Cruiser im Oktober 2012

cruisermagazin

CRUISER Edition Oktober 2012

Dieses Magazin ist schwul

BelAmi Rebels

Sandra

Beat Feurer

Röbi Rapp &

Ernst Ostertag

Neto Clown

Die Strichboys

Benedikt Zahno

London James

Hotel Saratz


Photography - STEFAN HEINRICHS

JACK

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20.10.12

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CRUISER Edition Oktober 2012

Inhalt

Editorial

Wir sind glücklich, dass wir die weltweit bekannte Pop-Sängerin Sandra interviewen konnten. Mit

Maria Magdalena füllt sie noch heute die Tanzfläche. Für die Fotostrecke konnten wir ebenfalls

bekannte Gesichter – und Körper – gewinnen: Darsteller der Bel Ami-Filme zeigen sich von ihrer

rebellischen Seite. Und wir sind froh, dass wir in einer langwierigen und schwierigen Angelegenheit

durch den Presserat unterstützt wurden: Die Beschwerde der Aids-Hilfe Schweiz betreffend

dem Artikel «Das Geschäft mit Aids» wurde abgewiesen. Doch darüber sind wir auch traurig, eine

jahre lange Partnerschaft hat darunter sehr gelitten. Aber blicken wir optimistisch in die Zukunft

– und in die Oktober-Edition. Martin Ender, Verleger, Daniel Diriwächter, Stv. Chefredaktor

6

Sandra

Die Pop-Ikone der 1980er im CR-Interview

10

Die Strichboys

Zürich und seine Liebesdiener – das Oktober Dossier

14

Aids-Hilfe Schweiz vs. CR-Magazin

Entscheid des Presserats

18

Branko B. Gabriel trifft...

Neto Clown

30

Die Geschichte von Röbi und Ernst

Im November erscheint das Buch «Verborgene Liebe»

39

«Ich stehe auf Chems»

HIV, Sex und Drogen – eine fatale Verbindung

News 4 • Prominent 8 • Darf man(n) das? 15 • News Schweiz 17 • Szene 20

Fotostrecke 22 • Kultur 28 • Michi Rüegg 31 • Hot4You 33 • London James 35

Hotel Saratz 36 • Pia 40 • Dr. Gay 41 • Agenda 43

3


News CRUISER Edition Oktober 2012

Internationale

News

4

Hobart

Homosexualität ungesünder

als Rauchen

Homosexueller Lebensstil und die gleichgeschlechtliche

Ehe stellen ein grösseres Gesundheitsrisiko

dar als das Rauchen. Diesen gewagten

Vergleich zog Jim Wallace, Direktor der

einflussreichen Organisation Australian Christian

Lobby (ACL), während einer öffentlichen

Debatte an der Universität von Tasmanien in

Hobart über die Einführung der Homo-Ehe in

dem australischen Bundesstaat. Durch höhere

Selbstmordraten und einen «exzessiven Drogenkonsum»

sei die Lebenserwartung von Homosexuellen

durchschnittlich um 20 Jahre kürzer,

während Raucher nur eine geringere Lebenserwartung

von sieben bis zehn Jahren hätten, so

Wallace. Mittels Förderung der Homosexualität

durch Massnahmen wie die Homo-Ehe würden

diese Gesundheitsrisiken noch verschärft.

London

Wiedergutmachung für

schwule Justizopfer

In Grossbritannien erfahren wegen des

schwulen feindlichen Paragrafen verurteilte

Schwule eine juristische Wiedergutmachung.

Sie können auf Antrag ihre Vorstrafen wegen

Homosexualität streichen lassen, solange der

Sex mit dem Partner einvernehmlich war. Eine

finanzielle Entschädigung ist jedoch nicht vorgesehen.

Seit Oktober nehmen die Behörden

Anträge von Betroffenen entgegen. Grossbritannien

hatte 1967 die Strafbarkeit für Homosexualität

in England und Wales aufgehoben.

Die verurteilten Männer galten aber weiterhin

als vorbestraft. Das konnte zu beruflichen

und gesellschaftlichen Nachteilen führen. In

Nordirland und Schottland blieb das schwulenfeindliche

Gesetz noch bis in die 1980er-

Jahre in Kraft.

Teheran

Iranische Paranoia

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur

verbreitet das Gerücht, Juden schürten zur

Übernahme der Weltherrschaft Homosexualität.

Der Plan sehe vor, Homosexualität zu einer

weltweit akzeptierten Lebensform zu machen.

Wenn das Ziel erreicht ist, werde der Westen im

Namen der Menschenrechte schwulenfeindliche

Länder unterjochen. Dieser «Geheimplan»

des «jüdischen Finanz- und Humankapitals»

werde vom «Westen, insbesondere von Amerika

und Grossbritannien, unterstützt». Ein

israelischer Iranexperte erklärte in der Jerusalem

Post, mit diesem Vorwurf wolle der Iran

in erster Linie die Verfolgung und Exekutionen

Homosexueller im eigenen Land rechtfertigen.

Sydney

Berufsverbot für Homo-Heiler

Der australische Arzt Mark C. wurde von den

Gesundheitsbehörden in Sydney wegen seiner

Therapien von schwulen Männern zu ihrer «Heilung

von Homosexualität» in den Zwangsruhestand

geschickt. Zum Verhängnis wurde dem

75-jähren Mediziner die «Behandlung» eines

achtzehn Jahre alten schwulen Mannes. Nach

einem nur zehnminütigen Gespräch verordnete

der Arzt dem Mann Cyproteron. Das Medikament

hemmt die Testosteron-Produktion und

fährt so den Sexualtrieb runter. Der Mann zeigte

daraufhin den Hausarzt an. Gegenüber den

Behörden hatte der Mann ausgesagt, er sei Mitglied

der fundamentalistischen christlichen

Sekte «Exclusive Brethren». Seine Kirche habe

ihn zu dem Arztbesuch gezwungen.

Dresden

Homophobie im Tal der

Ahnungslosen

Für einen deutschen CDU-Politiker ist Homosexualität

eine «uneingeschränkt sündhafte

Lebensweise». Der sächsische Kreistagsabgeordnete

Thomas Schneider beruft sich dabei

auf die Bibel. Seine bibeltreue Schwulenfeindlichkeit

äusserte Schneider auf seiner privaten

Homepage als Reaktion auf eine Stellungnahme

der «Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und

Rechtsextremismus» (BAGKR), die sich gegen

jede Form der christlich-religiös motivierten

Diskriminierung von Schwulen ausspricht und

eine wörtliche Auslegung der Bibel für falsch

hält. Die CDU-Sachsen ist der schwulenfeindlichste

Verband der CDU. Dresden galt schon zu

DDR-Zeiten als ein Tal der Ahnungslosen, weil

dort kein Westfernsehen empfangen werden

konnte.


CRUISER Edition Oktober 2012

News

Warschau

Homo-Ehe light in Polen?

Polens rechtsliberale Regierung will einen Gesetzentwurf

zur Einführung von eingetragenen

Partnerschaften ins Parlament einbringen. Der

Gesetzentwurf werde aber nur eingeschränkte

Rechte für gleichgeschlechtliche Paare beinhalten,

stellte der Abgeordnete Arthur Dunin von

der regierenden Bürgerplattform (PO) gegenüber

polnischen Medien klar. «Die Unterschiede

zur Ehe sind sehr wichtig für uns», betonte

Dunin. Eine Gleichstellung solle es im Erb- und

Zeugnisverweigerungsrecht, nicht aber im Einkommenssteuer-

und Adoptionsrecht geben.

Diese Form der Lebenspartnerschaft solle als

eine Art Ehe light auch heterosexuellen Paaren

offenstehen. Die Oppositionsparteien sind gespalten.

Die linken Parteien sind für eine rechtliche

Gleichstellung. Für die nationalkonservative

Partei «Recht und Gerechtigkeit» (PiS) gilt

jede Art liberaler Schwulenpolitik als «schwuler

Faschismus».

Austin

Christliche Paranoia

Der amerikanische Soziologieprofessor Mark

Regnerus hat für seine umstrittene Studie, der

zufolge Kinder homosexueller Eltern sozial abstürzen,

wissenschaftliche Rückendeckung erhalten.

Die University of Texas in Austin bescheinigte

dem tief gläubigen, christlichen

Akademiker wissenschaftliche Korrektheit.

«Wir haben keine Ansätze eines wissenschaftlichen

Fehlverhaltens entdeckt», hiess es in einer

Pressemitteilung der Hochschule zum Ergebnis

eines Untersuchungsberichts. In der im Fachmagazin

«Social Science Research» veröffentlichten

Studie erklärt Regnerus, dass Kinder, die

bei schwulen oder lesbischen Eltern aufgewachsen

sind, im späteren Leben mehr Alkohol trinken

würden, eher arbeitslos seien und generell

ein schlechteres Leben hätten.

Charlotte

Obama buhlt um Stimmen

der Gay Community

Die Stonewall Democrats, die schwul-lesbische

Organisation der Demokraten, vermeldeten voller

Freude, dass immerhin 500 oder acht Prozent

der Delegierten des Parteitags in Charlotte

schwul oder lesbisch seien. Am ersten Tag des

Parteitags, der erwartungsgemäss Obama wieder

zum Spitzenkandidaten nominierte, habe

zudem der offen schwule Kongressabgeordnete

Jared Polis eine Rede halten dürfen. Obamas

schwulenpolitische Bilanz kann sich sehen lassen:

Der Ausschluss Schwuler und Lesben vom

Militärdienst wurde dem Müllhaufen der Geschichte

überantwortet und als erster Präsident

überhaupt hat sich Obama für die Homo-Ehe

stark gemacht. Für seine Wiederwahl ist der

politisch angeschlagene US-Präsident Barack

Obama auch auf die Stimmen der Gay Community

angewiesen.

Tampa

Big Spender für Homo-Ehe

Einerseits unterstützen die Koch-Brüder mit

100 Millionen Dollar den Wahlkampf von Mitt

Romney als Präsidentschaftskandidat der Republikaner.

Andererseits scheuen sich die schwerreichen

Brüder nicht, die schwulenfeindliche

Politik der Republikaner öffentlich zu kritisieren.

Beim republikanischen Wahlparteitag

in Florida sagte der 72-Jährige David Koch gegenüber

dem Online-Politmagazin «Politico»,

er sei mit der offiziellen Position seiner Partei

bei der Politik gegenüber sexuellen Minderheiten

nicht einverstanden. Er machte sich auch

für die Homo-Ehe stark, der Romney und der

Parteitag eine scharfe Absage erteilt hatten.

«Ich glaube an die Ehe-Öffnung», betonte Koch.

Die Koch-Brüder David und Charles setzen mit

ihrem Mischunternehmen «Koch Industries»

mit Produktbereichen wie Erdöl, Chemie und

Kunststoff jährlich 100 Milliarden US-Dollar

um und beschäftigen 70’000 Menschen.

Berlin

Merkel macht schwulen

Fussballprofis Mut

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht

schwulen Profifussballern Mut zum Outing.

«Ich bin der Meinung, dass jeder, der die Kraft

aufbringt und den Mut hat, wissen sollte, dass er

in einem Land lebt, wo er sich eigentlich davor

nicht fürchten sollte», sagte die Kanzlerin. Merkel

reagierte damit auf ein Interview eines anonymen

schwulen Bundesligaspielers mit dem

Magazin «Fluter». Gegenüber dem Magazin der

Bundeszentrale für politische Bildung sprach

der Spieler offen über seine Ängste und Probleme:

«Ich weiss nicht, ob ich den ständigen Druck

zwischen dem heterosexuellen Vorzeigespieler

und der möglichen Entdeckung noch bis zum

Ende meiner Karriere aushalten kann.» Auf die

Frage «Gibt es eine Art ‹Club der schwulen Bundesligaspieler›?»

antwortete der Kicker: «Nein...

Ich weiss zwar von mehreren Spielern in der

Liga. Richtige Treffen gibt es aber nicht – wäre

wohl auch etwas zu auffällig.»

Sydney

San Francisco: nackt ja,

Cockring nein

Nackt durch San Francisco zu laufen, ist seit vielen

Jahren toleriert. Bei Cockringen aber hört

der Spass auf. Besonders im schwulen Castro-

Viertel trägt Mann gerne Schwanzringe zum

nackten Strassenbummel. Das geht Stadtrat

Scott Wiener zu weit, und er will dieser Sitte

notfalls mit einem gesetzlichen Verbot zu Leibe

rücken. «Egal, was Leute vom Nacktsein in der

Öffentlichkeit halten, mit einem Cockring herumzuspazieren,

ist kein tolerierbares, verantwortliches

Verhalten», stellte der schwule Politiker

gegenüber dem «Bay Area Reporter» klar.

«Der einzige Zweck eines Cockrings ist es doch,

Aufmerksamkeit auf diesen Bereich zu lenken.»

Auch die Polizei geht inzwischen laut Bay Area

Reporter gegen nackte Cockringträger vor. Die

Gesetzeslage in San Francisco erlaubt Nacktheit

in der Öffentlichkeit, solange der Nudist nicht

«sichtbar erregt» ist.

Bhutan

Queerer Besuch beim

Donnerdrachen

Das Königreich Bhutan bekommt im Januar

2013 ungewöhnlichen Besuch. Eine Reisegruppe

schwuler Männer wird zehn Tage die einzigartigen

buddhistischen Tempel und unberührten

Naturschönheiten des Lands des

Donnerdrachens erforschen. Gay Globe, Australiens

führender schwuler Reiseveranstalter,

hat die erste Tour schwuler Männer in das Reich

von König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck

arrangiert. Billig kommt das einzigartige Himalaja-Erlebnis

mit 2990,– Dollar pro Person

nicht. Bhutan, das zum Schutz seiner Kultur

und Gesellschaft nur eine sehr begrenzte Zahl

von Touristen pro Jahr ins Land lässt, ist nichts

für schmale Reisekassen. Homosexualität ist in

dem kleinen Staat zwischen Indien und China

ein Tabuthema. Der vor einigen Jahren in Bhutans

englischsprachiger Tageszeitung erschienene

Artikel «How gay are Bhutanese gays?»

hatte eine lebhafte Debatte ausgelöst.

5


Musik CRUISER Edition Oktober 2012

«Jeder Künstler hat

eine schwule Ader»

Sandra, die Pop-Ikone der 80er, im CR-Interview

Von Daniel Diriwächter

6


CRUISER Edition Oktober 2012

Musik

Mit mehr als 33 Millionen

verkauften Platten gehört

Sandra zu den erfolgreichsten

Sängerinnen unserer

Zeit. In den 80ern dominierte

sie die Charts mit

«Maria Magdalena» oder

«Everlasting Love». Danach

wurde es hierzulande ruhiger,

doch Sandra veröffentlichte

regelmässig Alben

und kann auf eine treue

Fangemeinde zählen. Ihr

neues Werk, «Stay in

Touch», verspricht eine Zeitreise

zurück ins Jahr 1985.

CR-Magazin: Liebe Sandra, dein neues Album «Stay in Touch» ist eine liebevolle

Hommage an deine Musik der 1980er. Wie kam es dazu?

SANDRA: Nach einer künstlerischen Studiopause habe ich festgestellt, dass

alles wieder «back to the roots», sprich, zu den 80ern geht. Und mal ganz

ehrlich, das war nun mal unsere Zeit. Aus diesem Gedanken heraus entwickelte

sich mein Interesse, wieder so zu singen wie auf meinem ersten

Album «The Long Play» von 1985. Mit diesem «Spirit» bin ich ins Studio.

Glücklicherweise habe ich mit Blank & Jones ein Produzenten-Team, die

meine Ideen perfekt umsetzen können.

CR-Magazin: Vermisst du den Zeitgeist von damals?

Nein, denn der Zeitgeist von damals lebt heute ja wieder. Und mein inzwischen

10. Album «Stay in Touch» ist meine Art, auf Zeitreise zu gehen. Ich

mache das ein bisschen wie in «Back to the Future»: ich sehe mich früher

mit den Augen von heute. Und genau das transportieren meine neuen

Songs. Sie sind Gestern, Heute und Morgen in einem.

CR-Magazin: Deine 80er waren geprägt vom typischen Cretu-Sound. Bist

du gespannt auf das Urteil deines Ex-Mannes?

Du weisst gar nicht, wie egal mir das ist. Und ich möchte dich ein klein

wenig korrigieren: In den 80ern lief meine Musik unter dem Begriff «Sandra

Sound».

CR-Magazin: Bei Markus Lanz im ZDF hast du dich jüngst mit Nena und

Sarah Connor verglichen, was hast du damit gemeint?

Ganz einfach, guck dir die Verkaufszahlen an. Ich habe mehr Tonträger

verkauft als beide zusammen. Das ist pure Statistik und keine Angeberei!

Aber leider ignorieren das in Deutschland einige wichtige Menschen bei

Funk und Fernsehen. Ich lebe zurückgezogen auf Ibiza und suche eben

nicht das Rampenlicht um jeden Preis.

CR-Magazin: Würdest du – wie Nena und Sarah Connor – gerne als Jurorin

in einer Casting-Show mitwirken?

Ja, das würde ich gerne. Aber es müsste eine sehr seriöse Aufgabe sein,

welche es bis jetzt noch nicht gibt. Ich stehe zu meiner Aussage bei Markus

Lanz, dass junge Talente nicht durch Medien oder drittklassige Casting-

Shows verheizt werden sollten. Natürlich, für jeden Teenie ist das eine

riesige Chance. Das Problem aber ist, dass nur Umsatz und Quote zählen.

Früher war das anders. Da musste man sich jahrelang beweisen und nicht

innerhalb von wenigen Wochen.

CR-Magazin: Du spielst noch immer vor grossem Publikum, insbesondere

in Russland. Nervt es dich, dass dies in deutschsprachigen Ländern oft

«belächelt» wird?

Ach, darüber könnte ich ein Buch schreiben! Wer das belächelt, ist einfach

nur dumm. Zeige mir einen Künstler, der nach 30 Jahren noch vor

70 000 Menschen auftreten kann. Bei solchen Aussagen kommt leider der

Neidfaktor zur Geltung. Die Auftritte in Russland machen mir riesigen

Spass und sind Teil meines Lebens!

CR-Magazin: Du hast viele schwule Fans – wie stehst du zu uns?

Machst du Witze? Ich liebe euch! Mein Frisör, mein Visagist, mein Schneider,

Tänzer, Choreograph, alle sind schwul. Seitdem ich denken kann,

hatte ich immer mit Schwulen zu tun und respektiere sehr, dass ihr euch

in die Seele einer Frau versetzen könnt. Ein heterosexueller Mann kann

das nicht - ausser mein Ehemann natürlich. Schwule sind meine besten

Freunde und zudem meine grössten Fans. Nenn mir bitte einen erfolgreichen

Künstler, der keine schwule Ader hat.

CR-Magazin: Was denkst du über die Gleichstellung in allen Belangen,

auch die Adoption?

Jeder hat das Recht, sein Glück zu finden. Schließlich leben wir im 21.

Jahrhundert, also weiter so.

CR-Magazin: Themenwechsel – Was geschah damals mit der Bravo? Du

warst die Super-Sängerin, doch plötzlich schien die Freundschaft mit

der Jugendzeitschrift wie verflogen...

Ganz klar, ich habe die Bravo Ende der 80er verklagt, weil die Redaktion

ein gefaktes Nacktfoto von mir unter dem Motto «MAD» veröffentlicht

hat. Damals war ich schwanger und die Fotomontage war wohl eine Methode,

um nochmals Geld mit mir zu verdienen. Nun muss man bedenken,

dass die deutschen Fans nach der Entschuldigung der Bravo meine

Situation verstanden haben. Aber viele andere Fans, welche kein Deutsch

konnten, habe ich dadurch verloren. Sie dachten: «Jetzt hat sich Sandra

doch noch für den Playboy ausgezogen». Seitdem war’s vorbei mit der

Bravo.

CR-Magazin: Auch du gibst dich offenherziger als auch schon. Wie reagierst

du auf Kritiken, welche auf das Alter anspielen, wie etwa bei

Madonna?

Jedem das seine. Aber ich habe jedenfalls nie etwas durchblitzen lassen.

Das war nie mein Stil und wird auch niemals passieren. Sexy kann man

auf verschiedene Arten sein, dafür muss man nicht den Körper zur Schau

stellen. Aber nichts gegen Madonna, das ist

Amerika.

CR-Magazin: Wir sind nun gespannt auf dein

Comeback! Was müssen die Schweizer Fans

tun, um dich bei uns zu erleben?

Live buchen, ich komme sofort!

Sandra – Stay in Touch, überall

erhältlich ab 26. Oktober

Bild © by: samoqi- music

Das ist Sandra

Sandra Lauer Cretu geboren 1962 in Saarbrücken, gehörte in den 80ern zu

den Ikonen der damaligen Pop-Ära. Bereits mit 12 Jahren veröffentlichte

sie die erste Single «Andy, mein Freund». Nur vier Jahre später begeisterte

sie die meist japanischen Fans als Frontfrau der Girl-Band «Arabesque»,

deren grösster Hit «Marigot Bay» auch bei uns in den Radios lief. Ihre Solo-

Karriere begann 1985 mit «Maria Magdalena». Der weltweiten Nummer 1

folgten Hits wie «Little Girl» oder «Everlasting Love». Zu Beginn der 90er-

Jahre zog sich Sandra nach Ibiza zurück und gebar Zwillinge. In regelmässigen

Abständen veröffentlichte Sandra seither weitere Alben wie zuletzt

«The Art of Love» (2007) und «Back to Life» (2009).

7


Prominent CRUISER Edition Oktober 2012

Rupert Everett

Der schwule Schauspieler Rubert Everett sorgte

jüngst mit seinen Aussagen über Regenbogenfamilien

für Aufregung: Der 53-Jährige hat im Magazin

der «Sunday Times» seine Mutter zitiert,

die sich eine traditionelle Familie mit Frau und

Kindern wünsche: «Sie denkt, dass Kinder einen

Vater und eine Mutter brauchen und ich stimme

ihr zu». Everett legte noch einen drauf: «Ich

kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als

bei zwei schwulen Vätern aufzuwachsen.» Dies

sei aber seine Sicht der Dinge, er spreche keinesfalls

im Namen der Gay-Community. Rupert

Everett, der einst in namhaften Produktionen

mitwirkte und dabei auch einen schwulen Vater

in «The next best thing» zum Besten gab, wird

nun von Bloggern und Homo-Aktivisten scharf

kritisiert. «Rupert sollte mal ein bisschen mehr

Der anonyme

Fussballer

Mitte September gab es für die Deutsche Gay-

Community nur ein Thema: Der schwule Fussballspieler

der Bundesliga, der sich anonym zu

seiner Homosexualität bekannte. «Fluter», das

«Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung»,

welches das Interview veröffentlichte,

musste teilweise herbe Kritik einstecken. Neben

dem Verdacht, das Interview könnte gefälscht

sein, was «Fluter» verneint, wird der Fussballer

für seine Anonymität verurteilt. Doch genau

dieser Fakt wird im Interview zur Genüge besprochen:

«Ich weiß nicht, ob ich den ständigen

Druck zwischen dem heterosexuellen Vorzeigespieler

und der möglichen Entdeckung noch bis

zum Ende meiner Karriere aushalten kann», so

der Fussballer. Da es sich um einen Bundesliga-

Spieler handelt, ist ihm eine gewisse Popularität

gewiss. Als solcher würde er im Falle eines

Coming-out auf seine Homosexualität reduziert

werden. «Alle würden gerne rausfinden, was ich

wohl Schlimmes mit meinem Partner unter

der Bettdecke anstelle. Wer beim super-männlichen

Fussballspieler wohl unten und wer oben

liegt», sagt der Sportler im Interview. Weiter

wurde über bezahlte Spielerfrauen und einen

Club der schwulen Bundesligaspieler berichtet.

Liza Minnelli

aus dem Haus gehen, um die Geschichte beurteilen

zu können. Es gibt überhaupt keine Beweise,

dass Kinder von homosexuellen Eltern unter ihrer

Erziehung leiden oder Entwicklungsstörungen

haben», so Ben Summerskill von der schwullesbischen

Gruppe Stonewall. Es ist nicht das

erste Mal, dass sich Rupert Everett negativ zu

Regenbogenfamilien äussert. Bereits vor drei

Jahren bezeichnete er schwule Eltern als «egozentrisch

und eitel». Lesben und Schwule sollten

die «heterosexuelle Norm» nicht kopieren.

Immerhin gibt es für Rupert Everett zumindest

einen Vorteil, als homosexueller Mann ein Kind

in die Welt zu setzen: «Sie könnten einem den

Hintern abwischen, wenn man älter ist». (dd)

8

Ersteres sei durchaus die Regel, wobei ein «Club»

von schwulen Kickern wohl zu auffällig wäre.

Trotzdem zeigt sich der anonyme Fussballer optimistisch:

«Wir können in einem Jahr wieder

sprechen und dann kann ich vielleicht meinen

Namen unter das Gesagte setzen.» (dd)

Vor 40 Jahren kam der Kultfilm «Cabaret» in

die Kinos. Mit diesem Werk etablierte sich Liza

Minnelli als Schauspielerin, Sängerin sowie

Gay-Ikone. Schauplatz des Films ist Berlin zwischen

beiden Weltkriegen. Liza Minnelli spielte

darin die Sängerin Sally Bowles, welche im Kit

Kat Club eine dekadente, wie erotische Performance

gibt. Pointiert zeigt der Film den wachsenden

Einfluss der Nationalsozialisten und der

politisch motivierten Gewalt auf das deutsche

Alltagsleben. «Cabaret» erhielt acht Oscars, darunter

eine Trophäe für Liza Minnelli als beste

Hauptdarstellerin. Die Tochter der Hollywood-

Stars Judy Garland und Vincente Minnelli ist

seither ein Garant für hochkarätige Unterhaltung.

Allerdings auch für allerlei Klatsch und

Tratsch. Jüngst gab Liza Minnelli der BILD-Zeitung

ein Interview, in welchem die 66-Jährige

erklärte, sie fühle sich überhaupt nicht alt und

denke nicht ans Aufhören. Die Legende redet

aber gerne über «schöne» Zeiten. Die Dreharbeiten

zu «Cabaret» gehören dazu: «Da war ich

wohl ganz gut! Es kommt mir manchmal so vor,

als sei es gestern gewesen. Wenn ich den Film

sehe, denke ich, die Zeit sei stehen geblieben.»,

so Liza Minnelli. Im Interview outete sich Liza

Minnelli zudem als grosser Fan von Lady Gaga:

«Ich liebe Lady Gaga! Ich bin in ein Konzert von

ihr gegangen, weil sie mich so fasziniert. Ach,

sie ist ein Sweety – könnte eine Diva werden!»

(dd)


CRUISER Edition Oktober 2012

Prominent

Paris Hilton

Man muss damit rechnen, wenn man prominent

ist. Dass die Kamera scharf gestellt ist, dass

der Ton läuft, dass jemand zuschaut und zuhört.

Man muss damit rechnen, dass das Sex-Video

im Internet landet und einen noch reicher und

noch berühmter macht. Man muss damit rechnen,

dass eigene Inszenierungen funktionieren

und damit, dass man die Kontrolle darüber

auch mal verlieren kann. US-Präsidentschaftskandidat

Mitt Romney hat nicht damit gerechnet,

dass jemand aufnimmt, wie er 47 Prozent

der Bürger verunglimpft, und Paris Hilton hat

nicht damit gerechnet, dass an die Öffentlichkeit

kommt, wie sie einen möglicherweise ähnlich

hohen Prozentsatz an Fans ihres Self-made-Glamours

für immer vergrämt. Während

einer Taxifahrt erklärt ein Kumpel Miss Hilton

Grindr. Sie reagiert folgendermassen: «Schwule

Männer sind die notgeilsten Menschen auf

der Welt. Mann, sie sind widerlich. Die meisten

haben wahrscheinlich Aids.» Paris habe nichts

Herzogin Catherine

Wie sieht das perfekte Paparazzi-Foto aus? Es

zeigt eine möglichst bekannte Person in einer

möglichst unbekannten Situation. Paris Hilton

im Museum etwa? Nein, viel besser wird’s, wenn

die Situation etwas möglichst Skandalöses an

sich hat, respektive der Promi möglichst wenig

Kleidung. Wenn jeder das Bild sehen will und

keiner das zugeben mag. So wie Prinz Harry

nackt in Las Vegas eben oder Kate Middleton

oben ohne in der Provence. Weil Harrys Hintern

für so viel Aufregung sorgte, entschloss sich die

Chefredakteurin des französischen Magazins

«Closer», kurz darauf die pikanten Bilder von

Robbie Williams

gegen Gays, vielmehr sei sie eine «grosse Unterstützerin

der Schwulenbewegung», versuchten

ihre PR-Agenten zu beschwichtigen. Die Zitate

seien völlig aus dem Zusammenhang gerissen,

sie habe nur über Gefahren des ungeschützten

Geschlechtsverkehrs diskutiert. Ist Paris Hilton

schwulenfeindlich oder nur ein Opfer des

ungeschützten Paparazzi-Journalismus? Innert

Minuten war die ganze Welt dabei auf der Taxifahrt

durch New York, und wenn all die empörten

Reaktionen Miss Hilton einen Denkzettel

verpasst haben, dann ist das auch gut so. Sie

aber wegen eines Ausschnitts aus einem Gespräch

mit einem schwulen Freund gleich als

homophobe Furie abstempeln? Fragwürdig. Etwas

Nachhilfe in Sachen HIV dürfte allerdings

kaum schaden. Aber bitte nicht im medizinhistorischen

Museum der Uni Zürich, liebe Paris,

da soll angeblich auch nicht alles auf dem neusten

Stand sein! (rg)

Kate abzudrucken. Nur, um Harry nicht nackt

so allein dastehen zu lassen, wie sie versicherte.

Inzwischen hat die Journalistin Morddrohungen

erhalten, die Veröffentlichung der Fotos

wurde gerichtlich verboten (was sie natürlich

noch viel interessanter macht). Der Hype um

zwei royale Brüste hat absurde Ausmasse angenommen,

war dem italienischen «Chi» 26

Sonderseiten wert. Nachdem Kates angeblich

schwuler Bruder, Tortendesigner James, und

ihre Schwester Pippa bereits privat entblösst

auf Titelseiten zu sehen waren und ihre Cousine

Katrina für den Playboy wenigstens freiwillig

und wissentlich blank zog, nimmt die Jagd

nach nackten Middletons nun hoffentlich ein

Ende. Oder werden wir in der Yellow Press bald

nur noch Unverhülltes sehen? Die VIPs könnten

sich so etwa die hohen Ausgaben für ihre

Hochzeitsgarderobe sparen und der langweilige

Outfit-Vergleich «Wem steht’s besser?» bekäme

bestimmt neuen Schwung unter gleichem Titel.

Doch irgendwann verlieren all die nackten Tatsachen

ihren Reiz. Was gibt es Langweiligeres

als ein Promi, der nichts zu verbergen hat? So

freut man sich doch fast schon auf eine hochgeschlossene

Wintersaison. (rg)

Googles Autovervollständigung ist ein hervorragender

Trendbarometer in Sachen Promi-

Stories. Aktuell in den Schlagzeilen wegen des

Rechtsstreits um Bettina Wulff. Die geheimen

Logarithmen interessieren sich sehr für die angebliche

Rotlicht-Vergangenheit der Ex-First

Lady Deutschlands. So sehr, dass sie Klage einreichte

und nun mit einem Buch zum PR-Gegenschlag

ausholt. Lady Gaga wird momentan

skandalfrei mit «Zürich» ergänzt, Madonna mit

«Tour 2012», Kate Middleton mit «schwanger»

noch vor «oben ohne» und Robbie Williams mit

«Vater». Am 18.9. kam seine Tochter zur Welt,

die keinen fancy Prominamen trägt, sondern

«solide altmodisch» (so Robbie) Theodora Rose

heisst. Die weniger soliden Phasen, in denen

bei einer Robbie-Suchanfrage «Affären», «Drogenprobleme»

oder «UFOs» vorgeschlagen wurden:

Tempi passati. Seit Ayda Field mit ihm verlinkt

ist, bleiben die Skandale aus. Fast wie in

der wunderbaren finalen Folge von Desperate

Housewives löst sich alles in Familienfrieden

auf. Doch wir haben gelernt: Manche Leichen

werden ausgegraben, andere bleiben für immer

im Keller. «Robbie Williams gay» etwa wird nie

ganz aus dem Web verschwinden. Erste Gerüchte,

sein Statement 2009 in einem Interview, dass

er sich auch von Kerlen angezogen fühlt, seine

augenzwinkernde Aussage zwei Jahre später,

dass er für zwei Millionen mit einem Mann

schlafen würde (ausser es wäre Brad Pitt, dann

umsonst). Die Hoffnung ist allerdings klein. Zu

fast jedem männlichen Prominamen schlägt

Google schliesslich «schwul» vor, übrigens sogar

zur Eingabe «Google ist…». «Das Baby, die

Mami und der Daddy rocken», schreibt Robbie

online. Und schreibt hoffentlich bald auch wieder

Skandalöseres. Oder zumindest neue Songs,

die ebenso rocken. «Robbie Williams Comeback»

wäre ein grossartiger Google-Moment. Falls bis

dahin die Autovervollständigung noch nicht

verboten wurde. (rg)

9


Dossier CRUISER Edition Oktober 2012

Die Strichboys

Zürich und seine Liebesdiener – das Oktober Dossier

Von Lola Sara Arnold-Korf

Ein Stricher hofft auf bessere Zeiten

© Stefan Büchi

10


CRUISER Edition Oktober 2012

Dossier

Bis zu 300 Profile tummeln

sich täglich auf der Escort-

Seite bei Gayromeo.com.

Hinzu kommen täglich bis

70 Stricher auf der Zürcher

Gasse, laut Experten. Dies

hat Auswirkungen auf das

Einkommen der Stricher.

Die Preise für sexuelle

Dienstleistungen sind auch

im Oktober 2012 im Keller.

Der weit grösste Teil der Zürcher Stricher kommt aus dem Ausland. Dominiert

wird Zürichs Stricher-Szene derzeit ganz klar von Rumänen, die

oft verheiratet sind, Kinder haben und sich als «heterosexuell» bezeichnen.

Schwule, vor allem auch in den eigenen Reihen, sind verpönt. Geschlechtskrankheiten

kennen die Burschen nicht. Da eine Aufenthaltsbewilligung

in der Schweiz drei Monate dauert, führt die Reise von Zürich

weiter nach Berlin bis nach Barcelona und wieder zurück. Dank Internet

und Gayromeo.com können Dates von unterwegs vereinbart werden.

«Die Jungs werden hin- und hergeschoben. Oft sind es Roma. Nicht selten

kommt auch die Freundin oder Frau mit und wird gleich mit auf den

Strassenstrich geschickt», so Benedikt Zahno vom Checkpoint Zürich.

Eine schwule Identität, Bindung zur Szene, geschweige denn Berechenbarkeit

sucht man bei diesen Strichern vergeblich. Alle bezeichnen sich

ja als heterosexuell. In der rumänischen Landessprache gibt es noch nicht

einmal ein Wort für «schwul». Zahno: «Offen schwule Rumänen werden

innerhalb der Gruppe gleich doppelt diskriminiert. Da möchte ich als

Schwuler nicht unbedingt im Bus sitzen.» Und hinzukommt: «Während

Brasilianer, Spanier und Italiener zu zweit auf die Gasse gehen, kommen

die Rumänen gleich im Dutzend.

Treffpunkt Predigerhof

Zu schaffen machen diese Probleme auch Barbesitzer Thomas Haas. Der

Besitzer des «Predigerhof» in Zürichs Niederdorf arbeitet mit seinem

Freund Kim, mit dem er seit 13 Jahren zusammenlebt, als eine Art Streetworker

und Therapeut für die oft unbedarften Jungs. «Mit den Strichern

zu arbeiten ist sicher nicht einfach. Am Abend kommen etwa 10 bis 15

von ihnen in meinen Laden. Da die meisten wegen der Aufenthaltsgenehmigung

nur für drei Monate kommen, muss man sie immer wieder neu

erziehen. Es geht um die einfachsten Benimmregeln und nicht selten

endet es bei den vielen Schüben, die in Zürich einfallen, bei Hausverbot

und Security.»

Wenn Thomas Haas und sein Partner Kim nicht aufpassen würden, hätten

sie am Abend leicht 50 Stricher im Haus und niemand würde etwas

konsumieren. Denn: Der Barbesitzer bietet neben einer gewissen Sicherheit

für die Freier auch einen geschützten Raum für die Stricher, praktische

Lebenshilfe und Beratung bis hin zu praktischen Hinweisen zum

Ausstieg aus dem Milieu. Natürlich – und das ist ja wohl legitim – geht

es auch um Umsatz. Denn in Zeiten des Cyber-Marktes und der Internetverabredungen

sind die schwulen Bars längst nicht mehr so gut frequentiert

wie einst.

Stricher? Was ist das eigentlich?

Vor allem in den USA, aber auch in Deutschland, Frankreich oder den

Niederlanden firmieren Stricher im Gegensatz zur Schweiz als «offen

schwul». Marco ist so einer. Ursprünglich kam er aus Deutschlands wunderschönem

Heidelberg angereist. In Anbetracht ungeahnter Möglichkeiten

lebt er auch nach fünf Jahren noch immer im Land, wo Milch und

Honig fliessen. Marco durchlebte eine typische Stricher-Karriere: Geboren

in einem streng katholischen Haushalt, gehänselt und ausgegrenzt,

die Schule abgebrochen, ohne Matura/Abitur. Die Mutter zum Schatten

ihrer selbst geworden, der Vater sich selbst überschätzend. Das schwule

Kind der Spielball einer Gesellschaft, in der Erfolg und Geld mehr zählt

als Menschlichkeit, Toleranz und Vernunft. «Nach einem kurzen Ausflug

hinter irgendeine Bar bin ich mit 18 Jahren nach Zürich in irgendein

Bordell vermittelt worden. Ich war froh, frische Luft zu schnappen. Dort

durfte ich schlafen und nachts ging ich auf die Strasse zum Arbeiten. Im

Bordell arbeiteten nämlich nur Frauen, und schwule Stricher standen

nicht auf der hauseigenen Speiseliste. Aber ich hatte wenigstens ein Dach

über dem Kopf.» Nach kurzer Zeit verdiente Marco sehr gut und brauchte

keine Ratschläge mehr. Witzig fand er zudem, dass die Freier ihn gerne

unterschätzten: «Die dachten, ich sei ein bisschen doof und ich gab ihnen

gerne das Gefühl – solange das Honorar stimmte.»

Ein Stricher verdient in der Stadt Zürich ganz verschieden. Laut Marco

müssen die Jungs in Sexkinos schon für 50 Franken ran. Ansonsten ist

es eine Frage der Intelligenz. Zwischen 50 und 1000 Franken liege alles

drin. «Mit Abstand am meisten zahlen die Männer mit Ehering. Das

schlechte Heterogewissen ist immer eine sichere Einnahmequelle.» Und

was ist mit den ausgeraubten, um ihre Liebe bestohlenen und auch sonst

bestraften Freiern? «Wenn du dumm bist, dann stirbst du auch dumm.

90 Prozent und mehr rufen aus Scham noch nicht einmal die Polizei.

Wenn die Freier clever wären, würden sie lieber 200 Franken mehr für

ein Hotelzimmer ausgeben, als in Badelatschen die Stricher zu sich nach

Hause einzuladen.»

Gefahrenrisiko MSM

Einen Mangel an «Nachwuchskräften» gab es in Zürich nie. Doch in Zeiten

der europäischen Öffnung gibt es so viele Stricher wie noch nie. Die

Stadt am See bietet eine hohe Dichte an solventer, also finanzkräftiger

Kundschaft. Die mittlerweile standardmässig verlangten und gebotenen

Praktiken – ganz nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage – liegen

inzwischen jenseits von gut und böse. «Die Konkurrenz unter den Strichern

hat wahnsinnig zugenommen, und die Freier können deshalb Forderungen

stellen. Das Angebot war früher nicht so gross, und die Preise

waren wesentlich höher als heutzutage.», resümiert Stricher Marco desillusioniert.

Damit steigt auch das HIV und STI-Risiko. Denn wer weiss

schon nach einem partygeschwängerten Abend, ob der Traumprinz sich

nicht vorher im Sexkino mit einer Geschlechtskrankheit infiziert hat?

Besonders Syphilis und Tripper, aber auch Hepatitis B und C sind schweizweit

wieder auf dem Vormarsch.

HIV und STI? Dies ist für viele Kunden kein Thema. Zumeist wohl situierte,

oft verheiratete und angeblich heterosexuelle Herrschaften wollen

kein Kondom benutzen. Mund und Po stehen offen – vor allem für osteuropäische,

angeblich ebenfalls heterosexuelle Stricher. Benedikt Zahno

sagt dazu: «Nichtschwule Männer und Ehemänner denken oft, dass ihnen

nichts passieren könne, wenn sie mit einem «heterosexuellen» Stricher

Sex haben. Das geht schon fast ins Psychopathologische. Viel schlimmer

aber ist, dass die meisten auch keinerlei Grund verspüren, sich testen zu

lassen, wenn sie regelmässig Stricher konsumieren.»

Genauso hoch ist das Risiko vor allem für die osteuropäischen «heterosexuellen»

Stricher selbst: «Erstens sind sie in Sachen HIV und STI sehr

schlecht informiert, sprechen weder englisch noch deutsch, haben keine

schwule Identität, und passiver Analverkehr steht eher nicht im Reper-

11


Kapitel Titel CRUISER Edition Oktober 2012

toire. Sie lassen sich eher einen blasen oder sind der aktivere Teil. Dadurch

ist zwar das HIV-Risiko ein wenig geringer, aber das Risiko, sich mit anderen

Geschlechtskrankheiten anzustecken, gleich hoch.»

Keine Ausstiegshilfe in Zürich und der

Schweiz

«Mit dem Stricher-Thema will sich in Zürich niemand in die Nesseln

setzen. Mehrheiten für Initiativen sind illusorisch.», so Benedikt Zahno.

Das vielversprechende Stricher-Projekt «Herrmann» war jahrelang unter

Dauerbeschuss, bevor es die Zürcher Aids-Hilfe und Checkpoint unter ihr

Dach und somit aus der Schusslinie holten. «In Berlin und anderen grossen

Städten Europas gibt es längst Ausstiegsprogramme. Da bekommen

Jungs, die raus wollen, einen Schlafplatz und können einen Job respektive

eine Ausbildung anfangen. Die grösste Schwierigkeit ist für die Jungs,

wieder einen geregelten Lebensablauf zu finden.»

Aber eine «normale» Arbeit ist kaum attraktiv für junge Stricher, die

ständig mit grünen, blauen und gelben Geldscheinen verwöhnt werden.

Doch Arbeit ist wohl die einzige Chance, aus diesem Kreislauf auszubrechen.

Schliesslich tickt die biologische Uhr, fällt für den alternden Stricher

die Maske und spätestens dann schreit der ehemals junge Mann:

«Wie konnte das alles nur passieren?» Jetzt sind vor allem Menschen gefragt

wie Marco, Benedikt Zahno oder Kim und Thomas – Menschen, die

seit vielen Jahren wissen, worum es geht. Und es sind die Organisationen

wie die HAZ, die Aids-Hilfe, aber auch alle politischen Parteien gefordert,

kombinierte und solidarische europäische Stricher-Projekte zu unterstützen

und so mögliche Suizide zu verhindern. Ja, und es braucht auch ein

Programm für Freier, die renitent gegenüber der Realität sind. Die Vogel-

Strauss-Taktik hat sich leider nicht bewährt.

Interviews mit Thomas Haas vom Predigerhof sowie Marco,

einem langjährigen Stricher, sind auf queer.ch nachzulesen.

© Bilder: Stefan Büchi

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CRUISER Edition Oktober 2012

Geklaute Brieftaschen,

blaue Augen

und Scham

Und warum? Nur für den

Kick? Für den Augenblick?

Von Lola Sara Arnold-Korf

Mit Benedikt Zahno von

«Check point» Zürich sprach

Lola Sara Arnold-Korf für den

CR zu Themen rund um Unterstützung

für Stricher und Freier.

CR: Seit vielen Jahren engagiert sich «Checkpoint»

Zürich für Stricher in Zürich. Welche

Angebote bietet «Checkpoint» aktuell?

Benedikt zAHNo: Bei uns bekommen beispielsweise

Stricher, die keine Krankenkasse haben, einen

freien und kostenlosen Zugang zu medizinischer

Versorgung. Das reicht von Gratis-Tests

auf HIV und Geschlechtskrankheiten bis hin

zur medizinischen Verlaufskontrolle bei bereits

vorliegenden Erkrankungen. Im Moment nutzen

regelmässig 10 bis 15 Stricher dieses Angebot

– vor allem Stricher aus Brasilien.

Dossier

CR: Und was ist mit der eigentlichen Zielgruppe

aus Osteuropa – die ja bekanntlich gut zwei

Drittel des Zürcher Milieus ausmachen?

Benedikt zAHNo: Die osteuropäischen Stricher sehen

sich eher als heterosexuell. Damit geht einher,

dass sie sich grundsätzlich nicht als Risikogruppe

betrachten. Es ist traurig und zugleich

alarmierend, denn genau diese Gruppe ist die

Risikogruppe par excellence. Aber wir haben

grosse Mühe, sie von unserem Angebot zu überzeugen,

auch wenn wir direkt vor Ort Tests zu

sexuell übertragbaren Infektionen anbieten,

nehmen sie dies kaum an.

CR: Risikogruppe reinster Prägung! Das macht

Angst. Wie soll es weitergehen beziehungsweise

nicht weitergehen?

Benedikt zAHNo: Von entscheidender Bedeutung

in Zukunft ist die Vernetzung. Einerseits wollen

wir Barbesitzer mit ins Boot holen und andererseits

diejenigen Stricher in der Szene, die

bereits seit Jahren in Zürich leben. Uns geht es

nicht darum, ihnen etwas vorzulegen, sondern

sie aktiv in den Prozess einzubeziehen.

CR: Was heisst das konkret?

Benedikt zAHNo: Wir haben nach wie vor eine

Räumlichkeit in der Häringstrasse 5 im Niederdorf

mit Wohnraum, Sanitärraum und Küche.

Derzeit ist sie abgeschlossen, weil unser Mitarbeiter

vor Ort zuletzt regelrechte Angst hatte,

dort zu arbeiten, denn genutzt wurden die Räume

und die kostenlos zur Verfügung gestellten

Internetstationen vor allem nicht durch die Stricher

selbst, sondern durch die Zuhälter aus Osteuropa

– die allermeisten aus der heterosexuellen

Prostitution. Einer unserer engagiertesten

Mitarbeiter ist derzeit auf der Gasse unterwegs

und bespricht sich mit den Jungs, was es künftig

braucht und welche Bedürfnisse sie haben.

Denn es geht ja um die Stricher und nicht darum,

einen warmen und bequemen Aufenthalt

für die Zuhälter zu schaffen, während die Jungs

und Mädchen auf der Strasse anschaffen gehen.

CR: Oh mein Gott! Das hört sich wirklich nicht

sehr tischfein an! Was nun?

Benedikt zAHNo: Idealerweise würden die Stricher

das Projekt selbst verwalten. Dazu bedarf es allerdings

der konstruktiven Zusammenarbeit,

vor allem auch mit denen, die seit Jahren in der

Gasse anschaffen gehen. Sie sind die Multiplikatoren

mit ständigem Zugang zu den Strichern,

die ja bekanntlich alle drei Monate wechseln.

Partizipation ist das Zauberwort. Wie wir das

jetzt genau machen, weiss ich auch noch nicht.

Aber die Idee ist da und die Analyse ist gemacht.

Die durch unseren Mitarbeiter erarbeitete Analyse

in den letzten Monaten hat nichts grossartig

anderes ergeben, als ich es mir ohnehin gedacht

habe. Es besteht akuter Handlungsbedarf.

Entscheidend wird es jetzt sein, die Barbesitzer

und langjährigen Zürcher Stricher in das Projekt

einzubinden.

CR: Die Abzocke von Freiern bis hin zu Gewalt

ist bekannt. Oftmals endet der Liebesrausch

mit einer geklauten Brieftasche, einer leeren

Wohnung und im schlimmsten Fall einem

blauen Auge. Wie kann man auf dieses Problem

in Zürich reagieren?

Benedikt zAHNo: Du sprichst ein wesentliches Thema

an. Natürlich stellen auch wir uns die Frage,

ob es spezielle Angebote für Freier braucht. Und

die Antwort lautet: Ja! Bei Checkpoint diskutieren

wir derzeit Angebotsmöglichkeiten vom

Selbstverteidigungskurs für Freier bis anonymisierte

Meldungen.

CR: Wenn der Freier mit runtergelassener Hose

und sturzbetrunken im Bett liegt, scheint ein

Selbstverteidigungskurs doch wenig hilfreich.

Und ein hektischer Anruf bei der Polizei oder

anderen Notstationen doch wohl ebenso. Oder?

Benedikt zAHNo: Es ist richtig. Die Rainbowline hatte

mal eine solche Notrufnummer. Dort hat sich

allerdings niemand gemeldet und weit mehr

als 90 Prozent der Freier rufen auch nicht die

Polizei, wenn die beklaut wurden. Das Problem

sind ja gerade die unbedarften Freier, die auch

noch so naiv sind, die Hausstiefel abzugeben

und sich dann zu wundern, wenn die Wohnung

ausgeräumt ist. Dennoch müssen wir an dieser

Stelle weiterdenken, denn schliesslich geht es

ja nicht nur um materielle Verluste, sondern

auch um das Image einer gesamten schwulen

Gemeinschaft.

13


In eigener Sache CRUISER Edition Oktober 2012

Aids-Hilfe

Schweiz vs.

CR-Magazin

Der Schweizer Presserat attestiert

der CR-Redaktion korrekten

Journalismus.

Von Martin Ender

Im März 2012 deckte das CR-

Magazin in einer Kolumne

die ungewohnt hohe Entlöhnung

an Doris Fiala auf. Dies

löste eine mediale Welle aus.

Der darauffolgende Artikel

«Das Geschäft mit Aids» thematisierte

die Ausgaben der

Organisation. Die Aids-Hilfe

Schweiz setzte von da an den

Sündenbock CR unter Druck.

Die Aids-Hilfe Schweiz hatte vor allem in den

zwei Jahren vor dem Führungswechsel ihre

Reserven aufgebraucht. Das zeigen Zahlen aus

den Jahresberichten. Einnahmen gingen drastisch

zurück. Einerseits bei den Spenden, andererseits

kürzte das Bundesamt für Gesundheit

die Beiträge, was aber für Insider nicht aus heiterem

Himmel kam. Einsparungen auf der Ausgabenseite

wurden viel zu spät eingeleitet. In

dieser Situation suchte die Aids-Hilfe Schweiz

nach einer neuen, starken Führung.

Dass bei leeren Kassen das Amt des Präsidiums

so grosszügig entlöhnt werden soll, machte stutzig.

Das Ansinnen der Aids-Hilfe Schweiz gegenüber

dem CR-Magazin, das Thema für einige

Monate ruhen zu lassen, weckte begreiflicherweise

erst recht das Interesse daran, wie denn

die Aids-Hilfe Schweiz mit den ihr anvertrauten

Geldern umgeht. Was Marketingleute schönreden

und Pressestellen stillschweigen, weckt bei

Journalisten und Journalistinnen die Neugier.

Im vorliegenden Fall entstand so das Dossier

mit dem Titel «Das Geschäft mit Aids», welches

in der April-Ausgabe erschien.

Die CR-Redaktion war sich der Brisanz bewusst.

Der inhaltlich korrekte Artikel löste durch

seine spitzen Formulierungen heftige Reaktionen

aus. Die Aids-Hilfe Schweiz legte beim

Schweizer Presserat Beschwerde ein. Die CR-

Redaktion suchte das Gespräch. Dabei kam

man sich aber nicht näher. Der Vorwurf, es sei

ein «Schaden einer hohen 5-stelligen Summe»

entstanden, stand im Raum und die Aids-Hilfe

Schweiz stellte einen allfälligen Rückzug der

Beschwerde in Aussicht bei einer «namhaften

Spende zur Wiedergutmachung». Gleichzeitig

brach sie den Kontakt zum CR-Magazin ab, mit

Ausnahme der Rubrik Dr. Gay. Offizielle Pressemitteilungen

bleiben seither aus.

Beschwerde abgelehnt

Die Aids-Hilfe Schweiz war inzwischen erfolglos

mit ihrer Beschwerde. Das ist keine Genugtuung

für die CR-Redaktion. Über Jahre haben

sich der Cruiser und das CR-Magazin immer

stark gemacht für die Anliegen der Aids-Hilfe

Schweiz und diese auf unterschiedliche Weise

unterstützt. Dennoch muss es erlaubt sein,

auch über eine solche Organisation kritisch zu

schreiben.

Wenn es eine Genugtuung gibt, dann diese: Der

Schweizer Presserat attestiert der CR-Redaktion

korrekten Journalismus. Das gibt Ansporn für

die Weiterarbeit und die Leser können sicher

sein, dass sie im CR-Magazin professionelle Artikel

vorfinden, die den journalistischen Richtlinien

entsprechen. Wahrheitssuche inklusive.

Stellungnahme 48/2012 des Schweizer

Presserats

i.S. Wahrheits- und Berichtigungspflicht / Quellenbearbeitung

/ Anhörung bei schweren Vorwürfen

/ Trennung von Fakten und Kommentar

Am 24. April 2012 beschwerten sich der Geschäftsführer

und die Kommunikationsverantwortliche

der Aids-Hilfe Schweiz beim Schweizer

Presserat, mit der Veröffentlichung des

Dossiers «Das Geschäft mit Aids» habe der «CR

Cruiser» die Richtlinien 1.1 (Wahrheitssuche),

2.3 (Trennung von Fakten und Kommentar), 3.1

(Quellenbearbeitung), 3.8 (Anhörung bei schweren

Vorwürfen) und 5.1 (Berichtigung) zur «Erklärung

der Pflichten und Rechte der Journalistinnen

und Journalisten» verletzt.

Am 31. Mai 2012 beantragte die durch den Verleger

und Chefredaktor Martin Ender vertretene

Redaktion «CR Cruiser», auf die Beschwerde

sei nicht einzutreten (...), eventuell sei die Beschwerde

abzuweisen. Die Leserschaft habe sich

über die beanstandete Berichterstattung selber

eine Meinung bilden können. Der «CR Cruiser»

habe keine wichtigen Informationen unterdrückt

und die Fakten korrekt wiedergegeben.

Zudem habe die Redaktion die verspätet eingegangene

Stellungnahme der Beschwerdeführerin

in der gleichen Ausgabe separat abgedruckt.

Am 21. September 2012 nahm der Schweizer

Presserat in einem neunseitigen Dokument Stellung

und begründete seinen Entscheid im Detail.

(Nachzulesen unter:

www.presserat.ch/_48_2012.htm)

Abschliessend stellt der Schweizer

Presserat fest:

l. Die Beschwerde gegen den «CR Cruiser» wird

abgewiesen.

2. Der «CR Cruiser» hat mit der Veröffentlichung

des Dossiers mit dem Titel «Das Geschäft mit

Aids» in der Ausgabe April 2012 die Ziffern 1

(Wahrheitssuche) 2, (Trennung von Fakten und

Kommentar), 3 (Quellenbearbeitung, Anhörung

bei schweren Vorwürfen) und 5 (Berichtigung)

der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen

und Journalisten» nicht verletzt.

Für den Presserat zeichnen:

Martin Künzi, Sekretär

Dominique von Burg, Präsident

Der Artikel «Das Geschäft mit Aids» kann auf

queer.ch nachgelesen werden.

14


CRUISER Edition Oktober 2012

In eigener Sache

Darf man(n) das?

Ein Kommentar von Daniel

Diriwächter

Pressefreiheit oder Hofberichterstattung?

Provokation oder

Journalismus? Solche Fragen

sind aktueller denn je. Es

geht um die Stellung eines

«schwulen» Magazins in der

schwulen Szene: Darf auch innerhalb

der Gay-Community

Kritik geäussert werden?

Mitte September veröffentlichte das schwule

News Portal queer.ch, das von der CR-Redaktion

betreut wird, über den Fall von B.S.*. Dieser

gewann im Frühsommer an der «Zurich Pride»

den Hauptpreis, eine Reise nach Rio de Janeiro,

inklusive Hotelunterkunft. Höhepunkt der Reise

soll die Rio-Pride diesen Oktober sein. Leider

wusste B.S. bis Mitte September nicht, welches

Hotel er besuchen darf. Seine Anfragen bei der

Pride Organisation blieben meist unbeantwortet.

Die queer.ch-Redaktion kriegte davon Wind

und schrieb den Artikel «Der Preis ist heiss».

Drei Tage später zog der «Tagesanzeiger» nach.

Der Online-Artikel «Wenn ein Preis zum Spiessrutenlauf

wird» hatte zur Folge, dass Bewegung

in die Sache kam.

Auch wenn nun die

Pride-Organisation

laut B.S. das Hotel

bezahlen wird.

B.S. hat bei seinem

Gang an die Presse

nicht bedacht, dass

Kritik innerhalb der Gay-Community

bei einigen verpönt ist. Er erhielt Anruf wie E-

Mail eines aufgebrachten Lesers, der B.S. davon

zu überzeugen versuchte, dass entsprechende

Berichterstattungen in den Medien dem

Ansehen der «Gay-Community» schade. Man

solle die Organisatoren der Pride nicht in ein

schlechtes Licht stellen. Selbst die queer.ch-

Redaktion musste sich diesem Vorwurf stellen.

Mittlerweile meldete sich Gewinner Nr. 2

auf Facebook zu Wort. Sein Preis, ein Skiwochenende,

wurde ebenfalls von der Pride-

Organisation noch nicht ausgehändigt. Was

wird die queer.ch-Redaktion dazu schreiben?

Es stellt sich die Frage: Darf man das? Dürfen

wir vom CR-Magazin über Fehler und Versäumnisse

innerhalb der Gay-Community berichten?

Oder sollten wir schützend die Hand

über die «Familie» halten? Dies vorweg, das

CR-Magazin hält sich an die «Erklärung der

Pflichten und Rechte der Journalistinnen

und Journalisten» Eine der Pflichten

ist die Wahrheitssuche. Wir dürfen

also nicht nur Hofberichterstatter

sein. Sicher, diese Grenzen verwischen

oft. Besonders innerhalb

der Gay-Community.

Das Wort «Familie» fiel schon. Schwule und Lesben

halten zusammen, und das ist gut so. Doch

darf deshalb eine «schwule» Zeitung oder deren

Online-Portal keine Kritik mehr äussern? Wir

sind der Meinung, dass wir das dürfen. Und

dass wir sogar «müssen». Allerdings nur mit

entsprechender Recherche. Auch im Falle von

B.S. kontaktierte die Queer.ch-Redaktion die

Pride-Organisation.

Pressefreiheit oder Provokation? Ja, wir dürfen

auch innerhalb der Gay-Community skeptisch

bleiben. Wir dürfen auch interpretieren und darüber

schreiben – auch pointiert. Zum Schluss

ein Zitat von Gerhard Kocher: «Schlimm ist

nicht, was die Journalisten schreiben. Schlimm

ist, was sie verschweigen.»

*Name der Redaktion bekannt.

15


9. Winter Edition, vom 6. bis 13. Januar 2013

Gewinne unvergessliche Winterferien für 2 Personen

im 4-Sterne Hotel The Excelsior an der Arosa Gay Ski Week *

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Stempeldatum der Briefpost. Es kann der Teilnahmecoupon im Cruiser verwendet werden. Die Teilnahme ist auch gültig, wenn alle Elemente des Original-Coupons auf ein neutrales Papier geschrieben werden. Die Ziehung der Lose erfolgt unter

Aufsicht bis zum 20. November anschliessend werden die Gewinner persönlich benachrichtigt. Der Gewinn beinhaltet: Aufenthalt für zwei Personen im Excelsior 4-Sterne Hotel in Arosa während der Gay-Ski-Week vom 6. bis 13. Januar

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namentlich für den Los-Gewinner. Die Reisekosten für die Fahrt vom Domizil des Gewinners nach Arosa ins Hotel Excelsior und zurück, gehen zu Lasten des Gewinners, ebenso weitere Auslagen im Zusammenhang mit der Reise. Es obliegt der Verantwortung

des Gewinners, sich um die Beschaffung der nötigen Reisedokumente zu kümmern. Die Teilnahme an der Verlosung ist gratis, beinhaltet keinerlei Kaufsverpflichtung und steht jedermann offen, der volljährig ist. Ausgenommen von

der Verlosung sind ausdrücklich sämtliche Mitarbeiter des Verlags AfM-Publikationen, der die Zeitung Cruiser herausgibt und deren Familienangehörige. Pro Haushalt, unter gleichem Namen und gleicher Adresse ist nur eine Teilnahme erlaubt.


CRUISER Edition Oktober 2012

News Schweiz

T&M noch bis Ende

Februar 2013 geöffnet

Das t&M schliesst seine tore an der

Marktgasse Ende Februar 2013. Was kommt

danach?

Bis Ende Februar sind die T&M-Betriebe, einschliesslich der Pigalle-Bar,

wie gewohnt bis in die Morgenstunden für die Gäste da. Danach fällt der

letzte Vorhang. Das Zürcher Niederdorf soll auch nach dem Auszug der

T&M-Betriebe aus der Marktgasse 14 die Ausgehmeile für das schwullesbische

Publikum bleiben. Das «neue» T&M soll unter der Leitung von Marco

Uhlig (Boyahkasha) und Alain Mehmann (Behave-Party) im März 2012

an einem neuen Ort eröffnet werden. Wo dieser sein wird, bleibt vorerst

ein Geheimnis. Die Gerüchteküche brodelt, im Gespräch war auch das

Kino Stüssihof, was die East Cinemas AG, Betreiberin des Kinos, jedoch

auf Anfrage verneinte.

T&M – der Film

Filmemacher Oliver Brand wird die Aera des T&M an der Marktgasse 14

mit einem Dokumentarfilm würdigen. Es sucht Jungs und Männer, die

bereit sind, vor der Kamera ihre Geschichte mit dem T&M zu erzählen.

Ob jung oder alt, Interessierte wenden sich mit Angaben zur Person und

einem Kurzbeschrieb der T&M Erlebnisse an: TM_derfilm@gmx.ch

Die Schäfchen werden

fl ü g g e

Über 90 Seelsorger fordern von der katholischen

Kirche u.a. die Gleichberechtigung

von Schwulen und Lesben.

In diesen Tagen startet die nationale Pfarrei-Initiative. Sie ist ein Aufruf

zum «Ungehorsam» gegenüber dem Diktat aus dem Vatikan. Bereits über

90 Seelsorger stehen hinter der Initiative. Die Forderungen gegenüber

dem Papst sind nicht neu, aber aktuell. So soll die Priesterweihe auch

für Frauen möglich sein, ausgebildete Laien sollen eine Predigt halten

dürfen, die heilige Kommunion soll auch Nicht-Katholiken ermöglicht

werden und – ganz wichtig – die Gleichberechtigung von Schwulen und

Lesben soll in der Kirche durchgesetzt werden.

Die Pfarrei-Initiative folgt einem Beispiel aus Österreich und soll die «gelebte

Praxis» auch für den Vatikan sichtbar machen. Die Anhänger des

Papstes, wie etwa im Bistum Chur, reagieren empört und sprechen von

einer Spaltung innerhalb der Kirche.

Schnecken statt Spaghetti?

Aus für das Café Marion? Das beliebte

Restaurant in zürich soll einem französischen

Bistro weichen.

Laut Tages-Anzeiger soll das Restaurant Marion im Zürcher Niederdorf

Ende 2012 geschlossen werden. Die Liegenschaftsverwaltung der Stadt

Zürich will die Pacht an Eddie Baumann nicht mehr verlängern. Das Marion

war für jedermann offen. Altstadtbewohner tranken dort gerne ihren

Kaffee, in die Jahre gekommene Schwule (nicht nur) trafen sich dort

zum Lunch oder Dinner.

Besonders beliebt war das Marion auch bei Partygängern. Eddie Baumann

öffnete das Lokal am Wochenende bereits um 5 Uhr in der Früh.

Oft fand man dort Belegschaft wie Besucher des T&M mit Gipfeli und

müden Augen.

Ab 2012 soll an dieser Stelle nun ein französisches Bistro seine Tore öffnen:

«Chez Marion». Eddie Baumann sammelte derweil über 500 Unterschriften

und hat einen Anwalt engagiert. Eine Verlängerung über den

rechtlichem Weg bleibt die einzige Hoffnung

Schwuler Bauer auf 3+

in der Show «Bauer, ledig, sucht...» ist mit

Bauer Bruno erstmals ein schwuler Bauer

vertreten.

Mit Bruno zeigt 3+ den ersten schwulen Bauern in «Bauer, ledig, sucht

...» Der sympathische, schüchterne 28-Jährige sucht einen Mann, der mit

anpacken kann und sportlich ist. Bruno ist laut 3+ ein offener, moderner

Bauer, den auch Tattoos und Piercings nicht abschrecken können. Sein

Dilemma: Nur wenn der Single-Bauer einen Partner findet, kann er den

elterlichen Hof übernehmen.

Bauer Bruno gibt sich optimistisch: «Ich bin schon ganz aufgeregt und hoffe

auf viele tolle Männer, die sich für mich bewerben», sagt er. Die Kandidaten

der neuen Staffel sind jeden Donnerstag um 20.15 Uhr auf 3+ zu sehen.

Biel regiert schwullesbisch

In Biel wurden drei Homosexuelle in die fünfköpfige

Stadtregierung gewählt. Darunter der

Gründer der Gay-SVP, Beat Feurer.

Ein Novum in der Schweiz: Bei den jüngsten Wahlen wurden in Biel

drei homosexuelle Politiker in die Stadtregierung gewählt: Barbara

Schwickert (Grüne), Cédric Némitz (SP) sowie Beat Feuer, Gründer der

Gay-SVP. Nach Angaben im «Bieler Tagblatt» spielte die sexuelle Identität

der Kandidierenden im Wahlkampf keine Rolle. Alicia Parel, Geschäftsführerin

von Pink Cross, zeigt sich gegenüber der Presse erfreut. Sie erwartet

nun, dass sich der Bieler Gemeinderat verstärkt für die Anliegen

von Schwulen und Lesben einsetzt. Ob Biel nun die erste Stadt mit einer

schwul-lesbischen Mehrheit in der Exekutive ist, kann nicht belegt werden,

aber die erste offizielle.

Korrigenda

In der CR-Ausgabe vom September 2012 wurde beim Artikel «Kein weiterer

Titel für Stephan Bitterlin» fälschlicherweise suggeriert, dass dessen

Teilnahme bei den MrGay-World-Wahlen auch seine letzte Handlung

als MrGay sei. Dies ist falsch, Stephan Bitterlin wird auch weiterhin als

MrGay sein Engagement in der Gay Community beweisen.

17


Nachgefragt CRUISER Edition Oktober 2012

Branko B. Gabriel

trifft...

Party-Ikone und Hairstylist

Neto Clown

Eine der schillerndsten Partyfiguren

in der Zürcher Partyszene

ist der Brasilianer Neto

Clown. Mit seinem ausgefallenen

Make-up und Styling

ist er der Eyecatcher jeder

Party. Wer aber steckt hinter

dieser Clownfigur? Und was

macht Neto Abelardo alias

Neto Clown eigentlich, wenn

er nicht gerade an irgendeiner

Party seine Show abzieht? CR

hat ihn in seinem neuen Atelier

besucht.

BRANKO B. GABRIEL: Wie bist du überhaupt zu diesem

Namen Neto Clown gekommen? Was bedeutet

er?

NETO CLOWN: Den Namen haben mir die Kunden

zugelegt. Ich habe früher in Brasilien im Zirkus

und Theater gearbeitet. Schon früh faszinierte

mich die Figur des Clowns. Man kann sich wunderbar

hinter dieser Maske verstecken. Alle Leute

oder zumindest die meisten mögen ja Clowns.

Für mich bedeutet es, dass ich z.B. nach einem

strengen Tag in eine andere Rolle schlüpfen und

abschalten kann. Für mich ist es einfach Fun.

Und wenn die Leute Freude daran haben, habe

ich meine Mission doch erfüllt.

BRANKO B. GABRIEL: Du lebst schon über 15 Jahren

in der Schweiz. Die Figur Neto Clown kennt

man erst seit einigen Jahren. Wieso hast du

dein zweites Ich so lange vor uns versteckt?

NETO CLOWN: Ich habe es oder besser gesagt ihn nicht

versteckt, nur anders ausgelebt. Ich bin ja Hairstylist,

ab und zu bin ich dann als Clown in mein Geschäft

gekommen und habe in voller Montur den

Kunden die Haare geschnitten. Alle fanden das

cool und wollten mehr von Neto Clown sehen. So

18

Ein Clown als Party-Ikone

© by Neto Clown

habe ich dann immer mehr Bookings von verschiedenen

Klubs in der ganzen Schweiz bekommen.

BRANKO B. GABRIEL: Was gefällt dir an deiner Arbeit

als Clown?

NETO CLOWN: Ich liebe es, die Besucher zu unterhalten.

Ich bin dann eine völlig andere Person,

offen und sehr extrovertiert. Ich kann so meine

verrückte Seite ausleben, und die Leute lieben


CRUISER Edition Oktober 2012

Nachgefragt

es. Es gibt nichts Schöneres, als den Leuten ein

Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern! Ich bin

dann in einer anderen Welt und vergesse den

Alltagsstress. Wir leben in einer so stressigen

Welt, da ist es doch toll, wenn man auf solch

eine Art einfach für ein paar Stunden aus seinem

«normalen» Leben entfliehen kann.

BRANKO B. GABRIEL: Wie reagieren die Partybesucher

auf dich. Wie ist die Resonanz?

NETO CLOWN: Die ersten Fragen sind immer: «Wie

lange brauchst du zum Schminken? Hast du

dein Make-up selber gemacht? Bist du immer

so unterwegs? Darf ich Fotos machen?» Bis jetzt

haben alle immer sehr positiv auf meine Erscheinung

reagiert. Ich gebe der Party den gewissen

Glamourfaktor und das kommt immer

sehr gut an.

BRANKO B. GABRIEL: Und wie lange brauchst du zum

Schminken? Wie lange dauert die Verwandlung?

NETO CLOWN: Also, wenn es spezielle Parties oder

Anlässe wie z.B. Halloween oder Silvester sind,

brauche ich ca. eine Stunde. Für normale Animationen

jeweils samstags um die 20 Minuten.

Bei mir geht alles schnell, bereits beim Schminken

habe ich schon im Kopf, was ich dazu anziehen

werde.

BRANKO B. GABRIEL: Offenbar hast du ein sehr gutes

Gespür für Styling, nicht nur bei Neto Clown,

sondern auch bei deiner Arbeit als Hairstylist.

NETO CLOWN: Natürlich, sonst wäre ich nicht

schon acht Jahre als Hairstylist selbstständig. Es

macht mir Spass, nicht nur mich zu verändern,

sondern auch meine Kunden. Sei es mit einem

neuen Haarschnitt oder mit einer coolen Farbe.

BRANKO B. GABRIEL: Seit kurzem bist du nun bei

Hair Sweet Home. Zusammen mit Irena de la

Boom betreibst du in Altstetten ein Coiffureatelier

der etwas anderen Art?

NETO CLOWN: Ja, das ist richtig, Irena und ich kennen

uns zwar noch nicht so lange, aber es hat

sofort gefunkt. Wir sind beide verrückte Paradiesvögel

und leben unseren Traum aus. Hair

Sweet Home ist ein Traum, den wir verwirklichen

konnten. Normale Coiffure-Studios sind

doch langweilig. Bei uns kann man neben den

üblichen Stylings auch gemütlich am grossen

Tisch (mit WEFree) abhängen, man kann sein Essen

mitnehmen, plaudern und auch networken.

Hair Sweet Home steht für den Haarbesuch in

Wohnzimmeratmosphäre. Das Atelier im Ambiente

der 50er-Jahre lädt zum Verweilen ein,

eben wie bei sich zu Hause.

BRANKO B. GABRIEL: Was bietet Hair Sweet Home

sonst noch an?

NETO CLOWN: Neben Haare scheiden, färben, stylen

und Make-up bieten wir auch die verrückteren

Sachen an, wie Party-Hochsteckfrisuren und

Hairtribals, das sind Muster auf dem Kopf die

wie Tattoos aussehen. Weiter kann man hier

auch Fotoshootings durchführen, mit und ohne

Kleiderstyling - wir haben ja einen abgefahrenen

Kleiderfundus. Auch kann man das ganze

Atelier für Werbefilm – oder sonstige Film-Produktionen

buchen. Neu steht den Kunden auch

ein Nailstudio zur Verfügung.

Hair Sweet Home

Badenerstrasse 816, 8048 Zürich

Neto Hairstylist 076 574 66 34

www.irenadelaboom.ch

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19


Szene CRUISER Edition Oktober 2012

Parties und

Events

Jack

the Love Sex & Madness

Issue

Mit dem Besuch des New Yorker DJs, Produzenten

und RMXers Larry Tee geht für das eingefleischte

Jack-Publikum ein Wunsch in Erfülung.

Bereits ein Jahr ist es her, als der Erfinder

von «Electro Clash» den Festsaal am Pelikanplatz

mit zischenden und peitschenden Sounds

in einen elektronisch zirpenden Dampfkessel

verwandelte. Es liegt in der Natur der Sache, genussvoll

Prickelndes wiederholen zu wollen. Im

Übrigen ist es das mutig durchmischte LineUp,

welches dazu verführt, diesen Herbstabend unter

JACKs Discokugel zu verbringen:

Kunden, Bekannte und Unbekannte. Nebst einer

kleinen Show erwartet die Gäste ein freier

Welcome Drink, feine Häppchen vom Huusmaa

und der obligate Geburtstagskuchen um Mitternacht.

10. Oktober 2012, ab 21.30 Uhr

Nikitas Balkan Party

Für diese Party gibt es nur eine Bezeichnung:

legendär! Wenn Nikita ihre Party veranstaltet,

dann fliegen die Fetzen bei den Drags und dann

bebt das Haus. Natürlich sind bei dieser Party

nicht nur Gays aus dem Balkan willkommen,

sondern von überall.

DJ Q-Bass

11. Oktober 2012, ab 21.30 Uhr

Dörfli Z‘Nacht mit Maja Brunner

Die beliebte Schlagersängerin Maja Brunner ist

ein letztes Mal zu Gast im T&M! Sie empfängt

die Gäste mit einem Potpourri ihrer Hits und

einem herzhaften Abendessen.

Jetzt Vorverkauf benutzen und sparen! Tickets im

Vorverkauf nur 15 Franken, Abendkasse 20 Franken.

Ticketverkauf bei Petra in der Pigalle Bar. Im

Preis inbegriffen ist Gehacktes mit Hörnli.

Während sich Angel O. musikalisch durch all

das bewegt, was er unter House und sein Publikum

unter Party versteht, setzt Zoer Gollin mit

HipHop und R‘n‘B auf den amerikanischen Beat

der bösen Buben.

Zwei Dancefloors, drei DJs und eine stampfende

Männerhorde.

Jack

Samstag, 20. Oktober 2012, Ab 23.00 Uhr

Festsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich.

www.jackcompany.com

www.twitter.com/jackcompany

T&M Specials

Murmelis Geburtstag

Murmeli, bekannt aus der Pigalle Bar und als

Geschäftsführer der Moustache Sauna feiert

Geburtstag. Und alle sind eingeladen: Freunde,

25. Oktober 2012, ab 20.30 Uhr

T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.tundm.ch

Cityboy

Neue Gay Party in zürich

Cityboy mag Zürich, Berlin und easy Jungs. Er

ist ein Stadtkind und liegt lieber am Letten als

im Solarium. Während andere bereits joggen,

tanzt er immer noch im Club. Am liebsten zu

House, egal, ob aus Chigaco, Detroit oder Berlin.

Hauptsache, kein DJ-Antoine-Zeugs! Und

ja, City boy ist schwul, auch wenn man es ihm

eigentlich gar nicht anmerkt. Weil seine Lieblingsmusik

vor allem in Clubs wie dem Hive,

dem Cabaret oder in der Büxe gespielt wird,

trifft man Cityboy oft dort – die ganze Nacht.

Nicht aber am Freitag, 12. Oktober. Da orga-

20


CRUISER Edition Oktober 2012

Szene

nisiert er nämlich selber eine Gay Party. Für

sich, seine Freunde und alle, welche die Liebe

zur guten Musik mit ihm teilen. Zum Auflegen

holt er sich Nici Faerber und Mik Maroo an die

Plattenteller, DJs, die in seinen Lieblingsclubs

auflegen und die man von den Behave-Parties

kennt.

Gibt es diesen Cityboy? Seine Party jedenfalls

schon!

Cityboy

Freitag, 12. Oktober 2012, ab 22.00 Uhr

Revier Club, Hohlstrasse 18, 8004 Zürich

www.revierclub.ch

«Lola Couture»

Der neue monatliche Party-

Glamour-Event in Zürich

«Man nehme Lola Sara Arnold-Korf, kurz Lola,

(...) umzingele sie mit einem Haufen durchgeknallter

Transen aus Berlin und Zürich, blutjunger

Boys, Heteros von Welt und Prominenz,

fülle alle mit Wodka und Champagner ab, fertig

ist Zürichs neue Party-Sensation: Lola Couture»,

so zu lesen in der offiziellen Pressemitteilung.

Und das Partyvolk? Erwünscht sind nach

Diva Lola ausschliesslich Geisteskranke und

andere Menschen ohne Sicherheitsgurt und

Schwimmweste. Das Motto «Berlin meets Zurich»

ist Programm: Berliner und Schweizer

Elektro- & House DJs (u.a. der Berliner M-Attack

und der Zürcher Malik), von der Tür bis an die

Bar nur reinrassiges Transenpersonal und/oder

Szenequeens zwischen allen Geschlechtern

und Orientierungen. Es gibt eine Live-Show mit

Piano-Begleitung (Linus) von Diva Lola höchstpersönlich

(Marlene Dietrich, Zahra Leander

und eigene Songs) und ab 6.00 Uhr morgens

private Geburtstagsparty bis mittags weit nach

Sonnenaufgang. «Die Zeiten der Bescheidenheit

sind nun endgültig vorbei.», meint Lola. Ab dem

Oktober erhält Zürich so jeden Monat eine glamouröse

neue Partyreihe (jeden zweiten Freitag

im Monat).

«Lola Couture»

Freitag, 12. Oktober 2012, ab 21.00 Uhr

Bazillusclub, Ausstellungsstrasse 21

8005 Zürich

Oktoberfest

Pigalle Bar und Club T&M

Wie jedes Jahr heisst es Ende Oktober «O’zapft is»

in der Pigalle Bar. Etwas kleiner zwar als auf

der Theresienwiese, aber deswegen nicht minder

lustig und bierselig. Nebst echtem bayrischen

Bier gibt’s im Pigalle natürlich auch Bedienung

in Lederhose und Dirndl sowie jede

menge Schlager.

Höhepunkt und Abschluss des Oktoberfestes

ist wie jedes Jahr der Pink Monday auf dem

Bauschänzli am 29. Oktober. Dieser Event ist

zwar schon längst ausverkauft. Wer aber kein

Ticket ergattern konnte, ist dafür an dem Abend

im T&M genau richtig zur Pink Monday Party

mit Festhüttenstimmung, Brezeln und jeder

Menge Gaudi.

Freier Eintritt.

16. – 29. Oktober 2012, Ab 22.00 Uhr

Pigalle Bar und Club T&M

Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.tundm.ch

www.pigalle-bar.ch

Cranberry Ugli

Die Party zu 15 Jahren

Cranberry

Das Cranberry feiert Geburtstag. Schon seit 15

Jahren ist das Cranberry in der Zürcher Altstadt

eine der beliebtesten Gay-Bars in der Schweiz.

Bereits früher heimste das Cranberry Cocktailpreise

ein. Nun ist Michi Bieri an der «Swiss

Cocktail Championship» in Luzern «Swiss

Champion 2012» geworden. Als solcher wird er

die Schweiz 2013 an der World Championship

in Prag vertreten. Der Cranberry-Geburtstag

wird mit Glitzerhaus am 19. Oktober 2012 in der

alten Kaserne gefeiert. Eintritt, Fr. 25.–

Cranberry Ugli

Freitag, 19. Oktober 2012, Ab 23.00

Alte Kaserne, 8004 Zürich

www.cranberry.ch

Apocalypse

Angels Black Party 2012

Einmal mehr haben die Angels-Organisatoren

«das Universum durchforstet nach den glänzendsten

Sternen». Sie haben Musik- und Show-

Stars gefunden und bringen sie Anfang November

ins Volkshaus, um die zu Ende gehende

Party-Saison 2012 noch einmal voll aufleben

zu lassen. Den Main Floor zum Beben bringt

der unbestreitbare «Master of the Turntables»,

DJ Pagano (U.K.), DJ ajaxx (Resident), DJ Zör Gollin

(CH), DJ Vasco (CH) und DJ RW (Amsterdam)

spielen ihren Sound auf den drei zusätzlichen

Dance Floors.

Vorverkauf in Zurich: Cranberry Bar,

Rathaus Café, Daniel H., Männerzone.

Tickets online: www.angels.ch oder

Ticketino (www.ticketino.com)

Black Party Apocalypse

Samstag, 3. November 2012

Türöffnung: 22.00 Uhr

Volkshaus Zurich, Stauffacherstrasse 60,

8004 Zürich.

www.angels.ch

Moustache Sauna

Jetzt auch während der

Nacht

Die Moustache Sauna in Zürich bietet ihren

Gästen seit Mitte September längere Öffnungszeiten.

Die Türen bleiben am Wochenende jeweils

bis 7 Uhr geöffnet. Mit diesem zusätzlichen

Angebot wollen die Betreiber ihren Gästen

am Freitag und Samstag die Möglichkeit geben,

nach dem Abtanzen in der Disco gemütlich

zu chillen und zu schwitzen. Dazu Roger alias

Murmeli, der Geschäftsführer: «Mit dieser

zusätzlichen Dienstleistung scheinen wir ein

echtes Bedürfnis zu stillen». Bis Ende November

genies sen Gäste der Nachtsauna einen reduzierten

Eintrittspreis von 25 Franken.

Die «strictly gay»-Sauna Moustache, welche seit

letztem November komplett neu renoviert ist,

befindet sich im Zürcher Kreis 4 (Tramhaltestelle

Kalkbreite). Sie bietet ein grosses Dampfbad,

einen Whirlpool, zwei Saunen, ein Schaumbad,

eine Ruhezone, viele grosszügige Kabinen, ein

Fumoir und natürlich eine gemütliche, reichhaltige

Bar mit freundlichem Personal.

Der reguläre Eintrittspreis beträgt 35 Franken,

in den zwei Stunden nach Betriebsöffnung und

3-4 Stunden vor Betriebsschluss kostet der Eintritt

nur 25 Franken. Reduzierte Eintrittspreise

für Studenten und Jugendliche. Youngsters bis

20 zahlen 19 Frnken. Dienstags ist Partnertag,

das heisst ein Eintrittspreis für zwei Personen.

Öffnungszeiten:

So - Do: 11.30 Uhr - 23.00 Uhr

Fr + Sa: 11.30 Uhr - 7.00 Uhr

Moustache Sauna, Engelstrasse 4, 8004 Zürich

044 241 10 80

www.moustache.ch

21


Fotostrecke CRUISER Edition Oktober 2012

Wilde Jungs

Die Rebellen von Bel Ami

Die Stars des Kult-Studios

Bel Ami sind ja eigentlich

eher als zarte Versuchung

bekannt. Dass sie

auch ganz anders können,

beweist Bel Ami Rebels,

der neue Bildband

des spanischen Celebrity-

Fotografen Joan Crisol. Er

inszeniert die attraktiven

Jungmänner in verwegenen

Posen und bringt ihre

draufgängerische Seite

zum Vorschein. Das Resultat

ist verdammt sexy

und überzeugt auf ganzer

Linie. Mit viel Selbstbewusstsein

und Sexappeal

zeigen uns die sonst

so süßen Jungs, dass jede

Menge ungezügelte sexuelle

Energie in ihnen

steckt.

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Bruno Gmünder Verlag

GmbH

Copyrights Cover:

Bel Ami, Joan Crisol

Copyright Innenteil:

Bruno Gmünder

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Kultur CRUISER Edition Oktober 2012

Iron Sky

Die Nazis warten hinterm

Mond auf ihre nächste Attacke

gegen die Menschheit.

Eine rabenschwarze Komödie

mit tollen Effekten.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs schaffen

es die Nazis mit Hilfe von riesigen Ufos, sogenannten

Reichsflugscheiben, die dunkle Seite

des Mondes zu besiedeln. Als sie im Jahr 2018

zufällig von einer amerikanischen Mondmission

entdeckt werden, sehen sie ihre Zeit gekommen,

wieder nach der Weltherrschaft zu

greifen. Von nun an lastet das Schicksal der

Menschheit auf den Schultern von Renate Richter,

einer von der Nazi-Ideologie überzeugte

Lehrerin mit Gretchenfrisur. Auf der Erde angekommen,

wird ihr jedoch schnell bewusst,

dass sie ein Leben lang einer Lüge aufgesessen

ist. Nur, wie soll es ihr gelingen, ihren machtbesessenen

Verlobten Klaus Adler und dessen

Götterdämmerung aufzuhalten?

Der Finne Timo Vuorensolas legt seinen ersten

professionell produzierten Spielfilm vor, eine

skurrile, rabenschwarze Komödie über eine

Gruppe von Nazis, die seit Ende des Zweiten

Weltkriegs auf der dunklen Seite des Mondes

nach Vergeltung trachtet. Mit spektakulären

Cecilia Bartoli

Ende September erschien

Cecilia Bartolis neues Album

«Mission». Begleitend dazu ein

Roman aus den Federn von

Donna Leon.

Nach dem aussergewöhnlichen künstlerischen

und kommerziellen Erfolg des «Sacrificium»,

das Cecilia Bartoli ihren fünften Grammy einbrachte,

befasst sich die Künstlerin zum ersten

Male in ihrer Studiokarriere mit der Zeit des

Frühbarock, wo sie einen verborgenen Schatz

herrlichster Juwelen entdeckte, mit denen jetzt

– fast durchweg in Weltersteinspielungen – ihr

neues Album bestückt ist.

Good As You

Hinreissender Kassenschlager

aus Italien, in welchem

fast alle miteinander ins Bett

hüpfen.

Der schüchterne HIV-positive Claudio trifft auf

einer Party auf den attraktiven Adelchi, und

Claudios lesbische Schwester Francesca auf

Adelchis verwirrte Hetero-Schwester Silvia.

Und dann ist da noch Marco, die Superschwuchtel

sowie weitere teils schräge Partybesucher. In

den folgenden Monaten kämpfen und schlafen

sie fast alle miteinander ... und es entwickelt

sich eine kleine skurrile Familie!

Die erste schwule Komödie Italiens war der absolute

Kino-Hit! Vier Männer und vier Frauen

lassen uns an ihrem Alltag teilnehmen, an ihren

Lebensläufen, ihren Liebesabenteuern und

Sexgeschichten. Regisseur Mariano Lamberti

meidet bei seinen Charakteren keineswegs Klischees,

er zeigt keinen Blick «auf», sondern einen

«aus» der schwulen Welt.

Effekten und atemberaubenden Designs realisiert,

begeistert die finnisch-deutsch-australische

Koproduktion mit ihrer verrückten Story,

wilder Action und respektlosem Humor.

Ab 25. Oktober auf Blu-ray und DVD

28

Das Programm enthält Musik des wenig bekannten

italienischen Komponisten Agostino

Steffani (1654–1728), der mit den verschiedensten

Affekten und Stilen zu hören ist: Solo-Arien,

Duette und Solostücke mit Chor (allesamt

in italienischer Sprache) sind dabei mit instrumentalen

Zwischenspielen verbunden, die

einen organischen Übergang von einem Titel

zum nächsten herstellen und so einen Bogen

schaffen, der das Album vom Anfang bis zum

Ende überspannt.

Die internationale Bestseller-Autorin Donna

Leon, die Cecilia Bartoli seit langem bewundert,

war von dem Projekt so fasziniert, dass sie

beschloss, das neue Album mit einem Kriminalroman

zu begleiten, der das geheimnisvolle

Leben des Komponisten in den Mittelpunkt des

Geschehens stellt. «Himmlische Juwelen» wurde

zur selben Zeit wie Cecilia Bartolis Album

veröffentlicht.

Decca / Diogenes

Der Film war umgehend nach seinem Kinostart

so populär, dass die katholische Gruppierung

«Militia Christi» zu einem Boykott aufrief, mit

der Begründung, Lamberti wolle «die Vereinigung

zweier Männer der von Mann und Frau

gleichstellen»... wie ungeheuerlich!

Ab sofort auf DVD


CRUISER Edition Oktober 2012

Kultur

Boulevard

Das Maiers Theater in Zürich

änderte seinen Namen:

Unter der Leitung von Peter

Denlo nennt es sich fortan

«Boulevard». Der Name ist

Programm.

Im September 2011 übernahm Schauspieler

und Theaterproduzent Peter Denlo das Maiers

Theater in Zürich. Nach der ersten Spielzeit ändert

er nun den Namen in «Boulevard». Das Theater

verfügt zudem über eine schicke Bar und

Lounge, in der es sich zu verweilen lohnt. Sie ist

täglich ab 16.30 Uhr geöffnet. Eine willkommene

Location am Albisriederplatz.

Von wegen Albisriederplatz: Seit Januar 2012

produziert Peter Denlo monatlich die hauseigene

Bühnensoap «Albisriederplatz – die Sitcom».

Jede einzelne Episode dreht Themen aus der

Nachbarschaft durch den Fleischwolf und lässt

Romeo & Julia

Die langerwartete Ballett-Premiere

im Zürcher Opernhaus

unter der Leitung von Christian

Spuck.

«Ist Liebe etwas Zartes? Sie ist zu rau, zu grob,

zu lärmend, und sie sticht wie ein Dorn.» So

heisst es in William Shakespeares berühmter

Tragödie Romeo und Julia, in der die Kraft der

Jennifer Lopez

Jennifer Lopez, die Pop-Latina

schlechthin, ist zum ersten

Mal in ihrer Karriere live in

der Schweiz.

Jennifer Lopez – oder kurz: J-Lo – wurde vom

Forbes Magazin zum einflussreichsten Star im

Showbusiness gekürt. Die Sängerin, Tänzerin,

Schauspielerin, Designerin und Unternehmerin

verzaubert seit über einem Jahrzehnt ihre

Fans. 1999 erschien ihr Debutalbum «On The 6»,

das mitverantwortlich war für die so genannte

«Latin Wave», die durch Stars wie Enrique

Iglesias, Ricky Martin und Marc Anthony zur

Jahrtausendwende weltweit die Hitparaden beherrschte.

die alte Tradition des Boulevardtheaters frisch,

frech und modern aufleben. Denlo programmiert

nach dem Prinzip «aus dem Quartier –

für das Quartier». Im Oktober wird nun bereits

die 8. Folge der Sitcom zu sehen sein. Eine treue

Fangemeinde ist ihr gewiss.

Bei «Leuchtfeuer» wird es ungemein dramatischer.

Die Geschichte spielt in England während

des Zweiten Weltkrieges. Eine Liebe in klassischer

Casablanca-Tradition, deren Premiere am

19. Oktober über die Bühne geht. Auch zu sehen

ist das Stück «Nest für einen Star». Was passiert,

wenn ein Ex-Banker und eine gescheiterte

Schauspielerin aufeinandertreffen? Höchster

Unterhaltungswert wird versprochen.

Ab 27. September.

Boulevard – Bar / Lounge / Theater

www.blvd.ch

Liebe zwei junge Menschen über sich hinauswachsen

lässt. Wie kaum ein anderer Stoff hat

Shakespeares Theaterstück Generationen von

Künstlern zu Bearbeitungen inspiriert. Heute

mag man kaum glauben, dass Sergej Prokofjews

Musik zu Romeo und Julia vom Moskauer

Bolschoi-Theater als zu wenig tänzerisch abgelehnt

wurde. So wurde das Ballett 1938 im

mährischen Brünn uraufgeführt, ehe es 1940 in

überarbeiteter Fassung am Leningrader Kirow-

Theater zu sehen war und einen sensationellen

Erfolg erzielte.

Christian Spuck stellt sich mit Romeo und Julia

zu Beginn seiner ersten Saison als Ballettdirektor

einer der grössten Herausforderungen für

einen Choreografen. Inspiriert von der bildhaften

Musik Prokofjews und der zeitlosen Aktualität

der Shakespeare-Tragödie, vereint er in

seiner ersten Zürcher Arbeit die Tänzerinnen

und Tänzer des Balletts Zürich und des Junior-

Balletts für seine Sicht auf die bewegendste Liebesgeschichte

der Weltliteratur.

Premiere: 13. Oktober, Opernhaus Zürich

Im April 2011 veröffentlichte die attraktive

Sängerin ihr mittlerweile siebtes Studioalbum

«Love?» und im Juli dieses Jahres erschien mit

«Dance Again» ein Best-of-Album mit ihren Hits.

Bis heute hat die schöne New Yorkerin über 55

Millionen Alben weltweit verkauft und in verschiedenen

erfolgreichen Kinofilmen mitgespielt,

darunter «Das Schwieger-Monster» oder

«The Wedding Planner». Im Sommer 2012 startete

J-Lo ihre aktuelle Welttournee. Unter dem

Motto «Dance Again» darf sich endlich auch ihre

Schweizer Fangemeinde auf den ersten Auftritt

von Jennifer Lopez in der Schweiz freuen.

Hallenstadion Zürich, 10. Oktober

29


Buch CRUISER Edition Oktober 2012

Die Geschichte

von Röbi und

Ernst

Im November erscheint das

Buch «Verborgene Liebe»

Von Martin Ender

Röbi Rapp und Ernst Ostertag

mussten ihre Liebe über Jahrzehnte

hinweg verstecken.

Nach über vierzig Jahren traten

sie 2003 als erstes gleichgeschlechtliches

Paar vor das

Zürcher Standesamt. Barbara

Bosshard erzählt in ihrem neuen

Buch die Lebensgeschichte des

über achtzigjährigen Paars.

In «Verborgene Liebe« erzählt das über achtzigjährige

Paar Röbi Rapp und Ernst Ostertag, beide

1930 geboren, von einem Leben, in welchem sie

alles, was sie öffentlich als Homosexuelle hätte

erkennbar machen können, tunlichst unterlassen

mussten. Jung verliebt, sie waren beide 26,

konnten sie ihre Zuneigung über Jahrzehnte

hinweg nur im Verborgenen leben. Ihre Träume

lebten Röbi und Ernst in der Schwulenorganisation

«Der Kreis», eine 1932 in der Schweiz gegründete

Organisation, aus. Auf «schwulengeschichte.ch»

erzählen die beiden: «Anfangs der

50er-Jahre sind wir beide in den «Kreis» eingetreten,

die zu jener Zeit einzige bestehende schweizerische

Organisation von Homosexuellen. Wir

waren eben 20 geworden. ‹Der Kreis› war, der

Name sagt es, ein Ghetto. Darin aber konnte

man sich für einmal frei und unbeschwert als

ganze Persönlichkeit bewegen. Überall draussen

sicherte nur ein perfekt geführtes Doppelleben

die berufliche und private Existenz.»

Der Kreis – Zeitschrift und Verein

Obwohl sich der Kreis immer als Zeitschrift der

«homophilen Sache» verstand, bildeten seine

Abonnenten faktisch einen Verein, dessen Feste

aus ganz Europa Gäste nach Zürich lockten. An

diesen Festen wurde Unterhaltung auf hohem

Niveau geboten. Alle Teilnehmer trugen Klubnamen

und die Adresskartei war lediglich «Rolf»

und «Charles Welti» zugänglich. Einige Pseudonyme

von Autoren und Künstlern konnten erst

in letzter Zeit aufgelöst werden oder sind immer

noch nicht aufgedeckt.

Während und noch einige Jahre nach dem Ende

des Zweiten Weltkrieges war der Kreis die einzige

Homosexuellenzeitschrift weltweit. Er konnte daher

neue Leser namentlich in Deutschland, Frankreich,

Grossbritannien und den USA dazugewinnen.

Die Zahl der Abonnenten erreichte 1959 mit

gegen 2000 einen Höhepunkt, wovon 700 ausserhalb

der Schweiz wohnten. Mit dem Aufkommen

von freizügigeren Magazinen in Skandinavien

ab Beginn der 1960er-Jahre verlor der eher konservativ

eingestellte Kreis einen bedeutenden Anteil

seiner Abonnenten und damit die finanzielle

Grundlage. 1967 musste die Zeitschrift das Erscheinen

einstellen. Da Röbi und Ernst damals mit

von den Jüngsten waren, sind sie heute praktisch

die letzten übrig gebliebenen Zeugen dieser Zeit

der Schweizer Schwulengeschichte.

Schritt in die Öffentlichkeit

Seit 2003, als Röbi und Ernst als erstes gleichgeschlechtliches

Paar vor das Zürcher Standesamt

traten, traten sie auch vermehrt in der Öffentlichkeit

auf. Sie engagierten sich bei Ausstellungen

zur Schwulengeschichte, veröffentlichten

Artikel und arbeiteten mit an «schwulengeschichte.ch».

Nun erzählt Barbara Bosshard in

ihrem neuen Buch die Lebensgeschichte des über

achtzigjährigen Paars. Dazu erklären die beiden

gegenüber CR: «Wir wollen mit diesem Buch vor

allem nach aussen in die Hetero-Welt aufklärend

wirken, was wir als enorm wichtig ansehen im

Vorfeld des Kampfes um volles Adoptionsrecht

etc. und um einen richtigen, wirksamen Diskriminierungsschutz.»

Im Vorwort zum Buch formuliert Klaus Wowereit,

Regierender Bürgermeister von Berlin: «Wir

müssen noch mehr Menschen klarmachen: Der

Kampf gegen Diskriminierung und für gleiche

Bürgerrechte ist kein Nischenthema. Denn hierbei

geht es um die Grundregeln unseres Zusammenlebens.

Es geht um die Achtung der Menschenwürde

und um die Freiheit, andere anders

sein zu lassen. Auch deshalb sind Bücher wie

dieses so wichtig.»

Noch ist das Buch nicht das letzte Kapitel in der

Öffentlichkeitsarbeit der beiden. Es folgen weitere

Aktivitäten. Stefan Haupt will einen Film

drehen mit der Story: «Der schüchterne Lehrer

Ernst Ostertag verliebt sich unsterblich in den

Varieté-Künstler Röbi Rapp.»

Barbara Bosshard, Verborgene Liebe,

Die Geschichte von Röbi und Ernst

www.woerterseh.ch

Buchpremiere «Verborgene Liebe»

Samstag, 3. November, Kaufleuten in Zürich

Tickets: www.kaufleuten.ch

30


CRUISER Edition Oktober 2012

Kolumne

Lasst uns die

Frauenzimmer

neu auskleiden!

Von Michi Rüegg

Die Schweiz wird männlicher. Das sage nicht

etwa ich in Bezug auf mich selber, das sagt irgendeine

Studie, die das Bundesamt für Statistik

im Auftrag des «Tages-Anzeigers» erstellt hat.

Die haben nachgezählt und gemerkt, dass der

Männeranteil heute höher ist als früher. Vermutlich,

weil im Gegensatz zu früher immer

weniger junge Schweizer als fremde Söldner in

den Kriegsdiensten von Europas Fürsten stehen.

Für die Schweiz ist das ja irgendwie erfreulich.

Nach Jahrzehnten der kollektiven Unterdrückung

des Mannes durch die Frau sind wir endlich

wieder genügend Kerle, um unsere Vorstellung

einer idealen Gesellschaft durchzusetzen.

Eines Landes, in dem man an jeden Busch pinkeln

darf. Oder in der S-Bahn laut rülpsen kann.

Und bei der Maniküre über Fussball spricht,

ohne dass die Beauty-Assistentin mit den Augen

rollt.

Rechte Politiker sind ja schon seit einer Weile

besorgt, weil die Lehrer heutzutage immer häufiger

Brüste haben und Lippenstift tragen. Gerade

für Kinder aus lesbischen Haushalten oder

anderswie zerrütteten Beziehungen, in denen

eindeutig das männliche Glied fehlt, ist die Absenz

des gestrengen Magisters im schulischen

Alltag eine bare Katastrophe. Wir erinnern uns

an das arme Kind, das so fest weinen musste,

weil die Schweiz vor ein paar Jahren das Harmos-Konkordat

angenommen hatte. Es ist verstummt,

das Kind. Brutal unterdrückt von einer

gendermaingestreamten Lehrerin mit Doppelnamen,

aber ohne Bindestrich dazwischen.

Die Auswirkungen dieser schädlichen Entwicklungen

auf die Volkswirtschaft sind verheerend.

Statt Landwirt, Ingenieur oder Mechaniker werden

die verweichlichten Buben Marketingleiter,

Architekt oder Videojournalist. Und selbst in

urtypischen Männerberufen wie Barbier trifft

man immer häufiger Frauen an, kein Wunder,

werden selbst die früher messerscharfen Rasierklingen

immer sanfter auf der einst so geschundenen

Männerhaut.

Es ist höchste Zeit, dass wir Männer das Ruder

wieder übernehmen und die Frauen dorthin

verweisen, wo sie hingehören: unter die Hauben

des Frisiersalons und an die Spazierwege renaturierter

Bäche, zusammen mit ihren weiblichen

Bekannten und deren Labradorhunden.

Frauen sollten wieder Korsette tragen, damit

ihnen der Atem fehlt, um Männern zu widersprechen.

Der Mann soll die Axt aus dem Keller

holen und nach alter Väter Sitte streng, aber

gerecht herrschen. Disziplin ist gefragt, auch

oder gerade, respektive insbesondere bei der

Jugend.

Vielleicht darf man in der männlichen Schweiz

auch mal wieder ordentlich Schwule verdreschen.

Sogar das ham’ die uns nämlich in den

letzten Jahren verboten, die blöden Weiber.

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Auf zwei Teller serviert

ein doppelter Genuss

Rehrückenfilet vom Grill

mit Wildrahmsauce / Trüffelsauce

und Herbstpilzen

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Rotkraut, Maronen, Rosenkohl,

gefülltem Apfel,

Birne mit Preiselbeeren,

Spätzli und Risotto

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CRUISER Edition Oktober 2012

Lifestyle

HOT 4 YOU!

1Jumpsuits for Men

Nicht nur Frauen sehen in einem Jumpsuit heiss aus, auch Männer können so was tragen

und das sieht sogar ziemlich scharf aus! Das bekannte Mode-Label New Yorker zeigt den

Männer-Jumpsuit in seiner aktuellen Herbst-/ Winterkollektion. Ob zum Sport, zum Shopping

oder für eine Party, im Nu ist man angezogen, ohne lange vor dem Kleiderschrank zu

stehen – denn mit nur einem Jump ist Mann von Kopf bis Fuss lässig und bequem angezogen.

Der trendige Overall ist in Grau oder Navyblau in den Grössen S bis XL bei New Yorker

erhältlich.

Gesehen bei New Yorker für CHF 69.95

2Scotch & Soda

Endlich gibt es auch in Zürich einen Scotch

& Soda Flagship Store. Auf mehr als 250

Quadratmetern bietet das Amsterdamer

Mode-Label eine tolle Auswahl an tragbarer

und spannender Mode. Immer

wieder gern gesehen sind die lässig gestreiften

T-Shirts und Hemden im typischen

Vintage-Look. Wer die neue

Boutique oberhalb des Bellevues nicht

findet, kann sämtliche Looks auch im

Webstore begutachten und kaufen. Ein

Muss für jeden Kerl ist das verwaschene

Jeans-Hemd!

Scotch & Soda, Rämistrasse 6, 8001 Zürich,

www.scotch-soda.com

3Carhartt in Frau Gerolds Garten!

Nicht gerade im Grünen, aber zumindest in Frau Gerolds Garten beim

Freitag-Tower im Kreis 5 liegt der neue Store von Carhartt. Der Store richtet

sich ausschliesslich an urbane City Cowboys und moderne Männer.

Längst hat sich der Brand von seinem Image als Hersteller von Arbeitsbekleidung

zum Liebling der Hipsters und Stadtnomaden gewandelt.

Ein besonderer Blickfang im neuen Laden ist die Lichtinstallation des

italienischen Künstlers Pietro Sanguinetti. Weitere Ateliers und Concept

Stores wie Street Files, TownHouse oder Zum Jungen Blut machen den

Gerolds-Markt zum Shopping-Paradies für Männer. Unser Favorit!

www.carharrt-wip.com, Carhartt Store, Geroldstrasse 23, 8005 Zürich

4Verlosung: Dermalogica Shave Kit

Viele Männer wissen nicht, wie man sich richtig pflegt und rasiert. Hier kann nun geholfen werden, denn Dermalogica hat die richtige

Pflege dazu. Das Einsteiger-Shave-System-Kit hilft der Haut, sich von Irritationen zu erholen und garantiert so eine perfekte Rasur. Das

Set beinhaltet: diverse Spezialprodukte, wie etwa den Daily Clean

Scrub, ein leicht schäumender Cleanser mit Peeling-Effekt und

einen Pre-Shave Guard für maximale Weichheit der Barthaare

bei gleichzeitigem Schutz vor Hautreizungen bei der

Rasur. Die Soothing Shave Cream schützt die Haut

bei der Rasur durch einen speziellen Gleitfilm und

verhindert so Reizungen. Der Post-Shave Balm gibt einen

kühlen Frischekick und nimmt

der Haut den fettigen Glanz und

hilft, eingewachsene Haare zu vermeiden.

Der Daily Defense Block

SPF15, eine leichte Tagespflege,

schützt die die Haut schliesslich

vor vorzeitiger Hautalterung. Alle

Produkte sind im Handel auch in

Normalgrösse erhältlich.

Der CR verlost 2x Shave System Kit! Mail an: info@bbgpr.ch

33


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WEEK END

24-25

NOV 2012

Du bist schwul,

bi oder transsexuell?

Wir brauchen dich für

unsere nationale Kampagne

„Break The Chains 2013“!

Werde ein Botschafter

und mach mit bei einem

einzigartigen Projekt.

Mit dir können wir HIV

aufhalten!

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Spiel mit uns!

Damit du mehr über uns und die

Kampagne erfahren kannst, laden wir

dich an ein Präsentations-Wochenende

ein: Am Samstag, 24. sowie am Sonntag,

25. November treffen sich Jungs aus der

ganzen Schweiz, um ihr Engagement

und ihre Ideen zu teilen. Der Checkpoint

Zürich übernimmt die Kosten.

Willst du dabei sein, dann wirst du unser

Botschafter. Die Kampagne startet

im März 2013 und wird drei Monate

andauern. Deine Teilnahme bei „Break

The Chains 2013“ wird sich auszahlen,

so oder so.

Dein Know-how gegen HIV!

Egal wie alt du bist, ob du schüchtern

oder ein Held bist; Du bist Teil der Gay-

Community, in Clubs, beim Sport oder

im Chat, egal. Du hast auch Lust deine

Energie und Know-how für ein Projekt

gegen HIV einzusetzen - jedes Talent ist

herzlich willkommen! Lass uns zusammen

eine Revolution starten: mit „Break The

Chains 2013“!

Melde dich an – jetzt!

www.breakthechains.ch/staff

Zusammen verhindern wir die weitere

Ausbreitung von HIV

WERDE BOTSCHAFTER BEI BREAK CHAINS 2013

THE


CRUISER Edition Oktober 2012

Kolumne

LONDON JAMES

Weg mit dem Klischee!

Liebe CR-Leser, mein Name ist

London James. Ich bin Blogger

und schreibe über den

Zürcher Gay Lifestyle und was

sonst so alles in meinem Alltag

passiert. Freunde von mir

bezeichnen mich demzufolge

als die «männliche Antwort

auf Carrie Bradshaw».

im Kopf: Bürstenhaarschnitt, gross und meist

keinen blassen Schimmer von Mode. Ich wurde

eines Besserer belehrt, die Lesbe von heute

kleidet sich modebewusst. Blazer, roter Lippenstift

und High Heels sind keine Ausnahmen.

Ich bin mir sicher, dass TV-Serien wie «The L

Word» oder «Lip Service» ihren Einfluss geltend

machen.

In einer Stadt wie London vermischen sich die

Grenzen. Ein Schubladen-Denken gibt es dort

Im Gegensatz zu Carrie, die nach sechs Jahren

ihren Mr. Big gefunden hat, bin ich immer noch

Single. Aber das stört mich nicht (immer). Tolle

Freunde bereichern mein Leben, das auch ohne

einen «Mr. Big» aufregend genug ist.

Neulich kehrte ich Zürich den Rücken und flog:

logo, nach London, wie mein Name schon sagt.

Mit meinem Kumpel Pascal stand mir ein erholsames

(?) Gay Weekend in Soho bevor. Ich wusste,

das London ziemlich gayfriendly ist, aber

die Realität schlägt dies um Längen! Besonders

in der Old Compton Street. Da wimmelt es nur

von schwulen Bars, Restaurants und Sex Shops.

In all diesen Locations tummelten sich so viele

schöne Männer und Frauen rum. Fern vom

Klischee. Von wegen «tuntig» oder so! Da waren

ganz normale junge Männer. Natürlich waren

auch viele von ihnen definitiv «pretty cool»!

Selbst für die Bären gibt es ne eigene Bar, das

Compton. Okay, Zürich bietet diesbezüglich die

Männerzone, nur, da war ich noch nie. Da ich

auf bärtige Kerle stehe, sollte ich das echt mal

nachholen! Aber zurück nach London. Da Pascal

einen anderen Männer-Geschmack an den

Tag legt, kamen wir uns nicht in die Quere. Er

bevorzugt die jungen, zarten Twinks bis 25 à

la Thomas Dekker, während ich eben kernige

Männer wie Tom Ford bevorzuge.

Und die Lesben! Ich gestehe, auch ich habe oft

das Klischee-Bild einer typischen Kampflesbe

nicht, zumindest erlebte ich das so. In Zürich

habe ich oft das Gefühl, dass wir Homosexuellen

mit Klischees geradezu überschwemmt werden:

Schwule trinken kein Bier. Lesben sind keine

richtigen Frauen. Bisexualität gibt es nicht.

Asia ten haben kleine Penisse. Das ist doch alles

Unsinn!

Und – was heisst das schon? Müssen wir nach der

Vorgabe leben, die manche Menschen von uns

erwarten? Nein. Ich trinke gerne Bier, schaue ab

und zu auch Fussball und einige meiner besten

Freundinnen sind Lesben. So what?

Wir leben im 21. Jahrhundert und sollten keine

Energie daran verschwenden, was heutzutage

typisch schwul ist und was nicht. Ein

moderner Mann kann heute modebewusst

sein, auf seine Ernährung achten und Sport

treiben. Am Ende trinkt er nach dem Yoga

einen Prosecco. Aber er muss deshalb nicht

schwul sein.

Weg mit dem Klischee und das Leben geniessen!

So wie die Leute in London. So wie London

James!

Mehr von London James unter:

www.londonjameszurich.com

35


Reisen CRUISER Edition Oktober 2012

Hotel Saratz in

Pontresina

Wo Tradition und Design

auf Engadiner Gastfreundschaft

trifft.

Von Branko B. Gabriel

Grandezza und Engadiner

Gastfreundschaft – das ist das

traditionsreiche 4- Sterne-Hotel

Saratz. Das vom Charme der

vorletzten Jahrhundertwende

geprägte Hotel vereint unter

seinem historischen Dach liebevoll

renovierte Zimmer und

Suiten sowie vier Restaurants,

davon das «Belle Epoque» mit

15 GaultMillau-Punkten. Für

pure Entspannung sorgen der

Wellnessbereich sowie das

orientalische Sarazenenbad.

Das 4-Sterne-Hotel Saratz in Pontresina steht für

ein modernes Lebensgefühl sowie Grandezza

und Eleganz. Dabei wirkt es nie unpersönlich,

sondern – im Gegenteil – äusserst familiär und

charmant. Es verströmt dank seinem Mix aus Alt

und Neu sowie Natur und Architektur vor allem

eins: eine einmalige Atmosphäre. Ein grandioses

Haus mit einer langen Engadiner Hoteltradition.

Das Hotel Saratz verlotterte allerdings beinahe

in den 70er-Jahren. Dann in den 90ern nahm

die fünfte Generation der Familie Saratz das

Ruder in die Hand und verhalf dem Hotel so

zu seinem ursprünglichen Glanz. Nach einer

Totalsanierung und mit einem Neubau wurde

wieder an alte Zeiten angeknöpft. Heute leitet

das Ehepaar Starkloff Geiger das Haus.

© pd

36


CRUISER Edition Oktober 2012

Reisen

Genussvoll dinieren

Das lichtdurchflutete Gourmetrestaurant «Belle

Epoque» wurde von GaultMillau mit 15 Punkten

ausgezeichnet. Hier wird die klassische französische

Küche mit einem besonderen Augenmerk

auf lokale Produkte zelebriert. Küchenchef

Valère Braun zaubert Feines mit frischen

und natürlichen Produkten auf den Tisch, das

den jeweiligen Jahreszeiten angepasst ist. Stilvolle

Möbel auf wertvollen Teppichen, edle

Hussen und Tischdecken sowie das gedämpfte

Kronleuchterlicht schaffen für den Genuss der

Kreationen eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Herrlich, der Blick durch die mit farbigen

Glasblumen verzierten Belle-Epoque-Fenster,

welcher dem Gast eine atemberaubende Sicht

auf das Rosegtal und dessen Gletscher bietet.

Für eine grössere Gesellschaft eignet sich der

über 130-jährige «Jugendstilsaal». Hier ist die

Zeit im wahrsten Sinne stehengeblieben, wunderbar

nostalgisch. Weitere Highlights sind die

gemütliche Terrasse und die Kaminbar mit Fumoir,

inkl. prasselndem Cheminée.

Wer es lieber rustikal mag, kommt im «La Cuort»

auf seine Kosten. Das intime und kleine Fondueund

Raclettestübli befindet sich in den ältesten

Gewölben des Hotels. Angrenzend daran findet

sich die angesagte «Pitschna Scena», die Bar

trägt die Handschrift des bekannten Schweizer

Künstlers Bernhard Luginbühl.

Zimmer mit überwältigender Aussicht

Die 63 modernen Zimmer im 1996 entstandenen

Gebäude «Ela Tuff» sind hell, farbig und in

einem klaren Design grosszügig eingerichtet.

Im Stammhaus «Chesa Nouva» finden sich ferner

30 Junior-Suiten, welche vor einigen Jahren

komplett renoviert worden sind und nun

modern einen Hauch Jugendstil versprühen.

Seit kurzem bietet das Saratz auch die Möglichkeit,

in der «Punt ota», dem neusten Gebäude

mit separatem Eingang, zu residieren. Auf über

110 Quadratmetern findet sich dort ein grosser

Wohn- und Essbereich mit integrierter Küche,

einem Schlafzimmer, Terrasse, einem Ankleidebereich

sowie einem Bad mit Erlebnisdusche.

Wellness de Luxe!

Der Wellnessbereich umfasst ein Hallenbad mit

Whirlpool und grosszügiger Liegehalle sowie

eine klassische Holzsauna und ein Dampfbad

aus Naturstein. Im alten Gewölbekeller befindet

sich das orientalische Sarazenenbad: eine

Neuinterpretation des Hamams – als perfekte

Verbindung von Geselligkeit und Wohlbefinden,

Stärkung und Gesundheit. Zusätzlich geniesst

der Gast Erlebnisduschen, Eisbrunnen, einen

Ruhe- und Fitnessraum. Diverse Massagen und

Kosmetikanwendungen vervollständigen das

Angebot. Draussen lockt dann das höchstgelegene

und grösste Freibad des Oberengadins, die

Bagnera, welche – je nach Wetterverhältnissen

– von Juni bis Oktober sogar beheizt ist und

wo während der Hochsaison den Gästen direkt

am Wasser Snacks, Grilladen und Salate serviert

werden. Der Gipfel der Entspannung ist

allerdings der 35 000 Quadtratmeter grosse

Hotelpark! Zum Angebot gehören ein Tennisplatz,

eine Finnenbahn sowie die Möglichkeit,

Tischtennis, Schach oder Boccia zu spielen. Die

Golfer finden eine Park Driving-Range, einen

Sandbunker sowie Pitching- und Putting-Green.

Dazu bietet das Umland zahlreiche Golfplätze

in Samedan (18-Loch), Zuoz (18-Loch) oder St.

Moritz (9-Loch). Im Winter haben die Gäste die

Qual der Wahl zwischen den Skigebieten Corviglia,

Corvatsch oder Diavolezza / Lagalb.

Fazit

Ein Top-Viersterne-Haus mit einer langen Hoteltradition.

Hier trifft Jugendstil auf Moderne.

Schöne grosse Zimmer und Suiten mit spektakulärem

Ausblick auf die Engadiner Bergwelt.

Auch kulinarisch bietet das Hotel Saratz seinen

Gästen Genuss auf höchstem Niveau, dank Sternekoch

Valère Braun. Unbedingt den Spa- und

Wellnessbereich ausprobieren!

Hotel Saratz

Via de la Staziun 2,

7504 Pontresina

www.saratz.ch

© pd

37


NEu

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Immer von Freitag auf Samstag

und von Samstag auf Sonntag

Nachtsauna bis 7 Uhr in der Früh.

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CRUISER Edition Oktober 2012

Prävention

«Ich stehe auf

Chems»

HIV, Sex und Drogen – eine

fatale Verbindung

Von Daniel Diriwächter

Die deutsche HIV-Kampagne

IWWIT präsentierte im

September ein neues Rollenmodel:

Florian, schwul und

HIV-positiv, der sich zu Party-

Drogen bekennt. Auch der

Checkpoint Zürich bietet ab

Oktober mit Queer Kiss einen

Kurs zum Thema MSM und

Drogen.

Das neue Rollenmodell der deutschen HIV-Kampagne

gibt zu reden. Florian, 33, steht auf Sex.

Gerne mal härter, gerne auch mal in der Gruppe.

Damit es aber wirklich geil wird, steht er zusätzlich

auch auf Chems, also Drogen. Und Florian

ist HIV-positiv. Mit seiner Haltung avancierte er

zum neuen Rollenmodell der deutschen Kampagne

«Ich weiss, was ich tu», kurz IWWIT. Die

Deutsche Aids-Hilfe fand mit Florian ein reales

Rollenmodel, das sich medial zum Drogenmissbrauch

bekennt. Der Augsburger öffnet mit seinen

offenen und klaren Aussagen zu Sex und

Rausch neue Türen in der «präventionsmüden»

Gay Community.

Sexparties sind fester Bestandteil in Florians

Leben. Er steht auf Gruppenaktionen,

Sex mit vielen verschiedenen Männern.

Drogen gehören für ihn dazu. Durch

sie bringt ihm der Sex die Befriedigung, die

er sich wünscht. Florian hat in den vergangenen

Jahren schon einiges ausprobiert; Angefangen

bei Poppers, über Speed und Crystal

bis zu GHB und Ketamin. Drogen sind

ein fester Bestandteil in der schwulen Party-

Szene – in Deutschland wie in der Schweiz.

Selbst in etablierten Clubs gehen Dealer ein

und aus, die Party-Gänger konsumieren meist

ohne Augenzwinkern ihren Stoff. Ein solches

Verhalten hat Einfluss auf den eigenen

Schutzmechanismus in Sachen HIV

und anderen STI. Wie geht Florian mit HIV

und Chems um? Was tut er, um sich und

seine Sex-Partner zu schützen? Sein ehrliches

Interview ist auf der Webseite

www.iwwit.ch nachzulesen.

Queer-Kiss

Auch der Checkpoint Zürich reagiert

auf diese Tatsache. Mit dem Kurs

Queer-Kiss soll die Kompetenz beim

selbstbestimmten Substanzkonsum

für schwule Männer geschult werden.

Drogen sind für einige Männer

ein selbstverständlicher Bestandteil

einer gelungen Party,

eines entspannten Abends oder

eines geilen Sexdates. Ob

Poppers auf dem Nachttisch,

die Ecstasy-Pille

an der Party, Speed,

Kokain, GHB oder

Crystal beim Sex oder Alkohol im Ausgang. Einige

haben mit dem Konsum keine Probleme,

bei anderen kann der Konsum zu schweren sozialen,

psychischen, körperlichen oder finanziellen

Schwierigkeiten führen.

Queer Kiss besteht aus einem Vorgespräch und

acht Kursabenden und bietet die Möglichkeit,

den Konsum zu überdenken – ihn zu halten –

oder gar zu reduzieren. Der Teilnehmer setzt

seine Ziele selbst. Der Kurs beginnt am 4. Oktober

und kann über die Krankenkasse abgerechnet

werden.

Detaillierte Infos und

Anmeldung unter:

www.checkpoint-zh.ch

Florian © www.iwwit.ch

39


Gesundheit CRUISER Edition Oktober 2012

Pia

Für den Fall der

Urteilsunfähigkeit

Ich sage es jetzt mal so: Am Tag nach dem Ausgang

kann man sich «Urteilsunfähigkeit» oft

besonders gut vorstellen. Viel näher wollen wir

auf diesen Satz jetzt gar nicht eingehen – bin

selber erst grad aufgewacht und hab keine Ahnung,

wer die Person am Ende der Matratze ist.

Man muss also kein Fleisch-Kleid tragen, um

Gaga zu sein. Es genügt ein bisschen viel Alkohol,

Drogen oder beides…, ein Unfall, ein Schlaganfall,

ein Infekt oder auf dem Heimweg mit

dem Velo stürzen und die unbehelmte Birne

am Bordstein anschlagen etc. – schon ist man

nicht mehr Herr seines Willens oder zumindest

seiner Worte.

Und darum ist an dieser Stelle bereits jetzt die

Neujahrsbotschaft angebracht, so wahr ich Pia

Spatz, Expertin für eindringliche Beratungen

mannigfaltigster Art, bin:

Am 1. Januar 2013 tritt das neue Erwachsenenschutzrecht

in Kraft, welches Teil des Schweizerischen

Zivilgesetzbuches ist. Mit dieser Gesetzesreform

erhalten Patientenverfügungen

und Vorsorgeaufträge eine neue und wichtige

Bedeutung, welche nicht zuletzt für schwule

Männer besonders wissenswert ist.

Für den Fall nämlich, dass man plötzlich dauerhaft

oder auch nur vorübergehend urteilsunfähig

ist, muss man sich nicht mehr drauf verlassen,

dass die Eltern – mit denen man allenfalls

nur einmal im Jahr ein Stück Christstollen isst

– oder noch fremdere für einen die richtigen

Entscheidungen treffen. Das heisst, eine urteilsfähige

Person kann für zukünftige Situationen,

in denen eine mögliche Urteilsunfähigkeit eintreten

sollte, Entscheidungen treffen. Mit einem

Vorsorgeauftrag kann eine urteilsfähige

Person jemanden ernennen, der an ihrer Stelle

alltägliche Aufgaben erledigt, wie z.B. Rechnungen

bezahlen, die Post erledigen, Haustiere

füttern etc.. Man kann dieser Person verschiedene

Vollmachten erteilen, welche zum Beispiel

die Vermögensverwaltung oder die gesetzliche

Vertretung im Allgemeinen einschlies sen.

Salopp gesprochen: Mit dem Vorsorgeauftrag

kann man in der Zeit, wo man bei Trost ist, ein

paar Dinge regeln für die Zeit, wo man eben

allenfalls nicht mehr alle Latten im Zaun hat.

Der Vorsorgeauftrag tritt erst in Kraft, wenn

man selbst urteilsunfähig wird. Der grosse

Benefit ist, dass man nicht mehr total ausgeliefert

ist, sobald einem der Verstand verreist,

sondern nur noch halb ausgeliefert. Aber dafür

einer Vertrauensperson, die man vorher selber

bestimmen kann. Diese Person erhält in allen

medizinischen Belangen umfassende Auskunft,

auch ohne dass zum Beispiel eine registrierte

Partnerschaft besteht.

Das ist wichtig für uns, denn gerade unter

Schwulen ist oft der Kontakt zu Freunden stärker

als zur Familie, oder die Eltern sind gar

nicht mehr da, um diese Aufgabe zu übernehmen.

Neu müssen Ärzte bei jeder urteilsunfähigen

Person prüfen, ob eine Patientenverfügung oder

ein solcher Vorsorgeauftrag besteht. Dazu kann

ab 2013 jeder auf seinem Krankenkassenkärtchen

einen Vermerk anbringen, der festhält,

dass eine Patientenverfügung erstellt wurde

und wo sich diese befindet. Ist dies der Fall, so

muss die darin genannte Vertrauensperson in

jedem Fall kontaktiert und deren Entscheidungen

über medizinische Massnahmen berücksichtigt

werden.

Wichtig ist, dass der Vorsorgeauftrag von Hand

geschrieben, datiert und unterschrieben ist.

Er muss weder notariell beglaubigt noch im

Stadthaus hinterlegt werden. Ihr könnt den

in der Nachttischschublade haben oder in der

Kaffeedose im Regal – wichtig ist nur, dass man

ihn findet. Die Patientenverfügung hingegen

ist ein Formular, welches man im Internet auf

verschiedenen Seiten herunterladen kann. (z.B.

Schweizerisches Rotes Kreuz, www.srk-zuerich.

ch/Patientenverfuegung). Dort genügt es, die

relevanten Felder anzukreuzen und zu unterschreiben.

Zu bedenken ist, dass es durchaus belastend

sein kann, für eine andere Person allenfalls

schwerwiegende medizinische Entscheidungen

zu treffen. Es ist daher wichtig, sich vorher darüber

zu unterhalten – und auch auf der anderen

Seite als Vertrauensperson gut zu überlegen, ob

man eine solche Verantwortung tragen möchte

und kann.

Ich möchte euch nicht nur raten, diese Papiere

zu erstellen, sondern auch Mut machen, die

Verantwortung für Personen, die euch nahe

stehen, zu übernehmen. Das neue Recht stärkt

die Selbstbestimmung, und Selbstbestimmung

finden wir ja alle geil.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen goldenen

Herbst und eine erfolgreiche Hirschjagd...

Eure Pia

40


CRUISER Edition Oktober 2012

Gesundheit

ICH

FÜHLE MICH

NACKT

OHNE MEINE

BRILLE!

Sonnenbrand

Brille:

Hallo Dr. Gay

Ich bin gestern aus den Ferien zurückgekommen und hatte meinen

Freund seit drei Wochen nicht gesehen. Wie du dir denken kannst, sind

wir sofort übereinander hergefallen. Erst später merkte ich, dass er sich

vom Sonnenbrand auf der Schulter gepellt hat. Ich hatte ihn jedoch überall

abgeleckt, auch an der Schulter. Nun weiss ich nicht, ob ich da etwas

von der abgepellten Haut verschluckt habe. Besteht hier eine Ansteckungsgefahr?

Gruss, Tobias, 34

Hallo Tobias

Haut, die sich aufgrund eines Sonnenbrands pellt, birgt keinerlei Ansteckungsgefahr

für HIV oder andere sexuell übertragbare Krankheiten. Es

ist aber empfehlenswert, sich vor dem Sonnenbaden mit einer Sonnencreme

mit hohem Schutzfaktor einzucremen, um das Hautkrebsrisiko

zu verringern.

Alles Gute, Dr. Gay

Ansteckung ohne Virus

Hallo Dr. Gay

Ist es möglich, sich mit HIV anzustecken, auch wenn der Partner nicht

HIV-positiv ist? Oder anders gefragt: Kann sich das Virus auch einfach im

Körper bilden? Vielen Dank für die Antwort.

Julian, 16

Hallo Julian

Nein, das ist nicht möglich. HIV kann sich nicht selbständig im Körper

eines Menschen bilden. Für eine mögliche Ansteckung muss mindestens

einer der Beteiligten das HI-Virus in sich tragen. Deshalb ist es beim Sex

mit Personen, deren HIV-Status du nicht kennst, wichtig, die Safer-Sex-

Regeln einzuhalten: Ficken nur mit Gummi, kein Sperma oder Blut in

den Mund, bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt. Wenn du diese

Regeln einhältst, bist du bezüglich HIV auf der sicheren Seite.

Alles Gute, Dr. Gay

Getränk geteilt

Hallo Dr. Gay

Kürzlich im Ausgang habe ich mein Getränk unter meinen Freunden herumgegeben

und jeder trank etwas davon. Aus diesem Glas hat dann auch

ein Freund eines Freundes, der HIV-positiv ist, getrunken. Gleich nach ihm

habe ich wieder daraus getrunken. Aus zahlreichen Berichten weiss ich

eigentlich, dass eine Übertragung über Speichel nicht möglich ist und

trotzdem lässt es mir keine Ruhe. Deshalb wäre ich froh, wenn ich noch

die Meinung einer Fachperson haben könnte.

Tim, 19

Hallo Tim

Was du von den zahlreichen Berichten weisst, ist richtig: Eine Übertragung

von HIV über Speichel bzw. durch Teilen eines Getränks, wie du es

beschreibst, ist nicht möglich.

Alles Gute, Dr. Gay

LOVE, MARILYN

EIN THEATERSTUCK VON HANNA SCHEURING

NACH TEXTEN VON MARILYN MONROE

UND JOYCE CAROL OATES

A B

2 6 . S E P T E M B E R

2 0 1 2

Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz

41


ZURICH PLACES // gaycity.ch

15

11

4

13

PLATZSPITZ

SEEBAHNSTRASSE

STAUFFACHERSTRASSE

KALKBREITENSTRASSE

12

BÄCKERANLAGE

ENGELSTRASSE

13

BADENERSTRASSE

HOHLSTRASSE

LANGSTRASSE

BIRMENSDORFERSTRASSE

14

LANGSTRASSE

HELVETIAPLATZ

STAUFFACHERSTRASSE

MILITÄRSTRASSE

KASERNENAREAL

Rudolf-Brun-

Brücke

Stauffacherbrücke

LAGERSTRASSE

KASERNENSTR.

Sihlbrücke

Sihl

GESSNERALLEE

MUSEUMSSTRASSE

15

9 14

2 3

8

9 14

2 3

8

9 14

STAUFFACHER

2 3 9 14

8

8

3 14 3 14

2 9

HAUPTBAHNHOF

13

BAHNHOFSTRASSE

PARADEPLATZ

2 9 6 7

8 13 11

3 14

13

LINDENHOF

Walche-Brücke

4

13

Bahnhofbrücke

Rathausbrücke

1

Münsterbrücke

4

15

LIMMATQUAI

4

15

2

10

4

15

CENTRAL

4 3 5 6

15 7 10

NIEDERDORFSTRASSE

9

5 7

6

8

SEILERGRABEN

4 3

BAHNHOFSTRASSE

Limmat

8 13

BELLEVUE

4 15 5

2 9 8 11

A1

2 9 8

Quaibrücke

12 Moustache

DIE SAUnA FÜR MÄnnER

Engelstrasse 4

www.moustache.ch

1 Rathaus caFÉ

BAR – CAFé

Limmatquai 61

www.rathauscafe.ch

7 the dynasty club

3 BARS – 1 EnTRAnCE

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

13 huusMaa

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR

Badenerstrasse 138

www.huusmaa.ch

APP

RUNTERLADEN

2 cRanbeRRy

BAR

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

8 Macho

CITY SHoP

Häringstrasse 16

www.macho.ch

14 Renos Relax

CLUB SAUnA

Kernstrasse 57

www.renosrelax.ch

3 tIPtoP baR

SCHLAGER – DRInK – TREFF

Seilergraben13

www.tiptopbar.ch

9 johannIteR

RAUCHER LoUnGE

Zähringerstrasse 33

www.johanniter.com

15 Route 39

B&B AnD APARTMEnTS

Winzerstrasse 39

www.route39.ch

4 baRFüsseR

CAFé – BAR – SUSHI

Spitalgasse 14

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APRIL 2012

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CRUISER Edition Oktober 2012

FR 28. Sept.

Zürich

21.30 t&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation. Live DJ.

Infos www.facebook.com/tundm.club

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren cruising4men

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Friday naked

SA 29. Sept.

Bern

23.00 Ju l iu s: Party im Schichtwechsel, Waldeggstrasse

47, 3097 Liebefeld (S6, Linie 10, 17

& 29 ab Bern HB). Neue junge DJs

Chur

14.00 Schlagerparade 2012: Der Umzug der

16. Schlagerparade startet um 14h auf

dem Parkplatz der Stadthalle Chur. Die

genaue Streckenführung ist von der

Stadthalle durch das Welschdörfli, über

die Grabenstrasse, über den Postplatz und

Poststrasse zum Martinsplatz. Livekonzerte

u.a. mit dem Kultstar Gitte Haenning auf

der Schlagerbühne Arcas ab 16h. Ab 23h

Schlagerparties in diversen Lokalen bis in

den frühen Morgen.

Infos www.schlagerparade.ch

Zürich

08.00 Gay Bikers zürich: Deutschland Tour bis

30.9. Genaue Infos und Anmeldung über

www.gaybikers.ch

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen. U-30

Special. Youngster haben reduzierten

Eintritt zu Fr. 9.-. Über 30 Jahre normaler

Eintritt von Fr. 30.-

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren cruising

unlimited. Bierpass 3 für 2

22.30 Aviator Layover Party: Tokyo DJs Juiceppe

& Micke Hi. Animation Gogo Robots. Im

Papiersaal, Kalanderplatz (Sihlcity, Bus 33,

Tram 13, S4 & Nachtbus & -zug).

Infos www.itraveller.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Ultrarubber. Bierpass 3 für 2

23.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Vollmond-Party

Anzeige

SO 30. Sept.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 Das Komplott

Soundsystem - Catwalk Tunes

Zürich

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end.

Gratiseintritt

Oktober 2012

MO 01. Okt.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y,

Gratiseintritt

DI 02. Okt.

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino

der Reitschule. «We were here», Doku über

die Jahre 1976 bis 1997 in San Francisco

und Interviews mit Überlebenden der Aids-

Krise. USA 2011, Digital 90 Min., E/d. Bar ab

20h, Film um 20.30h.

Infos www.gaybern.ch/uncut

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &

Cruise. Gratiseintritt

MI 03. Okt.

Zürich

19.30 z & h: Schwule Studis an Uni & ETH Filmabend:

«Nordzee, Texas», Rämistr. 71. Genaue

Infos www.zundh.uzh.ch

20.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Naked (Mask) Party. Masken können für

Fr. 5.– gemietet werden

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ Brand

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt

DO 04. Okt.

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

19.30 Queer-Waves: für Lesben, Schwule,

Bisexuelle, Tansgender und Intersexuelle.

Tanze deinen Tanz! 5-Rhythemtanz für

Queres. Eine Wohltat für Körper, Geist

und Seele. Keine Vorkenntnisse nötig.

Mitbringen: bequeme Kleidung und etwas

zu trinken. Getanzt wird barfuss oder in

leichten Tanzschuhen. Gemeindezentrum

Hottingen, Gemeindestr. 54. Fr. 25.–.

Info www.ibp-institut.ch, 052 319 40 44,

fischer.b1@bluewin.ch

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Techno-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Gratiseintritt

FR 05. Okt.

Basel

22.00 Supergay: DJs von Dead Poets &

Original Flavor. Ab 20 Jahre. Garage, Binningerstrasse

14.

Infos www.supergayparty.ch

Zürich

22.00 Lollipop Party: mit 4 Tanzpisten! Heute

Stargast Anna-Maria Zimmermann.

Konzert ab 23.30h. Lollipop Floor: Schlager,

Schweizerhits, Mallorca, Klassiker & Canzoni;

Wannabe Floor: 80er/90er Party Hits;

Après Suisse Floor: Die grössten Pistenheuler

und Hitparaden Knaller. Plus Karaoke

Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118. Vorverkauf

Fr. 25.-, Abendkasse Fr. 28.-, nur Party ab

00.30h Fr. 20.-. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Free to love: presented by Palace & Purplemoon.

DJs Juiceppe, Ambient P., Soulchild

& Olivia Fey als live Vocalist. Special Deco

& Visuals. Alte Kaserne, Kanonengasse 16.

Infos www.purplemoon.ch &

www.swisslesbians.ch.

Vorverkauf über Starticket

22.00 Rage:

Wagistr. 13, Schlieren Bad Boyz Friday

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

Agenda

23.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Sportswear & Sneakers

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB. Sportswear only

LIVE RUND UM DIE UHR:

Aufregende Flirts

Junge Gays Live

Scharfe Boys online

CHF 2.-/Min.

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Agenda CRUISER Edition Oktober 2012

SA 06. Okt.

Basel

22.00 G a meB oys: DJs Zombie Disco Squad &

Suddenly Neighbours. Visuals by Aawesome

Colors. Kuppel, Binningerstrasse 14. Fr. 18.–,

earlybird Fr. 12.–. Infos www.game-boys.ch

Luzern

22.00 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum

Geissensteinring 14. Ray6. Party mit DJs.

Gratiseintritt

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht.

DJ Elkaphone

Thurgau

19.00 G o !:GayOstschweiz! Essen und Film im

GO! Lokal, Frauenfelderstr. 100, Matzingen.

Reichhaltiges Buffet inkl. frischer Rösti. Ab

19h warmes Essen, ab 20h Film «Kondom

des Grauens». Fr. 13.50 für Mitglieder, Gäste

Fr. 18.50. Anmeldung für Essen bis 4.10.

unter info@go-club.ch oder 052 366 00 17

19.30 HOT: Spezialanlass im HOT, Wilerstrasse

5, 9545 Wängi Mysterie Party. Türöffnung

21h. Showbeginn 22h. Musikalische Darbietung

von Lula Bee & Friends. Kürung König/

Königin der Nacht 2012. DJ K12B. Coole und

blutige Dinks, Snacks. Fr. 10.– Vereinsmitglieder,

Gäste Fr. 20.–

Zürich

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

Anzeige

22.00 Rage:

Wagistrasse 13, Schlieren cruising4men

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Open sector, diesmal kein Dresscode

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

SO 07. Okt.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 Birthday Bash!

9 Jahre Untragbar. DJ High Hells on Speed.

Sounds from 2003 to 2012

Zürich

09.40 HAz outdoor: Sportliche Velotour. Von

Turbenthal, Tablat, Sternenberg, Alewinde,

Roopel, Sitzberg, Rengerswil nach Bichelsee

und zurück nach Turbenthal. treff 09.40h

Zürich HB, Gleisanfang 51-54 oder 10.46h

Bahnhof Turbenthal. Genaue Infos & Anmeldung

über www.haz.ch/outdoor/aktuell

19.00 tanzleila@Exil: Party von Frauen für

Frauen. Ab 19h Salsa-Special, ab 21h DJ

Anouk Amok, ab 23h DJ Sabaka

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 08. Okt.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

DI 09. Okt.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &

Cruise. Gratiseintritt

MI 10. Okt.

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki:

Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur. Treffpunkt

für das translesbischwule Bern.

Infos www.3gang.ch

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

20.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake-Night

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ Heldin

im Chaos. Electro clash, electro trash

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch) und freiwillig nackt

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

DO 11. Okt.

Basel

19.00 transmenschen und das Schweizer

Recht: Öffentliche Veranstaltung mit Podiumsdiskussion

mit Udo Rauchfleisch und

Alecs Recher. Moderation Tarek Naguib.

Hotel Bildungszentrum 21, Missionstrasse 21

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CRUISER Edition Oktober 2012

Agenda

Zürich

10.00 z&h Schwule Studis: an Uni & ETH

Coming Out Day 2012. Rämistr. 71. Genaue

Infos www.zundh.uzh.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 12. Okt.

Basel

22.00 Escargot: Subjkts DJ Duo aus Basel mit

Deep House. Zudem Suddenly Neighbours

& Mickey Morris. Fr. 5.– vor Mitternacht,

danach Fr. 12.–. Kuppel, Binningerstrasse 14

Zürich

19.30 H A Z - C ent ro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Toni

20.00 ga y: my way: Schwule Männer im

Coming-out Treff im HAZ-Centro,

Sihlquai 67. Coming-out Gespräche in

Kleingruppen

20.00 Oktoberfest im Pigalle:

und T&M Marktgasse 14

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20.00 L M Z: der Schwule Schweizer Motorradclub

Stamm im Restaurant Moléson,

Grüngasse 7, 8004 Zürich

22.00 City Boy goes Clubbing: Gay & geil.

DJs Nici Faerber & Mik Maroo. Revier Club,

Hohlstrasse 18. Fr. 10.–.

Infos www.facebook.com/cityboy.zuerich

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cum,

cruise & enjoy

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Underwear, Jocks & naked

SA 13. Okt.

Basel

23.00 QueerPlanet Party: The hot house & electro

house party for gays, lesbians and friends. DJs

Taylor Cruz & Miss Delicious. Im Singerhaus,

Marktplatz 34. Infos www.queerplanet.ch

Luzern

22.30 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum Geissensteinring

14. Sublime. mit She DJ Funky Manko.

Open for all sex & gender

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Herbstdinner. Fr. 20.–.

Infos & Anmeldung www.badgasse8.ch

Zürich

19.00 come together: Jubiläumsparty – ein Jahr

come together. Lesbian & Gay Party 30+. Ab

19h Kulturbar. Ab 21h Party mit She DJ Eve

& Friends. Marquee Club, Weinbergstrasse

68 (Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).

Infos www.party4lesandgay.ch

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 70ties & 80ties

Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass X-treme Leather & Rubber

SO 14. Okt.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Klangfieber

– Tulpenbeat & Jasminsound

Ganze Schweiz

09.00 Les lacets roses: Rundwanderung im

Sundgau, Teil 2. Treffpunkt 09h Basel SBB

Passerelle, Läckerli Huus. ID und Euro

mitnehmen!

Zürich

14.00 EntreNous: Sunday Tea Dance Treff für

tanzbegeisterte Lesben und Schwule zu

Standard- und lateinamerikanischen

Tänzen oder einfach zum plaudern. Club

Silbando (Swisscom Gebäude), Förrlibuckstr. 62

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Neumond-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end.

Gratiseintritt

MO 15. Okt.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y,

Gratiseintritt

DI 16. Okt.

Aarau

20.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Treff Wildessen.

Details nach Anmeldung bei pkamer@

hotmail.com

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino

der Reitschule. «Bumblefuck» - am Arsch

der Welt im ländlichen Iowa, USA/NL 2011,

Digital 90 Min, E/d. Bar ab 20h, Film um

20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &

Cruise. Gratiseintritt

MI 17. Okt.

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern.

Infos www.3gang.ch

45


Agenda CRUISER Edition Oktober 2012

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ Mary Ocher

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt

DO 18. Okt.

Zürich

20.00 Lesung mit Sunil Mann: aus seinem

Buch «Uferwechsel». Im Aron Lounge Café,

Rolandstr. 9

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 19. Okt.

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy people@The

Loft Haldenstr. 21 DJs Whiteside &

C-Side. MC Stephen Davis

Zürich

21.30 t&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Nachtsauna mit Stutenmarkt

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising

unlimited

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22.00 Lollipop Party: 17 Jahre Lollipop Party -

17 Jahr blondes Haar. Mit vielen Überraschungen!

4 Tanzpisten! Lollipop Floor:

Schlager, Schweizerhits, Mallorca, Klassiker

& Canzoni; Wannabe Floor: 80er/90er

Party Hits; Après Suisse Floor: Die grössten

Pistenheuler und Hitparaden Knaller. Plus

Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118.

Infos www.lollipopparty.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Erection – Full fetish

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Techno-Party

SA 20. Okt.

Lausanne

21.00 Naked: Bastards Nackte Sexparty im

Trafick Sex Club, Avenue de Tivoli 22 (gegenüber

Pink Beach). Strikter Dresscode: Nackt!

Nur die Schuhe kannst du anbehalten. Fr.

20.- (inkl. 1 Getränk). Einlass nur bis 23h. Ab

01h ist auch die Sauna Pink Beach offen. Fr.

15.- mit Quittung der Naked Bastards. Infos

www.gayromeo.com/naked_bastards

Luzern

22.30 Kon z er t: The Scouts Punk Rock im

Lesbischwulen Zentrum uferlos,

Geissensteinring 14. Freier Eintritt

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann: St. Jakob-Strasse

91. Lange Nacht. Oriental night

Winterthur

21.00 WiLSCH-tanze: Ü18 Party für LesBiGay &

Friends. DJs SBajra & Surprise DJ. Lightfire,

Harzachstr. 2, 8404 Winterthur (Fussweg

vom Bahnhof Seen, Gratisparkplätze)

Zürich

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Freistoss -

Locker room! Sportswear & Sneakers

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Freistoss - Locker room! Sportswear

& Sneakers only!

23.00 Jack Party: DJs Larry Tee aus New York,

Zör Gollin & Angel O. Kaufleuten, Festsaal,

Pelikanplatz. Infos www.jackcompany.com

SO 21. Okt.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 Dià 7 Chäs-

Chüächli, Gouda Gala & Feta Fätze –

Rock, Pop, Swing

Thurgau

11.00 G o !:GayOstschweiz! Herbst-Brunch im Go!

Lokal, Frauenfelderstr. 100, 9548 Matzingen.

Reichhaltiges Buffet inkl. Rösti.

Fr. 26.– für Mitglieder, Gäste Fr. 31.–.

Anmeldung bis 20.10. info@go-club.ch oder

052 366 00 17

Zürich

11.00 Gay Bikers zürich: Peters Spa im Säntispark.

Infos www.gaybikers.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 70ties &

80ties Party

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

46


CRUISER Edition Oktober 2012

Agenda

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 22. Okt.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

DI 23. Okt.

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino der

Reitschule. «Leave it on the floor», Spielfilmmusical

über die Ballroom-Subkultur. USA

2011, Digital 10 Min. E/d. Bar ab 20h, Film um

20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 24. Okt.

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern. Infos www.3gang.ch

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Tischlampenfieber. Von Dolly Parton über

Buddy Holly bis Roots Manuva. Alles auf

Vinyl!

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch) oder freiwillig auch nackt

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt

DO 25. Okt.

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & EtH:

z&h Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai

67 (ausser Dezember)

20.00 H A z - C ent ro: Schwubliothek, Schwule

Bücher- und ausgewählte Videoausleihe,

Sihlquai 67

20.30 Dörfli znacht mit Maja Brunner: im T&M

Marktgasse 14. Konzert und Abendessen

Gehacktes und Hörnli. Fr. 20.– / Vorverkauf

bei Petra im Pigalle Fr. 15.– für Eintritt und

Abendessen

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 70er & 80er Jahre Party

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt

FR 26. Okt.

Bern

23.00 Gentleboyz: extended The most gentle gay

nichts in the capital! DJs Enrico Antonio

Visser, Yasmeen De Souza, Mirco Caruso,

Luc Le Grand. Fr. 25.-, Vorverkauf Fr. 20.-

(Bern im Olmo, Zürich im Cranberry). Club

Du Théâtre Bern, Hotelgasse 10.

Infos www.gentleboyz.ch

St. Gallen

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. For Bears and Friends

Heute zudem anonymer HIV-Test möglich

Thurgau

18.30 Travestie Night 2012: Zum 10 Jahre

Jubiläum und Rosa Weekend zusammen

mit Queerdom & WILSCH. Show mit Dana

Rama, Cabaret «Bis Stöcklis», Lula Bee,

Martha Märkel, Beatino, Aline Reeds, Valeria

Grande, Markus, Diva International und

The HOT Sisters. 18.30h Bar & Disco, diverse

Snacks, ab 20h Showtime. Fr. 15.–, Vereinsmitglieder

Fr. 10.–. Reservation möglich

unter anmeldung@hot-tg.ch.

Infos www.travestienight.ch

Zürich

21.30 t&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren XXL nacked

Party Supersize! Fr. 39.- alles inkl. (ausser

Spirituosen) inkl. Garderobe. Einlass nur

nackt im ganzen Club

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode XXL nacked Party Supersize.

Naked only!

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

SA 27. Okt.

Bern

22.00 ISC Club: Neubrückstr. 10. Tolerdance für

Schwule, Lesben und FreundInnen (Sommerpause

Juni/Juli) Infos www.tolerdance.ch

Thurgau

18.30 Travestie Night 2012: Zum 10 Jahre

Jubiläum und Rosa Weekend zusammen

mit Queerdom & WILSCH. Show mit

Dana Rama, Cabaret «Bis Stöcklis», Lula

Bee, Martha Märkel, Beatino, Aline Reeds,

Valeria Grande, Markus, Diva International

und The HOT Sisters. 18.30h Bar & Disco,

diverse Snacks, ab 20h Showtime. Fr. 15.–,

Vereinsmitglieder Fr. 10.–.

Infos www.travestienight.ch

Zürich

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen. U-30

Special. Youngster haben reduzierten

Eintritt zu Fr. 9.–. Über 30 Jahre normaler

Eintritt von Fr. 30.–

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited. Bierpass 3 für 2

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Schweinebucht. Full fetish – Yellow.

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Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi, Daniel Diriwächter, Martin Ender, Branko B. Gabriel,

René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

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