Patientenzeitschrift 1 | Sommer 2016

Visioness

GRATIS

zum Mitnehmen!

Heft 1 / Sommer 2016

Gesund in Mittelfranken

Dr. Mathias Bender:

„Wir therapieren nicht nur

Gelenke, sondern Menschen.“

Seite 6

Sportverletzungen

vermeiden

Seite 4

Ärzteteam rettet täglich

Menschenleben

Seite 10

Rehabilitation vor Pflege

Seite 16


Editorial

Liebe Patientinnen und Patienten,

liebe Leserinnen und Leser,

„Gesundheit macht glücklich“. So einfach lassen sich die Ergebnisse einer repräsentativen

Umfrage der Bertelsmann Stiftung zusammenfassen. Die eigene Gesundheit und die der

Familie sind einer der wichtigsten Faktoren für unser Glücksempfinden.

Das Thema Gesundheit und deren Erhalt, zum Wohle unserer Landkreisbürger/-innen, steht

auch deshalb für die Kliniken des Kommunalunternehmens im Mittelpunkt. Wir freuen uns,

Ihnen die erste Ausgabe unseres Patientenmagazins Gesund in Mittelfranken zu präsentieren.

Mit diesem neuen Magazin informieren wir Sie künftig zweimal im Jahr über wichtige Gesundheitsthemen

und die medizinische Versorgung in unserer schönen und lebenswerten

Region. In der ersten Ausgabe erhalten Sie unter anderem wertvolle Informationen zu alternativen

Behandlungsmethoden bei Arthrose sowie einen Einblick in unser neues Herzkatheterlabor.

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Allein in Deutschland leiden rund fünf

Millionen Menschen darunter. Im aktuellen Heft erfahren Sie, warum für Dr. Mathias Bender,

leitender Arzt der Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie und des Endoprothetikzentrums,

eine Operation erst der letzte Ausweg ist und weshalb sich viele Patienten im Arthrose-Center

in Bad Windsheim eine Zweitmeinung einholen.

4

13

Täglich Menschenleben retten die Ärztinnen und Ärzte in unserem neuen Herzkatheterlabor

in der Klinik Neustadt a. d. Aisch. Auch Rentner Eberhard Grewe* hatte Glück: beim Baden

im Neustädter Waldbad bekam er einen Herzinfarkt. Dank der schnellen Reaktion des Bademeisters

konnte er vor dem Ertrinken gerettet und mit dem Krankenwagen unverzüglich ins

Herzkatheterlabor gebracht werden – dort versorgten ihn unsere Herzspezialisten mit einem

sogenannten Stent, der das verengte Herzkranzgefäß frei hält. Wie es Eberhard Grewe heute

geht, lesen Sie auf Seite 10.

Kommunale Kliniken sind gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten das

Rückgrat einer wohnortnahen und flächendeckenden Gesundheitsversorgung. Wir versichern

Ihnen, dass wir auch zukünftig alles daran setzen, die hohe Qualität der Versorgung

durch unsere Kreiskliniken sicherzustellen. Im Namen unserer Ärztinnen und Ärzte sowie

unserer pflegerischen Experten wünschen wir Ihnen und Ihren Familien alles Gute und vor

allem Gesundheit.

Ihr

Helmut Weiß Stefan Schilling Dr. Mathias Bender Dr. Gerald Wasmeier

Landrat Vorstand Ärztlicher Leiter Ärztlicher Leiter

Impressum

Gesund in Mittelfranken Heft 1 / Sommer 2016

Herausgeber: Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim

Postanschrift: Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim, Erkenbrechtallee 45, 91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-912

Internet: www.kliniken-nea.de

Redaktionsleitung: Benjamin Maier, Organisationsentwicklung |

Marketing | PR & Neue Medien

Inhaltliches und grafisches Konzept, Redaktion

und Realisierung: Visioness GmbH

Druck: Druckerei Ganz, Zellingen


Gesund in Mittelfranken

* Name von der Redaktion geändert


6

Inhalt

Sportverletzungen vermeiden 4

Dr. Bender:

„Wir therapieren

nicht nur Gelenke,

sondern Menschen“ 6

Stau in den Beinen – Das hilft bei Krampfadern 8

22

Ärzteteam rettet täglich Menschenleben –

Klinik Neustadt a. d. Aisch verfügt über hoch

modernes Herzkatheterlabor 10

Mit Asthma aktiv leben 13

Schlaganfall – Jede Sekunde zählt! 14

Reha vor Pflege – Die Geriatrie in Bad Windsheim

gibt alten Menschen nach Erkrankung die

Selbständigkeit zurück 16

Krankenhauskeime – Mit neuen Hygienemaßnahmen

das Infektionsrisiko senken 18

Küche – Mit frischen Zutaten aus Mittelfranken 20

Cortison – Besser als sein Ruf 21

26

Geburtshilfe – Viel Mitgefühl und garantierte

1:1 Betreuung 22

Rechtzeitig erkannt – Gute Heilungschancen

bei Darmkrebs 24

Neue Behandlungsmethode –

Mit Ultraschall gegen Prostatakrebs 25

Krankenpflegeschule – Pflegeschüler proben

im Skills Lab den Ernstfall 26

News 28

Veranstaltungen 29

Klinikführer 31

Gesund in Mittelfranken


Endoprothetik

© Jenny Sturm – Fotolia.com

Sportverletzungen

vermeiden

Steigende Temperaturen, längere Tage, wärmende Sonnenstrahlen: im Frühjahr beginnt für viele

Outdoor-Sportler die Hochsaison. Doch: Bei zu viel Ehrgeiz und Übermut drohen Verletzungen –

und schlimmstenfalls lange Sportpausen.

Rauf aufs Fahrrad oder Skateboard, auf zum

Klettern, Inline-Skaten, Fußball oder Tennis.

Auch Jogger, Wanderer und Spaziergänger

zieht es im Frühjahr häufiger ins Freie. Dr.

Mathias Bender, Chefarzt des Endoprothetikzentrums

sowie der Abteilung für Orthopädie

und Unfallchirurgie der Klinik Bad Windsheim,

mahnt zur Achtsamkeit: „Wer den Sport

im Winter eher gemütlicher angehen ließ,

sollte jetzt aufpassen und sein Trainingspensum

nur langsam steigern.“

„Viele Breitensportler erwarten zu viel

von sich.“

In Deutschland verunglücken – gemäß einer

Statistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz

– jedes Jahr rund anderthalb Millionen Bundesbürger

beim Sport. Am häufigsten trifft es

Fußballspieler. Inlineskaten und Skateboar-


Gesund in Mittelfranken

den stehen ebenso ganz oben auf der Liste

der Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko.

Doch auch beim Joggen, Radfahren oder

Mountainbiken ist es schnell passiert: ein

Ausrutscher, eine falsche Bewegung, ein

unglücklicher Sturz – besonders bei ambitionierten

Hobbysportlern. „Viele Breitensportler

erwarten zu viel von sich“, gibt Dr. Bender

zu bedenken. „So steigt nicht nur das Verletzungsrisiko,

sondern der Sportler läuft auch

Gefahr, früher oder später an Arthrose zu

erkranken.“ Haben sich nämlich die Gelenke

noch nicht an die erhöhten Belastungen

angepasst, kann das zu Gelenkverletzungen

und schneller zum Gelenkverschleiß führen.

Schonende Schlüsselloch-Chirurgie

Erfahrene Fachärzte an der Klinik für Orthopädie

und Unfallchirurgie kümmern sich um

Verunglückte, am Endoprothetikzentrum

werden Patienten mit Gelenkverschleiß behandelt.

„Wir therapieren unsere Patienten

ganzheitlich, sowohl konservativ als auch

operativ“, sagt Dr. Bender. Nicht immer sei

gleich eine Operation nötig, erklärt der

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

„Doch bei schweren Verletzungen wie Knochenbrüchen

ist ein chirurgischer Eingriff

oft unumgänglich. Gerissene Sehnen und

Bänder sowie komplexe Knochenbrüche

müssen wir wieder zusammenfügen, damit

sie richtig heilen können.“ Die gute Nachricht:

Heutzutage können viele operative

Eingriffe minimal-invasiv, das heißt mit der

schonenden Schlüsselloch-Chirurgie, durchgeführt

werden. „Hierfür müssen wir keine

großen Schnitte mehr ausführen“, erläutert

Dr. Bender.


nachgefragt

Endoprothetik

„Dem Körper nicht

zu viel abverlangen“

Fragen an Dr. Mathias Bender, Chefarzt

der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

und des Endoprothetikzentrums

der Klinik Bad Windsheim sowie Facharzt

für Unfallchirurgie und Orthopädie.

Viele Menschen denken: Sport und Arthrose,

das geht nicht zusammen. Was ist

an diesem Vorurteil dran?

Dr. Bender: Wie in vielen anderen medizinischen

Bereichen, so gilt auch bei Arthrose-

Erkrankungen: Der richtige Sport in einem

sinnvollen Maß ausgeübt, schadet keinesfalls,

sondern wirkt sich im Gegenteil sogar positiv

aus. Bewegung spielt bei der Vorbeugung

und Therapie von Arthrose eine wichtige

Rolle, denn gut trainierte Muskeln entlasten

die Gelenke und helfen so, die beschwerdefreie

Phase zu verlängern. Außerdem wird

der Knorpel bei Bewegung besser mit Nährstoffen

versorgt. Schon eine halbe Stunde

Gymnastik oder Spazierengehen am Tag

hält beweglich und beugt Beschwerden vor.

Stoßbewegungen wie beim Tennis, Squash

oder Joggen sollten Arthrose-Patienten jedoch

vermeiden.

Lässt sich eine Hüft- oder Knie-OP mit

ausreichend Sport verhindern?

Dr. Bender: Wer nur einen geringen Gelenkverschleiß

und kaum Bewegungseinschränkungen

hat, braucht keine künstliche Hüfte

und kein künstliches Kniegelenk. Schmerzen

bei Überbelastung oder beim morgendlichen

Aufstehen lassen sich häufig durch konservative

Maßnahmen therapieren.

Und wenn diese nicht mehr helfen?

Dr. Bender: Bei Patienten, die im Ruhezustand

und auch nachts Schmerzen haben

oder die vor Schmerz nicht mehr gehen können,

ist eine Operation meist unausweichlich.

Wer vor solch einem Eingriff zurückschreckt,

der sollte wissen: Eine Endoprothese kann in

diesen Fällen zu deutlich mehr Lebensqualität

führen.

Mit Mini-Kamera und feinen

Instrumenten

Bei einem minimal-invasiven Eingriff nehmen

die Operateure lediglich einige kleine

Hautschnitte von wenigen Zentimetern vor.

„Dann führen wir eine Mini-Kamera in das

betroffene Gelenk ein. So sehen wir die Verletzungen

und jeden unserer Handgriffe genau

auf einem großen Bildschirm“, erklärt der

Chefarzt. Arthroskopie, das heißt „Gelenkspiegelung“,

nennt sich dieses Verfahren. Es dient

einerseits zur Diagnostik, andererseits auch

der Therapie, um jeden einzelnen Handgriff

während einer Operation genau zu verfolgen.

Den Eingriff selbst führen die Ärzte mit Hilfe

dünner, feiner Instrumente durch, die stark

an Pinzetten und kleine Scheren erinnern.

„Die großen Vorteile dieser Methode sind“,

so Dr. Bender, „dass der Patient nach der OP

weniger Schmerzen verspürt als nach einem

konventionellen, offenen Eingriff, seine Operationswunden

schneller heilen und er deshalb

auch seinen gewohnten Alltag deutlich

schneller wieder aufnehmen kann.“ Sogar

viele Brüche der Extremitäten, wie auch Wirbelkörperbrüche

können heutzutage bereits

minimal-invasiv behandelt werden.

In Bewegung bleiben

Der ärztliche Rat bei Arthrose: Trotz Erkrankung

in Bewegung bleiben. Rad fahren,

Schwimmen, Nordic Walking, Gymnastik,

Yoga oder Aquafitness eignen sich besonders

gut für Arthrose-Patienten. Vorsicht ist

bei Übergewicht geboten: Adipositas belastet

die Gelenke. Auch die Ernährung spielt

bei der Entstehung des Gelenkverschleißes

eine wichtige Rolle. Von zu viel Fleisch und

Fetten mit einem hohen Anteil an Omega-

6-Fettsäuren wird generell abgeraten. Hierbei

ist auf die Qualität zu achten: Fleisch von

freilaufenden, weidegefütterten Tieren enthält

weniger Omega-6-Fettsäuren, bei Ölen

sind Olivenöl, Kokosnussöl oder Sesamöl

dem stark raffinierten Sonnenblumenöl vorzuziehen.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Dr. Mathias Bender

Chefarzt

Arthrose-Center, Unfallchirurgie,

Orthopädie, Endoprothetikzentrum

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-101

E-Mail: mathias.bender@kliniken-nea.de

Nachgewiesen

hohe Behandlungsqualität

Die Fachabteilung für Orthopädie und

Unfallchirurgie mit dem zertifizierten Endoprothetikzentrum

der Klinik Bad Windsheim

behandelt Verunglückte bei Sport-,

Haushalts-, Verkehrs- und Arbeitsunfällen

sowie Arthrose-Patienten. Einer der Versorgungsschwerpunkte

ist die Endoprothetik,

der künstliche Gelenkersatz. Die Behandlungsqualität

beider Abteilungen wurde

von der Gesellschaft für Orthopädie und

Orthopädische Chirurgie (DGOOC) mit dem

so genannten „EndoCert“-Zertifikat ausgezeichnet.

Das bedeutet: Die Klinik besitzt eine

besonders hohe, nachgewiesene Behandlungsqualität.

Die Fachärzte verfügen über

ein hohes Maß an Spezialisierung, Kompetenz

und langjährige Erfahrung auf ihrem

Fachgebiet.

Gesund in Mittelfranken


Arthrose-Center

Dr. Bender: „Wir therapieren nicht

nur Gelenke, sondern Menschen“

Alternative Behandlungsmethoden und Recht auf Zweitmeinung statt voreiliger Operationen:

Am neuen Arthrose-Center der Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim

werden Patienten ganzheitlich nach der für sie optimalen Behandlungsmethode therapiert.

Eine Operation ist erst der letzte Ausweg.

„Muss es gleich eine Operation sein?“ Mit dieser

Sorge kommen viele Patienten zu Dr. Mathias

Bender. Der Leiter des Arthrose-Centers

und Chefarzt des Endoprothetikzentrums sowie

der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie

der Klinik Bad Windsheim kann die

meisten von ihnen trösten: „Eine OP empfehlen

wir erst, wenn alle anderen Maßnahmen

ausgeschöpft sind.“

Bundesweit leiden nach Angaben des Vereins

Deutsche Arthrose Hilfe e.V. rund fünf

Millionen Menschen an Gelenkverschleiß.

Weltweit stellt Arthrose die häufigste Gelenkerkrankung

dar. Die Krankheit äußert

sich durch immer stärker werdende Gelenkschmerzen

– zuerst bei Belastung, später

auch im Ruhezustand. Ursachen können

jahrelange Überlastung, Übergewicht oder

falsche Ernährung sein. Am häufigsten trifft

die Krankheit das Knie und die Hüfte. Drei

Millionen Menschen leben in Deutschland

bereits mit einem künstlichen Gelenk.

Ärzten vor allem großes Einfühlungsvermögen

und ein ganzheitlicher Ansatz wichtig.

„Wir behandeln nicht nur Gelenke, sondern

Menschen“, betont Dr. Bender.

Sehr gute Ergebnisse mit

modernsten Prothesen

Als Erstes wird auf nicht-operative Therapiemethoden

wie Krankengymnastik, Elektrotherapie,

Ernährungsberatung, Einlagenversorgung

oder Bewegungstraining gesetzt.

Hierfür bietet das Arthrose-Center zur leichteren

Überwindung des „inneren Schweinehundes“

auch Gruppentherapien in Kooperation

mit der Kiliani Klinik an. „Erst wenn

all diese Methoden nicht helfen, kommen

wir um die OP nicht herum“, so der Mediziner.

Sollte es soweit sein, könnten mit Hilfe

modernster Prothesen sehr gute Ergebnisse

erzielt werden. „Manchen fällt dann gar nicht

mehr auf, dass sie eine Prothese tragen“, beruhigt

der Chefarzt.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Dr. Mathias Bender

Chefarzt

Arthrose-Center, Unfallchirurgie,

Orthopädie, Endoprothetikzentrum

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-101

E-Mail: mathias.bender@kliniken-nea.de

Konservative Behandlungsmethoden

Dr. Bender bedauert, dass Betroffene nicht

immer richtig beraten werden und zu schnell

eine OP angeraten bekommen, statt konservative

Behandlungsmethoden in Betracht zu

ziehen. „20 bis 30 Prozent unserer Patienten

im Arthrose-Center sind hier, weil sie sich

eine Zweitmeinung holen wollen“, sagt der

leitende Arzt. Die Männer und Frauen seien

verunsichert, hätten Angst vor einer Operation.

Dr. Bender bestätigt ihren ersten Impuls:

„Bei Bedarf kann sich der Patient bei uns gern

eine Zweitmeinung zu seinem Befund einholen,

auch ohne Überweisungsschein.“

Das Ärzte-Team nimmt sich Zeit und sucht

nach einem ausführlichen Beratungsgespräch

nach der individuell besten Therapieform.

„An unserer Klinik leisten wir Hilfe

zur Selbsthilfe“, unterstreicht der Chirurg. „Unsere

Patienten lernen, mit ihrer Krankheit im

Alltag besser umzugehen und sich gelenkschonender

zu verhalten.“ Dabei sind den

Zertifiziertes Arthrose-Center in der Klinik

Bad Windsheim

Das auf Gelenkverschleiß spezialisierte Arthrose-Center ist von der DGFAM e.V. (Deutsche

Gesellschaft für Arthrosemanagement e.V.) zertifiziert worden. Physiotherapeuten, Orthopädietechniker

und auch Ernährungsmediziner behandeln die Patienten in enger Abstimmung

und unter der Leitung von Orthopäden und Unfallchirurgen. Das Besondere: Die Fachärzte

verfolgen ganzheitliche Therapieansätze und ziehen alternative Behandlungsmethoden voreiligen

Operationen vor.


Gesund in Mittelfranken


Medizinisches Versorgungszentrum

Gebündelte Fachkompetenzen: Neues Medizinisches

Versorgungszentrum in Bad Windsheim eröffnet

Im Oktober 2015 hat das neue Medizinische

Versorgungszentrum (MVZ) in der Klinik Bad

Windsheim seine Pforten für die Patienten

des Landkreises geöffnet. Das bisherige MVZ

Promediz wurde vom Kommunalunternehmen

der Kliniken des Landkreises Neustadt

a.d. Aisch - Bad Windsheim übernommen.

Die Räumlichkeiten wurden neu gestaltet,

Umbaumaßnahmen durchgeführt. So ist

auch optisch der Trägerwechsel für Patienten

zu ersehen. Im MVZ sind zurzeit die Fachrichtungen

Chirurgie und Anästhesie vertreten.

Ab 1. Juli 2016 kommt die Fachrichtung

Gynäkologie hinzu. Im MVZ werden sowohl

Notfallpatienten, wie auch Patienten, die

sich geplant vorstellen möchten, behandelt.

Ebenso besteht die Zulassung zur Behandlung

von Arbeitsunfällen (D-Arzt-Ambulanz).

Innerhalb der MVZ-Sprechzeiten werden

Spezialsprechstunden für Arthrosepatienten,

für Gelenkersatzoperationen, Schulterpatienten

und Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen

angeboten. Außerhalb der Öffnungszeiten

des MVZ steht die Infrastruktur

des Krankenhauses für die notfallmäßige Patientenbehandlung

zur Verfügung.

Gebündelte Fachkompetenzen

„Was sind die Vorteile für unsere Patienten

im Landkreis?“, so die Frage an den Leiter

des MVZ, Dr. Matthias Krause. Dr. Krause: „Für

Patienten im Notfall, die einer sofortigen

Versorgung bedürfen, ob als privater Unfall,

Arbeitsunfall oder anderer Erkrankungen auf

dem chirurgischen Fachgebiet, haben mit

der Klinik Bad Windsheim eine zentrale Anlaufstelle.

Hier muss der Patient nicht lange

überlegen, wo er hin soll.“ Auch die Uhrzeit

ist nach Aussage von Dr. Krause nicht entscheidend,

„denn eine Versorgung sei im-

mer möglich.“ Innerhalb der Praxiszeiten des

MVZ erfolgt die Versorgung dort, außerhalb

der Öffnungszeiten durch das Krankenhaus.

Ein Patient steht also nie vor verschlossenen

Türen. Wenn der Patient es wünscht, oder

wenn die Erkrankung es erfordert, kann die

Behandlung nach der notfallmäßigen Versorgung

weiter durch die Ärzte des MVZ durchgeführt

werden. Der Patient kann sich dann

geplant während der Sprechzeiten des MVZ

dort zur weiteren Behandlung wieder vorstellen.

Wochenlange Wartezeiten für einen

Facharzt-Termin gehören der Vergangenheit

an. Der Hausarzt kann seinen Patienten an

das MVZ für eine fachspezifische Behandlung

überweisen; Patienten können sich aber

auch aus Eigeninitiative zur Beratung oder

Behandlung vorstellen. Eine Überweisung ist

nicht zwingend erforderlich.

Hand in Hand mit der Klinik

Bad Windsheim

Nicht immer geht ein Unfall glimpflich aus.

Muss eine verletzte Person stationär aufgenommen

werden, arbeitet das MVZ Hand

in Hand mit der Klinik Bad Windsheim. Die

räumliche und fachliche Zusammenarbeit

des MVZ mit der Klinik kommt dem Patienten

auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus

zugute – bei Bedarf stehen erneut die

Fachärzte des Medizinischen Versorgungszentrums

zur Verfügung, bis die Behandlung

abgeschlossen ist.

Optimale Infrastruktur

Durch den Standort des MVZ in der Klinik

Bad Windsheim kann es auf die gesamte Infrastruktur

der Klinik zugreifen. Röntgen, Sonographie

oder Labor sind zeitnah verfügbar.

Andere medizinische Fachkompetenzen aus

der Klinik können umgehend angefordert

werden, um möglichst hohen Komfort in der

Patientenbehandlung zu erzielen. Letztlich

kann auch die nahtlose stationäre Behandlung

eingeleitet werden, die vor Ort stattfinden

kann.

Arthrose-Center und Zweitmeinung

Das MVZ und speziell geschulte Mitarbeiter

sind als Arthrose-Center zertifiziert. Hier

werden Patienten ausführlich über ihre Erkrankung

informiert. Wege zur konservativen

Behandlung werden aufgezeigt und eingeleitet.

Nicht jeder Patient muss gleich operiert

werden – das Arthrose-Center im MVZ bietet

deshalb Patienten die Möglichkeit, sich eine

Zweitmeinung einzuholen, ob eine vorgeschlagene

Behandlung, insbesondere eine

vorgeschlagene Operation, notwendig ist.

Ihr MVZ vor Ort:

MVZ Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim gGmbH

Dr. Matthias Krause

Ärztlicher Leiter

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-201

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken


Gefäßchirurgie

Stau in den Beinen –

Das hilft bei Krampfadern

Feine blaue Linien bis hin zu lilaroten Verklumpungen: Krampfadern sind nicht nur

ein ästhetisches Problem, sondern auch eine weit verbreitete und ernst zu nehmende Krankheit.

Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass bei neun von zehn Erwachsenen die Beinvenen

zumindest leicht verändert sind. Dr. Sabine Presser, Chefärztin der Gefäßchirurgie in der Klinik

Neustadt a. d. Aisch, verrät, wie Männer und Frauen von der „krumpen Ader“ verschont bleiben.

„Sind die Füße häufiger geschwollen und

fühlen sich die Beine mitunter bleischwer

an, können das erste Anzeichen für eine Venenerkrankung

sein“, so Dr. Presser. Die Chefärztin

warnt davor, Krampfadern als Krankheit

zu unterschätzen. „Sie können Komplikationen

wie Thrombosen, Spontanblutungen,

Venenentzündungen oder offene Beine verursachen“,

sagt die erfahrene Medizinerin, die

seit Februar letzten Jahres die neue Hauptabteilung

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

in Neustadt a. d. Aisch leitet.

Besenreiser sind harmlos,

Krampfadern nicht immer

An ausgeprägten Krampfadern leiden in

Deutschland etwa 30 Prozent der Erwachsenen,

also jeder Dritte bis Vierte. Kaum jemand,

der älter als 30 Jahre ist, hat rundum gesunde

Venen. 80 Prozent leiden an Besenreisern,

dem „kleinen Bruder“ der Krampfader. Weil

Östrogene die Entstehung begünstigen, sind

weitaus mehr Frauen als Männer betroffen. Besenreiser

gelten laut Definition zwar ebenfalls

als Krampfadern – das feine Venengeflecht an

der Hautoberfläche ist aber meist harmlos und

muss aus medizinischer Sicht nicht zwangsläufig

entfernt werden. Krampfadern, die im

Mittelalter „krumpe Ader“ genannt wurden,

entstehen, wenn das Blut nicht mehr richtig

aus den Venen abfließen kann. Im gesunden

Zustand transportieren die Venen den roten

Lebenssaft gegen die Schwerkraft zurück zum

Herzen. Die umliegenden Muskeln und die

elastische Gefäßwand der Venen helfen dabei.

Sogenannte Venenklappen sorgen in den

Gefäßen dafür, dass das Blut nicht zurückfließt.

Lässt die Elastizität der Gefäßwände nach oder

sind die Venenklappen beschädigt, staut es

sich zurück. Die Gefäße können überdehnen

und aussacken.

Mögliche Komplikationen

Wenn die betroffenen Venen durch die Stauung

stark ausgesackt sind und nicht mehr

richtig funktionieren, sollten sie entfernt werden.

Denn bei lang anhaltendem Blutstau

wird das umliegende Gewebe nicht mehr

ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dr. Presser

berichtet von Geschwüren der Haut, die

sich dann bilden können. Der chronische

Stau hat nach Aussage der Fachärztin für Gefäßchirurgie

noch eine weitere fatale Folge:

Entzündungen können leichter entstehen.

An einer entzündeten Gefäßwand entwickelt

sich schnell ein Blutgerinnsel, welches

das Blutgefäß verstopfen kann. Möglich ist

auch, dass das Gerinnsel sich löst und über

den großen Blutkreislauf in den Lungenkreislauf

geschwemmt wird. Dies kann zu einer

Lungenembolie führen – ein Notfall, der umgehend

medizinisch versorgt werden muss,

um lebensbedrohliche Komplikationen zu

verhindern.

Krampfadertherapie

Patienten mit Venenerkrankung erfahren

in den Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim eine optimale

Betreuung. Viele Wege führen dabei zum

Ziel. „Welches Verfahren zum Krampfadern-

Entfernen im Einzelfall am besten geeignet

ist, „klären wir immer nach eingehender Diagnostik

in einem ausführlichen Gespräch“,

sagt Dr. Presser, die an der Klinik Neustadt

a. d. Aisch die Varizentherapie mit Herz, Verstand

und Leidenschaft ausübt. Bei Besenreisern

oder anderen kleineren Aderproblemen

wendet das Ärzteteam um Dr. Presser

häufig das sogenannte Veröden an: Bei dieser

Methode wird ein Verödungsmittel in

die Vene gespritzt. Diese verschließt sich

und wird vom Körper abgebaut. Die Blutversorgung

der Beine wird dadurch nicht

beeinträchtigt, da der Körper das Blut durch

tieferliegende, gesündere Venen umleitet.

Bei dieser Methode können mehrere Behandlungstermine

notwendig sein. Besenreiser-Entfernen

wird von den gesetzlichen

Krankenkassen als kosmetischer Eingriff eingestuft;

Patienten tragen daher die Kosten

für die Behandlung selbst. In medizinisch

indizierten Einzelfällen können die Kosten

durch die Krankenkassen jedoch übernom-


Gesund in Mittelfranken


Dr. Sabine Presser leitet die neue

Hauptabteilung Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie in Neustadt a. d. Aisch.

men werden. Gerade verlaufende und noch

nicht so stark ausgeprägte Krampfadern

werden mit Lasertechnologie entfernt. Der

Laser erhitzt die Krampfader, die sich daraufhin

durch die enorme Hitze verschließt und

nach einigen Wochen schließlich ganz verschwindet.

Auch die Laser-Behandlung wird

von den Krankenkassen nicht übernommen.

Zwar bewertet der GKV-Spitzenverband die

Laser-Behandlung von Krampfadern tendenziell

positiv; zurzeit werden allerdings

noch Ergebnisse aus Langzeitstudien abgewartet.

Grundsätzlich gilt: Ist die Entfernung

der Krampfadern medizinisch erforderlich,

übernimmt die Kasse in der Regel auch die

Kosten. Stark ausgeprägte Krampfadern

werden herausgezogen (Stripping). Dr. Presser

erklärt, dass dazu eine Mini-Sonde meist

über einen kleinen Schnitt in der Leiste in

die betroffene Vene vorgeschoben und am

Ende der Krampfader entweder am Knie

oder am Innenknöchel wieder ausgeleitet

wird. Die Venenenden werden durchtrennt

und danach das veränderte, kranke Gefäß

mit der Sonde herausgezogen. Nach etwa

einer Woche ist der Patient wieder belastbar.

Unabhängig von der Behandlung empfiehlt

Dr. Presser ihren Patienten, für einige Zeit

danach auf intensive sportliche Betätigung

zu verzichten. Auch heiße Bäder, Sonnenbäder,

Saunabesuche oder Langstreckenreisen

sollten vermieden werden.

Krampfadern vorbeugen

Um Krampfadern vorzubeugen, können

Männer und Frauen morgens unter der

Dusche die Knie und Schenkel ein paar Sekunden

mit kaltem Wasser abbrausen – die

Kälte bewirkt ein Zusammenziehen der

Venen, wodurch das Blut besser abtransportiert

wird. Beim Anziehen ist lockere

Kleidung die bessere Wahl. Denn einschnürende

Kleidungsstücke können Venen an

einzelnen Stellen (Kniekehlen) abdrücken.

Dr. Presser rät: „Beobachten Sie Ihren Körper

gut. Schwere Beine, Spannungs- und

Schwellungsgefühl bis hin zu nächtlichen

Krämpfen sowie Schmerzen, Kribbelgefühl

oder Juckreiz können erste Alarmsignale

für ein Venenproblem sein. Patienten mit

diesen Symptomen sollten frühzeitig einen

Venenspezialisten aufsuchen.“

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Sabine Presser

Chefärztin Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2101

E-Mail: sabine.presser@kliniken-nea.de

Chirurgische Praxis Bad Windsheim

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Schwarzallee 10

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 651365

E-Mail: info@chirurgie-bad-windsheim.com

Gesund in Mittelfranken


Kardiologie

Kompetentes Ärzte-Team:

Chefarzt Dr. Gerald Wasmeier (links)

Dr. Sebastian Weihbrecht , angehender

Facharzt für Kardiologie.

Ärzteteam rettet täglich

Menschenleben –

Klinik Neustadt a. d. Aisch

verfügt über hoch modernes

Herzkatheterlabor

Höhere Bildqualität, weniger Strahlenbelastung:

Im November 2015 ist

an der Klinik Neustadt a. d. Aisch ein

hoch modernes Herzkatheterlabor

in Betrieb gegangen. Die neue Röntgenanlage

ermöglicht ein noch

präziseres Setzen von Stents – zum

Beispiel nach einem Herzinfarkt. Mit

aktuellster Technik und hoher Fachkompetenz

rettet das Ärzteteam um

Dr. Gerald Wasmeier und Dr. Dieter

Rost täglich Menschenleben.

10 Gesund in Mittelfranken

* Name von der Redaktion geändert

Notfall im Neustädter Waldbad: Ein Rentner

verschwindet beim Baden plötzlich von der

Wasseroberfläche. Der Bademeister reagiert

sofort und zieht den bewusstlosen Mann aus

dem Wasser. Eine zufällig anwesende Anästhesistin

beginnt mit der Wiederbelebung.

Per Krankenwagen wird Eberhard Grewe*

ins Herzkatheterlabor der Klinik Neustadt a.

d. Aisch transportiert. „Der Mann hatte einen

Herzinfarkt mit Kammerflimmern und ging

deshalb beim Baden unter“, erinnert sich

Chefarzt Dr. Wasmeier. „Wir haben ihn im Labor

noch unter Wiederbelebung kathetert.“

Der Herzinfarkt gehört bundesweit zu den

häufigsten Todesursachen. Rund 220.000

Menschen erlitten laut Statistischem Bundesamt

im Jahr 2014 einen Herzinfarkt. Für gut

50.000 von ihnen, also etwa jeden vierten

bis fünften Patienten, endete er tödlich. Dabei

ist die Zahl der Todesfälle laut Deutscher

Gesellschaft für Kardiologie (DGK) gesunken.

Starben 1992 je 100.000 Einwohner 109 Menschen

an einem Herzinfarkt, waren es 2012

noch 65.

Die Ärzte handeln sofort

Für Eberhard Grewe ging er gut aus. Die Ärzte

in Neustadt a. d. Aisch kühlen seine Körpertemperatur

auf 32 bis 33 Grad herab und

versetzen ihn in ein künstliches Koma. Über

das Handgelenk verschaffen sie sich Zugang

zu den Blutgefäßen am Herzen und führen


Kardiologie

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Wie kommt es zum Herzinfarkt?

Durch Ablagerungen (Plaques) kann es zur Verengung der Herzkranzgefäße kommen.

Dadurch oder infolge eines Blutgerinnsels kann das Blut die verengte Stelle nicht mehr

passieren. Die Folge ist ein Herzinfarkt.

1. Obere Hohlvene

2. Aorta

3. Lungenarterie

4. Linker Vorhof

5. Rechter Vorhof

6. Verschluss eines Herzkranzgefäßes

7. Absterbender Herzmuskel (Infarkt-Areal)

Die Behandlung in der Klinik

Der Kardiologe führt eine Gefäßstütze (Stent) in das Gefäß ein, die die Engstelle weitet

und einen erneuten Verschluss verhindert. Der Zugang erfolgt meist über die Leiste.

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8. Einführen des zusammengefalteten Stents

9. Aufklappen des Stents mit Hilfe eines Ballons, Entfernen der Werkzeuge

10. Verbleibender Stent im wieder geöffneten Gefäß

einen dünnen Draht hinein. So wird die Verengung

im betroffenen Herzkranzgefäß mit Hilfe

eines winzigen Ballones geöffnet und ein

Stent an die Engstelle gesetzt, der sie offen

hält. Das Blut fließt wieder. Eberhard Grewe

ist gerettet. Drei Tage später erwacht der Patient

aus dem Koma – ohne neurologische

Defizite.

Modernste Technik

Das Herzkatheterlabor in Neustadt a. d. Aisch

ist technisch auf dem aktuellsten Stand. „Die

Bildqualität ist besser, die Strahlenbelastung

trotzdem niedriger“, zeigt sich Dr. Wasmeier

begeistert von der neuen Röntgenanlage. Teil

dessen ist ein sogenannter, fast deckenhoher

C-Bogen, der den Namen seiner Form verdankt.

Das Gerät lässt sich in alle Richtungen

drehen und macht so vielfältige und genaue

Abbildungen der Gefäße möglich. Zusätzlicher

Ultraschall und Druckmessungen in

den Herzkranzgefäßen sagen etwas über die

Art der Engstelle. Auch das Setzen von Stents

sei jetzt noch exakter möglich als vorher. Die

moderne Kathetertechnik ist aus Sicht von

Dr. Wasmeier der absolute Goldstandart.

„Dazu gibt es keine Alternative“, sagt er und

begründet: „Eine Bypass-Operation scheidet

bei einem akuten Gefäßverschluss meist aus,

weil der Patient so schnell nicht auf dem OP-

Tisch liegt. Ein Katheter ist viel schneller gelegt.“

Bei einer Bypass-Operation wird unter

Vollnarkose das Brustbein der Länge nach

gespalten. Die Ärzte legen in einer mehrstündigen

Operation eine Umleitung von

der Hauptschlagader zu einer Arterie hinter

dem eingeengten Herzkranzgefäß – die Blockade

wird somit umgangen. „Bypässe sind

viel aufwendiger und müssen über Wochen

heilen. Sie kommen aber dann in Frage,

wenn mit dem Setzen von Stents nicht der

gewünschte Erfolg erzielt werden konnte“,

sagt Dr. Wasmeier. Das sei zum Beispiel bei

besonders schwerwiegenden Verkalkungen

der Fall oder wenn viele Blutgefäße betroffen

wären.

Hohe Fachkompetenz der Ärzte

„Dass ein wiederbelebter Patient ohne Lähmungen

oder Sprachstörungen aufwacht

und einfach nach Hause gehen kann, ist selten“,

staunt Dr. Wasmeier selbst über den phänomenalen

Ausgang der OP im Katheterlabor.

Bei einem Herz-Kreislaufstillstand entstünden

durch mangelnde Blutversorgung schnell

Schäden im Gehirn. Dass das bei Eberhard Grewe

nicht der Fall war, hänge „mit vielen glücklichen

Momenten“ zusammen. Ausschlaggebend

war neben der modernen Technik und

der hohen Fachkompetenz der Neustädter

Ärzte vor allem auch, dass die Versorgung vor

Ort dank Bademeister, Anästhesistin und Rettungsdienst

schnell geklappt hat.

Lesen Sie auch die Interviews

zum Thema auf Seite 12.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Gerald Wasmeier

Chefarzt Medizinische Klinik 1

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2401

E-Mail: gerald.wasmeier@kliniken-nea.de

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Dieter Rost

Chefarzt Medizinische Klinik 2

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2401

E-Mail: dieter.rost@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken

11


Kardiologie

nachgefragt

„Wir sind ein starkes

Team“

Dr. Sebastian Weihbrecht ist zurzeit in der

Ausbildung zum Facharzt für Kardiologie

an der Klinik Neustadt a. d. Aisch und erläutert,

was ihn an der Herausforderung

im kardiologischen Klinikalltag besonders

reizt.

Herr Dr. Weihbrecht, was reizt Sie

am Fachgebiet Kardiologie?

Dr. Weihbrecht: Der Kardiologe muss in einer

Notfallsituation alles beherrschen , zudemschnell

und präzise handeln. Herzinfarkt- Patienten

kommen mit „Brustenge“ und dem

Gefühl „ein Elefant säße auf der Brust“ zu

uns ins Krankenhaus – sie leiden unter Atemnot,

Herzschmerzen, haben oft große Angst.

Beim Herzinfarkt, der häufigsten Erkrankung,

muss das verstopfte Herzkranzgefäß binnen

kürzester Zeit wieder geöffnet werden. Sonst

drohen entweder nicht behebbare Schäden

am Herzmuskel oder schlimmstenfalls gar

der Tod. Andere Herausforderungen sind die

„Herzschwäche“ oder Störungen des Herzrhythmus.

In unserem Krankenhaus wird die

Intensivstation zudem internistisch geführt,

das heißt, dass ein weit über die Kardiologie

hinausgehendes Spektrum an schweren

Erkrankungen diagnostiziert und behandelt

werden kann. Dies leisten wir in unserem

neuen Katheterlabor.

Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere

an der Klinik Neustadt a. d. Aisch?

Dr. Weihbrecht: Wir sind ein Team, im Fokus

steht nur das Patientenwohl. Die organisatorischen

Strukturen sind jahrzehntelang etabliert

und erfolgreich, die kommunale Trägerschaft

gibt uns Ärzten „Sicherheit“, die Pflege

dieses Krankenhauses ist hervorragend und

trotz aller Reformen und Herausforderungen

sind wir eine „Familie“ die sich als Dienstleister

unseres Landkreises und unserer Patienten

sieht. Wir pflegen den Kontakt zum Rettungsdienst,

zu unseren niedergelassenen Kollegen.

Als „relativ kleines“ Krankenhaus leisten

wir tagtäglich Großes, pflegerisch, ärztlich

und menschlich. Das ist das Besondere.

Das sagt die Fachgesellschaft

Deutsche

Herzstiftung e.V.

Pierre König von der Deutschen Herzstiftung

e.V. erläutert im Interview die Vorteile

der unabhängigen Herzsprechstunde

für Betroffene.

Wasmeier:

Herr König, welchen Service bietet die

Deutsche Herzstiftung e.V. Herzpatienten

bzw. Mitgliedern?

Pierre König: Als Deutschlands größte Patientenorganisation

auf dem Gebiet der Herz-

Kreislauf-Krankheiten informieren wir neutral

und unabhängig über einen gesunden

Lebensstil, über sinnvolle Möglichkeiten der

Vorbeugung und neue Behandlungsmöglichkeiten.

Zudem fördern wir patientennahe

Herz-Kreislaufforschung. Vier Mal im

Jahr erscheint unsere Zeitschrift Herz Heute,

die für unsere Mitglieder kostenfrei ist. Wir

geben einen Newsletter mit Tipps zum Erhalt

der Herzgesundheit heraus und bieten

Herzpatienten und allen Interessierten Ratgeberbroschüren,

Faltblätter und Sonderdrucke

oder etwa einen Blutdruck-Pass und

den Notfallausweis zur Dokumentation von

Krankheitsdaten an.

Sie bieten auch eine Herzstiftungs-

Sprechstunde an. Was ist das und mit welchen

Fragen können sich Betroffene oder

Angehörige dorthin wenden?

Pierre König: Über die Sprechstunde beantworten

unabhängige Herzspezialisten Fragen

zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen – telefonisch,

schriftlich oder über die Homepage

der Herzstiftung. Die Experten bearbeiten die

Anfragen ehrenamtlich in ihrer Freizeit, neben

ihrer klinischen bzw. ärztlichen Tätigkeit.

Für Interessierte haben wir ein Archiv eingerichtet,

in dem wir alle Fragen und Antworten

festhalten.

Die Deutsche Herzstiftung e.V. ist über ihren

Wissenschaftlichen Beirat eng mit der

Wissenschaft und Praxis verknüpft. Wie

profitieren Herzpatienten davon?

Pierre König: Dem Wissenschaftlichen Beirat

der Deutschen Herzstiftung gehören führen-

Herzkatheterlabor

de Herzspezialisten und Wissenschaftler auf

dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen

an. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht es,

dass neue Erkenntnisse allen Betroffenen zugute

kommen. Wichtige Fortschritte werden

von der Deutschen Herzstiftung u. a. in HERZ

HEUTE verständlich und praxisnah erläutert.

Zudem werden Broschüren und Sonderdrucke

herausgegeben, die von kostenfrei

bezogen werden können. Nicht-Mitglieder

werden lediglich um Einsendung des Rückportos

gebeten.

Kontakt

Deutsche Herzstiftung e.V.

Vogtstraße 50

60322 Frankfurt am Main

Tel.: 069 955128-0

E-Mail: info@herzstiftung.de

Internet: www.herzstiftung.de

12 Gesund in Mittelfranken


Pulmonologie

Mit Asthma aktiv leben

Einatmen, kurze Pause, ausatmen. Über die Atmung denkt im Alltag

kaum jemand nach. Erst, wenn die Atemwege erkrankt sind und

Luftholen anstrengt, wird dem Menschen bewusst, wie sehr die

Lebensqualität von gesunden Atemwegen abhängt.

„Zu den häufigsten Krankheiten, die wir auf

diesem Gebiet behandeln, gehören Erkrankungen

mit Verengungen der Atemwege

wie Asthma oder COPD, die chronisch obstruktiven

Lungenerkrankungen, die meist

bei Rauchern auftreten. Bei Kindern und

jüngeren Erwachsenen steht insbesondere

das Asthma im Vordergrund“, sagt Prof. Dr. Dr.

Gerhard Nusko, Chefarzt der Medizinischen

Klinik 3 in Neustadt a. d. Aisch. Neben akuten

Erkrankungen der Atemwege werden auch

chronische Lungenerkrankungen stationär

behandelt. Die Röntgenabteilung und die

Lungenfunktionsanalyse in den internistischen

Einrichtungen unterstützt die Diagnose.

Volkskrankheit Asthma

Asthma ist eine der großen Volkskrankheiten.

So leiden in Deutschland Schätzungen zufolge

bereits drei bis sechs Prozent der jungen

Erwachsenen und etwa zehn Prozent der

Kinder an Asthma. „Mediziner unterscheiden

allergische und nicht allergische Asthmaformen.

Beim allergischen Asthma reagiert

das Immunsystem auf bestimmte allergene

Reize wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben“,

erklärt Prof. Nusko. „Nicht allergisches

Asthma kann viele Ursachen haben. Meist

wird es durch einen Infekt ausgelöst. Aber

auch bestimmte Medikamente, auf die der

Patient allergisch reagiert, können für eine

Asthma-Erkrankung verantwortlich sein.“

Entzündung der Atemwege

Eine asthmatische Entzündung der Atemwege

lässt die Schleimhaut anschwellen, die

Bronchialmuskulatur verkrampft, es kommt

zu einer gesteigerten Produktion von Schleim

in den Bronchien – das erschwert das Atmen,

ganz besonders das Ausatmen. Dabei entstehen

in der Regel pfeifende und brummende

Atemgeräusche.

Auch Sport und Atemübungen helfen

„Asthma ist nicht heilbar. Aber wir können die

Entzündung der Atemwege sehr gut kontrollieren“,

so Prof. Nusko. „Bei optimaler Therapiekontrolle

sind die Patienten meist vollständig

leistungsfähig, können beispielsweise wieder

Sport treiben. Ein weitgehend normales und

aktives Leben trotz Asthma ist möglich, und

deshalb ist es uns wichtig, unsere Patienten im

Umgang mit ihrer Krankheit zu schulen.“

Erfolgreiche Behandlung

Die Asthmabehandlung wird der Schwere der

Erkrankung angepasst. Die medikamentöse

Therapie stützt sich dabei auf zwei Säulen:

Zum Einsatz kommen die sogenannten „Reliever“,

schnell in ihrer Wirkung einsetzende

Bronchialerweiterer, die meist als Spray inhaliert

werden. In der nächsten Stufe der Asthmabehandlung

folgt die Hinzunahme von

sogenannten „Controllern“: langwirksame

Bronchialerweiterer, die meist als feines Pulver

inhaliert werden – beim Asthma in Kombination

mit entzündungshemmendem Cortison.

Patienten sollten die Auslöser ihrer Krankheit

möglichst meiden. Spezielle Atemtechniken

und vor allem Sport helfen, gut mit der Krankheit

zu leben. Ganz wichtig: „Wer Asthma hat

und trotzdem raucht, sollte sofort damit aufhören.

Studien beweisen, dass Rauchen den

Erfolg von medikamentösen Asthma-Therapien

deutlich mindert“, sagt Prof. Nusko.

Durch gezielte Therapie ist selbst

Ausdauersport wieder möglich.

© Dusan Kostic – Fotolia.com

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko

Chefarzt

Medizinische Klinik 3

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2341

E-Mail: gerhard.nusko@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken

13


Stroke Unit

Dr. Susanne Resch wendet bei einer Patientin

den FAST-Test an – ein Test, den auch Laien

jederzeit durchführen können.

Schlaganfall – Jede Sek

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall zählt jede Sekunde. „Leider ist er für Betroffene nicht immer

leicht zu erkennen“, bedauert Professor Dr. Dr. Gerhard Nusko, Chefarzt der Schlaganfalleinheit

an der Klinik Neustadt a. d. Aisch. Der Grund hierfür sind unspezifische Symptome.

Mit der sogenannten Stroke Unit ist das mittelfränkische Krankenhaus bestens für den Ernstfall gerüstet.

Die größte Herausforderung für Ärzte besteht

darin, den Schlaganfall schnell zu diagnostizieren

und zu behandeln. Passiert das nicht,

können Hirnzellen absterben – mit schwerwiegenden

Folgen für den Betroffenen. „Je

eher der Patient die richtige Behandlung bekommt,

desto besser stehen seine Prognosen“,

sagt Prof. Nusko und fügt hinzu: „Das

Blutgerinnsel muss so rasch wie möglich aufgelöst

werden.“ Die besten Therapiechancen

erzielten Mediziner innerhalb von maximal

viereinhalb Stunden nach dem Auftreten der

ersten Symptome. Deutschlandweit erleiden

pro Jahr rund 250.000 Menschen einen

Schlaganfall. Laut Statistischem Bundesamt

stellt er die dritthäufigste Todesursache dar.

An der Klinik Neustadt a. d. Aisch werden

pro Jahr rund 250 Schlaganfallpatienten versorgt.

Die meisten Schlaganfälle kommen

durch unzureichende Durchblutung des

14 Gesund in Mittelfranken

Gehirns zustande. Schuld ist ein Blutgerinnsel.

Es verstopft eines der Blutgefäße, die das

Gehirn versorgen. Infolgedessen mangelt

es bestimmten Hirnzellen an Sauerstoff und

Energie. Sie drohen, abzusterben. Je länger

dieser Zustand andauert, desto schwerwiegender

sind die Folgen für den Betroffenen.

Erst können Patienten Kopfschmerzen und

Schwindel verspüren, sich benommen fühlen

oder unter Wortfindungsstörungen leiden.

Kommt eine halbseitige Lähmung hinzu,

rät Professor Nusko Angehörigen, keine

Sekunde zu zögern und unverzüglich einen

Notarzt zu rufen. „Bei Verdacht auf einen

Schlaganfall dürfen wir keine Zeit verlieren“,

mahnt der Chefarzt. Der Patient müsse sofort

in eine Schlaganfalleinheit transportiert werden.

Die Klinik Neustadt a. d. Aisch arbeitet

mit modernster Telemedizin. „Wir sind in ganz

Nordbayern vernetzt, können so auch mit

überregionalen Stroke Units kommunizieren“,

so Professor Nusko. Ein 24-Stunden-Dienst

gewährleistet zudem innerhalb kürzester

Zeit eine telemedizinische Vorstellung des

Patienten in einem Neurologischen Zentrum.

Es dauert daher nur wenige Minuten, bis ein

Patient von einem Experten eingeschätzt

und therapiert wird.


Stroke Unit

Das sagt die Selbsthilfegruppe

„Die Optimisten“

Fragen an Dieter Buhn, Leiter der Selbsthilfegruppe „Die Optimisten“

in Bad Windsheim.

Herr Buhn, wer sind „Die Optimisten“?

Dieter Buhn: Wir sind eine Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters, Interessen und

Handicaps, die jedoch eines verbindet: Der Wunsch, nach einem Schlaganfall oder einem

Schädel-Hirn-Trauma wieder neuen Lebensmut und Freude am Leben zu finden. Wir treffen

uns regelmäßig in ungezwungener Runde, um Erfahrungen auszutauschen und geben einander

Tipps, die uns das Leben erleichtern.

Sie haben mit Ihrer Gruppe die Schlaganfall-Einheit besucht – wie war Ihr Eindruck?

Dieter Buhn: Patienten sind in der Schlaganfall-Einheit der Klinik Neustadt a. d. Aisch in guten

Händen. Sie werden schnell und mit viel Einfühlvermögen behandelt. Die technische

Qualität der telemedizinischen Einrichtung, die hohen Standards und das hohe Motivationsniveau

der Mitarbeiter haben uns sehr beeindruckt.

Kontakt

Gruppe Bad Windsheim

Dieter Buhn

Tel. 09841 3423

www.die-optimisten-shg.de

unde zählt!

Bessere Behandlungsergebnisse

an Stroke Units

Die sogenannten „Stroke Units“, wie Schlaganfalleinheiten

auch heißen, haben sich auf

die Diagnose und Therapie von Schlaganfällen

spezialisiert. Sowohl Ärzte verschiedener

Fachrichtungen als auch das Pflegepersonal

sind speziell auf die Versorgung von Schlaganfallpatienten

geschult. Ein Computertomograf

(CT) steht rund um die Uhr zur Verfügung,

damit im Notfall jederzeit so rasch

wie möglich die richtige Diagnose gestellt

werden kann. Dank der Behandlung auf einer

spezialisierten Schlaganfallstation lässt sich

auch das Ausmaß der Folgeschäden deutlich

verringern. Das haben aktuelle medizinische

Studien gezeigt. Denn im Team einer Stroke

Unit befinden sich Neurologen ebenso wie

Internisten, Neuroradiologen und erfahrene

Pflegekräfte – also unterschiedlichste Spezialisten,

die miteinander kooperieren.

Gruppe Neustadt a. d. Aisch

H. M. Klug

Tel. 09861 694555

Anzeichen immer ernst nehmen!

Mit einem einfachen, sogenannten FAST-Test

können Laien Anzeichen für einen Schlaganfall

schnell und richtig deuten. Bei dem

Begriff handelt es sich um die englische

Abkürzung für face – arm – speech – time,

also: Gesicht – Arm – Sprache – Zeit. Zunächst

wird der Patient aufgefordert zu lächeln.

Ist sein Lächeln schief oder schneidet

er dabei eine Grimasse, ist das ein

erstes Alarmzeichen. Auch das mangelnde

Vermögen, den Arm hochzuhalten,

kann auf einen Schlaganfall hindeuten.

Hat der Betroffene außerdem Schwierigkeiten,

einen einfachen Satz zu sprechen,

sollte sofort der Notarzt (112) verständigt

und am Telefon bereits der Verdacht auf

einen Schlaganfall geäußert werden.

„Grundsätzlich sollte alles, was auf einen

Schlaganfall hindeutet, sehr ernst genommen

werden“, gibt Professor Nusko

zu bedenken. „Bei rechtzeitiger Therapie

können sich die Symptome bestenfalls

komplett zurückbilden.“

Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko, Chefarzt

der Medizinischen Klinik in Neustadt a. d.

Aisch, erklärt im Interview, was in einer

„Stroke Unit“ mit dem Patienten geschieht.

Herr Professor Nusko was zeichnet die

Stroke Unit in Neustadt a. d. Aisch aus?

Prof. Nusko: Es handelt sich um eine hochspezialisierte

Abteilung, in denen Fachleute

verschiedener medizinischer Bereiche zusammenarbeiten.

Unsere Mitarbeiter haben

sich auf ihre jeweiligen Aufgaben spezialisiert.

Durch diese Faktoren und dank unserer telemedizinischen

Vernetzung in ganz Nordbayern

ist es uns möglich, Diagnosen innerhalb

kürzester Zeit zu stellen und dann so rasch wie

möglich mit einer Therapie zu beginnen.

Was geschieht in einer Schlaganfalleinheit?

Prof. Nusko: Wenn Patienten zu uns kommen,

fragen wir die Vorgeschichte der Erkrankung

ab, danach werden die Patienten

neurologisch untersucht. Wir überwachen

dabei ständig die Lebensfunktionen, so dass

wir schnell eingreifen können, wenn sich der

Zustand des Patienten verschlechtert. Wir

ermitteln seine Herz- und Hirnströme per

Elektrokardiogramm (EKG). Weiterführende

Untersuchungen sind Computertomographie

(CT) des Kopfes und ein Ultraschall der

hirnversorgenden Schlagadern. Können wir

eindeutig die Diagnose Schlaganfall stellen,

leiten wir sofort die sogenannte Lysetherapie

ein. Das heißt, wir lösen mit Hilfe von Medikamenten

das Blutgerinnsel auf, das den

Schlaganfall verursacht hat. Je früher, desto

besser – denn die besten Chancen mit der Lysetherapie

erzielen wir innerhalb von maximal

viereinhalb Stunden nach Auftreten der ersten

Symptome.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko

Chefarzt

Medizinische Klinik 3

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2341

E-Mail: gerhard.nusko@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken

15

nachgefragt


Geriatrie

Dr. Wolfgang Anderer

überzeugt sich persönlich

vom Fortschritt seiner Patienten

Reha vor Pflege –

Die Geriatrie in Bad Windsheim gibt

alten Menschen nach Erkrankung

die Selbständigkeit zurück

Margarete Müller ist nicht nur die

älteste Patientin der Klinik in Bad

Windsheim. Mit ihren 104 Jahren ist

sie auch die älteste Frau im ganzen

Landkreis. Ihren 100. Geburtstag

feierte die betagte Dame auf Gran

Canaria. Auch jetzt, vier Jahre später,

hat sie noch lange nicht genug

vom Reisen. Dr. Wolfgang Anderer,

Leiter der Geriatrischen Abteilung

der Klinik Bad Windsheim, ist von

ihr beeindruckt.

Margarete

Müller

16 Gesund in Mittelfranken

Den Blick richtet Margarete Müller auf den

Fernseher, der mit lautem Ton den Raum

erfüllt. Sie sitzt in ihrem mühsam abbezahlten

Haus auf einem Sessel. Die Beine liegen

auf einem gepolsterten Hocker und werden

von einer Wolldecke gewärmt. Als Schutz vor

dem mäßig einfallenden Licht trägt sie eine

Sonnenbrille. In ihrem langen Leben musste

die zierliche Frau harte Schicksalsschläge erdulden:

Im Zweiten Weltkrieg starb ihr Mann

an einer nicht behandelten Blinddarmentzündung.

Die damals 27-jährige Margarete

Müller war im dritten Monat schwanger mit

ihrem jüngsten Kind, das eineinhalb Jahre

später an einer Maserninfektion verstarb.

Ihren Lebensmut und starken Willen verlor

sie trotzdem nie. „Die Leute haben damals

gesagt: ‚Das Haus kann die allein nie abbezahlen‘“,

erinnert sich die Seniorin. „Ich

pfeif euch was“, habe sie sich gedacht, „und

wenn ich Tag und Nacht arbeite.“ Das tat sie.

„Meine Mutter hat sich nicht geschont und

bei den Bauern die schwerste Arbeit gemacht“,

lobt Tochter Anne Meier.

Zum 100. Geburtstag auf Gran Canaria

Viele Jahre später – mit abbezahltem Haus

und mehr Zeit – liebt sie das Reisen. Mindestens

13 Mal war sie im Rentenalter auf Gran

Canaria, zuletzt zu ihrem 100. Geburtstag. Die

Idee kam von ihr selbst, weil sie der inzwischen

78-jährigen Tochter das Ausrichten einer

großen Feier ersparen wollte. Gesagt, getan:

Mit Rollstuhl, Tochter und einem Neffen

ging es Anfang Dezember per Flugzeug in

Richtung Sonne. Vielleicht ist ihre Umtriebigkeit

das Geheimnis ihres langen Lebens. „Ihr

biologisches Alter ist wahrscheinlich jünger“,

vermutet Dr. Wolfgang Anderer. Der leitende

Arzt der Abteilung für Geriatrische Rehabilitation

hat die 104-Jährige schon mehrfach

betreut und ist beeindruckt: „So häufig

kommt es nicht vor, dass wir Patienten in

diesem Alter behandeln. Älter war bei uns

auf der Station noch niemand.“ Auch wenige

Wochen nach ihrem 100. Geburtstag war sie

bei Dr. Anderer in Behandlung. Ihre Tochter

war gerade einkaufen, als sie stürzte und sich

den Oberschenkelhals brach. „Sie lag im Flur“,


erzählt Anne Meier. Sie habe nur die Beine

gesehen und im ersten Moment einen großen

Schrecken erlitten. „Reg dich nicht auf“,

beschwichtigte die Mutter damals, „ich bin

nur hingefallen“. So einfach war es aber leider

nicht. Konnte Margarete Müller vorher noch

kleinere Strecken laufen und sogar allein die

Treppe hinauf in ihr Schlafzimmer bewältigen,

war sie fortan auf Hilfe angewiesen. In

der Abteilung für Geriatrische Rehabilitation

der Klinik Bad Windsheim wurde nach einer

notwendigen Oberschenkel-Operation ihre

Alltagskompetenz wiederhergestellt.

Reha vor Pflege

Mit einer Testreihe, dem sogenannten Geriatrischen

Assessment*, untersuchte Dr.

Anderer mit seinen Kollegen, wie groß die

Defizite waren und wo sich noch aufbaubare

Ressourcen befanden. Bei der damals 100-

Jährigen ging es vor allem darum, dass sie

den Weg zur Toilette bewältigen konnte und

nicht in ein Heim musste. „Die Zielsetzung

ist immer individuell“, erklärt der leitende Arzt.

Für manche gehe es darum, wieder Auto zu

fahren und zu reisen, bei anderen sei schon

viel gewonnen, wenn sie den Weg zum Bett

schafften und in ihrer gewohnten Umgebung

bleiben könnten. „Bei uns steht Reha

vor Pflege“, so Dr. Anderer, der damit den

wohl größten Sorgenpunkt alter Menschen

trifft. Dank des Teams aus Fachärzten, aktivierenden

Pflegekräften, Ergotherapeuten,

Logopäden, Physio- und Psychologen, einem

Ernährungsberater, Wundmanager und einer

Gerontologin kam Margarete Müller in der

Klinik Bad Windsheim schon einige Male wieder

auf die Beine – zuletzt nach ihrem 103.

Geburtstag, den sie wegen eines Infekts im

Krankenhaus verbrachte. „Die Ärzte haben sie

gut wieder aufgepäppelt“, lobt die Tochter.

So gut, dass die beiden Damen bereits die

nächste Reise planen: „Im Sommer wollen wir

nach Zell am See“, sagt Anne Meier. „Ich glaube,

der liebe Gott hat mich vergessen“,

witzelt Margarete Müller, nimmt es aber

gelassen: „Wenn wir nicht geholt werden,

müssen wir halt warten.“ Ideen, wie sie

sich bis dahin die Zeit vertreiben könnte,

hat sie genug.

* Geriatrisches Assessment

In der Geriatrie wird eine umfängliche

Diagnose, ein sogenanntes Geriatrisches

Assessment, durchgeführt. Diese Testreihe

findet bei jedem Patienten Anwendung.

Analysiert werden neben körperlichem

und psychischem Befinden auch Wohnverhältnisse

und Alltagskompetenz. Darauf

basierend wird ein individueller Therapieplan

erstellt, der unter anderem vor

Bettlägerigkeit bewahren soll.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Dr. Wolfgang Anderer

Leitender Arzt

Medizinische Klinik 4

Innere Medizin und Geriatrie

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-794

E-Mail: wolfgang.anderer@kliniken-nea.de

Geriatrie

„Zeige mir Deine

Gefäße und ich sage

Dir, wie alt Du wirst“

Prof. Ralf-Joachim Schulz ist Vorstand

der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie

e.V. und erläutert, warum manche

Menschen über 100 Jahre alt werden

können.

Herr Professor Schulz, manche Menschen

können fit und gesund ein sehr hohes

Alter erreichen, sogar über 100 Jahre alt

werden: Wie kommt das?

Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz: Viele verschiedene

Faktoren tragen dazu bei. Besonders

wichtig sind Wille, Lebensfreude, Bewegung,

eine ausgewogene Ernährung und gesunde

Gefäße. Wer noch im hohen Alter aktiv sein und

seine Alltagstätigkeiten selbstständig ausführen

möchte, hält sich sowohl geistig als auch

körperlich fit und achtet auf sein Gewicht. Vor

allem die körperliche Fitness ist entscheidend,

denn sie fördert die Durchblutung des Körpers.

Blut versorgt unsere Organe mit Sauerstoff

und Nährstoffen, gleichzeitig entgiftet

es den Körper. Die Voraussetzung hierfür sind

gesunde Blutgefäße. Aus diesem Grund lautet

ein bekannter Spruch unter Altersmedizinern:

„Zeige mir Deine Gefäße und ich sage Dir, wie

alt Du wirst.“ Doch auch mit viel Aktivität und

Lebensfreude kann man seine Blutgefäße

nicht für immer gesund halten. Es ist normal,

dass unser Herz-Kreislauf-System mit den Jahren

seine Leistungsfähigkeit verliert. Das Leben

ist und bleibt endlich.

Spielen die Gene auch eine Rolle?

Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz: Es gibt tatsächlich

eine so genannte genetische Veranlagung,

ein hohes Alter zu erreichen. Jedoch

tragen – laut aktuellem Stand wissenschaftlicher

Forschungen – die Gene lediglich einen

Bruchteil zu einem langen, gesunden Leben

bei. Wir schätzen den Anteil auf etwa 30 Prozent.

Die restlichen 70 Prozent hängen ganz

klar von den Lebensgewohnheiten ab.

Das sagt die Fachgesellschaft

Dr. Wolfgang Anderer (links)

bespricht sich mit seinem

Kollegen Wolfgang Lenhardt.

Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V.

Lehrstuhl für Geriatrie der Universität zu Köln,

Klinik für Geriatrie St. Marien-Hospital

Kunibertskloster 11-13

50668 Köln

E-Mail: info@dggeriatrie.de

www.dggeriatrie.de

Gesund in Mittelfranken

17


Hygiene

Krankenhauskeime –

Mit neuen Hygienemaßnahmen

das Infektionsrisiko senken

© Tobif82 – Fotolia.com

Kein Mensch ist wirklich alleine. Viele

nützliche Lebewesen leben in und

auf dem Menschen und das ist gut

so, denn sie schützen ihn vor Krankheiten.

Leider haben solche Lebewesen

wie beispielsweise Bakterien

keinen guten Ruf und werden oft als

Ursache vieler Krankheiten und Entzündungen

wahrgenommen.

„Bakterien sind wichtig für den Menschen. Sie

besiedeln Haut, Schleimhäute aber vor allem

den Magen-Darm-Trakt und sorgen dafür,

dass organische Prozesse wie Stoffwechsel

und Verdauung funktionieren. Problematisch

werden sie dann, wenn sie dorthin geraten,

wo sie nicht hingehören“, sagt Dr. Mathias

Bender, Chefarzt der Klinik für Orthopädie

und Unfallchirurgie, des Endoprothetikzentrums

sowie Ärztlicher Leiter der Klinik Bad

Windsheim. Dr. Bender ist mit dem häufig

verwendeten Begriff „Krankenhauskeime“

nicht glücklich. „Krankenhauskeime an sich

gibt es gar nicht. Man muss schon genauer

unterscheiden zwischen guten Bakterien, die

die Gesundheit unterstützen und solchen,

die Krankheiten auslösen – diese haben wir

bestens im Blick und wissen, wie wir Krankheitserreger

unschädlich machen“, erklärt der

Mediziner weiter.

MRSA-Screening:

Abstriche der Nasenschleimhaut

werden im Labor auf Krankheitserreger

untersucht.

„Infektionen sind gut behandelbar,

aber vorbeugen ist besser“

Im Krankenhaus herrschen andere Bedingungen,

denn kranke Menschen oder frisch

operierte Patienten sind besonders anfällig

für Infektionen, die im Zuge eines Aufenthalts

oder einer Behandlung auftreten können.

18 Gesund in Mittelfranken


Hygiene

Dr. Mathias Bender,

Chefarzt der Klinik für Orthopädie und

Unfallchirurgie sowie des Endoprothetikzentrums,

Ärztlicher Leiter der Klinik Bad

Windsheim

Die meisten dieser bakteriellen Infektionskrankheiten

lassen sich jedoch gut mit Medikamenten

behandeln. „Infektionen kann man

gut behandeln, mit effektiven Hygienemaßnahmen

aber noch besser vorbeugen“, sagt

Hygienefachkraft Ronald Reichenberg, der sich

gemeinsam mit Angelika Wahl-Seyfried darum

kümmert, dass in den Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim ständig

fachspezifische Kontrollen, Untersuchungen

und Schulungen durchgeführt werden, um

die Qualität der Hygiene in den Kliniken, insbesondere

in den wichtigen Spezialbereichen

zu sichern. Dazu zählen Operationsabteilung,

Geburtshilfe, Zentralsterilisation, Zentralküche,

Intensivstation und andere Funktionsbereiche.

Die Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim nehmen in der

Vorbeugung von Infektionen eine besondere

Vorreiter-Rolle ein; bei einem geplanten Aufenthalt

im Krankenhaus, beispielsweise für einen

operativen Eingriff, werden Patienten im

Vorfeld einem sogenannten „Screening“ unterzogen.

Dieses beinhaltet eine Befragung

und einen Abstrich der Nasenschleimhaut,

da sich eine eventuelle Besiedlung am besten

in den Nasenvorhöfen nachweisen lässt.

Einen Schritt voraus

Mit der präoperativen Waschung gehen

die Kliniken des Landkreises Neustadt a. d.

Aisch - Bad Windsheim einen entscheidenden

Schritt voraus: Nicht nur Risikopatienten werden

untersucht und behandelt, sondern alle

Patienten des Endoprothetikzentrums einer

präoperativen Waschung unterzogen, die

sie vor der Operation zu Hause selbst durchführen

können. Hierbei werden auch Erreger

auf der Haut und in den Haaren reduziert, die

durch ein übliches MRSA-Screening nicht

erfasst werden. Diese desinfizierende Hautreinigung

ist einzigartig in der Region und

soll vor allem das Infektionsrisiko nach einer

Operation verringern. „Je mehr wir im Vorfeld

tun können, desto geringer ist das Risiko einer

Infektion. Mit der klinikweiten Einführung

unserer Screening-Methode und der präoperativen

Waschung erhoffen wir uns deutlich

weniger Infektionen“ fasst Dr. Bender zusammen.

Sie haben Fragen zum Thema

„Hygiene und Infektionsprävention“?

Unsere Hygienebeauftragten stehen

Ihnen gerne zur Verfügung.

Angelika Wahl-Seyfried

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2728

E-Mail: angelika.wahl-seyfried@kliniken-nea.de

Ronald Reichenberg

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-913

E-Mail: ronald.reichenberg@kliniken-nea.de

So desinfizieren Sie Ihre Hände richtig

Die Händedesinfektion schützt vor Krankheitserregern und ist deshalb für Besucher eines

Patienten im Krankenhaus und für das Krankenhauspersonal notwendig. Auch Patienten,

die sich innerhalb des Krankenhauses bewegen, sollten ihre Hände desinfizieren.

Geben Sie das Desinfektionsmittel auf die trockenen Hände und verreiben Sie es auf den

Handinnenflächen und auf den Handrücken mindestens 30 Sekunden lang, damit das Mittel

gut einwirken kann. Verreiben Sie es vor allem auch in den Fingerzwischenräumen, auf

den Fingerkuppen, dem Daumen und auf dem Nagelfalz.

Spender mit Desinfektionsmittel finden Sie am Haupteingang und auf jeder Station.

© Gerhard Seybert – Fotolia.com

Gesund in Mittelfranken

19


Küche

Dr. Wolfgang Anderer

überzeugt sich persönlich

vom Fortschritt seiner Patienten

© gelilewa – Fotolia.com

Quarkauflauf

Zutaten für 10 Personen

125g Butter

200g Zucker

10 Eier

125g Grieß

1250g Quark

15g Backpulver

Zitronensaft

Prise Salz

Zubereitung

Eigelb mit Zucker und Butter schaumig

schlagen, Quark unter die Masse rühren,

Grieß mit Backpulver, Salz und Zitronensaft

dazu geben, steif geschlagenen Eischnee

unterheben, in einer gebutterten Backform

bei 175° C ca. 60 Minuten goldgelb backen.

Dazu schmeckt sehr gut eine Vanillesauce,

oder auch Früchtekompott.

Guten Appetit!

Mit frischen Zutaten aus Mittelfranken –

Das Speiseangebot in den Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim

Ein gutes Essen im Krankenhaus soll

wesentlich zum Wohlbefinden und

der Genesung der Patienten beitragen.

Die Köche und ein engagiertes

Verpflegungsteam in den Kliniken

des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim sind deshalb immer

bestrebt, dass die Patienten gut

verpflegt werden.

Die Köche bereiten täglich eine frische, abwechslungsreiche

Kost zu, die nach den

Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft

für Ernährung zusammengestellt ist. Dabei

achten die Küchenchefs sehr darauf, den

Geschmack der Patienten zu treffen, die

aus dem täglichen Speiseplan zwischen

fränkischen Spezialitäten bis hin zum vegetarischen

Gericht wählen können. Niemand

ist gerne im Krankenhaus. Das weiß auch

Küchenleiter Robert Schoch und gibt sich

deshalb gemeinsam mit seinen Kolleginnen

und Kollegen „viel Mühe, mit gutem Essen

den Aufenthalt so angenehm wie möglich

zu gestalten“.

20 Gesund in Mittelfranken


Cortison – Besser als sein Ruf

Rheumatologie

Viele Menschen haben Bedenken vor möglichen Risiken und Nebenwirkungen,

wenn sie das Wort Cortison hören. Richtig eingesetzt, kann es jedoch zu mehr Lebensqualität

verhelfen. Wolfgang Reichel, Rheumatologe an der Klinik Bad Windsheim,

informiert über den sinnvollen Einsatz und die Wirkungsweise.

„Dieses Medikament lindert in erheblichem

Ausmaß entzündliche oder allergische Erkrankungen

wie beispielsweise Rheuma

oder Asthma, indem es die Zahl der Entzündungszellen

am Ort des Geschehens vermindert“,

erklärt der Facharzt für Rheumatologie.

Cortison ist dem menschlichen Stresshormon

Cortisol ähnlich. Die entzündungshemmende

Wirkung des Hormons wurde in den

Jahren 1935 – 1940 entdeckt. Der amerikanische

Mediziner Philip Hench verabreichte

es als Medikament erstmals im Jahr 1948

einer Patientin mit schwerem Rheuma – die

daraufhin schmerzfrei war.

Cortison kann die Lebensqualität

deutlich verbessern.

Schlechter Ruf aus der Vergangenheit

Den schlechten Ruf hat das Medikament

Cortison aus seiner Anfangszeit in den siebziger

Jahren. Damals hatte man noch keine

Langzeiterfahrungen. Da es den Patienten einerseits

nur als Tabletten oder Spritzen, andererseits

auch noch in zu hohen Dosierungen

verordnet wurde, traten weitreichende Nebenwirkungen

im ganzen Körper auf: Muskelabbau,

Wasser- und Fetteinlagerungen

(Cushing-Syndrom), die Unterdrückung der

körpereigenen Cortisol-Produktion. Heute

weiß man, dass auch große Mengen Cortison

für kurze Zeit unbedenklich sind. Für Langzeitbehandlungen

werden aber nur noch sehr

geringe Dosen eingesetzt. Durch neue lokale

Anwendungsformen wirkt das Cortison nur

noch dort, wo man es braucht: bei Asthma

beispielsweise mit dem Inhalationsgerät nur

an den Bronchien. Nebenwirkungen im restlichen

Körper werden so vermieden.

Cortison und Übergewicht

Viele Patienten befürchten eine Gewichtszunahme,

wenn sie Cortison nehmen. Tatsächlich

kann Cortison bei Einnahme als Tablette

den Appetit anregen und gleichzeitig den

Stoffwechsel verlangsamen. Die Höhe der

Dosierung ist aber auch hier entscheidend.

Die richtige Ernährung bei einer Cortisontherapie

ist zucker- und salzarm. Sie enthält

zudem viel Eiweiß.

© granata68 – Fotolia.com

Das sagt die Selbsthilfegruppe

Deutsche Rheuma-Liga

Fragen an Peer Hilmer, 2. Vizepräsident der Deutschen Rheuma-Liga,

Landesverband Bayern e.V.

Einsatz mit Bedacht

In der Klinik Bad Windsheim baut man bei

rheumatischen Erkrankungen auf die Wirkung

des Cortisons – immer im Sinne des

Patienten. „Der therapeutische Einsatz von

Cortison wird mit Bedacht und unter ständiger

ärztlicher Kontrolle erwogen. Dosiert

eingesetzt, verhilft es vielen Patienten durch

seine schmerzlindernde Wirkung zu mehr Lebensqualität“,

berichtet Wolfgang Reichel aus

seiner Praxis.

Herr Hilmer, welche Erfahrung haben Sie mit Cortison gemacht?

Peer Hilmer: Ich war gerade mal 17, als mein Hausarzt bei mir einen rheumatischen

Schub diagnostizierte und eine immunstärkende Therapie verordnete. Das ist fast 30

Jahre her. Mittlerweile habe ich meinen eigenen Rheumaweg gefunden. Cortison spielt

dabei eine große Rolle, da ich es besser vertrage als die gängigen Schmerzmittel und es

meine Lebensqualität im Alltag deutlich verbessert.

Was ist die Deutsche Rheuma-Liga?

Peer Hilmer: Die Deutsche Rheuma-Liga, Landesverband Bayern e.V. ist eine Selbsthilfeorganisation

und Interessensvertretung rheumakranker Menschen. In 97 Arbeitsgemeinschaften

in Bayern, unter anderem auch in Bad Windsheim und Neustadt a. d.

Aisch, erhalten Betroffene Beratung und Unterstützung. Eines unserer Hauptziele ist es,

die Situation rheumakranker Menschen in allen Lebensbereichen zu verbessern.

Kontakt

Deutsche Rheuma-Liga Landesverband Bayern e.V.

Fürstenrieder Str. 90/I., 80686 München, Tel.: 089 589 885 680

E-Mail: info@rheuma-liga.bayern.de

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Wolfgang Reichel

Innere Medizin & Rheumatologie

Belegabteilung

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 6859055

E-Mail: info@rheuma-reichel.de

Gesund in Mittelfranken

21


Gynäkologie und Geburtshilfe

Individuelle Betreuung:

Bei Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl (rechts)

und Hebamme Renate Scheuenstuhl (links)

sind Sunantha Fischl und ihr Sohn Finn

in besten Händen.

Viel Mitgefühl –

und garantierte 1:1-Betreuung

Viel Zeit, sich um werdende Mütter

zu kümmern und eine garantierte

1:1 Betreuung – in der Klinik Neustadt

a. d. Aisch erfahren Schwangere

viel Mitgefühl.

22 Gesund in Mittelfranken

„Bei uns werden Frauen deutlich individuell

betreut“, sagt Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl,

Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe

an der Klinik Neustadt a. d. Aisch

und garantiert: „Jede Frau hat ihre eigene

Hebamme.“

Sicherheit und individuelle Behandlung

Im Schnitt zählt die Klinik 530 Geburten pro

Jahr. Drei Kreißsäle stehen zur Verfügung, einer

davon mit einem Doppelbett, das neben

der werdenden Mutter auch genug Platz für

den unterstützenden Vater bietet. Drei Kinderärzte

sorgen für die Sicherheit der Neugeborenen

und übernehmen nach der Geburt

die ersten kinderärztlichen Untersuchungen.

Großen Wert legen die Ärzte auch auf das

sogenannte „Neugeborenen-Hörscreening“,

eine Untersuchung auf angeborene Hörstörungen

bei Neugeborenen. Ein frühes

Erkennen einer Hörschädigung verbessert

die Chancen, das in rund 98 Prozent der Fälle

vorhandene Restgehör bereits während der

kritischen Periode des Spracherwerbs zu stimulieren.

„Wir haben den Fokus auf höchste

Sicherheit, aber die individuelle Behandlung

ist uns ebenfalls sehr wichtig“, betont Chefärztin

Dr. Humann-Scheuenstuhl und ergänzt:

„Wer die ersten Tage mit dem Sprössling privat

im Familienzimmer verbringen möchte,

bekommt auch eins.“

Die sind hier alle ganz lieb

Während der Geburt unterstützen Beleghebammen

die Frauen, das Krankenhaus vermittelt

aber auch Hebammen für die Vor- und

Nachsorge. Die 31-Jährige Sunantha Fischl

empfand das als großen Segen, weil es ihr

langes Suchen ersparte. „Ich habe ein Foto

der Hebammengemeinschaft per WhatsApp


Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl,

Chefärztin Abteilung für Gynäkologie

und Geburtshilfe

an meine komplette Familie geschickt, gemeinsam

haben wir dann abgestimmt, wer

wohl am besten zu mir passt“, so die junge

Mutter. Das Rennen machte Renate Scheuenstuhl.

„Im ersten Telefonat war sie ganz sympathisch.

Die Entscheidung habe ich nicht

bereut“, sagt die frisch gebackene Mutter

zufrieden. Auch die Geburt in Neustadt a. d.

Aisch hat sie als sehr unkompliziert empfunden:

23.30 Uhr war sie im Krankenhaus, gut

zwei Stunden später ist Sohn Finn geboren.

„Meine Erwartungen wurden zu 100 Prozent

erfüllt“, lobt sie und ergänzt: „Die sind hier alle

ganz lieb.“

Kreißsaalführungen

Werdende Eltern sind herzlich willkommen, unsere Kreißsäle zu besichtigen.

Regelmäßig finden in der Klinik Neustadt a. d. Aisch Kreißsaalführungen statt.

Die Führungen durch die Chefärztin beginnen um 17 Uhr, Treffpunkt ist vor

dem Kreißsaal. Die nächsten Termine finden Sie auf unserer Homepage:

http://www.kliniken-nea.de/medizin-pflege/klinik-neustadt-a-d-aisch/medizin/geburtshilfe/

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl, Chefärztin Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe

Paracelsusstraße 30-36, 91413 Neustadt a. d. Aisch, Tel.: 09161 70-2201

E-Mail: liane.humann-scheuenstuhl@kliniken-nea.de

Der Storch kann kommen:

Familiäre Atmosphäre in der Abteilung für

Geburtshilfe der Klinik Neustadt a. d. Aisch.

Platz für die werdende Mutter

und den unterstützenden Vater:

Einer der drei Kreißsäle ist mit einem

Doppelbett ausgestattet.

Gesund in Mittelfranken

23


Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Rechtzeitig erkannt –

Gute Heilungschancen

bei Darmkrebs

Dr. Sabine Presser und Prof. Dr. Dr. Nusko

besprechen ein endoskopisches Bild.

Hoffnung für Darmkrebspatienten: Seit Mitte der

siebziger Jahre sterben immer weniger Menschen

an Darmkrebs. Dr. Sabine Presser, Chefärztin der

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Neustadt a. d. Aisch, erklärt, wie Darmkrebs an

der Klinik in Neustadt erkannt und behandelt wird.

„Darmkrebs ist, sofern er früh entdeckt wird,

gut heilbar“, sagt Dr. Presser. Dies sei vor

allem auf modernste Methoden zur Früherkennung

und Therapie zurückzuführen, so

die Chirurgin. Wie gut die Heilungschancen

sind, macht die so genannte 5-Jahres-Überlebensrate

deutlich: diese liegt bei Darmkrebs

im Anfangsstadium bei 96 Prozent. Die meisten

Betroffenen können vollständig geheilt

werden. Mediziner teilen Krebserkrankungen

in 5-Jahres-Überlebensraten ein. Diese Rate

gibt darüber Auskunft, wieviel Prozent einer

Patientengruppe, die an einer bestimmten

Krebsart leidet, nach Ablauf von fünf Jahren

noch lebt.

Zweithäufigste Tumorerkrankung

in Deutschland

In Deutschland erkranken laut Robert Koch-

Institut jährlich etwa 35.000 Männer und

30.000 Frauen an Darmkrebs. Vorwiegend

betroffen sind Menschen über 50 Jahren. Ihnen

empfiehlt Dr. Presser sich regelmäßig auf

Darmkrebs untersuchen zu lassen. Die Darmspiegelung

gilt dabei als das zuverlässigste

Untersuchungsverfahren.

In 30 Minuten zur Gewissheit

„Die Darmspiegelung dauert etwa eine

halbe Stunde. Während der Untersuchung

werden unsere Patienten in einen Dämmerschlaf

versetzt, bekommen davon also rein

gar nichts mit“, beruhigt die Chefärztin. Die

Darmspiegelung wird in der gastroenterologischen

Abteilung der Medizinischen Klinik

3 unter der Leitung von Professor Nusko

durchgeführt. Bei dieser Untersuchung werden

mit dem Endoskop Bilder vom Inneren

des Darms auf einen großen Bildschirm projiziert.

Falls notwendig, werden Gewebeproben

entnommen oder kleine Wucherungen

wie Darmpolypen sofort entfernt. Entnommene

Gewebeproben gehen direkt an ein

pathologisches Labor zur feingeweblichen

Untersuchung. Innerhalb kürzester Zeit liegt

das Ergebnis vor.

Behandlung von Darmkrebs

Das wichtigste Verfahren zur Behandlung von

Darmkrebs ist die Operation. Ziel ist es, den

Tumor und auch die angrenzenden Lymphknoten

vollständig zu entfernen, damit

sich der Krebs nicht weiter verbreiten kann.

„Auch Patienten in einem weiter fortgeschrittenen

Stadium haben durch eine Operation

gute Chancen, geheilt zu werden“, äußert

sich Dr. Presser optimistisch. Allerdings

reiche die Operation als einzige Behandlung

in diesen Stadien nicht mehr aus, bedauert

die Chefärztin. Patienten müssen sich auch

einer Chemo- und Strahlentherapie unterziehen.

War diese erfolgreich, sind regelmäßige

Nachsorgeuntersuchungen erforderlich.

„Während den ersten fünf Jahren nach der

OP ist noch Achtsamkeit geboten“, weiß Dr.

Presser. „Bleiben die Befunde während dieser

Zeit alle unauffällig, gilt der Patient als vollständig

geheilt.“

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Sabine Presser

Chefärztin Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2101

E-Mail: sabine.presser@kliniken-nea.de

Das sagt die Selbsthilfegruppe

Deutsche ILCO e.V.

Fragen an Walter Kathrein, Leiter der Selbsthilfegruppe ILCO für Menschen mit

Darmkrebs oder künstlichem Darmausgang (Stoma) in Erlangen.

Herr Kathrein, was schätzen Darmkrebspatienten

besonders an der Selbsthilfegruppe ILCO?

Walter Kathrein: Bei uns erfahren Patienten Erfahrungsaustausch, wir unterstützen uns gegenseitig,

vor allem merken sie: Sie sind nicht allein. Das gibt ihnen Mut und Kraft. Man spendet

sich gegenseitig Trost. Darüber hinaus bieten wir den Patienten und ihren Angehörigen

wichtige Informationen rund um die Erkrankung. Mitglieder können gerne ihre Angehörigen

zu den Treffen mitbringen, denn auch für sie ist der Austausch in der Gruppe interessant.

Kontakt:

Deutsche ILCO e.V.

Selbsthilfevereinigung von Stomaträgern und Menschen mit Darmkrebs

ILCO-Regionalgruppe Erlangen, Ansprechpartner: Herr Walter Kathrein

Würzburger Ring 80, 91056 Erlangen

Tel.: 09131 444440

E-Mail: walter.kathrein@t-online.de

Internet: www.ilco.de

24 Gesund in Mittelfranken


Urologie

Spezialisten im Kampf gegen Prostatakrebs:

Ärztlicher Leiter Dr. Joachim Schubert (rechts)

und Dr. Frank Opelt.

Neue Behandlungsmethode –

Mit Ultraschall gegen Prostatakrebs

Wer Prostatakrebs hat, steht vor einer schwierigen

Entscheidung: Operieren, bestrahlen

lassen oder doch erst einmal abwarten? Dr.

Joachim Schubert, Urologe an der Klinik Neustadt

a. d. Aisch, möchte Männer aus diesem

Entscheidungsdilemma befreien – mit einem

neuen modernen Verfahren, dem sogenannten

MRT-fusionierten hochintensiven fokussierten

Ultraschall (HIFU), das aktuell nur an

wenigen Krankenhäusern in Deutschland

angeboten wird.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken

in Deutschland ca. 63.500 Männer

jährlich neu an Prostatakrebs. Die Häufigkeit

nimmt seit fast drei Jahrzehnten stetig zu

– das ist allerdings überwiegend auf neue

Methoden zur Früherkennung zurückzuführen,

durch die mehr Krebserkrankungen, vor

allem im Frühstadium, entdeckt werden.

Ursache unbekannt

Beim Prostatakrebs fangen Zellen der Prostata

an zu wuchern. Die Ursache hierfür und für

die Krebserkrankung als solche ist noch nicht

erforscht. Bekannt sind dagegen Faktoren, die

das Risiko erhöhen wie beispielsweise das Alter

und die familiäre Veranlagung. Auch Umwelteinflüsse,

wie Ernährung, Lebens- und

möglicherweise auch Arbeitsbedingungen,

spielen eine Rolle.

Eine Frage der Therapie

Je nachdem, wie weit fortgeschritten die

Krebserkrankung bereits ist und wie aggressiv

der Tumor wächst, wird die Prostata ent-

weder operativ entfernt oder im Rahmen

einer Strahlentherapie behandelt. Auch eine

Chemo- oder Hormontherapie kann infrage

kommen. Einen möglichen Mittelweg bietet

die neue Hightech- Behandlungsmethode in

der Klinik Neustadt a. d. Aisch: Mit hochfokussiertem

Ultraschall und exakten Aufnahmen

des Tumors kann der Krebs gezielt entfernt

werden.

Ultraschall verschmilzt mit

Magnetresonanz-Tomografie

Die HIFU-Technologie nutzt gebündelte

Ultraschallwellen. Das Ultraschallbild verschmilzt

dazu mit einer zuvor durchgeführten

speziellen Magnetresonanz-Tomografie,

die den Krebs in der Prostata detailliert sichtbar

macht. Am millimeterfeinen Brennpunkt,

dem Tumor, entsteht eine Temperatur von bis

zu 94 Grad, die punktgenau nur das Krebsgewebe

abtötet. Um den benachbarten Darm

vor der Wärme zu schützen, wird er über eine

spezielle Sonde gekühlt.

Gute Aussichten mit HIFU

Die Prostatakrebs-Erkrankung wird in vier

Krankheitsstufen eingeteilt; mit der HIFU-

Therapie bestehen besonders in den ersten

beiden, durchaus auch in der dritten Stufe,

gute Aussichten auf Heilung. Dauerhafte Inkontinenz,

wie sie oft bei einer vollständigen

Entfernung der Prostata mit ihrer Geschwulst

auftritt, ist mit der HIFU-Therapie nach bisherigem

Kenntnisstand nicht zu erwarten.

Vielen Patienten bleibt nach der Behandlung

zudem ihre sexuelle Potenz erhalten. Dieser

minimal-invasive Eingriff schon den gesamten

Organismus und nimmt kaum Zeit in Anspruch;

der Patient kann wenige Tage danach

die Klinik wieder verlassen. Die HIFU-Therapie

mit der Focal One wird in der Klinik Neustadt

a. d. Aisch seit Dezember 2015 durchgeführt.

„Bisher sind die Ergebnisse überzeugend.

Besonders die Möglichkeit der gezielten

Behandlung des Tumorherdes ist neu und

vielversprechend“, zieht Dr. Schubert positiv

Bilanz.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Joachim Schubert

Ärztlicher Leiter

Belegabteilung für Urologie

Paracelsusstr. 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 872790

E-Mail: uronea@t-online.de

Gesund in Mittelfranken

25


Krankenpflegeschule

Krankenpflegeschule –

Pflegeschüler proben im Skills Lab

den Ernstfall

Üben an Puppen statt am Patienten:

Krankenpflegeschüler an den Kliniken

des Landkreises Neustadt a. d.

Aisch - Bad Windsheim werden erst

auf Patienten losgelassen, wenn sie

ausreichend trainiert haben. Die

Krankenpflegeschule in Bad Windsheim

ist bundesweit eine der ersten,

die das sogenannte Skills Lab in die

Ausbildung integriert hat.

26 Gesund in Mittelfranken

Frau Eiskalt liegt regungslos in ihrem Krankenbett.

Der Mund steht weit offen, die blauen

Augen sind aufgerissen. Der Anblick jagte

so manch einem einen Schrecken ein. Die

Pflegeschüler sind ihn gewohnt. Zwischen

Theorie und Praxis finden pro Lehrjahr zwei

Einheiten am Modell statt. „Die Schüler sollen

hier ihre Skills, ihre Kompetenzen, trainieren“,

erklärt Praxislehrkraft Diana Schlosser – und

das, bevor ihnen aus Unerfahrenheit grobe

Fehler am Patienten unterlaufen. Verrennen

sich die Schüler, können Lehrer mit den Worten

„Stopp! Von vorn!“ die Reißleine ziehen.

„Das könnten wir bei Patienten nicht“, gibt

Schlosser zu bedenken.

Ursprung in Norwegen

Seinen Ursprung hat das Modell in Skandinavien.

Eine norwegische Firma brachte

die sprechenden, mannsgroßen Puppen

auf den Markt und verkauft sie inzwischen

weltweit. Angefangen haben die Niederländer,

Engländer und Schweizer. In Deutschland

arbeiten noch verhältnismäßig wenige

Krankenhäuser damit. Die von den Kliniken

des Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad

Windsheim getragene Krankenpflegeschule

Scheinfeld war 2011 eine der ersten. „In Mittelfranken

sind wir absoluter Vorreiter“, sagt

Schulleiterin Elisabeth Derrer, die das Modell

initiiert und auf einer Schulleitertagung auch

Kollegen vorgestellt hat – mit Erfolg: Inzwischen

gibt es in der Region einige Krankenhäuser,

die begonnen haben, mit der Puppe

zu arbeiten. In Bad Windsheim sind die zwei

Simulatoren in einem kleinen Gebäude direkt

neben dem Hubschrauberlandeplatz

untergebracht. Pflegelehrerin Diana Schlosser

erweckt Frau Eiskalt per Knopfdruck zum

Leben. Der Gesichtsausdruck bleibt zwar statisch,

durch integrierte Lautsprecher ist aber

regelmäßiges Atmen zu hören. Mit Headset

und Fernbedienung lässt die Praxislehrkraft

die Puppe sprechen, husten, sogar würgen.

Die Lehrer haben verschiedene Krankengeschichten

für die Patienten-Puppen parat.

Anna Eiskalt beispielsweise leidet an einer

Lungenentzündung. Sie bekommt Antibiotika,

muss immer wieder husten und erhält

Unterstützung bei der Körperpflege. Schüler


Krankenpflegeschule

„Ich bin begeistert“

Über die Vorzüge des Skills Lab, wie die

Idee dazu entstand und welche Pläne es

für die Zukunft gibt, berichtet Elisabeth

Derrer, Leiterin der Pflegeschule Scheinfeld,

im Kurz-Interview.

Wie entstand die Idee, in Neustadt a. d.

Aisch ein Skills Lab einzurichten?

Elisabeth Derrer: Nach dem Inkrafttreten des

neuen Pflegegesetzes 2004 mit mehr Theorie

und weniger Praxis für die Pflegeschüler haben

wir uns Gedanken gemacht, wie wir unsere

Ausbildungsqualität halten können. Ich habe

ein Buch gelesen, in dem ich auf die Möglichkeit

von Simulatoren gestoßen bin und war

sofort begeistert davon.

nachgefragt

„Frau Eiskalt“ bekommt

ihre Medikamente.

Warum sind Sie persönlich so fasziniert

vom Skills Lab?

Elisabeth Derrer: Pflegepuppen hatten wir

schon immer, aber keine, die sich äußern konnten.

So lernen die Schüler, dass Patienten auch

unerwartet reagieren können und wie sie am

besten darauf reagieren. Außerdem tun sich

manche Schüler schwer, sich selbst einzuschätzen.

Im Skills Lab können sie sich mit einer Kamera

aufnehmen lassen. So ein Video hat mehr

bewirkt als 1000 Worte. Ich bin begeistert, weil

ich sehe, wie die Schüler Fortschritte machen.

legen im Übungsraum Katheter, überprüfen

Infusionen oder werden auf Notfälle vorbereitet:

„Verbände wechseln, Magensonde legen,

Schleim und Auswurf aus der Lunge absaugen

– mit den Modellen ist vieles möglich“,

umreißt Schlosser das Spektrum. Geschult

würden soziale Kompetenz, Fachkompetenz,

Methodenkompetenz und personelle Kompetenzen,

zum Beispiel wie rückenschonend

die Arbeitsweise ist und wie sicher das eigene

Auftreten wirkt.

Mehr Selbstvertrauen

Die Krankenpflegeschülerinnen Kathrin Jeszke

und Ann-Kathrin Glösinger, beide im

dritten Lehrjahr, sind begeistert von der Skills

Lab-Methode. „Mir hat es sehr geholfen“, sagt

die 20-jährige Glösinger. „Man kann nichts

kaputt machen und kommt dann erst – mit

mehr Selbstvertrauen – zum Patienten.“ Auch

ihre ein Jahr jüngere Kollegin fand das Proben

des Ernstfalls im Skills Lab „sehr hilfreich. Wir

konnten alles üben, wurden per Kamera aufgenommen

und haben das Video hinterher

mit den Lehrern ausgewertet.“ Bevor sie sich

um den Patienten kümmern dürfen, findet

– wie auf echten Stationen auch – eine Übergabe

statt. So erfahren die Schülerinnen und

Schüler zum Beispiel, dass ein Patient nach

der OP noch kein Wasser gelassen hat und

dass ein Dauerkatheter gelegt werden

muss. „Danach erstellen die Schüler ihren

eigenen Ablaufplan und führen die Pflege

durch“, sagt Diana Schlosser. Sie und ihre

Kolleginnen geben unterdessen über das

Headset Tipps. „So können wir die Patientin

zum Beispiel fragen lassen: ‚Wie heißen

Sie denn eigentlich?‘, wenn jemand

vergisst, sich vorzustellen.“ Die Praxislehrkraft

findet das diplomatischer, als Schüler

im oder nach einem Patientengespräch

zu rügen. Kathrin Jezke und Ann-Kathrin

Glösinger sind inzwischen ganz in ihrem

Element. „Ich messe jetzt ihren Blutdruck“,

informiert Kathrin Jezke die vor ihr liegende

Puppe. „120:80 – das ist in Ordnung.“

„Da bin ich aber froh“, krächzt es durch die

Lautsprecher. Ein lautes Husten ist zu hören

und Ann-Kathrin Glösinger greift routiniert

zu einer Schale, die sie der betagten Dame

unter den Mund hält. „Danke“, sagt sie und

bittet: „Ich habe so einen Durst.“ Ein Hinweis

für die Schülerinnen, bloß nicht die Tabletten

zu vergessen. Die beiden verstehen

den Wink mit dem Zaunpfahl, bringen die

Patientin zu zweit in eine sitzende Position

und halten ihr vorsichtig einen Becher Wasser

an den Mund.

Welche Pläne gibt es für die Zukunft?

Elisabeth Derrer: Wir wollen auf jeden Fall weiter

daran arbeiten und das Skills Lab ausbauen.

Als nächstes nehmen wir ein Frühgeborenes

auf. Unsere Pflegeschüler können dann am Modell

mit einem Inkubator (Brutkasten) üben, wie

sie Frühgeborene versorgen sollten.

Kontakt:

Krankenpflegeschule Scheinfeld

Elisabeth Derrer

Schulleitung

Goethestraße 6

91443 Scheinfeld

Tel.: 09162 922389

E-Mail: schule@kliniken-nea.de

Gesund in Mittelfranken

27


News

„Punkt Schmidt – Themen auf den Punkt gebracht“

in der Klinik Bad Windsheim

Bundesgesundheitsminister Gröhe

spricht über Krankenhausversorgung und

ärztliche Versorgung im ländlichen Raum

Vor dem Hintergrund der Debatte über die medizinische Versorgung im ländlichen Raum hat Christian Schmidt,

Bundesminister und heimischer Bundestagsabgeordneter, seine Veranstaltungsreihe „Punkt Schmidt – Themen

auf den Punkt gebracht“ in der Klinik Bad Windsheim fortgesetzt. Als besonderen Ehrengast begrüßte er Bundesgesundheitsminister

Hermann Gröhe. Mit Stefan Schilling, Vorstand des Kommunalunternehmens der Kliniken im

Landkreis, den beiden Chefärzten Dr. Mathias Bender, Ärztlicher Leiter Klinik Bad Windsheim, und Dr. Gerald Wasmeier,

Ärztlicher Leiter Klinik Neustadt a. d. Aisch, sowie zahlreichen weiteren Gästen, diskutierten sie über das Thema

„Krankenhausversorgung und ärztliche Versorgung im ländlichen Raum“. Moderiert wurde die Veranstaltung

von Landrat Helmut Weiß.

„Die Schwerpunkte der Klinik Bad Windsheim

liegen in den Bereichen Endoprothetik

und Geriatrie. Gleichzeitig verfügt das

Krankenhaus mit seinen 179 Betten auch

über eine Notaufnahme und chirurgische

Ambulanz“, stellte Klinikvorstand Schilling

die Klinik kurz vor. „Damit ist es ein gutes

Beispiel dafür, dass auch kleine Krankenhäuser

durch eine gute Notfallversorgung und

Spezialisierungen für eine hohe Qualität der

medizinischen Versorgung stehen können“,

lobte Bundesgesundheitsminister Gröhe.

„Gesundheit ist das höchste Gut und wesentliche

Voraussetzung für Lebensqualität.

Deshalb ist es unser zentrales gesundheitspolitisches

Anliegen, eine flächendeckende,

bedarfsgerechte und gut erreichbare medizinische

Versorgung sicherzustellen“, so

Bundesminister Schmidt. Dafür sei bereits

einiges getan worden. „Eine gut erreichbare

Versorgung vor Ort und hohe Qualität

durch Spezialisierung – das bringt die Krankenhausreform“,

so Gröhe. „Wir sorgen zum

einen für mehr Pflegepersonal am Krankenbett.

Mit dem Pflegezuschlag und dem

Pflegestellen-Förderprogramm erhalten die

Krankenhäuser bis zu 830 Millionen Euro zusätzlich

pro Jahr, um dauerhaft mehr Personal

zu beschäftigen. Außerdem verbessern

wir mit einem Hygieneförderprogramm den

Schutz der Patienten vor gefährlichen Krankenhausinfektionen.

Und mit erweiterten

Möglichkeiten der häuslichen Krankenpflege

und einer neuen Kurzzeitpflege als Leistungen

der Krankenkassen stellen wir sicher,

dass Patientinnen und Patienten nach einem

längeren Krankenhausaufenthalt weiter gut

betreut werden“, so Gröhe weiter. „Qualität

spielt in unseren Kliniken eine sehr wichtige

Rolle“, betonten Klinikvorstand Stefan Schilling

sowie die beiden Chefärzte Dr. Wasmeier

und Dr. Bender. „Um diese Qualität halten

zu können, brauchen wir aber qualifiziertes

Fachpersonal. Dieses zu bekommen, ist ein

großes Problem für uns.“ Im Hinblick auf die

ambulante ärztliche Versorgung betonte Gesundheitsminister

Gröhe: „Ärzte sollen dort

tätig sein, wo sie für eine gute Versorgung

der Patienten gebraucht werden. Mit dem

Versorgungsstärkungsgesetz ermöglichen

wir es den Kassenärztlichen Vereinigungen,

zum Beispiel durch Zuschüsse für eine Praxis-Neueröffnung,

überall in Deutschland

Anreize für die Niederlassung von Ärzten

zu schaffen – und zwar bevor eine Unterversorgung

entsteht. Das nutzt Ärzten und

Patienten. Außerdem stärken wir die Patientenrechte.

Denn Terminservicestellen helfen

gesetzlich Versicherten, wenn es beim Facharzttermin

einmal hakt. Ziel ist, dass jeder,

der eine medizinische Versorgung braucht,

diese innerhalb der nächsten vier Wochen

erhält.“ Zum Abschluss der Diskussion brachte

es Bundesminister Christian Schmidt auf

den Punkt. „Einiges haben wir bereits auf

den Weg gebracht. Es gibt aber noch vieles

zu tun, um die Krankenhausversorgung und

die ärztliche Versorgung, gerade auch im

ländlichen Raum, für die Zukunft zu sichern,

zu stärken und für die anstehenden Herausforderungen

zu rüsten. Dafür setzen wir uns

auch weiterhin mit aller Kraft ein.“

Bundesminister Christian Schmidt (links)

und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Der Vortragsraum in der Klinik Bad Windheim

war bis auf den letzten Platz belegt.

28 Gesund in Mittelfranken


Vortragsreihe 2016

Wissen für Ihre Gesundheit

Veranstaltungen

Gallensteinleiden –

Entstehung und Behandlung

15.06.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Dr. Sabine Presser, Chefärztin

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Arthrose – wer hilft mir?

06.09.2016 (Dienstag), 19:00 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

30.11.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Dr. Mathias Bender,

Chefarzt Unfallchirurgie

Wenn die Schulter schmerzt –

Behandlungsmöglichkeiten

15.09.2016 (Donnerstag), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Dr. Peter Tomcik, Oberarzt

Unfallchirurgie

Narkose im Alter – Besondere Risiken

20.09.2016 (Dienstag), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Ruth Gröger, Chefärztin Anästhesie

Erkrankungen des Enddarmes –

Hämorrhoiden und Co.

28.09.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Dr. Sabine Presser, Chefärztin

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Krampfadern (Varizen) – die moderne

Behandlung: Von der Verödung bis zur

Lasertherapie

05.10.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent Prof. Dr. Siegfried Walgenbach,

Belegarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Cortison – ein Segen?

05.10.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Wolfgang Reichel, Rheumatologe,

Belegarzt Med. Klinik 5 (Innere Medizin &

Rheumatologie)

Bewährtes und Neues in der Knieendoprothetik

– wenn der Knieschmerz nicht

mehr weggeht

11.10.2015 (Dienstag), 19:00 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent Dr. Mathias Bender, Chefarzt Unfallchirurgie

Orthopädie, Endoprothetikzentrum

Krampfadern (Varizen) –

moderne Behandlungsmöglichkeiten

12.10.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Dr. Sabine Presser, Chefärztin

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Herzrhythmusstörungen – wann gefährlich?

Moderne Diagnostik und Therapie

von Herzrhythmusstörungen

19.10.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent Dr. Gerald Wasmeier, Chefarzt Med.

Klinik 1

Ein Kropf – was tun? Behandlungsmöglichkeiten

der Schilddrüse

26.10.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Dr. Sabine Presser, Chefärztin

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Oberschenkelhalsbruch – und nun?

09.11.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Dr. Karl-Ludwig Schade, Oberarzt

Unfallchirurgie

Enddarmerkrankungen – konservative

und operative Behandlungsmöglichkeiten

16.11.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent Prof. Dr. Siegfried Walgenbach,

Belegarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Fremdblut – Lebensretter oder Gefahr?

17.11.2016 (Donnerstag), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Ruth Gröger, Chefärztin Anästhesie

Divertikel des Dickdarms - konservative

und operative Therapie

23.11.2016 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko,

Chefarzt Med. Klinik 3, Gastroenterologie,

Schlaganfallbehandlung, Diabetes

Dr. Sabine Presser, Chefärztin,

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Alles rund um Schwangerschaft

und die Geburt

29.11.2016 (Dienstag), 19:00 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl,

Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe

Die ersten Lebenstage –

aus kinderärztlicher Sicht

08.12.2016 (Donnerstag), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

(anschließende Kreißsaalführung der Hebammengemeinschaft

„Herzklopfen“)

Referent Dr. Michaela Tröger, Fachärztin für

Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologin

Dr. Carolus Schenke, Facharzt für Kinderund

Jugendmedizin, Neuropädiater Kinderarztpraxis

Neustadt, Dr. Distel, Dr. Tröger,

Dr. Schenke, Telefon: 09161 899488

Die Teilnahme an den Vorträgen ist gratis.

Alle Referenten sind an den Kliniken des

Landkreises Neustadt an der Aisch - Bad

Windsheim tätig und stehen Ihnen telefonisch

bzw. nach Terminvereinbarung für

Fragen, Untersuchungen und Behandlungen

gerne zur Verfügung.

Gesund in Mittelfranken

29


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Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim


Klinikführer

Klinikführer

Standort

Neustadt a. d. Aisch

Standort

Bad Windsheim

Klinik Neustadt a.d. Aisch

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-0

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 1 + 2

Chefarzt Dr. Dieter Rost

Chefarzt Dr. Gerald Wasmeier

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2401

Medizinische Klinik 3

Chefarzt Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2341

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Chefärztin Dr. Sabine Presser

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2101

Unfallchirurgie

Chefarzt Dr. Hermann Wilkening

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2101

hermann.wilkening@kliniken-nea.de

Anästhesie und Intensivmedizin

Chefärztin Ruth Gröger

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161-70-0

Geburtshilfe und Gynäkologie

Chefärztin Dr. Liane Humann-

Scheuenstuhl

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2201

HNO

Dr. Bernhard Buchta,

Dr. Sabine Schagerl

Bamberger Straße 23

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 874580

Dr. Sebastian Bucher

Hauptstraße 21

91074 Herzogenaurach

Tel.: 09132 3276

Urologie

Dr. Joachim Schubert

Dr. Jörg Berfelde

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 872790

Pflegedienst

Dieter Schütz

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-3301

Klinik Bad Windsheim

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-0

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 4

Dr. med. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-501

Medizinische Klinik 5

Rheumatologie (Belegabteilung)

Wolfgang Reichel

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 6859055

E-Mail: info@rheuma-reichel.de

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Dr. Thomas Demann

Schwarzallee 10

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 651365

Orthopädie, Unfallchirurgie,

Endoprothetikzentrum

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-101

Anästhesie und Intensivmedizin

Dr. Bernhard Malcher

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-901

Gynäkologie (Belegabteilung)

Dr. Michael Gampe

Thomas W. Schmidt

Dr. Dietmar Christmann

Dr. Hartwig Maisenbacher

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 990

Geriatrische Rehabilitation

Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-501

HNO (Belegabteilung)

Christian Schmölz

Oberntiefer Str. 3

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 3136

Fax: 09841 5371

MVZ Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim gGmbH

Dr. M. Krause

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-201

Krankenpflegeschule Scheinfeld

Elisabeth Derrer

Goethestraße 6

91443 Scheinfeld

Tel.: 09162 922389

Pflegedienst

Ilse Keller

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-701

Gesund in Mittelfranken

31


Würzburg

A3

A7

B8

B470

A73

Klinik

Neustadt a. d. Aisch

Erlangen

Klinik

Bad Windsheim

Nürnberg

Ihr Weg zu uns

Der Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim liegt im nordwestlichen Teil

des Regierungsbezirks Mittelfranken.

Aus Würzburg kommend sind die Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim mit dem Auto über die Autobahn 7 gut zu erreichen. Eine gute Orientierung

bietet die Beschilderung der Franken Therme Bad Windsheim, die sich in unmittelbarer

Nähe der Klinik Bad Windsheim befindet. Die Klinik Neustadt a. d. Aisch ist ca. 20 km

von Bad Windsheim entfernt und über die B470 in wenigen Autominuten erreichbar.

Aus Richtung Nürnberg führt der Weg zu den Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Windsheim über die Bundesstraße 8.

Zertifizierungen

Notfall

In medizinischen Notfällen wenden Sie

sich bitte an die Integrierte Leitstelle des

Rettungsdienstes, die Sie telefonisch über

112 erreichen.

In weniger dringenden Fällen sowie bei

Arbeits-, Sport- und Schulunfällen stehen

Ihnen rund um die Uhr die Notfall-Ambulanzen

unserer Kliniken zur Verfügung.

Diese sind über unsere Standort-Zentralen

zu erreichen (siehe letzte Innenseite in

diesem Heft).

Bei der Meldung eines Notfalls sollten Sie

unbedingt folgende fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Patienten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen.

www.facebook.com/klinikennea/

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