den zwei Steuer -

rädern. Im Hafen wird er auf eine Seite gefahren und dann mit

zwei kleinen Teakbrettern abgedeckt. Das ist ebenso genial wie

einfach und wirkungsvoll. Auf dem Kajütdach sitzt eine große

GFK-Kappe, unter der die Fallen und Strecker vom Mast aus

nach achtern laufen – leider nicht alle davon in den dafür vorgesehenen

Öffnungen an der Vorderseite der Abdeckung.

Macht es einen Unterschied? Nicht wirklich. Vermutlich ist

diese Anmerkung nur Indiz des ebenso lästigen wie kleinlichen

Perfektionismus. Oder der Versuch, auf einem sehr solide designten,

ordentlichen und sehr schnell segelnden Schiff dann

doch noch eine kritische Bemerkung loszuwerden?

1 geräumig. Edler und funktioneller Innenausbau.

2 funktional. Klassischer Navigationstisch.

3 spritzig. Dieses Schiff hat Power!


84

Die Ausbildung

Ich sitze mit zwölf Leidensgenossen im Seminarraum des Yacht Club Austria und schön langsam wird

mir heiß: Wie ist das noch gegangen mit recht weisend Nord, Missweisung und Deviation?

Heinz List – unser Referent und Spezialist für

Navigation trichtert uns die Faustregel ein: „Vom

richtigen Kurs zum falschen Kurs rechne immer

mit falschen Vorzeichen, vom falschen Kurs zum

Richtigen Kurs verwende die richtigen Vorzeichen!“

Plusgrade, Minusgrade haben jetzt aber

mit Raumtemperatur überhaupt nichts gemeinsam,

oder doch?

Wo war ich nur mit meinen Gedanken, dass ich

momentan überhaupt nicht weiß, um was es hier

geht? Was hat mich denn überhaupt bewogen, in

den Kurs zu gehen? War es der Segeltörn im Sommer?

War es mein Freund, der gesagt hat, ich solle jetzt endlich

den „Segelschein“ machen? War es meine Frau, die gedrängt hat,

auf Nummer Sicher zu gehen?

Egal, ich wende mich wieder den wahren Dingen des Lebens zu:

Mercato-Projektion der Seekartendarstellung, Besteckversetzung,

Ablenkungstabelle, Gezeitenberechnung, ach ja und seit gestern

weiß ich auch, was ein Spitzgatter, ein Schwanenhals, ein Verklicker,

ein Hahnepot, eine Pütz etc. ist.

Ich bemerke, dass Segeln oder Motorbootfahren ein derart weites

Feld an Wissen umfasst, sodass mich schön langsam die Lust am

Lernen packt. Morgen wird der Referent über Gezeiten referieren,

Bezugsorte, Anschlussorte und wir werden interpolieren.

Ich erinnere mich noch an die Worte des YCA-Ausbildungsleiters

beim Informationsabend: „… Der Yacht Club Austria bietet eine

der besten Skipper- Ausbildungen in Österreich an … Qualität

verpflichtet … Der beste Garant für Sicherheit und unfallfreies

Segeln/Motorbootfahren ist gute Ausbildung … Der YCA veranstaltet

keine Schnellsiederkurse, sondern legt Wert auf fundiertes

Wissen und Können …“

Und wenn man sich umhört, und sich auf die Suche nach Hochsee-

Ausbildung begibt, kommt

man an den Initiativen des

Yacht Club Austria nicht vorbei.

Es werden verschiedene Seminarkonzepte

zur Erlangung

der Befähigungsausweise

(BFA) für den Fahrtenbereich

1 (Watt- oder Tagesfahrt), FB

2 (Küstenfahrt bis 2 Seemeilen),

FB 3 (küstennahe Fahrt

bis 200 sm) und FB 4 (weltweite Fahrt) angeboten: Ob man nun

ein- bis zweimal pro Woche verteilt über mehrere Wochen im

Kurs sitzt oder ob man 4 bis 5 Wochenenden opfert, um zum

„Schein“ zu kommen – der Stoff ist immer der gleiche. Insgesamt

kommt man auf ca. 60 Unterrichtseinheiten. Und die braucht man

tatsächlich, denn inhaltlich ist der Prüfungsstoff sehr breit gefächert:

Bootskunde, Wetterkunde, Seemannschaft, Knoten, Navigation

mit Übungskarten,

Gesetze,

Radar, Motorenkunde,

Gezeitenberechnungen,

uvm.

Die YCA-Referenten

sind allesamt

Profis in ihrem Bereich,

viele sind

auch Prüfer der

zwei Dachverbände

ÖSV und MSVÖ

und die meisten

sind schon jahrelang in der Ausbildung tätig.

Die Älteren unter uns können sich noch erinnern: Der Yacht Club

Austria war der erste Verein, der vor 30 – 40 Jahren die Ausbildung

in Österreich eingeführt und entwickelt hat. Erst in der Folge

haben die Dachverbände das Ausbildungswesen vom Ministerium

übertragen bekommen.

Apropos Dachverbände: Unsere Ausbildungen sind mit dem

MSVÖ und dem ÖSV akkordiert und abgesprochen, dementsprechend

werden unsere Lizenzen auch vom Bundesministerium für

Verkehr ausgestellt. Diese Lizenzen sind daher weltweit anerkannt.

Die Dachverbände sind auch ein Garant dafür, dass die Qualität

der Ausbildung gewährleistet wird, die Prüfungsordnung (PRO)

wird dementsprechend laufend den Entwicklungen und Vorgaben

angepasst – zuletzt im Jahre 2009.

Nun zuletzt, was kostet die Ausbildung? Die Preise sind regional

unterschiedlich, der Theoriekurs BFA FB 2 kostet derzeit zwischen

320,– und 350,– Euro.

Anfragen, nähere Informationen und Details können Sie bei den

jeweiligen Crews erfragen.

In der nächsten Ausgabe werden wir an dieser Stelle über die

Praxisausbildung und über den Prüfungsablauf berichten.

Gottfried Titzl Rieser,Generalsekretär


yca-news

85

Crew Salzburg

CLUBABENDE

Seglertreff jeweils am zweiten Mittwoch des

Monats ab 19.30 Uhr im Gasthof Krimpelstätter,

Müllner Hauptstr. 31/1. Stk., Salzburg

Liebe Segelfreunde,

im Oktober 2010 wurde ich zum Crew-Commander

von Salzburg sowie Frau Anita Kitzmantel zum

Vize-Crew-Commander gewählt. Georg Buhl, der

das Amt des Crew-Commanders 30 Jahre lang ausgeübt hat, wurde zum

interimistischen Schatzmeister bestimmt. Wir wollen auf seinen Rat und

seine Kontakte nicht verzichten. Weiters wurde ein Jugendreferent (Jürgen

Laubbichler) bestellt, der auch mit seinen Kontakten helfen soll, junge

A-Schein-Besitzer zum Meer zu bringen. Ich selbst bin seit 1978 Mitglied des

YCA, war aber die letzten 12 Jahre nicht in Salzburg. Umso erfreulicher war

es für mich, wieder mit offenen Armen aufgenommen zu werden.

Zur Belebung der Crew benötigen wir eure Hilfe und nehmen jede Anregung

und deren Umsetzung sehr gerne entgegen – Mobil: 0680/2472219 oder

E-Mail: zimmer_christian@ymail.com.

Euer neuer Crew-Commander Christian Zimmer

Programmvorschau

Mittwoch, 09.03.2011 – Heringsschmaus

Mittwoch, 13.04.2011 – Hubert Meier – Ecker Cup

AUSBILDUNG

InteressentInnen für Theoriekurs FB 2/3, Upgrading FB2 auf FB3, MSVÖ

Technik, GMDSS bitte bei Crew-Commander Christian Zimmer

(0680/2472219 oder E-Mail: zimmer_christian@ymail.com) melden.

Jugendarbeit: Für Ausbildungstörns suchen wir Skipper und auch

Schiffseigner, die der Jugend etwas beibringen wollen.

Crew Wien,

Nö,Burgenland

CLUBABENDE

Jeden 2. Dienstag im Monat ab

19.00 Uhr im Clublokal „Restaurant

Pistauer“, 1110 Wien, Ravelinstraße 3

beim Simmeringer Friedhof,

Tel. +43(0)1/7672510

Crew-Commander

Arch. DI Christian Zimmer

Crew-Commander

Christian Schifter

STAMMTISCHINFO

Stammtisch Mödling: S’Beisl in 2344 M. Enzersdorf, Hauptstraße 84 –

bei Interesse bitte anmelden, da nur begrenzter Raum zur

Verfügung steht.

Kontakt

YACHT CLUB AUSTRIA

Generalsekretariat · Lederergasse 88 · A-4020 Linz

+43(0)732/781086 · Fax +43(0)732/771345

office@yca.at · www.yca.at

Crew Salzburg

Crew-Commander Arch. DI Christian Zimmer

Pfadfinderweg 8 · 5020 Salzburg

+43/(0)680/2472219 · zimmer_christian@ymail.com

Crew Wien, Nö, Burgenland

Crew-Commander Christian Schifter · Ludwiggasse 3, Haus 4

1140 Wien · +43/(0)1/7109222 · cschifter@pantaenius.com

Crew Oberösterreich

Crew-Commander Gottfried Rieser · Fischillstraße 1

4063 Hörsching · +43/(0)7221/72353 · gottfried.rieser@a1.net

Crew Tirol und Vorarlberg

Crew-Commander Albert Plachel · Laningerweg 1 · 6410 Telfs

+43/(0)699/15267890 · albert.plachel@aon.at · www.yca-tirol.at

Crew Kärnten

Crew-Commander und Vize-Commodore

Prov. Univ. Ass. Dr. Jürgen Adlmannseder

Rudolf Kattnigweg 3 · 9201 Krumpendorf

+43/(0)650/3400475 · juergen.adlmannseder@uni-klu.ac.at

office@yca-crew-ktn.at · www.yca-crew-ktn.at

Crew Tauern

Yacht Club Austria, Generalsekretariat, Lederergasse 88, 4020 Linz

Tel.+43(0)732/781086 · Fax +43(0)732/771345

office@yca.at · www.yca.at

Crew Eisenerz/Steiermark

Crew-Commander Mike Hecker

Freiheitsplatz 4 · 8790 Eisenerz · +43/(0)664/3458529

mike@gebirgssegler.at · www.gebirgssegler.at

Crew Bayern

Crew-Commander Dipl.-Päd. Barbara Lange-Hofmayer

Waldinger Straße 28 · D-85084 Reichertshofen

+49/160/7358209 · Tel./Fax +49/8453/8699

langehofmayer@hotmail.com

Crew Kroatien

Ehren-Commodore und Crew-Commander

Kapitän Miljenko Zanic · Lucka Ispostava

HR-51250 Novi Vinodolski · Tel./Fax +385/51/244345

Crew Schweiz

Yacht Club Austria, Generalsekretariat, Lederergasse 88, 4020 Linz

Tel.+43(0)732/781086 · Fax +43(0)732/771345

office@yca.at · www.yca.at

Austrian Boat Show, Halle 5, Tulln, 3. bis 6. März 2011

Kennenlernen, Anfragen beantworten, Kontakte schließen, unser Netzwerk wieder dichter knüpfen – all das sind unsere Gründe,

bei der größten österreichischen Bootsmesse präsent zu sein.

Was erwartet die Besucher 2011 auf dem Messestand des Yacht Clubs Austria? Der Commodore hält Vorträge zum Thema

„Bergung und Verhalten in Seenotfällen“. • Der Crew-Commander Mike Hecker wird mit seiner Schauküche in 20 Minuten nur

mit Bordmitteln ein 3-gängiges Menü zaubern – jeder Besucher kann sich von Qualität und Köstlichkeit überzeugen. • Am

Samstag besucht uns die Stadt Opatja und wird die Attraktionen der Region präsentieren! • Es werden laufend feinste französische

Weine präsentiert und von unseren Besuchern degustiert. • Die Verlosung der Boote der Einheitsklasse für den 22.

Austria-Cup 2011 findet ebenfalls am Samstag statt. • Führende Funktionäre sind am Messestand präsent und stehen für Anfragen

und Informationen jeglicher Art gerne zur Verfügung!


86

PROGRAMMVORSCHAU

Dienstag, 08.03.2011 – Fritz Pölzl und seine Lebensgefährtin – Reiseabschnitt

Barentsee – Spitzbergen. Dienstag, 12.04.2011 – Günter Reindl –

Cora-Mae – Die brasilianische Küste. Dienstag, 10.05.2011 – Christian

Schifter – Bericht über den YCA-Törn in Schottland

AUSBILDUNG

Termin RYA/MCA-Yachtmaster-Seminar 2011:

12.–13.11.2011 und 19.–20.11.2011 und 26.–27.11.2011 – jeweils von

9:00–17:00 Uhr in Linz

Crew Oberösterreich

Clubabende

Unsere Clubabende finden immer am letzten Dienstag

im Monat im Volkshaus Dornach, Niedermayrweg

7, 4040 Linz-Dornach statt. Beginn jeweils 19.30 Uhr.

Newsletter

Wir informieren unsere Mitglieder regelmäßig

über Aktuelles aus dem Segel- und Motorbootbereich.

Sollten Sie Anregungen und Ideen für

Crew-Commander

Gottfried Rieser

unseren Newsletter haben, so freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht an

gottfried.rieser@a1.net

PROGRAMMVORSCHAU

Di, 22.02.2011 – Michael Köhler – Solarwave – Ohne Treibstoff und ohne Segel um die Welt

Di, 29.03.2011 – Thomas Wiltner – Das andere Griechenland

Di, 26.04.2011 – Mag. Harald Gridl – Spitzbergen

Di, 31.05.2011 – Günter Reindl – Cora Mae – 2. Teil – Die brasilianische Küste entlang

STAMMTISCH-INFO

Unsere Stammtische erfreuen sich großer Beliebtheit, hier werden in

zwangloser Atmosphäre Gedanken und Erfahrungen ausgetauscht, Seemannsgarn

gesponnen, und was halt sonst noch auf der Welt wichtig ist,

besprochen.

YCA-Stammtisch OÖ Zentralraum (Leiter: Rudolf Hanke): Jeden 2. Mittwoch

im Monat um 19.00 Uhr im Gasthaus „Bratwurstglöckerl“, Angerholzerweg

38, 4020 Linz.

YCA-Stammtisch OÖ Süd (Leiter: Erich Jansch, +43(0)664/4300711):

Jeden 1. Samstag im Monat im Seglerstüberl bei Erich Jansch, Gmunder

Straße 9 (Eingang Hafnergasse), 4861 Schörfling.

YCA-Stammtisch OÖ Nord (Leiter: Sieghart Liest): Die Benachrichtigungen

über Termin und Ort erfolgen per SMS und sind auf der Homepage unter

www.members.aon.at/crlipe abzufragen.

YCA-Stammtisch Bad Schallerbach (Leiter: Ralph Scholz): Jeden 3. Freitag

im Monat in der Pizzeria Valentino, Trattnachzeile 1, 4701 Bad Schallerbach.

SARAI – Unser Clubschiff am Attersee

Wir haben eine wunderschöne Gib Sea 31 in den Dienst gestellt. Jedes

Mitglied des YCA kann das Boot benutzen – einfach bei Yachtcharter Müller

in Linz (0732/651005) anrufen und Gutscheine anfordern.

Crew Tirol und

Vorarlberg

Crew-Commander

Albert Plachel

CLUBABENDE

Volkshaus Reichenau/Cafe-Restaurant Pirmin

Stubn, A-6020 Innsbruck, Radetzkystraße 47

Änderung ab 2011: Crewabende in der Regel

jeden 2. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr.

Ein neues Clublokal wird gesucht – Vorschläge

willkommen!

Wir laden unsere Mitglieder, Freunde und Interessierte

gerne dazu ein, an den Crewabenden teilzunehmen. Änderungen

vorbehalten.

PROGRAMMVORSCHAU

Mittwoch, 09. 3. 2011 – Jahreshauptversammlung mit Neuwahl und

Fotowettbewerb

Mittwoch, 13. 4. 2011 – Pyt Haas – Mecklenburger Seenplatte – Fahrtensegeln

im Binnenrevier

Mittwoch, 11. 5. 2011 – Günter Reindl – Brasilien – Segeln im Paradies

Austria Cup 2011

Der Austria Cup im Rahmen der AASW findet vom 28. 5.–2.6.2011 in

Izola statt. Die Crew Tirol nimmt wieder in der Einheitsklasse teil. (Bav.

Match 42) InteressentInnen melden sich bei V-CrC. Karl Florian

(0664/6146147), karl.florian@aon.at

AUSBILDUNG

Sonstiges:

• Freitag, 25. 2. 2011 – Kochkurs, Schnell und schmackhaft Kochen auf See

• März 2011 – Foto-Shop, Gut fotografieren mit Experten

• April 2011 – Feuer löschen, Was tun bei Feuer? (mit praktischen Übungen)

Ausbildungskurse Befähigungsausweis FB 1–3 (ÖSV und MSVÖ)

• 18. 1. – 22. 3. 2011 – Theoriekurs für FB2 in Innsbruck

• 16. 4. 2011 – FB2 Theorie-Prüfung

Seminare:

• GMDSS-Betriebszeugnisse (SRC + LRC)

• Ausstellung Royal Yachting Association London – Grundlagen der englischen

Sprache in Wort und Schrift müssen vorhanden sein – Kurs und

Prüfung an einem Wochenende in Tirol oder Vorarlberg

• SCR – Innsbruck – Freitag, 18.03.2011 (17–22 h) und Samstag,

19.03.2011 (09–18 h), Pertisau – Freitag, 20.05.2011 (17–22 h) und

Samstag, 21.05.2011 (09–18 h)

• LRC – Pertisau – Donnerstag, 23.06. – So 26.06.2011 (jeweils 09–18 h)

InteressentInnen bitte beim Yachtmeister Ernst Kocher (Tel. 0650/9063548)

anmelden.

YACHT CLUB AUSTRIA

The International Austrian Cruising Club

www.yca.at

17. –20. April 2011

DER GEBIRGSSEGLER-CUP 2011 RUFT

Gesegelt werden 3 Langstrecken: Trogir – Milna – Vrboska - Krvavica (Makarska). Für

das Nenngeld € 110,- pro Person gibt es: Teilnehmer-Polo, Begrüßungsschnaps +

Snack, Stegfest mit Freibier, O’sole mio-Pizza und Bratwürste, 3 Abendessen, Pokal

und Warenpreis für jedes Schiff, Prosecco-Ausklang beim Feuerwerk und Life-Musik

bei der Siegerehrung. Sonderwertung: Länder- oder Clubwertung ab 3 Schiffe, Biertrinkwettbewerb

und Best Outfit. Info und Programm unter: Mobil 0664/3458529 oder

www.gebirgssegler.at. Unser Marketenderinnen-Team wird dieses Jahr durch die

Ausseer Narzissenkönigin verstärkt. Beim Haupt sponsor Wimmer Yachting gibt es

20 % Sonderrabatt auf die eigene Charterflotte. www.wimmer-yachting.at


yca-news

87

Crew kärnten

CLUBABENDE

YCA-Stammtisch Klagenfurt – Jeden Dienstag

ab 19.00 Uhr im Gasthof Jerolitsch in Krumpendorf.

AUsbildung

Amtliche Befähigungsausweise BFA:

Fahrtbereich-1 Kurs (FB1) = „Watt- und Tagesfahrt“

– Dieser BFA ist besonders interessant

für Motorboot- und Schlauchbootfahrer an den

Adriaküsten.

Fahrtbereich-2 Kurs (FB2) = „Küstenfahrt 20

Seemeilen“ für Segel- und Motorboot mit MSVÖ

Funkzeugnis und Radar

SRC-Kurse von RYA (Short Range Certificate) und Radar-Kurse von RYA (mit

Zertifikat)

Erste-Hilfe-Auffrischungs-Kurs, Prüfungs- und Meilentörns, Skipper-Training,

Spinnaker/Gennaker-Training, Urlaubstörns. Alle Informationen zu unseren

Ausbildungs-Terminen finden Sie auf www.yca-crew-ktn.at.Anfragen und

Anmeldungen bitte an: office@yca-crew-ktn.at oder telefonisch an Fritz Abl

+43 664 2436871

SRC von RYA (Short Range Certificate): Kurse werden laufend veranstaltet.

Termine auf Anfrage.

Weitere Informationen über Praxisausbildung, Skipper-Training, Spinnaker-/

Gennaker- Training, Ausbildungs-und Meilentörns für alle Fahrtbereiche sowie

für Urlaubstörns finden Sie auf unserer Website www.yca-crew-ktn.at.

Anfragen und Anmeldungen bitte an: office@yca-crew-ktn.at oder telefonisch

an Fritz Abl: 0664/2436871.

Crew tauern

Die Crew Tauern wird derzeit über das YCA-Generalsekretariat in Linz geführt.

Anfragen über Tel.+43(0)732/781086, Fax +43(0)732/771345

E-Mail: office@yca.at, Homepage: www.yca.at

CREW EISENERZ/

Steiermark

STAMMTISCHINFO

Stammtisch Eisenerz – Leitung: Mike Hecker

0664/3458529. Crewabend jeden 1. Donnerstag

im Monat (Abweichungen werden angekündigt)

um 18.00 Uhr im „GH zur alten Mühle“, 8790 Eisenerz,

Hieflauerstraße 100.

Crew-Commander

Prov. Univ.-Ass.

Dr. Jürgen Adlmannseder

Crew-Commander

Mike Hecker

Stammtisch Leoben –

Leitung: Angelika Gailberger 0664/5344993

Stammtischverlegung – Crewabend jeden 3. Montag im Monat um 18.00 Uhr im

„Gösser Bräu“, 8700 Leoben, Turmgasse 3 (gegenüber der Gösser Brauerei).

Stammtisch Graz – Stammtisch jeden Donnerstag, Crewabend jeden 2.

Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr beim „Lindenwirt“, 8052 Graz, Peter

Rosegger Straße 125. Stammtischleiter wird gesucht.

Stammtisch Hall in Tirol – Leitung: Gabi Gunda 0676/88508799

Crewabend jeden 2. Freitag im Monat im “Cafe Coretto” ab 20.00 Uhr,

Schlossergasse 4, 6060 Hall in Tirol.

PROGRAMMVORSCHAU

Mike Alleine Nach Alexandria

Samstag, 12.2.2011 – 18.00 Uhr im Eisenerzerhof, Hieflauerstrasse 17,

8790 Eisenerz, www.eisenerzerhof.at. Der Vortrag wird mit Schmankerl aus

der Kombüse und Wein oder Fruchtsaft begleitet.

Vorverkauf: € 10,00 (inkl. Verkostung). Info unter: 0664/3456589.

Messe Tulln

Samstag 5.3.2011 – Wir organisieren einen Bus zur Messe Tulln von Leoben

– Eisenerz – Tulln und retour. Bitte gleich bei Mike anmelden.

AUSBILDUNG

FB-Binnen (A-Schein) 25.–27.02.2011 – Prüfung: 5.03.2011

FB 2 + FB 3 ÖSV + MSVÖ: alle Februar-Wochenenden – Prüfung: Mitte März

Kroatischer Sportboot: 26.–27.03.2011 – Prüfung: 2.04.2011

Skippertraining: Hafenmanöver 9.–16.04.2011

ISAF Sicherheitstraining sowie Spinnakertraining in Planung

Info und Anmeldung bei Jan: 0676/7245252 und Mike: 0664/3458529.

LEIHSERVICE

Bordapotheke: Die Leihgebühr beträgt € 5,00 pro Woche (inkl. verbrauchtem

Verbandsmaterial). Die Medikamente werden individuell nach Verbrauch

berechnet.

Seehandfunkgeräte - Die Leihgebühr beträgt € 5,00 für ein Gerät pro Woche,

Kaution € 150,00.

Crew BAYERN

Crew-Commander

Dipl.-Päd. Barbara Lange-Hofmayer

Waldinger Straße 28, D-85084 Reichertshofen

Mobil: +49/160/7358209

Tel./Fax: +49/8453/8699

E-Mail: langehofmayer@hotmail.com

Crew Kroatien

Crew-Comm. Dipl.-Päd.

Barbara Lange-Hofmayer

STAMMTISCHINFO

Jeden Sonntag ab 10.00 Uhr – Stammtisch in CAPTAINS CLUB, 51250 Novi

Vinodolski, Obala Kneza Branimira 3.

EINLADUNG ZUM CLUBTÖRN 2011 – SCHOTTLAND

3.–10. September 2011

Unser Motto: Segeln und Whisky – Dieser Törn ist echt nichts für Warmduscher – immer schön den Whiskydestillerien

nach. Unser Clubtörn 2011 führt quer durch die inneren Hebriden. Bei Stürmen und tückischen Wellen muss man

aufpassen, dass die Gewalt der Natur einem nicht das Whiskyglas aus der Hand reißt. Schön schippern kann man anderswo

– in Schottland segeln die Hartgesottenen. Einige unserer Mitglieder suchen immer wieder seemännische Herausforderungen.

Wir bieten daher die Gelegenheit, im hohen Norden ein einzigartiges Segelrevier kennenzulernen!

Der konkrete Törnplan, die Anreise etc. wird teilnehmerorientiert gemeinsam mit dem Skipper erarbeitet.

Preis: € 450,00 exkl. Bordkassa und Anreise. Anmeldungen per E-Mail an gottfried.rieser@a1.net


88

oCEAN7 Regatta

America’s Cup:

Tote Hose

Ein ultimativer Massenansturm

sieht irgendwie

anders aus. Gerade

einmal fünf Herausforderer

hat die Cup-

Revolution von Larry

Ellison bis dato auf den

Plan gerufen. Hinter

den namenlosen Zusagen sollen Teams aus Neuseeland und Russland

stecken, der Rest ist mit dem Challenger of Record, Mascalzone Latino,

den Schweden von Artemis und dem französischen Aleph Team seit geraumer

Zeit bekannt. Doch da wie dort ist von zum Teil massivem Bröseln

die Rede, selbst die Italiener haben offenkundig Mühe, das 100-Millionen-

Euro-Budget zu stemmen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Spekulationen

um weitere Cup-Meldungen aus Australien, Brasilien und Südkorea bewahrheiten,

sonst könnte es im September 2013 vor San Francisco tatsächlich

ein wenig langweilig werden. Der Nennschluss für den Wettstreit

um die Kanne ist mit 31. März datiert.

Oracle Racing, der Verteidiger des Americas

Cup muss ab sofort ohne seinen Haupt ­

sponsor BMW weitermachen. Der bayrische

Autohersteller beteiligte sich seit dem Jahr

2002 als Sponsor des Larry Ellison Oracle

Racing Teams und siegte beim letzten Americas

Cup überlegen gegen das Team Alinghi.

Für BMW der krönende Abschluss des Engagements

im America’s Cup. Auslösende

Punkte für die Entscheidung der bayrischen

Automobilbauer dürften geschäftliche Entscheidungen

und die Einschätzung sein,

dass der Aufwand nicht der erwarteten Absatzsteigerung

entspricht.

America’s Cup:

BMW ist weg

Foto: Gilles Martin-Raget

Olympia 2012:

Deutschland rüstet auf

Nun ist es fix, SAP steigt als neuer Sponsor beim Deutschen Segel-Verband ein. Der Software-Gigant, der für zwei Jahre

unterschrieb, stellt nicht nur Bares in Aussicht, sondern zaubert vor allem technische Genialität ins wassersportliche Leben

der Kadersegler. Die Daten aus sämtlichen relevanten Revieren werden gesammelt, analysiert und archiviert, um sie später

per Knopfdruck abrufen zu können. Ob Strömung, Windrichtung und -stärke, die Revieranalysen sollen den Aktiven und

Trainern neue Horizonte ermöglichen. Darüber hinaus ist die Installation einer Wissens-Datenbank geplant, wo unter anderem

Deutschlands erfolgreichster Segel-Export, Jochen Schümann, vor den Karren gespannt wird.


NEWS REGATTA

89

Carolina: Der Rücktritt

Nach EM-Gold und -Silber, Rang acht bei den Olympischen Spielen und mehreren

Weltcup-Siegen hängt Carolina Flatscher den Trapezgurt endgültig an den

Nagel. Die 28-jährige Tirolerin aus Innsbruck, die 2002 im Cockpit von Sylvia

Vogl Platz nahm, hört nach einem Jahrzehnt Leistungssport auf. „Nach

Sylvias Comeback haben wir im Winter damit begonnen, das Versäumte

nachzuholen. Das Training und die Vorbereitung waren sehr intensiv, trotzdem

sind die Defizite vor allem bei Starkwind nicht von der Hand zu

weisen. Es würde eine sehr harte Vorbereitung notwendig sein, um ganz

vorne mitzusegeln, dazu sehe ich mich aber aus heutiger Sicht einfach

nicht in der Lage“, begründet Flatscher das Ende ihrer Olympiakarriere.

„Ich habe mir die Sache nicht einfach gemacht und muss zugeben,

dass die Erkenntnis ziemlich schmerzhaft ist, aber so ehrlich muss

ich einfach sein.“ Durch den Ausstieg Flatschers ist auch Sylvia Vogls

Olympiatraum vorläufig geplatzt: „Binnen so kurzer Zeit eine Ersatz-

Vorschoterin in Position zu bringen ist unmöglich, vor allem wenn

man um Medaillen mitsegeln möchte.“

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Die neue Sun Odyssey 409

3. - 6. März, Halle 10

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MaxMarine-Handelspartner Neusiedlersee: sail.at Kreindl


REGATTA

91

Jetzt geht

die Post ab!

Die heimischen AEZ-Mannen starten mit finanziellem

Rückenwind und unter der Regie eines

AC-Kapazunders in ihre zweite Championship-Tour.

Text: Dominic Marsana · Fotos: Schell


92

1

Kombiniert man freundschaftliche Tipps mit guten Kontakten,

kann unterm Strich und mit ein wenig Glück Hervorragendes

passieren. Im Falle der heimischen RC44-Auswahl ist letzteres

mit Peter Evans eingetroffen, der Cup-Sieger von 2007 löst das

Tullner Problem und somit auch jenes von Christian Binder.

Die Bootsmesse an der Donau macht den Einsatz des OneSails-

Machers beim Saisonauftakt vor San Diego, Anfang März,

unmöglich, womit das AEZ RC44 Sailing Team erstmals ohne

seinen Halbzeit-Steuermann und Taktiker auskommen muss.

Auf der Suche nach einem entsprechenden Ersatz wurde zunächst

der heimische Markt sondiert, von der infrage kommenden

Auswahl hagelte es jedoch Absagen. Mit Evans, der von

Russell Coutts empfohlen wurde und den Binder aus früheren

470er Zeiten bestens kennt, gelang eine internationale Lösung,

die Langzeitfolgen garantiert. Der Neuseeländer, der 2007

beim eidgenössischen Alinghi-Team in der Afterguard stand,

bringt nicht nur Offshore-Weltklasse, sondern mit insgesamt

fünf AC-Teilnahmen auch reichlich Erfahrung mit ein. Ob das

Kurzgastspiel einen erfolgreichen Saisonstart zur Folge hat,

bleibt abzuwarten – in den Köpfen wird auf alle Fälle einiges

hängen bleiben, nach den Etappenerfolgen von zuletzt hat man

endgültig Lunte gerochen.

Gute Karten. In ihrer zweiten kompletten Saison auf Tour,

heißt die Zielsetzung Mittelfeld. Ein Vorhaben, das durchaus

zu realisieren ist, zumal neue Klassenregeln den Österreichern

in die Karten spielen. Der heurige Tour-Champion wird ausschließlich

durch die Fleet Race-Bewerbe und nicht wie bisher

aus den Punkten beider Kategorien ermittelt. Das Duell Boot

gegen Boot wird binnen eines Tages abgewickelt und innerhalb

einer Round Robin entschieden, anschließend folgen vier Fleet

Race-Tage, wo die Meute in Summe ein Dutzend Wettfahrten

unter Land und in Sichtweite abspult. Für Binder und Co. ist

die Aufwertung des Flottenrennens eine ebenso gute Kunde wie

die Rückstellung der Einzelduelle, wo man aufgrund mangelnder

Erfahrung und Praxis zumeist den Kürzeren zog. Im Fleet Race

ist der Anschluss hingegen gelungen, was fehlt ist die Konstanz.

„Es ist zwar genial wenn man eine Wettfahrt gewinnt, aber drei

bis vier gute Ergebnisse pro Serie sind einfach zu wenig. Wir

brauchen einen roten Faden in unseren Leistungen und dazu

eine perfekt eingespielte Mannschaft“, weiß Binder, wie die

Ziele zu realisieren sind. Der Stamm sei zwar gefunden, der Rest

sei aber unbefriedigend. „Wir sind kaum zwei Regatten hintereinander

in der gleichen Besetzung gesegelt, zwei bis drei Positionen

ändern sich ständig“, klagt der sportliche Strippenzieher

der AEZ-Truppe, der sich vor allem vom Desinteresse der nächsten

Generation enttäuscht zeigt. „Die Jungen wollen sich die

Sache nicht einmal anhören, dabei haben sie die Chance gegen

echte Superstars zu segeln. Russell Coutts bleibt seiner Klasse

trotz der AC-Aktivitäten treu und auch der Rest der Gegnerschaft

kann sich weiterhin sehen lassen.“ Bis dato wurde lediglich

James Spithill zu Oracle und dem America’s Cup abkommandiert,

das Team Sea Dubai wechselt den Untersatz, dafür kehrt

das polnische Organika-Team wieder in den RC44-Zirkus zurück.

Die heurige Tour umfasst sechs Stationen und präsentiert

sich sowohl in Übersee als auch in Europa. Nach dem Saisonauftakt

vor San Diego folgt der Österreich-Besuch von Coutts

und Konsorten Gmunden und der Traunsee sind seit jeher ein

fixer Bestandteil des Eventkalenders. Bis dato übertrafen sich die

Macher des RC44 Austria Cup’s immer selber und auch heuer

wird noch eines drauf gesetzt. Mit der Verlagerung des Spekta-

2


REGATTA

93

kels in Richtung Gmundner Hauptplatz ist man mitten im Stadtkern

und rückt den Massen noch intensiver zu Leibe. Nicht

umsonst wird die Show – die ob ihres Erfolges von der Wirtschafts-

und Tourismusbranche 2010 prämiert wurde – sailing

in the city genannt. Der Erfolg gibt der Organisation um Christian

Feichtinger und Peter Farbowski in allen Lagen recht und

wird auch durch einen aufgebesserten Deal mit Teamsponsor

AEZ bestätigt. Dr. Alexander Riklin sieht in der Klasse eine

läre Event-Kalender ausgezeichnete Möglichkeiten, um Kunden

in die Marke zu involvieren. „Die Dokumentation ist am Punkt

und ergibt eine tolle Bildsprache, die in unsere Werbemittel

einfließt, darüber hinaus sind wir medial bestens präsent“, spricht

Riklin von einer guten Investition. Das wäre auch ein Besuch des

Österreich-Events, der heuer vom 10.–15. Mai datiert ist und

über dessen Schmankerln unter www.rc44.at nachzulesen ist.

Sailing in the City

3

perfekte Kombination aus Technologie, Energie und Dynamik,

der permanente Drang für technische Verbesserungen deckt sich

ebenfalls mit der hauseigenen Firmenphilosophie. „Segler suchen

immer Möglichkeiten, um ihr Material zu optimieren, das

Verhalten unserer Kunden ist dem der Segler sehr ähnlich. Die

Leute wollen an ihrem Auto auch immer etwas verbessern“, so

der AEZ-Geschäftsführer. Zudem gibt der bunte und spektaku-

1 mit system. Im Cockpit hat jedes Crewmitglied seinen Platz.

2 wendemarke. An den Bojen wird es oft eng.

3 racer. Diese Regattaboote wurden konsequent für Highspeed konstruiert.


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Leserbriefe

IPANEMA VON GRAF

Die bayrische

DIVA

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SEGLER-LEGENDE WOLFGANG HAUSNER

Durch drei Taifune

Das mit dem Taifun

Der Wolfgang Hausner ist schon der wildeste Hund unter allen Weltumseglern.

Ich habe seine Bücher fast atemlos verschlungen und freue mich,

dass er jetzt immer wieder einmal für OCEAN7 schreibt. Seine Geschichte

über die drei Taifune hat mich besonders fasziniert. Und der Zusatz über

die Taktik, wie man vor einem tropischen Wirbelsturm am besten flüchtet,

war einfach super. Ich habe zum ersten Mal richtig verstanden, was mit

„gefährlichem Halbkreis“ gemeint und warum das so ist.

Werner Kleine, Wien

Kompletter

Schwachsinn

„Ich musste mich überwinden,

direkt in den Taifun hineinzusegeln

…“ Wer so was schreibt,

muss ja total hirnverbrannt sein.

Und wer so einen kompletten

Schwachsinn abdruckt, ist ja

schon kriminell.

Anonym per E-Mail

Er kommt nach Tulln

Die lebende Legende kommt zu Ecker Yachting an den Stand der Messe

Tulln, habe ich im Forum von OCEAN7 Online gelesen. Spitze, da freue

ich mich drauf, zumal ich plane, einen Törn mit ihm auf seiner TABOO III

auf den Philippinen zu buchen.

Konrad „Radl“ Ertner, OÖ

Kombüsen-Geflüster

„Lieber drei Wochen Spaghetti mit Olivenöl und Knoblauch, bevor ich eine

Gulaschdose öffne“, schreibt OCEAN WOMAN in der letzten Kolumne.

Wie wäre es mit ein paar bordtauglichen und weltumseglerischen Rezepten

für uns Mittelmeersegler?

Grete W., SY WINNIE II

IPANEMA und Co.

Ich bin leidenschaftlicher Segler

und war Motorbooten gegenüber

immer eher skeptisch. Aber

die „Bayrische Diva“ IPANEMA,

die ihr im Heft 01/2011 vorgestellt

habt, ist ja eine wahre Augenweide.

Leider fehlt mir das

Geld für diese wunderschöne

Dame als Zweitboot zu meiner

bescheidenen Segelyacht.

Peter M., Villach

Schreiben lohnt sich!

Wir nehmen Ihre Kritik ernst. Wir freuen uns über Ihre Anregungen – und natürlich über Ihr Lob.

Damit es sich für Sie auch lohnt, verlosen wir unter allen Einsendern diesmal einen tollen

Daypack 3D von Marinepool. Der für Wassersportler optimierte Rucksack mit wasserdichtem

Rollverschluss, separater Fronttasche mit spritzwasserdichtem Reißverschluss, abnehmbarem

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Ihre Zuschriften an: redaktion@ocean7.at oder

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Der Rucksack für die Zuschrift in der Ausgabe 01/2010 ging an Veronika Siegl aus Graz.


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Mit Yacht Club Austria-News

und Hochseeverband-News

P. b. b. Verlagsort: 9020 Klagenfurt am Wörthersee · 12Z039473 M

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Ausland zzgl. €

13,– Porto

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96

Entwurf_neu_fertig.qxd 21.01.2008 16:24 Seite 1

Österreichs größte Seefahrtsbuchhandlung

präsentiert den OCEAN7 Bücherschapp!

Kohlmarkt 9, 1010 Wien, 01/533 86 85-18, nautic@freytagberndt.at

freytag & berndt

www.freytagberndt.at

Inseln, Fischfang,

Kannibalen

Neue Bücher, die Sie nicht verpassen sollten. Für Sie gelesen von der OCEAN7-Crew.

Maribus (Herausgeber)

World Ocean Review 2010

Mit den Meeren leben

Mare, kostenlos

Wie geht es den Weltmeeren? Im ersten „World Ocean Review“

wollen über 40 Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen

„eine möglichst realistische Einschätzung des momentanen Zustands

der Meere wagen“. So beschreibt es Martin Visbeck, Sprecher

des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“, in dem die meisten

Verfasser des Reviews gemeinsam zu Fragestellungen der

Entwicklung der Meere forschen. Unterstützt

durch Journalisten entstand

ein allgemeinverständlicher umfassender

Bericht, der auch die Zusammenhänge

zwischen dem Ozean und

ökologischen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen

Bedingungen

aufzeigt.

Auf rund 240 Seiten wird der Ist-Zustand

der Weltmeere als Motor des

Klimawandels, der Meeresverschmutzung,

der Fischerei, der Bodenschätze

und der Energie aus dem Meer, der

weltumspannenden Transportwege

und des medizinischen Wissens aus

dem Meer erläutert. Abschließend wird das Internationale Seerecht

vorgestellt und ein Blick in dessen Zukunft geworfen. Der Statusbericht

zum Zustand der Meere soll regelmäßig aktualisiert erscheinen.

Der Clou: Dieses umfangreiche, informative und spannende Werk

ist kostenlos. Unter worldoceanreview.com kann es heruntergeladen

oder in gedruckter Form bestellt werden, wahlweise in Deutsch oder

Englisch. Es gibt also keine Ausrede mehr, sich künftig nicht an

aktuellen Diskussionen im Umfeld der Meeresforschung zu beteiligen.

Die fundierte Basis wird hier für jeden Interessierten geliefert

und mit Bildern, Grafiken und aussagekräftigen Zahlen untermauert.

Lars Hoffmann, Niels Hoffmann

Gesichter der Donau

Ein Fotograf und ein Autor im Kanu

zum Schwarzen Meer?

Gebundene Ausgabe · 200 Seiten · 90

außergewöhnliche Porträt- und Landschaftsfotos

· 22 x 30 cm · 30,80 Euro

Während ihrer über zweieinhalbtausend

Kilometer langen Reise durchquerten

Lars und Niels Hoffmann ganz

Europa mit dem Kanu auf der Donau

von Deutschland bis zum Schwarzen

Meer. Das vorliegende Buch zeigt den Donaustrom und die Menschen,

die an seinen Ufern leben, in wundervollen Fotografien und

nahegehenden Texten auf einfühlsame Weise.

Susan Casey

Monsterwellen

Auf der Suche nach der Urgewalt des Meeres

Verlag Droemer, 2010 · 400 Seiten · 20,60 Euro

Das lange für Seemannsgarn gehaltene Phänomen der gewaltigen

Monsterwellen ist Thema des spannenden Buches von Susan Casey.

Die Autorin reist in Begleitung des

berühmtesten Big-Wave-Surfers der

Welt auf Lokalaugenschein zu den berüchtigtsten

Orten der Welt, wo die

Häufigkeit für Riesenwellen am höchsten

ist. Casey erläutert den aktuellen

Wissensstand über die Entstehung dieser

Naturgewalten, die schon unzähligen

Schiffen zum Verhängnis wurden.


Bücherschapp

97

James Hamilton-Paterson

Vom Meer

Mare, 19,90 Euro

„Schließlich kam ich zu meiner heutigen Einstellung sardonischer

Resignation, was das kurzfristige Schicksal der Ozeane betrifft, und

beruhige mich darüber hinaus mit der Hoffnung, dass diese gigantische

lebenswichtige Maschine über praktisch unerschöpfliche

Regenerationskräfte verfügt. Keine Hoffnung habe ich hingegen,

was meine eigene Spezies betrifft.“ James Hamilton-Paterson ist

nach eigenen Angaben ein Pessimist, auf keinen Fall Umweltschützer

und ein vom Meer Faszinierter – ohne sich genau erklären zu

können, warum dies so ist.

Diese innige Verbundenheit führt jedenfalls dazu, dass der renommierte

Autor seit Jahren immer wieder über die geheimnisvollen

von Wasser bedeckten drei Viertel der Erdoberfläche schreibt.

Er näherte sich der See aus unterschiedlichsten Richtungen.

Er fragt sich, was an Sonnenuntergängen eigentlich romantisch ist.

Er erlebt die Isole Ponziane als „ideale Gefängnisinseln, Orte der

Verbannung“ und sieht in luxuriösen Wohnghettos auf See die

Narrenschiffe der heutigen Zeit.

Er wagt die Frage, ob Wale vielleicht doch nicht so helle sind, wie

immer vermutet, und nimmt den Kannibalismus der Schiffbrüchigen

des Walfängers Essex unter die Lupe.

Hamilton-Paterson beschreibt die

verheerenden Auswirkungen der

Tiefsee-Schleppnetzfischerei, geht

jedoch auch mit sich selbst hart ins

Gericht, wenn er sich beispielsweise

an die zahlreichen von ihm mit

der Harpune erlegten Meeresbewohner

erinnert.

33 seiner journalistischen Arbeiten

und Essays präsentiert der Brite

unterteilt in die Kapitel Inseln, Geschöpfe, Fischfang, Ansichten

vom Meer und Meerestiefen.

Dabei begeistert er – wie gewohnt – durch sorgfältige Recherche

und brillanten, präzisen Schreibstil. Die Texte erschienen zuerst in

namhaften Zeitungen und Zeitschriften. Leser der Zeitschrift mare

werden einige wiedererkennen.

Schön wären Hinweise gewesen, wann die jeweiligen Texte in

welcher Publikation erstmals erschienen sind. Das bleibt jedoch

das einzige, leicht verschmerzbare Manko eines Buches, das als

Leckerbissen für alle Meeres-Interessierten empfohlen wird.

Michael Herrmann

Autark durch Energie aus Wind und Sonne

Palstek, 12,80 Euro

Von Schiffen, die von fossilen Brennstoffen unabhängig sind, lesen wir immer häufiger. Doch sind Solarkollektoren

und Windgeneratoren auch auf der eigenen Yacht sinnvoll? Können sie die nötige Energie

für die hohen Komfortansprüche an Bord liefern? Palstek-Autor Michael Herrmann erklärt, wie sich

Unabhängigkeit von Landstrom und Generatoren erreichen lässt. Auch wenn diese nicht vollständig

erreicht wird oder werden soll. Energie aus Wind oder Sonne kann bereits aus einer kleinen Anlage die

Möglichkeit eines Notbetriebs der Elektrik bieten, sollte der Motor mal

komplett ausfallen. Herrmann beginnt sein kompaktes Buch mit der

Bedarfsermittlung, aus der sich sogleich die erforderliche Batteriekapazität

ergibt. Dann stellt er verschiedene Energieformen vor: Strom aus

Licht, Windkraft, Unterwasser- und Wellengeneratoren, aber auch

Brennstoffzellen. Dank vieler Bilder, Diagramme und Zeichnungen sind

seine Schilderungen selbst für Elektrik-Laien verständlich und nachvollziehbar.

Die nötigen Verbindungen, Leitungen und Sicherungen werden

ebenso erläutert wie die Überwachung und Steuerung. So entstand ein

empfehlenswertes Buch für alle Eigner, die ihre Yacht weniger abhängig

von Landstrom und Generatoren machen wollen. Ganz nebenbei werden

sie nach der Lektüre vermutlich auch die Zuverlässigkeit ihrer Bordelektrik

verbessern. Für Notfälle gibt es schließlich noch das letzte

Kapitel: eine Anleitung zur Fehlersuche.

Mehr maritime Literatur: koehler-books.de


98

Inserentenverzeichnis

Foto: www.gindlfoto.at

59 AD Yachts Salona

www.salonayachts.com

77 Adria Yacht Center AYC

www.ayc.at

U3

AEZ

www.aez-wheels.com

U4

U2

Bavaria

www.bavaria-yachtbau.com

Boot Tulln

www.boot-tulln.at

49 Ecker Yacht & Flug GmbH

www.ecker-yachtcharter.com

27 Fischer Panda

www.fischerpanda.de

96 Freitag & Berndt

www.freytagberndt.at

49 Haase Segel

www.performancesegel.de

49 Inschallah

www.inschallah-sailing-team.at

93 Internationales Maritimes Museum

www.imm-hamburg.de

43 Intersport & Yachting Kretschmann

www.yachting-velden.at

4 Koehler Books

www.koehler-books.de

7 Max Marine Motor

www.maxmarine.at

89 Max Marine Segel

www.maxmarine.at

Impressum

Medieninhaber/Herausgeber/Verleger:

Satz- und Druck-Team GmbH | Feschnigstraße 232 | A-9020 Klagenfurt | +43(0)463/4619025

www.ocean7.at | redaktion@ocean7.at | office@ocean7.at

Firmenbuchnummer 105347 y | Landesgericht Klagenfurt | UID ATU 25773801

Anwendbare Vorschrift: Österreichische Gewerbeordnung,

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Chefredakteur:

Redaktion:

ART-Direktorin:

Kolumnistin, Autorin:

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LEITUNG ANZEIGEN:

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Thomas D. Dobernigg

Gernot Weiler, Dominic Marsano

Catharina Pichler

Alexandra Schöler-Haring (OCEAN WOMAN)

Klaus Czap (Kapitän Metaxa), Stefan Detjen,

Georg Gindl (Gindlfoto), Detlef Jens,

Dr. Reinhard Kikinger, Peter Schoeler

Satz- und Druckteam (Catharina Pichler)

Feschnigstraße 232, A-9020 Klagenfurt am Wörthersee

Catharina Pichler, Horst Juan

Thomas D. Dobernigg

Thomas D. Dobernigg

Thommy Woels

Margit Gugitscher

abo@ocean7.at

www.ocean7.at

37 Werner Ober Yachtelektronik

www.yachtelektronik.at

97 Phoenix Yachting

www.phoenixyachting.com

9 Pantaenius

www.pantaenius.at

49 Procedo Yachting

charter.procedo.at

79 Schiffsführer Schule Ebner

www.boot1.at

45 Steyr Motors GmbH

www.steyr-motors.com

15 Sunsail

www.sunsail.at

39 Yachten Meltl

www.yachten-meltl.de

49 Yachticon

www.yachticon.de

49 Yacht-Pool Versicherungs-Service GmbH

www.yacht-pool.com

Verantwortlich für YCA-Mitteilungen

Yacht Club Austria, Generalsekretariat, A-4020 Linz, Lederergasse 88, www.yca.at

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Geschäftsführer: Wolfgang Forobosko

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von Druckwerken und Magazinen.

Grundlegende Richtung: OCEAN7 ist ein Magazin,

das sich an yachtsportinteressierte Österreicher richtet.


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