VANGARDIST Magazine | Issue 60 | The Nostalgia Issue | Meanwhile in Awesometown

VANGARDIST

For the Nostalgia Issue - the 60th VANGARDIST Issue we travelled with 6 important bloggers to the hights of Semmering Mountain for a nostalgic stay in the cosy Vila Antoinette. The whole issue is all about the feeling of the golden age that lies in the past and gives us a feeling of security and being at home.

#60 / 06 / 2016

4

NOSTALGIA


Das Smartphone mit Hang zum Perfektionismus.

Edles Design, unzählige Möglichkeiten,

sagenhafte Leistung. Und die vielleicht beste

Smartphone-Kamera überhaupt, mit optischem

Bildstabilisator für professionelle Fotos mit Frontund

Rückkamera sowie brillantem Sound dank

24-Bit-Hi-Res-Audio.

Video


L’HOMME

ULTIME

THE NEW FRAGRANCE FOR MEN


Impressum:

Herausgeber und Geschäftsleitung:

VANGARDIST MEDIA GmbH

Julian Wiehl

Herausgeber:

VANGARDIST MEDIA GmbH

Chefredakteur: Julian Wiehl

Produktionsleitung: Julian Behrenbeck

Produktionsassistenz: Anna Gawrilow, Stefanie

Thiele, Jon-Eric Hegemann

Textchef: Klemens Gindl

Moderedaktion: Mirza Sprecakovic

Redaktion: Julian Behrenbeck, Klemens Gindl,

Jon-Eric Hegemann, Laman Akhmedova, Stephan

Otto, Lena Steinke, Marion Payr, Anna Gawrilow,

Charlotte Weber

Fotografie: Konstantin Reyer, Stefanie Thiele,

Marion Payr, Lena Steinke

Korrektorat: Georg Rauber

Produktion: Mirza Sprecakovic

Styling: Mirza Sprecakovic

Styling Assistenz: Laura Hof

Grafische Gestaltung: Magdalena Weyrer

Illustrationen: NDCM FRÖHLICH

Kamera: Cristobal Hornito

Kamera Assistenz: Carlos Fernández

Videoschnitt: Cristobal Hornito

Herzlichen Dank an alle, die durch ihren unermüdlichen

Einsatz diese Ausgabe möglich gemacht haben.

VANGARDIST MEDIA GmbH

Mariahilferstraße 49 Top 15 - 1060 Wien


WOHNEN ALS GESAMTKUNSTWERK

Fenster, Türen, Möbel und Polstermöbel

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1927

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SCHOTTENRING 35

1010 WIEN


EDITORIAL

Liebe VANGARDISTEN!

Willkommen zur 60. Ausgabe von VANGARDIST. Zeit für ein wenig Nostalgie!

Egal, wie schlecht uns die Gegenwart erscheint, sobald sie zur Vergangenheit

wird, finden wir mit Sicherheit Gefallen an ihr. Dieses Phänomen heißt Nostalgie

und ist so alt wie die Menschheit selbst. Das Wort stand ursprünglich für das

Heimweh von Schweizer Söldnern, die in ganz Europa verteilt fremder Herren

Kriegshandwerk erledigten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Begriff dann

zum allgemeinen Wort für eine verklärte Sicht auf die Vergangenheit.

Ähnlich wie die „Guns For Hire“ aus unserem Nachbarland, denken auch wir,

wenn wir nostalgisch sind, gerne an pittoreske Blockhäuschen in abgeschiedenen

Alpentälern. Doch wer möchte schon zurück in diese Zeit reisen und

in einer abgeschiedenen Berghütte ohne Internetempfang auf das Ende des

Winters warten? Nostalgie lebt von der Betrachtung aus sicherer Entfernung.

Nur im Heute kann die Vergangenheit ihren Charme entfalten. Wir können uns

getrost mit der Blumen-Print-Vintage Jacke im Berghain sehen lassen und unseren

Fotos entspannt eine Patina mittels Instagram Filter aufdrücken.

Anlässlich der 60. Ausgabe haben wir uns mit sechs Bloggern drei Tage lang

in die Villa Antoinette am idyllischen Semmering zurückgezogen. Den Bloggern

haben wir eine gemeinsame Modestrecke sowie jeweils ein eigenes Cover

gewidmet. Wir sind gespannt, wie diese Verschmelzung von romantisierter

Vergangenheit und digitaler Zukunft bei euch ankommt.

Viel Spaß mit dieser nostalgischen Ausgabe

Julian Wiehl und das VANGARDIST Team.


INDEX

SHOOTINGS

THEMEN

COVER-

STORY

Fassade

NOSTALGIA 32

Radar

GUTE ALTE ZEIT 20

Warum wir jetzt schon wie unsere

Großeltern sind

Fassade

SOCCER 126

Fassade

HAVING FUN

DOESN'T HURT 112

Ein Interview mit der Band Hurts


VangArt

DIE SONNE,

DIE NICHT SCHEINT 98

Vom traurigsten Nostalgiker unserer Zeit

Fassade

BLOGGER CAMP 50

Blogger Diary & Interviews

EDITORIAL 13

Balance

BEAUTY 164

The classic men's survival kit

Radar

WELCOME TO THE

NINETIES 122

Laman knows best

Auf Achse

WESTCOAST ROADTRIP 142

Looking for Ruby Beach

Fassade

EDITOR'S CHOICE 160

Lieblinge aus der Redaktion

Fassade

SHOPZONE 176

Auf Achse

THE PLACES 184

5 schrecklich schöne Orte


KEINE AUSGABE VERPASSEN!

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DAS LEBEN IST ZU KURZ,

UM MIT DEM SCHWARM

ZU SCHWIMMEN.

Der Champagner liegt auf Eis,

die Häppchen sind gerichtet.

Fehlt nur noch das kleine, feine

Grüppchen an Sommerfrischlern

mit dem gewissen Hang zum

Glamour. Wahrscheinlich genießt

es noch die Exklusivität des Badehauses.

Oder den malerischen

Panoramablick aus den Schlafzimmern.

Exakt wie damals, im

Sommer 1912.

www.villa­antoinette.at


RADAR


5 GRÜNDE WARUM WIR JETZT SCHON

WIE UNSERE GROSSELTERN SIND

TEXT KLEMENS GINDL / ILLUSTRATION NDCM FRÖHLICH

Wir mögen Nostalgie, betrachten sie aber kritisch, vor dem Hintergrund, dass sie uns

nicht nach vorne bringt. Wir basteln unsere Idee von Nostalgia aus der Fanatsie

verganger Zeiten zusammen. Realität oder Fiktion?


1. Paranormal Activity –

Vom Retro-Wahn, der einfach

nicht verschwinden will

Wenn allgemeingültige Naturgesetze

plötzlich nicht mehr greifen wird es irgendwie

gruselig. Im Fernsehen klingelt

dann ganz schnell Fox Mulders Telefon.

Bei der nicht totzukriegenden Retromania

wäre aber vermutlich auch das FBI

überfordert. Seit wann schafft es ein

Trend, uns entgegen seiner Natur über

Jahre hinweg zu beherrschen, anstatt –

wie das bei Trends eben so ist – nach

den üblichen drei Jahren wieder zu verschwinden?

Das zyklische Naturgesetz

lautet doch: Erstes Jahr: Die coolen Early

Adopter kreieren den Style – alle sind

neidisch. Zweites Jahr: Alle, die was auf

sich halten, übernehmen ihn und der

freshe Underground ist der neue Mainstream.

Drittes Jahr: Das Ganze ist nur

mehr peinlich, weil entweder ist man

jetzt eine Kopie der Kopie oder man

hält dran fest, weil man im letzten Jahr

viel zu viel Kohle ausgegeben hat um

dabei zu sein und jetzt kann man sich

eben nicht so einfach trennen von seiner

überteuerten Hornbrille und der

Holzfäller-Röhrenjeans-Combo um

über 500 Tacken. So oder so, der heiße

Scheiß vom vorletzten Jahr ist in

jeder möglichen Gegenwart stilistisch

untragbar! Oder so möchte man jedenfalls

meinen. Tatsächlich müssen

wir mit Schrecken erkennen, dass uns

der nostalgische Retro-Hype seit bald

einem Jahrzehnt in seinen Style-Klauen

hat. Und das nicht nur bei der Wahl

der Kleidung und Frisur. Unsere gesamte

Popkultur ist absolut besessen

von ihrer eigenen Vergangenheit und

selbst politisch kokettieren wir mit der

guten alten Zeit, als Hugo Boss noch

der offizielle Ausstatter unserer Staatsorgane

war. Haben wir keine Zukunft

mehr? Dazu kann man eigentlich nur

eines sagen: WTF???


2. Amy, Lana, Synthie-Pop –

Sind wir zu faul für neue Musik?

Habt Ihr euch schon mal die Line-Ups

auf den Plakaten der großen Open Air

Festivals angeschaut? Egal ob Nova-

Rock am Ring im Park oder was auch

immer, sämtliche Headliner-Bands sind

älter als 20, oft auch 30 Jahre. Metallica,

Coldplay, Red Hot Chili Peppers,

Placebo – you name it. Hätte sich Kurt

Cobain nicht ´94 die Birne weggeblasen,

wir würden diesen Sommer wohl

sein Geschrei auf den Festivalbühnen

dieser Welt zu hören bekommen. Die

aufsehenerregendste Meldung aus

der Musikwelt 2016 war, dass Axel

Rose jetzt mit AC/DC auf Tour gehen

wird. Bands wie die White Stripes oder

Amy Winehouse haben Ende der 00er

Jahre eine Menge Zeit in High Tech

Studios zugebracht, um am Ende so

zu klingen wie Garagenbands aus den

60ern und Soul-Legenden aus den

50ern. Dann kam Lana Del Rey und

seit gut zwei Jahren haben wir den

Synthie-Pop der 80er wieder für uns


entdeckt – ein Ende ist nicht absehbar.

In Erinnerungen oder deren romantischer

Verklärung zu schwelgen ist ja

ganz nett, aber war das Prinzip der

Popmusik nicht immer, auf das Althergebrachte

zu sch****n und etwas

gänzlich Neues zu kreieren? Heute die

Rebellen von gestern zu feiern ist so

ziemlich das konservativste, was man

überhaupt machen kann. Der Britische

Musikjournalist Simon Reynolds hat da

vor ein paar Jahren ein Buch darüber

geschrieben. Seine Antwort: Das Internet

hat Schuld! Haha. Aber im Ernst:

Wir können zu jeder Zeit auf unsere

gesamte popkulturelle Vergangenheit

zugreifen und weil wir alle faule Säcke

sind, begnügen wir uns mit dem

Beschäftigungstherapeuten namens

YouTube. Wir konsumieren lieber den

Schnee von gestern anstatt die Dinge

selbst in die Hand zu nehmen und eine

abgefahrene Zukunft zu bauen. Das

Progressive der Popkultur – so Reynolds

– war immer ein Kind der tödlichsten

Langeweile, deren Opfer die

Teens und Tweens vergangener Jahrzehnte

stets waren. Da ist wohl was

dran. Aber wollen wir das wirklich so

auf uns sitzen lassen?

3. Zurück in die Zukunft –

Nostalgie als Flucht in die Vergangenheit?

Marty McFly ist nicht mit Absicht ins

Jahr 1955 gereist. Es ist ihm passiert,

und im Grunde will er die ganze Zeit

nur eines: Zurück. Ins Jahr 1985. In die

verdammte Zukunft. Seit damals hat

sich einiges getan in der Welt. Martys

Gegenwart ist für uns exakt genauso

weit weg wie für ihn 1955. Was würden

wir tun, wenn wir Doc Browns Zeitmaschine

in die Hände bekämen? Vermut-

lich würden wir uns eine ordentliche

Ladung Pomade ins Haar schmieren,

uns einen schicken grauen Mad Men

Dreiteiler zulegen und nie wieder zurück

kommen. Wir wären Zeugen des

beispiellosen Aufstiegs der westlichen

Welt, würden gespannt auf die Mondlandung

warten, uns ein bisschen vor

dem Atomkrieg fürchten, um Martin

Luther King weinen, bei Woodstock


abdancen und ganz fest an die Zukunft

glauben. Wir würden zwar wissen,

wie die aussieht, aber wir hätten

auch sämtliche Filme über Zeitreisen

gesehen und dabei gelernt, dass der

kleinste Eingriff ins Raum-Zeit-Kontinuum

die Zukunft komplett verändern

kann – sie wäre wieder ein unbekanntes

Terrain, voller Verheißungen und

Utopien.

Sagen wollen wir damit nur eines: Das

paradoxe an unserer Gegenwart ist,

dass wir die Zukunft gegen die Vergangenheit

getauscht haben. Unsere

Gesellschaften leiden an einer Depression

– im klassischen, psychologischen

Sinn. Wir sind als Kollektiv in

genau das gleiche Loch gefallen, in

welches ein erfolgreiches Individuum

fällt, wenn es ein großes Projekt abgeschlossen

hat. Wir können unseren

Erfolg nicht genießen und konsolidieren,

weil wir uns nach dem Rausch des

rasanten Aufstiegs sehnen. Wir haben

eine materielle Grundversorgung, die

größten Hürden der Geschlechtergleichstellung

sind genommen, Homosexuelle

werden nicht mehr eingesperrt

und ja, wir waren am Mond und

sind draufgekommen, dass das zwar

sexy, aber komplett sinnlos ist. Und

was machen wir jetzt? Es kann eigentlich

nur schlechter werden! Die Zukunft

ist nichts mehr, wonach wir uns sehnen.

Wir haben Angst vor ihr und darum

träumen wir uns lieber in eine glorreiche

Vergangenheit. Wir sind nostalgisch,

weil wir uns die Zukunft nicht

mehr vorstellen können. „End of History“

hat das ein blauäugiger Philosoph

in den 90ern genannt. Allerdings im

positiven Sinne, vor dem Hintergrund

des Zusammenbruchs der Sowjetunion

und dem Ende des kalten Krieges,

in einem Jahrzehnt, als die westliche

Welt das Gefühl hatte, keine Probleme

mehr zu haben. Wie beschissen sich

dieses Ende der Geschichte anfühlen

kann, wissen wir mittlerweile: Es ist, als

wäre man jetzt schon alt. Steinalt.


4. Klassiker oder Retro-Kitsch –

Vom guten und vom scheußlichen Geschmack

Lasst es uns einfach zugeben: Wir, die

Generation der sogenannten Millenials,

sind „Conservatives at Heart“.

Während unsere Eltern sich in den

60er und 70er Jahren vom ganzen

spießbürgerlichen Mief ihrer Erzeuger

befreien mussten, haben wir ein recht

entspanntes Verhältnis zu den bürgerlichen

Institutionen. Wir glauben nicht

an Gott, aber wir hassen die Kirche

nicht, weil sie uns nichts angetan hat.

Wir haben kein Problem mit Jeans und

langen Haaren, aber Statement ist das

auch keines mehr für uns und darum

tragen wir auch gerne mal nen Anzug

und schätzen einen klassischen Haarschnitt.

Weil man damit eben gut aussieht.

Die Tatsache, dass die beiden

letztgenannten Dinge auch die wildesten

gesellschaftlichen Umbrüche

überdauert haben, lässt vermuten,

dass es sich hierbei um etwas handelt,

was gemeinhin als „Klassiker“

bezeichnet wird. Um also eine Sache,


die zwar gewissen stilistischen Anpassungen

unterworfen ist, aber im Grunde

schon immer da war und das vermutlich

auch bleiben wird. Das Gute

an Klassikern ist, dass sie – egal, ob

es um die Wahl der Kleidung, des Eau

de Toilettes, den Haarschnitt oder des

fahrbaren Untersatzes geht – stilistisch

eine sichere Wahl sind. Wenn man in

der Lage ist, sie vom Retro-Kitsch zu

unterscheiden.

Den Klassiker umweht stets ein gewisser

Hauch von Nostalgie. Der graue

Anzug, die rahmengenähten Schuhe,

eine Omega Seamaster oder zwei

Spritzer Aqua di Parma am Morgen

waren vor 80 Jahren schon gut und

sind es noch heute. Wenn man aber

den Gürtel durch ein Paar Hosenträger

ersetzt, dann wird es ganz schnell

kitschig. Einfach, weil die Dinger seit

Jahrzehnten out of use sind. Seit der

Erfindung des modernen Hosenbundes

und der massenhaften Verbreitung

von Kleidung, die auch passt,

sind die Dinger schlicht obsolet. Trägt

man sie trotzdem, dann tut man so,

als ob. Als Verkleidung oder als ironisches

Zitat geht das durch, aber ernst

gemeint ist das Ganze eher lächerlich.

Wenn man schon etwas gänzlich Nostalgisches

zur Schau stellen möchte,

dann muss das zumindest in sich stimmig

sein. Eine Hornbrille sieht gut aus,

aber nicht, weil sie eine altmodische

Form hat, sondern weil echtes Horn

einfach ein geiles (und teures) Material

ist. Die elenden Plastikimitate der

Hipster sind aber ein stilistischer Alptraum.

Retro ist immer Fake, Klassiker

sind nach wie vor gültig. Also kurz

nachdenken, bevor man die Nostalgie

zur Kreditkarte greifen lässt. Kitsch ist

nämlich was Fürchterliches.

5. Das Mad Men-Syndrom

oder warum die Vergangenheit nur heute gut aussieht

Die 50er waren super stylisch? In den

60ern wurden nur gute Filme gemacht?

Das permanente Vögeln wurde in den

70ern nur zum Essen und Schlafen unterbrochen?

New Wave war das bestimmende

Lebensgefühl der 80er und

in den 90ern haben alle ungestraft harte

Drogen konsumiert und ausgesehen

wie Kurt Cobain? Es sind wohl diese

Bilder, aus denen sich unsere nost


algischen Sehnsüchte speisen. Was wir

dabei gerne vergessen: Es sind eben

nur Bilder. Ikonische Momente, festgehalten

um sich zu erinnern, von uns

selbst oder von anderen. Und wie das

eben so ist, behalten wir nur jene, die

uns gefallen. Die langweiligen und die

hässlichen werfen wir weg oder vergessen

sie in irgendeiner alten Schachtel

im hintersten Regal unseres löchrigen

Gedächtnisses. Je mehr Zeit vergeht,

umso rigoroser sortieren wir aus. Wer

wissen will, wie weit im Jahr 2016 die

stilistische Verklärung der 1980er fortgeschritten

ist, der sollte mal ein beliebiges

Familienalbum zur Hand nehmen.

Schockiert wird man feststellen:

Die echten High-Waist-Jeans von Mutti

waren erstaunlich unvorteilhaft, Vatis

Schnauzer hatte auch eher was von

Kinderschänder als von Magnum und

die Kassette, die in dem Walkman von

Tante Gabi lag, war nicht mit New Order

bespielt, sondern mit Drafi Deutscher.

„Marmor Stein und…“

Die Evolution hat uns über die Jahrmillionen

hinweg mit einer großartigen

kognitiven Eigenschaft ausgestattet:

Wir erinnern uns nur an das, woran wir

uns erinnern wollen. Unterstützt wird

das von der Tatsache, dass bis in die

jüngste Vergangenheit das Herstellen

von (Ab-)Bildern relativ aufwendig war.

Das gilt für die Malerei, aber auch das

Erstellen guter Fotografien war bis zur

Erfindung der Digitalkamera eine recht

mühselige Angelegenheit. Das hatte

zur Folge, dass man meist einen erheblichen

Aufwand betreiben musste, um

das Ganze schick aussehen zu lassen.

Und diese Hochglanz-Sujets sind dann

jene, die bleiben und unsere Vorstellung

von der Vergangenheit prägen.

Don Draper und seine Kollegen aus

der Madison Avenue sind eine Fantasie.

Eine lustige, eine hübsche, eine,

nach der man sich sehnen kann, aber

am Ende eine komplett ausgedachte

Angelegenheit. Das ist nicht weiter

schlimm. Im Gegenteil. Hat man sich

das einmal vor Augen geführt, ist die

ganze Nostalgie, der wir hier frönen,

nichts als ein Spaß, ein Spiel mit Zitaten

und Lifestyle-Versatzstücken. Wir

nehmen uns aus der Vergangenheit,

was uns gefällt und basteln uns daraus

eine neue Gegenwart. „Post-Modern“

heißt das im Fancy Sprech.


MARKTFESTIVAL FÜR KUNST & DESIGN

MARKTFESTIVAL FÜR KUNST & DESIGN

WIEN

VON 17. BIS 19. JUNI 2016

IN DER OTTAKRINGER BRAUEREI

WWW.FESCHMARKT.INFO


Nost

Riccardo is wearing a coat by Jean-Charles de Castelbajac x Desigual, shirt by Topman, trousers by Ute Ploier, watch by Bell&Ro

watch by Bell&Ross / Raffael is wearing a jacket by Ute Ploier, jumper by Diesel / Jen is wearing a dress by M Missoni, sunglasses by

is wearing a jacket by Ute Ploier, trousers & neck scarf by Louis Vuitton / Phillipe is wearing a


algia

ss, sunglasses by Gucci, shoes by Diesel / Ilja is wearing a jacket by Topman, trousers by Ute Ploier, shoes by Kenzo seen at Zalando,

Jimmy Choo, sandals by Versace / Des is wearing a dress & shoes by M Missoni, earrings by Cadenza, bracelet by DSquared / Manuel

jacket & Shoes by Louis Vuitton, trousers by Diesel, Watch by Bell&Ross, Backpack Louis Vuitton


Riccardo is wearing a Suit by Oppo Suits, Shirt and Boot by Diesel, Bag by Love Moschino seen at Zalando


Manuel is wearing a jacket by Louis Vuitton, trousers by Ute Ploier, sneakers by Diesel


Des is wearing a vintage dress, shoes, clutch, necklace and bracelet by Louis Vuitton, earrings by Cadenza

Jen is wearing a vintage dress, shoes & bag by Louis Vuitton, earrings by Cadenza


2


Des is wearing a dress by Versace and a bag by Louis Vuitton


Jen is wearing a dress by M Missoni, feather jacket by Ep Anoui by Eva Poleschinski, Rings by Cadenza, Sunglasses by Marc Jacobs, Mobile by HTC


Raffael is wearing a total Look by Louis Vuitton


Ilja is wearing a jacket by Louis Vuitton, trousers by Ute Ploier, Watch by Bell&Ross


Phillipe is wearing a backpack by Louis Vuitton, shirt by Topman, trousers by Diesel


CREATIVE DIRECTOR

MIRZA SPRECAKOVIC

MIRZASPRECAKOVIC.COM

STYLING

MIRZA SPRECAKOVIC

PHOTOGRAPHY

KONSTANTIN REYER

KONSTANTINREYER.COM

HAIR & MAKE UP

SHLOMIT MIGAY

SHLOMITMIGAY.COM

MAKE UP BY CHANEL

BLOGGERS

DES&JEN / DESJEN.COM

RAFFAEL / THELIONHEADED.COM

PHILIPPE /PHILIPPEGAZAR.COM

RICCARDO/ FABULOUSRICCI.COM

ILJA / ILJAJAY.COM

MANUEL / MEANWHILEINAWESOMETOWN.COM

PHOTOGRAPHY ASSISTANCE

BENEDIGT ANGERER

STYLING ASSISTANCE

LAURA HOF

MAKING OF

KAREL FERNÁNDEZ

LOCATION

VILLA ANTOINETTE

VILLA-ANTOINETTE.AT


Nostalgia

MAKING OF

KAMERA & SCHNITT: CRISTÓBAL HORNITO

INTERPRET / TRACK: JASON SHAW / 'FAT CAPS'


FASSADE

Blogger

Diary

3 TAGE, 6 BLOGGER, 1 MISSION

TEXT JULIAN BEHRENBECK / BILDER STEFANIE THIELE

KAMERA & SCHNITT: CRISTÓBAL HORNITO / MUSIK MATEUS - 'SUPER FAST CHANGE'


LASSET DAS ABENTEUER

BEGINNEN

Unsere wilde Blogger-Rasselbande

macht sich mit Sack und Pack samt Team

auf den Weg in die Villa Antoinette.

Grund genug eine kleine Spritztour für

die einstündige Fahrt mit unseren Mini

Clubmans und Mini Cabrios einzulegen.

3,2,1 – Go!


HALLO, OFFLINE WELT

"Wie ist denn das WLAN Passwort?"

– Noch bevor die ersten Koffer in

den nostalgischen Zimmern stehen,

wird der sichere Internetzugang

gesucht. Dass die Verbindung

von knapp 10 Dauer-betriebenen

Snapchat Accounts kurze Zeit später

lahmgelegt wird, ahnt noch keiner.

Also, Feuer frei!


AB IN DIE NATUR

Nach kurzer Stärkung geht es zu Fuß für

uns den Berg hinauf. Ziel: Der berühmte 20

Schilling Blick. Nicht zu oft wurde auf dem

Weg nach oben für kleine Fotosessions Halt

gemacht! Die Kameras laufen bereits auf

Hochtouren und so auch unsere Blogger. Es

wurde geposed, rumgesprungen und sich

leidenschaftlich in Büsche geworfen. Was

man eben alles für neue Bilder so macht.


CHEERS!

Der erste Abend klingt beim

gemütlichen Zusammensitzen aus.

Bei dem Einem oder Anderem Glas

Champagner von Perrier-Jouet

werden Insider- und Bloggingtips

ausgetauscht.


WORK HARD, MODEL HARDER

Zeit für viel Schönheitsschlaf gibt es am zweiten

Tag nicht. Auf dem Plan steht das große Shooting

mit den Bloggern. Zwischen Frühstück, Maske,

Shooting und Interview geben kommt der Spaß

nie zu kurz. Obwohl 6 Interviews, 12 Motive, 6

Portaits und 3 Outfitwechsel vor uns liegen, sorgt

die Rasselbande immer wieder für gute Laune und

verrückte eigene Ideen. Da muss selbst die Toilette

kurzerhand für Bilder herhalten. Intimer geht's nicht.


A LITTLE PARTY NEVER

KILLED NOBODY

Während die einen ein gemütliches

Bad nehmen, die Anderen sich zum

Fußball gucken zurückgezogen

haben, machen wieder Andere

das Wohnzimmer zur Tanzfläche.

Was alles nur mit einer kleinen

Performance von Riccardo und

Strify beginnt, wird nach ein paar

Absolut-Drinks schnell zur kleinen

Feierei. Ihr kennt das.


TIME FOR A LITTLE ROADTRIP

Am dritten Tag nutzen wir, nach

ausgedehntem Frühstück, die Minis

für einen weiteren wilden Roadtrip. 30

Minuten lang heizen wir durch die idyllische

Berglandschaft des Semmerings. Heutiges

Ziel und letzte Shootinglocation: Schloss

Wartholz.


EIN KÖNIGREICH

FÜR 6 BLOGGER

Angekommen dauerte es nicht lange, bis

die ersten Kamerauslöser heißlaufen und

den Hof mit eifrigem Klicken erfüllen. Es

stehen ja auch genügend Locations zur

Verfügung: Das Schloss, der Garten, ein

verlassenes und heruntergekommenes

Haus sowie die hofeigenen Pferde - Die

alle einmal für ein paar Selfies herhalten

müssen. Kamerascheu sind die nämlich gar

nicht. So muss sich Pippi Langstrumpf also

gefühlt haben, oder die eine oder andere

Prinzessin.


MAN SOLL AUFHÖREN,

WENN ES

AM SCHÖNSTEN IST

Und so geht auch langsam unser Trip

zu Ende. Nachdem wir alle nochmal

die letzten Sonnenstrahlen genießen

konnten und uns die Sonne auf den

Pelz scheinen lassen haben, stehen

schon sechs vollgepackte Minis für

die Abreise bereit. So flitzen wir im

goldenen Sonnenuntergang ein

letztes Mal über den Semmering,

auf die Autobahn, Richtung Wien.

Tschüss, Villa Antoinette – Es war

hinreißend mit dir. Wir kommen

bestimmt wieder!

Wir danken unseren Partnern

Stadtheuriger G'schupfter Ferdl und Stauds's Konfitüren

Spezieller Dank geht an die Villa Antoinette mit Andreas Wessely, Michael Niederer und Edi

Danke an das Team und unsere helpling hands Anna Gawrilow & Stefanie Thiele.


Bergsommer

vor den Toren Wiens

Holzofenküche

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Weltkulturerbe

LUXUSGUT ZEIT. Den Alltag rasch hinter sich lassen. Frei sein.

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FASSADE

BLOGGER

im Interview


TEXT JULIAN BEHRENBECK / ANNA GAWRILOW / BILDER STEFANIE THIELE


Riccardo

EIN BILD VON SICH ERSCHAFFEN

Name: Riccardo Simonetti

Bürgerlicher Name: Riccardo Simonetti

Alter: 23

Geburtstort: Bad Reichenhall

Wohnort: Berlin

Lieblingssong: Dirrty von Christina Aguilera

Idol der Jugend: Lindsay Lohan

Lieblingsfach: Deutsch

Lieblingsgericht: Eiscreme

Hobby: Malen

Mit welchen 3 Worten würdest du deine Vergangenheit

zusammenfassen?

Phoebe, Piper, Prue (Die Charmed-Schwestern A.d.R.)

Gibt es einen Geruch, der dich an deine Kindheit erinnert?

Borotalco! Das ist ein unfassbar gut riechendes

italienisches Babypulver. Meine Mutter hat es mir

als Baby immer nach dem Baden aufgetan. Ich hab

es damals geliebt, weil man immer so ganz viel

draufgeben konnte und danach komplett weiß war.


www.fabulousricci.com

Möchtest du das Leben führen, dass deine Eltern

gelebt haben?

Absolut nicht, Ich hab es schon als Kind generell

abgelehnt in meinem Leben Normalität anzustreben.

Seit ich denken kann, ziehe ich meine Lebensinspiration

aus Popkultur und Hollywood. Das war immer

der Lebensstil, den ich angestrebt habe und zu dem

ich heute langsam komme.

Gibt es Dinge aus deiner Kindheit, die du vermisst?

Ich habe früher ganz viele Sachen gemacht, die

mir Spaß gemacht haben. Ich hatte so viel Zeit, um

meine Freizeit zu planen. Heutzutage lebt man ja

in dem Denken, seine Freizeit möglichst sinnvoll zu

gestalten und darüber hinaus vergisst man die Dinge

zu tun, die einem Spaß machen. Mein Job besteht ja

auch darin, über mein Leben zu berichten und ab

und zu erwischt du dich dabei, wie du eigentlich

kein Leben mehr hast über das du berichten kannst,

weil du eigentlich nur noch arbeitest anstelle zu


leben. Lana Del Ray hat mal in einem Song über

den „Taste of Life“ gesungen und ab und zu ist es

wichtig, sich an den wahren Taste of Life zu erinnern

und auch bewusst zu gewähren ohne alles komplett

durchzuplanen.

Lana Del Ray spielt mit nostalgischen Klischees. Bist

du ein Fan ihrer digitalen Retro-Ästhetik?

Ich finde, dass das was Lana Del Ray gemacht hat,

moderne Nostalgie ist. Sie hat sich diesen Look

angeeignet und entführt den Zuschauer über ihre

Videos in dieses alte, glorifizierte Hollywood. Sie

nimmt all diese Elemente, verpackt sie zu einem Bild

und transportiert sie über ein modernes Medium an

ihre Fans. Das ist das schlauste, was man in unserer

heutigen Zeit machen kann. Klar hätte sie in den

60ern niemals diese Reichweite ohne das Internet

erhalten.

1

6


www.fabulousricci.com

Ist für dich Nostalgie mehr das Gefühl von Melancholie

und Traurigkeit oder eher ein Lichtblick, eine

Romantisierung der Vergangenheit?

Nostalgie versetzt einen immer in eine Zeit, die

vergangen ist und nicht neu kreiert werden kann.

Alles was zurück bleibt, ist die Erinnerung und die

wird beeinflusst durch dein jetziges Ich. Deswegen

wird die Erinnerung auch gern in die Richtung

verändert, in die man sie gern haben will. Oft scheint

es auch so, dass ein Moment gar nicht so schön war,

wie er in der Erinnerung übrig geblieben ist.

Glaubst du, dass Instagram, trotz seiner digitalen

Seele, ein nostalgisches Medium ist?

Instagram ist einfach ein Spiegel des Zeitgeists und

dieser Zeitgeist wird gelebt, indem man sich an dem

Stil vergangener Epochen bedient. Die 90er waren

auch nur Looks, die von den 70ern inspiriert waren.

Vielleicht war Instagram am Anfang so gedacht,

dass man sein eigenes Leben dokumentiert aber bei


Hätte ich den glücklichsten Punkt schon

erreicht, was für einen Grund hätte

ich noch weiter zu leben?

vielen ist es jetzt eine Kunstform. Alte Bilder werden

gelöscht und immer wichtiger wird das Feeddesign.

Hast du den glücklichsten Punkt in deinem Leben

schon erreicht, oder gar hinter dir?

Ich hab immer schon davon geträumt Superstar zu

werden und habe mich mein ganzes Leben lang

darauf vorbereitet. Seitdem ich vier bin arbeite ich

an diesem Traum und versuche ein Bild von mir zu

erschaffen und einen Lebensstil zu kreieren. Dann

sehe ich mich im Fernsehen und mein persönliches

Kopfkino und die Realität verschmelzen plötzlich zu

einem Bild. Das fühlt sich auf der einen Seite unfassbar

toll an aber zum anderen ist es auch ein unglaublich

komisches und krasses Gefühl. Außerdem bin ich erst

23. Hätte ich den glücklichsten Punkt schon erreicht,

was für einen Grund hätte ich noch weiter zu leben?

Was ist Nostalgie für dich?

Bad Reichenhall oder Heimat.


Raffael

“ALLES IST EVOLUTION!”

Name: The Lionheaded. Trage ich meine Haare offen,

sieht es aus als hätte ich eine Löwenmähne.

Bürgerlicher Name: Raffael Payr

Alter: 34

Geburtstort: Salzburg

Wohnort: Wien

Lieblingssong: Irgendwas von Portishead

Idol der Jugend: An vielen Dingen finde ich Anleihen,

Berührungspunkte, die ich spannend finde aber ich habe

kein direktes Vorbild. Der Dalai Lama ist für mich persönlich

sehr wichtig aber in dem Sinne kein Vorbild.

Lieblingsgericht: Pizza

Lieblingsfach: Zeichnen

Hobby: BMX fahren

Mit welchen 3 Worten würdest du deine Vergangenheit

zusammenfassen?

Schön. Dumm. Bunt.

Welche Erinnerung ist dir aus deiner Kindheit/Jugend

am signifikantesten hängen geblieben?

Mein Großvater ist meine Vergangenheit. Er war

Vaterersatz, Vorbild und Universalgenie in einem.

Ein geschickter, kreativer Mann, der Möbel bis hin

zu ganzen Häusern bauen konnte. Als Kind habe ich


www.thelionheaded.com

ihm immer über die Schulter geschaut. Wir haben

uns Geschichten ausgedacht oder er hat mir kleine

Boote gebaut. Man kann sagen, dass ein Großteil

meiner Kreativität daher rührt. Meine Auseinandersetzung

mit vielerlei Bereichen, wie der Mode, dem

Schreiben und der Fotografie ist angestoßen durch

meine bunte Kindheit.

Gibt es einen Geruch, der dich an deine Kindheit erinnert?

Mein Großvater war Tischler,

daher erinnert mich der

Holzgeruch in seiner Werkstatt

immer an früher. Dieser Geruch

war allgegenwärtig.

Was bedeutet für dich moderne Nostalgie?

Alles ist Evolution. Aber damit Evolution stattfinden

kann, muss es das Alte, das Vergangene geben. Aus

dem Alten heraus entsteht Neues. Das sehen wir

ganz stark in der Mode. Frühere modische Epochen

werden neu interpretiert. Nostalgie und Futurismus

begünstigen sich gegenseitig. Es werden ja auch

wenige Dinge wirklich neu erfunden, nahezu gar

nicht.

Nostalgie und Futurismus

begünstigen sich gegenseitig.


2

6

Was waren die Sünden deiner Jugend?

Ich war eigentlich immer ein sehr braves Kind aber

natürlich hat man auch mal schlüpfrige Magazine

geklaut. Es gab ja damals noch kein Internet, womit

es einfacher gewesen wäre aber das gehört einfach

dazu.

Glaubst du, die Leute, die mit dem Internet aufgewachsen

sind, nehmen Nostalgie ganz anders wahr

als du?

Weniger. Aber natürlich liegt der Vorteil am Internet

daran, dass Bilder vergangener Zeiten oder Epochen

viel leichter zugänglich sind als früher. Modedesigner

haben es in der Hinsicht jetzt leichter, weil sie viel unproblematischer

auf Archive zugreifen können.

Gibt es Dinge aus deiner Kindheit, die du vermisst?

Ich bin viel mit dem Longboard unterwegs aber es

ist mehr ein Mittel zum Zweck, um von A nach B

zu kommen. BMX-Fahren schaffe ich fast gar nicht

mehr. Gerade ist die Zeit dafür nicht mehr da und

in der Intensität wie früher würde ich es auch nicht

mehr betreiben. Ich muss ja einen Blog schreiben

und mit Gipsverbänden geht das nicht so leicht.

Was ist Nostalgie für dich?

Romantik.


Des & Jen

DAS DOPPELTE BLOGGER-LOTTCHEN

Name: Des & Jen

Bürgerlicher Name: Desiree & Jennifer Selmanovic

Alter: 27

Geburtstort: Wien

Wohnort: Wien

Lieblingssong: Alles von Aaliyah

Idol der Jugend: Spice Girls, Aaliyah

Lieblingsfach: Sport und Musik, Tourismus & Geografie

Lieblingsgericht: die hausgemachte Tomatensuppe

unserer Großmutter und Pizza

Hobby: Basketball, Tennis

Mit welchen 3 Worten würdet ihr eure Vergangenheit

zusammenfassen?

Zielstrebig. Ehrgeizig. Turbulent.

Welche Erinnerung ist euch aus eurer Kindheit/Jugend

am signifikantesten hängen geblieben?

Als wir noch Kinder waren haben wir unsere Sommer

in Kroatien am Meer verbracht. Unsere Familie hat

ein Haus da und wir haben die Tage zum Vertrödeln

genutzt. Waren Schwimmen, haben uns gesonnt

oder Muscheln am Straßenrand verkauft. Daher rührt

womöglich auch unser unternehmerischer Geist.


www.desjen.com

Gibt es einen Geruch, der euch an eure Kindheit erinnert?

Eigentlich sind es mehrere Gerüche. Das kann zum

einen das After Shave unseres Vaters sein oder aber

auch der Duft von Lavendel. Wenn uns der Geruch

des Meeres in Kroatien in die Nase kommt, erinnert

es uns unverzüglich an unsere Kindheit.

Was waren die Sünden eurer Jugend?

Wir haben damals die Spice Girls vergöttert. Ich

weiß noch, dass ich einmal versucht habe meinen

Bauchnabel zu piercen. Ein leicht schmerzhaftes

Unterfangen.

Würdet ihr gern das Leben eurer Eltern führen?

Wir bewundern unsere Eltern für ihre Zielstrebigkeit

bei der Arbeit. Unsere Mutter ist noch immer

selbständig und kennt keine festen Arbeitszeiten.

Ein Nine to Five Job käme für uns auch absolut

nicht in Frage. Das Leben besteht aber nicht nur aus


Tatsächlich habe ich einmal versucht

meinen Bauchnabel zu piercen.

Arbeiten und man muss sich die Zeit für sich nehmen.

Das sehen wir ganz anders als unsere Eltern.

Gibt es Dinge aus eurer Kindheit, die ihr vermisst?

Zeit. Zeit mit Freunden und der Familie. Als Kind

empfindet man Zeit gedehnter, länger, weiter. In

unserer Kindheit gab es noch keine Handys. Wir

waren draußen und haben mit anderen Kindern

gespielt. Wenn man älter wird, sind alle auf einmal

sehr beschäftigt. Jeder tut so als hätte er keine Zeit.

Wir begünstigen diesen Lifestyle durch Technologie

und unsere Smartphones. Es gilt nicht mehr als

unhöflich, wenn keiner nach dem Essen miteinander

redet, sondern alle zu ihren Handys greifen. Zeit ist

immer da aber man muss sie sich nehmen. Achtsamer

sein. Zeit schaffen, ohne Technologie, um wirklich

beieinander zu sein.

Was ist Nostalgie für euch?

Erinnerung.

3

6


Manuel

“HABE MICH GERNE MIT LEHRERN ANGELEGT.”

Name: Meanwhile In Awesometown

Bürgerlicher Name: Manuel

Alter: 27

Geburtstort: Ried im Innkreis

Wohnort: Wien

Liebster Song in meiner Jugend: „Invincible“ von No

use for a Name

Idol der Jugend: Raul Gonzales (Fußballer) und Tony

Sly (Musiker)

Lieblingsgericht als Kind: Oma’s hausgemachte

Wurstknödel

Lieblingsfach: Sport, Englisch und Geschichte

Hobby: Sport und Musik

Mit welchen 3 Worten würdest du deine Vergangenheit

zusammenfassen?

Glücklich. Bewegt. Rebellisch.

Welche Erinnerung ist dir aus deine Kindheit/Jugend

am signifikantesten hängen geblieben?

Da gab es viele aber woran ich mich immer wieder

gern erinnere sind die Auftritte mit meinem Bruder

zu Hause. Wir haben damals zusammen in einer

Band gespielt und sind viel gemeinsamen und mit

Freunden zu Konzerten gefahren.


www.

meanwhilein

awesometown

.com

Was heißt für dich moderne Nostalgie?

Zum einen heißt es für mich immer zurückgehen zu

den eigenen Erfahrungen und Erinnerungen. Dabei

hat man oft eine Art rosa Brille auf und verklärt die

damaligen Zeiten. Gleichzeitig zieht man auch aus

diesen Erfahrungen für sich selbst die positiven

Dinge heraus und nimmt sie mit in die Zukunft. Ich

finde es immer interessant zu sehen, wie man sich im

Laufe der Zeit verändert hat und woran das liegt.

Gibt es Dinge die du heute betrachtet damals anders

gemacht hättest?

Da gibt es Unzähliges aber grundsätzlich bin ich froh

alle Erfahrungen gemacht zu haben, denn dadurch

bin ich dieser Mensch, der ich jetzt bin. Es kann auch

positiv sein, schlechte Phasen durchlebt zu haben

oder einen dummen Style mitgemacht zu haben. Im

Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer.

Welches war dein übelstes Outfit?

In meiner sehr kurzen, sehr prolligen Fußballphase bin

ich mit aufgestelltem Poloshirt-Kragen herumgerannt.


Oft trägt man eine rosarote Brille, wenn man

in die Vergangenheit zurück blickt.

Was waren die Sünden deiner Jugend?

Generell bin ich sehr ehrlich und hab mich damals

aber viel mit Lehrern angelegt. Das ist aber weniger

eine Jugendsünde, als ein Zug an mir, den meine

Eltern nicht so positiv fanden.

Für was bist du deinen Eltern am meisten dankbar?

Meine Eltern haben viele schwere Phasen

durchgemacht. Sie sind geschieden und mein

Bruder hatte damals eine schwere Krankheit. Trotz

dieser schweren Zeiten bin ich ihnen dankbar, dass

sie immer alles für uns getan haben und ich immer

das Gefühl hatte, dass sie uns lieben so wie wir sind.

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6

Was ist Nostalgie für dich?

Die gute alte Zeit.


Philippe

“NEW YORK STEHT FÜR MICH FÜR MODERNE NOSTALGIE”

Name: Philippe Gazar

Alter: 25

Geburtstort: Graz

Wohnort: Wien

Lieblingssong: Alles von 50 Cent

Idol der Jugend: Der Style von David Beckham gefällt

mir und Cristiano Ronaldo war früher mein sportliches

Vorbild

Lieblingsfach: Sport

Hobby: Fußball

Mit welchen 3 Worten würdest du deine Vergangenheit

zusammenfassen?

Spaß, Entspannung, Lockerheit.

Welche Erinnerung ist dir aus deiner Kindheit/Jugend

am signifikantesten hängen geblieben?

Ganz klar die Zeit in Australien. Mein Vater ist Polizist

und arbeitet für die UNO in Krisengebieten. Als ich

neun Jahre alt war, sind wir für ein paar Monate nach

Australien gezogen. Rückblickend betrachtet war

es damals eine sehr erlebnisreiche, spannende und

tolle Zeit für mich.


www.philippegazar.com

Was heißt für dich moderne Nostalgie?

Ich verbinde mit Nostalgie immer schöne Gefühle und

Erinnerungen, weil es immer irgendwie altmodisch

ist aber gut altmodisch. So wie New York, meine

Lieblingsstadt. An den alten Plätzen von Ellis Island

schwingt auch immer der Hauch von Nostalgie mit.

Ich könnte dort stundenlang auf den Bänken sitzen

und mir vorstellen, wie die Leute auf ihre Einreise in

die USA warten mussten. New York steht für mich in

dem Sinne für moderne Nostalgie.

Kannst du dir New York als zukünftigen Wohnort vorstellen?

Absolut. Nicht nur vorstellen. Ich hoffe dieser Traum

wird bald Realität.

Was waren die Sünden deiner Jugend?

Ein sehr braves Kind war ich nicht. Es kam schon ab und

zu vor, dass ich mit meinen Eltern den Schuldirektor

besuchen musste. Ich hatte schon schwierige Phasen

aber zum Glück ist nie was passiert und mit 18 Jahren

hat sich dann alles eingependelt.


New York und ganz besonders Ellis Island

stehen für mich für moderne Nostalgie.

Gibt es Dinge aus deiner Kindheit, die du vermisst?

Schon, ja, dadurch, dass ich jetzt in Wien wohne, sehe

ich viele meiner alten Freunde aus Graz nicht mehr.

Das vermisse ich schon aber es ist auch eine normale

Entwicklung. Bin ich wieder in Graz, machen wir die

gleichen Dinge, die wir damals gemacht haben aber

es ist ein ganz anderes Gefühl.

Gibt es Dinge die du heute betrachtet damals anders

gemacht hättest?

Ich würde nichts anders machen. Alle gemachten

Erfahrungen haben mich dahin gebracht, wo ich jetzt

bin. Doch, vielleicht eine Sache: Ich würde früher mit

meinem Blog anfangen.

Was ist Nostalgie für dich?

Wohlfühlen.

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Ilja

ZUKUNFT BLEIBT IMMER ZUKUNFT

Name: Ilja Jay

Bürgerlicher Name: Ilja Jay Lawal

Alter: 23

Geburtstort: Wien

Wohnort: Wien

Lieblingssong: „California“ von Phantom Planet,

besser bekannt als Titelsong der Serie O.C. California

Idol der Jugend: Mein älterer Halbbruder

Lieblingsgericht: Spaghetti

Lieblingsfach: Geografie und Wirtschaftskunde

Hobby: Sport (Fußball, Basketball, Tischtennis, Tennis)

Mit welchen 3 Worten würdest du deine Vergangenheit

zusammenfassen?

Wandel. Selbstbewusstsein. Möglichkeiten.

Welche Erinnerung ist dir aus deiner Kindheit/Jugend

am signifikantesten hängen geblieben?

Vieles beginnt bei mir in der Schulzeit. Eigentlich

war ich sehr zurückhaltend und habe damals viele

Videospiele gespielt, vor allem World of Warcraft.

Ich war darin auch immer sehr gut aber irgendwann


www.iljajay.com

kam ich an einen Punkt, wo ich angefangen habe,

mehr zu unternehmen und offener auf Menschen

Zuzugehen.

Wie sah der typische Tagesablauf in deiner Kindheit

aus?

Ich hatte viele Freunde mit denen ich Fußball gespielt

habe. Es kam oft vor, dass wir den ganzen Tag draußen

verbracht haben. Am Abend kurz was gegessen und

danach direkt wieder raus. Meine Mutter hat mich

damals nicht so oft zu Gesicht bekommen.

Gibt es einen Geruch, der dich an deine Kindheit erinnert?

Es ist nicht unbedingt ein Geruch. Vielmehr ist es

mein Umfeld von früher und die Gesichter, die ich

mit meiner Vergangenheit verbinde.


Meine Mutter hat mich damals nicht

so oft zu Gesicht bekommen.

6

6

Findest du den Hang, an Altem festzuhalten und sich

daran zu erinnern schädlich für’s Vorankommen, für

die persönliche Entwicklung, oder glaubst du, das

Vergangene ist ein Teil, den man mitnehmen muss,

um erwachsen zu werden?

Es kommt drauf an. Wenn es Dinge gibt, die einen

in der Vergangenheit sehr geprägt haben, dann

finde ich es essentiell sich daran zu erinnern und zu

reflektieren, in wie weit man an diesen Erfahrungen

wachsen kann oder auch nicht. Generell glaube ich,

dass die Zukunft immer die Zukunft bleibt und dass

man für’s Weiterkommen offen für Neues sein muss

und dieses Neue für sich einsetzen sollte.

Gibt es Dinge aus deiner Kindheit, die du vermisst?

Ich vermisse mehr die Zeit allgemein. Zeit, um

Freunde von früher zu sehen oder zusammen Fußball

zu spielen.


www.iljajay.com

Empfindest du es als Bereicherung, deine Erinnerungen

nur aus einer Stadt zu haben?

Ich bin früher sehr viel herumgereist. Ich achte

bewusst darauf, dass ich meine Erlebnisse nicht nur

in einer Stadt mache, sondern herumkomme. Jeder

sollte auf jeden Fall für eine gewisse Zeit weggehen,

einfach um einen Szenenwechsel zu durchlaufen.

Erst durch das Weggehen lernt man zu schätzen,

was man an der Heimatstadt hat oder was eine

andere Stadt für Vorteile bringt. Für mich ist das im

Moment Stockholm. Die Stadt spricht mich modisch

und persönlich sehr an.

Was ist Nostalgie für dich?

Entwicklung.


A 4-star hotel with 5-star service

The exclusive Elite Eden Park Hotel is a charming hotel located in the heart of

Stockholm, right by the tranquil Humlegården park and the vibrant Stureplan.

The hotel offers first class service as well as two exciting restaurants.

www.elite.se/edenpark


VANGART

Die Sonne, die

VOM TRAURIGSTEN NOS

I shot this image while camping with my boyfriend.

I just wanted a simple portrait that felt open and vacant.


nicht scheint

TALGIKER UNSERER ZEIT

TEXT STEPHAN OTTO

BILDER & KOMMENTARE KYLE THOMPSON

Die fotografische Arbeit des 22-Jährigen

Kyle Thompson wird von einer tiefen

Trauer beherrscht. Von einer Sehnsucht

nach etwas, das mal da war, aber längst

nur noch in der Erinnerung existiert.

Verlassene Freizeitparks, alte, überflutete

Häuser und immer wieder die weite

Leere eines Strandes, an dem wohl nie

die Sonne scheint. Für VANGARDIST

hat der junge Fotograf einige seiner Bilder

kommentiert…


I spent a lot of time living in unfamiliar places and SLEEPING IN AREAS THAT W

ting and I wanted to capture this in a very literal way. I wanted a contrast betwee


KYLE

THOMPSON

ERE UNCOMFORTABLE before I found my foon

the scenery and the subject.


I normally plan out my images more, but this image was shot without any

warning. It rains a lot where I live, and I found this puddle that was extremely

deep, so I WANTED TO FEEL THE BOTTOM. It felt really spontaneous

and uncomfortable, and I wanted that to translate into the image.


KYLE

THOMPSON

Similar to the previous image, I wanted to show my uncomfort while living

somewhere unfamiliar. Visually, I wanted to create A CONNECTION BE-

TWEEN THE BLANKET AND THE WAVE, as if I was being swallowed by the

ocean.


I've always had a fascination with ABANDONED HOUSES, and I was lucky

enough to just stumble into this place while driving in Utah. I actually waded

and swam through the water and went inside to explore.


KYLE

THOMPSON

This is part of a series of images I created showing an IMAGINED FLOOD-

ED TOWN. I shot most of these images in a pool that I filled with dirty water.

I created scenes of the town I grew up in, and the houses I would visit

as a child for inspiration.


KYLE

THOMPSON

I remember my grandparents house with wood panneling on

the walls, and decorations that felt very dated. I wanted to

create A SET THAT REPLICATED THAT AESTHETIC.


My favorite location I've ever found is this abandoned town in the midwest USA. I fi

my car and travelling. I slept in one of the houses on the cleanest mattress I could fi

this image in one of the junk yards. For me, the image shows A COMMUNAL LONLI


KYLE

THOMPSON

rst visited during a time that I was living out of

nd. I revisited it with friends last year, and I shot

NESS.


KYLE

THOMPSON

I always hope to bring my emotions

during a shoot into my images. I was

very nervous and anxious while shooting

this. I snuck into this abandoned

amusement park while I WAS ALONE,

AND WAS CAUGHT. I snuck back in

a few hours later and shot this very

quickly before leaving. My emotional

state at that moment was brought into

the image.


RADAR

HAVING

FUN

DOESN'T

HURT


EIN INTERVIEW

MIT DER BAND HURTS

TEXT CHARLOTTE WEBER

Sie sind die bestgekleidetsten Männer der britischen

Musikbranche: HURTS, das Synthie-Pop-Duo aus

Manchester. Markenzeichen ihrer Musik ist ein düsterer,

melancholischer Sound, sexy und geheimnisvoll.

Und doch fand sich darin seit ihrem Debüt 2010 inmitten

von all dem Weltschmerz stets auch ein Hoffnungsschimmer.

Ihr zuletzt erschienenes, drittes Album

„Surrender“ haben Sänger Theo Hutchcraft und

Keyboarder und Gitarrist Adam Anderson nun deutlich

positiver gestaltet. Auf ihrer Tour beehrten sie im Februar

auch das Wiener Gasometer und begeisterten

die Fans mit einer elegant inszenierten, schwungvollen

Show. Vor ihrem Konzert durften wir die beiden für

eine Viertelstunde zu einem Interview treffen, das sich

als überraschend heiter entpuppte.


Im kalten, spartanischen Backstage-Raum, in dem

unser Gespräch stattfindet, gibt es zwei schwarze,

abgewetzte Sofas und einen kleinen Beistelltisch

mit einer Kaffeemaschine. Die Garderobe der beiden

Musiker, die ihren minimalistischen, aber außergewöhnlich

schicken Kleidungsstil ausmacht, hängt

auf einfachen Kleiderstangen daneben. Theo und

Adam begrüßen uns freundlich, wirken gut gelaunt

und gar nicht so unnahbar wie erwartet. Adam ist

eher der Stille, heißt es immer in Kommentaren auf

YouTube und Co. Doch heute ist er eindeutig der

Wortführer und plaudert auf unsere Fragen munter

drauf los. Die nächsten 15 Minuten dreht sich alles

um den kreativen Prozess des Songschreibens, das

Zusammenspiel von Musik und Mode und die Kollaboration

mit namhaften Künstlern des Pop-Biz.

HURTS haben sich ohne Frage weiterentwickelt. Sie

sind noch stilsicherer geworden, extravagant, aber

nicht abgehoben, genau wie ihre Musik. Keine Spur

von Schwermut, höchstens etwas Müdigkeit von

den langen Tagen auf Tour. Doch die sei ihnen vergönnt…


Vangardist: With Surrender, you took a different approach

in making the album. You wrote it while travelling.

Do you imagine that someday you will look back

and say that this third record was a sort of turning point

in the way you create music?

Adam: It was definitely interesting to travel and make

music, it was the first time we did it. I wouldn’t say

a turning point. For me it was a sort of continuation

of the journey. And it was the right thing at the right

time to do and in the future when we make records

we might feel like we need a different environment.

We always make music according to how we feel,

so, you know, all three records were done just how

we wanted to do them in the moment.

V: Your songs are vibrant, especially on the new album,

but they’re also dark and gloomy on the other two albums

in particular. Is there a difference in the in the

process of creatingwhen it comes to working on happier

and more cheerful songs compared to darker and more

melancholic songs?

Theo: It was interesting, because on this album we

were trying to express a more positive side. We’ve

touched on that before and there’s definitely moments

on the other albums that are like it, but we

felt we had to really focus to try and do that. But we

also know it was quite important to show that side


of ourselves, because it gives a lot more weight to

the other songs of these other two albums.

V: So there isn’t that big a difference between letting out

your inner demons and singing about love?

Theo: A thing we’ve learned is when you’re unhappy

it makes for great material for songs. But it’s

quite hard to make music when you’re unhappy. It’s

not easy to DO things. So, when you’re happy, music

comes quite easily, but you can reflect on things

that have happened in the past. So the important

thing we learned this time, about travelling and

enjoying ourselves, is that that’s how music comes

most naturally to us.

V: Do you think your style changes with every album

you make? You dress in a very sophisticated and vintage

way, but at the same time you have this sort of modern

thing going on as well.

Adam: We never consciously discussed clothes, really.

We’re lucky that we never wear the same outfits.

We like a lot of similar stuff, but never ever wear

the same. We once both had a white shirt and a

waistcoat on, about three months ago, and it was

really weird. It was the first time we’ve ever made

that mistake in 10 years. People identify with us,

partly because of how we look, and also because of

the music, so it goes sort of hand in hand. But


it’s not something we discuss. And nobody comes in

and shows us stuff, we do it ourselves. It’s as normal

to us as making a meal, it’s just something we do.

V: We wanted to talk about Spotify just briefly. Do you

think that streaming services change the way people listen

to and enjoy music for the worse? Do you yourselves

prefer having physical copies of records at home?

Theo: I use Spotify and things like that, because it’s

just easy and it’s a great way to consume music. One

thing that people do still enjoy and need, and that’s

why the radio’s still very popular, is because people

like the music to be selected for them, really. You

always look at playlists, so you look at things and

people find music that way and it’s great that’s there.

From the beginning of our band we’ve always existed

online, YouTube was what made us popular, so

it’s kinda fine.

V: You’ve collaborated with people like Elton John, Kylie

Minogue and Calvin Harris. Have you become accustomed

to the idea of working with people you look up to

or people who are fans of yours? Do you have someone

you would like to collaborate with, like maybe Lana Del

Rey?

Theo: She would be great! But yeah, we’re still


humbled by it, it’s still crazy to even think... I forget

about Elton John, I’m like...he did play on that, I

tell someone and I’ll go: Wow, it’s still strange to us,

you know, because these things were just random

moments of fortune and it’s funny when people

like them. We've got friends who’re musicians and

things like that, but we never assumed that we’re a

band that other musicians would like. But it’s quite

nice when someone says they do like us.

V: Does the creative process feel different when working

with someone other than your bandmate?

Adam: Oh, John was interesting, because when

he came in, he played on a song called "Help" off

the second record, the last song, and we were like

"You’re Elton John, just do what you want on our

song, go on and whatever you like will happen."

And he came in and said "I listened to the song lots

of times and I don’t feel like I can improve what’s

there so I’m just gonna play a part the two of you

have already put in the song." And it was, like, the

coolest moment ever. The most surreal moment. You

collaborate with a legend of music, in the top ten of

all time, maybe top five, and he’s, like, so humble,

he just goes in and plays the parts that you’ve written.

That was an insane moment of collaboration.


V: Nowadays a lot of artists do things aside from music

as well. They have their own fashion lines and their own

YouTube channels and stuff. Is that anything that you

would ever do?

Both laugh

Theo: Maybe we could set up some sort of tutorial

for something else.

V: That was actually a question coming from fans. They

asked us on Instagram if we could ask if you would ever

do a piano or dance tutorial.

Adam: Funny thing is, sometimes, long after we’ve

written a song, I have to go on YouTube tutorials

that our fans have made, to remember how to play

a song that we wrote. I go on a tablature website to

find out what the fuck is in our song.

V: It´s getting late, you´ve gotta run. Hope your fans

put in the right tabulatures online for tonight´s live set.

Thanks for the interview, guys!


RADAR

LAMAN

knows

best!

Welcome to the

Nineties

THESE THINGS WILL MAKE YOU

GET NOSTALGIC RIGHT AWAY

We often find ourselves nostalgic and longing for the past. These emotions come up

when we think about our childhoods, our careless teenage years, our crazy university

days, anything that's happened ages ago and we can no longer go back to. But luckily

there are certain things that can actually make us go back to those days, emotionally.

Whether it be a song, an object, or a smell, it can bring back a nostalgic sensation which

we want to cherish forever. It is not always a sad feeling, it can be happy too... almost

romantic. Let's look through and dissect some memories and possessions which may

trigger nostalgic feelings:


TAMAGOTCHI: You had one. Admit

it. And you fed, played and did whatever

it wanted you to do. You were a

slave to your tamagotchi!

MTV PENCIL CASE: Ah the good

old days when MTV was actually about

music and not about awkward American

teens trying to find "the one" and

being rejected on television…

DISPOSABLE CAMERAS: Before

we had our smart phones, we actually

had to buy these small cameras, look

through a tiny hole before taking the

photo and then actually go to a special

shop to have it developed. Now

that's dedication!

MMMBOP ON TAPE: Whether you

had a shockproof portable CD player

or a tape player, your love for music

was real. You went to the shop. You

browsed the music section, and there

it was; MMMBOP by the Hansons. Ah

that feeling you get just before you


put the tape or CD into your player and

listen to the music you just purchased.

Those three, long-haired beauties with

their angelic voices. The deep, meaningful

message behind their lyrics. Oh

gosh, is that a hidden track? Oh my

goodness, it is! They really do love me

back!

YOUR DAD'S FIRST WIRELESS

PHONE: Apart from the fact that you

weren't really allowed to touch it, it

was the most fascinating thing. It was

huge, it was hard (that's what she said)

and it looked like a grey banana. The

Nokia 8110. Just the touch of it brings

back memories, oh and the phone bill

as well ... yikes!

CHAT ROOMS: Before this whole social

media craze, we had MSN or ICQ

or both! This was before all those emo-


jis. We actually had to make our own

emojis by using the symbols on our

keyboards! Like this, for example ,was

a classic flirty emoji " ;-)" or "c==8"

was fun too. If you don't know what

"ASL" stands for, you're too young for

this article. Chat rooms were so exciting,

but majorly creepy, and most of

all entertaining! But at the same time,

I'm glad that time is over with!

MAPS: Hey, remember when we

didn't have smartphone and Google

maps and we would get lost and have

to ask strangers for directions? Yeah...

but sometimes the strangers didn't

know that specific street either and we

would wander around for ages with

no direction and we would be embarrassingly

late for dinner at that point...

good times... yeah...

LAMAN

knows

best!

REWINDING A TAPE: Did you get

this tape from a video rental place?

Well then you gotta "Be kind and rewind".

Oh the video tape is yours? You

still gotta rewind it though, unless you

want to rewind it next time you decide

to watch it, which is annoying. I don't

know why this "duty" brings back nostalgic

feelings, but it does.


Left: Shirt by Nike, Shorts & Sneakers by Adidas / Middle: Shirt, Shorts 6 Sneakers by Adidas, Football socks are Stylis`s own /

Right: Shirt Nike, Leggings & Sneakers by Adidas, Shorts by Selected Homme


Shirt by Adidas


Kleid von Fuzzi, vintage Mantel


Shirt, Shorts & Sneakers by Adidas, Watch by Hugo Boss, Headband by Björn Borg


Shirt Nike, Shorts Adidas


Left: Whole Look by Adidas / Middle: Shirt by Soccer Center, Shorts & Sneakers by Adidas / Right: Shirt, Leggings & Sneakers by Adidas, Shorts by Selected Homme


Shirt, Shorts & Sneakers by Adidas, Watch by Hugo Boss


Shirt, Shorts & Sneakers by Adidas, Watch by Hugo Boss


Shirt, Shorts& Sneakers by Adidas, Watch Lacoste


Sneakers by Adidas


CREATIVE DIRECTION

MIRZA SPRECAKOVIC

MIRZASPRECAKOVIC.COM

PHOTOGRAPHY

KONSTANTIN REYER

KONSTANTINREYER.COM

STYLING

MIRZA SPRECAKOVIC

HAIR & MAKE UP

SHLOMIT MIGAY

SHLOMITMIGAY.COM

MODELS

IVO / STELLA MODELS

TASSILO H. & MAXIMILIAN H. / WIENER MODELS

PHOTOGRAPHY ASSISTANCE

BENEDIGT ANGERER

STYLING ASSISTANCE

LAURA HOF

MAKING OF

KAREL FERNÁNDEZ

LOCATION

SOCCER CENTER VIENNA

SOCCERCENTER.AT


MAKING OF

KAMERA & SCHNITT: CRISTÓBAL HORNITO

INTERPRET / TRACK: BROKE FOR FREE / 'THE GREAT'


AUF ACHSE

LOOKING FOR RUBY BEACH


TEXT & FOTOS LENA STEINKE

Weg. Ich möchte ganz weit weg. Immer wenn mich das Fernweh packt, denke ich an

den wohl schönsten Moment meines Lebens, den ich am Ruby Beach, Washington,

USA verbringen durfte. Ich atme tief durch, schließe die Augen und erträume mir

diese wunderbar vernebelte Küstenlandschaft. Dann sitzt dieser verdammte Kloß im

Hals und ich will nur noch weg. Weg. In den nächsten Flieger steigen und die Welt

bereisen…


PORTLAND - THE HIPSTER-

CAPITAL OF THE WORLD

In Portland muss man sich bei Vollbärten

immer zweimal vergewissern, ob

sie nun zu einem Hipster oder zu einem

Obdachlosen gehören. Wenn man

morgens durch Portlands Innenstadt

läuft, muss sich teilweise zwischen Tüten

mit gebliebenen Habseligkeiten,

vollen Einkaufswagen und Schlafsäcken

hindurch quetschen. Im nächsten

Moment passiert man aber großartige

Kunstwerke an Hauswänden und hippen

Shops wie man sie sonst nur in

London oder Berlin findet. In wenigen

Städten habe ich das Aufeinandertreffen

zweier gegensätzlicher Welten so

stark erlebt wie hier.


MOUNT RAINER -

LOOKING FOR PARADISE

Dieser Park ist wirklich atemberaubend

schön. Nach einer Fahrt durch eine

fast schon wüsten-ähnliche Landschaft

kommen wir zum Mount Rainer National

Park. Vorbei an Wasserfällen führt

eine Straße bis nach Paradise, was sich

als tatsächliches Paradies für unser

Fotoauge entpuppte. Friedlich darlegende

Wiesen mit der imposanten,

schneebedeckten Kuppel des mächtigen

Mount Rainers im Hintergrund.


ROUTE 101 -

DURCH WALD UND NEBEL

Den größten Teil der Zeit verbringen

wir im Auto auf der nebelverhängten

Route 101, die sich durch die feuchten

Wälder Nordamerikas schlängelt.


SEATTLE - AUF UND AB

Seattle ist sehr hügelig und inzwischen

verstehen wir auch, weshalb dort kaum

jemand mit dem Rad fährt. Wer hätte

gedacht, dass diese Stadt so unglaublich

riesig ist. Nach nur 8 Kilometern

zu Fuß erreichen wir dann auch endlich

Downtown. An der Space Needle

vorbei spazieren wir bis zum Pike

Market. Dort bekommt man alles von

Fisch, Fleisch, Gemüse über Kleidung

und Souvenirs. Es ist sehr überfüllt und

das Gedränge in groß. Echtes Vintage

Feeling bekommen wir in den coolen

Secondhand-Shops in Ballard und Fremont.


PORT ANGELES -

MORGENGRAUEN AUF

VANCOUVER ISLAND

Unweigerlich kommen Erinnerungen

an die Twilight Filme auf, als wir an

Forks und Port Angeles vorbeifahren.

Bis zum Feuerholz wird hier alles um

diese Filme vermarket. Wir nehmen

die Fähre nach Vancouver Island. Es ist

ein merkwürdiges Gefühl diese zwei

riesigen Länder in Sichtweite zu haben.


RUBY BEACH -

UND DANN IST ES PASSIERT

Über La Push kommen wir zum Ziel

unserer Reise - Ruby Beach. In diesem

Teil Washingtons liegt der Nebel

tief über den mystischen Wäldern und

man spürt die Kälte des Atlantiks bei

jedem Atemzug. Schon beim Öffnen

der Autotüren hören wir die raue See.


Nicht weit entfernt führen wilde Treppenstufen

hinunter zum langen Sandstrand.

Der Nebel hängt an den vielen

Felsen, die sich aus dem Wasser erheben.

In dem Moment, in dem uns der

Wind um die Ohren weht und wir die

Pazifikluft einatmen, ist es um uns geschehen.

Wir haben uns in die raue Pazifikküste

und Ruby Beach verliebt. Wir

bleiben eine ganze Weile hier.


WESTCOAST -

HOME OF THE FREE...

Es war ein wunderbares Erlebnis und

wir haben unsere Liebe zu Amerika

entdeckt. Die amerikanische Westküste

hat uns absolut überzeugt. Noch nie

saßen wir an einem so schönen Strand

wie Ruby Beach, noch haben wir so

gute Burger gegessen wie in Portland

und noch nie haben wir so atemberaubende

Wälder gesehen, wie im

Olympic National Park. Wir wollen

auf jeden Fall zurück und das nächste

Mal sollte die Reise länger dauern.

Bis dahin werden wir aber noch viele

weitere Länder erkunden und an diese

Momente zurückdenken wenn uns

das Fernweh packt und wir einfach nur

weg möchten.


FASSADE

EDITOR'S

CHOICE:

STYLE-

STYLE

TIPP

TIP

Kerze von Urban Outfitters / Memory Box von Urban Outfitters / Shirt von Asos /

Schuhe von Bally / Rasierpinsel von Mühle


Jacke von BLK DNM / Shorts von Asos / Lomography Kamera /

Taschenuhr von Tissot / Weekender von Louis Vuitton


Tank Top von Asos / Shorts von Asos / Pinnwand von Urban Outfitters /

Sonnenbrille von Julian Zigerli x Lunettes / Buch von Urban Outfitters /

Slippers von Dolce&Gabbana


Regal von Urban Outfitters / Spiegel von von Urban Outfitters / Stuhl von Urban Outfitters

/ Flurkommode von Urban Outfitters


BALANCE

BEAUTY

THE CLASSIC MEN´S SURVIVAL KIT

CREATIVE PRODUCTION JULIAN BEHRENBECK /

FOTOS STEFANIE THIELE / TEXT JON-ERIC HEGEMANN

ESSENTIELLE PFLEGE FÜR DEN BART UND

DIE HAUT BIETET DIE MISCHUNG AUS AR-

GANÖL, JOJOBA UND APRIKOSENKERNÖL

FÜR DIE TÄGLICHE STÄRKUNG DER HAARE.

MURDOCK LONDON BEARD OIL


EIN MATTIERENDES, VOLUMEN

GEBENDES SPRAY MIT

ZITRONENEXTRAKT UND

MEERSALZ FÜR EIN

PERFEKTES FINISH.

MURDOCK LONDON SEA SALT

STYLING SPRAY


EIN PERFEKTES STYLING DER BARTHAARE

DAS KEINE KLEBRIGEN RÜCK-

STÄNDE HINTERLÄSST.

PERCY NOBLEMAN -

GENTLEMEN'S STYLING WAX

FÜR EINEN GEPFLEGTEN, WEICHEN BART

WIRD DAS ÖL NACH DER REINIGUNG

INS HAAR EINMASSIERT.

PERCY NOBLEMAN - BEARD CONDITIONING OIL


DIE AUF WASSER BASIERENDE

POMADE BRINGT DIE HAARE

IN FORM OHNE SIE FRANSIG

UND FETTIG AUSSEHEN

ZU LASSEN.

PERCY NOBLEMAN - POMADE


EIN HAUCH VON BASILIKUM UND LAVENDEL,

GEMISCHT MIT DEN NOTEN DER TONKA-

BOHNE UND WEISSEM MOSCHUS.

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DAS HAIR & BODY WASH VERSORGT

DIE HAUT MIT FEUCHTIGKEIT UND

HINTERLÄSST EINE NOTE VON

BERGAMOTTE - EINE HOMMAGE

AN DIE KÜSTE KALABRIENS.

ERMENEGILDO ZEGNA - ACQUA DI BERGAMOTTO -

HAIR & BODY WASH


INSPIRIERT VON ORIENTALISCHEN

DÜFTEN PFLEGT UND BERUHIGT

DIESER AFTER SHAVE BALSAM DIE

RASIERTE HAUT MIT DEN EXTRAKTEN

MAROKKANISCHER MYRRHE.

CRABTREE & EVELYN - MOROCCAN MYRRH - AFTER SHAVE BALM


DAS NICHT SCHÄUMENDE RASIERGEL AUS

DER BARBERSHOP REIHE BESÄNFTIGT DIE

HAUT UND SORGT FÜR EINE EXAKTE

UND ANGENEHME RASUR.

VIKTOR & ROLF - SPICE BOMB BARBERSHOP -

NON FOAMING SHAVING CREAM


DAS IN ÖSTERREICH

HERGESTELLTE ÖL

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REN DIE NOTWENDI-

GE FEUCHTIGKEIT UND

STÄRKT SIE MIT DEN EX-

TRAKTEN VON GRAPE-

FRUIT- UND MANDELÖL.

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ALS TÄGLICHER BEGLEITER BEFREIT

ES DEN BART VON BAKTERIEN UND

SCHMUTZ, HINTERLÄSST EINEN UN-

AUFDRINGLICH - FRISCHEN DUFT

UND BIETET DIE GRUNDLAGE FÜR

EIN PERFEKTES STYLING.

MEN’S ROOM - BEARD BALM

MARLIES MÖLLER - ALLROUND HAIR BRUSH


ADVERTORIAL

Whisky

EIN KLASSIKER NEU INTERPRETIERT

... AUF ÖSTERREICHISCH

Welcher Whisky ist on top? Welcher

Tropfen lässt die Herzen der Kenner

und Liebhaber höher schlagen?

In internationalen Rankings wechseln

die Namen der Spitzenreiter am

Whiskymarkt und in Sammlerkreisen

laufend. Rankings von diversen Experten

erklären einem auf unterschiedliche

Art und Weise, was denn gerade

angesagt ist und unsere Gaumen

erfreut. Oftmals vergessen wird aber,

dass Geschmäcker unterschiedlich

sind. Der beste Whisky ist immer der,

der einem am besten schmeckt – und

der muss nicht immer aus Schottland

kommen.


Auf den Geschmack gekommen ist

auch Jasmin Haider. Eine junge Frau,

die mit Jahresanfang hochmotiviert

das Erbe ihrer Eltern angetreten hat,

die vor über 20 Jahren im Waldviertel

die 1. Whiskydestillerie Österreichs

gegründet haben. Der Familienbetrieb

ist mittlerweile zur Whisky-Erlebniswelt

gewachsen, mit 70.000 Besuchern

jährlich.

Spezialisiert hat man sich – wie der

Ortsname Roggenreith schon vermuten

lässt – seit Anbeginn auf Roggen

und Roggenmalzwhiskys. Ein Insidertipp

wenn es um Whisky geht, sucht

man doch weltweit nach diesen Raritäten,

die besonders im Bar- und Cocktailbereich

stark gefragt sind.

Um die Besonderheit österreichischen

Whiskys zu verstehen, erklärt

die gelernte Destillateurin und Vorsitzende

der Austrian Whisky Association

worauf es ankommt: „Whisky

bekommt seine Aromen durch das

Grundprodukt, die Herstellung und

den Großteil durch die Lagerung. Wir

verwenden Roggen anstatt Gerste,

wenden andere Produktionstechniken

an und lagern in heimischer Eiche –

natürlich ist dann auch der Genuss unseres

Whiskys individuell“.

Whisky ist es trotzdem! Es gibt über

100 Länder in denen Whisky produziert

wird – auf mehr oder weniger hohem

Niveau. Das Wort Whisky ist nicht

regional begrenzt, wie etwa Champagner.

Sobald ein Getreidebrand

mit Malzanteil mindestens 3 Jahre im

Holzfass gereift ist und mindestens

40% Alkohol hat, darf Whisky auf dem

Etikett stehen. Diese Definition lässt

eine enorme Vielfalt zu, die sich, nach

Meinung von Jasmin Haider, nicht in

Rankings erfassen lässt.

EINEN KLASSIKER

NEU ERFINDEN

Whisky ist ein Klassiker der immer

in Mode sein wird. Das Kultgetränk

darf aber nicht verstaubt wirken und

braucht ein neues Image. Ein Image

das Jasmin Haider verkörpert: jung,

hip, leidenschaftlich, weltoffen und

experimentierfreudig. Und genauso

wie das Image, ändert sich auch die

Zielgruppe. Whisky ist schon lange

kein Altherrengetränk mehr.

In den letzten 20 Jahren sind auch

immer mehr die Kritiker verstummt,

die anfangs über österreichischen

Whisky gewitzelt haben. Den obwohl

Geschmäcker ja bekanntlich verschieden

sind, haben sich Qualität und Vielfalt

durchgesetzt.

www.whiskyerlebniswelt.at


FASSADE

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Alle hier vorgestellten Produkte können online

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Osttirol

Das unterschätzte Juwel "Osttirol" verzaubert nicht

nur mit Berglandschaften, sondern auch mit tiefblauen

Seen - so einsam und unberührt, dass man

es kaum glauben kann. Morgens hängt der Nebel


über der Wasseroberfläche wie ein Schleier, den es zu heben gilt. So stechen

wir mit unserem kleinen Holzboot in den Tristachersee und hören nur das sanfte

Rauschen des Waldes nebenan. Und nach unserem Ruderausflug zu Sonnenaufgang

gibt's ein köstliches Frühstück am Seeufer - so darf's gern jeden Tag sein!


Ennstal

Täler sind meist schmal und dunkel, umgeben von herrschaftlichen Gebirgen,

die alles zu erdrücken scheinen. Die Sonne erreicht den Boden nur wenige Stunden

pro Tag und der Horizont ist nicht sichtbar. Das Ennstal allerdings ist das

Gegenteil - es ist weit und hügelig, sonnendurchflutet und frei - die Berggipfel


zieren die Landschaft ohne sie übermächtig zu dominieren. Ein Ort zum Verweilen

oder während der Ennstal Classic Ralley gemütlich mit dem Oldtimer zu

durchkreuzen.


Schneealpe

Nicht weit von Wien entfernt - über eine kleine Passstraße erreicht man die

Schneealpe. So wandert man über Stock und Stein und wähnt sich mitten in den

Alpen - obwohl man nur deren Ausläufer entdeckt. Der perfekte Tagesausflug.


Tauplitz

Die schönsten Almhütten findet man verstreut auf der Tauplitz. Das Beste daran:

Viele davon gibt's auch für uns Städter als Wochenend-Domizil zu mieten.

Wer es gerne bequem hat, kann sogar den (passwortgeschützten) Schranken


mit dem Auto passieren und bis zu einigen der Hütten vorfahren. So steht dem

gemütlichen Alpenwochenende nichts mehr im Wege!


Obernberger See am Brenner

Nach langer Autofahrt erreicht man ihn - den südlichsten Zipfel von Tirol, den

Brenner. Bekannt ist die Gegend vor allem für den Grenzübergang und den Transitverkehr,

dabei gibt es dort noch einige Schätze zu entdecken. Zum Beispiel

den Obernberger See! Nach einem (zugegeben etwas steilen) Aufstieg und der


Querung einer großen Weide erreicht man diesen fantastischen Gebirgssee und

muss dann leider feststellen, dass die hiesige Gastwirtschaft zugesperrt hat. Zeit

die mitgebrachten Müsliriegel zu genießen und vom Aussteigen zu träumen!

Wär das nicht was - so eine Almwirtschaft?


Semmering

Sommerfrische - was hat es damit eigentlich auf sich? Ehedem der noblen Gesellschaft

vorbehalten, macht sich jetzt ein neuer Trend aus. Man muss ja keine

eigene Jugendstil-Villa besitzen, um nicht doch ein Wochenende im kühlen

Grünen abseits der drückenden Schwüle und grauen Hektik der sommerlichen


Großstadt zu verbringen. So mietet man sich ein bei Gastgebern wie den herrlichen

Jungs der "Villa Antoinette" und genießt ausgedehnte Spaziergänge.

Oldschool!

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