Sport Basel

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Sport Basel

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Inhalt

3 Grusswort von Dr. Christoph Eymann, Regierungsrat,

Vorsteher des Erziehungsdepartementes Basel-Stadt,

und das Team von Basel4Olympia

4 Das Jahr des Sportgesetzes

5 Sport-Basel-Preis – der etwas andere Sportpreis

6 Sportstützpunkte

7 Rückblick auf das Sportjahr 2010

8 Ehrungen der Basler Champions

12 Die Sportler haben das Wort

13 Die Verbände haben das Wort

14 Projekte Swisslos Sportfonds Basel-Stadt 2010

15 Berufslehre mit Spitzensport

16 Sportklassen Basel-Stadt und Baselland

17 Grusswort aus dem Baselbiet

18 Gastbeitrag Swiss Olympic

19 Die Sportverbände und der Vorstand von Sport Basel

Grusswort von Dr. Christoph Eymann

und das Team von Basel4Olympia

Oft wird versucht, die Unterstützung des Breiten- und

Spitzensports durch den Staat mit der Förderung der Gesundheit

zu begründen. Dies kann man zwar tun. Wir dürfen

aber auch dazu stehen: Wir fördern den Sport auch,

um Freude zu bereiten. Freude bei den aktiven Sportlerinnen

und Sportlern an der eigenen Leistung, Freude bei

den Zuschauerinnen und Zuschauern über den Erfolg der

Aktiven, Freude bei den Vereinsverantwortlichen über die

Erreichung der Ziele.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Sport Basel im

Sportbeirat und in der Swisslos-Kommission und auch

durch die freundschaftlichen Beziehungen zum Panathlon

Club besteht im Kanton Basel-Stadt eine ausgezeichnete

Ausgangsbasis für die Förderung des Sports. Die Schaffung

von Sportklassen, die Unterstützung von Leistungszentren

in verschiedenen Sportarten und die Nähe zu

den Vereinen sind Garanten für gezielte Unterstützung.

Das Sportamtteam, unter der Leitung von Peter Howald,

und die Zusammenarbeit mit Sandro Penta sind weitere

wichtige Voraussetzungen für Erfolg versprechende

Unterstützung. Unser Projekt, Kandidatinnen und Kandidaten

für London 2012 gezielt finanziell zu unterstützen,

ist schweizweit einmalig. Wir sind überzeugt davon, die

Chance optimal zu nutzen, dem Sport den ihm gebührenden

Stellenwert in unserer Gesellschaft einzuräumen.

Allen an dieser Erfolgsgeschichte Mitbeteiligten –

und das sind sehr viele, die zum grossen Teil ehrenamtlich

arbeiten – sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Ohne dieses Teamwork wäre es nicht möglich, solche

Höchstleistungen zu erzielen. Auf weitere Vorhaben in

Zusammenarbeit mit Sport Basel freuen wir uns; es soll ja

nächstens in unserem Land auch Europameisterschaften

in der Leichtathletik geben …

Dr. Christoph Eymann, Regierungsrat

Vorsteher Erziehungsdepartement Basel-Stadt

Das Erziehungsdepartement Basel-Stadt unterstützt

mit dem Projekt «Team Basel4Olympia» folgende

Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, welche

über ein echtes Potenzial für eine Olympiaqualifikation

verfügen:

– Yannick Käser, Schwimmen

– Sandra Brügger, Boxen

– Max Heinzer, Fechten

– Nora Fiechter, Rudern

– Silvio Keller, Rollstuhl-Tischtennis

– Moritz Lüscher, Kajak

– Florian Staub, Fechten

– Nicola Müller, Leichtathletik

– Daniela Ryf, Triathlon

– Andrea von Büren, Rollstuhl-Leichtathletik

– Benjamin Steffen, Fechten

– Alex Wilson, Leichtathletik

– Katrin Leumann, Mountainbike

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Das Jahr des Sportgesetzes

Liebe Sportverantwortliche

Es ist beinahe vollbracht. Unser Stadtkanton wird ein

Sportgesetz erhalten. Bei Redaktionsschluss dieser Broschüre

liegt das Dokument noch bei der JSSK (Justiz-,

Sicherheits- und Sportkommission) des Grossen Rates zur

Vorbehandlung.

Mehrere Gespräche mit dem Präsidenten dieser Kommission,

Felix Meier (SVP), ergaben keinen Aufschluss

über den Behandlungstermin dieses Geschäftes.

Diese Kommission, mit mehreren Bereichen, ist offenbar

stark belastet.

Fakt ist, und dies durfte ich dem Kommissionspräsidenten

mehrfach vermitteln, dass alle Sportexponenten

dieser Stadt an diesem griffigen Gesetz mitgearbeitet

haben.

Über Sport Basel, den Sportbeirat sowie den Panathlonclub

beider Basel konnten alle am Gesetzestext schleifen.

Wir sind überzeugt, ein gutes Gesetz ausgearbeitet

zu haben, und erwarten die Inkraftsetzung im ersten

Quartal 2011.

Wie bereits im letztjährigen Bericht angekündet, konnte

die Leistungssportförderung Basel-Stadt ausgebaut

werden.

Dem grossen Anliegen des Sportamtleiters, Peter

Howald, den Leistungssportförderer Sandro Penta wieder

mit einem Fuss zum Staat zurückzuholen, wurde entsprochen.

Konkret ist dieser nun zu 50% beim Staat und zu 50%

bei Sport Basel angestellt. Die frei gewordenen Mittel der

Leistungsvereinbarung wurden für eine personelle Erweiterung

der Leistungssportförderung eingesetzt.

So ist seit dem 1. Februar 2010 Luca Guarda zu 50%

als administrativer Mitarbeiter von Sandro Penta eingestellt.

Mit diesem Ausbau können die anspruchsvollen Aufgaben

der Nachwuchs-Sportförderung noch besser und

intensiver betreut werden.

Wir sind stolz darauf, schweizweit der einzige Kanton

mit dieser guten und effizienten Förderung für unsere

Nachwuchssportler zu sein.

2011 ist das Europäische Jahr der Freiwilligenarbeit.

Allein in der Schweiz sind ca. 1,5 Millionen Ehrenamtliche

im Einsatz. Dies ergibt eine geschätzte Wertschöpfung

von rund 31 Milliarden Franken!

Lasst mich euch im Namen aller Vorstandsmitglieder

und Mitarbeiter für euren enormen Einsatz für die Sache

des Sportes danken. Ohne eure Einsätze funktioniert der

Sport nicht.

Euer Dachverband des privatrechtlichen Sports.

Günter Hulliger, Präsident

Sport-Basel-Preis –

der etwas andere Sportpreis

«Freiwilliges Engagement im Sport sichtbar machen, um

Anerkennung zu fördern.»

Ein guter Start zum Europäischen Freiwilligenjahr 2011

bildete die zweite Verleihung des etwas anderen

Sportpreises anlässlich der Ehrung der Basler

Sportchampions.

Mit diesem Preis würdigt Sport Basel Personen oder

Personengruppen, welche sich durch ihren ehrenamtlichen

Einsatz in ihrem Sportumfeld besondere Verdienste

erworben haben.

Dieser Preis wurde 2009 erstmals ausgeschrieben.

Auch im Jahr 2010 sind wieder zahlreiche Vorschläge

eingegangen und wurden geprüft.

Stellvertretend für alljene, die Freiwilligenarbeit leisten,

hat der Vorstand von Sport Basel sich für Marcel Pfeiffer

entschieden.

Die Beurteilungskriterien wie

– Engagement,

– soziale Faktoren,

– Wirksamkeit und Nachhaltigkeit

der zu würdigenden Tätigkeiten trafen am besten auf ihn

zu.

Marcel Pfeiffer erblickte am 29. April 1949 die Welt, um

als einer der grössten Sportfunktionäre seinen Weg zu

machen.

Schon in jungen Jahren tritt er dem Bürgerturnverein

Basel bei dem heute über 190-jährigen und somit wohl

ältesten Verein in unserem Stadtkanton.

Ein Spitzenathlet war er nie, widmet sich aber nun

schon seit über 40 Jahren der Leitung im Jugend- und

Juniorenbereich sowie im Erwachsenensport.

Auch als Experte im Seniorensport und als Vorstandsmitglied

im BTV Basel setzt er sich in Szene. Unvergessen

bleiben seine Turnerabende, die er seit vielen Jahren

organisiert.

Dass er auch in übergeordneten Verbänden Aufgaben

übernommen hat, ist für Marcel selbstverständlich.

Seit vielen Jahren ist er in der Technischen Kommission

des Turnverbandes Basel-Stadt und amtet als Experte

und Ausbildner Seniorensport für den Schweizerischen

Turnverband.

In all diesen Gremien wurde er natürlich längst mit

Frei- und Ehrenmitgliedschaften geehrt und unlängst durfte

er sogar die Verdienstnadel des STV entgegennehmen.

Bleibt ihm bei all seinen Sportaktivitäten mal wirklich

ein wenig Zeit, widmet er sich der Fotografie. Notabene

der Sportfotografie, und so verwundert es nicht, dass

die meisten Aufnahmen auf der Website des BTV seiner

Kamera entsprungen sind.

Marcel Pfeiffer prägte in diesen mehr als 40 Jahren die

Turnszene im BTV und in Basel und wird dies hoffentlich

noch sehr lange tun.

Sport Basel freut sich, im Europäischen Jahr der Freiwilligenarbeit,

diesen Preis an Marcel Pfeiffer zu übergeben.

Stellvertretend nimmt er den Dank für alle freiwilligen

Helfer entgegen, die eine enorm wertvolle Arbeit für die

Sache des Sports leisten.

Der etwas andere Sportpreis ist mit einem Barbetrag von

Fr. 3000.– verbunden.

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Sportstützpunkte

Die Nordwestschweiz war früher eine der führenden Regionen

im nationalen Handballsport. In den 70er- und 80er-Jahren war

es selbstverständlich, dass unsere Region mit jeweils 1 bis 2

Mannschaften in den obersten nationalen Ligen vertreten war.

Heute sind dort nur noch vereinzelt Teams anzutreffen. Damit

sich dies im positiven Sinne wieder ändert, rief der Handball-Regionalverband

2005 das Projekt «Handball intensiv» ins Leben.

Ziel des Projektes ist es, möglichst viele talentierte Juniorinnen

und Junioren an die nationale Spitze (Nationalliga A und B,

U-Nationalmannschaften) zu führen.

Mit Wolfgang Böhme (ehemaliger Captain der DDR-Nationalmannschaft)

konnte ein überaus kompetenter Fachmann gefunden

werden, der die 3 Mal wöchentlich stattfindenden Trainings

in der Sporthalle Gymnasium Bäumlihof Basel leitet. Böhme ist

ausgebildeter Sportlehrer und Inhaber hoher Trainerdiplome. Dabei

wird er von Ramon Morf, ebenfalls Sportlehrer und Trainer,

in idealer Weise unterstützt.

Die Trainings im «Handball intensiv» finden zusätzlich zu den

Vereins- und Regionalauswahltrainings statt und sollen die Vereine

in ihrer Ausbildungsarbeit entscheidend unterstützen.

Unser Projekt ist von Swiss Olympic und vom Schweizerischen

Handballverband anerkannt.

Dabei profitieren wird seit Anfang an von der hervorragenden

Unterstützung der kantonalen Leistungssportförderungen Basel-

Stadt (Sandro Penta) und Basel-Landschaft. Ohne diese immens

wichtige Unterstützung im finanziellen, organisatorischen und

infrastrukturellen Bereich, könnten wir ein solches Projekt in

diesem Rahmen gar nicht führen. Nur durch die Unterstützung

in der Koordination von Schule und Sport ist es möglich, beide

Bereiche erfolgreich unter einen Hut zu bringen.

Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen. So haben doch

einige Juniorinnen und Junioren, u.a. durch diese Förderung,

den Sprung in eine U-Nationalmannschaft geschafft oder spielen

erfolgreich in den Regionalauswahlen. Alle Juniorinnen und

Junioren spielen im eigenen Verein im Elite- oder Interbereich

(höchste nationale Jugendligen).

Ich danke allen Beteiligten für Ihre Unterstützung und das

«Herzblut», das sie in unser Projekt investieren.

2010 hat folgender regionale Sportstützpunkt die Kriterien

von Swiss Olympic erfüllt und ein entsprechendes Label

erhalten:

– Regionales Leistungszentrum Judo

Bereits bestehende Sportstützpunkte:

– Nationales Leistungszentrum Kunstturnen

– Regionaler Schwimmstützpunkt Basel

– Regionales Leistungszentrum Volleyball

– Regionales Leistungszentrum Handball

– Regionales Leistungszentrum Karate

– Badmintonstützpunkt Nordwestschweiz

– Regionales Leistungszentrum Tennis

– Regionales Radsportzentrum Nordwestschweiz

– Regionales Leistungszentrum Eishockey

– Leistungszentrum Leichtathletik Nordwestschweiz

– Orientierungslauf-Stützpunkt Nordwestschweiz

Folgende Sportstützpunkte sind für das Jahr 2011 geplant:

– Regionales Leistungszentrum Kajak Slalom

– Regionales Leistungszentrum Eiskunstlaufen

Rückblick auf das Sportjahr 2010

Eigentlich stehen bei einem Jahresrückblick die Sportlerinnen

und Sportler im Vordergrund. Dieses Mal möchte ich

aber die guten Geister erwähnen, welche die Erfolge der

Sportlerinnen und Sportler erst möglich machen. Konkret

meine ich damit die Partner der Leistungssportförderung,

welche Jahr für Jahr hervorragende Arbeit leisten.

Im Vordergrund steht sicher die herausragende sportärztliche

Begleitung, welche von den Swiss Olympic Medical

Centers in der Region getragen werden. Speziell erwähnen

möchte ich an dieser Stelle Herr Dr. Matteo Rossetto und

Urs Geiger von Sportmedregio, welche sehr viel Herzblut in

die Betreuung der Sportlerinnen und Sportler stecken. Ihre

Arbeit und ihre Flexibilität werden rundum sehr geschätzt.

Robert Lauber, unser Partner im mentalen Bereich,

verfügt über den nötigen guten Draht zu den Athletinnen

und Athleten, um mit ihnen erfolgreich und zielorientiert

arbeiten zu können. Die Rückmeldungen der Sportlerinnen

und Sportler sind sehr positiv. Die Arbeit von Robert Lauber

zeigt sich an den Erfolgen an Grossanlässen.

Ebenfalls ein wichtiger Partner ist das Team der Ernährungsberatung

im Merian Iselin Spital. Von Beatrice

Schöni und Daniela Menassé erhalten die Sportlerinnen

und Sportler individuell angepasste Ernährungsprogramme

und unverzichtbare Tipps in Bezug auf die Ernährung im

Leistungssport.

Beim Name «sole uno» denken natürlich sofort alle an

planschen und erholen. In Wirklichkeit sieht das Engagement

unseres Partners Guido Perrot vom Kurzentrum in

Rheinfelden aber etwas anders aus. Bei ihm haben die

Sportlerinnen und Sportler die Möglichkeit, ein Modul zum

Thema Regeneration zu besuchen. Jeweils einen ganzen

Morgen dauert der theoretische Teil, bevor am Nachmittag

die Bäder besucht werden dürfen.

Nicht alle Sportlerinnen und Sportler haben die Möglichkeit,

während der Sportfenster in den Sportklassen in

ihren Vereinen zu trainieren. Johann Eymann vom Fitorama

Fitnesscenter in Basel, Partner für zusätzliche Trainingseinheiten,

schliesst diese Lücke. Er stellt für die Sportlerinnen

und Sportler und deren Trainerinnen und Trainer seine

Infrastruktur zur Verfügung, damit sportartenspezifisch

gearbeitet werden kann. Sein kompetentes Team begleitet

die Sportlerinnen und Sportler bei der Umsetzung der

Vorgaben der jeweiligen Cheftrainer.

Im Bereich Sportmaterial haben wir mit Mathias F.

Böhm von Ochsner Sport in Basel einen weiteren zuverlässigen

Partner. Zweimal pro Jahr öffnet er für die Athletinnen

und Athleten und deren Bekannte exklusiv eine ganze

Filiale. Diese Anlässe, die auch dazu dienen, den Kontakt

zu den Sportlerinnen und Sportler und zu den Eltern zu

pflegen, sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil im gesamten

Konzept.

Jede dieser Dienstleistungen deckt einen wichtigen

Faktor im Leistungssport ab und ist im entstandenen

Leistungssport-Netzwerk nicht mehr wegzudenken. Ich

möchte mich bei unseren Partnern im Namen aller Sportlerinnen

und Sportler herzlich für das tolle Engagement

und das grosszügige Entgegenkommen bedanken!

Sandro Penta, Leiter Leistungssport- und Nachwuchsförderung

Basel-Stadt

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Yann Berger

Geschäftsführer Handball-Regionalverband

Projektverantwortlicher «Handball intensiv»

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Ehrungen der Basler Champions

Sport Basel durfte erneut die Ehrung der Basler Sportchampions

gemeinsam mit dem Erziehungsdepartement

des Kantons Basel-Stadt, Abteilung Jugend, Familie und

Sport, und der Vereinigung der Basler Sportjournalisten

vorbereiten und durchführen.

An diesem Anlass werden aktive Sportlerinnen und

Sportler, die einen Schweizermeistertitel oder einen Medaillenrang

an Europa-, Weltmeisterschaften oder an Olympischen

Spielen in einer von Swiss Olympic unterstützten

Sportart errungen haben, geehrt.

Die Juniorinnen und Junioren der obersten Leistungsklasse

(in der Regel Jun. A/U20) werden jeweils am gleichen

Anlass gewürdigt. Die Bedingungen sind dieselben

wie bei den Aktiven.

Über die endgültige Berücksichtigung der gemeldeten

Sportlerinnen und Sportler entscheidet das Sportamt zusammen

mit Sport Basel.

Und das sind die Preisträger, die am 10. Januar 2011 in

der kleinen St. Jakobshalle in Basel geehrt wurden:

Basler Sportchampions 2010

Beachsoccer

Beachsoccerclub Scorpions

Schweizer Meister

Moritz Jäggy, Valentin Jäggy, Martin Baumann, Fabio

Cersosimo, Marco Cersosimo, Lucas Formoso, Romano

Früh, Silvano Früh, Philipp Gianotti, Claudio Innocenti,

Simon Komorski, Stephan Leu, Gregor Zenhäusern,

Dominik Ziegler, Kevin Thüring

Bogenschiessen

Bogenschützen beider Basel

Claudio Dioguardi – Schweizer Meister Indoor

Bogenschützen Juventas Basel

Dominik Faber – Schweizer Meister

Boxen

Boxclub Basel

Sandra Brügger – Schweizer Meisterin bis 60 kg

Tashi Tsering – Schweizer Meisterin bis 54 kg

Fussball

FC Basel 1893

Schweizer Meister

Franco Costanzo, Cagdas Atan, Pascal Schürpf, Benjamin

Huggel, Marco Streller, Scott Chipperfield, Alexander Frei,

Valentin Stocker, Federico Almerares, Taulant Xhaka, Xherdan

Shaqiri, David Angel Abraham, Behrang Safari, Samuel

Inkoom, Massimo Colomba, Adilson «Cabral» Tavares Varela,

Daniel Unal, Beg Ferati, Janick Kamber, Jacques Zoua Daogari,

Reto Zanni, Granit Xhaka, Matthias Baron

Kanuslalom

Rennpaddler Basel/Schweizerischer Kanuverband

Moritz Lüscher – Schweizer Meister Slalom

Kugelstossen

Plusport Behindertensport Basel/TV Basel-Stadt

Jean-Pierre Maurer – Schweizer Meister im Kugelstossen

bei den Special Olympics Sommerspiele

Leichtathletik

LC Basel 1929

Raphael Fuchs – Schweizer Meister 1500 m

Leichtathletik

Old Boys Basel

Ana Zogovic – Schweizer Meisterin Kugelstossen Freiluft

und Indoor U23; Marc van Oostrum – Schweizer Meister

Kugelstossen U23, Freiluft; Karim Manaoui – Schweizer

Meister 400 m Hürden U23, Freiluft; Olivier Frey – Schweizer

Meister Stabhochsprung, Indoor; Ana Zogovic – Schweizer

Meisterin; Daniela Lachat – Kugelstossen im Team Ana

Zogovic, Daniela Lachat, Claudine Müller, Fabienne Meer-

stetter; Schweizer Meister Cross im Team Gabriel Lombriser,

Stafean Lombriser, Andreas Holmberg, Christian Hohl

Mountainbike Cross Country

VC Riehen/Swiss-Cycling beider Basel

Katrin Leumann – Europameisterin, Europameisterin

im Team, Weltmeisterin im Team

Rollkunstlauf

Zürcher Rollschuhclub/Leistungssportförderung Basel-Stadt

Fabienne Bachmann – Schweizer Meisterin in der Pflicht

und Kür und in der Kombination, 3. Rang an der Weltmeisterschaft

in der Kombination

Rollstuhl Badminton

Rollstuhlclub beider Basel

Karin Suter-Erath– Europameisterin, Silber im Doppel

(mit Sonja Häsler), Schweizer Meisterin

Sonja Häsler– Europameisterin im Mix-Doppel, Silber

im Doppel (mit Karin Suter-Erath), Bronze im Einzel

Rollstuhl Curling

RC beider Basel 1

Schweister Meister

Rony Liechtenhan (Skip), Sybilla Steiner, Christian

Burkhalter, Hans-Ulrich Hofer, Astrid Tschopp

Rudern

RC Blauweiss Basel

Nora Fiechter – Schweizer Meisterin Einer, EM Bronze

Doppelvierer

Schwimmen

Schwimmverein beider Basel

Yannick Käser – Schweizer Meister über 200 m Brust

Sportkegeln

Sportkeglerverband Basel

Schweizer Meister Kategorie A

Alfred Fuchs, Markus Kocsis, Stefan Kocsis, Max Lüscher,

Dragi Obradovic, Wolfgang Schultz

Triathlon

Wildcats Basel

Daniela Ryf – WM-Bronze im Sprint

Basler Sportchampions Nachwuchs 2010

Fechten

Fechtgesellschaft Basel

Schweizermeisterinnen im Team der Degenfechterinnen

Laura Stähli, Lara Imhof, Alexandra Blum, Martina Stähli;

Laura Stähli – Schweizer Juniorenmeisterin

Florian Staub – Schweizer Juniorenmeister

gewann in Baku (Aserbeidschan) bei Juniorenmeisterschaft

mit dem Schweizer Team

Fussball

FC Basel U18 – Schweizer Meister U18

Arljind Ajeti, Simon Grether, Darko Jevtic, Iljia Kovacic,

Niklas Kreuzer, Florian Müller, Kofi Nimeley, Jérémy Randaxhe,

Renato Santabarbara, Andelko Savic, Philippe Sidler,

Nicolas Stocker, Robin Vecchi, Nikola Veselinovic, Stjepan

Vuleta, Sandro Wieser, Aleksandar Zarkovic, Nico Zwimpfer

Judo

Judoclub Nippon Basel

Jocelyn Gubler – Schweizer Meisterin U20 bis 52 kg

Kanu Abfahrt

Rennpaddler Basel/SKV

Fabian Munsch – Schweizer Meister Junioren Kanu Abfahrt

(klassische Distanz)

Karate

Karateclub Rheinfelden/Leistungssportförderung Basel-Stadt

Luca Kenel – Schweizer Meister Kumite U18 bis 76 kg

Leichtathletik

Old Boys Basel

Isabelle Gysi – Schweizer Meisterin Dreisprung U20,

Freiluft und Indoor

Rennrollstuhl

Rollstuhlclub Basel

Andrea von Büren – Weltmeisterin 200 m, 400 m,

800 m und 1500 m

Rollkunstlauf

Rollschuhsport Basel

Ramona Geissbühler – Schweizer Meisterin Juniorinnen

in den Disziplinen Kür, Pflicht und Kombination

Basler Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres

Die Vereinigung der Basler Sportjournalisten ehren an diesem

Anlass auch die Sportlerin, den Sportler sowie

die Mannschaft des Jahres.

Sportlerin des Jahres:

Katrin Leumann: Mountainbike

Europameisterin (Einzel), Europameisterin mit dem Team

und Weltmeisterin mit dem Team, Zweite in der Gesamtwertung

des Racers Bike Cup

Sportler des Jahres:

Roger Federer: Tennis

5 Einzelsiege – ATP Tour Final in London, Australian Open,

Basel, Cincinnati und Stockholm, Weltrangliste Nr. 2

Mannschaft des Jahres:

FC Basel 1. Mannschaft, Fussball

Schweizer Meister, Schweizer Cupsieger,

Teilnehmer Champions League

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Foto: Uwe Zinke


Die Sportler haben das Wort Die Verbände haben das Wort

Das Leben hat oft mit Entscheidungen zu tun! Vor einer Leistungssportförderung) konnte ich mit Krafttraining be-

Profil – Statistik

Unsere Angestellten und Funktionäre stehen den Vereinen täg-

wichtigen Weichenstellung stand ich als 13-jährige OS- ginnen. Noch heute gehe ich dort zufrieden ein und aus.

Der Fussballverband Nordwestschweiz wurde im Jahre 1939 lich für Fragen und Support zur Verfügung. Interne und externe

Schülerin. Damals stellte ich mir die Frage, ob ich mich Die Leistungssportförderung hat mir auch das für mich

gegründet und ist der grösste Sportverband in der Region. An- Weiterbildungen für unsere Mitarbeitenden garantieren den

in Zukunft auf meine Ausbildung oder auf den Leistungs- sehr wichtige Mentaltraining vermittelt, was mir in meiner

geschlossen sind 100 Vereine mit insgesamt 896 Mannschaften Vereinen eine stetig verbesserte Dienstleistung. Regelmässig,

sport konzentrieren soll? Eine nicht ganz einfache Ent- Persönlichkeitsentwicklung sehr viel gebracht hat.

und 18353 lizenzierten Spielern, davon 16981 männliche und auch an Wochenenden, besuchen wir unsere Vereine auf ihren

scheidung, da es sportlich gesehen darum ging, mich an Zurzeit besuche ich die WMS in Reinach, wo ich im

1372 weibliche. Pro Saison finden 6567 Meisterschaftsspiele, Fussballplätzen, um uns ein Bild über die Geschehnisse vor Ort

den Leistungssport heranzutasten. Sportklasse, also mehr kommenden Sommer meinen Abschluss mache. Das Para-

217 Cupspiele, 121 Turniere der F- und Piccolo-Junioren sowie zu machen, und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Sehr

Zeit zum Trainieren, oder doch die normale Regelklasse plegikerzentrum in Nottwil und die Begleitung der Leis-

die 2 grossen Verbandsturniere im Sommer und im Winter statt. wichtig ist uns die Aus- und Fortbildung der Schiedsrichter,

ohne Leistungssport? Ich hörte von der Leistungssporttungssportförderung haben mir ermöglicht, mittlerweile

An diesen beiden Turnieren nehmen circa 4000 Kinder und Ju- auch im mentalen Bereich, um den Vereinen eine bestmögliche

förderung im Kanton Basel-Stadt und schon bald sass mehrfache Juniorenweltmeisterin im Rennrollstuhlsport

gendliche, 600 Trainer und Betreuer, 120 Kinderfussballschieds- Dienstleistung zu bieten. Mit dem Projekt «Zoffstopp», wel-

ich mit dem Leiter, Sandro Penta, zusammen. Er hat mir zu werden. Ohne diese Betreuung und ohne finanzielle

richter und 25 offizielle Schiedsrichter teil.

ches dank grosser Unterstützung des Erziehungsdepartements

Wege aufgezeigt, sodass für mich ersichtlich wurde, dass Unterstützung hätte ich das alles nie erreicht.

Für die Vor- und Nachbearbeitung sowie die Abwicklung der Kanton Basel-Stadt möglich wurde, arbeiten wir gezielt gegen

Schule und Leistungssport nebeneinander Platz haben. Als Rennrollstuhlsportlerin kann ich nur erfolgreich

Spielbetriebe, der Betreuung und Unterstützung der Vereine Gewalt, Rassismus und Verstösse gegen Fair Play.

Meine Bedenken wurden mir genommen und kurze Zeit sein, wenn ich auch internationale Wettkämpfe bestreiten

arbeiten bei uns 5 Fest- und Teilzeitangestellte, 2 Praktikanten

später habe ich in der WBS die Sportklasse begonnen. kann. Ich schätze es sehr, dass die Leistungssportförde-

sowie zeitweise Time-out-Schüler. Dazu kommen 70 ehrenamt- Zusammenarbeit mit dem Leistungssport

Dort wurde ich von den Lehrkräften und den verantwortrung mir ermöglicht, ans andere Ende der Welt zu reisen,

liche Funktionäre, mehr als 300 Schiedsrichter, über 500 Kin- Die jungen Talente in unserer Region werden gezielt gefördert.

lichen Personen sehr gut betreut. Ich wurde die ganze um mich dort mit der Weltspitze zu messen. Für mich ist

derfussballschiedsrichter, 25 Fussballinstruktoren sowie der Erfasst werden sie in 5 Stützpunkten, wo unter der Leitung

Zeit eng begleitet und man hat mir auch intensiv bei der es absolut der richtige Weg den ich damals eingeschlagen

Verbandsvorstand, bestehend aus 8 Mitgliedern.

von erfahrenen Trainern die sogenannten Stützpunkttrainings

Suche nach einer schulischen Anschlussmöglichkeit nach habe und ich bin Sandro Penta und seinem Team sehr

stattfinden. Aus diesen Leistungsgruppen werden die Kader

der WBS geholfen.

dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe! Merci!

Aufgaben – Philosophie – Angebote

unserer regionalen Auswahlmannschaften gebildet. Über diese

Ich konnte auch von weiteren Dienstleistungen der

Wir organisieren die Meisterschaft- und Cupwettbewerbe in Teams kommen dann die besten Spieler in die Juniorennational-

Leistungssportförderung profitieren. Ich wurde bis heute

allen Spielklassen und teilen den Spielen die entsprechenden mannschaften und möglicherweise zum FC Basel, zu anderen

vom Swisslos Sportfonds finanziell unterstützt, sodass ich Andrea von Büren

Schiedsrichter zu. Nach den Spielen werden die Schiedsrichter- Spitzenvereinen der Schweiz oder des Auslands. Ein sehr wich-

mein Pensum und vor allem die Qualität der Trainingsein- Mehrfache Juniorenweltmeisterin

rapporte erfasst und beurteilt. Gelbe und rote Karten sowie tiger Bestandteil in diesem Thema ist die Zusammenarbeit mit

heiten steigern konnte. Während des Zusatztrainings im Rollstuhlleichtathletik

andere Verstösse gegen Fair Play werden gemäss unserem dem FC Basel. Gezielt arbeitet unser technische Leiter mit den

Fitnesscenter Fitorama Basel (ein weiteres Angebot der

Reglement bestraft. Bei seltenen Spielabbrüchen besprechen Nachwuchsverantwortlichen des FC Basel zusammen, um für

wir mit den Vereinen mittels einer Anhörung die Konsequenzen eine optimale Förderung aller Talente zu sorgen. Dabei ist neben

daraus und treffen gemeinsam Massnahmen, um solche Vorfäl- der Förderung des sportlichen Talents ebenso eine berufliche

le zukünftig zu verhindern.

Ausbildung wichtig. Laufend bieten der Fussballverband Nord-

Wir unterstützen und helfen den Vereinen und Funktionären westschweiz, die beiden Sportämter der Kantone Baselland und

im Breitenfussball. Oberstes Gebot ist die sportliche Bewegung Basel-Stadt sowie verschiedene Firmen in unserer Region Lehrund

die Freude am Spiel sowie der Gemeinschaftssinn und die

Kameradschaft. Dies in allen Alterskategorien, von unseren

und Praktikumsstellen für zukünftige Spitzensportler an.

kleinsten, den Piccolos, bis zur 2. Liga regional im Aktivbereich. Ziele

Grossen Wert legen wir auf die Einhaltung von Fair Play und Ausser dem bereits erwähnten Fair-Play-Gedanken sind unsere

Respekt. Dazu unternehmen wir gezielte Massnahmen und weiteren Ziele, die Dienstleistungen in allen Bereichen zuguns-

setzen das Schwergewicht auf die Prävention gegen Gewalt, ten der Vereine weiter zu professionalisieren und zu verbessern

Rassismus, Drogen und viele weitere relevante Themen, zum sowie mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dafür zu

Beispiel die Integration. Jugend- und Freizeitarbeit, sozialpo- sorgen, dass der Fussball im Breitensport ein positives Image in

litisches Engagement, Unterstützung des Behindertensports

sowie Förderung des Frauenfussballs sind weitere wichtige

Aufgaben für uns.

unserer Gesellschaft bewahrt.

Roland Paolucci

12 Präsident Fussballverband Nordwestschweiz

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Projekte Swisslos Sportfonds

Basel-Stadt 2010

Das Leichtathletik-Leistungszentrum Nordwestschweiz

(LLZ NWS), welches aus dem Sprungzentrum beider

Basel und aus dem Nachwuchskader beider Basel entstanden

ist, hat seinen Betreib am 1. Januar 2009 als

unabhängiger Verein aufgenommen. Das Ziel ist, dass

die besten Athletinnen und Athleten der Region Nordwestschweiz

bei den besten Trainerinnen und Trainern

der Nordwestschweiz trainieren können – dies neben den

bereits sehr guten Bedingungen in den eigenen Vereinen.

Die Athleten erhalten dadurch sowohl auf qualitativer als

auch auf quantitativer Ebene zusätzliche Trainingsmöglichkeiten.

Der Kaderbetrieb startete 2009 mit 91 Leichtathletinnen

und Leichtathleten. Im zweiten Kaderjahrgang waren

bereits 114 Athleten im LLZ NWS registriert und konnten

von unseren Trainingsangeboten profitieren. 14 davon

durften wir am diesjährigen LZZ-NWS-Apéro für ihren

Start mit dem Schweizer Nationalteam ehren. An dieser

jährlich stattfindenden «Zusammenkunft der regionalen

Leichtathletikfamilie» werden jeweils auch die Leichtathletin

und der Leichtathlet des Jahres gewählt. Dieses Jahr

errangen Ana Zogovic und Alex Wilson diese Titel.

Die grössten Erfolge im Jahr 2010 waren die Teilnahme

von Alex Wilson (LAS Old Boys Basel) über 200 Meter

an den Europameisterschaften der Aktiven in Barcelona

sowie die Teilnahme von Karim Manaoui (LAS Old Boys

Basel) über 400 m Hürden, Nicola Müller (TV Riehen) im

Speerwurf, Alex Wilson und Ana Zogovic (LAS Old Boys

Basel) im Kugelstossen an den Teameuropameisterschaften

in Belgrad und der Wiederaufstieg des Schweizer

Nationalteams in die First League. Aber auch der Einsatz

von Marquis Richards (TV Arlesheim) im Stabhochsprung

an den IAAF-U20-Weltmeisterschaften oder die Teilnahme

von vielen Athleten an Nachwuchsländerkämpfen zeigt,

dass die Leichtathletik in der Region Nordwestschweiz

nicht nur lebt, sondern die ihr zustehende Position in der

Schweizer Leichtathletiklandschaft bald wieder einnehmen

möchte.

Das LLZ NWS beschäftigt derzeit drei Teilzeittrainer und

mehrere Mandatsträger, welche mehrere, wöchentlich

stattfindende Trainingsfenster und regelmässig am Wochenende

stattfindende offene Stützpunkttrainings und

Kaderzusammenzüge anbieten. Die Leistungssportförderung

Basel hilft uns in Zusammenarbeit mit der Leistungssportförderung

Baselland und den Regionalverbänden

Leichtathletikverband beider Basel, Kantonaler Leichtathletikverband

Solothurn und Baselbieter Turnverband, die

Leichtathletik in der Nordwestschweiz optimal zu fördern.

Dank dieser Zusammenarbeit werden wir nun auch

die Umsetzung einer längerfristigen Vision, nämlich die

Teilnahme an den Europameisterschaften 2014 in Zürich,

also im eigenen Land, voll motiviert in Angriff nehmen.

Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Philipp Schmid, Chef Leistungssport LLZ NWS

Berufslehre mit Spitzensport

Leistungssport mit sozialer Absicherung und beruflicher

Zukunft

Weshalb nicht einmal Lernende ausbilden, welche Spitzensport

betreiben? Das fragten wir uns im Jahr 2006 und

starteten den ersten Versuch gleich mit zwei KV-Lernenden.

Bis heute konnten wir nur von positiven Erfahrungen

berichten. Seither bildete das Erziehungsdepartement

Basel-Stadt zehn Lernende aus, welche in der regulären

Ausbildungszeit eine berufliche Grundausbildung absolvieren

und daneben noch Spitzensport ausüben. Unsere

Lernenden betreiben allerlei Sportarten wie 10-Kampf,

Fussball, Ballett, Volleyball, Fechten, Schwimmen, Eishockey

und Leichtathletik. Sie besuchen die reguläre Berufsschule

wie die andern Lernenden; Mannschaftssportler

sind wegen der täglich wiederkehrenden Trainings in der

Sportklasse eingeteilt.

Verschiedene Bausteine tragen zum Erfolg bei: einerseits

ist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Herr Sandro

Penta, Leiter Leistungssport und Nachwuchsförderung, zu

nennen, welcher uns gute und motivierte Schüler/-innen

aus den Sportklassen und Nachwuchsprojekten zuhält,

anderseits die abgebenden Schulen, die verantwortungsbewussten

Eltern und natürlich die Trainer und Vereine,

welche sportliche Höchstleistungen fordern. Sandro Penta

begleitet die jungen Leute straff, freundschaftlich und mit

viel Fingerspitzengefühl. Bereits während der Schulzeit in

den Sportklassen koordiniert er die anschliessende Aus-

und Weiterbildung seiner Schützlinge. Er kennt die jungen

Athleten alle persönlich und motiviert sie, sich gezielt

in leistungssportfreundlichen Lehrbetrieben zu bewerben,

welche das Verständnis aufbringen, die Athleten für

Trainings und Wettkämpfe freizustellen. Vonseiten der

Berufsbildner/-innen wird auch einiges an Flexibilität und

Entgegenkommen verlangt, welche wir jedoch gerne für

die fitten, Sport treibenden Lernenden aufbringen. Diese

verschaffen dem Arbeitgeber einen sportlichen Touch –

eine von unseren Kernaufgaben Erziehung, Bildung und

Sport!

Bei allfällig auftauchenden Problemen (Schulnoten, Verletzungen,

Schwierigkeiten in der betrieblichen Ausbildung)

wird unmittelbar mit allen Betroffenen kommuniziert und

nach einer passenden Lösung gesucht. Meist haben die

lernenden Spitzensportler im Vergleich zu den andern Lernenden

ganz klar strukturierte Tagesabläufe und müssen

sich schon in frühen Jahren intensiv mit dem Zeitmanagement

befassen. Unfug in der knapp bemessenen Freizeit

hat in der Sportlerlehre keinen Raum! Es ist schön zu

sehen, wie die jungen Leute mit Freude, Energie und Ausdauer

im Sport und bei der Arbeit dabei sind.

Es scheint uns sehr wichtig, dass auch Lernende mit

Spitzensport eine solide berufliche Grundbildung erhalten,

denn man weiss nie, wie lange die erfolgreiche sportliche

Phase anhält oder wann eine Verletzung eintritt. Dann ist

der erlernte Beruf der Rettungsanker, wo wieder Aufgaben

und Ziele auf sie warten.

Franziska Wächter, Leiterin Berufsbildung

Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt

14 15


Sportklassen Basel-Stadt

und Baselland

Schuljahr

13,5

13

12

11

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

BS

Gymnasium

Bäumlihof

WBS

Bäumlihof

5

4

3

2* 2

1+ 1

Talents in Motion

OS

Hebel

a b c d e f

Talents Eye

Legende:

a Leicht reduziertes Pensum, keine zeitliche Verlängerung bis zur Matur

* Beginn der Schwerpunktfächer Biologie und Chemie, Spanisch, Physik und Anwendungen

der Mathematik, Italienisch Einstieg, Italienisch Fortsetzung, Bildnerisches Gestalten und Musik

+ Latein Einstieg, Latein Fortsetzung

b Leicht reduziertes Pensum

c Neu seit Schuljahr 08/09, eine Sportklasse an der Orientierungsschule

d Reduziertes Pensum, zeitliche Verlängerung bis zur Matur um 1 Jahr

e Reduziertes Pensum, zeitliche Verlängerung bis zum Abschluss von um Wochen

f Die Sportklasse umfasst 20 Schüler, alters- und typenübergreifend (Mehrjahrgangsklasse)

3

2

1

BL

Gymnasium

Liestal

4,5

WMS

Reinach

4 4

3 3

2 2

1 1

Talents in Motion

Talents Eye

Sportklasse

Pratteln

4

3

2

1

Grusswort aus dem Baselbiet

Die Leistungssportförderungen (LSF) Baselland und

Basel-Stadt bieten zusammen mit ihren Partnern den

Nachwuchstalenten Rahmenbedingungen, damit sie Ausbildung

und Leistungssport optimal unter einen Hut bringen

können. Nach gut zehnjähriger Aufbauarbeit steht ein

Netzwerk, welches ermöglicht, dass die sportbegabten

Jugendlichen nebst dem Leistungssport eine Ausbildung

absolvieren können, welche ihren Interessen und Fähigkeiten

entspricht. Zudem konnten die «Umfeldmanager»

der LSF eine Palette von Förderangeboten einrichten,

welche auf der einen Seite direkt den Athletinnen und

Athleten zugute kommt, anderseits aber auch die Clubs

und Vereine entlastet. Darunter fallen beispielsweise

Mentaltraining, Regenerations- und Ernährungsworkshops.

Folgende zwei Beispiele zeigen, dass die Zusammenarbeit

zwischen den beiden LSF hervorragend funktioniert:

Andrea von Büren, Rollstuhlsportlerin, ist mehrfache

Juniorenweltmeisterin. Ihr Ziel ist die erfolgreiche Teilnahme

an den Paralympics London 2012. Sie besuchte im

Kanton Basel-Stadt die WBS-Sportklasse am Gymnasium

Bäumlihof. Danach folgte der Wechsel an die Wirtschaftsmittelschule

am Bildungszentrum kvBL Reinach. Während

der gesamten Zeit wurde sie durch die Verantwortlichen

der LSF betreut. Granit Xhaka, Fussballer, ist Mitglied

der 1. Mannschaft vom FC Basel. Auch er absolvierte die

WBS-Sportklasse in der Stadt und wechselte danach in

eine Berufslehre im Baselbiet und geht am Bildungszentrum

kvBL Liestal zur Schule. Wie Andrea wird auch er von

den Verantwortlichen der LSF begleitet.

Klar ist es vermessen, zu behaupten, dass diese beiden

Sporttalente dank den LSF ihren Weg an die Spitze

gemeistert haben. Dennoch können sie dank den günstigen

Strukturen, welche ihnen die Ausbildungsangebote

bieten, voll auf beide Karten setzen und von Förderangeboten

profitieren.

Somit leisten die beiden LSF einen nicht unwichtigen

Beitrag in der Entwicklung der jungen Talente.

Damit solche Lösungen aber überhaupt eingerichtet

werden können, braucht es Menschen, welche – meist

im Hintergrund – Höchstleistungen erbringen. An dieser

Stelle ist es uns ein Anliegen, Sandro Penta recht herzlich

für die sehr gute und unkomplizierte Zusammenarbeit

zu danken. So macht es Spass!

Thomas Rutishauser, Stv. Generalsekretär Basel-Landschaft

16 17


Gastbeitrag Swiss Olympic

Bei der erfolgreichen Umsetzung des Spitzensportkonzepts

Schweiz zählen die 26 Kantone neben den

Mitgliedverbänden zu den bedeutendsten Partnern von

Swiss Olympic. Als Dachorganisation des privatrechtlich

organisierten Sports kann Swiss Olympic den Kantonen

aber nicht vorschreiben, was sie als öffentlich-rechtliche

Institutionen im Bereich des Nachwuchsleistungs- und

Spitzensports leisten müssen. Swiss Olympic kann «nur»

empfehlen oder motivieren, optimale Rahmenbedingungen

für die sportlichen Talente zu entwickeln. Doch auch

ohne strikte Vorgaben durch Swiss Olympic berücksichtigen

erfreulicherweise schon heute viele Kantone die Anliegen

des Nachwuchsleistungs- und Spitzensports in ihrer

kantonalen Sportpolitik. Insbesondere Basel-Stadt darf

sich zu jenen Kantonen zählen, welche in der Schweiz

eine Vorreiterrolle einnehmen und immer wieder mit innovativen

Projekten ihre kantonalen Verbände/Vereine sowie

ihre Athletinnen und Athleten vorbildlich unterstützen.

Basel-Stadt darf heute stolz sein auf sein qualitativ hochstehendes

und nachhaltiges Leistungssport-Fördermodell,

welches einerseits seinem Vorzeigeclub FC Basel wertvolle

Dienste bietet und andererseits in vielen anderen

Sportarten den Basler Talenten die Grundlage für zukünftige

internationale Erfolge verschafft. Swiss Olympic hofft,

dass der Kanton auch in Zukunft adäquate Ressourcen

bereitstellen wird, damit das Sportamt unter der Leitung

von Peter Howald und der kantonale Beauftragte für

Nachwuchsförderung, Sandro Penta, weiterhin als zentrale

Anlaufstelle in Basel die Anliegen des Nachwuchsleistungssports

kompetent und engagiert entwickeln, koordinieren,

unterstützen und vernetzen können.

Cornel Hollenstein, Abteilungsleiter Sport-Development

Die Sportverbände und der

Vorstand von Sport Basel

Unsere Mitgliedverbände

Aeroclub Regio Basel

American Football Kantonalverband Basel

Badmintonverband NWS

Basel Cricket Club

Basketballverband NWS

Basler Billard Club

Basler Paddelsport IG

Basler Segel-Club

Basler Wasserfahrer

Bocciavereinigung beider Basel

Freespeed Ultimate Basel

Fussballverband NWS

Gemeinschaft Basler Bogenschützen

Handball-Regionalverband NWS

IG Aikido Basel

IG Basler Boxvereine

IG Basler Fechtvereine

IG Basler Hockeyclubs

IG Basler Ruderclubs

IG Basler Squash Clubs

IG Basler Tischtennisclubs

IG der Curling-Clubs beider Basel

IG Katholische Turn- und Sportvereine Basel-Stadt

IG Riehener Sportvereine (IGRS)

IG Ringen und Gewichtheben

IG Rollsport Basel

IG Ski Basel

IG Tanzsport Clubs

IG Tauchclubs beider Basel

Kantonaler Eislauf- und Eishockeyverband

Kantonaler Judoverband beider Basel

Kantonalschwimmverband beider Basel

Karateverband beider Basel

Leichtathletikverband beider Basel

Lesbian and Gay Sport Basel

NKL

Nordwestschweizer Schachverband

Pétanque Club Bachgraben

Pferdesportverband Nordwest

Pro Senectute beider Basel, Abteilung Sport

Regionaler Orientierungslaufverband Nordwestschweiz

Regionalverband Tennis Region Basel

Rollstuhlclub beider Basel

Satus Fussballverband Nord

Satus NWZS

Schweizer Firmensportverband RV Basel

Schwingverband Basel-Stadt

Sportkeglerverband Basel

Sportschützenverband beider Basel

Swiss Cycling beider Basel

Swiss Volley Region Basel

Turnverband Basel-Stadt

Unihockeyverband Basel-Stadt

Wanderwege beider Basel

Der Vorstand von Sport Basel

Günter Hulliger, Präsident, Kantonalschwimmverband beider

Basel

Christoph Socin, Vizepräsident und Sekretär, IG Basler Ruderclubs

Alfred Hänzi, Kassier, Leichtathletikverband beider Basel

Thomas Fuchs, Aktuar, Turnverband Basel-Stadt

Marco Liechti, Spezialaufgaben, Medien, Basler Wasserfahrer

Hasan Kanber, Spezialaufgaben, Fussballverband Nordwestschweiz

Ausschuss Leistungsvereinbarung

Nachwuchs-Sportförderung

Günter Hulliger, Christoph Socin, Marco Liechti

Mitglieder Swisslos-Sportfonds-Kommission

Günter Hulliger, Thomas Fuchs, Christoph Socin, Marco

Liechti

Mitglieder im Sportbeirat

Günter Hulliger, Christoph Socin

Mitglieder im Panathlonclub beider Basel

Günter Hulliger, Christoph Socin

18 19


Basel

AG, buysite Druck: / ASW

Dachverband des privatrechtlichen Sports

www.sportbasel.ch

AG

Sport Basel

Grenzacherstrasse 405

Marketing

4058 Basel ipw

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