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Cruiser im Oktober 2012

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CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Dieses Magazin ist schwul<br />

BelAmi Rebels<br />

Sandra<br />

Beat Feurer<br />

Röbi Rapp &<br />

Ernst Ostertag<br />

Neto Clown<br />

Die Strichboys<br />

Benedikt Zahno<br />

London James<br />

Hotel Saratz


Photography - STEFAN HEINRICHS<br />

JACK<br />

JACK No o 19<br />

SAturdAY<br />

20.10.12<br />

t HE Lo VE SEX &<br />

MAd NESS ISSu E<br />

LArrY tEE<br />

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23:00<br />

F ESt SAAL<br />

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WWW<br />

.JACK<br />

CoMPANY<br />

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HIGHJACK_<strong>Cruiser</strong>_Zeitung _215x290 1 21.09.12 10:28


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Inhalt<br />

Editorial<br />

Wir sind glücklich, dass wir die weltweit bekannte Pop-Sängerin Sandra interviewen konnten. Mit<br />

Maria Magdalena füllt sie noch heute die Tanzfläche. Für die Fotostrecke konnten wir ebenfalls<br />

bekannte Gesichter – und Körper – gewinnen: Darsteller der Bel Ami-Filme zeigen sich von ihrer<br />

rebellischen Seite. Und wir sind froh, dass wir in einer langwierigen und schwierigen Angelegenheit<br />

durch den Presserat unterstützt wurden: Die Beschwerde der Aids-Hilfe Schweiz betreffend<br />

dem Artikel «Das Geschäft mit Aids» wurde abgewiesen. Doch darüber sind wir auch traurig, eine<br />

jahre lange Partnerschaft hat darunter sehr gelitten. Aber blicken wir opt<strong>im</strong>istisch in die Zukunft<br />

– und in die <strong>Oktober</strong>-Edition. Martin Ender, Verleger, Daniel Diriwächter, Stv. Chefredaktor<br />

6<br />

Sandra<br />

Die Pop-Ikone der 1980er <strong>im</strong> CR-Interview<br />

10<br />

Die Strichboys<br />

Zürich und seine Liebesdiener – das <strong>Oktober</strong> Dossier<br />

14<br />

Aids-Hilfe Schweiz vs. CR-Magazin<br />

Entscheid des Presserats<br />

18<br />

Branko B. Gabriel trifft...<br />

Neto Clown<br />

30<br />

Die Geschichte von Röbi und Ernst<br />

Im November erscheint das Buch «Verborgene Liebe»<br />

39<br />

«Ich stehe auf Chems»<br />

HIV, Sex und Drogen – eine fatale Verbindung<br />

News 4 • Prominent 8 • Darf man(n) das? 15 • News Schweiz 17 • Szene 20<br />

Fotostrecke 22 • Kultur 28 • Michi Rüegg 31 • Hot4You 33 • London James 35<br />

Hotel Saratz 36 • Pia 40 • Dr. Gay 41 • Agenda 43<br />

3


News CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Internationale<br />

News<br />

4<br />

Hobart<br />

Homosexualität ungesünder<br />

als Rauchen<br />

Homosexueller Lebensstil und die gleichgeschlechtliche<br />

Ehe stellen ein grösseres Gesundheitsrisiko<br />

dar als das Rauchen. Diesen gewagten<br />

Vergleich zog J<strong>im</strong> Wallace, Direktor der<br />

einflussreichen Organisation Australian Christian<br />

Lobby (ACL), während einer öffentlichen<br />

Debatte an der Universität von Tasmanien in<br />

Hobart über die Einführung der Homo-Ehe in<br />

dem australischen Bundesstaat. Durch höhere<br />

Selbstmordraten und einen «exzessiven Drogenkonsum»<br />

sei die Lebenserwartung von Homosexuellen<br />

durchschnittlich um 20 Jahre kürzer,<br />

während Raucher nur eine geringere Lebenserwartung<br />

von sieben bis zehn Jahren hätten, so<br />

Wallace. Mittels Förderung der Homosexualität<br />

durch Massnahmen wie die Homo-Ehe würden<br />

diese Gesundheitsrisiken noch verschärft.<br />

London<br />

Wiedergutmachung für<br />

schwule Justizopfer<br />

In Grossbritannien erfahren wegen des<br />

schwulen feindlichen Paragrafen verurteilte<br />

Schwule eine juristische Wiedergutmachung.<br />

Sie können auf Antrag ihre Vorstrafen wegen<br />

Homosexualität streichen lassen, solange der<br />

Sex mit dem Partner einvernehmlich war. Eine<br />

finanzielle Entschädigung ist jedoch nicht vorgesehen.<br />

Seit <strong>Oktober</strong> nehmen die Behörden<br />

Anträge von Betroffenen entgegen. Grossbritannien<br />

hatte 1967 die Strafbarkeit für Homosexualität<br />

in England und Wales aufgehoben.<br />

Die verurteilten Männer galten aber weiterhin<br />

als vorbestraft. Das konnte zu beruflichen<br />

und gesellschaftlichen Nachteilen führen. In<br />

Nordirland und Schottland blieb das schwulenfeindliche<br />

Gesetz noch bis in die 1980er-<br />

Jahre in Kraft.<br />

Teheran<br />

Iranische Paranoia<br />

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur<br />

verbreitet das Gerücht, Juden schürten zur<br />

Übernahme der Weltherrschaft Homosexualität.<br />

Der Plan sehe vor, Homosexualität zu einer<br />

weltweit akzeptierten Lebensform zu machen.<br />

Wenn das Ziel erreicht ist, werde der Westen <strong>im</strong><br />

Namen der Menschenrechte schwulenfeindliche<br />

Länder unterjochen. Dieser «Gehe<strong>im</strong>plan»<br />

des «jüdischen Finanz- und Humankapitals»<br />

werde vom «Westen, insbesondere von Amerika<br />

und Grossbritannien, unterstützt». Ein<br />

israelischer Iranexperte erklärte in der Jerusalem<br />

Post, mit diesem Vorwurf wolle der Iran<br />

in erster Linie die Verfolgung und Exekutionen<br />

Homosexueller <strong>im</strong> eigenen Land rechtfertigen.<br />

Sydney<br />

Berufsverbot für Homo-Heiler<br />

Der australische Arzt Mark C. wurde von den<br />

Gesundheitsbehörden in Sydney wegen seiner<br />

Therapien von schwulen Männern zu ihrer «Heilung<br />

von Homosexualität» in den Zwangsruhestand<br />

geschickt. Zum Verhängnis wurde dem<br />

75-jähren Mediziner die «Behandlung» eines<br />

achtzehn Jahre alten schwulen Mannes. Nach<br />

einem nur zehnminütigen Gespräch verordnete<br />

der Arzt dem Mann Cyproteron. Das Medikament<br />

hemmt die Testosteron-Produktion und<br />

fährt so den Sexualtrieb runter. Der Mann zeigte<br />

daraufhin den Hausarzt an. Gegenüber den<br />

Behörden hatte der Mann ausgesagt, er sei Mitglied<br />

der fundamentalistischen christlichen<br />

Sekte «Exclusive Brethren». Seine Kirche habe<br />

ihn zu dem Arztbesuch gezwungen.<br />

Dresden<br />

Homophobie <strong>im</strong> Tal der<br />

Ahnungslosen<br />

Für einen deutschen CDU-Politiker ist Homosexualität<br />

eine «uneingeschränkt sündhafte<br />

Lebensweise». Der sächsische Kreistagsabgeordnete<br />

Thomas Schneider beruft sich dabei<br />

auf die Bibel. Seine bibeltreue Schwulenfeindlichkeit<br />

äusserte Schneider auf seiner privaten<br />

Homepage als Reaktion auf eine Stellungnahme<br />

der «Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und<br />

Rechtsextremismus» (BAGKR), die sich gegen<br />

jede Form der christlich-religiös motivierten<br />

Diskr<strong>im</strong>inierung von Schwulen ausspricht und<br />

eine wörtliche Auslegung der Bibel für falsch<br />

hält. Die CDU-Sachsen ist der schwulenfeindlichste<br />

Verband der CDU. Dresden galt schon zu<br />

DDR-Zeiten als ein Tal der Ahnungslosen, weil<br />

dort kein Westfernsehen empfangen werden<br />

konnte.


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

News<br />

Warschau<br />

Homo-Ehe light in Polen?<br />

Polens rechtsliberale Regierung will einen Gesetzentwurf<br />

zur Einführung von eingetragenen<br />

Partnerschaften ins Parlament einbringen. Der<br />

Gesetzentwurf werde aber nur eingeschränkte<br />

Rechte für gleichgeschlechtliche Paare beinhalten,<br />

stellte der Abgeordnete Arthur Dunin von<br />

der regierenden Bürgerplattform (PO) gegenüber<br />

polnischen Medien klar. «Die Unterschiede<br />

zur Ehe sind sehr wichtig für uns», betonte<br />

Dunin. Eine Gleichstellung solle es <strong>im</strong> Erb- und<br />

Zeugnisverweigerungsrecht, nicht aber <strong>im</strong> Einkommenssteuer-<br />

und Adoptionsrecht geben.<br />

Diese Form der Lebenspartnerschaft solle als<br />

eine Art Ehe light auch heterosexuellen Paaren<br />

offenstehen. Die Oppositionsparteien sind gespalten.<br />

Die linken Parteien sind für eine rechtliche<br />

Gleichstellung. Für die nationalkonservative<br />

Partei «Recht und Gerechtigkeit» (PiS) gilt<br />

jede Art liberaler Schwulenpolitik als «schwuler<br />

Faschismus».<br />

Austin<br />

Christliche Paranoia<br />

Der amerikanische Soziologieprofessor Mark<br />

Regnerus hat für seine umstrittene Studie, der<br />

zufolge Kinder homosexueller Eltern sozial abstürzen,<br />

wissenschaftliche Rückendeckung erhalten.<br />

Die University of Texas in Austin bescheinigte<br />

dem tief gläubigen, christlichen<br />

Akademiker wissenschaftliche Korrektheit.<br />

«Wir haben keine Ansätze eines wissenschaftlichen<br />

Fehlverhaltens entdeckt», hiess es in einer<br />

Pressemitteilung der Hochschule zum Ergebnis<br />

eines Untersuchungsberichts. In der <strong>im</strong> Fachmagazin<br />

«Social Science Research» veröffentlichten<br />

Studie erklärt Regnerus, dass Kinder, die<br />

bei schwulen oder lesbischen Eltern aufgewachsen<br />

sind, <strong>im</strong> späteren Leben mehr Alkohol trinken<br />

würden, eher arbeitslos seien und generell<br />

ein schlechteres Leben hätten.<br />

Charlotte<br />

Obama buhlt um St<strong>im</strong>men<br />

der Gay Community<br />

Die Stonewall Democrats, die schwul-lesbische<br />

Organisation der Demokraten, vermeldeten voller<br />

Freude, dass <strong>im</strong>merhin 500 oder acht Prozent<br />

der Delegierten des Parteitags in Charlotte<br />

schwul oder lesbisch seien. Am ersten Tag des<br />

Parteitags, der erwartungsgemäss Obama wieder<br />

zum Spitzenkandidaten nominierte, habe<br />

zudem der offen schwule Kongressabgeordnete<br />

Jared Polis eine Rede halten dürfen. Obamas<br />

schwulenpolitische Bilanz kann sich sehen lassen:<br />

Der Ausschluss Schwuler und Lesben vom<br />

Militärdienst wurde dem Müllhaufen der Geschichte<br />

überantwortet und als erster Präsident<br />

überhaupt hat sich Obama für die Homo-Ehe<br />

stark gemacht. Für seine Wiederwahl ist der<br />

politisch angeschlagene US-Präsident Barack<br />

Obama auch auf die St<strong>im</strong>men der Gay Community<br />

angewiesen.<br />

Tampa<br />

Big Spender für Homo-Ehe<br />

Einerseits unterstützen die Koch-Brüder mit<br />

100 Millionen Dollar den Wahlkampf von Mitt<br />

Romney als Präsidentschaftskandidat der Republikaner.<br />

Andererseits scheuen sich die schwerreichen<br />

Brüder nicht, die schwulenfeindliche<br />

Politik der Republikaner öffentlich zu kritisieren.<br />

Be<strong>im</strong> republikanischen Wahlparteitag<br />

in Florida sagte der 72-Jährige David Koch gegenüber<br />

dem Online-Politmagazin «Politico»,<br />

er sei mit der offiziellen Position seiner Partei<br />

bei der Politik gegenüber sexuellen Minderheiten<br />

nicht einverstanden. Er machte sich auch<br />

für die Homo-Ehe stark, der Romney und der<br />

Parteitag eine scharfe Absage erteilt hatten.<br />

«Ich glaube an die Ehe-Öffnung», betonte Koch.<br />

Die Koch-Brüder David und Charles setzen mit<br />

ihrem Mischunternehmen «Koch Industries»<br />

mit Produktbereichen wie Erdöl, Chemie und<br />

Kunststoff jährlich 100 Milliarden US-Dollar<br />

um und beschäftigen 70’000 Menschen.<br />

Berlin<br />

Merkel macht schwulen<br />

Fussballprofis Mut<br />

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht<br />

schwulen Profifussballern Mut zum Outing.<br />

«Ich bin der Meinung, dass jeder, der die Kraft<br />

aufbringt und den Mut hat, wissen sollte, dass er<br />

in einem Land lebt, wo er sich eigentlich davor<br />

nicht fürchten sollte», sagte die Kanzlerin. Merkel<br />

reagierte damit auf ein Interview eines anonymen<br />

schwulen Bundesligaspielers mit dem<br />

Magazin «Fluter». Gegenüber dem Magazin der<br />

Bundeszentrale für politische Bildung sprach<br />

der Spieler offen über seine Ängste und Probleme:<br />

«Ich weiss nicht, ob ich den ständigen Druck<br />

zwischen dem heterosexuellen Vorzeigespieler<br />

und der möglichen Entdeckung noch bis zum<br />

Ende meiner Karriere aushalten kann.» Auf die<br />

Frage «Gibt es eine Art ‹Club der schwulen Bundesligaspieler›?»<br />

antwortete der Kicker: «Nein...<br />

Ich weiss zwar von mehreren Spielern in der<br />

Liga. Richtige Treffen gibt es aber nicht – wäre<br />

wohl auch etwas zu auffällig.»<br />

Sydney<br />

San Francisco: nackt ja,<br />

Cockring nein<br />

Nackt durch San Francisco zu laufen, ist seit vielen<br />

Jahren toleriert. Bei Cockringen aber hört<br />

der Spass auf. Besonders <strong>im</strong> schwulen Castro-<br />

Viertel trägt Mann gerne Schwanzringe zum<br />

nackten Strassenbummel. Das geht Stadtrat<br />

Scott Wiener zu weit, und er will dieser Sitte<br />

notfalls mit einem gesetzlichen Verbot zu Leibe<br />

rücken. «Egal, was Leute vom Nacktsein in der<br />

Öffentlichkeit halten, mit einem Cockring herumzuspazieren,<br />

ist kein tolerierbares, verantwortliches<br />

Verhalten», stellte der schwule Politiker<br />

gegenüber dem «Bay Area Reporter» klar.<br />

«Der einzige Zweck eines Cockrings ist es doch,<br />

Aufmerksamkeit auf diesen Bereich zu lenken.»<br />

Auch die Polizei geht inzwischen laut Bay Area<br />

Reporter gegen nackte Cockringträger vor. Die<br />

Gesetzeslage in San Francisco erlaubt Nacktheit<br />

in der Öffentlichkeit, solange der Nudist nicht<br />

«sichtbar erregt» ist.<br />

Bhutan<br />

Queerer Besuch be<strong>im</strong><br />

Donnerdrachen<br />

Das Königreich Bhutan bekommt <strong>im</strong> Januar<br />

2013 ungewöhnlichen Besuch. Eine Reisegruppe<br />

schwuler Männer wird zehn Tage die einzigartigen<br />

buddhistischen Tempel und unberührten<br />

Naturschönheiten des Lands des<br />

Donnerdrachens erforschen. Gay Globe, Australiens<br />

führender schwuler Reiseveranstalter,<br />

hat die erste Tour schwuler Männer in das Reich<br />

von König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck<br />

arrangiert. Billig kommt das einzigartige H<strong>im</strong>alaja-Erlebnis<br />

mit 2990,– Dollar pro Person<br />

nicht. Bhutan, das zum Schutz seiner Kultur<br />

und Gesellschaft nur eine sehr begrenzte Zahl<br />

von Touristen pro Jahr ins Land lässt, ist nichts<br />

für schmale Reisekassen. Homosexualität ist in<br />

dem kleinen Staat zwischen Indien und China<br />

ein Tabuthema. Der vor einigen Jahren in Bhutans<br />

englischsprachiger Tageszeitung erschienene<br />

Artikel «How gay are Bhutanese gays?»<br />

hatte eine lebhafte Debatte ausgelöst.<br />

5


Musik CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

«Jeder Künstler hat<br />

eine schwule Ader»<br />

Sandra, die Pop-Ikone der 80er, <strong>im</strong> CR-Interview<br />

Von Daniel Diriwächter<br />

6


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Musik<br />

Mit mehr als 33 Millionen<br />

verkauften Platten gehört<br />

Sandra zu den erfolgreichsten<br />

Sängerinnen unserer<br />

Zeit. In den 80ern dominierte<br />

sie die Charts mit<br />

«Maria Magdalena» oder<br />

«Everlasting Love». Danach<br />

wurde es hierzulande ruhiger,<br />

doch Sandra veröffentlichte<br />

regelmässig Alben<br />

und kann auf eine treue<br />

Fangemeinde zählen. Ihr<br />

neues Werk, «Stay in<br />

Touch», verspricht eine Zeitreise<br />

zurück ins Jahr 1985.<br />

CR-Magazin: Liebe Sandra, dein neues Album «Stay in Touch» ist eine liebevolle<br />

Hommage an deine Musik der 1980er. Wie kam es dazu?<br />

SANDRA: Nach einer künstlerischen Studiopause habe ich festgestellt, dass<br />

alles wieder «back to the roots», sprich, zu den 80ern geht. Und mal ganz<br />

ehrlich, das war nun mal unsere Zeit. Aus diesem Gedanken heraus entwickelte<br />

sich mein Interesse, wieder so zu singen wie auf meinem ersten<br />

Album «The Long Play» von 1985. Mit diesem «Spirit» bin ich ins Studio.<br />

Glücklicherweise habe ich mit Blank & Jones ein Produzenten-Team, die<br />

meine Ideen perfekt umsetzen können.<br />

CR-Magazin: Vermisst du den Zeitgeist von damals?<br />

Nein, denn der Zeitgeist von damals lebt heute ja wieder. Und mein inzwischen<br />

10. Album «Stay in Touch» ist meine Art, auf Zeitreise zu gehen. Ich<br />

mache das ein bisschen wie in «Back to the Future»: ich sehe mich früher<br />

mit den Augen von heute. Und genau das transportieren meine neuen<br />

Songs. Sie sind Gestern, Heute und Morgen in einem.<br />

CR-Magazin: Deine 80er waren geprägt vom typischen Cretu-Sound. Bist<br />

du gespannt auf das Urteil deines Ex-Mannes?<br />

Du weisst gar nicht, wie egal mir das ist. Und ich möchte dich ein klein<br />

wenig korrigieren: In den 80ern lief meine Musik unter dem Begriff «Sandra<br />

Sound».<br />

CR-Magazin: Bei Markus Lanz <strong>im</strong> ZDF hast du dich jüngst mit Nena und<br />

Sarah Connor verglichen, was hast du damit gemeint?<br />

Ganz einfach, guck dir die Verkaufszahlen an. Ich habe mehr Tonträger<br />

verkauft als beide zusammen. Das ist pure Statistik und keine Angeberei!<br />

Aber leider ignorieren das in Deutschland einige wichtige Menschen bei<br />

Funk und Fernsehen. Ich lebe zurückgezogen auf Ibiza und suche eben<br />

nicht das Rampenlicht um jeden Preis.<br />

CR-Magazin: Würdest du – wie Nena und Sarah Connor – gerne als Jurorin<br />

in einer Casting-Show mitwirken?<br />

Ja, das würde ich gerne. Aber es müsste eine sehr seriöse Aufgabe sein,<br />

welche es bis jetzt noch nicht gibt. Ich stehe zu meiner Aussage bei Markus<br />

Lanz, dass junge Talente nicht durch Medien oder drittklassige Casting-<br />

Shows verheizt werden sollten. Natürlich, für jeden Teenie ist das eine<br />

riesige Chance. Das Problem aber ist, dass nur Umsatz und Quote zählen.<br />

Früher war das anders. Da musste man sich jahrelang beweisen und nicht<br />

innerhalb von wenigen Wochen.<br />

CR-Magazin: Du spielst noch <strong>im</strong>mer vor grossem Publikum, insbesondere<br />

in Russland. Nervt es dich, dass dies in deutschsprachigen Ländern oft<br />

«belächelt» wird?<br />

Ach, darüber könnte ich ein Buch schreiben! Wer das belächelt, ist einfach<br />

nur dumm. Zeige mir einen Künstler, der nach 30 Jahren noch vor<br />

70 000 Menschen auftreten kann. Bei solchen Aussagen kommt leider der<br />

Neidfaktor zur Geltung. Die Auftritte in Russland machen mir riesigen<br />

Spass und sind Teil meines Lebens!<br />

CR-Magazin: Du hast viele schwule Fans – wie stehst du zu uns?<br />

Machst du Witze? Ich liebe euch! Mein Frisör, mein Visagist, mein Schneider,<br />

Tänzer, Choreograph, alle sind schwul. Seitdem ich denken kann,<br />

hatte ich <strong>im</strong>mer mit Schwulen zu tun und respektiere sehr, dass ihr euch<br />

in die Seele einer Frau versetzen könnt. Ein heterosexueller Mann kann<br />

das nicht - ausser mein Ehemann natürlich. Schwule sind meine besten<br />

Freunde und zudem meine grössten Fans. Nenn mir bitte einen erfolgreichen<br />

Künstler, der keine schwule Ader hat.<br />

CR-Magazin: Was denkst du über die Gleichstellung in allen Belangen,<br />

auch die Adoption?<br />

Jeder hat das Recht, sein Glück zu finden. Schließlich leben wir <strong>im</strong> 21.<br />

Jahrhundert, also weiter so.<br />

CR-Magazin: Themenwechsel – Was geschah damals mit der Bravo? Du<br />

warst die Super-Sängerin, doch plötzlich schien die Freundschaft mit<br />

der Jugendzeitschrift wie verflogen...<br />

Ganz klar, ich habe die Bravo Ende der 80er verklagt, weil die Redaktion<br />

ein gefaktes Nacktfoto von mir unter dem Motto «MAD» veröffentlicht<br />

hat. Damals war ich schwanger und die Fotomontage war wohl eine Methode,<br />

um nochmals Geld mit mir zu verdienen. Nun muss man bedenken,<br />

dass die deutschen Fans nach der Entschuldigung der Bravo meine<br />

Situation verstanden haben. Aber viele andere Fans, welche kein Deutsch<br />

konnten, habe ich dadurch verloren. Sie dachten: «Jetzt hat sich Sandra<br />

doch noch für den Playboy ausgezogen». Seitdem war’s vorbei mit der<br />

Bravo.<br />

CR-Magazin: Auch du gibst dich offenherziger als auch schon. Wie reagierst<br />

du auf Kritiken, welche auf das Alter anspielen, wie etwa bei<br />

Madonna?<br />

Jedem das seine. Aber ich habe jedenfalls nie etwas durchblitzen lassen.<br />

Das war nie mein Stil und wird auch niemals passieren. Sexy kann man<br />

auf verschiedene Arten sein, dafür muss man nicht den Körper zur Schau<br />

stellen. Aber nichts gegen Madonna, das ist<br />

Amerika.<br />

CR-Magazin: Wir sind nun gespannt auf dein<br />

Comeback! Was müssen die Schweizer Fans<br />

tun, um dich bei uns zu erleben?<br />

Live buchen, ich komme sofort!<br />

Sandra – Stay in Touch, überall<br />

erhältlich ab 26. <strong>Oktober</strong><br />

Bild © by: samoqi- music<br />

Das ist Sandra<br />

Sandra Lauer Cretu geboren 1962 in Saarbrücken, gehörte in den 80ern zu<br />

den Ikonen der damaligen Pop-Ära. Bereits mit 12 Jahren veröffentlichte<br />

sie die erste Single «Andy, mein Freund». Nur vier Jahre später begeisterte<br />

sie die meist japanischen Fans als Frontfrau der Girl-Band «Arabesque»,<br />

deren grösster Hit «Marigot Bay» auch bei uns in den Radios lief. Ihre Solo-<br />

Karriere begann 1985 mit «Maria Magdalena». Der weltweiten Nummer 1<br />

folgten Hits wie «Little Girl» oder «Everlasting Love». Zu Beginn der 90er-<br />

Jahre zog sich Sandra nach Ibiza zurück und gebar Zwillinge. In regelmässigen<br />

Abständen veröffentlichte Sandra seither weitere Alben wie zuletzt<br />

«The Art of Love» (2007) und «Back to Life» (2009).<br />

7


Prominent CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Rupert Everett<br />

Der schwule Schauspieler Rubert Everett sorgte<br />

jüngst mit seinen Aussagen über Regenbogenfamilien<br />

für Aufregung: Der 53-Jährige hat <strong>im</strong> Magazin<br />

der «Sunday T<strong>im</strong>es» seine Mutter zitiert,<br />

die sich eine traditionelle Familie mit Frau und<br />

Kindern wünsche: «Sie denkt, dass Kinder einen<br />

Vater und eine Mutter brauchen und ich st<strong>im</strong>me<br />

ihr zu». Everett legte noch einen drauf: «Ich<br />

kann mir nichts Schl<strong>im</strong>meres vorstellen, als<br />

bei zwei schwulen Vätern aufzuwachsen.» Dies<br />

sei aber seine Sicht der Dinge, er spreche keinesfalls<br />

<strong>im</strong> Namen der Gay-Community. Rupert<br />

Everett, der einst in namhaften Produktionen<br />

mitwirkte und dabei auch einen schwulen Vater<br />

in «The next best thing» zum Besten gab, wird<br />

nun von Bloggern und Homo-Aktivisten scharf<br />

kritisiert. «Rupert sollte mal ein bisschen mehr<br />

Der anonyme<br />

Fussballer<br />

Mitte September gab es für die Deutsche Gay-<br />

Community nur ein Thema: Der schwule Fussballspieler<br />

der Bundesliga, der sich anonym zu<br />

seiner Homosexualität bekannte. «Fluter», das<br />

«Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung»,<br />

welches das Interview veröffentlichte,<br />

musste teilweise herbe Kritik einstecken. Neben<br />

dem Verdacht, das Interview könnte gefälscht<br />

sein, was «Fluter» verneint, wird der Fussballer<br />

für seine Anonymität verurteilt. Doch genau<br />

dieser Fakt wird <strong>im</strong> Interview zur Genüge besprochen:<br />

«Ich weiß nicht, ob ich den ständigen<br />

Druck zwischen dem heterosexuellen Vorzeigespieler<br />

und der möglichen Entdeckung noch bis<br />

zum Ende meiner Karriere aushalten kann», so<br />

der Fussballer. Da es sich um einen Bundesliga-<br />

Spieler handelt, ist ihm eine gewisse Popularität<br />

gewiss. Als solcher würde er <strong>im</strong> Falle eines<br />

Coming-out auf seine Homosexualität reduziert<br />

werden. «Alle würden gerne rausfinden, was ich<br />

wohl Schl<strong>im</strong>mes mit meinem Partner unter<br />

der Bettdecke anstelle. Wer be<strong>im</strong> super-männlichen<br />

Fussballspieler wohl unten und wer oben<br />

liegt», sagt der Sportler <strong>im</strong> Interview. Weiter<br />

wurde über bezahlte Spielerfrauen und einen<br />

Club der schwulen Bundesligaspieler berichtet.<br />

Liza Minnelli<br />

aus dem Haus gehen, um die Geschichte beurteilen<br />

zu können. Es gibt überhaupt keine Beweise,<br />

dass Kinder von homosexuellen Eltern unter ihrer<br />

Erziehung leiden oder Entwicklungsstörungen<br />

haben», so Ben Summerskill von der schwullesbischen<br />

Gruppe Stonewall. Es ist nicht das<br />

erste Mal, dass sich Rupert Everett negativ zu<br />

Regenbogenfamilien äussert. Bereits vor drei<br />

Jahren bezeichnete er schwule Eltern als «egozentrisch<br />

und eitel». Lesben und Schwule sollten<br />

die «heterosexuelle Norm» nicht kopieren.<br />

Immerhin gibt es für Rupert Everett zumindest<br />

einen Vorteil, als homosexueller Mann ein Kind<br />

in die Welt zu setzen: «Sie könnten einem den<br />

Hintern abwischen, wenn man älter ist». (dd)<br />

8<br />

Ersteres sei durchaus die Regel, wobei ein «Club»<br />

von schwulen Kickern wohl zu auffällig wäre.<br />

Trotzdem zeigt sich der anonyme Fussballer opt<strong>im</strong>istisch:<br />

«Wir können in einem Jahr wieder<br />

sprechen und dann kann ich vielleicht meinen<br />

Namen unter das Gesagte setzen.» (dd)<br />

Vor 40 Jahren kam der Kultfilm «Cabaret» in<br />

die Kinos. Mit diesem Werk etablierte sich Liza<br />

Minnelli als Schauspielerin, Sängerin sowie<br />

Gay-Ikone. Schauplatz des Films ist Berlin zwischen<br />

beiden Weltkriegen. Liza Minnelli spielte<br />

darin die Sängerin Sally Bowles, welche <strong>im</strong> Kit<br />

Kat Club eine dekadente, wie erotische Performance<br />

gibt. Pointiert zeigt der Film den wachsenden<br />

Einfluss der Nationalsozialisten und der<br />

politisch motivierten Gewalt auf das deutsche<br />

Alltagsleben. «Cabaret» erhielt acht Oscars, darunter<br />

eine Trophäe für Liza Minnelli als beste<br />

Hauptdarstellerin. Die Tochter der Hollywood-<br />

Stars Judy Garland und Vincente Minnelli ist<br />

seither ein Garant für hochkarätige Unterhaltung.<br />

Allerdings auch für allerlei Klatsch und<br />

Tratsch. Jüngst gab Liza Minnelli der BILD-Zeitung<br />

ein Interview, in welchem die 66-Jährige<br />

erklärte, sie fühle sich überhaupt nicht alt und<br />

denke nicht ans Aufhören. Die Legende redet<br />

aber gerne über «schöne» Zeiten. Die Dreharbeiten<br />

zu «Cabaret» gehören dazu: «Da war ich<br />

wohl ganz gut! Es kommt mir manchmal so vor,<br />

als sei es gestern gewesen. Wenn ich den Film<br />

sehe, denke ich, die Zeit sei stehen geblieben.»,<br />

so Liza Minnelli. Im Interview outete sich Liza<br />

Minnelli zudem als grosser Fan von Lady Gaga:<br />

«Ich liebe Lady Gaga! Ich bin in ein Konzert von<br />

ihr gegangen, weil sie mich so fasziniert. Ach,<br />

sie ist ein Sweety – könnte eine Diva werden!»<br />

(dd)


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Prominent<br />

Paris Hilton<br />

Man muss damit rechnen, wenn man prominent<br />

ist. Dass die Kamera scharf gestellt ist, dass<br />

der Ton läuft, dass jemand zuschaut und zuhört.<br />

Man muss damit rechnen, dass das Sex-Video<br />

<strong>im</strong> Internet landet und einen noch reicher und<br />

noch berühmter macht. Man muss damit rechnen,<br />

dass eigene Inszenierungen funktionieren<br />

und damit, dass man die Kontrolle darüber<br />

auch mal verlieren kann. US-Präsidentschaftskandidat<br />

Mitt Romney hat nicht damit gerechnet,<br />

dass jemand aufn<strong>im</strong>mt, wie er 47 Prozent<br />

der Bürger verungl<strong>im</strong>pft, und Paris Hilton hat<br />

nicht damit gerechnet, dass an die Öffentlichkeit<br />

kommt, wie sie einen möglicherweise ähnlich<br />

hohen Prozentsatz an Fans ihres Self-made-Glamours<br />

für <strong>im</strong>mer vergrämt. Während<br />

einer Taxifahrt erklärt ein Kumpel Miss Hilton<br />

Grindr. Sie reagiert folgendermassen: «Schwule<br />

Männer sind die notgeilsten Menschen auf<br />

der Welt. Mann, sie sind widerlich. Die meisten<br />

haben wahrscheinlich Aids.» Paris habe nichts<br />

Herzogin Catherine<br />

Wie sieht das perfekte Paparazzi-Foto aus? Es<br />

zeigt eine möglichst bekannte Person in einer<br />

möglichst unbekannten Situation. Paris Hilton<br />

<strong>im</strong> Museum etwa? Nein, viel besser wird’s, wenn<br />

die Situation etwas möglichst Skandalöses an<br />

sich hat, respektive der Promi möglichst wenig<br />

Kleidung. Wenn jeder das Bild sehen will und<br />

keiner das zugeben mag. So wie Prinz Harry<br />

nackt in Las Vegas eben oder Kate Middleton<br />

oben ohne in der Provence. Weil Harrys Hintern<br />

für so viel Aufregung sorgte, entschloss sich die<br />

Chefredakteurin des französischen Magazins<br />

«Closer», kurz darauf die pikanten Bilder von<br />

Robbie Williams<br />

gegen Gays, vielmehr sei sie eine «grosse Unterstützerin<br />

der Schwulenbewegung», versuchten<br />

ihre PR-Agenten zu beschwichtigen. Die Zitate<br />

seien völlig aus dem Zusammenhang gerissen,<br />

sie habe nur über Gefahren des ungeschützten<br />

Geschlechtsverkehrs diskutiert. Ist Paris Hilton<br />

schwulenfeindlich oder nur ein Opfer des<br />

ungeschützten Paparazzi-Journalismus? Innert<br />

Minuten war die ganze Welt dabei auf der Taxifahrt<br />

durch New York, und wenn all die empörten<br />

Reaktionen Miss Hilton einen Denkzettel<br />

verpasst haben, dann ist das auch gut so. Sie<br />

aber wegen eines Ausschnitts aus einem Gespräch<br />

mit einem schwulen Freund gleich als<br />

homophobe Furie abstempeln? Fragwürdig. Etwas<br />

Nachhilfe in Sachen HIV dürfte allerdings<br />

kaum schaden. Aber bitte nicht <strong>im</strong> medizinhistorischen<br />

Museum der Uni Zürich, liebe Paris,<br />

da soll angeblich auch nicht alles auf dem neusten<br />

Stand sein! (rg)<br />

Kate abzudrucken. Nur, um Harry nicht nackt<br />

so allein dastehen zu lassen, wie sie versicherte.<br />

Inzwischen hat die Journalistin Morddrohungen<br />

erhalten, die Veröffentlichung der Fotos<br />

wurde gerichtlich verboten (was sie natürlich<br />

noch viel interessanter macht). Der Hype um<br />

zwei royale Brüste hat absurde Ausmasse angenommen,<br />

war dem italienischen «Chi» 26<br />

Sonderseiten wert. Nachdem Kates angeblich<br />

schwuler Bruder, Tortendesigner James, und<br />

ihre Schwester Pippa bereits privat entblösst<br />

auf Titelseiten zu sehen waren und ihre Cousine<br />

Katrina für den Playboy wenigstens freiwillig<br />

und wissentlich blank zog, n<strong>im</strong>mt die Jagd<br />

nach nackten Middletons nun hoffentlich ein<br />

Ende. Oder werden wir in der Yellow Press bald<br />

nur noch Unverhülltes sehen? Die VIPs könnten<br />

sich so etwa die hohen Ausgaben für ihre<br />

Hochzeitsgarderobe sparen und der langweilige<br />

Outfit-Vergleich «Wem steht’s besser?» bekäme<br />

best<strong>im</strong>mt neuen Schwung unter gleichem Titel.<br />

Doch irgendwann verlieren all die nackten Tatsachen<br />

ihren Reiz. Was gibt es Langweiligeres<br />

als ein Promi, der nichts zu verbergen hat? So<br />

freut man sich doch fast schon auf eine hochgeschlossene<br />

Wintersaison. (rg)<br />

Googles Autovervollständigung ist ein hervorragender<br />

Trendbarometer in Sachen Promi-<br />

Stories. Aktuell in den Schlagzeilen wegen des<br />

Rechtsstreits um Bettina Wulff. Die gehe<strong>im</strong>en<br />

Logarithmen interessieren sich sehr für die angebliche<br />

Rotlicht-Vergangenheit der Ex-First<br />

Lady Deutschlands. So sehr, dass sie Klage einreichte<br />

und nun mit einem Buch zum PR-Gegenschlag<br />

ausholt. Lady Gaga wird momentan<br />

skandalfrei mit «Zürich» ergänzt, Madonna mit<br />

«Tour <strong>2012</strong>», Kate Middleton mit «schwanger»<br />

noch vor «oben ohne» und Robbie Williams mit<br />

«Vater». Am 18.9. kam seine Tochter zur Welt,<br />

die keinen fancy Prominamen trägt, sondern<br />

«solide altmodisch» (so Robbie) Theodora Rose<br />

heisst. Die weniger soliden Phasen, in denen<br />

bei einer Robbie-Suchanfrage «Affären», «Drogenprobleme»<br />

oder «UFOs» vorgeschlagen wurden:<br />

Tempi passati. Seit Ayda Field mit ihm verlinkt<br />

ist, bleiben die Skandale aus. Fast wie in<br />

der wunderbaren finalen Folge von Desperate<br />

Housewives löst sich alles in Familienfrieden<br />

auf. Doch wir haben gelernt: Manche Leichen<br />

werden ausgegraben, andere bleiben für <strong>im</strong>mer<br />

<strong>im</strong> Keller. «Robbie Williams gay» etwa wird nie<br />

ganz aus dem Web verschwinden. Erste Gerüchte,<br />

sein Statement 2009 in einem Interview, dass<br />

er sich auch von Kerlen angezogen fühlt, seine<br />

augenzwinkernde Aussage zwei Jahre später,<br />

dass er für zwei Millionen mit einem Mann<br />

schlafen würde (ausser es wäre Brad Pitt, dann<br />

umsonst). Die Hoffnung ist allerdings klein. Zu<br />

fast jedem männlichen Prominamen schlägt<br />

Google schliesslich «schwul» vor, übrigens sogar<br />

zur Eingabe «Google ist…». «Das Baby, die<br />

Mami und der Daddy rocken», schreibt Robbie<br />

online. Und schreibt hoffentlich bald auch wieder<br />

Skandalöseres. Oder zumindest neue Songs,<br />

die ebenso rocken. «Robbie Williams Comeback»<br />

wäre ein grossartiger Google-Moment. Falls bis<br />

dahin die Autovervollständigung noch nicht<br />

verboten wurde. (rg)<br />

9


Dossier CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Die Strichboys<br />

Zürich und seine Liebesdiener – das <strong>Oktober</strong> Dossier<br />

Von Lola Sara Arnold-Korf<br />

Ein Stricher hofft auf bessere Zeiten <br />

© Stefan Büchi<br />

10


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Dossier<br />

Bis zu 300 Profile tummeln<br />

sich täglich auf der Escort-<br />

Seite bei Gayromeo.com.<br />

Hinzu kommen täglich bis<br />

70 Stricher auf der Zürcher<br />

Gasse, laut Experten. Dies<br />

hat Auswirkungen auf das<br />

Einkommen der Stricher.<br />

Die Preise für sexuelle<br />

Dienstleistungen sind auch<br />

<strong>im</strong> <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong> <strong>im</strong> Keller.<br />

Der weit grösste Teil der Zürcher Stricher kommt aus dem Ausland. Dominiert<br />

wird Zürichs Stricher-Szene derzeit ganz klar von Rumänen, die<br />

oft verheiratet sind, Kinder haben und sich als «heterosexuell» bezeichnen.<br />

Schwule, vor allem auch in den eigenen Reihen, sind verpönt. Geschlechtskrankheiten<br />

kennen die Burschen nicht. Da eine Aufenthaltsbewilligung<br />

in der Schweiz drei Monate dauert, führt die Reise von Zürich<br />

weiter nach Berlin bis nach Barcelona und wieder zurück. Dank Internet<br />

und Gayromeo.com können Dates von unterwegs vereinbart werden.<br />

«Die Jungs werden hin- und hergeschoben. Oft sind es Roma. Nicht selten<br />

kommt auch die Freundin oder Frau mit und wird gleich mit auf den<br />

Strassenstrich geschickt», so Benedikt Zahno vom Checkpoint Zürich.<br />

Eine schwule Identität, Bindung zur Szene, geschweige denn Berechenbarkeit<br />

sucht man bei diesen Strichern vergeblich. Alle bezeichnen sich<br />

ja als heterosexuell. In der rumänischen Landessprache gibt es noch nicht<br />

einmal ein Wort für «schwul». Zahno: «Offen schwule Rumänen werden<br />

innerhalb der Gruppe gleich doppelt diskr<strong>im</strong>iniert. Da möchte ich als<br />

Schwuler nicht unbedingt <strong>im</strong> Bus sitzen.» Und hinzukommt: «Während<br />

Brasilianer, Spanier und Italiener zu zweit auf die Gasse gehen, kommen<br />

die Rumänen gleich <strong>im</strong> Dutzend.<br />

Treffpunkt Predigerhof<br />

Zu schaffen machen diese Probleme auch Barbesitzer Thomas Haas. Der<br />

Besitzer des «Predigerhof» in Zürichs Niederdorf arbeitet mit seinem<br />

Freund K<strong>im</strong>, mit dem er seit 13 Jahren zusammenlebt, als eine Art Streetworker<br />

und Therapeut für die oft unbedarften Jungs. «Mit den Strichern<br />

zu arbeiten ist sicher nicht einfach. Am Abend kommen etwa 10 bis 15<br />

von ihnen in meinen Laden. Da die meisten wegen der Aufenthaltsgenehmigung<br />

nur für drei Monate kommen, muss man sie <strong>im</strong>mer wieder neu<br />

erziehen. Es geht um die einfachsten Ben<strong>im</strong>mregeln und nicht selten<br />

endet es bei den vielen Schüben, die in Zürich einfallen, bei Hausverbot<br />

und Security.»<br />

Wenn Thomas Haas und sein Partner K<strong>im</strong> nicht aufpassen würden, hätten<br />

sie am Abend leicht 50 Stricher <strong>im</strong> Haus und niemand würde etwas<br />

konsumieren. Denn: Der Barbesitzer bietet neben einer gewissen Sicherheit<br />

für die Freier auch einen geschützten Raum für die Stricher, praktische<br />

Lebenshilfe und Beratung bis hin zu praktischen Hinweisen zum<br />

Ausstieg aus dem Milieu. Natürlich – und das ist ja wohl legit<strong>im</strong> – geht<br />

es auch um Umsatz. Denn in Zeiten des Cyber-Marktes und der Internetverabredungen<br />

sind die schwulen Bars längst nicht mehr so gut frequentiert<br />

wie einst.<br />

Stricher? Was ist das eigentlich?<br />

Vor allem in den USA, aber auch in Deutschland, Frankreich oder den<br />

Niederlanden firmieren Stricher <strong>im</strong> Gegensatz zur Schweiz als «offen<br />

schwul». Marco ist so einer. Ursprünglich kam er aus Deutschlands wunderschönem<br />

Heidelberg angereist. In Anbetracht ungeahnter Möglichkeiten<br />

lebt er auch nach fünf Jahren noch <strong>im</strong>mer <strong>im</strong> Land, wo Milch und<br />

Honig fliessen. Marco durchlebte eine typische Stricher-Karriere: Geboren<br />

in einem streng katholischen Haushalt, gehänselt und ausgegrenzt,<br />

die Schule abgebrochen, ohne Matura/Abitur. Die Mutter zum Schatten<br />

ihrer selbst geworden, der Vater sich selbst überschätzend. Das schwule<br />

Kind der Spielball einer Gesellschaft, in der Erfolg und Geld mehr zählt<br />

als Menschlichkeit, Toleranz und Vernunft. «Nach einem kurzen Ausflug<br />

hinter irgendeine Bar bin ich mit 18 Jahren nach Zürich in irgendein<br />

Bordell vermittelt worden. Ich war froh, frische Luft zu schnappen. Dort<br />

durfte ich schlafen und nachts ging ich auf die Strasse zum Arbeiten. Im<br />

Bordell arbeiteten nämlich nur Frauen, und schwule Stricher standen<br />

nicht auf der hauseigenen Speiseliste. Aber ich hatte wenigstens ein Dach<br />

über dem Kopf.» Nach kurzer Zeit verdiente Marco sehr gut und brauchte<br />

keine Ratschläge mehr. Witzig fand er zudem, dass die Freier ihn gerne<br />

unterschätzten: «Die dachten, ich sei ein bisschen doof und ich gab ihnen<br />

gerne das Gefühl – solange das Honorar st<strong>im</strong>mte.»<br />

Ein Stricher verdient in der Stadt Zürich ganz verschieden. Laut Marco<br />

müssen die Jungs in Sexkinos schon für 50 Franken ran. Ansonsten ist<br />

es eine Frage der Intelligenz. Zwischen 50 und 1000 Franken liege alles<br />

drin. «Mit Abstand am meisten zahlen die Männer mit Ehering. Das<br />

schlechte Heterogewissen ist <strong>im</strong>mer eine sichere Einnahmequelle.» Und<br />

was ist mit den ausgeraubten, um ihre Liebe bestohlenen und auch sonst<br />

bestraften Freiern? «Wenn du dumm bist, dann stirbst du auch dumm.<br />

90 Prozent und mehr rufen aus Scham noch nicht einmal die Polizei.<br />

Wenn die Freier clever wären, würden sie lieber 200 Franken mehr für<br />

ein Hotelz<strong>im</strong>mer ausgeben, als in Badelatschen die Stricher zu sich nach<br />

Hause einzuladen.»<br />

Gefahrenrisiko MSM<br />

Einen Mangel an «Nachwuchskräften» gab es in Zürich nie. Doch in Zeiten<br />

der europäischen Öffnung gibt es so viele Stricher wie noch nie. Die<br />

Stadt am See bietet eine hohe Dichte an solventer, also finanzkräftiger<br />

Kundschaft. Die mittlerweile standardmässig verlangten und gebotenen<br />

Praktiken – ganz nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage – liegen<br />

inzwischen jenseits von gut und böse. «Die Konkurrenz unter den Strichern<br />

hat wahnsinnig zugenommen, und die Freier können deshalb Forderungen<br />

stellen. Das Angebot war früher nicht so gross, und die Preise<br />

waren wesentlich höher als heutzutage.», resümiert Stricher Marco desillusioniert.<br />

Damit steigt auch das HIV und STI-Risiko. Denn wer weiss<br />

schon nach einem partygeschwängerten Abend, ob der Traumprinz sich<br />

nicht vorher <strong>im</strong> Sexkino mit einer Geschlechtskrankheit infiziert hat?<br />

Besonders Syphilis und Tripper, aber auch Hepatitis B und C sind schweizweit<br />

wieder auf dem Vormarsch.<br />

HIV und STI? Dies ist für viele Kunden kein Thema. Zumeist wohl situierte,<br />

oft verheiratete und angeblich heterosexuelle Herrschaften wollen<br />

kein Kondom benutzen. Mund und Po stehen offen – vor allem für osteuropäische,<br />

angeblich ebenfalls heterosexuelle Stricher. Benedikt Zahno<br />

sagt dazu: «Nichtschwule Männer und Ehemänner denken oft, dass ihnen<br />

nichts passieren könne, wenn sie mit einem «heterosexuellen» Stricher<br />

Sex haben. Das geht schon fast ins Psychopathologische. Viel schl<strong>im</strong>mer<br />

aber ist, dass die meisten auch keinerlei Grund verspüren, sich testen zu<br />

lassen, wenn sie regelmässig Stricher konsumieren.»<br />

Genauso hoch ist das Risiko vor allem für die osteuropäischen «heterosexuellen»<br />

Stricher selbst: «Erstens sind sie in Sachen HIV und STI sehr<br />

schlecht informiert, sprechen weder englisch noch deutsch, haben keine<br />

schwule Identität, und passiver Analverkehr steht eher nicht <strong>im</strong> Reper-<br />

11


Kapitel Titel CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

toire. Sie lassen sich eher einen blasen oder sind der aktivere Teil. Dadurch<br />

ist zwar das HIV-Risiko ein wenig geringer, aber das Risiko, sich mit anderen<br />

Geschlechtskrankheiten anzustecken, gleich hoch.»<br />

Keine Ausstiegshilfe in Zürich und der<br />

Schweiz<br />

«Mit dem Stricher-Thema will sich in Zürich niemand in die Nesseln<br />

setzen. Mehrheiten für Initiativen sind illusorisch.», so Benedikt Zahno.<br />

Das vielversprechende Stricher-Projekt «Herrmann» war jahrelang unter<br />

Dauerbeschuss, bevor es die Zürcher Aids-Hilfe und Checkpoint unter ihr<br />

Dach und somit aus der Schusslinie holten. «In Berlin und anderen grossen<br />

Städten Europas gibt es längst Ausstiegsprogramme. Da bekommen<br />

Jungs, die raus wollen, einen Schlafplatz und können einen Job respektive<br />

eine Ausbildung anfangen. Die grösste Schwierigkeit ist für die Jungs,<br />

wieder einen geregelten Lebensablauf zu finden.»<br />

Aber eine «normale» Arbeit ist kaum attraktiv für junge Stricher, die<br />

ständig mit grünen, blauen und gelben Geldscheinen verwöhnt werden.<br />

Doch Arbeit ist wohl die einzige Chance, aus diesem Kreislauf auszubrechen.<br />

Schliesslich tickt die biologische Uhr, fällt für den alternden Stricher<br />

die Maske und spätestens dann schreit der ehemals junge Mann:<br />

«Wie konnte das alles nur passieren?» Jetzt sind vor allem Menschen gefragt<br />

wie Marco, Benedikt Zahno oder K<strong>im</strong> und Thomas – Menschen, die<br />

seit vielen Jahren wissen, worum es geht. Und es sind die Organisationen<br />

wie die HAZ, die Aids-Hilfe, aber auch alle politischen Parteien gefordert,<br />

kombinierte und solidarische europäische Stricher-Projekte zu unterstützen<br />

und so mögliche Suizide zu verhindern. Ja, und es braucht auch ein<br />

Programm für Freier, die renitent gegenüber der Realität sind. Die Vogel-<br />

Strauss-Taktik hat sich leider nicht bewährt.<br />

Interviews mit Thomas Haas vom Predigerhof sowie Marco,<br />

einem langjährigen Stricher, sind auf queer.ch nachzulesen.<br />

© Bilder: Stefan Büchi<br />

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CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Geklaute Brieftaschen,<br />

blaue Augen<br />

und Scham<br />

Und warum? Nur für den<br />

Kick? Für den Augenblick?<br />

Von Lola Sara Arnold-Korf<br />

Mit Benedikt Zahno von<br />

«Check point» Zürich sprach<br />

Lola Sara Arnold-Korf für den<br />

CR zu Themen rund um Unterstützung<br />

für Stricher und Freier.<br />

CR: Seit vielen Jahren engagiert sich «Checkpoint»<br />

Zürich für Stricher in Zürich. Welche<br />

Angebote bietet «Checkpoint» aktuell?<br />

Benedikt zAHNo: Bei uns bekommen beispielsweise<br />

Stricher, die keine Krankenkasse haben, einen<br />

freien und kostenlosen Zugang zu medizinischer<br />

Versorgung. Das reicht von Gratis-Tests<br />

auf HIV und Geschlechtskrankheiten bis hin<br />

zur medizinischen Verlaufskontrolle bei bereits<br />

vorliegenden Erkrankungen. Im Moment nutzen<br />

regelmässig 10 bis 15 Stricher dieses Angebot<br />

– vor allem Stricher aus Brasilien.<br />

Dossier<br />

CR: Und was ist mit der eigentlichen Zielgruppe<br />

aus Osteuropa – die ja bekanntlich gut zwei<br />

Drittel des Zürcher Milieus ausmachen?<br />

Benedikt zAHNo: Die osteuropäischen Stricher sehen<br />

sich eher als heterosexuell. Damit geht einher,<br />

dass sie sich grundsätzlich nicht als Risikogruppe<br />

betrachten. Es ist traurig und zugleich<br />

alarmierend, denn genau diese Gruppe ist die<br />

Risikogruppe par excellence. Aber wir haben<br />

grosse Mühe, sie von unserem Angebot zu überzeugen,<br />

auch wenn wir direkt vor Ort Tests zu<br />

sexuell übertragbaren Infektionen anbieten,<br />

nehmen sie dies kaum an.<br />

CR: Risikogruppe reinster Prägung! Das macht<br />

Angst. Wie soll es weitergehen beziehungsweise<br />

nicht weitergehen?<br />

Benedikt zAHNo: Von entscheidender Bedeutung<br />

in Zukunft ist die Vernetzung. Einerseits wollen<br />

wir Barbesitzer mit ins Boot holen und andererseits<br />

diejenigen Stricher in der Szene, die<br />

bereits seit Jahren in Zürich leben. Uns geht es<br />

nicht darum, ihnen etwas vorzulegen, sondern<br />

sie aktiv in den Prozess einzubeziehen.<br />

CR: Was heisst das konkret?<br />

Benedikt zAHNo: Wir haben nach wie vor eine<br />

Räumlichkeit in der Häringstrasse 5 <strong>im</strong> Niederdorf<br />

mit Wohnraum, Sanitärraum und Küche.<br />

Derzeit ist sie abgeschlossen, weil unser Mitarbeiter<br />

vor Ort zuletzt regelrechte Angst hatte,<br />

dort zu arbeiten, denn genutzt wurden die Räume<br />

und die kostenlos zur Verfügung gestellten<br />

Internetstationen vor allem nicht durch die Stricher<br />

selbst, sondern durch die Zuhälter aus Osteuropa<br />

– die allermeisten aus der heterosexuellen<br />

Prostitution. Einer unserer engagiertesten<br />

Mitarbeiter ist derzeit auf der Gasse unterwegs<br />

und bespricht sich mit den Jungs, was es künftig<br />

braucht und welche Bedürfnisse sie haben.<br />

Denn es geht ja um die Stricher und nicht darum,<br />

einen warmen und bequemen Aufenthalt<br />

für die Zuhälter zu schaffen, während die Jungs<br />

und Mädchen auf der Strasse anschaffen gehen.<br />

CR: Oh mein Gott! Das hört sich wirklich nicht<br />

sehr tischfein an! Was nun?<br />

Benedikt zAHNo: Idealerweise würden die Stricher<br />

das Projekt selbst verwalten. Dazu bedarf es allerdings<br />

der konstruktiven Zusammenarbeit,<br />

vor allem auch mit denen, die seit Jahren in der<br />

Gasse anschaffen gehen. Sie sind die Multiplikatoren<br />

mit ständigem Zugang zu den Strichern,<br />

die ja bekanntlich alle drei Monate wechseln.<br />

Partizipation ist das Zauberwort. Wie wir das<br />

jetzt genau machen, weiss ich auch noch nicht.<br />

Aber die Idee ist da und die Analyse ist gemacht.<br />

Die durch unseren Mitarbeiter erarbeitete Analyse<br />

in den letzten Monaten hat nichts grossartig<br />

anderes ergeben, als ich es mir ohnehin gedacht<br />

habe. Es besteht akuter Handlungsbedarf.<br />

Entscheidend wird es jetzt sein, die Barbesitzer<br />

und langjährigen Zürcher Stricher in das Projekt<br />

einzubinden.<br />

CR: Die Abzocke von Freiern bis hin zu Gewalt<br />

ist bekannt. Oftmals endet der Liebesrausch<br />

mit einer geklauten Brieftasche, einer leeren<br />

Wohnung und <strong>im</strong> schl<strong>im</strong>msten Fall einem<br />

blauen Auge. Wie kann man auf dieses Problem<br />

in Zürich reagieren?<br />

Benedikt zAHNo: Du sprichst ein wesentliches Thema<br />

an. Natürlich stellen auch wir uns die Frage,<br />

ob es spezielle Angebote für Freier braucht. Und<br />

die Antwort lautet: Ja! Bei Checkpoint diskutieren<br />

wir derzeit Angebotsmöglichkeiten vom<br />

Selbstverteidigungskurs für Freier bis anonymisierte<br />

Meldungen.<br />

CR: Wenn der Freier mit runtergelassener Hose<br />

und sturzbetrunken <strong>im</strong> Bett liegt, scheint ein<br />

Selbstverteidigungskurs doch wenig hilfreich.<br />

Und ein hektischer Anruf bei der Polizei oder<br />

anderen Notstationen doch wohl ebenso. Oder?<br />

Benedikt zAHNo: Es ist richtig. Die Rainbowline hatte<br />

mal eine solche Notrufnummer. Dort hat sich<br />

allerdings niemand gemeldet und weit mehr<br />

als 90 Prozent der Freier rufen auch nicht die<br />

Polizei, wenn die beklaut wurden. Das Problem<br />

sind ja gerade die unbedarften Freier, die auch<br />

noch so naiv sind, die Hausstiefel abzugeben<br />

und sich dann zu wundern, wenn die Wohnung<br />

ausgeräumt ist. Dennoch müssen wir an dieser<br />

Stelle weiterdenken, denn schliesslich geht es<br />

ja nicht nur um materielle Verluste, sondern<br />

auch um das Image einer gesamten schwulen<br />

Gemeinschaft.<br />

13


In eigener Sache CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Aids-Hilfe<br />

Schweiz vs.<br />

CR-Magazin<br />

Der Schweizer Presserat attestiert<br />

der CR-Redaktion korrekten<br />

Journalismus.<br />

Von Martin Ender<br />

Im März <strong>2012</strong> deckte das CR-<br />

Magazin in einer Kolumne<br />

die ungewohnt hohe Entlöhnung<br />

an Doris Fiala auf. Dies<br />

löste eine mediale Welle aus.<br />

Der darauffolgende Artikel<br />

«Das Geschäft mit Aids» thematisierte<br />

die Ausgaben der<br />

Organisation. Die Aids-Hilfe<br />

Schweiz setzte von da an den<br />

Sündenbock CR unter Druck.<br />

Die Aids-Hilfe Schweiz hatte vor allem in den<br />

zwei Jahren vor dem Führungswechsel ihre<br />

Reserven aufgebraucht. Das zeigen Zahlen aus<br />

den Jahresberichten. Einnahmen gingen drastisch<br />

zurück. Einerseits bei den Spenden, andererseits<br />

kürzte das Bundesamt für Gesundheit<br />

die Beiträge, was aber für Insider nicht aus heiterem<br />

H<strong>im</strong>mel kam. Einsparungen auf der Ausgabenseite<br />

wurden viel zu spät eingeleitet. In<br />

dieser Situation suchte die Aids-Hilfe Schweiz<br />

nach einer neuen, starken Führung.<br />

Dass bei leeren Kassen das Amt des Präsidiums<br />

so grosszügig entlöhnt werden soll, machte stutzig.<br />

Das Ansinnen der Aids-Hilfe Schweiz gegenüber<br />

dem CR-Magazin, das Thema für einige<br />

Monate ruhen zu lassen, weckte begreiflicherweise<br />

erst recht das Interesse daran, wie denn<br />

die Aids-Hilfe Schweiz mit den ihr anvertrauten<br />

Geldern umgeht. Was Marketingleute schönreden<br />

und Pressestellen stillschweigen, weckt bei<br />

Journalisten und Journalistinnen die Neugier.<br />

Im vorliegenden Fall entstand so das Dossier<br />

mit dem Titel «Das Geschäft mit Aids», welches<br />

in der April-Ausgabe erschien.<br />

Die CR-Redaktion war sich der Brisanz bewusst.<br />

Der inhaltlich korrekte Artikel löste durch<br />

seine spitzen Formulierungen heftige Reaktionen<br />

aus. Die Aids-Hilfe Schweiz legte be<strong>im</strong><br />

Schweizer Presserat Beschwerde ein. Die CR-<br />

Redaktion suchte das Gespräch. Dabei kam<br />

man sich aber nicht näher. Der Vorwurf, es sei<br />

ein «Schaden einer hohen 5-stelligen Summe»<br />

entstanden, stand <strong>im</strong> Raum und die Aids-Hilfe<br />

Schweiz stellte einen allfälligen Rückzug der<br />

Beschwerde in Aussicht bei einer «namhaften<br />

Spende zur Wiedergutmachung». Gleichzeitig<br />

brach sie den Kontakt zum CR-Magazin ab, mit<br />

Ausnahme der Rubrik Dr. Gay. Offizielle Pressemitteilungen<br />

bleiben seither aus.<br />

Beschwerde abgelehnt<br />

Die Aids-Hilfe Schweiz war inzwischen erfolglos<br />

mit ihrer Beschwerde. Das ist keine Genugtuung<br />

für die CR-Redaktion. Über Jahre haben<br />

sich der <strong>Cruiser</strong> und das CR-Magazin <strong>im</strong>mer<br />

stark gemacht für die Anliegen der Aids-Hilfe<br />

Schweiz und diese auf unterschiedliche Weise<br />

unterstützt. Dennoch muss es erlaubt sein,<br />

auch über eine solche Organisation kritisch zu<br />

schreiben.<br />

Wenn es eine Genugtuung gibt, dann diese: Der<br />

Schweizer Presserat attestiert der CR-Redaktion<br />

korrekten Journalismus. Das gibt Ansporn für<br />

die Weiterarbeit und die Leser können sicher<br />

sein, dass sie <strong>im</strong> CR-Magazin professionelle Artikel<br />

vorfinden, die den journalistischen Richtlinien<br />

entsprechen. Wahrheitssuche inklusive.<br />

Stellungnahme 48/<strong>2012</strong> des Schweizer<br />

Presserats<br />

i.S. Wahrheits- und Berichtigungspflicht / Quellenbearbeitung<br />

/ Anhörung bei schweren Vorwürfen<br />

/ Trennung von Fakten und Kommentar<br />

Am 24. April <strong>2012</strong> beschwerten sich der Geschäftsführer<br />

und die Kommunikationsverantwortliche<br />

der Aids-Hilfe Schweiz be<strong>im</strong> Schweizer<br />

Presserat, mit der Veröffentlichung des<br />

Dossiers «Das Geschäft mit Aids» habe der «CR<br />

<strong>Cruiser</strong>» die Richtlinien 1.1 (Wahrheitssuche),<br />

2.3 (Trennung von Fakten und Kommentar), 3.1<br />

(Quellenbearbeitung), 3.8 (Anhörung bei schweren<br />

Vorwürfen) und 5.1 (Berichtigung) zur «Erklärung<br />

der Pflichten und Rechte der Journalistinnen<br />

und Journalisten» verletzt.<br />

Am 31. Mai <strong>2012</strong> beantragte die durch den Verleger<br />

und Chefredaktor Martin Ender vertretene<br />

Redaktion «CR <strong>Cruiser</strong>», auf die Beschwerde<br />

sei nicht einzutreten (...), eventuell sei die Beschwerde<br />

abzuweisen. Die Leserschaft habe sich<br />

über die beanstandete Berichterstattung selber<br />

eine Meinung bilden können. Der «CR <strong>Cruiser</strong>»<br />

habe keine wichtigen Informationen unterdrückt<br />

und die Fakten korrekt wiedergegeben.<br />

Zudem habe die Redaktion die verspätet eingegangene<br />

Stellungnahme der Beschwerdeführerin<br />

in der gleichen Ausgabe separat abgedruckt.<br />

Am 21. September <strong>2012</strong> nahm der Schweizer<br />

Presserat in einem neunseitigen Dokument Stellung<br />

und begründete seinen Entscheid <strong>im</strong> Detail.<br />

(Nachzulesen unter:<br />

www.presserat.ch/_48_<strong>2012</strong>.htm)<br />

Abschliessend stellt der Schweizer<br />

Presserat fest:<br />

l. Die Beschwerde gegen den «CR <strong>Cruiser</strong>» wird<br />

abgewiesen.<br />

2. Der «CR <strong>Cruiser</strong>» hat mit der Veröffentlichung<br />

des Dossiers mit dem Titel «Das Geschäft mit<br />

Aids» in der Ausgabe April <strong>2012</strong> die Ziffern 1<br />

(Wahrheitssuche) 2, (Trennung von Fakten und<br />

Kommentar), 3 (Quellenbearbeitung, Anhörung<br />

bei schweren Vorwürfen) und 5 (Berichtigung)<br />

der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen<br />

und Journalisten» nicht verletzt.<br />

Für den Presserat zeichnen:<br />

Martin Künzi, Sekretär<br />

Dominique von Burg, Präsident<br />

Der Artikel «Das Geschäft mit Aids» kann auf<br />

queer.ch nachgelesen werden.<br />

14


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

In eigener Sache<br />

Darf man(n) das?<br />

Ein Kommentar von Daniel<br />

Diriwächter<br />

Pressefreiheit oder Hofberichterstattung?<br />

Provokation oder<br />

Journalismus? Solche Fragen<br />

sind aktueller denn je. Es<br />

geht um die Stellung eines<br />

«schwulen» Magazins in der<br />

schwulen Szene: Darf auch innerhalb<br />

der Gay-Community<br />

Kritik geäussert werden?<br />

Mitte September veröffentlichte das schwule<br />

News Portal queer.ch, das von der CR-Redaktion<br />

betreut wird, über den Fall von B.S.*. Dieser<br />

gewann <strong>im</strong> Frühsommer an der «Zurich Pride»<br />

den Hauptpreis, eine Reise nach Rio de Janeiro,<br />

inklusive Hotelunterkunft. Höhepunkt der Reise<br />

soll die Rio-Pride diesen <strong>Oktober</strong> sein. Leider<br />

wusste B.S. bis Mitte September nicht, welches<br />

Hotel er besuchen darf. Seine Anfragen bei der<br />

Pride Organisation blieben meist unbeantwortet.<br />

Die queer.ch-Redaktion kriegte davon Wind<br />

und schrieb den Artikel «Der Preis ist heiss».<br />

Drei Tage später zog der «Tagesanzeiger» nach.<br />

Der Online-Artikel «Wenn ein Preis zum Spiessrutenlauf<br />

wird» hatte zur Folge, dass Bewegung<br />

in die Sache kam.<br />

Auch wenn nun die<br />

Pride-Organisation<br />

laut B.S. das Hotel<br />

bezahlen wird.<br />

B.S. hat bei seinem<br />

Gang an die Presse<br />

nicht bedacht, dass<br />

Kritik innerhalb der Gay-Community<br />

bei einigen verpönt ist. Er erhielt Anruf wie E-<br />

Mail eines aufgebrachten Lesers, der B.S. davon<br />

zu überzeugen versuchte, dass entsprechende<br />

Berichterstattungen in den Medien dem<br />

Ansehen der «Gay-Community» schade. Man<br />

solle die Organisatoren der Pride nicht in ein<br />

schlechtes Licht stellen. Selbst die queer.ch-<br />

Redaktion musste sich diesem Vorwurf stellen.<br />

Mittlerweile meldete sich Gewinner Nr. 2<br />

auf Facebook zu Wort. Sein Preis, ein Skiwochenende,<br />

wurde ebenfalls von der Pride-<br />

Organisation noch nicht ausgehändigt. Was<br />

wird die queer.ch-Redaktion dazu schreiben?<br />

Es stellt sich die Frage: Darf man das? Dürfen<br />

wir vom CR-Magazin über Fehler und Versäumnisse<br />

innerhalb der Gay-Community berichten?<br />

Oder sollten wir schützend die Hand<br />

über die «Familie» halten? Dies vorweg, das<br />

CR-Magazin hält sich an die «Erklärung der<br />

Pflichten und Rechte der Journalistinnen<br />

und Journalisten» Eine der Pflichten<br />

ist die Wahrheitssuche. Wir dürfen<br />

also nicht nur Hofberichterstatter<br />

sein. Sicher, diese Grenzen verwischen<br />

oft. Besonders innerhalb<br />

der Gay-Community.<br />

Das Wort «Familie» fiel schon. Schwule und Lesben<br />

halten zusammen, und das ist gut so. Doch<br />

darf deshalb eine «schwule» Zeitung oder deren<br />

Online-Portal keine Kritik mehr äussern? Wir<br />

sind der Meinung, dass wir das dürfen. Und<br />

dass wir sogar «müssen». Allerdings nur mit<br />

entsprechender Recherche. Auch <strong>im</strong> Falle von<br />

B.S. kontaktierte die Queer.ch-Redaktion die<br />

Pride-Organisation.<br />

Pressefreiheit oder Provokation? Ja, wir dürfen<br />

auch innerhalb der Gay-Community skeptisch<br />

bleiben. Wir dürfen auch interpretieren und darüber<br />

schreiben – auch pointiert. Zum Schluss<br />

ein Zitat von Gerhard Kocher: «Schl<strong>im</strong>m ist<br />

nicht, was die Journalisten schreiben. Schl<strong>im</strong>m<br />

ist, was sie verschweigen.»<br />

*Name der Redaktion bekannt.<br />

15


9. Winter Edition, vom 6. bis 13. Januar 2013<br />

Gewinne unvergessliche Winterferien für 2 Personen<br />

<strong>im</strong> 4-Sterne Hotel The Excelsior an der Arosa Gay Ski Week *<br />

Wieviele Hotels sind unsere Partner in 2013 ?<br />

5 8 10<br />

EXCELSIOR<br />

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www.gayskiweek.ch<br />

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Richtige Antwort einsenden an : AfM-Publikationen « Wettbewerb Arosa Gay Ski Week » Postfach 1136, CH - 8034 Zürich * ohne Reisekosten<br />

Wer an der Verlosung teilnehmen will, muss den Teilnahmeschein vollständig ausgefüllt mit der richtigen Antwort an die Verlagsadresse AfM-Publikationen bis spätestens am 15. November <strong>2012</strong>, 24.00 Uhr, einsenden. Massgebend ist das<br />

Stempeldatum der Briefpost. Es kann der Teilnahmecoupon <strong>im</strong> <strong>Cruiser</strong> verwendet werden. Die Teilnahme ist auch gültig, wenn alle Elemente des Original-Coupons auf ein neutrales Papier geschrieben werden. Die Ziehung der Lose erfolgt unter<br />

Aufsicht bis zum 20. November anschliessend werden die Gewinner persönlich benachrichtigt. Der Gewinn beinhaltet: Aufenthalt für zwei Personen <strong>im</strong> Excelsior 4-Sterne Hotel in Arosa während der Gay-Ski-Week vom 6. bis 13. Januar<br />

2013. Dieser Aufenthalt umfasst 7 Übernachtungen <strong>im</strong> Doppelz<strong>im</strong>mer, inklusiv Frühstück (Wert CHF 1755.-), zwei Event-Pässe «Gold» (Wert CHF 460.-), 20 % Rabatt auf die Miete der Skiausrüstung. Der Gewinn ist nicht übertragbar und gilt<br />

namentlich für den Los-Gewinner. Die Reisekosten für die Fahrt vom Domizil des Gewinners nach Arosa ins Hotel Excelsior und zurück, gehen zu Lasten des Gewinners, ebenso weitere Auslagen <strong>im</strong> Zusammenhang mit der Reise. Es obliegt der Verantwortung<br />

des Gewinners, sich um die Beschaffung der nötigen Reisedokumente zu kümmern. Die Teilnahme an der Verlosung ist gratis, beinhaltet keinerlei Kaufsverpflichtung und steht jedermann offen, der volljährig ist. Ausgenommen von<br />

der Verlosung sind ausdrücklich sämtliche Mitarbeiter des Verlags AfM-Publikationen, der die Zeitung <strong>Cruiser</strong> herausgibt und deren Familienangehörige. Pro Haushalt, unter gleichem Namen und gleicher Adresse ist nur eine Teilnahme erlaubt.


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

News Schweiz<br />

T&M noch bis Ende<br />

Februar 2013 geöffnet<br />

Das t&M schliesst seine tore an der<br />

Marktgasse Ende Februar 2013. Was kommt<br />

danach?<br />

Bis Ende Februar sind die T&M-Betriebe, einschliesslich der Pigalle-Bar,<br />

wie gewohnt bis in die Morgenstunden für die Gäste da. Danach fällt der<br />

letzte Vorhang. Das Zürcher Niederdorf soll auch nach dem Auszug der<br />

T&M-Betriebe aus der Marktgasse 14 die Ausgehmeile für das schwullesbische<br />

Publikum bleiben. Das «neue» T&M soll unter der Leitung von Marco<br />

Uhlig (Boyahkasha) und Alain Mehmann (Behave-Party) <strong>im</strong> März <strong>2012</strong><br />

an einem neuen Ort eröffnet werden. Wo dieser sein wird, bleibt vorerst<br />

ein Gehe<strong>im</strong>nis. Die Gerüchteküche brodelt, <strong>im</strong> Gespräch war auch das<br />

Kino Stüssihof, was die East Cinemas AG, Betreiberin des Kinos, jedoch<br />

auf Anfrage verneinte.<br />

T&M – der Film<br />

Filmemacher Oliver Brand wird die Aera des T&M an der Marktgasse 14<br />

mit einem Dokumentarfilm würdigen. Es sucht Jungs und Männer, die<br />

bereit sind, vor der Kamera ihre Geschichte mit dem T&M zu erzählen.<br />

Ob jung oder alt, Interessierte wenden sich mit Angaben zur Person und<br />

einem Kurzbeschrieb der T&M Erlebnisse an: TM_derfilm@gmx.ch<br />

Die Schäfchen werden<br />

fl ü g g e<br />

Über 90 Seelsorger fordern von der katholischen<br />

Kirche u.a. die Gleichberechtigung<br />

von Schwulen und Lesben.<br />

In diesen Tagen startet die nationale Pfarrei-Initiative. Sie ist ein Aufruf<br />

zum «Ungehorsam» gegenüber dem Diktat aus dem Vatikan. Bereits über<br />

90 Seelsorger stehen hinter der Initiative. Die Forderungen gegenüber<br />

dem Papst sind nicht neu, aber aktuell. So soll die Priesterweihe auch<br />

für Frauen möglich sein, ausgebildete Laien sollen eine Predigt halten<br />

dürfen, die heilige Kommunion soll auch Nicht-Katholiken ermöglicht<br />

werden und – ganz wichtig – die Gleichberechtigung von Schwulen und<br />

Lesben soll in der Kirche durchgesetzt werden.<br />

Die Pfarrei-Initiative folgt einem Beispiel aus Österreich und soll die «gelebte<br />

Praxis» auch für den Vatikan sichtbar machen. Die Anhänger des<br />

Papstes, wie etwa <strong>im</strong> Bistum Chur, reagieren empört und sprechen von<br />

einer Spaltung innerhalb der Kirche.<br />

Schnecken statt Spaghetti?<br />

Aus für das Café Marion? Das beliebte<br />

Restaurant in zürich soll einem französischen<br />

Bistro weichen.<br />

Laut Tages-Anzeiger soll das Restaurant Marion <strong>im</strong> Zürcher Niederdorf<br />

Ende <strong>2012</strong> geschlossen werden. Die Liegenschaftsverwaltung der Stadt<br />

Zürich will die Pacht an Eddie Baumann nicht mehr verlängern. Das Marion<br />

war für jedermann offen. Altstadtbewohner tranken dort gerne ihren<br />

Kaffee, in die Jahre gekommene Schwule (nicht nur) trafen sich dort<br />

zum Lunch oder Dinner.<br />

Besonders beliebt war das Marion auch bei Partygängern. Eddie Baumann<br />

öffnete das Lokal am Wochenende bereits um 5 Uhr in der Früh.<br />

Oft fand man dort Belegschaft wie Besucher des T&M mit Gipfeli und<br />

müden Augen.<br />

Ab <strong>2012</strong> soll an dieser Stelle nun ein französisches Bistro seine Tore öffnen:<br />

«Chez Marion». Eddie Baumann sammelte derweil über 500 Unterschriften<br />

und hat einen Anwalt engagiert. Eine Verlängerung über den<br />

rechtlichem Weg bleibt die einzige Hoffnung<br />

Schwuler Bauer auf 3+<br />

in der Show «Bauer, ledig, sucht...» ist mit<br />

Bauer Bruno erstmals ein schwuler Bauer<br />

vertreten.<br />

Mit Bruno zeigt 3+ den ersten schwulen Bauern in «Bauer, ledig, sucht<br />

...» Der sympathische, schüchterne 28-Jährige sucht einen Mann, der mit<br />

anpacken kann und sportlich ist. Bruno ist laut 3+ ein offener, moderner<br />

Bauer, den auch Tattoos und Piercings nicht abschrecken können. Sein<br />

Dilemma: Nur wenn der Single-Bauer einen Partner findet, kann er den<br />

elterlichen Hof übernehmen.<br />

Bauer Bruno gibt sich opt<strong>im</strong>istisch: «Ich bin schon ganz aufgeregt und hoffe<br />

auf viele tolle Männer, die sich für mich bewerben», sagt er. Die Kandidaten<br />

der neuen Staffel sind jeden Donnerstag um 20.15 Uhr auf 3+ zu sehen.<br />

Biel regiert schwullesbisch<br />

In Biel wurden drei Homosexuelle in die fünfköpfige<br />

Stadtregierung gewählt. Darunter der<br />

Gründer der Gay-SVP, Beat Feurer.<br />

Ein Novum in der Schweiz: Bei den jüngsten Wahlen wurden in Biel<br />

drei homosexuelle Politiker in die Stadtregierung gewählt: Barbara<br />

Schwickert (Grüne), Cédric Némitz (SP) sowie Beat Feuer, Gründer der<br />

Gay-SVP. Nach Angaben <strong>im</strong> «Bieler Tagblatt» spielte die sexuelle Identität<br />

der Kandidierenden <strong>im</strong> Wahlkampf keine Rolle. Alicia Parel, Geschäftsführerin<br />

von Pink Cross, zeigt sich gegenüber der Presse erfreut. Sie erwartet<br />

nun, dass sich der Bieler Gemeinderat verstärkt für die Anliegen<br />

von Schwulen und Lesben einsetzt. Ob Biel nun die erste Stadt mit einer<br />

schwul-lesbischen Mehrheit in der Exekutive ist, kann nicht belegt werden,<br />

aber die erste offizielle.<br />

Korrigenda<br />

In der CR-Ausgabe vom September <strong>2012</strong> wurde be<strong>im</strong> Artikel «Kein weiterer<br />

Titel für Stephan Bitterlin» fälschlicherweise suggeriert, dass dessen<br />

Teilnahme bei den MrGay-World-Wahlen auch seine letzte Handlung<br />

als MrGay sei. Dies ist falsch, Stephan Bitterlin wird auch weiterhin als<br />

MrGay sein Engagement in der Gay Community beweisen.<br />

17


Nachgefragt CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Branko B. Gabriel<br />

trifft...<br />

Party-Ikone und Hairstylist<br />

Neto Clown<br />

Eine der schillerndsten Partyfiguren<br />

in der Zürcher Partyszene<br />

ist der Brasilianer Neto<br />

Clown. Mit seinem ausgefallenen<br />

Make-up und Styling<br />

ist er der Eyecatcher jeder<br />

Party. Wer aber steckt hinter<br />

dieser Clownfigur? Und was<br />

macht Neto Abelardo alias<br />

Neto Clown eigentlich, wenn<br />

er nicht gerade an irgendeiner<br />

Party seine Show abzieht? CR<br />

hat ihn in seinem neuen Atelier<br />

besucht.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Wie bist du überhaupt zu diesem<br />

Namen Neto Clown gekommen? Was bedeutet<br />

er?<br />

NETO CLOWN: Den Namen haben mir die Kunden<br />

zugelegt. Ich habe früher in Brasilien <strong>im</strong> Zirkus<br />

und Theater gearbeitet. Schon früh faszinierte<br />

mich die Figur des Clowns. Man kann sich wunderbar<br />

hinter dieser Maske verstecken. Alle Leute<br />

oder zumindest die meisten mögen ja Clowns.<br />

Für mich bedeutet es, dass ich z.B. nach einem<br />

strengen Tag in eine andere Rolle schlüpfen und<br />

abschalten kann. Für mich ist es einfach Fun.<br />

Und wenn die Leute Freude daran haben, habe<br />

ich meine Mission doch erfüllt.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Du lebst schon über 15 Jahren<br />

in der Schweiz. Die Figur Neto Clown kennt<br />

man erst seit einigen Jahren. Wieso hast du<br />

dein zweites Ich so lange vor uns versteckt?<br />

NETO CLOWN: Ich habe es oder besser gesagt ihn nicht<br />

versteckt, nur anders ausgelebt. Ich bin ja Hairstylist,<br />

ab und zu bin ich dann als Clown in mein Geschäft<br />

gekommen und habe in voller Montur den<br />

Kunden die Haare geschnitten. Alle fanden das<br />

cool und wollten mehr von Neto Clown sehen. So<br />

18<br />

Ein Clown als Party-Ikone <br />

© by Neto Clown<br />

habe ich dann <strong>im</strong>mer mehr Bookings von verschiedenen<br />

Klubs in der ganzen Schweiz bekommen.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Was gefällt dir an deiner Arbeit<br />

als Clown?<br />

NETO CLOWN: Ich liebe es, die Besucher zu unterhalten.<br />

Ich bin dann eine völlig andere Person,<br />

offen und sehr extrovertiert. Ich kann so meine<br />

verrückte Seite ausleben, und die Leute lieben


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Nachgefragt<br />

es. Es gibt nichts Schöneres, als den Leuten ein<br />

Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern! Ich bin<br />

dann in einer anderen Welt und vergesse den<br />

Alltagsstress. Wir leben in einer so stressigen<br />

Welt, da ist es doch toll, wenn man auf solch<br />

eine Art einfach für ein paar Stunden aus seinem<br />

«normalen» Leben entfliehen kann.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Wie reagieren die Partybesucher<br />

auf dich. Wie ist die Resonanz?<br />

NETO CLOWN: Die ersten Fragen sind <strong>im</strong>mer: «Wie<br />

lange brauchst du zum Schminken? Hast du<br />

dein Make-up selber gemacht? Bist du <strong>im</strong>mer<br />

so unterwegs? Darf ich Fotos machen?» Bis jetzt<br />

haben alle <strong>im</strong>mer sehr positiv auf meine Erscheinung<br />

reagiert. Ich gebe der Party den gewissen<br />

Glamourfaktor und das kommt <strong>im</strong>mer<br />

sehr gut an.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Und wie lange brauchst du zum<br />

Schminken? Wie lange dauert die Verwandlung?<br />

NETO CLOWN: Also, wenn es spezielle Parties oder<br />

Anlässe wie z.B. Halloween oder Silvester sind,<br />

brauche ich ca. eine Stunde. Für normale An<strong>im</strong>ationen<br />

jeweils samstags um die 20 Minuten.<br />

Bei mir geht alles schnell, bereits be<strong>im</strong> Schminken<br />

habe ich schon <strong>im</strong> Kopf, was ich dazu anziehen<br />

werde.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Offenbar hast du ein sehr gutes<br />

Gespür für Styling, nicht nur bei Neto Clown,<br />

sondern auch bei deiner Arbeit als Hairstylist.<br />

NETO CLOWN: Natürlich, sonst wäre ich nicht<br />

schon acht Jahre als Hairstylist selbstständig. Es<br />

macht mir Spass, nicht nur mich zu verändern,<br />

sondern auch meine Kunden. Sei es mit einem<br />

neuen Haarschnitt oder mit einer coolen Farbe.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Seit kurzem bist du nun bei<br />

Hair Sweet Home. Zusammen mit Irena de la<br />

Boom betreibst du in Altstetten ein Coiffureatelier<br />

der etwas anderen Art?<br />

NETO CLOWN: Ja, das ist richtig, Irena und ich kennen<br />

uns zwar noch nicht so lange, aber es hat<br />

sofort gefunkt. Wir sind beide verrückte Paradiesvögel<br />

und leben unseren Traum aus. Hair<br />

Sweet Home ist ein Traum, den wir verwirklichen<br />

konnten. Normale Coiffure-Studios sind<br />

doch langweilig. Bei uns kann man neben den<br />

üblichen Stylings auch gemütlich am grossen<br />

Tisch (mit WEFree) abhängen, man kann sein Essen<br />

mitnehmen, plaudern und auch networken.<br />

Hair Sweet Home steht für den Haarbesuch in<br />

Wohnz<strong>im</strong>meratmosphäre. Das Atelier <strong>im</strong> Ambiente<br />

der 50er-Jahre lädt zum Verweilen ein,<br />

eben wie bei sich zu Hause.<br />

BRANKO B. GABRIEL: Was bietet Hair Sweet Home<br />

sonst noch an?<br />

NETO CLOWN: Neben Haare scheiden, färben, stylen<br />

und Make-up bieten wir auch die verrückteren<br />

Sachen an, wie Party-Hochsteckfrisuren und<br />

Hairtribals, das sind Muster auf dem Kopf die<br />

wie Tattoos aussehen. Weiter kann man hier<br />

auch Fotoshootings durchführen, mit und ohne<br />

Kleiderstyling - wir haben ja einen abgefahrenen<br />

Kleiderfundus. Auch kann man das ganze<br />

Atelier für Werbefilm – oder sonstige Film-Produktionen<br />

buchen. Neu steht den Kunden auch<br />

ein Nailstudio zur Verfügung.<br />

Hair Sweet Home<br />

Badenerstrasse 816, 8048 Zürich<br />

Neto Hairstylist 076 574 66 34<br />

www.irenadelaboom.ch<br />

www.neto-hairstylist.ch<br />

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Eine gute Nachfolgeregelung<br />

wirft auch in Generationen<br />

noch beste Erträge ab.<br />

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Die Früchte Ihrer Arbeit sollten auch für kommende<br />

Generationen erhalten bleiben. Wir unterstützen Sie bei<br />

einer guten Nach folgeplanung, damit Sie den finanziellen<br />

Herausforderungen in jeder Lebensphase gewachsen sind.<br />

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19


Szene CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Parties und<br />

Events<br />

Jack<br />

the Love Sex & Madness<br />

Issue<br />

Mit dem Besuch des New Yorker DJs, Produzenten<br />

und RMXers Larry Tee geht für das eingefleischte<br />

Jack-Publikum ein Wunsch in Erfülung.<br />

Bereits ein Jahr ist es her, als der Erfinder<br />

von «Electro Clash» den Festsaal am Pelikanplatz<br />

mit zischenden und peitschenden Sounds<br />

in einen elektronisch zirpenden Dampfkessel<br />

verwandelte. Es liegt in der Natur der Sache, genussvoll<br />

Prickelndes wiederholen zu wollen. Im<br />

Übrigen ist es das mutig durchmischte LineUp,<br />

welches dazu verführt, diesen Herbstabend unter<br />

JACKs Discokugel zu verbringen:<br />

Kunden, Bekannte und Unbekannte. Nebst einer<br />

kleinen Show erwartet die Gäste ein freier<br />

Welcome Drink, feine Häppchen vom Huusmaa<br />

und der obligate Geburtstagskuchen um Mitternacht.<br />

10. <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong>, ab 21.30 Uhr<br />

Nikitas Balkan Party<br />

Für diese Party gibt es nur eine Bezeichnung:<br />

legendär! Wenn Nikita ihre Party veranstaltet,<br />

dann fliegen die Fetzen bei den Drags und dann<br />

bebt das Haus. Natürlich sind bei dieser Party<br />

nicht nur Gays aus dem Balkan willkommen,<br />

sondern von überall.<br />

DJ Q-Bass<br />

11. <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong>, ab 21.30 Uhr<br />

Dörfli Z‘Nacht mit Maja Brunner<br />

Die beliebte Schlagersängerin Maja Brunner ist<br />

ein letztes Mal zu Gast <strong>im</strong> T&M! Sie empfängt<br />

die Gäste mit einem Potpourri ihrer Hits und<br />

einem herzhaften Abendessen.<br />

Jetzt Vorverkauf benutzen und sparen! Tickets <strong>im</strong><br />

Vorverkauf nur 15 Franken, Abendkasse 20 Franken.<br />

Ticketverkauf bei Petra in der Pigalle Bar. Im<br />

Preis inbegriffen ist Gehacktes mit Hörnli.<br />

Während sich Angel O. musikalisch durch all<br />

das bewegt, was er unter House und sein Publikum<br />

unter Party versteht, setzt Zoer Gollin mit<br />

HipHop und R‘n‘B auf den amerikanischen Beat<br />

der bösen Buben.<br />

Zwei Dancefloors, drei DJs und eine stampfende<br />

Männerhorde.<br />

Jack<br />

Samstag, 20. <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong>, Ab 23.00 Uhr<br />

Festsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich.<br />

www.jackcompany.com<br />

www.twitter.com/jackcompany<br />

T&M Specials<br />

Murmelis Geburtstag<br />

Murmeli, bekannt aus der Pigalle Bar und als<br />

Geschäftsführer der Moustache Sauna feiert<br />

Geburtstag. Und alle sind eingeladen: Freunde,<br />

25. <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong>, ab 20.30 Uhr<br />

T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich<br />

www.tundm.ch<br />

Cityboy<br />

Neue Gay Party in zürich<br />

Cityboy mag Zürich, Berlin und easy Jungs. Er<br />

ist ein Stadtkind und liegt lieber am Letten als<br />

<strong>im</strong> Solarium. Während andere bereits joggen,<br />

tanzt er <strong>im</strong>mer noch <strong>im</strong> Club. Am liebsten zu<br />

House, egal, ob aus Chigaco, Detroit oder Berlin.<br />

Hauptsache, kein DJ-Antoine-Zeugs! Und<br />

ja, City boy ist schwul, auch wenn man es ihm<br />

eigentlich gar nicht anmerkt. Weil seine Lieblingsmusik<br />

vor allem in Clubs wie dem Hive,<br />

dem Cabaret oder in der Büxe gespielt wird,<br />

trifft man Cityboy oft dort – die ganze Nacht.<br />

Nicht aber am Freitag, 12. <strong>Oktober</strong>. Da orga-<br />

20


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Szene<br />

nisiert er nämlich selber eine Gay Party. Für<br />

sich, seine Freunde und alle, welche die Liebe<br />

zur guten Musik mit ihm teilen. Zum Auflegen<br />

holt er sich Nici Faerber und Mik Maroo an die<br />

Plattenteller, DJs, die in seinen Lieblingsclubs<br />

auflegen und die man von den Behave-Parties<br />

kennt.<br />

Gibt es diesen Cityboy? Seine Party jedenfalls<br />

schon!<br />

Cityboy<br />

Freitag, 12. <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong>, ab 22.00 Uhr<br />

Revier Club, Hohlstrasse 18, 8004 Zürich<br />

www.revierclub.ch<br />

«Lola Couture»<br />

Der neue monatliche Party-<br />

Glamour-Event in Zürich<br />

«Man nehme Lola Sara Arnold-Korf, kurz Lola,<br />

(...) umzingele sie mit einem Haufen durchgeknallter<br />

Transen aus Berlin und Zürich, blutjunger<br />

Boys, Heteros von Welt und Prominenz,<br />

fülle alle mit Wodka und Champagner ab, fertig<br />

ist Zürichs neue Party-Sensation: Lola Couture»,<br />

so zu lesen in der offiziellen Pressemitteilung.<br />

Und das Partyvolk? Erwünscht sind nach<br />

Diva Lola ausschliesslich Geisteskranke und<br />

andere Menschen ohne Sicherheitsgurt und<br />

Schw<strong>im</strong>mweste. Das Motto «Berlin meets Zurich»<br />

ist Programm: Berliner und Schweizer<br />

Elektro- & House DJs (u.a. der Berliner M-Attack<br />

und der Zürcher Malik), von der Tür bis an die<br />

Bar nur reinrassiges Transenpersonal und/oder<br />

Szenequeens zwischen allen Geschlechtern<br />

und Orientierungen. Es gibt eine Live-Show mit<br />

Piano-Begleitung (Linus) von Diva Lola höchstpersönlich<br />

(Marlene Dietrich, Zahra Leander<br />

und eigene Songs) und ab 6.00 Uhr morgens<br />

private Geburtstagsparty bis mittags weit nach<br />

Sonnenaufgang. «Die Zeiten der Bescheidenheit<br />

sind nun endgültig vorbei.», meint Lola. Ab dem<br />

<strong>Oktober</strong> erhält Zürich so jeden Monat eine glamouröse<br />

neue Partyreihe (jeden zweiten Freitag<br />

<strong>im</strong> Monat).<br />

«Lola Couture»<br />

Freitag, 12. <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong>, ab 21.00 Uhr<br />

Bazillusclub, Ausstellungsstrasse 21<br />

8005 Zürich<br />

<strong>Oktober</strong>fest<br />

Pigalle Bar und Club T&M<br />

Wie jedes Jahr heisst es Ende <strong>Oktober</strong> «O’zapft is»<br />

in der Pigalle Bar. Etwas kleiner zwar als auf<br />

der Theresienwiese, aber deswegen nicht minder<br />

lustig und bierselig. Nebst echtem bayrischen<br />

Bier gibt’s <strong>im</strong> Pigalle natürlich auch Bedienung<br />

in Lederhose und Dirndl sowie jede<br />

menge Schlager.<br />

Höhepunkt und Abschluss des <strong>Oktober</strong>festes<br />

ist wie jedes Jahr der Pink Monday auf dem<br />

Bauschänzli am 29. <strong>Oktober</strong>. Dieser Event ist<br />

zwar schon längst ausverkauft. Wer aber kein<br />

Ticket ergattern konnte, ist dafür an dem Abend<br />

<strong>im</strong> T&M genau richtig zur Pink Monday Party<br />

mit Festhüttenst<strong>im</strong>mung, Brezeln und jeder<br />

Menge Gaudi.<br />

Freier Eintritt.<br />

16. – 29. <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong>, Ab 22.00 Uhr<br />

Pigalle Bar und Club T&M<br />

Marktgasse 14, 8001 Zürich<br />

www.tundm.ch<br />

www.pigalle-bar.ch<br />

Cranberry Ugli<br />

Die Party zu 15 Jahren<br />

Cranberry<br />

Das Cranberry feiert Geburtstag. Schon seit 15<br />

Jahren ist das Cranberry in der Zürcher Altstadt<br />

eine der beliebtesten Gay-Bars in der Schweiz.<br />

Bereits früher he<strong>im</strong>ste das Cranberry Cocktailpreise<br />

ein. Nun ist Michi Bieri an der «Swiss<br />

Cocktail Championship» in Luzern «Swiss<br />

Champion <strong>2012</strong>» geworden. Als solcher wird er<br />

die Schweiz 2013 an der World Championship<br />

in Prag vertreten. Der Cranberry-Geburtstag<br />

wird mit Glitzerhaus am 19. <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong> in der<br />

alten Kaserne gefeiert. Eintritt, Fr. 25.–<br />

Cranberry Ugli<br />

Freitag, 19. <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong>, Ab 23.00<br />

Alte Kaserne, 8004 Zürich<br />

www.cranberry.ch<br />

Apocalypse<br />

Angels Black Party <strong>2012</strong><br />

Einmal mehr haben die Angels-Organisatoren<br />

«das Universum durchforstet nach den glänzendsten<br />

Sternen». Sie haben Musik- und Show-<br />

Stars gefunden und bringen sie Anfang November<br />

ins Volkshaus, um die zu Ende gehende<br />

Party-Saison <strong>2012</strong> noch einmal voll aufleben<br />

zu lassen. Den Main Floor zum Beben bringt<br />

der unbestreitbare «Master of the Turntables»,<br />

DJ Pagano (U.K.), DJ ajaxx (Resident), DJ Zör Gollin<br />

(CH), DJ Vasco (CH) und DJ RW (Amsterdam)<br />

spielen ihren Sound auf den drei zusätzlichen<br />

Dance Floors.<br />

Vorverkauf in Zurich: Cranberry Bar,<br />

Rathaus Café, Daniel H., Männerzone.<br />

Tickets online: www.angels.ch oder<br />

Ticketino (www.ticketino.com)<br />

Black Party Apocalypse<br />

Samstag, 3. November <strong>2012</strong><br />

Türöffnung: 22.00 Uhr<br />

Volkshaus Zurich, Stauffacherstrasse 60,<br />

8004 Zürich.<br />

www.angels.ch<br />

Moustache Sauna<br />

Jetzt auch während der<br />

Nacht<br />

Die Moustache Sauna in Zürich bietet ihren<br />

Gästen seit Mitte September längere Öffnungszeiten.<br />

Die Türen bleiben am Wochenende jeweils<br />

bis 7 Uhr geöffnet. Mit diesem zusätzlichen<br />

Angebot wollen die Betreiber ihren Gästen<br />

am Freitag und Samstag die Möglichkeit geben,<br />

nach dem Abtanzen in der Disco gemütlich<br />

zu chillen und zu schwitzen. Dazu Roger alias<br />

Murmeli, der Geschäftsführer: «Mit dieser<br />

zusätzlichen Dienstleistung scheinen wir ein<br />

echtes Bedürfnis zu stillen». Bis Ende November<br />

genies sen Gäste der Nachtsauna einen reduzierten<br />

Eintrittspreis von 25 Franken.<br />

Die «strictly gay»-Sauna Moustache, welche seit<br />

letztem November komplett neu renoviert ist,<br />

befindet sich <strong>im</strong> Zürcher Kreis 4 (Tramhaltestelle<br />

Kalkbreite). Sie bietet ein grosses Dampfbad,<br />

einen Whirlpool, zwei Saunen, ein Schaumbad,<br />

eine Ruhezone, viele grosszügige Kabinen, ein<br />

Fumoir und natürlich eine gemütliche, reichhaltige<br />

Bar mit freundlichem Personal.<br />

Der reguläre Eintrittspreis beträgt 35 Franken,<br />

in den zwei Stunden nach Betriebsöffnung und<br />

3-4 Stunden vor Betriebsschluss kostet der Eintritt<br />

nur 25 Franken. Reduzierte Eintrittspreise<br />

für Studenten und Jugendliche. Youngsters bis<br />

20 zahlen 19 Frnken. Dienstags ist Partnertag,<br />

das heisst ein Eintrittspreis für zwei Personen.<br />

Öffnungszeiten:<br />

So - Do: 11.30 Uhr - 23.00 Uhr<br />

Fr + Sa: 11.30 Uhr - 7.00 Uhr<br />

Moustache Sauna, Engelstrasse 4, 8004 Zürich<br />

044 241 10 80<br />

www.moustache.ch<br />

21


Fotostrecke CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Wilde Jungs<br />

Die Rebellen von Bel Ami<br />

Die Stars des Kult-Studios<br />

Bel Ami sind ja eigentlich<br />

eher als zarte Versuchung<br />

bekannt. Dass sie<br />

auch ganz anders können,<br />

beweist Bel Ami Rebels,<br />

der neue Bildband<br />

des spanischen Celebrity-<br />

Fotografen Joan Crisol. Er<br />

inszeniert die attraktiven<br />

Jungmänner in verwegenen<br />

Posen und bringt ihre<br />

draufgängerische Seite<br />

zum Vorschein. Das Resultat<br />

ist verdammt sexy<br />

und überzeugt auf ganzer<br />

Linie. Mit viel Selbstbewusstsein<br />

und Sexappeal<br />

zeigen uns die sonst<br />

so süßen Jungs, dass jede<br />

Menge ungezügelte sexuelle<br />

Energie in ihnen<br />

steckt.<br />

BEL AMI REBELS<br />

Bruno Gmünder Verlag<br />

GmbH<br />

Copyrights Cover:<br />

Bel Ami, Joan Crisol<br />

Copyright Innenteil:<br />

Bruno Gmünder<br />

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Gebühren sowie die Endreinigung. Die Platzzahl ist l<strong>im</strong>itiert.<br />

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Kultur CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Iron Sky<br />

Die Nazis warten hinterm<br />

Mond auf ihre nächste Attacke<br />

gegen die Menschheit.<br />

Eine rabenschwarze Komödie<br />

mit tollen Effekten.<br />

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs schaffen<br />

es die Nazis mit Hilfe von riesigen Ufos, sogenannten<br />

Reichsflugscheiben, die dunkle Seite<br />

des Mondes zu besiedeln. Als sie <strong>im</strong> Jahr 2018<br />

zufällig von einer amerikanischen Mondmission<br />

entdeckt werden, sehen sie ihre Zeit gekommen,<br />

wieder nach der Weltherrschaft zu<br />

greifen. Von nun an lastet das Schicksal der<br />

Menschheit auf den Schultern von Renate Richter,<br />

einer von der Nazi-Ideologie überzeugte<br />

Lehrerin mit Gretchenfrisur. Auf der Erde angekommen,<br />

wird ihr jedoch schnell bewusst,<br />

dass sie ein Leben lang einer Lüge aufgesessen<br />

ist. Nur, wie soll es ihr gelingen, ihren machtbesessenen<br />

Verlobten Klaus Adler und dessen<br />

Götterdämmerung aufzuhalten?<br />

Der Finne T<strong>im</strong>o Vuorensolas legt seinen ersten<br />

professionell produzierten Spielfilm vor, eine<br />

skurrile, rabenschwarze Komödie über eine<br />

Gruppe von Nazis, die seit Ende des Zweiten<br />

Weltkriegs auf der dunklen Seite des Mondes<br />

nach Vergeltung trachtet. Mit spektakulären<br />

Cecilia Bartoli<br />

Ende September erschien<br />

Cecilia Bartolis neues Album<br />

«Mission». Begleitend dazu ein<br />

Roman aus den Federn von<br />

Donna Leon.<br />

Nach dem aussergewöhnlichen künstlerischen<br />

und kommerziellen Erfolg des «Sacrificium»,<br />

das Cecilia Bartoli ihren fünften Grammy einbrachte,<br />

befasst sich die Künstlerin zum ersten<br />

Male in ihrer Studiokarriere mit der Zeit des<br />

Frühbarock, wo sie einen verborgenen Schatz<br />

herrlichster Juwelen entdeckte, mit denen jetzt<br />

– fast durchweg in Weltersteinspielungen – ihr<br />

neues Album bestückt ist.<br />

Good As You<br />

Hinreissender Kassenschlager<br />

aus Italien, in welchem<br />

fast alle miteinander ins Bett<br />

hüpfen.<br />

Der schüchterne HIV-positive Claudio trifft auf<br />

einer Party auf den attraktiven Adelchi, und<br />

Claudios lesbische Schwester Francesca auf<br />

Adelchis verwirrte Hetero-Schwester Silvia.<br />

Und dann ist da noch Marco, die Superschwuchtel<br />

sowie weitere teils schräge Partybesucher. In<br />

den folgenden Monaten kämpfen und schlafen<br />

sie fast alle miteinander ... und es entwickelt<br />

sich eine kleine skurrile Familie!<br />

Die erste schwule Komödie Italiens war der absolute<br />

Kino-Hit! Vier Männer und vier Frauen<br />

lassen uns an ihrem Alltag teilnehmen, an ihren<br />

Lebensläufen, ihren Liebesabenteuern und<br />

Sexgeschichten. Regisseur Mariano Lamberti<br />

meidet bei seinen Charakteren keineswegs Klischees,<br />

er zeigt keinen Blick «auf», sondern einen<br />

«aus» der schwulen Welt.<br />

Effekten und atemberaubenden Designs realisiert,<br />

begeistert die finnisch-deutsch-australische<br />

Koproduktion mit ihrer verrückten Story,<br />

wilder Action und respektlosem Humor.<br />

Ab 25. <strong>Oktober</strong> auf Blu-ray und DVD<br />

28<br />

Das Programm enthält Musik des wenig bekannten<br />

italienischen Komponisten Agostino<br />

Steffani (1654–1728), der mit den verschiedensten<br />

Affekten und Stilen zu hören ist: Solo-Arien,<br />

Duette und Solostücke mit Chor (allesamt<br />

in italienischer Sprache) sind dabei mit instrumentalen<br />

Zwischenspielen verbunden, die<br />

einen organischen Übergang von einem Titel<br />

zum nächsten herstellen und so einen Bogen<br />

schaffen, der das Album vom Anfang bis zum<br />

Ende überspannt.<br />

Die internationale Bestseller-Autorin Donna<br />

Leon, die Cecilia Bartoli seit langem bewundert,<br />

war von dem Projekt so fasziniert, dass sie<br />

beschloss, das neue Album mit einem Kr<strong>im</strong>inalroman<br />

zu begleiten, der das gehe<strong>im</strong>nisvolle<br />

Leben des Komponisten in den Mittelpunkt des<br />

Geschehens stellt. «H<strong>im</strong>mlische Juwelen» wurde<br />

zur selben Zeit wie Cecilia Bartolis Album<br />

veröffentlicht.<br />

Decca / Diogenes<br />

Der Film war umgehend nach seinem Kinostart<br />

so populär, dass die katholische Gruppierung<br />

«Militia Christi» zu einem Boykott aufrief, mit<br />

der Begründung, Lamberti wolle «die Vereinigung<br />

zweier Männer der von Mann und Frau<br />

gleichstellen»... wie ungeheuerlich!<br />

Ab sofort auf DVD


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Kultur<br />

Boulevard<br />

Das Maiers Theater in Zürich<br />

änderte seinen Namen:<br />

Unter der Leitung von Peter<br />

Denlo nennt es sich fortan<br />

«Boulevard». Der Name ist<br />

Programm.<br />

Im September 2011 übernahm Schauspieler<br />

und Theaterproduzent Peter Denlo das Maiers<br />

Theater in Zürich. Nach der ersten Spielzeit ändert<br />

er nun den Namen in «Boulevard». Das Theater<br />

verfügt zudem über eine schicke Bar und<br />

Lounge, in der es sich zu verweilen lohnt. Sie ist<br />

täglich ab 16.30 Uhr geöffnet. Eine willkommene<br />

Location am Albisriederplatz.<br />

Von wegen Albisriederplatz: Seit Januar <strong>2012</strong><br />

produziert Peter Denlo monatlich die hauseigene<br />

Bühnensoap «Albisriederplatz – die Sitcom».<br />

Jede einzelne Episode dreht Themen aus der<br />

Nachbarschaft durch den Fleischwolf und lässt<br />

Romeo & Julia<br />

Die langerwartete Ballett-Premiere<br />

<strong>im</strong> Zürcher Opernhaus<br />

unter der Leitung von Christian<br />

Spuck.<br />

«Ist Liebe etwas Zartes? Sie ist zu rau, zu grob,<br />

zu lärmend, und sie sticht wie ein Dorn.» So<br />

heisst es in William Shakespeares berühmter<br />

Tragödie Romeo und Julia, in der die Kraft der<br />

Jennifer Lopez<br />

Jennifer Lopez, die Pop-Latina<br />

schlechthin, ist zum ersten<br />

Mal in ihrer Karriere live in<br />

der Schweiz.<br />

Jennifer Lopez – oder kurz: J-Lo – wurde vom<br />

Forbes Magazin zum einflussreichsten Star <strong>im</strong><br />

Showbusiness gekürt. Die Sängerin, Tänzerin,<br />

Schauspielerin, Designerin und Unternehmerin<br />

verzaubert seit über einem Jahrzehnt ihre<br />

Fans. 1999 erschien ihr Debutalbum «On The 6»,<br />

das mitverantwortlich war für die so genannte<br />

«Latin Wave», die durch Stars wie Enrique<br />

Iglesias, Ricky Martin und Marc Anthony zur<br />

Jahrtausendwende weltweit die Hitparaden beherrschte.<br />

die alte Tradition des Boulevardtheaters frisch,<br />

frech und modern aufleben. Denlo programmiert<br />

nach dem Prinzip «aus dem Quartier –<br />

für das Quartier». Im <strong>Oktober</strong> wird nun bereits<br />

die 8. Folge der Sitcom zu sehen sein. Eine treue<br />

Fangemeinde ist ihr gewiss.<br />

Bei «Leuchtfeuer» wird es ungemein dramatischer.<br />

Die Geschichte spielt in England während<br />

des Zweiten Weltkrieges. Eine Liebe in klassischer<br />

Casablanca-Tradition, deren Premiere am<br />

19. <strong>Oktober</strong> über die Bühne geht. Auch zu sehen<br />

ist das Stück «Nest für einen Star». Was passiert,<br />

wenn ein Ex-Banker und eine gescheiterte<br />

Schauspielerin aufeinandertreffen? Höchster<br />

Unterhaltungswert wird versprochen. <br />

Ab 27. September.<br />

Boulevard – Bar / Lounge / Theater<br />

www.blvd.ch<br />

Liebe zwei junge Menschen über sich hinauswachsen<br />

lässt. Wie kaum ein anderer Stoff hat<br />

Shakespeares Theaterstück Generationen von<br />

Künstlern zu Bearbeitungen inspiriert. Heute<br />

mag man kaum glauben, dass Sergej Prokofjews<br />

Musik zu Romeo und Julia vom Moskauer<br />

Bolschoi-Theater als zu wenig tänzerisch abgelehnt<br />

wurde. So wurde das Ballett 1938 <strong>im</strong><br />

mährischen Brünn uraufgeführt, ehe es 1940 in<br />

überarbeiteter Fassung am Leningrader Kirow-<br />

Theater zu sehen war und einen sensationellen<br />

Erfolg erzielte.<br />

Christian Spuck stellt sich mit Romeo und Julia<br />

zu Beginn seiner ersten Saison als Ballettdirektor<br />

einer der grössten Herausforderungen für<br />

einen Choreografen. Inspiriert von der bildhaften<br />

Musik Prokofjews und der zeitlosen Aktualität<br />

der Shakespeare-Tragödie, vereint er in<br />

seiner ersten Zürcher Arbeit die Tänzerinnen<br />

und Tänzer des Balletts Zürich und des Junior-<br />

Balletts für seine Sicht auf die bewegendste Liebesgeschichte<br />

der Weltliteratur.<br />

Premiere: 13. <strong>Oktober</strong>, Opernhaus Zürich<br />

Im April 2011 veröffentlichte die attraktive<br />

Sängerin ihr mittlerweile siebtes Studioalbum<br />

«Love?» und <strong>im</strong> Juli dieses Jahres erschien mit<br />

«Dance Again» ein Best-of-Album mit ihren Hits.<br />

Bis heute hat die schöne New Yorkerin über 55<br />

Millionen Alben weltweit verkauft und in verschiedenen<br />

erfolgreichen Kinofilmen mitgespielt,<br />

darunter «Das Schwieger-Monster» oder<br />

«The Wedding Planner». Im Sommer <strong>2012</strong> startete<br />

J-Lo ihre aktuelle Welttournee. Unter dem<br />

Motto «Dance Again» darf sich endlich auch ihre<br />

Schweizer Fangemeinde auf den ersten Auftritt<br />

von Jennifer Lopez in der Schweiz freuen.<br />

Hallenstadion Zürich, 10. <strong>Oktober</strong><br />

29


Buch CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Die Geschichte<br />

von Röbi und<br />

Ernst<br />

Im November erscheint das<br />

Buch «Verborgene Liebe»<br />

Von Martin Ender<br />

Röbi Rapp und Ernst Ostertag<br />

mussten ihre Liebe über Jahrzehnte<br />

hinweg verstecken.<br />

Nach über vierzig Jahren traten<br />

sie 2003 als erstes gleichgeschlechtliches<br />

Paar vor das<br />

Zürcher Standesamt. Barbara<br />

Bosshard erzählt in ihrem neuen<br />

Buch die Lebensgeschichte des<br />

über achtzigjährigen Paars.<br />

In «Verborgene Liebe« erzählt das über achtzigjährige<br />

Paar Röbi Rapp und Ernst Ostertag, beide<br />

1930 geboren, von einem Leben, in welchem sie<br />

alles, was sie öffentlich als Homosexuelle hätte<br />

erkennbar machen können, tunlichst unterlassen<br />

mussten. Jung verliebt, sie waren beide 26,<br />

konnten sie ihre Zuneigung über Jahrzehnte<br />

hinweg nur <strong>im</strong> Verborgenen leben. Ihre Träume<br />

lebten Röbi und Ernst in der Schwulenorganisation<br />

«Der Kreis», eine 1932 in der Schweiz gegründete<br />

Organisation, aus. Auf «schwulengeschichte.ch»<br />

erzählen die beiden: «Anfangs der<br />

50er-Jahre sind wir beide in den «Kreis» eingetreten,<br />

die zu jener Zeit einzige bestehende schweizerische<br />

Organisation von Homosexuellen. Wir<br />

waren eben 20 geworden. ‹Der Kreis› war, der<br />

Name sagt es, ein Ghetto. Darin aber konnte<br />

man sich für einmal frei und unbeschwert als<br />

ganze Persönlichkeit bewegen. Überall draussen<br />

sicherte nur ein perfekt geführtes Doppelleben<br />

die berufliche und private Existenz.»<br />

Der Kreis – Zeitschrift und Verein<br />

Obwohl sich der Kreis <strong>im</strong>mer als Zeitschrift der<br />

«homophilen Sache» verstand, bildeten seine<br />

Abonnenten faktisch einen Verein, dessen Feste<br />

aus ganz Europa Gäste nach Zürich lockten. An<br />

diesen Festen wurde Unterhaltung auf hohem<br />

Niveau geboten. Alle Teilnehmer trugen Klubnamen<br />

und die Adresskartei war lediglich «Rolf»<br />

und «Charles Welti» zugänglich. Einige Pseudonyme<br />

von Autoren und Künstlern konnten erst<br />

in letzter Zeit aufgelöst werden oder sind <strong>im</strong>mer<br />

noch nicht aufgedeckt.<br />

Während und noch einige Jahre nach dem Ende<br />

des Zweiten Weltkrieges war der Kreis die einzige<br />

Homosexuellenzeitschrift weltweit. Er konnte daher<br />

neue Leser namentlich in Deutschland, Frankreich,<br />

Grossbritannien und den USA dazugewinnen.<br />

Die Zahl der Abonnenten erreichte 1959 mit<br />

gegen 2000 einen Höhepunkt, wovon 700 ausserhalb<br />

der Schweiz wohnten. Mit dem Aufkommen<br />

von freizügigeren Magazinen in Skandinavien<br />

ab Beginn der 1960er-Jahre verlor der eher konservativ<br />

eingestellte Kreis einen bedeutenden Anteil<br />

seiner Abonnenten und damit die finanzielle<br />

Grundlage. 1967 musste die Zeitschrift das Erscheinen<br />

einstellen. Da Röbi und Ernst damals mit<br />

von den Jüngsten waren, sind sie heute praktisch<br />

die letzten übrig gebliebenen Zeugen dieser Zeit<br />

der Schweizer Schwulengeschichte.<br />

Schritt in die Öffentlichkeit<br />

Seit 2003, als Röbi und Ernst als erstes gleichgeschlechtliches<br />

Paar vor das Zürcher Standesamt<br />

traten, traten sie auch vermehrt in der Öffentlichkeit<br />

auf. Sie engagierten sich bei Ausstellungen<br />

zur Schwulengeschichte, veröffentlichten<br />

Artikel und arbeiteten mit an «schwulengeschichte.ch».<br />

Nun erzählt Barbara Bosshard in<br />

ihrem neuen Buch die Lebensgeschichte des über<br />

achtzigjährigen Paars. Dazu erklären die beiden<br />

gegenüber CR: «Wir wollen mit diesem Buch vor<br />

allem nach aussen in die Hetero-Welt aufklärend<br />

wirken, was wir als enorm wichtig ansehen <strong>im</strong><br />

Vorfeld des Kampfes um volles Adoptionsrecht<br />

etc. und um einen richtigen, wirksamen Diskr<strong>im</strong>inierungsschutz.»<br />

Im Vorwort zum Buch formuliert Klaus Wowereit,<br />

Regierender Bürgermeister von Berlin: «Wir<br />

müssen noch mehr Menschen klarmachen: Der<br />

Kampf gegen Diskr<strong>im</strong>inierung und für gleiche<br />

Bürgerrechte ist kein Nischenthema. Denn hierbei<br />

geht es um die Grundregeln unseres Zusammenlebens.<br />

Es geht um die Achtung der Menschenwürde<br />

und um die Freiheit, andere anders<br />

sein zu lassen. Auch deshalb sind Bücher wie<br />

dieses so wichtig.»<br />

Noch ist das Buch nicht das letzte Kapitel in der<br />

Öffentlichkeitsarbeit der beiden. Es folgen weitere<br />

Aktivitäten. Stefan Haupt will einen Film<br />

drehen mit der Story: «Der schüchterne Lehrer<br />

Ernst Ostertag verliebt sich unsterblich in den<br />

Varieté-Künstler Röbi Rapp.»<br />

Barbara Bosshard, Verborgene Liebe,<br />

Die Geschichte von Röbi und Ernst<br />

www.woerterseh.ch<br />

Buchpremiere «Verborgene Liebe»<br />

Samstag, 3. November, Kaufleuten in Zürich<br />

Tickets: www.kaufleuten.ch<br />

30


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Kolumne<br />

Lasst uns die<br />

Frauenz<strong>im</strong>mer<br />

neu auskleiden!<br />

Von Michi Rüegg<br />

Die Schweiz wird männlicher. Das sage nicht<br />

etwa ich in Bezug auf mich selber, das sagt irgendeine<br />

Studie, die das Bundesamt für Statistik<br />

<strong>im</strong> Auftrag des «Tages-Anzeigers» erstellt hat.<br />

Die haben nachgezählt und gemerkt, dass der<br />

Männeranteil heute höher ist als früher. Vermutlich,<br />

weil <strong>im</strong> Gegensatz zu früher <strong>im</strong>mer<br />

weniger junge Schweizer als fremde Söldner in<br />

den Kriegsdiensten von Europas Fürsten stehen.<br />

Für die Schweiz ist das ja irgendwie erfreulich.<br />

Nach Jahrzehnten der kollektiven Unterdrückung<br />

des Mannes durch die Frau sind wir endlich<br />

wieder genügend Kerle, um unsere Vorstellung<br />

einer idealen Gesellschaft durchzusetzen.<br />

Eines Landes, in dem man an jeden Busch pinkeln<br />

darf. Oder in der S-Bahn laut rülpsen kann.<br />

Und bei der Maniküre über Fussball spricht,<br />

ohne dass die Beauty-Assistentin mit den Augen<br />

rollt.<br />

Rechte Politiker sind ja schon seit einer Weile<br />

besorgt, weil die Lehrer heutzutage <strong>im</strong>mer häufiger<br />

Brüste haben und Lippenstift tragen. Gerade<br />

für Kinder aus lesbischen Haushalten oder<br />

anderswie zerrütteten Beziehungen, in denen<br />

eindeutig das männliche Glied fehlt, ist die Absenz<br />

des gestrengen Magisters <strong>im</strong> schulischen<br />

Alltag eine bare Katastrophe. Wir erinnern uns<br />

an das arme Kind, das so fest weinen musste,<br />

weil die Schweiz vor ein paar Jahren das Harmos-Konkordat<br />

angenommen hatte. Es ist verstummt,<br />

das Kind. Brutal unterdrückt von einer<br />

gendermaingestreamten Lehrerin mit Doppelnamen,<br />

aber ohne Bindestrich dazwischen.<br />

Die Auswirkungen dieser schädlichen Entwicklungen<br />

auf die Volkswirtschaft sind verheerend.<br />

Statt Landwirt, Ingenieur oder Mechaniker werden<br />

die verweichlichten Buben Marketingleiter,<br />

Architekt oder Videojournalist. Und selbst in<br />

urtypischen Männerberufen wie Barbier trifft<br />

man <strong>im</strong>mer häufiger Frauen an, kein Wunder,<br />

werden selbst die früher messerscharfen Rasierklingen<br />

<strong>im</strong>mer sanfter auf der einst so geschundenen<br />

Männerhaut.<br />

Es ist höchste Zeit, dass wir Männer das Ruder<br />

wieder übernehmen und die Frauen dorthin<br />

verweisen, wo sie hingehören: unter die Hauben<br />

des Frisiersalons und an die Spazierwege renaturierter<br />

Bäche, zusammen mit ihren weiblichen<br />

Bekannten und deren Labradorhunden.<br />

Frauen sollten wieder Korsette tragen, damit<br />

ihnen der Atem fehlt, um Männern zu widersprechen.<br />

Der Mann soll die Axt aus dem Keller<br />

holen und nach alter Väter Sitte streng, aber<br />

gerecht herrschen. Disziplin ist gefragt, auch<br />

oder gerade, respektive insbesondere bei der<br />

Jugend.<br />

Vielleicht darf man in der männlichen Schweiz<br />

auch mal wieder ordentlich Schwule verdreschen.<br />

Sogar das ham’ die uns nämlich in den<br />

letzten Jahren verboten, die blöden Weiber.<br />

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Rehrücken “Gnüsserei“<br />

Auf zwei Teller serviert<br />

ein doppelter Genuss<br />

Rehrückenfilet vom Grill<br />

mit Wildrahmsauce / Trüffelsauce<br />

und Herbstpilzen<br />

serviert mit<br />

Rotkraut, Maronen, Rosenkohl,<br />

gefülltem Apfel,<br />

Birne mit Preiselbeeren,<br />

Spätzli und Risotto<br />

. . . und andere Wildgerichte<br />

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31


Wo Persönlichkeiten Paare werden<br />

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06.09.<strong>2012</strong> 8:15:18 Uhr


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Lifestyle<br />

HOT 4 YOU!<br />

1Jumpsuits for Men<br />

Nicht nur Frauen sehen in einem Jumpsuit heiss aus, auch Männer können so was tragen<br />

und das sieht sogar ziemlich scharf aus! Das bekannte Mode-Label New Yorker zeigt den<br />

Männer-Jumpsuit in seiner aktuellen Herbst-/ Winterkollektion. Ob zum Sport, zum Shopping<br />

oder für eine Party, <strong>im</strong> Nu ist man angezogen, ohne lange vor dem Kleiderschrank zu<br />

stehen – denn mit nur einem Jump ist Mann von Kopf bis Fuss lässig und bequem angezogen.<br />

Der trendige Overall ist in Grau oder Navyblau in den Grössen S bis XL bei New Yorker<br />

erhältlich.<br />

Gesehen bei New Yorker für CHF 69.95<br />

2Scotch & Soda<br />

Endlich gibt es auch in Zürich einen Scotch<br />

& Soda Flagship Store. Auf mehr als 250<br />

Quadratmetern bietet das Amsterdamer<br />

Mode-Label eine tolle Auswahl an tragbarer<br />

und spannender Mode. Immer<br />

wieder gern gesehen sind die lässig gestreiften<br />

T-Shirts und Hemden <strong>im</strong> typischen<br />

Vintage-Look. Wer die neue<br />

Boutique oberhalb des Bellevues nicht<br />

findet, kann sämtliche Looks auch <strong>im</strong><br />

Webstore begutachten und kaufen. Ein<br />

Muss für jeden Kerl ist das verwaschene<br />

Jeans-Hemd!<br />

Scotch & Soda, Rämistrasse 6, 8001 Zürich,<br />

www.scotch-soda.com<br />

3Carhartt in Frau Gerolds Garten!<br />

Nicht gerade <strong>im</strong> Grünen, aber zumindest in Frau Gerolds Garten be<strong>im</strong><br />

Freitag-Tower <strong>im</strong> Kreis 5 liegt der neue Store von Carhartt. Der Store richtet<br />

sich ausschliesslich an urbane City Cowboys und moderne Männer.<br />

Längst hat sich der Brand von seinem Image als Hersteller von Arbeitsbekleidung<br />

zum Liebling der Hipsters und Stadtnomaden gewandelt.<br />

Ein besonderer Blickfang <strong>im</strong> neuen Laden ist die Lichtinstallation des<br />

italienischen Künstlers Pietro Sanguinetti. Weitere Ateliers und Concept<br />

Stores wie Street Files, TownHouse oder Zum Jungen Blut machen den<br />

Gerolds-Markt zum Shopping-Paradies für Männer. Unser Favorit!<br />

www.carharrt-wip.com, Carhartt Store, Geroldstrasse 23, 8005 Zürich<br />

4Verlosung: Dermalogica Shave Kit<br />

Viele Männer wissen nicht, wie man sich richtig pflegt und rasiert. Hier kann nun geholfen werden, denn Dermalogica hat die richtige<br />

Pflege dazu. Das Einsteiger-Shave-System-Kit hilft der Haut, sich von Irritationen zu erholen und garantiert so eine perfekte Rasur. Das<br />

Set beinhaltet: diverse Spezialprodukte, wie etwa den Daily Clean<br />

Scrub, ein leicht schäumender Cleanser mit Peeling-Effekt und<br />

einen Pre-Shave Guard für max<strong>im</strong>ale Weichheit der Barthaare<br />

bei gleichzeitigem Schutz vor Hautreizungen bei der<br />

Rasur. Die Soothing Shave Cream schützt die Haut<br />

bei der Rasur durch einen speziellen Gleitfilm und<br />

verhindert so Reizungen. Der Post-Shave Balm gibt einen<br />

kühlen Frischekick und n<strong>im</strong>mt<br />

der Haut den fettigen Glanz und<br />

hilft, eingewachsene Haare zu vermeiden.<br />

Der Daily Defense Block<br />

SPF15, eine leichte Tagespflege,<br />

schützt die die Haut schliesslich<br />

vor vorzeitiger Hautalterung. Alle<br />

Produkte sind <strong>im</strong> Handel auch in<br />

Normalgrösse erhältlich.<br />

Der CR verlost 2x Shave System Kit! Mail an: info@bbgpr.ch<br />

33


PRÉSENTE:<br />

.CH<br />

EINLADUNG<br />

WEEK END<br />

24-25<br />

NOV <strong>2012</strong><br />

Du bist schwul,<br />

bi oder transsexuell?<br />

Wir brauchen dich für<br />

unsere nationale Kampagne<br />

„Break The Chains 2013“!<br />

Werde ein Botschafter<br />

und mach mit bei einem<br />

einzigartigen Projekt.<br />

Mit dir können wir HIV<br />

aufhalten!<br />

CIAO<br />

HOI<br />

SALUT<br />

;-)<br />

Spiel mit uns!<br />

Damit du mehr über uns und die<br />

Kampagne erfahren kannst, laden wir<br />

dich an ein Präsentations-Wochenende<br />

ein: Am Samstag, 24. sowie am Sonntag,<br />

25. November treffen sich Jungs aus der<br />

ganzen Schweiz, um ihr Engagement<br />

und ihre Ideen zu teilen. Der Checkpoint<br />

Zürich übern<strong>im</strong>mt die Kosten.<br />

Willst du dabei sein, dann wirst du unser<br />

Botschafter. Die Kampagne startet<br />

<strong>im</strong> März 2013 und wird drei Monate<br />

andauern. Deine Teilnahme bei „Break<br />

The Chains 2013“ wird sich auszahlen,<br />

so oder so.<br />

Dein Know-how gegen HIV!<br />

Egal wie alt du bist, ob du schüchtern<br />

oder ein Held bist; Du bist Teil der Gay-<br />

Community, in Clubs, be<strong>im</strong> Sport oder<br />

<strong>im</strong> Chat, egal. Du hast auch Lust deine<br />

Energie und Know-how für ein Projekt<br />

gegen HIV einzusetzen - jedes Talent ist<br />

herzlich willkommen! Lass uns zusammen<br />

eine Revolution starten: mit „Break The<br />

Chains 2013“!<br />

Melde dich an – jetzt!<br />

www.breakthechains.ch/staff<br />

Zusammen verhindern wir die weitere<br />

Ausbreitung von HIV<br />

WERDE BOTSCHAFTER BEI BREAK CHAINS 2013<br />

THE


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Kolumne<br />

LONDON JAMES<br />

Weg mit dem Klischee!<br />

Liebe CR-Leser, mein Name ist<br />

London James. Ich bin Blogger<br />

und schreibe über den<br />

Zürcher Gay Lifestyle und was<br />

sonst so alles in meinem Alltag<br />

passiert. Freunde von mir<br />

bezeichnen mich demzufolge<br />

als die «männliche Antwort<br />

auf Carrie Bradshaw».<br />

<strong>im</strong> Kopf: Bürstenhaarschnitt, gross und meist<br />

keinen blassen Sch<strong>im</strong>mer von Mode. Ich wurde<br />

eines Besserer belehrt, die Lesbe von heute<br />

kleidet sich modebewusst. Blazer, roter Lippenstift<br />

und High Heels sind keine Ausnahmen.<br />

Ich bin mir sicher, dass TV-Serien wie «The L<br />

Word» oder «Lip Service» ihren Einfluss geltend<br />

machen.<br />

In einer Stadt wie London vermischen sich die<br />

Grenzen. Ein Schubladen-Denken gibt es dort<br />

Im Gegensatz zu Carrie, die nach sechs Jahren<br />

ihren Mr. Big gefunden hat, bin ich <strong>im</strong>mer noch<br />

Single. Aber das stört mich nicht (<strong>im</strong>mer). Tolle<br />

Freunde bereichern mein Leben, das auch ohne<br />

einen «Mr. Big» aufregend genug ist.<br />

Neulich kehrte ich Zürich den Rücken und flog:<br />

logo, nach London, wie mein Name schon sagt.<br />

Mit meinem Kumpel Pascal stand mir ein erholsames<br />

(?) Gay Weekend in Soho bevor. Ich wusste,<br />

das London ziemlich gayfriendly ist, aber<br />

die Realität schlägt dies um Längen! Besonders<br />

in der Old Compton Street. Da w<strong>im</strong>melt es nur<br />

von schwulen Bars, Restaurants und Sex Shops.<br />

In all diesen Locations tummelten sich so viele<br />

schöne Männer und Frauen rum. Fern vom<br />

Klischee. Von wegen «tuntig» oder so! Da waren<br />

ganz normale junge Männer. Natürlich waren<br />

auch viele von ihnen definitiv «pretty cool»!<br />

Selbst für die Bären gibt es ne eigene Bar, das<br />

Compton. Okay, Zürich bietet diesbezüglich die<br />

Männerzone, nur, da war ich noch nie. Da ich<br />

auf bärtige Kerle stehe, sollte ich das echt mal<br />

nachholen! Aber zurück nach London. Da Pascal<br />

einen anderen Männer-Geschmack an den<br />

Tag legt, kamen wir uns nicht in die Quere. Er<br />

bevorzugt die jungen, zarten Twinks bis 25 à<br />

la Thomas Dekker, während ich eben kernige<br />

Männer wie Tom Ford bevorzuge.<br />

Und die Lesben! Ich gestehe, auch ich habe oft<br />

das Klischee-Bild einer typischen Kampflesbe<br />

nicht, zumindest erlebte ich das so. In Zürich<br />

habe ich oft das Gefühl, dass wir Homosexuellen<br />

mit Klischees geradezu überschwemmt werden:<br />

Schwule trinken kein Bier. Lesben sind keine<br />

richtigen Frauen. Bisexualität gibt es nicht.<br />

Asia ten haben kleine Penisse. Das ist doch alles<br />

Unsinn!<br />

Und – was heisst das schon? Müssen wir nach der<br />

Vorgabe leben, die manche Menschen von uns<br />

erwarten? Nein. Ich trinke gerne Bier, schaue ab<br />

und zu auch Fussball und einige meiner besten<br />

Freundinnen sind Lesben. So what?<br />

Wir leben <strong>im</strong> 21. Jahrhundert und sollten keine<br />

Energie daran verschwenden, was heutzutage<br />

typisch schwul ist und was nicht. Ein<br />

moderner Mann kann heute modebewusst<br />

sein, auf seine Ernährung achten und Sport<br />

treiben. Am Ende trinkt er nach dem Yoga<br />

einen Prosecco. Aber er muss deshalb nicht<br />

schwul sein.<br />

Weg mit dem Klischee und das Leben geniessen!<br />

So wie die Leute in London. So wie London<br />

James!<br />

Mehr von London James unter:<br />

www.londonjameszurich.com<br />

35


Reisen CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Hotel Saratz in<br />

Pontresina<br />

Wo Tradition und Design<br />

auf Engadiner Gastfreundschaft<br />

trifft.<br />

Von Branko B. Gabriel<br />

Grandezza und Engadiner<br />

Gastfreundschaft – das ist das<br />

traditionsreiche 4- Sterne-Hotel<br />

Saratz. Das vom Charme der<br />

vorletzten Jahrhundertwende<br />

geprägte Hotel vereint unter<br />

seinem historischen Dach liebevoll<br />

renovierte Z<strong>im</strong>mer und<br />

Suiten sowie vier Restaurants,<br />

davon das «Belle Epoque» mit<br />

15 GaultMillau-Punkten. Für<br />

pure Entspannung sorgen der<br />

Wellnessbereich sowie das<br />

orientalische Sarazenenbad.<br />

Das 4-Sterne-Hotel Saratz in Pontresina steht für<br />

ein modernes Lebensgefühl sowie Grandezza<br />

und Eleganz. Dabei wirkt es nie unpersönlich,<br />

sondern – <strong>im</strong> Gegenteil – äusserst familiär und<br />

charmant. Es verströmt dank seinem Mix aus Alt<br />

und Neu sowie Natur und Architektur vor allem<br />

eins: eine einmalige Atmosphäre. Ein grandioses<br />

Haus mit einer langen Engadiner Hoteltradition.<br />

Das Hotel Saratz verlotterte allerdings beinahe<br />

in den 70er-Jahren. Dann in den 90ern nahm<br />

die fünfte Generation der Familie Saratz das<br />

Ruder in die Hand und verhalf dem Hotel so<br />

zu seinem ursprünglichen Glanz. Nach einer<br />

Totalsanierung und mit einem Neubau wurde<br />

wieder an alte Zeiten angeknöpft. Heute leitet<br />

das Ehepaar Starkloff Geiger das Haus.<br />

© pd<br />

36


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Reisen<br />

Genussvoll dinieren<br />

Das lichtdurchflutete Gourmetrestaurant «Belle<br />

Epoque» wurde von GaultMillau mit 15 Punkten<br />

ausgezeichnet. Hier wird die klassische französische<br />

Küche mit einem besonderen Augenmerk<br />

auf lokale Produkte zelebriert. Küchenchef<br />

Valère Braun zaubert Feines mit frischen<br />

und natürlichen Produkten auf den Tisch, das<br />

den jeweiligen Jahreszeiten angepasst ist. Stilvolle<br />

Möbel auf wertvollen Teppichen, edle<br />

Hussen und Tischdecken sowie das gedämpfte<br />

Kronleuchterlicht schaffen für den Genuss der<br />

Kreationen eine st<strong>im</strong>mungsvolle Atmosphäre.<br />

Herrlich, der Blick durch die mit farbigen<br />

Glasblumen verzierten Belle-Epoque-Fenster,<br />

welcher dem Gast eine atemberaubende Sicht<br />

auf das Rosegtal und dessen Gletscher bietet.<br />

Für eine grössere Gesellschaft eignet sich der<br />

über 130-jährige «Jugendstilsaal». Hier ist die<br />

Zeit <strong>im</strong> wahrsten Sinne stehengeblieben, wunderbar<br />

nostalgisch. Weitere Highlights sind die<br />

gemütliche Terrasse und die Kaminbar mit Fumoir,<br />

inkl. prasselndem Cheminée.<br />

Wer es lieber rustikal mag, kommt <strong>im</strong> «La Cuort»<br />

auf seine Kosten. Das int<strong>im</strong>e und kleine Fondueund<br />

Raclettestübli befindet sich in den ältesten<br />

Gewölben des Hotels. Angrenzend daran findet<br />

sich die angesagte «Pitschna Scena», die Bar<br />

trägt die Handschrift des bekannten Schweizer<br />

Künstlers Bernhard Luginbühl.<br />

Z<strong>im</strong>mer mit überwältigender Aussicht<br />

Die 63 modernen Z<strong>im</strong>mer <strong>im</strong> 1996 entstandenen<br />

Gebäude «Ela Tuff» sind hell, farbig und in<br />

einem klaren Design grosszügig eingerichtet.<br />

Im Stammhaus «Chesa Nouva» finden sich ferner<br />

30 Junior-Suiten, welche vor einigen Jahren<br />

komplett renoviert worden sind und nun<br />

modern einen Hauch Jugendstil versprühen.<br />

Seit kurzem bietet das Saratz auch die Möglichkeit,<br />

in der «Punt ota», dem neusten Gebäude<br />

mit separatem Eingang, zu residieren. Auf über<br />

110 Quadratmetern findet sich dort ein grosser<br />

Wohn- und Essbereich mit integrierter Küche,<br />

einem Schlafz<strong>im</strong>mer, Terrasse, einem Ankleidebereich<br />

sowie einem Bad mit Erlebnisdusche.<br />

Wellness de Luxe!<br />

Der Wellnessbereich umfasst ein Hallenbad mit<br />

Whirlpool und grosszügiger Liegehalle sowie<br />

eine klassische Holzsauna und ein Dampfbad<br />

aus Naturstein. Im alten Gewölbekeller befindet<br />

sich das orientalische Sarazenenbad: eine<br />

Neuinterpretation des Hamams – als perfekte<br />

Verbindung von Geselligkeit und Wohlbefinden,<br />

Stärkung und Gesundheit. Zusätzlich geniesst<br />

der Gast Erlebnisduschen, Eisbrunnen, einen<br />

Ruhe- und Fitnessraum. Diverse Massagen und<br />

Kosmetikanwendungen vervollständigen das<br />

Angebot. Draussen lockt dann das höchstgelegene<br />

und grösste Freibad des Oberengadins, die<br />

Bagnera, welche – je nach Wetterverhältnissen<br />

– von Juni bis <strong>Oktober</strong> sogar beheizt ist und<br />

wo während der Hochsaison den Gästen direkt<br />

am Wasser Snacks, Grilladen und Salate serviert<br />

werden. Der Gipfel der Entspannung ist<br />

allerdings der 35 000 Quadtratmeter grosse<br />

Hotelpark! Zum Angebot gehören ein Tennisplatz,<br />

eine Finnenbahn sowie die Möglichkeit,<br />

Tischtennis, Schach oder Boccia zu spielen. Die<br />

Golfer finden eine Park Driving-Range, einen<br />

Sandbunker sowie Pitching- und Putting-Green.<br />

Dazu bietet das Umland zahlreiche Golfplätze<br />

in Samedan (18-Loch), Zuoz (18-Loch) oder St.<br />

Moritz (9-Loch). Im Winter haben die Gäste die<br />

Qual der Wahl zwischen den Skigebieten Corviglia,<br />

Corvatsch oder Diavolezza / Lagalb.<br />

Fazit<br />

Ein Top-Viersterne-Haus mit einer langen Hoteltradition.<br />

Hier trifft Jugendstil auf Moderne.<br />

Schöne grosse Z<strong>im</strong>mer und Suiten mit spektakulärem<br />

Ausblick auf die Engadiner Bergwelt.<br />

Auch kulinarisch bietet das Hotel Saratz seinen<br />

Gästen Genuss auf höchstem Niveau, dank Sternekoch<br />

Valère Braun. Unbedingt den Spa- und<br />

Wellnessbereich ausprobieren!<br />

Hotel Saratz<br />

Via de la Staziun 2,<br />

7504 Pontresina<br />

www.saratz.ch<br />

© pd<br />

37


NEu<br />

ab 14. sEptEmbEr <strong>2012</strong><br />

Immer von Freitag auf Samstag<br />

und von Samstag auf Sonntag<br />

Nachtsauna bis 7 Uhr in der Früh.<br />

Chill-Out Lounge Music. Men only.<br />

EiNführuNgsaNgEbot<br />

Im September und <strong>Oktober</strong><br />

nur CHF 25.00 statt CHF 35.00<br />

für Eintritte ab 23 Uhr.<br />

Nacht<br />

sauNa<br />

Engelstrasse 4, 8004 Zürich, Tel. +41 44 241 10 80, www.moustache.ch


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Prävention<br />

«Ich stehe auf<br />

Chems»<br />

HIV, Sex und Drogen – eine<br />

fatale Verbindung<br />

Von Daniel Diriwächter<br />

Die deutsche HIV-Kampagne<br />

IWWIT präsentierte <strong>im</strong><br />

September ein neues Rollenmodel:<br />

Florian, schwul und<br />

HIV-positiv, der sich zu Party-<br />

Drogen bekennt. Auch der<br />

Checkpoint Zürich bietet ab<br />

<strong>Oktober</strong> mit Queer Kiss einen<br />

Kurs zum Thema MSM und<br />

Drogen.<br />

Das neue Rollenmodell der deutschen HIV-Kampagne<br />

gibt zu reden. Florian, 33, steht auf Sex.<br />

Gerne mal härter, gerne auch mal in der Gruppe.<br />

Damit es aber wirklich geil wird, steht er zusätzlich<br />

auch auf Chems, also Drogen. Und Florian<br />

ist HIV-positiv. Mit seiner Haltung avancierte er<br />

zum neuen Rollenmodell der deutschen Kampagne<br />

«Ich weiss, was ich tu», kurz IWWIT. Die<br />

Deutsche Aids-Hilfe fand mit Florian ein reales<br />

Rollenmodel, das sich medial zum Drogenmissbrauch<br />

bekennt. Der Augsburger öffnet mit seinen<br />

offenen und klaren Aussagen zu Sex und<br />

Rausch neue Türen in der «präventionsmüden»<br />

Gay Community.<br />

Sexparties sind fester Bestandteil in Florians<br />

Leben. Er steht auf Gruppenaktionen,<br />

Sex mit vielen verschiedenen Männern.<br />

Drogen gehören für ihn dazu. Durch<br />

sie bringt ihm der Sex die Befriedigung, die<br />

er sich wünscht. Florian hat in den vergangenen<br />

Jahren schon einiges ausprobiert; Angefangen<br />

bei Poppers, über Speed und Crystal<br />

bis zu GHB und Ketamin. Drogen sind<br />

ein fester Bestandteil in der schwulen Party-<br />

Szene – in Deutschland wie in der Schweiz.<br />

Selbst in etablierten Clubs gehen Dealer ein<br />

und aus, die Party-Gänger konsumieren meist<br />

ohne Augenzwinkern ihren Stoff. Ein solches<br />

Verhalten hat Einfluss auf den eigenen<br />

Schutzmechanismus in Sachen HIV<br />

und anderen STI. Wie geht Florian mit HIV<br />

und Chems um? Was tut er, um sich und<br />

seine Sex-Partner zu schützen? Sein ehrliches<br />

Interview ist auf der Webseite<br />

www.iwwit.ch nachzulesen.<br />

Queer-Kiss<br />

Auch der Checkpoint Zürich reagiert<br />

auf diese Tatsache. Mit dem Kurs<br />

Queer-Kiss soll die Kompetenz be<strong>im</strong><br />

selbstbest<strong>im</strong>mten Substanzkonsum<br />

für schwule Männer geschult werden.<br />

Drogen sind für einige Männer<br />

ein selbstverständlicher Bestandteil<br />

einer gelungen Party,<br />

eines entspannten Abends oder<br />

eines geilen Sexdates. Ob<br />

Poppers auf dem Nachttisch,<br />

die Ecstasy-Pille<br />

an der Party, Speed,<br />

Kokain, GHB oder<br />

Crystal be<strong>im</strong> Sex oder Alkohol <strong>im</strong> Ausgang. Einige<br />

haben mit dem Konsum keine Probleme,<br />

bei anderen kann der Konsum zu schweren sozialen,<br />

psychischen, körperlichen oder finanziellen<br />

Schwierigkeiten führen.<br />

Queer Kiss besteht aus einem Vorgespräch und<br />

acht Kursabenden und bietet die Möglichkeit,<br />

den Konsum zu überdenken – ihn zu halten –<br />

oder gar zu reduzieren. Der Teilnehmer setzt<br />

seine Ziele selbst. Der Kurs beginnt am 4. <strong>Oktober</strong><br />

und kann über die Krankenkasse abgerechnet<br />

werden.<br />

Detaillierte Infos und<br />

Anmeldung unter:<br />

www.checkpoint-zh.ch<br />

Florian © www.iwwit.ch<br />

39


Gesundheit CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Pia<br />

Für den Fall der<br />

Urteilsunfähigkeit<br />

Ich sage es jetzt mal so: Am Tag nach dem Ausgang<br />

kann man sich «Urteilsunfähigkeit» oft<br />

besonders gut vorstellen. Viel näher wollen wir<br />

auf diesen Satz jetzt gar nicht eingehen – bin<br />

selber erst grad aufgewacht und hab keine Ahnung,<br />

wer die Person am Ende der Matratze ist.<br />

Man muss also kein Fleisch-Kleid tragen, um<br />

Gaga zu sein. Es genügt ein bisschen viel Alkohol,<br />

Drogen oder beides…, ein Unfall, ein Schlaganfall,<br />

ein Infekt oder auf dem He<strong>im</strong>weg mit<br />

dem Velo stürzen und die unbehelmte Birne<br />

am Bordstein anschlagen etc. – schon ist man<br />

nicht mehr Herr seines Willens oder zumindest<br />

seiner Worte.<br />

Und darum ist an dieser Stelle bereits jetzt die<br />

Neujahrsbotschaft angebracht, so wahr ich Pia<br />

Spatz, Expertin für eindringliche Beratungen<br />

mannigfaltigster Art, bin:<br />

Am 1. Januar 2013 tritt das neue Erwachsenenschutzrecht<br />

in Kraft, welches Teil des Schweizerischen<br />

Zivilgesetzbuches ist. Mit dieser Gesetzesreform<br />

erhalten Patientenverfügungen<br />

und Vorsorgeaufträge eine neue und wichtige<br />

Bedeutung, welche nicht zuletzt für schwule<br />

Männer besonders wissenswert ist.<br />

Für den Fall nämlich, dass man plötzlich dauerhaft<br />

oder auch nur vorübergehend urteilsunfähig<br />

ist, muss man sich nicht mehr drauf verlassen,<br />

dass die Eltern – mit denen man allenfalls<br />

nur einmal <strong>im</strong> Jahr ein Stück Christstollen isst<br />

– oder noch fremdere für einen die richtigen<br />

Entscheidungen treffen. Das heisst, eine urteilsfähige<br />

Person kann für zukünftige Situationen,<br />

in denen eine mögliche Urteilsunfähigkeit eintreten<br />

sollte, Entscheidungen treffen. Mit einem<br />

Vorsorgeauftrag kann eine urteilsfähige<br />

Person jemanden ernennen, der an ihrer Stelle<br />

alltägliche Aufgaben erledigt, wie z.B. Rechnungen<br />

bezahlen, die Post erledigen, Haustiere<br />

füttern etc.. Man kann dieser Person verschiedene<br />

Vollmachten erteilen, welche zum Beispiel<br />

die Vermögensverwaltung oder die gesetzliche<br />

Vertretung <strong>im</strong> Allgemeinen einschlies sen.<br />

Salopp gesprochen: Mit dem Vorsorgeauftrag<br />

kann man in der Zeit, wo man bei Trost ist, ein<br />

paar Dinge regeln für die Zeit, wo man eben<br />

allenfalls nicht mehr alle Latten <strong>im</strong> Zaun hat.<br />

Der Vorsorgeauftrag tritt erst in Kraft, wenn<br />

man selbst urteilsunfähig wird. Der grosse<br />

Benefit ist, dass man nicht mehr total ausgeliefert<br />

ist, sobald einem der Verstand verreist,<br />

sondern nur noch halb ausgeliefert. Aber dafür<br />

einer Vertrauensperson, die man vorher selber<br />

best<strong>im</strong>men kann. Diese Person erhält in allen<br />

medizinischen Belangen umfassende Auskunft,<br />

auch ohne dass zum Beispiel eine registrierte<br />

Partnerschaft besteht.<br />

Das ist wichtig für uns, denn gerade unter<br />

Schwulen ist oft der Kontakt zu Freunden stärker<br />

als zur Familie, oder die Eltern sind gar<br />

nicht mehr da, um diese Aufgabe zu übernehmen.<br />

Neu müssen Ärzte bei jeder urteilsunfähigen<br />

Person prüfen, ob eine Patientenverfügung oder<br />

ein solcher Vorsorgeauftrag besteht. Dazu kann<br />

ab 2013 jeder auf seinem Krankenkassenkärtchen<br />

einen Vermerk anbringen, der festhält,<br />

dass eine Patientenverfügung erstellt wurde<br />

und wo sich diese befindet. Ist dies der Fall, so<br />

muss die darin genannte Vertrauensperson in<br />

jedem Fall kontaktiert und deren Entscheidungen<br />

über medizinische Massnahmen berücksichtigt<br />

werden.<br />

Wichtig ist, dass der Vorsorgeauftrag von Hand<br />

geschrieben, datiert und unterschrieben ist.<br />

Er muss weder notariell beglaubigt noch <strong>im</strong><br />

Stadthaus hinterlegt werden. Ihr könnt den<br />

in der Nachttischschublade haben oder in der<br />

Kaffeedose <strong>im</strong> Regal – wichtig ist nur, dass man<br />

ihn findet. Die Patientenverfügung hingegen<br />

ist ein Formular, welches man <strong>im</strong> Internet auf<br />

verschiedenen Seiten herunterladen kann. (z.B.<br />

Schweizerisches Rotes Kreuz, www.srk-zuerich.<br />

ch/Patientenverfuegung). Dort genügt es, die<br />

relevanten Felder anzukreuzen und zu unterschreiben.<br />

Zu bedenken ist, dass es durchaus belastend<br />

sein kann, für eine andere Person allenfalls<br />

schwerwiegende medizinische Entscheidungen<br />

zu treffen. Es ist daher wichtig, sich vorher darüber<br />

zu unterhalten – und auch auf der anderen<br />

Seite als Vertrauensperson gut zu überlegen, ob<br />

man eine solche Verantwortung tragen möchte<br />

und kann.<br />

Ich möchte euch nicht nur raten, diese Papiere<br />

zu erstellen, sondern auch Mut machen, die<br />

Verantwortung für Personen, die euch nahe<br />

stehen, zu übernehmen. Das neue Recht stärkt<br />

die Selbstbest<strong>im</strong>mung, und Selbstbest<strong>im</strong>mung<br />

finden wir ja alle geil.<br />

In diesem Sinne wünsche ich euch einen goldenen<br />

Herbst und eine erfolgreiche Hirschjagd...<br />

Eure Pia<br />

40


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Gesundheit<br />

ICH<br />

FÜHLE MICH<br />

NACKT<br />

OHNE MEINE<br />

BRILLE!<br />

Sonnenbrand<br />

Brille:<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Ich bin gestern aus den Ferien zurückgekommen und hatte meinen<br />

Freund seit drei Wochen nicht gesehen. Wie du dir denken kannst, sind<br />

wir sofort übereinander hergefallen. Erst später merkte ich, dass er sich<br />

vom Sonnenbrand auf der Schulter gepellt hat. Ich hatte ihn jedoch überall<br />

abgeleckt, auch an der Schulter. Nun weiss ich nicht, ob ich da etwas<br />

von der abgepellten Haut verschluckt habe. Besteht hier eine Ansteckungsgefahr?<br />

Gruss, Tobias, 34<br />

Hallo Tobias<br />

Haut, die sich aufgrund eines Sonnenbrands pellt, birgt keinerlei Ansteckungsgefahr<br />

für HIV oder andere sexuell übertragbare Krankheiten. Es<br />

ist aber empfehlenswert, sich vor dem Sonnenbaden mit einer Sonnencreme<br />

mit hohem Schutzfaktor einzucremen, um das Hautkrebsrisiko<br />

zu verringern.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

Ansteckung ohne Virus<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Ist es möglich, sich mit HIV anzustecken, auch wenn der Partner nicht<br />

HIV-positiv ist? Oder anders gefragt: Kann sich das Virus auch einfach <strong>im</strong><br />

Körper bilden? Vielen Dank für die Antwort.<br />

Julian, 16<br />

Hallo Julian<br />

Nein, das ist nicht möglich. HIV kann sich nicht selbständig <strong>im</strong> Körper<br />

eines Menschen bilden. Für eine mögliche Ansteckung muss mindestens<br />

einer der Beteiligten das HI-Virus in sich tragen. Deshalb ist es be<strong>im</strong> Sex<br />

mit Personen, deren HIV-Status du nicht kennst, wichtig, die Safer-Sex-<br />

Regeln einzuhalten: Ficken nur mit Gummi, kein Sperma oder Blut in<br />

den Mund, bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt. Wenn du diese<br />

Regeln einhältst, bist du bezüglich HIV auf der sicheren Seite.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

Getränk geteilt<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Kürzlich <strong>im</strong> Ausgang habe ich mein Getränk unter meinen Freunden herumgegeben<br />

und jeder trank etwas davon. Aus diesem Glas hat dann auch<br />

ein Freund eines Freundes, der HIV-positiv ist, getrunken. Gleich nach ihm<br />

habe ich wieder daraus getrunken. Aus zahlreichen Berichten weiss ich<br />

eigentlich, dass eine Übertragung über Speichel nicht möglich ist und<br />

trotzdem lässt es mir keine Ruhe. Deshalb wäre ich froh, wenn ich noch<br />

die Meinung einer Fachperson haben könnte.<br />

T<strong>im</strong>, 19<br />

Hallo T<strong>im</strong><br />

Was du von den zahlreichen Berichten weisst, ist richtig: Eine Übertragung<br />

von HIV über Speichel bzw. durch Teilen eines Getränks, wie du es<br />

beschreibst, ist nicht möglich.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

LOVE, MARILYN<br />

EIN THEATERSTUCK VON HANNA SCHEURING<br />

NACH TEXTEN VON MARILYN MONROE<br />

UND JOYCE CAROL OATES<br />

A B<br />

2 6 . S E P T E M B E R<br />

2 0 1 2<br />

Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz<br />

41


ZURICH PLACES // gaycity.ch<br />

15<br />

11<br />

4<br />

13<br />

PLATZSPITZ<br />

SEEBAHNSTRASSE<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

KALKBREITENSTRASSE<br />

12<br />

BÄCKERANLAGE<br />

ENGELSTRASSE<br />

13<br />

BADENERSTRASSE<br />

HOHLSTRASSE<br />

LANGSTRASSE<br />

BIRMENSDORFERSTRASSE<br />

14<br />

LANGSTRASSE<br />

HELVETIAPLATZ<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

MILITÄRSTRASSE<br />

KASERNENAREAL<br />

Rudolf-Brun-<br />

Brücke<br />

Stauffacherbrücke<br />

LAGERSTRASSE<br />

KASERNENSTR.<br />

Sihlbrücke<br />

Sihl<br />

GESSNERALLEE<br />

MUSEUMSSTRASSE<br />

15<br />

9 14<br />

2 3<br />

8<br />

9 14<br />

2 3<br />

8<br />

9 14<br />

STAUFFACHER<br />

2 3 9 14<br />

8<br />

8<br />

3 14 3 14<br />

2 9<br />

HAUPTBAHNHOF<br />

13<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

PARADEPLATZ<br />

2 9 6 7<br />

8 13 11<br />

3 14<br />

13<br />

LINDENHOF<br />

Walche-Brücke<br />

4<br />

13<br />

Bahnhofbrücke<br />

Rathausbrücke<br />

1<br />

Münsterbrücke<br />

4<br />

15<br />

LIMMATQUAI<br />

4<br />

15<br />

2<br />

10<br />

4<br />

15<br />

CENTRAL<br />

4 3 5 6<br />

15 7 10<br />

NIEDERDORFSTRASSE<br />

9<br />

5 7<br />

6<br />

8<br />

SEILERGRABEN<br />

4 3<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

L<strong>im</strong>mat<br />

8 13<br />

BELLEVUE<br />

4 15 5<br />

2 9 8 11<br />

A1<br />

2 9 8<br />

Quaibrücke<br />

12 Moustache<br />

DIE SAUnA FÜR MÄnnER<br />

Engelstrasse 4<br />

www.moustache.ch<br />

1 Rathaus caFÉ<br />

BAR – CAFé<br />

L<strong>im</strong>matquai 61<br />

www.rathauscafe.ch<br />

7 the dynasty club<br />

3 BARS – 1 EnTRAnCE<br />

Zähringerstrasse 11<br />

www.dynastyclub.ch<br />

13 huusMaa<br />

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR<br />

Badenerstrasse 138<br />

www.huusmaa.ch<br />

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Metzgergasse 3<br />

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8 Macho<br />

CITY SHoP<br />

Häringstrasse 16<br />

www.macho.ch<br />

14 Renos Relax<br />

CLUB SAUnA<br />

Kernstrasse 57<br />

www.renosrelax.ch<br />

3 tIPtoP baR<br />

SCHLAGER – DRInK – TREFF<br />

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www.tiptopbar.ch<br />

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RAUCHER LoUnGE<br />

Zähringerstrasse 33<br />

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15 Route 39<br />

B&B AnD APARTMEnTS<br />

Winzerstrasse 39<br />

www.route39.ch<br />

4 baRFüsseR<br />

CAFé – BAR – SUSHI<br />

Spitalgasse 14<br />

www.barfuesser.ch<br />

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Stampfenbachstr. 7<br />

www.leonhardsapotheke.ch<br />

Interesse in diesem Inserat<br />

aufgeführt zu sein?<br />

Anfrage bitte an: info@zbiro.ch<br />

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APRIL <strong>2012</strong><br />

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CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

FR 28. Sept.<br />

Zürich<br />

21.30 t&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Chartstation. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/tundm.club<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren cruising4men<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Friday naked<br />

SA 29. Sept.<br />

Bern<br />

23.00 Ju l iu s: Party <strong>im</strong> Schichtwechsel, Waldeggstrasse<br />

47, 3097 Liebefeld (S6, Linie 10, 17<br />

& 29 ab Bern HB). Neue junge DJs<br />

Chur<br />

14.00 Schlagerparade <strong>2012</strong>: Der Umzug der<br />

16. Schlagerparade startet um 14h auf<br />

dem Parkplatz der Stadthalle Chur. Die<br />

genaue Streckenführung ist von der<br />

Stadthalle durch das Welschdörfli, über<br />

die Grabenstrasse, über den Postplatz und<br />

Poststrasse zum Martinsplatz. Livekonzerte<br />

u.a. mit dem Kultstar Gitte Haenning auf<br />

der Schlagerbühne Arcas ab 16h. Ab 23h<br />

Schlagerparties in diversen Lokalen bis in<br />

den frühen Morgen.<br />

Infos www.schlagerparade.ch<br />

Zürich<br />

08.00 Gay Bikers zürich: Deutschland Tour bis<br />

30.9. Genaue Infos und Anmeldung über<br />

www.gaybikers.ch<br />

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen. U-30<br />

Special. Youngster haben reduzierten<br />

Eintritt zu Fr. 9.-. Über 30 Jahre normaler<br />

Eintritt von Fr. 30.-<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited. Bierpass 3 für 2<br />

22.30 Aviator Layover Party: Tokyo DJs Juiceppe<br />

& Micke Hi. An<strong>im</strong>ation Gogo Robots. Im<br />

Papiersaal, Kalanderplatz (Sihlcity, Bus 33,<br />

Tram 13, S4 & Nachtbus & -zug).<br />

Infos www.itraveller.ch<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Ultrarubber. Bierpass 3 für 2<br />

23.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Vollmond-Party<br />

Anzeige<br />

SO 30. Sept.<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 Das Komplott<br />

Soundsystem - Catwalk Tunes<br />

Zürich<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end.<br />

Gratiseintritt<br />

<strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

MO 01. Okt.<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y,<br />

Gratiseintritt<br />

DI 02. Okt.<br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. «We were here», Doku über<br />

die Jahre 1976 bis 1997 in San Francisco<br />

und Interviews mit Überlebenden der Aids-<br />

Krise. USA 2011, Digital 90 Min., E/d. Bar ab<br />

20h, Film um 20.30h.<br />

Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &<br />

Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 03. Okt.<br />

Zürich<br />

19.30 z & h: Schwule Studis an Uni & ETH Filmabend:<br />

«Nordzee, Texas», Rämistr. 71. Genaue<br />

Infos www.zundh.uzh.ch<br />

20.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Naked (Mask) Party. Masken können für<br />

Fr. 5.– gemietet werden<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 DJ Brand<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 04. Okt.<br />

Winterthur<br />

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff <strong>im</strong><br />

Lokal Badgasse 8<br />

Zürich<br />

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle<br />

Männer und Frauen 19h Treff <strong>im</strong> Café Rathaus,<br />

L<strong>im</strong>matquai 61 zum Apéro, dann ab<br />

20.15h <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten<br />

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität<br />

und Polyamory<br />

19.30 Queer-Waves: für Lesben, Schwule,<br />

Bisexuelle, Tansgender und Intersexuelle.<br />

Tanze deinen Tanz! 5-Rhythemtanz für<br />

Queres. Eine Wohltat für Körper, Geist<br />

und Seele. Keine Vorkenntnisse nötig.<br />

Mitbringen: bequeme Kleidung und etwas<br />

zu trinken. Getanzt wird barfuss oder in<br />

leichten Tanzschuhen. Gemeindezentrum<br />

Hottingen, Gemeindestr. 54. Fr. 25.–.<br />

Info www.ibp-institut.ch, 052 319 40 44,<br />

fischer.b1@bluewin.ch<br />

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren. Mega Nackt-Party<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Techno-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Gratiseintritt<br />

FR 05. Okt.<br />

Basel<br />

22.00 Supergay: DJs von Dead Poets &<br />

Original Flavor. Ab 20 Jahre. Garage, Binningerstrasse<br />

14.<br />

Infos www.supergayparty.ch<br />

Zürich<br />

22.00 Lollipop Party: mit 4 Tanzpisten! Heute<br />

Stargast Anna-Maria Z<strong>im</strong>mermann.<br />

Konzert ab 23.30h. Lollipop Floor: Schlager,<br />

Schweizerhits, Mallorca, Klassiker & Canzoni;<br />

Wannabe Floor: 80er/90er Party Hits;<br />

Après Suisse Floor: Die grössten Pistenheuler<br />

und Hitparaden Knaller. Plus Karaoke<br />

Lounge. X-Tra, L<strong>im</strong>matstr. 118. Vorverkauf<br />

Fr. 25.-, Abendkasse Fr. 28.-, nur Party ab<br />

00.30h Fr. 20.-. Infos www.lollipopparty.ch<br />

22.00 Free to love: presented by Palace & Purplemoon.<br />

DJs Juiceppe, Ambient P., Soulchild<br />

& Olivia Fey als live Vocalist. Special Deco<br />

& Visuals. Alte Kaserne, Kanonengasse 16.<br />

Infos www.purplemoon.ch &<br />

www.swisslesbians.ch.<br />

Vorverkauf über Starticket<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistr. 13, Schlieren Bad Boyz Friday<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

Agenda<br />

23.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Sportswear & Sneakers<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode sportsLAB. Sportswear only<br />

LIVE RUND UM DIE UHR:<br />

Aufregende Flirts<br />

Junge Gays Live<br />

Scharfe Boys online<br />

CHF 2.-/Min.<br />

aus dem<br />

Festnetz<br />

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GRÖSSTER GAY-CHAT DER SCHWEIZ<br />

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Agenda CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

SA 06. Okt.<br />

Basel<br />

22.00 G a meB oys: DJs Zombie Disco Squad &<br />

Suddenly Neighbours. Visuals by Aawesome<br />

Colors. Kuppel, Binningerstrasse 14. Fr. 18.–,<br />

earlybird Fr. 12.–. Infos www.game-boys.ch<br />

Luzern<br />

22.00 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum<br />

Geissensteinring 14. Ray6. Party mit DJs.<br />

Gratiseintritt<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht.<br />

DJ Elkaphone<br />

Thurgau<br />

19.00 G o !:GayOstschweiz! Essen und Film <strong>im</strong><br />

GO! Lokal, Frauenfelderstr. 100, Matzingen.<br />

Reichhaltiges Buffet inkl. frischer Rösti. Ab<br />

19h warmes Essen, ab 20h Film «Kondom<br />

des Grauens». Fr. 13.50 für Mitglieder, Gäste<br />

Fr. 18.50. Anmeldung für Essen bis 4.10.<br />

unter info@go-club.ch oder 052 366 00 17<br />

19.30 HOT: Spezialanlass <strong>im</strong> HOT, Wilerstrasse<br />

5, 9545 Wängi Mysterie Party. Türöffnung<br />

21h. Showbeginn 22h. Musikalische Darbietung<br />

von Lula Bee & Friends. Kürung König/<br />

Königin der Nacht <strong>2012</strong>. DJ K12B. Coole und<br />

blutige Dinks, Snacks. Fr. 10.– Vereinsmitglieder,<br />

Gäste Fr. 20.–<br />

Zürich<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

Anzeige<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistrasse 13, Schlieren cruising4men<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Open sector, diesmal kein Dresscode<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

SO 07. Okt.<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 Birthday Bash!<br />

9 Jahre Untragbar. DJ High Hells on Speed.<br />

Sounds from 2003 to <strong>2012</strong><br />

Zürich<br />

09.40 HAz outdoor: Sportliche Velotour. Von<br />

Turbenthal, Tablat, Sternenberg, Alewinde,<br />

Roopel, Sitzberg, Rengerswil nach Bichelsee<br />

und zurück nach Turbenthal. treff 09.40h<br />

Zürich HB, Gleisanfang 51-54 oder 10.46h<br />

Bahnhof Turbenthal. Genaue Infos & Anmeldung<br />

über www.haz.ch/outdoor/aktuell<br />

19.00 tanzleila@Exil: Party von Frauen für<br />

Frauen. Ab 19h Salsa-Special, ab 21h DJ<br />

Anouk Amok, ab 23h DJ Sabaka<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 08. Okt.<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

MondAAAH!y, Gratiseintritt<br />

DI 09. Okt.<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &<br />

Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 10. Okt.<br />

Bern<br />

18.30 3gang in der Villa Stucki:<br />

Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur. Treffpunkt<br />

für das translesbischwule Bern.<br />

Infos www.3gang.ch<br />

Winterthur<br />

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar<br />

Zürich<br />

20.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Bukkake-Night<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ Heldin<br />

<strong>im</strong> Chaos. Electro clash, electro trash<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear<br />

(obligatorisch) und freiwillig nackt<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 11. Okt.<br />

Basel<br />

19.00 transmenschen und das Schweizer<br />

Recht: Öffentliche Veranstaltung mit Podiumsdiskussion<br />

mit Udo Rauchfleisch und<br />

Alecs Recher. Moderation Tarek Naguib.<br />

Hotel Bildungszentrum 21, Missionstrasse 21<br />

ENJOY SPECIAL ACTIVITIES OCT & NOV <strong>2012</strong>!<br />

www.sundeck.ch<br />

44OPEN 7/7 12-23 H, LÄNGGASS-STR. 65, CH-3012 BERN, PHONE +41 31 302 46 86


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Agenda<br />

Zürich<br />

10.00 z&h Schwule Studis: an Uni & ETH<br />

Coming Out Day <strong>2012</strong>. Rämistr. 71. Genaue<br />

Infos www.zundh.uzh.ch<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 12. Okt.<br />

Basel<br />

22.00 Escargot: Subjkts DJ Duo aus Basel mit<br />

Deep House. Zudem Suddenly Neighbours<br />

& Mickey Morris. Fr. 5.– vor Mitternacht,<br />

danach Fr. 12.–. Kuppel, Binningerstrasse 14<br />

Zürich<br />

19.30 H A Z - C ent ro: Sihlquai 67. Freitags-Centro<br />

mit speziellem kulinarischem Angebot<br />

präsentiert von Toni<br />

20.00 ga y: my way: Schwule Männer <strong>im</strong><br />

Coming-out Treff <strong>im</strong> HAZ-Centro,<br />

Sihlquai 67. Coming-out Gespräche in<br />

Kleingruppen<br />

20.00 <strong>Oktober</strong>fest <strong>im</strong> Pigalle:<br />

und T&M Marktgasse 14<br />

Anzeige<br />

20.00 L M Z: der Schwule Schweizer Motorradclub<br />

Stamm <strong>im</strong> Restaurant Moléson,<br />

Grüngasse 7, 8004 Zürich<br />

22.00 City Boy goes Clubbing: Gay & geil.<br />

DJs Nici Faerber & Mik Maroo. Revier Club,<br />

Hohlstrasse 18. Fr. 10.–.<br />

Infos www.facebook.com/cityboy.zuerich<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cum,<br />

cruise & enjoy<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Underwear, Jocks & naked<br />

SA 13. Okt.<br />

Basel<br />

23.00 QueerPlanet Party: The hot house & electro<br />

house party for gays, lesbians and friends. DJs<br />

Taylor Cruz & Miss Delicious. Im Singerhaus,<br />

Marktplatz 34. Infos www.queerplanet.ch<br />

Luzern<br />

22.30 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum Geissensteinring<br />

14. Subl<strong>im</strong>e. mit She DJ Funky Manko.<br />

Open for all sex & gender<br />

Winterthur<br />

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule<br />

We are family! Essen, Geniesserabend<br />

für die LesBiSchwule Community <strong>im</strong> Lokal<br />

Badgasse 8 Herbstdinner. Fr. 20.–.<br />

Infos & Anmeldung www.badgasse8.ch<br />

Zürich<br />

19.00 come together: Jubiläumsparty – ein Jahr<br />

come together. Lesbian & Gay Party 30+. Ab<br />

19h Kulturbar. Ab 21h Party mit She DJ Eve<br />

& Friends. Marquee Club, Weinbergstrasse<br />

68 (Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).<br />

Infos www.party4lesandgay.ch<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 70ties & 80ties<br />

Party<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass X-treme Leather & Rubber<br />

SO 14. Okt.<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Klangfieber<br />

– Tulpenbeat & Jasminsound<br />

Ganze Schweiz<br />

09.00 Les lacets roses: Rundwanderung <strong>im</strong><br />

Sundgau, Teil 2. Treffpunkt 09h Basel SBB<br />

Passerelle, Läckerli Huus. ID und Euro<br />

mitnehmen!<br />

Zürich<br />

14.00 EntreNous: Sunday Tea Dance Treff für<br />

tanzbegeisterte Lesben und Schwule zu<br />

Standard- und lateinamerikanischen<br />

Tänzen oder einfach zum plaudern. Club<br />

Silbando (Swisscom Gebäude), Förrlibuckstr. 62<br />

22.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Neumond-Party<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end.<br />

Gratiseintritt<br />

MO 15. Okt.<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y,<br />

Gratiseintritt<br />

DI 16. Okt.<br />

Aarau<br />

20.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Treff Wildessen.<br />

Details nach Anmeldung bei pkamer@<br />

hotmail.com<br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. «Bumblefuck» - am Arsch<br />

der Welt <strong>im</strong> ländlichen Iowa, USA/NL 2011,<br />

Digital 90 Min, E/d. Bar ab 20h, Film um<br />

20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &<br />

Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 17. Okt.<br />

Bern<br />

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse<br />

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das<br />

translesbischwule Bern.<br />

Infos www.3gang.ch<br />

45


Agenda CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Zürich<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 DJ Mary Ocher<br />

22.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 18. Okt.<br />

Zürich<br />

20.00 Lesung mit Sunil Mann: aus seinem<br />

Buch «Uferwechsel». Im Aron Lounge Café,<br />

Rolandstr. 9<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 19. Okt.<br />

Luzern<br />

22.00 Frigay Night: happy sound for happy people@The<br />

Loft Haldenstr. 21 DJs Whiteside &<br />

C-Side. MC Stephen Davis<br />

Zürich<br />

21.30 t&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.<br />

club. Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Nachtsauna mit Stutenmarkt<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited<br />

Anzeige<br />

22.00 Lollipop Party: 17 Jahre Lollipop Party -<br />

17 Jahr blondes Haar. Mit vielen Überraschungen!<br />

4 Tanzpisten! Lollipop Floor:<br />

Schlager, Schweizerhits, Mallorca, Klassiker<br />

& Canzoni; Wannabe Floor: 80er/90er<br />

Party Hits; Après Suisse Floor: Die grössten<br />

Pistenheuler und Hitparaden Knaller. Plus<br />

Karaoke Lounge. X-Tra, L<strong>im</strong>matstr. 118.<br />

Infos www.lollipopparty.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Erection – Full fetish<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Techno-Party<br />

SA 20. Okt.<br />

Lausanne<br />

21.00 Naked: Bastards Nackte Sexparty <strong>im</strong><br />

Trafick Sex Club, Avenue de Tivoli 22 (gegenüber<br />

Pink Beach). Strikter Dresscode: Nackt!<br />

Nur die Schuhe kannst du anbehalten. Fr.<br />

20.- (inkl. 1 Getränk). Einlass nur bis 23h. Ab<br />

01h ist auch die Sauna Pink Beach offen. Fr.<br />

15.- mit Quittung der Naked Bastards. Infos<br />

www.gayromeo.com/naked_bastards<br />

Luzern<br />

22.30 Kon z er t: The Scouts Punk Rock <strong>im</strong><br />

Lesbischwulen Zentrum uferlos,<br />

Geissensteinring 14. Freier Eintritt<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus Mann-o-Mann: St. Jakob-Strasse<br />

91. Lange Nacht. Oriental night<br />

Winterthur<br />

21.00 WiLSCH-tanze: Ü18 Party für LesBiGay &<br />

Friends. DJs SBajra & Surprise DJ. Lightfire,<br />

Harzachstr. 2, 8404 Winterthur (Fussweg<br />

vom Bahnhof Seen, Gratisparkplätze)<br />

Zürich<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Freistoss -<br />

Locker room! Sportswear & Sneakers<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Freistoss - Locker room! Sportswear<br />

& Sneakers only!<br />

23.00 Jack Party: DJs Larry Tee aus New York,<br />

Zör Gollin & Angel O. Kaufleuten, Festsaal,<br />

Pelikanplatz. Infos www.jackcompany.com<br />

SO 21. Okt.<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23 Dià 7 Chäs-<br />

Chüächli, Gouda Gala & Feta Fätze –<br />

Rock, Pop, Swing<br />

Thurgau<br />

11.00 G o !:GayOstschweiz! Herbst-Brunch <strong>im</strong> Go!<br />

Lokal, Frauenfelderstr. 100, 9548 Matzingen.<br />

Reichhaltiges Buffet inkl. Rösti.<br />

Fr. 26.– für Mitglieder, Gäste Fr. 31.–.<br />

Anmeldung bis 20.10. info@go-club.ch oder<br />

052 366 00 17<br />

Zürich<br />

11.00 Gay Bikers zürich: Peters Spa <strong>im</strong> Säntispark.<br />

Infos www.gaybikers.ch<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 70ties &<br />

80ties Party<br />

C<br />

M<br />

Y<br />

CM<br />

MY<br />

CY<br />

CMY<br />

K<br />

46


CRUISER Edition <strong>Oktober</strong> <strong>2012</strong><br />

Agenda<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Week2end. Gratiseintritt<br />

MO 22. Okt.<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

MondAAAH!y, Gratiseintritt<br />

DI 23. Okt.<br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino der<br />

Reitschule. «Leave it on the floor», Spielfilmmusical<br />

über die Ballroom-Subkultur. USA<br />

2011, Digital 10 Min. E/d. Bar ab 20h, Film um<br />

20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.<br />

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt<br />

MI 24. Okt.<br />

Bern<br />

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse<br />

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das<br />

translesbischwule Bern. Infos www.3gang.ch<br />

Zürich<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ<br />

Tischlampenfieber. Von Dolly Parton über<br />

Buddy Holly bis Roots Manuva. Alles auf<br />

Vinyl!<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear<br />

(obligatorisch) oder freiwillig auch nackt<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt<br />

DO 25. Okt.<br />

Zürich<br />

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & EtH:<br />

z&h Nachtessen <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai<br />

67 (ausser Dezember)<br />

20.00 H A z - C ent ro: Schwubliothek, Schwule<br />

Bücher- und ausgewählte Videoausleihe,<br />

Sihlquai 67<br />

20.30 Dörfli znacht mit Maja Brunner: <strong>im</strong> T&M<br />

Marktgasse 14. Konzert und Abendessen<br />

Gehacktes und Hörnli. Fr. 20.– / Vorverkauf<br />

bei Petra <strong>im</strong> Pigalle Fr. 15.– für Eintritt und<br />

Abendessen<br />

22.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 70er & 80er Jahre Party<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt<br />

FR 26. Okt.<br />

Bern<br />

23.00 Gentleboyz: extended The most gentle gay<br />

nichts in the capital! DJs Enrico Antonio<br />

Visser, Yasmeen De Souza, Mirco Caruso,<br />

Luc Le Grand. Fr. 25.-, Vorverkauf Fr. 20.-<br />

(Bern <strong>im</strong> Olmo, Zürich <strong>im</strong> Cranberry). Club<br />

Du Théâtre Bern, Hotelgasse 10.<br />

Infos www.gentleboyz.ch<br />

St. Gallen<br />

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

St. Jakob-Strasse 91. For Bears and Friends<br />

Heute zudem anonymer HIV-Test möglich<br />

Thurgau<br />

18.30 Travestie Night <strong>2012</strong>: Zum 10 Jahre<br />

Jubiläum und Rosa Weekend zusammen<br />

mit Queerdom & WILSCH. Show mit Dana<br />

Rama, Cabaret «Bis Stöcklis», Lula Bee,<br />

Martha Märkel, Beatino, Aline Reeds, Valeria<br />

Grande, Markus, Diva International und<br />

The HOT Sisters. 18.30h Bar & Disco, diverse<br />

Snacks, ab 20h Showt<strong>im</strong>e. Fr. 15.–, Vereinsmitglieder<br />

Fr. 10.–. Reservation möglich<br />

unter anmeldung@hot-tg.ch.<br />

Infos www.travestienight.ch<br />

Zürich<br />

21.30 t&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.<br />

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.<br />

club. Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren XXL nacked<br />

Party Supersize! Fr. 39.- alles inkl. (ausser<br />

Spirituosen) inkl. Garderobe. Einlass nur<br />

nackt <strong>im</strong> ganzen Club<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.<br />

Infos www.facebook.com/t&m.club<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode XXL nacked Party Supersize.<br />

Naked only!<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

SA 27. Okt.<br />

Bern<br />

22.00 ISC Club: Neubrückstr. 10. Tolerdance für<br />

Schwule, Lesben und FreundInnen (Sommerpause<br />

Juni/Juli) Infos www.tolerdance.ch<br />

Thurgau<br />

18.30 Travestie Night <strong>2012</strong>: Zum 10 Jahre<br />

Jubiläum und Rosa Weekend zusammen<br />

mit Queerdom & WILSCH. Show mit<br />

Dana Rama, Cabaret «Bis Stöcklis», Lula<br />

Bee, Martha Märkel, Beatino, Aline Reeds,<br />

Valeria Grande, Markus, Diva International<br />

und The HOT Sisters. 18.30h Bar & Disco,<br />

diverse Snacks, ab 20h Showt<strong>im</strong>e. Fr. 15.–,<br />

Vereinsmitglieder Fr. 10.–.<br />

Infos www.travestienight.ch<br />

Zürich<br />

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen. U-30<br />

Special. Youngster haben reduzierten<br />

Eintritt zu Fr. 9.–. Über 30 Jahre normaler<br />

Eintritt von Fr. 30.–<br />

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2<br />

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.<br />

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.<br />

Gratiseintritt bis 22.30h<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited. Bierpass 3 für 2<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Schweinebucht. Full fetish – Yellow.<br />

Bierpass 3 für 2<br />

Anzeige<br />

Dr. med. dent.<br />

Martin Lehner<br />

L<strong>im</strong>mattalstrasse 25<br />

8049 Zürich<br />

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www.zahnaerztehoengg.ch<br />

Impressum<br />

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender<br />

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch<br />

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch<br />

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch<br />

Redaktionelle Mitarbeit: Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi, Daniel Diriwächter, Martin Ender, Branko B. Gabriel,<br />

René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf<br />

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich<br />

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch<br />

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich<br />

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