VDV Das Magazin Ausgabe Mai 2016

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Das Verbandsmagazin des VDV ist die redaktionelle Plattform für Unternehmen des Öffentlichen Personen- und Schienengüterverkehrs in Deutschland. Konzept und Realisierung: AD HOC PR, Gütersloh.

30

PROZENT

Um diesen Wert stieg

die Teilnehmerzahl der

Elektrobus-Konferenz

gegenüber 2015.

Die Branche ist

elektrisiert

Elektrobusse machen kaum Lärm, nutzen ihre Energie effizient und stoßen in den

Städten keine Schadstoffe aus. Derzeit entwickelt sich die Technik rasant, wie die

Konferenz „Elektrobusse – Markt der Zukunft!“ verdeutlichte. Weitere Entwicklungen,

um die Serienreife zu erlangen, sind in Planung.

Der E-Bus wird im städtischen Raum kommen: Darin waren

sich die Teilnehmer auf den Podien der Konferenz weitgehend

einig. Unklar bleibt dagegen weiterhin, mit welcher Technik

und welchen Standards Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur auf

die Anforderungen im Stadtverkehr abgestimmt werden können.

Vor dem Hintergrund des Welt-Klimaschutzabkommens

von Paris und des Vertragsverletzungsverfahrens, mit dem

die EU von den deutschen Kommunen strengere Maßnahmen

zur Luftreinhaltung einfordert, hat das Thema an Dynamik

gewonnen. Das spiegelte sich auf der Konferenz wider: Gegenüber

2015 stieg die Teilnehmerzahl um knapp 30 Prozent. Auf

Einladung der VDV-Akademie und des Forums für Verkehr

und Logistik – einer Gemeinschaftsinitiative von VDV und

DEVK-Versicherungen – diskutierten 320 Experten aus der

Verkehrsbranche und der Industrie über Projekte, Betriebskonzepte,

Speicher- und Ladetechniken.

Eng mit der Konferenz verbunden war zudem die „ElekBu 2016“ im

Untergeschoss des Tagungshotels. Sieben Hersteller zeigten ihre

Batterie- und Plug-in-Fahrzeuge sowie 25 weitere internationale

Dienstleister und Zulieferer ihre Lösungen aus den Bereichen

Design, Antriebs- und Ladetechnik. Das macht die Ausstellung

zur derzeit größten Fachmesse für Elektrobusse.

Politik kündigt weitere Fördermittel an

Unabhängig voneinander kündigten die Staatssekretäre Rainer

Bomba vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

sowie Jochen Flasbarth vom Bundesumweltministerium

an, die Anschaffung von E-Bussen auch künftig zu fördern. „Ich

bin sicher, dass sich diese erstklassige Technologie ebenso wie

seinerzeit das Handy durchsetzen wird“, so Rainer Bomba. Jochen

Flasbarth ermunterte die Bushersteller, „die technologische Entwicklung

mit großem Nachdruck zu verfolgen“. Hintergrund sei,

dass die Nachfrage nach Elektrobussen durch die zunehmende

Urbanisierung weltweit steigen werde. Mit der Bekanntgabe der

Förderungen erkennen beide Ministerien eine Notwendigkeit

zur weiteren Entwicklung der jungen Technologie an.

Mit 700.000 Euro kostet ein E-Bus derzeit mindestens doppelt so

viel wie ein Dieselbus. Hinzu kommt der Aufbau der Ladeinfrastruktur.

Zwei weitere Förderrunden dieser jungen Technologie

durch die öffentliche Hand hält der VDV für dringend geboten,

damit auf den gesammelten Erfahrungen aufgebaut werden kann

und weitere Entwicklungsschritte durchlaufen werden können.

Martin Schmitz, Geschäftsführer Technik beim VDV, betonte,

dass der in seiner heutigen Ausprägung schon umweltfreundliche

und klimaschonende ÖPNV dazu beitragen wolle, neue Tech-

16 02 | 2016

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