shfv-verbandstag 2007 - Schleswig-Holsteinischer Fussballverband ...

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shfv-verbandstag 2007 - Schleswig-Holsteinischer Fussballverband ...

Preis: 3,00 Euro

2 2007

MAGAZIN

FUSSBALL

Amtliches Mitteilungsorgan

des Schleswig-Holsteinischen

Fußballverbandes

15. Jahrgang • Ausgabe 2. Quartal

SHFV-VERBANDSTAG 2007


AUF EIN WORT

Die Kreis- und Verbandstage im SHFV

sind Geschichte. Für die Mitarbeiter im

Verband, Bezirk und in den Kreisfußballverbänden

des SHFV sind sie aber

Verpflichtung und Herausforderung

zugleich, um unseren rund 600 Vereinen

nicht nur die Organisation des

Spielbetriebes zu bieten.

Wir müssen uns sehr wohl mit kreativen

Ideen befassen und uns neuen Betrachtungsweisen

öffnen, um ein gemeinsames

Ziel nicht aus den Augen zu

verlieren: Möglichst viele Spieler müssen

dem Fußballsport erhalten bleiben

– einmal als Spieler, zum anderen dem

Verein auch als Mitarbeiter. Insofern

finde ich es nur konsequent und richtig,

dass sich die deutsche Fußballfamilie

aktiv mit der Erarbeitung eines Fußballentwicklungsplanes

für den gesamten

DFB beschäftigt. Der Amateurkongress

2003, die Jugendfachtagung Fulda

2005, die Vereins- und Verbandsanalyse

2005/2006 auf DFB-Ebene

aber auch unser Projekt Zukunftsentwicklung

und andere Untersuchungen

und Marktforschungen haben deutlich

gemacht, dass auf den DFB, seine

Mitgliedsverbände, seine Bezirke und

Kreise neben der „Daueraufgabe“ der

ständigen Anpassung und Modernisierung

seines „Kerngeschäfts“ insbesondere

im Amateur- und Breitenfußball

neue Aufgabenfelder zukommen, wenn

der Status als quantitativ größter Sportfachverband

der Welt und gleichzeitig

eine qualitative Führungsrolle national

und international gehalten werden sollen.

Besonders die zahlreichen „neuen“

Aufgabenfelder zur Sicherung der

Zukunft des Amateurfußballs in den

Vereinen erfordern eine koordinierte

Zusammenarbeit aller Ebenen der

DFB-Fußball-Organisation zwischen

DFB (nationale Ebene), Regional- und

Landesverbänden (regionale Ebene),

sowie Kreisen/Bezirken (lokale Ebene)

zur Optimierung von Programmen und

Projekten für die Vereinsbasis. Dabei

müssen die jeweiligen Rollen (Wer soll

was machen?) unter Beachtung der

vorhandenen Ressourcen im Konsens

festgelegt und geprüft werden, ob ggf.

noch Voraussetzungen geschaffen

werden müssen. Das Motto des SHFV

Verbandstages „Gemeinsam neue

Wege wagen - Erfolgreiche Traditionen

bewahren“ bedeutet für mich Kontinuität

in der Verbandsarbeit, Bewährtes beibehalten

und gezielt weiterentwickeln,

dazu Aufgeschlossenheit für zweckmäßige

Neuerungen entwickeln und

eine Verlässlichkeit bei der Umsetzung

erzeugen.

Was bedeutet das in der gemeinsamen

Umsetzung?

Trotz guter Perspektiven und der positiven

Zahlen in der neuesten SHFV-

Mitgliederstatistik müssen wir alle

erdenklichen Anstrengungen unternehmen,

dass unser alltägliches Angebot in

den Vereinen attraktiv bleibt. Dabei müssen

wir neben den aktuellen Erkenntnissen

zur Bevölkerungsentwicklung auch

wichtige Trends des Freizeitverhaltens

sowie zu erwartende Änderungen der

infrastrukturellen und sonstigen Rahmenbedingungen

in die Überlegungen

mit einbeziehen. Hierbei müssen

die Entwicklungen im Amateur-Freizeit

und Jugendfußballbereich besonders

in den Blick genommen werden. Dieses

bedeutet, dass wir eine Qualifizierungsoffensive

im Fußball zur Aus- und

Fortbildung haupt- und ehrenamtlicher

Trainer und Mitarbeiter/innen in den

Verbänden und Vereinen durchführen,

dass wir unseren Spielbetrieb dem veränderten

Verhalten unserer Fußballer

anpassen, dass wir ein Angebot für

Zielgruppen offerieren, die heute noch

abseits stehen oder den Bezug zum

Fußball verloren haben. Dabei müssen

Zukunftsfragen unter besondere Praxisrelevanz

gestellt und Lösungswege

erarbeitet werden, die zielgerichtet den

Bedürfnissen unserer Vereine dienen.

Kreativität und innovative Schritte sind

hier von Nöten.

Der Fußballsport muss seine Angebote

erweitern, dabei sollte der Fußball,

wenn es möglich ist, immer im Mittelpunkt

stehen. Beach-Soccer Anlagen

und Soccer Courts bilden die attraktive

Variante zu Bolzplätzen. Auch ungenutzte

Tennishallen werden immer mehr

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

3

SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer

zu Fußball-Talentschmieden umgebaut,

leider oftmals von kommerziellen, privaten

Anbietern. Ein familiengerechtes

Fußballangebot könnte für Abwechslung

sorgen und der Integration von

Generationen dienen.

Ich denke, es gibt viel zu tun, packen

wir es gemeinsam – Verband, Bezirk,

Kreis und Vereine – an, zum Wohl

des Fußballsports. Wir gehen mit dem

Spieljahr 2007/2008 in eine besonders

spannungsgeladene Saison, steht doch

in fast allen Spielklassen die Qualifikation

für die neue Spielklasseneinteilung

ab der Saison 2008/2009 an. Ich

wünsche uns allen überall einen fairen

guten Saisonverlauf.

Zum Abschluss möchte ich mich an

dieser Stelle nochmals für das mir bei

meiner Wahl als SHFV-Präsident entgegengebrachte

Vertrauen der Delegierten

herzlich bedanken. Das solide

Fundament auf dem der SHFV steht, ist

Ausgangspunkt um sportliche Erfolge

anzustreben, finanziell seriös zu arbeiten

und gesellschaftspolitische Verantwortung

zu übernehmen. Ich bitte Sie

ganz herzlich, sich in Ihren Vereinen

dafür einzusetzen, dass wir diesem

Anspruch gerecht werden und jeden

Tag neu mit vorbildlichem Engagement

etwas von der einmaligen Integrationskraft

des Fußballs deutlich machen

können.

Ihr Hans-Ludwig Meyer


4 02 - 2007

AUF EIN WORT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3

von Hans-Ludwig Meyer

SHFV-NEWS

Bericht des Ehrenpräsidenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Der SHFV im SOS-Kinderdorf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Bewegende Momente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Gedankenaustausch mit dem NFV-Präsidium . . . . . . . . . . . . . . 8

Spielen ohne Vorlage eines Spielerpasses . . . . . . . . . . . . . . . . 8

SHFV-Lotto-Pokal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Wir gratulieren zum Geburtstag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Ausgestellte Urkunden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Hinweis der Passstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Das Verbandsgericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

DFB-Stiftung Egidius Braun . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Workshop der Ansprechpartner für das SHFV-Magazin . . . . . . . 15

Jugendverbandstag 2007 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Die Fußball-WM 2006 endet in Schleswig-Holstein . . . . . . . . . 16

Ein Hauch vom „Wunder von Bern“ in Rendsburg . . . . . . . . . . 17

FRAUENFUSSBALL

Schleswig-Holstein als Glücksbringer . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

U18-Länderpokal in Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Landespokalsieger 2007 der Ü30-Frauen . . . . . . . . . . . . . . . 20

Der Mädchenfußball nimmt Fahrt auf . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

FFC Frauen feiern Meisterschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

STORY . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23

Fernseh-„Premiere“ für Marcel Meinert

SCHIEDSRICHTER

Anfragen an den Lehrwart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Sportpresse meets Schiedsrichter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Anpassung der Spielregeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Björn Hinrichs im Profifußball . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Osterlehrgang in Berlin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Zu Fuß nach Berlin? Ein Pokal-Tagebuch . . . . . . . . . . . . . . . . 27

SHFV-VERBANDSTAG 2007 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29

DFB-FUSSBALL-ABZEICHEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33

JUGENDFUSSBALL

Bezirksmeister der A- bis C-Junioren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

Verbandsliga-Meister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Deutsche Meisterschaft im Talentwettbewerb . . . . . . . . . . . . 36

U16-Auswahl des SHFV holt den Nordtitel . . . . . . . . . . . . . . . 37

E-Jugend-Landesmeisterschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

SCHLESWIG-HOLSTEIN KICKT FAIR . . . . . . . . . . . . . . . . 39

SHFV-EHRUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

BEZIRKS-INFOS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

SHFV-EHRUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

KREIS-INFOS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

SHFV-BEACHSOCCER-LANDESMEISTERSCHAFT . . . . . . . .58

SHFV Fußball-Magazin

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24

18

IMPRESSUM

Verantwortlicher, Herausgeber & Anzeigen

Schleswig-Holsteinischer Fußballverband

Hans-Ludwig Meyer, Präsident

Reinhard Gusner, Schatzmeister

„Haus des Sports“

Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel

Fon 0431.64 861 - 56 / - 60

Fax 0431.64 861 - 93

Redaktionbeirat

Hans-Ludwig Meyer

Reinhard Gusner

Jörn Felchner

Layout, Grafik, Satz und Lektorat

Artur Hirzel (www.ttdesign.de)

Tel.: 04347.80 9000

17

19

Druck

Druckerei Saxen - Gutenbergstraße 26 - 24118 Kiel

Verkaufspreis 3,00 Euro

Erscheinungsweise vierteljährlich

Auflage 1.500 Stück

Redaktionsschluss 31. August 2007

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung

des Verfassers wieder, nicht unbedingt die der

Redaktion. Alle im Magazin enthaltenen Abbildungen,

Beiträge und vom Herausgeber gestaltete Anzeigen

sind urheberrechtlich geschützt. Abdruck, auch

auszugsweise, sind nur mit schriftlicher Genehmigung

des Herausgebers gestattet.

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BERICHT DES EHRENPRÄSIDENTEN

Die Wochen der Entscheidungen auf

unseren Fußballplätzen liegen inzwischen

hinter uns. Glücklich können sich

alle die Mannschaften und ihre Vereine

schätzen, die in eine höhere Spielklasse

aufgestiegen sind und nun mit gestärktem

Selbstbewusstsein und geballter

Energie der neuen Herausforderung

entgegen sehen. Wer die Spielklasse

gehalten hat, wird wohl etwas geruhsamer

ans Werk gehen. Dagegen ist

die Stimmung bei allen, die ihre Klasse

nicht halten konnten und in den sauren

Apfel des Abstiegs beißen mussten,

eher indifferent. Vielleicht war dieses

Loch schon länger absehbar und damit

wohl auch schon eine gewisse Gelassenheit

eingekehrt, aus der sich mit Blick

auf den Neubeginn viel Schwung und

frischer sportlicher Ehrgeiz entwickeln.

Warum sollte der Wiederaufstieg nicht

zu realistischer Gewissheit werden?

Doch Hoffnung allein reicht nicht aus;

es muss Tatkraft hinzu kommen. Die

notwendige Grundhaltung dazu wünsche

ich all jenen, die in den Vereinen

für diesen Neubeginn die Verantwortung

tragen. Auch wenn nicht alle

Zielsetzungen sofort verwirklicht werden

können, sollten zumindest Geduld

und Zuversicht die notwendigen Taten

begleiten, ganz im Sinne des bekannten

Sprichworts: „Gut Ding will Weile

haben“.

Einen langen Atem verlangt auch die

Strukturreform, die im SHFV bereits

auf vollen Touren läuft und die Handlungswege

der gesamten Fußballgemeinschaft

in unserem Land nicht nur

gedanklich, sondern auch praktisch

bestimmt. Mit Beginn der kommenden

Saison 2007/2008 werden bereits die

Weichen für die fundamentalen Veränderungen

im Spielklassen-System

unseres Verbandes gestellt, und das

bedeutet nicht nur den Wegfall der (4)

Bezirke, sondern damit verbunden auch

die Stärkung der kreisbezogenen Spielklassen.

Außerdem werden wir mit der

Schleswig-Holstein-Liga nebenher rein

äußerlich weit über unser Verbandsgebiet

hinaus auch auf unser schönes

Land aufmerksam machen.

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

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Die „Projektgruppe Zukunftsentwicklung“ (PZE) hat unter der

Regie von Manfred Möller und unserem Geschäftsführer Jörn

Felchner sowie im Einklang mit der großen Zahl kundiger

Männer und Frauen in den 14 Kreisarbeitsgruppen überzeugende

Arbeit geleistet. Trotz gelegentlich und punktuell geäußerter

Kritik sind die Vorschläge der PZE auf allen Kreistagen

mit überwältigender Mehrheit akzeptiert worden. Ungeteilte

Zustimmung fand folgerichtig auch der Antrag, diese Kommission

zu erhalten, um bei weiterem Änderungsbedarf hilfreich

zur Verfügung zu stehen.

Mit überragenden fußballerischen Leistungen konnten wir

Schleswig-Holsteiner im laufenden Spieljahr leider nicht aufwarten.

Schwer getroffen hat es die KSV Holstein Kiel, die mit

ihrer Ligamannschaft die Regionalliga verlassen musste und

auch die A-Junioren in der Bundesliga nicht halten konnte.

Nun bleibt uns für die neue Saison nur der VfB Lübeck, dem

wir den langersehnten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga

von Herzen wünschen und natürlich auch zutrauen. Da

allerdings auch auf Bundesebene unterhalb der 1. und 2.

Bundesliga erhebliche Verschiebungen bevorstehen – allein

durch den ersatzlosen Wegfall der Oberliga – sollten wir

jedoch zum jetzigen Zeitpunkt mit Prognosen noch vorsichtig

agieren.

Erfolge sind erfreulicherweise im Mädchen- und Frauenfußball

zu registrieren. Es ist schade, dass der Frauenfußball

noch nicht die Aufmerksamkeit der Fußball-Öffentlichkeit findet,

die ihm zumindest in Schleswig-Holstein zukommt. Die

„Holstein Woman“ sind eine feste Größe in der 2. Bundesliga,

und der FFC Oldesloe hat jetzt den Aufstieg dorthin

geschafft.

Unsere Glückwünsche sind diesen beiden Mannschaften

ebenso gewiss wie den Frauen des Ratzeburger SV für die

Meisterschaft in der Verbandsliga.

Zum Glück sind seit der letztjährigen Fußballweltmeisterschaft

auch die Fußballmädchen und -frauen in den Blickpunkt des

öffentlichen Interesses gerückt. Bei genauer Betrachtung des

„Rand“–Geschehens musste jedermann erkennen, dass die

damalige Begeisterung überwiegend weiblich bestimmt war.

In den Auto-Korsos schwenkten Mädchen und Frauen die

schwarz-rot-goldenen Flaggen oder lenkten die Autos laut

hupend durch die Straßen. Im öffentlichen Erscheinungsbild,

beim public viewing etwa, befanden sie sich häufig in der

Mehrheit.

Wir sollten ganz bewusst diese Erkenntnis für die zukünftige

Bewältigung unserer Aufgaben und Ziele – sowohl in

den Vereinen als auch im Verband – offensiv nutzen, zumal

mit der Zunahme der Aktionsfelder der Bedarf an geeigneten

und einsatzbereiten Mitarbeitern stetig wächst. Auf den

Kreistagen unserer Kreisfußballverbände wurde vielfach

darauf hingewiesen, dass mit den unterschiedlichen Kampagnen

und Projekten auch die Notwendigkeit verbunden ist,

SHFV-NEWS


6 02 - 2007

SHFV-NEWS

dafür passende und willige Mitarbeiter

(innen) zu benennen. Woher sollten

sie kommen, wenn nicht aus der Schar

unserer begeisterungsfähigen (Fußball-)

Frauen? Fußball ist eben längst nicht

mehr nur ein Männersport.

Auf SHFV-Ebene gehen wir diesbezüglich

mit gutem Beispiel voran. Nachdem

wir schon mit Sabine Mammitzsch seit

geraumer Zeit auch auf NFV- und DFB-

Ebene hohe Anerkennung erworben

haben, wurde nun mit Regine Schweim

aus Reinfeld auf dem Jugendverbandstag

erstmalig eine Frau zur Nachfolgerin

im Amt des Jugendobmanns

gewählt. Ich bin mir gewiss, dass diese

Vorreiterrolle des SHFV auch in die

Kreisfußballverbände und die Vereine

positiv ausstrahlen wird, und wir

werden bald sehen, dass unser Sport

davon in wohltuender Weise profitieren

wird. Vielleicht findet sich sogar schon

für den leider krankheitsbedingt ausgeschiedenen

Schulfußballreferenten

Jochen Butenschön eine Lehrerin, die

mutig und bereit ist, dieses wichtige Amt

zu übernehmen.

Der Jugendverbandstag hat im Übrigen

erneut deutlich gemacht, dass wir uns

weiterhin gezielt und noch intensiver

dem Schulfußball zuwenden müssen.

Gelegentliche gemeinsame Aktionen

wie das Grundschulturnier am 24. Mai

in Malente sind ein guter Anfang, aber

sie reichen auf Dauer nicht aus. Mit der

Einführung der offenen Ganztagsschule

bieten sich den Vereinen günstige Gelegenheiten

zu längerfristigen Kontakten

zu örtlichen Schulen, indem sie Angebote

der Mithilfe bei der Gestaltung des

nachmittäglichen Unterrichts machen.

Mit Moritz Lufft hat der SHFV-Vorstand

einen Mitarbeiter eingestellt, der

dem Schulfußball in unserem Verband

zu der ihm gebührenden Bedeutung

verhelfen soll. Auch unser neuer Verbandssportlehrer,

Michael Prus, der

seine verdienstvollen Vorgänger Werner

Pfeifer und Michael Bauer seit Jahresbeginn

abgelöst hat, wird sich dieser

Thematik stellen, wobei ein wichtiges

Element dazu eine fußballspezifische

Ausbildung interessierter Lehrerinnen

sein wird.

Natürlich finden die Aktionen und Projekte,

die längerfristig angelegt sind,

insbesondere im Jugendbereich ihr entscheidendes

Betätigungsterrain. Mit der

Aktion „Schleswig-Holstein kickt fair“

SHFV Fußball-Magazin

haben wir uns seit der Auftaktveranstaltung

am 12. Mai bei Eintracht Norderstedt

auf ein Betätigungsfeld gewagt,

das beherzt angepackt zu werden

verdient. Ob wir Fußballer mit diesem

pädagogisch motivierten, schwierigen

Projekt auch tatsächlich zum gewünschten

erzieherischen Erfolg gelangen,

bleibt zunächst dahingestellt. Doch es

ist absolut beeindruckend, dass wir uns

auf Initiative des DFB und im Wissen um

unsere Möglichkeiten und der damit einhergehenden

Verantwortung an diese

Aufgabe herantrauen. Mit Eddy Münch

als dem verantwortlichen Beauftragten

für soziale Belange in unserem Verband

und Dr. Tim Cassel hoffen wir, das

damit eingeleitete Projekt zum Erfolg zu

führen. Nach etlichen erschreckenden

Vorfällen auf bundesrepublikanischen

Fußballplätzen in der zurückliegenden

Zeit, auch in Schleswig-Holstein, haben

die konzertierten Anstrengungen zur

Gewaltprävention inzwischen Wirkung

erzielt; Gewalt und rassistisches

Gebaren haben sich spürbar reduziert.

Da das Gewaltproblem jedoch latent

weiter schwelt, wäre es falsch, sich nun

geruhsam zurückzulehnen.

Erlauben Sie mir zum Schluss dieses

Berichts noch einige Anmerkungen in

eigener Sache! Da allgemein bekannt

ist, dass ich am 30. Juni nicht wieder

für das Amt des SHFV-Präsidenten

kandidieren werde, möchte ich diese

Gelegenheit nutzen, mich bei Ihnen

allen herzlich zu bedanken: Für Ihr

Wohlwollen, für Ihr Verständnis auch

dann, wenn die Entscheidungen nicht

nach Ihren Vorstellungen ausfielen,

für berechtigte Kritik und standhaftes

Ringen um den besten Weg, für Ihren

Idealismus und den damit verbundenen

Antrieb zu lobenswert ehrenamtlichem

Engagement, für die persönlichen

Opfer und die Wechselbäder der

Gefühle von Erfolgen zu Niederlagen

und umgekehrt, für die Emotionen und

deren Beherrschung, für Ihre Ausdauer

und Fußball-Leidenschaft, für die lange

Zeit der Begeisterung.

Auch ich habe so empfunden und

eigentlich auch niemals einen Hehl daraus

gemacht. Schon als Schüler in der

starken Mannschaft des kleinen Dorfvereins

SV Lütau, oder später als junger

Lehrer in der spielstarken Ligamannschaft

des Ratzeburger SV und schließlich

als Rektor der örtlichen Grund- und

Hauptschule in der Altliga des MTV

Gelting. Ich habe Jugendmannschaften

trainiert und betreut, auch um meinen

drei Söhnen eine sinnvolle Möglichkeit

der Freizeitgestaltung und der Festigung

ihres Selbstwertgefühls zu eröffnen.

Schon als aktiver Spieler wurde

ich zum Kreisjugendobmann im KFV

Herzogtum Lauenburg gewählt und

war quasi nebenbei Schiedsrichter, ich

war viele Jahre so genannter Kulturwart

im Verbandsjugendausschuss des SHFV

und schließlich 1981 Jugendobmann.

Schließlich durfte ich als Nachfolger

von Peter Ehlers das ehrenvolle Präsidentenamt

im SHFV ausüben.

Ich weiß genau, dass eine Vielzahl von

Ihnen allen, die Sie diese Zeiten lesen,

ähnliche Wege gegangen ist.

Mögen die Mühen, die mit solchem

Ehrenamt auch immer einhergehen,

bisweilen vielleicht auch zu Resignation

veranlassen, solche Momente sind auch

mit durchaus nicht unbekannt, im Endeffekt

hat aber die Begeisterung für den

Fußball immer Oberhand behalten.

Das wird sich hoffentlich auch zukünftig

nicht ändern. Ich wünsche dem SHFV

und seinen Vereinen sowie Ihnen allen,

die Sie Verantwortung übernommen

haben und sich mit Ihrem Herzen dem

Fußball verbunden fühlen, viele glückliche

Momente.

Erdmann Fischer


DER SHFV IM SOS-KINDERDORF

Wenn der Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen

Fußballverbandes, Hans-Ludwig Meyer, sich auf den Weg

macht, das SOS-Kinderdorf „Schleswig-Holstein“ in Lütjenburg

zu besuchen, dann wird die inzwischen aufgebaute

Freundschaft weiter vertieft. Meyer: „Es ist mir als Vertreter

des Fußballverbandes persönlich eine Herzensangelegenheit,

den Mädchen und Jungen aus dem SOS-Kinderdorf,

wann immer es geht, eine Freude zu machen. Und die geht

über die Einladungen zu den Hallenmasters in der Ostseehalle

hinaus.“ Diese Spiele um die Landesmeisterschaft in

der Kieler Ostseehalle werde es ohne die Bewohner des

SOS-Kinderdorfes nicht mehr geben. Aktueller Anlass seines

Besuches, und Meyer kam natürlich nicht mit leeren Händen,

sind die U19-Länderspiele der Frauen-Nationalmannschaften

in Lübeck und Büdelsdorf, in denen Deutschland, Schweden,

Schottland und Ungarn aufeinander treffen.

Meyer: „Als Gäste sind auch Kinder und Jugendlichen aus

dem SOS-Kinderdorf dabei. Damit es ihnen während der

Länderspiele an einer kleinen Stärkung nicht mangelt, sind

auch noch 161 Euro überreicht worden.“ Die seien aus

dem Erlös des Verkaufs des SHFV-Magazins in der Ostseehalle

gekommen. Und damit auch vor Ort in Lütjenburg ein

„gepflegter Fußball“ gespielt werde, überreichte Meyer noch

sechs nagelneue Spielbälle und bunte Parteiwesten.

Andreas Kimpel, Leiter des SOS-Kinderdorfes Lütjenburg,

selbst ausgewiesener Fußballfan, freute sich mit seinen SOS-

„BEWEGENDE MOMENTE“…

... als die Baggerschaufel der Hamburger

Firma mit der groben Arbeit auf dem

Gelände der Fußballschule begann,

anschließend Ingrid Hamann, stellvertretende

Bürgermeisterin der Gemeinde

Bad Malente-Gremsmühlen, der Architekt

Uwe Herzberg (Hamburg) und

Hans-Ludwig Meyer (SHFV-Vizepräsident)

sich von der Symbolkraft einiger

gut gesetzter Spatenstiche überzeugten.

Zum Baubeginn des Kunstrasenplatzes

mit Flutlichtanlage packten Uwe Bachmann

(Verwaltungsrat), Klaus Jespersen

(Schulleitung) und Hans-Hermann Sütel

(Schatzmeister/von links) kräftig zu. Sie

sind sicher, dass mit ihrer aller Hilfe die

rund zehnwöchige Maßnahme „auf den

richtige Weg“ gebracht werden kann.

Die Fertigstellung dieser für die sportliche

Qualität der Sportschule unerlässlichen

Maßnahme, ob Trainer-Aus- und

Fortbildung oder Auswahlarbeit, ist für

Anfang August vorgesehen, wobei sich

die Kosten für die Kunstrasenfläche von

94m x 74 m und der Lichtanlage für

den Schleswig-Holsteinischen Fußball-

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

7

SHFV-NEWS

Kindern ganz besonders und über die Eintrittskarten zu den

Länderspielen. Gerne haben sie die Spiele in Lübeck bzw.

in Büdelsdorf besucht. Hans-Ludwig Meyer war nach seinem

letzten Besuch in Lütjenburg höchst zufrieden:

„Der Fußball in Deutschland wird ja getragen

von den beiden Säulen der Profis und Amateure.

Dazu kam in den letzten Jahren die dritte Säule,

soziale Integration und Gesellschaftspolitik.“

Daraus habe sich für ihn und auch für den SHFV etwas entwickelt,

etwa diese großartige Freundschaft mit dem SOS-

Kinderdorf.

Rüdiger Sichting

verband auf 600.000 Euro belaufen.

Die reine Spielfläche wird eine Größe

von 90m x 70m bekommen.

Rüdiger Sichting

Foto: Sichting

Foto: Sichting


8 02 - 2007

SHFV-NEWS

GEDANKENAUSTAUSCH MIT DEM

NFV-PRÄSIDIUM

Präsidium und die Führungskräfte der Verwaltung des Niedersächischen

Fußballverbandes (NFV) waren zu einem

gemeinsamen Gedankenaustausch mit dem Präsidium des

SHFV in die Sportschule Bad Malente gekommen. Gemeinsame

Themenstellungen wie unter anderem DFBnet, Veränderungsnotwendigkeiten

aus den Bestrebungen der

DFB-Verbandsstrukturkommission wurden neben vielen weiteren

Themen ausreichend behandelt.

Es wurde aber auch über mögliche Synergieeffekte wie

Sportschulnutzung, Auswahlarbeit oder Qualifizierungsoffensive

erfrischend diskutiert. Nicht zuletzt auf Grund einer

gleichen Struktur als Flächenland bietet sich zwischen beiden

Verbänden ein regelmäßiger Gedankenaustausch an.

Hans-Ludwig Meyer

Der § 44 der SpO „Prüfung der

Spielerpässe“ hat mit Beschluss

des Frühjahrsbeirates mit Gültigkeit

ab 01.07.2007 folgenden

Punkt 2 erhalten:

Spieler, die nicht im Besitz eines Passes

sind, können vom Schiedsrichter

nicht vom Spiel ausgeschlossen werden,

doch hat der Spieler, der einer

SHFV Fußball-Magazin

Die Teilnehmer vor dem Haupteingang der Sportschule in Bad Malente.

SPIELEN OHNE VORLAGE EINES SPIELERPASSES!

SPIELWERTUNG?

gesetzlichen Ausweispflicht unterliegt

(mit Vollendung des 16. Lebensjahres)

sich zwingend mit einem Lichtbilddokument

(Personalausweis, Reisepass, Führerschein)

auszuweisen. Erfolgt dieses

nicht, ist vom Schiedsrichter ein entsprechender

Hinweis auf dem Spielbericht

zu vermerken. Der Spieler ist nicht spielberechtigt.

§ 29 Nr. 1 ist entsprechend

anzuwenden (Spielwertung).

Was war geschehen?

Vermehrt, insbesondere in den unteren

Spielklassen, kommt es Woche für

Woche vor, dass Spieler ohne Vorlage

eines ordnungsgemäßen Spielerpasses

am Spielbetrieb teilnehmen. Eine

Kontrolle, ob der namentlich erfasste

Spieler ohne Pass wirklich auch an

dem Spiel teilgenommen hat oder nur

der Name „ausgeliehen“ wurde, war

im Nachhinein sehr aufwändig und

selten mit Erfolg möglich. Unregelmäßigkeiten

waren kaum zu verhindern.

Ab dem 01. Juli 2007 liegt die

Ausweispflicht beim Spieler, der am

Spiel teilnehmen will und keinen Spielerpass

vorlegen kann.

Jeder am Spiel teilnehmende Spieler

hat sich auszuweisen. Dies geschieht in

den weitaus meisten Fällen durch den

Spielerpass, der heute auch bei Neubeantragung

in kurzer Zeit beim Verein

vorliegt.

Ist, aus welchem Grund auch immer,

kein Pass vorhanden, muss sich der

Spieler anderweitig ausweisen. Erfolgt

dies nicht und der Spieler wirkt beim

Spiel mit, so wird das Spiel gegen seine

Mannschaft gewertet.

Das, was beim ersten Lesen wie ein

Aufbau neuer Bürokratie wirkt, ist doch

eigentlich eine Selbstverständlichkeit

beim fairen sportlichen Vergleich:

Gespielt wird mit ordnungsgemäßem

Spielerpass, wenn der

nicht vorliegt, weist sich der

Spieler entsprechend aus!

Hans-Rainer Hansen

Foto: Jespersen


SHFV-LOTTO-POKAL AB 2008/2009

Die neue Spielklassenstruktur ab

Spielserie 2008/2009 macht eine

Neuorganisation der Pokalspiele für

den Herrenbereich erforderlich. Der

Verbandsspielausschuss hat auf seiner

Tagung im April mit den Kreisobleuten

das Procedere abgestimmt.

In der zukünftigen Ausrichtung beginnen

die Spiele auf Landesebene mit

einem Teilnehmerfeld von max. 16

Mannschaften (Achtelfinale). Bisher

setzte die Tätigkeit des Verbandsspielausschusses

erst mit dem Halbfinale

ein.

Die teilnehmenden 16 Mannschaften

werden im Wesentlichen über die

14 Kreispokalsieger unserer 14 Kreise

gestellt. Hinzu kommen als gesetzt die

Mannschaften des SHFV, die in der

neuen 3. Liga und in der Regionalliga

spielen. Damit müssen diese Vereine ab

2008/2009 nicht mehr auf Kreisebene

an den Pokalspielen teilnehmen (bei 20

Mannschaften in der 3. Liga zeitlich

auch nicht darstellbar!).

Ergibt sich aus der Zahl der Kreispokalsieger

plus Mannschaften aus der

3. Liga/Regionalliga eine Anzahl von

Mannschaften, die unter 16 liegt, werden

freie Plätze den Kreisfußballverbänden

(Vizepokalsieger) zugeordnet,

die zum Stichtag 01. Januar des Spieljahres

am meisten Seniorenmannschaften

gemeldet haben.

Im umgekehrten Falle (Mannschaftszahl

größer 16) müssen sich Kreispokalsieger

(Losentscheid über Verbandsspielausschuss)

einer Qualifikation zum

Landespokal stellen.

Selbstverständlich gilt weiterhin, dass

nur 1. Mannschaften am Landespokal

teilnehmen können.

Die Spiele ab Achtelfinale werden auf

Landesebene ausgelost und gespielt.

Wir sind davon überzeugt, hiermit im

Interesse der Vereine ab 2008/2009

eine attraktive Pokalrunde ausspielen

zu können. Vorgesehen ist der Einstieg

mit der Spielrunde der 16 Mannschaften

im August 2008 vor Beginn der

Punktspielserie.

Hans-Rainer Hansen

Holstein Kiel wurde durch einen 9:2-Erfolg über den TSV Kropp SHFV-Lotto-Pokalsieger 2007

Foto: Gusner

SHFV-Lotto-Pokal

Verbandsspielausschussobmann Hans-Rainer

Hansen (links) und SHFV-Präsident Erdmann

Fischer (Mitte) überreichen Christian Heider,

Spielführer des unterlegenen TSV Kropp, ein

Präsent.

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

9

SHFV-NEWS

IN DER 1. POKAL-HAUPTRUNDE AUF BUNDES-

EBENE TREFFEN DIE „STÖRCHE“ AUF IHREN

ALTEN NORDRIVALEN HAMBURGER SV

SHFV-Präsident Erdmann Fischer (links) bedankt

sich bei Schiedsrichter Vincent Schuhmann

(rechts), während Klaus Scharrenberg (Pressesprecher

von Nordwest-Lotto Schleswig-Holstein/

Mitte) darauf wartet, Holstein Kiel den Pokal

überreichen zu können.

Fotos: Sichting


10 02 - 2007

SHFV-NEWS

WIR GRATULIEREN

ZUM GEBURTSTAG

JULI

06. Juli 1938 Günter Meins

Herren-Verbandsspielausschuss

07. Juli 1955 Klaus Jespersen

Schulverwalter Verbandssportschule

07. Juli 1950 Gerhard Schröder

Vorstand - Lehrwart

14. Juli 1951 Hans-Ludwig Meyer

Vorstand

27. Juli 1959 Sabine Mammitzsch

Vorstand

27. Juli 1948 Klaus-Dieter Rohrlack

1. Vorsitzender KFV Lübeck

29. Juli 1967 Marcus Henke

Schiedsricher-Lehrstab

AUGUST

01. August 1936 Hans Jacobsen

Herren-Verbandsspielausschuss

25. August 1974 Andreas Westphal

Verbandsjugendausschuss

Beisitzer Bezirk IV

SEPTEMBER

02. September 1935 Edgar Strahl

Sportgericht

09. September 1972 Tim Cassel

Projektleiter

Schleswig-Holstein kickt fair“

13. September 1940 Harry Klann

1. Vorsitzender Bezirk IV

13. September 1915 Peter Tietz

Ehrenmitglied

14. September 1946 Manfred Möller

Leiter Projektgruppe

Zukunftsentwicklung

19. September 1941 Hubert Kessler

Schiedsrichter-Ausschuss

SHFV Fußball-Magazin

AUSGESTELLTE URKUNDEN FÜR ...

DFB-Verdienstnadel

Hans-Jürgen Müller FT Eider Büdelsdorf

Dieter von Borstel Dobersdorfer SV

Rolf Kock 1. FC Schinkel

Fritz Rüdiger Müller Rendsburger TSV

Horst Dwenger KFV Segeberg

Rudolf Bonk SV Wittenborn

Dieter Steinleitner SC Hohenaspe

Uwe Brandt TSV Heiligenstedten

Erhard Muus TSV Schönberg

Werner Schlafke TSV Garding

Helmut Siebke SV Schmalensee

Klaus Friederichsen SC Kalübbe

Kuno Feldmann VfR Neumünster

Hans Georg Hoffmann TuS Nortorf

Rolf Schneider GH Neumünster

Peter Heuer FT Eider Büdelsdorf

Udo Halaczinsky Olympia Bad Schwartau

Karl-Heinz Beth SC Rapid Lübeck

SHFV-Ehrennadeln

Günter Gudegast TV Grebin gold

Otto Steffen SSV Marina Wendtorf silber

Adolf Wecker Slesvig Idratsforening e.V. gold

Lutz Schlünsen SV Probsteierhagen silber

Ralph Schümann SVK 88 Giekau silber

Heinz-Peter Johannsen FC SW St. Michaelisdonn silber

Holger Peters FC SW St. Michaelisdonn silber

Wilfried Fresen TSV Heiligenstedten silber

Peter Ralfs SC Hohenaspe silber

Emil Schmahl VfL Kellinghusen silber

Hans-Adolf Dethlefs SSV Lunden silber

Klaus Kuberg SSV Lunden silber

Jörg Sölling SSV Lunden silber

Hannelore Bork TSV 05 Neumünster gold

Gerd Freisler Gut Heil Neumünster gold

Wolfgang Löwe TSV Oldendorf gold

Joachim Lüssenhop 1. FC Lola gold

Hans Biehl TV Gutheil Wrist gold

Uwe Ladendorf TSV Büsum gold

Uwe Boller TSV Schülp silber

Stephan Beitz FC Torpedo Neumünster silber

Eckhard Lieck SV Tungendorf silber

Andreas Delfs SV Bokhorst silber

Jens Straßburger SG Padenstedt silber

Jörg Schulz Polizei SV Neumünster silber

Hans-Herbert Wurr SV Tungendorf silber

Heinrich Hanisch Büchen Siebeneichener SV silber

Hans-Jürgen Bröcker SV Steinhorst silber

Horst Siemers Breitenfelder SV silber

Werner Kirstein TSV Borgstedt silber

Ernst Paasch Brekendorfer TSV silber

Günther Maaßen TuS Jevenstedt silber

Hans Blunck FSV Friedrichsholm silber

Horst Wiechert 1. FC Schinkel gold


Sabine Mammitzsch UT Kiel silber

Gerhard Nagel TuS Garbek silber

Dieter von Engelhardt KFV Segeberg gold

Heinz Wepner Eichholzer SV silber

Hans-Jürgen Thode SV Eintracht Lübeck 04 silber

Willy Klatt TSV Bollingstedt-Gammell. gold

Volker Schlehahn VfR Schleswig silber

Uwe Hein Ostsee SV silber

Hans-Joachim Werner SV Fehmarn silber

Helmut Groskreutz BSG Eutin silber

Dr. Sieghart Schwarz VfB Kiel silber

Günter Stoermer VfB Kiel silber

Peter Gutzeit VfB Kiel silber

Jochim Ruhmohr VfR Laboe gold

Manfred Reimann Post- und Telekom

SV Kiel/Kronshagen silber

Falko Göttsche Concordia Schönkirchen silber

Horst Fischer SV Eintracht Segeberg silber

SHFV-Jugendleiter-Ehrennadeln

Mario Hein TSV Waabs silber

Ulli Wiese TSV Waabs silber

Volker Theimann TSV Waabs bronze

Jens Lahrsen MTV Wrohm silber

Thorsten Dobelstein SV Merkur-Hademarschen bronze

Thorsten Knudsen TSV Drelsdorf/A/B bronze

Benjamin Peters TSV Drelsdorf/A/B bronze

Bruno Peters TSV Drelsdorf/A/B silber

Bernd Schubert TSV Bollingstedt-Gammell. bronze

Gerd Burau TSV Bollingstedt-Gammell. bronze

Martin Neumuth VfB Schuby bronze

Heiko Andresen FC Angeln 02 bronze

Wolfgang Behrens MTV Meggerdorf gold

Joachim Klitzke SV Eichede bronze

Jens Hertel SV Eichede bronze

Karstens Moses SV Eichede bronze

Jan Albers TSV Zarpen bronze

Günter Scheel TSV Zarpen bronze

Heiner Tebelmann TSV Zarpen bronze

Torsten Willers TSV Zarpen bronze

Rolf Graffenberger VfL Oldesloe bronze

Birgit Schumacher SV Eichede silber

Rainer Gerken SV Eichede silber

Jörg Werner SV Eichede silber

Bernhard Genendsch TSV Zarpen gold

Rene Hochschild TuS Hoisdorf gold

Ingo Seele TSV Zarpen gold

Uwe Gerhold NFC Kellinghusen bronze

Thorsten Körner NFC Kellinghusen bronze

Detlef Bergunde NFC Kellinghusen bronze

Gabriela Donath NFC Kellinghusen bronze

Hans-Jürgen Just SV Steinhorst bronze

Axel Minke SV Steinhorst bronze

Jörg Wolf SV Fortuna Bösdorf bronze

Arno Weiß SV Fortuna Bösdorf bronze

Volker Lorenzen TSV Germania Ascheberg bronze

Peter Liedtke TSV Germania Ascheberg bronze

Horst Menze TSV Germania Ascheberg bronze

Annette Langen TSV Germania Ascheberg bronze

Diana Bier TSV Germania Ascheberg bronze

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

11

SHFV-NEWS

Klaus Bier TSV Germania Ascheberg silber

Florian Dräger Eintracht Plön bronze

Paul Hamann Eintracht Plön bronze

Bärbel Bornhöft Eintracht Plön silber

Harry Ossowski Eckernförder SV silber

Holger Rieper SV Kirchbarkau silber

Henning Seemann SV Fleckeby gold

Inge Tedsen FC B-W Friedrichstadt bronze

Ralf Zeeden FC B-W Friedrichstadt bronze

Jörg Krause FC B-W Friedrichstadt bronze

Jürgen Jagusch FC B-W Friedrichstadt bronze

Patrizia Schumann TuS Struvenborn/

Sievershütten bronze

Frank Selle TSV Nahe silber

Claus-Dieter Rüll TuS Stuvenborn/

Sievershütten silber

Markus Finnern TuS Stuvenborn/

Sieverhütten bronze

Kai Schnoor TSV Nahe bronze

Uwe Brummer SV Henstedt-Rhen bronze

Ulrich Melzer SV Henstedt-Rhen silber

Kai Wiggers SC Wakendorf I bronze

Jens Harm SC Wakendorf I bronze

Udo Biester TSV Nahe bronze

Toni Schwien TSV Nahe bronze

Lars Franck Kaltenkirchener TS bronze

Holger Hahn Kaltenkirchener TS bronze

Jörg Engelbrecht Barkelsbyer SV bronze

Dirk Nommels Barkelsbyer SV bronze

Gerd Neukirch TSV Buchholz gold

Hermann Dalpiaz FC Süd Kiel silber

Franz-W. Coersten FC Süd Kiel gold

Bernd Rogge 1. Schleswiger SV gold

Dirk Thomsen VfR Schleswig bronze

Malte Lammers TSV Bollingstedt-Gammell. silber

Momme Meyer TSV Erfde silber

Andrea Kuhlmann SV Al. Wilster bronze

Thomas Flick VfR Horst bronze

Jan Butenschön MTSV Hohenwestedt bronze

Wolfgang Klotzbücher Itzehoer SV bronze

Wolfgang Petermann Itzehoer SV gold

Sönke Röschmann TSV Heiligenstedten bronze

Heinz Hamann SSV Güster gold

Erich Kreutzfeldt TSV Berkenthin gold

Andreas Johannsen Leezener SC bronze

Fritz Bebensee Leezener SC bronze

Hans-Joachim Jeß SV Merkur/

Hademarschen bronze

Joachim Timm SSV Lunden bronze

Michael Karstens SSV Lunden bronze

Volker Hamann SSV Lunden bronze

Jens-Uwe Dehn SSV Lunden bronze

Andre Lemke SSV Lunden bronze

Roman Schick SV Viktoria 08 Lübeck silber

Klaus-Dieter Schrader VfB Lübeck gold

Stefan Schröder ATS Stockelsdorf gold

Günter Lehmann ATS Stockelsdorf silber

Manfred Suck ATS Stockelsdorf silber

Dieter Schober ATS Stockelsdorf silber

Kemal Cekici ATS Stockelsdorf bronze

Burckhard Schley ATS Stockelsdorf bronze


12 02 - 2007

SHFV-NEWS

SHFV Fußball-Magazin

Christian Schlichting ATS Stockelsdorf bronze

Frank Stolze ATS Stockelsdorf bronze

Lutz Ehlers TSV Selent bronze

Hubert Wobken TSV Selent bronze

Jens Wolff TSV Selent bronze

Horst Petersen TSV Selent bronze

Niels Clasen BSG Eutin bronze

Peter Wippermüller FC Kilia Kiel gold

SHFV-Schiedsrichter-Ehrennadeln

Ralf Panje 1. FC Wittbek gold

Erich Walter 1. FC Wittbek gold

Peter Borowsky SV Heiligenstedten gold

Udo Bujack TS Schenefeld gold

Edgar Wolf Oelix. Schützen gold

Memis Damdelen Hennstedt Türksport silber

Joachim Pasler SSV Großensee silber

Wolfgang Schwabe SV Siek silber

Claus Moses SC Elmenhorst silber

Fabian Friedrich SV Heiligenstedtenerkamp

e.V. silber

Oliver Sobolweski TSV Lütjenwestedt silber

Hans-Jürgen Bröcker SV Steinhorst silber

Wilfried Meye TSV Sahms silber

Helmut Meyer Möllner SV silber

Stephan Penski Ratzeburger SV silber

Hans-Dieter Plewe TSV Gudow silber

Andreas Siemers Borussia Möhnsen silber

Peter Goedeke SSV Güster silber

Erich Lange SIG Elmenhorst silber

Axel Langhans Büchen-Siebeneichen silber

Markus Menzel SV Müssen silber

Ralph Lottermoser Ratzeburger SV silber

Burkhard Voss SIG Elmenhorst silber

Karl-Heinz Fischer TSV Selent gold

Kurt Gronau TSV Hessenstein gold

Hermann Stuhr TSV Barsbek gold

Michael Ladehoff Preetzer TSV silber

Marten Krochmann SV Kirchbarkau silber

Michael Jorek SV Fort. Bösdorf silber

Jörn Göttsch TSV Dannau silber

Ralf Hagemann Spvg. Eidertal/Molfsee gold

Felix Schmidt Spvg. Eidertal/Molfsee gold

Ralf Kupka Spvg. Eidertal/Molfsee gold

Werner Malessa TSV Groß Vollstedt gold

Mario Mehling TSV Groß Vollstedt gold

Lars Paulmann TSV Groß Vollstedt silber

Karl-Heinz Ropers SV Al. Wilster gold

Heinz Schneegans SV Langwedel silber

Peter Ignatzi Kronsforder SV gold

Heiko Heuer Kronsforder SV gold

Volker Ohlsen FC Angeln 02 gold

Hans-Henning Matzen FC Angeln 02 gold

Wolfgang Schröder TSV Friedrichsberg silber

Kai-Uwe Hecht SV Kopperby silber

Sönke Clausen MTV Meggerdorf silber

Heinz-Georg Gregersen TSV Stedesande silber

Reimer Wetendorf SV Fehmarn silber

Jens-Karl Oeverdieck FC Dänschendorf silber

Detlef Oeverdieck FC Dänschendorf silber

Wienand Marx VfB Kiel gold

Stefan Jacobsen TSV Rantrum silber

Gerd Neumann SV Kochendorf gold

Ulrich Netz TSV Sarau gold

Manfred Dautz TSV Sarau silber

WICHTIGER HINWEIS

DER PASSSTELLE

Die Passstelle des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes

ist

von Montag, dem 02. Juli 2007

bis zum 02. September 2007

wegen dringender Passbearbeitungen montags

geschlossen. An diesem Tag ist auch eine telefonische

Kontaktierung der Passstelle nicht möglich. An allen

übrigen Tagen erreichen Sie uns zu den bekannten

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Donnerstag 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Freitag 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Allen Betroffenen unserer eingeschränkten Geschäftszeiten

danken wir schon jetzt für Ihr Verständnis.

Jörn Felchner

Geschäftsführer SHFV

Herzlich Willkommen im SHFV!

Mit Wirkung zum 01. Juni 2007 wurden die Vereine

FC Borussia Segeberg 07 e.V. aus dem KFV Segeberg

sowie der FC Holtenau 07 aus dem KFV Kiel als neue

Mitglieder in den Schleswig-Holsteinischen Fußballverband

aufgenommen.

Wir wünschen für die Zukunft viel Erfolg

und alles Gute.

Präsidium SHFV

www.shfv-kiel.de

REDAKTIONSSCHLUSS

31. August 2007


DAS VERBANDSGERICHT

Das Verbandsgericht hat entschieden

in der Besetzung:

Volker Marten als Vorsitzender

Jürgen Struthoff als Beisitzer

Uwe Jürgensen als Beisitzer

Eggert Sticken als Beisitzer

Matthias Möller als Beisitzer

1. Revision des Kreisfußballverbandes

Schleswig gegen

das Urteil des Bezirksgerichts II

im SHFV vom 21.02.2007

Die Revision des Kreisfußbalverbandes

Schleswig wird zurückgewiesen.

Die Kosten des Verfahrens trägt der

KFV Schleswig.

Begründung

Das Bezirksgericht hat am 21.02.2007

die am 11.12.2006 eingelegte und mit

Schreiben vom 26.12.2006 begründete

Berufung des FC Angeln 02, eingehend

beim Bezirksgericht am selben Tage per

Telefax, zurückgewiesen.

Gegen dieses Urteil hat der KFV Schleswig

gem. § 43 Rechts0 fristgerecht

Revision eingelegt. Er begründet die

Revision damit, dass das Berufungsschreiben

nicht rechtzeitig verfasst worden

sei. Die zweiwöchige Berufungsfrist

endete am 25.12.2006, die Verlängerung

einer Frist auf den nächsten

Werktag würde lediglich den Eingang

des Schreibens beim Berufungsgericht

betreffen, nicht aber die Fertigung.

Der Rechtsansicht des KFV Schleswig

kann nicht gefolgt werden. Nach den

einschlägigen Vorschriften des BGB tritt

an die Stelle des letzten Tages einer

Frist, die an einem Sonn- oder Feiertag

fällt, der nächste Werktag. Es wird nicht

unterschieden zwischen Abfassung

des Berufungsbegründungsschreibens

und des Eingangs beim zuständigen

Gericht.

Der KFV Schleswig trägt die Kosten des

Verfahrens.

2. VG 13/06-07

Berufung des Gralf-M. Brandes, Am

Mühlenteich, 23611 Bad Schwartau

gegen das Urteil des Bezirksgerichts IV

im SHFV vom 29.04.2007 [222/06-

07]. Der Berufung wird stattgegeben.

Das Urteil des Bezirksgerichts IV im

SHFV vom 29.04.2007 [222/06-07]

wird aufgehoben, soweit es den Betroffenen

Brandes betrifft.

Die Kosten des Verfahrens trägt der

SHFV, die Berufungsgebühr ist zurückzuzahlen.

Tatbestand und Gründe

Zum Spiel der C-Jugend VfL Bad

Schwartau gegen Rot-Weiß Saxonia

war am 31.03.07 der angesetzte

Schiedsrichter nicht erschienen. Die

Betreuer beider Mannschaften, Betreuer

der Schwartauer Mannschaft war der

Betroffene, einigten sich auf den Trainer

des Rot-Weiß Saxonia als Schiedsrichter.

Nach der Halbzeit weigerte sich die

Mannschaft des VfL Bad Schwartau das

Spiel fortzusetzen mit der Begründung

ihres Trainers, der Schiedsrichter würde

zu einseitig pfeifen. Das Spiel wurde

abgebrochen.

Das Bezirksgericht hat sowohl den

Betreuer als auch den Trainer des VfL

Bad Schwartau wegen Herbeiführung

eines Spielabbruchs zu je einer Geldstrafe

verurteilt. Es hat darauf hingewiesen,

dass der Betroffene im Sinne

des §15 Jugend0 den Spielbericht

unterschrieben hat und damit für die

sportliche Disziplin und das allgemeine

Verhalten der Jugendlichen verantwortlich

war. Gegen den Betroffenen wurde

eine Geldstrafe in Höhe von 150 Euro

festgesetzt.

Der Betreuer Brandes hat Berufung eingelegt.

Er trägt vor, er habe den verantwortlichen

Trainer Seehaver nicht

zwingen können, das Spiel fortzusetzen.

Wohl aber hätte er ihn vergeblich

zur Fortsetzung des Spiels aufgefordert.

Der Berufung war stattzugeben. Das

Verbandsgericht geht vom festgestellten

Sachverhalt der Vorinstanz aus.

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

13

Danach hatte der Berufungsführer bei

Abwägung der Gesamtsituation keine

Chance, seine Verantwortung auszuüben.

Mithin kann er für den Spielabbruch

nicht verantwortlich gemacht

werden. Übereinstimmend haben die

Beteiligten erklärt, dass der Trainer

Seehaver des VfL Bad Schwartau in

der Halbzeitpause dem Schiedsrichter

mitgeteilt habe, dass Schwartau das

Spiel abbrechen würde. Er nahm dann

den Spielball an sich und wünschte eine

gute Heimfahrt.

Eine Auseinandersetzung zwischen

Trainer und Betreuer vor den Jugendlichen

wäre auf keinen Fall zu verantworten

gewesen. Die Haftung des

Betreuers besteht nur, wenn er schuldhaft

gehandelt hätte. Sein Handeln war

nicht schuldhaft, er hat sich um eine

Fortsetzung bemüht. Der Berufungsführer

ist seiner Verantwortung gerecht

geworden.

Das Urteil ist endgültig.

SHFV-NEWS

Die Kostenentscheidung beruht auf §42

Rechts0.

3. VG 14/06-07

Berufung des SV Grün-Weiß Siebenbäumen,

vertr.d.d. Vorstand gegen das

Urteil des Bezirksgerichts IV im SHFV

vom 6.5.07 [231/06-07]

Der Berufung des SV Grün-Weiß Siebenbäumen

gegen das Urteil des Bezirksgerichts

IV im SHFV vom 06.06.07

[231/06-07] wird stattgegeben. Der

Protest des SV Hammoor gegen die

Wertung des Spiels Nr.193 der Bezirksliga

Süd im Bezirk IV des SHFV wird

zurückgewiesen. Die Protestgebühr ist

verfallen. Die Kosten der 1.Instanz trägt

der protestierende Verein. Das Spiel ist

wie ausgetragen zu werten.

Die Kosten des Berufungsverfahrens

trägt der SHFV, die Berufungsgebühr ist

zu erstatten.

Tatbestand und Gründe

Im Punktspiel der Vereine SV Hammoor

gegen SV Grün-Weiß Siebenbäumen

hat der Schiedsrichter in der 49. Minute

einen indirekten Freistoß für die Mannschaft

von Grün-Weiß Siebenbäumen


14 02 - 2007

SHFV-NEWS

gepfiffen mit der Begründung, der Torwart

des SV Hammoor hätte den Ball

unsportlich zu lange am Fuss geführt.

Der Torwart hatte den Ball mit dem Fuss

nach einem erfolglosen Angriff angenommen

und wurde von der gegnerischen

Mannschaft nicht angegriffen.

Erst als ein Gegenspieler ihn attackierte,

hat er den Ball aufgenommen.

Der indirekte Freistoss führte zum 1:1.

Der SV Hammoor hat gegen die Wertung

des Spiels Protest eingelegt. Er

sieht in der Entscheidung des Schiedsrichters

einen Regelverstoß und nimmt

mit hoher Wahrscheinlichkeit an, dass

dieser eine spielentscheidende Bedeutung

hatte. Das 1:1 wäre bei richtiger

Anwendung der Spielregel nicht erzielt

worden. Das Spiel endete 4:2 für den

SV Grün-Weiß Siebenbäumen.

Das Bezirksgericht hat dem Protest stattgegeben,

bei der Entscheidung ging

Eddy Münch, Beisitzer für sozialpolitische

Angelegenheiten im Vorstand

des SHFV, überreichte im Auftrag der

vom früheren DFB-Präsidenten Egidius

Braun ins Leben gerufenen DFB-Stiftung

zwei behinderten Sportlern des erst im

Herbst 2006 neu gegründeten integrativen

Sportvereins Norderstedt jeweils

einen Scheck in Höhe von 500,00 Euro.

Bei den Sportlern handelt es sich um

Christian Schlaikier (31 Jahre) als deutschen

Meister im Kugelstoßen (9,65

Meter mit einer 7,25 kg-Kugel) und im

Diskuswerfen (27,10 Meter mit einem

2 kg-Diskus). In beiden Disziplinen hat

Christian Schlaikier einen neuen deutschen

Rekord aufgestellt und in diesem

Jahr im Nationaltrikot Deutschland bei

den Europameisterschaften im Behin-

Eddy Münch (links) bei der Scheckübergabe

mit (v.l.n.r.) Alexander Knaub,

der Norderstedter Stadtpräsidentin Charlotte

Paschen, Christian Schlaikier und

SHFV-Geschäftsführer Jörn Felchner.

SHFV Fußball-Magazin

das Bezirksgericht davon aus, dass das

Endergebnis 2:1 war.

Der SV Grün- Weiß Siebeneichen hat

gegen dieses Urteil frist-und formgerecht

Berufung eingelegt. Er wertet das

Verhalten des Torwarts vor der Ballaufnahme

als unsportlich und entsprechend

den Pfiff des Schiedsrichters als

Tatsachenentscheidung.

Er trägt vor, dass für den Fall eines

Regelverstoßes dieser nicht spielentscheidend

war. Ein in der 49. Minute

erzielter Ausgleichstreffer könne nicht

entscheidend sein, wenn das Spiel 4:2

ausgeht. Das Bezirksgericht war fälschlich

vom Endergebnis 2:1 ausgegangen.

Das Verbandsgericht folgt der Ansicht

des Berufungsführers. Der Pfiff des

Schiedsrichters verstieß gegen die

SCHECKÜBERGABE

DER DFB-STIFTUNG EGIDIUS BRAUN

dertensport im Kugelstoßen sowie im

Diskuswerfen vertreten. Im Kugelstoßen

kam er auf den 13. Platz und im Diskuswerfen

auf den 11. Platz. Bemerkenswert

ist, dass überhaupt nur drei

Sportler mit einer geistigen Behinderung

die Qualifikation für die Europameisterschaft

in Frankreich geschafft

haben, und Alexander Knaub (29 Jahre)

Spielregel. Ein im Spiel befindlicher Ball

kann nicht unsportlich vom Torwächter

mit dem Fuss kontrolliert werden. Der

Gegner hatte jederzeit die Gelegenheit,

ihn zu attackieren. Eine Unsportlichkeit

des Torwarts hat der Schiedsrichter nicht

angezeigt. Ein zu Beginn der zweiten

Halbzeit irregulär erzielter Ausgleichstreffer

ist nicht spielentscheidend bei

einem Endergebnis von 4:2.

Das Verbandsgericht verkennt nicht,

dass die Hinnahme eines irregulären

Treffers die Moral der Spieler beeinträchtigt,

für den Ausgang des Spieles

war dies aber nicht entscheidend. Nach

dem Ausgleich hatte der benachteiligte

Verein über 40 Minuten Gelegenheit

gehabt, den Spielverlauf für ihn positiv

zu gestalten.

Die Kostenentscheidung beruht auf §42

Rechts0.

als deutschen Meister im Speerwerfen

mit einer Weite von 32,54 Metern.

Beide Sportler sind in ihren Disziplinen

die Besten in Deutschland in der Startklasse

für Menschen mit einer geistigen

Behinderung. Sie trainieren jeweils fünfmal

in der Woche!

Reinhard Gusner

Foto: Baudisch


WORKSHOP DER ANSPRECHPARTNER

FÜR DAS SHFV-MAGAZIN

Im Mittelpunkt des letzten Treffens

der Ansprechpartner für das SHFV-

Magazin im Raisdorfer T-Punkt stand

ein Workshop über Grundlagen zur

Gestaltung eines Magazins. Gerhard

Müller, Sportchef der Kieler Nachrichten,

vermittelte den Teilnehmern anhand

einer Blattkritik des letzten SHFV-

Magazins, wie Beiträge inhaltlich noch

besser gestaltet und formuliert werden

können, beantwortete Fragen der

Teilnehmer, gab weitere Tipps für die

zukünftige praktische Arbeit und zehn

gute Gründe für einen guten Artikel mit

auf den Weg. „Diese von hoher Sachkompetenz

geprägte Veranstaltung war

sehr praxisbezogen und damit ein toller

Erfolg, der alle Teilnehmer für ihre Tätigkeit

nach vorne bringen sollte“, äußerte

sich SHFV-Vizepräsident Hans-Ludwig

Meyer lobend über den Workshop.

Reinhard Gusner

Sechs Monate lang nahm Regine

Schweim die Funktion der Verbandsjugendobfrau

kommissarisch wahr,

jetzt ist sie „richtig im Amt“ – der gut

besuchte Jugendverbandstag 2007 im

Kieler Haus des Sports wählte sie einstimmig

zur ersten Verbandsjugendobfrau

des SHFV.

Workshop-Moderator

Gerhard Müller

Gespannt hörten

die Teilnehmer den

interessanten

Ausführungen des

Moderators zu

JUGENDVERBANDSTAG 2007

Hans-Ludwig Meyer, SHFV-Vizepräsident

Nach Grußworten von Hans-Ludwig

Meyer (SHFV-Vizepräsident) und Inke

Reinecker (Sportjugend Schleswig-

Holstein) wurde eine umfangreiche

Tagesordnung abgearbeitet. Im Mittelpunkt

der Personalentscheidungen

stand Regine Schweim, die nach ihrer

einstimmigen Wahl zur Verbandsjugendobfrau

erste Gratulationen und

einen Blumenstrauß von SHFV-Präsident

Erdmann Fischer (früher selbst

einmal Verbandsjugendobmann) entgegennehmen

konnte.

Vier „Generationen“ Verbandsjugendobleute

(v.l.n.r.) Regine Schweim, Bernd Neuhäuser,

Manfred Möller und Erdmann Fischer

Gewählt wurden weiterhin Bertus

Bold (Referent für Mädchenfußball),

Marc Aurel Schaa (Vorsitzender Sportjugendgericht)

und Holger Becker (Beisitzer

I Sportjugendgericht).

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

15

SHFV-NEWS

Verabschiedet wurden Bernd

Neuhäuser, Heiko Struck, Jochen Butenschön,

Klaus Friederichsen, Peter Kroll,

Peter Reinecker sowie Detlef Tolle.

Ausgezeichnet für hervorragende

Jugendarbeit wurden TuS Garbek und

Eintracht Segeberg, deren Vereinsvertreter

mit einem Scheck die Heimreise

antreten konnten.

Beschlossen wurde eine Reihe von

Anträgen zu Satzungsänderungen, die

im Wesentlichen zukunftsgerichtet der

Strukturreform Rechnung tragen.

Reinhard Gusner

Inke Reinecker, Sportjugend Schleswig-Holstein

Fotos: Gusner Fotos: Gusner


16 02 - 2007

SHFV-NEWS

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband

freut sich, das letzte Kapitel der

Fußball-WM 2006 im nördlichsten Bundesland

schließen zu können. Genau

380 Tage nach dem Finale der Weltmeisterschaft

zwischen Frankreich und

Italien wird im Holstein-Stadion in Kiel

das letzte offizielle Event der FIFA WM

2006 bei einem Blitzturnier zwischen

dem Hamburger SV, Holstein Kiel und

dem TuS Felde gefeiert. Verantwortlich

dafür ist die Jugendfußballabteilung

des kleinen Vereins vom Westensee.

Betrachtet man die sportliche Vergangenheit

des TuS Felde, der 2000 Oberligameister

wurde und nur knapp den

Aufstieg in die Regionalliga verpasste,

kann man schon behaupten, dass der

nur 800 Mitglieder zählende Verein

etwas Besonderes ist. Wahrlich Fußballgeschichte

schreibt der TuS Felde

wieder seit 2004. Allerdings ist es diesmal

nicht der Herrenfußball, der für

Furore sorgt, sondern die Jugendfußballsparte,

die dem Verein auch in der

Frankfurter DFB-Zentrale wieder einen

Namen macht.

Im Jahre 2003 meldete sich die Jugendfußballsparte

des Vereins bei der

größten DFB-Aktion aller Zeiten an. In

Verbindung mit den Landesverbänden

sollte „KLUB 2006“ die FIFA-WM auch

an der Basis spürbar machen, also in

den rund 27.000 Fußballvereinen. Ziel

für die teilnehmenden Vereine war es,

vier Aufgaben möglichst perfekt zu

erfüllen, um so die maximale Punktzahl

von 2006 Punkten zu erzielen. Felde

war im Norddeutschen Fußballverband

(Schleswig-Holstein, Hamburg,

Niedersachsen, Bremen) der erste von

hier insgesamt nur zwei Vereinen, der

die 2006 Punkte erreichte. Bundesweit

schaffte der TuS es als elfter Verein

diese Höchstpunktzahl zu erreichen.

Neben der Abnahme von DFB-Fußballabzeichen,

der Durchführung einer Trainerschulung

sowie der Gestaltung einer

Vereinsfahne, war auch die Durchführung

eines WM-Tages Voraussetzung.

SHFV Fußball-Magazin

DIE FUSSBALL-WM 2006 ENDET IN

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Blitzturnier Felde/Holstein/HSV

Felde überzeugte beim WM-Tag

mit einer damals sehr innovativen

Idee:

Der Verein organisierte in Felde dreitägige

Fußball-Camps mit jeweils bis zu

100 Kindern. Eltern bezahlen für solche

Camps bei Privatanbietern mittlerweile

bis zu dreihundert Euro. In Felde gab

es das Camp für 99,- Euro inklusive

Übernachtung, Vollverpflegung und

Sportausrüstung von ERIMA. Das dritte

Camp im August 2005 war schon mit

100 Kindern und 28 Trainern/Betreuern

vollkommen ausgebucht, 207 Kinder

hatten sich insgesamt angemeldet,

darunter auch ein Kind aus Niedersachsen.

Für dieses Engagement erhielt der Verein

zahlreiche Auszeichnungen. Der

SHFV ehrte den TuS Felde für die hervorragende

Jugendfußballarbeit. Auch

der Präsident des DFB, Dr. Theo Zwanziger,

sowie Uwe Seeler reisten nach

Schleswig-Holstein, um ihre Anerkennung

auszusprechen.

Als Hauptpreis verloste der DFB im

März 2006 ein Spiel gegen die Nationalmannschaft

(FSV 63 Luckenwalde)

sowie 36 Spiele gegen die Mannschaften

der 1. und 2. Bundesliga. Dass

Felde das Spiel gegen den Hamburger

SV zugelost bekommen hat, war

sicherlich das Glück des Tüchtigen. Das

Blitzturnier in Kiel ist die letzte Aktion

dieser Kampagne, da der TuS Felde

die Sicherheitsauflagen bislang nicht

erfüllen konnte; zusätzlich fehlte es an

ehrenamtlichen Organisatoren.

Nach konstruktiver Diskussion wurde

entschieden, das Spiel zusammen mit

Holstein Kiel durchzuführen. „Wir sind

froh, dass wir uns mit Holstein Kiel auf

einen altbewährten Partner verlassen

können“, so die Verantwortlichen. Der

Verein vom Westensee erhofft sich

durch die Kooperation auch ein höheres

Zuschauerinteresse. Im Rahmen des

Blitzturniers werden die drei Vereine bei

einer Spielzeit von 45 Minuten gegeneinander

spielen.

Nicht nur die größte und erfolgreichste

DFB-Aktion aller Zeiten, sondern auch

das letzte Kapitel der Fußball-WM

in Deutschland, findet somit am 24.

Juli 2007 ein Ende, mit einem kleinen

Verein vom Westensee, der es wieder

einmal geschafft hat, über die Landesgrenzen

hinaus positive Schlagzeilen

zu machen. Der Schleswig-Holsteinische

Fußballverband ist stolz auf die

vollbrachten Leistungen des TuS Felde

und freut sich auf einen fantastischen

Abschluss der Fußballweltmeisterschaft

2006 in Kiel …

Stephan Grunwald

Tobias Kruse


EIN HAUCH VOM

„WUNDER VON BERN“

IN RENDSBURG

„... aus dem Hintergrund müsste Rahn

schießen! Rahn schießt... TOR, TOR,

TOOOR!!“ Diese berühmten und vielfach

zitierten Worte von Herbert Zimmermann

verbindet ein jeder Fußballer

mit dem Finale der Fußballweltmeisterschaft

1954 zwischen Deutschland

und Ungarn in Bern. Bei dieser Partie

handelt es sich sicherlich um das

denkwürdigste Aufeinandertreffen beider

Länder auf sportlicher Ebene. Als

„Wunder von Bern“ ging das Spiel in

die Geschichte ein, in dem der krasse

Außenseiter Deutschland gegen die

Topfavoriten aus Ungarn einen 0:2-

Rückstand in einen unvergessenen 3:2-

Erfolg umwandelte.

Im Andenken an diese, trotz der großen

sportlichen Rivalität friedliche Begegnung,

die beide Länder einander näher

gebracht hat, präsentiert der Schleswig-Holsteinische

Fußballverband in

Kooperation mit dem Literaturhaus

Schleswig-Holstein und dem Nordkolleg

Rendsburg am 21. Juli 2007 die

Lesung „Das Wunder von Rendsburg“

im Stadion des Rendsburger TSV.

Diese einmalige Fußball-Lesung soll

der Startschuss sein für den „Literatursommer

Schleswig-Holstein 2007“, der

sich in diesem Jahr Ungarn als Schwerpunktland

widmet.

Die Fußballreporterlegende Günther

Koch von der ARD und der aus Ungarn

stammende Regisseur und Übersetzer

Laszlo Kornitzer lesen mit- und gegeneinander,

wobei das Publikum über

Sieg und Niederlage entscheidet. Wie

schon 1954 wird auch das literarische

Aufeinandertreffen zwischen Deutschland

und Ungarn auf dem grünen

Rasen ausgetragen. Bleibt nur zu hoffen,

dass diesmal nicht das altbewährte

„Fritz-Walter-Wetter“ den Ausgang der

„Partie“ beeinflussen muss...

02 - 2007

SHFV Fußball-Magazin 17

SHFV-NEWS

Foto oben:

Die Fußballreporterlegende

Günther Koch

Foto links:

Filmausschnitt aus

„Das Wunder von Bern“

Termin:

“Das Wunder von Rendsburg“

21. Juli 2007, 15 Uhr im Stadion

des Rendsburger TSV. Weitere

Informationen zur Lesung erhalten

Sie bei Nordkolleg Rendsburg

unter 04331/143811 bzw.

www.nordkolleg.de/aktuell und

literatur@nordkolleg.de.

Foto: Frank Jülich


18 02 - 2007

FRAUENFUSSBALL

Am 15. April 2007 war es endlich

soweit: die deutsche U19-Frauen-Nationalmannschaft

qualifiziert sich in Lübeck

mit einem 3:0 gegen die Schottinnen für

die Europameisterschaftsendrunde im

Juli auf Island. An drei Spieltagen sahen

in der Lübecker Lohmühle und im Eiderstadion

Büdelsdorf 10.000 Zuschauer

interessante und mitreißende Spiele der

Nationalmannschaften aus Ungarn,

Schweden, Schottland und Deutschland.

Nach einem sehr überzeugenden

Auftritt (4:1) am ersten Spieltag gegen

die stark eingeschätzten Schwedinnen,

siegten die Deutschen gegen Ungarn

am zweiten Spieltag mit 6:0 bevor am

Finaltag ein 3:0 gegen Schottland den

deutschen U19-Mädchen die EM-Endrundenteilnahme

sicherte.

Neben den Spielerinnen und Zuschauern

hatten auch zirka 150 Schleswig-

H o l s t e i n i s c h e

Nachwuchskickerinnen

anlässlich

dieser Spiele ihren

großen Tag. Ob

als Ballmädchen

am Spielfeldrand

ganz nah bei den

Spielerinnen oder

als Einlaufeskorte

an der Hand

der Spielerinnen

erlebten die Mäd-

SHFV Fußball-Magazin

SCHLESWIG-HOLSTEIN ALS GLÜCKSBRINGER

FÜR DIE U19-FRAUEN-NATIONALMANNSCHAFT

chen beeindruckende Momente. Viele

der Mädchen sagten nach ihrem „Auftritt“,

dass sie den Tag, mit einer Nationalspielerin

ins Stadion einzulaufen

und anschließend die Nationalhymne

zu hören, so schnell nicht vergessen

werden.

Abschließend lässt sich sagen, dass

Schleswig-Holstein seine Chance

genutzt hat, internationalen Spielen

einen würdigen Rahmen zu verleihen.

10.000 Zuschauer besuchten die Spiele

und erlebten eine freundliche und

jederzeit sportlich faire Atmosphäre –

das macht Spaß! Und das gilt nicht nur

für die Zuschauer, sondern auch für die

aus ganz Europa angereisten Spielerinnen

und Offiziellen. Das positive Bild,

welches der Frauen- und Mädchenfußball

in Schleswig-Holstein vermittelt

hat, macht Hoffnung auf mehr! Bereits

am 28. Oktober 2007 ist ein Wiedersehen

mit dem internationalen Fußball

im SHFV-Gebiet geplant: die Frauen

A-Nationalmannschaft tritt zu ihrem

EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien

in Lübeck an. Details über den Kartenvorverkauf

werden Ende Juli bekannt

gegeben.

BALLMÄDCHEN UND EINLAUF-

ESKORTE GESUCHT!

Bereits jetzt sucht der SHFV zwei Mädchenmannschaften,

die als Ballmäd-

chen oder Einlaufeskorte ganz nah und

live dabei sein wollen. Bewerben kann

sich jede Mädchenmannschaft, die an

einem geregelten Spielbetrieb innerhalb

des SHFV teilnimmt.

Die „Bewerbungsunterlagen“ sollen in

Form eines Beitrags (Bild, Collage, Lied,

Video etc.) zu dem Thema „Das bedeutet

Fair-Play für unser Team!“ beim

SHFV eingereicht werden. Teilnahmevoraussetzung:

Einlaufeskorte max.

1,20 m groß, Ballmädchen zwischen

10 bis 14 Jahren, Einsendeschluss 30.

September 2007.

Einsendungen und Fragen an:

Schleswig-Holsteinischer

Fußballverband e. V.

Moritz Lufft

Winterbeker Weg 49

24114 Kiel

Telefon: 0431/64 86 157


U18-LÄNDERPOKAL IN DUISBURG

U18-Kader

Mit einem ausgezeichneten neunten

Tabellenplatz im Gepäck kehrten die

U18-Fußball-Landesauswahlkickerinnen

des SHFV vom Länderpokal in Duisburg

zurück. „Letztlich bin ich mit der

Platzierung zufrieden“, erklärte Landesauswahltrainer

Nils Göttsche, „vor dem

Turnier hatte ich insgeheim auf einen

einstelligen Tabellenplatz gehofft.“

Trotz zunächst unkonzentrierten Spiels

und vielen Fehlern reichte es im ersten

Spiel gegen die Südwest-Auswahl zu

einem 1:0-Sieg durch ein Tor von Birka

Edler.

Was sich in der Auftaktpartie schon

andeutete, zog sich wie ein roter Faden

durch das gesamte Turnier. „Wir ließen

auch gegen die höher einzustufenden

Teams mit unseren beiden Viererketten,

die eine tolle Leistung boten, kaum gegnerische

Chancen zu“, freute sich Nils

Göttsche, „allerdings fehlte uns auch

die Durchschlagskraft im Angriff.“

Gegen den Bremer Fußballverband

wurde 1:0 gewonnen (Torschützin

Edvina Gara), gegen Hessen wurde

trotz einer guten Defensivleistung erst

in der Nachspielzeit unglücklich 0:1

verloren. Der vierte Spieltag bescherte

dem SHFV-Tross ein kleines Länderspiel

gegen die U15-Nationalmannschaft

des DFB. Nach einer einstudierten Eckballvariante

erzielte Lena Schrum mit

einem Kopfballtorpedo den Treffer zum

1:0-Sieg.

Im letzten Spiel musste sich die SHFV-

Mannschaft dem Fußballverband

Westfalen, einem der Topfavoriten

des Turniers, spät mit 0:1 geschlagen

geben, wobei eigene Offensivbemühungen

Mangelware blieben.

„Alle haben sich enorm reingehängt

und sind in den fünf Spielen an die

Schmerzgrenze gegangen“, zog Nils

Göttsche ein positives Fazit.

Birka Edler (links) vom TSV Nahe im siegreichen

Zweikampf

Rachel Rinast (links) vom SG Trave 06 Segeberg

Birka Edler (rechts)

Rachel Rinast

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

19

FRAUENFUSSBALL

Der U18-Kader (siehe Foto): Christin

Vogt (VfR Schleswig), Desiree Steinicke

(FFC Oldesloe), Denise Steinicke

(FFC Oldesloe), Gönna Gabriel (MTV

Leck), Stephanie Storm (FFC Oldesloe),

Birte Anhenn (Schmalfelder SV),

Christina Werbke (VfR Schleswig), Liva

Zunker (Ratzeburger SV), Jana Rowedder

(Fortuna St. Jürgens Lübeck), Vera

Homp (Schmalfelder SV), Rachel Rinast

(SG Trave 06 Segeberg), Lena Schrum

(Heider SV), Birka Edler (TSV Nahe),

Andrea Rehfeldt (TSV Nahe), Edvina

Gara (TSV Nahe) und Larissa Holland

(TSV Nahe).

Sabine Mammitzsch

Statistik

Südwest 1:0

(Tor: Birka Edler – TSV Nahe

Bremen 1:0

(Tor: Edvina Gara – TSV Nahe)

Hessen 0:1

U15-Nationalmannschaft 1:0

(Tor: Lena Schrum – Heider SV)

Westfalen 0:1

Die Abschlusstabelle

1. Brandenburg 8:1 8:2

2. Niederrhein 7:1 8:2

3. Hessen 5:2 8:2

4. Westfalen 7:4 7:3

5. Südbaden 6:3 7:3

6. Bayern 3:1 7:3

7. Württemberg 8:3 6:4

8. Baden 6:4 6:4

9. Schleswig-Holstein 3:2 6:4

10. Niedersachsen 7:7 6:4

11. Saarland 7:3 5:5

12. Berlin 3:2 5:5

13. Südwest 7:3 4:6

14. Thüringen 8:5 4:6

15. DFB U15-Auswahl 3:3 4:6

16. Mittelrhein 4:10 4:6

17. Meckl.-Vorpommern 6:13 4:6

18. Sachsen 1:6 3:7

19. Rheinland 2:8 3:7

20. Sachsen-Anhalt 2:7 2:8

21. Hamburg 2:10 2:8

22. Bremen 1:6 1:9


20 02 - 2007

FRAUENFUSSBALL

LANDESPOKALSIEGER 2007 DER Ü30-FRAUEN

Zum achten Mal wurde der Landespokalsieger

bei den Frauen im Ü30-

Wettbewerb ausgespielt. In diesem

Jahr erklärte sich JuS Fischbek (Bezirk

IV/Stormarn) bereit das Turnier durchzuführen.

Gleichzeitig wurde auch ein

Ü35/Ü40 Pokalturnier veranstaltet.

Das in dieser Form erstmalig veranstaltet

wurde. Zu jedem Wettbewerb

meldeten sich sechs Teams an und die

Vorsitzende des Frauenspielausschuss,

Sabine Mammitzsch, konnte auch

alle angemeldeten Teilnehmer auf der

Sportanlage begrüßen. Bei sehr sommerlichen

Temperaturen zeigten die

Frauen einen guten Fußball und auch

die Spiele verliefen sehr fair.

Bei den „jüngeren“ Mannschaften

setzte sich der Ratzeburger SV souverän

durch. In den fünf Spielen gab es

nicht ein Gegentor! Die Inselstädter

lösten damit Vorjahrssieger Olympia

Neumünster ab.

Bei dem Ü35-Turnier genügten insgesamt

drei Tore um den neuen Wanderpokal

in Empfang zu nehmen. Der

SSV Sarzbüttel hatte am Ende die Nase

vorn. Während das Team von UT Kiel

an bisher allen acht Turnieren teilnahm,

besuchte der Bargfelder SV zum ersten

Mal ein Turnier des SHFV.

Die SHFV-Spielausschussobfrau hatte

für jede teilnehmende Mannschaft eine

Flasche Sekt, einen Satz DFB-Karten

und DFB-Aufkleber. Beide mit dem Slo-

Auch wenn sich die Saison dem Ende

neigt, zeigt sich der Mädchenfußball in

Schleswig-Holstein sehr aktiv. Neben

den Landesmeisterschaften der C- und

D-Juniorinnen, finden einige Tage des

Mädchenfußballs (inkl. Schnuppertraining)

statt, es werden Kooperationen

mit der Abteilung Ehrenamt und

Qualifizierung vereinbart und seit Juni

SHFV Fußball-Magazin

In der Frauen-Verbandsliga wurde der Ratzeburger

SV überlegen Meister und nahm an den

Aufstiegsspielen zur Regionalliga teil.

Auch in diesem Jahr scheiterte der RSV wieder

am Hamburger Vertreter. War es im vorigen

Jahr der SV Lurup, so in diesem Jahr an Bergedorf

85. Bei den „Elstern“ verlor der RSV in

der Nachspielzeit mit 0:1.

Landespokalsieger 2007 der Ü30-Frauen

wurde der Ratzeburger SV. Das Foto zeigt das

siegreiche Team, in der hinteren Reihe von

links: Trainerin Anke Welbers, Marion Herwig,

Maria Weis, Anja Wala, Astrid Hannemann,

kniend von links: Tanja Strey, Verena Fricke,

Bianca Windsio, Bianca Knust, Torsteherin

Manuela Muuss.

Landespokalsieger 2007 bei Ü35/ Ü40 wurde

der SSV Sarzbüttel. Das Foto zeigt stehend

von links Trainer Dede Zickler, Monika Wiese,

Susanne Voß, Britta Meyn-Wiender, Andrea

Heuer und von unten links Elke Voß,

Torwartin Sadine Ridder, Anke Peters,

Elke Mohr.

gan für die Bewerbung der WM Weltmeisterschaft

im Jahr 2011. Die beiden

Turniersieger erhielten jeweils noch

einen Spielball überreicht.

2007 ist der Mädchenfußball mit einer

eigenen Rubrik auf der aktualisierten

SHFV-Homepage www.shfv-kiel.de

einzusehen. Neben allgemeinen Informationen

umfasst die Rubrik Mädchenfußball

insbesondere die Bereiche der

Auswahlmannschaften, des Stützpunkttrainings,

des Spielbetriebs und aktueller

Projekte.

Im kommenden Jahr hat sich der MTV

Leck bereit erklärt die beiden Turniere

auszuführen.

Klaus Unger

DER MÄDCHENFUSSBALL IN SCHLESWIG-

HOLSTEIN NIMMT FAHRT AUF!

MTSV Olympia Neumünster C-Mädchen Landesmeister

2007

Am 16. Juni 2007 fand in Friedrichstadt

(Kreisfußballverband Nordfriesland)

die Landesmeisterschaft der

C-Juniorinnen statt. Unter den Augen

vieler interessierter Zuschauer konnte

sich MTSV Olympia Neumünster den

Landesmeistertitel sichern. Herzlichen

Fotos: Unger


Die C-Mädchen-Landesmeister 2007 Die D-Mädchen-Landesmeister 2007 Tag des Mädchenfußballs in Schafflund

Glückwunsch! Neben Neumünster

haben sich die übrigen Bezirksmeister

VfR Schleswig, TSV Zarpen und die

SG Meldorf/Tensbüttel für die Landesmeisterschaft

qualifiziert. Trotz anfänglich

regnerischen Wetters konnten alle

Spiele in Turnierform „Jeder gegen

Jeden“ ordnungsgemäß durchgeführt

werden, die Mädchen glänzten mit technisch

versiertem und sehr engagiertem

Fußball. Letztlich haben trotz auffallend

gleich hohen spielerischen Niveaus die

Neumünsteranerinnen die Landesmeisterschaft

für sich entschieden:

Platz Verein Tore Punkte

1 Olympia Neumünster 6:2 6

2 TSV Zarpen 3:3 4

3 SG Meldorf/

Tensbüttel

2:3 4

4 VfR Schleswig 1:4 3

Nach einer Auftaktniederlage erspielten

die favorisierten Spielerinnen aus

Neumünster in den beiden letzten Partien

noch die Landesmeisterschaft. An

dem Erfolg über eine herausragende

Mannschaftsleistung haben unter

anderem die 5 Landesmeisterauswahlspielerinnen

Liliana Kroschinski, Kirke

Petersen, Katherine Schnoor, Cindy

Rack und Laura Bahr ihren Anteil. Mit

dem MTSV Olympia Neumünster wird

der SHFV auf der NFV-Meisterschaft

stark vertreten.

TSV Schönberg D-Mädchen Landesmeister

Am 17. Juni 2007 wurde auf der

Sportanlage in Oldenburg i. H. die

Landesmeisterschaft der D-Mädchen

ausgetragen. Bei wechselhaftem Wetter

setzten sich die Mädchen des TSV

Schönberg gegen die übrigen Bezirksmeister

TSV Zarpen, SG Ladelund/

Achtrup und die SG Meldorf/Tensbüttel

durch und sicherten sich somit den

Landesmeistertitel. Herzlichen Glückwunsch!

Im letzten und entscheidenden

Spiel siegten die Schönbergerinnen

gegen die Vorjahressieger aus Meldorf

mit 2:1. Nach Beendigung des Turniers

übergab der SHFV-Mädchenreferent

Bertus Bold der Siegermannschaft die

Ehrentafel sowie allen Spielerinnen eine

Medaille.

Platz Verein Tore Punkte

1 TSV Schönberg 8:1 9

2 SG Meldorf/

Tensbüttel

4:44

3 SG Ladelund/Achtrup 3:6 2

4 TSV Zarpen 1:5 1

Tag des Mädchenfußballs bei der FSG im Amt

Schafflund

Am 9. Juni 2007 wurde in der FSG im

Amt Schafflund der Tag des Mädchenfußballs

durchgeführt. Die Veranstal-

tung wurde neben dem SHFV von der

Firma Alpro Soya unterstützt, die mit

einem breiten Rahmenprogramm wie

einer Schussgeschwindigkeitsmessung,

Torwandschießen und einem Dribbelparcours

die Veranstaltung begleitet

haben. Kern des Tags des Mädchenfußballs

war ein Fußballturnier, an dem

19 Mannschaften der Altersklassen

B-, C- und D-Juniorinnen sowie sechs

Grundschulmannschaften teilnahmen.

Während die B-Juniorinnen ihr Turnier

als Beach-Soccer Cup austrugen, wurden

in allen anderen Klassen auf dem

7er Feld durchgeführt. Nicht nur die

strahlende Sonne, auch die Organisation

und der große Zuspruch bei den

Zuschauern verliehen diesem Tag etwas

ganz besonderes, so dass alle Beteiligten

von einer rundum gelungenen Veranstaltung

sprechen können.

Moritz Lufft

FFC-FRAUEN FEIERN MEISTERSCHAFT UND

KLASSENERHALT.

Nach dem Spielschluss nahm Sabine

Mammitzsch vom NFV die Meisterehrung

vor. Der dritte und wichtigste Titel

für die FFC-Frauen nach der Hallen-

Meisterschaft und dem Landespokal.

Ein vierter Titel soll bald folgen - der

Bezirkspokal.

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

21

FRAUENFUSSBALL

Judith Freiling und Sabine Mammitzsch

Fotos: Unger


22 02 - 2007

SHFV Fußball-Magazin


Es ist ein Traum,

wie ihn wohl

viele kleine Jungen

schon einmal

hatten – einmal

im Fernsehen in

Fußballspiel kommentieren.

Für

unseren Magazin-

Mitarbeiter Marcel

Meinert aus Neumünster ist nicht nur

dieser Traum in Erfüllung gegangen,

sondern er konnte dadurch auch noch

seine Fußballleidenschaft zum Beruf

machen. Der 27-jährige Neumünsteraner

kommentiert seit Februar für den

Pay-TV-Sender Premiere Begegnungen

der 1. und 2. Fußball-Bundesliga und

internationale Partien im Einzelspiel

oder der beliebten Konferenz.

Begonnen hat er aber schon im WM-

Sommer 2006. Im Rahmen eines Kommentatorenwettbewerbs,

den Premiere

zusammen mit em Elektro-Markt Saturn

durchführte, belegte Meinert, der sich

übrigens seine erstens journalistischen

Sporen beim Holsteinischen Courier in

Neumünster verdiente, in einem Wettstreit

mit über 600 Teilnehmern am Ende

Rang zwei. „Nach dem Wettbewerb

habe ich dort nachgefragt, ob in naher

Zukunft vielleicht auch wieder Castings

anstehen und im November kam dann

tatsächlich die Einladung“, erzählt Meinert,

der seit 2003 als Pressereferent

für den Deutschen Tennis-Bund tätig

ist. Unter professionellen Bedingungen

trat der Schleswig-Holsteiner gegen

fünf Konkurrenten an und überzeugte

die Redaktion schließlich mit seinem

Einzel- und Konferenz-Kommentar zur

Bundesligapartie zwischen Hertha BSC

Berlin und Alemannia Aachen. „Kurz

vor Weihnachten habe ich einen Anruf

von Premiere bekommen, dass ich dabei

bin. Ein besseres Weihnachtsgeschenk

konnte es gar nicht geben“, erzählt der

frischgebackene Kommentator.

Seine Feuertaufe als Kommentator

erlebte er dann an einem Freitagabend

im Februar beim Zweitligaspiel SpVgg

Unterhaching gegen Kickers Offenbach

im Sportpark des Müncheners Vororts.

Das SHFV-Magazin hat ihn bei seinem

ersten Einsatz begleitet. Lesen Sie hier

Meinerts Arbeitsprotokoll:

15.01 Uhr:

Ankunft im Generali-Sportpark.

15.30 Uhr

Besprechung im Produktionsmobil. Der

Ablaufredakteur begrüßt das Team und

stellt den neuen Kommentator vor. Der

genaue Ablauf der rund 160 Minuten

langen Sendung wird besprochen.

15.55 Uhr

Erster Gang ins Stadion. Meinert

bekommt seinen Arbeitsplatz mit zwei

Monitoren und dem Kommentatoren-

Headset auf der Pressetribüne gezeigt.

Danach holt er sich letzte Informationen

aus Hachings Stadionheft „Rot-

Blau aktuell“. Das große Thema der

Partie: Verliert Unterhaching heute

erneut, ist Trainer Harry Deutinger

seinen Job los. Anschließend gibt es

die erste Tonprobe, alles läuft perfekt.

16.40 Uhr

Die Mannschaften kommen ins

Stadion. Meinert inspiziert während

eines Spaziergangs und bei

strahlendem Sonnenschein den

Platz: Urteil: Bestens bespielbar!

17.10 Uhr

Noch 50 Minuten bis zum Anpfiff. Die

Aufstellungen werden bekannt gegeben.

Gegenüber den erwarteten Formationen

gibt es fünf Veränderungen.

Nach kurzer Rücksprache sind die taktischen

Formationen geklärt und werden

an die Grafik-Redaktion gefaxt.

17.30 Uhr

Moderator Michael Leopold zeichnet

im Innenraum seine Anmoderation auf.

17.45 Uhr

Die Sendung beginnt. Das Lampenfieber

steigt.

17.56 Uhr

Leopold gibt an Kommentator Meinert

ab, der seine Zuschauer zum „Schick-

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

23

STORY

FERNSEH-„PREMIERE“ FÜR MARCEL MEINERT

NEUMÜNSTERANER KOMMENTIERT LIVE-FUSSBALL FÜR PAY-TV-SENDER PREMIERE

salsspiel für Harry Deutinger“ begrüßt.

Dann die erste Panne: Die Grafik mit

Hachings Aufstellung liegt nicht vor.

Kann passieren, dann wird eben ohne

visuelle Unterstützung über die Neuerungen

in der Startelf erzählt.

18.00 Uhr

Anpfiff! „Auf geht’s, der Ball rollt“,

sagt Meinert. Die erste Nervosität

beim Kommentator ist verflogen.

18.16 Uhr

Tor für Haching! Erst auf den zweiten

Blick ist der Torschütze ersichtlich.

„Nicolas Feldhahn war’s. Was für

eine Riesenerleichterung für Harry

Deutinger“, kommentiert Meinert.

18.46 Uhr

Halbzeit! Kurzes Durchatmen, doch

dann gilt die Konzentration der Vorbereitung

auf die zweiten 45 Minuten.

19.01 Uhr

Anpfiff zur zweiten Hälfte! Die schwachen

Offenbacher wechseln nicht

aus, dabei hatte Meinert vor der

Pause genau das angekündigt. „Da

hat Trainer Wolfgang Frank mich

Lügen gestraft“, erklärt der Kommentator-Neuling

seinen Zuschauern.

19.35 Uhr

2:0 für die Spielvereinigung! „Das ist

die Entscheidung. Ausgerechnet Kolomaznik,

der wartet ja schon seit September

auf einen Treffer und krönt hier

seine tolle Leistung“, weiß Meinert.


24 02 - 2007

SCHIEDSRICHTER

19.47 Uhr

Abpfiff! Aber Meinert ist damit noch

nicht vom Sender. Da das Parallelspiel

in Koblenz zehn Minuten länger dauert,

wird die Zeit mit Interviews vom Spielfeldrand

und Meinerts Analyse überbrückt.

Jetzt heißt es: improvisieren!

19.55 Uhr

Moderator Leopold übernimmt zur

Zusammenfassung „Alle Spiele, alle

Tore“. Geschafft! Meinert räumt nach

seinem Debüt erschöpft seinen Kommentatorenplatz.

20.45 Uhr

Abschlussbesprechung: Alle sind

zufrieden mit dem Ablauf der Sendung.

Auch Meinert erhält ein Lob

für (s)einen gelungenen Einstand.

21.05 Uhr

Feierabend! Jetzt hat sich der Kommentator

sein Bier redlich verdient. In

Hachings Vereinsgaststätte „Sportstadl“

wird ein erlebnisreicher Tag noch einmal

aufgearbeitet.

Doch allzu lange Zeit zum Verschnaufen

gibt es nicht, denn von diesem Tag

an, geht es für den Jung-Kommentator

Schlag auf Schlag. Von nun an ist er

jedes Wochenende entweder in einem

Stadion oder im Studio in Ismaning bei

München für die Konferenz im Einsatz.

„Mittlerweile habe ich schon rund 20

Spiele kommentiert, darunter zum Beispiel

das einmalige 5:4 des SC Freiburg

gegen Erzgebirge Aue, einen Auftritt

von Champions-Legaue-Finalist FC

Liverpool und das vorletzte Saisonspiel

des FC Bayern München in Cottbus“,

erzählt Meinert von seinen bisherigen

Erlebnissen zu denen auch die Reisen

in so altehrwürdige Fußball-Stadien

wie die von Eintracht Braunschweig,

Rot-Weiss Essen, Erzgebrige Aue oder

FC Augsburg gehören.

Jetzt ist erst mal Sommerpause, doch

schon im August rollt dann auch für

Marcel Meinert wieder der Ball. Seine

nächsten Ziele: „Ich möchte mich weiter

im Team etablieren und versuchen,

mich mit den höheren Aufgaben immer

weiter zu verbessern. Vielleicht ist dann

ja auch mal ein Spiel in der Champions

League drin. Ein richtig großes Erlebnis

werden zunächst aber mal die Partien

vom FC St.Pauli, von denen ich wahrscheinlich

einige begleiten darf. Da

freue ich mich jetzt schon drauf.“

SHFV Fußball-Magazin

ANFRAGEN AN DEN LEHRWART

Verbandsschiedsrichterlehrwart Holger

Wohlers beantwortet während der Saison

eine Vielzahl von Regelfragen, die

ihn aus den Kreisen und Bezirken erreichen.

Die interessantesten dieser Fragen

werden in loser Folge veröffentlicht.

Frage

Auf vielen Sportplätzen sind Beschilderungen

angebracht, wonach alle Personen,

die den Schiedsrichter beleidigen,

beschimpfen oder andere unsportliche

Äußerungen und Verhaltensweisen

praktizieren, mit dem Verweis von

der Sportanlage rechnen müssen. Gilt

dies auch für Spieler, die wegen einer

Schiedsrichter-Beleidigung mit der

Roten Karte des Feldes verwiesen wurden?

Wie ist mit Spielern zu verfahren, die

wegen anderer Vergehen des Feldes

verwiesen wurden?

Antwort

Ist ein Spieler des Feldes verwiesen

worden (es spielt keine Rolle, ob wegen

einer Beleidigung oder aus anderen

Gründen), dann hat er regeltechnisch

lediglich den Innenraum zu verlassen,

kann sich aber – wie jeder andere

Zuschauer auch – im Zuschauerbereich

SPORTPRESSE MEETS

SCHIEDSRICHTER

Auf Einladung von

Jürgen Muhl, Chef

der Sportpresse

Nord, besichtigten

Schiedsrichter der

Leistungsklasse 1

gemeinsam mit

Verbandsschiedsric

ht e ro b m ann

Egon Biere das sh:z-Druckzentrum in

Büdelsdorf.

Jürgen Muhl (Foto), der sich in seinem

Grußwort outete („Ich habe selbst

einmal als Schiedsrichter begonnen!“),

stellte den Verlag und das Zusammenspiel

aller schleswig-holsteinischen sh:

z-Standorte bis hin zum Erscheinen der

einzelnen Tagesausgaben vor und diskutierte

mit den Teilnehmern das Ver-

aufhalten. Die vorhandenen Schilder

sagen lediglich aus, dass der Heimverein,

der das Hausrecht ausübt, die

Möglichkeit hat, den Spieler (oder ggf.

einen Zuschauer) von der Sportanlage

zu verweisen. Dieses Recht steht dem

Schiedsrichter aber grundsätzlich direkt

nicht zu. Allenfalls wäre denkbar, dass

der Schiedsrichter den Heimverein

bittet, das Hausrecht auszuüben, was

aber bei einer „normalen“ Roten Karte

sicherlich überzogen wäre. Lediglich in

dem Fall, dass der des Feldes verwiesene

Spieler den Schiedsrichter weiterhin

dauerhaft verbal angreift, ist dies

vorstellbar. Aber selbst dann hat der

Schiedsrichter keinen Anspruch darauf,

dass der Platzverein sein Hausrecht

auch tatsächlich ausübt.

Bei einer Weigerung wäre nach Meinung

des Lehrwartes ein Spielabbruch

nicht vorstellbar, da die Durchführung

des Spiels und die körperliche Unversehrtheit

des Schiedsrichters nicht

gefährdet erscheinen. Hier blieben also

dann nur die ausführliche Meldung und

später eine entsprechende Bestrafung

durch das Sportgericht.

Holger Wohlers

Jan Kohlmann

hältnis zwischen der Sportpresse und

den Schiedsrichtern.

Nach der Theorie folgte die Praxis: Die

Schiedsrichter wurden durch alle Stationen

der einzelnen Produktionsschritte

im Druckzentrum geführt, erhielten

Erläuterungen zu den Zusammenhängen

und bekamen am Ende von Jürgen

Muhl erste druckfrische Zeitungsexemplare

ausgehändigt.

„Eine sehr interessante und eindrucksvolle

Führung“, bedankte sich Egon

Biere bei Jürgen Muhl und sprach die

Hoffnung auf einen zukünftig kritischen,

aber auch fairen Umgang zwischen

Sportpresse und Schiedsrichtern aus.

Reinhard Gusner


ANPASSUNG DER SPIELREGELN 2007/2008

Ab dem 01. Juli 2007 traten einige

geringfügige Regeländerungen in

Kraft, von denen die wesentlichen an

dieser Stelle vorgestellt werden sollen.

Sie dürften in der Praxis kaum Schwierigkeiten

bereiten. Es wird hier bewusst

nicht unbedingt der exakte Regeltext

wiedergegeben, stattdessen werden

die Regelauslegungen inhaltlich erklärt,

und es wird versucht, die Thematik auch

für Nicht-Schiedsrichter etwas verständlicher

auszudrücken.

Regel 4 – Ausrüstung der Spieler

a) Trägt ein Spieler ein Unterleibchen oder T-Shirt, dann muss

die Farbe der Ärmel mit der Hauptfarbe der Ärmel des Jerseys

oder Hemdes übereinstimmen. Das bedeutet, dass die

Ärmel des Unterziehleibchens farblich mit den Ärmeln des

Trikots übereinstimmen müssen, wenn der Spieler ein Kurzarm-Trikot

trägt.

b) Die vorgeschriebene Grundausrüstung der Spieler (inkl.

etwaiger Unterleibchen) darf keine politischen, religiösen

oder persönlichen Botschaften aufweisen.

BJÖRN HINRICHS WEITERER ASSISTENT

IM PROFIFUSSBALL

Nachdem in allen Spielklassen die Auf-

und Absteiger feststehen, sind auch

im Schiedsrichterbereich auf DFB- und

NFV-Ebene die Personalentscheidungen

für die Serie 2007/2008 getroffen worden.

Die Schiedsrichter des SHFV sind

dabei weit erfolgreicher, als die Schleswig-Holsteinischen

Mannschaften.

Sönke Glindemann (SV Hemmingstedt)

und Kai Voss (FG

Stormarn 2000)

sind weiterhin mit

großem Erfolg

als internationale

Schiedsrichterassistenten

weltweit

im Einsatz. Zudem

sind sie national

vorwiegend in

der 1. Bundesliga

aktiv. Aufgrund

seiner ausgezeichneten Leistungen hat

ebenfalls Björn Hinrichs (SV Rödemis)

den Sprung in den Profifußball geschafft

und wird als Assistent in der 2. Bundesliga

und weiterhin als Schiedsrichter in

der Oberliga zum Einsatz kommen.

Tim Sönder (SV Ellerbek) konnte bei

seinen Spielleitungen in der Oberliga

ebenfalls voll überzeugen und wird

in der kommenden Serie zudem in

der A-Junioren-Bundesliga der Talentschmiede

des DFB leiten.

Als Assistenten stehen ihm hier mit

Sönke Müller (BCG Altenkrempe) und

Vincent Schuhmann (TSV Eintracht Groß

Grönau) zwei weitere Spitzenschiedsrichter

des SHFV zur Verfügung, die

ihrerseits den Aufstieg in die Oberliga

Nord geschafft haben. Ausgeschieden

aus dem Kader des NFV sind Oliver

Schmäl (SV Heikendorf) und Dennis

Lübker (TuS Collegia Jübek), die aber

weiterhin als Schiedsrichter in der Verbandsliga

zur Verfügung stehen.

Lukas Taugerbeck (Heider SV) wird der

erste Schiedsrichter aus Schleswig-Holstein

sein, der in der neugegründeten

B-Junioren Bundesliga zum Einsatz kommen wird, unterstützt

von Viatcheslav Paltchikov (TSV Eintracht Groß Grönau) und

Bastian von Soosten (ETSV Fortuna Glückstadt).

David Bornhöft (TuS Garbek) leitet als einziger Schiedsrichter

des SHFV weiterhin Spiele der Regionalliga. Dabei wird

er in seinem Team durch Tim Sönder unterstützt. In weiteren

Das junge Schleswig-Holsteinische Schiedsrichter-Talent

Jan-Henrik Krüger (Bezirk IV) durfte in diesem Jahr unsere

Landesfarben auf dem traditionellen Osterlehrgang des Berliner-Fußball-Verbandes

vertreten, der vom 01. April bis 07.

April 2007 am Landes-Leistungs-Zentrum Wannsee veranstaltet

wurde.

Die Nominierung zu diesem Lehrgang ist zum einen als Anerkennung

für gute Leistungen zu verstehen und soll zum anderen

jungen Schiedsrichtern als Fortbildung und Motivation für

die weitere Laufbahn dienen. So durfte an dem Lehrgang im

vergangenen Jahr beispielsweise der Heider Lukas Taugerbeck

teilnehmen, der ab der kommenden Saison als erster Schiedsrichter

Schleswig-Holsteins in der neu gegründeten B-Junioren-

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

25

SCHIEDSRICHTER

Zusatzbestimmungen für

Schiedsrichter,

Schiedsrichter-Assistenten und

vierte Offizielle - „Torjubel“

Ein Spieler muss verwarnt werden, wenn

er zum Torjubel seinen Kopf oder sein

Gesicht mit einer Maske oder einem

ähnlichen Gegenstand bedeckt.

Holger Wohlers

Norddeutschen Teams kommen Norbert

Richter (Sereetzer SV) - zugleich

Schiedsrichter der Oberliga - und Vincent

Schuhmann zum Einsatz.

Bei den Frauen bleibt Kathrin Meingast

(GW Todenbüttel) Schiedsrichterin der

2. Bundesliga und Assistentin in der 1.

Bundesliga. Mirka Derlin (TSV Süsel) und

Ann-Kathrin Hecker (SV Enge/Sande)

werden sie als Assistentin begleiten und

zudem Spiel der Regionalliga leiten.

Als Schiedsrichter-Beobachter vertreten

auf DFB-Ebene Egon Biere (BSC

Brunsbüttel) und Holger Wohlers (TuS

93 Lübeck) die Farben des SHFV. Heinz

Momsen (TSB Flensburg) und Johannes

Petersen (TSV Großsolt) sind im NFV-

Bereich tätig.

Holger Wohlers

OSTERLEHRGANG IN BERLIN 2007

Bundesliga zum Einsatz kommen wird.

Der folgende Erlebnisbericht wurde von

Jan-Henrik Krüger nach seiner Rückkehr

vom diesjährigen Lehrgang verfasst:

„Im Berliner Fußball-Verband wurde vor

ungefähr siebzehn Jahren ein Kader zur

Förderung von jungen Schiedsrichtern

eingeführt, der so genannte Junioren-

Leistungs-Kader (JLK). Die Schiedsrichter

in diesem Kader pfeifen die höchsten

Jugend-Spielklassen im BFV. Zur Überprüfung

der Leistung und zur Förderung

der Schiris findet jedes Jahr ein Oster-


26 02 - 2007

SCHIEDSRICHTER

lehrgang im Berliner Landes-Leistungs-

Zentrum Wannsee statt. Hierzu werden

auch Schiedsrichter aus allen Landesverbänden

und sogar aus den Niederlanden

und Österreich eingeladen.

Dieses Jahr habe ich die Chance vom

SHFV bekommen, diesen spannenden

Lehrgang mit anderen Schiedsrichtern zu

verbringen und dabei viele Erfahrungen

zu sammeln.

Ich erhielt ca. drei Wochen vorher einen

Anruf von meinem BSO Siegfried Scheler,

von dem ich von meiner Nominierung für

Berlin erfuhr. Ich freute mich riesig darauf,

jedoch wusste ich nicht genau, was mich

dort erwarten würde. Also nahm ich mir

die letzten Schiedsrichterzeitungen, das

Regelheft und meine Jogging-Schuhe zur

Jan-Henrik Krüger mit Referent Felix Zwayer (r.)

Vorbereitung. So verging die Zeit und

die Reise mit dem ICE in die Hauptstadt

stand mir bevor. Als ich um 17.20 Uhr an

der S-Bahn Berlin-Wannsee ankam, war

das schon ein aufregendes Gefühl. Vor

allem, weil ich jetzt erst einmal das Landes-Leistungs-Zentrum

suchen musste. Ich

hatte mir zwar eine kleine Wegbeschreibung

aus dem Internet gedruckt, jedoch

ist das mit einem Koffer zu Fuß ein kleines

Abenteuer. Letztendlich habe ich den

Weg mit Befragung mehrerer Passanten

doch noch gefunden.

In dem LLZ wurde ich freundlich von Carsten

Voss, einem der zwei Lehrgangsleiter,

begrüßt. Die meisten Schiedsrichter

waren schon anwesend, allerdings nicht

wie erwartet in der Sportschule, sondern

bei Mc Donald‘s, da es am Sonntag im

LLZ kein Abendessen gab.

Die Zimmeraufteilung war so, dass die

Berliner JLK-Schiris jeweils mit einem SR

aus einem anderen Landesverband, aus

Wien oder aus Holland in einem Zimmer

schliefen.

Am Montagmorgen wurden wir alle nach

dem Frühstück von Carsten Voss und Uwe

SHFV Fußball-Magazin

Specht, den Lehrgangsleitern, begrüßt.

Anschließend stand der Cooper-Test

auf dem Tagesplan. Vollends motiviert

machten sich also 42 junge Hoffnungsträger

auf den Weg zum Sportplatz und

der Asche-Laufbahn. Aufgrund meines

Trainings in der Heimat erreichte ich nun

meine persönliche Bestmarke von 3000

Metern. Dies war für mich ein guter Start

in den Lehrgang. Allerdings war ich nach

dem Regeltest, welcher am Nachmittag

auf dem Programm stand, nicht mehr

ganz so gut gelaunt.... 3 Fehler. Glücklicherweise

ging dies auch den meisten

anderen Schiris so, sodass ich nicht der

einzige war. Danach stellten Carsten und

Uwe die Gruppenarbeiten vor, welche

während der Woche erledigt und präsentiert

werden sollten.

Nach dem Abendbrot trennte uns nur

noch der Regenerationslauf von dem

Fernseher und der 2. Bundesliga. Dieser

dauerte eine dreiviertel Stunde durch

den Wald von Berlin-Wannsee.

Am nächsten Morgen kam der DFB-

Sichtungs-Trainer Rudy Raab in das LLZ,

um mit uns ein Ausdauertraining durchzuführen.

Dieses war teilweise an das

Training der DFB-Elf vor der Weltmeisterschaft

angelehnt. Damit wir den Spaß

am Training nicht verlieren, spielten wir

zum Abschluss noch eine Runde Fußball.

Hierbei fiel manchem auf, dass die Beine

inzwischen doch sehr schwer wurden.

Gestärkt durch das Mittagessen konnten

wir uns dem nächsten Programmpunkt,

dem Spannungsverhältnis von SR und

Trainer widmen. Da Herr Raab auch

Trainer einer Jugend-Mannschaft ist, war

er uns dabei sehr behilflich. Anschließend

begann die erste Gruppe mit ihrer

Präsentation, welche jedoch kurzzeitig

durch die Ankunft des ehemaligen

Bundesliga-SR Lutz Michael Fröhlich

unterbrochen wurde. Herr Fröhlich hielt

vor 42 gespannten Jung-Schiris einen

Vortrag über das Thema „Soziale Kompetenz“

eines Schiedsrichters. Auch für

ein paar Fotos als Andenken war Lutz zu

unserer Freude noch bereit. Nach diesem

Vortrag schilderten die österreichischen

und holländischen Gäste anschließend

die Unterschiede im Schiedsrichterwesen

zwischen unseren Ländern.

Aufgrund des kaputten Hallenbodens in

der Sporthalle des BFV mussten wir für

die Verhaltensschulung am Abend auf

eine andere Halle ausweichen.

Der Mittwoch begann mit einem um eine

halbe Stunde vorverlegten Frühstück. Der

Trainer einer A-Junioren Mannschaft aus

Berlin bestritt mit uns das nächste Training.

Allerdings fand dies aufgrund des

starken Muskelkaters aller Beteiligten nur

mit dem Ball statt.

Für den Nachmittag hatten sich die Berliner

Schiedsrichter des JLK eine Stadtbesichtigung

für uns ausgedacht. Dadurch

lernten wir unsere Hauptstadt auch mal

„live“ und nicht nur aus dem Fernsehen

kennen. Anschließend ließen wir den

Tag gemeinsam bei dem Champions-

League-Spiel AC Mailand vs. FC Bayern

ausklingen.

Am Donnerstag stand der FIFA-Test

mit dem Oberliga-SR Daniel Siebert

auf dem Programm. Nachdem wir uns

gemeinsam eine halbe Stunde erwärmt

hatten, absolvierten wir den für viele von

uns neuen Lauftest alle mit Erfolg. Das

motivierte die gesamte Gruppe für den

bevorstehenden theoretischen Nachmittag

mit dem FIFA-Futsal-Schiedsrichter

Victor van Helvoirt aus Holland. Vor

allem freuten wir uns auf das Grillen am

Abend und auf den anschließenden Vortrag

des Regionalliga-SR Felix Zwayer

über die verschiedenen Spielertypen.

Er schaffte es mit seiner lockeren und

interessanten Vortragsweise nach dem

Abendessen alle 42 SR zwei Stunden

lang erneut zur Konzentration zu bringen.

Zwischendurch brachte Felix lustige

Sprüche und war hinterher auch bereit

mit uns Fotos zu schießen.

Der vorletzte Tag sollte nicht ohne ein

letztes Fußballturnier mit Uwe und Carsten

enden. Leider verletzte sich hierbei

der Schiedsrichter-Kollege aus Köln

an seinem 18. Geburtstag, welcher mit

einem zweifachen Schlüsselbeinbruch

in das Krankenhaus eingeliefert werden

musste. Später fand die Besprechung und

Rückgabe des Regeltests statt, wobei sich

erneut heraus stellte, dass nur fehlende

Konzentration oftmals zu einer höheren

Fehlerzahl führt.

Der letzte Vortrag dieser Veranstaltung

war dem DFB-Lehrwart Eugen Strigel

vorbehalten. Er berichtete „Neues vom

DFB“ und beantwortete unsere Fragen

ausführlich. Dann wurde es auch schon

Zeit die Taschen oder Koffer zu packen,

da die Zimmer am Samstag früh geräumt

sein mussten.


Der letzte Abend wurde von fast

allen gemeinsam verbracht, wo die

ausgetauschten bzw. neu gewonnenen

Erfahrungen im Mittelpunkt der

Gesprächsrunde standen.

Carsten und Uwe beendeten den Lehrgang

am Samstag um zehn Uhr nach

einem kleinen Feed-Back und Verbesserungsvorschlägen

jedes einzelnen

Teilnehmers. Für mich stand der

Erfahrungsaustausch mit den anderen

Das mitreißende

DFB-Pokalfinale

ist uns allen noch

in lebhafter Erinnerung,

und ein

Schleswig-Holsteiner

war mittendrin

statt als

Zuschauer im

Stadion oder vor dem heimischen Fernseher

„nur“ dabei: Der 33-jährige Kai

Voss aus Großhansdorf war beim Saisonabschluss

im Berliner Olympiastadion

als Schiedsrichter-Assistent (SRA)

nominiert. Ein Einsatz, von dem die

allermeisten Schiedsrichter nur träumen

können!

2007 scheint für Kai Voss zu einem

besonders erfolgreichen Jahr zu werden:

Seit Januar ist er als SRA auf der

FIFA-Liste und stand uns bereits für das

Magazin 1-2007 für ein Interview zur

Verfügung. Für eine Nominierung beim

DFB-Pokalfinale würde er sogar zu Fuß

nach Berlin gehen, deutete er damals

an. Es sollte schließlich doch das Flugzeug

sein…

Für das SHFV-Magazin hat Kai ein persönliches

Berlin-Tagebuch verfasst und

gewährt auf diese Weise allen Interessierten

einen kleinen Einblick in die Eindrücke

und Emotionen, die ihm dieses

Großereignis beschert hat.

Dienstag, 15.05.07 – „Sie haben Post“

Mitten in der üblichen Büro-Hektik

erreicht mich eine von täglich über 50

E-Mails. Mittlerweile reagiere ich kaum

noch auf den „Klingelton“, mit dem mein

Rechner mir den Eingang einer neuen

E-Mail signalisiert. Dennoch schaue

Lutz Michael Fröhlich (l.) und Jan-Henrik Krüger

ZU FUSS NACH BERLIN?

POKAL-TAGEBUCH EINES SCHIEDSRICHTER-ASSISTENTEN

ich auf den Bildschirm und frage mich:

„Absender: Roth, Volker (Vorsitzender

des DFB-Schiedsrichterausschusses, d.

Red.): Was könnte anliegen?“. Die Antwort

folgt sogleich, sie ist kurz, knapp

und eindeutig: „Liebe Sportkameraden,

hiermit nominiere ich folgendes

Schiedsrichter-Team für das Pokalendspiel...“.

Ich traue meinen Augen nicht, bekomme

eine Gänsehaut, schließe die E-Mail,

öffne sie erneut. Kann nicht glauben,

was ich dort lese. Der Inhalt ist unverändert.

Mein gegenübersitzender Kollege

bemerkt scheinbar eine Gefühlsregung,

die ich sonst beim Lesen von E-Mails

nicht zeige: „Ist was?“, fragt er. „Nein,

nein, alles in Ordnung“.

Wenige Stunden später – zuhause beim

Abendessen – fragt meine Lebensgefährtin:

„Was machst Du eigentlich am

nächsten Samstag? Wir könnten ein

bisschen shoppen gehen?“

„Ich bin in Berlin.“

„Was ist denn da?“

„Das Pokalfinale.“

„Hast Du Karten bekommen? Mit wem

bist Du denn da?“

„Ich brauche keine Karten, ich stehe auf

dem Feld.“

„Du? Echt? Na dann fällt der Einkaufsbummel

wohl aus…“

Ich muss fairerweise sagen, dass sich

meine Freundin sehr für mich gefreut

hat und sogar ein klein bisschen stolz

war, wie sie sagte…

Mittwoch, 16.05.07

Nach einem weiteren 10-Stunden-Tag

im Büro öffne ich den heimischen Brief-

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

27

SCHIEDSRICHTER

Schiedsrichtern der einzelnen Landesverbände

im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Letztendlich habe ich von dieser Woche

nur positive Eindrücke gewonnen, und

möchte mich bei den Verantwortlichen

und Referenten dieses Lehrganges, welche

diese tolle Woche überhaupt möglich

gemacht haben, herzlich bedanken.“

Jan-Henrik Krüger

Jan Kohlmann

kasten. Ein großer Umschlag aus Frankfurt,

vom DFB. Ich öffne ihn:

„…freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu

können, dass Sie als SR-Assistent für das

DFB-Pokalfinale…“, „…bitten wir Sie,

sich gut vorzubereiten“, „Viel Erfolg“,

„…alles Gute bei diesem sportlichen

Großereignis“. Ich staune. Das Finale

rückt näher!

Freitag, 18.05.07

Ich komme zu nichts. Die Büroarbeit

bleibt liegen. Es gibt so viel zu organisieren!

„Wann müssen wir wo sein?“,

„Reisen wir im Anzug an?“, „Gibt es

einen passenden Flug für mich?“, „Welche

Zugverbindungen nach Berlin passen

für die drei Schiedsrichterkollegen,

die mit mir zeitgleich anreisen sollen?“,

„Ist das Hotel schon gebucht?“ So ein

Einsatz will gut vorbereitet sein...

Eine Woche später…

Freitag, 25.05.07

Direkt aus dem Büro geht es gegen

11.00 Uhr zum Düsseldorfer Flughafen,

wo um 12.30 Uhr mein Flug nach

Berlin-Tegel abheben soll. Im Terminal

bekomme ich einen ersten Eindruck,

was mich in den nächsten Tagen erwarten

wird. „Deutscher Meister ist nur der

VfB“, singt eine Reisegruppe von etwa

10 Personen neben mir, während fünf

Nürnberg-Fans mit Schals ausgestattet

Ihren Trainer Hans Meyer feiern. Mitreisende

in bunter Fanmontur – alle friedlich

– säumen das Abflugterminal. Im

Anzug sehe ich aus wie ein Geschäftsreisender,

nicht jedoch wie einer der

vier Schiedsrichter des Herren-Endspieles

um den DFB-Pokal. Mein Flug

ist pünktlich, es kann losgehen. Wäh-

Foto: ttdesign


28 02 - 2007

SCHIEDSRICHTER

rend des Fluges sitze ich neben Marina

Wozniak aus Herne/Westfalen; sie ist

als Vierte Offizielle beim Pokalfinale

der Frauen angesetzt. Sie ist froh, dass

wir gemeinsam reisen, ist der Flug doch

sehr turbulent und nicht wirklich magenfreundlich…

Ankunft gegen 13.30 Uhr: Transport mit

dem DFB-eigenen Fahrdienst in das

Hotel Intercontinental; im Hotel (selten

ein besseres gesehen) ein kleiner Mittagsimbiss,

danach ein kleines Kulturprogramm

– Reichstag, Kanzleramt,

abschließend Kaffeetrinken.

Gegen 18.00 Uhr sind wir zurück im Hotel.

Das offizielle Bankett steht an: Umziehen

(„Schickmachen“ würden Frauen

wohl dazu sagen); im offiziellen DFB-

Anzug geht es zunächst zu einem Sektempfang.

Wie selbstverständlich ergibt

es sich, dass wir mit einem Teil der

deutschen Fußballprominenz zusammentreffen

und einige Worte wechseln:

Dr. Theo Zwanziger, Uwe Seeler, Oliver

Bierhoff, Joachim Löw, … Das Abendessen

in einem riesigen Saal mit über

200 Gästen ist klasse, die gehaltenen

Reden interessant.

Die Anzeigetafel im Berliner Olympiastadion stellt

das Schiedsrichter-Team vor

Gegen 23.00 Uhr verabschieden wir

Schiedsrichter uns als eine der ersten

Gruppen. Kurz darauf beginnt die

Nachruhe.

Samstag, 26.05.2007 - Der Finaltag

Viel zu früh wache ich um 7.30 Uhr auf,

kann dann nicht mehr einschlafen. Die

Zeit bis zum Frühstück verbringe ich mit

Radiohören und mit Postkarten schreiben.

9.00 Uhr: Frühstück, das Buffet ist in etwa

so lang wie eine Torauslinie; sehr lecker

und gesund.

10.00 Uhr: Organisationsbesprechung

mit Vertretern des DFB: Welche Trikotfarben

sind vorgesehen? Wann ist

Abfahrt des Teams? Wird eine Polizei-

Eskorte benötigt? Viele, viele organisatorische

Fragen sind zu klären…

SHFV Fußball-Magazin

12.00 Uhr: Mittagsessen, ein kleiner

Salat genügt. Wir Aktiven sind nun

schon merklich ruhiger geworden; die

Spannung ist bereits spürbar; daher

wird der Aufenthalt im Restaurant auch

kurz gehalten.

14.00 Uhr: Mittagsruhe.

17.30 Uhr: Treffen des Teams in der

Hotel-Lobby, kurz darauf Abfahrt ins

Olympiastadion.

18.00 Uhr: Ankunft im Stadion. Auch

wenn die nun zu erledigenden Aufgaben

wie „Routinearbeit“ erscheinen,

so merkt man hierbei schon den ganz

besonderen Charakter der Partie: Platzbegehung,

Spielbericht, kurze Gespräche

mit den Verantwortlichen. Sogar

die Prognosen des Wetterdienstes müssen

eingeholt werden, weil es in den

Stunden zuvor unwetterartige Schauer

gegeben hatte. Dann geht alles recht

schnell: Absprache des Teams, Umziehen,

Aufwärmen, gegenseitiges Abklatschen…

19.50 Uhr: 15 Minuten vor dem Anpfiff

verlassen wir Schiedsrichter mit den

Mannschaften die Kabinen und legen

den weiten Weg zum Marathontor

Das Schiedsrichter-Team mit den Mannschaften

vor Spielbeginn

zurück.

20.00 Uhr: Nur noch wenige Minuten.

Schon ein seltsames Gefühl: Wir stehen

hinter einem riesigen Vorhang,

über uns singt Herbert Grönemeyer.

Ein tosender Lärm, Begeisterung spürbar.

74.220 Zuschauer und Millionen

vor den Fernsehschirmen; der Vorhang

hebt sich, begleitet von Feuerwerk und

Böllerschüssen.

20.05 Uhr: Angeführt von einer jungen

Frau, die den goldenen DFB-Pokal trägt,

betreten wir das Spielfeld; das Gefühl

ist unbeschreiblich und von mir noch nie

so stark wahrgenommen worden wie

heute. Dieses Gefühl verstärkt sich beim

Klang der Nationalhymne, die unmittelbar

vor Anpfiff gespielt wird.

Die folgenden 120 Minuten sind geprägt

von Kampf, zwei ausgeglichenen Mann-

schaften, Hektik, Emotionen und insgesamt

5 Toren, wovon das letzte in der

Verlängerung dem 1.FC Nürnberg den

Sieg bringt. Dem Schiedsrichter-Team

wurde einiges abverlangt.

22.35 Uhr: Spielende, ich atme durch.

Die ganze Anspannung fällt ab. Ich

bin mir sicher, alles gegeben zu haben;

viele Spieler bedanken sich, es fällt kein

böses Wort. Ich bin froh, als mir Peter

Gabor, unser Schiedsrichter-Betreuer,

eine Flasche Wasser reicht.

22.45 Uhr: Siegerehrung. Wie üblich

werden die Schiedsrichter ebenso

geehrt. Dr. Theo Zwanziger, der Präsident

des DFB, bittet uns auf das

Podium. Einige Zuschauer pfeifen,

einige klatschen. Die Übergabe der

Erinnerungsplaketten erfolgt durch den

DFB-Präsidenten, und der Bundestrainer

bedankt sich mit einem Händedruck

und einigen netten Worten.

23.00 Uhr: Wir sind in der Kabine angekommen.

Die Aufregung ist wie weggeblasen,

jetzt herrscht Erleichterung, ein

Glücksgefühl stellt sich ein…

0.00 Uhr: Wir sind auf dem Weg zum

traditionell am Pokalwochenende statt-

Ehrung des Schiedsrichter-Teams nach Spielende;

ganz links: Kai Voss

findenden Lehrgang der Bundesliga-

Schiedsrichter, wo sich für kurze Zeit

die Möglichkeit ergibt, das Spiel Revue

passieren zu lassen. Dort treffen wir

auch Eugen Strigel, den Schiedsrichter-

Lehrwart des DFB und Beobachter des

heutigen Spieles.

1.00 Uhr: Ankunft in einem italienischen

Restaurant, wo wir bei einem gemütlichen

Essen den Abend ausklingen

lassen. Schlafen kann ich die folgende

Nacht kaum. Das ist aber nicht nur nach

einem Pokalendspiel so, sondern passiert

mir nach intensiven Spielen öfter.

Ich bin froh, diese Erfahrung gemacht

haben zu dürfen. Sie ist bislang der

Höhepunkt meiner 17-jährigen Tätigkeit

als Schiedsrichter und ein Erlebnis, das

wahrhaft unvergessen bleibt.“

Kai Voss/Jan Kohlmann


43. ORDENTLICHER VERBANDSTAG DES SHFV

SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer

Mit einem flotten musikalischen Startschuss

durch den Mädchenmusikzug

Neumünster begann am 30. Juni 2007

der 43. ordentliche Verbandstag des

Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes

(SHFV) in der Neumünsteraner

Stadthalle vor etwa 200 Teilnehmerinnen

und Teilnehmern. Neben den Delegierten

und bekannten Persönlichkeiten aus

Politik und Sport konnte der SHFV sich

auch über die Anwesenheit des Schleswig-Holsteinischen

Ministerpräsidenten

Peter Harry Carstensen und DFB-Präsident

Dr. Theo Zwanziger freuen, die

zuvor gemeinsam den Kick Off für das

DFB & McDonald´s Fußball-Abzeichen

vornahmen.

Im Mittelpunkt des Verbandstages standen

die Verabschiedungen von SHFV-Präsi-

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

29

HANS-LUDWIG MEYER ZUM NEUEN SHFV-PRÄSIDENTEN GEWÄHLT

dent Erdmann Fischer und Schatzmeister

Hans-Hermann Sütel sowie Neuwahlen.

Erdmann Fischer konnte in seiner

Amtszeit eine historische Strukturreform

sowohl in spieltechnischer als auch verwaltungsstruktureller

Art durchsetzen.

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hob

in seiner Rede die Leistungen der beiden

Schleswig-Holsteinischen „Urgesteine“

besonders hervor. Neben Erdmann

Fischer und Hans-Hermann Sütel scheidet

mit dem langjährigen Beauftragten

für Freizeit- und Breitensport, Günter

Schmidt, eine weitere engagierte Persönlichkeit

aus dem SHFV-Vorstand aus.

Für den Generationswechsel im Vorstand

präsentierte der SHFV vorrangig

bekannte und bewährte Gesichter aus

den eigenen Reihen. Der ehemalige Vize-

Foto: Sichting


30 02 - 2007

Fotos: Sichting

präsident Hans-Ludwig Meyer wurde mit

überwältigender Mehrheit zum SHFV-

Präsidenten gewählt. Neuer Vizepräsident

wurde Gerhard Schröder, der in

Doppelfunktion auch weiterhin als Verbandslehrwart

tätig sein wird. Der bisherige

Beauftragte für Kommunikation,

Reinhard Gusner, wurde zum Schatzmeister,

Manfred Hipp zum Beauftragten für

Kommunikation und Fabian Thiesen zum

Beauftragten für Freizeit- und Breitensport

gewählt, während Regine Schweim

als Verbandsjugendobfrau bestätigt

Hans-Ludwig Meyer (links) und Günter Schmidt

SHFV Fußball-Magazin

wurde.Wiedergewählt in den Vorstand

wurden Hans-Rainer Hansen (Herrenverbandsspielausschussobmann),

Egon

Biere (Verbandsschiedsrichterobmann),

Sabine Mammitzsch (Verbandsfrauenreferentin),

Uwe Bachmann (Ehrenamtsbeauftragter),

Eberhard Münch (Beisitzer

für sozialpolitische Angelegenheiten)

und Volker Marten (Verbandsgerichtsvorsitzender).

Weitere Wahlergebnisse:

Horst Fischer (Sportgerichtsvorsitzender),

Jürgen Struthoff, Uwe Jürgensen,

Eggert Sticken sowie Matthias Möller

(alle Beisitzer aus den Bezirken für

das Verbandsgericht), Falko Göttsche,

Horst-Dieter Adler, Günter Pritzlaff und

Wolfgang Göbel (alle Beisitzer aus den

Bezirken für das Sportgericht) sowie als

Kassenprüfer Florian Rohrlack und Uwe

Wintjen.

Traditionell wurden die ausscheidenden

Vorsitzenden der Kreisfußballverbände

(KFV) für ihre hervorragende Arbeit

geehrt und verabschiedet. Für jahrelan-

Hans-Ludwig Meyer (links) und Hans-Hermann Sütel Hans-Ludwig Meyer (links) und Erdmann Fischer

Das neue Präsidium Vizepräsident Gerhard Schröder, Präsident Hans-Ludwig

Meyer und Schatzmeister Reinhard Gusner

Der neue SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer (Mitte) mit den Ehrenpräsidenten

Peter Ehlers (l.) und Erdmann Fischer (r.)

Die Ehrenpräsidenten Peter Ehlers und Erdmann Fischer (rechts)

Foto: Gusner


gen ehrenamtlichen Einsatz auf Kreisebene

wurden Arnold Fröhlich (KFV

Stormarn), Alexander von Wachholtz

(KFV Herzogtum Lauenburg), Uwe Hein

(KFVOstholstein), Erhard Muus (KFV

Plön), Uwe Brandt (KFV Steinburg) und

Thomas Ostermeyer (KFV Schleswig)

ausgezeichnet.

Eine Vereinsehrung erhielten die Mannschaft

des FFC Oldesloe, die ungeschlagen

in die 2. Frauen-Bundesliga

aufgestiegen ist, sowie die Nord-Ostsee-Auswahl

(stellvertretend nahmen die

Organisatoren Klaus Gudat und Gerd

Eißing die Auszeichnung entgegen) für

Saßen in der ersten Reihe (v.l.n.r.): SHFV-Ehrenpräsident Peter Ehlers, Ministerpräsident

Peter Harry Carstensen, DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Frauke

Tengler (Landtagsvizepräsidentin), Wolfgang Kubicki (FDP-Fraktionsvorsitzender)

und Jürgen Weber, sportpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer (Mitte) überreicht stellvertretend für

die Nord-Ostsee-Auswahl Gerd Eißing (links) und Klaus Gudat (rechts) die

Präsente.

SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer (links)

überreicht Verbandsfrauenreferentin Sabine

Mammitzsch die silberne Ehrennadel.

ihr unermüdliches und beispielloses soziales

Engagement zu Gunsten der Mukoviszidose-Stiftung.

Der neu gewählte SHFV-Präsident Hans-

Ludwig Meyer umriss in seiner Antrittsrede

die Schwerpunkte der zukünftigen

Verbandsarbeit in Schleswig-Holstein:

„Wir müssen den Schwung der WM

2006 für die Zukunft nutzen. Dazu zählen

für mich neben der Diskussion über

neue Spielformen und der Sicherung der

Finanzierung der Sportorganisationen

die Themen Integration, Gewaltprävention,

Qualifizierung sowie langfristige

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

31

Überwiegend einstimmige Beschlüsse.

SHFV-VERBANDSTAG

Motivation für das Ehrenamt, um die

Tradition des Fußballsports als Sportart

Nummer 1 zu erhalten.“

Erfreut zeigte sich Meyer am Ende des

mehrstündigen Verbandstages über den

reibungslosen organisatorischen Ablauf

und bedankte sich im Namen aller Vorstandsmitglieder

bei den aus ihren Funktionen

ausgeschiedenen Sportfreunden.

Eine besondere Ehrung wurde Erdmann

Fischer zuteil: Er wurde von den Delegierten

zum Ehrenpräsidenten des SHFV

gewählt.

Reinhard Gusner

SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer (2.v.r.) mit (v.l.n.r.) Alexander von

Wachholtz, Uwe Hein, Arnold Fröhlich und Werner Papist.

Ehrenamtsbeauftragter Uwe Bachmann (links) und SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer nahmen die

Ehrungen vor.

Fotos: Gusner


32 02 - 2007

Fotos: Gusner

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger (links) überreicht

Erdmann Fischer ein Abschiedsgeschenk.

Fotos: Gusner

SHFV Fußball-Magazin

Erdmann Fischer in perfekter Schusshaltung.

Beim Anlauf: Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. FFC Oldesloe: Aufsteiger in die 2. Frauen-Bundesliga

v.l.n.r.: SHFV-Ehrenpräsident Erdmann Fischer, DFB-Präsident Dr. Theo

Zwanziger, SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer und Ministerpräsident Peter

Harry Carstensen vor dem Kick Off des DFB&Mc Donald´s Fußball-Abzeichen.

Foto: Sichting

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger nimmt Maß...

Im Hintergrund beobachten Peter Harry Carstensen, Wolfgang Kubicki,

Frauke Tengler, Erdmann Fischer, Jürgen Weber, Hans-Ludwig Meyer und

Dr. Theo Zwanziger die kickenden Kinder.

Fotos: Sichting


Foto: Cassel

Mit dem neuen SHFV-Vorstand

in eine neue Fußball-Ära

DFB & MCDONALD’S FUSSBALL-ABZEICHEN

KÖPFEN, DRIBBELN, PASSEN, FLANKEN - IM FUSSBALL SIND VIELE

UNTERSCHIEDLICHE FÄHIGKEITEN GEFRAGT

Mit dem DFB & McDonald’s Fußball-

Abzeichen können diese Fähigkeiten

gezielt und mit Spaß trainiert und

geprüft werden. Es ist ein sportliches

Aktionsprogramm für die ganze Familie.

Die DFB-Trainer haben in Zusammenarbeit

mit dem DFB-Ausschuss für

Freizeit- und Breitensport zahlreiche

Anregungen aus den Landesverbänden

und Vereinen aufgegriffen, die eine

Teilnahme noch interessanter machen

sowie einen Parcours mit fünf Stationen

erarbeitet und in der Praxis getestet.

Wer den Übungsparcours durchläuft

und dabei eine bestimmte Punktzahl

erzielt, erhält als Auszeichnung das

Fußball-Abzeichen in Gold, Silber oder

Bronze. Als Dribbelkünstler, Kopfballkönig,

Kurzpass-Ass, Flankengeber

oder Elferkönig können die Teilnehmer

beweisen, was in ihnen steckt.

Es ist eine hervorragende Möglichkeit,

das fußballerische Können der Spieler

zu prüfen und zu verbessern, liegt doch

der Schwerpunkt der Übungen auf Ballgefühl,

Schussgenauigkeit und Technik.

Jeder DFB-Verein kann Abnahmetage

durchführen. Neu ist ein „Schnupper-

Abzeichen“ für die Kleinsten ab sechs

Jahren. Auch hier gibt es fünf Stationen

mit jeweils drei Schwierigkeitsgraden,

wobei nicht unbedingt alle Stationen

durchgeführt werden müssen.

Das DFB & McDonald’s Fußball-

Abzeichen ist gut geeignet, Kindern,

Jugendlichen und Erwachsenen den

Fußballsport nahe zu bringen.

Koordination, Körperbeherrschung,

Torgeschick und mehr sind gefragt, um

den Parcours erfolgreich zu absolvieren.

Spaß und Freude stehen jedoch

im Vordergrund, jeder Teilnehmer darf

sich als Sieger fühlen.

Jetzt wertvolle Preise gewinnen!

Alle Vereine, die sich jetzt dazu entschließen,

Veranstaltungen zur Abnahme des

DFB & McDonald’s Fußball-Abzeichens

durchzuführen, können wertvolle Preise

gewinnen! Unter allen teilnehmenden

Vereinen werden fünf Mal zwei VIP-

Karten mit Anreise und Übernachtung

zu einem Heimspiel unserer National-

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

33

DFB-FUSSBALL-ABZEICHEN

Gerhard Schröder, Reinhard Gusner,

Hans-Ludwig Meyer, Egon Biere,

Hans-Rainer Hansen, Regine

Schweim, Sabine Mammitzsch,

Fabian Thiesen, Eberhard Münch,

Manfred Hipp, Volker Marten, Uwe

Bachmann und SHFV-Geschäftsführer

Jörn Felchner (v.l.n.r.)

mannschaft verlost. Weiterhin gibt es

Gruppenreisen zu Spielen der Deutschen

Elf, ein Wochenendtrainingslager

in einer Sportschule sowie Fußbälle zu

gewinnen. Schnell sein lohnt sich ganz

besonders: Die ersten zehn Vereine,

die eine Veranstaltung ordnungsgemäß

abgeschlossen haben, erhalten je 20

Fußbälle und einen Satz Markierungswesten.

Ab dem Wochenende 14./15.

Juli kann das neue DFB & McDonald‘s

Fußballabzeichen abgelegt werden.

Mehr Infos gibt es über die DFB-Hotline

0180-5-34 34 68 (14 Cent pro

Minute) oder bei unseren zuständigen

Mitarbeitern im SHFV: Fabian Thiesen

(f.thiesen@shfv-kiel.de) bzw. Martina

Pergande (m.pergande@shfv-kiel.de,

Telefon: 0431/6486-156).


34 02 - 2007

SHFV Fußball-Magazin


BEZIRKSMEISTER DER A- BIS C-JUNIOREN-

BEZIRKSLIGEN IM BEZIRK I

Bei den A- und B-Junioren wurden

jeweils die 2. Mannschaften von Holstein

Kiel souverän Bezirksmeister und

Aufsteiger in die Verbandsliga Schleswig-Holstein.

Neben den Rendsburger TSV (zurückgezogen)

stehen der Wiker SV und die

SG GOS bei den A-Junioren und SG

EckOF, SC Fort. Wellsee sowie FC Kilia

Kiel 2 bei den B-Junioren als Absteiger

in die entsprechenden Kreise bereits

fest.

Holstein Kiel A2

Holstein Kiel B2

Spannender verlief die Saison bei den

C-Junioren. So sah es in der Hinrunde

nach einem Zweikampf zwischen dem

TSV Gadeland und dem Eckernförder

SV aus. Im Frühjahr gesellte sich mit

dem TuS Nortorf eine dritte Kraft im

Kampf um die Meisterschaft hinzu.

Am Ende wurde der Eckernförder SV

dank eines besseren Torverhältnisses

Bezirksmeister. Als feste Absteiger in

den Kreis stehen bisher der Suchsdorfer

SV, der SV Tungendorf und der TuS

Rotenhof fest. In der Hängepartie ist

noch die SG Padenstedt, die abhängig

vom Abschneiden unserer Bezirksvertreter

in der Verbandsliga Nord der C-

Junioren sind.

Eckernförder SV

Herzlichen Glückwunsch zum Erreichen

der Bezirksmeisterschaft und alles Gute

für die Saison 2007/08 in der Verbandsliga

Schleswig-Holstein.

Bezirkspokal C-Junioren

Das diesjährige Finale um den von der

Fa. Rathje gestifteten Bezirkspokal der

C-Junioren bestritten vor 150 Zuschauern

die Verbandsligamannschaft der

SpVg Eidertal Molfsee und der Regionalligist

Holstein Kiel. In der ersten

Halbzeit waren die C-Junioren der

Holsteiner die aktivere Mannschaft und

gingen mit 1:0 verdient in die Pause.

In der zweiten Halbzeit versäumte es

Holstein den Vorsprung auszubauen,

so dass die gut eingestellten Eidertaler

sich allmählich einige Torchancen erarbeiteten,

aber im Abschluss unglücklich

agierten. In der Nachspielzeit fiel durch

ein unglückliches Eigentor das 2:0 und

kurz darauf das 3:0.

Sven Iwers,Patrick Hahn und Björn Schröder

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

35

JUGENDFUSSBALL

Am Ende, auch wenn das Ergebnis zu

hoch ausgefallen ist, wurde Holstein

Kiel verdientermaßen Bezirkspokalsieger

2007. Das gut leitende Schiedsrichtergespann

um Patrick Hahn hatte das

Spiel zu jeder Zeit sicher im Griff und

ließ aufgrund ungewöhnlich vieler Auswechslungen

seitens Holstein 7 Minuten

nachspielen.

Rolf Hartung

Herzlichen Glückwunsch an den

Bezirkspokalsieger 2007.

SpVg Eidertal Molfsee

Bezirkspokalsieger 2007: Holstein Kiel


36 02 - 2007

JUGENDFUSSBALL

VERBANDSLIGA-MEISTER DER

A- UND B-JUNIOREN SAISON 2006/2007

Bei den A-Junioren wurde der SV

Eichede, in einem Kopf an Kopf-Rennen

mit Flensburg 08, Verbandsmeister

und Aufsteiger zur Regionalliga Nord

der Saison 2006/2007. Die Entscheidung

fiel erst am letzten Spieltag in

Flensburg. SV Eichede zu Gast bei TSB

Flensburg gewann mit 3:0 während das

Spiel bei Flensburg 08 (2:2) gegen den

Heider SV endete.

Leider kommt es zum Abschluss der Saison

durch den Regionalligaabsteiger,

Büdelsdorfer TSV, zu einem vermehrten

Abstieg in der Verbandsliga. Mit

der SG Trave 06 Segeberg, VfB Lübeck

2, SG Krempe Wellenkamp sowie der

aus der Verbandsliga zurückgezogener

Mannschaft des TSV Gadeland stehen

die Absteiger in die entsprechenden

Bezirke fest.

Am 24.0 Mai 2007 wurde im Ernst-

Rüdiger-Sportzentrum das Landesfinale

im Talentwettbewerb Fußball der Wettkampfklasse

IV (Jahrgänge 94-96) ausgetragen.

Der Talentwettbewerb umfasst

sowohl einen Technikwettbewerb (7

Übungen des DFB-Fußballabzeichens)

als auch ein „4 gegen 4“–Turnier. Bei

hervorragendem Wetter setzte sich in

der Jungen-Konkurrenz die Integrierte

Gesamtschule Neumünster mit 618,8

Punkten vor der Heinrich-Heine-Schule

aus Heikendorf mit nur 3 Punkten Vorsprung

durch. Für den Gesamtsieg der

IGS Neumünster war das erfolgreiche

Abschneiden mit 320 Punkten im „4

gegen 4“–Turnier ausschlaggebend.

Bei den Mädchen zeichnete sich ein

Zweikampf zwischen der Meldorfer

und Lauenburgischen Gelehrtenschule

ab. Aufgrund einer überragenden

SHFV Fußball-Magazin

SV Eichede, Meister 2006/2007

VfB Lübeck, Meister 2006/2007

DEUTSCHE MEISTERSCHAFT IM TALENTWETTBEWERB 2006/2007:

DIE IGS NEUMÜNSTER UND DIE

MELDORFER GELEHRTENSCHULE

VERTRETEN SCHLESWIG-HOLSTEIN

Den B-Junioren des VfB Lübeck gelang

ein glatter Durchmarsch zur Verbandsmeisterschaft

und steht somit als Aufsteiger

zur Regionalliga Nord fest. 70

Punkte (22 Siege, 4 Unentschieden),

bei einer Tordifferrenz von 60 Toren,

sprechen eine Sprache für sich. Durch

die Neugeschaffene Bundesliga der B-

Junioren hat auch der Zweitplazierte

SV Eichede den Sprung in die Regionalliga

Nord geschafft. Absteiger in

die entsprechenden Bezirke sind die

SG Krempe/Wellenkamp und der TSV

Hattstedt. RoHa

Leistung im DFB-Fußballabzeichen mit 221,2 Punkten siegte letztlich die Meldorfer

Gelehrtenschule mit einer Gesamtpunktzahl von 487,9 vor der Lauenburgischen

Gelehrtenschule mit 472,5 Punkten. Untenstehend die Gesamtübersicht

aller Finalteilnehmer:

Jungen Schule Gesamt

1 IGS Neumünster 618,8

2 Heinrich-Heine-Schule, Heikendorf 615,4

3 Hauptschule Stockelsdorf 471,9

4 Lauenburgische Gelehrtenschule 449,8

5 Kronwerk Gymnasium 430,2

6 Fußballbetonte Schule BZM 412,9

7 Detlefsengymnasium 395,3

8 Realschule Schönberg 387,5

9 Goethe-Schule Flensburg 367,9

10 Gustav-Heinemann-Realschule 350,1

11 Gymnasium Brunsbüttel 254,4

12 RGH Hennstedt 243,4


Mädchen Schule Gesamt

1 Meldorfer Gelehrtenschule 487,9

2 Lauenburgische Gelehrtenschule 472,5

3 Gesamtschule Faldera 330,3

4 Realschule Schönberg 278,1

5 RS Husum Nord 250,6

6 Humboldt-Schule 247,8

7 Lessing-Gymnasium 246,7

8 Klaus-Harms-Schule Kappeln 128,8

Über den Sieg beim Landesentscheid in

Malente qualifizierten sich die Landesmeister

für das Bundesfinale im Europapark

Rust vom 10. – 12. Juni 2007. Den

schleswig-holsteinischen Vertretern der

Meldorfer Gelehrtenschule sowie der

Integrierten Gesamtschule Neumünster

gratuliert der SHFV recht herzlich zu

einem sehr beeindruckenden Abschnei-

den. Die Mädchenmannschaft der Meldorfer

Gelehrtenschule erreichte einen

hervorragenden 6. Platz und bestätigt

damit die gute Basisarbeit des Mädchenfußballs

in Schleswig-Holstein. Für

die Jungenmannschaft der IGS Neumünster

reichte es zu einem beachtlichen

11. Platz. Weiter so!!!

Landesweite Schulfußball-Ausund

Fortbildung für Grundschullehrkräfte

Anlässlich der Starterpaketausgabe in

Schleswig-Holsteins Grundschulen ist

deutlich geworden, dass der Wunsch

und Bedarf nach Lehrerfortbildungen

im Bereich Schulfußball groß ist.

Insbesondere Grundschullehrerinnen

äußerten den Bedarf an Stundenbildern,

praxisorientierten Übungen sowie

theoretischen Grundlagen. Diesen

Wunsch nimmt der SHFV auf und wird

ab Beginn des Schuljahrs 2007/2008

regelmäßig Lehrerfortbildungen anbieten.

In Absprache mit dem Ministerium

für Bildung und Frauen sowie dem Institut

für Qualitätsentwicklung an Schulen

in Schleswig-Holstein (IQSH) wurden

vereinbart, zuerst auf das Klientel der

Grundschullehrer/-innen einzugehen

und auf den Schulfußball angepasste

Kurzschulungen anzubieten. Die Schulungen

werden im September 2007

dezentral in allen Kreisen nachmittags

zwischen 3-4 Stunden in einer kooperierenden

Grundschule durchgeführt.

Alle Informationen, Schulungstermine

und Ansprechpartner zum Schulfußball

sind seit Juni 2007 über die SHFV-

Homepage www.shfv-kiel.de abrufbar.

Moritz Lufft

IGS Neumünster Meldorfer Gelehrtenschule

U16-AUSWAHL DES SHFV HOLT DEN NORDTITEL

RIESENERFOLG FÜR DIE B-JUNIOREN DES SHFV!

Beim Turnier des Norddeutschen Fußballverbandes

vom 20. bis 22. April

2007 konnte sich die SHFV-Landesauswahl

der B-Junioren (Jahrgäng bis

01.01.1991) überraschend den Titel

sichern. Durch zwei überzeugende

Siege, bei nur einem Remis, wurde die

Konkurrenz aus Niedersachsen, Bremen

und Hamburg auf die Plätze verwiesen.

Die SHFV-Junioren erwischten

mit einem 3:2-Sieg (Tore: Wolfram,

Kurtaj und Melfsen) gegen Hamburg

einen gelungenen Start ins Turnier, ehe

gegen die favorisierten und spielstarken

Niedersachsen ein 0:0 erreicht wurde.

Dieser wichtige Punktgewinn in einer

an spielerischen Höhepunkten armen

Begegnung, sicherte eine gute Ausgangsposition

für den letzten Spieltag.

Hier folgte dann ein beeindruckender

3:0-Sieg (alle Tore durch Milan Prieske)

gegen Bremen, der letztendlich den

Titel in dem vom HFV in Trappenkamp

ausgerichteten Turnier bescherte. Verbandssportlehrer

Michael Prus sprach

anschließend von „einem tollen Turnier“

und „einer ausgezeichneten Leistung“

der SHFV-Junioren.

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

37

JUGENDFUSSBALL

Die SHFV-Landesauswahl

der B-Junioren

Für die U16-Auswahl des SHFV waren

im Einsatz: Christoph Dammann, Lennart,

Beckmann, Manuel Erzuah, Niklas

Meyer, Pascal Lorenz, Thomas Piper,

Karl-Christian Melfsen, Milan Prieske,

Martin Przybylski, Marc-Andre Hennings,

Kjell Gonda, Jorma Wolfram,

Marius Kreische, Gramoz Kurtaj, Henrik

Sirmais und Bjarne Horn.


38 02 - 2007

Fotos: Sichting

JUGENDFUSSBALL

E-JUGEND-LANDESMEISTERSCHAFTEN

KFV KIEL GEWINNT PROVINZIAL-CUP

Die E-Jugend Landesmeisterschaft

wurde vom 17. bis 20. Mai in Klingberg

im Kreis Ostholstein durchgeführt. Da

der Spielort in Süsel keine 10 km von

der Jugendherberge entfernt ist, war

es für alle 14 Kreise unseres Landes ein

Turnier der kurzen Wege. Verbandsjugendobfrau

Regine Schweim sowie

VJA-Mitglied Heiko Struck nahmen die

teilnehmenden Kreisfußballverbände in

Empfang.

Am Freitag begannen dann die Spiele.

Der erste und zweite Spieltag wurde

ausgelost. Nach den ersten zwei

SHFV Fußball-Magazin

Spieltagen wurde eine Tabelle erstellt.

Danach wurde nach dem Hammes-

Modell, das heißt der Tabellenerste

spielt gegen den zweiten, der dritte

gegen den vierten usw., gespielt. Dies

wurde so vom Verbandssportlehrer

Michael Prus und VJA-Mitglied Heiko

Struck beschlossen. Vor dem letzten

Spieltag waren die KFV Segeberg,

Ostholstein, Rendburg/Eckernförde und

Kiel punktgleich an der Spitze.

Verbandssportlehrer Michael Prus

und DFB-Stützpunktkoordinator Marco

Kostmann sahen

tollen Jugendfußball.

Der Präsident

des SHFV

Erdmann Fischer

nahm die Siegerehrung vor und überreichte

den von der Provinzial gestifteten

Pokal. Regine Schweim bedankte sich

abschließend bei der hervorragenden

Betreuung durch die Jugendherberge

Klingberg, sowohl die Unterkunft und

die Verpflegung waren sehr gut, beim

TSV Süsel, der nicht nur den Sportplatz

zur Verfügung stellte sondern auch für

das leibliche Wohl vor Ort sorgte, beim

KFV Ostholstein, der die Jugendschiedsrichter

stellte, sowie bei den teilnehmenden

Trainern und hob hervor, dass die

Zusammenarbeit vorzüglich war.


Foto: Gusner

SG HORST/KIEBITZREIHE HOLTE LOTTO-CUP

GEGEN BTSV

Einen überraschenden Sieger gab es

beim diesjährigen Lotto-Cup der A-Junioren

in Bad Malente: Bezirksligist SG

Horst/Kiebitzreihe bezwang den favorisierten

Regionalligisten Büdelsdorfer

TSV mit 2:0 und holte sich verdient den

Pokal. Der Pokalsieger hatte im Halbfinale

den TSV Altenholz mit 3:2 ausgeschaltet,

während die Büdelsdorfer sich

nur mit Mühe (3:2 nach Verlängerung)

gegen den TSV Sarau ins Finale retten

konnten. Platz drei sicherte sich der TSV

Altenholz durch einen 3:2-Sieg gegen

den TSV Sarau. Reinhard Gusner

SG LÄGERDORF/ITZEHOER SV

NEUER LANDESPOKALSIEGER

DER B-JUNIOREN

In einem spannenden Landespokal-

Endspiel der B-Junioren gewannen

die Jugendlichen der Verbandsliga-

Mannschaft der SG Lägerdorf/ISV

mit 2:1 gegen die Kreisliga-Mannschaft

der SG Saxonia.

Vor 200 Zuschauern ging die SG

Saxonia in der 55. Spielminute mit

1:0 in Führung. Nach einem Eckstoß,

in der 60. Spielminute, glichen

die Steinburger per Kopfball zum

1:1 aus.

SCHLESWIG-HOLSTEIN KICKT FAIR …

... und der TSV Hessenstein nahm sich

im Rahmen seines Turnier-Wochenende

diesem Motto an. In Anwesenheit von

Eberhard „Eddy“ Münch, Beisitzer im

Vorstand des Schleswig-Holsteinischen

Fußballverband (soziale Angelegenheit)

und für das Projekt „Schleswig-

Holstein kickt fair“ zuständig, wurden

die Spiele bei Dauerregen eröffnet.

Christian Friedrichsen vom TSV und

Münch betonten unisono, dass vor

allem bei Turnieren des Nachwuchses

sehr deutliche Signale in Richtung „Fair

Play“ sowie gegen Gewalt und Rassismus

gesetzt werden müssten. Sichtbares

Zeichen auf dem Sportplatzgelände

in Gadendorf war das Banner „Schleswig-Holstein

kickt fair“.

Bemerkenswert

Trotz verregnetem Auftakt (die Jüngsten

wurden abgesagt) war das Interesse der

Zuschauer sehr groß, die Schiedsrichter

verlebten an beiden Tagen „ruhige

Stunden“. Fazit des TSV Hessenstein:

„Faire Spiele kennzeichneten das Tur-

nierwochenende“, so Christian Friedrichsen,

der sich über die Turniererfolge

des VfL Schwartbuck (F2), TSV Neustadt

(E1), TSV Schönberg (E2), TSV Garbek

(D1), SC Kaköhl (D2), MTV Ahrensbök

(C-Mädchen) und des eigenen Nachwuchses

(F1) freute. Rüdiger Sichting

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

39

S-H KICKT FAIR

Nach einem Abwehrfehler in der 68.

Spielminute ging die SG Lägerdorf/

ISV mit 2:1 in Führung. Zwei Minuten

vor Spielende vergab die SG

Saxonia aus zirka elf Metern Entfernung

die Möglichkeit zum Ausgleich,

um eine mögliche Verlängerung zu

erzielen.

Herzlichen Glückwunsch dem neuen

Landespokalsieger SG Lägerdorf/

Itzehoer SV.

Fotos: Sichting


40 02 - 2007

S-H KICKT FAIR

TURNIER OHNE SCHIEDSRICHTER SETZT ZEICHEN FÜR

„SCHLESWIG-HOLSTEIN KICKT FAIR“

„Die schwierige Aufgabe eines Schiedsrichters

wird von vielen Fußballern heutzutage

nicht wirklich wahrgenommen“,

behauptet Eberhard Münch, Beisitzer

für sozialpolitische Angelegenheiten im

Vorstand des Schleswig-Holsteinischen

Fußballverbandes, „deshalb wollen wir

als Verband insbesondere den Nachwuchs

in seiner Ausbildung auch wieder

stärker für das notwendige „Fair

Play“ gegenüber den Unparteiischen

sensibilisieren.“ In diesem Sinne präsentierte

der ehemalige Schiedsrichter

als wortgewandter Moderator und

eifriger Organisator am 12. Mai 2007

die Auftaktveranstaltung des SHFV-Projektes

Schleswig-Holstein kickt fair“.

Im „Schmuckkästchen“ Edmund Plambeck-Stadion

in Norderstedt spielten

Schülerinnen- und Schülermannschaften

aus Schulen der Kreise Segeberg

und Stormarn auf Einladung des SHFV

um den 1. Fair Play Cup der Stadtwerke

Norderstedt. Dabei mussten

die Schulfußballer im Alter von 12-14

Jahren (C-Jugend) diesmal auf die Entscheidungen

eines Schiedsrichters verzichten.

Strittige Situationen sollten eigenständig

im Dialog mit den anderen Spielern

geklärt werden. Für den Fall, dass

keine Lösung gefunden worden wäre,

standen am Spielfeldrand so genannte

Mediatoren (Vermittler) bereit. Diese

mussten allerdings kaum eingreifen,

hatten sich alle Mannschaften doch

schon im Vorfeld des Turniers in Kreativbeiträgen

eingehend mit dem Thema

„Fair Play“ auseinandergesetzt.

Die Ergebnisse, aussagekräftige Bilderkollagen,

Gedichte, Videofilme und

sogar ein live vorgetragener Sprechgesang,

wurden dem Publikum und den

Medienvertretern (u. a. berichtete der

NDR in seinem „Schleswig-Holstein-

Magazin“) zwischen den Spielen präsentiert.

Eine kompetent besetzte Jury bestehend

aus dem SHFV-Präsidenten Erdmann

Fischer, Jens Seedorf, kaufmännischer

Leiter des SHFV-Projektpartners Stadtwerke

Norderstedt und Ex-HSV-Kult-

SHFV Fußball-Magazin

masseur Hermann Rieger bewertete

die Kreativbeiträge, die bei der Siegerehrung

des Turniers gesondert ausgezeichnet

wurden. Lobende Worte für

deren außerordentliche Qualität fand

besonders Jens Seedorf, der im Namen

der Stadtwerke Norderstedt die Siegerehrung

vornahm. Hermann Rieger,

der sich spontan für die gute Sache zur

Verfügung stellte, präsentierte sich an

diesem Tage nicht nur als sachkundiges

Jurymitglied, sondern stand auch als

Foto: cje

Physiotherapeut und großer Sympathieträger

allen Spielerinnen und Spielern

helfend zur Seite.

Begeistert vom kreativen Ideenreichtum

der Aktiven und ihrem fairen Engagement

auf den Fußballplätzen zeigten

sich auch die anwesenden Ehrengäste

aus Sport und Politik, unter Ihnen

Norbert Scharbach (stellvertretender

Staatssekretär aus dem Innenministerium),

Dieter Jerzewski (der Präsident

des Norddeutschen Fußballverbandes

vertrat den DFB-Präsidenten Dr. Theo

Zwanziger) und Heinz Jacobsen (Vizepräsident

des Landessportverbandes).

In einer vom SHFV-Beauftragten für

Kommunikation, Reinhard Gusner,

glänzend geleiteten Interviewrunde

nutzten die Prominenten ihrerseits die

Gelegenheit, ein Statement für Fair Play

im Fußballsport

und die wichtige

gewaltpräventive

Arbeit des SHFV

im Rahmen des

Projektes „Schleswig-Holstein

kickt

fair“ abzugeben.

Alle Befragten

begrüßten die an diesem Tage präsentierte Ausbildungsmethode,

Fußballspiele auch mal ohne Schiedsrichter stattfinden

zu lassen.

„Es war eine interessante Erfahrung, ohne Schiedsrichter zu

spielen“, zeigte sich die zwölfjährige Layla vom Siegerteam

des Mädchenturniers, der zweiten Mannschaft des Lessing-

Gymnasium Norderstedt, nicht nur von den tollen Preisen (jede

Mannschaft erhielt einen Satz „Schleswig-Holstein kickt fair“-

Shirts, einen Pokal, einen Ball sowie Schwimmbadfreikarten)

begeistern. „Wenn mal kein Schiedsrichter da ist, merkt man

erst wie schwierig es ist, die verschiedenen Spielsituationen

immer richtig zu

beurteilen“, so die

Verteidigerin.

Foto: Gusner

Sieger bei den

Jungen wurde

ausgerechnet eine

Mannschaft von

Eintracht Norderstedt,

die erst

am morgen des

Turniers eingesprungen war. Kurzfristig hatten zwei Schulen

aufgrund des schlechten Wetters ihre Teilnahme abgesagt.

Zum Motto des Tages „Ein Zeichen für Fair Play“ passte dann

auch die Geste der sportlich überlegenen Vereinsfußballer.

Sie verzichteten zugunsten des Zweitplazierten, der Sönke-

Nissen-Schule aus Glinde, auf den Turniersieg.

Tim Cassel


PILOTPROJEKTE IM BEREICH SCHLICHTUNGS-

GESPRÄCH UND KONFLIKTMANAGEMENT

Die Einführung alternativer Sanktionsmethoden

ist ein entscheidender Eckpunkt

im Konzept des gewaltpräventiven

SHFV-Projektes „Schleswig-Holstein

kickt fair“. Zur nachhaltigen Aufarbeitung

von Konfliktfällen und deren Vermeidung

für die Zukunft sollen auffällig

gewordene Spieler oder Vereinsverantwortliche

nicht mehr einfach nur ihre

Sperren absitzen, sondern sich intensiv

mit ihrem Verhalten auseinander setzen.

Das kann zum einen in so genannten

Schlichtungsgesprächen geschehen, in

denen die an einem Konflikt Beteiligten

– das können auch ganze Mannschaften

plus Betreuerteam und Offizielle

sein - gemeinsam unter Aufsicht ausgebildeter

Mediatoren (Vermittler)

zusammen das Geschehen aufarbeiten

und Strategien bzw. Absprachen entwickeln,

wie diese Vorfälle in Zukunft

vermieden werden können. Das können

auch interkulturelle, fremdenfeindliche

oder antisemitische Konflikte

sein. In schwerwiegenden Fällen soll

zum anderen die Teilnahme an einem

„Antiaggressionstraining“ angeboten

werden. Beide Möglichkeiten sollen

in Zukunft jedem Fußballer, der durch

eines der Gerichte im Schleswig-Holsteinischen

Fußballverband und seiner

Kreise verurteilt wird, gegeben sein.

Im Rahmen von „Schleswig-Holstein

kickt fair“ wurden bereits in sehr

erfolgreich verlaufenden Pilotprojekten

positive Erfahrungen mit dieser neuen

Methode gemacht. Der Aufbau von

ausgebildeten Schlichtungs- bzw. Antiaggressionsteams

läuft auf vollen Touren.

Derzeit wird konzeptionell geprüft,

in welcher Form die weitere Zusammenarbeit

mit den Kreisen im SHFV verlaufen

kann. Eine Option könnte es sein,

diese Formen alternativer Sanktionsmethoden

fest in der Rechts- und Verfahrensordnung

zu verankern. Aber auch

im Vorfeld dieser institutionalisierten

Form kann schon im Sinne alternativer

Sanktionen gehandelt werden. Sollten

Spieler oder Vereinsverantwortliche

diese Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung

für sich wählen wollen bzw.

sollte das zuständige Gericht diese als

Alternative zum bestehenden Verfahren

anbieten wollen, stellt der Verband

bereits jetzt über sein Projekt „SH kickt

fair“ eines seiner Teams zur Verfügung,

das den Fall dann unter Ausschluss der

Öffentlichkeit im Sinne aller Beteiligten

klärt.

Über den genauen Inhalt und Ablauf

der Schlichtungsgespräche und Konfliktbearbeitung

informieren die Projektmitarbeiter

auch mit einer Präsentation

„vor Ort“. Zudem wird es in diesem

Bereich für alle Fußballbegeisterten in

Schleswig-Holstein, die die Methoden

der Sport-Mediation erlernen wollen,

Qualifizierungsangebote geben.

Wichtig ist es zu erwähnen, dass die

Schlichtungsteams auch für Vereine

zur Verfügung stehen, die präventiv

ein mögliches Konfliktpotential in der

eigenen Mannschaft oder gegenüber

Mannschaften anderer Vereine einschränken

wollen. Auch in diesen Fällen

kann Kontakt zu „Schleswig-Holstein

kickt fair“ aufgenommen werden.

Kontaktdaten

Tim Cassel

Projektleiter

Schleswig-Holstein kickt fair“

Schleswig-Holsteinischer

Fußballverband

Winterbeker Weg 49

24114 Kiel

Tel.: 0431-6486-257

Fax: 0431-6486-193

E-Mail: t.cassel@shfv-kiel.de

SEMINAR „FAIR PLAY-ARBEIT UND GEWALT-

PRÄVENTION IM FUSSBALLSPORT“

Die Hemmschwelle für Gewalt sinkt.

Schiedsrichter werden tätlich angegriffen,

Spieler prügeln aufeinander ein

und sogar rassistische Entgleisungen

sind auf und neben den Fußballplätzen

zwischen Nord- und Ostsee keine

Seltenheit mehr. Zugegeben: Gewalt

und Rassismus sind keine fußballspezifischen,

sondern gesamtgesellschaftliche

Phänomene. Gleichwohl sind auch

die Fußballverantwortlichen gefordert,

ihren Teil zur Bekämpfung dieser Missstände

beizutragen.

Welche Maßnahmen es dazu gibt, das

stellten der Schleswig-Holsteinische

Fußballverband und der Landessport-

verband in einer ersten gemeinsamen

Veranstaltung der Projekte „Schleswig-

Holstein kickt fair“

(Projektleiter Tim

Cassel, SHFV) und

„Sport gegen Gewalt“(Projektleiter

Klaus-Michael

Pötzke LSV) am

08./09. Juni 2007

im Sport- und Bil-

dungzentrum Malente

vor.

Die 32 Teilnehmer

des zweitä-

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

41

S-H KICKT FAIR

Tim Cassel

gigen Seminars „Fair Play-Arbeit und

Gewaltprävention im Fußballsport“


42 02 - 2007

S-H KICKT FAIR

setzten sich je zur Hälfte aus Projektmitarbeitern

des LSV und interessierten

Schiedsrichtern, Kreislehrwarten,

Kreisschulfußballbeauftragten, Kreisschiedsrichterobleuten

und Vereins-

vertretern des SHFV zusammen.

„Das Anfang Januar dieses Jahres

gestartete Projekt „Schleswig-Holstein

kickt fair“ braucht Ansprechpartner

und Unterstützer in den Kreisen und

Vereinen des Landes, mit denen zusam-

Astrid Pulter, Referentin und Partner des Hessischen

Fußballverbandes und der Sportjugend

Hessen, vom Institut für Sport-Mediation und

Konflikt-Management in Hanau

men fußballspezifische Streitschlichtungskonzepte

an der Basis umgesetzt

werden können, betonte Eddy Münch,

Beisitzer für soziale Angelegenheiten

im Vorstand des SHFV, in seinen Begrüßungsworten

an die Teilnehmer. Diese

konnten sich im Laufe des Seminars

nicht nur ein Bild davon machen, wie

der SHFV diese Zusammenarbeit mit

den Kreisen und Vereinen in der zweiten

Jahreshälfte 2007 umsetzten will,

sondern auch über den Inhalt der konkreten

Arbeit auf diesem Gebiet.

Angelika Ripler und Astrid Pulter, Referentinnen

und Partner des Hessischen

Fußballverbandes und der Sportjugend

Hessen, vom Institut für Sport-Mediation

und Konflikt-Management in Hanau,

stellten ihr Projekt „Interkulturelle Konfliktvermittlung/Mediation

im Fußball“

vor. Das Projekt ist das deutsche Pionierunternehmen

zu dieser Thematik,

wird vom Deutschen Fußball-Bund e.V.

als Vorzeigeprojekt eingestuft und dient

SHFV Fußball-Magazin

auch „Schleswig-Holstein kickt fair“ als

wichtiger Ideengeber und Ansprechpartner.

Zentraler Bestandteil des hessischen

Konzeptes ist das Verfahren der Mediation,

eine Art „Täter Opfer Ausgleich“.

Dazu rufen die Sportgerichte im Hessischen

Fußballverband die beiden

Mediatoren etwa bei interkulturellen,

fremdenfeindlichen oder antisemitischen

Konflikten. Im Rahmen alternativer

Sanktionsmethoden haben auffällig

gewordene Fußballspieler die Möglichkeit,

durch die Teilnahme an so genannten

Schlichtungsgesprächen mit der

gegnerischen Mannschaft ihre Strafe

zu reduzieren. Ziel dieser Gespräche,

in denen alle Beteiligten unter Anleitung

der Mediatoren die Vorkommnisse

besprechen, ihre Sicht der Dinge

darstellen und versuchen müssen, sich

in die Argumentation des Gegenüber

hineinzuversetzen, ist es, die Voraussetzungen

für ein friedliches Rückspiel zu

schaffen.

In Form eines Rollenspiels stellten auch

die Seminarteilnehmer in Malenten

einen konkreten Schlichtungsfall nach.

Mit Vorgespräch, intensiver Diskussion

beider Mannschaften und versöhnlichem

Handschlag zwischen den

Konfliktparteien. Auf Vorschlag der

Mediatoren unterzeichneten beide

Mannschaften dann zusätzlich einen

Vertrag, auf dem sowohl die getroffenen

Vereinbarungen festgehalten sind,

als auch die abgesprochene Strafen für

den Fall, dass diese nicht eingehalten

werden.

Die Teilnehmer zeigten sich überzeugt

von der Wirksamkeit dieser Art der Konfliktschlichtung.

Aufgrund des zukunftsorientierten

Ansatzes der Methode

– es geht in erster Linie darum, Handlungsabsprachen

und -orientierungen

für zukünftige Aufeinandertreffen der

Konfliktparteien zu entwickeln – ist sie

ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg

präventiver Arbeit im Rahmen von

Schleswig-Holstein kickt fair“.

Ihre Anwendung wird mit Sicherheit in

vielen Fällen dazu beitragen, dass die

Hemmschwelle für Gewalt zumindest

auf Fußballplätzen wieder ansteigt.

Tim Cassel

DER SHFV EHR

Der Hamburger Fußballverband war

Gastgeber des „Dankeschön-Wochenendes“

für die DFB-Ehrenamtspreisträger

aus den Fußballverbände Bremen,

Hamburg und Schleswig-Holstein.

Neben einem hervorragenden Rahmenprogramm

wurde unter anderem auch

das Bundesligaspiel HSV vs. Mainz 05

besucht. Vor dem Spiel hatte das HSV-

Vorstandsmitglied Christian Reichert die

Ehrenamtspreisträger im Pressezentrum

der AOL-Arena empfangen. Danach

erfolgte ein Besuch des HSV-Museums

unter Führung einer sehr kompetenten

Mitarbeiterin der HSV-Geschäftsstelle.

Die Verleihung der Urkunden und Präsente

fand im außerordentlich festlichen

Rahmen im Rathaus der Freien

und Hansestadt Hamburg statt. Die

Ehrungen wurden durch die Senatorin

für Bildung und Sport, Frau Alexandra

Dinges-Dierig, zusammen mit den Landesehrenamtsbeauftragten

Wolfgang

Schaper aus Bremen, Volker Okun

aus Hamburg und Uwe Bachmann aus

Schleswig-Holstein vorgenommen.

Frau Senatorin Dinges-Dierig wies in ihrer

Begrüßungsrede auf die Bedeutung

des Ehrenamtes für unsere Gesellschaft

hin und würdigte das Engagement der

anwesenden Ehrenamtspreisträger.

Besonders im Sport und hier im Fußball

sei der Stellenwert des Ehrenamtes

zum Wohle der Allgemeinheit und

der Jugend ein ganz wichtiger Faktor.

Ehrenamtliches Engagement trage zur

Persönlichkeitsbildung bei und helfe

bei der sozialen Integration und dem

Abbau von Fremdenfeindlichkeit und

Intoleranz.

Aus den Kreisfußballverbänden des

Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes

wurden geehrt:

Ute Sippach, SV Eintracht Lübeck

Seit der Vereinsgründung im Jahre 2004

ist Frau Sippach Fußballabteilungsleiterin

und Schriftführerin im Vorstand

und hat maßgeblich dazu beigetragen,

dass sich nach der Insolvenz des Vorgängervereins

aus kleinsten Anfängen

der neue Verein sowohl im Senioren-

als auch im Jugendbereich hervorragend

entwickelt hat.


T SEINE EHRENAMTSPREISTRÄGER

Detlef Reese-Hapke, Dobersdorfer SV

Seit 1999 ist er mit beachtlichem Einsatz

als Jugendtrainer tätig und zeichnet

daneben für die Organisation und

Durchführung von Jugendturnieren

verantwortlich. Darüber hinaus pflegt

er mit viel Liebe die Platzanlage und

auch die Sportplatzbewirtschaftung

liegt in seinen Händen. Ihn in seinen

Reihen zu wissen, ist ein Glücksfall für

den Verein.

Walter Otto, TSV Lütjensee

Seit 1990 nimmt er die Position des 1.

Vorsitzenden ein und hat entscheidend

am fußballerischen Zusammenschluss

der Vereine TSV Lütjensee und SV Grönwohld

zur FSG Südstormarn mitgewirkt

und nimmt in der Spielgemeinschaft die

Position des Schatzmeisters ein. Darüber

hinaus ist er auch Dank seines großen

fußballerischen Sachverstandes im

KFV Stormarn tätig.

Mike Mielke, Ratzeburger SV

Seit 2002 ist er mit außerordentlichem

Engagement Jugendtrainer und wurde

2005 daneben zum Jugendobmann

gewählt. Des weiteren ist er als Staffelleiter

und EDVBeauftragter im KFV

Herzogtum Lauenburg sehr erfolgreich

tätig.

Bernd Kohlmorgen, Bosauer SV

Seit 2002 fungiert er im Jugendbereich

seines Vereins als einsatzfreudiger und

leistungsorientierter Trainer, organisiert

Turniere und führt mit großer Umsicht

und Gewissenhaftigkeit Ferienlager

durch. Dank seiner hohen Sozialkompetenz

wurde er 2006 zum Jugendobmann

gewählt.

Jürgen Höppner, SV Weede

Seit vielen Jahren ist er ein sehr erfolgreicher

Jugendtrainer. Er ist stets einer der

Aktivsten, wenn es um den vereinseige-

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

43

durchzuführen.

SHFV-EHRUNGEN

nen Arbeitsdienst

geht, wenn Plätze

zu kreiden sind,

wenn ein Schiedsrichter

oder ein

Fahrer für die

Auswär tsspiele

fehlt und wenn

es gilt, Trainingslager,Jugendturniere

und

Auslandsfahrten

vorzubereiten und

Denis Hagen, ETSV Weiche Flensburg

Seit 2003 ist er Fußballobmann und

zeichnet verantwortlich für den Spiel-

und Trainingsbetrieb von 18 Mannschaften.

Er hat es in kurzer Zeit

verstanden, durch Werbemaßnahmen,

Freizeitaktivitäten, Elternabende, Grillfeste,

Turniere und den Aufbau eines

großen Trainerstabes die Fußballabteilung

hervorragend „aufzustellen“.

Heinz-Dieter Fritz, FC Angeln 02

Durch ein hervorragendes Konzept und

endlose Gespräche mit den Vereinsvorständen

der 4 beteiligten Vereine, den


44 02 - 2007

SHFV-EHRUNGEN

Trainern und Betreuern und den skeptischen

Eltern gelang es ihm im Jahre

2002, den FC Angeln 02 für alle Altersklassen

aus der Region interessant zu

machen. Dank seiner unermüdlichen

couragierten Arbeit verfügt

der Verein heute über

17 Mannschaften.

Dirk David, SV Vaalia Vaale

An entscheidender Stelle

hat er am Aufbau der

Jugendspielgemeinschaft

mit dem TSV Wacken mitgewirkt

und in zähen und langwierigen

Verhandlungen beide Vereinsvorstände

vom Nutzen der Jugendspielgemeinschaft

überzeugen können, deren

„Gesamtjugendwart“ er heute ist und in

der mit Nachdruck in beiden Vereinen

die Interessen der Jugend vertritt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie über den Internetauftritt

des SHFV-Projektes „Schleswig-Holstein

kickt fair“ unter www.

shfv-kiel.de informieren. Neben verschiedenen

Rubriken mit ausführlichen

Informationen über die Projektinhalte

und -aktivitäten ist der Punkt „Fair Play

des Monats“ eingerichtet worden.

An dieser Stelle wird der SHFV jeden

Monat ein besonderes Beispiel für faires

Verhalten oder eine nachahmenswerte

Initiative für ein faires Miteinander im

Fußballsport präsentieren. Alle fußballbegeisterten

Schleswig-Holsteiner

werden hier aufgefordert, beispielhaft

faires Verhalten von Spielern, Trainern,

Betreuern und Vereinsmitarbeitern zu

melden.

Die Meldungen werden nicht nur ausführlich

auf der Homepage vorgestellt,

sondern gelten auch für die Ihnen

bereits bekannte DFB-Aktion „Fair ist

mehr“ und können nicht nur in diesem

Zusammenhang auf attraktive Preise

SHFV Fußball-Magazin

Jürgen Berger, SV Bönebüttel-Husberg

Als Betreuer sorgt er Wochenende für

Wochenende mit großer Freundlichkeit,

Kompetenz und Einsatzbereitschaft

für ein gutes Umfeld der

1. Mannschaft. Darüber hinaus

betreut er als Vereinsschiedsrichterbeauftragter

die vier Schiedsrichter im

Verein und ist Ansprechpartner

für die anreisenden

Schiedsrichter.

Uwe Cordts, Heider SV

Seit über 35 Jahren ist er mit großem

persönlichen Einsatz ehrenamtlich im

Fußball aktiv. Insgesamt 25 Jahre hat er

sich der Schiedsrichterei verschrieben

und daneben über 20 Jahre mit ausgezeichnetem

Erfolg der Jugendarbeit

gewidmet. Seit vielen Jahren nimmt er

jetzt mit ausgezeichnetem Fachwissen

rund um den Fußball die Aufgabe des

Schriftführers im Vorstand wahr.

hoffen. Es ist beabsichtigt, auch den

Gewinner des „Fair Play des Monats“

von Seiten des SHFV mit einer Sonderprämie

zu belohnen. Um diese durch

Sponsoren gewährleisten zu können,

benötigen wir möglichst viele Meldungen.

Der SHFV sieht in dieser zusätzlichen

Präsentationsmöglichkeit beispielhaft

fairen Verhaltens eine weitere Förderung

des DFB-Wettbewerbs und möchte

Sie bitten, diese in Ihrem Kreis bekannt

Volker Schmidt-Zocher, Westerrönfelder SV

„Holstein“

Im Jahre 2004 war er maßgeblich

am Aufbau der Mädchenfußballabteilung

beteiligt, die zwischenzeitlich auf

über 40 Mädchen angewachsen ist.

Neben dem Pflichtspielbetrieb werden

gemeinsam mit einem weiteren Trainer

Turniere und Trainingslager organisiert

und Wert auf ein attraktives und

interessantes Umfeld gelegt. Beim DFB-

Wettbewerb der Mädchen „Wir sind

das coolste Team“ wurde der Verein

Bundessieger.

Zum Schluss aber auch noch ein kleiner

„Wermutstropfen“, denn der KFV Kiel

konnte mangels geeigneter Bewerbungen

keinen „Kreisehrenamtspreisträger“

ermitteln. Diese Situation hat es

seit dem Beginn der Ehrenamtsaktion

im Jahre 1997 weder im DFB noch im

SHFV gegeben.

INTERNETAUFTRITT DES SHFV-PROJEKTES

„SCHLESWIG-HOLSTEIN KICKT FAIR“

ZUSAMMENARBEIT MIT DER DFB-AKTION „FAIR IST MEHR“

zu machen. Denkbar wäre auch ein

zusätzlicher Link auf der Homepage

des KFV. In der Vergangenheit war die

Anzahl der eingegangenen Meldungen

nicht befriedigend.

Mit Blick auf die kommende Spielzeit

2007/2008 gilt es im Sinne einer positiven

Außendarstellung unseres Sports

gemeinsam alle Fußballbegeisterten in

Schleswig-Holstein zur Meldung besonderer

Fairplay-Beispiele zu ermuntern.

Tim Cassel

Auch der SHFV-Beirat stellte sich auf seiner Frühjahrssitzung 2007 hinter das Motto.

Foto: Jespersen


BEZIRK II

SENIORENFUSSBALL

In der Bezirksoberliga

sicherte sich

der ETSV Weiche-Flensburg

am

letzten Spieltag

durch einen Auswärtssieg

beim SV

Enge-Sande die

Meisterschaft und damit den Aufstieg

in die Verbandsliga. Hierzu herzlichen

Glückwunsch und viel Erfolg in der

Verbandsliga.

Absteigen aus der BOL mussten der FC

Langenhorn, SV Enge-Sande und der

SV Dörpum.

Mit dem SV Enge-

Sande und SV

Dörpum verlassen

die beiden Mannschaften

die BOL,

die seit der Einführung

dieser Spielklasse

1999/2000 hier

ununterbrochen spielten. Es sind noch

einige Mannschaften in der BOL die

auch im Gründungsjahr dabei waren,

diese aber für einige entweder in die

Verbandsliga bzw. in die Bezirksliga

verließen.

In der Bezirksliga setzte der SC Norddörfer

Sylt als Bezirksligameister seinen

Durchmarsch von der A-Klasse bis zur

BOL fort. Als weitere Aufsteiger setzten

sich der TSV Nord Harrislee und DGF

Flensborg durch. Auch hier herzlichen

Glückwunsch an den Meister und die

beiden anderen Aufsteiger und viel

Erfolg in der neuen Spielklasse.

Absteigen aus der Bezirksliga mussten

der SV Harrislee Türkgücü, der TSV

Kropp II und der FC Haddeby 04.

Die Fair-Play-Wertung in der BOL

gewann TSB Flensburg vor Schleswig

06 und dem FC Langenhorn. Die letzten

Plätze belegte der Meister ETSV

Weiche-Flensburg und Flensburg 08 II.

In der Bezirksliga gewann der SC Norddörfer

Sylt die Wertung ohne Rote bzw.

Gelb/Rote Karte, es folgten der Breds-

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

45

BEZIRKS-INFOS

tedter TSV und der VFB Schuby, am

Ende der Tabelle landeten hier der FC

Haddeby und die FSG im Amt Schafflund.

Die Fairness auf und neben dem

Platz könnte eigentlich besser sein. Ich

hoffe, dass die letzte Saison auf Bezirksebene

(BOL und BL) vernünftig über die

Runden gebracht wird und das Bezirksgericht

nicht mit einer Flut von Anzeigen

gegen Spieler, Trainer und Betreuer

über häuft wird.

Heino Witt


46 02 - 2007

BEZIRKS-INFOS

DER JUGENDFUSSBALL

Wegen der vielen Spielausfälle im verregneten

März gab es bei den drei

Jugendstaffeln im Bezirk II für alle Beteiligten

einen stressigen Saisonausklang.

Für die Bewältigung des Mammutprogramms

von April bis Mitte Juni gebührt

allen Spielern, Betreuern und Verantwortlichen

ein großes Lob und Dankeschön

für die an den Tag gelegte Disziplin und

das gezeigte Verständnis. Aber auch die

besonders in der mit Nachholspielen

gespickten Zeit sehr gute Zusammenarbeit

mit den Schiedsrichtern und deren

Ansetzern der drei zugehörigen Kreise

FL (Kai Zimmermann), NF (Werner

Schlafke) sowie SL (Wolfgang Schröder)

soll nicht unerwähnt bleiben.

Den drei Meistern herzlichen Glückwunsch

zum Titel und damit verbundenen Aufstieg

in die Verbandsliga! Schleswig 06

zog bei der A-Jugend erst kurz vor Saisonende

an der SG Husum/Rödemis vorbei

und ließ sich mit zwei abschließenden

Siegen auch nicht mehr die „Butter vom

Brot nehmen“. Bei der B-Jugend stand

der VfR Schleswig schon vier Spieltage

vor Beendigung der Serie als Meister

fest, nachdem es lange einen Dreikampf

mit der SG Löwenstedt/Goldebek und

der Rödemis/Husum gegeben hatte.

Wie im Vorjahr gab es bei der C-Jugend

ein äußerst spannendes Kopf-an-Kopf-

Rennen. Letztendlich setzte sich der TSV

Hattstedt (Foto) nach 11 Siegen in Folge

und dem abschließenden 1:1 in einem

technisch wie auch kämpferisch hoch-

klassigen Spiel gegen Schleswig 06 nur

aufgrund der besseren Tordifferenz vor

dem FC Ellingstedt-Silberstedt und dem

FC Angeln 02, das nur 1 Punkt weniger

verbuchte, durch.

Bei der BJ steigen 3 Teams in ihre jeweiligen

Kreisligen ab, weil mit Hattstedt ein

Absteiger aus der VBL feststeht. Dieses

sind RW Niebüll, Flensburg 08 II und

TSV Bollingstedt-Gammellund. Aus der

CJ-VBL Nord steigt der TSV Kropp ab,

so dass auch hier 3 Mannschaften in

den sauren Abstiegsapfel beißen müs-

SHFV Fußball-Magazin

sen: Bredstedter TSV (Rückzug nach der

Hinserie), TSV Friedrichsberg sowie der

VfR Schleswig. Nach dem Rückzug des

VfR Schleswig während der Rückrunde

stand der zweite Absteiger bei der AJ

bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Beim FAIR-PLAY sollte viel stärker auf das

Motto des SHFV „Schleswig-Holstein

kickt fair“ eingegangen werden. Bei der

CJ war die Tendenz im Vergleich zum

Vorjahr unverändert positiv, doch bei

der AJ und BJ war ein stark negativer

Trend zu verzeichnen: 37 x Rot (Vorjahr

23), 122 Zeitstrafen (87), 790 x Gelb

(630) sprechen leider für sich. Hinzu

kamen insgesamt neun Nichtantritte

(Vj. 6), 2 Anzeigen gegen Betreuer (6)

sowie 1 Spielabbruch wegen Zuschauerübergriffen

auf Spieler beider beteiligten

Mannschaften. Die Fairplay-Sieger standen

noch nicht fest, sie sind aber unter

WWW.JUFUBA.DE einzusehen. Hier

kann man sich ebenfalls über den Verlauf

der Relegationsspiele informieren.

Zwei sehr positive Fairplay-Aktionen dürfen

an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Nachdem der Schiri im AJ-Spiel Leck

gegen Breklum (Spielstand 3:2) in der

90. Minute auf Abstoß entschieden hatte,

erklärte der Lecker Spieler Mark Nielsen-

Rosenberg, dass er den Ball noch berührt

BEZIRK III

Begnadigt: William Gueridonn, Fußballer

des Bezirksoberliga-Meisters

Itzehoer SV, darf zur neuen Saison

wieder spielen. Der als Wiederholungstäter

eingestufte Mittelfeldspieler

war vom Bezirksgericht nach einem

Faustschlag im Heimspiel gegen VfL

Kellinghusen bis zum 31. Oktober

gesperrt worden. Der Schleswig-

Holsteinische Fußballverband gab

seinem Gnadengesuch jetzt unter

Auflagen statt. Gueridonn darf wieder

spielen, wenn er die Teilnahme

an einem Anti-Aggressionstraining

nachweisen kann.

Meisterhaft: Die Frauen des MTV

Wrohm gewannen mit einem Vier-

Punkte-Vorsprung den Bezirkstitel

gegenüber dem Heider SV. Das

Team um Trainer Uwe Dobelstein

habe. Der folgende Eckball führte zum

3:3 Endstand. Mark erhielt vom SHFV

zur Belohnung ein Paket mit einem T-Shirt

vom DFB sowie einigen anderen Utensilien.

Zudem nimmt er an einer Verlosung

teil, bei der der Hauptgewinn ein Besuch

eines Spiels unserer Nationalmannschaft

ist. Einige Wochen später erlief sich sein

Vereinskamerad Marc Sönksen (BJ MTV

Leck, Spielstand in der Endphase 2:1 für

Leck, Gegner TSB drängte vehement auf

den Ausgleich) einen Steilpass an der

Außenlinie und konnte alleine auf das

Gästetor zulaufen. Doch er stoppte ab

und machte den Schiri darauf aufmerksam,

dass der Ball bereits die Außenlinie

überschritten hatte. Auch dieser Vorfall

wurde dem SHFV gemeldet und Marc

hofft nun auch auf ein Präsent. Hoffentlich

können diese beiden Beispiele

weitere Spieler dazu animieren, ähnlich

FAIR zu handeln!

Weiter geht es mit einer Arbeitstagung

für alle beteiligten Vereine am Dienstag,

den 14. August 2007 um 19.00 Uhr in

Tarp (Haus an der Treene), ehe die letzte

Saison der drei Jugendaltersklassen mit

dem 1. Spieltag am Wochenende 31.

August bis 2. September 2007 startet.

Allen Beteiligten vielen Dank für die

stets gute Zusammenarbeit während der

abgelaufenen Spielserie!

Dieter Kröger

hofft nach der Relegationsrunde

gegen TV Grebin, JuS Fischbek und

VfR Schleswig auf die Rückkehr in die

Verbandsliga.

Titelehren: In den Nachwuchs-Altersklassen

wurden folgte Staffelsieger

ermittelt:

A-Junioren:

SG Horst/Rot Weiß Kiebitzreihe

B-Junioren:

SG Meldorf/Tensbüttel

C-Junioren:

TSV Lägerdorf

D-Junioren:

Heider SV

C-Juniorinnen:

SG Meldorf/Tensbüttel

D-Juniorinnen:

SG Meldorf/Tensbüttel


KFV NEUMÜNSTER

Harmonischer Kreistag in Neumünster wählt Stephan Beitz erneut zum Vorsitzenden

Es war ein außerordentlich ruhiger

Kreistag, den die Delegierten der Vereine

des KFV Neumünster in diesem

Jahr erlebten. In gerade einmal 90

Minuten wurde in Anwesenheit von

SHFV-Präsident Erdmann Fischer die

Tagesordnung zügig abgearbeitet. Im

Mittelpunkt standen die Wahlen mit der

eindeutigen Wiederwahl des Vorsitzenden

Stephan Beitz sowie der Verabschiedung

von Kuno Feldmann, der das

Amt des Schatzmeisters nach 25 Jahren

an Eike Staben übergeben hat. Großes

Lob wurde bei der Versammlung

dem Jugendförderkreis zuteil. Günther

Stoellger berichtete, das nunmehr 80

Förderer dem Verein angehören. An

Sintflutartige Regenfälle haben die

Organisatoren des ersten „Lichtkick“-

Events in Neumünster mit der ersten

(inoffiziellen) Deutschen Blindenfußballmeisterschaft

und den parallel stattfindenden

Jugendturnieren auf eine harte

Probe gestellt, aber am Ende wurde die

Veranstaltung im Städtischen Stadion

doch noch zu einem Riesenerfolg. Über

3.000 Aktive und Zuschauer tummelten

sich am Pfingstsonnabend in der

Schwalestadt und feierten ein Turnier

der Superlative.

„Das war schon ein bisschen wie in

Wimbledon“, kommentierte Mitorganisator

Stefan Moik die drei Regenpausen.

Der Wettergott sollte allerdings

doch noch ein Einsehen haben mit den

Organisatoren aus dem Förderkreis

Jugendfußball und dem Lions Club

Neumünster-Holsten, so dass mit dem

Team Marburg doch noch der erste

(inoffizielle) Deutsche Blindenmeister

ausgespielt werden konnte.

„Wir hatten alle schon etwas Bauchschmerzen

bei dem Regen am Sonnabendmorgen“,

verriet Moik, der vom

Engagement der Zuschauer bei den

ersten Regentropfen sichtlich beeindruckt

war: „Plötzlich standen 30 Leute

auf dem Feld und halfen mit, im strömenden

Regen die Plane über den Platz

zu legen. So etwas habe ich noch nie

erlebt.“

die Clubs in Neumünster appellierte er:

„Qualifizierte Trainer sind für die gute

fußballerische Ausbildung unverzichtbar,“

so Stoellger.

Wahlen

1. Vorsitzender: Stephan Beitz; Schatzmeisterin:

Eike Staben; Vorsitzender

Kreisgericht: Eckhard Lieck; Ehrenamtsbeauftragter:

vakant; 2. Beisitzer

im Vorstand: Norbert Blötz; Beisitzer

im Spielausschuss: Andreas Delfs, Jörg

Schulz; Beisitzer im Kreisgericht: Uwe

Boller; Beisitzer Schiedsrichterausschuss:

Georg Kessler, Aslan Gas-

Großes Jugendfußballturnier und Deutsche Blindenfußballmeisterschaft

beim „Lichtkick“ des Jugendförderkreises Neumünster

Als der Ball rollte, zeigten die Aktiven,

dass sie trotz ihres Handicaps zu großen

Leistungen fähig sind. Lediglich der

Torwart einer Mannschaft sieht etwas.

„Das ist eine neue Herausforderung, da

ich neben dem Ball auch meine Abwehr

im Auge haben muss“, meinte St. Paulis

erst 15-jähriger Keeper Björn Otto.

Ein weiterer Punkt, in dem kein Unterschied

zum Profifußball besteht, ist die

Härte, mit der die Sportler zu Werke

gehen. Nasenbluten oder Schürfwunden

gehören dazu, wurden ohne einen

Kommentar weggesteckt; nur Aktionen

wie Schwalben suchte man vergeblich.

„Das war wirklich eine Riesengeschichte,

die die Sehbehinderten und

die Erblindeten Neumünster geboten

haben. Bei der bewegenden Siegerehrung

überzog mich eine Gänsehaut“,

erklärte der sichtlich berührte KFV-Vorsitzende

Stephan Beitz.

Außer dem Blindenturnier fand ein

Jugendwettstreit mit 105 Neumünsteraner

Mannschaften im Städtischen Stadion

statt, das unter dem Motto „Spiel,

Spaß und Spannung“ stand, wie Moik

in seiner Begrüßungsrede verdeutlichte.

Auf große Preise wurde seitens der Veranstalter

übrigens bewusst verzichtet,

da der gesamte Erlös blinden Menschen

in Afrika zugute kommen wird.

Ergebnisse Blindenfußball:

Vorrunde, Gruppe A: Mainz - St. Pauli

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

47

KREIS-INFOS

trock; Kassenprüfer: Klaus Priebe.

Delegierte für den SHFV-Verbandstag:

Horst Dobro, Hans-Jürgen Bock,

Eckhard Lieck, Wolfgang Schramm,

Gerd Freisler (Vertreter: Stefan Wiese,

Andreas Delfs, Hubert Kessler)

Ehrungen

Goldene Ehrennadel des KFV: Kuno

Feldmann, Hans-Georg Hoffmann, Rolf

Schneider; Goldene Ehrennadel des

SHFV: Hannelore Bork, Gerd Freisler;

Silberne Ehrennadel des SHFV: Stephan

Beitz, Uwe Boller, Jens Straßburger,

Jörg Schulz, Andreas Delfs,

Eckhard Lieck.

0:0, Würzburg – Mainz 0:1, St. Pauli

– Würzburg 0:0; Endstand: 1. Mainz

(4 Punkte, 1:0), 2. St. Pauli (2, 0:0),

3. Würzburg (1, 0:1). Gruppe B: Berlin

– Essen 0:1, Stuttgart – Berlin 4:0, Essen

– Stuttgart 0:2; Endstand: 1. Stuttgart

(6, 6:0), 2. Essen (3, 1:2), 3. Berlin (0,

0:5). Gruppe C: Marburg – Chemnitz

3:0, Dortmund - Marburg 0:0, Chemnitz

– Dortmund 0:0; Endstand: 1. Marburg

(4, 3:0), 2. Dortmund (2, 0:0), 3.

Chemnitz (1, 0:3). Endrunde, Gruppe A:

Würzburg – Berlin 0:0, Chemnitz –

Würzburg 0:0, Berlin – Chemnitz 0:0;

Endstand: 1. Würzburg (Gesamtwertung

Platz 7/2, 0:0) 2. Chemnitz (8/2,

0:0), 3. Berlin (9/2, 0:0). Gruppe B: St.

Pauli – Essen 0:1, Dortmund – St. Pauli

0:0, Essen – Dortmund 0:3; Endstand:

1. Dortmund (4/4, 3:0), 2. Essen (5/3,

1:3), 3. St. Pauli (6/1, 0:1). Gruppe C:

Mainz – Stuttgart 0:0, Marburg – Mainz

1:1, Stuttgart – Marburg 0:0; Endstand:

1. Marburg (1/2, 1:1), 2. Mainz (2/2,

1:1), 3. Stuttgart (3/2, 0:0); Entscheidung

um den Titel im Sechsmeterschießen:

Marburg – Mainz 2:1.

Sieger der Jugendturniere:

A/B-Junioren: SV Tungendorf; C-Junioren:

Staffel I: FC Torpedo 76, Staffel II:

Olympia Neumünster; D-Junioren: Staffel

I: TSV Aukrug, Staffel II: SV Tungendorf

II, Staffel III: Olympia Neumünster;

E-Junioren: Staffel I: PSV Neumünster,

Staffel II: FC Krogaspe, Staffel III: TSV

Gadeland, Staffel IV: TS Einfeld; F-Junioren:

Staffel I: Ruthenberger SV, Staffel


48 02 - 2007

KREIS-INFOS

II: TSV Gadeland, Staffel III: PSV Neumünster,

Staffel IV: TS Einfeld; G-Junioren:

StaffelI: TSV Gnutz, Staffel II: VfR

Neumünster; Mädchen Jg. 90/91: TSV

Wattenbek und Olympia Neumünster;

Mädchen Jg. 92: Olympia Neumünster.

(Auszug aus dem Holsteinischen Courier

vom 29. Mai 2007)

Liebe Fußballfreunde,

nach einer langen und kräftezehrenden

Saison freuen wir uns alle auf den

Sommer. Aber irgendetwas ist in diesem

Jahr anders .... Genau, nach der

Fußball-EM in Portugal sowie dem Confederations-Cup

und der Fußball-WM

im eigenen Land müssen wir erstmals

nach drei Jahren wieder einen Sommer

ohne ein großes Turnier überstehen.

Die Erinnerungen an das einmalige

„Sommermärchen“ sind uns allen noch

Verbandstag 2007

Zum turnusmäßigen Verbandstag hatte

der KFV Nordfriesland seine Vereine

am 21. Mai 2007 in den „Drelsdörper

Krog“ nach Drelsdorf eingeladen. Dabei

stand der letzte Besuch von SHFV-Präsident

Erdmann Fischer im Mittelpunkt. Er

wurde auf dem Verbandstag Ende Juni

in Neumünster nach 27 Jahren Mitarbeit

im Vorstand des SHFV aus seinem

Amt ausscheiden.

Nach der Eröffnung

des Verbandstages

durch

den KFV-VorsitzendenHans-Jürgen

Fröhlich und

den Grußworten

der Gäste Erdmann

Fischer

(SHFV) und H. D:

Adler (Bezirk II) folgte eine Ehrung für

den SHFV-Chef Fischer, vorgenommen

von KFV-Ehrenmitglied Hans-Christian

Albertsen. Er würdigte mit anerkennenden

Worten die Verdienste von Erdmann

Fischer. Freundlichkeit, Bescheidenheit

und Besonnenheit hätten ihn in der langen

Zeit seines Wirkens im SHFV ausgezeichnet,

so der Laudator. Aber auch

seine Entschlusskraft und seine konsequente

Art wurden besonders hervor-

SHFV Fußball-Magazin

KFV NORDFRIESLAND

heute überall präsent und haben für

die Begeisterung rund um den Fußball

auch auf Kreisebene vieles bewirkt.

Wir wollen alle mithelfen, dass diese

Euphorie in den nächsten Jahren weiter

anhält – damit uns das gelingt, benötigen

wir die Unterstützung von vielen

Funktionären, Trainern, Spielern und

Zuschauern.

Der Kreisfußballverband Neumünster

gratuliert auf diesem Wege seinen

Vereinen zu den gezeigten Leistungen

sowie den Erfolgen in der vergangenen

Saison und blickt schon jetzt mit Spannung

auf die richtungweisende Saison

2007/2008 – die letzte Serie vor der

großen Strukturreform.

Bis dahin, eine schöne Sommerpause!

Marcel Meinert

gehoben. Als Dank und Anerkennung

für seine geleistete Arbeit wurden ihm

zum Abschied ein Bildband über Nordfriesland

sowie eine Flasche einer hochprozentigen

Spezialität Nordfrieslands

überreicht.

Danach wurden die weiteren Tagesordnungspunkte

zügig abgearbeitet. Hans-

Jürgen Fröhlich berichtete zunächst

über die zurückliegenden zwei Jahre,

in denen es keine größeren Probleme

gegeben hätte. Auch die Zusammenarbeit

mit den Vereinen sei durchweg harmonisch

verlaufen. Zu bemängeln gab

es eigentlich nur die unzulänglichen

Meldungen der Vereine im „DFBnet“.

Hier liege Nordfriesland an letzter

Stelle im Lande und das müsste eindeutig

besser werden.

Spielausschuss-Obmann Dirk Bölter

gab bekannt, dass die neue Serie am

11./12. August beginnen werde, das

Wochenende davor ist für die erste

Pokalrunde eingeplant. Unklar ist noch

die Staffeleinteilung für die Saison

2008/2009. Aufgrund der Strukturreform

gibt es dann starke Veränderungen,

die abhängig seien von der

Sachlage und den erfolgten Mannschaftsmeldungen.

Es bestand Einigkeit

darüber, dass die Entscheidung in dieser

Angelegenheit zu gegebener Zeit

vom Vorstand getroffen werden soll.

Bei den anstehenden Wahlen wurden

einstimmig wiedergewählt:

Alfred Lorenzen (2. Vorsitzender)

Herbert Hansen (Schiedsrichter-Obmann)

Birgit Peters (Schatzmeisterin)

Dirk Bölter (Spielausschuss-Obmann)

Wolfgang Pohlmann (Beisitzer Presse).

Neu gewählt wurde als Fair-

Play-Beauftragter Heino Witt.

Die auf dem Jugendverbandstag am

14. Mai 2007 gewählten Ausschussmitglieder

wurden von der Versammlung

bestätigt. Die Ehrungen werden noch

zu einem späteren Zeitpunkt auf gesonderten

Veranstaltungen vorgenommen.

Hallen-Kreismeisterschaften

Die Hallen-Kreismeisterschaften der

E- und D-Jugend sowie das Spiel- und

Spaßturnier der F-Jugend erfreuen sich

immer größerer Beliebtheit. Ständig

zunehmende Teilnehmerzahlen sind ein

eindeutiger Beweis hierfür. Denn mit

insgesamt 154 teilnehmenden Mannschaften

(F-Jugend 47, E-Jugend 57 und

D-Jugend 50) wurde das Vorjahresergebnis

ein weiteres Mal übertroffen.

Die Vorrunden fanden an den Wochenende

17./18. und 24./25. Februar in

neun verschiedenen Hallen des Kreisgebiets

statt, die Endturniere dann am

4. März in Tönning (F- und E-Jugend)

und Breklum (D-Jugend). In fast sämtlichen

Begegnungen gab es spannende

Auseinandersetzungen mit den meistens

knappen Entscheidungen. Bei der

F-Jugend besiegte der TSV Hattstedt im

Endspiel den SV Frisia 03 erst 15 Sekunden

vor Schluss glücklich mit 1:0. Titelverteidiger

SG Löwenstedt/Goldebek

verteidigte den Pokal erfolgreich und

wurde im Finale durch einen 2:0-Sieg

im Siebenmeter-Schießen Kreismeister

der E-Jugend. Das Spiel um die Kreismeisterschaft

der D-Jugend entschied

der TSV Hattstedt II gegen den SV Dörpum

mit 2:1 in der Verlängerung für

sich. Die glücklichen Gewinner erhielten

den Wanderpokal und wurden zudem,

wie auch alle anderen Finalisten, mit

Medaillen ausgezeichnet.

Dreifacher Triumph für die „Löwen“

Nicht enden wollte der Jubel bei Spielern,

Fans und Verantwortlichen von

Blau-Weiß Löwenstedt. Gab es doch

gleich drei Meisterschaften zu feiern.


Beteiligt daran waren die 1. Herrenmannschaft, die ihrer

Favoritenrolle gerecht wurde und souverän mit 77 Punkten

und 110:20 (!) Toren den Kreismeistertitel errang und somit

in die Bezirksliga aufgestiegen ist. Meister der Kreisklasse A

wurde Löwenstedt II und ist damit Aufsteiger in die Kreisliga.

Das sollte aber noch nicht alles sein, denn auch den „Junglöwen“

(der A-Jugend der SG Löwenstedt/Goldebek) gelang

es, Meister zu werden und in die Bezirksliga aufzusteigen.

Also, herzlichen Glückwunsch nach Löwenstedt und viel

Erfolg in den jeweils höheren Klassen.

Ehrungen

Kreis und Kreissportverband Nordfriesland ehrten am 20.

Februar in der Aula der Hattstedter Schule die Sportlerinnen

und Sportler, die im Jahre 2006 mindestens eine Landesmeisterschaft

gewannen. Ausgezeichnet wurden 53 Einzelsportler/innen

sowie 17 Mannschaften in 15 Sportarten.

Den Kreis Nordfriesland vertraten Landrat Dr. Olaf Bastian

und Kreispräsident Helmut Wree; der Kreissportverband NF

wurde durch dessen Vorsitzenden Klaus Meyer-Lovis repräsentiert.

De. Bastian gratulierte den Spitzenathleten zu ihren

hervorragenden Leistungen und überreichte Urkunden und

Geschenke. Er sei stolz darauf, dass es im Kreisgebiet 210

Sportvereine mit 58.571 Mitgliedern gibt. „Damit nimmer

der Kreis NF eine Spitzenstellung in Schleswig-Holstein ein“,

so der Landrat.

Aus dem Bereich des Fußballsports wurden die Fußballdamen

des TSV Goldebek geehrte. Nach der Feierstunde trafen

sich noch alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Imbiss.

Aufstieg

Björn Hinrichs vom Rödemisser SV hat den Sprung in die

2. Fußball-Bundesliga geschafft. Ab der Saison 2007/2008

wird er als Schiedsrichter-Assistent im Gespann von Schiedsrichter

Norbert Grudzinski und Assistent Patrick Ittrich (beide

Hamburg) auftreten. Bislang leitete er bereits zahlreiche Spiele

der Bundesliga A-Jugend und war auch schon als Assistent

in der Regionalliga im Einsatz. Der 28-jährige Hinrichs freut

sich auf die neue Aufgabe, möchte aber nicht gleich in einer

Spitzenpartie eingesetzt werden, sondern erst einmal in ruhiges

Fahrwasser kommen, sagt er. Wir wünschen viel Glück,

Björn Hinrichs.

Zu guter Letzt

Es ist kaum zu glauben, aber dennoch wahr. Die Rede ist von

Uwe Bobka, seines Zeichens im biblischen Fußballalter von

67 Jahren immer noch Torwart seiner Mannschaft von Team

Sylt II. Und das sogar als Meister. Denn die Insulaner wurden

in dieser Saison Titelträger in der Kreisklasse B Nord. Beim

7:0-Erfolg gegen Ladelund II konnte er sogar einen Elfmeter

abwehren. Doch ans Aufhören denkt der Fußball-Oldie noch

lange nicht. „Ich kann mithalten“, sagt er und meint damit die

Herausforderung in der Kreisklasse A, in der er in der neuen

Saison zu gerne mitspielen würde. Na denn Uwe, weiterhin

viel Spaß und freude am Fußballsport.

Wolfgang Pohlmann

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

49

KFV DITHMARSCHEN

KREIS-INFOS

Das Votum war klar: Auf dem Kreistag der Fußballer in Frestedt

sprach sich eine Zwei-Drittel-Mehrheit (65,3 Prozent)

für eine Fortsetzung der Dithmarscher Fußball-Ehe mit dem

Nachbarkreis Steinburg aus. Ein „Ja“ entfiel auf 256 Stimmen.

Dem standen 123 Nein-Stimmen sowie 13 Enthaltungen

entgegen. Die angedachte Kreisoberliga ab der Saison

2007/2008 wird jedoch wahrscheinlich nicht zustande kommen.

Der Steinburger Delegiertentag lehnte dankend ab.

Vorstandswahlen:

Vorsitzender: Gustav Haack

Schatzmeister: Ralf Schulze

Spielausschussobmann: Frank Willer

Schiedsrichterobmann: Christian Hansen

Jugendobmann: Wolfgang Schröder

Lehrwart: Andreas Heumeier

Beauftragter für Breiten- und Freizeitsport: Uwe Ladendorf

Beisitzer im Spielausschuss: Olaf Wendlandt, Wilhelm Harder,

Rainer Müller

Frauenreferentin: Anja Voß

Schiedsrichterlehrwart: Jürgen Kuhr

Beisitzer im Jugendausschuss: Walter Martens, Cornelia Horn,

Karlheinz Mugele

Schulfußballreferent: Ulf Meislahn

Beisitzer Kreisgericht: Rainer Krämer, Eggert Rathmann

Jugendkreisgerichtsvorsitzender: Oliver Günther

Präventionsbeauftragter für das Projekt

Schleswig-Holstein“ kickt fair“: Hans-Rudolf Dühr

Auszeichnungen

SHFV-Ehrennadel in Gold: Uwe Ladendorf (TSV Büsum)

SHFV-Ehrennadel in Silber: Holger Peters, Heinz-Peter Johannsen

(FC St. Michaelisdonn), Hans-Adolf Dethlefs (SSV Lunden)

Erste Handlung: Frank Willer, frisch gewählter Spielausschuss-

Obmann im Kreisvorstand und Nachfolger von Wolfgang

Schietzel, hat die saisonvorbereitende Arbeitstagung für den

9. August in Buchholz angesetzt. Die Obleute treffen sich um 19

Uhr im „Dithmarscher Hof“.

Zumutung: Der Vorstand des KFV Dithmarschen ist nach Eindruck

seines Vorsitzenden Gustav Haack am Limit seiner

Belastbarkeit angelangt. „Wir sind einfach überlastet mit Themen.

Die Fülle der Projekte beansprucht das Ehrenamt derart,

dass wir kaum noch Ressourcen haben. Wenn ich nicht

Rentner wäre, würde ich meinen Job nicht mehr packen.“

Feiern: Die Fußballabteilung des Marner TV begeht in der Sommerpause

ihren 100. Geburtstag. Der Deutsche Fußball-Bund

(DFB) zeichnet den Bezirksoberligisten mit dem Ehrenschild

aus. Der TSV Frestedt feiert sein 50. Jubiläum.

Streit: Bezirksligist Ostroher SC steht ohne Fußball-Obmann

dar. Volkmar Kleschies, mehr als zehn Jahre im Amt, trat


50 02 - 2007

KREIS-INFOS

nach anhaltenden Differenzen mit dem

Vorstand zurück. Ein Nachfolger ist

noch nicht gefunden.

Reinfall: Völlig überfordert wirkten

die Frauen von TuRa Meldorf im Verbandspokal-Endspiel

gegen Regionalligameister

FFC Oldesloe 2000. Die

Dithmarscherinnen verloren eindeutig

1:9 (0:3). Elisa Eweleit und Kerstin

Jokisch fabrizierten zu Beginn zwei

Eigentore. Judith Freiling (2), Desiree

Steinicke, Theresa Blum, Ricarda

Wichert, Petra Bartholmer und Janine

Kulow erzielten die weiteren Treffer des

Zweitliga-Aufsteigers (siehe Foto unten).

Claudia Popp köpfte beim Stande von

0:4 das Meldorfer Ehrentor.

Ausbildung: Der Kreisfußballverband

bietet im Rahmen seiner Qualifizierungsoffensive

für alle Jugendtrainer-

und Betreuer die Ausbildungen zum

Teamleiter Kinder und Jugend an. Die

Teilnehmer werden in jeweils 40 Unterrichtseinheiten

praktisch und theoretisch

geschult. Beginn ist am 31. August

in Tellingstedt. Der Lehrgang wird in

Tellingstedt und Ostrohe fortgesetzt.

Informationen und Anmeldungen bei:

Andreas Heumeier,

Telefon (04838) 78 11 71.

Meisterlich: Die besten Altliga-Fußballer

des Kreises kommen aus Marne und

Tellingstedt. Während der Marner TV

die Meisterschaften für „Ü32“-Teams

gewann, freute sich der MTV Tellingstedt

über den Turniersieg der „Ü45“-

Klasse. Erfreulich: Beide Titelkämpfe

gingen ohne Feldverweise ab.

Lehrgang: Auch wenn sich die Wege der

Dithmarscher und Steinburger Fußballer

trennen, veranstalten die Kreisverbände

einen Lehrgang. Am 3./4. November

bieten beide ein Fortbildungsseminar

für junge förderungswürdige Schiedsrichter

an. Der Wochenend-Kursus findet

in der Tönninger Jugendherberge

statt.

Aufwärts: Jungschiedsrichter Lukas Taugerbeck

(Heider SV, siehe Foto) macht

weiter von sich reden. Der 17-Jährige

bestand in Malente eine weitere Prüfung

und darf jetzt auch Spiele der

neugegründeten B-Junioren-Bundesliga

leiten. Herzlichen Glückwunsch. Taugerbeck

setzt damit die Dithmarscher

Traditon hochgedienter Schiris (Sönke

SHFV Fußball-Magazin

Glindemann, Thomas Romahn, Jürgen

Neukirch, Egon Biere) fort.

Abwärts: Nachdem Kreisliga-Vizemeister

TSV Buchholz in den Relegationsspielen

um den Bezirksliga-Aufstieg an

Foto: Foto: Seehausen Sichting

Lukas Taugerbeck

(Heider SV) pfeift

in der kommenden

Saison Spiele in der

neuen B-Jugend-

Bundesliga.

SV Wellenkamp Itzehoe gescheitert ist,

steht der Abstieg weiterer Mannschaften

fest. Jeweils eine Etage tiefer geht

es für den Drittletzten Marnerdeicher

SV (Kreisliga), für den SSV Schalkholz

(Kreisklasse A), für den Ostroher SC II

(Kreisklasse B) und für den FC Averlak

(Kreisklasse C).

Pokalpflicht: Am 22. Juli (15 Uhr) wird

die Vorrunde um den DFB-Pokal ausgetragen.

Es spielen: Blau-Weiß Averlak –

Foto: Seehausen

TSV Lehe, Holstein Pahlen – TSV Linden,

SV Quickborn-Brickeln – SV Hochdonn,

MTV Wrohm – FC Offenbüttel, Bargenstedter

SC – SSV Lunden, SV Farnewinkel

– MTV Heide, TSV Delve – SV

Tensbüttel, SV Hemme – SV Wöhrden,

FC Averlak – Ditmarsia Albersdorf,

TSV Dellstedt – SG Geest 05, Marnerdeicher

SV – Merkur Hademarschen,

SSV Helse – Ostroher SC, ABC Wesseln

– TV Windbergen/Frestedt, SSV

Schalkholz – TSV Barlt, Süderholmer

SV – FC Diekhusen, SV Epenwöhrden

– SSV Sarzbüttel.

Cup-Sieger: Im Dithmarscher Jugendfußball

landeten folgende Mannschaften

den Pokalsieg: C-Junioren: SG Meldorf/

Tensbüttel (6:1 über Neuenkirchener

SC); D-Junioren: Heider SV (3:1 gegen

SG Neuenkirchen/Wöhrden); E-Junioren:

Ditmarsia Albersdorf (1:0 über

SV Wöhrden); B-Juniorinnen: Heider SV

(5:1 gegen SG Meldorf/Tensbüttel); C-

Juniorinnen: SG Tensbüttel/Meldorf (5:1

gegen Neuenkirchen); D-Juniorinnen:

SG Meldorf/Tensbüttel (9:0 über SSV

Hennstedt).

Gutes Ergebnis: Der Kreisfußballverband

verzeichnete in der abgelaufenden

Saison 2006/07 insgesamt 284 Mannschaftsmeldungen.

Damit steht Dithmarschen

im landesweiten Vergleich an

fünfter Stelle. Spitzenreiter ist der KFV

Segeberg mit 348 Meldungen.

Harmonisch: Wolfgang Schröder (SSV

Hennstedt) bleibt bis 2011 Vorsitzender

des Jugendausschusses im Kreisfußballverband.

Schröder vereinte beim Delegiertentag

in Brunsbüttel alle Stimmen

für sich.

Selten verlief eine Tagung der Junioren

so zügig und harmonisch.

Alle Programmpunkte wurden in nicht

einmal 90 Minuten abgearbeitet.

So jubeln Sieger:

Frauen-Regionalliga-

Meister FFC Oldesloe

2000 holte sich in

souveräner Manier

den SHFV-Pokal. Das

Team von Trainer

Michael Clausen (links)

und Betreuer André

Polchow (re.) bezwang

Verbandsligist TuRa

Meldorf mit 9:1.

REDAKTIONS-

SCHLUSS

31. August 2007


KFV LÜBECK

Herbert Lange wurde 80 Jahre

Der langjährige Bezirksvorsitzende des

Bezirkes IV und Beisitzer im Beirat des

SHFV Herbert Lange, wurde am 29.

Juni 80 Jahre alt.

Als Polizist kam Herbert Lange zunächst

KFV SCHLESWIG

Zum Kreisverbandstag des KFV Schleswig

konnte der 1. Vorsitzende Thomas

Ostermeyer vom SHFV den Lehrwart

Gerdhard Schröder und den Geschäftsführer

Jörn Felchner begrüßen. Sein

besonderer Gruß ging an die Träger

der goldenen Ehrennadel des SHFV,

die zahlreich erschienen waren.

+ + + Kurzmeldung + + +

Gerdhard Schröder überbrachte die

Grüße des SHFV-Vorstandes mit einem

Grußwort.

+ + +

Erfreulich die Beteiligung der Vereine,

denn von 270 möglichen Stimmen

waren 236 anwesend.

+ + +

Thomas Ostermeyer ging im Nachtrag

zu seinem Tätigkeitsbericht auf die

Umstände ein, die ihn bewogen haben,

nicht wieder zu kandidieren.

+ + +

Die Kassenprüfer bescheinigten unserem

Kassenwart Oswald Petrowski eine

vorbildliche Kassenführung, auf deren

Antrag dem Vorstand, den Ausschüssen

und dem Kreisgericht einstimmig

die Entlastung erteilt wurde.

+ + +

Wie bei Kreistagen des KFV Schleswig

schon Tradition nahm der TOP „Ehrungen“

einen breiten Raum ein. Der 2.

Vorsitzende und Ehrenamtsbeauftragte

Sönke Clausen brachte zu jedem

Geehrten die besonderen Verdienste

zum Ausdruck, die zu seiner Ehrung

geführt haben.

Die Ehrung für den Kreissportverband

Schleswig-Flensburg e. V. nahm, in Vertretung

des 1. Vorsitzenden, Schatzmeister

Wolfhard Kutz vor.

als Spieler zum VfB Lübeck, später dann

als Trainer, Betreuer und Physiotherapeut

sowohl beim VfB II, als auch mit

großem Erfolg bei der Polizeiauswahl

zum Einsatz.

1971 wurde Herbert Lange dann

Bezirksvorsitzender des Bezirkes IV und

hat viele Jahre zum Wohle aller Vereine

in dieser Region gewirkt und gearbeitet.

Er ist Mitglied beim VfB Lübeck.

Die Region Südholstein wünscht alles

Gute, gute Gesundheit und weiter viel

Der alte (Thomas Ostermeyer, rechts) und neue (Volker

Schlehahn, links) KFV-Vorsitzende

Mit der goldenen Ehrennadel des

Kreissportverbandes wurden die Sportfreunde

Wolfgang Winkler (TSV Friedrichsberg-Busdorf)

und Uwe Jacobsen

(SV Schleswig 06) ausgezeichnet.

Mit Ehrennadeln des SHFV

wurden ausgezeichnet:

Goldene Ehrennadel des SHFV

» Willy Klatt

(SV Bollingstedt-Gammellund)

Silberne Ehrennadel des SHFV

» Volker Schlehahn

(VfR Schleswig)

Goldene Schiedsrichter-Ehrennadel des

SHFV

» Hans-Henning Matzen

(FC Angeln 02)

» Volker Ohlsen

(FC Angeln 02)

Silberne Schiedsrichter-Ehrennadel des

SHFV

» Wolfgang Schröder

(TSV Friedrichsberg-Busdorf)

» Kai-Uwe Hecht

(SV Kopperby)

» Sönke Clausen

(MTV Meggerdorf)

Mit einer Urkunde und einem Präsentkorb

wurden durch den KFV Schleswig

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

51

KREIS-INFOS

Spaß beim Sport und mit den Sportfreunden!

Georg Höfel

die Schiedsrichter ausgezeichnet, die

mehr als 25 Jahre aktiv sind:

» Werner Dethlefsen

(TSV Friedrichsberg-Busdorf)

» Sven Andresen

(VfB Schuby)

» Hans-Jochen Rahn

(TSV Erfde)

» Harald Schaper

(FC Ellingstedt/Silberstedt)

Eine Besonderheit auf Kreistagen des

KFV Schleswig ist die Verleihung der

KFV-Ehrenplakette. Diese wird an

Ehrenamtler vergeben, die sonst in den

Ehrungsordnungen keine Beachtung

finden, aber zum Wohle des Fußballsports

viel geleistet haben. In diesem

Jahr wurden geehrt:

» Karsten Goldschmidt

(VfB Schuby)

» Sigmund Lorenz

(TSV Kropp)

» Rolf Rahn (TSV Erfde)

» Volker Schmidt, Frank Ude,

Karsten Sick (alle VfR Schleswig)

+ + +

Der Punkt „Neuwahlen“ wurde mit der

Verabschiedung des 1. Vorsitzenden

Thomas Ostermeyer eröffnet. Sein Stellvertreter

Sönke Clausen würdigte in seiner

Laudatio das Wirken von Thomas

im KFV-Vorstand, erst als Beisitzer und

8 Jahre als Vorsitzender. Thomas Ostermeyer

wurde mit der Ehrenplakette des

KFV Schleswig und einem Präsent ausgezeichnet.

Als Kandidat zum 1. Vorsitzenden

stand Volker Schlehahn (VfR Schleswig)

zur Verfügung. Schon im Vorfeld waren

Gespräche geführt worden, da Volker

derzeit noch 1. Vorsitzender des Bezirk

II ist und die Doppelbelastung abschät-

Foto: Meyer


52 02 - 2007

KREIS-INFOS

zen musste. Letztendlich hat er sich zur

Kandidatur bereit erklärt. Weitere Vorschläge

aus der Versammlung kamen

nicht. Das Votum der Versammlung fiel

einstimmig aus.

Auch alle weiteren Wahlen verliefen

einstimmig, es wurden gewählt:

1. Vorsitzender Volker Schlehahn

(Neuwahl)

Beisitzer Jürgen Neumann

(Wiederwahl)

Spielausschussobmann Thomas Fattler

(Neuwahl)

EDV-Beauftragter Florian Lorenz

(bisher kommissarisch)

Ehrenamtsbeauftragter Sönke Clausen

(kommissarisch)

Vorsitzender Kreisgericht

Heinz Kochanke (Wiederwahl)

Lehrwart Wolfgang Schwierzke

(kommissarisch)

3 Beisitzer Spielausschuss

Dieter Kukla (Wiederwahl)

Gunter Kausch (Neuwahl)

Andre Stochay (Wiederwahl)

2 Beisitzer Schiedsrichterausschuss

Sönke Müller

Wolfgang Schröder

(beide Wiederwahl)

Harmonischer Kreis-Jugendtag

im KFV Schleswig

Wolfgang Winkler für weitere

vier Jahre für den Jugendausschuss

verantwortlich.

So harmonisch wie die Mitglieder des

Kreisjugendausschusses mit den Vereinsvertretern

in den vergangenen Jahren

zusammengearbeitet hatten, verlief

auch der Verbandstag am 17. April

2007. Erfreulich war auch die Feststellung,

dass an diesem Abend alle 36

Vereine vertreten waren. Das zeigt die

gute Zusammenarbeit und wie wichtig

die Jugendarbeit von den Vereinen

genommen wird.

SHFV Fußball-Magazin

Alle Wahlen erfolgten für eine Amtszeit

von 4 Jahren.

2 Beisitzer Kreisgericht für 4 Jahre

Ernst Pusch, Sönke Husfeld

(Wiederwahl)

1 Beisitzerin Kreisgericht für 2 Jahre

Renate Berelsmann (Wiederwahl)

Kassenprüfer

Volker Schmidt (VfR Schleswig)

Nach der Wahl der Delegierten zum

SHFV-Verbandstag wurden die vorliegenden

Anträge vorgestellt und abgestimmt,

um den Delegierten das Votum

des Kreistages mitzugeben.

Dabei erwies sich die Antragsvorlage

zur Neuordnung der Nenngelder als

sehr diskussionsbedürftig.

Nachdem der ehemalige Vorsitzende

Thomas Ostermeyer ausführlich zu diesem

Antrag Stellung genommen hatte,

erwiderte SHFV-Geschäftsführer und

erklärte der Versammlung, wie es zu

diesem Antrag gekommen ist und wie

die Stellung des SHFV-Vorstandes zu

der Vorlage der Projektgruppe Zukunftsentwicklung

ist.

Nach breiter Diskussion wurde der Teil

des Antrages, in dem die neuen Nenn-

Der Jugenausschuss wies während

der Verammlung insbesondere auf die

Zukunft hin, denn nach der Refom ab

der Saison 2008/2009 wird Einiges

auf die Vereine und den Jugendausschuss

zukommen. Nach dem Wegfall

der Bezirke in 2008 sind die Strukturen

neu zu ordnen. Es werden erheblich

mehr Mannschaften in den Verantwortungsbereich

des Kreisjugendausschusses

kommen, vor allem liegt erstmals die

Spielleitung der Mädchenteams in den

Händen des Kreises.

Eine Neuerung wird es schon mit

Beginn des Spieljahres 2007/2008

beim Kinderfußball (G- bis D-Jugend)

geben. Hier soll die DFB-Wettkampfspiel-Philosophie

für unseren Kinderfußball

greifen, das heißt: Wie können

wir die Sportart Fußball den Kindern

und Jugendlichen aktueller, altersangemessener

und interessanter anbieten?

Im Alter von 4 - 10 Jahren ist das „elf

gegen elf“ aus dem Erwachsenenfußball

alles andere als kindgerecht und

hat bei den Jüngsten nichts zu suchen.

gelder bezeichnet sind, mit deutlicher

Mehrheit abgelehnt.

Nach dieser turbulenten Endphase

des Kreisverbandstages schloss der

neue Vorsitzende Volker Schlehahn

die Versammlung mit den besten Wünschen

für den Schlussspurt der Saison

2006/2007.

Inzwischen sind die Entscheidungen in

den Seniorenklassen des KFV Schleswig

gefallen.

Meister der Kreisliga und Aufsteiger in die

Bezirksliga: VfR Schleswig II

Meister der Kreisklasse A und Aufsteiger in

die Kreisliga: VfR Schleswig III

Weiterer Aufsteiger in die Kreisliga:

SSV Klein Bennebek

Meister der Kreisklasse B und Aufsteiger in

die Kreisklasse A: VfB Schuby II

Weiterer Aufsteiger in die Kreisklasse A:

MTV Meggerdorf II

Volker Schlehahn

Es werden eingeführt: Verkleinerung

der Mannschaften, Verkleinerung des

Spielfeldes und Vereinfachung der

Spielregeln. Zudem soll es das ergebnisorientierte

Denken des „großen

Fußballs“ im Kinderfußball nicht mehr

geben. Das Ergebnis des Wettkampf-

Jonas Goos (FC Angeln 02), Lisa Wippich (VfR

Schleswig) und Yannik Menke (SG Kappeln/Kopperby)

(v.l.)

spiels (Sieg/Niederlage) darf niemals

alleiniger Maßstab sein. Viel wichtiger

sind Spaß und Freude am Fußballspielen.

Hier kommt den Trainerinnen und

Trainern eine Schlüsselrolle zu.

In der Versammlung gab auch es personelle

Veränderungen. Jugendobmann


Foto: Wolfgang Winkler

Wolfgang Winkler

und die Beisitzer

Rainer Kalbus,

Gerhard Lorenzen

und Michael

Stert wurden für

weitere vier Jahre

wiedergewählt.

Wolfgang Schäfing

schied nacht

8-jähriger Zugehörigkeit

aus dem

Gremium aus.

Wolfgang war

zunächst für die

D-Jugend-Kreisauswahl zuständig und

hatte dann als Leiter den DFB-Stützpunkt

in Schleswig übernommen.

Ausgeschieden sind auch nach kurzer

Zugehörigkeit Anke Ottsen und Henning

Stüber. Für Anke Ottsen wurde Sonja

Clausen vom VfB Schuby gewählt.

An diesem Abend referierte der Lehrwart

des SHFV Gerhard Schröder

Das hat es bisher noch

nicht gegeben.

Die Landespokalsieger der A- und B-

Junioren kommen aus dem Kreis Steinburg.

Bei den A-Jugendlichen hatte sich

die SG Horst/Kiebitzreihe im Finale

gegen den Regionalligisten Büdelsdorfer

SV mit 2:0 durchgesetzt und bei

den B-Junioren war die SG Lägerdorf/

Itzehoer SV mit 2:1 beim Segeberger

Kreisligisten SG Rot-Weiß Saxonia in

Trappenkamp erfolgreich.

Die SG Horst/Kiebitzreihe war als

Bezirksligist krasser Außenseiter in den

Finalpaarungen des Lotto-Pokals. Doch

nachdem bereits der Verbandsliga-

Dritte Kronshagen im Halbfinale mit

3:2 (nach 3:0-Führung) ausgeschaltet

worden war, musste auch das Regionalligateam

aus Büdelsdorf den verdienten

Sieg der Steinburger nach einer taktischen

Meisterleistung anerkennen. Der

Erfolg kam allerdings nicht von ungefähr.

Horst/Kiebitzreihe hat sich ganz

souverän den Titel in der Bezirksliga

West geholt und ist seit über 30 Spielen

ungeschlagen. „Die letzte Niederlage

müsste Ende 2005 gewesen sein“,

KFV STEINBURG

über die DFB-Qualifizierungsoffensive

und fand aufmerksames Gehör

bei den Delegierten, ging es doch um

die Zukunftssicherung der Vereine,

nämlich Aus- und Weiterbildung von

qualifizierten Kinder-Übungsleitern.

Ein Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung

von Auswahlspielerin und

muss Trainer Achim Nordhoff überlegen.

Anders als die Horst/Kiebitzreiher

Kombination war die B-Jugend

der SG Lägerdorf/ISV als Favorit nach

Trappenkamp gefahren. Nach dem

grandiosen 7:4-Erfolg (nach 0:2 und

1:3-Rückstand) im Halbfinale gegen

den Verbandsligarivalen Flensburg 08,

war der Pokalgewinn beim Kreisligisten

fest eingeplant. Doch die starken Trappenkamper

brachten den Favoriten ins

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

53

KREIS-INFOS

Auswahlspielern. Für herausragende

Leistungen inner- und außerhalb des

Spielfeldes erhielten Lisa Wippich (VfR

Schleswig), Jonas Goos (FC Angeln 02)

und Yannik Menke (SG Kappeln/Kopperby)

einen Gutschein und das DFB-

Maskottchen „Paule“.

Sonja Clausen

Für langjährige Jugendbetreuer-Tätigkeiten wurden folgende Sportfreunde mit der

Jugendleiter-Ehrennadel des SHFV geehrt:

Wolfgang Behrens, MTV Meggerdorf die goldene Nadel

Bernd Rogge, Schleswig 06 die goldene Nadel

Malte Lammers, TSV Bollingstedt/Gammellund die silberne Nadel

Momme Meyer, TSV Erfde die silberne Nadel

Heiko Andresen, FC Angeln 02 die bronzene Nadel

Gerd Burau, TSV Bollingstedt/Gammellund die bronzene Nadel

Martin Neumuth, VfB Schuby die bronzene Nadel

Bernd Schubert, TSV Bollingstedt/Gammellund die bronzene Nadel

Dirk Thomsen, VfR Schleswig die bronzene Nadel

Straucheln. Nach der 1:0-Führung der

Gastgeber, schien die Pokalmission der

Steinburger zum Scheitern verurteilt.

Doch auch diesmal wurde der Rückstand

wettgemacht und am Ende ein

glücklicher Pokalerfolg gefeiert. Für die

SG war dieser Sieg das i-Tüpfelchen

auf eine äußerst erfolgreiche Saison.

Selbst Trainer Stefan Lützen hatte nicht

damit gerechnet, dass sein Team an

der Spitze der B-Jugend Verbandsliga


54 02 - 2007

KREIS-INFOS

mitspielen könnte: „Wir wurden vielfach

als Absteiger belächelt. Doch die

Mannschaft hat sich unheimlich entwickelt

und war bis zwei Spieltage vor

Ende der Hinrunde ungeschlagen. Auf

das Geleistete dürfen wir unheimlich

stolz sein.“

Die Aufgebote der Steinburger

Landespokalsieger:

SG Horst/Kiebitzreihe: Thomas

Brandt, Jan Körner, Snorre Zimat, Dave

Griehl, Taras Ploog, Julian Hansen,

Andre Fiedel, Yannik Sottorf, Jan Behrendt,

Patrick Ziller, Tim Jeske, Sebastian

Gallert, Sebastian Gülck, Max Sommer,

Pascal Wendt, Dominik Hein.

SG Lägerdorf/ISV: Jan Schmidt,

Steffen Thomßen, Thorge Schelinski,

Peter De Paoli, Igor Shurawlew, Moritz

Kuhn, Andre Justus, Lasse Christiansen,

Julien Thoms, Adem Aydogan, Till

Erhart, Mirko Thomßen, Azat Alan, Tim

Staebe, Sebastian Blunk, Florian Tiemann,

Kevin Soboll, Timo Böthern.

Zum ersten Mal

Zum ersten Mal hat der KFV Steinburg

alle Pokalendspiele der Juniorinnen

und Junioren im Rahmen der Itzehoer

Woche an einem Tag veranstaltet. Im

Itzehoer Stadion wurden SG Horst/Kiebitzreihe

(A-Junioren), TSV Oldendorf

(B-Juniorinnen), SG Lägerdorf/ISV (B-

Junioren), SV Heiligenstedtenerkamp

(C-Juniorinnen), TSV Lägerdorf (C-Junioren),

TuS Krempe (D-Juniorinnen),

Itzehoer SV (D-Junioren) und SV Wellenkamp

(E-Junioren) Kreispokalsieger.

Aufgrund der guten Resonanz soll es

auch in der kommenden Saison wieder

einen gemeinsamen Pokalfinaltag im

Steinburger Jugendfußball geben.

Steinburgs Fußballer haben

einen neuen Vorsitzenden.

Der Lägerdorfer Werner Papist hat

Uwe Brandt abgelöst, der dem KFV

20 Jahre vorstand. Aber nicht nur

der Vorsitzende ist neu, sondern auch

der Schatzmeister. Den brachte Papist

aus seinem Club, dem TSV Lägerdorf,

gleich mit. Zusammen mit Thomas Voß-

Michaelis hat Papist den Verein, der

sich zu Ober- und Verbandsligazeiten

finanziell übernommen hatte, innerhalb

von vier Jahren saniert.

SHFV Fußball-Magazin

Mit Uwe Brandt, Dieter Steinleitner (seit

1981 Schatzmeister), Peter Ralfs (18

Jahre im Vorstand, zuletzt als Schriftführer)

und Wilfried Schmidt (20 Jahre

Schiedsrichterobmann) verlässt altge-

Uwe Papist (links) und Uwe Brandt

dientes Stammpersonal den Vorstand

des KFV und macht damit den Weg für

einen Verjüngungsprozess frei. Neben

Papist und Voß-Michaelis hat der Vorstand

mit Reinhold Lange (Schiedsrichterobmann),

Wolfgang Petermann

(Lehrwart) und Reiner Stöter (Kommunikationsbeauftragter)

gleich fünf neue

Gesichter bekommen, die für frischen

Wind im Steinburger Fußball sorgen

sollen.

Werner Papist sieht sich als Team-

Player und baut auf gute Zusammenarbeit

mit allen Vereinen. Der neue

Vorsitzende kennt sich im Fußball bestens

aus, war er vor seiner Funktionärstätigkeit

auch als Spieler und Trainer

aktiv. Der Versicherungsfachmann hat

dabei die meiste Zeit beim TSV Lägerdorf

verbracht. 1959 begann er seine

Fußballerlaufbahn in der D-Jugend des

TSV und spielte dort bis zum Alter von

28 Jahren, unter anderem auch in der

damaligen 1. Amateurliga (vergleichbar

mit der heutigen Verbandsliga).

Wegen Rückenbeschwerden musste

Papist seine aktive Laufbahn beenden

und stieg sofort ins Trainergeschäft ein

– natürlich beim TSV Lägerdorf. Weitere

Stationen waren Wacken, Horst,

Hohenwestedt, Sparrieshoop, Lieth und

zwischendurch noch einmal drei Jahre

Lägerdorf in der Landesliga Süd. Zum

Abschluss seiner Trainerkarriere übernahm

Papist Damen-Verbandsligist

SV Neuenbrook/Rethwisch und wurde

Landespokalsieger.

Berührungsängste hat der 57-Jährige

nicht: „Wo es Probleme gibt, werde ich

versuchen, schon im Vorwege durch

Gespräche Lösungen zu finden. Ich

möchte dazu beitragen, dass es wieder

mehr Miteinander unter den Vereinen

gibt.“

KFV

STORMARN

Im Kreis Stormarn gibt es insgesamt 127

Unparteiische, die aber schon in einem

„guten Alter“ sind. So sind 29 Schiedsrichter

51 Jahre und älter. Zwischen 41

bis 50 Jahre gibt es 18 Unparteiische,

insgesamt 12 sind zwischen 31 bis 40

Jahre. Ganze vier Schiedsrichter sind

26 bis 30 Jahre und 18 weisen das Alter

von 18 bis 25 Jahren auf. Zwischen 14

bis 18 Jahre sind es 35 und ein Unparteiischer

ist 13 Jahre. Leider fehlt es hier

immer noch an Nachwuchs. Wobei die

Jung-Schiedsrichter der Überhang ist.

Sollte sich die Zahl hier nicht ändern, ist

damit zu rechnen, dass in kürzester Zeit

die C- und D-Klasse nicht mehr besetzt

werden kann.

Die Schiedsrichter des KFV Stormarn Harald

Göllnitz, Heino Wagener, Horst Thalau (von links)

leiten schon seit vierzig Jahren Fußballspiele.

Udo Halczinsky (ganz rechts) ist 50 Jahre Pfeifenmann.

Dr. Tim Cassel hielt ein Referat über

„Gewalt auf den Sportplätzen“, was bei

den Schiedsrichtern gut ankam.

Neben den Berichten des Obmannes

Claus Oberlader (SC Elmenhorst) gab

auch Lehrwart Udo Halaczinsky (Olympia

Schwartau) seinen Bericht ab. Der

Punkt Wahlen ging dann zügig durch.

Weiterhin Stellvertreter ist Klaus-Dieter

Prelle vom SC Union Oldesloe. Bernd

Wandrey (WSV Tangstedt) und Manfred

Jepp (SV Siek) wurden neu in den

Ausschuss gewählt. Nicht mehr kandidiert

hat der Hamberger Gerd-Peter

Hesseling.

Der Lehrgang wurde mit dem gemütlichen

Teil abgeschlossen: Skat und Knobeln.

Klaus Unger


KFV

RENDSBURG-ECKERNFÖRDE

Schleswig-Holsteinischer Fußballverband

ehrte 12 „stille Stars“

Die Zukunft des Fußballs ist weiblich

– mit diesem Slogan versucht der Deutsche

Fußball-Bund den Mädchen- und

Frauenfußball voranzutreiben. Eigentlich

scheint das

gar nicht erforderlich,

denn jahrelanges

vielfältiges

Engagement und

Ideenreichtum gibt

es auch schon „in

der Vergangenheit

des Frauenfußball“,

der 1971

auf dem Bundestag

des Deutschen

Fußball-Bundes in

Travemünde eingeführt

wurde.

Diesen Eindruck

vermittelte die 2.

Ehrungsveranstaltung des Schleswig-

Holsteinischen Fußballverbandes, die

von Erdmann Fischer, Präsident des

SHFV, Uwe Bachmann, dem Landesehrenamtsbeauftragten,

und Sabine

Mammitzsch, Frauenreferentin des

SHFV, in Anwesenheit von Hannelore

Ratzeburg, Vorsitzende des DFB-Frauenausschusses,

und Sylvia Nowack,

Vorsitzende des Frauenausschusses des

Landessportverbandes Schleswig-Holstein,

in der Sportschule Bad Malente

in einem würdigen Rahmen vorgenommen

wurde. Ein Rahmen, der dem

Engagement „der stillen Stars und Helferinnen“

im Alter von 24 bis 52 Jahre

absolut angemessen war. In Anlehnung

an ein Lied von Roger Cicero (Frauen

Kompente Talkrunde in Sachen Mädchen- und

Frauenfußball. Von links:

Uwe Bachmann, Sabine Mammitzsch, Jörn Felchner,

Hannelore Ratzeburg, Erdmann Fischer

regieren die Welt) kann nach dem Eindruck

dieser Veranstaltung gesagt werden:

„Frauen regieren im Frauen- und

Mädchenfußball.“

In seiner allgemeinen Laudatio umriss

Uwe Bachmann die Ziele der Ehrung.

Auch die Frauen tragen dazu bei,

dass der Spielbetrieb von rund 80.000

Spielen von der Bundesliga bis zur

„Pampers-Liga“ abgewickelt werde.

Der Anteil der Frauen unter rund einer

Million Ehrenamtler im Fußball sei mit

rund neun Prozent noch gering. Das sei

aber auch darin begründet, dass die

Frauen in Familie und Haushalt mehr

eingebunden seien. DFB und der SHFV

haben aber erkannt, dass das „weibliche

Element“ sich mehr und mehr stark

Frauenpower:

Hannelore Ratzeburg und Sylvia Nowack

einbringe. Das solle künftig gefördert

und gebührend anerkannt werden.

Diese Sonderehrung der Frauen sei ein

erster Schritt in diese Richtung. Für den

Landesehrenamtsbeauftragten sei es

durchaus denkbar, dass im alljährlich

ausgelobten DFB-Wettbewerb „Club

der 100 Besten“ auch vermehrt Frauen

zu finden sein werden.

Bei der Ehrung der 12 Kreissiegerinnen

wurde die Bandbreite des Engagements

Nahmen die Vorsitzende des DFB-Frauenausschusses

Hannelore Ratzeburg in die Mitte: links

SHFV-Präsident Erdmann Fischer, rechts SHFV-

Ehrenamtsbeauftragter Uwe Bachmann.

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

55

KREIS-INFOS

der „stillen Stars“ deutlich. Sie umfasst

Trainer- und Betreuertätigkeit, administrative

Aufgaben, Werbung für den

Mädchen- und Frauenfußball, Reinigung

der Spielkleidung, Fahrdienste

bis zur „Ersatzmutter am Spielfeldrand“

– und das teilweise über eine Vielzahl

von Jahren. „Die Frauen sind mit den

Männern in dieser Hinsicht auf gleicher

Augenhöhe“, meinte SHFV-Präsident

Erdmann Fischer.

Rüdiger Müller

Aktionstag „Frauen im Sport“

Sport tut Frauen gut – Frauen

tun dem Sport gut.

„Das hier war eine tolle Veranstaltung.

Eine solche Resonanz habe ich

bei anderen Veranstaltungen nicht

registriert“, zeigte sich Annika Pech,

verantwortliche Mitarbeiterin des Landessportverbandes

Schleswig-Holstein

für den ersten bundesweiten Aktionstag

„Frauen im Sport“ auf dem Sportgelände

des TSV Vineta Audorf sichtlich

beeindruckt. Der ausrichtende TSV

Vineta Audorf um Joachim Sievers und

Ralf Wrampelmeyer hatte einiges auf

die Beine gestellt. Angeboten wurden

Fußball, Beachvolleyball und Tischtennis.

Somit war für gut sechs Stunden

„Action“ gesorgt.

Im Mittelpunkt dieses Aktionstages

stand indes der Kreispokal (Kleinfeld)

des KFV Rendsburg-Eckernförde für

Frauenmannschaften. „Dieser Aktionstag

ist eine gute Gelegenheit, den

Frauenfußball zu präsentieren. Sport tut

Frauen gut, Frauen tun dem Sport gut“,

KFV-Vorsitzender Uwe Bachmann eröffnet den

Aktionstag.


56 02 - 2007

KREIS-INFOS

Elf Frauenmannschaften des KFV Rendsburg-

Eckernförde beteiligten sich am Aktionstag

„Frauen im Sport“.

hob KFV-Vorsitzender Uwe Bachmann

die Bedeutung dieses Aktionstages,

der auch als Beitrag des Sports für das

„Europäische Jahr der Chancengleichheit“

gedacht ist, in seiner Begrüßung

hervor.

Beteiligt an der Premiere dieses Kreispokals

für Frauen, der künftig jährlich als

Wanderpokal ausgespielt wird, waren

KFV PLÖN ...

Der 11. Mai ist in zweierlei Hinsicht ein

bedeutsamer Tag, denn vor genau 60

Jahren begründete sich der SV Probsteierhagen,

dessen 1. Vorsitzender

Peter Lüneburg jetzt auf dem in Probsteierhagen

im Gasthaus „Trensahl“

veranstalteten Kreisjugendverbandstag

hinwies. Und dort, jedoch im Schloss

Hagen, ließ sich vor 32 Jahren Klaus

Friederichsen (SC Kalübbe) zum Kreisfußballjugendobmann

wählen. Doch

mit diesem Verbandstag schloss sich

der Kreis, Friederichsen stand für eine

erneute Wahl nicht mehr zur Verfügung,

er trat von „seiner Bühne“ ab – und der

Dank der Vertreter des Vorstandes und

der Delegierten der Vereine wurde mit

Standing Ovations sichtbar.

Als Gäste in Probsteierhagen anwesend

auch Regine Schweim, Jugendobfrau im

SHFV, und Horst Dobrow (Jugendobmann

KFV Neumünster und Vertreter

des Bezirks I), die Friederichsens jahr-

SHFV Fußball-Magazin

11 Mannschaften. Leider traten der SSV

Hamweddel und der 1.FC Schinkel nicht

an. „Das war bedauerlich. Wir haben

aber dennoch das Turnier reibungslos

abwickeln können“, meinte KFV-Spielausschuss-Vorsitzender

Hans Blunck, der

vom fairen Verlauf der Spiele und dem

gebotenen Niveau angetan war. „Auch

Mannschaften, die noch nicht zur Kreisspitze

zählen, haben gute Spielerinnen

in ihren Reihen“, meinte Hans Blunck

Besticht durch enge Ballführung : Inga Clausen

(TuS Rotenhof)

KREISJUGENDVERBANDSTAG IM KFV PLÖN

Klaus Friederichsen: Gerührt räumte er seinen

Stuhl.

Foto: Sichting

Foto: Sichting

Ein Buchgeschenk des SHFV an Friederichs

überreichte Regine Schweim, verbunden mit den

besten Wünschen für „die Zeit danach“.

weiter. Gespielt wurde zunächst in zwei

Gruppen. Die Gruppensieger TSV Rieseby

und Brekendorfer TSV zogen in

das Finale, das der Brekendorfer TSV

gegen den amtierenden Hallenmeister

TSV Rieseby erst nach Entscheidungsschießen

mit 5:4 gewann. Nach regulärer

Spielzeit stand es 0:0. Im Spiel

um Platz drei siegte Bezirksligist TuS

Rotenhof nach zwei Toren von Inga

Clausen mit 2:0 gegen den FSV Friedrichsholm.

Begeisterung auch beim Schnupper-

Tischtennis mit Andrea Bargel. „Das

war toll“, meinte die achtjährige Lisa,

die eigens aus Sehestedt angereist war,

um sich in die Geheimnisse des schnellen

Spiels mit dem kleinen Zelluloid-Ball

einweihen zu lassen.

Rüdiger Müller

STANDING OVATIONS FÜR KLAUS FRIEDERICHSEN

ASCHEBERGER KLAUS BIER NEUER KREISFUSSBALLJUGENDOBMANN

zehntelanges Engagement besonders

würdigten.

Sichtlich gerührt räumte Klaus Friederichsen

seinen Stuhl, nicht ohne vorher

die Tagesordnung noch bis zum

Punkt Wahlen abzuarbeiten. Er legte

in schriftlicher Form die Berichte des

Vorstandes, der Ausschüsse und der

Talentförderung vor und er stellte ausdrücklich

die engagierte Mitarbeit der

Jugendtrainer auf Kreis- und Vereinsebene

in den Mittelpunkt seines Dankes.

Friederichsen: „Ohne Sie alle würden

wir auf Kreisebene nicht so erfolgreiche

Jugendarbeit leisten, dafür gebührt

meinen Mitstreitern und vor allem Ihnen

mein Dank.“

Klaus Friederichsen, den nun auf seinen

Weg in den „Ruhestand“ die besten

Wünsche von SHFV, Bezirk und

Vereinen sowie langjährigen Weggefährten

begleiten werden, machte


Foto: Sichting

Foto: Sichting

Platz für Klaus Bier (TSV Germania

Ascheberg), der nach der Wahl, bei

einstimmig gefassten Votum, bei seiner

kurzen Antrittsrede auf die zukünftigen

Schwerpunkte seiner Arbeit und

des Ausschusses hinwies. Bier leitete

auch die weiteren Wahlvorgänge und

begrüßte mit Hauke Lilienthal einen

neuen Beisitzer (TSV Dannau) am Vor-

Der Wachwechsel

zwischen

„Klaus und

Klaus“ ist

vollzogen.

standstisch. Heiko Fahrenkrog und Otto

Volk wurden für vier weitere vier Jahre

wiedergewählt und drei Delegierte zum

Jugendverbandstag des SHFV (8. Juni/

„Haus des Sports“ in Kiel) wurden auch

gefunden.

Ehrungen auf dem Jugendverbandstag:

In Würdigung ihrer vorbildlichen Tätigkeit

und ihrer langjährigen Verdienste

um die Jugendarbeit im Fußballsport

werden die Jugendleiter-Ehrennadel

und Urkunde des Schleswig-Holsteinischen

Fußballverbandes überreicht:

Bronze: Arno Weiß, Jörg Wulf (beide

SV Fortuna Bösdorf), Annette Langen,

Diana Bier, Volker Lorenzen, Peter

Liedtke, Horst Menze (alle TSV Germania

Ascheberg), Florian Dräger und

Paul Hamann (beide Eintracht Plön).

Silber: Bärbel Bornhöft (Eintracht

Plön), Klaus Bier (TSV Germania Ascheberg)

und Holger Rieper (SV Kirchbarkau).

Rüdiger Sichting

Die Jugendleiter-Ehrennadel und Urkunde überreichte

Friederichsen (rechts) an, v. links: Bärbel

Bornhöft, Holger Rieper und Klaus Bier

SHFV-Ehrenpreis 2006:

Ehrung für Bettina Thege

von der FT Preetz.

In Anlehnung an den DFB-Ehrenamtspreis

hat der Schleswig-Holsteinische

Fußballverband (SHFV) im Vorjahr

auch im Bereich des Frauen- und Mädchenfußballs

eine Auszeichnung für

herausragende Leistung ins Leben gerufen.

Aus dem Kreisfußballverband Plön

konnte sich Kirsten Tarnowski vom SV

Knudde 88 Giekau über die besondere

Ehrung bei der Auftaktveranstaltung

freuen, den Ehrenpreis 2006 wird nun

Bettina Thege von der FT Preetz erhalten.

Die lizenzierte Übungsleiterin (C-Fachübungsleiter),

seit gut fünf Jahren erst

in Preetz ansässig, aber beim VfB Kiel

schon viele Jahre vorher dem Fußballsport

zugetan, kam über ihren Sohn

Dennis in den Blickpunkt der Freien

Turner.

Peter Horn, FT-Vorsitzender: „Sie

begleitete nicht nur ihren Sohn ins

Fichtestadion, Bettina Thege brachte

sich sogleich mit ein, unterstützte den

Trainer, übernahm die Betreuung der

Mannschaft.“ Sie habe Spaß in der Trainingsarbeit

gefunden, sei danach selbst

Foto: sichting

Bettina Thege von der

FT Preetz

als Übungsleiterin eingesprungen, ließ

sich im letzten Jahr zur Fachübungsleiterin

ausbilden. Inzwischen hören zwei

D-Juniorenteams auf ihr Kommando.

Damit nicht genug. Zu ihren weiteren

Aufgaben gehört seit vergangenem

Jahr die Abwicklung des Passwesens für

die gesamte Jugendabteilung, die Führung

der Abteilungskasse sowie deren

administrativen Angelegenheiten. In

ihren nun bewährten Händen lag auch

die Organisation der FT-Jugendturniere.

Horn: „So ganz nebenbei stellte

Bettina Thege in 2006 auch ein Pfingst-

Trainingslager mit 60 Teilnehmern im

Adlerhorst am Behler See auf die Beine.

Wir in der Freien Turnerschaft sehen

Frau Thege als engagierte, ehrenamtliche

Mitarbeiterin, die uns viel Freude

bereitet.“

Die Auszeichnung erhielt Bettina Thege

im Rahmen einer SHFV-Veranstaltung

im März 2007 in der Sportschule

Malente.

Rüdiger Sichting

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

57

Gratulation zum 64. Geburtstag

und herzlichen Glückwunsch an

Erhard Muus, 1. Vorsitzender des Kreisfußballverband

Plön. Im Kreis seiner

Vorstandskollegen Eckard Lamp und

Lutz Schlünsen überbrachte Hans-Ludwig

Meyer als sein langjähriger Wegbegleiter

nicht nur die Grüße des SHFV,

der Vize-Präsident des SHFV hatte auch

noch Post aus Frankfurt dabei.

Foto: Sichting

KREIS-INFOS

Für seine herausragenden Verdienste

zum Wohle des Fußballsports erhielt

Erhard Muus die Verdienstnadel des

Deutschen Fußball-Bund. Den allerbesten

Wünschen schließen sich alle Fußballer/Innen

aus dem Kreis Plön an und

gratulieren zur hohen Auszeichnung.

Rüdiger Sichting

KFV KIEL

80 Jahre tiefe Verbundenheit

mit dem SC Comet Kiel

Eine in Schleswig-Holstein wohl einmalige

Auszeichnung gab es auf der diesjährigen

Jahreshauptversammlung des

Kieler Traditionsvereins SC Comet. Der

87-jährige Karl-Heinz Boll, der früher

über 20 Jahre lang Vorsitzender war

und sich vielfältig ehrenamtlich um den

Club verdient gemacht hat, wurde vom

jetzigen Vorsitzenden, zugleich sein

Sohn, Manfred Boll unter stehenden

Ovationen der Versammlungsteilnehmer

für 80 Jahre Mitgliedschaft im SC

Comet Kiel geehrt.

Immerhin auch schon 60 Jahre Mitglied

ist Kiels Handball-Legende „Hein“ Dahlinger.

„Unser prominentestes Mitglied“,

so Manfred Boll.

Reinhard Gusner

Foto: Gusner

Hans-Ludwig

Meyer (l.) und

Erhard Muus

Karl-Heinz Boll

(87) seit 80

Jahren dem

SC Comet Kiel

verbunden.


58 02 - 2007

Endlich geht es wieder los. Der Ostsee

Cup, die Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaft

im BeachSoccer, geht

in seine zweite Saison und feierte am

09. Juni 2007 Auftakt beim Turnier in

Dahme. Sechs Teams traten an, um den

ersten Turniersieger der diesjährigen

Tour zu ermitteln und sich die begehrten

Ranglistenpunkte zu sichern, die für

die Qualifikation für das Finalturnier im

August auf Fehmarn benötigt werden.

Den Zuschauern am Dahmer Strand

wurden an besagtem Wochenende

spannende Spiele und packende Zweikämpfe

geboten. Bereits in den ersten

Spielen des Turniers wurde deutlich,

wie die Favoritenrollen verteilt sind. Die

Spieler von Beachkick Berlin, einem

erfahrenen Beachsoccer-Team, packten

ihre gesamte technische Trickkiste

aus und zeigten sich als wahre Ästheten

des Strandfußballs. Das heimische

Team des TSV Dahme hingegen glich

SHFV Fußball-Magazin

die fehlende Erfahrung auf Sand durch

Kampfgeist und Moral wieder aus. So

überraschte es nicht, beide Teams in

den Halbfinalspielen wiederzusehen.

Im Halbfinale profitierten die Kicker aus

Beachkick Berlin vs. Eintracht Gicht

FULMINANTER AUFTAKT

DER SHFV-BEACHSOCCER-LANDESMEISTERSCHAFT 2007

Dahme von Verletzungsproblemen der

Eintracht Gicht, dem Team des TSV Lensahn.

Hier war offenbar der Teamname

ein schlechtes Omen, denn die Eintracht

Gicht, immerhin Vorjahressieger des

Das Siegerteam:

Beachkick Berlin


Turniers in Dahme, musste sich abmelden und so zog der

TSV Dahme ohne Gegenwehr ins Finale des Auftaktturniers

ein. Dort trafen die Dahmer auf die Berliner Vertretung, die

sich im Halbfinale gegen das Waabser Team Die Camper

deutlich mit 7:1 durchsetzte.

In einem bis zur letzten Minute spannendem Finalspiel setzten

sich die Berliner am Ende mit 7:5 durch und sicherten

sich damit die direkte Qualifikation für das Finalturnier im

August auf Fehmarn. Erst in der Verlängerung gelang es den

Berlinern sich einen Vorteil zu erspielen und zuerst mit 5:4

und danach mit 6:5 in Führung zu gehen. Die endgültige

Entscheidung fiel erst kurz vor dem Schlusspfiff mit einer zum

7:5 verwandelten Ecke der Bundeshauptstädter.

Auch der TSV Dahme hat mit dem zweiten Platz und den

erspielten Ranglistenpunkten gute Chancen, sich für das

Finale zu qualifizieren. Welche Rolle die Eintracht Gicht in

der diesjährigen Beachsaison noch spielen wird, bleibt abzuwarten.

Die Lensahner Kicker gehören trotz der Aufgabe im

Halbfinale weiterhin zum Favoritenkreis der SHFV-Beachsoccer-Landesmeisterschaft

2007 und werden versuchen, die

nötigen Punkte in einem der anderen Qualifikations-Turniere

einzufahren.

Mittlerweile sind auch die Turniere in Sehlendorf, Eckernförde

und Heiligenhafen absolviert, so dass beim legendären

Nachtturnier in Laboe (21./22. Juli 2007) die letzte

Chance auf Ranglistenpunkte besteht. Eine große Chance für

alle Freizeit- oder Vereinsmannschaften, sich unter Flutlicht

bei einmaliger Atmosphäre für den Saisonabschluss auf Fehmarn

zu qualifizieren.

Anmeldungen für interessierte Teams für das Turnier in Laboe

sind noch möglich.

WEITERE INFOS FINDEN SIE UNTER

WWW.BEACHSOCCER-OSTSEE.DE

SHFV Fußball-Magazin 02 - 2007

59

BEACHSOCCER


S-H Fußballverband, Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel

PVSt, Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, C 58643

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