Graubünden Exclusiv – Winter 2015/2016

GraubuendenExclusiv

Viele spannende Themen.

G R A U B Ü N D E N

G R A U B Ü N D E N

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EXCL USIV

G R A U B Ü N D E N

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Reto Gurtner

G R A U B Ü N D E N


E D I T O R I A L

I M P R E S S U M

Herausgeberin und Verlag:

Somedia Production AG

Sommeraustrasse 32

Postfach 491, CH-7007 Chur

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Redaktion:

René Chatelain

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Distribution und Streuungs konzept:

Das Hochglanzmagazin

Graubünden Exclusiv . . .

• liegt in rund 300 Fünf-, Vier- und Dreisternhotels

in Graubünden, Bad Ragaz

und im Fürstentum Liechtenstein auf,

• wird den Abonnenten im In- und Ausland

zugestellt,

• ist im Nationalparkzentrum präsent,

• liegt in Top-Restau rants, in Ban ken,

Versicherungen, exklusiven Geschäften,

Bou tiquen, Galerien, Museen, Arzt - und

Zahnarzt praxen, Reise büros, Touris mus -

verei nen und bei Spezialevents auf.

Erscheint:

2 × pro Jahr:

Anfang Juni und Dezember

Auflage:

30 000 Exemplare

pro Ausgabe

Einzelverkaufspreis:

Fr. 15. (inkl. MWST)

(plus Versand kosten)

Jahresabonnement:

Fr. 28. (inkl. MWST)

Heft- und Abobestellungen:

Somedia Production AG

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eliane.casutt@somedia.ch

Partner:

hotelleriesuisse Graubünden

E I N K A N T O N

ALS

NATUR KLINIK

In der heutigen ereignisreichen Zeit muss sich jeder

Mensch eine Strategie für sein eigenes Leben zurechtlegen.

Dabei ist das Ziel, seinen persönlichen Steady

State, also eine Ausgeglichenheit zu erreichen. Ich

kann allen nur raten, den Kanton Graubünden in

Ihre Strategie mit einzubeziehen. Denn für mich ist

dieser ganze Kanton eine einzige Wellnessoase, wenn

nicht sogar eine Naturklinik. Der Nationalpark, die

vielen Wälder, Täler, Bergseen und die arten reiche

Tierwelt bieten Erholungssuchenden alles, was wir

Peter P. Tschirky

für ein ausgeglichenes Körpergefühl benötigen. Das

Schlimmste für Körper, Geist und Seele ist Langeweile

zweifellos ist es kein Problem, jene in diesem wunderschönen Kanton zu

vermeiden.

Aktiv, gesund und fit zu bleiben, ist heute eines der zentralen Themen wir möchten

nicht gesund werden, sondern aus einem präventiven Aspekt heraus gesund

bleiben. Bereits fangen die ersten Krankenkassen damit an, Prämien über Bewegung

zu definieren und Graubünden ist der ideale Ort, dies umzusetzen. Nebst

der Bewegung ist es aber auch wichtig, Ruhe und gesunden Schlaf zu finden. In

unserem Kanton, als Teil des Unesco-Weltnaturerbes, umgeben von eindrücklichen

Kunstbauten wie dem Landwasserviadukt und der geschichtsträchtigen, roten

RhB als Wahrzeichen des Kantons, ist dies ziemlich einfach. In der herrlichen

Bergwelt an der frischen Luft fällt es uns mit Sicherheit leicht, einen Gang runterzuschalten

und uns auf uns selber zu besinnen.

Wie aber machen wir Sie als Gast auf diese vielfältigen Möglichkeiten aufmerksam

? Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Jugend und ihre Sprache. Heute geht

man nicht mehr Skifahren man geht Freestylen. Dabei geht es doch eigentlich um

nichts anderes als darum, sich in der freien Natur, an der frischen Luft zu bewegen

und etwas für den eigenen Körper zu tun weil es einem selber gut tut. Skifahren

hat also einen weitgreifenderen Zweck, es ist nicht mehr nur ein Hobby, wie

wir es früher bezeichnet haben, sondern eine gesunde Art, sich selber fit zu halten.

Nach einem Tag an der frischen Luft gönnen Sie sich vielleicht einen Besuch in der

Sauna oder in einem wärmenden Thermalbad warum ? Nicht um ein bisschen zu

schwitzen und zu plantschen, sondern um den Körper zu regenerieren, die Muskeln

zu entspannen und Kraft zu tanken für den nächsten Tag.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen erholsame, sportlich-kulturelle Wintertage und

eine (ent-) spannende Lektüre.

Peter P. Tschirky, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Grand Resort Bad Ragaz AG

© 2015 by Graubünden Exclusiv


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K U L T U R

OPERA VIVA OBERSAXEN

OPERNSOMMER 2016

In rund zehn Monaten wird im Grand Chapiteau von DAS ZELT in Obersaxen

Meierhof der erste Akt der Oper «Guglielmo Tell» von Gioachino Rossini

an gestimmt. Obersaxen steht dann komplett im Zeichen des Schweizer Volkshelden

und dessen unermüdlichem Freiheitswillen. Einen Vorgeschmack auf den

Opernsommer 2016 bietet der Verein opera viva Obersaxen an den diesjährigen

festlichen Konzerten zum Jahresausklang in verschiedenen Gemeinden

Nord bündens.

N

ach zweimaligem Abstecher auf das Gelände des Rufaliparks

in Obersaxen Misanenga, finden die Aufführungen

des Opernsommers 2016 wieder in Obersaxen Meierhof

auf dem bestgelegenen Vorplatz der Bergbahnen Obersaxen

Mundaun statt. Einmaliger Komfort und eines der schönsten

Bergpanoramas bietet das neue Foyer mit den grossen Fensterfronten.

Dieses lädt ein zum gemütlichen Genuss im Ristorante

« opera viva » und in der Opera-Lounge.

Die Freiheit, welche unser Hauptprotagonist verkörpert, war

nicht nur in der Zeit der Habsburger und der berühmten

Schweizer Schlachten wie Morgarten oder Marignano ein

zentrales Thema. Heute ist der unerbittliche Freiheitswille

präsenter denn je. Regisseur Andrea Zogg, der zuletzt in

der Verfilmung des Schellen-Ursli zu sehen war, wird mit

« Guglielmo Tell » ein weiteres Schweizer Traditionsstück mit

seiner Handschrift prägen.

Mit der « Missa in tempore belli », besser als « Paukenmesse »

bekannt, wird bei den diesjährigen festlichen Konzerten zum

Jahresausklang ein in vielerlei Hinsicht spannendes Stück des

österreichischen Komponisten Joseph Haydn aufgeführt.

Der künstlerische Gesamtleiter von opera viva, Gion Gieri

Tuor, wird die Paukenmesse sowie Musik von Wolfgang

Amadeus Mozart und das « Pater Noster » von Gion Antoni

Derungs wiederum mit dem Coro opera viva und dem Orchestra

Giuseppe Verdi und vier tollen Solisten präsentieren.

Die festlichen Konzerte zum Jahresausklang finden am

27. Dezember in der Heiligkreuzkirche in Chur, am 28. und

30. Dezember 2015 in der Kirche St. Peter und Paul in Obersaxen

und am 29. Dezember in der Baselgia parochiala in Sedrun

statt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.operaviva.ch

7


I N H A L T

V I S I O N E N

« Ich habe keine Angst um den Bergtourismus » ................... 10

A B E N T E U E R

Abenteuer Kanada ................................................................. 18

D E S T I N A T I O N E N

Seiten 10 15

Bergün ..................................................................................... 22

Davos Klosters ....................................................................... 34

Engadin St.Moritz .................................................................. 35

Flims / Laax / Falera ............................................................... 40

Lenzerheide ........................................................................... 50

Vals ........................................................................................... 58

Seiten 30 33

H O L Z A U S G R

A U B Ü N D E N

Sehen wir bald nur noch Holzhäuser ? .................................. 24

Arvenstuben aus Graubünden auf der ganzen Welt .......... 30

T O P G A S T R O N O M I E

Eine Vorzeigefamilie .............................................................. 36

Seiten 44 49

I N N O V A T I O N

Die Firma Akkaya verbindet Metallbau und Kunst ......... 44

T O P K Ö C H E

Sven Wassmer ......................................................................... 52

Seiten 52 57

J U B I L Ä U M

Das Hotel «Adula» in Flims jubiliert .................................. 60

A R T O N I C E

Jessie J und The Jacksons kommen nach Davos .................. 66

Seiten 60 63

G A S T R O N O M I E

Eine Sommelière auf den Spuren des Wassers ...................... 70

U R H O L Z A R T

Old Wood New Art ............................................................. 76

Seiten 70 73


V I S I O N E N

10


« ICH HABE KEINE

ANGST UM DEN

BERGTOURISMUS »

In einem Gespräch mit GRAUBÜNDEN EXCLUSIV erklärt Reto Gurtner,

Chef der Weissen Arena Gruppe, sein Geschäftsmodell und warum

seine Unternehmen sich weiterhin behaupten werden. Eine seiner Maximen:

«Man muss seinen Markt kennen und verstehen .»

INTERVIEW RENÉ CHATELAIN

R

eto Gurtner, Familienvater, Alpenzampano, Strippenzieher

im Alpenkonzern viele Attribute, aus denen vor

allem Bewunderung sprechen. Seit über dreissig Jahren leitet

er ein Unternehmen, das sein viel zu früh verstorbener Vater

Walter († 1983 ) in den Siebzigerjahren aufzubauen begann.

Gurtner selber, der sich als zielstrebig, ehrgeizig, beharrlich,

weltoffen und weitgereist beurteilt, hat wie könnte es anders

sein nicht nur Freunde.

NOCH EINMAL EIN JAHRZEHNT MIT GURTNER ?

Die Hoteliers verfolgen sein Buhlen um die Freestyle-Generation

teilweise mit Misstrauen, seltener mit offener Kritik.

Viele sind der Meinung, er vernachlässige die Bedürfnisse des

älteren Stammpublikums. Sein weltweites Renommee ist

aber so hoch, dass selbst in Peking, wo 2022 die Olympischen

Winterspiele stattfinden werden, sein Rat beim Aufbau des

Schneesportgebiets gefragt ist.

Wir haben das Gespräch in zwölf Stichworten lose zusammengefasst

und die pointierten Aussagen wiedergegeben.

ZUR ZUKUNFT DES WINTERSPORTS

« Ich habe keine Angst um die Wintersportgebiete, sofern sie

hoch genug gelegen sind. Wir müssen aber umdenken, wie

wir die potenziellen Gäste ansprechen. ‹ Never change a winning

horse › mag in anderen Bereichen Gültigkeit haben, im

Tourismus aber sicher nicht. Wer nicht bereit ist, sich neuen

Gegebenheiten und Kundenwünschen anzupassen, hat schon

verloren. Kurvereine, die ursprünglich für die Pflege der

Spazierwege und der Ruhebänklein zuständig waren, haben

von ihrer Struktur her aus meiner Sicht ausgedient. Wie soll

man es jedem recht machen, wenn die Anforderungen so

stark auseinanderdriften ? Der Fünfsternehotelier hat andere

Vorstellungen als der Ferienwohnungsvermieter, der Campingbetreiber

andere als der Sportartikelverkäufer. Früher

waren die Vorstände der Kur- und Verkehrsvereine vorwiegend

in der Hand der Hoteliers, heute sind es eher die Bauleute,

die das Sagen haben. Ein effizientes Marketing kann so

nicht betrieben werden.»

ZUR KLIMAERWÄRMUNG

« Die Klimaerwärmung ist Fakt. Diese spielt aber den schweizerischen

Wintersportorten in die Hand, die Skigebiete über

2000 m ü. M. aufweisen. Voralpengebiete davon auch viele

in Österreich werden das zu spüren bekommen. Schnee

kann man zwar auch mit entsprechendem Aufwand bei noch

höheren Temperaturen machen. Es geht aber nicht nur um

weisse Pisten, sondern um das ganze winterliche Ambiente.»

ZUM SNOWBOARDEN

« Ich hatte in den Siebzigerjahren das Glück, in Kalifornien

studieren zu können. Die Zeit der ‹ Beach Boys ›, die Erfindungen

des Surfens mit und ohne Segel und der Skateboards

haben mich geprägt. Mir gefiel diese lockere Kultur der jungen

Generation. Wenn man es global betrachtet und sieht, an

wie vielen Stränden weltweit gesurft wird, versteht man auch,

warum vielen Jungen das Snowboarden näherliegt als das

Skifahren. Wer nicht in den Bergregionen aufgewachsen ist,

findet schneller den Zugang zum Boarden. Ich möchte aber

nicht die eine Sportart gegen die andere ausspielen. Es hat

11


« Es ist nicht verboten,

mit zunehmendem Alter weiser zu

werden.» (Lieblingsspruch von

Walter Gurtner sen., 1931 1983)

für alle Platz. Aber man muss sich klar positionieren. Viele

Wintersportorte haben gedacht, es genüge, eine Halfpipe zur

Verfügung zu stellen, um die Snowboarder und Freestyler

anzulocken. Dabei wurde vergessen, dass das ganze Drumherum

für diese Gäste mindestens so wichtig ist. Wir haben

mit verschiedenen Angeboten und Events den Zeitgeist getroffen.

Nur am Rande: An der Talstation hatten wir vor

knapp 20 Jahren als Erste weit und breit ein Internetcafé eingerichtet,

was uns im Monat 3500 Franken für die Standleitung

gekostet hat. Heute muss jeder WLAN anbieten, wenn

er dabeibleiben will.»

(Bild: www.philippruggli.com)

NEUE WINTERSPORTGERÄTE UND TRENDSPORTARTEN ?

« Nicht jeder, der gerne mal im Schnee Urlaub machen möchte,

hat Zeit und Lust, das Snowboarden oder Skifahren zu

erlernen. Das sind mehr, als wir uns vorstellen können, ein

riesiger Markt vor allem in Fern- und Nahost. Wir müssen

diesen Gästen andere Erlebnisse vermitteln. Der Davoser

Schlitten, der nur auf einer speziell präparierten Schlittelbahn

taugt, reicht nicht mehr. Schlitteln in der angestammten

Form führt zudem zu mehr Unfällen als man glaubt. Darum

sind wir daran, ein Schneesportgerät zu entwickeln, das einfach

und ungefährlich ist. Es könnte einem Skibob ähneln,

bedingt aber flachere Skigebiete. Auch Anfänger auf Snowboards

oder Ski können mit der schwarzen Piste nichts

anfangen. Früher war ‹ schwarz › heute ist ‹ rot › am gefragtesten

! »

ZUR ZWEITWOHNUNGSPROBLEMATIK

« Ich hatte Verständnis für die Befürworter der Zweitwohnungsinitiative.

Wir haben in der Schweiz vom Zweitwohnungsbau

sehr stark profitiert vor allem auch die Gemeinden

bezahlen jetzt aber den Preis dafür. Der Berner Professor

Jost Krippendorf hat schon in den Siebzigerjahren

in seinem Buch ‹ Die Landschaftsfresser › auf die Gefahren

hingewiesen, nur hat niemand zugehört. Österreich ist in

dieser Hinsicht viel cleverer gewesen. Dort konnte man keine

Zweitwohnung erstehen und entsprechend besser ist dafür

die Auslastung von Hotels und vermietbaren Ferienwohnungen.

Viele grosse Hotels haben sich mit dem Erstellen

von Zweitwohnungen vorübergehend quersubventionieren

können. Damit ist jetzt aber Schluss und entsprechend gross

sind die Probleme siehe ‹Waldhaus Flims ›.»

12


ZU KALTEN BETTEN

« Untersuchungen der Universität St. Gallen und der HTW

Chur haben ein ernüchterndes Bild gezeichnet. Wir haben

hier in Flims /Laax /Falera 25 000 Betten, wovon 21 000 in

Ferienwohnungen. Im Oberengadin und in der Lenzerheide

ist es noch krasser, sowie auch in Crans-Montana mit 3000

Hotelbetten von insgesamt 48 000 Betten. Unsere Zweitwohnungsbesitzer

haben oft auch eine weitere Residenz im

Süden. Pro Jahr sind die Wohnungen bei uns an 32 Tagen

(8 Sommer / 24 Winter) besetzt, wovon drei Viertel im Winter.

Das muss jeder sehen, dass das ungesund ist. Wir haben aber

bewiesen, dass es auch anders geht. Im ‹ rocksresort › sind die

Eigentümer von Appartements verpflichtet, diese in den Vermietungspool

zu geben. Wir bestimmen die Qualität der

Einrichtung und den Zeitpunkt allfälliger Renovationen.

Letzten Winter waren wir zu 90 Prozent belegt. Besser geht

es nicht, und auch im Sommer legen wir kontinuierlich zu ! »

ZUR FREESTYLE ACADEMY

« Mit der Freestyle Academy, wo sich die Jungen auf den verschiedensten

Geräten austoben können, haben wir den richtigen

Riecher gehabt. Snowboarder, Freeskier, Skater, Freeclimber

oder Biker wir haben für alle etwas zu bieten ! Die

erste Freestyle Indoor Base Europas ist ein moderner Spielplatz

für alle Freestyler. Auf rund 1000 m 2 kommen Anfänger,

Fortgeschrittene oder Profis sicher auf ihre Kosten. In

Stuttgart hat ein Gast von uns noch eine grössere Anlage rea-

lisiert. Wofür wir die Planung und die Ausbildung des Personals

übernommen haben. Wir sind damit in einem unserer

wichtigsten Märkte präsent.»

ZUM AUSFLUGSTOURISMUS

« Ich unterscheide zwischen Ausflugstourismus und Ferientourismus.

Orte mit Attraktionen, die man gesehen haben

muss in der Schweiz das Matterhorn, das Jungfraujoch,

vielleicht noch das Schilthorn wegen des James-Bond-Films

sind zwar privilegiert, ziehen sie doch Millionen Touristen

aus dem letzten Winkel der Welt an, die fast jeden Preis

dafür bezahlen, um an ihren ‹Traumort › zu gelangen. Aber in

der Regel besuchen sie diese ‹ Must-Orte › nur einmal. Wenn

wir Glück haben, kommen sie auch mal für ein paar Tage

mehr zurück. Da können wir beispielsweise mit der Rheinschlucht

oder dem Unesco-Welterbe Tektonikarena Sardona

einschliesslich Martinsloch punkten.

Beim Ferientourismus hat man global betrachtet einen Vorteil,

wenn man zu den vielleicht einem Dutzend Orten gehört,

die über die Jahrzehnte einen ‹ Brand › aufbauen konnten.

Ich nenne da mal St. Moritz, Zermatt, vielleicht Davos

wegen des WEF, dann Kitzbühel und in Übersee Aspen und

Vail. Wir streben natürlich über unser junges Publikum an,

auch mal in diese Kategorie aufzusteigen. Bei Snowboardern

und Freestylern gehören wir sicher schon jetzt zu den Top

Ten der Welt.»

13


«Wir verstehen uns als Anbieter

alpiner Freizeiterlebnisse.»

ZUR WELTWEITEN KONKURRENZ

« Im globalen Kontext betrachtet, ist Tourismus nach wie vor

eine Wachstumsbranche. Die Schweiz hat es aber momentan

schwer, vor allem auch durch die Währungssituation.

Auch die Konkurrenzsituation im Wintertourismus hat sich

verschärft. Österreich und das Südtirol haben eine jüngere

Hotel infrastruktur, wogegen bei uns viele Pionierbetriebe

‹ demodiert › sind, mit grösstenteils zu kleinen Zimmern. Früher

konnte man das überbrücken, denn wir konnten uns auf

die Gäste aus der Schweiz und dem ‹ Speckgürtel › in Baden-

Württemberg und Bayern verlassen. In den letzten Jahrzehnten

sind aber die Flugtarife so unglaublich günstig geworden,

dass man zum gleichen Preis wie Ferien bei uns in die Karibik

oder nach Thailand fliegen kann. Also müssen wir uns

nach neuen Märkten umsehen und unsere Produkte auf die

14


RETO GURTNER

Das Geschäftsmodell der Weissen Arena Gruppe ist einzigartig im Alpenraum. Einfachheit

und Servicequalität für den Gast haben für die Weisse Arena Gruppe zentrale Bedeutung.

Mit ihren fünf 100-prozentigen-Tochterunternehmen bietet sie dem Gast alles, was er für

seine Ferien braucht, aus einer Hand.

Laax ist seit Jahrzehnten einer der absoluten Hotspots für Snowboarder und Freeskier sowie

Vorreiter in Sachen Halfpipe und Funpark. Laax wartet mit 238 Pistenkilometern und der

weltweit grössten permanent geöffneten Halfpipe: 200 Meter lang und eine Höhe von

6,9 Metern, somit entspricht die Halfpipe olympischem Standard. Laax ist beliebter Trainingsort

der Profis, hält laut Zufriedenheitsstudie sein hohes Niveau und nimmt erneut Platz

eins in der Kategorie Fun- & Snowpark ein (www.best-skiresorts.com).

neue Kundschaft ausrichten. Wir haben zum Beispiel grossen

Erfolg mit einem Touroperator in London, der uns kaufkräftige

Kundschaft aus dem Topsegment bringt. Wir wären

nie ins Geschäft gekommen, wenn wir nicht in der Lage

wären, ein Gesamterlebnis anzubieten und zwar alles aus

einer Hand.»

ALLES AUS EINER HAND ?

«Wir sind zwar ursprünglich ein Bergbahnunternehmen,

haben aber in den letzten Jahren stark diversifiziert. Von

85 Millionen Franken Gruppenumsatz stammen nur noch

40 Prozent aus dem Bergbahngeschäft. Die Leute kommen ja

nicht zu uns um Bähnli und Sessellift zu fahren. Sie suchen

das Gesamterlebnis. Unsere Leistungskette umfasst heute

eine Ski- und Snowboardschule, ein Sportgeschäft mit Vermietung

aller benötigten Sportgeräte, eigene Hotels und Restau

rants. Heute sind wir mit über 1500 Betten der grösste

Hotel betrieb in der Region. Stellen Sie sich einmal vor, ein

Gast aus Fernost müsste all die benötigten Dienste und

Informa tionen mühsam einzeln buchen: Transfer vom Flughafen,

Unterkunft, Bergbahntickets, Mietausrüstung, Skioder

Snowboardunterricht undenkbar ! »

BÜNDNERFLEISCH

« Mein Grossvater ist aus dem Bernbiet als Metzger nach

Flims gekommen. Die Familie Gurtner war ursprünglich

eine Metzgersfamilie mit Fleischwarengeschäften in der Region.

Heute ist die Firma Gurtner Montenaro unter der Leitung

meines Bruders Walter einer der grössten Bündnerfleisch-Produzenten

weltweit. Das Traditionsprodukt Bündnerfleisch

ist eine über die Landesgrenzen hinaus bekannte

Delikatesse. Wir produzieren während 365 Tagen und zu jeder

Jahreszeit und zählen zu den modernsten industriellen

Fleischtrocknereien Europas. In Zusammenarbeit mit der

Grischuna-Gruppe in Churwalden GR werden jährlich über

tausend Tonnen Trockenfleisch ins Ausland exportiert, was

einem Drittel der gesamten Veredelungsmenge von Trockenfleisch

entspricht. Dank klarer Positionierung haben wir in

den letzten zehn Jahren unser Produktionsvolumen vervielfacht.»

Geboren 1955, aufgewachsen in Flims.

Gymnasium in Lausanne und Zürich, Matura, Studium Betriebswirtschaft und Jura

an der University of California, Los Angeles, Universität St. Gallen und Universität Bern

lic. oec. HSG und lic. iur.

Seit 1999

Seit 1983

Seit 2007

Seit 2006

Seit 2005

Seit 2005

Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats Weisse Arena AG

mit den fünf Tochtergesellschaften (100 %): Weisse Arena

Bergbahnen AG, Weisse Arena Gastro AG, Weisse Arena Leisure

AG, Mountain Adventures AG, Mountain Vision AG sowie

den Beteiligungen: Flims Laax Falera Management AG (20 %),

Finanz Infra AG (20 %), Startgels AG (42 %)

Präsident des Verwaltungsrats Gurtner Holding AG, Gurtner AG

Montenaro Fleischwaren, Gurtner AG.

Mitglied des Verwaltungsrats Golf Sagogn Schluein AG

Mitglied des Vorstands Graubünden Ferien

Mitglied des Verwaltungsrats Finanz Infra AG

Mitglied des Vorstands hotelleriesuisse Graubünden

2004 bis 2007 Präsident hotelleriesuisse Flims Laax Falera

1996 bis 2004 Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats

Alpenarena.ch AG

1992 bis 2004 Mitglied in der Beratenden Kommission für Wirtschaftsfragen

des Kantons Graubünden

1977 bis 1999 Mitglied des Verwaltungsrats Bergbahnen Crap Sogn Gion AG,

seit 1981 Delegierter des Verwaltungsrats, seit 1996 mit der

Übernahme der Bergbahnen Flims AG

1996 bis 1998 Präsident des Verwaltungsrats Präsident ISF

(International Snowboard Federation)

1988 bis 1998 Mitbegründer, Vizepräsident und ab 1995 Präsident

des Verwaltungsrats Radio Grischa AG, Chur

Auszeichnungen

2014 LAAX as «Switzerlands best Skiresort» & Reto Gurtner for

«Outstanding Contribution to Ski Tourism» an den World Ski

Awards 2014.

2013 LAAX as «Switzerlands best Skiresort» an den World Ski

Awards 2013

2011 Auszeichung International Tourism Symposium in Zermatt mit

dem «Crystal Tourism Award»

1998 Ernst & Young Entrepreneur of the Year 1998

DER FOTOGRAF

Gaudenz Danuser (48) lebt in Flims und ist seit 1995

Berufs fotograf.

DER AUTOR

René Chatelain (71) hat vor über 25 Jahren GRAU­

BÜNDEN EXCLUSIV gegründet und arbeitet heute als

Redaktor für das Magazin. Er lebt am Bodensee und

in Südafrika.

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K U L T U ( H ) R

SCHON SEIT 35 JAHREN

DARMS IN ILANZ

DARMS ANTIKE UHREN UND DARMS IMMOBILIEN

SIND IN DER SURSELVA EIN FESTER WERT

1980 hat Gieri Darms in Ilanz ein einzigartiges

Uhrengeschäft eröffnet. Und 1991 hat er in

die Immobilienbranche diversifiziert. Dass sich

diese zwei Bereiche harmonisch ergänzen,

liegt beim dynamischen Geschäftsmann auf der

Hand.

VON RENÉ CHATELAIN

H

öchste Berufskunst und zudem in einer für die Schweiz

traditionellen Branche. Und trotzdem gibt es hierzulande

kein vergleichbares Unternehmen. Das Uhrengeschäft

von Gieri Darms in Ilanz im Bündner Oberland ist einzigartig.

Hier werden antike Uhren gepflegt, fachmännisch revidiert

und restauriert. Durch seine in Jahrzehnten aufgebauten

Beziehungen findet Darms in ganz Europa, vor allem

aber in England, Frankreich und natürlich auch in der

Schweiz, immer wieder brach liegende Schätze aus früheren

Zeiten, die dereinst die Herzen seiner Kunden höherschlagen

lassen als dekorative Verschönerung des trauten Heims.

Dank der spezialisierten Werkstattausrüstung in Ilanz und

der langjährigen Erfahrung sind Gieri Darms und sein Team

16


in der Lage, Restaurationen antiker Uhren aller Art durchzuführen.

Von Taschenuhren über Tischuhren bis zu Wanduhren,

Standuhren und sogar Kirchturmuhren werden Stunden,

Tage oder sogar Wochen benötigt, um der Uhr den

Glanz von früher und das Leben wieder zurückzugeben.

Dazu bedarf es oft der Einzelanfertigung von Zahnräderzähnen,

Hebeln oder anderer Ersatzteile. Beim Einkauf defekter,

aber trotzdem wertvoller Uhren beurteilt Darms das

Machbare, denn eine Reparatur, die einen gewissen Rahmen

sprengen würde, hätte wenig Sinn, würde doch die Uhr ihre

Originalität verlieren.

Auch wenn das Geschäft mit den Uhren von Anfang an zu

seiner Zufriedenheit lief, wollte sich Darms ein weiteres

Standbein aufbauen. Als das Kino seiner Eltern altershalber

aufgegeben wurde und das Haus, in dem sich der Kinosaal

befand, in die Immo Darms AG überführt wurde, begann

er seine Immobilienvermittlungstätigkeit, die nun bereits seit

bald 25 Jahren besteht und die sich dank der guten Beziehungen

in der ganzen Surselva erfreulich entwickelt hat.

Vor allem sind es Leute aus der Region, aber auch von weiter

weg, die seine Seriosität schätzen und ihm ihre Immobilien

zum Verkauf überlassen oder sich an ihn wenden, wenn sie

nach einem Objekt als festen Wohnsitz oder als Ferienwohnung

oder Ferienhaus Ausschau halten. Auch mancher Kunde

seines Uhrengeschäfts ist schon zu einem Immobilienkunden

geworden, und nicht selten steht in solchen Wohnungen

eine Uhr aus der reichen Sammlung von Darms Antike

Uhren.

Die vielen Objekte, die Gieri Darms in den vergangenen zwei

Jahrzehnten vermitteln konnte, liegen alle zwischen Reichenau

und dem Oberalp- respektive Lukmanierpass. Die

Surselva ist das Tätigkeitsgebiet der Immo Darms AG, mit

den Touristikzentren Flims-Laax, Obersaxen, Lumnezia,

Brigels und Disentis-Sedrun als wichtigste Orte. Aber auch

in kleinen und kleinsten Dörfern war er schon erfolgreich.

IMMO Darms AG CH-7130 Ilanz

Schulstrasse 46 info@immo-darms.ch

081 925 41 51 079 610 51 00

www.immo-darms.ch

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Telefon +41 81 925 41 51

Telefax +41 81 610 51 00

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DARMS ANTIKE UHREN

Schulstrasse 46, CH-7130 Ilanz

Telefon +41 81 925 12 85

Telefax +41 81 936 08 30

www.antike-uhr.com

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A B E N T E U E R

ABENTEUER

KANADA

FAMILIE BLUM AUS DAVOS ALLEIN IN DER WILDNIS

Sabrina und Markus Blum aus Davos sind mit ihren beiden Kindern oft monate lang in der Wildnis

Kanadas auf sich allein gestellt. Ohne die Annehm lichkeiten der modernen Zivilisation nehmen

sie Entbehrungen und Strapazen auf sich und sind dabei glücklich. Ihre aussergewöhnliche Lebensweise

zeigen sie Pferdetrekkingtouristen und Wasserflugzeugreisenden auf organisierten Reisen.

AUS TAGEBUCHEINTRÄGEN, NACHBEARBEITET VON RENÉ CHATELAIN

« Schöne Neuigkeiten aus Kanada : Sabrina Blum ist im sechsten

Monat schwanger. Trotzdem fliegt die Familie Blum noch

tiefer in die Wildnis zu einer Blockhütte am Thu kada-See.

Hier lebt im Umkreis von 200 Kilometern keine andere Menschenseele.

Bei minus 20 Grad müssen die Blums einen Ofen

einbauen.»

So machte 2013 das Schweizer Fernsehen auf eine weitere

Dokumentationssendung von «Auf und davon » neugierig.

Deshalb wollten wir wissen, wie alles begann und wie es weiterging.

Das Thema Reisen bestimmt seit vielen Jahren das Leben von

Sabrina und Markus. Sie lernten sich in Australien kennen

und wunderten sich, dass sie sich in ihrem Wohnort Davos

nie begegnet waren. Sie wurden ein Paar und paddelten wenig

später mit dem Kanu den Yukon hinunter. Sabrina war

inzwischen schwanger. Mit dieser Reise wollten sie noch ein-

18


mal ein Reiseabenteuer erleben, bevor wie sie glaubten das

Leben als Familie ihre Möglichkeiten einschränken würde.

Doch auf dem Fluss in Kanada merkten sie, dass sich das

Reisevirus wohl nicht so schnell auskurieren lassen würde.

Im Herbst 2008 kam Amira zur Welt, und im folgenden Sommer

machten sie ihre erste Familienreise mit dem Fahrrad

durch Kroatien. Dabei wuchs aber der Wunsch nach einem

grossen Familienabenteuer in wilder Natur nur noch mehr . . .

VORTRÄGE

Mit dem Vortrag «Kanada Leben in der Wildnis» begeisterte Markus Blum in der Schweiz

und im Ausland mehr als 20 000 Leute (Vereine, Firmen, Privatgruppen). Seither ist er ein

gefragter Vortragsreferent und erzählt gerne und mit viel Begeisterung zu traumhaften

Bildern und spannenden Filmausschnitten über die mit seiner Famile gemachten, schier

unglaub lichen Erlebnisse.

www.blumundweg.ch

DAS ENTSCHEIDENDE BUCH

Sie begannen davon zu träumen, eine Reise mit Pferden zu

unternehmen. Der Gedanke, durch unberührte Landstriche

zu ziehen, wie es viele Pioniere früher taten, liess sie nicht

mehr los. Doch auf welchem Erdteil, in welchem Land sollte

sich dies realisieren lassen ?

Bei der Lektüre des Buchs « Das Schneekind » von Nicolas

Vanier, welches sie von einer Freundin geschenkt bekommen

hatten, machte es Klick : Die Geschichte berichtet von der

Erfüllung eines Lebenstraums. Der Autor erzählt darin, wie

er mit Frau und der kleinen Tochter für ein Jahr in die Wildnis

Kanadas zieht. Sie bauten sich ein Blockhaus und lebten

vom Jagen, Fischen und Sammeln. Ein Leben im Einklang

mit der gewaltigen Natur des hohen Nordens voller Einfachheit,

Klarheit und Poesie. Genau das wollen sie auch!

Bald wurden sie sich des Ausmasses dieser Reise bewusst.

Vaniers Hütte, zu der nur ungefähre Standortangaben zu finden

waren, befindet sich über 200 Kilometer Luftlinie zum

nächsten Dorf inmitten einer gigantischen Wildnis. Es kamen

Zweifel auf : Ist eine solche Reise mit einem Kind überhaupt

möglich und verantwortbar ? Dazu kam das wohl

grösste Handicap sie verstanden nichts von Pferden. Trotzdem

begannen sie mit der Detailplanung und setzten sich im

April 2010 ins Flugzeug nach Kanada.

AUF PFERDESUCHE

Da sie wochenlang unterwegs sein würden und sämtliche Lebensmittel

mitführen mussten, brauchten sie mindestens

fünf Pferde, zwei zum Reiten und drei Lastpferde. Auf einem

Probetrail mit Wildnis- und Jagdführer Rick zu einer entfernt

gelegenen Hütte konnten sie sich das nötige Wissen im

Umgang mit Pferden aneignen, um bald allein losziehen zu

können.

WIEDER KOMMEN ZWEIFEL AUF

Anfang August, des Nachts im Zelt. Sie sind nun schon seit

fünf Wochen unterwegs und haben traumhafte Täler und Regionen

durchritten. Die kleine Amira träumt wohl von den

fünf Pferden Mocha, Red, Stunde, Dandee und Two Socks.

Das Gebimmel ihrer Glöckchen dringt durch das Dickicht.

Nach einem kurzen Blick auf die Karte stellen sie niedergeschlagen

fest, dass sie heute, nach extrem harten sieben

Stunden im Sattel, nur gerade drei Kilometer Luftlinie zurückgelegt

haben. Zu oft mussten sie absteigen, um Bäume zu

fällen, damit ein Durchkommen überhaupt möglich war. Die

Gedanken kreisen. Trotz grosser Müdigkeit finden sie noch

länger keinen Schlaf: «Haben wir uns zu viel zugetraut? Wie

viel können wir den Pferden abverlangen? Sind wir verantwortungslos

und verrückt, ein kleines Kind durch diese

Wildnis zu führen?»

WOLFSGEHEUL STATT WECKER

Kurz nach 6 Uhr sitzen Sabrina und Markus bereits am Feuer.

Ein Rudel Wölfe hat sie sehr früh aus dem Schlaf gerissen.

Amira kommt aus dem Zelt gehüpft. Mit ihrer Puppe geht sie

zu den Pferden, um diese wie jeden Morgen zu begrüssen.

Ihre Augen leuchten und lassen alle Zweifel verschwinden.

Zum Frühstück gibt es selbst gebackenes Brot. Für die Pferde

gibt es einen Ruhetag, Markus und Sabrina wollen den Tag

zum Pfaden nutzen. Sie greifen zu Axt und Säge und durch-

19


PFERDETREKKING UND

WASSERFLUGZEUGREISEN

Seit 2012 realisieren «The Blum Family» einen wei teren Traum: Sie

begleiten Pferdetrekkinggäste aus der Schweiz durch die traumhafte

Wildnis und zeigen ihnen ihr Leben über Monate. Im Vorjahr

2011 waren sie mit ihren Pferden und Amira noch einmal einen

ganzen Sommer unterwegs, um die Vorbereitungen und die perfekte

Routenwahl fürs Trekking zu bestimmen. Seither führen sie mit

Partner Rick (ihrem «Pferdeflüsterer») jedes Jahr kleine Gruppen

mit grosser Begeisterung zur Hütte am Thukada-See.

Das Reiseangebot haben sie ausgebaut und seit Neustem mit Familienreisen

und einer spektakulären Wasserflugzeugreise ergänzt.

Eine Reise, welche die Gäste während zehn Tagen per Wasserflugzeug

durch die Wildnis von British Columbia, Nordwest Territorium

und Yukon führt.

www.blumundweg.ch

entlang durch den Wald. Nach gut einer Stunde kehrt er mit

zwei erlegten Waldhühnern zurück. Es ist für sie wichtig,

ihre mitgebrachten Grundnahrungsmittel mit frischem Fisch

und Fleisch anreichern zu können.

queren das Tal, bis sie auf einen Wildwechsel stossen. Seit

Wochen orientieren sie sich an ihnen. Da hier kein Wegnetz

existiert, erleichtern ihnen die Wildpfade, wo sich Wölfe, Elche

und Bären bewegen, das Durchkommen. Sie bewahren

sie aber nicht davor, immer wieder Bäume fällen oder bereits

gefallene aus dem Weg räumen zu müssen. Meter um Meter,

Baum um Baum bahnen sie sich einen Weg.

Nach etlichen Stunden und Kilometern machen sie sich auf

den Rückweg zum Camp. Sie nutzen die Wärme der letzten

Strahlen, um sich im Fluss zu waschen. Amira geniesst ihr

Bad im grossen Kochtopf. Es ist lange her, seit sie zum letzten

Mal unter einer richtigen Dusche gestanden haben. Sa brina

bedient sich aus dem grossen Mehlvorrat und macht sich ans

Backen. Markus greift zum Gewehr und streift dem Fluss

AM ZIEL

Markus konsultiert GPS und Karte und stellt erfreut fest,

dass der See mit der Hütte, falls alles gut geht, in ungefähr

zwei Tagen zu erreichen sein sollte. Dann kommt der Tag.

Die Spannung steigt. Noch ist der Wald dicht, doch dann

wird er lichter. Jeden Augenblick müsste der Wasserspiegel

zwischen den Bäumen auftauchen. Da ist er! Blau und silbern

schimmert er zwischen den Kiefern. Die Pferde laufen unverzüglich

ans Wasser, trinken und kühlen die Glieder. Und

dann entdecken sie das Dach einer kleinen Hütte. Ein unbeschreibliches

Glücksgefühl steigt in ihnen hoch. Nach

sechs Wochen, dreissig Tagesmärschen von der Zivilisation

entfernt, haben sie ihr Ziel erreicht.

Ein kleines Schild über der Tür mit der Inschrift « Nicolas,

Diane und Montaine 1994 » räumt jeden Zweifel aus und es

scheint, als hätten die Vaniers diesen Ort erst verlassen. Alles

steht noch da: Bücher und Notizen, eine Metallkiste mit

französischer Aufschrift und einem Gepäckticket eines Pariser

Airports.

UNBERÜHRTE NATUR

Es ist ein Ort, an dem der Mensch keine Narben hinterlassen

hat. Die kleine Hütte steht harmonisch eingefügt in der

Landschaft. Von hier überblickt man den See, in dem sich die

umliegenden Berge und Gletscher spiegeln.

Am Abend machen sie es sich gemütlich und geniessen es,

wieder einmal ein festes Dach über dem Kopf zu haben und

am nächsten Tag nicht weiterziehen zu müssen. Amira schläft

bereits tief. Der Ofen bullert behaglich, die Holzscheite knacken

im Feuer. Eine wohlige Wärme erfüllt die von Kerzen

schwach erleuchtete Hütte.

20


In den nächsten zwei Wochen wollen sie sich entspannen, die

Reise hat enorm an den Kräften gezehrt. Sie fischen, jagen

und sammeln Beeren, welche zu dieser Jahreszeit reichlich an

den Berghängen wachsen. Auch die Bären fressen sich hier

die letzten Fettreserven für die Winterruhe an. Schon bald

beginnt auch für die Blums der Wettlauf mit dem Winter. Die

ersten Berggipfel kleiden sich in Weiss und der Tag der Rückreise

ist gekommen. Als sie auf die Pferde steigen, fällt es

ihnen schwer, von diesem Ort Abschied zu nehmen : « Eines

Tages werden wir zurückkommen.»

WINTERZAUBER

Sechzehn Monate später, Anfang Januar 2012, werden die

drei Blums mit viel Material für einen Winteraufenthalt auf

dem zugefrorenen Thukada Lake bei Vaniers Hütte abgesetzt.

Mit dem letzten Motorengeräusch und dem Entschwinden

des Buschpiloten Tim und seiner Cessna hinter einem

Berggipfel sind sie wieder für mehrere Monate auf sich allein

gestellt. Sabrina ist im fünften Monat schwanger.

Der Anblick der kleinen Blockhütte in der tief verschneiten

Winterlandschaft wirkt beinahe surreal. Dieser unglaublich

schöne Ort mit seinen majestätischen Bergen und dem zugefrorenen

See wird bis im April ihr Zuhause sein. Sofort geht

es an die Arbeit, indem sie beginnen, die beiden mitgebrachten

Holzöfen einzubauen. Der eine ist fürs Heizen bestimmt,

der andere fürs Kochen und Backen, da der alte Ofen durchgerostet

ist. Ein Aussenklo bauen sie aus Brettern, welche

Markus aus Bäumen sägt. Die klirrende Kälte des Winters,

welcher je gliches Leben zu verschlucken scheint, vervielfacht

den Eindruck extremster Isolation. Hier müssen Sabrina und

Markus noch stärker als Team funktionieren.

HOLZ IST ÜBERLEBENSWICHTIG

Das einfache Leben bestimmt den Tagesrhythmus. Meist erwachen

sie bei Innentemperaturen um den Gefrierpunkt, da

sie wegen Brandgefahr das Risiko nicht eingehen wollen, den

Ofen über Nacht in Gang zu halten. Markus heizt daher jeden

Morgen noch vor Sonnenaufgang ein, damit die schwangere

Sabrina in einer warmen Hütte aus dem Schlafsack steigen

kann. Dann befreit er das Eisloch auf dem See von frisch

gebildeten Eis und holt Wasser. Nach dem Frühstück ziehen

sie die Schneeschuhe an, um auf dem See die Fischleinen zu

kontrollieren. Amira hat ihr eigenes kleines Paar. Wenn ihr

nicht nach Laufen zumute ist, ziehen sie sie im Schlitten hinter

sich her. Sie lieben die Spannung jeden Tag aufs Neue,

wenn sie die Leinen hochziehen und hoffen, ein Mittag- oder

Abendessen gefangen zu haben. Für Abwechslung im Speiseplan

sorgen Schneehühner und Hasen. Sie bearbeiten die Felle

zu warmen Sitzunterlagen und Amira bekommt Mokassins

genäht. Nebst der Nahrungsbeschaffung sind die Tage

oft auch mit Holzen ausgefüllt. Ein grosses Holzlager ist

lebenswichtig.

NAIRA CHEYENNE KOMMT ZUR WELT

Die Wochen vergehen. Anfang April wird es Zeit, dass Sabrina

in die Nähe ärztlicher Versorgung kommt. Sie ist mittlerweile

hochschwanger. Über Satellitentelefon setzen sie sich

mit Tim in Verbindung. Ein stabiles Wetterfenster lässt ihn

entscheiden, Sabrina und Amira in wenigen Stunden abzuholen

und nach Prince George zu fliegen. Für Markus wird

es einen sanfteren Wiedereinstieg in die Zivilisation geben.

Sie haben sich entschieden, dass er die Strecke bis zum Black

Lake mit Skiern und einem Schlitten im Schlepptau zurücklegt.

Er freut sich auf die Tour durch die traumhafte Winterlandschaft.

Für Sabrina ist es okay sie weiss, wie gern er das

macht, und der Geburtstermin ist erst am 9. Mai.

Wegen schlechten Wetters verzögert sich seine Ankunft aber

doch erheblich. Schliesslich erreicht Markus seine geliebte

Familie in Prince George aber gerade noch rechtzeitig drei

Tage vor der Geburt ihrer Tochter Naira Cheyenne, die am

27. April 2012 zwei Wochen zu früh das Licht der Welt

erblickt.

21


B E R G Ü N

der Sesselbahn Darlux zum Bergrestaurant

« La Diala » auf fast 2000 m ü. M.

Die Schlittler erwartet eine rasante

Abfahrt weitherum auch bekannt als

« Lauberhorn der Schlittelbahnen »!

Aber nicht nur die Freunde der zwei

Kufen kommen auf ihre Rechnung.

Hoch oben am Piz Darlux gibt es ein

kleines, süchtig machendes Ski- und

Snowboardparadies. Und für alle, die

es erst mal im Tal versuchen wollen,

empfiehlt sich in Bergün das Skigebiet

Tect/Zinols mit seinem Kinderskiparadies

gleich neben dem Dorf. Gut präparierte

Winterwanderwege, eine Loipe

für die Langläufer, eine Natureisbahn,

ein Dorfmuseum und das viel

gelobte Bahnmuseum, ein Ausflug

zum weltberühmten Landwasserviadukt

oder ein erholsamer Besuch im

Thermalbad Alvaneu sorgen dafür,

dass nie Langeweile aufkommt. Und

wenn es die Gäste doch mal in die Ferne

zieht, dann wird klar, wie zentral

Bergün Filisur liegt Davos, die Lenzerheide

und das Engadin liegen praktisch

vor der Haustüre.

KLEIN, ABER FEIN DIE FERIEN­

REGION BERGÜN FILISUR

Die beiden Gemeinden Bergün und Filisur liegen im Herzen des

Kantons Graubünden und bilden zusammen die Ferienregion Bergün

Filisur.

WINTER

ie beiden Bergdörfer Filisur und

Bergün gehören zu den schönsten

im Land ! Und im Winter zu den berühmtesten.

Denn die Schlittelbahnen

Preda-Bergün und Darlux-Bergün bereiten

Gästen aus der ganzen Welt so

viel Vergnügen, dass sie das Schneesportgebiet

am Albulapass liebevoll

zum Mekka der Schlittler kürten.

D

Schlittelbahnen gibt es mittlerweile

viele, doch weit und breit keine andere,

wo die Gäste mit der Eisenbahn zum

Start gefahren werden und dies erst

noch auf einer unvergleichlichen Strecke,

die mit dem Unesco-Welterbe-

Label ausgezeichnet wurde und immer

wieder ein unvergessliches Bahnerlebnis

bietet. Übrigens, auch zur zweiten

Strecke gehts hoch mit der Bahn, mit

SOMMER

Der Besucher entdeckt auf ausgedehnten

Touren seltene Blumen wie Edelweiss

und Frauenschuh. Mountainbiker

nehmen gern die Route 90, die von der

Keschhütte nach Bergün und weiter

auf die Lenzerheide führt.

Ein besonderes Highlight zu Fuss in

der Region ist der Kesch-Trek. Unterwegs,

mitten in der Bündner Bergwelt,

lässt der Gast den Alltag im Tal zurück.

Zwischen Flüela- und Albulapass entdeckt

er die stille und spektakuläre

Welt des Hochgebirges. Die SAC-Hütten

Grialetsch, Kesch und Es-cha

haben sich zusammengefunden und

bieten den Kesch-Trek als viertägige

Bergtour an.

Die Alternative : ein Bergerlebnis per

Bahn. Der Weg führt von Preda nach

Bergün und weiter nach Filisur, nah

an den Kunstbauten der Rhätischen

Bahn (RhB) vorbei, einem Teilstück

der Strecke, die zum Weltkulturerbe

der Unesco gehört der Blick aus den

Fenstern garantiert einmalige Ausblicke

und Gänsehaut.

22


Viele unserer Gäste zieht es auf von der

Sonne beschienen Wegen hoch hinaus,

über Pässe und Gletscher. Eine Wanderung

zu den klaren Bergseen Crap

Alv Laiets lohnt sich immer. Oder ein

Grill abend am Lai da Palpuogna nach

einem sonnigen Tag. Wie sich die Berge

im See spiegeln, wenn es abends

dämmert . . .

Doch auch kulturinteressierte Gäste

kommen auf ihre Rechnung ob Konzerte

von einheimischen Künstlern

oder internationalen Darstellern, traditionelle

Dorfmärkte oder Theateraufführungen,

rund 40 verschiedene

Anlässe warten auf unsere Gäste.

Wandern, Bahnfahren, Biken, Baden

Klettern oder Kultur : In Bergün und

Filisur ist alles möglich. Mit ein wenig

Glück treffen Sie den historischen

Dampfzug und erleben hautnah, wie

die tonnenschwere Dampflok auf der

Drehscheibe in Filisur nur durch Muskelkraft

gedreht wird. Oder Sie wandern

auf Heidis Spuren; die aus dem

Originalfilm bekannte Hütte ist nur

einen Spaziergang entfernt.

23


H O L Z A U S G R

A U B Ü N D E N

SEHEN WIR BALD NUR

NOCH HOLZHÄUSER ?

DER BAUSTOFF HOLZ HAT SICH ZU EINEM HIGHTECH­

PRODUKT ENTWICKELT UND ERLEBT EIN REVIVAL

Holz ist ein genialer Werkstoff: wärmedämmend, leicht, gut verarbeitbar, klimaneutral, wirtschaftlich,

regional verfügbar und dazu erst noch schön. Seit Jahrtausenden verwendet und heute so aktuell wie

nie zuvor. Holz ist ästhetisch «warm» und beeindruckt mit technischer Leistungsfähigkeit. Moderne Holzhäuser

nutzen die besonderen Qualitäten des natürlichen Materials architektonisch wie konstruktiv

zu oftmals günstigen Baukosten. In den letzten Jahren hat sich der Baustoff Holz zu einem Hightechprodukt

und zu einer echten modernen Grundlage für zeitgenössische Architektur und Ingenieurkunst

entwickelt.

VON MICHAEL GABATHULER

Die Gemeindesägerei S-chanf setzt mit der neuen

Blockbandsäge auf nachhaltige Gebirgswaldbewirtschaftung

und spezielle Angebote. Eingesägt

werden jährlich rund 2000 bis 2500 Kubikmeter

Engadiner Rundholz. (Bild: GR Holz)

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Intakter Gebirgswald erfüllt diverse Funktionen, die für unsere Gesellschaft und ihre nachhaltige

Entwicklung wichtig sind. (Bilder: GR Holz)

G

raubünden blickt auf eine reiche Holzbautradition zurück.

Die Zimmerleute von einst waren oftmals Holzfäller,

Säger und Konstrukteure in einer Person. Heutiger

Holzbau hat aber nichts mehr mit den historischen Bauweisen,

mit dem Chalet von einst oder mit dem Bauen für sozial

einfachere Schichten zu tun. Auch beschränkt er sich heute

nicht auf Wohnhäuser oder Hallenkonstruktionen. Diese

Zeiten sind vorbei. Holz als Werk- und Baustoff geht heute

neue, bisher nicht vorstellbare Wege. Es erlebt ein Revival.

Mit modernen Maschinen und Abbundanlagen, mit moderner

Architektur und Ingenieurkunst sowie mit dem Knowhow

von ganz unterschiedlichen Fachleuten werden heute

Holzbauten realisiert, die bis vor Kurzem undenkbar erschienen.

Die Bausysteme sind mittlerweile so ausgeklügelt, dass

mehrgeschossige, grossvolumige Mehrfamilienhäuser möglich

sind. Dank einer detaillierten Planung, der industriellen

Vorfertigung in wettergeschützten Hallen und modernsten

Maschinen gibt es kaum Bauaufgaben, die nicht wirtschaftlich

und ökologisch in Holz realisiert werden können.

DER WALD AUSGANGSPUNKT DES HOLZKREISLAUFS

Nebst der Holzproduktion erfüllt der Wald unzählige Funktionen,

die für unsere Gesellschaft und ihre nachhaltige

Entwicklung wichtig sind. Die Holznutzung und die Waldwirtschaft

beeinflussen sowohl die Qualität unserer Wälder

und Landschaften als auch die Qualität des Rohstoffs Holz.

Die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft ist ein wichtiger

Arbeitgeber : Rund 80 000 Menschen finden ihren Arbeitsplatz

in der Waldwirtschaft, Sägerei, im Handel, der Holzwerkstoffproduktion,

Verpackungs- und Palettenindustrie

sowie in der Zimmerei, Schreinerei und Möbelproduktion.

Der Holzbau wächst rasant und mit ihm das Arbeitsplatzangebot.

Auch in Graubünden sind Wald- und Holzwirtschaft

volkswirtschaftlich bedeutend : 4000 Menschen finden

in diesem Kanton Arbeit in diesem Bereich. Viele dieser

Arbeitsplätze liegen in Randgebieten.

DER BÜNDNER WALD

Graubünden ist einer der waldreichsten Kantone der Schweiz.

Ein Drittel der Fläche ist mit Wald bestockt. Im Bündner

Wald wächst mehr Holz nach, als genutzt wird. Der Holzvorrat

nimmt deshalb laufend zu. Rund 60 Prozent der Waldfläche

in Graubünden schützt die Bevölkerung, Dörfer und

Strassen direkt vor Lawinen, Steinschlag und Erdrutsch. Damit

die Stabilität der Wälder vorhanden bleibt, muss der Wald

gepflegt werden. Jedes Jahr wird in Graubünden, gestützt auf

sorgfältig erarbeitete Planungsgrundlagen, Jungwald in der

Grösse von 1000 Fussballfeldern gepflegt. Die Pflege der

Schutzwälder ist aufwendig und die Gemeinden erbringen

für die Öffentlichkeit grosse, oft unentschädigte Leistungen.

In den letzten fünf Jahren wurden in öffentlichen und privaten

Wäldern durchschnittlich rund 410 000 Kubikmeter Holz

pro Jahr genutzt. Der Holzertrag pro Kubikmeter ist seit

1982 gesunken, während im gleichen Zeitraum die gesamten

Produktionskosten stark gestiegen sind. Dadurch sieht sich

die Forstwirtschaft finanziellen Schwierigkeiten gegenübergestellt

und ist auf die Unterstützung durch Bund und Kanton

angewiesen. Die aktuelle Frankenstärke verschärft die

Situation für die exportorientierte Waldwirtschaft zusätzlich.

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Damit die Stabilität der Gebirgswälder vorhanden bleibt, muss der Wald gepflegt bzw. genutzt werden. (Bild: GR Holz)

Die heutigen Holzbausysteme sind mittlerweile so ausgeklügelt, dass mehrgeschossige,

grossvolumige Bauten möglich sind. (Bild: Baumgartner Baurealisation AG)

Die Auswahl des geeigneten Verfahrens ist im heutigen schwierigen Umfeld unerlässlich, um die

Holznutzung möglichst kosteneffizient durchführen zu können. (Bild: Florinett AG)

Rund 60 Prozent der Bündner Gebirgswälder schützen die Bevölkerung, Dörfer und Strassen vor

Naturgefahren. (Bild: GR Holz)

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HOLZ MIT PFIFF

HOCHWERTIGE UND ZUKUNFTSWEISENDE BAUTEN IN HOLZ

« Holz mit Pfiff » ist ein Wettbewerb zur Förderung der Holzanwendung

und des Holzhandwerks in Graubünden. Der

Preis wird von Graubünden Holz in Ergänzung zum Prix Lignum

2015 vergeben. Ausgezeichnet werden besonders hochwertige,

zukunftsweisende und handwerklich überragende

Projekte in Holz. Am 25. September 2015 fand in Landquart

die Preisverleihung zum Wettbewerb « Holz mit Pfiff » statt.

Die achtköpfige Jury unter dem Präsidium von Markus Fischer,

Präsident Graubünden Holz, hatte die schwierige, aber

dankbare Aufgabe, aus 41 Objekten die besten auszuwählen.

Zwei Objekte erhielten eine Auszeichnung und vier einen

Anerkennungspreis.

AUSZEICHNUNGEN

Ausgezeichnet mit dem 1. Rang in der Kategorie Holzbau

wurde der Neubau Personalhaus Canols auf der Lenzerheide.

Das eindrückliche sechsstöckige Gebäude wurde als Ersatzneubau

innerhalb von nur acht Monaten Bauzeit realisiert

und bietet Wohnraum für insgesamt 68 Personen. Der

Bau wirkt in seiner schlichten und zweckmässigen Erscheinung

kompakt und fügt sich gut ins Ortsbild. Für die Konstruk

tion des Gebäudes wurde eine L -Form aus Beton auf gerichtet

und anschliessend der Leerraum mit Holzelementen

ausgefacht. Der Holzbau weist innen und aussen brennbare

Oberflächen auf und dürfte bis heute einzigartig sowie derzeit

in der Schweiz eine der höchsten bewohnten Holzkonstruktionen

mit Beherbergungscharakter sein. Ein Leuchtturmprojekt

in Bezug auf die neuen Brandschutzvorschriften

und auch der hohe Standard vom mehrstöckigen Bauen wurde

sichtbar gemacht. Der erste mehrstöckige Beherbergungsbetrieb

in Holzbauweise zeigt die Möglichkeiten der einheimischen

Holzwirtschaft auf. Eine Wiederholbarkeit ist

gewünscht. Vielleicht ist diese Methode eine zukunftsweisende

Alternative zum Zweitwohnungsbau und gibt dem

einheimischen Tourismus den dringend benötigten Impuls.

Das neue Personalhaus Canols ist als sechsgeschossiger Holzbau ein einzigartiges Projekt und ein Leuchtturm in Bezug auf die neuen Brandschutzvorschriften. (Bild: Lenz, Voneschen & Partner AG)

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Die Arvenstube im Dreifachkindergarten in Samedan zeigt auf, wie Beton und einheimisches Holz gut kombiniert werden können. (Bild: Martin Guggisberg, Zürich)

GRAUBÜNDEN HOLZ

Graubünden Holz ist der Zusammenschluss aller am Bündner Holz interessierten Verbände,

Unternehmungen, Institutionen und Persönlichkeiten. Gemeinsames Ziel ist die Erhöhung

der Wertschöpfung in der Holzkette unter gleichzeitiger Mehrnutzung von Bündner Holz.

Erreicht wird die Zielsetzung durch eine starke Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, eine

gute Zusammenarbeit der beteiligten Akteure sowie eine wirksame Vermarktung der Ressource

Holz und der daraus hergestellten Produkte.

Mit dem 1. Rang in der Kategorie Innenausbau ausgezeichnet

wurde die Arvenstube im neuen Dreifachkindergarten in

Samedan. Die Arve ist neben der Lärche das typische einheimische

Holz im Engadin. Der eigentliche Bau ist ein Betonbau,

ein eingeschossiges Gebäude, welches die Schulanlage

aus den Sechzigerjahren in der Pausenplatzabfolge abschliesst.

Der lichtdurchflutete Hauptraum, der wie eine

grosse Stube mit Arvenholz ausgetäfert ist, lässt mit seiner

quadratischen Form eine flexible Nutzung zu. Der Innenaus-

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au in Arve ist solide in der Ausführung und übt eine Vorbildwirkung

aus. Der Kontrast der Aussenhülle in Beton und

dem Innenbereich in Arve ist sehr gut geglückt. Der Bau

zeigt, wie Beton und einheimisches Holz gut kombiniert

werden können und dass auch eine Arvenstube in einem Kindergarten

sehr gut möglich ist.

ANERKENNUNGEN

Schnitzelheizung Fläsch

Ein gelungener Zweckbau, der eine einfache und kostengünstige

Hülle für diese Aufgabe aufweist. Die Umhüllung musste

den hohen gestalterischen Anforderungen der mit dem

Wakker-Preis ausgezeichneten Gemeinde Fläsch gerecht

werden. An der Strassenfront wurden drei grosse luftdurchflutete

Tore gebaut, welche aus Lärchenholz gezimmert sind.

Diese Tore erfüllen die Funktion der Beschickung der Silos

und beziehen sich auf die Stallungen im Dorf. Der Bau ist

klassisch aufgebaut, was durch die überspannenden Holzbalken

noch betont wird. Eingeschalt wurde der Zweckbau mit

Lärchenbrettern, die mit konisch zugeschnittenen Lärchenleisten

optisch rhythmisiert wurden. Dies erzeugt ein spannungsreiches

Licht - und Schattenspiel.

Neugestaltung Raiffeisenbank Mittelbünden GS Bergün

Der Empfang der neu gestalteten Raiffeisenbank in Bergün

wurde in massiver, einheimischer Lärche ausgeführt. Es entstand

so eine ungewöhnlich offene Schalteranlage, die das

Massivholz mittels Sichtzinken als gestalterisches Element

hervorhebt. Die Gestaltung des Interieurs ist einfach und

schnörkellos gehalten, verbindet alte Handwerkstraditionen

aus dem Massivholzbau mit zeitgemässer Optik, ergibt durch

die Verwendung von Lärchenholz eine warme Raumstimmung

und unterstützt damit die angestrebte Intimität und

den eigenständigen Charakter. Dem gezielten Einsatz von

natürlichen Werkstoffen in diesem Bereich gebührt eine lobenswerte

Anerkennung.

Neue Dienstgebäude der RhB auf der Albulalinie

Die Dienstgebäude der Bahnhöfe von Alvaneu, Solis und

Surava sind Bestandteil der Albulalinie der Rhätischen Bahn

und müssen denkmalpflegerischen Ansprüchen genügen.

Der massive Sockel, die Lärchenschalung und die Blecheindeckung

des Satteldachs übernehmen die architektonischen

Prinzipien der schlichten bahntechnischen Nebenbauten der

RhB. Die oberirdischen Bauteile sind aus Massivholz erstellt.

Wände und Flachdecke bestehen aus leimfrei verdübelten

Brettschichtelementen.

Für die witterungsgeschützten Bauteile wurde Fichtenholz

und für die Fassadenschalung heimisches Lärchenholz verwendet.

Die dünne, hölzerne Flachdecke übernimmt nebst

der Funktion als Raumabschluss auch die Horizontalkräfte

des Sparrendachs, welche dieses mittels Stahlschuhen in die

Decke einleitet. Ein zweckmässiger Bau mit einer interessanten

Konstruktion und lobenswerterweise in Holz erstellt.

Chesa Crameri, Zuoz

Bei der Sanierung und Erweiterung dieses Baus bildeten der

Respekt vor dem Bestand und die Auflagen des Ortsbildschutzes

die entwurfsbestimmenden Rahmenbedingungen.

Traditionelle und zeitgenössische Techniken und Verwendungsarten

von Holz finden in der Chesa Crameri zusammen.

Die unterschiedlichen ästhetischen und bautechnischen

Qualitäten von Holz, ob im Innenausbau, in den Holzfaserplatten

in Wand und Dachaufbau oder in den bestehenden

Holzstrukturen, wurden so in Verbindung gesetzt, dass eine

harmonische Einheit entstand, die den heutigen Ansprüchen

an Wohnen und Energieeffizienz gleichermassen entspricht.

Alt und neu im Dialog.

Der Empfang der neu gestalteten Raiffeisenbank in Bergün wurde dank intensiver Kommunikation

zwischen der ausführenden Schreinerei und dem Auftraggeber zu einem Vorzeigebeispiel für lokale

Holzwertschöpfung. (Bild: zVg Prix Lignum 2015)

DER AUTOR

Michael Gabathuler, Geschäftsführer von Graubünden Holz:

Nach einer Lehre als Forstwart arbeitete er praktisch im

Beruf. Später, nach seiner Weiterbildung zum dipl. Forstingenieur

FH, war er zuständig für den Aufbau einer Export-

und Logistikabteilung und für den Einkauf eines Grosssägewerks.

Seit mehreren Jahren führt er die Geschäftsstelle

Graubünden Holz. Er absolvierte zusätzlich ein wirtschaftliches

Nachdiplomstudium.

29


H O L Z A U S G R

A U B Ü N D E N

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ARVENSTUBEN

AUS GRAUBÜNDEN AUF

DER GANZEN WELT

DIE FIRMA ROMINGER IN PONTRESINA SETZT

AUF EINHEIMISCHES HOLZ

31


Arvenholz ist weit über unsere Grenzen hinaus

beliebt und begehrt. Bestes Beispiel dafür

ist die Firma Rominger Möbel in Pontresina,

die Mobiliar, Türen, Wände und Decken

aus Arve oder Fichte hergestellt schon in ganz

Europa geliefert und montiert hat. Sogar in

der peruanischen Hauptstadt Lima ist die gesamte

Restauranteinrichtung in einem Fünfsternehotel

von Rominger!

VON RENÉ CHATELAIN

DIE ARVE KÖNIGIN DER ALPEN

Die fünfnadelige Arve ist hervorragend ans raue Klima im Gebirge angepasst. Ihr ganzes

Leben lang trotzt sie dort Wind und Wetter. Eine symbiotische Beziehung besteht zum

Tannenhäher, der Jahr für Jahr ihre Samen verbreitet.

Wer liebt ihn nicht, den typischen Duft einer Arvenstube ? Der charakteristische Geruch

stammt vermutlich von ätherischen Ölen, aber erforscht ist dies nicht. Belegt ist hingegen

die Wirkung des Duftes auf die Menschen: So konnte nachgewiesen werden, dass bei der

Übernachtung in einem Arvenzimmer der Herzschlag reduziert und der Schlaf tiefer wird.

Wer noch kein Arvenzimmer besitzt, kann sich auch Arvenholzgegenstände kaufen und so

die positiven Eigenschaften des Arvenholzes nutzen.

Da es weich und leicht zu bearbeiten ist, war Arvenholz von jeher ein idealer Werkstoff für

die aufwendige Möbelschreinerei, für kunstvolle Wandtäfer und für Gebrauchsgegenstände

wie Milchgeschirr. Zudem diente die Arve als Brennholz, weshalb die Arvenbestände weiträumig

übernutzt waren. Dass wir heute dennoch Arven in vielen Gegenden der Schweizer

Alpen finden, ist nicht nur einem Umdenken in der Holznutzung, sondern auch der Widerstandskraft

dieser Baumart zu verdanken. Quelle: www.waldwissen.net

D

ass in vielen Hotels im Alpenraum Arve, Fichte und

Föhre als Material für Fassaden, Balkongeländer und

mehr noch für Inneneinrichtungen verwendet wird, liegt auf

der Hand. Präg nant sind besonders die Arvenstuben, die

über Jahrzehnte einen besonderen Duft verbreiten ( siehe

Kasten ). Dass man aber solche nicht nur in Graubünden und

im Alpen raum, sondern überall auf der Welt antrifft, erstaunt

doch : Der Schreibende hat sogar in den frühen

Achtzigerjahren eine solche im berühmten Hotel « Peninsula

» in Hongkong entdeckt. Das dortige Swiss Restaurant

« Chesa » wurde 1965 eröffnet, feiert also das 50-jährige Bestehen.

(http://hongkong.peninsula.com/en/fine-dining/chesaswiss-restaurant)

Markus Rominger ( 63 ), Firmenchef der Edy Rominger AG

erzählt, wie bei ihnen in Pontresina aus Holz von der Gemeinde

vor ein paar Jahren ein Container von 54 Kubikmetern

das Dorf per Camion verliess, in Antwerpen verschifft

und via Panamakanal nach Callao, der Hafenstadt Limas, gelangte.

Inhalt : eine fertige Restauranteinrichtung für das renommierte

Hotel « Oro Verde » ( heute Swissôtel ) im Stadtteil

San Isidro. Der Name des beliebten Restaurants : « La Fondue

». Der Planer der Firma flog eigens nach Peru und konnte

32


dort für die Montage vier Wochen lang auf eine Schreinerei

unter Schweizer Führung zurückgreifen.

In den Beneluxländern und auch in England und Monaco hat

Rominger in letzter Zeit Aufträge erledigt vor allem Küchen,

aber auch Schlaf- und Wohnzimmer. Vor Kurzem wurde

ein Grossauftrag in einer neuen Villa in Luxemburg

fertiggestellt. Bereits im Mai wurden Türen montiert, nach

der Fertigstellung des Rohbaus wurde der repräsentative

Eingang mit Fichtenaltholz veredelt und im September und

Oktober arbeiteten vier Monteure aus Pontresina fünf Wochen

lang an der Küche, dem Wohnraum und den Schlafzimmern,

welche alle mit Arvenholz ausstaffiert wurden.

Das Material rund 15 Kubikmeter Holz wurde aus dem

Engadin teils mit dem eigenen Camion, teils durch einen beauftragten

Spediteur überführt.

«Alles bei uns verarbeitete

Arvenholz stammt aus den Wäldern

unserer Gemeinde.»

DIE GESCHICHTE DER FAMILIE ROMINGER

Vor bald 70 Jahren schloss Edy Rominger (†) die Ausbildung in der Schreinerfachschule Bern

mit Meisterdiplom ab. Kaum wieder ins Engadin zurückgekehrt, fassten er und seine Frau

Annemarie 1950 den Entschluss, eine eigene Firma zu gründen. Bereits zwei Jahre später

konnten sie ihre erste kleine Ausstellung in Pontresina einweihen. Durch die Jahrzehnte

hindurch konnte sich die Firma als versiertester Schreinereibetrieb für Möbel, Innenausbauten

und Schnitzereien etablieren. Verschiedenste Möbellinien konnten realisiert

werden mit Schwergewicht auf dem Rohstoff Arve. Das Holz, das auch heute noch eine

richtige Engadiner Stube auszeichnet.

1984 stand im Zeichen der Übergabe an den Sohn Markus, gelernter Schreinerei-Kaufmann,

und seiner Frau Charlotte. Beide Generationen waren sich in ihrer Philosophie einig: Qualität

ist Garant für die Zukunft.

1992 wird die Marke Rominger rechtlich geschützt und das Markenzeichen « R » als Garant

für qualitativ hochstehendes, echtes Engadiner Handwerk definiert. Es werden erstmalig

auch moderne Möbellinien hergestellt.

1995 bis 2005 werden neue moderne Möbelkollektionen lanciert. So auch die spezielle

Hotelzimmer-Kollektion R98 ganz nach dem Motto « Innovation trifft auf Tradition ».

2004 wird die Butia Rominger in St. Moritz neu ausgebaut heller, grösser und neu mit

Möbel stücken aus der Werkstatt aus Pontresina.

2007 steht im Zeichen der Renovationen das ganze Hauptgebäude in Pontresina wird

verschönert und energetisch saniert (Fenster, Dach, Fassaden).

2008 wird die Butia St. Moritz erneut vergrössert. Sie ist nun doppelt so gross und hat eine

grosse Auswahl an Wohnaccessoires und Souvenirs und natürlich noch mehr Möbelpro dukte

aus der eigenen Werkstatt in Pontresina.

2010 kommt bereits die dritte Generation in den Betrieb. Mathias und seine Frau Nicole

bereiten sich darauf vor, in ein paar Jahren die Führung der Edy Rominger AG zu übernehmen.

33


D A V O S K L O S T E R S

oder Flitzer finden den passenden Berg

für ihren Fahrstil unter Gleichgesinnten.

Legendär ist die Parsenn, familiär

die Madrisa, für Schneeschuhwanderer

und Freerider Pischa, tief eingeschneit

das Rinerhorn, für Junge das Jakobshorn

und gemütlich die Schatzalp.

DAVOS KLOSTERS

EIN WAHRER WINTERTRAUM

Die Destination Davos Klosters liegt auf einer Höhe von 1124

bis 3146 Meter. Durch die Lage sind hier die Winter noch Winter

und verzaubern jeden Gast mit der weissen Pracht. Ein Besuch

von Davos und Klosters zeigt die ausgesprochene Vielfalt und die

einmalige Natur.

I

n Davos sind erstmals in der Geschichte

des alpinen Wintersports

Skifahrer bergauf gefahren statt hochgelaufen.

An Weihnachten 1934 wurde

am Fuss des Jakobshorns der erste

Schlepplift der Welt in Betrieb genommen.

Heute wählen Wintersportler aus

aller Welt aus sechs Skigebieten, die

mit gemütlichen Bergrestaurants, sonnigen

Schneebars und rund 300 Kilometer

abwechslungsreichen Pisten locken.

Carver und Freerider, Geniesser

ABSEITS VON ALLEM TRUBEL

Nicht nur die sechs verschiedenen Skigebiete

sind jeweils ein Unikat auch

die Seitentäler von Davos und Klosters

sind unterschiedlich und von einer intakten

Naturlandschaft geprägt. Am

besten lassen sich die versteckten Orte

inmitten der weissen Landschaft mit

Langlaufski oder Schneeschuhen entdecken.

Wer die Anstrengung lieber

anderen überlässt, für den ist eine romantische

Schlittenfahrt zu einem der

Gasthäuser, die sich meist zuhinterst

in den Tälern verstecken, zu empfehlen.

JEDEN TAG EIN SCHNEEABENTEUER

Davos Klosters Inside ist das kostenlose

Gästeprogramm im Winter von

Ende Dezember bis Ende März für

Skihotel-Gäste. Die täglichen Erlebnisse

werden von Einheimischen und

Lokalprominenten zusammengestellt

und begleitet: zum Beispiel Ski fahren

vor dem offiziellen Betriebsbeginn,

Blick hinter die Kulissen der Bergbahnen

oder Rennrodeln.

34


E N G A D I N S T . M O R I T Z

ANGEBOTE UND EVENTS

Weitere Informationen finden Sie auf

www.engadin.stmoritz.ch/angebote bzw.

www.engadin.stmoritz.ch/topevents,

via allegra @ estm.ch,

Telefon + 41 81 830 00 01

oder bei der Tourist-Informationsstelle vor Ort.

White Turf Pferderennen seit 1907 auf dem gefrorenen

St. Moritzersee

ENGADIN ST. MORITZ

DIESE BERGE. DIESE WEITE.

DIESES LICHT.

Auf über 350 Kilometer hervorragend präparierten Skipisten,

220 Kilometer Langlaufloipen und 150 Kilometer Winter -

wanderwegen finden Schnee sportbegeisterte ein wahres Paradies.

Rund hundert Hotels in Engadin St. Moritz bieten ihren

Gästen mit dem Hotelskipass ein bestechendes, einzigartiges

Angebot an.

D

ie hochalpine und südliche Lage

des Engadins bietet perfekte Voraussetzun

gen für besten Pulverschnee,

trockenes Reizklima, viel Sonne und

Schnee sicherheit. Was gibt es Schöneres

im Winter als weisse Berggipfel, verschnei

te Wälder und gefrorene Seen ?

Von 1800 bis 3303 m ü. M. finden Skifahrer

und Winterurlauber im Oberengadin

alles, was das Herz begehrt.

Engadin St. Moritz bietet sinnlichen

Genuss, Naturerlebnis, ein reichhaltiges

kulturelles Angebot, hochstehende

Gastronomie mit Sonnenterrassen und

rund 300 Restaurants sowie die Faszination

von einmaligen Sportanlässen

am Geburtsort des Wintertourismus.

Mit der zweiten Hotelübernachtung in

über hundert Hotels aller Kategorien

gibt es den Hotelskipass für 35 Franken

pro Person und Tag während der

gesamten Aufenthaltsdauer. Wer zum

Beispiel zwei Nächte in einem Dreistern

hotel mit Frühstück bucht, bezahlt

pro Person ab 150 Franken für

den Aufenthalt und nur noch 70 Franken

für den Hotelskipass.

Für die Nachtaktiven gibt es jeden

Freitag auf dem Corvatsch Nachtskifahren.

Und bei Vollmond reicht das

Angebot von Schneeschuhwandern

über Vollmondskifahren bis zu Spa.

Die märchenhafte Winterwelt lässt

sich auch bequem bei einer Kutschenfahrt

durch das imposante Val Roseg

oder das ruhige Fextal geniessen.

Wer lieber aus der Ferne zuschaut und

grossartiges Ambiente geniesst, sollte

sich die Pferderennen auf Schnee am

White Turf im Februar oder Polo on

Snow Ende Januar nicht entgehen lassen.

Im März 2016 finden in St. Moritz

die Audi FIS Ski World Cup Finals

statt umrahmt vom St. Moritz Music

Summit, Europas höchstgelegenem

Club Music Festival mit weltbekannten

DJs. Das Weltcupfinale dient als

Hauptprobe für die fünfte FIS Alpine

Ski-Weltmeisterschaft, die im Februar

2017 auf der Corviglia in St. Moritz

ausgetragen wird. Im März findet auch

der Engadin Skimarathon statt, der

jeweils über 10 000 Langläufer aus der

ganzen Welt anzieht.

35


T O P G A S T R O N O M I E

EINE VORZEIGE-

FAMILIE

Das Hotel « Bellavista » in Surlej im Engadin besticht durch vielerlei:

eine Vor zeige-Hoteliersfamilie, die ihre Gastfreundschaft lebt und vorlebt,

ausgesprochen freundliches Personal, eine Infrastruktur voller Innovationen

und eine Gastronomie, die vor allem zum Thema Jagd und Wild viele

Gäste anzieht. Im Juli wurde zudem das Hotel-Restaurant « Salastrains »

im St. Moritzer Ski- und Wandergebiet in Pacht genommen.

VON RENÉ CHATELAIN

36


E

s ist schon etwas Einmaliges, wenn gleich drei Kinder in

die Fussstapfen der Eltern treten und im gleichen Betrieb

mit machen: Nico ( 26 ), Fabian ( 24) und Elena ( 21 ) gingen

oder gehen in die gleiche Hotelfachschule Belvoir Zürich, in

welcher sich ihre Eltern Beni und Corinna Kleger kennengelernt

haben.

Beni Kleger ( 52 ), ehemaliger Spitzenskifahrer, absolvierte

seine Kochlehre bei Plinio Testa auf Salastrains, just dem

Traditionsbetrieb, den nun sein Sohn Fabian führt. Über seinen

damaligen Lehrmeister ist er noch heute des Lobes voll:

« Der beste und strengste Chef, den man sich vorstellen kann

ganz alte Schule.»

1992, nach fünfjähriger Pacht, kaufte er die kleine Pension in

Surlej mit unverbaubarer Aussicht auf den Silvaplanersee und

führte mit nur zwei Mitarbeitern diesen damals sehr bescheidenen

Gastbetrieb. In sieben ( ! ) grossen Bauetappen wurde

nach und nach ein Viersternehotel mit 32 Zimmern und Suiten,

etlichen Restaurationsräumen, gross zügiger Wellnessoase

von 500 Quadratmetern, Tiefgarage mit Durchgang und

Verbindung zur Dependence unter der Strasse erstellt.

BEKANNT DURCH JAGD UND WILDBRET

Die drei männlichen Klegers sind passionierte Jäger und gehen

jeweils im September zusammen auf die Hochjagd und

ab und zu in das Jagdrevier im Tirol.

Die Zubereitung des erlegten Wilds kommt bei den kulinarisch

versierten Gästen vor allem auch aus Italien so gut

an, dass sich darauf eine florierende Gastronomie aufbauen

liess. Heute werden im « Bellavista » mittags und abends sogar

bis zu 400 Essen serviert eine Riesenaufgabe für nur

neun Mann in der Küche. Durch die geschickte Aufteilung

des Restaurantteils in verschiedene Stuben kommt auch bei

grossem Andrang nie ein Gefühl von «Masse» auf. Und bei

wenigen Gästen werden nur eine oder zwei Stuben in Betrieb

genommen, was eine gemütliche, behagliche Atmosphäre ergibt.

DIE « BAITA » FÜR SPEZIELLE ANLÄSSE

Hinter der Terrasse mit dem herrlichen Ausblick auf die Gegend

rund um den Silvaplanersee steht die separat gebaute

« Baita », der italienische Ausdruck für « Hütte ». Hier werden

Anlässe aller Art durchgeführt, die ohne Lärmbelästigung

für die Hotelgäste auch mal hoch zu und her gehen können,

besonders wenn etwa am offenen Feuer ein ganzer Hirschrücken

auf die frohe Gästeschar wartet. Auch in eine Disco

kann die « Baita » verwandelt werden oder ganz speziell in

einen Präsentationsraum für edle Karrossen oder Ähnliches:

37


NEU AUCH AUF SALASTRAINS

Zwei gleich gut ausgebildete Söhne im gleichen Betrieb? Chef und Souschef geht nicht.

Der eine in der Küche, der andere im Service Stress vorprogrammiert, sagte sich Beni

Kleger. Und so kam es, dass er in seinem ehemaligen Lehrbetrieb fündig wurde und von

Sergio Testa das bekannte und vor allem im Winter sehr gut besuchte Hotel-Restaurant

«Salastrains» in Pacht nehmen konnte. Mitten im Skigebiet Corviglia gelegen, konnte sich

Fabian Kleger im vergangenen Sommer sachte auf die grosse neue Aufgabe vorbereiten. Bei

Grossandrang wird er auf die Familie zählen können sofern nicht auch gleichzeitig im

«Bellavista» der Teufel los ist.

Derweil die beiden Söhne mithilfe der Eltern je einen eigenen Betrieb führen, wird Tochter

Elena, die noch bis Dezember in der Hotelfachschule ihr Rüstzeug holt, in erster Linie den

Bereich Marketing betreuen und im Backoffice die Mutter unterstützen.

38


Dank eines um fünf Meter absenkbaren Bodens im hinteren

Teil können von der Tiefgarage aus edle Stücke oder andere

« sperrige Güter » hochgefahren werden. An Silvester war es

auch mal eine Eisbar, die in der Garage vorgefertigt worden

war. Auch wenn schon viele Prominente im « Bellavista » und

vor allem in der « Baita » gesehen wurden, Kleger senior besteht

darauf, dass man nicht abgehoben, sondern bodenständig

sein wolle. Man glaubt ihm aufs Wort.

PLOZZA WINE GROUP IST HAUPTLIEFERANT

Bald 30 Jahre kann Kleger auf seine Lieferanten zählen, zum Beispiel auf Romedi Weine SA

aus Madulain, die zur Plozza Wine Group zählt. Der «Numero Uno» von Plozza ist bei seiner

Kundschaft so gut angekommen und hat sich bestens verkauft, wohl weil es der spektakulärste

Wein ist, der je bei Plozza gekeltert wurde! Er setzt neue Massstäbe in der Produktion

von Veltliner Weinen. Durch diesen edlen Tropfen aus der Nebbiolo-Traube hat sich

zwischen der Familie Kleger und der Firma Plozza eine enge Zusammenarbeit ergeben.

TAUSENDSASSAS AM WERK

Neben der Jagd pflegt Beni Kleger ein weiteres Hobby : Im

Untergeschoss ist auf kleinstem Raum eine Schreinerei eingerichtet,

in welcher er mit einem langjährigen Mitarbeiter

sämtliche Holzarbeiten ausführt: Decken und Wände, Theken

und Türen, Tische und Bänke, vieles mit Schnitzereien

verziert man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Und

weil Bündnerfleisch vom Hirsch eine viel gefragte Spe zialität

ist, steht im Hause « Bellavista » auch eine kleine, gut ein gerichtete

Fleischtrocknerei vorwiegend für den eigenen Bedarf.

« Anpacken, wo Bedarf ist » gilt nicht nur für das Familienoberhaupt.

Alle fünf Klegers sind eingebunden und überall

einsetzbar. Das sieht man auch beim Personal : Am Nachmittag

an der Reception, am Abend im Service oder an der Bar.

Übrigens : Wenn man immer wieder clichéhaft hört oder liest,

im Schweizer Tourismus werde oft die Freundlichkeit vermisst,

so ist bei den Klegers und ihrem Team das Gegenteil

der Fall : Sehr freundlich und herzlich, und was die Chefs

vorleben, wird vom Personal gerne übernommen. Und was

Vater Kleger besonders vorheben will, weil ihn das enorm

freut : « Noch nie hat eines meiner Kinder während der Saison

um einen freien Tag nachgefragt ! » Schaffige Leute, die

Klegers . . .

39


F L I M S / L A A X / F A L E R A

Iouri Podladtchikov (Bild: Burton/Lämmerhirt, LAAX)

2016

EIN SNOWBOARD-FREESTYLE-

ERLEBNIS DER SPITZENKLASSE

Seit über zwei Jahrzehnten richtet LAAX Weltklasse-Freestyle-

Veranstaltungen aus und weist einen Schatz an Background,

Kompetenz und Leidenschaft für den Sport und seine Rider auf.

Die LAAX OPEN läuten eine neue Ära im Eventbereich ein

und führen in einer Woche zusammen, was Ausdruck des Resorts

ist. LAAX ist Freestyle. LAAX ist Lifestyle. Highclass-Snow-

boarden und Entertainment gepaart mit Kulinarik, Kultur und

Klasse . . .

V

om 18. bis 24. Januar 2016 gibt sich

die Crème de la Crème des Contest-Snowboardens

ein Stelldichein in

LAAX. Das Preisgeld von 500 000 US-

Dollar lässt aufhorchen. Doch das allein

ist nicht der Grund, warum die

internationale Spitze partout bei der

Premiere der LAAX OPEN dabei

sein will. LAAX bietet höchsten Standard

in der Infrastruktur. Qualität ist

Pflicht. Das wissen Top-Rider aus aller

Welt seit Langem zu schätzen. So auch

zwei in der Jetztzeit tonangebende Erfolgshelden

ihres Sports : Iouri Podladtchikov

und Shaun White. Beide

Halfpipe-Olympiasieger, beide auch

schon Sieger am Crap Sogn Gion. Einer

extravaganter als der andere. Beides

Typen. Der eine aus den USA, der

von der « fliegenden Tomate » so be-

LIVING FREESTYLE IN LAAX

FÜR ALLE

LAAX gibt seit einem Vierteljahrhundert den Ton an, wenn

es um Freestyle geht. Von den ganz Kleinen bis zu den

ganz Grossen findet jeder das Passende auf und abseits

vom Schnee. Ein ganzer Berg mit top präparierten Anlagen

ist dem Freestyle gewidmet, dazu gehören vier

Snowparks, eine Minipipe und die weltweit grösste Halfpipe,

und im Tal die erste Freestyle-Trainingshalle Europas.

Freestyle lässt sich im gesamten Gebiet ausüben,

denn Freestyle bedeutet vor allem, seinen eigenen, freien

Stil auszudrücken. In LAAX wird Freestyle gelebt. Warum

nicht selbst ausprobieren bei den LAAX OPEN 2016?

Viele kostenfreie Aktivitäten stehen auf dem Programm,

bei denen das Publikum den Spass, die Leichtigkeit

und Lebensfreude vom Freestyle selbst erfahren kann.

Drei- bis Sechsjährige erlernen im eigens kreierten «Riglet-Park»

im rocksresort spielerisch snowboarden. Profi-

Snow boarder geben «Tipps & Tricks» an interessierte

Wintersportler in der Minipipe weiter. Die Parks rund

um das Contestgelände sind für alle offen und werden

täglich wie den ganzen Winter hindurch präpariert.

Hier können Beginner ebenso wie Fortgeschrittene tricksen

und jibben. Das Burton Testcenter stellt Boards aus

der aktuellen Kollektion in jeder Länge und für jedes

Level bereit. Wer sich seine Freestyle-Erlebnisse bildlich

mit nach Hause nehmen will, holt sich eine GoPro-Kamera

und filmt sich selbst oder lässt sich ablichten. Und wer

nach dem Berg immer noch vor Energie strotzt, der nimmt

am Royal Coachman, dem Einführungskurs in die Freestyle

Academy, teil und tobt sich auf dem Trampolin, der

Skate-Bowl oder am Kicker aus.

40


LAAX OPEN 2016 MOUNTAIN

LIFESTYLE AFFAIR

Die LAAX OPEN 2016 gelten als Event-Höhepunkt dieser

Wintersaison. Vom 18. bis 24. Januar 2016 garantieren

sie eine ganze Woche Snowboarden vom Feinsten. Dazu

gehören Contests in der Halfpipe und im Slopestyle für

Damen und Herren mit einem Gesamtpreisgeld in Höhe

von 500 000 US-Dollar. 300 Teilnehmer aus aller Welt

werden erwartet. Charakteristisch für die LAAX OPEN ist

das offene Format, das jedem Rider die Möglichkeit

bietet, in diesem hochklassigen internationalen Snowboard

Contest mitzufahren und über die Qualifikation in

die Endrunden zu gelangen, in die internationale Top-

Stars gesetzt sind.

zeichnet aufgrund seiner knallroten

Haarpracht in Teenagerjahren zum

Multimillionär avancierte. Der andere

ein Schweizer mit russischen Wurzeln,

der den als unschlagbar geltenden

White bei Olympia 2014 in Sotschi in

die Schranken verwies und Gold holte.

Beide sind geschäftstüchtig, präsent in

den Netzwerken dieser Welt. Das gehört

zu ihrem Beruf. Sie sind in Bewegung,

wirken auch auf anderen Gebieten.

Was dem einen die Rockmusik, ist

dem anderen das Fotografieren. Und

beide sind toptrainierte Sportler. Denn

Snowboarden auf dem obersten Level

bedeutet neben Ausdrucksstärke und

Style vor allem Konzentration, Kondition,

Technik. Dafür werden die Rider

auch in den Trainingsmethoden kreativ.

Der eine hat sich in einem « secret

spot » eine Pipe hinstellen lassen, um

neue Tricks zu üben, der andere feilt an

seiner Performance etwas öffentlicher,

in der Freestyle Academy von LAAX.

Erst drinnen, dann draussen, jeweils

mit Hilfe eines Riesen-Airbags. Jedem

sei also das eigene wegweisende Erfolgsrezept

gegönnt. Und dem Publikum

dann der grosse Showdown. Zwei

Superstars in der Super pipe : Was für

ein Spektakel, wenn die beiden ihre

Tricks durch die majestätische, 200

Meter lange Pipe am Crap Sogn Gion

über LAAX in die Lüfte zaubern.

Die zwei Überflieger sind stellvertretend

für das hochkarätige Starterfeld

genannt. Alles ist möglich. Auch dass

sie von anderen überflügelt werden.

Denn Freestyle heisst Individualität.

Jeder hat seinen Stil, jeder Auftritt ist

einmalig. Kein Run ist wie der andere.

Der Bewertung durch die Judges

schwingt immer etwas Subjektives mit.

Und wen favorisiert das Publikum ?

Die LAAX OPEN 2016 versprechen

Spannung, Show und sportlich hochwertiges

Entertainment.

Setzen die Youngsters noch einen

drauf im Slopestyle ? Slopestyle, Spielplatz

der Freestyler. Der fordert das

Full-Package eines Riders. Springen,

Tricksen und Kombinieren ist gefragt

auf einem 500 Meter langen Parcours,

versehen mit Elementen wie den Rail-

Features und der Kicker-Line. Vorwärts,

rückwärts, über Kopf. Und alles

sieht so einfach aus. Das ist der Clou.

Dazu gibt es das umwerfende 360°-Panorama

auf 2222 m ü. M. Da fühlt es

sich leicht an, das Freestylen. Für jeden.

« Die LAAX OPEN bringen alle Snowboarder

zusammen : die Top Rider, die

Amateure und die kommenden Stars,

die nächste Generation an Jibbern und

all die Boarder-Familien. Das ist eine

Mountain Lifestyle Affair !» sagt Reto

Gurtner, Präsident und CEO Weisse

Arena Gruppe in LAAX.

Und genau darauf zielen die LAAX

OPEN ab : Freestyle und das damit

verbundene Lebensgefühl sind für alle

da. Dazu gehören auch Konzerte und

Kulinarik, Ausgelassenheit und Genuss.

Informationen : www.laax.com/open

(Bilder: www.philippruggli.ch)

41


Ihre unabhängige

Vermögensverwaltung

in Graubünden

Arabella Vermögensverwaltung AG, Stadtgartenweg 6, CH-7000 Chur

Tel. +41 81 258 70 70, Fax +41 81 258 70 79

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P O R T R Ä T

PATEK PHILIPPE

JAHRES KALENDER 4948

EIN FEUERWERK

DER KOM PLIKATIONEN

Als Meisterin der Komplikationen hat Patek Philippe auch

die Herzen vieler Frauen erobert, und dies nicht nur mit

aufwendigen Mechanismen. Auch in ästhetischer Hinsicht

beherrscht die Genfer Manufaktur die höchsten Schwierigkeitsgrade

und verleiht Uhren mit unterschiedlichsten kunsthandwerklichen

Techniken schmuckvolle Dekors. Dazu gehört

auch die Juwelierskunst, mit der Patek Philippe ihre Zeitmesser in

ein unwiderstehlich feminines Feuer hüllt. Umso grösser ist das

Entzücken der Frauen, wenn eine Patek-Philippe- Damenuhr attraktive

uhrmacherische Kom plikationen mit aufwendiger Juweliersarbeit

verbindet.

Mit diesem Modell bewegt sich der

neuste Jahreskalender für Damen im

Segment der Haute Joaillerie Uhren :

Dies belegen die 361 lupenreinen Top-

Wesselton-Diamanten von insgesamt

zirka 2,69 Karat und perfektem Brillantschliff,

die das Gehäuse, die Lünette

und die Krone komplett in ihren

Glanz einhüllen. Die Armbandanstösse

sind seitlich und auf ihren Oberseiten

in der zuvor beschriebenen Weise

mit Edelsteinen unterschiedlicher

Grössen besetzt. Dazu trägt der Gehäusemittelteil

auch zwischen den Anstössen

Diamanten, die eine zweite

Reihe parallel zum Besatz der Lünette

bilden. Zudem ist bei der Ref. 4948

auch die untere Hälfte der Gehäuseflanke

mit zwei Reihen Brillanten geschmückt,

auch hier in feiner Grössenabstufung,

um möglichst keine Stelle

unbesetzt zu lassen.

Zu einem Juwel dieser Kategorie passt

am besten ein echtes Perlmutt-Zifferblatt,

das die sieben verschiedenen

Anzeigen des komplizierten mechanischen

Uhrwerks mit einem feinen

Schimmer hinterlegt, ohne ihre Ablesbarkeit

zu beeinträchtigen. Die Weissgolduhr

Ref. 4948 G zeigt ein schwarzes

Perlmutt-Zifferblatt, auf dem die

Uhrzeit schön und deutlich mit aufgesetzten

Weissgold-Breguet-Ziffern

und Stunden- und Minutenzeigern in

schlanker Feuille-Form aus 18 Karat

Weissgold mit Leuchtbeschichtung abzulesen

ist. Der grosse Parfil-Sekundenzeiger

ist aus rhodiniertem poliertem

Stahl, weil Echtgold für diese

lange schlanke Form zu weich wäre.

Die Hilfszifferblätter für Wochentag

und Monat sind leicht eingesenkt und

zeigen silberfarbene Skalenaufdrucke

und kleine Feuille-Zeiger aus 18-Ka-

rat- Weissgold. Das Datumsfenster bei

6 Uhr trägt einen polierten Weissgoldrahmen,

in dem das Datum schwarz

auf weiss hervorragend abzulesen ist.

Patek Philippe Genf | Postfach 2654 | 1211 Genf 2

Schweiz | Tel. : + 41 22 884 20 20

Fax : + 41 22 884 25 47 | www.patek.com

43


I N N O V A T I O N

DIE FIRMA AKKAYA

VERBINDET METALLBAU

UND KUNST

MIT EINEM EIGENEN PATENT FÜR WEINKELLER-

EINRICHTUNGEN SOLL DER INTER ­

NATIONALE MARKT ANGEPEILT WERDEN

Gourmetrestaurant «Schlüssel» in Mels: Die Oberfläche des Korpus besteht aus Glas mit einer darunterliegenden Schublade, gefüllt mit Meeressand und edlen Jahrgangsweinen. Die Eingangstüre passt sich

44


harmonisch in die Raumgestaltung ein und ist aus schwarz lackiertem Aluminium gefertigt. Die Realisierung der dezenten Raumbeleuchtung stammt von C. Akkaya.

45


Die Metallbaufirma von Cemal Akkaya ( 50),

die er 1996 in Sargans gegründet hat, ist ursprünglich

im Bauwesen mit Türen, Geländern,

Treppen aus edlem Stahl und anderen Metallarten

in Erscheinung getreten. Vermehrt will aber

der Firmeninhaber mit künst lerischen, innovativen

Elementen auf sich aufmerksam machen.

Ein wichtiger Schritt ist die Erfindung und Patentierung

eines flexibel einzusetzenden Wein -

gestells.

VON RENÉ CHATELAIN

Cemal Akkaya

Showroom C. Akkaya, Sargans: Impressionen aus dem Showroom.

46


B

eim Besuch in seinem von aussen unscheinbaren Bau im

Industriegebiet von Sargans wird sofort klar : Cemal Akkaya

ist ein kreativer Mensch, für den Stillstand Rückschritt

bedeutet. Auf seine angestammte Tätigkeit als Zulieferer von

Metallteilen, besonders für Neubauten, mag er gar nicht

gross reden. Viel lieber erzählt er von seiner Passion : Kunst

und Innovation. Dies spürt man in jedem Winkel seines

Repräsentations- und Besprechungsraums, der grossbildige

Band über Kellereinrichtungen lässt erahnen, was noch alles

in diesem « Kreativ-Unternehmer » steckt. Sicher kommt ihm

bei der Ausübung seiner neueren Arbeiten im Bereich Kunst

und Weinkellereinrichtungen seine Erfahrung als Spezialist

im Metallbau gelegen : Das präzise Arbeiten bei der Fertigung

und der Montage hat ihn zum kompetenten Partner für

Architekten und Bauherren gemacht, wenn es um Lösungen

aus Edelstahl geht.

KUNST ZUM ANGREIFEN

Kunst zum Angreifen, Begreifen und Verstehen die grossen

Werke sind kühl, das Material ist Chromstahl, manchmal

auch in Kombination mit anderen Metallen oder aus Glas gefertigt.

Geschaffen für eine kurze Ewigkeit, erinnern sie an

die Endlichkeit aller Wesen und Dinge.

Aus der Werbeschrift von Akkaya: «Mit Kunst am Bau wird

eine Verpflichtung insbesondere des Staats als Bauherrn

verstanden, aus seinem baukulturellen Anspruch heraus

einen gewissen Anteil der Baukosten öffentlicher Bauten für

Privater Weinkeller in Buchs SG: Der individuell an die Räumlichkeit eingepasste Kubus besteht aus

Schwarzblech, ist ausgestattet mit Tablaren für Holzkisten und einem von innen beleuchteten

Ausschnitt für Magnumflaschen. Durch das virtuell in den Kubus hineinlaufende Weinregal entsteht

eine harmonische Einheit. In Ergänzung zum Weinregal ist eine kreisförmige Natursteinwand

mit Spiegelelementen geschaffen worden.

47


Privathaus in Mels: Modernes Design zur individuellen Wohnraumgestaltung. In der Gesamt konzeption von C. Akkaya sind funktionale Elemente wie Feuerstelle und Pizzaofen mit dekorativen Ablageflächen

und Weinpräsentationsmöglichkeiten harmonisch integriert worden. Die Konstruktion aus Roststahl, Edelstahl und Schwarzblech verfügt über die Abmessung von 320 × 180 cm.

Kunstwerke einzusetzen. Unabhängig von dieser öffentlichen

Zielsetzung fühlen sich auch manche private Bauherren

der Kunst am Bau verpflichtet und realisieren entsprechende

Projekte in und an ihren Verwaltungs- oder Geschäftsbauten.Die

Kunst am Bau ist dauerhaft fest innen oder aussen

mit dem Bauwerk verbunden oder befindet sich im Freiraum

auf dem dazugehörigen Grundstück. Wir haben im Laufe der

letzten Jahre etliche sehenswerte Projekte entworfen, realisiert

und montiert.»

In industrieller Produktion fertigt Akkaya die Bausteine

zum Bau von individuell gestaltbaren Design-Weinkellereinrichtungen

aus Edelstahl respektive Metall. Die Idee stammt

aus der Berufspraxis : Kreative Köpfe haben ganze Räume gestaltet.Die

Chromstahlelemente passen sowohl in alte Steinkeller

wie in moderne Betonräume.

Folgende Aspekte wurden beim Design und bei der Planung

und Realisierung der Weinkellereinrichtung berücksichtigt :

GENIALES WEINGESTELL

Auf sein patentiertes Weingestell ist Akkaya besonders stolz.

Es ist so geschaffen, dass es an Wölbungen in Kellergebäuden

oder Wohnräumen sowohl horizontal wie auch vertikal angepasst

werden kann. Das Aufhängesystem, das die Voraussetzung

für das erteilte Patent ausmacht, ist so ausgeklügelt,

dass eine x-beliebige Anzahl Weinflaschen angeordnet und

präsentiert werden kann.

«Es sind die Träume und Visionen,

die uns weit über die Grenzen und Horizonte

blicken lassen.»

48


Praktische Funktionen : Funktionalität, Ergonomie,

Sicherheit, Gebrauchstauglichkeit,

Benutzerfreund lichkeit, Wartung und Pflege

Produktsprachliche und sinnliche Funktionen :

Formalästhetik, Semantik, Haptik

Ökologische Funktionen : Haltbarkeit, technische

Verfügbarkeit, Entsorgung

Ökonomische Funktionen : Herstellungsaufwand,

Komplexität, Herstellungstechniken,

Anzahl der Fertigungsschritte, Transport, Lager.

HOFFEN AUF REGIONALE INTERESSENTEN

Da Sargans am Rand des bekannten Weinbaugebiets der

Bündner Herrschaft liegt, sieht Cemal Akkaya natürlich in

diesem Gebiet viel Potenzial. Ihm ist aber auch bewusst, wie

auf anderen Kontinenten wie Amerika, Australien oder auch

Afrika mit den Weinbaugebieten am Kap der Wein noch viel

stärker « zelebriert und präsentiert » wird als in der Regel

hierzulande. Allerdings hat er auch schon im bekannten

« Schlüssel » in Mels und in der übrigen Schweiz repräsentative

Weinkeller mit seinem System bestückt, sein Ziel ist es

aber, mit seiner Weinkeller-Idee zuerst hierzulande Fuss zu

fassen und nach und nach « die Welt zu erobern ».

Ein erster Anfang ist getan : Beim Googeln nach einer Lösung,

wie ein Weingestell den Rundungen von Wänden angepasst

werden könnte, stiess der Besitzer eines neu erbauten

Boutique-Hotels im weltbekannten Weinanbaugebiet Napa

Valley auf die Firma Akkaya und hat Interesse an einer Zusammenarbeit

bekundet.

Cemal Akkaya ist Mitte September persönlich vor Ort gewesen

und hat sich die Räumlichkeiten angesehen und ausgemessen

sowie erste Gestaltungsvorschläge skizziert. Er traf

dort auch auf Interessenten aus den Bereichen Vinothek und

Weindegustationen in New York. Allerdings sind in den USA

die Fragen im Zusammenhang mit der Produktehaftung

noch zu klären und könnten zum Stolperstein werden.

Privater Weinkeller in Buchs SG: Das patentierte Weinregal ist aus Edelstahl geformt und bietet

Platz für etwa hundert Flaschen pro Quadratmeter. Dahinter integriert befindet sich eine punktuelle

und dimmbare LED-Beleuchtung. Die darüber und daneben befindliche Wandverkleidung besteht

aus Schwarzblech. Im weiteren Verlauf der Kellerwand sowie hinter dem Weinregal ist Naturstein

verarbeitet. Die Planung, Produktion und Montage des gesamten Weinkellers stammt von

C. Akkaya.

Privathaus Azmoos: Die Wandskulptur «Universum» ist aufwendig gefertigt aus Edelstahl,

Roststahl, Schwarzblech und Glas sowie einer Rückwand aus schwarzem Schieferstein.

Die Abmessung der Skulptur beträgt 500 cm × 250 cm. Die Kugeln aus Massivglas haben einen

Durchmesser von 25 cm und 15 cm.

49


L E N Z E R H E I D E

IM RAMPENLICHT DER INTERNATIONALEN

SPORT WELT

Zehntausende Besucher, spannende Wettkämpfe und jede Menge Emotionen prägen die Wintersaison

der Ferienregion Lenzerheide. Gleich drei hochkarätige Sportevents begeistern auf und neben der Piste.

D

as erste Highlight erwartet die

Ferienregion mit der «Viessmann

FIS Tour de Ski » vom 1. bis 3. Januar

2016. Die Tour de Ski gilt seit Jahren

als attraktivste Grossveranstaltung im

Langlaufkalender. Sie gastiert nach

2014 bereits zum zweiten Mal in Lenzerheide.

In dieser Saison, ohne Olympische

Winterspiele oder nordische

Skiweltmeisterschaften, liegt die Tour

im Fokus der Weltklasse-Athletinnen

und -Athleten. Die Fans können sich

also auf spannende Wettkämpfe und

sportliche Höchstleistungen freuen.

Im kommenden Winter feiert die prestigeträchtige

Tour zudem ihr zehnjähriges

Bestehen. Die Ferienregion Lenzerheide

eröffnet am Neujahrstag diese

Jubiläumsausgabe. Für OK-Präsident

Hannes Parpan eine besondere Aufgabe

: « Die Eröffnung der 10. Tour de Ski

mit drei Etappen ist eine grosse Herausforderung

und Ehre. Sie gibt uns

die Möglichkeit, die Langlaufregion

Lenzerheide weltweit im besten Licht

zu präsentieren.»

Die Wettkämpfe finden, wie bereits vor

zwei Jahren, bei der Biathlon-Arena im

PROGRAMM TOUR DE SKI

1. Januar 2016 Sprint (freie Technik)

2. Januar 2016 Massenstart (klassisch)

über 30 km (Herren),

resp. 15 km (Damen)

3. Januar 2016 Verfolgung (freie Technik)

über 10 km (Herren),

resp. 5 km (Damen)

Die Tickets (CHF 10.) und Tribünenpässe (CHF 20.)

sind ab 10. Dezember 2015 in den Informationsbüros der

Ferienregion erhältlich.

Weitere Informationen: www.tourdeskilenzerheide.ch

50


PROGRAMM SKI WELTCUP (DAMEN)

12. März 2016 Super-G

13. März 2016 Alpine Kombination

(Slalom/Super-G)

Weitere Informationen: www.weltcup-lenzerheide.ch

Raum Foppa in Lantsch/Lenz statt.

Die packenden Rennen verfolgen die

Fans direkt entlang der Strecke oder

von der Tribüne aus. Mit dem Hospitality-Angebot

«Tour de Ski Plus + » erleben

die Gäste im rustikalen Holzchalet

echte Bündner Gastfreundschaft und

geniessen kulinarische Spezialitäten

aus der Region.

SKI WELTCUP DER DAMEN

Erneut ins Zentrum der internationalen

Sportwelt rückt die Ferienregion

Lenzerheide im Rahmen des «Audi FIS

Ski Weltcup » der Damen. Am Wochenende

vom 12./13. März 2016 kämpfen

die weltbesten Skirennfahrerinnen auf

der « Silvano Beltrametti »-Weltcupstrecke

um die letzten Weltcuppunkte vor

dem grossen Final in St. Moritz. Auf

dem Programm stehen ein Super-G am

Samstag sowie eine alpine Kombination

( Slalom und Super-G ) am Sonntag.

Bereits fünfmal war Lenzerheide Austragungsort

des Ski Weltcup Finals.

Fünf Renntage und neun Rennen standen

jeweils auf der Tagesordnung. Nun

gastiert der Skizirkus der Damen einzig

für ein Wochenende in der Ferienregion.

Für OK-Präsident Silvano Beltrametti

dennoch eine Herausforderung:

« Die Organisation der Weltcuprennen

ist eine grosse Aufgabe, die das

gesamte Weltcupteam wieder stark fordern

wird. Wir sind überzeugt, dass

wir auch diesen Event zu einem Erfolgserlebnis

aufblühen lassen.»

Auch von den Speed-Spezialistinnen

verlangt die anspruchsvolle Piste am

Heimberg in Parpan absolute Höchstleistungen.

Von der Stehtribüne im

Zielraum haben die angereisten Skifans

optimale Sicht auf die Rennstrecke.

Mit ihrem frenetischen Jubel verwandeln

sie den Zielraum jeweils in

einen tobenden Hexenkessel. Nicht

fehlen darf natürlich auch das berühmte

Weltcup Dörfli. Nach den Rennen

sorgen dort DJs und Livekonzerte für

eine ausgelassene Stimmung.

SAISONFINAL DER SCHNEESPORT-

SCHULEN

Zum Abschluss der Wintersaison 2015/

2016 steht ein weiterer Grossanlass auf

dem Programm : Vom 6. bis 10. April

2016 treffen sich Schneesportschulen

aus der ganzen Schweiz zu den traditionellen

Schweizer Meisterschaften.

Das « Swiss Snow Happening » ist nicht

nur Saisonabschluss, sondern eigentliches

Highlight der Saison. Die rund

1500 Schneesportlehrerinnen und -lehrer

messen sich in insgesamt neun

Disziplinen. Insbesondere das Formationsfahren

der Demoteams gilt bei

Teilnehmern und Zuschauern als Höhepunkt.

Im letzten Frühjahr wurde Curdin

Malär von der Schweizer Schneesportschule

Lenzerheide zum besten

Schweizer Schneesportlehrer 2015 gekürt.

Als OK-Präsident sorgt er nun

mit seinem Team für eine erfolgreiche

Organisation : «Wir freuen uns riesig

auf das ‹ Swiss Snow Happening › in

Lenzerheide und geben alles, um unseren

Kolleginnen und Kollegen einen

gebührenden Saisonabschluss auf und

neben der Piste zu bieten !»

Die sportlichen Wettkämpfe finden im

Stätzertäli, auf der Westseite der Lenzerheide,

statt. Natürlich kommt auch

der gesellige Teil am « Swiss Snow Happening

» nicht zu kurz. Im Party Village

beim Wettkampfgelände sowie in

Valbella sorgen die Organisatoren für

ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Der Höhepunkt ist die traditionelle

Schweizer-Meister-Feier und

die « Swiss Snow Happening»-Party

am Samstagabend.

SPORTEVENTS WINTER 2015/2016

1. 3. Januar FIS Tour de Ski

8. 10. Januar IBU Junior Cup/

Alpencup (Biathlon)

9. Januar Grischa Sprint

17. Januar Planoiras-Volkslanglauf

5./6. Februar FIS Ski Cross World Cup

(Arosa)

28. Februar Volkslauf St. Cassian

12./13. März FIS Ski Weltcup Damen

18. 20. März Biathlon Ländervergleich

23./24. März Internationale Zoll -

skiwettkämpfe

2. April Red Bull Skills

6. 10. April Swiss Snow Happening

51


T O P K Ö C H E

V. l. n. r.: Ingo Pappenberg, Patrick Siekendieck, Dominic Lackner, Andrea Werth, Sven Wassmer, Amanda Bulgin, Rose Kreuzahler, Bernd Vogel, Mitja Birlo

52


SVEN WASSMER

EIN NEWCOMER MIT GROSSEN AMBI TIONEN

IST ERST EIN JAHR IN VALS UND GREIFT SCHON

NACH DEN STERNEN

53


geblich am Erringen des zweiten Sterns beteiligt. Zudem arbeitete

er mit den beiden kongenialen Chefs Nuno Mendes

und Leandro Carreira im Restaurant «Viajante » in London,

mit Andreas Caminada vom « Schloss Schauenstein » in Fürstenau

sowie Sergio Herman vom legendären « Oud Sluis » in

Sluis in den Niederlanden. Aber seine grösste Inspiration,

seine wichtigste Lehrmeisterin ist seine Grossmutter : keine

Sterne, keine Punkte, aber die Nummer eins auf der Liste der

hundert besten Grossmütter der Welt.

Remo Stoffel hatte ein gutes Gespür, als er den

ambitionierten Sven Wassmer vom Vier waldstättersee

als Küchenchef in sein Restaurant «Silver»

holte. Der «Aufsteiger des Jahres» erkochte sich auf

Anhieb 17 Gault-Millau-Punkte und den ersten

Guide-Michelin-Stern.

PURIST UND PERFEKTIONIST

Sven Wassmer ist Perfektionist und Purist. Da er, wenn immer

möglich, mit kleinen lokalen Produzenten arbeitet, orientiert

sich seine Küche an der jeweiligen Saison. Der enge

Kontakt zu seinen Lieferanten gewährleistet beste Qualität

der Zutaten. Dabei bleibt seine Küche immer weltoffen, Einflüsse

aus allen Kontinenten sind unübersehbar. Wassmers

Gerichte bleiben aber stets authentisch : Er konzentriert sich

auf den Respekt vor den Produkten und die bedingungslose

Hingabe an ihre bestmögliche Verwendung. Da verwundert

es kaum, dass er Anhänger der Foraging-Bewegung ist und

man ihn auch schon mal im Wald trifft, wenn er Wildkräuter,

Beeren und Pilze und alles Essbare, was die Natur zu bieten

hat, sammelt. All dies ist Ausdruck seiner engen Verbundenheit

mit der Natur, der er auch im privaten Leben mit Mountainbiken

und Freestyle Skiing seine Reverenz erweist.

Ihm liegt aber auch am Herzen, unsere Schweizer Küche hinaus

in die Welt zu tragen.

EIGENE HANDSCHRIFT

Es könne vielleicht noch einige Zeit dauern, bis er seine « Signature

Dishes » habe, meint der kreative « Kochkünstler ». Bei

einer Einladung im Restaurant « Silver » konnten wir uns

davon überzeugen, dass Wassmer auf dem richtigen Weg ist.

Sein Dessert «Aged Negroni » mit einem kleinen Fässchen

am Tisch serviert und sein Milcheis mit Dillgranité und Fen-

VON RENÉ CHATELAIN

« Ich träume davon, der erste Schweizer Koch mit 20 Gault-

Millau-Punkten zu werden», sagt Sven Wassmer ( 29 ), der

Aargauer aus dem Fricktal, mit Überzeugung. Er sei von den

besten Köchen der Welt inspiriert und möchte ebenso erfolgreich

werden wenn nicht darüber hinaus. Deswegen seien

seine Ansprüche hoch und «The sky is the limit » sein Motto

dazu.

Gezielt hat er seine bisherigen Lehrmeister und Chefs nur

unter den zur Crème de la Crème der zur Branche Gehörigen

gesucht : In seinem Lebenslauf finden sich berühmte

Namen wie Nenad Mlinarevic vom Restaurant « Focus » im

Park hotel « Vitznau »; als Souschef war Wassmer dort mass-

Kobe Beef, fermentierter Knoblauch, Broccoli

54


chelpollenmeringue könnten es werden. Im Restaurant « Silver

» wird Sven Wassmer von Restaurantleiterin und Chef-

Sommelière Amanda Bulgin und Souschef Mitja Birlo unterstützt.

Sie und auch die weiteren Mitglieder des Teams lassen

keine Zweifel offen, dass sie gewillt sind, Wassmers Weg

mitzugehen.

STILVOLLES RESTAURANT

Wie es sich für einen hochdekorierten Koch gehört, ist auch

das Restaurant auf hohem Niveau und das ganze Inventar

stammt von auserlesenen Designern. Die Stühle sind designed

by Fritz Hansen, die Tische stammen von Eero Saarinen,

das Geschirr von Hering Berlin und die Gläser von Zalto.

Entsprechend dem Namen des Restaurants wurde auch beim

Besteck nicht gespart : Es ist reines Silber by Robbe & Berking,

mit dem eingravierten Emblem «7132 ».

Und wenn Wassmer auch in London unter anderem für

Holly woodstars gekocht hat, sein Wirkungsfeld im « 7132

Hotel » und die Rahmenbedingungen, die ihm sein visionärer

Patron bietet, kommen ihm in seiner weiteren Entwicklung

entgegen. Uns würde es nicht erstaunen, wenn er auch

ein weiteres erklärtes Ziel erreichen würde : Unter die Top

Ten der World’s 50 Best Restaurants von San Pellegrino zu

kommen.

«Ich träume davon, der erste

Schweizer Koch mit

20 Gault-Millau-Punkten

zu werden.»

Fermentiertes Kartoffelbrot, Valser Alpenbutter

Grapefruit, Aged Negroni

King Crabs, Karotte, Amalfi-Zitrone

55


DAS «7132 HOTEL»

ARCHITEKTUR- UND DESIGNTOURISMUS

Der Gebäudekomplex des ehemaligen Kurhotels entstand

Ende der 1960er-Jahre im Auftrag des deutschen Industriellen

Kurt Vorlop mit insgesamt 1000 Betten in 345 Appartements

und dem ersten hochalpinen Thermal-, Mineral-, Wellen-,

Hallen- und Freibad Europas. 1983 kaufte die Gemeinde

Vals das Hotel und die Therme. 1986 wurde dem Architekten

Peter Zumthor aus Haldenstein der Auftrag erteilt, ein neues

Bad zu bauen. Die Bilder des Neubaus, der 1996 eröffnet

wurde, gingen um die Welt : « Eine Lektion in Sachen Mut

und Ästhetik », « eine einzigartig archaische Bade- und Therapielandschaft

voll stiller Sinnlichkeit », « ein Bad, wie es die

Welt noch nie gesehen hat ». Die Therme wurde 1998, nur

zwei Jahre nach ihrer Eröffnung, unter Denkmalschutz gestellt.

2012 verkaufte die Gemeinde Vals das Hotel «Therme ».

Veränderte touristische Bedürfnisse und der daraus resultierende

Investitionsbedarf hatten diesen Schritt notwendig

werden lassen.

Remo Stoffel, der neue Eigentümer des Hotels, übrigens ein

gebürtiger Valser, hat eine Vision. Der ganze Komplex wird

renoviert und der Komfort den heutigen Ansprüchen ange-

passt. Dabei werden weitere Akzente gesetzt, welche Vals in

Zukunft erst recht zu einem Mekka der Architektur machen

werden. Bei den vorgesehenen und teilweise bereits abgeschlossenen

Renovierungen wird darauf geachtet, das Werk

von Peter Zumthor und die damit geschaffene Atmosphäre

nicht zu verletzen. Der japanische Stararchitekt Kengo Kuma

hat mit den ersten von ihm gestalteten Zimmern eine neue

architektonische Epoche in Vals eingeläutet.

Mit der Wiedereröffnung nach der ersten Renovierungs phase

am 1. August 2014 hat das Hotel einen neuen Namen erhalten.

Es wird nun nach der Postleitzahl von Vals genannt : « 7132

Hotel ».

«Grosse Namen der Architektur-

und Designszene haben dem Hotel ihren

Stempel aufgedrückt.»

56


BERÜHMTE ARCHITEKTEN

Schon beim Betreten der Halle wird klar : Hier wird Architektur

lebendig gehalten und man wirft nicht einfach alle

paar Jahre die Inneneinrichtung raus, um sie kurzlebigen

Zeitströmungen anzupassen. Nein, im « 7132 Hotel » wird die

Handschrift der Architekten originalgetreu erhalten. Selbstverständlich

werden Möbel und Teppiche ersetzt, aber eben

durch die genau gleichen Materialien, wie sie der Architekt

ursprünglich verwendete. Durch diverse Erweiterungen

startet der Gast im « 7132 Hotel » auf eine Entdeckungsreise

durch die Baukunst der letzten 60 Jahre. Grosse Namen der

Szene haben dem Hotel ihren Stempel aufgedrückt. Der

Schweizer Peter Zumthor ist für weite Teile des Hotels und

die Therme verantwortlich. Ein Aufenthalt im « 7132 Hotel »

ist eine Zeitreise, von Mies van der Rohe und Le Corbusier

zu Kengo Kuma und Tadao Ando, die weitere Räume im Flügel

des « House of Architects » gestalteten. Auch die mit kräftigeren

Farbtönen designten Stucco-Zimmer sind äusserst

beliebt bei den Gästen. Im August wurden die drei Suiten des

Japaners Kengo Kuma mit jeweils neunzig Quadratmetern

Fläche eröffnet. Die lichtdurchfluteten Räume bieten Blick

auf die atemberaubende Natur und Bergwelt. Auffallendstes

Design-Merkmal ist die Verwendung von heimischem

Valser Quarzstein. In den minimalistisch-luxuriös gestalteten

Zimmern kann der Gast zur Ruhe kommen und durch

die riesigen Panoramafenster den Blick auf die raue und zerklüftete

Bergwelt geniessen.

Im « House of Architects » werden neue Zimmer von Tadao

Ando präsentiert ihr anspruchsvolles Design orientiert sich

an den Bautraditionen japanischer Teehäuser. Feinsinnige

Gestaltung und hochwertige Ausführung vermitteln ein einzigartiges

Raumerlebnis. Um es mit den Worten des Meisters

zu sagen : « Die Innigkeit eines unendlichen Mikrokosmos in

begrenztem Raum ist zentrales Element der Teehausarchitektur.»

Weitere Informationen : www.7132.com

57


V A L S

(Bild: Adrian Vieli/Visit Vals)

VALS DAS BERGDORF

2012 wurde Vals als erstes Schweizer Dorf mit dem europäischen

Dorferneuerungspreis ausgezeichnet. «Vals ist im Tourismus

besondere Wege gegangen », heisst es in der Begründung der Jury.

Überprüfen Sie diese Aussage. Sie werden garantiert nicht

enttäuscht sein. Willkommen in Vals.

SKIGEBIET AM DACHBERG

n der archaischen Landschaft des

I Dachbergs säumen lang gezogene

Felsbänder schöne Schneehänge und

breite Pisten. Fünf Beförderungsanlagen

an der sonnigen Ostflanke führen

hinauf in die hochalpine Szenerie. Hier

zeigt sich Grösse im Kleinen. Mit einer

Vielfalt an Pisten, die von 1270 m ü. M.

bis auf 3000 m ü. M. hinaufgehen, ist

das Skigebiet am Dachberg eines der

höchstgelegenen Graubündens.

(www.vals3000.ch)

SCHNEESPORT

Stemmen, Schwingen, Gleiten, Carven,

Riden Schneesport bedeutet vieles.

Das Nebeneinander der verschiedenen

Täler am Dachberg bietet Raum für

gute Gefühle, Wintersport pur ohne

Gedränge auf den grosszügig angelegten

Pisten. Auf der Kinderwiese mit

Ponylift und Förderband gewöhnen

sich die Jüngsten ans Auf und Ab am

Berg. Die Skischule Vals bietet ein

umfassendes Programm an Kursen für

Gross und Klein.

(www.skischule-vals.ch)

EIN BESONDERER EVENT-TIPP :

Telemark-Schweizer-Meisterschaften

5./6. März 2016 in Vals !

WANDERLUST

Schneeknirschen unter den Schuhen,

leichtfüssig in frischer Bergluft Höhe

gewinnen, auf Sitzbänken da und dort

die Aussicht geniessen und Sonne tanken

: Winterwandern in Vals. Von Gadastatt

aus führt der gut präparierte

Höhenweg nach Zervreila. Hier kann

man im Gasthaus « Zervreila » einkeh-

58


(Bild: Gerhard Fitzthum/Visit Vals)

ren, auch Schlitten mieten und die

sieben Kilometer nach Vals hinunterschlitteln.

Ein besonderes Erlebnis !

Die schönen Winterwanderwege finden

Sie auf der Homepage von Vals mit

einer interaktiven Karte, die Sie auch

auf Ihr Mobiltelefon laden können.

(www.vals.ch)

GAUMENGENUSS

Durst oder Hunger ? Bewegung in der

Höhenluft macht Appetit. Die Gaststätten

am Skigebiet Dachberg erfüllen

viele kulinarische Wünsche. Das Bergrestaurant

Gadastatt, die Dachberghütte,

scHIRMBAR und das Restaurant

« Ganni » in Leis freuen sich auf

Ihren Besuch. Im Dorf Vals geniessen

Sie am Abend die vielen regionalen und

internationalen Köstlichkeiten. Sie

werden begeistert sein ! (www.vals.ch)

(Bild: Fritz Tönz)

ÜBERNACHTEN IN VALS

Das Angebot von Übernachtungsmöglichkeiten

reicht von gemütlichen Gästezimmern,

Ferienwohnungen, exklusiven

Häusern, B&B bis zu Hotels in

verschiedenen Preiskategorien.

(Informationen: www.vals.ch)

INFORMATION

Visit Vals. Das Tourismusbüro

Poststrasse 45, CH-7132 Vals

Telefon: + 41 81 920 70 70

(Bild: Robert Bösch/Visit Vals)

www.vals.ch

visitvals @ vals.ch

59


J U B I L Ä U M

60


DAS HOTEL «ADULA»

IN FLIMS JUBILIERT

EINE HOTELLEGENDE FEIERT IHR 125-JÄHRIGES BESTEHEN

Es ist eine Hotellegende, führend in der Schweiz seit 125 Jahren: Das Sport- und Wellnesshotel

«Adula» in Flims. Zuerst bekannt als Kurhaus, entdeckte man dort schon 1908 den Wintersport,

baute in den Sechzigern ein Tanz- und Grilllokal (heute das Gourmet-Restaurant «Barga»

mit 15 Gault-Millau- Punkten), setzte bereits in den Achtzigern auf Fitness und Sauna und zieht

heute sportliche, Spa- und genuss orientierte Gäste aus nah und fern an.

VON LIZA SCHREIBER

D

ie Hausphilosophie « Zeit für das Echte » ist hier mehr

als nur eine Floskel. Echt das steht für rein, wie Flimser

Bergluft und feiner Pulverschnee. Für authentisch, wie

der Bündner Charme der Räume mit duftendem Arvenholz.

Für ori ginal, wie Kunst und Kunsthandwerk im Hotel, von

300- jährigen Holzdecken bis hin zu Stichen und Ölge mälden

von Giovanni Giacometti, Ernst Schlagetter und anderen.

Für natürlich, wie das Wellnessangebot mit hausgemachten

Kräuteressenzen. Für ehrlich, wie die Gast freundschaft des

«Adula»-Teams. Und für beständig, wie die Besitzerfamilie

Hotz, in deren Besitz sich das Haus nun schon seit vier Generationen

befindet. Vor der Haustür : Schnee, soweit das

Auge reicht. Nicht umsonst gilt Flims als einer der schönsten

Wintersportorte Europas ; befinden sich doch 70 Prozent

des grössten zusammenhängenden Skigebiets in Graubünden

über 2000 m ü. M. und machen Flims/Laax zum schneesicheren

und sonnenreichen Wintersport-Eldorado. Mit 235

Kilometern Pistengenuss, garniert mit Snowparks, Pipes

und Freestyle-Pisten, einem Kinder-Schneewunderland sowie

Gourmet-Reizen in unverwechselbaren Bergrestaurants.

PREISE UND LEISTUNGEN

Das Doppelzimmer im «Adula» kostet ab CHF 250. (zirka 230 Euro) inkl. Frühstücksbuffet,

Nutzung der Saunen und Pools, des Aktivprogramms und der Ski-Shuttles.

Infos: 4-Sterne-Superior-Wellness- und Sporthotel «Adula», Via Sorts Sut 3, CH-7018 Flims-

Waldhaus, Telefon + 41 81 928 28 28, E-Mail: info @ adula.ch, www.adula.ch

DER ZEIT VORAUS

In Sachen Wintertourismus war Flims der Zeit schon immer

voraus : Bereits 1939 transportierte man die Skifahrer mit

einem Motorschlittenzug ins Skigelände, bevor dann 1945

die erste Sesselbahn ihrer Art in Europa eröffnet wurde.

Auch heute ist Flims/Laax mit seinen 29 Anlagen, 235 Pistenkilometern

und Angeboten für alle Altersklassen eines der

61


modernsten Skigebiete. «Adula »-Gäste werden mit dem hoteleigenen

Ski-Shuttle komfortabel zur Talstation in Flims

Dorf gebracht ( und wieder abgeholt ) den Skipass stellt die

Rezeption schon im vorab aus. In den Boarderworlds an der

Talstation und im Skigebiet kann man die neuesten Ski, Carver

und Boards samt Bekleidung und Zubehör mieten und

wieder tauschen, wenn der Schwung noch nicht ganz passt.

Neu für «Adula »-Gäste : Sie können erstmals die weltweit

wohl exklusivsten handgefertigten Ski von Zai testen, die

( wie das Hotel selbst ) Tradition und Zukunft verbinden.

Nach einem erlebnisreichen Skitag empfängt das «Adula »-

Team die Gäste mit einem Kuchenbuffet umrahmt mit Klaviermusik,

die täglich ( ausser Dienstag ) bis Mitternacht

durch die Halle flutet und gemeinsam mit der kostbaren

Kunst- und Kunstgewerbesammlung im Haus und dem allgegenwärtigen

Duft nach Arvenholz eine ebenso hochwertige

wie warme Atmosphäre schafft. Hier sind auch Gourmets

richtig, denn selten passt die Kombination aus niveauvoller

Kulinarik auf dem Berg und im Haus so ideal zusammen.

Im Skigebiet gelten die Spezialitäten vom offenen Feuer in

der Ustria « Startgels » als Geheimtipp, im Tal die « Barga » im

Hotel «Adula ». Schon 1964 suchte man für diesen besonderen

Ort das Holz aus historischen Häusern und Ställen zusammen

: Der Boden entstand aus dem Holz eines Glockenturms,

die Bar aus einer alten Truhe, die Sitzbänke aus uralten

Betten. Wo früher ein Tanz- und Grilllokal den «Adula

»-Gästen Vergnügen bereitete, sind es heute die Freuden

einer mit 15 Punkten in der aktuellen Gault-Millau-gekrönten

Gourmetküche. Zum «Wine & Dine » kommen zudem

ganz neu bekannte Bündner Winzer ins Haus und stellen

ihre besten Tropfen vor. Und als kuli narische Abwechslung

gibt es regelmässige « Private Selection Hotels »-Dinner : Als

Gründungsmitglied der Schweizer Hotel kooperation präsentiert

das Hotel «Adula » hier kulinarische Inspirationen

von Kollegen aus anderen Schweizer Kantonen.

ZEIT FÜR DAS ECHTE

Die Hausphilosophie wird allerorts, besonders aber im « La

Mira »-Spa gelebt. Wellnessleiterin Camilla Binninger stellt

aus unbehandeltem Flimser Lavendel einen Ölauszug her,

der dann im Fussbad, in der Aromaölmassage und der Schwebewanne

wirken kann. Als Aromatherapeutin weiss sie um

die Kraft hausgemachter Kräuteressenzen, die in beruhigenden

Hafer- und anregenden Dinkelpackungen zum Einsatz

62


kommen. Wer es energetischer mag, wählt das neue « Sterneflüstern

», eine Energiemassage mit luftig-duftigen ätherischen

Ölen. Neu im « La Mira »-Spa ist im Aktivprogramm

neben Klassikern wie Pilates und Yoga das Smovey-Walking

nach dem Motto « swing, move and smile ». Ein Lächeln zaubert

Wasserliebhabern auch das 20 Meter lange Panorama-

Hallenbad aufs Gesicht. Weil man hier endlich mal richtig

schwimmen und als Ergänzung im Aussen-Solepool das 35

Grad warme Wasser geniessen kann. Für Entspannung sorgt

nicht zuletzt die nach Feng Shui gestaltete Saunen-Welt

mit Bündner Schwitzstube, Kräutersauna, Rubin-Dampfbad

und Eisgrotte.

JUBILÄUMSFEIERLICHKEITEN MIT VIEL ABWECHSLUNG

Für die kommenden Monate jubiliert das Hotel mit einer

ganzen Reihe von Veranstaltungen zu den Themen Kultur,

Geschichte und Sport. Hervorzuheben wären etwa der Sil-

vesterball am 31. Dezember 2015 unter dem Moto «1928

Die goldenen 20er-Jahre » ( in diesem Jahr wurde das «Adula »

vom Urgrossvater von Corina Scheidegger-Hotz erworben ),

die drei Konzerte im Rahmen des Flimsfestivals und vor allem

die offizielle Geburtstagsfeier am 22. Januar 2016, zu

welchem unter der Leitung von Chefkoch Jens Kalkbrenner

ehemalige Küchenchefs des Hotels «Adula » das Abendmenü

für eingela dene Gäste kochen.

DIE AUTORIN

Lisa Schreiber (49), ist freischaffende Journalistin

und Autorin. Sie lebt in Zürich und Berlin.

63


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SUPERSTARS, OLYMPIASIEGER, WELTMEISTER

UND EIN NEUES ERSCHEINUNGSBILD

Die Britin Jessie J gilt als eine der besten Sängerinnen der Welt.

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The Jacksons sind Tito, Marlon, Jackie und Jermaine Jackson ( v. l.), die Brüder von Michael Jackson, des verstorbenen «King of Pop».

Frisch gestylt präsentiert Art on Ice am 12. und 13. Februar 2016 in der Vaillant-Arena in Davos die Superstars

Jessie J und The Jacksons. Der Schweizer Act dazu ist James Gruntz. Die Stars auf dem Eis

sind Olympiasieger, Welt- und Europameister, unter anderen Evgeni Plushenko und Stéphane Lambiel.

VON PIERRE ANDRÉ CASTELLANI

D

ie 27-jährige Britin Jessie J ist eine der besten Sängerinnen

der Welt und eine grandiose Entertainerin und

Songwriterin. Ihre Stimme ist herausragend und ihre Bühnenpräsenz

unvergleichlich. Jessie J ist eine Ausnahmekünstlerin,

anders als andere, facettenreicher und spannender,

nicht in eine Schublade zu kriegen. Und ihre Message ist

klar: Sei ehrlich und stark. Jessie J hat bisher 24,8 Millionen

Singles und 2,7 Mil lionen Alben verkauft. Sie sang 2012 bei

der Schlussfeier der Olympischen Spiele in London und war

in der Jury von « The Voice UK ». Sie hat zwei Brit Awards

gewonnen, hat mehr als 18 Millionen Fans bei Facebook

und ihre Hits schaffen 100 Millionen Aufrufe und mehr bei

Youtube.

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Die Team-Olympiasieger Ksenia Stolbova und Fedor Klimov aus Russland

Die Eistanz-Weltmeister Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron

DIE BÜHNENSTARS VON ART ON ICE 2016

THE JACKSONS

Die Band wurde 1964 als The Jackson Brothers von Vater Joseph Jackson gegründet und

bestand zuerst aus Jackie, Tito und Jermaine. Marlon und Michael Jackson stiessen 1966

hinzu, worauf die Band in The Jackson Five umbenannt wurde. Der damals siebenjährige

Michael wurde der Leadsänger der Band. Innerhalb eines Jahres stiegen die Jackson Five zu

echten Stars auf. Ihre Alben und Singles erreichten reihenweise erste Plätze in den Charts.

2001 standen die fünf Jacksons beim Bühnenjubiläum des berühmtesten Familienmitglieds

Michael (1958 2009) ein letztes Mal gemeinsam auf der Bühne. Inzwischen, Jahre nach

Michaels Tod, sind The Jacksons weiterhin oder wieder on the road. Jackie, Jermaine,

Marlon und Tito sprühen vor Lebensfreude und freuen sich riesig darauf, im Februar mit

Art on Ice auf Tour zu gehen.

JESSIE J

Sie fällt auf, was immer sie auch tut. Jessie J lebte schon sehr früh ihren Hang zu Lyrik und

Musik aus. Bereits im zarten Kindesalter verfasste sie ganze Gedichtbände und machte mit

elf Jahren erstmals Bekanntschaft mit der Bühne, als sie im Londoner West End im Musical

«Whistle Down The Wind» mitwirkte. Ihre erste Single «Do It Like A Dude», ein Song, den

sie eigentlich für Rihanna geschrieben hatte, schlug ein wie eine Bombe und kletterte in

den UK-Charts auf Platz zwei.

Der Kritikerpreis bei den Brit Awards und der Platz an der Sonne auf der BBC Soundlist 2011

machten aus der Newcomerin endgültig einen Star.

JAMES GRUNTZ

Der Grosscousin des 2013 verstorbenen Schweizer Jazzmusikers George Gruntz ist seit

2007 in der Schweizer Musikszene unterwegs. Der 28-jährige Basler, mit einem Masterabschluss

in Jazz der Zürcher Hochschule der Künste, hat seither vier Alben veröffentlicht.

«Belvedere», sein aktuelles Werk, erschien 2014. Das Album ist breit gefächert. Da ist mal

der Ohrwurm «Heart Keeps Dancing», da sind aber auch dunkle Balladen und minimalistische

Vocal-Songs. Immer im Fokus ist dabei Gruntz’ fesselnde und berührende Stimme:

sanft, warm und biegsam. Keine Frage: Der in Olten lebende Autodidakt zählt zu den vielversprechendsten

Musikern der Schweiz. James Gruntz gewann dieses Jahr zwei Swiss

Music Awards. Er groovt, experimentiert und bezeichnet seine Musik selber als «Postpop,

Pop mit einmal drüber schlafen».

Stéphane Lambiel, Weltmeister 2005 und 2006

Evgeni Plushenko, Doppel-Olympiasieger und dreifacher Weltmeister

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The Jacksons sind Jackie, Jermaine, Marlon und Tito Jackson

die Brüder des 2009 verstorbenen Michael Jackson, des

« King of Pop ». Die Band, einst The Jackson Five genannt, hat

seit ihrer Gündung in den Sechzigern über 100 Millionen

Platten verkauft. Die Musikzeitschrift Rolling Stone schrieb:

« Die Jacksons sind die erfolgreichste Black Music Group

aller Zeiten. ‹ I’ll Be There ›, ‹ ABC › oder auch ‹ Never Can Say

Goodbye › sind Hits für die Ewigkeit. Klar sind The Jacksons

heute keine Teenager mehr, doch sie zelebrieren diesen tollen

Mix aus Soul, Funk und R’n’B tänzelnd weiterhin grandios.

Gelernt ist eben gelernt.»

Der Schweizer auf den Art-on-Ice-Bühnen ist 2016 James

Gruntz. Der 27-jährige Sänger und Multiinstrumentalist

zählt zu den spannendsten Musikern des Landes. Er gewann

2015 zwei Swiss Music Awards und brillierte während der

vergangenen Monate auf zahlreichen Festivals.

2016 werden bei Art on Ice, wie gewohnt, die besten Eiskunstläuferinnen

und Eiskunstläufer der Welt auftreten Olympiasieger,

Welt- und Europameister. Der Schweizer Publikumsliebling

Stéphane Lambiel ist mit von der Partie, dann

auch der aktuelle Weltmeister Javier Fernandez, die Doppel-

Olympiasieger Tatiana Volosozhar und Maxim Trankov, die

Paarlauf-Vize-Olympiasieger und Ksenia Stolbova und Fedor

Klimov, die Eistanz-Weltmeister Gabriella Papadakis

und Guillaume Cizeron und wieder einmal auch der dreifache

Weltmeister und Doppel-Olympiasieger Evgeni Plushenko.

Der Russe trotzt jeder Blessur, springt spektakulär

wie eh und je und ist beseelt, 2018 noch einmal bei Olympia

zu starten.

Nach dem im Jahr 2015 gefeierten 20. Geburtstag zeigt sich

Art on Ice kein bisschen müde. Die kommenden Shows werden

mit weit mehr als « nur » neuen Bühnen daherkommen.

Art on Icex präsentiert 2016 einen neuen, überraschenden, in

der Schweiz wohl nie gesehenen Event-Gesamtlook und

verspricht das eine oder andere Experiment und auch ein paar

Welt-Uraufführungen.

ART ON ICE 2016

Zürich (Hallenstadion) 4. 7. Februar, Lausanne (Patinoire de Malley)

9. und 10. Februar, Davos (Vaillant Arena) 12. und 13. Februar

Infos

www.artonice.com

Tickets

www.artonice.com / Telefon 044 315 40 20

Für Davos auch: Destination Davos Klosters, Talstrasse 41,

7270 Davos Platz, Telefon 081 415 21 21

www.ticketcorner.ch, Ticket-Hotline 0900 800 800 (CHF 1.19/Min.),

Ticketcorner-Vorverkaufsstellen

VIP-Packages

Art on Ice verwöhnt seine Gäste auch kulinarisch und ist für seine

Hospitality-Angebote beliebt. Lassen Sie sich verzaubern

vor, während und nach der Show. Ab 2016 begrüssen wir Sie in

Zürich und Davos bei unseren neuen Hotelpartnern Kameha

Grand Zürich und InterContinental Davos.

Das InterContinental Davos

Art on Ice in der Vaillant Arena ein grandioses Spektakel

DER AUTOR

Pierre André Castellani (61) lebt als freischaffender

Journalist und Schriftsteller am Bodensee und schreibt

für verschiedene Zeitungen und Magazine.

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G A S T R O N O M I E

Wassersommelière Irina Taculina an ihrem ungewöhnlichen Arbeitsplatz voller stiller und prickelnder Momente.

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EINE SOMMELIÈRE

AUF DEN SPUREN DES

WASSERS

Mit Wasser fliesst das Leben einfach besser. Davon ist Wassersommelière

Irina Taculina überzeugt. Was würde also besser in ihr

Leben passen als eine Anstellung im «Grand Resort Bad Ragaz»?

VON STEPHANIE PHILIPP (TEXT) UND BERND GRUNDMANN (FOTOS)

I

rina Taculina ist seit vier Jahren Butleresse in den Spa Suites

des « Grand Resort Bad Ragaz ». Dort, wo das wertvolle

Thermalwasser aus allen Wasserhähnen fliesst und sie täglich

mit den Gästen über den kleinen, zusätzlichen Luxus

sprechen darf. Deshalb ist es naheliegend, dass ihr die Ausbildung

zur Wassersommelière den ergänzenden « Flow » für

die Betreuung der Gäste gibt. Im Februar 2014 erhielt sie

als zweite Wassersommelière der Schweiz an der Doemens-

Genuss akademie in München ihr Diplom. Seither steht sie

den Fünf-Sterne-Gästen an der Mineralwasserbar in der

36cinq-Lounge der Spa Suites für Fragen rund um das Thema

Wasser zur Verfügung.

« Ich brauche das Wasser

wie die Luft zum Atmen.»

VOM UFER AN DIE QUELLE

Ihre Leidenschaft fürs Wasser hat sie schon als kleines Mädchen

ausgelebt. Irina ist an der Ostseeküste Lettlands aufgewachsen,

ihr Vater war Kapitän. Die Anziehung zum Thema

Wasser liegt in der Familie. Heute wohnt die 30-Jährige am

Bodensee und schwärmt von der Reinheit des Wassers, welches

die Schweiz so besonders mache. Die Berge, die gesunde

Luft und die stetige Nähe zum Seeufer geben ihr das Gefühl

von Heimat. « Hier in der Schweiz bin ich angekommen », erzählt

sie mit ihren strahlend blauen Augen, die an einen Bergsee

erinnern. Beeindruckend, dass sich das Wasser auch in

ihren Augen widerspiegelt ! Mit 19 Jahren zog sie als Au-pair

nach Lindau. Dort liess sie sich für sieben Jahre nieder und

machte eine dreijährige Ausbildung zur Hotelfachfrau in einem

Golfhotel bei Lindau. Später hat sie sich während eines

dreimonatigen Sprachaufenthalts bei ihrer Mutter in London

im « Grand Resort Bad Ragaz » beworben. Nach der erfreulichen

Zusage aus der Schweiz kehrte Irina der stickigen englischen

Stadt wie sie diese beschreibt den Rücken zu. So

suchte sie sich ein Plätzchen am Ufer und richtete ihr Zuhause

wieder am Bodensee ein. Zurück am Wasser und

wunschlos glücklich das ist Leben für sie. « Ich brauche es

wie die Luft zum Atmen », sagt sie lächelnd und fügt hinzu :

« Und wenn wir bedenken, dass unser Körper zu zirka 70

Prozent aus Wasser besteht, ist auch klar, warum Leben und

Wasser so nahe beieinanderliegen.»

WASSER IST NICHT GLEICH WASSER

Sprachtalent Irina Taculina ist im « Grand Resort Bad Ragaz »

voll in ihrem Element und erklärt den Gästen in perfektem

Deutsch, Englisch, Russisch und Lettisch die Unterschiede

und Vorteile von über 30 verschiedenen Wässern, welche das

Resort anbietet. Probiert man bei Irina verschiedene Wässer,

erfährt man mit eigenem Gaumen, dass Wasser doch tatsächlich

salzig, süss, bitter oder sauer sein kann. So empfiehlt die

Wassersommelière zum Beispiel Gästen, die nach einem langen

Flug anreisen, ein magnesiumhaltiges Wasser, um den

Körper wieder in Schwung zu bringen. Des Weiteren gibt es

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Irina Taculina am Ursprung ihres Tuns: In der Taminaschlucht Bad Ragaz entspringt das 36,5 Grad warme Thermalwasser.

72


Ein Besuch bei Irina Taculina, der Chefin an der Wasserbar vom «Grand Resort Bad Ragaz», inspiriert den Gaumen.

Wasser, welches gegen Verstopfung hilft, sich speziell für die

Zubereitung von Babynahrung eignet oder wegen des Salzgehalts

besonders für Sportler geeignet ist. Auch das Thermalwasser

hat besondere Eigenschaften. « Manchmal kommt

innerhalb von 30 Minuten alles auf einmal und man gerät als

Butleresse in Stresssituationen. Dann nehme ich mir einige

Sekunden Auszeit und trinke Thermalwasser aus dem Wasserhahn.

Das beruhigt mich enorm und die Situation ist gerettet.»

Abgesehen von der beruhigenden Wirkung ist das

Thermalwasser aufgrund seiner niedrigen Mineralisation

ideal für die Entgiftung des Körpers.

FLÜSSIGE GLÜCKSMOMENTE

Gäste schätzen das Know-how der jungen Wassersommelière

und nehmen mit Bewunderung auf, dass Wasser weit

mehr ist als Zweck zum Abwasch oder zur Körperpflege.

Irina Taculina ist weit gereist und weiss, dass sauberes und

gesundes Wasser keine Selbstverständlichkeit ist. Ihre Leidenschaft

ist, mit dem Ragazer Thermalwasser den Gästen

die Reinheit der Schweiz näherzubringen. Sie erklärt den

Gästen, wie man Wasser von Wasser unterscheidet und zeigt

ihnen auf, wofür sich die einzelnen Wassersorten eignen. So

empfiehlt sie zum Beispiel, welches Wasser zu welchen Speisen

passt und welches reine «Tröpfchen » den Geschmack eines

bestimmten Weins am besten hervorhebt. Zu deftigen

Gerichten trinkt man besser Wasser mit Kohlensäure, da der

Sauerstoff den Gaumen öffnet und damit den Geschmack

intensiviert. Vor dem Zubettgehen hingegen empfiehlt sich

stilles Wasser, da Kohlensäure den Geist belebt und dies

einem ruhigen Schlaf wenig beisteuert. Mit ihren Empfehlungen

möchte Irina das menschliche Bewusstsein über die

Eigenschaften des Wassers schärfen. Schnell wird in einem

Gespräch mit Wassersommelière Irina Taculina klar: Das

älteste Nahrungsmittel der Welt ist wahrlich ein flüssiger

Glücklichmacher.

DIE AUTORIN

Stephanie Philipp (31) aus Untervaz ist Marketing-

assistentin und hat während sechs Jahren im Grand Resort

Bad Ragaz gearbeitet. Mit den Beiträgen über die Glücklichmacher

im Unternehmen frischt sie ihren Arbeitsalltag

auf und geht ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, nach.

DER FOTOGRAF

Bernd Grundmann ist freischaffender Fotograf.

Er pendelt seit Jahren zwischen Zürich und Hamburg.

73


VIP SNOW NIGHT

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Geniessen Sie die längste beleuchtete Piste der Schweiz nur für Sie und Ihre

Freunde was gibt es Schöneres? Sie können Ihr Programm individuell gestalten,

inklusive kulinarischer Wünsche.

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28. November 2015 9. Januar 2016

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28. November 2015 28. März 2016

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U R H O L Z A R T

OLD WOOD NEW ART

76


«Aus Alt wird Neu »: Das ist die Idee, die hinter

meinen Holzkreatio nen steckt. Ich verleihe Altholz

neues Leben, so entsteht beispiels weise aus

einem Dachbalken von einem alten Bergstall ein

schlichtes und zeitgemässes Möbelstück.

Dadurch erzählt jedes Kunstwerk oder Möbelstück

seine ganz eigene Geschichte. Im Einklang

mit dem Ursprung des Holzes verleihe ich jedem

Stück einen einzigartigen Charakter.

Darin lässt sich die Handschrift von UR HolzArt

er kennen.

WOFÜR STEHT UR HOLZART ?

Die Philosophie

eschichte des Holzes, Einzigartigkeit, Kreativität und

Leidenschaft : Diese Elemente stehen beim Erstellen einer

neuen Holzkreation im Zentrum. Die Beschaffenheit jedes

einzelnen Holzes weckt in mir stets Ideen für neue Stücke.

Mit grosser Leidenschaft mache ich mich an die Planung

der einzelnen Werke und lasse mich von meiner Kreativität

leiten. Individualität steht bei meinen Arbeiten stets im Vordergrund.

G

Das Holz

Ich verwende ausschliesslich Altholz. Dabei beschränke ich

mich nicht auf eine spezielle Holzart, sondern achte einzig

darauf, dass es sich um hochwertiges Material handelt. Ich

beziehe das Holz von einem regionalen Anbieter, wobei es

meist von alten Landhäusern oder Hütten stammt.

Das Handwerk

Die Skulpturen und Möbelstücke sind alles Unikate, von mir

entworfen und in Handarbeit in der Nähe von Chur hergestellt.

Die Details

UR HolzArt steht für Liebe zum Detail. So werden z. B.

Türknöpfe, Scharniere oder Glühbirnen nicht einfach im

Baumarkt eingekauft, sondern ganz spezifisch ausgewählt.

So kann es sein, dass es sich dabei um eine «Trouvaille » von

einem Londoner Städtetrip oder einem Flohmarktbesuch

handelt.

Die Kategorien

Was bietet UR HolzArt alles an ? Die Arbeiten können in

folgende Katego rien eingeteilt werden : Kunst, funktionale

Kunst und Möbel. Diese dienen als Orientierungshilfe für

die Kunden ; die Übergänge sind oft fliessend.

77


ZUR PERSON

Name: Ursin Riedi

Jahrgang: 1990

Wohnsitz: Chur

Seit acht Jahren arbeite ich als gelernter

Zimmermann. Das Handwerk mit Holz hat mich

schon immer fasziniert. Mit einzelnen Werken

für Familie und Freunde hat alles begonnen.

Ich wusste jedoch schon bald, dass ich

aus meinem Hobby mehr machen

möchte. Anfang 2015 habe ich

meine eigene Firma UR HolzArt

gegründet.

UR 4 YOU

Unter diesem Motto stelle ich auch gerne Stücke auf Mass

und nach individuellen Vorstellungen der Kunden her.

INNOVATIONSPREIS

Die Schweizer Assekuranz vergibt jährlich einen Innovationspreis.

Für die diesjährigen Gewinner durfte ich den Siegerpreis

kreieren. Dabei entstand ein Werk, in welchem Elemente

aus Metall und Holz ineinander verschmelzen. Beim

Holz handelt es sich um eine alte Weinpresse aus dem Jahr

1833. Die fliessenden Partien aus Metall sowie die Geschichte

des Holzes werden im Namen des Werks « Weinfall » wiedergegeben.

AUSSTELLUNG

Aktuell können einzelne Stücke im Aparthotel « Chesa Bellaval

» in Silvaplana besichtigt werden.

KONTAKT

Hoffentlich konnte Ihr Interesse an UR HolzArt geweckt werden.

Gerne stehe ich für weitere Fragen zur Verfügung.

1. Rang Innovationspreis 2015 der Schweizer Assekuranz

Ursin Riedi

Location: Chur, Schweiz

Homepage: www.urholzart.ch

E-Mail: ursin.riedi @ urholzart.ch

Mobile: + 41 79 726 49 37

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Medienfamilie Südostschweiz

Zeitung, Radio, TV und Online

Regional im Fokus

Das, was die Südostschweiz interessiert.

Täglich in der Zeitung, im Radio, TV und Online.

suedostschweiz.ch


M U S I K

DINORAH VARSI

DIE GROSSE PIANISTIN DINORAH VARSI

VERBRACHTE LANGE ZEIT IN DAVOS

Die Pianistin Dinorah Varsi aus Uruguay (1939 bis 2013) war eine der herausragenden

Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. 1982 nahm sie die Schweizer Staatsbürgerschaft

an. Was nur wenigen bekannt ist: Sie hatte einen Wohnsitz in Davos und

verbrachte so viel Zeit wie möglich dort. Davos und Umgebung liebte sie über alles.

So oft ihre internationale Karriere es ihr erlaubte, kehrte sie nach Davos zurück. Hierher

zog sie sich auch immer wieder zurück, um an ihrem Klang zu arbeiten und ihr

Repertoire zu erweitern. Am 6. November 2015 erschien ihr künstlerisches Vermächtnis

«Legacy», eine Box mit 35 CDs und fünf DVDs mit Originaltexten und Fotos.

VON BETTINA BERMBACH

I

n ihrer fast 60 Jahre umspannenden Karriere spielte die aus

Uruguay stammende Musikerin Werke der Klavierliteratur

aus 250 Jahren Musikgeschichte, konzertierte auf der

ganzen Welt solistisch und mit renommierten Orchestern

und gab als einfühlsame Pädagogin ihr Wissen an ihre Schüler

weiter. Ihre Einspielungen von Frédéric Chopins Mazurken

und Nocturnes setzen bis heute Massstäbe; Klang und

die Klangfarben als Ausdrucksmittel ihres intensiven Spiels

sind unverwechselbar und einzigartig. Dabei blieb Dinorah

Varsi stets ihren eigenen Vorstellungen von der Interpretation

der Musik treu. « Ich war immer ich selbst », sagte sie einmal,

« das war nicht immer einfach, aber nur so konnte ich

spielen.»

Wie virtuos und charakteristisch ihr Spiel war, dokumentiert

jetzt die Dinorah-Varsi-« Legacy»-Box, die am 6. November

2015 erschien. 35 CDs mit zum grössten Teil bisher

unver öffentlichten Einspielungen, fünf DVDs mit Konzertaufnahmen,

Filmporträts, Meisterkurs und Interviews sowie

ein 112 Seiten starkes Buch mit Originalbeiträgen und

zahlreichen Fotos legen Zeugnis ab vom reichen musikalischen

Vermächt nis dieser faszinierenden Pianistin. Die CDs

und DVDs sind in vier Kategorien eingeteilt : « live », « studio

», « talk » und « film » und bieten einen Überblick über ihre

pianistische Laufbahn vom Wunderkind bis zur reifen

Künstlerin.

Auf den 35 CDs finden sich ausgewählte Live-Mitschnitte

und Studioeinspielungen von Werken 28 verschiedener Komponisten

: von Rameau und Bach über Brahms und Chopin

bis hin zu Schumann, Ravel und Tschaikowsky. Natürlich

fehlen die Meilensteine des Repertoires wie die grossen Konzerte

für Klavier und Orchester von Mozart, Beethoven,

Brahms, Rachmaninow und Tschaikowsky nicht. Dazu finden

Solowerke wie Sonaten, Etudes oder Préludes ihren Platz

in der « Legacy» Box. Auch Raritäten von Isaac Albéniz, Béla

Bartók und Galina Ustwolskaja sind in der Box dokumentiert.

Die Aufnahmen auf den CDs, die sich über einen Zeitraum

von 1945 bis 2004 erstrecken, wurden digital nachbearbeitet

und sind auf dem neuesten technischen Stand.

Sich in verschiedene Musiksprachen einzufühlen und den

Vorstellungen des Komponisten gerecht zu werden, war Dinorah

Varsi immer wichtig. Sie erfasste die musikalische

Sprache jedes Komponisten, den sie aufführte, mit ihrem instinktiven

Zugang zu den Werken. Dabei profitierte sie von

ihrer Stilsicherheit, ihrer klanglichen Vorstellungskraft und

ihrer Phrasierungs- und Anschlagskunst.

Und sie selbst hatte eine genaue Vorstellung vom Klang, den

sie erreichen wollte. Hintergrundwissen über einen Komponisten

half in ihren Augen hier nicht weiter : « Man weiss vielleicht

etwas mehr. Aber dadurch weiss man noch lange nicht,

wie eine Phrase klingen soll, wie es ausgedrückt werden

80


«LEGACY»-BOX

Dinorah Varsi

35 Audio-CDs, 5 DVDs

Buch, 112 Seiten, in Deutsch und Englisch,

48 Abbildungen

30 × 30 cm

GENUIN Classics

Erstauslieferung: 6. November 2015

Information und Kontakt:

Bettina Bermbach

press @ dinorahvarsi.com

Telefon: + 49 - 170/8350589

muss », sagte sie in einem Interview. Von viel grösserer Bedeutung

war für sie, so viel wie möglich von einem Komponisten

zu hören oder zu spielen : « Dann versteht man plötzlich

ein bestimmtes Werk viel besser, weiss wenn man

beispielsweise Mozart spielen will , was er tat, wenn er in

seinen Opern Freude oder etwas anderes ausdrücken wollte.

Das kann man dann auf die Klaviermusik übertragen, erkennt

ähnliche Kompositionsweisen. Es hilft aber nicht unbedingt,

wenn man weiss, was Mozart wann seinem Vater

geschrieben hat. Es ist gut, wenn man es weiss, aber es hilft

einem nicht beim Interpretieren.»

Dinorah Varsi wurde 1938 in Uruguay geboren, wo sie schon

im Alter von vier Jahren ihr erstes öffentliches Konzert gab.

Zwei Jahre später war Erich Kleiber dort ihr Zuhörer, der,

von ihrem Talent beeindruckt, ihr einen Gruss « mit den besten

Wünschen zu ihrer grossen Zukunft » übermittelte. Es

folgten regelmässige Auftritte in Südamerika, solistisch und

mit Orchestern. Nach dem Abschluss ihres Studiums in

Montevideo setzte Dinorah Varsi ihre Studien in Paris und

New York fort. 1961 debütierte sie in den USA mit dem Dallas

Symphony Orchestra. Nach der Ecole Normale de Musique

in Paris wurde Géza Anda ihr wichtigster Lehrer. 1967

gewann sie den renommierten internationalen Wettbewerb

Clara Haskil in Luzern. Als Exklusivkünstlerin spielte sie

danach mehrere Schallplatten für Philips ein, später folgten

Aufnahmen für das Label Harmonia Mundi. Mit ihrem vielfältigen

Repertoire reüssierte sie bei Konzerten auf der ganzen

Welt und absolvierte zahlreiche von Presse und Publikum

begeistert aufgenommene Tourneen. Doch immer

wieder zog sie sich auch aus dem Musikbetrieb zurück und

verzichtete längere Zeit auf öffentliche Auftritte, um an ihrem

Klang zu arbeiten. 1990 trat sie eine Professur an der

Hochschule für Musik in Karlsruhe an, wo sie sechs Jahre

mit grosser Freude unterrichtete. 2004 hatte sie riesigen Erfolg

mit einer Tournee in Japan, 2009 zog sie sich ganz aus

dem Konzertleben zurück. Zuletzt lebte sie in Berlin, wo sie

am 17. Juni 2013 starb.

www.dinorahvarsi.com

DIE AUTORIN

Bettina Bermbach war 15 Jahre Presse sprecherin

der Hamburgischen Staatsoper und arbeitet seit Sommer

2015 selbstständig im Bereich Kulturkommunikation.

Sie arbeitet unter anderem für Künstler und Institutionen

in Deutschland und hat sich auch als Autorin einen

Namen gemacht.

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T O U R I S M U S

«PRADAS RESORT»

BERGERLEBNIS MIT HOHEM WOHNKOMFORT!

Im rätoromanisch geprägten Bergdorf in Brigels auf 1280 m ü. M. liegt

das «Pradas Resort», das mit viel Engagement von Direktor Beat

Zenklusen geführt wird. Betrieben wird das familienfreundliche Resort

von der Brigels Resort AG.

D

as Dreisterne-Superior-Resort im Kanton Graubünden

bietet 16 modern gestaltete Ferienhäuser mit insgesamt

83 stilvoll eingerichteten Wohnungen und total 434 warmen

Betten im alpinen Look. Alle Ferienwohnungen sind komplett

ausgestattet und verfügen über kostenloses WLAN, TV

und Radio. Die gemütlichen Appartements gewähren eine

grossartige Aussicht auf die imposante Bergwelt der Brigelser

Hörner und werden ab drei Tagen vermietet. Dabei sind

sämtliche 1 ½ -, 2 ½ -, 3 ½ - bis 4 ½ -Zimmer-Wohnungen mit

einem gemütlichen Sitzplatz oder einem Balkon ausgestattet

und bieten viel Platz fürs Wohl der Gäste.

Im einladenden Haupthaus befindet sich die Rezeption sowie

das Sportgeschäft Intersport Pradas für den Verleih und Verkauf

von diversen Sportausrüstungen. Zudem verfügt das

Resort über ein kleines Lebensmittelgeschäft mit Kiosk für

den praktischen, täglichen Einkauf, um für die genussreichsten

Tage des Jahres gerüstet zu sein. Das Brigelser Stübli und

die Pradas-Bar sowie im Sommer der geheizte Badesee und

im Winter das Eisfeld laden als Treffpunkt im Herzen des

Resorts zu Hochgenuss in den Bergen ein.

Das « Pradas Resort » sorgt auf über 500 Quadratmetern für

actionreichen Familienspass. Der Zugang zur « Pradas Oasa »

mit Hallenbad, Whirlpool und einem separaten Kinderplanschbecken

mit Rutschbahn ist im Mietpreis inbegriffen.

Entspannende Stunden und vitalisierende Kraft geniessen

die Gäste in der weitläufigen Saunawelt, deren Nutzung

ebenfalls inbegriffen ist. Der Ravensburger Kids-Club im

Haupthaus ist das exklusive Reich der kleinsten Gäste. Auf

150 Quadratmetern hat die Ravensburger Agentur für Unterhaltung

eine einzigartige Spielewelt für Kinder zwischen

drei und zwölf Jahren erstellt. Hier gibts ganz viel zu entdecken

und zu erleben !

Das « Pradas Resort » und Brigels mit dem Skigebiet, der Skischule,

den Schlittelwegen, dem Golfplatz, den attraktiven

Wander- und Bikewegen, der Minigolfanlage und den zahlreichen

weiteren Aktivitäten direkt am Resort werden den

Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt bereiten.

Infos und Buchungen unter

www.pradasresort.ch, Telefon + 41 81 920 14 14

Pressestelle Pradas Resort

Weibel Communication AG

Rückgasse 10, CH-8008 Zürich

Telefon +41 44 986 10 20

Fax +41 44 986 10 21

E-Mail: info @ weibelcom.com

www.weibelcom.com

«Pradas Resort» Brigels, Illustration

Brigels Resort AG

Beat Zenklusen, Direktor

Postfach 132, CH-7165 Brigels

Telefon +41 81 920 14 14

Fax +41 81 920 14 15

E-Mail: beat.zenklusen @ brigels.ch

www.pradasresort.ch/www.brigels.ch

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