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Cruiser im Mai 2012

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CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Dieses Magazin ist schwul<br />

Photographer<br />

Marco Carocari<br />

Pink Apple<br />

St. Petersburg<br />

Sinplus,<br />

Rufus Wainwright<br />

Raskin App<br />

Uwe Splittdorf


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Inhalt<br />

Editorial<br />

Pink Apple feiert sein 15-jährigers Jubiläum und zeigt – anhand von Komödien aber auch mit tiefgründigen<br />

Dokfilmen – einen Querschnitt durch schwullesbisches Leben. Das Filmfestival ist heute<br />

etablierter Bestandteil der Zürcher Kultur-Szene. In der Musik-Szene zuhause sind die Sinplus-<br />

Brüder. CR sprach mit ihnen vor ihrer Reise nach Baku. Und CR sprach auch mit Nikita, der seine<br />

He<strong>im</strong>atstadt Moskau liebt, aber dennoch manchmal auswandern möchte, der politischen Situation<br />

wegen. Und Uwe Splittdorf erzählt von seiner Zeit bei Pink-Cross und über seine Zukunftspläne.<br />

Martin Ender, Verleger<br />

6<br />

Pink Apple<br />

Das 15-jährige Jubiläum<br />

12<br />

«Let’s rock Baku!»<br />

Special zum Eurovision Song Contest <strong>2012</strong><br />

16<br />

Die Regenbogenfahne wird ver boten<br />

«Homosexuelle sind die Bösen in Russland»<br />

25<br />

Branko B. Gabriel trifft...<br />

Mahal (Martin Halter)<br />

26<br />

Der Zauberer<br />

Interview mit Uwe Splittdorf<br />

News 5 • Prominent 10 • Szene 14 • News National 18<br />

Photographer Marco Carocari 19 • Musik 24 • Kultur 28<br />

Kolumne 31 • Hot 4 You 35 • Pia 35 • Dr. Gay 35 • Agenda 36<br />

3


CRUISER Edition Winter 09/10<br />

News


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

News<br />

Internationale<br />

News<br />

Dubai<br />

Haft für schwulen Sex<br />

Ein 28-jähriger Brite und ein 40-Jähriger von den<br />

Seychellen sind in Dubai zu je drei Jahren Haft<br />

verurteilt worden. Die beiden Männer waren<br />

be<strong>im</strong> Sex in der Öffentlichkeit verhaftet worden.<br />

Die angetrunkenen Männer waren dabei von<br />

einem Palästinenser beobachtet und angezeigt<br />

worden. Nach der Verbüssung ihrer Haftstrafen<br />

werden die beiden Männer in ihre jeweiligen<br />

He<strong>im</strong>atländer abgeschoben. In den Vereinigten<br />

Arabischen Emiraten, zu denen Dubai gehört,<br />

steht auf «Unzucht mit einem Mann» <strong>im</strong> Extremfall<br />

die Todesstrafe.<br />

Strassburg<br />

Schlechte Noten für Türkei<br />

und Serbien<br />

Das Europäische Parlament hat die drei osteuropäischen<br />

EU-Beitrittskandidaten sowie den<br />

Kosovo aufgefordert, mehr für Homo-Rechte zu<br />

tun. In den jährlichen «Fortschrittsberichten»<br />

für Serbien, Montenegro, den Kosovo und die<br />

Türkei bemängelt das Parlament die mangelnden<br />

Fortschritte bei den Rechten der sexuellen<br />

Minderheiten. Besonders <strong>im</strong> Visier steht dabei<br />

Serbien. «In aller Schärfe» verurteilte das EU-<br />

Parlament «die Hetzreden und diskr<strong>im</strong>inierenden<br />

Äusserungen» einiger Politiker sowie Geistlicher<br />

der orthodoxen Kirche gegen Schwule<br />

und Lesben. Der Türkei wurde vorgeworfen,<br />

mit Hilfe von vage formulierten Gesetzen gegen<br />

«unmoralisches Verhalten» sexuelle Minderheiten<br />

zu verfolgen und zu schikanieren.<br />

Gambia<br />

Massenfestnahme schwuler<br />

Männer<br />

In Banjul hat die Polizei mindestens 15 Männer<br />

wegen «Verdachts auf Homosexualität» festgenommen.<br />

Die Polizei der Hauptstadt Gambias<br />

hatte einen Hinweis aus der Bevölkerung über<br />

die angeblichen homosexuellen Aktivitäten<br />

dieser Männer erhalten. In dem mehrheitlich<br />

musl<strong>im</strong>ischen Gambia steht auf männliche wie<br />

weibliche Homosexualität 14 Jahre Haft. Die Polizei<br />

verfolgt auch homosexuelle Ausländer, obgleich<br />

der Tourismus nach der Landwirtschaft<br />

der wichtigste Wirtschaftszweig des zwei Millionen<br />

Einwohner zählenden, bitterarmen afrikanischen<br />

Landes ist.<br />

Monrovia<br />

Todeslisten für Schwulenaktivisten<br />

In Liberia kursieren seit Anfang April Todeslisten,<br />

auf denen zum Mord an Schwulenaktivisten<br />

aufgerufen wird. Diese Männer «meinen es<br />

nicht gut mit unserem Land», heisst es in Flugblättern<br />

der Gruppierung «Movement Against<br />

Gays in Liberia» (MOGAL). Den sieben namentlich<br />

genannten Aktivisten wird darin geraten,<br />

ein letztes «Vaterunser zu beten». Die Schwulen<br />

würden «zu Tode gepeitscht», kündigte MOGAL<br />

an. Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf<br />

gilt als Befürworterin einer harten Politik gegen<br />

Homosexuelle. Die für ihren Einsatz für<br />

Frauenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete<br />

Politikerin setzt sich für die Beibehaltung<br />

der Kr<strong>im</strong>inalisierung der Homosexualität<br />

in Liberia ein.<br />

Budapest<br />

Rechte fordert Totalverbot von<br />

Homosexualität<br />

Schwule und Lesben in Ungarn, die in der Öffentlichkeit<br />

Händchen halten oder auf andere<br />

Weise für ihre «sexuelle Abart werben» könnte<br />

bald acht Monate Haft drohen. Die rechtsradikale<br />

Jobbik-Partei hat <strong>im</strong> April zwei Gesetzentwürfe<br />

zum Verbot jeglicher öffentlicher Hinweise<br />

auf die Existenz von Homosexualität in<br />

das Parlament eingebracht. Dazu gehört auch<br />

die Schliessung von Bars und das Verbot politischer<br />

und kultureller Veranstaltungen der Gay<br />

Community. Die rechts-nationalistische Jobbik<br />

ist seit den nationalen Wahlen <strong>im</strong> Jahr 2010<br />

mit 17 Prozent der St<strong>im</strong>men drittstärkste Kraft.<br />

New York<br />

Psychiater zieht Ex-Gay-Studie<br />

zurück<br />

Der US-Professor Robert l. Spitzer stellte 2001<br />

in einer wissenschaftlichen Arbeit die These<br />

auf, dass Homosexualität geheilt werden könne.<br />

Jetzt distanziert sich der 80-Jährige von seiner<br />

Studie. «Im Nachhinein betrachtet muss ich zugeben,<br />

dass meine Kritiker mehrheitlich Recht<br />

hatten», erklärte der an Parkinson erkrankte<br />

emeritierte Professor der Columbia-Universität<br />

in dem liberalen Politikmagazin «American<br />

Prospect». Versuche, Homosexualität zu unterdrücken,<br />

könnten «grossen Schaden» anrichten,<br />

so Spitzer. Die Kehrtwende des Psychiaters ist<br />

ein schwerer Schlag für die Gegner von Schwulen<br />

und Lesben. Vor allem die katholische Kirche<br />

hatte sich in den letzten Jahren <strong>im</strong>mer wieder<br />

auf die Spitzer-Studie berufen.<br />

Amsterdam<br />

Kein EU-Asyl für verfolgte<br />

Schwule<br />

Italien ist ein Vorbild für eine menschliche Asylpolitik<br />

für verfolgte Schwule und Lesben. Zu<br />

diesem Schluss kommen Wissenschaftler der<br />

Freien Universität Amsterdam in ihrer Studie<br />

über die Asylpolitik der Europäischen Union.<br />

Nur in Italien gilt es als Asylgrund, wenn homosexuelle<br />

Handlungen <strong>im</strong> Herkunftsland unter<br />

Strafe stehen. Sonst habe bisher kaum ein<br />

EU-Land die Richtlinien der EU aus dem Jahr<br />

2006 umgesetzt, nach denen jeder Asyl erhalten<br />

solle, der in seiner He<strong>im</strong>at wegen seiner<br />

sexuellen Orientierung verfolgt wird. Selbst<br />

schwul-lesbische Flüchtlinge aus Ländern, in<br />

denen auf Homosexualität die Todesstrafe stehe,<br />

würden häufig kein Asyl in der EU erhalten,<br />

so die Amsterdamer Wissenschaftler. Behörden<br />

würden Behauptungen von Asylbewerbern, homosexuell<br />

zu sein, meist nur dann Glauben<br />

schenken, wenn sich die Asylbewerber stereotypisch<br />

verhalten.<br />

5


Festival CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Pink Apple<br />

Das grösste schwullesbische Filmfestival der Schweiz<br />

feiert sein 15-jähriges Jubiläum<br />

Von Martin Ender<br />

Szenebild aus «Vingarne» von Mauritz Stiller, dem ältesten Schwulenfilm der Filmgeschichte (1916).<br />

6


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Festival<br />

Am 2. <strong>Mai</strong> ist es so weit:<br />

Pink Apple eröffnet mit<br />

«Noordzee, Texas» von<br />

Bavo Defurne <strong>im</strong> Arthouse<br />

Le Paris in Zürich. Als Auftakt<br />

vor der eigentlichen<br />

Eröffnung zeigt Pink Apple<br />

den serbischen Kinohit<br />

«Parada» als Lunchkino<br />

Special <strong>im</strong> Arthouse Le<br />

Paris in Zürich bereits am<br />

28. April. CR stellte ein<br />

paar Fragen zu der Entwicklung<br />

von Pink Apple<br />

an Barbara Spirig aus dem<br />

Pink-Apple-Team.<br />

CR: Pink Apple feiert <strong>2012</strong> das 15-jährige Jubiläum.<br />

Wer oder wie viele aus der Gründer-Crew sind noch<br />

<strong>im</strong> Pink-Apple-Team dabei.<br />

Barbara Spirig: Roland Loosli war von Anfang an dabei. Er ist das einzige<br />

Gründungsmitglied von Pink Apple <strong>im</strong> heutigen Organisations-Komitee.<br />

Aber auch Doris Senn und Stefan Zehnder, die zusammen mit Roland das<br />

Festival leiten, sind schon viele Jahre mit dabei.<br />

CR: Wie viele Personen arbeiten insgesamt am Projekt Pink Apple?<br />

Barbara Spirig: Im OK sind gut 20 Leute. Aber es gibt noch viele weitere Helferinnen<br />

und Helfer, die sich für Pink Apple engagieren, etwa die UntertitlerInnen<br />

oder die Billet-ReisserInnen.<br />

CR: Seit zwei Jahren ist die ZKB Hauptsponsor / Partner des schwullesbischen<br />

Filmfestivals. Was hat sich dadurch verändert?<br />

Barbara Spirig: Das Engagement der ZKB ist ein starkes Signal. Es zeigt,<br />

dass Pink Apple auch ausserhalb der Community als wichtiges und<br />

professionell aufgezogenes Festival wahrgenommen wird. Für uns ist<br />

es eine grosse Anerkennung unserer langjährigen Arbeit. Und natürlich<br />

profitieren wir davon, dass die ZKB Pink Apple über ihre Kanäle<br />

bekannt macht. Inhaltlich hat sich aber nichts geändert. Das Festival<br />

ist nach wie vor unabhängig.<br />

CR: Wie viele Filme werden dieses Jahr in etwa gezeigt?<br />

Barbara Spirig: In diesem Jahr stehen rund 70 Filme auf dem Programm,<br />

17 Dokfilme, 23 Spielfilme und etwa 30 Kurzfilme. Sieben davon sind <strong>im</strong><br />

Rennen um den begehrten Pink-Apple-Kurzfilmpreis.<br />

CR: Musste man sich in den Anfangsjahren des Festivals nach der<br />

Decke strecken und Filme zeigen, die zu günstigen Konditionen zu<br />

bekommen waren? Läuft heute die Auswahl anders ab?<br />

Barbara Spirig: Dass man einen Film nicht zeigen konnte, weil er zu teuer<br />

war, war nie ein Thema. Ende der 1990er mit etwa zehn Filmen <strong>im</strong> Programm<br />

lief die Auswahl natürlich anders ab. Damals schaute man sich<br />

in erster Linie an, was bei Verleihen zu haben war. Heute reichen Filmemacherinnen<br />

und Filmemacher ihre Werke ein, wir besuchen andere<br />

Festivals, und wir können dank unseren UntertitlerInnen auch Filme ins<br />

Programm nehmen, die erst in der Originalsprache zu haben sind etc.<br />

Das Angebot an Filmen mit LGBT-Thematik ist über die Jahre viel grösser<br />

und vielseitiger geworden, und das sieht man auch dem Programm von<br />

Pink Apple an.<br />

CR: Derzeit macht ein Film auf Facebook Furore: «Men to Kiss». Er hat<br />

soeben am Bangalore Queer Filmfestival in der Kategorie «Beste Regie»<br />

und den «Special mention award» in der Kategorie «Bester Film»<br />

gewonnen. Warum ist dieser Film nicht <strong>im</strong> Pink-Apple-Programm?<br />

Barbara Spirig: <strong>2012</strong> ist ein wunderbares Komödienjahr. Und da wir nicht<br />

nur Komödien zeigen wollen, hatten wir die Qual der Wahl. «Männer zum<br />

Knutschen» fiel daher als überzähliger Film raus.<br />

CR: Nach welchen Kriterien werden Filme für Pink Apple ausgewählt.<br />

Barbara Spirig: Die Vielfalt des Programms ist uns wichtig. Es gibt nicht<br />

ein spezifisches Kriterium, das darüber entscheidet, ob ein Film ins Programm<br />

kommt oder nicht. Wir wollen Filme aus verschiedenen Genres<br />

und mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten, die das Publikum<br />

aus ganz unterschiedlichen Gründen ansprechen.<br />

CR: Pink Apple wartet aber sicher mit Highlights auf. Welches sind die<br />

drei wichtigsten?<br />

Barbara Spirig: Das ist <strong>im</strong>mer eine ganz gemeine Frage, denn mir liegen so<br />

viele der Filme und Veranstaltungen am Herzen. Aber wenn ich drei Highlights<br />

herausgreifen muss, entscheide ich mich für folgende:<br />

Das Cabaret Voltaire <strong>im</strong> Niederdorf als neuer Festivaltreffpunkt. Da finden<br />

während dem Festival in Zürich jeweils um 21.30 die neu geschaffenen<br />

Pink Talks statt, wo die FilmemacherInnen von kundigen Moderatoren<br />

interviewt werden, da gibt es zwei spannende Podiumsdiskussionen<br />

zu Secondos/-as und Coming-out sowie zu Homosexualität und Filmzensur.<br />

Aber die Besucherinnen und Besucher können auch einfach auf einen<br />

Drink vor oder nach der Vorführung vorbeikommen.<br />

Dann die Vorführung von «Vingarne» von Mauritz Stiller, dem ältesten<br />

Schwulenfilm der Filmgeschichte. Da freue ich mich insbesondere auch<br />

auf die Einführung durch Richard Dyer, den renommierten englischen<br />

Filmwissenschaftler. Der Film wird übrigens <strong>im</strong> Xenix gezeigt, aus technischen<br />

Gründen: Als Stummfilm aus dem Jahr 1916 muss «Vingarne» mit<br />

18 Bildern pro Sekunde gezeigt werden. Heute laufen die Filme schneller,<br />

und die meisten Kinos haben die technischen Voraussetzungen gar<br />

nicht mehr, um so einen alten Film in der richtigen Geschwindigkeit<br />

vorzuführen.<br />

Als drittes Highlight möchte ich den Besuch von Rosa von Praunhe<strong>im</strong> und<br />

die Wiederaufführung seines bahnbrechenden Films «Nicht der Homosexuelle<br />

ist pervers…» nennen. Rosa von Praunhe<strong>im</strong> wird dieses Jahr 70, sein<br />

Film kam vor 40 Jahren in die hiesigen Kinos und wurde zur Initialzündung<br />

für die Schwulenbewegung. Wir zeigen «Nicht der Homosexuelle ist<br />

pervers ...» in Anwesenheit von Rosa von Praunhe<strong>im</strong> und in Zusammenarbeit<br />

mit der HAZ, die vor 40 Jahren nach einer Vorstellung dieses Films<br />

gegründet wurde. Genügend Gründe zum Feiern also!<br />

CR: Vielen dank für das Gespräch!<br />

7


Festival CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Pink Apple – Die Filmempfehlungen<br />

der Redaktion<br />

Ein zufälllig ausgewählter Querschnitt<br />

Christopher And His Kind<br />

Die Cabaret-Szene in Berlin befindet sich in ihrer Hochblüte, als der junge<br />

Schriftsteller Christopher Isherwood 1931 in der Stadt ankommt. Er ist<br />

seinem Freund, dem Dichter W. H. Auden gefolgt, verführt durch dessen<br />

Noordzee, Texas<br />

Dieser Film zur Eröffnung ist eine einfühlsame Coming-out-Geschichte,<br />

angesiedelt <strong>im</strong> Belgien der 60er-Jahre. «Noordzee, Texas» – in Montreal<br />

als bester Erstlingsfilm und von der Fipresci ausgezeichnet – ist das lange<br />

erwartete Spielfilmdebüt von Bavo Defurne, dessen Kurzfilme («Sailor»,<br />

«Saint», «Campfire») inzwischen unvergessliche schwule Filmperlen sind.<br />

Der 15-jährige P<strong>im</strong> lebt mit seiner Mutter an der Nordseeküste Belgiens.<br />

Er verbringt viel Zeit <strong>im</strong> «Texas» – einer Strandkneipe, in der seine Mutter<br />

Schilderungen über die aufregende und betörende Schwulen-Subkultur<br />

Berlins. Schon bald stürzt sich Christopher in eine leidenschaftliche<br />

Beziehung mit dem jungen Deutschen Heinz. Als der Einfluss der Nazis<br />

wächst, fliehen sie gemeinsam nach England. Dieser spannende Spielfilm<br />

– eine BBC-Produktion – basiert auf Christopher Isherwoods gleichnamiger<br />

Autobiographie. Er schrieb auch die Romanvorlage zum Musical<br />

«Cabaret» und zum Film «A Single Man». Zu seinen Freunden zählten<br />

Klaus und Erika Mann. Letztere ging mit W. H. Auden eine Scheinehe ein,<br />

um die englische Staatsbürgerschaft zu erhalten.<br />

Spielfilm<br />

Geoffrey Sax · GB 2011 · E/d · 90 min<br />

arbeitet. Sie – die ehemalige Schönheitskönigin – tingelt auch als Akkordeonspielerin<br />

durchs Land und überlässt ihren Sohn die meiste Zeit den<br />

Nachbarn. Das ist P<strong>im</strong> gar nicht so unrecht, hat er sich doch in den Nachbarsjungen<br />

Gino verguckt – und dieser scheint seinen Avancen gegenüber<br />

nicht ganz abgeneigt zu sein.Verträumte Bilder von einer märchenhaften<br />

Ästethik sind das Markenzeichen des belgischen Filmemachers, der<br />

am Eröffnungsabend zu Gast sein wird.<br />

Spielfilm<br />

Bavo Defurne · B 2011 · Fläm/d · 94 min, Schweizer Premiere<br />

Weekend<br />

Alles beginnt mit einem One-Night-Stand. Der Morgen danach ist schön – sehr<br />

schön sogar, und so treffen sich Russel und Glen bereits am Nachmittag wieder.<br />

Auf anregende Gespräche folgen Sex und eine weitere Nacht. Ist das der<br />

Anfang einer wunderbaren Liebe, oder ist morgen bereits alles vorbei?Mit<br />

«Weekend» ist Andrew Haigh («Greek Pete») ein kleines Meisterwerk gelungen,<br />

das nicht zuletzt auch den beiden überaus charmanten und talentierten<br />

Hauptdarstellern zu verdanken ist. Dieser behutsame und ehrliche Film<br />

hat das Publikum und die Jurys an unzähligen Festivals weltweit begeistert.<br />

Spielfilm, Andrew Haigh · GB 2011 · E/d · 96 min, Vorpremiere<br />

Let My People Go!<br />

Ruben, ein gebürtiger Franzose, ist Pöstler in einem finnischen Dorf, wo<br />

er mit seinem Freund in einem Blockhaus lebt. Als er einem Kunden ein<br />

Paket ausliefert, in dem sich lauter Geldscheine befinden, weigert sich<br />

dieser, es anzunehmen. Es kommt zum Streit, und der Mann bleibt nach<br />

einem Herzinfarkt regungslos <strong>im</strong> Garten liegen. Von Panik ergriffen,<br />

flüchtet Ruben mit dem Geld <strong>im</strong> Koffer zu seiner jüdischen Familie nach<br />

Paris, in der alle ihre eigenen Probleme haben...Eine wunderbare Komödie,<br />

durchsetzt von Klischees und Stereotypen über Schwule und Juden.<br />

Mit dem Almodóvar-Star Carmen Maura in einer Hauptrolle.<br />

Spielfilm<br />

Mikael Buch · F 2011 · F/Fin/d · 86 min Schweizer Premiere · Spielfilm<br />

I Am Gay And Musl<strong>im</strong><br />

Homosexualität in der islamischen Welt ist das zentrale Thema dieses<br />

Films. Der niederländische Filmemacher Chris Belloni porträtiert verschiedene<br />

schwule Männer in Marokko, die oft überraschend freizügig,<br />

wenn auch anonym über ihre Erfahrungen mit der Familie und den<br />

Freunden berichten – und wie sie damit klarkommen. Aber nicht alle<br />

verstecken sich hinter einem Doppelleben – es gibt auch solche, die es<br />

schaffen, ganz offen schwul zu sein.<br />

Dokumentarfilm<br />

Chris Belloni · NL/ <strong>2012</strong> · Niederl/E/d · 60 min Schweizer Premiere ·<br />

Tom<br />

Am Filmabend Schweiz – Schweden werden insgesamt sieben Kurzfilme<br />

gezeigt. Einer Davon heisst «Tom». Tom ist frisch verliebt in seinen ersten<br />

Freund Manuel. Mit ihm plant er auch gemeinsame Ferien, doch dann<br />

kommt alles anders. Der Film der Regisseurin Gabriela Zeugin handelt<br />

von der Thematik Homosexualität und Hirnverletzung. Und einer der<br />

Darsteller ist der CR Lifestyle-Redakteur Branko B. Gabriel. Der Film wird<br />

in Anwesenheit der Filmemacherin Gabriela Zeugin gezeigt.<br />

Kurzfilm Abend Schweiz-Schweden,<br />

Tom, Gabriela Zeugin · CH 2011 · D · 6 min Schweizer Premiere<br />

8


BIS<br />

IM<br />

APRIL<br />

2013<br />

i


Prominent CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Andreas Derleth<br />

Die Schweiz braucht keine neuen Missen mehr,<br />

die Welt dafür einen schwulen Mister. Der<br />

32-jährige Andreas Derleth gewann den Titel<br />

des MrGay World Anfang April in Johannesburg,<br />

dem Austragungsort der Wahl. Die Krone (oder<br />

was auch <strong>im</strong>mer) n<strong>im</strong>mt der 1,90 Meter gros se<br />

Hüne mit nach Neuseeland. Dort betreibt Andreas<br />

Derleth ein Schreibwarengeschäft in Auckland.<br />

Die deutsche BILD-Zeitung vermied es jedoch<br />

willentlich ihre Titelseite mit den Worten<br />

«Wir sind MrGay World» zu zieren. Denn Andreas<br />

Derleth ist gebürtiger Deutscher. Und als<br />

solcher durchaus <strong>im</strong>posant. Als «Kampfmaschine»<br />

würde sich der neue MrGay World gut machen.<br />

Perfekt wäre Andreas Derleth für den aktuellen<br />

Kinofilm «Iron Sky» (...sie wissen schon<br />

auf welcher «Seite»...). Auch <strong>im</strong> Dunklen könnte<br />

Andreas Derleth seinen Anhängern Angst einflössen,<br />

wobei sich dort ja auch gut munkeln<br />

lässt. Die Organisatoren der MrGay World Wahl<br />

betonten <strong>im</strong> Übrigen <strong>im</strong>mer wieder, dass die<br />

Veranstaltung kein reiner Schönheitswettbewerb<br />

gewesen sei. Was wohl die Vielzahl der zu<br />

gewinnenden Titel be<strong>im</strong> Anlass unterstreichen<br />

sollte. So gab es etwa einen «MrGay Sw<strong>im</strong>wear»<br />

oder einen «MrGay Congeniality». Stephan Bitterlin,<br />

unser MrGay Switzerland, gewann leider<br />

keinen davon.<br />

Luca Hänni<br />

Auch wir kommen nicht darum herum, den<br />

DSDS-Teilnehmer Luca Hänni zu erwähnen.<br />

Noch vor den Mottoshows sang sich der erst<br />

17-jährige Thuner in die Herzen der Teenies.<br />

BRAVO und POPCORN steigerten dank Luca ihre<br />

Auflage, RTL leider nicht die Einschaltquote. Ob<br />

Armin Morbach<br />

10<br />

das Durchschnittsalter der Kandidaten (welches<br />

bei der aktuellen Staffel so um gefühlte 15<br />

Jahre sein müsste) ausschlaggebend für die neue<br />

Show DSDS-Kids war, ist derweil nicht bekannt.<br />

Bis Redaktionsschluss auch nicht, ob Luca Hänni<br />

Chancen auf einen Sieg bei DSDS hat. Einiges<br />

spricht dagegen. Da wäre seine St<strong>im</strong>me,<br />

welche samtweich, aber seinen Mitstreitern<br />

deutlich unterlegen ist. Oder auch sein in jüngster<br />

Zeit etwas zu selbstsicheres Auftreten. Der<br />

Schweizer Charme ging dabei flöten. Oder sein<br />

Geständnis, dass er gerne Pornos guckt (!). Am<br />

schl<strong>im</strong>msten wiegt aber der Vorwurf seines<br />

Ex-Kollegen Kristof Hering. Der offen schwule<br />

Sänger liess keine guten Worte für Luca Hänni<br />

übrig. So sei der Schweizer total «falsch»,<br />

hätte öfters über ihn gelästert, aber nicht den<br />

Kontakt, geschweige denn, eine Aussprache gesucht.<br />

Jedenfalls stünden «kleine, unreife Kinder»<br />

<strong>im</strong> Finale von DSDS, so Kristof Hering gegenüber<br />

dem «Express». (dd)<br />

Armin Mohrbach dürfte vielen als Juror in<br />

«Germany’s Next Topmodel» aufgefallen sein.<br />

Als Fotograf und «Hair & Make-up Artist» konnte<br />

er dort eine Staffel lang schalten und walten<br />

– bis Heidi Klum das Team auswechselte (was<br />

ihr Hobby werden sollte). Kein Grund zur Panik<br />

für Armin Mohrbach, denn er vermag zu<br />

überraschen. Nebst seinen, sagen wir mal, eher<br />

feinen und glamourösen Aufgaben, tritt er nun<br />

als «knallharter» Verleger auf den Plan. Und<br />

«knallhart» <strong>im</strong> sexuellen Sinne. Armin Morbach<br />

steckt hinter dem neuen HORST-Magazin, dessen<br />

Leitspruch wie folgt lautet: «Havin’ a dick is<br />

pretty fuckin’ awesome». Noch Fragen? HORST<br />

will also einen Schritt weitergehen, will nackte<br />

Haut und Int<strong>im</strong>bereiche mit angesagten Trends<br />

verbinden. Alles schwul, aber nicht tuntig. In<br />

HORST geht es laut Webseite um «den selbstbewussten<br />

Umgang mit der Männlichkeit, mit<br />

dem Körper, mit den Bedürfnissen der Sexualität.»<br />

Armin Mohrbach hat damit laut eigener<br />

Aussage ein Kunstprojekt für homosexuelle Erwachsene<br />

ins Leben gerufen. Und als solches<br />

ist HORST überaus exklusiv. Gedruckt werden<br />

jeweils nur 1000 Exemplare. Zu bestellen sind<br />

diese auf der Webseite: www.horstmagazin.de


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Prominent<br />

James d‘Arcy<br />

Kein Chartsturm, kein Vorverkaufsrekord, doch<br />

der Termin steht: Am 18. August kommt La Ciccone<br />

nach Zürich. Weiterhin unklar ist, wann<br />

und ob es ihre jüngste Regiearbeit «W.E.» hierzulande<br />

ins Kino schafft. Die Besucherzahlen<br />

in England blieben unter den Erwartungen, obwohl<br />

der Streifen an Festivals wohlwollend aufgenommen<br />

wurde und – für Madonna ein Novum<br />

– keine Goldene H<strong>im</strong>beere pflückte. Dass<br />

wir vorerst nicht in den Genuss der oscarprämierten<br />

Kostüme und des Golden Globe-gekrönten<br />

Soundtracks kommen, darüber wird die Letzigrund-Show<br />

der Queen locker hinwegtrösten.<br />

Ein echter Verlust aber ist, James d’Arcy als King<br />

E. nicht auf Grossleinwand zu sehen. Immerhin<br />

steht er bereits für ein neues vielversprechendes<br />

Projekt vor der Kamera: In einem Hitchcock-<br />

Jessica S<strong>im</strong>pson<br />

Josh Hutcherson<br />

Biopic verkörpert er an der Seite von Hopkins,<br />

Mirren und Johansson Anthony Perkins, der<br />

in «Psycho» Norman Bates spielte, den ersten<br />

Mörder in Frauenkleidern der Filmgeschichte.<br />

Wenn nun er und Scarlett die berühmte Dusch-<br />

Szene nachstellen, ist Nervenkitzel garantiert.<br />

Eine Art Dusch-Szene gibt es übrigens auch in<br />

«W.E.». Ein ganzer Drehtag soll draufgegangen<br />

sein, bis Madonna zufrieden war, wie Abbie Cornish<br />

einer Badewanne entsteigt. Aber zurück<br />

zu Hitchcock, weil’s spannender ist, nochmals<br />

zusammengefasst: D’Arcy, der mal sagte, er hätte<br />

es gehasst, Filmpartner Ralph Fiennes zu<br />

küssen, spielt den bisexuellen Perkins, der den<br />

Transvestiten Bates spielt. Das wird den plumpen<br />

«Is he gay?»-Diskussionsforen, die es inzwischen<br />

zu jedem Promi gibt, verdientes Kopfzerbrechen<br />

bereiten. Und weil die Dreharbeiten zu<br />

«Alfred Hitchcock and the Making of Psycho»<br />

gerade erst begonnen haben: Wie wär‘s in der<br />

Zwischenzeit mit «Albert Nobbs»? Glenn Close<br />

spielt in der Rolle ihres Lebens einen Mann.<br />

Auch das natürlich kein Ersatz für d’Arcy, aber<br />

auch das überaus sehenswert. (rg)<br />

Es war ein kleiner Skandal, als sich Demi Moore<br />

1991 nackt und hochschwanger für das «Vanity<br />

Fair»-Cover ablichten liess, von Annie Leibovitz<br />

wohlbemerkt. Inzwischen gehört das<br />

Schwangerschafts-Titelbild ins Portfolio eines<br />

jeden Stars. Von Spears über Aguilera bis zu<br />

Bellucci und Schiffer: Keine zu fein, ein Babybauch-Model<br />

zu sein. Das neuste Modell der Serie:<br />

Jessica S<strong>im</strong>pson. Der «Elle» präsentierte sie<br />

ihre Wölbungen, und den «Weight Watchers»<br />

versprach sie sogleich, die Pfunde wieder loszuwerden.<br />

Für vier Millionen, angeblich, fotografisch<br />

dokumentiert. S<strong>im</strong>pson gehört zur<br />

wachsenden Zunft der It-Girls, die plötzlich auf<br />

Mami machen. Noch vor wenigen Jahren von<br />

Adam Green liebevoll als Flittchen besungen,<br />

wagte sie sich in feste Beziehungen. Erst mit<br />

Musiker John Mayer, dann mit Footballer Tony<br />

Remo, schliesslich mit Berufskollege und nun<br />

Kindsvater Eric Johnson. Währenddessen legte<br />

sie sich Plan B zurecht: Mit 40 wollte sie Kinder<br />

mit ihrem besten schwulen Freund und<br />

treuen Begleiter haben, dem Friseur Ken Paves.<br />

Mit Homosexualität zeigte die S<strong>im</strong>pson sowieso<br />

nie Berührungsängste, plauderte stolz über<br />

ihren lesbischen Hund, solange die Journis dafür<br />

bezahlten. Schnee von gestern, wie so einiges.<br />

Während bei ihr die Sternchenschnuppe<br />

verglüht und die Kohle rieselt, herrscht bei<br />

der Mutter aller Babybäuche, Demi Moore, Eiszeit.<br />

Trennungsschmerz, Drogenabsturz. Doch<br />

sie fand Unterschlupf bei ihrem Floristen Eric<br />

Buterbaugh. Wie sehr seine Unterstützung geholfen<br />

hat, entnehme man aktuellen Fotos.<br />

Und die Moral der Geschichte: Hinter jedem<br />

halbstarken Promi steht ein starker schwuler<br />

Freund. Ganz egal, ob er nun Vater wird, Hairstylist<br />

bleibt oder Blumen arrangiert. (rg)<br />

Mit «der Polarexpress» wurde er 2005 berühmt,<br />

für «Zathura» stand er wieder vor der Sci-Fi-<br />

Kamera. Mit Rollen in «Die Reise zur gehe<strong>im</strong>nisvollen<br />

Insel 2» und «Die Tribute von Panem»<br />

bestätigt Josh nun sein Abo für spektakuläre<br />

Fantasy-Kisten, beweist aber gleichzeitigt, dass<br />

er <strong>im</strong> realen Leben nicht hinter dem Mond lebt<br />

und schlägt in die gleiche Kerbe wie Potter-Darsteller<br />

Radcliffe, nicht nur auf der Leinwand.<br />

Wiederholt hat sich Daniel Radcliffe für Gay-<br />

Rechte stark gemacht, scheute sich nicht, für<br />

Toleranz einzustehen und selbst für schwul<br />

gehalten zu werden. Auch Josh Hutcherson engagierte<br />

sich mit der Kampagne «Straight but<br />

not narrow» gegen Homophobie. Gay sei «totally<br />

cool», sagt er. Berührungsängste kennt er nicht.<br />

Zwei seiner Onkel waren schwul und verstarben<br />

an Aids, kurz nach seiner Geburt. Seine<br />

Mutter sei <strong>im</strong>mer eine Anwältin der LGBT-Community<br />

gewesen, und auch ihm sei es ein Anliegen,<br />

diese Haltung weiterzuführen. Verdientermassen<br />

erhielt der 19-Jährige kürzlich als<br />

jüngster Preisträger aller Zeiten den «Vanguard<br />

Award» der renommierten Stiftung GLAAD für<br />

seinen Einsatz für Homo-Rechte. «Er ist ein Anführer<br />

einer neuen Generation von Aktivisten<br />

<strong>im</strong> Kampf für die Gleichberechtigung», so die<br />

Organisation. So weit, so gut, und doch fehlen<br />

neben der neuen Generation toleranter Jungschauspieler<br />

die Kollegen, die sich nicht nur<br />

mit netten Statements, sondern mit einem eigenen<br />

Coming-out in die Öffentlichkeit wagen.<br />

Vielleicht hat Hutcherson für dieses schwierige<br />

Bauvorhaben einen Grundstein gelegt. Genauso<br />

wie für ein unkonventionelles Familienmodell<br />

mit seiner Rolle in «The Kids Are All Right». (rg)<br />

11


Bühne CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

«Let’s rock Baku!»<br />

Sinplus <strong>im</strong> Interview mit dem<br />

CR-Magazin<br />

Von Daniel Diriwächter<br />

Die Tessiner Brüder Ivan und<br />

Gabriel alias Sinplus vertreten<br />

Ende <strong>Mai</strong> die Schweiz am Eurovision<br />

Song Contest in Baku.<br />

Ihre Begeisterung für die Musik<br />

ist ansteckend. Dem CR-<br />

Magazin erzählten beide von<br />

ihrem aufregenden Leben<br />

und bezogen auch Stellung zu<br />

den Themen «Gay» und Aserbaidschan.<br />

CR-Magazin: Am 22. <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong> steigt das Halbfinale<br />

be<strong>im</strong> Eurovision Song Contest – seid ihr<br />

beide schon nervös?<br />

Ivan: Ehrlich gesagt, hatten wir die letzten Monate<br />

kaum Zeit darüber nachzudenken.<br />

Wir haben so viele Dinge gemacht!<br />

Nun freuen wir uns<br />

vorallem, dass der ESC<br />

bald stattfindet. Wir<br />

wollen uns einfach auf<br />

die Performance konzentrieren.<br />

Das ist der Schlüssel für eine perfekte<br />

Show.<br />

CR-Magazin: Wie sahen die letzten Monate<br />

denn aus?<br />

Gabriel: Viele verschiedene Dinge, etwa eine Promo-Tour<br />

durch die EU, mit welcher wir in vielen<br />

TV-Shows auftreten durften. Wir waren in Malta,<br />

der Ukraine oder Moldawien und konnten<br />

Konzerte geben. Aber auch in Brüssel und Amsterdam<br />

waren wir willkommen. Das Beste aber<br />

ist, dass wir ein Label gefunden haben, welches<br />

unsere Musik veröffentlicht.<br />

Ivan: Nicht zu vergessen sind der neue Videoclip<br />

für «Unbreakable» und die neuen Songs für das<br />

Album «Disinformation», welches wir am 18.<br />

<strong>Mai</strong> veröffentlichen.<br />

CR-Magazin: Seid ihr also zufrieden mit Single<br />

und Album?<br />

Sinplus: Gabriel (links) und Ivan wollen punkten!<br />

12


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Bühne<br />

Ivan: Total, da steckt auch echt viel Arbeit dahinter.<br />

Die Resonanz spricht auch dafür. Unsere<br />

Single «Unbreakable» wurde auf YouTube mehr<br />

als 500 000 angeklickt. Das wäre bis vor sechs<br />

Monaten undenkbar gewesen...<br />

Gabriel: Bislang haben wir Platz 35 in den hiesigen<br />

Charts erreicht, das Beste wird also noch<br />

kommen!<br />

CR-Magazin: Einige Kritiker bemängeln euer<br />

Englisch...<br />

Gabriel: Verständlich, damit haben wir gerechnet.<br />

Vorweg müssen wir betonen, dass wir bis<br />

anhin alles alleine gemacht haben. Finanzielle<br />

Unterstützung gab es auch nicht. Logisch,<br />

sind uns in der ganzen Produktion auch Fehler<br />

unterlaufen. Nun haben wir aber einen Vocal<br />

Coach engagiert und «Unbreakable» neu aufgenommen.<br />

Ivan: Uns ist es zudem wichtiger, dass die Menschen<br />

da draussen den Song mögen, und nicht<br />

unseren Akzent.<br />

CR-Magazin: Der Eurovision Song Contest ist<br />

auch ein beliebter Gay-Anlass. Wie steht ihr<br />

persönlich zu den homosexuellen Fans?<br />

Ivan: Wie zu allen anderen Fans auch, wir machen<br />

da keine Unterschiede. Jeder soll sein Leben<br />

so leben, wie er es wünscht. Zumal<br />

wir persönlich viele homosexuelle<br />

Kollegen in unserem Umfeld<br />

haben.<br />

CR-Magazin: Homosexuelle<br />

sind «legal»<br />

in Aserbaidschan<br />

– aber nicht akzeptiert, wie steht ihr<br />

dazu?<br />

Gabriel: Leider gibt es <strong>im</strong>mer noch viele Länder,<br />

in welchen die Menschenrechte nicht respektiert<br />

werden. Die persönliche Freiheit sollte unbedingt<br />

respektiert werden.<br />

CR-Magazin: Die Stadt Baku selbst machte einige<br />

Schlagzeilen. So wurden viele Menschen<br />

zwangsumgesiedelt für das neue Stadion.<br />

Ivan: Wir finden es bedauernswert, dass eine<br />

musikalische Veranstaltung wie der ESC sich<br />

für viele Leute als schmerzhaftes, trauriges Ereignis<br />

erwiesen hat. Doch es ist die Aufgabe der<br />

Politiker, darauf hinzuweisen, nicht die von uns<br />

Teilnehmern.<br />

Gabriel: Wir hoffen aber auch, dass der ESC eine<br />

Möglichkeit bietet, um auf das Problem aufmersahm<br />

zu machen.<br />

CR-Magazin: Nun wieder zu den schönen Seiten<br />

des Wettbewerbs. Falls ihr gewinnen solltet,<br />

wie wird gefeiert?<br />

Ivan: Daran können wir noch nicht denken!<br />

Gabriel: Doch, zwei Wochen Party und danach<br />

ein grosses Konzert an der Zürcher Bahnhofstrasse!<br />

Das wäre eine geniale Möglichkeit, um<br />

unsere Musik unter die Leute zu bringen!<br />

CR-Magazin: Zu guter Letzt, welchem Land, welcher<br />

Band gebt ihr persönlich zwölf Punkte?<br />

Gabriel: Schwierig zu sagen, es gibt so viele gute<br />

Künstler! Persönlich stehen wir auf die Musik<br />

von der französischen Sängerin Anggun. Wir<br />

sind sicher, dass sie die Bühne rocken wird.<br />

Ivan: Was auch wir vorhaben, wir werden das<br />

Beste geben... LET’s rock Baku!<br />

Sinplus<br />

Hinter dem Namen Sinplus stehen die Brüder<br />

Ivan (25) und Gabriel (29) Broggini. Im Tessin<br />

aufgewachsen und sesshaft, wollen beide nun<br />

die Welt erobern. Oder vorerst Europa. Das unzertrennliche<br />

Duo wird die Schweiz am Eurovision<br />

Song Contest in Baku, Aserbaidschan,<br />

vertreten. Ihr Beitrag, ein solider Rock-Song mit<br />

dem Titel «Unbreakable», soll für Punkte sorgen.<br />

Die Chancen dazu stehen gut: Bei der ESC-Entscheidungsshow<br />

war Sinplus die grosse Überraschung.<br />

Etablierte Künstler wie Lys Assia oder<br />

Fabienne Louves hatten keine Chance gegen das<br />

sympathische Tessiner-Gespann.<br />

Eurovision Song Contest Baku<br />

1. Halbfinal, Dienstag, 22. <strong>Mai</strong> – mit SINPLUS!<br />

2. Halbfinal, Donnerstag, 24. <strong>Mai</strong><br />

Final, Samstag, 26. <strong>Mai</strong>So wird Baku <strong>2012</strong>!<br />

Kommentar von René Gerber<br />

Sie steigt wieder, die Eurovisions-Fieberkurve.<br />

42 Beiträge werden am 57. ESC in Baku zum Kopfschütteln<br />

und Mitschunkeln anstecken. Die gar<br />

ernst gemeinte Ballade aus Albanien trifft auf<br />

gar ulkige Indianer aus Holland, die Jedward-<br />

Zwillinge wagen einen zweiten Versuch, Schweden<br />

ist mit einem potenziellen Gay-Disco-Hit<br />

vertreten, die Schweiz mit Tessinerrock von<br />

Sinplus, Frankreich mit Star-Pop von Anggun,<br />

Italien mit Italy’s next Amy Winehouse. Urgestein<br />

Ralph Siegel darf natürlich nicht fehlen.<br />

Fast wäre sein grottiger Song für San Marino,<br />

«Facebook, uh, oh, oh», disqualifiziert worden<br />

und musste in «The Social Network Song» umgetextet<br />

werden. Auch Österreich steigt wieder<br />

ins Rennen, nicht Transe Conchita Wurst hat<br />

da den Vorentscheid gewonnen, sondern zwei<br />

Jungs, die sich zwischen Ballermann-Schlager<br />

und Rap voll krass nicht entscheiden können,<br />

«Woki mit dem Popo», der Titel sagt alles. Auch<br />

ältere Semester kommen auf ihre Kosten, mit<br />

Russlands Babuschka-Truppe und mit Engelbert,<br />

der’s für United Kingdom richten soll. Ja,<br />

Engelbert Humperdinck (75)! Begleitet wird der<br />

Schnulzenexperte vom Gitarristen James Bryan,<br />

der schon mit Nelly Furtado arbeitete. Das Teilnehmerfeld<br />

lässt kaum zu wünschen übrig, die<br />

Menschenrechtslage vor Ort umso mehr, doch<br />

das wird lieber unter den schrillen Teppich gewischt.<br />

Kennen wir aus Moskau 2009, wo am Tag<br />

des Finals an einer Pride zahlreiche Teilnehmer<br />

verhaftet wurden oder aus Belgrad 2008. Dass<br />

es in Aserbaidschan gemäss Veranstalter EBU<br />

nicht um Politik gehen soll, sondern um einen<br />

bunten völkerverbindenden Event, das klingt<br />

gut. Dass der Song der Gastgebernation «When<br />

the Music dies» heisst, sagt vielleicht das, was<br />

man lieber nicht hören will und trotzdem sagen<br />

muss, bevor man dem ESC-Fieber genüsslich erliegt<br />

und sich in Raabs Schützling Roman Lob<br />

verknallt.<br />

13


Szene CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Parties und<br />

Events<br />

14<br />

The Wonder Girls<br />

are back!<br />

T&M-Pfingst-Tradition<br />

Die Damen von der Bar schlagen wieder zu –<br />

show- und kostümtechnisch. Wie <strong>im</strong>mer vor<br />

Pfingsten laufen auch jetzt bereits die Nähmaschinen<br />

heiss. Denn für die inzwischen zur<br />

Tradition gewordene Pfingstshow der Wonder<br />

Girls, wollen sich die Damen natürlich nicht<br />

lumpen lassen sondern <strong>im</strong> allerfeinsten Fummel<br />

präsentieren.<br />

Mit von der Partie sind fast alle Girls, die in den<br />

vergangenen 25 Jahren <strong>im</strong> T&M auf der Bühne<br />

oder hinter der Bar zu sehen waren: Carla<br />

Caroll, Murmeli, Urslae, Laura, Nikkita, Petra,<br />

Josy und natürlich Tamara höchstpersönlich!<br />

Dieses einmalige Spektakel – die Show wird<br />

nur einmal an Pfingstsonntag gezeigt – sollte<br />

man keinesfalls verpassen! Da das T&M ja<br />

bekanntlich Anfang 2013 seine Türen an der<br />

Marktgasse 14 schliesst, ist es die letzte Klassenzusammenkunft<br />

der Wonder Girls. Zumindest<br />

in dieser Form…<br />

Und für alle, die sich jetzt fragen, wieso sich die<br />

Damen <strong>im</strong>mer noch Girls nennen: Die Mädels<br />

sind <strong>im</strong> Durchschnitt <strong>im</strong>mer noch neun Jahre<br />

jünger als Madonna! Und sind mindestens genauso<br />

wild.<br />

In dieser Nacht wird gefeiert, bis der Fummel reisst.<br />

Wonder Girls<br />

Sonntag, 27. 5. <strong>2012</strong>, Türöffnung 20.30 Uhr,<br />

Show 21.00 Uhr, anschliessend Party<br />

T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich<br />

www.g-colors.ch<br />

«united»<br />

– the second<br />

Tunnel Club Luzern<br />

«united» geht in die zweite Runde. Nach dem<br />

gelungenen Start <strong>im</strong> März gehts nahtlos weiter!<br />

Gefeiert wird anfangs Juni <strong>im</strong> Tunnel Club<br />

Luzern ab 22.00 Uhr bis Open End. United präsentiert<br />

auf zwei Floors angesagte DJs. Diesmal<br />

gibts auf dem <strong>Mai</strong>nfloor mit DJ Ajaxx (Jungle<br />

– White Party) ab Mitternacht etwas härtere<br />

Töne. Ergänzt wird er durch DJ Peeza (Playboy<br />

Night – I).<br />

Auf dem Diva-Floor gastieren die beiden Residents<br />

DJs der legendären menergy-Parties<br />

DJ Groovemaster & Dynam!ke mit Disco und<br />

80s / 90s-Tunes!<br />

Willkommen sind Gays, Lesbians und gay<br />

friendly People ab 18 Jahren. Dem blauen<br />

Dunst frönen, ohne zu stören, kann man in der<br />

Smoker’s Lounge.<br />

Der Tunnel-Club, kürzlich einem Facelifting<br />

unterzogen, liegt gut erreichbar <strong>im</strong> Zentrum<br />

von Luzern; direkt hinter dem Hauptbahnhof<br />

(Inseliquai 12c) Parkhäuser sind in unmittelbarer<br />

Nähe zum Club vorhanden.<br />

united<br />

Samstag, 2. Juni <strong>2012</strong>, ab 22.00 Uhr bis Open End<br />

Eintritt 20.–, Ab 18 Jahren<br />

Tunnel Club, 6000 Luzern<br />

Celebrating<br />

Barbra<br />

«the voice, the nose, the show!»<br />

<strong>2012</strong> feiert die grösste St<strong>im</strong>me, die bekannteste<br />

Nase, die Entertainerin des Jahrhunderts ihren<br />

70sten Geburtstag. Und dies tut sie nirgendwo<br />

anders als In Zürich – Barbra Streisand (alias<br />

Michael Bieri) und Freunde (Nicole Gallo, Peter<br />

Williner, Gaetano Di Tondo) gastieren unter<br />

der Regie von Tom Egli (geliebt und bekannt<br />

für die TakeFive Produktionen).<br />

Vorverkauf ab 16. April <strong>2012</strong> <strong>im</strong> Cranberry<br />

und in der Pigalle-Bar<br />

Celebrating Barbra, 16. – 19. <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong>, jeweils<br />

20.00 Uhr<br />

Theater Stok, Hirschengaben, 8001 Zürich


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Szene<br />

(mis)behave@<br />

büxe<br />

Ausnahmsweise an einem<br />

Samstag<br />

Normalerweise bringt man Behave mit dem Donnerstagabend<br />

in Verbindung. Für den Abstecher<br />

in die Büxe hat sich das Label aber einen Samstag,<br />

den 26. <strong>Mai</strong>, ausgesucht. Da am nächsten Tag Ausschlafen<br />

angesagt ist, heisst die Party denn auch<br />

nicht Behave, sondern Misbehave. Schliesslich ist<br />

der Kult-Club be<strong>im</strong> Albisriederplatz berühmt für<br />

seine langen und ausschweifenden Parties.<br />

Nebst den DJs Emre und Nici Faerber nehmen die<br />

Jungs vom Behave-Label ein besonderes Highlight<br />

mit auf den Ausflug in den Kreis 3: Gleichschritt!<br />

Im Jahr 2004 haben Fabian und Galal das DJ-<br />

Team Gleichschritt ins Leben gerufen. Der<br />

Name symbolisiert die gemeinsame Entdeckungs-<br />

und Erlebnisreise in der Welt der Houseund<br />

Elektro-Musik. Mehr und mehr sorgen die<br />

beiden Jungs nicht nur mit ihren DJ-Sets sondern<br />

auch mit ihren eigenen Produktionen und<br />

Tracks für Aufsehen.<br />

Nebst diesem Highlight an Pfingsten findet natürlich<br />

weiterhin jeden Donnerstag die Behave<br />

Party <strong>im</strong> Revier Club <strong>im</strong> Kreis 4 statt.<br />

(mis)behave@büxe<br />

Samstag, 26. <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong>, ab 23 Uhr<br />

Frieda’s Büxe, Friedaustr. 23, 8003 Zürich<br />

www.misbehave.ch, www.friedasbuexe.ch<br />

Boyahkasha!<br />

<strong>im</strong> Plaza – WarmUp-Party<br />

<strong>im</strong> Platzhirsch<br />

Boyahkasha! ist sicher eines der Highlights <strong>im</strong><br />

Party-Bouquet des Plaza Club. Die Party bietet<br />

zahlreichen Gays und allen open minded People<br />

eine Nacht mit internationalem Sound und<br />

einer grossen Aktionsfläche zum Austoben. Auf<br />

dieser Spielwiese steht Spass und gemeinsames<br />

Feiern bis in die Puppen <strong>im</strong> Mittelpunkt.<br />

An der am Pfingstsonntag wieder stattfindenen<br />

Party verspricht der Auftritt von Sandra Love<br />

ganz grosse Unterhaltung zu werden. Die Diva<br />

der Housemusic startete ihre Karriere auf den<br />

Bühnen Madrids und sang sich durch die Clubs<br />

von NYC, Paris, Moskau, Ibiza und Barcelona.<br />

Nun beehrt sie endlich auch Zürich endlich<br />

mit einem Live-Act an Pfingsten. Zusammen<br />

mit DJ Sascha Fiërce aus Sydney sorgt sie für<br />

internationales Flair und Ekstase pur. Die drei<br />

Lokalmatadore Gaetano, Polabdul und Zör Gollin<br />

runden das Soundangebot perfekt ab.<br />

Im angesagten Zürcher Kreis 4 entstehen in<br />

letzter Zeit <strong>im</strong>mer mehr hippe Orte für die Gay-<br />

Gemeinde. Boyahkasha <strong>im</strong> Plaza gehört nun<br />

definitiv auch dazu.<br />

WarmUp-Party <strong>im</strong> Platzhirsch<br />

Pfingstsamstag, 26. <strong>Mai</strong>,<br />

Spitalgasse 3, 8001 Zürich<br />

www.meinplatzhirsch.ch<br />

Boyahkasha! Fierce<br />

Pfingstsonntag, 27. <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong>, ab 22.00 Uhr<br />

Eintritt ab 18 Jahren<br />

Plaza Club, Badenerstrasse 109, 8004 Zürich<br />

www.plaza-zurich.ch, www.boyahkasha.ch<br />

Jungle-Party<br />

Pfingstsonntag <strong>im</strong> MAD<br />

Die wohl erfolgreichste und grösste Gay & Lesbian<br />

Pfingstparty lädt ein, wie <strong>im</strong>mer ins MAD<br />

in Lausanne. Mit dabei: The LuvBug Disco Show,<br />

Boogie Night Dancers, Hot’n’sexy Gogo Boyz von<br />

CIRCUIT Barcelona. Die DJs: Javier Medina (Circuit,<br />

Matinée) Murray Mint (San Fran Disco) Antoine909<br />

(Resident, Circuit) LukJLite (Poppin,<br />

25UP) Ajaxx (Flexx) RW (Rapido und als Star Kenny<br />

Carpenter (Studio 54, New York).<br />

Kenny Carpenter gilt in der Musikbranche als<br />

einer der Urväter der «Dance music». Er spielte<br />

eine wichtige Rolle bei deren Entwicklung<br />

in den Anfängen der Club-Szene in den 70ern.<br />

Der Legendäre DJ begann seine Karriere erst als<br />

Beleuchtungstechniker und kam so in Kontakt<br />

mit den damaligen Top-DJs. In den frühen 80er<br />

Jahren schaffte er den Sprung ins legendäre<br />

«Studio54», New York Citys illustren Nightclub<br />

und Treffpunkt der Reichen und Schönen.<br />

Dem DJ der Superlative scheint kein Erfolg verwehrt<br />

zu sein. Er tourte in seinem Leben rund<br />

um die Welt.<br />

Jungle-Party, Pfingstsonntag, 27. <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

MAD club, rue de Genève 23, Lausanne<br />

www.gay-party.net<br />

Afro-Pfingsten<br />

Multikulti-festival in<br />

Winterthur<br />

Bereits schon zum 23. Mal präsentiert sich das<br />

Festival von seiner farbenfrohen und musikalischen<br />

Seite. Highlights sind dieses Jahr J<strong>im</strong>my<br />

Cliff, Angélique Kidjo, die Gruppe Ruzzo & Roldan<br />

sowie Henry Santos (mit einer Europa Premiere).<br />

Im Gegensatz zu anderen Festivals schauen<br />

die Macher der Afro-Pfingsten sehr genau darauf,<br />

dass sie weder Künstler noch Showacts dabei<br />

haben die Schwulen oder Lesbenfeindliche<br />

Texte und Lieder präsentieren dürfen. «Uns ist<br />

es sehr wichtig, dass wir in unserem Programm<br />

den Künstlern keine Plattform bieten, die gegen<br />

Schwule, Frauen und Rassismus singen und performen»,<br />

versichert Pressesprecherin Lea Spirig.<br />

«Nachdem es in letzter Zeit <strong>im</strong>mer wieder zu solchen<br />

Diskussionen gekommen ist, ob man diese<br />

Künstler buchen soll oder nicht, wollen wir hier<br />

klar ein Zeichen setzen!»<br />

Neben viel Musik bietet das Festival auch ein<br />

vielfältiges kulinarisches Angebot, ein Welt-<br />

Basar und einmalige Street-Art Künstler.<br />

Afro-Pfingsten, 23. – 28. <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong>, Winterthur<br />

www.afro-pfingsten.ch<br />

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SPEZIELLES ANGEBOT FÜR DEN MONAT MAI <strong>2012</strong><br />

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15


Politik CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Die Regenbogenflagge<br />

wird<br />

ver boten<br />

«Homosexuelle sind die Bösen<br />

in Russland»<br />

Von Daniel Diriwächter<br />

St. Petersburg erliess Ende<br />

Februar ein Gesetz, welches<br />

«öffentliche Aufklärung über<br />

Homo, Bi- und Transexualiät»<br />

verbietet. Ein landesweites<br />

Gesetz soll laut Staatsduma<br />

folgen. Weltweit sorgt diese<br />

Diskr<strong>im</strong>inierung für Entsetzen.<br />

Aber wie reagiert die russische<br />

Gay Community auf das<br />

neue Propaganda-Gesetz?<br />

Wie lebt es sich als Homosexueller<br />

in Russland? Das CR-<br />

Magazin traf den 26-jährigen<br />

Nikita* in Moskau zum Gespräch.<br />

«ich liebe mein Land und<br />

hoffe das Beste, aber ich<br />

denke oft darüber nach, ins<br />

Ausland zu ziehen»<br />

Nikita* fährt mit seiner Vespa vor, ein edles<br />

Teil. Vespas sind selten in den Strassenschluchten<br />

von Moskau. Und ideal, um sich<br />

durch den Verkehr zu schlängeln. Nikita gehört<br />

zum privilegierten Teil der russischen<br />

Bevölkerung. Seine Eltern sind reich, seine<br />

Zeit verbringt Nikita mit Freunden in westlichen<br />

Lokalen wie Starbucks oder McDonalds.<br />

Einen richtigen Job hat er nicht. Es ist aber<br />

schick <strong>im</strong> H&M zu arbeiten, der hier vor einem<br />

Jahr eröffnet wurde. Und es bringt den<br />

Nebenverdienst, mit dem Apple-Produkte<br />

gekauft werden können, auf welche junge,<br />

trendbewusste Rus sen ebenso stehen wie wir.<br />

Nikita kann sich alles leisten. Trotzdem wird<br />

er nicht von der Gesellschaft akzeptiert, denn<br />

Nikita ist schwul. «Homosexuelle sind noch<br />

<strong>im</strong>mer Aus senseiter in Russland», sagt er<br />

nachdenklich und bestellt sich einen Milchkaffee.<br />

Moskau ist neben St. Petersburg das schwule<br />

Zentrum Russlands. Homo sexualität ist laut<br />

Gesetz erlaubt und dank Aktivisten wie Nikolai<br />

Alekseev (Gay Russia) können Schwule und<br />

Lesben in «relativer Sicherheit» leben, so der<br />

Reiseführer Spartacus. Doch auch wenn beide<br />

Städte an der Oberfläche so fortschrittlich<br />

erscheinen, so homophob ist die russische<br />

Seele. Seit dem 29. Februar <strong>2012</strong> existiert in<br />

St. Petersburg ein Gesetz, welches «öffentliche<br />

Aufklärung über Homo-, Bi- und Transsexualität»<br />

verbietet. Konkret heisst dies, dass<br />

Filme, Musikvideos, Bücher und Zeitschriften<br />

mit homosexuellen Inhalten verboten<br />

werden. Dazu gehört auch die Regenbogenfahne,<br />

das Symbol der Schwulenbewegung.<br />

St. Petersburg ist bereits die vierte russische<br />

Stadt, welche das Gesetz mit grosser Hilfe der<br />

Kirche und Politik durchsetzen kann. Noch<br />

bleibt Moskau von diesem Diktat verschont,<br />

aber die Staatsduma liebäugelt mit einer landesweiten<br />

Verordnung.<br />

Wenn HIV-Aufklärung illegal wird<br />

«Es ist ein entsetzliches Verbot», sagt Nikita<br />

ohne Umschweife, und weiter: «Jede Aufklärung<br />

über Homosexualität ist nun kr<strong>im</strong>inell.<br />

Jede Hotline, jeder Service, auch HIV-Aufklärung<br />

wird nun illegal, gar nicht zu reden<br />

von Händchenhalten <strong>im</strong> Park oder so». Wer<br />

in St. Petersburg gegen die neue Regel verstösst,<br />

muss bis zu 500 000 Rubel bezahlen,<br />

also rund 16 000 Franken, was einem durchschnittlichen<br />

russischen Jahresgehalt entspricht.<br />

Nicht für Nikita, er könnte sich einen<br />

«Fehler» eher erlauben. «Aber das Gesetz teilt<br />

die Leute nun in gut oder schlecht ein, das<br />

aufgrund ihrer Sexualität. Wir Schwule sind<br />

die Bösen, das ist doch extrem faschistisch!»,<br />

empört sich Nikita.<br />

Jüngst setzte die Polizei in der zweitgrössten<br />

russischen Stadt das Gesetz bereits um.<br />

Die Gesetzeshüter verhafteten zwei schwule<br />

Männer, welche lediglich ein Plakat mit der<br />

Aufschrift «Homosexualität ist legal» in der<br />

Hand hielten. Sie müssen nun mit einer Geldstrafe<br />

rechnen. Wie konnte es so weit kommen?<br />

Haben russische LGBT-Organisationen<br />

nicht gekämpft wie verrückt? Tatsache ist,<br />

dass Homosexualität noch <strong>im</strong>mer mit starken<br />

Vorurteilen belegt ist. Federführend ist hier<br />

die russisch-orthodoxe Kirche, welche gleichgeschlechtliche<br />

Liebe als Sünde brandmarkt.<br />

Moskau ist noch einigermassen offen<br />

«Moskau ist nun die einzige Stadt in meinem<br />

Land, in welcher die Situation für Homosexuelle<br />

noch einigermassen okay ist», meint<br />

Nikita. Viele seiner schwulen Freunde zogen<br />

nach Moskau, um ein halbwegs «normales»<br />

Leben zu führen. In Moskau bedeutet dies,<br />

dass mit Ausgrenzung sowie Gewalt gelebt<br />

wird und es logisch ist, nur in der Gruppe<br />

an schwule Events zu gehen, da die «Polizei<br />

uns nicht schützen will», so Nikita. «Viele<br />

denken, dass Moskau frei und offen sei, aber<br />

die schwulen Lokale schliessen ständig. Ein<br />

Bekannter von mir, der eine Schwulen-Bar<br />

führt, wollte gerade eben seinen Mietvertrag<br />

für das Lokal verlängern, aber die Vermieter<br />

sagten ihm ins Gesicht, dass sie keine Schwulen<br />

mehr dulden.»<br />

Nikita ist pess<strong>im</strong>istisch, was die «schwule Zukunft»<br />

Russlands betrifft. «Versteh mich nicht<br />

falsch», meint Nikita, «ich liebe mein Land<br />

und hoffe das Beste, aber ich denke oft darüber<br />

nach, ins Ausland zu ziehen». Denn auch<br />

die Politik setzte nun mit dem Gesetz aus St.<br />

Petersburg ein klares Zeichen. Gleichberech-<br />

16


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Kapitel Titel<br />

tigung wird in Russland zu einer Utopie. Menschenrechtsaktivisten,<br />

sowie LGBT-Organisationen geben allerdings nicht auf. Sie fordern<br />

westliche Firmen zum Boykott gegen St. Petersburg auf. Medienwirksam<br />

wurde auch die Sängerin Madonna aufgefordert, auf das dortige<br />

Konzert <strong>im</strong> August zu verzichten. Nikita sieht das differenzierter: «Ich<br />

denke nicht, dass Madonna und andere dem Boykott folgen sollen. Ich<br />

selbst gehe eh nicht nach St. Petersburg, aber viele Freunde gehen hin.<br />

Sie wollen Madonna, ihr Idol, sehen», so Nikita. Seiner Meinung nach<br />

würde auch die Kirche gerne das Madonna-Konzert verbieten, «aus offensichtlichen<br />

Gründen», meint Nikita, «aber ich will nicht, dass wir<br />

Schwulen nun auch noch auf Konzerte verzichten müssen!».<br />

Protestplakat aus St. Petersburg «No Homo»<br />

Derweil bekommt Nikita eine SMS nach der anderen rein. Sein<br />

neustes iPhone fällt damit noch mehr auf. Ein Lächeln fliegt<br />

über sein Gesicht: «Wir haben die Flüge für London gebucht, in<br />

fünf Tagen fliegen wir für zwei Wochen hin!», strahlt Nikita.<br />

Er vermittelt den Eindruck, nur noch weg zu wollen. Nikita<br />

würde wohl nie auf die Strasse gehen wie ein Nikolai<br />

Alekseev. Vielleicht verdirbt der trügerische oberflächliche Luxus<br />

die junge russische Seele. Aber Nikita will einfach glücklich und sich<br />

selbst sein. Nach unserem Gespräch fährt er mit seiner weissen Vespa<br />

auf der sechsspurigen Hauptstrasse davon.<br />

*Name der Redaktion bekannt<br />

17


Kapitel Titel CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

C<br />

M<br />

Y<br />

CM<br />

MY<br />

CY<br />

CMY<br />

K<br />

«Beinahe»-Checkpoint für<br />

Basel<br />

Die Aids-Hilfe beider Basel vergrössert ihr<br />

Angebot für schwule Männer.<br />

Die Teststelle der Aids-Hilfe beider Basel (AHbB) wird von schwulen und<br />

bisexuellen Männern rege genutzt. Aus diesem Grund vergrössert die<br />

AHbB <strong>im</strong> <strong>Mai</strong> ihr Angebot. Neu hat die Teststelle nicht nur am Dienstag,<br />

sondern auch am Freitag von 17.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. Ausser auf HIV<br />

und Syphilis kann man sich neu auch auf andere sexuell übertragbare<br />

Krankheiten (STI) wie Tripper oder Chlamydien testen lassen. Zudem werden<br />

die Behandlung von STI und die Impfung von Hepatitis A/B möglich<br />

sein. Alles kann anonym ablaufen oder über die Krankenkasse abgerechnet<br />

werden. Zudem ist keine Anmeldung erforderlich. Die ausgebaute<br />

Teststelle ist ein Pilotprojekt, das von <strong>Mai</strong> bis November dauert.<br />

Break The Chain<br />

– jetzt zum Test!<br />

rekordbeteilung von 5 000 Teilnehmern<br />

plus negative Schlagzeilen.<br />

Rekord-Beteiligung bei Break The Chain: Gut 5 000 Personen haben<br />

für den Aktionsmonat April ihren Einsatz bekräftigt. Nun heisst<br />

es: Wer mit seinem festen Partner oder seinem Fuckbuddy ungeschützt<br />

ficken will, geht vorher gemeinsam zu HIV-Test und Beratung.<br />

Checkpoint Zürich bietet <strong>im</strong> <strong>Mai</strong> ein Spezial-Angebot an: Lässt<br />

man sich zusammen mit seinem oder seinen Partnern testen, bezahlt<br />

man nur den Preis eines Tests. Diejenigen, die <strong>im</strong> Aktionsmonat<br />

konsequent HIV-Risiken vermieden haben, erhalten ein aussagekräftiges<br />

Resultat. So befindet sich niemand mehr unwissentlich<br />

in einer hochansteckenden Pr<strong>im</strong>o-Infektion und die Gay Community<br />

wird sicherer für alle. Einen HIV-Test kann man auch an anderen<br />

Beratungsstellen für schwule Männer durchführen lassen,<br />

Adressen findet man <strong>im</strong> Service-Teil auf: www.BreakTheChain.ch<br />

ICH<br />

FÜHLE MICH<br />

NACKT<br />

OHNE MEINE<br />

BRILLE!<br />

Brille:<br />

18<br />

Tessiner Schwule übergangen<br />

Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass die Kampagne Break The Chain<br />

nicht für die italienische Schweiz übersetzt wurde. Während das Präventionsmaterial<br />

in Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch zu haben<br />

war, wurde auf Italienisch verzichtet. Die dortige Gay-Szene ist klein<br />

und <strong>Mai</strong>land-orientiert. Dies rechtfertigt am Ende nicht die Kosten einer<br />

Kampagne <strong>im</strong> Stil von Break The Chain.<br />

Weiter meldete sich die Homosexuelle Arbeitsgruppe Basel (habs) zu Wort.<br />

Sie würdigen die Arbeit des BAG und der Checkpoints, kritisieren jedoch<br />

die «widersprüchlichen Aussagen» der Kampagne. Das «coole Setting» vermittle<br />

Fantasien über «11 Monate Riskful Sex», so die Medienmitteilung.<br />

Darin vermied es die habs jedoch, selbst einen konkreten Vorschlag für die<br />

Kampagne zu bringen.<br />

Diskr<strong>im</strong>inierung durch<br />

die Post?<br />

Seit April verlangt die Post für vollmachten<br />

eine Gebühr, wenn der Name beider Partner<br />

nicht identisch ist. Pink Cross schlägt Alarm.<br />

Seit dem 1. April ist die Vollmacht bei der Post gebührenpflichtig. Verheiratete<br />

Paare mit ungleichen Familiennamen, Konkubinatspaare, in einer<br />

eingetragenen Partnerschaft lebenden Personen und in einer Wohngemeinschaft<br />

lebende Personen brauchen auch bei gleicher Wohnadresse<br />

eine Vollmacht. Wenn der Name auf dem Ausweis nicht gleich wie der<br />

Name auf dem Avis lautet, lässt sich nicht auf eine Zugehörigkeit schliessen.<br />

So die Post in einer Stellungnahme.<br />

Die Schweizer Schwulenorganisation Pink Cross sieht darin eine Diskr<strong>im</strong>inierung<br />

für Schwule und Lesben. Schliesslich dürfen heterosexuelle<br />

Paare wählen, welchen Namen sie künftig tragen wollen. Ein Recht,<br />

welches nicht für registrierte Partnerschaften gilt. Die Post will aber<br />

von einer Diskr<strong>im</strong>inierung nichts wissen. In erster Line gehe es mit der<br />

diesjährigen Preisanpassung um die verbesserte Kostendeckung in diesem<br />

Bereich.


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Fotostrecke<br />

Marco Carocari<br />

Photographer<br />

Marco Carocari ist freischaffender Fotograf<br />

und lebt in Zürich. Er ist spezialisiert auf Beauty-Fotografie<br />

und er hat auch ein Auge für<br />

(Innen-) Architektur. Seine jüngste Arbeit ist derzeit<br />

sehr präsent: Marco Carocari fotografierte<br />

die neue Kampagne der Zürcher Kalkbreiteoptik.<br />

Für das CR-Magazin stellt Marco Carocari einige<br />

seiner Werke vor.<br />

www.marcocarocari.com<br />

19


Musik CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Rufus Wainwright<br />

Out of the Game<br />

*****<br />

Sie sind ein musikalisches<br />

Traumpaar. Auf der einen<br />

Seite Rufus Wainwright, begnadeter<br />

kanadischer Singer-Songwriter.<br />

Einst ein<br />

Wunderkind, das sich mit<br />

sechs Jahren ins Klavier verliebte,<br />

bald darauf in Judy Garland und Edith<br />

Piaf, die bis heute zu seinen Vorbildern zählen,<br />

dann in die Oper, den Folk, den Pop. Später verliebten<br />

sich Kritiker und Fans in ihn. Auf der<br />

anderen und nun an seiner Seite: Produzent<br />

Mark Ronson. Geprägt von Einflüssen, die vom<br />

amerikanischen Hip Hop bis zum englischen<br />

Rock reichen, zeichnete er sich verantwortlich<br />

für Hits von Nikka Costa und Lily Allen, von<br />

Christina Aguilera und Robbie Williams, bevor<br />

ihm mit Amy Winehouses «Back to Black» der<br />

ganz grosse Wurf gelang.<br />

Nun also haben sich die beiden gefunden.<br />

Wainwright bezeichnet «Out of the Game» als<br />

sein poppigstes Album, Ronson als sein bestes,<br />

der Presse text spricht von zwölf musi-<br />

Macy Gray *****<br />

Covered<br />

Cover-Sammlungen haben offenbar Hochkonjunktur.<br />

Mit Neuauflagen gut ausgewählter Indiehits<br />

von Phoenix oder The XX hat sich Birdy<br />

jüngst in die Herzen von Hörern und in die<br />

Charts gesungen, nun legt Soul-Diva Gray mit<br />

einer Kollektion ihrer Lieblingssongs anderer<br />

Künstler nach. Schon seit vielen Jahren gibt sie<br />

diese an Konzerten zum Besten, sicher auch am<br />

2. Juli, wenn sie <strong>im</strong> Kaufleuten auftreten wird.<br />

Auswahl und Interpretation sind gelungen, Arcade<br />

Fires «Wake Up», Eurythmics‘ «Here Comes<br />

the Rain Again», Colbie Caillats «Bubbly»: Allen<br />

verpasst sie ihren ganz eigenen Stil und eine<br />

zünftige Portion Coolness. Ein echter Ersatz<br />

ist’s trotzdem nicht, weder für die Originale<br />

noch für ein eigenes Album<br />

mit neuem Material. Und<br />

wer auf grosse Cover-Compilations<br />

steht, greift dann<br />

doch lieber auf Cat Power<br />

oder Tori Amos zurück. (rg)<br />

24<br />

New Build *****<br />

Yesterday Was Lived And Lost<br />

New Build ist nur ein Seitenprojekt der Hot Chip-<br />

Mitglieder Al Doyle und Felix Martin sowie des<br />

Toningenieurs Tom Hopkins, aber eines, das<br />

ein «nur» keineswegs verdient hat. Das Album<br />

entführt sanft auf eine Zeitreise, die 1980-er<br />

werden mal wieder angesteuert. Besichtigt, belauscht<br />

und wiederverwertet werden dort nicht<br />

die grellbunten Discostampfer, sondern die etwas<br />

exper<strong>im</strong>entelleren und weniger bekannten<br />

Destinationen wie Cabaret Voltaire oder Brian<br />

Eno. Mit Gastsängerin Janine Rostron, mit einem<br />

sicheren Händchen für Melodie und Melancholie<br />

und viel Freude an elektronischen<br />

Basteleien ohne übertriebene Effekthascherei<br />

wird die Reise zum Vergnügen. Da passt der Titel<br />

«Yesterday Was Lived And<br />

Lost» bald genauso schlecht<br />

wie die Bezeichnung Seitenprojekt.<br />

«Do You Not Feel<br />

Loved» (Anspieltipp!) trifft’s<br />

schon eher. (rg)<br />

kalischen Kronjuwelen. Alle übertreiben ein<br />

bisschen und alle haben ziemlich Recht. Es ist<br />

nicht das einzige Meisterwerk, bei dem Mark<br />

Ronson federführend war, aber es ist eines.<br />

Seine Handschrift ist unverkennbar, der für<br />

ihn typische swingende Retropop allerdings<br />

nur eines von vielen prägenden Elementen.<br />

Und er nur einer von vielen Komplizen. Rufus‘<br />

Schwester Martha, die Alternativrocker Wilco,<br />

Dap-Kings-Gitarrist Nels Cline, Schauspielerin<br />

Helena Bonham Carter <strong>im</strong> Videoclip: Sie alle<br />

treten auf in der magischen Manege, erhalten<br />

genügend Raum für ihren Auftritt, und doch<br />

bleibt Wainwright stets der einzigartige Kreativdirektor.<br />

Von «Bitter Tears», einer kurzen<br />

80er-Discopop-Nummer bis zum melancholischen<br />

«Candles», einer siebenminütigen Collage<br />

aus Chören, Dudelsack und Klavier: Das<br />

Angebot an möglichen Lieblingssongs ist breit.<br />

Alte Fans werden einiges zu seicht finden, Neuentdecker<br />

anderes zu sperrig. Doch letztlich<br />

macht natürlich gerade diese Mischung den<br />

Reiz aus. (rg)<br />

Call me Kat *****<br />

Where the River Turns Black<br />

Wir nennen sie also Kat, die aus Kopenhagen<br />

stammende Katrin Ottosen, die endlich ihr erstes<br />

internationales Album auf den Markt bringt.<br />

Aus einer ähnlichen Quelle wie bei Björk, Feist<br />

oder Lykke Li scheint der Fluss ihrer Songs zu<br />

sprudeln. Der Sound pendelt zwischen nostalgisch-handgestrickt<br />

und futuristisch-entrückt,<br />

ist manchmal verspielt und heiter, manchmal<br />

aber auch beängstigend düster. Immer ist er verführerisch<br />

magnetisch, der Kontrast zwischen<br />

Kats Engelsst<strong>im</strong>me, der leicht psychedelischen<br />

Untermalung und den eingängigen Soulpop-Refrains<br />

verzaubert sofort und nachhaltig. Da werden<br />

hoffentlich noch viele Scheiben folgen, an<br />

Ideen und Instrumenten fehlt es Kat best<strong>im</strong>mt<br />

nicht. Es muss ja dann nicht<br />

<strong>im</strong>mer Xylophon und Game<br />

Boy sein, wie etwa in «Haze»,<br />

die diskrete Blaskapelle in<br />

«Broken House» hingegen<br />

gerne wieder! (rg)


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Branko B. Gabriel<br />

trifft...<br />

Mahal (Martin Halter)<br />

Branko B. Gabriel weiss, dass<br />

er nicht wirklich Sinn für<br />

Ordnung hat, auch nicht auf<br />

seinem Mac. Deshalb suchte<br />

er nach einer Lösung. Ausgerechnet<br />

in der Heldenbar<br />

wurde er fündig. Raskin App<br />

heisst das Zauberwort. Diese<br />

App verspricht perfekte Organisation<br />

ohne Kopfzerbrechen.<br />

Mehr dazu wissen die App-<br />

Entwickler Mahal, Jose und<br />

Michael.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Wie kommt man auf so eine<br />

verrückte Idee – Computer aufzuräumen?<br />

MAHAL: Ich bin einer, der gerne alles <strong>im</strong> Kopf ausbreitet,<br />

sozusagen eine Mindmap macht, um<br />

meine Sachen abzulegen. Ich denke stark visuell,<br />

auch auf dem Computer. In meinem Umfeld<br />

habe ich realisiert, dass viele meiner Freunde<br />

und Bekannten auf ihrem Computer ein Chaos<br />

haben. Da habe ich mir überlegt, es wäre<br />

doch eine tolle Idee, wenn es eine App gäbe, die<br />

es ermöglicht, einfacher an seine Dokumente,<br />

Dateien und Bilder zu gelangen, ohne mühsam<br />

zu suchen. Im Buch von Jef Raskin<br />

– übrigens der Namensgeber<br />

unserer App – habe ich die<br />

Idee der zoombaren Benutzer-<br />

Schnittstelle kennengelernt und<br />

war fasziniert.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Du bist sozusagen<br />

der durchgeknallte Erfinder<br />

in eurer Truppe. Wie lange<br />

dauert die Entwicklung für<br />

eine App?<br />

MAHAL: Ja, das kann man so sagen<br />

(lacht)! An der Raskin App haben<br />

wir ein Jahr lang <strong>im</strong> «stillen<br />

Kämmerlein» programmiert. Im<br />

Sommer 2010 konnten wir die<br />

erste Version der Öffentlichkeit<br />

vorstellen. Seitdem haben wir<br />

die Anwendung laufend aktualisiert<br />

und dabei das Feedback und<br />

die Bedürfnisse der Anwender<br />

berücksichtigt. Wir haben festgestellt,<br />

dass unsere App besonders<br />

attraktiv für Personen ist,<br />

die <strong>im</strong> visuellen Bereich, wie z. B. Grafikdesign,<br />

Architektur oder Fotografie arbeiten.<br />

JOSE PRESTERA: Aber auch für zu Hause ist sie cool.<br />

Denn heutzutage, wo jedermann eine Kamera<br />

<strong>im</strong> Handy hat und auch <strong>im</strong> Internet Bilder,<br />

Filme und Musik runterlädt, da sammelt sich<br />

schnell was an!<br />

BRANKO B. GABRIEL: So eine Entwicklung kostet<br />

eine Menge Geld. Habt ihr euch selber finanziert,<br />

oder gab es eine Start-up-Hilfe?<br />

MICHAEL ROSEWICH: Wir haben uns bis jetzt komplett<br />

selbst finanziert. Die Gesamtkosten bewegen<br />

sich <strong>im</strong> sechsstelligen Bereich. Für den<br />

weiteren Geschäftsgang und vor allem für die<br />

Lancierung der iPad-Version sind wir nun jedoch<br />

an Fremdkapital interessiert.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Mittlerweile wurde die Raskin<br />

App über 80000-mal heruntergeladen. Tendenz<br />

steigend. Wie erklärt ihr euch diesen<br />

Erfolg?<br />

MICHAEL: Es ist <strong>im</strong> Prinzip ein einfaches, s<strong>im</strong>ples<br />

Produkt, welches fasziniert, wenn man es zum<br />

Nachgefragt<br />

ersten Mal sieht. Es ist neuartig und revolutionär.<br />

Diverse Fachmedien weltweit haben begeistert<br />

über unsere Software und das neuartige<br />

Konzept berichtet.<br />

JOSE: Kommt hinzu, dass die Software sehr intuitiv,<br />

also einfach zu verstehen und zu beherrschen<br />

ist. Sei es mit der von iPhone bekannten<br />

Gestensteuerung, mit der Maus oder mit Tastatur-Kurzbefehlen.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Facebook wird rund eine Milliarde<br />

Dollar für Instagram bezahlen. Hofft<br />

ihr insgehe<strong>im</strong> auch auf einen Geldsegen.<br />

MAHAL: Nicht nur insgehe<strong>im</strong>. Ich würde es gerne<br />

sehen, wenn wir die App erfolgreich verkaufen<br />

könnten. Die eigenen Investitionen wären so<br />

wieder wett. Und wir könnten in weitere Ideen<br />

investieren.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Einige von euch sind die Macher<br />

der bekannten Heldenbar. Tagsüber <strong>im</strong><br />

Office, abends <strong>im</strong> Ausgang, in der Szene. Wie<br />

lässt sich das vereinbaren?<br />

MAHAL: Ich bin mein eigener Chef. Jeweils am<br />

Donnerstagmorgen habe ich eine «externe Besprechung»,<br />

das lässt sich wunderbar vereinbaren<br />

(lacht). Auch wenn ich jetzt mal unter der<br />

Woche einige DJs buchen muss, lässt sich unserer<br />

Firma gut koordinieren.<br />

Michael Rosewich, Martin Halter und José Prestera<br />

BRANKO B. GABRIEL: Wann kommt eigentlich die<br />

Helden-App auf den Markt?<br />

MAHAL: Da sind wir dran. Ich habe schon mal einen<br />

ersten Prototyp für das iPhone entwickelt.<br />

Die Idee ist: Helden-Jungs zum Anfassen (oder<br />

besser «touchen») und tanzen lassen.<br />

Infobox<br />

Die Macher von Raskin sind in der Zürcher Gay<br />

Community keine unbekannten Gesichter. Seit<br />

einigen Jahren organisieren sie erfolgreich am<br />

Mittwochabend jeweils die Heldenbar. Martin<br />

Halter, Chef-Entwickler von Raskin, studierte<br />

an der HSR (Hochschule für Technik) in Rapperswil.<br />

Seit jeher fasziniert ihn das Thema<br />

Computer und er besitzt einen ausgesprochenen<br />

Ordnungssinn. Michael Rosewich ist der<br />

Usability- und Design-Experte, er verleiht Raskin<br />

den letzen Schliff. Er ist auch Gründer der<br />

Firma Crossmotion in Zürich. José Prestera, der<br />

Ibero-Stadtzürcher, betreut das Marketing, den<br />

Verkauf und die Investoren.<br />

25


Interview CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Der Zauberer<br />

Das <strong>Mai</strong>-Interview<br />

von Lola Sara Arnold-Korf<br />

Aus dem bescheidenen Dachverband<br />

der Schweizer Schwulen<br />

«Pink Cross», zauberte der<br />

Magier Uwe Splittdorf eine<br />

beachtenswerte Marke «Pink<br />

Cross». Nach drei Jahren<br />

Staubwischen und frischem<br />

Farbanstrich bei Pink Cross<br />

scheidet der Macher nun aus<br />

und verwöhnt ab August nur<br />

noch mit seiner Tiefen-Passion:<br />

Tiefenentspannung, Yoga<br />

und Rauchentwöhnung. Für<br />

den CR sprach Lola Sara Arnold-Korf<br />

mit dem «Noch»-Geschäftsführer<br />

von Pink Cross,<br />

Hypnotherapeuten und Yogalehrer.<br />

CR: Vor knapp drei Jahren bist du als Geschäftsführer<br />

der schwulen Dachorganisation Pink<br />

Cross in den Ring gestiegen. Als Geschäftsführer<br />

hast du gemeinsam mit dem Vorstand<br />

aus einem bis dato eher bescheiden daherkommenden<br />

Verein mit rund 20-jähriger<br />

Tradition und 2200 Mitgliedern eine Marke<br />

mit einem enormen Netzwerk gezaubert.<br />

Wie zaubert man?<br />

Uwe Splittdorf: Das hat wenig mit zaubern zu tun,<br />

sondern mit einem eisernen Willen, einer guten<br />

Sache zum Durchbruch zu verhelfen. Ich<br />

übernahm ein eingestaubtes Büro in Bern, in<br />

dem zunächst einmal dem Besen kräftig gekehrt<br />

werden musste. Heute sitzen wir mit einem<br />

super Team und der Lesbenorganisation<br />

(LOS) in neuen Berner Räumlichkeiten, machen<br />

extrem gutes Lobbying <strong>im</strong> Bundeshaus, starten<br />

mit relativ geringem Aufwand medienwirksame<br />

Kampagnen gegen Diskr<strong>im</strong>inierung bis<br />

hin zu Prävention – vor allem bei Jugendlichen.<br />

Uwe Splittdorf auf neuen Wegen<br />

26


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Interview<br />

CR: Jetzt, wo die Patina vom Urgestein Pink<br />

Cross entfernt ist, der Verein frisch und munter<br />

daherkommt, machst du dich <strong>im</strong> Sommer<br />

aus dem Staub. Hast du gar kein schlechtes<br />

Gewissen?<br />

UWE SPliTTDOrf: Es war von Anfang an klar, dass<br />

ich nur drei Jahre den Job mache. Wenn man<br />

ein Ziel erreicht hat, kommt es darauf an, neue<br />

Ziele in Angriff zu nehmen. Mit denen von mir<br />

gegebenen Ideen und einer soliden Vereinsbasis<br />

können meine Nachfolger gut arbeiten und die<br />

Marke Pink Cross weiter ausbauen. Kein Geld<br />

der Welt bringt mich von meinen Plänen ab<br />

und <strong>im</strong> Gegensatz zu anderen klebe ich nicht<br />

an Privilegien und Stühlen. Ich denke, ich habe<br />

einen guten Job gemacht. Jetzt sind andere an<br />

der Reihe.<br />

CR: Wohl wahr. Diesen Job hast du 1a hingezaubert.<br />

Apropos Stühle: Als Hypnotherapeut<br />

und Yogalehrer arbeitest du ja bereits<br />

erfolgreich nebenbei. Muss ich die Glaskugel<br />

befragen, oder wird dies dein neuer Arbeitsschwerpunkt?<br />

UWE SPliTTDOrf: Ja, es ist wahr, dass ich mich verstärkt<br />

diesen Tätigkeiten widmen werde. Bereits<br />

jetzt arbeite ich sehr erfolgreich mit der<br />

Tiefenentspannung. In New York habe ich die<br />

Methodik verbessert und die bisherigen Erfolge<br />

geben mir Recht. Ich praktiziere nach der<br />

modernen Methode der Milton Erickson Hypnose<br />

auf der Grundlage einer respektvollen und<br />

gleichberechtigten Mensch-zu-Mensch-Beziehung.<br />

Meine Klienten kommen aus allen Teilen<br />

der Gesellschaft. Es geht um die Bekämpfung<br />

von Ängsten, Essstörungen, Schlafstörungen,<br />

um die Rauchentwöhnung bis hin zum Burnout-Syndrom.<br />

Kurzum: Es geht um die Wiedergewinnung<br />

von Lebensqualität in Geist und<br />

Körper. Zu oft führt Anspannung und Stress zu<br />

chronischen Krankheiten.<br />

CR: Und das funktioniert?<br />

UWE SPliTTDOrf: Ja, absolut. Bei der Tiefenentspannung<br />

werden sämtliche Muskelpartien entspannt.<br />

Im hypnoseartigen Zustand ist der Weg<br />

zum Unterbewusstsein geöffnet. Mit Hilfe ausgewählter<br />

Sprachmuster kann ein Gedanke,<br />

eine Idee etc. so tief in einen Patienten gepflanzt<br />

werden, dass es diesem letztlich gelingt, seine<br />

persönlichen Ziele zu erreichen. Oftmals<br />

liegt der Ursprung eines psychischen oder physischen<br />

Problems in einer tief verwurzelten<br />

Blockade, die sich über die Jahre durch negative<br />

Energien wie Angst, Wut, Kummer etc. aufgebaut<br />

hat. Mit der Hypnotherapie können diese<br />

Blockaden ausfindig gemacht und gelöst werden.<br />

Der Weg wird frei für bestärkende Verhaltensweisen<br />

und das emotionale Wohlbefinden.<br />

Schon nach der ersten Behandlung fühlt man<br />

das Lifting. Die Nerven sind spürbar beruhigt<br />

und du empfindest eine körperliche wie auch<br />

geistige Klarheit und Leichtigkeit. Auf Dauer<br />

merkt es auch dein Umfeld.<br />

CR: Neben Einzeltherapien bietest du auch Seminare<br />

an. Muss man sich das so vorstellen,<br />

dass da der Guru sitzt und alle schreien «Ja»?<br />

UWE SPliTTDOrf: Nein, natürlich nicht. Ich habe<br />

nichts mit Sekten am Hut. Wir bieten Tagesseminare<br />

und Wochenend-Seminare an. Bei einem<br />

Tagesseminar nehme ich mir einen ganzen Tag<br />

die Zeit, um eine Einzelperson oder ein Paar zu<br />

coachen, zu entspannen und zu beraten. Ein solcher<br />

Tag ist sehr individuell geprägt, da ich genau<br />

auf die Bedürfnisse der Kunden eingehe. Dazu<br />

lade ich <strong>im</strong>mer zu einem ausgewogenen Mittagessen<br />

ein. Anders sieht es bei den Wochenend-Seminaren<br />

aus. Da nehmen bis zu 15 Personen teil.<br />

Das Programm ist zwar flexibel und kann kurzfristig<br />

an Wünsche der ganzen Gruppe angepasst<br />

werden, jedoch gibt es einen klaren Ablaufplan.<br />

CR: Meine Nerven liegen blank. Was muss<br />

oder kann ich tun ausser zu w<strong>im</strong>mern?<br />

UWE SPliTTDOrf: Das Ziel ist hier die intensive generelle<br />

Entspannung von Körper und Geist durch<br />

eine Mischung von Yoga- und Atemübungen,<br />

Tiefenentspannungen, Gesprächen und Anleitungen<br />

zur einfachen Selbstentspannung zu<br />

Hause oder am Arbeitsplatz.<br />

CR: Was bringt die Arbeit in der Gruppe?<br />

UWE SPliTTDOrf: Die Arbeit in der Gruppe macht<br />

allen Beteiligten viel Spass, nicht zuletzt durch<br />

die Paarübungen, aber vor allem durch das<br />

grundsätzliche Zusammensein, das gemeinsame<br />

Erleben und Kennenlernen während zwei<br />

wertvollen Tagen. Ein weiteres Angebot ist die<br />

Gruppensitzung jeden Dienstag von 19 bis 21<br />

Uhr mit max<strong>im</strong>al zehn Teilnehmern.<br />

CR: Ist «Selbsthypnose» erlernbar?<br />

UWE SPliTTDOrf: Ja. Ich biete Sitzungen an, in denen<br />

es darum geht, die Selbsthypnose zu erlernen<br />

und erfolgreich <strong>im</strong> Alltag anzuwenden, um<br />

ganz einfach Effekte wie die Immunst<strong>im</strong>ulation,<br />

das Ablegen von störenden Gewohnheiten,<br />

Ängsten und Phobien, opt<strong>im</strong>ale Konzentration<br />

für Lern- und Arbeitserfolge und vieles mehr<br />

herbeizuführen. Ausführlichere Informationen<br />

findest du natürlich auf unserer neuen<br />

Homepage.<br />

CR: Herzlichen Dank für das Interview. Der<br />

CR wünscht Uwe Splittdorf viel Erfolg!<br />

www.bodybalance-splittdorf.ch<br />

Anzeige<br />

www.gnuesserei.ch<br />

27


Kultur CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Konzert:<br />

Maurice Steger<br />

Zusammen mit dem Zürcher<br />

Kammerorchester wird der<br />

Flötist Maurice Steger am<br />

2. <strong>Mai</strong> <strong>im</strong> grossen Saal der<br />

Tonhalle ein Konzert geben.<br />

Es werden Werke von Corelli,<br />

Hayes, Sammartini und Geminiani<br />

gespielt.<br />

Nicht, dass dies der einzige Termin in der Agenda<br />

von Maurice Steger und seiner Blockflöte<br />

wäre. Der hübsche Winterthurer ist ein weltweit<br />

gefragter Künstler. Auch beweist er sich<br />

als Dirigent. Zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester,<br />

dessen Leitung er innehat, gibt er<br />

am 2. <strong>Mai</strong> ein Konzert in der Zürcher Tonhalle.<br />

Im gossen Saal werden Werke der Barockmusik<br />

gespielt, welche zu seinem Repertoire-Schwerpunkt<br />

gehören.<br />

Maurice Steger wurde bereits als «the world’s<br />

Theater:<br />

Tango Loco<br />

Das Comedy-Stück Tango<br />

Loco von und mit Joy Winistörfer<br />

ist erneut auf der Bühne<br />

zu sehen. Diesmal <strong>im</strong> Cafetin<br />

de Buenos Aires, welches<br />

auch Queer-Tango-Abende<br />

anbietet.<br />

«Der Tango – das sind zwei todernste Mienen<br />

Ausstellung:<br />

Hermann Hesse<br />

Zum 50. Todesjahr von Hermann<br />

Hesse präsentiert das<br />

Kunstmuseum Bern die erste<br />

Retrospektive zu Hesses malerischem<br />

Werk.<br />

Das Kunstschaffen spielte in Hermann Hesses<br />

Leben eine wichtige Rolle. Seine intensive und<br />

komplexe Bildsprache ist für das Verständnis<br />

von Hesses persönlicher Entwicklung, seines<br />

Kunstverständnisses und seines literarischen<br />

Werkes aufschlussreich. Die für die Rezeption<br />

von Hermann Hesse wohl wegweisende Ausstellung<br />

würdigt Hesses Beitrag zur Kunst der<br />

Moderne umfassend.<br />

1912, vor genau 100 Jahren, liess sich Hermann<br />

Hesse in Bern nieder. Das «Ougspurgergut» in<br />

der Schosshalde, der «Lohn» in Kehrsatz und<br />

das Schloss Bremgarten sind die Schauplätze,<br />

mit denen Hermann Hesse in Bern eng verbunden<br />

war und wo er Inspiration und Förderung<br />

fand. Hesses Berner Jahre von 1912 bis 1919 waren<br />

nicht nur <strong>im</strong> Hinblick auf sein literarisches<br />

Werk entscheidend. In dieser Zeit, in welcher<br />

er den Künstlerroman «Rosshalde» vollendete,<br />

begann auch seine bisher wenig bekannte<br />

Laufbahn als Maler, die ihren Höhepunkt in<br />

den 1920er- und 1930er-Jahren in Montagnola<br />

erreichte.<br />

Tango Loco: © pd<br />

Maurice Steger: © Marco Borggreve<br />

leading recorder virtuoso» bezeichnet (The Independant).<br />

In der Tat gelang es ihm, sich mit<br />

seiner weltweiten Konzerttätigkeit sowie zahlreichen,<br />

zum Teil mit höchsten Preisen ausgezeichneten<br />

CD-Einspielungen auf dem Gebiet<br />

der «Alten Musik» mehr als nur zu etablieren.<br />

Dank seiner lebendigen Art und seiner ganz<br />

persönlichen ebenso spontanen wie technisch<br />

brillanten Spielweise (laut Webseite) positionierte<br />

Maurice Steger die Blockflöte als Instrument<br />

ganz neu.<br />

www.mauricesteger.com<br />

Zürich, Tonhalle, 2. <strong>Mai</strong><br />

und vier Beine, die sich amüsieren». Mit diesen<br />

Worten beschreibt der Tänzer Carlo Labin die<br />

unwiderstehliche Magie des Tango. Eine Magie,<br />

der auch Joy Winistörfer verfiel, als sie nach<br />

der Schauspielausbildung nach Buenos Aires<br />

zog, wo sie für vier Jahre lebte und tanzte. Nach<br />

ihrer Rückkehr in die Schweiz entwickelte sie<br />

mit dem Regisseur Michael Hürsch einen Abend<br />

über diesen Tanz, der eine ganze Gesellschaft<br />

durchdringt und best<strong>im</strong>mt.<br />

Ihr Stück dreht sich um Dolores, eine junge, argentinische<br />

Tangotänzerin, welche einer Horde<br />

deutschsprachiger Touristen den int<strong>im</strong>sten aller<br />

Tänze, den Tango, näher bringen soll. Aber<br />

wo bleibt Dolores Tanzpartner? Zuerst peinlich<br />

berührt, nutzt Dolores die Gunst des Augenblicks<br />

und kreiert spontan ihre ganz eigene<br />

Show.<br />

Queer Tango<br />

Das Cafetin de Buenos Aires selbst bietet Kurse<br />

und Milongas an, darunter einmal <strong>im</strong> Monat<br />

einen «schwulen» Tanzabend, an welchem<br />

man(n) den Tango leben darf. Am 27. April und<br />

am 25. <strong>Mai</strong>.<br />

www.cafetindebuenosaires.ch<br />

Zürich, Cafetin de Buenos Aires, ab 11. <strong>Mai</strong><br />

Hermann Hesse:<br />

© Hermann Hesse- Editionsarchiv<br />

Die Ausstellung vergegenwärtigt alle Schaffensphasen,<br />

Themen, Gattungen und Stilrichtungen,<br />

in denen sich Hesse seit seinen ersten Malversuchen<br />

betätigt hat.<br />

www.kunstmuseumbern.ch<br />

Bern, Kunstmuseum, noch bis 12. August<br />

28


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Kultur<br />

Projekt:<br />

Cencored Dresses<br />

In Teilen der arabischen Welt<br />

werden Modezeitschriften<br />

ausgiebig zensiert. Künstler<br />

David Siepert realisierte daraus<br />

eine neue Mode für das<br />

Cabaret Voltaire.<br />

Auch in Saudi-Arabien oder Iran existieren Modezeitschriften<br />

aus dem Westen. Allerdings<br />

werden dort explizite Stellen wie Dekolletés<br />

kurzerhand zensiert. Nicht etwa durch den üblichen<br />

Zensurbalken, sondern oftmals werden<br />

dem enthüllenden Kleidungsstück von Hand<br />

und mit schwarzem Filzstift verhüllende Elemente<br />

hinzugefügt.<br />

David Siepert ist fasziniert von diesen Bildern,<br />

Kino:<br />

Sister<br />

Der erste Schweizer Spielfilm,<br />

welcher es nach 13 Jahren<br />

an die Berlinale schaffte.<br />

Mit Akte X-Heroine Gillian<br />

Anderson. Ab sofort <strong>im</strong> Kino.<br />

S<strong>im</strong>on, erst zwölf Jahre jung, lebt zusammen<br />

mit seiner Mutter Louise in einem attraktiven<br />

Skigebiet, allerdings in einem schnöden Hochhaus.<br />

Louise fühlt sich noch jung, so jung, dass<br />

DVD:<br />

Melancholia<br />

Ein Sciene-Fiction-Drama von<br />

Lars von Trier, welches die<br />

Krankheit Depression thematisiert,<br />

erscheint <strong>im</strong> <strong>Mai</strong> endlich<br />

als DVD und Blu-ray.<br />

«Melancholia» ist ein Film zwischen Blockbuster<br />

und Studiofilm. Ein action-erprobtes Publikum<br />

war überfordert ob der komplexen<br />

Handlung, Fans des leisen Kinos erlebten einen<br />

cineastischen Schock. Für alle anderen ist «Melancholia»<br />

die pure Faszination.<br />

Justine und Michael feiern ihre Hochzeit mit<br />

einem rauschenden Fest auf dem Landsitz von<br />

Justines Schwester Claire und deren Mann John.<br />

Der Abend gerät zum Desaster. Auch weil Justine<br />

schwer depressiv ist. Zudem naht das Ende<br />

der Welt: Der Planet Melancholia schwebt auf<br />

die Erde zu und droht, diese zu vernichten. Justine<br />

reagiert klar und entschlossen, während<br />

ihre Schwester noch vor dem Ende der Welt den<br />

Verstand verliert.<br />

Regisseur Lars von Trier gelang ein Meisterwerk<br />

mit Starbesetzung. Kirsten Dunst, Charlotte<br />

Gainsbourg und Kiefer Sutherland spielen so<br />

rührend wie anmutig. Die Film-Musik unterstreicht<br />

das bedrohlich Schöne zusätzlich. Lars<br />

von Trier wählte Fragmente aus der Wagner-<br />

Oper «Tristan und Isolde». «Melancholia» ist ein<br />

Censored Dresses: ©David Siepert<br />

genau dort setzt sein Projekt «Cencored Dresses»<br />

an. Er realisierte eine konzeptionelle Mode-Kollektion<br />

nach dem Vorbild jener Magazine der<br />

arabischen Welt. So entsteht eine völlig neue<br />

Mode, welche sich als Performance sowie als<br />

Fotoarbeit sehen lassen kann.<br />

Ab dem 30. <strong>Mai</strong> werden die acht Kleider der<br />

Kollektion «Cencored Dresses» in einer Modenschau<br />

präsentiert, dies <strong>im</strong> Cabaret Voltaire in<br />

Zürich.<br />

www.david-siepert.com<br />

Zürich, Cabaret Voltaire, ab 30. <strong>Mai</strong><br />

Sister: © pd<br />

sie sich als Schwester von S<strong>im</strong>on ausgibt. Um<br />

sich ein zusätzliches Sackgeld zu verdienen,<br />

klaut er während der Wintersaison den Touristen<br />

deren Skis und Sonstiges, um seine Beute<br />

in Bares umzuwandeln. Geld, welches dringend<br />

benötigt wird, da auch die Schwester über<br />

kein geregeltes Einkommen verfügt. Ein Familiendrama<br />

n<strong>im</strong>mt seinen Lauf, allerdings ohne<br />

«klassische» Familie.<br />

Ursula Meiers dritter Spielfilm faszinierte die<br />

Kritik. Bereits mit «Home» konnte die Regisseurin<br />

ein Achtungserfolg landen, wenn auch die<br />

Darstellerin Isabelle Huppert damals für das nötige<br />

Interesse sorgte. Für Meiers neuen Film «Sister»,<br />

<strong>im</strong> Orginal «L’enfant d’en haut», wählte sie<br />

für eine Nebenrolle Gillian Anderson aus, welche<br />

besonders durch die Serie «Akte X» bekannt<br />

ist, sich aber seither als Charakterdarstellerin<br />

behauptete. Der Plan ging auf, «Sister» war ein<br />

Publikumsliebling bei der letzten Berlinale und<br />

konnte in zahlreiche Länder verkauft werden.<br />

Im Kino ab 26. April<br />

Melancholia: © pd<br />

verstörendes Meisterwerk. Dieser Film zeigt<br />

deutlich, wie sehr sich depressive Menschen<br />

nach einem Ereignis sehnen, welches sie aus der<br />

dunklen Falle dieser Krankheit hinausführt.<br />

Auch wenn es der Weltuntergang ist.<br />

Auf DVD & Blu-ray ab 3. <strong>Mai</strong><br />

29


ZURICH PLACES // gaycity.ch<br />

15<br />

11<br />

4<br />

13<br />

PLATZSPITZ<br />

SEEBAHNSTRASSE<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

KALKBREITENSTRASSE<br />

12<br />

BÄCKERANLAGE<br />

ENGELSTRASSE<br />

13<br />

BADENERSTRASSE<br />

HOHLSTRASSE<br />

LANGSTRASSE<br />

BIRMENSDORFERSTRASSE<br />

14<br />

LANGSTRASSE<br />

HELVETIAPLATZ<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

MILITÄRSTRASSE<br />

KASERNENAREAL<br />

Rudolf-Brun-<br />

Brücke<br />

Stauffacherbrücke<br />

LAGERSTRASSE<br />

KASERNENSTR.<br />

Sihlbrücke<br />

Sihl<br />

GESSNERALLEE<br />

MUSEUMSSTRASSE<br />

15<br />

9 14<br />

2 3<br />

8<br />

9 14<br />

2 3<br />

8<br />

9 14<br />

STAUFFACHER<br />

2 3 9 14<br />

8<br />

8<br />

3 14 3 14<br />

2 9<br />

HAUPTBAHNHOF<br />

13<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

PARADEPLATZ<br />

2 9 6 7<br />

8 13 11<br />

3 14<br />

13<br />

LINDENHOF<br />

Walche-Brücke<br />

4<br />

13<br />

Bahnhofbrücke<br />

Rathausbrücke<br />

1<br />

Münsterbrücke<br />

4<br />

15<br />

LIMMATQUAI<br />

4<br />

15<br />

2<br />

10<br />

4<br />

15<br />

CENTRAL<br />

4 3 5 6<br />

15 7 10<br />

NIEDERDORFSTRASSE<br />

9<br />

5 7<br />

6<br />

8<br />

SEILERGRABEN<br />

4 3<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

L<strong>im</strong>mat<br />

8 13<br />

BELLEVUE<br />

4 15 5<br />

2 9 8 11<br />

A1<br />

2 9 8<br />

Quaibrücke<br />

12 Moustache<br />

DIE SAUnA FÜR MÄnnER<br />

Engelstrasse 4<br />

www.moustache.ch<br />

1 Rathaus caFÉ<br />

BAR – CAFé<br />

L<strong>im</strong>matquai 61<br />

www.rathauscafe.ch<br />

7 the dynasty club<br />

3 BARS – 1 EnTRAnCE<br />

Zähringerstrasse 11<br />

www.dynastyclub.ch<br />

13 huusMaa<br />

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR<br />

Badenerstrasse 138<br />

www.huusmaa.ch<br />

APP<br />

RUNTERLADEN<br />

2 cRanbeRRy<br />

BAR<br />

Metzgergasse 3<br />

www.cranberry.ch<br />

8 Macho<br />

CITY SHoP<br />

Häringstrasse 16<br />

www.macho.ch<br />

14 Renos Relax<br />

CLUB SAUnA<br />

Kernstrasse 57<br />

www.renosrelax.ch<br />

3 tIPtoP baR<br />

SCHLAGER – DRInK – TREFF<br />

Seilergraben13<br />

www.tiptopbar.ch<br />

9 johannIteR<br />

RAUCHER LoUnGE<br />

Zähringerstrasse 33<br />

www.johanniter.com<br />

15 Route 39<br />

B&B AnD APARTMEnTS<br />

Winzerstrasse 39<br />

www.route39.ch<br />

4 baRFüsseR<br />

CAFé – BAR – SUSHI<br />

Spitalgasse 14<br />

www.barfuesser.ch<br />

10 leonhaRdsaPotheke<br />

Stampfenbachstr. 7<br />

www.leonhardsapotheke.ch<br />

Interesse in diesem Inserat<br />

aufgeführt zu sein?<br />

Anfrage bitte an: info@zbiro.ch<br />

Design: bicorne.ch<br />

APRIL <strong>2012</strong><br />

.CH<br />

5 PaRagonya<br />

WELLnESS CLUB<br />

Mühlegasse 11<br />

www.paragonya.ch<br />

6 PRedIgeRhoF<br />

BISTRo – BAR<br />

Mühlegasse 15<br />

www.predigerhof.ch<br />

11 checkPoInt<br />

GESUnDHEITSZEnTRUM<br />

Konradstrasse 1<br />

www.checkpoint-zh.ch<br />

044 455 59 10


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Ich bin auch<br />

Günter, krass.<br />

Von Michi Rüegg<br />

Wir Schriftstellerinnen leben<br />

von der öffentlichen Wahrnehmung,<br />

denn vom Bücherverkauf<br />

kann ausser der Harry-<br />

Potter-Tante niemand seinen<br />

Lebensunterhalt bestreiten.<br />

Da man, wie die jüngsten<br />

Erfahrungen zeigen, mit Gedichten<br />

ganz doll provozieren<br />

kann, erlaube ich mir, in dieser<br />

Ausgabe zu etwas Poetischem<br />

zu greifen. Es trägt den<br />

Titel «Blaue Saiten».<br />

Die Finger huschen über Tasten,<br />

Es fl<strong>im</strong>mert royalblau mein Kasten.<br />

Der Mauspfeil öffnet ’s Fensterlein.<br />

Es folgen Face und Body fein.<br />

Sein bestes Stück, nicht allzu klein.<br />

Nein. Zu hässlich, den lass ich sein.<br />

Doch den Besuch hat er erspäht<br />

Und hackt drauflos in sein Gerät.<br />

Die Harfe klingt, und links erscheint<br />

Nachricht eins. Die Hoffnung ke<strong>im</strong>t,<br />

Dass ers nicht ist, doch falsch gemeint.<br />

Jetzt hat er mich schon angeschle<strong>im</strong>t.<br />

Bisch fit?<br />

Von Intellekt zeugt das noch nicht,<br />

Ist also keiner, der zu viel verspricht.<br />

Obwohl, die Frage ist nicht schlecht.<br />

Und körperlich ist sie erst recht.<br />

Ja bin ich es? Was heisst denn «fit»?<br />

Bringt doch ein jeder seine eigene Haltung mit.<br />

Ich hab tatsächlich so ein Drücken,<br />

Das spür ich <strong>im</strong>mer nur be<strong>im</strong> Bücken.<br />

Vielleicht sollt ich es hier erwähnen...?<br />

Andrerseits ist das zum Gähnen...<br />

Im Wesentlichen, seien wir ehrlich,<br />

Ereilt Krankheit mich doch eher spärlich.<br />

An sich, so glaub ich, geht’s mir prächtig.<br />

Bin körperlich zwar etwas schmächtig,<br />

Doch mein Foto zeigt das alleweil<br />

Und ich bin ja auch nicht ganz ungeil.<br />

Und wenn er Muskelprotze wollte,<br />

Kolumne<br />

Kaum mir er Aufmerksamkeit zollte.<br />

So schreib ich also brav zurück,<br />

In ganzen Sätzen, Stück für Stück:<br />

Hallo, wie nett von dir zu fragen<br />

Ich könnt’, auch wenn ich wollt’‚ nicht klagen.<br />

Zwar etwas einsam, dann und wann,<br />

Was ein Single ja verstehen kann.<br />

Kein Wunder, dass da gar nichts spriesst,<br />

Wenn Amor stehts daneben schiesst.<br />

So schreib ich also aus dem Bauch,<br />

Vergesse ob der Antwort auch,<br />

Die da aus meinen Fingern rollt,<br />

Dass ich von ihm ja gar nichts wollt’.<br />

Die Dinge nehmen ihren Lauf<br />

Und ich nehm’ ein Gespräch in Kauf.<br />

Es klingt die Harfe, Worte fliessen,<br />

Bald Bilderfluten sich ergiessen.<br />

Die Lust, sie wächst so nach und nach,<br />

Kein Wunder, sie lag länger brach.<br />

Und irgendwann denk ich ganz leise:<br />

Dann mach ich mich halt auf die Reise.<br />

Doch vorher spül’ ich noch den Hintern,<br />

Kein Fetzen störe uns be<strong>im</strong> P<strong>im</strong>pern.<br />

Die Sauberkeit ist mein Gebot,<br />

Weil: Brauner Schwanz macht Köpfe rot.<br />

Zu später Stunde frisch frisiert,<br />

Die Trams sind alle deponiert,<br />

Das Taxi wartet vor dem Haus,<br />

Logge ich mich noch schnell aus.<br />

Doch wie ich mit gewaschner Spalte<br />

Vor meinem Laptop mich entfalte,<br />

Da steht es schwarz auf weiss auf blau<br />

(Aus Männern, werde ich nicht schlau):<br />

Sorry, schon spät, gehe ins Bett.<br />

Mit saubrem Arsch, doch sehr frustriert,<br />

Bleib’ gänzlich ich undefloriert.<br />

Vom Fenster schau ich in den H<strong>im</strong>mel<br />

Und reibe mir allein den P<strong>im</strong>mel.<br />

Der Mond hat einen Hof heut Nacht,<br />

Doch mir hat keiner ihn gemacht.<br />

Das Schl<strong>im</strong>mste aber, das ist dies,<br />

Und das ist, finde ich, ganz fies;<br />

Die Moral von der Geschicht’:<br />

Den Typen wollte ich gar nicht!<br />

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31


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Lifestyle<br />

HOT 4 YOU!<br />

1Neue Optik<br />

Ein neues Design-Bijou ist das alteingesessene Brillengeschäft Felder Optik an der Badenerstrasse<br />

in Zürich. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Traditionsgeschäft renoviert. Seit dem 1. März<br />

sind nun Hansjörg Blaser und Roland Wey von der Kalkbreite Optik die neuen Besitzer. Das 1870<br />

gegründete Geschäft wurde letztmals 1954 umgebaut – ein tolles 1950er-Ambiente! Die Inneneinrichtung,<br />

bestehend aus einer Thekenkonsole mit Glasaufsatz, und die Wandvitrine – wie<br />

auch die dekorativen Zierleisten , alles erbaut aus massivem Nussbaumholz, wurden beibehalten<br />

und sanft restauriert. Ergänzt wurde die bestehende Einrichtung mit Danish-Design-Möbeln<br />

aus den 1960er-Jahren. In der gemütlichen Wohnz<strong>im</strong>meratmosphäre gibt es Brillen aus edlem<br />

Büffelhorn, Beta-Titanium oder Cellulose-Azetat. Die neue Felder Optik bietet einen einmaligen<br />

Augenschmaus – in jeder Hin-Sicht! <br />

Felder Optik, Badenerstrasse 89, 8004 Zürich, www.felderoptik.ch<br />

2Perfektes Polo<br />

Seit rund zwei Jahren gibt es AD.M, das perfekte Polo, das auch zu einem Jackett eine gute Figur<br />

macht. Nun lanciert das junge Schweizer Label seine zweite Kollektion. Die neuen WORK.<br />

LIFE-Polos reichen von klassisch und schlicht bis auffällig und sportlich. Die typischen AD.M<br />

Features – wie der verstärkte Kragen und der markante Schulterschnitt – sind auch bei dieser<br />

Kollektion stilvoll eingearbeitet. Diese ermöglichen dem Mann das Tragen des Polos mit<br />

und ohne Jackett und schenken ihm die Freiheit, sich uneingeschränkt zwischen Arbeit und<br />

Freizeit zu bewegen. Just zur Lancierung der neuen Linie eröffnet AD.M anfangs <strong>Mai</strong> zudem<br />

seinen ersten Flagship Store <strong>im</strong> Zürcher Niederdörfli, nahe der Barfüsserbar. Die Polos sind<br />

erhältlich in diversen Farben ab CHF 99.–.<br />

AD.M Flagship Store, Predigerplatz 18, 8001 Zürich, www.the-polo.com<br />

3Eleganter Duft<br />

Mit dem neuen Duft «First fragrance for Men» gibt die Nobel-<br />

Automarke Mercedes Benz auch bei den Parfums den eleganten<br />

Ton an! Der neue innovative und unverwechselbare Duft ist<br />

Noblesse pur, modern und sehr maskulin. Die originelle Kopfnote<br />

besteht aus Bergamotte und Mandarine, umrahmt von<br />

einem herrlichen Veilchenblätter-Absolue. Im Herzen pulsiert<br />

ein Mix aus Bourbon-Pfeffer, Muskat und Galbanum. Zu guter<br />

Letzt verzaubert die Basisnote mit Zedernholz, Vetiver-Gras<br />

und Patschuli. Ein toller und frischer Duft, der perfekt zum<br />

Sommer passt. Ab Juni folgen weitere Produkte wie Shower Gel,<br />

Deodorant Stick und After Shave Balm. Selten gelingt es einer<br />

Automobil-Marke einen Duft zu kreieren, welcher der Marke<br />

vollumfänglich gerecht wird. Das mögen wir – unser Favorit!<br />

Eau de Toilette Natural Spray 75ml ab CH 79.– <strong>im</strong> ausgesuchten<br />

Handel erhältlich.<br />

4Mehr Muckis<br />

Mit den neuen Booster-Pillen von Body Attack fühlt Mann sich nicht nur besser, man sieht auch<br />

gleich besser aus! Das Hardcore Pre Workout Supplement für ein effektives Training, mehr Pump<br />

und für knallharte Fitness. Der Hauptgrund, warum Athleten L-Arginin als Ergänzung einnehmen:<br />

Die Muskeln bleiben länger hart und man kann länger und intensiver trainieren. Im Training<br />

verspürt man einen gesteigerten Muskelpump und auch die trainierten Muskeln bekommen<br />

durch L-Arginin ein grösseres und pralleres Aussehen. Body Attack Arginine SHOCK stellt eine<br />

erhöhte und max<strong>im</strong>ale Argininmenge von 2000mg pro Portion bereit. Einfach zwei Kapseln eine<br />

halbe Stunde vor dem Training mit reichlich Wasser einnehmen und schon klappts mit dem harten<br />

Training zum Traumbody! Body Attack Arginin SHOCK ist für CHF 51.– <br />

(160 Kapseln) erhältlich unter: www.powerfood.ch, Cki-Mittel<br />

33


Official pre-party<br />

Pfingst-Wochenende<br />

SONNTAG 27. MAI<br />

I ❤ DISCO<br />

MAD>LAUSANNE<br />

Kenny Carpenter-USA<br />

(Studio 54, New York)<br />

Javier Medina-ES<br />

(Circuit, Matinée)<br />

Murray Mint-UK<br />

(San Fran Disco)<br />

Antoine909-UK<br />

(Resident, Circuit)<br />

LukJLite-CH<br />

(Poppin, 25UP)<br />

Ajaxx-CH<br />

(Flexx)<br />

RW-NL<br />

(Rapido)<br />

© photo: Aaron Cobbett<br />

Die mit Abstand<br />

erfolgreichste & grösste<br />

Gay & Lesbian Pfingstparty<br />

The LuvBug Disco Show<br />

Boogie Night Dancers<br />

Hot’n’sexy Gogo Boyz<br />

von CIRCUIT Barcelona<br />

MAD club<br />

rue de Genève 23<br />

LAUSANNE<br />

infoline: 021-3406969<br />

www.gay-party.net


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

Gesundheit<br />

Pia<br />

«DÜREHEBE,<br />

DÜREHEBE,<br />

DÜREHEBE!»<br />

Du kannst dich in Zürich für so manchen Plunder<br />

engagieren. Für Guerillagärten, ein verkehrsfreies<br />

L<strong>im</strong>matquai, den Pfuusbus und<br />

die Auffangstation für Igel oder die Ladenöffnungszeiten<br />

<strong>im</strong> Letzipark. Du kannst an der<br />

Seeüberquerung für bedrohte Mittelmeerdelphine<br />

mitmachen oder mit der Occupy-Sau am<br />

Stauffacher stehen. Von mir aus kannst du auch<br />

am Flash Mob für Justin Bieber <strong>im</strong> Sihlcity aufkreuzen<br />

oder eine Facebook Gruppe für die Original-Cervelathaut<br />

gründen – jeder muss selber<br />

wissen, was ihm wichtig ist. Das Einzige, was<br />

MIR nicht wurscht ist: … Du ahnst es. Ich hoffe,<br />

du bist dabei – ich hoffe, ihr seid alle dabei bei<br />

dieser einzigartigen Aktion, die unsere Szene<br />

verändern wird. Einen Monat lang das Risiko<br />

kontrollieren, einen Monat safe ficken und der<br />

Effekt kann grandios sein. Drum kann es nichts<br />

anderes geben heute, als gemeinsam zu schalmeien:<br />

«…fight for all that you believe in - only<br />

you can break the chain!...»<br />

«Durchhalten» ist ja nicht direkt das Wohlfühlwort<br />

schlechthin. Zu nah ist es an Raucherentwöhnung,<br />

Sportvorsätzen, Diäten oder Michelle<br />

Hunziker: «DÜREHEBE, DÜREHEBE, DÜREHE-<br />

BE!!!!» - ach Michelle. Wer dabei ist, der weiss:<br />

Vergiss Groupon, vergiss Dein-Deal.ch – <strong>im</strong><br />

April kommen die besten Voucher und Angebote<br />

von Break-the-Chain.ch! Wer schlau war,<br />

hat sich das nicht entgehen lassen – die andere<br />

müend halt jetzt am Duume suuge.<br />

Haltet euch an das Versprechen, das ihr bei<br />

Break the Chain abgegeben habt. Wir sind bald<br />

durch, und <strong>im</strong> <strong>Mai</strong> folgt eine Test-Aktion. Wer<br />

den April mit seinem Einsatz durchgezogen<br />

und konsequent HIV-Infektionen vermieden<br />

hat, dem liefert der HIV-Test <strong>im</strong> <strong>Mai</strong> ein aussagekräftiges<br />

Resultat. Niemand ist nach Break-The-<br />

Chain in einer hochansteckenden Pr<strong>im</strong>o Infektion,<br />

ohne es zu wissen. Damit wird’s für alle<br />

sicherer. Wer dann ab <strong>Mai</strong> mit seinem Partner<br />

oder Fuckbuddy wieder ohne Sattel reiten will,<br />

der geht gemeinsam zum Test. Es ist wichtig,<br />

dass ihr den Teil mit dem Test danach nicht vergesst,<br />

sonst ist Beda Stadler in nullkommanix<br />

wieder am Rand von was Kardialem und muss<br />

total aufgeregte Statements in Fernsehkameras<br />

sprechen. Das muss ja nicht sein, gell. Niemand<br />

will das, nein. Break-The-Chain ist kein<br />

Freipass fürs ungeschützte Ficken – wir haben<br />

es verstanden.<br />

Ich wünsche euch und mir auf jeden Fall für die<br />

verbleibende Zeit noch viel Spass und bin grausam<br />

stolz, dass so viele coole Typen mitgemacht<br />

haben. Ihr sind die Geilschte!<br />

«….we are all in this together – only you can<br />

break the chain!»<br />

Bis bald, eure<br />

Pia<br />

Zu gut für mich<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Ich hab schon länger ein Problem damit, mit süssen Jungs zu schlafen. Jedes<br />

Mal, wenn es zur Sache geht, dann denk ich mir, dass der so süss und<br />

toll ist und ich <strong>im</strong> Vergleich zu dem total hässlich sein muss. Dann bin ich<br />

eingeschüchtert und bekomme keine Erektion mehr, egal, wie geil der<br />

Kerl ist und was er mit mir anstellt. Wenn der Junge «normal» aussieht,<br />

dann ist alles OK und es läuft alles <strong>im</strong> Bett. Was kann ich machen, dass ich<br />

das endlich aus meinem Kopf bekomme?<br />

Sven, 21<br />

Hallo Sven<br />

Du leidest an mangelndem Selbstvertrauen. Dazu gibt es aber keinen<br />

Grund. Wenn es schon so weit kommt, dass du etwas mit einem süssen<br />

Jungen anfängst, heisst das wohl, dass<br />

dieser Junge dich auch attraktiv und sexy<br />

findet, sonst würde er ja nichts mit dir machen.<br />

Schönheit und Attraktivität liegen<br />

sowieso <strong>im</strong> Auge des Betrachters und sind<br />

relativ. Viel wichtiger sind Sympathie und<br />

Ausstrahlung. Also keine Panik. Solltest<br />

du aber unzufrieden mit dir sein, überlege<br />

dir, woran das liegen könnte und was<br />

du dagegen unternehmen kannst. Achte auf deine Körperpflege, mache<br />

Sport und gehe auf die Menschen zu. Versuche, die Sache unverkrampft<br />

anzugehen, ohne dich dabei selber unter Druck zu setzen.<br />

Alles Gute. Dr. Gay<br />

Schlechtes Gewissen<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Ich habe ein grosses Problem mit mir selbst. Bisher habe ich mich etwa<br />

vier Mal zum Sex mit Männern getroffen und finde die Treffen eigentlich<br />

<strong>im</strong>mer recht geil. Gerne würde ich mich auch wieder und öfter mit<br />

Männern für Sex treffen, aber <strong>im</strong>mer, wenn ich nach Hause gehe, fühle<br />

ich mich schlecht und würde es am liebsten rückgängig machen. Am<br />

nächsten Tag will ich es aber wieder tun. Ist das normal? Eigentlich bin<br />

ich ein Hetero, aber wenn ich an das männliche Geschlecht denke, habe<br />

ich Lust. Danke für deine Antwort.<br />

Alain, 19<br />

Hallo Alain<br />

Das, was du beschreibst, ist die Coming-out-Phase. Es kann zum Prozess gehören,<br />

dass du dich nach dem Sex schlecht fühlst, sozusagen ein schlechtes<br />

Gewissen hast. Das brauchst du aber<br />

nicht zu haben. Du tust nichts Verbotenes<br />

oder Schl<strong>im</strong>mes. Einige Jungs wenden<br />

sich nach solchen Erfahrungen auch wieder<br />

dem anderen Geschlecht zu. Du musst<br />

dich nicht sofort festlegen. Lass dir Zeit,<br />

geh deinen Gefühlen nach und mache<br />

das, was dir Freude macht. Vor allem, lass<br />

dich nicht von gesellschaftlichen Normen<br />

verunsichern. Wenn du weitere Unterstützung brauchst, ist vielleicht das<br />

Beratungsangebot von Du-bist-du eine Hilfe. Weitere Informationen findest<br />

du unter www.du-bist-du.ch.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

35


Agenda CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

SA 28. April<br />

Basel<br />

22.00 Mykonos: Warm up Party Gay Party. Club<br />

En Vogue, Clarastr. 45. DJs Taylor Cruz,<br />

Mary & D.K. Brown<br />

Bern<br />

22.00 ISC Club: Tolerdance für Schwule, Lesben<br />

und FreundInnen. Elektro Tolerdance. She-DJ<br />

Xylophee, DJ PCB. Live Drums by Stein. Fr. 15.–<br />

Thurgau<br />

19.00 GO! GayOstschweiz!: Alpenhüttengaudi<br />

<strong>im</strong> GO! Lokal, Frauenfelderstr. 100, 9548<br />

Matineen. Alphütten-Olympiade, Volksmusik.<br />

Reichhaltiges Hütten-Buffet (kalt/warm).<br />

Apéro wird offeriert. Fr. 27.– Mitglieder bzw.<br />

Fr. 32.– für Gäste. Anmeldung bis 25.4. unter<br />

www.go-club.ch oder info@go-club.ch<br />

Zürich<br />

07.00 l M Z: der Schwule Schweizer Motorradclub<br />

Spargeltour ins Markgräflerland bis 29.04.<br />

Anmeldung bis 14.4. Infos www.lmz.ch<br />

16.00 La Cage aux Folles: Eine zeitlose und herrlich<br />

komische Geschichte über die Werte der<br />

Familie, bedingungslose Liebe und die Notwendigkeit,<br />

<strong>im</strong> Leben Zivilcourage zu zeigen.<br />

Im Musical spielt erstmals ein privates Paar<br />

das Bühnenpaar Albin & Georges und erstmals<br />

wird das Stück in Schweizerdeutsch<br />

aufgeführt. Bernhard Theater, be<strong>im</strong> Opernhaus.<br />

Infos & Tickets www.bernhard-theater.<br />

ch, www.la-cage.ch, Billetkasse Opernhaus<br />

Zürich & Vorverkaufsstellen. Vorstellung<br />

auch um 20h. Alle weiteren Vorstellungsdaten<br />

sind auf den Homepages ersichtlich<br />

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen. U-30<br />

Special. Youngster haben reduzierten<br />

Eintritt zu Fr. 9.–. Über 30 Jahre normaler<br />

Eintritt von Fr. 30.–<br />

17.15 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 17.15h Katzelmacher,<br />

19.15h Vivre sa vie, 21.15h Liebe ist<br />

stärker als der Tod<br />

20.00 Platzhirsch: Spitalgasse 3. NachtHirsch.<br />

DJ iDeer mit Klubhits & House<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. France Delon<br />

Show um 22h. Danach G-Dance mit DJ<br />

Goovemaster<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Balearic Gay Vibe.<br />

DJs Charles Meyer & José Parra<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Ultrarubber. Bierpass 3 für 2<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 DWT/TV/<br />

Fummel Party<br />

SO 29. April<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23<br />

DJ Milk & Wodka – Surf, Rock n Roll<br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />

Rue de Genève 23. Zapoff Gallery. Friendly<br />

Gay Sunday DJ David Armada<br />

Zürich<br />

08.00 Gay Bikers Zürich: Eröffnungstour. Infos<br />

www.gaybikers.ch<br />

14.15 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 14.15h<br />

Fontane - Effi Briest 17.15h Katzelmacher,<br />

19.15h Vivre sa vie, 21.15h Liebe ist stärker<br />

als der Tod<br />

20.00 Ladies Night: <strong>im</strong> Adagio Gotthardstr. 5<br />

(Kongresshaus) DJ AL.B<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Windel-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />

MO 30. April<br />

Zürich<br />

17.30 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 17.30h<br />

Katzelmacher, 19.15h Götter der Pest<br />

21.30 Special France Delon:<br />

Party Night Show 22h. Mit Häppchen von<br />

Aytu vom Huusmaa Restaurant, gesponsert<br />

von Paragonya. Afterparty mit DJ Marc S.<br />

Im T&M, Marktgasse 14<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlager-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y<br />

DJ Groovemaster<br />

DI 01. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong><br />

Kino der Reitschule. «Jamie and Jessie are<br />

not together», USA 2011, digital 95 Min., E/d.<br />

Bar ab 20h, Film um 20.30h.<br />

Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Upspace<br />

MI 02. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

19.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse<br />

11. Essen und Kultur Abendessen mit Konzert<br />

von «Vibes Three» (Popballaden und<br />

eigene Songs) und Buffet. Spargeln - frisch<br />

aus Bell! Fr. 30.-. Zudem Schwubliothek &<br />

Lesbenstammtisch<br />

Zürich<br />

17.30 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 17.30h Katzelmacher,<br />

19.15h Götter der Pest<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 DJ Garçon Sauvage<br />

20.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Eröffnung des 15. Pink Apple Filmfestivals<br />

<strong>im</strong> Kino Le Paris mit «Noordzee, Texas».<br />

Infos www.pinkapple.ch<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ La Luna<br />

DO 03. <strong>Mai</strong><br />

Winterthur<br />

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff <strong>im</strong><br />

Lokal Badgasse 8<br />

Zürich<br />

16.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Arthouse Kino Movie 1 & 2. Movie 1:<br />

17.15h La Llamada, 19.30h Camminado<br />

Verso, 21.15h Joe & Belle. Movie 2: 16.15h<br />

Christopher and his kind, 18.15h La Mission.<br />

Infos www.pinkapple.ch<br />

18.45 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Vortrag & Podium zu «Zensur» und Pink<br />

Talks. Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1<br />

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle<br />

Männer und Frauen 19h Treff <strong>im</strong> Café Rathaus,<br />

L<strong>im</strong>matquai 61 zum Apéro, dann ab<br />

20.15h <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten<br />

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität<br />

und Polyamory<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ Mad House<br />

FR 04. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

16.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Arthouse Kino Movie 1 & 2. Movie 1: 17h<br />

Une Suisse Rebelle, 19h Not a man in sight,<br />

21.15h Jamie and Jessie are not together,<br />

23.15h Pink Flamingos. Movie 2: 16.15h<br />

Noordzee, Texas, 18.30h Alle Tijd, 21h Leave<br />

it on the floor, 23.15h You should meet my<br />

son! Infos www.pinkapple.ch<br />

19.00 Gay Bikers Zürich: Höck in Wetzikon.<br />

Infos www.gaybikers.ch<br />

19.15 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 19.15h Welt<br />

am Draht Teil 1, Teil 2 um 21.15h Premiere<br />

<strong>im</strong> Kino der Fernsehproduktion von 1973.<br />

Auch 5. & 6.5. gleiche Zeiten<br />

20.00 Platzhirsch: Spitalgasse 3. Hirsch meets<br />

Disco. DJ Evita von Tesa mit Discohits, 70er<br />

& 80er Jahre<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Qbass<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Blackout! DJ Nick Harvey<br />

SA 05. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

22.00 G a meB oys: Party mit DJane Joyce Muniz<br />

(Brasilien/Wien) & DJ Frqncy. Visuals by<br />

Aaawesome Colors. Kuppel, Binningerstr. 14.<br />

Fr. 18.– ab 18 Jahre<br />

22.00 Isola Club@Club en Vogue:<br />

Clarastr. 45. DJ Mary & Friends<br />

Bern<br />

22.00 Julius Party <strong>im</strong> Du Nord: Lorrainestrasse<br />

2. Eintritt Fr. 15.–. Vorverkauf <strong>im</strong> Du Nord<br />

Fr. 10.–. Letzte Party vor der Sommerpause<br />

Thurgau<br />

19.30 HOT Spezialanlass: <strong>im</strong> HOT, Wilerstr. 5,<br />

9545 Wängi Pyjama Party mit DJ und was<br />

für den kleinen Hunger. Umkleidemöglichkeit<br />

vorhanden<br />

Zürich<br />

10.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Arthouse Kino Movie 1 & 2. Movie 1:<br />

11.45h Jamie and Jessie are not together,<br />

14h Becoming Chaz, 16.15h La robe du<br />

sour, 18.45h Mosquita y mari, 21.15h Les<br />

adieu à la reine. Movie 2: 10.15h Not a man<br />

in sight, 12h Nicht der Homosexuelle ist<br />

pervers..., 14.15h Alle Tijd, 16.30h König des<br />

Comics... , 19h The dance of two left feet,<br />

21h Weekend, 23.15h Leave it on the Floor.<br />

Infos www.pinkapple.ch<br />

11.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Kino Piccadilly, Mühlebachstr. 2. 11.15h<br />

The Celluloid Closet, 13.45h Westerland<br />

20.00 Platzhirsch: Spitalgasse 3. Nachthirsch. All<br />

around the World-House<br />

21.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Pink Talks um 23h Konzert von Scarab.<br />

Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. G-Dance. DJ Qbass<br />

22.00 White Party: Odyssey presented by Angels.<br />

DJs Hector Fonseca, Steven Redant, Jack<br />

Chang, Angel O. ajaxx & Glitzerhaus.<br />

Performance by Amannda & Aerial artists<br />

& dancers. Volkshause Zürich. Vorverkauf<br />

Cranberry, Daniel H., Männerzone,<br />

Ministry of Kink & www.Ticketino.com.<br />

Afterhour ab 05h <strong>im</strong> Bagatelle, Langstr. 93<br />

mit DJs Flexx, Jack Chang, ajaxx & Vasco<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Embassy of House.<br />

DJ Mad House<br />

36


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

SO 06. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Deufeli –<br />

Queerbeat<br />

Ganze Schweiz<br />

11.15 les lacets roses: Mont Sujet. Skulpturenweg<br />

und Osterglocken. Treffpunkt 11.19h<br />

Lampoing Village. Nur bei guter Witterung.<br />

Infos Kurt 079 756 60 59, lacetsroses.<br />

schweiz@yahoo.de<br />

Lausanne<br />

23.00 TriXX Gay Bar @ MAD: Rue de Genève<br />

23. Zapoff Gallery. Friendly Gay Sunday<br />

Afrodisiak. DJ Mario Roque<br />

Zürich<br />

07.50 HAz Outdoor: 8. Etappe entlang des Thurgauer<br />

Rundwangerweges von Hauptteil<br />

nach Arbon. Treff um 07.50h Zürich HB<br />

Treffpunkt oder 09.25h Bahnhof Hauptteil.<br />

Genaue Infos & Anmeldung über www.haz.<br />

ch/outdooraktuell<br />

11.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Arthouse Kino Movie 1 & 2. Movie 1: 12h<br />

Ballroom Rules, 13.45h Die Erika und Klaus<br />

Mann Story, 16.15h Lesbian Factory, 18.45h<br />

365 without 377, 21h Circumstance. Movie<br />

2: 11.15h A bit of Scarlet, 13h Vito, 15h Ich<br />

bin ich?, 17.15h El Casamiento, 19h Looking<br />

for gay Bollywood, 21.15h Let my people go!<br />

Infos www.pinkapple.ch<br />

11.45 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Kino Piccadilly, Mühlebachstr. 2. 11.45h<br />

The dance of two left feet, 13.45h Noir<br />

Ocean<br />

Anzeige<br />

14.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Der schwedische Stummfilm «Vingarne»<br />

(1916) wird mit live Klaviervertonung von<br />

Ruth Bieri gezeigt. Einführung Richard<br />

Dyer. Kino Xenix, Kanzleistr. 52. Infos www.<br />

pinkapple.ch<br />

19.00 Tanzleila@Exil Party von frauen für<br />

Frauen: Ab 19h Standard, ab 21 DJ Madame<br />

Léa (Deluxe-Pop, Electro Swing), ab<br />

23h DJ Miss Brownsugar (Urban Groove)<br />

21.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Pink Talks. Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />

MO 07. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

16.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Arthouse Kino Movie 1 & 2. Movie 1:<br />

16.45h Becoming Chaz, 18.45h Yes, we are!,<br />

20.45 Mosquita y mari. Movie 2: 16.30h<br />

König des Comics..., 18.30h Kurzfilme<br />

Schweiz-Schweden, 21.15h You should meet<br />

my son! Infos www.pinkapple.ch<br />

19.00 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

19h Podium zu «Secondos -as». 21.30h Pink<br />

Talks. Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1<br />

19.15 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 19.15h Der<br />

Amerikanische Soldat, 21.15h Angst essen<br />

Seele auf. Auch 8. & 9.5. gleiche Zeiten<br />

20.30 Hunx and his Punx: Homo-A-Go Go. Boys,<br />

Boys, Boys. Garage Punk Rock trifft auf<br />

süssen Bubblegum-Girl-Pop. Konzert <strong>im</strong><br />

Eldorado, L<strong>im</strong>matstr. 109. Tickets www.gay.<br />

ch/events oder www.eldorado-zh.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y DJ<br />

Groovemaster<br />

Agenda<br />

DI 08. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

16.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Arthouse Kino Movie 1 & 2. Movie 1:<br />

17h 365 without 377, 19h Vortrag Bewegte<br />

Bilder, 21h Camminando Verso. Movie<br />

2: 16.15h La Mission, 18.45h I am gay and<br />

Musl<strong>im</strong>, 21.15h Christopher and his kind.<br />

Infos www.pinkapple.ch<br />

21.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Pink Talks. Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Garçon<br />

Sauvage<br />

MI 09. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

19.30 3gang in der villa Stucki: Seftigenstrasse<br />

11. Essen und Kultur Abendessen zudem<br />

Schwubliothek und Trans*-Stammtisch<br />

Winterthur<br />

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar<br />

Zürich<br />

16.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Arthouse Kino Movie 1 & 2. Movie 1:<br />

16.45h La robe du soir, 19.15h Joe & Belle,<br />

21.15h La Llamada. Movie 2: 16.30h I am gay<br />

and Musl<strong>im</strong>, 18.45h Kurzfilmwettbewerb,<br />

21.30h The Guide. Infos www.pinkapple.ch<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ<br />

Teenie International. Sie besucht zusammen<br />

mit Anne Clark Zürich legt Musik auf<br />

in der Heldenbar. Gewinne 2 Tickets für das<br />

Konzert von Anne Clark <strong>im</strong> Dynamo (11. bis<br />

13.5. jeweils 19h)<br />

Dr. med. dent.<br />

Martin Lehner<br />

L<strong>im</strong>mattalstrasse 25<br />

8049 Zürich<br />

044 342 19 30<br />

Ästhetische Zahnmedizin - Bleaching - Composite-Füllungen - Dentalhygiene - Implantate<br />

Inlays - Knirscherschienen - Kronen/Brücken - Prothesen - Veneers - Versiegelungen<br />

Weisheitszahnentfernungen - Wurzelbehandlungen - Zahnschmuck - Zahnsteinentfernung<br />

www.zahnaerztehoengg.ch<br />

Dein<br />

FetischlaDen<br />

in Zürich<br />

Kernstrasse 57<br />

ch-8004 Zürich<br />

tel. 043 243 30 43<br />

www.MaennerZone.coM<br />

37


Agenda CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

21.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Pink Talks. Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ La<br />

Luna<br />

DO 10. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

16.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Arthouse Kino Movie 1 & 2. Movie 1:<br />

16.30h Jamie and Jessie are not together,<br />

18.30h Circumstance, 21h Weekend. Movie<br />

2: 16.15h The Guide, 18.45h Let my people<br />

go!, 20.45h Les adieux à la reine.<br />

Infos www.pinkapple.ch<br />

20.00 Katholische Gewissensnot: Gibs zu, du<br />

stehst drauf Monolog von Irvine Welsh,<br />

dem Autor von Trainspotting in einer<br />

rockigen Horror Bühnenshow. Schauspiel:<br />

Pascal Holzer, Regie: Bodo Krumwiede,<br />

Musik: Signori Misteriosi unter der Leitung<br />

von Angelo Repetto. Actaeon Produktion in<br />

Zusammenarbeit mit Pink Cross & Kanzlei.<br />

Im Kanzlei, Helvetiaplatz. Einlass 20h, Beginn<br />

21h. Reservation: actaeonproduction@<br />

gmail.com. Abendkasse Fr. 18.–<br />

21.15 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 21.15h<br />

Warnung vor einer heiligen Nutte.<br />

Auch 11. bis 13.5. gleiche Zeit<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.<br />

DJ Mad House<br />

FR 11. <strong>Mai</strong><br />

Frauenfeld<br />

19.30 Pink Apple: Schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Kino Luna 1 & 2. 19.30h Noordzee, Texas,<br />

20h La Llamada<br />

Zürich<br />

19.00 Anne Clark: Enough Die New-Wave Pionierin<br />

ist an drei Abenden (11. bis 13.5.) live auf<br />

der Bühne zu sehen. Mit «Our Darkness» &<br />

«Sleeper in Metropolis» zusammen mit Murat<br />

Parlak am Piano und fünf TänzerInnen,<br />

welche zu ihrem eigenwilligen Sprechgesang<br />

eine Tanzperformance zeigen. Jugendkulturhaus<br />

Dynamo, Wasserwerkstr. 21.<br />

Infos & Tickets www.gay.ch/events & www.<br />

ticketcorner<br />

19.30 H A Z - C ent ro: Sihlquai 67. Freitags-Centro<br />

mit speziellem kulinarischem Angebot<br />

präsentiert von Franz<br />

20.00 ga y: my way: Schwule Männer <strong>im</strong><br />

Coming-out Treff <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai<br />

67. Coming-out Gespräche in Kleingruppen<br />

20.00 l M Z: der Schwule Schweizer Motorradclub<br />

Stamm <strong>im</strong> Restaurant Moléson,<br />

Grüngasse 7, 8004 Zürich<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S<br />

22.00 Lollipop Party: mit 3 Tanzpisten! Lollipop<br />

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,<br />

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:<br />

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:<br />

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden<br />

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, L<strong>im</strong>matstr.<br />

118. Infos www.lollipopparty.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Progressive Locals.<br />

DJ La Luna<br />

SA 12. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

23.00 QueerPlanet: Party The hot house &<br />

electro house party for gays, lesbians and<br />

friends. DJs Taylor Cruz & Olivier. Im Singerhaus,<br />

Marktplatz 34. Infos www.queerplanet.ch<br />

Frauenfeld<br />

14.00 Pink Apple: Schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Kino Luna 1 & 2. Luna 1: 14h Alle Tijd, 16h<br />

D Schwuhplattler, 17.20h Stadt oder Land<br />

Podiumsgespräch, 19.50h Circumstance. Luna<br />

2: 14.50h Not a man in sight, 16.30h Camminando<br />

Verso, 18.20h Jamie and Jessie are not<br />

together, 20.20h You should meet my son!<br />

Thurgau<br />

15.00 GO! GayOstschweiz!: Frühlings-Happening<br />

mit Wanderung und 6 Gangmenu.<br />

Bei schönem Wetter Treff um 15h <strong>im</strong><br />

Restaurant Stählibuck (Bus ab Frauenfeld<br />

bis Dingenhart, Stählibuck), Wanderung<br />

zum Aussichtspunkt Stählibuck hoch über<br />

Frauenfeld (ca. 40 Min.) mit Apéro. Ab 18h<br />

Frühlingsmenu <strong>im</strong> Go! Lokal, Frauenfelderstr.<br />

100, 9548 Matineen. Anmeldung für<br />

Wanderung und/oder Essen bis 10.5 an<br />

info@go-club.ch oder 052 366 00 17<br />

Winterthur<br />

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule<br />

We are family! Essen, Geniesserabend für die<br />

LesBiSchwule Community <strong>im</strong> Lokal Badgasse<br />

8 Anmeldung unter www.badgasse8.ch<br />

Zürich<br />

19.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.<br />

Ab 19h Kulturbar; Chill and feel. «Besa me<br />

mucho», Video 45 Min. von Yvon Baumann.<br />

Ab 21h Party mit DJ Cookie. Marquee Club,<br />

Weinbergstrasse 68 (Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).<br />

Infos www.party4lesandgay.ch<br />

20.00 Platzhirsch: Spitalgasse 3. Nachthirsch.<br />

All around the World-House<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.<br />

DJ Groovemaster<br />

22.00 Queer Beats: LGBT & Friends House Party.<br />

Zürich SexyFriday. Alte Kaserne / Zeughaus,<br />

Kanonengasse 20. DJs on Rotation: Ambient<br />

P, Angy Dee, Gaetano, Juiceppe & Mary.<br />

Zudem Special Guest DJ Pink Lady DeeJay.<br />

Gogos & sexy Dancers.<br />

Fr. 20.– Vorverkauf über Starticket<br />

22.30 Aviator Layover Party: Tel Aviv Warm up<br />

DJ Angel O, danach DJ Rony. Sexy An<strong>im</strong>ations<br />

Crew. Im Papiersaal, Kalanderplatz<br />

(Sihlcity, Bus 33, Tram 13, S4 &<br />

Nachtbus & -zug). Infos www.itraveller.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Relab.<br />

DJs José Parra & Thomi B<br />

SO 13. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 Muttertag.<br />

DJ Bruder Roland – Kleinlaut aber gefährlich<br />

Frauenfeld<br />

12.50 Pink Apple: Schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Kino Luna 1 & 2. Luna 1: 12.50h La<br />

Llamada, 15h König des Comics, 17h Queerfeldein,<br />

20.20h Let my people go! Luna 2:<br />

13.20h Looking for gay Bollywood, 15.20h<br />

La robe du sour, 17.30h Christopher and his<br />

kind, 20h Mosquita y mari.<br />

Infos www.pinkapple.ch<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />

MO 14. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

19.15 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 19.15h Händler<br />

der vier Jahreszeiten, 21.15h Die bitteren<br />

Tränen der Petra von Kant. Auch 15. & 16.5.<br />

gleiche Zeiten<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y<br />

DJ Groovemaster<br />

DI 15. <strong>Mai</strong><br />

Aarau<br />

20.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Treff Bowling<br />

zusammen mit Aargay. Details nach Anmeldung<br />

bei gheller@sunrise.ch<br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. «Nordsee, Texas», Belgien 2011,<br />

digital 94 Min. Flämisch/d. Bar ab 20h, Film<br />

um 20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna<br />

MI 16. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

19.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse<br />

11. Essen und Kultur Regenbogenfamilien:<br />

3gang-Themenabend mit Christina Caprez,<br />

Autorin des Buches «Familienbande. 15 Porträts».<br />

Danach Abendessen, Schwubliothek<br />

und Jassabend.<br />

Zürich<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Helden<br />

auf Fahrt. Die grosse Party zu Auffahrt.<br />

Mit DJ-Lineup. Fr. 10.-. Achtung begrenzter<br />

Einlass!<br />

22.00 Women only!:<br />

Diverse DJs & Special Live Act. Alte Kaserne,<br />

Zeughaus 5,<br />

Kanonengasse 16. www.colors-night.ch &<br />

www.swisslesbians.ch<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Angy Dee<br />

DO 17. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

08.00 Gay Bikers Zürich: GLME-Auffahrtscamp<br />

in S Agaro (Spanien) bis 20.5..<br />

Infos www.gaybikers.ch<br />

17.00 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 17h Chinesisches<br />

Roulette, 21.15h Schatten der Engel<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Prêt à danser.<br />

DJ Mad House<br />

FR 18. <strong>Mai</strong><br />

Luzern<br />

22.00 Frigay Night: happy sound for happy<br />

people@The Loft Haldenstr. 21<br />

DJs Whiteside & C-Side und MC Stephen Davis<br />

Zürich<br />

17.00 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 17h Chinesisches<br />

Roulette, 19h Satansbraten 21.15h<br />

Schatten der Engel. Auch 19. & 20.5. gleiche<br />

Zeiten<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S<br />

22.00 Queer Beats: LGBT & Friends House Party.<br />

Zürich SexyFriday. Alte Kaserne / Zeughaus,<br />

Kanonengasse 20.<br />

DJs on Rotation: Ambient P, Angy Dee, Gaetano,<br />

Juiceppe & Mary. Zudem Special Guest<br />

DJ Pink Lady DeeJay. Gogos & sexy Dancers.<br />

Fr. 20.- Vorverkauf über Starticket<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. DJ José Parra<br />

38


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2012</strong><br />

SA 19. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

20.00 10 Jahre Das zelt: Jubiläumstour mit Stars<br />

u.a. mit Kay Yanar, Marco R<strong>im</strong>a, I Quattro,<br />

Florian Ast & Francine Jordi, Oropax, DJs<br />

Antoine & Ötzi etc. Vom 19.5. bis 2.6. in<br />

der Rosentalanlage. Infos www.daszelt.ch,<br />

Tickets über Ticketcorner<br />

Zürich<br />

20.00 Platzhirsch: Spitalgasse 3. Nachthirsch. All<br />

around the World-House<br />

21.30 Klubnacht <strong>Mai</strong>n floor: Divathlantique<br />

(Schwuz Berlin). Upper Floor: DJs Gaetano<br />

& Gil Everest. Party auf 2 Floors. Infos:<br />

www.g-colors.ch. G-Colors (T&M & AAAH!),<br />

Marktgasse 14, 8001 Zürich<br />

SO 20. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Das Komplott<br />

Soundsystem - Catwalk Tunes<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />

MO 21. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

18.30 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 18.30h<br />

Faustrecht der Freiheit, 21h Mutter Küsters<br />

Fahrt zum H<strong>im</strong>mel. Auch 22 & 23.5. gleiche<br />

Zeiten<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y DJ<br />

Groovemaster<br />

DI 22. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. «Sharayet» - Eine Liebe in<br />

Teheran, Iran 2010, digital 105 Min., OV/d.<br />

Bar ab 20h, Film um 20.30h. Infos www.<br />

gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna<br />

MI 23. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

19.30 3gang in der villa Stucki: Seftigenstrasse<br />

11. Essen und Kultur Abendessen und<br />

Schwubliothek<br />

Zürich<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJs<br />

Tischlampenfieber & Mr. Joe. Von Dolly<br />

Parton über Buddy Holly bis Roots Manuva.<br />

Alles auf Vinyl!<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ<br />

Garçon Sauvage<br />

DO 24. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

17.00 Hommage an Rainer Werner Fassbinder:<br />

<strong>im</strong> Kino Xenix, Kanzleistr. 52. 17h Die<br />

Sehnsucht der Veronika Voss, 19h Die Ehe<br />

der Maria Braun, 21.15h In einem Jahr mit<br />

13 Monden. Auch 25. bis 27.5. gleiche Zeiten<br />

19.30 z&h Schwule Studis: an Uni & ETH zusammen<br />

mit L-Punkt. Znacht <strong>im</strong> HAZ-Centro,<br />

Sihlquai 67, 3. Stock<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ Mad House<br />

FR 25. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

19.30 G a yM ig s: schwule Migranten Treff <strong>im</strong><br />

HAZ-Centro, Sihlquai 67<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Uncut Fridays.<br />

DJ Gaetano<br />

22.00 lollipop Party: mit 3 Tanzpisten! Lollipop<br />

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,<br />

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:<br />

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:<br />

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden<br />

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, L<strong>im</strong>matstr.<br />

118. Infos www.lollipopparty.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Pop on Top! DJ Marc S<br />

SA 26. <strong>Mai</strong><br />

Baden<br />

20.30 royal feat: Eurovision The straight gay<br />

flush. Dance, Win & Enjoy. Welcomedrink<br />

und kostenloser Eintritt ins Spielcasino<br />

inkl. Fr. 10.- Startkapital. Ab 21h Live Eurovision<br />

Song Contest <strong>2012</strong> danach Hot Party<br />

mit DJs. Grand Casino Baden, Haselstr. 2.<br />

Infos www.gayroyal.ch<br />

Zürich<br />

07.30 HAz Outdoor: Pfingstwander-Wochenende<br />

<strong>im</strong> Tessin. Genaue Infos & Anmeldung über<br />

www.haz.ch/outdooraktuell<br />

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen. U-30<br />

Special. Youngster haben reduzierten<br />

Eintritt zu Fr. 9.–. Über 30 Jahre normaler<br />

Eintritt von Fr. 30.–<br />

19.05 Gay-Schiff auf dem zürichsee: Chillen,<br />

tanzen, Nachtessen, feiern. DJ Q Bass. Der<br />

schwullesbische Event. Fr. 34.- Schifffahrt<br />

inkl. Fr. 6.- Getränke-Gutschein. Ticket-<br />

Vorverkauf 044 487 13 33, www.zsg.ch<br />

20.00 Platzhirsch: Spitalgasse 3. Warmup Boyahkasha!<br />

DJ Loyce mit Clubhits, Dance & RnB<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. G-Dance. DJ Loyce<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Balearic Gay Vibe.<br />

DJs Charles Meyer & José Parra<br />

23.00 (Mis)behave Special: anything but<br />

straight. Specialparty in Friedas Büxe, Fieddauerstr.<br />

23<br />

Agenda<br />

SO 27. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 Pfingsten. DJ<br />

High Heels on Speed - Lollipop Disco<br />

Lausanne<br />

22.00 Jungle Gay Party: I love Disco Im MAD,<br />

Route de Genève 23. Level 00: Mirror-Ball<br />

Hall DJ Murray Mint. Disco Stage Show The<br />

LuvBug Boogie Nights. Special Guest DJ<br />

Kenny Carpenter. Level -01: Unterground<br />

Playroom, Cruising Bar, Cinema XXX. Level<br />

+1: Golden Lounge. Level +2: Restaurant.<br />

Level +3 Zapoff Gallery, DJs Antoine999,<br />

David Armada & Lucca G. Fr. 20.- vor 24h,<br />

danach Fr. 30.-. Vorverkauf Fr. 20.- z.B. Bern<br />

<strong>im</strong> Sundeck. Infos www.gay-party.com<br />

Zürich<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Memory Show<br />

mit den Wonder Girls & Aftershow-Party<br />

mit DJ Marc S<br />

22.00 Boyahkasha!: Fierce mit DJ Sandra Love<br />

(Madrid, live), Sascha Fierce, Gaetano, Polabdul<br />

& Zör Gollin. Hostess; Afrodita Ismajli.<br />

Plaza, Badenerstrasse 109.<br />

Infos www.boyahkasha.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end Pfingstweekend.<br />

DJ Qbass<br />

Impressum<br />

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender<br />

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch<br />

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch | Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch<br />

Redaktionelle Mitarbeit: Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi, Andreas Candinas, Daniel Diriwächter, Martin Ender, Branko B. Gabriel,<br />

René Gerber, Oliver Hölcke, Mark-Philip Ingenhoff, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf, Stefan Schüpbach<br />

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich<br />

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch<br />

Fachberater: Pierre André Rosselet, Rechtsanwalt<br />

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, <strong>Cruiser</strong> Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich<br />

39


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