HR1027_IMAF_Festschrift_Moers_V1_d

dakoimaf

Seminar

Budo-World IMAF Germany

Moers, October 2007 in Jubilee Seminar · 12 th to 14 th

The Spirit of the Samurai

Festschrift

55 Jahre

IMAF-KOKUSAI-BUDOIN

30 Jahre DAKO

www.imaf.com · www.imaf-germany.de


Grußwort von Botschafter Toshiyuki Takano anlässlich des

„Budo-Weltseminars“ der Kokusai Budoin - International

Martial Arts Federation in Moers vom 12.-14. Oktober 2007

Sehr verehrte Teilnehmer,

es ist mir eine große Freude, dass das „Budo-Weltseminar“ der

Kokusai Budoin - International Martial Arts Federation (IMAF)

hier in Moers in einem so festlichen Rahmen durchgeführt

wird.

Die Kokusai Budoin - IMAF engagiert sich seit nunmehr

55 Jahren für die weltweite Verbreitung und weitere

Entwicklung von Budo. Damit leistet sie einen großen Beitrag

für den Austausch und die Freundschaft auf internationaler

Ebene. Allen Mitgliedern und in leitender Stellung tätigen

Persönlichkeiten möchte ich meine Hochachtung für ihren

täglichen Einsatz bezeugen. Zugleich danke ich den Mitgliedern der deutschen Sektion und

allen, die sich für die Organisation dieser Veranstaltung eingesetzt haben.

Der Kokusai Budoin - IMAF gehören neben dem Hauptquartier in Japan Mitglieder aus

sechzig Ländern an. Es ist daher wichtig und richtig, dass alle Mitglieder an einem Ort

zusammenkommen und eine Veranstaltung auf internationaler Ebene organisieren. Ich

wünsche dieser Veranstaltung von ganzem Herzen viel Erfolg.

Traditionelle japanische Kampfkünste wie Judo, Kendo, Karate-do, Aikido, Iaido, Nihon-Ju

Jutsu und Kobudo ziehen heute zahlreiche Menschen auf der ganzen Welt in ihren Bann, und

ich freue mich sehr, dass dadurch zahlreiche Freundschaften entstehen. Budo stärkt Körper

und Geist und formt den Charakter. Es ist in hohem Maße zu begrüßen, dass diese japanischen

Kampfkünste einen Beitrag für das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft weltweit

leisten.

H

Insbesondere das gesunde Heranwachsen junger Menschen als Träger der kommenden

Generationen stellt sowohl für Japan als auch für Europa eine große Aufgabe dar. Nicht

nur durch das Stählen von Körper und Geist mittels unermüdlichen Übens, sondern auch

durch die Erziehung zu einer Geisteshaltung der Achtung des Anderen kann Budo in hohem

Maße zu einer erstrebenswerten Ausformung der Menschen beitragen. Während daher die

Kampfkünste auch in Japan weiter gefördert werden, steht zugleich zu hoffen, dass sie auch in

den anderen Ländern weitere Verbreitung finden.

Ich wünsche mir, dass durch die Ausbreitung von Budo auch das Verständnis für die Kultur

Japans, die den spirituellen und historischen Hintergrund für diese Künste bildet, weiter

gefördert wird und schließe mein Grußwort mit meinen besten Wünschen für die künftige

Entwicklung der Kokusai Budoin-IMAF sowie für das weitere Wirken aller Teilnehmer.

Toshiyuki Takano

Botschafter von Japan


Kokusai Budoin, IMAF

Präsident Yasuhisa Tokugawa

Jubiläums-Grußwort des Präsidenten

Im Februar 1952 wurde die IMAF-KOKUSAI BUDOIN offiziell

mit der ersten Budo Vorführung im Hibiya Park in Tokyo,

Japan, gegründet. Wir freuen uns besonders, in diesem Jahr

das 55 jährige Jubiläum feier zu können.

Diesen Anlass möchten wir nutzen, den Gründern der IMAF,

deren visionären Ideen in der Gründung des Verbandes

mündeten, zu gedenken. Wir sollten weiterhin innehalten

und über einige Punkte reflektieren, auf die wir stolz

sein können: Der Welt-Dachverband hat heute Mitglieder

in mehr als 70 Ländern weltweit. In Seminaren, die von

Instruktoren aus dem Welt-Hauptquartier geleitet werden,

treffen sich in jedem Jahr viele Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern um zusammen zu

lernen und trainieren.

Am Beginn des 21. Jahrhunderts finden wir in unserer Welt Frieden, aber auch Uneinigkeit

und Zwietracht. In Europe wurde der Traum einer gemeinsamen Währung, dem Euro,

realisiert. Doch gleichzeitig klafft die Schere zwischen der entwickelten Welt und den armen

Entwicklungsländern, deren Menschen unter den schwierigsten Umständen leben müssen,

weiter auseinander. Der alte Konflikt zwischen den beiden Ideologien und Systemen West

und Ost ist zu einem Konflikt zwischen Nord und Süd, zwischen arm und reich geworden. Das

Ergebnis dieser Entwicklung ist eine neue und gefährliche Bedorhung: der Terrorismus. Er hat

in den letzten Jahren unser Bild des bewaffneten Konfliktes für immer verändert hat.

Ein Hauptziel der IMAF-KOKUSAI BUDOIN ist Frieden auf der ganen Welt zu verbreiten. Die

Ideen der IMAF-KOKUSAI BUDOIN basieren nicht auf einem Glauben an einen Gott, religiöse

Interessen, Religion oder Ideologie. Es ist unsere Hoffnung, dass durch das Erlernen und

Verstehen traditioneller japanischer Kampfkunst und ihrer Philosophie sich die Menschen

verbinden und so alle Menschen in allen Nationen friedlich zueinander finden können.

Yasuhisa Tokugawa

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Kokusai Budoin, IMAF

Chief-Director Shizuya Sato

Grußbotschaft

Es ist für mich eine große Freude, anlässlich des IMAF-

KOKUSAI BUDOIN Welt Seminars zum 55-jährigen Jubiläums

der IMAF-KOKUSAI BUDOIN hier in Deutschland so viele

Teilnehmer aus dem Ausrichterland und aus vielen Branch

Countries begrüßen zu dürfen.

Wenn ich die vergangenen Jahre und die Gründung der

IMAF-KOKUSAI BUDOIN Revue passieren lasse, darf ich

festellen, dass die außerordentlich großen Veränderungen,

die in dieser Zeit passiert sind, in ihrem Umfang und ihrem

Auswirkungen schon einem Wunder gleich kommen.

Im Gründungsjahr 1951, in einer Periode der extremen

Armut und Entbehrungen, glaubten die IMAF Gründer, dass

es ihre moralische Pflicht sei, Japan aus der Trostlosigkeit und Verwüstung der Nachkriegszeit

auferstehen zu lassen. Sie glaubten, dass der einzige Weg Japan wieder aufzubauen darin

bestbestehen würde, die Seelen der Menschen wieder herzustellen, in dem man sich den

Traditionen zuwendet, die schon immer die tragende Säule der japanischen Gesellschaft

gewesen waren. Die erste Budo Vorführung entstand und wurde gefördert auf der Basis

dieser Ideen. Man hoffte, dass, wenn den traditionellen japanischen Kampfkünsten

Aufmerksamkeit zugedacht und ihnen Unterstützung gegeben würde, das Verbot sie

zu praktizieren ein Ende finden könnte. Der Traum ein neues und lebendiges Japan zu

anzuregen ist realisiert und als ein Resultat ist eine neue Generation von Kampfkünstler in

Japan und in der ganzen Welt entstanden.

Die 55 Jahre, die seit der Gründung der IMAF-KOKUSAI BUDOIN vergangen sind, geben uns

Hoffnung für die Zukunft und die nächsten 55 Jahre. Unsere Anstrengungen haben allerdings

gerade erst begonnen und wir müssen uns auf die Zukunft konzentrieren, darauf, dass die

gegenseitig Achtung und Brüderlichkeit unter den Budoka weiterhin über die ganze Welt

verbreitet wird.

Als Letztes möchte ich den Gründern der IMAF-KOKUSAI BUDOIN, den vergangenen und

den heutigen Direktoren, Instruktoren, den Offiziellen und den Mitgliedern danken, den nur

durch ihre vielen selbstlosen Anstrengungen ist es uns möglich, diese Jubiläum zu feiern.

Shizuya Sato

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INTERNATIONAL MARTIAL ARTS FEDERATION

WORLD HEADQUARTERS JAPAN

KOKUSAI BUDOIN

KOKUSAI BUDO RENMEI

DER INTERNATIONALE KAMPFKUNST-VERBAND IMAF

(INTERNATIONAL MARTIAL ARTS FEDERATION)

KOKUSAI BUDOIN, IMAF

Ein kurzer Überblick

Anläßlich der 20. IMAF All-japanischen Budogala sponsorte die Kokusai Budoin, IMAF

Hauptquartier eine Reihe von Spezialveranstaltungen. Die erste All-japanische IMAF

Vorführung [1] fand im Februar 1952 im Hibiya Park in Tokyo, Japan statt.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs und während der Alliierten Besetzung gab es in Japan

zahlreiche und tiefgreifende Änderungen. Als das Land wiederaufgebaut wurde, erkannten

einige der führenden Mitglieder der Kampfkunstgemeinschaft, daß es nötig wäre, einige

Foren zur Entwicklung von physischer, geistiger und moralischer Stärke einzelner zu gründen,

um die Zukunft der Nation sicherzustellen. Diese Vision wurde später ausgeweitet, um die

Förderung von Frieden, Wohlwollen und Austausch für Menschen in der ganzen Welt mit

einzubeziehen.

Es war der Traum der Gründer der Kokusai Budoin, IMAF daß durch die Verbreitung und

Entfaltung von traditionellem japanischen Budo, Menschen überall auf der Welt lernen

würden, in Harmonie zu leben und dadurch zum Weltfrieden beitragen.

Kokusai Budoin, IMAF umfaßt neun Abteilungen: JUDO, AIKIDO, KENDO, KARATEDO,

IAIDO, NIHON JU-JUTSU, KOBUDO, BATTOJUTSU und KYUDO. Die Mitgliedschaft unterteilt

sich in zwei Kategorien: ordentliche und außerordentliche Mitgliedschaft. Ordentliche

Mitgliedschaft steht jedem besonders qualifiziertem Budoka ab dem 4.Dan offen.

Außerordentliche Mitgliedschaft kann jeder beantragen, der den 3.Dan oder darunter

besitzt. Die IMAF stellt hohe Anforderungen an ihre Dan-Träger, führt aber auch eine

außerordentlich intensive Ausbildung durch. Momentan arbeitet die IMAF in über 50 Ländern

der Welt.

Das Kokusai Budorenmei (Hauptquartier der Kokusai Budoin, IMAF) in Tokyo, Japan dient

als weltweites Verwaltungszentrum der Kokusai Budoin, IMAF. Zu den vielen Aktivitäten

der Kokusai Budorenmei gehört die Unterstützung und Veröffentlichung entsprechender

Zeitschriften, Rundschreiben und anderer Dokumente; das Bereitstellen von Urkunden

und Zertifikaten für qualifizierte Personen auf internationaler Ebene; das Sponsoring von

Seminaren, Symposien und Versammlungen.

Anmerkungen der Übersetzer:

[1]: Und erste Budovorführung überhaupt in Japan nach dem Krieg.

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DIE ZIELE DER KOKUSAI BUDOIN, IMAF

SIND DIE FÖRDERUNG UND VERBREITUNG

DER JAPANISCHEN KAMPFKÜNSTE UND DIE

UNTERSTÜTZUNG VON WELTFRIEDEN UND

HILFSBEREITSCHAFT

KOKUSAI BUDOIN, IMAF

Die Kokusai Budoin, International Martial Arts Federation, die 1952 gegründet wurde, widmet

sich der Förderung von Freundschaft und Zusammenarbeit unter den Führern und Anhängern

der japanischen Kampfkünste. Ihr Hauptquartier ist in Tokyo, Japan.

Die Kokusai Budoin, IMAF hat in vielen Ländern der Welt Verbände gegründet.

Zu den Zielen der Kokusai Budoin, IMAF gehören die Verbreitung des Interesses an den

japanischen Kampfkünsten, der Aufbau von Kommunikation, Freundschaft, Verständnis und

Harmonie unter den Verbandsmitgliedern, die geistige und körperliche Entwicklung der

Mitglieder und die Förderung von Weltfrieden und menschlicher Entwicklung.

Das Kokusai Budoin, IMAF Hauptquartier als internationale Zentrale für die Zertifizierung der

Kampfkünste zeichnet verdienstvolle Menschen durch die Verleihung von Graden, Titeln und

Auszeichnungen aus. Es finanziert regelmäßig Kampfkunstvorführungen und veröffentlicht

sachkundige Informationen über japanisches Budo.

Die Kokusai Budoin, IMAF setzt sich aus den folgenden Abteilungen zusammen: JUDO,

KENDO, KARATEDO, AIKIDO, IAIDO, NIHON JUJUTSU, BATTOJUTSU, KOBUDO und KYUDO.

Alle Liebhaber der Kampfkünste, die mit den Zielen der Kokusai Budoin, IMAF

übereinstimmen, können gerne die Mitgliedschaft beantragen. Weitere Informationen

erhalten Sie in jedem IMAF-Büro.

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DER KOKUSAI BUDOIN: ADEL VERPFLICHTET

Der Kokusai Budoin, dessen Hauptsitz sich in Tokio befindet, vermittelt sowohl im Herzen

des Archipels selbst, als auch im Ausland einen tiefgehenden Eindruck des Budo-Einflusses im

Hinblick auf seine Ausstrahlung auf die japanische Kultur. Die nachfolgenden Disziplinen sind

unter seiner Standarte vereinigt: Judo, Kendo, Karate, Aikido, Iaido, Nihon Ju Jutsu, Batto

Jutsu, Kobudo und Kyudo.

Die IMAF hat immer wieder die Wege der repräsentativsten

Persönlichkeiten des Budo gekreuzt, wie z. B. Kyuzo Mifune und Kazuo

Ito, die beiden Meijin des Judo, Hakudo Nakayama und Hirosama Takano,

Meijin des Kendo, Hironori Otsuka, Meijin und Gründer des Wado-Ryu,

Kishomaru Ueshiba, Sohn des Gründers des Aikido, Ryuji Shimizu vom

Kobudo, Yamaguchi Gogen, die .Katze. des Goju-Ryu Karate, Gozo

Shioda, Vertreter des Yoshinkan Aikido, etc. Einige der derzeitigen

Führer des IMAF haben wichtige Positionen in

der japanischen Welt der Politik oder der Kultur

innegehabt oder tun dies heute noch. Dies ist

auch der Fall bei Takeo Fukuda, Repräsentant und

Berater der IMAF, ehemaliger Premierminister

Japans. Shinsaku Hogen, langjähriger Direktor

Seine kaiserliche Hoheit

Prinz Higashikuni

der IMAF, war auch Präsident und Direktor des Forschungsinstituts für

nationale Politik in Japan, war Vizeaußenminister und Botschafter für

Österreich und Indien. Der vorherige Direktor der IMAF (1965-1987)

war Prinz Naruhiko Higashikuni, der die Funktion

des japanischen Premierministers direkt nach dem

Zweiten Weltkrieg innehatte. Prinz Higashikuni

war der Onkel des verstorbenen japanischen Kaisers

Hirohito. Vor ihm war der 1. Direktor der IMAF

Prinz Tsunenori Kaya. Der heutige Präsident der IMAF ist seit dem Jahr

2000 Yasuhisa Tokugawa. Er ist das Familienoberhaupt der Tokugawa-

Familie, die als Shogune fast 300 Jahre Japan regierte. Heute wäre er der

18. Shogun Japans und wird von den alten japanischen Samurai-Familien

auch heute noch als ihr Oberhaupt anerkannt.

Seine kaiserliche Hoheit

Prinz Tsunenori Kaya

Die Ziele der IMAF sind die Entwicklung des Interesses an den japanischen

Kampfkünsten, der Aufbau von Kommunikation, Freundschaft,

Botschafter

Shinsaku Hogen

gegenseitigem Verständnis und einer Harmonie zwischen verwandten Vereinigungen,

die Förderung des weltweiten Friedens und das Voranschreiten der Humanität. Als ein

internationales Zentrum von höchstem Qualitätsanspruch fördert die IMAF verdienstvolle

Personen im Hinblick auf Graduierungen, Diplome und Auszeichnungen. Die IMAF führt

regelmäßig Treffen durch und gibt Manifestationen sowie Publikationen wesentlichen Inhalts

zur japanischen Kampfkunst heraus. Die internationale Föderation der Kampfkünste zählt

heute ca. 4.000 Dan-Träger in 80 Ländern.

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IMAF-KOKUSAI BUDOIN

LEITENDE OFFIZIELLE UND LEITENDE DIREKTOREN

GEGR. 1952 - ÄLTESTER JAPANISCHER BUDO-WELT-DACHVERBAND

Früherer Beratender Repräsentant:

TAKEO FUKUDA

L.D.P. höchster Berater. Früherer Premierminister Japans

Beratender Repräsentant:

YOSIHIKO TSUCHIYA

Früherer Sprecher des Senats. Gouverneur der Präfektur Saitama.

Präsident der Konferenz der Gouverneure

Präsident der IMAF:

YASUHISA TOKUGAWA (siehe auch Seite 4)

Vizepäsident der IMAF:

SUSUMU SAKUMA

Chief-Director:

SHIZUYA SATO 10. Dan HANSHI

Leitende-Direktoren und Shihan in Karate-Do, Nihon-Jujutsu, Aikido, Kobudo,

Nihon-Jujutsu, Iaido, Kendo, Judo Aikido, u. a.: Kobudo, Iaido, Kendo, Judo u. a.:

KATSUO YAMAGUCHI 10. DAN K MEIJIN

TERUTAKA KAWABATA 9. DAN HANSHI

KEIJI TOSE 10. DAN HANSHI

TOMOE TAKANO 9. DAN HANSHI

HIROKAZU KANAZAWA 10. DAN HANSHI

KAZUO SAKAI 10. DAN HANSHI

IKUO HIGUCHI 9. DAN HANSHI

TADANORI NOBETSU 9. DAN HANSHI

SHINJI TSUTSUI 8. DAN KYOSHI

TADAO OCHIAI 10. DAN HANSHI (weitere Direktoren und Shihan auf S. 2 und 3)

Frühere Präsidenten der IMAF:

1952 - 1965

Prinz TSUNENORI KAYA

Non-profit-Organisation (NPO)

1965 - 1985

Prinz NARUHIKO HIGASHIKUNI

Erster Premierminister Japans nach dem 2. Weltkrieg und Onkel des verstorbenen

Kaisers Hirohito.

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1985 - 1999

SHINSAKU HOGEN

Präsident und Generalsekretär des Forschungsinstituts für Nationale Japanische Politik.

Vize-Außenminister. Früherer Botschafter in Österreich und Indien. Generaldirektor

des Bereiches Politik im Außenministerium.


OFFIZIELLE, DIREKTOREN UND LEITENDE INSTRUKTOREN DER

IMAF-KOKUSAI BUDOIN 1952 - HEUTE

FAST ALLE GROßMEISTER SIND TRÄGER DES 8. - 10. DAN UND BESITZEN DEN

KYOSHI, HANSHI ODER MEIJIN-TITEL

ASAI, Hiromu

ASAKAWA, Motozumi

CUNMINS, Joseph

FUJISAWA, Keiji

FUKUDO Takeo

FUKUHARA, Gonzo

FURUHASHI, Mamoru

GOSHU, Jabanada

HARA, Hisato

HARA, Takao

HIGUCHI, Ikuo

HIROBE, Shusuke

HOGEN, Shinsaku

HYODO, Noriaki

IGARASHI, Grozo

IIOKA, Hitoshi

IKEDA, Shigeo

INABA, Shozo

ISHIDA, Hiroshi

ISHII, Kojiro

ISHII, Mitsujiro

ITO, Kazuo

ITOH, Takasue

ITSUKI, Yutaka

IWASA, Hidetoshi

KANAZAWA, Hirokazu

KANEKO, Sadao

KASAHARA, Kyuzo

KAWABATA, Terutaka

KAWASHIMA, Masahai

KIKUCHI, Genshichiro

KIMURA, K Tokutaro

KITA, Ysunobu

KIYOURA, Sueo

KOBAYASHI, Yutaka

KOHNO, Minoru

KONDO, Mitsuhiro

KONISHIYasuhiro

KUBOTA, Takaaki

KUROSE, Tsuyoshi

KUSUNOKI, Chikara

MATSUURA, Tsuyoshi

MATSUZAKI, Iwao

MIFUNEKyuzo

MIURA, Kunihiro

MIYAKE, Takaoki

MOUMA, Kodo

MUTO, Masao

NAKAMURA, Taizaburo

KANAY, Hakudo

NOBETSU, TaDanori

NOMURA, Mitsuo

NUMAO, Yoshikyo

NUNOKATA, Kunio

OCHAI, Tado

OHTSUKA, Hironori

OHTSUKA, Jr. Hironori

OMORO, Sogen

ONUKI, Kichitaro

OSHIKIRI, Asakichi

OSHITA, Tokuji

OTA, Tsugiyoshi

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RENSHI, KYOSHI UND HANSHI

Renshi, Kyoshi und Hanshi sind, im Gegensatz zu den moderneren Dan-Graduierungen,

klassische Grade/Titel, die von IMAF verliehen werden. Sie ähneln den Samurai-Titeln, die

während der Feudalzeit durch die Gunst der kaiserlichen Familie Japans vergeben wurden,

sind jedoch neueren Ursprungs. Es sind nur wenige Gruppen in Japan berechtigt, diese Titel zu

verleihen. Durch die Unterstützung der kürzlich verstorbenen Prinzen Kaya und Higashikuni,

beides IMAF-Präsidenten, erhielt die IMAF von der kaiserlichen Familie die Erlaubnis, diese

Titel zu vergeben. Wenn einige Gruppen Titel wie Hanshi ohne diese Autorisierung vergeben,

dann gleicht es der Erhebung zum Ritter oder der Ernennung zum Herzog durch jemanden,

der keine Verbindung zum englischen Königshaus hat. Solche Titel sind nicht authentisch und

haben wenig Wert.

Da diese Titel auf Fachwissen, der Fähigkeit zu unterrichten und der durch Budo bedingten

herausragenden charakterlichen Entwicklung beruhen, sind sie wesentlich schwerer zu erlangen,

als herkömmliche Dan-Grade. Das Schriftzeichen ren bedeutet „geschliffen, ausgeglichen“ und

shi bedeutet „Mensch“. Also besagt Renshi, dass es sich um einen „geschliffenen Ausbilder“

d.h. um einen Experten handelt. Das kyo in Kyoshi bedeutet „Professor“ oder „Philosophie,

Religion“. Daher kommt Kyoshi einem „Professor, der imstande ist, Budophilosophie zu

lehren“ gleich. (IMAF sagt, dass Kyoshi dem Magister ähnelt und dies ist der höchste Titel,

der in Nordamerika erreicht wurde.) Das Schriftzeichen han in Hanshi bedeutet schließlich

„Vorbild, Leitbild“ und bezeichnet „einen Lehrer, der anderen als Vorbild dient“ oder einen

wahren Meister.

Die IMAF Zentrale erklärt, dass Renshi und die Graduierung des 4. bis 5. Dan, Kyoshi und der 6.

bis 8. Dan und Hanshi und der 8. bis 10. Dan korrelieren.

DER TITEL SENSEI

Sensei ist ein japanischer Titel, der Respekt ausdrückt. Er wird verwendet, wenn ein Lehrer

oder ein Fachmann (z. B. Doktor, Rechtsanwalt) angesprochen wird. In der westlichen Welt

haben viele Menschen aufgrund der verschiedene kulturellen Sozialisation wenig Erfahrung

mit dem Wort und verwenden es oft auf eine Art und Weise, die nicht der der japanischen

Kultur entspricht. Menschen aus dem westlichen Kulturkreis, die japanische Worte anwenden

möchten, sollten versuchen Worte der japanischen Sprache und Kultur auf die korrekte Art und

Weise zu verwenden (Das ist besonders wichtig wenn man nicht als ignorant und unwissend

erscheinen will. Viele Budoka träumen davon, in Japan zu trainieren. Richtiges Wissen und

Verstehen der Kultur ist dabei eine unabdingbare Voraussetzung.)

Das Wort Sensei verwendet man immer nach dem eigentlichen Namen der Person: Es heißt

Yamamoto Sensei. Sensei wird verwendet wie der ehrende Titel san - am Ende. Da Sensei ein

ehrender Titel ist, würde man sich selber nie als Sensei bezeichnen. Das erscheint arrogant. Wir

bezeichenen jeden Lehrer als Sensei, egal ob wir bei dieser Person Unterricht nehmen, oder

nicht. Den Titel wegzulassen bedeutet die Person wissentlich zu beleidigen. Einen anderen

Lehrer mit Sensei zu bezeichnen beudetet nicht, dem eigenen Lehrer gegenüber untreu zu

sein, nein, es wird sogar erwartet.

Die Person, die mit Sensei ehrend bezeichnet wird, wird in jeder Situation so bezeichnet, nicht

nur im Dojo. Budo ist eine Lebenseinstellung und der Respekt für die Älteren zieht sich durch

das gesamte Leben in Japan (wie man sich auch in unserm Land wünschen würde). Wenn ein

Sensei einen Assistenten mit Vornamen anredet, heißt das nicht, das man das automatisch auch

tun darf: Der Assistent des Senseis ist sein Student, kann aber der eigene Lehrer sein.

Obwohl es in eineigen Dojo vielleicht Ausnahmen zu dieser Konvention gibt, so ist sie

dochnormalerweise in Japan landesweit akzeptiert. Sie zu befolgen wird das eigene TRaining

authentischern und den Umgang in Japan einfacher machen.

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DER UNTERSCHIED ZWISCHEN BUDO UND SPORT

Budo, Bujutsu und Sport sind allesamt Begriffe, die gewöhnlich im Zusammenhang mit

japanischen Kampfkünsten benutzt werden. Judo und Karate sind sehr gut bekannt innerhalb

der internationalen Sportgemeinschaft. Hieraus resultiert, das viele Menschen denken, das

Budo nicht mehr ist, als ein Freizeitsport. Obwohl viele Gemeinsamkeiten vorhanden sind, gibt

es einige wichtige Unterschiede zwischen Budo und Sport.

Sport ist in erster Linie als entspannendes Spiel in der Freizeit erdacht und basiert auf den

Grundsätzen des fairen Gewinnen und Verlieren. Professioneller Sport und Amateur-Sport

gleichermaßen werden aus Freude am Spiel selbst betrieben, sei es für die Zuschauer oder die

Spieler selbst. Durch Wettkämpfe werden die Gewinner ermittelt, Champions etabliert oder

führende Mannschaften ausgewählt. Die führende Position dauert dann bis zum nächsten

Spiel, Wettkampf oder bis zur nächsten Saison an. Somit kann gesagt werden, das der Sport nur

für kurze Zeit Vergnügen bereitet, nämlich während des Spiels selbst oder bis eine Mannschaft

verliert und durch eine andere an der Spitze ersetzt wird.

Sicher teilen sich die Kampfkünste viele dieser Eigenschaften. Wettkämpfe sind normaler

Bestandteil im Judo, Kendo und im Karate. Meisterschaften sind wichtige Ziele für viele

Beteiligte. Wie auch immer, Kampfkünste unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt vom

Sport; absichtlich.

Seit vergangenen Zeiten war das Beherrschen von Bujutsu - Kampfsysteme, entwickelt zum

Training der Soldaten im bewaffneten und unbewaffneten Kampf - entscheidend auf dem

Schlachtfeld. Während der Ausübung suchte ein jeder nach der Perfektion seiner Technik, um

einen Angreifer zu unterwerfen. In jedem Training mußten sich die Ausübenden Leben und Tod

vor Augen führen. Heutzutage allerdings besteht die Notwendigkeit einer Trainingsgestaltung,

die mit Sicherheit gewährleistet, dass die Übenden sich einander nicht töten oder verletzen.

Gewinnen oder Verlieren kann aber letztlich nur am Überleben bemessen werden. Dies ist die

Tradition, auf welcher sich die japanischen Kampfkünste begründen.

Dieser grundlegende Unterschied zwischen Budo und Sport muß verstanden werden.

Ohne ein solches Verständnis ist ein Fortschritt zu einer höheren Ebene nicht möglich.

Ein derartiges Verständnis ist Ergebnis eines lebenslangen Trainings und zeigt uns einen

weiteren grundlegenden Unterschied zwischen Budo und Sport. In erster Linie entwickeln sich

physische Vorteile durch die sportliche Aktivität selbst und bleibt auch nur für die Dauer der

Aktivität erhalten. Das die Prinzipien des Budo Anwendung auf das tägliche Leben finden,

wird auf dem Niveau der rein physischen Technik alleine nicht erkannt. Das Studium der

Kampfkünste muß ein Leben lang weiterverfolgt werden, um so ein „tieferes“ Verständnis zu

erlangen.

Im Judo, wenn jemand drückt, und die Reaktion darauf ist, zurück zu drücken, besteht ein

Konflikt und der stärke Gegner wird gewinnen. Wie auch immer, wird gedrückt und der

Angegriffene zieht, ist es möglich, den Gegner zu werfen und so ein Ende dieses Konfliktes

herbeizuführen. Weil derartige Prinzipien ebenfalls außerhalb des Aspektes der rein physischen

Technik Anwendung finden, läßt sich begründen, weshalb Budo weit über das hinaus geht,

was Sport darstellt und weshalb es ein Leben lang vertieft werden muß um lebenslang davon

zu profitieren.

Es ist die Freiheit eines jeden, der die traditionellen Kampfkünste studiert, über diese Prinzipien

nachzudenken und sie zu vertiefen, um somit über die Form hinaus zu schauen und hierdurch

die zugrunde liegende Substanz des Budo zu erkennen.

Essay des verstorbenen Kendo Mejin 10th Dan Kose Takano Sensei. Dieser Artikel ist aus dem

Buch „Nihon Jujutsu“ von Prof. Shizuya Sato entnommen.

Übersetzt aus dem Englischen von Oliver Witte mit freundlicher Genehmigung von Prof. Sato,

Tokyo.

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OTANI, Hiromichi

OTSUBO, Shiho

SAITO, Hirohisa

SAKAI, Kazuo

SAKAMA, Katsutoshi

SAKUMA, Susumu

SATO, Kinbei

SATO, Shizuya

SHIMADA, Teruko

SHINADA, Shohei

SHINDO, Masayoshi

SHIODA, Gozo

SHIOMI, Doun

SHIRATORI, Shunichi

SOEDA, Shiro

TAKAHASHI, Kiichiro

TAKANO, Hiromasa

TAKANO, Tomoe

TAKAYAMA, Koken

TAKENO, Takafumi

TANAKA, Minoru

TANIGUCHI, Katsuichi

TOMITA, Takeji

TOMURA, Yunosuke

TOSE, Keiji

TOYAMA, Kunio

TSUCHIYA, Yoshihiko

TSUKIDA, Kenkichi

TSUMAKI, Seirin

TSURUI, Hiroshi

UEMOTO, Nobukazu

UESHIBA, Kishomaru

WARIGAI, Akira

WATANABE, Kiyoji

YAHAGI, Kunikazu

YAMAGUCHI, Gogen

YAMAGUCHI, Katsuo

YAMAMURA, Shigeji

YAMAO, Nobutaka

YAMASHITA, Keiya

YANAGISAWA, Jinnosuke

YASUI, Ken

YOSHIDA, Noan

YOSHIDA, Ryosaku

YOSHIWARA, Soji

DIE PIONIERE UND GRÜNDER DER

IMAF-KOKUSAI BUDOIN

S

(Die Gründung der IMAF-KOKUSAI BUDOIN erfolgte mit der besonderen Unterstützung

durch das japanische Kaiserhaus und durch die japanische Regierung)

Alle sind Träger des 10. Dan und des HANSHI oder MEIJIN-Titels:

Kazuo Ito (Judo) • Kisshomaru Ueshiba (Aikido-Aikikai) • Hiromasa

Takano (Kendo) • Hironori Ohtsuka (Karate-Do Wado-Ryu) • Shizuya

Sato (Nihon-Jujutsu, Judo) • Gogen Yamaguchi „The Cat“ (Karate-Do

GojuRyu) • Kyuzo Mifune (Judo) • Gichin Funakochi (Karate-Do Shotokan)

• Gozo Shioda (Aikido - Yoshinkan) • Ryuji Shimizu (Kobudo)

• Hakudo Nakayama (Kendo) • Tsugiyoshi Ota (Iaido) • Taizaburo Nakamura

(Battojutsu) • u. v. a., darunter auch Naginata-, Kyudo- und

weitere Pioniere der verschiedenen Budokünste


KOKUSAI BUDO RENMEI

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Grußbotschaft zum 55-jährigen Jubiläum

der IMAF-KOKUSAI BUDOIN

von Chairman/President Europe H. D. Rauscher

Sehr geehrte Ehrengäste, sehr geehrte Freunde der Japanischen

Budo-Kampfkünste. Wir feiern gemeinsam mit den

Direktoren des IMAF-Budo-Welthauptquartiers Shihan Keiji

Tose, Shihan Ikuo Higuchi, Sensei Ryosaku Yoshida unter

dem Delegationsleiter IMAF-Chief-Director Shizuya Sato

und dem Leiter der Internationalen Abteilung der IMAF

John Gage das 55-jährige Jubiläum der Gründung der IMAF.

Gegründet 1951 durch die maßgebenden Pioniere und

Großmeister der verschiedensten Kampfkünste in jener

Zeit, mit Unter-stützung der Japanischen Regierung, der

Kaiserlichen Familie und Generälen der Amerikanischen

Besatzungsmacht, waren und sind die Ziele der IMAF-

KOKUSAI BUDOIN die Völkerfreundschaft zu fördern, dem

Weltfrieden zu dienen, der kulturelle Austausch zwischen Japan und anderen Nationen und

die Gesundheit und das Glück des Individuums durch Harmonie von Körper und Geist.

Das IMAF-Präsidium, die IMAF-Direktoren des IMAF-Welthauptquartiers Tokyo, die IMAF-

Shihan und Großmeister haben in einer bewundernswerten und außerordentlichen Leistung

in undermüdlichem Einsatz in nunmehr fast 80 Ländern authentisches Budo in seiner höchsten

Perfektion gelehrt und verbreitet. Wir möchten der heutigen Japanischen Delegation

stellvertretend für alle IMAF Repräsentanten Dank sagen für all das, was sie uns mit unendlicher

Geduld, Freude und Enthusiasmus gelehrt haben. Es ist uns eine Verpflichtung, dieses Wissen

mit Sorgfalt an unsere Schüler weiterzugeben. Wir wünschen der IMAF-KOKUSAI BUDOIN und

ihren Repräsentanten weiterhin weltweit diese großen Erfolge und viele neue Freunde, die

den großen Reichtum des Budo entdecken möchten.

Hans-D. Rauscher

European Budo-leaders of IMAF-KOKUSAI BUDOIN 2007

AIKIDO

Hanshi Andre Fredrix

Kyoshi Edmund Kern

NIHON-JUJUTSU

Kyoshi Peter Klein

Kyoshi Dr.K.Schöffmann

Kyoshi Gianni Rossato

Kyoshi Dennis Gauchard

Renshi Anica Florescu

Renshi Hans Lausten

Renshi Leif Keldsen

KARATE-DO

Hanshi Hans-D.Rauscher

Kyoshi Antoine Torres

Kyoshi Rui Ribeiro

Kyoshi Gianni Rossato

Kyoshi Walter Smigielski

Kyoshi Luis Engelke

Kyoshi V.v,d.Wijngaarden

Kyoshi Michael Grünberg

JUDO

Hanshi M. Kondo (will leave back to Japan)

Kyoshi Dave Wareing

KENDO

Renshi Hagen Clement

IAIDO

Kyoshi Hans-D. Rauscher

Kyoshi Philippe Sabatier

Kyoshi Christine Rauscher

Renshi Dr. Elisabeth Noisser

KOBUDO

Kyoshi Hans-D. Rauscher

Botschafter von Japan

Wir listen alle HANSHI- und KYOSHI-Titelträger Europas auf, auch RENSHI-Titelträger die Branch-Direktoren sind oder eine leitende

Lehrfunktion haben.

Budotitel werden vom Budo Welt-Hauptquartier Tokyo aufgrund herausragender jahrzehntelanger Leistungen in Theorie und Praxis

des Budo, in Lehre und Forschung, in Verwaltung und Organisation und im besonderen Engagement für die Freundschaft und den

Kulturaustausch zwischen Japan, Europa und den anderen Kontinenten an besonders verdienstvolle Budo-Meister verliehen. Echte

Budo Titel können nur durch das japanische Direktorium von japanischen Budo-Welt-Dachorganisationen, mit Sitz in Japan, verliehen

werden. (Anderweitig verliehene Budo-Titel haben keine Bedeutung.)


WAS IST IAIDO?

Iaido ist eine traditionelle japanische Kampfkunst. Schwertübungen beinhalten das Ziehen

des Schwerts, Verteidigungs- und Schnittechniken und das Einstecken des Schwerts in die

Schwertscheide. Die meisten Schwertschulen lehren Iaido an Hand von Katas, vorgegebenen

Bewegungsabläufen. Die Bewegungsabläufe dienen der Verteidigung gegen den Angriff eines

imaginären Gegners, wobei jede Kata ein oder mehrere Grundprinzipien für die Handhabung des

Schwerts lehrt.

Die Kunst des Schwertes ist in verschiedener Hinsicht traditionell. So sind die Katas, die gelehrt werden

mehrere hundert Jahre alt und wurden seit ihrer Entstehung in der Feudalzeit Japans vom Meister an

den Schüler weitergegeben. Die Schwertkunst ist auch traditionell, weil sie nicht modern ist. Da es in der

heutigen Zeit keine praktische Anwendung für die Verteidigung mit dem Schwert gibt, gibt es auch keinen

Grund, die Formen weiterzuentwickeln oder die Schwertkunst für die Selbstverteidigung effektiver zu

gestalten. So wird Iaido außer zum Zweck der körperlichen Fitneß und aus mehr esoterischen Gründen,

irgendeine Kampfkunst zu erlernen, hauptsächlich wegen seiner historischen Bedeutung praktiziert.

Einige japanische Schwertkünste unterscheiden sich von Iaido. Obwohl jede Iaido-Form mehrere Blockund

Schnittechniken kennt, wird alles, was nach dem Lösen des Schwerts aus der Schwertscheide geschieht

aus technischer Sicht Kendo genannt. Wie sie wissen, wird Kendo in Japan als Sport betrieben.

Kendokas tragen einen leichten Körperschutz, Kopfschutz und gepolsterte Handschuhe und erzielen

Punkte, indem sie ihrem Gegner mit einem Bambusschwert genannt Shinai an lebenswichtigen

Körperstellen Schnitte zufügen. Sowohl Männer als auch Frauen praktizieren Kendo und kämpfen oft

auch gegeneinander. Da Geschicklichkeit weit wichtiger ist als Größe und Kraft, haben Männer keinen

besonderen Vorteil gegenüber Frauen.

Eine andere japanische Schwertkunst ist Batto-jutsu. Batto-jutsu bedeutet ‘Die Kunst das Schwert zu

ziehen‘. Die meisten Schwertschulen üben nur Katas, aber Batto-jutsu macht auch Schnittübungen.

Natürlich gäbe es bald keine Trainingspartner mehr, wenn man sich gegenseitig schneiden würde,

daher benutzt man aufgerollte nasse Strohmatten. Der Widerstand beim Schneiden dieser Strohrollen

entspricht dem Schnittwiderstand eines menschlichen Körpers.

Außenstehenden mag es langweilig erscheinen, immer nur Katas zu üben. Warum ist das Ziehen des

Schwerts so wichtig? Die Bedeutung des Schwertziehens rührt aus den Tagen her, als noch richtige

Kämpfe ausgetragen wurden. Der Bruchteil einer Sekunde oder eines Millimeters war für den

Ausgang eines Kampfes mit Schwertern von entscheidender Bedeutung. Die Schwertklingen waren

rasiermesserscharf und jede Berührung mit dem Schwert konnte den Tod bedeuten. Daher war es

entscheidend, das Schwert zu ziehen und in die richtige Schnittposition zu bringen. Natürlich ist das,

was wir heute betreiben eine Kunst und wir streben nach korrekter Form und effizienter Bewegung

und nicht nach tödlicher Geschwindigkeit und Präzision. Indem wir ständig unsere Technik verfeinern,

können wir unsere Konzentration verbessern, körperliche Geschicklichkeit erlangen und lernen etwas

über die historische Kunst und Trainingsmethoden einer anderen Kultur. Viele trainieren Iaido als zweite

Kampfkunst, zur Ergänzung der mehr körperbetonten Kampfstile Judo, Karatedo oder Aikido.

Iaido eignet sich als erste Kampfkunst sowohl für diejenigen, die eine Überanstrengung vermeiden

wollen, als auch für jene, die Sammler oder Bewunderer japanischer Schwerter sind.


The Spirit of the Samurai

DIE REGELN DER SAMURAI

GI JUSTICE GERECHTIGKEIT JUSTICE

REI CIVILITY HÖFLICHKEIT POLITESSE

YU COURAGE MUT COURAGE

MEIYO HONOR EHRE HONNEUR

JIN HUMANITY HUMANITÄT HUMANITÉ

MAKOTO SINCERETY AUFRICHTIGKEIT SINCÉRITÉ

CHU LOYALITY LOYALITÄT LOYAUTÉ

DIE TOKUGAWA SHOGUNE

1. Tokugawa Shogun Ieyasu Tokugawa (1542 - 1616)

2. Tokugawa Shogun Hidetada Tokugawa (1579 - 1632)

3. Tokugawa Shogun Iemitsu Tokugawa (1604 - 1651)

4. Tokugawa Shogun Ietsuna Tokugawa (1641 - 1680)

5. Tokugawa Shogun Tsunayoshi Tokugawa (1646 - 1709)

6. Tokugawa Shogun Ienobu Tokugawa (1662 - 1712)

7. Tokugawa Shogun Ietsugu Tokugawa (1709 - 1716)

8. Tokugawa Shogun Yoshimune Tokugawa (1684 - 1751)

9. Tokugawa Shogun Ieshige Tokugawa (1711 - 1761)

10. Tokugawa Shogun Ieharu Tokugawa (1737 - 1786)

11. Tokugawa Shogun Ienari Tokugawa (1773 - 1841)

12. Tokugawa Shogun Ieyoshi Tokugawa (1793 - 1853)

13. Tokugawa Shogun Iesada Tokugawa (1824 - 1858)

14. Tokugawa Shogun Iemochi Tokugawa (1846 - 1866)

15. Tokugawa Shogun Yoshinobu Tokugawa (1837 - 1913)




18. Shogun wäre IMAF Präsident Yasuhisa Tokugawa

Yasuhisa TOKUGAWA ist das Familienoberhaupt der

TOKUGAWA , die fast 300 Jahre als SHOGUNE über

Japan herrschten. Er ist der Urenkel des letzten regierenden

SHOGUN Japans, Yoshinobu TOKUGAWA

und wäre heute der 18. Tokugawa SHOGUN Japans.

Die IMAF-Germany bedankt sich ganz besonders auch beim Satori-Verlag unter der Leitung von

Norbert Schiffer für die große Unterstützung des Welt Seminars. Der Satori-Verlag publiziert

maßgebende Budo Magazine wie “Budoworld”, “Karate-Budo” und “Ceinture Noire” - ab Januar

2008 auch “TAO”.

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