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Holzwirtschaft | w.news 06.2016

06.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Holzwirtschaft • Bildungsmessen • Advertorial B4B Themenmagazin

06.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Holzwirtschaft • Bildungsmessen • Advertorial B4B Themenmagazin

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NR. 06 | 2016

WIRTSCHAFTSMAGAZIN DER IHK HEILBRONN-FRANKEN

NACHHALTIG UND

DURCHSCHLAGEND

HOLZWIRTSCHAFT

Seite 20


Einweihung des Logistikzentrums

TAG DER

OFFENEN TÜR

3. Juli 2016

Von 10 – 17 Uhr

Würth Elektronik eiSos

Waldenburg

Schauen Sie rein, es lohnt sich!

Am 3. Juli 2016 öffnen wir unser neues Logistikzentrum für Sie! Auf unserem Firmengelände warten auf Sie und die

ganze Familie jede Menge Spiel, Spaß und Unterhaltung sowie Themen aus den Bereichen Elektronik und Physik.

Getreu unserem Motto „more than you expect“ dürfen Sie bei uns etwas „mehr“ erwarten. Seien Sie dabei – wir

freuen uns auf Ihren Besuch!

Physik live – Experimente zum Mitmachen // Jugend forscht und ihre Projekte // Formel-E-Rennwagen

hautnah erleben // Outdoor Aktivitäten für Groß & Klein // Moderation: Axel Robert Müller // Bewerbungstraining

und -unterlagencheck // Social Media @WE // Kulinarisches und vieles mehr!

Weitere Infos unter

www.we-online.de/tag-der-offenen-tuer

Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG · Max-Eyth-Str. 1 · 74638 Waldenburg (Gewerbepark Hohenlohe)

www.we-online.de


S TA N D P U N K T

AUF HOLZ GEBAUT

Liebes IHK-Mitglied,

Deutschland gehört in vielen Bereichen

nicht zu den rohstoffreichsten Ländern.

Dies gilt insbesondere für die große Gruppe

der Energie- und Metallrohstoffe. Ganz

anders stellt sich die Situation beim Rohstoff

Holz dar. Mit rund 3,7 Milliarden

Kubikmeter Gesamtvorrat steht im deutschen

Wald mehr Holz als in jedem anderen

Land der Europäischen Union – mehr

als beispielsweise in Schweden, Frankreich

und Finnland. Dabei weist Baden-Württemberg

nach Bayern die zweitgrößte absolute

Waldfläche im Bundesvergleich und

mit einem Waldanteil von gut 38 Prozent

einen deutlich über dem Bundesdurchschnitt

von 32 Prozent liegende Bewaldung

auf.

IHK-Präsident Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach und IHK-

Hauptgeschäftsführerin Elke Döring.

Sonnenbrillen und Handyhüllen sind aus

Holz gefertigt und in Wien ist ein modernes

Hochhaus in Planung, das zum Großteil

aus Holz bestehen wird.

Wirtschaftsmagazin

der IHK

Heilbronn-Franken

www.ihk-wnews.de

HERAUSGEBER

IHK Heilbronn-Franken

Postfach 2209

74012 Heilbronn

Ferdinand-Braun-Str. 20

74074 Heilbronn

Telefon 07131 9677-0

Telefax 07131 9677-199

www.heilbronn.ihk.de

TITELBILD

© wsfp / Photocase

Gestaltung: adextra

Diese ausgedehnten Waldflächen bilden

die Grundlage für eine starke Forst- und

Holzwirtschaft. In Baden-Württemberg

erwirtschafteten die Betriebe im Cluster

Forst und Holz im Jahr 2008 einen Gesamtumsatz

von gut 31 Milliarden Euro

und beschäftigten fast 200.000 Menschen.

Und auch in der Region Heilbronn-Franken

ist die Forst- und Holzwirtschaft ein

bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Im Zuge des verstärkt nachhaltigen

Denkens gewinnt der Rohstoff Holz dabei

zusätzlich an Bedeutung. Gleichzeitig

erfährt Holz eine deutliche Erweiterung

seines bisherigen Anwendungsbereiches:

Die Modebranche entwirft Taschen aus

Kork – gewonnen aus Eichenrinde –, auch

Holz ist folglich alles andere als altbacken

– ein natürlich nachwachsender und

nachhaltig einsetzbarer Rohstoff, der auch

für unsere regionale Wirtschaft enor me

Relevanz besitzt.

Ihr

Ihre

Holz – ein starkes Stück Wirtschaft.

Quellen: Bundeswaldinventur 3,2012; baden-württembergische Clusterstudie

Forst und Holz, 2010.

JUNI 2016 w.news

3


I N H A LT

IHK + REGION

6 Aus Liebe zum Land –

Friesland Campina in

Heilbronn

11 Wirtschaftslagebericht der

IHK Heilbronn-Franken –

gute Konjunktur hält an

16 Hannover Messe 2016 –

Internationale Kontakte

18 Fachkräftemangel gefährdet

Industriestandort

19 Neue Gebührenordnung

für Ausbildungsbetriebe

34 MEXIKO

TITEL

HOLZWIRTSCHAFT

21 Mit Nachhaltigkeit

Zukunft gestalten

24 Holz – ein unterschätzter

Rohstoff

30 Holz- und Möbelbranche

– Entwicklungen

42 FOKUS BILDUNG 56 ROSE IN ESCHENAU

GELD + MÄRKTE

34 Mexiko – Wirtschafts -

partner mit Potenzial

38 Weltweit wichtiger

wirtschaftlicher Akteur –

Mexiko

40 Förderung für Kleinst -

betriebe

41 IHK-Gründerbroschüre

DOSSIER

BILDUNGSMESSEN

42 Fokus Bildung

46 Austellerverzeichnis

48 Bildungsmesse

Lauda-Königshofen

49 Ausstellerverzeichnis

WIRTSCHAFTSJUNIOREN

52 Junge Wirtschaft

regelt Nachfolge

53 WJ-Preis

24 HOLZ – EIN UNTERSCHÄTZTER ROHSTOFF

4 w.news JUNI 2016


I N D E X

11 WIRTSCHAFTSLAGEBERICHT

SERVICE + INFO

54 Serie: Hochwasser Teil 2

55 Deutscher Triz-

Anwendertag

56 Genießen in der Region

– zu Gast in der Rose

in Eschenau

58 Veranstaltung –

Digitaler Handel

58 ZfW – neues Seminar -

programm

RECHT + RAT

60 Risiko Insolvenz -

anfechtung

64 Urlaubszeit – was Arbeitgeber

beachten müssen

FIRMEN + LEUTE

72 Meldungen aus

den Unternehmen

RUBRIKEN

32 Newsticker „Neues aus

Berlin und Brüssel“

32 IHK-Veranstaltungen

50 Statistik: Wirtschaftszahlen

59 Seminare – IHK-Zentrum

für Weiterbildung

59 Börsen

66 IHK-Bekanntmachung

82 Made in Heilbronn-Franken

82 Kultur-Tipps

82 Impressum

B4B THEMENMAGAZIN

CLUSTER-REGION HNF

3 Cluster-Region

Heilbronn-Franken

11 TOP-Websites der Region

12 Rechtsanwälte &

Steuer berater

12 Steuer-Tipp

14 Termine & Kleinanzeigen

AGENTUR FÜR ARBEIT SCHWÄBISCH

HALL-TAUBERBISCHOFSHEIM ..........48

ALFI, Wertheim ................................76

ALL FOR ONE STEEB, Heilbronn.......81

ANSMANN, Assamstadt...................76

AS-MOTOR, Bühlertann....................77

AUDI, Neckarsulm ...........................74

BERA, Schwäbisch Hall ...................78

BEYERDYNAMIC, Heilbronn..............76

BINDER, Neckarsulm.......................74

BÖGNER, Kupferzell.........................52

BOSCH, Abstatt...............................79

BUGA, Heilbronn..............................72

BWK, Wolpertshausen......................52

DREHER, Rot am See......................73

DHBW, Heilbronn .............................79

EBM-PAPST, Mulfingen.....................73

FRANZ & WACH, Crailsheim.............76

FRIESLAND CAMPINA, Heilbronn........6

GFD, Brackenheim...........................16

GGS, Heilbronn................................78

GRONINGER, Crailsheim..................73

HÄBERLEIN, Hardthausen................28

HANDWERKSKAMMER

HEILBRONN-FRANKEN...............43|48

HOCHSCHULE, Heilbronn...........53|75

HOLZ-HAUFF, Leingarten...................26

HORNSCHUCH, Weissbach...............82

HYUNDAI, Heilbronn.........................77

IDEAL-PACK, Heilbronn....................77

IMAGIS.TV, Heilbronn.......................77

INTERSPORT, Heilbronn.............43|75

KLAFS, Schwäbisch Hall...................74

KLENK, Oberrot ...............................79

KSPG, Neckarsulm ..........................73

KOLODZIK, Neckarsulm....................73

LAGA, Öhringen...............................72

LANGER UND LANGER, Heilbronn....72

LAUDA, Lauda-Königshofen.............80

LIGNUM CONSULTING, Kupferzell.....30

MARBACH, Heilbronn.......................75

MARKS, Nordheim...........................76

MARBET, Künzelsau.........................77

MEDIA RESOURCE GROUP,

Crailsheim.......................................76

MLOG, Neuenstadt..........................79

MOBIL ELEKTRONIK,

Langenbrettach................................81

MUSELAB.NET, Obersulm.................72

NETOPTIC, Fichtenau........................16

PFEFFERLE HELBERG &

PARTNER, Heilbronn.........................52

RADIO TON, Heilbronn......................77

R. STAHL, Waldenburg......................78

ROSE, Eschenau..............................56

ROTO, Bad Mergentheim..................72

SCHAFFITZEL, Schwäbisch Hall...26|52

SCHEUERLE, Pfedelbach...................80

SCHROTH PALETTEN, Neustädtlein.....27

SCHUNK, Lauffen..............................80

SCHWARZ, Siegelsbach....................16

SIGNAL REKLAME, Schwäbisch Hall..74

STIMME, Heilbronn...........................80

STRAUB, Wertheim ...........................75

VR BANK SCHWÄBISCH

HALL-CRAILSHEIM...........................53

VS, Tauberbischofsheim...................27

WEINIG, Tauberbischofsheim ...........28

WEISS, Satteldorf............................78

WFG, Schwäbisch Hall.....................40

WOERNER, Leingarten .....................73

WÜRTH, Künzelsau 72

WÜRTH INDUSTRIE,

Bad Mergentheim ............................52

XEPTUM, Neckarsulm.......................78

X-RAY LAB, Zaberfeld.......................16

ZIEHL-ABEGG, Künzelsau.................81

Ihre Bezugsadresse hat sich geändert?

E-Mail an: pr@heilbronn.ihk.de


I H K + R E G I O N

AUS LIEBE ZUM

Friesland Campina setzt auf nachhaltige Landwirtschaft und

VO N H E L M U T M Ü L L E R

6 w.news JUNI 2016


LAND

gesunde Ernährung.


I H K + R E G I O N

S

ie ist inzwischen sprichwörtlich,

die „Landliebe“ bei der

Friesland Campina Germany

GmbH in Heilbronn. Seit die

Gesellschaft, die zur niederländischen

Royal Friesland Campina-Genossenschaft

mit Sitz in Amersfoort gehört,

wegen genmanipuliertem Futter 2005

in die Schlagzeilen kam, hat sich vieles

verändert. Seit 2008 füttern die „Landliebe-Bauern“

ihre Kühe nur noch mit

traditionellen, heimischen Futterpflanzen

wie Gras, Raps und Lupinen, die sie

auf eigenen Wiesen und Feldern anbauen.

Auch zugekauftes Futter ist seitdem

gentechnikfrei. Und seit 2010 sind

alle Basisprodukte der Marke „Landliebe“

ohne Gentechnik, auch die Milch für

die Joghurts und andere Milchprodukte.

Parallel dazu fördert die Genossenschaft

die Bauern bei der artgerechten Haltung

der Kühe. Bauern, die ihre Milchkühe an

mindestens 120 Tagen sechs Stunden am

Tag auf der Weide grasen lassen, erhalten

einen „Weidegangzuschlag“ von einem

Euro pro 100 Kilogramm Milch. „Auch

Teilweidegang wird belohnt“, sagt Pressesprecherin

Sybille Erhardt.

”Landliebe ist

nicht nur eine

Marke, sondern

zugleich

Programm

und Passion.


Peter Weltevreden,

Vorsitzender der

Geschäftsführung

Friesland Campina

Germany GmbH

Wertschöpfung gestiegen

Hochwertige und gesunde Nahrungsmittel

anzubieten, gehört zur Strategie

„Route 2020“. Unter dem Motto „nourishing

by nature“ (gesund ernähren mit

Hilfe der Natur) setzt Friesland Campina

auf naturnahe Produktionsbedingungen.

Dadurch will die Genossenschaft vor

allem auch die Landwirte stärken, „da -

mit diese positiv in die Zukunft schauen

und ein gutes Auskommen haben“,

erklärt Sybille Erhardt.

Die Rechnung scheint aufzugehen.

Obwohl die EU-Milchquote seit 2015

weggefallen, die Milchmenge deutlich

gestiegen ist und die Milchpreise in den

Keller gesunken sind, ist die Wertschöpfung

bei den Vertragsbauern der

Genossenschaft im vergangenen Jahr um

20,5 Prozent gestiegen. Insgesamt hat der

Konzern 2015 mit seinen 13.542 Betrieben

und über 22.000 Mitarbeitern rund

11,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der

Betriebsgewinn stieg um 17,8 Prozent

auf 576 Millionen Euro.

Die deutsche Niederlassung beschäftigt

1.300 Mitarbeiter, davon 690 im Hauptwerk

in Heilbronn. Weitere Produktions-

Die wohl bekannteste Marke aus dem

Hause Friesland Campina ist Landliebe.

8 w.news JUNI 2016


standorte sind Köln, Gütersloh und

Scheff lenz. In Köln werden in erster

Linie Milchgetränke, Schulmilch und

Quark hergestellt, in Gütersloh unter anderem

gestrudelte Desserts, in Scheff -

lenz Frisch- und Schichtkäse und in

Heilbronn hauptsächlich die Landliebe-

Produkte Joghurts und Desserts.

Milchkuh 4.0

Mittlerweile ist der Produktionsprozess

der „Landliebe“-Produkte durchgehend

computergesteuert. „Auch wenn

wir Industrie 4.0 als Begriff bei uns

nicht verwenden, haben wir vom Melken

der Kuh bis zum Verkauf beispielsweise

eines Himbeer-Jogurt-Bechers eine vollständige

Kontrolle über jeden Arbeitsschritt.

Oder anders herum: Der Himbeer-

Joghurt-Becher weiß von Anfang an, von

welchem Hof seine Milch stammt, woher

die Früchte kommen, wann er auf welchen

Maschinen befüllt wird und wohin

er geliefert wird. Nur seinen Endverbraucher

kennt er noch nicht“, skizziert

Peter Weltevreden, Vorsitzender der Geschäftsführung,

den digitalisierten Produktionsprozess

der Zukunft.

Holländischer Käse bei Deutschen beliebt

Für die niederländische Konzernmutter

vertreibt die deutsche Tochtergenossenschaft

auch dessen Käsespezialitäten.

„In Deutschland wird vergleichsweise

viel Käse gegessen, besonders bekannt

ist unsere Käsemarke Frico“, erklärt

Sybille Erhardt. Deutschland ist einer

der Hauptabsatzmärkte für holländischen

Käse außerhalb der Niederlande.

211.000 Tonnen werden aus den Niederlanden

nach Deutschland exportiert

– 65 Prozent davon stammen von

Friesland Campina. In Heilbronn wurde

deshalb in ein großes Käselager investiert.

„Hier lagern wir auch Käse von

anderen Produzenten“, sagt Werksleiter

Marcus Heil – ein Gewinn bringendes

Zusatzgeschäft. In den letzten zehn

Jahren hat Friesland Campina deutschlandweit

über 35 Millionen Euro in

Modernisierungen investiert, in die

Sicher heit der Produktionsprozesse, neue

Abfüllmaschinen und in Automatisierungen.

Derzeit werden am Standort Heilbronn

Eingangs- und Außenbereiche

modernisiert und die Produktionsanlagen

technologisch weiterentwickelt.


In der Produktion bei Friesland Campina.

JUNI 2016 w.news

9


Der Konsument im Fokus

Der heimische Markt ist hart umkämpft.

Deutsche und europäische Wettbewerber

aus den Nachbarländern kämpfen

um Marktanteile. Der Wettbewerbsdruck

ist enorm, verschärft durch die

Preispolitik der Discounter. Investiert

wird jedoch nicht nur in Produkteinführungen

und Werbekampagnen, sondern

auch in bessere und attraktivere

Verpackungen und außergewöhnliche

Maßnahmen am Point of Sale. Die Endverbraucher

entscheiden letzten Endes,

welche Produkte sich durchsetzen und

welche zu Ladenhütern werden. Derzeit

sind beispielsweise laktosefreie Produkte

stark gefragt. Neue Sorten werden in

Zusammenarbeit mit Instituten ausgiebig

getestet. Was bei potenziellen Verbrauchern

keinen Anklang findet, kommt erst

gar nicht auf den Markt. Die Geschmäcker

sind dabei – je nach Region – sehr

unterschiedlich. Noch größer sind die

Unterschiede von Land zu Land. „Landliebe

vertreiben wir inzwischen auch in

einzelnen anderen europäischen Ländern.

Wichtig ist uns dabei, auch auf

landestypische Konsumentenbedürfnisse

einzugehen und trotzdem den typischen

Landliebe-Markenkern zu erhalten“, so

Peter Weltevreden. Wegen der begrenzten

Haltbarkeit lohnt es sich nicht, über

Europa hinaus zu exportieren.

Nachhaltig die Zukunft gestalten

Für die Genossenschaft steht „Landliebe“

für gesunde Ernährung aus nachhaltiger

Landwirtschaft. Wobei Nachhaltigkeit

für den gesamten Konzern

gilt. Das reicht vom Einkauf von Rohstoffen

bis hin zum Stromverbrauch.

Bis 2020 will der Konzern Strom zu

100 Prozent aus erneuerbaren Energien

nutzen. Die Milchviehbauern können

Grünzertifikate für erneuerbare Energien

an den Konzern verkaufen, um die Nachhaltigkeit

zu fördern. Auch die Marke

„Landliebe“ soll weiter und innovativ

ausgebaut werden – mit neuen Produkten,

neuen Geschmacksrichtungen und

mit Bauern, die ihr Wachstum mit nachhaltiger

und klimaneutraler Landwirtschaft

erreichen. Denn, so Peter Welte -

vreden: „Landliebe ist nicht nur eine

Marke. Für Friesland Campina ist sie

zugleich Programm und Passion“.

www.frieslandcampina.com

GESCHICHTE

FRIESLAND CAMPINA

Am 1. Juli 1924 wird die Milchversorgung Heilbronn

GmbH gegründet. Sie ersetzt das seit

1914 bestehende städtische Milchamt. Am

29. Juli 1972 fusioniert die Milchversorgung

Heilbronn mit der Württembergischen Milchverwertung

Südmilch AG zur Südmilch AG. 1993

wird diese von der niederländischen Genossenschaft

Campina Melkunie übernommen und

1996 in Campina AG umbenannt. 2008 fusionierten

die beiden niederländischen Genossenschaften

Campina und Royal FrieslandFoods

zur Royal Friesland Campina N.V. mit der deutschen

Tochtergesellschaft Friesland Campina

Germany GmbH.

10 w.news JUNI 2016


I H K + R E G I O N

GUTE KONJUNKTUR

HÄLT TROTZ RISIKEN AN

Wirtschaftslagebericht der IHK Heilbronn-

Franken für das 1. Quartal 2016.

VO N D O R O T H E E K I E N Z L E

Im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken hat

sich die Konjunktur im 1. Quartal

2016 solide entwickelt. Die Lage -

urteile der regionalen Unternehmen

bewegen sich bei einer leichten Verbesserung

gegenüber dem Jahresbeginn

2016 weiter auf hohem Niveau. Das

heimische Baugewerbe schätzt trotz geringfügiger

Eintrübung von allen Branchen

seine wirtschaftliche Situation noch

immer am besten ein. Eine Verbesserung

der Geschäftslage melden das Dienstleistungsgewerbe,

der Einzelhandel und

in geringem Maße auch die Industrie.

Der Großhandel berichtet hingegen von

ungünstigeren Lageeinschätzungen als

im Vorquartal. In allen Branchen aufgehellt

haben sich die Geschäftsaussichten.

Sie erreichen den höchsten Stand seit

zwei Jahren. Das sind die Ergebnisse der

aktuellen Konjunkturumfrage der IHK

Heilbronn-Franken, an der 384 Unternehmen

mit insgesamt rund 80.000 Beschäftigten

aus dem ganzen IHK-Bezirk

teilgenommen haben.

Die regionalen Unternehmen schätzen

den aktuellen Geschäftsverlauf per saldo

etwas günstiger als im Vorquartal ein.

48 Prozent (Vorquartal 45 Prozent) der

an der IHK-Konjunkturumfrage teilnehmenden

Unternehmen bezeichnen die

aktuelle Lage als gut, während 7 Prozent

(Vorquartal 5 Prozent) der Betriebe mit

dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind.

Damit bewegen sich die Lageurteile weiter

auf hohem Niveau.

Begünstigt durch Sonderfaktoren wie

billigem Öl, niedrigen Zinsen sowie der

Integration der Zuwanderer stützen derzeit

der Konsum und die Bauwirtschaft

die Konjunktur. Investitionen und Export

haben dagegen wenig Schwung. Es gibt

weiterhin ernst zu nehmende Bedenken


I H K + R E G I O N

in den Unternehmen angesichts zahlreicher

Risiken im europäischen und internationalen

Umfeld. Dazu gehören etwa

unerwartete Verwerfungen beim Umbau

der chinesischen Wirtschaft oder die

Angst vor einem Auseinanderdriften der

EU. Dennoch haben die Unternehmen

gestützt durch die Binnenkonjunktur wieder

an Zuversicht gewonnen. Der konjunkturelle

Aufschwung in der Region

Heilbronn-Franken dürfte trotz fortbestehender

Risiken weitergehen. Angesichts

eines schwächeren globalen Wachstums

sollte die deutsche Politik sich fragen,

wie sie Anreize für ein nachhaltiges

Wachstum setzen kann. Wichtig wären

Investitionsanreize. Die Niedrigzinsen

haben die Staatshaushalte stark entlastet.

Mit diesen Spielräumen besteht die Chance,

den Wirtschafts- und Arbeitsstandort

Deutschland auf zukünftige Herausforderungen

vorzubereiten. Von einer

stärkeren Ausrichtung der Ausgaben der

öffentlichen Hand auf Investitionen könnten

auch die heimischen Unternehmen

profitieren.

Geschäftsaussichten auf Zweijahreshoch

Die Geschäftsaussichten für die kommenden

zwölf Monate stufen die regionalen

Betriebe wieder spürbar optimistischer

als im Vorquartal ein. Die Erwartungen

erreichen durch den Anstieg den höchs -

ten Stand seit zwei Jahren. 35 Prozent

(Vorquartal 29 Prozent) der Unternehmen

gehen von einer günstigen Geschäftsentwicklung

aus, 9 Prozent der Betriebe

blicken wie im Vorquartal skeptisch in

die Zukunft.

Die Beschäftigungsplanungen der Unternehmen

für die nächsten zwölf Monate

sind weiter auf Expansion ausgerichtet.

Das Einstellungsverhalten dürfte nur

wenig an Tempo verlieren. 22 Prozent

(Vorquartal 24 Prozent) der Betriebe

planen eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl.

11 Prozent (Vorquartal 10 Prozent)

sehen einen Personalabbau vor.

Industriekonjunktur leicht aufwärtsgerichtet

Die regionale Industrie, die maßgeblich

die regionale Wirtschaftsentwicklung

bestimmt, zeigt sich mit der aktuellen

Geschäftslage ähnlich zufrieden wie

im 4. Quartal 2015. Wie im Vorquartal

melden 46 Prozent der Betriebe eine

gute aktuelle Lage, während 6 Prozent

von einem schlechten Geschäftsverlauf

sprechen.

Im Vergleich zum Jahresbeginn 2016

ist die Zahl der ausländischen Auftragseingänge

stabil geblieben. Wie im

4. Quartal 2015 konnten 34 Prozent der

Betriebe einen Anstieg bei den Auslandsorders

verbuchen, während 16 Prozent

einen Rückgang melden. Im Bereich der

inländischen Auftragseingänge hat es per

saldo einen leichten Anstieg gegeben.

29 Prozent (Vorquartal 30 Prozent) der

Unternehmen weisen steigende Inlandsbestellungen

aus, während 13 Prozent

(Vorquartal 17 Prozent) Einbußen verkraften

mussten. Die durchschnittliche

Kapazitätsauslastung lag bei 84 Prozent

(Vorquartal 85 Prozent). 47 Prozent der

Betriebe kalkulieren mit einem Umsatzwachstum,

11 Prozent gehen von einem

Rückgang aus.

Die Geschäftsaussichten für die kommenden

zwölf Monate stufen die Industrieunternehmen

positiver als im Vorquartal

ein. 39 Prozent (Vorquartal 33 Prozent)

der Betriebe rechnen mit einem günstigeren

Geschäftsverlauf. Ein Zehntel (Vorquartal

7 Prozent) blickt mit Skepsis in

die Zukunft. Die größten Geschäftsrisiken

sehen die Betriebe in der Entwicklung

der Nachfrage aus dem In– und Ausland.

Bei gedämpften konjunkturellen Perspektiven

der Weltwirtschaft fallen die Exporterwartungen

per saldo ähnlich wie im

Vorquartal aus. 38 Prozent der Unternehmen

erwarten ein Exportwachstum,

12 Prozent gehen von fallenden Exporten

aus. Die Investitionsbereitschaft hat

angesichts der Risiken im europäischen

und internationalen Umfeld per saldo

etwas abgenommen. 28 Prozent (Vorquartal

31 Prozent) der Betriebe planen mit

steigenden Inlandsinvestitionen. 35 Prozent

sehen Investitionen mit dem Ziel der

Kapazitätserweiterung vor. 19 Prozent

planen Neueinstellungen. 12 Prozent erwägen

einen Personalabbau.

Baugewerbe weiter Spitzenreiter

In der regionalen Bauwirtschaft fällt die

Lagebeurteilung auf sehr hohem Niveau

per saldo etwas ungünstiger als im Vorquartal

aus. Während 68 Prozent (Vorquartal

65 Prozent) der Unternehmen

die aktuelle Geschäftslage für gut halten,

bezeichnen 9 Prozent (Vorquartal

0 Prozent) der Betriebe den Geschäftsverlauf

als schlecht. Nach wie vor bleibt

der Bau im Branchenvergleich Spitzenreiter.

Die Unternehmen melden per sal -

do eine etwas schlechtere Ertragslage,

aber auch eine deutlich höhere Bauproduktion.

Die Auftragseingänge haben

sich gegenüber dem 4. Quartal 2015 sehr

günstig entwickelt. Der stark gestiegene

Bedarf an neuen Wohnungen macht sich

in der Bauwirtschaft spürbar positiv bemerkbar.

Die höchsten Auftragseingänge

meldet der Wohnungsbau, gefolgt vom

gewerblichen Hochbau. Im Wohnungsbau

verzeichneten 54 Prozent, im gewerblichen

Hochbau 40 Prozent der

Unternehmen Auftragszuwächse. Aber

auch der öffentliche Hochbau und der

Straßen- und Tiefbau berichten von einer

steigenden Ordertätigkeit. Die Auslastung

der Maschinen und Geräte lag bei

81 Prozent (Vorquartal 79 Prozent).


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12 w.news JUNI 2016


I H K + R E G I O N

GESCHÄFTSLAGE/GESCHÄFTSERWARTUNG GESAMTKONJUNKTUR

1/2011–1/2016 (in Prozent)

40

20

0

-20

-40

Aktuelle Geschäftslage

Erwartete Geschäftslage

1/11 2/11 3/11 4/11 1/12 2/12 3/12 4/12 1/13 2/13 3/13 4/13 1/14 2/14 3/14 4/14 1/15 2/15 3/15 4/15 1/16

Die Linien geben den Saldo der Prozentanteile positiver und negativer Urteile der Unternehmen aller Branchen zur aktuellen Geschäftslage sowie zur erwarteten

Geschäftslage an.

AKTUELLE GESCHÄFTSLAGE

in den einzelnen Wirtschaftsbereichen 1/2011–1/2016 (in Prozent)

60

40

20

0

-20

-40

Industrie

Baugewerbe

Großhandel

Einzelhandel

Dienstleister

1/11 2/11 3/11 4/11 1/12 2/12 3/12 4/12 1/13 2/13 3/13 4/13 1/14 2/14 3/14 4/14 1/15 2/15 3/15 4/15 1/16

Die Linien geben jeweils den Saldo der Prozentanteile positiver und negativer Urteile der Unternehmen aus den jeweiligen Branchen zur aktuellen Geschäfts -

lage an.

EINSCHÄTZUNG KAUFVERHALTEN

zurückhaltend

43,3 %

durch Einzelhändler

kauffreudig

24,3 %

saisonüblich

32,4 %

INFORMATIONEN

Weitere Infos zur aktuellen konjunkturellen Lage können im Internet

unter dem Stichwort „Konjunktur“ abgerufen werden:

www.heilbronn.ihk.de/konjunkturbericht

KENNZAHLEN PER NEWSLETTER

Aktuelle Informationen zu den Bereichen aktuelle Wirtschaftszahlen,

Konjunktur sowie Neues aus der amtlichen Statistik enthält der IHK-

Newsletter „Wirtschaft und Statistik“. Er kann kostenfrei auf der IHK-

Homepage, Rubrik Newsletter, abonniert werden:

www.heilbronn.ihk.de/newsletter

JUNI 2016 w.news

13


I H K + R E G I O N

WIRTSCHAFTSLAGE IN DER INDUSTRIE

1/2016 (in Prozent)

gut

befriedigend

schlecht

Januar–März 2016 Oktober–Dezember 2015

GESCHÄFTSLAGE

6

6

46

46

48

48

Für die kommenden zwölf Monate

zeigen sich die heimischen Bauunternehmen

per saldo wieder zuversichtlicher

als im Vorquartal. 14 Prozent (Vorquartal

13 Prozent) der Betriebe erwarten eine

günstigere Geschäftsentwicklung. Kein

Unternehmen (Vorquartal 16 Prozent)

geht von einem schlechteren Geschäftsverlauf

aus. Das größte Geschäftsrisiko

sehen die Betriebe im Fachkräfteengpass

(73 Prozent). 32 Prozent der Betriebe

planen Neueinstellungen, kein Unternehmen

will Personal abbauen.

steigend

gleichbleibend

fallend

steigend

gleichbleibend

fallend

steigend

gleichbleibend

AUFTRAGSEINGANG

UMSATZERWARTUNG

7

11

14

15

32

ZAHL DER BESCHÄFTIGTEN

19

24

38

42

43

48

53

47

50

69

66

Großhandel meldet ungünstigere Lage

Im Großhandel wird die aktuelle Lage

per saldo ein wenig ungünstiger als im

Vorquartal eingestuft. Während 47 Prozent

(Vorquartal 43 Prozent) der Großhändler

von einem guten Geschäftsverlauf

sprechen, bezeichnen 12 Prozent

(Vorquartal 6 Prozent) die aktuelle Lage

als schlecht. Vor allem im konsumnahen

Großhandel fallen die Lageurteile ungüns -

tiger als im Vorquartal aus. 35 Prozent

(Vorquartal 40 Prozent) der Großhändler

berichten von steigenden Bestellungen,

während 15 Prozent (Vorquartal 17 Prozent)

einen Rückgang melden. In Bezug

auf die weitere Geschäftsentwicklung

herrscht im Großhandel so großer Optimismus

wie seit fünf Jahren nicht mehr.

52 Prozent (Vorquartal 37 Prozent) der

Großhändler blicken zuversichtlich auf die

kommenden zwölf Monate, nur 5 Prozent

(Vorquartal 0 Prozent) sind pessimistisch.

59 Prozent (Vorquartal 43 Prozent) rechnen

mit steigenden Umsätzen. 35 Prozent

der Großhändler planen einen Beschäftigtenanstieg.

fallend

besser

gleichbleibend

schlechter

12

10

GESCHÄFTSERWARTUNG

9

7

33

39

10 20 30 40 50 60 70

Quartalsumfrage bei Industrieunternehmen des IHK-Bezirks: Die Datenübersicht beruht auf

den gewichteten Angaben von 200 Unternehmen im 1. Quartal 2016 und von 193 Unternehmen

im 4. Quartal 2015.

52

60

Einzelhändler wieder zufriedener

Die regionalen Einzelhändler zeigen

sich nach dem Rückgang im Vorquartal

wieder etwas zufriedener mit ihrer aktu -

ellen Geschäftslage. 22 Prozent (Vorquartal

8 Prozent) der Unternehmen bezeichnen

den Geschäftsverlauf als gut, während

19 Prozent (Vorquartal 8 Prozent) der

Betriebe mit der aktuellen Lage unzufrieden

sind. Nach wie vor sind die Voraussetzungen

für den privaten Konsum

mit steigender Beschäftigung, deutlich

höheren Nominaleinkommen bei geringer

Inflationsrate sowie niedrigen Zinsen gut.

Die Beurteilung des Kaufverhaltens der

Kunden durch die Einzelhändler hat

14 w.news JUNI 2016


I H K + R E G I O N

sich im Vergleich zum Vorquartal per

saldo kaum verschlechtert. 24 Prozent

(Vorquartal 17 Prozent) der Betriebe bezeichnen

das Kaufverhalten als kauffreudig.

32 Prozent (Vorquartal 50 Prozent)

stufen es als saisonüblich ein. 43 Prozent

(Vorquartal 33 Prozent) sprechen von

einem zurückhaltenden Kaufverhalten.

Die weitere Umsatzentwicklung schätzen

die Einzelhändler spürbar optimistischer

als im Vorquartal ein. 30 Prozent der Betriebe

rechnen mit einem Umsatzwachstum,

während nur 5 Prozent Umsatzeinbußen

erwarten. Auch hinsichtlich der

Beurteilung des zukünftigen Geschäftsverlaufs

ist die Zuversicht im Einzelhandel

per saldo gestiegen. Wie im Vorquartal

rechnen 27 Prozent der Unternehmen

mit einer günstigen Geschäftsentwicklung.

Lediglich 5 Prozent (Vorquartal

15 Prozent) gehen von einem schlechteren

Geschäftsverlauf aus. 14 Prozent erwägen

Neueinstellungen, 8 Prozent wollen

Personal abbauen.

Dienstleister mit bester Geschäftslage seit

Jahresbeginn 2014

Die Einschätzung der wirtschaftlichen

Lage durch die Dienstleistungsunternehmen

hat sich zum dritten Mal in Folge

verbessert. Sie erreicht das höchste

Niveau seit Jahresbeginn 2014. 56 Prozent

(Vorquartal 45 Prozent) der Unternehmen

halten die aktuelle Lage für gut,

während 4 Prozent (Vorquartal 6 Prozent)

mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden

sind. Die erneute Verbesserung ist vor

allem auf positivere Lageurteile im Verkehrsgewerbe

und dem Bereich Informations-

und Telekommunikationsdienstleistungen

zurückzuführen. 49 Prozent

(Vorquartal 44 Prozent) der Dienstleister

melden steigende Umsätze. 44 Prozent

(Vorquartal 35 Prozent) verbuchten ein

höheres Auftragsvolumen. Die größten

Geschäftsrisiken sehen die Dienstleister

im Fachkräfteengpass und der Inlandsnachfrage.

34 Prozent (Vorquartal 28 Prozent)

der Dienstleister erwarten einen

günstigeren zukünftigen Geschäftsverlauf,

13 Prozent (Vorquartal 14 Prozent)

blicken skeptisch in die Zukunft. 29 Prozent

planen Neueinstellungen, ein Zehntel

erwägt einen Personalabbau.

www.heilbronn.ihk.de/konjunkturbericht

Geschäftserwartungen

80

60

40

20

gut

AKTUELLE GESCHÄFTSLAGE

in einzelnen Industriebereichen 1/2016 (in Prozent)

befriedigend

schlecht

Fahrzeug- Maschinen- Metall- Elektro- Glasindustrie/ Chemische Ernährungsbau

bau erzeugnisse technik Steine- Industrie gewerbe

verarbeitung

Die Balken geben jeweils die Prozentanteile der Urteile der Unternehmen aus einzelnen Bereichen

der Industrie zur aktuellen Geschäftslage an.

IHK-KONJUNKTURUHR:

AUFSCHWUNG SETZT SICH TROTZ RISIKEN FORT

1/2008–1/2016 (in Prozent)

50

40

30

20

10

0

-10

-20

-30

-40

66,7

33,3

Belebung

0,0

48,6

43,1

8,3

43,1

51,0

5,9

49,0

47,1

Aufschwung

-50

1/09

Abschwung

Abkühlung

-50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50

Aktuelle Geschäftslage

Die Konjunkturuhr stellt den Zusammenhang zwischen der Lagebeurteilung und den Erwartungen der

Unternehmen in einem Vier-Quadranten-Diagramm dar. Idealtypischerweise bewegt sich die Wirtschaft

im Uhrzeigersinn durch die vier Felder Aufschwung, Abkühlung, Abschwung und Belebung.

Im 1. Quartal 2016 hat sich die regionale Konjunktur innerhalb des Aufschwungquadranten bewegt.

Die solide wirtschaftliche Entwicklung hat sich fortgesetzt. Begünstigt durch Sonderfaktoren wie billigem

Öl, niedrigen Zinsen sowie der Integration der Zuwanderer stützen der Konsum und die Bauwirtschaft

die Konjunktur. Investitionen und Export haben dagegen wenig Schwung. Trotz zahlreicher

Risiken im europäischen und internationalen Umfeld haben die Unternehmen getragen von der Binnenkonjunktur

wieder an Zuversicht gewonnen.

3,9

32,0

1/10

68,0

1/13

0,0

86,7

13,3

0,0

1/15

1/16

1/08

52,4

47,6

1/11

1/12

1/14

0,0

JUNI 2016 w.news

15


I H K + R E G I O N

INTERNATIONALE KONTAKTE GEKNÜPFT

© Müller

Der IHK-Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe: Halle 4, Stand E12.

Zufriedene Gesichter bei den 42 Ausstellern

aus der Region bei der diesjährigen

Hannover Messe. Auch die 13 Mitaussteller

am IHK-Gemeinschaftsstand zogen nach

fünf Tagen eine positive Bilanz.

Der Messeauftakt verlief holprig.

Aufgrund der enormen Sicherheitsvorkehrungen

für den

US-Präsidenten Barack Obama

– die USA waren das diesjährige

Partnerland der Hannover Messe –

wurde den Besuchern und Ausstellern

viel Geduld abverlangt. Teilweise waren

die Messestände gar nicht oder nur zeitweise

erreichbar. In den darauffolgenden

Tagen aber verlief die Messe für die regionalen

Unternehmen schließlich doch gut.

Auch die Mitaussteller des Gemeinschaftsstands

der IHK Heilbronn-Franken

zeigten sich zufrieden. Während der

Woche präsentierten sich dort Betriebe,

die seit vielen Jahren dabei sind, ebenso

wie einige Neuzugänge: Horst Jung

von der Netoptic GmbH aus Fichtenau,

betonte, wie wichtig die Unterstützung

seitens der IHK ist: „Wir als Mittelständler

waren froh darüber, hier eine ausgereifte

Infrastruktur vorgefunden zu haben,

die uns mithilfe des erfahrenen IHK-

Teams einen reibungslosen Messeablauf

ermöglichte. Normalerweise sind wir auf

Fachmessen vertreten, die Hannover Messe

legt aber aus unserer Sicht den richtigen

Fokus, indem sie auf die Digitalisierung

und die ‚vernetzte Industrie‘ setzt.“

Guter erster Tag

Schon mehrmals in Hannover mit da -

bei war beispielsweise die GFD Gesellschaft

für Dichtungstechnik mbH aus

Brackenheim. Elif Er, bei der GFD zuständig

für das Marketing, berichtete:

„Wir waren vor allem überrascht vom

Verlauf des ersten Messetages. Erfahrungsgemäß

kommen da nur wenige

Besucher. Doch in diesem Jahr waren

gleich zu Beginn viele Interessenten aus

den ehemaligen Embargo-Ländern, wie

beispielsweise aus dem Iran, an unserem

Stand. Insofern hoffen wir auf ein

starkes Nachmessegeschäft.“

Thematisch interessant

Uwe Hartnagel, Geschäftsleiter von

X-Ray Lab, einem Unternehmen der

B&H Schneider GmbH & Co. KG aus

Zaberfeld, das sich auf die Qualitäts si -

che rung durch Röntgen und Durchleuchten

von Materialien spezialisiert hat,

erklärte die Teilnahme seines Unternehmens

auf der Hannover Messe wie folgt:

„Die Messe ist thematisch sehr interessant

für uns. Das Partnerland USA – wir

haben dort eine Niederlassung – und das

diesjährige Thema „Integrated Industrie

– Discover solutions“ passen sehr gut zusammen.

Wir sind daher sehr froh unser

Angebot hier präsentieren zu können.“

Einziger Messeauftritt

Auch Geschäftsführer Peter Fischer von

der Rudolf Schwarz GmbH & Co. KG aus

Siegelsbach sagte: „Die Hannover Messe

ist die einzige Messe, die wir besuchen.

Für uns als exportorientiertes Unternehmen

sind internationale Kontakte wichtig.

Wenn nur aus einem einzigen Gespräch

hier neue Aufträge entstehen, hat

sich der Messeauftritt bereits gelohnt.“

Gute Aussichten für Nachmessegeschäft

Nach insgesamt fünf Messetagen zog

auch Dr. Helmut Kessler, stellvertretender

IHK-Hauptgeschäftsführer eine positive

Bilanz: „Die Aussteller aus der Region

Heilbronn-Franken zeigten sich mit dem

diesjährigen Messeverlauf zufrieden. Sowohl

die Mitaussteller am IHK-Gemeinschaftsstand

als auch die meisten anderen

Unternehmen aus Heilbronn-Franken

sind zuversichtlich, dass sich aus den

zahlreichen im Verlauf der Messe geführten

Gesprächen und den vielen neu geknüpften

Geschäftskontakten, ein interessantes

Nachmessegeschäft ergeben wird.“ (red)

16 w.news JUNI 2016


Weltweit

ist einfach.

Wenn man für Investitionen

einen Partner mit internationalem

Netzwerk hat.

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I H K + R E G I O N

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Aktuelle Daten des Fachkräftemonitors der

Industrie- und Handelskammern in Baden-

Württemberg für die Region Heilbronn-Franken

ausgewertet.

VO N D O R O T H E E K I E N Z L E

In der Region Heilbronn-Franken

können ab diesem Jahr die altersbedingt

aus dem Arbeitsleben ausscheidenden

Fachkräfte nicht mehr

vollständig ersetzt werden. Weder der

ausgebildete Nachwuchs noch Personen

aus der stillen Reserve, also erwerbsfähige

aber nicht erwerbstätige Menschen

oder Zuwanderung aus dem Ausland

werden von nun an die Lücke schließen.

Im Jahr 2030 werden rund 80.000 Fachkräfte

weniger zur Verfügung stehen als

heute, ein Rückgang um ein Viertel. Der

Mangel betrifft in Kürze alle Qualifikationsniveaus.

Das zeigt die Auswertung

der aktuellen Daten des Fachkräftemonitors

der Industrie- und Handelskammern

in Baden-Württemberg für die Region

Heilbronn-Franken.

Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin

der IHK Heilbronn-Franken: „In den kommenden

Jahren fehlen uns in der Region

Heilbronn-Franken jährlich durchschnittlich

rund 18.000 Fachkräfte. In der IHK-

Konjunkturumfrage zählen regelmäßig

über 40 Prozent der Befragten den Fachkräftemangel

zu den bedeutends ten Geschäftsrisiken

für ihr Unternehmen.“ Der

Mangel würde noch dramatischer ausfallen,

wenn die Unternehmen nicht stetig

durch Innovationen ihre Effizienz und

Produktivität verbessern und ihren Fachkräftebedarf

so gut es geht an das sinkende

Angebot anpassen würden.

Größte Fachkräfteengpässe bei hoch qualifizierten

Fachkräften

Insbesondere Meister, Fachwirte und

Techniker fehlen. In ein paar Jahren

werden rund ein Fünftel aller Stellen

für diese hoch qualifizierten Fachkräfte

nicht zu besetzen sein. Überdurchschnittlich

hoch fällt dieser Mangel in den

Bereichen Mechatronik und Automatisierungstechnik,

Technische Forschung

und Entwicklung, Mathematik, Biologie,

Chemie und Umweltschutz sowie Maschinenbau

aus. Im kaufmännischen Bereich

werden besonders hoch qualifizierte

Fachkräfte der Berufsgruppen Einkauf,

Vertrieb, Handel, Unternehmensführung

und -organisation, Gesundheit und Medi -

zintechnik fehlen. Bei den Akademikern

wird der Engpass bei Wirtschaftswissenschaftlern

am größten sein. Auch

Ingenieure wird es weiter zu wenige am

Arbeitsmarkt in der Region Heilbronn-

Franken geben.

Mangel auch bei mittleren Qualifikationen

Die Unternehmen werden ihren Bedarf

an Fachkräften mittlerer Qualifikation,

also Personen, die eine Berufsausbildung,

aber keine Weiterqualifizierung gemacht

haben, ab 2019 ebenfalls nicht mehr

decken können. Hier sind zum Beispiel

ganz besonders die Berufe in Bauplanung

und Vermessung, Rohstoffgewinnung,

Mathematik, Biologie, Chemie und

Umweltschutz, Erziehung und Soziales

betroffen. Selbst der Überschuss im Bereich

der Hilfskräfte wird in den nächs ten

Jahren abschmelzen und ab 2026 wird

es an dieser Stelle in Heilbronn-Franken

nach und nach zu einem Mangel

kommen. Die vom Mangel am stärksten

betroffenen Branchen sind der Dienstleistungsbereich,

der Öffentliche Dienst

und das Gesundheits- und Sozialwesen.

Sollte es nicht gelingen, rasch zusätzliche

Fachkräftepotenziale zu erschließen,

werden die Unternehmen gezwungen

sein, Teile ihrer Aktivitäten ins Ausland

18 w.news JUNI 2016


© CrazyCloud – Fotolia.com

zu verlagern. Elke Döring: „Hier ist die

Politik gefordert durch geeignete Rahmenbedingungen

die Voraussetzungen

zur Erschließung neuer Fachkräftepotenziale

deutlich zu verbessern. Dazu zählen

beispielweise eine optimierte Berufs -

orientierung, der bedarfsgerechte Ausbau

der Kinderbetreuung oder die Flexibilisierung

des Renteneintrittsalters.“

Qualifizierung von Flüchtlingen könnte Mangel

abfedern

Der große Flüchtlingszustrom wird

die Fachkräftelücke nicht grundsätzlich

und schon gar nicht kurzfristig füllen

können – dies weiß man inzwischen.

Denn die meisten Flüchtlinge bringen

weder die nötigen Deutschkenntnisse

noch die geeigneten Qualifikationen mit.

„Das Ziel muss daher sein, die Flüchtlinge

so schnell wie möglich fit für

unseren Arbeitsmarkt zu machen und

so viele Flüchtlinge wie möglich über

unsere Bildungs- und Ausbildungssysteme

in den Arbeitsmarkt zu integrieren“,

erklärt die IHK-Hauptgeschäftsführerin.

Da ein Großteil der Flüchtlinge

jünger als 30 Jahre ist, sind die

Chancen dafür gut.

IHK-Fachkräftemonitor & Demografierechner

Die jährlich aktualisierte Webanwendung

IHK-Fachkräftemonitor für Baden-

Württemberg zeigt die Entwicklung von

Angebot und Nachfrage auf dem Fachkräftearbeitsmarkt,

den zeitlichen Verlauf

des Fachkräftemangels sowie die Berufe

mit dem größten Mangel beziehungsweise

Überschuss an Fachkräften bis

zum Jahr 2030 auf. 105 Berufsgruppen

und Qualifikationsniveaus in 19 Branchen

beziehungsweise in den zwölf IHK-

Regionen Baden-Württembergs werden

abgedeckt. Der Monitor basiert auf einem

Berechnungs- und Prognosemodell, das

die WifOR Wirtschaftsforschung GmbH,

Darmstadt, im Auftrag der baden-württembergischen

IHKs entwickelt hat.

Ergänzt wird der IHK-Fachkräftemonitor

von dem ebenfalls jährlich aktualisierten

IHK-Demografierechner. Dieser

beruht auf dem gleichen Prognosemodell

und ermöglicht Unternehmen die Analyse

ihrer betrieblichen Altersstruktur und

ihres künftigen Bedarfs an Fachkräften.

Beide Webanwendungen sind kostenfrei

auf der IHK-Homepage abrufbar:

www.heilbronn.ihk.de/demografierechner

www.heilbronn.ihk.de/fachkraeftemonitor

NEUE GEBÜHRENORDNUNG

Der Gebührentarif der IHK Heilbronn-Franken

wurde systematisch überprüft und die

Gebühren neu festgelegt. Im Ergebnis führt

dies bei rund zwei Drittel aller derzeitigen

Ausbildungsbetriebe der Region zu einer

deutlichen Entlastung.

Insbesondere für Kleinbetriebe kann

dies ein zusätzlicher Anreiz sein auszubilden.

Aus der Überprüfung resultiert

auch eine Erhöhung für die Weiterbildungsgebühren.

Im Vergleich zu

den Gebühren anderer IHKs in Baden-

Württemberg, fallen diese jedoch nach

wie vor niedrig aus. Ein weiterer Aspekt der

Änderung ist der Zeitpunkt, an dem die

Gebühr anfällt. Künftig wird die Gebühr

zeitlich gestaffelt erhoben: Ein Teil fällt

bei Ausbildungsbeginn, der zweite Teil

vor der Zwischenprüfung und der dritte

Teil vor der Abschlussprüfung an. Über

die einzelnen Änderungen werden die

Ausbildungsunternehmen in den nächs -

ten Wochen schriftlich informiert.

Die Vollversammlung der IHK Heilbronn-

Franken hat der Neufassung der Gebührenordnung

in ihrer Sitzung am 22. März

zugestimmt und die neue Gebührenordnung

beschlossen. Die neue Gebührenordnung

wird in dieser w.news Ausgabe

06/2016 (siehe Seite 66 ff) veröffentlicht

und tritt am 1. September 2016 in Kraft.

Bis dahin gilt die bisherige Gebührenordnung.

(red)

KONTAKT

Bereich Berufsbildung

Aus- und Weiterbildung

Industrie- und Handelskammer

Heilbronn-Franken

Ferdinand-Braun-Straße 20

74074 Heilbronn

JUNI 2016 w.news

19


T I T E L

FORST UND HOLZ –

MIT NACHHALTIGKEIT

ZUKUNFT GESTALTEN

Holz ist der wichtigste, nachwachsende Rohstoff in den Wäldern

Baden-Württembergs und bildet die Grundlage für den umsatzstarken

und beschäftigungswirksamen Wirtschaftsbereich Forst

und Holz. Der Waldanteil im Land liegt bei 38 Prozent, deutlich

über dem Bundesdurchschnitt von 32 Prozent.

VO N A L E X A N D E R B O N D E

20 w news JUNI 2016


© wsfp / Photocase


T I T E L

Die Wälder in Baden-Württemberg

werden nach dem Grundsatz

der Nachhaltigkeit bewirtschaftet.

Das lässt sich unter

anderem am Holzvorrat ablesen,

der sich positiv entwickelt hat – es

ist im Mittel mehr Holz hinzugewachsen,

als entnommen wurde. Derzeit liegt der

Vorrat in den Wäldern Baden-Württembergs

bei etwa 500 Millionen Kubikmeter

Holz. Von den insgesamt 50 verschiedenen

Baumarten in Baden-Württemberg

sind fünf Arten wirtschaftlich besonders

relevant. Diese sind neben der Fichte

mit 34 Prozent die Buche (22 Prozent),

Weißtanne (8 Prozent), Eiche (7 Prozent)

und Kiefer (6 Prozent). Nennenswerte

kleinere Anteile haben auch Esche, Berg -

ahorn, Douglasie, Lärche, Hainbuche,

Birke und Erle.

Stabile Ökosysteme im Holzbauland Nr. 1

Seit Mitte der 80er Jahre nimmt der

Anteil der Laubbäume kontinuierlich zu

und beträgt derzeit etwa 46 Prozent. Das

ist – auch unter Berücksichtigung des

Klimawandels – eine erfreuliche Entwicklung.

Denn nach heutigem Wissensstand

sind die Laubbaum-Arten unserer Region

Klimaveränderungen gegenüber toleranter.

Das Land forscht weiter daran, dass

die Wälder auch in Zukunft stabile Öko -

systeme bleiben. Das Cluster Forst und

Holz umfasst nach der europaweit einheitlichen

Definition mehr als reine Forstwirtschaft,

forstliche Dienstleister und

Sägeindustrie. Vielmehr zählen dazu auch

nachgelagerte Branchen wie die Holzwerkstoffindustrie,

die Papierindustrie,

die Möbelindustrie und auch das Druckerei-

und Verlagsgewerbe. Von herausragender

Bedeutung in Baden-Württemberg

ist der industrielle und handwerkliche

Holzbau – denn Baden-Württemberg ist

Holzbauland Nummer 1 in Deutschland.

Rohstoffproduktion und Weiterverarbeitung

In Baden-Württemberg ist die Wertschöpfung

im Cluster Forst und Holz

geprägt durch eine mittelständische

Struktur mit zahlreichen kleinen und

mittleren Unternehmen (KMU), die über -

wie gend im ländlichen Raum ansässig

sind. Dies ermöglicht eine enge Verzahnung

zwischen Rohstoffproduktion und

Weiterverarbeitung. Baden-Württemberg

ist stark in der Fläche, was sich auch in

”Baden-Würt-

temberg ist

Holzbauland

Nummer 1 in

Deutschland.


Alexander Bonde,

Minister für

Ländlichen Raum und

Verbraucherschutz

(a. D. seit Mai 2016)

diesem Wirtschaftszweig zeigt. Die Weiterentwicklung

der Holzwirtschaft ist

deshalb gerade für die wirtschaftliche

und kulturelle Vielfalt des ländlichen

Raums von herausragender Bedeutung.

In Baden-Württemberg erwirtschaften

rund 29.000 Betriebe im Cluster Forst

und Holz mit knapp 200.000 Beschäftigten

einen Gesamtumsatz von mehr als

30 Milliarden Euro jährlich. Dies entspricht

einem Anteil am Gesamtumsatz

von etwa drei Prozent. In einigen Landkreisen

erreicht die Beschäftigungswirkung

der Branche mehr als zehn Prozent.

Fachberatung für Holzbau

Die Stärke der Branche Forst und Holz,

ihre enorme Vielfalt und flächendeckende

Präsenz vor allem im ländlichen Raum

kann ihr Potenzial durch Koordination

und Kooperation noch besser entfalten.

Der Cluster Forst und Holz hat hierzu

die proHolzBW GmbH als Motor für

das landesweite Clustermanagement, die

Fachberatung zum Holzbau, der Koordination

für den Holzwohnbau für Flüchtlinge

und das Holzmarketing in Baden-

Württemberg gegründet. Die proHolzBW

ist die zentrale und von den Verbänden

der Forst- und Holzbranche getragene

Informationsplattform zu allen Themen

einer nachhaltigen und klimaschonenden

Verwendung des Rohstoffs Holz in

Baden-Württemberg. Denn Holzbau nutzt

den wertvollen nachwachsenden Baustoff

Holz – und trägt gleichzeitig dazu

bei, dass die Energiewende gelingt. Das

Bauen und Wohnen in unseren Breiten

hat über 50 Prozent Anteil an unserem

Gesamtenergiebedarf. Allein daher müssen

wir uns den Fragen um die Entwicklung

und Gestaltung von Gebäuden besonders

intensiv widmen. Ein Gebäude

aus Holz erzeugt bei Bau und Unterhalt

deutlich weniger CO 2 -Emissionen als konventionelle

Baustoffe und ist durch die

Bauweise mit wenigen tragenden Wänden

leicht an sich ändernde Bedürfnisse

einer Nachnutzung anzupassen. Zudem

bindet Holz als Baustoff klimaschädliches

Kohlendioxid für lange Zeit.

Holz-Innovativ-Programm

Das Land hat 2014 über das EU-Regionalentwicklungsprogramm

EFRE eine

neue Fördermöglichkeit über das „Holz

Innovativ Programm“ geschaffen, die

22 w.news JUNI 2016


T I T E L

bis 2020 läuft. Gefördert werden neben

landesweiten und regionalen Netzwerkstrukturen

auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte,

die die stoffliche

Verwendung von Holz voranbringen.

Ebenso werden Impulse zum Bau von

Leuchttürmen im Holzbau gesetzt und

innovative Modellvorhaben im öffentlichen

Raum sowie im Mietwohnbau

gefördert. Insgesamt stehen hierfür EU-

Fördermittel in Höhe von 8,5 Millionen

Euro zur Verfügung, die durch Landesmittel

ergänzt werden. Denn das Planen

mit Holz erscheint zunächst aufwändig

– betrachtet man aber den gesamten

Lebenszyklus eines Gebäudes, ist das

Bauen mit Holz wirtschaftlich längst

mit anderen Baustoffen konkurrenzfähig.

Weltweit entstehen Leuchttürme des

innovativen Holzbaus. Sie dokumentieren

in vielfältigsten Bauaufgaben die

Eignung dieses Baustoffs in nahezu

allen Facetten. Die Lebensdauer eines

modernen Holzbaus ist hoch und auf

Augenhöhe mit dem konventionellen

Massivbau. Durch einen hohen und

modularen Vorfertigungsgrad können

zudem sehr kurze Bauzeiten realisiert

werden. Das vermeidet Lärm und Beeinträchtigungen

durch Bauarbeiten. Die

entstehenden Bauten sind unmittelbar

nutzbar, und diese Präzision ist aufgrund

des hohen Vorfertigungsgrades

durch keinen anderen Baustoff zu erzielen.

Holzbau bietet auch für die Herausforderungen

im sozialen Wohnungsbau

die passenden Lösungen. Deswegen ist

es nur logisch, dass sich immer mehr

Bauträger für die moderne Holzbauweise

entscheiden. In Baden-Württemberg wird

mit knapp 24 Prozent fast jedes vierte

neue Wohngebäude in Holz gebaut, im

Bundesdurchschnitt sind es nur etwa

15 Prozent. Diese Vorteile sollten wir

nutzen und die Spitzenposition als Holzbauland

Nr. 1 weiter ausbauen.

www.efre-bw.de

www.mlr-bw.de

DER AUTOR

Alexander Bonde war bis Mai 2016 Minister

für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in

Baden-Württemberg.

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Gebäudetypen ist Schlosser der ideale Partner

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JUNI 2016 w.news

25


T I T E L

Unternehmen aus der Region

wissen, wie der nachwachsende

Rohstoff Holz am bes ten

genutzt und verarbeitet wird

und welche Vorteile Holz als

Werkstoff besitzt.

Woran denkt man, wenn man das Wort

„Holz“ hört? An Wald, an Holzstapel und

an Blockhütten vielleicht? Assoziationen,

die oftmals die Modernität und vielfältigen

Vorteile dieses nachhaltigen Rohstoffs

sowie seine Aktualität unterschlagen.

Denn einem der ältesten Baustoffe

der Welt haftet ein angestaubtes Image

an. Seit Beginn der Industrialisierung

scheinen Glas, Stahl und Beton viel gefragter

zu sein. Das Bundesministerium

für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

(BMELV) gibt jedoch für

die deutsche Holz-Clusterwirtschaft jährliche

Umsätze von rund 170 Milliarden

Euro an, wozu die Forstwirtschaft fünf

Milliarden Euro beiträgt. Diese Zahlen

zeigen, dass die Bereiche Forst, Holz und

Papier somit im Hinblick auf Umsatz

und Arbeitsplätze ähnlich bedeutend

wie andere Wirtschaftsbranchen hierzulande

sind (Bergbau circa 14 Milliarden

Euro und Stahlindustrie circa 26 Milliarden

Euro).

Vorurteile gegenüber Holz

Jürgen und Jörg Schaffitzel, Geschäftsführer

des familiengeführten Holzbaubetriebes

Schaffitzel Holzindustrie GmbH +

Co. KG aus Schwäbisch Hall haben sich

bewusst für das Material Holz im Hallen-,

Brücken- und Kreativbau entschieden,

da es zahlreiche Vorteile mit sich

bringt. Beide sind sich einig, dem Werkstoff

werde zu wenig zugetraut. Eine zu

geringe Nutzungsdauer oder zu hohe

Unterhaltskosten seien die häufigsten

Argumente, weshalb die Holzbauweise

in den letzten Jahren ins Hintertreffen

geraten sei. Dabei sei erwiesen, dass

dieser altbewährte Werkstoff in Verbindung

mit innovativen Möglichkeiten in

Sachen Lebenserwartung, zum Beispiel

bei einer Halle mit Holztragwerk, dem

Stahl- oder Betonbau in nichts nachstehe.

Brandsicherheit und CO 2 -Neutralität

Hinzu komme, dass Holz im Gegensatz

zu Stahl, Beton oder Aluminium in

seinem gesamten Lebenszyklus CO 2 -neutral

sei, da es dieses positiv speichert. Jörg

Schaffitzel betont: „Klimaschutz heißt

für uns, verantwortungsbewusst bauen.

Wir setzen mit unseren Projekten nicht

Furniere und Keilstücke liegen für

die Weiterverarbeitung bereit.

nur im Holzbrückenbau, sondern auch

im Hallen- und Kreativbau wichtige

und nachhaltige Zeichen der Zeit.“ Und

Jürgen Schaffitzel ergänzt, dass Holz

auch im Brandschutz hervorragende

Ergebnisse erziele. „Holz-Querschnitte

haben von Natur aus die Feuerwiderstandsklasse

F 30 und sind im Gegensatz

zu einem Stahlbau damit feuerhemmend,

ohne zuvor teuer chemisch

beschichtet worden zu sein.“ Letztlich

habe der Holzbau ökologisch damit klare

Vorteile, nicht zuletzt stelle dieser wirtschaftlich

und optisch ebenfalls eine

ansprechende Lösung dar.

Das Musikhaus Thomann im fränkischen Treppendorf baute seine

Kantine mit einem einzigartigen „Königsstil“ aus Brettschichtholz.

Natürlichkeit und Wärme

Diese Ansicht vertritt auch Werner

Hauff, Geschäftsführer in dritter Generation

der Holz-Hauff GmbH aus Leingarten,

einem Fachhändler für Anwendungen

von Holz im Indoor- und Outdoorbereich.

Das Bewusstsein für Holz als gezielt

einsetzbares ästhetisches Ele ment nimmt

zu. „Holz ist ein Naturprodukt, das sich

26 w.news JUNI 2016


T I T E L

durch seine Natürlichkeit und Wärme

auszeichnet“, erklärt er. „Es kann Emotionen

wecken und eine Wohlfühl-Atmosphäre

schaffen, aber auch mit seinen

sogenannten hygroskopischen Eigenschaften

das Raumklima verbessern.“

Gerade aus diesen Gründen entscheiden

sich viele Kunden von Holz-Hauff für

die spannende Kombination aus Holz und

Stein. Zudem gebe es in beinahe allen

Bereichen für die jeweiligen Einsatzzwecke

die passende Holzart. Bei Schaffitzel

beispielsweise wird Accoya-Brettschichtholz

eingesetzt, eine Kiefernholzart, die in

einem Acetylierungsverfahren mit Essigsäure

behandelt wird. Dieses Brettschichtholz

kann voll bewittert und sogar im

direkten Kontakt mit Erde oder Süßwasser

eingesetzt werden und erweist sich

dabei als robust und langlebig.

Patentiertes Verfahren

An den massiven Holz-Schulbänken

der VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken

GmbH & Co. KG aus Tauberbischofsheim

haben über Jahrzehnte hinweg Generationen

von Schülern gesessen. Ab den

1950er-Jahren prägten die bewährten

Kufenstühle das Bild der Klassenzimmer.

VS hat zwar kein eigenes Sägewerk mehr,

der Werkstoff Holz kommt dennoch weiterhin

in vielfältiger Weise zum Einsatz.

Dr. Axel Haberer, Leiter Marketing des

Unternehmens, erzählt, dass bei VS nach

wie vor eine der weltweit erfolgreichs -

ten Schultischplatten produziert wird,

nach einem schon 1960 von VS patentierten

Verfahren, das auf der Nutzung

von Buchen-Spänen beruht: „Durch Hit -

ze und Druck werden Späne zu einer

höchst strapazierfähigen, extrem langlebigen

Tischplatte verpresst.“ Ökologische

Aspekte spielten im Unternehmen eine

wichtige Rolle. Auch bei der Schrankfertigung

würden nur nachhaltig zertifizierte

Spanplatten verarbeitet.

Kiefer, Fichte, Tanne

Die enorme Belastbarkeit von Holz

zeigt sich auch bei der Firma Schroth

Paletten GmbH aus Neustädtlein, die ein

eigenes Rücknahmesystem für Paletten

entwickelt hat. Bundesweit werden diese

eingesammelt, bei Schroth repariert und

danach wieder in Umlauf gebracht. Prokurist

Joachim Gärtner erzählt: „Holz

hat mehrere Vorteile. Zum einen ist es

entgegen der weit verbreiteten Meinung

hygienisch, denn die Gerbsäuren des

verwendeten Holzes haben eine keimabtötende,

antibakterielle Wirkung. Zum

anderen ist eine Palette aus Holz kostengünstig,

im Bedarfsfall leicht zu reparieren

und zeichnet sich durch ihre enorme

Belastbarkeit aus. Außerdem ist Holz

gut zu bearbeiten. Wir können Paletten,

je nach Kundenwunsch, in verschiedenen

Größen und in großen Mengen anbieten.“

Schroth stellt auch selbst Paletten

her. „Bei uns werden in der Regel Kiefern,

Fichten oder Tannen zur Produktion verwendet.

Die Einsatzmöglichkeiten einer

Palette sind sehr umfangreich. Als erstes

fällt einem immer der Transport ein. Dort

ist die Palette in der gesamten Logistikkette

nicht mehr wegzudenken. Sei es

im Hochregal oder in konventionellen

Lagern. Kaum eine Branche kann auf

die Paletten verzichten“, erklärt Gärtner.

Absatzmärkte in Asien

In wenigen Branchen ist der Begriff

Nachhaltigkeit so bedeutend wie bei der

Holzwirtschaft. 2007 kam es beim Waldforum

der Vereinten Nationen (UNFF)

zu einer internationalen „Waldübereinkunft“.

Seither regeln international gültige

Definitionen und nationale Verpflichtungen

die nachhaltige Waldbewirtschaftung.

Die Vernichtung von Wäldern findet vor


JUNI 2016 w.news

27


T I T E L

Präzision bis ins letzte Detail ist bei

der Produktion von Brettschichtholzträgern

gefordert.

allem in den Tropen statt (jährlich circa

13 Millionen Hektar). Die Waldholznutzung

in Deutschland hingegen verläuft,

wie das BMELV 2011 bekannt gab, innerhalb

der festgelegten Nachhaltigkeits-

Regelungen. Nach wie vor ist der Verbrauch

niedriger als der Zuwachs, sodass

die Waldbestände weiter ansteigen. Trotzdem

werden in Deutschland immer mehr

Forstregionen aus der Holznutzung herausgenommen,

erklärt Ulrich Scheuber-

Häberlein, Geschäftsführer der Häberlein

GmbH aus Hardthausen, einem großen

Laubholzsägewerk, mit überwiegend internationalem

Handel von Schnittholz.

Mit verschärften Feuerversicherungsauflagen

für heimische Sägewerke und Konkurrenzdruck

aus dem osteuropäischen

Ausland habe die Branche zu kämpfen.

Denn es entstünden viele neue Sägewerke

und Holzverarbeitungsbetriebe, subventioniert

durch EU-Fördergelder, fügt

Ulrich Scheuber-Häberlein hinzu. „Unser

Exportanteil ist mit circa 90 Prozent sehr

hoch. Wir beliefern die Möbelindustrie,

Holzfußbodenindustrie und Türenproduktion.

Unser größter Absatzmarkt ist dabei

Asien.“ Über die Jahre habe sich die Kundenstruktur

der Lieferländer ex or bi tant

gewandelt. Ulrich Scheuber-Häberlein:

„Im Jahr 2003 hatten wir noch keinen

Export in die asiatischen und arabischen

Räume. Heute jedoch generieren wir dort

circa 80 Prozent unseres Umsatzes.“ Das

Holz dafür kommt von Forstbehörden

aus Baden-Württemberg, der Pfalz und

dem Saarland sowie aus Gemeindewäldern.

Alle Wälder seien entweder nach

PEFC oder FSC zertifiziert, also mit unabhängigen

Umwelt- und Forstsiegeln zur

nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

Auch Maschinen bearbeiten nachhaltig

Um nachhaltig mit dem Rohstoff Holz

umzugehen, sind aber nicht zuletzt auch

entsprechende Maschinen notwendig. Die

Michael Weinig AG aus Tauberbischofsheim

hat ihre Maschinen für die holzverarbeitende

Industrie auf eine schonende

und nachhaltige Bearbeitung dieses

wertvollen Werkstoffes ausgelegt. Klaus

Müller, Leiter Marketing und Kommunikation

erklärt: „Wir sind darauf bedacht,

intelligente Lösungen und effiziente

Verfahrenstechniken zu kreieren, sodass

industrielle Qualität im Handwerksmaßstab

hergestellt werden kann. Dabei soll

auch der Abfall bei der Holzbearbeitung

minimiert werden.“ Wichtige Stichworte

sind dabei auch Digitalisierung und

Vernetzung sowie intelligente Maschinenkonzepte

– auch bekannt unter dem

Begriff Industrie 4.0, die auch die holzverarbeitende

Industrie tangiert.

Universeller Werkstoff

Die Verwendung von Holz in den

unterschiedlichsten Bereichen ist folglich

zwar kein modernes Phänomen, da

es der älteste und universellste Werkstoff

überhaupt ist. Aber das Thema

Nachhaltigkeit hat Konjunktur und der

Trend, verstärkt in diese Richtung zu

denken, hat in den letzten Jahren zugenommen.

Klaus Müller: „Holz ist der

einzige CO 2 -neutrale, nachwachsende

Rohstoff. Verbaut verfügt er über eine

herausragende Ökobilanz, weil nur

wenig Herstellungsenergie benötigt

wird und das CO 2 im Produkt gebunden

bleibt. Durch seine Umweltverträglichkeit

und seine hochwertige Qualitätsanmutung

wird Holz gegenüber anderen

Werkstoffen in Zukunft immer mehr an

Bedeutung gewinnen.“

www.haeberlein-gmbh.de

www.holz-hauff.de

www.schaffitzel.de

www.schroth-paletten.de

www.vs.de

www.weinig.de

28 w.news JUNI 2016


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T I T E L

ENTWICKLUNGEN IN DER

HOLZ- UND MÖBELBRANCHE

Das Beratungsunternehmen Lignum Consulting hat sich

seit seiner Gründung 2003 auf die Holz- und Möbelindustrie

spezialisiert. Wie sieht der Trend in dieser Branche aus?

W.news sprach mit Martin

Kohnle, Partner bei Lignum

Consulting, über aktuelle

Trends in der Holz- und

Möbelindustrie.

Wie hat sich die Branche aus Ihrer Sicht in

den vergangenen Jahren verändert?

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl

der Möbelproduzenten in Deutschland

kontinuierlich zurückgegangen. Im

Bereiche der Mitnahmemöbel ist der

Preisdruck aus dem osteuropäischen Ausland

enorm. Zudem findet eine deutliche

Konzentration der Hersteller statt.

So hat sich beispielsweise die Anzahl

der Unternehmen in der Küchenmöbel -

industrie stark konzentriert.

Hatten die zehn größten Unternehmen

in Deutschland 2003 noch einen

Marktanteil von etwa 60 Prozent, so lag

dieser 2013 schon bei knapp 70 Prozent.

Heute beschäftigen die zehn größten

Hersteller von Küchen in Deutschland

bereits über 55 Prozent der Mitarbeiter

in diesem Segment.

Ist auch in der Holz- und Möbelindustrie ein

Fachkräftemangel spürbar und was bedeutet

das für die Wettbewerbsfähigkeit von

Unternehmen?

Unternehmen die hocheffizient und

gut organisiert produzieren, werden auch

weiterhin in Deutschland wettbewerbsfähig

produzieren können. Die Voraussetzungen

dafür sind nach wie vor

gegeben. Die wichtigsten und größten

Technologieführer haben ihren Sitz in

Deutschland. Die Ausbildung der Mitarbeiter

ist auf einem hohen Niveau,

aber wie in vielen anderen Branchen

mangelt es flächendeckend auch in der

Holz- und Möbelindustrie an ausreichend

Nachwuchskräften, vor allem im

Bereich der qualifizierten Facharbeiter.

Aufgabe der Unternehmen wird es

sein, als attraktiver Arbeitgeber am Markt

zu gelten, um die besten Mitarbeiter zu

bekommen. Genauso gehört die Ausbildung

von Nachwuchskräften im eigenen

Unternehmen dazu.

Ist Industrie 4.0 auch in dieser Branche ein

Thema?

Ja natürlich. Eine weitere wesentliche

Entwicklung ist die zunehmende

Vernetzung der Fertigung. Industrie 4.0

macht auch vor der Holz- und Möbelbranche

nicht halt. Wie ernst dieses

Thema genommen wird, zeigte auch die

letzte „Ligna“ 2015, die weltweit bedeutendste

Leitmesse für die Hersteller von

Holzbearbeitungsmaschinen in Hannover,

die im zweijährigen Rhythmus stattfindet.

Unter dem Thema „7 Bausteine

der vernetzen Produktion“ konnten wir

den Messebesuchern zusammen mit dem

Messeveranstalter die Bedeutung dieser

Entwicklung in Form von gezielten

Veranstaltungen und Führungen veranschaulichen.

Zudem feierte dieses Jahr

im Mai und damit ein Jahr vor der

nächsten „Ligna“ die erste „Ligna Conference“

in der Robotation Academy

auf dem hannoverschen Messegelände

Premiere. Das Thema lautete „Vernetzte

Fertigung in der Holzbearbeitung – die

Branche auf dem Weg zu Industrie 4.0“.

Wie stark ist die deutsche Möbelindustrie

im internationalen Vergleich?

In der deutschen Möbelindustrie werden

jährlich etwa 16 Milliarden Euro

umgesetzt. Deutschland ist nach China

und den USA der drittgrößte Möbelhersteller

weltweit, dicht gefolgt von Italien.

Die Zahl ist seit dem Krisenjahr 2009 fast

konstant geblieben.

Die Branche unterscheidet sich von

anderen Industriezweigen im Wesentlichen

durch die Vertriebsstrukturen. Wenige

große Möbeleinkaufsverbände bestimmen

den Markt, und somit auch den Preis.

30 w.news JUNI 2016


T I T E L

Haben sich die Strukturen innerhalb der

Branche verändert?

Ja, früher haben Möbelhersteller große

Stückzahlen produziert und diese über

verschiedene Verbände in den Markt

gebracht, heute geht der Trend eindeutig

in die andere Richtung. Viele Verbände

wollen im Möbelhaus nicht mehr

vergleichbar sein und lassen bei den

Herstellern immer stärker verbands -

individuelle Modelle produzieren. Mit

großen Folgen für die Hersteller, die

sich diesen Herausforderungen stellen

mussten. Immer mehr Unternehmen

kämpfen mit diesem Teufelskreis der

zunehmenden Varianten.

So sind aus den großen Massenfertigern

inzwischen Unternehmen geworden,

die fast nur noch auftragsbezogen,

in kleinen Losgrößen bis hin zu einer

Losgröße-1-Fertigung produzieren. Bei

der zunehmenden Varianz an Modellen,

Farben und Ausführungsdetails ist dies

auch gar nicht mehr anders möglich.

Nur wer seine Varianten durch eine konsequente

Standardisierung von Konstruktion

und das Denken in Plattformen,

wie man es aus der Automobilbranche

kennt, noch im Griff hat, wird den

Markt langfristig kostendeckend bedienen

können.

Massenfertigung gibt fast nur noch

im unteren Preissegment und Mitnahmemöbelbereich.

Diese Ware kommt zunehmend

aus Osteuropa. Alleine aus Polen

kommen inzwischen etwa 13 Prozent

aller Möbelimporte in Deutschland. Polen

ist damit der größte Möbelimporteur in

Deutschland. Gefördert wird dies zusätzlich

zu den nach wie vor günstigeren

Lohnkosten durch hohe Subventionen.

Das mittlere Preissegment verschwindet

zunehmend vom Markt zu Gunsten von

Billigprodukten und Massenware, aber

auch mit deutlichem Trend zu qualitativ

hochwertigen Produkten.

Hat der Werkstoff „Holz“ Zukunft?

Der Werkstoff „Holz“ wird auch zukünftig

seine wesentliche Bedeutung als

Naturprodukt bewahren. All die Vorteile

hinsichtlich CO 2 -Neutralität, Umweltfreundlichkeit,

Nachhaltigkeit, Natürlichkeit

und Ästhetik verleihen dem Holz

eine einzigartige Bedeutung. Die Innovationen

der Branchen tragen diesen

Forderungen Rechnung und entwickeln

in vielen Feldern neue Produkte und

Lösungen. Alleine im Bereich des Holzbaus

– in Verbindung mit Standardisierung

und Modulbauweisen – ergeben

sich komplett neue Einsatzgebiete und

Produktfelder für die Unternehmen. So

wurden bereits Pilotprojekte realisiert,

die vor Jahren hinsichtlich Statik, Machbarkeit

und Preis nur schwer vorstellbar

waren. Die Innovationskraft und

der Mut unserer Unternehmen macht

dies möglich.

(maq)

LIGNUM CONSULTING

Lignum Consulting wurde 2003 von Dieter

Rezbach und Dieter Haas gegründet. Seither

ist das Kupferzeller Unternehmen kontinuierlich

gewachsen und beschäftigt aktuell an den

drei Standorten in Deutschland, Brasilien und

den USA insgesamt 23 Mitarbeiter. Das Kundenspektrum

von Lignum Consulting umfasst

Schreinereien genauso wie globale Industrieunternehmen.

Das Kundenspektrum erstreckt

sich dabei vom Holzbau über Holzwerkstoffe

und Möbel bis hin zur Spielwarenbranche.

Wesent liche Segmente jedoch sind die Möbelproduzenten,

die Bauelementeindustrie, die

Caravan- und Reisemobilhersteller, der Laden-,

Messe- und Innenausbau sowie die Zuliefer -

industrie.

JUNI 2016 w.news

31


N E W S T I C K E R

NEUES AUS BERLIN UND BRÜSSEL

Lotsen vermitteln Flüchtlinge in passende

Stellen Berlin. Rund 130 speziell

ausgebildete Willkommenslotsen unterstützen

künftig kleine und mittlere Unternehmen

dabei, Flüchtlinge in die Betriebe

zu integrieren. Damit reagiert das Bundeswirtschaftsministerium

auf das große

Engagement der Wirtschaft, Flüchtlinge

in den Arbeitsmarkt aufzunehmen. Das

Ministerium fördert die „Willkommenslotsen“

im Rahmen des Programms „Passgenaue

Besetzung“. Sie sind bei den IHKs,

Handwerkskammern, den Kammern der

freien Berufe und bei weiteren Organisationen

der Wirtschaft tätig. Ihre Leistung

reicht von der Beratung zu recht lichen

Fragen bis hin zur Suche nach einem geeigneten

Flüchtling für eine offe ne (Praktikums-,

Ausbildungs-)Stelle.

kiss.markus@dihk.de

Oettinger-Strategie „Digitizing European

Industry“ greift Anregungen des

DIHK auf Brüssel. Erste Erfolge mit seiner

Positionierung zu Big Data und Industrie

4.0 kann der DIHK auf europäischer

Ebene verzeichnen: Im Strategiepapier

der Europäischen Kommission zur Digitalisierung

der europäischen Industrie

werden jetzt auch Dienstleister berücksichtigt

– explizit Smart-Service-Anbieter.

Diese Smart Services – über das Internet

individuell konfigurierte Pakete aus

Produkten, Dienstleistungen und Diens -

ten – können nur entstehen, wenn große

Datenmengen aus unterschiedlichen

Quellen (zum Beispiel Unternehmen, Sensoren

an Maschinen, öffentliche Daten)

erfasst und ausgewertet werden. Ebenfalls

wird im Papier nun explizit betont,

dass der Schlüssel zur Verbesserung der

digitalen Kompetenzen der Belegschaften

auf regionaler Ebene liegt. Diese Aspek te

hat der DIHK auch in seinem Positionspapier

„Industrie 4.0: Voraussetzungen für

den Erfolg“ und in Gesprächen immer

wieder in die Diskussion eingebracht.

kindler.holger@dihk.de

Hermes-Bürgschaften bald auch für Iran

Berlin. Der Weg für staatliche Hermesbürgschaften

zur Absicherung deutscher

Exporte in den Iran ist bald wieder frei.

Grund: Das Land will in Kürze seine Altschulden

in Höhe von rund 500 Millionen

Euro begleichen. Damit fällt ein weiteres

Stoppschild im Irangeschäft. „Von

einer Neuauflage der Hermes-Bürgschaften

für den Iran erhoffen wir uns mehr

Rechts- und Planungssicherheit gerade

für kleine und mittlere deutsche Firmen“,

unterstreicht Präsident Eric Schweitzer

eine Forderung des DIHK. Ohne solche

Garantien sind Unternehmen derzeit

kaum bereit, im Iran zu investieren. Die

traditionell guten Wirtschaftsbeziehungen

machen Hoffnung darauf, dass die

deutschen Exporte in den Iran innerhalb

der nächsten zwei bis drei Jahre wieder

ein Volumen von fünf Milliarden Euro

errei chen werden. In fünf bis sieben

Jahren sind sogar um die zehn Milliarden

möglich.

andree.philipp@dihk.de

IHK-Integrationsinitiativen beispielhaft

Brüssel. Der Europäische Wirtschafts- und

Sozialausschuss (EWSA) hat in seiner

Stellungnahme für die niederländische

EU-Ratspräsidentschaft zum Thema Integration

von Flüchtlingen in der EU die

Aktivitäten der deutschen IHKs als beispielhaft

hervorgehoben. In Deutschland

haben die Industrie- und Handelskammern

Initiativen zur Stellenvermittlung

ergriffen, heißt es in dem Papier. Der

EWSA berichtet zudem über die Informations-

und Unterstützungsinitiativen

der IHKs bei der Qualifizierung und Ausbildung

von Flüchtlingen im Rahmen

von Ausbildungspakten. Ausdrücklich

erwähnt wird auch die Suche nach freiwilligen

Beratern, die Flüchtlinge und

Unternehmen gleichermaßen beraten

sowie die Unterstützung von Flüchtlingen

bei der Unternehmensgründung.

jaenecke.kathrin@dihk.de

Weniger Wettbewerbsverzerrung durch

strikte Umsetzung der EU-Umweltgesetzgebung

Brüssel. Umweltrechtliche

Vorgaben aus Brüssel werden in den

Mitgliedstaaten höchst unterschiedlich

umgesetzt. Das wiederum führt zu Wettbewerbsverzerrungen

im EU-Binnenmarkt.

Deshalb hat auch der DIHK in seinen

europapolitischen Positionen wiederholt

gefordert, bestehendes Umweltrecht EUweit

gleichermaßen umzusetzen, anstatt

immer neue Gesetze zu erlassen.

Schließlich gibt es im Umweltbereich die

meisten Vertragsverletzungsverfahren der

Kommission gegen Mitgliedstaaten überhaupt

– zuletzt knapp 300. Die Generaldirektion

Umwelt der Kommission will

sich dieser Problematik offenbar annehmen:

Bis Ende 2016 soll ein Überprüfungssystem

für die Einhaltung der EU-

Umweltgesetzgebung eingerichtet werden.

Außerdem sollen die Mitgliedstaaten künftig

alle zwei Jahre über ihren nationalen

Umsetzungstand berichten.

fels.mirko@dihk.de

IHK-Veranstaltungen (Auszug) Juni–Juli 2016

Datum Veranstaltung Ort Preis

13.06.2016 Warenursprung und Präferenzen – Zollvorteile nutzen IHK-Geschäftsstelle Schwäbisch Hall 150,00 €

14.06.2016 Beratertag Exportgarantien des Bundes: Weltweit handeln – IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn kostenfrei

Chancen nutzen – Risiken begrenzen

16.06.2016 IHK-Ursprungszeugnis Heilbronn IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn kostenfrei

21.06.0216 AHK-Inhouse-Sprechtag zum US-Recht beim Mitglied vor Ort kostenfrei

21.06.2016 Sprechtag für Freiberufler IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn kostenfrei

22.+23.06.2016 Sachkundeprüfung Finanzanlagenfachmann/-frau Heilbronn/Neckarsulm max. 380,00 €

23.06.2016 15. Heilbronner Strategie- und Controlling-Kongress IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn 300,00 €

23.+24.06.2016 Sachkundeprüfung „Fachmann/-frau für Heilbronn/Neckarsulm max. 300,00 €

Immobiliardarlehensvermittlung“

27.06.2016 Marktplatz der guten Geschäfte Heilbronn IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn kostenfrei

27.06.2016 Sprechtag für Freiberufler IHK-Geschäftsstelle Bad Mergentheim kostenfrei

27.06.2016 Unterrichtung nach dem Gaststättengesetz Heilbronn 100,00 €

28.06.2016 Sprechtag mit L-Bank und Bürgschaftsbank/MBG Handwerkskammer Heilbronn-Franken kostenfrei

29.06.2016 „Save your brand“ – warum Ihr Markenschutz (vermutlich) IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn kostenfrei

unzureichend ist

30.06.2016 RKW-Sprechtag IHK-Hauptgeschäftsstelle Heilbronn kostenfrei

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32 w.news JUNI 2016


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G E L D + M Ä R K T E

WIRTSCHAFTS-

PARTNER MIT

POTENZIAL

Mexiko hat Brasilien als wichtigstes Zielland für deutsche

Ausfuhren in Lateinamerika abgelöst. Im vergangenen

Jahr erreichten die Exporte nach vorläufigen

Zahlen ein Volumen von 11,1 Milliarden Euro, ein Plus

von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2016 wird

ein Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent erwartet.

JUNI 2016 w.news

35


G E L D + M Ä R K T E

Die zweitgrößte Volkswirtschaft

Lateinamerikas rückt zunehmend

in den Fokus der deutschen

Außenwirtschaft. Die

Nähe zu den USA, die positive

Haltung gegenüber dem Freihandel

und die gute Diversifizierung der Volkswirtschaft

machen Mexiko zu einem

attraktiven Standort für Handel und

Investitionen.

Von Mexiko in die ganze Welt

Seit 1994 ist Mexiko Mitglied des

nordamerikanischen Freihandelsbündnisses

NAFTA. Der ungehinderte Warenund

Dienstleistungsverkehr insbesondere

mit den USA hat seitdem stark

zugenommen und die Industrialisierung

Mexikos vorangetrieben.

Mexiko ist außerdem Gründungsmitglied

der 2012 gegründeten Pazifik-

Allianz. Durch die Mitgliedschaft in

beiden Wirtschaftsbündnissen nimmt

das Land eine Sonderrolle innerhalb

des amerikanischen Kontinents ein.

Wer in Mexiko fertigt, der kann mit fast

allen großen Volkswirtschaften des

Kontinents frei und ungehindert Handel

betreiben.

Im Jahr 2000 wurde zudem ein Freihandelsabkommen

mit der Europäischen

Union unterzeichnet. Seither haben beide

Seiten die Zölle auf sämtliche Industrieund

einige Landwirtschaftsprodukte

abgeschafft. Mit der Transpazifischen

Partnerschaft (TPP) nimmt Mexiko an

einem weiteren Integrationsprozess im

Welthandel aktiv teil. Das Abkommen

ist seit Anfang Februar 2016 von den

zwölf beteiligten Staaten unterzeichnet,

die Ratifikation steht noch aus. Insgesamt

können von Mexiko aus Industrieprodukte

in 45 Staaten der Welt mit

zusammen 1,1 Milliarden Einwohnern

nahezu hindernisfrei exportiert werden.

Trotz dieser Handelsabkommen sieht

sich das Land unter Druck. Auch wegen

des offenen nordamerikanischen Markts

haben sich in Mexiko viele Unternehmen

aus Deutschland und Europa angesiedelt,

die sehr exportorientiert sind. Mit dem

Inkrafttreten von TTIP fiele dieser Standortvorteil

Mexikos gegenüber den nördlichen

Nachbarn weg – Unternehmen

hätten dann auch einen freien Marktzugang

nach Europa, wenn sie in den

USA direkt investieren.

Um seine Vorreiterrolle weiter auszubauen,

strebt Mexiko an, sein Freihandelsabkommen

mit der Europäischen

Union noch vor der Unterzeichnung

von TTIP zu erweitern und zu

modernisieren. 2015 trafen sich deshalb

Mexikos Wirtschaftsminister Guajardo

und EU-Kommissarin Malmström in

Brüssel. Sie sind sich einig darüber,

dass neben der Einbeziehung weiterer

Zolllinien insbesondere die Vereinheitlichung

von Normen und Standards

zum Abbau weiterer Handelshemmnisse

beitragen kann.

Öl und Gas: Modernisierung der Energiewirtschaft

Mexiko ist als Gesamtwirtschaft von

den niedrigen Ölpreisen nicht so stark

betroffen wie andere Länder des Kontinents.

Trotzdem steckt der gesamte Ölund

Gassektor aktuell in einer tiefen

Krise. Der staatliche Ölförderkonzern

Pemex hat seit dem Höchststand von

2013 etwa 30.000 Arbeitsplätze abgebaut

und jüngst angekündigt, das Unternehmensbudget

für 2016 um 20 Prozent zu

senken. Pemex ist der größte Arbeitgeber

des Landes und beschäftigt aktuell

immer noch über 120.000 Mitarbeiter.

Als Staatskonzern gilt Pemex seit jeher

als wenig effizient.

In der aktuell schwierigen Situation

liegt aber auch eine Chance: die begonnene

Privatisierung des Ölsektors und

des Energiesektors weiter voranzutreiben.

Mexiko wird ein zunehmend inte -

ressanter Standort auch für erneuer–

bare Energien. Die Regierung versucht,

von der einseitigen Abhängigkeit von

fossilen Energieträgern wegzukommen.

Dabei können Technologielieferanten

aus Deutschland eine führende Rolle

spielen.

Berufliche Bildung

Durch den hohen Industrialisierungsgrad

und die positive Wirtschaftsent-

36 w.news JUNI 2016


wicklung steigt der Bedarf an gut qualifizierten

Fachkräften in Mexiko schnell

an. Das Land sucht hier internationale

Unterstützung und arbeitet mit vielen

internationalen Partnern gut zusammen,

um die Ausbildungssituation zu

verbessern.

Dabei spielt die duale Berufsbildung

nach deutschem Vorbild eine wichtige

Rolle. Die großen deutschen Unter -

nehmen vor Ort, insbesondere aus der

Automobilbranche, sind mit umfang -

reichen Pilotprojekten aktiv. Auch die

deutsche Auslandshandelskammer (AHK)

in Mexiko ist bei diesem Thema besonders

engagiert.

Anlässlich des Besuchs von Mexikos

Staatspräsident Enrique Peña Nieto haben

der Deutsche Industrie- und Handelskammertag

(DIHK), die AHK Mexiko und

der mexikanische Dachverband CCE

(Consejo Coordinador Empresarial) am

12. April 2016 in Berlin ein „Memorandum

of Understanding“ zur Vertiefung

der Zusammenarbeit in der beruflichen

Bildung unterzeichnet.

Wachstumsbremsen: Bürokratie und Korruption

Mexiko hat in den letzten Monaten

nicht primär durch seine Wirtschaftsentwicklung

Schlagzeilen gemacht, sondern

durch seine Korruptionsskandale

und die allgemein als kritisch eingestufte

Sicherheitslage. Im Korruptionswahrnehmungsindex

steht das Land

gemeinsam mit Mali und den Philip -

pinen lediglich auf Platz 95 der Welt.

Die Kriminalitätsrate ist hoch. Hier hat

das Land dringenden Handlungsbedarf,

um für Investoren weiterhin interessant

zu bleiben.

Beim Thema Bürokratieabbau hat

Mexiko sicherlich in den letzten Jahren

einige Fortschritte gemacht, darf aber in

seinen Anstrengungen nicht nachlassen.

Deutsche Unternehmen beklagen

sich nach wie vor über komplizierte

und oft intransparente Verwaltungsvorgänge,

beispielsweise bei öffentlichen

Ausschreibungen.

Schwierig bleibt die allgemeine Sicherheitslage.

In manchen Regionen ist die

Kriminalität sehr hoch. Das schlägt sich

natürlich auch auf das Wirtschafts -

klima nieder und bedeutet einen Standortnachteil

zum Beispiel gegenüber dem

Süden der USA. Auch hier gilt: Mexiko

muss den Weg zu mehr institutioneller

Stabilität auch im Interesse seiner Wirtschaftsentwicklung

konsequent weitergehen.

Wenn Mexiko es schafft, seine noch

bestehenden Schwächen in den Griff zu

bekommen, dann wird seine wirtschaftliche

Bedeutung innerhalb des amerikanischen

Kontinents noch weiter wachsen.

Dann kommen die vielen Chancen,

die das Land dank seiner guten Wirtschafts-

und Industriepolitik bietet, noch

viel stärker zum Tragen – auch für deutsche

Unternehmen.

(red)

JUNI 2016 w.news

37


G E L D + M Ä R K T E

DIE MEISTEN FREIHANDELS-

ABKOMMEN DER WELT

Mexiko hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweit wichtigen wirtschaftlichen

Akteur entwickelt. Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers wird

das Land bis 2050 sein Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahezu vervierfachen und

auf den sechs ten Platz der Volkswirtschaften mit dem größten BIP nach Kaufkraft

vorrücken.

Johannes Hauser, Geschäftsführer

der AHK Mexiko, geht im Interview

auf die Abhängigkeit von den

USA und die Stärke der mexikanischen

Automobilindustrie ein.

Mexiko hat eine beeindruckende wirtschaftliche

Entwicklung hinter sich, die Auslandsinvestitionen

nehmen zu, die Prognosen sind

sehr gut. Was macht die mexikanische Wirtschaft

so stark?

Zum einen hat Mexiko einen großen

kaufstarken Binnenmarkt mit etwa

120 Millionen Einwohnern. Zum anderen

gibt es eine verlässliche Wirtschaftspolitik,

die auf Offenheit und Globalisierung setzt.

Dadurch wurden seit 20 Jahren stabile

makroökonomische Verhältnisse gesichert,

die für Lateinamerika nicht unbedingt

typisch sind. Zudem haben viele

Freihandelsabkommen einen enor men

Zustrom von ausländischen Investitionen

ausgelöst und die Entwicklung einer hochprofessionellen

Industriekultur befördert.

Wie relevant sind die Freihandelsabkommen

für deutsche Investoren in einem Land mit

einer so ausgezeichneten strategischen Lage?

Deutsche Unternehmen profitieren von

der Doppelstrategie. Sie beliefern den

lokalen Markt, bedienen aber über eine

Präsenz und Fertigung in Mexiko dank

der Freihandelsabkommen auch zollfrei

die USA als weltgrößten Einzelmarkt so -

wie Japan, die EU und zahlreiche Staaten

in Lateinamerika. Die Dynamik in der

exportorientierten verarbeitenden Industrie

führt im Übrigen zu einer erheblichen

Nachfrage nach Investitionsgütern.

Da Mexiko über keinen eigenen Maschinenbau

verfügt, bieten sich deutschen

Anbietern der Kapitalgüterindustrie interessante

Marktperspektiven, durchaus

ablesbar an der Entwicklung des deutschen

Exports nach Mexiko.

38 w.news JUNI 2016


G E L D + M Ä R K T E

MEXIKO: WACHSENDER MARKT FÜR DEUTSCHE FIRMEN

Mexiko ist der führende Automobilproduzent

in Lateinamerika, Automobilkonzerne

investieren weiterhin Milliarden. Was zeichnet

das Land als Standort für diese Branche

aus?

Wesentliches Argument sind auch hier

die Freihandelsabkommen. Außerdem

gibt es in Mexiko eine lange Tradition

automobiler Fertigung. Volkswagen zum

Beispiel ist seit über 50 Jahren im Land

aktiv, ebenso die US-Konzerne. So hat

sich eine sehr gute und verlässliche Zuliefer-

und Infrastruktur entwickelt, aber

auch eine geschätzte Fertigungsqualität,

die erklärt, warum neben dem Massensegment

demnächst auch Premiummarken

wie Audi, BMW und Mercedes hier

Pkws produzieren.

Ein neuer Markt entsteht gerade durch die

Energiereform und die damit verbundene

Liberalisierung der Energie- und Erdölwirtschaft.

Ergeben sich hieraus Chancen für

deutsche Investoren?

Durch die neuen Zugänge zur Exploration,

Erzeugung und Verteilung von

Energie eröffnen sich deutschen Technologielieferanten

sehr gute Geschäfts chan -

cen, weil Mexiko hier enormen Bedarf

hat. Das hat auch der mexikanische Ener -

giekonzern Pemex erkannt und nun

sogar ein Verbindungsbüro in Deutschland

eröffnet, um proaktiv deutsche

Unternehmen für eine Mitwirkung an

den unterschiedlichen Prozessen zu gewinnen.

Eine Dienstleistung Ihrer AHK ist das Partner

Support Program. Worum handelt es

sich hierbei?

Der Zustrom deutscher Investoren hat

auch zur Folge, dass immer mehr Fachund

Führungskräfte nach Mexiko kommen,

in der Regel mit Partnerin oder

Partner. Um diesen Möglichkeiten zur

Gestaltung ihres Aufenthalts zu geben,

bieten wir in Kooperation mit den Unternehmen

verschiedene Optionen an,

von beruflichen Tätigkeiten, Weiterbildungsmaßnahmen

oder ehrenamtlichem

Engage ment. Ziel ist es, den Aufenthalt

in Mexiko für beide Partner erfüllend

zu gestalten.

Beenden Sie bitte den folgenden Satz:

„Mexiko ist für deutsche Investitionen und

Exporte attraktiv, weil …“

… sie auf ein wirtschaftspolitisch

stabiles Umfeld treffen und in einer offenen

und auf Globalisierung setzenden

Wirtschaft sehr gute Entwicklungsund

Marktchancen haben.“ (DIHK)

Weitere Informationen zum weltweiten

Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern

(AHKs) gibt es im

Internet auf der Homepage der AHK,

Dienstleistungen zum Markteinstieg

und -ausbau bieten die AHKs unter der

Servicemarke DEinternational an.

www.ahk.de

www.deinternational.de

Quellen: AHK Mexiko (Konjunkturumfrage 2014)

ÜBER MEXIKO

æBIP pro Kopf, in USD, 2015 (Prognose):

10.174

æWirtschaftswachstum, 2015 in Prozent, real

(Prognose): 3,0

æBeziehungen zu Deutschland 2014 (Veränderung

gegenüber 2013):

Deutsche Einfuhren, in Millionen Euro:

3.673,8 (- 6,2 Prozent)

Deutsche Ausfuhren, in Millionen Euro:

9.078,3 (+ 1,5 Prozent)

æHermes Länderkategorie: 3

æEase of Doing Business 2015: 39 von 189

Ländern

Quellen: GTAI 2015, Destatis

ZUR AHK

æGründungsjahr: 1929

æStandort: Mexiko-Stadt

KONTAKT

Johannes Hauser

Telefon +52(0)55 1500 5902

E-Mail direccion@ahkmexiko.com.mx

ZUR PERSON

Johannes Hauser ist seit 2004 Geschäftsführer

der AHK Mexiko, darüber hinaus seit 1999

Geschäftsführer der AHK für Zentralamerika

und die Karibik. Zuvor arbeitete der ausgebildete

Bankkaufmann und studierte Betriebswirt

als wissenschaftlicher Mitarbeiter des DIHK

mit Stationen in Bonn, Krefeld, Kiel, Berlin und

Madrid.

AHK-Geschäftsführer Johannes Hauser.

JUNI 2016 w.news

39


80 PROZENT

FÖRDERUNG

FÜR KLEINST-

BETRIEBE

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des

Landkreises Schwäbisch Hall mbH (WFG) ist

eine von bundesweit 102 Erstberatungsstellen

im Förderprogramm „unternehmensWert:

Mensch“ geworden. Unternehmen in der

Region Heilbronn-Franken haben dadurch

nun besonders kurze Wege, um einen Scheck

für eine geförderte Beratung zu erhalten,

denn es gibt in Baden-Württemberg sonst

nur noch in Mannheim eine solche Erstberatungsstelle.

Eine geförderte Prozessberatung

erhalten in Baden-Württemberg

Kleinstbetriebe mit weniger als

zehn Beschäftigten (in vollen

Jahresarbeitseinheiten gerechnet).

Die Prozessberatung findet direkt

in den Unternehmen statt und hilft den

Betrieben dabei, ihre Personalkonzepte

fit für die Zukunft zu machen. In den

vier Handlungsfeldern Personalführung,

Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit

sowie Wissen und Kompetenz erarbeiten

professionelle autorisierte Berater

gemeinsam mit der Unternehmensführung

und den Beschäftigten maßgeschneiderte

Konzepte und Maßnahmen

für eine erfolgreiche Personalpolitik. Da -

bei werden 80 Prozent der Beratungskosten

übernommen.

Die Erstberatungsstelle ist dabei erste

Anlaufstelle für Unternehmen. Sie prüft

die Förder fähigkeit der Unternehmen,

ermittelt den Beratungsbedarf und gibt

die so genannten Beratungsschecks aus.

Mit diesen wird eine Förderung der

Kosten der Prozessberatung möglich.

Die Erstberatungen sind für alle Unternehmen

kostenlos. Erstberaterin bei der

WFG ist Melanie Schlebach, die auch

das Projekt RegioBiZ leitete und sich

zur Demo grafie-Lotsin in dieser Zeit

weiterbildete. Finanziert wird das Programm

„unternehmensWert:Mensch“ aus

Mitteln des Europäischen Sozialfonds

und des Bundesministeriums für Arbeit

und Soziales. Für Unternehmen mit

mehr als zehn Beschäftigten bietet das

Land Baden-Württemberg entsprechende

Förderung für eine Beratung an.

Auch hier versteht sich die Erstberatungsstelle

der WFG als Lotse und hilft

bei der Antragsstellung oder beim Auffinden

anderer passgenauer Förderprogramme.

UNTERNEHMENSWERT:MENSCH

Das bundesweite Beratungsprogramm „unternehmensWert:Mensch“

unterstützt kleine und

mittlere Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung

von mitarbeiterorientierten, altersgerechten

und zukunftsfähigen Personalstrategien. Das

Ziel: langfristige Prozesse anzustoßen, die den

Betrieb nachhaltig positiv verändern. In einer

ersten Modellphase zwischen Oktober 2012

und September 2014 hat das Programm rund

3.000 kleine und mittlere Unternehmen mit

insgesamt etwa 100.000 Beschäftigten erreicht.

Weitere Informationen zu unternehmensWert:

Mensch im Internet unter:

www.unternehmens-wert-mensch.de

Weitere Informationen zum Förderprogramm

und der Erstberatungsstelle

hat die WFG auf ihrer Internetseite zusammengestellt.

(red)

KONTAKT

Melanie Schlebach

Erstberatungsstelle

WFG Schwäbisch Hall mbH

Telefon 07904 94599-15

E-Mail schlebach@wfgsha.de

www.uwm.wfgsha.de

40 w.news JUNI 2016


G E L D + M Ä R K T E

IHK-GRÜNDERBROSCHÜRE

NEU AUFGELEGT

Herausforderung

Selbständigkeit

Informationen

für eine

erfolgreiche

Existenzgründung

Aktualisiert und neu aufgelegt hat die IHK

Heilbronn-Franken den Ratgeber „Herausforderung

Selbständigkeit“.

VO N M A R T I N N E U B E R G E R

Unter Federführung der IHK Heilbronn-Franken

erscheint die

gemeinsame Gründerbroschüre

der baden-württembergischen

IHKs bereits in 16. Auflage. Die

Gesamtauflage dieser stark nachgefragten

Publikation beläuft sich mittlerweile auf

rund 200.000 Exemplare.

Gezielte Informationen

Mit dem Ratgeber will die IHK Anstöße

für die sorgfältige Gründungsplanung

geben und über die Voraussetzungen

für eine erfolgreiche Existenzgründung

informieren. Der Leitfaden bietet gezielte

Informationen zu allen Themen rund

um die Selbständigkeit. Hierzu gehören

etwa die fachliche und kaufmännische

Qualifikation, die Markt- und Standortplanung,

öffentliche Finanzierungshilfen,

die Kapitalbedarfsplanung, die Umsatzund

Ertragserwartung, gewerberecht -

liche Fragen, die Wahl der Rechtsform

sowie Steuern und Versi cherungen.

Vielfältiges Angebot

Mit persönlichen Beratungsgesprächen,

per Internet und mit vielfältigen

Informationsunterlagen bietet die IHK

Heilbronn-Franken ein breit gefächertes

Service-, Beratungs- und Qualifizierungsangebot

für eine erfolgreiche Exis -

tenzgründung oder Betriebsübernahme.

Ein ganz besonderes IHK-Angebot ist

die Gründungswerkstatt Heilbronn-

Franken. Mit diesem Internetportal

(www.gruendungswerkstatt-heilbronnfranken.de)

können Gründer ihren Businessplan

Schritt für Schritt erstellen

und erhalten zudem Online-Begleitung

durch erfahrene Tutoren der IHK.

„Herausforderung Selbständigkeit“

ist kostenlos erhältlich bei der IHK Heilbronn-Franken

oder per Download auf

der IHK-Homepage unter der Rubrik

Existenz gründung/Unternehmens för -

de rung.

KONTAKT

Sabrina Hohl

Existenzgründung & -sicherung

Telefon 07131 9677-118

E-Mail sabrina.hohl@heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de

Wir bauen für Industrie und Gewerbe

Mit der Erfahrung aus über 400 Projekten

Bauunternehmung Böpple GmbH · Wannenäckerstraße 77 · 74078 Heilbronn · Telefon: 07131/2610-0 · www.boepplebau.de


dossier


B I L D U N G S M E S S E N

FOKUS

BILDUNG

An allen drei Messetagen der Bildungmesse

Heilbronn liegt der Schwerpunkt auf den

Themen „Ausbildung, Studium und Beruf“.

Vom 9. bis 11. Juni präsentieren

über 160 Unternehmen und

Institutionen ihr Aus- und Weiterbildungsangebot

im und rund

um das Messe- und Event center

von Intersport im redblue in den Böllinger

Höfen. Mit über 200 Angeboten

zu „Ausbildung, Studium und Beruf“ ist

die Messe eine der größten ihrer Art

in Baden-Württemberg und die bedeutendste

in der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken.

„Auch in der Ausbildung wird die

Welt immer digitaler – doch die Messe

ist immer noch ein fester Bestandteil im

Ausbildungsmarketing für unsere Unternehmen“,

sagt Uwe Deubel, zuständiger

Projektkoordinator Berufsbildung

der IHK Heilbronn-Franken. „Der persönliche

Kontakt, das erste Gespräch und

gegenseitige ,Beschnuppern‘ kann keine

App oder Website ersetzen.“

Unternehmen investieren angesichts

des Fachkräftemangels und zunehmender

Schwierigkeiten in der Ausbildungsplatzbesetzung

verstärkt in ihr Ausbildungsmarketing.

Die Messebeteiligung

ist dabei ein fester Bestandteil.

Durch Kooperation Synergien geschaffen

Mit der dritten gemeinsamen Messe

zeigen die Handwerkskammer Heilbronn-

Franken (HWK) und die Industrie- und

Handelskammer Heilbronn-Franken (IHK),

dass sich Kooperationen lohnen. In zwei

Messebereichen, dem redblue und dem

angrenzenden Bildungs- und Technologiezentrum

der Handwerkskammer (BTZ),

präsentieren sich die Aussteller beider

Kammern.

Im Messebereich des BTZ erhält man

Einblick in die „Erlebniswelt des Handwerks“,

hier werden Berufe hautnah und

praxisorientiert vorgestellt, und zum

Greifen nah gemacht. Das redblue bildet

den Mittelpunkt der Messe, hier sind die

meisten Aussteller und Berufe aus unterschiedlichsten

Branchen und Wirtschaftszweigen:

Industrie, Handel, Dienstleistung,

Gesundheit und Soziales. Um zwischen

beiden Messebereichen bequem zu

pendeln, ist ein Shuttle-Zug eingerichtet.

Praxisnahe Berufsorientierung

Donnerstags und freitags werden rund

3.500 Schüler, aus Haupt-, Werkreal-,

Real- und beruflichen Vollzeitschulen

beim großen Berufsorientierungstreff auf

der Messe erwartet. Die Schüler sind dort

zum Berufsorientierungstraining eingeladen

und können je nach Stand ihrer

Berufsorientierung zwischen zwei Programmangeboten

wählen: Anfänger

üben auf der Messe das Kennenlernen

von Berufen und Ausbildungsgängen.

Fortgeschrittene halten Ausschau nach

einem geeigneten Ausbildungs betrieb

und trainieren die notwendige Kontaktanbahnung.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm

mit Foren, Vorträgen und

Workshops runden den Berufsorientierungstreff

ab.


JUNI 2016 w.news

43


dossier

B I L D U N G S M E S S E N

HIGHLIGHTS & SONDERVERAN STALTUNGEN

DER BILDUNGSMESSE HEILBRONN 2016

DONNERSTAG, 9. JUNI

æ Frühstück der Aussteller und der Schulpartner

Das Aussteller-Frühstück findet um 8.30 Uhr

im Forum des redblue statt und ist mit den

Präsidenten von IHK und HWK geplant.

æ Der große Berufsorientierungstreff mit

Schulklassentraining „BomSuS“ (Berufs -

orientierung mit Spiel und Spaß)

für Schulen aus dem Stadt- und Landkreis

Heilbronn, sowie dem Landkreis Hohenlohe

æ Berufsorientierungstreff für Flüchtlinge

für Schüler und Schülerinnen aus den Vorbereitungsklassen

(VABO) sowie für Flüchtlinge

mit Interesse an Ausbildung und Praktikum,

die momentan nicht über das Schulwesen

betreut werden

FREITAG, 10. JUNI

æ Der große Berufsorientierungstreff mit

Schulklassentraining „BomSuS“ (Berufs -

orientierung mit Spiel und Spaß)

für Schulen aus dem Stadt- und Landkreis

Heilbronn sowie dem Landkreis Hohenlohe

æ Berufsorientierungstreff für Flüchtlinge

für Schüler und Schülerinnen aus den Vorbereitungsklassen

(VABO) sowie für Flüchtlinge

mit Interesse an Ausbildung und Praktikum,

die momentan nicht über das Schulwesen

betreut werden

Mit diesem Angebot unterstützen IHK

und HWK das neue Schulfach „Wirtschaft,

Berufs- und Studienorientierung“, welches

ab dem Schuljahr 2016/17 neu an

den baden-württembergischen Schulen

eingeführt wird. Die Schülerinnen und

Schüler sollen damit eine Unterstützung

für die Ausrichtung ihres weiteren

Werdegangs erhalten.

Berufsforum für Gymnasiasten und Berufskollegiaten

Ein weiteres Highlight der Messe ist

das große Berufsforum für Gymnasiasten

und Berufskollegiaten mit rund 30 Fachvorträgen

und Hochschulpräsentationen.

Den Gymnasiasten und Berufskollegiaten

bietet sich an allen drei Tagen

die Gelegenheit, sich umfassend über

SAMSTAG, 11. JUNI

æ Die große Last-Minute-Börse 2016

mit Firmen vor Ort im Berufs- und Technologiezentrum

der Handwerkskammer Heilbronn-

Franken

æ Der große Berufsorientierungstreff für

„Eltern mit Kind“

AN ALLEN DREI TAGEN

æ Das große Vortragsprogramm

mit rund 45 Vorträgen

æ Das Berufsforum für Gymnasiasten und

Berufskollegiaten

mit rund 30 Vorträgen

æ Angebot zur „Passgenauen Vermittlung“

an den Ausstellerständen der IHK und HWK

æ Das Handwerk präsentiert sich mit Erlebniswerkstätten

und Innungsständen

im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ)

æ Messegastronomie und Schülercafé

KONTAKT

IHK Heilbronn-Franken

Uwe Deubel

Bildungsprojekte

Telefon 07131 9677-460

E-Mail uwe.deubel@heilbronn.ihk.de

www.bildungsmesse-heilbronn.de

Studium und Ausbildung mit Abitur

oder Fachhochschulreife zu informieren.

Auch duale Studiengänge sind mit

über 60 Ausstellern vertreten.

Last-Minute-Lehrstellenbörse 2016

im Bildungs- und Technologiezentrum

Die Last-Minute-Börse am Samstag,

11. Juni im Bildungs- und Technologiezentrum

der Handwerkskammer bietet

für alle Suchenden noch die Möglichkeit

einen Ausbildungsplatz für das Ausbildungsjahr

2016 zu finden. Hier werden

an großen Job-Boards freie Ausbildungsplätze

angeboten und man kann direkt

vor Ort mit den Ausstellern ins Gespräch

kommen.

Am besten hat man die Bewerbungsmappe

gleich dabei, um sich damit sofort

vorstellen zu können. Auf diese Weise

haben schon einige Azubis ihren Ausbildungsplatz

in letzter Minute gefunden.

Die Ansprechpartnerin für die Unternehmen,

die bei der Last-Minute-Börse

direkt vor Ort mitmachen oder die eine

Stellenanzeige für ihre freien Ausbildungsplätze

aushängen möchten, ist

Christine Hagen, Telefon 07131 9677-455,

E-Mail christine.hagen@heilbronn.ihk.de.

Handwerk zum Anfassen im Bildungs- und

Technologiezentrum (BTZ)

Im BTZ können die Messebesucher

Vorführungen von Berufen aus dem

Handwerk erleben und auch praktisch

ausprobieren. In rund 16 Erlebniswerkstätten

werden beispielsweise Metall-,

Elektro-, Bau-, Holz-, Nahrungsmittelund

Körperpflegeberufe anschaulich und

spannend dargestellt. Handwerk zum Anfassen

und Ausprobieren, dass zeichnet

die Schau im BTZ besonders aus.

Bildungsmesse online

Auf dem Onlineportal www.bildungsmesse-heilbronn.de

können sich Inte res -

sier te umfassend über den Ablauf der

Bildungsmesse in Heilbronn informieren.

Die IHK und HWK haben hier eine

eigene Messehomepage eingerichtet.

Aktuelle Informationen, das komplette

Programm zur Messe und weitere wichtige

Hinweise sind hier ersichtlich.

Anfahrt und Parken bei der Bildungsmesse

Beim Intersport Messe- und Eventcenter

redblue stehen den Messebesuchern

ausreichend Parkmöglichkeiten zur

Verfügung. Sie sind genauso kostenlos

wie der eingerichtete Shuttlebus von

der Innenstadt bis zum Messegelände.

Auch für die Bewirtung ist bestens

gesorgt. Im redblue und BTZ ist jeweils

ein Catering vor Ort und auch das

Schüler café der Wilhelm-Hauff-Schule

Heilbronn ist wieder dabei. (red)

KONTAKT

IHK Heilbronn-Franken

Uwe Deubel

Bildungsprojekte

Telefon 07131 9677-460

E-Mail uwe.deubel@heilbronn.ihk.de

www.bildungsmesse-heilbronn.de

44 w.news JUNI 2016


Zum Thema Fachkräftemangel

„ Sollten wir unser Unternehmen für neue

Mitarbeiter attraktiver machen? ODER lieber

unsere eigenen Leute gezielter entwickeln?“

Ja.

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JUNI 2016 w.news

45


dossier

AUSSTELLERVERZEICHNIS BILDUNGSMESSE HEILBRONN

Abacus Nachhilfeinstitut, Stuttgart

Aberle GmbH, Leingarten

Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau

Agentur für Arbeit Heilbronn, Heilbronn

Akademie für Kommunikation Heilbronn, Heilbronn

Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, Heilbronn

Andreas-Schneider-Schule, Heilbronn

AOK – Die Gesundheitskasse, Heilbronn

ArbeiterKind.de, Heilbronn

Arbeiter-Samariter-Bund Region Heilbronn-Franken, Heilbronn

ARKUS gGmbH, Heilbronn

Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG, Nordheim

Assenheimer + Mulfinger GmbH + Co. KG, Heilbronn

asw Automobile GmbH & Co. KG, Neckarsulm

AUBI-plus GmbH, Hüllhorst

Audi AG, Neckarsulm

AWO Kreisverband Heilbronn e. V., Heilbronn

Bäckerei Härdtner GmbH & Holzofenbäckerei Mitterer, Neckarsulm

Baier & Schneider GmbH & Co. KG, Heilbronn

BARMER GEK, Heilbronn

BBQ Berufliche Bildung gGmbH, Göppingen

Bechtle AG, Neckarsulm

Bernd-Blindow-Schulen Heilbronn/DIPLOMA Hochschule Heilbronn, Heilbronn

Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Neckarsulm

Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg, Mosbach

Berufskolleg Institut Dr. Flad, Stuttgart

Berufskolleg Waldenburg gem. e.V., Waldenburg

Beschützende Werkstätte Heilbronn e.V., Heilbronn

Börsig GmbH Electronic-Distributor, Neckarsulm

Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Köln

Bundespolizeiakademie Einstellungsberatung Stuttgart, Böblingen

Bundeswehr Karriereberatung, Heilbronn

BW-Bank, Heilbronn

carriere & more private Akademie Region Stuttgart GmbH, Korb

Christiane-Herzog-Schule, Heilbronn

Christian-Schmidt-Schule, Neckarsulm

Cutting Crew der Friseur GmbH, Heilbronn

DACHSER SE, Öhringen

Dautel GmbH, Leingarten

DEHOGA BW e.V. Hotel- und Gaststättenverband, Heilbronn

Deichmann SE, Essen

Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Heilbronn e. V., Heilbronn

Diakonische Jugendhilfe Region Heilbronn e. V., Eppingen-Kleingartach

Diakoniestation Leintal, Schwaigern

DIEFFENBACHER GMBH Maschinen- und Anlagenbau, Eppingen

Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, Heilbronn

Eckert-Schulen, Heilbronn

EDAG Production Solutions GmbH, Heilbronn

EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH, Offenburg

EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Heilbronn

Ev. Jugendhilfe Friedenshort GmbH, Öhringen

Ev. Fachschule für Sozialpädagogik Schwäbisch Hall, Schwäbisch Hall

Evangelische Stiftung Lichtenstern, Löwenstein

experimenta – Science Center der Region Heilbronn Franken gGmbH,

Heilbronn

Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Diakonie Mosbach,

Neckarbischofsheim

FEURER Febra GmbH, Brackenheim

FG FINANZ-SERVICE Aktiengesellschaft, Heilbronn

Fischer-J.W.Zander GmbH&Co.KG, Erlenbach

flyOUT, Heilbronn

Hohenstein Institute, Bönnigheim

Franz Binder GmbH & Co. Elektrische Bauelemente KG, Neckarsulm

FrieslandCampina Germany GmbH, Heilbronn

Fritz Gruppe, Schwaigern

Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm

Gauselmann AG, Espelkamp

Gebrüder Eberhard GmbH & Co. KG, Nordheim

Gerd Bär GmbH, Heilbronn

GETRAG Hermann-Hagenmeyer GmbH & Cie. KG, Untergruppenbach

Glucker Schule, Kornwestheim

Gustav-von-Schmoller-Schule Gemeinschaftsstand Berufl. Schulen, Heilbronn

Handwerkskammer Heilbronn-Franken, Heilbronn

Hans Ihro GmbH, Neuenstein

Hauptzollamt Heilbronn, Heilbronn

HAVI Logistics GmbH, Ilsfeld

Heiche Oberflächentechnik GmbH, Schwaigern

Heilbronner Stimme GmbH & Co. KG, Heilbronn

Heilbronner Versorgungs GmbH, Heilbronn

Hemmann Orthopädie-Technik GmbH, Bad Rappenau

Hochschule Heilbronn, Heilbronn

Hörgeräte Langer, Heilbronn

IBsolution GmbH, Heilbronn

IDS GmbH, Obersulm

IG Metall Heilbronn-Neckarsulm, Neckarsulm

IHK-Zentrum für Weiterbildung GmbH, Heilbronn

IKK classic, Heilbronn

ILLIG Maschinenbau GmbH und Co.KG, Heilbronn

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken, Heilbronn

Informationszentrum Zahngesundheit BW – eine Einrichtung der

Zahn ärzteschaft BW, Stuttgart

Internationaler Bund e. V., Bildungszentrum Heilbronn, Heilbronn

INTERSPORT Deutschland eG, Heilbronn

IPR – Intelligente Peripherien für Roboter GmbH, Schwaigern

jobstimme.de (Heilbronner Stimme GmbH & Co. KG), Heilbronn

Johann-Jakob-Widmann-Schule, Heilbronn

Jung Unternehmensgruppe, Möckmühl

KACO GmbH & Co. KG Dichtungswerke, Heilbronn

46 w.news JUNI 2016


9. BIS 11. JUNI 2016, REDBLUE

KACO new energy GmbH, Neckarsulm

Karl Marbach GmbH & Co. KG & Werkzeugbau GmbH, Heilbronn

Karl Schmidt Spedition GmbH & Co. KG, Heilbronn

Katholische Fachschule für Sozialpädagogik und Heilpädagogik

Neckarsulm, Neckarsulm

Kaufland, Neckarsulm

KIEFER Werkzeugbau GmbH, Schwaigern

Kindersolbad gGmbH, Bad Friedrichshall

Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbH, Leingarten

Kolping-Bildungszentrum Heilbronn, Heilbronn

Kreissparkasse Heilbronn, Heilbronn

KS Kolbenschmidt GmbH, Neckarsulm

L. Brüggemann KG, Heilbronn

Landratsamt Heilbronn, Heilbronn

Läpple Ausbildungs GmbH, Heilbronn

LAZI AKADEMIE GGMBH, Esslingen

LIDL/SCHWARZ IT, Neckarsulm

Macromedia Akademie, Stuttgart

Mann & Schröder GmbH, Siegelsbach

MM Packaging Schilling GmbH, Heilbronn

Modeschule Brigitte Kehrer, Stuttgart

Müller Holding Ltd. & Co. KG, Ulm

Multi Packaging Solutions GmbH, Obersulm

OBI Group Holding SE & Co. KGaA, Wermelskirchen

Pädagogisches Fachseminar Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd

Panorama Hotel & Service GmbH/Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe,

Zweiflingen

Peter-Bruckmann-Schule Heilbronn, Heilbronn

PLS!, Schwaigern

Polizeipräsidium Heilbronn, Heilbronn

Projekt „Go.for.europe“ Baden-Württembergischer IHK-Tag e.V., Stuttgart

Rala HN GmbH & Co. KG, Heilbronn

Regionalbüro für berufliche Fortbildung Heilbronn, Hohenlohe,

Main-Tauber-Kreis und Schwäbisch Hall, Heilbronn

Ricoh Deutschland GmbH, Brackenheim

Robert Bosch GmbH, Abstatt

Schenker Deutschland AG, Ilsfeld

SCHEUERLE Fahrzeugfabrik GmbH, Pfedelbach

Schuler Automation GmbH & Co. KG, Gemmingen

Schüler-Nachhilfe GmbH, Reutlingen

SCHUNK GmbH & Co. KG, Lauffen/Neckar

Select GmbH, Bruchsal

SER Sanierung im Erd- und Rückbau GmbH, Heilbronn

SLK-Kliniken Heilbronn GmbH, Heilbronn

Software-Schmiede Vogler & Hauke GmbH, Neckarsulm

Söhner Kunststofftechnik GmbH, Schwaigern

Solvay Fluor GmbH, Bad Wimpfen

Sportschule Glucker, Kornwestheim

Stadt Heilbronn, Heilbronn

Stadtwerke Heilbronn GmbH, Heilbronn

Südwestdeutsche Salzwerke AG, Heilbronn

Südzucker AG, Werk Offenau, Offenau

Süwag Energie AG, Pleidelsheim

TARGOBANK AG & Co. KGaA, Düsseldorf

Theo Förch GmbH & Co. KG, Neuenstadt

thyssenkrupp System Engineering GmbH, Heilbronn

Toom Baumarkt GmbH, Neckarsulm

Universität Würzburg, Würzburg

Unternehmensgruppe USS, Sinsheim

Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg

e.V. – Region Franken, Leinfelden-Echterdingen

Volksbank Heilbronn eG, Heilbronn

W. Gessmann GmbH, Leingarten

Walter Söhner GmbH & Co. KG, Schwaigern

Wilhelm Layher GmbH & Co. KG, Güglingen-Eibensbach

Wilhelm-Maybach-Schule Technisches Schulzentrum, Heilbronn

Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, Heilbronn

Wolff & Müller Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG

Zweigniederlassung Künzelsau, Waldenburg

WOLFF GmbH & Co. KG, Ilsfeld

Wolpert Holding GmbH, Bretzfeld

ZEAG Energie AG, Heilbronn

AUSSTELLER MESSEBEREICH BILDUNGS- & TECHNOLOGIEZENTRUM

Bäcker-Innung Heilbronn, Heilbronn

Bau-Innung Heilbronn, Heilbronn

Dachdecker-Innung Heilbronn-Franken, Heilbronn

Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe – Innung Heilbronn-Öhringen, Heilbronn

Elektro-Innung Heilbronn-Hohenlohe, Heilbronn

Fliesenleger-Innung Heilbronn-Franken, Heilbronn

Friseur-Innung Heilbronn-Öhringen, Heilbronn

Gustav-Werner-Schule, Heilbronn

Innung Metallbau und Feinwerktechnik Heilbronn, Heilbronn

Innung Sanitär-Heizung-Klima Heilbronn-Franken, Heilbronn

Johann-Jakob-Widmann-Schule, Heilbronn

Karroserie- und Fahrzeugbauer-Innung Heilbronn-Franken, Heilbronn

Kreishandwerkerschaft Heilbronn-Öhringen, Heilbronn

Raumausstatter-Innung, Heilbronn

Stuckateur-Innung für Ausbau und Fassade Heilbronn, Heilbronn

Verband des landtechnischen Handwerks Baden-Württemberg, Stuttgart

Zahntechniker-Innung Württemberg, Stuttgart

Zimmerer-Innung Heilbronn-Öhringen, Heilbronn

JUNI 2016 w.news

47


dossier

BILDUNGSMESSE IN

LAUDA-KÖNIGSHOFEN

Am 1. und 2. Juli findet die 12. Bildungsmesse in der

Stadthalle in Lauda-Königshofen statt.

Die Bildungsmesse Lauda-Königshofen

ist die zweite große Messe,

die die IHK federführend organisiert.

Die Messe ist zwar nicht

so groß wie die Bildungsmesse

in Heilbronn, das Konzept ist jedoch

deckungsgleich. Die Handwerkskammer

Heilbronn-Franken, Agentur für Arbeit

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim und

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-

Franken bilden zusammen ein Organisationsteam,

welches sich seit Jahren gut

bewährt. Rund 90 Aussteller, namhafte

Unternehmen und Institutionen aus dem

Großraum rund um Tauberbischofsheim

und Bad Mergentheim werden als Aussteller

erwartet. Viele davon sind Stammaussteller,

die die Messe regelmäßig für

ihr Ausbildungsmarketing nutzen.

Auch in Lauda-Königshofen findet der

pädagogische Ansatz des Berufsorientierungsspiels

BomSuS (Berufsorientierung

mit Spiel und Spaß) Anklang. Die

Schüler werden schon im Vorfeld durch

den Berufsvorbereitungsunterricht in der

Schule auf ihren Messebesuch vorbereitet.

Am Messetag erhalten sie einen Arbeitsauftrag,

müssen die Ausstellerstände

anlaufen und mit den Ausstellern ins

Gespräch kommen. Nur so kann die

Theorie des Unterrichts in ganz konkrete

Praxis- und Lebenserfahrung umgesetzt

werden. Vorträge wie auch eine Last-

Minute-Börse ergänzen das Angebot.

Die Messe in Lauda-Königshofen ist

überschaubarer als in Heilbronn, „dies

birgt auch so manchen Vorteil“, so

Christine Hagen, Projektkoordinatorin

der Messe. „Man kommt schneller miteinander

ins Gespräch, da alles auch

etwas familiärer ist.“

Ein besonderer Dank geht an die Stadt

Lauda-Königshofen, ohne deren tatkräftige

Unterstützung eine solche Messe

nur schwierig zu realisieren wäre. Die

Bereitstellung der Stadt- und Sporthalle

sowie der Aufbau der Strominfrastruktur

sind beispielsweise wichtige Hilfen

im Rahmen der Messeorganisation.

Rund 1.500 bis 2.000 Besucher werden

zur Messe erwartet. Beste Gelegenheit

für alle ausbildungsplatzsuchenden

Schüler, ihren zukünftigen Ausbildungsbetrieb

kennenzulernen.

KONTAKT

Christine Hagen

IHK-Ausbildungsberaterin | Bildungsprojekte

Telefon 07131 9677-455

E-Mail christine.hagen@heilbronn.ihk.de

www.bildungsmesse-lauda-königshofen.de

48 w.news JUNI 2016


AUSSTELLERVERZEICHNIS BILDUNGSMESSE LAUDA-KÖNIGSHOFEN

Agentur für Arbeit, Tauberbischofsheim

ALDI GmbH & Co.KG, Helmstadt

Anlaufstelle Startklar!, Tauberbischofsheim

Ansmann AG, Assamstadt

AOK - Die Gesundheitskasse, Heilbronn

Appel GmbH, Lauda-Königshofen

AZO GmbH & Co. KG, Osterburken

Barmer Gek, Tauberbischofsheim

BARTEC GmbH, Bad Mergentheim

BASS GmbH & Co. KG, Technik für Gewinde, Niederstetten

Bau-Innung Main-Tauber-Kreis / Künzelsau, Tauberbischofsheim

Bembé Parkett GmbH & Co.KG, Bad Mergentheim

Berufliche Schule für Ernährung. Pflege. Erziehung, Bad Mergentheim

Berufsfachschule für pharmazeutisch-technische Assistenten, Würzburg

Berufskolleg Waldenburg, Waldenburg

Bildungszentrum ,Gesundheit und Pflege‘, Tauberbischofsheim

BMTI GmbH & Co. KG – Baumaschinentechnik International,

Lauda-Königshofen

BRAND GMBH + CO, Wertheim

Bundesamt für Familie u. zivilgesellschaftliche Aufgaben, Köln

Bundespolizeiakademie – Personalgewinnung Oerlenbach, Oerlenbach

Bundeswehr – Karrierecenter der Bundeswehr Stuttgart – Dezernat 6

Werbung & Beratung, Stuttgart

Caritas-Bildungszentrum, Bad Mergentheim

Caritasverband im Tauberkreis e.V., Tauberbischofsheim

CeraCon GmbH, Weikersheim

DAK Gesundheit, Heidelberg

DATA MODUL, Weikersheim

DEHOGA Main Tauber Kreis, Bad Mergentheim

Deutsche Rentenversicherung, Tauberbischofsheim

Donner + Partner GmbH, Tauberbischofsheim

Dürr Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Schöntal-Oberkessach

EAS Schaltanlagen GmbH, Grünsfeld

ebm-papst Mulfingen GmbH & Co.KG, Mulfingen

EDEKA Handelsgesellschaft Nordbayern – Sachsen – Thüringen mbH,

Rottendorf

Euro Akademie Tauberbischofsheim, Tauberbischofsheim

Evangelische Heimstiftung GmbH, Bad Mergentheim

Fabi Firmenausbildungsverbund e.V. Main-Tauber, Bad Mergentheim

Fachschule für Sozialwesen Johannes-Diakonie Mosbach,

Neckarbischofsheim

Finanzamt Tauberbischofsheim, Tauberbischofsheim

Gerhard Sprügel GmbH, Stachenhausen

Gesundheitsholding Tauberfranken, Bad Mergentheim

GETRAG Getriebe- und Zahnradfabrik GmbH & Cie KG,

Untergruppenbach

Gewerbliche Schule Bad Mergentheim, Bad Mergentheim

Gewerbliche Schule Tauberbischofsheim, Tauberbischofsheim

Handwerkskammer Heilbronn-Franken, Heilbronn

Hauptzollamt Heilbronn, Heilbronn

Haus im Umpfertal – Saarl. Schwesternverband, Boxberg

HSP GmbH & Co. KG, Boxberg

IKK classic, Heilbronn

Kaufmännische Schule Bad Mergentheim, Bad Mergentheim

Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim, Tauberbischofsheim

Kolping Bildungswerk e.V., Tauberbischofsheim

Konrad Bau GmbH & Co.KG, Lauda-Gerlachsheim

Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Tauberbischofsheim

LAUDA DR. R. Wobser GmbH & Co. KG, Lauda-Königshofen

LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim

LTI-Metalltechnik GmbH, Schöntal-Berlichingen

Michael Weinig AG, Tauberbischofsheim

Müller Martini Buchtechnologie GmbH, Bad Mergentheim

Noba Normteile GmbH, Bad Mergentheim

Pädagogisches Fachseminar Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd

Palux Aktiengesellschaft, Bad Mergentheim

PINK GmbH Vakuumtechnik, Wertheim

PKF Issing Faulhaber Wozar Altenbeck GmbH & Co. KG,

Tauberbischofsheim

Polizeipräsidium Heilbronn, Heilbronn

REAL Innenausbau AG, Külsheim

Regionalbüro der Netzwerke für berufl. Fortbildung HN, Hohenlohe,

MTK, SHA, Heilbronn

Roto Frank Bauelemente GmbH, Bad Mergentheim

ruck Ventilatoren GmbH, Boxberg

Saint-Gobain Performance Plastics L+S GmbH, Würzburg

Sanitas gGmbH, Bad Mergentheim

Sparkasse Tauberfranken, Tauberbischofsheim

St. Johannes Bad Mergentheim, Bad Mergentheim

Stadtwerk Tauberfranken GmbH, Bad Mergentheim

STRABAG Rail GmbH, Lauda-Königshofen

Systemair GmbH, Boxberg-Windischbuch

TecAlliance GmbH, Ismaning

temPERSO Rummel & Glass GmbH, Bad Mergentheim

Teppich Wegert, Lauda-Königshofen

UFZ Niederstetten, Niederstetten

Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg

e.V., Leinfelden-Echterdingen

Volksbank Main-Tauber eG, Tauberbischofsheim

VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken GmbH & Co. KG, Tauberbischofsheim

Wirthwein AG, Creglingen

Wittenstein, Harthausen

Wolff & Müller Tief- und Straßenbau, Zweigniederlassung Künzelsau,

GmbH & Co. KG, Waldenburg

Würth Industrie Service GmbH & Co.KG, Bad Mergentheim

Würth IT GmbH, Bad Mergentheim

Würzburger Berufsfachschulen, Würzburg

ZG Raiffeisen eG, Karlsruhe

JUNI 2016 w.news

49


S TAT I S T I K

WIRTSCHAFTS-

ZAHLEN

Die Umsätze der regionalen Industrie sind im

März 2016 im Vergleich zum Vorjahresmonat

um 1,8 Prozent zurückgegangen. Das Auslandsgeschäft

erzielte ein Minus von 5,9 Prozent. Im

März 2016 beschäftigten die Industriebetriebe

in der Region 117.015 Personen und damit

3.388 Personen mehr als im entsprechenden

Vorjahresmonat (+ 3,0 Prozent). In Baden-

Württemberg war es im März 2016 ein Zuwachs

von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ergab

sich im April 2016 in der Region Heilbronn-

Franken eine Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent

(Baden-Württemberg 3,8 Prozent).

PREISE

Index für die Lebenshaltung

Verbraucherpreisindex April 2015 April 2016

Veränd.

in %

Baden-Württemberg (2010 = 100) 106,6 106,3 – 0,3

Deutschland (insgesamt) (2010 = 100) 107,0 106,9 – 0,1

Gewerbliche Indizes April 2015 April 2016

Veränd.

in %

Industrielle Erzeugnisse (2010 = 100) 104,5 101,3 – 3,1

Einzelhandelspreise (2010 = 100) 105,8 106,0 + 0,2

Großhandelspreise (2010 = 100) 105,6 102,8 – 2,7

ARBEITSMARKT

Offene Stellen

Veränd.

April 2015 April 2016 in %

Stadt- und Landkreis Heilbronn 3.309 4.063 + 22,8

Hohenlohekreis 945 1.117 + 18,2

Landkreis Schwäbisch Hall 1.749 1.701 – 2,7

Main-Tauber-Kreis 1.577 1.871 + 18,6

Region Heilbronn-Franken 7.580 8.752 + 15,5

Baden-Württemberg 79.661 90.260 + 13,3

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 443.471 511.159 + 15,3

Deutschland (insgesamt) 551.595 640.131 + 16,1

Arbeitslose

Veränd.

April 2015 April 2016 in %

Stadt- und Landkreis Heilbronn 10.417 10.612 + 1,9

Hohenlohekreis 1.908 1.944 + 1,9

Landkreis Schwäbisch Hall 3.726 3.693 – 0,9

Main-Tauber-Kreis 2.468 2.393 – 3,0

Region Heilbronn-Franken 18.519 18.642 + 0,7

Baden-Württemberg 228.425 228.190 – 0,1

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 2.043.887 2.004.138 – 1,9

Deutschland (insgesamt) 2.842.844 2.743.864 – 3,5

Arbeitslosenquote April 2016

in % der in % aller

abh. EWP 1) EWP 2)

Stadt- und Landkreis Heilbronn 4,6 4,1

Hohenlohekreis 3,4 3,0

Landkreis Schwäbisch Hall 3,8 3,4

Main-Tauber-Kreis 3,6 3,2

Region Heilbronn-Franken 4,1 3,7

Baden-Württemberg 4,3 3,8

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 6,3 5,7

Deutschland (insgesamt) 7,0 6,3

Aktuelle Wirtschaftszahlen inklusive der „Einfuhr- und Ausfuhrpreise“ (Gewerbliche Indizes und Industrielle

Erzeugnisse) können Sie direkt nachlesen unter www.heilbronn.ihk.de/wirtschaftszahlen.

Hinweis für den Abschluss von Wertsicherungsklauseln:

Die Berechnung der Indizes für das frühere Bundesgebiet, die neuen Länder und für spezielle Haushalts -

typen wurde ab Februar 2003 bei der Umstellung auf das Preisbasisjahr 2000 eingestellt.

Weitere Informationen zu Wertsicherungsklauseln bietet das Statistische Bundesamt:

Telefon 0611 754777, Internet: www.destatis.de/wsk/ (interaktives Berechnungsprogramm).

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quelle: Statistisches Landesamt Baden- Württem berg, Statistisches

Bundesamt, eigene Berechnungen (Tabelle: IHK Heilbronn-Franken).

1) bezogen auf abhängige zivile Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig Beschäf tigte, geringfügig

Beschäftigte, Beamte, Arbeitslose)

2) bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quelle: Agenturen für Arbeit der Region; Regio nal direktion Baden-

Württemberg der Bundesagentur für Arbeit; Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen (Tabelle: IHK

Heilbronn-Franken).

50 w.news JUNI 2016


S TAT I S T I K

VERARBEITENDES GEWERBE 3)

Beschäftigte

Veränd.

März 2015 März 2016 in %

Stadtkreis Heilbronn 10.025 10.422 + 4,0

Landkreis Heilbronn 44.701 46.052 + 3,0

Hohenlohekreis 18.536 19.381 + 4,6

Landkreis Schwäbisch Hall 23.432 23.941 + 2,2

Main-Tauber-Kreis 16.933 17.219 + 1,7

Region Heilbronn-Franken 113.627 117.015 + 3,0

Baden-Württemberg 1.102.299 1.114.989 + 1,2

Deutschland 5.370.398 5.417.022 + 0,9

Umsatz (in 1.000 Euro)

Veränd.

März 2015 März 2016 in %

Stadtkreis Heilbronn 240.324 256.435 + 6,7

Landkreis Heilbronn 1.750.371 1.667.741 – 4,1

Hohenlohekreis 346.382 372.495 + 7,5

Landkreis Schwäbisch Hall 502.473 485.829 – 3,3

Main-Tauber-Kreis 267.750 259.354 – 3,1

Region Heilbronn-Franken 3.107.300 3.051.854 – 1,8

Baden-Württemberg 30.442.609 30.060.556 – 1,3

Deutschland 153.523.733 147.484.183 – 3,9

davon Export (in 1.000 Euro)

Veränd.

März 2015 März 2016 in %

Stadtkreis Heilbronn 109.076 105.003 – 3,7

Landkreis Heilbronn • • •

Hohenlohekreis 181.201 195.574 + 7,9

Landkreis Schwäbisch Hall 236.343 239.346 + 1,3

Main-Tauber-Kreis • • •

Region Heilbronn-Franken 1.787.832 1.682.430 – 5,9

Baden-Württemberg 17.921.334 17.561.436 – 2,0

Deutschland 75.865.833 73.993.630 – 2,5

3) Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten, Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008

(WZ 2008); Daten 2014: jahreskorrigierte Werte

• = keine Angaben aus Geheimhaltungsgründen

Die Daten stehen immer mit einer Verzögerung von rund zwei Monaten zur Verfügung und werden monatlich

aktualisiert. Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen

(Tabelle: IHK Heilbronn-Franken).

BESCHÄFTIGTE Verarbeitendes Gewerbe

120.000*

72.000*

24.000

18.000

12.000

6.000

10.025

10.422

März 2015

März 2016

44.701

46.052

18.536

19.381

23.432

23.941

16.933

17.219

113.627

117.015

Stadtkreis Landkreis Hohenlohe- Landkreis Main-Tauber- Region

Heilbronn Heilbronn kreis Schwäbisch Kreis Heilbronn-

* gekürzt

Hall

Franken

UMSATZ Verarbeitendes Gewerbe

3.500.000*

2.000.000*

500.000

375.000

250.000

125.000

DAVON EXPORT Verarbeitendes Gewerbe

1.800.000*

250.000

200.000

150.000

100.000

50.000

256.435

240.324

109.076

105.003

März 2015

März 2016

1.750.371

1.677.741

März 2015

März 2016

Keine Angaben aus

Geheimhaltungsgründen

346.382

372.495

181.201

195.574

502.473

485.829

236.343

239.346

267.750

259.354

Keine Angaben aus

Geheimhaltungsgründen

3.107.300

3.051.854

Stadtkreis Landkreis Hohenlohe- Landkreis Main-Tauber- Region

Heilbronn Heilbronn kreis Schwäbisch Kreis Heilbronn-

* gekürzt

Hall

Franken

1.787.832

1.682.430

Stadtkreis Landkreis Hohenlohe- Landkreis Main-Tauber- Region

Heilbronn Heilbronn kreis Schwäbisch Kreis Heilbronn-

* gekürzt

Hall

Franken

JUNI 2016 w.news

51


W I R T S C H A F T S J U N I O R E N

Der WJ-Vorstand für 2017 (von links): Neu gewählter Kreissprecher 2017 Michael Layer mit den nächstjährigen

Vorsitzenden der Regionalgruppen Jörg Schaffitzel, Annabel Schomburg, Michael Bögner und Marcus Schmidt.

JUNGE WIRTSCHAFT

REGELT NACHFOLGE

Die Mitglieder der Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken haben einen neuen Vorstand

für das kommende Jahr gewählt. Michael

Layer wird 2017 das Amt des Kreissprechers

übernehmen.

Auf der Mitgliederversammlung

der Wirtschaftsjunioren (WJ)

Heilbronn-Franken im Haus

der Wirtschaft der IHK Heilbronn-Franken

wurde Michael

Layer aus Crailsheim zum Kreissprecher

für das Jahr 2017 gewählt.

Layer ist 35 Jahre alt und als geschäftsführender

Gesellschafter bei der

BWK Dachzubehör GmbH in Wolpertshausen

tätig. Michael Layer zu seinen

geplanten Aktivitäten als Kreissprecher:

„Wir Wirtschaftsjunioren wollen

mit ehrenamtlichem Engagement die

Attraktivität und das Miteinander in

der Region Heilbronn-Franken verbessern.

Diesen eingeschlagenen Weg

möchte ich aktiv mitgestalten“. Zum

neu gewählten WJ-Vorstand 2017 gehören

außerdem Annabel Schomburg

(Pfefferle Helberg & Partner, Heilbronn),

Vorsitzende der Regionalgruppe

Heilbronn, Michael Bögner (Karl Bögner

GmbH + Co. KG, Kupferzell), Vorsitzender

der Regionalgruppe Hohenlohe,

und Jörg Schaffitzel (Schaffitzel

Holzindustrie GmbH + Co. KG, Schwäbisch

Hall), Vorsitzender der Regionalgruppe

Schwäbisch Hall-Crailsheim.

Den Vorsitz der Regionalgruppe Main-

Tauber übernimmt im kommenden Jahr

Marcus Schmidt (Würth Industrie Service

GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim).

DIE WIRTSCHAFTS -

JUNIOREN

Die Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken

sind mit über 200 Unternehmern

sowie Führungskräften unter 40 Jahren

in der Region Heilbronn-Franken der größte

Wirtschaftsjunioren-Kreis in Deutschland. Die

WJ verstehen sich als Sprachrohr der jungen

regionalen Wirtschaft.

www.wjhn.de

52 w.news JUNI 2016


W I R T S C H A F T S J U N I O R E N

WJ-PREIS FÜR VIER

ABSCHLUSSARBEITEN

Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Heilbronn-

Franken und der WJ-Förderkreis haben den

Wirtschaftsjunioren-Preis an der Hochschule

Heilbronn verliehen.

Mit dem Wirtschaftsjuniorenpreis

wurden erstmals

jeweils zwei Bachelor- und

zwei Masterarbeiten aus den

Bereichen Wirtschaft und

Technik an der Hochschule Heilbronn

ausgezeichnet. Die vier Sieger erhielten

Schecks mit einem Wert von 1.000 Euro

bei Bachelor- und 1.500 Euro bei Masterarbeiten.

Zudem überreichte Karl Pommée,

Vorsitzender des WJ-Förderkreises den

anwesenden Absolventen bei den Graduierungsfeiern

Urkunden und Buchpreise.

Ein Preis mit Tradition

Seit 35 Jahren verleihen die WJ Heilbronn-Franken

und der Förderkreis den

Wirtschaftsjunioren-Preis für herausragende

studentische Abschlussarbeiten.

Kreissprecher Sven Scheu erklärte „Wir

Wirtschaftsjunioren wollen dazu beitragen,

dass Heilbronn-Franken als Wirtschaftsraum

immer attraktiver wird. Da -

bei ist auch die akademische Ausbildung

an den Hochschulen und deren Lehre in

verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen

wichtig. Ebenso können studentische

Forschungsarbeiten eine bedeutende

Rolle für Unternehmen und die Wirtschaft

spielen.“ Beispielsweise werden

komplexe Themen komprimiert und praxisorientiert

aufgearbeitet, wie in diesem

Jahr als Praxishandbuch für Unternehmen

zur Mitarbeitermotivierung, oder um

Fragen zu klären, wie bei Elektromotoren

durch eine gezielte Auslastung Energie

eingespart werden kann. (red)

007 STATT 08/15

Professionelles Verhalten von Agenten kann

auch im Alltag von Unternehmern hilfreich

sein. Warum und wie erklärt Suzanne Grieger-

Langer bei einer Vortragsveranstaltung in

Schwäbisch Hall am 13. Juli um 19 Uhr,

wozu die Wirtschaftsjunioren Heilbronn-

Franken einladen.

In ihrem Vortrag „007 statt 08/15“ überträgt

Grieger-Langer die Gesetzmäßigkeiten

von Agenten auf den Unternehmeralltag. Die

Zuhörer können dabei etwas über die eigene

Persönlichkeit, das eigene Unternehmen und

die eigene Karriere erfahren – was überlebenswichtig

sein kann. Dafür werden sie mit Analy -

seinstrumenten für Alltags-, Krisen- und Veränderungssituationen

ausgestattet. Mit Suzanne

Grieger-Langer haben die Wirtschaftsjunioren

eine Wirtschafts-Profilerin, Hochschuldozentin

und Autorin als Top-Speakerin in Schwäbisch

Hall zu Gast.

Veranstaltungsort ist die VR Bank Schwäbisch

Hall-Crailsheim eG in Schwäbisch Hall. Einlass

zur Veranstaltung ist ab 18.30 Uhr. Die Veranstaltung

beginnt um 19 Uhr. Im Anschluss bietet

sich bei Imbiss und Getränken die Gelegenheit

zum vertiefenden Austausch.

ANMELDUNG

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen

bis spätestens Freitag, 1. Juli unter:

Telefon 07131 9677-108

E-Mail info@wjhn.de

www.wjhn.de/jvm

Masterarbeit von

Christian Knipp:

Entwurf, Simulation und

Bau eines PM-Synchronmotors

mit hoher Leistungsdichte

und hohem

Wirkungsgrad zum Antrieb

eines Quadrocopters.

Bachelorarbeit von

Jonathan Fischer:

Entwicklung eines Algorithmus

zur Detektion

von Schulterblicken

mittels video basierter

Fahrerbeobachtung.






Masterarbeit von

Sandra Kugler:

Unternehmenserfolg

durch engagierte Mitarbeiter.

Ein praxisorien -

tiertes Handbuch mit

Best-Practice-Beispielen.

Bachelorarbeit von

Claudia Laska:

Risikomanagement im

Handwerksbetrieb.

JUNI 2016 w.news

53


S E R V I C E + I N F O

© Dmytro Aliokhin – Fotolia.com

MASSNAHMEN IM ERNSTFALL

Hochwasser kann jede Person und jedes

Unternehmen treffen. In einer dreiteiligen

Serie berichtet die w.news deshalb über

dieses wichtige Thema.

Unternehmen sollten auf Hochwasser

vorbereitet sein. Wenn

ein Hochwasserereignis schon

konkret in Sicht ist, sind zahlreiche

Maßnahmen erforderlich:

æ Verfolgen der aktuellen Wettermeldungen

und Hochwasserwarnungen

æ Schutz von Menschenleben als obers -

te Priorität

æ Abstellen des elektrischen Stroms und

der Heizung in überflutungsgefährdeten

Räumen (Stromschlaggefahr!)

æ Abstellen der Gas- und Wasserzufuhr,

Schließung von Rückstauklappen

æ Ausräumen von hochwassergefährdeten

Räumen, vor allem Entfernung der

elektrischen Geräte

æ Kontrolle der Standfestigkeit von Öltanks;

bei Gefahr eines Aufschwimmens

Auffüllung mit sauberem Wasser

æ Auslagern von Chemikalien und gefährlichen

Stoffen

æ Befüllen von Sandsäcken zu ca. 2/3

und Stapelung im Verbund wie eine

Ziegelsteinmauer

æ Abdichten von Türen, Fenstern, Abflussöffnungen

æ evtl. kontrollierte Flutung von Räumen

mit sauberem Wasser, sofern die

Standsicherheit gewährleistet ist

æ Abstellen von Fahrzeugen außerhalb

der Gefahrenzone

æ Absichern von Kommunikationsmöglichkeiten

(Aufladen von Handys und

deren Ersatzakkus, batteriebetriebene

Radios)

Wenn das Hochwasser das Betriebsgelände

erreicht, gilt:

æ Notfallrufnummern 110 (Polizei), 112

(Feuerwehr, Rettungsdienst), 115 (Behörden),

076119240 (Giftnotruf) wegen

deren Überlastung nur bei Dringlichkeit

nutzen

æ Nach Möglichkeit Nachbarschaftshilfe

zur Entlastung der Feuerwehr leisten

æ Keller und Tiefgaragen nicht mehr betreten

wegen Überflutungs- und Stromschlaggefahr

æ Wasserkontakt vermeiden aufgrund

hoher Fließgeschwindigkeiten und Verunreinigungen

æ Uferbereiche nicht betreten im Hinblick

auf Überspülungs- und Abbruchsgefahr

æ Überflutete Straßen nicht befahren

æ Feuerwehr und Versorgungsbetrieb

informieren im Fall von Gasgeruch

æ Anweisungen der Einsatzkräfte befolgen

Wenn das Hochwasser zurückgeht und

abfließt, dürfen Keller nicht zu früh leer

gepumpt werden, da ansonsten auf Grund

des fehlenden Gegendrucks dauerhafte

Beschädigungen am Mauerwerk, Beeinträchtigungen

der Standfestigkeit des

Gebäudes oder dessen Aufschwimmen

drohen.

Weiterführende Informationen finden

sich zum Beispiel unter:

æ www.hochwasserbw.de: Informationen,

Karten und Publikationen des Landes

æ www.service-bw.de: Lebenslage „Umwelt-

und Naturgefahren“

æ www.bbk.bund.de: Ratgeber für Notfallvorsorge

und richtiges Handeln in

Notsituationen

Quelle: IHK Südlicher Oberrhein, Freiburg

KONTAKT

Anabelle Plieninger

IHK-Referentin Umwelt

Telefon 07131 9677-307

E-Mail anabelle.plieninger@heilbronn.ihk.de

54 w.news JUNI 2016


S E R V I C E + I N F O

DEUTSCHER TRIZ-ANWENDERTAG

Zehn Workshops, sieben Vorträge, zwei

Roundtables – deutscher Triz-Anwendertag

am 22. Juli von 8.15 Uhr bis 18 Uhr im

Kurhaus in Bad Mergentheim.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums

der TRIZgroup Heilbronn-

Franken richtet die IHK Heilbronn-Franken

gemeinsam mit

der Bayern Innovativ GmbH

und der TRIZ Consulting Group GmbH

den diesjährigen deutschlandweiten TRIZ-

Anwendertag in der Region Heilbronn-

Franken aus.

Erfinderisches Problemlösen

„TRIZ“ ist eine Theorie des erfinderischen

Problemlösens, die von Genrich

Saulowitch Altschuller mit dem Grundgedanken

konzipiert wurde, technischwissenschaftliche

Probleme ohne Kompromisse

zu lösen. Durch die Analyse von

etwa 40.000 Patenten hat er erkannt,

dass, egal welche Wirtschaftszweige oder

Industriesparten betrachtet werden, sich

abstrahierte Problemstellungen und deren

Lösungen immer wiederholen, die Evolution

technischer Systeme nach bestimmten

Tendenzen verläuft und sich

Innovationen oft durch wissenschaftliche

Erkenntnisse außerhalb des eigenen

Tätigkeitsfeldes hervorbringen lassen.

Informationen aus der Praxis

Neben einigen Beispielen der Triz-Anwendung

aus der Praxis unterschiedlicher

Unternehmen können die Teilnehmer

am Triz-Anwendertag selbst Hand anlegen

und einige einfache Triz-Methoden

ausprobieren. Zudem haben Unternehmen

die Möglichkeit, sich gezielt über die

Methode Triz, deren Entwicklung, Software

und Anwendung in der Praxis zu

Informieren.

Mitglieder der IHK Heilbronn-Franken

erhalten einen vergünstigten Tarif.

DEUTSCHER TRIZ-ANWENDERTAG

æVeranstaltungstermin:

Freitag, 22. Juli

8.15 Uhr bis 18.00 Uhr

æVeranstaltungsort:

Kurhaus Bad Mergentheim

Lothar-Daiker-Straße 4

97980 Bad Mergentheim

KONTAKT

Kai Plambeck, IHK-Referent Innovation

Telefon 07131 9677-297

E-Mail kai.plambeck@heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de/trizanwendertag

JUNI 2016 w.news

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BIO? LOGISCH!

Aus der Mode gekommene Getreidesorten,

frische Kräuter aus dem hauseigenen Garten

und dazu ein saftiges Stück Fleisch von

Bauern aus der Region. Gourmet-Vollwert-

Küche trifft auf Leidenschaft und Kreativität.

„Genießen in der Region“ zu Gast im

Bio-Restaurant Rose in Eschenau.

VO N Y VO N N E A L L G E I E R

Im 70-Seelen-Dorf Eschenau, 15 Kilometer

von Schwäbisch Hall entfernt,

betreibt die Familie Andruschkewitsch

bereits in fünfter Generation das Restaurant

Rose. Seit 1987 ist es unter der

Leitung von Jürgen und Adelheid Andruschkewitsch.

Die beiden sind ein eingespieltes

Team. Während Jürgen Andruschkewitsch

täglich am Herd steht, ist seine

Frau Adelheid für den Service zuständig.

Bio als Lebenseinstellung

Für den Koch sind Begriffe wie „regional“

und „saisonal“ nicht nur leere Worthülsen,

sondern ein Versprechen, für das

sein Restaurant bekannt ist. Andruschkewitsch

erklärt: „Welche Gemüsesorten

unsere Gäste diese Woche auf der Speisekarte

finden, ist abhängig davon, was

gerade Saison hat. Außerdem bedeutet

für mich ,aus der Region‘ auch wirklich

nur ein Umkreis von 40 Kilometern und

nicht ganz Baden-Württemberg.“ Für

Jürgen und Adelheid Andruschkewitsch

ist „bio“ nicht nur eine vorübergehende

Modeerscheinung, sondern eine Lebenseinstellung.

Fleisch, Milch, Eier und Getreide

beziehen sie daher von den Höfen

aus der Umgebung. Für die beiden ist

eine artgerechte Tierhaltung und Pflanzenanbau

ohne Pestizide und Gentechnik

sehr wichtig. Besonderen Wert legen sie

auch auf Ur-Getreide-Sorten wie Einkorn,

Gelbmehlweizen oder Kamut. „Die -

se Sorten sind nicht überzüchtet und

auch viel nährstoffreicher“, fügt Jürgen

Andruschkewitsch hinzu. Das Restaurant

wurde 2005 bio-zertifiziert und vier

Jahre später kam der Eintritt in den

Bio land-Verband, dessen wichtigste Aufgabe

es ist, den organisch-biologischen

Landbau zu fördern und weiterzuentwickeln.

So natürlich wie möglich

Frisch gekocht und so naturbelassen

wie möglich sollen die Speisen sein.

Daher sind in der Küche der Rose keine

Geschmacksverstärker und künstlich hergestellte

Zusatzstoffe zu finden, denn:

„Ich möchte meinen Gästen nichts vor-

56 w.news JUNI 2016


1 Adelheid und Jürgen Andruschkewitsch mit ihrer Auszubildenden Frauke Bartelme (rechts).

setzen, was ich nicht auch selbst essen

würde“, sagt der 56-jährige Koch. „Ich

mache so viel wie möglich selbst und

verzichte auf Convenience-Produkte“, so

Andruschkewitsch weiter. Von ihm selbstgemacht

sind auch die Liköre, fruchtigen

Chutneys und süßen Nektare aus

eigener Früchte- und Wildsammlung, die

von seiner Frau liebevoll in Gläser und

Flaschen abgefüllt werden und die die

Gäste als Erinnerung kaufen können.

Kräuter aus dem eigenen Garten

In seiner Freizeit ist Jürgen Andruschkewitsch

oft in seinem Kräutergarten

oder den Streuobstwiesen in der Gegend

zu finden. Denn beim Sammeln und Ernten

kommen ihm die besten Einfälle für

seine neusten Kreationen. „Wenn ich in

meinem Garten bin und den Spitzwegerich

rieche und schmecke, dann habe

ich gleich eine Idee mit welchem Korn,

Gemüse oder Fisch ich ihn kombinieren

könnte“, erzählt Andruschkewitsch. Dann

entstehen kreative Gerichte wie zum Beispiel

„Zanderfilet im Braugerstenmantel

gebraten mit Spitzwegerichkrapfen und

Rieslingbutter“ oder „Handgesammelter

Eschenauer Wildkräutersalat mit Braunhirsesprossen

und gerösteten Kürbiskernen“.

Auf der wöchentlich wechselnden

Karte sind viele vegetarische und vegane

Gerichte zu finden, denn das Ehepaar isst

selbst am liebsten fleischfrei.

Kochkurse und Kräuterspaziergänge

Sein umfangreiches Fachwissen teilt

Jürgen Andruschkewitsch auch gerne

mit anderen. So bildet der Küchenchef

bereits seit über 25 Jahren Nachwuchsköche

aus. Und auch Hobbyköche können

von Andruschkewitsch viel lernen.

In regelmäßigen Abständen bietet das

Ehepaar verschiedene Kochkurse und

Kräuterspaziergänge an. Die Veranstaltungen

sind beliebt und schnell aus -

gebucht. Denn immer mehr Menschen

interessieren sich für den bewussten

Umgang mit Produkten aus der Natur.

Andruschkewitschs Wissen dazu füllt

mittlerweile auch schon ein Buch. Das

„5 Kräuter Kochbuch“ bietet dem Leser

eine Vielzahl unterschiedlicher Rezepte

und Wissenswertes über Kräuter. Ganz

nach dem Motto: Bio? Logisch!

www.eschenau-rose.de

JUNI 2016 w.news

57


S E R V I C E + I N F O

DIGITALER HANDEL

Trotz zweistelliger Wachstumsraten im

Online-Handel haben insbesondere viele

kleine und mittlere Händler ihre Strategie

an die zunehmende Digitalisierung noch

nicht angepasst.

In den letzten Jahren hat sich zudem

das Einkaufsverhalten vieler Konsumenten

stark geändert und das

Internet beziehungsweise Medien wie

Smartphones sind für den Einkauf

immer wichtiger geworden. In welche

Richtung entwickelt sich der Einzelhandel?

Wie können mittelständische

Einzelhändler den Online-Handel für sich

selber besser nutzen?

Die Veranstaltungsreihe „Digitaler

Handel Baden-Württemberg 2016“ erläutert

Händlern die Herausforderungen

und Chancen des Einzelhandels

anschaulich und skizziert praxistaugliche

Handlungsoptionen.

Das erwartet Händler unter anderem in den

Veranstaltungen:

æ Reaktionsmöglichkeiten auf das veränderte

Kunden- und Einkaufsverhalten,

æ Umsetzungsoptionen anhand konkreter

Praxisbeispiele,

æ Aufbau einer Umsatz- und Kostenplanung

eines E-Commerce-Projekts

VERANSTALTUNGSREIHE

DIGITALER HANDEL BADEN-

WÜRTTEMBERG 2016

Die Veranstaltungsreihe „Digitaler Handel

Baden-Württemberg 2016“ ist eine Initiative

der Industrie- und Handelskammern in Baden-

Württemberg und des Ministeriums für Finanzen

und Wirtschaft. Durchgeführt werden die

Veranstaltungen von den Handels- und E-Commerce-Experten

von ibi research an der Universität

Regensburg.

Workshop 1

æ21. Juni, 9 bis 17 Uhr, Heilbronn

æEinstieg in den Online-Handel – Planung

eines Online-Shop-Projekts

æStrategische und konzeptionelle Grundlagen

æGrundlagen Online-Marketing

æGrundlagen Payment im Online-Handel

Workshop 2

æ6. Oktober, 13 bis 17 Uhr, Bad Mer gent heim

æVom Aufbau bis zur Optimierung einer Website:

Der eigene Internetauftritt

NEUES SEMINARPROGRAMM ERSCHIENEN

IHK-Zentrum für Weiterbildung – „Welcome

to your Education Journey“.

VO N B E R N H A R D L Ö W

Wenn man das neue Seminarprogramm

durchblättert

wird eines deutlich:

Es herrscht Aufbruchstimmung

im Bildungszentrum

der IHK Heilbronn-Franken. Es wird nicht

nur der neue Anbau mit zehn Seminarräumen

und einem Kommunikationsbereich

präsentiert, sondern auch das 1. Heilbronner

Personalforum am 9. November

für HR-Fachleute und Personalverantwortliche.

Umfangreiches Angebot

Zusätzlich will das Weiterbildungsteam

des IHK-Zentrums all diejenigen

begeistern, motivieren und auf eine

Weiterbildungsreise mitnehmen, die

mit dem bislang im Beruf Erreichten

noch nicht zufrieden sind, sondern

mehr wollen. Hierfür können interessierte

Fach- und Führungskräfte auf

über 250 Seminare, Zertifikatslehrgänge

und Lehrgänge mit IHK-Prüfungen

zurückgreifen. Am Beispiel einer ausführlichen

Absolventen-Story ist für

alle nachvollziehbar, welche beruflichen

Chancen IHK-Weiterbildung ermöglicht.

Seminarprogramm

Das neue Seminarprogramm ist beim IHK-Zentrum

für Weiterbildung erhältlich. Alle Veranstaltungen

und Info-Abende sind auch online.

Kontakt

IHK-Zentrum für Weiterbildung (ZfW)

Ferdinand-Braun-Str. 20, 74074 Heilbronn

Telefon 07131 9677-986

E-Mail weiterbildung@heilbronn.ihk.de

www.ihk-weiterbildung.de

Beratungsgespräche

Das IHK-Zentrum für Weiterbildung bietet kosten -

lose Weiterbildungsberatung an.

Kontakt

Eva Biniek

Telefon 07131 9677-982

E-Mail eva.biniek@heilbronn.ihk.de

Neue Themen, individuelle Beratung

Natürlich gibt es auch Aufbruchstimmung

in Form neuer Seminarthemen:

„Sprung in neue Märkte“, „Zoll

im Internet“ oder das „Profitraining für

erfahrene Führungskräfte“ markieren

die Bandbreite, die sich dem Leser des

Seminarkatalogs bietet. Unternehmensspezifische

Inhouse-Seminare runden

das Angebot ab und werden von heimischen

Betrieben besonders bei der Führungskräfteentwicklung,

bei Vertriebstrainings

und vielen weiteren praxisrelevanten

Themen gebucht. Interessierte

Unternehmen finden erste Informationen

zum Thema „Firmenseminare und

Inhouse-Projekte“ im aktuellen Seminarprogramm

oder im Internet. Der vielfältige

Weiterbildungsmarkt erfordert einen

scharfen Blick für das richtige Angebot,

das auch zur beruflichen Biografie des

Einzelnen passt beziehungsweise zu den

Qualifizierungsbedürfnissen der Unternehmen.

Für den besseren Durchblick

stehen die Weiterbildungsberater des

IHK-Zentrums für Weiterbildung für

individuelle Beratungstermine zur Verfügung.

58 w.news JUNI 2016


S E R V I C E + I N F O

IHK-Zentrum für Weiterbildung

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN (AUSZUG)

Datum Veranstaltung Ort Nr. Preis

15.06.2016 Exportkontrolle – Grundlagen, Systematik und Organisation Heilbronn 1520_01H 260,00 €

15.+22.06.16 Büromanagement im Kleinbetrieb Heilbronn 1438_01H 480,00 €

16.06.2016 Professionelles Veranstaltungsmanagement Heilbronn 1433_01H 260,00 €

16.06.2016 Brush up your English Grammar Heilbronn 1613_01H 260,00 €

20.06.2016 Die Umsatzsteuer bei grenzüberschreitenden Lieferungen Heilbronn 1518_01H ab 260,00 €

20.–21.06.16 Vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten SHA 2225_02S 480,00 €

21.06.2016 Das Grundbuch lesen und verstehen Heilbronn 1704_01H 260,00 €

21.06.2016 NEU! On the line – the art of English telephone conversation (B1) – Wertheim 1611_02W 260,00 €

One Day Crash Course

21.06.2016 Der Sprung in neue Märkte - Export- und Vertriebsmarketing Heilbronn 1530_01H 260,00 €

22.06.2016 Infoabend Gepr. Industrie- und Wirtschaftsfachwirte Heilbronn kostenfrei

23.06.2016 Infoabend Gepr. Technische/-r Betriebswirt/-in Heilbronn 80067H kostenfrei

23.06.2016 Infoabend Gepr. Fachkauffrau/-mann für Außenwirtschaft Heilbronn 45000H

27.06.2016 Exporttechnik IV – Akkreditivseminar Heilbronn 1504_01H 260,00 €

28.–29.06.16 Frauen im Vertrieb – authentisch, selbstbewusst und durchsetzungsstark Heilbronn 1361_01H 480,00 €

28.–29.06.16 Management-Assistenz – Prozesse im Sekretariat kreativ optimieren Heilbronn 1431_01H 480,00 €

28.–29.06.16 Exportpraxis (Exporttechnik I-III) WH + SHA 1500_03W ab 480,00 €

01.07.2016 Kostenrechnung in Theorie und Praxis Heilbronn 1085_01H 260,00 €

07.07.2016 Infoabend Gepr. Personalfachkauffrau/-mann Heilbronn 44000H

07.–08.07.16 Immobilienmanagement – Praxis und Grundlagen der Mietverwaltung Heilbronn 1711_01H 480,00 €

IHK-Zentrum für Weiterbildung · Ferdinand-Braun-Str. 20 · 74074 Heilbronn · Tel. 07131 9677-986 · weiterbildung@heilbronn.ihk.de · www.ihk-weiterbildung.de

Weitere Weiterbildungsträger befinden sich auf der bundesweiten Weiterbildungsdatenbank WIS.

EXISTENZGRÜNDUNGSBÖRSE – ANGEBOTE

Landgasthof mit Metzgerei und

Wohnhaus abzugeben (Wohnhaus

auch separat). Alteingesessener,

in 3. Generation geführter Betrieb

altershalber zu verkaufen. Zugehöriges

Wohnhaus kann mit erworben

werden (keine Bedingung).

Schöner Landgasthof, Gastraum

teilweise holzvertäfelt, idyllisch

im Ortskern, am Marktplatz neben

dem Pfarrhaus und Kirche gelegen;

Lokal und Nebenzimmer mit

57 Sitzplätzen, Terrasse mit 28 Sitzplätzen.

Angeschlossen an eine

Metzgerei mit diversen Kühlräumen

und Schlachthaus. Maschinenübernahme

möglich. Da Fremdenzimmer

vorhanden, Anwesen

auch anderweitig nutzbar.

Gasthaus und Metzgerei: Wohnfläche

309 m², Gewerbefläche

280 m², Grundstück: 1097 m².

Wohnhaus: Wohnfläche 155 m²,

Grundstück: 270 m² – wird erweitert

falls separat verkauft wird.

Baujahr Gasthof und Metzgerei:

1957; erweitert und renoviert

1966 und 1976. Baujahr Wohnhaus:

1978; renoviert 2014.

HN-EX-01431

Handel, Installation und Service

von Motor- und Gartentechnik.

Vertrieben werden im Einzelnen

automatische Rasenmäher (Mähroboter),

Rasentraktoren, handgeführte

Rasenmäher, Motorsägen,

Freischneider, Heckenscheren,

Generatoren von namhaften Markenherstellern.

Schwerpunkt- und

Haupthändler einiger Hersteller.

Lokale und über regionale Kundengruppen

im Kreis von privaten

und professionellen Anwendern.

Weiterhin werden an den

aufgeführten Geräten Wartungsarbeiten

in unserer eigenen Werkstatt

durchgeführt. Vertrieb über

lokales Ladengeschäft sowie über

einen gut eingeführten Online -

shop. Moderne Ausstellungsräume

sowie voll ausgestattete Fachwerkstatt

am Standort vorhanden.

Übergeber steht für Einarbeitungszeit

als tätige Unterstützung zur

Verfügung.

HN-EX-01433

KONTAKT

Jennifer Mohr

Unternehmensnachfolge &

Wirtschaftsförderung

Telefon 07131 9677-136

E-Mail jennifer.mohr@

heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de/boersen

JUNI 2016 w.news

59


R E C H T + R AT

RISIKO INSOLVENZ

Auswirkungen der Gesetzesreform auf Unternehmen

mit Kunden in finanzieller

Schieflage.

VO N K A R S T E N K I E S E L U N D

D R. D I E T M A R H A F FA

Gerät ein Kunde in finanzielle

Schieflage, kann die weitere

Belieferung beziehungsweise

Leistungserbringung an diesen

zu erheblichen wirtschaftlichen

Gefahren für das leistende

Unternehmen führen. Der eigentliche

Forderungsausfall im Falle der Insolvenz

des Kunden ist dabei häufig noch

das geringste Problem. Die Risiken sind

durch straffes Forderungsmanagement

und bei der Lieferung von Waren durch

eine Warenkreditversicherung in den

Griff zu bekommen. Erheblich höhere

Schäden drohen durch die spätere Rückforderung

bereits verbuchter Geldeingänge

durch den Insolvenzverwalter wegen

Insolvenzanfechtung.

Kenntnis von Liquiditätsproblemen des

Kunden als Risiko

Wusste der Lieferant von Liquiditätsproblemen

des Kunden, verlangt der

Insolvenzverwalter im Extremfall die

Erstattung der in den letzten zehn Jahren

vom Lieferanten erlangten Zahlungen.

Unter Umständen kann es dabei

genügen, wenn man dem später insolventen

Kunden mit Zahlungsvereinbarungen

wie Stundungen oder Ratenzahlungsvereinbarungen

entgegenkommen

wollte. Gestützt werden solche

Forderungen auf die sog. Vorsatzanfechtung

nach § 133 InsO. Der Wortlaut

der Norm fordert den vom Insolvenzverwalter

nachzuweisenden Vorsatz einer

Gläubigerbenachteiligung beim handelnden

Schuldner und die Kenntnis davon

beim späteren Anfechtungsgegner. Der

Bundesgerichtshof legt die Norm derzeit

sehr weit aus. Bereits bei Kennt-

60 w.news JUNI 2016


R E C H T + R AT

ANFECHTUNG

nis der Beteiligten von der drohenden

Zahlungsunfähigkeit des später insolventen

Unternehmens wird regelmäßig

vom Vorliegen dieser subjektiven Voraussetzungen

ausgegangen. Dem Insolvenzverwalter

genügt für eine Anfechtung

daher regelmäßig der Nachweis, dass

Kenntnissen von typischen Indizien für

Liquiditätsprobleme des Kunden vorlagen.

Greift die Vorsatzanfechtung ein,

muss der Lieferant ggf. Umsätze mit dem

später insolventen Kunden für mehrere

Jahre zuzüglich erheblicher Zinsen erstatten,

obwohl er selbst seine Leistungen

ordnungsgemäß erbracht hat. Die

Möglichkeit, die auf die Anfechtung

bezahlten Beträge zur Insolvenztabelle

anmelden zu können, führt regelmäßig

nicht zu einer wesentlichen Minderung

des beim leistenden Unternehmen eingetretenen

Schadens.

Praktische Auswirkungen

Ermutigt durch die insolvenzverwal -

terfreundliche Rechtsprechung ist die

Zahl der Vorsatzanfechtungen stetig gestiegen.

Spezialisierte Dienstleister haben

die Insolvenzanfechtung zwischenzeitlich

als Geschäftsfeld entdeckt. Sie bieten

die Ermittlung und Durchsetzung

solcher insolvenzspezifischer Forderungen

für Insolvenzverwalter an. Für die

leistenden Unternehmen drohen dadurch

erhebliche Schäden, die insbesondere bei

mittelständischen Lieferanten mit einer

geringen Zahl an Kunden häufig existenzbedrohend

sind. Hinzu kommt, dass

der Ausgang eines Anfechtungsprozesses

selbst für Spezialisten häufig nicht

vorhersehbar ist. Diese Anfechtungspraxis

gegenüber Lieferanten und Dienstleistern

wurde und wird als unangemessen

angesehen.

Stand der aktuellen Reformbestrebungen

Die Industrie- und Handelskammern

sowie weitere Wirtschaftsverbände haben

vom Gesetzgeber eine Reform gefordert.


JUNI 2016 w.news

61


R E C H T + R AT

Die Reform der Anfechtungsvorschriften

soll unter anderem für eine Entlastung

des Wirtschaftsverkehrs vor unverhältnismäßigen

und unkalkulierbaren Risiken

aus der Vorsatzanfechtung sorgen.

Insbesondere bei Gewährung von Zahlungserleichterungen

an später insolvente

Kunden und Erhalt einer Zahlung

kurz nach der Leistung soll sich die

Situa tion für die leistenden Unternehmen

verbessern. Die für die Vorsatz -

anfechtung wichtigsten Eckpunkte der

Reform sind die Folgenden:

æ Die Anfechtungsfrist wird auf grundsätzlich

vier Jahre – statt bisher zehn

Jahre – reduziert.

æ Bei gewöhnlichen und unverdächtigen

Zahlungen werden die Anforderungen

im Hinblick auf die vom Insolvenzverwalter

nachzuweisenden Kenntnisse

der Beteiligten von der Liquiditätslage

erhöht.

æ Die Vereinbarung von Ratenzahlungsvereinbarungen

und sonstigen Zahlungserleichterungen

führt nicht grundsätzlich

dazu, dass hieraus die schädlichen

Kenntnisse desjenigen hergeleitet

werden können, der zuvor die

Zahlungserleichterung gewährt hat.

æ Die bestehende Privilegierung bei unmittelbarem

Austausch von Leistungen

an späteren Insolvenzschuldner

einerseits und dessen Zahlungen hierauf

an den Lieferanten anderseits wird

gesetzlich normiert und ausgebaut.

æ In den verbleibenden Fällen wird die

Verzinsungspflicht für zu erstattende

Zahlungen eingeschränkt.

Die Reform wird die Anfechtungsmöglichkeiten

der Insolvenzverwalter

zwar einschränken und die Risiken

reduzieren. Allerdings werden nicht alle

als problematisch erachteten Fälle gelöst

und die Auslegung der Neuregelungen

durch den Bundesgerichtshof ist noch

offen. Die Rechtsunsicherheit für die

Betroffenen wird somit durch die Reform

nicht vollständig beseitigt.

Risikominimierung weiter ratsam

Von der für leistende Unternehmen

positiven Reform werden nur solche Fälle

erfasst, bei denen das Insolvenzverfahren

nach ihrem Inkrafttreten eröffnet wird.

Auch sind die Auswirkungen der Reform

”Sind beim

Kunden erste

Krisenanzeichen

ersichtlich,

ist ein straffes

Forderungs -

management

erforderlich.


im Einzelnen noch unklar. Warenkreditversicherer

bieten ihren Kunden seit einiger

Zeit spezielle Anfechtungsversicherungen

an, die für Lieferanten sinnvoll

sein können. Allerdings ist der Schutz

für den Warenlieferanten mit zusätzlichen

Kosten verbunden; auch sind nicht

alle Risiken versicherbar.

Alle leistenden Unternehmen sind da -

her gut beraten, die aktuell bestehenden

Möglichkeiten zur Risikominimierung

durch eine rechtzeitige und vorsorgende

Gestaltung zu nutzen. Bereits vor

einer wirtschaftlichen Krise des Kunden

sollte die Möglichkeiten einer wirksamen

Besicherung von Forderungen

durch die üblichen Sicherungsrechte wie

den einfachen Eigentumsvorbehalt genutzt

werden. Sind beim Kunden erste

Krisenanzeichen ersichtlich, ist ein straffes

Forderungsmanagement erforderlich

und muss durchgehalten werden. Insbesondere

wenn es neben Anfragen zu

Ratenzahlungen oder Stundungen weitere

Hinweise auf Liquiditätsprobleme

gibt, ist auch künftig Vorsicht geboten.

Die Vereinbarung von Vorkasse oder

kurzen Zahlungszielen mit geeigneten

Tilgungsbestimmungen bezüglich der

neuen Lieferungen oder Leistungen können

zusätzliche Sicherheit bringen. Wenn

der Kunde sich erkennbar in einem fortgeschrittenen

und länger andauernden

Krisenstadium befindet und die Geschäftsbeziehung

dennoch fortgesetzt werden

soll, kann die Vorlage eines Sanierungsgutachtens

helfen. Von Finanzierern wird

ein erfolgversprechendes Sanierungskonzept

für die Bereitstellung finanzieller

Mittel in einer Sanierungsphase ohnehin

regelmäßig gefordert.

DIE AUTOREN

Karsten Kiesel ist Rechtsanwalt bei der

Schultze & Braun GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft

in Stuttgart und berät Unternehmen

unter anderem bei der Vermeidung und Abwehr

von Insolvenzanfechtungsansprüchen.

Dr. Dietmar Haffa ist Rechtsanwalt, Fachanwalt

für Insolvenzrecht, Dipl.-Betriebswirt (BA)

und Insolvenzverwalter bei Schultze & Braun

an den Standorten in Heilbronn und Stuttgart.

62 w.news JUNI 2016


INSOLVENZANFECHTUNG

Informationsveranstaltung zu „Neuerungen

bei Anfechtungen nach

der Insolvenzordnung und dem

Anfechtungsgesetz“ am 13. Juli

von 13 bis 17 Uhr im Heilbronner

Haus der Wirtschaft (IHK).

Beim Thema Insolvenzanfechtung

gab es in den vergangenen

Jahren immer wieder

Entscheidungen, die mit dem gesunden

Menschenverstand kaum

noch nachvollziehbar waren. Nun

hat der Gesetzgeber die gesetz -

lichen Regelungen zur Insolvenzanfechtung

in einigen Punkten

nachjustiert. Allerdings dürften die

gesetzlichen Änderungen längst

nicht in allen Punkten den Erwartungen

der Kritiker entsprechen.

Die Veranstaltung gibt zunächst

einen Überblick über die bisherigen

Grundsätze der Insolvenzanfechtung,

die für bereits eröffnete

Insolvenzverfahren auch noch weiterhin

Gültigkeit haben werden.

Anschließend werden die gesetzlichen

Neuregelungen vorgestellt

und erläutert.

æReferenten:

Rechtsanwalt und Dipl.-Betriebswirt

(BA) Dr. Dietmar Haffa, der

auch Fachanwalt für Insolvenzrecht

ist, ist als Insolvenzverwalter

bei Schultze & Braun an den

Standorten in Heilbronn und

Stuttgart tätig.

Rechtsanwalt Karsten Kiesel be -

rät Unternehmen unter anderem

bei der Vermeidung und Abwehr

von Insolvenzanfechtungsansprüchen

und ist ebenfalls bei Schultze

& Braun in Stuttgart tätig.

æZielgruppe:

Unternehmer und Geschäftsführer

sowie Mitarbeiter aus dem

Forderungsmanagement.

Die kostenfreie Veranstaltung

richtet sich ausschließlich an

IHK-Mitgliedsunternehmen.

æHinweis zum Parken:

Die Teilnehmer können während

der Veranstaltung im Parkhaus

der IHK in der Ferdinand-Braun-

Straße 34 parken.

ANMELDUNG

Yvonne Korb

Telefon 07131 9677-211

E-Mail yvonne.korb@

heilbronn.ihk.de

PR-BEITRAG

BEIM VORSTEUERABZUG

AUF DIE RICHTIGE LIEFER-

ADRESSE ACHTEN

Der Vorsteuerabzug bei Unternehmern ist an bestimmte formelle

Voraussetzungen gekoppelt. Das Gesetz verlangt eine

ordnungsgemäße Rechnung. Unter anderem muss daraus die

Anschrift des leistenden Unternehmers, unter der er geschäftlich

tätig ist, angegeben sein. Dies führt in der Praxis immer wieder

zu Problemen und kann die Existenz beim Versagen des Vorsteuerabzugs

gefährden. Im schlimmsten Falle drohen auch noch

strafrechtliche Konsequenzen.

Der Bundesfinanzhof (BFH) verlangt, dass auf der Rechnung

die im Zeitpunkt der Rechnungstellung zutreffende Anschrift

des Rechnungsstellers angegeben ist (unter anderem BFH vom

08. Juli 2009 – XIR 52/07). Eine zutreffende Anschrift liegt nach

Ansicht des BFH dann nicht vor, wenn der in der Rechnung angegebene

Sitz bei Ausführung der Leistung und bei Rechnungsstellung

tatsächlich nicht bestanden hat.

Die Feststellungslast dafür, dass in der Rechnung der zutreffende

Name und die zutreffende Anschrift des Leistenden angegeben

ist, soll nach Auffassung des BFH der den Vorsteuerabzug

geltend machende Unternehmer tragen. Es besteht danach

eine Obliegenheitspflicht beim Leistungsempfänger, sich über

die Richtigkeit der Rechnungsangaben, insbesondere Anschrift,

Name und Rechtsform, zu vergewissern. Unabhängig davon, ob

dies für den Rechnungsempfänger erkennbar ist, soll bei einer

nicht ordnungsgemäßen Rechnung der Vorsteuerabzug grundsätzlich

zu versagen sein. Vertrauensschutz sei beim Vorsteuerabzug

– anders als beispielsweise bei innergemeinschaftlichen

Lieferungen – nicht vorgesehen.

Anzeige

REVISA Neckarsulm | Heiner-Fleischmann-Str. 6

Tel. 0 71 32-958-0 | Fax 0 71 32-958-100

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oehringen@revisa.de | www.revisa.de

Gegen die harte Linie des BFH haben etliche Finanzgerichte

in jüngster Zeit rebelliert. Davon gänzlich unbeeindruckt hat

der BFH seine Rechtsprechung zur „vollständigen Anschrift“

und fehlendem Vertrauensschutz aber verteidigt (zum Beispiel

mit dem Urteil vom 22. Juli 2015 – VR 23/14). Zwischenzeitlich

ist eine Verfassungsbeschwerde hierzu anhängig. Es bleibt

zu hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht die zu enge und

existenzgefährdende Rechtssprechung des BFH korrigiert und

den (unbescholtenen) Leistungs- und Rechnungsempfänger von

Steuernachzahlungsrisiken entlastet.

V.i.S.d.P.: REVISA Berroth + Partner. Autor: Karlheinz Hampp, Steuerberater und Fachberater

für Internationales Steuerrecht, Revisa GmbH & Co. KG – Steuerberatungsgesellschaft –

www.revisa.de

JUNI 2016 w.news

63


R E C H T + R AT

URLAUBSZEIT –

WAS ARBEITGEBER

BEACHTEN MÜSSEN

Der Sommer kommt, die Urlaubszeit beginnt.

Bei vielen Personalverantwortlichen

in der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken

tauchen im jährlichen Rhythmus ähnliche

Rechtsfragen zum Urlaubsanspruch

auf. Grund genug, die häufigsten Fragen

zum Urlaubsanspruch nach dem Bundesurlaubsgesetz

allgemein zu beantworten.

VO N F R A N K WA L D B Ü ß E R

D

as Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)

gewährt einen Mindestanspruch.

Oftmals sind auch einzelvertragliche

Regelungen zum

Urlaubsanspruch in Arbeitsverträgen

enthalten. Solche Klauseln

müssen sich in dem Rahmen bewegen,

den das BUrlG vorschreibt. Vertragliche

Abweichungen zu Gunsten des Arbeitnehmers

sind möglich. Eine Unterschreitung

dieses Anspruchs ist nicht möglich.

Bei Tarifbindung ist, sofern vorgegeben,

der tarifvertragliche Rahmen entscheidend.

Wie viel Urlaub steht Arbeitnehmern zu?

Dem Arbeitnehmer stehen mindestens

vier Wochen Urlaub pro Kalenderjahr

zu. Im Rahmen der 5-Tage-Woche

ergibt sich demnach ein Anspruch auf

mindestens 20 Urlaubstage im Jahr.

Wenn jemand in Teilzeit beispielsweise

drei Tage pro Woche berufstätig ist,

sind demnach mindestens zwölf Tage

Urlaub zu gewähren.

Was geschieht, wenn ein Arbeitnehmer

unter dem Jahr ausscheidet?

Der Urlaub, der nicht in Urlaubszeit

gewährt werden kann, muss abgegolten

werden. Hierzu muss ermittelt werden,

wie viel ein einzelner Urlaubstag wert

ist. Als Berechnungsbasis dient der

durchschnittliche Verdienst der vergangenen

13 Wochen (Quartalsgehalt). Der

vollständige Jahresurlaubsanspruch entsteht

erstmals nach einer Wartezeit von

sechs Monaten. Ein Arbeitnehmer erwirbt

bei Neueinstellung während dieser Wartezeit

pro Monat ein Zwölftel des Jahresurlaubs.

Nach sechs Monaten erwirbt der

Arbeitnehmer erstmals den vollständigen

Jahresurlaubsanspruch. Entscheidend ist

hierbei der Zeitmonat, nicht der Kalendermonat.

Bei der Abgeltung des Urlaubes gibt

es eine Besonderheit zur Jahresmitte. Ein

Arbeitnehmer, der in der ersten Jahreshälfte

mit Resturlaub aus dem Unternehmen

ausscheidet, bekommt pro Monat

ein Zwölftel des Jahresurlaubs abge -

golten. Tritt der gleiche Sachverhalt in

der zweiten Jahreshälfte auf, muss dem

Arbeitnehmer der gesamte Jahresrestur -

laub abgegolten werden. Eine Zwölfte-

64 w.news JUNI 2016


R E C H T + R AT

lung ist für die zweite Jahreshälfte nicht

zulässig. Diese Regelung wird von vielen

Arbeitgebern als ungerecht empfunden.

Die IHK Heilbronn-Franken hat dem Gesetzgeber

im Rahmen einer Stellungnahme

einen Korrekturvorschlag zu dieser

Regelung nahegelegt. Die Schlechterstellung

des Arbeitgebers in der zweiten

Jahreshälfte ist unnötig und schwer

nachvollziehbar.

Was geschieht, wenn ein Arbeitnehmer im

Urlaub erkrankt?

Der Grundsatz lautet, Urlaub soll der

Erholung dienen. Eine solche Erholung

soll nach dem Willen des Gesetzgebers

nur dann möglich sein, wenn der Arbeitnehmer

auch arbeiten könnte. Erkrankt

der Arbeitnehmer im Urlaub, tritt die

Arbeitsunfähigkeit an die Stelle des

Urlaubs. Bei Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

muss der Arbeitgeber

demnach die Tage der Arbeitsunfähigkeit

dem Urlaubskonto gutschreiben.

Kann der Urlaubsanspruch in das nächste

Kalenderjahr mitgenommen werden?

Der Urlaub soll im jeweiligen Urlaubsjahr

vollständig verbraucht werden.

Abweichungen hiervon sind demnach

stets die Ausnahme und nur dann möglich,

wenn dringende Gründe vorliegen.

Solche dringenden Gründe können persönlich

(beispielsweise Krankheit zum

Jahresende) oder betrieblich (zum Beispiel

erhöhter Personalbedarf im Weih nachts -

geschäft) sein. Spätestens bis 31. März

des Folgejahres muss der Urlaub auch

in diesen Fällen verbraucht werden.

Arbeitgebern ist hier zu empfehlen,

jedenfalls die Möglichkeit sicherzu -

stellen, dass Arbeitnehmer bis 31. März

den Resturlaub nehmen können. Sollten

Arbeitnehmer diese Möglichkeit

verstreichen lassen, verfällt der Anspruch

ersatzlos. Bei langzeiterkrankten

Arbeitnehmern verfällt der Urlaubsanspruch

15 Monate nach Ablauf des Urlaubsjahres.

Darf ein Arbeitnehmer während seines Urlaubs

anderswo arbeiten?

Der Urlaubszweck der Erholung darf

nicht beeinträchtigt werden. Tätigkeiten

während des Urlaubs (nicht nur solche

zum Erwerbszweck) kann der Arbeitgeber

jedenfalls dann unterbinden, wenn

der Erholungszweck vereitelt wird. In der

Praxis gestaltet sich der Nachweis allerdings

schwierig. Daher ist dem Arbeitgeber

hier zu einer großzügigen Auslegung

zu raten. In schwerwiegenden

Fällen können durchaus arbeitsrechtliche

Konsequenzen – etwa eine Abmahnung

– in Frage kommen. Arbeitsvertragliche

Wettbewerbsverbote gelten selbstverständlich

auch während der Urlaubszeit.

Welche Formen der „Freizeit“ sind von Urlaub

zu unterscheiden?

Neben Erholungsurlaub sind noch

Freistellungen, Sonderurlaub und Bildungsurlaub

zu erwähnen. Freistellungen

sind unabhängig vom Urlaubsanspruch

nach Vereinbarung zwischen

Arbeitnehmer und Arbeitgeber jederzeit

bezahlt und unbezahlt möglich. Arbeitgeber

haben in bestimmten Fällen auch

die Möglichkeit ihre Arbeitnehmer einseitig

freizustellen. Der Arbeitgeber kann

beispielsweise den gekündigten Arbeitnehmer

unter Anrechnung des Urlaubsanspruchs

einseitig freistellen. So lässt

sich ein Abgeltungsanspruch des Resturlaubes

oftmals vermeiden.

Der Sonderurlaub wird für besondere

Lebensereignisse (Umzug, Hochzeit

etc.) gewährt. Sofern arbeitsvertraglich

hierzu nichts geregelt ist, entsteht dieser

Anspruch zusätzlich zum Erholungsurlaub.

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit,

den Anspruch auf Sonderurlaub

teilweise oder vollständig arbeitsvertraglich

auszuschließen.

Seit Mitte des letzten Jahres gilt das

Bildungszeitgesetz in Baden-Württemberg.

In Unternehmen mit mindestens

zehn Arbeitnehmern entsteht danach ein

Anspruch der Arbeitnehmer auf fünf Tage

Bildungsurlaub im Jahr. Einzelheiten

hierzu im IHK-Merkblatt zum Bildungszeitgesetz

unter www.heilbronn.ihk.de,

Dok-Nr. RUS007106.

Urlaubsgeld und Urlaubsentgelt, was ist

der Unterschied?

Urlaubsentgelt ist nichts anderes als

das Gehalt. Das Arbeitsverhältnis besteht

auch während des Urlaubs fort. Das

Gehalt muss über die Urlaubszeit eben -

falls fortbezahlt werden. Folglich wird

aus Arbeitsentgelt über die Urlaubszeit

Urlaubsentgelt.

Urlaubsgeld hingegen ist eine Gratifikation.

Diese wird zusätzlich zum „normalen“

Gehalt bezahlt. Ein Anspruch

kann sich aus tarifvertraglicher oder

individueller arbeitsvertraglicher Regelung

ergeben. Außerdem auch im Falle

der sogenannten „betrieblichen Übung“.

Letztere liegt vor, wenn Urlaubsgeld

mehrere Jahre nacheinander gezahlt wur -

de, ohne dass die Freiwilligkeit dieser

Leistung deutlich wurde. Der Arbeitnehmer

kann dann nach geltender

Rechtsprechung darauf vertrauen, dass

die Zahlung auch in den folgenden

Jahren erfolgt.

Wie berechnet sich der Urlaub bei Teilzeitkräften

und Minijobbern?

Auch Minijobber haben einen Urlaubsanspruch.

Das BUrlG differenziert nicht

nach der Art des Arbeitsverhältnisses.

Arbeitgeber sollten daher darauf achten,

dass sich Arbeitszeiten bei Minijobbern

ebenfalls auf Arbeitswochen beziehen.

Die Berechnung der Urlaubstage entspricht

dem oben genannten Vorgehen.

KONTAKT

Frank Waldbüßer

IHK-Referent Wirtschaftsrecht

Telefon 07131 9677-214

E-Mail frank.waldbuesser@heilbronn.ihk.de

JUNI 2016 w.news

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I H K - B E K A N N T M A C H U N G

GEBÜHRENORDNUNG

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

(IHK) hat in ihrer Sitzung am 22. März 2016 gemäß den §§ 3 und 4

des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und

Handelskammern vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920), zuletzt geändert

durch Artikel 254 der zehnten Zuständigkeitsanpassungsverordnung

vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) folgende Gebührenordnung

beschlossen:

§ 1 Gebühren, Auslagen, Vorschüsse

(1) Für die Inanspruchnahme besonderer Anlagen und Einrichtungen oder

für besondere Tätigkeiten erhebt die IHK, soweit nicht besondere ge -

setz liche Bestimmungen bestehen, Gebühren nach dem Gebührentarif.

Der Gebührentarif ist Bestandteil der Gebührenordnung.

(2) Die IHK kann von demjenigen, der eine besondere öffentlich-rechtliche

Verwaltungstätigkeit (Amtshandlung der IHK) in Anspruch nimmt – unabhängig

davon, ob dafür eine Gebühr im Gebührentarif vorgesehen ist –

Auslagen ersetzt verlangen, die den üblicherweise von der IHK zu tragenden

Verwaltungsaufwand überschreiten.

(3) Für Gebühren und Auslagen kann die IHK einen angemessenen Vorschuss

verlangen.

§ 2 Bemessung der Gebühren

(1) Gebühren sind als feste Sätze oder Rahmensätze zu bestimmen.

(2) Sind für eine Tätigkeit Rahmensätze bestimmt, so darf die konkrete Gebührenhöhe

den Ver waltungsaufwand nicht übersteigen. Die konkrete

Gebührenhöhe darf dabei nicht außer Verhältnis zum wirtschaftlichen

Wert für den Gebührenschuldner stehen.

(3) In besonderen Fällen (z. B. Rücknahme eines Antrags oder einer Anmeldung

zur Vornahme einer Tätigkeit vor deren Beendigung, Ablehnung

eines Antrages, Nichtteilnahme an Prüfungen, Fachgesprächen oder

sonstigen Verfahren) kann die vorgesehene Gebühr ermäßigt werden.

Sie kann auch ganz erlassen oder nicht erhoben werden, wenn dies der

Billigkeit oder dem öffentlichen Interesse entspricht.

§ 3 Kostenschuldner

(1) Gebührenschuldner ist, wer besondere Anlagen und Einrichtungen der

IHK benutzt oder gebührenpflichtige Tätigkeiten beantragt hat. Schulden

mehrere eine Gebühr gemeinsam, so kann die IHK jeden Schuldner

für den ge samten Betrag in Anspruch nehmen.

(2) Dem Gebührenschuldner ist gleichgestellt, wer sich gegenüber der IHK

verpflichtet, die Gebühr zu übernehmen.

(3) Für Auslagen gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend.

§ 4 Entstehung des Anspruchs

(1) Der Anspruch auf Gebühren entsteht bei antragsgebundenen Tätigkeiten

mit Eingang des Antrags, sonst mit der Benutzung der Anlage oder

Einrichtung oder der Durchführung der Tätigkeit.

(2) Der Anspruch auf Erstattung von Auslagen entsteht mit der Aufwendung

des zu erstattenden Betrages.

§ 5 Fälligkeit

(1) Gebühren und Auslagen werden mit ihrer Bekanntgabe an den Kostenschuldner

fällig.

(2) Gebühren und Auslagen sind innerhalb der gesetzten Zahlungsfrist zu

entrichten, ohne eine gesetzte Frist innerhalb von 14 Tagen nach Fälligkeit.

§ 6 Mahnung und Beitreibung

(1) Gebühren und Auslagen, die nicht innerhalb der Frist nach § 5 Abs. 2

entrichtet worden sind, sind mit einer neuen Zahlungsfrist anzumahnen.

(2) In der Mahnung ist der Kostenschuldner auf die Folgen der Nichtzahlung

innerhalb der neuen Frist hinzu weisen.

(3) Für die Beitreibung von Gebühren und Auslagen gelten die Vorschriften

der Beitragsordnung entsprechend.

§ 7 Stundung, Erlass, Niederschlagung

(1) Gebühren und Auslagen können auf Antrag gestundet werden, wenn ihre

Zahlung mit erheblichen Härten für den Kostenschuldner verbunden ist

und der Zahlungsanspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird.

(2) Gebühren und Auslagen können auf Antrag im Falle einer unbilligen

Härte ganz oder teilweise erlassen werden. Im Interesse einer gleichmäßigen

Behandlung aller IHK-Zugehörigen ist an den Begriff der unbilligen

Härte ein strenger Maßstab anzulegen.

(3) Gebühren und Auslagen können niedergeschlagen werden, wenn ihre

Bei treibung keinen Erfolg verspricht oder wenn Aufwand und Kosten der

Beitrei bung in einem Missverhältnis zur Höhe der Gebühren und Auslagen

stehen.

(4) Von der Erhebung kann in entsprechender Anwendung von § 156 Abs. 2 AO

abgesehen werden, wenn bereits vorher feststeht, dass die Beitreibung

keinen Erfolg haben wird oder die Kosten der Festsetzung und der Beitreibung

in einem Missverhältnis zur Höhe der Gebühren und Auslagen stehen.

§ 8 Verjährung

Für die Verjährung der Gebühren und Auslagen gelten die Vorschriften der Abgabenordnung

über die Steuern von Einkommen und Vermögen entsprechend.

§ 9 Rechtsbehelfe

(1) Gegen den Gebühren- und Auslagenbescheid kann innerhalb von einem

Monat nach Bekanntgabe ein Widerspruch bei der IHK eingelegt werden.

Über den Widerspruch entscheidet die IHK.

(2) Gegen den Widerspruchsbescheid kann innerhalb eines Mo nats nach

Zustellung vor dem zuständigen Verwaltungsgericht Klage erhoben werden.

Die Klage ist gegen die IHK zu richten.

(3) Rechtsbehelfe haben keine aufschiebende Wir kung (§ 80 Abs. 2 Ziff. 1

VwGO).

§ 10 Inkrafttreten

Diese Gebührenordnung ersetzt ab 1. September 2016 die bisherige Regelung

vom 1. Januar 2002.

Heilbronn, 22. März 2016

Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg hat mit

Schreiben vom 12. Mai 2016 – Az.: 82-4221.2-02/79 - gemäß § 11 Abs.

2 Nr. 3 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und

Handelskammern vom 18. Dezember 1956 (BGBI. I, S. 920) in Verbindung

mit § 2 Abs. 1 des Gesetzes über die Industrie- und Handelskammern in

Baden-Württemberg vom 27. Januar 1958 (GBI. S. 77), zuletzt geändert

durch Art. 8 der Verordnung vom 25. Januar 2012 (GBl. S. 65, 66) die Neufassung

der Gebührenordnung genehmigt.

Die vorstehende Gebührenordnung wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt

w.news, Ausgabe 06/2016 veröffentlicht.

Heilbronn, 13. Mai 2016

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

66 w.news JUNI 2016


I H K - B E K A N N T M A C H U N G

Gebührentarif der IHK Heilbronn-Franken (Anlage zur Gebührenordnung) gültig ab 1. September 2016

A. Außenhandel

1. Ausstellung eines Carnets ATA

1.1. für Kammerzugehörige 60,00 €

1.2. für Nichtkammerzugehörige 100,00 €

2. Regulierungsgebühr für ein ausgestelltes Carnet ATA 90,00 €

3. Ausstellung von Ursprungszeugnissen und Bescheinigung von sonstigen Außenwirtschaftsdokumenten

3.1. Bearbeitung von Papierdokumenten

3.1.1. je Original 8,00 €

3.1.2. jede weitere Durchschrift 2,00 €

3.2. Online-Anträge („elektronisches Ursprungszeugnis“) 8,00 €

B. Berufsbildung

1. Ausbildung und Umschulung

1.1. Registrierung und Prüfung

1.1.1. Registrierung von Ausbildungs- und Umschulungsverträgen 75,00 €

1.1.2. Prüfung des Antrags auf Zulassung zur Prüfung in besonderen Fällen (§ 45 Abs. 2 und 3 BBiG) 75,00 €

1.2. Prüfungen

1.2.1. Zwischenprüfung / Abschlussprüfung Teil 1 100,00 €

1.2.2. Abschlussprüfung / Abschlussprüfung Teil 2 200,00 €

1.2.3. Prüfungsgebühr für jede Wiederholung einer Zwischenprüfung / Abschlussprüfung Teil 1 60 v. H. der vollen Gebühr

1.2.4. Prüfungsgebühr für jede Wiederholung einer Abschlussprüfung / Abschlussprüfung Teil 2 60 v. H. der vollen Gebühr

1.2.5. Zusatzqualifikationen für Auszubildende / Kodifizierte Zusatzqualifikationen 60,00 €

1.3. Gebühr bei Rücktritt spätestens am 5. Kalendertag vor Beginn einer Prüfung oder bei wichtigem Grund 50,00 €

1.4. Gebühr gemäß Ziff. 1.1.1., 1.2.1. und 1.2.2. für ein Ausbildungsverhältnis, wenn es sich beim ausbildenden Unternehmen um einen

Kleinbetrieb mit nicht mehr als insgesamt 20 Mitarbeitern (ohne Azubis, kurzfristig und geringfügig Beschäftigte) handelt

50 v. H. der vollen Gebühr

2. Weiterbildung

2.1. Zulassung

2.1.1. Prüfung des Antrags auf Zulassung zu einer Weiterbildungsprüfung 75,00 €

2.2. Prüfungen

2.2.1. Ausbildereignungsprüfung 75,00 €

2.2.2. Fachwirt (Gebühr pro Teilprüfung) 170,00 €

2.2.3. Betriebswirt / Bilanzbuchhalter (Gebühr pro Teilprüfung) 190,00 €

2.2.4. Fachkaufmann 500,00 €

2.2.5. Fachberater 270,00 €

2.2.6. Technische Weiterbildungsabschlüsse (Gebühr pro Teilprüfung) 140,00 €

2.2.7. Wiederholung einer Fortbildungsprüfung 60 v. H. der vollen Gebühr

2.3. Gebühr bei Rücktritt spätestens am 5. Kalendertag vor Beginn einer Prüfung oder bei wichtigem Grund 50,00 €

3. Bescheinigungen

3.1. Feststellung der Gleichwertigkeit von Zeugnissen 70,00 €

3.2. Ersatzausfertigungen von Zeugnissen 50,00 €

C. Verkehrsgewerbe

1. Fachkunde nach dem Güterkraftverkehrs-/ Personenbeförderungsgesetz

1.1. Anerkennung leitender Tätigkeit 150,00 €

1.2. Ausstellung einer Fachkundebescheinigung sowie Ersatzausstellung 30,00 €

2. Gefahrgutfahrerschulung

2.1. Anerkennung eines Lehrgangs

2.1.1. für den ersten Kurs 500,00 €

2.1.2. für jeden weiteren Kurs 200,00 €

2.2. Wiedererteilung der Anerkennung

2.2.1. für den ersten Grund- oder Aufbaukurs 250,00 €

2.2.2. für jeden weiteren Kurs 100,00 €

2.3. Modifikation der Anerkennung 50,00 bis 250,00 €

2.4. Prüfung und Bescheinigung

2.4.1. Prüfung für Gefahrgutfahrer 60,00 €

2.4.2. Ersatzausstellung 35,00 €

3. Gefahrgutbeauftragtenschulung gem. GbV

3.1. Anerkennung eines Lehrgangs

3.1.1. für den ersten Teil 500,00 €

3.1.2. für jeden weiteren Teil 350,00 €

3.2. Wiedererteilung der Anerkennung

3.2.1. für den ersten Teil 250,00 €

3.2.2. für jeden weiteren Teil 175,00 €

3.3. Modifikation einer Anerkennung 50,00 bis 150,00 €

3.4. Durchführung und Abnahme einer Grundprüfung für Gefahrgutbeauftragte incl. Ausstellen einer diesbezüglichen EU-Bescheinigung 150,00 €

3.5. Durchführung und Abnahme einer Ergänzungsprüfung für Gefahrgutbeauftragte incl. Ausstellen einer diesbezüglichen EU-Bescheinigung 100,00 €

3.6. Durchführung und Abnahme einer Verlängerungsprüfung für Gefahrgutbeauftragte incl. Ausstellen einer diesbezüglichen EU-Bescheinigung 100,00 €


JUNI 2016 w.news

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I H K - B E K A N N T M A C H U N G

Fortsetzung: Gebührentarif der IHK Heilbronn-Franken (Anlage zur Gebührenordnung) gültig ab 1. September 2016

3.7. Durchführung und Abnahme einer Grundprüfung für Gefahrgutbeauftragte incl. Ausstellen einer diesbezüglichen EU-Bescheinigung 75,00 €

3.8. Ersatzausstellung einer EU-Bescheinigung für Gefahrgutbeauftragte 30,00 €

4. Erwerb der Grundqualifikation der Fahrer im Güterkraft- und Personenverkehr: beschleunigte Grundqualifikation

4.1. Regelprüfung 120,00 €

4.2. Prüfung Quereinsteiger 100,00 €

4.3. Prüfung Umsteiger 100,00 €

4.4. Gebühr bei Rücktritt spätestens am 5. Kalendertag vor Beginn einer Prüfung oder bei Vorlage eines ärztlichen Attests 50,00 €

D. Umwelt

1. Maßnahmen nach der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 25. November 2009 über die

freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) und

nach dem Umwelt-Audit-Gesetz

1.1. Erstmalige Eintragung einer Organisation in das Register (EMAS-Registrierung) 330,00 bis 600,00 €

1.2. Je weiteren Standort mit eigener Behördenzuständigkeit bei erstmaliger Eintragung der Organisation 150,00 €

1.3. Prüfung der Voraussetzungen für Fortbestand der Eintragung nach Ablauf der Frist zur Vorlage einer neuen Umwelterklärung

(EMAS-Revalidierung) 230,00 bis 460,00 €

2. Chemikalien-Klimaschutzverordnung

2.1. Erteilung einer Sachkundebescheinigung nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung aufgrund einer erfolgreich abgelegten IHK- oder

HwK-Abschluss-/ Weiterbildungsprüfung 100,00 €

2.2. Entscheidung über die Erteilung einer Sachkundebescheinigung nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung aufgrund mehrerer Teilprüfungen 100,00 €

E. Sachverständige

1. Bearbeitung und Entscheidung über einen Antrag auf öffentliche Bestellung 500,00 €

2. Öffentliche Bestellung und Vereidigung eines Sachverständigen 220,00 €

3. Erneuerung bzw. Verlängerung einer befristeten Sachverständigenbestellung 400,00 €

4. Bearbeitung und Entscheidung über einen Antrag auf Erweiterung/Änderung des Sachgebiets 400,00 €

5. Bearbeitung eines Antrages auf Rücknahme der öffentlichen Bestellung durch die IHK 150,00 €

6. Widerruf der öffentlichen Bestellung 500,00 €

F. Unterrichtung nach dem Gaststättengesetz

1. Unterrichtungsverfahren nach § 1 des Gaststättengesetzes für Baden-Württemberg in Verbindung mit § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 des

Gaststättengesetzes. Die volle Gebühr wird grundsätzlich auch bei erfolgter Anmeldung und Nichtteilnahme fällig. 100,00 €

2. Gebühr bei Rücktritt spätestens am 5. Kalendertag vor Beginn einer Unterrichtung oder bei einer durch Vorlage einer ärztlichen

Bescheinigung nachgewiesenen Erkrankung. 50,00 €

3. Bescheinigung über die Befreiung von der Teilnahme am Unterrichtungsverfahren. 30,00 €

G. Bewachungsgewerbe

1. Unterrichtungsverfahren Bewachungsgewerbe

1.1. Unterrichtung für Selbstständige gem. § 34a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 GewO i. V. m. § 3 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1 BewachV (80 Unterrichtsstunden).

Die volle Gebühr wird grundsätzlich auch bei erfolgter Anmeldung und Nichtteilnahme fällig. 900,00 €

1.2. Ergänzende Unterrichtung für Selbstständige gem. § 13c Abs. 3 GewO pro Unterrichtsstunde 11,00 €

1.3. Unterrichtung für Unselbstständige gem. § 34a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 GewO i. V. m. § 3 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 BewachV (40 Unterrichtsstunden).

Die volle Gebühr wird grundsätzlich auch bei erfolgter Anmeldung und Nichtteilnahme fällig. 450,00 €

1.4. Ergänzende Unterrichtung für Unselbstständige gem. § 13c Abs. 2 GewO pro Unterrichtsstunde 11,00 €

1.5. Ermäßigte Gebühr bei Abmeldung spätestens am 5. Kalendertag vor Beginn einer Unterrichtung für Selbstständige, Unselbstständige oder

einer ergänzenden Unterrichtung nach § 13c Abs. 2 oder 3 GewO oder bei einer durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung nachgewiesenen

Erkrankung. 50,00 €

2. Sachkundeprüfung für das Bewachungsgewerbe

2.1. Sachkundeprüfung (schriftlich und mündlich) gem. § 34a Abs. 1 Satz 5 GewO i. V. m. § 5a ff. BewachV. Die volle Gebühr wird grundsätzlich

auch bei erfolgter Anmeldung und Nichtteilnahme fällig. 180,00 €

2.2. Wiederholung des praktischen Prüfungsteils 60 v. H. der vollen Gebühr

2.3. Spezifische Sachkundeprüfung nach § 13c Abs. 2 GewO (je nach Prüfungsumfang) 50,00 bis 180,00 €

2.4. Wiederholung des spezifischen praktischen Prüfungsteils 60 v. H. der vollen Gebühr

2.5. Ermäßigte Gebühr bei Rücktritt spätestens am 5. Kalendertag vor Beginn einer Prüfung oder bei einer durch Vorlage einer ärztlichen

Bescheinigung nachgewiesenen Erkrankung. 50,00 €

H. Versicherungsvermittler/ Versicherungsberater

1. Erlaubnis

1.1. Erlaubnisverfahren (Erteilung, Versagung) 270,00 €

1.1.1. Erlaubnisverfahren, soweit innerhalb von 12 Monaten vor Antragstellung bereits eine Erlaubnis nach § 34d oder § 34e GewO, im

vollständigen Erlaubnisverfahren einschließlich Prüfung der Zuverlässigkeit und der geordneten Vermögensverhältnisse, erteilt wurde

(Statuswechsel innerhalb 12-Monats-Frist) 50,00 €

1.1.2. Erlaubnisverfahren, soweit vor mehr als 12 Monaten vor Antragstellung eine Erlaubnis nach § 34d oder § 34e GewO, im vollständigen

Erlaubnisverfahren einschließlich Prüfung der Zuverlässigkeit und der geordneten Vermögensverhältnisse, erteilt wurde (Statuswechsel

außerhalb 12-Monats-Frist) 200,00 €

1.1.3. Erlaubnisverfahren, soweit innerhalb von 12 Monaten vor Antragstellung bereits eine Erlaubnis nach § 34c, § 34f oder § 34h GewO,

im vollständigen Erlaubnisverfahren einschließlich Prüfung der Zuverlässigkeit und der geordneten Vermögensverhältnisse, erteilt wurde

(Berücksichtigung anderer Erlaubnisse innerhalb 12-Monats-Frist) 125,00 €

1.2. Erlaubnisbefreiung produktakzessorischer Vermittler 170,00 €

1.3. Widerspruch/Rücknahme/Widerruf der Erlaubnis 50,00 bis 250,00 €

68 w.news JUNI 2016


I H K - B E K A N N T M A C H U N G

Fortsetzung: Gebührentarif der IHK Heilbronn-Franken (Anlage zur Gebührenordnung) gültig ab 1. September 2016

1.4. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen infolge personenbezogener Veränderungen einschließlich Prüfung der Zuverlässigkeit und der

geordneten Vermögensverhältnisse 110,00 €

1.5. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen infolge personenbezogener Veränderungen ohne erneute Prüfung der Zuverlässigkeit und der

geordneten Vermögensverhältnisse 55,00 €

1.6. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen gemäß §§ 34d, e GewO infolge Änderungen/Beendigung der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

20,00 bis 100,00 €

2. Registrierung

2.1. Registrierung von Versicherungsvermittlern und Versicherungsberatern (ohne Registrierung von EU/EWR-Staaten) 20,00 € bis 50,00 €

2.2. Ergänzung/Änderungen der Registerdaten außerhalb der Gewerbeanzeige 20,00 €

2.3. Eintragung/Ergänzung von EU/EWR-Staaten (pro Staat) 20,00 €

3. Sachkundeprüfung

3.1. Gesamtprüfung 300,00 €

3.2. Wiederholung des praktischen Prüfungsteils 60 v. H. der vollen Gebühr

3.3. Rücktritt nach Anmeldeschluss 60,00 bis 150,00 €

3.4. Spezifische Sachkundeprüfung nach § 4a VersVermV i. V. m. § 13c GewO (je nach Prüfungsumfang) 150,00 bis 220,00 €

3.5. Wiederholung des spezifischen praktischen Prüfungsteils 60 v. H. der vollen Gebühr

4. Anordnung der Überprüfung von Aufzeichnungspflichten 100,00 bis 300,00 €

I. Finanzanlagenvermittler/Honorar-Finanzanlagenberater

1. Sachkundeprüfung

1.1. Durchführung der Sachkundeprüfung

1.1.1. Schriftlicher und praktischer Prüfungsteil

1.1.1.1. in einer Kategorie 280,00 €

1.1.1.2. in zwei Kategorien 330,00 €

1.1.1.3. in drei Kategorien 380,00 €

1.1.2. Schriftlicher Prüfungsteil

1.1.2.1. in einer Kategorie 190,00 €

1.1.2.2. in zwei Kategorien 230,00 €

1.2. Wiederholung praktischer Prüfungsteil 155,00 €

1.3. Rücktritt nach Anmeldeschluss 60,00 bis 150,00 €

1.4. Spezifische Sachkundeprüfung

1.4.1. Durchführung der spezifischen Sachkundeprüfung 170,00 bis 370,00 €

1.4.2. Wiederholung des spezifischen praktischen Prüfungsteils 60 v. H. der vollen Gebühr

2. Erlaubnis Finanzanlagenvermittler § 34f GewO

2.1. Erlaubnisverfahren (Erteilung, Versagung) 270,00 €

2.2. Durchführung des Erlaubnisverfahrens unter Vorlage der bisherigen Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 S. 1 Nr. 2 oder 3 GewO 125,00 bis 150,00 €

2.3. Erweiterung / Reduzierung der bestehenden Erlaubnis gem. § 34f GewO um eine oder mehrere Kategorien 50,00 bis 250,00 €

2.4. Widerspruch / Rücknahme / Widerruf einer Erlaubnis 50,00 bis 250,00 €

2.5. Prüfungsberichte

2.5.1. Entgegennahme, Prüfung und Archivierung der jährlichen Prüfungsberichte und Erklärungen gem. § 24 Abs. 1 FinVermV Ausgenommen sind

Erklärungen vertraglich gebundener Vermittler gem. § 2 Abs. 10 S. 1 KWG, soweit diese insbesondere für eine spätere Tätigkeit als selbstständige,

ungebundene Finanzanlagenvermittler bereits eine Erlaubnis nach § 34 f Abs. 1 GewO erworben haben („Schubladenerlaubnis“). 15,00 bis 100,00 €

2.5.2. Anforderung des Prüfberichts gem. § 24 Abs. 1 FinVermV 20,00 bis 100,00 €

2.6. Prüfung nach § 24 Abs. 2 FinVermV 100,00 bis 300,00 €

2.7. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen infolge personenbezogener Veränderungen einschließlich Prüfung der Zuverlässigkeit und der

geordneten Vermögensverhältnisse 110,00 €

2.8. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen infolge personenbezogener Veränderungen ohne erneute Prüfung der Zuverlässigkeit und der

geordneten Vermögensverhältnisse 55,00 €

2.9. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen infolge Änderungen/Beendigung der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung 20,00 bis 100,00 €

3. Registrierung

3.1. Registrierungsverfahren 20,00 € bis 50,00 €

3.2. Registrierung von beschäftigten Personen (pro Person) 20,00 €

3.3. Ergänzung / Änderung der Registerdaten außerhalb der Gewerbeanzeige 20,00 €

4. Erlaubnis Honorar-Finanzanlagenberater § 34h GewO

4.1. Erlaubnisverfahren (Erteilung, Versagung) 270,00 €

4.2. Durchführung des Erlaubnisverfahrens nach § 34h GewO unter Vorlage der Erlaubnisurkunde nach § 34f Abs. 1 Satz 1 GewO, soweit hierzu

ein vollständiges Erlaubnisverfahren einschließlich Prüfung der Zuverlässigkeit und der geordneten Vermögensverhältnisse stattgefunden hat 50,00 €

4.3. Durchführung des Erlaubnisverfahrens nach § 34h GewO unter Vorlage der Erlaubnisurkunde nach § 34f Abs. 1 Satz 1 GewO, soweit hierzu

nur ein vereinfachtes Erlaubnisverfahren (§ 157 Abs. 2 Satz 3 GewO) ohne erneute Prüfung der Zuverlässigkeit und der geordneten Vermögensverhältnisse

stattgefunden hat 200,00 €

4.4. Erweiterung/Reduzierung der bestehenden Erlaubnis gem. § 34h GewO um eine oder mehrere Kategorien 50,00 bis 250,00 €

4.5. Widerspruch/Rücknahme/Widerruf einer Erlaubnis 50,00 bis 250,00 €

4.6. Prüfungsberichte

4.6.1. Entgegennahme, Prüfung und Archivierung der jährlichen Prüfungsberichte und Erklärungen gem. § 24 Abs. 1 FinVermV 15,00 bis 100,00 €

4.6.2. Anforderung des Prüfberichtes gem. § 24 Abs. 1 FinVermV 20,00 bis 100,00 €

4.7. Prüfung nach § 24 Abs. 2 FinVermV 100,00 bis 300,00 €


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I H K - B E K A N N T M A C H U N G

Fortsetzung: Gebührentarif der IHK Heilbronn-Franken (Anlage zur Gebührenordnung) gültig ab 1. September 2016

4.8. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen infolge personenbezogener Veränderungen einschließlich Prüfung der Zuverlässigkeit und der

geordneten Vermögensverhältnisse 110,00 €

4.9. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen infolge personenbezogener Veränderungen ohne erneute Prüfung der Zuverlässigkeit und der

geordneten Vermögensverhältnisse 55,00 €

4.10. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen infolge Änderungen/Beendigung der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung 20,00 bis 100,00 €

J. Immobiliengewerbe

1. Immobiliardarlehensvermittler/Honorar-Immobiliardarlehensberater

1.1. Sachkundeprüfung

1.1.1. Durchführung der Sachkundeprüfung

1.1.1.1. Schriftlicher und praktischer Teil 250,00 bis 400,00 €

1.1.1.2 Wiederholung des praktischen Prüfungsteils 60 v. H. der vollen Gebühr

1.1.1.3 Rücktritt nach Anmeldeschluss 60,00 bis 150,00 €

1.1.2. Spezifische Sachkundeprüfung

1.1.2.1. Durchführung der spezifischen Sachkundeprüfung 150,00 bis 220,00 €

1.1.2.2. Wiederholung der spezifischen praktischen Prüfung 60 v. H. der vollen Gebühr

1.2. Registrierung

1.2.1. Registrierungsverfahren 20,00 bis 50,00 €

1.2.2. Registrierung von beschäftigten Personen (pro Person) 20,00 €

1.2.3. Ergänzung/Änderung der Registerdaten außerhalb der Gewerbeanzeige 20,00 €

1.2.4. Eintragung/Ergänzung von EU/EWR-Staaten (pro Staat) 20,00 €

1.3. Erlaubnis

1.3.1. Erlaubnisverfahren (Erteilung, Versagung) 270,00 €

1.3.1.1. Erlaubnisverfahren, soweit innerhalb von 12 Monaten vor Antragstellung bereits eine Erlaubnis nach § 34c, d, e, f oder h GewO, im

vollständigen Erlaubnisverfahren einschließlich Prüfung der Zuverlässigkeit und der geordneten Vermögensverhältnisse, erteilt wurde

(Berücksichtigung anderer Erlaubnisse innerhalb 12-Monats-Frist) 125,00 €

1.3.1.2. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzung infolge personenbezogener Veränderungen einschließlich Prüfung der Zuverlässigkeit und der

geordneten Vermögensverhältnisse 110,00 €

1.3.1.3. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzung infolge personenbezogener Veränderungen ohne erneute Prüfung der Zuverlässigkeit und der

geordneten Vermögensverhältnisse 55,00 €

1.3.1.4. Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzung infolge Änderung/Beendigung der Berufshaftpflichtversicherung oder einer gleichwertigen Garantie 20,00 bis 100,00 €

1.3.2. Sonderprüfung nach § 34j Abs. 2 GewO i. V. mit § 15 ImmVermV 100,00 bis 300,00 €

1.3.3. Widerspruch/Rücknahme/Widerruf einer Erlaubnis 50,00 bis 250,00 €

1.3.4. Durchführung des Erlaubnisverfahrens unter Vorlage der bisherigen Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 2 GewO (Vereinfachtes

Verfahren gem. § 160 Abs. 2 GewO) 140,00 €

K. Sonstige Gebühren

1. Sonstige Ersatzausfertigung, Zweitschriften von Dokumenten und sonstige Bescheinigungen 30,00 bis 50,00 €

2. Zurückweisung eines Rechtsbehelfs (Widerspruchsbescheid) 30,00 bis 500,00 €

3. Mahngebühr pro Mahnstufe 5,00 €

4. Beglaubigung eines Dokumentes

4.1. für die erste Fotokopie 5,00 €

4.2. für jede weitere Fotokopie 1,00 €

5. Schriftliche Auskünfte 30,00 bis 50,00 €

6. Gebühr für die Einleitung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen rückständiger Beiträge und Gebühren 20,00 €

70 w.news JUNI 2016


Wachsen

ist einfach.

Wenn man für Investitionen

Partner hat, die Ideen von

Anfang an unterstützen.

www.ksk-hn.de


F I R M E N + L E U T E

WÜRTH,

KÜNZELSAU

Zukauf in den

Vereinigten Staaten

von Amerika

W

ürth hat das US-Unternehmen

House of Threads,

Birmingham/Alabama erworben

und dessen Schwester -

gesellschaft in Querétaro in

Mexiko, die nun Teil der Würth

Industry of North America sind.

Würth House of Threads beliefert

Originalteilehersteller

und Gewerbebauunternehmen

mit Verbindungs- und Befestigungsmaterialien

und anderen

C-Teilen. Wie die Adolf

Würth GmbH & Co. KG mitteilt,

erwirtschaftete House of

Threads 2015 einen Umsatz

von 42,1 Millionen US-Dollar,

hat 108 Beschäftigte und rund

1.200 Kunden.

www.wuerth.com

MUSELAB.NET,

OBERSULM

Digitaler Schlüsselanhänger

Das Start-up muselab.net hat

einen „intelligenten“ Schlüsselfinder

auf den Markt gebracht:

Der „finder“ lasse sich an alle

Dinge anhaften, die immer wieder

verlegt werden – zum Beispiel

Schlüssel, Geldbeutel, Fernbedienung.

Per Smartphone-App für

IOS oder Android können die Gegenstände

geortet werden. „Unser

‚finder‘ ist in weiß, mintgrün oder

dunkelblau erhältlich und hilft,

wertvolle Zeit zu sparen und die

Nerven zu schonen“, meint Mathias

Schick, Inhaber und Geschäftsführer

des Start-ups muselab.net.

www.finder-app.com

BUGA, HEILBRONN – Werbegemeinschaft

A

LANDESGARTENSCHAU, ÖHRINGEN

„Baum der blühenden Hände“

Die Beschäftigten der beschützenden

Werkstätten Ingelfingen

haben für die Landesgartenschau

einen „Baum der blühenden

Hände“ gefertigt. Unterstützt

wurden sie dabei von den Künstlern

Stefan Vollrath und Andrea

Reksans. Hände sind das Symbol

der beschützenden Werkstätten

uf der Landesgartenschau in

Öhringen wirbt die Buga mit

Stadt und experimenta Heilbronn

für die Bundesgartenschau 2019.

Sie stellt sich dort in einem Garten

vor mit dem Titel „Aufbruch

Heilbronn“. Dargestellt wird das

Buga-Gelände mit seiner Fruchtschuppen-Vorgeschichte,

mit seinen

Bauarbeiten und der Rückkehr

zur Natur – in diesem „etwas ungewöhnlichen

Garten“, gepflegt

von Auszubildenden der Stadt

Heilbronn, erobern sich Pflanzen

zwischen „Asphaltschollen“ und

Baggerschaufeln das Terrain.

www.buga2019.de

für geistig und körperlich Behinderte

Heilbronn e.V. Blätter und

Blüten des Baums sind als Kunstwerke

einzeln gestaltet, schreibt

die Landesgartenschau Öhringen

GmbH. Eine Sitzbank lädt zum

Innehalten ein.

www.oehringen2016.de

ROTO, BAD

MERGENTHEIM

Innovationspreis

A

uf der Messe Nordbat in Lille

erhielt die Roto Dach- und

Solartechnologie GmbH den

Innovationspreis “Best Contest

Innovations 2016”. Die Messe

zähle zu den wichtigsten der

Baubranche in Nordfrankreich.

Die mit dem Preis ausgezeichnete,

2015 herausgebrachte neue

Dachfenstergeneration RotoQ

sei beim fachkundigen Publikum

sehr gut angekommen. Wir

haben „exakt den Nerv unserer

Kunden getroffen“, sagte Claire

Malecki, Roto-Marketingverantwortliche

für Frankreich.

www.roto-frank.com

A

LANGER UND

LANGER,

HEILBRONN

Bürokomplex

nfang April hat mit einem symbolischen

Spatenstich Langer &

Langer GbR den Baubeginn eines

„Triple“ genannten Bürokomplexes

gefeiert. Die drei identischen Gebäude

„am Eingang zum Schwabenhof“

sollen „der positiven Entwicklung

Heilbronns Rechnung

tragen“, so die Bauherren. Architektur

und Ausstattung werden

Zeichen setzen „weit über Heilbronn

hinaus“. Die Bauten erhalten

Natursteinfassaden, flexibel aufteilbare,

sehr hohe Räume mit Parkettboden

und Kühldecken, und

eine gemeinsame Tiefgarage.

www.langerundlanger.de

Die Beteiligten am „Baum der blühenden Hände“ freuen sich über das

eindrucksvolle Kunstwerk im Landesgartenschaugelände am Cappelrain.

© Landesgartenschau Öhringen

72 w.news JUNI 2016


F I R M E N + L E U T E

ebm-papst legt großen Wert auf eine hohe Ausbildungsqualität

seiner angehenden Fachkräfte. Dafür wurde der

Ventilatorspezialist nun als bester Ausbildungsbetrieb in

der Kategorie „Elektroindustrie“ ausgezeichnet.

DREHER,

ROT AM SEE

„Gütesiegel“

Die Dreher GmbH Verpflegungssysteme

darf die

Branchen-Auszeichnung „Gütesiegel“

für weitere drei Jahre

tragen. Das sei etwas ganz

Besonderes, finden Anja und

Ralph Dreher, „nur sehr wenige

Unternehmen der Vending

Branche tragen diese Auszeichnung“.

Die Zertifizierung

sei mit ISO 9001, International

Food Standard und ISO 22000

vergleichbar, aber das „Gütesiegel“

wähle dazu „die für die

Vending Branche relevanten

Anforderungen gezielt aus“.

www.dreher-vs.de

EBM-PAPST, MULFINGEN – Beste Ausbildung

Eine bundesweite Studien im

Auftrag des Magazins Focus

Money hat die ebm-papst Mulfingen

GmbH & Co. KG als bes ten

Ausbildungsbetrieb in der Kategorie

„Elektroindustrie“ herausgestellt.

Unter 2.000 der mitarbeiterstärksten

Unternehmen überzeugte

ebm-papst bei Ausbildungsqualität

und Ausbildungserfolg und bei

besonderen Sozialleistungen. Es

werden 18 IHK-Ausbildungen und

Studiengänge geboten. Aktuell sind

380 junge Menschen in der Ausbildung,

die Übernahmequote ist laut

ebm-papst „extrem hoch“.

www.ebmpapst.com

GRONINGER,

CRAILSHEIM

Kinder bauen

Roboter

Bei der groninger & co. Gmbh

waren an zwei Nachmittagen

15 technikbegeisterte Kinder zu

Gast. In der Lehrwerkstatt bauten

sie mit Unterstützung von Azubis

einen eigenen Roboter. Nachdem

sie die Bauanleitung gelesen hatten,

suchten sie die Bauteile selbstständig

zusammen und begannen

mit der Montage. Sie lernten, eine

technische Zeichnung zu lesen

und Grundlagen der Mechanik. Mit

dem fertigen Roboter bekamen sie

auch eine Anleitung, wie sie den

„kleineren Bruder“ des Roboters

bauen können, mit nach Hause.

www.groninger.de

KOLODZIK,

NECKARSULM

Erneute Focus-

Auszeichnung

Zum dritten Mal in Folge hat

das Magazin Focus die Kanzlei

Kolodzik unter die zehn „Bes ten

Kanzleien für betriebliche Altersversorgung“

aufgenommen. Wie

Christian Kolodzik mitteilt, wur -

de dabei „die hohe Fachkompetenz

und Expertise der Kanzlei“

gewürdigt. Wie weiter mitgeteilt

wird, nehmen hohe Sozialversicherungsbeitragsnachforderungen

für Minderheitsgesellschafter von

GmbHs zu. Die Kanzlei konnte

dafür mit Klaus Peter Reidt einen

der „deutschlandweit versiertesten“

Berater gewinnen.

www.kolodzik.de

KSPG,

NECKARSULM

Neuer KSPG-

Leiter China

Im Januar gegründet, wird die

KSPG (China) Investment Company,

Shanghai, laut Meldung der

KSPG AG von Lothar Schneider

als Präsident geleitet. Er ist Chef

der Neckarsulmer KS Huayu Alu-

Tech GmbH und „langjähriger

China-Experte“. Die neue Gesellschaft

soll die Koordination der

neun Geschäftseinheiten in China

und mit den chinesischen Partnern

verbessern und Lothar Schneider

soll dabei eine „steuernde Funktion“

haben. Für den Finanzbereich

ist Wen Jiang vom Joint

Venture Shanghai Piston zuständig.

www.kspg.com

WOERNER,

LEINGARTEN

Sommertrends

Für alle, die „reif für die Insel

sind und sich schon mal

mental auf ihren Urlaub einstellen

wollen“, bietet die Heinrich

Woerner GmbH aus ihrem Frühjahr-/Sommerkatalog

„Phantastisches

Augenfutter“. Sie hat

Urlaubs-Dekotipps zusammengestellt,

die „eine sonnige Atmo -

sphäre in Schaufenster und

Schauräume transportieren“.

Sonne, Meer und Strand kommen

mit weiß-blauen Streifen

auf der Hängematte in den

Blick, „aufgepeppt“ durch rote

Seesterne.

www.dekowoerner.de

JUNI 2016 w.news

73


KLAFS,

SCHWÄBISCH

HALL

Verbands -

auszeichnung

Seit 20 Jahren prämiert der

Bundesverband Schwimmbad

und Wellness (bsw) Privatund

Hotelpools sowie Wellnessräume.

Für den bsw-Award

2015 waren 300 Projekte eingereicht

worden. Die Klafs

GmbH & Co. KG erhielt für

einen ihrer „SSF Pools“ erneut

die Auszeichnung, „diesmal in

der besonders prestigeträchtigen

und deshalb auch besonders

umkämpften Kategorie

Hotel Pools“. Den silbernen

bsw-Award 2015 gab es für

den Panorama-Pool des „kleinen,

aber feinen“ Hotels Burg

Staufeneck.

www.klafs.com

V

BINDER,

NECKARSULM

Auszeichnung

für „binder-LED“

ergangenes Jahr hat die

Franz Binder GmbH & Co.

Elektrische Bauelemente KG

eine LED-Leuchte entwickelt

und auf den Markt gebracht.

Jetzt wurde die „binder-LED“

mit dem „red dot design

award“ für „klares, harmonisches

Design“ ausgezeichnet.

Die „kompakte und robuste“

Beleuchtung könne rauen Umgebungsbedingungen

standhalten.

Sie eigne sich daher für den

Einsatz in Bedienpanels und

Zeichnungstableaus sowie zur

Montage in Schaltschränken.

www.binder-connector.de

74 w.news JUNI 2016

A

SIGNAL REKLAME, SCHWÄBISCH HALL

Auszeichnung für Abteilungsleiter

nlässlich der Auszeichnung

eines „langjährigen Abteilungsleiters

mit Prokura“, wie es in

einer Meldung der SIGnal Reklame

GmbH heißt, habe sich der 1998

gegründete Flotten-Beschrifter „stets

nach vorne entwickelt“ und habe

heute 60 Beschäftigte. Von Anfang

an dabei seien Andreas Zinsmeister

und Timo Frick, die beide Ausbildung

beziehungsweise Studium

in der Firma gemacht haben. Seit

fünf Jahren ist Milan Radanovic

Abteilungsleiter der „Exklusiv

Abteilung“, in der Autos „sehr

hochwertig“ voll beklebt werden.

www.signal-reklame.de

Vertreter des Beirats Gerhard Knoblauch (von links), geschäftsführender

Gesellschafter Markus Schäffler, Abteilungsleiter für OEM Milan

Radanovic, kaufmännischer Leiter Andreas Zinsmeister, Betriebsleiter

Timo Frick und Vertriebsleiter Sebastian Kreuzer.

© Signal Reklame

AUDI,

NECKARSULM

Bestmarken in Unternehmensgeschichte

Die Audi AG hat das beste erste

Quartal seiner Unternehmensgeschichte

mit dem erfolgreichs -

ten Verkaufsmonat abgeschlossen:

Der Absatz im März betrug

186.100 Fahrzeuge (+ 4,6 Prozent).

Seit Januar wurden 455.750 Autos

verkauft (+ 4 Prozent). Audi meldet

eine hohe Nachfrage im ersten

Quartal in Europa (+ 7,3 Prozent)

und Amerika (+ 5,6 Prozent), da -

von die USA + 7,5 Prozent. Auch

in China sei Audi „nach dem Konsolidierungsjahr“

wieder gewachsen

(+ 4,7 Prozent). Die weltweiten

Auslieferung des neuen A4 lagen

im März um 14,6 Prozent höher.

www.audi.de


Mit den bsw-Awards prämiert der Bundesverband Schwimmbad & Wellness

(bsw) seit mehr als 20 Jahren die schönsten privat genutzten Garten-Pools

und Hallenbäder sowie Hotel-Pools, Whirlpools und private Wellness-Räume.

HOCHSCHULE,

HEILBRONN

Anschubfinanzierung

für„Industrie 4.0“

INTERSPORT,

HEILBRONN

60-jährige

Erfolgsgeschichte

STRAUB,

WERTHEIM

Wieder auf der

Cosmoprof Bologna

MARBACH,

HEILBRONN

Schöne

Verpackungen

Die Hochschulen Heilbronn,

Esslingen und Aalen wollen

kleine und mittlere Unternehmen

durch Forschung und Entwicklung

im Bereich „Industrie 4.0“

unterstützen. Dafür werden sie in

den kommenden drei Jahren eine

Anschubfinanzierung von zwei

Millionen Euro erhalten, meldet

die Hochschule Heilbronn. Sie

bauen damit eine Plattform auf,

mit der Modell-Lösungen entwickelt

und gezeigt werden sollen.

Die Heilbronner Hochschule verfolge

einen „interdisziplinären

Ansatz“ mit Sozialforschung und

Betriebswirtschaft.

www.hs-heilbronn.de

Im Jahr 1956 schlossen sich

15 Heilbronner Sportfachhändler

zusammen – das war der Beginn

der „60-jährigen Intersport

Erfolgsgeschichte“. Was einst mit

einem Umsatz von zwei Millionen

Euro begann, ist heute die

„erfolgreichste mittelständische

Verbundgruppe im Sportfachhandel“,

bestehend aus 950 Händlern

mit 1.500 Verkaufsstellen und mit

einem Umsatz von 2,87 Milliarden

Euro. Seit dem Zusammenschluss

mit Österreich ist die Intersport

Deutschland eG ein „Sechs-Länder-

Verbund“ mit Polen, Tschechien,

der Slowakei und Ungarn.

www.intersport.de

Die Straub Beauty Group beteiligte

sich erneut an der

Cosmoprof Bologna, die laut

Straub größte und wichtigste

Messe, um sich über Entwick -

lungen auf dem Kosmetikmarkt

zu informieren und neue Produkte

zu präsentieren. Die Straub

Cosmetics GmbH zeigte Neuheiten

aller produzierten Marken:

Bettina Barty ist seit Jahren im

In- und Ausland die umsatzstärkste

Marke, auch weil ihre

pflegenden Produkte den Gewohnheiten

der jeweiligen Länder angepasst

sind. Auch Marbert habe

wieder großen Anklang gefunden.

www.straub-gruppe.de

Der Stanzformenhersteller

Marbach GmbH & Co. KG

führt eine neue Technologie in

den Stanzprozess ein: Mit „pure

edge“ werden Verpackungen

aus Wellpappe deutlich aufgewertet.

Verpackungen seien

schon lange nicht mehr nur

zum Schutz eines Produkts da.

Die neue Technologie stehe für

Schönheit und Eleganz der

Verpackungen an sich, denn

damit seien auch die Sichtkanten

perfekt und optisch schön,

was bisher produktionstechnisch

nicht möglich war.

www.marbach.com

JUNI 2016 w.news

75


F I R M E N + L E U T E

BEYERDYNAMIC,

HEILBRONN

Technik für Landtag

Im neuen brandenburgischen

Landtag in Potsdam finde

sich „auf rund 15.000 Quadratmetern

hochmoderne Innenarchitektur

mit zukunftsweisender

Medientechnik“, meldet

die beyerdynamic GmbH & Co.

KG. Durch die Konferenzan -

lage MCS-D 200 von beyerdynamic

sei es möglich, den

Plenarsaal „in einem redundanten

Betriebsmodus auszustatten“.

Die akustische Saalatmosphäre

werde durch sechs

Mikrofone an der Decke erfasst,

heißt es in der Meldung. Installiert

wurden auch elf Konferenzraum-Systeme

MCS 50 und

XLR-Anschlüsse für Stenographen

und Presse.

www.beyerdynamic.de

ANSMANN,

ASSAMSTADT

Ausbildungszertifikat

der

Bundesagentur

für Arbeit

Seit 24 Jahren bilde die Ansmann

AG „engagiert und erfolgreich

aus“, heißt es in einer Meldung

der Bundesagentur für Arbeit

Schwäbisch Hall, die das Unternehmen

mit ihrem Ausbildungszertifikat

würdigte, das einmal im

Jahr einem Betrieb verliehen wer de,

„der sich in herausragender Weise

kontinuierlich“ für die Ausbildung

stark macht. Ansmann-Vorstandsmitglied

Markus Fürst: Unsere

praxis- und zukunftsorientierte

Ausbildung beschränkt sich „bewusst

nicht nur auf die fachliche

Qualifikation“.

www.ansmann.com

ALFI, WERTHEIM

Auszeichnung für „isoBag“

Mit der Auszeichnung „red

dot design award“ hat die

„isoBag“ der alfi GmbH zum

zweiten Mal einen Preis erhalten.

Dazu heißt es in der Mitteilung,

„das funktionale ‚Aus 1 mach 2‘-

Konzept präsentiert sich als intelligente

Verbindung von Kühltasche

und Shopper“. Hochwertiges

Material und sorgfältige Verarbeitung

bieten „echten Einkaufsspaß“.

Die Innentasche hat ein Gurtband

zum Umhängen, die Außentasche

mit „Zipper-Fach“

für „Portemonnaie

& Co.“ einen verstärkten

Griff.

www.alfi.de

MARKS,

NORDHEIM

Umzug

Die Werbeagentur marks ist

umgezogen in ein Gebäude,

das dem bisherigen direkt

gegenüberliegt. Nach neun

Jahren sei es im alten Gebäude

zu eng geworden, heißt es

in der Mit teilung der marks

GmbH. Die 450 Quadratmeter

Fotostudio fläche und die

neun mal neun Meter große

Hohlkehle seien ideal, „um

auch große Objekte ins rechte

Licht zu rücken“. Drei Mittelformat-Kamerasysteme

liefern

optimale Daten – diese Ausstattung

einer Werbeagentur

(auch mit Glasfaser-Standleitung)

sei für den Heilbronner

Raum wohl einzigartig.

www.marks.hn

Die Franz & Wach Personaldienstleistungen

GmbH feiert

ihr 20-jähriges Bestehen. Aus München

brachte Gerhard Wach das

Unternehmen in die Region. 2003

habe dann mit der Agenda 2010

eine neue Ära begonnen. Franz &

Wach erhielten für Crailsheim,

dann auch für Schwäbisch Hall,

Gerhard Wach.

FRANZ & WACH, CRAILSHEIM

20-jähriges Bestehen

Künzelsau und Tauberbischofsheim

den Auftrag zur Vermittlung

von Langzeitarbeitslosen. Durch

die Liberalisierung des Arbeits -

markts konnte Franz & Wach

danach über die Region hinaus

expandieren.

www.franz-wach.de

© Franz & Wach

MEDIA RESOURCE

GROUP,

CRAILSHEIM

Investitionen in

Materialpark

A

ls „serviceorientiertes Dienstleistungsunternehmen“

baut

die Media Resource Group GmbH

& Co. KG ihren Materialpark stetig

aus. So hat sie kürzlich in „hochprofessionelles

Equipment“ investiert,

nämlich „zwei sensationelle

Avid Live Sound S6L 32D“. Es

handle sich um mehr als ein Tonmischpult,

durch „hocheffiziente

Touchsensoren-Workflows und

einfache Skalierbarkeit meistert es

die anspruchvollsten Live-Produktionen“.

Es verfüge über mehr Rechnerleistung

und Track-Anzahlen

„als je zuvor“.

www.mediaresourcegroup.de

76 w.news JUNI 2016


F I R M E N + L E U T E

Regisseur Joshua Krull lässt die vom deutschen

Filmteam begeisterten Kinder an die Kamera.

MARBET,

KÜNZELSAU

Erfolgreicher Start

Die Agentur marbet sei „ganz

groß“ ins Jahr gestartet – mit

dem Kongress der ATR Service

im Januar in Berlin. Das Motto

der Veranstaltung „Anpfiff 2016“

konnte so auch in Sachen Kundenbeziehung

erfüllt werden, teilt

die marbet Marion & Bettina Würth

GmbH & Co. KG weiter mit. Die

ATR Service sei von der Lead -

agen tur marbet „begeistert“ und

stellte fest, „sie beherrschen ihr

Geschäft nicht nur perfekt, sondern

machen es auch noch gerne“,

und das mache den Unterschied

zwischen „gut und herausragend“.

www.marbet.com

IMAGIS.TV, HEILBRONN – Internationaler Erfolg

Die 2010 von Michael Stadler,

Arne Junker und Steffen Burk -

hard gegründete imagis.tv GmbH

& Co. KG konzentriert sich auf

Filme für Firmen oder öffentliche

Auftraggeber. So stand 2015 für

einen spanischen Kunden Madrid

auf der Tagesordnung und kürzlich

führte die Reiseroute für Läpple

nach Shanghai. Zurzeit entsteht

ein Film über die Verbesserung des

Bildungssystems der Philippinen,

IDEAL-PACK,

HEILBRONN

Online-Shop für EM

In der Zentrale der Ideal-Pack

sind die Vorbereitungen für die

EM bereits abgeschlossen. Wie

das Unternehmen meldet, wurden

in den letzten Wochen viele

Lkw-Ladungen mit Merchandising-Artikel

der Mannschaften

und Spieler angeliefert. Wer nun

im europäischen Online-Shop

der UEFA ein Trikot, einen Ball

oder ein anderes Souvenir bestelle,

werde von den Versand-Profis

der Ideal-Pack „optimal bedient“.

Das Unternehmen habe bereits

frühere Meisterschaften „bis zum

Retourenmanagement“ versorgt.

www.ideal-pack.de

ein Team reiste für fünf Tage ins

Land, Technik und weiteres Personal

wurden dort dazu gebucht.

www.imagis.tv

RADIO TON,

HEILBRONN

Neues Sendestudio

Die Radio Ton GmbH & Co. KG

hat ihr neues Sendestudio eingeweiht.

Nach dem Umzug in das

Gebäude „QBIG two“ im Business -

park hat der nach eigenen Angaben

erfolgreichste Lokalsender

Deutschlands jetzt ein Studio, dessen

Gestaltung auf „modernster

Technik, Ergonomie, Energie-

Effizienz und Flexibilität“ beruht.

Bei der Einweihung drückten OB

Harry Mergel, Stimme-Verleger

Tilmann Distelbarth und Radio-

Ton-Geschäftsführerin Christine

Rupp gemeinsam den „Red Button“:

das neue Studio war damit „on Air“.

www.radioton.de

AS-MOTOR,

BÜHLERTANN

Inklusionspreis

Die AS-Motor Germany

GmbH & Co. KG und die

Samariterstiftung Fränkische

Werkstätten Obersontheim haben

den zweiten Platz beim Inklusionspreis

der Stiftung Sonnenhof

gewonnen. Ausgezeichnet

wurde der „ambulante Berufsbildungsbereich“,

in dem der

Hersteller von motorisierten Gartengeräten

Menschen mit psychischer

Behinderung beschäftigt.

Ziel sei, Behinderten den

Weg in den ersten Arbeitsmarkt

zu öffnen, was schon mehrfach

gelungen sei. Auch AS habe eine

Festanstellung folgen lassen.

www.as-motor.de

HYUNDAI,

HEILBRONN

EM-Trophäe

auf Tour

Im Vorfeld der EM reist eine

„UEFA Euro 2016 Trophy

Tour“, so die Hyundai Deutschland

GmbH, durch die 25 Spielorte

in Frankreich. Mit dabei

unter den Themenfahrzeugen

ist der Hyundai-SUV Tucson,

der in einem Schaukasten im

umgebauten Heck die Trophäe

der Weltmeisterschaft transportiert.

Eine elektrisch in der Höhe

verstellbare Plattform garantiere

optimale Sicht, heißt es

in der Mitteilung weiter. Fans

können sich neben dem Pokal

fotografieren lassen und das

Foto später online abrufen.

www.hyundai.de

JUNI 2016 w.news

77


F I R M E N + L E U T E

XEPTUM,

NECKARSULM

Umzug

Mit einem Umzug in neue

Geschäftsräume, nur ein

paar Schritte von den alten

entfernt, hat die Xeptum AG

ihre Bürokapazität nahezu verdoppelt.

Doch nicht nur die

Bürofläche hat sich verändert,

sondern auch das Konzept:

Neue Technologien und Ausstattung

ermöglichen eine

flexible Raumnutzung. Durch

„Desksharing“ werde eine

Mehrfachbelegung realisierbar,

so die Xeptum, also die

Wahl des Arbeitsplatzes je

nach Bedarf. Außerdem wur -

de die Stromversorgung „komplett“

auf erneuerbare Energien

umgestellt.

www.xeptum.com

WEISS, SATTELDORF – Bester Ausbildungsbetrieb

Die Leonhard Weiss GmbH & Co.

KG wurde von Focus Money

in einem Vergleich als „Bes ter

Ausbildungsbetrieb Deutschlands“

ausgezeichnet. Damit habe das

Unternehmen bereits zum dritten

Mal in Folge den Titel als bester

Arbeitgeber in der Branche „Bau“

errungen. Aspekte der Beurteilung

waren „der Ausbildungserfolg,

die strukturellen Daten der

Ausbildung, Förderung und Ausbildungsentlohnung“.

88 Prozent

der Ausgebildeten der letzten zwei

Jahre haben einen Arbeitsvertrag

unterschrieben.

www.leonhard-weiss.de

GGS, HEILBRONN

Auszeichnung

Prof. Dr. Kai Förstl ist mit

dem “Best Reviewer Award”

ausgezeichnet worden. Er ist

Professor für „Supply Chain

Management und Logistik“ an

der German Graduate School of

Management and Law gGmbH

(GGS). Die Auszeichnung hat

er erhalten für seine „hervorragenden

Leistungen im Begutachtungsprozess“.

Der Preis

wurde von der „International

Purchasing and Supply Education

and Research Association“

auf ihrer Tagung in Dortmund

verliehen, einer Diskussionsveranstaltung

im Fraunhofer

Institut.

www.ggs.de

R. STAHL, WALDENBURG

Berufs informationstag

Die R. Stahl AG zählte 500 Gäste

beim Berufsinformationstag.

Neben ganzen Schulklassen wie aus

der gewerblichen Schule Öhringen

kamen Jugendliche und Eltern, um

sich über die Ausbildungs- und

Studienmöglichkeiten zu informieren.

Außer der Besichtigung der

Ausbildungswerkstatt wurden den

Schon ein Funke und eine Messerspitze

Staub genügen: R. Stahl Auszubildende

simulieren eine Staubexplosion.

Gästen die Ausbildungsaktivitäten

vorgestellt – Einführungstage,

Erfinderwochen, soziale Projekte,

Innovationsspiele, Betriebssport,

Ausflüge und Auslandsaufenthalte

bei Tochtergesellschaften der

R. Stahl.

www.stahl.de

BERA,

SCHWÄBISCH HALL

Spielplatz für die

Landesgartenschau

Die Bera GmbH hat der Landesgartenschau

2016 einen

Spielplatz gespendet. Sein Thema

Birkenhain und Libellen wurde

mit einem als Libellenflügel gestalteten

dreidimensionalen Spiel -

areal verwirklicht. Schon von weitem

sei das Sonnensegel und der

große Turm mit seiner Röhrenrutsche

zu sehen, heißt es in der

Mitteilung des nach eigenen Angaben

Goldpartners der Landesgartenschau

2016 Öhringen GmbH.

Alle verwendeten Hölzer und die

Erbauerfirma sind FSC-COC-zertifiziert.

www.bera.eu

78 w.news JUNI 2016


F I R M E N + L E U T E

A

uf der LogiMat zeigte die Mlog

Logistics GmbH „MSequence“,

eine automatisierte Verladebereitstellung.

Sie verbessere Lieferflexibilität

und Lieferqualität, heißt

es in einer Mitteilung über den

Das Bauunternehmen Leonhard Weiss setzte sich in der Kategorie „Bergbau und Bauindustrie“ durch

und ging dort als „Bester Ausbildungsbetrieb Deutschlands“ aus dem großen Vergleichstest hervor.

MLOG, NEUENSTADT – Premiere auf LogiMat

„Just-in-Time-Sortierpuffer“ für

Paletten. Damit lassen sich Kosten

reduzieren, denn „Fehlverladungen

und Sortierfehler werden

auf ein Minimum“ gesenkt, ein

wichtiger Faktor beispielsweise in

der Getränkeindustrie. Mlog verfolge

damit das Ziel einer Automatisierung

auch in kleinen und

mittleren Anlagen.

www.kardex-mlog.com

DHBW,

HEILBRONN

„Dualer Master“

W

egen der großen Nachfrage

im Studiengang

Wirtschaftsingenieurwesen

nutzen viele Master-Studierende

das Angebot des Center

of Advanced Studies (CAS) der

Dualen Hochschule Baden-

Württemberg, das Studium im

Sommersemester zu beginnen.

Im Oktober starten dann regulär

alle 20 dualen Studiengänge

des CAS. Wichtiges

Kennzeichen des „dualen Masters“

sei, so die Hochschule,

dass jeder die Vorlesungen

den eigenen Vorstellungen und

denen des Arbeitgebers anpassen

könne, auch die dreitägigen

„Blöcke“.

www.cas.dhbw.de

KLENK, OBERROT

Heinz Dreher

in Ruhestand

verabschiedet

Eine Institution verlässt die

Klenk Holz AG und bleibt dem

Unternehmen doch als Ansprechpartner

und Berater erhalten,

heißt es in einer Mitteilung zur

Verabschiedung des langjährigen

Werkleiters Heinz Dreher in den

Ruhestand. Nach „fast 48 erfolg -

reichen Jahren“ hatte er zuletzt

noch Johann Burchard als seinen

Nachfolger eingearbeitet. Heinz

Drehers Verdienste um das Unternehmen

wurden vom Vorstandsvorsitzenden

Dr. Markus Adams

und Ian Jackson, Vertreter des

Alleineigners Carlyle gewürdigt.

www.klenk.com

Ian Jackson (rechts) verabschiedet

Heinz Dreher.

BOSCH, ABSTATT

Plus 20 Prozent

Seit der Gründung des Produktbereichs

„Bosch Two-

Wheeler and Powersports“ 2015

in Japan ist der Umsatz mit

Motorradtechnik um mehr als

20 Prozent gewachsen, meldet

die Robert Bosch GmbH. Der

Erfolg fuße auf einem breiten

Produktportfolio. So habe Bosch

mit dem Totwinkelassistenten

das weltweit erste Assistenzsystem

für Motorräder auf

den Markt gebracht. Daneben

liefere der Produktbereich „effiziente

Einspritztechnik sowie

smarte Vernetzungslösungen

und moderne Anzeigeninstrumente“.

www.bosch.de

JUNI 2016 w.news

79


Der „Tractomas“ von Nicolas

hat 1.150 PS und kann in

vier Kippmulden 350 Tonnen

Erz transportieren.

SCHEUERLE, PFEDELBACH – Einsparungen mit „Tractomas“

Die Rentabilität im Tagebau

hänge immer mehr von den

Kosten pro transportierter Tonne

ab. Die Toll Mining Services setze

deshalb in Australien versuchsweise

den „Tractomas“ von Nicolas

ein, meldet die Scheuerle Fahrzeugfabrik

GmbH, die wie die französische

Nicolas zur TII Group gehört.

Mit 1.150 PS befördere der

neue „Tractomas“ in vier Kippmulden

350 Tonnen Erzladung und sei

mit Power-Booster auch „Pit-tauglich“.

Die erzielten Einsparungen

haben laut Nicolas die Erwartungen

weit übertroffen.

www.scheuerle.com

A

STIMME,

HEILBRONN

70. Jubiläum

m 28. März 1946 erschien

die erste Ausgabe der Heilbronner

Stimme mit einer Auflage

von 38.000. In der dritten

Generation leitet das Unternehmen

Verleger Tilman Distelbarth:

„Wir sind schon lange

mehr als eine Tageszeitung,

wir sind ein Medienunternehmen

mit vielen Geschäftsfeldern.

Im publizistischen Bereich

haben wir die gedruckte Zeitung

bereits früh um digitale

Produkte erweitert.“ Das Jubiläum

begleiten eine 70-teiligen

Serie „Meilensteine“ und

Interviews mit Chefredakteur

Uwe Ralf Heer.

www.stimme.de

SCHUNK, LAUFFEN – Messe-Talkrunde

Kurz vor der Fußball-Europameisterschaft

in Frankreich

hat der Hersteller von Greif- und

Spanntechnik Schunk GmbH &

Co. KG auf der Messe Industrie

Paris einen „Überraschungscoup“

gelandet. Sie präsentierte die französische

Fußball-Legende Emmanuel

Petit im Gespräch mit ihrem

Markenbotschafter Jens Lehmann:

„Beide faszinierten das Publikum

mit spannenden Momenten ihrer

Karriere“. Beim Fußball komme es

allerdings auf den Menschen an

– Roboter seien da „nicht erstrebenswert“.

www.schunk.com

Zwei Fußball-Legenden live im Gespräch: Jens Lehmann (links) und Emmanuel

Petit beim Schunk Special-Talk zur Fußball-Europameisterschaft auf der Industrie

Paris. Moderiert wurde die Talkrunde von Lisa Loch.

LAUDA DR. R.

WOBSER, LAUDA-

KÖNIGSHOFEN

Spatenstich für

neues Verwaltungs -

gebäude

Zwei Tage nach dem Fest zum

60-jährigen Bestehen feierte

die Lauda Dr. R. Wobser GmbH &

Co. KG mit einem symbolischen

Spatenstich den Baubeginn eines

Verwaltungsgebäudes aus Büround

Konferenzräumen. Mit dem

Neubau wird der bestehende Verwaltungstrakt

erweitert, indem

die 2013 errichtete Produktionshalle

aufgestockt wird, heißt es in

einer Mitteilung des Unternehmens.

In einem Standortentwicklungsprogramm

„modernisiere

sich Lauda seit rund zehn Jahren

schrittweise von innen heraus“,

so der geschäftsführende Gesellschafter

Dr. Günther Wobser.

www.lauda.de

80 w.news JUNI 2016


F I R M E N + L E U T E

ZIEHL-ABEGG,

KÜNZELSAU

Auszeichnung

für eine „großartige“

Werbekampagne

A

ls „great launching campaign“

hat die Jury der „International

Stevie Awards“ die Marketingkampagne

der Ziehl-Abegg SE für eine

neue Motorengröße bezeichnet.

„Dynamisch und mit einem Schuss

Humor“ habe der Motorenhersteller

die Abrundung seiner Motorenbaureihe

vorgestellt. „Kernbaustein“

der Kampagne, so Ziehl-

Abegg, war eine „Präsentbox mit

Multimediaelementen“, die weltweit

verteilt worden ist. Sie enthielt

neben den fachlichen Informationen

den Motor und den passenden

Ventilator, heißt es in einer

Mitteilung des Unternehmens.

www.ziehl-abegg.de

Die Markteinführungskampagne für

die neue Motorenbaugröße ECblue55

wur de bei den International Stevie

Awards ausgezeichnet. Marketingleiter

Oliver Stöker von Ziehl-Abegg hat

die abteilungsübergreifende Projektgruppe

geleitet und freut sich nun

über die hohe Auszeichnung.

MOBIL

ELEKTRONIK,

LANGENBRETTACH

Nischenmarkt

Lenksysteme

Im Nischenmarkt der Lenksysteme

für Sonderfahrzeuge sieht

die Mobil Elektronik GmbH eine

„sichere und ausbaufähige Zukunft“.

Das 45 Jahre alte Familienunternehmen

mit seinen 110 Beschäftigten

wird von Klaus Klugesherz

mit einem Führungsteam und

dem Gründer Helmut Klugesherz

als Berater geleitet. Für 2016 zeichne

sich dank der Nachfrage nach

Sonderfahrzeugen eine „überdurchschnittliche

Entwicklung“ ab, heißt

es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Auch 2015 war mit

einer Umsatzsteigerung von 17 Prozent

auf 21 Millionen Euro sehr erfolgreich.

www.mobil-elektronik.com

ALL FOR

ONE STEEB,

HEILBRONN

Dividenden -

erhöhung

Die Hauptversammlung der

All for One Steeb AG beschloss

eine Erhöhung der Dividende

von 0,70 auf 1,00 Euro.

Die Ausschüttung beträgt rund

fünf Millionen Euro, 43 Prozent

des Konzernergebnisses vor

Steuern. Der „Komplettdienstleister

für IT und Business“

stuft sich als „die Nummer 1

im deutschsprachigen SAP-

Markt“ ein, wur de von SAP

mit dem „Partner Excellence

Award 2016“ ausgezeichnet

und hat mit sechs Akquisitionen

in fünf Jahren „Integrationskultur“

bewiesen.

www.all-for-one.com

RANG

BEI ENTSCHEIDERN UND

FÜHRUNGKRÄFTEN IN DER REGION

IHK-Zeitschriften erreichen laut der aktuellen TNS Infratest

Studie 2015 pro Ausgabe 40,1 Prozent der Entscheider und

Führungskräfte in mittelständischen Unternehmen. Das sind

vier Mal so viel Leser wie der nächstplatzierte Wirtschaftstitel

in Deutschland.

In der Region gibt es kein anderes Medium, das da mithalten

kann. Oder kennen Sie etwa eines?

THEMENMAGAZIN

H E I L B R O N N - F R A N K E N

Anzeigenberatung: recon-marketing GmbH Telefon 07131/7930-313 fehr@recon-marketing.de Mediadaten: www.zielgruppe-wirtschaft.de


kultur-tipps

KLEBEFOLIE EROBERT DIE WELT

MADE IN HEILBRONN-FRANKEN

Irgendwann erreicht

jeder den Punkt, an

dem er sich an seiner

Wohnungseinrichtung

satt gesehen hat. Viele

Menschen spielen dann

mit dem Gedanken, sich

neue Möbel zu kaufen.

Heutzutage gibt es aber

viele Do-it-yourself-

Mög lichkeiten, mit

denen man sein aus

der Mode gekommenes

Wohnumfeld wieder

stylisch aufpeppen

kann.

Eine davon ist die

„d-c-fix“ Selbstkle -

befolie der Konrad

Hornschuch AG aus

Weißbach. Diese bun -

te Klebefolie eroberte

1958 im Handum -

drehen die deutschen

Haushalte. Durch den

steigenden Trend des

kreativen Selbermachens

setzte sie sich in

den Wirtschaftswun -

derjahren der Nachkriegszeit

schnell durch.

Als die Do-it-yourself-

Welle in den 70er und

80er Jahren aufkam,

war „d-c-fix“ eine der

revolutionärsten Folien

in der Oberflächengestaltung

und erlangte

durch ihren vielseitigen

Anwendungsbereich

und grenzenlosen Gestaltungsspielraum

weltweite Bekanntheit.

Und auch heute, über

20 Jahre später, erlebt

die Klebefolie mit dem

derzeitigen Do-it-yourself-Trend

wieder ein

Revival. (win)

www.hornschuch.com

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EINE LEICHE, FOTOGRAFIEN UND DIE MAGIE VON STIMMEN

Eine Leiche wird um 1900

in Paris aus der Seine

geborgen. Die Frau war unbekannt,

eine Totenmaske

zeigt aber ihr faszinierend

schönes Gesicht. In den

Folgejahren werden Kopien

der Maske zum beliebten

Dekorationsobjekt der Pariser

intellektuellen Szene.

Der Schriftsteller Ödön von

Horváth griff die unheimlichen

Spekulationen um ihren

Tod auf und entwarf eine eigene

Version der Geschichte. An

Terminen im Juni (9.–11., 15., 17.,

18., am 24.–26. und 30.) sowie im

Juli (1. und 2.) ist das Theaterstück

„Die Unbekannte aus der

Seine“ im Kocherfreibad in Künzelsau

um 19.30 Uhr zu sehen.

www.theater-im-fluss.com

Kostümentwürfe für das Theaterstück „Die

Unbekannte aus der Seine“. © Nina Weitzner

Fotografien können für Gesehenes

und Geschehenes

Beweise liefern. Sie sind aber

inzwischen nicht mehr automatisch

Abbilder der Wirklichkeit,

sondern sie können gefälscht

und am Computer erstellt werden,

ohne einen Bezug zur Rea -

li tät. Das Visuelle wird fraglich.

Diese Unsicherheiten greift der

Künstler Burkhard Schnitty auf.

Mit abstrakter Ästhetik sollen

Fotografien die Zweifel ausdrücken,

indem keine eindeutigen

klaren Linien, sondern allein

Umrisse und Farbcodierungen

erkennbar sind. Zu sehen bis

Ende Juni in der Ausstellung

„Untitled“ im Atelier Schwab,

Schlossgasse 9 in Wert heim.

Öffnungszeiten: samstags von

15 bis 17 Uhr und sonntags

von 11 bis 13 Uhr sowie von

15 bis 17 Uhr.

www.johannes-schwab.com

Singen ist „in“ – dank TV-

Sendungen wie „The Voice

of Germany“ oder „Deutschland

sucht den Superstar“.

Popsongs, Musical-, oder

klassische Stücke – auch in der

Heilbronner Innenstadt erklingen

am Samstag, den 11. Juni die

Stimmen von rund 1.000 Sängern

auf vier Bühnen. Auf dem

Kiliansplatz, in der Fleiner

Straße am K3 und am Hafenmarkt

wird ab 12 Uhr bis in

die Abendstunden gesungen.

Ein musikalischer Einkaufsbummel

mit den Stimmen von

29 verschiedenen Chören aus

der Region.

(muk)

www.heilbronn-tourist.de

IMPRESSUM

w.news ist das offizielle Organ der

IHK Heilbronn-Franken.

Online-Ausgaben:

www.ihk-wnews.de

kiosk.wnews-wirtschaftsmagazin.de

Herausgeber:

IHK Heilbronn-Franken

Ferdinand-Braun-Straße 20

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www.heilbronn.ihk.de

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Schwäbisch Hall

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Redaktion:

Matthias Marquart (Koordination)

Yvonne Allgeier

Julia Sommerfeld

Katharina Müller (Volontärin)

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redaktionell als auch inhaltlich ausschließlich

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01.12.2015

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Emissionen durch Emissions einsparungen ausgeglichen

82 w.news JUNI 2016

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