FernUni-Jahrbuch 2015

fernuniversitaet

JAHRBUCH

2015

Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V.


Die FernUniversität in Hagen

ÜBER 76.600 STUDIERENDE IM IN- UND AUSLAND IM WS 2015/16

DIE GRÖSSTE UNIVERSITÄT IN DEUTSCHLAND,

GEMESSEN AN DEN STUDIERENDENZAHLEN

FORSCHUNG UND LEHRE IN VIER FAKULTÄTEN

Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften

Fakultät für Mathematik und Informatik

Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

Rechtswissenschaftliche Fakultät

MODERNES NETZGESTÜTZTES LEHRKONZEPT

EFFEKTIVES STUDIUM

INNOVATIVE FORSCHUNG

...und das seit über 40 Jahren.

INHALT


4 VORWORTE

29 TESTIMONIAL ii

47 TESTIMONIAL v

6 REKTORAT

7 Hochschulrat

8 FORSCHUNG

9 Dem „Niemals!“ näherkommen

14 Per App den Schulweg sicher

und nachhaltig gestalten

16 Das Auto denkt mit

16 Die Mauer in den Köpfen

17 TESTIMONIAL I

30 LEHRe UND STUDIUM

31 Lernen, laufen, arbeiten

34 FernUni-Wikiade

35 Aussichten vom Klima-Gipfel

36 Aktivitäten in der Flüchtlingskrise

36 Europäische Union fördert EDELNet

37 TESTIMONIAL iii

38 PARTNER & FREUNDE

39 Deutschlandstipendium leistet Starthilfe

40 Wissenschaftlicher „Tatort“ in Coesfeld

48 Stimmungsvolle Feiern

50 Absolventenzahlen

54 Promotionen

56 DATEN & FAKTEN 2015

56 Hochschule

58 Fakultäten

62 Studierendenzahlen

64 Lehrende aller Fakultäten

67 Studienangebot

68 RÜCKBLICK IN BILDERN 2015

18 HOCHSCHULE

19 Hochschulleitung: Auch der

Wechsel braucht Kontinuität

26 Zurück in die Zukunft der

FernUniversität

27 Zukunftsfähig aufstellen –

der HEP 2020

28 Familienfreundliche Hochschule

41 TESTIMONIAL iv

42 Potentiale müssen gefördert werden

43 Zahlen und Fakten zur GdF

44 ALUMNI

45 Eng verbunden mit der FernUniversität

76 CAMPUS DER FERNUNIVERSITÄT

IN HAGEN

78 Rektorat, Hochschulrat &

Fakultäten 2015

79 KONTAKT & IMPRESSUM

Unser Service für Sie:

Mit einem Smartphone

oder einem Tablet-PC und

einer kostenlosen App

für QR-Codes können Sie

direkt auf multimediale

Inhalte zugreifen.

INHALT

3


Dr. Manfred Scholle

Vorsitzender des Hochschulrats

der FernUniversität in Hagen

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer

Rektor der FernUniversität in Hagen

bis 1. März 2016

Frank walter

Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde

der FernUniversität e.V.

VORWORTE


Dr. Manfred Scholle

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer

Frank walter

In diesen Tagen hat an der FernUniversität in Hagen

eine neue Zeit begonnen: die Zeit ihrer Rektorin Prof.

Dr. Ada Pellert, die an unserer Hochschule als erste

Frau in diesem Amt ihre Arbeit aufgenommen hat.

Einen Neubeginn gibt es nicht ohne Abschied. Mit

Dank blicken wir zurück auf die fast 19-jährige Amtszeit

ihres Vorgängers Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer. Von

1997 bis kurz vor dem Erscheinen dieses Jahrbuchs

hat er sich national und international in herausragender

Weise für die Anerkennung der FernUniversität

in Wissenschaft und Gesellschaft verdient gemacht.

Mit dem Hochschulentwicklungsplan (HEP) 2020 sind

die Weichen für die Zukunft gestellt. Der HEP 2020

weist unserer FernUniversität die Richtung, auf die Herausforderungen

der nächsten Jahre angemessen zu

reagieren und die Chancen ihrer Sonderrolle zu nutzen.

Wir alle haben nun gemeinsam mit dem neuen Rektorat

um Ada Pellert große Aufgaben zu bewältigen,

etwa die Sicherung einer soliden Grundfinanzierung

für unsere Universität, die Aktualisierung ihres Studienangebots,

die Steigerung des Studienerfolgs ihrer

Studierenden und die Schärfung ihres Profils als forschende

Universität – um einige Beispiele zu nennen.

Dies sind unverzichtbare Bausteine, um die Wettbewerbsfähigkeit

unserer Hochschule als die Universität

für das berufsbegleitende Fernstudium im deutschen

Sprachraum dauerhaft zu sichern.

Von Abschied und Neubeginn erzählt der Dichter Hermann

Hesse in seinem berühmten Gedicht „Stufen“.

Darin beschreibt er das Neue und blickt gleichzeitig

auf das Vergangene zurück. Genauso geht es mir,

wenn ich das Jahrbuch 2015 der FernUniversität in

den Händen halte.

Es ist die letzte Ausgabe in meiner Zeit als Rektor.

Nach mehr als 18 Jahren im Amt möchte ich mich

bei allen Hochschulangehörigen sowie Freundinnen

und Freunden der FernUniversität bedanken. Ohne

Ihren Einsatz, Ihre Ideen und Ihr Interesse für unsere

Universität wären weder die Herausforderungen des

Jahres 2015 noch die 40-jährige Erfolgsgeschichte

der FernUniversität möglich gewesen.

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Geprägt

wurde es u.a. durch die Verabschiedung unseres

neuen Hochschulentwicklungsplanes 2020. Bereichert

wurde es auch von den Forschungsinitiativen

in unseren Lehrgebieten, deren Ergebnisse auch in

unsere Studieninhalte einfließen. Beispielhaft sei das

Thema Unternehmenskultur im Zusammenhang mit

dem Abgasskandal genannt, der die Autobranche erschütterte.

Wie Unternehmen sich und ihre Beschäftigten

schützen können, lesen Sie in unserer Rubrik

Forschung. Im Zentrum steht dabei ein Klima der

Offenheit und Kommunikation als fester Bestandteil

der Unternehmenskultur. Ein solches Klima wünsche

ich auch meiner Nachfolgerin Ada Pellert in allen

Bereichen unserer Hochschule.

Hinter uns liegt anlässlich des 40-jährigen Jubiläums

der FernUniversität ein Jahr voller Erinnerungen und

hoffnungsvoller Perspektiven: Wir haben als Freundesgesellschaft

vor allem das Campusfest als eine

Veranstaltung mit interessanten neuen Ideen begleitet

und das erste Homecoming für Absolventinnen

und Absolventen mitgetragen.

Wir begrüßen es sehr, dass sich ehemalige Studierende

ihrer FernUniversität immer noch verbunden fühlen.

Das Netzwerk wächst beständig, die Mitgliederzahlen

der Freundesgesellschaft und des Absolventenkreises

steigen weiterhin an. Es ist schön, dass sich so viele

auch nach ihrem Abschluss engagieren.

Ein Mitglied mit neuer Funktion in der Freundesgesellschaft

ist unser ehemaliger Rektor, Prof. Dr.-Ing.

Helmut Hoyer, der uns in seinem Amt in der Hochschulleitung

unterstützt hat und uns auch weiterhin

verbunden bleiben will. Darüber freuen wir uns sehr.

Als Freundesgesellschaft heißen wir die neue Rektorin

Prof. Dr. Ada Pellert herzlich willkommen. Ich bin mir

sicher, dass wir auch mit ihr neue spannende Projekte

anstoßen werden. Vor uns liegt ein gemeinsamer

Weg, auf dem wir als Partnerin verlässlich an der Seite

der FernUniversität stehen. Unseren grundsätzlichen

Zielen bleiben wir treu: Der Freundesgesellschaft liegt

besonders daran, wissenschaftliche Aktivitäten, kulturelle

Projekte und vor allem herausragende Studienleistungen

an der FernUniversität zu fördern.

VORWORTE

5


DAS REKTORAT

Die Leitung der FernUniversität in Hagen liegt beim Rektorat

der Hochschule. Es bestand 2015 aus dem Prorektor

Prof. Dr. Rainer Olbrich, der Kanzlerin Regina Zdebel, der

Prorektorin Prof. Dr. Ingrid Josephs sowie dem Rektor Prof.

Dr.-Ing. Helmut Hoyer (v.l.n.r.).

6

DAS REKTORAT


Der Hochschulrat

Seine Aufgabe als Aufsichtsgremium der FernUniversität nimmt der Hochschulrat

wahr. Ihm gehören fünf externe und fünf interne Mitglieder an: Prof.

Dr. Werner Kirsch, Dr. Manfred Scholle (Vorsitzender), Prof. Dr. Alfred Endres

(vordere Reihe v.l.n.r), Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen, Prof. Dr.-Ing.

Hans-Jörg Bullinger, Dr. Jürgen Ewert, Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller, Gabi

Ludwig, Andreas Meyer-Lauber (hintere Reihe v.l.n.r.) sowie Prof. Anja Oskamp

(nicht auf dem Foto).

DER HOCHSCHULRAT

7


FORSCHUNG

Begeisterung l Wissbegier l Forschergeist l Neugier l Wissensdurst

Enthusiasmus l Lerneifer

Prof. Dr. Jürgen Weibler


Dem „Niemals!“ näherkommen

Wie ein Tsunami brach der Abgasskandal über VW herein. Viele Unternehmen mussten sich fragen (lassen), ob es auch bei ihnen solche

eklatanten Verstöße gegen ethische Normen und gesetzliche Vorschriften geben könne. Die Standardantwort: „So etwas bei uns?

Niemals!“ Dabei ist das, was „niemals!“ vorkommen sollte, in Abhängigkeit von Unternehmensstrukturen und -klima möglicherweise

schon vorprogrammiert. Drei Wissenschaftler der FernUniversität nehmen Stellung dazu, wie aus ihrer fachlichen Sicht Beiträge geleistet

werden können, damit Unternehmen dem „Niemals!“ näherkommen.

Prof. Dr. Jürgen Weibler ist Wirtschaftswissenschaftler

sowie Psychologe und Inhaber

des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre,

insbesondere Personalführung und Organisation

an der FernUniversität in Hagen.

In seiner Forschung befasst er sich mit der

theoretischen Fundierung von Grundsatzfragen

zu ausgewählten Bereichen der

Managementlehre sowie mit dem Transfer

wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis.

Hervorzuheben sind hier die Themenfelder

Führung, Organisation, Personalmanagement

und Public Management.

Keine Macht

den Ameisengenerälen!

Für Prof. Jürgen Weibler gibt es meistens nicht nur eine Ursache

für Fehlverhalten: „Ja, es liegt an Führungskräften, aber auch an

Beschäftigten. Und an Strukturen und Kulturen, die Macht konzentrieren.“

Dadurch wird offene Kommunikation verhindert.

Gerade sie hat für Weibler große Bedeutung, wenn es um die

Verhinderung von Verstößen geht. Besonders gefährdet sieht er

Unternehmen, die unbedingt eine „bestimmte Zahl“ erreichen

wollen, einen Plan-Umsatz etwa: „Einnehmender ist doch offensichtlich

die Leitvorstellung, ‚Menschen sicher mobil zu machen‘

oder ‚Aufregendes alltagstauglich zu bauen‘.“

„Ja, es liegt an Führungskräften,

aber auch an Beschäftigten.“

Strukturen und Unternehmensklima

Das ist besonders gefährlich in streng hierarchischen Organisationen,

in denen Widerspruch gegen die Vorgaben von oben unerwünscht

ist. Zusammen mit immer größerem Leistungsdruck,

rigiden Strukturen und monetären Anreizsystemen ist das – so

Weibler – „das Rezept für die Entwicklung einer Kultur, die die

Fähigkeit zu konstruktiver Kritik verliert“. Wenn die Organisationsspitze

alles vorgibt, entwickeln sich zentralistische Strukturen.

In einem solchen Umfeld wird die Missachtung ethischer Normen

und Gesetze leicht als normal empfunden. Diese Einstellung

„vergiftet von oben nach unten die Organisation“.

Nicht selten erkennen Beschäftigte, was passiert, wollen aber

„nicht anecken“. Sie orientieren sich an den Vorgaben und an

dem Verhalten ihrer Vorgesetzten. Diese fühlen sich von den in

ihrem Kielwasser Segelnden bestätigt: „Mit einer offenen Aus-

Fehlern-lernen-Kultur ist es nicht mehr weit her“, erläutert Weibler

auch mit Blick auf VW.

http://e.feu.de/jb15s9

9


Klima und Kommunikation

Ein solches Klima hat zentrale Auswirkungen auf die Kommunikation – sie verläuft nicht mehr offen in alle Richtungen, sondern wird ebenfalls

von oben nach unten kanalisiert. Probleme werden Vorgesetzten dann nicht mehr mitgeteilt.

Viel lernen können hierarchisch strukturierte Organisation von Netzwerken. Diese handeln konsequent horizontal, ihr „Schmierstoff“

ist Vertrauen. Die Mitglieder sind völlig gleichberechtigt, das hat Folgen für die Kommunikationskultur: „Bei der Suche nach der sachlich

optimalen Entscheidung kann grundsätzlich jedes Mitglied recht haben. Ob seine Meinung richtig ist oder falsch, muss erst geprüft

werden.“ Ein Netzwerk hat keine formalen Sanktionsmöglichkeiten, daher müssen seine Angehörigen sich informiert, ernst genommen

und fachlich und persönlich wertgeschätzt fühlen: „Wenn Organisationen ihre Kommunikation nach diesem Vorbild beleben,

kann das auch viele Beschäftigte motivieren.“

Kommunikation und Kollaboration

Angestoßen werden kann Kommunikation überall. Ob sie entsteht,

entscheiden Kulturen und Strukturen. Und Erfahrungen,

die maßgeblich durch Personen mit Macht geprägt sind. In

einem Forschungsprojekt hat Weibler die Entwicklung eines

Kommunikationsprozesses analysiert: „Darin entstand ein

Netzwerk mit Teilnehmenden, die sich vorher nicht kannten.

Sie sollten eine gemeinsame Aufgabe der sie entsendenden

Organisationen bewältigen. Wir haben daraus gelernt, dass

sich unter günstigen Bedingungen ein Kommunikationsmodell

entwickeln kann, das die Akzeptanz verbessert, indem es

das ‚Wissen der Vielen‘ nutzt und Entscheidungen breit verankert.“

Bei einem Erfolg kann sogar ein schöpferischer Dialog entstehen,

in dem eigene Einstellungen, Meinungen und Situationen

kritisch hinterfragt werden. Vertrauen und gegenseitige Verpflichtung

nehmen zu. Weibler: „Durch intensiven Austausch

von Gedanken und Erfahrungen entwickelt sich ‚kollektives

Lernen‘ – es sind gemeinsame soziale Lernprozesse. Aus ihnen

entsteht ‚kollektives Wissen‘, das aus dem Wissensbestand der

gesamten Gruppe besteht.“ Kommunikation hat so großen

Einfluss auf den unternehmerischen Erfolg.

Kollaboration und Kollektiv

In diesem Zusammenhang liefern Studien zu komplexen Systemen

interessante Anregungen für die Managementaufgabe

„Führung“. In komplexen Systemen gibt es keinen „Ameisengeneral“,

der alles vorab ordnet, sondern vieles wirkt zusammen,

um gemeinsam Erfolg zu haben – „wie bei einer

Schwarmintelligenz“, so Weibler. Entstehen kann ein Mehrwert,

der größer ist als die Summe aller Einzelbeiträge. „In

problematischen Organisationen bleiben jedoch sogar Einzelbeiträge

ungenutzt.“ Dabei sind Erfolge immer seltener die

Verdienste einzelner: „Das einzelne Individuum ist in seinem

Wissen und seinem Einfluss dafür zu begrenzt!“

„Vieles wirkt zusammen wie

bei einer Schwarmintelligenz.“

Um die Komplexität der heutigen Wirtschaftswelt erfolgreich

handhaben zu können, sollte also „verteilte Intelligenz“ zu

Wort kommen können. Hierarchiefreie, nicht zentral gesteuerte

Treffen, Gespräche oder Mitmachgruppen erzeugen Eigendynamiken,

die flexible Anpassungen an Problemlagen ermöglichen.

Dazu müssen die Beteiligten jedoch selbst wählen

können, was ihnen wichtig und dringlich erscheint.

Eine vielfältige Organisationsinnenwelt verbessert die Anpassungsfähigkeit

an neuartige Entwicklungen der Organisationsumwelt.

Toleranz wird gefördert, sozialer Druck auf Andersdenkende abgebaut.

Fehler werden nicht als Störfaktoren gesehen und neue

Wege als Ausdruck energetisierender Kreativität erlebt. Die Vermeidung

einseitiger Schwerpunktbildungen – z.B. eines Umsatzzieles

– und die Orientierung an einer sinnstiftenden Mission – wie

die „Informationen der Welt zu organisieren und für alle zu jeder

Zeit zugänglich und nutzbar zu machen“ (Google) – stärken die

Überlebensfähigkeit des Unternehmens.

10


Prof. Dr. Uwe Vormbusch

ZAHLEN WERDEN SCHNELL ZUM DOGMA

Prof. Dr. Uwe Vormbusch leitet das Lehrgebiet Soziologische

Gegenwartsdiagnosen an der FernUniversität

in Hagen. In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

geförderten Forschungsprojekt befasst er

sich seit September 2015 mit „Taxonomien des Selbst.

Zur Genese und Verbreitung kalkulativer Praktiken der

Selbstinspektion“.

http://e.feu.de/jb15s11

Prof. Uwe Vormbusch befasst sich mit der Macht von Zahlen.

Dazu gehört einerseits die Zahlengläubigkeit vieler Managerinnen

und Manager: „So werden sie oft schnell zum Dogma.“

Umsatz- oder Gewinnzahlen sind für diejenigen, die sie lesen

können, sehr aussagekräftig. „Doch für die meisten Menschen

sind sie nicht gerade ‚sexy‘.“

Dagegen seien bestimmte einfache Symbole für Mitarbeitende

„unheimlich wichtig“: Eine Position in einem Ranking zeigt, „wo

wir im Vergleich zu den anderen stehen“. Je kleiner die Zahl,

desto besser. Die „weltweite Nummer 1“ zu sein, kann nicht nur

außerhalb des Unternehmens Image und tatsächlichen Wert steigern,

sondern auch die Identifikation der Beschäftigten erhöhen.

Vormbusch: „Erster oder Zweiter zu sein, ist klasse, bei ‚Bronze‘

kann es aber schon schwierig werden. Wie im Sport.“

Der Rang in einer Liste hilft jedoch nur bei der einfachen Einordnung

einer Leistung. Er zeigt nicht, wie der Sieg zustande

gekommen ist. Und wie groß der Abstand zum Nächstplatzierten

wirklich ist. Was sagt im Sport „eine Tausendstelsekunde“

tatsächlich aus? Was bei der Abgasreduktion „10 Milligramm

CO 2 weniger“? „Wichtiger wäre doch zu wissen, welcher

Aufwand dahintersteckt, was die eigene Leistung ist und wie

die Rahmenbedingungen bei der Erreichung des Erfolgs waren“,

betont Vormbusch.

„Das Unternehmen, bei dem

ich arbeite, ist wichtig. Und

damit bin ich es auch.“

„Ich bin wichtig“

Das Symbol zeigt: „Das Unternehmen, bei dem ich arbeite, ist

wichtig. Und damit bin ich es auch.“ Das stifte ebenso wie Tradition

oder innerbetriebliche Solidarität Identität: „Wir bei VW“ oder

„Mir schaffe beim Daimler“, „der Stolz, ein Kruppianer zu sein“…

Hat die Organisation ihr Ziel erreicht, darf sie nicht der Faszination

dieser Zahl erliegen, sondern muss hinterfragen, warum sie

den Erfolg errungen hat und wie er dauerhaft gesichert oder

sogar noch gesteigert werden kann. Wenn die Beteiligten jedoch

nur noch nach „dem Management der Zahlen“ schauen,

„verliert jede Organisation ihre Innovationskraft.“

FORSCHUNG

11


Prof. Dr. Sylvia Marlene Wilz

Fachkompetenz vergessen

Das haben nach Vormbuschs Beobachtung die VW-Ingenieure

getan: Wie gebannt hätten sie sich wohl auf die Manipulation

der Motorsoftware konzentriert, um die Abgaswerte zu drücken.

Und offensichtlich ihre fachliche Kompetenz vergessen. Erst

nach Bekanntwerden des Skandals wurde im Spätherbst 2015

ein neues einfaches Bauteil präsentiert, das das Problem dort lösen

soll, wo eine Softwareänderung nicht ausreicht. „Eine ganz

einfache ingenieurtechnische Lösung. Warum hat man sie nicht

vorher betrachtet? Ein Ingenieur will doch die Technik besser machen!“

Doch sei als Ziel nicht ein besserer Motor vorgegeben

worden, sondern die Erfüllung von Zahlenvorgaben.

Für Vormbusch ein kleiner, aber entscheidender Unterschied:

„Die ingenieurtechnische Lösung lag in der Schublade, aber

alle Beteiligten hatten Scheuklappen auf. Es ging ausschließlich

um die Optimierung von Zahlenwerten, die international

präsentiert werden können. Es ging vor allem darum, sich als

weltweit größter Hersteller zu profilieren. Dafür wurde so viel

Zeit und Energie aufgebracht, dass die eigentliche Arbeit nicht

mehr getan wurde.“

Prozess statt Hauruck

Für Prof. Sylvia Marlene Wilz spielt die Personalauswahl für eine gezielte Kursänderung des Unternehmens eine entscheidende

Rolle: „Eine einschneidende Veränderung von Strukturen und Unternehmensklima ohne neue Führungspersönlichkeit ganz

weit oben wird kaum möglich sein. Damit ein Wandel möglich ist, müssen nicht nur Stühle verschoben werden, sondern auch

Gedanken. Die richtige Person an der richtigen Stelle kann hierbei den entscheidenden Unterschied ausmachen.“

Niemand kann machen, was er will

Der neue Mann, die neue Frau muss die richtigen fachlichen und persönlichen Kompetenzen mitbringen, um ein ganzes

Unternehmen „umzukrempeln“. Auf der einen Seite stehen ihre Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume sowie die Menschen

über, neben und unter ihr, sie ist in Strukturen, formale Normen und ungeschriebene Gesetze eingebunden. Auf der

anderen Seite gibt es Gesetze, gesellschaftliche Forderungen, Kundenerwartungen... „Letztendlich kann auch keine Führungskraft

tun, was sie will.“ In diesem Umfeld soll sie aber neue Regeln durchsetzen oder alten Respekt verschaffen.


Veränderungen: Wirklich gewünscht?

Prof. Dr. Sylvia Marlene Wilz ist Leiterin des

Lehrgebiets Organisationssoziologie und qualitative

Methoden an der FernUniversität in Hagen. Ihre

Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die

mikrosoziologische Analyse von Arbeit und Organisation,

Entscheidungen von und in Organisationen

sowie Personalauswahl und Personalberatung.

http://e.feu.de/jb15s13

Hierfür muss der oder die „Neue“ eine besondere innere Haltung

haben, die unter anderem auf festen Werten, Überzeugungen

und Mut beruht. Ohne Haltung kann keine grundlegende Veränderung

angestoßen werden. Auch durch Integrität, Integrationsfähigkeit

und Kommunikation kann man andere Führungspersönlichkeiten

mitnehmen, die die neuen Verhältnisse ihren

Mitarbeitenden vermitteln, was wiederum Strukturen verändern

kann: „Es gibt einen Einflusskreislauf zwischen Personen mit

Deutungshoheit und den organisationalen Strukturen.“

Wie findet man die jeweils optimale Person? Wilz: „Gar nicht,

zu glauben, dies sei möglich, ist eine Illusion. Das Anforderungsprofil

steht am Ende eines Prozesses, auf den die verschiedensten

Bereiche und Individuen mit unterschiedlichsten

Aufgaben und Interessen Einfluss nehmen. Auch Unternehmenskultur

und -strukturen spielen mit, sogar individuelle Biografien

der Beteiligten. Und Personen mit besonderer Macht

haben auch besondere Einflussmöglichkeiten.“

„Personen mit besonderer

Macht haben auch besondere

Einflussmöglichkeiten.“

Doch wollen die Top-Manager überhaupt eine Person, die die

Probleme wirklich angeht? Ihre Vorgaben, wie ethische Normen

und Gesetze ausgelegt werden – streng oder mit einem gewissen

Laissez-faire –, gelten ja weiter. Soll das geändert werden?

„Ungeschriebene Gesetze“ sind Teil jeder Organisation. Sie zeigen

nicht nur, ob bei den Umgangsformen zum Beispiel das

Duzen akzeptiert wird. Sondern auch, welcher Führungsstil vorherrscht:

autokratisch und machiavellistisch oder überzeugend

und teilhabend. Bei VW beispielsweise erkennt auch Sylvia Wilz

„eine offensichtlich an starken Männern orientierte Kultur der

Leistung und Effizienz, in der sich die Entscheider gerne als unangreifbar

und als von der Belegschaft bestätigt fühlen. Das diffundiert

bis auf die Produktions- und die Sachbearbeitungsebenen.“

Hinterfragen ist nicht gewünscht. Die Mitarbeitenden versuchen

sich dann am Handeln der Führungskräfte, an oft nicht formulierten

Vorgaben zu orientieren: Was ist gewünscht, was ist erlaubt,

wo gibt es Ermessensspielräume?

Mit einem Veränderer werden viele Führungskräfte und Mitarbeitende

also auch Probleme haben: „Er verursacht Widersprüche,

die zu Verunsicherungen führen. Eingefahrene Routinen und

‚ungeschriebene Gesetze‘ sollen nicht mehr gelten – die Leute

müssen wieder anders denken!“, so Wilz. „Und das ist gut so.“

Daher ist für sie auch ein ‚Querdenker‘ eine Überlegung wert, jemand

aus einer ganz anderen Branche, der frischen Wind bringt.

Auf jeden Fall müssen die Entscheiderinnen und Entscheider

frühzeitig die Strukturen, Machtverhältnisse und das Klima analysieren.

Eigentlich also das Unternehmen neu erkennen. Und

berücksichtigen, dass in ihre Vorstellungen eigene Interessen,

Werte, Erfahrungen und vieles mehr einfließen.

„Einsame Entscheidungen führen zu nichts. Und: Der eigentlich

wichtige Zeitpunkt für einen Neubeginn liegt weit vor dem

Beginn der Auswahl“, so Sylvia Wilz.

FORSCHUNG

13


Per App den Schulweg sicher

und nachhaltig gestalten

Lehrgebiet Kooperative Systeme entwickelt Community für Austausch über Mobilitätslösungen

In einer venezianischen Gondel durch die malerischen Kanäle

zum Unterricht gleiten: So romantisch ist der Schulweg selbst

in Venedig nicht, auch nicht mit Hilfe der von der FernUniversität

in Hagen entwickelten Schulweg-App. „Wir waren in

sechs Grundschulen in Mestre, dem Festland von Venedig, tätig.

Dort ist alles noch autozentrierter als in Deutschland“, sagt

Projektleiter Dr. Till Schümmer von der FernUniversität. „Vor

den Schulen stauen sich die Autos der Eltern, und es kommt

zu gefährlichen Situationen.“

Um die Verkehrslage zu entschärfen, hat die FernUniversität in

Kooperation mit der Stadt Venedig eine App für Tablets entwickelt.

Mit deren Hilfe können Grundschülerinnen und Grundschüler

ihren Schulweg sicherer, nachhaltiger und gesünder

gestalten. Auch ein Einsatz an deutschen Schulen ist denkbar.

„Unsere App trägt dazu bei, dass Kinder ihr Mobilitätsverhalten

reflektieren und neue Verantwortung für ihren Schulweg

übernehmen“, sagt Dr. Till Schümmer. Der Informatiker ist

Akademischer Rat im Lehrgebiet Kooperative Systeme von

Prof. Dr. Jörg M. Haake. Für drei Jahre waren die Wissenschaftler

aus Hagen als Partner am europäischen Projekt PUMAS

(Planning Sustainable Regional-Urban Mobility in the Alpine

Space) beteiligt. An der Schnittstelle zwischen Informatik und

Stadtplanung wurden nachhaltige Mobilitätslösungen für den

Alpenraum entwickelt. Zum Beispiel ging es in Turin um Güterlieferungen

im Stadtkern. In München wurde ein kombinierter

Rad- und ÖV-Routenplaner erarbeitet. Und in Venedig standen

mit Beteiligung der FernUniversität sichere Schulwege auf

dem Stundenplan.

Dort zeichneten Kinder und Eltern mit Hilfe der App ihren

Schulweg am Tablet auf eine elektronische Landkarte. Als

Comic-Helden machten sie sich auf den Weg zur Schule –

im Bus, auf dem Rad, im Auto, zu Fuß oder per Boot. Dabei

identifizierten sie gefährliche und schöne Stellen. Fotos und

Sprechblasen füllten den Comic mit Leben. So entstanden in

von den Lehrerinnen und Lehrern begleiteten Arbeitsgruppen

Ideen für einen besseren Schulweg.

Von den Erfahrungen in Venedig profitieren nicht nur die

Stadtplanerinnen und Stadtplaner vor Ort. Für PUMAS wurde

eine Community für den Wissensaustausch über Mobilitätslösungen

geschaffen. Die FernUniversität entwickelte

die Kooperations-Infrastruktur und identifizierte Barrieren

und Motivatoren zum Wissensaustausch in der öffentlichen

Verwaltung. „In der Praxis behindern Abstimmungsprozesse

den Austausch“, fasst Schümmer zusammen. Seien diese

Barrieren überwunden, zahle sich der Austausch aus. „Die

Rückmeldungen der Städte zeigen: Die neuen Kontakte sind

wahnsinnig wertvoll.“

Als Basistechnologie kam das System PATONGO (Patterns

and Tools for Non Governmental Organizations) zum Einsatz.

Dieses wurde zwischen 2009 und 2012 vom Lehrgebiet Kooperative

Systeme entwickelt und seitdem in unterschiedlichen

Organisationen eingesetzt: zum Beispiel unter dem

Namen „geistreich.de“ als kirchliches Kommunikationsportal

der Evangelischen Kirche in Deutschland oder im bundesweiten

Projekt „Campus vor Ort“. Das Internetportal PATONGO

zeichnet sich durch Arbeitsräume für Beteiligungsprozesse

aus, in denen gemeinsam Konzepte erarbeitet werden. Eine

semantische Komponente erleichtert das Finden inhaltlich

passender Projekte.

14

FORSCHUNG


Projektleiter Dr. Till Schümmer

„Unsere App trägt

dazu bei, dass Kinder

ihr Mobilitätsverhalten

reflektieren und neue

Verantwortung für ihren

Schulweg übernehmen.“

„Wir wollen PATONGO weiter für den Markt öffnen“, sagt Till Schümmer. Im Frühjahr 2013 erfolgte die Ausgründung der

Firma PATONGO UG (haftungsbeschränkt). Auch eine Verbreitung der App zur Umgestaltung des Schulwegs ist denkbar. Eine

Zusammenarbeit mit Schulen in Deutschland soll folgen. Denkbar wäre zum Beispiel ein Einsatz der App in Mobilitätswochen.

In Venedig hat der Einsatz der App zur Umgestaltung der Schulumgebungen beigetragen: Die Zugänge zu den Schulen wurden

farbenfroh gestaltet, verkehrsberuhigte Bereiche sind entstanden. „Es hat einen signifikanten Wechsel zum Fahrrad- und

Fußverkehr gegeben“, sagt Schümmer. „Das Bewusstsein ist dort geschaffen, jetzt muss sich die Beteiligungskultur für das

Thema Schulweg etablieren.“


Die Mauer in den Köpfen

Vorurteile gegenüber fremden Gruppen und deren Mitgliedern sind fest im Gehirn verankert, sie sind

eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Sie steuern mitunter unmerklich unser Denken und Verhalten.

Mit der Realität haben diese Vorurteile allerdings oft nicht viel zu tun. So beruhen Vorurteile oftmals

nicht auf eigenen Erfahrungen, sondern werden übernommen – mit weitreichenden Auswirkungen: Sie

können das soziale Zusammenleben beschädigen, denn sie führen zu Ablehnung und Diskriminierung.

Das Auto denkt mit

50…48…45 – der Motor drosselt automatisch die Geschwindigkeit, als sich das

Fahrzeug dem Regengebiet nähert. Auf die Frontscheibe werden die Stundenkilometer

und ein Symbol für Regen projiziert. Langsam wird die Limousine

heruntergebremst. Autonomes Fahren ist längst keine Utopie mehr. Daran arbeiten

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit – auch an der FernUniversität.

„Deshalb ist es wichtig, ein gesellschaftliches Klima der Offenheit und Akzeptanz zu schaffen.“ Prof.

Dr. Oliver Christ (Foto) leitet das Lehrgebiet Psychologische Methodenlehre und Evaluation an der

FernUniversität in Hagen und beschäftigt sich wissenschaftlich mit Intergruppenkontakten, ethnischen

Vorurteilen sowie den Auswirkungen ethnischer und kultureller Diversität. „Deutschland ist faktisch

schon lange ein Einwanderungsland, in dem viele verschiedene Ethnien und Kulturen zusammenleben.

Wir untersuchen, unter welchen Bedingungen dieser Mix funktionieren kann.“

Der Wissenschaftler sieht vor allem die Politik in der Pflicht, bezieht aber auch die Bevölkerung und

Meinungsführende ein: „Es müssen Räume für Begegnungen geschaffen werden. Denn Kontakte

zwischen Gruppen und auch Einzelnen helfen, Vorurteile abzubauen.“ Christ stützt diese Aussagen

auf Forschungsergebnisse, die er im Rahmen einer internationalen Forschergruppe anhand umfangreicher

internationaler Umfragedaten ermittelt hat. Für die hierauf basierende Publikation erhielten die

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Jahr 2015 den renommierten „Gordon-Allport-Preis“.

Einer von ihnen ist Dr. Clemens Dannheim. Der heute 55-Jährige hat nach seinem

Master-Abschluss berufsbegleitend im Lehrgebiet Kooperative Systeme an

der Fakultät für Mathematik und Informatik bei Apl. Prof. Dr. Christian Icking

(Foto) promoviert. Als Geschäftsführer seines eigenen Softwarehauses in München

verfügt Dannheim über technisches Know-how und die Kontakte zur

Industrie. Wissenschaftliche Impulse und Akzente liefert das Lehrgebiet.

In Kooperation mit BMW hat Dannheim ein Fahrzeug hochgerüstet: ausgestattet

mit Kameras, Ultraschall, Laser, Radar und Computertechnik – Technik für einen

Wetter-Fahrassistenten mit adaptiver Geschwindigkeitsregelung. „Das Fahrzeug

wird über einen Server mit Daten zu lokalen Wetterereignissen versorgt. Daran

werden Geschwindigkeit und Abstand zu anderen Fahrzeugen automatisch angepasst

– ohne dass der Mensch eingreift“, beschreibt Dannheim die Technologie.

„Das erhöht vor allem die Fahrsicherheit und senkt zudem den CO2-Ausstoß.“

Dannheim hat noch viele weitere Ideen und arbeitet bereits daran, die Kommunikation

zwischen Fahrzeugen über Schnittstellen und Funk zu implementieren.

Gemeinsam weisen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach, dass ein geringeres Maß an

Ablehnung bereits nachweisbar ist, wenn sich im Wohnumfeld der Befragten verschiedene ethnische

Gruppen treffen. Denn täglicher Kontakt mit Fremden etabliert eine soziale Norm. Der Umgang miteinander

wird als normal und sogar bereichernd betrachtet.

Seine Forschung zu der Wirkung von Intergruppenkontakten setzt Christ im Rahmen des DFG-Projekts

„Asymmetrische Effekte von positivem und negativem Intergruppenkontakt: Ein dynamischer Ansatz“

fort, das mit Projektpartnern aus den Niederlanden und Großbritannien ab 2016 durchgeführt und mit

1,5 Mio. Euro unterstützt wird.

16

FORSCHUNG


Julia Kommritz

Absolventin Bachelor- und Master-Studiengang

Wirtschaftswissenschaft

„Ein Fernstudium war für mich ideal, da ich mir Inhalte lieber selbst erarbeite.

Das war schon in der Schule so. Im Laufe meines Studiums habe ich den Spaß

am wissenschaftlichen Arbeiten entdeckt. Deshalb kann ich mir gut vorstellen

zu promovieren. Meinen Schwerpunkt habe ich ebenfalls im Laufe des Studiums

gefunden: Volkswirtschaftslehre. Ganz aktuell bin ich jetzt über den

Absolventenkreis der Gesellschaft der Freunde beigetreten, so bleibe ich weiterhin

in Kontakt mit der FernUni. Als Hagenerin verfolge ich die Entwicklung

der FernUniversität ohnehin schon lange.“

TESTIMONIAL

17


HOCHSCHULE

IDEEN l WISSEN l AUSTAUSCH l INNOVATIONEN l BETREUUNG l DIVERSITY

MEDIEN l STUDIEREN l KOMMUNIKATION

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Rektor der FernUniversität in Hagen bis 1. März 2016


Hochschulleitung:

Auch der Wechsel braucht Kontinuität

Nach fast 19 Jahren hat Rektor Helmut Hoyer das Amt an seine Nachfolgerin Ada Pellert übergeben.

Die Geschichte der FernUniversität hat er in diesen Jahren in weiten Teilen mitgeschrieben.

Ada Pellert will jetzt neue Akzente setzen. Und sie wird zugleich die Entwicklung der Hochschule

fortschreiben. Dazu braucht sie auch Kontinuität.

Die FernUniversität in Hagen hat eine Mission: Sie ist im

deutschsprachigen Raum die zentrale Hochschule für ein

wissenschaftliches Studium neben anderen Verpflichtungen.

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer hat diese wesentliche Aufgabe

der FernUniversität in seiner nahezu 19jährigen Amtszeit als

Rektor gelebt, verteidigt, immer wieder neu interpretiert und

auf moderne Beine gestellt. Anfang März hat sich Hoyer von

seiner FernUniversität verabschiedet und ist in den Ruhestand

gegangen. Prof. Dr. Ada Pellert hat von ihrem Vorgänger nicht

nur das Amt übernommen, auch sie misst der Mission dieser

in Deutschland einzigartigen Universität eine große Bedeutung

bei. Sie wird mit einem neuen Rektorat an die Arbeit der vorherigen

Hochschulleitung anknüpfen. Und sie setzt auf der Basis

der langjährigen Erfahrung von Kanzlerin Regina Zdebel auch

auf Kontinuität in der neuen Leitung.

Helmut Hoyer: Fernstudiensystem weiter

entwickelt

40 Jahre FernUniversität in Hagen – im letzten Jahrbuch der Hochschule

wurde gerade die Entwicklungsgeschichte der Hochschule

in diesen vier sehr unterschiedlichen Dekaden thematisiert. In der

Amtszeit von Helmut Hoyer erfolgten nicht nur mit der zunehmenden

Digitalisierung der Lehre die wesentlichen Schritte zur

Entwicklung eines modernen, netzgestützten Studiensystems. In

den letzten 15 Jahren übernahmen die Hochschulleitungen auch

zunehmend die Verantwortung für die Weiterentwicklung ihrer

Universitäten und deren finanzielle Ausstattung. Aus den Hochschulrepräsentanten

wurden Hochschulmanager.

In den Rektoraten der FernUniversität hat Helmut Hoyer seit

seinem Amtsantritt 1997 zunächst mit Gründungskanzler Ralf

Bartz und seit 2001 mit Kanzlerin Regina Zdebel diesen Zuwachs

an Verantwortung strategisch sinnvoll zum Wohle der

Hochschule genutzt.

„Es war eine Leistung des Rektorates“, dankt Hoyer in der

Rückschau der Kanzlerin und dem Kanzler genauso wie den verschiedenen

Prorektorinnen und Prorektoren, „dass wir parallel

zu all den Schwierigkeiten, die von außen an die FernUniversität

herangetragen worden sind, stets auch unser Studiensystem

weiter entwickelt haben. Heute bieten wir ein qualitätsgesichertes,

weltweit anerkanntes Studium auf hohem Niveau an – für

inzwischen fast doppelt so viele Studierende, aber bei annähernd

gleicher Anzahl von Professuren wie einst.“

„Heute bieten wir ein

qualitätsgesichertes, weltweit

anerkanntes Studium

auf hohem Niveau an.“

Rektorat 2011

19


Hoyer nennt markante Beispiele, die seine Amtszeit

geprägt haben: etwa die vom Land durch den Qualitätspakt

initiierte Einstellung von Studiengängen.

Diese schmerzhafte Entscheidung wurde von der

FernUniversität aufgefangen durch die neuen rechtswissenschaftlichen

und psychologischen BA- und

MA-Studiengänge. Sie sind heute wichtige Pfeiler im

Studienangebot und genießen hohes Ansehen. Hoyer:

„Unser Preis war, dass wir mit der Elektrotechnik

die Ingenieurwissenschaften einstellen mussten. Das

würde ich gerne revidiert sehen.“

Finanziell schwierige Situationen gehören ebenfalls

in diese Kategorie: etwa durch zurückgehende Studierendenzahlen

aufgrund staatlich veranlasster Einstellung

von Studienangeboten und der Einführung

von Gebühren für Studierende. In den letzten Jahren

wird im Gegensatz dazu eher ein großer Ansturm

von Studierenden auf neue Studienangebote zum

Problem, denn die Ressourcen sind gleich geblieben.

Als Rektor hat sich Hoyer in der Pflicht gesehen, nicht

nur im Rektorat nach Lösungen zu suchen. Er hat

während seiner gesamten Amtszeit auch auf politischer

Ebene um Unterstützung geworben. In Düsseldorf.

In Berlin. Beispielsweise hat er mit Hilfe des

Parlamentarischen Beirates der FernUniversität auf

Bundesebene auf eine Änderung des Grundgesetzes

als Basis für eine Kofinanzierung der Hochschule

durch den Bund und weitere Länder hingearbeitet.

„Ich glaube, dass unsere Vorarbeit in dieser Hinsicht

sehr wichtig ist, damit die Politik sich zur Unterstützung

der FernUniversität bekennt.“ Die Unterstützung

braucht die FernUniversität, um die momentanen Belastungssituationen

in den Griff zu bekommen und

um das Fächerangebot interdisziplinär zu verbreitern.

Öffnung der FernUniversität

Wer darf überhaupt studieren? Hoyers Credo: „Die

Fähigkeit zum Studium zeigt sich im Studium selbst.“

Die Öffnung der FernUniversität für weitere Studierendengruppen

war dem langjährigen Rektor ein

Anliegen und hat seine Amtszeit mit geprägt. Zunächst

gab es an der FernUniversität für Interessierte

ohne die klassische Hochschulzugangsberechtigung

die Möglichkeit, eine Zugangsprüfung zu absolvieren.

Später wurde das Akademiestudium eingeführt.

„Die Fähigkeit zum

Studium zeigt sich im

Studium selbst.“

Erst 2010 öffnete die Landesregierung den Hochschulzugang

für sogenannte Beruflich Qualifizierte,

also Menschen mit Berufsausbildung und Berufserfahrung.

Da hatte die FernUniversität bereits eine

ganze Reihe erfolgreicher Absolventinnen und Absolventen

vorzuweisen, die ohne Abitur ins Studium

gelangt waren. Nicht alle Wissenschaftlerinnen und

20


„Wenn es die FernUniversität

nicht gäbe, müsste man sie

erfinden.“

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen

Sein Fazit

„Was haben Sie erreicht in ihrer Amtszeit?“ Helmut Hoyer antwortet

spontan: „Dass die Menschen heute sagen, wenn es die

FernUniversität nicht gäbe, müsste man sie erfinden.“

Und was fehlt ihnen noch? „Ich hätte gerne die Fächerbreite

der FernUniversität noch einmal deutlich erweitert. Und: Mir ist

in der Hochschule noch zu wenig der Mut ausgeprägt, stolz und

selbstbewusst auf das zu schauen, was wir erreicht haben.“

Wissenschaftler in Hagen waren anfangs begeistert von der neuen Klientel. Hoyer ist aber überzeugt, dass die FernUniversität

mit ihrer Pionierarbeitet eine für unsere Gesellschaft wichtige Ressource erschließt und damit eine gesellschaftliche Aufgabe

erfüllt, die andere Hochschulen so nicht erfüllen können: „Das wird überall anerkannt und trägt zum Ansehen der FernUniversität

in der Gesellschaft und in der Scientific Community bei.“

Digitalisierung? Kein Selbstzweck!

IT-Unterstützung für Studium und Lehre war während der gesamten Amtszeit ein wichtiges Thema für den ehemaligen Rektor.

„Doch Digitalisierung ist kein Selbstzweck“, sagt Hoyer. „Sie ist Treiber von Entwicklungen, aber bleibt immer ein Werkzeug,

wenn auch ein wichtiges, zur Unterstützung der Lehrenden genauso wie der Studierenden.“ Zu Beginn sei der Fokus in der Diskussion

zu sehr auf die Aufbereitung der Lehrinhalte gelegt worden. Richtig und wichtig sei die Frage, wie man die Fernstudierenden

ganzheitlich unterstützen kann. Im Unterschied zu Campus-Studierenden waren für Fernstudierende stets auch andere

Aspekte wesentlich, beispielsweise die Informationsversorgung aus der Bibliothek und die Kommunikation mit Lehrenden, aber

auch mit Kommilitoninnen und Kommilitonen.

„Unser vielfältiger Werkzeugkasten mit netzgestützten Lehrmaterialien, Foren, Chats, virtuellen Seminaren etc. hat dazu beigetragen,

dass das Fernstudium besser studierbar geworden ist“, stellt Hoyer fest. „Ja, die Digitalisierung hat das Fernstudium

immens nach vorn gebracht. Und wir haben mit dem heutigen Medienmix im modernen, netzgestützten Fernstudium einen

wesentlich größeren Grad an Individualisierung für unsere Studierenden erreicht, als im Präsenzstudium möglich ist.“

HOCHSCHULE

21


Ada Pellert: Zur Zusammenarbeit verführen

Ada Pellert ist gut vorbereitet auf ihre neue Aufgabe. Die Wirtschaftsprofessorin

mit nicht nur praktischen Erfahrungen im

Hochschulmanagement, sondern auch wissenschaftlicher Fundierung

in diesem Bereich hat bereits intensiv in die Hochschule

hineingehorcht.

Auch für sie steht die Mission der FernUniversiät am Anfang

aller Überlegungen, nämlich dass diese die zentrale Möglichkeit

für Berufstätige zum Studium ist. Hier möchte sie beginnen,

wenn sie mit den Mitgliedern der Hochschule in die Diskussion

einsteigt. Mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

genauso wie mit dem nichtwissenschaftlichen Personal. Und

auch mit den Studierenden.

Denn beim Blick nach vorne weiß die Fernstudienexpertin: Um

auch langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, muss die Fern-

Universität noch passgenauer auf die Bedürfnisse ihrer Studierenden

eingehen. Gerade weil Berufstätige als wesentliche

Zielgruppe besondere Anforderungen an die Rahmenbedingungen

eines Studiums haben, ist das wichtig.

In diesem Prozess misst Ada Pellert der weiteren Digitalisierung

der Lehre eine große Bedeutung bei. Denn über IT-gestützte Angebote

sind die Studierenden besser zu erreichen. Zugleich hat

das netzgestützte Studium auch das Ziel, quasi als Begleiteffekt

Kompetenzen zu vermitteln, die heute gebraucht werden. Pellert:

„Wenn ich im Studium mit diesen Techniken konfrontiert

werde, kann ich sie spielerischer erlernen, als wenn ich sie im

beruflichen Echtbetrieb anwenden muss.“

Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität in Hagen

22

HOCHSCHULE


Um das Entwicklungspotential der FernUniversität in der Lehre

auszuschöpfen, setzt Pellert neben dem Dialog mit Lehrenden

auch auf das Feedback der Lernenden. „Die Studierenden,

aber auch die Alumni bringen aus ihrer beruflichen Erfahrung

viel Kompetenz mit, um uns qualifizierte Rückmeldungen zur

Verbesserung des Fernstudiums zu geben. Diese Erfahrung

müssen wir nutzen.“

Anreize für Forschung bieten

Als Wissenschaftlerin legt Pellert großen Wert darauf, dass

auch die Forschung bei der weiteren Entwicklung der Fern-

Universität ihren adäquaten Platz einnimmt. „Die einzelnen

Forscherinnen und Forscher müssen eine inspirierende Umgebung

vorfinden, um ihre persönliche Expertise weiter entwickeln

zu können.“ Zugleich sollte sie Anreize und Gelegenheiten

bieten, um im Austausch auch Ideen für interdisziplinäre

Forschungsprojekte zu entwickeln. Dazu möchte sie beitragen.

Und drittens: „Als FernUniversität haben wir bei der Entwicklung

moderner Lehrkonzepte einen Erfahrungsvorsprung gegenüber

anderen Universitäten, für die dieses Thema ebenfalls relevant

wird. Wenn wir unser Know-how auch wissenschaftlich begründen

können, beispielsweise durch geeignete Forschungsprojekte

in einem sichtbaren Forschungsschwerpunkt, dann steht auch

unsere Vorbildrolle nicht in Frage.“ Experimentieren doch im

Augenblick viele Hochschulen mit Projekten, die bereits seit 40

Jahren zum Kerngeschäft der FernUniversität gehören. Ein interner

wissenschaftlicher Nukleus zum Lernen in der digitalen

Welt gepaart mit externen Kooperationspartnern könnte ein

überzeugender Weg sein, findet Pellert.

In diesem Zusammenhang richtet die Rektorin ihren Blick

auch auf potentielle internationale Partner: Die Zusammenarbeit

kann auch Studierenden im Rahmen ihres Studiums

einen internationalen Einblick in geeignete, zur jeweiligen

Fachlichkeit passende Themen vermitteln. Voraussetzung ist,

dass die Partnerhochschule zum Studien- und Berufsalltag der

Fernstudierenden kombinierbare Angebote vorhalten. Gleichzeitig

brauchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessante

internationale Kontakte, um ihre Forschung voran

zu bringen. „Es ist für die Forschung essentiell, insbesondere

für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Er muss in den Netzwerken

seine Kommunikationsfähigkeit ausbauen und Partner

für Kooperationen gewinnen.“

„Internationale Kontakte sind

für die Forschung essentiell,

insbesondere für den wissenschaftlichen

Nachwuchs.“

Apropos Kommunikation: Sie ist eine wichtige Aufgabe in

ihrem Amt, findet die Hochschulmanagerin. „Mit dem Hochschulrat,

dem Rektorat, den Dekanen und dem Senat haben

wir mehrere Player im Spiel. Wie sie ihre Rollen begreifen und

wie sie zusammenspielen, entscheidet maßgeblich über die

Entwicklung einer Universität.“

„Als FernUniversität haben

wir bei der Entwicklung moderner

Lehrkonzepte einen

Erfahrungsvorsprung.“

Die neue Rektorin möchte daran mitwirken, dass sich auch mit

ihr eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt und ein

Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht. „Eine gute Atmosphäre

ist die Basis für alles Weitere“, davon ist sie überzeugt.

HOCHSCHULE

23


Das sind Konzepte, so Kanzlerin Zdebel, die ein neues Rektorat

durchaus diskutieren, aber hinter die es möglichst nicht

zurückfallen sollte.

Hier denkt Regina Zdebel in zwei Rollen: Als Rektoratsmitglied

ist ihr der langwierige Diskussionsprozess in der Hochschule

vor diesen wichtigen strategischen Entscheidungen im

Rektorat noch sehr bewusst. Und sie nimmt ihre Aufgabe als

Kontinuitätsstifterin sehr ernst. Als Verwaltungschefin sieht

sie zugleich, dass in Zusammenarbeit mit den Fakultäten und

innerhalb der Verwaltung längst mit der Umsetzung der aus

dem HEP 2020 resultierenden Aufgaben begonnen wurde.

Entwicklung in 15 Jahren

Regina Zdebel, Kanzlerin der FernUniversität in Hagen

Regina Zdebel: Kontinuität stiften

Wenn sich die neue Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert darauf beruft, dass sie ihr Amt auf der Grundlage des im vergangenen Jahr

verabschiedeten Hochschulentwicklungsplanes (HEP 2020) aufnehmen möchte, dann steht im Rektorat Kanzlerin Regina Zdebel

für die Kontinuität in der Hochschulentwicklung.

Sie hat dieses Entwicklungskonzept der FernUniversität für die nächsten fünf Jahre im letzten Rektorat gemeinsam mit Rektor

Hoyer und den beiden Prorektoren Prof. Dr. Ingrid Josephs und Prof. Dr. Rainer Olbrich erarbeitet. Ingrid Josephs hat in Zuständigkeit

für die Lehre insbesondere beim Studienstrukturmodell, der Gestaltung der Studieneingangsphase und dem Netzwerk

Lehre wichtige Akzente gesetzt, auf die jetzt aufgebaut werden kann. Rainer Olbrich hat das interne Forschungsförderprogramm

entwickelt, das der FernUniversität gemeinsam mit dem Hagener Forschungsdialog zu der so dringend benötigten Sichtbarkeit in

der Forschung verhelfen soll.

Kanzlerin Regina Zdebel hat in den 15 Jahren an der FernUniversität

unabhängig vom Rektorat die Entwicklung der Hochschule

begleitet und in ihrem Zuständigkeitsbereich für die

ganze Hochschule bedeutsame Veränderungen angestoßen.

Einige Vorgaben kamen von außen, etwa aus dem Ministerium

für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

(MIWF), die die Verwaltungsstruktur gewaltig

durcheinander gewirbelt haben: beispielsweise zwei neue Hochschulgesetze

mit sich ändernden Verantwortlichkeiten sowie die

Notwendigkeit zur Einführung der kaufmännischen Buchführung

anstelle des kameralen Systems.

Daneben gab es interne Notwendigkeiten, die Verwaltung der

FernUniversität immer wieder umzustrukturieren und auf die

sich ändernden Anforderungen einzustellen.

Schon zu Beginn ihrer Amtszeit hat Zdebel begonnen, eine systematische

Personalentwicklung zu betreiben, sie hat Personalauswahlverfahren

eingeführt, einen Nachwuchsführungskräftepool

24

HOCHSCHULE


aufgebaut. Mit der Einrichtung des Service Centers wurde das

erste, nach den Spielregeln des Projektmanagements gestaltete

Projekt erfolgreich aufgelegt. Zdebel: „Ich weiß noch, dass

die internen Widerstände damals erheblich waren.“ 2004

nahm das Service Center seinen Betrieb auf. Sehr erfolgreich.

Und bis heute ist eine Vielzahl von strategisch wichtigen Projekten

diesem Muster gefolgt. Beispielhaft genannt seien nur

die Überführung der Mentoren-Betreuung der Studierenden

aus der Verwaltung in die Zuständigkeit der Fakultäten und die

Neustrukturierung der bundesweiten Infrastruktur der FernUniversität

in 13 attraktiven Regionalzentren.

Als komplexe Aufgabe für Rektor und Kanzlerin hat sich in den

letzten Jahren die Zusammenführung von Rechenzentrum und

Zentrum für Fernstudienentwicklung zum neuen Zentrum für

Medien und IT (ZMI) dargestellt. Regina Zdebel hat bereits den

nächsten Schritt im Visier, eine engere Zusammenarbeit von

ZMI und Zentraler Hochschulverwaltung. Sie ist überzeugt:

„Die immer komplexer werdenden IT-Strukturen lassen eine

andere Entwicklung gar nicht mehr zu.“ Die Digitalisierung

in vielen Bereichen der Verwaltung schreite voran und mache

eine enge Abstimmung unabdingbar.

Die Veränderungen in der Verwaltung wirken auch in die

Lehre hinein, wenn organisatorische Umgestaltungen angestoßen

werden. Zdebel: „Als Leiterin der Verwaltung muss

ich schon die Prozesse als Ganzes im Blick haben und darf

bei diesen Prozessen nicht den Lehrgebieten ‚ins Handwerk

pfuschen‘.“

Relevant wird das insbesondere an den Stellen, an denen bei der

Überarbeitung der IT-Struktur der FernUniversität im Programm

hs.r (Hagen System Relaunch) eine technische Umgebung geschaffen

werden wird, mit der nicht nur die Lehre medial, sondern

auch die Administration unterstützt wird. Auch hier ist

die Kanzlerin überzeugt, dass dieses umfangreiche und schon

Jahre laufende Programm zu einem erfolgreichen Abschluss

geführt wird. Zdebel: „Wir sind mitten in einem Organisationsentwicklungsprozess,

sowohl bezüglich unserer IT- und Medienentwicklung,

aber auch bezüglich unserer Vorhaben aus dem

HEP.“ In sogenannten Pilotstudiengängen haben Lehrende

jetzt die Gelegenheit, ihre Anforderungen für eine zeitgemäße

Lehre zu formulieren. „Daraus können wir ablesen, welche

Werkzeuge wir künftig vorhalten müssen.“ Und in der Folge,

welche Angebote die Personalentwicklung für die Weiterqualifizierung

des akademischen Personals anbieten muss.

Prof. Dr. Rainer Olbrich, Prorektor von 2010 bis März 2016

Während Rektor und Rektorin auf dem politischen Parkett um

eine Verbreiterung der Finanzierungsbasis der FernUniversität

kämpfen, hat Regina Zdebel diese Aufgabe im Dialog mit den

Fachleuten im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und

Forschung in Düsseldorf übernommen. Bei hinreichenden Ressourcen,

um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, denkt die

Kanzlerin nicht nur an Geld. „Wir brauchen auch mehr Flexibilität,

um die rechtlichen Bedingungen an unsere Besonderheiten

anzupassen.“ Eine dem Fernstudium gerecht werdende

Kapazitätsberechnung hat Regina Zdebel da genauso im Blick

wie das Thema einer künftig tragfähigen Finanzierung.

Diese Aufgabe wird sicherlich auch das kommende Rektorat

beschäftigen.

„Als Leiterin der Verwaltung

muss ich schon die Prozesse

als Ganzes im Blick haben.“

Prof. Dr. Ingrid Josephs,

Prorektorin von 2010 bis März 2016

HOCHSCHULE

25


Zurück in die Zukunft der FernUniversität

Als „roter Faden“ zog sich das 40-jährige Bestehen der FernUniversität in Hagen durch das ganze Jahr

2015. Mit zahlreichen Veröffentlichungen und Veranstaltungen arbeitete sie ihre „Jugendjahre“ auf.

Höhepunkte waren das neue Campusfest und der Dies Academicus, zu dem im Jubiläumsjahr auch die

nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft kam. Im Zeichen der „40“ standen ebenso

die Jahrestagung der EADTU, die Eröffnung des MiniCampus, das Homecoming von Absolventinnen und

Absolventen und eine Geburtstags-Selfie-Aktion. Die Ausstellung „1975 bis 1984 – Zeugen der Zeit“ ließ

die ersten zehn Jahre der FernUniversität lebendig werden.

Mit Filmen, Fotos, Zitaten und Informationen gewährten in der Ausstellung zehn Zeitzeugen einen persönlichen

Blick auf diese erste Dekade: der Gründungsrektor, erste Professoren, der erste wissenschaftliche

Mitarbeiter, der erste Verwaltungsmitarbeiter und der erste

Absolvent. Lehrmaterialien vom Studienbrief über elektrotechnische

Heimlabore bis zu Videocassetten, Schreibmaschinen

und Büromaterial vermittelten dazu einen Eindruck vom Studien-

und vom Arbeitsalltag. Ganz ohne PC und Internet.

Die Zeitzeugen waren aber nicht nur auf den Plakaten und in

den Filmen der Ausstellung zu sehen: Bei der Eröffnungsveranstaltung

nahmen sie persönlich die rund 150 Gäste mit auf eine

spannende Zeitreise. Der fast 90-jährige Gründungsrektor Prof.

Dr. Otto Peters etwa stellte in seinem beeindruckenden Vortrag

die Verdienste des damaligen NRW-Wissenschaftsministers

Johannes Rau heraus: „Die FernUniversität ist sein Geschöpf

gewesen.“ Die anderen „Männer der ersten Stunde“ zeigten

ebenfalls, dass sie auch heute noch die Überzeugungen haben,

mit denen sie damals heftig um die Ausrichtung der Fern-

Universität stritten. Auf der einen Seite standen die Reformer,

die für eine offene Hochschule kämpften, ohne das Abitur als

Zugangsvoraussetzung; auf der anderen diejenigen, die sich

selbst der „Betonfraktion“ zuordneten und die die Akzeptanz

des akademischen „Paradiesvogels“ durch hohe Ansprüche in

ihrer forschungsbasierten Lehre durchsetzen wollten.

„Wir können alle stolz auf das sein, was sich in 40 Jahren entwickelt

hat“, resümierte Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer abschließend.

In seiner Begrüßungsrede hatte der Rektor der FernUniversität

den Bogen aus der Vergangenheit zu Gegenwart und Zukunft

der Hochschule geschlagen.

Ausführliche Informationen zur Ausstellung

und die Videos der Zeitzeugen sind

unter http://e.feu.de/jb15s26 zu finden.

Natürlich kann mit einer Auswahl von zehn Personen nicht

der gesamte historische Kontext jener Jahre widergespiegelt


Zukunftsfähig aufstellen – der HEP 2020

Ein neues Studienstrukturmodell mit einer obligatorischen

Studieneingangsphase, Maßnahmenpakete, um die Lehre

der FernUniversität und das Studiengangsportfolio innovativ

weiter zu entwickeln, um den Studienerfolg zu erhöhen

und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern sowie die

Forschungsleistungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

sichtbarer machen – das umreißt in wenigen Worten

das umfangreiche Arbeitsprogramm der FernUniversität für die

nächsten Jahre.

Im zweiten Teil des HEP 2020 stellen die vier Fakultäten in ihren

Entwicklungsplänen ihre Vorhaben für die nächsten Jahre

vor. In einem dialogorientierten Prozess wurden diese Ziele mit

der Hochschulleitung abgestimmt. Sie betreffen das Studiengangsportfolio

genauso wie die Medienentwicklung als auch

die personelle Ausstattung.

Der HEP 2020 wurde vom MIWF genehmigt und geht in den

Landeshochschulentwicklungsplan ein.

Zeitzeugen aus den ersten 10 Jahren der FernUniversität

„Wir können alle stolz auf

das sein, was sich in 40 Jahren

entwickelt hat.“

Das Rektorat unter Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer hat

zum Ende seiner Amtszeit einen Hochschulentwicklungsplan

bis zum Jahr 2020 vorgelegt: den HEP 2020. Damit gibt es

der FernUniversität eine verbindliche Orientierung für weitere

Entscheidungen, um auch in der Zukunft ihre führende Rolle

als Medienuniversität sichern zu können. Das Rektorat kommt

damit auch der Verpflichtung durch das Hochschulgesetz, der

Empfehlung des Hochschulrates und dem Wunsch des Senates

nach.

werden, wichtige Aufgabenbereiche fehlen noch. Auch haben

Frauen in den ersten zehn Jahren in der FernUniversität kaum

die Rolle gespielt, die ihnen gesellschaftlich zugestanden hätte.

Daher wird es im Jahre 2016 einen zweiten Ausstellungsteil

geben.

Die Ausstellung ist Teil eines wissenschaftlichen Projektes des

Instituts für Geschichte und Biographie der FernUniversität. In

Kooperation mit dem Zentrum für Medien und IT und dem Dezernat

für Hochschulstrategie und Kommunikation entstand

daraus eine multimediale Dokumentation.

Der HEP 2020 baut auf die in den vorangehenden Entwicklungsplänen

aufgezeigten Ziele und Maßnahmen der Hochschule auf

und ergänzt sie durch Richtungsentscheidungen. Mit ihnen

kann die FernUniversität die in sie gesetzten gesellschaftlichen

Erwartungen erfüllen, etwa zur Digitalisierung, zur Durchlässigkeit

im Bildungssystem und zur Chancengerechtigkeit.

Im ersten Teil des HEP 2020 hat das Rektorat einen Rahmenplan

entworfen, der die fakultätsübergreifenden Leitlinien für

die Hochschulentwicklung und damit zugleich die Entwicklungsziele

und wesentlichen Maßnahmen festlegt.

Mit dem Rückhalt einer abgestimmten Zukunftsplanung kann

das neue Rektorat im laufenden Jahr gestärkt daran gehen, gemeinsam

mit der ganzen Hochschule die FernUniversität in ihrer

Besonderheit auszubauen und ihr klares Profil weiter zu festigen.

Eine starke FernUniversität ist auch eine wichtige Partnerin für

Politik und Gesellschaft.

HOCHSCHULE

27


Familienfreundliche HochschulE

Vom MiniCampus bis zum Pflege-Leitfaden

Der MiniCampus feiert bald seinen ersten Geburtstag. Seit

Oktober 2015 haben acht soziale Ansprechpersonen ein offenes

Ohr für die Sorgen ihrer Kolleginnen und Kollegen. Und

das neue Webportal rund um Familie und Gesundheit bietet

umfangreiche Informationen – von der Kinderbetreuung

bis zur Pflege von Angehörigen. Es ist nicht zu übersehen:

Die FernUniversität in Hagen baut ihre Stellung als familienfreundliche

Hochschule weiter aus.

Arbeit, Studium, Kinder oder pflegebedürftige Angehörige:

Berufstätige und Studierende, die parallel Kinder erziehen

oder Angehörige pflegen, stehen oft vor der Frage: Wie bringe

ich meine Verpflichtungen unter einen Hut? Um ihre Hochschulangehörigen

noch besser bei der Vereinbarung von Beruf

bzw. Studium und familiären Pflichten zu unterstützen, arbeitet

die FernUniversität intensiv an der Umsetzung des Projekts

„Familienfreundliche Hochschule“.

Ziel ist die Weiterentwicklung familienfreundlicher Studienund

Arbeitsbedingungen. Bestehende Regelungen und Maßnahmen

wie zum Beispiel die Kinderferienbetreuung oder

Informationsangebote zur „Familienfreundlichen FernUniversität“

werden ausgebaut und ergänzt. „Die FernUniversität

macht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedene

Angebote, damit sie auch in besonderen Lebenssituationen

Hilfe erhalten“, sagt Jürgen Deitelhoff aus der Organisationsund

Personalentwicklung.

Seit Mai 2015 können Eltern, die an der FernUniversität studieren

oder arbeiten, ihre Kinder im neu eröffneten MiniCampus

betreuen lassen. Zum Beispiel wenn die reguläre Betreuung

ausfällt, Arbeitseinsätze außerhalb der normalen Arbeitszeit

anfallen oder sie während Prüfungen oder Präsenzseminaren

auf eine Kinderbetreuung auf dem Campus angewiesen sind.

In den Gesamtplan „Familienfreundliche Hochschule“ fließen

aber auch Anregungen zur Unterstützung der Pflegearbeit in

der Familie ein. Gleichstellungsbeauftragte Melanie Graf hatte

das Thema auf den Weg gebracht. Zahlreiche Angebote

sind im vergangenen Jahr in enger Kooperation mit der Personalentwicklung

umgesetzt worden, etwa ein für die FernUniversität

maßgeschneiderter Leitfaden für den Pflegefall und

eine Informationsveranstaltung für Beschäftigte.

28

HOCHSCHULE


Foto: Frank Höhler, Dresden

Sirko Sebastian

Studium der Rechtswissenschaft, Absolvent

Bachelor of Laws, Referent für Kreditsanierung

bei der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG

„In meiner beruflichen Tätigkeit in der Kreditsanierung einer genossenschaftlichen

Bank war schnell klar, dass ich eine juristische Qualifikation brauchte.

Nur an der FernUniversität konnte ich parallel zum Beruf studieren und hatte

auch noch Zeit für meine Familie. Ich betreue in Zusammenarbeit mit externen

Kanzleien die Rechtsfälle der Bank oder kümmere mich um die rechtssichere

Gestaltung von Verträgen. Für mich ist besonders die Kombination aus den

im Studium erworbenen Jura-Kenntnissen mit den betriebswirtschaftlichen

Modulen für meine praktische Arbeit von Vorteil. Im Masterstudium möchte

ich diese nun vertiefen.“

TESTIMONIAL

29


LEHRE UND

STUDIUM

WISSEN l QUALIFIZIERUNG l CHANCEN l WISSENSCHAFT

ABSCHLÜSSE l WEITERBILDUNG l NETZWERKE


Lernen, laufen, arbeiten

Rabea Hacker: Das Leben einer FernUni-Studentin zwischen Campus,

Berufsleben und Arbeitszimmer.

„Wenn man beruflich weiterkommen

möchte, muss man

heute den Master haben.“

Rabea Hacker ist gerade aus Portugal zurück. Gut erholt und

braun gebrannt schwärmt sie von ihrem ersten Urlaub ohne

Lernen nach dem Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaft.

Begeistert erzählt sie von Land und Leuten. In den vergangenen

Jahren landeten Studienbriefe und Lehrbücher der

FernUniversität wie selbstverständlich im Koffer zwischen Bikini

und Badetüchern. „Mein Freund hat neben mir am Strand

in der Sonne geschlummert. Ich habe Investitionstheorien und

Wirtschaftsmathematik gelernt“, sagt Rabea Hacker.

Die 30-jährige Bankerin arbeitet im Bereich Betriebswirtschaft

und Controlling bei der Sparkasse Iserlohn. „Wenn man beruflich

weiterkommen möchte, muss man heute den Master haben“,

sagt sie. Deshalb hat sie sich an der FernUniversität in Hagen

eingeschrieben und ihr Wirtschaftsstudium berufsbegleitend in

fünf Semestern durchgezogen. Der FernUni ist sie auch nach

dem Abschluss treu geblieben, aus persönlichem Interesse

studiert sie Psychologie. Ein paar hundert Meter vom Campus

entfernt liegen zu Hause auf dem Sofa Studienbriefe. „Ich lese

gerne Fachliteratur. Das geht auch im Wohnzimmer, im Garten

oder abends im Bett“, sagt sie. Locker geht sie es diesmal an,

ohne Druck und ohne Klausuren.

Denn wieviel Disziplin mit einem Abschluss verbunden ist, hat

Rabea Hacker nicht vergessen. In ihrem Arbeitszimmer ist der

harte Weg zum Master präsent. Zahlreiche Ordner mit dem

FernUni-Logo sind prall gefüllt mit Skripten, Übungsaufgaben

und Lernzetteln. „Ich kann mich nicht davon trennen“, sagt die

Studentin. „Es steckt zu viel Arbeit drin.“ Ein personalisierter

Stempel mit dem Aufdruck „Rabea Hacker, 8681686“ liegt im

Regal. „Damit habe ich bei den Klausuren in Düsseldorf alle Blätter

durchgestempelt und kostbare Zeit gespart“, erzählt sie. „Das

war Gold wert.“ Ihre Kuscheldecke mit Ärmeln sorgt für Wohlfühl-Atmosphäre

im Schreibtischstuhl. Hier an ihrem Schreibtisch

war ihr fester Lernplatz, „mein Lebens- und Lieblingsplatz.“

Wenn die Hagenerin auf nahezu drei Jahre Masterstudium

parallel zur Vollzeitstelle zurückblickt, scheinen die Tage 36

Stunden zu haben. „Es ist unglaublich, was man alles schaffen

kann, wenn man nur will“, sagt sie. Erinnerungen werden

wach. Wie sie morgens um fünf Uhr aufgestanden ist, um sich

vor der Arbeit zwei Stunden mit Rechnungslegung und Gewinnermittlung

zu beschäftigen. Wie sie vor dem Sonntagsbrunch

die erste Lerneinheit mit Finanzwirtschaft und Controlling hinter

sich gehabt hat. Wie sie nach einem langen Arbeitstag in

der Bank mit grünem Tee, Weingummi und Studentenfutter

gerechnet hat. Und wie spätestens einen Tag vor den Klausuren

das Gefühl überhandnahm, es nicht zu schaffen.

„Es ist unglaublich, was man

alles schaffen kann, wenn

man nur will.“

LEHRE UND STUDIUM

31


„Ich möchte gestalten, etwas

bewirken und Beschäftigte

führen.“

Sie hat es immer geschafft. Dank ihres Freundes und ihrer Wenn selbst das Laufen nicht mehr half, dachte sie an ihre

Familie, die ihr Mut zugesprochen haben. Und dank der vielen

tausend Kilometer, die sie gerannt ist. Denn wenn am Etappe auf dem Weg in eine Führungsposition. „Ich möchte

Ziele. Für Rabea Hacker ist der Master-Abschluss eine wichtige

Schreibtisch nichts mehr ging, schnürte Rabea Hacker die gestalten, etwas bewirken und Beschäftigte führen“, umschreibt

sie ihre Motivation und bildet sich auch deshalb in

Laufschuhe. „Den Kopf frei laufen“, nennt sie das. Ein bis

zwei Stunden in den Wäldern oder am Ufer der Flüsse und Psychologie weiter.

Seen in der Umgebung bewirkten Wunder. „Das Verrückte

ist, dass ich beim Laufen die besten Ideen habe und Zusammenhänge

erkenne“, sagt Rabea Hacker. Oft saß sie noch mit gens acht bis zum späten Nachmittag die Risiken und Chancen

In der Verwaltung der Sparkasse Iserlohn kalkuliert sie von mor-

den Sportschuhen an den Füßen wieder am PC, um ihre Gedanken

aufzuschreiben.

die Liquiditätssituation und liefert dem Vorstand Informationen

des Portfolios, hat die Geschäfte der Bank im Blick, bewertet

Rabea Hacker mit ihrem Kollegen Karlheinz Lange, der 1996 seinen Abschluss als Diplom-Kaufmann an der FernUniversität gemacht hat.

für strategische Entscheidungen. „Wir analysieren, ob die Bank

ihre Geschäfte vom Risiko her tragen kann“, erklärt die im Risikomanagement

tätige Bankerin.

Ihr Arbeitgeber unterstützt sie bei ihrem Studium, stellt sie für

Klausuren frei. „Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt Rabea

Hacker. „Wenn man im Fernstudium eins lernt, dann ist es effizient

zu arbeiten. Spätestens nach dem Abschluss macht einem

in Sachen Zeitmanagement kaum einer etwas vor.“ Inhaltlich

profitiert sie vor allem von ihrer Masterarbeit zum Thema „Liquiditätsrisikomanagement

in Banken – kritische Darstellung

und Diskussion vor dem Hintergrund der Bankenregulierung

durch Basel III“. „Ich bin im Detail über die neue Regulatorik

informiert. Das bringt mich wirklich weiter“, sagt sie.

Im Sparkassen-Team ist das Fernstudium ein gutes Gesprächsthema.

Gleich mehrere Beschäftigte studieren an

der Hagener Hochschule oder haben hier ihren Abschluss

gemacht. Eine eigene Lerngruppe gibt es zwar nicht, aber

beim Lernen ist Rabea Hacker ohnehin lieber Einzelkämpferin.

Das war in ihrem Bachelorstudium an der Hochschule der

Sparkassen-Finanzgruppe in Bonn nicht anders – ebenfalls

ein Fernstudium.

Als Hagenerin lag für Rabea Hacker ein Wechsel an die

FernUni nahe. Der Campus liegt vor der Haustür. Die Unibibliothek

nutzt sie häufig. Im Regionalzentrum Hagen lässt

sie sich beraten und besucht Veranstaltungen. Und als sie

Probleme beim Gliedern ihrer Masterarbeit hatte, diskutierte

sie darüber mit ihrer Betreuerin persönlich. Ihr erster Mensa-

Besuch steht beim Interview fürs Jahrbuch an. Bei einer Tasse

32


Milchkaffee zieht Rabea Hacker Bilanz: „Es war bisher eine harte Zeit. Aber im Nachhinein vergisst man das und freut sich über

das, was man geschafft hat.“

Rabea Hacker im Gespräch mit Svenja Gummersbach,

Leiterin des Regionalzentrums Hagen

Doch es würde nicht zu der Powerfrau passen, wenn sie keine neuen Pläne hätte. Ihre Sprachkenntnisse frischt sie auf. Ihr Sportprogramm

hat die Läuferin ausgebaut, sie trainiert für ihren ersten Marathon. Und im Hinterkopf ist der Gedanke, Psychologie vielleicht

doch mit einem Bachelor abzuschließen. Denn hier auf dem Campus wird ihr bewusst, dass etwas fehlt: „Ich genieße die neu

gewonnene Freizeit. Doch wenn ich ehrlich bin, vermisse ich mein Studium.“

LEHRE UND STUDIUM

33


Projektleiterin Jana Hochberg

FernUni-Wikiade

Es war landesweit das erste digitale Lehrprojekt dieser Art: Bei

der Wikiade im Rahmen des Social Software-Projekts traten

Studierende und Mitarbeitende der FernUniversität in einem

Wissenswettkampf gegeneinander an – und schrieben um die

Wette. „Unsere Wikiade sollte die Teilnehmenden dazu motivieren,

sich über Lerninhalte zu verständigen, sie kollaborativ

zu reflektieren und auf neue Umgebungen zu übertragen“,

sagt Projektleiterin Jana Hochberg vom Lehrgebiet Mediendidaktik.

Die Inhalte der Studienbriefe wie auch die einzelnen

Fachtermini konnten gemeinsam analysiert und verständlich

erklärt, im besten Fall sogar gemeinsam entwickelt werden.

Und wie intensiv haben die Wikioniken die Plattform genutzt?

Jana Hochberg: „Insgesamt entstanden 1.587 Seiten, die mehr

als 36.000 Mal abgerufen wurden. Die Teilnehmenden schrieben

gemeinsam 225 Artikel und luden rund 130 Grafiken auf

die Plattform.“ Ein erfolgreicher Auftakt, der zur Fortsetzung

der Wikiade im Wintersemester 2015/16 führte!

34


Aussichten vom Klima-Gipfel

Acht Wochen Klima-MOOC

Grafik: Thinkstock

Es wird wärmer um uns herum. Die Auswirkungen des globalen

Temperaturanstiegs lassen sich nicht mehr wegdiskutieren:

Extreme Wetterereignisse nehmen zu, Arten sterben aus, die

Ozeane erwärmen sich, Gletscher und Arktis schwinden, der

Meeresspiegel steigt, Klima- und Vegetationszonen verschieben

sich. Das sind nur einige der sicht- und fühlbaren Folgen

für Mensch und Umwelt sowie die weltweite Wirtschaft. Auf

der Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 sind sie diskutiert

worden.

Für die ,heiße Phase‘ vor dem Gipfeltreffen hatte der Weiterbildungsstudiengang

Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften

(„infernum“) an der FernUniversität in Hagen

in Kooperation mit der schwedischen Universität Lund einen

Online-Kurs zu Klimafragen konzipiert. Acht Wochen lang lief

der englischsprachige Massive Open Online Course (MOOC)

unter der Leitfrage „Climate Change: a question of justice?“.

Im Fokus der einzelnen Videobeiträge standen politikwissenschaftliche

und gesellschaftliche Fragestellungen des Klimawandels.

Die Rolle von Nichtregierungsorganisationen war

ebenso Thema wie der europäische Emissionshandel oder der

Diskurs um Landnahme, der Verzicht auf fossile Energieträger

und die Forderung nach Wachstumsverzicht.

„Wir wollten den Stand der politikwissenschaftlichen Forschung

zur Klimapolitik einem breiten Publikum in ansprechender

Form zugänglich machen“, sagt die Politikwissenschaftlerin

Dr. Angela Oels aus der Universität Lund. Über 2.800 Teilnehmende

aus allen Kontinenten hatten sich zum MOOC-Start

registriert, und viele von ihnen beteiligten sich auch aktiv. „Das

Konzept des MOOCs ging auf“, sagt Sara Becker, Wissenschaftliche

Mitarbeiterin bei „infernum“. Ihr Kollege Dr. Daniel

Otto ergänzt: „Es war ein interaktiver Lernprozess. Die Teilnehmenden

haben in den Foren Fragen gestellt, die die Dozentinnen

und Dozenten entweder schriftlich oder live per Chat

beantworteten.“

Neben Professorinnen und Professoren verschiedener internationaler

Universitäten standen auch Fachleute weltweit tätiger

Menschenrechts- und Klimaschutzorganisationen vor der Kamera.

Produziert wurden die Beiträge vom Zentrum für Medien

und IT (ZMI) der FernUniversität in Kooperation mit der schwedischen

Medienfirma eduVID. Gefördert wurde der MOOC aus

Mitteln des Bundesforschungsministeriums.

Alle 34 Videovorlesungen stehen noch

bis Juni 2016 zum Abruf zur Verfügung:

https://mooc.umweltwissenschaften.de


Aktivitäten in der Flüchtlingskrise

Grünes Netz und Ringvorlesungen

Unterstützung, wo Hilfe gebraucht wird. Information, die das

Verständnis fördern kann. Die FernUniversität engagiert sich in

vielen Bereichen für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen.

Beispiele sind Beratungsangebote in englischer Sprache,

die Bereitstellung von Seminarräumen für Sprachkurse und die

Unterstützung des ersten in NRW für Flüchtlinge gegründeten

Fußballvereins „Hagen United“ mit der Anschaffung von Sportkleidung

sowie die Organisation einer Ringvorlesung mit dem

Titel „Flucht und Forschung: Die ‚Flüchtlingskrise‘ im Spiegel der

Wissenschaft“ mit öffentlichen Vorträgen.

Seit Oktober 2015 haben sich bundesweit bereits mehr als 400

Mediatorinnen und Mediatoren vernetzt, um in der Flüchtlingskrise

ihre Kernkompetenz ehrenamtlich zur Verfügung zu stellen:

Konflikte mit Hilfe von Moderation und Mediation zu verhindern

oder beizulegen. Sie wollen als Mitglieder im „Grünen Netz Mediation“

Unterstützung anbieten für Geflüchtete, Helfende sowie

Bürgerinnen und Bürger.

„Wir leisten als vertrauliche und neutrale Instanz einen Beitrag, um

die Flüchtlingskrise zu managen“, sagt Projektinitiatorin Prof. Dr.

Katharina Gräfin von Schlieffen. Gegründet hat sie das Grüne Netz

gemeinsam mit einer Reihe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern,

die an der FernUniversität in Hagen unter ihrer Leitung

Studienprogramme für Mediation entwickeln und anbieten.

Vielfach ist in der Flüchtlingshilfe noch unbekannt, wie effektiv

Mediation helfen kann. „Betroffene sollten nicht zögern, uns anzusprechen“,

sagt Katharina von Schlieffen. „Der Hauptvorteil der

Mediation ist, dass den Streitenden keine Lösung von außen vorgegeben

wird, sondern sie gemeinsam eine Einigung erzielen.“

Die Plattform www.gruenes-netz-mediation.de will Mediatorinnen

und Mediatoren dorthin bringen, wo sie gebraucht

werden. Zum Beispiel in Notunterkünfte, wo bei Konflikten unter

Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe an erster Stelle steht. Zu

Runden Tischen, um zu moderieren, Kontakte zu knüpfen und

Helfende zu unterstützen. Und zu Bürgerversammlungen, um

im Umfeld der Flüchtlingsunterkünfte die Ängste von Anwohnerinnen

und Anwohnern aufzugreifen.

Europäische Union

fördert EDELNet

Mit 403.555 Euro aus Mitteln des Programms „Erasmus+“ der

Europäischen Union können die Rechtswissenschaftlichen Fakultäten

der FernUniversität in Hagen, der niederländischen Open

Universiteit (OU) und der spanischen Universidad de Educación

a Distancia (UNED) ihre jahrelange Kooperation erweitern.

Unter anderem bieten sie seit 2008 ihren Bachelor-of-Laws-

Studierenden Summer Schools an. Zentrale Punkte ihrer neuen

strategischen Partnerschaft „European Distance Education in

Law Network“ (EDELNet) sind der Einsatz der modernen Fernlehre

und die Vermittlung interkultureller Kompetenzen. Dafür

wird die Zusammenarbeit bei den Bachelorstudiengängen auf

Masterstudierende und Promovierende ausgeweitet. Die Förderung

endet nach 36 Monaten am 31. August 2018.

„Erasmus+“ fördert neben der Erstellung hybrider Kursmaterialien

vor allem die Teilnahme von Studierenden an Summer Schools

und von Promovierenden an Kollegs. Auch Hochschulbeschäftigte

können damit interkulturelle Kompetenzen erwerben.


Foto: Sarah Bachner, Esselbach

Annette Hufnagl

Studium der Psychologie, Oberstudienrätin

„Parallel zu meiner beruflichen Tätigkeit als Oberstudienrätin bietet mir die

FernUni Hagen optimale Voraussetzungen für mein Zweitstudium der Psychologie.

Ich interessiere mich für das Erleben und Verhalten der Menschen und

möchte dies wissenschaftlich ergründen. In meiner Freizeit halte ich mich mit

Laufen körperlich fit. Dank der FernUni bleibe ich auch geistig in Form, denn

beim Joggen höre ich die relevanten Vorlesungen auf meinem MP3-Player.

Obwohl Hagen samt FernUni weit entfernt liegen, erkenne ich daher zumindest

alle Professorinnen und Professoren an der Stimme.“

TESTIMONIAL

37


Marion Nissen, Deutschlandstipendiatin

PARTNER

& FREUNDE

KOOPERATION l VERBUNDENHEIT l FÖRDERUNG

BOTSCHAFTEN l ERFAHRUNGSAUSTAUSCH


Deutschlandstipendium leistet Starthilfe

Das Deutschlandstipendium verschafft FernUni-Studentin Marion

Nissen große Freiheiten. Für die 43-Jährige aus Niebüll,

nahe der dänischen Grenze, ist es bereits die zweite Runde in

dem Bundesförderprogramm. Marion Nissen studiert seit vier

Semestern sehr erfolgreich Psychologie, arbeitet, engagiert

sich für ihre beiden Kinder im Teenageralter und befasst sich

seit vielen Jahren mit dem Thema „Berufliche Orientierung und

Entwicklung“ – ein voller Tagesplan. Durch das monatliche Stipendium,

das für einen Zeitraum von zwei Semestern gewährt

wird, ist die Familie etwas entlastet. Im Studienjahr 2015/16

werden insgesamt 29 Frauen und Männer an der FernUniversität

durch Deutschlandstipendien gefördert.

Die 43-Jährige erfüllt sich mit ihrem Psychologie-Studium an der

FernUniversität in Hagen einen langgehegten Traum. Marion

Nissen ist ausgebildete Hotelfachfrau, studierte Betriebswirtin,

hat einige Jahre in Mexiko gearbeitet und unterstützt zurück in

Deutschland Menschen bei ihrer beruflichen Orientierung und

Entwicklung. Mit dem Bachelor-Studium Psychologie vertieft

sie ihre fachlichen Kenntnisse wissenschaftlich. „Mich interessieren

die Berufsbiografien von Menschen. Ich möchte verstehen,

warum wir unser Potential in Bezug auf den Beruf häufig

nicht ausschöpfen. Außerdem suche ich nach Wegen, dies

doch zu erreichen.“ Marion Nissen selbst hat ihren Weg gefunden

und ihr Ziel, den Abschluss in Psychologie, fest vor Augen.

Lernen, Prüfungen ablegen, der Beruf, das Familienleben…

Der Wissensdrang und ihr Lerneifer halten Marion Nissen auf

Kurs. Zu Hause übernimmt ihr Mann häufig das Ruder. Auch

das Deutschlandstipendium sorgt für Beruhigung, insbesondere

in der Startphase der Selbstständigkeit.

„Mich motiviert das Deutschlandstipendium,

mein Studium

konsequent zu verfolgen.“

„Mich motiviert das Deutschlandstipendium, mein Studium

konsequent zu verfolgen“, sagt Marion Nissen. „In diesem

Jahr ist es sogar noch wichtiger für mich. Ich bin dabei, meine

berufliche Tätigkeit auf Selbständigkeit umzustellen, sodass

die konstante Unterstützung durch das Stipendium noch bedeutender

für meine Familie und mich geworden ist. Es erlaubt

mir, berufsbegleitend weiter zu studieren.“ Ihr Ziel ist

es – ganz ähnlich dem Angebot der FernUniversität – berufliche

Beratung und Coaching orts- und zeitunabhängig vor

allem unter Nutzung der elektronischen Medien anzubieten.

Die Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten des Studienjahres 2014/15 bei

der Unternehmensbesichtigung der Dörken-Group in Herdecke.

39


FernUni-Alumni

vergeben Stipendien

Nach wie vor ist die Gesellschaft der Freunde (GdF)

eine große Unterstützerin des Deutschlandstipendiums.

Gemeinsam mit der FernUniversität hat die

GdF erneut private Sponsoren und Unternehmen

aus der Region gewonnen, um das Förderprogramm

auszubauen. Sie geben jeweils 150 Euro monatlich,

weitere 150 Euro fließen aus dem Bundeshaushalt

dazu. „Wir freuen uns, dass wir so viele Unterstützerinnen

und Unterstützer haben, die Talente

fördern und damit Verantwortung für das Gemeinwohl

übernehmen“, sagt FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing.

Helmut Hoyer. „Besonders stolz macht uns, dass auch

Absolventen Stipendien vergeben und so ihre Verbundenheit

mit der Hochschule ausdrücken.“

Insgesamt fünf Stipendien kommen in der laufenden

Förderperiode von der Wilo-Foundation. Vier Stipendien

fließen in das Weiterbildungsangebot Interdisziplinäres

Fernstudium Umweltwissenschaften („infernum“),

das die FernUniversität gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut

UMSICHT anbietet. „Die Wilo-Foundation

hat sich entschieden, ihre Stiftungsprojekte bevorzugt

an den Unternehmensstandorten der WILO SE

durchzuführen, deren Hauptsitz in Dortmund liegt.

Dazu gehört regional betrachtet auch Hagen. Hinsichtlich

unseres inhaltlichen Stiftungsschwerpunkts

auf Umwelt- und Ingenieurswissenschaften bietet

die FernUniversität mit ,infernum‘ ein interessantes

Fernstudienangebot, das wir über die Stipendien gern

unterstützen“, sagt Stiftungsvorstand Prof. Dr. Hans-

Jörg Bullinger. „Dabei kommt der Talentförderung in

allen Förderbereichen eine besondere Bedeutung zu.“

Anfang des Jahres haben die Fördererinnen und

Förderer die Studierenden kennengelernt, die sie

unterstützen – beim alljährlichen Treffen des Fern-

Uni-Deutschlandstipendiums. „Durch diese Treffen

verbinde ich nun Gesichter mit den Namen der

Sponsoren und vor allem mit den Namen meiner

Kommilitoninnen und Kommilitonen“, sagt Marion

Nissen. „Außerdem werde ich jetzt auch von dem

Gedanken motiviert, dass die Förderer des Stipendiums

auf mich und meine Leistungen setzen.“

Sponsoren

Die Förderer für das Studienjahr 2015/16 sind: die

Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V.;

die Sparkasse Hagen; die Dörken AG, Herdecke; die

Risse + Wilke Kaltband GmbH & Co KG, Iserlohn;

die SIHK zu Hagen; der Rotary Club Hagen-Lenne;

die Wilo-Foundation, Dortmund; Klaus Oberliesen,

Hagen; Bernd Pederzani, Hagen; Hans-Rudolf Hermannsen,

Hagen; Dr. Claudio Gruler, Schweiz, und

Wulf Tiedemann, Wingst, als Absolventen der Fern-

Universität sowie zahlreiche Einzelspenden, die zu

vier Stipendien zusammengefasst wurden.

Wissenschaftlicher

„Tatort“ in Coesfeld

Für Wissenschaft begeistern, zum Nachdenken über Aktuelles und Grundsätzliches

anregen: Diese Ziele hat sich die BürgerUniversität Coesfeld seit ihrer Gründung

im Jahre 2006 gesetzt – und auch erreicht. Denn regelmäßig sind ihre

öffentlichen Vorträge „ausgebucht“. Seit 2013 ist Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke

für die BürgerUni verantwortlich, sie leitet die „Ernsting’s family Junior-Stiftungsprofessur

für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften“.

Die Juniorprofessur wurde der FernUniversität in Hagen von der Coesfelder

EHG Service GmbH – Muttergesellschaft der Firma Ernsting’s family – gestiftet.

Die BürgerUni Coesfeld bringt jeweils bis zu 100 wissenschaftlich interessierten

Bürgerinnen und Bürgern in der Region aktuelle Diagnosen und Fragen

zur Zukunft der Gesellschaft näher. Vor allem aus soziologischem Blickwinkel,

aber nicht nur. So sprachen 2015 auch Fachleute der FernUniversität wie anderer

Einrichtungen aus Geschichte, Medizin, Theater- und Film- sowie Medienwissenschaft

in Coesfeld. Ihre Themen reichten von Fragen nach Familie und

Genderdiskursen über den langen Weg der mentalen Wiedervereinigung und

europäischer Identitäten bis hin zu Stasi-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern

und der Liebe im Zeitalter des Internet. Die bundesdeutsche Kulturgeschichte

wurde am Beispiel der Krimi-Reihe „Tatort“ verdeutlicht.

Neue interessante Impulse wird die BürgerUni, die unter dem Dach des Hagener

Forschungsdialogs der FernUniversität stattfindet, durch das Promotionskolleg

des Instituts für Soziologie erhalten: Die Promovierenden werden ihre Ergebnisse

ebenfalls in der BürgerUni im Coesfelder „WBK – Wissen Bildung Kultur“

vorstellen. In diesem Bildungs- und Kulturzentrum ist auch das Regionalzentrum

Coesfeld der FernUniversität ansässig, das die Veranstaltungsreihe organisiert.

http://www.fernuni-hagen.de/soziologie/lng/

40

PARTNER & FREUNDE


AXEL DÖRING

Studium der Wirtschaftswissenschaft,

Deutschlandstipendium

„Nach dem Abitur habe ich lange im Ausland gearbeitet. Um mich beruflich weiterzubilden,

wollte ich noch studieren. Ich habe mich für ein Fernstudium entschieden,

da ich so weiter im Ausland leben kann. Außerdem lerne ich sowieso

lieber autodidaktisch. Die FernUniversität in Hagen war für mich die erste Wahl:

Das breitgefächerte Modulangebot und die Qualität der Studienunterlagen haben

mich sofort überzeugt. Für die Möglichkeit, meine Zeit flexibel einzuteilen,

beneiden mich mittlerweile auch Freunde, die an Präsenzuniversitäten studieren.“

TESTIMONIAL

41


Gesellschaft der Freunde

der FernUniversität e.V.

„Potentiale müssen gefördert werden“

FernUniversität: Frau Quiring-Perl, Sie waren 44 Jahre

lang Lehrerin. Weiterbildung ist einer ihrer politischen Schwerpunkte

als Kommunalpolitikerin in Neuss. Warum?

Angelika Quiring-Perl: Sich während des ganzen Lebens

weiterzubilden, ist wichtig, um nicht stehenzubleiben. Für den

einzelnen Menschen, die Wirtschaft und die Gesellschaft. Als

Lehrerin habe ich gesehen, wie junge Menschen erkannt haben,

wofür Schule gut ist, und was sie dann aus sich gemacht

haben. So etwas höre ich auch oft von Alumni der FernUniversität:

Sie haben ihr Studium gepackt, so anstrengend es auch

war. Sie haben mehr geleistet, als sie sich selbst je zugetraut

hätten. So konnten sie sich beruflich und persönlich weiterentwickeln.

Solche Potentiale müssen entdeckt und gefördert werden. Das

motiviert mich – und deshalb macht Weiterbildungspolitik Spaß!

FernUniversität: Welche Bedeutung hat die FernUniversität

für die Standorte ihrer Regionalzentren?

Angelika Quiring-Perl: Junge Leute, die zum Studieren

weggehen, sind für die Unternehmen ihrer Heimatstadt oft verloren.

In Neuss hilft es uns sehr, wenn wir sagen können: „Arbeite

hier, und studiere an der FernUni!“ Über berufstätige Fernstudierende

fließt Wissenschaft direkt in Neusser Unternehmen.

FernUniversität: Sie haben sich sehr dafür eingesetzt,

dass das Neusser Regionalzentrum ins neue Romaneum einziehen

konnte.

Angelika Quiring-Perl: Das Regionalzentrum betreut mit

seinen angeschlossenen Studienzentren heute 5.200 Studierende.

An seinem früheren Standort war es nicht angemessen untergebracht.

Im Romaneum im Herzen der Stadt, nahe dem Hafen,

steht es im Blick der Wirtschaft. FernUni, VHS und Musikschule

kooperieren hier und entwickeln sich alle drei prächtig.

Das Renommee, das die FernUniversität hier hat, zeigt sich

auch darin, dass die Stadtwerke Neuss gerne meinem Vorschlag

gefolgt sind und alle zwei Jahre eine hervorragende

Abschlussarbeit mit Bezug zur Praxis auszeichnen.

FernUniversität: Welche Rolle spielt die Gesellschaft der

Freunde vor Ort?

Angelika Quiring-Perl: Die Freundesgesellschaft unterstützt

die FernUniversität in vielfältiger Weise, unter anderem

bei Veranstaltungen. Davon profitieren nicht zuletzt die Regional-

und Studienzentren und die Städte. In Neuss ist die GdF

Eine Partnerin, auf die sie sich verlassen kann, ist

für die FernUniversität die Gesellschaft der Freunde

der FernUniversität e.V. (GdF) mit ihren über

1.200 Mitgliedern. Seit ihrer Gründung 1978 hat

sie die Hagener Hochschule mit mehr als zwei

Millionen Euro unterstützt. In Neuss ist Angelika

Quiring-Perl (69) „das Gesicht“ der FernUni-

Freunde. Seit dem Jahr 2000 ist sie Mitglied in

deren Vorstand. Ihr besonderes Anliegen sind hier

die Regional- und Studienzentren. Im Kommunalen

Beirat der Hagener Hochschule engagierte

sie sich als stellvertretende Vorsitzende. Dem Rat

der Stadt Neuss gehört Angelika Quiring-Perl seit

1979 an, sie war 15 Jahre Erste Stellvertretende

Bürgermeisterin. Auch im Kreistag des Rhein-

Kreises Neuss engagierte sie sich seit 25 Jahren.

ebenfalls von Anfang an eine wichtige Stütze des Regionalzentrums,

das über die Studienveranstaltungen hinaus auch

das wissenschaftliche und kulturelle Leben bereichert.

FernUniversität: Und was ist die Freundesgesellschaft für

Sie selbst?

Angelika Quiring-Perl: Wichtig ist die GdF für mich als

Netzwerk: Hier habe ich Menschen kennengelernt, die aus

Überzeugung mitmachen. Sie sind in ihren Städten und Regionen

FernUni-Botschafter“, das erleichtert der Freundesgesellschaft

zum Beispiel die Einwerbung von Deutschlandstipendien.

Auch im Neusser Partnerkreis weiß man, wie wichtig die FernUni

und ihre Freunde hier sind. Mein Vorschlag, Mitglied in der GdF

zu werden, ist hier schon auf offene Ohren gestoßen.

42

PARTNER & FREUNDE


Zahlen und Fakten zur GdF

Gründung: 20. Oktober 1978

Vorsitzender: Frank Walter, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse

Hagen

Ehrenvorsitzender: Dr. Dr. h.c. Jörn Kreke, Hagen

Stellvertretender Vorsitzender: Bernd Pederzani, Hagen

Geschäftsführer: Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick, Hauptgeschäftsführer

der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu

Hagen

Schatzmeister: Dr. Kai Wilke, Geschäftsführer der Firma Risse

und Wilke Kaltband GmbH & Co. KG

Weitere Vorstandsmitglieder: Prof. Dr.- Ing. Helmut Hoyer,

Rektor der FernUniversität (bis 1. März 2016); Regina Zdebel,

Kanzlerin der FernUniversität; Erik O. Schulz, Oberbürgermeister

der Stadt Hagen; Harald Rutenbeck, Präsident der Südwestfälischen

Industrie- und Handelskammer zu Hagen; Klaus Hacker,

Hagen; Daniel George, AStA-Vorsitzender; Angelika Quiring-

Perl, Stadt Neuss; Ivo Grünhagen, Hagen; Dr. Marcus Schölling,

Bundesnetzagentur; Robert Sindermann, Sprecherin des Absolventenkreises

Mitglieder (Stand Dezember 2015): 1.242 (89 Institutionen

und Unternehmen, 21 Kommunen, 1.132 Einzelpersonen, davon

sind 883 Absolventen)

Gesamtfördervolumen seit 1978: ca. 2.050.000 Euro

Kontakt:

Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V.

Geschäftsstelle

58084 Hagen

E-Mail: freunde@fernuni-hagen.de

Web: http://e.feu.de/freunde

Angelika Quiring-Perl im Regionalzentrum Neuss mit Gabriele Pucher, Leiterin des Regionalzentrums Neuss

43


ALUMNI

ALMA MATER l austausch l UNTERSTÜTZUNG l Netzwerke

Community l Kooperation l VERBUNDENHEIT

Nikoletta Karampetsou, Absolventin der FernUniversität aus Griechenland


Eng verbunden

mit der FernUniversität

Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen der FernUniversität in Hagen wächst stetig.

Immer mehr von ihnen vernetzen sich im Absolventenkreis der Gesellschaft der Freunde

der FernUniversität e.V. An den Standorten verschiedener Regionalzentren gibt es lokale

Gruppen des Absolventenkreises. Auch im Jubiläumsjahr 2015 wurden viele Aktivitäten für

und von Absolventinnen und Absolventen angeboten. Vom Homecoming bis zum Besuch

des Stasi-Archivs: Für jede und jeden war etwas dabei!

Zurück zur Alma Mater

Premiere hatte das Homecoming im Rahmen des Campusfestes,

zu dem die FernUniversität ihre Absolventinnen und

Absolventen im Juni einlud. Rund 70 Besucher konnte Rektor

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer in Hagen begrüßen.

Die ehemaligen Studierenden bekamen ein exklusives Programm

geboten, zu dem auch ein wissenschaftlicher Vortrag über „Familie

und Verwandtschaft“ gehörte. Während des Campusfestes

konnten sie sich ausführlich über ihre Erfahrungen während und

nach dem Studium austauschen. Am darauffolgenden Samstag

blieb während der Stadtrundfahrt durch Hagen auf den Spuren

des Jugendstils Zeit zum Netzwerken.

Die wohl weiteste Anreise hatte Nikoletta Karampetsou: Sie

kam aus Griechenland, um ihre Universität zu besuchen.

„Das Studium an der FernUniversität war für mich eine Herzensangelegenheit“,

sagt sie. In Griechenland arbeitet sie als

Deutschlehrerin an Grundschulen. In Hagen hat sie deutsche

Literatur und Erziehungswissenschaft studiert und im vergangenen

Jahr ihren Magister-Abschluss gemacht. „Ich bin allen

an der FernUniversität dankbar, denn ich habe hier sehr viel

Unterstützung bekommen. Die FernUniversität ist sehr eng

mit meinem Leben verbunden, und ich bin stolz darauf, hier

studiert zu haben.“

Das Homecoming machte vor allem deutlich, dass die Absolventinnen

und Absolventen mit der FernUniversität verbunden

sind – auch noch viele Jahre nach einem Abschluss. „Wir kommen

gern wieder“, so verabschiedeten sich viele.

ALUMNI

45


Kunst der Kommunikation

Im Oktober 2015 hatte der Absolventenkreis der Freundesgesellschaft

seine Mitglieder zum Workshop „Sicher und

gekonnt kommunizieren im Beruf“ auf den FernUni-Campus

eingeladen.

Das berühmte Credo des Kommunikationswissenschaftlers Paul

Watzlawick „Man kann nicht nicht kommunizieren!“ war eine

Kernaussage der Kommunikationsberaterin Christina Budde.

Sicher und gekonnt mit Kundinnen, Kunden, Kolleginnen, Kollegen,

Vorgesetzten oder Mitarbeitenden zu kommunizieren ist

für Zielerreichung und Zusammenarbeit wichtig. Daher bestimmt

Kommunikation einen großen Teil der Arbeitszeit. Der Workshop

zeigte, wie die „Kunst der Kommunikation“ gelingen kann.

Lokal aktiv

Die lokale Gruppe Berlin bot auch 2015 den Berliner Alumnae, Alumni und Studierenden wieder ein attraktives Programm:

Im April ging es zur Verkehrsregelungszentrale (VKRZ) und zum Verkehrsinformationszentrum (VIZ) im ehemaligen

Flughafen Tempelhof. Im September stand dann eine Führung durch das Stasi-Archiv auf dem Programm. Den

Abschluss bildete eine Exkursion zur Alliierten Kommandantur im November.

Auch die Coesfelder Gruppe des Absolventenkreises trifft sich regelmäßig zu gemeinsamen Unternehmungen. 2015

besichtigten die Absolventinnen und Absolventen den Bio-Großhandel Weiling und organisierten für ihre Mitglieder die

Fahrt zum Homecoming nach Hagen.

Alle Aktivitäten ob in Hagen oder an den Standorten der Regionalzentren zeigen: Die FernUniversität ist ganz nah

und bleibt ganz nah.

46

ALUMNI


Edwin Lock

Studium der Mathematik, Musikwissenschaftler,

Deutschlandstipendium

„Der Start in mein Fernstudium war ein Experiment für mich. Ich wollte nach

meinem musikwissenschaftlichen Abschluss einen neuen Fachbereich erkunden.

Die FernUniversität hat meine Erwartungen von Anfang an bei weitem

übertroffen. Das bestätigt sich jedes Semester von neuem und liegt vor allem

an den offenen und zugänglichen Lehrenden sowie an meinen engagierten

Mitstudenten. Die FernUni Hagen ist für mich keine berufliche Qualifikation

per se, sondern ein Tor zu neuen Zukunftsperspektiven – und auf diese Weise

für mich unabdingbar geworden.”

TESTIMONIAL


Stimmungsvolle Feiern

Absolventinnen und Absolventen wurden im vergangenen Jahr in verschiedenen Regionalzentren geehrt. Hier finden Sie Eindrücke von den Feiern.

Hagen / 8. Mai

Hagen / 8. Mai

Hagen / 29. Mai

Hagen / 29. Mai

Stuttgart / 3. Juli

Foto: Harald H. Beck

48

ALUMNI


Frankfurt / 17. Juli

Neuss / 4. September

Foto: Bernd Roselieb

Hamburg / 23. Oktober Dies Academicus / 13. November Leipzig / 4. Dezember

Foto: Carolin Thiersch

Foto: Stefan Schmidt

München / 6. November

Foto: Klaus D. Wolf

ALUMNI

49


ABSOLVENTENZAHLEN*

Herzlichen Glückwunsch! 2.949 Studierende haben im Jahr 2015 erfolgreich ihr Studium an der FernUniversität in Hagen

beendet. Ihr Universitätszeugnis ist nicht nur der Nachweis ihrer akademischen Qualifikation. Die meisten von ihnen haben

ihr Fernstudium neben dem Beruf, der Familienarbeit oder anderen Verpflichtungen gemeistert. Der Studienabschluss

ist damit auch der beste Beweis für großen Ehrgeiz, ein hohes Maß an Motivation und starkes Durchhaltevermögen.

ABSOLVENTINNEN / ABSOLVENTEN 2002–2015

2000

WS

SS

Gesamt:

3.128

1500

Gesamt:

2.487

Gesamt:

2.949

Gesamt:

1.996

Gesamt:

2.090

1000

500

Gesamt:

928

Gesamt:

983

Gesamt:

1.187

Gesamt:

1.161

Gesamt:

1.365

Gesamt:

1.525

Gesamt:

1.735

Gesamt:

1.327

Gesamt:

1.808

458 470 513 470 584 603 578 583 714 651 780 745 776 959 899 1.097 520 807 901 907 966 1.124 1.102 1.385 1.6691.459 1.4251.524

0

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

ALUMNI

* inklusive Weiterbildungsmaster


ANZAHL DER ABSOLVENTINNEN / ABSOLVENTEN 2015 NACH BUNDESLÄNDERN BZW. AUSLAND

Abschlüsse Prüfungsjahr 2015 (inkl. Weiterbildungsmaster) nach Bundesländern bzw. Ausland

828

800

750

700

gesamt

2.949

650

600

550

500

482

450

400

350

300

311

250

246

200

150

192

179 174

100

50

42

23

104

16

99

31

97

26

66

33

0

51

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Ausland


ABSOLVENTENZAHLEN

ABSOLVENTINNEN / Absolventen 2015 NACH FAKULTÄTEN und geschlecht

1000

800

600

400

200

0

325 925 284 39

611 469 136 160

Kultur- und Sozialwissenschaften

Mathematik

und Informatik

Wirstschaftswissenschaft

Rechtswissenschaft

Gesamt: 1.250 Gesamt: 323

Gesamt: 1080

Gesamt: 296

ALUMNI


53


Promotionen der Fakultät für Kultur- und

Sozialwissenschaften 01.10.2014 –30.09.2015

Promotionen der Fakultät für Mathematik

und Informatik 01.10.2014 –30.09.2015

Carstens, Reinhard

Arbeit und Arbeitsverhältnisse in der Deutschen Südsee

Daniel, Anna

Religion von den Grenzen her denken. Postkoloniale Konfrontation des religionssoziologischen Diskurses

Dirksen, Annegret Liddy

Religionsfreiheit in Ungarn. Verfassungspolitik und -wirklichkeit am Beispiel kleiner Religionsgemeinschaften

in Ungarn 1845 – 1945 unter besonderer Berücksichtigung der Horthy-Zeit

Eisenhauer, Monika

Monastische Reformen des 15. Jahrhunderts als Mittel zur Konstruktion und Konsolidierung von Recht,

Staat und Verfassung. Die Umsetzung theoretischer Entwürfe im Sinne von Thomas von Aquin

Gonschior, Björn

Lernverhalten und Studienerfolgsprädiktion bei Fernstudierenden. Eine explorative empirische Untersuchung

mit Studierenden des Studiengangs B.Sc. Psychologie der FernUniversität in Hagen

Hamp, Andrea

Der praktische Sinn in wissenschaftlichen Diskussionen. Toposanalyse einer soziologischen Theoriendebatte

Heiser, Patrick

Kirchliche Sozialformen im Wandel. Transformationsprozesse im Mehr-Ebenen-System Kirche am Beispiel

katholischer Liturgie

Lotz-Schmitt, Katharina

Dyadisches Fremdgruppenhelfen – Die Einflüsse interkultureller Unähnlichkeit und positiver Eigenschaften

des Hilfeempfängers auf empathiegeleitetes Helfen

Süß, Klaus

Nichtverbreitung von Nuklearwaffen – Eine Untersuchung der Governance-Strukturen im Problemfeld der

nuklearen Nichtverbreitung

Zaak, Armin

Deutungsmuster des Populismus. Eine vergleichende Analyse des Framings populistischer Parteien in der

Regierungsverantwortung in Österreich, Schweiz und Deutschland 1985–2013

Promotionen

Buhl, Sven

Prüfung der Biokompatibilität von Implantatwerkstoffen mit Methoden der digitalen Bildverarbeitung

Dannheim, Clemens

The Vehicle as Mobile Sensor in a Collaborative Network

Edelmann, André

Ausbreitung von optischen und THz-Plasmonen auf planaren und zylindrischen Wellenleitern

Gerke, Sebastian

Wechselwirkung von Morphologie und Wasserstoff in passivierendem amorphem Silizium

Hanspach, Michael

Novel Attack Patterns and Protection Measures for Computing in High-Security Environments

Schreiber-Prillwitz, Wolfgang

Design Approach and Realization of Integrated Silicon Piezoresistive Pressure Sensors for a Wide Range of

Applications

Szeifert, Zoltan

Deflection Queuing. Preventing Head-of-Line Blocking in Communication Network Switches

Thies, Andreas

Constraintbasierte Refaktorisierung von Deklarationen in JAVA

Promotionen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

01.10.2014 –30.09.2015

Dellnitz, Andreas

Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen in der DEA – Von der Selbst- zur Kreuzbewertung

Derler, Andrea

The Ideal Employee – The influence of work context, personality and organizational culture on leaders’

prototypical implicit follower theories

Frieling, Melanie

Die Familienstiftung als Gestaltungsinstrument im Rahmen der Unternehmensnachfolge – Eine steuerplanerische

Untersuchung


Gralke, Hans-Jürgen

Universitätsmanagement und universitäre Individualität

Heinrichs, Katrin

Positive Trend Inflation in the New Keynesian Model – An analysis considering different forms of statedependent

price-setting frequency and different versions of the Taylor rule

Hetmank, Maik

Kompatibilitätsanreize und Effizienz bei Multihoming in Märkten mit direkten Netzeffekten

Julmi, Christian

Atmosphären in Organisationen

Klee, Christina

Interdependenzen am Finanzmarkt – Eine modellgestützte Untersuchung der Preisbeziehung zwischen

originären und unbedingten derivativen Finanztiteln

Krüger, Kathrin

Jahresabschlusspolitik – Analyse, Beurteilung und zielgerichteter Einsatz von Aktionsparametern im Einzelabschluss

nach HGB

Lehmann, Erik

Zur Entgeltregulierung der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer

Möcker, Michael

Ambiguitätsaversion und Zeitinkonsistenz in Prinzipal-Agent-Beziehungen

Nadzeika, Arwed

Die Bedeutung sozialer Einflussfaktoren für die Stabilität von Dienstleistungsbeziehungen – eine netzwerkanalytische

Betrachtung

Promotionen der Rechtswissenschaftlichen

Fakultät 01.10.2014 –30.09.2015

Böttger, Lutz

Die Entwicklung des Strafprozessrechts von 1964 bis in die 1980er Jahre

Dauner, Friedrich

Qualitätssicherung der Mediation im Spannungsfeld von Markt und Regulierung

Firgt, René

Strukturelle Analyse des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts anhand des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung

Gunia-Hennecken, Birgit

Mediation und Geschäftsfähigkeit – Die Wirksamkeit von Erklärungen im Mediationsverfahren

Khalilzadeh, Rassul E.

Zivilrechtlicher Rechtsschutz bei fehlerhaften Angebotsunterlagen

Piecha, Sebastian

Die Rettungsmaßnahmen zugunsten zahlungsunfähiger EU-Mitgliedstaaten

Schnabel, Julia

Der Aufsichtsrat – Kontrollorgan oder (Mit)geschäftsführungsorgan?

Schuffelen, Andreas

Die verschuldensunabhängige Haftung des Arbeitgebers

Schröder, Axel

Verrechnungspreise in Kreditinstituten – Eine empirische Analyse

Serejenkov, Michael

Zukunftsgerichtete Effizienzbewertung mittels der Data Envelopment Analysis

Zimmermann, Mario

Die Fairness Opinion in Deutschland im Spannungsfeld von Anspruch, Fähigkeit und Wirklichkeit

55


DATEN und

FAKTEN

STAATSANGEHÖRIGKEITEN 2013/14 2014/15 2015/16

deutsche 78.736 68.836 67.944

ausländische insgesamt 8.153 7.420 7.567

davon europäische 7.280 6.647 6.753

AKTUELLER WOHNORT

HOCHSCHULE

STUDIERENDE IM WS 2013/14 2014/15 2015/16

in Deutschland 80.163 70.189 69.481

im Ausland insgesamt 6.726 6.067 6.030

davon in Europa 5.973 5.401 5.402

STUDIERENDE INSGESAMT 88.168 77.395 76.689

(INKL. BEURLAUBTE)

STUDIERENDE AKTIV 86.889 76.256 75.511

(OHNE BEURLAUBTE)

ABSCHLÜSSE 2013 2014 2015

2.487 3.128 2.949

NACHFOLGENDE ZAHLEN OHNE BEURLAUBTE

Männer 53% 53% 53%

Frauen 47% 47% 47%

Studierende in Studiengängen 79.518 69.657 68.291

Akademiestudierende 4.361 3.818 4.440

Weiterbildungsstudierende 3.010 2.781 2.780

HOCHSCHULPERSONAL 1 Vollzeitäquivalente 2 Kopfzahlen

Besetzung zum 01.10.2015

Hauptamtliche Rektoratsmitglieder 2 2

davon Frauen 1 1

IMMATRIKULIERT IN DEN FAKULTÄTEN

Kultur- und Sozialwissenschaften 40% 40% 40%

Mathematik und Informatik 14% 14% 14%

Wirtschaftswissenschaft 34% 34% 34%

Rechtswissenschaftliche Fakultät 12% 12% 12%

berufstätig ca. 80% ca. 80% ca. 80%

bereits zuvor abgeschlossenes Studium 42% 42% 42%

Altersschwerpunkt 29–35 Jahre 29–35 Jahre 29–35 Jahre

Professuren / Lehrstühle* 87 87

davon besetzte W2/3-Lehrstühle (ohne Fraunhoferprofessur) am Stichtag (85) (85)

davon Frauen (20) (20)

davon eine Fraunhoferprofessur (1) (1)

Stiftungs-Juniorprofessur -W1- 1 1

davon Frauen 1 1

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter 364,53 422

davon Frauen 145,64 175


Wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte 89,52 319

davon Frauen 49,66 173

Mentorinnen / Mentoren 18,91 298

davon Frauen 5,90 89

Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter 600,93 706

in Verwaltung und Technik

davon Frauen 388,04 477

Gesamtes Hochschulpersonal** 1.163,89 1.835

davon Frauen*** 591,24 916

Legende für alle Tabellen auf den Seiten 56 – 61

(*) W2 / W3 besetzungsunabhängig, inkl. 1x Fraunhoferprofessur

(**) IST-Besetzung zzgl. Anzahl aller besetzungsunabhängig aufgeführten Lehrstühle.

(***) Aufgrund der besetzungsunabhängigen Auflistung der Professuren/Lehrstühle bezieht sich der ausgewiesene

Frauenanteil ausschließlich auf die IST-Besetzung (ohne Klammerzusatz).

(****) W2 / W3 besetzungsunabhängig gem. HEP 2020

(*****) W2 / W3 besetzungsunabhängig inkl. 1 x FhG gem. HEP 2020

1 Angabe der Beschäftigten ohne externe Lehrbeauftragte und Gastwissenschaftler/Innen; inkl. der Auszubildenden.

Es wurden nur aktive Beschäftigte ausgewiesen; (Sonder-)beurlaubte Beschäftigte sind nicht mitgezählt worden.

Finanzierung aus laufendem Landeszuschuss, Sonderzuweisungen des Landes wie Hochschulpakt 2020 I und II,

sowie Dritt- und Weiterbildungsmitteln.

Haushalt 2015

ERTRÄGE / EINNAHMEN

91 Mio. Euro

darin enthalten

laufender Landeszuschuss

62,5 Mio. Euro

Einnahmen aus Gebühren und sonstigen Einnahmen 6

24,4 Mio. Euro

Beiträge Dritter / Weiterbildung

4,1 Mio. Euro

2 VZÄ = Vollzeitäquivalent, das sich aus individueller Arbeitszeit im Verhältnis zur gesetzlichen (Beamte 39–41 h) oder

tarifrechtlichen Wochenarbeitszeit (Angestellte 39,83 h) berechnet. Nebenberuflich Beschäftigte werden ins Verhältnis

zur tarifrechtlichen Wochenarbeitszeit gesetzt. Mentorinnen und Mentoren haben i.d.R. Verträge im Sinne von

Nebenbeschäftigungen im durchschnittlichen Umfang von 3 h/Woche.

3 Die Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften betreut die Studierenden überwiegend virtuell durch wissenschaftliche

Online-Tutor/innen (WOT´s), die im Rechtsverhältnis von wissenschaftlichen Hilfskräften beschäftigt werden.

Darüber hinaus werden studentische Präsenztutorinnen und -tutoren sowie vereinzelt wissenschaftliche Hilfskräfte zur

Durchführung von Präsenzveranstaltungen eingesetzt.

SONSTIGE TEMPORÄRE ZUSCHÜSSE DES LANDEs

(NICHT IN DEN ERTRÄGEN / EINNAHMEN ENTHALTEN)

Hochschulpakt

sonstige Zuschüsse

5,7 Mio. Euro

4,4 Mio. Euro

1,3 Mio. Euro

4 Kopfzahlen

5 Fallzahlen

6 1 inkl. 5 Mio. Euro aus Auflösung einer Finanzanlage

57


DATEN und

FAKTEN

Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter in Verwaltung und Technik 28,16 37

davon Frauen 24,16 33

Gesamtes Hochschulpersonal in der Fakultät KSW 233,21 385

davon Frauen 146,55 253

STUDIERENDE IM WS 2013/14 2014/15 2015/16

FAKULTÄTEN

FAKULTÄT FÜR KULTUR- UND SOZIALWISSENSCHAFTEN

Zum Stichtag 01.10.2015 ist die Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften wie nachfolgend aufgeführt

besetzt:

Hochschulpersonal 1 Vollzeitäquivalente 2 Kopfzahlen

Gemäß des Hochschulentwicklungsplans 2020 verfügt die Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften

(KSW) über 33**** eingerichtete Professuren / Lehrstühle.

besetzte Professuren / Lehrstühle 33 33

davon Frauen 13 13

davon W3 / W2-Professuren / Lehrstühle (29) (29)

davon Frauen (12) (12)

davon Professur- / Lehrstuhlvertretungen (4) (4)

davon Frauen (1) (1)

Stiftungs-Juniorprofessur - W1- 1 1

davon Frauen 1 1

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter 119,07 143

davon Frauen 73,04 88

Wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte 51,98 171

davon Frauen 35,35 118

in Studiengängen 4 32.411 28.872 28.348

Akademiestudierende 4 1.421 1.334 1.564

Weiterbildungsstudierende 4 735 602 617

GESAMT 34.567 30.808 30.529

in Bachelorstudiengängen 5 28.934 25.987 25.444

in Masterstudiengängen 5 3.385 3.574 3.663

in auslaufenden Studiengängen 5 1.163 233 179

Studienanfänger/Innen 2.286 1.839 1.621

Studienfachanfänger/Innen 5 6.824 5.685 5.036

mit Anschrift in Deutschland 31.303 27.906 25.671

mit Anschrift im Ausland 3.264 2.902 2.677

ABSOLVENTINNEN / ABSOLVENTEN 2013 2014 2015

Bachelor 623 827 1.004

Master 122 147 218

Magister 4 132 354 1

Weiterbildende Masterabschlüsse 5 32 80 27

GESAMT 915 1.453 1.250

Promotionen 17 18 11

Habilitationen 2 0 0

Mentorinnen / Mentoren 3 0 0

davon Frauen 0 0


FAKULTäT FüR MATHEMATIK UND INFoRMATIK

STUDIERENDE IM WS 2013/14 2014/15 2015/16

Zum Stichtag 01.10.2015 ist die Fakultät für Mathematik und Informatik wie nachfolgend aufgeführt

besetzt:

Hochschulpersonal 1 Vollzeitäquivalente 2 Kopfzahlen

Gemäß des Hochschulentwicklungsplans 2020 verfügt die Fakultät für Mathematik und Informatik

(MI) über 23***** eingerichtete Professuren / Lehrstühle.

Besetzte Professuren / Lehrstühle 23 23

davon Frauen 2 2

davon W3 / W2-Professuren / Lehrstühle (21) (21)

davon Frauen (2) (2)

davon Fraunhoferprofessur (1) (1)

davon Frauen (0) (0)

davon Professur- / Lehrstuhlvertretungen (1) (0)

davon Frauen (0) (0)

in Studiengängen 4 10.913 9.209 9.084

Akademiestudierende 4 968 809 902

Weiterbildungsstudierende 4 468 489 502

GESAMT 12.349 10.507 10.488

in Bachelorstudiengängen 5 6.543 6.016 6.154

in Masterstudiengängen 5 2.008 1.890 1.963

in auslaufenden Studiengängen 5 2.752 1.604 1.292

in Zusatz- und Ergänzungsstudiengängen 5 22 13 9

Studienanfänger/Innen 373 289 291

Studienfachanfänger/Innen 5 1.544 1.244 1.243

mit Anschrift in Deutschland 11.276 9.574 8.251

mit Anschrift im Ausland 1.073 933 833

Stiftungs-Juniorprofessur - W1- 0 0

davon Frauen 0 0

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter 60,35 63

davon Frauen 8 8

Wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte 13,34 43

davon Frauen 5,52 17

Mentorinnen / Mentoren 3,72 51

davon Frauen 1,65 13

Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter in Verwaltung und Technik 39 45

davon Frauen 24,50 30

Gesamtes Hochschulpersonal in der Fakultät MI 139,41 225

davon Frauen 41,67 70

ABSOLVENTINNEN / ABSOLVENTEN 2013 2014 2015

Bachelor 64 72 76

Master 212 269 211

Diplomabschlüsse 35 36 36

Diplomabschlüsse

in Zusatz- und Ergänzungsstudiengängen - - -

sonstige Abschlüsse

in Zusatz- und Ergänzungsstudiengängen 8 1 -

GESAMT 319 378 323

Promotionen 11 9 11

Habilitationen 0 0 0

59


DATEN und

FAKTEN

Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter in Verwaltung und Technik 27,32 30

davon Frauen 25,32 28

Gesamtes Hochschulpersonal in der Fakultät WiWi 184,20 405

davon Frauen 70,84 146

STUDIERENDE IM WS 2013/14 2014/15 2015/16

FAKULTÄTEN

FAKULTÄT FÜR Wirtschaftswissenschaft

Zum Stichtag 01.10.2015 ist die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft wie nachfolgend aufgeführt

besetzt:

Hochschulpersonal 1 Vollzeitäquivalente 2 Kopfzahlen

Gemäß des Hochschulentwicklungsplans 2020 verfügt die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft (WIWI)

über 20**** eingerichtete Professuren / Lehrstühle.

besetzte Professuren / Lehrstühle 20 20

davon Frauen 2 2

davon W3 / W2-Professuren / Lehrstühle (20) (20)

davon Frauen (2) (2)

davon Professur- / Lehrstuhlvertretungen (0) (0)

davon Frauen (0) (0)

Stiftungs-Juniorprofessur - W1- 0 0

davon Frauen 0 0

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter 113,50 131

davon Frauen 35,21 42

Wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte 12,50 54

davon Frauen 5,23 23

in Studiengängen 4 27.992 24.480 23.850

Akademiestudierende 4 1.338 1.183 1.441

Weiterbildungsstudierende 4 423 319 325

GESAMT 29.753 25.982 25.616

in Bachelorstudiengängen 5 16.782 14.835 14.397

in Masterstudiengängen 5 6.150 6.024 6.426

in auslaufenden Studiengängen 5 5.622 4.140 3.551

in Zusatz- und Ergänzungsstudiengängen 5 5 4 5

Studienanfänger/Innen 1.542 1.290 1.159

Studienfachanfänger/Innen 5 4.606 3.975 3.645

mit Anschrift in Deutschland 27.671 24.022 22.090

mit Anschrift im Ausland 2.082 1.960 1.760

ABSOLVENTINNEN / ABSOLVENTEN 2013 2014 2015

Bachelor 401 504 537

Master 194 234 313

Diplomabschlüsse 304 238 159

Diplomabschlüsse

in Zusatz- und Ergänzungsstudiengängen 32 13 32

sonstige Abschlüsse

in Zusatz- und Ergänzungsstudiengängen 5 5 1

Weiterbildende Masterabschlüsse 51 32 38

GESAMT 987 1.026 1.080

Mentorinnen / Mentoren 10,88 170

davon Frauen 3,08 51

Promotionen 12 9 15

Habilitationen 0 0 1


RECHTSwISSENSCHAFTLICHE FAKULTäT

STUDIERENDE IM WS 2013/14 2014/15 2015/16

Zum Stichtag 01.10.2015 ist die Fakultät für Rechtswissenschaft wie nachfolgend aufgeführt besetzt:

Hochschulpersonal 1 Vollzeitäquivalente 2 Kopfzahlen

Gemäß des Hochschulentwicklungsplans 2020 verfügt die Rechtswissenschaftliche Fakultät (REWI)

über 11**** eingerichtete Professuren / Lehrstühle.

Besetzte Professuren / Lehrstühle 10 10

davon Frauen 3 3

davon W3 / W2-Professuren / Lehrstühle (9) (9)

davon Frauen (3) (3)

davon Professur- / Lehrstuhlvertretungen (1) (1)

davon Frauen (0) (0)

Stiftungs-Juniorprofessur - W1- 0 0

davon Frauen 0 0

in Studiengängen 4 8.202 7.096 7.009

Akademiestudierende 4 366 322 305

Weiterbildungsstudierende 4 1.283 1.254 1.206

GESAMT 9.851 8.672 8.520

in Bachelorstudiengängen 5 7.199 6.177 6.116

in Masterstudiengängen 5 1.122 1.053 1.064

in auslaufenden Studiengängen 5 180 101 72

Studienanfänger/Innen 271 216 217

Studienfachanfänger/Innen 5 1.187 1.120 1.043

mit Anschrift in Deutschland 9.566 8.426 6.808

mit Anschrift im Ausland 285 246 201

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter 39,89 51

davon Frauen 17,39 24

ABSOLVENTINNEN / ABSOLVENTEN 2013 2014 2015

Wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte 8,58 37

davon Frauen 2,84 13

Mentorinnen / Mentoren 4,22 76

davon Frauen 1,17 25

Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter in Verwaltung und Technik 11,50 15

davon Frauen 9,00 12

Gesamtes Hochschulpersonal in der Fakultät ReWi 74,19 189

davon Frauen 33,40 77

Bachelor 102 107 102

Master 57 45 45

sonstige Abschlüsse

in Zusatz- und Ergänzungsstudiengängen 7 5 8

Weiterbildende Masterabschlüsse 100 114 141

GESAMT 266 271 296

Promotionen 17 10 8

Habilitationen 1 1 0

61


STUDIERENDEN-

ZAHLEN

68.291 Studierende in Studiengängen

STUDIERENDE

68.291 Studierende in Studiengängen

Im Wintersemester 2015/16 waren an der FernUniversität in Hagen 76.689

Studierende eingeschrieben. 4.440 Akademiestudierende Damit ist sie – nach in Studierendenzahlen Studiengängen – die

größte Hochschule bundesweit.

4.440 Akademiestudierende in Studiengängen

2.780 Weiterbildungsstudierende

2.780 Weiterbildungsstudierende

1.178 Beurlaubte

1.178 Beurlaubte

0 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 80.000

0 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 80.000

Studierende insgesamt 76.689

DATEN und FAKTEN


STUDIERENDE NACH FAKULTÄTEN UND GESCHLECHT*

4.000

ALTERSSTRUKTUR DER STUDIERENDEN WS 2014/15

3.500

20.000

3.000

2.500

Master: 13.380

2.000

4.000

Bachelor: 50.377

15.000

1.500

3.500

1.000

3.000

10.000

500

2.500

Master: 13.380

2.000

Bachelor: 50.37

15

20

25

30

35

40

45

50

55

60

65

70

75

80

85

90

1.500

5.000

1.000

500

0

8.563 1.925 10.558 19.971 4.631 3.889 15.952 9.664

Mathematik

und Informatik

Rechtswissenschaft

Kultur- und Sozialwissenschaften

Wirstschaftswissenschaft

15

20

25

30

35

40

45

50

55

60

65

70

75

80

85

90

Gesamt: 10.488

Gesamt: 30.529 Gesamt: 8.520 Gesamt: 25.616

* Nicht alle Studierende sind einer Fakultät zugeordnet.

63


DATEN und FAKTEN

Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller

Politikwissenschaft III: Politikfeldanalyse und Umweltpolitik

Lehrende aller

Fakultäten

Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften

Prof. Dr. Theo Bastiaens

Mediendidaktik

Prof. Dr. Thomas Bedorf

Praktische Philosophie II: Technik, Geschichte, Gesellschaft

Prof. Dr. Hubertus Busche

Philosophie I

Prof. Dr. Oliver Christ

Psychologische Methodenlehre und Evaluation

Prof. Dr. Uwe Elsholz

Lebenslanges Lernen

Prof. Dr. Robert Gaschler

Allgemeine Psychologie: Lernen, Motivation, Emotion

Prof. Dr. Andreas Glöckner

Allgemeine Psychologie: Urteilen, Entscheiden, Handeln

Prof. Dr. Cathleen Grunert

Allgemeine Bildungswissenschaft

Prof. Dr. Frank Hillebrandt

Soziologie I, Allgemeine Soziologie und Soziologische Theorie

Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann

Praktische Philosophie I, Ethik, Recht, Ökonomie

Prof. Dr. Lars Holtkamp

Politikwissenschaft IV: Politik und Verwaltung

Prof. Dr. Kathrin Jonkmann

Bildungspsychologie

Prof. Dr. Ingrid Josephs

Psychologie des Erwachsenenalters

Prof. Dr. Viktoria Kaina

Politikwissenschaft I: Staat und Regieren

Prof. Dr. Bernd Marcus

Arbeits- und Organisationspsychologie

Prof. Dr. Jürgen G. Nagel

Geschichte Europas in der Welt

Prof. Dr. Michael Niehaus

Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienästhetik

Prof. Dr. Alexandra Przyrembel

Geschichte der Europäischen Moderne

Prof. Dr. Anette Rohmann

Community Psychology

Prof. Dr. Christel Salewski

Gesundheitspsychologie

Prof. Dr. Felicitas Schmieder

Geschichte und Gegenwart Alteuropas

Prof. Dr. Uwe Steiner

Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medientheorie

Prof. Dr. Michael Stoiber

Politikwissenschaft V: Vergleichende Politikwissenschaft

Prof. Dr. Stefan Stürmer

Sozialpsychologie

Prof. Dr. Uwe Vormbusch

Soziologie II, Soziologische Gegenwartsdiagnosen

Prof. Dr. Katharina Walgenbach

Bildung und Differenz

Prof. Dr. Sylvia Marlene Wilz

Soziologie III, Organisationssoziologie und qualitative Methoden

Prof. Dr. Claudia de Witt

Bildungstheorie und Medienpädagogik

N.N. / Dr. Boris Becker

Empirische Bildungsforschung

N.N. / Dr. Cornelia Epping-Jäger

Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Geschichte der

Medienkulturen

N.N. / PD Dr. Thorsten Hüller

Politikwissenschaft II: Internationale Politik

N.N. / Dr. Jörg-Tobias Kuhn

Persönlichkeitspsychologie, Diagnostik und Beratung

Junior-Professorin

Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke

Ernsting‘s-family-Junior Stiftungsprofessur für Soziologie familialer

Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften

AuSSerplanmäSSige Professorinnen und

Professoren

Apl. Prof. Dr. Wolfgang Kruse

Historisches Institut

Apl. Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch

Historisches Institut

Apl. Prof. Dr. Thomas Sokoll

Historisches Institut


Fakultät für Mathematik und Informatik

Prof. Dr. Christoph Beierle

Wissensbasierte Systeme

Prof. Dr. Jörg Desel

Softwaretechnik und Theorie der Programmierung

Prof. Dr. Ralf Hartmut Güting

Datenbanksysteme für neue Anwendungen

Prof. Dr. Jörg M. Haake

Kooperative Systeme

Prof. Dr. Detlev Hackstein

Elektrische Energietechnik

Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Halang

Informationstechnik

Prof. Dr.-Ing. Matthias Hemmje

Multimedia und Internetanwendungen

Prof. Dr. Winfried Hochstättler

Diskrete Mathematik und Optimierung

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (Rektor bis 1. März 2016)

Apl. Prof. Dr.-Ing. Michael Gerke

Prozesssteuerung und Regelungstechnik

Prof. Dr. Jürgen Jahns

Mikro- und Nanophotonik

Prof. Dr. Jörg Keller

Parallelität und VLSI

Prof. Dr. Werner Kirsch

Stochastik

Prof. Dr. Torsten Linß

Numerische Mathematik

Prof. Dr. Lars Mönch

Unternehmensweite Softwaresysteme

Prof. Dr. Delio Mugnolo

Analysis

Prof. Dr. Gabriele Peters

Mensch-Computer-Interaktion

Prof. Dr. Wolfram Schiffmann

Rechnerarchitektur

Prof. Dr. André Schulz

Theoretische Informatik

Prof. Dr. Wolfgang Spitzer

Angewandte Stochastik

Prof. Dr. Friedrich Steimann

Programmiersysteme

Prof. Dr.-Ing. Herwig Unger

Kommunikationsnetze

Prof. Dr. Luise Unger

Algebra

Prof. Dr.-Ing. Jochen Warschat

Technologie und Innovationsmanagement

Weitere Lehrbefugte

Prof. Dr. Andrei Duma (em.)

ehemals: Komplexe Analysis

Apl. Prof. Dr. Bernhard Heinemann

Logik – Arbeitsgebiet des Lehrgebiets Algorithmen und

Komplexität

PD Dr.-Ing. Stefan Helfert

Optische Nachrichtentechnik

Apl. Prof. Dr. Christian Icking

Algorithmische Geometrie – Arbeitsgebiet des Lehrgebiets

Kooperative Systeme

Apl. Prof. Dr. Zhong Li

Eingebettete Systeme

PD Dr. Robert Rettinger

Algorithmen und Komplexität

Apl. Prof. Dr. Michael Skrzipek

Numerische Mathematik

Ausgeschieden 2015

28. Februar 2015

Prof. Dr. Reinhard Wendt

Neuere europäische und außereuropäische Geschichte

31. Oktober 2015

Prof. Dr. Armin Schäfer

Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Geschichte der

Medienkulturen

Berufungen 2015

1. März 2015

Prof. Dr. Oliver Christ

Psychologie, Schwerpunkt Psychologische Methodenlehre und

Evaluation

1. April 2015

Prof. Dr. Robert Gaschler

Allgemeine Psychologie: Lernen, Motivation, Emotion

Prof. Dr. Hans-Jörg Schmerer

Internationale Ökonomie

1. Juli 2015

Prof. Dr. Alexandra Przyrembel

Geschichte der europäischen Moderne

1. August 2015

Prof. Dr. André Schulz

Theoretische Informatik

1. Oktober 2015

Prof. Dr. Andreas Glöckner

Allgemeine Psychologie: Urteilen, Entscheiden, Handeln

Prof. Dr. Katharina Walgenbach

Bildung und Differenz

Prof. Dr. Cathleen Grunert

Allgemeine Bildungswissenschaft

15. November 2015

Prof. Dr. Jürgen Günther Nagel

Geschichte Europas in der Welt

65


DATEN und FAKTEN

Lehrende aller

Fakultäten

RECHTSWISSENSCHAFTLICHE FAKULTÄT

Prof. Dr. Andreas Bergmann

Bürgerliches Recht, Privatrechtsgeschichte sowie Handels- und

Gesellschaftsrecht

Prof. Dr. Andreas Haratsch

Deutsches und Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht

sowie Völkerrecht

Prof. Dr. Sebastian Kubis, LL.M. (Illinois)

Wilhelm Peter Radt Stiftungslehrstuhl für Bürgerliches Recht,

Gewerblichen Rechtsschutz, Internationales Privat- und Zivilprozessrecht

Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

Prof. Dr. Rainer Baule

BWL, Bank- und Finanzwirtschaft

Prof. Dr. Ulrike Baumöl

BWL, Informationsmanagement

Prof. Dr. Gerrit Brösel

BWL, Wirtschaftsprüfung

Prof. Dr. Thomas Eichner

VWL, Finanzwissenschaft

Prof. Dr. Alfred Endres

VWL, Wirtschaftstheorie

Prof. Dr. Sabine Fließ

BWL, Douglas-Stiftungslehrstuhl für Dienstleistungsmanagement

Prof. Dr. Joachim Grosser

VWL, Wirtschaftspolitik

Prof. Dr. Thomas Hering

BWL, Investitionstheorie und Unternehmensbewertung

Prof. Dr. Andreas Kleine

BWL, Quantitative Methoden und Wirtschaftsmathematik

Prof. Dr. Jörn Littkemann

BWL, Unternehmensrechnung und Controlling

Prof. Dr. Stephan Meyering

BWL, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Prof. Dr. Rainer Olbrich

BWL, Marketing

Prof. Dr. Ewald Scherm

BWL, Organisation und Planung

Prof. Dr. Hans-Jörg Schmerer

VWL, Internationale Ökonomie

Prof. Dr. Hermann Singer

BWL, Angewandte Statistik und Methoden der empirischen

Sozialforschung

Prof. Dr. Stefan Smolnik

BWL, Betriebliche Anwendungssysteme

Prof. Dr. Stefan Strecker

Entwicklung von Informationssystemen

Prof. Dr. Thomas Volling

BWL, Produktion und Logistik

Prof. Dr. Helmut Wagner

VWL, Makroökonomik

Prof. Dr. Jürgen Weibler

BWL, Personalführung und Organisation

Prof. Dr. Karl-August Prinz von Sachsen Gessaphe

Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht

und Rechtsvergleichung

Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen

Öffentliches Recht, juristische Rhetorik und Rechtsphilosophie

Prof. Dr. Stephan Stübinger

Strafrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie

Prof. Dr. Kerstin Tillmanns

Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Rechtsvergleichung

Prof. Dr. Barbara Völzmann-Stickelbrock

Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht, Gewerblicher Rechtsschutz,

Urheberrecht und Zivilprozessrecht

Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth

Bürgerliches Recht, Unternehmensrecht und Rechtsvergleichung

Apl. Prof. Dr. Gabriele Zwiehoff

Arbeitsbereich für Strafrecht und Strafprozessrecht

N.N. / Prof. Dr. Martin Hochhuth

Verwaltungsrecht, insb. Wirtschaftsverwaltungsrecht sowie

Allgemeine Staatslehre


DAS STUDIENANGEBOT DER FERNUNIVERSITÄT

Bachelorstudiengänge

Masterstudiengänge

Weiterbildende Studien und Kurse

Bildungswissenschaft

Kulturwissenschaften mit Fachschwerpunkt Geschichte,

Literaturwissenschaft, Philosophie

Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Soziologie

Psychologie

Informatik

Mathematik

Rechtswissenschaft – Bachelor of Laws

Wirtschaftsinformatik

Wirtschaftswissenschaft

Bildung und Medien – eEducation

Europäische Moderne – Geschichte und Literatur

Governance

Philosophie – Philosophie im europäischen Kontext

Psychologie

Soziologie (ab Wintersemester 2016/17)

Informatik

Praktische Informatik

Mathematik

Rechtswissenschaft – Master of Laws

Wirtschaftswissenschaft

Wirtschaftsinformatik

Volkswirtschaftslehre

Akademiestudium mit Zertifikat (Elektrotechnik)

Weiterbildende Kurse Informatik

Medizinische Ethik

Hagener Zertifikatsstudium Management

Einführung in den Anwaltsberuf

Fachanwaltsausbildung Strafrecht

Steuerstrafrecht

Sportrecht

Recht für Patentanwältinnen und Patentanwälte

Examinatorium Europaeum

Weiterbildendes Studium Mediation

Weiterbildendes Studium Mediation Kompakt

Einführung in das japanische Recht

Weiterbildender Kurs Projektmanagement

Weiterbildende Masterstudiengänge

Akademiestudien

Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften –

infernum

Europäischer Gewerblicher Rechtsschutz

Weiterbildender Masterstudiengang Mediation

Hagener Masterstudium Management

Masterstudium Anwaltsrecht und Anwaltspraxis

Das grundständige Studienangebot der FernUniversität steht

auch Interessierten als Akademiestudien zur Verfügung. Das

Akademiestudium an der FernUniversität entspricht dem

Gasthörerstudium an Präsenzhochschulen. Der Nachweis

eines bestimmten Schulabschlusses ist für die Zulassung

zum Akademiestudium nicht erforderlich, da nicht in einen

Studiengang eingeschrieben und kein Hochschulabschluss

erlangt wird.

67


RÜCKBLICK IN BILDERN

Starthilfe für Beruflich Qualifizierte Die FernUniversität

ist für Beruflich Qualifizierte attraktiv. „Die Schwierigkeit

ist, dass es an didaktischen Modellen für diese Gruppe

fehlt“, hat Prof. Dr. Uwe Elsholz (2.v.li.), Leiter des Lehrgebiets

Lebenslanges Lernen an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften,

festgestellt. Der Bildungswissenschaftler

leitet das fakultätsübergreifende Projekt „Verbesserung der

Studieneingangsphase für Beruflich Qualifizierte (BQ)“, an

dem sich alle vier Fakultäten beteiligen. Es wird vom Rektorat

der FernUniversität finanziell gefördert und hat zum Ziel, die

Personengruppe ohne Abitur beim Übergang ins Studium zu

unterstützen. Der Startschuss der dreijährigen Projektphase

fiel im Januar.

Kompetenz in der Lehre Die FernUniversität

ist seit Februar Mitglied im Netzwerk

Hochschuldidaktik NRW. Darüber

freuen sich (v.li.) FernUni-Kanzlerin Regina

Zdebel, Ina Krietsch (FernUni), Sandra

Schönauer und Sören Brune (Netzwerk)

sowie Nicole Engelhardt, Dr. Christa Bast

und Birgit Feldmann (alle FernUni). Das

Netzwerk Hochschuldidaktik NRW verfolgt

ein gemeinsames Ziel: Qualifizierte

Lehrkompetenz soll als fester Bestandteil

der akademischen Personalentwicklung an

den Universitäten etabliert werden.

80 Jahre FernUniversität Gabriele Wier

(re.) und Monika Lange arbeiten seit dem

2. Januar 1975 an der Hagener Hochschule. Beide

waren im Jubiläumsjahr „40 Jahre FernUniversität“

die Mitarbeiterinnen mit den längsten

FernUni-Viten. Im April 2015 verabschiedete

sich Monika Lange in den Ruhestand.

Humboldt Digital Wilhelm von Humboldt prägte die deutsche Hochschullandschaft

wie kein anderer. Sein Verständnis von Bildung baut darauf

auf, in Büchern gefasstes Wissen zu beherrschen. Was aber bedeutet Bildung

im 21. Jahrhundert, wenn mithilfe des Internets Wissen jederzeit und überall

auf einen Klick abrufbar ist? Wie verändern sich die Rollen der Lehrenden

und Lernenden durch die digitalen Medien? Mit diesen Fragen beschäftigte

sich eine Veranstaltung des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft

im Regionalzentrum Berlin der FernUniversität.

Foto: David Ausserhafer

Das soziale Band ist unauflöslich Die

Metapher des „sozialen Bandes“ beschäftigte

im März drei Tage lang Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftler sowie Studierende aus sozial-

und kulturwissenschaftlichen Fachrichtungen

auf dem Campus der FernUniversität. Bei der

interdisziplinären Tagung wurde über Quellen

gesellschaftlicher Bindungskräfte diskutiert. Organisiert

hatte die Veranstaltung das Lehrgebiet

Praktische Philosophie: Technik, Geschichte und

Gesellschaft von Prof. Dr. Thomas Bedorf, insbesondere

sein Mitarbeiter Dr. Steffen Herrmann

(Foto). Die beiden FernUni-Wissenschaftler untersuchen,

worauf sich soziale Bindungskräfte

gründen. „Das soziale Band ist unauflösbar“,

fasste Bedorf ein wesentliches Ergebnis der

Tagung zusammen.


2015

Nachhaltiges Wirtschaften Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

ist mit der neuen Veranstaltungsreihe „Nachhaltiges

Wirtschaften“im Hagener Forschungsdialog vertreten. In dieser

Reihe sollen regelmäßig Forschungsergebnisse in die Praxis transportiert

und Forschungsimpulse von der Praxis aufgenommen

werden. Dabei betrifft „Nachhaltiges Wirtschaften“ als Querschnittsthema

alle Funktions- und Arbeitsbereiche von Unternehmen.

Zum Auftakt der neuen Reihe leitete Prof. Dr. Thomas

Volling (li.) eine Veranstaltung zur Nachhaltigkeit in Produktion

und Logistik, zu der auch viele Vertreterinnen und Vertreter von

Unternehmen kamen.

Der Weg zum Titel und zum Diplom Nach 13

Jahren schloss sich ein Kreis. Im Mai 2002 nahm Fußballprofi

Oliver Bierhoff an der FernUniversität in Hagen

sein Diplom in Wirtschaftswissenschaft entgegen.

Als erfolgreicher Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft

kehrte er im April auf den Campus

nach Hagen zurück. Die Gesellschaft der Freunde der

FernUniversität hatte den prominenten Absolventen

für ihre Mitgliederversammlung als Referenten gewonnen.

Sein Thema: „Der Weg zum Titel“ bei der

Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Freundesgesellschaft unterstützt Jubiläumsaktivitäten Im Jubiläumsjahr „40 Jahre FernUniversität“

konnte die Hagener Hochschule auf die Unterstützung ihrer Freundesgesellschaft zählen. Die Mitgliederversammlung

wählte den amtierenden Vorstand um den Vorsitzenden Frank Walter für eine weitere

Amtsperiode. Unter den rund 1.200 Mitgliedern sind mehr als 850 ehemalige Studierende der FernUniversität

– Tendenz steigend.

Besuch der Open University Es war ein Treffen der

Größten: Die Open University (OU) aus Großbritannien

ist wie die FernUniversität nach Studierendenzahlen die

größte Hochschule im eigenen Land. Doch die Gemeinsamkeiten

sind weiter reichend. Eine neunköpfige Delegation

von Dekaninnen und Dekanen der OU war im

Frühjahr 2015 zu einem Arbeitsbesuch in Hagen.

„Es war ein sehr erkenntnisreicher Austausch“, fasste Dr.

Heike Brand vom Dezernat für Hochschulstrategie und

Kommunikation zusammen, die den Besuch gemeinsam

mit Dr. Rachel Cragg von der OU inhaltlich vorbereitet

hat. „Wir stehen als Fernuniversitäten vor ähnlichen Herausforderungen,

haben aber unterschiedliche Lösungsansätze.“

Darüber tauschten sich die Teilnehmenden im

Plenum und in Arbeitsgruppen aus. Neben institutionellen

und organisatorischen Rahmenbedingungen ging

es unter anderem um das Studiensystem, Qualitätssicherung,

Betreuung und die Modelle der Finanzierung.

„Wir haben viel voneinander gelernt“, sagte Rektor Prof.

Dr.-Ing. Helmut Hoyer zum Abschluss der Veranstaltung.

69


RÜCKBLICK IN BILDERN

Idee der Freiheit Einer der profiliertesten

deutschen Juristen war im Mai zu Gast an der

FernUniversität: Prof. Dr. Paul Kirchhof sprach in

einer gemeinsamen Veranstaltung der beiden

Vortragsreihen Europäische Verfassungswissenschaften

und Colloquia Iuridica über „Die Idee

der Freiheit und ihre aktuellen Gefährdungen“.

Er befasste sich in seinem Vortrag rechtswissenschaftlich

damit, was Freiheit ist, welche Folgen

sie für die Gesellschaft, die Politik und für die

Rechtsprechung hat.

Campusfest – Rock trifft Wissenschaft Rockmusik, Wissenschaft

und Comedy in der Mensa, ein Tag der offenen Tür im MiniCampus und

Führungen über den Campus: Das Campusfest im Jubiläumsjahr „40 Jahre

FernUniversität“ überzeugte mit familiärem und wissenschaftlichem Flair.

Auf dem „Roten Platz“ gab es Gelegenheit, Bekannte zu treffen und sich

bei gutem Essen vor musikalischer Kulisse zu unterhalten. Hier gaben die

drei Bands A5 Richtung Wir, Nightshift und The Hunkey Dorys Vollgas.

„Wir freuen uns, das 40-jährige Bestehen unserer FernUniversität in nettem

Rahmen feiern zu können“, sagte Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer bei

der Begrüßung der Gäste. Die Universität hautnah erleben – das kam bei

Beschäftigten, Studierenden, Alumni sowie Freundinnen und Freunden der

Hagener Universität bestens an. Ein Höhepunkt des Tages war der Auftritt

von Alfred Endres und Frank Hillebrandt, Professoren der FernUniversität

mit besonderem Hang zu Rock- und Popmusik. Bestens besucht war auch das

erste Homecoming für Absolventinnen und Absolventen der FernUniversität.

Besuch in Österreich Die österreichischen Studienzentren der FernUniversität in Hagen besuchte Rektor

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer im Juni, um Absolventinnen und Absolventen zu ehren und auf zwei Podien mit zu

diskutieren. An allen drei Veranstaltungen nahmen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Politik und der

Wissenschaft in der Alpenrepublik teil. Besonders gerne kam Rektor Hoyer seiner Aufgabe nach, österreichische

Absolventinnen und Absolventen in Bregenz für ihre erfolgreichen Studienabschlüsse zu ehren. Der Einladung

zu der Alumni-Feier im Vorarlberg-Museum waren viele ehemalige Fernstudierende gefolgt, die auch durch den

Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart begrüßt wurden. (Foto: Udo Mittelberger)

Mit Speed-Dating zum neuen Job Das Speed-Dating-

Prinzip ist simpel: Nach einer Viertelstunde Gesprächszeit ertönt

eine Klingel und die Teilnehmenden gehen zur nächsten

Station. So kommen Studierende zu einem Job oder Praktikum

und Unternehmen an Fachkräfte. Gemeinsam mit

dem Verein zur Förderung des Münsterlandes und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

des Kreises Coesfeld hatte das

Regionalzentrum Coesfeld der FernUniversität das zweite

Job-Matching organisiert.


2015

Beste Dissertation von Dr. Oliver Weigelt Der Arbeits- und

Organisationspsychologe Dr. Oliver Weigelt (li.) von der FernUniversität

in Hagen hat die beste Dissertation der letzten zwei Jahre in der

deutschsprachigen Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie

verfasst: „Hold on in the face of adversities: Investigating negative critical

events, person-environment fit, and their interplay as predictors of

dynamics in job attitudes, engagement, and retention.“ Dafür zeichnete

die entsprechende Fachgruppe der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

(DGPs) den Wissenschaftlichen Mitarbeiter von Prof. Dr. Bernd Marcus,

Arbeitsbereich Arbeits- und Organisationspsychologie, mit ihrem

alle zwei Jahre verliehenen Preis aus. Das Besondere an Oliver Weigelts

Untersuchung ist seine Methodik: Er befragte mehrere 100 Personen

danach, wie sich Zufriedenheit und Kündigungsüberlegungen entwickelten.

Aber nicht, wie üblich, querschnittartig, sondern im Rahmen einer

Längsschnittuntersuchung viermal über einen längeren Zeitraum hinweg.

Acht neue Auszubildende Acht junge Frauen und Männer

begannen im August ihre Berufsausbildung an der FernUniversität:

Tobias Fleckner, Franziska Fricke, Saskia Kirch und Carina Skeet werden

zu Kaufleuten für Büromanagement ausgebildet, Marcel Schrod

und Lukas Schwerin zu Fachinformatikern. Ronja Böker macht eine

Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste,

Antonia Knop lässt sich zur Servicekraft für Dialogmarketing ausbilden.

Sie wurden von Vertreterinnen und Vertretern der Personalabteilung,

der Jugendausbildungsvertretung, des Personalrats sowie

von den jeweiligen Fachausbilderinnen und Fachausbildern begrüßt.

Praktikantinnen Liubov Synyshina aus

St. Petersburg und Klàra Balog aus Pécs

sind über das Doppelabschlussprogramm

in Wirtschaftswissenschaft im Sommer

als Praktikantinnen in Unternehmen in

Deutschland tätig gewesen. In dieser Zeit

konnte Prof. Dr. Jörn Littkemann, Dekan

der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft,

Liubov Synyshina nach nur zwei Jahren

Studium ihre Bachelorurkunde der Fern-

Universität aushändigen (Foto). Die beiden

Frauen erwerben parallel einen Abschluss

an ihren jeweiligen Heimathochschulen in

Russland beziehungsweise Ungarn sowie

an der FernUniversität. An dem Praktikumsbesuch,

der von der Gesellschaft der

Freunde unterstützt wird, konnten die Studentinnen

aufgrund ihrer herausragenden

Studienleistungen teilnehmen.

Doktoranden-Kolloquium „Sehr

zufrieden!“ waren die Professoren Stephan

Meyering, Thomas Hering und Gerrit Brösel

mit dem Verlauf des „7. Universitäts- und

fachübergreifenden Doktoranden-, Habilitanden-

und Forschungsseminars“ in der

FernUniversität in Hagen. Das Seminar führt

jährlich an einer anderen Universität Lehrstühle

unterschiedlicher Fächer zusammen.

Vornehmlich stellen Doktorandinnen, Doktoranden,

Habilitandinnen und Habilitanden

in konzeptionellen Kurzvorträgen oder

in Ergebnisvorträgen ihre Forschungskonzepte

und Forschungsergebnisse erfahrenen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

vor. Diese geben ihnen anschließend in Diskussionen

aus unterschiedlichen fachlichen

Blickwinkeln wertvolle Anregungen für ihr

weiteres Vorgehen.

71


RÜCKBLICK IN BILDERN

St. Petersburger Unternehmergespräche

Anlass für die ersten „St. Petersburger Unternehmergespräche“

war das 15-jährige Bestehen der Kooperation

mit der staatlichen Wirtschaftsuniversität St. Petersburg

(UNECON), bei der mit Förderung des Deutschen

Akademischen Austauschdienstes bislang 60 russische

Studierende gleichzeitig einen Universitätsabschluss

an ihrer Heimatuni und an der FernUniversität erlangt

haben. Die besten von ihnen können über Praktika die

deutsche Arbeitswelt – sowie Land und Leute – kennenlernen.

Seit Kurzem gibt es dieses Praktikumsangebot

auch für Studierende der ungarischen Universität

Pécs. Bisher wurden 30 Praktikantinnen und Praktikanten

vermittelt. In der ersten Gesprächsrunde, die der

BWL-Lehrstuhl für Informationsmanagement an der

FernUniversität initiiert hat, berichteten Firmenvertreter

von ihren Erfahrungen mit dem Praktikumsprogramm.

„Singularität ist ‚hip‘!“ Die Fachtagung

„Kultur: interdisziplinäre Zugänge“

an der FernUniversität befasste sich im

September mit mit spezifischen Zugängen

von Kultursoziologie, -management, -philosophie

und Kunst- und Medienkommunikation.

Die von ihnen etablierten Begriffe

und Paradigmen von Kultur standen dabei

so zur Diskussion, dass die Reichweite

ebenso erkennbar wurde wie die Grenzen

der gegenwärtigen disziplinären Zugänge.

Veranstaltende waren Prof. Dr. Hubertus

Busche (Institut für Philosophie, FernUniversität),

Prof. Dr. Thomas Heinze (DISC

Kaiserslautern), Prof. Dr. Frank Hillebrandt

und Dr. Franka Schäfer (Institut für Soziologie,

FernUniversität). Die Initiative zu der

Veranstaltung ging von Thomas Heinze

aus, der bis 2007 an der FernUniversität

geschäftsführender Direktor des Instituts

für Kulturmanagement war.

Fachtagung: „Was heiSSt: In Würde

sterben?“ Die interdisziplinäre Fachtagung

„Was heißt: In Würde sterben?“, die

im September im Regionalzentrum Berlin

der FernUniversität in Hagen stattfand,

bot ein Forum zur Erörterung der Tiefendimension

einer mehr als nur politischen

Frage. Gleichwohl adressierte sie bewusst

die Politik: Fachleute aus verschiedenen

Disziplinen kamen mit Bundestagsabgeordneten

über Fragen zu Leben und Tod

ins Gespräch, bei denen es zuletzt um das

Gesicht und die künftige Lebenswirklichkeit

unserer Gesellschaft geht. Veranstalter war

das Lehrgebiet Philosophie II, Praktische

Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie von

Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann. Als Mitglied

des Bundestages stellte sich auch Prof.

Dr. Patrick Sensburg (Foto) dem Thema.

Dialog über Digitalisierung und

Bildung „The Digital Turn – New Competences

Made in Europe. Learning and

Education for a Smart Europe” war das

Thema, über das sich hochrangige Vertreterinnen

und Vertreter aus Wissenschaft,

Politik und Wirtschaft im September austauschten.

Die Konferenz fand in Kooperation

mit dem Stifterverband für die Deutsche

Wissenschaft, dem Hochschulforum

Digitalisierung und der FernUniversität in

Berlin statt. Für einen Tag war die Fern-

Universität mit ihrem Regionalzentrum im

SpreePalais Gastgeberin der Tagung. Die

European Learning Industry Group (ELIG)

ist ein Zusammenschluss namhafter Verlage,

Hochschulen und Technologieunternehmen

mit dem gemeinsamen Ziel, das

Lernen in Europa zu verändern. Die Konferenz

wurde von Anna Lehmann grafisch

dokumentiert (Foto).

Das Zusammenspiel der Kennzahlen

15 Studierende aus unterschiedlichen

Fachrichtungen nahmen in diesem Jahr an

dem Projekt „Studi-Consulting“ am Lehrstuhl

für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre von

Prof. Dr. Stephan Meyering an der FernUniversität

teil. Fünf Tage hatten die Fernstudierenden

unter Begleitung des Lehrstuhls

Zeit, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft

HAGENagentur betriebswirtschaftlich zu

analysieren und eine Präsentation der Ergebnisse

vorzustellen.


2015

Im Namen des Volkes Schwurgerichtssaal 201 am Hagener Landgericht: Wo normalerweise

Kapitalverbrechen verhandelt werden, steht eine Zivilsache auf dem Sitzungsplan. Die

Gerichtsverhandlung ist gespielt: Auch beim zweiten „Moot Court“ traten wieder Studierende

im Wettbewerb gegeneinander an. Ausgerichtet hatte ihn die FernUniversität in Hagen

in Zusammenarbeit mit dem Landgericht und der internationalen Jurastudentenvereinigung

ELSA. Neben der Vorsitzenden Richterin saßen die FernUni-Professoren Sebastian

Kubis und Ulrich Wackerbarth aus der Rechtswissenschaftlichen Fakultät als Beisitzer.

Hinter den Kulissen der Soziologie Soziologie

an der FernUniversität in Hagen: Das ist mehr als Kurse

studieren und für Prüfungen lernen. Das erfuhren die

Teilnehmenden im Oktober bei den „1. Hagener Soziologietagen“.

Sie erlebten Wissenschaft beim Science Slam

zum Thema „Schönheit“ (Foto), hörten Vorlesungen der

Professorinnen und Professoren zu aktuellen Themen,

lernten in Seminarsitzungen mehr über aktuelle Forschungsprojekte

der Mitarbeitenden und in den wissenschaftlichen

Werkstätten, wie Soziologie betrieben wird.

Fakultätspreis Mathematik und Informatik

Dr. Tobias Mühlenbruch aus dem

Lehrgebiet Stochastik von Prof. Dr. Werner

Kirsch erhielt im Oktober den Preis der Fakultät

Mathematik und Informatik für das Jahr

2015. In seinem Vortrag „Divisorfunktionen,

Modulformen und modulare Integrale“ anlässlich

der Verleihung setzte Mühlenbruch

in der frühen Neuzeit und dem neunzehnten

Jahrhundert an, um über Entwicklungen der

Zahlentheorie zu sprechen. Dominierendes

Beispiel waren die Divisorfunktion und einige

ihrer Eigenschaften.

Dimitris-Tsatsos-Preis für „wahren

Europäer“ Den Dimitris-Tsatsos-Preis hat

der spanische Minister für Bildung, Kultur und

Sport, Prof. Dr. Iñigo Méndez de Vigo y Montojo,

im Oktober in der FernUniversität verliehen

bekommen. Damit würdigten das Hagener

Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften

der FernUniversität

(DTIEV) und das Centre for European Constitutional

Law (CECL) seine herausragenden

Leistungen auf dem Gebiet der Europäischen

Verfassungswissenschaften. Prof. Dr. Spyridon

Tsantinis (Vorstandsmitglied des CECL, li.) und

Prof. Dr. Peter Brandt (Direktor des DTIEV, re.)

überreichten Prof. Dr. Iñigo Méndez de Vigo y

Montojo die Urkunde.

Wichtige Lehren für heute Der stellvertretende

Büroleiter des damaligen Kanzleramtschefs

Rudolf Seiters hatte am 9. November

1989 in seiner Familie einen Kindergeburtstag

geplant und fragte, ob er früher gehen könne.

Seiters Antwort lautete: „Gehen Sie ruhig.

Heute liegt nichts Besonderes mehr an.“ Wenige

Stunden später fiel die Mauer. Mit dieser

Anekdote verdeutlichte Seiters im Lüdenscheider

Gespräch bei seinem Vortrag „Deutsche

Einheit – Rückblick und Ausblick“ im Oktober,

wie überraschend die Grenzöffnung selbst für

die damalige politische Führung der Bundesrepublik

erfolgte. Die Lüdenscheider Gespräche

werden moderiert von apl. Prof. Dr. Arthur

Schlegelmilch.

73


RÜCKBLICK IN BILDERN

Bestbesuchte Geschichtswoche Mit rund 175 Teilnehmenden war die Geschichtswoche

2015, die das Historische Institut an der FernUniversität alle zwei Jahre

anbietet, die bisher bestbesuchte. Die Studierenden hatten fünf Tage lang ein volles

Programm unter dem Motto „…extrem und radikal“: Tagsüber standen Seminare und

Propädeutika an, die Abende bestritten Gäste mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion.

Höhepunkt der 6. Geschichtswoche war die Institutsfeier, auf der 41 Absolventinnen

und Absolventen geehrt wurden.

Thailändische Partner-Uni Die drei thailändischen Professorinnen

Sunantha Sodsee, Maleerat Sodanil und Thippaya Chintakovid (vordere Reihe)

wurden von Dekan Prof. Dr. Jörg Desel (hinten re.), Prof. Dr.-Ing. habil.

Herwig Unger und Dr. Panchalee Sukjit (Lehrgebiet Informationstechnik, li.)

offiziell bei ihrem Besuch auf dem Campus begrüßt. Mit Sunantha Sodsee

konnte Prof. Unger eine ehemalige „Vorzeige-Promovendin“ der FernUniversität

willkommen heißen. Sie hat gleichzeitig sowohl in Hagen wie auch

an der King Mongkut‘s University of Technology North Bangkok (KMUTNB)

promoviert – in rekordverdächtigen drei Jahren.

EADTU in Hagen Digitalisierung hält das Bildungssystem in Bewegung. Über

die Chancen, die neue Technologien vor allem für das Fernstudium bieten,

tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen aus 26 Nationen

auf einer internationalen Konferenz an der FernUniversität in Hagen aus. Die

European Association of Distance Teaching Universities (EADTU) traf sich im

Oktober unter dem Motto „Transforming higher Education in the 21st Century;

innovating Pathways to Learning and continuous professional Education”

zu Vorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen. „Von dieser Konferenz soll

ein starker Impuls für das gesamte universitäre Bildungssystem in Europa ausgehen.

Gerade das Fern- und Onlinestudium trägt dazu bei, den steigenden

gesellschaftlichen Bedarf an Hochschulbildung zu decken“, betonte Rektor

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer in seiner Eröffnungsrede.

Foto: privat

Kopfüber durch den Eiskanal Maxi Just

fährt nicht gerne Achterbahn. Trotzdem rast sie mit

einer Geschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern

kopfüber auf einem Schlitten den Eiskanal

herunter. „Eigentlich bin ich gar nicht so verrückt.

Wenn ich oben am Start stehe, bin ich am Limit.

Aber sobald ich mir den Helm aufsetze und nochmal

tief durchgeatmet habe, kann es losgehen“, erzählt

die 21-jährige Skeleton-Fahrerin aus Altenberg. Die

sportlichen Mühen lohnen sich: Beim letzten Europacup

belegte sie in der Gesamtwertung den dritten

Platz. In den Pausen, wenn die Kufen ihres Schlittens

frisch geschliffen sind, lernt Maxi Just für ihr Studium

der Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft

und Soziologie an der FernUniversität. Damit steht

die Bundeswehr-Soldatin der Sportfördergruppe

Frankenberg stellvertretend für berufsbegleitend aktive

FernUni-Studierende.

Achter Mobile Learning Day Lernen

und Arbeiten ohne Ende: Wie gesund ist

das? Diese Frage stand mehrfach im Raum

beim achten „Mobile Learning Day“, der

unter Leitung von Prof. Dr. Claudia de

Witt (Mitte) im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs

stattfand. Rund 150 Teilnehmende

brachten sich in der Debatte

um die aktuelle Situation und die Zukunft

des Lernens auf den neuesten Stand – bei

Vorträgen, einer sogenannten Failure Session

und einem Mobile Learning Slam.

„Der potenzielle Nutzen liegt weiterhin in

dem allgegenwärtigen Zugang zu Informationen,

Wissen und Kommunikation

auf einem personalisierten und damit stark

vertrauten Endgerät“, ordnete de Witt die

Bedeutung des Mobile Learning ein.


2015

Bildung – wofür und wohin? Seit 2002 feiert die UNESCO jedes Jahr den Tag der Philosophie

am dritten Donnerstag im November. Seit vielen Jahren feiert die FernUniversität mit.

Wie richtig das Institut für Philosophie erneut mit der Themenwahl lag, zeigte die überwältigende

Resonanz. Rund 250 Teilnehmende, darunter viele Schülerinnen und Schüler, setzten

sich kritisch mit dem Bildungsbegriff aus philosophischer Sicht auseinander. Unter dem Titel

„Bildung – wofür und wohin“ diskutierten sie über politische Bildung und schulische Praxis.

Politischer Besuch aus Berlin Im Rahmen der

„Investour“ der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die

Grünen besuchte Kai Gehring (Mitte) als Sprecher für

Hochschule, Wissenschaft und Forschung die Fern-

Universität in Hagen, „um sich vor Ort über kluge

Zukunftsinvestitionen zu informieren“. Gehring sprach

mit Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer und Kanzlerin

Regina Zdebel unter anderem über den aktuellen

Hochschulentwicklungsplan, die Digitalisierung in

der Lehre und beim Lernen sowie das Studium für

Beruflich Qualifizierte an der FernUniversität.

Dies Academicus mit Hannelore

Kraft Festakt und Auszeichnung des akademischen

Nachwuchses: NRW-Ministerpräsidentin

Hannelore Kraft gratulierte der

FernUniversität beim Dies Academicus in

Hagen zum 40. Geburtstag. „Wenn Johannes

Rau nicht so viel Weitsicht bewiesen hätte,

die FernUniversiät in Hagen zu gründen,

dann müsste man sie heute noch erfinden“,

sagte sie und dankte der Hochschule für ihre

Pionierleistung: „Die FernUni ist ein Juwel

des deutschen Bildungssystems.“ Ein weiterer

festlicher Höhepunkt des Hochschultages

war im November die Auszeichnung

des wissenschaftlichen Nachwuchses für

besondere Leistungen.

Spende für „Heft – Stift – Papier“

Die Kisten sind voll mit Wasserfarbkästen,

Heften, Stiften, Anspitzern und Blöcken.

Dank der Spendenbereitschaft ihrer Beschäftigten

konnte die FernUniversität

Schul- und Malsachen an das Projekt

„Heft – Stift – Papier“ der Initiative „Hagen

ist bunt“ weiterleiten. Andreas Kurz,

Initiator des Projekts, nahm die Spenden

entgegen. „Neben unserem weiteren Engagement

in der Flüchtlingshilfe konnten

wir als FernUniversität an dieser Stelle

schnell und unbürokratisch helfen. Dazu

haben auch die Beschäftigten erheblich

beigetragen“, so Dr. Patric Albrecht (Foto),

Abteilungsleiter Marketing.

Landtagsabgeordnete besuchten FernUniversität Als neuer hochschulpolitischer Sprecher

der SPD-Landtagsfraktion in NRW besuchte Dietmar Bell (li.) die FernUniversität in Hagen. Begleitet wurde

er von seinem Landtagskollegen Hubertus Kramer (re.), der der Hagener Hochschule seit vielen Jahren verbunden

ist. Beide Politiker trafen bei diesem Besuch Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer und seine Amtsnachfolgerin

Prof. Dr. Ada Pellert. Zentrale Gesprächsthemen waren die Digitalisierung und die Frage danach,

welche Rolle die FernUniversität in diesem Prozess einnehmen könne. In der weiteren Diskussion ging es

um die ausreichende Finanzierung von Hochschulen insgesamt und der FernUniversität im Speziellen.

75


CAMPUS

AVZ ............................... ALLGEMEINES VERFÜGUNGSZENTRUM

ESG ......................................EUGEN-SCHMALENBACH-GEBÄUDE

IZ / TGZ ....................... INFORMATIKZENTRUM / TGZ (EHEMALS)

KSW ............GEBÄUDE KULTUR- UND SOZIALWISSENSCHAFTEN

PAV ............................................................................... PAVILLON

PRG ......................................................... PHILIPP-REIS-GEBÄUDE

UB ...................................................... UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK

U47 ......................................................UNIVERSITÄTSSTRASSE 47

VILLA .................................................................... VILLA BECHEM

MEN ................................................................................... MENSA

CAMPUS DER FERNUNIVERSITÄT IN HAGEN


Rektorat, Hochschulrat &

Fakultäten 2015*

Rektorat

Hochschulrat

FAKULTÄTEN

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Rektor

Prof. Dr. Ingrid E. Josephs, Prorektorin

Prof. Dr. Rainer Olbrich, Prorektor

Regina Zdebel, Kanzlerin

Kontakt: Cornelia Katke

Telefon: +49 2331 987-2401

E-Mail: rektorin@fernuni-hagen.de

(ab 02.03.2016)

Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger

Prof. Dr. Alfred Endres

Dr. Jürgen Ewert

Prof. Dr. Werner Kirsch

Gabi Ludwig

Andreas Meyer-Lauber

Prof. Anja Oskamp, PhD

Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen

Dr. Manfred Scholle (Vorsitzender)

Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller

Kontakt: Barbara Bröker

Telefon: +49 2331 987-2006

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Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften

Dekan: Prof. Dr. Frank Hillebrandt

E-Mail: ksw.dekanat@fernuni-hagen.de

Fakultät für Mathematik und Informatik

Dekan: Prof. Dr. Jörg Desel

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Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

Dekan: Prof. Dr. Jörn Littkemann

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*Alle Angaben gelten zum 31.12.2015


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Die Rektorin, Prof. Dr. Ada Pellert

(seit 2. März 2016)

Der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde

der FernUniversität e.V., Frank Walter

T.W.O Agentur für Werbung und Markenprofil,

Düsseldorf

Lektorat

Pressestelle

Beteiligte an dieser Ausgabe

Tilman Mühlenberg

Dezernat Hochschulstrategie und

Kommunikation

Universitätsstraße 47

58084 Hagen

Telefon: +49 2331 987-2392

E-Mail: presse@fernuni-hagen.de

Ein Team aus dem Dezernat Hochschulstrategie

und Kommunikation

Carolin Annemüller

Oliver Baentsch

Susanne Bossemeyer

Gerd Dapprich

Gabriele Lübke

Anja Wetter

Fotos

Veit Mette, Bielefeld

Jakob Studnar, Hilden

Dezernat Hochschulstrategie und Kommunikation

der FernUniversität in Hagen

Fotolia

Auflage

12.000 Exemplare

79


www.fernuni-hagen.de

99933 – 3 – 01 – JD1

*002496240*

002 496 240 (02/16)

JAHRBUCH

2015

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