Cruiser im März 2012

cruisermagazin

CRUISER Edition März 2012

Dieses Magazin ist schwul

Break The Chain

Madonna

100 Jahre Ecstasy

Margaret Thatcher

Whitney Houston

40 Jahre HAZ

Lukas Beyeler

Hape Kerkeling

Emeli Sandé

Nicolas Sarkozy

«Coming-out»


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CRUISER Edition März 2012

Inhalt

Editorial

Die Kälte des Februars ist überwunden. Trotzdem haben wir einige «heisse Eisen» im Feuer. Das

CR-Magazin präsentiert exklusiv Fotos aus der Präventions-Kampagne «Break The Chain» vom BAG

und den Checkpoints. Ausserdem verrät uns Lola Sara Arnold-Korf das Neuste über gefährliche

Szenedrogen. Branko B. Gabriel wird immer mehr zur Künstler-Muse und Kolumnist Michi Rüegg

hat uns ein Geheimnis zu erzählen. Und auch weibliche Divas sind bei uns zu finden: Wir begrüssen

Madonna, wir sind irritiert ob Margaret Thatcher und wir trauern um Whitney Houston. All

das und mehr in dieser Ausgabe.

Stv. Chefredaktor Daniel Diriwächter

7

Die Rückkehr der Königin

2012 soll das Jahr der Madonna werden

10

100 Jahre Ecstasy, Krokodil und Nilpferd

Der alljährliche CR-Drogen-Trend-Report

15

Eine Stimme verglüht

Nachruf auf Whitney Houston

18

40 Jahre HAZ

Interview mit Präsidenten Patrick Hadi Huber

22

Break The Chain

CR zeigt exklusiv die ersten Bilder der Kampagne

28

Branko B. Gabriel trifft...

Lukas Beyeler

News 4 • Prominent 8 • Doris trallala 13 • szene 18 • Beauty 20

Kultur 30 • Musik 32 • Buch 33 • the iron lady 34 • Film 35 • Pia 38

Dr. Gay 38 • coming-out Mittendrin 39 • Horoskop 41 • Agenda 42

3


News CRUISER Edition März 2012

Internationale

News

4

Frankreich

Stimmen auf Kosten der

Homo-Ehe?

Die «Grande Nation» wählt am 22. April 2012

einen neuen Präsidenten. Der derzeitige Amtsinhaber,

Nicolas Sarkozy, Ehemann von Model

Carla Bruni, kann laut Umfragen auf keine Wiederwahl

zählen. Er sinkt stetig in der Gunst der

Wähler, so auch seine Partei, die Union pour

un mouvement populaire, kurz UMP. Doch der

Laufbursche von Angela Merkel ist eine Kämpfernatur.

Einen beachtlichen Teil an Wählerstimmen erringt

auch die rechtsnationalistische Front National.

Deren Chef, Jean-Marie Le Pen, provoziert

regelmässig mit ultra-konservativen, wenn

nicht sogar mit rechtsradikalen Aussagen. Unnötig

zu erwähnen, dass Homosexuelle bei Le

Pen schlecht abschneiden (harmlos formuliert).

Chancen auf einen Sieg wird Le Pen niemals

haben, aber seine Partei verfügt über Einfluss.

Nicolas Sarkozy ist freilich nicht so drastisch

wie Le Pen. Aber er wird Stimmen aus dem

rechten Lager benötigen, um zu gewinnen. Der

57-Jährige gab Mitte Februar seine Kandidatur

für die Präsidentschaftswahlen bekannt: «Ja,

ich bin Kandidat für die Präsidentschaftswahl»,

sagte Sarkozy im französischen Fernsehsender

TF1. Keine Überraschung. Seine Kandidatur

war so sicher wie das Amen in der Kirche.

Zur einfachen Erklärung: 63 Prozent der Franzosen

sprachen sich laut jüngsten Umfragen

für die Homo-Ehe aus. Viele dieser Stimmen

stammen aus dem Lager der Sozialisten. François

Hollande ist der neue Hoffnungsträger der

Partei – und der Franzosen. Er unterstützt die

Homo-Ehe voll und ganz.

Deswegen bestand Handlungsbedarf bei Nicolas

Sarkozy. In einem Interview in der Zeitung «Le Figaro»

bestätigte der Präsident, dass er sich gegen

die Homo-Ehe stellen wird. Er begründet seine

ablehnende Haltung mit einem automatischen

Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. Nun

instrumentalisiert Nicolas Sarkozy die französische

Gay-Community zu seinen Gunsten. Mit

seiner Haltung gegen die Homo-Ehe sind ihm

viele Stimmen aus dem Lager Le Pens gewiss.

San Francisco

Preisbewusstsein statt Luxus

Die neueste Studie des Reiseverhaltens von

schwul-lesbischen Amerikanern durch Community

Marketing (CMI) brach mit lieb gewordenen

Klischees. So wurde der Mythos vom luxusverliebten

Homotouristen entzaubert. Bei

der Selbsteinschätzung ihres Reisetyps gab die

Mehrheit der Befragten an, eher Hotels und

Touren im mittleren Preissegment zu buchen.

An zweiter Stelle liegen die sehr preisbewussten

«Budgettraveler» und dann erst kommen

diejenigen, für die im Urlaub nur das Feinste

gut genug ist. Aber auch bereits Bekanntes

wurde bestätigt. Schwule Männer zieht es eher

in urbane Gefilde als auf Ökoreisen und in Natururlaube.

Minnesota

Michelle Bachmann schuld an

Suiziden schwuler Teenager

Die meisten Selbstmorde unter homosexuellen

Teenagern in den USA ereignen sich im Wahlkreis

der ultrakonservativen Politikerin Michelle

Bachmann im US-Bundesstaat Minnesota. Im

Schulbezirk Anoka-Hennepin habe es in den

letzten zwei Jahren insgesamt neun Selbstmorde

unter Schülern gegeben, hiess es in einer

gros sen Reportage des Magazins «Rolling Stone».

Vier davon seien durch Mobbing wegen ihrer (angeblichen)

Homosexualität in den Tod getrieben

worden. Dem Bericht zufolge hat Bachmann als

Ikone der rechten Tea-Party-Bewegung die extrem

homophobe Atmosphäre in ihrer Heimat

begünstigt.

Havanna

Polizei ermordet Transsexuelle

Die 18-jährige «Jessica» Leidel Luis wurde laut

internationalen Bloggern am 4. Januar im südkubanischen

Guáimaro bei einer Verkehrskontrolle

angehalten und von den Beamten als

«schwarze Schwuchtel»» beschimpft. Die Beamten

sollen die Frau anschliessend festgenommen

und in der Haft zu Tode geprügelt haben,

habe das Internetmagazin Cubanet berichtet.

Die Leiche sei dann mitten in der Nacht an

einen unbekannten Ort gebracht worden. Cubanet

berufe sich auf die Aussage eines Mitgefangenen.

Obwohl sich Kubas kommunistische

Regierung seit einiger Zeit schwulenfreundlich

gibt, kommt es immer wieder zu Akten

der Willkür und Gewalt gegen Schwule, Lesben

und Transsexuelle. Im vergangenen Jahr

soll ein schwuler Mann in einem Gefängnis

in Havanna unter ungeklärten Umständen gestorben

sein.


CRUISER Edition März 2012

News

Sydney

Kylie Minogue und der

Mardi Gras

Jedes Jahr zum schwul-lesbischen Mardi Gras

macht in Sydney das Gerücht die Runde:

Kylie kommt. In diesem Jahr wurde das Gerücht

Wirklichkeit. In einem zwanzigminütigen Auftritt

zusammen mit 16 sexy Tänzern gab Kylie

Minogue ein Medley ihrer Hits der letzten 25

Jahre zum Besten. «Dieser Party-Auftritt ist meine

Art, für gemeinsame, wunderbare 25 Jahre

zu danken», verkündete die australische Pop-

Diva vor dem Mardi Gras. Die Minogue feiert in

diesem Jahr unter dem Motto «K25 – 25 years

of Kylie» ihr 25-jähriges Bühnen-Jubiläum. Der

Mardi-Gras-Auftritt war der dritte der Sängerin

seit ihren legendären Shows bei den Mardi-

Gras-Parties 1994 und 1998. Die Gay Community

ist Kylie Minogues grösste, treueste und – wie

Lästerzungen sagen – einzige Fangemeinde.

Riad

Drohende Todesstrafe nach

Facebook-Dating

Die saudi-arabische Religionspolizei hat einen

30-Jährigen verhaftet, der über Facebook nach

gleichgeschlechtlichen Partnern gesucht haben

soll. Dem Mann droht jetzt eine lange Haft

und im schlimmsten Fall die Todesstrafe. Die

schwere der Strafe hängt nach Expertenansicht

von der gesellschaftlichen Gruppe ab, welcher

der Mann angehört. In Saudi-Arabien geborene

Sunniten oder Mitglieder der Beduinen-Stämme

könnten mit einer schnellen Freilassung

rechnen. Angehörige von Minderheiten wie den

Schiiten, eingebürgerte Staatsangehörige und

Gastarbeiter würde aber die volle Härte des Gesetzes

treffen. Allerdings würden alle wegen Homosexualität

festgenommenen Saudi-Arabier

durch die Religionspolizei geoutet, was einer

gesellschaftlichen Ächtungen gleichkomme.

Virginia

Religion vor Gleichstellung

Die schwulenfeindliche christliche Rechte hat

wieder einen Sieg errungen. Im US-Bundesstaat

Virginia dürfen in Zukunft Adoptionsvermittlungen

aus religiösen Gründen Homo-Paare

ablehnen. Beide Häuser des Parlaments haben

dem neuen Gesetz zugestimmt. Die Republikaner

stimmten geschlossen dafür und zum Entsetzen

des Weissen Haus in Washington fand

das Gesetz auch bei einigen Demokraten Zustimmung.

Private oder kirchliche Adoptionsvermittlungen

dürfen demnach Homo-Paare

wegen «religiösen oder moralischen Überzeugungen»

ablehnen. Dadurch werde die Religionsfreiheit

als auch das Interesse der Kinder

gewahrt, freuten sich die Republikaner. Ein

ähnliches Gesetz war zuvor in North Dakota

beschlossen worden.

Tunesien 1

Machtkampf mit Sexvideo

Tunesiens neuer Innenminister ist in einen

schwulen Sexskandal verwickelt. Ein – inzwischen

gelöschtes – Schwarzweiss-Video auf

Youtube soll Ali Larayedh beim Sex mit einem

Mithäftling in einem Gefängnis zeigen. Der

heutige Minister der islamisch-konservativen

Partei Ennahda war Anfang der 1990er-Jahre

als Gegner des Regimes des gestürzten Präsidenten

Ben Ali inhaftiert. Wegen der schlechten

Qualität des 1991 aufgenommenen Videos

war es nicht möglich, die gezeigten Personen

zweifelsfrei zu identifizieren. Die Regierung

und alle führenden Politiker Tunesiens haben

sich hinter Larayedh gestellt. Das Video sei eine

Intrige des alten Regimes zur Destabilisierung

der neuen Regierung.

Tunesien 2

Menschenrechtsminister

gegen Schwule

Homosexualität ist eine Perversion und

Schwule haben kein Recht auf freie Meinungsäusserung.

Das verkündete Tunesiens Menschenrechtsminister

Samir Dilou in einem

Fernsehinterview. Konkret bezog sich der Politiker

auf das im März 2011 gegründete Homo-Magazin

«Gayday». Er sei gegen die Veröffentlichung

des Magazins, «obwohl ich der

Menschenrechtsminister bin», sagte Dilou. Meinungsfreiheit

habe ihre Grenzen und Schwule

müssten die Grenzen akzeptieren, die «von Religion

und Tradition» gesetzt würden. Homosexualität

sei eine Perversion, die medizinisch

behandelt werden müsse. In Tunesien steht auf

Homosexualität drei Jahre Haft.

Kampala

Neues Gesetz gegen Schwule

Der ugandische Abgeordnete David Bahati von

der Regierungspartei NRM hat eine Gesetzesverschärfung

gegen Homosexuelle ins Parlament

eingebracht, allerdings ohne darin die Todesstrafe

für Homosexuelle zu fordern. Schon jetzt

drohen Homosexuellen Haftstrafen bis zu 14

Jahren. In Zukunft soll «schwere Homosexualität»

nicht mehr, wie ursprünglich vorgesehen,

mit dem Tod, sondern mit einer lebenslangen

Haftstrafe geahndet werden. Der Gesetzentwurf

sieht zudem harte Strafen für Firmen,

Organisationen oder Personen vor, die Homosexuelle

unterstützen oder sich für die Rechte von

Schwulen und Lesben einsetzen.

Afrika

Ban Ki-moon mahnt Freiheit

für Schwule

Beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union hat

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Verfolgung

von Schwulen und Lesben in Afrika kritisiert.

«Eine Form der Diskriminierung, die von vielen

Staaten zu lange ignoriert worden ist, basiert auf

sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität»,

sagte Ban Ki-moon Ende Januar in seiner Rede

vor mehr als 30 Staats- und Regierungschefs im

äthiopischen Addis Abeba. Der UN-Chef räumte

ein, dass die Bekämpfung der Diskriminierung

von Schwulen und Lesben in vielen Ländern Afrikas

ein schwieriges Thema sei. «Aber wir dürfen

die in der Menschenrechtskonvention festgeschriebenen

Ideen nicht aufgeben», betonte Ban

Ki-moon.

Australien

Geschacher um Homo-Ehe

Gleich zwei Gesetzentwürfe zur Einführung

der Ehe für homosexuelle Paare sind Mitte Februar

in das australische Repräsentantenhaus

eingebracht worden. Initiator des einen Entwurfs

ist der Labor-Abgeordnete Stephen Jones,

und Adam Brandt, einziger Grünen-Abgeordneter

im Repräsentantenhaus, der des anderen.

Die Version von Jones enthält einen Passus, der

es Geistlichen aller Religionen erlaubt, die Trauung

gleichgeschlechtlicher Paare abzulehnen.

Dem Senat, der zweiten Parlamentskammer,

liegt ein dritter, ebenfalls von den Grünen eingebrachter

Gesetzentwurf, vor. Die grosse Zahl

weitgehend inhaltsgleicher Gesetzentwürfe

dient nach Ansicht politischer Beobachter in

Australiens Hauptstadt Canberra als politische

Manövriermasse bei der Suche nach einem Kompromiss

in der Frage «Homo-Ehe oder eingetragene

Partnerschaft».

5


CRUISER Edition März 2012

Aktuell

Die Rückkehr der

Königin

2012 soll das Jahr der Madonna

werden: neues Album,

neue tournee, neuer Film.

Von Daniel Diriwächter

In alter Manier meldet sich

Madonna wieder zurück. Die

neue Single «Give Me All Your

Luvin» stürmt die Charts. Ende

März erscheint das Album

«MDNA». Im Frühling startet

die Tournee, welche Madonna

auch in die Schweiz bringt. Zu

guter Letzt soll auch ihr Film

«W.E.» das Publikum ins Kino

locken.

Die Pop-Queen will zurück an die Spitze der

Charts. Denn Lady Gaga war nicht müde und

sägte jüngst gekonnt am Sockel der Madonna.

Diese lässt sich aber nicht beirren und inszeniert

in «alter» Tradition ihr Comeback. Auf

allen Schienen will Madonna im Jahre 2012

durchstarten. Beinahe ein Overkill. Die PR-Maschinerie

läuft. Das neue Video «Give Me All

Your Luvin» ist online, die dazugehörige Single

in den Charts und das Album «MDNA» erscheint

am 26. März. Ihr Film «W.E.» startet auch in diesem

Jahr.

Der bisherige Höhepunkt dieser Salve an Ereignissen

war Madonnas Auftritt beim Super-

Bowl, dem Football-Finale, Anfang Februar. Es

ist alljährlich der grösste TV-Event der Staaten.

Madonna bestritt die Halbzeit. In Anlehnung an

Liz Taylor und den Film «Cleopatra» liess sie sich

von römischen Gladiatoren in die Arena ziehen

– auf einem goldenen Thron. So zog einst die

ägyptische Königin in Rom ein. Madonna sang

ihre grössten U.S.-Nummer-1-Hits (Vogue, Music

& Like A Prayer) und präsentierte sich wie die

junge Rebellin von damals. Sie wollte mit diesem

Auftritt Amerika zurückerobern.

Seit dem Desaster mit «American Life» im Jahre

2003 war ihr Erfolg in den Staaten eher mittelmässig.

Ihre Kritik an George W. Bush verziehen

ihr die konservativen US-Bürger nur schwer bis

gar nicht. Doch fast zehn Jahre später ist das kalter

Kaffee. So hofft Madonna. Ihr neuer Sturm

auf die Öffentlichkeit hat bewährte Tradition.

Schon oft veröffentlichte Madonna zeitgleich

mehrere Projekte. In Erinnerung bleibt etwa

das Buch «SEX», welches 1993 zeitgleich mit

Madonnas Album «Erotica» sowie dem Erotik-

Krimi «Body of Evidence» auf den Markt kam.

Freilich, Madonnas neuste Projekte haben mehr

Ambitionen.

Aber die «Königin des Pop» muss mit Anfeindungen

rechnen. Madonna zeigt sich wieder

blond wie damals, als Marilyn Monroe ihr erklärtes

Vorbild war (Mitte der 80er). Und dies

sorgt für manch böse Bemerkung. Madonna sei

schlichtweg zu alt für solche Verkleidungen.

In der Tat, die neue Single «Give Me All Your

Luvin» könnte eher ein Teenager singen statt

eine 53-jährige Frau. So auch das Video. Vorwürfe,

welche meist nur an Frauen adressiert sind.

Niemand hat etwa den damals gleichaltrigen

Michael Jackson kritisiert wegen seines Films

«This Is It». Vielleicht auch aus Respekt vor dessen

Tod. Aber gerechterweise muss gesagt werden,

dass auch Jackson sich äusserst «jung» gab,

was Tanz und Kostüme anging.

Oscar-Nomination für W.E.

Sollte Madonna doch musikalisch belächelt

werden, so behält sie sich vor, als Regisseurin

in Erscheinung zu treten. Madonna hinter der

Kamera – ihre Feinde sind irritiert. Seit der ersten

Vorführung ihres Films «W.E.» am Filmfestival

Venedig sind die Reaktionen gemischt. Von

himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

Viele Vorurteile scheinen hier beteiligt zu sein.

Dabei inszenierte Madonna lediglich die Liebesgeschichte

von Wallis Simpson und König

Edward. Einem König, der für die Liebe zu einer

geschiedenen Frau die Krone opferte. Die Kostüme

sind jedenfalls für den Oscar nominiert.

Sollte das Publikum auch bei «W.E.» die Nase

rümpfen, so hat Madonna einen weiteren

Trumpf in der Hand. Längst hat sich die einstige

«Minnie Maus auf Helium» (Mick Jagger)

als respektable Live-Künstlerin etabliert. Die

neue Tournee startet am 29. Mai in Tel Aviv, Israel.

Am 18. August wird Madonna im Zürcher

Letzigrund zu sehen sein. Long live the Queen!

7


Prominent CRUISER Edition März 2012

Jolie-Pitt

Nick Jonas

Die Jonas Brothers – in diversen Disney-Serien

legten sie die Grundsteine ihrer Karriere, eroberten

als Boygroup bald Hitparaden und Teenieherzen,

verkauften über 10 Millionen CDs.

Nicht mit wilden Groupie-Orgien sorgten sie für

Schlagzeilen, sondern mit ihrem streng evangelikanischen

Christentum. Mit «Reinheitringen»

an den Fingern warben sie dafür, jungfräulich

in die Ehe zu gehen. Siehe Britney. Doch es

wollte einfach kein Skandal folgen. In Internet-

Foren kam es zu Abstimmungen, welcher der

drei Brüder schwul sei. Unbeeindruckt davon,

machten die unbefleckten Jungs weiterhin erfolgreich

Musik. Der Jüngste der Bande, Nick

Jonas, tritt zurzeit in einem Broadway-Musical

auf: «How To Succeed In Business Without Really

Trying». Er hat die Rolle von Potter-Darsteller

Daniel Radcliffe übernommen. Einem Hetero,

der sich in der Schwulenfrage unverkrampft

gibt, für das Gay-Magazin «Attitude» posiert

und besten Geschmack beweist (falls er denn

schwul wäre, würde er auf Ryan Gosling stehen).

Weil Radcliff für «Equus» schon mal nackt

auf der Bühne zu sehen war, drängte sich vielen

Journalisten natürlich die Frage an Nick Jonas

auf, ob er sich das auch vorstellen könnte. Er

könnte. Zudem liebt er seine schwulen Fans und

deren Stil: «Die geben uns auch gute Geschenke

– Mützen, Schals und andere Dinge. Die haben

immer einen guten Geschmack.» Angesichts all

dieser Toleranz und Zuneigung gibt es nur eines

zu sagen: Nick, falls es denn wirklich wahr sein

sollte, es ist völlig OK, dass du hetero und Jungfrau

bist. Auch wenn dich das zum Aussenseiter

macht. (rg)

8

Ein Drama in vielen Akten. Rückblende: 2009.

Wirtschaftskrise, Brangelinakrise. So stand es

im Wall Street Journal und in der Gala. Nebenschauplatz

(wo die Welt noch in Ordnung ist):

Heidi Klum und Seal. Das Stück nahm seinen

überraschenden Lauf. Die Hauptdarsteller sind

uns treu geblieben. Wirtschaft: Interessante Kulisse,

aber anderes Ressort. Klum und Seal: Getrennte

Bühnen. Brangelina: Hochzeit. Angeblich

soll Angelina wieder schwanger sein, mit

Zwillingen. Während der Berlinale räumte Frau

Jolie Preise ab und mit Gerüchten auf. Das enge

Kleid, das Rotweinglas: Requisiten, die wenig

Raum für Spekulationen lassen. «Unsere Familie

ist wundervoll, wie sie im Moment ist». Auf

den knappen Monolog folgte ein leidenschaftliches

Pas de deux, Jolie und Pitt zeigten sich

verliebt wie kaum zuvor. Ob Size Zero oder Babybauch,

beruflich läuft’s so oder so rund für das

Traumpaar. Pitt wurde für den diesjährigen Oscar

als bester Hauptdarsteller nominiert, Jolie

sorgt mit ihrer ersten Regiearbeit für Furore. Im

Hintergrund: Hochzeitsglocken. Die Liebe und

der Druck der Kinder sind nun doch stärker als

das Versprechen, erst zu heiraten, wenn die Ehe

auch homosexuellen Paaren offen steht. Wer

kann ihnen das schon verübeln? Aus Brangelina

ist Jolie-Pitt geworden, eine ganz normal wahnsinnige

Familie, die offenbar gerade dann am

besten funktioniert, wenn die PR-Maschinerie

mal auf Standby geschaltet ist. Vielleicht wird

Heidi Klum zur Brautjungfer, die Wirtschaftskrise

zum Hofnarr. Am Ende sind sowieso alle

glücklich, und der Rest ist Schweigen – äh, sorry,

Klatsch natürlich. Applaus. (rg)

Dolly Parton

Der Tod von Whitney Houston füllt nicht nur

die Kasse von Sony Music. Der Musikgigant erhöhte

wie schon beim Ableben von Michael Jackson

die CD-Preise der Verstorbenen um mehr

als die Hälfte. Der Geldsegen trifft auch Dolly

Parton. Was viele nicht wissen, die blonde Country-Sängerin

mit dem riesigen Vorbau schrieb

den Welthit «I Will Always Love You». Whitney

Houston machte den Song mit dem Film «Bodyguard»

zu einem Klassiker. Aber Dolly Parton

veröffentlichte ihre erste Version bereits im

Jahre 1974 als Abschiedsgruss an ihren langjährigen

Partner und Mentor Porter Wagoner.

Acht Jahre später sang Parton den Song nochmals

in ihrem Film «The Best Little Whorehouse

in Texas». Schon damals dominierte der Song

die Charts. Zwei Jahrzehnte später verwandelte

Whitney Houston das harmlose Liedchen

durch ihre drei Oktaven in einen Schmachtfetzen

der Sonderklasse. Nach deren Tod war der

Song wieder in allen relevanten Charts zu finden.

Dolly Parton, mittlerweile stolze 66 Jahre

alt, trauerte auf ihrer Homepage aber trotzdem

mit den Fans: «Meines ist nur eines von Millionen

Herzen, die nach Whitney Houstons Tod

gebrochen sind. Ich werde immer dankbar und

voller Ehrfurcht sein dank ihrer wundervollen

Interpretation meines Songs.». (dd)

Betty White

Die jüngste Grammy-Verleihung war eher lau.

Adele war die Gewinnerin des Abends, ganze

sechs Trophäen konnte sie nach Hause nehmen.

Verdient, aber keine Überraschung. Zudem

stand die Zeremonie unter Schock durch

den Tod von Pop-Diva Whitney Houston. Die

amerikanische Musikindustrie ehrt mit dem

Grammy so ziemlich alle Sparten, die ihren Weg

auf eine CD finden. So auch die Kategorie «Gesprochenes

Wort» oder das immer beliebter werdende

Hörbuch. Einen solchen Grammy erhielt

beispielsweise schon Hillary Clinton. Jüngst gehört

auch ein Golden Girl in die illustre Riege

der Gewinner. Betty White, einzig noch Lebende

der legendären «Golden Girls», gewann einen

Grammy für die (gesprochene) Aufnahme ihrer

Autobiographie «If You Ask Me: (And of Course

You Won‘t)». Betty White ist in den Staaten ein

grosser Star. Nach dem Ende der Sitcom «Golden

Girls» wurde die mittlerweile 90-Jährige für das

Kino «neu» entdeckt. Als Moderatorin glänzte

sie weiter in der Satire-Show «Saturday Night

Live». Daneben schreibt sie Bücher, autobiographische

Ratgeber mit Witz und Ironie. Und sie

veröffentlicht auch die Hörbücher dazu. Betty

Whites jüngstes Werk wurde nun mit einem

Grammy vergoldet. Verdient hat sie eine Auszeichnung

so oder so. Denn Betty White setzt

sich energisch für die Homo-Ehe ein. Sicherlich

wird sie bald den begehrten GLAAD-Award erhalten.

Alles andere wäre ein Affront. (dd)


CRUISER Edition März 2012

Prominent

Ashton Kutcher

Im wahren Leben wurde Charlie Sheen nach

einer Serie von Skandalen aus der überaus erfolgreichen

TV-Serie «Two And A Half Men» geschmissen.

In der Serie selbst wurde Charlie

in Paris von der Metro überfahren, kurz nach

seiner Verlobung, hat also elegant den Platz

für eine neue Hauptfigur freigeräumt, seinen

fiktiven Bruder Walden, suizidgefährdeter

Internet-Millionär. Die Erwartungen an Walden-Darsteller

Ashton Kutcher waren hoch, die

Einschaltquoten sind in den USA inzwischen

um die Hälfte gesunken. Das, obwohl alles so

gelungen anfing: Im Vorspann singen in der

neunten Staffel plötzlich Charlies Loser-Bruder

Alan und sein ehemals pummeliger Taugenichts-Sohn

Jake als ganze Männer um die

Wette, während Walden-Ashton den Part des

halben Mannes übernimmt. So weit, so gut.

Der freche Humor bleibt irgendwo auf der Strecke,

auch in der sechsten Episode unter dem

Titel «Die Schwulennummer», als Alan und

Walden sich als Schwulenpaar ausgeben, um

ein Lesbenpärchen zu verführen. Im wahren

Leben hatte Ashton angeblich nie Kontakt zu

Gays, bevor er seinen Heimatort verliess und

brach Jahre später via Twitter eine Lanze für

Schwule, um sich kurz darauf wieder über sie

lustig zu machen. Mit einem realen Sixpack

Bier und wahrhaft guten Hetero-Kumpels war

die «Schwulennummer»-Folge halbwegs lustig.

Wie viele Sixpacks die kürzlich von Ashton verlassene

Demi Moore in der Entzugsklinik dabei

nötig gehabt hätte, das ist eine ganz andere Geschichte

– irgendwo zwischen Sitcom und wahrem

Leben. Denn trotz oder gerade wegen Bart

und langen Haaren: Ziemlich knackig ist er ja

schon, der halbe Mann, der (in der Serie!) gerade

frisch geschieden ist. (rg)

Anna Wintour

Das Homofreundlich-Gütesiegel wird zunehmend

fester Bestandteil jeder gut sortierten

Celebrity-Trophäensammlung. Am 24. März

werden wieder die fast schon renommierten

GLAAD Media Awards verliehen, für eine «faire,

zutreffende und integrative Darstellung der

LGBT-Community und deren Themen» in US-

Medien. Zu den bisherigen Preisträgern gehören

Julianne Moore, Kim Cattrall, Cher und

Janet Jackson. Pink darf sich mit dem «All For

Equality Award» schmücken, Lady Gaga erhielt

vor kurzem den «Trevor Hero Award» sowie den

«Gay Inspiration Award». Neu in die Familie

aufgenommen wurde nun auch Anna Wintour,

seit 14 Jahren Inhaberin des Vogue-Throns und

eiserne Herrscherin über die Modewelt, in «The

Devil Wears Prada» verkörpert von Meryl Streep,

die ihrerseits gerade in «The Iron Lady» im Kino

zu bestaunen ist. Dass unter Wintours formstabilem

Prinz-Eisenherz-Helm (ihr Friseur und

ständiger Begleiter Charlie Chan nennt ihn

«Short Power Bob») eine toughe Arbeiterin mit

Herz steckt, schimmerte bereits im Dok-Film

«September Issue» durch. Joe Solmonese, Präsident

der Human Rights Campaign, bezeichnet

sie gar als Person mit Würde, Stil, Menschenfreundlichkeit

und Grosszügigkeit und ehrte

sie mit dem «Ally for Equality», denn Wintour

hatte sich in TV-Spots nachdrücklich für die Homo-Ehe

ausgesprochen. Bei einem Gala-Dinner

nahm sie die Auszeichnung in Empfang. Gastgeber:

Ryan Murphy, Erfinder der Serie «Glee»,

nominiert für den GLAAD-Award. Schöne, kleine,

gayfriendly Promiwelt. Fehlt nur noch die

knallbunte Glee-Modestrecke in der Vogue, präsentiert

von prominenten Regenbogenfamilien.

Und eine tatsächliche Verbesserung der Rechtslage.

Bis es so weit ist, braucht es wohl noch

einige eiserne Vorkämpferinnen und goldene

Awards. (rg)

DSDS

Das Flaggschiff von RTL ist am Sinken. Einerseits

sinken die Zuschauerzahlen drastisch, andererseits

sinkt auch das Niveau der einst so beliebten

Sendung. Die Jury mit Dieter Bohlen gibt sich

alles andere als sympathisch. Dieter Bohlen findet

alles nur noch «Scheisse». Bruce Darnell entpuppt

sich als «böser schwarzer Mann» (O-Ton

Dieter Bohlen) und Cascada-Sängerin Natalie

Horler ist die Art von Zicke, der man(n) niemals

begegnen möchte. Zu diesem Trio Infernal gesellen

sich nun kleine Skandale dazu. Da wäre einmal

Betty Bambi, eine Transsexuelle aus Leipzig,

welche als Felix Bergmann eine beachtliche Karriere

als Pornodarsteller vorweisen kann. Seine/

ihre Filme nennen sich etwa «Gay-Hostel» oder

«Sexy Sauna Boys». Jüngst berichtete zudem das

Magazin «In-Touch», die Bibel der Klatschspalten,

dass Kandidat David Peters, 25, von RTL aufgefordert

wurde, eine homosexuelle Beziehung

mit Konkurrent Ole Jahn, 19, einzugehen. Notabene

vor der Kamera. Nun verklagt David Peters

den Sender. Eine Sprecherin von RTL bezeichnet

diese Vorwürfe allerdings als haltlos. (dd)

Bastian Baker

Wer ist Bastian Baker? Ein Name, den man(n)

sich merken muss. In der Romandie ist der hübsche

Sänger bereits ein gefeierter Star. Nun will

der 20-Jährige auch den Rest der Schweiz für

sich gewinnen. Und danach die Welt. Der ehemalige

Hockey-Profi eroberte im letzten Jahr

mit nur wenigen Songs die grossen Bühnen, wie

etwa beim Montreux Jazz Festival. Sein Debut-Album

«Tomorrow May Not Be Better» landete von

Null auf Platz drei der hiesigen Charts. Die Lead-

Single «Lucky» entpuppte sich als charmanter,

poppiger Ohrwurm. Nicht umsonst durfte der

neue Mädchenschwarm im Vorprogramm von

Roxette auftreten. Doch nun will Bastian Baker

selbst im Mittelpunkt stehen. Mit einer vierköpfigen

Band startet der Sänger in diesen Wochen

seine Tournee. Die Daten sind der Webseite

www.bastianbaker.ch zu entnehmen. Die Gay-

Community wird aber «nur» von Bastian Baker

schwärmen dürfen. Der welsche Shootingstar

steht ausschliesslich auf Frauen. So gestand er in

einem Interview mit der Schweizer Illustrierten:

«Groupies sind toll!». (dd)

9


Dossier CRUISER Edition März 2012

100 Jahre Ecstasy,

Krokodil und Nilpferd

Der alljährliche CR-Drogen-Trend-Report

Von Lola Sara Arnold-Korf

Symbolbild © by dd

10


CRUISER Edition März 2012

Dossier

In diesem Monat erscheint

der neue Bericht des International

Narcotics Control

Board (INCB) in Wien. Bereits

jetzt ist bekannt, worauf

man sich einstellen

darf. Im Jahresbericht der

EU-Drogenbeobachtungsstelle

(EBDD) vom November

2011 wurde ein historischer

Höchstwert neuer

Drogen auf dem Markt prognostiziert.

Bis Anfang November 2011 waren 39 neue Substanzen für das Jahr gemeldet

worden. Im Jahr 2008 waren es 13 neue Rauschmittel, 2009 waren es

im Vergleich 24 neue Drogen.

Der EBDD beobachtet derzeit im Gegensatz zu 2010 (der CR berichtete im

April 2011) eine deutliche Trendwende – weg von der Jet-Set-Droge Kokain

und weg von Cannabis hin zu synthetischen «Designerdrogen». Der

Grund seien die Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Rückgang

der Zahl jugendlicher Raucher.

Während Ecstasy im März 2012 sein 100. Jubiläum feiert, warnen

Eve&Rave.ch und andere Organisationen vor gefährlichen neuen Ecstasy-

Pillen auf dem Schweizer Dröner-Markt. Und: Nicht nur die Zahl der Kokain-

und Cannabis-Konsumenten hat abgenommen, auch die derjenigen,

die Heroin injizieren. Grund hierfür: die derzeitige Heroinknappheit in

Ländern wie der Schweiz, Italien, Irland, Russland und Grossbritannien.

Der EBDD vermutet dahinter, dass die Zusammenarbeit zwischen den Polizeikräften

der Türkei und der EU «massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen

haben.» Trotz Heroinknappheit blieb der Opioid-Gebrauch stabil.

Rund 51 Prozent der Drogenkonsumenten, die sich in Europa in Behandlung

begeben haben, geben Opioide als Primärdroge an. Ersatz zum Heroin

schaffen nämlich neue Drogen wie Krokodil (kurz «Krok»). Die aus

Russland stammende Droge hat allein in Moskau mehr als 100 000 User

voll im Griff. Dr. Martin Lehner beschäftigt sich seit Jahren nicht nur mit

der Wirkung von Anästhetika, sondern auch mit neuen und alten Partydrogen

und deren Wirkung und weiss: «Gerade die Schwulenszene ist in

Sachen neue Drogen sehr experimentierfreudig. Bei Sexspielen wird vor

allem Ephedrin immer beliebter. Aber auch bei Ecstasy wird alles Neue

ausprobiert. Dabei sind die seit einigen Monaten erhältlichen Pillen wie

Lacoste, MTV oder Chevrolet extrem gefährlich. Mit über 120mg MDMA-

Anteil je Pille wird es gesundheitlich mehr als eng.»

Revidiertes Schweizer Betäubungsmittelgesetz

seit 1. Juli 2011 – «Verzeichnis e»

Wie bereits in der CR-Edition vom April 2011 prophezeit, hat sich 2011

die Trenddroge «Miau» (synthetische Substanz Mephedron) als neue

Schweizer Partydroge in den Clubs durchgesetzt. Die Droge, die laut

Usern ordentlich reinhaut und zudem billig ist (kam bisher als «Pflanzendünger»

oder «Badesalz» daherkam) sollte – geht es nach dem Willen

Berns – 2012 nicht mehr dieselbe Rolle spielen wie 2011. Der Grund: das

vom Bundesrat revidierte Schweizer Betäubungsmittelgesetz, welches

am 1. Juli 2011 in Kraft getreten ist. Mit der Schaffung des «Verzeichnis e»

können dubiose Substanzen, die keinen ersichtlichen Nutzen haben,

ohne die bisher langwierige «Nutzen-Risiko-Analyse» auf die Verbotsliste

gesetzt werden – und dies möglichst schnell und mehrmals pro Jahr. Bis

Anfang Dezember 2011 wurden daraufhin laut Eidgenössischem Departement

des Innern (EDI) die Herstellung, der Handel und die Anwendung

von 52 Einzelsubstanzen und sieben Verbindungsklassen als illegal dem

Betäubungsmittelgesetz unterstellt. Zudem ermöglicht eine im Dezember

2011 in Kraft getretene Verordnungsänderung der Polizei und dem

Zoll, Designerdrogen sofort zu beschlagnahmen. Ob das neue revidierte

Betäubungsmittelgesetz allerdings eingefleischte Partygänger vom Konsum

von «Miau Miau» abhält ist fraglich. Die vor allem unter Groupies beliebte

Designerdroge ist laut britischem Innenministerium vom Herbst

2011 unter den 16- bis 24-Jährigen des Königreichs genauso populär wie

Kokain. Bis zum Herbst 2011 hatten allein rund 300 000 Jugendliche in

den vorhergehenden 12 Monaten den Partyknaller konsumiert. Und das,

obwohl die Subsatz dort schon seit April 2010 verboten ist.

100 Jahre Ecstasy

Der Ecstasy-Hauptwirkstoff MDMA (4-Methylendioxy-N-methylamphetamin),

im Jahre 1912 von Anton Köllisch bei der deutschen Firma Merck

in Darmstadt synthetisiert, nie als Medikament vermarktet, jedoch als

«Psychokampfstoff» und «Wahrheitsserum» 1953 in den amerikanischen

Streitkräften getestet, vergeblich von Biochemiker Alexander Shulgin in

den 80er-Jahren in der Therapie angewandt und erst durch die Techno-Szene

zum Durchbruch gelangt, feiert 2012 seinen 100. Geburtstag! Darauf einen

Kirschlikör, ein oder zwei leckere Bonbons, einen kräftigen Schnupf

aus der Tabakdose, Cola-Koffein und – als Sahnehäubchen – einen Wodka

pur obendrauf. Na dann kann ja auf der nächsten Party nichts mehr schief

gehen... «Moment! So nicht!», warnt Martin Lehner: «Der Mischkonsum ist

das Hauptproblem. Der gleichzeitige Mehrfachkonsum von Drogen, (Alkohol,

Cannabis, Psychopharmaka, möglicherweise auch von bestimmten

HIV-Medikamenten) erhöht die Gesamtwirkung um ein Vielfaches.

Und bei regelmässigem Konsum mehrerer Rauschsubstanzen auf der

Wochenendparty ist Ersatzkonsum während der Woche vorprogrammiert.»

Eine repräsentative Studie unter 527 Ecstasy-Konsumenten (Rakete

/ Flüsmeier) belegt: Die Mischkonsumrate lag bei den Befragten bei 97 %.

Dauerkonsumenten schlossen die Lücke zu 100 %. Ursachen laut Studie:

eine schnellere Toleranzbildung, Einbindung in die Szene, Drogenkonsum

als «Lebensstil» und nicht zuletzt der unvermeidliche Absturz in die

Depression nach dem E-Film. Ecstasy macht offensichtlich Appetit auf

mehr! Laut einer amerikanischen Studie haben Ecstasy-User drei Mal so

häufig ungeschützten Sex wie Nichtkonsumenten. Die Zahl geht einher

mit HIV-Neuinfektionen, aber auch Unfalltod. Und überdies so Lehner:

«Heute ist die Frage nicht mehr, ob man bleibende Schäden davonträgt,

sondern nur noch welche.» Die Rede ist von chronischen Schlafstörungen,

11


CRUISER Edition März 2012

12

abnormen chemischen Mustern im Gehirn, Sprachstörungen, Kreislaufschwierigkeiten,

Leberschäden, Denkstörungen, Depressionen, sexuelle

Störungen... Nun reicht es wirklich!

Misch-«Kultur» bei Ecstasy

Gemischt wird aber nicht nur auf der Party, vor oder hinter dem Tresen.

Wahre Cocktailmeister, vorzugsweise Chemiker ohne Abschluss,

finden sich vor allem in den weltweiten Drogenküchen. Wie «erfreulich»:

Gewöhnlich spielen sich Beimischungen und Verschnittstoffe

in einem Bereich ab, der dem MDMA-Liebhaber auch nicht wirklich

fremd ist: Speed, LSD, Koffein, Kokain und als besonderer Wachmacher

Ephedrin. Eher selten – aber keineswegs unbeliebter – ist die Beimischung

von halluzinogenen Rauschmitteln wie Atropin (Wirkstoff

der Tollkirsche) oder Amphetaminabkömmlingen wie PMA (Paramethoxyamphetamin)

oder PMMA (Paramethoxymethamphetamin). Bei

Letzterem schwören Kenner der Szene auf den gewollten, stark nachlassenden

Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand – insbesondere,

wenn es um sexuelle Leckerbissen geht. «Die Ecstasy-Pillen sind meist

so unreine Gemische, dass selbst der Dealer nicht weiss, was in ihnen

steckt. Wenn du Ecstasy nimmst, knirschst du stärker auf den Zähnen.

Der Zahnschmelz geht kaputt und es kommt zu Schäden an Zahnmaterial

und am Zahnhalteapparat. Dass die Zähne früher ausfallen, ist nur

eine Begleiterscheinung», weiss Lehner zu berichten. Eve&Rave warnt

Schweizer-Partymäuse im Februar 2012 vor neuen Ecstasy-Pillen wie

Kamel, Bentley, Mitsubishi, Chevrolet, Lacoste und der No Name Pille

4F-A. Die hochdosierten Pillen (über 120mg MDMA pro Tablette) sind

nichts für schwache Gemüter – vor allem, wenn zugleich verschiedene

Pillen eingeschmissen werden.

Liebesgrüsse aus Moskau – Krokodil «Krok»,

die neue Heroinersatzdroge

Auch Moskau schickt 2012 Liebesgrüsse in die europäische Drogenszene.

Krokodil und Moskau? Das hört sich doch ganz nach der Lieblingshandtasche

der feineren Moskauer Damengesellschaft aus den Häusern

russischer Oligarchen an? Sie liegen falsch! Krokodil, oder kurz «Krok»,

nennt sich eine neue, hausgemachte Heroinersatzdroge, die in diesen

feinen Häusern gewiss nicht in der Hausapotheke anzutreffen ist. In

Russ land zählen offizielle Schätzungen rund 100 000 Süchtige, inoffizielle

gehen von einer Million Abhängigen aus. Die chemische Substanz

hinter der Droge Krokodil ist das Opiat Desomorphin. Gewonnen

wird der Morphium-Abkömmling, indem codeinhaltigen Pillen aus der

Apotheke unter anderem Farbverdünner, Feuerzeugbenzin und Phosphorsäure

beigemischt wird. «Die körperlichen Auswirkungen sind

unfassbar. Die braune Flüssigkeit wird gespritzt und die Haut färbt sich

grünlich-grau und wird schuppig. Daher auch der Name Krokodil. Die

Haut um die Einstichstelle stirbt ab, am ganzen Körper entstehen wunde

Stellen, nach und nach verfaulen ganze Körperteile. Häufig können

nur noch Amputationen von Gliedmassen helfen», erklärt Lehner entsetzt

das Szenario einer typischen Krok-Karriere. Schon an sich keine

sehr appetitliche Vorstellung. Doch damit nicht genug: «Dem längeren

Konsum folgt praktisch immer der Tod in Form von Leberversagen oder

Verbluten durch geplatzte Blutgefässe.» Mal ausprobieren, ist bei Krok

auch nicht empfehlenswert. Die Droge ist nicht nur deutlich schädlicher

als das ohnehin zerstörerische Heroin, sondern macht auch schneller

abhängig. Mit Krododil hat die Verliererdroge Heroin ein preiswertes

Konkurrenzprodukt bekommen. Und Heroinabhängige, die ohnehin

permanent «drüber» sind, merken wahrscheinlich nicht einmal den

Unterschied. Im Gegensatz zu Drogen-Lustigmachern hört bei Krokodil

endgültig der Spass auf!

Vintage-Modedroge Ephedrin

«Ephedrin erweckt den Eindruck, körperlich und subjektiv mehr leisten

zu können. Länger als fünf Tage sollte man es jedoch nicht nehmen.

Das schafft schon eine kleine Abhängigkeit», warnt Dr. Martin Lehner.

Die Rede ist beispielsweise vom rezeptfreien Erkältungsmittel Neozitran

(enthält Ephedrin), welches nicht nur zum Abschwellen der Nasenschleimhäute

oder bei chronischer Bronchitis und Atembeschwerden

wie Asthma zum Einsatz kommt, sondern sich auch in der Schwulenszene

bei ausdauernden Sexspielen wiederkehrender Beliebtheit erfreut.

Ein Tässchen Mormonentee, so auch der Name der Pflanze Ephedra, hält

stundenlang und es braucht weniger Joints und/oder Poppers. Besonders

schön: Die Wirkung von Ephedrin hält länger als Adrenalin. Vor allem

Leistungskräftige schwören auf den Kick!


CRUISER Edition März 2012

Kolumne

Doris Trallala

und die Homos

Von Michi Rüegg

Aids und Doris Fiala haben etwas gemeinsam:

Beide wird man nicht wieder los. Seit die ehemalige

Reiseleiterin im Jahr 2000 erstmals mit

schriller Stimme als Sprecherin der Eurogames

auftrat, schwirrt sie wie ein von einem

Computervirus befallener Saugroboter um die

Zürcher Gaywelt. In den Vorstand des schwullesbischen

Sportevents gelangte sie damals durch

einen schwulen Kumpel, der gleichzeitig ihr

Mieter war. Sie hatte gerade eine PR-Agentur

gegründet und war entsprechend froh um Publicity.

Seither tauchte sie immer mal wieder

in schwulen Gefilden auf – als Preisträgerin

des Stonewall-Awards (3000 Franken), als Jurymitglied

bei Mister-Gay-Wahlen, an der Seite

von FDP-Kantonsrat Hanspeter Portmann und

daneben in unzähligen Talkshows von unterschiedlicher

Qualität. Laut ihrer Website ist

sie auch Mitglied der Homosexuellen Arbeitsgruppen

Zürich (HAZ). Eine Nachfrage beim

Mitgliederregis ter hat ergeben, dass sie irgendwann

mal einen Jahresbeitrag bezahlt hat, aber

das soll vor 2009 gewesen sein.

Ihr schwuler Bekannter aus Eurogames-Tagen

wurde später fast zum Stolperstein für ihre

Blitzkarriere, als er wegen Verdachts auf Handel

mit illegalen Substanzen verhaftet wurde.

Fiala meldete sich umgehend via Communiqué

aus den Ferien und rief die Staatsanwaltschaft

dazu auf, die Sache lückenlos aufzuklären – etwas,

das die Staatsanwaltschaft möglicherweise

sowieso im Sinn hatte, aber ein Communiqué,

das weiss ein PR-Profi, schadet nie.

Die «Hottinger Hockey Mom», wie die WoZ sie

nannte, führt uns vor allem eine Weisheit vor

Augen: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

«Ich bin seit vielen Jahren mit der homosexuellen

Szene verbunden», gab sie neulich anlässlich

ihrer Ernennung zur Präsidentin der Schweizer

Aids-Hilfe gegenüber Journalisten zu Protokoll.

Da wundert man sich etwas, hat doch ihr eigener

Vorstoss im Zürcher Gemeinderat vor vielen

Jahren die Polizei erst auf die Idee gebracht,

einen Kreuzzug gegen Darkrooms zu führen.

Zugegeben, ihr ging es damals vor allem um

die bösen Drogen, von Sex im Dunkeln wusste

sie damals nichts. Doch Darkrooms findet Fiala

mittlerweile aus anderen Gründen blöd: Weil

man sich dort mit Geschlechtskrankheiten ansteckt,

und als Präsidentin der Aids-Hilfe ist sie

natürlich voll dagegen.

Das neue Amt bringt ihr übrigens einen interessanten

Synergieeffekt. Als Präsidentin des

Schweizer Kunststoffverbandes ist sie eh für Plastik

und Gummi und so. Nebenbei ist sie auch

total fürs Bankgeheimnis und gegen Länder, die

dagegen sind. Wobei sie im politischen Kampf

auch mal nach seltsamen Waffen greift – so

wollte sie wegen des Streits um unversteuerte

Vermögen auf hiesigen Konten eine Staatsklage

gegen Deutschland einreichen.

Zur kompromisslosen Verfechterin von

schwulen und lesbischen Anliegen im bürgerrechtlichen

Sinne hat sie es nie gebracht.

So unterschrieb sie im Gegensatz zu anderen

FDP-Parlamentariern eine Motion für die Stiefkindadoption

nicht. Und in einer Smartvote-

Umfrage gab sie an, «eher gegen» eine Adoption

durch gleichgeschlechtliche Paare zu sein.

Doris Fiala kämpft energisch für alle, in deren

Dienst sie sich stellt. Dass dabei mitunter der

eine oder andere Franken fliesst, gehört zum

Geschäft – ein Geschäft, bei dem die PR-Agentin

und die Volksvertreterin zu einer Person

verschmelzen. Wer nämlich gemeint hat, ihr

Engagement für die Aids-Hilfe entspringe einzig

ihrem Sinn fürs Gemeinwohl, täuscht sich.

Fiala lässt sich ihr Ehrenamt mit jährlich 50 000

Franken vergüten.

Vielleicht hat sie damit wieder etwas Geld, um

die ausstehenden Mitgliederbeiträge der HAZ

zu bezahlen. Es bleibt die leise Frage im Raum,

wer in den letzten Jahren wem mehr genützt

hat: Frau Fiala uns Schwulen oder wir Schwule

Frau Fiala? In der Natur unterscheidet man

nämlich Symbiosen von Schmarotzern.

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Kapitel Titel CRUISER Edition März 2012

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CRUISER Edition März 2012

Eine Stimme

verglüht

– zum Tod von

Whitney Houston

«Ich bin entweder mein bester

Freund oder mein schlimmster

Feind.»

Von Daniel Diriwächter

Whitney Houston, eine der erfolgreichsten

Sängerinnen

der Welt, starb am 11. Februar.

Die Pop-Diva wurde im Hotel

Beverly Hilton von ihrem Bodyguard

aufgefunden. Nackt, in

einer Badewanne. Doch die

Welt erinnert sich an ihre Stimme,

an diesen kometenhaften

Aufstieg. An Whitney Houston.

Nachruf

Es war, als würde ein Zug entgleisen. In Zeitlupe.

Eine Stimme verglühte. Whitney Houston,

einst die erfolgreichste Sängerin der Welt, hat

sich verloren. Gerade als es schien, sie hätte sich

wieder gefunden. Vielleicht. Whitney Houston

wurde in den letzten Jahren immer wieder mit

Drogen in Verbindung gebracht. Ein Abstieg zur

Hölle für die ursprünglich so christliche Sängerin.

Jetzt ist die Sängerin, Schauspielerin und

Produzentin im Alter von 48 Jahren gestorben.

Whitney Houston eroberte die Musikwelt Mitte

der 1980er im Sturm. Drei Oktaven konnte das

ehemalige Model bieten. Beinahe aus dem Nichts.

Eine solche Stimme bot keine Zweite. Wenn auch

die Gefühle dabei meist zu kurz kamen. Die

stimmliche Technik dominierte. Es ist beinahe

ironisch, dass Houstons letztes Album «I Look

To You» als ihr emotionalstes angesehen werden

kann. Dabei war ihre Stimme längst am Ende.

Schauen wir zurück. Geboren wurde Whitney

Houston am 9. August 1963 im US-Bundesstaat

New Jersey. Ihre Mutter Cissy Houston war eine

Gospelsängerin. Als Backgroundsängerin unterstützte

sie Elvis Presley und Aretha Franklin.

Whitneys Cousine war niemand Geringeres als

Dionne Warwick. Die Musik wurde der kleinen

Whitney sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Bereits

mit zarten elf Jahren war sie Mitglied im

«New Hope Baptist Junior Choir». Später sang sie

bei Chaka Kahn und stellte ihr reizendes Äusseres

als Model zur Verfügung. Dies machte sie

nur bekannter. Rollen in Fernsehproduktionen

folgten und bald erhielt Whitney Houston ihren

ersten Plattenvertrag,

Das Debüt-Album «Whitney Houston» war lange

der meistverkaufte Tonträger seiner Zeit. Ihr

zweites Album «Whitney» folgte 1987 und stieg

von Null auf Platz eins der amerikanischen

Charts ein. Ein weiblicher Rekord. Hits wie «I

Wanna Dance With Somebody» oder die Olympia-Hymne

«One Moment in Time» eroberten

weltweit die Charts.

Whitney Houston zog es auch vor die Filmkamera.

An der Seite von Kevin Costner spielte sie im Film

«Bodyguard» (1992) quasi sich selbst. Kritiker verteufelten

den Streifen, das Publikum liebte ihn.

Zum Soundtrack steuerte Whitney Houston auch

den Song «I Will Always Love You» bei. Von Dolly

Parton komponiert, wurde der Schmachtfetzen

zu Whitney Houstons Wahrzeichen.

Viele weitere Erfolge folgten. Dann die Ehe mit

Bobby Brown. Der Zug begann zu entgleisen.

Drogen und Alkohol wurden zu einem festen

Bestandteil in Whitney Houstons Leben. Die

Scheidung folgte 2007. Doch der Popstar war

dabei längst am Fallen.

«Ich bin entweder mein bester Freund oder mein

schlimmster Feind», sagte sie 2002 in einem

ABC-Interview. Weshalb? War es Bobby Brown?

War es der Erfolgsdruck? Ihre Stimme hatte sie

eingebüsst, ihr Comeback im Jahre 2009 scheiterte

an stimmlicher Präsenz.

Der Zug entgleiste. Jetzt trauert die Welt um

Whitney Houston. Heute erinnern wir uns an

ihre Stimme, ihr unglaubliches Talent. Doch

ein Sprichwort sagt: Viel mehr Blumen während

des Lebens, denn auf den Gräbern sind sie

vergebens. Whitney Houston hinterlässt die

19-jährige Tochter Bobbi Kristina.

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CRUISER Edition März 2012

Community

40 Jahre HAZ –

Wie weiter?

Das Preview-Interview zum

Jubiläum 40 Jahre Homosexuelle

Arbeitsgruppen Zürich

mit dem Präsidenten Patrick

Hadi Huber

Von Lola Sara Arnold-Korf

CR: 40 Jahre! Das ist doch eine magische Zahl!

40 Jahre DDR! 40 Jahre Kaugummi! 40 Jahre

Persil! 40 Jahre HAZ! Und nun? Welche Bedeutung

haben die 40 Jahre nach der Gründung

der HAZ? 40! Was bedeutet die Zahl für den

Präsidenten?

Patrick Hadi Huber: 40 Jahre ist eine bedeutende

Zahl und markiert auch eine Art Wendepunkt

für uns. Wir waren in den letzten 40 Jahren

derart erfolgreich, dass uns der Erfolg eingeholt

hat.

Schon in den 70er-Jahren waren wir an vorderster

Front dabei. Damals ging es in erster

Linie um die Enttabuisierung von Homosexualität.

Und auch du, Lola, weisst, die einstigen

Aktivisten der HAZ legten mitunter den

Grundstein dafür, dass Menschen wie wir heute

in einer weitestgehend aufgeklärten Schweizer

Gesellschaft leben dürfen. Grundsätzlich

haben wir in den 40 Jahren mühsam, aber stetig

Toleranz aufbauen und Akzeptanz in der

Schweizer Gesellschaft schaffen können. Dies

gipfelte im Jahre 2005 darin, dass die Schweizer

Stimmbevölkerung mit 58 % dem Partnerschaftsgesetz

zustimmte. Im Kanton Zürich

waren es sogar weit über 60 %, die unsere gesellschaftliche

Stellung anerkannten. Damit

ist auch klar, worin die Bedeutung der HAZ

besteht. Gerade im aufgeklärten Zürich entstanden

– oder vor allem – entstehen weiterhin

vielfältige neue Ideen, wenn es um die Community

geht.

CR: Neben dem bekannten Zitat des ehemaligen

Ersten Sekretärs des ZK der SED und

Vorsitzenden des Staatsrates der DDR Walter

Ulbicht «Niemand hat die Absicht eine Mauer

zu errichten!», gab es ein weiteres Zitat von

ihm: «Wir müssen den Kapitalismus überholen,

ohne ihn einzuholen!» Du sagst: «Wir waren

in den letzten 40 Jahren derart erfolgreich,

dass uns der Erfolg eingeholt hat.»

Bekanntlich ist die DDR nach 40 Jahren untergegangen.

Die Führung sonnte sich gerne

in ihren Erfolgen, ohne mit dem Zeitgeist zu

gehen. Besteht diese Gefahr bei den HAZ?

Patrick Hadi Huber: An dem Wendepunkt, an dem

die HAZ stehen, müssen wir als Verein selbstkritisch

unsere Aufgaben und unsere Ziele

hinterfragen. Wichtig dabei ist aber auch, den

gesellschaftlichen Veränderungen, die wir mitgeprägt

haben, Rechnung zu tragen.

CR: Höre ich da etwa einen frischen Hauch –

jenseits von 40 Jahren frischen Bronzeguss,

Firnis oder schlichtweg gesagt: Patina?

Patrick Hadi Huber: Wie wir wissen, ist die Community

vielschichtig. Aber auch 2012 gilt: Nur

gemeinsam sind wir stark!

CR: Man munkelt und hört – zwar hinter vorgehaltener

Hand –, dass nicht nur die weitestgehende

Anzahl der Mitglieder der HAZ –

sprichwörtliche – oder so genannte

«Karteileichen» seien, sondern auch die HAZ

an sich, sich nach 40 Jahren ausgelebt hätten?

Patrick Hadi Huber: Nach den bisherigen Erfolgen

leben wir heute in einer trügerischen Sicherheit,

was unsere Akzeptanz angeht. Du weisst

genauso wie ich, dass das Pendel ganz schnell

wieder in die andere Richtung ausschlagen

kann. Dies zu verhindern, erreichen wir nur

durch stete Präsenz! So wollen die HAZ, möglichst

an einem zentralen Ort in Zürich, ein

Regenbogenhaus bauen und die bisherigen wie

auch neue Vereine der Community für dieses

Projekt mit an Bord holen.

CR: Vielen Dank für das Interview lieber Hadi!

Der CR wird in seiner April-Edition detailliert

rund um das Jubiläumsprogramm der

HAZ berichten. Und dies in der Hoffnung,

dass es nicht nur ein letztes Aufatmen ist.

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Szene CRUISER Edition März 2012

Parties und

Events

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United

Neues Party-Label in Luzern

«House Fashion» sowie einige Jungs des aufgelösten

Labels «menergy» spannen zusammen

unter dem Label United.

Die beiden erfahrenen Macher laden Gays, Lesbians

& Friends zur Labeltaufe ein. Die Vereinigung

wird im Tunnel Club (ehemals Nautilus)

in Luzern gefeiert. United präsentiert auf

zwei Floors angesagte DJs. Star DJ Peeza (Playboy

Night I), die DJ-Legende Juiceppe (Jack, White

Party) sowie die beiden Resident DJs der legendären

menergy-Parties. DJ Groovemaster &

Dynam!ke verwöhnen im jeweiligen Floor mit

unterschiedlichem Musikstil. Auf dem Remember-menergy-Floor

werden Charts, Electro &

Club Tunes serviert, während auf dem Diva-

Floor die Hits aus Disco, 80’s und 90’s im Mittelpunkt

stehen. Zudem steht auch eine Smoker

Lounge zur Verfügung. Der Tunnel-Club, kürzlich

einem Facelifting unterzogen, liegt gut

erreichbar im Zentrum von Luzern; direkt hinter

dem Hauptbahnhof (Inseliquai 12c). Parkhäuser

sind in unmittelbarer Nähe zum Club

vorhanden.

United

Samstag, 10. März 2012

ab 22.00 Uhr bis open end

Tunnel Club (ehemals Nautilus), Inseliquai 12c

6000 Luzern

Aviator im

Papiersaal

Destination Rio de Janeiro...

Im März lautet die Destination Rio de Janeiro.

Nach dem gelungenen Sydney-Opening heisst

es diesmal Copacabana und Zuckerhut. Aviator

lädt kurz nach dem offiziellen Carnival in

Rio de Janeiro, zur Brasil Layover. Das blutjunge

Zürcher Party-Label reisst sich dazu wiederum

den Papiersaal im Sihlcity unter den Nagel.

Feinstes Entertainment, renommierte DJs und

Gogo-Boys & -Girls werden auch diesmal wieder

geboten. Es lockt eine faszinierende Destination

– Boarding Time ist wiederum um 22.30 Uhr

Aviator

Samstag, 10. März 2012, ab 22.30 Uhr

Papiersaal, Sihlcity, 8045 Zürich

Frigay Night

Österreich zu Gast im Loft

Die Frigay Night ist mittlerweile ins neunte Jahr

gestartet. Die Party hat sich gemäss den Veranstaltern

Marco Müller und Christoph Bühler

aber auch weiterentwickelt: «Die im November

eingeführte neue Altersregelung hat sich bewährt.

Neben den vielen Jungs ist bei den Männern

zwischen 25 und 30 ein markanter Zulauf

zu beobachten.» Während bei den Frauen das

Mindestalter auf 21 erhöht wurde, bleibt es bei

den Männern – der Hauptzielgruppe der Party –

unverändert bei 18 Jahren.

Im März steht im Loft Luzern wieder zwei Mal

Frigay Night auf dem Programm. Am 16. März

steigt die reguläre Party mit dem Resident DJ C-

Side. Er wird unterstützt durch DJ Pra-Vos. Am

30. März wartet eine Special Frigay auf die Gäste,

welche mit ihrem Line-up das Loft so richtig

zum Krachen bringen wird. Neben Resident-DJ

C-Side, der mit seinem breiten Repertoire jeden

Musikwunsch erfüllen kann, wird der Zürcher

Luc Le Grand der Frigay wieder mal die Ehre erweisen.

Der Star-DJ des Abends wird Allesandro

Lesz sein, der neben House und Electro aktuelle

Charts-Tracks mixt, mit denen er sich zum angesagten

Szene-DJ in seinem Heimatland Österreich

gekrönt hat. Servus, Allesandro, seins

griesst!

Frigay Night

Freitag, 16. März 2012, 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr

Special Frigay Night

Freitag, 30. März 2012, 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr

The Loft Dance Club

Haldenstr. 21, 6006 Luzern


CRUISER Edition März 2012

Szene

Start in ein fulminantes

T&M-Jahr

Adidas Frühlingserwachen

Bekanntlich sind ja die Tage an der Marktgasse

14 gezählt und die älteste Gay-Disco der Schweiz

wird ihre Zelte abbrechen. «Bevor wir uns zu

neuen Ufern aufmachen, treiben wir es noch

ein Jahr lang bunt an der Marktgasse 14. Und

das 7 Tage in der Woche!», so Roger Pfändler,

einer der Betreiber. Zum Start des fulminanten

Programms feiert das T&M zusammen mit Gay

Sport Zürich und Adidas den Frühlingsanfang.

Der ist dann offiziell schon zwei Tage vorbei.

Aber auf das Winterende ist in Zürich ja auch

nicht immer Verlass... Als würde der Frühling

nicht schon genug Hormone freisetzen, legt

an diesem Abend auch noch DJ Alexio auf. Der

gebürtige Italiener wohnt in Deutschland und

ist eine bekannte Grösse in den angesagten Gay

Clubs seiner Wahlheimat. Er versetzt die Gäste

aber nicht nur mit seinem Sound in Wallung,

sondern wohl auch mit seinen blauen Augen

und seinem gestählten Body. Er sieht sogar so

gut aus, dass er auch gleich den Flyer der Veranstaltung

ziert. Ganz schön sportlich sind aber

auch die Jungs von Gay Sport Zürich. Sie reichen

den Gästen von 21.30 bis 22.00 Uhr einen Apéro.

Dazu serviert Aytu leckere Häppchen aus dem

Restaurant Huusmaa. Frühes Kommen lohnt

sich, denn bis 22.30 Uhr ist der Eintritt ins T&M

gratis!

Adidas Frühlingserwachen

Freitag, 23. März 2012, ab 21.30 Uhr

T&M und Club AAAH!

Marktgasse 14, 8001 Zürich,

www.g-colors.ch

Isola Club

Oldies but Goldies

Das Isola ist wieder fester Bestandteil des Basler

Gay Nightlife. Die Parties finden jeweils am 1.

Samstag im Monat statt. Mitte der 50-er Jahre

wurde der «Isola-Club» als «Bar- und Tanzlokal»

gegründet. Während seines Bestehens fand er in

verschiedenen Räumlichkeiten Unterkunft, zuletzt

in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs SBB, wo

er bis 2003 das letzte Mal stattfand. 2009 hauchte

DJ Mary dem Label neues Leben ein. Diesmal heisst

es im Club en Vogue, wo Isola nun beheimatet

ist, «Oldies but Goldies». Mit dabei sind die DJs

Cliff aus London sowie D.K. Brown. Sie liefern

70er, 80er bis 90er, also zu 100 % Oldie Night!

Isola Club

Samstag, 3. März 2012, 22.00 Uhr

Club En Vogue, Clarastrasse 45, 4058 Basel

www.isolaclub.ch

15. Nacht der

Blumen

Aera-Party im Club Hive

Dieses Jahr feiert das Party-Label Aera die

fünfzehnte Nacht der Blumen. Wie gewohnt

mit einer opulenten Blumen-Deko, aber auch

mit einem Aufgebot von sieben Top-DJs auf

zwei Floors. Während auf dem Haupt-Floor, im

Untergeschoss des Clubs, mit Cherie, Marco

(SSS) und Jesse Jay die Progressive-Fans auf

ihre Kosten kommen, können sich die Technound

Tech-Hous-Fans im Obergeschoss auf die

Sounds von Dada, Don Ramon, Mandeg und

Valentino freuen. Das Aera-Team wird zum

Jubiläum einmal mehr alles geben, um den

Club von unten bis oben in ein Blumenmeer

zu verwandeln, das seinesgleichen sucht. Die

Tausende Schnittblumen können wie immer

beim Nachhausegehen von den Besuchern

mitgenommen werden, um auch an den folgenden

Tagen an diesen Abend zu erinnern.

Wer Am Eingang dem grossen Andrang ein

Schippchen schlagen und nicht lange anstehen

will, kommt im Blumen-Kostüm oder

sonst wie ein Paradiesvogel und erhält bevorzugten

Eintritt!

Nacht der Blumen

Samstag, 24. März 2012

ab 22.00 Uhr

Hive Club, Geroldstrasse 5, 8005 Zürich

www.hiveclub.ch

GentleBoyz

Charity Event im Du Théâre

in Bern

Im September 2010 ging die erste Gentle-

Boyz im Berner Du Théâtre über die Bühne.

Was für eine Nacht, damals! Höchste Zeit

also, dieser Nacht mit einem Revival zu huldigen.

Als Main acts reisen extra die beiden

DJs José Galisteo und Kareem Junior aus Spanien

nach Bern, um mit ihrem Temperament

dem Berner Nightlife einzuheizen. Doch

es soll nicht nur das Vergnügen im Vordergrund

stehen. Die Events sollen auch einen

Charity- Charakter haben: So wird mit der Party

vom 31. März 2012 gleichzeitig auch die

Aids-Hilfe Schweiz unterstützt. Übrigens: All

jenen, welche von weiter her nach Bern reisen,

bietet das Hotel Allegro ein Spezialangebot

zum Übernachten – mehr Infos unter

www.gentleboyz.ch

GentleBoyz

Samstag, 31. März 2012

ab 22.00 Uhr

Du Théâre, Hotelgasse 10, 3011 Bern

8 Jahre

Boyahkasha

Im Plaza-Club im Zürcher

Kreis 4

Der Plaza-Club beeindruckt schon durch seine

Grösse: Hunderte von Quadratmetern wollen

entdeckt werden! Auf drei Etagen findet man in

dem angenehm gemütlich eingerichteten Amüsierbetrieb

an der Badenerstrasse zwei Dancefloors,

ein Fumoir und viele Gänge und Treppen

zum Lustwandeln.

Boyahkasha ist genau das richtige Format für

diesen hippen Partytempel und deshalb steigt

dort am Ostersonntag die Feier zum achtjährigen

Bestehen des Gayparty-Labels.

Glückseelig gemacht wird das Tanzvolk an diesem

besonderen Abend von den DJs Miss Delicious,

Pa$cha und Zör Gollin. Alle drei sind

bestens bekannt und ein Garant dafür, dass die

Post abgeht.

Zur grossen Geburtstagsfeier gesellen sich diesmal

auch zwei neue Gesichter zu dem DJ-Trio:

DJ José Parra & Cindy Babado . Beide haben ihren

Ursprung auf der Party Insel Ibiza und bringen

von den ortsansässigen Clubs Pascha und Space

viel Erfahrung und spanischen Flair mit. In Zürich

spielten sie auch schon in Clubs wie dem

Kaufleuten und dem Club Q. Vielleicht lässt sich

Cindy sogar zu einer Drag-Show à la Pascha Ibiza

überreden.

8 Jahre Boyahkasha!

Ostersonntag, 8. April 2012, ab 22.00 Uhr,

Plaza Club Zürich

Badenerstrasse 109, 8004 Zürich

www.plaza-zurich.ch

www.boyahkasha.ch

19


Beauty CRUISER Edition März 2012

Mencare.ch

Viele Männer fühlen sich überfordert bei der grossen Auswahl an Beauty

Produkten. Wenn man dann auch noch von einer inkompetenten und aufdringlichen

Verkäuferin bedient wird, vergeht so manchem die Lust zu shoppen. Nicht so beim neuen

Beauty-Männershop Mencare.ch. Hier findet der gepflegte Mann von Welt alles, was sein

Herz begehrt. Hier kann man in aller Ruhe surfen und sich die neusten Cremes und Düfte

gleich nach Hause liefern lassen.

Besonders interessant ist das schlaue Navigationssystem, damit kommt man ohne lange

zu überlegen, zum richtigen Produkt. Aufgeteilt ist es in vier verschiedene Kategorien;

Kopf, Körper, Hände und Füsse. Mit Mencare findet man endlich das richtige Produkt

und das erst noch zu einem gutem Preis. Zudem vertreibt der neue Beautystore spezielle

Marken, die im Laden nur schwer zu finden sind, wie zum Beispiel Anthony oder

Nickel. Immer wieder offeriert der E-Shop seinen Kunden tolle Sales, wie etwa den

Duft Davidoff Silver Shadow Eau de Toilette Spray zum sensationellen Preis von CHF

45.–. Die Produkte werden ab einem Bestellwert von CHF 100.– kostenlos geliefert.

www.mencare.ch

Youthtopia

Dass Stress, Müdigkeit und das Alter der Haut arg zusetzen, wissen wir. Die Haut verliert

nach und nach an Volumen und an Konturen. Was tun also? Die neuen und bahnbrechenden

Youthtopia-Produkte von Origins, liefern fortschrittliche Hautergebnisse, indem

sie helfen, die Konturen der Gesichtshaut wieder neu zu definieren und die Haut deutlich

glatter und strahlender aussehen zu lassen. Der für Origins typische und einzigartige

Inhaltsstoff, die indische Myrrhe, verhilft zu einem sicheren und sanften Liftingeffekt

und erzielt so beste Ergebnisse. Die neue Youthtopia Lift Firming Cream gibt es in 2 Ausführungen.

Für normale und für sehr trockene Haut. Powered by Nature!

Ab sofort im ausgesuchten Handel erhältlich, 50ml CHF 89.–

Mitch by Paul Mitchell

Endlich gibt es auch für Männer eine eigene Styling-

Linie von Paul Mitchell. Die neue Produktlinie nennt

sich Mitch und kommt in einem coolen, verständlichen

Design daher. Weiss steht für leichten Halt,

Gelb für mittleren und Rot für maximalen Halt.

Mit Mitch gelingt jedes Styling mühelos und so hat

«Mann» dann auch mehr Zeit, um sich um andere

Dinge zu kümmern. Die leistungsfähigen Konzentrate

machen die tägliche Pflege zum Kinderspiel,

denn schon eine kleine Menge des Produkts kreiert

ein lang anhaltendes Ergebnis. Unendliche Styling

Möglichkeiten passen sich dem modernen Mann

an und lassen keine Wünsche offen. Der Knaller ist

der Reformer, er steht für starken Halt und verleiht

dünnem, feinem Haar Standfestigkeit und Fülle.

Produkte in ausgewählten Coiffuresalons ab CHF

21.– erhältlich. Einfach Mitch, einfach männlich –

Komplimente garantiert!

www.paulmitchell.ch

20


CRUISER Edition März 2012

Beauty

HAAR-ROCK

Meine persönliche Neuentdeckung in Sachen Haar-

Styling ist der neue Coiffuresalon Haar-Rock in Zürich.

Hier gibt es keine Öffnungszeiten, sondern

Shows, kein Team sondern eine Band, kein Waschen

und Föhnen, sondern Haarerziehung. Hier stimmt

einfach alles: der Preis, das Ambiente und die durchgeknallte

Crew. Der Knüller ist die einmalige Zeitreise,

die man hier macht. Objekte aus allen Zeitepochen

sind hier zu bestaunen. Eine National-Kasse

aus den 20ern, ein Original Wurlizer aus den 60ern

und massenweise alte Bravos aus den 80ern, da fühlt

man sich doch glatt wieder in seine beste Teenagerzeit

zurückversetzt. Aus den Boxen dröhnt cooler

und entspannter Rock und wer Bock hat, kann gleich

selber eine verrückte Performance auf der hauseigenen

Bühne zum Besten geben. Endlich mal eine tolle

Adresse, die auf Pseudo-Schick und Glamour-Trash

verzichtet und stattdessen gekonnt auf Retro macht.

Immer wieder offeriert Haar-Rock witzige Preis-Specials,

wenn du etwa am gleichen Tag wie Elvis Presley

Geburtstag hast. Mein Favorit!

Haar-Rock, Cramerstrasse 2, 8004, Zürich,

www.haarrock.ch

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OHNE MEINE

BRILLE!

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Kampagne CRUISER Edition März 2012

Break The Chain

CR zeigt exklusiv die ersten

Bilder der Kampagne

Von Martin Ender

Bereits in der Winter-Ausgabe

hat CR im Exklusiv-Interview

mit Roger Staub vom Bundesamt

für Gesundheit auf die

Problematik der Primo-Infektion

hingewiesen. Der damals

veröffentlichten Informationsbroschüre

folgt nun eine breit

angelegte Kampagne unter

Federführung der Checkpoints.

CR zeigt, was es mit

dem «Ketten zerreissen» auf

sich hat.

«Break The Chain» ist ein neues gesamtschweizerisches

Projekt des Checkpoints Zürich und

Genf, im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit.

Über das hohe Ansteckungsrisiko während

der Primo-Infektion (in den ersten Wochen

und Monaten einer HIV-Infektion ist man

20- bis 100-mal ansteckender als später) und

über die HIV-Infektionsketten hat CR bereits

mehrmals berichtet. Diese HIV-Infektionsketten

sollen nun unterbrochen werden. Ziel ist,

dass Sex für alle sicherer und die Gay Community

gesünder wird. Erreicht wird dieses Ziel,

wenn alle einen Monat lang dabei sind. Für

Spass und Belohnung ist gesorgt, denn viele

Szene-Betriebe offerieren Break-The-Chain-

Männern geile Aktionen und Special Events.

Es lohnt sich also, Break-The-Chain-Mann zu

werden.

Kein Verzicht

Wer nun denkt, ein Break-The-Chain-Mann lebe

einen Monat lang in klösterlicher Enthaltsamkeit

oder in einer Art Sex-Fastenzeit, liegt völlig

falsch. Beim Projekt «Break The Chain» erhebt

keiner den Mahnfinger. Trotz aller Ernsthaftigkeit

der Problematik soll die Aktion

Spass machen und das Mitmachen

belohnt werden. Die Kreateure

der Kampagne setzen denn auch

vorwiegend auf des Schwulen

liebstes und nicht mehr verzichtbares

«Spielzeug»: das Smartphone.

Und sie haben eine App entwickelt –

sowohl für das beliebte iPhone als auch

für alle andern Smartphones.

So profitiert man

Als Erstes braucht man eine Code-Scanner-App.

Wer noch keine hat, findet mehrere gratis zum

Runterladen. Wer nun sofort noch in den letzten

Februar-Tagen den Code unserer Break-The-

Chain-Models auf den nächsten Seiten knacken

will, wird vorerst noch auf die Inormationsseite

geleitet und kann da genau nachlesen, wie die

Aktion abläuft. Ab März führt der Code-Scanner

dann direkt zur App, die das Mitmachen ermöglicht.

Man wählt den persönlichen Einsatz für

den Aktionsmonat und kann nun mitspielen,

mitprofitieren. Mit der Break-The-Chain-App

erhält man Gratis-Eintritte zu Events. Rabatte

auf Einkäufe in Szene-Betrieben, CR-Abos zum

halben Preis undundund…

Die Aktionsphasen

Die ganze Aktion läuft über drei Monate. Im

März beginnt die unterhaltsame Vorbereitung

auf den eigentlichen Aktionsmonat April, in

dem alle dafür sorgen, dass ein Monat lang

schweizweit keine neuen HIV-Infektionen entstehen.

Und im Mai gibt es eine Test-Aktion für

alle, die mit ihrem (Sex-)Partner ungeschützt

ficken wollen. Wer im Aktionsmonat bei seinem

Einsatz bleibt und konsequent HIV-Infektionen

vermeidet, dem liefert der HIV-Test im

Mai ein aussagekräftiges Resultat. Niemand

ist nach «Break The Chain» in einer hoch ansteckenden

Primo-Infektion, ohne es zu wissen.

Damit wird’s für alle sicherer.

Den Break-The-Chain-Code findet man wiederholt

in diesem CR. In der Fotostrecke, bei CR-

Inserenten. Weiter auch in den Szene-Betrieben.

Und wer im Ausgang einem Break-The-Chain-

Badge-Träger gegenübersteht, darf die App auch

da runterladen.

Und Smartphonelose finden den Weg zum Mitmachen

über www.BreakTheChain.ch.

Photographe: Magali Girardin

Agence: Etienne & Etienne

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CRUISER Edition März 2012

Kampagne

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Nachgefragt CRUISER Edition März 2012

Branko B. Gabriel

trifft...

Künstler Lukas Beyeler

Lukas Beyeler kenne ich

schon lange. Wir treffen immer

wieder aufeinander, meistens

feiern wir dann mit

Freunden ausgelassen die

ganze Nacht durch. Aber wer

verbirgt sich eigentlich hinter

dem spannenden Kerl mit

den buschigen Koteletten?

Ein Streifzug mit dem Künstler

durch die Nacht...

Branko B. Gabriel: Wer ist der Künstler

Lukas Beyeler? Wer bist du privat?

Lukas Beyeler: Bloss ein Welscher mehr

in Zürich! Aber nun ernsthaft, ich

hasse es, mich selbst vorzustellen.

Lass uns doch über meine Arbeit

sprechen.

Branko B. Gabriel: Was interessiert

dich persönlich an deiner

Arbeit? Wie gehst du

vor, wie setzt du deine

Ideen um?

Lukas Beyeler: Oft inspirieren

mich die Erinnerungen an

meine Kindheit, egal ob

diese gut oder schlecht

sind… Gute Ideen hat

jeder Mensch, diese

müssen bloss als solche

erkannt und umgesetzt,

sprich materialisiert

werden.

Das Umsetzten

von Ideen bereitet

mir keine

grosse Mühe. Die Menschen, mit denen ich arbeite,

interessieren mich sehr. Mein Werk lebt

von verschiedenen Persönlichkeiten. Für mich

ist es viel schwieriger, mit meinen Interpretationen

an die Öffentlichkeit zu treten.

Branko B. Gabriel: Deine Videos sind bunt und

oftmals sehr schrill. Sind sie nur als lustiger

Zeitvertreib gedacht oder welche Message

verbirgt sich dahinter?

Lukas Beyeler: Ich verberge keine Message in

meinen Arbeiten. Die Videos sind ein Spiegel

meiner selbst. Sie entstehen spontan, ohne ein

präzises Ziel oder einen Empfänger zu haben.

Die Arbeit ist ganz einfach die Materialisierung

meiner Gefühle.

Während der Kreation

ist es

28


CRUISER Edition März 2012

Nachgefragt

unwichtig zu wissen, ob das Ergebnis zum

Schluss dann ausgestellt, verkauft oder gar vernichtet

wird… Der Betrachter soll ganz eigene

Schlüsse ziehen können.

BrAnKo B. GABriel: In deinen Arbeiten finden sich

immer wieder die Themen Homosexualität

und Sex. Was ist so interessant daran?

luKAs Beyeler: Ich glaube, daran ist nichts besonders

interessant. Unbewusst spricht man darüber,

was man ist, was man erlebt. Logischerweise ist

meine Arbeit eine Verlängerung meiner selbst.

BrAnKo B. GABriel: Dich reizt offenbar alles was

nicht der Norm entspricht. Wie war die Zusammenarbeit

mit François Sagat oder

Amanda Lepore?

luKAs Beyeler: Claude Bravi, (der Organisator von

tribute2life, Anm. der Redaktion), hat Amanda

Lepore schon öfters eingeladen. Ihm verdanke

ich es, dass ich ihr begegnet bin. François Sagat

hingegen ist ein guter Freund von mir. Unsere

erste Zusammenarbeit fand 2008 in

Paris statt. Seither realisierten

wir mehrere Videos und Shootings.

François ist auf dem Boden

geblieben. Mit ihm zu arbeiten ist

einfach und auch spannend. Immer

ist er auf der Suche nach etwas

Neuem. Zudem hat er keine Angst,

sich selbst blosszustellen..

BrAnKo B. GABriel: Du hast auch mit bekannten

Fotografen wie Walter Pfeiffer

oder Patrick Mettraux zusammengearbeitet.

Wie unterscheiden sich

deine Arbeiten von ihren?

luKAs Beyeler: Beide Künstler haben ihren

eigenen Stil und die eigenen Arbeitsmethoden.

Am Ende sind aber beide zwei begnadete

Fotografen. Walter Pfeiffer habe

ich an der ECAL kennengelernt, er gab dort

Workshops. Er hat mir daher sehr viel beigebracht.

Als ich 2005 nach Zürich gezogen

bin, realisierte ich, dass wir praktisch Nachbarn

sind. Also haben wir wieder zusammen

gearbeitet. Ich fand seine Methoden immer

sehr einfach als auch wirkungsvoll. Das hat

mich motiviert. In derselben Zeit begegnete

ich auch Patrick Mettraux. Ohne ihn wären

die Fotos meiner derzeitigen Ausstellung in

der Zürcher Wäscherei nie möglich gewesen.

Patrick ist auch jemand, der mich unheimlich

motivieren kann. Ihm verdanke ich enorm

viel.

BrAnKo B. GABriel: Für den Designer Bernhard

Willhelm hast du die aktuelle Fashion Kampagne

geshootet. Wie war die Zusammenarbeit

mit ihm? Ihm werden ja bekanntlich

ziemliche Starallüren nachgesagt.

luKAs Beyeler: Bernhard Willhelm hat mich im vergangenen

Jahr kontaktiert. Er sah meine Arbeiten

im «Flash Art Magazin» und wollte daraufhin

unbedingt mit mir für die Dior-Männerkollektion

Frühling / Sommer 2012 zusammenarbeiten.

Oft ist es eine Herausforderung, mit jemandem

zu arbeiten, den man nicht kennt. Man fragt sich,

ob beide auf einer Wellenlänge sind. Aber mit

Bernhard zu arbeiten war sehr angenehm und

überraschend einfach. Er ist ein Arbeiter, der

sich total seiner Kunst widmet.

BrAnKo B. GABriel: Musstest du strikt nach Vorlage

fotografieren oder konntest du auch deinen eigenen

künstlerischen Aspekt miteinbeziehen?

luKAs Beyeler: Bernhard war offen für all meine

Vorschläge. Er liess mir alle Freiheiten und

scheute sich nicht, mir zu sagen, was er toll fand

oder nicht. Aber zum Schluss hatte er natürlich

das letzte Wort.

BrAnKo B. GABriel: Welche Stars oder Persönlichkeiten

würdest du gerne mal ins rechte Licht

rücken?

luKAs Beyeler: (Ohne zu Zögern und laut) Cicciolina

Ilona Staller. Ich warte auf Dich!

BrAnKo B. GABriel: Am 15. März 2012 findet deine

Vernissage in Zürich statt. Auf was dürfen

wir uns freuen, wie viel von dir und deinem

Schaffen zeigst du uns?

luKAs Beyeler: Diese Ausstellung ist für mich etwas

speziell, denn der Fokus liegt allein auf der

Fotografie. Ich bin es mir eher gewöhnt, mit Videos

und Installationen zu arbeiten. Es ist also

eine Premiere für mich, nur Bilder zu zeigen.

Dank dem Kurator Marc Streit ist dies möglich.

Seine erste Foto-Vernissage in Zürich findet

am 15. März 2012 in der Wäscherei statt.

Lukas Beyeler

Lukas Beyeler wurde 1980 in Lausanne geboren.

Er besuchte die Ecole Cantonale d`Art Lausanne

(ECAL) und wurde u.a. 2005 mit dem Prix de la

Fondation Ernest Manganel für seine Diplomarbeit

ausgezeichnet. Seine Arbeiten wurden in

Wien, Los Angeles, San Francisco, London und

New York gezeigt.

Seine neue Ausstellung findet im Rahmen der

Schwerpunktreihe «I am god» in der Wäscherei

– Kunstverein Zürich statt. Die Vernissage findet

am Donnerstag, 15. März ab 19h, Vinissage am

Sonntag, 18. März mit Brunch ab 11h statt. Kurator

ist Marc Streit.

www.lukasbeyeler.com

WÄSCHEREI Kunstverein Zürich /

Dienerstrasse 70 / 8004 Zürich

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www.gnuesserei.ch

29


Kultur CRUISER Edition März 2012

Andrea Berg

Die erfolgreichste Schlagersängerin

der Gegenwart

beehrt Zürich mit einem

Konzert. Mit im Gepäck das

jüngste Album «Abenteuer».

Bleibt zu hoffen, dass Andrea

Berg auch ältere Hits singt.

Andrea Berg zählt zu den Topstars der deutschen

Musikszene: Sie hat in ihrer 20-jährigen

Karriere über 10 Millionen Platten verkauft und

zahlreiche Musikpreise erhalten. So wurde sie

im März 2011 bereits zum sechsten Mal als

«Beste Künstlerin Schlager National» mit dem

ECHO ausgezeichnet.

Kim Wilde

Die britische Pop-Ikone Kim

Wilde kommt mit ihrem

neuen Album «snapshots»

am 6. März ins Zürcher Volkshaus.

Nach mehr als drei Jahrzehnten im Geschäft,

elf Alben und über 30 Singles ist Kim Wilde

eine wahre Ikone. Die britische Sängerin hat

mit ihrem ersten Hit «Kids In America» die Welt

erobert und blieb zehn Jahre lang eine umschwärmte

Pop-Prinzessin. Dabei stiegen ihr Erfolg

und Ruhm glücklicherweise nicht zu Kopf,

denn ihr Beruf ist ihr stets heilig geblieben.

Kim Wilde erzählt Geschichten, die jeder versteht

und sich damit identifizieren kann. Ende

August 2011 erschien «Snapshots», ein Album

voller Coverversionen erster Güte. Ihre neu

aufbereiteten Versionen von Songs wie «It’s Alright»,

«To France» oder das Duett mit ihrem

Ehemann Hal Fowler (Kooks) sorgen für gute

Stimmung.

Auf die Frage, ob Kim Wilde denn auch eine

Gay-Ikone sei, antwortete die Sängerin in einem

früheren CR-Magazin-Interview lachend: «Mir

wurde das schon öfter gesagt, aber ich denke

nicht wirklich darüber nach. Aber nur schon

eine Ikone zu sein, ist doch genial!». Sie sei aber

schon lange im Geschäft und werde immer wieder

mit aktuellen Stil-Ikonen verglichen. «Aber

zürich moves!

Das Festival für zeitgenössischen

tanz, kurz «zürich

moves!», will die leute zum

Schwitzen bringen. Sei es mit

internationalen Performances

oder auch mit Workshops.

«zürich moves!» zeigt zeitgenössischen Tanz aus

Israel, Palästina, dem Iran und der Schweiz und

bietet dazu ein Rahmenprogramm mit Workshops

an. Das Festival präsentiert weit über

die eigenen Landesgrenzen hinaus Einblicke

und Arbeitsweisen freier Tanzkompanien und

Mit ihrer markanten Stimme, erotischen Bühnen-Outfits

sowie mitreissenden Songs voller

Liebe und Leidenschaft gehört Andrea Berg zu

den Topstars der deutschen Schlagerindustrie.

Mit «Tausend und eine Nacht» gastierte Andrea

Berg im Frühling 2011 bereits erfolgreich und

umjubelt im Hallenstadion Zürich. Dieses Jahr

geht sie anlässlich ihres 20-Jahr-Jubiläums wieder

auf Tournee und kommt mit einer eindrücklichen

Bühnenshow zurück ins Hallenstadion

Zürich.

Ihre letzten beiden Alben produzierte Andrea

Berg mit dem selbsternannten Pop-Titanen Dieter

Bohlen. Während das erste namens «Schwerelos»

seinem Titel im positiven Sinne gerecht

wird, ist das jüngste Album «Abenteuer» alles

andere als das. Seichte Klänge und billig anmutende

Produktionen dominieren. Schade, denn

Andrea Berg besitzt eine unwiderstehliche

Stimme, welche live sicher durchstarten wird.

Hallenstadion Zürich, 9. März

www.goodnews.ch

30

ich war nie eine Madonna oder Kylie – das sieht

doch nach sehr viel Arbeit aus, oder nicht?»

Volkshaus Zürich, 6. März

www.goodnews.ch

Künstler aus dem Mittleren Osten, Deutschland

und der Schweiz.

«zürich moves!» ermöglicht einen konstruktiven

Dialog in Bezug auf Tanz, Kultur und

Identität, wobei der Austausch und die Kommunikation

durch Bewegungssprachen im Vordergrund

stehen.

«The holycoaster s(hit) circus» von der Berner

Bewegungstheatergruppe PENG! Palast eröffnet

das Festival. Das Projekt über die Begegnung

von deutschen und Schweizer Schauspielern

mit israelischen Tänzern ist eine Zirkusmischung

aus Borat, Eis am Stiel und falschem

Verständnis für Probleme, die noch niemand

zu lösen imstande war.

Weiter zeigt etwa die Gruppe von Arkadi Zaides

mit dem Stück «Quiet» ein einzigartiges, kraftvolles

Tanzstück. Die Truppe aus Palästina und

Israel suchen in ihrer Produktion gemeinsam

einen Ort der Stille, um sich vom anhaltenden

Schockzustand zurückziehen zu können.

Tanzhaus Zürich, 5. bis 24. März 2012

www.zurichmoves.ch

www.tanzhaus-zuerich.ch


CRUISER Edition März 2012

Kultur

Shame

Ein kühl inszenierter Film mit

Michael Fassbender über sexuelle

Fantasien, hoffnungslose

Romanzen und schnelle

One-Night-Stands.

Maurizio &

Fabrizio

Skurriles wird mit Sicherheit zu

geniessen sein, wenn Maurizio

& Fabrizio das Leben und

Werk von Michael Jackson

musikalisch würdigen.

Così fan tutte

Wolfgang Amadeus Mozarts«Così

fan tutte» oder «die

Schule der Liebenden». Daniel

Karasek inszeniert das Werk

im Stadttheater Bern.

Brandon ist ein beruflich erfolgreicher Mittdreissiger

und lebt in einer schönen New Yorker

Wohnung. Das tägliche Einerlei versucht

er, mittels hemmungslos ausgekosteter sexueller

Abenteuer erträglicher zu machen. Die

sexuellen Fantasien, hoffnungslosen Romanzen

und schnellen One-Night-Stands werden

immer wichtiger – er hat sich kaum mehr unter

Kontrolle.

Es passt nicht ins Konzept dieses wilden Junggesellenlebens,

dass eines Tages überraschend

Brandons launische jüngere Schwester Sissy

auftaucht und sich in seiner Wohnung einnistet.

Nun muss er sich mit der neuen Mitbewohnerin

und ihrem Hang zur Selbstzerstörung

arrangieren – schlechte Erinnerungen an die

Vergangenheit kommen hoch. Bei seinem Versuch,

der Konfrontation mit seiner Schwester

auszuweichen, gerät sein Leben vollends aus den

Fugen. Ein Film über das Naturell der menschlichen

Bedürfnisse und die Erfahrungen, von

denen sie bestimmt sind.

Shame feierte seine Uraufführung im Wettbewerb

der 68. Internationalen Filmfestspiele von

Venedig. Der britische Regisseur Steve McQueen

schuf seinen Skandalfilm mit einem überzeugenden

Michael Fassbender in der Hauptrolle.

Ab 8. März im Kino!

Die neue Show von Maurizio & Fabrizio ist ein

«Thriller» in «Black Or White» zwischen einem

«Smooth Criminal» und «Someone In The Dark».

Hier sind «Billie Jean» und «Dirty Diana» «Just

Good Friends» und der «Man In The Mirror»

hält sich für «Unbreakable». Eine «History»

von einem «Stranger In Moscow», der glaubt,

«Beat It» sei der «Way You Make Me Feel» und

von einem «Liberian Girl», dem es ganz «Bad»

ergeht. Doch leider ergeht es auch Maurizio &

Fabrizio äusserst «Bad» und es kommt zu einem

tragischen Unfall. So wird die geplante Show

schliesslich eine Hommage an Maurizio & Fabrizio...

Ein Moonwalk mit den «Kings of Eurovision»,

welcher sich «Disisid» nennt. Das Duo hat ein

Faible für grosse Kisten, für Superstars, Megaevents

oder pompöse Bühnenshows, die es in

seinen musikalischen Collagen dann gekonnt

auf Kleinbühnenformat eindampft. «Disisid»

wird am Hechtplatz uraufgeführt.

Theater am Hechtplatz, ab dem 5. März

www.theaterhechtplatz.ch

www.maurizioundfabrizio.ch

In Shakespeares «Sommernachtstraum» bedarf

es noch eines Zaubersafts, um die Gefühle der

Liebenden durcheinanderzubringen. In «Così

fan tutte» reicht eine dumme Wette über die

weibliche Treue. Schneller als gedacht, stehen

also zwei Schönheiten in verbotenen Liebesflammen.

Allerdings auch deren Männer, welche

für die Wette verantwortlich sind.

Bisherige Gefühle und Partner machen sich

selbständig, und im Doppelspiel über Kreuz

ist jede siegreiche Eroberung gleichzeitig eine

niederschmetternde Katastrophe. Statt der sicheren

Seelenruhe entreissen überflutende

Liebes- und Schuldgefühle den Paaren den Boden

unter den Füssen, und selbst am Ende bleibt

für alle vier offen, welchem Partner man sich

zwischen Leidenschaft, Konvention und Gewissen

verbunden fühlt.

Mozarts psychologisches und musikalisches

Meisterwerk zeigt menschliche Abgründe und

Höhenflüge, ohne dabei die Figuren moralisch

zu werten. Eine wahre «Schule der Liebenden»,

deren Absolventen bestenfalls alle ein bisschen

erwachsener geworden sind. Und eine interessante

Lektion über die Liebe auch für das Publikum.

Oper kann nicht nur ins Herz treffen,

sondern auch sehr lehrreich sein!

Stadttheater Bern, Premiere 11. März

www.stadttheaterbern.ch

31


Musik CRUISER Edition März 2012

Emeli Sandé

*****

Our Version of the Events

Gleich zu Beginn bricht in Emelis Himmel ein heftiges Gewitter aus. Die

fluffigen Streicher-Wolken werden von trommelnden Beats aufgewirbelt,

bauschen sich bedrohlich dunkelgrau

auf. Fröhliche Sonnenstrahlen

trompeten sich noch durch,

dann fallen erfrischend die Tropfen.

Es regnet gute Laune. Starpotenzial

blitzt auf. «Heaven», Emeli

Sandés erster Hit, lehnt sich an

die grossen Club-Hits der 1990er

an, voller Soul, mit Rhythmus und

Chor, mystisch und mitreissend.

«Daddy», die zweite Single, schlägt

in die gleiche Kerbe. Himmlische

Stimme, faszinierend vom ersten

Takt bis zum letzten Hall. Das nun

erscheinende Album der schottischen

Sängerin wird in Blogs

und Kritikerkreisen zu Recht als

wichtigstes Debüt des Jahres gefeiert.

In England hat es bereits den

Hitparaden-Himmel erreicht, verwies

Sternchen Lana del Rey und

Fixstern Adele auf hintere Plätze.

Wohl nicht zuletzt, weil Sandé mit

der «Brit Awards Critic’s Choice

2012» geehrt wurde, die als sicherer

Wegweiser auf zukünftige

Überflieger gilt. Als «reich melodischen,

klassisch kraftvollen, retro-futuristischen Soul-Pop» beschrieb

die Jury schwärmend das Material. Treffender lässt es sich kaum beschreiben.

Vier Jahre studierte die Tochter eines Sambiers und einer Britin Medizin

in Glasgow, bevor ihr musikalisches Talent überhand nahm. Nicht ihre

Stimme legte die Grundsteine, sondern ihr Händchen für überragendes

Songwriting. Für Chipmunk schrieb sie einen Top-Ten-Hit, für Wiley eine

Comeback-Nummer, für Leona Lewis und Cheryl Cole Songs, die auch mit

ihrem eigenen Gesang erfolgreich geworden wären. Für Susan Boyle entstand

«This will be the Year». «Ich

sandte ihr den Song, noch bevor

ich sie kennen lernte. Ich wollte

sie treffen, weil ich dachte, sie sei

eigentlich auch ein bisschen ein

Rockstar.»

Der Schlüssel zu guten Songs seien

Ehrlichkeit und rohe Emotionen,

sagt Emeli Sandé. Von Nina Simone

und Lauryn Hill sei sie inspiriert,

und immer gehe es auch um

politische Anliegen und Weltfrieden.

Wenn sie nun ihre Songs selbst

singt, wenn zu hochkarätigen Melodien

und wunderbar tiefen Texten

ihre einzigartig soulige Stimme

kommt, was kann da noch

schief gehen? Mal abgesehen davon,

dass alles fast zu schön wird,

um wahr zu sein. Midtempo-Nummern

wie «Where I Sleep» lassen

keine Wünsche offen. Und wenn

man dann glaubt, sie habe in der

Dancefloor-Ecke ein ideales Zuhause

gefunden, dann überrascht

Emeli mit brillanten Balladen.

«Clown» oder «Hope» garantieren

Gänsehaut. «Our Version of the Events» ist ein musikalisches Hoch in

14 Wetterrekorden, ohne Druckabfall, ohne Klimakatastrophe.

Ein himmlischer Soundtrack für jedes

gefühlte Klima, von der eisigen Winternacht bis zum

überhitzten Sommertag. Denn wenn man Musik hört,

ist das Wetter nicht eine Frage der Jahreszeit, sondern

der Emotionen. (rg)

Soap&Skin *****

Narrow

Ein schwerer Brocken. Gross, sperrig, unbekannt.

Er schlägt ein, lockt mit magischer Stimme,

morbider Dunkelheit, zarter Leidenschaft

und zerbrechlicher Unberührbarkeit. Überforderung

als Eintrittspreis zur Begeisterung.

Hinter «Soap&Skin» steht Anja Plaschg, aufgewachsen

im steirischen Poppendorf, wo ihre

Eltern eine Schweinemast betrieben. Wunderkind,

Prophetin. «Die grösste Hoffnungsträgerin

der österreichischen Popmusik», urteilten

Kritiker nach ihrer ersten CD. Die zweite widmet

sie ihrem kürzlich verstorbenen Vater. «Vater»,

das Kern- und Titelstück, singt sie deutsch

am Piano, «Voyage, Voyage», den Desireless-Klassiker,

französisch mit Cello

und Ironie, «Lost» englisch

mit Chor. Musik, die viel verlangt

und viel gibt, die alles

sein kann. Ausser leicht unterhaltend.

(rg)

32

The Ting Tings *****

Sounds from Nowheresville

«That’s not my Name» behauptete Katie White

2008. Das Landei aus dem Manchester Vorort

fusionierte mit Londoner East End-Hipster Jules

de Martino. Von Apple- und Fanta-Werbespots

bis zur alternativen Party, überall präsent. Ein

Trend geboren, der Name nicht mehr zu leugnen.

2010 war ein komplettes neues Album

im Kasten, doch zur Veröffentlichung kam es

nicht. Klingt zu ähnlich wie alles andere im Radio,

urteilten die Urheber. Notbremse! Nun ist

in Spanien ein neuer Anlauf auf fruchtbaren

Boden gefallen. Musik, die Katie und Jules wirklich

glücklich macht. Nicht anders wird es ihren

Fans gehen. Aggressive Girlierock-Strophen

treffen poppige Refrains,

ehrlicher Punk flirtet mit

Hit-Ambitionen. Die Ting

Tings haben ihren Namen

und ihre Stilrichtung definitiv

gefunden. (rg)

The Raveners *****

Bad Lover Killer

Von «ravenous», heisshungrig, leitet sich der

Name des Zürcher Trios ab. Sängerin Jessy Howe

und Gitarrist Chris Muzik bringen donnerstags

regelmässig im «Sensational Plaza Dance Orchestra»

den gleichnamigen Club zum Kochen.

Mit Verstärkung von Bassist Géza Burghardt

ging’s nun zum zweiten Mal in die Tonküche.

Was dabei auf dem Plattenteller landete, stillt

jeden akustischen Heisshunger. Zwölf scharf gewürzte

Gerichte werden serviert, gemischt aus

Zutaten quer durch den Musikgarten. Dunkler

Blues brutzelt neben fetzigen Rockriffs, Swing

verschmilzt mit Pop. Vom Appetizer «Bad Lover

Killer» über den reichhaltigen Hauptgang

«Kill the Beast» bis zum süssen

Dessert «Sing Baby Sing»:

Schmeckt nicht gibt’s nicht.

Am besten natürlich nicht

aus der Konserve, sondern

live. (rg)


CRUISER Edition März 2012

Buch

Gay in America

Während zwei Jahren ist der

amerikanische Fotograf Scott

Pasfield 54 000 Meilen weit gereist,

durch 50 Bundesstaaten.

Dabei hat er 140 Porträts homosexueller

Männer von nebenan

gesammelt. Ein Bilderbuch

gegen das Klischee.

Sie sind Anwälte, Farmer und Ärzte, Künstler,

Lehrer und Studenten. Manche sind erfolgreich,

manche straucheln. Manche sind zutiefst verletzt,

andere zutiefst zufrieden. Sie sind schwul

und sie leben in Amerika. Scott Pasfield hat sie

getroffen und porträtiert.

«Ich war überrascht, diese zum Teil sehr rauen

Männer zu treffen, die in ihrem ganzen Leben

noch nie in einer Schwulenbar waren, glücklich

in einer monogamen Beziehung leben und

einfach ihr Ding durchziehen», sagt er. Auf der

Strasse kam er mit ihnen ins Gespräch, sammelte

Puzzleteile. «Gay in America» setzt sie zusammen,

räumt auf mit eingefrorenen Bildern von

Jugendwahn, SM-Kerlen und Plüsch-Schwuchteln.

Räumt auf und vermittelt endlich das chaotische

Gesamtbild, das der Realität entspricht.

Pasfield ist dabei kein voyeuristisch-selbstverliebter

Künstler, schon im Vorwort erzählt er offen

seine eigene Geschichte. Als sein krebskranker

Vater im Sterben lag, lernte er in einer New

Yorker Selbsthilfegruppe Nick kennen. Nach einigen

Hürden und einem schwierigen Comingout

kamen die beiden zusammen und sind nun

seit fast 15 Jahren ein glückliches Paar.

Man soll das fotografieren, was man wirklich

liebt, hat man Pasfield immer gesagt. Er hat nun

genau das getan. Auf dem Cover des Buches ist

ein junger Mann in Militär-Uniform zu sehen,

Dan. «Kein Mann wird nun mehr gehindert,

dem Land zu dienen, das er liebt, nur aufgrund

dessen, wen er liebt», sagte Dan zu Scott in Bezug

auf die neue Rechtsordnung. Durch Scott

Pasfields Linse ist Dan zum Symbol geworden

für alle Männer, die erreichen, was sie wollen,

und dabei zufällig schwul sind. Dan ist einer

von 140 Porträtierten, ein Puzzleteil, eines von

vielen, und doch unersetzbar.

Zum Bildband zusammengesetzt sind die Teile

inspirierend, horizonterweiternd, subtil provokativ,

explizit empfehlenswert.

Oder

mehr noch: Pflichtlektüre!

(rg)

Scott Pasfield,

Gay in America

Welcome Books

(Englische Originalversion)

Die jungen Hunde

Wie junge Hunde, eingesperrt

im Zwinger der Gesellschaft,

lässt Vargas Llosa eine Gruppe

Pubertierender aufeinander

los. Sie kläffen, jaulen,

wedeln mit dem Schwanz. Sie

zerfleischen sich und wollen

doch nur gestreichelt werden.

Cuellár, der Neue in der Schule, kann alles. Die

vierzehn Inka-Herrscher aufzählen und die

zehn Gebote, Gedichte vortragen und Fussball

spielen. Überall Erster, doch dann beisst ihn der

Hund, einen Tag vor der grossen Meisterschaft,

in der Umkleidekabine, in den Schwanz. «Pichulita»

wird er daraufhin von allen genannt,

Schwänzchen.

Bald verschiebt sich das Interesse der Jungs vom

Fussball in Richtung Mädchen. Paartanz heisst

der neue Sport, Fina und Molina die Treffer.

Cuellár ist vom Kleinsten zum Grössten seiner

Clique herangewachsen, doch er bleibt allein.

Mit Rowdy-Touren versucht er zu imponieren,

surft gekonnt auf den Wellen, schwimmt gegen

den Strom, schwänzt die Abschlussfeier.

Die frühe Erzählung des heutigen Nobelpreisträgers

Mario Vargas Llosa fängt meisterhaft

die testosterongeladene Stimmung der Pubertierenden

ein. Behütet von Elternhaus, Schule

und Kirche, werden sie allmählich zu Rivalen,

kämpfen um Revier und Freiheit. Knapp und

direkt ist die Sprache, atemlos, ständig wechselt

die Perspektive. Auf wenigen Seiten gelingt

es dem Autor so, viel mehr zu sagen als nur

Wörter. Zwischen den Zeilen malt er ein Gesellschaftsporträt,

erzählt einen umfangreichen

Entwicklungsroman, verflechtet Metaphern

und Symbole zu einem fesselnden Text mit doppeltem

Boden. Oder ohne Boden sogar, in Richtung

Abgrund komplett offen.

Jeder Leser findet darin eine eigene Geschichte.

Cuellár bleibt auf der Suche. Sexuell verstümmelt

vom Wachhund der Schule, gerät er in

Verdacht, schwul zu sein, und während seine

Kumpels Ferienhäuschen kaufen, Speck an- und

die Lesebrillen aufsetzen, hat er als Rennfahrer

längst eine ganz andere Spur eingeschlagen.

Eine eigene Geschichte hat auch der katalanische

Fotograf Xavier Miserachs daraus gemacht.

In 35 Schwarzweiss-Fotografien zeigt er

die jungen Hunde mal aus sicherer Distanz, mal

in intimer Nähe. Fängt Bilder ein, setzt Fantasien

frei. Vargas Llosas Sprache und seine Fotos

sind beide für sich Kunstwerke, in der Symbiose

werden sie zu einem berauschenden und

unvergesslichen Buch. Wie ein junger Hund

nach einem erlebnisreichen Tag liegt es auf dem

Tisch, während man

über die Seiten streichelt.

Und plötzlich

fletscht es die Zähne

und beisst. (rg)

Mario Vargas Llosa;

Die jungen Hunde

Suhrkamp

Die Schnapskarte

Kriegsnacht, Clubbing Night.

Zwei Fronten, eine Liebesgeschichte.

Ein Roman, der vom

tiefen Fjord aus knapp am

Kitsch vorbeiklettert und den

Gipfel des Brokeback Mountains

schliesslich doch herzergreifend

nach Finnland verlegt.

Mikael, vierzig, lebt in Helsinki. Nach einer

langen Nacht in der Schwulenszene fährt er

zum Begräbnis seiner Grossmutter aufs Land.

Die alte Borniertheit, der er immer entfliehen

wollte, schlägt ihm wieder entgegen, familiäre

Feindseligkeiten brechen auf. Mikael wurde

von den Grosseltern als Alleinerbe eingesetzt

und der Schlüssel, den ihm die Nachbarin überreicht,

öffnet nicht nur die Türe zum Arbeitszimmer

des Grossvaters…

Die Tagebücher, die Mikael dort findet, erzählen

die Geschichte der Freundschaft seines Grossvaters

Urho zum Nachbarjungen Toivo. Vor Ausbruch

des Zweiten Weltkrieges verbringen sie

unbeschwerte Tage in Wäldern und an Seen.

Dann, beim Armee-Einsatz, wird aus Freundschaft

Liebe. Während ihre Kameraden auf Heimaturlaub

den Frieden herbeisehnen, schaffen

sich Toivo und Urho inmitten der Gewalt eine

Nische gegenseitiger Zuneigung. Doch bereits

ahnen sie, dass ihre Liebe in der Zivilgesellschaft

keine Zukunft haben wird.

Beide heiraten. Toivo erholt sich nicht von den

Kriegsverletzungen und wird von seiner Frau

verlassen. Urho erträgt derweil seine Alibi-Ehe

nur mit viel Alkohol. Sein Ausweis, die Schnapskarte,

wird zur Überlebenshilfe. Er entscheidet

sich, seinen kranken Freund zu pflegen, und

erneut schlägt das Schicksal zu.

Erst als Mikael die tragisch-romantische Geschichte

in den Tagebüchern nachliest, kommt

die Vergangenheit zur Ruhe. Mit einem Festessen

für die Toten richtet

er den Blick nach

vorn, stellt sich mit

der erschütternden

Familiengeschichte

im Hinterkopf mutig

der Gefühllosigkeit

seiner Gegenwart. (rg)

Sami Hilvo, Die

Schnapskarte

Männerschwarm

Verlag

33


Kino CRUISER Edition März 2012

Die homophobe

Furie?

Meryl Streep, von der Gay-

Community verehrt, spielt

Margaret Thatcher. Niemand

spricht mehr vom berüchtigten

«Clause 28».

Von Daniel Diriwächter

Der Film «The Iron Lady» startet

im März in den hiesigen Kinos.

Meryl Streep gibt die einstige

Premierministerin und

kassiert Preise für ihre Darstellung.

Doch die britische Nation

reagierte gespalten. Die

Gay-Community irritiert. Denn

Margaret Thatcher war keine

Freundin von Homosexuellen.

Ja, einen Film hat Margaret Thatcher durchaus

verdient. Wie keine Zweite schied Englands

Premierenministerin die Geister. Die Vorsitzende

der «Conservative Party» von 1979 bis 1990

nahm es mit den mächtigsten Männern der

Welt auf und besass enorme Durchsetzungskraft.

Ihre Wirtschaftspolitik wurde fortan

auch «Thatcherismus» genannt. Schnell wurde

die Dame zur «eisernen Lady».

Margaret Thatcher wurde aber auch bewundert,

etwa von Ronald Reagan und den konservativen

britischen Wählern. Es besteht kein Zweifel,

dass die Frau, die heute an Demenz leidet, eine

aussergewöhnliche Gestalt war. Sängerin Geri

Halliwell bezeichnete Margaret Thatcher einst

sogar als sechstes «Spice-Girl».

Und nun schwärmt auch das Kinopublikum von

der Politikerin. Dies dank einer überragenden

Darstellung von Meryl Streep im Film «The Iron

Lady» von Regisseurin Phyllida Lloyd. Denn die

Streep kann und darf alles spielen. Die Gay-

Community verehrt sie nicht zuletzt dank Filmen

wie «The Devil Wears Prada» oder «Mamma

Mia». Deswegen reagieren ihre schwulen Fans

derzeit etwas irritiert ob der jüngsten Performance

von Meryl Streep.

Es ist unmöglich für Margaret Thatcher in Gestalt

von Meryl Streep keine Sympathien zu hegen.

Doch wie auch das britische Volk gespalten

auf den Film reagierte (wie 20 Jahre zuvor auf

Thatcher selbst), so sollte in Erinnerung gerufen

werden, welchen Einfluss die damalige Premierministerin

auf das Leben von Schwulen und Lesben

in England hatte.

Clause 28

Margaret Thatcher war zumindest politisch

keine Freundin von gleichgeschlechtlicher Liebe.

Im Gegenteil: Unter ihrer Amtszeit wurde

ein Gesetzesparagraf im Vereinten Königreich

entworfen, welcher Homosexuelle stark verunglimpfte.

Das Gesetz, bekannt unter «Clause 28»,

verbot ab 1988 Gemeinden, Schulen und Kommunalbehörden

die «Förderung von Homosexualität».

Die Konsequenz daraus war fatal. In allen

Bereichen des öffentlichen Lebens wurde nur

noch negativ über Homosexualität berichtet.

Die Lesben- und Schwulenbewegungen befürchteten

zu Recht, dass der «Clause 28» auch einen

Einfluss auf Sozialversicherung, Schule oder

auch Lizenzvergaben und Mietverträge für Cafés,

Lokale und Clubs haben werde. Sänger Boy

George protestierte öffentlich mit dem Song

«No Clause 28». Doch Margaret Thatcher liess

sich nicht beirren. War die «eiserne Lady» also

auch eine homophobe Furie?

Es ist Tony Blair und seiner Labour-Regierung

zu verdanken, dass dieses menschenunwürdige

Gesetz durch den «Local Government Act 2003»

abgeschafft wurde. Der Redaktion ist bis dato

nicht bekannt, ob Meryl Streep sich zu «Clause

28» in einem Interview äusserte. Der Presse gegenüber

sagte sie aber, dass sie selbst keine «Iron

Lady» sei, eher eine «Ironing Lady». Die Ironie darin:

Meryl Streep bügelt dank ihrem Talent auf

perfekte Art und Weise das Image von Margaret

Thatcher glatt.

The Iron Lady, Pathé Films, Kinostart: 1. März

34


CRUISER Edition März 2012

DVD

Hape Kerkeling

Die grosse TV-Edition

*****

Eine DVD-Box von und mit

Hape Kerkeling vereint neben

unzähligen Klassikern

auch Rares aus dem bisherigen

Werdegang dieses

grossartigen Entertainers.

Kerkelings Kinderstunde,

«Total Normal», das Beste

aus «Darüber lacht die Welt»,

«Ein Mann, ein Fjord» und vieles mehr.

Seit über 20 Jahren zählt Hape Kerkeling zu den

ganz Grossen der deutschen Unterhaltungsbranche.

Der vielfach ausgezeichnete Entertainer,

Schauspieler, Bestseller-Autor, Sänger, Parodist,

Verwandlungskünstler und Kabarettist gehört

sicherlich zu den beständigsten und erfolgreichsten

Film- und Fernsehstars in Deutschland. Keine

Frage, der Mann ist ein Allround-Talent.

«Hape Kerkeling – Die grosse TV-Edition» vereint

die Höhepunkte seines bisherigen Fernsehschaffens

und noch vieles mehr – von den Anfängen

mit Hannilein in «Kerkelings Kinderstunde»

und Siegfried Schwäbli aus «Känguru» über den

berühmten «Club Las Piranjas» bis hin zu Horst

Schlämmer in der Bestseller-Verfilmung von

«Ein Mann, ein Fjord».

Sage und schreibe elf DVDs mit insgesamt 2029

Minuten aus einer Zeitspanne von fast 20 Jahren.

Eine Überdosis an Hape Kerkeling ist natürlich

die logische Konsequenz. Doch wer nicht immer

YouTube nach den tollen Sketchen von Hape absuchen

will, für den ist diese Box perfekt. Immer

griffbreit für einen lustigen DVD-Abend unter

Freunden.

Praesens Film, ab sofort auf DVD!

Privatunterricht *****

Skandalfilm

«Wie lange brauchst du bis zum Orgasmus?». Jonas nippt verlegen an seinem

Glas. Langsam gewöhnt er sich an diese Art von Tischgespräch, das

schonungslos offene Plaudern über sein Sexualleben.

Dabei wollen Pierre, Didier und Nathalie, die allesamt

gut doppelt so alt sind wie Jonas, scheinbar nur sein

Bestes: Seine optimale Befriedigung. Jonas ist gerade

das erste Mal mit einem Mädchen zusammen und

frisch entjungfert. Da kommen ihm die freimütigen

Tipps der Erwachsenen ganz gelegen, die auch mal in

direkten Anschauungsunterricht münden. Doch was

aus der Sicht des unerfahrenen Jungen großzügig und

einvernehmlich anmutet, entpuppt sich allmählich

als ein gezieltes Aufweichen seiner noch nicht gefestigten Grenzen. Selten

war Verführung so böse. «Privatunterricht», der Skandalfilm aus Frankreich,

ist jetzt in deutscher Synchronfassung zu haben.

Pro-Fun Media, ab sofort auf DVD!

Salo *****

Gay-Drama

Der reiche Yuppie Rene lebt im Haus seiner Großmutter,

die er liebt und verehrt. Sein Fahrer Levi wohnt im

selben Haus. Tagtäglich fährt Levi Rene ins Büro, denn

der konzentriert sich ganz auf seine Karriere. Ihn umgibt

jedoch ein dunkles Geheimnis: Er liebt Männer.

An einem Wochenende lässt er sich von Levi in sein

Haus am Meer fahren. Überwältigt von der maskulinen

Schönheit und Anmut Levis, lässt Rene alle Zurückhaltung

fallen. Es wird ein Wochenende, welches

das Leben beider nachhaltig verändert. Der philippinische Meisterregisseur

Miko Jacinto, der bereits mit «Binyag» einen internationalen Erfolg

verzeichnete, hat mit seinem neuen Film «Salo» ein bekanntes Thema mit

großem Einfühlungsvermögen neu interpretiert. Mit großem cinematographischen

Können erzählt seine Kamera eine wunderbar berührende Geschichte,

die mit ihrem magischen Realismus nie dem Selbstzweck dient.

cmv-Laservision, ab sofort auf DVD!

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Lifestyle CRUISER Edition März 2012

HOT 4 YOU!

1maskuliner Rum

Ab sofort ist die neuste Kreation aus dem Hause Bacardi auch

in der Schweiz erhältlich. Der leckere Rum «OakHeart Smooth

& Spiced» zeichnet sich durch eine raffinierte Komposition von

würzigen Aromen wie Vanille, Muskat und Zimt sowie eine leicht

rauchige Note aus. Der Spiced Rum ist gemacht für Männer, die

es gerne unkompliziert mögen: Er lässt sich ganz ohne Schnickschnack

pur auf Eis trinken oder mit Coke mischen. Der Spiced

Rum gibt es u.a. im Denner ab CHF 19.– zu kaufen oder demnächst

an deiner Lieblingstheke. So lieben wir Männer das!

2

schmucke

Männer

Die neue Schmuckkollektion «Loewenkind» der

Basler Designerin Nadine Fink überzeugt mit

starken und extravaganten Attributen. Besonders das Hauptmotiv, der antike Löwe, setzt sich durch

die ganze Kollektion durch. Die massiven Schmuckstücke werden in Silber, Gold oder Platin hergestellt.

Der neue Brand Nana Fink hat bereits prominente Träger wie Hollywoodstar Eva Green. Cool

zur Geltung kommen die Manschettenknöpfe mit einem weissen Hemd und einer Vintage Jeans. In

jedem Mann steckt ein Löwe! Gesehen ab CHF 630.– bei Grieder Concept Store in Zürich und unter:

www.nanafink.com

3

schöner

golfen

Immer wieder überrascht uns Puma mit tollen und innovativen Kollaborationen.

Aktuell setzt das Lifestyle-Unternehmen auf die Golf-Cracks

Ian Poulter und Rickie Fowler, denn die sportlichen Jungs geben nicht

nur auf dem Golfplatz modisch den Ton an. Die stylischen Schuhe kommen

in knalligem Orange oder coolem Weiss daher und dank den Noppen hat man

auf dem Rasen einen perfekten Halt. Die exklusive Golf-Kollektion ist ab Frühling im

ausgesuchten Fachhandel ab CHF 309.– erhältlich.

www.puma.com

36

4

asiatisch

geniessen

Drei Freunde, drei Welten, drei Erlebnisse: LY´S ASIA (nein, ist

nicht nach Madame benannt) vereint mit Take Away, Restaurant

und Prime Dine drei Restaurantkonzepte an einem Ort.

So kosmopolitisch wie die moderne Architekturlandschaft

rund um den benachbarten Prime Tower ist auch das Menü

– chinesische, thailändische und japanische Einflüsse finden

sich auf der Speisekarte. Natürlich war auch Branko von der

CR-Redaktion geladen und hatte gleich noch Nörgeltante Lys

Assia mit im Schlepptau. Das Dinner und der Service überzeugten,

besonders stach aber das tolle Ambiente heraus. Weniger

interessant waren die Tischnachbarn, neben Lys plauderte

unser Gourmet wohl oder übel mit Oberpolizist Marco

Cortesi. Fazit: gelungenes, elegantes Gastrokonzept, preislich

allerdings etwas überteuert.

L`ys Asia (Prime Tower), Hardstrasse 201, Zürich, 044 999 08 08


Der neue 250m 2 grosse

Gay-Club

Industriestrasse 592

4625 Oberbuchsiten

062 393 10 36 www.roemerbad-cruising.ch


Gesundheit CRUISER Edition März 2012

Pia

Die Rache des

Universums

Es gibt nur weniges, das mehr Ärger bereitet

als diese «unvermuteten» Geschichten. Wenn

du dich auf etwas einstellst und dir das Leben

dann unverhofft und gratis einen ganz anderen

Gang serviert. Merci bien. Wenn du zum Beispiel

gemeint hast, der Winter sei im Februar

vorbei und die Krokusse in deinem Balkonkistli

wären der Beweis dafür. Und dann kommt

so eine russische Arschkälte daher und deine

Krokusse verwandeln sich über Nacht in Plastikblumen.

Da blutet dir schon das Herz. Ich

war echt schon total in der Stimmung für die

neuen Frühlingsfarben, für Oschterglöggli und

seasons in the sun und dann wird hier ernsthaft

der Winter nachgeliefert. Ich vermute, es ist die

Rache des Universums an all jenen, die meinen,

sie könnten sich um den korrekten Ablauf der

Jahreszeiten foutieren, in dem sie den Winter in

Thailand verbringen. Wir Dagebliebenen sind

dann halt die doppelt Angeschissenen. Ja, Entschuldigung.

Meine Laune ist nicht damenhaft

heute. Kann sein, dass der Kater und der Nachbrand

von der Fasnacht das Ihre dazu beitragen.

Kann durchaus sein… Aber wie auch immer,

meine Lieben, lasst uns jetzt, in der Dunkelheit

dieser Stunde, daran gedenken, dass in Kürze

wieder Freude unsere Herzen wärmen wird.

Bald werden wir wieder in biermönchseliger

Vorfreude Ostereier färben und Schoggihasen

fressen. Und noch ein Highlight kann ich euch

ankündigen, von dem einige von euch vielleicht

noch nie profitiert haben: Sobald der letzte

Schnee geschmolzen, das letzte Ei geschält und

der letzte Schmunzelhase vernichtet ist, ist es

wieder Zeit für das alljährliche queer+-Weekend

auf dem Stoos! Wer einmal dabei war, wird es sicherlich

empfehlen. Nicht nur, weil es gratis ist.

Nicht nur, weil es ein Wellness-Hotel ist. Nicht

nur, weil du deinen Freund mitnehmen kannst.

Unser Weekend richtet sich an Männer, die vor

kurzem erfahren haben, dass sie HIV-positiv

sind. Wir bieten dir ein Wochenende an, an dem

du dich mit ebenfalls HIV-positiven Männern

austauschen kannst. An diesem Wochenende

bestimmst du, welche Fragen du im Rahmen

von Workshops zu Themen des HIV-positiv-Seins

angehen möchtest. Die Workshops werden von

Fachleuten geleitet, die auch schwul und zum

Teil HIV-positiv sind und dir auch für persönliche

Fragen zur Verfügung stehen. Wir bieten

dir eine ungezwungene Atmosphäre und viel

Freiraum, um den Stoos und die Wellness-Angebote

des Hotels zu geniessen. Eine Neuansteckung

ist eine kritische Zeit für die Beziehung

und jeder hat, damit verbunden, andere Ängste,

Fragen und Gedanken. Manche haben Lust, sich

auszutauschen und manche haben einfach nur

Lust, ein paar Tage mit Jungs zu verbringen, die

in derselben Situation sind. Es ist nicht nötig,

dass du dir die Seele aus dem Leib quatschst

– vielleicht triffst du aber zufällig auf einen

Typen oder ein Gespräch, und mit Sicherheit

findest du dich in einer sauglatten Runde wieder;

denn das Einzige, was wir dir versprechen

ist, dass du endlich mal wieder richtig lachen

wirst. Meldet euch rechtzeitig an, meine Lieben,

denn die Plätze sind beschränkt. Das Wochenende

findet statt von Donnerstag, 26., bis Sonntag,

29. April 2012. Alle Infos findest du unter

www.checkpoint.ch.

In diesem Sinne freue ich mich mit euch auf

die ersten warmen Tage und halte bis dahin die

Ohren steif – ist ja bei den Temperaturen nicht

schwer…

Eure Pia

Warum wird mein Schwanz

nicht hart?

Hallo Dr. Gay

In letzter Zeit habe ich Phasen, in denen ich keine Erektion kriege. Am

Morgen, wenn ich aufwache, habe ich meistens die Morgenlatte. Auch

während des Tages kann es oft sein, dass mich eine geile Vorstellung spitz

macht. Aber dann gibt es wieder Phasen, in denen mich nichts erregt. Im

Chat tausche ich manchmal mit geilen Typen Fotos aus und lass meinen

Phantasien freien Lauf. Obwohl ich das geil finde, bekomme ich keine

Erektion. Dies ist schon öfter passiert. Jetzt habe ich Angst, dass mir das

auch bei einem Date passiert. Habe ich eine Erektionsstörung? Soll ich

Potenzpillen verwenden?

Hallo Antonio

Körperlich scheint bei dir alles in Ordnung zu sein. Du bekommst eine

Morgenlatte und auch während des Tages kann es vorkommen, dass du

eine Erektion kriegst. Also immer dann, wenn du dich nicht explizit darauf

konzentrierst. Das Problem besteht in deinem Kopf. Indem du dich

darauf fixierst, setzt du dich automatisch unter Druck und das wiederum

wirkt sich auf deine Erektion aus. Ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen

gilt! Versuche, dich zu entspannen, den Kopf frei zu kriegen und dich nicht

unter Druck zu setzen. Mach dir klar, dass jeder Mann mal «keinen hoch»

kriegt. Das ist menschlich und normal, denn wir sind keine Maschinen,

die auf Knopfdruck funktionieren. Sex ist kein Leistungssport. Lass dir

Zeit und versuche, es spielerisch anzugehen. Von Potenzpillen würde ich

dir vorerst abraten. Falls du diese Möglichkeit aber in Betracht ziehst, rede

vorher mit deinem Arzt darüber. Schwulenfreundliche Ärzte findest du

unter www.medigay.ch nach Regionen unterteilt.

Alles Gute, Dr. Gay

HIV kein Problem mehr?

Hallo Dr. Gay

Immer wieder höre ich, dass HIV heute kein Problem mehr sei. Wenn man

sich ansteckt, nimmt man einfach Medikamente und das Problem ist damit

erledigt. Stimmt das?

Gruss, Daniel, 31

Hallo Daniel

Eine HIV-Infektion lässt sich zum heutigen Zeitpunkt zwar behandeln,

aber nicht heilen. Die Einnahme der Medikamente wurde in den letzten

Jahren einfacher und die Nebenwirkungen geringer, trotzdem ist ein Leben

mit HIV kein Zuckerschlecken. Lebenslang die tägliche Einnahme von

Medikamenten zum richtigen Zeitpunkt, Nebenwirkungen, Diskriminierung,

Mobbing, Disclosure (wem soll ich es erzählen?) oder hohe Kosten für

Kontrollen, Arztbesuche und Medikamente sind nur einige der Probleme,

mit denen sich HIV-positive Menschen auseinandersetzen müssen. Safer

Sex gilt immer noch als bester Schutz gegen eine HIV-Infektion und macht

Sinn. In diesem Zusammenhang ist die neue Kampagne «Break The Chain»

interessant. Informationen dazu findest du unter www.breakthechain.ch.

Alles Gute, Dr. Gay

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CRUISER Edition März 2012

Coming-out

«Coming-out

Mittendrin»

Die neue Coming-out-

Broschüre der Aids-Hilfe

schweiz, los und Pink cross

Die Aids-Hilfe Schweiz, LOS

und Pink Cross lancieren eine

neue Coming-out-Broschüre

für junge Menschen zwischen

12 und 18 Jahren. Unvoreingenommen

und leicht verständlich,

werden Jugendliche

auf der Suche nach ihrer

sexuellen Identität begleitet

und Fragen rund ums Thema

Coming-out beantwortet. «Coming-out

– Mittendrin» ist ab

sofort gratis bei der Aids-Hilfe

Schweiz erhältlich.

«Coming-out – Mittendrin», heisst die neue Broschüre

der Aids-Hilfe Schweiz, LOS und Pink Cross,

welche Jugendliche auf ihrem Weg zu einer selbstbestimmten

und verantwortungsvollen Sexualität

begleitet. Die neue Publikation nimmt die

Jugendlichen ernst, holt sie dort ab, wo sie stehen

und macht klar, dass auch wer anders fühlt als die

Mehrheit, mittendrin lebt und dazugehört.

Die Pubertät ist die Zeit, welche geprägt ist durch

viele Unsicherheiten. Dazu gesellt sich die Frage

nach der sexuellen Orientierung: «Steh ich

auf Frauen, Männer, beides? Bin ich bisexuell

oder transgender? Und was denken meine Freundinnen

und Freunde oder Eltern von mir, wenn

ich…?»

Wie sage ich es meinen Eltern?

Die Broschüre «Coming-out – mittendrin» stellt

altersgerecht, knapp und mit viel Verständnis

für die Jugendlichen verschiedene sexuelle Neigungen

vor und beleuchtet relevante Themen

im Zusammenhang mit einem Coming-out: Wie

sage ich es meinen Eltern? Was ist Homophobie?

Wie schütze ich mich am besten vor HIV / Aids?

Vor allem bei der sensiblen Themenauswahl

und ihrer entsprechenden Aufbereitung ist die

Mitarbeit der begleitenden Expertengruppe

spürbar. Das macht die Broschüre nicht nur zu

einem wertvollen Ratgeber für betroffene Jugendliche,

sondern prädestiniert sie auch zum

Gebrauch im Schulunterricht: Sie hilft, das gegenseitige

Verständnis zu fördern und Vorurteile

abzubauen. Nützliche Adressen und Internetlinks

runden die gut strukturierte und reich

bebilderte Broschüre ab.

«Coming-out – Mittendrin» kann ab sofort

gratis über den Shop der Aids-Hilfe Schweiz

(www.shop.aids.ch) bezogen werden.

Informationen zum Coming-out gibt es auch

im Internet, hier eine Auswahl:

www.du-bist.du.ch

DU BIST DU ist ein Schweizer Beratungsprojekt

speziell von und für schwule und bisexuelle

Jungs. Bist du dir nicht sicher, ob du auf Frauen

oder auf Männer stehst? Willst du mehr über

Coming-out, Liebe und Sex wissen? Frag die

Jungs aus dem Beratungsteam!

www.traudi.ch

Bist du schwul, lesbisch oder bisexuell? Dann

bist du bei traudi.ch genau richtig. Traudi.ch

verbindet Schweizer Jugendgruppen und -Organisationen

für homo- und bisexuelle Menschen.

Eine Übersichtkarte hilft dir dabei, nicht den

Durchblick zu verlieren.

www.drgay.ch

Dr. Gay hat auch ein offenes Ohr für alle Fragen

rund um das Coming-out. Frag dich schlau!

www.dbna.de

«Du bist nicht alleine» – Geniale deutsche Seite

mit vielen Informationen und Erlebnisberichten

von schwulen Jungs.

39


CRUISER Edition März 2012

Horoskop













WIDDER

Liebe: Die romantischen Gefühle anderer können dich ganz

schön verunsichern. Schön ruhig bleiben. Arbeit: Sich den

Anordnungen beugen, ist in diesen Zeiten angesagt. Geld: Die

Durststrecke geht langsam zu Ende. Jetzt ein klares Budget machen.

STIER

Liebe: Das Glück blinzelt dir zu. Jetzt nur nicht passiv bleiben,

sonst bleibt der Erfolg aus. Arbeit: An Kraft und Schwung fehlt

es nicht. Jede Gelegenheit ergreifen, denn die Chancen sind derzeit

dünn gesät. Geld: Keine grossen Sprünge machen. Immer

schön einteilen.

ZWILLINGE

Liebe: Geh in dich und denke über deine Beziehung nach. Es gibt

einiges zu korrigieren. Arbeit: Du hast brillante Ideen. Nur ist

keiner da, diese aufzunehmen. Geld: Neue Angebote kommen auf

dich zu. Es lohnt sich, die Details genau zu prüfen.

KREBS

Liebe: Alles ist jetzt möglich, wenn du aktiv wirst und

nicht einfach wartest. Arbeit: Denk dir eine Taktik aus, die

Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Nur nicht resignieren.

Geld: Es bessert. Aber die Situation ist noch nicht so, wie sie

sein sollte. Geduldig bleiben.

LÖWE

Liebe: Neutrale Einflüsse. Kein Hoch, kein Tief. Aber es bahnt sich

einiges an. Arbeit: Um alles zu bewältigen, ist jetzt ein Kraftakt

nötig. Keine Zeit verlieren. Geld: In diesem Jahr fällt nichts in den

Schoss. Sparen und sorgfältig einteilen, heisst die Devise.

JUNGFRAU

Liebe: Die Gefühle nicht verdrängen. Lass alles auf dich zukommen

und weiche nicht aus. Arbeit: Du kommst bestens vorwärts

und hast die Kraft, auch ein grosses Pensum zu erledigen. Geld:

Der grosse Geldsegen gehört der Vergangenheit an. Vorsicht ist

angesagt.

WAAGE

Liebe: Jetzt solltest du das Liebesleben ausbauen. Initiative zeigen

und ins Geschehen eingreifen. Arbeit: Manches geht dir jetzt

gegen den Strich. Setze dein diplomatisches Geschick ein. Geld:

Alles zu deinen Gunsten. Günstige Zeit für Vertragsabschlüsse.

SKORPION

Liebe: Die Chancen sind auf deiner Seite. Eine Zeit, in der mit

Feingefühl alles gelingen kann. Arbeit: Mars schickt dir eine

Riesenenergie. Aber es stehen auch Hindernisse im Weg. Geld:

Die Ausgaben mal unter die Lupe nehmen.

SCHÜTZE

Liebe: Ein bisschen Zurückhaltung kann nicht schaden. Auf keinen

Fall brüsk reagieren. Arbeit: Lass dich von Privatem nicht

ablenken, es liegt viel Arbeit vor dir. Zupacken ist angesagt.

Geld: Die Bedingungen unbedingt ändern – zu deinen Gunsten.

STEINBOCK

Liebe: Abwarten bringt nichts. Profitiere von den guten

Einflüssen und geh ran. Arbeit: Es könnte nicht besser sein. Jetzt

lässt sich durchsetzen, was dir am Herzen liegt. Geld: Unbedingt

die Anlagemöglichkeiten auf Krisenresistenz hin überprüfen.

WASSERMANN

Liebe: Geistig-seelische Harmonie. Du bezauberst mit deinen

Inspirationen und Ideen. Arbeit: Jetzt ein klares Konzept erstellen,

soll das Jahr 2012 zum Erfolg führen. Geld: In diesem Jahr

kannst du es schaffen, die Situation auszubauen. Die Chancen

sind da.

FISCHE

Liebe: Viele Fische schweben jetzt im siebten Himmel.

Aufgepasst, nicht ganz abheben. Arbeit: Tolle Chancen. Zögere

nicht, stürze dich ins Gefecht. Geld: Bleib den Vorsätzen treu.

Substanz schaffen und langsam, aber stetig alles absichern.

41


Kapitel Titel CRUISER Edition März 2012

42

FR 24. Februar

Zürich

18.00 Checkpoint im Gespräch by QueerHelp: Infoabend über EKAF – Erläuterungen

und Diskussion rund um das Thema positiven Sex. Ab 20h

Essen und Trinken mit Posibar. Restaurant Hubbles, Werdstr. 54, 8004

Zürich. Keine Anmeldung erforderlich

19.30 GayMigs: schwule Migranten Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S

22.00 Lollipop Party: mit 3 Tanzpisten! Schlager, Schweizerhits mit Hauch

von Canzoni & Chansons; Disco 80er / 90er; Après Ski, die grössten

Pistenheuler und Hitparaden Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren XXL naked Party Supersize! Fr. 39.– alles

inklusive

(exl. Spirituosen)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Progressive

Locals. DJ La Luna

23.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Candlelight-Party

23.00 sector c; Fetish club: Wagistr. 13.

Strikter Dresscode XXL naked Party

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim Letzipark). Techboutique.

DJs Samuele,

Andri (live), Audiomat, Benja & Marco

de Rosa. Gratiseintritt bis Mitternacht

SA 25. Februar

Aarau

08.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Schlitten auf der Melchsee-Frutt. Details nach

Anmeldung bis 11.2. bei gheller@sunrise.ch

Basel

22.00 Flavor - spicy edition: Heterofriendly Gay Party. DJs Peeza & Juiceppe.

Excellent Club, Binningerstr. 7.

Bern

22.00 ISC Club: Tolerdance für Schwule, Lesben und FreundInnen. Electro

Tolerdance mit DJ PCB & Guest

Luzern

21.00 GAyarAMA: The Party A night for queers & friends. Music by Madame

Léa & Sister Heidi Ho; Maria Sacrificum-Magnum.

Fr. 10.–, Free entry for Drags!

Gewerbehalle, Baselstrasse 46

Zürich

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen. U-30 Special. Youngster haben

reduzierten Eintritt zu Fr. 9.–. Über 30 Jahre normaler Eintritt von Fr. 30.–

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance. DJ Groovemaster

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

cruising unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Balearic Gay Vibe. DJs Nick Harvey & José Parra

23.00 sector c; Fetish club:

Strikter Dresscode-Anlass Ultrarubber

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim Letzipark). Party inklusive

Afterhour, welche zu unterschiedlichen Zeiten beginnt und endet. Futur

Waves meets Prog on Syndicate. DJs Zane, Querox & Monod (all live),

Marcosis, Beat Herren & Omline. Afterhours ab 13h - 22h mit DJs Tonic,

Juzz & Giacomo Lombardo

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

SO 26. Februar

Ganze Schweiz

09.07 Les lacets roses: Wanderung im Schnee. Treffpunkt 09.07h Bahnhof

Interlaken Ost. Infos bei Franz, 076 242 20 08

Lausanne

23.00 TRIXX: Gay Bar @ MAD Rue de Genève 23. Zapoff Gallery. Friendly Gay

Sunday French Coq. DJ dK miKe

Zürich

20.00 ladies night im Adagio:

Gotthardstr. 5 (Kongresshaus) DJane Jasmin


CRUISER Edition März 2012

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Bart und Bauch

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 27. Februar

Zürich

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Musik der 70er und 80er Jahre

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y DJ Groovemaster

DI 28. Februar

Bern

20.00 Uncut - warme Filme am Dienstag:

im Kino der Reitschule. «The secret diaries

of Anne Lister», GB 2010, Digital 92 Min.,

E/d. Bar ab 20h, Film um 20.30h.

Infos www.gaybern.ch/uncut

Zürich

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon:

Trinken, essen, kennenlernen.

Im Huusmaa, Badenerstr. 138

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Duplexx DJ Garçon Sauvage

MI 29. Februar

Bern

19.30 3gang in der Villa Stucki:

Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur zudem

«15 Minuten floaten» Walk Bärtschi stellt

sein FloatConcept vor

Zürich

20.00 Schwule Väter: Väterstamm im Café

Rathaus, Limmatquai

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJane Auf Dauerwelle & DJ Kai ausse Kiste

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Latino-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Upspace

März 2012

DO 01. März

Bern

20.00 Seite 69 - frische Fritten – neue Talente:

Homosexuell, heterofreundlich im Kapitel,

Bollwerk 41. Homo Lotto mit vielen tollen

Preisen. Lottosprecher André Hügli. Danach

DJ Garçon Sauvage & Dr. Minx

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

19.30 Queer-Waves: für Lesben, Schwule,

Bisexuelle, Tansgender und Intersexuelle.

Tanze deinen Tanz! 5-Rhythemtanz für

Queres. Eine Wohltat für Körper, Geist

und Seele. Keine Vorkenntnisse nötig.

Mitbringen: bequeme Kleidung und etwas

zu trinken. Getanzt wird barfuss oder in

leichten Tanzschuhen. Gemeindezentrum

Hottingen, Gemeindestr. 54. Fr. 25.–.

Info www.ibp-institut.ch, 052 319 40 44,

fischer.b1@bluewin.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Prêt à danser. DJ Mad House

FR 02. März

Zürich

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation mit DJ Marc S

22.00 Rage:

Wagistr. 13, Schlieren bad boyz friday

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Blackout. DJ Nick Harvey

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB. cum in sports gear

SA 03. März

Basel

22.00 Isola Club@Club en Vogue:

Clarastr. 45. DJs Cliff & D.K. Brown

Bern

22.00 Julius Party im Du Nord:

Lorrainestrasse 2. DJ Funky Soulsa. Fr. 15.–,

Vorverkauf im Du Nord Fr. 10.–

Thurgau

19.30 HOT: Spezialanlass im HOT,

Wilerstr. 5, 9545 Wängi Bündner Küche.

Menu: Tafaaser Gerstensuppe, Capuns,

Ur-Nanis Kanichenragout & Polenta,

Tuorta da nusch engiadinaisa. Fr. 25.– für

Mitglieder, andere Fr. 30.–. Anmeldung bis

28.2. auf Anmeldung@hot-tg.ch oder

Telefon 077 401 31 76 (Roger)

Zürich

06.50 HAZ Outdoor:

Schneeschuh-Tour zur Cristallina-Hütte in

den Tessiner Bergen

(2 Tage). Bedretto - Cristallina-Hütte -

All Acqua. Treff 06.50h Zürich HB, Abfahrt

07.01h IC Richtung Lugano.

Genaue Infos und Anmeldung siehe

www.haz.ch/outdoor/aktuell

18.00 Gay Bikers Zürich: Höck und Kegelabend

mit Loge70 & LMZ. Infos www.gaybikers.ch

18.00 a.part Frauenbar:

bei Buvette Philipp, Zweierstr. 166

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance mit DJ Qbass

22.00 Rage:

Wagistrasse 13, Schlieren 14 Years Rage.

Birthday Party. Fresh fruits, cakes & salty

snacks. Live Strip-Show mit Nick Mazzaro

um 00.30h

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Embassy of House. DJ Nick

Harvey

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass Full Fetish & Sportswear

SO 04. März

Zürich

19.00 Tanzleila@Exil: Party von Frauen für

Frauen. Ab 19h Standard (Latin, Salsa), ab

21h DJ Beatween (Disco Deluxe) und ab 23h

DJ Prinzessin in Not (Tango bis Techno)

19.00 Sector c; Fetish Club: Zero – Sunday Nacked.

Fr. 13.– inkl. Eintritt Rage & Garderobe

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 05. März

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y DJ Groovemaster

Agenda

DI 06. März

Zürich

19.30 Rocky Horror Show:

mit Andrea Zogg in der Erzählerrolle. Bis

18.3. im Theater 11, Zürich. Dienstag bis

Freitag 19.30h, Samstag 15.30h & 19.30h,

Sonntag 14.30h & 18.30h.

Infos www.rocky-horror-show.ch oder

www.musical.ch. Tickets über Ticketcorner

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Duplexx DJ Upspace

MI 07. März

Bern

19.30 3gang in der Villa Stucki:

Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur Curry-

Buffet, Fr. 30.–.

Zudem Schwubliothek & Lesbenstammtisch

Zürich

20.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen.

Naked Party mit Maskenpflicht.

Maske gibt es zu leihen für Fr. 5.–

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ siehe www.heldenbar.ch

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ La Luna

DO 08. März

Zürich

19.00 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

z&h Spieleabend. Hirschengraben 7

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

FR 09. März

Zürich

19.30 H A Z - C ent ro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Franz

19.30 Frauenbar im GZ Riesbach:

Seefeldstr. 93

20.00 gay: my way:

Schwule Männer im Coming-out Treff

im HAZ-Centro, Sihlquai 67. Coming-out

Gespräche in Kleingruppen

20.00 LMZ – der Schwule Schweizer Motorradclub:

Stamm im Restaurant Moléson,

Grüngasse 7, 8004 Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

Chartstation mit DJ Marc S

22.00 Lollipop Party: mit 3 Tanzpisten! Schlager,

Schweizerhits mit Hauch von Canzoni &

Chansons; Disco 80er/90er; Après Ski, die

grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Mens cruising

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Progressive Locals.

DJ Angy Dee

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode FF, SM, Bondage, Fetish

SA 10. März

Luzern

21.00 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum Mona

Lila, Frauenparty

22.00 United Party: für Gays, Lesbians & Friends

mit DJs Peeza, Juiceppe, Groovemaster &

Dynam!ke. 2 Dancefloors & Smokers Lounge.

Fr. 20.–, ab 18 Jahre. Im Tunnel Club,

Inseliquai 12c (hinter HB).

43


Agenda CRUISER Edition März 2012

Dein

FetischlaDen

in Zürich

Kernstrasse 57

ch-8004 Zürich

tel. 043 243 30 43

www.MaennerZone.coM

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule We are family! Essen,

Geniesserabend für die LesBiSchwule Community im Lokal Badgasse 8

Anmeldung über

www.badgasse8.ch

Zürich

19.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.

Ab 19h Kulturbar; Chill and feel. Ab 21h Party mit DJane Eve. Marquee

Club, Weinbergstrasse 68 (Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse). Infos www.

party4lesandgay.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

G-Dance mit DJ Loyce

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren The big Gang Bang-Party

22.30 Aviator layover Party: Rio de Janeiro DJs & Gogo Dancers. Im Papiersaal,

Kalanderplatz (Sihlcity, Bus 33, Tram 13, S4 & Nachtbus & -zug).

Infos www.itraveller.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Relab! DJs José Parra & Thomi B

23.00 sector c; Fetish club: Strikter Dresscode-Anlass The big Gang Bang-

Party. No dress code

SO 11. März

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 12. März

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y

DJ Groovemaster

DI 13. März

Bern

20.00 uncut – warme Filme am Dienstag:

im Kino der Reitschule. «Skoonheid / Beauty», Südafrika 2011, Digital

105 Min., E/Afrikaans/dt. UT. Bar ab 20h, Film um 20.30h. Infos www.

gaybern.ch/uncut

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH: Filmabend: «Juste une question d

amour». Rämistr. 71, KOL siehe www.zundh.uzh.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna

MI 14. März

Bern

19.30 3gang in der Villa Stucki:

Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur Abendessen, Schwubliothek &

Trans*-Stammtisch

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

20.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. GangBang-Mask Party

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ siehe www.heldenbar.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Treffpunkt DJ Garçon Sauvage

DO 15. März

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ Mad House

FR 16. März

Luzern

22.00 Frigay night: happy sound for happy people@The Loft Haldenstr. 21

DJs C-Side & Pra-Vos

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation mit DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-off!

Fussballhelden. Sports & Sneaks

44


CRUISER Edition März 2012

Agenda

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. DJ José Parra

23.00 sector c; Fetish club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Fick-off! Fussballhelden. Sports &

Sneaks only

SA 17. März

Winterthur

21.00 WILSCH-tanze: Ü18 Party für LesBiGay

& Friends. Lightfire, Harzachstr. 2, 8404

Winterthur (Fussweg vom Bahnhof Seen,

Gratisparkplätze)

Zürich

09.30 typisch Mann? typisch Frau?:

Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung.

Vorträge, Workshops, Podiumsgespräch.

Jungchen PsychotherapeutInnen

gehen der Frage der Orientierung von

Mann und Frau nach.

ISAPZURICH, Hochstrasse 38, 8044 Zürich.

Infos www.isapzurich.com & Märztagung@

isapzurich.com, Tel. 076 380 34 43

13.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Besuch des Alpamare zusammen mit

UniGay. Anmeldung bis 7.3.

siehe www.zundh.uzh.ch

18.00 a.part Frauenbar:

bei Buvette Philipp, Zweierstr. 166

21.30 Klubnacht: Main Floor: Drag-DJane

Jurassica Parka. Upper Floor: DJ Gaetano

& DJ Nick Harvey. Party auf 2 Floors. Infos:

www.g-colors.ch & www.jurassicaparka.com.

G-Colors (T&M & AAAH!), Marktgasse 14,

8001 Zürich

22.00 Rage:

Wagistrasse 13, Schlieren Cruising unlimited

23.00 sector c; Fetish club: Strikter Dresscode-

Anlass x-treme Leather & Rubber

SO 18. März

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 19. März

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y

DJ Groovemaster

DI 20. März

Aarau

20.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Treff Nachtessen

in der Röschtifarm. Anmeldung bis 6.3. bei

karin.wehrli@post.ch

Anzeige

Bern

20.00 uncut – warme Filme am Dienstag:

im Kino der Reitschule. «L-Shorts 4», Sieben

lesbische Kurzfilme, zusammengestellt von

den lesbisch-schwulen Filmtagen Hamburg.

D, GB, S, USA 2010, 93 Min. OV/d. Bar ab

20h, Film um 20.30h.

Infos www.gaybern.ch/uncut

Zürich

20.00 10 Jahre Das Zelt: Jubiläumstour mit Stars

u.a. mit Kay Yanar, Marco Rima, I Quattro,

Florian Ast & Francine Jordi, Oropax, DJs

Antoine & Ötzi etc. Vom 20.3. bis 19.4. im

Kasernenareal. Infos www.daszelt.ch,

Tickets über Ticketcorner

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Angy Dee

MI 21. März

Bern

19.30 3gang in der Villa Stucki:

Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur Abendessen,

Schwubliothek & Jassabend

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ Heldin

im Chaos. Electro clash, electro trash

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Upspace

DO 22. März

Bern

21.00 Comeback Bar: Rathausgasse 42. Elektronischer

Musikabend in gemütlicher

Bar-Atmosphäre mit DJ ELfERich

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Szenetour durchs schwule Nachtleben von

Zürich. Treffpunkt & 1. Station ist Platzhirsch,

Spitalgasse 3, siehe www.zundh.uzh.ch

22.30 AAAH!:

arktgasse 14. Prêt à danser. DJ Mad House

FR 23. März

Zürich

20.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Stuten-Markt & Nachtsauna bis 06h.

Infos www.stutenmarkt.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

Frühlingserwachen. DJs Gaetano & Alexio

22.00 Rage:

Wagistr. 13, Schlieren Cum, cruise & enjoy

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Frühlingserwachen.

DJs Marc S & Alexio

23.00 sector c; Fetish club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Friday naked. Nacktparty

SA 24. März

Bern

22.00 ISC Club: Tolerdance für Schwule, Lesben

und FreundInnen. Golden Tolerdance mit

DJ Ludwig & Guest

Zürich

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance mit DJ Qbass

22.00 Aera nacht der Blumen: 2 Floors. DJs

Dada Global, Cherie, Don Ramon, Franco,

Jesse Jay, Mandeg & Valentino. Hive Club,

Geroldstr. 5. Besucher in Blumenkostüm

erhalten bevorzugten Eintritt

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Workers in

gear - Workerparty

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. After Flower.

DJs Everest & Alexio

23.00 sector c; Fetish club: Strikter

Dresscode-Anlass Workers in gear. Worker,

Bauern, Army (yellow). Bierpass 3 für 2

SO 25. März

Ganze Schweiz

10.25 Les lacets roses: Wanderung Leuk - Pfynwald.

Treffpunkt um 10.25h in Leuk.

Infos bei Daniel Tel. 078 697 64 11

Zürich

20.00 ladies night im Adagio:

Gotthardstr. 5 (Kongresshaus) DJane Jasmin

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 26. März

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y DJ Groovemaster

DI 27. März

Zürich

19.00 lesbentreff Zürich-Wiedikon:

Trinken, essen, kennenlernen.

Im Huusmaa, Badenerstr. 138

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna

LIVE RUND UM DIE UHR:

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45


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15

11

4

13

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SEEBAHNSTRASSE

STAUFFACHERSTRASSE

KALKBREITENSTRASSE

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ENGELSTRASSE

13

BADENERSTRASSE

HOHLSTRASSE

LANGSTRASSE

BIRMENSDORFERSTRASSE

14

LANGSTRASSE

HELVETIAPLATZ

STAUFFACHERSTRASSE

MILITÄRSTRASSE

KASERNENAREAL

Rudolf-Brun-

Brücke

Stauffacherbrücke

LAGERSTRASSE

KASERNENSTR.

Sihlbrücke

Sihl

GESSNERALLEE

MUSEUMSSTRASSE

15

9 14

2 3

8

9 14

2 3

8

9 14

STAUFFACHER

2 3 9 14

8

8

3 14 3 14

2 9

HAUPTBAHNHOF

13

BAHNHOFSTRASSE

PARADEPLATZ

2 9 6 7

8 13 11

3 14

13

LINDENHOF

Walche-Brücke

4

13

Bahnhofbrücke

Rathausbrücke

1

Münsterbrücke

4

15

LIMMATQUAI

4

15

2

10

4

15

CENTRAL

4 3 5 6

15 7 10

NIEDERDORFSTRASSE

9

5 7

6

8

SEILERGRABEN

4 3

BAHNHOFSTRASSE

Limmat

8 13

BELLEVUE

4 15 5

2 9 8 11

A1

2 9 8

Quaibrücke

12 Moustache

DIE SAUnA FÜR MÄnnER

Engelstrasse 4

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1 Rathaus caFÉ

BAR – CAFé

Limmatquai 61

www.rathauscafe.ch

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Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

13 huusMaa

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR

Badenerstrasse 138

www.huusmaa.ch

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CRUISER Edition März 2012

MI 28. März

Bern

19.30 3gang in der Villa Stucki:

Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur

Abendessen und Schwubliothek

Zürich

19.30 Musical Rocks!: Musik aus Tanz der Vampire,

We Will Rock You, Dirty Dancing, Lion

King etc. Im Theater 11, Zürich.

Infos www.musical-rocks.de,

Tickets über Ticketcorner

20.00 Schwule Väter: Väterstamm im Café

Rathaus, Limmatquai

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJ Sky Captain. Heavy baseline electro,

tool techno, sägezahn brummbrumm

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Angy Dee

DO 29. März

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

z&h Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 HAZ-Centro Schwubliothek:

Schwule Bücher- und ausgewählte Videoausleihe,

Sihlquai 67

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ Mad House

FR 30. März

Zürich

18.00 Checkpoint: im Gespräch by QueerHelp

Die Kette durchbrechen. Das Leben positiv

gestalten. Vom Umgang mit der eigenen

Psyche und der Schwierigkeit mit der

Therapietreue. Ab 20h Essen und Trinken

mit Posibar. Restaurant Hubbles,

Werdstr. 54, 8004 Zürich. Keine

Anmeldung erforderlich

19.30 GayMigs: schwule Migranten Treff im

HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 Queertango Queer: Milonga für Schwule,

Lesben und ihre Freunde. Cafetin Buenos

Aires/El Artesano, Alfred-Escherstr. 23

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation mit DJ Marc S

22.00 Lollipop Party mit 3 Tanzpisten!: Schlager,

Schweizerhits mit Hauch von Canzoni &

Chansons; Disco 80er/90er; Après Ski, die

grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage:

Wagistr. 13, Schlieren Bad Boyz Friday

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Progressive Locals. DJ La Luna

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB. Cum in sports gear

SA 31. März

Bern

22.00 Gentleboyz: The most gentle gay nights in

the capital. DJs José Galisteo (live), Kareem

Junior, David Cruso & Kary. Fr. 25.–,

Vorverkauf Fr. 20.–. Charity Event zugunsten

Aids Hilfe Schweiz. Club Du Théâtre

Bern, Hotelgasse 10. Infos www.gentleboyz.ch

Thurgau

19.30 Goldies-Show mit Spaghettiplausch:

Oldies, Evergreens präsentiert von Diva International.

Menu mit Salat, diverse Saucen

und Dessert. Im HOT-Lokal, Wilerstrasse 5,

Wängi. Anmeldung über Anmeldung@

hot-tg.ch

Vorschau April

Agenda

Zürich

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen.

U-30 Special. Youngster haben reduzierten

Eintritt zu Fr. 9.–. Über 30 Jahre normaler

Eintritt von Fr. 30.–

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance mit DJ Groovemaster

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Balearic Gay Vibe.

DJs Charles Meyer & Mad House

23.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Full Fetish

Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch | Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi, Andreas Candinas, Daniel Diriwächter, Martin Ender, Branko B. Gabriel,

René Gerber, Oliver Hölcke, Mark-Philip Ingenhoff, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf, Stefan Schüpbach

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Fachberater: Pierre André Rosselet, Rechtsanwalt

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Cruiser Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

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