17.05.2016 Aufrufe

Digitalisierung | w.news 05.2016

05.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Digitalisierung • Kind + Beruf • Advertorial B4B Themenmagazin

05.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Digitalisierung • Kind + Beruf • Advertorial B4B Themenmagazin

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WIRTSCHAFTSMAGAZIN DER IHK HEILBRONN-FRANKEN


Wir entwickeln

die Zukunft

Würth Elektronik eiSos ist einer der führenden Hersteller von elektronischen und elektromechanischen

Bauelementen für die Elektronikindustrie. Erfolg und Höchstleistungen sind nur möglich, wenn ein

starkes Team ein gemeinsames Ziel verfolgt. Im Formel E Rennteam von Abt Sportsline haben wir den

perfekten Technologiepartner gefunden.

www.wir-entwickeln-die-zukunft.de


S TA N D P U N K T

ALARMSTUFE ROT

Liebes IHK-Mitglied,

nicht nur in der Biologie, auch in der

Wirtschaft gilt: Wer es nicht schafft, sich

veränderten Rahmenbedingungen anzupassen,

verliert. In ganz besonderem Maße

gilt dies auch im Zusammenhang mit der

Digitalisierung. Und im Gegensatz zum

biologischen Vorbild findet dieser Selektionsprozess

in einer atemberaubenden

Geschwindigkeit statt.

Wirtschaftsmagazin

der IHK

Heilbronn-Franken

www.ihk-wnews.de

HERAUSGEBER

IHK Heilbronn-Franken

Postfach 2209

74012 Heilbronn

Ferdinand-Braun-Str. 20

74074 Heilbronn

Telefon 07131 9677-0

Telefax 07131 9677-199

www.heilbronn.ihk.de

TITELBILD

adextra Werbeagentur GmbH

In punkto digitaler Leistungsfähigkeit

– insbesondere was die digitale Infrastruktur

anbelangt – stehen beispielsweise

Länder wie Estland, Schweden und

die Niederlande sehr gut da, das heißt

ihr Dasein scheint gesichert. Schaut man

dagegen nach Deutschland, so müsste die

Bundesrepublik in Sachen digitaler Infrastruktur

wohl eher auf der roten Liste

der vom Aussterben gefährdeten Arten

stehen. Denn die Situation ist alarmierend

– gerade auch in Heilbronn-Franken. Von

einer flächendeckenden und leistungs -

fähigen Internetanbindung sind wir in der

Region noch einige „Evolutionsschritte“

entfernt (siehe Seite 16).

Selbst die von der Landespolitik bisher

angedachte Zielmarke einer flächendeckenden

Breitbandversorgung im 50-Megabit-

Bereich ist noch lange nicht in Sicht und

greift darüber hinaus schon heute viel

zu kurz. Was wir dringend brauchen, ist

eine flächendeckende Internetanbindung

im Gigabit-Bereich. So wie Autofahren

IHK-Präsident Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach und IHK-

Hauptgeschäftsführerin Elke Döring.

ohne Straßen nicht denkbar ist, so wird

auch Wirtschaft 4.0 ohne gut ausgebaute

Daten autobahnen nicht möglich sein.

Kreative Unternehmen, Erfindergeist

und innovative Lösungen haben Deutschland

und ganz besonders unsere Region

stark gemacht (siehe Seite 20 ff). Damit

dies auch so bleibt, benötigen wir eine

für die Zukunft gerüstete, leistungsfähige

digitale Infrastruktur – nicht erst morgen,

sondern heute. Denn es besteht kein Zweifel

– unsere Zukunft ist digital.

Ihre

Ihr

MAI 2016 w.news

3


I N H A LT

IHK + REGION

6 Individualität ist Standard

– Signal Reklame in

Schwäbisch Hall

10 Frühjahrsempfang 2016

12 Forschungsprojekte

ausgezeichnet

14 Nachfolge –

die Zukunft veredeln

TITEL

DIGITALISIERUNG

16 Breitband in der

Schmalspur

20 Digitalisierung als sanfte

Transformation

24 Für die Zukunft gerüstet

26 Die digitale Wolke

28 Bezahlen 4.0 –

Mobile Payment

16 DIGITALISIERUNG 54 CASA DEL GRANO

© Müller/Sommerfeld

38 ITALIEN

GELD + MÄRKTE

32 Argentinien –

mehr als nur Tango

36 Brexit oder nicht Brexit?

38 Italien – Chancen

und Potenziale

39 Förderangebote

stark gefragt

DOSSIER

KIND + BERUF

40 Familie und Beruf

„Made in Germany“

44 Kinder, Kohle und Karriere

WIRTSCHAFTSJUNIOREN

50 Neuer Vorstand des

WJ-Förderkreises

50 Tradition trifft Innovation

51 Betriebsbesichtigung

bei Karl Bögner

40 KIND + BERUF

4 w.news MAI 2016


10 FRÜHJAHRSEMPFANG 2016

© Marco Saracco – Fotolia.com

SERVICE + INFO

52 Serie: Hochwasser Teil 1

53 Heilbronner Strategie &

Controlling Kongress

54 Genießen in der Region –

zu Gast im Casa del

Grano in Öhringen

57 Landesinnovationspreis

2016

RECHT + RAT

58 Aktuelle Rechtsprechung

FIRMEN + LEUTE

64 Meldungen aus

den Unternehmen

RUBRIKEN

30 Newsticker „Neues aus

Berlin und Brüssel“

30 IHK-Veranstaltungen

48 Statistik: Wirtschaftszahlen

56 Seminare – IHK-Zentrum

für Weiterbildung

56 Börsen

60 IHK-Bekanntmachung

74 Made in Heilbronn-Franken

74 Kultur-Tipps

74 Impressum

B4B THEMENMAGAZIN

HEILBRONN-FRANKEN

3 Logistik, Kran- & Hebetechnik

7 TOP-Websites der Region

8 Wirtschaftsstandort

Heilbronn

9 Steuer-Tipp

11 Termine & Kleinanzeigen

12 Regional verwurzelt –

in der Welt zuhause

I N D E X

AFRISO, Güglingen...........................70

AIM, Heilbronn ................................74

ANSMANN, ABSTATT.........................65

ARNOLD UMFORMTECHNIK,

Forchtenberg...................................12

ASAPCOM, Heilbronn.......................27

AS-SCHNEIDER, Heilbronn...............68

AUTOHAUS METZGER, Widdern........50

AZO, Neckarsulm.............................70

BADEN-WÜRTTEMBERGISCHE

BANK..............................................50

BECHTLE, Neckarsulm .....................65

BERBERICH, Heilbronn ....................65

BERNER, Künzelsau.........................70

BGF, Beilstein..................................73

BINDER, Neckarsulm.......................65

BÖGNER, Kupferzell.........................51

BRUNEL, Heilbronn..........................70

BÜRKERT, Ingelfingen ......................65

CASA DEL GRANO, Öhringen............54

CIROSEC, Heilbronn.........................21

DEKO & DESIGN, Weinsberg............68

DIEFFENBACHER, Eppingen.............64

EBM-PAPST, Mulfingen.....................69

ELABO, Crailsheim...........................21

ESKON, Neckarsulm........................14

FREILICHTSPIELE,

Schwäbisch Hall .............................71

GALERIA-KAUFHOF, Heilbronn..........50

HEILBRONNER STIMME,

Heilbronn........................................50

HIRSCHMANN LABORGERÄTE,

Eberstadt ........................................12

HOCHSCHULE, Heilbronn ..........13|70

HORNSCHUCH, Weissbach...............69

HÜTTER-REISEN, Öhringen...............50

HYUNDAI, Heilbronn.........................66

INDECA, Heilbronn...........................50

ITEK, Schwäbisch Hall.....................25

KLAFS, Schwäbisch Hall............13|72

KW AUTOMOTIVE, Fichtenberg..........70

LAGA, Öhringen...............................66

LAUDA, Lauda-Königshofen.............65

LEHANKA, Fichtenau .......................64

MARBACH, Heilbronn ......................69

MARBET, Künzelsau.........................64

MBG ...............................................56

PACKAGING VALLEY,

Schwäbisch Hall..............................24

PAKT ZUKUNFT, Heilbronn................74

PALUX, Bad Mergentheim ................73

RADIO TON, Heilbronn .....................65

REGIONALVERBAND

HEILBRONN-FRANKEN.....................74

RÜDINGER, Krautheim.....................72

SCHUNK, Lauffen ............................67

SIGNAL REKLAME,

Schwäbisch Hall ................................6

SLK-Kliniken, Heilbronn...................12

SYSTEMAIR, Boxberg .......................68

TECNARO, Ilsfeld..............................66

UNILEVER, Heilbronn.......................53

VOLLERT, Weinsberg.........................72

WINAICO, Creglingen........................72

WOERNER, Leingarten......................66

WÜRTH, Künzelsau................8|53|56

WÜRTH INDUSTRIE,

Bad Mergentheim ............................21

WÜRTH IT, Bad Mergentheim............66

XENIOS, Heilbronn...........................12

ZIEHL-ABEGG SE, Künzelsau............66

Ihre Bezugsadresse hat sich geändert?

E-Mail an: pr@heilbronn.ihk.de


I H K + R E G I O N

INDIVIDUALITÄT

IST STANDARD

Schreiendes Pink oder majestätisches Gold? Matt

oder glänzend, verchromt und am liebsten mit einem

ausgefallenen Design? Ob Stuhl, Auto oder Wer be -

artikel: Individualisierte Produkte sind gefragter

denn je. Signal Reklame aus Schwäbisch Hall stattet

Firmen mit Werbeartikeln aus, liefert die Ideen und

realisiert das Design.

VO N K AT H A R I N A M Ü L L E R

Der neue Porsche 911 Turbo mit Folie von Signal Reklame:

Der „Patina-Look“ imitiert Verwitterung und Rostflecken.


© fleetpool.de / Richard Lutz / Werbeagentur Friedmann


Markus Schäffler, Geschäftsführender Gesellschafter (rechts) und Sebastian Kreuzer, Leiter

Vertrieb auf den selbst designten und beklebten Stühlen der Signal Reklame GmbH.

Grüne, dicht bewachsene Wälder,

feuerspeiende japanische

Drachen oder schwedische

Landschaften. In der Fahrzeughalle

der Signal Reklame GmbH

stehen zwar bekannte Automarken, doch

jedes Modell wird aufgrund der ausgefallenen

Farben und phantasievollen

Designs einzigartig und aufmerksamkeitsstark

– echte Hingucker eben.

Start-up auf 150 Quadratmetern

Bereits mit zwölf Jahren hatte Markus

Schäffler, Gründer und Geschäftsführender

Gesellschafter der Signal Reklame

GmbH begonnen, Modellautos zu sammeln.

Er beklebte sie, um etwas Besonderes

aus ihnen zu machen, bis er mit

16 Jahren richtige Autos vollverklebte.

Damit kam der erste Job und nach der

Ausbildung bei Würth zum Groß- und

Außenhandelskaufmann schließlich im

Jahr 1998 die eigene Firma. Er erinnert

sich: „Wir haben auf 150 Quadratmetern

begonnen, in kleinen, bescheidenen

Räumen und mit fünf Schreibtischen,

die noch besetzt werden sollten.“ Einige

Male zog das Team um. Es war damals

schon ein Problem für junge Start-up-

Unternehmen, Räumlichkeiten zu finden,

die zugleich den Bedarf an Büro, Produktionsort

und Ausstellungsraum deckten.

2003 wurde eine Existenzgründerhalle

frei, die den Anforderungen entsprach und

rund fünf Jahre später zog das Team

schließlich in einen eigenen Neubau.

Großauftrag als Herausforderung

Schäffler: „In dem Moment allerdings,

als wir die Türe des Neubaus aufgeschlossen

hatten, brach die Wirtschaftskrise

über uns hinein. Wir hatten enormen

Bedarf an Liquidität und haben

damals unermüdlich gekämpft und alle

Kapazitäten mobilisiert, um Aufträge an

Land zu ziehen. Zum Glück ist dann

das Unglaubliche passiert: Ich war auf

einer Vergabe für Filialbeschriftungen,

um Erfahrungen zu sammeln und plötzlich

bekamen wir dort den Zuschlag für

einen Großauftrag. Innerhalb von sechs

Wochen sollten wir 1.600 Filialen einer

deutschen Großbank ausstatten. Damit

haben wir nicht gerechnet, aber letztlich

hat uns das gerettet und zugleich

herausgefordert.“ Seither stattet Signal

Reklame kleine, regionale Mittelständler

ebenso aus wie international erfolgreiche

Firmen. Ob Fünf-Mann-Betrieb,

Handelskette oder Bank, Signal Reklame

produziert und liefert Lichtwerbeanlagen

oder Schilder sowie die dazugehörige,

bundesweite Logistik.

Vision Wachstum

Das Unternehmen hat zahlreiche Niederlassungen,

die bei der Planung und

Installation insbesondere die örtlichen

Begebenheiten der Kunden berücksichtigen.

Produziert wird allerdings zu hundert

Prozent in Schwäbisch Hall. „Wie

am Fließband geht bei uns nicht. Denn

viele Schritte sind noch Hand arbeit.“

Beispielsweise in der Fräswerkstatt, wo

bedruckte Schilder ausgefräst werden,

um sie schließlich weiterzu verarbeiten.

Heute sind es bundesweit 60 Mitarbeiter,

die Vision ist aber, weiter zu wachsen,

allerdings nicht in der Region. „Hier fehlen

die Fachkräfte“, erklärt der 42-Jährige.

„Die Auftragsbücher sind voll, leider

fehlt es uns aber an Manpower. Viele

Werbetechniker haben nicht die ausreichenden

Qualifikationen.“ Insbesondere

8 w.news MAI 2016


I H K + R E G I O N

in Nischen-Branchen wie beispielsweise

beim Bekleben von Fahrzeugen, dem so

genannten Car-Wrapping sei das spürbar.

Auch wenn das Portfolio bei Signal

Reklame breit angelegt ist, arbeiten fast

alle Mitarbeiter als spezialisierte Werbetechniker.

Dabei bilden Werbemittel (Cross

Selling) mit 20 Prozent den kleinsten

Geschäfts bereich, Filialbeschriftungen,

wie zum Beispiel Schilder, Leuchtschriften

und Wände stellen rund vierzig Prozent

dar, ebenso viel wie das Bekleben

von Einzelfahrzeugen und Firmenflotten

sowie Einzelanfertigungen für Luxusfahrzeuge.

Umsätze verdoppelt

Allein im Jahr 2015 verdoppelten sich

die Einnahmen in diesem Geschäfts -

bereich. Individuelle Fahrzeuge seien

mehr denn je gefragt, betont Sebastian

Kreuzer, Leiter Vertrieb und Mitglied

der Geschäftsleitung: „Wir sind Folier-

Europameister. Bei uns ist hohe Qualität,

auf gleichbleibend hohem Niveau

gefragt und alles in einem Prozessgang.“

Die Leidenschaft für ausgefallene Ästhetik

und interessante Designs steckt nicht

nur im Geschäftsführer, sondern auch

in den Mitarbeitern. Mit Stolz betont

Schäffler: „Diese ‚Kisten‘ zu gestalten,

das macht uns aus. Ein Design so zu

entwerfen, dass Autos zu ansprechenden

Hinguckern werden, dafür braucht man

Kreativität und jede Menge Benzin im

Blut. Da sind wir einfach einzigartig.“

Neuer Porsche mit Rostflecken

Und Schäffler erzählt, die verrückteste

Idee sei von ihm gewesen: Den neuen

Porsche 911 Turbo durch Rostflecken alt

aussehen zu lassen – inspiriert durch die

Tuningmesse „Sema“ in Las Vegas, wo

rostige Oldtimer mit Klarlack versiegelt

wurden. Um die Folien zu gestalten,

zeichnete Designer Timo Wuerz in Aquarell

den Rost-Effekt vor, anschließend

stellte das Team die Folien her und zerlegte

den fabrikneuen schwarzen Porsche

911 in seine Einzelteile, um diese dann

mehrmals zu folieren. Nicht umsonst

lautet der Slogan: „Wir lieben kleben.“

Auffallen ist gewünscht

Zwar seien viele neu zugelassene Autos

weiß, grau oder schwarz, dennoch setzen

heute aber viele Firmen auf ein auffallendes

Design. Aufmerksamkeit ist ein

knappes und hart umkämpftes Gut und

Schäffler bestätigt: „Derzeit sind individualisierte

Produkte gefragter als jemals

zuvor. Wenn Außergewöhnliches explizit

gewünscht und Auffallen gewollt ist,

dann wird das durch Signal Reklame

möglich, denn bei uns ist Individualität

Standard.“

www.signal-reklame.de

Um den neuen Porsche 911 für den Rost-Look folieren zu können, musste

ihn das Team von Signal Reklame in seine Einzelteile zerlegen.


I H K + R E G I O N

SCHULTERKLOPFEN

IST NICHT ANGESAGT

Die Zukunft ist digital. Beim Frühjahrs -

empfang der IHK Heilbronn-Franken appellierte

Stefan Hentschel, Leader Technical

Industrials bei Google Deutschland, vor

rund 300 geladenen Gästen an die deutsche

Wirtschaft, den Sprung in die digitalisierte

Welt nicht zu verpassen.

VO N M AT T H I A S M A R Q U A R T

Schon in seiner Begrüßung machte

IHK-Präsident Prof. Dr. Dr.

h. c. Harald Unkelbach darauf

aufmerksam, welch hohen Stellenwert

die Digitalisierung für

die deutsche Wirtschaft haben müsse.

Nicht umsonst sei das Thema „Digitalisierung

als Chance für die Wirtschaft“

einer der Schwerpunkte der IHK für dieses

Jahr. Unkelbach: „Davon betroffen sind

alle Bereiche unseres Lebens, unserer

Gesellschaft und unserer Wirtschaft – und

ich könnte ergänzen: ob wir dies wollen

oder nicht.“ So habe die Digitalisierung

die Rahmenbedingungen für unternehmerisches

Handeln bereits verändert und

werde dies auch weiterhin tun. Zukünftig

werde es in einem noch höheren Maße

als bereits heute darauf ankommen vernetzter,

schneller, globaler, mobiler und

multimedialer zu agieren. Aus Sicht der

IHK seien für eine erfolgreiche Digitalisierung

unserer Region drei Voraussetzungen

unerlässlich: eine flächendeckende

Breitbandversorgung im Giga bit-Bereich,

eine Stärkung der digitalen Kompetenz

in den Unternehmen, wobei in der schulischen

und beruflichen Bildung, in der

beruflichen Weiterbildung und an den

Hochschulen ein noch stärkeres Gewicht

auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen

gelegt werden und ansprechende

Angebote für alle Lebensalter entwickelt

werden müssten, sowie die Gewährleistung

von Datensicherheit im elektronischen

Geschäftsverkehr.

Über den Tellerrand schauen

Ein Ball, den Stefan Hentschel in seinem

Gastvortrag „Die Chancen der Digitalisierung

– every business is a digital

business“ gerne aufnahm. So sei es ihm

eine Ehre im Heilbronner Haus der Wirtschaft,

quasi im „Epizentrum des deutschen

Mittelstandes“, zu diesem Thema

”Lassen Sie die

unkonventionellen,

abgefahrenen

Digital Natives

mit ihren rot und

gelb gefärbten

Haaren ran.


Stefan Hentschel

zu referieren. Denn es sei nicht mehr an

der Zeit, sich aufgrund der Erfolge der

vergangenen Jahre gegenseitig auf die

Schulter zu klopfen, sondern die Zeichen

der Zeit zu erkennen und die Zukunft

nicht zu verschlafen. Und diese sei nun

einmal digital. Dabei, so machte Hentschel

unmissverständlich klar, ginge es nicht

um kleine Korrekturen, sondern um alles.

So stellte er die Frage, warum es denn

Google und nicht Firmen wie Bayer oder

Novartis gewesen seien, die die Kontaktlinse,

die in der Lage ist den Blutzucker

zu messen, erfunden habe und legte

damit den Finger nicht nur in die „digitale

Wunde“ der deutschen Wirtschaft.

Es gelte nicht mehr nur danach zu sehen,

was der unmittelbare Nachbar und Konkurrent

könne oder nicht könne, sondern

einen Blick über den Tellerrand zu

wagen – beispielsweise ins Silicon Valley

in den USA. Hentschel: „Im digitalen

Darwinismus entwickeln sich Technik

und Gesellschaft schneller, als Unternehmen

ihnen folgen können. Das sollte Sie

nachts nicht schlafen lassen, sondern

dazu animieren mal durchzulüften und

Ihren Erfindergeist wirken zu lassen.“ So

forderte Hentschel ein radikales Überdenken

althergebrachter Unternehmensstrukturen

und Führungsstile. „Lassen

Sie die unkonventionellen, abgefahrenen

Digital Natives mit ihren rot und gelb

gefärbten Haaren ran, bilden Sie autarke,

flache, schlagkräftige Teams, die sich ausprobieren

und auch mal Fehler machen

dürfen und vergessen Sie Prozesspläne,

die immer auf 100 Prozent ausgelegt

sind. Es ist besser schnell auf 80 Prozent

zu kommen und dann ständig nachzubessern.“

Große Herausforderungen

Auch IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke

Döring bezeichnete die Digitalisierung als

starken Treiber der globalen Wirtschaft,

der vor allem auch die deutsche Wirtschaft

vor große Herausforderungen stelle.

Döring: „Die Antworten darauf, wie

man die Digitalisierung jeweils für sich

in welchem Umfang nutzen kann, muss

letztendlich jeder selbst finden.“ Sicher

sei, dass es angesichts der Dynamik dieses

„manchmal schon schwindelerregenden“

Prozesses, Mut brauche, die richtigen

Entscheidungen zu treffen. Dabei,

so Döring, sehe sich die IHK als Begleiter,

der seinen Mitgliedern mit zahlreichen

Angeboten – manchmal auch kritisch –

zur Seite stehe, denn „nicht jede neue

Geschäftsidee ist auch immer eine gute.“

10 w.news MAI 2016


Beim Frühjahrsempfang der IHK Heilbronn-Franken (von links): IHK-Präsident Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach mit IHK-

Hauptgeschäftsführerin Elke Döring und Gastredner Stefan Hentschel, Leader Technical Industrials bei Google Deutschland.


I H K + R E G I O N

Die Akteure des Abends bei der Preisverleihung des Forschungstransferpreises 2016 im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK).

HERAUSRAGENDE

FORSCHUNGSPROJEKTE

AUSGEZEICHNET

Am 18. April verlieh die IHK Heilbronn-

Franken zum fünften Mal den IHK-

Forschungstransferpreis. Im Rahmen der

feierlichen Preisverleihung wurden drei

herausragende Kooperationsprojekte zwischen

Wissenschaft und Wirtschaft mit

insgesamt 20.000 Euro ausgezeichnet.

Der IHK-Forschungstransferpreis

in Gold ging in diesem Jahr

an die Xenios AG Heilbronn

und die Medizinische Klinik I

der SLK-Kliniken Heilbronn

GmbH. Ausgezeichnet wurde das Kooperationsprojekt

i-cor Synchronised Cardiac

Assist. Professor Dr. Dr. h. c. Harald

Unkelbach unterstreicht die Bedeutung

der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft

und Wirtschaft vor allem für kleine

und mittlere Unternehmen.

Kreislaufunterstützungssystem

Der mit 10.000 Euro dotierte IHK-

Forschungstransferpreis in Gold ging in

diesem Jahr an Ivo Simundic, Xenios

AG, Heilbronn und Prof. Dr. med. Marcus

G. Hennersdorf, Medizinische Klinik I

der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH. Sie

hatten gemeinsam das weltweit erste

Kreislaufunterstützungssystem entwickelt

und eingesetzt, das auf den

menschlichen Puls reagiert. Mit dem

System könnte in Zukunft die Mortalität

im kardiogenen Schock von derzeit

über 40 Prozent deutlich reduziert werden.

Zudem bietet das System die Möglichkeit,

Hochrisikoeingriffe am Herzen

sicherer zu machen.

Kirsten Hirschmann, Geschäftsführende

Gesellschafterin der Hirschmann

Laborgeräte GmbH & Co. KG, Vizepräsidentin

der IHK Heilbronn-Franken und

Jurymitglied gratulierte den Projektpartnern

zu ihrem Erfolg und hob in ihrer

Laudatio besonders den Wissenstransfer

und die intensive Zusammenarbeit

zwischen der Xenios AG und den SLK-

Kliniken hervor.

Zweimal Silber

Über den mit 5.000 Euro dotierten

IHK-Forschungstransferpreis in Silber

durften sich freuen: Prof. Dr.-Ing. Arndt

Rüdiger Birkert, Hochschule Heilbronn

– Campus Heilbronn und Heiko Miller,

Arnold Umformtechnik GmbH & Co.

KG, Forchtenberg. In seiner Laudatio

lobte Prof. Dr.-Ing. Eberhard Schlücker,

Lehrstuhlinhaber „Prozessmaschinen und

Anlagentechnik“ an der Universität Erlangen-Nürnberg

das Projekt „Optimierung

12 w.news MAI 2016


I H K + R E G I O N

des Fließlochschraubens hinsichtlich Prozessgrenzen

und Prozesszeit“. Gemeinsam

hatten die beiden eine Schraube

entwickelt, die es ermöglicht, im Fließlochschraubverfahren

Prozesszeitverkürzungen

von bis zu 30 Prozent zu erreichen.

Fließlochschrauben werden unter

anderem in der Automobilindustrie und

bei Weißer Ware eingesetzt.

Einen weiteren mit 5.000 Euro dotierten

IHK-Forschungstransferpreis in Silber

erhielten Markus Gäbele, Klafs GmbH

& Co. KG, Schwäbisch Hall und Lars

Blüthgen, Institut für Holztechnologie

Dresden gGmbH, für ihr gemeinsames

Projekt „Klafs Sauna S1“. Senator e. h.

Jochen K. Kübler, Oberbürgermeister a. D.

und 1. Vorsitzender der Pro Region Heilbronn-Franken

e.V. beglückwünschte sie

recht herzlich für die Entwicklung einer

schrankgroßen, ausfahrbaren Sau na.

Durch das Produkt sind Aufstellungs orte

möglich, die bisher nicht realisierbar waren.

Somit kann ein ganz neues Marktsegment

erschlossen werden.

Kooperation lohnt sich

Professor Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach,

Präsident der IHK Heilbronn-

Franken und Jurymitglied: „Mit dem

IHK-Forschungstransferpreis möchten

wir vor allem kleinen und mittleren

Unternehmen zeigen, dass es sich lohnt,

mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen

zu kooperieren. Durch das

Zusammenbringen von theoretischem

Know-how und praktischer Erfahrung

entstehen so oftmals wertvolle Innovationen,

die den Unternehmen wichtige

Wettbewerbsvorteile einbringen können.“

Jens Nising vom SWR moderierte den

Abend. Professor Dr. Johannes Glückler,

Professor für Wirtschafts- und Sozialgeographie

und Fellow des Marsilius Kollegs

an der Universität Heidelberg stimmte

die Gäste mit einem Impulsvortrag zum

Thema Netzwerke, Innovation und Raum

ein. Das Trio Subito sorgte für die musikalische

Umrahmung.

(red)

FORSCHUNGSTRANSFERPREIS

2016

Der IHK-Forschungstransferpreis zeichnet jedes

Jahr drei besonders herausragende Projekte

zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen

aus. Sowohl Forschungseinrichtungen

als auch Betriebe können eine Bewerbung

einreichen. Voraussetzung ist, dass einer der

beiden Kooperationspartner aus der Region

kommt und der Abschluss der Arbeit nicht

länger als fünf Jahre zurückliegt. Bewertet

werden jeweils die innovatorische Leistung,

der Wissenstransfer, die Anwendungsmöglichkeit

und das wirtschaftliche Erfolgspotenzial

des eingereichten Projektes.

Forschung ist die stärkste Waffe im Kampf gegen den

Krebs – ohne sie gibt es keinen Fortschritt. Die Deutsche

Krebshilfe unterstützt zahlreiche Projekte renommierter

Wissenschaftler. Ihre Forschung bringt die Krebsmedizin

in Deutschland langfristig voran. Denn nur so erhalten

die Patienten die bestmögliche Behandlung.

Mehr Informationen und Beratung erhalten

Sie auch unter (02 28) 7 29 90-0.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Rita Schmutzler

und Prof. Dr. Christian Reinhardt für das Leben.

Beide forschen gegen den Krebs.


I H K + R E G I O N

Wolfgang Lubkoll (rechts) mit Elvis Seretinek in der Textilveredelung des Neckarsulmer

Unternehmens Eskon, einem Spezialisten für Arbeitsschutz und Firmenbekleidung.

DIE ZUKUNFT VEREDELN

Im Januar hat Elvis Seretinek das Neckarsulmer

Unternehmen Eskon im Rahmen

einer Unternehmensnachfolge von Wolfgang

Lubkoll übernommen. IHK-Nachfolgemoderator

Jürgen Becker brachte die beiden zusammen.

VO N M AT T H I A S M A R Q U A R T

Bevor er 2003 den Schritt in die

Selbstständigkeit wagte, hatte

der Diplom-Kaufmann bereits

langjährige Berufserfahrung

gesammelt. Die GfK Marktforschung,

die Papierwerke Waldhof-

Aschaffenburg oder die Danzer Furnierwerke,

für die er zahlreiche Projekte in

über 25 Ländern realisierte, waren nur

einige Stationen von Wolfgang Lubkoll.

„Dann kam der Moment, in dem ich

mich entscheiden musste. Entweder wieder

in einem Konzern arbeiten oder in

die Selbstständigkeit gehen“, berichtet

der heute 57-Jährige. Letzteres sollte es

dann werden. Und so machte er sich

auf die Suche nach einer geeigneten

Firma, deren Nachfolge er antreten

konnte. Nachdem sich Lubkoll mehrere

Unternehmen aus dem IHK-Nachfolgeportal

„nexxt change“ unter anderem

in Bayern und Österreich angesehen

hatte, wurde er in Neckarsulm fündig.

Eskon, ein Spezialist für Arbeitsschutz

und Arbeitsbekleidung, passte genau in

sein Anforderungsprofil. Er stieg als

mehrheitlicher Gesellschafter ein und

übernahm das Unternehmen.

Banken rieten ab

Und Lubkoll hatte einen Plan: „Ich

wollte das Unternehmen umbauen, mehr

aus ihm machen. Ich habe dort viel

Potenzial gesehen.“ Doch die Banken

rieten ihm ab, in das im globalen Wettbewerb

äußerst umkämpfte Textilgeschäft

einzusteigen. Lubkoll tat es dennoch und

hatte Erfolg. Und dies obwohl es für

Wolfgang Lubkoll nie in Frage kam in

Billiglohnländern wie Bangladesch Geschäfte

zu machen, „da dort die sozialen

Standards kaum zu garantieren sind“.

14 w.news MAI 2016


I H K + R E G I O N

Deshalb kennt Wolfgang Lubkoll auch

jeden seiner internationalen Lieferanten

persönlich und besuchte deren Produktionsstätten

mindestens einmal jährlich

– was übrigens auch sein Nachfolger

Elvis Seretinek macht. Große Entwicklungsmöglichkeiten

sah Lubkoll vor allem

in dem bis dahin noch „etwas verschlafenen“

Bereich der „corporate fashion“

(Berufs-, Mitarbeiterbekleidung) und der

Textilveredelung. Bereits seine erste Investition

in den Bereich Textilver edelung

hatte sich nach fünf Wochen amortisiert,

nach zehn Jahren hatte sich der Umsatz

vervierfacht.

Stillstand ist Rückschritt

Eines seiner Erfolgsrezepte war dabei

die ständige Bereitschaft sich zu verändern

und den Gegebenheiten anzupassen.

Lubkoll: „Mangelnde Veränderungsbereitschaft

ist ein großes Risiko, da

sich die Welt automatisch ändert. Wer

dazu nicht bereit ist, bleibt langfristig

auf der Strecke.“ Und in einer Welt, die

zunehmend digitalisiert und IT-betrieben

ist, war ihm klar, dass er Eskon auch in

dieser Beziehung auf die Zukunft ausrichten

musste. Lubkoll: „In diesem

Bereich liegt aber nicht meine Stärke.

Deshalb habe ich rechtzeitig nach einem

Nachfolger gesucht, der dieser Herausforderung

gewachsen ist und nötige Umstrukturierungen

vornehmen kann.“ Seine

Kinder schieden als potenzielle Nachfolger

von vornherein aus, da sie andere

berufliche Wege eingeschlagen hatten

und auch ein firmeninterner Nachfolger

war nicht in Sicht.

IHK-Nachfolgemoderator vermittelt

Bei der Veranstaltungsreihe „WJ nexxt

– Mut zur Unternehmensnachfolge“

schilderte Wolfgang Lubkoll im Sommer

2014 IHK-Nachfolgemoderator Jürgen

Becker sein Vorhaben, das Unternehmen

abzugeben. Im September kam es dann zu

ersten Gesprächen. Becker: „Nur wenige

Tage zuvor hatte ich Kontakt mit Elvis

Seretinek, Inhaber des IT-Vertriebsunternehmens

Besco, der eine weitere Herausforderung

und – aus Gründen der Diversifizierung

– ein Unternehmen aus einer

komplett anderen Branche suchte.“ Und

Becker war sich nach einer Betriebsbesichtigung

bei Eskon sicher: Seretinek und

Lubkoll – das könnte passen. Und er sollte

”Ich habe ein

Unternehmen

aus einer Branche

gesucht, die

noch nicht voll

entwickelt ist.


Elvis Seretinek

Recht behalten. Seretinek: „Eskon war

genau das, was ich mir vorgestellt hatte.

Besonders wichtig war mir dabei, dass

eine zweite Führungsebene vorhanden

war.“ Und auch für Wolfgang Lubkoll war

schnell klar, dass er in Elvis Seretinek den

geeigneten Nachfolger gefunden hatte.

Lubkoll: „Wir sind völlig unterschiedliche

Unternehmertypen und Elvis Seretinek

kann als ausgewiesener IT-Spezialist sein

großes Know-how in diesem Bereich optimal

für Eskon einbringen.“ Und genau

dies hat der 42-jährige Betriebswirtschaftler

auch vor. Seretinek: „Ich habe viele

Ideen und Pläne, die ich verwirklichen

will. Zunächst musste ich aber erst einmal

das Textilgeschäft verstehen lernen. In

Eskon steckt viel Potenzial und wir werden

uns jetzt als einer der ersten in der

Branche darum kümmern, die Abläufe im

Unternehmen auf IT-Niveau zu heben.

Das bietet große Chancen für die Zukunft.“

Und während Seretinek jetzt an der

Erfolgsgeschichte von Eskon bastelt, um

ihr ein weiteres Kapitel hinzuzufügen,

genießt Wolfgang Lubkoll seinen neuen

Lebensabschnitt: „Zum ersten Mal in

meinem Leben ist es mein Plan, keinen

Plan zu haben.“

www.eskon-arbeitsschutz.com

UNTERNEHMENSNACHFOLGE

In vielen mittelständischen Unternehmen ist der

Generationswechsel ein aktuelles Thema. Zur

Sicherung der Unternehmensnachfolge hat die

IHK Heilbronn-Franken das so genannte Moderatorenkonzept

entwickelt. Ziel ist es, dem Übergeber

frühestmöglich die Unter stützung durch

einen fachlich qualifizierten Ansprechpartner

und Mode rator anzu bieten, der in allen Phasen

der Betriebsübergabe zur Verfügung steht.

Vertraulichkeit und Diskretion sind selbstverständlich.

KONTAKT

Jürgen Becker

IHK-Berater Nachfolgeregelungen

Telefon 07131 9677-316

E-Mail juergen.becker@heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de/unternehmensnachfolge

MAI 2016 w.news

15


T I T E L

BREITBAND

IN DER

SCHMALSPUR

Unternehmen benötigen viel oder wenig Platz,

mehr oder weniger Mitarbeiter, Spezialisten

oder Generalisten, große Maschinen oder kleine

Büros. Ohne leistungsfähige Internetanbindung

kann allerdings fast kein Unternehmen

wettbewerbsfähig sein.

VO N K A I P L A M B E C K

Die Digitalisierung schreitet fort

und betrifft dabei alle Branchen

und jeden Bürger. Es

verwundert daher nicht, dass

die Breitbandanbindung ein

zunehmender Standortfaktor für viele

Unternehmen ist. Dienstleistungen, Wertschöpfungsketten

und Geschäftsmodelle

wandeln sich oder entstehen völlig neu.

Wer keine skalierbare Anbindung besitzt

läuft dabei Gefahr abgehängt zu werden.

Knapp ein Drittel der Unternehmen sieht

laut DIHK-Unternehmensbarometer 2015

einen unzureichenden Breitbandanschluss

als Bremse für die eigene Digitalisierung.

Bei fast jedem zweiten kleinen und mittleren

Unternehmen (KMU) leiden Innovationsaktivitäten

unter einer nicht ausreichenden

Breitband-Internetanbindung

(BWIHK, Technologiepolitik in Baden-

Württemberg 2015). Dabei sind die Chancen

nur ergreifbar, wenn die Grundlagen

stimmen: Breitbandanbindung, Fachpersonal

und digitale Kompetenz sowie das

Thema Sicherheit.

Bedarf unbegrenzt, Angebot nicht

Ob nun der Landwirt seinen Meldepflichten

gegenüber der EU digital nachkommen

muss, die Autowerkstatt bei


MAI 2016 w.news

17


einem Fehler die Daten des betroffenen

Kfz an den Hersteller sendet, damit diese

ausgewertet werden können, der Schrotthändler

seine Geschäfte an einer Terminbörse

in Millisekunden abschließen muss,

der Hotelier seine Onlinebuchung und

-bewertung entgegennimmt, die sich in

Elternzeit befindenden Mitarbeiter eines

Unternehmens gerne ein paar Stunden

in der Woche im Home-Office arbeiten

würden, die geschulte Pflegekraft auf dem

Land den Arzt per Videochat konsultiert,

der Servicetechniker per SmartGlass mit

dem Entwickler am Hauptsitz verbunden

ist oder die Maschine in Brasilien

ans Hauptwerk meldet, dass die Nutzungsintensität

höher ist als erwartet

und da her eine Wartung besser vorgezogen

werden sollte. Der Bedarf und

mittlerweile auch die Notwendigkeit

einer schnellen Anbindung sind omnipräsent

und gerade für den ländlichen

Raum eine große Heraus forderung.

Neben der bekannten Wertschöpfungskette

finden sich Un ter nehmen heute in

Datenketten wieder, in denen man mitunter

konstant und in Echtzeit mit

Kunden, Lieferanten und allen Maschinen

dazwischen verbunden ist. Wer dies

nicht leisten kann ist raus.

Das Ziel der Bundesregierung „flächendeckende

Breitbandinfrastruktur mit einer

Downloadgeschwindigkeit von mindestens

50 Mbit/s bis 2018“ wäre für viele

Betroffene zwar bereits eine Verbesserung,

geht aber an der Realität und Zukunft

vorbei. Zudem ist selbst nach den

Zielen der Bundesregierung für 2018

aktuell noch jeder dritte Haushalt in der

Region Heilbronn-Franken unterversorgt.

Symmetrie ist gefragt – Download ist nicht

alles

Nach einer Studie des Ministeriums

für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

in Baden-Württemberg (MLR

2014) besitzt jedes zweite Unternehmen

eine Downloadrate von nur sechs Mbit/s.

Knapp 60 Prozent der Unternehmen

haben einen Upload von maximal zwei

Mbit/s. Dies bedeutet, dass 60 Prozent

der Unternehmen fünf Stunden benötigen,

um die Datenmenge einer DVD für

Kunden oder Zweigstellen zur Verfügung

zu stellen. Und dies nur, wenn

gleichzeitig kein anderer Mitarbeiter auf

das Internet zugreift. Anbindungsraten

Glasfaseranbindung – das Rückgrat für Breitband.


T I T E L

”Die kleinen und

mittleren Unternehmen

im ländlichen

Raum

sind auf eine

gute Internet-

Anbindung

angewiesen.


die heute mitunter schon bei privaten

Haushalten zu „Standortentscheidungen“

führen.

Bedarf und Angebot klaffen auseinander

Für eine Vielzahl von Anwendungen,

wie die Anbindung von verschiedenen

Standorten ist eine symmetrische Anbindung

(Downloadrate ≈ Up load ra te)

erforderlich. Somit verwundert es nicht,

dass laut Studie des MLR bereits heute

jedes zweite Unternehmen eine symmetrische

Anbindung von mehr als 25 Mbit/s

benötigt und 2018 bereits neun von zehn

Unternehmen eine symmetrische Anbindung

über 25 Mbit/s benötigen werden.

Bedarf und Angebot klaffen hier weit

auseinander.

Realität überholt Politik

Auch die Anforderung an die Down -

load geschwindigkeit wird 2018 im Schnitt

bei 169 Mbit/s liegen und somit um

Faktor Drei über den geforderten Raten

der digitalen Agenda. Hier überholt die

Realität die Politik. Klar muss aber auch

sein, dass Anforderungen an symme -

trische Anbindungen, gesicherte Bandbreiten,

Latenz, Jitter, statische IP-Adressen,

Service Level und Co. nicht für ein

Taschengeld von 19,99 Euro zu haben

sind. Keine ausreichende Anbindung zu

haben, muss sich ein Unternehmen aber

auch erstmal leisten können. Kapitalkräftige

Unternehmen haben dies längst

erkannt und teilweise auf eigene Kosten

einen Glasfaserzugang gelegt. KMU können

dies alleine nicht stemmen. Selbst

Unternehmen, die bisher für sich noch

keine Mangelversorgung fest stellen, sollten

prüfen, welche Vorteile Breitbandanschlüsse

für das eigene Geschäftsmodell

heute und in Zukunft haben könnten.

In den letzten Jahren haben etliche

Kommunen den schnellen Breitbandausbau

als Chefsache erkannt. Wer noch

keine Glasfaser bis in die Häuser und Unternehmen

gelegt hat, wird auch künftig

noch viel Nachrüstbedarf haben.

Tipps für Unternehmen, die eine schlechte

Internetverbindung haben, wurden in

einem IHK-Merkblatt „Breitband-Merkblatt

für Unternehmen“ zusammengefasst.

Das Merkblatt gibt es auch im Internet:

WAS IST BREITBAND?

Unter „Breitband“ versteht man die Möglichkeit

der Übertragung größerer Datenmengen,

unabhängig von der Technik, mit

der dies geschieht. Es existiert keine einheitliche

Definition, ab welcher Verbindungsgeschwindigkeit

von „Breitband“ gesprochen

wird. Beim Breitbandatlas der

Bundesregierung beginnt die Breitbandanbindung

für Haushalte ab einem Mbit/s

(Download) und für Unternehmen ab zwei

Mbit/s (symmetrisch).

KONTAKT

Kai Plambeck

IHK-Referent Innovation

Abteilung Standortpolitik

Telefon 07131 9677-297

E-Mail kai.plambeck@heilbronn.ihk.de

ZAHLEN • DATEN • FAKTEN

æLaut DIHK-Unternehmensbarometer 2015

beeinflusst die Digitalisierung 94 Prozent

der Unternehmen.

æEine Studie des Landes hat 2014 gezeigt:

Für 95 Prozent der Unternehmen gab/

gibt es Konsequenzen aus einer unzureichenden

Breitbandversorgung.

æ2005–2010 hat sich die über Breitbandanschlüsse

transportierte Datenmenge

auf 3,2 Milliarden GB mehr als ve rdrei -

facht (Bundesnetzagentur Jahresbericht

2010). Mit knapp 9,3 Milliarden GB

2014 hat sich die Datenmenge in den

letzten Jahren nahe zu linear weiterent -

wickelt. Dabei ist IP-TV nicht mit einberechnet.

(Bundesnetzagentur Jahresbericht

2014).

æParallel läuft aber ein rasant wachsendes

Datenvolumen über mobile Endgeräte.

267 Millionen GB 2013 auf 393 Mil -

lionen GB 2014 – ein Anstieg um fast

50 Prozent in nur einem Jahr.

æEine Studie im Auftrag der Bundesärz -

tekammer zeigt, dass 87 Prozent der

Ärzte eine starke Zunahme im Bereich

der Tele medizin sehen. Gerade im ländlichen

Raum ist dies ein wichtiges Thema.

www.heilbronn.ihk.de

Dok.-Nr.: SPO007367

MAI 2016 w.news

19


T I T E L

DIGITALISIERUNG ALS

SANFTE TRANSFORMATION

Inzwischen zeichnet sich ab, wie die Digitalisierung in vielen

Unternehmen Schritt für Schritt die Kommunikation und den

Alltag verändert. Begriffe wie „Smart Factory“, „Industrie 4.0“

oder „Internet der Dinge“ sind in aller Munde. Ein Hype, oder

ein fundamental wichtiges Thema für die Wirtschaft?

VO N K AT H A R I N A M Ü L L E R

Systeme vernetzen sich: iDisplay – ein multifunktionales, digitales Regaletikett.

20 w.news MAI 2016


T I T E L

Fakt ist, dass IT-Systeme und

Internettechnologien in die

Gesellschaft und in die Wirtschaft

einziehen und damit auch

einen umfassenden Strukturwandel

in der produzierenden Industrie,

im Handel, in der Logistik und in Dienstleistungsbereichen

herbeiführen. Auch

die Arbeitswelt wird sich dadurch in

Zukunft schrittweise und nachhaltig verändern,

wenn Menschen, Maschinen und

Produktionsmittel über Wertschöpfungsketten

miteinander vernetzt sind, miteinander

kommunizieren oder interagieren.

Hohe Anforderung an Märkte

Bereits heute stellen die Globalisierung

und Digitalisierung der Märkte hohe

Ansprüche an Betriebe aller Branchen.

Produkte müssen immer schneller verfügbar

sein und Prozesse effizienter gestaltet

werden. Laut der Studie „Industry 4.0 –

How to navigate digitization of the manufacturing

sector“ des Strategieberatungsunternehmens

McKinsey aus dem Jahr

2015 investieren deutsche Unternehmen

jedoch nur 14 Prozent ihres jährlichen

Forschungsetats in Industrie-4.0-relevante

Themen. Bei US-Unternehmen hingegen

ist dieser Prozentsatz mehr als doppelt

so hoch. Über die Vormachtstellung im

Wettbewerb werden in Zukunft allerdings

jene Lösungen entscheiden, die effizienzsteigernd

für das jeweilige Kerngeschäft

entwickelt wurden. Und um so wichtiger

ist es daher, diese Herausforderungen als

Chance zu begreifen.

Vierte industrielle Revolution

Das gelingt aber nur, wenn Konzerne,

aber auch kleine und mittlere Unternehmen

sich intensiv mit diesem Wandel

auseinandersetzen. Auch wenn es bei

all den neuen Begriffen manchmal so

klingen mag, als sei bei Industrie 4.0

alles neu, winkt Stefan Strobel ab. Er

ist Geschäftsführer der Cirosec GmbH,

einem Unternehmen für IT-Sicherheit

aus Heilbronn und betont: „In der Regel

werden bereits vorhandene Techniken mit

zusätzlichen Kommunikationsschnittstellen

versehen, die eine Integration der

Geräte und Prozesse in einem deutlich

umfangreicheren Maß als bisher ermöglichen.“

Auch McKinsey kommt in seiner

Studie zu dem Ergebnis, dass anders als

bei Technologiesprüngen zuvor – wie

Alles im Blick: Der erste intelligente

Behälter iBin® zählt Bestände mit.

beispielsweise bei der industriellen Automatisierung

– der Übergang zur Industrie

4.0 schrittweise erfolge. Wurden

beim Über gang zur dritten industriellen

Revolution rund 90 Prozent der Maschinenparks

ausgetauscht, müssten für die

vierte industrielle Revolution den Erwartungen

nach in den kommenden zehn

Jahren lediglich 40 bis 50 Prozent erneuert

werden.

Informationen intelligent verarbeiten

In der Region stehen für den Beginn

dieses großen Wandels beispielsweise das

so genannte C-Teile-Management für

Schrauben und Kleinteile von der Würth

Industrie Service GmbH & Co. KG aus

Bad Mergentheim. Diese ist spezialisiert

auf ein Vollsortiment von Montagematerial

und Verbindungselementen für die

industrielle Produktion. Aufgrund des

eigenen Bedarfs hatte das Unternehmen

im Zuge der Digitalisierung und den

daraus erwachsenden Möglichkeiten den

intelligenten Kanban-Behälter iBin® entwickelt,

der den vorhandenen Bestand

an Schrauben und Kleinteilen erkennt.

Und eigenständig sowie vollautomatisch

eine Nachbestellung auslöst. Auch wur -

de das intelligente Regaletikett iDisplay

entwickelt, das Artikel- und Behälterdaten

registriert, Positionen grafisch darstellt

und diese Informationen automatisch

aktualisiert, sodass Warenwirtschafssysteme

effizienter und logistische Prozesse

vereinfacht werden.

Vernetzte Systeme

Christian Schorndorfer, Geschäftsführer

Vertrieb/Key Account der Würth Industrie

Service ist sich sicher, dass Virtualität

und Realität sich immer stärker

miteinander verbinden: „In der Fabrik

der Zukunft werden sich solche Bedingungen

grundlegend weiter wandeln und

moderne IT-Technologien mit klassischen

Produktionsprozessen vernetzen, denn

schlanke Prozesse allein werden in Zukunft

nicht mehr ausreichen. Vielmehr

werden individuelle Lösungen gefragt

sein, die sich im Gesamtsystem und

mit dem Menschen vernetzen.“ Bleiben

die Prozesse dann trotz steigender

Komplexität beherrschbar, können Unternehmen

enorm an Schnelligkeit und

Transparenz gewinnen, sodass die Materialwirtschaft

dadurch optimiert werde.

Resultate seien dann auch eine bessere

Kapazitätsauslastung der Maschinen,

aber auch ein schonenderer Umgang

mit mensch lichen Ressourcen, erklärt

Christian Schorndorfer.

Datenmissbrauch ausschließen

Mit einer zunehmenden Transparenz

jedoch seien nicht nur Vorteile, sondern

auch Gefahren verbunden. Thomas

Hösle, Geschäftsführer der Elabo GmbH

aus Crailsheim, Hersteller intelligenter

Mess- und Prüftechnik erklärt, dass

beispielsweise durch eine Vernetzung

der Arbeitsplätze die Transparenz in

den Unternehmen steige. Entsprechend

müssten aber auch in Abstimmung mit

Tarifpartnern klare Regeln definiert werden,

um den Missbrauch von Daten auszuschließen.

Hinzu komme, die eigenen

Mitarbeiter für dieses Thema zu gewinnen.

Er betont: „Auch die entsprechende

interne Sensibilisierung ist nicht zu

unterschätzen, denn der Mensch ist unverändert

das größte Sicherheitsrisiko.

Durch Regelungen und durch Unterstützung

von Profis muss zudem ein

Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet

werden, um das Risiko eines Datenmissbrauchs

bestmöglich auszuschließen.“


MAI 2016 w.news

21


T I T E L

Digitalisierung – Schritt für Schritt

Gerade aus diesem Grund sollte die

Digitalisierung schrittweise erfolgen. Im

Rahmen einer sanften Transformation

beziehungsweise Umrüstung eines Unternehmens

und seiner Anlagen sollten

primär jene Bereiche angegangen werden,

in denen eine Digitalisierung den größten

Nutzen bringe und sich – mit Blick auf die

Branche – am besten für eine smarte Industrie

4.0-Umgegebung eigne. So könnten

auch mittlere Firmen mit überschaubarem

Aufwand und Risiko in die digitale

Welt eintauchen, ist sich Hösle sicher.

Intelligente Software im Einsatz: Auf einem Tablet wird angezeigt,

welche Bauteile für die Montage verwendet werden müssen.

Anlagen umrüsten

Auch 3.0-Lösungen ließen sich zwar

problemlos ohne immense Investitionen in

Hardware auf eine 4.0-Lösung umrüsten,

erforderlich sei allerdings eine flexibel

nutzbare Datenbanklösung, die alle Digitalisierungs-

und Vernetzungsaktivitäten

administriert und steuert. Da rüber hinaus

sollte gewährleistet sein, dass die Anlagen

oder Arbeitsplätze siche re netzwerkfähige

Schnittstellen besitzen. Stefan Strobel

bestätigt: „Die Erweiterung bestehender

Industrieanlagen um neue Kommunikationsschnittstellen

oder der Austausch

von Produktionsanlagen durch modernere

Systeme, bei denen eine IP-Kommunikation

bereits umfassend integriert ist,

sollte da her nie ohne Unterstützung von

externen und unabhängigen Sicherheitsexperten

erfolgen. Wenn dies vernachlässigt

wird, kann es nicht nur zu Produktionsausfällen

durch Hacker-Angriffe,

sondern je nach Art der Anlage, auch zu

Gefahren für Leib und Leben kommen.

Die Sicherheitsversprechungen der Hersteller

reichen dabei oftmals nicht aus.“

Internationale Wettbewerbsfähigkeit

Sind aber die Konzepte und Lösungen

moderner Software und Architekturen

auf die individuellen Bedürfnisse der

jeweiligen Betriebe zugeschnitten und

die Usability gegeben, sodass geschulte

Mitarbeiter damit problemlos umgehen

können, lassen sich auch die Ansprüche

von Kunden an Flexibilität, Qualität,

individualisierte Produkte und schnelle

Verfügbarkeiten erfüllen. Nur so können

neue Geschäftsmodelle kreiert und die

Marktpositionen der regional ansässigen

Unternehmen und die internationale

Wettbewerbsfähigkeit erhalten werden.

www.cirosec.de

www.elabo.de

www.wuerth-industrie.de

IHK-WORKSHOP

IT-SICHERHEIT@MITTELSTAND

Welche Gefahren drohen?

Wo begegne ich IT-Sicherheit im Alltag?

Wie erreiche ich effektive IT-Sicherheit?

Womit fange ich an? Erste Schritte.

æZielgruppe:

Geschäftsführer und Entscheider in KMU über

IT-Sicherheitsfragen im Unternehmen.

æVeranstaltungstermin:

2. Juni

14 bis 17 Uhr

æVeranstaltungsort:

IHK Heilbronn-Franken, Saal Franken

Weitere Informationen im Internet unter:

www.heilbronn.ihk.de Dok.-Nr.: TER001775

Horst Maywald, Prokurist und Leiter des Geschäftsbereichs Arbeitsplatzsysteme der Elabo

GmbH, erklärt die Möglichkeiten einer Smart Factory: Arbeitsplätze lassen sich beispielsweise

miteinander vernetzen und stellen sich automatisch auf Montageschritte ein.

ANMELDUNG

Isabel Unger

Unternehmen, Energie & Umwelt

Telefon 07131 9677-305

E-Mail isabel.unger@heilbronn.ihk.de

22 w.news MAI 2016


Anzeige

PR-BEITRAG

TAGESGESCHÄFT „INDUSTRIE 4.0“

© aleksei demitsev / amotIQ automotive

Mit ihrer klaren Positionierung und Fachkompetenz aus der Automobilindustrie

wurde Amotiq zu einem wichtigen Partner der OEMs

(Original Equipment Manufacturer – auf Deutsch: Erstausrüster) und

der Zulieferindustrie. 16 Jahre nach ihrer Gründung haben sich die

einstigen SAP- und Jitplant-Berater von Amotiq Automotive zu Prozessund

Logistikmanagern weiterentwickelt und sind mit der Eigenentwicklung

Jitplant gut auf die vierte Industrierevolution vorbereitet.

„Was jetzt Industrie 4.0 genannt wird, ist seit Jahren unser Tagesgeschäft.

Das ist, vereinfacht gesagt, der Einzug der IT in vernetzte

Produktionsprozesse, die dadurch fl exibler und transparenter werden.“

Für Marco Beicht, Berater und Entwickler bei Amotiq, dienen Logistik

und automobile Produktion als Vorbild für die Maschinenbauer, deren

Anlagen die standardisierten Schnittstellen noch optimieren müssten.

Geschäftsführer Frank Mysliwitz ergänzt: „Wir produzieren in Sequenz

und hochvariabel in Losgröße 1. Eine Massenfertigung durch Vernetzung

aller Maschinen und Logistikbereiche ist heute bereits Realität.“

Durchläuft das Auto in der Produktion einen bestimmten Impuls, gibt es

diese Information an den Zulieferer weiter – in time. Frank Mysliwitz:

„Mit dem System Jitplant bietet Amotiq individuelle und bedarfsgerechte

Konzepte für Autobauer und Zulieferer. Flexible, modulare Softwarelösungen

werden kontinuierlich entwickelt, um die wachsenden

Bedürfnisse abzudecken.“

Internationalisierung, Modellexplosion, Flexibilisierung und immer

weitere Spezialisierungswünsche sind ohne die entsprechenden

Dienstleister nicht mehr zu realisieren. Alle Prozesse sowie die Organisation

der Automobilbranche sind nur mit Prozessberatern und IT-Entwicklungsdienstleistern

zu bewerkstelligen, die jahrelange Praxiserfahrung

und Fachkompetenz aus der Automobilindustrie mitbringen.

Dennoch: Bei Störungen reagiert der Mensch fl exibler als jeder Roboter.

Deshalb wird der Manufakturgedanke bleiben – alles andere wäre

keine Verbesserung!“

amotIQ automotive GmbH

amotIQ automotive bietet umfassende Prozess-, Logistik- und

IT-Beratung für internationale Projekte sowie IT- Lösungen für

Automobilhersteller, Zulieferer und Dienstleister an.

Wir stehen für pragmatische, praxisorientierte und intelligente

Ansätze. Schnell, flexibel, branchenorientiert: Kompetenz über

die gesamte Prozesskette.

Komplettlösungen mit und ohne SAP in den Bereichen

JIT/JIS-Belieferung und -Produktion, Losgröße 1

Pick by light, pick by voice

Flexible Prozessvisualisierung

Industrie 4.0

Auslandsbelieferung

Materialflusssteuerung

Ladungsträgermanagement

Launch and Change Management

Optimierte Versandabwicklung, Handling Unit Management

Qualitätsmanagement mit elektron. Reklamationsabwicklung

Portaldatenintegration

amotIQ automotive GmbH

Lise-Meitner-Straße 6

74074 Heilbronn

Telefon: 07131-587707-0

E-Mail: info@amotiq.de

www.amotiq.de

www.amotiq.de


FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET

Packaging Valley Germany e.V. wurde 2007 als Verpackungscluster

gegründet und hat seinen Sitz in Schwäbisch Hall. Heute vernetzt

Packaging Valley über 40 Unternehmen aus der Verpackungsbranche

rund um die Städte Schwäbisch Hall und Crailsheim.

W.news sprach mit Packaging-Valley-Geschäftsführer

Kurt Engel über Zukunfts -

perspektiven in der digitalen

Welt und virtu elle Modelle

im eigenen Virtual–Reality-Center.

Welche Rolle spielt das Thema Digitalisierung

beziehungsweise Industrie 4.0 bei den

Mitgliedsunternehmen des Packaging Valley

und wie sollten Unternehmen dieses Thema

angehen?

Grundlage des Erfolgs für die Verpackungsmaschinenbauer

im Packaging

Valley ist die über Jahrzehnte entstandene

Kompetenz im Bau von individuellen,

nach Kundenwünschen entwickelten

Verpackungsmaschinen. Durch

die Wettbewerbssituation auf engstem

Raum entstehen immer wieder innovative

Ideen und Lösungen, die dazu führen,

dass Kunden weltweit in der Region

nicht nur die passenden Maschinen bestellen,

sondern auch immer wieder Aufträge

zur Neuentwicklung geben.

Lange bevor Industrie 4.0 zum Modebegriff

wurde, haben unsere Unternehmen

Technologien entwickelt, die den

steigenden Anforderungen der zunehmenden

Digitalisierung gerecht werden.

Ziel ist es, die Produktivität und Flexibilität

für immer kleiner werdende Losgrößen

zu steigern. Dabei spielt auch

die Digitalisierung und Vereinfachung

der Abläufe eine bedeutende Rolle.

Wie und in welchem Ausmaß wird nach

Ihrer Erkenntnis bei den Mitgliedsunternehmen

des Packaging Valley die Digitalisierung

beziehungsweise Industrie 4.0 umgesetzt

und was sind die Besonderheiten

im Verpackungsmaschinenbau?

Eine wesentliche Stärke unserer Unternehmen

liegt darin, die Produktion

schnell und effektiv den Kundenanforde-

24 w.news MAI 2016


T I T E L

rungen anpassen zu können. Ein Arbeitskreis

mit interessierten Unternehmen aus

dem Packaging Valley beschäftigt sich

mit diesem Thema, um besser auf die

Herausforderungen der Zukunft reagieren

zu können. Dabei geht es auch um

die Standardisierung von Schnittstellen

und damit um die Kommunikation zwischen

den verschiedenen Komponenten.

Von der Primär- und Sekundärverpackung

bis hin zur schonenden Endverpackung

bieten die Anlagenhersteller aus

der Region maßgeschneiderte Maschinen

und ganze Verpackungslinien. So können

pastöse, pulvrige oder feste Produkte für

nahezu alle Branchen verpackt werden.

Zu den Kunden zählen die Pharma-,

Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie,

aber auch die Hersteller von Papierhygieneartikeln

oder die Getränkehersteller.

Auch für die Spezialisten im Verpackungsmaschinenbau

sind die aktuellen

Themen wie Klimawandel, Ressourcen-

Verknappung und der demografische

Wandel von großer Bedeutungen. Das

Thema Sicherheit und Nachverfolgbarkeit

wird immer bedeutender.

Immer mehr Single-Haushalte brauchen

immer kleinere Einheiten. Älter werdende

Menschen benötigen leicht zu öffnende

Verpackungen, die zum Beispiel auch

wieder verschließbar sind. Lebensmittel

können durch gute Verpackungslösungen

länger und sicherer haltbar gemacht

werden.

Nicht nur in der Pharmabranche werden

Lösungen immer bedeutender, die

es ermöglichen die Produkte über den

gesamten Produktionsprozess bis zum

Endkunden lückenlos zu verfolgen.

Schon bisher ist das Thema Industrie

4.0 im Zusammenhang mit der Vernetzung

des gesamten Produktionsprozesses

Grundlage für weitere Entwicklungen.

Speziell im Packaging Valley beschäftigen

sich die Unternehmen derzeit damit

die Prozesse ständig weiter zu verbessern

und das Zusammenspiel der verschiedenen

Produktionseinheiten zu optimieren.

Vor kurzem wurde das VR-Center Schwäbisch

Hall eingeweiht. Welche Rolle spielt

dieses in diesem Zusammenhang?

Mit der Eröffnung eines Virtual-Reality-

Centers im Technologiezentrum Schwäbisch

Hall, ist das Packaging Valley auch

nach außen sichtbar in die dritte Dimension

gestartet. Eine Gruppe von Unternehmen

aus dem Kreis der Mitgliedsbetriebe

stellt das Budget, ergänzt durch einen

Förderbeitrag aus dem Europäischen Fonds

für regionale Entwicklung (EFRE). So können

für den Projekt zeit raum von drei Jahren

ca. 700.000 € bereitgestellt werden.

Dadurch entsteht die Möglichkeit, Maschinen

dreidimensional realistisch darstellen

zu können. Im VR-Center können

Projekte somit sehr früh mit Kunden

besprochen werden und so Änderungswünsche

schon in der Planungsphase

in die Konstruktion eingebracht werden.

Aber auch für Schulungszwecke, Projektarbeit

und Work shops steht das neue

Center zur Verfügung.

Das Angebot führt dazu, dass die verschiedenen

Disziplinen eines Unternehmens

besser verknüpft werden können

und so die digitale Welt am Projekt wahrgenommen

wird. Durch die Beteiligung

am Projekt Lernfabrik 4.0 des Landkreises

Schwäbisch Hall sollen auch die Berufsschulen

in die weitere Entwicklung eingebunden

werden.

Was ist neu/einmalig am VR-Center und wie

können Unternehmen davon profitieren?

Durch die professionelle Betreuung

unseres Mitgliedsunternehmens ITEK

kann die bereitgestellte Hard- und Software

von interessierten Unternehmen

effektiv genutzt werden.

Die verschiedenen Anforderungen von

unterschiedlichen Unternehmen führen

dazu, dass die Anwendungsmöglichkeiten

stetig fortgeschrieben werden und

sich so Innovationen für alle Beteiligten

ergeben.

So kann beispielsweise die Raum -

planung in Zusammenhang mit neuen

Maschinen so zusammengeführt werden,

dass im digitalen Modell der komplette

Ablauf und die mögliche Nutzung in

der Produktionshalle in der virtuellen

Realität zusammen geführt werden.

Schon in der kurzen Anlaufphase hat

sich gezeigt, dass unser VR-Center ein

gutes Forum ist, um Kunden und Anlagenbauer

zusammenzubringen.

Es ist sicher einmalig, dass firmen über -

greifend ein derartiges Angebot gemacht

werden kann. Nach Ablauf der Projektzeit

wird sich zeigen, wo und in welchem

Umfang sich derartige Einrichtungen in

den eigenen Betrieben rechnen.

Welche Vorteile ergeben sich durch die

Digitalisierung und welche Risiken sind

mit ihr verbunden?

Vorteile liegen darin, dass Prozesse

beschleunigt werden können und im

internationalen Geschäft die Wege wesentlich

kürzer werden. Risiken bestehen

durch die digitale Vernetzung und

die dadurch entstehenden Sicherheitsprobleme

in der digitalen Welt. Gerade

die Verpackungsmaschinenbauer und

deren Kunden sind hier überaus sensibel

wenn es um eigenes Know-how im

globalen Wettbewerb geht.

Welchen Beitrag leistet Packaging Valley, um

das Thema Industrie 4.0 voranzubringen?

Einen wichtigen Beitrag zu den Themen

Digitalisierung, Sicherheit, Service

und Virtual Reality wollen wir im Rahmen

unserer Packaging Valley Days

leisten.

Diese Veranstaltung findet alle drei

Jahre statt. Am 23. und 24. Juni trifft

sich wieder die Verpackungswelt in

Schwäbisch Hall, um in einem Fachkongress

über aktuelle Themen zu dis ku -

tieren. Bei Firmenbesuchen werden die

neuesten Produkte den potenziellen und

schon bestehenden Kunden vorgestellt.

Es werden wie in der Vergangenheit etwa

250 Besucher aus 20 Ländern erwartet.

Wie sind die Unternehmen aufgestellt, um

im globalen Wettbewerb auch in Zukunft

eine führende Rolle zu spielen?

Durch hohe Investitionen in Gebäude

und Ausstattung sind die meist fami -

liengeführten Unternehmen aus dem

Packaging Valley auch für die Zukunft

bestens gerüstet. Weltweiter zuverlässiger

Service und Investitionen in Forschung

und Entwicklung sind die Gewähr dafür,

dass die Unternehmen aus der Region

auch künftig mit an der Spitze dabei

sein werden, wenn es um die Entwicklung

und den Bau von innovativen Verpackungsmaschinen

geht. (red)

Infos und Anmeldung zu den Packaging

Valley Days unter:

www.packaging-valley.com

MAI 2016 w.news

25


T I T E L

MAL SCHNELL IN

DIE DIGITALE WOLKE

Datenverarbeitung und Rechenleistung wie ein

Großkonzern? Was für viele kleine und mitt–

lere Unternehmen lange Zeit nicht bezahlbar

war, ist durch Cloud Computing möglich. Wer

sich Speicher- und Rechenleistung bei Bedarf

aus dem Internet holen will, sollte aber auch

über schnelles Internet verfügen.

VO N S V E N L I E V E N

26 w.news MAI 2016


T I T E L

Laut einer Studie von Gartner, einem

Anbieter von Marktforschungsergebnissen

und Analysen über die

Entwicklungen in der IT, vom Janu -

ar 2016 lag der weltweite „Cloud-

Computing“-Gesamtmarkt 2015 bei etwa

175 Milliarden US-Dollar. Für 2016 wird

eine Steigerung auf 205 Milliarden US-

Dollar prognostiziert, was einer Rate von

16,5 Prozent entspricht. Die höchsten Wachstumsraten

liegen dabei auf dem Gebiet der

Infrastruktur-Services. Die Entwicklungen

in Deutschland hinken „traditionell“ im

internationalen Vergleich etwas hinterher.

Aber auch hier nutzt bereits heute etwa die

Hälfte der Unternehmen „Cloud-Computing“

vorwiegend in Form von „Private-Cloud“.

Der Anteil der Cloud-Anwender liegt bei

den großen Unternehmen erwartungsgemäß

deutlich höher. Hemmschwellen der

Nutzung sind eine schlechte Internetanbindung,

bei „Public-Cloud“-Dienstleistungen

vor allem aber auch Bedenken hinsichtlich

der Daten sicherheit. Durch Einsatz entsprechender

Sicherheitstechnik sind diese Bedenken

jedoch weitgehend unbegründet.

Unterschiedliche Servicemodelle

„Cloud-Computing“ ist ein IT-Servicemodell,

das es erlaubt, jederzeit und von

überall via Internet auf IT-Ressourcen

(Netze, Server, Speicher, Applikationen, ...)

zuzugreifen, welche schnell und mit geringem

Aufwand zur Verfügung gestellt

werden können. „Cloud-Computing“ enthält

drei verschiedene Servicemodelle:

æ IaaS – Infrastructure as a Service

Bei diesem Servicemodell bietet die

Cloud Zugriff auf gemanagte IT-Infrastrukturen.

Für die Installation und den

Betrieb der Applikation ist der Anwender

selbst verantwortlich, Beispiel: Amazon

Web Services (AWS).

æ PaaS – Platform as a Service

PaaS bietet zusätzlich eine dynamische

Softwareumgebung, wie beispielsweise

Microsoft Azure, auf deren Plattform

der Anwender seine Applikationen entwickelt

und/oder betreiben lässt.

æ SaaS – Software as a Service

SaaS stellt den Anwendern die reine

Nutzung von Applikationen zur Verfügung.

Infrastruktur, Datenhaltung und

Skalierbarkeit gehört zum Serviceangebot

des Providers. Beispiel hierfür ist

Microsoft 365.

Die verschiedenen Servicemodelle können

sowohl als „Private“- (im Unternehmen)

oder „Public“-Cloud-Lösungen (externer

Dienstleister) betrieben werden.

Der Gestaltungsaufwand für den Anwender

ist bei IaaS am größten und bei

SaaS am geringsten. Bei SaaS ist der Serviceprovider

im Rahmen seiner Service

Levels Agreements für die gebotene Verfügbarkeit,

Performance und Sicherheit

alleine verantwortlich.

Heute gibt es bereits sehr ausgereifte,

hochwertige „Cloud-Lösungen“ und Angebote,

welche in Zusammenarbeit von Marktund

Technologieführer wie Microsoft und

Amazon entwickelt werden. Diese können

nun mit der gewohnten Sicherheit in der

Cloud betrieben werden.

Lösungsangebote zur Absicherung der

Unternehmensdaten sowie der Administration

finden ihren Einsatz sowohl in der

Cloud als auch im Unternehmen. Der große

Vorteil hierbei ist, dass in beiden Umgebungen

homogene Technologien zum Einsatz

kommen.

Cloud-Computing hat viele Vorteile

Laut der Studie Cloud-Monitor 2015, die

von der KPMG in Zusammenarbeit mit

der Bitcom Research erstellt wurde, ist

„Cloud-Computing“ kein reines Kostenthema.

Vorrangig geht es um eine Optimierung

der Strukturen und Prozesse,

einen besseren Zugriff auf IT-Ressourcen

sowie eine erhöhte organisatorische Flexibilität

und effizientere IT-Strukturen.

Der große Vorteil von „Cloud-Computing“

liegt in der Entlastung der meist ohnehin

chronisch überlasteten eigenen IT-Abteilung

und des Budgets. Der zusätzliche und

somit zeit- und kostenintensive Aufbau von

Spezial-Know-how für die Systempflege

sowie der Betrieb, der in die Cloud aus -

gelagerten IT-Landschaft entfällt. Die IT-

Abteilung kann sich voll und ganz neuen

Anforderungen und Aufgaben stellen.

Um die in vielen Fällen hohen Vorteile

der Cloud-Technologie in Verbindung mit

der gebotenen Sicherheit und Systemverfügbarkeit

nutzen zu können, ist wie bei

allen strategischen IT-Projekten eine sorgfältige

Planung notwendig.

www.asapcom.de

DER AUTOR

Sven Lieven ist Geschäftsführer von Asapcom,

einem inhabergeführten, hochspezialisierten

Dienstleistungsunternehmen auf dem Gebiet

der Netztechnologie und der Informations -

sicherheit mit Hauptsitz in Heilbronn.

WAS ZÄH LT SIND

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MAI 2016 w.news

27


T I T E L

MOBILE PAYMENT –

BEZAHLEN 4.0

Die Welt wandelt sich zunehmend von einer analogen zu einer

digitalen. Ob Shopping, Socialising, Navigation und Berufs- oder

Partnersuche – allen Bereichen ist gemeinsam, dass dafür die

Nutzung von Mobile Devices wie Notebook, Tablet oder Mobil -

telefon selbstverständlich geworden ist.

VO N L U DW I G H I E R L U N D S T E FA N M O S I G

Umso überraschender ist es, dass

in Deutschland am stationären

Point of Sale (POS) mit einem

Anteil von mehr als 50 Prozent

nach wie vor überwiegend mit

Bargeld bezahlt wird. Das Bezahlen mit

einem mobilen Endgerät ist mit einem

Anteil von gerundet 0,0 Prozent de facto

weiterhin bedeutungslos. Im Zeitverlauf

haben es weder die Bezahlvarianten der

zweiten Generation (Schecks), noch der

dritten Generation (Girocards, Kreditkarten)

geschafft, das Bargeld in seiner

führenden Bedeutung abzulösen. Auch

„Mobile Payment“ als Zahlungsmittel der

vierten Generation kann bereits auf eine

mehr als zehnjährige Geschichte zurückblicken.

Eine signifikante Marktetablierung

gelang bislang allerdings nicht.

Ursachenanalyse für das bisherige Scheitern

Die Anforderungen an eine mobile

Bezahllösung am POS erscheinen naheliegend:

Aus Sicht der Verbraucher sollte

die Anwendung unter anderem möglichst

einfach, schnell und sicher sowie flächendeckend

einsetzbar sein. Aus Sicht der

stationären Händler stehen neben einer

möglichst geringen Transaktionszeit für

den Bezahlvorgang und dem Schutz von

sensiblen Kundendaten, eine Garantie des

Geldeingangs sowie eine geringe Transaktionsgebühr

im Vordergrund.

Die bisherigen „Mobile-Payment“-Lösungen

haben diese Anforderungen entweder

unterschätzt oder waren nicht im

Stande, diese zu erfüllen. Die Anwendungen

waren vielfach zu komplex, zu teuer

(in Bezug auf Transaktionsgebühren und

erforderliche Investitionen), zu langsam,

zu wenig bekannt, schlecht operabel, nur

an wenigen Akzeptanzstellen einsetzbar

oder mit zu wenigen Nutzungsanreizen

ausgestattet. Auch Sicherheitsbedenken

konnten nicht ausreichend entkräftet

werden.

Chancen einer erfolgreichen Umsetzung für

Handel und Verbraucher

In der kommenden Dekade werden

viele Offline-Anbieter wohl in zunehmendem,

aber keinesfalls vollständigem

Ausmaß von Amazon & Co. aus dem

Markt gedrängt werden. Insbesondere

Händler, die sich Innovationen verweigern,

werden zur Schließung gezwungen

sein. Es werden diejenigen POS-Standorte

überleben, denen es gelingt, dem

Kunden einen Erlebnismehrwert zu verschaffen.

Eine erfolgreiche Etablierung

von Mobile Payment in Verbindung mit

einer umfassenden Mobilitätsstrategie

bietet für stationäre Händler daher die

Chance auf ein erfolgreiches Fortbestehen

in diesem Wettbewerbsumfeld.

Mobile Endgeräte wie zum Beispiel

Smartphones eröffnen aufgrund des Displays

(darüber verfügen weder Girocards

noch Kreditkarten) neue Chancen zur

Interaktion mit Kunden und damit zur

Steigerung der Kaufbereitschaft. Neben

kundenindividuellen Kommunikationsmaßnahmen

(beispielsweise Hinweise auf

Sonderartikel für die anstehende Gartenund

Grillsaison) können den Kunden

Mehrwerte in Form von Rabatten und

Gutscheinen, analysierbaren digitalen

Kassenzetteln zur Haushaltsbudgetkontrolle

oder Indoor-Maps zur besseren

Orientierung und zum Finden einzelner

Artikel angeboten werden. Auch Informationen

über Produkte und deren Inhaltsstoffe

sowie die Auswahl und Bestellung

von Produkten von Zuhause beziehungsweise

von unterwegs sind möglich. Anstelle

einer Ablösung des Offline- durch

den Online-Handel ergäbe sich damit

eine Symbiose, die nicht nur den POS-

Fortbestand sichern, sondern Amazon

längerfristig sogar gefährden könnte.

28 w.news MAI 2016


Zentrale Risiken und Umsetzungshemmnisse

Ein wesentliches Element der Umsetzung

bilden die technischen Grundlagen

sowie Sicherheitsstandards. Derzeit ist

weder absehbar, welcher der möglichen

Transaktionswege (Favoriten sind die NFCsowie

die QR-Technologie) sich durchsetzen

wird, noch wie sich die da bei jeweils

zu beachtenden technischen Standards

und Sicherheitsregularien weiterentwickeln

werden. Zur Vermeidung system -

immanenter Risiken wie zum Beispiel

einem unautorisierten Zugriff oder einer

unbeabsichtigten Weitergabe von sensib -

len Daten, die auf dem Mobiltelefon oder

in einem sogenannten „Secure Element“

gespeichert wurden, könnte ein Datenpooling

analog dem „PayPal-Prinzip“ die

beste Lösung sein.

Sicherer Umgang mit Daten

Auch der sichere Umgang mit Daten

muss gewährleistet und das Vertrauen

der Kunden gewonnen werden. Während

die Verbraucher, auch gemäß eigener

Studienergebnisse, den Banken im

Gegensatz zu beispielsweise Google & Co.

noch am ehesten sensible Daten anvertrauen

möchten, hielten sich diese lange

Zeit wohl auch aufgrund der Negativ -

erfahrungen mit der Geldkarte sehr bedeckt.

Der mobile Zahlungsmittelmarkt

ist daher noch immer sehr fragmentiert

und von (zu vielen) Einzellösungen der

zahlreichen Stakeholder geprägt. Nun

gibt es in der Bankenlandschaft einen

Zusammenschluss und mit der Mobile-

Payment-Lösung „paydirekt“ zukünftig

eine Alternative zu der im Internet führenden

Zahlungsart PayPal.

Gelingt nun (endlich) der Durchbruch?

Eine marktreife „Mobile-Payment“-

Lösung von „paydirekt“ ist derzeit noch

nicht verfügbar. Sofern eine baldige

flächendeckende Einsetzbarkeit möglich

wird und der Zusammenschluss der

deutschen Ban kenlandschaft dauerhaft

bestehen bleibt, kann eine Marktetablierung

von „ Mobile Payment“ gelingen.

Zuletzt wurde diese Aussicht getrübt,

nachdem mit Yapital und MyWallet

zwei der in Deutschland bekanntesten

„Mobile-Payment“-Lösungen ohne Angabe

von Gründen eingestellt wurden.

Nach diesen Erfahrungen ist eine schnelle

Ablösung der Bargeldzahlung durch

„Mobile Payment“ in den nächsten zehn

Jahren nicht zu erwarten. Anders verhält

es sich, wenn die von der EZB und

einigen Ökonomen angeregte Option,

Bargeld abzulösen, tatsächlich realisiert

werden würde. Dies würde die Einführung

deutlich beschleunigen.

DIE AUTOREN

Dr. Ludwig Hierl ist Inhaber einer Professur an

der DHBW Heilbronn. Die Schwerpunkte der

Forschungs-, Lehr- und Seminartätigkeiten des

an der Universität Regensburg promovierten

Diplom-Kaufmanns liegen insbesondere in den

Bereichen Bilanzierung (HGB und IAS/IFRS),

Controlling, Investition und Finanzierung sowie

Managementlehre.

Diplom-Kaufmann (FH) Stefan Mosig, B.A.,

ist seit 1992 als Business Coach, Manager und

Interim-Manager international für Industrie- und

Dienstleistungsunternehmen tätig. Strategie &

Change, Existenzgründung und Sanierung bilden

die Schwerpunkte seiner freiberuflichen Unternehmensberatung.

Er doziert an der DHBW Heilbronn,

der European Management School Mainz

und der Cologne Business School.

Das 2016 erschienene Buch der Autoren „Mobile

Payment Bezahlen 4.0 – Hürden und Lösungsansätze

für einen Durchbruch des mobilen

Bezahlens am stationären Point-of-Sale (POS)“

ist im Tredition Verlag Hamburg erschienen.

MAI 2016 w.news

29


N E W S T I C K E R

NEUES AUS BERLIN UND BRÜSSEL

politik betonte sie ihr Festhalten an einer

europäischen Lösung und dankte für

das große Engagement der Wirtschaft

gerade auch mit dem deutschlandweiten

Aktionsprogramm der IHKs „Ankommen

in Deutschland – Gemeinsam unterstützen

wir Integration“. Das Programm

ist für 2016 mit rund 20 Millionen Euro

ausgestattet und wird beim DIHK und in

den IHKs von 170 Mitarbeitern umgesetzt.

Es soll das breitgefächerte Engagement

der IHKs bündeln und ein flächendeckendes

Unterstützungsangebot aufbauen.

renner.thomas@dihk.de

courbois.anne@dihk.de

Big Data: Die richtigen Voraussetzungen

schaffen Berlin. Hochleistungsfähige

Datennetze, faire Wettbewerbsbedingungen

und gut ausgebildete Fachkräfte

sind Grundvoraussetzungen, damit Unternehmen

Big Data als Instrument für

ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit

nutzen können. Das macht der DIHK

in seinem aktuellen Eckpunktepapier

„Big Data – Große Chancen für deutsche

Unternehmen“ deutlich. Er fordert

darin die Politik auf, den Breitbandausbau

zukunftsorientiert zu planen und

Glasfaserinfrastrukturen bis in die Gebäude

sicherzustellen. Auch die Förderpolitik

sollte längerfristig darauf ausgerichtet

werden. Um für die Herausforderungen

von Big Data gewappnet zu sein,

sollten sich kleine und mittlere Unternehmen

stärker vernetzen und sich an

gemeinsamen Plattformen beteiligen.

Das Erheben, Nutzen und Übertragen

von Daten inner- und außerhalb der Unternehmen

birgt allerdings auch Sicherheitsrisiken.

Die Bundesregierung ist

hier gefragt, entsprechende Schwerpunkte

in der Sicherheitsforschungsförderung

zu setzen. Auch die Fortbildung

der Beschäftigten sollte im Hinblick auf

IT-Sicherheit angepasst werden.

vanrenssen.linda@dihk.de

Startschuss für Netzwerk „Unternehmen

integrieren Flüchtlinge“ Berlin. Erfolgreicher

Start der neuen DIHK-Initiative: Mehr

als 500 Unternehmen – vom KMU bis

zum DAX-Konzern – haben sich bereits

im Netzwerk „Unternehmen integrieren

Flüchtlinge“ zusammengefunden. Sie alle

engagieren sich für Integration, bieten

Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze

an, stellen Wohnraum bereit, organisieren

Sprach- oder Sportkurse. Die

neue Plattform, die DIHK-Präsident Eric

Schweitzer und Bundeswirtschaftsminister

Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin vorstellten,

bündelt die Erfahrungen der

Unternehmen, ermöglicht den Best-

Practice-Austausch. Schweitzer betonte:

„Viele Unternehmen wollen ihren Beitrag

zur Integration von Flüchtlingen leisten.

Sprachbarrieren und häufig nicht bekannte

Qualifikationen sind dabei große

Herausforderungen. Mit unserer Initiative

wollen wir aufzeigen, wie Unternehmen

diese bewältigen können.“ Bundesmi-

Merkel dankt IHK-Organisation für

Flüchtlings-Engagement Berlin. Von der

Binnenkonjunktur bis hin zur Außenpolitik

reichte die Palette der Themen, die

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die

Mitglieder der DIHK-Vollversammlung im

März in Berlin diskutierten.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer sicherte

Gastrednerin Angela Merkel (CDU) die

Unterstützung der Wirtschaft gerade in

der Flüchtlingsfrage zu. Er verwies zugleich

auf die große Unsicherheit in den Unternehmen.

Trotz der schon seit Längerem

guten Wirtschaftslage seien die Betriebe

eher verhalten optimistisch: „Sie fahren auf

Sicht und schlagen sich dabei außerordentlich

erfolgreich.“ Der DIHK-Präsident

nannte es „entscheidend für die Bewältigung

der Herausforderungen“, dass die

Politik „trotz Gegenwind den Mut aufbringt,

in der Sache richtige Entscheidungen zu

vertreten und Reformen umzusetzen“.

Das Wirtschaftswachstum sei „nicht überragend

gut“, bestätigte die Kanzlerin. Da -

her gelte es zu überlegen, was jenseits

der Geld- und Zinspolitik zur Steigerung

des Wachstums getan werden könne.

Merkel bezeichnete es als Aufgabe der

Politik, Investitionen zu unterstützen und

in Infrastruktur zu investieren. Sie verwies

auf die enormen Chancen einer

Zusammenarbeit mit den USA und versprach,

sich dafür einzusetzen, dass die

wesentlichen Grundzüge des transatlantischen

Freihandelsabkommens TTIP noch

in Barack Obamas Amtszeit festgelegt

werden. In Zusammenhang mit der Asylnister

Gabriel (SPD) sieht die große Bereitschaft

der Betriebe, Flüchtlingen eine

Perspektive zu geben und in zukünftige

Fachkräfte zu investieren, aber auch die

Schwierigkeiten: „Die Integration von

Flüchtlingen ist eine Herausforderung,

für die es weder Blaupausen noch

Patent rezepte gibt. Mit dem neuen Netzwerk

haben die Unternehmen eine Plattform,

auf der sie voneinander lernen

können und zu den alltäglichen Fragen

wichtige Unterstützung erhalten.“

Die Mitgliedschaft ist kostenlos, willkommen

sind alle Unternehmen, auch solche,

die noch keine Erfahrungen mit Angeboten

an Flüchtlinge haben. Unterstützt wird

die Initiative vom Bundeswirtschaftsministerium

mit 2,8 Millionen Euro.

grathwohl.daphne@dihk.de

Neuer Verkehrswegeplan setzt Prioritäten

bei Engpässen Berlin. Immer wieder

hatte der DIHK auf überlastete Straßen

und marode Brücken hingewiesen. Seine

Forderung: Die Mittel für die Bundesverkehrswege

müssen schwerpunktmäßig

dort eingesetzt werden, wo der Bedarf

besonders groß ist. Mit dem Entwurf des

neuen Bundesverkehrswegeplans 2030

folgt der Bund der Forderung nach Priorisierung:

Erhalt vor Neubau und Engpassbeseitigung

in hoch belasteten Korridoren

sollen in den nächsten Jahren

im Vordergrund stehen.

thiele.patrick@dihk.de

IHK-Veranstaltungen (Auszug) Mai–Juni 2016

Datum Veranstaltung Ort Preis

24.05.2016 Sprechtag mit der L-Bank und Bürgschaftsbank IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn kostenfrei

30.05.2016 Unterrichtung nach dem Gaststättengesetz Heilbronn 100,00 €

01.06.2016 Sprechtag für Existenzgründer im Hohenlohekreis Rathaus Öhringen kostenfrei

02.06.2016 Sachkundeprüfung zum/zur geprüften Versicherungsfachmann/-frau Heilbronn 299,00 €

02.06.2016 IT-Sicherheit @ Mittelstand – Workshop IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn 325,00 €

06.06.2016 Wie mache ich mich selbständig? IHK-Außenstelle Wertheim kostenfrei

06.06.2016 Unterrichtung im Bewachungsgewerbe nach § 34a GewO IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn 425,00 €

07.06.2016 Sprechtag mit der L-Bank HWK-Geschäftsstelle Tauberbischofsheim kostenfrei

09.06.2016 Existenzgründungsberatung Rathaus Crailsheim kostenfrei

09.06.2016 Selbständigkeit im Nebenerwerb – IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn kostenfrei

IHK-Informationsveranstaltung für Existenzgründer

13.06.2016 Warenursprung und Präferenzen – Zollvorteile nutzen IHK-Geschäftsstelle Schwäbisch Hall 150,00 €

Weitere Infos zu den Veranstaltungen unter www.heilbronn.ihk.de/termine

30 w.news MAI 2016


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G E L D + M Ä R K T E

Argentinien

Mehr als nur Tango

Trotz hoher Inflation und einer schwachen

wirtschaftlichen Entwicklung keimt in Argentinien

nach den Wahlen im November letzten

Jahres neue Hoffnung auf.

Barbara Konner, Hauptgeschäftsführerin

der AHKs Argentinien,

Paraguay und Uruguay, berichtet

im Interview über das geplante

Freihandelsabkommen

zwischen der EU und dem Mercosur und

die wirtschaftliche Zukunft Argentiniens.

Argentiniens Wirtschaftsleistung wird dieses

Jahr vermutlich sinken. Erwarten Sie

unter dem neuen Präsidenten Mauricio Macri

einen Umschwung?

Diesen Umschwung erwarte ich nicht

nur, sondern er wurde bereits eingeleitet

und dies, obwohl die neue Regierung

erst wenige Wochen im Amt ist. Direkt

nach dem Regierungswechsel wurden die

Devisenkontrollen aufgehoben und es

sind bereits auf 87 Prozent aller Produkte

die Importrestriktionen weggefallen.

Auch die Besetzung des Kabinetts

mit vielen ehemaligen Unternehmensmanagern

unterstreicht den neuen wirtschaftsfreundlichen

Kurs der Regierung.

So werden wir zwar für 2016 wohl noch

einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts

sehen, aber bereits für das kommende

Jahr erwarten wir einen Anstieg

um vier bis fünf Prozent.

Argentinien leidet unter hoher Inflation.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Die Inflation ist tatsächlich ein Problem.

Aufgrund der wirtschaftspolitischen

Erbschaft der Amtszeit Néstor Kirchners

erwarten Experten auch noch in diesem

Jahr eine Inflation von rund 33 Prozent.

Aber viele Unternehmen sind schon seit

Jahren oder Jahrzehnten im Land, was

auch unser 100-jähriges Kammerjubiläum

in diesem Jahr belegt. Sie haben

mit der Zeit gelernt, und bemühen sich

daher, Gewinne nicht zu akkumulieren,

sondern das Geld direkt in der Landeswährung

zu investieren.

Zwar weisen die deutschen Ausfuhrdaten

von Januar bis November 2015 auf eine

Erho lung der Exporte nach Argentinien hin,

aber sie sind seit 2010 nur leicht angestiegen.

Woran liegt dies?

Insbesondere die Importrestriktionen

der letzten Regierung haben dazu geführt,

dass die Potenziale der Handelsbeziehungen

nicht ausgenutzt werden

konnten. Doch trotz dieser Politik, die

sehr stark auf Importsubstitutionen setzte,

sind die Exporte deutscher Firmen

über die Jahre gestiegen. Durch die nun

erfolgte Rücknahme der Restriktionen

und die Reduzierung bürokratischer

Hürden werden wir aber hoffentlich bald

das volle Potenzial nutzen können.


MAI 2016 w.news

33


G E L D + M Ä R K T E

Seit über einem Jahrzehnt laufen die Verhandlungen

für ein Freihandelsabkommen

zwischen der EU und dem Mercosur, dem

neben Argentinien auch Brasilien, Paraguay,

Uruguay und Venezuela angehören. Wie ist

hier der aktuelle Stand und welche Vorteile

erwarten Sie von einem Abschluss?

Durch den Politikwechsel kommt neu -

er Schwung in die Verhandlungen, welche

zuletzt etwas stockten. Erst kürzlich

hat Präsident Macri bei einem Treffen

des Mercosurs betont, wie wichtig die

Zusammenarbeit mit der EU und der

Abschluss des Abkommens seien. Deshalb

hoffe ich, dass es mittelfristig zu

einem Abkommen kommt. Dadurch würden

die Zölle sinken, was die Bedingungen

für den Handel mit einer Region

mit rund 400 Millionen Konsumenten

auch für deutsche Unternehmen deutlich

verbessern könnte.

Ihre drei AHKs bieten die Dienstleistung

Geschäftspartnervermittlung an. Wie gehen

Sie dabei vor?

Zunächst ermitteln wir entsprechend

der konkreten Vorgaben des Kunden

lokale Partner, die Interesse an einer

Zusammenarbeit mit einem deutschen

Unternehmen haben und stellen die

Profile in einem Bericht zusammen.

Auf Wunsch des Kunden organisieren

wir im Anschluss ein Treffen der Unternehmen

hier vor Ort, bei dem Unternehmensbesichtigungen

durchgeführt

und die nächsten Schritte vereinbart

werden können, bei denen wir ebenfalls

gerne beratend zur Seite stehen.

Beenden Sie bitte den folgenden Satz:

„Argen tinien ist ein attraktiver Investitions-

und Exportmarkt, weil …“

… es über einen großen Nachholbedarf

in den Bereichen Infrastruktur und

Energie, ein hohes Bildungsniveau und

reiche Vorkommen strategischer Rohstoffe

verfügt, die langfristig beste Wachstumschancen

versprechen (DIHK).

Weitere Informationen zum weltweiten

Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern

(AHKs) gibt es im

Internet auf der Homepage der AHK,

Dienstleistungen zum Markteinstieg

und -ausbau bieten die AHKs unter der

Servicemarke DEinternational an. (red)

www.ahk.de

www.deinternational.de

ÜBER ARGENTINIEN

æBIP pro Kopf, in USD, 2016 (Prognose):

13.284

æWirtschaftswachstum, 2016 in Prozent, real

(Prognose): - 0,5

æBeziehungen zu Deutschland, Jan.–Nov.

2015 (Prognose):

Deutsche Einfuhren, in Millionen Euro:

1.413,4 (- 2,9 % gegenüber 2014)

Deutsche Ausfuhren, in Millionen Euro:

2.445,4 (+ 7,9 % gegenüber 2014)

æHermes Länderkategorie: 7

æEase of Doing Business 2016: 121 von

189 Ländern Quellen: GTAI 2015, Destatis

ZUR AHK

æGründungsjahr: 1916

æStandort: Buenos Aires

KONTAKT

Barbara Konner

Telefon +54(0)11 52194023

E-Mail bkonner@ahkargentina.com.ar

ZUR PERSON

Barbara Konner studierte VWL und Politikwissenschaft.

Über Stationen bei der Wirtschaftskommission

der UNO für Lateinamerika (CEPAL),

der GTZ (heute GIZ), der EXPO GmbH und der

chilenischen Botschaft in Berlin kam sie 2002

zum Deutschen Industrie- und Handelskammertag.

Seit 2011 leitet sie die AHKs Argentinien,

Paraguay und Uruguay.

ARGENTINIEN: WIRTSCHAFTLICHE ZIELE DER NEUEN REGIERUNG

Quellen: ARD, dpa, NZZ

AHK-Geschäftsführerin Barbara Konner.

34 w.news MAI 2016


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ist einfach.

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von Anfang an unterstützt.

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G E L D + M Ä R K T E

BREXIT ODER NICHT BREXIT?

Für deutsche Unternehmen ist Großbritannien der drittwichtigste

Auslandsmarkt. Nur Kunden in den USA und Frankreich nehmen

derzeit mehr deutsche Exporte ab.

In 2015 lieferten deutsche Unternehmen

Waren im Wert von 89,3 Milliarden

Euro auf die Insel, ein erneutes

Plus von 12,8 Prozent. Seit dem Ende

der Finanzkrise 2010 erhöhten sich

die deutschen Lieferungen nach Großbritannien

damit um insgesamt 67 Prozent.

Matthias Kruse, Geschäftsführer International

der IHK Rhein-Neckar, im Gespräch

mit Dr. Ulrich Hoppe, Hauptgeschäftsführer

der Deutsch-Britischen

Industrie- und Handelskammer, zu den

möglichen Folgen eines Brexits und zu

Empfehlungen, wie sich deutsche Unternehmen

in ihrem Großbritannien-

Geschäft aktuell und nach einem möglichen

Brexit verhalten sollten.

Wie wirkt sich die für den 23. Juni angesetzte

Abstimmung auf das aktuelle Orderverhalten

britischer Unternehmen aus?

Auf das Orderverhalten britischer Unternehmen

sehen wir derzeit noch keine

Auswirkungen, wohl aber bei Inves -

titionsentscheidungen und -planungen

von global operierenden Unternehmen.

Diese nehmen derzeit eher eine abwartende

Haltung ein.

Wie stark würde das Pfund im Falle eines

EU-Ausstiegs Großbritanniens an Wert gegenüber

dem Euro verlieren? Oder ist ein

möglicher Ausstieg schon in der Pfundabwertung

der letzten Monate von rund zehn

Prozent weitestgehend „eingepreist“?

Die zukünftige Wechselkursentwicklung

zum Euro wage ich nicht vorher -

zusagen, da auch der Euro eine Vielzahl

von Risiken birgt. Was man sicher sagen

kann, ist, dass die Volatilität des Wechselkurses

ansteigen wird und Unternehmen

deshalb dies in ihrer Finanzplanung

berücksichtigen sollten.

36 w.news MAI 2016

”Eine ,blauäugige‘

Wahrnehmung

der Realität birgt

große Risiken

für das


Land.

Dr. Ulrich Hoppe,

Hauptgeschäftsführer

der Deutsch-Britischen

Industrie- und

Handelskammer

Welche Risiken birgt ein Brexit für Kaufund

Dienstleistungsverträge?

Im Falle eines Brexits wird es in Bezug

auf den Warenverkehr sicherlich schnell

zu einem, wie auch immer gearteten,

Freihandelsabkommen mit der EU kommen.

Aus diesem Grund liegen die Hauptrisiken

vorwiegend im Dienstleistungsverkehr

und bei längerfristig laufenden

Verträgen, da sich unter Umständen Standards

und regulatorische Anforderungen

auseinander entwickeln werden.

Welche unmittelbaren Auswirkungen hätte

ein Brexit auf die Personenfreizügigkeit

und damit auf das Erbringen von Dienstleistungen

deutscher Unternehmen in Großbritannien?

Das hängt davon ab, wie Großbritannien

die Personenfreizügigkeit dann handhaben

wird. Sollte diese eingeschränkt

werden oder mit größerem Verwaltungsaufwand

verbunden sein, werden manche

Unternehmen sich möglicherweise

zumindest teilweise vom britischen Markt

zurückziehen. Für global operierende Unternehmen

ist das Thema Arbeitnehmerfreizügigkeit

von herausragender Bedeutung,

da sie häufig zeitnah Expertenteams

für Projekte an unterschiedlichen

Standorten zusammenrufen müssen.

Wie sieht dies mittelfristig aus? Plant

Großbritannien nach einem EU-Austritt

dem EFTA-Raum beizutreten und ähnlich

wie die Schweiz bilaterale Abkommen mit

der EU abzuschließen? Welche Auswirkungen

hätte dies auf das Erbringen von Dienstleistungen

für deutsche Anbieter?

Wie sich das Verhältnis Großbritanniens

zu den anderen europäischen Ländern

nach einem möglichen EU-Austritt

gestalten wird, ist derzeit nicht vorher-


sehbar, da die Austrittsbefürworter bisher

keine klare Strategie haben. Sie versprechen

nur, dass alles „besser“ und

Großbritannien dann endlich frei sein

wird, sein Glück in der Welt zu suchen.

Diese eher „blauäugige“ Wahrnehmung

der Realität birgt große Risiken für das

Land, denn einen Status wie Norwegen

oder die Schweiz wird Großbritannien

nicht anstreben können, denn beide

Länder müssen ohne große Mitsprache

zum EU-Haushalt finanziell beitragen

und Regularien, Verordnungen etc.

häufig übernehmen (zum Beispiel die

Arbeitnehmerfreizügigkeit, ein Hauptkritikpunkt

an der EU in den Augen

der Austrittsbefürworter). Diese Modelle

wären für die Brexit-Befürworter sogar

eine Verschlechterung gegenüber des

bisher für sie schon unakzeptablen Zustands

und sind deswegen keine Option.

Welche Empfehlungen geben Sie zum Minimieren

dieser Risiken deutschen Lieferanten

und Dienstleistungserbringern, die aktuell

Kauf- und Dienstleistungsverträge mit in

Großbritannien ansässigen Kunden eingehen

wollen?

Derzeit geben wir keine generellen

diesbezüglichen Empfehlungen ab, da

dieses eher vom Einzelfall abhängt. Wir

erwarten, dass selbst wenn es zu einem

Brexit kommt, der britische Gesetzgeber

keine erratischen Entscheidungen, beispielsweise

in Bezug auf regulatorische

Anforderungen, treffen wird. Hinsichtlich

der Durchführung und Erfüllung von

Verträgen im Falle sich ändernder Rahmenbedingungen

wird deshalb auf dem

Verhandlungswege immer eine Lösung

gefunden werden können.

Welche Auswirkungen hätte ein Brexit auf

die britische Wirtschaft? Wird das Königreich

dauerhaft an wirtschaftlichem Schwung

verlieren und britische Kunden weniger

Waren aus dem Ausland und damit auch

von deutschen Lieferanten nachfragen?

Deutsche Waren genießen einen sehr

guten Ruf in Großbritannien und die

Nachfrage nach diesen wird sich deshalb

wahrscheinlich nicht verringern.

Dauerhaft wird die britische Wirtschaft

aber durchaus etwas an Schwung verlieren

– viele Experten rechnen über die

nächsten zehn Jahre mit einem dann

um zwei bis drei Prozentpunkte geringerem

Bruttoinlandprodukt. Ich glaube

aber, dass insgesamt die negativen Auswirkungen

langfristig noch größer sein

werden, da Großbritannien, wie auch die

EU, an Einfluss in der Welt durch einen

Brexit verlieren werden und dieses Vakuum

unter Umständen von anderen, die

nicht unsere Werte von Rechtsstaat und

Demokratie teilen, gefüllt wird. Dies hätte

langfristig erhebliche negative Auswirkungen

auf den Fortschritt der Globalisierung,

welche rund um den Globus in den

letzten Jahrzehnten zu Wachstum und

Wohlstand erheblich beigetragen hat.

Wie realistisch wäre eine Loslösung Schottlands

vom Königreich im Falle eines Brexits?

Welche Auswirkungen hätte die Diskussion

über ein unabhängiges Schottland auf die

künftige Wirtschaftsentwicklung Großbritanniens?

Sollten sich die schottischen Wähler

im EU-Referendum für einen Verbleib in

der EU äußern, aber aufgrund des Ergeb -

nis ses im Rest des Vereinigten Königreiches

überstimmt werden, ist zu erwarten,

dass es in Schottland bald zu einer

erneuten Volksabstimmung über die Unabhängigkeit

kommt. Den Ausgang eines

solchen Referendums mag ich nicht vorhersagen.

Sollte es aber zu einem Zerfall

des Vereinigten Königreichs kommen, ist

aufgrund der daraus entstehenden politischen

Verwerfungen mit einer längeren

Phase politischer und wirtschaftlicher

Unsicherheit zu rechnen.

ZUR PERSON

Dr. Ulrich Hoppe ist Hauptgeschäftsführer der

Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer

in London. Die AHK Großbritannien steht

im ständigen Kontakt zu ihren 750 Mitgliedsunternehmen

und hilft jährlich über 5.000 deutschen

Unternehmen im UK-Geschäft.

KONTAKT

Dr. Ulrich Hoppe

Telefon +44(0)20 79764100

E-Mail mail@ahk-london.co.uk

Wer

baut mir

ein Haus ?

kostenlose Broschüre

anfordern unter

www.lbv.de/nistkasten

Landesbund

für Vogelschutz

in Bayern e.V.


G E L D + M Ä R K T E

ITALIEN KOMMT ZURÜCK

Chancen und Potenziale für deutsche Unternehmen

Nach den vorangegangenen

Krisenjahren verzeichnete Italien

letztes Jahr erstmalig seit

2011 einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes.

Für dieses

Jahr liegt die Prognose bei einem Wachstum

von etwa 1,5 Prozent. Die Binnennachfrage,

die Bruttoanlageninvestitionen

und die Importe legen wieder zu.

Insbesondere die Erholung der Industrie

in Italien kommt den deutschen Exporteuren

zugute.

Ende Februar trafen sich der italienische

Ministerpräsident Renzi und die

Bundeskanzlerin Merkel in Berlin. Es

wurden gemeinsame Ziele und Themen

zur Förderung der bilateralen Geschäftsbeziehungen

und zur Optimierung der

deutsch-italienischen Synergien definiert.

Digitalisierung, Infrastrukturausbau, Startups

und Industrie 4.0 sind die Leitthemen

der nächsten Jahre.

Wachstum aus eigener Stärke

Italien schafft Wachstum aus eigener

Stärke heraus – somit findet das Land

seine Stabilität wieder. Bei Betrachtung

der einzelnen Branchen ist eine Erholung

des Binnenmarktes im Maschinenbausektor

zu erkennen. 2015 war die

Exportnachfrage Italiens auf Rekordhoch.

Auch im Kfz-Bereich steigt die Produktion

ebenso wie die Nachfrage. Gute Möglichkeiten

bietet unter anderem auch der

Logistiksektor. Um für eine Branche oder

ein Produkt eine Einschätzung für den

italienischen Markt zu erhalten, kann

direkt mit den Experten der DEinternational

Italia Srl gesprochen werden. Die

Dienstleistungsgesellschaft der AHK Ita li -

en begleitet deutsche Unternehmen bei

dem Schritt nach Italien und unterstützt

vorab mit wichtigen Marktinformationen.

Vielzahl von Reformen

Ministerpräsident Renzi hat in den

letzten zwei Jahren eine Vielzahl von

Reformen eingeführt: Die Ende 2014

verabschiedete Justizreform, die Arbeitsmarktreform

„Jobs-Act“ vom Februar 2015

und die im August 2015 verabschiedete

Verwaltungsreform waren wichtige Beiträge

für die Zukunft Italiens. Flankiert

wurden diese Strukturreformen durch gezielte

Fördermaßnahmen, die vor allem

die Investitionsbereitschaft der Unternehmen

und den Privatkonsum förderten.

Die AHK Italien unterstützt Unternehmen

individuell bei dem Auf- und Ausbau

von Vertriebsstrukturen in Italien.

Darüber hinaus stehen der deutschen Wirtschaft

Förderprojekte und Messebeteiligungen

zur Verfügung:

æ Exportinitiative Energieeffizienz: Smart

Grids, Turin, 24. bis 26. Mai

æ Deutscher Gemeinschaftsstand Power

Gen Europe, Mailand, 21. bis 23. Juni

æ UN International Procurement Seminar,

Bonn, 15. bis 16. November

æ Exportinitiative Energieeffizienz:

Green IT, Mailand, 28. November bis

1. Dezember

æ Fachkongress Smart Farming – Digitalisierung

der Landwirtschaft, 2. Halbjahr

KONTAKT

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen:

Alexandra Janssen

DEinternational Italia

E-Mail janssen@deinternational.it

IHK-SPRECHTAG ITALIEN

Am 9. Juni organisiert die IHK Heilbronn-Franken

gemeinsam mit der AHK Italien einen Sprechtag.

Interessierte Unternehmen können sich in

Einzelgesprächen über aktuelle Marktchancen

informieren und ihre Fragen zum italienischen

Markt klären.

Turin.


© Tatjana Balzer - Fotolia.com

FÖRDERANGEBOTE STARK GEFRAGT

Maßgeschneiderte Programme für Unternehmen

und Existenzgründer.

VO N M A R T I N N E U B E R G E R

Die Förderangebote der Bürgschaftsbank

Baden-Württemberg

sind bei der heimischen

Wirtschaft weiterhin stark gefragt.

Im Jahr 2015 wurden

214 Bürgschaften und Garantien in

Höhe von 30 Millionen Euro an mittelständische

Unternehmen sowie Existenzgründer

und Betriebsübernehmer in

der Region gewährt.

Dies ist ein Zuwachs von 18 Prozent

bei der Anzahl der Bürgschaften und ein

Plus von 17 Prozent beim Bewilligungsvolumen.

Insgesamt wurden Kredite in

Höhe von 53,1 Millionen Euro verbürgt

(Vorjahr 43 Millionen Euro). Mit Unterstützung

der Fördereinrichtung wurden

damit in der Region im vergangenen Jahr

etwa 330 Arbeitsplätze neu geschaffen

und rund 4.600 Arbeitsplätze gesichert.

Maßgeschneiderte Angebote

Von den geförderten Unternehmen

waren etwa 60 Prozent Existenzgründer

beziehungsweise Betriebsübernehmer.

Gerade Neugründer und Unternehmensnachfolger

brauchen häufig Bankdar -

lehen, um ihre Vorhaben umzusetzen.

Hierfür verlangt die Hausbank Sicherheiten.

Die Bürgschaftsbank kann diese

Sicherheiten in Form von Bürgschaften

für einen Hausbank- oder Förderkredit

zur Verfügung stellen.

Auch für kleine und mittlere Unternehmen

bietet die Bürgschaftsbank ein

maßgeschneidertes Angebot für nahezu

alle betrieblichen Investitions- und Finanzierungsanlässe.

Bürgschaften gibt es bis

zur Höhe von 1,25 Millionen Euro für

maximal 80 Prozent der Kreditsumme.

So kann die Bürgschaftsbank Vorhaben

ermöglichen, die sonst nicht realisiert

werden könnten.

Die Beantragung einer Bürgschaft erfolgt

über die Hausbank. Diese prüft das

Gründungs- beziehungsweise Investitionsvorhaben

und kann bei fehlenden

oder nicht ausreichenden Sicherheiten

die Bürgschaftsbank in die Finanzierung

einbinden.

IHK bietet Hilfestellung

Mit Informationsunterlagen und persönlichen

Beratungen bietet die IHK fundierte

Unterstützung zu den Programmen

der Bürgschaftsbank. Ergänzend werden

monatlich Finanzierungssprechtage mit

den Förderinstituten angeboten. Dabei

wird eine ideale Finanzierung mit Einbindung

der Förderprogramme aufgezeigt.

Die nächsten Sprechtage sind am

24. Mai und 28. Juni.

www.buergschaftsbank.de

KONTAKT

Martin Neuberger

IHK-Referent Wirtschaftsförderung

Telefon 07131 9677-112

E-Mail martin.neuberger@heilbronn.ihk.de

Büro- und Gewerbebau

mit System: wirtschaftlich,

individuell und nachhaltig

konzipieren bauen betreuen. www.goldbeck.de

GOLDBECK Süd GmbH, Niederlassung Stuttgart

70499 Stuttgart, Hemminger Straße 21

Tel. 07 11 / 88 02 55-0


dossier

K I N D + B E R U F

FAMILIE UND BERUF

„MADE IN GERMANY“

Wirtschaft und Politik

haben bereits viel

geleistet: Jetzt gilt es

die Vereinbarkeit 2.0

umzusetzen.

VO N K AT R I N F R A N K

40 w.news MAI 2016


dossier

Die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf ist in Deutschland längst

kein Randthema mehr, sondern

ein anerkanntes Instrument zur

Fachkräftesicherung. Wirtschaft

und Politik sind sich der Bedeutung bewusst

und haben kräftig investiert. Das

ist weit mehr als ein kluger Schachzug.

Denn feststeht: Wer wettbewerbsfähig

bleiben will, muss seine Arbeitgeberattraktivität

steigern – monetäre Anreize

allein reichen längst nicht mehr aus.

Bestes Beispiel für diese These ist das

Ergebnis einer Umfrage des Unternehmensprogramms

„Erfolgsfaktor Familie“.

Befragt wurden Frauen und Männer

zwischen 18 und 34 Jahren. 97 Prozent

gaben an, dass es für sie zu einem

guten Leben gehört, Beruf und Familie

miteinander zu vereinbaren. 98 Prozent

meinten sogar, dass ein starkes familiäres

Engagement für den Vater selbstverständlich

sein sollte. Und ganze 59 Prozent

befürworten Teilzeitbeschäftigung beider

Partner als sinnvolles Arbeitsmodell, damit

sie sich die Aufgaben im Job und in der

Familie gleichberechtigt aufteilen können.

Keine reine „Frauensache“

Wenn beide Elternteile in Teilzeit arbeiten

wollen, müssen Arbeitszeitmodelle,

Kinderbetreuung und Pflege verlässlich

sowie flexibel sein. Den Umfrageergebnissen

zufolge werden Vereinbarkeitsthemen

längst nicht mehr als reine

„Frauensache“, sprich Vereinbarkeit 1.0,

betrachtet. Mutter in Teilzeit, Vater in

Vollzeit? Dieses eher klassische Rollenverständnis

widerspricht den Umfrageergebnissen

und somit den Vorstellungen

der sogenannten Generation Y, also den

zwischen 1981 und 1995 Geborenen.

Das neue Selbstverständnis der Generation

Y – aber auch anderer Altersgruppen

– zielt vielmehr auf gleiche wirtschaftliche

Unabhängigkeit und eine faire partnerschaftliche

Aufteilung der Aufgaben

– sprich die Vereinbarkeit 2.0.

Die neue Vereinbarkeit

Deshalb hat das Bundesfamilienministerium

gemeinsam mit dem BDA, DIHK,

ZDH und dem DGB im Rahmen des Unternehmensprogramms

„Erfolgsfaktor

Familie“ ein Memorandum zur neuen Vereinbarkeit

erarbeitet. Das Memo ran dum

steht für eine Modernisierung der Arbeitskultur

hin zu einer familienbewussten

Arbeitszeitgestaltung für Frauen und

Männer in verschiedenen Lebensphasen.

Väter mit neuem Selbstverständnis

Dass gerade auch bei Vätern der

Wunsch nach Veränderung besteht, belegen

Umfragen des Instituts für Demoskopie

Allensbach: Rund 75 Prozent der

42 w.news MAI 2016


K I N D + B E R U F

Väter würden gerne weniger arbeiten.

So zeigt etwa der im Auftrag des Bundesfamilienministeriums

erstellte „Monitor

Familienleben 2014“, dass rund 50 Prozent

der Väter lieber zwischen 30 und

40 Stunden pro Woche arbeiten würden.

Knapp ein Drittel bevorzugt sogar

die Teilzeit zwischen 20 bis 35 Stunden.

Wichtige Erkenntnisse, die sich wo -

möglich auch auf die Annahme von

„ElterngeldPlus“ als Anreiz für partner -

schaft liche Teilzeit auswirkt. „Jobsharing“

– gerade auch in Führungspositionen

– oder ein lebensphasenorientiertes

Arbeits zeit konto schaffen hier auch

große Erleichterungen.

Entwicklung der Betreuungsquote

Wenn Vater und Mutter arbeiten,

kommt es auf eine verlässliche Kinderbetreuung

an. Politik und Wirtschaft

kommen dem nach: Mittlerweile hat der

Gesetzgeber einen Rechtsanspruch auf

einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem

vollendeten ersten Lebensjahr geschaffen

und die Zahl der Betriebskindertagesstätten

steigt. Dies hat einiges bewirkt:

Die Betreuungsquote für Kinder unter

drei Jahren hat sich im Bundesdurchschnitt

seit März 2006 von 13,6 Prozent

auf 32,9 Prozent im März 2015 erhöht.

Auffallend dabei ist: Während die Betreuungsquote

in den westdeutschen Bundesländern

bei 28,2 Prozent lag, war sie

in Ostdeutschland mit 51,9 Prozent fast

doppelt so hoch (zum Vergleich: Baden-

Württemberg 27,8 Prozent, Kreis Heilbronn:

25,1 Prozent).

Nicht jeder hat Kinder, aber Eltern

Zur Familie gehört aber nicht nur der

eigene Nachwuchs, sondern auch die

Eltern: Somit ist die Vereinbarkeit von

Pflege und Beruf eines der entscheidenden

personalpolitischen Themen. Ein

Blick auf die Zahlen zeigt: In Deutschland

sind derzeit 2,63 Millionen Menschen

pflegebedürftig. 70 Prozent aller

Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt,

meistens von den eigenen Kindern

und Partnern, so der DAK-Pflegereport

2015. In Folge des demografischen Wandels

ist die Pflege von nahen Angehörigen

damit eines der Topthemen, das Wirtschaft

und Politik gemeinsam angehen

müssen. Denn nicht jeder Beschäftigte

hat Kinder, aber alle Arbeitnehmer haben

Eltern. Die durch den Gesetzgeber eingeführte

Familienpflegezeit ist hier eine

wichtige Stütze. Unternehmen unterstützen

ihre Beschäftigten bereits heute

auf vielfältige Weise, zum Beispiel durch

Informationen zum Thema Pflege oder

die Zusammenarbeit mit Dienstleistern

zur Hilfestellung in Notfallsituationen.

Mobil agil

Doch mag die Betreuung von Kindern

oder Angehörigen noch so gut organisiert

sein, es gibt immer wieder Fälle, in

denen man physisch nicht am Arbeitsplatz

präsent sein kann. Die Digitalisierung

der Arbeitswelt bietet hierbei eine

große Möglichkeit. Gerade Bürotätigkeiten

lassen sich flexibel von zuhause

erledigen, auch in Berufen, die eine hohe

Präsenz erfordern. Vier von zehn Beschäftigten

arbeiten aktuell regelmäßig von

zuhause aus. Homeoffice, Online-Dienstpläne

und Videokonferenzen schaffen

neue berufliche Perspektiven – für Frauen

und Männer, die Familie, Pflege und

Beruf leben wollen.

Vielfältige Angebote

Wie die Bestandsaufnahme zeigt, wird

den Vereinbarkeitsfragen heute ein großes

Gewicht beigemessen. Sowohl Politik

als auch die Betriebe machen vielfältige

Angebote, die ermöglichen, Familie,

Pflege und Beruf besser miteinander zu

vereinbaren. Die in vielen Betrieben vorherrschende

Präsenzkultur wird zunehmend

hinterfragt.

Blick in die Zukunft

Welche Vorstellungen über Vereinbarkeit

bestehen in zehn Jahren? Wie sieht

dann die Situation in den Unternehmen

aus? Welche Vereinbarkeitsangebote

machen sie ihren Beschäftigten?

Dies sind die Fragen, an denen das

Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor

Familie“ bereits heute arbeitet, um Personalpolitik

„Made in Germany“ innovativ

und zukunfts fähig zu gestalten

und Familienfreundlichkeit zum Markenzeichen

der deutschen Wirtschaft zu

machen. Das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor

Familie“ unterstützt die rund

6.100 Mitglieder mit entsprechenden

Angeboten wie Innovationszirkel, Work -

shops, branchenspezifischen Kooperationen

oder Publikationen.

NETZWERKBÜRO „ERFOLGS-

FAKTOR FAMILIE“

„Familienfreundlichkeit zum Markenzeichen der

deutschen Wirtschaft zu machen“ – so lautet

die Zielsetzung des Netzwerkes, seit es 2007

vom DIHK und dem Bundesfamilienministe -

rium aus der Taufe gehoben wurde. Seither

wächst das Netzwerk kontinuierlich. Mittlerweile

umfasst es rund 6.100 Mitglieder, davon

3.300 kleine und mittlere Unternehmen; viele

davon kommen aus Baden-Württemberg.

Das Berliner Netzwerkbüro agiert als kompetenter

Partner für Unternehmen, Kammern und

Multiplikatoren bei Fragen zu familienfreund -

licher Personalpolitik. Die Mitgliedschaft im

Unternehmensnetzwerk ist kostenlos.

KONTAKT

Mehr Informationen zum Netzwerk und Anmeldung

unter:

Telefon 030 20308-6101

www.erfolgsfaktor-familie.de/netzwerk

Spendenkonten:

Kreissparkasse Heilbronn

IBAN: DE84 6205 0000 0000 0074 43

BIC: HEISDE66XXX

Volksbank Heilbronn

I B A N: D E13 620 9 010 00390 3900 03

BIC: GENODES1VHN

Gestaltung: hettenbach.de

MAI 2016 w.news

43


dossier

K I N D + B E R U F

KINDER, KOHLE, KARRIERE

In Zeiten des demografischen Wandels und dem damit verbundenen Fachkräftemangel wird

das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einem beschäftigungspolitischen

„Muss“, wenn es gelingen soll das Potenzial vor allem von Frauen für den Arbeitsmarkt nutzbar

zu machen. Das haben längst auch andere Staaten erkannt. Ein Blick über den Tellerrand:

VO N M AT T H I A S M A R Q U A R T

So ist Norwegen über die Landesgrenzen

bekannt für seine familienfreundliche

Arbeitspolitik.

Da sind zum einen die großzügigen

Regelungen zur Elternzeit,

zusätzliche Krankmeldungstage, wenn das

Kind erkrankt ist, sowie eine große gesellschaftliche

Toleranz für Väter und Mütter,

die die Logistik zwischen Familie und Job

managen. Zum anderen ist das Betreuungsangebot

mit Ganztagsschulen und

-kindergärten auf die Arbeitswelt abgestimmt.

Väter und Mütter arbeiten glei -

cher maßen und gleichberechtigt Vollzeit,

Teilzeitangebote sind selten. So konnte sich

in den vergangenen 20 Jahren eine nahezu

eman zi pier te Arbeitswelt entwickeln.

Julia Fellinger, Leiterin PR & Kommunikation

bei der AHK Norwegen: „Meines

Erachtens besteht der größte Unterschied

in der gesellschaftlichen Akzeptanz dessen,

was die Solidargemeinschaft als ihre

wichtigste Aufgabe erachtet. Norwegen

war allerdings nicht immer auf diesem

Weg, sondern hat in den siebziger Jahren

die Notwendigkeit erkannt, als kleines

Land nicht auf die Hälfte seiner Arbeitskraft,

nämlich die der Frauen, verzichten

zu können und deshalb mussten Maßnahmen

initiiert werden, die dem damaligen

Trend entgegensteuerten.“

Die Sozialdemokratie mit dem Wohlfahrtsprinzip

bildet dabei das theoretische

Fundament zu der heutigen Entwicklung.

Ähnlich wie in der ehemaligen

DDR hat der Staat schon sehr früh die

Kinderbetreuung zu einer seiner wichtigsten

Aufgaben erklärt. Fellinger: „Andererseits

muss man auch einschränkend

hinzufügen, dass knapp 30 Prozent der

Beschäftigten in Norwegen direkt oder

indirekt im öffentlichen Dienst tätig sind.“

Licht und Schatten

Die Stärke des norwegischen Systems

wird gestützt durch den Reichtum des

Landes. Norwegen kann sich dieses System

schlichtweg leisten, da konjunkturelle

Schwankungen den Staatshaushalt

nicht direkt belasten, weil dann auf die

Ressourcen aus dem milliardenschweren

Pensionsfonds zurückgegriffen werden

kann. Eine weitere Stärke ist, dass das

System weitgehend gerecht ist, da alle

Bürger auf die eine oder andere Weise

diese Leistungen in Anspruch nehmen

und in der Bevölkerung auch ein einheitlicher

Konsens dazu besteht. Indi vi -

duelle Familienkonzepte, die diesem gesellschaftlichen

Konsens entgegenlaufen,

haben es allerdings schwer, sich in Norwegen

zu behaupten. Die Akzeptanz gegenüber

Müttern, die zu Hause bleiben und

Kindern, die das breit gefächerte Nachmittagsangebot

nicht annehmen, ist sehr

gering und gilt als sozial wenig toleriert.

Julia Fellinger: „Die Freiheit, sich zwischen

Familie und Beruf oder eben nur Familie

entscheiden zu können fehlt. Das ist ohne

Zweifel eine Schwäche des Systems.“

Hoch entwickeltes System der Kinderbetreuung

Auch Dänemark ist ein sehr familienfreundliches

Land. Es hat mit die höchs -

te Quote an erwerbstätigen Frauen –

etwa 75 Prozent von ihnen sind auf dem

Arbeitsmarkt. Es ist dementsprechend

völlig normal, dass in einer Familie beide

Elternteile arbeiten. Das geht einher mit

einem hoch entwickelten System der Kinderbetreuung.

Die Kinder kommen mit

einem Jahr in die Kindertagesstätte und

nach der Schule werden sie am Nachmittag

betreut. Das macht die Vereinbarkeit

44 w.news MAI 2016


K I N D + B E R U F

von Familie und Beruf möglich. Reiner

Perau, Geschäftsführer der AHK Dänemark,

sieht nur Stärken im dänischen

System, das – vor allem im Hinblick auf

die demografische Entwicklung – gut

organisiert sei: „Die Arbeitgeber sind

auf Familie und Kinder eingestellt. Der

Arbeitstag in Dänemark endet zwischen

16 und 17 Uhr, damit die Väter oder die

Mütter ihre Kinder abholen können. Dies

gilt auf allen Organisationsebenen, das

heißt auch männliche Geschäftsführer

bleiben im Bedarfsfall zu Hause, um sich

um ein krankes Kind zu kümmern. Das

wird auch dadurch möglich, dass Arbeiten

von zu Hause normal und akzeptiert

ist.“

Leistungsfähig, allumfassend und beliebt

Und was zeichnet Schweden in Bezug

auf die Vereinbarkeit von Kind, beziehungsweise

Familie und Beruf aus? Frank

Luthardt, Webredakteur und Presse spre -

cher der Deutsch-Schwedischen Handelskammer

in Stockholm berichtet: „Im Allgemeinen

lassen sich Familie und Beruf

in Schweden gut miteinander vereinbaren.

Die Regelungen für Elternzeit und

Elterngeld sind großzügig und flexibel,

die öffentliche Kinderbetreuung ist gut

ausgebaut und es herrscht von Seiten

der Arbeitgeber großes Verständnis für

die Bedürfnisse der Eltern. Es ist zum


MAI 2016 w.news

45


dossier

K I N D + B E R U F

Beispiel völlig normal, dass schwedische

Mütter oder Väter ein geschäftliches

Meeting früher verlassen, weil sie ihre

Kinder abholen müssen.“

Die gesetzlich verankerte Elternzeit

ist in Schweden 18 Monate lang, wo -

von inzwischen drei Monate jedem der

Eltern teile vorbehalten sind. Sie kann in

Absprache mit dem Arbeitgeber relativ

flexibel aufgeteilt und bis zum 8. Geburtstag

des Kindes in Anspruch genommen

werden. Das dazugehörige Elterngeld ist

im Allgemeinen höher als in Deutschland.

Es ist als Lohnersatz ausgelegt und

deshalb für viele Väter attraktiv, die auch

in Schweden durchschnittlich mehr verdienen

als Mütter. Direkt nach der Geburt

des Kindes stehen dem Vater außerdem

zehn Arbeitstage Vaterschaftsurlaub zu.

Unterschiede gibt es zudem bei der Kinderbetreuung.

Kindertagesstätten sind

flächendeckend vorhanden und in der

Regel ganztägig geöffnet. Sie werden

von den Kommunen organisiert, betriebliche

Einrichtungen gibt es nicht. Frank

Luthardt: „Das Thema Vereinbarkeit von

Familie und Beruf steht in Schweden

bereits seit den 1960er Jahren auf der

Tagesordnung und wird als gesellschaftlich

wichtig angesehen. Hintergrund ist

das Ziel der Mobilisierung aller verfügbaren

Arbeitskräfte und der Gleichberechtigung

zwischen Mann und Frau.

Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang

ist die individuelle Besteuerung

von Einkommen. Das Ehegatten-

Splitting wurde bereits 1971 abgeschafft.“

So sei das schwedische System leistungsfähig,

allumfassend und beliebt. Ein entscheidender

Faktor dafür, dass Schweden

eine höhere Geburtenrate und Frauen-

Beschäftigungsquote vorweisen kann als

Deutschland. Durch den hohen Umfang

der Leistungen sind die Kosten, die über

Steuermittel und Kita-Gebühren erbracht

werden, jedoch auch vergleichsweise hoch.

Betreuungsangebot, Geburtenrate und

finan ziel le Unterstützung

Die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf hat einen nicht unbeträchtlichen

Einfluss auf die Geburtenrate. Dieser

Schluss liegt jedenfalls sehr nahe, wenn

man sich die beiden Länder Frankreich

und Deutschland genauer ansieht. In

Frankreich arbeiten viel mehr Mütter

in Vollzeit und bekommen gleichzeitig

deutlich mehr Kinder, wohingegen in

Deutschland die Frauen viel stärker gezwungen

sind, sich zwischen Beruf und

Karriere zu entscheiden – offenbar zum

Nachteil ihrer Bereitschaft, Kinder zu

bekommen. Die Geburtenrate in Deutschland

ist eine der niedrigsten in der Europäischen

Union. Daher haben hier Vollzeit

arbeitende Frauen – im Gegensatz zu

Frankreich – oft gar keine Kinder.

”Die Vereinbarkeit

von Familie

und Beruf hat

einen nicht unbeträchtlichen

Einfluss auf die

Geburtenrate.


So sind eine Mehrzahl der Deutschen

laut dem Monitor für Familienforschung

2009 des Bundesministeriums für Familie,

Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

der Meinung, dass ein besseres Betreuungsangebot

für Kinder die Geburtenrate

ansteigen lassen würde. Laut einer

Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung haben

aber nicht nur die umfangreichen Möglichkeiten

zur Kinderbetreuung darauf

einen Einfluss, auch die Kombination von

wirtschaftlichen, strukturellen und sozialen

Aspekten mache Frauen in Frankreich

die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf viel leichter. Die Maßnahmen zur

Vereinbarkeit zögen sich durch viele

Politikbereiche – durch die Arbeits- und

Sozialpolitik und die Gleichstellungs- und

Bildungspolitik, aber auch die finanzielle

Unterstützung von Familien spiele eine

wichtige Rolle. So sei das System der

finanziellen Unterstützung von Familien,

zusammengesetzt aus Zuschüssen und

Steuererleichterungen, in Frankreich besser

an die Bedürfnisse von Familien angepasst.

Generell würden alle Familientypen

gefördert und Haushalte mit zwei

Verdienern finanziell nicht benachteiligt.

Auch die Betreuung durch Kindermädchen

oder Tagesmütter wird staatlich

bezuschusst. Dadurch gibt es in Frankreich

die größte Variationsbreite an staatlich

geförderten privaten und öffent lichen

Betreuungsangeboten innerhalb Europas.

Fast jedes dritte Kind wird durch eine Krippe

oder Tagesmutter betreut. In Deutschland

seien die Kinderbetreuungskosten

zwar steuerlich absetzbar, aber die Steuerersparnis

sei deutlich kleiner als die

Betreuungszuschüsse in Frankreich.

Recht auf Karriere

Fachleute von Connexion-Emploi,

einer führenden deutsch-französischen

Jobbörse, kommen außerdem zu dem

Ergebnis, dass ein wesentlicher Unterschied

zwischen Frankreich und Deutschland

zunächst einmal auch die Einstellung

gegenüber erwerbstätigen Müttern

sei. In Frankreich sei es selbstverständlich,

dass Mütter voll erwerbstätig sind

und ein Recht auf eine eigene Karriere

haben. Statt in Folge dessen die Männer

in die Erziehung der Kinder stärker

miteinzubeziehen, werde die Kinderbetreuung

„ausgelagert“. So sei es Tradition,

dass die Vereinbarkeit von Familie

und Beruf im Wesentlichen eine Angelegenheit

des Staates ist. Die Bedingungen

für die Berufstätigkeit von Müttern

würden in Deutschland außerdem dadurch

erschwert, dass in den letzten

Jahren verstärkt der Niedriglohnsektor

ausgebaut worden sei (traditionell sind

hier deutlich mehr Frauen als Männer

beschäftigt), wodurch Frauen stärker in

geringfügige Beschäftigungsverhältnisse

gedrängt worden seien. Auf diese Weise

hätten viele Frauen in ihrer Familie

höchstens die Rolle der Dazu-Verdienerin.

46 w.news MAI 2016


Reichweite:

Platz 1

Berufliche

Pflichtlektüre:

Platz 1

Mittelstandsrelevanz:

Platz 1

REM 2015

Die neue Reichweitenstudie

Entscheider im Mittelstand

Tel.: 0611 23 668-0

www.ihkzeitschriften.de

* Quelle: Reichweitenstudie Entscheider im Mittelstand 2015, TNS Infratest/DIHK.

Informationen zur Studie, MDS Online und Download der Berichtsbände:

www.entscheider-mittelstand.de

AZV IHK Kombi-Südwest

Tel.: 07221 21 19-0

www.ihk-zeitschriften.de


S TAT I S T I K

WIRTSCHAFTS-

ZAHLEN

Die Umsätze der regionalen Industrie haben im

Februar 2016 im Vergleich zum Vorjahresmonat

um 6,9 Prozent zugelegt. Das Auslandsgeschäft

erzielte ein Plus von 2,9 Prozent. Im Februar

2016 beschäftigten die Industriebetriebe in der

Region 116.778 Personen und damit 2.736 Personen

mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat

(+ 2,4 Prozent). In Baden-Württemberg war es

im Februar 2016 ein Zuwachs von 1,3 Prozent

gegenüber dem Vorjahresmonat.

Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ergab

sich im März 2016 in der Region Heilbronn-

Franken eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent

(Baden-Württemberg 3,9 Prozent).

PREISE

Index für die Lebenshaltung

Verbraucherpreisindex März 2015 März 2016

Veränd.

in %

Baden-Württemberg (2010 = 100) 106,6 106,7 + 0,1

Deutschland (insgesamt) (2010 = 100) 107,0 107,3 + 0,3

Gewerbliche Indizes März 2015 März 2016

Veränd.

in %

Industrielle Erzeugnisse (2010 = 100) 104,4 101,2 – 3,1

Einzelhandelspreise (2010 = 100) 105,4 105,6 + 0,2

Großhandelspreise (2010 = 100) 105,2 102,5 – 2,6

ARBEITSMARKT

Offene Stellen

Veränd.

März 2015 März 2016 in %

Stadt- und Landkreis Heilbronn 3.304 4.198 + 27,1

Hohenlohekreis 914 1.094 + 19,7

Landkreis Schwäbisch Hall 1.744 1.783 + 2,2

Main-Tauber-Kreis 1.578 1.799 + 14,0

Region Heilbronn-Franken 7.540 8.874 + 17,7

Baden-Württemberg 77.742 89.053 + 14,5

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 434.250 506.350 + 16,6

Deutschland (insgesamt) 542.049 634.516 + 17,1

Arbeitslose

Veränd.

März 2015 März 2016 in %

Stadt- und Landkreis Heilbronn 10.588 11.021 + 4,1

Hohenlohekreis 1.945 1.908 – 1,9

Landkreis Schwäbisch Hall 3.801 3.792 – 0,2

Main-Tauber-Kreis 2.538 2.526 – 0,5

Region Heilbronn-Franken 18.872 19.247 + 2,0

Baden-Württemberg 233.766 233.955 + 0,1

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 2.097.264 2.065.274 – 1,5

Deutschland (insgesamt) 2.931.505 2.844.891 – 3,0

Arbeitslosenquote März 2016

in % der in % aller

abh. EWP 1) EWP 2)

Stadt- und Landkreis Heilbronn 4,8 4,3

Hohenlohekreis 3,3 3,0

Landkreis Schwäbisch Hall 3,9 3,5

Main-Tauber-Kreis 3,8 3,4

Region Heilbronn-Franken 4,3 3,8

Baden-Württemberg 4,4 3,9

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 6,5 5,8

Deutschland (insgesamt) 7,2 6,5

Aktuelle Wirtschaftszahlen inklusive der „Einfuhr- und Ausfuhrpreise“ (Gewerbliche Indizes und Industrielle

Erzeugnisse) können Sie direkt nachlesen unter www.heilbronn.ihk.de/wirtschaftszahlen.

Hinweis für den Abschluss von Wertsicherungsklauseln:

Die Berechnung der Indizes für das frühere Bundesgebiet, die neuen Länder und für spezielle Haushalts -

typen wurde ab Februar 2003 bei der Umstellung auf das Preisbasisjahr 2000 eingestellt.

Weitere Informationen zu Wertsicherungsklauseln bietet das Statistische Bundesamt:

Telefon 0611 754777, Internet: www.destatis.de/wsk/ (interaktives Berechnungsprogramm).

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quelle: Statistisches Landesamt Baden- Württem berg, Statistisches

Bundesamt, eigene Berechnungen (Tabelle: IHK Heilbronn-Franken).

1) bezogen auf abhängige zivile Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig Beschäf tigte, geringfügig

Beschäftigte, Beamte, Arbeitslose)

2) bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quelle: Agenturen für Arbeit der Region; Regio nal direktion Baden-

Württemberg der Bundesagentur für Arbeit; Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen (Tabelle: IHK

Heilbronn-Franken).

48 w.news MAI 2016


S TAT I S T I K

VERARBEITENDES GEWERBE 3)

Beschäftigte

Veränd.

Febr. 2015 Febr. 2016 in %

Stadtkreis Heilbronn 10.147 10.430 + 2,8

Landkreis Heilbronn 44.644 45.964 + 3,0

Hohenlohekreis 18.951 19.370 + 2,2

Landkreis Schwäbisch Hall 23.406 23.879 + 2,0

Main-Tauber-Kreis 16.894 17.135 + 1,4

Region Heilbronn-Franken 114.042 116.778 + 2,4

Baden-Württemberg 1.100.103 1.133.934 + 1,3

Deutschland 5.355.909 5.406.016 + 0,9

Umsatz (in 1.000 Euro)

Veränd.

Febr. 2015 Febr. 2016 in %

Stadtkreis Heilbronn 209.438 234.347 + 11,9

Landkreis Heilbronn 1.524.662 1.571.468 + 3,1

Hohenlohekreis 321.462 387.392 + 20,5

Landkreis Schwäbisch Hall 391.805 421.621 + 7,6

Main-Tauber-Kreis 219.735 236.488 + 7,6

Region Heilbronn-Franken 2.667.102 2.851.316 + 6,9

Baden-Württemberg 26.033.756 27.578.099 + 5,9

Deutschland 132.027.077 137.583.055 + 4,2

davon Export (in 1.000 Euro)

Veränd.

Febr. 2015 Febr. 2016 in %

Stadtkreis Heilbronn 90.909 96.849 + 6,5

Landkreis Heilbronn • • •

Hohenlohekreis 175.354 212.454 + 21,2

Landkreis Schwäbisch Hall 183.430 196.342 + 7,0

Main-Tauber-Kreis • • •

Region Heilbronn-Franken 1.539.561 1.584.352 + 2,9

Baden-Württemberg 15.473.253 15.951.605 + 3,1

Deutschland 66.197.123 69.101.260 + 4,4

BESCHÄFTIGTE Verarbeitendes Gewerbe

120.000*

72.000*

24.000

18.000

12.000

6.000

10.147

10.430

Februar 2015

Februar 2016

44.644

45.964

18.951

19.370

23.406

23.879

16.894

17.135

114.042

116.778

Stadtkreis Landkreis Hohenlohe- Landkreis Main-Tauber- Region

Heilbronn Heilbronn kreis Schwäbisch Kreis Heilbronn-

* gekürzt

Hall

Franken

UMSATZ Verarbeitendes Gewerbe

3.500.000*

2.000.000*

500.000

375.000

250.000

125.000

DAVON EXPORT Verarbeitendes Gewerbe

1.800.000*

250.000

234.347

209.438

Februar 2015

Februar 2016

1.524.662

1.571.468

Februar 2015

Februar 2016

321.462

387.392

391.805

421.621

219.735

236.488

2.667.102

2.851.316

Stadtkreis Landkreis Hohenlohe- Landkreis Main-Tauber- Region

Heilbronn Heilbronn kreis Schwäbisch Kreis Heilbronn-

* gekürzt

Hall

Franken

1.539.561

1.584.352

3) Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten, Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008

(WZ 2008); Daten 2015: jahreskorrigierte Werte

• = keine Angaben aus Geheimhaltungsgründen

Die Daten stehen immer mit einer Verzögerung von rund zwei Monaten zur Verfügung und werden monatlich

aktualisiert. Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen

(Tabelle: IHK Heilbronn-Franken).

200.000

150.000

100.000

50.000

96.849

90.909

Keine Angaben aus

Geheimhaltungsgründen

175.354

212.454

183.430

196.342

Keine Angaben aus

Geheimhaltungsgründen

Stadtkreis Landkreis Hohenlohe- Landkreis Main-Tauber- Region

Heilbronn Heilbronn kreis Schwäbisch Kreis Heilbronn-

* gekürzt

Hall

Franken

MAI 2016 w.news

49


W I R T S C H A F T S J U N I O R E N

Der neue Vorstand des Förderkreises der Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken (von links): Karl Pommée, Michael Jung, Frank Knenlein (Stv. Vorsitzender Regionalgruppe

Main-Tauber), Doris Stempfle, Thomas Lidle, Rainer Gatzmaga.

© WJ-Förderkreis

NEUER VORSTAND IM WJ-FÖRDERKREIS

Der Förderkreis der Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken e.V. hat einen neuen

Vorstand gewählt.

Der Gesamtkreis-Vorsitzende

Karl Pommée (langjähriger

Geschäftsführer der Galeria-

Kaufhoffiliale „Fleiner Straße“

in Heilbronn) und sein Stellvertreter

Thomas Lidle (Hütter-Reisen

GmbH, Öhringen) wurden wiedergewählt.

Ebenfalls im Amt bestätigt wurde

Michael Jung (Baden-Württembergische

Bank, Heilbronn) als Schatzmeister des

WJ-Förderkreises.

Rainer Gatzmaga (Wirtschaftsprüfer

und Steuerberater, Crailsheim) wurde neu

in das Amt des Vorsitzenden der Regionalgruppe

Schwäbisch Hall/Hohenlohe

gewählt und Dr. Stefanie Boelck (Rechtsanwälte

Heidelmann & Dr. Boelck, Wert -

heim) als Vorsitzende der Regionalgruppe

Main-Tauber bestätigt. Die Mitgliederversammlung

hat einstimmig die Neueinrichtung

einer Regionalgruppe Heilbronn

beschlossen. Zur Vorsitzenden

wurde Doris Stempfle (Stempfle Unternehmensentwicklung

durch Training,

Erlenbach) gewählt.

TRADITION TRIFFT INNOVATION

Die Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken

laden am 7. Juni 2016 zu einer hochklassig

besetzten Veranstaltung zum Thema „Tradition

trifft Innovation“ auf den Bildungscampus

der Dieter Schwarz Stiftung in Heilbronn ein.

Digitalisierung, Management von Innovationen,

virales Marketing, Internet der Dinge

oder Präsenz in sozialen Medien – viele

neue Begriffe haben den Weg in unseren Sprachgebrauch

gefunden und nehmen immer größeren

Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen.

Viele Unternehmen sehen sich mit diesen Themen

konfrontiert oder arbeiten bereits an Lösun gen

für die damit verbundenen Herausforderungen.

Einen Ausblick auf künftige Chancen und Handlungsoptionen

gibt die Kooperationsveranstaltung

der Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken mit der

German Graduate School of Management and

Law. Zusammen mit Unternehmensvertretern werden

neue Aspekte für das Unternehmertum der

Zukunft diskutiert:

æWelche Facetten der Digitalisierung können sich

Unternehmen zu Nutze machen?

æWie erkennt man Trends und generiert daraus

Geschäftsmöglichkeiten in der Zukunft?

æWie ändert sich das Kundenverhalten? Wer ist

überhaupt der Kunde von morgen? Wo sitzt er,

was will er und wie findet man das heraus?

æWie gestaltet man Angebotsspektrum, Unternehmensprozesse,

Organisationsstrukturen und Vertriebskanäle

zukunftsfähig?

Als Diskutanten sind vertreten: Dr. Hans Spielmann,

Geschäftsführender Gesellschafter der Weldebräu

GmbH & Co. KG in Plankstadt, Tilmann Distelbarth,

Geschäftsführender Gesellschafter der Heilbronner

Stimme GmbH & Co. KG in Heilbronn, Marco

Metzger, Verkaufsleiter der Autohaus Metzger

GmbH in Widdern, Michael Jung, Leiter des Bereichs

Unternehmenskunden der Baden-Württembergischen

Bank in Heilbronn, Marcel Appolt,

Geschäftsführender Gesellschafter der Indeca

GmbH in Heilbronn. Die Podiumsdiskussion wird

von Wirtschaftsjunior Daniel Nill und Prof. Dr.

Heinz-Theo Wagner (Professor für Management

und Innovation an der GGS) moderiert.

ANMELDUNG

Elisabeth Tietz

Telefon 07131 9677-108

E-Mail info@wjhn.de

www.wjhn.de/ggs

50 w.news MAI 2016


BETRIEBSBESICHTIGUNG

BEI KARL BÖGNER

W I R T S C H A F T S J U N I O R E N

Die Wirtschaftsjunioren der Regionalgruppe

Hohenlohe erhielten einen exklusiven

Einblick in den neuen Ausstellungsbereich

des Kupferzeller Holzfachhändlers

Karl Bögner GmbH & Co. KG.

VO N L I S A M E T Z G E R

Der Stolz war Michael Bögner,

Juniorchef der Karl Bögner

GmbH anzusehen, als er die

Wirtschaftsjunioren in der neu -

en Ausstellung begrüßte. Kein

Wunder, denn für das Hohenloher Familienunternehmen

war diese Investition

in Höhe von knapp 750.000 Euro selbstverständlich

keine Kleinigkeit.

Investitionen für bessere Beratung

Daher die zentrale Frage: Was bewegt

einen regionalen Familienbetrieb

mit 21 Mitarbeitern zu einer solchen

Investition? Michael Bögner, selbst Wirtschaftsjunior,

brachte die Argumente auf

den Punkt: „In unserer neuen Ausstellung,

die sich vor allem auf den Innenausbau

fokussiert, haben wir als Händler

die Möglichkeit, unsere Kunden noch

intensiver zu beraten. Besucher können

die Produkte direkt erleben und bekommen

eine große Bandbreite an Möglichkeiten

präsentiert.“ Nur so könne sich der

Holzfachhändler langfristig erfolgreich

im Wettbewerb behaupten.

Konkurrenz im Internet

Auch ein Argument für die getätigten

Investitionen im Ausstellungsbereich ist

die steigende Internetkonkurrenz – ein

wichtiges Thema für das Familienunternehmen.

Michael Bögner erklärte die

neue Herausforderung: „Mit dem Ausstellungsbereich

bieten wir unseren Kunden

intensive Beratung. Genau deshalb

können und wollen wir mit manchen

Internetpreisen nicht mithalten“, erläutert

Bögner.

Logistische Herausforderungen

Die Führung über das Betriebsgelände

zeigte auch eindrucksvoll das gesamte

Leistungsspektrum des Holzfachhändlers,

der seit mehr als 50 Jahren mit dem

Naturwerkstoff handelt. Das Außenlager

umfasst 1.800 Kubikmeter Holz in unterschiedlichsten

Maßen und Längen.

Ein Anblick der deutlich machte, welche

logistischen Herausforderungen das

Team täglich zu meistern hat. Michael

Bögner: „Im Prinzip dreht sich bei uns

vieles um funktionierende Logistik und

um die Aufgabe, unsere Kunden möglichst

schnell, zuverlässig und effizient

zu bedienen.“

Impulse für die Praxis

Für die Wirtschaftsjunioren, selbst

jun ge Unternehmer und Führungskräfte,

bieten regelmäßige Betriebseinblicke

neue Impulse für die tägliche Praxis.

Branchenübergreifender Wissens- und

Erfahrungsaustausch in unternehmerischen

Fragestellungen ist ein zentrales

Kernthema ihrer Vereinsarbeit.

Teilnehmer der Betriebsbesichtigung bei der Karl Bögner GmbH im neuen Ausstellungsbereich.


S E R V I C E + I N F O

© Dmytro Aliokhin – Fotolia.com

GEFÄHRDUNG RECHTZEITIG ERKENNEN

Hochwasser kann jede Person und jedes Unternehmen

treffen. Die w.news wird deshalb

in dieser und den zwei folgenden Ausgaben

über dieses wichtige Thema berichten.

Eine Gefährdung durch Hochwasser

besteht nicht nur in der

Nähe von Gewässern, sondern

auch hinter Hochwasserschutzanlagen

wie Dämmen, falls

diese überflutet werden oder brechen.

Aber auch fernab der Gewässer kann

es beispielsweise durch Starkregen zu

Über flu tun gen kommen. Unternehmen

sollten deshalb Maßnahmen zur Eigenvorsorge

ergreifen und sich rechtzeitig

informieren.

Hochwassergefahrenkarten

Hochwassergefahrenkarten liefern Informationen

zu den Überflutungsgefahren,

die durch größere Oberflächengewässer

entstehen können. Sie zeigen, wie

weit sich das Wasser ausdehnt und wie

tief (und damit auch für Menschen unmittelbar

gefährlich) es werden kann.

Da bei wird nach statistischen Wahrscheinlichkeiten

in der Form unterschieden,

dass ein Hochwasserereignis im

Durchschnitt einmal in zehn, fünfzig

oder hundert Jahren auftritt. Ein solches

„hundertjähriges Hochwasser“ kann

sich jedoch auch nächste Woche oder

nächsten Monat schon ereignen.

Die Hochwassergefahrenkarten können

sowohl bei den Kommunen als auch

im Internet eingesehen werden unter:

www.hochwasserbw.de (Suchwort „Hochwassergefahrenkarten“).

Weitere Informationen finden sich

auch zum Beispiel auf der IHK-Homepage,

beim Gesamtverband der Deutschen

Versicherungswirtschaft e. V (www.gdv.de;

Suchwort „Land unter“) und auf der

Home page www.service-bw.de unter der

„Lebenslage Umwelt- und Naturgefahren“.

Warnungen und Vorhersagen

Wenn ein Hochwasser droht, kann jede

zusätzliche Minute an Vorbereitungen

entscheidend sein und unter Umständen

Leben retten. Aktuelle Wettermeldungen

und Hochwasserwarnungen werden un -

ter anderem über folgende Medien veröffentlicht:

Die Hochwasservorhersagezentrale

Baden-Württemberg (HVZ) aktualisiert

ihre Informationen täglich, im Hochwasserfall

stündlich:

æ www.hvz.baden-wuerttemberg.de

æ bei Störung stattdessen:

www.hvz.lubw.baden-wuerttemberg.de

æ Mobil:

www.mhwz.info/bw.html

æ hvz@lubw.bwl.de

Telefon bei Hochwasser: 0721 9804-0

Über die Telefonansage der HVZ können

dialoggesteuert Wasserstände, Tendenzen

und der aktuelle Lagebericht abgehört

werden: Telefon 0721 9204-61.

(Un-)Wetterwarnungen werden im

Internet auch veröffentlicht unter www.

dwd.de und www.unwetterzentrale.de.

Quelle: IHK Südlicher Oberrhein, Freiburg

KONTAKT

Anabelle Plieninger

IHK-Referentin Umwelt

Telefon 07131-9677-307

E-Mail anabelle.plieninger@heilbronn.ihk.de

52 w.news MAI 2016


S E R V I C E + I N F O

HEILBRONNER STRATEGIE & CONTROLLING KONGRESS

Unter dem Motto „Aufbruch ins digitale

globale Zeitalter: Führung, Unternehmenssteuerung

und Controlling im Wandel“ steht

der 15. Heilbronner Strategie & Controlling

Kongress am 23. Juni von 9 bis 17.45 Uhr

im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK).

VO N R A L F D I L L E R U P

Die Unternehmensumwelt verändert

sich immer schneller,

die Digitalisierung revolutioniert

Geschäftsmodelle und

beschleunigt den globalen

Wettbewerb. Dies stellt bestehende Geschäfte

in Frage, bietet große Chancen

und Risiken und erfordert neue Steuerungsmodelle

für Unternehmen. Bisherige

Strategien, Geschäftsmodelle und

das Controlling stehen in einer Industrie

4.0 und im globalen Umfeld für die

Unternehmen aus der Region der Weltmarktführer

auf dem Prüfstand.

Expertenbeiträge und Dialoge

Auf dem ganztätigen Heilbronner Strategie

& Controlling Kongress präsentieren

namhafte Unternehmen und Experten aus

der Region, wie sie sich in einer internationalen

und zunehmend digitalen Welt auf

Kurs halten und controllen. Die Vorträge

bieten vielfältige Impulse für Unternehmensführung,

Strategie und Controlling,

regen zum Wissenstransfer an, bieten

Gelegenheit zu kritischer Diskussion und

zu fruchtbarem Erfahrungsaustausch.

Die Teilnehmer profitieren von den

Best-Practice-Beispielen ausgewählter

Experten unter anderem von Würth,

Deloitte und Unilever aus und für die

Region Heilbronn-Franken.

Der Kongress stellt einen Höhepunkt

der Angebote im Netzwerk Controlling-

Dialog dar, in dem derzeit mit über 400

Geschäftsführern, Strategen, kaufmännischen

Führungskräften und Controllern

ein reger Erfahrungs- und Wissensaustausch

stattfindet. Informationen dazu

und zu den Kongressen der vergangenen

Jahre gibt es im Internet.

ANMELDUNG

Controlling Dialog – ZFBU GMBH

E-Mail info@controlling-dialog.de

www.controlling-dialog.de


SPECIALITÀ SARDEGNA

Cannonau, Fregola, Arselle – bella Sardegna

inmitten von Heilbronn-Franken. Genießen

in der Region zu Gast im Casa del

Grano in Öhringen.

VO N J U L I A S O M M E R F E L D

Seit zwei Jahren führen Lucia

Floris und Pasquale Farina das

Casa del Grano in Öhringen.

Und das Paar ergänzt sich perfekt:

Das italienische Restaurant

in dem geschichtsträchtigen Fachwerkhaus

läuft gut. Der Gegensatz von dem

altertümlichen Äußeren und dem modernen

sowie zeitlosen Design im Restaurant

kommt an – nicht nur bei den Öhringern.

Erfahrungen

Lucia Floris arbeitet schon seit vielen

Jahren in der Gastronomie. Die studierte

Ökonomin war unter anderem für einige

5-Sterne-Hotels in Italien, Deutschland

und Österreich tätig, bevor sie sich 2010

mit ihrem ersten Restaurant im Kreis

Ludwigsburg selbstständig machte. In der

Gastronomie lernte sie auch Pasquale

Farina kennen. Der Küchenchef aus Sardinien

blickt ebenfalls auf eine erfolgreiche

Vita zurück. So gewann er beispielsweise

im Regionalwettbewerb Abruzzen den

ersten Preis für das innovativste Gericht.

Viel Liebe und Energie

Als 2013 ein neuer Pächter für das

Kornhaus in Öhringen gesucht wurde,

war es für Floris und Farina nicht schwer

ein passendes Konzept dafür zu entwickeln.

Zusammen mit dem Verpächter

steckten sie viel Liebe und Energie in

die Renovierung des Restaurants. „Die

goldene Mitte zwischen der Ursprünglichkeit

des Gebäudes und der modernen

Inneneinrichtung zu finden, war nicht

immer ganz einfach. Zudem hatten wir

einige Regularien zu beachten“, erinnert

sich Floris. Denn das Kornhaus am Öhringer

Marktplatz, auch bekannt als Rats -

trinkstube, wurde 1568 erstmals urkundlich

erwähnt und ist heute mit seinem

Fachwerk denkmalgeschützt.

Sardische Küche

Viel Wert legen beide nicht nur auf das

Design im Inneren des Restaurants. Auch

beim Essen muss der Geschmack halten,

was das Auge verspricht. „Wir möchten

beim Gast das Bewusstsein für gutes

Essen, hochwertige Produkte und das

Besondere an der italienischen Küche

wecken“, erklärt Farina. „Aber wir sind

nicht der typische Italiener um die Ecke“,

sagt Lucia Floris. Und was sie damit

meint, wird spätestens mit dem Blick in

die Speisekarte klar. Denn italienische

Klassiker wie Lasagne oder Spaghetti

54 w.news MAI 2016


1

1 Pasquale Farina (v.l., vorderste Reihe) und Lucia Floris (Mitte) mit ihrem Team. © Müller/Sommerfeld

Bolognese findet man dort nicht. „Ja,

wir haben Pasta-Gerichte und auch Pizza

auf der Karte, aber die italienische Küche

bietet viel mehr. Daher ist unser Angebot

einfach ein bisschen spezieller, ein

bisschen besonderer“, bestätigt Pasquale

Farina. Das Hauptaugenmerk des Küchenchefs

liegt auf der sardischen Küche und

auch viele Weine aus Sardinien findet

man im Casa del Grano. Nicht immer ist

es ganz einfach die Produkte aus Sardinien

in Deutschland zu bekommen. Doch

die Qualität ist den beiden sehr wichtig.

„Die muss stimmen. Manchmal dauert

es eben zwei Wochen bis wir die Fregola

oder Bottarga wieder anbieten können“,

sagt Floris.

Wolfsbarsch in Salzkruste

Und so finden sich je nach Angebot

und Saison beispielsweise handgefertigte

Ravioli mit Steinpilzfüllung und

Ziegenkäsesoße, argentinisches Rinderroastbeef

vom Grill mit Tagliolini aus

dem Parmesanlaib mit Trüffelcreme oder

auch mal ein ganzer Wolfsbarsch vom

Wildfang in Salzkruste gebacken auf der

Speisekarte. Fisch ist ohnehin Leibspeise

und das Spezialgebiet von Pasquale

Farina: „Auf Sardinien isst man viel

Fisch und wir sind froh, dass wir hier

einen tollen Fischhändler gefunden

haben. Denn Tiefkühlware kommt bei

uns nicht auf den Teller.“ Und das merken

auch die Gäste. „Viele kommen auf

Empfehlung aus der ganzen Region zu

uns, um hier guten Fisch zu essen“,

freut sich die Geschäftsführerin. Farina

ergänzt: „Manchmal sehe ich, wie Gäste

beim Verlassen des Restaurants den Daumen

heben. Das ist das größte Kompliment.“

Denn das Casa del Grano ist so

gestaltet, dass man dem Küchenteam

bei der Arbeit zuschauen kann – nur

eine Scheibe trennt den Restaurantbereich

von der Küche.

Eingespieltes Team

Während Pasquale Farina jeden Tag

mit seinen dampfenden Pfannen und

Töpfen am Herd steht, ist Lucia Floris

verantwortlich für die Buchhaltung, den

Service und den Einkauf. Die beiden

sind ein eingespieltes Team – wie auch

der Rest der Mitarbeiter. Derzeit arbeiten

sie zu acht im Casa del Grano. Doch

gerade für die Sommermonate sucht

Floris noch zuverlässiges, professionelles

Personal. Derzeit behilft sie sich mit

Saisonkräften aus Italien. So macht ein

gelegentliches „ciao“ oder „ci vediamo“

das Restauranterlebnis im Casa del Grano

noch authentischer.

www.grano-oehringen.de

MAI 2016 w.news

55


S E R V I C E + I N F O

IHK-Zentrum für Weiterbildung

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN (AUSZUG)

Datum Veranstaltung Ort Nr. Preis

30.05.2016 Exportpapiere – von A wie Ausfuhrnachweis bis Z wie Zollpapiere BMGH 1524_01M 260,00 €

ab 30.05.2016 Business English 2.2 – B2 Heilbronn 6424_01H ab 420,00 €

31.05.2016 Teams erfolgreich führen Wertheim 2234_02W 260,00 €

ab 31.05.2016 Business English 1.1 – B1 – Zusatzkurs Heilbronn 6421_04H ab 420,00 €

01.06.2016 Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige sagen – Heilbronn 1204_01H 260,00 €

Erfolgreiche Kommunikation

ab 01.06.2016 Business English for Beginners and Refreshers – Aufbaustufe (A2) Heilbronn 6415_01H ab 420,00 €

02.06.2016 Geprüfte/-r Technische/-r Fachwirt/-in Heilbronn 30109H 4.195,00 €

02.06.2016 Konzept einer systematischen Personalentwicklung Heilbronn 2411_01H 260,00 €

03.–04.06.2016 Yours sincerely! Professional Business Correspondence Heilbronn 1618_01H 480,00 €

06.–07.06.2016 Mitarbeiterführung: Motivieren – Kritisieren – Delegieren SHA 2233_02S 480,00 €

06.–07.06.2016 Erfolgreich selbstständig als Immobilienmakler – Heilbronn 1700_01H 480,00 €

Basisseminar für Immobilienmakler

08.06.2016 Geprüfte/-r Fachwirt/-in für Logistiksysteme Heilbronn 33500H 3.550,00 €

08.06.2016 Geprüfte/-r Technische/-r Fachwirt/-in ÖHR/SHA 30108Ö 4.195,00 €

08.–09.06.2016 Aufbau eines strategischen Einkaufs Heilbronn 1307_01H 480,00 €

IHK-Zentrum für Weiterbildung · Ferdinand-Braun-Str. 20 · 74074 Heilbronn · Tel. 07131 9677-986 · weiterbildung@heilbronn.ihk.de · www.ihk-weiterbildung.de

Weitere Weiterbildungsträger befinden sich auf der bundesweiten Weiterbildungsdatenbank WIS.

EXISTENZGRÜNDUNGSBÖRSE

ANGEBOTE

Belieferung von Schulen und Kindergärten

mit Schul- und Bastelbedarf.

Kleines Nebengewerbe mit

langjährigem Kundenstamm für

20.000 Euro zu verkaufen. Jahresumsatz

80.000 Euro. Das Unternehmen

ist standortunabhängig

zu betreiben.

HN-EX-01426

Geschäftsführung oder Teilhaberschaft

an betriebswirtschaftlichtechnisch

erfahrenen und ambitionierten

Meister – Techniker –

Betriebswirt zu vergeben. Innovatives

Unternehmen produziert

hochwertige Maschinen für den

Einsatz bei Kommunen, Dienstleistern,

Betriebsreinigung und

Winzern. Die Firma pflegt Verbindung

zu führenden Fahrzeugherstellern

und beliefert Kunden

im In- und Ausland. Aktuell sind

16 Mitarbeiter beschäftigt. Der

Umsatz soll durch Umstrukturierung

auf Grund der Produkte und

aktiver Marktbearbeitung deutlich

gesteigert werden.

Im Zuge der Nachfolgeregelung

wird Geschäftsführung – Teilhaberschaft

angeboten, welche auch

schrittweise erfolgen kann. Die

ausscheidende Geschäftsführerin

steht bei Bedarf für eine Übergangsfrist

tätig oder beratend zur Seite.

HN-EX-01427

Nachfolger für Kreativ- und

Schreibwaren-Fachgeschäft gesucht.

Modernes Ladengeschäft in

gut frequentiertem Gewerbegebiet

abzugeben. 220 Quadratmeter und

Nebenräume mit Hobby-Kreativ-

Waren, Schulbedarf, Papeterie, Zeitschriften

und Lotto. Überregional

bekanntes Kreativ- und Schreibwaren-Fachgeschäft

mit 35-jähriger

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Gründen abzugeben. Sehr hoher

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vor dem Haus. Für Filialisierung

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Wirtschaftsförderung

Telefon 07131 9677-136

E-Mail jennifer.mohr@

heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de/boersen

56 w.news MAI 2016


S E R V I C E + I N F O

LANDESINNOVATIONSPREIS

GEHT IN NEUE RUNDE

Jedes Jahr verleiht das Land Baden-Württemberg

den Innovationspreis an kleine und

mittlere Unternehmen aus Industrie, Handwerk

und technologischen Dienstleistungen,

die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben.

Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Ausgezeichnet werden beispielhafte

Leistungen bei der Entwicklung

neuer Produkte, Verfahren

und technologischer Dienstleistungen

sowie beispielhafte

Leistungen bei der Anwendung moderner

Technologien in Produkten, Produktionen

oder Dienstleistungen.

Insgesamt stehen im Jahr 2016 Preisgelder

in Höhe von 50.000 Euro zur

Verfügung. Um junge Unternehmen zu

fördern, vergibt die MBG Mittelstän -

dische Beteiligungsgesellschaft Baden-

Württemberg GmbH im Rahmen des

Landesinnovationspreises zudem einen

Sonderpreis in Höhe von 7.500 Euro.

Jetzt bewerben

Teilnehmen können alle Unternehmen

mit Sitz in Baden-Württemberg und mit

weniger als 500 Beschäftigten. Außerdem

darf der Jahresumsatz des Unternehmens

100 Millionen Euro nicht übersteigen.

Welche Unternehmen eine Auszeichnung

erhalten, entscheidet ein fachkundiges

Preiskomitee aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Dieses bewertet die eingereichten

Beiträge nach technischem Fortschritt,

besonderer unternehmerischer Leistung

und nachhaltigem wirtschaftlichen Erfolg.

Bewerbungen können bis zum 31. Mai

bei der Industrie- und Handelskammer

Heilbronn-Franken oder on line unter

bewerbung.innovationspeis-bw.de eingereicht

werden.

(red)

Informationen zum genauen Bewerbungsablauf

sowie die Bewerbungsunterlagen

gibt es auf der Homepage des

Landesinnovationspreises unter:

www.innovationspreis-bw.de

KONTAKT

Kai Plambeck

IHK-Referent Innovation

Telefon 07131 9677-294

E-Mail kai.plambeck@heilbronn.ihk.de

HERAUSFORDERUNG „DIGITALE TRANSFORMATION“

„PROFILE 2016 – Das Unternehmens-Besuchsprogramm“

ist am 9. Juni zu Gast bei der

Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzels au-

Gaisbach. Thema der Veranstaltung wird sein

welche Herausforderungen und Wege in Sachen

Digitalisierung die Würth-Gruppe sieht.

Dit der PROFILE-Veranstaltungsreihe unterstützen

die Industrie- und Handelskammern

in Baden-Württemberg den Wissensund

Technologietransfer innerhalb der Wirtschaft.

Bei PROFILE stellen herausragende Unternehmen

aus Baden-Württemberg ihre Strategien und

Erfolgskonzepte vor. Nach dem Motto „voneinander

lernen – miteinander diskutieren“ bietet sich die

Gelegenheit zu einem intensiven und praktischen

Erfahrungsaustausch. Die nächs te Veranstaltung

in der Region Heilbronn-Franken:

æVeranstaltungsthema: Digitale Transformation

– Herausforderungen für die Würth-Gruppe

æVeranstaltungstermin: Donnerstag, 9. Juni,

13.30 Uhr bis 17.00 Uhr

æVeranstaltungsort: Adolf Würth GmbH &

Co. KG, Reinhold-Würth-Str. 12–17, Künzelsau

æTeilnahmegebühr: 50 Euro pro Teilnehmer

ANMELDUNG

Eine Anmeldung ist erforderlich.

Christiane Heim

Telefon 07131 9677302

E-Mail christiane.heim@heilbronn.ihk.de

MAI 2016 w.news

57


R E C H T + R AT

PRAKTIKUMSZEITEN

GEHÖREN NICHT

ZUR PROBEZEIT

Das Bundesarbeitsgericht hat am 19. November

2015 die bisherige Rechtsprechung

zur Anrechnung von Praktikumszeiten auf

die Probezeit eines Berufsausbildungsverhältnisses

bestätigt.

Im konkreten Fall bewarb sich ein

Azubi im Frühjahr 2013 um einen

Ausbildungsplatz zum Kaufmann im

Einzelhandel. Die Ausbildung begann

am 01.08.2013 und die Parteien

vereinbarten zur Überbrückung einen

Praktikantenvertrag mit einer Laufzeit

bis zum 31.07.2013. Die Berufsausbildung

begann dann am 1. August mit

einer Probezeit von drei Monaten. Zum

29. Okto ber wurde dann das Ausbildungsverhältnis

gekündigt. Der Auszubildende

hält diese Kündigung für rechtswidrig,

weil das vorangegangene Praktikum auf

die Probezeit anzurechnen sei und sich

der Auszubildende bereits während der

Praktikumszeit ein umfassendes Bild habe

machen können. Bereits in den Vorinstanzen

konnte der Auszubildende mit

dieser Argumentation nicht durchdringen

und das Bundesarbeitsgericht hat

klargestellt, dass ein Berufsausbildungsverhältnis

zwingend mit einer Probezeit

zwischen einem und vier Monaten

beginnt. Beide Vertragspartner haben

damit ausreichend Gelegenheit, die für

die Ausbildung im konkreten Ausbildungsberuf

wesentlichen Umstände eingehend

zu prüfen. Dies ist nur unter den

Bedingungen des Berufsausbildungsverhältnisses

mit seinen spezifischen Pflichten

möglich. Inhalt und Zielsetzung des

Praktikums sind dabei unerheblich.

Das BAG weist auch darauf hin, dass

dasselbe auch dann gilt, wenn kein Praktikum,

sondern ein Arbeitsverhältnis dem

Berufsausbildungsvertrag vorgelagert ist.

(DIHK)

§ BAG, Urteil vom 19.11.2015, Az: 6 AZR 844/14

KONTAKT

Frank Waldbüßer

IHK-Referent Wirtschaftsrecht

Telefon 07131 9677-214

E-Mail frank.waldbuesser@heilbronn.ihk.de

KONKURRENZ -

TÄTIG KEIT UMFAS-

SEND VERBOTEN

Das Wettbewerbsverbot von Arbeitnehmern

gegenüber ihrem Arbeitgeber

ist umfassend und gilt auch außerhalb

des unmittelbaren Einzugsgebietes

des Arbeitsgebers.

Das hat das Landesarbeitsgericht

Niedersachsen

im Fall einer Steu -

erfachangestellten in

einer Steuerberatungskanzlei

entschieden, die in einer

anderen Stadt ein Gewerbe für

Lohn- und Finanzbuchhaltung

angemeldet hatte. Der Arbeitgeber

nahm das zum Anlass für eine außerordentliche

Kündigung und

klagte auf Herausgabe des durch

die Konkurrenztätigkeit erzielten

Erlöses. In seiner Begründung

weist das Gericht darauf hin, dass

eine Konkurrenztätigkeit auch

dann vorliege, wenn diese nicht in

dem unmittelbaren Einzugsgebiet

des Arbeitgebers erfolge. Untersagt

sei dem Arbeitnehmer der

Abschluss von Umsatzgeschäften

im Handelszweig des Arbeitgebers

oder das Anbieten von Diensten

und Leistungen gegenüber Dritten

im Marktbereich des Arbeitgebers.

Das gelte auch dann, wenn sicher

sei, dass der Arbeitgeber den vom

Arbeitnehmer betreuten Sektor

von Kunden nicht erreichen

werde. Bei der Berechnung des

herauszugebenden Erlöses könne

der Arbeitnehmer seinen eigenen

Arbeitsaufwand nicht gewinnmindernd

abziehen. Vorliegend

bestehe ein Anspruch auf Herausgabe

des Erlöses in Höhe von

39.320 Euro. (DIHK)

§ LAG Niedersachsen, Urteil vom 12.11.2015,

AZ: 7 Sa 1690/14

KONTAKT

Frank Waldbüßer

IHK-Referent Wirtschaftsrecht

Telefon 07131 9677-214

E-Mail frank.waldbuesser@heilbronn.ihk.de

VERGÜTUNG

VON UMKLEIDE -

ZEITEN

Ist ein Arbeitnehmer auf Grund arbeitsschutzrechtlicher

Vorgaben verpflichtet,

Schutzkleidung am Arbeitsplatz anzulegen,

unterliegt die hierfür erforderliche

Zeit der Vergütungspflicht.

D

as hat das Landesarbeitsgericht

Hamburg im Fall eines

Arbeitnehmers in einem Aluminiumwalzwerk

mit Gießerei

entschieden. In dem Betrieb

bestand eine Anweisung zum Tragen

von Arbeitskleidung, persönlicher

Schutzausrüstung und zusätzlicher

Schutzausrüstung für Gießereimitarbeiter.

Der Arbeitgeber vergütete die Umkleidezeit

nicht und bezog sich auf eine

Regelung im Manteltarifvertrag, wonach

Umkleide- und damit verbundene

Wegezeiten nicht zu vergüten sind. In

seiner Begründung weist das Gericht

darauf hin, dass die Verpflichtung des

Arbeitgebers, wonach fremdnützige

Umkleidezeiten als Arbeitszeiten zu

vergüten sind, durch Tarifvertrag nicht

abgedungen werden kann, soweit das

Umkleiden aus Gründen des Arbeitsschutzes

geboten ist. Das folge aus dem

Arbeitsschutzgesetz (vgl. Paragraf 3

Abs. 3 ArbSchG), wonach der Arbeitgeber

Kosten für Maßnahmen nach dem

Arbeitsschutzgesetz nicht den Beschäftigten

auferlegen darf. Der entgegenstehende

Tarifvertrag sei insoweit wegen

Verstoßes gegen höherrangiges Recht

unwirksam. Zu den Maßnahmen des

Arbeitsschutzes zählten nicht nur die

der Arbeitssicherheit dienenden Sachmittel,

sondern auch die Arbeitszeiten,

die erforderlich seien, um diese Sachmittel

anzuwenden.

(DIHK)

§ LAG Hamburg, Urteil vom 06.07.2015, AZ: 8 Sa

53/14

KONTAKT

Frank Waldbüßer

IHK-Referent Wirtschaftsrecht

Telefon 07131 9677-214

E-Mail frank.waldbuesser@heilbronn.ihk.de

58 w.news MAI 2016


© DOC RABE Media – Fotolia.com

FUSSBALL-EUROPA -

MEISTERSCHAFT 2016 –

WIE DARF ICH WERBEN?

Am 10. Juni beginnt in Frankreich die

Fußball-Europameisterschaft. Ein

IHK-Merkblatt gibt einen Über -

blick, worauf geachtet werden muss,

wenn Unternehmen ihre Produkte und

Dienstleistungen im Kontext der Europameisterschaft

vermarkten möchten und

was die Voraussetzungen für die Durchführung

einer Public-Viewing-Veranstaltung

sind.

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schlüsselfertigen Halle

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MARKENSCHUTZ –

FEHLER KÖNNEN TEUER WERDEN

Informationsveranstaltung zum Markenrecht

am 29. Juni von 13.30 bis 16.30 Uhr

im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK).

Auch viele Mittelständler in der

Region verfügen über eingetragene

Marken, um ihre erarbeitete

Marktposition rechtlich

abzusichern. Im Streitfall ist

die Enttäuschung aber groß, wenn sich

herausstellt, dass der Markenschutz unzureichend

ist. In der Informationsveranstaltung

„Save your brand – Warum Ihr

Markenschutz (vermutlich) unzureichend

ist“ werden zunächst die Chancen und

Vorteile des Markenschutzes dargestellt,

um anschließend anhand praktischer Beispiele

typische Fehler und Versäumnisse

in diesem Bereich aufzuzeigen. Die Veranstaltung

richtet sich deshalb nicht nur an

Unternehmen, die bereits über eingetragene

Marken verfügen, sondern auch an

Unternehmen, die diese Form des gewerblichen

Rechtsschutzes bislang nicht nutzen,

aber teure Fehler vermeiden möchten.

æ Veranstaltungstermin: 29. Juni, von

13.30 bis 16.30 Uhr

æ Veranstaltungsort: Heilbronner Haus

der Wirtschaft, Saal Franken

æ Referent: Dirk Pauli LL.M. ist Rechtsanwalt

und Fachanwalt für gewerblichen

Rechtsschutz in der Sozietät

Kleiner Rechtsanwälte in Stuttgart.

æ Zielgruppe: In erster Linie Verantwortliche

aus den Bereichen Entwicklung,

Marketing und Vertrieb, aber auch

Unternehmer und Geschäftsführer.

Die kostenfreie Veranstaltung richtet

sich ausschließlich an IHK-Mitgliedsunternehmen.

æ Parkhinweis: Parkhaus der IHK

ANMELDUNG

Yvonne Korb

Telefon 07131 967788211

E-Mail yvonne.korb@heilbronn.ihk.de

MAI 2016 w.news

59


I H K - B E K A N N T M A C H U N G

BESONDERE RECHTSVORSCHRIFTEN

FÜR DIE PRÜFUNG ZUSATZQUALIFIKATION

INTERNATIONALES WIRTSCHAFTSMANAGEMENT

MIT FREMDSPRACHEN

Die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken erlässt aufgrund des

Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 16. März 2016 als zuständige

Stelle nach § 9 in Verbindung mit § 79 Abs. 4 Berufsbildungsgesetz

(BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert durch Artikel

436 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBI. I S. 1774) folgende Neufassung

der Besonderen Rechtsvorschriften für die Prüfung in der Zusatzqualifikation

„Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen“

für Auszubildende in den Ausbildungsberufen Industriekaufmann/ Industriekauffrau

und Kaufmann/ Kauffrau im Groß- und Außenhandel.

§ 1 ZIEL DER PRÜFUNG

Die Prüfung dient dem Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen,

die Auszubildende in den anerkannten Ausbildungsberufen Industriekaufmann/Industriekauffrau

oder Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel

über die in den jeweiligen Ausbildungsordnungen vorgeschriebenen

Inhalte hinaus erworben haben.

§ 2 ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN

(1) Zur Prüfung kann zugelassen werden, wer

• im anerkannten Ausbildungsberuf Industriekaufmann/Industriekauffrau

oder Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel ausgebildet

wird und

• glaubhaft macht, dass er Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen in

den §§ 3 bis 5 aufgeführten Gebieten erworben hat.

(2) Die Glaubhaftmachung erfordert in der Regel die Vorlage einer entsprechenden

Bestätigung des Ausbildungsbetriebes. Die Glaubhaftmachung

kann auch über die Vorlage des Ausbildungsberichtsheftes bzw. des Ausbildungsnachweises

oder auf andere Weise über die zusätzlich vermittelten

Inhalte der in dem Ausbildungsrahmenplan festgelegten Ergänzungen

erfolgen.

(3) Die Zulassung kann frühestens mit der Zulassung zur Abschlussprüfung

im jeweiligen anerkannten Ausbildungsberuf erfolgen.

§ 3 PRÜFUNGSFÄCHER UND GLIEDERUNG DER PRÜFUNG

(1) Die Prüfung besteht aus den Prüfungsfächern:

• Internationale Betriebswirtschaftslehre

• Fremdsprachen

(2) Die Prüfung wird in beiden Prüfungsfächern schriftlich und mündlich durchgeführt.

(3) Die schriftliche Prüfung kann gemeinsam mit der Berufsschule durchgeführt

werden.

§ 4 PRÜFUNGSFACH "INTERNATIONALE BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE"

(1) In der schriftlichen Prüfung soll der Prüfling in 120 Minuten mehrere praxisbezogene

Aufgaben bearbeiten. Hierfür kommen insbesondere folgende

Gebiete, jeweils unter Berücksichtigung von internationalen Aspekten,

in Betracht:

• Wareneinkauf und -verkauf mit Auftragsbearbeitung

• Absatzförderung/Werbung/Marketing

• Versand/Logistik

• Internationaler Zahlungsverkehr

• Kostenrechnung/Controlling

(2) In der mündlichen Prüfung hat der Prüfling in einem verkaufsbetonten

Prüfungsgespräch von höchstens 20 Minuten Dauer nachzuweisen, dass

er Kenntnisse und Erfahrungen, insbesondere aus den Bereichen Wareneinkauf

und -verkauf/ Marketing/ Logistik und Zahlungsverkehr jeweils

unter Beachtung internationaler Aspekte hat.

§ 5 PRÜFUNGSFACH "FREMDSPRACHEN IN DER KAUFMÄNNISCHEN AN-

WENDUNG"

In der 1. Fremdsprache (Englisch) soll der Prüfling in der Prüfung nachweisen,

dass

• er mündliche und schriftliche Informationen in der Fremdsprache verstehen

und inhaltlich und sprachlich korrekt wiedergeben kann

• er sich auf unterschiedliche Gesprächspartner und Gesprächssituationen

in der Fremdsprache einstellen und sprachlich angemessen kommunizieren

kann

• er in der Fremdsprache verhandlungssicher kommunizieren kann

• er fremdsprachliche Texte verstehen und Schriftverkehr sprachlich adäquat

abwickeln kann

• er sich mündlich über berufliche und wirtschaftliche Sachverhalte in der

Fremdsprache äußern und verständigen kann.

In der 2. Fremdsprache (Französisch, Spanisch, Italienisch) soll der Prüfling

in der Prüfung nachweisen, dass

• er mündliche und schriftliche Informationen in einfachen, regelmäßig wiederkehrenden

beruflichen Situationen in der Fremdsprache verstehen

und wiedergeben kann

• er sich mündlich über einfache berufliche und wirtschaftliche Sachverhalte

äußern und verständigen kann

• er fremdsprachliche Texte verstehen und Schriftverkehr in einfachen, regelmäßig

wiederkehrenden beruflichen Situationen abwickeln kann

(1) Die Fremdsprachenprüfung ist schriftlich und mündlich in zwei Fremdsprachen

durchzuführen.

(2) Die schriftliche Prüfung umfasst jeweils in insgesamt 145 Minuten folgende

Leistungen:

a) Einen Geschäftsbrief nach Stichwortangaben in Deutsch formgerecht

in der Fremdsprache formulieren. Richtzeit: 45 Minuten

b) Eine kurzgefasste schriftliche Mitteilung per moderner Telekommu -

nikation (z.B. Fax) zu einem in der Fremdsprache vorgegebenen

Geschäftsfall in der Fremdsprache formulieren. Richtzeit: 30 Minuten

c) Einen Vermerk in Deutsch über ein in der Fremdsprache geführtes

Gespräch formulieren. Richtzeit (einschließlich Aufgabendarbietung):

20 Minuten

d) Einen Vermerk in Deutsch über einen in der Fremdsprache abgefass -

ten Geschäftsbrief formulieren. Richtzeit: 30 Minuten

e) Nachweis der allgemeinen Fremdsprachenbeherrschung durch einen

C-Test (besondere Form eines Wortergänzungstests) oder durch eine

Weiterentwicklung dieses Testverfahrens. Richtzeit: 20 Minuten

Der Prüfling darf in den Teilen a) bis d) ein allgemeines zweisprachiges

Wörterbuch benutzen.

(3) Die mündliche Prüfung umfasst in einer Dauer von höchstens 20 Minuten

folgende Leistungen:

• Ein Telefongespräch allgemein geschäftlicher Natur in der Fremdsprache

führen.

• Ein Gespräch in der Fremdsprache führen.

Dabei soll der Prüfling nachweisen, dass er

• sich über Themen aus seinem Ausbildungsberuf (incl. Zusatzqualifikation)

in der Fremdsprache unterhalten kann und

60 w.news MAI 2016


I H K - B E K A N N T M A C H U N G

• häufig auftretende Alltagssituationen (z.B. Vorstellen/Begrüßen etc.)

sprachlich angemessen bewältigen kann.

§ 6 ZULASSUNG ZUR MÜNDLICHEN PRÜFUNG

(1) Die Zulassung im Prüfungsfach "Internationale Betriebswirtschaftslehre"

ist zu versagen, wenn in der schriftlichen Prüfung in diesem Fach nicht

mindestens ausreichende Leistungen erzielt wurden.

(2) Die Zulassung zur mündlichen Prüfung im Prüfungsfach "Fremdsprachen

in der kaufmännischen Anwendung" ist zu versagen, wenn in der schriftlichen

Prüfung in diesem Fach eine Prüfungsleistung mit ungenügend

oder mehr als eine Prüfungsleistung mit mangelhaft bewertet wurde.

§ 7 BESTEHEN DER PRÜFUNG

Die Prüfung ist insgesamt bestanden, wenn

• im Prüfungsfach "Internationale Betriebswirtschaftslehre" in der schriftlichen

Prüfung und in der mündlichen Prüfung mindestens ausreichende

Leistungen erzielt wurden und

• im Prüfungsfach "Fremdsprachen in der kaufmännischen Anwendung"

die Prüfung in beiden Fremdsprachen bestanden wurde. Die Prüfung in

einer Fremdsprache ist bestanden, wenn der Teilnehmer in der schriftlichen

Prüfung nicht mehr als eine "mangelhafte" Leistung und in der

mündlichen Prüfung keine Leistung, die schlechter als "ausreichend" bewertet

wurde, erbracht hat.

§ 9 SONSTIGE BESTIMMUNGEN

Soweit diese Rechtsvorschriften nichts Abweichendes regeln, findet die Prüfungsordnung

für die Durchführung von Abschlussprüfungen in anerkannten

Ausbildungsberufen sinngemäß Anwendung.

Die Rechtsvorschrift wird hiermit ausgefertigt und in der w.news Ausgabe

05/2016 veröffentlicht.

Heilbronn, 16. März 2016

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Prof. Dr. Dr. h.c. Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

§ 8 PÜFUNGSZEUGNIS UND GESAMTERGEBNIS DER PRÜFUNG

(1) Über die bestandene Prüfung stellt die Kammer ein Zeugnis aus, in dem

die Ergebnisse der einzelnen Prüfungsleistungen und das Gesamtergebnis

in Punkten und Noten aufgeführt sind. Das Gesamtergebnis ergibt

sich als arithmetisches Mittel der Ergebnisse der beiden Prüfungsfächer

"Internationale Betriebswirtschaftslehre" und "Fremdsprachen in der kaufmännischen

Anwendung".

(2) Das Ergebnis im Prüfungsfach "Internationale Betriebswirtschaftslehre"

ergibt als arithmetisches Mittel aus der Bewertung der schriftlichen und

der mündlichen Prüfung in diesem Fach.

(3) Das Ergebnis im Prüfungsfach "Fremdsprachen in der kaufmännischen

Anwendung" ergibt sich je Fremdsprache aus dem arithmetischen Mittel

aus der Bewertung der schriftlichen Prüfung und der mündlichen Prüfung

in diesem Fach. Dabei wurde das Ergebnis in der schriftlichen Prüfung als

arithmetisches Mittel der Prüfungsgebiete (a) bis (e) gemäß § 5 Abs. 2

ermittelt und das Ergebnis der mündlichen Prüfung als arithmetisches

Mittel der Prüfungsteile (a) und (b) gemäß § 5 Abs. 3.

(4) Über die erfolgreiche Prüfung im Prüfungsfach „Fremdsprachen in der kaufmännischen

Anwendung“ erteilt die Kammer auf Antrag des Prüfungsteilnehmers

je Fremdsprache zusätzlich ein Zeugnis gemäß der von der

Kammer erlassenen Rechtsvorschrift „Zusatzqualifikation Fremdsprache

für kaufmännische Auszubildende“, wenn nur die Teilprüfung in einer oder

beiden Fremdsprachen bestanden wurde und nicht die Gesamtprüfung.

(5) Je Fremdsprache wird im Zeugnis das Sprachniveau nach dem Gemeinsamen

Europäischen Referenzrahmen für Sprachen ausgewiesen.

(6) Das Zeugnis für die bestandene Prüfung in der Zusatzqualifikation „Internationales

Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen“ wird erst nach

bestandener Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Industriekaufmann/

-frau bzw. Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel ausgehändigt.

MAI 2016 w.news

61


I H K - B E K A N N T M A C H U N G

BESONDERE RECHTSVORSCHRIFTEN

FÜR DIE PRÜFUNG ZUSATZQUALIFIKATION

FINANZASSISTENT (IHK)/ FINANZASSISTENTIN (IHK)

Die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken erlässt aufgrund des

Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 16. März 2016 als zuständige

Stelle nach § 9 in Verbindung mit § 79 Abs. 4 Berufsbildungsgesetz

(BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert durch

Artikel 436 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBI. I S. 1774) folgende

Neufassung der Besonderen Rechtsvorschriften für die Prüfung in der

Zusatzqualifikation „Finanzassistent (IHK)“ für Auszubildende in den Ausbildungsberufen

Bankkaufmann/-frau und Kaufmann/-frau für Versicherung

und Finanzen.

§ 1 ZIEL DER PRÜFUNG

(1) Die Prüfung dient dem Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen,

die Auszubildende zum/zur Bankkaufmann/-frau bzw. Kaufmann/

-frau für Versicherung und Finanzen über die in der Ausbildungsordnung

"Bankkaufmann / Bankkauffrau" bzw. "Kaufmann für Versicherung und

Finanzen / Kauffrau für Versicherung und Finanzen" vorgeschriebenen

Inhalte hinaus erworben haben.

(2) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob der/ die Prüfungsteilnehmer/-in

die in § 3 genannten Prüfungsgebiete beherrscht und praxisgerecht umsetzen

bzw. anwenden kann.

§ 2 ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN

(1) Zur Prüfung kann zugelassen werden, wer

• im anerkannten Ausbildungsberuf Bankkaufmann/-frau bzw. Kaufmann/

-frau für Versicherung und Finanzen ausgebildet wird und

• glaubhaft macht, dass er/ sie Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen

in den in § 3 genannten Gebieten erworben hat.

(2) Die Glaubhaftmachung erfordert in der Regel die Vorlage einer entsprechenden

Bestätigung des Ausbildungsbetriebes.

(3) Die Zulassung kann frühestens mit der Zulassung zur Abschlussprüfung

im anerkannten Ausbildungsberuf Bankkaufmann bzw. Kaufmann/ -frau

für Versicherung und Finanzen erfolgen.

§ 3 PRÜFUNGSFÄCHER UND GLIEDERUNG DER PRÜFUNG

(1) Die Prüfung wird schriftlich und mündlich durchgeführt.

(2) Die schriftliche Prüfung kann gemeinsam mit der Berufsschule durchgeführt

werden.

(3) Die schriftliche Prüfung umfasst folgende Fächer:

• A: Allfinanz

Der Prüfungsteilnehmer/ die Prüfungsteilnehmerin soll entsprechend

den jeweils geltenden Bildungsplänen praxisbezogene Aufgaben zu

Aspekten der Allfinanz, in einer Prüfungszeit von 90 Minuten bearbeiten.

• B: Steuerlehre

Der Prüfungsteilnehmer/ die Prüfungsteilnehmerin soll entsprechend

den jeweils geltenden Bildungsplänen praxisbezogene Aufgaben zu

steuerlichen Aspekten, die für die Beratung von Privatkunden relevant

sind, in einer Prüfungszeit von 60 Minuten bearbeiten.

(4) Im Rahmen der mündlichen Prüfung (Kolloquium) hat der Prüfungsteilnehmer/

die Prüfungsteilnehmerin vor dem Prüfungsausschuss in einem

verkaufsbetonten Prüfungsgespräch die bankspezifischen Kenntnisse

und Erfahrungen nachzuweisen. Dabei sollen die Fächer Allfinanz und

Steuerrecht mit den kundenbezogenen Bankgeschäften verknüpft werden.

Das Prüfungsgespräch dauert ca. 30 Minuten.

§ 4 ZULASSUNG ZUR MÜNDLICHEN PRÜFUNG

(1) Die Zulassung zur mündlichen Prüfung ist zu versagen, wenn in jedem

der beiden schriftlichen Prüfungsfächer nicht mindestens ausreichende

Leistungen erzielt wurden.

(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn in den beiden schriftlichen Prüfungsfächern

sowie im Kolloquium mindestens ausreichende Leistungen erzielt

worden sind.

§ 5 PRÜFUNGSZEUGNIS

(1) Über die bestandene Prüfung stellt die Kammer ein Zeugnis aus, in dem

die Ergebnisse der einzelnen Prüfungsleistungen und das Gesamtergebnis

in Punkten und Noten aufgeführt sind. Das Gesamtergebnis ergibt

sich als arithmetisches Mittel der Einzelergebnisse.

(2) Das Zeugnis zum Finanzassistent (IHK)/ Finanzassistentin (IHK) wird erst

nach bestandener Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Bankkaufmann/-frau

bzw. Kaufmann/ -frau für Versicherung und Finanzen ausgehändigt.

§ 6 SONSTIGE BESTIMMUNGEN

Soweit diese Rechtsvorschriften nichts Abweichendes regeln, findet die Prüfungsordnung

für die Durchführung von Abschlussprüfungen in anerkannten

Ausbildungsberufen sinngemäß Anwendung.

Die Rechtsvorschrift wird hiermit ausgefertigt und in der w.news Ausgabe

05/2016 veröffentlicht.

Heilbronn, 16. März 2016

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Prof. Dr. Dr. h.c. Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

62 w.news MAI 2016


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DIEFFENBACHER,

EPPINGEN

Vergrößerung

der Geschäfts -

führung

Die Dieffenbacher GmbH

vergrößert die Geschäftsführung:

Neben den beiden

bisherigen Geschäftsführern

Wolf-Gerd Dieffenbacher und

Dr. Günter Kuhn gehören ihr nun

auch Christian Dieffenbacher

und Volker Kitzelmann an. Mit

Christian Dieffenbacher werde

die „Zukunft als fami lien ge führ -

tes Unternehmen“ sichergestellt.

Die Erweiterung der Führung

erleichtere „den konsequent

geplanten Generationenwechsel“.

Auch die Leitungen der

„Business Unit Wood“ und des

Marketings wurden neu besetzt.

www.dieffenbacher.de

A

LEHANKA, FICHTENAU – „Shop Award 2016“

Die marbet Marion & Bettina

Würth GmbH & Co. KG konnte

2015 gleich mehrfach bei verschiedenen

„Awards“ mit ihren

Projekten punkten und sich damit

wieder im Event-Kreativranking

2016 des „BlachReport“ platzieren,

so beim „Famab Award, Golden

Award of Montreux, CommAward,

EuBea Award, Ex Award und Galaxy

Award“. Die meisten Preise erhielt

die Agentur und ihr Konzeptansatz

„Kreativität mit Realitätssinn“

mit „TT 360“, der Markteinführung

des Audi TT vor 5.000 Gästen und

Audi-Fans.

www.marbet.com

nlässlich der E-Commerce-Messe

hat die Fachzeitschrift „Internet

World“ die besten Online-Shops im

deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.

„Ganz vorne dabei“ ist mit

einem 4. Platz die Lehanka Kommunikationsagentur

GmbH. In der

Kategorie „Höchster Innovationsgrad“

hatte das auf Einzelhändler

und „Premiumsegment“ spezialisierte

Unternehmen mit dem Sattelkonfigurator

von messpappe.de

(Konfiguration von Fahrradsätteln)

teilgenommen. Auch beim Wettbewerb

„Das Jahr der Werbung“

hatte Lehanka gepunktet.

www.lehanka.de

MARBET, KÜNZELSAU – Auf 7. Platz vorgerückt

64 w.news MAI 2016


F I R M E N + L E U T E

LAUDA DR. R. WOBSER, LAUDA- KÖNIGSHOFEN – Firmenjubiläum

A

nfang März feierte die Lauda

Dr. R. Wobser GmbH & Co. KG,

ein Unternehmen für Labor- und

Kältethermostate, ihr 60. Jubiläum.

Nach dem frühen Tod des Gründers

Rudolf Wobser übernahmen seine

beiden Söhne das Unternehmen.

Seit 2010 und dem Ruhestand

von Karlheinz und Dr. Gerhard

Wobser ist der Sohn des letzteren,

Dr. Gunther Wobser, alleiniger Geschäftsführender

Gesellschafter.

www.lauda.de

RADIO TON,

HEILBRONN

Weiterhin Nummer 1

Radio Ton feierte die Veröffentlichung

der Media Analyse

2016/1, denn der Lokalsender ist

erneut Spitzenreiter. 413.000 Hörer

schalten pro Tag das Programm ein

– der Abstand zu anderen Lokalsendern

im Land hat sich erneut

vergrößert und Radio Ton ist der

einzige, bei dem die Hörer „online

und mobil“ über die einzelnen

Musiktitel abstimmen können.

www.radioton.de

BINDER,

NECKARSULM

Neues Werk

Zusätzlich zu ihren drei Werken

in Neckarsulm hat die Franz

Binder GmbH & Co. Elektrische

Bauelemente KG in Bad Rappenau

ein „Innovations- & Technologie-

Zentrum“ (ITZ) errichtet. Das ITZ

soll neue Geschäftsbereiche erschließen,

indem dort über die

Vervielfältigung von Elektronik

durch Druckverfahren geforscht

werde. So fördere der Bund „in

dieser noch jungen Wissenschaft“

das Projekt „Elektrolumineszenz-

Display in kapazitiver Sensorik“.

www.binder-connectors.de

Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Gunther Wobser

(links) und Geschäftsführer Dr. Marc Stricker.

BERBERICH, HEILBRONN – Kartonsortiment

Der einlagige reinweiße Zellstoffkarton

„VivaCard“ der

Carl Berberich GmbH „empfiehlt

sich für anspruchsvolle grafische

Anwendungen und eine Vielzahl

von Verpackungen“. Er hat eine

seidenmatte Oberfläche und ist

in den Ausführungen einseitig

und zweiseitig gestrichen sowie

in diver sen Grammaturen erhältlich.

Nach Empfehlung XXXVI

des BfR“ ist der Zellstoffkarton

„lebensmittelunbedenklich“.

www.berberich.de

BÜRKERT, INGELFINGEN – Stiftungsmittel

Am 4. Mai 2015 wäre der Unternehmensgründer

Christian Bürkert

100 Jahre alt geworden.

© Bürkert

VivaCard – der neue Karton: Jetzt bei Berberich

als FSC®-zertifizierte Qualität erhältlich.

A

nlässlich des 100. Geburtstags

des Firmengründers im vergangenen

Jahr und des 70-jährigen

Bestehens der Bürkert Fluid Control

Systems stellte die „Christian

Bürkert Stiftung“ 500.000 Euro

für das Jahr 2016 zur Verfügung

– für gemeinnützige Projekt, „die

Bürkert-Mitarbeitern wichtig sind“,

wie es in der Meldung heißt. Letztes

Jahr war das Firmenvermögen

von Dorothee Bürkert, der 2012

verstorbenen Frau des Gründers,

auf die Stiftung übertragen worden,

das heißt ihre Kapitalanteile

gehören jetzt der Stiftung.

www.burkert-stiftung.de

BECHTLE,

NECKARSULM

Mehr Beschäftigte

Die Bechtle AG hat 2015 die

Zahl der Beschäftigten um

633 auf 7.205 erhöht. Umsatz

und Beschäftigung seien mit

neun Prozent Wachstum im

Gleichklang. Das Vorsteuerergebnis

stieg um 20 Prozent auf

129 Millionen Euro. Der Personalaufbau

erfolgte im Inland

mit 419. Mehr als zwei Drittel

entfallen auf Neueinstellungen,

202 „bestens ausgebildete und

qualifizierte Fachkräfte“ kamen

durch den Erwerb von Modus

Consult, CSS und Tritec hinzu.

www.bechtle.com

ANSMANN,

ABSTATT

Marketing-IT-Lösung

Das Managen der Produktpalette

der Ansmann AG mit

ihren Geschäftsbereichen Konsum

und Industrielösungen ist

aufgrund des Wachstums des

Unternehmens „deutlich an seine

Grenzen gestoßen“. Deshalb, so

der „Spezialist für mobile Ener -

gielösungen“ weiter, habe man

den Medienexperten SDZeCom

mit ins Boot geholt und sich

für die „Marketing-Information-

Management-Lösung (MIM)

von Contentserv“ und das Media-

Asset-Management zur zentralen

Verwaltung aller Produktund

Marketing-Informationen

entschieden.

www.ansmann.de

MAI 2016 w.news

65


F I R M E N + L E U T E

LANDES -

GARTENSCHAU,

ÖHRINGEN

Besucherbus-

Sponsor

Die Ziehl-Abegg SE unterstützt

die Landesgartenschau

an Wochenenden und

Feiertagen mit einem Elektrobus,

der mit einem getriebe -

losen Radnabenantrieb ausgerüstet

ist. Das Engagement des

Unternehmens „bewege sich

im sechsstelligen Bereich“,

hieß es von Seiten des Öhringer

Oberbürgermeisters Thilo

Michler und dem Geschäftsführer

der Landesgartenschau

Öhringen 2016 GmbH, Erich

Hermann. Man sei froh über

diesen Partner für die „kostspielige

Aufgabe Busshuttle“.

www.oehringen2016.de

WOERNER, LEINGARTEN

Wand- und Fensterdekorationen

Themenbezogene Dekorations-

Konzepte verlangen nach da -

rauf abgestimmten Wandverkleidungen.

Die Heinrich Woerner

GmbH bietet im Frühjahr-/Sommerkatalog

passende Textilbanner

für alle Aktionsideen. Die

pflegeleichten Banner eignen

sich sowohl für die Innen- als

auch für die Außendekoration.

www.dekowoerner.de

WÜRTH IT,

BAD MERGENT-

HEIM

Zusammenarbeit

mit Intershop

Die Würth-Gruppe und die

Intershop Communications

AG erweitern ihre Zusammen -

arbeit beim Ausbau des Online-

Geschäfts des nach eigenen Angaben

Weltmarktführers im Handel

mit Montage und Befestigungsmaterial

für Handwerk und Industrie.

Es wurde eine gemeinsame

Produktentwicklung für den

B2B-Bereich vereinbart und ein

Lizenz-Vertrag über die Nutzung

der „Intershop Commerce Suite“

geschlossen, wie die Würth IT

GmbH weiter mitteilt. Partner

bei der Implementierung ist die

E-Commerce-Agentur dotSource.

www.wuerth-it.com

HYUNDAI,

HEILBRONN

Weiter gewachsen

Die Hyundai Motor Deutschland

GmbH verzeichnete

108.434 Neuzulassungen im

Jahr 2015, das waren 8,6 Prozent

mehr als im Jahr davor.

Wie es in der Mitteilung heißt,

sei der koreanische Autohersteller

„deutlich stärker“ als der

Markt gewachsen. Der Marktanteil

konnte um 0,1 Prozent

auf 3,4 Prozent gesteigert werden.

Damit habe Hyun dai seine

Position als erfolgreichste asiatische

Automarke in Deutschland

gefestigt. Die Zuwächse

betrafen Privat- und Flottenmarkt

gleichermaßen, letzterer

wuchs um 26 Prozent.

www.hyundai.de

TECNARO, ILSFELD

„Nachwachsender“

Uhu-Behälter

Den Kleber aus der Tube hat

1932 der badische Apotheker

August Fischer erfunden. Er nannte

den weltweit ersten glasklaren

Klebstoff „Uhu – der Alleskleber“,

der heute in 120 Ländern erhältlich

ist. Jetzt hat ein Klebestift

mit Namen „Uhu stic ReNature“

einen Behälter aus nachwachsenden

Rohstoffen erhalten. Der Biowerkstoff

wurde von der Tecnaro

GmbH entwickelt und verzichtet

wie die Klebemasse selbst auf

fossile Rohstoffe, eine

„einzigartige“ Schraubkappe

schützt ihn vor

Austrocknen.

www.tecnaro.de

Der erste Klebestiftbehälter

der nachwächst – UHU stic Re-

Nature Klebestifte mit einem

Behälter aus einem Bio-Werkstoff

aus dem Hause Tecnaro.

© UHU GmbH & Co. KG

W

ZIEHL-ABEGG, KÜNZELSAU

Elektromobilität für Stadtbusse

infried Hermann, der Verkehrsminister

des Landes, hat

sich bei der Ziehl-Abegg SE über

Antriebe für Elektrobusse informiert.

Geschäftsführer Ralf Arnold

erläuterte die Technik der Rad -

nabenmotoren und sprach über

die „Hemmnisse bei der Markteinführung

der Elektromobilität

im öffentlichen Personennahverkehr“,

wie es in einer Mitteilung

heißt. Wer über Elektromobilität

diskutiere, vergesse meist den

ÖPNV. Dabei seien die Lärm- und

Abgasemissionen von Dieselbussen

nicht zu unterschätzen.

www.ziehl-abegg.de

Verkehrsminister Winfried Hermann (rechts) informiert sich bei Ralf Arnold, Geschäftsführer

von Ziehl-Abegg, wie der getriebelose Elektromotor ZAwheel hergestellt wird.

© Ziehl-Abegg / Rainer Grill

66 w.news MAI 2016


SCHUNK, LAUFFEN

Mensch und Roboter

ei den neunten „Schunk Expert

Days on Service Robotics“ stellten

22 Referenten aus neun Ländern

Forschungsprojekte, Technologien

und Anwendungen der Assistenzund

Servicerobotik vor. Auf diesem

Symposium sei deutlich geworden,

so der Veranstalter Schunk GmbH

& Co. KG, dass es „internationale

Standards und eine enge Verzahnung

mit komplexen Softwareund

Sensorlösungen“ brauche, sollen

robotergestützte Assistenzsysteme

zum Selbstverständnis im

industriellen Alltag werden.

www.schunk.com


SYSTEMAIR,

BOXBERG

Eurovent-

Zertifizierung

Für ihre Wohnungslüftungs-

Geräte hat die Systemair

GmbH die „Eurovent“-Zertifizierung

erhalten, die „an in

Europa bezogenen“ Geräten

und nicht an für die Prüfung

zur Verfügung gestellten Geräten

erfolgt sei. Die Geräte

der Baureihe Save wurden in

der Kategorie „Residential Air

Handling Units (RAHU)“ von

einer unabhängigen Stelle ge -

mäß EN 13141-7:2010 geprüft

nach Leistung, Ener gie effi zienz

und Schallleistung und entsprachen

laut Systemair in

allen Kriterien den Spezifikationen

des Herstellers.

www.systemair.de

DEKO & DESIGN, WEINSBERG – Dekoration auf Firmenfeiern

Beim 42. Deutschen Marketingpreis

im „Congress Center“

der Messe Stuttgart war Deko &

Design in Saal und Partyraum

„mit der kompletten Dekoration

der festlichen Abendveranstaltung“

betraut, passend zum Corporate

Design des Siegers Motel

One. Als Partner für Firmenfeiern

erstellt Deko & Design GmbH das

Konzept und orga ni siert Deko-

Aufbau inklusive Floristik und

Abbau „professionell und routiniert“.

Außerdem werden Deko-

Artikel wie Hussen oder Tischdecken

verliehen.

www.dekoanddesign.de

AS-SCHNEIDER, NORDHEIM – „Good Design Award“

Für Kugelhähne der Taurus-Baureihe

hat die Armaturenfabrik

Franz Schneider GmbH & Co. KG

den „Good Design Award 2016“

erhalten. Die „Double Block & Bleed

Pipeline“-Kugelhähne werden in

der Öl-, Gas-, chemischen und

petrochemischen Industrie eingesetzt.

Die Auszeichnung wird seit

65 Jahren vom Chicago Athenae -

um Museum verliehen. Zur Unterstützung

hatte sich AS-Schneider

das Unternehmen Design Tech ins

Boot geholt – einen Spezialisten für

Maschinendesign.

www.as-scheider.com

Double Block & Bleed Pipeline Kugelhähne

der Taurus-Baureihe sind mit dem Good

Design Award 2015 prämiert.

© Armaturenfabrik Franz

Schneider GmbH + Co. KG

68 w.news MAI 2016


F I R M E N + L E U T E

Die „Moving Forward Collection“

der Hornschuch AG erhielt

den „if product design award

2016“ in der Kategorie „Automotive

Interiors“, der zum sechsten

Mal vom International Forum

© Hornschuch

HORNSCHUCH, WEISSBACH – Designkompetenz

Design vergeben wurde. Hornschuch,

so die Meldung weiter,

setze auf Design als ein wertgebendes

Merkmal, das im Wettbewerb

oft den Unterschied mache.

Mit der „Moving Forward Collection“

biete Hornschuch neuartige

effektvolle Oberflächen in den

Trendfarben für den automobilen

Innenraum von morgen.

www.hornschuch.com

EBM-PAPST, MULFINGEN – Standortausbau in St. Georgen

Nach einer Bauzeit von zwölf

Monaten hat die ebm-papst

Mulfingen GmbH & Co. KG den

ersten Bauabschnitt des Werksneubaus

in St. Georgen-Hagenmoos

eingeweiht. Der nach eigenen

Angaben Technologieführer

bei Ventilatoren und Motoren investierte

fünf Millionen Euro in

eine Elektronikfertigung, die künftig

Baugruppen für die Werke in

Herbolzheim und Ungarn produziert.

Anlass für die Feierlichkeiten

war auch die Grundsteinlegung

für den nächs ten Bau mit Investitionen

von 15 Millionen Euro.

www.ebmpapst.com

MARBACH,

HEILBRONN

Mit Schwung

ins Messejahr

Die Marbach GmbH & Co.

KG blickt auf ein erfolgreiches

2015 zurück und geht „mit

Schwung in das Mega-Messejahr

2016“. Der nach eigenen

Angaben Weltmarktführer in

der Stanzformtechnik hat sich

viel vorgenommen: „Nicht nur

einen erfolgreichen Auftritt bei

den Messen Drupa, Fachpack

und K – sondern auch die Einführung

unseres neuen Corporate

Designs.“ Die Gruppe hatte

Anfang 2016 1.300 Beschäftigte,

100 mehr als im Jahr

zuvor, auch ein Ergebnis einer

vor zehn Jahre begonnenen

Investitionsoffensive.

www.marbach.com

Eröffnung des ersten Bauabschnitts in St. Georgen-Hagenmoos (von links): Ralf Sturm (Personalleiter

ebm-papst), Peter Stollbert (Architekt), Dirk Schallock (Geschäftsführer ebm-papst

St. Georgen), Michael Rieger (Bürgermeister St. Georgen), Gerhard Sturm (Gesellschafter ebmpapst

Gruppe), Rainer Hundsdörfer (Vorsitzender der Geschäftsführung ebm-papst Gruppe), Jan

Philippiak (Gesellschafter ebm-papst Gruppe), Thorsten Frei (MdB), Sven Hinterseh (Landrat).


F I R M E N + L E U T E

AZO,

NECKARSULM

„Stampfvolumeter“

In einem Ausbildungsprojekt

der Azo Controls GmbH

wurde ein „Stampfvolumeter“

entwickelt, gefertigt und vermarktet.

Begleitet wurde das

Projekt der Ausbildungsfirma

von den Ausbildern, die auch

die Rolle der Kunden übernahmen.

Was ein „Stampfvolumeter“

macht, erklärte das Team

an einem Beispiel: Ein Kunde

kauft von Azo eine Anlage mit

Lagersilos, auf deren Hülle

bei der Befüllung Kräfte wirken.

Deshalb muss die „Stampfdichte“

gemessen werden – und

zwar automatisch, eben mit dem

„Stampfvolumeter“.

www.azo.com

BRUNEL,

HEILBRONN

Neukundenzuwachs

Die Niederlassung des Ingenieurdienstleisters

Brunel zieht in

größere Büroräume. Wie die Brunel

GmbH & Co. KG, Düsseldorf mitteilte,

gewann die Niederlassung

bedeutende Neukunden hinzu und

verzeichnet 40 Prozent Projektwachstum.

Die 2014 gegründete

Niederlassung hat Kunden in den

Branchen Auto mo ti ve, Maschinenbau

und Elek tro tech nik. Brunel ist

an 40 Standorten in Deutschland

tätig und hat 3.000 Beschäftigte.

www.brunel.net

KW AUTOMOTIVE, FICHTENBERG

Gewindefahrwerk für Ford Mustang

Für den neuen Ford Mustang

entwickelte die KW automotive

GmbH ein Gewindefahrwerk. Das

„KW Clubsport 3-way“-Gewindefahrwerk

entstand in Zusammenarbeit

mit dem amtierenden

„ADAC GT Masters Champion“

Sebastian Asch. Dank einstellbarem

Stützlager und unabhängiger

Zug- und Druckstufen ab stimmung

könne der Sportwagen auf Rennstrecken

„noch weiter am Limit

gefahren werden“, wie es in der

Meldung heißt. Die Clubsport-

Gewindefahrwerke ermöglichen

eine stufenlose Tieferlegung des

Fahrzeugs von bis zu 50 Millimetern.

www.kwautomotive.de

BERNER,

KÜNZELSAU

Zertifiziert als

„Top Employer“

Die Albert Berner Deutschland

GmbH ist durch das

„Top Employers Institute“ zertifiziert

und gehört somit zu

den besten Arbeitgebern mit

„herausragender Personalführung

und Personalstrategie“.

Zur Zertifizierung werden jährlich

die teilnehmenden Unternehmen

weltweit nach einheitlichen,

definierten und standardisierten

Anforderungen

untersucht. Alle Antworten

und Belege werden zudem von

einer unabhängigen, zentralen

Instanz auf ihre Aussagekraft

hin „eingehend“ bewertet.

www.berner.de

A

AFRISO,

GÜGLINGEN

„Intelligente“

Messgeräte

friso misst den Durchfluss und

die Temperatur simultan mit

seinem neuen Messgerät Flow-

Temp ST und überträgt die Daten

mittels Bluetooth-Smart-Technologie

auf eines der Afriso-„Blue-

Line“-Messgeräte, Smartphone

oder Tablet. Das Endgerät kann

damit die Daten weiterverarbeiten

oder per Thermodrucker ausdrucken.

Dank der niedrigen Bauform

von FlowTemp ST sei das

Messen selbst an niedrig platzierten

Wasserarmaturen problemlos

möglich und die Einsatzmöglichkeiten

seien vielfältig, heißt es

in der Meldung der Afriso-Euro-

Index GmbH.

www.afriso.de

HOCHSCHULE, HEILBRONN

Forschungszentrum

Von links: Otto Rettenmaier,

Susanne Rettenmaier, Prof.

Dr.-Ing. Jürgen Schröder (Rektor

der Hochschule Heilbronn).

Im Beisein von Otto Rettenmaier

und seiner Tochter Susanne

wurde am Campus Sont heim der

Hochschule Heilbronn ein Forschungszentrum

eingeweiht. Das

nach dem Unternehmer benannte

und von ihm unterstützte „präsentable

Zentrum für Robotik und

Automation“ mit seinen 270 Quadratmetern

Fläche soll fakultätsübergreifend

Lehre und Forschung

zusammenführen und „die damit

verbundene Technik der Öffentlichkeit

sichtbar machen“ – so

durch die Modellfabrik von Festo

Didactic.

www.hs-heilbronn.de

70 w.news MAI 2016


FREILICHTSPIELE,

SCHWÄBISCH HALL

Neuer Intendant

as Kuratorium der Freilichtspiele

Schwäbisch Hall e.V.

hat Christian Doll einstimmig

zum neuen geschäftsführenden

Intendanten gewählt. 33 Interessenten

hatten sich beworben. Der

Posten war nach dem Ausscheiden

von Christoph Biermeier neu

ausgeschrieben worden. Christian

Doll war seit 2011 Intendant und

künstlerischer Geschäftsführer

der Gandersheimer Domfestspiele.

Er möchte sich mit seiner Arbeit,

so die Freilichtspiele, auch auf

die Stadt und die Menschen der

Region beziehen.

www.freilichtspiele-hall.de


F I R M E N + L E U T E

VOLLERT,

WEINSBERG

Stahlbau-

Zertifizierung

Neben dem allgemeinen

Maschinen-, Anlagen- und

Schienenfahrzeugbau hat sich

die Vollert GmbH auch als

Stahlbauunternehmen zertifizieren

lassen. Vollert sei damit

berechtigt, Stahlbauprodukte

aus dem bauaufsichtlich geregelten

Bereich nach EN 1090-2

Ausführungsklasse EXC3 zu

fertigen, eine Leistungserklärung

zu erstellen und das Produkt

mit dem CE-Zeichen in

Verkehr zu bringen, wird gemeldet.

Dafür richtet Vollert

eine werkseigene Produktionskontrolle

(WPK) ein.

www.vollert.de

WINAICO,

CREGLINGEN

Module für schneereiche

Gebiete

Die PV-Module des taiwanesischen

Herstellers haben als

erste Module weltweit die vom

TÜV Rheinland durchgeführte

„inhomogene Schneelastprüfung

bei 6.000 PA“ bestanden.

Damit, so die Mitteilung, werde

das Winaico-Qualitätskonzept

auch für Schrägdächer bestätigt.

Auf den größten Solarmärkten

Europa, USA und

Japan mit schneereichen Wintern

seien Rahmenbrüche durch

Schneelast sehr verbreitet. Wie

die Winaico Deutschland GmbH

weiter schreibt, gebe man den

Kunden so mehr Sicherheit für

harte Winter.

www.winaico.com

Roland Rüdinger an seinem Messestand – die drei Logimat-Tage haben sich für den Logis tiker gelohnt.

RÜDINGER, KRAUTHEIM – Logimat 2016: Positive Bilanz

Eine positive Bilanz der diesjährigen

Logimat zieht die

Rüdinger Spedition: An den drei

Tagen der Intralogistik-Messe

hatte sie auf dem 70 Quadratmeter

großen Stand ihre „Transparenzund

Qualitätsoffensive“ vorgestellt.

Damit möchte Firmenchef Roland

Rüdinger, der sich in der Vergangenheit

vom reinen Spediteur zum

Logistiker wandelte, seine Firma

„in Sachen Logistik 4.0 auf ein

neues Niveau hieven“, wie es in

der Meldung heißt. Dazu kamen

„zahlreiche Neuerungen“ wie der

„geprüfte Lang-Lkw“.

www.ruedinger.de

KLAFS, SCHWÄBISCH HALL – Auszeichnung für Dampfbad

Das Dampfbad D6 der Klafs

GmbH & Co. KG ist Sieger

beim „Wellness & Spa Innovation

Award 2016“ in der Kategorie

„Hotel and Spa Interior“. Die Experten

der fünfköpfigen Jury aus

der Wellness-, Spa- und Beauty-

Branche, so die Klafs-Mitteilung,

begründeten ihre Entscheidung

mit dem „unzweifelhaften Nutzen

von Dampfbädern für Gesundheit

und Wohlbefinden“. Das neue

D6 bringe „große Abwechslung in

das Interior-Design“ und überwinde

innovativ „typische konstruktive

Schwachstellen von Dampfbädern“.

www.klafs.de

72 w.news MAI 2016


F I R M E N + L E U T E

PALUX, BAD

MERGENTHEIM

Zufrieden mit

Messe-Ergebnis

Sehr zufrieden zeigte sich

Palux-Vorstand und Eigen -

tümer Erhard Ikas mit Verlauf

und Ergebnis der Intergastra 2016.

Der Küchenhersteller Palux AG

hatte die am Firmensitz in Bad

Mer gent heim produzierten, kompletten

Produktlinien kleiner und

großer Küchen für Gastronomie,

Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung

ausgestellt. Dazu kamen

viele „leistungsstarke Einzelkomponenten

wie Heißluft-Dämpfer,

Spülmaschinen und Fritteusen“,

wie es in der Messemitteilung des

familiengeführten Küchenherstellers

heißt.

www.palux.de

Beeindruckt vom Messeauftritt der Palux AG auf der Intergastra in Stuttgart zeigte sich Bad

Mergentheims Oberbürgermeister Udo Glatthaar (3. von links). Gemeinsam mit (von links)

Hardy Zolper, Vertriebsleiter Deutschland Palux AG, Erhard Ikas, Vorstand der Palux AG, und

Edmund Brenner, Aufsichtsratsvorsitzender der Palux AG, informierte sich das Stadtoberhaupt

über die Innovationen des international tätigen Großküchenherstellers aus der Kurstadt.

BGF,

BEILSTEIN

Bewegungs- und

Entspannungskurse

Die Firma BGF Betriebliche

Gesundheitsförderung mit

Martina Borrmann als systemischer

Management-Coach und

Interimstrainerin, hat eine aktu -

elle Auswertung von „psychischen

Gefährdungsbedingungen“

vorgenommen. Die BGF

reagiere auf die Ergebnisse

die ser Auswertung „mit neuen

passgenauen Konzepten für

gesunde Mitarbeiter“: Neue

zertifizierte Bewegungs- und

Entspannungskurse sollen die

Produktivität „effektiv und

nachhaltig“ fördern.

www.m-borrmann.de

PREIS

NIEDRIGSTER PREIS PRO 1.000 KONTAKTE

BEI DER ZIELGRUPPE WIRTSCHAFT

Eine Anzeige im Wirtschaftsmagazin w.news bietet im Vergleich

zu allen anderen Magazinen die mit großem Abstand höchste

Reichweite zum niedrigsten Preis. Tausend Kontakte zu der Zielgruppe

kosten bei Buchung einer ganzseitigen Vierfarbanzeige nur

ein knappes Drittel des nächstplatzierten Regionalmagazins.

In der Region gibt es kein anderes Medium, das da mithalten kann.

Oder kennen Sie etwa eines?

THEMENMAGAZIN

H E I L B R O N N - F R A N K E N

Anzeigenberatung: recon-marketing GmbH Telefon 07131/7930-313 fehr@recon-marketing.de Mediadaten: www.zielgruppe-wirtschaft.de


kultur-tipps

H

eilbronns Hafen gilt als einer der größten Binnenhäfen

Deutschlands und ist der wichtigste

Hafen am Neckar. Allein im Jahr 2015 verzeichnete

er einen Umschlag von 2,8 Millionen Tonnen.

Schon im Mittelalter des 14. Jahrhunderts erkannte

man sein Potenzial. Durch Ausstellung

eines Neckarprivilegs war die Stadt Heilbronn

berechtigt den Fluss mit seiner Wasserkraft für

Mühlräder zu nutzen. Doch die dafür gebauten

Wehre machten es den Schiffen unmöglich, Heilbronn

zu passieren. Erst mit der Einweihung

des Wilhelmskanals und seiner Kammerschleuse

1821 konnten diese umgangen werden und Heilbronn

wurde für die Schifffahrt wieder passierbar.

Aufgrund der letzten handbetrie benen Neckar-

Schleuse ist der Kanal Kultur denkmal. Seit 1967

dient der Wilhelmskanal als Sportboothafen für

die Stadt Heilbronn.

Wer noch mehr über Flussgeschichten erfahren

möchte, kann dazu die „Unterrichtsmaterialien für

die Region Heilbronn-Franken“ nutzen. Im Rahmen

eines Kooperationsprojektes erstellen der

Regionalverband Heilbronn-Franken, die Akademie

für Innovative Bildung und Management, die

IHK Heilbronn-Franken, die PH Ludwigsburg und

die Pakt Zukunft Heilbronn-Franken gGmbH von

2012 bis 2016 unterrichtsrelevante Arbeitsblätter,

die im Internet zur Verfügung stehen. (win)

www.ph-ludwigsburg.de/heilbronn-franken

Schlagen auch Sie ein Produkt „Made in Heilbronn-Franken“ vor:

Einfach per Mail unter pr@heilbronn.ihk.de oder telefonisch unter 07131 9677-109

B

WAS ZUM LACHEN, KONZERTE UND DER MUSEUMSTAG

issig, aber nicht

bösartig, ein

bisschen unbequem

und gesellschaftskritisch,

aber mit viel

Humor und Leichtigkeit.

Kabarettistin

Anny Hartman

kommt am 12. Mai

um 20 Uhr mit

ihrem Programm

„Ist das Politik oder

kann das weg?“ in

das Kulturhaus nach

Obersulm und macht

mit Witz und Fachwissen

auf Missstände aufmerksam.

Sprachwitz gepaart mit

einer gehörigen Portion Verstand.

www.obersulm.de

E

rfolgreiche Bands der Musikgeschichte

und so manche

Rocklegenden treten beim Black -

sheep-Festival in Bonfeld auf.

Mit Bananafishbones, Rusty

Shackle, Keywest, Antigone

74 w.news MAI 2016

FLUSSGESCHICHTEN

MADE IN HEILBRONN-FRANKEN

© www.koepf-photoart.de/ / Achim Köpf

Rising und The Coronas wird

vom 2. bis zum 4. Juni wieder

ein abwechslungsreiches und

internationales Programm geboten

– dabei sind Songs, die

Musikgeschichte geschrieben

haben, aber auch wunderbare

neue Stimmen aus Irland, Großbritannien,

Deutschland, Frankreich,

USA oder Luxemburg.

www.blacksheep-kultur.de

A

temberaubende

Landschaftsund

Tierfotografien

bestaunen und bei

Führungen neue,

interessante Orte

kennenlernen: Am

22. Mai ist internationaler

Museumstag

und in einigen

Museen der Region

werden außergewöhnliche

Events

geboten. Im Hällisch-Fränkischen

Museum in Schwäbisch

Hall beispielsweise kann

man mit Fotograf Achim Köpf

sprechen, der durch seine Ausstellung

führt und von seinen

Reisen berichtet, in Gundelsheim

stehen eine Stadtführung

mit Besuch des Siebenbürgischen

Museums auf dem Programm.

Mehr Infos und weitere interessante

Museen unter:

www.museumstag.de

IMPRESSUM

w.news ist das offizielle Organ der

IHK Heilbronn-Franken.

Online-Ausgaben:

www.ihk-wnews.de

kiosk.wnews-wirtschaftsmagazin.de

Herausgeber:

IHK Heilbronn-Franken

Ferdinand-Braun-Straße 20

74074 Heilbronn

Telefon 07131 9677-0

www.heilbronn.ihk.de

Geschäftsstellen:

Bad Mergentheim

Telefon 07931 9646-0

Schwäbisch Hall

Telefon 0791 95052-0

Redaktion:

Matthias Marquart (Koordination)

Yvonne Allgeier

Julia Sommerfeld

Katharina Müller (Volontärin)

Telefon 07131 9677-109

E-Mail pr@heilbronn.ihk.de

Der Bezug der Zeitschrift erfolgt im

Rahmen der grundsätzlichen Beitragspflicht

als Mitglied der IHK.

Die mit dem Namen eines nicht der

Redaktion angehörenden Verfassers

oder seinen Initialen gekennzeich ne -

ten Beiträge geben die Meinung des

Autors, aber nicht unbedingt die der

IHK Heilbronn-Franken wieder.

Das B4B Themen magazin wird sowohl

redaktionell als auch inhaltlich ausschließlich

verantwortet und betreut

von der HETTENBACH GMBH & CO KG

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Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos und Unterlagen wird

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E-Mail fehr@recon-marketing.de

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Werderstraße 134, 74074 Heilbronn

Telefon 07131 7930-100

www.hettenbach.de

Druck:

Bechtle Druck & Service

GmbH & Co. KG

Zeppelinstraße 116, 73730 Esslingen

Anzeigenpreise:

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 16 vom

01.12.2015

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Id-Nr. 1113492

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