Lokalhelden_HH_Ausgabe6

lokalhelden.hamburg

AUSGABE 6 • Juni 2016

KOSTENLOS

HARBURG POKAL

SPIELAUSSCHUSSVORSITZENDER

ANDREAS MEYER IM INTERVIEW

WASSERBALL

DER SV POSEIDON

IST NICHT ZU STOPPEN

BONUS IM HEFT:

DAS

LOKALHELDEN-

EM-PLAKAT

BOXER, HAFENARBEITER, HAMBURGER JUNG.

SEBASTIAN FORMELLA

SEIT 2014 SUCHT FORMELLA SEIN GLÜCK ALS PROFI –

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LOKALHELDEN

HAMBURG

WEITERE

THEMEN

Die Sportstadt Hamburg musste in den letzten Monaten viele Rückschläge

einstecken und besonders die Rückzüge der HSV Handballer und der

Hamburg Freezers haben Spuren hinterlassen.

Die gescheiterte Olympiabewerbung mag potentielle Sponsoren abschrecken,

in den Sport in Hamburg zu investieren, aber auch ohne diese sportlichen

Aushängeschilder der Stadt: Hamburg kann Sport – Man muss es nur wollen!

Die Hamburg Towers sind sportlich erfolgreich in der zweiten Liga und zeigen

außerhalb der Halle erstklassigen Einsatz in vielen sozialen Projekten,

besonders in Wilhelmsburg.

In dieser Ausgabe stellen wir das Konzept der Volleyballerinnen vor, die

nach dem Ausstieg des Hauptsponsors nicht für die erste Liga melden konnten.

Als Volleyball-Team Hamburg startet der Verein in der nächsten Saison in

der zweiten Liga und hat dabei ambitionierte Ziele.

Sebastian Formella

Profiboxen -

nicht um jeden Preis

Seite 4

Auch die Wasserballer des SV Poseidon Hamburg schwimmen weiter auf

der Erfolgswelle. Der Nordmeistertitel wurde verteidigt, Mitte Juni findet im

Poseidonbad die Endrunde um den Norddeutschen Wasserball-Pokal statt

und Anfang Juli steht das Aufstiegsturnier zur ersten Bundesliga an.

Fest mit dem Hamburger Süden verwurzelt ist der Profi-Boxer Sebastian

Formella. Im Mai durfte er in der Barclaycard Arena in Hamburg vor seinen

Fans seinen 12. Profikampf absolvieren. Wir fragten ihn, wie er zum Boxen

kam, warum der Profi wurde und warum er seinen Beruf bisher nicht für

den Sport aufgegeben hat.

Weiter in dieser Ausgabe: Zwischen Harburger Olymp und Frankreich -

Das bewegte Leben Reinhold Jackstells in unserer Serie „Sport damals...“ von

Uwe Wetzner, ein EM Plakat mit allen Spielen zum Selbsteintragen, ein Interview

mit Andreas Meyer dem Vorsitzenden des Spielausschusses des Harburg

Pokals und die Termine der Sport-Highlights der nächsten 2 Monate.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und arbeiten schon an der

nächsten Ausgabe, die Ende Juli erscheint. Wir freuen uns über Meinungen,

Informationen und Anregungen rund um unsere LOKALHELDEN im

Hamburger Süden.

Die LOKALHELDEN HAMBURG Redaktion

Andreas Meyer

Der Harburg-Pokal

liegt ihm am Herzen

Seite 8

EM- Plakat

Alle Spiele & Termine

als Beilage im Heft

Heftmitte

3


4


Seit 2014 sucht Formella sein Glück als Profi -

aber nicht um jeden Preis.

Sebastian Formella (29) ist fest verwurzelt

mit dem Hamburger Süden.

In Neugraben aufgewachsen hat er 2007

am Lessing Gymnasium sein Abitur gemacht

und ist Anfang 2008 für 18 Monate zur

Sportfördergruppe in Frankfurt gegangen.

Im Anschluss absolvierte er eine Ausbildung zum

Hafenlogistiker bei der Gesamt-Hafen-Betriebsgesellschaft

und arbeitet inzwischen im Schichtdienst

als Containerbrückenfahrer für die GHB.

Mit dem Boxen begann er mit 14 Jahren

beim TV Fischbek und konnte auf

hamburger, nationaler und internationaler

Ebene viele Titel feiern.

Als Profiboxer musste sich Formella mit seinem

Team bisher allein durchschlagen.

Anfang des Jahres wurde der

Sauerland-Boxstall auf ihn aufmerksam

und er durfte auf zwei Veranstaltungen

kämpfen und Eigenwerbung

für höhere Aufgaben betreiben.

Unter anderem durfte er im Vorprogramm

des Kampfes zwischen den Schwergewichten

Kubrat Pulev gegen Dereck Chisora in der

Barclaycard Arena in Hamburg in den Ring steigen.

Interview: Stephan Lehmann

Foto: Mark Lochrie

5


Sebastian, ein Profikampf

in der Heimatstadt. Dazu

noch in der größten Halle

der Stadt. Wie war das

Gefühl in die Halle einzulaufen

und vor den eigenen

Fans, Freunden und der

Familie zu kämpfen?

Es war ein unglaubliches

Gefühl. Es waren ja über

600 Fans von mir in der

Halle, die eine großartige

Stimmung gemacht und

mich nach vorne gepusht

haben. Es war wirklich unbeschreiblich.

Die Unterstützer auf der

Tribüne, am Ring dein

Trainer Mark Haupt, der

früher auch für den TV

Fischbek gekämpft hat.

Wie lange kennt ihr Euch?

Ja, Mark ist immer am

Ring dabei. Er war früher

selbst ein starker Boxer, hat

auch einige Profikämpfe

gemacht und gewonnen.

Ich kenne ihn schon seit 15

Jahren. Er war schon beim

TV Fischbek, als ich dort

angefangen habe und wir

haben dann viel zusammen

trainiert. So hat sich auch

die Freundschaft ergeben.

Insgesamt stehen aber vier

Leute bei mir in der Ecke.

Neben Mark Haupt ist auch

mein bester Freund Peter

Cwielong mit dabei. Er

unterstützt mich, managt

alles was um den Kampf

herum anfällt und hilft mir

vorher beim Kartenverkauf.

Dazu sind dann noch Oliver

Plambeck und Steffen Soltau

mit dabei. Zum Team gehört

auch Leif Wollny, der sich

um meine Ernährung kümmert.

Der Sieg gegen Gyula

Vajda war der 12. Sieg im

12. Profikampf. Wie lange

dauert es, bis wir Sebastian

Formella in einem Hauptkampf

sehen?

In Hamburg habe ich schon

viermal den Hauptkampf

bestritten. Das waren dann

kleinere Veranstaltungen,

teilweise auch von meinem

Management organisiert

und durchgeführt. Um aber

6

bei den großen Veranstaltungen

beim Hauptkampf dabei

zu sein, ist es ein langer und

steiniger Weg. Wir sind mit

12 Kämpfen da noch relativ

am Anfang. Aber es gibt

Möglichkeiten sich immer

weiter nach vorne zu boxen

und das Ziel ist natürlich

irgendwann im Hauptkampf

zu stehen.

In diesem Jahr durftest du

bei zwei Veranstaltungen

vom Sauerland-Boxstall

boxen. Hat man es schon geschafft,

wenn sich ein solch

bekannter Veranstalter für

einen interessiert?

Nein, geschafft hat man es

dann noch nicht. Ich habe

auch keinen Vertrag mit Sauerland.

Ich durfte auf den

beiden Veranstaltungen

kämpfen und mein Können

zeigen. Allein darüber habe

ich mich schon sehr gefreut

und es gab auch schon das

eine oder andere Gespräch.

Erst wenn es etwas Konkretes

zu verkünden gibt, informiere

ich die Öffentlichkeit.

Das habe ich in der Vergangenheit

schon so gemacht.

Wie geht es weiter? Welche

Veranstaltungen sind als

nächstes geplant?

Die nächsten Kämpfe sind in

der Planung, aber Konkretes

gibt es noch nicht. Daher

kann ich dazu leider auch

nichts weiter sagen.

Ab wann kann man vom

Boxsport leben?

Der Anfang ist schon sehr

schwer. Man muss viel

investieren, wobei Vieles

von Sponsoren abgedeckt

werden kann. Inzwischen

läuft es bei mir schon besser,

da ich ja auch schon einige

Kämpfe bestritten und

gewonnen habe, aber davon

leben kann ich nicht. Daher

arbeite ich auch noch als

Containerbrückenfahrer. Das

ist mein Hauptjob, von dem

ich meinen Lebensunterhalt

bestreite.

Du arbeitest im Schichtdienst

im Hafen. Ist der

Beruf und der Profi Boxsport

vereinbar?

Ich muss dadurch auf Vieles

verzichten. Wenn ich in der

Vorbereitung bin, gehe ich

erst arbeiten und danach

zum Training. Wenn ich

Spätschicht habe, stehe ich

morgens früh auf, um an

dem Tag noch eine zweite

Trainingseinheit machen zu

können. Nur so bin ich zum

Kampf topfit. Ich gehe in der

Zeit auch nicht feiern, selbst

auf Kinoabende verzichte

ich, weil ich die Erholungsphasen

brauche. Man richtet

sein ganzes Leben danach

aus.

Jeden Tag Training, dazu

noch 8 Stunden arbeiten

im Schichtbetrieb. Bleibt

da noch Zeit für ein Privatleben?

Man schafft es schon auch

andere Dinge zu machen.

Wenn ich nicht arbeiten

muss, dann trainiere ich

früh, ziehe die Abendeinheiten

etwas vor und dann

kann ich abends auch mal

was machen. Aber auch

dann muss ich einigermaßen

früh ins Bett, schließlich ist

am nächsten Tag auch wieder

Training.

Planst du deinen Beruf aufzugeben

und dich komplett

auf das Boxen zu konzentrieren?

Natürlich würde ich gerne

davon leben können. Zurzeit

ist Boxen mein Hobby, das

ich intensiv betreibe. Es

kann mir aber niemand eine

Garantie geben, dass ich

davon leben kann. Daher

ist mir mein Job im Hafen

sehr wichtig. Nicht nur als

Sicherheit. Er macht mir

auch wirklich großen Spaß.

Es müsste mir schon jemand

eine Summe für einen Vertrag

bieten, die ich nicht ausschlagen

kann. Schließlich

gibt es auch noch ein Leben

nach dem Boxen.

Als Amateur bist du

neunfacher Hamburger

Meister und sechsmal

Norddeutscher Meister geworden.

Bei den Deutschen

Meisterschaften 2013 hast

du Bronze gewonnen und

insgesamt 91 deiner 118

Kämpfe gewinnen können.

Warum der Sprung von den

Amateuren zu den Profis?

Ich wollte einfach mal neue

Reize setzen. Dazu wollte ich

auch neue Trainingsbedingungen.

Marc war vorher ja

schon bei den Profis und hat

mir durch seine Erfahrungen

den Einstieg erleichtert.

Bisher bereue ich den Schritt

auch nicht.

Sebastian Formella beim Training mit Trainer Mark Haupt

im Sportline Gym in Neugraben (Foto: Stephan Lehmann)


Tennis: Großes Doppel-Turnier

in Lohbrügge und Langenbektal

(ein) Der Name ist lang, der

Inhalt umso knackiger: Die

„Babolat Play: Double Event

Days der Deutschen Tennis

Zeitung“ sind eine Doppel-

Turnierserie im Tennis für

Feizeitspieler mit Leistungsklasse

7-23. Veranstalter

ist die Play:Double Tennis

Academy (www.playdouble.

de), die neben diesen Event-

Turnieren auch offenes Vereinstraining

für alle Hamburger

Vereine anbietet.

Am 19. Juni 2016 findet

das Doppel-Turnier beim

TC Langenbektal statt,

am 17. Juli 2016 beim TC

Blau-Weiss Lohbrügge. Die

weiteren Termine dieser

beliebten Event-Serie sind in

Bayern, Rheinland-Pfalz und

NRW.

Erleben Sie einen Tag rund

um Doppel. Spielen Sie zwei

Matches in einer Vierergruppe,

stärken Sie sich

beim Mittagsbuffet, erleben

Sie das Demotraining der

Play: Double Tennis Academy,

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Sie mehr über Doppel durch

Videovorträge, lassen Sie

Ihr Spiel durch Babolat Play

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“DER

HARBURG-

POKAL

LIEGT

MIR

AM

HERZEN”

Interview: Thorsten Schettle

Fotos: Stephan Lehmann

8

Andreas Meyer (rechts) bei der Pokalübergabe 2015


Die Saison 2015/ 2016 ist beendet, der 52.

Harburg-Pokal steht vor der Tür. Ausgetragen

wird das traditionsträchtige Turnier in diesem

Jahr vom 2. bis 10. Juli. Erneut werden als Austragungsstätten

die Sportanlagen am Kiesbarg

und am Alten Postweg genutzt.

Neben Andreas Meyer, der sich vorab zum

Interview zur Verfügung stellte, zählen Fiete

Suhr, Siggi Sendrowski, Ingo Brussolo, Olaf

Müller, Peter Schulz, Matthias Nehls und

Matthias Schulz zum Organisationsteam.

In den Räumlichkeiten der Sparkasse Harburg-

Buxtehude wird vorab die Gruppenauslosung

vorgenommen.

Herr Meyer, der Harburg-

Pokal stand in den letzten

Jahren in der Diskussion.

Sind Sie dennoch schon in

freudiger Erwartung auf

das Turnier?

Andreas Meyer:

Die Probleme, die wir zum

50. Jubiläum hatten, haben

wir jetzt nicht mehr. Zwar

gab es letztes Jahr neben

Zuspruch auch eine Welle

der Empörung, als wir

das Teilnehmerfeld auf 16

Mannschaften reduziert

haben, aber das haben wir

in Kauf genommen. Wir

haben geschaut, wie sich die

Vereine einbringen und ob

sich Verantwortliche zum

Beispiel auch an den Finaltagen

blicken lassen, obwohl

ihre Mannschaft ausgeschieden

ist. Das war letztes Jahr

völlig in Ordnung. Zuvor

lautete die Haltung bei

einigen Vereinen oft: Schön,

dass wir zwei Vorbereitungsspiele

haben, aber der

Rest ist uns egal. Es ist aber

so, dass wir vom Pokalausschuss

nicht nur zur Bespaßung

da sind. Natürlich

haben wir bei der Auswahl

auch nach der Spielstärke

geschaut. Das ist auch nachvollziehbar,

denke ich.

Die Reduzierung auf 16

Mannschaften hat sich also

voll und ganz gelohnt?

Ja. Dazu kommt, dass wir

Jahr für Jahr einen sehr

hohen Aufwand hatten.

Der Ausschuss des Harburg-

Pokals musste sich um die

gesamte Logistik kümmern.

Das haben wir nun weitestgehend

in die Hände der

Vereine gegeben - auch

wenn wir in diesem Jahr

am Alten Postweg das

Drumherum auch wieder

in Eigenregie managen. Tatkräftige

Unterstützung gibt

es bei der Bewirtung wieder

von einem tollen Team

engagierter Frauen, das die

Tochter von Ingo Brussolo

um sich geschart hat.

Sie sprachen vor einem

Jahr von einem „Schlag ins

Gesicht“, wenn sie über die

Zuschauerzahlen nachdenken.

Dies bezog sich auf

das Jubiläumsjahr 2014, als

das Teilnehmerfeld noch

32 Mannschaften umfasste.

Wie empfanden Sie die Resonanz

beim Folgeturnier?

Sie ist im letzten Jahr auf

jeden Fall wieder besser

geworden. Auch die Stimmung

war wieder positiver.

Wenn ich noch einmal

zurückblicke: Beim Jubiläumsturnier

haben uns die

Zuschauer letztlich im Stich

gelassen. Natürlich lief parallel

die Weltmeisterschaft und

natürlich läuft grundsätzlich

zu viel Fußball im Fernsehen,

aber es war dennoch

eine Enttäuschung. Zumal

wir – wie auch in diesem

Jahr – die Spiele so legen,

dass man nichts verpasst.

Es gab ja sogar die Überlegung

den Harburg-Pokal

einschlafen zu lassen.

Das stimmt. Wir waren

drauf und dran uns so zu

entscheiden. Dann haben

wir uns aber gesagt, dass

wir uns nicht ärgern wollen,

sondern dann eben ein

kleineres Teilnehmerfeld in

einer anderen Turnierform

antreten lassen. Von Trainern

und Obleuten haben

wir übrigens auch sehr viele

positive Reaktionen dazu

bekommen. Wir konnten

2015 etwa 2000 Zuschauer

begrüßen und hatten damit

gegenüber dem Vorjahr

sogar fast 500 Zuschauer

mehr.

Konnte im Gegensatz

zum Vorjahr wieder ein

Überschuss erwirtschaftet

9


werden, der in die Jugendarbeit

der Vereine fließen

konnte?

Der Erlös war ebenfalls

wieder sehr positiv. Auch

hier haben wir etwas umstrukturiert.

Alle teilnehmenden

Vereine bekommen

seit letztem Jahr den gleichen

Betrag, was für einige

bedeutet, dass für sie jetzt

das Drei- oder Vierfache

übrig bleibt. Nur die beiden

Endspielteilnehmer bekommen

einen kleinen Obolus

obendrauf. Und alle können

sich bei Mirco Steinberg

von „Teamsports Jesteburg“

Sachwerte für die Jugend

aussuchen.

War die Beschränkung

auf zwei Spielorte gewollt

oder standen Sie hier unter

Zugzwang?

Das ist so gewollt und für

den Modus die richtige Anzahl.

Natürlich ist es schade,

dass wir in Wilhelmsburg

oder Neuland die Plätze

nicht mehr nutzen. Aber wir

müssen eben auch sehen,

dass wir am Kiesbarg und

am Alten Postweg Kunstrasenplätze

zur Verfügung

haben. Das kommt natürlich

bei allen Teilnehmern besser

an als staubige Grandplätze.

Gibt es Neuerungen für

den kommenden Harburg-

Pokal?

Nein, denn grundsätzlich

wollen wir ja auch nicht

jedes Jahr etwas ändern.

Nur das Endspiel und die

Halbfinalspiele haben wir

wieder vom Kiesbarg an den

Alten Postweg gelegt. Die

Unterstützung am Kiesbarg

ist seit Jahren hervorragend.

Wir hoffen aber, dass wir so

die Zuschauer noch besser

einbinden können. Gerade

auch für ältere Zuschauer

ist dieser Platz einfach der

ideale Austragungsort, weil

nicht jeder den relativ weiten

Weg zum Kiesbarg auf sich

nehmen möchte.

Was wünschen Sie sich

für die Zukunft von den

10

Vereinen?

Gerade die jetzt teilnehmenden

Vereine sind ja alle

vernünftig strukturiert. Ich

wünsche mir einfach, dass

der Harburg-Pokal von

den Offiziellen der Klubs,

von den Trainern und sehr

gerne natürlich auch von

einzelnen Spielern eine

Woche lang begleitet wird.

Das würde bedeuten, dass

wir als Organisatoren auch

etwas zurückbekommen und

spüren, dass wir unsere Arbeit

richtig gemacht haben.

Es wäre toll, wenn es nicht

immer nur die gleichen Vereine

sind, sondern alle.

Von den Top-Klubs fehlen

in diesem Jahr Dersimspor

und erneut der Buxtehuder

SV. Warum?

Im Fall von Dersimspor gab

es im letzten Jahr ein Verhalten

gegenüber Schiedsrichtern

und dem Platzwart

vom Alten Postweg, das

wir nicht brauchen. Da wir

ein Einladungsturnier sind,

haben wir uns für einen

Dämpfer entschieden. Im

kommenden Jahr kann das

schon wieder anders aussehen.

Daneben ist auch

der Moorburger TSV nicht

dabei, der beim ersten Spiel

nur mit acht oder neun

Mann da war – das passt

dann einfach nicht.

Stattdessen gehen Bostelbek

und Viktoria Harburg an

den Start. Was ich nicht verstehen

kann, ist das fehlende

Interesse aus Buxtehude,

zumal es von dort nicht

einmal eine abschließende

Meldung gab, ob man dabei

sein möchte oder nicht.

Die Geschichte des

Harburg-Pokals ist lang.

Welche Erinnerungen

stechen bei Ihnen hervor?

Auch wenn ich das Jubiläumsjahr

manchmal

streichen möchte, es macht

einfach riesig Spaß mit

unserer Truppe den Harburg-Pokal

zu organisieren.

Es kommt ja auch immer

mal wieder jemand dazu.

Gerade Ingo Brussolo muss

ich da einfach hervorheben,

Andreas Meyer und Ingo Brussolo (Mitte) haben auch

während der Spiele Zeit für einen Plausch

der unheimlich viel für das

Turnier leistet und es ins

Herz geschlossen hat. Und

das Schöne ist: Man trifft

immer wieder Bekannte, die

man ein Jahr oder manchmal

sogar länger nicht

gesehen hat. Ich selbst habe

als Spieler von Viktoria und

Jahn Wilhelmsburg auch

in Endspielen gestanden

und sogar für Jahn mal ein

umjubeltes Tor vor 2400

Zuschauern auf der Jahnhöhe

geschossen – dann

aber leider in der Verlängerung

gegen HNT 1:2 verloren.

Auch wegen solcher

Erinnerungen liegt mir der

Harburg-Pokal am Herzen.

Volle Ränge beim Finale am Kiesbarg 2015


DIE GRÖSSTE EM

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DIE EM-TEILNEHM

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GRUPPE B

GRUPPE C

FRANKREICH

Bei Turnieren in Frankreich konnten

die Gastgeber immer überzeugen.

Die „Équipe Tricolore“ siegte bei der

Europameisterschaft 1984 und der

Weltmeisterschaft 1998 im eigenen

Land. Auch bei dieser EM zählt das

Team zu den Favoriten und möchte

die „Heimserie“ auch 2016 nicht

reißen lassen.

Trainer: Didier Deschamps

Bisherige EM-Teilnahmen: 10

Größte Erfolge: Weltmeister 1998,

Europameister 1984 und 2000

ENGLAND

Ohne Punktverlust konnten sich

die „Three Lions“ für die EM qualifizieren.

Nach dem WM-

Vorrundenaus hat sich die

Mannschaft eindrucksvoll zurückgemeldet,

muss nun aber zeigen, ob

die von Roy Hodgson gepriesene

„strahlende Zukunft“ für sein Team

wirklich begonnen hat.

Trainer: Roy Hodgson

Bisherige EM-Teilnahmen: 8

Größte Erfolge: Weltmeister 1966,

WM-Vierter 1990, EM-Dritter 1968,

EM-Halbfinale 1996

DEUTSCHLAND

1972 und 1974 war die DFB Elf

gleichzeitig Welt- und Europameister.

Um dieses Kunststück zu wiederholen

muss Jogi Löw nach einigen

Rücktritten aus dem Weltmeisterteam

und einer durchwachsenen

Qualifikation in der Vorbereitung

seine Stammformation für die EM

finden.

Trainer: Joachim Löw

Bisherige EM-Teilnahmen: 11

Größte Erfolge: Weltmeister 1954,

1974, 1990, 2014, Europameister

1972, 1980, 1996

SCHWEIZ

Trainer Vladimir Petkovic , der

Nachfolger von Ottmar Hitzfeld,

führte die Schweiz zum sechsten Mal

seit 2004 zu einem großen Turnier.

Viele Spieler aus dem Schweizer

Kader kennt man aus der Bundesliga,

u.a. Granit Xhaka, Yannik

Sommer oder Ricardo Rodriguez.

Trainer: Vladimir Petkovic

Bisherige EM-Teilnahmen: 3

Größte Erfolge: WM-Viertelfinale

1934, 1938, 1954

RUSSLAND

Erst durch vier Siege unter Leonid

Sluzki, der Fabio Capello als Trainer

abgelöst hatte, gelang dem WM

Gastgeber 2018 noch der Sprung zur

Europameisterschaft. Als einziger

Legionär hat es der Schalker Roman

Neustädter in den russischen Kader

geschafft.

Trainer: Leonid Sluzki

Bisherige EM-Teilnahmen: 4

Größte Erfolge: EM-Halbfinale 2008

(Europameister 1960 als UdSSR)

UKRAINE

Erstmalig gelang es der Ukraine

sich sportlich für eine Europameisterschaft

zu qualifizieren.

In den Playoffs setzte sich das Team,

bei der die Stürmerlegende Andrej

Schewtschenko als Co-Trainer dabei

ist, gegen Slowenien mit 1:1 und 2:0

durch.

Trainer: Michail Fomenko

Bisherige EM-Teilnahmen: 1

Größte Erfolge: WM-Viertelfinale

2006

RUMÄNIEN

Trotz der ersten EM-Qualifikation

seit 2008 und der besten Abwehr

in der Qualifikation mit nur zwei

Gegentoren steht Trainer Anghel

Iordanescu in der Kritik.

Das Team reicht bei weitem nicht an

die Mannschaft der 90er Jahre heran.

Trainer: Anghel Iordanescu

Bisherige EM-Teilnahmen: 4

Größte Erfolge: WM-Viertelfinale

1994, EM-Viertelfinale 2000

SLOWAKEI

Der zweite EM Neuling, die

Slowakei, schaffte die Qualifikation

als Gruppenzweiter hinter Titelverteidiger

Spanien. In der EM

Vorbereitung konnte das Team von

Ján Kozák Weltmeister Deutschland

mit 3-1 besiegen.

Trainer: Ján Kozák

Bisherige EM-Teilnahmen: 0

Größte Erfolge: WM-Achtelfinale

2010

POLEN

Schon in der Qualifikation hat die

polnische Mannschaft dem DFB

Team das Leben schwer gemacht

und sich letztendlich mit nur einem

Punkt Rückstand auf das Deutsche

Team als Gruppenzweiter für die

EM qualifiziert.

Trainer: Adam Nawalka

Bisherige EM-Teilnahmen: 2

Größte Erfolge: WM-Dritter 1974

und 1982, Olympiasieger 1972

ALBANIEN

Der EM-Neuling gehörte zu den

großen Überraschungen der Qualifikation.

U.a. durch einen Sieg in

Portugal sicherten sich die Albaner

die Teilnahme und ließen zudem

Dänemark und Serbien hinter sich.

In der Gruppe kommt es zum Duell

der Xhaka Brüder: Taulant (Albanien)

gegen Granit (Schweiz).

Trainer: Giovanni De Biasi

Bisherige EM-Teilnahmen: 0

Größte Erfolge: EM-Teilnahme 2016

WALES

Die Waliser um Superstar Gareth

Bale konnten sich erstmals seit der

WM 1958 für ein großes Turnier

qualifizieren. Damit ist Wales der

dritte Neuling bei dieser EM.

In der Qualifikation musste sich

sogar Gruppensieger Belgien den

„Dragons“ geschlagen geben und

verloren in Wales mit 1-0.

Trainer: Chris Coleman

Bisherige EM-Teilnahmen: 0

Größte Erfolge: WM-Viertelfinale

1958, EM-Qualifikation 2016

NORDIRLAND

Als vierter EM-Debütant ist Nordirland

bei dem Turnier dabei. Auch

die Nordiren gewannen ihre Qualifikationsgruppe

vor Rumänien und

Ungarn und verloren dabei nur ein

Spiel (0-2 in Rumänien). Auch in

der WM Qualifikation ist die

Mannschaft wieder Gruppengegner

der Deutschen Elf.

Trainer: Michael O’Neill

Bisherige EM-Teilnahmen: 0

Größte Erfolge: WM-Teilnahmen

1958, 1982, 1986, EM-Teilnahme 2016

Beilage 1


ER IM PORTRAIT

GRUPPE D

GRUPPE E

GRUPPE F

SPANIEN

Nach dem desaströsen Abschneiden

bei der WM und einem Ausrutscher

in der Slowakei qualifizierten sich

die Spanier souverän für die EM.

Der Europameister von 2008 und

2012 könnte mit einem weiteren

Erfolg Historisches schaffen: Ein

Titel-Hattrick bei einer EM gelang

bisher noch keiner Mannschaft.

Trainer: Vicente del Bosque

Bisherige EM-Teilnahmen: 9

Größte Erfolge: Weltmeister 2010,

Europameister 1964, 2008, 2012

BELGIEN

Die Belgier um Star Kevin De

Bryune zählen zu den großen Favoriten

des Turniers. Die Mannschaft

von Marc Wilmots ist nur so

gespickt mit Spielern von internationalen

Top Klubs. Nach der ersten

sportlichen Qualifikation seit 1984

soll es für die „Roten Teufel“ bis

ins Finale gehen.

Trainer: Marc Wilmots

Bisherige EM-Teilnahmen: 4

Größte Erfolge: EM-Zweiter 1980,

WM-Halbfinalist 1986

PORTUGAL

Cristiano Ronaldo will auch mit der

Nationalmannschaft endlich Erfolge

feiern. 2012 scheiterte Portugal im

Halbfinale an Spanien. Die Qualifikation

zur EM verlief zwar glanzlos,

aber abgesehen vom Ausrutscher

gegen Albanien, mit 7 Punkten Vorsprung

an Ende doch sehr souverän.

Trainer: Fernando Santos

Bisherige EM-Teilnahmen: 6

Größte Erfolge: EM-Zweiter 2004,

EM-Halbfinale 1984, 2000 und 2012,

WM-Halbfinale 1966 und 2006

KROATIEN

Viele bekannte Namen des europäischen

Fußballs wie Mario Mandzukic,

Luka Modric oder Ivan Rakitic

stehen in den Reihen der

Kroaten. Die Qualifikation gelang

dennoch nur mit viel Mühe und erst

nach der Entlassung von Trainer

Niko Kovac konnte das Team überzeugen.

Trainer: Ante Cacic

Bisherige EM-Teilnahmen: 4

Größte Erfolge: WM-Dritter 1998

ITALIEN

Nach dem frühen WM-Aus 2014

in Brasilien hat sich die „Squadra

Azzurra“ für dieses Turnier viel

vorgenommen. Zwar gab es unter

Trainer Antonio Conte bisher erst

zwei Niederlagen, aber wirklich überzeugen

konnte das Team bei seinen

Spielen nur selten

Trainer: Antonio Conte

Bisherige EM-Teilnahmen: 8

Größte Erfolge: Weltmeister 1934,

1938, 1982, 2006; Europameister 1968

ÖSTERREICH

Auch für die Österreicher ist es die

erste sportliche Qualifikation zu

einer Europameisterschaft. Trainer

Marcel Koller setzt bei seiner Kaderauswahl

vor allem auf die Legionäre,

besonders auf Bayern-Star

David Alaba ruhen die Hoffnungen

des EM-Co-Gastgebers von 2008.

Trainer: Marcel Koller

Bisherige EM-Teilnahmen: 1

Größte Erfolge: WM-Dritter 1954

TSCHECHIEN

Seit 1996 war Tschechien bei jeder

EM dabei. Die Stars heißen noch

immer Petr Cech und Tomas

Rosicky. Das EM-Ticket sicherte

sich der Europameister von 1976

vor Island, der Türkei und den nicht

qualifizierten Niederlanden.

Trainer: Pavel Vrba

Bisherige EM-Teilnahmen: 8

Größte Erfolge: Europameister 1976

(als Tschechoslowakei)

SCHWEDEN

Mit 11 Toren in der Qualifikation

war Schwedens Superstar Zlatan

Ibrahimović der Garant dafür, dass

die Skandinavier bei der EM dabei

sind. In den Playoff Spielen gegen

Dänemark erzielte Ibrahimović drei

der vier schwedischen Treffer.

Trainer: Erik Hamrén

Bisherige EM-Teilnahmen: 5

Größte Erfolge: Olympia-Gold

1948, WM-Zweiter 1958

UNGARN

Auch Dank des deutschen Trainers

Bernd Storck geht mit der Teilnahme

an der EM in Frankreich für die

Ungarn eine lange Durststrecke zu

Ende. Die letzte Teilnahme an einem

großen Turnier war 1986 und liegt

somit schon 30 Jahre zurück.

Trainer: Bernd Storck

Bisherige EM-Teilnahmen: 2

Größte Erfolge: WM-Zweiter 1938

und 1954, EM-3. 1964, EM-4. 1972

TÜRKEI

Unter Trainer Fatih Terim ist die

Türkei erstmals seit dem EM Halbfinalaus

2008 gegen Deutschland wieder

bei einer Europameisterschaft

dabei. Auch 2008 hieß der Trainer

Fatih Terim, der sich mit seinem

stark verjüngten Team als bester

Gruppendritter direkt für das Turnier

in Frankreich qualifiziert hat.

Trainer: Fatih Terim

Bisherige EM-Teilnahmen: 3

Größte Erfolge: WM-Dritter 2002,

EM-Halbfinale 2008

IRLAND

Erst zum dritten Mal nach 1988 und

2012 nehmen die Iren an einer EM

Endrunde teil. Mit 4 Punkten gegen

Deutschland sorgten die „Boys in

Green“ um Altstar Robbie Keane

dafür, dass die DFB Elf bis zum

Schluss um das EM-Ticket kämpfen

musste. In den Playoffs siegte Irland

gegen Bosnien-Herzegowina.

Trainer: Martin O’Neill

Bisherige EM-Teilnahmen: 2

Größte Erfolge: WM-Viertelfinale

1990

ISLAND

Auch die Isländer sind das erste Mal

bei einer EM dabei, überhaupt ist es

die erste Teilnahme an einem großen

Turnier. In der Qualifikation zur

WM 2014 scheiterte das Team noch

in den Playoffs an Kroatien. Ein

wichtiger Meilenstein auf dem Weg

zum EM Ticket waren die beiden

Siege gegen die Niederlande.

Trainer: Lars Lagerbäck

Bisherige EM-Teilnahmen: 0

Größte Erfolge: EM-Qualifikation

2016, WM-Relegation 2014

Beilage 2


SERIE

Sport

damals...

von

Uwe Wetzner

Zwischen Harburger

Olymp und Frankreich

Das bewegte Leben Reinhold Jackstells

Profifußballer in Frankreich: Reinhold Jackstell (stehend, Vierter von links) im Trikot des RC Lens (Foto: RC Lens)

Acht Jahre sind keine lange

Zeit. Jedenfalls nicht nach

dem Ende eines Zweiten

Weltkriegs, der die Länder

Europas in Trümmern

und tiefe Wunden in den

Überlebenden hinterlassen

hat. Es ist alles andere als

selbstverständlich, im Sommer

1953 den Schritt zum

ehemaligen „Erzfeind“ nach

Frankreich zu wagen. Es ist

gerade ein Jahr vergangen,

seitdem mit der Gründung

der „Montan-Union“ der erste

Schritt des europäischen

Integrationsprozesses getan

worden ist. Kohlebergbau

und Stahlerzeugung, die

Schlüsselindustrien der

damaligen Zeit. Es passt in

dieses Bild, dass Reinhold

Jackstell in Lens anheuert,

dem Zentrum des nordfranzösischen

Steinkohlebergbaus.

Der 30jährige spricht

noch kein Wort Französisch,

als er sich dem ortsansässigen

Erstligisten Racing Club

anschließt.

Reinhold Jackstell ist am

2.August 1923 in Harburg

geboren und um den Mopsberg

herum aufgewachsen.

Auf dem „Harburger

Olymp“, wie das weitläufige

Gelände zwischen dem

Alten Friedhof und dem

heutigen Stadtpark mit

dezentem Selbstbewusstsein

von Einheimischen genannt

wird. Es sind nicht die für

norddeutsche Verhältnisse

durchaus beeindruckenden

60 Höhenmeter, die zur

Verleihung dieses Ehrentitels

geführt haben. Vielmehr

hat die damals noch innerstädtische

Brachfläche einen

festen Platz in den Geschichtsbüchern

des deutschen

Fußballs. Seit Mitte der

1920er Jahre sind hier junge

Bengel zu Straßenfußballern

und anschließend zu wahrhaften

Zungenschnalz-

Artisten geformt worden: die

Dörfels mit den Altvorderen

Richard und Friedo sowie

den nachgeborenen Gert

und Bernd oder Rudi Noack

und Rudolf Greifenberg.

Hier wird auch Reinhold

Jackstell mit dem „Plünnenball“

großgezogen – von

einem Fußballlehrer namens

Rudi Noack, für viele der bis

heute größte hamburgische

Künstler am „Rundstück“.

Gerade mal 16jährig, debütiert

Jackstell beim damaligen

norddeutschen Zweitligisten

Rasensport, wechselt dann

zum Lokalkonkurrenten

Borussia.

Beilage 3


Wie bei so vielen dieser

harburgischen Fußball-Legenden

ist seine Kunstfertigkeit

an der Kugel mindestens

ebenso ausgeprägt wie seine

„Eigenwilligkeit“, wie es im

bundesrepublikanischen

Mief der End-1950er Jahre

heißt.

1949 wagt Jackstell den

Sprung über die Elbe und

wechselt zum damaligen

norddeutschen Zweitligisten

Altona 93. Überhaupt sollte

sich der Drang, neue Welten

kennenzulernen, zu einem

bestimmenden Charakterzug

Jackstells entwickeln.

Mit dem AFC schafft er im

Sommer 1950 die lang

ersehnte Rückkehr in Norddeutschlands

Fußball-

Oberhaus. Für den AFC und

seinen Halbstürmer eine

Achterbahnfahrt sondergleichen.

„Es ist schwer zu

erkennen, ob mangelndes

Selbstvertrauen oder ein

Schuss von Phlegma Jackstell

daran hindert, sein

volles Leistungsvermögen zu

erreichen“, verpasst ihm der

„Sport“ im März 1951 nach

der 3:6-Niederlage beim

HSV einen ausgewachsenen

Einlauf. Es sollte nicht der

einzige bleiben. „Und wenn

nicht Jackstell im Torschuss

eine geradezu staunenswerte

Unsicherheit entwickelt

hätte, wäre ein noch höheres

Ergebnis für Altona möglich

gewesen“, raunzt das Fachblatt

Ende April angesichts

eines 6:1-Kantersiegs gegen

Göttingen 05, zu dem der

Adressat immerhin den

ersten und letzten Treffer

beigesteuert hat.

Diese Bewertungen dürften

Jackstell nur noch beiläufig

berührt haben, seine Gedanken

kreisen bereits in

der Ferne. Im Sommer 1951

wechselt er zu den gerade

in die Oberliga Süd aufgestiegenen

Stuttgarter Kickers,

vor mehr als einem halben

Jahrhundert noch der „blaue

Adel“, einen Tick vornehmer,

finanzkräftiger und noch ein

bisschen feiner als der VfB

Stuttgart, finanziert von der

jüdischen Kaufmannschaft

der Gegend.

Zu Beginn der 1950er Jahre

bereits eine mehr oder weniger

elegante Art der Geldverschwendung.

Den Kickers

gelingt es nicht mehr,

an die guten Oberligazeiten

zwischen 1947 und 1950 anzuknüpfen.

Jackstell jedoch

hinterlässt Spuren; in 29

Oberligabegegnungen erzielt

er immerhin neun Tore,

darunter das am 2. Februar

1952 beim 1:1 im Derby vor

30.000 Zuschauern gegen

den ungeliebten VfB.

Es dürfen finanzielle Gründe

vermutet werden, die Jackstell

dazu veranlassen, nach

nur einer Spielzeit dem Adel,

der sportlich und finanziell

zu verarmen beginnt, den

Rücken zu kehren. Neues

Ziel: der Essener Turnerbund

Schwarz-Weiß, im

Mund des gehobenen Volkes

Schwarz-Weiß Essen, in der

Ruhrmetropole die bürgerliche

Variante zu Rot-Weiß.

Auch in Essen deutet sich

die Umkehrung jahrzehntelanger

Kräfteverhältnisse

gerade an. Schwarz-Weiß

hat seine Vormachtstellung

verloren, Rot-Weiß ist als

amtierender Meister der

Oberliga West in die Saison

gegangen.

Spuren hinterlassen hat der

vorzugsweise auf halblinks

Eingesetzte aber auch am

„Uhlenkrug“: „Jackstell und

Islacker (RWE) polierten

im Mittelfeld kräftig gegenseitig

ihre Schienenbeine“,

verewigt der „ETB-Fanclub

SWR“ die bleibenden Verdienste

Jackstells zumindest

im ewigen Duell gegen den

großen Stadtrivalen Rot-

Weiß.

Und nun der französische

Ruhrpott. In Frankreich gibt

es bereits seit den 1930er

Jahren Profifußball.

„Die dortigen Verhältnisse

haben ihm besser zugesagt

als die Halbheiten im

deutschen Vertragsfußball“,

klärt der „Sport“ seine Leser

und Leserinnen anlässlich

eines „Heimaturlaubs“ des

verlorenen Sohnes 1959 auf.

Jackstell ist aber nicht der

erste und auch nicht der

einzige deutsche Fußballer,

Reinhold Jackstell als erfolgreicher Torschütze für Altona 93 (Foto: Sport)

der westlich des Rheins sein

Geld verdient. Zunächst für

eine Saison beim RC Lens,

danach zwei Spielzeiten bei

Angers SCO und eine bei

Stade Francais FC. In 90

Erstligaspielen erzielt er 32

Tore, in 22 Zweitligapartien

trifft er zwölfmal.

Eine schwere Verletzung an

der Achillessehne unterbricht

die aktive Karriere

Jackstells zunächst für

einige Monate. „In sozialer

Hinsicht oder bei längeren

Verletzungen habe ich nie

die geringsten Schwierigkeiten

gehabt“, begründet er bei

besagtem „Heimaturlaub“

seinen Entschluss, nicht in

die Bundesrepublik zurückzukehren.

Und er setzt noch

einen drauf, erwirbt in Paris

das Trainerdiplom und geht

in die damalige französische

Kolonie Algerien, wo er seit

1958 nacheinander noch

für Olympique du Littoral

aus Algier, Groupe Sportif

D`Orleansville und den

Clube Bel-Abbésien in Sidi-

Bel-Abbes aktiv ist.

Ein ebenso mutiger wie nur

schwer nachzuvollziehender

Entschluss. In Algerien tobt

der Befreiungskampf gegen

die französische Kolonialmacht.

In Sidi-Bel-Abbes

holt ihn die Weltgeschichte

ein. Die Stadt im Nordwesten

Algeriens in den Ausläufern

des Atlas-Gebirges

ist als zentraler Stützpunkt

der Fremdenlegion

ausgewählt worden, dort

befindet sich seit 1931 das

so genannte Mutterhaus. Mit

anderen Worten, ein natürliches

Angriffsziel der für

ihre Unabhängigkeit kämpfenden

Algerier.

Während in Algerien der

Krieg nicht nur durch die

Schlagzeilen tobt, muss sich

ein anderes historisches

Ereignis in Frankreich seine

Aufmerksamkeit geradezu

suchen: Der erste „Europapokal

der Nationen“. Der

inoffizielle Vorläufer der Europameisterschaft

wird weitgehend

unbeachtet und von

einigen „großen Fußballnationen“

ignoriert vom 6. bis

10.Juli in Paris ausgetragen.

Erster Europameister wird

nach einem 3:0 gegen die

CSSR die Sowjetunion.

Mit dem Ende des Unabhängigkeitskriegs

im Sommer

1962 kehrt auch Jackstell

nach Frankreich zurück, um

seine aktive Karriere beim

SC Challans, AS Gien und

CA Pithiviers ausklingen zu

lassen.

Als Trainer kehrt er dann in

die Bundesrepublik zurück

und übernimmt Aufgaben

beim Kehler FV, dem SV

Oberkirch und dem SV

Haslach, später erneut in

Frankreich in Bischofswil,

Schiltigheim und Wolfisheim.

Nachdem Jackstell

zunächst eine „sehr gute

Stellung“ bei der dortigen

Landessparkasse erhalten

hat, sattelt er beruflich um

und arbeitet für den Rest

seines Berufslebens als

kaufmännischer Angestellter

bei der BASF im badischen

Willstätt. Reinhold Jackstell

stirbt dort am 5. März 2004

an Alzheimer.

Beilage 4


Vertantwortlich für den Inhalt des EM Planers: Pollux Media UG (haftungsbeschränkt)

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Beilage 6


POSEIDON NICHT ZU STOPPEN -

1. BUNDESLIGA WIR KOMMEN?

SV Poseidon sichert sich zwei Spieltage vor Schluss

die Nordmeisterschaft

Text & Fotos: Jens Witte

Poseidons Ungar Gergely Antal am Ball gegen Warnemünde

Was für ein erfolg - trainer geht baden!

12

Eins, zwei drei – rein! Mit

Anlauf und großen Geplansche

ging es für Poseidons

Trainer Florian Lemke, 26,

ins Becken. Wenn beim

Wasserball der Trainer

baden geht, ist das ein

sicheres Zeichen dafür,

dass die Mannschaft gerade

einen Titel gewonnen hat.

Das freiwillige Bad feierten

die Wilhelmsburger bereits

frühzeitig. In der Rostocker

Neptunhalle versenkten

sie Gastgeber HSG Warnemünde

mit 17:4 (5:2, 6:1, 2:1,

4:0) und sicherten sich zwei

Spiele vor Ende der Runde

die Meisterschaft in der 2.

Liga Nord. Lemke und Manager

Lars Hinkelmann, 41,

freut es. „Wir sind nun voll

im Modus Bundesliga-Aufstieg“,

so Hinkelmann. „Es

geht mit Volldampf Richtung

Bundesliga.“ Der 26-jährige

Coach hat sich schon über

die möglichen Gegner der

anderen 2. Ligen aus dem

Osten, Westen und Süden im

Kampf um die zwei Bundesligaplätze

informiert. Am

2./3. Juli wird das Aufstiegsturnier

vermutlich beim

West-Meister in Nordrhein-

Westfalen gespielt. „Hamburg

kann Bundesliga, wir

werden das passende Signal

nach Deutschland senden“,

sagt Lemke selbstbewusst.

Nach dem vorzeitigen Titelgewinn in der 2. Liga Nord ging es ins

Wasser und anschließend wurde gefeiert.

Hier Center Jakob Haas (links) mit Trainer Florian Lemke


DIE SPORTSTADT

HAMBURG LEBT!

Lemke kann als Masterstudent

Entrepreneurship (Unternehmensgründung)

die

ganze Untergangsstimmung

im Hamburger Sport nach

dem Rückzug dreier Profiteams

nicht verstehen. „Wir

lieben unseren Sport und

sind bereit, dafür hart zu arbeiten.

Für sehr wenig Geld“,

ergänzt er noch schnell. Bei

einem Aufstieg ist der Etat

gesichert. Fände sich ein

Sponsor wäre sicherlich bereits

im ersten Jahr der Klassenverbleib

keine schwere

Bürde. „Es gibt schon einige

Anfragen von sehr guten

Spielern“, lässt Hinkelmann

durchblicken. „Die wollen

in Hamburg gerne studieren

oder eine Ausbildung machen“,

erläutert der Manager.

Hamburg ist bekanntlich ein

angesagter Ort zum Leben.

Es braucht jedoch die Hilfe

aus der Wirtschaft und vom

Senat, um Studium/Beruf

und täglich zwei Trainingseinheiten

zu vereinbaren.

„Wir werben günstig für

die Stadt“, so Lemke.

Mittlere fünfstellige Beträge

gäben dem Wasserball in

Wilhelmsburg Auftrieb. Und

falls sich ein großer Sponsor

fände, hätte Lemke schnell

eine Zahl parat: „Ab zwei

Millionen holen wir den

Champions League-Pokal

nach Hamburg.“ Der Kerl

hat nach dem Aus der Olympiabewerbung

noch Träume!

Voll im Plan!

Champions League – Was

sich zum jetzigen Zeitpunkt

als völlige Spinnerei anhört,

passt eigentlich zu Hamburg

wie das Tor zur Welt.

Wasserball wird im Ausland

vielfach an der Küste

gespielt, und beim diesjährigen

Final Six um die

Champions League kämpfen

mit Barcelona, Genua und

Piräus gleich drei bedeutende

Hafenstädte um den Titel.

Um auf den Wasserball in

Hamburg aufmerksam zu

machen, plant Pressesprecher

Jens Witte einen „Port-

Cup“. „Ein hochwertiges

Turnier im Stadtparksee mit

Mannschaften aus großen

Hafenstädten“, erläutert

Witte. Genau das was

Sportsenator Andy Grote

fordert: Der Sport muss in

die Öffentlichkeit.

Vorerst macht der SV

Poseidon kleine Schritte.

Die Nachwuchsarbeit wurde

intensiviert. In allen Jugendklassen

vertreten, haben die

Poseidonen für die Jungs

und Mädchen was zu bieten.

Regelmäßig sind die Nachwuchshoffnungen

bundesweit

aktiv, und in den Ferien

geht es per Flieger nach

Ungarn ins Trainingslager.

Trainiert wird fast täglich im

Wilhelmsburger Inselparkbad.

Bei guten Wetter im

Sommer im Poseidonbad.

Sylvia Pille-Steppat verpasst

Paralympics in Rio knapp

Platz drei bei den Ausscheidungsrennen im italienischen

Garivate reichte nicht für die Qualifikation

(sl) Sylvia Pille-Steppat hatte

sich lange auf das Qualifikationsrennen

für die Paralympischen

Spiele in Rio

vorbereitet. Im Januar hatte

die Para-Ruderin extra ein

Trainingslager in Frankreich

absolviert und das Trainingspensum

noch einmal

gesteigert. So fuhr Sie Ende

April durchaus optimistisch

nach Italien und setzte sich

im Vorlauf mit mehr als 20

Sekunden Vorsprung auf

das russische Boot souverän

durch.

Dabei sitzt die zweimalige

Hamburger Marathonmeisterin

Sylvia Pille-Steppat

erst seit 2011 im Ruderboot.

Nach ihrem zweiten Marathontitel

2002 wurde bei ihr

Multiple Sklerose diagnostiziert.

Als die Beine die

Ausdauerathletin nicht mehr

tragen wollten, suchte sie

sich eine neue Herausforderung,

fing an zu rudern und

war schnell an der nationalen

Spitze angekommen. Im

Finale des Qualifikationsrennen

musste sie sich aber

der bisher unbekannten

Chinesin Lili Wang und der

Foto: tomski-media.de

Koreanerin Kim Sejeong

geschlagen geben. Auch die

Hoffnung auf einen der beiden

Wildcard Plätze hat sich

inzwischen zerschlagen.

„Natürlich bin ich enttäuscht,

dass es trotz der langen

Vorbereitung nicht gereicht

hat. Als ich gesehen habe,

dass da eine Chinesin neu

dazugekommen ist, war mir

schon klar, dass ich wohl

nur Dritte werden würde.

Sollte eine der qualifizierten

Starterinnen nicht antreten

können, wäre ich zwar die

erste Nachrückerin, aber das

wünscht man natürlich niemandem“,

so Pille Steppat.

13


Es geht weiter!

Volleyball Team Hamburg beantragt Lizenz für die zweite Liga und sucht Spielerinnen

für die Mannschaft in der neuen Saison.

Text & Fotos: Stephan Lehmann

Karine Muijlwijk (links) will auch in der neuen Saison

für ihr Team jubeln

„Ich gebe nicht auf“, sagte

Volker Stuhrmann, Präsident

des VT Aurubis, schon

vor der letzten Saison als

längst klar war, dass Hauptsponsor

Aurubis die Zusammenarbeit

nicht verlängern

würde. Sein Ziel war es neue

Sponsoren und Partner zu

finden, um ein Fortbestehen

der Mannschaft in der ersten

Bundesliga zu ermöglich.

Kurz vor Ende der Saison

mussten die Verantwortlichen

feststellen, dass das

Vorhaben nicht zu realisieren

war. Aufgrund ausbleibender

wirtschaftlicher

Unterstützung haben sie die

Konsequenzen gezogen und

für die neue Saison keinen

Antrag für die erste Liga

gestellt.

In der Gesellschafterversammlung

der TV Fischbek

Sportmarketing GmbH

machte Stuhrmann sich für

eine Beantragung der Lizenz

für die zweite Bundesliga

stark und es wurde ein

Grobkonzept für die neue

Saison mit 4:2 Stimmen

beschlossen.

Eine Entscheidung, die

auch für Stuhrmann weitreichende

Folgen hatte:

Zwar gab es Zusagen von

Sponsoren für den notwendigen

Etat, aber Stuhrmann,

nach dem Ausscheiden von

Horst Lüders inzwischen

alleiniger Geschäftsführer,

stand weitgehend alleine da.

Keine Trainer, keine Spielerinnen,

kein Manager.

Aber die einzelnen Baustellen

wurden angegangen

und nach der Bestätigung

der Lizenz durch die Liga

konnte mit Fabio Bartolone

ein zweitligaerfahrener

Trainer gefunden werden,

der von Slava Schmidt und

André Thurm als Co-Trainer

unterstützt wird. Schmidt

war schon in der Saison

2014/2015 Co-Trainer der

Volleyballerinnen und

sprang auch eine Zeit lang

für den erkrankten Dirk

Sauermann erfolgreich als

Trainer ein. Thurm soll

neben seiner Trainertätigkeit

auch Nachfolger von Manager

Christian Beutler

werden, als Scout junge Talente

sichten und diese an

die Mannschaft heranführen.

Kurz nach dem Trainerteam

konnte Stuhrmann auch die

erste Verpflichtung einer

Spielerin bekanntgeben.

Mit Karine Muijlwijk ist es

gelungen die Kapitänin der

letzten Saison als Stützpfeiler

für das neue Team zu gewinnen.

Um diese Spitzenspielerin

soll die Mannschaft

aufgebaut werden, zu der

auch Saskia Radzuweit

zählen wird. Wie Muijlwijk

gehörte sie zum letztjährigen

Erstligakader und wird

auch in der neuen Saison

wieder für die Hamburger

aufschlagen. Im geplanten

12er Kader sollen 6 bis 7

Spielerinnen mit gehobenem

Zweitliganiveau das Grundgerüst

der Mannschaft

bilden und die restlichen

Plätze sollen mit ambitionierten

Nachwuchsspielerinnen

besetzt werden. Dazu

wurde Ende Mai ein mehrtägiger

Sichtungslehrgang in

der CU-Arena in Neugraben

veranstaltet. Wichtig ist den

neuen Verantwortlichen,

dass möglichst viele Spielerinnen

aus der Region in die

Mannschaft integriert

werden können.

„In der zweiten Junihälfte

muss der Kader stehen, sonst

werden wir die Lizenz zurückgeben“,

so Stuhrmann,

der in den letzten Wochen

jeden Tag für Volleyball unterwegs

war, immer mit dem

Ziel in die erste Bundesliga

zurückzukehren. Nicht

zwingend schon nach der

ersten Saison, aber in den

nächsten Jahren und mit der

nötigen finanziellen Unterstützung

von Sponsoren.

Auch Saskia Radzuweit (Nr. 3) hat ihre Zusage

für die neue Saison gegeben

14


TERMINE Sport-Highlights im Juni & Juli

18.

Juni

18.

Juni

02.-10.

Juli

CHEERLEADING

Deutsche Cheerleading Meisterschaft 2016 in Bonn

10:00 – 19:00 Uhr

Die Galaxy Cheer Warriors der TSH starten bei der DM

in der Kategorie Senior Coed Cheer Level 5. Nach der

Qualifikation belegt das Team mit 6,5 Punkten hinter

Berlin (7,88) und Frankfurt (7,29) Rang 3.

WASSERBALL

Norddeutsche Pokalendrunde 2016

12 Uhr • Eintritt frei

Die Endrunde um den norddeutschen Wasserball-Pokal

2016 findet wieder im Poseidonbad in Hamburg statt.

Neben Gastgeber und Titelverteidiger Poseidon steigen

Hildesheim, Warnemünde und Laatzen ins Wasser.

FUßBALL

Harburg Pokal 2016

10. Juli 2016 • 11 Uhr • Finale am Kiesbarg

Seit 1965 ist der Harburg Pokal eine feste Institution

im Hamburger Süden. 16 Teams (u.a. vier Oberligisten)

spielen vom 02.07. bis zum 10.07.2016 auf den Kunstrasenplätzen

Kiesbarg und Alter Postweg.

Telekom Dome Bonn

Basketsring 1 • 53123 Bonn

Poseidonbad Hamburg

Olloweg 51 • 22527 Hamburg

Kiesbarg • Kiesbarg 53 • 21149 Hamburg

Alter Postweg • Alter Postweg 30 • 21075 Hamburg

03.

Juli

09.

Juli

AMERICAN FOOTBALL

Oberliga Nord

17 Uhr

Die Hamburg Ravens empfangen in der Oberliga Nord die

Lübeck Seals. Für die Ravens geht es im Sportpark Jahnhöhe

nach dem großen Umbruch vor der Saison gegen die

Seals um wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Sportpark Jahnhöhe

Vahrenwinkelweg 28 • 21075 Hamburg

HANDBALL

6. Aurubis Inselcup

12 Uhr • Eintritt frei

Die SG Wilhelmsburg lädt zum 6. Aurubis Inselcup in die

Sporthallen Dratelnstraße. Am 9. Juli spielen je 6 Damenund

Herrenmannschaften Mannschaften (Landesliga und

höher) um den Inselcup 2016.

Sporthallen Dratelnstraße

Dratelnstraße 1 • 21109 Hamburg

WEITERE TERMINE

Sport-Highlights

August/September

Für die nächste Ausgabe, die Ende Juli erscheint,

sind wir auf der Suche nach Terminen für August

und September. Auf welche Sport-Highlights sollten

wir unbedingt hinweisen?

Lokalhelden Hamburg

Termine per Mail an: mail@Lokalhelden-hh.de

Harburger Ring 31

21073 Hamburg

Tel. (040) 77 29 49

Fax (040) 765 16 00

22

info@sport-sander.de

www.sport-sander.de

Kundenparkplätze - Einfahrt Harburger Ring

IMPRESSUM

Lokalhelden Hamburg (+ Beilage EM-Planer)

Die Sportzeitung aus dem Hamburger Süden und Umgebung

Tel.: 040 - 570 197 - 00 • mail@lokalhelden.hamburg

www.lokalhelden.hamburg • www.facebook.com/Lokalhelden.HH

Konzept & Verantwortlich: Pollux Media UG (haftungsbeschränkt) Karrberg 13 •

21224 Rosengarten • Handelsregisternr.: HRB 204190 • Amtsgericht Tostedt

Geschäftsführer: Stephan Lehmann • Tel. 040 - 570 197 - 00

s.Lehmann@pollux-media.de • www.pollux-media.de

Design & Layout: Projekt D. – Designagentur • www.projekt-d.cc

Coverfoto: Mark Lochrie Photography & Graphicdesign

Vorwortfotos: Mark Lochrie, Stephan Lehmann • Terminfotos: Galaxy Cheerleader,

Stephan Lehmann Sonstige Fotos: Stephan Lehmann (soweit nicht anders angegeben)

Wir bedanken uns bei: Thorsten Schettle, Uwe Wetzner, Thomas Kosinski,

Jens Witte, Mark Lochrie, Heike Peter, Benjamin Fastert, unseren Interviewpartnern

und den beteiligten Vereinen aus dem Hamburger Süden.

Natürlich danken wir auch unseren Sponsoren und Anzeigenkunden, durch

die dieses Projekt erst möglich ist.

15


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