DMG-informiert 3/2016

dmginterpersonal

Spannende und bewegende Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen. Thema dieser Ausgabe: Gott sei Dank für meinen muslimischen Nachbarn

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 3/2016

Gott sei Dank

FÜR MEINEN MUSLIMISCHEN NACHBARN


THEMA

Gott sei Dank

FÜR MEINEN MUSLIMISCHEN NACHBARN

Erstaunlich, ...

... dass Sie eine Zeitschrift mit einem

solchen Titel überhaupt in die Hand

nehmen und sogar lesen! Vielleicht

erwarten Sie eine Bestätigung für

Ihren Verdacht, dass wir bei der DMG

jetzt komplett verrückt geworden sein

könnten? Oder treibt Sie die Sorge:

„Ich weiß ja, ich soll meinen Nächsten

lieben wie mich selbst (3Mose 19,18).

Und ich weiß auch, ich soll Gott

für alles danken (Eph 5,20) … aber

plötzlich heißen meine Nächsten und

Nachbarn Mohammed und Fatima.“

Da fragt mancher: „Darf das denn sein,

wir leben hier doch in Deutschland?!“

– Wissen Sie eigentlich schon, wie Ihr

neuer Nachbar heißt?

Einmal andersrum betrachtet

Ich denke an die Zeit zurück, als wir in

Nordafrika gelebt haben. Unsere muslimischen

Nachbarn hatten plötzlich einen

Christen neben sich wohnen – für sie war

das etwas völlig Neues. Im marokkanischen

Arabisch sagt man von hartherzigen,

brutalen Menschen, sie hätten das

„Herz eines Christen“. Und so einer

wohnte jetzt plötzlich in ihrer friedlichen

muslimischen Wohngegend. Was konnte

ich tun, um Vorurteile abzubauen und ihr

Vertrauen zu gewinnen? Was hätten Sie

getan?

Es hätte nicht ausgereicht, den Nachbarn

zuzurufen: „He, Leute, ich bin nicht

so, wie Ihr denkt! Und überhaupt, die

Christen sind heute nicht mehr so wie

zur Zeit der Kreuzzüge und der Conquista!“

Meine Nachbarn benötigten Zeit. Sie

konnten mich tagaus, tagein beobachten

und langsam merken, dass ich kein Ungeheuer

bin, wie sie sich das unter „Christ“

vorgestellt hatten.

Es geht um den Menschen

Mir hilft es zu wissen, dass mein muslimischer

Nachbar kein Vertreter des

Islam ist. Vielleicht weiß er weniger über

den Koran, islamische Geschichte und

Gesetze als Sie, sein christlicher Nachbar.

Da Sie Zeitschriften wie DMG-informiert

lesen, haben Sie schon allerhand über den

Islam erfahren und stehen sicherlich in

kritischer Distanz zum Koran.

Mein Nachbar nennt sich Muslim.

Unter Umständen weiß er selbst nicht so

recht, was das bedeutet. Vielleicht wuchs

er in einem traditionellen Elternhaus auf,

erlebte Gastfreundschaft, Familienzusammenhalt

und so weiter. Und auf der emotionalen

Ebene verbindet er den Begriff

„Muslim“ mit „Familie“ und „glücklicher

Kindheit“. Dann hört er die Botschaft der

Fundamentalisten, die ihm sagen: „Um

Muslim zu sein, musst du Wort für Wort

den Koran und die Gesetze der Sunna

einhalten.“ Er hört auch liberale Muslime

sagen: „Die Fundamentalisten haben den

Koran total verdreht.“ Jetzt ist er richtig

verwirrt. Was soll er nun glauben?

So hält er an seiner Überzeugung fest,

dass der Islam die beste aller Religionen

sei und die Welt besser wäre, wenn alle

den Islam richtig praktizieren würden.

Diese Überzeugung hat er einfach. Sie

entstammt nicht seiner Lektüre und logischem

Denken, daher kann man sie ihm

auch nicht mit Argumenten ausreden.

Kann er Christen erleben?

Wie schön wäre es, wenn er Christen

im Alltag erleben könnte. Predigten

muss er sich schon genug von seinen

muslimischen Lehrern anhören. Er merkt

vielleicht auch, wie wenig deren Botschaften

für die Praxis taugen. Wenn er doch

nur Menschen kennenlernen würde, die

anders sind. Deren Glaubensaussagen

ihrem Leben im Alltag entsprechen. Einen

Menschen wie Sie, lieber Leser.

Unabhängig von unserer Haltung zur

aktuellen Flüchtlingspolitik sind wir als

Menschen gefragt, als Nachbarn und

Freunde. Gott hat doch gewollt – oder

wenigstens zugelassen, dass diese Menschen

zu uns kommen. Können wir seiner

großen Weisheit vertrauen und IHM nun

für unseren neuen Nachbarn danken?

Vier Vorschläge:

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1. Danke für diese Chance

Wir haben den Missionsauftrag von

Jesus (Matth 28,18ff), dem wir Deutsche

im Vergleich zu anderen Ländern nur sehr

zögerlich nachkommen. Nun kommen

Menschen aus aller Herren Länder (und

noch mehr aus Ländern, die gar keine

Herren mehr haben, sondern nur noch

Chaos) zu uns. Wir müssen nicht mehr

irgendwo hinziehen,

wo wir das Klima

nicht vertragen, um in

einer anderen Kultur

missionarisch aktiv zu

sein. Mein Nachbar ist

Muslim, und er hatte

wahrscheinlich nie

zuvor einen Christen zum Nachbarn. Der

bin ich, und ich kann ihm fröhlich von

meinem Glauben erzählen. Danke, Gott!

Missionarin Claudia Wendt schildert in

ihrem Bericht auf Seite 12 eindrucksvoll,

wie sie diese Form der Dankbarkeit in

Russland lebt. Mühsam schaufelte sie im

Winter für ihre Nachbarn, die ihr immer

frech das Auto zugeparkt hatten, den

Schnee weg, sodass diese abends einen

freigeschippten Parkplatz vorfanden. Ein

gutes Beispiel für den zwanglosen Umgang

selbst mit schwierigen Menschen.

2. Danke für die Bibel

Vielleicht bin ich Christ … und weiß

aber selbst gar nicht mehr so recht, was

das bedeutet. Da kommt mein neuer

Nachbar und sagt, er glaube auch an

Gott, aber ganz anders. Also fange ich an

zu studieren. Ich lese wieder mehr in meinem

Buch, der Bibel, und auch im Koran

– und werde neu dankbar, wieviel Freude,

Freiheit und Friede aus den Evangelien

strömt. Danke, Gott, für Menschen, die

mir einen kritischen Spiegel vorhalten,

damit ich merke, was in meinem Glauben

nur leere Tradition war und was aus der

Kraft des Evangeliums lebt.

Ein anderer Mitarbeiter schreibt:

„Durch das Leben in einem islamischen

Land und das Miteinander mit muslimischen

Nachbarn habe ich die Welt der

Bibel viel besser kennengelernt.“

3. Danke für andere Kulturen

Die Vielfalt der Kulturen ist faszinierend.

Mein neuer Nachbar kennt

bestimmt interessante Kochrezepte,

Kleidungsstücke, Musik, Sprichwörter

und Redewendungen. Wieviel muss ein

Ausländer hier in Deutschland lernen!

Die Sprache vor allem, aber auch ganz

Mein neuer Nachbar

kann viel von mir lernen.

Was kann ich von ihm

lernen?

einfache Dinge: dass man den Wasserhahn

wieder zudreht, wenn man kein

Wasser mehr braucht, das Licht wieder

ausschaltet und Türen schließt … Tausend

Kleinigkeiten, die für uns selbstverständlich

sind, entdeckt er erst. Wie schön,

wenn er dann auch mal ein bisschen

„Lehrer“ sein darf, und sei es nur für ein

Kochrezept. Gott sei Dank für den Reichtum

an Kulturen.

Martina Bastian berichtet von einem

Straßenhändler in

Burkina Faso, zu dem

sie regelmäßig geht. Das

lässt sich auf unsere

deutschen Verhältnisse

übertragen: auf den

Türkenladen, die Dönerbude

oder den Besuch

beim Friseur aus Ganzweitwegistan. Sie

schreibt (S. 17): „Er macht gute Preise für

mich und versucht nicht, mich übers Ohr

zu hauen, wie manche andere Verkäufer

hier. Ich nehme mir immer etwas Zeit,

um mit ihm zu plaudern.“ Es lohnt sich,

Stammkunde zu sein und sich über das

Geschäftliche hinaus Zeit zu nehmen.

4. Danke für gemeinsame Werte

Vielleicht finden wir in unserem muslimischen

Nachbarn sogar einen Verbündeten,

wenn es um die Verteidigung

von Werten geht, die uns von unserem

christlichen Glauben her wichtig sind: wie

Familie, Respekt vor dem Alter und die

Individualität der Geschlechter.

Natürlich können wir uns nicht mit

dem Islam verbrüdern. Doch in der

Begegnung mit Muslimen treffen wir auf

Menschen, die wissen, dass sie von Gott

geschaffen sind und ihm einmal Rechenschaft

für ihr Leben ablegen müssen. Das

ist doch ein guter Anknüpfungspunkt für

Glaubensgespräche und mehr. Ich bin

überzeugt, dass gottlose Deutsche für

unsere Kultur gefährlicher sind als gottesfürchtige

Muslime. Gott sei Dank für

Menschen, die um ihren Schöpfer wissen.

Zeuge sein und reden

Viel falsch machen können wir im

Umgang mit unserem neuen Nachbarn

nicht. Außer, wir versuchen, mit ihm

über seine Religion zu sprechen. Da hört

er schon genug Verwirrendes von den

eigenen Leuten. Stattdessen erzählen

wir ganz einfach und mutig von unserem

Glauben. Jesus Christus sucht Zeugen

(Apg 1,8). Wenn wir offen und ehrlich

darüber reden, wie Jesus uns in unserem

Alltag hilft, stoßen wir bei manchem Muslim

auf mehr Offenheit als bei sonstigen

Deutschland

braucht Hilfe

Der Flüchtlingsstrom nach

Deutschland hat weltweit

Aufmerksamkeit erregt. Mitarbeiter

von Partnerorganisationen im Ausland

möchten über die DMG hierzulande

unter Flüchtlingen arbeiten. Gleichzeitig

bitten uns Gemeinden um Hilfe bei

ihrer Arbeit mit Migranten. Als DMG

ermöglichen wir ausländischen Mitarbeitern

künftig den Dienst in Deutschland.

Dafür entwickeln wir Strukturen und

ebnen Wege. Dies ist auch die neue

Aufgabe von Günther und Rosemary

Beck und Stefan Henger. Sie waren

lange in Afrika tätig, haben Missionare

aus vielen Ländern in ihren Dienst eingeführt

und begleitet. Gemeinsam mit

anderen Mitarbeitern unserer Zentrale

werden sie diesen neuen Arbeitszweig

aufbauen. Manche Bewerber aus Übersee

bringen langjährige Erfahrung in

den Kulturen der Flüchtlinge mit und

sprechen deren Sprachen – es lohnt

sich! Herzlichen Dank, dass Sie unser

Projekt „Betreuung internationaler

Mitarbeiter“ unterstützen.

Stichwort:

P53600 Internationale Mitarbeiter

Günther und

Rosemary Beck

Zeitgenossen. Dabei kann Wunderbares

geschehen, wie einer unser Mitarbeiter

mit einem Afghanen erlebt hat:

„... eines Tages floh er vor den Taliban

nach Deutschland. Hier staunte er über

unser Volk: ‚Wie freundlich die Deutschen

mit mir umgehen‘, sagte er. Durch

diese Liebe bewegt hat er sich für ein

Leben als bewusster Christ entschieden

und gehört heute zu einer lebendigen

Gemeinde in Thüringen.“

Vielleicht helfen Ihnen die Berichte in

diesem Heft, in Ihrem neuen Nachbarn

nicht nur dessen Religion und

Herkunft zu sehen, sondern

einfach einen Menschen, der

Jesus braucht.

Pfr. Günther Beck

Stefan

Henger

DMG-informiert | 3 | 2016

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EUROPA

DMG-ZENTRALE

NEU: Claudia Kämpgen

Bitte beten Sie mit:

Seit mehr als 100 Jahren

beten die Frauen des

Deutschen Frauen-Missions-

Gebets-Bunds (DFMGB) schon

für Missionarinnen in aller

Welt. 10.000 Beterinnen in 700

Gebetskreisen bringen auch die

Anliegen der DMG vor Gott.

Parallel gibt es seit 20 Jahren

den Männergebetsbund. Bitte

reihen Sie sich ein in diese

wertvollen Initiativen:

DFMGB

Tel.: 0271 335333

dfmgb-siegen@t-online.de

MGB

Tel.: 07122 1885

www.maennergebetsbund.de

Gudrun Gottschalk und

Elfriede Mohr am Stand des

DFMGB beim DMG-Jahresfest

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INHALT

EUROPA

ASIEN

AFRIKA

AMERIKA

Veranstaltungen

Buchtipp

Events planen und Feste feiern

Seit vier Monaten bin ich bei der

DMG in der Öffentlichkeitsarbeit im

Eventmanagement. Es war ein intensiver

Einstieg, mit vielen Begegnungen und

neuen Informationen. Ich bin dankbar für

mein Team, das mich herzlich aufgenommen

hat.

Als drittes, jüngstes Kind bin ich in

einem Pfarrhaus in Mülheim an der Ruhr

aufgewachsen. Von klein auf habe ich in

der Familie, Jungschar und Kinderkirche

Geschichten von Jesus gehört und später

als Teenie selbst auf Freizeiten oder in

der Jungschar an die nächste Generation

weitergegeben. So aufzuwachsen war ein

Geschenk von Gott.

Direkt nach dem Abitur ergriff ich die

Chance, für ein Jahr als Aupair nach Amerika

zu gehen. So fing mein neues Leben

an. In den USA habe ich Gott ganz neu

kennengelernt. Er formte meinen Charakter

– vom ängstlichen, introvertierten

Menschen in eine

junge, offene Frau

mit starker Persönlichkeit.

Das Mobbing

an der Schule,

manches Schwere

zu Hause und die

Gedanken, ungeliebt

zu sein, waren endlich weg. Dafür danke

ich Jesus von Herzen. Zu meiner Gastfamilie

und amerikanischen Freunden der

Vineyard Church of Columbus habe ich

bis heute Kontakt.

Nach meiner Berufsausbildung

lebte ich zwei Jahre in Großbritannien,

um dort meinen Bachelor in

International Business Management

mit den Schwerpunkten Interkultu­

Jesus formte meinen Charakter

– vom ängstlichen,

introvertierten Menschen

in eine junge, offene Frau

mit starker Persönlichkeit.

Claudia Kämpgen

relle Differenzen und Spanisch sowie den

Master (Msc) in International Tourism

Enterprise with Events zu machen. Die

Zeit dort hat mich sehr an die in den

USA erinnert, denn auch hier schloss ich

Freundschaften fürs Leben und erlebte

Gott auf wunderbare Weise.

Geistlich war ich damals in vielen Gemeinden

unterwegs, auch als Hauskreisleiterin

bei der SMD in Köln. Dann zog

ich mit Sack und Pack ins Schwabenland.

Zunächst schnupperte ich beim Hänssler-

Verlag ein wenig in den Vertrieb, um

dann im Jugendherbergswerk als Tagungsmanagerin

zu arbeiten. Der Gedanke kam

auf, meinen Glauben mit meinem Beruf

zu kombinieren und christliche Events

zu organisieren. Meine geistliche Heimat

habe ich beim Gospel Forum in Stuttgart,

wo ich Marco, meinen künftigen

Ehemann, kennenlernte (wir heiraten im

Juni). In dieser Gemeinde mit mehreren

tausend Gottesdienstbesuchern

habe ich begonnen,

größere Veranstaltungen

zu organisieren, und beim

Kirchentag hatte ich die

Projektleitung für ein Café

der Ev. Allianz Stuttgart.

Ich danke Gott für

meine neue Aufgabe bei der DMG. Hier

bin ich für die Planung von Missionsfesten

in Gemeinden, die Standbetreuung bei

Konferenzen wie der Allianzkonferenz

in Bad Blankenburg (27.–31.07.2016) und

Großveranstaltungen wie das Jugendevent

JuMi (www.jumi.online) verantwortlich.

Gerade Letzteres liegt mir sehr am

Herzen. Außerdem informiere ich im

Internet und sozialen Netzen über DMG-

Events. Bitte beten Sie für mich und

meine neue Aufgabe.

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DEUTSCHLAND

Klaus und Fränzi Libuda

Von wegen, Angler reden nicht …

Im März-April schwimmen die Heringe

vom Meer in unseren Fluss hinein, um

im Brackwasser der Rostocker Unterwarnow

zu laichen. Dann stehen die

Angler dicht an dicht auf der Kaimauer

und messen ihre Fertigkeiten. Mit etwas

Geschick kann man

bis zu fünf Heringe

mit einem Wurf aus

dem Fluss ziehen.

An einem Samstag

Ende März komme

ich (Klaus) abends an

meinen Angelplatz.

Von den anderen

höre ich, dass noch

nicht viel gefangen wurde, lasse mich aber

nicht entmutigen und werfe die Schnüre

aus. Eine halbe Stunde vergeht, doch

mein Eimer ist immer noch leer – als

ein älteres Ehepaar sich zu mir stellt. Sie

Dann dachte ich:

„Okay, Gott, ich nehme

mir die Zeit und plaudere

– du kannst mir ja danach

mehr Fische an die Haken

hängen.“

seien über Ostern mit ihrem Wohnmobil

in Rostock, erzählen sie. Eigentlich habe

ich gar keine Lust zum Reden, ich will nur

in Ruhe angeln. Doch die beiden lassen

nicht locker …

Ich kann mich weder aufs Angeln, noch

aufs Gespräch konzentrieren.

Ärger kocht in

mir hoch. Ich will Fische

fangen! Dann denke ich:

„Okay, Gott, ich nehme

mir die Zeit und plaudere

– du kannst mir ja danach

mehr Fische an die Haken

hängen.“ So werde ich

ruhiger, hole die Schnur

ein und wende mich ohne Ablenkung den

Beiden zu.

Das ältere Paar ist hier im Osten groß

geworden und seit 50 Jahren verheiratet.

Mit ihrer Verwandtschaft wollen sie

nichts mehr zu tun haben, weil darunter

auch ehemalige Stasi-Spitzel seien.

Aus ihren Worten höre ich Zorn und

Bitterkeit heraus, deshalb spreche ich das

Thema Vergebung an. Ich erkläre ihnen,

dass wir, wenn wir nicht vergeben, uns

selbst in ein Gefängnis sperren. Bitterkeit

und Unversöhnlichkeit sind Gitterstäbe

und vergiften die Beziehung zu unseren

Mitmenschen.

Sie fragen nach meiner beruflichen

Tätigkeit. Ich erkläre ihnen, dass ich

gläubig und Ältester einer christlichen

Gemeinschaft sei. Worauf sie meinen, sie

bräuchten keinen Gott. Sie hätten doch

sich beide, das würde ihnen reichen. Ich

frage sie, ob es nicht schöner wäre, wenn

sie auch die Ewigkeit zusammen an so

einem idyllischen Ort wie hier verbringen

könnten? Was durch den Tod und die

Auferstehung von Jesus Christus für jeden

Menschen möglich sei. Ein Gedanke,

über den nachzudenken sich lohne, meint

das Paar.

Nach einer guten halben Stunde verabschieden

wir uns und ich angle wieder.

Die anderen haben immer noch nichts

gefangen. Bei mir beißt plötzlich ein

Fisch nach dem anderen an. Gott hat mir

die Zeit mit dem älteren Ehepaar reich

kompensiert, ein volles Herz und einen

Kescher voll Fisch geschenkt. Was für ein

gesegneter Tag.

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EUROPA

Von Mitarbeitern in

DEUTSCHLAND

„Dass jemand an mich denkt …!“

Mit einem Briefumschlag in der

Hand kam Lisas* Großvater

auf mich zu und fragte: „Wie können

wir den Inhalt dieses Briefes Flüchtlingen

zukommen lassen?“ Weil

wir zur selben Gemeinde gehören,

wusste er, dass wir Migranten helfen.

„Meine Enkelin und ihre Freundin

haben für einen Bazar in der Grundschule

gebastelt und Sachen verkauft.

Lisa möchte den Erlös Flüchtlingen

schenken.“ Mit dem Versprechen,

uns etwas einfallen zu lassen, nahmen

wir den Umschlag

entgegen.

Bald kam uns die

Idee: Nour Chan, ein

junger Afghane, sollte

das Geschenk bekommen.

Der Jugendliche

machte sich Sorgen

um seine kranke

Mutter in der Heimat.

Sein Bruder hatte im

Kampf gegen die Taliban das Leben

gelassen, der zweite Bruder war

verschleppt worden. Von ihm hat er

bis dato keine Nachricht. Er selbst

war zwei Tage in ihrer Gewalt und

entkam. Auf schnellstem Wege hatte

die Großfamilie seine Flucht organisiert.

Nach einer abenteuerlichen

Der junge Afghane

macht sich Sorgen um

seine kranke Mutter

in der Heimat. Sein

Bruder hat im Kampf

gegen die Taliban das

Leben gelassen …

Sie und ihre

Mitschülerinnen

verkauften

Selbstgebasteltes

zugunsten von

Flüchtlingen

Reise landete er in der Türkei.

Gemeinsam mit einem anderen

jungen Afghanen setzten sie ihren

beschwerlichen Weg fort. Aus

Bekannten wurden Freunde.

Kurzentschlossen gab ich ihm

den Umschlag und erzählte ihm

den Hintergrund. Etwas später

hatte er einige Worte des Dankes

auf Deutsch (!) auf einen Zettel geschrieben

und gab ihn mir zusammen

mit einer Spielzeugfigur für

Lisa. Es hat ihn tief berührt, „dass

jemand an mich

denkt …!“

Wieder war der

Opa der Mittelsmann.

Lisa wollte

unbedingt, dass der

Brief in ihrer Klasse

vorgelesen und die

Figur vorne aufs Pult

gestellt wird – als

Erinnerung an die

Flüchtlinge. Nour Chan ist inzwischen

als Flüchtling anerkannt.

Wir beten, dass er Jesus begegnet,

der ihn bedingungslos liebt. Diese

Liebe hat ihn durch eine gläubige

Grundschülerin berührt.

* Alle Namen im Text geändert

Irgendwo im Südwesten Deutschlands:

Ein Mädchen mit Down-Syndrom

betritt ein Spielwarengeschäft und

strahlt übers ganze Gesicht, als sie all

die wunderschönen Spielsachen sieht.

Ein paar Minuten später kommt ein circa

40-jähriger Araber herein, der schon länger

in Deutschland lebt und öfters dort

einkauft. Das behinderte Mädchen ist

fasziniert und probiert manches Spielzeug

aus. Dann wählt sie eine große Legopackung

und geht damit zur Kasse. Sie will

die Legos kaufen.

Dazu legt sie ihren kleinen Geldbeutel

mit Spielgeld auf den Tisch und strahlt

die Verkäuferin übers ganze Gesicht an.

Der Araber ist im selben Moment an der

Kasse und erkennt, was das behinderte

Mädchen will. Spontan nimmt er den

zweiten Verkäufer zur Seite, drückt ihm

100 Euro in die Hand und sagt, dass er

den Kauf des (ihm fremden!) Mädchens

übernimmt. Sie sollen einfach ihr Spielgeld

annehmen und den Kauf tätigen, als

wäre alles in Ordnung. Dank seiner Hilfe

kann das behinderte Mädchen mit Spielgeld

einkaufen. Überglücklich marschiert

sie mit der großen, bunten Spielzeugkiste

in den Armen aus dem Laden.

Wie vor den Samaritern

zur Zeit von Jesus haben

viele in unserem Land

heute Ängste und

Vorurteile gegenüber

Arabern.

Diese bewegende Szene hat ein Freund

kürzlich beobachtet. Mich erinnerte sie

an den barmherzigen Samariter der Bibel

(Lk 10,25ff). Wie vor den Samaritern zur

Zeit von Jesus haben viele in unserem

Land heute Ängste und Vorurteile gegenüber

Arabern. Wenn Jesus die Geschichte

vom „Barmherzigen Samariter“ im

heutigen Deutschland erzählen würde,

ob er wohl einen Araber als Hauptperson

wählen würde, der seinem

Nächsten hilft? Genau

wie mein Freund es

live erlebt hat …

Theo Volland

DMG-Redakteur

Der

barmherzige

Araber

6 DMG-informiert | 3 | 2016


Bericht, Bilder und

Audioaufnahmen von

unserem Jahresfest auf:

www.DMGint.de/

Jahresfest

DMG-informiert | 3 | 2016

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EUROPA

DEUTSCHLAND

Branislav und Jasna

Nouruz, Deutsch und Bibelkreis

Die Gemeinschaft mit persischen

Christen in unserer Gemeinde

ist etwas Besonderes. Sie kommen

aus dem Iran und Afghanistan. Viele

wissen noch nicht, was aus ihrem

Asylantrag wird und wie sie ihre Familie

über die Runden bringen sollen.

Trotzdem setzen sie sich voll für Gott

ein. Demnächst lassen sich einige von

ihnen hier taufen.

Am 18. März feierten wir ihr traditionelles

Frühlings- und Neujahrsfest

Nouruz. Es bedeutet „der neue Tag“

und gilt als das

schönste persische

Fest. Nouruz wird

seit 3.000 Jahren

gefeiert – von

Aserbaidschan bis

Zentralasien und

der Türkei über die

Kurdengebiete bis

Indien. Das Fest

dauert zwölf Tage

und findet seinen Abschluss mit einem

Ausflug in die freie Natur.

Zu unserem Nouruz, das persische

Christen organisiert haben,

kamen mehr als 60 Gäste. Gemeinsam

schmückten wir den Tisch mit

den Haft-Sin (Sieben-S): Mit Sabze

(Weizen- oder Linsensprossen), Samanu

(einer Süßspeise), Sir (Knoblauch),

Serke (Essig), Somagh (saures

Gewürz), Sib (Apfel) und Senjed

(Mehlbeeren). Dazu kamen Sekke

(Münzen), Sonbol (Hyazinthe) und

Botschaft und Gebet

standen im Mittelpunkt.

Im Anschluss wurden

wir mit persischen

Köstlichkeiten verwöhnt

und lernten iranische

Christen kennen.

Sepand (wilde Raute), ein Spiegel

(Glückssymbol), Goldfische im

Wasserglas, ein Stück Brot, bemalte

Eier und, weil hier Christen feierten,

selbstverständlich die Bibel.

Es gab eine Andacht, bei der eine

interessante Verbindung der Bibel zu

den alten Persern hergestellt wurde.

Botschaft und Gebet standen im

Mittelpunkt. Im Anschluss wurden

wir mit persischen Köstlichkeiten

verwöhnt, erlebten Gemeinschaft

und lernten weitere iranische Christen

kennen.

Seit einem Jahr gibt

es in unserer Gemeinde

einen persisch-afghanischen

Bibelkreis,

der stark wächst.

Inzwischen kommen

bis zu 15 Leute.

Er wird von einem

iranischen Ehepaar

und mir im Wechsel

geleitet. Ein Übersetzer hilft mir.

Es beeindruckt uns, wie hingegeben

die iranischen Christen als ganze

Familien ihren Glauben leben. Sie laden

fleißig in die Gemeinde und zur

Bibelstunde ein und besuchen Flüchtlinge.

Wir unterstützen sie tatkräftig

dabei. Vor dem Bibelkreis bieten wir

in zwei Gruppen Deutschunterricht

für Asylbewerber an (Anfänger und

Fortgeschrittene). Das findet guten

Zuspruch. Wir freuen uns sehr über

das, was Gott hier tut.

Die

syrischen

Araber

Unerreichte Volksgruppe

Das Internetportal www.etnopedia.

org zählt die rund 14,5 Millionen

syrischen Araber zu den unerreichten

Völkern. Sie sind mehrheitlich muslimisch

und hatten in ihrer Heimat Syrien kaum

Gelegenheit, bibelgläubige Christen und

das Evangelium kennenzulernen. Durch

die Migrationswelle 2015 sind Hunderttausende

syrische Araber nach Deutschland

gekommen. Viele leben noch in

Erstaufnahmelagern und Asylheimen,

andere haben bereits Arbeit und Wohnung

gefunden. Jetzt können sie einfach

Freundschaften zu engagierten Christen

aufbauen, Gemeinden kennenlernen und

das Evangelium hören.

GEBETSANLIEGEN:

Dass Gott Christen in Deutschland

Mut gibt, sich mit syrischen Flüchtlingen

anzufreunden, damit diese von Jesus

hören.

20 DMG-Mitarbeiter helfen inzwischen

vollzeit Flüchtlingen in Deutschland, auch

syrischen Arabern. Dass Gott die Finanzen

für diese wichtige Aufgabe schenkt.

Partnerwerke schicken uns ausländische

Mitarbeiter, die Arabisch sprechen

und unter Flüchtlingen in Deutschland

tätig werden. Um gute Strukturen für

diesen neuen Arbeitszweig.

8 DMG-informiert | 3 | 2016


DEUTSCHLAND

Ulla Sonneborn

Mediengestalter

David Spieth

Projekt DMG-informiert

Was würde Jesus tun?

Seit 45 Jahren habe ich türkische und

andere ausländische Freunde. Schon

meine erste Begegnung hat mich sehr

bewegt. Ich sah ein Mädchen mit langem

schwarzem Haar auf der Straße, die ich

gerne kennenlernen wollte. Ich traute

mich nicht, sie zu besuchen, bis Freunde

mich ermutigten und mir erklärten, dass

sie Türkin sei.

Als ich die vielen Treppen zu ihrer Familie

hochstieg und an ihrer Tür klopfte,

pochte mein Herz. Ich sagte, dass ich sie

einfach mal besuchen

wolle. Sie brachten mir

viel Herzlichkeit entgegen.

Es entwickelte sich

eine Freundschaft, die

bis heute hält.

Ich verbrachte Monate

bei der Familie ihres Mannes in der Türkei

und lernte dort wahre Gastfreundschaft

kennen: Meine Gastgeber schliefen in

Durchgangszimmern, mir gaben sie das

einzige ruhige Schlafzimmer. Ich wurde

mit zu Verwandten genommen und

überall verwöhnt. Alle begegneten mir

herzlich, mit Respekt und Liebe.

Ich verbrachte Monate bei

einer Familie in der Türkei

und lernte dort wahre Gastfreundschaft

kennen.

Auch sonst hat mich die Türkei verblüfft:

Weil es so heiß war, brachte man

mir in einem Kaufhaus, wo ich auf meine

Freundin wartete, kostenlos eine Cola.

An einer Bushaltestelle holte mir jemand

vom nahen Café ein Glas Tee, wieder

kostenlos. Als Gast wurde ich zu Sehenswürdigkeiten

geführt und bekam überall

den Eintritt bezahlt. Eine Familie mietete

ex tra ein Auto, um meine Kollegin

und mich spazieren zu fahren. Als mich

Männer in einem Urlaubsort unschön

anmachten, suchte

mir die Familie meiner

Freundin zur Sicherheit

ein anderes Hotel …

Nun stellt sich die

Frage: Wie begegnen

WIR als CHRISTEN

den Fremden!? Die Bibel gibt uns klare

Vorgaben: Liebe deinen Nächsten wie

dich selbst. Behandle einen Fremden wie

einen Einheimischen.

Natürlich ist die Situation mit den

Flüchtlingen nicht einfach. Es kommen die

unterschiedlichsten Menschen. Doch die

meisten Flüchtlinge, die ich kennenlerne,

Geht es Ihnen wie uns: Sie sind

fasziniert von den Berichten

der Missionare in DMG-informiert und

staunen jede Ausgabe neu, wie Gott

weltweit handelt? Wir schätzen es

sehr, dass Sie sich durch die Zeitschrift

ermutigen lassen. Möchten Sie uns

mit einer Spende helfen? Wenn jeder

unserer 45.000 Leser 6 Euro geben

würde, wären die jährlichen Kosten

für Erstellung, Druck und Versand

gedeckt. Oder Sie spenden für einen

weiteren Leser? Denn manche Freunde

können nichts geben, beten aber

treu für die DMG – sie erhalten gerne

weiter kostenlos unsere Zeitschrift.

Ihre Spende hilft, Menschen für Mission

zu begeistern.

Stichwort:

P55040 DMG informiert

kommen aus ehemals wohlhabenden

Familien. Wir können uns kaum vorstellen,

was für einen sozialen Absturz ihr

Asylantrag in Deutschland bedeutet. Sie

sind dankbar für Frieden und Freiheit und

glücklich, dass sie hier sein können. Aber

es ist nicht leicht für sie, gar nicht leicht.

Ich wünsche niemandem, dass er wegen

Krieg, Verfolgung, Hunger und Perspektivlosigkeit

fliehen muss.

Heute muss jeder von uns entscheiden,

wie er/sie sich verhält: Was würde Jesus

tun?

Ulla Sonneborn damals

DMG-informiert | 3 | 2016

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EUROPA

ÖSTERREICH

NEU: Peter Fuss

ITALIEN

Hannah Appenzeller, Jahreseinsatz

Mit einem Knall

in die Mission

Einige Tage bevor mein Kurzeinsatz

mit OM auf dem Missionsschiff

„Logos Hope“ beginnen sollte,

die Koffer waren so gut wie gepackt

und … Ach ja, nochmal schnell eine

letzte Runde mit meinem geliebten

Motorrad drehen. Da hat es geknallt.

Ein Auto hatte das Stoppschild

übersehen und ist mir direkt vors

Motorrad gefahren. Aus zwei Jahren

Mission wurden zwei Jahre Krankenhaus

und Reha. Aus zwei Jahren für

Gott zwei Jahre voll Schmerzen, im

Bett liegen und neu laufen lernen.

Der Metallbauer mit Kraft und

Motivation

hielt plötzlich

nicht mal vier

Stunden Arbeit

aus. Nichts war

mehr wie vor

dem Unfall. Was

sollte ich jetzt anfangen mit meinem

Leben? Nach langem innerem Ringen

und vielen Gebeten begann ich die

Umschulung zum Fachinformatiker.

Ich bekam Spaß an meinem neuen

Beruf, blieb aber offen für Mission.

Doch was konnte ich als gebrochener

Mensch schon groß leisten für

Gott?

Eine gute Freundin riet mir zu

einer theologischen Ausbildung, das

war genial. Bei den Fackelträgern in

Deutschland und Schweden durfte

ich Jesus tiefer kennenlernen. Er

heilte meine Seele. Damals erkannte

ich, wie sehr Jesus mich liebt, und

Damals erkannte ich, wie

sehr Jesus mich liebt, und

dass er mich einsetzen

möchte, genau wie ich bin.

dass er mich einsetzen möchte,

genau wie ich bin. In allem Leid, in all

meiner Unvollkommenheit, hat Jesus

mir immer das Richtige geschenkt.

Oft nicht was ich wollte – schon gar

nicht nach meinem Zeitplan – aber

immer passend: Gute Ärzte zur rechten

Zeit. Heilung, wo die Mediziner

von Wundern sprachen. Einen super

Umschulungsplatz. Und wie er mir

Menschen zur Seite stellte. Jesus ist

größer als jede Situation. Ich kann

ihn nur loben wie in Psalm 96: „Tut

kund seine Herrlichkeit unter den

Nationen, unter allen Völkern seine

Wunder.“

Das ist meine

Motivation, wenn

ich im August als

DMG-Mitarbeiter

zu Trans World

Radio nach Wien

umziehe. Als Fachinformatiker werde

ich mich um das Büronetzwerk von

TWR kümmern und dafür sorgen,

dass die Computer funktionieren. Ich

werde nicht nur für Wien zuständig

sein, sondern für die 100 Mitarbeiter

in ganz Europa. Zu meinen Aufgaben

gehören Schulungen und das

Beantworten technischer Fragen.

Bei TWR kann ich meine Fähigkeiten

einsetzen, damit Menschen in aller

Welt in 200 Sprachen übers Internet

und Radio von Gottes Liebe hören.

Begleiten Sie mich dabei mit Ihren

Gebeten und Spenden?

Ein Schmetterling

lernt fliegen

20.

Januar, 22.18 Uhr, mein Handy

vibriert: Jemand hat mir eine

Nachricht geschickt, das Bild eines

Schmetterlings. Dazu die Worte: „Hannah,

das hat mich gerade an dich erinnert.

Ich finde, du bist wie ein Schmetterling.“

Schön und gut, aber irgendwie weiß ich

zunächst nicht viel mit dieser Nachricht

anzufangen. Wieso das Bild? Warum

gerade ein Schmetterling?

Als Kurzzeitmitarbeiterin der DMG bin

ich in einem christlichen Gästehaus tätig.

Kürzlich hatten wir eine Gruppe Maler,

Musiker und Tänzer aus aller Welt zu

Gast, die mit Kunst das Evangelium weitergeben.

Kurz nach der Textnachricht

kommt eine Künstlerin der Gruppe auf

mich zu und gibt mir eine kleine Karte,

darauf das Bild eines Mädchens mit kunstvoll

gestalteten Schmetterlingsflügeln.

Auf der Rückseite stehen Worte über

meinen Charakter und meine Ausstrahlung.

Als ich sie darauf anspreche, erzählt die

junge Frau mir, sie habe die Zeichnung

bereits zu Hause angefertigt, ohne mich

zu kennen. Und sie habe das dringende

Gefühl gehabt, dass sie die Karte mitnehmen

und hier jemandem schenken solle.

Ich war die richtige Person.

Schon lange hatte ich mich nach innerem

Frieden gesehnt. Darüber, was von

Gott her meine Aufgabe ist. Jetzt kenne

ich meine Berufung, wie es mir die junge

Frau weitergegeben hat: durch meine Art

auf die Schönheit und das Wesen Gottes

hinzuweisen, welches voll Frieden, Ruhe

und Freude ist. Wow, das war vielleicht

eine Erkenntnis.

Damit nicht genug: Die Künstlerin hat

mich ermutigt, JEDES meiner Talente einzusetzen,

auch beruflich, weil Gott uns

keine einzige Gabe ohne einen Grund gegeben

hat. Sie sagte: „Was spräche denn

dagegen, Kunsttherapeutin zu werden,

Hannah?“ Seit diesem Gespräch weiß ich,

„Jesus ist der Weg, die Wahrheit

und das Leben“ auf Russisch

10 DMG-informiert | 3 | 2016


KROATIEN

Frank und Angelika Bosch

Seine Großzügigkeit steckt an

In den 1980er-Jahren begann Herr

Skeif* aus Aleppo (Syrien) sein Studium

in Zagreb. Hier verliebte er sich,

heiratete und gründete eine erfolgreiche

Firma. Inzwischen gibt er 600 Menschen

unserer Stadt Arbeit und Brot. Unter

anderem Franjo aus unserer Gemeinde.

Herr Skeif hat einen guten Ruf, weil er

Angestellte und Kunden freundlich behandelt.

Seine Großzügigkeit steckt an:

Vor zwei Jahren suchte unsere

Gemeinde leitung händeringend Räume

für die Kinderbetreuung während der

Gottesdienste. Herr Skeif hatte kurz

zuvor eine Apotheke und zwei große

leerstehende Räume neben unserem Gemeindehaus

gekauft. Er war sofort bereit,

uns die Räume für begrenzte Zeit zur

Verfügung zu stellen – sogar unentgeltlich!

Unser Pastor lernte ihn kennen und

staunte, wie ihm der Muslim von Allahs

Güte und Hilfe und Gebetserhörungen

erzählte.

Im September 2014 standen unsere

Kirchenräume nach starken Regenfällen

einige Tage unter Wasser. Acht Monate

dauerten die Renovierungsarbeiten, die

Kosten waren höher als gedacht. Als

Herr Skeif von unserem Unglück erfuhr,

überwies er unserer Gemeinde eine großzügige

Spende. Das hat uns tief berührt.

Im September 2015 strandeten plötzlich

tausende Flüchtlinge aus Syrien in

Zagreb, auf dem Weg nach Deutschland.

Wieder stellte er uns kostenlos Räume

zur Verfügung; sie waren einige Wochen

das logistische Zentrum der Flüchtlingshilfe

der Baptisten Kroatiens. Unsere

Gemeinde ist froh, dass wir ihm nun indirekt

danken können, indem wir seinen

Landsleuten helfen.

Herr Skeif ist ein zurückhaltender, bescheidener

Mensch. Wahrscheinlich war

er deshalb nicht bei der Wiedereröffnung

unserer Gemeinde. Aber wir sind durch

ihn ins Nachdenken gekommen, was

Fragen zu Muslimen, einer lebendigen

Gottesbeziehung, Gebet und Großzügigkeit

betrifft.

* Name geändert

Seit diesem Gespräch

weiß ich, dass ich hier in

Isola am richtigen Einsatzort

bin. Es ist wunderbar,

wie Jesus Puzzleteile

zusammenfügt.

dass ich hier in Isola am richtigen

Einsatzort bin.

Es ist wunderbar, wie Jesus

Puzzleteile zusammenfügt,

um meine Planlosigkeit in eine

geniale Berufung umzuwandeln.

Wie er mir zeigt, wer ich bin und

wo meine Aufgabe in der Welt

ist. Und das an einer scheinbar so

unbedeutenden Einsatzstelle, wo

meine Arbeit oft nicht gesehen

wird. Der Alltag im Freizeithaus

besteht zum Großteil aus Putzen,

Tischdecken und Aufräumen.

Doch Gott weiß genau, was er

tut …

Kommt mit nach Griechenland

vom 6. bis 14. Juli 2016

... und helft unserem Partner Hellenic Ministries bei der großen

„Operation Josua 9“ Bibeln und christliche Literatur im Norden des

Landes zu verteilen. Information:

www.DMGint.de/Operation-Josua

DMG-informiert | 3 | 2016

11


EUROPA

RUSSLAND

Claudia Wendt

Unfälle und Amokparker

„Jesus ist der Weg, die Wahrheit

und das Leben“ auf Russisch

Nach 26 Jahren Fahrpraxis hatte ich

2015 meinen ersten Unfall; und

das gleich mit dem eben erst erworbenen

Dienstwagen. Auf der Chaussee fuhr mir

ein Kleinbus hinten auf, futsch waren

Kofferraum und Kotflügel. Ich sagte dem

Busfahrer, einem Usbeken, dass ich das

gerade gar nicht brauchen könne, weil ich

einer Freundin Sachen für ihren kranken

Sohn in die Klinik bringen wollte. Stunden

warteten wir gemeinsam auf die Polizei …

Freitagfrüh sollten wir auf der Polizeiwache

zum Protokoll

erscheinen. Der

junge Usbeke bat

um Verschiebung

auf Samstag, weil er

freitags zum Gebet

müsse. Ich bewunderte

die Disziplin

des jungen Muslims,

und erzählte ihm,

dass ich Christin bin. Bei der Protokollaufnahme

versuchte er, sich rauszureden,

doch die Schuldfrage war eindeutig. Gelassen

schrieb der Polizist den Strafzettel

aus. Erst sechs Wochen nach dem Unfall

brachte ich es fertig, dem jungen Mann

eine SMS zu schreiben: Dass alles gut gelaufen

ist, das Auto wie neu aussieht, ich

ihm vergeben habe plus Johannes 20,23

aus der Bibel. Sofort rief er zurück, weil

er sich so freute.

Anfang Oktober passierte mein zweiter

Unfall. Im Dunkeln auf unserem Innenhof

rammte ich ein ungünstig abgestelltes

Auto und hinterließ sichtbare Kratzer. Ich

hatte Schuld, ein unerträgliches Gefühl.

Als ich alles um mein

Auto frei hatte, bekam ich

plötzlich so richtig Lust,

auch um die zwei Autos

meiner Nachbarn herum

Schnee zu schippen.

Sofort schrieb ich einen Zettel, bat um

Vergebung, dazu meine Telefonnummer.

Am nächsten Tag rief eine junge Frau an

und fragte sachlich, wieviel Geld ich geben

würde. Ich erklärte ihr, dass sie Geld

nur über meine Versicherung erhalte.

Dazu müssten wir auf die Polizeiwache

und den Unfall melden. Davon hielt sie

gar nichts. Glücklicherweise konnte ich

die Reparatur noch von der restlichen

Versicherungssumme des ersten Unfalls

bezahlen – das war Gnade.

Anfang Januar brachte

ich hinten an meinem Wagen

die Aufschrift „Jesus

ist der Weg, die Wahrheit

und das Leben“ (Joh 14,6)

an. Ein paar Tage später

begannen zwei Nachbarn,

mir die Ausfahrt zu

versperren. Immer wieder

parkten sie ihre Autos

absichtlich direkt vor meines. Ich war

sauer, schaute mir das eine Woche lang

an, dann machte ich Fotos und ging zur

Polizei. Weil die Rechtslage für Parken in

Innenhöfen schwammig ist und es höchstens

drei Euro Strafe kostet, verzichtete

ich auf eine Anzeige und ging stattdessen

ins Gebet.

Danach schrieb ich beiden Autofahrern

auf ein Kärtchen mit dem Bibelwort „Wie

ihr von den Menschen behandelt werden

möchtet, so behandelt auch sie“ (Matth

7,12) die Kurzmitteilung: „Bitte parken

Sie ihre Autos künftig so, dass ich jederzeit

bequem rausfahren kann. Danke für

ihr Verständnis. MfG, Klawdia (Tel-Nr).“

Als ich die Zettel an ihren Fahrzeugen

angebracht hatte, überkam mich ein Gefühl

der Erleichterung und das dringende

Bedürfnis, Schnee zu räumen.

In diesem Winter hatten wir wirklich

Unmengen Schnee, sodass der Räumdienst

die Innenhöfe oft nicht bewältigte.

Als ich alles um mein Auto frei hatte, bekam

ich plötzlich so richtig Lust, auch um

die zwei Autos meiner Nachbarn Schnee

zu schippen, damit sie am nächsten

Morgen problemlos rausfahren könnten.

Dann schob ich noch Schneemassen weg,

damit ein neuer Stellplatz frei wurde …

Solche Tätigkeiten werden genau von

den Nachbarn beobachtet. Ein Mann,

der im Hauseingang an seiner Zigarette

zog, meinte: „Mädel, wenn du hier

Schnee schippst, ist das für uns Männer

so peinlich, dass keiner sein Auto auf die

freigeschippte Fläche stellen wird.“ Zufrieden

grinste ich in mich hinein. Seit der

Schneeräumaktion habe ich meinen persönlichen

Stellplatz, auf dem kein anderes

Fahrzeug steht. Die beiden Amokparker

grüße ich immer freundlich.

Im April hatte ich den dritten Unfall.

Jemand fuhr mir rückwärts in die Seite

und verbeulte die Tür. Als der Kommissar

das Protokoll aufnahm, kamen mir all die

Erlebnisse in den Sinn und ich begann zu

beten. Dann kramte ich ein Heftchen

„Warum Jesus“ aus der Tasche und fragte

den Unfallverursacher freundlich: „Wie

heißen Sie?“ „Aleksej.“ „Sehr angenehm,

Aleksej, ich habe Ihnen vergeben“. Erleichtert

schaute er mich an und dankte.

Auch der Polizist schmunzelte.

12 DMG-informiert | 3 | 2016


ASIEN

GEORGIEN

Hanna Waidelich, Jahreseinsatz

SÜDOSTASIEN

Tabea

Flüchtling

wird Bibellehrer

Mehr Farbe in den Alltag

Der Einsatz hier in Georgien

ist bunt und vieles geschieht

spontan. Mal vier, mal zehn, mal

Einzelunterricht. Manchmal warte

ich auch vergebens, dass die Kinder

und Teenager zum Englischlernen

erscheinen. Grund war vielleicht

einfach nur der Regen. Auch in der

Jugendgruppe freitags schmeißen wir

das Programm öfters spontan um,

weil nur wenige auftauchen, ganz

neue Leute kommen oder der kleine

Raum plötzlich aus allen Nähten

platzt. Schön ist, dass die Teenager

immer wieder kommen, interessiert

sind und wir in kleinen Dingen Veränderungen

an ihnen sehen.

Letzte Woche haben wir Facepainting

(Gesichtsbemalung) angeboten.

Wie ungewohnt es für die Teens

war, ihrer Kreativität freien Lauf zu

lassen. Wir wollen junge Menschen

ermutigen, Neues auszuprobieren.

Dass sie Gottes geniale Möglichkeiten

für ihr Leben erkennen, auch

wenn sie von Schule und Umfeld her

anderes gewohnt sind.

Durch die Arbeit mit Kindern und

Jugendlichen ist mir eines klargeworden:

„Gott erwählt nicht die Qualifizierten,

sondern qualifiziert die

Erwählten.“ Während der Schulzeit

Kreativer Englischunterricht für Teenager

konnte ich mich nie so für Englisch

begeistern und hatte nach dem Abi

nicht das Gefühl, dass meine Kenntnisse

weit reichen. Hier hat Gott mir

eine Leichtigkeit in dieser Sprache

geschenkt und Geduld, wenn die Kids

auf sich warten lassen.

Vor drei Wochen waren wir an

einem sonnigen Tag unterwegs auf

einem kleinen Berg in der Nähe.

Bepackt mit allem, was man für ein

Picknick so braucht, zogen wir los

und hatten eine gute Zeit miteinander.

Davor hatte ich Bedenken, weil

ich mich als einzige Mitarbeiterin um

die ganze russischsprachige Gruppe

kümmern sollte. Aber Gott kann

einen für alles befähigen. Er hat über

seine Schöpfung ein „Sehr gut“ ausgesprochen

und uns genial beschenkt.

Also: Egal welche Aufgabe Gott dir

gibt … du darfst sicher sein, dass er

dir auch das Werkzeug dafür mitgibt!

Und dann darfst du auf einmal Farbe

in den tristen Alltag von Menschen

bringen. Komm zum Kurzeinsatz mit

der DMG und probiere es aus – ich

kann dir die Stelle hier in Georgien

nur wärmstens empfehlen. Neben

weiblichen sind auch männliche Mitarbeiter

herzlich willkommen! :-)

Amit* lernte ich 2014 kennen. Er

war Student unserer theologischen

Ausbildungsstätte in Südostasien,

und ich betreute ihn bei seiner Masterarbeit.

Er freute sich riesig, einer

Deutschen zu begegnen, und erzählte

mir gleich seine Geschichte:

Anfang der 1990er-Jahre, nach seinem

Universitätsstudium, bekam er eine

Beamtenstelle in seinem südostasiatischen

Heimatland, gewissermaßen das

Lotterielos für eine gesicherte Zukunft.

Doch er gehörte zu einer verfolgten

ethnischen Minderheit und sein Land

versank damals im Bürgerkrieg. Amit

fürchtete um sein Leben und bat in

Deutschland um Asyl.

Hier war alles anders: das Essen,

der Lebensstil, einfach alles. Dazu die

Einsamkeit, ganz alleine, ohne Familie

und Freunde. Er war am Tiefpunkt

seines Lebens und begann nach Gott zu

fragen.

Christen in Deutschland nahmen ihn

liebevoll in ihre Gruppe auf und erzählten

ihm von Jesus. Sie scheuten keine

Mühen, um eine Bibel und christliche Literatur

in seiner Sprache aufzutreiben.

Was er hörte und las, bewegte Amits

Herz. Die Abraham-Geschichte, wie

Gott einen Mann herausruft und segnet,

gab ihm Hoffnung. Die Psalmen, in

denen die Beter aus tiefer Verlassenheit

Gott anrufen und er sie hört, trösteten

ihn. Wenig später nahm er Jesus als

seinen Herrn an.

1999 kehrte Amit in seine Heimat

zurück und schloss sich einer dortigen

Kirche an, für die er seither arbeitet.

Zuerst im christlichen Buchladen, dann

als Übersetzer, um christliche Literatur

aus dem Englischen in seine Sprache zu

übertragen, heute als Evangelist, Pastor

und Teilzeitlehrer einer theologischen

Ausbildungsstätte. Weil Christen in

Deutschland einem Flüchtling Liebe

entgegengebracht haben, werden heute

viele Menschen in seiner Heimat mit

Gottes Liebe erreicht!

* Name geändert

DMG-informiert | 3 | 2016

13


ASIEN

NAHER OSTEN

Von DMG-Mitarbeitern

„Es war ein guter Tausch!“

Inzwischen hat unsere kleine

christliche Gemeinde in einem

Nachbarland Syriens 650 Flüchtlinge

aufgenommen, die sie mit dem

Lebensnotwendigsten versorgen, so

gut es geht. Zimmer des Gemeindehauses

sind in Lagerräume und

Kleiderkammer verwandelt worden.

Fast alle beteiligen sich an der

Verteilung von Gütern. Wir bieten

Englischunterricht an, organisieren

Bibelstunden, besuchen die Migranten

und hören zu …

Unter der Woche treffen wir uns zur

Gebetsstunde, da klopft es an die Tür.

Draußen weht ein kalter Wind. Vor dem

Haus steht eine Familie aus dem Gebiet

Ninives im Nordirak: Kleinkinder an

der Hand, zusammen mit einer älteren

Großmutter, ein paar Plastiktüten zu

Füßen. „Habt ihr etwas zu essen?“, fragen

sie. „Wir sind schon einige Tage in der

Stadt und haben keine Bleibe gefunden.“

Als der sogenannte Islamische Staat den

Nordirak und Teile Syriens eingenommen

hat, stellten sie die christliche Bevölkerung

vor drei Alternativen: 1. Bekehrt

euch sofort zum Islam. 2. Verlasst alles

und wandert aus. Oder 3. Wir bringen

euch um. Mit „auswandern“ meinten sie,

man überlässt die Habe den Terroristen:

Haus, Ländereien, Auto, Bankkonten,

Fotoalben, alles!

Ein starker Familienvater, Mitte 30,

hat bei ihrem Auszug durch die Wüste

abwechselnd seine kleinen Kinder,

die schwangere Frau, seine behinderte

Schwester und den übergewichtigen alten

Vater getragen. Der Senior erzählte:

„Mehrmals habe ich meinem Sohn gesagt,

er soll mich doch einfach in der Wüste

liegen lassen und sich um seine Kinder

kümmern.“ Das hat er nicht getan. Der

Rücken des Sohns ist immer noch ausgerenkt,

aber er hat alle durchgebracht.

Täglich neue Flüchtlinge

Geschichte um Geschichte, der Exodus

in unser Land nimmt kein Ende. Noch

ein junger Vater, wieder mit Kindern,

schwangerer Frau und Mutter. Er bringt

seinen von Kindheit an blinden Bruder

mit. Wir konnten sie mit Matratzen,

einer Gasheizung und Essen versorgen.

Ein Mann um die 40 verabschiedete

sich von seiner Verlobten, um seinen

durch Schlaganfall geschwächten Vater

und den jüngeren Bruder, einen Bluter, zu

uns ins Nachbarland zu bringen. Heute

kümmert sich dieser Iraker in unserer

Gemeinde aufopferungsvoll um die neuen

Flüchtlinge.

Manchmal hören wir: „Wegen unseres

Christentums haben wir alles verloren,

aber hier bei euch haben wir Christus

gefunden.“ Oder: „Wir waren schon

immer Christen, haben aber nie die Bibel

gelesen. Das haben wir erst hier gelernt.“

Und immer wieder: „Wir haben alles verloren,

aber Jesus gefunden – es hat sich

gelohnt.“ Eine Mutter zeigte auf ihre drei

erwachsenen Kinder und sagte: „Wären

wir nicht geflohen, wären diese drei nie

gläubig geworden. Wir haben unseren

ganzen Besitz verloren, aber Christus

ist heute unser Lebensinhalt. Es war ein

guter Tausch!“

Bitte beteiligen Sie sich im Gebet:

14 DMG-informiert Bitte senden | 3 Sie | 2016 mir kostenlos:

6. Juni-5. Juli 2016

Glaube, Liebe, HofFnung - fur

die islamische Welt beten

30 Tage

Fur die islamische Welt

Absender:

30 TAGE GEBET FÜR DIE ISLAMISCHE WELT –

GEBET VERÄNDERT DIE WELT UND UNS DAZU

Bitte senden Sie mir kost

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Coupon bitte abtrennen und einsenden

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NAHER OSTEN

Von DMG-Mitarbeitern

NAHER OSTEN

Von einer DMG-Mitarbeiterin

Begegnung am Abend …

Die schwarz verhüllte Frau

Wir waren noch neu im Land

und hatten gerade unsere

erste Wohnung angemietet. Es gab

viel einzukaufen: Kochtöpfe, Bügelbrett

und sonstigen Hausrat. Da wir

noch kein Auto hatten, fuhr ich oft

mit dem Bus in den Stadtteil mit den

passenden Läden. Vom Geschäft bis

zur Haltestelle musste ich allerdings

eine ziemliche Strecke gehen – und

das oft schwer bepackt mit Küchenutensilien.

Es war ein heißer Tag. Um mich

herum waren viele Passanten, meist

modern gekleidet. Ich stöhnte unter

meiner Last. Da kam eine Frau auf

mich zu, die total verschleiert war

– von oben bis unten in schwarz

gehüllt, sogar mit Handschuhen, und

das bei der Hitze! Von der Statur

war sie genauso zierlich wie ich, also

auch nicht kräftiger. Ausgerechnet sie

fragte mich, ob sie mir helfen könne,

meinen Einkauf zur Haltestelle zu

tragen? Das hat mich tief bewegt.

Vorher galt meine Sympathie eher

den modern gekleideten Frauen.

Offene Stellen:

Für unsere EDV im Heimatzentrum in Sinsheim sucht die

DMG schnellstmöglich zwei Mitarbeiter:

IT-Administrator (m/w)

Administration der Netzwerke, Server, Clientsysteme (Win ­

dows, VMWare) • Organisation der Datensicherung und Netz ­

werk sicherheit • Beschaffung von Hard- und Software inkl.

Support • First-Level-Support für Mitarbeiter und Missionare

Fachinformatiker (m/w)

Dieses Erlebnis hat mir geholfen,

Vorurteile abzubauen.

Bei unserer zweiten Wohnung

zog kurz nach uns gegenüber eine

muslimische Familie ein, die einer

sehr frommen, mystischen Sekte

angehörte. Die Frau und ihre drei

Töchter gingen nur verschleiert

nach draußen. Eine besuchte die

Koran-Berufsschule und lief total in

schwarz herum. Diese Familie war

nett, gute Nachbarn. Sie hatten ihren

mystischen Hauskreis, wir unseren

christlichen. Es gab nie Probleme deswegen.

Einmal liehen

wir ihnen ein Neues

Testament aus. Sie

haben uns spürbar

geschätzt, weil

sie merkten,

dass wir Werte

haben und

anständige

Menschen

sind, die Ehe

und Familie

achten.

Administration von Datenbankanwendungen (SQL) • Weiter entwicklung

unseres Intranets • Entwicklung von unterstützenden

EDV-Systemen für interne Abläufe

Stellenausschreibung: www.DMGint.de/Stellenangebot

Kürzlich ruft eine behinderte Frau

aus unserer Nachbarschaft an und

fragt, ob wir uns mit ihr treffen könnten.

Sie habe Interesse am Glauben. Mein

Mann und ich beten, dann fahre ich

los – alleine. Mir ist nicht wohl dabei. In

unserem Land gibt es Menschen, die sich

als interessiert ausgeben, einem jedoch

schaden wollen.

Der Verkehr ist unerwartet dicht,

trotzdem komme ich pünktlich an den

Treffpunkt. Gleich hält ein Auto voller

Männer vor dem Café, mit einer Frau auf

dem Beifahrersitz. Zwei Männer steigen

aus. Ich bekomme Angst. Der eine

drückt mir ihren Mantel und ihr Handy in

die Hand, dann helfen sie der hübschen

jungen Frau aus dem Auto (später erfahre

ich, dass es ihre Kollegen waren).

Mit dem Rollator kommt sie langsam

zum Eingang des Cafés. Zwei Kellner

huschen herbei und helfen ihr die Stufen

hoch. Offensichtlich ist sie öfters hier

zu Gast. Die junge Frau erzählt, dass sie

sich nach mehreren Schicksalsschlägen

umbringen wollte und von einer Brücke

gestürzt hat. Seitdem ist sie behindert. Es

ist ein Wunder, dass sie damals überlebt

hat. „Gott liebt Sie und wollte nicht, dass

Sie ohne Errettung sterben“, erkläre ich

ihr.

Wir bestellen uns etwas. Dann erzählt

sie mir von ihrer Großmutter, die Christin

war. Deswegen findet sie Christen

sympathisch. In einer Kirche habe sie mal

eine Kerze angezündet und im Internet

Teile der Bibel gelesen. „Ich will Christin

werden“, sagt sie mit fester Stimme.

Daraufhin erkläre ich ihr die Botschaft

der Bibel und lese daraus vor.

Nachdenklich hört sie zu, dann fragt

sie erneut: „Ich möchte gerne Christ

werden, weiß aber nicht wie das geht?“

Ich erkläre ihr, wie sie Gott im Gebet

ihr Leben anvertrauen kann. Gemeinsam

beten wir – sie spricht mir die Worte

nach – auch für ihre Mutter und ihren

Verlobten. Sie lächelt …

Wir unterhalten uns noch eine Weile.

Dann sagt die junge Frau, dass sie das

Neue Testament lesen will, danach könnten

wir uns wiedersehen. Mit freundlichen

Worten verabschiedet sie sich. Auf

der Fahrt nach Hause bete ich für die

junge Frau, dass sie in Jesus einen stabilen

Halt für ihr Leben findet.

DMG-informiert | 3 | 2016

15


AFRIKA

BURKINA FASO

Christina Krappe, Jahreseinsatz

Christina Krappe schildert Erlebnisse

aus ihrem Alltag als Hebamme in Afrika

„La Chaleur“ – die große Hitze!

Seit zwei Wochen hat „la Chaleur“

(die Hitze) mit aller Macht Einzug

gehalten. Während ich diese Zeilen

schreibe, zeigt das Thermometer 42

Grad im Schatten an. Praktisch bedeutet

das: Dauerschwitzen, schlaflose Nächte

mit feuchten Tüchern und Kühlakkus,

die Ventilatoren im Dauergebrauch und

zwei-/dreimal am Tag unter die Dusche.

Auch die Afrikaner finden es viel zu heiß.

Trotzdem hacken meine Haushaltshilfe

Lydie und eine andere

Frau seit Stunden

draußen in der Sonne

Brennholz, das sie

dringend benötigen.

Bei ihrem Anblick

wird mir bewusst,

dass ich auf höchstem

Niveau jammere, mit

all den Vorzügen, die

ich hier bei aller Einfachheit

noch genieße.

Auch in der Klinik geht es momentan

heiß her: Ich denke an einen Nabelschnurvorfall

letzte Woche. Bei diesen

Temperaturen auch noch unterm OP-

Tuch zu stecken, um den Kopf des Babys

zur Entlastung solange aus dem Becken

herauszuschieben, bis der Operateur

Im Moment kämpfen

wir viel mit Fieber und

Wundinfektionen.

Bitte beten Sie, dass wir

durch so banale Dinge

keine weiteren Kinder

verlieren.

übernimmt, ist nicht angenehm. Aber die

Hoffnung, das Kind zu retten, ist stärker.

Leider war es für dieses Baby zu spät …

Oder der Tag, an dem der Sterilisator

im Operationssaal defekt war. Das bedeutete:

keine sterilen Instrumente und somit

auch keine Operationen mehr. Zwei

Schwangere mussten wir in ein Stunden

entferntes Krankenhaus verlegen, weil sie

dringend einen Kaiserschnitt benötigten.

Eine weitere Frau, die als Notfall in unsere

Aufnahme getragen

wurde, war bereits tot.

Das sind Tage, die mich

wirklich schaffen, zumal

ich um die Möglichkeiten

daheim in Deutschland

weiß.

Ich denke an die

un zähligen Frauen mit

Blutarmut, häufig durch

Mangelernährung. Fleisch

ist hier oft Männern

vorbehalten. Im Moment kämpfen wir

aufgrund der Hitze zudem viel mit Fieber

und Wundinfektionen. Bitte beten Sie,

dass wir durch diese eigentlich so banalen

Dinge keine weiteren Frauen und Kinder

verlieren. Auf dem Weg nach Hause habe

ich geweint …

In meinem Zimmer schaute ich in

meine E-Mails. Im Posteingang entdeckte

ich die Mail einer Fasteninitiative mit

einer Übung zu Psalm 57. Ich war jedoch

so sehr mit meinem Schmerz beschäftigt,

dass ich nicht offen war dafür. Am nächsten

Tag hatte ich frei. Gott wusste, was

ich brauchte: Als ich morgens die Tür

öffnete, fiel mir ein Zettel vor die Füße –

wieder Psalm 57. Eine Freundin hatte ihn

für mich dort hingelegt.

Daraufhin kniete ich mich im wahrsten

Sinne des Wortes in den Bibeltext hinein.

David, der Psalmschreiber, legt seine

bedrängte Seele Gott in die Hand, seinem

allmächtigen Freund. Ich tat es ihm gleich

und betete den Psalm wieder und wieder

laut. Dabei entdeckte ich immer neue

Textstellen für mich. Es tat so gut, loszulassen

und mich durch die alten Bibelworte

trösten zu lassen. Am Abend hatte ich

noch kein Loblied auf den Lippen, aber

ich war wieder ruhig und voll Zuversicht.

Egal, wie die Erfahrungen sind: Es ist

Platz für mich unter Gottes Flügeln. Bei

ihm bin ich geborgen. Jesus ist da! Und

ich gehöre ihm. Nicht den Umständen,

nicht den anderen Menschen oder meiner

Angst, nur Jesus …

16 DMG-informiert | 3 | 2016


BURKINA FASO

Martina Bastian

Straßenrandfreunde

Moussa ist ein Straßenverkäufer in

unserer kleinen Bezirkshauptstadt.

Burkina Faso ist ein armes Land; es gibt

kaum Industrie und nur wenig Arbeit.

Ein Großteil der Bevölkerung versucht,

mit Verkaufsständen ihre Familien zu ernähren.

Ein richtiger Laden kostet zu viel

Miete, außerdem ist es an einer geschäftigen

Straße leichter, Waren anzupreisen.

Man kann hier also alles direkt am Weg

kaufen: Obst, Gemüse, Reis mit Soße,

gebratenes Hühnchen zum Abendessen,

Spielzeug, sogar Möbel. Moussa hat mit

Kleidern aus zweiter Hand angefangen, inzwischen

führt er auch T-Shirts, Taschen

und Koffer in seinem bunten Sortiment.

Mein Weg zur theologischen Ausbildungsstätte,

wo ich unterrichte, führt

mich Tag für Tag mit dem Motorrad an

seinem Stand vorbei. Einmal fiel mir ein

Kleidungsstück ins Auge, also hielt ich an.

Wir kamen ins Gespräch, und ich wurde

Stammkundin bei Moussa.

Er macht gute Preise für mich und

versucht nicht, mich übers Ohr zu hauen,

wie andere Verkäufer hier. Ich nehme mir

immer etwas Zeit, um mit ihm zu plaudern.

Moussa ist freundlich und will nicht

nur seine Waren an den Kunden bringen.

Wir reden übers Wetter, die politische

Situation, die schwierige wirtschaftliche

Lage, seine Familie und den Glauben. Er

fragt nach meiner Arbeit und interessiert

sich für Deutschland.

Einmal schenkte ich ihm Spielzeug für

die Kinder, er freute sich so darüber.

Ein paar Tage später stand er mit einem

lebenden Hühnchen unterm Arm vor

meiner Tür, ein beliebtes großes Geschenk

hier. Auch an Ostern hat er mich

besucht, diesmal mit der ganzen Familie

– und zwei Perlhühnern! Ich war überwältigt

von seiner Großzügigkeit.

Moussa und seine Familie sind Muslime.

Weihnachten und Ostern hat für sie

keine große Bedeutung. Aber er weiß,

dass ich Christin bin und mir diese Feste

wichtig sind. Sein Osterbesuch hat unsere

Freundschaft gestärkt. Ich kenne jetzt

auch seine Frau und ihre fünf Kinder. Zu

Beginn des Fastenmonats Ramadan will

ich ihnen einen Kuchen vorbeibringen

– den dürfen sie nach Sonnenuntergang

essen –, um ihnen zu zeigen, dass sie mir

wichtig sind. Mein Gebet für Moussas

Familie ist, dass sie eines Tages Jesus als

Retter annehmen.

Unterwegs

anhalten

lohnt sich

Über das neue Kinderbuch der DMG

Die Autorin, Dr. Gisela Roth,

arbeitet als Psychotherapeutin und

Ärztin der DMG in Afrika. Am Tumaini-

Seelsorgezentrum in Nairobi, der Hauptstadt

von Kenia, hilft sie afrikanischen

christlichen Mitarbeitern und westlichen

Missionaren, die Krankheiten, Traumata,

Unfälle, Missbrauch, Kriegserlebnisse und

anderes Schlimmes zu verarbeiten haben.

Der Name ihres Zentrums, Tumaini, bedeutet

Hoffnung. Viele ihrer Klienten sind

Missionarskinder. Aus deren Erlebnissen

sind ihre beispielhaften Luka-Geschichten

entstanden.

Gisela Roth erzählt aus dem Leben

von Drittkulturkinder, die in der Fremde

aufwachsen und mit zahlreichen Wechseln

zwischen Kulturen irgendwie klar­

kommen müssen – ähnlich wie es auch

Flüchtlingskindern in Deutschland ergeht.

Die überall und nirgends zu Hause sind.

Sie schildert Gedanken von Kindern,

die Erfolge wie auch das Scheitern ihrer

Eltern am eigenen Leib miterleben. Mit

diesem Buch für Helden ab sieben Jahren

ist ihr etwas Großes gelungen. Sie thematisiert

Ängste von Kindern, ihren Glauben

und ihre Freuden auf eine Weise, die für

Kinder wie Erwachsene gleichermaßen

spannend zu lesen ist – in wunderbar

kindgerechter Sprache.

Wenn Kinder aus Europa bei Luka

mitfiebern, ob sich dessen Eltern nach

dem schlimmen Streit wieder vertragen,

oder ob sein Vater die ihm so wichtige

Arbeit aufgeben muss, dann spricht ihnen

das aus der

Seele. Weil

sie dieselben

Ängste,

Fragen und

Sorgen

bewegen

wie ihn

in Afrika.

Gleichzeitig

teilen sie auch

dieselbe Leidenschaft,

Freude und gar nicht so selten

den gleichen tiefen Glauben mit Luka. Ein

Glaube an Jesus, der Wunder bewirkt.

Theo Volland

DMG-Redakteur

Weitere Informationen

auf der Rückseite

DMG-informiert | 3 | 2016

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AMERIKA

HAITI

Arne und Priscilla Clemm

Olivia

Clemm

Wie Christus es vorgelebt hat

Flüchtlinge sind in Haiti kein echtes

Thema, zumindest nicht Menschen,

die auf der Karibikinsel Zuflucht suchen.

Haitianer, die versuchen, im Ausland Fuß

zu fassen, schon eher. Wir als Missionare

kennen uns damit aus, als Fremde in ein

anderes Land zu kommen und uns dort

ein neues Leben aufzubauen. Obwohl

wir freiwillig und voll Vorfreude nach

Haiti gezogen sind, war unser Start nicht

immer leicht: die Sprachbarriere, ein

anderes Klima, der neue Tagesrhythmus,

leckeres, aber ungewohntes Essen, das

fremde Umfeld und die neuen Nachbarn.

Das strengte an.

Was die Haitianer wohl gedacht haben,

als wir mitten unter sie gezogen sind?

Vielleicht „nehmt einander an, wie Christus

euch angenommen hat zu Gottes

Lob“? Römer 15,7 war die Jahreslosung

2015, als wir in Haiti so richtig Fuß gefasst

haben. Rückblickend sind unsere

haitianischen Nachbarn diesem Vers

absolut gerecht geworden. Sie haben uns

in ihre Gemeinschaft aufgenommen und

zeigen das ganz praktisch:

Der benachbarte Arzt kommt unaufgefordert

bei uns vorbei, wenn jemand

von uns krank ist. Wenn jemand etwas

für uns abgeben will

und wir nicht zu Hause

sind, nimmt die ältere

Dame von gegenüber

die Tüte an und bringt

sie uns später vorbei.

Als unser Sohn zur

Welt kommt, freuen

sich die Nachbarn sehr

mit uns. Sie kommen,

beschenken uns mit

allerhand aus ihrem Garten und beten für

uns als Familie.

Nach einem schweren Verkehrsunfall

trösten sie uns mit Bibelversen und Gebet.

Seither halten Nachbarn an, die wir

vorher nicht kannten, und nehmen uns in

ihrem Auto mit. Der Bäcker weiß, dass

wir sein Brot lieben und bringt es uns

Wie wir wohl selbst mit

neuen Nachbarn aus einem

anderen Land umgehen

würden? Um ehrlich zu

sein, vermutlich nicht so

wunderbar, wie wir es hier

erleben dürfen.

regelmäßig ofenfrisch an die Tür. Auf der

Straße werden wir freundlich gegrüßt,

für ein kurzes Gespräch ist immer Zeit.

Mitmenschlichkeit wird auf Haiti auch in

kleinsten Dingen gelebt. Manche unserer

Nachbarn sind uns

Freunde geworden.

Wenn wir an Zuhause

in Deutschland denken,

fragen wir uns, wie

wir wohl selbst mit neuen

Nachbarn aus einem

anderen Land umgehen

würden? Um ehrlich zu

sein, vermutlich nicht

so wunderbar, wie wir

es hier erleben dürfen. Wir wollen von

unseren haitianischen Freunden lernen,

Gott zu loben, indem wir die Menschen

so annehmen, wie Christus es vorgelebt

hat. Gott sei Dank, dass viele von Ihnen

in Bezug auf die Flüchtlinge uns da jetzt

schon einen ganzen Schritt voraus sind


18 DMG-informiert | 3 | 2016


TERMINE

HERZLICHE EINLADUNG

Veranstaltungen:

10.–12.06.2016: Missionstage Schmalfeld

24640 Schmalfeld, Tel. 04191 3844

19.06.2016: Missionstag Niefern-Öschelbronn

75223 Niefern-Öschelbronn,

Tel. 07233 4290

19.06.2016: Gebetssonntag Amerika

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

22.–23.06.2016: 24-Stunden-Gebet

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

25.–26.06.2016: Missionstage Neustadt/Weinstraße

67433 Neustadt, Tel. 06321 2678

23.–24.07.2016: JuMi – das Jugendmissionsevent

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

(siehe Rückseite)

18.–25.10.2016: Israel-Reise (verlängerbar bis 01.11.)

zum Jubiläum des „Beit Al Liqa“

Information: Gerd Sigrist,

Tel. 07265 8610, gerd.sigrist@gmx.net

Freizeiten:

13.–21.08.2016

Mit Muslimen Freundschaft schließen

Auszeit mit Inhalt auf dem Buchenauerhof

Mit DMG-Mitarbeiter Günther Beck und Doris Keller. Erleben

Sie die wunderschöne Umgebung der DMG-Zentrale Buchenauerhof.

Bibel, Erholung, Einführung in orientalisches Denken,

Minikurs Arabisch und weitere Seminare zur Auswahl.

Ab 270 Euro pro Person + 75 Euro Programmpauschale.

Information und Anmeldung:

Tel. 07135 963713, www.auszeit-mit-inhalt.de

30.09.–03.10.2016

Missionsfreizeit

in Bad Herrenalb-Neusatz

(auch für Familien)

Ab 150 Euro pro Person,

Ermäßigung für Kinder

Information und Anmeldung:

Henhöferheim, Tel. 07083 2385, www.henhoeferheim.de

Treffen Sie uns am Infostand und in Seminaren bei:

11.–12.06.2016: Landesmissionsfest Nagold

03.–05.07.2016: Flüchtlingskongress

Schönblick (Schwäbisch Gmünd)

27.–31.07.2016: Allianzkonferenz

Bad Blankenburg

Impressum

Herausgeber:

DMG interpersonal e.V.

Buchenauerhof 2, D-74889 Sinsheim

Tel.: 07265 959-0, Fax: 07265 959-109

Kontakt@DMGint.de • www.DMGint.de

Bei Adressänderungen: Tel. 07265 959-128, Adressen@DMGint.de

Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland (Redaktion@DMGint.de)

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

Titelfoto: Walter Gschwandtner, Kenia

Spendenkonten:

Volksbank Kraichgau, DMG

IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Schweiz: Swiss Post, SMG

Vermerk: DMG

IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3

BIC: POFICHBEXXX

Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt anerkannt. Spenden werden

im Rahmen der Satzung entsprechend der Zweckbestimmung für

missionarische oder mildtätige Zwecke eingesetzt. Stehen für ein Projekt

ausreichend Mittel zur Verfügung, wird die Spende für einen ähnlichen

satzungsgemäßen Zweck verwendet.

Bitte geben Sie im Überweisungsträger das Stichwort, den Namen

eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an. Herzlichen Dank!

Datum Datum Unterschrift(en)

IBAN IBAN

06 06

Angaben Kontoinhaber: zum Kontoinhaber: Name, Vorname/Firma, Name, Vorname/Firma, Ort Ort (max. 27 Stellen, keine Straßen- oder Postfachangaben

PLZ Freundesnummer Straße Spenders: (falls bekannt) (max. 27 Stellen) PLZ und Straße des Spenders

Spenden-/Mitgliedsnummer Missionarsnummer/Projektnummer oder Name des Stichwort Spenders bzw. - (max. Name 27 Stellen) des Missionars

ggf. Stichwort

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

G E N O D E 6 1 W I E

Danke!

BIC BIC des des Kreditinstituts (8 oder 11 Stellen)

SPENDE

SPENDE

D E 0 2 6 7 2 9 2 2 0 0 0 0 0 0 2 6 9 2 0 4

IBAN IBAN

D M G 7 4 8 8 9 S i n s h e i m

Angaben zum zum Zahlungsempfänger: Name, Name, Vorname/Firma (max. 27 Stellen, bei maschineller Beschriftung max. 35 Stellen)

Name Name und und Sitz Sitz des des Überweisenden Kreditinstituts BIC BIC

Staaten in in Euro. Euro.

SEPA-Überweisung/Zahlschein

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

-


DMG und TSA Präsentieren:

Das Jugend-Missions-Event

23. und 24. Juli 2016

Mit Tobias Kley und SRS

Die welt liegt dir zu füssen

Alle Infos auf: www.Jumi.online

NEUES BUCH:

Nachts draußen

bei den Skorpionen

Schule ohne Lehrer, wie soll das denn

sein? Und wie geht es nach dem schlimmen

Streit weiter? Spannend, was Luka

und seine Familie in Afrika erleben. Luka

besucht gerne Freunde auf dem Kamelmarkt,

beobachtet Sonnenvögel und Antilopen.

Zuhause essen sie Ugali (Maisbrei),

haben einen echten Esel an Weihnachten,

und in ihrer Stadt wird heute noch

Häuptling Kalim um Rat gefragt.

Siehe auch Seite 17

Luka-Geschichten aus Afrika

Edition Wortschatz, 8,95 Euro

Erhältlich bei der DMG

Erlebt mit, wie Luka in Lebensgefahr

gerät. Wie er nachts draußen bei den

Skorpionen seine größte Mutprobe

besteht. Was es mit den vielen Hirten

und Ziegen auf sich hat. Und wie es ist, in

einem ganz anderen Land zu leben – so

richtig!

Mit einem Vorwort von

Magdalene und Traugott

Hopp (MK-Care).

Dr. Gisela Roth

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