Vbg-1-2016

rfwdaten

Allgäuer: FPÖ bringt Forderung

nach Teilkrankenstand durch Seite 2

Überregulierung: Unternehmer leiden

unter Bürokratie Seite 5

Wirtschaft aktiv

Freiheitliche Wirtschaft

Nr. 2a/2016


P.b.b. / Zul.Nr.: GZ 02Z031033 M / Freiheitliche Wirtschaft (FW) / Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) 4020 Linz, Pochestrße 3 / Retouren an Postfach 555, 1008 Wien

Edi Fischer

Vollkaskostaat Österreich

hat ausgedient


RfW Perg

Klubobmann Daniel Allgäuer: Mehr Flexibilität für Patient und Wirtschaft

FPÖ bringt Forderung nach Teilkrankenstand durch

Seit Jahren fordert die FPÖ die Schaffung

der Möglichkeit von Teilkrankenständen.

Leider geht in diesem Bereich

nichts vorwärts, obwohl in anderen europäischen

Ländern, wie der Schweiz,

Liechtenstein – also in unserer unmittelbaren

Nachbarschaft – aber auch in

Schweden, ein Teilzeitkrankenstand

schon längst Gesetz ist und sich dieser

nicht nur auf die Wiedereingliederung

wieder gesundeter Langzeitkranker,

wie Krebspatienten, beschränkt.

Rasche Wiedereingliederung in

den Arbeitsprozess

Wesentlich ist für uns, dass das Modell

nur dann umgesetzt wird, wenn eine

positive Beurteilung der Teilarbeitsfähigkeit

durch Ärzte erfolgt ist, die über

ein ausreichendes arbeitsmedizinisches

Fachwissen verfügen. Die Wiedereingliederung

in den Arbeitsprozess ist

in vielen Fällen auch eine existentielle

Notwendigkeit für die Betroffenen, da

damit ihr Lebensgefühl und ihr Selbstwertgefühl

ganz maßgeblich positiv beeinflusst

werden.

Die verantwortlichen Kräfte in Österreich

agieren in Sachen Teilkrankenstand,

Teilarbeitsfähigkeit und Wiedereingliederungsmanagement

weiterhin

äußerst zögerlich und halten am alten

System „entweder ganz krank oder

ganz arbeitsfähig“ fest. Hier ist es aus

unserer Sicht dringend notwendig,

dass die Bundesregierung tätig wird

und klare Schritte setzt, damit die Einführung

von Teilarbeitsfähigkeitsmodellen,

nicht nur beschränkt auf die

Wiedereingliederung von langzeitig

erkrankten Personen, gesetzlich umgesetzt

wird.

Erster Schritt gesetzt

Unter Federführung des FPÖ-Gesundheitssprechers

Dr. Hubert F. Kinz ist

es uns nach zwei erfolglosen Anläufen

in der April-Sitzung des Landtages gelungen,

die Landesregierung aufzufordern,

sich bei der Bundesregierung für

die rasche Schaffung der gesetzlichen

Rahmenbedingungen zur Einführung

von Teilarbeitsfähigkeitsmodellen einzusetzen.

Gleichzeitig einigte man sich

basierend auf unserem FPÖ-Antrag auf

die Durchführung eines Pilotprojektes

nach oberösterreichischem Vorbild

unter Einbeziehung der Sozialpartner.

Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige

Richtung.

Im Sinne der Patienten und der

Wirtschaft

Es ist höchste Zeit, dass die Bedingungen

zur Wiedergesundung an moderne

Systeme, wie sie erfolgreich in

der Schweiz aber auch in anderen EU-

Ländern praktiziert werden, nun auch

in Österreich angepasst werden. Das

ist im Sinne unserer Patientinnen und

Patienten und der Wirtschaft gleichermaßen.

Nachruf WK Präsident Komm.Rat Manfred Rein

Bestürzt und in tiefer Trauer müssen wir

das überraschende und plötzliche Ableben

des Präsidenten der Wirtschaftskammer

Vorarlberg, Komm Rat Manfred

Rein, zur Kenntnis nehmen. Wir verlieren

mit Manfred Rein einen Menschen,

Freund und verlässlichen Präsidenten

und Partner, der sich mit all seiner Kraft

für die Belange der Wirtschaft eingesetzt

hat. Sein Engagement mit Herzblut

galt über alle Parteigrenzen hinweg der

Ländle Wirtschaft. Er fehlt uns heute

schon, denn er kann nicht ersetzt werden.

Unsere Gedanken sind bei seiner

Frau Angelika und den Kindern, denen

wir viel Kraft in diesen schweren Stunden

wünschen. Manfred, du wirst der Wirtschaft

im Lande fehlen!

2

Wirtschaft Aktiv Juni / 16


WKV-Vizepräsident Edi Fischer:

"Wir dürfen nicht mehr ausgeben als

wir einnehmen und wir müssen den

Mut zu Reformen haben."

WKV-Vizepräsident Fischer:

Österreich hat als Vollkaskostaat

ausgedient!

Die dunklen Wolken, die am Horizont

über Österreich aufziehen, lassen sich

durch Sonntagsreden nicht vertreiben.

Mit Schönwetterpolitik lässt sich kein

Staat machen. Was wir brauchen, sind

Politiker mit Mut zur Veränderung.

Österreichs Staatsverschuldung steigt

von Jahr zu Jahr, ohne dass dabei Impulse

für die Wirtschaft gesetzt werden.

Waren wir unter der konservativen Regierung

noch die „besseren Deutschen“,

sind wir heute in vielen Bereichen das

Schlusslicht in der EU. Niemand will

griechische Verhältnisse im Land, aber

der Weg dorthin ist unter dieser untätigen

Regierung nicht mehr weit.

Österreich muss sich vom Vollkaskostaat

verabschieden. Wir können für die

Menschen im Land nicht alles regeln

und finanzieren.

Was wir brauchen, sind strukturellen

Reformen, die die Verantwortungsträger

bisher immer verschlampt haben.

Mit nur 5 % weniger Ausgaben durch

eine strukturelle Erneuerung beim

Bund, den Ländern und Gemeinden

wäre der Haushalt im Gleichgewicht

und wir hätten die finanziellen Mittel

für nachhaltige Zukunftsinvestitionen.

Wir dürfen nicht mehr ausgeben als wir

einnehmen und wir müssen den Mut

zu Reformen haben. Die öffentliche

Hand und die Politik sind gefordert,

endlich Maßnahmen zu ergreifen, die

alle Leistungsträger entlasten und damit

den Wirtschaftsstandort Österreich

als Wohlstandsgarant für die Zukunft

sichern.

Oberlecher Gespräche bringen viele neue Ideen!

In einer dreitägigen Arbeitsklausur in

Oberlech hat man sich gemeinsam mit

den Vertretern der Bundesorganisation,

sowie NAbg. Bernhard Themessl und

FPÖ LO KO Dieter Egger, den wichtigen

Zukunftsthemen des Mittelstandes

gewidmet.

In intensiven Beratungen wurden die

Themenbereiche Bildung und Arbeitsmarkt,

Steuern und Abgaben, Energie,

Rohstoffe, Infrastruktur, Verkehr,

Grund und Boden, Tourismus und Verwaltungsabbau

ausführlich diskutiert

und neue Ideen und Lösungskonzepte

erarbeitet.

In allen Bereichen konnte man innovative

Konzepte für die Zukunft erarbeiten.

Daher hat man mit dieser

Veranstaltung wieder die Basis für den

Ideen-Wettbewerb für die heimische

Wirtschaft insbesondere die KMU´s gelegt,

freut sich Landesobmann WKV

Vizepräsident Ing. Edi Fischer.

Wirtschaft Aktiv Juni / 16 3


Matthias Krenn, Bundesobmann der Freiheittlichen Wirtschaft: „Man muss die Fakten anerkennen und darf sich die Zahlen nicht immer

schönreden. Tatsache ist, dass das Wirtschaftswachstum in der Eurozone stagniert und in Österreich sogar darunter liegt.."

Regierung schädigt Österreichischen

Wirtschaftsstandort nachhaltig!

In einer gemeinsamen PK hat der freiheitliche

Wirtschaftssprecher, LAbg.

Dr. Hubert Kinz, und NAbg. Bernhard

Themessl, die Forderung der FPÖ zur

Entlastung der Wirtschaft vorgestellt.

Renommierte internationale und europäische

Standortvergleiche zeigen auf,

dass Österreich jährlich an Attraktivität

und Wettbewerbsfähigkeit verliert!

Unsere Betriebe – mit ihren hervorragenden

Mitarbeitern – finden derzeit

äußerst erschwerte Rahmenbedingungen

vor. Vor allem in den Bereichen

Arbeitslosigkeit, Wettbewerbsfähigkeit,

Wachstum und Innovation sowie Infrastruktur

zeigen die Rankings deutliche

Negativwerte.

Die österreichische Wirtschaft stagniert

seit Anfang 2012. Den vorhandenen

Wachstumsvorsprung gegenüber dem

europäischen Durchschnitt hat Österreich

seit dem Jahr 2014 verloren und

zählt mittlerweile zu den Industrieländern

mit dem geringsten Wirtschaftswachstum.

Zum vierten Mal in Folge

beträgt das österreichische BIP-Wachstum

unter 1 Prozent.

Die regulatorischen Auflagen sind eines

der größten unternehmerischen Risiken

und Investitionshemmnisse. Im

europäischen Umfeld ist festzustellen,

dass Österreich einen anhaltend hohen

Bürokratieaufwand, viele Einzelregelungen

und vergleichsweise wenig Flexibilität

(z.B. Arbeitsmarkt) aufweist.

Die hohe steuerliche Belastung, die

hohen Lohnneben- und zusatzkosten,

das Übermaß an Bürokratie und die

staatliche Härte sowie Maßlosigkeit bei

Kontrollen inklusive Mehrfachbestrafungen

ist für viele Betriebe nicht mehr

zu bewältigen. Jede kleine Unregelmäßigkeit

wird horrend bestraft. Die

aktuelle Insolvenzstatistik zeigt, dass

im 1. Quartal 2016 um 12 Prozent mehr

Insolvenzen zu verzeichnen waren. Davon

sind auch um 38 Prozent mehr

Mitarbeiter betroffen.

Die rot-schwarze Bundesregierung

neigt sehr stark zum Schönreden, zum

Probleme verdrängen und zum passiven

Verharren. Darüber hinaus gibt

es keine Visionen und wenig Mut zu

Reformen. Der immer größer werdende

Reformstau wird damit zum echten

Standortproblem. Ideen und Perspektiven,

um Wachstum, Beschäftigung und

Wohlstand zu sichern liegen zur Genüge

am Tisch. Es liegt an der SPÖ/ÖVP-

Politik, die Wegweiser aufzunehmen

und die strukturellen Veränderungen

umzusetzen.

Schwerpunkt Ausbildung

Die Einbeziehung der betrieblichen

Lehrlingsausbildung wäre ein ideales

und realitätsbezogenes Ausbildungsinstrument

mit viel Potential. Bei den ca.

200 angebotenen Lehrberufen (Berufsbilder

und Lehrpläne), die vorwiegend

über die KMUs ausgebildet werden, ist

mit Sicherheit für die meisten Jugendlichen

etwas Geeignetes dabei.

Eine entsprechende Ausbildungsförderung

für die Betriebe würde den Erfolg

entscheidend mitbeeinflussen. Mit der

Weiterentwicklung des erfolgreichen

Blum-Bonus könnte hier viel gewonnen

werden.

Schwerpunkte Bürokratieabbau

Die wachsenden Melde- und Berichtspflichten,

Informationsbeschaffungen

für die öffentliche Hand, Evaluierungspflichten

und die Kontrolldichte werden

gerade in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten massiv belastend wahrgenommen

– vor allem von Klein- und

Mittelbetrieben – die selbst keine dauernde

Verwaltungseinrichtung führen

können.

Hier braucht es massiven Kahlschlag

des Regulierungswahns durch die Regierung.

Kreditklemme

Die FPÖ setzt sich für eine Jungunternehmerförderung

ein, die nicht an

einen Kredit gekoppelt ist.

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Wirtschaft Aktiv Juni / 16


Politik

Freiheitliche Wirtschaft:

Überregulierung

macht Unternehmen zu schaffen

Überregulierung und scharfer Vollzug

machen den Unternehmen zu schaffen.

Das Bürokratiemonster schlägt täglich

zu.

So braucht ein durchschnittlicher Metallverarbeitungsbetrieb

folgenden gesetzlich

vorgeschriebenen Beauftragten

mit Fachausbildung:

¨¨

Qualitätsbeauftragter

¨¨

Umweltbeauftragter

¨¨

A&G Beauftragter

¨¨

SCC-Beauftragter

¨¨

Schweißtechnologe

¨¨

Stahlbaubeauftragter

¨¨

Sicherheitsfachkraft

¨¨

Arbeitsmediziner

¨¨

Abfallbeauftragter

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Giftbeauftragter

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Strahlenschutzbeauftragter

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Brandschutzbeauftragter

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Sicherheitsvertrauensperson

¨¨

Beauftragter für Aufzugsanlagen

¨¨

Ersthelfer

Ob neue Regelungen oder scharfe Vollziehung:

„In den vergangenen Jahren

gab es viele kleine und große Verschlechterungen,

die das Fass zum

Überlaufen gebracht haben. Für eine

Unternehmensgründung in Österreich

braucht es laut einer Weltbank-Untersuchung

durchschnittlich acht Verfahrensschritte.

In den Niederlanden

kommt man mit vier Genehmigungen

aus. Bei Baugenehmigungen in Österreich

sind im Durchschnitt elf Verfahrensschritte

notwendig.

Trotz jahrelanger Versprechungen ist

nichts in Richtung Entbürokratisierung

passiert. Überholte Vorschriften, sowie

der scharfe Vollzug sind Kernprobleme,

die die Unternehmer massiv belasten.

Darum setzen wir uns von der Freiheitlichen

Wirtschaft für eine massive

Reduzierung der Bürokratie und Gesetzesflut

ein. Mehr als 1.000 Stunden

schaffen die Unternehmer schon kostenlos

für den Staat. Zeit, finanzieller

Aufwand und Engagement, das man

besser in den Betrieb stecken sollte, um

im täglichen Wettbewerb bestehen zu

können. Damit muss endlich Schluss

sein.

Statt verwalten, wollen wir die Leistungskraft

der Betriebe erhalten, indem

Unternehmer nicht kostenlos für

den Staat arbeiten, sondern ihre ganze

Arbeitskraft in die Zukunft des Betriebes

investieren können. Wenn es der

öffentlichen Verwaltung nicht gelingt

die ausufernde Verwaltung für die

Wirtschaft zu verringern, dann verliert

das politische System die KMUs

als wichtigsten Arbeitsplatz-Erhalter

der Republik.

Ein moderner Staat braucht eine effiziente,

effektive, qualitätsvolle, bürgernahe

und serviceorientierte Verwaltung,

die mehr leistet und weniger

kostet.

Dieser Wandel muss ehest vorangetrieben

werden, denn eine überbordende

Verwaltung ist wachstumshemmend

und beschäftigungsfeindlich. Als Freiheitliche

Wirtschaft sind wir ein Garant

für den Kampf gegen das Bürokratiemonster.

Wirtschaft Aktiv Juni / 16 5


Adabei

Veranstaltung mit Dr. Eckhard Cordes war ein Riesenerfolg!

Die freiheitliche Wirtschaft (RfW) hat zu einem Informationsabend

mit dem Ostexperten Dr. Eckard Cordes

nach Bregenz in den Festsaal des GH Goldener Hirschen

eingeladen. Zahlreiche Unternehmer sind der

Einladung gefolgt, so war der Saal bis zum letzten Platz

gefüllt! Zum Thema - Der Negativeffekt der Russland

Sanktionen vermindert die Chance für die Geschäfte

mit Osteuropa! – wurde ausführlich diskutiert!

Dr. Eckhard Cordes, ein ehemaliger deutscher Dax Spitzenmanager,

ist ein profunder Kenner Osteuropas. Er

war unter anderem Vorstand von Daimler Benz und Vorstandsvorsitzender

des Handelskonzerns Metro AG. Seit

dem 11. November 2014 ist er Aufsichtsratsvorsitzender

des Baukonzerns Bilfinger SE. Er war bis vor kurzem

auch Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen

Wirtschaft und ein Experte für Osteuropa und daher ein

wichtiger Berater der deutschen Bundesregierung.

Mit Dr. Cordes diskutierten IV Präsident Mag. Martin Ohneberg,

der stv. Präsident der IV Österreich, Ing. Hubert

Bertsch, sowie zahlreiche Spitzenvertreter der Vorarlberg

Wirtschaft. Mit dieser Veranstaltung hat die Freiheitliche

Wirtschaft einen Beitrag zur IV Initiative vom

Mittelmaß zur Exzellenz geleistet, denn ein Exportland

wie Vorarlberg leidet unter den Russland Sanktionen.

Dr. Eckhard Cordes, ein ehemaliger deutscher Dax Spitzenmanager und Berater

der deutschen Bundesregierung hielt einen interessanten Vortrag.

Zahlreiche Unternehmer sind der Einladung gefolgt, der Saal war gefüllt!

Kommerzialrat für DI Franz Drexel

Anlässlich der Bau Woche wurde dem langjährigen

Innungsmeister der Bauinnung, DI Franz Drexel, für seine

Verdienste um die Branche der Titel Kommerzialrat

vom Bundespräsidenten verliehen.

Zur großen Feier ins Hotel Montana in Oberlech hat

sich neben der Familie auch zahlreiche Prominenz aus

Politik und Wirtschaft eingefunden, um Di Franz Drexel

persönlich zu gratulieren. Die Ehrenurkunde wurde ihm

von WKV Präsident Manfred Rein mit den besten Wünschen

des Bundespräsidenten überreicht.

Betriebsbesuch: Forstner Speichertechnik

Die RfW Spitze mit WKV Vizepräsident, Ing. Edi Fischer,

besuchte das Harder Spitzentechnologieunternehmen

Forstner Speichertechnik, welches innovative Lösungen

im Bereich Speicher- und Wärmerückgewinnungstechnik

bietet. Das Hightech Unternehmen erarbeitet

Speicherkonzepte, sowohl für Industrieanlagen, kommunale

Einrichtungen, Hotels, Sportanlagen, als auch

das private Eigenheim. Hohes Qualitätsbewusstsein

sowie fortschrittliches Denken zeigen sich auch in der

Fertigungskompetenz mit der Partnerschaft von Sutterlüty

Kesselbau. Firmeninhaber Maximilian Forstner wies

darauf hin, dass sein Unternehmen heute schon mit der

Technik von morgen arbeitet und somit neue Energiepotentiale

erschließt.

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Wirtschaft Aktiv Juni / 16


unter der Lupe

Die Sesselsäger

"Zitiert"

sägen heimlich mit der Säge, ritsche – ratsche voller Tücke …. – geht’s im dritten

Streich von Max und Moritz noch um die Brücke, so steht in heimischen Gefilden ein

Möbelstück im Mittelpunkt. Niemand hat derzeit soviel Zulauf wie die Innung der Sesselsäger.

Nicht, daß man Faymann eine Träne nachweinen müßte.

Aber die sinngemäße Aussage des als Kanzlerkandidaten ins Spiel gebrachten Präsidenten

von Turner – Broadcasting (CNN International), Gerhard Zeiler, es habe seit

Monaten zwischen ihm und dem neuen Kanzler Christian Kern einen „Deal“ gegeben,

sich bei der Demontage von Faymann zu unterstützen, zeigt, was im Hintergrund so

läuft.

„Ich denke nicht daran, am Sessel des Kanzlers zu sägen“, tönte Christian Kern noch

vor gut einem Jahr. Jetzt gelte es, einen „New Deal“ abzuschließen, so Kern in seiner

Antrittsrede als neuer Kanzler. Der schwarze Vizekanzler Mitterlehner war davon so

fasziniert, daß er sich bereits vor dem Standesamt sah: „Ja, ich will!“ war seine Antwort

an Kern im Parlament. Wie lang diese Ehe hält, ist fraglich. Der schwarze „Django“ wird

sich hüten müssen, daß er beim gemeinsamen Ritt mit dem Eisenbahn-Direktor nicht

unter die Räder kommt. Denn auch der fünfzehnte Neustart in rascher Folge nützt

nichts, wenn der Motor abgesoffen ist.

"Wir beschließen etwas, stellen das

dann in den Raum und warten einige

Zeit ab, was passiert. Wenn es dann

kein großes Geschrei gibt und keine

Aufstände, weil die meisten gar nicht

begreifen, was da beschlossen wurde,

dann machen wir weiter - Schritt für

Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

Jean-Claude Juncker, Präsident der

Europäischen Kommission

"Spanisch spreche ich mit Gott, Italienisch

mit Frauen, Französisch mit Männern

und Deutsch mit meinem Pferd."

Karl V., König von Spanien, 16 Jhdt.

"Wenn man sagt, daß man einer Sache

grundsätzlich zustimmt, bedeutet das,

daß man nicht die geringste Absicht

hat, sie in der Praxis durchzuführen."

Otto von Bismarck, preuß.-dt. Staatsmann,

erster Kanzler d. Dt. Reiches

Im übrigen ist die ÖVP ja auch eine Traditionspartei, insbesondere was das Absägen

ihrer Obmänner anbelangt. So fühlte sich der oö. Landeshauptmann kurz nach den

schweren Verlusten der Schwarzen bei der Landtagswahl 2015 bemüßigt, gleich

einmal vorsichtshalber zu verkünden: „Ich spüre niemanden an meinem Sessel sägen

– im Gegenteil.“

Hartnäckig hält sich das Gerücht, daß in vielen Ministerbüros, aber auch z.B. im ORF

oder bei den Bundestheatern in letzter Zeit vermehrt Gummihocker in Verwendung

stehen, um die materialtechnisch bedingten Nachteile der biederen Holzsessel bei

eventuellen Sägeversuchen zu vermeiden. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, daß

sich Gummi gut für Sesselkleber eignet, man könnte fast, sagen, daß man – vornehmlich

bei etwas höheren Temperaturen – von selbst dran picken bleibt. Dem Vernehmen

nach haben sich einige damit schon bestens eingelebt, andere vertrauen noch auf ihr

Talent im Netzwerken.

Vernetzt, also auf gut Deutsch „verhabert“ zu sein, ist offensichtlich auch in der Politik

das Non-plus-Ultra. Schwierig wird’s dann, wenn man sich im Netz verfängt und das

Non-plus-Ultra plötzlich als „Nichts geht mehr“ dasteht.

Ein gewisses Sesselproblem hat auch unser Finanzminister. Als Melker der Steuerzahler

sitzt er nämlich auf dem sogenannten Melkschemel, an dem er zwar angegurtet

ist, der aber nur ein Bein hat.

Wenn da die Sägerinnung ausrückt, ist eine harte Landung unausweichlich, meint

Ihr Agilus

"Demokratie, das ist die Kunst, sich an

die Stelle des Volkes zu setzen und ihm

feierlich in seinem Namen, aber zum

Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle

abzuscheren."

Romain Rolland, französischer Schriftsteller

"Die Evolution ist nicht aufzuhalten. Die

Römer benötigten einst Legionen von

Söldnern, um die Völker zu unterjochen.

Heutzutage braucht man, um das

gleiche Ergebnis zu erzielen, lediglich

Legionen von Beamten."

Ephraim Kishon, Schriftsteller

"Mir blieb nichts anderes übrig, als den

Ball reinzuschießen. Ich hätte 80 Meter

wieder zurücklaufen müssen."

Deutschland Matchwinner Lars Bender

am 18. Juni 2012 in Danzig zu seinem

EM-Siegtor gegen Dänemark.

Wirtschaft Aktiv Juni / 16 7


Wirtschaft in

Österreich stärken.

Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) - Vorarlberg, Belruptstraße 27, 6900 Bregenz

Tel.: 05574/44037, Fax 05574/48400-4; vorarlberg@rfw.at

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Freiheitliche Wirtschaft (FW) / Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), Oberösterreich, ZVR-Nr.: 284146541; DVR.-Nr.:0379875; 4020 Linz, Pochestraße 3 zugl. Anschrift Redaktion, Verwaltung, Anzeigen, Satz.

Verlags- und Herstellungsort: Pochestraße 3, 4020 Linz. Druck: Der Druckpartner e.U., Wels; Redaktion Vorarlberg: Mag. Michael Brduscha

Offenlegung (gemäß § 25 Mediengesetz): Medieninhaber ist Freiheitliche Wirtschaft (FW) / Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), Oberösterreich (100 %), 4020 Linz, Pochestraße 3.

Vereinszweck (gem. § 2 der Statuten): Der RfW vereinigt Selbständige oder in leitender Stellung Erwerbstätige in der gewerblichen Wirtschaft und in den freien Berufen zum Zwecke der Durchführung wirtschaftspolitischer Aufgaben und zur gegenseitigen Unterstützung

und Förderung. Richtung: Information über Politik und Wirtschaft aus freiheitlicher Sicht im Sinne der Statuten der Freiheitlichen Wirtschaft / RfW. RfW-Vorstadn Vorarlberg siehe www.rfw-vbg.com..

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