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pferdetrendsMagazin No. 06 - März - April 2017

Eskadron FS 2016 - fehlt noch was?

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Equestrian-Lifestyle magazine<br />

<strong>No</strong>. <strong>06</strong> - <strong>April</strong> <strong>2017</strong><br />

Australian Shepherd<br />

Reitbegleithund Teil 2<br />

Pferdeentwurmung<br />

strategisch oder selektiv?<br />

Leidenschaft fürs Fliegen<br />

Canan Johanna Breforth<br />

pferdetrends shootet...<br />

Horse Pilot - Diese Marke sollte jeder kennen!<br />

pferdetrends reist...<br />

Mädchenträume werden wahr ...<br />

Eskadron FS 2016 - fehlt noch was?


&<br />

Frühjahr<br />

Sommer<br />

Kollektionen<br />

Distribuiert von Bieman de Haas<br />

Equestrian Equipment<br />

WWW.BR.NL


Der Hype einer neuen Kollektion...<br />

Kaum eine Marke löst mehr Hype aus<br />

als Eskadron. Endlich war es nun auch<br />

wieder soweit und eine weitere neue<br />

Eskadron Kollektion kam in die Läden.<br />

Wer nicht schon vorbestellt hatte, wird<br />

spätestens bei Veröffentlichung nervös<br />

und shoppt was das Zeug hält. Oftmals<br />

auch erst mal nur „um es sich mal anzusehen.“.<br />

In Zeiten vom Internetshopping<br />

in dem man kostenlos liefern lässt<br />

und kostenlos zurück senden kann und<br />

das auch noch auf Rechnung, ist dies<br />

der bequemste Weg sich die neuen Sachen<br />

in Ruhe anzuschauen. Zu groß<br />

die Gefahr, dass der Reitsportladen um<br />

die Ecke bereits geplündert worden ist.<br />

Und so kommt es zum wahninnigen<br />

Hype. Beliebte Artikel einer Kollektion<br />

gelten schon kurze Zeit nach der<br />

Veröffentlichung als ausverkauft. Eine<br />

Tatsache, die sich in den Social Media<br />

Gruppen wie ein Lauffeuer verbreitet.<br />

Prompt findet man auf entsprechenden<br />

Plattformen die Artikel zu horrenden<br />

Preisen. Geschäft machen wollen nun all<br />

diejenigen, die nur mal gucken wollten.<br />

Wer nun Angst hat, den geliebten Artikel<br />

nicht zu erhalten, beißt in den sauren<br />

Apfel und blättert den dreistelligen<br />

Betrag für die Schabracke hin.<br />

Wenn ich ein paar Jahre zurück denke,<br />

dann gab es diesen Hype um beliebte<br />

Artikel eine Kollektion noch nicht. Erst<br />

wenn die Kollektion älter wurde und<br />

somit es immer schwerer wurde, die Sachen<br />

noch zu beziehen, wurden Artikel<br />

wirklich treuer. Aber „damals“ gab es ja<br />

auch pferdetrends noch nicht und wir<br />

freuen uns heute weiterhin über jedes<br />

Outfitbild egal ob alte oder neue Kollektion.<br />

Eure Aileen


Inhalt<br />

<strong>März</strong> & <strong>April</strong> 2016<br />

3<br />

Editorial<br />

54<br />

Hansepferd 2016<br />

Messe in Hamburg<br />

8<br />

Die Asendorfer Tierärzte<br />

Pferdeentwurmung:<br />

strategisch oder selektiv?<br />

56<br />

Australian Shepherd<br />

Reitbegleithund - Teil 2<br />

14<br />

Newcomer im Portrait<br />

Leidenschaft fürs Fliegen…<br />

Canan Johanna Breforth<br />

64<br />

pferdetrends reist...<br />

Mädchenträume werden wahr...<br />

24<br />

34<br />

pferdetrends shootet…<br />

Horse Pilot<br />

Dürfen wir vorstellen?<br />

Farina Wolkowski & Nadine Höck<br />

70<br />

74<br />

pferdetrends Gewinnspiel<br />

Monetto<br />

more than jewelry<br />

Cover-/Titelbild:<br />

©<br />

Talitha Hölscher<br />

Photography<br />

40<br />

Reitclub 8.0<br />

Gewinner des Wettbewerbs<br />

76<br />

Rechtliches<br />

44<br />

Eskadron FS 2016<br />

fehlt noch was?<br />

4 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong><br />

Australian Shephe<br />

Wir berichten ab Seit


Horse Pilot!?<br />

Jeder sollte diese Marke kennen!<br />

Findet es heraus, ab Seite<br />

pferdetrends<br />

reist...<br />

Mädchenträume<br />

werden wahr...<br />

Wir berichten für<br />

euch ab Seite<br />

64<br />

24<br />

Pferdeentwurmung:<br />

strategisch oder selektiv?<br />

Wir berichten ab<br />

Newcomer im<br />

Portrait<br />

Leidenschaft fürs Fliegen...<br />

Canan Johanna Breforth<br />

Wir berichten<br />

ab Seite<br />

8<br />

14<br />

rd - Reitbegleithund - Teil 2<br />

e<br />

56<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 5


von Dr. <strong>No</strong>rbert Böhmer<br />

Pferdeentwurmung: strategisch oder selektiv?<br />

Parasiten sind ein- oder vielzellige<br />

Schmarotzer, die auf<br />

Kosten des befallenen Individium<br />

(Wirtstier) leben.<br />

Endoparasiten (im Inneren des Körpers<br />

lebende Schmarotzer) können auf<br />

vielfältige Weise pathologische Veränderungen<br />

im Körper, z.B. durch adulte<br />

Würmer oder wandernde Wurmlarven<br />

im Darm, Lunge, Leber oder der Haut<br />

hervorrufen. Im schlimmsten Fall verursachen<br />

die Parasiten Darmentzündungen<br />

oder Koliken und können zum<br />

Tod des Pferdes führen.<br />

Angeheizt durch wachsende Resistenzproblematik<br />

gegen Anthelmintika<br />

(Wurmmittel), gibt es seit Jahren Diskussionen<br />

darüber, wie und wann Pferde<br />

entwurmt werden sollten. Einmal<br />

ausgebildete Resistenzen können nicht<br />

mehr rückgängig gemacht werden. Von<br />

der Pharmaindustrie werden in den<br />

nächsten Jahren keine neuen Wirkstoffe<br />

gegen Würmer auf den Markt gebracht.<br />

Die zur Zeit auf dem Markt angebotenen<br />

Anthelmintika umfassen folgende begrenzte<br />

Anzahl an Wirkstoffen:<br />

- Die Gruppe der Benzimidazole (Fenbendazol,<br />

Mebendazol): wirksam gegen<br />

Rundwürmer<br />

- Makrozyklische Lactone (Ivermectin,<br />

Moxidestin): wirksam gegen Rundwürmer<br />

und Magendasseln<br />

- Pyrantel: wirksam gegen Rundwürmer<br />

und bedingt gegen Bandwürmer<br />

- Praziquatel: wirksam gegen Bandwürmer<br />

Welche Entwurmungsstrategie – strategisch<br />

oder selektiv – gewählt wird, hängt<br />

stark vom Pferdebestand ab und sollte<br />

in jedem Fall mit dem behandelnden<br />

Tierarzt abgesprochen werden.<br />

Strategische Entwurmung<br />

Das Prinzip dieser konventionellen<br />

Wurmbehandlung besteht im Wesentlichen<br />

darin, die Pferde mehrmals jährlich<br />

nach einem festgelegten Intervall<br />

zu entwurmen. Leider erfolgt das in der<br />

Pferdepraxis meist ohne vorgängige diagnostische<br />

Abklärung, ob – und wenn<br />

ja, durch welche Wurmarten – das „zu<br />

entwurmende Pferd überhaupt befallen<br />

ist. Die Basis einer optimalen strategischen<br />

Entwurmung sollte jedoch in<br />

jedem Fall sein, die vorkommende Parasitenart<br />

mittels Kotproben zu diagnostizieren<br />

und das wirksame Anthelmintikum<br />

zu ermitteln.<br />

Diese Methode, auch Intervall-Entwurmung<br />

genannt, führte seit seiner Einführung<br />

vor etwa 50 Jahren nicht zur<br />

Ausrottung insbesondere der kleinen<br />

Strongyliden, die wohl zu den gefährlichsten<br />

Würmern gerechnet werden<br />

müssen. Diese Entwurmungsstrategie<br />

bewirkte im Gegenteil eine noch stärkere<br />

Resistenzbildung. Dies ist ein großer<br />

Nachteil der strategischen Wurmbehandlung.<br />

Ein jährliches Entwurmungsschema<br />

könnte nach den Ergebnissen erfolgter<br />

Kotprobenuntersuchungen folgendermaßen<br />

aussehen:<br />

- Vor dem Weideaustrieb im <strong>April</strong> wird<br />

Pyrantel oder in Ausnahmefällen bei<br />

erwiesener Wirksamkeit auch Benzimidazole<br />

verabreicht. Das Ziel dieser Maßnahme<br />

ist, die Weiden mit möglichst<br />

wenig Parasiteneiern zu belasten.<br />

- In der Mitte der Weidesaison, Ende<br />

Juli, werden erneut Pyrantel oder Benzi-<br />

8 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Asendorfer Tierärzte<br />

midazole verabreicht. Dadurch wird die<br />

Weidebelastung reduziert und die Gefahr<br />

einer Reinfektion vermindert.<br />

- Zum Ende der Weidesaison wird der<br />

Wirkstoff Ivermectin verabreicht. Dadurch<br />

gehen die Pferde weitgehend entwurmt<br />

in den Stall. Die sich im Magen<br />

befindlichen Magendasseln werden darüber<br />

hinaus abgetötet.<br />

- Eine weitere Entwurmung erfolgt Ende<br />

Januar. Neben Ivermectin sollte in einer<br />

Kombinationsbehandlung der Wirkstoff<br />

Praziquantel zum Einsatz kommen. Bei<br />

alten oder empfindlichen Pferden können<br />

beide Arzneimittel auch einzeln<br />

verabreicht werden. Durch die Entwurmung<br />

zu diesem Zeitpunkt werden noch<br />

verbliebene Magendasseln sowie eventuell<br />

vorhandene Bandwürmer abgetötet.<br />

Dadurch können im Frühjahr oder<br />

Sommer die Weiden nicht neu kontaminiert<br />

werden.<br />

- Neuzugänge sollten direkt beim<br />

Einstallen entwurmt werden und es sollte<br />

wenigstens 2 Tage gewartet werden,<br />

bevor diese Pferde zur Herde gelassen<br />

werden.<br />

Vorbeugende Wurmkuren sind bei jungen<br />

Pferden (unter fünf Jahren), Stuten<br />

nach der Geburt sowie Fohlen auf<br />

jeden Fall notwendig und sind sinnvoll<br />

bei wiederholt oder dauernd genutzten<br />

Weiden, bei Verdacht oder bekanntem<br />

Infektionsdruck.<br />

Selektive Entwurmung<br />

Da bei einem Großteil erwachsener<br />

Pferde kein Wurmbefall nachgewiesen<br />

wird und sich die Resistenzproblematik<br />

gegenüber den Anthelmintika (Wurmmittel)<br />

kontinuierlich verbreitet, hinterfragen<br />

Wissenschaftler die sogenannte<br />

strategische Entwurmung ohne vorherige<br />

diagnostische Untersuchung und<br />

einer Wirksamkeitskontrolle nach der<br />

Therapie.<br />

Großflächige Analysen haben gezeigt,<br />

dass z.B. in Deutschland bei mehr als 30<br />

% der adulten Pferde kein Wurmbefall<br />

nachweisbar ist. Das Entwurmen nach<br />

dem „Gießkannenprinzip“, wie es bei<br />

der strategischen Entwurmung erfolgt,<br />

ist heutzutage ein medizinisch äußerst<br />

fragwürdiges und veterinärmedizinisch-ethisch<br />

nicht mehr vertretbares<br />

Vorgehen.<br />

Eine in die Zukunft gerichtete Alternative<br />

zur strategischen Entwurmung stellt<br />

die selektive Entwurmung dar. Diese<br />

beruht auf der Untersuchung von Kotproben<br />

der Pferde zur Erfassung eines<br />

eventuellen Wurmbefalls und dessen<br />

Wurmspektrum. Durch das Laborergebnis<br />

können Wurmmittel gezielt ausgewählt<br />

werden.<br />

Wissenschaftliche Ergebnisse zeigen,<br />

dass der weitaus größte Anteil der in<br />

einem Pferdebestand vorkommenden<br />

Würmer stets nur auf einige wenige<br />

Pferde verteilt ist, d.h. nur wenige<br />

Pferde sind – wenn überhaupt – in der<br />

Regel stark verwurmt. Des weiteren ist<br />

bekannt, dass ein Großteil der erwachsenen<br />

Pferde keine oder nur geringe<br />

Mengen an Wurmeiern ausscheidet und<br />

dadurch nur in geringem Maße zur Kontamination<br />

der Koppeln oder Weiden<br />

mit Wurmeiern beiträgt.<br />

Ein geringer Wurmbefall (unterhalb des<br />

Schwellenwertes) hat keinerlei gesundheitsschädigende<br />

Auswirkung auf den<br />

Pferdekörper und regt sogar das Immunsystem<br />

an. Die körpereigene Immunabwehr<br />

ist in der Lage sich gegen eine<br />

geringe Menge an Parasiten zur Wehr zu<br />

setzen und muss in der Regel nicht medikamentös<br />

unterstützt werden.<br />

Das Prinzip der selektiven Entwurmung,<br />

das von führenden Parasitologen intensiv<br />

unterstützt wird, beruht auf der<br />

gezielten Gewinnung und labortechnischen<br />

Auswertung von Einzelkotproben.<br />

Untersucht wird auf Wurmeier, deren<br />

Form, Inhalt und Größe Rückschlüsse<br />

auf die vorhandene Wurmart zulassen.<br />

Dazu werden von jedem Pferd im sogenannten<br />

„Übersichtsjahr“ in angemessenen<br />

Intervallen vier Monitoring-Kotproben<br />

gesammelt:<br />

- Je zwei im Frühjahr im Abstand von<br />

etwa 6 bis 8 Wochen<br />

- Je zwei im Hochsommer oder eine im<br />

Hochsommer und eine im Frühherbst<br />

- An jedem Untersuchungszeitpunkt<br />

werden Kotproben von 3 aufeinanderfolgenden<br />

Tagen gesammelt und vermischt.<br />

- Der Pferdebesitzer kann die Kotproben<br />

selbst entnehmen und bis zum Versandt<br />

in ein Labor im Kühlschrank zwischenlagern.<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 9


Asendorfer Tierärzte<br />

Die ungenügende oder fehlende Wirkung<br />

eines Wurmmittels kann auch<br />

andere Gründe haben und muss bei fehlender<br />

Eizahlreduktion bedacht werden:<br />

- es wurde unterdosiert (zu wenig Wirkstoff<br />

je kg Körpergewicht)<br />

- das Pferd hat das Präparat nicht aufgenommen<br />

- die Würmer sind gegen den Wirkstoff<br />

resistent (z.B. kleine Strongyliden gegenüber<br />

Benzimidazol-Präparaten)<br />

Die selektive Entwurmung ist auf die<br />

größte Gruppe der Endoparasiten<br />

beim Pferd ausgerichtet, den kleinen<br />

Strongyliden. Die Diagnosevefahren<br />

erkennen aber auch Infektionen mit<br />

anderen Rundwürmern (insbesondere<br />

Spulwürmer oder Bandwürmer). Bei<br />

Anzeichen seltenerer Wurminfektionen<br />

(Lungenwürmer, Leberegel) sind im<br />

Einzelfall weiterführende Untersuchungen<br />

notwendig. Neben der Bestimmung<br />

der vorhandenen Wurmarten wird im<br />

Labor mit entsprechenden Untersuchungsmethoden<br />

auch die Anzahl der<br />

Wurmeier bestimmt.<br />

Grundsätzlich wird bei der selektiven<br />

Entwurmung ein Pferd gegen Parasiten<br />

erst dann behandelt, wenn seine<br />

Eiausscheidung bei den wichtigsten<br />

Würmern, den Strongyliden, einen definierten<br />

Schwellenwert überschreitet,<br />

der gemäß internationalen Absprachen<br />

festgelegt wird. Bei den Strongyliden<br />

(Blutwürmer) liegt dieser beispielsweise<br />

bei 200 EpG (Eizahl pro Gramm Kot).<br />

Falls dieser Schwellenwert nicht überschritten<br />

wird, wird das Pferd dagegen<br />

nicht anthelmintisch behandelt. Genau<br />

14 Tage nach der Wurmbehandlung<br />

wird erneut eine Kotprobe bei auffälligen<br />

Pferden entnommen (Wirksamkeitskotprobe)<br />

und die Wirksamkeit der<br />

durchgeführten Entwurmung überprüft.<br />

Im optimalen Fall – es liegen keine Resistenzen<br />

gegen das eingesetzte Wurmmittel<br />

vor – ist die ausgeschiedene<br />

Wurmeimenge deutlich reduziert. Falls<br />

dies nicht der Fall ist, sollte ein anderer<br />

Wirkstoff ausgewählt und 14 Tage später<br />

erneut eine Kotprobe im Labor untersucht<br />

werden.<br />

Bislang gibt es in Deutschland keine<br />

gesetzlichen Vorschriften für eine Untersuchung<br />

vor einer parasitologischen<br />

Behandlung. In allen Fällen sollten die<br />

Behandlungsstrategien besprochen und<br />

die Auswahl der Wurmmittel individuell<br />

durch den Tierarzt erfolgen.<br />

10 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Leidenschaft fürs Fliegen…


Canan Johanna Breforth


Newcomer im Portrait<br />

Nachdem wir nun bereits eine Dressurreiterin,<br />

eine Westernreiterin und ein<br />

Allround Talent vorgestellt haben, ist es<br />

nahe liegend dass wir nun jemanden mit<br />

der Leidenschaft fürs Fliegen vorstellen:<br />

Canan Johanna Breforth! Canan ist 26<br />

Jahre alt und kommt aus dem Ruhrgebiet.<br />

Geboren wurde sie in Werne und<br />

ist der Stadt bis heute noch verbunden.<br />

So reitet sie auch heute noch für einen<br />

Reiterverein der Stadt Werne, dem<br />

St. Georg Werne. Bis vor kurzem war<br />

Canan noch Studentin. „Ich habe diesen<br />

Monat mein Masterstudium Nachhaltige<br />

Energieversorgung in Aachen<br />

abgeschlossen“. Ab Mai wird sie dann<br />

als Ingenieurin im Bereich Energieversorgung<br />

arbeiten. An die Tatsache bald<br />

einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen<br />

zu müssen, muss sie sich erst mal gewöhnen.<br />

Ihr Name bereitet Turnieransagern<br />

meist Kopfzerbrechen, da der Name<br />

ganz anders ausgesprochen wird, als<br />

er geschrieben wird. Ihr Name stammt<br />

aus dem Türkischen. Auf Deutsch heißt<br />

Canan „Liebling“. „Damals hatten wir<br />

ein Pferd am Stall, das so hieß und daher<br />

kam meine Mutter auf diesen Namen.“<br />

Richtig ausgesprochen wird sie<br />

Dschanan.<br />

Bereits als kleines Kind hat Canan ein<br />

Großteil ihrer Freizeit im Stall verbracht<br />

und ihrer Mutter beim Reiten zu gesehen.<br />

Hin und wieder durfte sie auch selber<br />

mal auf den Pferderücken klettern.<br />

„Mit sieben Jahren habe ich dann meine<br />

ersten Reitstunden genommen an der<br />

Longe und bin seitdem der Reiterei verfallen.“<br />

Aus einer typischen Reiterfamilie<br />

kommt sie nicht, bis auf sie und ihre<br />

Mutter hat niemand Bezug zu Pferden.<br />

„Mein Papa ist da einfach sehr tolerant.“<br />

Canan ist umgeben von vielen Tieren,<br />

fast ein eigener kleiner Bauernhof und<br />

so weit her geholt ist das mit dem ei-<br />

16 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Newcomer im Portrait<br />

Ansonsten leben noch Katze „Elfriede“<br />

und Schäferhund „Lori“ bei uns auf<br />

dem Hof.“ Bei uns auf dem Hof, heißt<br />

so viel wie, Canan und ihre Familie<br />

halten ihre Pferde in Eigenregie. „Vor<br />

rund 6 Jahren haben wir (Meine Eltern,<br />

Schwester und Ich) uns den Traum vom<br />

eigenen Hof erfüllt.“ Den Traum hatten<br />

sie schon lange im Hinterkopf, dass es<br />

schneller als gedacht Realität wird, damit<br />

hat keiner gerechnet. „Wir haben<br />

uns schon selbst für verrückt gehalten.<br />

Nun würden wir es aber nie mehr eintauschen<br />

wollen.“ In einer schönen Bauernschaft<br />

lebend, haben sie ausreichend<br />

Platz für vier bis sechs Pferde, sind ihr<br />

eigener Herr und können schalten und<br />

walten wie sie wollen. Derzeit haben sie<br />

vier Boxen, im Sommer folgt eine fünfte<br />

Box. Neben den Stallungen stehen ausreichend<br />

Weidefläche und ein Reitplatz<br />

zur Verfügung, der bei ziemlich jedem<br />

Wetter nutzbar ist. „Der Paddock grenzt<br />

direkt an unseren Garten, so haben unsere<br />

Pferde immer das ganze Geschehen<br />

im Blick.“<br />

Für die Pflege und Versorgung der Pferde<br />

ist Canan gemeinsam mit ihrer Mutter<br />

verantwortlich. Die beiden ergänzen<br />

sich perfekt und haben sich die anfallende<br />

Arbeit gut aufgeteilt. „Wenn wir mal<br />

beide unterwegs sind helfen aber auch<br />

mein Papa, der gar keine Ahnung von<br />

Pferden hat oder meine Schwester mal<br />

aus.“ Vollpension vermisst sie trotzdem<br />

auch manchmal, aber nur in Punkto<br />

Zeitaufwand. Die Pferde wieder in Vollpension<br />

zu stellen, kann sie sich heute<br />

nicht mehr vorstellen. „Ich bin total<br />

anspruchsvoll geworden was die Weideund<br />

Fütterungszeiten, sowie die Futterqualität<br />

und und und angeht. Man wird<br />

schon wirklich anspruchsvoll und ich<br />

glaube ich hätte da so meine Probleme<br />

mit den Pensionsleitern. Wenn es das<br />

Wetter zulässt kommt Carli den ganzen<br />

Tag raus und allein das ist ja in großen<br />

Betrieben meist nicht möglich, dass er<br />

dann noch einen großen Paddock für<br />

sich allein hat, wohl noch weniger.“<br />

genen Bauernhof auch nicht. Neben<br />

den Pferden Sammy (Sam the Man,<br />

19 Jahre), Bertie (First Funkie, 7 Jahre)<br />

und Carli (Carlchen Opulensky, 10<br />

Jahre) gehört auch Blondi (Der Blonde,<br />

19 Jahre), das Pferd ihrer Mutter<br />

zu ihren pferdigen Begleitern. Carli ist<br />

in dieser Runde, der wohl im Internet<br />

bekannteste Vertreter. „Zu meinen anderen<br />

tierischen Begleitern zählt noch<br />

meine Dackeldame „Trudi“ und meine<br />

10 Hühner, davon haben allerdings nur<br />

zwei einen Namen „Jack Frost“ und<br />

„Halbe Hahn“, die anderen werden alle<br />

„Ruth“ genannt, weil sie eigentlich den<br />

ganzen Tag „ruuuth ruuuuth“ sagen!<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 17


Newcomer im Portrait<br />

Da Carli bei Langeweile gerne seinen<br />

Weidepartner verhaut, bleibt Canan<br />

nichts Anderes übrig, als ihn alleine<br />

rauszustellen. Aufgrund der Tatsache,<br />

dass sie ihr eigener Herr sind, können<br />

sie auch Carli den optimalen Auslauf<br />

bieten. „Und auch die Fütterung habe<br />

ich so voll im Blick und kann die Zeiten<br />

optimal ans Reiten anpassen, dass er<br />

nicht direkt nach dem Füttern geritten<br />

wird und dass er mehrere Portionen am<br />

Tag bekommt anstatt nur zwei oder drei<br />

Mahlzeiten.“ In Pensionsställen gibt es<br />

oft feste Fütterungszeiten. Kommt man<br />

ungelegen, zieht man sein Pferd direkt<br />

nach dem Fressen aus der Box. In der<br />

Regel sollte man ihnen jedoch nach einer<br />

Mahlzeit erst mal eine Verdauungspause<br />

gönnen.<br />

nicht mehr auf ihn aufsteigt. Neben seiner<br />

großen Größe, kann er auch besonders<br />

gut den Sattel zum Schleudersitz<br />

werden lassen. Bei der Höhe, eine hohe<br />

und lange Flugbahn. „Das kam bisher<br />

zwar nur zweimal vor in drei Jahren,<br />

aber sie möchte einfach nicht mehr. Ansonsten<br />

ist Bertie das coolste Pferd der<br />

Welt, der sich von nichts schockieren<br />

lässt und auf dem Turnier immer 100<br />

Prozent gibt.“<br />

Carlchen Opulensky, ebenfalls wie Bertie<br />

Schimmel, ist wohl der bekannteste<br />

pferdige Begleiter von Canan. Natürlich<br />

wollten wir dann auch ganz genau<br />

wissen, wie Carli ist. „Carli ist ein kleiner<br />

Angsthase der schnell nervös ist,<br />

manchmal aber auch absolut cool und<br />

unerschrocken. Das kommt immer auf<br />

die Tagesform an. Er hat sich aber zu einem<br />

richtigen Kämpfer entwickelt in der<br />

letzten Zeit und ist ein echtes Traumpferd<br />

geworden.“ Carli war immer etwas<br />

schwierig, ist jedoch mit einem sehr<br />

großen Herzen ausgestattet. „Carli lässt<br />

sich zum Beispiel ungern von fremden<br />

Menschen anfassen, Männer in der Re-<br />

Für Canan sind Ihre Pferde die Allerschönsten.<br />

Wie heißt es so schön? Von<br />

allen Pferden auf der ganzen Welt, habe<br />

ausgerechnet ich das Schönste. Doch<br />

jedes Pferd hat seine Macken, die es<br />

einzigartig machen. Und auch Canans<br />

Pferde haben diese kleinen Macken,<br />

die sie ganz besonders machen. „Sam<br />

ist relativ frech, er steigt permanent in<br />

der Siegerehrung und man kann ihn<br />

nicht longieren, auch nicht mit 19 Jahren.<br />

Er kriegt da den Total-Ausraster.“<br />

Auch unterm Sattel bockt er gerne mal<br />

los und zeigt seiner Reiterin, dass er mit<br />

seinen 19 Jahren auf keinen Fall zum alten<br />

Eisen zählt. Sobald er im Parcours<br />

ist, ist er ein Kämpfer, der immer alles<br />

für seine Reiterin gibt und auch bis an<br />

seine eigenen Grenzen geht. Bertie war<br />

ursprünglich mal für Canans Mutter<br />

gekauft worden. Dieser hatte jedoch beschlossen,<br />

in die Höhe zu wachsen und<br />

ist heute mit seinen 1.80 m Stockmaß<br />

ein Riesentier geworden. Dies ist einer<br />

der Gründe, warum Canans Mutter<br />

18 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Newcomer im Portrait<br />

gel gar nicht.“ Da ihm schnell langweilig<br />

wird und aus Langeweile auch gerne<br />

mal andere Pferde verkloppt, kann er<br />

nur alleine auf den Paddock. Sicherheit<br />

geht vor. „Fressen ist für ihn das Größte.<br />

Er muss leider auf Spänen stehen, weil<br />

sonst kein Strohhalm übrig bleibt.<br />

Für diese ganzen Sachen liebe ich ihn<br />

trotzdem, weil sie ihn ganz besonders<br />

machen. Für mich ist er das schönste<br />

Pferd der Welt und dazu kann er sich<br />

ganz nett bewegen und hat ein außergewöhnliches<br />

Springvermögen. Ich bin<br />

super stolz auf ihn und unendlich dankbar,<br />

so ein tolles Pferd besitzen zu dürfen.“<br />

Als Fohlen hat Canan Carli von ihrer<br />

Tante geschenkt bekommen. Geplant<br />

war ein springbetontes Fohlen zu kaufen,<br />

welches in Sammys Fußstapfen<br />

treten sollte, der zu dem Zeitpunkt neun<br />

Jahre alt war und früher oder später<br />

aus dem aktiven Sport zurückgezogen<br />

werden sollte und seinen Rententeil auf<br />

dem eigenen Anwesen genießen sollte.<br />

„Ich bekam dann auf dem Turnier einen<br />

Anruf meiner Tante „Wir schauen uns<br />

hier ein Fohlen an, das ist von Cornet<br />

Obolensky, ist das gut?“ Ich bin fast vom<br />

Glauben abgefallen und habe nur gesagt<br />

„WAHNSINN! Nimm das, das ist der<br />

Hammer!“.“ Und so war Carli gekauft,<br />

ohne dass Canan ihn überhaupt vorher<br />

einmal gesehen hatte. Damals als Fohlen<br />

war er noch dunkelbraun mit Stern<br />

und vier weißen Beinen, aber dass er<br />

Schimmel werden würde, ließ sich bereits<br />

erahnen. Die Aufzucht und Ausbildung<br />

haben sie schlussendlich selber<br />

übernommen.<br />

Canans Herz schlägt definitiv für das<br />

Springreiten, aber auch an der Dressur<br />

hat sie Spaß. Carli findet jedoch alles,<br />

was mit Abteilungsreiten zu tun hat,<br />

ätzend. „Seitdem wir uns auf L Niveau<br />

aufs Viereck trauen, klappt es super.<br />

Wir werden definitiv noch ein paar<br />

L-Dressuren dieses Jahr reiten und<br />

Ende des Jahres ist auch eine M geplant.“<br />

Wir drücken die Daumen für die<br />

geplanten Turniere. Heute bewegen die<br />

beiden sich in der Dressur in Klassen, in<br />

den es keine Abteilungen mehr gibt und<br />

so hat auch Carlchen den Spaß an der<br />

Dressur entdeckt. Sein Training wird<br />

abwechslungsreich gestaltet. Einmal die<br />

Woche steht Unterricht auf dem Plan, in<br />

der Regel Springtraining. Den Tag nach<br />

einem Turnier hat er immerfrei und<br />

darf am Halfter an der Longe ordentlich<br />

Gas geben. Die restlichen Tage werden<br />

ganz nach Belieben gestaltet. „Die restlichen<br />

Tage reiten wir locker vorwärts/<br />

abwärts im Spring- oder Dressursattel<br />

und zwischendurch auch immer wieder<br />

Lektionen oder auch mal Cavalletti Arbeit.<br />

Insgesamt achte ich darauf, dass<br />

er viel Spaß hat um auch motiviert zu<br />

bleiben. Dazu gibt es dann ausreichend<br />

Paddock und Weide.“ Ein besonderes<br />

Highlight erlebten die Beiden auf der<br />

Equitana 2015. Canan hat durch ein Gewinnspiel<br />

eine Springstunde bei Christian<br />

Ahlmann gewonnen, die im Rahmen<br />

der Equitana 2015 stattgefunden hat.<br />

„Wann bekommt man schon mal die<br />

Chance bei einem solchen Reiter trainieren<br />

zu dürfen.“ An Tipps konnte sie<br />

aus dieser Stunde einiges mitnehmen.<br />

„Aber das hielt sich bei 30-40 Minuten<br />

natürlich alles in Grenzen, zumal<br />

Christian unsere Pferde und uns auch<br />

erst kurz vorher kennen gelernt hat.“<br />

Dennoch war es eine wunderbare Erfahrung<br />

für die beiden. Carlchen ist etwas<br />

ganz besonders für Canan und auch<br />

Canan scheint etwas ganz besonders<br />

für Carlchen zu sein. „Er ist total fixiert<br />

auf mich. Er hört wie ein Hund und ist<br />

wirklich anhänglich. Ihm verdanke ich<br />

so viele tolle Erfolge und dass es ihm<br />

gut geht hat oberste Priorität für mich.<br />

Er wird auch den Rest seines Lebens bei<br />

mir verbringen, das habe ich ihm versprochen.“<br />

Canan ist ein wahrer pferdetrendler.<br />

Sie liebt es schöne Outfits zusammen zu<br />

stellen und ihren Pferden an zu ziehen.<br />

„Vor ein paar Jahren war das noch gar<br />

nicht so extrem, da hatte ich ein paar<br />

schöne Sets und gut war es. Aber heute<br />

bin ich da etwas durchgedreht und<br />

kann gar nicht genug schöne Sachen<br />

für Carli haben und am liebsten wenn


Newcomer im Portrait<br />

wirklich jedes Detail perfekt passt.“ In<br />

Ihrem Sattelschrank, der mittlerweile<br />

ein begehbarer Pferdekleiderschrank<br />

ist, findet man vorwiegend Eskadron.<br />

„Mir gefallen die Sachen einfach super<br />

gut.“ Ansonsten findet man aber auch<br />

Magic Tack, Stübben und ein paar <strong>No</strong><br />

Name oder handgemachte Sachen im<br />

Kleiderschrank. „Hier wird einfach nach<br />

Gefallen entschieden. Mein Kleiderschrank<br />

ist da das absolute Gegenteil,<br />

während man in dem „Reitfach“ noch<br />

Pikeur und Animo finden kann ist der<br />

restliche Teil überwiegend durch H&M<br />

gekennzeichnet und durch Sachen die<br />

mir einfach gefallen, da schaue ich nicht<br />

nach Marken.“ Pferdetrends ist eine von<br />

Canans Lieblingsgruppen bei Facebook<br />

„da ich hier mit den anderen „Verrückten“<br />

meine Leidenschaft für tolle Outfits<br />

teilen kann und mir gern die Bilder von<br />

anderen ansehe. Leider lasse ich mich<br />

dann oft inspirieren und entdecke neue<br />

Trends, die auch Carlchen unbedingt<br />

braucht.“ Die Webseite www.pferdetrends.com<br />

selber nutzt sie oft um zu<br />

gucken ob die Farbe XYZ am Schimmel<br />

gut aussieht und um das Magazin zu lesen.<br />

„Hier sind super zusammengestellte<br />

Themen und immer tolle hochwertige<br />

Fotos zu begutachten. Auch die Werbung<br />

trifft für mich als „Pferdetrendler“<br />

voll ins Schwarze!“<br />

Misserfolge sprechen. Der größte Misserfolg<br />

war im Juni 2015: Ein Sturz mit<br />

Carli. Canan sagt selber, dass sie einen<br />

großen Teil der Schuld trägt. Durch das<br />

nicht optimale Anreiten an den Sprung,<br />

bekam er die Stange zwischen die Beine<br />

und die beiden überschlugen sich. „Carlchen<br />

ist zum Glück nichts passiert, das<br />

hätte ich mir sicherlich auch nie verziehen.“<br />

Canan selber hat sich jedoch deutlich<br />

stärker verletzt. „Ich habe mir dabei<br />

das Schlüsselbein zertrümmert und<br />

das Schultergelenk ausgerissen.“ Ganze<br />

neun Monate Spring- bzw. generelles<br />

Reitverbot und zwei Operationen standen<br />

bevor. „Ich hoffe, dass uns derartige<br />

Misserfolge in Zukunft erspart bleiben.“<br />

Canan privat! Privat verbringt sie am<br />

liebsten Zeit mir ihren Freunden, die<br />

meisten sind allerdings auch Reiter. „Ich<br />

denke sie würden mich als ein bisschen<br />

„verrückt“ bezeichnen und vermutlich<br />

als Pferdeshoppingqueen, nicht selten<br />

bekomme ich gesagt „Kauf dir doch mal<br />

was für dich!“, aber dieses Problem ken-<br />

Canan definiert ihr größten Erfolge ganz<br />

unterschiedlich. Besonders stolz ist sie<br />

auf jede einzelne Schleife gemeinsam<br />

mit Carlchen, da sie sich beide von Beginn<br />

an zusammen erarbeitet haben.<br />

„Aber genauso auch bei Sam und Bertie,<br />

die mich auch seit dem sie 4 Jahre alt<br />

sind begleiten. Mein persönlich, größter<br />

Erfolg ist für mich ganz aktuell das<br />

absolvierte Studium.“ Wer über Erfolge<br />

spricht, muss zwangsläufig auch über<br />

20 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Newcomer im Portrait<br />

nen sicher viele Leser hier.“ Ansonsten<br />

können Canans Freunde immer auf die<br />

zählen, umgekehrt genauso.<br />

Neben dem Reitsport übt sie kein ernsthaftes<br />

Hobby aus. Die Zeit fehlt für andere<br />

Freizeitaktivitäten. In der Freizeit<br />

die noch bleibt, geht sie gerne mit Lori<br />

joggen oder mit ihrer Schwester ins<br />

Fitnessstudio. Immer spontan, wie es<br />

gerade passt. „Die Reiterei nimmt da<br />

schon wirklich viel Zeit in Anspruch und<br />

die restliche Freizeit verbringe ich dann<br />

mit Freunden.“ Ohne ihre Pferde wäre<br />

Canan definitiv nicht glücklich. Aber zu<br />

ihrem Glück gehören auch noch andere<br />

wichtige Faktoren. „Mein Studium, das<br />

immer ganz gut lief und auch der Berufseinstieg,<br />

der nahtlos geklappt hat<br />

machen mich glücklich und ganz wichtig<br />

natürlich auch die Gesundheit meiner<br />

Familie, Freunde und natürlich Pferde.<br />

Das würde sonst sicherlich alles trüben.“<br />

Bei ihren Entscheidungen setzt sie übrigens<br />

ganz auf ihr Bauchgefühlt, das hat<br />

nämlich bisher meistens Recht gehabt.<br />

„Was meine Organisation in der Pferdewelt<br />

angeht bin ich eher der typische<br />

Springreiter, das muss alles nicht perfekt<br />

geplant werden, das passt schon. Im<br />

„anderen Leben“ plane ich schon, sonst<br />

würde ich das vermutlich gar nicht alles<br />

unter einen Hut bekommen. Erst recht<br />

nicht, wenn erstmal das Berufsleben<br />

losgeht.“<br />

Für die Zukunft wünscht sie sich beruflichen<br />

Erfolg und Spaß in dem neuen Job<br />

zu haben. Generell möchte sie gerne von<br />

sich behaupten, dass sie ein zufriedener<br />

Mensch ist. „Zum jetzigen Zeitpunkt<br />

bin ich das auf jeden Fall.“ Reiterlich<br />

wünscht sie sich mit Carli eine Schleife<br />

im S-Springen und eine Schleife in<br />

einer M-Dressur. „Ich sehe das Ganze<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 21


Newcomer im Portrait<br />

aber nicht zu verbissen und wenn es<br />

nicht klappen sollte, dann ist das eben<br />

so. Ansonsten bin ich der Mensch, der<br />

die Zukunft gern auf sich zukommen<br />

lässt, ich finde es immer recht schwierig<br />

eindeutig Ziele zu formulieren, da alles<br />

von so vielen Faktoren abhängt.“ Ein<br />

einziger Wunsch würde ihr ausreichen.<br />

Sie wünscht sich, dass alles so bleibt wie<br />

es gerade ist. „Damit meine ich nicht,<br />

dass sich nichts mehr verändern soll,<br />

sondern dass es einfach gerade sehr gut<br />

läuft. Aktuell sind alle Menschen (und<br />

Pferde) die mir etwas bedeuten wohl auf<br />

und das ist denke ich das Wichtigste.“<br />

In ihrem Leben würde sie fast nochmal<br />

alles so machen wie bisher, mit einer<br />

einzigen Ausnahme: „Ich wäre am <strong>06</strong>.<br />

Juni 2015 nicht zum Turnier gefahren<br />

mit Carli.“ Der Tag des Sturzes eines der<br />

schwärzesten Tage in ihrem Leben.<br />

Übrigens hat sie uns noch verraten, dass<br />

sie sich gerne mal in den Sattel von Carlis<br />

Papa „Cornet Obolensky“ schwingen<br />

würde.<br />

In ihrem Leben würde sie fast nochmal<br />

alles so machen wie bisher, mit einer<br />

einzigen Ausnahme: „Ich wäre am <strong>06</strong>.<br />

22 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


pferdetrends shootet...<br />

Ende <strong>April</strong> waren wir auf der wunderschönen<br />

Anlage der Familie Sosath<br />

in Lemwerder. Auf den Spuren einer<br />

tollen, innovativen Marke, haben wir<br />

Horse Pilot, vertreten durch Jose Alvarez,<br />

vor Ort anlässlich der Qualifikation<br />

zum Oldenburger Jugendchampionates<br />

besucht.<br />

Die Marke Horse Pilot entstand aus der<br />

Leidenschaft für den Sport. Die neusten<br />

Textiltechnologien sollten nicht nur Anklang<br />

in Extremsportarten finden, sondern<br />

auch im Reitsport. Drei Freunde<br />

müsst ihr sein und so gründeten drei<br />

Freunde mit den Wurzeln im Reitsport<br />

die Marke Horse Pilot. Um im Reitsport<br />

das Beste geben zu können, müssen<br />

die Rahmenbedingungen stimmen. Die<br />

Kleidung darf hierbei nicht behindern.<br />

Die idealen Bedingungen zu setzen, sodass<br />

der Reiter davon profitieren kann,<br />

das hat Horse Pilot sich als Ziel gesetzt.<br />

Gleichzeitig wird großen Wert auf eine<br />

umweltfreundliche Produktion gelegt.<br />

Der Transport ist auf ein Minimum beschränkt,<br />

sodass Kleidung der Marke<br />

Horse Pilot größtenteils in Frankreich<br />

produziert und getestet wird. Versprochen<br />

wird konstante und zuverlässige<br />

Qualität. Jedes Produkt durchläuft einen<br />

groß angelegten Testprozess unter<br />

extremen Bedingungen. Horse Pilot<br />

investiert in ein umfassendes Qualitätskontrollverfahren<br />

um sicher zu stellen,<br />

dass die Produkte keine Schwachstellen<br />

aufweisen.<br />

Von links nach rechts: Hendrik Sosath (Markenbotschafter Horse Pilot), Aileen Geerdts (pferdetrends)<br />

und Jose Luis Alvarez Castillo (Horse Pilot Deutschland, Jose Alvarez Reitsport)<br />

Perfekt anliegende und funktionelle<br />

Reitbekleidung ist aus dem Reitsport<br />

nicht mehr wegzudenken. Springreiter<br />

wie Hendrik Sosath und Cian O‘Connor<br />

sind begeisterte Träger der Horse<br />

Pilot Turnierjackets. Durch die Vielfalt<br />

der Gestaltungsmöglichkeiten sind den<br />

Kunden keine Grenzen gesetzt und jedem<br />

Jacket kann die persönliche <strong>No</strong>te<br />

verliehen werden.<br />

Wir haben vier der tollen Horse Pilot<br />

Produkte genauer unter die Lupe genommen,<br />

uns über die Details informiert<br />

und sie fotografiert. In einem der<br />

wunderschönen Ställe vom Hof Sosath<br />

und passend zum Turnierrummel haben<br />

wir uns erst die Turnierkleidung genauer<br />

angeschaut. Das Jacket „Aerotech“ in<br />

Navy Blue und die „X-Balance Reithose“,<br />

waren unsere Wahl. Erhältlich in<br />

den Farben Navy Blue, Royal Blue und<br />

Black ist das Jacket für 425 € erhältlich.<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 27


pferdetrends shootet...<br />

Neben der anatomischen Passform von<br />

Schultern und Ärmeln, sorgt es mittels<br />

des taillierten Schnittes für eine optimale<br />

Taille. Durch die Preform-Technologie<br />

ist es dem Jacket möglich, sich der<br />

Passform des Reiters anzupassen. Die<br />

Materialien Mesh 3D Fitting sorgen für<br />

den Stretch-Anteil und die Atmungsaktivität,<br />

während das Material Sensitive<br />

Fit® für eine gute Passform sorgt.<br />

Schlitze an der Rückseite, in das Horse<br />

Pilot Logo eingearbeitet, optimieren<br />

die Atmungsaktivität. Auf einen Kragen<br />

ist verzichtet worden, dieser ist mittels<br />

Nähten angedeutet. Das Jacket ist auch<br />

personalisierbar erhältlich. So kann<br />

man sich ganz nach dem eigenen Geschmack<br />

Kragen, Manschetten, Knöpfe<br />

und die Taschen designen.<br />

Dazu kombiniert haben wir die Reithose<br />

„X-Balance“ in Weiß. Eine durch<br />

und durch durchdachte Reithose. Dies<br />

beginnt bereits beim Schnitt. Die Reithose<br />

ist am Bund hinten höher und<br />

vorne niedriger geschnitten, um so die<br />

Nieren optimal zu bedecken und lästiges<br />

Herausrutschen des T-Shirts aus<br />

der Hose zu verhindern. Die Reithose,<br />

die mitwächst. Die ideale Passform wird<br />

dadurch unterstrichen, dass sie sich der<br />

Länge des Beines anpasst. Der Besatz ist<br />

eines der Highlights der Reithose. Dieser<br />

ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen,<br />

es ist nicht der typische Besatz<br />

den man sonst kennt. Durch den Druck<br />

im Sattel in Verbindung mit Wärme,<br />

wird der Kompressions-Effekt ausgelöst<br />

und der Besatz übernimmt seine Aufgabe,<br />

ohne die Bewegungsfreiheit des Reiters<br />

einzuschränken. Zudem ist die Reithose<br />

thermoregulierend, was bedeutet,<br />

dass es keinen Hitzestau gibt. Erhältlich<br />

ist die Reithose für 179 €.<br />

28 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


In der auffälligen Farbe Rot haben wir<br />

das Tailor Made Jacket genauer unter<br />

die Lupe genommen. Im Gegensatz zum<br />

Aerotech Jacket ist es nur personalisierbar<br />

erhältlich. Hier sind den Wünschen<br />

des Trägers keine Grenzen gesetzt. Das<br />

Jacket ist in Punkto Funktionalität nicht<br />

zu überbieten. So ist es nicht nur wasserabweisend<br />

und atmungsaktiv, sondern<br />

hält auch noch in jeder Lebenslage seine<br />

Form. Im Vergleich zu herkömmlichen<br />

Jackets bleibt es an Ort und Stelle, auch<br />

wenn die Arme sich nach oben bewegen.<br />

Kein lästiges Hochrutschen und Verziehen<br />

mehr, dank Keramikfasern. Gleichzeitig<br />

bleiben die Ärmel immer in der<br />

richtigen Länge.<br />

Für 399 € ist das Jacket erhältlich und<br />

in den fünf Grundfarben Rot, Navy,<br />

Black, Royal und Grau personalisierbar.<br />

Ein modischer Begleiter der in fast keinem<br />

Reiterkleiderschrank fehlen darf ist<br />

die Softshell Jacke. Die Jacke „Shell 2.0“<br />

ist für 200 € erhältlich. Die Jacke bietet<br />

optimalen Wind- und Kälteschutz,<br />

ist wasserabweisend und atmungsaktiv.<br />

Der anatomische Schnitt sorgt für eine<br />

optimale Passform. Hinten extra länger,<br />

vorne kürzer geschnitten bietet auch die<br />

Softshell Jacke den besten Schutz für<br />

die Nieren. In den Farben Navy Blue<br />

und Black ist sie zu jedem Outfit kombinierbar.<br />

Wir sind absolut überzeugt von den Produkten<br />

der Marke Horse Pilot. Sie verbinden<br />

Funktionalität und Flexibilität<br />

und sehen gleichzeitig noch schick aus.<br />

Es wird höchste Zeit, dass sich diese<br />

Marke im hiesigen Markt etabliert und<br />

fester Bestandteil vieler Kleiderschränke<br />

deutscher Reiter wird.


<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 31


Name: Nadine Höck<br />

Alter: 23 Jahre<br />

PLZ: 83342 Tacherting<br />

Pferd: Socke und Rob Roy<br />

Reitet seit: 12 Jahren (2 Jahre<br />

Unfall-Zwangspause)<br />

Reiterlicher Wunsch:<br />

eine Platzierung in einer<br />

A-Dressur zu erreiten


Name: Farina<br />

Wolkowski Alter: 22<br />

Jahre PLZ: 26954 <strong>No</strong>rdenham<br />

Pferd: Pepper (-mint‘s<br />

Friend) Reitet seit: angefangen<br />

mit Voltigieren im Alter von 4,<br />

ab 6 Jahren dann reiten Reiterlicher<br />

Wunsch: Hilfen<br />

verfeinern, unser erstes<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 35<br />

gemeinsames Turnier<br />

zu bestreiten


Unsere Mitglieder unter der Lupe: Diesmal<br />

haben wir Nadine Höck und Farina<br />

Wolkowski ein paar Fragen gestellt. Die<br />

beiden haben uns Rede und Antwort gestanden<br />

und sich vorgestellt.<br />

Nadine kommt aus dem schönen Bayern<br />

und wohnt nur rund zwanzig Minuten<br />

vom Chiemsee entfernt. Im Mai wird sie<br />

24 Jahre alt und arbeitet im Büro eines<br />

Kies- und Recyclingunternehmens. Im<br />

Sattel sitzt die bereits seit 14 Jahren. Jedoch<br />

hat sie aufgrund eines Reitunfalls<br />

zwei Jahre pausieren müssen. Nach einem<br />

Sturz im Reitunterricht, brach sie<br />

sich einen Lendenwirbel. Nach zwei Wochen<br />

strammer Bettruhe im Krankenhaus<br />

und insgesamt drei weiteren Monaten,<br />

in denen sie auch nicht die Schule<br />

besuchen durfte, fiel das Reiten für sie<br />

vorerst aus gesundheitlichen Gründen<br />

flach. Sie musste erst ihre Eltern wieder<br />

davon überzeugen, dass es ohne Pferde<br />

nicht geht und so konnte sie sich nach<br />

zwei Jahren endlich wieder in den Sattel<br />

schwingen.<br />

Nadine begleiten zwei Pferde durch ihr<br />

Leben, ihre Reitbeteiligungen Socke und<br />

Robby. Socke heißt eigentlich Riverside,<br />

aber aufgrund seiner vier weißen Füße,<br />

lag der Spitzname Socke auf der Hand<br />

und seither ist er auch nur noch bei allen<br />

als Socke bekannt. Am gleichen Tag<br />

wie Nadine wird er dieses Jahr bereits<br />

zwanzig Jahre alt. Socke ist für Nadine<br />

eine Mischung aus Pflegepferd, Reitbeteiligung<br />

und ihr Ein und Alles. Seit<br />

neun Jahren begleitet er sie nun. Zu Beginn<br />

standen nur putzen und mit seiner<br />

Besitzerin zum Turnier fahren auf dem<br />

Plan, dann folgten gemeinsame Ausritte.<br />

Kurz nachdem er zur „richtigen Reitbeteiligung“<br />

wurde und Nadine aktiv<br />

anfing ihn auch dressurmäßig mitzureiten,<br />

brach er sich das Bein. Beim Laufen<br />

lassen in der Halle kam er ohne überhaupt<br />

gebockt zu haben auf drei Beinen<br />

auf seine Besitzerin und Nadine zu. OP,<br />

Klinikaufenthalt und Boxenhaft folgten.<br />

Heute kann Socke wieder normale geritten<br />

werden. Dennoch ist er kein einfaches<br />

Pferd und fordert seinen Reiter wo<br />

er kann. An manchen Tagen kann man<br />

problemlos in eine Dressur reiten und<br />

mit guten <strong>No</strong>ten das Viereck verlassen,<br />

an anderen Tagen bockt er bereits beim<br />

Aufsteigen. Mit seinen bald zwanzig<br />

Jahren darf er das Leben als Freizeitpferd<br />

mit vielen entspannten Ausritten<br />

und ausreichend Weidegang genießen.<br />

Ganz nebenbei steht er noch Model für<br />

Nadines Eskadron-Sammlung.<br />

Robby, eigentlich Rob Boy, ist seit etwa<br />

einem Jahr Nadines Reitbeteiligung.<br />

Ebenfalls im Mai wird er acht Jahre alt.<br />

Ursprünglich sollte er zum Westernpferd<br />

ausgebildet werden, was jedoch<br />

nicht klappte. Seine heutige Besitzerin<br />

verliebte sich vor seiner Ausbildung<br />

zum Westernpferd in ihn und kaufte<br />

ihn kurzerhand. Aus der Plan des Westernpferdes,<br />

Robby soll Dressurpferd<br />

werden. Auf dem ersten Turnier, sah<br />

er jedoch mehr Geister am Viereck, als<br />

dass er sich konzentrierte. Planen- und<br />

Dual-Aktivierungsarbeit halfen Robbys<br />

Glotzerei zu reduzieren.<br />

36 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Mit einer sehr realistischen Einstellung<br />

steht Nadine dem Thema Pferdekauf<br />

gegenüber. Zwar hätte sie selber auch<br />

gerne ein eigenes Pferd, doch die finanziellen<br />

Mittel lassen dies derzeit nicht<br />

zu. Manch einer würde sagen, dass sie<br />

dann ja auch weniger Eskadron-Zeug<br />

kaufen kann. Unrecht liegt hier wohl<br />

niemand, aber neue Pferdeoutfits kauft<br />

Nadine nur, wenn aktuell das Geld dafür<br />

über ist. Sie möchte ihrem eigenen Pferd<br />

mehr bieten als nur schöne Outfits und<br />

es bringt nichts, wenn im <strong>No</strong>tfall Tierarzt<br />

oder Sattler nicht drin sind. Also<br />

wird gewartet, bis das Gehalt mehr wird<br />

und ein Pferd ohne finanzielle Bedenken<br />

gehalten werden kann. Aktuell ist Nadine<br />

mit ihren beiden Reitbeteiligungen<br />

aber auch mehr als glücklich.<br />

In Nadines Sammlung fehlt ihr bislang<br />

genau ein Teil: Die Petrol-Black Eskadron<br />

Sonderdralon designed by pferdetrends.<br />

Sammlerpreise ist Nadine nur<br />

bedingt bereit zu bezahlen. Für eine<br />

begehrte Schabracke, würde sie auch<br />

den Neupreis zahlen, auch wenn sie gebraucht<br />

ist. 200 € für eine Decke geht<br />

ihr aber zu weit. Das „Schabracken-Zimmer“,<br />

wie Nadines Freunde und ihr<br />

Freund den Pferdekleiderschrank nennen,<br />

findet man ausschließlich Eskadron.<br />

Eines von Nadines weiteren großen Leidenschaften<br />

ist das Voltigieren. Bei der<br />

Voltigiergruppe im Stall trainiert sie<br />

leidenschaftlich gerne mit. An freien<br />

Tagen verbringt sie ihre Freizeit ebenfalls<br />

in der Natur, gemeinsam mit dem<br />

Mischlingsrüden ihrer Eltern Benny.<br />

Lange Spaziergänge gehören dann zum<br />

Ausgleichsprogramm. Sowohl Nadine<br />

selber, als auch ihr Freund haben viel<br />

um die Ohren. Da ist es für beide etwas<br />

Besonderes die ruhigen Abende zuhause<br />

zusammen zu verbringen.<br />

Wünsche hat Nadine uns auch mit auf<br />

den Weg gegeben. Zum einen wünscht<br />

cken sie sich gerne mal schwingen würde,<br />

wenn sie jedes Pferd reiten könnte.<br />

Die Antwort kam ohne groß Nachzudenken:<br />

Unee BB von Jessica von Bredow-Werndl,<br />

wäre das Pferd ihrer Wahl.<br />

sie sich reiterlich erfolgreich zu sein und<br />

das irgendwann auch mit einem eigenen<br />

Pferd. Eine Platzierung in einer A-Dressur<br />

zählt ebenso zu dem Wunsch. Privat<br />

wünscht sie sich für immer glücklich mit<br />

ihrem Freund zusammen zu sein und<br />

nach einem Trauerfall in der Familie in<br />

erster Linie Gesundheit für alle Familienmitglieder.<br />

Auch Nadine haben wir die obligatorische<br />

Frage gestellt, auf welchen Pferdrü-<br />

Um wieder Farbe ins Spiel zu bringen,<br />

haben wir diesmal auch Farina und ihren<br />

Schecken Pepper unter die Lupe<br />

genommen. Farina ist 22 Jahre alt und<br />

wohnt da, wo andere Urlaub machen, an<br />

der <strong>No</strong>rdseeküste in <strong>No</strong>rdenham, welches<br />

nur durch die Weser von Bremerhaven<br />

getrennt ist. Hier ist sie geboren,<br />

aufgewachsen und hier lebt sie auch<br />

heute noch. Nach dem Abitur folgte eine<br />

Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellte<br />

und seither arbeitet sie bei<br />

der AOK. Beruflich hat sie viel mit Menschen<br />

zu tun, was ihr unglaublich Spaß<br />

macht, da sie selber gerne redet und sich<br />

für Gesundheitsfragen interessiert.<br />

Pepper ist ihr gescheckter Begleiter,<br />

richtig heißt er Peppermint’s Friend.<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 37


Dürfen wir vorstellen?<br />

Nach der Ausbildung wollte Farina<br />

wieder ein eigenes Pferd, bereits als sie<br />

zwölf war, war sie stolze Pferdebesitzerin.<br />

Nur kurz nach der Abschlussprüfung<br />

ging es dann auf die Suche nach<br />

dem richtigen Pferd. Kilometer weit<br />

durch Deutschland führte sie die Suche<br />

nach DEM Pferd, vom Hannoveraner<br />

bis zum Tinker war alles dabei. Aber<br />

niemand war wie Pepper. Pepper kennt<br />

Farina nämlich bereits als Zweijährigen,<br />

als er auf die Reitanlage als Schulpferd<br />

kam. Sie hat ihn aufwachsen sehen und<br />

ist ihn im Reitunterricht geritten. Ihr<br />

absolutes Traumpferd. Da ist es naheliegend,<br />

dass bei den hohen Ansprüchen,<br />

kein passenderes Pferd gefunden<br />

werden konnte. Jedes Verkaufspferd<br />

musste sich einem Vergleich mit Pepper<br />

unterziehen und zog den Kürzeren.<br />

Und so kam es, wie es kommen musste<br />

und wie es für alle das Beste war: Pepper<br />

wurde Farinas Pferd. Die Beiden sind<br />

vielseitig unterwegs, Dressur, Springen,<br />

aber auch Zirkuslektionen und Ausritte<br />

stehen auf dem Programm.<br />

Oftmals ist es so, dass jemand der einmal<br />

einen Schrecken besitzt, immer einen<br />

Schecken besitzen möchte. Farinas<br />

erstes Pferd, war ein brauner Oldenburg.<br />

Auf Schecken selber, legt Farina<br />

sich nicht fest, aber ein Faible für besondere<br />

Pferde hat sie. Rappe mit großer<br />

Blesse, Fuchs mit vier weißen Beinen<br />

oder Schecken fallen in Farinas Beuteschema.<br />

Pepper hätte sie aber auch gekauft,<br />

wenn er einfach braun gewesen<br />

wäre. Charakterlich und Reiterlich sollte<br />

es passen, dass ihr Herzenspferd ein<br />

Schecke ist, ist reiner Zufall.<br />

Farina legt Wert auf Markensachen in<br />

Pepper Kleiderschrank, so findet man<br />

hier hauptsächlich Eskadron, gefolgt<br />

von HV Polo und BR. Einzelteile von<br />

Lauria Garrelli, Imperial Riding und<br />

Spooks findet man ebenfalls. <strong>No</strong>Name<br />

gibt es nicht mehr im Kleiderschrank,<br />

aufgrund der mangelnden Qualität ist<br />

vieles rausgeflogen.<br />

Sie liebt es Pepper schick einzukleiden<br />

und freut sich, wenn er hübsch aussieht.<br />

Obwohl er Schecke ist, stehen ihm viele<br />

Farben und entsprechend umfangreich<br />

ist auch sein Kleiderschrank.<br />

Wünschen würde sie sich noch die Grey<br />

und die Blackberry Big Square und Abschwitzdecke<br />

von Eskadron, die drei<br />

Sachen fehlen noch im Kleiderschrank.<br />

Dennoch ist erst mal Sparen angesagt,<br />

Farina wünscht sich zunächst erst mal<br />

braune Lederstiefel. Sammlerpreise<br />

ist sie bereit zu zahlen, aber nur bis zu<br />

einer gewissen Grenze. 300 € würde<br />

sie für eine Schabracke nicht ausgeben,<br />

schließlich ist es ein Gebrauchsgestand,<br />

aber über den Neupreis würde sie<br />

durchaus gehen.<br />

38 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Dürfen wir vorstellen?<br />

Ihre Freizeit neben Pepper verbringt sie<br />

mit ihrer Familie und ihrem Freund. Sie<br />

geht gerne mit ihren beiden Hunden,<br />

der Parson Russel Hündin Malve und<br />

der Spanischen Mischlingshündin Bina<br />

in der Natur spazieren. Farina geht gerne<br />

ins Kino, ist ein richtiger Film- und<br />

Serienfan und geht gerne Essen im Restaurant.<br />

Sie wünscht sich, die Garantie zu haben,<br />

dass alle lieben Menschen, Haustiere<br />

und das Pferd ein langes, gesundes und<br />

glückliches Leben haben werden. Reiterlich<br />

wünscht sie sich mal einen Isländer<br />

im Tölt oder Pass reiten zu dürfen,<br />

gerne einen Mausfalben, wo wir wieder<br />

bei den besonderen Fellfarben wären.<br />

Ein Faible, der sie so schnell wohl nicht<br />

loslassen wird.<br />

Einen kleinen weiteren Wunsch hat sie<br />

auch noch. Sie würde gerne gemeinsam<br />

mit einer Freundin und deren Pferd im<br />

Wald ausreiten gehen und dort durch<br />

Wasser galoppieren. Besagter Wald liegt<br />

etwa eine Stunde Fahrtweg entfernt. Für<br />

viele ein sehr einfacher Wunsch, der<br />

Farina jedoch viel an Überwindung kostet,<br />

da sie ein kleiner Angsthase ist und<br />

sich immer das schlimmste Szenario<br />

ausmalt. Dennoch hat sie sich fest vorgenommen<br />

diesen Wunsch, zeitnah gemeinsam<br />

mit Pepper zu verwirklichen.<br />

Weiterhin wünscht sie sich in der Dressur<br />

und im Springen selber noch weiter<br />

zu entwickeln, zu lernen und ihre Hilfen<br />

zu verfeinern.<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 39


Foto: Robert Monka


Foto: Sandra Schulz<br />

Foto: Lisa-Marie Dorsch


Titel-Story<br />

Eskadron FS 2016 - fehlt noch was?<br />

Bevor wir uns der kleinen, im Mai herausgebrachten,<br />

Zugabe zur Classic<br />

Sports Frühjahr/Sommer 2016 widmen,<br />

lassen wir erst noch einmal die vor kurzem<br />

erschienenen Eskadron Next Generation<br />

Kollektion Revue passieren.<br />

Fester Bestandteil in inzwischen jeder<br />

Next Generation Kollektion sind die<br />

„Big Squares“, „Brillant“ Schabracken<br />

und „Cottons“. Erhältlich in verschiedenen<br />

Farben mit perfekt abgestimmter<br />

Randfarbe und Kordel sind in diesem<br />

Jahr die Dauerrenner unter den Schabracken<br />

wieder erhältlich.<br />

Nach den Sternen greift Eskadron bei<br />

den neuen Schabrackenmodellen. Sterne<br />

sind fester Bestandteil der neuen Kollektion.<br />

Erstmals mit dabei in diesem<br />

Jahr die „Big Star“ Schabracke, welche<br />

in den Farben Navy, Ice, Pink und Anthra<br />

eine große Farbvielfalt bieten. Die<br />

Schabracken „Star-Button“ und „Stars<br />

printed“ runden den Sternenhimmel ab.<br />

Letztere mit komplettem Starprint in<br />

den schlichten harmonierenden Farben<br />

Anthra-White.<br />

Peace, Stars and Harmony. Unter dem<br />

Motto kann man die Eskadron Next<br />

Generation Kollektion wohl zusammenfassen,<br />

die im <strong>April</strong> in die Läden gekommen<br />

ist. Eskadron setzt ganz auf das<br />

Peace-Zeichen und Sterne. Die Farben<br />

Navy, Ice, Pink, Anthra Melange und<br />

White sind wie gewohnt in perfekter<br />

Harmonie zueinander eingesetzt.<br />

Eskadron bleibt im Himmel. Ebenfalls<br />

eine Kollektions-Neuheit ist die Schabracke<br />

„Clouds“, die wie der Name schon<br />

sagt, einer Wolke ähnelt. In der Farbe<br />

Pink-Navy erhältlich sieht sie aus,<br />

als würden kleine Wölkchen durch die<br />

Schabracke schweben. Die Schabracke<br />

„Denim“ setzt farblich Akzente. In den<br />

Farben Navy, Pink und Anthra Melange<br />

erhältlich, zieren die Schabracken ein<br />

großes NG in den Ecken. Zudem haben<br />

sie einen ungewohnt breiten Rand, der<br />

der Cloud Schabracke ähnelt.<br />

Passend zu den friedlichen Sternen ist<br />

in diesem Jahr das Peace Zeichen treuer<br />

Begleiter. Mit den Schabracken „Peace<br />

Allover“ in Navy und „Peace Logo“<br />

in Navy-Pink mit schicken Farbverlauf<br />

greift Eskadron das Thema Peace Zeichen<br />

auf. Seit einigen Kollektionen mit<br />

dabei und auch in diesem Jahr wieder<br />

erhältlich, ist die Schabracke „UK-Style“<br />

in Anthra-White-Pink, die farbliche Akzente<br />

mit einer schlichten Grundfarbe<br />

kombiniert.<br />

44 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Titel-Story<br />

Wie sonst auch sind in jeder Grundfarbe<br />

Bandagen erhältlich. Fliegenmützen<br />

gibt es in zwei Varianten, die gewohnten<br />

schlichten Fliegenmütze, aber auch<br />

Mützen mit Cloud oder Sternen Muster<br />

an den Ohren.<br />

Ein wahrer Hingucker sind die Transportgamaschen<br />

„Stars“ in Anthracite-White,<br />

die voll mit Sternen sind und<br />

zusammen mit der Fleecedecke „Stars“<br />

im gleichen Muster, das neue Transportoutfit<br />

abrunden. Stars und Sternchen<br />

fürs Turnier.<br />

Keine Kollektion ohne Decke. Und so<br />

liefert Eskadron auch diesmal zu nahezu<br />

jeder Schabracke die passende Decke<br />

um das Outfit abzurunden.<br />

Neben den beliebten „Jersey“ Decken<br />

in Navy und Anthracite mit auffälligem<br />

Querstreifen, sind passend zu dem Motto<br />

Peace, Stars and Harmony auch Decken<br />

zu dem Thema dabei. Die „Stretch<br />

Mesh“ Decke in Navy mit auffälligem<br />

Peace-Zeichen in der Ecke, ist mit einem<br />

Farbverlauf von Navy ins Pink<br />

versehen. Wem das noch nicht genug<br />

Peace-Zeichen sind, der wird bei der<br />

Fleece-Abschwitzdecke „Peace Allover“<br />

in Navy fündig. Hier bleibt keine Ecke<br />

frei vom Peace-Zeichen. Wie bereits in<br />

der letzten Next Generation sind auch<br />

diesmal wieder die Fleecedecken „Fade“<br />

mit Farbverläufen erhältlich. Navy bis<br />

Pink oder Anthracite bis Mint, passend<br />

zu den Hauptfarben der Kollektion ist<br />

die Decke mit jeder Schabracke kombinierbar.<br />

Zu guter Letzt gibt es noch<br />

die Fleecedecke „Bigstar“, in Navy mit<br />

auffälligem riesigen Stern mittig auf der<br />

Decke in Pink.<br />

Neben den klassischen drei farbigen<br />

Halftern in Ice-White-Navy, Pink-White-Navy<br />

und Anthra-White -Navy, gibt<br />

es noch ein Halfter in Anthra-White-Navy<br />

im UK-Style auf dem Nasenriemen<br />

und passend zu dem Motto ein Halfter<br />

in Anthra-White mit Sternen und eins in<br />

Navy-Pink mit Peace-Zeichen.<br />

Die passenden Stricke, Putztaschen und<br />

die Bandagentasche runden das komplette<br />

Outfit dann schlussendlich ab.<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 45


Titel-Story<br />

Und als wenn dies nicht schon genug<br />

wäre hat Eskadron übrigens die Entstehung<br />

der Fotos in einem tollen Making-Off<br />

Video festgehalten. Eine wirklich<br />

tolle Idee, der langsam auch andere<br />

Hersteller folgen.<br />

Wer auch seinen Hund modisch passend<br />

zur Eskadron Kollektion eindecken<br />

möchte, auch an den ist gedacht. Neben<br />

dem Hundekissen Stars gibt es auch<br />

ein Hundehalsband mit Leine in Anthra-White<br />

mit Sternen. Wie immer an<br />

alles und jeden gedacht!<br />

Ein absolutes Highlight gibt es wie auch<br />

bei der letzten Classic Kollektion wieder<br />

in Zusammenarbeit mit Magic Tack. 1 zu<br />

1 abgestimmt zur neuen Kollektion gibt<br />

es das Inlay Mint-Weiß-Navy, welches<br />

ein wirkliches Must-Have für all diejenigen<br />

ist, die gerne von Kopf bis Fuß abge-<br />

46 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Titel-Story<br />

So viel als kleine Auffrischung zur Next-<br />

Generation Kollektion FS 2016, damit<br />

wäre normalerweise nun der Sommer<br />

schon abgeschlossen bevor er angefangen<br />

hat, aber nicht mit Eskadron.<br />

Natürlich soll das Outfit nach Möglichkeiten<br />

aus den eigenen Reihen komplettiert<br />

werden, sprich es sollte immer<br />

etwas für den Reiter geben, dass zum<br />

Pferdeoutfit passt und umgekehrt. Wer<br />

aufmerksam war, merkte recht früh,<br />

dass da dann eigentlich noch etwas fehlt,<br />

bzw. die bestehenden Farben höchstens<br />

mit viel Fantasie wirklich passen würde.<br />

So kam es nun dazu, dass noch eine Farbe<br />

nachgereicht wurde.<br />

LEAF GREEN kam Anfang Mai in die<br />

Regale der Händler, wie üblich limitiert.<br />

Allerdings nur in Form von drei Ausrüstungsgegenständen.<br />

Fliegenhaube,<br />

Bandagen und die immer beliebte Big<br />

Square wurde produziert und ab dem<br />

10. Mai über die einschlägigen Händler<br />

verkauft.<br />

Wir hatten schon einwenig früher die<br />

Möglichkeit ein Set zu ergattern und es<br />

mit auf unsere Fotoshootings zu nehmen,<br />

hier also nun noch ein paar Bilder.<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 47


HansePferd 2016<br />

Die HansePferd Messe findet alle zwei<br />

Jahre in Hamburg statt, 2016 war es<br />

wieder so weit. In den Hamburger Messehallen<br />

fand DIE<br />

Pferdemesse <strong>No</strong>rddeutschlands<br />

statt.<br />

In diesem Jahr ist<br />

nicht nur ein deutliches<br />

Besucherplus<br />

zu verbuchen, sondern<br />

mit einem Zuwachs<br />

der vermieteten<br />

Hallenfläche,<br />

war die HansePferd<br />

ausgebucht. Über<br />

50.000 Besucher<br />

traten in diesem<br />

Jahr die Reise zur<br />

Messe an. Aus den unterschiedlichsten<br />

Bundesländern, hauptsächlich Hamburg,<br />

Schleswig-Holstein und Niedersachen,<br />

kamen Pferdebegeistere nach<br />

Hamburg um eine schöne Messe zu erleben,<br />

interessante Vorführungen zu besuchen<br />

und einfach shoppen zu gehen.<br />

Insgesamt präsentieren sich über 450<br />

Aussteller aus 15 Nationen in sieben<br />

Hallen den begeisterten Besuchern.<br />

Auf 47.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche<br />

war für jeden Pferdefreund<br />

etwas dabei. Neben den verschiedenen<br />

Ausstellern, faszinierten zahlreiche<br />

Vorführungen und<br />

die große Gala Show<br />

„Dreams“. In diesem<br />

Jahr gab es neben<br />

einem füllenden<br />

Tagesprogramm in<br />

der Showhalle auch<br />

wieder verschiedene<br />

Ausbildungsringe,<br />

wie der Rassen-Ring<br />

und der Horsemanship-Ring.<br />

Erstmals<br />

dabei ein Extreme<br />

Trail Parcours der<br />

großen Anklang<br />

fand. Die Idee dahinter ist genau so simpel<br />

wie interessant. Dem Pferd soll die<br />

Freiheit und Eigenentscheidung gegeben<br />

werden, Hindernisse zu überwin-<br />

54 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


www.Gabis-Ranch.com<br />

HansePferd 2016<br />

den. Die 1. Europäische Extreme Trail<br />

Association zeigt hier mehrmals täglich<br />

wie das Training über die natürlichen<br />

Hindernisse pferdegerecht stattfinden<br />

kann.<br />

Mit vollen Rängen und über 9.000<br />

Zuschauern faszinierte die Gala-Shop<br />

„Dreams“ an den drei Abenden die Pferdefans.<br />

Wie es zu erwarten war, ist der typische<br />

HansePferd Besucher weiblich, in<br />

Begleitung der Mutter oder der besten<br />

Freundin. Die reitenden Männer findet<br />

man eher in der Westernabteilung.<br />

Wenn Reiter, dann Western.<br />

In diesem Jahr hatten die begeisterten<br />

Käufer es auf eins abgesehen: Gerten!<br />

Alternativ auch gerne den etwas größeren<br />

Bruder, die Peitsche. Fast keine Einkaufstasche<br />

ohne Gerte. Ohne Rücksicht<br />

auf Verluste erkämpfte man sich mit<br />

einer sperrigen Gerte den Weg durch<br />

die Menge. Bereits am frühen Morgen<br />

wurde DIE Gerte gekauft und die ganze<br />

Messe mit sich rum getragen. Ein weiterer<br />

Topartikel und ein absoluter Dauerrenner<br />

sind die obligatorischen Leckerli-Eimer.<br />

An verschiedenen Ständen, in<br />

verschiedenen Formen und Farben wurden<br />

Leckerlis angeboten. Und natürlich<br />

wurden auch Schabracken gekauft, in<br />

jeder erdenklichen Farbe, Form, Größe,<br />

mit Bestickung oder ohne. Kaum<br />

ein Stand ohne Schabracken. Wo man<br />

auch hinblickte, Glitzer und Stickereien<br />

auf Reithosen sind schon ein absolutes<br />

Muss. Schlichte Reithosen? Fehlanzeige!<br />

Glitzer muss sein. Wer es etwas<br />

ausgefallener mag, an den ist natürlich<br />

auch gedacht: Reithosen im Leopardenmuster.<br />

Die passende Schabracke im Leoprint<br />

ist natürlich nicht weit.<br />

Ein klarer Trend ist auch bei den Pferdeanhängern<br />

zu erkennen. Vorbei die Zeit<br />

vom schlichten dunklen Anhänger mit<br />

hellem Dach. Auffällig darf es sein, bunt<br />

darf es sein. Vom quietschgrünen Pferdeanhänger<br />

der Marke Careliner, bis hin<br />

zu den eher schlichten Anhängern der<br />

Marke Böckmann, eins haben sie alle<br />

gemeinsam: Sie sind durchdacht.<br />

Durchdacht ist auch die ganze Messe.<br />

Logisch aufgebaut, ist jede Halle eine<br />

kleine Themenwelt. In der einen Halle<br />

findet man Hänger und Boxen, in der<br />

nächsten alles für den englischen Reiter<br />

und in der anderen Halle wiederrum alles<br />

für den Westernreiter.<br />

Save the Date: Die nächste HansePferd<br />

Hamburg findet in zwei Jahren vom 20.<br />

bis 22. <strong>April</strong> 2018 auf dem Hamburger<br />

Messegelände statt.<br />

Anzeige<br />

Entdecken Sie mit dem Gabi‘s Ranch<br />

Team die Dominikanische Republik in<br />

ihrer vollen Schönheit und das dazu<br />

noch auf dem Rücken eines Pferdes!


...auf den Hund gekommen.<br />

Australian Shepherd<br />

Reitbegleithund - Teil 2<br />

Zwei Monate sind vergangen, seit Bella ihre Ausbildung zum<br />

Reitbegleithund begonnen hat und natürlich seit der letzten<br />

Ausgabe. Zugegebenermaßen zwei anstrengende Monate – sowohl<br />

für mich, als auch für Bella und mein Pferd Cisco. Das<br />

„Gröbste“ haben wir nun gemeistert und das Ergebnis ist ein<br />

(meistens) brav neben dem Pferd laufender Hund, die ersten<br />

Ausritte im Schritt konnten wir bereits ohne größere Zwischenfälle<br />

(Hund jagt Pferd, Pferd tritt mach Hund oder ähnliche<br />

Horror-Szenarien) zu dritt miteinander genießen. Aber –<br />

ich beginne am besten von vorne und erkläre euch, wie wir das<br />

geschafft haben und wie wir trainieren.<br />

Es ist sehr wichtig, dass man den „richtigen“<br />

Zeitpunkt wählt. Und zwar den, an<br />

dem das „Trio“, also Pferd, Mensch und<br />

Hund, geistig und körperlich fähig sind,<br />

Neues zu lernen. Als Beispiel: Ist meine<br />

Hündin gerade läufig, macht es keinen<br />

Sinn, etwas neues zu trainieren, weil sie<br />

anderes im Sinn hat. Das Selbe gilt für<br />

ein Pferd, das lange nicht geritten wurde.<br />

Unser Dreier-Gespann verfügt sozusagen<br />

über „zwei alte Hasen“, also mich,<br />

meinen 12-jährigen Quarter Horse<br />

Wallach Cisco und den Junghund – äh,<br />

Jungspund – meine 10 Monate junge<br />

Australian Shepherd Hündin Bella. Die<br />

geistige Über-Reife hat sie natürlich<br />

noch nicht erreicht, aber sie beginnt<br />

in diesem Alter allmählich, nicht mehr<br />

alles als einziges großes Spiel zu betrachten,<br />

sondern denkt zwischendurch<br />

56 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


...auf den Hund gekommen.<br />

auch mal phasenweise mit. Sprich: Der<br />

Lernerfolg wird sichtbar und dauerhaft.<br />

Dies ist sehr wichtig, besonders in der<br />

Arbeit mit verspielten Tieren wie Hunden.<br />

Dies sind Rahmenbedingungen, die<br />

es einfach zu beachten gilt, wenn man<br />

ein Projekt wie das Trainieren eines<br />

Reitbegleithundes angehen und durchführen<br />

möchte, denn dies funktioniert<br />

leider nicht von heute auf morgen. Ich<br />

habe Bella langsam und bedacht an<br />

Pferde herangeführt, seit sie sechs Monate<br />

alt ist. Je mehr Zeit man sich am<br />

Anfang lässt und je mehr Geduld man<br />

mit sich selbst und seinen Tieren hat,<br />

desto größer wird der Erfolg hinterher<br />

sein.<br />

In der „Gewöhnungsphase“, über die<br />

ich euch in der letzten Ausgabe berichtet<br />

habe, lernen Hund und Pferd sich<br />

kennen und gewöhnen sich an die gegenseitige<br />

Anwesenheit des jeweils anderen.<br />

Gerade bei jungen Hunden sollte<br />

diese Phase besonders ruhig angehen,<br />

damit keine Eifersucht entstehen kann.<br />

Auch ein Pferd kann eifersüchtig sein<br />

und muss daran gewöhnt werden, dass<br />

es zeitweise Frauchen oder Herrchen<br />

„teilen“ muss, und zwar mit diesem, aus<br />

Pferdesicht, zugegebenermaßen wuseligen<br />

Fellknäuel, das einem Wolf ähnelt<br />

und eher unheimlich ist (Fluchtinstinkt)!<br />

Der Hund muss lernen, dass das<br />

Pferd ein Pferd ist und kein zu groß geratener<br />

Hund – und eben nicht spielen<br />

möchte, zumindest nicht so wie das, was<br />

der Hund darunter versteht. Ein Aussie<br />

insbesondere muss lernen, dass man<br />

Pferde nicht in die Hinterläufe beißt<br />

(Hütetrieb).<br />

Hunde kennt und bereits mit Hunden<br />

gearbeitet hat. Im Gegensatz zur Gewöhnungsphase,<br />

in der man so oft wie<br />

möglich versucht, Pferd und Hund zusammen<br />

zu bringen (und wenn’s nur am<br />

Putzplatz ist), um Routine und Selbstverständlichkeit<br />

zu schaffen, reduziert<br />

man die Einheiten in der Beginn-Phase,<br />

um weder Pferd noch Hund zu überfordern.<br />

Die Sache mit dem Hüte- oder Jagdtrieb<br />

muss man natürlich bereits „ohne Pferd“<br />

im Griff haben. Es ist wichtig, dass sich<br />

der Hund „abstellen“ lässt und das Abbruchkommando<br />

sitzt, damit der Hund<br />

sich erst gar nicht angewöhnt, Pferde zu<br />

jagen oder zu hüten – dieses Verhalten<br />

muss von Anfang an unterbunden werden.<br />

Sind die „Teammitglieder“ nun einander<br />

bekannt und „koexisieren“ friedlich<br />

nebeneinander, kann die nächste Phase<br />

angegangen werden: die „Beginn-Phase“.<br />

Beginn deshalb, weil jetzt das eigentliche<br />

Training beginnt. Um nochmal<br />

zu den vorher erwähnten Rahmenbedingungen<br />

zurück zu kommen: Voraussetzung<br />

ist natürlich, dass das Pferd bereits<br />

<strong>No</strong>ch ein Tipp zur „Vorbildung“ des<br />

Hundes: Es ist natürlich Voraussetzung,<br />

dass der Hund eine entsprechende<br />

Grundausbildung besitzt. Fuß gehen,<br />

Abrufen, Sitz, Platz, Bleib und Aus sind<br />

Grundkommandos, die definitiv sitzen<br />

müssen, bevor man sich mit dem Hund<br />

ans Pferd wagt. Man setzt sich ja auch<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 57


...auf den Hund gekommen.<br />

nicht einfach auf ein rohes Pferd.<br />

Das Training beginnt, wie beim Anreiten<br />

eines Pferd auch, selbstverständlich am<br />

Boden, und zwar auf Reitplatz oder in<br />

der Halle. Optimal für das Training mit<br />

Hund ist ein eingezäunter Bereich, aus<br />

dem der Hund nicht „ausbrechen“ kann.<br />

Man führt das Pferd zunächst am Strick<br />

und hält den Hund zunächst an der Leine<br />

„Fuß“ neben sich, auf der Seite, auf<br />

der das Pferd nicht ist, also beispielsweise<br />

Pferd links und Hund rechts. Ich<br />

habe Bella (unabhängig vom Pferd) so<br />

trainiert, dass sie auf beiden Seiten Fuß<br />

gehen kann, also mit und ohne Leine,<br />

und Cisco kann ebenfalls beidseitig geführt<br />

werden. Typisch Westernpferd,<br />

läuft Cisco praktischerweise ein wenig<br />

versetzt hinter mir, was es mir deutlich<br />

einfacher macht, auf den Hund neben<br />

mir zu achten (was wieder beweist: Aussie<br />

und Westernreiten gehört wohl einfach<br />

zusammen). So hat man den Hund<br />

auf angenehmer Höhe neben sich, ohne<br />

dass man Angst haben muss, das Pferd<br />

steigt ihm auf die Pfoten (auch wenn ich<br />

dazwischen stehe, kann ich euch sagen,<br />

habe ich immer Angst, mein Trampel,<br />

also Cisco, steigt meinem Bellchen auf<br />

die Pfötchen). Anfangs erfordert dies,<br />

auch wenn man nur wenige Runden<br />

um den Platz geht, volle Aufmerksamkeit.<br />

Ich habe diese Übung zum ersten<br />

Mal im Round Pen gemacht, was sehr<br />

angenehm war, da der Round Pen rund<br />

ist und demzufolge keine Ecken hat,<br />

die „den Fluss unterbrechen“, wie ich<br />

es nenne. Damit meine ich konkret,<br />

dass man auf der gebogenen Linie bleiben<br />

muss. Ecken bremsen, weil man<br />

sie automatisch ausfüllen bzw. auslaufen<br />

möchte. Dies ist beim Training im<br />

Round Pen aufgrund der Kreisform<br />

nicht möglich und erhält so die Konzentration,<br />

weil man nicht abgelenkt wird.<br />

Die Übung eignet sich besonders für<br />

nach dem Reiten oder zum Aufwärmen,<br />

bevor man mit dem Pferd richtig loslegt.<br />

Ich habe mit drei Runden begonnen<br />

und war auf jede ordentlich gemeisterte<br />

Runde wirklich stolz. Man darf nicht<br />

vergessen, gerade für den Hund erfordert<br />

das enorm viel Konzentration und<br />

Aufmerksamkeit. Denn, dass das Pferd<br />

hinterher (oder nebenher) läuft ist eine<br />

neue Situation, an den der Hund sich<br />

erst gewöhnen muss. Deshalb gilt hier<br />

ganz klar: Weniger ist mehr. Die Zeit<br />

bzw. Übungseinheiten werden schrittweise<br />

gesteigert. Man beginnt mit einer<br />

Runde, hängt am nächsten Tag eine<br />

weitere ran, dann zwei, dann drei und<br />

irgendwann ist man schließlich bei zehn<br />

Runden angekommen, was in etwa fünf<br />

Minuten dauert, je nach Tempo. Der<br />

Hund wird bereits bei einem Durchsatz<br />

von fünf oder sechs Runden (also der<br />

fünfte Trainingstag) beginnen, die Situation<br />

als selbstverständlich zu betrachten<br />

und brav nebenher trotten. Je selbstverständlicher<br />

und „egaler“ dem Hund das<br />

Pferd ist, desto besser. Irgendwann lässt<br />

man die Leine weg und hält den Hund<br />

frei bei Fuß. Nach ca. zwei Wochen,<br />

fleißigem Training, kann man sich<br />

schließlich an den ersten kleinen gemeinsamen<br />

Spaziergang wagen. Als erster<br />

Testlauf empfielt sich beispielsweise<br />

eine kleine Runde um den Stall.<br />

Auch hier gilt: Mühsam ernärt sich das<br />

Eichhörnchen! Der Hund hat gerade<br />

das Gehen neben dem Pferd gefestigt<br />

bzw. Routine entwickelt und wird nun<br />

außerhalb des Round Pens (oder Reitplatz,<br />

Halle, etc) mit neuen Einflüssen<br />

konfrontiert, die es erfordern, dass er<br />

sich trotzdem weiterhin auf das komzentriert,<br />

was er gerade tut oder tun<br />

soll: Nämlich brav Fuß neben seinem<br />

Herrchen oder Frauchen laufen, neben<br />

dem ein Pferd läuft. Bei einem Aussie<br />

beispielsweise kann zu viel (menschlichem)<br />

Ehrgeiz schnell Überforderung<br />

hervorrufen, weshalb er in instinktive<br />

Muster fällt und zu hüten beginnt oder<br />

eben seiner Definition davon: Er würde<br />

im schlimmsten Fall das Pferd in die<br />

58 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


...auf den Hund gekommen.<br />

Hinterläufe beißen oder anbellen. Der<br />

Aussie hat nunmal seinen „Will to please“<br />

(Willen zu gefallen) und möchte am<br />

liebsten alles auf einmal und richtig und<br />

gut machen – dadurch wird er übermütig<br />

und es passieren Fehler. Diese Fehler<br />

erkennt der Hund natürlich nicht als solche,<br />

deshalb sind wir Menschen gefragt.<br />

Wir müssen diese Fehler erkennen und<br />

schon unterbinden, bevor sie passieren.<br />

Ergo: In der Ruhe liegt die Kraft und ein<br />

Schritt folgt auf den anderen.<br />

läuft neben mir Fuß ohne Leine. Ich<br />

lege Bella ins Platz und sie soll bleiben<br />

(Bleib). Anschließend laufe ich die Runde<br />

mit Cisco alleine weiter und Bella soll<br />

so lange an der Stelle liegen bleiben, bis<br />

wir wieder bei ihr sind. Angekommen,<br />

fordere ich sie auf, wieder rechts von mir<br />

Fuß zu laufen und wir gehen die Runde<br />

gemeinsam weiter. Dies wiederhole ich<br />

anfangs etwa drei Mal. Eine Runde ablegen,<br />

eine Runde mitlaufen und welchsle<br />

dabei auch die Richtung und die Seiten,<br />

also dass sowohl Bella als auch Cisco<br />

abwechselnd links oder rechts von mir<br />

laufen. Man kann natürlich auch zwischen<br />

Sitz und Platz abwechseln oder<br />

den Hund in die Mitte setzen.<br />

Wenn das gut funktioniert, wagen wir<br />

uns an den Trab. Bella kennt trabende<br />

im gleichen Tempo nebeneinander über<br />

eine Brücke traben müssen oder Mensch<br />

mit Hund joggen geht: Der Hund muss<br />

sich vollkommen an das vorgegebene<br />

Tempo anpassen und bei Bedarf schneller<br />

oder langsamer laufen oder zwischen<br />

Gangarten wechseln können.<br />

Zurück zu unserer Übung: Der Hund<br />

kennt es also, wenn ein Pferd trabt. Zuerst<br />

trabt man mit dem Hund zusammen.<br />

Anfangs empfielt es sich, sicherheitshalber<br />

die Leine zu benutzen. Die<br />

nächsten Runden macht man es dann<br />

wieder ohne Leine, wechselt die Seite,<br />

legt den Hund ab, trabt eine Runde alleine<br />

und nimmt den Hund wieder mit.<br />

Ich habe meine Runden wieder langsam<br />

gesteigert: Am ersten Tag drei Runden<br />

Trab mit Leine, abgelegt, eine Runde<br />

Schritt ohne Hund, eine Runde Trab<br />

ohne Leine. Am zweiten drei Runden<br />

mit Leine, abgelegt, zwei Runden ohne<br />

Hund (also mit Pferd am Hund vorbei<br />

gelaufen) und so weiter. Hier darf man<br />

ruhig kreativ sein und ein wenig nach<br />

Gefühl herumprobieren. Ich festige zwischendrin<br />

immer wieder „altes“, baue<br />

also immer wieder gezielt Runden im<br />

Schritt an der Leine an, weil Bella das<br />

bereits besonders gut kann und daher<br />

besonders viel Lob bekommt. Motivation<br />

und Abwechslung sind das A und O.<br />

Nach etwa einem Monat lockerem Training<br />

hat man nun bereits erreicht, dass<br />

Spaziergänge mit Hund und Pferd nicht<br />

nur möglich, sondern vor allem entspannt<br />

möglich sind. Aber das Pferd<br />

geht ja nicht nur Schritt, sondern trabt<br />

auch mal oder galoppiert. Den Galopp<br />

gehen wir ganz zum Schluss an, den<br />

Trab in der nächsten Übung.<br />

Wir sind also wieder zu dritt im Round<br />

Pen und laufen eine Runde (Cisco links<br />

und Bella rechts von mir), der Hund<br />

und galoppierende Pferde bereits vom<br />

Zuschauen. Wenn andere Reiter auf<br />

dem Reitplatz waren, habe ich meine<br />

Chancen genutzt und mich zum Zugucken<br />

mit Bella an den Rand gesetzt, um<br />

dem Hund die verschiedenen Gangarten<br />

des Pferdes zu zeigen. Ein Hund „speichert“<br />

sich auch die Bewegungsabläufe<br />

des „Partners“ ab, egal ob das nun<br />

Mensch oder Pferd ist. Ganz deutlich<br />

sichtbar wird das beispielsweise im Horse<br />

and Dog Trail, wenn Hund und Pferd<br />

Klappt das mit dem Liegenbleiben,<br />

dreht man den Spieß um – man lässt<br />

das Pferd frei laufen. Falls kein Round<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 59


...auf den Hund gekommen.<br />

Pen vorhanden ist, kann man das auch<br />

an der Longe probieren. Man legt den<br />

Hund vor sich ab und lässt das Pferd locker<br />

im Kreis traben. Ja, anfangs ist das<br />

etwas schwierig – als Mensch muss man<br />

sich nun wirklich extrem konzentrieren,<br />

damit man nicht auf den hinter oder vor<br />

einem liegenden Hund tritt, vor allem<br />

wenn man das Ganze mit Longe versuchen<br />

möchte. Wer seinem Hund noch<br />

nicht ganz traut: Leine ran und drauf<br />

treten (also auf die Leine).<br />

Diese Übungen kann man nun gezielt<br />

miteinander verknüpfen und immer<br />

wieder wiederholen. Wie auch beim<br />

Reiten klappt Manches erst richtig gut,<br />

wenn man es zig-mal wiederholt hat. So<br />

ist es beim Training mit Hund und Pferd<br />

auch. Darum - nie vergessen: In der<br />

Ruhe liegt die Kraft und der Schlüssel zu<br />

einem erfolgreichen Training.<br />

60 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Mädchenträume werden wahr...<br />

Wer kennt es nicht? Und da ist es völlig<br />

egal, ob man ein eigenes Pferd besitzt,<br />

eine Reitbeteiligung hat oder aber<br />

auf Schulpferden fleißig seine Runden<br />

dreht. Irgendwann träumt jeder davon,<br />

an endlosen weißen Stränden mit wehendem<br />

Haar auf dem Rücken eines<br />

tollen Pferdes den Strand entlang zu galoppieren...<br />

Natürlich geht es mir hier sicher wie<br />

einigen von euch. Ich bin zwar in der<br />

glücklichen Lage ein wahnsinnig tolles<br />

Pferd mein Eigen nennen zu können.<br />

Allerdings wohne ich geographisch gesehen<br />

recht suboptimal, um mit meinem<br />

vierbeinigen Freund, einen kurzen Ausflug<br />

zum Strand zu machen.<br />

Somit bleibt es normalerweise nicht aus,<br />

dass ich bei der Wahl des Urlaubsortes<br />

und der Unterkunft doch leicht verstohlen<br />

ein Auge darauf habe, ob sich in Hotelnähe<br />

Reitmöglichkeiten bieten.<br />

Bei meinen Eltern stoße ich damit auf<br />

regelrechtes Unverständnis, da sie nicht<br />

begreifen können und wollen, dass es<br />

nicht einmal zwei Wochen im Jahr auch<br />

ohne Pferd geht.<br />

Mir geht es allerdings nicht ums Reiten<br />

im Sinne von schweißtreibenden Unterrichtseinheiten,<br />

sondern um das Gefühl<br />

in einer wunderschönen fremden Landschaft<br />

die Freiheit zu genießen und abzuschalten.<br />

Dank meines doch mittlerweile deutlich<br />

fortgeschrittenen Alters (34) haben<br />

meine Eltern, was die Urlaubsplanung<br />

angeht, nichts mehr zu melden... Gott<br />

sei Dank<br />

Mein zukünftiger Mann bringt unglaublich<br />

viel Verständnis für mein Hobby auf<br />

und hat sich sehr gut mit der Tatsache<br />

angefreundet, dass ich im Urlaub ein bis<br />

zwei Tage auf dem Rücken von Pferden<br />

verbringe. Und da er ein sehr experimentierfreudiger<br />

Mensch ist, hat er weit<br />

vor unserem Urlaub begonnen Reitstunden<br />

zu nehmen, um zumindest ein bisschen<br />

sattelfest zu werden.<br />

Nachdem nun also feststand, dass wir<br />

unseren gemeinsamen Jahresurlaub<br />

in der Dominikanischen Republik verbringen<br />

werden, habe ich mir mit Hilfe<br />

der allgemein bekannten Internetsuchmaschinen<br />

alles zum Thema „Reiten in<br />

Punta Cana und Umgebung“ angesehen.<br />

Hierbei bin ich auf mehrere Anbieter gestoßen.<br />

Aufmerksam wurde ich aber auf eine<br />

Ranch, welche gleich mehrere positive<br />

Bewertungen hatte und über die einige<br />

Urlauber kurze Reiseberichte verfasst<br />

hatten.<br />

Gaby’s Ranch in Punta Cana<br />

Die Ranch wird von Gabriele Schummer,<br />

einer deutschen Auswandererin,<br />

geführt.<br />

Die Fotos der Pferde sahen sehr gut aus<br />

und durch Zufall habe ich von einer Bekannten<br />

erfahren, dass eine Freundin<br />

von ihr zur Zeit genau auf dieser Ranch<br />

Work and Travel machte. So kam es,<br />

dass ich mit Gaby per Facebook Kontakt<br />

aufnahm. Super schnell erhielt ich eine<br />

Antwort und auch das Angebot über<br />

WhatsApp zu telefonieren. Die Telefoniererei<br />

über WhatsApp funktionierte<br />

leider nur bedingt, aber wir wurden uns<br />

schnell einig und so buchte ich für mei-<br />

64 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


pferdetrends reist...<br />

nen Partner und mich einen Ritt in die<br />

Berge und einen Strandausritt.<br />

Da ich keine Elfe bin und mein Freund<br />

relativ groß ist, habe ich auch dies mitgeteilt<br />

und Gaby erklärte mir, dass sie<br />

dies prinzipiell abfragt, wenn man von<br />

sich aus nichts sagt, da sie ja die Pferde<br />

passend einteilen muss und sich wenn<br />

nötig auch weitere große Pferde leiht,<br />

sollte dies erforderlich sein.<br />

Dies hat mich sehr zuversichtlich gestimmt.<br />

An unserem vierten Urlaubstag war es<br />

dann soweit. Der Ritt in die Berge stand<br />

an.<br />

Mit kleiner Verzögerung (aber das lag<br />

auch an der deutschen Überpünktlichkeit)<br />

wurden wir von Gaby in ihrem Jeep<br />

abgeholt. Gaby erzählte uns auf dem<br />

Weg zu den Pferden in den Bergen viel<br />

über ihre kleine Ranch und den Tierschutz.<br />

Wie tierlieb und besorgt sie ist,<br />

durften wir dann auch noch unmittelbar<br />

auf dem Weg zur Bergranch erfahren,<br />

als sie auf einem Parkplatz anhielt, um<br />

auf weitere Reitgäste zu warten. Hier<br />

lungerten ein paar Straßenhunde rum,<br />

welche sie mit Futter und frischem Wasser<br />

versorgte und bei einem der Hunde<br />

Wunden desinfizierte.<br />

Gaby selbst hat mittlerweile ca. 20 Straßenhunde<br />

auf ihrer Ranch aufgenommen.<br />

Diese wurden kastriert und werden<br />

tierärztlich versorgt.<br />

Nach kurzer Wartezeit kam der zweite<br />

Jeep mit den beiden deutschen „Work<br />

and Travel-Mädels“ Nicky und Janine.<br />

Diese hatten die noch fehlenden Reitgäste<br />

mit an Bord.<br />

An der Bergstation angekommen, wurden<br />

die Pferde aufgeteilt.<br />

Ich hatte einen wunderschönen, kräftigen<br />

und relativ frisch gelegten Hengst<br />

mit karamellfarbenem Fell und dem<br />

passenden Namen Caramellito, Stockmaß<br />

ca. 1,62 m.<br />

Viele von euch denken jetzt sicher 1,62<br />

Meter ist nicht wirklich groß. Aber die<br />

landestypischen Pferde in der Dominikanischen<br />

Republik sind Criollos oder<br />

Criollo-Mischlinge und daher eher kleiner.<br />

Typisch für Criollos ist ihr liebenswürdiger<br />

Charakter. Sie sind enorm<br />

trittsichere und menschenfreundliche<br />

Partner, da diese Rasse nie überzüchtet<br />

wurde. Dies kann ich uneingeschränkt<br />

unterschreiben. Caramelitto war traumhaft.<br />

Er war flott unterwegs und legte<br />

auch mal einen kleinen Freudenbuckler<br />

ein, welcher aber in meinem gemütlichen<br />

Westernsattel nicht wirklich<br />

schwer zu sitzen war.<br />

Sättel, ja das ist auch so ein Thema<br />

in der Dominikanischen Republik. Es<br />

gibt nahezu nichts zu kaufen und alle<br />

Sättel die Gaby hatte, wurden von ihr<br />

importiert. Die Einheimischen reiten<br />

mit selbstgebauten Sätteln, welche nun<br />

nicht wirklich passend, also nicht rückenschonend<br />

sind. Dies hat zur Folge,<br />

dass die Sattelkammer von Gaby schon<br />

zweimal ausgeraubt wurde.<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 65


pferdetrends reist...<br />

Anfangs hatte ich wirklich Bedenken<br />

die steilen Hänge hinauf und hinunter<br />

zu reiten. An engen, rutschigen Stellen<br />

hätte ich das ein oder andere Mal am<br />

Liebsten dem Drang nachgegeben abzusteigen.<br />

Doch unser einheimischer Guide<br />

Alex, wie auch Nicky und Janine versicherten<br />

uns, dass dies für diese Pferde<br />

gar kein Problem sei.<br />

Gut ich muss zugeben, dass ich von meinem<br />

zu Hause gebliebenen Viereckakrobaten<br />

bezüglich Trittsicherheit nicht<br />

gerade verwöhnt bin, aber diese Hänge<br />

waren wirklich abenteuerlich für mich.<br />

Unsere Gruppe bestand aus vier relativ<br />

sicheren Reiterinnen (zu denen ich mich<br />

jetzt auch mal zähle), meinem Freund<br />

mit etwas Reiterfahrung und einem absoluten<br />

Reitanfänger, welcher von seiner<br />

Freundin zu diesem Ritt überredet<br />

wurde. Begleitet wurden wir von dem<br />

einheimischen Guide Alex und den beiden<br />

Ranchmädels. Hier muss man sagen,<br />

dass die Pferde entsprechend den<br />

Reitkenntnissen und Körpermaßen super<br />

zugeteilt wurden.<br />

Eine der beiden Ranchmädels blieb mit<br />

dem Reitanfänger an den Galoppstrecken,<br />

welche hauptsächlich aus leicht<br />

ansteigenden Berghängen und einem<br />

Bergkamm bestanden, zurück um mit<br />

diesem dann im leichten Sitz ganz gemütlich<br />

hinterher zu traben. Die Pferde<br />

kannten das und es schien den beiden<br />

zurückbleibenden Pferden nichts aus zu<br />

machen, von der davon galoppierenden<br />

Herde zurück gelassen zu werden.<br />

66 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


pferdetrends reist...<br />

Auch dies wäre wieder für mein zu Hause<br />

gebliebenes Pferd völlig unvorstellbar.<br />

Die Landschaft und die Berge waren<br />

beeindruckend. Nicht viele Touristen<br />

sehen das wunderschöne Hinterland<br />

der Dominikanischen Republik. Berge<br />

mit Palmenbewuchs, Bananenplantagen,<br />

Kaffeesträucher und vieles weitere.<br />

Auch ich wäre zu Fuß viel zu faul gewesen<br />

die Berge zu erklimmen, aber die<br />

Aussicht war sensationell. In einem Tal<br />

gab es die Möglichkeit in einem Fluss<br />

mit den Pferden zu baden. Nicht jedes<br />

Pferd war eine Wasserratte, aber meiner<br />

konnte nicht genug bekommen. Natürlich<br />

wurde vorher abgesattelt und ich<br />

schälte mich aus der leicht schweißklebenden<br />

Reithose und schlüpfte in meinen<br />

Bikini. Das Wasser war erfrischend,<br />

leider etwas trüb durch die starken Regenfälle<br />

kurz vor unserer Ankunft im<br />

Urlaubsparadies. Caramelitto schwamm<br />

mit mir auf seinem Rücken durch den<br />

Fluss und dies war ein wahnsinnig tolles<br />

Gefühl.<br />

Unser Ritt dauerte insgesamt fünf Stunden,<br />

wobei wir nach ca. drei Stunden<br />

eine kurze Rast bei einer einheimischen<br />

Familie machten, welche extra für uns<br />

selbstgemachten Eistee und eine gebackene<br />

landestypische Spezialität (eine<br />

Art Kokosbrot) zur Stärkung bereit hielt.<br />

Die Pferde wurden einfach freigelassen<br />

und begannen zu grasen. Davon gelaufen<br />

ist keines. Ich denke sie waren scharf<br />

auf die Reste des Kokosbrotes.<br />

Auf dem Rückweg hielten wir noch an<br />

einer verlassenen Ranch, wo Gaby Hundebabys<br />

untergebracht hat, welche sie<br />

von der Straße gerettet hatte. Die Pferde<br />

wurden getränkt und die Welpen haben<br />

uns niedergeschmust. Zurück zur Basis<br />

waren es dann nur noch ca. 30 Minuten.<br />

Wir verabschiedeten uns von unseren<br />

tollen, konditionsstarken Pferden und<br />

gaben Alex und den Ranchmädels noch<br />

ein Trinkgeld, bevor wir wieder von<br />

Gaby in ihrem Jeep zurück in unsere<br />

Hotelanlage gebracht wurden.<br />

Nun standen erstmal zwei Strandtage<br />

zur Erholung auf dem Programm bevor<br />

wir dann zum eigentlichen Highlight,<br />

dem Strandtagesausflug aufbrachen.<br />

Wieder wurden wir von Gaby abgeholt<br />

und sammelten unterwegs noch weitere<br />

Reitgäste ein. Eine nette Engländerin,<br />

welche auch schon Tage zuvor den Bergritt<br />

mitgeritten war, war auch wieder<br />

mit von der Partie. Wir waren eine sehr<br />

nette und lustige Truppe: acht Reiter davon<br />

drei Anfänger. Begleitet wurden wir<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 67


pferdetrends reist...<br />

wieder von Alex, Nicky und Janine. Auf<br />

Grund einer Pilzerkrankung, welche<br />

bei zweien von Gabys Pferden leider in<br />

der Sattellage war, wurden diese Pferde<br />

geschont und Gaby lieh sich von einem<br />

einheimischen Bekannten drei Pferde.<br />

Pilz ist bei dem wirklich sehr schwülen,<br />

oft drückenden Wetter in der Dominikanischen<br />

Republik etwas mit dem<br />

man immer wieder zu kämpfen hat. Wie<br />

uns Gaby mitteilte, hatte sie schon die<br />

am besten genährten und gepflegtesten<br />

Pferde des Bekannten ausgesucht. Aber<br />

man konnte schon bei einem kurzen<br />

Blick feststellen, welche Pferde Gaby<br />

gehörten und welche die drei geborgten<br />

waren. Die Pferde am Strand sind allesamt<br />

schlanker als die in den Bergen.<br />

Dies liegt unter anderem am saftigen<br />

Weideland, welches in den Bergen zur<br />

Verfügung steht und in der Küstenregion<br />

so gut wie nicht vorhanden ist. Es<br />

muss massiv zu gefüttert werden. Gaby<br />

tut dies. Die Einheimischen leider nicht.<br />

Wir machten uns auf den Weg. Vorbei<br />

an Hütten von Einheimischen, Wäscheleinen,<br />

frei laufenden Hühnern in<br />

Richtung Strand. Auch hier wurden die<br />

Reiter wieder in zwei Gruppen geteilt.<br />

Ein Teil, der am Strand galoppieren<br />

wollte und andere, die lieber etwas gemütlicher<br />

unterwegs sein wollten. Nach<br />

einem ersten gemeinsamen Trab am<br />

weißen Strand bei herrlichem Wetter<br />

gab Alex das Kommando zum Galopp.<br />

Wir galoppierten zu fünft am Strand<br />

entlang, als ich plötzlich merkte, dass<br />

sich mein Steigbügel auf der rechten<br />

Seite komplett verabschiedet hatte. Ich<br />

setzte mich tief in den Sattel, gab Alex<br />

ein Zeichen, damit die Gruppe durchparierte<br />

und erklärte meine missliche<br />

Lage. Hier muss man sagen, dass das<br />

Equipment bei diesen klimatischen<br />

Bedingungen und beim Galopp an der<br />

Gischt des Meeres entlang, wo es viel<br />

mit Salzwasser in Berührung kommt,<br />

stark beansprucht wird. Ohne Bügel<br />

weitere drei Stunden reiten, mochte<br />

ich nicht wirklich, vor allem, da ich bei<br />

dem Tempo im Galopp am Strand doch<br />

gerne einen Bügel gehabt hätte. Unser<br />

absolut sattelfester Guide Alex hätte<br />

umgehend mit mir getauscht, doch für<br />

das kleine recht zierliche Tier welches<br />

er ritt, fühlte ich mich zu schwer. Somit<br />

machten wir etwas früher Pause. Alex<br />

schwang sich auf mein Pferd und brachte<br />

es zurück zur Station während wir die<br />

mitgebrachten Sandwiches verspeisten<br />

und die gekühlten Getränke schlürften.<br />

Wir mussten nicht lange auf ihn warten,<br />

dann stand er mit dem eigentlichen<br />

Privatpferd von Gabys Lebensgefährten<br />

wieder da. Ich hatte also Glück im Unglück.<br />

Das neue Pferd war ebenfalls super<br />

und kam fast an Caramelitto von der<br />

Bergtour heran. Nun konnten alle, die<br />

wollten, mit den Pferden im Meer plan-<br />

68 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


pferdetrends reist...<br />

schen. Im Meer war es nicht ganz so erfrischend,<br />

wie Tage zuvor im Fluss, aber<br />

dennoch schön. Wir sattelten wieder die<br />

Pferde und ritten weiter.<br />

Es ist unbeschreiblich in dieser Umgebung<br />

zu reiten. Wir haben viel gelacht<br />

und sogar gesungen. An schönen Stellen,<br />

an denen keine Steine und Felsen<br />

im Sand versteckt waren, haben wir die<br />

Zügel lang gelassen und sind galoppiert,<br />

sehr zügig und schnell, aber immer kontrolliert.<br />

Sogar zwei der Anfänger haben<br />

sich den letzten Galopp nicht nehmen<br />

lassen und ihre Sache auf diesen unglaublich<br />

braven Pferden toll gemeistert.<br />

Auch von meinem Freund und mir<br />

gibt es nun ein, ich würde mal sagen<br />

leicht kitschiges Video auf dem wir nebeneinander<br />

mit fliegenden Haaren und<br />

strahlenden Gesichtern am Strand entlang<br />

galoppieren.<br />

Also solltet ihr mal Urlaub in der Dominikanischen<br />

Republik planen und<br />

einen tollen Strand oder Bergritt genießen<br />

wollen, oder gar einen Trailritt über<br />

mehrere Tage planen, dann meldet euch<br />

doch bei Gaby.<br />

Auch gibt es die Möglichkeit zu Work<br />

and Travel bei Gaby auf der Ranch.<br />

Hierzu solltest du gut reiten können,<br />

deutsch, englisch und optimal auch<br />

noch spanisch sprechen können, Volljährig<br />

sein, einen PKW Führerschein besitzen,<br />

keine körperliche Arbeit scheuen<br />

und selbstständiges Arbeiten sollte<br />

ebenfalls kein Fremdwort für dich sein.<br />

Weitere Infos gibt es direkt von Gaby.<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 69


Gewinnspiel<br />

Ein Gewinnspiel darf auch im pfe<br />

ZAFIR - DER SCHWARZE HENGST<br />

ab 13.05.2016 auf DVD<br />

Endlich auf DVD! Das preisgekrönte Pferdedrama<br />

wurde mehrfach erfolgreich auf<br />

KiKA ausgestrahlt und ist nun nach langem<br />

Warten für alle Fans erhältlich. Seitdem<br />

ihre Schwester bei einem tragischen Reitunfall<br />

mit dem Pferd Zafir gestorben ist, haben<br />

Annas Eltern ihr verboten, auf dem Tier zu<br />

reiten, das sie so sehr liebt. Doch mit dem<br />

Auftauchen von Flüchtlingskind Sharbat in<br />

der Reitschule verändert sich alles. Sowohl<br />

für die Kinder als auch für Zafir beginnt ein<br />

großes Abenteuer.<br />

Pünktlich zum Verkaufsstart verlosen wir<br />

zwei Mal je eine DVD des Films. Schickt uns<br />

einfach eine Email oder Postkarte und gebt<br />

uns die Antwort auf folgende Frage:<br />

Wie hieß Annas verstorbene Schwester?<br />

Regie: Malene Vilstrup<br />

Mit:<br />

Rose Marie Hermannsen, Katrine Schnoor,<br />

Henrik Lykkegaard<br />

Originaltitel: ZAFIR<br />

Land: Dänemark<br />

Jahr: 2003<br />

Genre: Familie / Kinder, Abenteuer<br />

Laufzeit: 71 Min.<br />

Sprachfassung: DtF<br />

Format: DVD<br />

DVD-Start: 13.05.2016<br />

FSK:<br />

o.A.<br />

Wie hieß Annas verstorbene Schwester?<br />

Ihr habt die richtige Lösung?<br />

Dann sendet uns eine E-Mail an: gewinnspiel@pferdetrends.com<br />

oder eine Postkarte an: pferdetrends, Lange Str. 34, 27313 Dörverden<br />

Bitte gebt das Lösungswort, euren Namen, eure Adresse und E-Mail Adresse an.<br />

70 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


detrendsMagazin nicht fehlen!<br />

Aus allen Einsendungen werden per Los zwei Gewinner ermittelt. Teilnehmen lohnt sich!<br />

Einsendeschluss ist der 31.05.2016<br />

Alle nachfolgenden Einsendungen werden nicht berücksichtigt.<br />

Eine Barauszahlung des Preises ist ausgeschlossen. Der/Die Gewinner/in wird per E-Mail von<br />

uns benachrichtigt. Meldet sich der/die Gewinner/in nicht binnen 2 Wochen auf die Gewinnmitteilung,<br />

verfällt der Gewinn ersatzlos. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 71


pferdetrends testet...<br />

MONETTO<br />

MORE<br />

THAN<br />

JEWELRY<br />

Nachdem wir im letzten pferdetrends-<br />

Magazin berichtet haben, wollten wir es<br />

noch genauer wissen und haben ein Set<br />

gründlich unter die Lupe genommen.<br />

Wir haben eine Schabracke und eine<br />

Fliegenhaube getestet, bzw. Nina hat<br />

es stellvertretend für das ganze pferdetrends<br />

Team übernommen:<br />

Eigentlich dachte ich, dass ich mich mit<br />

allen Schabracken die es auf dem Markt<br />

gibt gut auskenne, aber falsch gedacht,<br />

man lernt nie aus. Ich stieß auf das System<br />

von Monetto. Wie der Slogan schon<br />

passend sagt „ more than jewelry“. Die<br />

Idee von Monetto ist ausgesprochen<br />

gut. Das System basiert auf einer Basic-Schabracke<br />

mit austauschbarem<br />

Schmuckelement. Bei der Basic- Schabracke<br />

stehen die Formen „Dressur“ und<br />

„Vielseitigkeit“ jeweils in „schwarz“,<br />

„weiß“, „navy“ und „grau“ zur Auswahl.<br />

Passend zur Schabracke gibt es auch die<br />

Fliegenhaube Basic in allen vier Farben.<br />

Als Highlight hat sich das Team von<br />

Monetto etwas ganz besonderes ausgedacht,<br />

denn man kann sowohl an<br />

den Rand der Schabracke, als auch der<br />

Fliegenhaube eine Schmuckkette anbringen.<br />

Diese gibt es in unterschiedlichenen<br />

Farben und Ausführungen,<br />

wahlweise mit verschiedenen Perlen<br />

und/ oder Strassringen. Durch jeweils<br />

einen Haken am Anfang und am Ende<br />

der Schmuckkette kann man diese ganz<br />

einfach an der Schabracke und an der<br />

Fliegenhaube anbringen. Damit die<br />

Schmuckkette nicht verrutschen kann,<br />

ist an dem Rand der Schabracke und<br />

der Fliegenhaube ein Magnetstreifen<br />

eingearbeitet. Auf den ersten Blick habe<br />

ich diesen nicht gemerkt. Erst als ich<br />

die Schmuckkette das erste Mal angelegen<br />

wollte, habe ich gespürt, dass sich<br />

Schabracke und Kette gegenseitig anziehen.<br />

So sind optimaler Halt und perfekte<br />

Lage in jeder Situation gewährleistet.<br />

Zusätzlich zu dem Magnetstreifen ist es<br />

möglich, die Kette mittig mit einem weiteren,<br />

kleinen Haken zu fixieren, sodass<br />

nichts verrutschen kann.<br />

Ich war sehr gespannt auf das Paket, da<br />

ich noch keine Schabracke dieser Firma<br />

vorher in der Hand halten konnte. Gerade<br />

die Qualität und die Funktionsweise<br />

haben mich neugierig gemacht. Und ich<br />

wurde nicht enttäuscht. Die Schabracke<br />

weist eine sehr hohe Qualität auf,<br />

alle Nähte sind sauber gearbeitet und<br />

sie liegt sehr schön unter dem Sattel.<br />

Ebenso ist die Fliegenhaube schön verarbeitet<br />

und liegt gut am Pferdekopf an.<br />

Auch die Schmuckketten konnten mich<br />

positiv überraschen. Die Perlen haben<br />

eine sehr schöne Optik und lassen sich<br />

einfach an der Schabracke und an der<br />

Fliegenhaube anbringen. Beim Reiten<br />

hält alles einwandfrei und verrutscht<br />

durch die Magneten und die Ösen in keiner<br />

Lebenslage. So braucht man keine<br />

Angst haben, dass die Schmuckstreifen<br />

verrutschen oder sogar abfallen. Sie sitzen<br />

bombenfest an der Schabracke und<br />

auch an der Fliegenhaube. Ein positiver<br />

Nebeneffekt ist auch, dass die Fliegenhaube<br />

durch die Schmuckkette nicht<br />

<strong>pferdetrendsMagazin</strong> / 73


pferdetrends testet...<br />

mehr hochfliegt und umklappt, sondern<br />

auch im Galopp am Pferdekopf anliegt.<br />

Besonders gefällt mir an dieser Schabracke<br />

die schöne, schlichte Steppung ,<br />

bei der die Schmuckkette das absolute<br />

Highlight setzt.<br />

Auch nach längerer Benutzung, behalten<br />

Schabracke und Fliegenmütze ihre<br />

Form und sitzen weiterhin optimal am<br />

Pferd. Außerdem trocknet sie nach dem<br />

Reiten schnell. Bei Verschmutzungen<br />

und Schweißrückständen können sowohl<br />

die Schabracke, wie auch die Fliegenhaube<br />

bei 30° in die Waschmaschine,<br />

natürlich ohne Schmuckketten.<br />

Die Produkte von Monetto sind ein echter<br />

Hingucker und die Schmuckkette<br />

macht sich nicht nur am Pferd toll, sondern<br />

ist auch am Handgelenk des Reiters<br />

eine gute Wahl.<br />

Eure Nina<br />

74 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong>


Neulich habe ich mal wieder ein Turnier<br />

besucht und mir eine Zeitspringprüfung<br />

der Klasse L gegönnt. Ich weiß ja nicht,<br />

ob es vielleicht an dem Tag, dem Turnier<br />

oder der Prüfung lag, aber was ich da zu<br />

sehen bekam, war schon erste Sahne.<br />

Es begann schon auf dem Abreiteplatz.<br />

Nein Stopp, eigentlich begann es alles<br />

schon auf dem Anhängerplatz. Die edeln<br />

Schlachtrösser wurden gesattelt und für<br />

die Prüfung bereit gemacht. Einflechten<br />

muss man ja zum Glück nicht, es ist ja eh<br />

nur ein Zeitspringen. Gamaschen und<br />

Sattel werden auch nur fürs Stilspringen<br />

geputzt. Obwohl, das wird ja auch<br />

eigentlich gar nicht geritten, weil die<br />

Richter eh alle blind sind und der hervorragende<br />

Ritt sowieso nicht gewürdigt<br />

wird. (Wieso, nur drei Mal zu dicht und<br />

zwei Mal hinter der Bewegung, ne 7er<br />

<strong>No</strong>te muss da ja wohl locker drin sein!)<br />

Die gehen schließlich ohnehin immer<br />

nach den Namen und dem Gesicht. Also<br />

wird halt nur Zeit geritten, fertig aus.<br />

Auf dem Abreiteplatz wird dann eine<br />

Runde Pass geritten am kurzen Zügel<br />

und dabei noch kurz das Handy gezückt.<br />

Machen die Großen schließlich auch so.<br />

Dann zwei Runden Trab und los über<br />

die ersten Sprünge. Mit durchgedrücktem<br />

Rücken und in bester Hirschmanier<br />

sind dann die ersten 20 Kreuze mehr<br />

recht als schlecht überwunden. Locker<br />

ist der Bock aber immer noch nicht. Komisch.<br />

Hat heute wohl einen schlechten<br />

Tag. Naja, wenn es höher wird, passt<br />

er schon auf. Dreimal in einem Affenzahn<br />

(ist ja schließlich `nen Zeitspringen)<br />

schlecht vor den Oxer gekommen,<br />

dreimal springt das liebe Pferd, dreimal<br />

kann sich der Reiter nur gerade so (am<br />

Zügel fest-) halten. Ich denke mir im<br />

Stillen, dass das doch gar nichts werden<br />

kann... Gespannt Wechsel ich zum Prüfungsplatz<br />

und beobachte gerade noch,<br />

wie ein Pferd in der letzten Kurve auf<br />

dem matschigen Rasenplatz ausrutscht,<br />

sich fängt und am letzten, darauf folgenden<br />

Sprung die obere Stange runterreißt.<br />

Das gibt einen saftigen Tritt in die<br />

Rippen und einen Klatsch auf den Hintern.<br />

Hätte der blöde Bock jetzt nicht<br />

mal aufpassen können?!<br />

Kandidat „ich mache das heute wie ein<br />

ganz Großer“ reitet ein. Nach einem<br />

hektischen Grüßen im Tralopp wird<br />

begonnen. In einem irren Tempo steuert<br />

der Pilot seinen treuen Partner auf<br />

die Sprünge zu. Sprung fünf ist für das<br />

Pferd eigentlich unmöglich fehlerfrei<br />

zu überwinden, aber er schafft es. Die<br />

Kombination wird mit einem statt zwei<br />

Galoppsprüngen genommen, was den<br />

Reiter kurz auf den Hals katapultiert.<br />

Das liebe Pferd macht den Kopf hoch,<br />

sodass der Reiter wieder in den Sattel<br />

rutscht. Einen Bügel verloren klammert<br />

er sich am Hals seines Pferdes fest und<br />

steuert auf den letzten Steilsprung zu.<br />

Ich schließe die Augen und halte die<br />

Luft an.<br />

Als ich die Augen wieder öffne, sehe ich,<br />

dass tatsächlich alles liegen geblieben<br />

ist. Die Zeit war gut, aber nicht die Beste.<br />

Es ist mir ein Rätsel, wie es jemanden<br />

geben kann, der noch schneller war als<br />

unser Kandidat hier.<br />

Der Reiter reitet mit knallrotem Kopf<br />

und anstehenden Zügeln im Trab raus.<br />

Loben? Fehlanzeige. Ich höre noch, wie<br />

er zu einem befreundeten Reiter sagt,<br />

dass das Pferd wohl nichts taugt und er<br />

sich nun wirklich nach etwas anderem<br />

umsehen muss, dass seinen Ansprüchen<br />

auch genügt.<br />

Ich verlasse das Turniergelände und<br />

gehe am Anhänger des besagten Pferdes<br />

vorbei. Das Pferd steht artig auf dem<br />

Transporter, die Schweißränder des Sattels<br />

sind noch zu sehen. Heu gibt‘s heute<br />

nicht, er hat schließlich nicht gewonnen.<br />

Der Reiter steht schon an der Bierbude.<br />

Während ich gehe denke ich mir, dass<br />

viele Nichtreiter wohl Recht haben mit<br />

der Behauptung, dass Reiter arrogant<br />

seinen. Auch wünsche ich mir, dass besagter<br />

Reiter sein Pferd schnell verkauft.<br />

Das wohl bravste und liebste Pferd mit<br />

dem deutlich untalentiertesten Reiter<br />

hat wirklich etwas Besseres verdient.<br />

Eure Jule<br />

76 / <strong>pferdetrendsMagazin</strong><br />

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