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aerokurier 07/2016

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7/<strong>2016</strong> Deutschland € 5,50 / Schweiz sfr 10 / Österreich € 6,30 / Benelux € 6,40 / Finnland € 8,30 www.<strong>aerokurier</strong>.de / 60. Jahrgang<br />

<strong>aerokurier</strong><br />

DAS MAGAZIN FÜR PILOTEN<br />

plus 15 Seiten<br />

Avionik<br />

Special<br />

Flying Doctress<br />

Die Ärztin und<br />

der Doppeldecker<br />

Seawings Dubai<br />

Meer und Wüste<br />

mit der Caravan<br />

ZURUCK IN DIE<br />

Beechcraft<br />

Starship<br />

ZUKUNFT<br />

Segelflug-Wettbewerbe<br />

Mehr Sicherheit bitte!<br />

D-36 Circe<br />

Pionierarbeit<br />

im GFK-Bau<br />

Sonaca 200<br />

VLA mit satter<br />

Zuladung


UNTER IHNEN EINE WELT VOLLER LIMITS<br />

ÜBER IHNEN DER BLAUE HIMMEL.<br />

Lassen Sie den Alltag hinter sich. Der HondaJet bringt Sie nicht nur schneller<br />

an Ihr Ziel; er macht den Weg dorthin zu einem echten Erlebnis. Faszination<br />

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[ EDITORIAL Juli ]<br />

BALD IM FUNKLOCH?<br />

Die Umrüstung auf das 8,33-kHz-Raster beschäftigt Wartungsbetriebe und<br />

Flugzeughalter gleichermaßen. Während es für Flugzeuge und Flugplätze<br />

reichlich Lösungen gibt, hat so mancher Luftsportler ein echtes Problem.<br />

Haben Sie schon umgerüstet? Oder das fällige Avionik-Upgrade zumindest<br />

im Blick? In eineinhalb Jahren greift die Umstellung des Flugfunks<br />

auf das 8,33-kHz-Raster auch im unteren Luftraum, und alle Halter von<br />

Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt müssen ihre Cockpits entsprechend<br />

ausrüsten. Wohl dem, der es kann. Denn während es für Segelflugzeuge,<br />

ULs und Motormaschinen inzwischen hinreichend Geräte gibt, die<br />

vom schnöden Funkverkehr bis hin zu ausgeklügelten Navigationslösungen<br />

einschließlich Transponder alles Mögliche bieten, schauen Trike- und<br />

Drachenflieger ebenso in die Röhre wie Gleitschirmpiloten. Auch Rückholer,<br />

die bisher zu Segelfliegern oder Ballonen mittels Handfunkgeräten<br />

Kontakt hielten, oder Fluglehrer, die die Freiheit genossen, mit der Handquetsche<br />

über den Flugplatz zu laufen und ihren Schützling beim Alleinflug<br />

zu beobachten und zu unterstützen, fallen ab Anfang 2018 förmlich<br />

ins Funkloch. Das Problem: Es gibt aktuell keine 8,33-kHz-fähigen Handfunkgeräte,<br />

die eine Zulassung für Deutschland haben. Die Behörden<br />

zucken mit den Schultern, Hersteller scheuen den Aufwand für die<br />

Zu las sung und der DAeC schäumt vor Ärger. Verständlich, denn eine<br />

Besserung ist derzeit nicht in Sicht. Unverständlich dagegen ist, warum<br />

Deutschland bei den Zulassungsvoraussetzungen für Funkgeräte offenbar<br />

andere Maß stäbe anlegt als seine EU-Partnerländer, in denen die Geräte<br />

laut Hersteller eingesetzt werden dürfen.<br />

Bei allem Frust kann die Notwendigkeit, sich um ein neues Funkgerät<br />

kümmern zu müssen, aber auch Anstoß sein, endlich mal im Panel<br />

auf zuräumen und den Uhrenladen zu modernisieren. Was sich derzeit<br />

Inte-ressantes in der Avionik tut und welche Helferlein das Pilotenleben<br />

ein-facher und das Fliegen sicherer machen, haben wir in unserem<br />

Avionik-Special zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen und anschließendem<br />

Avionik-Shopping wünscht die <strong>aerokurier</strong>-Redaktion.<br />

Lars Reinhold,<br />

Redaktionsleiter <strong>aerokurier</strong><br />

Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns über eine E-Mail (redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de), ein Fax (+49 711 182-1781)<br />

oder einen Brief (Redaktion <strong>aerokurier</strong>, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart) für unser Leserforum. Bitte vergessen<br />

Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen anzugeben.<br />

Foto: Ülis Segelflugbedarf<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 3


112<br />

Interview<br />

Ein Cowboy<br />

im Cockpit<br />

Motorfliegen<br />

8 Beechcraft Starship<br />

Ende der 80er Jahre der Zeit<br />

weit voraus, sind die heute<br />

noch fliegenden Starships das<br />

Zeugnis einer großen Vision, die<br />

grandios gescheitert ist<br />

20 Sonaca im Test<br />

Der Trainer hat das Zeug, die<br />

neue Referenz bei den Schulflugzeugen<br />

zu werden<br />

34 Mit der Caravan über Dubai<br />

Die Fluggesellschaft Seawings<br />

bietet Touristenflüge zwischen<br />

Wüste und Meer<br />

40 The Flying Doctress<br />

Wenn Dr. Ilse Jannicke nicht<br />

gerade am offenen Herzen<br />

operiert, fliegt sie eine An-2<br />

Magazin<br />

28 Serie Berufe: Der Fluglehrer<br />

Wie man das eigene Können<br />

professionell weitergibt<br />

30 Planesharing<br />

Der Gedanke des Teilens ist<br />

auch in der GA angekommen<br />

UL/LSA<br />

46 Deutsche Meisterschaft<br />

21 Teams zeigten, dass auch<br />

UL-Piloten präzise fliegen können<br />

48 Urteil zum Übergewicht<br />

Wer sein Flugzeug mästet, muss<br />

selbst auf das Gewicht achten<br />

112 Ein Cowboy im Porträt<br />

Pullman-City-Chef Wolfgang<br />

Hagenberger pendelt zwischen<br />

Cockpit und Sattel<br />

Inhalt Nr. 7 <br />

Juli <strong>2016</strong> I 60. Jahrgang<br />

20<br />

4 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

<strong>aerokurier</strong> gibt es auch als E-Paper.<br />

Mehr Infos: www.<strong>aerokurier</strong>.de/epaper


Business Aviation<br />

66 Optimismus auf der EBACE<br />

Die Business Aviation glaubt das<br />

Tal durchschritten und zeigt in Genf<br />

verhaltenen Optimismus<br />

Praxis<br />

69 Generator oder Alternator<br />

Technik von Gleich- und Drehstromlichtmaschine<br />

im Detail<br />

72 Expertentipp<br />

Was tun bei verschmutzten<br />

Innenverkleidungen?<br />

73 Produkte für Piloten<br />

Nützliches und Schönes<br />

74 Unfallanalyse<br />

Aufgrund schlechten Wetters<br />

und schlechten Übungsstandes<br />

endet ein Nachtflug tödlich<br />

Segelfliegen<br />

76 D36 Circe<br />

Wie die Akaflieg Darmstadt mit<br />

ihrer „Schönheit“ die Entwicklungen<br />

des Kunststoffzeitalters<br />

vorwegnahm<br />

80 Mehr Sicherheit bitte!<br />

Der Verlust eines Freundes lässt<br />

Karol Staryszak darüber nachdenken,<br />

welches Risiko im<br />

Wettbewerb angemessen ist<br />

86 Meteo-Rückblick<br />

April und Mai boten eine Reihe<br />

guter Segelflugtage<br />

88 Airbus sponsert Perlan<br />

Mit Unterstützung reift das<br />

Höhenflug-Projekt<br />

90 Wellensymposium<br />

Wissensaustausch unter Segelfliegern<br />

und Forschern<br />

Rubriken<br />

3 Editorial<br />

6 Leserforum<br />

18 News<br />

92 <strong>aerokurier</strong>-Markt<br />

101 Jobbörse<br />

110 Termine<br />

111 Impressum<br />

114 Vorschau<br />

Titelthemen<br />

im Abo<br />

Coupons auf den Seiten 19 und 61<br />

34<br />

40<br />

76<br />

Avionik Special<br />

52 8,33 kHz: Die Zeit läuft<br />

Werften warten auf die Umrüstwelle<br />

54 air avionics AIR COM<br />

Der flexible Ersatz für alte Funkgeräte<br />

56 ADS-B kommt<br />

Die Chance für mehr Sicherheit in der<br />

Allgemeinen Luftfahrt<br />

58 Viel mehr als nur Transponder<br />

Zwei neue Geräte im Vergleich, die<br />

durch ihre ADS-B-Funktion glänzen<br />

60 Aero Avionics<br />

Porträt des neuen<br />

Garmin-Service-Centers<br />

in Saarbrücken<br />

62 Garmin GTN 750<br />

Die Funktionsvielfalt<br />

dieses Flight-Management-<br />

Systems im Überblick<br />

64 Kolumne<br />

Dr. Spornrad plädiert für<br />

sinnvolle Redundanz<br />

Titelfotos: Jessica Ambats, Simon Roloff, Sonaca Aircraft<br />

Fotos: Toni Ganzmann, Frank Martini, Torsten Matz, Andreas Rohde, Sonaca Aircraft<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 5


Leserforum<br />

<strong>aerokurier</strong> 6/<strong>2016</strong><br />

ULs auf 600 Kilogramm angehoben<br />

Abfluggewicht begrenzt<br />

sich von selbst<br />

Wenn wir mal ganz ehrlich sind, die<br />

Anhebung auf 600 Kilogramm ist ja nur<br />

konsequent und pragmatisch. Aber ist der<br />

wichtigere Teil der Idee nicht die Begrenzung<br />

des Leergewichts auf 350 Kilogramm?<br />

Wenn nur das maximale Abfluggewicht<br />

begrenzt ist, wird es auch bei<br />

600 Kilo bald wieder „Ultraleichte“ mit<br />

noch mehr Elektronik und noch mehr<br />

„Profi“-Technik geben, die dann leer 420<br />

Kilogramm auf die Waage bringen werden.<br />

Und dann sind wir genau so weit<br />

wie jetzt.<br />

Eine einfache, sinnvolle und klare Regelung<br />

wäre doch diese:<br />

- Ultraleichte: max. Leergewicht 350 kg,<br />

max. zwei Sitze<br />

- Leichte Luftsportgeräte (die sogenannten<br />

„120-kg-Flieger“): max. Leergewicht<br />

150 kg, ein Sitz (ja, 15 kg mehr für die Zelle<br />

und 15 kg mehr für den Motor, das wäre<br />

extrem sinnvoll!)<br />

Zudem sollte für beide Klassen gelten:<br />

- max. stationär sicher fliegbare Mindestgeschwindigkeit<br />

bei max. Abfluggewicht<br />

65 km/h, mit und ohne Motorleistung<br />

- Rettungsgerät gilt als Zuladung<br />

- Batterie/Akku eines elektrisch angetriebenen<br />

Flugzeugs gilt als Zuladung, wie<br />

der Treibstoff bei einem Benziner<br />

- eine Vorgabe eines max. Abfluggewichts<br />

ist nicht nötig, das begrenzt sich selbst<br />

aus der vorgeschriebenen Mindestgeschwindigkeit<br />

und den einzuhaltenden sicheren<br />

Lastvielfachen.<br />

Carsten Eusterbarkey,<br />

25813 Simonsberg<br />

Wo bleibt die Grenze<br />

zur Echo-Klasse?<br />

Wenn zwei Erwachsene gleichzeitig<br />

mit solchen Fluggeräten fliegen dürfen<br />

sollen, ist die Erhöhung auf 600 Kilogramm<br />

gewiss ein Muss. Was aber ist<br />

dann die Abgrenzung zur Echo-Klasse?<br />

Es gibt Echo-Flugzeuge mit maximalem<br />

Abfluggewicht von weniger als 600 Kilogramm:<br />

Piper Cub J3 mit 65 – 100 PS, Jodel<br />

D-112 mit 65 PS und Ercoupe 415 mit<br />

85 PS. Ich bleibe bei meiner seit Jahren<br />

gehegten Vermutung, wonach Luftfahrtbehörden<br />

es, wenn nicht gleich verhindern,<br />

aber doch zumindest erschweren<br />

wollen, dass ULs zu vollwertigen Doppelsitzern<br />

aufgewertet werden. Diese Kategorie<br />

ist bekanntlich weit weniger teuer<br />

in Anschaffung und Unterhalt als neue<br />

Echo- oder VLA-Flugzeuge. Das Wachstum<br />

der ULs würde bei 600 Kilogramm<br />

MTOW über die Zeit vielleicht gar exponentiell<br />

zunehmen! Der etwa gehörte Einwand,<br />

es sei in den letzten Jahrzehnten<br />

doch schon mehrmals aufgelastet worden,<br />

es müsse nun mal Halt gemacht werden“,<br />

ist schlicht eine hübsche Ausrede.<br />

Fritz Stauber, Seengen (Schweiz)<br />

Fliegen anstatt<br />

Neiddebatten führen!<br />

Ich bin mal wieder sehr überrascht<br />

über diese Diskussion. Es wird sich darüber<br />

opponiert, dass die Ultraleichtfliegerei<br />

mit 600 Kilogramm legal fliegen könnte.<br />

Es wird wieder auf den Urgedanken der<br />

UL Fliegerei verwiesen, von Überladung<br />

und und ... Aber bei aller Kritik, berechtigt<br />

oder nicht, so nach dem Motto: Wer<br />

Gerne veröffentlichen<br />

wir Ihre Meinung. Schicken<br />

Sie uns Ihren Leserbrief<br />

(für Rückfragen bitte<br />

unbedingt mit Adresse<br />

und Telefonnummer) an<br />

E-Mail: redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Fax: +49 711 182-1781<br />

im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen<br />

werfen, z.B. Zuladungsproblematik und<br />

Pilotenfehler, beinhaltet diese Diskussion<br />

nur eins: NEID! Mehr ist es nicht, weil die<br />

Vielfältigkeit in der UL-Fliegerei bleibt erhalten.<br />

Und Fliegerkameraden, ihr müsst<br />

ja nicht Ultraleichtflugzeuge fliegen, ihr<br />

könnt ja gerne weiter Echo fliegen, ich<br />

gönne euch das ganz neidlos.<br />

Mein Rat ist: Seid nicht so neidisch auf<br />

die UL-Piloten und probiert es selber mal<br />

aus, mit einem UL abzuheben. Ich habe<br />

das schon oft erlebt was Frank Martini<br />

mit der Funkstille meint. Und ich werde<br />

jetzt das machen was alle Piloten machen<br />

sollten, nämlich Fliegen und nicht Neiddebatten<br />

führen.<br />

Toni Goertz, 53902 Bad Münstereifel<br />

Schreiben lohnt sich!<br />

Unter allen Leserbrief-Autoren des vergangenen<br />

Monats hat die Redaktion das Buch „Museumsflugzeuge<br />

und Museen – Deutschland, Österreich<br />

und Schweiz“ verlost. Als Gewinner wurde Carsten<br />

Eusterbarkey gezogen.<br />

Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der<br />

Redaktionsmeinung übereinstimmen. Wir behalten uns die<br />

Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen Gründen vor.<br />

Foto: Motorbuch Verlag<br />

6 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


DIE KING AIR FAMILIE<br />

EFFIZIENZ IN ALLEN GRÖSSEN<br />

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Alle King Airs ® von Beechcraft ® wurden so konzipiert, dass sie optimalen Komfort, ideale Nutzlast und einen<br />

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Lösung für Ihre persönlichen und geschäftlichen Beförderungsbedürfnisse zu finden. Sämtliche King-<br />

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[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Foto: Jessica Ambats<br />

8 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Das Starship von Beechcraft<br />

wirkt noch heute<br />

wie eine Vision für die<br />

Zukunft der Luftfahrt.<br />

Noch fünf Exemplare<br />

werden von Enthusiasten<br />

am Leben und in der Luft<br />

gehalten. Ein außergewöhnlicher<br />

Pilot Report.<br />

AUTOR: John Hayes<br />

ÜBERSETZUNG: Oliver Schenk<br />

ABHEBEN IM<br />

RAUMSCHIFF<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 9


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Was heute im Airliner Standard<br />

ist und im Privatflieger Standard<br />

wird, nahm Beechcraft in den<br />

80er Jahren vorweg.<br />

Einsteigen bitte: Die<br />

Treppe ist stilecht in die<br />

Tür integriert, der Einstieg<br />

entsprechend bequem.<br />

Ich habe eine ansehnliche Menge<br />

an Stunden auf Kolbenmotorflugzeugen,<br />

Turbinen-Einmots<br />

und leichten Jets, aber ich erachte<br />

mich als ziemlich durchschnittlichen<br />

Piloten. Umso erfreuter bin ich,<br />

als sich Raj einverstanden erklärt,<br />

mich eins seiner geliebten Starships<br />

Probe fliegen zu lassen – natürlich<br />

mit ihm höchstselbst als verantwortlichem<br />

Piloten auf dem rechten Sitz.<br />

Von 53 gebauten Starships sind<br />

noch fünf flugtüchtig. Raj Narayanan<br />

gehören zwei der vier Canards in den<br />

USA. Er kaufte das erste flugfähige<br />

Exemplar (NC-50) 2011 und griff zwei<br />

Jahre später noch einmal zu (NC-33).<br />

Zudem besitzt er zwei weitere nicht<br />

flugfähige Maschinen, die am Marana<br />

Regional Airport nördlich von<br />

Tucson hangariert sind. Eine könnte<br />

wieder in die Luft gebracht werden,<br />

die andere ist ein Schlachtobjekt. Raj<br />

hat auch einen Hangar voll mit Ersatzteilen,<br />

um seine kleine Flotte in<br />

der Luft zu halten. Sätze von Fahrwerken,<br />

diverse Propeller (von denen<br />

viele nagelneu sind), Ersatzkomponenten<br />

für die Avionik, Stapel von<br />

CRT-Displays, Verkabelungen, Tragflächensegmente<br />

und eimerweise<br />

andere Teile, die sich im Starship<br />

verbauen lassen. Als i-Tüpfelchen hat<br />

er sogar die Originalpropeller vom<br />

Prototyp in seinem Fundus.<br />

Viele Leute bewahren historische<br />

Flugzeuge, aber das Starship ist ein<br />

absoluter Sonderfall. Es ist groß, es<br />

ist kompliziert, es besteht aus Verbundwerkstoffen,<br />

es wurden nicht<br />

viele gebaut und das Betreuungsnetzwerk<br />

ist lange aufgegeben. Wie also<br />

hält man solch ein Konstrukt flugtüchtig?<br />

Rajs Ausbildung als Flugsicherheitsingenieur<br />

ist ein Schlüssel zum<br />

Erfolg. Er ist Inhaber einer Part-65-<br />

Reparateurlizenz und ebenso wie die<br />

Mitarbeiter seiner Firma Experte für<br />

Verbundstoffe. So kam Raj auch zum<br />

Starship.<br />

Die Zelle ist stabil und hat kein<br />

Lebensdauerlimit. Muss etwas repariert<br />

werden, kann Raj eine Lösung<br />

austüfteln. Ihn fasziniert, dass das<br />

Flugzeug theoretisch hundert Jahre<br />

halten kann – oder mehr. Tatsächlich<br />

ist das Starship für Raj nicht nur Liebhaberstück,<br />

sondern auch Transportmittel.<br />

Eines, über das er mit Leidenschaft<br />

spricht. 1500 Flugstunden ist<br />

er seine beiden Babys in fünf Jahren<br />

geflogen – nur ein einziges Mal konnte<br />

er wegen eines Generatorversagens<br />

nicht abheben. Angesichts des Alters<br />

der Flugzeuge eine beeindruckende<br />

Statistik. Er berichtet, dass sich das<br />

Flugzeug bei 320 bis 330 KTAS auf<br />

Flight Level 340 bis 350 entspannt<br />

fliegen lässt und er guten Gewissens<br />

Etappen bis zu 1200 nautischen Meilen<br />

zurücklegt. Seine beiden Starships<br />

sind RVSM-zertifiziert, dürfen also<br />

auch in Luftstraßen mit reduzierter<br />

Staffelung geflogen werden. Für einen<br />

Steigflug auf FL 410 brauchen sie nur<br />

etwa 30 Minuten. Das reicht sehr<br />

nahe an die Leistung leichter Jets<br />

heran. Die Stabilität der Zelle, die<br />

Werkstoffe, die futuristische Optik<br />

– das waren alles Gründe für Raj,<br />

Starship-Captain zu werden. „Warum<br />

gewöhnlich sein?“, fragt er.<br />

Vielleicht spielte auch der Luxus<br />

eine Rolle. Wenn man durch die Bordtür<br />

tritt, sieht man sechs große Ledersitze,<br />

große Fenster und schicke<br />

Holzapplikationen. Zwar kann man<br />

nicht aufrecht stehen, dennoch ist<br />

das Raumgefühl gut. Alles mutet noch<br />

heute modern an. Der Gepäckbereich<br />

im hinteren Teil der Druckkabine ist<br />

wie diese beheizt, allerdings gibt es<br />

keine Möglichkeit einer Beladung<br />

von außen.<br />

Das Cockpit dominiert eine Konsole,<br />

die aus einem großen Transportflugzeug<br />

stammen könnte – sowohl<br />

der Form als auch der Funktion nach.<br />

Das Avioniksystem Pro Line 4 AMS-<br />

10 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Daten Beechcraft Starship<br />

Bauweise: Faserverbund<br />

Verwendung: Geschäftsreiseflugzeug<br />

Sitzplätze: Crew 2 + 6-8 Passagiere<br />

Antrieb<br />

ArtTurboprop<br />

Typ 2 x Pratt & Whitney Canada PT6A-67A<br />

Leistung <br />

je 1200 PS (895 kW)<br />

Propeller<br />

Fünfblatt McCauley<br />

Flugleistungen<br />

V NE <br />

Reichweite<br />

Dienstgipfelhöhe<br />

335 kts / 620 km/h<br />

1576 NM / 2920 km<br />

41 000 ft / 12 500 m<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

14,05 m<br />

Spannweite<br />

16,58 m<br />

Flügelfläche 26,1 m²<br />

Leergewicht <br />

4590 kg<br />

max. Startgewicht<br />

6 760 kg<br />

Mit Canards und<br />

Druckpropellern hatte<br />

das Starship einen<br />

futuristischen Auftritt.<br />

850 mit 16 Bildschirmen wurde entwickelt,<br />

bevor das Konzept des elektronischen<br />

Fluginstrumentensystems<br />

mit nur einem Bildschirm Einzug hielt.<br />

Die Leistungsfähigkeit beeindruckt<br />

auch heute noch. Eine einzelne Mattscheibe<br />

zeigt alle Motorinstrumente,<br />

eine weitere die elektronische Checkliste.<br />

Schon in den 80ern dachten die<br />

Ingenieure also daran, verschiedene<br />

Anzeigen zu integrieren.<br />

Die großen P&WC-PT6A-67A-<br />

Triebwerke zu starten ist eine Standardprozedur<br />

für jeden, der sich mit<br />

Pratt-Turbinen auskennt. Von außen<br />

hat das Starship einen eigenständigen<br />

Klang, der dadurch entsteht, dass die<br />

Abgase direkt durch den Propeller<br />

geleitet werden (und die ihn damit<br />

eisfrei halten). Vorne allerdings hört<br />

man davon kaum etwas. Sobald die<br />

Motoren rundlaufen, sind immer noch<br />

viele Punkte der Checkliste zu befolgen.<br />

Ist man eingearbeitet, ließe sich<br />

das doppelt so schnell erledigen, aber<br />

Raj gibt zu, dass es im Starship-Cockpit<br />

viel zu tun gibt. Heute beträgt das<br />

Abfluggewicht nur 6100 Kilogramm,<br />

also setzen wir V 1 auf 93, V r auf 96<br />

und V 2 auf 109 Knoten.<br />

Das Rollen ist schwierig. Die vertikalen<br />

Aufsätze auf den Flügelspitzen<br />

sind weit hinter dem Cockpit<br />

positioniert. Es ist also wichtig, im<br />

Kopf zu behalten, dass das Starship<br />

eine Spannweite von mehr als 18<br />

Metern hat. Die Bugradsteuerung<br />

erfordert einen festen Pedaldruck und<br />

hat nur einen kleinen Bewegungsradius.<br />

Für enge Kurven muss man<br />

daher die Fußspitzenbremsen benutzen.<br />

Das verlangt Krafteinsatz.<br />

ICH ERWARTE EINEN FLOTTEN ANTRITT.<br />

SEKUNDEN SPÄTER WEISS ICH: ZU RECHT<br />

Die Checkliste für den Rollhalt ist<br />

schnell abgearbeitet, und bald stehen<br />

wir abflugbereit an der Mittellinie.<br />

Ich muss beachten, dass man ohne<br />

FADEC das Motordrehmoment für<br />

den Startvorgang auf etwa 92 Prozent<br />

setzen muss. Jeder Motor hat 1200<br />

PS, und ich erwarte einen flotten Antritt.<br />

Einige Sekunden später weiß<br />

ich: zu Recht. Bei 96 KIAS bewirkt<br />

ein leichter Zug am Steuerhorn ein<br />

anmutigesAbheben. Das Starship<br />

nimmt Fahrt auf, beschleunigt auf<br />

150 KIAS bei 2500 ft/min. Der Versuch,<br />

meinen Blick auf die richtige Anzeige<br />

zu heften während wir beschleunigen,<br />

ist etwas hypnotisierend, und<br />

als ich die Gasspitze herausnehme,<br />

um den Motor innnerhalb der Betriebsgrenzen<br />

zu halten, hat Raj die Maschine<br />

schon wieder im Griff, fährt<br />

das Fahrwerk und die Klappen ein,<br />

trimmt aus und meldet den Abflug.<br />

Ich bin ganz mitgenommen, obwohl<br />

dieses Gerät eine ähnliche Leistung<br />

hat wie mein eigenes Flugzeug! Ich<br />

schaffe es, halb unterbewusst, die<br />

Höhe von 2500 Fuß zu halten, ohne<br />

in den B-Luftraum über uns einzufliegen,<br />

und das Gas weiter zurückzunehmen,<br />

um nicht die Maximalgeschwindigkeit<br />

für den Luftraum D zu<br />

überschreiten, während mein Denkvermögen<br />

langsam wieder die Oberhand<br />

gewinnt …<br />

Das Starship hat eine V NE von 254<br />

KIAS, und die Höchstgeschwindigkeit<br />

von 335 KTAS in der Höhe reicht nahe<br />

an die von Jets heran. Am anderen<br />

Ende der Fahrtmesserskala soll das<br />

Flugzeug stallsicher sein, und ich bin<br />

natürlich gespannt darauf, die Manövrierfähigkeit<br />

bei niedrigem Tempo<br />

zu testen. Wie bei den meisten<br />

Turboprops führt ein Ziehen an den<br />

Gashebeln zu sofortiger Fahrtabnahme.<br />

Konfiguriert man für die Landung,<br />

Im Innern empfängt hoher<br />

Komfort, das Ambiente<br />

wirkt auch nach 30 Jahren<br />

noch modern.<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 11<br />

Fotos: Jessica Ambats, John Hayes


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Fotos: Jessica Ambats, John Hayes, Raj Narayanan<br />

Gute Laune im Cockpit:<br />

Das Starship ist gut zu<br />

handhaben, verlangt aber<br />

mitunter Krafteinsatz.<br />

fährt Klappen und Fahrwerk aus und<br />

hält die Nase dann oben, so aktiviert<br />

sich der Stickshaker. Arbeitet man<br />

gegen den Pusher und hält die Nase<br />

weiter oben, nimmt das Flugzeug sie<br />

von allein eine Winzigkeit nach unten<br />

und fliegt weiter. Es ist unspektakulär.<br />

Zieht man beharrlich weiter, geht<br />

das Starship schüttelnd in den Sackflug<br />

und sinkt mit 1000 ft/min. Es<br />

bleibt beim Schütteln, die Strömung<br />

reißt nicht ab. Man kann das Steuerhorn<br />

voll gezogen halten, das Gas<br />

reinschieben und mit 1000 ft/min<br />

steigen, während das Flugzeug schüttelt<br />

und der Fahrtmesser 92 KIAS<br />

anzeigt, immer noch mehr als die 89<br />

KIAS der blauen V MC -Markierung.<br />

Bei Reisegeschwindigkeit fliegt<br />

das Starship außergewöhnlich stabil.<br />

Die Höhe zu halten ist einfach, auch<br />

im Kurvenflug. Die Seitenruder wirken<br />

gut. Um die Querachse lässt sich das<br />

Starship mit geringem Krafteinsatz<br />

steuern, im Gegensatz zu Lageänderungen<br />

um die Längsachse. Insgesamt<br />

verlangt der Entenflügler mehr<br />

Körpereinsatz als andere Flugzeuge.<br />

Ein kleines Problem mit der Trimmung<br />

überschattet die Vorbereitungen<br />

zu meiner ersten Landung, Raj<br />

leistet mir Hilfe und trimmt ständig<br />

nach. Ich richte das Flugzeug aus,<br />

bringe Klappen und Fahrwerk in Landekonfiguration<br />

und wähle das Powersetting<br />

für 115 Knoten Anfluggeschwindigkeit.<br />

Erst jetzt erinnere ich<br />

mich daran, dass ich viel höher sitze<br />

als in meiner Citation, und wie wir<br />

dem Boden näher kommen, schießt<br />

es mir durch den Kopf: „Nase nach<br />

oben!“ Als ich durchstarten will, setzen<br />

wir schon auf – kabumm! Raj<br />

grinst mich an und meint nur trocken:<br />

„Du hättest meine erste Landung<br />

sehen sollen. Das ist eine robuste<br />

Zelle, es wird ihr nicht wehtun.“ Ich<br />

zucke trotzdem zusammen.<br />

Zurück auf Rajs Homebase, haben<br />

wir Seitenwind, und ich schaffe keinen<br />

sauberen Anflug. Also durchstarten.<br />

Ein Sechs-Tonnen-Flugzeug im<br />

Griff zu haben erfordert nun mal das<br />

entsprechende Können. Bei meinem<br />

12 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Raj Narayanan hat vorgesorgt und für seine kleine Starship-<br />

Flotte allerhand Ersatzteile gehortet. Zahlreiche Propeller warten auf<br />

ihren Einsatz. [ 2 ] Warum normal sein?, fragt Raj. [ 3 ] Fahrwerke,<br />

Ausrüstung, Avionik – alles liegt sauber sortiert parat.<br />

[ 3 ]<br />

nächsten Versuch setzen wir etwas<br />

sanfter auf, zuerst mit dem rechten<br />

Hauptfahrwerk, dann mit dem linken<br />

– aber ziemlich weg von der Mittellinie.<br />

Die Fluglage erscheint schon<br />

ziemlich flach, weshalb ich überrascht<br />

bin, wie weit die Nase noch herunterkommt,<br />

nachdem ich das Ruder<br />

nachgelassen habe. Raj erklärt, dass<br />

der Vorflügel stark gepfeilt ist und<br />

abrupt aufhört zu fliegen, wenn man<br />

nicht aufpasst. So besteht die Gefahr,<br />

die Nase hart aufzusetzen, wenn man<br />

langsamer wird. Ich wünschte, ich<br />

hätte das Starship etwas souveräner<br />

gesteuert, und wenn ich ehrlich bin,<br />

fühle ich mich ziemlich fertig, als wir<br />

ausrollen. Mit etwas Übung und Erfahrung<br />

ist das Starship hingegen<br />

vollkommen beherrschbar – und es<br />

WENN ICH EHRLICH BIN, FÜHLTE ICH<br />

MICH BEIM AUSROLLEN ZIEMLICH FERTIG<br />

macht sogar Spaß, es zu fliegen. Allerdings<br />

bezweifle ich, dass sich Piloten<br />

kleinerer Maschinen darin auf<br />

Anhieb wohl fühlen werden.<br />

Eine Sache aber ist klar: Bei jeder<br />

Kursanweisung schienen es die Controller<br />

zu genießen, mit dem Starship<br />

zu arbeiten, und Raj sagt, wo immer<br />

er auch hinkomme, werde jede Ankunft<br />

zum Event.<br />

Heute sind viele Flugzeuge, von<br />

der Cirrus bis zum Dreamliner, aus<br />

Verbundwerkstoffen, und Glascockpits<br />

sind Standardausrüstung. Aber<br />

nur ein einziges anderes Geschäftsreiseflugzeug,<br />

die italienische Piaggio<br />

P-180, war mit dem Konzept einer<br />

Canard-Schubpropeller-Konfiguration<br />

ebenfalls erfolgreich. Beech war seiner<br />

Zeit mit dem Starship vielleicht<br />

voraus, aber diese Vision war nahe<br />

an der Realität. Ein Stück weit dürften<br />

wir heute in der Zukunft angekommen<br />

sein.<br />

ae<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 13


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

VISION UND<br />

WIRKLICHKEIT<br />

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Burt Rutan, Paul Bowen<br />

Die Entwicklungsgeschichte<br />

des Starships ist geprägt<br />

vom Streben nach Innovation<br />

und großen Träumen, aber<br />

auch von Missmanagement<br />

und schlechter Planung.<br />

[ 1 ] Das Starship bot auch<br />

von vorn einen sehr<br />

futuristischen Anblick.<br />

[ 2 ] Nachdem das<br />

„Baby-Starship“, ein<br />

85-Prozent-Prototyp, in<br />

rund 500 Stunden<br />

wichtige Daten für das<br />

Projekt erflogen hatte,<br />

wurde es in der Mojave-<br />

Wüste rabiat mit Maschinenhilfe<br />

zerstört.<br />

[ 1 ]<br />

14 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


AUTOR: John Hayes<br />

ÜBERSETZUNG: Oliver Schenk<br />

Die Geburtsstunde des Starships<br />

datiert zurück bis in<br />

die späten 70er Jahre, als<br />

man bei Beechcraft begann,<br />

über einen Nachfolger für die erfolgreiche<br />

King Air nachzudenken. Ausgangspunkt<br />

war ein Entwurf für ein<br />

Flugzeug mit weit hinten sitzenden<br />

Tragflächen und Entenflügeln, das<br />

Beechcraft-Ingenieur Bill Brown an<br />

Burt Rutan geschickt hatte. Brown<br />

war Mitglied der EAA und kannte<br />

Rutans Selbstbau-Kits, insbesondere<br />

die Long-EZ. Dieses Muster veranschaulichte<br />

nach seinem Dafürhalten<br />

die Vorzüge, die der Einsatz von Verbundwerkstoffen<br />

und innovativer<br />

Entwürfe für die Luftfahrzeuge der<br />

Zukunft bereithielt. Rutans unkonventionelle<br />

Canard-Konfiguration reduzierte<br />

den Luftwiderstand, war<br />

Stall-unempfindlich und sah futuristisch<br />

aus. Die Übernahme von Beechcraft<br />

durch den US-Konzern Raytheon<br />

im Jahr 1980 verzögerte das Projekt.<br />

Erst im August 1982 erhielt Rutans<br />

neu gegründete Firma Scaled<br />

Composites den Auftrag, einen Prototyp<br />

der nächsten Beech-Turboprop-<br />

Generation zu entwickeln.<br />

Rutan und sein Team konzipierten<br />

die Machbarkeitsstudie „Model 115“.<br />

Rutan nutzte dabei einen eigenen<br />

BASIC-Code auf einem frühen Apple-<br />

II-Computer, um die Aerodynamik für<br />

den Prototyp im 85-Prozent-Maßstab<br />

auszutüfteln. Das „Baby-Starship“<br />

entsprach in den Abmessungen etwa<br />

einer King Air 90. Es flog erstmals im<br />

August 1983, angetrieben von zwei<br />

kleinen Pratt-Turboprop-Motoren und<br />

nur rudimentär instrumentiert. Am<br />

Steuer saß Burt Rutans Bruder Dick.<br />

[ 3 ] Die Starship-Produktion.<br />

Um Subventionen für<br />

die Fabrik zu erhalten,<br />

verpflichtete sich Beechcraft,<br />

mindestens<br />

53 Flugzeuge zu bauen.<br />

Bei dieser Zahl blieb es.<br />

[ 2 ] [ 3 ]<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 15


[ MOTORFLIEGEN Reportage ]<br />

Bei der Entwicklung des<br />

Starships konnte Rutan auf<br />

seine vorherigen Canard-<br />

Entwürfe aufbauen.<br />

Beech drängte Rutan, das Starship<br />

bis zur NBAA 1983 in Dallas flugfertig<br />

zu machen, um potenzielle Kunden<br />

aufmerksam machen zu können.<br />

Mehrere Überflüge mit Höchstgeschwindigkeit,<br />

gemäßigter Kunstflug<br />

und eine Landung mit Stopp nach nur<br />

150 Metern beeindruckten die Zuschauer,<br />

aber fast niemand konnte<br />

das Flugzeug aus der Nähe sehen.<br />

Dementsprechend blieb den Beobachtern<br />

verborgen, wie viel noch zum<br />

fertigen Endprodukt fehlte. Der Prototyp<br />

flog insgesamt etwa 500 Stunden,<br />

bevor Beechcraft ihn in der<br />

Mojave-Wüste zerstören ließ – vor<br />

den Augen der Männer, die so hart<br />

daran gearbeitet hatten.<br />

Kurz nach der NBAA kündigte das<br />

Unternehmen den ambitionierten Plan<br />

an, das Starship bis Ende 1985 zur<br />

Zulassung zu bringen. Das bedeutete<br />

Pionierarbeit in mehrfacher Hinsicht:<br />

Es sollte das erste Flugzeug mit Tragflächen<br />

und Zelle aus Kohlefaser, mit<br />

Entenflügeln und Anti-Stall-Aerody-<br />

namik sein, weiterhin das erste<br />

Turboprop-Geschäftsreiseflugzeug<br />

mit Schubpropeller, das auch als erstes<br />

über ein Glascockpit mit FMS-<br />

Navigationsfähigkeiten verfügte. Das<br />

Ziel war, ein Flugzeug zu entwerfen,<br />

das von einem Piloten bedient werden<br />

konnte und Leistungsparameter eines<br />

Jets, verbesserte Sicherheit und überragende<br />

Effizienz aufwies. Ursprünglich<br />

sollten eine Reichweite von 2500<br />

nautischen Meilen, eine Cruise Speed<br />

von 400 mph (640 km/h) und eine<br />

maximale Flughöhe von 12 500 Metern<br />

erreicht werden. Das Gesamtgewicht<br />

sollte zudem unter 5,7 Tonnen liegen,<br />

damit das Flugzeug ohne Musterberechtigung<br />

geflogen werden konnte.<br />

Die Herausforderungen an die<br />

Konstruktion waren außerordentlich<br />

– besonders in Hinsicht auf die Verbundstoffe.<br />

Anstatt Materialermüdungserscheinungen<br />

darstellen zu<br />

müssen wie bei einer Metallstruktur,<br />

verlangte man von Beechcraft, die<br />

Strukturstärke im Falle unterschiedlicher<br />

Beschädigungen nachzuweisen.<br />

Sobald Probleme auftraten, verstärkten<br />

die Ingenieure einfach die Struktur.<br />

Man musste zudem Schichten aus<br />

leitenden Materialien einbauen, um<br />

Schutz vor Blitzschlag zu gewährleisten.<br />

Als wäre das noch nicht genug,<br />

musste Beechcraft gemäß den neuen<br />

FAA-Anforderungen in einem Zug<br />

den Entwurf, den Herstellungsprozess<br />

und das Material zulassen.<br />

Im Endeffekt bekam das Starship<br />

eine starke Struktur, die dadurch aber<br />

wesentlich schwerer war als geplant.<br />

Aerodynamische Belange trugen<br />

ebenfalls zum wachsenden Gewichtsproblem<br />

bei. Während der Tests stellte<br />

sich zudem heraus, dass der Canard<br />

in der Reiseflugkonfiguration in einen<br />

Deep Stall geraten konnte, wenn der<br />

Schwerpunkt nach hinten verschoben<br />

war. Daher wurde ein Stick Pusher<br />

eingebaut, eine Automatik, die die<br />

Steuersäule nach vorne drückt, wenn<br />

der Anstellwinkel einen Grenzwert<br />

erreicht. Und das bei einem Flugzeug,<br />

16 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Tatsächlich erfüllte das fertig zugelassene<br />

Produkt viele der ursprünglichen<br />

Anforderungen nicht mehr. Das<br />

Startgewicht lag bei 6760 Kilogramm.<br />

Ein Nebeneffekt des Zusatzgewichtes<br />

war eine geringere Treibstoffkapazität<br />

und damit eine geringere Reichweite.<br />

Auf dem Papier war die Reichweite<br />

mit 2920 Kilometer immer noch<br />

respektabel, aber weit entfernt vom<br />

ursprünglichen Ziel. Die Kabine war<br />

aber auch größer geworden, so konnten<br />

zwei zusätzliche Passagiere untergebracht<br />

und der Komfort erhöht<br />

werden. Aber die Änderungen reduzierten<br />

wiederum die Reisegeschwindigkeit.<br />

In weiser Voraussicht hatte<br />

Beechcraft das Flugzeug für den<br />

Single-Pilot- und den Crewbetrieb<br />

zeug anzunehmen, ganz offensichtlich<br />

falsch eingeschätzt. Für viele war das<br />

Design zu radikal, und für wenig mehr<br />

Geld gab es leistungsfähigere Jets.<br />

Außerdem hatte Beech mehr als<br />

100 Millionen Dollar an Verbindlichkeiten<br />

gegenüber der Gemeinde, die<br />

den Bau der Starship-Fabrik gefördert<br />

hatte. Die Firma hatte zugestimmt,<br />

mindestens 53 Exemplare zu bauen,<br />

um die Investitionen nicht abgelten<br />

zu müssen. Angesichts der schleppenden<br />

Verkäufe plante Beech schließlich,<br />

einen Teil der Flugzeuge zu<br />

verleasen. Allerdings waren die Konditionen<br />

dafür so gut, dass es sich<br />

für niemanden mehr lohnte, das Flugzeug<br />

zu kaufen. Um mehr Kunden<br />

anzulocken, wurde ihnen kostenfreie<br />

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Burt Rutan, Paul Bowen<br />

Burt Rutan war Mastermind<br />

bei der Entwicklung<br />

des Starships. Auf das<br />

Konto seiner Firma Scaled<br />

Composites gehen viele<br />

außergewöhnliche<br />

Flugzeugentwürfe bis hin<br />

zum SpaceShipOne.<br />

das ursprünglich besonders abrissresistent<br />

in der Start- und Landekonfiguration<br />

sein sollte!<br />

Trotz aller Probleme investierte<br />

Beechcraft weiter Unsummen – einige<br />

Schätzungen liegen bei 500 000<br />

Dollar pro Tag –, um den ersten Prototyp<br />

in Originalgröße in die Luft zu<br />

bringen. In dieser Zeit war Beechs<br />

Position als Marktführer in Gefahr, die<br />

Firma erlebte zwischen<br />

1982 und 1989<br />

drei Präsidenten und<br />

vier Vizepräsidenten.<br />

Am 15. Februar 1986,<br />

nur 28 Monate, nachdem<br />

das Starship<br />

angekündigt worden war, flogen die<br />

Testpiloten Tom Carr und Bud Frances<br />

erfolgreich den ersten Prototyp.<br />

Bis zum Frühling 1987 gingen zwei<br />

weitere Maschinen in die Luft, und<br />

am 14. Juni 1988 erhielt das Starship<br />

die FAA-Zertifizierung, fünf Jahre und<br />

geschätzte 800 Millionen Dollar nach<br />

dem Erstflug des Baby-Starships.<br />

TROTZ ALLER PROBLEME<br />

INVESTIERTE BEECHCRAFT WEITER<br />

UNSUMMEN IN DAS PROJEKT<br />

zugelassen, was aber eine Musterberechtigung<br />

erforderte.<br />

Dennoch hatte das Starship viele<br />

Vorzüge. Mit einer Kabinengröße, die<br />

die einer King Air 300 übertraf, war<br />

es großzügig und komfortabel. Der<br />

Innenraum-Geräuschpegel war extrem<br />

niedrig, weil die Schubpropelleranordnung<br />

den Motorlärm hinter das<br />

Flugzeug leitete, und die hohe Belastbarkeit<br />

der Tragflächen ermöglichte<br />

einen entspannten Flug bei<br />

Turbulenzen. Nicht zuletzt bot das<br />

Starship zu seiner Zeit bei der Avionik<br />

einen höheren Entwicklungsstand<br />

als alle Wettbewerber.<br />

Beechcraft allerdings hat den Markt<br />

im Hinblick auf die Bereitschaft der<br />

Kunden, ein derart innovatives Flug-<br />

Wartung versprochen. Der Effekt war,<br />

dass alle Halter die Wartungszentren<br />

überliefen und das Starship schnell<br />

den unverdienten Ruf bekam, besonders<br />

wartungsintensiv zu sein –<br />

nicht nur bei den Kunden, auch beim<br />

Beechcraft-Management.<br />

1995 wurden nur elf Flugzeuge<br />

verkauft und daraufhin die Entscheidung<br />

getroffen, das Programm einzustellen<br />

und die<br />

Betreuungsangebote<br />

zurückzuziehen. Insgesamt<br />

schrieb die<br />

Firma mit dem Starship<br />

einen Verlust von<br />

etwa 300 Millionen<br />

Dollar. Man beschloss – so wie man<br />

mit dem ursprünglichen Prototyp<br />

verfahren war –, die gesamte Starship-<br />

Flotte zu verschrotten. Die Firma<br />

rechtfertigte dies damit, dass sie die<br />

Unterhaltskosten für eine so kleine<br />

Flotte sparen und sich stattdessen<br />

auf den neuen Hawker Jet konzentrieren<br />

wolle.<br />

ae<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 17


[ NEWS ]<br />

Remos Light Sport Aircraft<br />

ERSTFLUG DER GXIS<br />

Am 26. Mai hat die neue Remos GXiS in Pasewalk zum erfolgreichen Erstflug abgehoben. Zuerst<br />

hatte sich der Prototyp in Rollversuchen bis zum High Speed Taxiing beweisen müssen. Erst dann<br />

brachte Konstrukteur und Pilot Christian Majunke die GXiS in die Luft. Bei dem rund einstündigen<br />

Erprobungsflug testete er gleich das komplette Geschwindigkeitsspektrum vom Langsam- bis zum<br />

Schnellflug aus. Die GXiS ist die erste Remos, die vom Rotax 912 iS Sport mit elektronischer Benzineinspritzung<br />

angetrieben wird. Um den Anlassvorgang so einfach wie möglich zu machen, hat<br />

Remos den „Smartstart“ entwickelt. Damit laufen nahezu alle Rotax-Checks automatisch ab. Der<br />

Erstflug der GXiS war der Auftakt zur angestrebten EASA-Zulassung als Light Sport Aircraft (LSA).<br />

Die Rotax-Motoren 912 können<br />

jetzt zwischen den Überholungen<br />

2000 Stunden beziehungsweise<br />

15 Jahre betrieben werden. In den<br />

Genuss der TBO-Erhöhung kommen<br />

Motoren vom Typ 912 A, F<br />

und S ab bestimmten Seriennummern,<br />

sofern die 1000-Stunden-<br />

Sonderkontrolle durchgeführt wurde.<br />

Die TBO-Intervalle erhöhen<br />

sich dann von 1500 auf 2000<br />

Stunden beziehungsweise von 12<br />

auf 15 Jahre. Bei älteren Motoren<br />

dieses Typs kann die Zeit zwischen<br />

den Grundüberholungen<br />

schrittweise mit Servicemaßnahmen<br />

angehoben werden. Für eine<br />

Reihe der Motoren vom Typ 912<br />

iSc Sport sowie 912 iS und iS<br />

Sport wird für die nächste Wartung<br />

ein Austausch des Stators<br />

im Generator vorgeschrieben.<br />

Am 4. Mai fliegen über Mitteleuropa mehr als<br />

30 Piloten 1000 km nonstop im reinen Segelflug.<br />

Supersegler<br />

STEMME S12 ERHÄLT EASA-ZULASSUNG<br />

Jubiläum bei Cessna<br />

DER CITATIONJET WIRD 25 JAHRE ALT<br />

Vor 25 Jahren, am 29. April 1991, startete das Modell 525 CitationJet von<br />

Cessna zum Erstflug. Cessna hatte damit ein neues Light-Jet-Segment<br />

aus der Taufe gehoben. Die ersten Auslieferungen des Flugzeugs erfolgten<br />

zwei Jahre nach dem Erstflug. Inzwischen wurden mehr als 1800 Exemplare<br />

des Modells 525 ausgeliefert, zählt man die aktuellen Modelle M2,<br />

CJ3+ and CJ4 mit. Die CJ-Linie ist damit die erfolgreichste Light-Jet-Serie.<br />

Insgesamt hat Cessna im Segment der leichten Jets bisher mehr als 4900<br />

Flugzeuge auf den Markt gebracht. Das Angebot reicht heute vom Einstiegsjet<br />

Citation Mustang bis zum Top-Performer CJ4.<br />

Das neue Premiummodell der Stemme AG, die Twin Voyager S12, hat<br />

die Musterzulassung erhalten. Der vom Design der S10 abgelei te te<br />

doppelsitzige Motorsegler mit Mittelmotor, versenkbarem Propeller<br />

und Einziehfahrwerk glänzt durch gute Reiseflug- und Segelflugleistungen.<br />

Mit 25 Metern Spannweite verfügt die Stemme S12 über ein<br />

bestes Gleiten von 1:53.<br />

Fotos: Cessna, Diamond Aircraft, Predrag Vuckovic RBCP, Remos, Rotax, Stemme<br />

18 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Piloten landen hier<br />

3 x <strong>aerokurier</strong><br />

mit 35 % Preisvorteil!<br />

Red Bull Air Race<br />

DOLDERER VERTEIDIGT FÜHRUNG<br />

Trotz vorzeitigem Aus in Chiba, Japan, führt Matthias Dolderer<br />

die Rangliste des Red Bull Air Race weiter an. Aufgrund zu<br />

hoher g-Kräfte war er in der „Round of 8“ ausgeschieden. Er<br />

musste sich mit Platz acht und drei WM-Punkten zufriedengeben.<br />

Bei den Zwischenzeiten lag Dolderer sogar mit über einer<br />

halben Sekunde Vorsprung vorne. In der Auftaktrunde des<br />

Tages, der „Round of 14“, hatte sich Dolderer noch gegen Petr<br />

Kopfstein aus der Tschechischen Republik durchgesetzt. Trotz<br />

des vorzeitigen Aus konnte Dolderer seine Spitzenposition vor<br />

Kirby Chambliss (USA) und Nicolas Ivanoff (F) verteidigen.<br />

1 :<br />

3Die DFS Deutsche Flugsicherung<br />

GmbH will die Fluginformationsdienste<br />

(FIS) in Deutschland<br />

künftig zentralisiert von einer<br />

Stelle aus erbringen – der Kontrollzentrale in Langen<br />

bei Frankfurt. Im Zuge dieser Neuorganisation holt die<br />

DFS mit einer Online-Umfrage die Meinung der Piloten<br />

ein. Auf DFS.de kann der Service bewertet werden.<br />

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wurde zur Verbesserung der Nutzlast um knapp 100 kg<br />

erhöht und beträgt nun 1999 kg. Die durchschnittliche Leermasse<br />

liegt bei 1380 kg, sodass 619 kg für Besatzung, Treibstoff oder Ausrüstung<br />

zur Verfügung stehen. Ein stärkerer Generator versorgt die<br />

Mess- und Überwachungsausrüstung jetzt mit 100 Ampere (2,8 kW).<br />

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DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut<br />

an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir<br />

separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />

Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

Ich bezahle per Rechnung.<br />

Widerrufsrecht Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem<br />

Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2<br />

Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen.<br />

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[ MOTORFLIEGEN Pilot Report ]<br />

DIE NEUE<br />

AUTOR: Gerhard Marzinzik<br />

20 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Sonaca 200<br />

REFERENZ<br />

Viele Piloten träumen von einem robusten,<br />

zuverlässigen und schnellen Flugzeug mit<br />

guter Reichweite, in das man auch richtig<br />

was einladen kann. Sonaca Aircraft will<br />

den Traum mit der Sonaca 200 realisieren.<br />

Foto: Jeff Bauche<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 21


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report ]<br />

[ 1 ]<br />

Einfach und sicher<br />

funktioniert die Verriegelung<br />

der Schiebehaube.<br />

Die Sonaca 200 soll die neue<br />

Referenz unter den zweisitzigen<br />

Trainern und Reiseflugzeugen<br />

werden. Der<br />

Ganzmetall-Tiefdecker fliegt bereits<br />

als Proof-of-Concept-Modell. Anfang<br />

Juni hatte die <strong>aerokurier</strong>-Redaktion<br />

im belgischen Spa-La Sauvenière Gelegenheit,<br />

den schnittigen Erprobungsträger<br />

für die VLA-Klasse unter<br />

die Lupe zu nehmen.<br />

Das dickste Pfund, mit dem die<br />

Sonaca wuchert, ist neben der höchst<br />

attraktiven Erscheinung die Zuladung<br />

von 320 kg. Das bietet kein anderer<br />

Zweisitzer, nicht als Light Sport Aircraft<br />

(LSA), nicht als Very Light Aircraft<br />

(VLA) und nicht als Single in<br />

der Zulassungskategorie CS-23. Die<br />

Sonaca 200 nimmt 2 mal 70 Liter<br />

Treibstoff (104 kg) in den Flügeltanks<br />

auf, das reicht für 750 NM (1400 km)<br />

und lässt noch eine Besatzung mit<br />

216 kg Gewicht zu. Der große Gepäckraum<br />

hinter den Sitzen fasst bis<br />

zu 30 kg. Und das alles gibt es in<br />

einer wetterbeständigen Alu-Hülle.<br />

Die Zuverlässigkeit der zugrunde<br />

liegenden Konstruktion hat das Flugzeug<br />

bereits in einer Vielzahl von<br />

Experimentals unter Beweis gestellt.<br />

Die Sonaca 200 basiert auf der Sling<br />

2 des Bausatzherstellers The Airplane<br />

Factory (TAF) aus Südafrika,<br />

mit der die in der Großluftfahrt tätige<br />

Sonaca Group die neue Sonaca Aircraft<br />

in Gosselies, Belgien, gegründet hat.<br />

Mit zehn Prozent sind noch drei Mitarbeiter<br />

der Sonaca Group mit von<br />

der Partie.<br />

Pierre Van Wetter, Head of Marketing<br />

and Sales der neuen Gesellschaft,<br />

hat als Sonaca-Angestellter<br />

und PPL(A)-Pilot den entscheidenden<br />

STARTEN UND LANDEN OHNE ANSTRENGUNG, KOMFORTABEL<br />

REISEN ODER EINFACH NUR MAL HERUMWIRBELN<br />

22 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

Anstoß für die Aufnahme des Leichtflugzeugbaus<br />

gegeben.<br />

Vor dem Einstieg in dieses Marktsegment<br />

hat man sich in ganz Europa<br />

umgehört: Was braucht die Allgemeine<br />

Luftfahrt? Die zusammenfassende<br />

Antwort mündete im zweisitzigen<br />

Schulflugzeug robuster<br />

Konstruktion, das eine praxisgerechte<br />

Zuladung, ansprechende Leistung,<br />

günstige Betriebskosten und die<br />

Garantie für eine verlässliche Betreuung<br />

durch den Hersteller auszeichnet.<br />

Was die Musterbetreuung im Hinblick<br />

auf Ingenieurleistung und rasche<br />

Ersatzteilversorgung angeht, sieht<br />

sich Sonaca Aircraft mit der Erfahrung<br />

der Muttergesellschaft in der früheren<br />

Fertigung der F-16 für die Luftwaffe<br />

und als Zulieferer für Airbus,<br />

Embraer und andere Großflugzeughersteller<br />

als Garant.<br />

In Sachen Konstruktion wollte man<br />

in Gosselies nicht das Rad neu erfinden<br />

und setzte deshalb auf die Sling<br />

2 von TAF als Grundlage. In ihrer<br />

aerodynamischen Gestalt ist das<br />

Sonaca-200-Konzept<br />

damit schon festgelegt.<br />

In Gosselies<br />

arbeiten die Ingenieure<br />

nun an den inneren<br />

Werten; sie sollen das Flugzeug<br />

fit machen für die VLA-Zulassung und<br />

für eine maximale Startmasse von 750<br />

kg. Dazu werden der vierholmige,<br />

über insgesamt 18 Rippen aufgebaute<br />

Flügel und die Verbindung mit<br />

dem schon robust ausgelegten Fahrwerk<br />

verstärkt. Der Rahmen der<br />

Frontscheibe wird als Überrollbügel<br />

ausgelegt. Das Gewicht von fast 19


[ 3 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Ausstattung, wie man sie bei einem Pkw der Premiumklasse erwartet: Das<br />

Cockpit ist mit Leder ausgeschlagen, das Instrumentenpanel edel mit einer CFK-<br />

Struktur versehen. [ 2 ] Pierre Van Wetter von Sonaca Aircraft entert sein „Baby“.<br />

Das Einsteigen erfordert keine besondere Sportlichkeit. [ 3 ] Die Ledersessel lassen<br />

sich lateral verschieben. [ 4 ] Kleine Aufmerksamkeiten: Aufnahmen für Headsets und<br />

Kartenlampe. Die Sonaca 200 gibt es standardmäßig mit NVFR-Ausrüstung.<br />

[ 4 ]<br />

Fotos: Gerhard Marzinzik


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report ]<br />

Abgehoben: Das<br />

Festfahrwerk sorgt mit<br />

seiner breiten Spur für<br />

sicheres Rollen.<br />

Fazit<br />

• Flugleistungen, Zuladung<br />

• harmonische<br />

Ruderabstimmung<br />

• Flugeigenschaften, Wendigkeit<br />

• sehr direkte Bugradsteuerung<br />

• schwerfällige Trimmung<br />

• keine Gepäckraumklappe<br />

kg des verzichtbaren (nicht zertifizierten)<br />

Rettungssystems des Experimentals,<br />

kann in die Struktur fließen,<br />

ohne dass die Rüstmasse zunehme<br />

und die Zuladung verringert werden<br />

würde.<br />

Beim Triebwerk fiel die Wahl auf<br />

den Rotax-914F-Flugmotor mit 115 PS<br />

Startleistung, damit die Sonaca 200<br />

ohne Einschränkungen<br />

auch auf<br />

Graspisten eingesetzt<br />

werden<br />

kann. Eine starre<br />

Zweiblatt-Luftschraube<br />

von<br />

MT-Propeller soll<br />

die Motorleistung<br />

in Vortrieb umsetzen.<br />

Das Proofof-Concept-Modell<br />

war noch wie<br />

das Experimental<br />

mit einem Dreiblatt-Constant-Speed-<br />

Propeller von Whirlwind Propellers<br />

bestückt. Wären da nicht die wie<br />

grimmig blickende Augen erscheinenden<br />

Lufteinlässe neben der Propellernabe,<br />

die der Sonaca einen ganz<br />

eigenen Ausdruck verleihen, das<br />

Flugzeug würde als ganz konventionelle<br />

Konstruktion daherkommen<br />

mit Kreuzleitwerk, einem fast rechteckigen<br />

Flügel und der großen, nach<br />

hinten gleitenden Schiebehaube.<br />

Wingtips und Cowling haben ihre<br />

elegante Form durch Faserverbundbauteile<br />

erhalten.<br />

Im Cockpit haben die Piloten reichlich<br />

Platz, über 1,10 m misst die lichte<br />

Weite. Der Abstand zu den großen,<br />

mit Fußspitzenbremsen versehenen<br />

Seitenruderpedalen lässt sich durch<br />

Verschieben der Sitze anpassen. Man<br />

fühlt sich sofort gut aufgehoben im<br />

Ledersitz. Die Seitenwände und das<br />

Panel mit CFK-Struktur sind ebenfalls<br />

wertig in Leder eingefasst. Das soll<br />

auch Standard bleiben, sagt Pierre<br />

Van Wetter.<br />

Die Instrumentierung der OO-SON<br />

entsprach beim Testflug noch nicht<br />

der vorgesehenen konventionellen<br />

Serienausstattung. Ein Garmin G3X<br />

Touch – gibt es nur für Experimentals<br />

– übernahm im Erprobungsträger<br />

noch die gesamte Motorüberwachung,<br />

das Primary Flight Display und die<br />

Darstellung der Navigationskarte. Im<br />

Panel soll sich noch vieles ändern.<br />

Der Zündschalter wird, um Fehlbedienungen<br />

zu vermeiden, durch einen<br />

Magnetschalter und Startknopf ersetzt.<br />

Der Drehschalter für die elektrisch<br />

betriebenen Landeklappen verliert<br />

eine Position, die zweite Klappenstellung<br />

wird nicht benötigt. Die Bedienelemente<br />

für die vielen Tanks, die für<br />

die Überführung in diesem Frühjahr<br />

24 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


LED-Leuchten für sicheres Landen<br />

und Gesehenwerden.<br />

Randbeleuchtung in den Faserverbund-Wingtips.<br />

Auch bei mieser Sicht, gut zu erkennen. Die Sonaca 200<br />

kommt serienmäßig mit einer NVFR-Ausrüstung.<br />

Fotos: Jeff Bauche, Gerhard Marzinzik<br />

von Südafrika notwendig waren, verschwinden.<br />

Die Sicherungsleiste wird<br />

vertikal angeordnet. Im Angebot wird<br />

es eine Glascockpit-Variante mit einem<br />

Garmin G500 geben.<br />

Den künftigen Sonaca-Piloten erwartet<br />

ein aufgeräumtes Cockpit mit<br />

zentral im Blickfeld über der Mittelkonsole<br />

platziertem Tankwahlhebel.<br />

Der Gashebel auf der Mittelkonsole<br />

ist mit einer kleinen Sperre für die<br />

für fünf Minuten abrufbare 15-PS-<br />

Zusatzpower des Rotax versehen und<br />

kann komfortabel mit aufgelegtem<br />

Arm betätigt werden. Dahinter befindet<br />

sich die Bedienung für die<br />

Feststellbremse. Die Steuerknüppel<br />

ragen dominant ins Cockpit. Ein Gefühl<br />

von Enge kommt aber nicht auf,<br />

sie finden auch bei Vollausschlägen<br />

ausreichend Raum, ohne dass blaue<br />

Flecken an den Oberschenkeln befürchtet<br />

werden müssen. Beim Einund<br />

Ausstieg behindern sie nicht.<br />

Die Knüppelköpfe beherbergten<br />

beim Testmodell noch die Stelltaster<br />

der elektrischen Trimmung. Für die<br />

Anzeige der Trimmstellung war das<br />

G3X Touch zuständig.<br />

Nach dem Anschnallen kann der<br />

Spaß beginnen, den Rotax 914F mittels<br />

Zündschalter zum Leben zu erwecken.<br />

Das funktioniert ganz ohne<br />

Tricks. Die Checkliste abarbeiten – und<br />

schon geht es zum Start. Auf dem<br />

abschüssigen Rollweg zur Piste 03<br />

in Spa können sich die Bremsen das<br />

erste Mal beweisen. Die Rollsteuerung<br />

über das Bugrad wirkt sehr direkt.


[ MOTORFLIEGEN Pilot Report ]<br />

Mit den Trittstufen wird der Ein- und<br />

Ausstieg geradezu komfortabel.<br />

Etwas grimmig schaut die<br />

Sonaca über die kantigen<br />

Lufteinlässe nach vorn.<br />

Daten Sonaca 200<br />

Hersteller: Sonaca Aircraft, Gosselies Zulassung: VLA Sitzplätze: 2 Bauweise:<br />

freitragender Metalltiefdecker Verwendung: Training, Reise<br />

Antrieb<br />

Motor<br />

Leistung<br />

Propeller<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

Spannweite<br />

Cockpitbreite<br />

Massen und Mengen<br />

Leermasse<br />

Nutzlast<br />

BRP Rotax 914F<br />

115 PS / 86 kW<br />

MT, Zweiblatt, starr<br />

Mit dem Vorschieben des Gashebels<br />

und dem Entriegeln der 15-PS-<br />

Sperre nimmt die Sonaca zügig Fahrt<br />

auf. Bei 65 kts und Klappenstellung<br />

1 hebe ich sie von der Bahn. Beschleunigt<br />

auf 70 kts, steigt sie mit mehr<br />

7,00 m<br />

9,15 m<br />

1,11 m<br />

430 kg<br />

320 kg<br />

Maximalmasse<br />

Tankinhalt<br />

750 kg<br />

2 x 70 l<br />

Flugleistungen<br />

max. Reisegeschwindigk. 115 KTAS<br />

Reisegeschw. bei 75 %<br />

Leistung in 6000 ft 105 KTAS<br />

Überziehgeschw. m. Klappen 45 KTS<br />

Startstrecke 350 m<br />

Landestrecke 300 m<br />

bestes Steigen 750 ft/min<br />

Reichweite<br />

750 NM<br />

sichere Lastvielfache +4,4 g / -1,76 g<br />

als den versprochenen 750 ft/min.<br />

Bei der Zuladung haben wir auch<br />

noch Luft nach oben. Bei rund 100 l<br />

Avgas in den Tanks und rund 150 kg<br />

Gewicht im Cockpit sind bis zur Maximalmasse<br />

fast noch 100 kg übrig.<br />

Auf Sicherheitshöhe können die<br />

Klappen zurückgefahren werden.<br />

Jetzt steigt die Sonaca mit 75 kts am<br />

besten.<br />

Hinter uns grummelt ein Gewitter,<br />

zu den Seiten sieht es auch recht<br />

dunkel aus. Bei den guten Sichtverhältnissen<br />

aus dem Cockpit – auch<br />

im Steigflug nach vorn – lässt sich<br />

die Lage aber gut beurteilen. Nach<br />

Süden haben wir freien Himmel, und<br />

in 4000 ft levele ich aus. Leistung<br />

reduzieren, nachtrimmen – stabil zieht<br />

die Sonaca weiter. Ein Steilkreis links,<br />

ein Steilkreis rechts: Leicht und wendig<br />

wie ein Kunstflugzeug lässt sich<br />

die Maschine geradezu herumwirbeln.<br />

Die Höhenrudertrimmung arbeitet<br />

langsam, aber wirkungsvoll. Vertrimmt,<br />

sind hohe Kräfte aufzubringen.<br />

Auch im Langsamflug überzeugt<br />

die Sonaca. In unserer Beladungskonfiguration<br />

lässt sie sich clean ebenso<br />

wie mit voll ausgefahrenen Klappen<br />

bei voll durchgezogenem Steuerknüppel<br />

noch mit kleinen Querruderausschlägen<br />

kontrollieren, ohne aus<br />

dem Sackflug abzukippen. Das deutliche<br />

Weichwerden in den Rudern bis<br />

hin zum leichten Schütteln ist so of­<br />

Die Landeklappen sind mehrfach<br />

angelenkt, das Querruder einmal.<br />

fensichtlich, dass es sich auch bei<br />

größter Unaufmerksamkeit nicht<br />

ignorieren lässt. Dann geht es auch<br />

schon zurück nach Spa, für den gewöhnungsbedürftigen<br />

Anflug durch<br />

die Waldschneise zur Piste 03 – mal<br />

mit vollen Klappen, mal ohne. Mit 70<br />

kts ist die Sonaca im Endanflug gut<br />

zu beherrschen, auch als sie aus der<br />

Schneise heraus vom heftigen Querwind<br />

erfasst und gebeutelt wird.<br />

Flugschüler dürften mit dem Tiefdecker<br />

einen viel verzeihenden Trainer<br />

bekommen, der auch bei großem<br />

Ausbildungsstress für einen kühlen<br />

Kopf sorgt – die seitlichen NACA-<br />

Hutzen führen reichlich Frischluft in<br />

den Innenraum. Für gestandene Piloten<br />

dürfte die Sonaca dank ihrer<br />

Wendigkeit und guten Reiseleistungen<br />

attraktiv sein.<br />

Rund 175 000 Euro zuzüglich Steuern<br />

soll die Sonaca 200 kosten, wenn<br />

sie ab Ende 2017 zur Auslieferung<br />

kommt. Pierre van Wetter schätzt,<br />

dass sie in Flugschulen bei 600 Flugstunden<br />

im Jahr für rund 80 bis 90<br />

Euro pro Stunde betrieben werden<br />

kann.<br />

Die Rechnung hat schon eine Reihe<br />

Ausbildungsbetriebe überzeugt.<br />

22 Aufträge – und damit deutlich mehr<br />

als einmal für den gegenwärtigen<br />

Entwicklungsstatus angepeilt – hat<br />

Sonaca Aircraft schon in Europa eingesammelt.<br />

ae<br />

Fotos: Jeff Bauche, Gerhard Marzinzik, Sonaca Aircraft<br />

26 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


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[ MAGAZIN ]<br />

FI an gewerblichen Flugschulen<br />

Ausbilder im Cockpit<br />

Ohne sie kommt niemand in die Luft – die Fluglehrer. In<br />

der Vereinsfliegerei im Ehrenamt, arbeiten die FIs in der<br />

gewerblichen Luftfahrt freiberuflich oder in Festanstellung.<br />

W<br />

N<br />

Der Flight<br />

Instructor<br />

S<br />

O<br />

SERIE BERUFE<br />

Wenn du dir so viele Wegpunkte<br />

auf der kurzen<br />

Strecke raussuchst, ist<br />

das sicher gut für deine Orientierung.<br />

Aber alle in den Flightlog<br />

einzutragen, bringt dich gleich in<br />

der Luft nur in unnötigen Stress“,<br />

sagt Moritz vom Heede beim Briefing<br />

zu Lena Meurer. Die 22-Jährige<br />

absolviert bei TFC Käufer eine<br />

Ausbildung zur Verkehrsluftfahrzeugführerin<br />

und ist gerade<br />

in der Basisausbildung auf einer<br />

Cessna 152.<br />

Zwölf Flugstunden und ihre<br />

erste Soloplatzrunde hat sie bereits<br />

hinter sich, heute geht es an ihren<br />

ersten kurzen Überlandflug von<br />

Essen/Mülheim zum nur wenige<br />

Flugminuten entfernten Flugplatz<br />

Dinslaken – Schwarze Heide. Etwa<br />

eine Stunde hat sich Moritz zuvor<br />

Zeit genommen, mit Lena die Flugvorbereitung<br />

durchzugehen und<br />

ihr Tipps für die einzelnen Schritte<br />

zu geben. Lena ist eine von drei<br />

Flugschülerinnen, die der angestellte<br />

Fluglehrer derzeit durch die<br />

praktische Ausbildung bis zur<br />

PPL(A)-Prüfung führt.<br />

Über den PPL zum ATPL<br />

TFC Käufer, als Vertragsschule<br />

von airberlin, Aerologic und Condor<br />

einer der größten Pilotenausbilder<br />

bundesweit, bietet in integrierten<br />

ATPL-Kursen die Möglichkeit,<br />

auf dem Weg zum Verkehrspiloten<br />

schon mal den PPL(A) zu<br />

erwerben. Gut 130 Flugschüler hat<br />

das Essener Unternehmen derzeit<br />

in Ausbildung, sie werden von<br />

Moritz und neun weiteren festangestellten<br />

Kollegen betreut – unterstützt<br />

von einem Pool freiberuflicher<br />

FIs. Unterrichtet wird in<br />

Kursen von etwa zwölf Schülern,<br />

die die Lehrer für die praktische<br />

Ausbildung in Gruppen von drei<br />

bis vier Personen aufteilen. Im<br />

Theorieunterricht deckt der 29-Jährige<br />

das Fach Meteorologie ab. Die<br />

Verzahnung von Unterricht und<br />

praktischer Basisausbildung ist für<br />

ihn ein entscheidendes Qualitätsmerkmal<br />

seines Berufs: „Wenn ich<br />

einen Schüler vom ersten Tag an<br />

durchgehend betreue, kann ich<br />

den Lernstoff individuell angepasst<br />

systematisch aufbauen.“<br />

Neben den eigenen Lizenzen<br />

und dem Spaß an der Fliegerei<br />

gehört die Fähigkeit, sich auf unterschiedliche<br />

Charaktere einzulassen,<br />

für Moritz vom Heede zu<br />

den wichtigsten Voraussetzungen<br />

für seinen Beruf. So verschieden<br />

die Anwärter sind, ist die Fähigkeit<br />

des Ausbilders, Stärken und Schwächen<br />

zu erkennen, elementarer Teil<br />

seiner Verantwortung als FI. Vor<br />

einem Jahr hat er seine Stelle als<br />

Fluglehrer bei TFC Käufer angetreten.<br />

Die Lehrberechtigung hat<br />

er 2012 während seiner eigenen<br />

ATPL-Ausbildung erworben, die<br />

er nach Erhalt seiner Segelfluglizenz<br />

mit 17 Jahren angetreten hatte.<br />

Für ihn ein effizienter Weg zu einem<br />

Job im Cockpit – auch ohne Anstellung<br />

als Pilot bei einer Airline.<br />

Die Lehrberechtigung kann man<br />

bereits als Privatpilot mit 200 Flugstunden,<br />

150 davon als PIC, erwerben.<br />

Hinzu kommen neben einer<br />

zehnstündigen Instrumentenflugausbildung<br />

ein Theorielehrgang,<br />

28 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


die Praxisausbildung sowie die<br />

Theorieprüfung zum CPL beim<br />

LBA. Alles Schritte, die der junge<br />

Fluglehrer in seiner Ausbildung<br />

zum Verkehrsluftfahrzeugführer<br />

bereits absolvierte. Als Ausbilder<br />

von Flugschülern nur bis zum LAPL<br />

würde hingegen der PPL sogar<br />

ohne die CPL-Theorie ausreichen.<br />

Schüler bis zur ATPL-Prüfung<br />

durchgehend zu begleiten erfordert<br />

dagegen deutlich umfangreichere<br />

Berechtigungen. Denn nach der<br />

Basisausbildung inklusive PPL-<br />

Prüfung folgt auf den anschließenden<br />

ATPL-Theorieblock mit großer<br />

LBA-Prüfung wieder eine praktische<br />

Phase – die IFR-Ausbildung auf<br />

einer Einmot. An die schließt sich<br />

die MEP-Schulung bis zur praktischen<br />

Prüfung zum CPL-IFR-MEP<br />

an. Dafür erweitert der junge Fluglehrer<br />

gerade seine Lehrberechtigung<br />

als MEP-FI. In diesem letzten<br />

Ausbildungsabschnitt wird die<br />

Praxis in der Luft mit dem Training<br />

auf Airbus- und Boeing-Simulatoren<br />

kombiniert, einer weiteren<br />

Facette des Berufs als Fluglehrer<br />

für Verkehrsluftfahrtführer.<br />

Mehrheit arbeitet<br />

freiberuflich<br />

Mit dem Erwerb der Berufspilotenlizenz<br />

mit IFR-Berechtigung<br />

und MEP Class Rating und der<br />

zuvor absolvierten ATPL-Theorieprüfung<br />

schließen die Schüler ihre<br />

Ausbildung bei Käufer ab und haben<br />

die Basis für einen Cockpitjob<br />

bei einer Airline in der Tasche. Weil<br />

der für Moritz vom Heede nach<br />

seiner ATPL-Ausbildung nicht in<br />

Sicht war, entschied er sich für den<br />

Weg als hauptberuflicher Fluglehrer.<br />

„Viele Kollegen nehmen auch<br />

erst mal einen Kabinenjob an oder<br />

verdingen sich als Ramp Agent“,<br />

so der 29-Jährige, der sich stattdessen<br />

für den Cockpitjob als FI<br />

entschied: „Natürlich ist es nach<br />

wie vor mein Ziel, für eine Airline<br />

zu fliegen. Dabei möchte ich mir<br />

die Tätigkeit als Trainer aber aufrechterhalten.“<br />

Seine jetzige Arbeit als hauptberuflicher<br />

Fluglehrer bei einer der<br />

größten deutschen Schulen für die<br />

Verkehrsluftfahrt könnte sich dafür<br />

als wichtiger Pluspunkt erweisen.<br />

Denn bei den Fluggesellschaften<br />

wird die weitere praktische<br />

Pilotenausbildung mit ihren Type<br />

Ratings von erfahrenen Kapitänen<br />

mit Lehrberechtigung durchgeführt.<br />

Die haben einen Arbeitsvertrag<br />

als Piloten, festangestellte Fluglehrer<br />

gibt es dagegen auch bei<br />

den Airlines nicht allzu viele. So<br />

ist der überwiegende Teil von Moritz’<br />

Kollegen auch freiberuflich<br />

tätig, nicht wenige von ihnen gleich<br />

an mehreren Flugschulen. Fluglehrer<br />

im Hauptberuf ist also eine<br />

recht schmale Nische – aber immerhin<br />

eine zusätzliche, sein Geld<br />

auch ohne Anstellung als Verkehrsluftfahrzeugführer<br />

oder Berufspilot<br />

im Cockpit zu verdienen.<br />

Für ehemalige Airliner zum Beispiel<br />

ist es daher ein Weg, der Fliegerei<br />

beruflich verbunden zu bleiben.<br />

So auch für Axel Goyke: Früher<br />

als Flugingenieur bei der LTU im<br />

Cockpit, deckt der Freiberufler<br />

heute 8 der insgesamt 14 Theoriefächer<br />

bei TFC Käufer ab. ae<br />

Beruf Fluglehrer<br />

Die Voraussetzungen sind ein<br />

Mindestalter von 18 Jahren,<br />

der CPL oder der PPL mit<br />

CPL-Theorieprüfung und<br />

mindestens 200 Flugstunden,<br />

von denen 150 als Pilot in<br />

Command absolviert worden<br />

sein müssen. Hinzu kommen<br />

mindestens 10 Stunden<br />

Instrumentenflugausbildung<br />

sowie die Fluglehrerausbildung<br />

mit einem 125-stündigen<br />

Theoriekurs und 30 Flugstunden<br />

Praxis bei einer ATO.<br />

Lernfortschritte individuell anpassen: Für Moritz vom Heede heißt das<br />

auch Zeit für theoretische Fragen und eine intensive Flugvorbereitung.<br />

Vom Cockpit in einen der Essener Airbus-Simulatoren: ein Kollege Moritz<br />

vom Heedes beim Training mit zwei fortgeschritteneren ATPL-Anwärtern.<br />

Fotos: Frank Martini<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 29


[ MAGAZIN ]<br />

Mit nur einem Checkflug bundesweit chartern<br />

Geteiltes Flugzeug<br />

und doppelter Nutzen<br />

Carsharing, Housesharing, sogar Cowsharing – überall<br />

wird geteilt. aeroPS ist als erster Anbieter für Planesharing<br />

an den Markt gegangen. Das Portal verspricht Piloten<br />

unkompliziertes Chartern und Vereinen, Flugzeughaltern<br />

und Flugschulen eine bessere Auslastung ihrer Flotten.<br />

Anders als bei den bereits<br />

boomenden Mitflugzentralen<br />

geht es bei aeroPS nicht<br />

um das Angebot freier Sitzplätze,<br />

sondern um die Vermittlung ganzer<br />

Flugzeuge – schließlich ist Mitfliegen<br />

schon toll, selber fliegen<br />

aber noch viel besser. Doch den<br />

meisten Piloten fehlt die dazu wichtigste<br />

Ressource: Zeit. Wochentags<br />

wollen Job und Familie unter einen<br />

Hut gebracht werden, am Wochenende<br />

sind die Flieger dann<br />

ausgebucht. Unter der Woche das<br />

Leid von Vereinen und Flugschulen:<br />

Die Flieger verstauben in der<br />

Halle.<br />

Von der spartanisch instrumentierten DR 300 bis<br />

zur Hightech-Zweimot ist alles dabei.<br />

Genau hier setzt aeroPS an: „Wir<br />

bieten Piloten zusätzliche Optionen<br />

zu ihren Vereinen oder Vercharterern<br />

– in der Umgebung oder<br />

deutschlandweit. Und wir geben<br />

Anbietern die Möglichkeit, ihre<br />

Maschinen besser auszulasten“,<br />

sagt Daniel Steinhauß, der zusammen<br />

mit Julian Brott hinter aeroPS<br />

steht. Steinhauß kennt das Pilotenproblem<br />

aus Erfahrung: „Wir<br />

sind an unseren Verein gebunden,<br />

aber die Flieger sind am Wochenende<br />

regelmäßig ausgebucht oder<br />

kaputt. Also habe ich mich gefragt,<br />

wie ich unkompliziert und standort-ungebunden<br />

chartern kann.“<br />

Daraus wurde dann seine Bachelor-Arbeit,<br />

unter anderem mit der<br />

Erkenntnis, dass Piloten zu wenig<br />

fliegen, weil sie keinen ausreichenden<br />

Zugriff auf Flugzeuge haben.<br />

OpenAirplane als<br />

Vorbild aus den USA<br />

Planesharing ist in Europa bislang<br />

nicht etabliert; lediglich in<br />

den USA gibt es OpenAirplane, wo<br />

freie Charterkapazitäten für Privatpiloten<br />

angeboten werden. Als<br />

Vorbilder für das daraufhin erarbeitete<br />

Konzept dienten deshalb<br />

auch die etablierten Carsharing-<br />

Anbieter wie etwa Car2go. Hier<br />

kann der Nutzer online die verfügbaren<br />

Fahrzeuge an beliebigen<br />

Standorten einsehen und per App<br />

buchen – auch kurzfristig. Fast so<br />

einfach soll es auch bei aeroPS<br />

gehen – fast, denn das Problem<br />

beim Mieten von Flugzeugen ist,<br />

dass jeder Anbieter eigene Regeln<br />

hat, jeder seinen eigenen Checkflug<br />

verlangt, bevor man das kostbare<br />

Gerät eigenverantwortlich bewegen<br />

darf. Das wiederum kostet Zeit<br />

und Geld und hält letztendlich die<br />

Leute vom Fliegen ab. „Ist ja auch<br />

kein Wunder“, meint Steinhauß,<br />

„wenn ich schon für ein paar<br />

Platzrunden mit einem Fluglehrer<br />

über einhundert Euro bezahlen<br />

muss, damit ich bei einem Fremdanbieter<br />

überhaupt fliegen darf.“<br />

„Da lokale Checkflüge nicht<br />

gesetzlich geregelt sind, haben wir<br />

also die Vercharterer gefragt, wel-<br />

30 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Ob am Laptop oder per<br />

Smartphone – aeroPS will die<br />

Suche nach der passenden<br />

Chartermaschine so einfach<br />

wie möglich machen.<br />

Fotos: Helge Zembold, aeroPS<br />

che fliegerischen Ansprüche sie<br />

an ihre Kunden stellen. Daraus<br />

haben wir mithilfe von erfahrenen<br />

Fluglehrern und juristischer Beratung<br />

einen standardisierten Checkout<br />

entwickelt, der ein gutes fliegerisches<br />

Niveau sicherstellen soll<br />

und von allen Anbietern akzeptiert<br />

wird“, so Steinhauß. Wer die entsprechenden<br />

Unterlagen aufmerksam<br />

liest, wird schnell feststellen,<br />

dass es hier nicht mal eben um<br />

eine schnelle Platzrunde geht,<br />

sondern dass von der Flugvorbereitung<br />

über die Durchführung bis<br />

hin zur Theorie durchaus hohe<br />

Ansprüche an den Kandidaten<br />

gestellt werden. Offiziell entspricht<br />

dies dem Verfahren zur Unterschiedsschulung<br />

gemäß EU-Verordnung<br />

1178/2011 und wird von<br />

benannten Fluglehrern der jeweiligen<br />

Anbieter durchgeführt. „Der<br />

Check-out bietet sowohl für die<br />

Piloten als auch für die Anbieter<br />

die Sicherheit, dass das Flugzeug<br />

beherrscht wird. Deshalb schreiben<br />

wir ihn unabhängig von der Erfahrung<br />

des Piloten vor“, erklärt<br />

Daniel Steinhauß. „Piloten mit<br />

wenig Flugstunden lernen dazu,<br />

erfahrene Piloten können Verfahren<br />

wieder auffrischen und abseits<br />

der fliegerischen Routine trainieren.<br />

Und natürlich kann der Checkflug<br />

mit dem jährlichen Übungsflug<br />

kombiniert werden.“<br />

Typenzertifikat mit<br />

zwei Jahren Gültigkeit<br />

Am Ende des Check-outs steht<br />

das „Typenzertifikat“, das von<br />

einem Fluglehrer in die Datenbank<br />

von aeroPS eingetragen wird.<br />

Grundsätzlich muss der Nutzer für<br />

jeden Flugzeugtyp ein Typenzertifikat<br />

erwerben, das zwei Jahre<br />

gültig ist und von allen Anbietern<br />

auf aeroPS.com anerkannt wird.<br />

Zudem werden drei Platzrunden<br />

mit einem Fluglehrer fällig, wenn<br />

die letzten drei Flüge mit dem<br />

Für jeden<br />

Flugzeugtyp<br />

verlangt das<br />

System ein Typenzertifikat.<br />

entsprechenden Flugzeugmuster<br />

länger als 90 Tage her sind. Steinhauß<br />

erklärt: „Das war eine Anforderung<br />

der Vercharterer und<br />

Flugschulen, die von unserem<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 31


[ MAGAZIN ]<br />

Daniel Steinhauß (l.) und Julian Brott wollen<br />

perspektivisch mit aeroPS auch Geld verdienen.<br />

Die Seite ist übersichtlich aufgebaut und selbsterklärend. Die<br />

Suche kann nach Region und Flugzeugtyp erfolgen.<br />

Fotos: Helge Zembold, aeroPS<br />

Luftrechtler ebenfalls befürwortet<br />

wurde.“ Regelmäßiges Fliegen auf<br />

demselben Muster hilft in diesem<br />

Fall also sparen, denn Flüge mit<br />

Flugzeugen derselben Klasse genügen<br />

nicht. Allerdings: Die für<br />

den Erhalt des Zertifikats notwendigen<br />

Starts müssen nicht zwangsläufig<br />

bei dem jeweiligen Vercharterer<br />

erflogen werden, es werden<br />

vielmehr alle Flüge auf dem Flugzeugmuster<br />

anerkannt. Für Flugzeuge<br />

mit komplexer Avionik<br />

(Garmin G1000 oder andere EFIS-<br />

Anlagen) muss zusätzlich noch ein<br />

Avionikzertifikat erworben werden;<br />

für Flugzeuge mit Standardausrüstung<br />

ist dies nicht notwendig.<br />

Der Buchungsprozess ist einfach<br />

und nutzerfreundlich: Nach einer<br />

einmaligen Anmeldung werden<br />

die verfügbaren Flugplätze auf<br />

einer Karte angezeigt, ein Klick auf<br />

das entsprechende Symbol öffnet<br />

eine Liste mit den ortsansässigen<br />

Anbietern. Dort können wiederum<br />

die einzelnen Flugzeugmuster<br />

angezeigt und bei Bedarf direkt<br />

gebucht werden. Auch eine Suche<br />

nach Muster oder Umkreis ist möglich.<br />

Das System überprüft, ob die<br />

notwendigen Zertifikate vorhanden<br />

sind, und gibt dann die Buchung<br />

frei, zeigt dabei auch die voraussichtlichen<br />

Kosten an. Falls eine<br />

Voraussetzung nicht erfüllt ist, wird<br />

die Reservierung eines Check-out-<br />

Fluges vorgeschlagen. Vor dem<br />

Flug werden die voraussichtlichen<br />

Flugdaten abgefragt; nach der<br />

Landung müssen dann die Flugzeiten<br />

und Zählerstände korrekt<br />

angegeben werden. Die Abrechnung<br />

erfolgt direkt über den Vercharterer.<br />

Zum Abschluss werden<br />

Dienstleister und Flugzeug vom<br />

Kunden bewertet; der Pilot erhält<br />

ebenfalls eine Bewertung vom<br />

Anbieter.<br />

Für Piloten kostet die Nutzung<br />

von aeroPS zunächst nichts; dafür<br />

wird jedes Typenzertifikat mit 49,95<br />

und jedes Avionikzertifikat mit 9,95<br />

Euro in Rechnung gestellt. Wer<br />

aeroPS häufig mit wechselnden<br />

Anbietern nutzt, kann alternativ<br />

monatlich 14,95 Euro berappen,<br />

womit alle Kosten für Zertifikate<br />

abgegolten sind. Die Anbieter verpflichten<br />

sich, Kunden des Portals<br />

denselben Preis zu berechnen wie<br />

allen anderen Piloten.<br />

Zu den Anbietern auf aeroPS.<br />

com zählen derzeit überwiegend<br />

Flugschulen und einige gewerbliche<br />

Vercharterer; Anfragen gibt<br />

es aber auch schon von privaten<br />

Haltern, die ihr Flugzeug besser<br />

auslasten wollen. Auch für Vereine,<br />

deren Flieger wochentags nicht<br />

ausgebucht sind, ist das Portal<br />

geeignet, wenn es etwa in Verbindung<br />

mit einer Kurzmitgliedschaft<br />

genutzt wird. Zu Beginn des Regelbetriebes<br />

Ende Mai waren 19<br />

Anbieter aus ganz Deutschland<br />

mit insgesamt mehr als 120 Flugzeugen<br />

vom UL bis zur Zweimot<br />

angemeldet.<br />

Für die Partner stellt aeroPS das<br />

Internetportal als kostenlose Werbeplattform<br />

zur Verfügung und<br />

verspricht, die Auslastung der<br />

angebotenen Flugzeuge zu erhöhen.<br />

Allerdings kassiert das Unternehmen<br />

fünf Prozent des dem Piloten<br />

tatsächlich berechneten Nasscharterpreises,<br />

wenn ein Chartervertrag<br />

zustande kommt. Derzeit werden<br />

die Anfragen, die aeroPS erreichen,<br />

noch per E-Mail an die Vercharterer<br />

weitergeleitet; künftig sollen<br />

Schnittstellen zu den gängigen<br />

Online-Buchungssystemen eingerichtet<br />

werden, damit die Flugzeugverfügbarkeit<br />

direkt im Portal<br />

angezeigt werden kann.<br />

Auf der Suche nach<br />

europäischen Partnern<br />

Neben vereinsfrustrierten Piloten<br />

hat aeroPS noch eine weitere<br />

Zielgruppe: jene Flieger, die (beruflich)<br />

viel unterwegs sind und<br />

die Zeit an ihrem jeweiligen Aufenthaltsort<br />

nutzen wollen. „Das<br />

sind zum Beispiel Berufspiloten<br />

und Außendienstler, aber natürlich<br />

auch Urlauber“, so Julian Brott.<br />

Mit den entsprechenden Zertifikaten<br />

in der Tasche sollte es möglichst<br />

einfach sein, vor Ort eine Flugmöglichkeit<br />

zu finden, ohne erneute<br />

langwierige Prüfprozeduren über<br />

sich ergehen lassen zu müssen.<br />

Derzeit beschränkt sich das<br />

Angebot nur auf Deutschland,<br />

Steinhauß und Brott sind jedoch<br />

bereits auf der Suche nach europäischen<br />

Anbietern: „Wir sind<br />

immer dankbar für Tipps, wo man<br />

im In- und Ausland chartern kann.<br />

Wir sprechen dann die Anbieter<br />

an und versuchen, sie ins Boot zu<br />

holen.“ Als waschechtes Start-up-<br />

Unternehmen konnten die beiden<br />

Studenten zwar auf einen Zuschuss<br />

der TU Braunschweig zurückgreifen,<br />

investieren derzeit aber noch<br />

private Gelder in ihre Firma mit<br />

dem Ziel, künftig Geld damit zu<br />

verdienen. Neben diesen bodenständigen<br />

Ambitionen sehen sich<br />

die Gründer aber auch als Förderer<br />

der Sicherheit der Allgemeinen<br />

Luftfahrt: „Wir bieten den Piloten<br />

die freien Flugzeugkapazitäten,<br />

damit mehr geflogen wird, und<br />

durch unsere Check-outs tragen<br />

wir außerdem zu einem höheren<br />

Sicherheitsniveau bei.“<br />

Dass ihre Anforderungen hinsichtlich<br />

der Zertifikate möglicherweise<br />

abschreckend wirken, wissen<br />

auch Steinhauß und Brott, und<br />

sie sind sich der Tatsache bewusst,<br />

dass sie vielleicht bei einer spartanisch<br />

ausgerüsteten, gutmütigen<br />

Robin etwas über das Ziel hinausschießen.<br />

Spätestens aber bei einer<br />

Cirrus SR20 oder einem Flugzeug<br />

mit Glascockpit ist regelmäßige<br />

Flugpraxis überlebenswichtig, weiß<br />

Daniel Steinhauß aus eigener Erfahrung:<br />

„Man fühlt sich darin wie<br />

ein Anfänger, wenn man 90 Tage<br />

nicht geflogen ist.“ Wer ein Zertifikat<br />

erwirbt, kann sich demnach<br />

sicher sein, das Flugzeug und seine<br />

Ausrüstung zu beherrschen –<br />

Sicherheit für Pilot und Flugzeughalter<br />

gleichermaßen.<br />

ae<br />

<br />

Helge Zembold<br />

32 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


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[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

Caravan im Touristeneinsatz<br />

SPRITZ-TOUR<br />

ÜBER<br />

34 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Wenn über der arabischen Wüste ein<br />

Wasserflugzeug erscheint, dann ist das<br />

nicht unbedingt eine Fata Morgana.<br />

Seawings Dubai bietet mit Cessna Caravans<br />

Rundflüge zwischen Sand und Meer.<br />

DUBAI<br />

TEXT + FOTOS: Andreas Rohde<br />

Das Ambiente ist exklusiv.<br />

Unter großen Sonnenschirmen<br />

stehen weich gepolsterte<br />

Sessel auf dem gepflegten<br />

Rasen und laden zum Verweilen<br />

ein, während Ober aus dem<br />

benachbarten Yachtclub den wartenden<br />

Fluggästen gekühlte Drinks servieren.<br />

Fast könnte man sich auf einer<br />

Reise in die Vergangenheit wähnen,<br />

zurückversetzt in die Zeit der<br />

großen Flugboote, deren betuchte<br />

Passagiere auf exotischen Inseln derart<br />

verwöhnt auf ihren Weiterflug<br />

warteten. Weit gefehlt! Wir befinden<br />

uns im Jahr 2015 am Rande der Arabischen<br />

Wüste, etwa auf halbem Wege<br />

zwischen Abu Dhabi und Dubai.<br />

Das Einzige, was uns mit besagten<br />

Passagieren aus den 1930er Jahren<br />

verbindet, ist die Tatsache, dass unsere<br />

anstehende Flugreise auf See<br />

beginnen wird.<br />

Ausgangspunkt ist das Jebel Ali<br />

Golf Resort & Spa Hotel, eine der<br />

ersten Adressen in den Vereinigten<br />

Arabischen Emiraten. Und die Heimatbasis<br />

von Seawings. Dubai<br />

Seawings wurde im Jahr 20<strong>07</strong> als<br />

Tochterunternehmen von Air Charter<br />

International mit dem Ziel gegründet,<br />

touristische Flüge in den Vereinigten<br />

Arabischen Emiraten anzubieten. Als<br />

Basis dafür wurde Dubai gewählt,<br />

eine kosmopolitische Metropole, Finanz-<br />

und Wirtschaftszentrum, Drehscheibe<br />

des Weltluftverkehrs – und<br />

natürlich eine erstklassige Urlaubsdestination<br />

mit genügend potenzieller<br />

Kundschaft.<br />

Seawings zeichnet dabei für die<br />

Organisation und Vermarktung der<br />

Flüge verantwortlich, während der<br />

Flugbetrieb von Jet-Ops, ebenfalls<br />

Tochter der Air Charter International,<br />

durchgeführt wird. Die Wahl des<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 35


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

[ 1 ]<br />

Pilot Jeff Powell ist ein<br />

erfahrener Wasserflieger.<br />

In den Wintermonaten<br />

sitzt er für Seawings am<br />

Steuer einer Caravan.<br />

Flugzeugs fiel dabei auf die Cessna<br />

208 Caravan, von der heute drei Exemplare<br />

betrieben werden. Für den<br />

Einsatz bei Seawings wurden die<br />

Maschinen mit einem exklusiven Interieur<br />

ausgestattet, sie bieten den<br />

Fluggästen Platz in acht bequemen<br />

Ledersitzen. Ein neunter Passagier<br />

kann auf dem Copilotenplatz sitzen.<br />

Dieser sowie die beiden Plätze in der<br />

letzten Reihe mit extra viel Beinfreiheit<br />

können gegen<br />

einen Preisaufschlag<br />

reserviert werden.<br />

Die drei Caravans<br />

wurden mit amphibischen<br />

Schwimmern ausgestattet, sie<br />

erlauben sowohl den Betrieb vom<br />

Wasser als auch von regulären Startbahnen<br />

aus. Als Operationsbasis<br />

wurde die Marina des Jebel-Ali-Golf-<br />

Resorts gewählt, da dieses Hotel<br />

nicht nur strategisch günstig zwischen<br />

Abu Dhabi und Dubai gelegen ist,<br />

sondern mit eigenem Yachthafen und<br />

Golfclub der kleinen Airline die technisch<br />

nötige Infrastruktur bietet.<br />

Aufgrund der großen Entfernung<br />

zum Stadtzentrum von Dubai ist es<br />

jedoch für viele Gäste zu umständlich,<br />

Jebel Ali zu erreichen, sodass 2009<br />

eine Dependance im Dubai Creek<br />

Golf & Yacht Club eröffnet wurde.<br />

Von dieser im Stadtzentrum gelegenen<br />

Basis startet mittlerweile die<br />

Mehrzahl der Seawings-Flüge, wobei<br />

jedoch alle Maschinen regelmäßig<br />

nach Jebel Ali zurückkehren, um dort<br />

im Yachthafen für Inspektionen und<br />

Wartung via Rampe an Land rollen<br />

zu können.<br />

Vor dem Flug treffen wir uns auf<br />

der Wartungsrampe in Jebel Ali mit<br />

MIT PREISAUFSCHLAG ALS<br />

COPILOT INS COCKPIT DER 208<br />

Pilot Jeff Powell. Jeff ist ein erfahrener<br />

Wasserflieger, der während der<br />

Sommermonate in seiner kanadischen<br />

Heimat für das Ontario Ministry of<br />

Natural Resources and Forestry von<br />

Sudbury aus zu Wasserbombern umgebaute<br />

Twin Otter fliegt. Im Winter<br />

tauscht er seine frostige Heimat gegen<br />

das angenehm milde Klima von<br />

Dubai und zeigt Touristen aus der<br />

ganzen Welt die monumentalen Attraktionen<br />

dieser Region.<br />

Während die Techniker letzte Hand<br />

an die Caravan anlegen, führt Jeff<br />

den Außencheck an seiner Maschine<br />

durch und bittet uns schließlich an<br />

Bord, da wir ihn ausnahmsweise auf<br />

dem Weg von der Wartungsrampe<br />

zum Passagierdock begleiten dürfen.<br />

Dazu müssen wir erst einmal die Caravan<br />

erklimmen, die auf ihrem aus<br />

den Schwimmern ausgefahrenen<br />

Fahrwerk erstaunlich groß und hoch<br />

wirkt. Auf Land ist die Sitzhöhe im<br />

Cockpit durchaus mit der eines kleinen<br />

Airliners zu vergleichen. Nach<br />

dem „All clear“-Signal der Bodencrew<br />

startet Jeff die 675 PS<br />

starke Pratt & Whitney-PT6A-114A-Pro-<br />

pellerturbine. Da das<br />

Triebwerk weit vor<br />

dem Cockpit sitzt, ist der Lärmpegel<br />

in der Kabine überraschend gering.<br />

Langsam steuert Jeff die Caravan<br />

eine kleine Rampe hinunter in das<br />

azurblaue Wasser des Hafenbeckens,<br />

zieht das Fahrwerk ein, und fährt,<br />

einem Schiff gleich, zur anderen Seite<br />

des Hafenbeckens hinüber, vorbei<br />

an stattlichen Luxusyachten.<br />

Am Passagierdock von Seawings<br />

angekommen, wird die Caravan zum<br />

Boarding vorbereitet. Eine externe<br />

Klimaanlage sorgt bis zum Einsteigen<br />

der Gäste für angenehme Temperaturen<br />

im Inneren der Maschine. Kurz<br />

darauf werden die Gäste mit einem<br />

36 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


[ 2 ]<br />

[ 1 ] Kaum über die Rampe der Seawings-Werft ins Wasser gerollt, wird das Fahrwerk<br />

in die Schwimmer eingezogen und die Amphibien-Caravan ist in ihrem zweiten<br />

Element. [ 2 ] Die Jebel Ali Palm gehört zu den wohl beeindruckendsten Landmarken,<br />

die bei einem Rundflug über Dubai aus der Luft zu erkennen sind. Da sie zu weit vom<br />

Stadtzentrum entfernt liegt, gibt es noch eine innenstadtnahe Basis. [ 3 ] Beim Ver -<br />

lassen der Basis muss ein Wasserflieger durchaus mit maritimem Verkehr rechnen.<br />

[ 3 ]<br />

Golfwagen zum „Gate“ gebracht, wo<br />

eine kurze Sicherheitskontrolle stattfindet.<br />

Sechs Gäste haben einen<br />

halbstündigen Rundflug gebucht –<br />

allesamt Touristen aus Deutschland,<br />

England, Lettland und Korea. Da das<br />

Sicherheitsbriefing bereits beim Checkin<br />

mittels Video durchgeführt wurde,<br />

startet Jeff unmittelbar nach einer<br />

kurzen Begrüßung das Triebwerk.<br />

Leinen los, und schon bewegt sich<br />

die Caravan gemächlich Richtung<br />

Hafenausfahrt.<br />

Dann schiebt Jeff den Gashebel<br />

nach vorne. Mit hochgezogener Nase<br />

nimmt der Flieger Fahrt auf. Nach<br />

wenigen Sekunden lässt Jeff die Nase<br />

ein wenig herunter, die Caravan<br />

gleitet jetzt „on the step“. Das ist der<br />

Punkt des geringsten Wasserwiderstandes<br />

der Schwimmer. Gischtsprühend<br />

jagt die Caravan über das<br />

Wasser, bis sich die Schwimmer vom<br />

nassen Element trennen.<br />

Entlang der bisher unvollendeten<br />

Jebel Ali Palm, einer künstlich im<br />

Meer angelegten Insel in Form einer<br />

umrandeten Palme, steigen wir vorerst<br />

auf eine Höhe von 1000 Fuß,<br />

während unter uns ein riesiges Con-


[ MOTORFLIEGEN Reise ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Maritimes Flair dank<br />

reetgedecktem Portal zur<br />

Gangway. [ 2 ] Beim<br />

morgendlichen Walkaround<br />

prüfen die Piloten<br />

ihr Flugzeug akribisch.<br />

tainerschiff seinen Weg aufs offene<br />

Meer nimmt. Wir aber folgen der<br />

Küstenlinie nordwärts Richtung Jumeirah,<br />

bevor wir wieder landeinwärts<br />

drehen.<br />

Jeff schiebt den Gashebel wieder<br />

nach vorne und setzt Steigleistung.<br />

Bevor wir die Küstenlinie überfliegen,<br />

erreichen wir unsere endgültige Flughöhe<br />

von 2000 Fuß. Während wir jetzt<br />

in einer lang gezogenen Kurve um<br />

die Wolkenkratzer entlang der Sheikh<br />

Zayed Road herumfliegen, befindet<br />

sich auf der anderen Seite ein Meer<br />

aus Sand – die arabische Wüste,<br />

deren Ausläufer bis in die Stadt hineinreichen.<br />

Genau genommen ist es<br />

aber andersherum richtig: Dubai ist<br />

in die Wüste hineingewachsen. Und<br />

erst aus der Luft lässt sich erkennen,<br />

dass tatsächlich auch viele große<br />

Gebäude noch vom Wüstensand umgeben<br />

sind.<br />

Die nächste Attraktion ist das<br />

weltberühmte Hotel Burj al Arab, das<br />

dem Segel einer Dhow, einem traditionellen<br />

arabischen Segelschiff,<br />

nachempfunden ist. Weiter geht es<br />

wieder über Wasser, entlang der<br />

Umrandung der Jumeirah Palm bis<br />

zum exklusiven Atlantis Resort, das<br />

an der Spitze von Dubais erster künstlicher<br />

Palmeninsel liegt. Auf Höhe<br />

des Resorts fliegt Jeff eine 180-Grad<br />

Kurve, sodass die Gäste auf beiden<br />

Seiten der Caravan den gleichen Ausblick<br />

auf diese von Menschenhand<br />

geschaffene Welt genießen können.<br />

Kurz darauf erreichen wir die „Welt“<br />

– eine aus 300 künstlichen Inseln<br />

bestehende Weltkarte. Bisher wurde<br />

jedoch nur auf zweien davon mit der<br />

Bebauung begonnen, und es scheint<br />

zweifelhaft, ob dieses gigantische<br />

Projekt jemals fertig wird. Die lokale<br />

Presse berichtete bereits über versandende<br />

Kanäle, schlechte Wasserqualität<br />

wegen mangelnder Zirkulation<br />

und beginnende Erosion der<br />

künstlichen Aufschüttungen. Es ist<br />

daher nicht auszuschließen, dass<br />

ironischerweise gerade das Spiegelbild<br />

der Welt durch menschlichen<br />

Größenwahn letztendlich im Meer zu<br />

versinken droht.<br />

Nächstes Highlight ist das Burj<br />

Khalifa, mit 163 Stockwerken und 828<br />

EINE WELT AUS 300 KÜNSTLICH ANGELEGTEN INSELN<br />

38 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

Metern das höchste Gebäude der<br />

Welt. Aus Sicherheitsgründen muss<br />

ein großer Abstand zu diesem Gebäude<br />

gehalten werden, sodass seine<br />

grazile Eleganz ein wenig durch<br />

den vorherrschenden Dunst getrübt<br />

wird. Von diesem Symbol des modernen<br />

Dubai geht der Flug weiter über<br />

Land nach Deira, dem alten Mittelpunkt<br />

und Handelszentrum der Stadt. Noch<br />

heute werden hier entlang des Dubai<br />

Creek hölzerne Frachtschiffe beladen,<br />

die Waren in die angrenzenden arabischen<br />

Nationen und darüber hinaus<br />

transportieren. Nach einer Schleife<br />

über dem Kreuzfahrthafen fliegen wir<br />

schließlich wieder südwärts, zurück<br />

Richtung Jebel Ali, wo der Flug mit<br />

einem weiteren Höhepunkt enden<br />

wird – der Landung auf dem Meer.<br />

Sanft setzt Jeff die Caravan wieder<br />

auf dem Wasser auf, schiebt ein wenig<br />

Leistung nach und gleitet mit<br />

hoher Geschwindigkeit bis zur Hafeneinfahrt.<br />

Dann zieht er die Leistung<br />

heraus und das Steuerhorn bis zum<br />

Anschlag nach hinten, sodass die<br />

Caravan mit hochgezogener Nase<br />

gegen den Widerstand des Wassers<br />

abgebremst wird. Gleichzeitig wird<br />

so auch ein Unterschneiden der<br />

Schwimmer vermieden. Das Manöver<br />

stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass<br />

Wasserflugzeuge in der Regel eine<br />

um das Mehrfache höhere<br />

Distanz zum Starten benötigen<br />

als zum Landen. Kurz<br />

vor Erreichen des Seawings-<br />

Docks schaltet Jeff die Turbine schließlich<br />

ab, und wir gleiten gemächlich<br />

an den Steg heran, wo die Bodencrew<br />

den Flieger in Empfang nimmt und<br />

vertäut.<br />

Damit geht für uns ein tolles Flugerlebnis<br />

zu Ende, während für Jeff<br />

der Tag gerade erst beginnt. Er fliegt<br />

jetzt leer nach Dubai Creek und wird<br />

dort bis zum Sonnenuntergang noch<br />

neun Rundflüge durchführen.


[ 3 ]<br />

[ 4 ]<br />

Beflügelt durch die große Nachfrage<br />

in Dubai, bietet Seawings mittlerweile<br />

auch Rundflüge über dem<br />

Nachbaremirat Abu Dhabi an. Sie<br />

starten von Basen in der Yas Marina<br />

und am Emirates Palace Hotel aus.<br />

Darüber hinaus sind exklusive Flugund<br />

Bodenarrangements in Zusammenarbeit<br />

mit Luxus-Spas und Hotels<br />

im Angebot, die unter anderem auch<br />

in die Nachbaremirate Fujairah und<br />

Ras Al Kaimah sowie nach Zighy Bay<br />

im Norden des Oman führen. Eine<br />

2011 gewagte Expansion nach Europa<br />

war jedoch weniger von Erfolg<br />

gekrönt. Um das geringere Gästeaufkommen<br />

während der extrem<br />

heißen arabischen Sommermonate<br />

auszugleichen, hoffte man, eine Maschine<br />

im tourismusstarken Mittelmeerraum<br />

betreiben zu können. Die<br />

Wahl fiel dabei auf Venedig.<br />

Während der Sommersaison 2011<br />

wurde für sechs Monate eine Cessna<br />

Caravan vom San Clemente Palace<br />

Hotel aus betrieben, wobei der Flugbetrieb<br />

selbst dem eigens hierfür<br />

gegründeten Tochterunternehmen<br />

Jet-Ops EU oblag. Aufgrund der wirtschaftlichen<br />

Rezession in Südeuropa<br />

blieb es bei einem Versuch für eine<br />

Saison.<br />

Borislav Georgiev, bei Jet-Ops<br />

Director of Ground Operations, versichert<br />

allerdings, dass Seawings den<br />

europäischen Markt weiterhin sehr<br />

genau beobachtet und nach Europa<br />

zurückkehren möchte, sobald die<br />

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen<br />

dieses sinnvoll erscheinen lassen.<br />

Gegebenenfalls wird eine Rückkehr<br />

auch nicht zwangsläufig nach Venedig<br />

führen. Bis dahin konzentriert<br />

Seawings ihre Aktivitäten im weiterhin<br />

lukrativen arabischen Markt – im<br />

abgelaufenen Geschäftsjahr wurden<br />

hier mit nur drei Maschinen 22 000<br />

Gäste befördert.<br />

ae<br />

[ 3 ] Die Skyline der<br />

Wüstenstaaten ist aus der<br />

Luft ein echter Hingucker.<br />

[ 4 ] Logenplatz: Der Sitz<br />

des Copiloten im Cockpit<br />

kann gegen Aufpreis auch<br />

von Passagieren gebucht<br />

werden.<br />

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[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

AME mit CPL<br />

THE FLYING<br />

DOCTRESS<br />

Fliegerärztinnen dürfte es einige geben,<br />

solche mit Berufspilotenlizenz dagegen weniger.<br />

Wer dazu aber noch eine Antonow steuert, ist<br />

ganz gewiss eine Ausnahme.<br />

TEXT + FOTOS: Frank Martini<br />

40 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Doktor Ilse Janicke tritt ihren<br />

Dienst in diesem Jahr erstmals<br />

am 8. Mai an. Aber nicht als<br />

Ärztin in weißem Kittel, sondern<br />

in einem feuerroten Overall. Der<br />

Job der Düsseldorfer Kardiologin heute<br />

ist aber auch kein notärztlicher Einsatz.<br />

Für ihren Auftraggeber, die Air Albatros,<br />

ist es der Saisonbeginn. Das Unternehmen<br />

des Mülheimers Lothar Steinbiß<br />

betreibt seit 25 Jahren zwei Antonow<br />

An-2 im gewerblichen Flugbetrieb.<br />

Beide Maschinen, die D-FONE und die<br />

D-FKMB, tragen die gleiche feuerrote<br />

Farbe wie der Overall Dr. Janickes und<br />

sind im Ruhrgebiet eine fliegerische Attraktion.<br />

Jeweils von einem Sonntag in der<br />

ersten Maihälfte an starten die beiden<br />

„Red Eagle“ und „Roter Baron“ getauften<br />

Flugzeuge von den Plätzen in Essen/<br />

Mülheim und Dortmund regelmäßig mit<br />

Passagieren an Bord zu Rundflügen über<br />

Westfalen und dem Rheinland, einschließlich<br />

des Düsseldorfer Airports und der<br />

City. Seit 2010 auch mit der Medizinerin<br />

im Cockpit, die in ihrem roten Dress und<br />

mit ihrem dunkelroten Haar hinter dem<br />

mächtigen Steuerhorn eine überaus gute<br />

Figur macht. Mit der Fliegerei hat die<br />

gebürtige Berlinerin schon als Jugendliche<br />

begonnen. Bis ins Cockpit einer<br />

An-2 und zuvor einer Ausbildung zur<br />

Fachärztin mit Zulassung als AME (Aeromedical<br />

Examiner) für flugmedizinische<br />

Tauglichkeitszeugnisse der Klassen 1<br />

und 2 war es noch ein längerer Weg.<br />

Vom Segelflug zur<br />

Berufspilotenlizenz<br />

„Ich bin ja in Vorwendezeiten in Berlin<br />

aufgewachsen, da war die Sache mit<br />

der Segelfluglizenz nicht mal eben um<br />

die Ecke möglich“, erinnert sie sich. Das<br />

Fliegervirus hat sie schon als Kind erwischt,<br />

ist vielleicht sogar ein „Erbschaden“.<br />

Denn bereits ihr Vater war begeisterter<br />

Segelflieger – für die junge Ilse in<br />

der damals hinter dem Eisernen Vorhang<br />

eingeschlossenen Stadt der Glücksfall:<br />

„Jedes Wochenende ging es zum Segelfliegen<br />

in den Westen nach Braunschweig.“<br />

Dort nahm sie als 14-Jährige<br />

das erste Mal in ihrem Leben selbst<br />

hinter einem Steuerknüppel Platz. Das<br />

war 1973. Anfang der 80er Jahre erwarb<br />

sie schließlich den PPL(C) und die Lizenz<br />

für eigenstartfähige Motorsegler; am<br />

Ende der Dekade hatte sie auch ihren<br />

PPL(A) sowie die F-Schleppberechtigung<br />

in der Tasche. Inzwischen längst im<br />

Westen angekommen, fand sie eine fliegerische<br />

Heimat im Luftsportclub<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 41


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

VOLLEN KÖRPERLICHEN EINSATZ<br />

FORDERT DAS DURCHDREHEN DES<br />

PROPELLERS VON HAND<br />

42 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Bayer Leverkusen. Dort hängte sie<br />

Ende der 90er noch die CVFR- und<br />

die Nachtflugberechtigung an.<br />

Nicht weit von der Homebase der<br />

jungen Ärztin entfernt betrieben seinerzeit<br />

Wolfgang Bilo und Mark Stähle<br />

die Flugschule Flight Training<br />

Cologne – und eine An-2. Spätestens<br />

da muss die Kardiologin Herzblut für<br />

den Flugsaurier entwickelt haben.<br />

Damals hieß es in Bezug auf ihre Ambitionen<br />

zunächst noch: „Wenn Sie<br />

unsere An-2 fliegen wollen, machen<br />

Sie doch erst mal Ihren CPL“, erinnert<br />

sich Janicke. Da hatte sie mit der<br />

Berufspilotenlizenz bereits angefangen<br />

– und solche Vertröstungen<br />

spornten sie nur weiter an, zumal sie<br />

die Instrumentenflugberechtigung<br />

bereits in der Tasche hatte. Doch auch<br />

nach bestandener Prüfung nahmen<br />

die Sprüche kein Ende: „’ne Antonow?<br />

Da musste vorm Anlassen aber den<br />

Propeller erst 25-mal von Hand durchdrehen.<br />

Das ist doch wohl nix für so<br />

’ne zierliche Frau!“ Doch die Ärztin<br />

wollte es den Skeptikern zeigen. Nach<br />

einer Differenzschulung mit 70 Starts<br />

und Landungen, die sie aus Kostengründen<br />

im April 2006 in nur zwei<br />

Tagen in Ungarn auf sich nahm, durfte<br />

sie die Bonner „Anna“ fliegen. Und<br />

war nach der Auflösung der Firma<br />

vor wenigen Jahren froh, in Lothar<br />

Steinbiß’ Air Albatros ein neues Unternehmen<br />

für eine Fortsetzung gefunden<br />

zu haben.<br />

Die Begeisterung, die die Abwechslung<br />

zu ihrem Job in einem renommierten<br />

Herzzentrum bei ihr auslöst,<br />

merkt man der „Flying Doctress“<br />

schon bei der Vorflugkontrolle an.<br />

Beim Walk-around um die Maschine<br />

geht ihr freudiges Grinsen einfach<br />

nicht mehr weg. Daran ändert auch<br />

das aus einem Ventil unter dem Motor<br />

tropfende Öl nichts, das sie beim<br />

Wegnehmen des Auffangeimers regelmäßig<br />

ins Gesicht bekommt. Selbst<br />

wenn sie sich in Schräglage mit ausgestreckten<br />

Armen gegen die Propellerspitzen<br />

stemmen muss, um die<br />

vor dem Start fälligen Motorumdrehungen<br />

zu bewältigen, weicht es<br />

allenfalls einem etwas angestrengteren<br />

Lächeln. Denn es hilft ja nix:<br />

Das Öl, das sich in den unteren Zylindern<br />

des Sternmotors gesammelt<br />

hat – er schöpft aus 30 Litern Hubraum<br />

1000 PS –, muss vor dem Anlassen<br />

beseitigt werden. Diesen nicht ganz<br />

unkomplizierten Vorgang meistert<br />

die Ärztin routiniert: Erst mal mit<br />

einem Hebel rechts vom Pilotensitz<br />

per Handpumpe den nötigen Benzindruck<br />

aufbauen, dann vor Einschalten<br />

der Zündmagnete einen Elektromotor<br />

starten, der ein gewaltiges Schwungrad<br />

in Fahrt bringt, um – sobald dessen<br />

Energie zum Anlassen ausreicht<br />

– diese über ein Untersetzungsgetriebe<br />

auf die Kurbelwelle loszulassen.<br />

Den richtigen Zeitpunkt dafür kann<br />

die Pilotin nur am Laufgeräusch der<br />

Schwungscheibe erkennen.<br />

Kaum hat sich der mächtige Verstellpropeller<br />

in Bewegung gesetzt,<br />

dröhnt der Motor nach einem kurzen<br />

Anstottern auch schon los. Ilse spielt<br />

gekonnt am Gashebel, um das Aggregat<br />

bloß nicht wieder absterben<br />

Fliegender Fluggastwechsel:<br />

Kaum ist die eine<br />

Gruppe ausgestiegen,<br />

wartet schon die nächste.<br />

[ 1 ]<br />

[ 1 ] Von der Villa Hügel geht die kurze Route weiter ein Stück längs der Ruhr. Bei den<br />

längeren Rundflügen erhalten die Gäste auch einen fantastischen Ausblick auf die<br />

Landeshauptstadt mit ihrem Airport und dem Rhein. [ 2 ] Klappe zu, alles gecheckt:<br />

Dr. Ilse Janicke am Ende ihres Walk-around vor dem Anlassen und Abrollen zur Tank -<br />

stelle. [ 3 ] Ein echter Balanceakt: Der Tankvorgang bei einer An-2 ist etwas trickreich.<br />

[ 2 ]<br />

[ 3 ]<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 43


[ MOTORFLIEGEN Flying ]<br />

Antonow An-2<br />

Abmessungen<br />

Länge<br />

12,74 m<br />

Spannweite o./u. 18,18/14,24 m<br />

Flügelfläche gesamt 71,60 m²<br />

Antrieb<br />

Konstrukteur Arkadi Schwezow<br />

Art Neunzylinder-Sternmotor<br />

Typ<br />

A Sch-62<br />

maximale Leistung<br />

bei 2200 rpm 1000 PS/736 kW<br />

DIE BEIDEN ROTEN ANTONOWS<br />

SIND EINE ATTRAKTION AM HIMMEL<br />

ÜBER DEM RUHRGEBIET<br />

[ 1 ] Eint ihre Begeisterung für die Antonow An-2: die Ärztin Dr. Ilse Janicke und der<br />

Rundfluganbieter Lothar Steinbiß. [ 2 ] Das Flugerlebnis für die Nachwelt festhalten:<br />

Kaum jemand, der nicht die ganze Zeit eine Kamera im Anschlag hielte.<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

Passt zur Pilotin: der<br />

Sticker auf der linken Seite<br />

des feuerroten Overalls.<br />

zu lassen. Nach einem kurzen Gruß<br />

über Funk setzt sich der Traktor der<br />

Lüfte Richtung Tankstelle in Bewegung.<br />

1200 Liter Sprit nehmen die<br />

oberen Flächen auf. Niemals soll der<br />

Unterschied zwischen rechter und<br />

linker Seite mehr als 150 Liter betragen,<br />

mahnt ein Schild an der Tankanzeige<br />

im Cockpit – eine nach nur<br />

50 Flugminuten verbrannte Menge.<br />

An der Zapfsäule angekommen,<br />

hat die Fliegerärztin wieselflink den<br />

Rumpf der Antonow erklommen und<br />

ist über einen schmalen Steg zum<br />

Tankdeckel der rechten Fläche balanciert.<br />

Nach einem Blick darunter<br />

ruft sie dem Mann am Zähler die<br />

benötigte Menge zu. Die Zapfpistole<br />

hangelt sie mit einem Seil nach oben,<br />

Lothar Steinbiß assistiert von unten.<br />

Nun wird es Zeit! Es ist schon elf<br />

Uhr, und hinter der Absperrung am<br />

Vorfeld haben sich die ersten Fluggäste<br />

versammelt.<br />

Mehrere Rundflüge unterschiedlicher<br />

Länge absolviert die Pilotin<br />

sonntags während der Saison. Der<br />

längste, der auch den Überflug der<br />

Landeshauptstadt inklusive ihres<br />

internationalen Flughafens umfasst,<br />

dauert etwa eine Stunde. Da kommt<br />

ganz schön was zusammen. Weit mehr<br />

als 300 der insgesamt 2500 Stunden,<br />

die sich in ihren Flugbüchern inzwischen<br />

summieren, hat sie in den<br />

vergangenen zehn Jahren als An-<br />

2-Pilotin gesammelt. Und weil die<br />

Betriebskosten eines solchen Flugzeugs<br />

nicht ohne sind, dürfen Passagiere<br />

gegen Aufpreis ihren Sitz<br />

gegen den rechts im Cockpit tauschen.<br />

So hat die Ärztin, die als Pilotin und<br />

Stewardess in Personalunion fungiert,<br />

im Flug Entlastung durch einen Luftraumbeobachter.<br />

Nach dem Zurückrollen an die<br />

Absperrung nimmt sie ihre Fluggäste<br />

persönlich in Empfang, geleitet sie<br />

zum Einstieg auf die linke Flugzeugseite<br />

und erklärt ihnen mit freundlicher<br />

Hingabe detailliert, mit welchem<br />

Flugzeug sie nun losfliegen und was<br />

sie dabei erwartet. Kaum einer der<br />

Fluggäste, der nicht schon dabei eine<br />

Kamera oder ein Smartphone in<br />

der Hand hätte – ein Antonow-Flug<br />

ist schließlich ein einmaliges Erlebnis.<br />

Als der Motor zum dritten Mal an<br />

diesem Vormittag anläuft, lebt ein<br />

ordentlicher Wind auf. „Das Spornrad<br />

ist frei beweglich, da kannste beim<br />

Rollen nur über die Bremse steuern“,<br />

erläutert sie das laute Pffff-pffft, das<br />

die Hydraulikbremse wie bei einem<br />

Lkw verursacht. Betätigt wird diese<br />

über nur einen Hebel am linken Steuerhorn<br />

– die Verteilung der Bremskraft<br />

auf die beiden Räder muss parallel<br />

dazu über die Seitenruderpedale geregelt<br />

werden. Keine einfache Geschichte,<br />

vor allem, wenn der Wind<br />

einem – wie jetzt beim Abbiegen in<br />

44 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


den Rollweg zur Piste <strong>07</strong> – ordentlich<br />

von der Seite gegen den mächtigen<br />

Rumpf drückt. Aber mit wenigen<br />

Schweißperlen kriegt sie die Kurve,<br />

und nach einem kurzen abschließenden<br />

Check am Rollhalt heißt es: „Wir<br />

starten.“ Kaum hat sie die Anna auf<br />

der Centerline ausgerichtet, schiebt<br />

sie den Gashebel bis zum Anschlag<br />

nach vorn und drückt nur leicht gegen<br />

das Höhenruder.<br />

Die Anna fliegt,<br />

die Ärztin strahlt<br />

Kurz nachdem sich Anuschkas<br />

Spornrad von der Bahn gelöst hat,<br />

hebt das Flugzeug auch schon beinahe<br />

unmerklich ab. Gerade mal 150<br />

Meter Rollstrecke benötigt die voll<br />

besetzte Antonow, um in die Luft zu<br />

kommen. Als habe sie eben bei einem<br />

Notfallpatienten ein lebensbedrohliches<br />

Kammerflimmern verhindert,<br />

strahlt die Kardiologin nun über beide<br />

Backen. Obschon es recht bockig<br />

ist, haben wir bestes Flugwetter, das<br />

den Gästen nach Eindrehen Richtung<br />

Baldeneysee einen ungetrübten Blick<br />

auf die Villa Hügel ermöglicht. Mit<br />

269 Räumen auf lächerlichen 8100<br />

Quadratmetern Wohnfläche, die der<br />

Industrielle Alfred Krupp vor knapp<br />

150 Jahren inmitten eines 28 Hektar<br />

großen Parks als standesgemäßes<br />

Unternehmerdomizil errichten ließ,<br />

gehört sie als Symbol der Industrialisierung<br />

Deutschlands zu den Highlights<br />

jedes Ruhrgebietsrundfluges.<br />

C<br />

Entlang der Ruhr geht es Richtung<br />

M<br />

Essener City und zur Neuen Mitte<br />

Y<br />

Oberhausen mit Blick auf das zum<br />

CM<br />

Veranstaltungsort umgebaute Gasometer<br />

weiter, das Sichtfliegern im<br />

MY<br />

Pott immer eine gute Orientierung<br />

CY<br />

bietet. Als wir aus dem Ruhrtal auf<br />

CMY<br />

die Mintarder Brücke zufliegen, muss<br />

die Pilotin dem böigen Wind wieder K<br />

ordentlich mit dem Seitenruder entgegenwirken<br />

– schließlich soll der<br />

Genuss ihrer Fluggäste möglichst<br />

unbeeinträchtigt bleiben. Als sie über<br />

Funk das Eindrehen ins Final meldet,<br />

erhält sie bis zur Landung vier Mal<br />

Antworten mit leicht verschiedenen<br />

Angaben über die Windstärke und<br />

-richtung. Der Türmer weiß, wer da<br />

kommt, und dass so eine schwere,<br />

mit neun Fluggästen beladene Spornradmaschine<br />

nicht so einfach wieder<br />

auf die Bahn zu setzen ist. Nun merkt<br />

man Ilse Janicke doch eine leichte<br />

Anspannung an. Konzentriert rudert<br />

sie gegen die Böen an, am Ende quittiert<br />

die Anna das Gasrausziehen<br />

damit, sich beinah saugend in Dreipunktlage<br />

auf dem Asphalt niederzulassen.<br />

Obschon nun das Ende des<br />

Spaßes unmittelbar bevorsteht, strahlen<br />

alle Passagiere begeistert.<br />

Der Besucherpulk hinter der Absperrung<br />

ist unverändert groß, als<br />

der Motor stoppt. Kaum hat Dr. Janicke<br />

den Fluggästen beim Ausstieg<br />

geholfen und Fragen beantwortet,<br />

kommt Steinbiß schon mit der nächsten<br />

Gruppe ums Leitwerk. Nachdem<br />

auch ich mich verabschiedet habe,<br />

hebt die „Red Eagle“ ein zweites Mal<br />

ab. Wie ich später erfahre, hat Lothar<br />

Steinbiß den sowjetischen Doppeldecker<br />

in einer abenteuerlichen Aktion<br />

direkt nach der Wende über die<br />

Treuhand erworben. Nur 24 dieser<br />

Flugzeuge sind heute in Deutschland<br />

The new R44 Cadet combines the performance and<br />

comfort of the proven R44 Raven I with the economy<br />

and utility of the R22.<br />

• 2 Plus Cargo<br />

• 2400-Hour TBO<br />

• Optional Air Conditioning<br />

• Improved Performance at High Altitudes<br />

• Glass Avionics and SAS / Autopilot Options<br />

noch zugelassen, privat oder von<br />

Vereinen betrieben. Und als ob es<br />

noch eine alte Verbundenheit aus<br />

dieser Zeit gäbe, schickt der Halter<br />

seine beiden An-2 jeden Winter in<br />

jenen Kamenzer LTB zurück, der sie<br />

für solche Zwecke in Schuss halten<br />

darf. Monate, in der die „Flying Doctress“<br />

ihre Anuschka natürlich vermisst,<br />

fliegerisch aber trotzdem keine<br />

Langeweile aufkommen lässt.<br />

Einmal im Jahr treibt es sie noch<br />

heute zum Segelfliegen nach St. Auban<br />

in die französischen Seealpen.<br />

Und wenn gerade kein Segelflugwetter<br />

ist, fliegt sie allein oder mit ihren<br />

beiden Freundinnen mit der gemeinsamen<br />

Cessna 182 inner- und außereuropäische<br />

Ziele an. Für irgendwas<br />

muss ja schließlich auch das Instrument<br />

Rating gut gewesen sein. ae<br />

robinson_r44_cadet_new_gen_ad_<strong>aerokurier</strong>__july_issue.pdf 1 5/23/<strong>2016</strong> 1:35:47 PM<br />

Ölläppchen statt Puderquaste:<br />

Dr. Janicke bei<br />

ihrer „Pilotinnenkosmetik“.<br />

$339,000<br />

Introductory Price<br />

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[ UL/LSA Meisterschaft ]<br />

EDMT<br />

Tannheim<br />

Deutsche Meisterschaft im UL-Flug<br />

Ultraleichte Präzision<br />

Karte, Kompass und Stoppuhr – das ist das Handwerkszeug,<br />

das die Teilnehmer der Deutschen UL-Meisterschaft Anfang<br />

Mai in Tannheim zu beherrschen hatten. In vier Klassen flogen<br />

die UL-Piloten die besten unter sich aus.<br />

Zeichne einen Kurs vom EP-<br />

West zur Kirche Altmannsweiler.<br />

Zeichne einen Kreis<br />

mit Mittelpunkt Kirche Niederkirch<br />

und Radius bis zur Kirche Dietelhofen<br />

in nördliche Richtung bis<br />

Hütten sowie einen Kurs von der<br />

Kirche Hütten bis zur Illerbrücke<br />

bei Vöhringen. Zum Schluss einen<br />

Kurs von der Illerbrücke bis zum<br />

EP Ost.<br />

Fliege von EP-West entlang des<br />

Kurses in Richtung Altmannsweiler<br />

bis zum Zeichen „X“, von hier<br />

aus direkt zum Kreiseinstiegspunkt<br />

Kirche Dietelhofen. Nun entlang<br />

dem Kreisbogen bis zum Kurs<br />

Hütten-Illerbrücke. Fliege weiter<br />

in Richtung Illerbrücke und zum<br />

EP Ost und von dort zurück zum<br />

Flugplatz.<br />

Wer sich bei diesen Zeilen ein<br />

Stück weit an Textaufgaben aus<br />

dem Mathematikunterricht erinnert<br />

fühlt, der liegt damit gar nicht mal<br />

so falsch. Gut für jene Teilnehmer<br />

der Deutschen UL-Meisterschaft,<br />

die bei Mathe gerade nicht Kreide<br />

holen waren, denn jede Abweichung<br />

von der Aufgabe wurde mit<br />

Punktabzug bestraft.<br />

21 Teams waren vom 5. bis 8.<br />

Mai in den vier Wettbewerbsklassen<br />

– aerodynamisch gesteuerte<br />

Doppelsitzer, gewichtsgesteuerte<br />

Doppelsitzer, aerodynamisch gesteuerte<br />

Einsitzer sowie Tragschrauber<br />

– vom Flugplatz Tannheim<br />

aus zu den Navigationsaufgaben<br />

gestartet. Über die Navigationsflüge<br />

hinaus galt es, verschiedene<br />

geometrische Figuren<br />

mit möglichst geringen Abweichungen<br />

nachzufliegen, vorgegebene<br />

Geschwindigkeiten genau<br />

einzuhalten oder bei den Ziellandungen<br />

das Fluggerät exakt auf<br />

den Boden zu bringen.<br />

„Nicht maximale Geschwindigkeiten<br />

oder Rennspirit, sondern<br />

tatsächliches fliegerisches Können<br />

und Weitsicht sind die Fähigkeiten,<br />

die ein Team für diesen Wettbewerb<br />

mitbringen muss“, schloss Holger<br />

Bockholt von der Bundeskommission<br />

Ultraleichtflug des DAeC.<br />

„Ausnahmslos alle Teams der<br />

diesjährigen Deutschen UL-Meisterschaften<br />

haben unter Beweis<br />

gestellt, dass sie das können. Aus<br />

diesem Grund ein großes Kompliment<br />

an alle!“<br />

Aufgaben auf<br />

hohem Niveau<br />

Das Kompliment gaben die Teilnehmer<br />

gerne an die Veranstalter<br />

zurück. „Ein großes Lob an die<br />

Organisatoren für diese tolle Meisterschaft“,<br />

sagte Reinhold Rieger,<br />

Sieger in der Klasse der aerodynamisch<br />

gesteuerten Doppelsitzer.<br />

„Die Aufgaben waren wirklich<br />

anspruchsvoll und verlangten von<br />

den Piloten gute navigatorische<br />

Fähigkeiten. Auch das Drumherum<br />

am Flugplatz Tannheim hat gestimmt,<br />

und der Teamgeist hat<br />

gezeigt, dass die Leidenschaft für<br />

die Fliegerei die Leute zusammenbringt,<br />

unabhängig vom Fluggerät.“<br />

Für Rieger, der gemeinsam mit<br />

seiner Frau Ruth im Cockpit saß,<br />

ist es bereits die vierte Deutsche<br />

Meisterschaft, außerdem hat er<br />

bereits an der Europa- und Weltmeisterschaft<br />

teilgenommen. „Die-<br />

46 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Beim Ziellanden kam es<br />

darauf an, im 100 Meter<br />

langen Bereich aufzusetzen.<br />

Zweisitzer aerodynamisch gesteuert<br />

Platz Pilot Punkte<br />

1 Reinhold Rieger und Ruth Hahn-Rieger 3957<br />

2 Henry und Helga Bohlig 3443<br />

3 Gunther Klein und Reinhard Müller 2774<br />

Zweisitzer gewichtsgesteuert<br />

Platz Pilot Punkte<br />

1 Viktor Wyklicky und Sven Harsch 4188<br />

2 Dietmar Haas und Kirstin Jaeger 3999<br />

3 Richard Krüger-Sprengel und Xiaoying Hou 2896<br />

Einsitzer aerodynamisch gesteuert<br />

se Wettkampferfahrung war durchaus<br />

von Vorteil, denn die anderen<br />

Teams, darunter auch einige alte<br />

Hasen, waren uns mitunter dicht<br />

auf den Fersen.“<br />

Was aber macht den Reiz aus,<br />

anstatt entspannt zum Kaffee auf<br />

den Nachbarflugplatz zu fliegen,<br />

lieber umständlich Kurse zu rechnen,<br />

Speedlimits genau einzuhalten<br />

und nach bunten Tüchern am<br />

Boden Ausschau zu halten? „Der<br />

Navigationsflug fordert einem<br />

Piloten ein Höchstmaß an Konzentration<br />

und fliegerischer Fähigkeit<br />

ab. Da kann man zeigen, wie gut<br />

man sein Handwerk wirklich beherrscht.“<br />

Genau darum geht es auch den<br />

Veranstaltern. „Wir wollen nicht<br />

das beste, schnellste, leistungsfähigste<br />

und teuerste Fluggerät<br />

auszeichnen, sondern die Leistung<br />

des Piloten“, betont Holger Bockholt.<br />

Die Aufgaben und Regeln sind<br />

so ausgelegt, dass eine C22 chancengleich<br />

mit einer Breezer mitfliegen<br />

kann. Auch die im UL-<br />

Bereich zunehmende Ausstattung<br />

mit Glascockpits und Navigationsassistenten<br />

schafft keinen Vorteil.<br />

„Da wird ganz einfach das GPS<br />

entfernt oder von Glascockpits das<br />

Antennenkabel abgezogen. So<br />

herrscht auch bei unterschiedlichster<br />

Ausstattung Chancengleichheit.“<br />

Grundsätzlich, so Bockholt,<br />

seien Navigationsflüge eine Hommage<br />

an die ursprüngliche und bis<br />

heute vorgeschriebene Art und<br />

Weise der Flugnavigation: „Mit<br />

Karten, Lineal, Kompass und Stoppuhr<br />

sein Ziel zu finden, darauf<br />

kommt es an. Und natürlich spielt<br />

auch der Austausch der Teilnehmer<br />

untereinander eine Rolle, sodass<br />

am Ende jeder der Piloten von den<br />

Erfahrungen der anderen profitiert.<br />

Es bereichert einen fliegerisch und<br />

menschlich.“<br />

Doch nicht nur für die Piloten<br />

ist eine UL-Meisterschaft eine Herausforderung,<br />

auch die Organisatoren<br />

müssen sich jedes Jahr<br />

strecken, um den über die Jahre<br />

gestiegenen Ansprüchen der Teilnehmer<br />

gerecht zu werden. „Die<br />

Ziellandung zu organisieren ist da<br />

noch das Einfachste“, sagt Bockholt.<br />

Bei den Navigationsaufgaben hingegen<br />

ist Kreativität gefragt, denn<br />

wir wollen die Besonderheiten der<br />

Platz Pilot Punkte<br />

1 Ulrich Nübling 4392<br />

2 Willi Schröder 2535<br />

3 Peter Aringer 1683<br />

Tragschrauber<br />

Platz Pilot Punkte<br />

1 Johannes Lemburg und Hans-Wilhelm Friedrich 4418<br />

2 Herbert und Lisa Lehner 3453<br />

3 David Hladik 2858<br />

jeweiligen Landschaft miteinbeziehen<br />

und interessante, auf<br />

geometrischen Figuren wie der<br />

Fibonacci-Kurve, Trochoiden oder<br />

Tetraedern basierende Kurse vorschreiben.“<br />

Dass es auch im nächsten Jahr<br />

eine Deutsche Meisterschaft im<br />

Ultraleichtflug geben wird, daran<br />

besteht kein Zweifel. „Wir arbeiten<br />

kontinuierlich auf kommende Wettbewerbe<br />

hin, ein konkretes Datum<br />

für 2017 steht aber noch nicht<br />

fest“, sagt Bockholt und lädt interessierte<br />

Vereine und Flugplätze<br />

ein, sich um die Ausrichtung zu<br />

bewerben<br />

ae<br />

Lars Reinhold<br />

Gemeinsames Abschiedsfoto: Allen Teilnehmern attestierte Organisator Holger Bockholt von der<br />

Bundeskommission Ultraleichtflug im DAeC fliegerisches Können und die notwendige Weitsicht.<br />

Fotos: DAeC / DULV<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 47


[ UL/LSA Recht ]<br />

UL zu schwer<br />

Ordentlich verrechnet<br />

Zubehör – erforderlich, nützlich oder auch nur „nice to have“.<br />

Aber Vorsicht: Bei der Bestellung eines neuen Flugzeugs kostet<br />

die Zusatzausstattung nicht nur Geld, sondern auch Zuladung!<br />

Vor allem Ultraleichtflugzeuge<br />

können sich bei üppigen<br />

Zusatzwünschen des Käufers<br />

schnell vom Zwei- zum Einsitzer<br />

verwandeln, obwohl das vom<br />

Gesetzgeber wohl kaum so gedacht<br />

sein dürfte. Die Formulierungen<br />

in den Gerätekennblättern, die auf<br />

das maximale Abfluggewicht abstellen,<br />

lassen es jedoch zu.<br />

Mit Urteil vom 18. März <strong>2016</strong><br />

entschied das Landgericht Osnabrück,<br />

dass der klagende Käufer<br />

keinen Anspruch auf Rückabwicklung<br />

eines Kaufvertrages habe,<br />

nachdem das bestellte Ultraleichtflugzeug<br />

bei der Auslieferung 347<br />

kg Leergewicht hatte und damit<br />

für die verschiedenen angedachten<br />

Einsatzbereiche nicht mehr nutzbar<br />

war. Der Verein wollte das UL<br />

sowohl zum Segelflugschlepp als<br />

auch zur Schulung einsetzen. Er<br />

bestellte einen fabrikneuen Tiefdecker,<br />

den der Hersteller mit dem<br />

Slogan „Ich will ein schönes Flugzeug,<br />

das alles mitmacht, in dem<br />

ich mich richtig wohlfühle und bei<br />

dem ich weiß, dass ich immer gut<br />

aufgehoben bin“ bewirbt.<br />

Zum „Power-Schlepper für bis<br />

zu 720 kg Anhängelast“, so der<br />

Prospekt, kann man das Flugzeug<br />

durch entsprechendes Zubehör<br />

aufrüsten. Einen Hinweis auf das<br />

mit der jeweiligen Zusatzausstattung<br />

verbundene Gewicht ist<br />

der Preisliste beziehungsweise<br />

Zubehörliste allerdings nicht zu<br />

entnehmen.<br />

Mit 347 kg Leergewicht verweigerte<br />

der DAeC allerdings die<br />

Genehmigung zur Ausbildung mit<br />

diesem über 100 000 Euro teuren<br />

Flugzeug – zu Recht. Doppelsteuer,<br />

Fußspitzenbremsen auf der<br />

rechten Seite, eine zweite Libelle<br />

und anderes für die Schulung gedachtes<br />

Equipment erwiesen sich<br />

damit als völlig nutzlos. Der Verein<br />

wollte daher das UL nicht abnehmen<br />

und klagte auf Rückabwicklung<br />

des Vertrages – ohne Erfolg. Das<br />

Landgericht wies die Klage ab und<br />

stellte fest, dass sich der Verein<br />

mit der Annahme des Ultraleichtflugzeuges<br />

in Verzug befände.<br />

Das maximale Abfluggewicht<br />

von ULs beträgt 472,5 kg – so die<br />

durch Annex II der VO(EU) 216/2008<br />

definierte Grenze –, sodass bei dem<br />

Leergewicht von 347 kg nur noch<br />

eine Nutzlast von 125,5 kg inklusive<br />

Treibstoff zugeladen werden<br />

könnte. Deutlich zu wenig für zwei<br />

Personen im Cockpit.<br />

Ohne Zusatzausrüstung könnte<br />

bei dem betreffenden UL nach<br />

Annahme des Gerichts eine Insassenmasse<br />

von 170 kg zugeladen<br />

werden. Ein Großteil der für den<br />

Flugzeugschlepp eingebauten<br />

Ausrüstung könnte ja ausgebaut<br />

werden, sodass die Insassenmasse<br />

entsprechend erhöht werden<br />

könnte.<br />

Der Verein stellte unter anderem<br />

darauf ab, dass bei den Kaufvertragsverhandlungen<br />

betont worden<br />

sei, dass das Flugzeug sowohl für<br />

die Schulung als auch zum Schlep-<br />

48 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


pen verwendet werden sollte. Das<br />

Flugzeug könne nun aber aufgrund<br />

des überhöhten Leergewichts nicht<br />

mehr bestimmungsgemäß eingesetzt<br />

werden, da es nur noch als<br />

Einsitzer geflogen werden dürfe.<br />

Es liege damit ein Sachmangel vor.<br />

Die beklagte Verkäuferin des<br />

Ultraleichtflugzeuges legte dar,<br />

dass ein Zeuge, der in die Vertragsverhandlungen<br />

für die Verkäuferin<br />

eingebunden war, den Vorsitzenden<br />

des Vereins bei der Erarbeitung<br />

der Liste der Ausrüstungsgegenstände<br />

darauf aufmerksam gemacht<br />

habe, dass durch die Sonderausstattung<br />

ein hohes Leergewicht<br />

des Flugzeuges erreicht würde und<br />

dass der Kläger in eigener Verantwortung<br />

zu überprüfen habe, inwieweit<br />

tatsächlich im Praxisbetrieb<br />

das jeweils individuelle Gewicht<br />

eine Beförderung von zwei Personen<br />

zulasse.<br />

Das Gericht entschied, dass der<br />

Verein keinen Anspruch auf Rückzahlung<br />

des Kaufpreises habe. Ein<br />

Mangel des Flugzeugs im Sinne<br />

von § 434 BGB, der zur Rückabwicklung<br />

des Vertrages berechtigen<br />

würde, läge nicht allein deshalb<br />

vor, weil die Insassenmasse von<br />

170 kg unterschritten würde. Diese<br />

müsse nicht zugeladen werden<br />

können. Vielmehr würde in der<br />

Bauvorschrift für Ultraleichtflugzeuge<br />

lediglich die zulässige Masse<br />

aus der Insassenmasse von 170<br />

kg und der Leermasse inklusive<br />

der geforderten Mindestausrüstung<br />

des Flugzeugs, also ohne Zusatzausrüstung,<br />

errechnet. Diese Massen<br />

seien vorliegend eingehalten.<br />

Es könne offenbleiben, ob bei<br />

Vertragsschluss ausdrücklich vereinbart<br />

wurde, dass das Flugzeug<br />

auch für Schulungszwecke, also<br />

als Flugzeug für zwei Personen,<br />

eingesetzt werden solle. Zwar läge<br />

in diesem Fall eine vertraglich<br />

vorausgesetzte Verwendung vor,<br />

die bei einer noch zulässigen Insassenmasse<br />

von 120,5 kg zumindest<br />

stark eingeschränkt wäre.<br />

Aber selbst wenn es sich um einen<br />

Fehler im Sinne von § 434 Abs. 1<br />

S. 2 Nr. 1 BGB handeln würde,<br />

wären Gewährleistungsansprüche<br />

des Vereins gemäß § 442 BGB ausgeschlossen.<br />

Nach dieser Vorschrift<br />

könne ein Kläger, dem ein Mangel<br />

infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt<br />

geblieben ist, Rechte<br />

wegen dieses Mangels nur bei<br />

arglistigem Verhalten des Verkäufers<br />

oder Garantieübernahme geltend<br />

machen. Beides läge im konkreten<br />

Fall nicht vor.<br />

Unkenntnis wegen<br />

grober Fahrlässigkeit<br />

Dem Verein sei der Mangel zumindest<br />

infolge grober Fahrlässigkeit<br />

unbekannt geblieben. Es<br />

müsse jedem Kunden bewusst sein,<br />

dass er mit dem Erwerb einer Zusatzausstattung<br />

das Eigengewicht<br />

einer Maschine erhöhe. Allgemein<br />

sei bekannt, dass jedes Flugzeug<br />

nur ein begrenztes zulässiges Gesamtgewicht<br />

habe. Dem Kläger als<br />

Schulungsverein müsse daher<br />

bekannt sein, dass nur eine begrenzte<br />

Insassenmasse zugeladen<br />

werden könne.<br />

Dementsprechend müsse dem<br />

Verein bei gehöriger Anstrengung<br />

das Risiko bewusst sein, dass das<br />

Flugzeug mit jeder Erweiterung<br />

der Ausstattung die zu befördernde<br />

Insassenmasse immer weiteren<br />

Einschränkungen unterläge und<br />

die Insassen weit weniger als insgesamt<br />

170 kg wiegen dürften. Die<br />

mit der Erweiterung der Zusatzausstattung<br />

verbundene Beschränkung<br />

des Verwendungszwecks sei<br />

dem Verein, wenn er dies nicht<br />

berücksichtigt hat, infolge grober<br />

Fahrlässigkeit unbekannt geblieben.<br />

Gerade der Kläger als ausbildender<br />

Verein, der Erfahrung<br />

mit Flugzeugen habe, hätte sich<br />

dieser Tatsache bewusst sein<br />

müssen.<br />

Nachdem der Verein mit dem<br />

verlorenen erstinstanzlichen Verfahren<br />

die Anschaffung des Ultraleichtflugzeuges<br />

nun bereits mit<br />

rund weiteren 20 Prozent des<br />

Preises durch Verfahrenskosten<br />

hinnehmen musste, hat er sich<br />

dazu entschlossen, kein Berufungsverfahren<br />

und die damit verbundenen<br />

Kosten zu riskieren. Zudem<br />

wird das im Streit stehende UL im<br />

Verlauf der Gerichtsverfahren auch<br />

nicht wertvoller.<br />

Der Verein, der hier teures Lehrgeld<br />

bezahlen musste, wird beim<br />

nächsten Kauf eines Flugzeuges<br />

wahrscheinlich neben dem Preis<br />

von Zusatzausrüstungen auch sehr<br />

viel mehr Aufmerksamkeit auf das<br />

damit verbundene Gewicht oder<br />

andere betriebsrelevante Parameter<br />

legen.<br />

Andere Käufer oder Kaufinteressenten<br />

können nur daraus lernen<br />

und Angebote oder den Kaufvertrag<br />

entsprechend sensibel<br />

prüfen. Luftfahrzeughersteller,<br />

Importeure und Händler sollten<br />

ebenfalls über solche Auseinandersetzungen<br />

nachdenken und bei<br />

der Erstellung von Prospekten,<br />

Preislisten und Angeboten versuchen,<br />

solche für beide Seiten nicht<br />

zufriedenstellende Situationen zu<br />

vermeiden.<br />

ae<br />

[ Autor Frank Dörner ...<br />

... ist Rechtsanwalt,<br />

Fachanwalt<br />

für<br />

Verwaltungsrecht<br />

und<br />

Diplom-Luftfahrtsachverständiger.<br />

7611609-3-1.QXD_Layout 1 <strong>07</strong>.04.16 09:51 Seite 1<br />

Fotos: Frank Herzog, Katrin Sdun<br />

Ein UL kann vieles, aber nur selten alles auf einmal. Das MTOW von<br />

derzeit 472,5 Kilogramm schränkt die mögliche Zusatzausstattung ein.


FLUGGESELLSCHAFTEN<br />

[ UL/LSA Thema ]<br />

US Airlines im Steigflug<br />

Foto: Kevin Boydston, AirTeamImages<br />

Dieses und viele weitere<br />

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50 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

JETZT NEU<br />

IM HANDEL


SPECIAL<br />

Avionik<br />

8,33 kHz<br />

Warten auf die Umrüstwelle<br />

Seite 52<br />

ADS-B<br />

Einstieg mit neuen Transpondern<br />

Seite 58<br />

Garmin GTN 750<br />

Kompakte Navigationszentrale<br />

Seite 62<br />

Fotos: air avionics, Heiko Link<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Ersatz für alte Funkgeräte<br />

air avionics’ schlanke Lösung: Funk und<br />

Transponder gemeinsam bedient


[ AVIONIK SPECIAL ]<br />

Umrüstarbeiten machen<br />

schon jetzt einen großen<br />

Teil der Werftaufträge aus.<br />

Umstellung auf das 8,33-kHz-Raster<br />

Die Uhr tickt<br />

Hersteller und Werften warten noch immer auf die große<br />

Umrüstwelle und prognostizieren Wartezeiten, je später man<br />

sein Funkgerät tauscht. Noch völlig offen ist, ob und ab wann<br />

es zugelassene Handfunkgeräte im 8,33-kHz-Raster gibt.<br />

Noch knapp anderthalb Jahre,<br />

bis Dezember 2017,<br />

haben Flugzeughalter Zeit,<br />

ihre Funkgeräte an das ab 1. Januar<br />

2018 geltende 8,33-kHz-Raster<br />

im Flugfunk anzupassen. Heißt<br />

zumeist, eine neue Funke einzubauen,<br />

denn nur wenige Geräte<br />

lassen sich entsprechend modifizieren.<br />

Seit Bekanntwerden der<br />

neuen Regularien raten Hersteller<br />

und Werften Piloten und Haltern,<br />

die Umrüstung nicht auf die lange<br />

Bank zu schieben, um den erwarteten<br />

Andrang kurz vor Inkrafttreten<br />

der Verordnung zu verhindern.<br />

Der Erfolg ist allenfalls mäßig.<br />

„Ich denke, der große Run auf<br />

die Umrüstung zum 8,33-kHz-<br />

Funkgerät hat noch nicht begon-<br />

nen“, sagt Martin Gauding, Senior<br />

Manager Avionics bei Piper+Jet<br />

Maintenance. Generell hätte man<br />

im Bereich Avionik mehr als genug<br />

zu tun, die Auftragsbücher seien<br />

auch unabhängig von der Umrüstung<br />

voll. „Das kann natürlich zu<br />

Problemen führen, wenn dann die<br />

große Masse kommt. Mehr als arbeiten<br />

können wir ja auch nicht“,<br />

so Gauding. Auch Laurent Gauthier,<br />

CEO bei Porta Air Service, sieht<br />

das Gros erst noch kommen. „Die<br />

Leute wollen jetzt fliegen und lieber<br />

im Winter umrüsten. Aber sie<br />

müssen auch bedenken, dass es<br />

nur noch zwei Winter sind, und in<br />

Bezug auf größere Avionik-Upgrades<br />

sind wir für dieses Jahr<br />

bereits ausgebucht.“<br />

Was die Verfügbarkeit von Funkgeräten<br />

angeht, scheinen Hersteller<br />

und Lieferanten vorgesorgt zu<br />

haben, um Engpässe zu vermeiden.<br />

„Die Nachfrage nach Geräten hat<br />

gegenüber den beiden letzten<br />

Jahren deutlich zugenommen,<br />

insbesondere die Bestellungen von<br />

Vereinen, die die gesamte Flotte<br />

umrüsten“, sagt Aeroshop-Betreiber<br />

Thomas Siebert. Lieferprobleme<br />

gebe es derzeit allerdings<br />

keine. Auch auf die Preise scheint<br />

sich der nahende Stichtag noch<br />

nicht groß auszuwirken. „Die Preise<br />

für Funkgeräte sind durch Angebote<br />

von Mitbewerbern und<br />

ausländischen Anbietern gegenüber<br />

dem letzten Jahr aus meiner Sicht<br />

sogar gefallen“, sagt Siebert und<br />

empfiehlt, jetzt zu kaufen. „Ich<br />

erwarte, dass es spätestens im<br />

nächsten Jahr zu längeren Lieferzeiten<br />

und steigenden Preisen<br />

kommt.“ Fabian Kienzle von Garmin<br />

erklärt, dass die Preise für die<br />

Geräte stabil geblieben seien, und<br />

verweist zudem darauf, dass eher<br />

die Händler und der Dollarkurs den<br />

Preis bestimmen als die Hersteller.<br />

Alle Bodenstationen<br />

mit neuer Frequenz<br />

Doch nicht nur in der Luft steht<br />

die Veränderung ins Haus, auch<br />

Bodenfunkstellen müssen an das<br />

neue Raster angepasst werden.<br />

„Es ist ein weit verbreiteter Irrtum,<br />

dass die Bodenfrequenzen davon<br />

unbehelligt bleiben“, sagt Ralf Keil<br />

vom Referat Luftfahrttechnik und<br />

Betrieb beim DAeC. „Nach der<br />

Umstellung wird beinahe jede Bodenstation,<br />

die heute im 25-kHz-<br />

Raster betrieben wird, rechts und<br />

links im Abstand von 8,33 kHz<br />

einen neuen Frequenzpartner erhalten<br />

und somit eine 8,33-kHz-<br />

Station.“ Zum 1. Januar 2018 würde<br />

sich dementsprechend die<br />

Masse der Info-Frequenzen ändern,<br />

so Keil. „Die Frequenz beispiels-<br />

52 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


weise des Flugplatzes Arnstadt-<br />

Alkersleben ist heute 120,60.<br />

Mit der Umstellung fällt sie in<br />

das 8,33-kHz-Band und erhält<br />

dann die Bezeichnung 126,605.“<br />

Laut Bundesnetzagentur sollten<br />

Betreiber von Bodenfunkstellen<br />

rechtzeitig eine 8,33-kHz-Frequenz<br />

beantragen, da die Umstellung<br />

eine gewisse Zeit in<br />

Anspruch nehmen wird.<br />

Während inzwischen genug<br />

zugelassene Bodenstationen<br />

im neuen Raster verfügbar sind,<br />

sieht es bei den Handfunkgeräten<br />

ganz anders aus – es gibt<br />

schlicht keine. Zwar sind zumindest<br />

die ICOM-Geräte vom<br />

Typ IC-A24E und IC-A6E 8,33-<br />

kHz-fähig, allerdings fehlt ihnen<br />

für Deutschland die Zulassung.<br />

Der klassische Walk-around<br />

eines Fluglehrers, der mit der<br />

„Handgurke“ über den Flugplatz<br />

läuft, um seinen allein fliegenden<br />

Schützling im Auge zu<br />

behalten, wird damit zum<br />

Rechtsbruch.<br />

Keine Handgeräte<br />

in der Zulassung<br />

„Das ist eines unserer größeren<br />

Probleme“, bestätigt Keil<br />

auf Nachfrage des <strong>aerokurier</strong>s.<br />

„Neben dem Fluglehrer sind<br />

auch Nutzer von Luftfahrzeugen<br />

wie Trikes, motorisierten Gleitschirmen<br />

bis hin zu Verfolgern<br />

und Rückholern, die traditionell<br />

mit Handfunken arbeiten, betroffen.<br />

Ihnen stehen in absehbarer<br />

Zeit faktisch keine Geräte<br />

zur Verfügung, die für den<br />

Flugfunk zugelassen sind.“ Die<br />

AERO <strong>2016</strong> habe diesbezüglich<br />

keine neuen Zeichen gesetzt.<br />

„Nach unseren Recherchen sind<br />

aktuell keine entsprechenden<br />

Geräte in der Zulassung.“<br />

Das Bundesaufsichtsamt für<br />

Flugsicherheit (BAF) weist darauf<br />

hin, dass der Flugfunkdienst<br />

ein Sicherheitsfunkdienst ist,<br />

für dessen Nutzung in der Zuteilung<br />

besondere Anforderungen<br />

zur Verträglichkeit mit<br />

anderen Nutzern und dem störungsfreien<br />

Betrieb erfüllt sein<br />

müssen. Der Einsatz nicht<br />

zugelassener Geräte konterkariere<br />

dieses Schutzbedürfnis<br />

und sei demnach nicht zu<br />

unterstützen.<br />

Der Avionikhersteller ICOM,<br />

der die beiden 8,33-kHz-fähigen<br />

Handgeräte herstellt, verweist<br />

darauf, dass sie nach europaweit<br />

gültigen Normen hergestellt<br />

sind und in anderen Ländern<br />

auch entsprechend eingesetzt<br />

werden dürften. Infolge der<br />

technischen Anpassung an das<br />

neue Raster vor etwa drei Jahren<br />

hätte allerdings eine erneute<br />

Zulassung beim BAF erfolgen<br />

müssen, um die Geräte hierzulande<br />

einzusetzen – aus Sicht<br />

des Mutterkonzerns ein Aufwand,<br />

der sich nicht lohne.<br />

Was aber bleibt den Nutzern?<br />

Die vorgeschriebene Ausrüstung<br />

ergibt sich aus der Verordnung<br />

über die Flugsicherungsausrüstung<br />

der Luftfahrzeuge<br />

(FSAV), wobei hier für<br />

den Sichtflug noch nicht explizit<br />

das 8,33-kHz-Raster genannt<br />

wird. Die Verordnung wird<br />

gerade vom BAF überarbeitet.<br />

Allerdings sei klar, dass ein<br />

Flugzeug ohne entsprechendes<br />

Gerät ab dem 1. Januar 2018<br />

als nicht betriebstüchtig einzustufen<br />

und ein Flug damit<br />

eine Ordnungswidrigkeit ist.<br />

Dafür reicht der mögliche Strafrahmen<br />

bis 50 000 Euro. ae<br />

Lars Reinhold<br />

ICOM-Geräte können zwar im<br />

8,33-kHz-Raster funken, haben<br />

aber keine Zulassung.<br />

Fotos: Torsten Matz, ICOM<br />

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[ AVIONIK SPECIAL ]<br />

Umstellung auf das 8,33-kHz-Raster<br />

Muss alles raus?<br />

Die Anpassung an das engere Kanalraster nutzen Hersteller<br />

als Chance, sich mit neuen Geräten zu profilieren. air avionics<br />

verspricht Platzersparnis und eine einfache Bedienung.<br />

Erinnern Sie sich noch an das<br />

Bendix-King GPS KLN 90?<br />

Ein monochromes Display,<br />

auf dem sich ein kleines grünes<br />

Flugzeugsymbol seinem markierten<br />

Ziel auf einem grünen Strich<br />

näherte? Anfang der 90er thronte<br />

das Gerät in den Racks in der Cockpitmitte<br />

stolz ganz oben. Über den<br />

dort bereits installierten Com-Nav-<br />

Geräten, die die Funknavigation<br />

zusätzlich zu dem ohnehin noch<br />

vorhandenen ADF um das VOR<br />

ergänzten. Wer da zusätzlich bereits<br />

einen Mode-C-Transponder eingebaut<br />

und deswegen keinen Platz<br />

oder schlicht kein Geld mehr für<br />

ein Einbaunavi hatte, klemmte sich<br />

eben ein Garmin-Handheld irgendwo<br />

oben aufs Panel.<br />

All diese Geräte sind noch heute<br />

in nicht wenigen Flugzeugen<br />

zu finden – sie waren und sind ja<br />

auch nicht schlecht, wenn auch<br />

unter heutigen Gesichtspunkten<br />

nicht immer einfach zu bedienen.<br />

Eines aber brachte jede dieser<br />

Avionikkombinationen mit sich:<br />

ein prall gefülltes Panel. Und das<br />

bereitet mit der bevorstehenden<br />

Deadline zur obligatorischen Umstellung<br />

auf den 8,33-kHz-Abstand<br />

im Flugfunk Anfang 2018 nun vielen<br />

Piloten Kopfzerbrechen.<br />

So tüftelten auch Marc Förderer<br />

und Johannes Garrecht an einer<br />

Lösung, als sie unter ihrer neuen<br />

gemeinsamen Marke air avionics<br />

im Herbst 2014 ihr neues Konzept<br />

der AIR-COM-Installation für die<br />

Umstellung präsentierten. Eine<br />

Kombination, die aus einem Bedienteil<br />

im einbaufreundlichen<br />

Rundgeräteformat mit einem hellen,<br />

gut ablesbaren und blendfreien<br />

Farbdisplay besteht – und mit<br />

einem verbesserten Bedienkonzept<br />

glänzt – und dem eigentlichen<br />

Funkgerät, das wahlweise direkt<br />

an die Rückseite des Bedienteils<br />

gesteckt oder bei Platzmangel hinter<br />

dem Panel auch andernorts im<br />

Flugzeug montiert und via Kabel<br />

angeschlossen werden kann. Neben<br />

möglichst geringem Platzbedarf<br />

stand bei der Entwicklung die<br />

leichtere Bedienbarkeit im Fokus.<br />

„Wenn schon Funkgeräte aufgrund<br />

von neuen Regelungen<br />

ausgetauscht werden müssen, dann<br />

sollen Piloten echte Vorteile davon<br />

haben“, so Marc Förderer damals.<br />

„AIR COM wird helfen, die Arbeitsabläufe<br />

in unseren Cockpits zu<br />

vereinfachen.“ Auch wenn air<br />

avionics damit heute hinter dem<br />

ursprünglich geplanten Markteintritt<br />

2015 zurückliegt, scheint das<br />

neue Konzept viel Zuspruch zu<br />

finden. „Unsere Auftragsbücher<br />

sind schon jetzt voll“, freut sich<br />

Förderer im Gespräch mit dem<br />

<strong>aerokurier</strong>. Momentan läuft das<br />

Zulassungsverfahren der neuen<br />

Geräte zwar noch, es soll aber bis<br />

zum Herbst abgeschlossen sein.<br />

Förderer kalkuliert derweil mit<br />

einem Liefervorlauf von zwei bis<br />

drei Monaten – damit könnten<br />

Kunden bei rechtzeitiger Bestellung<br />

die neuen Geräte bereits zum Jahresanfang<br />

2017 erhalten. Dass schon<br />

jetzt etliche Vorbestellungen vorliegen,<br />

dürfte auch an dem Konzept<br />

liegen, die Bedienung von Sprechfunk<br />

und Mode-S-Transponder<br />

kostengünstig in einem gemeinsamen<br />

Bedienteil zu vereinen. Das<br />

kannte man bislang nur von wesentlich<br />

teureren Com-Nav-Geräten<br />

mit GPS, wie etwa Garmins<br />

GTN 650.<br />

Die neuen AIR-COM-Sprechfunkgeräte<br />

sind nicht mehr mit<br />

einem eigenen Bedienteil in einem<br />

Gehäuse vereint. Und auch den<br />

gegenwärtig bereits verfügbaren<br />

Mode-S-Transponder mit der Bezeichnung<br />

VT-01 gibt es ebenfalls<br />

ohne eigenes Display, weil Anzeige<br />

und Einstellung der Transpondercodes<br />

von dem neuen, Air-<br />

Control-Display genannten Bedienteil<br />

miterledigt werden können.<br />

54 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Direktanschluss oder<br />

Kabel: Die neuen<br />

air-avionics-Funkgeräte<br />

ermöglichen flexiblen<br />

Einbau. Ein Transponder<br />

in gleicher Bauform<br />

wie das Funkgerät für<br />

den Anschluss direkt an<br />

der Displayrückseite ist<br />

in Planung.<br />

Fotos: air avionics (2), Frank Martini<br />

Es beinhaltet neben dem hellen<br />

Farbdisplay bereits eine Datenbank<br />

mit vielen Landeplatz- und ACC-<br />

Frequenzen und bietet zusätzlichen<br />

Platz für das Abspeichern eigener<br />

Stationen. Ein integriertes GPS-<br />

Interface ermöglicht außerdem die<br />

schnelle Frequenzwahl über eine<br />

Nearest-Funktion. Die Datenbank<br />

kann über einen Micro-SD-Slot an<br />

der Gerätevorderseite aktualisiert<br />

werden.<br />

„Say again“-Funktion<br />

erspart Rückfragen<br />

Die beiden interessantesten<br />

neuen Features, die das Air-Control-Display<br />

bietet, sind sicher die<br />

Dual-Watch-Funktion, bei der sich<br />

die Lautstärke der abhörbaren<br />

Standby-Frequenz unabhängig von<br />

der des aktiven Kanals regeln lässt,<br />

sowie eine „Say Again“-Funktion.<br />

Dafür speichert das Air-Control-<br />

Display eingehende Funksprüche<br />

20 Sekunden lang ab. Hat man bei<br />

einer Anflugmeldung oder einem<br />

FIS-Anruf das QNH oder den zugewiesenen<br />

Transpondercode nicht<br />

sicher verstanden, wird die Funkansage<br />

auf Knopfdruck wiederholt<br />

– ein Rückruf erübrigt sich.<br />

Auf der Rückseite des Bedienteils<br />

befinden sich ein Anschluss<br />

für das Drucksystem des Flugzeugs<br />

sowie zwei elektronische Anschlüsse<br />

für das AIR-COM-Funkgerät<br />

direkt oder via Kabel. Der Mode-<br />

S-Transponder VT-01 kann seiner<br />

Bauform wegen nur über ein Kabel<br />

dort angeschlossen werden. Ein<br />

neues Transpondermodell mit dem<br />

gleichen Formfaktor wie das AIR-<br />

COM-Funkgerät ist aber bereits in<br />

der Entwicklung, sodass später<br />

– bei ausreichendem Platz hinter<br />

dem Panel – beide Geräte auch<br />

direkt hinten ans Display gestöpselt<br />

werden können. Ein vom<br />

Drucksystem des Flugzeugs kommender<br />

Schlauch würde dann nur<br />

vom Air-Control-Display abgezogen<br />

und rückseitig an den neuen Transponder<br />

angeschlossen.<br />

Natürlich lassen sich beide Geräte<br />

auch an zwei Air-Control-<br />

Displays so anschließen, dass<br />

beide Displays auf die Einstellungen<br />

beider Geräte zugreifen können.<br />

So will air avionics mit der<br />

neuen AIR-COM-Installation bei<br />

Einführung einer Transponderpflicht<br />

für Segelflugzeuge auch in<br />

Zweisitzern zukunftsfähig sein.<br />

Für die momentan verfügbare Minimalkonfiguration<br />

– das Air-Control-Display<br />

mit einem 8,33-kHz-<br />

Funkgerät – rufen die Avioniker<br />

deutlich unter 2000 Euro auf. Das<br />

Display schlägt mit 599 Euro zu<br />

Buche, das Funkgerät mit 1099<br />

Euro. Wer noch einen Mode-C-<br />

Transponder hat und mit der Funkumstellung<br />

auch auf Mode-S nachrüsten<br />

will, muss für das VT-01<br />

zusätzlich 1649 Euro aufwenden.<br />

Funk und Transponder neu, in<br />

Verbindung mit einem gemeinsamen<br />

modernen, platzsparenden<br />

Bedienteil mit den genannten<br />

Funktionen, für weniger als 3500<br />

Euro, klingt nach einem sehr interessanten<br />

Angebot, ganz abgesehen<br />

von der gebotenen Platzersparnis.<br />

Wem es nur auf Platz und Kosten<br />

bei sonst vorhandener guter<br />

Avionikausstattung ankommt, kann<br />

sich mit der Minimalkonfiguration<br />

begnügen. Ein bereits vorhandenes<br />

Com-Nav mit VOR-Anzeige kann<br />

im Flugzeug verbleiben. Denn auch<br />

im Sprechfunk dürfen diese Geräte<br />

auf Frequenzen, die wie die<br />

internationale Notruffrequenz im<br />

25-kHz-Raster zugeteilt bleiben,<br />

weiterhin eingesetzt werden. Und<br />

wer vor Jahren bereits das links<br />

abgebildete GNS 430 nachgerüstet<br />

hatte, ist sowieso fein raus. Dieses<br />

GPS-Gerät mit Com-Nav-Funktion<br />

lässt sich bereits auf das neue<br />

8,33-kHz-Kanalraster ändern. ae<br />

Frank Martini


[ AVIONIK SPECIAL ]<br />

So sieht der Lotse die Verkehrslage. Mit ADS-B kann er auch Verkehr<br />

in nicht vom Radar abgedeckten Gebieten erkennen.<br />

Im Gewirr komplexer Start-/Landebahnen und Rollwegsystemen kann<br />

ADS-B wesentlich zur Sicherheit beitragen.<br />

Fotos: Volker Stuhlsatz<br />

Sehen und gesehen werden mit ADS-B<br />

Chance für die General Aviation?<br />

ADS-B ist nicht nur etwas für die Großluftfahrt. Was bietet diese<br />

Technik, was kann die Allgemeine Luftfahrt damit gewinnen?<br />

Seit vielen Jahren kennen wir<br />

die Möglichkeiten, jederzeit<br />

und überall die Flugzeuge<br />

am Himmel über uns mit Hilfe<br />

verschiedener Online-Apps in Realzeit<br />

nebst der Metadaten zu<br />

verfolgen. Die ADS-B-Technik, die<br />

dies ermöglicht, wird voraussichtlich<br />

in Europa im Juni 2020 zusammen<br />

mit Enhanced Mode-S eingeführt.<br />

Aber zunächst wohl nur<br />

verbindlich für die Verkehrsluftfahrt,<br />

obwohl sie gerade für die General<br />

Aviation die Sicherheit wesentlich<br />

verbessern kann. Welchen Sicherheitsgewinn<br />

bietet ein freiwilliges<br />

Update jenseits des verbindlichen<br />

ADS-B-Mandates für Flugzeuge<br />

mit einem MTOM über 5,7 Tonnen,<br />

die schneller sind als 250 Knoten?<br />

ADS-B steht für Automatic Dependant<br />

Surveillance Broadcast.<br />

Es handelt sich um einen inzwischen<br />

weltweiten Standard, der<br />

automatisch und unaufgefordert<br />

– nur abhängig von bordseitigen<br />

Navigationssystemen – ständig<br />

die eigene Position periodisch abstrahlt<br />

und somit unter anderem<br />

die präzise Flugverkehrs- oder<br />

Bodenkontrolle unterstützt. Dabei<br />

besteht ADS-B eigentlich aus zwei<br />

verschiedenen Komponenten. Zum<br />

einem dem Luft-Boden-Teil (auch<br />

ADS-B Out genannt) sowie dem<br />

Luft-Luft-Teil (ADS-B In), das heißt,<br />

direkt von Flugzeug zu Flugzeug.<br />

Genau genommen bezeichnet man<br />

mit ADS-B Out das automatische<br />

Senden der Flugzeugpositionsdaten<br />

unabhängig von Radarabfragen<br />

im Sekundentakt.<br />

Bei der optionalen ADS-B-In-<br />

Zusatzfunktion werden die ADS-<br />

B-Signale nicht nur von einer Bodenstation,<br />

sondern auch bordseitig<br />

empfangen und auf einem<br />

entsprechenden Cockpitdisplay<br />

als Verkehrsinformation angezeigt.<br />

Der GA-Pilot sieht damit alle Verkehrsflieger<br />

in der näheren Umgebung<br />

– im Luftraum Echo mit<br />

VFR-IFR-Mischverkehr ein nicht<br />

zu unterschätzender Sicherheitsfaktor.<br />

Bei Nutzung der viel gängigeren<br />

ADS-B-Out-Funktion in<br />

Transpondern der General Aviation<br />

kann auch der Verkehrspilot<br />

das GA-Flugzeug erkennen.<br />

Die ADS-B-Avionik sendet nach<br />

verifizierter Positionsbestimmung<br />

des Luftfahrzeugs durch eine GNSS-<br />

Technologie die Positionsdaten<br />

zusammen mit weiteren Flugzeugdaten<br />

(Kennzeichen, Luftfahrzeugtyp,<br />

Geschwindigkeit, Flughöhe<br />

nach barometrischem Encoder und<br />

Flugrichtung) im Sekundentakt<br />

aus. Die ADS-B-Bodenstationen<br />

komplementieren dann besonders<br />

in den tieferen Flughöhen zusammen<br />

mit konventionellen Sekundärradarstationen<br />

oder Mode-S das<br />

Luftlagebild. Moderne ADS-B-<br />

Avionik leistet das in den Cockpits.<br />

Richtige Verbreitung hat ADS-<br />

B, das bereits vor mehr als zwei<br />

Jahrzehnten in Schweden entwickelt<br />

wurde, erst mit dem Mode-<br />

S-Transponder erfahren. Der (bislang<br />

noch optionale) Extended<br />

Squitter in Mode-S-Transpondern<br />

ermöglicht die Kommunikation der<br />

Flugzeugdaten.<br />

Long Squitter mit<br />

vielen Informationen<br />

Es gibt den Short und den Long<br />

Squitter. Der Short Squitter wird<br />

jede Sekunde gesendet, braucht<br />

keine Abfrage, besteht aus 56 Bit<br />

und enthält den Mode-S-Code. Er<br />

wird bereits seit knapp 20 Jahren<br />

von TCAS benutzt, um die Position,<br />

den vertikalen Trend und die<br />

Flughöhe des relevanten Verkehrs<br />

zu berechnen. Der Long Squitter<br />

ist mit 112 Bit doppelt so lang und<br />

bietet zusätzlich die ADS-B-Nachricht<br />

(mit 56 Bit). Diese beinhaltet<br />

neben den LAT-LONG-Koordinaten<br />

die barometrische Höhe, die Geschwindigkeit,<br />

die vertikale Geschwindigkeit,<br />

die Drehrate und<br />

mehr.<br />

In Europa wurden durch das<br />

Casade-ADS-B-Pionier-Programm,<br />

das Teil des Single European Sky<br />

ATM Research (SESAR) ist, seit<br />

2008 mehr als 500 Flugzeuge mit<br />

ADS-B zertifiziert. Seitdem besteht<br />

in der Verkehrsluftfahrt nun schon<br />

seit einigen Jahren eine ADS-B-<br />

Ausrüstungsquote von über 90<br />

Prozent. In der General Aviation<br />

sieht es anders aus.<br />

Schon heute dienen die ADS-<br />

B-Out-Daten der Flugsicherung<br />

beim Update der strategischen<br />

Verkehrsflusssteuerung. Damit<br />

können Überlastungen in einzelnen<br />

Sektoren rechtzeitig erkannt und<br />

vermieden werden. Andererseits<br />

bietet ADS-B dem Sekundärradar<br />

ähnliche Funktionen in Gebieten,<br />

wo Radar technisch nicht möglich<br />

ist, und erhöht dort die Luftraumkapazität<br />

und die Sicherheit. Es<br />

ergeben sich auch erheblich effektivere<br />

Anflugverfahren in nur<br />

saisonal stärker beflogenen oder<br />

56 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


schlecht entwickelten Gebieten.<br />

Inzwischen sind mehr als 750 ADS-<br />

B-Bodenstationen in 25 europäischen<br />

Ländern errichtet.<br />

Durch ADS-B In können Piloten<br />

der Allgemeinen Luftfahrt ein fast<br />

so genaues Bild von der Verkehrssituation<br />

bekommen wie die Flugsicherung.<br />

Dies umfasst dann nicht<br />

nur die Positionen von TCAS-<br />

Verkehr, sondern den gesamten<br />

Verkehr in der Umgebung mit<br />

dessen Richtung, Geschwindigkeit<br />

und Identifikation, sofern der ADS-<br />

B Out nutzt.<br />

Der in Europa modernere, für<br />

ADS-B Out Version 2 notwendige<br />

technische Standard setzt einen<br />

Mode-S-Transponder voraus, der<br />

mit zwei unabhängigen Fehleranzeigen<br />

„Transponder Fail“ sowie<br />

„ADS-B Fail“ ausgestattet ist.<br />

Dazu kommt noch eine zertifizierte<br />

SBAS-(Satellite Based Augmented<br />

System wie WAAS, EGNOS)<br />

gestützte GNSS-Positionsquelle.<br />

Die ist deshalb besonders wichtig,<br />

weil die Flugsicherung wahrscheinlich<br />

sogar integriert mit konventionellen<br />

Sekundär-Radardaten<br />

damit den ADS-B-Out-Verkehr<br />

staffeln muss und es keine zweite<br />

Rückfallebene mehr gibt. ADS-B<br />

Out erfordert folglich eine kostspieligere<br />

Festinstallation. Die<br />

optionale ADS-B-In-Funktionalität<br />

kann dagegen auch mobil und<br />

damit erheblich günstiger sein.<br />

Bereits seit einigen Jahren gibt<br />

es für ADS-B In zahlreiche günstige<br />

Erweiterungen auch als Apps<br />

zusammen mit weiteren sinnvollen<br />

Funktionen. Kleine portable ADS-<br />

B-In-Applikationen sind inzwischen<br />

schon relativ günstig zu erwerben,<br />

eine externe Antenne ist aber notwendig,<br />

um auch die gewünschte<br />

Empfangsleistung zu erreichen.<br />

Nur die teurere ADS-B-Out-<br />

Funktion leistet einen wirklich<br />

aktiven Betrag zur eigenen Flugsicherheit<br />

und der der anderen<br />

Verkehrsteilnehmer. Wenn eine<br />

zertifizierte Positionsquelle angeschlossen<br />

ist, sind schon heute die<br />

allermeisten aktuellen Mode-S-<br />

Transponder in der Lage ADS-B<br />

Out über den Extended Squitter<br />

zu unterstützen.<br />

ADS-B-Out-Daten werden schon<br />

seit einiger Zeit recht wirkungsvoll<br />

in Traffic Avoidance Systemen (TAS)<br />

zur Anzeige gebracht. Die Chancen<br />

der Kollisionsvermeidung stehen<br />

und fallen aber mit der ADS-B-Out-<br />

Ausrüstungsquote. Da eine 100-prozentige<br />

Ausrüstung ohne Mandat<br />

eher unwahrscheinlich ist und<br />

ADS-B Out für viele auch in Zukunft<br />

zu kostspielig bleiben wird, denkt<br />

man im Rahmen des SESAR-Projekts<br />

Electronic Visibility ADS-B (EVA)<br />

über kostengünstigere kompatible<br />

Alternativen nach.<br />

Sichtbar mit dem<br />

Low Power Transceiver<br />

Bei einem britischen Projekt<br />

eines Low Power ADS-B Transceiver<br />

(LPAT) geht es um mobile Geräte,<br />

die mit geringerer Leistung<br />

auf der 1090-ES-Frequenz ADS-B-<br />

Sichtbarkeit erzeugen – ideal für<br />

Luftfahrzeuge, die technisch nicht<br />

transpondertauglich sind. Zusätzlich<br />

werden die bereits weit verbreiteten<br />

FLARM-Signale angezeigt,<br />

und ein auf Signalstärke basierender<br />

Alarm warnt vor allen Mode-<br />

ADS-B-Out-/-In-Flugzeug<br />

ADS-B-In-Service<br />

von der Bodenstation<br />

Funktionsschema ADS-B. Mit der ADS-B-Out- und ADS-B-In-Funktion<br />

ausgestattete Flugzeuge erkennen sich gegenseitig.<br />

A/C/S-Signalen, die empfangen<br />

werden. Inzwischen haben die<br />

Geräte eine Empfangsreichweite<br />

von zehn nautischen Meilen.<br />

Die erste Kleinserie ist bereits<br />

produziert, wobei auch günstigere,<br />

nicht zertifizierte GNSS-Quellen<br />

für diese General-Aviation-Anwendung<br />

ausreichend zu sein scheinen.<br />

Mit zwei verschiedenen Antennen<br />

an Bug und Heck funktioniert das<br />

System.<br />

Eine Low-Cost-ADS-B-Lösung<br />

wie LPAT würde nicht nur innerhalb<br />

der General Aviation für eine erheblich<br />

bessere „situational awareness“<br />

sorgen was anderen VFR-<br />

Verkehr betrifft, sondern auch die<br />

ADS-B-Out- und -In-ausgerüstete<br />

Flugzeuge erkennen sich<br />

unabhängig von Bodenstationen.<br />

Bodenstation erhält<br />

die ADS-B-Out-Signale<br />

der Flugzeuge.<br />

Das Flugzeug ermittelt seine<br />

Position per GNSS<br />

(GPS, GLONASS, EGNOS).<br />

ADS-B-Bodenstation<br />

ADS-B-Out-/-In-Flugzeug<br />

notwendige Sichtbarkeit im Airline-<br />

Cockpit herstellen. Solch ein<br />

Sicherheitsgewinn kann dazu beitragen,<br />

der Allgemeinen Luftfahrt<br />

mehr Luftraum zu erhalten.<br />

Auch mit einem technisch machbaren<br />

und bezahlbaren System<br />

bleibt die Frage, wie man im Falle<br />

des Falles mit den Alarmen<br />

umgeht. Das ist nicht gerade trivial.<br />

Unkoordinierte Ausweichempfehlungen<br />

sind mitunter kontraproduktiv.<br />

Es braucht auch einige<br />

Zeit und Übung, um bei mehreren<br />

Flugzeugen in der Umgebung trotz<br />

akustischer Warnungen den Überblick<br />

zu behalten.<br />

ae<br />

Volker Stuhlsatz


[ AVIONIK SPECIAL ]<br />

Mit dem Garmin GTX 345 wird<br />

der umgebende ADS-B-Verkehr<br />

sichtbar – hier auf einem<br />

Tablet, das vom 345er zugleich<br />

Attitude-Informationen erhält.<br />

ADS-B-Avionik<br />

Transponder<br />

und sehr viel mehr<br />

Eine neue Transpondergeneration für die Allgemeine Luftfahrt<br />

erleichtert jetzt den Einstieg in ADS-B – und damit in die<br />

Kollisionswarnung, von der auch Verkehrsflugzeuge profitieren.<br />

Verkehrserkennung mit<br />

ADS-B wird mit den neuen<br />

Mode-S-Transpondern von<br />

Garmin und von L-3 Avionic Systems<br />

besonders leicht. Das Garmin<br />

GTX 335/345 und das L-3 Lynx NGT<br />

9000 bieten in ihren Ausbaustufen<br />

mit WAAS-fähigen GPS-Empfängern<br />

ADS-B-Out- und ADS-B-In-Funktionalität,<br />

versorgen also alle anderen<br />

ADS-B-Stationen im weiteren<br />

Umfeld mit Informationen über die<br />

eigene Position, Höhe, Geschwindigkeit<br />

und Bewegungsrichtung.<br />

Über die In-Funktion werden diese<br />

Informationen von anderen<br />

ADS-B-Teilnehmern aufgenommen.<br />

Damit werden für diese Transponder<br />

alle anderen Verkehrsteilneh-<br />

mer sichtbar, die einen Mode-S-<br />

Transponder mit Extended Squitter<br />

(ES) nutzen, um die Positionsdaten<br />

eines aufgeschalteten GPS<br />

auszusenden.<br />

Die WAAS/EGNOS-Fähigkeit<br />

der GPS-Empfänger sichert dabei<br />

hochgenaue Positionsdaten. WAAS<br />

steht für Wide Area Augmentation<br />

System, das europäische Pendant<br />

nennt sich Euro Geostationary<br />

Navigation Overlay Service.<br />

Bei den Transpondern von Garmin<br />

wie dem von L-3 können die<br />

Informationen an integrierte Bordavionik<br />

wie zum Beispiel das Garmin<br />

GTN 650/750 oder drahtlos<br />

an Navigations-Apps auf Tablets<br />

weitergegeben werden. Auf den<br />

Moving Maps dieser größeren Displays<br />

erhält der Pilot dann mit dem<br />

GTX 345 wie mit dem Lynx ein<br />

umfassendes Verkehrslagebild (das<br />

GTX 335 verfügt nicht über die<br />

In-Funktion). Garmin nutzt für die<br />

drahtlose Kommunikation zu externen<br />

Geräten Bluetooth. Mit iPads<br />

und Android-Tablets verbindet sich<br />

das Lynx ebenfalls via Wi-Fi. Das<br />

GTX 345 kann Apps wie Garmin<br />

Pilot und ForeFlight Mobile zusätzlich<br />

mit Attitude-Informationen<br />

versorgen, damit wird ein Backup-Horizont<br />

verfügbar.<br />

L-3 Avionic Systems hat das Lynx<br />

NGT 9000 schon in der Basisversion<br />

mit integriertem GPS-Empfänger,<br />

mit Farbdisplay und Touchscreen<br />

für die intuitive Bedienung<br />

ausgestattet. Die Plus-Version, die<br />

höchste Ausbaustufe, ist ein vollständig<br />

autarkes System. Hier wird<br />

die Verkehrssituation auf dem<br />

Display des Geräts fortlaufend<br />

aktualisiert wiedergegeben (L-3<br />

NextGen Active Traffic), dazu gibt<br />

es eine integrierte Terrainwarnung.<br />

Eine Anbindung an ein weiteres<br />

Avioniksystem ist nicht notwendig.<br />

Die Option, auch noch aktuell das<br />

Wetter entlang des Flugwegs zu<br />

empfangen und auf dem geräteeigenen<br />

Display darzustellen, ist<br />

dagegen nur in den USA nutzbar.<br />

Hinweise und Warnungen vor<br />

anderem Verkehr werden von beiden<br />

Systemen auch akustisch<br />

ausgegeben. Das GTX 345 warnt<br />

dann zum Beispiel mit: „Traffic ten<br />

o’clock, same altitude, two miles.“<br />

Die Garmin-Transponder können<br />

in die Glascockpits des amerikanischen<br />

Avionikherstellers integriert<br />

werden. Sie können dann<br />

zum Beispiel das WAAS-fähige<br />

GPS und das Display eines G1000<br />

für die Verkehrsdarstellung nutzen<br />

sowie vom Gerät her bedient<br />

werden.<br />

Im Lynx Multi-link Surveillance<br />

System sieht man den umgebenen<br />

Verkehr mittels patentiertem Lynx<br />

Tail, er zeigt Kennzeichen beziehungsweise<br />

Flug-ID, Flugzeugtyp<br />

und Geschwindigkeit über<br />

Grund an.<br />

Die Preise für das „All-in-One“-<br />

Lynx NGT-9000 und das vergleichbare<br />

Garmin GTS 345 (mit integriertem<br />

WAAS-GPS) liegen bei<br />

5800 US-Dollar. In Anbetracht der<br />

Funktionalität ein preiswertes<br />

Angebot, das die Sicherheit erheblich<br />

verbessern kann.<br />

ae<br />

Gerhard Marzinzik<br />

Fotos: Garmin, L-3 Avionic Systems<br />

Das Lynx NGT-9600 plus ist sehr viel mehr als ein Transponder. Auf dem<br />

Touchscreen können auch Terrainwarnungen angezeigt werden.<br />

Der Mehrzweckbildschirm des Lynx, hier mit Verkehrslage und Wetter<br />

(nur in Nordamerika erhältlich), macht Zusatzanzeigen überflüssig.<br />

58 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


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[ AVIONIK SPECIAL ]<br />

Aero-Avionik-Geschäftsführer Jan Baltes (li., hinten) kontrolliert mit einem<br />

Mitarbeiter ein Nav/Comm. Standard werden jetzt Garmin GTN 650/750.<br />

Fotos: Aero Avionik<br />

Aero Avionik<br />

Neues Garmin<br />

Service Center<br />

Garmin entwickelt sich immer mehr zu<br />

dem Generalausrüster in Sachen Avio nik.<br />

Jetzt gibt es in Deutschland einen<br />

wei teren Garmin-Service-Stützpunkt:<br />

Aero Avionik in Saarbrücken.<br />

60 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

Die Halle von Aero Avionik<br />

auf dem Flughafen Saarbrücken<br />

fasst Mitte Mai so<br />

ziemlich alles, was zur Allgemeinen<br />

Luftfahrt zählt, vom Jet und Turboprop<br />

bis hin zu kleinen Einmotorigen.<br />

Den neuen Standort Saarbrücken<br />

hat der auf Avionik spezialisierte<br />

Wartungsbetrieb nach<br />

Part 145 bezogen, nachdem der<br />

ursprüngliche Betriebsort Zweibrücken<br />

zum Sonderlandeplatz<br />

heruntergestuft wurde. Für die<br />

Kunden mit komplexeren Flugzeugen<br />

wurde der Umzug notwendig;<br />

Saarbrücken mit seinem Instrumentenlandesystem<br />

kann nämlich<br />

jederzeit angeflogen werden.<br />

Neben dem Airline-Bereich, der<br />

Business Aviation und dem Hubschraubersegment<br />

hat Aero Avionik<br />

jetzt vor allem die kleinere<br />

Allgemeine Luftfahrt in den Blick<br />

genommen. Für Garmin-Nachrüstpakete<br />

ergibt sich hier ein besonders<br />

großer Markt. Und der reicht<br />

deutlich über die deutschen Grenzen<br />

hinaus. Saarbrücken mit seiner<br />

Randlage bedeutet da keinen<br />

Standortnachteil. Gerade erst, freut<br />

sich Aero-Avionik-Geschäftsführer<br />

Jan Baltes, hat sich der Luxemburgische<br />

Aero-Club entschlossen,<br />

seine Flotte von zehn Ein- und<br />

Zweimotorigen mit dem Garmin<br />

GTN 650 samt Aufschaltanlage<br />

nachzurüsten.<br />

Das GTN 650 lässt sich mit seinen<br />

platzsparenden Abmessungen<br />

im Vergleich zum GTN 750 mit<br />

seinem großen Display recht einfach<br />

an Stelle älterer Avionik einbauen.<br />

Als GPS/Nav/Comm-Plattform bietet<br />

es ansonsten auch nahezu alle<br />

Features des 750ers: Touchscreen-<br />

Bedienung, eine hochaufgelöste<br />

Geländedarstellung, die Einblendung<br />

des Wetters und des umgebenden<br />

Verkehrs im Navigationsbild<br />

wie auch die grafische Flugplanung<br />

auf dem Multifunktionsbildschirm<br />

und letztlich die<br />

Möglichkeit für hochpräzise GPS-<br />

Anflüge (LPV) bis auf 200 Fuß<br />

Entscheidungshöhe. Ein neu genehmigtes<br />

STC von Garmin erlaubt<br />

den Einbau dieser Avionik ganz<br />

ohne Minor-Change-Kosten.<br />

Aero Avionik zeigt sich überdies<br />

flexibel, was den Einsatz beim<br />

Kunden angeht. Die Werft wirbt:<br />

„Bei Fehlermeldungen an Ihrem<br />

Flugzeug sind wir in kürzester Zeit<br />

für Sie vor Ort.“ Für defekte Bauteile<br />

gibt es in Saarbrücken in<br />

der speziell dafür ausgerüsteten<br />

Werkstatt die Möglichkeit zur<br />

Reparatur. Weitere Arbeiten werden<br />

gleich am Stammsitz der Kunden<br />

ausgeführt, ob bei Zeppelin<br />

in Friedrichshafen, dem Stuttgarter<br />

Flugdienst, bei der Luftrettung<br />

in Baden-Baden oder als Unterstützung<br />

von vielen weiteren Werftbetrieben.<br />

Jan Baltes, der sich erst<br />

vor sechs Jahren selbstständig<br />

gemacht hat: „Wir sind spezialisiert<br />

auf jede Art von Avionik. Vom einmotorigen<br />

Privatflugzeug bis zum<br />

Citation-Business-Jet. Entsprechend<br />

legen wir Wert auf hohe Qualität<br />

der Installationen.“<br />

Seit diesem Sommer zählt der<br />

Betrieb sieben technische Mitarbeiter<br />

und drei im kaufmännischen<br />

Bereich. Ausgebildet wird auch.<br />

Im technischen Bereich arbeitet<br />

Aero Avionik mit Lufthansa Technik<br />

in Frankfurt zusammen. Der<br />

erste von drei Auszubildenden<br />

steht jetzt vor dem Abschluss. ae<br />

Gerhard Marzinzik


Piloten landen hier<br />

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von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.<br />

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Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: flugrevue@dpv.de<br />

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Avionik-<br />

[ AVIONIK SPECIAL ]<br />

Garmin GTN 750<br />

Überall wird zentralisiert.<br />

„All-in-one“ ist auch für<br />

Cockpits von Flugzeugen der<br />

General Aviation das Schlagwort.<br />

Das GTN 750 von<br />

Garmin hat in Bezug auf<br />

Leistungsumfang und Bedienerfreundlichkeit<br />

eine<br />

Vorreiterrolle eingenommen.<br />

Fotos: Garmin<br />

Die GPS/COMM/VOR/MFD-<br />

Plattform Garmin GTN 750<br />

mit dem 6,9 Zoll großen<br />

Touchscreen hält immer mehr Einzug<br />

in Cockpits der Flugzeuge der<br />

Allgemeinen Luftfahrt. In Panels<br />

mit wenig Platz ist es das ebenso<br />

leistungsfähige, aber nur 2,67 Zoll<br />

große Schwestermodell GTN 650.<br />

Der Zwang zur Umrüstung auf<br />

8,33-kHz-Funkgeräte und die komfortable<br />

Bedienung über den Touchscreen,<br />

der beim GTN 650/750 zum<br />

ersten Mal in einer solchen Plattform<br />

für die General Aviation verwirklicht<br />

wurde, haben das Garmin-<br />

Angebot besonders attraktiv gemacht.<br />

Inzwischen ist das Funktionsspektrum<br />

dieser Plattform<br />

immens angewachsen, ein Ausblick<br />

auf die neuen Highlights im Leistungsangebot<br />

zeigt, was alles<br />

machbar ist. Dank Multifunktionsdisplay<br />

(MFD) und menügeführter<br />

Touchscreen-Bedienung sind der<br />

Ausweitung der Funktionalität fast<br />

keine Grenzen gesetzt.<br />

Es können Funktionen integriert<br />

werden, die früher die Anschaffung<br />

eines neuen Gerätes erfordert hätten.<br />

So ist das GTN 750 heute weit<br />

über das ursprüngliche Kombigerät<br />

hinausgewachsen, das Funkgerät,<br />

VOR und GPS mit einer<br />

Moving-Map-Navigation vereint<br />

hat. Inzwischen ist das Gerät der<br />

Baustein, der auch GA-Flugzeugen<br />

dazu verhilft, den Schritt von der<br />

bodenseitigen Flugkontrolle hin<br />

zum autonomen, satellitenbasierten<br />

Luftverkehrsmanagement der<br />

Zukunft zu schaffen.<br />

Das WAAS/EGNOS-fähige GTN<br />

750 macht GPS-Anflüge der LPV-<br />

Kategorie (Localiser Precision mit<br />

Vertical Guidance) möglich. Auch<br />

Flugplätze ohne Instrumentenlandesystem<br />

können – sofern sie dafür<br />

zugelassen sind – damit bis auf<br />

Entscheidungshöhen von 200 Fuß<br />

über Grund angeflogen werden,<br />

was bisher nur mit einem ILS möglich<br />

war. In Europa erfolgten mit<br />

dem Gerät jetzt erstmals Anflüge<br />

bei solchen Minima in Paris-Charles<br />

de Gaulle. Für Anflüge nach Instrumentenflugregeln<br />

lassen sich<br />

im Display des GTN 750 jetzt auch<br />

die Jeppesen-Anflugkarten anzeigen.<br />

Eine so ausgestattete Cockpit-<br />

Crew verfügt damit für jeden<br />

Flugplatz weltweit über Anflugkarten<br />

im einheitlichen Design – ein<br />

Umstellen auf die unterschiedlichen<br />

Formate der nationalen Flugsicherungen<br />

ist nicht erforderlich. Werden<br />

bodengestützte Navigationseinrichtungen<br />

genutzt, dekodiert<br />

das GTN 650/750 auch automatisch<br />

die Morsekennung und identifiziert<br />

die Station.<br />

„Verkehrsradar“ auf dem<br />

Display des GTN 750<br />

Über die Verkehrslage informiert<br />

das GTN 650/750 mit entsprechender<br />

Zusatzausstattung wie dem<br />

ADS-B-fähigen Transponder GTX<br />

345. Damit kommt der gesamte<br />

62 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Zentrale<br />

SafeTaxi-Karten von Garmin verhindern das Verirren in komplexen<br />

Rollwegsystemen größerer Flugplätze (oben). Die Jeppesen-Karten<br />

können jetzt aufs Display ders GTN 750 geholt werden.<br />

Nah am Zielflugplatz blendet<br />

sich auf dem GTN-750-Bildschirm<br />

das Anflugverfahren ein.<br />

Für die Darstellung der<br />

Verkehrslage auf Basis von<br />

ADS-B-Informationen (rechts)<br />

eignet sich der große Bild -<br />

schirm des GTN 750 bestens.<br />

Oben mit VFR-Anflugkarte für<br />

Friedrichshafen.<br />

umgebende (ADS-B-)Verkehr zur<br />

Anzeige. Bahnt sich ein Kollisionsrisiko<br />

an, wird auch akustisch<br />

gewarnt.<br />

Im Sichtflug in geringeren<br />

Höhen sind Informationen und<br />

gegebenenfalls Warnungen vor<br />

höherem Gelände und Hindernissen<br />

wichtig. Speziell für Hubschrauber<br />

gibt es die Option, der<br />

„wire-strike avoidance“, die vor<br />

Überlandleitungen warnt. Diesen<br />

Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit<br />

liefert das Terrain Awareness<br />

System. Bei zu geringer Flughöhe<br />

taucht das Display das Gelände in<br />

Rot. Über das Wetter voraus kann<br />

die farbkodierte Einblendung von<br />

Radarinformationen in Kenntnis<br />

setzen.<br />

Vieles ist in der Nutzung erheblich<br />

komfortabler geworden. Flugpläne,<br />

bei denen noch Wegpunkt<br />

für Wegpunkt eingetippt werden<br />

mussten, sofern es sich nicht um<br />

eine schon abgespeicherte Strecke<br />

handelte, können jetzt drahtlos<br />

vom Tablet übernommen und so-<br />

Flight Stream 210 ermöglicht<br />

die drahtlose Übertragung von<br />

Flugplänen und bringt 3-D-<br />

Synthetic-Vision aufs Tablet.<br />

mit bequem am Schreibtisch erstellt<br />

werden.<br />

Im Cockpit unterstützt die Grafik<br />

des GTN 750 die Flugdurchführung<br />

bei Freigabenänderungen,<br />

indem einfach ATS-Routensegmente<br />

durch Antippen und Ziehen<br />

im Display ausgewählt und im<br />

Flugplan aktiviert werden. Umleitungen<br />

lassen sich per Fingerstreich<br />

einfügen.<br />

Bei Aufschaltung eines entsprechend<br />

leistungsfähigen Autopiloten<br />

kann dieser alle Teile eines<br />

IFR-Flugs absolvieren – bis hin zu<br />

Holdings. Nach der Landung helfen<br />

die georeferenzierten SafeTaxi-Karten<br />

von Garmin bei der Orientierung<br />

auf den Rollwegen. ae<br />

Gerhard Marzinzik


[ KOLUMNE ]<br />

Als Dr. Spornrad beleuchtet ein Kenner der Szene exklusiv für den <strong>aerokurier</strong> die großen und kleinen Geheimnisse der GA<br />

Jein zum papierlosen Cockpit<br />

Navigation ist, wenn man trotzdem ankommt, weiß Dr. Spornrad und ist entsetzt über den Trend,<br />

sich die Cockpitscheibe mit Handhelds und Post-its zuzupflastern. Sein Motto: Wer es gelernt hat,<br />

mit Kompass und Karte umzugehen, der ist auch nicht blind, wenn die Elektronik streikt.<br />

Emil und Franz – so hießen zu K.-u.-K-<br />

Zeiten Pilot und Navigator in der Luftfahrt,<br />

egal ob sie nun Egon, Karl oder<br />

Friedrich im Reisepass stehen hatten. Machte<br />

Franz Fehler und gab Emil falsche Kurse vor,<br />

so „verfranzten“ sie sich. So weit, so historisch.<br />

Das ist bis vor Kurzem auch so gewesen,<br />

dank modernster Navigationshilfsmittel heute<br />

jedoch fast unmöglich. Aber auch nur fast. Nun<br />

gut, ich bin aufgewachsen mit der guten alten<br />

Papierkarte und dem Schnapskompass. In<br />

meiner PPL(A)-Ausbildung durfte ich den Kurskreisel<br />

nicht benutzen und wurde ausschließlich<br />

auf die Nutzung des Kompasses dressiert.<br />

So ist es bei mir bis heute geblieben. Zugegeben,<br />

es macht mir Spaß, meinen Schülern nach<br />

alter Manier einfach mal<br />

den Kurskreisel zu verstellen,<br />

und ich ergötze<br />

mich an ihren Reaktionen,<br />

wenn nach 10 bis<br />

15 Minuten der Hals das<br />

Pilotenanwärters immer<br />

länger wird. Eine sinnvolle<br />

Übung? Ja – denn<br />

der jederzeit mögliche<br />

Ausfall des „SatelliteniPhone-Pad-Androidnavigations-Rollators“<br />

kann bei vielen der<br />

heute ähnlich dressierten<br />

Aviateure schnell<br />

zur Lost-in-space-Situation<br />

ausarten.<br />

Überhaupt macht<br />

mich die Entwicklung<br />

in den Cockpits wehmütig,<br />

traurig und<br />

nervös zugleich. Zu<br />

oft beobachte ich bei<br />

Checkflügen, wie der<br />

Kopf des Piloten ständig in Richtung FLARM-<br />

Anzeige und GPS geht – zu Lasten der aktiven<br />

Luftraumbeobachtung. Ich kannte mal einen<br />

Jungfluglehrer, dessen Kniebrett mit drei GPS-<br />

Geräten ausgestattet war. Das Ding hat ausgesehen<br />

wie ein Cockpitsegment aus dem<br />

Lunar-Modul von Neil Armstrong bei der Mondlandung.<br />

Die Angst, sich zu verfranzen, war<br />

wohl stärker als sein Drang, an der eigenen<br />

Navigationsperformance zu arbeiten.<br />

Illustrationen: Harald Hornig<br />

Interessant ist auch der Blick in manches<br />

Cockpit. Charles Lindbergh hat bei seinem<br />

Atlantikflug aufgrund des vor ihm eingebauten<br />

Haupttanks nach vorn nichts gesehen und<br />

vor seinem Abflug noch schnell ein<br />

Periskop montiert bekommen,<br />

um ihm den Blick geradeaus<br />

bei der Landung in Paris<br />

zu ermöglichen. So mancher<br />

Pilot bräuchte so<br />

etwas womöglich heute<br />

auch. Windschutzscheiben<br />

eignen sich<br />

ja perfekt, um dort<br />

mittels Saugnäpfen die<br />

Navigations-„Rollatoren“<br />

zu drappieren – und gleichzeitig jeden visuellen<br />

Restkontakt zur Außenwelt zu verlieren.<br />

Auch kann es zum Problem werden, wenn<br />

zu viele Informationen auf den Aviateur einwirken.<br />

Oft sehe ich neben den Handhelds im<br />

Cockpit weitere ein bis fünf GPS-Geräte, teilweise<br />

fest eingebaut und aus der Steinzeit.<br />

Dazu gesellen sich noch die vom Copiloten<br />

mitgebrachten. Logisch, dass immer alle Geräte<br />

laufen müssen und auch ständig gegengecheckt<br />

werden, es könnte ja sein, dass ein<br />

GPS etwas mehr oder anderes anzeigt als das<br />

andere. Ein heilloses Informationsdurcheinander!<br />

Was macht in dieser Zeit<br />

eigentlich unsere alte, äh,<br />

aktuelle Luftfahrerkarte? Die<br />

eine oder andere Landesluftfahrtbehörde<br />

sähe gerne<br />

ein „Backup“ zum Glascockpit<br />

und verlangt zusätzlich<br />

eine Papierkarte.<br />

Nur: Wenn ich bislang<br />

im offenen Doppeldecker<br />

oder mit einer PA-18 mit<br />

offener Tür unterwegs war<br />

und mir ’ne Karte „entflogen“<br />

ist, dann hatte ich ja auch<br />

keine Ersatzkarte unterm Redundanz-Zauberhut<br />

griffbereit.<br />

Also halte ich mal fest: wenn eine aktuelle<br />

Luftfahrerkarte auf dem „Rollator“ ist und<br />

einem die Batterien und Generatoren keinen<br />

Strich durch die Rechnung machen, dann hilft<br />

ein klares Ja zum papierlosen Cockpit auch<br />

noch zum Erhalt so manchen Hektars Regenwald.<br />

Die FAA hat hier schon 2011 grünes<br />

Licht gegeben.<br />

Aber mal ein ganz anderer Aspekt: Früher<br />

ging mein Kopf auch ganz ohne GPS ständig<br />

nach unten und auf die Armbanduhr. Der Grund:<br />

angewandte Koppelnavigation mit ständigem<br />

Mitschreiben von Überflugzeiten und Gegenrechnen<br />

von Restflugzeiten. Meine These:<br />

Wenn ich eine konventionelle Flugvorbereitung<br />

mache, also meinen Strich auf einer Papierkarte<br />

habe, und dazu dann ein modernes GPS-<br />

Navi einsetze, dann kann die gewonnene Zeit<br />

auch ein enormer Sicherheitsgewinn sein.<br />

Vorausgesetzt, ich nutze sie für die Luftraumbeobachtung.<br />

Es ist ein Unding, wie manche<br />

Flieger die ganze Zeit gebannt auf die bunten<br />

Bildchen auf dem Bildschirm gucken und warten,<br />

dass TCAS und FLARM einen Begegnungsverkehr<br />

anzeigen, während vor ihrer Nase<br />

gerade der echte Begegnungsverkehr stattfindet.<br />

Fazit: Es langen ein einziges System, beispielsweise<br />

auf dem iPad, die Karte als Backup<br />

und – Sie ahnen es – der gute alte Schnapskompass.<br />

Und natürlich offene Augen! ae<br />

64 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


[ BUSINESS AVIATION Messe ]<br />

EBACE <strong>2016</strong><br />

Business as usual?<br />

Auch wenn die Lage der Business Aviation weiterhin angespannt bleibt, hatten die<br />

Hersteller auf der Fachmesse EBACE in Genf spannende Neuigkeiten im Gepäck.<br />

D<br />

ie Hoffnung auf die kommenden<br />

Jahre ist da. Das<br />

konnten die 13 000 Fachbesucher<br />

aus vier Tagen EBACE<br />

in Genf mit nach Hause nehmen.<br />

Momentan sieht es aber eher noch<br />

trübe aus: Nachdem sich die Business<br />

Aviation nach dem Crash im<br />

Jahr 2008 etwas erholt hatte und<br />

bis 2013 wieder leichte Zuwächse<br />

verzeichnen konnte, lagen die<br />

letzten beiden Jahre leicht unter<br />

dem Ergebnis des jeweiligen Vorjahres.<br />

Auch die im Vorfeld der<br />

EBACE vorgestellten Quartalszahlen<br />

der Herstellervereinigung der<br />

Allgemeinen Luftfahrt (GAMA)<br />

dämpfen die Hoffnungen für <strong>2016</strong>:<br />

128 Business Jets wurden ausgeliefert,<br />

fünf Prozent weniger als<br />

in den ersten drei Monaten 2015.<br />

Die 500 Aussteller brachten 60<br />

Flugzeuge mit auf das Außengelände<br />

am Genfer Flughafen – so<br />

viele wie noch nie. Das unterstreicht<br />

die Erwartungen, dass neue Modelle<br />

eine Antwort auf die Probleme<br />

des schwierigen Markts sein<br />

könnten.<br />

Am unteren Ende der Größentabelle<br />

sorgte die aus Beechcraft,<br />

Cessna und Hawker bestehende<br />

Textron Aviation mit der Ankündigung<br />

eines „PC-12-Killers“ für<br />

Aufsehen. Die Business-Turboprop<br />

soll über Platz für bis zu acht Passagiere<br />

verfügen, eine Höchstgeschwindigkeit<br />

von 520 Stundenkilometern<br />

(285 kts) und eine<br />

Reichweite von knapp 3000 Kilometern<br />

(1600 NM) haben. Den 1240<br />

shp starken Antrieb entwickelt GE<br />

Aviation derzeit in Europa. Die<br />

Wellenturbine besitzt den Arbeitstitel<br />

ATP (Advanced Turboprop).<br />

Den Namen des Flugzeugs will<br />

Textron in Oshkosh bekannt geben,<br />

den Erstflug peilen die Amerikaner<br />

für 2018 an. Auch im Cockpit soll<br />

Technik der neuesten Generation<br />

zum Einsatz kommen: Ein Garmin<br />

G3000 mit Touchscreen-Bedienung<br />

und integriertem Wetterradar,<br />

Geländewarnsystem und ADS-B-<br />

Fähigkeit soll den Piloten das Leben<br />

vereinfachen. Die Passagiere<br />

können sich auf einzelne Liegesitze,<br />

große Fenster, LED-Beleuchtung<br />

und eine digital geregelte Druckkabine<br />

freuen.<br />

HondaJet jetzt auch von<br />

der EASA zertifiziert<br />

Bei den Leichtjets feierte Honda<br />

die Zulassung seines ersten<br />

Modells, der HA-420 HondaJet,<br />

durch die europäischen Behörden.<br />

Damit steht der Indienststellung<br />

bei europäischen Betreibern nichts<br />

mehr im Weg. Als Nächstes peilt<br />

der Hersteller die Zulassung in<br />

66 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


[ 1 ]<br />

Zu einer Stippvisite kam die<br />

Pilatus PC-24. Sie befindet sich<br />

mitten im Erprobungs- und<br />

Zulassungsprogramm.<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Große Fenster und ein<br />

Vier-Zonen-Layout sollen<br />

Ultralangstrecken in der<br />

Global 7000 angenehm<br />

gestalten. Zu sehen war ein<br />

1:1-Modell des Rumpfes mit<br />

Inneneinrichtung.<br />

[ 2 ] Gulfstream brachte fast<br />

ihre komplette Palette an<br />

Business Jets mit nach Genf.<br />

[ 3 ] Textron zeigte erstmals<br />

Bilder des angekündigten<br />

„PC-12-Killers“ – einer<br />

vollständig neu entwickelten<br />

Single Turboprop mit mehr<br />

als 1200 PS. Sie soll die<br />

PC-12 in allen Eigenschaften<br />

übertreffen.<br />

[ 3 ]<br />

Fotos: Max Kühnl, Textron<br />

Kanada sowie das Hochfahren der<br />

Produktionsrate an. Der Antrieb<br />

des HondaJet wurde ebenfalls von<br />

der EASA zertifiziert. Es handelt<br />

sich um eine Gemeinschaftsentwicklung<br />

von GE und Honda. Interessantes<br />

Detail: Die Amerikaner<br />

wollen das Triebwerk künftig auch<br />

anderen Flugzeugherstellern als<br />

Antriebsvariante verkaufen.<br />

Noch mitten in der Zulassung<br />

befindet sich die Pilatus PC-24, die<br />

zwischen den Erprobungsflügen<br />

Zeit für einen eintägigen Abstecher<br />

nach Genf hatte und dort ihre Messepremiere<br />

gab. Die Testmannschaft<br />

hat dem Erprobungsflugzeug dafür<br />

den aktuellen Status des Programms<br />

auf die Außenhaut geklebt:<br />

Die Zahl 522 weist auf die absolvierten<br />

Flugstunden der beiden<br />

ersten Prototypen hin. Die Zulassung<br />

und Indienststellung peilen<br />

die Schweizer für das kommende<br />

Jahr an. Auch ein Modell der nun<br />

fertig entwickelten Kabine war in<br />

Lebensgröße am Stand von Pilatus<br />

zu sehen. Kennzeichnend ist das<br />

große Frachttor im hinteren linken<br />

Bereich des Rumpfes.<br />

Dassaults Falcon 8X war gerade<br />

von einer Tour um die Welt<br />

zurückgekommen. Unter verschiedensten<br />

klimatischen Bedingungen<br />

in Europa, Nord- und Südamerika,<br />

dem Nahen Osten und Asien habe<br />

der größte Jet der Franzosen seine<br />

operative Einsatzfähigkeit unter<br />

Beweis gestellt. Er soll noch in<br />

diesem Jahr ausgeliefert werden.<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 67


[ BUSINESS AVIATION Messe ]<br />

[ 1 ]<br />

[ 2 ]<br />

[ 1 ] Die kurz vor der Zulassung<br />

stehende Dassault Falcon 8X<br />

weckte großes Interesse.<br />

[ 2 ] Zur Feier der jüngst<br />

erhaltenen EASA-Zulassung<br />

brachte Honda gleich zwei<br />

seiner Jets mit in die Schweiz.<br />

[ 3 ] Auf dem Außenbereich am<br />

Genfer Flughafen tummelten<br />

sich 60 Flugzeuge – von der<br />

Einmot bis hin zur brandneuen<br />

VIP-Version der Boeing 787.<br />

[ 3 ]<br />

Fotos: Max Kühnl<br />

Der Fokus lag insbesondere auf<br />

dem Komfortangebot in der Kabine<br />

des Dreistrahlers im täglichen<br />

Betrieb. Die Erprobung führte die<br />

26 Piloten und 60 Ingenieure einen<br />

Monat lang auf 65 Flügen zu 46<br />

Destinationen. Die Zulassung des<br />

Langstreckenjets soll in der zweiten<br />

Jahreshälfte erfolgen. Um gegen<br />

die Konkurrenz von Gulfstream<br />

zu bestehen, treibt Bombardier die<br />

Entwicklung der Global 7000 voran.<br />

Ein Rumpfmodell zeigte den<br />

Komfort, den Passagiere während<br />

Ultralangstrecken in der großen<br />

Kabine erwarten dürfen.<br />

Am oberen Ende des Flugzeugspektrums<br />

steht eine neue<br />

Generation bereit: Die von Passagiermodellen<br />

abgeleiteten VIP-<br />

Versionen von Airbus und Boeing<br />

werden derzeit auf die neu motorisierten<br />

Varianten der Boeing<br />

737MAX sowie des Airbus<br />

A320neo umgestellt. Kunden<br />

können sich aufgrund von identischen<br />

Rümpfen auf mindestens<br />

gleichen Komfort bei geringerem<br />

Treibstoffverbrauch freuen. Mehr<br />

als eine Klasse darüber rangiert<br />

die VIP-Version der Boeing 787,<br />

von der die Amerikaner das erste<br />

Exemplar nach Genf geflogen hatten.<br />

Es war gleichzeitig das größte<br />

jemals auf einer EBACE ausgestellte<br />

Flugzeug. Derweil hat<br />

Airbus nun offiziell die noch größere<br />

ACJ350 XWB im Angebot für<br />

wohlhabende Kunden.<br />

ae<br />

Max Kühnl<br />

68 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Praxis<br />

Know-how<br />

Juli <strong>2016</strong><br />

für<br />

Einsteiger und<br />

Fortgeschrittene<br />

Irgendwo muss der<br />

Strom herkommen – im<br />

öffentlichen Netz genauso<br />

wie im Flugzeug.<br />

Stromversorgung<br />

Das Kraftwerk im Flugzeug<br />

Foto: Patrick Pleuel<br />

Im Englischen wird zwischen Generator und Alternator<br />

unterschieden, im Deutschen meist nur von der Lichtmaschine<br />

allgemein gesprochen. Unser Autor erklärt die Unterschiede.<br />

Alternator und Generator unterscheiden<br />

sich in ihrer Konstruktion und haben<br />

unterschiedliche Eigenschaften. Grund<br />

genug, sich die beiden Bauformen der Lichtmaschine<br />

einmal genauer anzusehen.<br />

Die korrekte englische Bezeichnung für den<br />

Generator ist übrigens Dynamo – wie der Dynamo<br />

am Fahrrad. Der Begriff beschreibt einen<br />

Gleichstromgenerator mit Kommutator. Die<br />

korrekte deutsche Bezeichnung ist demnach<br />

Gleichstromlichtmaschine. Der englische Begriff<br />

Alternator beschreibt hingegen eine<br />

Wechsel- oder Drehstromlichtmaschine.<br />

Dass es zwei unterschiedliche Bauarten von<br />

Lichtmaschinen gibt, liegt an den jeweils<br />

benötigten Technologien. Die von einem Wechselstromgenerator<br />

erzeugte Wechselspannung<br />

muss für die Versorgung der elektrischen<br />

Verbraucher zuerst gleichgerichtet werden.<br />

Entsprechend kompakte und leistungsstarke<br />

Halbleitergleichrichter waren jedoch erst in<br />

den 1960er Jahren verfügbar. Vorher wurden<br />

daher ausschließlich Gleichstromlichtmaschinen<br />

verwendet, bei denen ein sogenannter<br />

Kommutator – auch als Polwender bezeichnet<br />

– für die Erzeugung des Gleichstroms sorgte.<br />

Der Kommutator wandelt die von den in der<br />

Lichtmaschine rotierenden Wicklungen erzeugte<br />

Wechselspannung in eine Gleichspannung<br />

um. Die rotierenden Wicklungen bewegen<br />

sich in einem von den feststehenden<br />

Feldwicklungen erzeugten Magnetfeld.<br />

Im Automobilbereich wurde die Gleichstromlichtmaschine<br />

in den 60er Jahren von der<br />

Wechsel- beziehungsweise Drehstromlichtmaschine<br />

abgelöst. Etwas später setzte sich<br />

diese Bauform dann auch in der Luftfahrt durch.<br />

Bei der Wechselstromlichtmaschine sind die<br />

stromerzeugenden Wicklungen stationär im<br />

Gehäuse der Lichtmaschine eingebaut, im<br />

Inneren rotiert die Feldwicklung. Die Feldwicklung<br />

erhält den Erregerstrom zur Erzeugung<br />

des Magnetfeldes über zwei Schleifringe<br />

und Kohlen, auch Bürsten genannt. Die<br />

Unterschiede zwischen Gleich- und Wechselstromlichtmaschine<br />

erscheinen auf den ersten<br />

Blick marginal, dennoch hat die Drehstromlichtmaschine<br />

einige erhebliche Vorteile.<br />

Fangen wir mit dem Kommutator der Gleichstromlichtmaschine<br />

an. Wie die Schleifringe<br />

der Wechselstromlichtmaschine überträgt er<br />

den Strom über Bürsten. Jedoch fließt bei der<br />

Gleichstromlichtmaschine der gesamte erzeugte<br />

Strom über den Kommutator und die<br />

Bürsten, während bei der Wechselstromlichtmaschine<br />

nur der relativ geringe Erregerstrom<br />

zur Erzeugung des Magnetfeldes über Schleifringe<br />

und Bürsten fließt. Weiterhin besteht<br />

der Kommutator der Gleichstromlichtma-<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 69


[ PRAXIS Juli <strong>2016</strong> ]<br />

Gleichstromlichtmaschine (engl. Generator)<br />

Erregerwicklung<br />

N<br />

Kohlebürsten<br />

Kommutator<br />

(Stromwender)<br />

Rotorwicklung<br />

Prinzipieller Aufbau einer Gleichstromlichtmaschine<br />

S<br />

Selbst bei einer erhöhten Leerlaufdrehzahl<br />

von 1200 Umdrehungen pro Minute<br />

erzeugt die Gleichstromlichtmaschine<br />

eines O-200 noch keinen Strom – folglich<br />

zeigt das Amperemeter Entladung an.<br />

Die Gleichstromlichtmaschine<br />

(hier an einem<br />

Continental O-200)<br />

wird über Zahnräder<br />

angetrieben.<br />

Drehstromlichtmaschine (engl. Alternator)<br />

N<br />

Wechselspannung<br />

Rotor mit<br />

Erregerwicklung<br />

Schleifringe<br />

Eine Drehstromlichtmaschine<br />

an<br />

einem Continental<br />

IO-550-Motor.<br />

S<br />

Stator mit<br />

Erzeugerwicklungen<br />

Prinzipieller Aufbau einer Drehstromlichtmaschine<br />

schine aus zahlreichen voneinander isolierten<br />

Segmenten, welche mit den stromerzeugenden<br />

Wicklungen im Rotor verbunden sind. Das<br />

macht die Oberfläche des Kommutators verhältnismäßig<br />

rau und uneben. Daher verschleißen<br />

die Kohlen auch viel schneller als die<br />

Kohlen der Wechselstromlichtmaschine. Es<br />

ist nicht selten der Fall, dass die Kohlen einer<br />

Wechselstromlichtmaschine die gesamte Lebenszeit<br />

der Lichtmaschine durchhalten.<br />

Ein weiterer Nachteil der Gleichstromlichtmaschine<br />

ist deren geringe Drehzahlfestigkeit.<br />

Aufgrund des relativ komplexen Aufbaus des<br />

Rotors mit seinen zahlreichen Wicklungen ist<br />

dessen Maximaldrehzahl begrenzt. Dies hat<br />

zur Folge, dass die Übersetzung von der Kurbelwelle<br />

zur Gleichstromlichtmaschine so<br />

ausgelegt werden muss, dass deren maximal<br />

zulässige Drehzahl nicht überschritten werden<br />

kann. Daher liefern Gleichstromlichtmaschinen<br />

meist erst dann ausreichend Strom, wenn der<br />

Motor bei Reiseflugdrehzahl betrieben wird.<br />

Läuft der Motor im Leerlauf oder bei relativ<br />

niedriger Drehzahl, wird die Bordelektrik nur<br />

durch die Batterie versorgt. Wechsel- beziehungsweise<br />

Drehstromlichtmaschinen produzieren<br />

dagegen meist schon bei Leerlaufdrehzahl<br />

genügend Strom, damit die Batterie<br />

nicht entladen wird.<br />

Der Laderegler schützt<br />

Batterie und Lichtmaschine<br />

Eines haben Gleichstrom- und Wechselstromlichtmaschinen<br />

gemeinsam: Die Spannung<br />

des Bordnetzes wird auf die gleiche Art geregelt.<br />

Würde man dies nicht tun, würde sie<br />

über die maximal zulässige Batteriespannung<br />

ansteigen, sobald die Batterie vollständig<br />

aufgeladen ist. Die Zerstörung des Akkus<br />

wäre nur eine Frage der Zeit. Um dies zu vermeiden,<br />

wird die Lichtmaschine abgeschaltet,<br />

sobald die Maximalspannung der Batterie<br />

erreicht ist. Hier unterscheiden sich Gleichund<br />

Wechselstromlichtmaschinen nicht voneinander,<br />

denn bei beiden Systemen wird die<br />

magnetfeld- beziehungsweise erregerfelderzeugende<br />

Wicklung der Lichtmaschine<br />

abgeschaltet. Sobald die Batteriespannung<br />

abgesunken ist, schaltet der Lichtmaschinenregler<br />

die Erregerwicklung wieder ein, dieser<br />

Vorgang wiederholt sich viele hundert Mal<br />

pro Sekunde. Mitunter kann man dieses schnelle<br />

Ein- und Ausschalten als gurgelndes Geräusch<br />

im Headset hören.<br />

Da die ursprünglichen Regler der Gleichstromlichtmaschinen<br />

noch ohne Elektronik auskom-<br />

70 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Ältere Gleichstromlichtmaschinen<br />

haben häufig noch relaisgesteuerte<br />

Strom- und Spannungsregler.<br />

men mussten, bestanden sie aus mehreren<br />

Relais. Eins dieser Relais unterbricht den<br />

Erregerstromkreis, sobald die Maximalspannung<br />

der Batterie erreicht wird; ein weiteres<br />

Relais trennt die Lichtmaschine vom Bordnetz,<br />

sobald die von der Lichtmaschine produzierte<br />

Spannung zu gering ist. So ist sichergestellt,<br />

dass die Batterie nicht durch die Lichtmaschine<br />

entladen werden kann. Das dritte Relais<br />

des Reglers verringert die Stromproduktion,<br />

sobald der maximal zulässige Ladestrom überschritten<br />

wird, um die Lichtmaschine vor<br />

einem Schaden durch Überhitzung zu schützen.<br />

Die Relais von Spannungs- und Stromregelung<br />

werden über einstellbare Kontaktabstände<br />

justiert. Da diese sich durch Abbrennen<br />

der Kontakte zunehmend vergrößern,<br />

müssen sie regelmäßig kontrolliert, nachgestellt<br />

und gereinigt werden. Heute dominieren<br />

elektronische Regler. Sie sind, wie auch die<br />

Regler für Wechselstromlichtmaschinen, völlig<br />

wartungsfrei.<br />

Die Regler von Wechselstromlichtmaschinen<br />

haben meist nur eine Spannungsregelung. Die<br />

Abschaltung der Lichtmaschine bei niedrigen<br />

Drehzahlen ist nicht erforderlich, da sie keinen<br />

Strom aus der Batterie entnehmen und verbrauchen<br />

kann. Dies wird von dem eingebauten<br />

Gleichrichter verhindert. Auch eine Strombegrenzung<br />

ist bei Wechselstromlichtmaschinen<br />

nicht erforderlich, da sie so robust sind,<br />

dass sie auch bei maximal möglicher Stromproduktion<br />

nicht überhitzen und Schaden<br />

nehmen können. Zusätzlich verfügen die<br />

meisten Lichtmaschinenregler noch über die<br />

Möglichkeit, eine Warnleuchte anzuschließen,<br />

die im Störfall einen Fehler signalisiert. In<br />

vielen Flugzeugen ist zusätzlich noch eine<br />

weitere Warnleuchte verbaut, die bei zu niedriger<br />

Batteriespannung aufleuchtet.<br />

Dennoch haben Drehstromlichtmaschinen<br />

nicht nur Vorteile. So benötigt eine Drehstromlichtmaschine<br />

eine funktionierende Batterie,<br />

um überhaupt Strom erzeugen zu können. Ist<br />

die Batterie völlig entladen, dann kann das<br />

Erregerfeld nicht aufgebaut werden, und die<br />

Stromproduktion bleibt aus. Die Gleichstromlichtmaschine<br />

ist hingegen durch vorhandenen<br />

Restmagnetismus „selbsterregend“ und kann<br />

daher sogar eine völlig entladene Batterie<br />

wieder aufladen. Ein neuer Gleichstromgenerator<br />

muss daher nach dem ersten Einbau<br />

zuerst „polarisiert“ werden, damit er auch<br />

die richtige Polarität erzeugt. Dies erfolgt durch<br />

eine kurzzeitige Verbindung der stromerzeugenden<br />

beziehungsweise erregerfelderzeugenden<br />

Wicklung der Lichtmaschine mit dem<br />

positiven Batteriepol, je nach Bauart der<br />

Gleichstromlichtmaschine. Auch ist die Fehlersuche<br />

an einer Gleichstromlichtmaschine<br />

durch die Selbsterregung vereinfacht. Man<br />

kann sie ausbauen und dann auf der Werkbank<br />

mit relativ einfachen Mitteln testen. Schließlich<br />

muss sie nur angetrieben werden, um<br />

eine messbare Spannung zu erzeugen.<br />

Gleichstromlichtmaschinen fast<br />

nur noch bei Oldtimern<br />

Die Vorteile von Wechselstromlichtmaschinen<br />

bestehen darin, dass sie bei gleicher Leistung<br />

deutlich leichter sind, einen geringen Wartungsaufwand<br />

haben und dass sie schon bei<br />

niedrigen Drehzahlen Strom produzieren.<br />

Weiterhin erzeugen sie einen sehr gleichförmigen<br />

Strom mit geringer Restwelligkeit,<br />

sodass die hörbaren Störungen über Funk und<br />

Headsets minimiert sind. Da die Vorteile der<br />

Wechselstromlichtmaschinen überwiegen,<br />

findet man die Gleichstromlichtmaschine<br />

praktisch nur noch in sehr alten Flugzeugen<br />

und Oldtimern.<br />

Ein besonderer Fall ist der Rotax 912, der mit<br />

einer am hinteren Kurbelwellenausgang angebrachten<br />

Wechselstromlichtmaschine daherkommt.<br />

Zusätzlich kann noch eine konventionelle<br />

Lichtmaschine vorn am Motor<br />

mittels Keilriemen angetrieben werden. Der<br />

hinten angebrachte Alternator hat im Vergleich<br />

zu den zuvor beschriebenen Lichtmaschinen<br />

jedoch keine Erregerwicklung, sondern wird<br />

durch Dauermagnete erregt. Daher kann die<br />

Regelung der Lichtmaschine nicht durch Abund<br />

Anschalten des Erregerfeldes erfolgen,<br />

der Lichtmaschinenausgang muss vom Bordnetz<br />

getrennt werden, sobald die maximale<br />

Spannung überschritten wird. Der Regler<br />

einer Rotax-Lichtmaschine muss daher verhältnismäßig<br />

hohe Ströme schalten. So kommt<br />

es bei dem verwendeten Lichtmaschinenregler<br />

gelegentlich zu Ausfällen, vor allem im<br />

Hochsommer. Ein Vorteil der Rotax-Lichtmaschine<br />

ist, dass sie, wie die Gleichstromlichtmaschine,<br />

auch ohne anliegende Batteriespannung<br />

mit ihrer Arbeit beginnt und dass sie<br />

durch das Fehlen von Kohlen und Schleifringen<br />

völlig wartungsfrei ist.<br />

[ Autor Mark Juhrig<br />

... fand mit dem Modellflug<br />

den Einstieg in die<br />

Fliegerei. Heute ist er in<br />

Cockpits von Motorflugzeugen<br />

ebenso<br />

zu Hause wie in denen<br />

von Motorseglern und<br />

ULs. Das Interesse<br />

des Elektroingenieurs gilt insbesondere der<br />

Flugzeugtechnik.<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 71


[ PRAXIS Juli <strong>2016</strong> ]<br />

Beim Einsatz von Reinigungsmitteln ist zu beachten,<br />

dass sie nicht zu feucht und nicht aggressiv sind.<br />

DER<br />

EXPERTEN-<br />

TIPP<br />

Innenraum-Pflege<br />

0X <strong>07</strong><br />

Torsten Matz<br />

Leder ist bei guter Pflege langlebig. Beschädigte<br />

Innenverkleidungen sind häufig ein Fall für<br />

den Profi, da Reparaturen kaum möglich sind<br />

und der Tausch aufwendig ist.<br />

Der Zustand der Innenverkleidungen<br />

eines Flugzeuges fällt beim ersten Blick<br />

in die Kabine ins Auge. Neben der<br />

Erscheinung der äußeren Lackierung sind sie<br />

erheblich für den ersten Eindruck, den das<br />

Flugzeug auf Außenstehende macht. Da unsere<br />

Maschinen der General Aviation oft schon<br />

mehrere Jahrzehnte alt sind, findet man manchmal<br />

ein sehr verbrauchtes Interieur vor.<br />

Als Materialien sieht man innen an den Seiten<br />

und am Himmel oft relativ leichte, eingefärbte<br />

Kunststoff-Formteile (beispielsweise bei<br />

älteren Cessna- und Piper-Flugzeugen) sowie<br />

Plastikteile, die mit Leder, Alcantara oder Stoff<br />

bezogen sind. Weiterhin gibt es Verkleidungsteile<br />

aus einem pappeähnlichen Grundmaterial,<br />

aus Wabenmaterial oder gar Aluminium.<br />

Der Himmel kann fast genauso aufgebaut sein<br />

wie in manchen Autos, also aus Bügeln mit<br />

darüber gespanntem Gewebematerial. Auf<br />

dem Boden finden sich fast ausschließlich<br />

Teppiche in verschiedenen Ausführungen,<br />

manchmal einige Dezimeter an den Seiten<br />

hochgezogen. Die Sitze werden üblicherweise<br />

mit Leder oder Stoff bezogen.<br />

An Alterungserscheinungen findet man oft<br />

Gebrauchsspuren wie beispielsweise abgeschliffenes<br />

oder gebrochenes Leder der Sitze.<br />

Die Teppiche können abgetreten oder stark<br />

verschmutzt sein. Die Reinigung und Pflege<br />

unterscheidet sich hier kaum von den üblichen<br />

Verfahren in der Kfz-Branche. Das Leder lässt<br />

sich vom handwerklich etwas begabten Piloten<br />

mit entsprechenden, möglichst hochwertigen<br />

Pflegemitteln lange geschmeidig halten.<br />

Die Farbe auf dem Leder behält ihren Glanz<br />

länger und bricht nicht so schnell, wenn sie<br />

gepflegt wird. Kleinere Verschmutzungen auf<br />

Stoffoberflächen oder Alcantara können ebenfalls<br />

mit herkömmlichen Mitteln entfernt werden.<br />

Die Verwendung von Cockpitspray oder<br />

ähnlichem zur Reinigung von glatten Verkleidungen<br />

im Flugzeug ist fragwürdig, da Sprühnebel<br />

unbemerkt auf die Scheiben gelangen<br />

und die Sicht verschlechtern kann. Für das<br />

Panel mit Avionik und Bildschirmen können<br />

spezielle Tücher genutzt werden. Es gibt dafür<br />

sogar luftfahrtzugelassene „Cleaning Wipes<br />

for Aerospace Instruments and In-flight Entertainment<br />

Systems“.<br />

Manche Flugzeughersteller geben in ihren<br />

Maintenance Manuals aber spezielle Hinweise.<br />

So sollen beispielsweise nur luftfahrtzugelassene<br />

Mittel verwendet werden. Korrosion<br />

spielt hier natürlich eine Rolle, also<br />

Vorsicht beim Umgang mit Reinigern im Flugzeug.<br />

Das gilt vor allem für besonders nasse<br />

Teppichreiniger, die auch nach dem Absaugen<br />

viel Nässe im Stoff hinterlassen.<br />

Seitenverkleidungen und Himmel leiden häufig<br />

sehr unter der Sonneneinstrahlung. Es<br />

können sich aus dem Kunststoff Bestandteile<br />

wie Weichmacher lösen, was Farbänderungen<br />

wie Ausbleichen und Vergilben oder Verspröden<br />

bis hin zu Rissen und Brüchen verursachen<br />

kann. Derart brüchige Kunststoffverkleidungen<br />

sind schwierig auf Dauer zu reparieren.<br />

So kann es sein, dass das Teil beim Einbau<br />

schon wieder neben der Reparaturstelle bricht.<br />

Deswegen ist es meist sinnvoller, die Teile<br />

zu erneuern. Der Aufwand dafür sollte aber<br />

nicht unterschätzt werden. Oft sind die gelieferten<br />

Formteile (auch vom Originalhersteller<br />

des Flugzeugs!) tatsächlich Rohlinge, die<br />

erst in langwieriger Kleinarbeit angepasst<br />

werden müssen. Es lohnt sich hier, einen erfahrenen<br />

Fachbetrieb zu konsultieren. Verzogene<br />

und eventuell feucht gewordene, halb<br />

aufgelöste Pappverkleidungen sind kaum zu<br />

reparieren, sie müssen erneuert werden.<br />

Anstelle aufwendiger Reinigung der alten,<br />

teils unmodernen Innenausstattung, kann man<br />

auch über eine Überholung oder Erneuerung<br />

mit gleichzeitiger optischer Aufwertung nachdenken.<br />

Es können beispielsweise die verschlissenen<br />

und durchgesessenen Sitze mit<br />

neuem Schaum und Bezug in modernem Glanz<br />

erstrahlen. Ebenso lassen sich unschöne, aber<br />

intakte Verkleidungen mit modernen Materialien<br />

beziehen. Das Gleiche gilt für die Teppiche.<br />

Aber Vorsicht ist geboten: Auch die<br />

Innenausstattung muss nach den gleichen<br />

technischen Standards gewartet werden wie<br />

der Rest des Flugzeugs. Es gibt bei unseren<br />

Maschinen sicherlich Unterschiede in der<br />

Beurteilung mancher Arbeiten je nach Art und<br />

Staat der Registrierung der Maschine. Bei den<br />

meist EASA- oder US-zugelassenen Fliegern<br />

kann man aber einige grundsätzliche Übereinstimmungen<br />

diesbezüglich feststellen.<br />

Eine Überholung des Interieurs ist eine Reparatur<br />

bei Verwendung originaler Materialien.<br />

Werden andere, wahrscheinlich modernere<br />

und schönere Materialien benutzt, müssen<br />

diese dafür geeignet und zugelassen sein.<br />

Erwähnt sei hier nur der Brandtest aller Materialien<br />

im Verbund, also Schaum, Unterlage,<br />

Leder und Garn.<br />

[<br />

Autor Torsten Matz<br />

... ist Technischer Leiter<br />

beim Porta Air Service<br />

in Porta Westfalica.<br />

Er hat viele Jahre<br />

Er fahrung in der Wartung<br />

von Flugzeugen<br />

der Allgemeinen Luftfahrt<br />

und ist lizenziert<br />

von der EASA (B1) und der amerikanischen<br />

Luftfahrtbehörde FAA als A&P.<br />

72 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

Fotos: Torsten Matz


Nice to have<br />

Ob praktische Helferlein für<br />

den Flugbetrieb oder schicke<br />

Accessoires für den Einsatz<br />

abseits des Flugfeldes: Der<br />

<strong>aerokurier</strong> hat sich umgeschaut,<br />

wofür man als Pilot<br />

sein Geld ausgeben kann.<br />

1 Treibstoff für den Feierabend<br />

Das Grinsen der Vereinskameraden dürfte<br />

garantiert sein, wenn man am Abend nach<br />

einem langen Flugtag zu einem besonderen<br />

Bierchen einlädt. Ob diverse Jet-Fuels oder<br />

Avgas 100LL – für so ziemlich jeden Durst ist<br />

hier das Passende dabei. Aber Vorsicht: Nach<br />

dem Tankvorgang möglichst nicht mehr ins<br />

eigene Cockpit steigen, vor allem dann, wenn<br />

eine größere Menge „Kraftstoff“ eingefüllt<br />

wurde. 15 Flaschen in stilechter Kiste kosten<br />

20,90 Euro. www.flugzeugmöbel.de<br />

1<br />

4<br />

4 Löschflugzeug<br />

Nicht dass wir Piloten zu übermäßigem Alkoholkonsum<br />

anhalten wollen, aber gegen ein<br />

gepflegtes Gläschen Wein zum guten Essen ist<br />

ja nun wirklich nichts einzuwenden. Umso<br />

besser, wenn man die Flasche stilecht mit dem<br />

passenden Korkenzieher öffnen kann. Das edle<br />

Chrom-Accessoire kostet 29,90 Euro.<br />

www.skyfox.de<br />

2 Peppiges Zeiteisen<br />

Darf eine Fliegeruhr flott aussehen?<br />

Ja! Darf eine Fliegeruhr ein Quarzwerk<br />

haben? Sicher! Muss eine Fliegeruhr<br />

tausende Euro Kosten? Schwachsinn!<br />

Bei der Pop-Pilot vereinen sich die<br />

gute Ablesbarkeit der klassischen<br />

Fliegeruhr mit einem modernen<br />

Design. Hinter dem Hersteller Zeitgeber<br />

steht die Hamburger Maßuhrenmanufaktur<br />

Fischer & Cie, die<br />

Qualität dürfte also auch stimmen.<br />

Die Uhren gibt es ab 129 Euro.<br />

www.pop-pilot.com<br />

2<br />

3 Erdanker für die Wiese<br />

In Zeiten des gefühlt immer extremer<br />

werdenden Wetters ist es mitunter nötig,<br />

sein Flugzeug fest im Boden zu verankern.<br />

Während klassische Einschlagheringe<br />

sich bei Bewegungen mit der Zeit<br />

lockern, sollen die Peggy-Peg-Schraubheringe<br />

dies verhindern. Das<br />

breite Gewinde bietet auch in<br />

weichen Böden Halt. Ein Set<br />

kostet 44,95 Euro.<br />

www.sky.peggypeg.eu<br />

3<br />

5 Edler Informationsorganizer<br />

Wenn Tablet, Karten und Notizen mal wieder<br />

durchs Cockpit flattern, wünscht man sich<br />

einen Organizer, der die Informationsflut<br />

bändigt. Das Luxus-Kniebrett air Tablet Control<br />

überzeugt mit durchdachten Details, einer<br />

hochwertigen Verarbeitung und der Möglichkeit,<br />

es individuell gestalten zu lassen. Zu<br />

haben ist es ab 299 Euro.<br />

www.air-tc.de<br />

5<br />

Fotos: Peggy Peg, Pop-Pilot, air-tc, Skyfox, Flugzeugmoebel<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 73


[ PRAXIS Juli <strong>2016</strong> ]<br />

Der stark verbogene Propeller zeugt von der Kraft,<br />

die beim Aufprall auf das Wasser gewirkt hat.<br />

Unfallanalyse<br />

In der Nacht ins Meer<br />

Ein Pilot startet mit einer TB 9 von Heringsdorf aus zu einem<br />

Nachtflug. Die Bedingungen: schwierig. Sein Übungsstand:<br />

schlecht. Kurz nach dem Start stürzt das Flugzeug ins Meer.<br />

Der 58-jährige Luftfahrzeugführer startete<br />

um 18:57 Uhr auf der Piste 10 am<br />

Flughafen Heringsdorf auf Usedom zu<br />

einem Flug nach Sichtflugregeln bei Nacht,<br />

der maximal 30 Minuten dauern sollte. Bereits<br />

beim Rollen scheint es ein Problem zu geben,<br />

denn der Pilot informiert den Tower über das<br />

Aufleuchten der Öldruck-Kontrollleuchte, ergänzt<br />

aber, dass der Öldruck in Ordnung sei.<br />

25 Minuten nach dem Start erkundigte sich<br />

der Lotse mehrfach nach der Position der Socata.<br />

Da kein Funkkontakt hergestellt werden<br />

konnte, wurde Radarunterstützung der Flugsicherungsstelle<br />

in Bremen in Anspruch genommen.<br />

Sie konnte aber kein fliegendes Ziel<br />

nahe Heringsdorf finden. Unmittelbar danach<br />

wurde der Rettungsdienst alarmiert, der in<br />

der Nacht und am nächsten Tag das Haff südlich<br />

von Heringsdorf absuchte. Am Folgetag<br />

wurden bei Tageslicht Teile des Wracks innerhalb<br />

der Südplatzrunde entdeckt. Unmittelbar<br />

danach wurde der tote Pilot geborgen.<br />

Laut Flugleiter hatte sich der Pilot bereits am<br />

Nachmittag nach dem Wetter für sein Nachtflugvorhaben<br />

erkundigt. Zeugen berichteten,<br />

dass eine halbe Stunde vor dem Start der TB 9<br />

die Wolkenuntergrenze 150 bis 200 Meter<br />

betragen habe, der Wetterbericht stützt diese<br />

Angabe. Hier ist laut BFU-Unfallbericht von<br />

5/8 bis 7/8 Cumulus in einer Höhe von 800<br />

Fuß die Rede. Insgesamt waren die Sichtverhältnisse<br />

laut mehrerer Zeugen schlecht.<br />

Wenig Nachtflugerfahrung,<br />

die auch noch lange her ist .<br />

Der Pilot war seit 1993 im Besitz des PPL(A)<br />

mit Berechtigung als verantwortlicher Pilot<br />

für einmotorige Kolbenmotorflugzeuge. Ferner<br />

verfügte er über eine 1999 erworbene Nachtflugqualifikation.<br />

Sein flugmedizinisches<br />

Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war gültig mit<br />

der Auflage, eine Brille zu tragen. Die Gesamtflugerfahrung<br />

betrug 948 Starts mit 337<br />

Stunden. Sein persönliches Flugbuch weist<br />

für die letzten zwölf Monate vor dem Unfall<br />

gut fünf Stunden mit insgesamt 13 Landungen<br />

als PIC aus, davon zwei Stunden und 43 Minuten<br />

mit sechs Landungen für die letzten 90<br />

Tage. In den Jahren 2013 und 2012 hatte der<br />

Pilot insgesamt 29 Starts und 20 Flugstunden<br />

absolviert; am 11. Dezember 2012 war eine<br />

Befähigungsüberprüfung zur Verlängerung<br />

der Klassenberechtigung erfolgt. Seine Nachtflugerfahrung<br />

betrug 13:38 Stunden. Die letzten<br />

im Flugbuch dokumentierten Nachtflüge<br />

stammen allerdings aus dem Jahr 2006 und<br />

waren laut Einschätzung der BFU angesichts<br />

von Flugzeiten zwischen spätem Nachmittag<br />

und frühem Abend nicht plausibel. Start- und<br />

Zielort war jeweils Heringsdorf.<br />

Die Experten der BFU konnten keine Hinweise<br />

darauf finden, dass ein technischer Defekt<br />

am Flugzeug den Absturz verursacht haben<br />

könnte. Die Socata war ordnungsgemäß zugelassen<br />

und nachgeprüft, Masse und Schwerpunkt<br />

lagen im zulässigen Bereich. Vielmehr<br />

vermutet die Behörde Pilotenfehler als Unglücksursache.<br />

Der Luftfahrzeugführer hatte<br />

zwar formal die erforderliche Lizenz zur Durchführung<br />

des Fluges und eine insgesamt ausreichende<br />

Erfahrung auf dem Muster. Allerdings<br />

sei sein Übungsstand – allgemein und in<br />

Bezug auf das Nachtflugvorhaben – als äußerst<br />

kritisch zu bewerten. So lag der letzte Nachtflug<br />

bei einer Nachtflugpraxis von insgesamt<br />

knapp 14 Stunden schon neun Jahre zurück!<br />

Nachtflüge erfordern laut BFU ein überdurchschnittliches<br />

Maß an fliegerischen Fertigkeiten,<br />

Routine und Aufmerksamkeit. Die Frage<br />

des Piloten an den Flugleiter während des<br />

Rollens zum Start bezüglich einer rot aufleuchtenden<br />

Warnleuchte lasse zudem Defizite<br />

hinsichtlich seiner Systemkenntnisse erkennen.<br />

Unabhängig von den persönlichen Voraussetzungen<br />

des Piloten sei auch das Wetter für<br />

74 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Taucher bergen die Wrackteile aus dem rund<br />

1,20 Meter tiefen Wasser des Oderhaffs.<br />

Die Unfallstelle befindet sich rund 600 Meter südlich des Ufers. Der Großteil<br />

der Wrackteile lag in einem Umkreis von 10 Metern um den Rumpf.<br />

Fotos: BFU<br />

den geplanten Nachtflug nach Sichtflugregeln<br />

wegen der niedrigen Wolkenuntergrenzen<br />

sowie der schlechten Sicht mit Nebelschwaden<br />

in der Umgebung von Heringsdorf ungeeignet<br />

gewesen. Hinzu kommen die für den<br />

Sichtflug kaum vorhandenen Referenzen über<br />

dem Haff, beispielsweise beleuchtete Siedlungen.<br />

Die dichten, niedrigen Wolken dürften<br />

zudem den Sternenhimmel als weitere Referenz<br />

nahezu vollständig bedeckt haben.<br />

Der Rumpf wurde nach Süden ausgerichtet<br />

gefunden, das Cockpit war<br />

zerstört. Der Pilot hatte keine Chance.<br />

Aufgrund fehlender Flugspuren und Zeitangaben<br />

war eine Rekonstruktion von Flugweg<br />

und -dauer nicht möglich. Aus den vorliegenden<br />

Fakten rekonstruierte die BFU das Unfallgeschehen<br />

derart, dass der Pilot innerhalb der<br />

Platzrunde zu einem unbestimmten Zeitpunkt<br />

die Orientierung aufgrund fehlender Referenzen<br />

verloren haben muss. Weiterhin sei davon<br />

auszugehen, dass dem Orientierungsverlust<br />

ein Kontrollverlust aufgrund einer räumlichen<br />

Desorientierung oder des Einflugs in Wolken<br />

folgte. Zusätzlich könnten Probleme mit der<br />

Kraftstoffversorgung während des Fluges nicht<br />

ausgeschlossen werden, da die Sichtung der<br />

letzten Betankungsnotizen und Flugzeiten<br />

eine Flugdauer von maximal 135 Minuten<br />

inklusive Reserve ergaben und so eventuell<br />

ein Tank leergeflogen worden war.<br />

Zustand und Verteilung der Wrackteile im Haff<br />

ließen auf eine sehr hohe Geschwindigkeit<br />

und erhebliche Überlastung der Flugzeugstruktur<br />

schließen. Als Folge der Überlastung<br />

sei von einem Ablösen der äußeren Tragflächensegmente<br />

während des Fluges sowie von<br />

einem Bruch der linken Tragfläche kurz vor<br />

oder beim Aufschlag auf die Wasseroberfläche<br />

auszugehen. Nach dem Zustand des Propellers<br />

und den Anzeigen der Instrumente zu urteilen,<br />

lief das Triebwerk beim Aufprall unter<br />

Last. Bei einem Kontrollverlust während des<br />

Steigfluges beziehungsweise mit reduzierter<br />

Leistung oder einer niedrigen Flughöhe in<br />

der Platzrunde wären eine andere Verteilung<br />

der Wrackteile und ein anderes Schadensbild<br />

zu erwarten gewesen.<br />

Die BFU kommt zu dem Schluss, dass der Unfall<br />

sehr wahrscheinlich darauf zurückzuführen<br />

ist, dass der Pilot die Orientierung und<br />

Kontrolle über das Luftfahrzeug verlor und<br />

es nachfolgend auf die Wasseroberfläche<br />

prallte. Ein genereller Verzicht auf das Flugvorhaben<br />

oder die Mitnahme eines Fluglehrers<br />

zur Wiedereingewöhnung in den Nachtflug<br />

bei geeigneten Bedingungen hätten den Unfall<br />

möglicherweise verhindern können.<br />

Lars Reinhold/BFU<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 75


[ SEGELFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

D-36 Circe<br />

DIE<br />

Sie war das erste<br />

Flugzeug der Akaflieg<br />

Darmstadt in der Anfang<br />

der 1960er Jahre<br />

beginnenden Ära der<br />

Faserverbundbauweise:<br />

die D-36 Circe.<br />

Mit ihr gelang den<br />

Studenten eine<br />

Schönheit, die den<br />

weiteren Segelflugzeugbau<br />

wesentlich<br />

beeinflusste.<br />

AUTOR: Egon-Manfred Paech<br />

76 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


SCHÖNE<br />

Foto: Holger Weitzel<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 77


[ SEGELFLIEGEN Flugzeugreport ]<br />

Heute Museumsstück:<br />

die D-36 V2. Die einteilige<br />

Haube und die Winglets<br />

erhielt sie später.<br />

Aus den Erstflugtagen:<br />

Die D-36 der Akaflieg<br />

Darmstadt in der neuen<br />

Faserverbundbauweise.<br />

Sowohl die D-36 Circe<br />

als auch die BS 1 von<br />

Björn Stender galten<br />

als die leistungsfähigsten<br />

Segel flugzeuge zu ihrer<br />

Zeit. Beide Muster wurden<br />

von der DFVLR vermessen.<br />

Fotos: Eqip Verlag, Paech<br />

D-36 Circe BS 1<br />

Spannweite 17,80 m 18,00 m<br />

Länge 7,35 m 7,50 m<br />

Flügelfläche 12,8 m² 14,2 m²<br />

Flächenbelastung 32 kg/m² 31,6 – 35,2 kg/m²<br />

Flügelstreckung 24,8 22,8<br />

Profil innen FX 62 – 131K Eppler 348 K<br />

Profil außen FX 60 – 126 –<br />

bestes Gleiten 44 bei 87 km/h 44 bei 91 km/h<br />

geringstes Sinken 0,53 m/s bei 82 km/h 0,56 m/s bei 83 km/h<br />

Mindestgeschwindigkeit 65 km/h 65 km/h<br />

Rüstmasse 285 kg 310 kg<br />

Flugmasse 410 kg 450 kg (mit 500 kg Ballast)<br />

Das zweite Exemplar (V 2)<br />

dieser Superorchidee aus<br />

den Anfängen der Faserverbundbauweise<br />

steht<br />

heute neben einer ASW 12, ihrer Weiterentwicklung,<br />

im Segelflugmuseum<br />

auf der Wasserkuppe. Sie ist das<br />

Werk einer Generation von Konstrukteuren,<br />

die die Entwicklung des Segelflugzeugbaus<br />

ganz wesentlich<br />

geprägt haben: Heiko Frieß, Wolf<br />

Lemke, Gerhard Waibel und Klaus<br />

Holighaus.<br />

Glasfaserverstärkter Kunststoff,<br />

kurz GFK, wurde in den 1960er Jahren<br />

zum Werkstoff der Zukunft. Ein<br />

Material für extrem glatte Oberflächen,<br />

beliebig formbar und maßhaltig. Ideal<br />

für die Herstellung von Laminarprofilen.<br />

Dass mit dem neuen Werkstoff<br />

zugleich eine neue Generation<br />

von Laminarprofilen nutzbar wurde,<br />

bescherte dem Segelflug vor 50 Jahren<br />

einen Leistungssprung, der sich<br />

auch in der D-36 vollzog.<br />

Karl-Heinz Hinz, Werkstattleiter<br />

der Akaflieg Darmstadt, schreibt in<br />

seinen Lebenserinnerungen zur Entstehungsgeschichte<br />

der D-36: „Der<br />

Bau der D-35 artete immer mehr in<br />

Gammelei aus. Es klappte einfach<br />

nicht. Das Ergebnis […] die D-35<br />

(wurde) aufgegeben.“ Allerdings<br />

waren damit Zeit, Platz und Kapazität<br />

geschaffen für ein neues Projekt:<br />

die D-36 Circe.<br />

Mit diesem Projekt starteten zugleich<br />

vier Studenten der Akaflieg<br />

Darmstadt ihre einmalige Karriere im<br />

Segelflugzeugbau. Gerhard Waibel,<br />

Klaus Holighaus, Wolf Lemke und<br />

Heiko Frieß reizten die Aerodynamik<br />

und Bauweise mit GFK voll aus, schufen<br />

mit der D-36 Circe eine Superorchidee<br />

des aufziehenden Kunststoff-<br />

Zeitalters.<br />

Ursprünglich sollte die D-36 ein<br />

Flugzeug der Standardklasse mit einer<br />

Spannweite von 15 Metern werden.<br />

Das änderte sich noch in der<br />

Planungsphase. Gerhard Waibel und<br />

Wolf Lemke besuchten, begleitet von<br />

Karl-Heinz Hinz, den Flugzeugbau<br />

Stender. Dort entstand gerade die BS<br />

1 mit einer Spannweite von 18 Metern.<br />

Der Eindruck war nachhaltig. Während<br />

der Rückfahrt entschieden die Darmstädter,<br />

die Spannweite der D-36 in<br />

Richtung 18 Meter zu vergrößern. Mehr<br />

war aufgrund der beengten Verhältnisse<br />

der Werkstatt nicht möglich.<br />

Wegen der vergrößerten Spannweite<br />

musste später die Rohbaumontage<br />

draußen vor der Werkstatt auf<br />

dem Opernplatz erfolgen. Das war<br />

am 2. Januar 1964. Es war ein extrem<br />

kalter Winter. Das Einstellen der Ruder<br />

mit Änderungen dauerte Stunden.<br />

Als die Finger vor Kälte steifgefroren<br />

waren, wurden die Arbeiten abgebrochen<br />

und am nächsten Tag fortgesetzt.<br />

Die Arbeiten waren aufgeteilt:<br />

Gerhard Waibel übernahm die Konstruktion<br />

von Rumpf und Leitwerk,<br />

Wolf Lemke den Flügel und Heiko<br />

Frieß die Störklappen, eine komplizierte<br />

Sache bei dem flexiblen Flügel<br />

– daher auch der Spitzname „Gummiflieger“.<br />

Am 28. März 1964 brachte<br />

Wolf Lemke auf dem Flugplatz von<br />

Gelnhausen die Circe zum ersten Mal<br />

in die Luft.<br />

Bei der Flugerprobung wurden<br />

Flattererscheinungen beobachtet,<br />

ausgelöst durch das Höhenruder.<br />

Dieses Problem zu lösen, dafür war<br />

der in dieser Phase zur Gruppe gestoßene<br />

Klaus Holighaus prädestiniert.<br />

Seine zweite Studienarbeit hatte den<br />

Titel: „Die Berechnung und Konstruktion<br />

der Leitwerke des Flugzeuges<br />

D-36“. Mit einem neu gestalteten<br />

Höhenleitwerk geringerer Pfeilung<br />

und ohne Massenausgleich beseitigte<br />

er die Flatterneigung.<br />

Die D-36 war zuerst einmal für den<br />

Leistungssegelflug gedacht. Ebenso<br />

war sie ein Experimental- und Forschungsprojekt.<br />

Man bewegte sich<br />

ja auf Neuland. Aerodynamik, Form<br />

78 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


und Konstruktionsprinzipien waren<br />

von dem neuen Material bestimmt.<br />

Die Möglichkeiten, die die glatten<br />

GFK-Flächen boten, konnten jetzt<br />

durch Profile mit langer laminarer<br />

Laufstrecke ausgenutzt werden. Professor<br />

Franz Xaver Wortmann schuf<br />

speziell für die D-36 die Profile FX<br />

62-K-131 innen und FX 60-126 außen.<br />

Das Klappenprofil findet sich auch in<br />

späteren Konstruktionen von Gerhard<br />

Waibel und Mustern der Braunschweiger<br />

Akaflieg wie SB 8, SB 9 und der<br />

Superorchidee SB 10 wieder.<br />

Der Flügelgrundriss der D-36 wurde<br />

über ein Doppeltrapez leicht elliptisch<br />

geformt. Für ein gutmütiges<br />

Langsamflug- und Abreißverhalten<br />

wurde der Flügel um drei Grad linear<br />

geometrisch geschränkt. Zusätzlich<br />

erlaubt eine mit der Klappenstellung<br />

veränderliche Differenzierung der<br />

Querruder eine durchgehende Steuerung<br />

im Langsamflug. Für die Steuerung<br />

des Landeanflugs gibt es<br />

Schempp-Hirth-Bremsklappen.<br />

Von der fast zeitgleich entstandenen<br />

BS 1 hebt sich die Circe durch<br />

einen ab der Tragflügelhinterkante<br />

deutlich eingeschnürten Rumpf ab.<br />

Diese Maßnahme zur Reduzierung<br />

des Widerstandes findet sich später<br />

in allen Faserverbundkonstruktionenwieder.<br />

Eigenschafts- und leistungsmäßig<br />

galt die D-36 als gelungen. Sie war<br />

angenehm zu fliegen. Für einen Kurvenwechsel<br />

von 45 Grad zu 45 Grad<br />

Schräglage wurden fünf Sekunden<br />

benötigt. Die Knüppelkräfte waren<br />

gering und ausgewogen. In der Thermik<br />

konnte mit 70 bis 80 km/h gekreist<br />

werden. Mit der D-36 Circe war den<br />

Darmstädtern ein Flugzeug gelungen,<br />

das einen durchschnittlichen Piloten<br />

nicht überforderte.<br />

Während ihrer kurzen Lebensdauer<br />

wurden mit der D-36 beträchtliche<br />

Leistungen erflogen. Der damals noch<br />

wenig bekannte Gerhard Waibel gewann<br />

1964 mit ihr die Deutsche Meisterschaft<br />

in der Offenen Klasse und<br />

flog 1966 noch einmal auf Platz drei.<br />

Bei der Weltmeisterschaft 1966 flog<br />

Rolf Spänig mit der Circe auf den<br />

zweiten Platz.<br />

Viele Konstruktionsdetails der D-36<br />

werden auch in den heutigen Leistungssegelflugzeugen<br />

verwendet:<br />

die voll eingestrakte Haube, die Steuerungs-<br />

und Klappenantriebe und die<br />

Mechanik der Einziehfahrwerke.<br />

Gebaut wurden von der D-36 zwei<br />

Exemplare. Die D-36 V 1 endete als<br />

Totalschaden. Sie zerbrach 1967 wegen<br />

Überlastung in einer Wolke. Walter<br />

Schneider baute sich mit Hilfe der<br />

Akaflieg Darmstadt die D-36 V 2. Statt<br />

mit Bremsklappen war sie mit einem<br />

Bremsfallschirm ausgerüstet. Auch<br />

dieses Flugzeug kam einmal ohne<br />

den Piloten zu Boden. Bei einem Windenstart<br />

musste Walter Schneider mit<br />

dem Fallschirm aussteigen. Das Höhenruder<br />

war nicht angeschlossen<br />

gewesen. Der Schaden war aber reparabel.<br />

Die Gene der D-36 fanden später<br />

Eingang in die Flugzeuge von<br />

Schempp-Hirth, Schleicher und Rolladen-Schneider.<br />

Gerhard Waibel ging<br />

in die Rhön zum Segelflugzeugbau<br />

Alexander Schleicher. Dort entwickelte<br />

er die D-36 weiter zur ASW 12. Mit<br />

ihr eröffnete er das Kunststoff-Zeitalter<br />

bei Schleicher. Von der ASW 12<br />

wurde eine Serie von 15 Exemplaren<br />

gebaut. Wolf Lemke konstruierte bei<br />

Rolladen-Schneider die LS-Serie. Klaus<br />

Holighaus ging zu Schempp-Hirth,<br />

und Heiko Frieß schuf beim LBA die<br />

Voraussetzungen für den Bau und die<br />

Zulassung von GFK-Segelflugzeugen.<br />

Das Projekt D-36 hat über Jahrzehnte<br />

die Struktur, Fertigungstechnik<br />

und Aerodynamik des Segelflugbaus<br />

beeinflusst. Die vier Darmstädter<br />

Konstrukteure wurden später<br />

dafür mit dem OSTIV-Preis ausgezeichnet.<br />

ae<br />

Die eingestrakte Haube<br />

und die Rumpfeinschnürung<br />

wurden mit der D-36<br />

Standard im Segelflugzeugbau.<br />

Sie hatte ein<br />

Stahlrohrfachwerk für die<br />

Krafteinleitung und eine<br />

vierteilige Bremsklappe.<br />

Die Zelle entstand als<br />

GFK-Balsaholz-Sandwich.<br />

Zeichnung: Martin Simons (Segelflugzeuge 1945 - 1965, Eqip Verlag)<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 79


[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />

Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen.<br />

Besonders schmerzlich ist das, wenn<br />

man einen Freund verloren hat. Für Karol<br />

Staryszak war das Anlass, über die Risiken<br />

des Wettbewerbsfliegens nachzudenken.<br />

SICHER FLIEGEN<br />

IN WETTBEWER<br />

80 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


BEN<br />

Wenn die Wolken so hoch über den Gipfeln<br />

stehen, ist das Gebirgsfliegen ein Spaß.<br />

Hüllen die Wolken die Gipfel ein, kann es<br />

sehr schnell sehr gefährlich werden.<br />

Ruhe vor dem Sturm. Startaufstellung<br />

vor einem neuen Wettbewerbsflug.<br />

Karol Staryszak, 2011 Europameister<br />

und 2014 Weltmeister<br />

der 18-m-Klasse,<br />

belegt in der FAI-Weltrangliste<br />

der Piloten hinter Abonnement-<br />

Weltmeister Sebastian Kawa und dem<br />

vierfachen Weltmeister der Offenen<br />

Klasse, Michael Sommer, Rang drei.<br />

Im April verlor Staryszak beim Prievidza-Wettbewerb<br />

in der Slowakei<br />

am letzten Wertungstag seinen Freund<br />

Marcin Mezyk (33. der Weltrangliste)<br />

durch einen tragischen Unfall. Bei<br />

schwierigen Wetterbedingungen war<br />

Mezyk rund 90 Kilometer südlich von<br />

Krakau im polnisch-slowakischen<br />

Grenzgebiet abgestürzt. Vier weitere<br />

Piloten kamen bei Bruchlandungen<br />

am selben Tag – der schließlich neutralisiert<br />

wurde – ohne schwere Verletzungen<br />

davon. Karol Staryszak gewann<br />

am Ende den Wettbewerb vor<br />

seinem Landsmann Kawa. Über den<br />

Sieg konnte sich der Airliner-Pilot jedoch<br />

nicht freuen. Ihn zermürbte die<br />

Frage, was für einen Sinn es ergibt,<br />

im Wettbewerb Risiken einzugehen,<br />

die das Leben kosten können. Hier<br />

die Gedanken von Karol Staryszak.<br />

„Es gibt Momente im Leben, die<br />

wir gerne ungeschehen machen würden.<br />

Aber das ist nicht möglich, wir<br />

haben keine Zeitmaschine, um den<br />

Gang der Dinge nachträglich zu beeinflussen.<br />

So ist es unmöglich, meinen<br />

Freund Marcin wieder zum Leben<br />

zu erwecken, obgleich ich alles dafür<br />

tun würde. Noch bin ich in Prievidza,<br />

aber es ist mir nicht möglich zu packen<br />

und abzureisen. Das Einzige, was mir<br />

einfällt, ist, meine quälenden Gedanken<br />

zu Papier zu bringen.<br />

Hektisch mit Stress<br />

in den Tag gestartet<br />

Der tragische Tag beginnt mit<br />

großer Nervosität. Das Briefing ist<br />

von 10 auf 9 Uhr vorgezogen. Obgleich<br />

das schon zuvor angekündigt worden<br />

war, kommt es für viele Piloten überraschend.<br />

Es wird gehetzt, um die<br />

Flugzeuge mit Wasser zu befüllen,<br />

und es kommt zur Konfusion bei der<br />

Startaufstellung. Einige Piloten werden<br />

dennoch rechtzeitig fertig.<br />

Ich selbst bin noch mit einer anderen<br />

Einstellung dabei. Ich finde,<br />

dass ein Frühstück in Ruhe wichtiger<br />

ist, und entscheide, erst einmal in<br />

Ruhe zu essen und dafür das Briefing<br />

sausen zu lassen, um mich dann um<br />

den Wasserballast zu kümmern. Aber<br />

alle Wasserstellen sind gerade besetzt,<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 81<br />

Fotos: Amelie Schuck, Holger Weitzel


[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />

IM TEAM FLIEGEN MIT<br />

ABSPRACHEN UND IMMER<br />

MIT EIGENEM PLAN<br />

82 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Fliegen im Team hat<br />

seine besonderen Reize.<br />

Friedliche Stimmung<br />

im Abendnebel.<br />

sodass ich doch zum Briefing gehe,<br />

mir das Aufgabenblatt hole und mich<br />

dann erst um das Tanken kümmere.<br />

Die ersten Cumuli bilden sich, und<br />

es soll tatsächlich schon um neun Uhr<br />

losgehen. Das ist zu früh für mich.<br />

Ich stelle mich hinter allen anderen<br />

an und bin mir durchaus bewusst,<br />

dass ich erst ganz zuletzt, nach dem<br />

Start aller Klassen, in die Luft kommen<br />

werde. Ein paar Minuten vor Startbeginn<br />

bin ich bereit, habe noch Gelegenheit,<br />

den Himmel zu studieren<br />

und mich zurückzulehnen. Die Piloten<br />

in der vorderen Startposition rennen<br />

zu ihren Flugzeugen.<br />

Die meiste Zeit des Flugs folge ich<br />

Sebastian Kawa. Es ist ein unglaublicher<br />

Ritt bei schwierigen Bedingungen<br />

im Hangwind. Ich bin aber zu<br />

jeder Zeit in der Reichweite von Außenlandemöglichkeiten<br />

oder kann ins<br />

Tal ausweichen. Als wir die Tatra<br />

erreichen, wird es noch schwieriger.<br />

Schneewolken verhüllen die Gipfel,<br />

an den Graten lösen sich bei böigem<br />

30-km/h-Wind sehr turbulente Aufwinde<br />

ab. Es überrascht mich nicht,<br />

dass Sebastian auf einmal davonsteigt<br />

und mich 300 Meter tiefer zurücklässt.<br />

Statt in dem turbulenten Aufwind zu<br />

bleiben, folge ich einem anderen Segelflieger<br />

den Hang entlang, rund 500<br />

Meter über Grund. Und immer noch<br />

fliege ich mit vollen Wassertanks –<br />

warum? Wir sind nur 100 Kilometer<br />

vorangekommen und haben noch 500<br />

vor uns. Einfach dumm.<br />

Auf der polnischen Seite wird das<br />

Wetter dann richtig schlecht. Ich habe<br />

jetzt ernsthafte Zweifel, voraus<br />

noch geeignete Außenlandefelder zu<br />

finden, und teile meinem Kollegen<br />

mit, dass es voraus keine Landemöglichkeit<br />

mehr gibt. Er erinnert mich<br />

daraufhin daran, dass er ja ein Klapptriebwerk<br />

habe. Für mich ein ernüchternder<br />

Moment. Ich drehe um zu<br />

einem etwas längeren, noch funktionierenden<br />

Hang und lande in einem<br />

schönen ebenen Wiesengelände –<br />

allerdings mit einem Puls von gefühlt<br />

300 Schlägen pro Minute.<br />

Ich klettere aus dem Cockpit, ich<br />

bin unbeschadet davongekommen,<br />

und mit einem Lächeln sage ich laut<br />

zu mir: „Das Leben ist schön!“ Ich<br />

bin so froh, dass dieser Flug ein so<br />

glückliches Ende gefunden hat. Ich<br />

könnte laut singen, so froh bin ich.<br />

Und ganz uneigennützig, bin ich<br />

erleichtert, als sich das Wetter bessert<br />

und ich über mir andere Segelflugzeuge<br />

steigen sehe. Es begeistert<br />

mich, dass sie noch fliegen, die Sonne<br />

scheint und sich große Cumulanten<br />

bilden. Es herrscht Stille, Vögel<br />

zwitschern, und um mich herum<br />

erstrahlen die Berge in ihrer Schönheit.<br />

Ich wandere ein wenig umher und<br />

genieße den Ausblick.<br />

Ich rufe Marcin über Funk – er<br />

würde mich mit dem Hänger abholen<br />

können –, aber er antwortet nicht.<br />

Ich denke, er ist glücklich dran, wahrscheinlich<br />

hat er die Wetterbesserung<br />

weiter zurück abgewartet, ist zurückgeflogen<br />

oder hat vielleicht den Wendepunkt<br />

umrundet und ist jetzt auf<br />

dem Rückweg.<br />

Wie dumm ist es, einfach<br />

jemandem zu folgen?<br />

Hatte ich mich bis zur Außenlandung<br />

richtig verhalten? Im Wettbewerb<br />

einfach jemandem zu folgen, bedeutet,<br />

in eine Falle zu laufen, denn wir<br />

vergessen dabei, auf uns selbst zu<br />

bauen. Dieser Jemand ist vielleicht<br />

sehr viel besser als man selbst, wie<br />

im Fall von Sebastian Kawa und mir.<br />

Er sieht vielleicht mehr, er hat seinen<br />

eigenen Plan, seine Alternativen, und<br />

man selbst setzt auf seine Hilfe. Sich<br />

darauf einzulassen ist absolut falsch!<br />

In kritischen Situationen sind wir auf<br />

uns selbst gestellt ohne jede Hilfe!<br />

Man muss deshalb immer einen eigenen<br />

Plan haben.<br />

Ein voraus oder höher fliegender<br />

Pilot hat eine ganz andere Perspektive<br />

als man selbst. Er sieht mehr,<br />

kann weiter gleiten, ist weniger gestresst<br />

und macht deshalb auch weniger<br />

Fehler. Normalerweise werden<br />

die Aufwinde mit zunehmender Höhe<br />

stärker, die Hänge funktionieren<br />

oben besser und es ist dort weniger<br />

turbulent. Wenn wir tiefer fliegen und<br />

aufholen wollen, müssten wir die<br />

Speed rausnehmen und einen guten<br />

Aufwind bis ganz oben nutzen. Wir<br />

müssten unseren Flugweg optimieren<br />

und Fehler vermeiden. An diesem<br />

unglückseligen Tag in der Tatra habe<br />

ich all das vergessen, bin Sebastian<br />

gefolgt, obgleich ich tiefer war,<br />

und das in sehr schwierigem Terrain.<br />

Oft höre ich, dass man jemandem<br />

folgt, um zu lernen. Ich denke, man<br />

kann nur lernen, indem man im Funkkontakt<br />

miteinander fliegt, die Optionen<br />

diskutiert, klärt, was zu tun ist,<br />

wenn eine Wolke oder ein Hang nicht<br />

funktionieren. Passives Nachfliegen<br />

macht dumm. Was einzig hilft, ist,<br />

die eigene Entscheidung mit der anderer<br />

zu vergleichen. Mitunter muss<br />

man die eigene Entscheidung mit<br />

einer Außenlandung bezahlen, aber<br />

manchmal kann die eigene Entscheidung<br />

auch die bessere sein. Und das<br />

bringt auch die größte Befriedigung.<br />

Auf meiner Landewiese am Fuß<br />

der Tatra hatte ich schon gewünscht,<br />

ein motorisiertes Segelflugzeug zu<br />

haben, ich wäre längst wieder in<br />

Prievidza gewesen. Heute denke ich,<br />

ich hätte es riskiert und wäre damit<br />

auch weitergeflogen. Möglicherweise<br />

hätte ich auch den Wendepunkt<br />

erreicht, möglicherweise hätte der<br />

Flug aber sehr viel schlechter geendet.<br />

Ich kann nicht ausschließen, dass<br />

ich mit großem Risiko weitergeflogen<br />

wäre, so wie Marcin.<br />

Mit der Rückversicherung eines<br />

Motors zu fliegen erfordert einiges<br />

an mentaler und praktischer Vorbereitung.<br />

Man muss immer davon<br />

ausgehen, dass der Motor nicht anspringt.<br />

Man muss immer ein Außenlandefeld<br />

in Reichweite haben, die<br />

Landung planen, eine Platzrunde<br />

fliegen, das Fahrwerk ausfahren und<br />

noch in sicherer Höhe – vorzugsweise<br />

im Gegenanflug – den Motor starten.<br />

Den Motor mit dem Windmühleneffekt<br />

anzulassen erfordert extreme<br />

Manöver in Bodennähe – wir<br />

üben das zuvor gar nicht so tief. Zweimal<br />

bin ich mit einem Segelflugzeug<br />

mit Klapptriebwerk außengelandet<br />

– mir war in beiden Fällen bewusst,<br />

ich war zu tief, um den Motor in Betrieb<br />

zu nehmen.<br />

Es ist schwer, die Entscheidung<br />

für eine Außenlandung zu treffen,<br />

insbesondere, wenn man weiß, dass<br />

andere noch fliegen. Es ist definitiv<br />

das Ende des Flugs, und eine hart<br />

erarbeitete gute Platzierung ist mit<br />

der vorzeitigen Landung verloren.<br />

Ich landete einmal am letzten Tag<br />

einer Weltmeisterschaft außen und<br />

verlor meinen Führungsplatz. Es war<br />

eine Riesenenttäuschung. Wie ich<br />

heute darüber denke? Es ist mir keinen<br />

Fluch wert. Ich erinnere mich<br />

heute nicht einmal mehr, in welchem<br />

Jahr das war. Wenn ich kein Video<br />

von der Siegerehrung hätte, würde<br />

ich mich nicht einmal mehr daran<br />

erinnern. Ich habe nicht die Goldmedaille<br />

bekommen. Ich habe eine, ja,<br />

aber von der weiß ich nicht einmal,<br />

wo sie steckt. Das Wichtigste ist doch<br />

die Freude am Fliegen.<br />

Falls dir Wettbewerbsfliegen keinen<br />

Spaß macht, so lange du nicht<br />

gewinnst, gib es auf. Es ist sinnlos<br />

Fotos: Yves Klett, Holger Weitzel<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 83


[ SEGELFLIEGEN Wettbewerb ]<br />

DICHT AN FELSWÄNDEN ENTLANG,<br />

ABER IMMER MIT DER OPTION,<br />

INS TAL AUSWEICHEN ZU KÖNNEN<br />

und bringt dich nur in Schwierigkeiten.<br />

Eine Außenlandung ist immer<br />

eine Schlappe. Manchmal kostet es<br />

den Wettbewerb, manchmal eine<br />

nächtliche Rückholtour mit einem<br />

hektischen Morgen – und doch sollten<br />

wir uns belohnt sehen mit einer guten,<br />

sicheren Außenlandung. Gönn<br />

dir dafür was, vielleicht ein gutes<br />

Essen, und lass uns andere ebenso<br />

belohnt sehen. Wer denkt, eine Außenlandung<br />

oder ein verlorener Wettbewerb<br />

seien ein Versagen, der denke<br />

an Marcin.<br />

Oft habe ich vor einem Wettbewerb<br />

gehört: „Zeig ihnen, wie es läuft!“<br />

Das ist das Übelste, was man einem<br />

Piloten vor einem Flug sagen kann.<br />

Was sollte man sagen? „Flieg fürs<br />

Vergnügen!“ „Hab Spaß!“ „Triff deine<br />

eigenen Entscheidungen!“ „Lerne<br />

dazu!“ „Es kommt nicht darauf an<br />

zu gewinnen, es ist wichtig, dass du<br />

bei guter Laune bist!“ „Zuerst der<br />

Spaß, dann das Ergebnis!“ „Falls du<br />

nicht sicher bist, ob du das Richtige<br />

tust, lass es!“ Es kommt nicht darauf<br />

an, ob es sich dabei um eine Weltmeisterschaft<br />

oder ein Vergleichsfliegen<br />

handelt – wichtig ist, gesund<br />

wieder nach Hause zu kommen.<br />

Eine Tagesaufgabe<br />

ist kein Befehl<br />

Ich habe mir mal einen kleinen<br />

Erinnerungszettel mit der Aufforderung<br />

„Denk voraus!“ direkt ins Blickfeld<br />

ans Instrumentenbrett geklebt,<br />

sodass ich ihn immer im Blick hatte.<br />

Ich hatte und habe immer noch mit<br />

dem Vorausschauen mein Problem<br />

– immer wieder bringen mich meine<br />

vorschnellen und dann nicht völlig<br />

durchdachten Entscheidungen in<br />

Schwierigkeiten.<br />

Sehr oft wird gesagt, die Wettbewerbsorganisatoren<br />

sollten dieses<br />

oder jenes tun. Sie sollten einen Tag<br />

canceln, sie sollten eine einfachere<br />

Aufgabe stellen, sie sollten sicherstellen,<br />

dass es ausreichend Außenlandemöglichkeiten<br />

entlang eines<br />

Kurses gibt, sie sollten nicht so viele<br />

Flugzeuge zur gleichen Zeit in die<br />

Luft bringen. Dabei ist zu bedenken,<br />

eine Tagesaufgabe ist kein Befehl,<br />

man muss sie nicht absolvieren. Die<br />

Entscheidung zu fliegen, liegt einzig<br />

beim Piloten. Ob ich über ein Gebiet<br />

ohne Außenlandemöglichkeit fliege,<br />

ohne Option auf eine Umkehr, oder<br />

mein Endanflug unter dem Gleitpfad<br />

liegt, oder ob ich im Pulk fliege oder<br />

in Wolken – das ist alles nur meine<br />

eigene Entscheidung.<br />

Einladender Himmel<br />

zu einem problemlosen<br />

Wettbewerbsflug.<br />

Teamflug: in jedem Fall<br />

mit Funkkontakt.<br />

84 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Faszinierend und<br />

Respekt einflößend:<br />

Gebirgsflug bedeutet<br />

immer Fliegen in<br />

Bodennähe.<br />

Am letzten Wettbewerbstag war<br />

in Prievidza noch alles drin – vielleicht<br />

hätte nur ein Bart oder ein kurzer<br />

Augenblick Sonneneinstrahlung Marcin<br />

und anderen erlaubt, in bessere<br />

Bedingungen zurückzukehren. An<br />

dem Abend wären viele Geschichten<br />

zum Besten gegeben worden, wie<br />

sich manche Piloten gerettet hätten.<br />

Man sollte sich bewusst sein, wie<br />

schmal der Grat ist zwischen einem<br />

glücklichen Ausgang und einem tragischen<br />

Unglück. Sag dir niemals nach<br />

einem Flug, das Risiko hätte ich eingehen<br />

müssen. Eine Entscheidung,<br />

die einen sicheren Ausgang zur Folge<br />

hat, ist immer die beste Entscheidung,<br />

die man treffen kann. Sie ist<br />

den Weltmeistertitel wert.<br />

Champion ist, wer professionelle<br />

Entscheidungen trifft. Dazu gehört,<br />

eine Aufgabe abzubrechen, außenund<br />

vor allem sicher zu landen. Ich<br />

weiß, es gibt nicht viele professionelle<br />

Piloten, die das können.<br />

Selbstverständlich hat der Ausrichter<br />

eines Wettbewerbs bei der<br />

Ausschreibung einer Tagesaufgabe<br />

alle Aspekte zu beachten. Aber das<br />

gelingt nicht immer. Es ist deshalb<br />

immer davon auszugehen, dass der<br />

Ausrichter die Teilnehmer unwissentlich<br />

in Schwierigkeiten schicken und<br />

sie damit unabsichtlich in Gefahr<br />

bringen kann.<br />

1999 hatte ich kurz vor dem Start<br />

ein technisches Problem. Ich lief zum<br />

Startleiter und erklärte ihm, dass ich<br />

nicht starten könne. Er schrie mich<br />

an: „Mach dich mit deinem Flugzeug<br />

raus aus der Startaufstellung!“ So zog<br />

ich den voll Wasser geladenen Jantar<br />

2B an den Startbahnrand.<br />

Manchmal treffen wir auf Leute,<br />

die in ihrer Hektik nur die eigenen<br />

Ziele vor Augen haben und keinen<br />

Sinn für die Schwierigkeiten anderer.<br />

Wir, die Piloten, dürfen uns davon<br />

nicht anstecken lassen. Wir müssen<br />

den Ablauf unterbrechen und uns<br />

selbst sagen: So nicht weiter.<br />

Meine Forderung an die Ausrichter:<br />

Denkt an die schwächeren Piloten<br />

– schaut nicht nur auf Sebastian<br />

Kawa, der mit Schallgeschwindigkeit<br />

unterwegs ist. Meine Forderung an<br />

die Piloten: Kritisiert den Sportleiter<br />

nicht, wenn er eine kleine Aufgabe<br />

ausschreibt oder nicht die Aufreihungen<br />

berücksichtigt. Wenn sich zeigt,<br />

dass er Unterstützung braucht, helft<br />

ihm. Bildet eine Gruppe, die bei der<br />

Festlegung der Tagesaufgabe hilft.<br />

Mag sein, dass das nicht ganz sportlich<br />

ist, aber Segelfliegen ist ohnehin<br />

nicht immer fair. Meine Forderung<br />

an die Mannschaften: Wird etwas als<br />

nicht richtig erkannt – sprecht es an.<br />

Ignoriert nicht die Einwände anderer;<br />

es kann sein, dass sie im Recht sind.<br />

Meine Forderung an alle: Falls die<br />

Dinge nicht so laufen, wie sie sollen,<br />

falls man sieht, dass etwas außer<br />

Kontrolle gerät – schreitet ein, stoppt<br />

den weiteren Gang, landet außen.<br />

Unternehmt alles, damit der Tag ein<br />

gutes Ende nimmt.<br />

So richtig realisieren wir gar nicht,<br />

dass in unseren Flugzeugen viel Energie<br />

steckt, mit der wir umgehen müssen.<br />

Es ist ja so einfach: Wir füllen<br />

150 bis 200 Liter Wasser in die Flügel,<br />

hängen das Flugzeug ans Auto und<br />

ziehen es an den Start. Dort werden<br />

wir im F-Schlepp auf 600 Meter befördert.<br />

Mit Bewegungen aus dem<br />

Handgelenk steuern wir, leiten Kreise<br />

ein und beschleunigen. Für die<br />

Energie, die notwendig war, uns auf<br />

600 Meter Höhe zu bringen, und die<br />

wir aus einem Aufwind ziehen, um<br />

weitere Höhe zu gewinnen, haben<br />

wir kein Gefühl. Eine Idee über das<br />

Maß dieser Energie kann eine Überlegung<br />

vermitteln: Wie ermüdend<br />

wäre es, die erstiegene Höhe über<br />

Treppen erklimmen zu müssen. In<br />

einem zehnmal schwereren Segelflugzeug<br />

steigen wir auf und steuern<br />

dabei nur mit zwei Fingern. Wenn<br />

Segelflugzeuge zusammenstoßen oder<br />

zu Boden krachen, können wir das<br />

nur mit einer Explosion vergleichen.<br />

Falls jemand so etwas überlebt, dann<br />

grenzt das an ein Wunder.<br />

Siege von Draufgängern<br />

sind Einzelfälle<br />

Wir sollten keine Risiken eingehen,<br />

das ist der Sieg bei einem Wettbewerb<br />

nicht wert. Aber wenn wir uns ernsthaft<br />

vergleichen wollen, wollen wir<br />

auch erfolgreich sein. Ohne Einsatz<br />

gibt es keinen Lorbeer. Man beginnt<br />

mit einer guten Vorbereitung, man<br />

trifft rechtzeitig am Austragungsort<br />

ein, ausgeruht, bereit für den ersten<br />

Flug. Man muss hier mental für den<br />

Erfolg wie den Misserfolg vorbereitet<br />

sein. Gewinnen setzt eine Reihe von<br />

guten Entscheidungen voraus, es<br />

dürfen keine unnötigen Risiken eingegangen<br />

werden. Ein notwendiges<br />

Risiko könnte eine Außenlandung<br />

sein, aber eine, bei der man sich nicht<br />

in Gefahr bringt. Draufgänger gewinnen<br />

manchmal, aber das bleiben<br />

Einzelfälle. Wer so fliegt, kann einen<br />

Wettbewerb gewinnen, aber er kann<br />

ebenso sein Leben verlieren. Ein<br />

Wettbewerb, der für einen gut läuft,<br />

vermittelt nicht das Gefühl, etwas<br />

erzwingen zu müssen, es klappt einfach<br />

alles. Wenn du alles daransetzt<br />

zu gewinnen und die Dinge laufen<br />

nicht so gut, dann gib das Ziel auf.<br />

Mach dir stattdessen bewusst, warum<br />

du fliegst und weshalb es Spaß<br />

macht. Segelfliegen ist schön, und<br />

man verbringt seine Zeit mit Freunden.<br />

Wenn du die Balance zwischen<br />

dem Spaß am Fliegen und dem Spaß<br />

am Wettbewerb findest, dann, das<br />

garantiere ich, kannst du auch gewinnen.<br />

Du gewinnst nicht unbedingt<br />

das Rennen, aber du gewinnst die<br />

Befriedigung aus dem Fliegen.<br />

Marcin ist gegangen. Warum trifft<br />

mich das so sehr? Ich habe ihn nicht<br />

sonderlich gut gekannt, aber ich habe<br />

ihn einfach als Freund erlebt. Er<br />

war offen, ehrlich und sehr bescheiden.<br />

Er war einfach normal. Sein Tod<br />

bewegt mich so, weil ich weiß, wie<br />

schwierig es war, wo er sein Leben<br />

verloren hat. Ich weiß, wie hart es<br />

ist, außenzulanden, wenn andere<br />

noch fliegen. Ich hätte ebenfalls in<br />

einer Situation stecken können, in<br />

der mir das notwendige Glück fehlte.<br />

Ich weiß auch, wenn es zu spät<br />

ist, dann geht es nur noch darum,<br />

sich zu retten, volle Klappen zu setzen,<br />

in den Gegenwind zu drehen<br />

und das Flugzeug zu kontrollieren.<br />

Aber bin ich auch in einer so stressigen<br />

Lage dazu fähig, tief über Grund<br />

im Anblick heranrauschender Bäume?<br />

Ich weiß es nicht und hoffe, dass ich<br />

es auch niemals muss.<br />

Marcin würde wünschen, dass wir<br />

aus seinem tragischen Flug lernen.<br />

Er würde wahrscheinlich sagen: „Ich<br />

habe mich ausweglos verrannt, lass<br />

es nie dazu kommen!“ Danke dir,<br />

Marcin. Ich bedauere, dass wir so<br />

wenig Zeit miteinander verbracht<br />

haben. Du weißt nicht, wie sehr ich<br />

wünschte, an dem Morgen unaufmerksam<br />

mit dem Auto über dein<br />

Flügelende gefahren zu sein, damit<br />

du an dem Tag nicht hättest fliegen<br />

können. Und ich weiß, du hättest es<br />

mir nicht einmal übel genommen, du<br />

hättest süßsauer gelächelt und einfach<br />

nur gesagt: „Kein Problem, nichts<br />

passiert.“ So war Marcin. Ich wünsche<br />

mir und jedem Leser, dass wir im<br />

richtigen Augenblick sagen können:<br />

„Danke Leute, ich lande jetzt.“ ae<br />

Karol Staryszak<br />

Fotos: elko, Holger Weitzel, Tobias Welsch<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 85


Foto: TopMeteo<br />

[ SEGELFLIEGEN Meteo ]<br />

Regenmonate?<br />

In der Rückschau auf April und Mai<br />

zeigt sich, dass es durchaus auch gute<br />

und sogar sehr gute Wetterlagen<br />

für den Streckensegelflug gegeben hat.<br />

Es ist Anfang Juni, als ich<br />

diesen Artikel verfasse, das<br />

Thema Wetter ist Hauptbestandteil<br />

der Nachrichten. Seit<br />

Tagen bereits häufen sich Unwetter<br />

über allen Teilen Deutschlands.<br />

Segelflugwetter ist gerade eher<br />

selten, tritt angesichts der Lage<br />

aber auch in den Hintergrund.<br />

Nochmals zu den Nachrichten:<br />

Hier wurde im Winter und frühen<br />

Frühjahr das Ende des Klimaphänomens<br />

El Niño hoch und runter<br />

dekliniert, was die Frage aufwirft:<br />

Hat das Auswirkungen auf unser<br />

Segelflugwetter im weiteren Jahr?<br />

Das Wetter im Zeitraum Ende<br />

Mai/Anfang Juni lässt ahnen – so<br />

die landläufige Vorstellung –, wie<br />

sich das Weter den Sommer über<br />

fortsetzt – ein Indikator oder gar<br />

gesichert ist das aber nicht. Mittelt<br />

man die Monate April und Mai, so<br />

zeigen sich auch gar keine großen<br />

Abweichungen vom langjährigen<br />

Durchschnitt. Erwähnenswert bleibt<br />

ein Nord-Süd-Gefälle, denn im Mai<br />

war der Norden etwas wärmer und<br />

trockener. Einzelne Spots mit hohen<br />

Niederschlagsmengen sind dabei<br />

ein Indiz für eine hohe Labilität.<br />

Schaut man auf die größten<br />

Strecken im OLC, gab es die ersten<br />

guten Tage schon im frühen April.<br />

Möglich sind diese in der Regel<br />

als Frühjahrsklassiker in der Kombination<br />

aus Kaltluft und Hochdruck.<br />

Am 9. April, einem Samstag, waren<br />

nicht nur erste Flüge in der Kaltluft<br />

über der Mitte und dem Norden<br />

Deutschlands bis knapp an die<br />

1000er-Marke möglich, auch die<br />

Zahl der gemeldeten Flüge erreichte<br />

erstmals fast einen vierstelligen<br />

Wert. Während kein anderer Tag<br />

im April die Zahl der Meldungen<br />

überbieten sollte, sah es bei den<br />

Strecken anders aus: Zwischen<br />

zwei wellenden Fronten, einer im<br />

Süden und einer im Norden, sorgte<br />

ein Zwischenhoch für das nötige<br />

stabilisierende Moment der<br />

Kaltluft. Wilfried Großkinsky nutzte<br />

die klassischen Linien über<br />

Eifel, Saarland und weit über das<br />

Sauerland hinaus für 1046 km. Aber<br />

auch die Plätze zwischen Saarland<br />

und Bergstraße waren gute Ausgangspunkte<br />

für weite Flüge. Das<br />

Hoch konnte sich aber nur kurz<br />

festsetzen. Der 20. April war dann<br />

erneut ein verbreitet guter Tag,<br />

an den sich eine eher wechselhafte<br />

Periode anschloss. Bemerkenswert<br />

war dann der 25. April: In<br />

der Thermikinfo hatte ich das<br />

Wetter mit dem Satz beschrieben:<br />

„Im Osten spricht die Luftmasse<br />

für sich, es wird aber kein einfacher<br />

Tag.“ Nur ein Einziger fühlte sich<br />

offenbar berufen, das auszutesten.<br />

Von Reinsdorf aus flog Michel Ebel<br />

den einzigen im OLC gemeldeten<br />

Flug. Rund zehn Stunden war er<br />

in der Luft, davon die ersten vier<br />

kaum mal in über 1000 m Höhe.<br />

Geflogen ist er 875 km.<br />

Tausender-Wetter<br />

gegen Ende April<br />

Gleich fünf Flüge über 1000 km<br />

fanden am 29. April Einzug in den<br />

OLC. Interessanterweise gingen<br />

alle Flüge an diesem Tag im Vorfeld<br />

einer aufziehenden Okklusion weit<br />

über die Grenzen Deutschlands<br />

hinaus: Alex Müller (1102 km) und<br />

Horst Singer (1002 km) flogen ein<br />

weites Viereck über Erz- und Riesengebirge<br />

und durch Tschechien<br />

zurück an den Bayerischen Wald.<br />

Bernd Goretzki (1004 km) und Michael<br />

Ebel (1018 km) legten ihren<br />

Kurs weit nach Polen hinein, und<br />

Michael Schleich flog 1<strong>07</strong>0 km zu<br />

großen Teilen entlang des Jura.<br />

An die ersten Maitage schloss<br />

sich eine Phase guter Tage an.<br />

Eingeflossene Kaltluft kam am 2.<br />

Mai direkt unter Hochdruck. Zwar<br />

trocknete die Luftmasse schon<br />

wieder ab. Alex Müller und Michael<br />

Ebel schafften die weitesten<br />

Flüge (über 900 km), Punktbester<br />

an dem Tag war Stefan Langer,<br />

der von Donauwörth aus 791 km<br />

mit einer Standard-Libelle erzielte.<br />

Das Christi-Himmelfahrt-Wochenende<br />

begann für viele bereits<br />

einen Tag früher. Nochmals war<br />

eine Kaltfront durchgezogen, und<br />

das Hoch war von Westen her gleich<br />

wieder zur Stelle. Nach und nach<br />

baute das Wetter auf, und der 4.<br />

Mai entwickelte sich vor allem für<br />

den Süden als der bisher beste Tag<br />

des Jahres, wenn nicht sogar als<br />

einer der besten der letzten Jahre.<br />

Bis auf die Reste der Front im Osten<br />

reihten sich die Cumuli zwischen<br />

Küste und Alpen, gut erkennbar<br />

im Satellitenbild. Elf<br />

Stunden Thermik bot die kühle<br />

Luftmasse, und da der Tag im Vorfeld<br />

als gut prognostiziert worden<br />

war, war viel los: Knapp 1000 Flüge<br />

wurden an dem Wochentag (!)<br />

für den OLC gemeldet. Um auf die<br />

erste Seite, also die Top 50, zu<br />

kommen, musste es ein Flug über<br />

1000 Punkte sein. Die weiteste<br />

Strecke legte das Team Jens Minard/Markus<br />

Straub mit 1192 km<br />

von Blaubeuren aus über die klassischen<br />

südlichen Mittelgebirgsrouten<br />

zurück. Den schnellsten<br />

Schnitt im OLC flogen Fabian Siebenwurst/Friedrich<br />

Nagel mit 133<br />

km/h. Noch schneller unterwegs<br />

waren einige Piloten im Rahmen<br />

des Hahnweide-Wettbewerbs.<br />

Das Wetter der Folgetage entwickelte<br />

sich klassisch weiter: Bei<br />

der anhaltenden Erwärmung waren<br />

es der Osten und vor allem die<br />

Alpen, die glänzen konnten. Einen<br />

Tag gezielt herauszupicken, der<br />

sich von den anderen besonders<br />

abhob, ist kaum möglich. Vor allem<br />

Rekordinhaber Mathias Schunk<br />

legte erst von Lienz, dann von<br />

Ohlstadt aus eine Serie hin: Er flog<br />

innerhalb von sechs Tagen fünf<br />

Mal mehr als 1100 km. Am 7. Mai<br />

schaffte Rainer Cronjäger ein<br />

angemeldetes 1000er-Alpen-FAI-<br />

Dreieck.<br />

Leider hielt sich das Wetter<br />

nicht, die weiteren trogbestimmten<br />

Tage boten kaum Streckenflugbedingungen.<br />

Die guten waren<br />

eher singulär, aber irgendwann<br />

musste sich ja wieder mal eine<br />

Lücke auftun. Das geschah am 18.<br />

und 22. Mai, als der Süden beziehungsweise<br />

der Alpenraum gutes<br />

Wetter zu bieten hatten. Florian<br />

Seibel/Fabian Honecker und Vincent<br />

Heckert/Michael Wisbacher<br />

erzielten mit Föhnunterstützung<br />

von Königsdorf aus ihr jeweils<br />

erstes 1000er.<br />

Nach ein paar fliegbaren Tagen<br />

stellte sich zum Monatsende die<br />

Lage um: Blockiert durch ein Hoch<br />

über Skandinavien, drehte über<br />

uns ein Trog. Reichliche und ungebremste<br />

Konvektion sorgte für<br />

Unwetter.<br />

Gerade werden draußen die<br />

letzten Sandsäcke wieder eingesammelt<br />

– werten wir das als gutes<br />

Zeichen für das Wetter der<br />

kommenden Monate.<br />

ae<br />

Bernd Fischer<br />

86 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


[ SEGELFLIEGEN Wissenschaft ]<br />

Auf ins All<br />

Rekordjäger<br />

Den Rand des Alls erreichen will das amerikanische Perlan-Team<br />

mit einem neuen, von Airbus gesponserten Hightech-Segelflugzeug.<br />

Ambitioniertes Ziel sind 27 500 Meter Höhe.<br />

Einen ersten Erfolg hat das<br />

von Einar Enevoldson und<br />

Steve Fossett ins Leben<br />

gerufene Perlan-Projekt schon vor<br />

zehn Jahren erzielt. Die beiden<br />

Piloten stiegen in Argentinien mit<br />

einer speziell präparierten DG-500<br />

in Wellenaufwinden bis auf 15 460<br />

Meter und damit auf die größte<br />

im Segelflug erreichte Höhe.<br />

Für weitere Aufstiege musste<br />

eigens ein Flugzeug gebaut werden,<br />

das in größten Höhen noch<br />

flugfähig ist: die Perlan 2. Den<br />

Druckkabinen-Doppelsitzer hat der<br />

Amerikaner Greg Cole konstruiert<br />

und in seiner Firma Windward<br />

Performance in Bend, Oregon, gebaut.<br />

Der Segler mit einer Spannweite<br />

von 25,55 Metern hat eine<br />

Gleitzahl von 43 und wurde unter<br />

Verzicht auf besondere Schnellflugleistun<br />

gen speziell auf ein<br />

geringes Sinken optimiert. Klappt<br />

damit der Aufstieg bis auf 27 500<br />

Meter Höhe, dann sind im Segelflug<br />

Höhen gemeistert, die selbst<br />

strahlgetriebene Militärflugzeuge<br />

bisher nicht geschafft haben. Das<br />

Aufklärungsflugzeug Lockheed<br />

U-2 flog 21,3 Kilometer hoch, die<br />

SR-71 hält den Rekord mit 25,9<br />

Kilo metern Höhe.<br />

Fast wäre das Projekt mit dem<br />

Rohbau der Perlan 2 gescheitert.<br />

Das Team hatte mit dem Tod von<br />

Steve Fossett seinen wichtigsten<br />

Geldgeber verloren. Als Retter<br />

stiegen Milliardär und ISS-Weltraumtourist<br />

Dennis Tito und Airbus<br />

ein, mit deren Hilfe die sieben<br />

Millionen Dollar für das gesamte<br />

Unternehmen inklusive Flugzeug<br />

aufgebracht werden.<br />

Im Mai machte sich Airbus-Chef<br />

Tom Enders selbst ein Bild von<br />

dem Projekt. „Der Bezug zu Airbus<br />

war klar“, sagte er bei seinem Besuch<br />

in Minden, Nevada. „Wir<br />

haben Segelflug schon als DASA<br />

und EADS gesponsert. Segelflug<br />

ist ein Schrittmacher für Leichtbau,<br />

neue Materialien wie Glas- und<br />

Kohlefaser, und hilft uns bei der<br />

Nachwuchsförderung. Wir fliegen<br />

jetzt an der Grenze zum Weltraum<br />

und überschreiten damit neue<br />

Grenzen. Wenn wir auch künftig<br />

an der Spitze mitmischen wollen<br />

bei Überschall, Hyperschall, elektrischem<br />

Fliegen und neuen Raumfahrtkonzepten,<br />

müssen wir hier<br />

dabei sein. Hier verschmelzen<br />

Technologien.“<br />

Die Piloten erwartet ein<br />

Höllenritt in den Wellen<br />

Airbus half mit einer höhentauglichen<br />

Spezial-Dichtungsmasse<br />

für die Einstiegsluken, einer<br />

zerstörungsfreien Werkstoffprüfung<br />

und bei der Materialauswahl.<br />

Enders ließ es sich bei seinem<br />

Kurzbesuch nicht nehmen, für einen<br />

Testflug in das Höhenflugzeug<br />

zu steigen. Sein Fazit nach dem<br />

Flug: „Ich durfte vor der Landung<br />

selber ein Stück steuern. Die Ruder<br />

sind relativ schwergängig, aber<br />

Perlan 2 reagiert genau auf Eingaben.“<br />

Von dem Flugzeug wird<br />

sehr viel mehr gefordert, als ein<br />

normales Segelflugzeug im sportlichen<br />

Einsatz leisten kann. Die<br />

Bedingungen in 27 500 Metern<br />

Höhe sind extrem: Die Atmosphäre<br />

erreicht hier nur noch zwei<br />

Prozent der Dichte an der Erdoberfläche.<br />

Die Perlan 2 wird dort mit<br />

81,5 km/h angezeigter Geschwindigkeit<br />

fliegen, tatsächlich aber<br />

mit einer wahren Geschwindigkeit<br />

von 555 km/h unterwegs sein.<br />

Wellenaufwinde, die solche<br />

Höhen ermöglichen, entstehen in<br />

den jeweiligen Wintern in der Nähe<br />

der Pole. Im Bereich der Polkappen<br />

bildet sich in der kalten Jahreszeit<br />

ein besonders starkes und<br />

hoch reichendes Windsystem. Es<br />

ist die Voraussetzung für einen<br />

Aufstieg aus den von Gebirgen<br />

ausgelösten Leewellen über die<br />

Tropopause hinaus. Von Mistral<br />

und Föhn in den Alpen ausgelöste<br />

Wellenaufwinde werden hingegen<br />

an der Tropopause ausgebremst.<br />

In Verbindung mit einer schwachen<br />

Tropopause kann ein ideal<br />

ausgebildeter Polar Night Jet bis<br />

in die angepeilte Höhe mit bis zu<br />

480 km/h blasen und Perlan 2 auf<br />

die Rekordhöhe bringen.<br />

88 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Der Blick voraus ist aus der Perlan 2 stark eingeschränkt. Eine Außenbordkamera<br />

hilft dem Piloten, den Überblick zu behalten.<br />

Starteten in Minden zu einem gemeinsamen Testflug mit der Perlan 2:<br />

Testpilot Jim Payne (links) und Airbus Konzernchef Tom Enders.<br />

Fotos: Perlan Project, Sebastian Steinke<br />

„Wir jagen hier nicht nach Rekorden,<br />

sondern an erster Stelle<br />

steht die Wissenschaft“, stellte<br />

Perlan-Vorstandschef Ed Warnock<br />

bei dem Besuch von Enders klar.<br />

Der Luftfahrtingenieur hat sogar<br />

ein kleines Nutzlastabteil in die<br />

Perlan 2 einbauen lassen. Messgeräte<br />

sollen die relative Feuchte,<br />

Methan und Kohlendioxid in der<br />

Atmosphäre aufzeichnen.<br />

Geplant sind die Flüge ab August.<br />

Perlan 2 wird dann in El<br />

Calafate im Süden Argentiniens<br />

stationiert sein und das Team<br />

ständig auf Abruf bereit stehen.<br />

Die Flüge werden an die Grenzen<br />

des Machbaren für Mensch und<br />

Flugzeug führen. Die Crew fliegt<br />

mit Helm, aber nicht mehr mit den<br />

unpraktischen Raumanzügen der<br />

Perlan-1-Mission. Ihren Atemsauerstoff<br />

beziehen die Piloten in der<br />

Druckkabine von Rebreather-Geräten,<br />

die immer wieder Restsauerstoff<br />

aus der Atemluft holen. Die<br />

Außenwelt sehen sie nur durch die<br />

seitlich angeordneten, kleinen<br />

Bullaugen. Bei der Lageorientierung<br />

helfen ein künstlicher Horizont und<br />

eine Außenkamera, die ihre Bilder<br />

auf ein iPad im Cockpit überträgt.<br />

Noch während der Vorbereitung<br />

auf die Südamerikaflüge plant das<br />

Perlan-Team bereits weiter: Atmosphärenforscherin<br />

Elizabeth<br />

Austin schätzt, dass man in Wellenaufwinden<br />

sogar bis auf 33 500<br />

Meter Höhe steigen kann. Allerdings<br />

müsste das Segelflugzeug<br />

sich in dieser Höhe aufgrund der<br />

geringen Luftdichte mit Überschall<br />

fortbewegen. Mit einem herkömmlichen<br />

Flügel wäre das nicht machbar.<br />

„Ein transsonischer Flügel<br />

kostet uns in Entwicklung und Bau<br />

jeweils eine Million Dollar“, schätzt<br />

Ed Warnock. „Wir haben Forschungs-<br />

und Technologiezentren<br />

dafür“, sagte Tom Enders in Minden<br />

vielversprechend.<br />

ae<br />

Sebastian Steinke<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 89


[ SEGELFLIEGEN Wissenschaft ]<br />

Symposium<br />

Im Frühjahr trafen<br />

sich die Mittelgebirgs-Wellenflieger<br />

zum sechsten Mal.<br />

Zen trales Thema<br />

ihrer Tagung in<br />

Göttingen: ein besseres<br />

Verständnis<br />

der Wellen in der<br />

Atmosphäre.<br />

Wellenfliegen –<br />

Wellen verstehen<br />

Angeregt von eigenen Flügen<br />

und Auswertungen von<br />

Satellitenbildern, Pilotenberichten<br />

und meteorologischen<br />

Daten, hat Carsten Lindemann die<br />

Frage gestellt, wie sich eine Strömung<br />

im Rahmen der Thermik<br />

strukturiert. Dabei wurden zuhauf<br />

Wolkenstraßen gefunden, die längs<br />

der Strömung orientiert sind und<br />

schon bei niedrigen Basishöhen<br />

und geringer Einstrahlung funktionieren.<br />

Sehr häufig findet sich<br />

ein gekrümmtes Windprofil, was<br />

ein relatives Windmaximum inner-<br />

halb der Thermikschicht bedeutet.<br />

Aber es ergeben sich auch im<br />

Flachland Aufwinde vor Wolkenstraßen<br />

– Thermikwellen genannt<br />

– quer zum vorherrschenden Wind,<br />

wenn die Atmosphäre ähnlich wie<br />

bei Leewellen schwingungsfähig<br />

ist. Sie entstehen, wenn der Wind<br />

in der Thermikschicht unterhalb<br />

der oberen schwingungsfähigen<br />

Schicht quer, idealerweise rechtwinklig<br />

zur oberen Strömung weht<br />

oder gar äußerst schwach ist. Höhen<br />

von bis zu mehreren tausend<br />

Metern über der Obergrenze der<br />

Cumuli konnten erreicht werden.<br />

Diese durchaus seltenen Wolkenstrukturen<br />

sind deutlich im Satellitenbild<br />

zu erkennen. Die Thermikwelle<br />

am einzelnen Cumulus<br />

entsteht in einem Windfeld etwa<br />

gleicher Windrichtung mit zunehmender<br />

Geschwindigkeit. Dann<br />

wandern die Wellen auch regelmäßig<br />

mit dem Wind, es werden<br />

Höhen bis über die Obergrenze<br />

der Cu erreicht.<br />

Schon seit vielen Jahrzehnten<br />

ist der Prozess, Gebirgswellen und<br />

deren Rotoren wissenschaftlich zu<br />

untersuchen und zu verstehen,<br />

vornehmlich auf numerische Simulationen<br />

gestützt. Die Einbeziehung<br />

von Messdaten zum Zweck einer<br />

Überprüfung der mathematischen<br />

Modelle spielt eine viel zu geringe<br />

Rolle. Die Akaflieg Frankfurt sammelt<br />

jetzt mit einem speziellen<br />

Loggersystem von Hendrik Hoeth<br />

relevante aerologische Daten:<br />

Temperatur und Feuchte, vertikale<br />

und horizontale Luftmassenbewegung.<br />

Erste Ergebnisse stellte<br />

Christof Maul anhand von Messungen<br />

dar, die im Frühjahr 2015<br />

Vertikale Geschwindigkeit (m/s)<br />

Vertikalgeschw. (brutto) u gross<br />

polares Sinken u polar<br />

Knüppelthermik (Steig./Si.) u stick<br />

Vertikalgeschw. der Luft u net<br />

Keine Schwerewelle<br />

bei Bewölkung<br />

Zahl = Wellenlänge (km)<br />

Schwerewelle,<br />

wenn die<br />

Wellenlänge<br />

zunimmt<br />

Keine<br />

Schwerewelle,<br />

wenn die<br />

Wellenlänge<br />

nach oben<br />

abnimmt<br />

Rotor<br />

Isotherme<br />

Zeit (s)<br />

Die Grenze zwischen turbulentem Rotor- und laminarem Wellenregime<br />

erweist sich als sehr scharf ausgeprägt.<br />

Geplante (pc_met-)Vorhersagen, wie von einem Meteogramm her gewohnt<br />

für ein ausgewähltes Gebiet in Einheiten von 200 Höhenmetern dargestellt.<br />

90 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


ei Wellenflügen mit dem Akaflieg-<br />

DuoDiscus in den Pyrenäen gewonnen<br />

wurden. Noch lag der<br />

Schwerpunkt auf der Prüfung und<br />

Optimierung der Technik. Es gab<br />

aber schon interessante Ergebnisse,<br />

wie zum Beispiel der kleine<br />

datentechnisch gestützte Einblick<br />

auf die sehr scharf ausgeprägte<br />

Grenze zwischen turbulentem<br />

Rotor- und laminarem Wellenregime.<br />

Ziel ist jetzt, möglichst viele Segelflugzeuge<br />

mit dieser Technik<br />

auszustatten.<br />

Ralf Thehos gab einen Einblick<br />

in die Planungen, wie pc_met speziell<br />

für den Segelflug ausgebaut<br />

werden soll. Die von vielen gewünschte<br />

Ausdehnung des Vorhersagezeitraums<br />

für Schwerewellen<br />

auf fünf Tage soll für TOP-<br />

THERM aufbauend auf einer Berechnung<br />

des Scorer-Parameters<br />

umgesetzt werden. Mit den numerischen<br />

Vorhersagemodellen<br />

von COSMO_DE kann es nicht<br />

realisiert werden.<br />

Der DWD will zudem mehr Wetterdaten<br />

so zur Verfügung stellen,<br />

dass sie während der Flüge abgerufen<br />

werden können. In einer<br />

Testphase betrifft dies zunächst<br />

die per COSMO-DE prognostizierten<br />

lokalen Leewellen und den<br />

Wind. Eine Erweiterung um vielerlei<br />

Datensätze dieses Geowebservice<br />

genannten Angebotes ist<br />

möglich: Niederschlags- und Satellitenbilder,<br />

Blitzdaten, Flugplatzwarnungen.<br />

Die Daten stehen zur<br />

Verfügung auf einem DWD-FTP-<br />

Server, für den jeder pc_met-Kunde<br />

einen Freischaltcode hat.<br />

Diese Entwicklung findet in<br />

engem Kontakt mit Max Kellermann<br />

aus dem Projektteam der Open-<br />

Source-Avionik-Software XCSoar<br />

statt. Das zentrale Thema der geplanten<br />

neuen Version 7.0 ist Vernetzung<br />

– möglich dadurch, dass<br />

ohnehin fast jeder per Smartphone<br />

eine Internetverbindung im Flugzeug<br />

dabei hat.<br />

Mit Schwarmdaten zu<br />

neuen Erkenntnissen<br />

Über die Nutzung der vom<br />

eigenen System erhobenen Daten<br />

– zum Beispiel zur Zentrierung von<br />

Thermik- oder Wellenaufwinden<br />

aus der Flugweghistorie – hinaus<br />

werden die Übernahme von zentral<br />

zur Verfügung gestellten Be-<br />

obachtungs- und Prognosedaten<br />

der Wetterdienste und die Akquisition<br />

von Schwarmdaten möglich.<br />

Letztgenannte sind beispielsweise<br />

Verkehrs-, Thermik- und Wellenpositionsdaten,<br />

die zeitgleich<br />

und ortsnah fliegende Segelflugzeuge<br />

erhoben haben und per<br />

FLARM-Radar oder Skylines zur<br />

Verfügung stellen. Es ist der Beginn<br />

einer Entwicklung, die unabsehbare<br />

Möglichkeiten eröffnet.<br />

Im Licht des US-Höhenflugweltrekord-Projekts<br />

Perlan analysierte<br />

Dieter Etling die Bedingungen,<br />

unter denen Wellen ihren Impuls<br />

– ohne dass sie wie bei den meisten<br />

an der Troposphäre reflektiert<br />

würden – vertikal an schwingungsfähige<br />

stratosphärische Schichten<br />

weiterleiten. Die kritische Bedingung<br />

dafür ist, dass der breitenkreis-parallele<br />

Wind (Zonalströmung)<br />

auch noch in der Stratosphäre<br />

mit der Höhe zunimmt. Nur so<br />

ergibt sich ein durchgehender<br />

vertikaler Wellenaufwindpfad, der<br />

fliegerisch bis in die geplanten<br />

Höhen von zirka 25 Kilometern<br />

nutzbar sein kann. Aufgrund des<br />

jahreszeitlich wechselnden Musters<br />

der globalen atmosphärischen<br />

Zirkulation stellen sich die benötigten<br />

Verhältnisse auf der Nordhalbkugel<br />

nur in den Monaten<br />

Dezember bis Februar nördlich des<br />

60. Breitengrades ein, auf der Südhalbkugel<br />

in den Monaten Juni bis<br />

August durch den unterschiedlichen<br />

Landmassenanteil südlich des 50.<br />

Breitengrades. Jede Saison weist<br />

nur wenige Tage auf, die eine solch<br />

hochreichende Ausbreitung von<br />

Wellen überhaupt ermöglichen. Im<br />

bekannten Wellenfluggebiet der<br />

Höhe (km)<br />

Temp. in °C<br />

Tropopause<br />

U in m/s<br />

Vertikalprofil der Lufttemperatur (T)<br />

und schematisches Windprofil (U)<br />

für die Ausbreitung von Schwerewellen<br />

bis in die Stratosphäre.<br />

Vorhersage von Aufwind- und Abwindfeldern nach COSMO-DE für den<br />

7. Februar <strong>2016</strong> in 1500 Metern Höhe.<br />

Neuseeländischen Alpen treten<br />

zwar häufig starke stratosphärische<br />

Schwerewellen auf, jedoch ist ihre<br />

Anbindung an die darunter<br />

liegenden Troposphärenwellen<br />

meist zu schwach. Somit kommen<br />

als geeignetes Gebiet für durchgängig<br />

bis in die mittlere Stratosphäre<br />

reichende Leewellen am<br />

ehesten die südlichen Anden in<br />

Frage, wo auch der Rekordversuch<br />

des Projektes Perlan stattfinden<br />

soll. Es bleibt spannend, ob diese<br />

Überlegungen durch einen erfolgreichen<br />

Stratosphären-Wellenflug<br />

bestätigt werden können.<br />

Reiten auf der<br />

Weihnachtswelle<br />

Zurück in die Praxis des Mittelgebirgswellenfliegens<br />

führte der<br />

Vortrag von Philipp Illerhaus (Akaflieg<br />

Frankfurt) über das sehr erfolgreiche<br />

Wellenfluglager des LSV<br />

Witzenhausen, das an den letzten<br />

Höhe (km)<br />

Entfernung (km)<br />

Tagen des ausgehenden Jahres<br />

2015 stattfand (<strong>aerokurier</strong> 3/<strong>2016</strong><br />

„Reiten auf der Weihnachtswelle“).<br />

In viel größerem – nämlich regionalem<br />

– Maßstab wies Martin<br />

Füllgraf anhand von Geländeschnitten<br />

und dokumentierten Wellenflügen<br />

nach, dass Resonanzeffekte<br />

zwischen dem Schwingungsverhalten<br />

der Luft und der mit<br />

Windgeschwindigkeit überströmten<br />

Orografie eine wichtige Rolle<br />

bei der Entstehung der Wellen des<br />

Leineberglandes spielen.<br />

In Erinnerung bleibt den mitunter<br />

von weither angereisten<br />

Teilnehmern der Eindruck einer<br />

gelungenen Veranstaltung. Das<br />

Engagement aller Beteiligten, vorrangig<br />

natürlich die aufwendig<br />

ausgearbeiteten und interessanten<br />

Vorträge, hat ebenso wesentlich<br />

dazu beigetragen wie die vom<br />

DLR-Göttingen zur Verfügung gestellte<br />

Infrastruktur.<br />

ae<br />

Jörg Dummann<br />

Simulation von Schwerewellen mit dem UM-Modell des UK Met-Office<br />

für den 23. Juli 2013 im Bereich der Insel Südgeorgien im Südatlantik.<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 91<br />

Grafiken: Maul, Thehos, Etling, Vosper (DMG)


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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 670383<br />

Beratung • Verkauf • Vermittlung<br />

Winair GmbH & Co. KG<br />

D-66482 Zweibrücken ·· Flughafen Zweibrücken ·· Gebäude 324<br />

Telefon +49 (0) (0) 63 63 32 32 97 97 20-0 ·· Fax +49 (0) (0) 63 63 32 32 97 97 20 20 20 20<br />

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Einmotorige Flugzeuge (Kolben)<br />

AQUILA A210, Standort Süddeutschland,<br />

Bj. 2006, TT 550 Std.,<br />

2 Sitzpl., 105.000,– €, sehr gepflegt<br />

und stets im Hangar, nur privat<br />

geflogen, Avionics: Com/NAV KX<br />

125, Transp. KT73 Mode S, GPS<br />

KDM 150-Map, Verkauf wegen<br />

Umstieg auf 4-Sitzer Kontakt:<br />

hannes-petra-mayer@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666316<br />

Cessna 182, Standort ETHN, Bj.<br />

1979, TT 418 Std., 4 Sitzpl.,<br />

120.000,– € VB. 740 Land., immer<br />

hangariert, Top Zustand, unfallfrei,<br />

LR Tank, s, zus. Elektr.Horizont.Tel.<br />

<strong>07</strong>932/8033, helmut.rohn@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665423<br />

AQUILA A210, Standort EDKB, Bj.<br />

2010, TT 786 Std., 2 Sitzpl., Preis<br />

VS. NVFR ILS FlYMAP. Alle Wartungen<br />

beim Hersteller, neuw., 1. Hd.,<br />

nur vom Eigentümer geflogen.<br />

Hangar, Preis VS. Tel. 0170/4534701,<br />

e.miesen@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661938<br />

Bücher und Modelle für Sammler.<br />

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Bücher aus der Luft- und<br />

Raumfahrt in deutsch, englisch<br />

und französisch sowie Airbus-<br />

Flugzeugmodelle und -Sticker. Diverse<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668634<br />

-Markt<br />

Gewerbliche Anzeigen<br />

Fax <strong>07</strong>11/182-1027<br />

Cessna T210M, Standort EDDV,<br />

Bj. 1977, IFR, 6 Sitze, Leder grau,<br />

Active-Noise Headsets, 6-Platz-<br />

Oxygen, Motor 2012 neu, 200 Std.,<br />

Garmin 530, Propeller Deice. Stets<br />

hangariert, Haltegemeinschaft<br />

möglich. email: elzyg@htp-tel.de,<br />

Tel. 0172-5114176<br />

Schöner kleiner rot-weißer Oldtimer,<br />

Morane Saulnier Rally Club<br />

MS 880B, D-ELBH, S/N 1372, 100<br />

PS Rolls-Royce O-200 Sparmotor,<br />

Ganzmetallflieger - kein Rost, JK<br />

bis 11.11.16, TT 1748, Motorverl.<br />

b. JK, Standort EDRS. Leider aus<br />

pers. Gründen gegen Gebot abzu4<br />

geben. Tel. +49 6751 94566 oder<br />

Tel. +49 175 52 94566, Fax +49<br />

6751 94565, romoso@t-online.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664528<br />

92 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax <strong>07</strong>11/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Vertretung für Deutschland<br />

INTELISANO AVIATION<br />

Tel.: +49 (0) 62 02/59 44 11 • info@intelisano-aviation.de • www.intelisano-aviation.de<br />

Beechcraft 33 Debonair, Standort<br />

EDRZ, Bj. 1968, TT 3500 Std.,<br />

4 Sitzpl., 79.000,– € VB. Bonanza<br />

fliegen für 80,- € Std. BEECH33E<br />

top gepflegt, immer hangariert,<br />

no damage history, D-registriert,<br />

Triebwerk Continental 10-470K<br />

500 Std., Mogas zugelassen<br />

( 1,70 € pro Liter), Garmin 430,<br />

King DME, VHF King KY197A, 2<br />

NAV Narco Crosspointer mit Glideslope,<br />

ADF, Radarhöhenmesser,<br />

Mode S Transponder, Autopilot,<br />

Fuelflowindicator, ARC bis<br />

1.10.16. Tel. 0171/4021059<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664852<br />

Nice aircraft for spring <strong>2016</strong> !<br />

Standort EDXG, Bj. 1993, TT<br />

1356 Std., 4 Sitzpl., Preis VS. Used<br />

single engine, four seat, cruising<br />

aircraft with 4- blade MT-constant<br />

speed propeller, retractable landing<br />

gear and steer able nose<br />

wheel. Accident free. 05422/46737<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664724<br />

Bölkow Bo.208 Junior, Bj. 1966,<br />

TT ca. 2750 Std., 2 Sitzpl. Bo208c<br />

gegen Gebot abzugeben. Tel.<br />

0175/5805947, bo208@gmx.net<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668080<br />

Cessna 177 RG, Bj. 1971, TT<br />

4149 Std., 4 Sitzpl., Preis VS. Eng.<br />

TT 291 h, Prop. TT 96 h, JNP<br />

09.<strong>2016</strong>, W/B, Liese, NAV/COM 2x<br />

KX155 w G/S, Audio KA134, DME<br />

KN62a, ADF KR85, MKR MBR01,<br />

XPDR TT31, ENC ALT ACK A30,<br />

ELT AK451. Tel. +49173-7280426<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666611<br />

Mooney M20J, Standort LSGE, Bj.<br />

1979, TT 2650 Std., 4 Sitzpl., Motor<br />

650 Std seit TSO, immer hangariert,<br />

Full IFR equ., Preis gegen<br />

Gebot. Tel. 0041/79/3002660,<br />

waltgosteli@bluewin.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 660616<br />

Cirrus SR20, Standort LSZF, Bj.<br />

2003, TT 1580 Std., 4 Sitzpl.,<br />

9200,– € VB. 1/11 Halteranteil an<br />

schöner, gepflegter SR20 am<br />

Standort Birrfeld abzugeben.<br />

Avionik erneuert. VB Halteranteil<br />

CHF 10'000, jährliche Fixkosten<br />

CHF 2'900, Flugstunde CHF 270.<br />

stephan.nyfeler@gmx.ch<br />

www.cirrus-club.ch<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666601<br />

Cessna 177 B Cardinal (EDRK),<br />

ideales wirtschftl. Reiseflugzeug,<br />

perfekt für kurze Graspisten.<br />

Zelle 1295h seit neu (1976). TOP<br />

Zustand, alle Insp. JNP bis <strong>07</strong>/16,<br />

Verst.-Prop., Mot.Lycoming O-360<br />

180 PS, 380h s. neu. AUTOPILOT<br />

f. VOR o. Comp. El Ruder Trim/<br />

mech. Pitch Trim. Dig. Fuel-Mgr.<br />

Perf.bei 75%: 5 Std./120 Kts/550<br />

Nm non-stop mit 240 kg Zuladung.<br />

King ILS Avionic 2 COM, 2<br />

NAV, ADF, XPR/S-Mode, Enc.<br />

Altimeter, ELT. Von privat. FP<br />

71.500,- € ohne MwSt.<br />

Mail: h.ruby@rz-online.de<br />

Fax +49(0)2631-356113<br />

mob. +49(0)171-6241100<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665190<br />

Diamond DA40-TDI NVFR 2.0S,<br />

Standort EDAZ, Bj. 2005, 4 Sitzpl.,<br />

135.000,– €. TTAF: 1.830h,<br />

new Engine: 40h (155 PS), new<br />

Propeller: 40h, new ARC: bis<br />

08/<strong>2016</strong>, Garmin GMA 340, GNS<br />

430 (Com/Nav/GPS/ILS/GS/LOC),<br />

GTX330 (Mode S), ELT 406 MHz.<br />

Tel. 0179/7611875, paolo@<br />

marcolini.org, www.gaviators.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664713<br />

Mooney M20J 201 US-IFR,<br />

Standort EDSZ, Bj. 1977, TT<br />

2337Std. Lycoming IO-360-A1B6D,<br />

ETSO 457h, McCauley B2D34C212,<br />

PTT 19h, Aspen PFD mit 3-Achs<br />

AP, GNS430W, GNC250, GTX330,<br />

DME TCR451, WX8, ELT, gepflegt,<br />

nur vom Eigentümer gefl., ständig<br />

hangariert, professionell gewartet.<br />

Gegen Gebot. Tel. <strong>07</strong>053/920911,<br />

BerndRobatzek@aol.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667341<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

93


-Markt<br />

Mooney M20R Ovation, Standort<br />

EDFB Reichelsheim, Bj. 1995,<br />

TT 870 Std., 4 Sitzpl., 154.000,– €.<br />

Erster Besitzer seit neu, stets<br />

hangariert, aus Altersgründen zu<br />

verkaufen. King IFR, KFC 150,<br />

Prop Deice, Verkauf erfolgt von<br />

privat, direkt vom Eigentümer.<br />

Angebot freibleibend.Moonair<br />

GmbH, Richthofenstrasse 138,<br />

53757 St. Augustin, Tel.<br />

02241/924823, 0151/14148888,<br />

moonair@t-online.de F<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669858<br />

Piper PA-18 Super Cub, Standort<br />

EDTX, Bj. 1958, TT 4900 Std., 2<br />

Sitzpl., 78.000,– € VB. 150 PS,<br />

Werk Nr. 6242, 25.500 Starts,<br />

Motor Lycoming O320 150 HP, am<br />

08.10.2010 grundüberholt bei<br />

4667 h und 24.213 Starts, Rest<br />

1798 h bis Oktober 2022, erhöhter<br />

Lärmschutz, Seileinzugsvorrich8<br />

tung sowie separate Schleppkupp8<br />

lung, letzte Jahresnachprüfung<br />

19.10.15. Tel. 0160/150<strong>07</strong>04,<br />

vorstand@sfc-hall.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669519<br />

Lancair Super ES, Standort<br />

Austria, Bj. 2006, TT 330 Std., 4<br />

Sitzpl., Preis VS. Continental<br />

IO550N (310 PS), Prop. 3-Blatt<br />

Mühlbauer, Garmin Panel GMA340,<br />

2 NAV/COM GNS430 (8,33 kHz),<br />

GTX330, DME KN62A, Slaved<br />

HSI KCS55, 2. Nav Indik. (+GS),<br />

2 x Altimeter, ASI, Horizon, T&B,<br />

VSI, AP STEC 55X (HDG, NAV,<br />

APP, VS, GPSS), 4 x Bose ANR<br />

Headset, Steigleistung ca. 1800<br />

ft/min., Reiseleistung ca. 180<br />

KTAS, Startstr. (50 ft) 500 m, Innenausstattung<br />

Leder/Alcantara,<br />

reduzierter Preis. Alle Details<br />

siehe WEB Page oder E-Mail:<br />

info@lancair-es.de,<br />

www.lancair-es.de<br />

Dallach UL-JIH F100 Fascination,<br />

Standort EDMG, Bj. 2011,<br />

TT 5 Std., 2 Sitzpl., 65.000,– €.<br />

absolut neuwertiges UL, als VLA<br />

(VLA 003) aufgebaut. CZ-UL Zul.,<br />

Vollausstattung mit vielen Extras<br />

(NP: 135.000,- €). 0171/4648605,<br />

wm@boom-trikes.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669064<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664706<br />

Piper PA-28-140, Bj. 1969, TT<br />

3785 Std., 29.000,– €. S/N:<br />

28-26026, Max. TOW: 976 kg,<br />

Noise Level: 72,2 dB, Avionics:<br />

GNS 430 COM/NAV - 8,33 KHz!,<br />

Mode "S" Transponder TRIG TT 31,<br />

Encoder ACK A 30, ELT KANNAD<br />

406 AF, Piper Autoc. III Autopilot,<br />

Flarm, TTSN: 3785:00 hours as of<br />

30.05.<strong>2016</strong>, LDGS: 6035 as of<br />

30.05.<strong>2016</strong>, Engine: Lycoming<br />

O-320 E2A; OVH due at 3877 airframe<br />

hours or 01.2006 (12 years),<br />

Propeller: Sensenich 74 DM-6-0-58;<br />

OVH due at 5277 airframe hours.<br />

Honest and solid aircraft, good<br />

performer, no damage history,<br />

based Flensburg-Schäferhaus<br />

(EDXF), above average condition<br />

for the age. New leather seats,<br />

Outside 7/10, Inside 8/10.<br />

info@luftsportverein-flensburg.de,<br />

Heiko Harms, Tel. 0160/96836579<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669883<br />

Piper PA-28 Archer III, 180 PS, Bj.<br />

2003, 1550 Std., mit neuer Jahresabnahme,<br />

bester Zustand, nur privat<br />

geflogen, blau-weiss, GMA 340<br />

Aufschaltanlage, 2 x GNS 430 -<br />

8,33 KHZ/GI -106A Crosspointer,<br />

Transponder GTX 330 - ACS, ELT<br />

Kannad 406 AF-C, Autopilot STEC<br />

- System 55X, erhöhter Schallschutz,<br />

immer hangariert, aus Privatbesitz<br />

zu verkaufen. Preis<br />

135.000,- EUR ab EDLD - MwSt.<br />

frei. Weitere Infos und Fotos über<br />

e-mail: h.mahl@holzland-mahl.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667514<br />

Emeraude CP 301 S, Standort<br />

EDRH, Bj. 1960, 2 Sitzpl. Perfekter<br />

Zustand, technisch und optisch<br />

einem Neuflugzeug entsprechend.<br />

Preisnachlass nur<br />

wegen neuem Flugzeug-Projekt,<br />

Verkaufspreis: nur 38.000,- Euro !!!<br />

TT seit GH: ca. 60 Std. Neue<br />

Bespannung, neuer Lack, jede<br />

einzelne Schraube neu, jedes<br />

einzelne Metallteil ausgebaut,<br />

abgebeizt und neu grundiert und<br />

neu lackiert. Neuer Motor: Continental<br />

O-200, neuer Propeller,<br />

neue Avionik, neuer Drehzahl- u.<br />

Höhenmesser. Neue LED Pos. -<br />

Lichter / Beacon. Weitere Angaben:<br />

siehe Online oder einfach<br />

telefonisch erfragen. Tel.<br />

06781/939111 oder 0172/6154178,<br />

kmdewenter@aol.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 664520<br />

Globe Swift GC 1 B, Standort<br />

EDLP, Bj. 1948, TT 2210 Std., 2<br />

Sitzpl., 78.000,– € VB. originale<br />

Swift, poliert, innen neu Leder<br />

dunkelblau, C 150 Sitze, Auto Fuel<br />

STC, O 300 Motor 145 PS 385h<br />

TSMO, Frontscheiben neu, Sporn1<br />

rad steuerbar, Cleveland Bremsen,<br />

King KY97A TSO Radio, King<br />

KT76A Transponder, super origina1<br />

ler Zustand ohne Vorschäden, alle<br />

Dokumente seit 1948.<br />

Tel. +491713081431 oder<br />

Tel. +491792955583,<br />

oggi@engelsburg.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 660216<br />

Zlin Z-526F Trener Acrobat,<br />

Standort EDAO, Bj. 1972, TT<br />

2913 Std., 2 Sitzpl., 66.900,– € VB.<br />

Zeit seit GÜ 166 h, doppelsitziger<br />

Acrobat, LTB gewartet, autom.<br />

Verstellprop. V503A, 2 x 35 L Zusatztanks,<br />

Ölvorwärmung, ausgez.<br />

Zust., Motor M137A, 2 x Headset,<br />

gesteppte Lederpolster, 2 x<br />

Schwimmwesten, Aufschaltung für<br />

externes Audiogerät, Steuerknüppel<br />

mit ergon. geformten Griffstücken,<br />

Schleppkupplung vorh., eingetragen,<br />

nicht montiert, keinerlei<br />

Schleppbetrieb.Tel. 0171/6218168,<br />

meicom@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669109<br />

Velocity 173 LW RG ELITE -<br />

Sale, Standort EDOP, Bj. 1996,<br />

TT 740 Std., 4 Sitzpl., 110.000,– €<br />

VB. Lyco IO-360 200HP, MT 3-<br />

Blade const. speed prop., 62<br />

TSO, IFR equipped, Garmin 430,<br />

EDM 830 engine-monitor, CEN4<br />

TURY 2000 AP with ALT-HLD &<br />

HDG/NAV/GPS track, Garmin<br />

340 Mode-S XPND, Strike Finder,<br />

LoPresti HID-Light, AEROLEDS<br />

Pulsar Strobe/Navlights, Exterior<br />

new 2012, Interior all new 2011,<br />

new very efficient airflow tuning<br />

for engine 2014, N-reg.<br />

Tel. 0172/1687503,<br />

veloliner@gmail.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666325<br />

Maule MT-7-235, Standort Paderborn,<br />

Bj. 1999, TT 781 Std., 4<br />

Sitzpl., 89.000,– €. STOL, Startstrecke<br />

150 m, ideal für Graspisten,<br />

Longrange-Tanks, Garmin<br />

430, Autopilot, IFR-Ausrüstung,<br />

Lycoming 235 PS, hangariert,<br />

unfallfrei, von Privat, Auskunft<br />

Willy Ader, Paderborn.<br />

Tel. 0049 (0) 2955/749018 oder<br />

0041/71/2459494<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663967<br />

Sportavia Pützer RS 180 Sportsman,<br />

Standort EDLE, Bj. 1981, TT<br />

3270 Std., 4 Sitzpl., Preis VS. Motor<br />

O360, Restlaufzeit 675 h, Prop.<br />

Hoffmann HO 27HM, 160 King<br />

COM NAV, Transponder Mode S,<br />

ELT 406, hangariert, Wartung<br />

durch Werft. Tel. 0208/3044609<br />

oder 0172/2000812, atc3@arcor.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663405<br />

RF6 Sportavia Pützer, Standort<br />

EDGU, Bj. 1974, TT 1440 Std., 4<br />

Sitzpl., Preis VS. Holzbauweise,<br />

bei 1181h generalüberholt, 2485<br />

Starts, kein Vereinsbetrieb. Tel.<br />

06285/322, heinrich.ruppert@gmx.<br />

de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 6620<strong>07</strong><br />

94 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


Fax <strong>07</strong>11/182-1027 oder www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de<br />

Grumman Tiger AG5B, gebaut<br />

von American General Aircraft<br />

1993, Serial-Nr. 10147, 180 PS, TT<br />

890 h, NAV/COM KING, GS, ADF,<br />

XPDR, GPS, Autopilot m. Alt.,<br />

Flarm, Lärmzeugnis, JNP <strong>2016</strong>,<br />

stets LTP gewartet, immer hanga6<br />

riert, extrem gepflegt, unfallfrei, nur<br />

privat geflogen, VB 85.000,- €,<br />

keine MwSt., aus Altersgründen zu<br />

verkaufen. Tel. 09241/4821220,<br />

09241/483583, d.eckert@delta-t.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668433<br />

Turbi D5 Experimental, Standort<br />

EDFC, Bj. 2004, TT 270 Std., 2<br />

Sitzpl., Motor: ROTAX 912 A2 80<br />

PS, Spannweite: 8,70 m, Länge:<br />

7,16 m, Leergewicht: 409 kg, Max.<br />

Abfluggewicht: 620 kg, Holzbauweise<br />

mit Bespannung, sehr gepflegter<br />

Zustand, 38.000,- €. Kontakt:<br />

Tel. +49(0)151 70053472,<br />

E-Mail: r-lewe@t-online.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665802<br />

Breezer B-600 LSA, Standort<br />

EDLS, Bj. 2012, TT 360 Std., 2<br />

Sitzpl., 122.500,– € VB. Rotax<br />

912 ULS mit Verstellprop., EFIS<br />

Dynon Skyview, Autopilot, Traf.<br />

ficsensor mit Flarm, elektr.<br />

Höhen- und Querrudertrim.<br />

mung, WIFI Austausch iPad zu<br />

Glascockpit. a_laudert@mac.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664686<br />

Morane-Saulnier MS 893 A mit<br />

Schleppkupplung, Standort Bückeburg<br />

bzw. EDXQ, Bj. 1967, TT<br />

4047 Std., 4 Sitzpl., 17.900,– €<br />

VB, Jahres-NP ARC Sept <strong>2016</strong>,<br />

180 PS, leak test 78-77-75-78,<br />

Eng. Lycoming O-360 A2A, Ldg.:<br />

6664, MTM. 1.050 kg, Garmin<br />

SL40 VHF, Mode-S XPDR TT 31,<br />

ACK Tech A30, ELT ME 406, wg.<br />

Wechsel. Tel. 0177-8782355, Fax<br />

0571-8709-1, mhubig@yahoo.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661183<br />

Cessna 303 Crusader, Standort<br />

Deutschland, Bj. 1982, TT 1250<br />

Std., 6 Sitzpl., 210.000,– €. Tel.<br />

0173/2555160, isibanner@web.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667186<br />

Ultraleichte/<br />

LSA<br />

Wild Thing WT 01, Standort<br />

EDBW, Bj. 1998, TT 434 Std., 2<br />

Sitzpl., 32.000,– € VB.Tel.<br />

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tobago4sale@ok.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665160<br />

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Garmin G500, GTN750/650, Autopilot,<br />

Turbo! Rabatt für Vielflieger!<br />

Tel. 0179-6413130, info@<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669131<br />

PA 46 Malibu Mirage zu verchartern,<br />

Druckkabine, Full IFR, Engine<br />

Monitoring, Full Deicing, für Geschäfts-<br />

und Urlaubsflüge. Safety<br />

möglich. Standort EDSB, u. U.<br />

Möglichkeit für Fractional Ownership<br />

/ Haltergemeinschaft.<br />

Tel. 0151/53209950<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663115<br />

www.schwarzwald-flug.de Charter<br />

inklusive Fluglehrer Ikarus<br />

C-42 B (100PS) ab 125,- Euro/h<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665126<br />

Chartergesuche<br />

IFR 6-Sitzer Charter ges.LOAV/<br />

LOAN/LOWW. Fluglehrer/Examiner<br />

sucht Chartermöglichkeit für<br />

6sitziges IFR-Flugzeug für Flugreisen<br />

mit Familie mit guter Zuladung.<br />

Ideal C206/210, PA32, PA46, P68<br />

im Raum LOAN/LOAV/LOWW.<br />

Tel. 0043/664/3364508,<br />

thomas.menzel@sueddruck.at<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668878<br />

SEP IFR für Reiseflüge gesucht<br />

Berufspilot sucht SEP IFR zum<br />

Chartern für private Reiseflüge.<br />

Stationierungsorte: Bonn, Koblenz<br />

bevorzugt. Tel. +49(0)172-6814532,<br />

walterkottmann@aol.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 664902<br />

Katana DA 20. Biete 50% Halteranteil<br />

an Katana DA 20 in Bayern<br />

Raum Bamberg. Beteiligungssumme<br />

32.000,- €.<br />

Tel. 09502/923157, 0172/8039862,<br />

Fax 09502/923158<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666620<br />

50 % Anteil an 1991 Slingsby<br />

T67C, halber Anteil = 18.000,- € zu<br />

verkaufen, TT 4010, TTE 120 h (Lycoming<br />

O-320), Standort EDHL<br />

bzw. EDHE. Tel. 040/826573 (neu)<br />

Piper PA46 Malibu, Fractional<br />

Lease oder Fractional Ownership<br />

Standort EDSB. Top gepflegt.<br />

Transfer/Pick up zu anderen Plätzen<br />

möglich. 1 Pilot auch Safety<br />

möglich. Stundenpreis netto EUR<br />

495 trocken. Bei Fractional Lease /<br />

Fractional Ownership anderes<br />

Preismodell. Tel. 0151/53209950<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666595<br />

Cessna. Biete 50% Anteil an N-<br />

reg. C 172 JNP neu, Motor ca. 1150<br />

h frei, sehr gepflegt und gut gewartet;<br />

Standort EDQH, GPS/DME/2 x<br />

VOR/XPDR Mode S/ELT. Nähere<br />

Informationen: Tel. 09170/7598<br />

oder 0171/6871142, E-Mail: svb.<br />

klaus.peter.weiss@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 661145<br />

-Markt<br />

Gewerbliche Anzeigen<br />

Fax <strong>07</strong>11/182-1027<br />

Räder<br />

Bremsen<br />

Fahrwerk<br />

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info@beringer-aero.de<br />

Anzeigenberatung/<br />

Verkauf<br />

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<strong>07</strong>11/182-2814<br />

1/2 Halteranteil C150, verkaufe<br />

1/2 Halteranteil an Cessna 150,<br />

Standort Worms, Baujahr 1970,<br />

Motor seit GÜ 900 Std., N-registriert,<br />

Preis 8500,- €.Tel. 06206/6405<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662434<br />

Maintenance/Wartung<br />

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Tel. +49(0)2241-924116 · Fax +49(0)2241-924118<br />

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<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

99


-Markt<br />

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310Q601, 340, 402B-0301,<br />

414-0351, 421B, 421C, VB 9000,-<br />

€. wagner.florian@live.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 665147<br />

Avionik<br />

Transponder Garrecht VT-02<br />

funktionsfähig, Einbaurahmen, A30<br />

Encoder, VB 1200,- €.Tel.<br />

<strong>07</strong>153/925355, info@ing-stief.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661170<br />

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Kollisionswarngerät für<br />

FLARM, ADS-B und Transpondersignale,<br />

Freischaltung für<br />

AUD, RFB, TIS, Firmware 6.05,<br />

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(incl. versichertem DHL-Versand<br />

EU-weit) franz.topitsch@gmx.net<br />

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mit vielen Modulen inkl. Wetter, IFR<br />

und VFR georeferenziert Zentraleuropa.<br />

Riesen Display, vollwertiger<br />

PC, volle Tastatur. NP 8500,- in<br />

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Flight Bag, Anschlusskit etc.<br />

Preis marktgerecht VHB. Tel.<br />

0208/460018, hwarnat@yahoo.com,<br />

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mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662791<br />

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Cockpit von dieser Welt geht<br />

– fährt nicht nach Walhall ein –<br />

denn er ging OHNE SCHWERT!<br />

Die BAC-CO-Patrol<br />

ist Ihr Schwert!<br />

Sie werden über das Headset<br />

mit einem Ton vor dem lautlosen<br />

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können entsprechend handeln:<br />

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Termin bei der Werft!<br />

Bleiben Sie der Welt erhalten!<br />

Als EASA-Minor-Change zugelassen!<br />

Skype: BACDIGITAL<br />

E-Mail: bac-components@freenet.de<br />

Tel: 0 81 22-96 12 26 · Fax: -55 92 05<br />

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KY97A COM incl. rack, € 800,-;<br />

Panel-mounted 4ch Intercom PM<br />

501, € 120,-; Alt-Encoder ACK<br />

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Slick Mod. 4316, € 400,-. All Units<br />

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Sale. Tel. 0043/680/1409336,<br />

Robert.Wanek1@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668779<br />

Pilot Headset von TELCOM, Typ<br />

Peltor Optime III, Vector OAS,<br />

Anschluss: PJ 055-068, Dämpfung<br />

passiv: -32 dB, Mikrofondämpfung<br />

aktiv: 8:1, Audiowiedergabe:<br />

Mono, Regelung: Volumenregler<br />

links, Mikrofon: Elektret<br />

Lärmkompensierend, Mikrofonarm:<br />

flexibler Metallschlauch,<br />

Schallwandler: mit 110 dB max.,<br />

Fequenzgang: 2502-6000 Hz,<br />

Gewicht: 376 g unbenutzt, KP<br />

200,- EUR. Tel. 04542/5560,<br />

radio-hartmut@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668008<br />

Dittel FSG 5, Handfunkgerät FSG<br />

5, Akku neu, incl. Headset und<br />

Ladegerät VB € 500.-.<br />

bernd.mayr@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668016<br />

Reise/<br />

Veranstaltungen<br />

Tagesflug mit Oldtimer de Havilland<br />

119 Devon nach Duxford/<br />

England, zu "flying legends", 9/7,<br />

ex Mühlheim/Ruhr, 899,- €, inkl.<br />

Eintritt zur Show. Infos bei Alex<br />

Grimburg, Mail: office@hainke.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 668655<br />

Bekanntschaften<br />

Aero, Fliegerfrau 63, schlank, mit<br />

PPL (A), ungebunden, möchte<br />

mit Dir in die neue Flugsaison<br />

starten. Sollte ich Dich neugierig<br />

gemacht haben, freue ich mich<br />

über Deine E-Mail mit Foto.<br />

notam@t-online.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 666658<br />

Pilotin, attraktiv, gesucht von<br />

Comandante de aeroplano, gutaussehend,<br />

1,73, Pensionär, Kraftsp.,<br />

tägl. Radfahren, Atlantikstrandwandern,<br />

2 Domizile, Eigentum,<br />

viel Zeit u. abrufbereit! Eine Freundin<br />

mit ESPRIT! Chiffre 3612046<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662085<br />

READY FOR TAKE OFF ? Dann<br />

lass uns gemeinsam auf Wolke<br />

Sieben landen ! Junggebliebene<br />

Anfangfünfzigerin, authentisch,<br />

gebildet, attraktiv, blond, schlank,<br />

sucht äquivalenten, ungebunde<br />

nen, flexiblen Piloten/Co-Piloten<br />

für gemeinsame Ausflüge und<br />

bei Sympathie gerne mehr…<br />

Zuschriften bitte nur mit Bild an:<br />

cumuliseven@gmail.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661451<br />

Welcher Berufspilot fliegt mit mir<br />

zu den Sternen? Charmante Dozentin<br />

und Autorin, Ende 40, ledig,<br />

blond, sehr jugendlich und attraktiv,<br />

wünscht eine harmonische Beziehung<br />

mit einem verantwortungsbewussten<br />

Berufspiloten. Gerne<br />

möchte ich meine Freizeit und meine<br />

Hobbies wie Kultur, Fliegen und<br />

Reisen Dir teilen. Wenn Du eine<br />

starke Frau auch mal schwach<br />

werden lassen kannst, freue mich<br />

auf Deine Nachricht mit Bild. Raum<br />

Nürnberg und Frankfurt/Main. Chiffre<br />

AE<strong>07</strong>/1120529<br />

Flugbegeisterte gesucht. pilotin@<br />

ich.ms<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667742<br />

Lieber Wolke vier mit Dir ......<br />

Attraktive, schlanke Sie, mit PPL<br />

(A), sucht ihren erfahrenen Piloten,<br />

für gemeinsame Flüge ins Glück!<br />

Du bist ungebunden, 48-65 J., ab<br />

1,75, mit EQ+IQ? Dann lass uns<br />

gemeinsam durchstarten! Ich freue<br />

ich mich auf Deinen Funkspruch<br />

unter lieberwolke4@gmail.com<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 661436<br />

Pilotin gesucht. Pensionär, ungebunden,<br />

hat seinen Industriebetrieb<br />

verkauft, Resident in Monaco<br />

- Monte Carlo, gutaussehend, 1,75<br />

m, möchte Privatflugzeug - einmotorige<br />

Turbinenprop oder VLJ kaufen,<br />

und sucht schlanke, gutaussehende<br />

Pilotin um zusammen zu<br />

reisen. Bitte E-Mail mit Foto an:<br />

priv@monaco.mc<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669896<br />

Aufgeschlossene, reisefreudige<br />

Sie (35, CPL/IR) sucht ebensolchen<br />

Ihn (idealerweise zw. 40 und<br />

50) für gemeinsame Unternehmungen<br />

und Reisen. Zusammen ins<br />

Glück fliegen nicht ausgeschlossen.<br />

Zuschriften unter Chiffre<br />

3616915<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667221<br />

100 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


JOBBÖRSE<br />

24 Jahre geballte Power: Ready<br />

Entry, mit EASA-frozen ATPL(A) +<br />

Fluglehrerausbildung (PPL-A),<br />

270 Motorflugstunden und 75<br />

Segelflugstunden, sucht einen<br />

Platz im Cockpit. Einsatz in Vollund<br />

Teilzeit, aber auch als Free,<br />

lancer europaweit möglich. So,<br />

fort verfügbar. Rating gern ver,<br />

handelbar. Biete sichere und<br />

professionelle Flüge. Erfahrun,<br />

gen auch in Kundenkontakt und<br />

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auf Ihre(n) E-Mail/Anruf. frederik.<br />

stockhausen@paderborn.com,<br />

Tel. +49 (0)178 2862183<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666287<br />

Fluglehrer PPL, CPL, IR, Kapitän<br />

i. R. B737 sucht Freelance<br />

Tätigkeit bei Flugschule im Süddeutschen/Schweizer<br />

Raum. Stehe<br />

gerne auch als Safety zur Verfügung.<br />

Zuschriften bitte an<br />

Al-kapune@gmx.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666624<br />

Kapitän, 45, EASA-ATPL, 8000<br />

Stunden Jet, mit Werkverkehr-,<br />

Businesscharter- und Linienerfahrung.<br />

Biete sichere und professionelle<br />

Flüge. Sofort verfügbar,<br />

suche Festanstellung in Werkverkehr<br />

oder Business-Charter (auch<br />

single hand) Rating gern gegen<br />

Verpflichtung. Tel. 0177/3020444,<br />

jetflieger@arcor.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665242<br />

Avionik Experte B2/C, diverse<br />

Mustereinträge, Prüfer Kl. 4 Avionik<br />

sucht für 2017 Teilzeit Tätigkeit<br />

als Prüfer und/oder Avionik<br />

Trainer. Umfangreiches Avionik<br />

Fachwissen und Lehrerfahrung<br />

ist vorhanden. Chiffre 3616439<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 666709<br />

Flugleiter / BfL. Langjähriger<br />

Flugleiter, 62, AZF, Erfahrungen<br />

mit RMZ und Betriebsführung<br />

eines VLP, sucht 3-Jahresvertrag,<br />

ggf. längerfristige Urlaubsund<br />

Krankheitsvertretung.<br />

me.atc@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665138<br />

Juristin sucht neue berufliche<br />

Herausforderung (D-A-CH) -<br />

gerne im Bereich Luftfahrt und/<br />

oder §§-fern. Berufserfahrung in<br />

der Energiewirtschaft und allg.<br />

Wirtschaftsrecht sowie Kenntnisse<br />

im Datenschutz- und IT-<br />

Recht vorhanden. Bei Bedarf<br />

Anwaltszulassung in Dtl. möglich.<br />

Mail an: notam83@web.de<br />

oder Chiffre 3619337<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 669850<br />

Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

101


JOBBÖRSE<br />

Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />

AMTES GmbH is a growing MRO, providing maintenance for B747-<br />

CL, B747-400, B747-8F and B737-CL aircrafts. We are a rapidly<br />

growing company bringing exciting opportunities for the right professional,<br />

who thrives on change and who would like to play a part<br />

in our growth.<br />

For our extended business in Leipzig and Frankfurt we are looking<br />

for:<br />

- CAT-B1 mechanic for B 777 (f/m) (LEJ)<br />

- CAT-B2 mechanic for B 777 (f/m) (LEJ)<br />

- CAT-B1 mechanic for Airbus 320 Fam (f/m) (LEJ)<br />

- CAT-B1 mechanic for B 737CL/NG (f/m) (LEJ)<br />

- CAT-B2 mechanic for Airbus 320 Fam (f/m) (LEJ)<br />

- CAT-B2 mechanic for B 737CL/NG (f/m) (LEJ)<br />

- CAT-B2 mechanic for B 747-400 (f/m) (LEJ)<br />

- CAT-A (f/m) (FRA)<br />

Requirements:<br />

We offer:<br />

valid EASA Part 66 license;<br />

experience in the aircraft maintenance;<br />

flexibility (work place / work time), resilience and<br />

quality awareness;<br />

independent, structured and result-oriented<br />

working methods;<br />

reliability and high level of commitment;<br />

ability to adapt to changing work conditions and issues;<br />

willingness to shift work (also night, weekend)<br />

good knowledge of English;<br />

driving license class B<br />

We are offering a two-year contract with the possibility of extension<br />

to a permanent appointment, 25 vacation days per year and<br />

attractive payment.<br />

Our shift roster is 5 days on / 2 days off (can be changed).<br />

Fluglehrer für PPL(A), CPL, ME<br />

sowie FI SPL ( UL), Flugkapitän i.<br />

R. EASA Teil FCL ATPL TT 9000<br />

h, sucht interessante Freelancebeschäftigung<br />

in einer Flugschule<br />

in NRW oder Nordhessen.<br />

Stehe gerne auch als Safety Pilot<br />

MEP zur Verfügung. Angebote<br />

bitte an: mike.romeo@me.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 659546<br />

Pilot sucht Einsatzmöglichkeit<br />

Anfang 30, EASA CPL(A), MEIR,<br />

ATPL-Theorie, FAA SE IR, aus dem<br />

Raum NRW (CGN/DUS). Suche<br />

Einsatz als Pilot auf Rundflügen<br />

(Erfahrung vorhanden), Bedarfs-,<br />

Charter-, Werksverkehr oder ähnli0<br />

ches. Flexibel, zuverlässig, bo0<br />

denständig. Ansonsten in der IT/0<br />

Versicherung tätig. Freue mich<br />

über Nachricht. squawk0305@<br />

web.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 667411<br />

Auftragsmanagement für<br />

gewerbliche Anzeigen<br />

Julia Ruprecht<br />

<strong>07</strong>11/182-1548<br />

Fax: <strong>07</strong>11/182-1027<br />

Anzeigenberatung/Verkauf<br />

If these interesting positions can be attractive to you, we would be<br />

glad to receive the detailed CVs, PART-66 license and all aviation<br />

related documents like FTS, HF etc. to the following email-address:<br />

hr@amtes.de.<br />

Reinhard Wittstamm<br />

<strong>07</strong>11/182-2814<br />

102 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> Firmenanzeigen sind mit "F" gekennzeichnet www.<strong>aerokurier</strong>.de


JOBBÖRSE<br />

Menschen. Leben. Retten.<br />

Wir suchen Dich als tatkräftige Unterstützung für Europas modernste<br />

Hubschrauberwerft am Standort Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden als<br />

• Fluggerätmechaniker, Fachrichtung Fertigungstechnik (m/w)<br />

• Fluggerätmechaniker, Fachrichtung Instandhaltungstechnik (m/w)<br />

• Mitarbeiter Instandhaltungsaufzeichnung Hubschrauber (m/w)<br />

• Arbeitsplaner/Arbeitsvorbereiter für Hubschrauber (m/w)<br />

Weitere Infos fndest Du unter www.drf-luftrettung.de<br />

Teilemarkt<br />

Alte Flugzeuginstrumente bis<br />

1925, suche alte Flugzeuginstrumente<br />

aus den Anfängen der Fliegerei<br />

bis ca. 1925: Höhenmesser,<br />

Fahrtmesser, Barograph, Kompass<br />

etc. Bitte alles anbieten inkl.<br />

der Preisvorstellungen.<br />

flugzeuginstrumente@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 659663<br />

Ski für Husky, Piper u.a. Typen, top<br />

Zustand, 4500,- €.Tel. 0173/8537513,<br />

Email: p.v.z@t-online.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 665749<br />

Usefull Pa 18 wings wanted.<br />

I' m looking for a usable left and<br />

right wing for a Piper Cup.<br />

Tel. 0176/23604655, rolf.obeloeer@<br />

web.de<br />

more: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé No. 659747<br />

• Avioniker (m/w)<br />

• Certifying Staff CAT B1/2 (m/w)<br />

• Mitarbeiter CAMO (m/w)<br />

-Markt<br />

Privat Anzeigen<br />

Fax <strong>07</strong>11/182-1783<br />

ROTAX 914 UL2. Suche einen<br />

gebrauchten, technisch einwandfreien<br />

ROTAX 914 UL2 mit<br />

Reststunden.<br />

Tel. 0043/664/4521572,<br />

E-Mail: info@walter-janner.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 659363<br />

Tel. +49(0)2241-924116 · Fax +49(0)2241-924118<br />

www.wmtonline.eu<br />

Socata TB 9 Ersatzteile vorhanden.<br />

Schlachte meine Socata<br />

TB 9 aus, alle Ersatzteile<br />

noch vorhanden. 0157/39593025,<br />

michaelklies@gmail.com<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662668<br />

Zuschriften auf Chiffreanzeigen richten Sie bitte an: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, <strong>aerokurier</strong>markt, Chiffre-Nr..., 70162 Stuttgart<br />

www.<strong>aerokurier</strong>.de<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong><br />

103


-Markt<br />

Immobilien<br />

Hangarplätze EDTD, ab sofort<br />

Hangarplätze frei. Hoch- oder Tiefdecker.<br />

UL bevorzugt. Nähe<br />

Schweiz. Tel. <strong>07</strong>755/8432 oder<br />

0172/3503363, juelketreu@me.com,<br />

lsb-donaueschingen.de<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 662568<br />

Piloten-Wohnhaus am Flugplatz<br />

Hodenhagen EDVH zu verkaufen.<br />

VB. Ernsthafte Anfragen bitte per<br />

email an: volatus.s@gmail.com.<br />

-Markt<br />

ABO-Service<br />

Hotline<br />

<strong>07</strong>11/182-2575<br />

Very exclusive Villa Zell am See /<br />

LOWZ, 500 Meters from the airport<br />

LOWZ, 200 Meters from Golf court.<br />

Hangar for Aircraft is available!<br />

Skiing directly into the own garden<br />

possible! Summer skiing on Glacier<br />

4 km away. ~ 300 m² of living-area,<br />

50 m² of wellness-area with sauna,<br />

open fire, whirlpool etc., 4 bedrooms,<br />

3 bathrooms. The whole<br />

villa features a very high standard<br />

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carport for another 3 cars. 1.200 m²<br />

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mountain view. Price: 1.55 M Euro.<br />

Contact to the owner: traumhauszellamsee@gmx.at<br />

mehr: www.<strong>aerokurier</strong>-markt.de Exposé-Nr 663514<br />

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In ihrem Namen trägt sie bewusst den Notruf der internationalen Luftfahrt: Mayday.<br />

Helfen Sie mit, dass auf diesen Notruf stets rasche Hilfe erfolgen kann.<br />

Schirmherr ist Dr. Thomas Enders, CEO Airbus Group.<br />

Frankfurter Straße 124, 63263 Neu-Isenburg<br />

Telefon: <strong>07</strong>00 – 7700 7701<br />

Fax: <strong>07</strong>00 – 7700 7702<br />

E-Mail: info@Stiftung-Mayday.de<br />

Internet: www.Stiftung-Mayday.de<br />

Spenden: Frankfurter Sparkasse<br />

IBAN: DE36 5005 0201 0000 0044 40<br />

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Baden-Württembergischer Luftfahrtverband<br />

e.V., Simone Bürkle,<br />

Scharrstraße 10, 70563 Stuttgart<br />

Tel.: +49 711 22762-0<br />

E-Mail: buerkle@bwlv.de<br />

http://www.bwlv.de<br />

OO<br />

2. / 3. Juli<br />

Open Airport, Rock im Hangar<br />

und Fly-in, Quirnheim<br />

Luftfahrtverein Grünstadt u. Umgebung<br />

, Postfach 1329,<br />

67263 Grünstadt,<br />

Tel.: +49 6359 3100, E-Mail:<br />

kontakt@luftfahrt verein-gruenstadt.de,<br />

www.luftfahrtverein-gruenstadt.de<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

3. Internationales Cessna-<br />

Treffen, Verkehrslandeplatz<br />

Jena-Schön gleina<br />

Flugplatz 1, <strong>07</strong>646 Schön gleina,<br />

Tel.: +49 36428 40669,<br />

E-Mail: info@flugplatz-jena.com,<br />

www.edbj.de<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

69. RSA Eurofly’in,<br />

Vichy-Charmeil, Frankreich<br />

Fédération RSA, 46, rue Sauffroy,<br />

75017 Paris, Frankreich,<br />

Tel.: +33 1 42282554, E-Mail:<br />

communication@rsafrance.com,<br />

http://euroflyin.rsafrance.com<br />

OO<br />

8. – 10. Juli<br />

Royal International Air Tattoo,<br />

Fairford, Großbritannien<br />

Tel.: +44 1285 713300 ext. 5000,<br />

www.airtattoo.com<br />

OO<br />

9. – 10. Juli<br />

Dimona-Treffen, Borkenberge<br />

Das Service-Center-LTB,<br />

Tel.: +49 2367 8250 , E-Mail:<br />

b.brandt@service-center-ltb.de,<br />

mathias.havlik@arcor.de,<br />

www.das-service-center-ltb.de<br />

OO<br />

11. – 17. Juli<br />

Farnborough International<br />

Airshow, Großbritannien<br />

Farnborough International Limited,<br />

Show Centre, ETPS Road,<br />

Farn borough, Hampshire,<br />

GU14 6FD, Großbritannien,<br />

Tel.: +44 1252 532800,<br />

E-Mail: enquiries@farnborough.com,<br />

www.farnborough.com<br />

OO<br />

16. Juli<br />

Großes Fly-in, Eutingen im Gäu<br />

Flugsportverein Rottenburg-<br />

Horb-Eutingen e.V.,<br />

E-Mail: info-fsvroho@gmx.de,<br />

www.fsv-roho.de/aktuelles/fly-in<br />

OO<br />

17. Juli<br />

Oldtimer- und Luftfahrtfestival<br />

Mobile Legenden, Eutingen im<br />

Gäu<br />

E-Mail: micha.weippert@mpsagentur.de,<br />

www.mobile-legenden.de<br />

OO<br />

16. / 17. Juli<br />

Flugplatzfest Rügen<br />

Tel.: +49 38306 1289,<br />

www.flugplatz-ruegen.de<br />

OO<br />

16. / 17. Juli<br />

46. Flugplatzfest,<br />

Altötting-Osterwies<br />

Fluggruppe Alt-Neuötting, 84505<br />

Altötting,Tel.: +49 163 6673200,<br />

E-Mail: info@fgaoe.de, www.fgaoe.de<br />

OO<br />

23. / 24. Juli<br />

50 Jahre Luftsportgruppe<br />

Kaiserstuhl<br />

Modellflugplatz Wasenweiler,<br />

Beim Classic-Cessna-Meeting in Wershofen darf es ruhig ein bisschen<br />

nostalgisch zugehen.<br />

✘✘<br />

Terminankündigungen<br />

Weitere Termine finden Sie bei uns auf der Website www.<strong>aerokurier</strong>.de.<br />

Bitte schicken Sie Ihre Ankündigungen für den Termin-Service an<br />

redaktion@<strong>aerokurier</strong>.de<br />

Veranstaltungen mit <strong>aerokurier</strong>-Stand<br />

Wasenweiler Straße, 79241 Ihringen,<br />

www.lsgk.de<br />

OO<br />

24. Juli<br />

Flugplatzfest mit Oldtimertreffen,<br />

Illertissen<br />

Flugplatz Illertissen, E-Mail: philippvc@<br />

freenet.de, Tel.: +49 171 7975083<br />

OO<br />

25. – 31. Juli<br />

EAA AirVenture, Oshkosh, USA<br />

Oshkosh, Wisconsin, USA, EAA Aviation<br />

Center, Tel.: +1 920 4264800,<br />

E-Mail: convention@eaa.org,<br />

www.airventure.org<br />

OO<br />

31. Juli<br />

60 Jahre Flugplatz Günzburg<br />

Luftsportverein Günzburg, Otto-<br />

Lilienthal-Weg 7, 89312 Günzburg,<br />

Tel.: +49 8221 4336, E-Mail:<br />

info@lsvgz.de, www.lsvgz.de<br />

OO<br />

31. Juli<br />

Oldtimertreffen Riedlingen<br />

Fliegergruppe Riedlingen e.V., Brühlweg<br />

30, 88499 Riedlingen, Tel.: +49<br />

171 3671214 , Infos: www.oldtimertreffen-riedlingen.de<br />

OO<br />

13. / 14. August<br />

Do-Days <strong>2016</strong>, Friedrichshafen<br />

Dornier Museum, Claude-Dornier-<br />

Platz 1, 88406 Friedrichshafen,<br />

Tel.: +49 7541 4873640,<br />

E-Mail: info@dorniermuseum.de,<br />

www.dorniermuseum.de<br />

OO<br />

13. / 14. August<br />

18. Zwickauer Flugplatzfest<br />

Flugplatz Zwickau, Reichenbacher<br />

Str. 131, 08056 Zwickau,<br />

Tel.: +49 375 781183, www.acz.de<br />

OO<br />

14. / 15. August<br />

Fly-in Gundelfingen<br />

Modelllandeplatz Gundelfingen<br />

Äußerer Auweg 3, 89423 Gundelfingen,<br />

Tel.: +49 171 2323152, www.<br />

lsv-gundelfingen.de<br />

OO<br />

21. August<br />

Tag der offenen Tür, Siegerland-Flughafen<br />

E-Mail: info@siegerland-airport.de,<br />

www.siegerland-airport.de<br />

OO<br />

19. – 21. August<br />

Flugtage Soest und Fly-in,<br />

Soest/Bad Sassendorf<br />

Am Flugplatz 5, 59505 Soest,<br />

Tel.: +49 2927 340, E-Mail: info@<br />

flugplatz-soest.de, www.flugtagesoest.de<br />

OO<br />

27. August<br />

Hunterfest <strong>2016</strong>,<br />

St. Stephan, Schweiz<br />

Hunterverein Obersimmental,<br />

Postfach 23, 3772 St. Stephan,<br />

Schweiz, E-Mail: info@hunterverein.ch,<br />

www.hunterverein.ch<br />

OO<br />

27. / 28. August<br />

Piper Cup Fly-in, zum 50.<br />

Todestag von Hermann Geiger<br />

Flugplatz Langenthal-Bleienbach,<br />

www.pipercubflyin.ch<br />

OO<br />

27. / 28. August<br />

Airliner Classics Speyer<br />

Tel.: +49 6232 6872929, Roland<br />

Kern, E-Mail: flugleitung@flugplatzspeyer.de,<br />

www.airliner-classics.de<br />

OO<br />

27. / 28. August<br />

Flugplatzfest<br />

Albstadt-Degerfeld<br />

Luftsportverein Degerfeld, Volker<br />

Rath, Postfach 562, 72426 Albstadt,<br />

Tel.: +49 7422 9493-17, E-Mail:<br />

volker.rath@schwarzwaelder-bote.de,<br />

www.lsv-degerfeld.de<br />

OO<br />

27. / 28. August<br />

Flugtagwochenende Donzdorf<br />

Fliegergruppe Donzdorf, Sonderlandeplatz<br />

Donzdorf-Messelberg,<br />

73<strong>07</strong>2 Donzdorf,<br />

www.donzdorfer-flugtage.de<br />

OO<br />

28. August<br />

Flugplatzfest Erbach<br />

LSV Erbach, Burren 7, 89155<br />

Erbach, Tel.: +49 160 5355300,<br />

E-Mail: sayler@autohaus-sayler.de,<br />

www.lsv-erbach.de<br />

OO<br />

28. August<br />

Müllheimer Flugplatzfest,<br />

Segelfluggelände Müllheim<br />

Markgräfler Luftsportverein, Müllheim/Baden,<br />

Tel.: +49 7631 13824,<br />

E-Mail: kontakt@luftsport-muellheim.<br />

de, http://luftsport-muellheim.de/<br />

110 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Fotos: Philipp Prinzing<br />

Wenn die Quaxe nach Paderborn einladen, dann gehen interessante Flugzeuge wie die Chipmunk in die Luft.<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Flugplatzfest Dierdorf-Wienau<br />

LSV Neuwied, lsv-neuwied.de<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Flugplatzfest und Fly-in Elz,<br />

Flugsportgruppe Elz, Flugplatz an<br />

der B8, Postfach 112, 65604 Elz,<br />

Tel.: +49 6431 54200, E-Mail:<br />

Vorstand@edfy.de, www.edfy.de/<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Fly-in & BBQ, Flugplatz<br />

Montabaur<br />

LSC Westerwald, FlyIn@lscww.de<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Flugtag AC Pirmasens<br />

Aero-Club Pirmasens , Ostring 18,<br />

66509 Rieschweiler-Mühlbach,<br />

Tel.: +49 (6336) 6266,<br />

E-Mail: info@aero-club-pirmasens.de,<br />

www.flugtag-pirmasens.de<br />

OO<br />

3. / 4. September<br />

Nostalgisches Flieger-Picknick<br />

und Classic-Cessna-Meeting,<br />

Segelfluggruppe Wershofen,<br />

Bergstraße 7, 53520 Wershofen,<br />

Tel.: +49 (2694) 277,<br />

E-Mail: info@sfg-wershofen.de,<br />

www.flugtag-wershofen.de<br />

OO<br />

9. – 11. September<br />

18. Oldtimer-Fliegertreffen,<br />

Hahnweide<br />

Fliegergruppe Wolf Hirth, Klaus-<br />

Holighaus-Straße 59, 73230 Kirchheim/Teck,<br />

Tel.: +49 7021 81602,<br />

E-Mail: oldtimer@wolf-hirth.de,<br />

www.oldtimer-hahnweide.de<br />

OO<br />

10. / 11. September<br />

Flugtag Sinsheim<br />

Flugsportring Kraichgau,<br />

Lilienthalstr. 15, 74889 Sinsheim,<br />

Tel.: +49 7261 3005, E-Mail:<br />

flugsportring-kraichgau@gmx.de,<br />

www.flugtag-sinsheim.de<br />

OO<br />

11. September<br />

Flugplatzfest Laichingen<br />

Flugsportverein Laichingen,<br />

Postfach 11<strong>07</strong>, 89150 Laichingen,<br />

Tel.: +49 7333 4401, E-Mail:<br />

vorstand@edpj.de, www.edpj.de<br />

OO<br />

10. / 11. September<br />

Flugplatzfest Leverkusen<br />

Flugplatz Leverkusen, Kurtekottenweg,<br />

51373 Leverkusen,<br />

Tel.: +49 214 833222,<br />

www.edkl.de<br />

OO<br />

15. – 18. September<br />

EBS Fly-out Roulette<br />

European Bonanza Society, E-Mail:<br />

Uwe.Lutz@beech-bonanza.org<br />

OO<br />

17. / 18. September<br />

10 Jahre Quax-Flieger, Fly-in,<br />

Flughafen Paderborn/Lippstadt<br />

Quax-Flieger, Heessener<br />

Dorfstraße 46, 59<strong>07</strong>3 Hamm,<br />

Tel.: +49 2381 488842,<br />

E-Mail: info@Quax-flieger.de,<br />

www.quax-flieger.de<br />

OO<br />

3. Oktober<br />

19. Oldtimertreffen Jesenwang<br />

Pro Luftfahrt e.V., Am Flugplatz,<br />

82287 Jesenwang, Tel.: +49 8146<br />

1444, Veranstaltung@proluftfahrtjesenwang.de,<br />

www.proluftfahrtjesenwang.de<br />

OO<br />

14. / 15. Oktober<br />

AOPA Sea Survival Training,<br />

Elsfleth<br />

AOPA-Germany, Verband der<br />

Allgemeinen Luftfahrt, Flugplatz<br />

Außerhalb 27, 63329 Egelsbach,<br />

Tel.: +49 6103 42081, E-Mail: info@<br />

aopa.de, www.aopa.de<br />

OO<br />

9. / 10. September 2017<br />

Fliegerfest Ammerbuch,<br />

Flugplatz Poltringen<br />

Flugsportverein Ammerbuch, Postfach<br />

1102, 71<strong>07</strong>0 Herrenberg, Tel.:<br />

+49 7032 28602, Mail: info@fsv-herrenberg.de,<br />

www.fsv-herrenberg.de<br />

IMPRESSUM<br />

REDAKTION: Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart, Telefon: +49 711<br />

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das Abo mit einem Preisvorteil von 40 % gegenüber<br />

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der Bundeskommission Motorflug des Deutschen Aero Club e.V.<br />

(DAeC) erhalten den Titel aero kurier im Rahmen eines gesonderten<br />

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Der <strong>aerokurier</strong> erscheint monatlich (mit den DAeC-Nachrichten<br />

in der Abonnement-Auflage). Es gilt die Anzeigenpreisliste <strong>2016</strong>.<br />

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der<br />

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vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Fotos, Zeichnun gen und Datenträger wird keine Haftung<br />

übernommen. (ISSN 0341-1281)<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 111


[ UL/LSA Porträt ]<br />

Das Interview führte Toni Ganzmann<br />

Wolfgang, du bist quasi<br />

der Bürgermeister<br />

einer Westernstadt.<br />

Wie kamst du überhaupt<br />

auf diese Idee?<br />

Meine Eltern hatten einen Pferdezuchtbetrieb.<br />

Da gab es für mich halt<br />

immer nur Pferde und Reiten statt<br />

Fußball und Disco. Aber früher oder<br />

später willst du dich auch mal weiterentwickeln.<br />

Und so habe ich zusammen<br />

mit ein paar Freunden, die<br />

auch eine starke Affinität zu Pferden<br />

hatten, den Sattelclub gegründet. Da<br />

wir zur Bonanza-Generation gehören,<br />

interessierten wir uns besonders für<br />

den Wilden Westen, aber so, wie er<br />

wirklich war. Damit konnten wir<br />

schnell auch andere begeistern, und<br />

wir führten, natürlich erst im Kleinen,<br />

Westernreitveranstaltungen durch.<br />

Später konnten wir einen alten Märchenpark<br />

in der Nähe von Passau<br />

erwerben und begannen, dort „Pullman<br />

City, die Westernstadt in Bayern“<br />

aufzubauen. Doch irgendwann wurde<br />

es Zeit für eine Veränderung, und<br />

ich spielte mit dem Gedanken einer<br />

eigenen Westernstadt.<br />

Dass Cowboys immer nur zu Pferd<br />

unterwegs sind, ist ein Märchen,<br />

weiß Wolfgang Hagenberger. Seine<br />

Westernstadt Pullman City in Hasselfelde<br />

hat einen eigenen Landeplatz<br />

für fliegende Westernfans.<br />

Zwischen<br />

Cockpit und Sattel<br />

Da hast du im Harz, in Hasselfelde,<br />

noch einmal ganz von<br />

vorne begonnen?<br />

Im Prinzip ja. Ich hatte ja schon das<br />

Know-how, und ich wusste, was man<br />

braucht und wie man es präsentieren<br />

muss, um Westernfeeling und Lagerfeuerromantik<br />

zu erzeugen. Um authentisch<br />

zu sein, habe ich fast alle<br />

ausgestellten Exponate direkt in Texas<br />

und Oklahoma ausgesucht und in<br />

Containern nach Hasselfelde transportieren<br />

lassen. Nachdem ich dann<br />

auch noch eine gute Mitarbeitercrew<br />

112 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


Die Ausstattung der<br />

Westernstadt stammt<br />

nahezu vollständig aus<br />

den USA. Wolfgang<br />

Hagenberger legt viel<br />

Wert auf Authentizität.<br />

Fotos: Toni Ganzmann<br />

gefunden hatte, starteten wir vor 16<br />

Jahren mit „Pullman City, der Westernstadt<br />

im Harz“.<br />

Deine Westernstadt liegt im<br />

Landschaftsschutzgebiet, hat<br />

aber sogar einen eigenen, ordentlich<br />

zugelassenen Flugplatz. Wie<br />

ist das möglich?<br />

In unserer Westernstadt demonstrieren<br />

wir Naturverbundenheit. Hier gibt<br />

es Tiere zum Anfassen, Reiten für<br />

jedermann, wir züchten Bisons, Longhornrinder<br />

und natürlich Pferde. Zudem<br />

bin ich im Landschaftspflegeverband<br />

aktiv. Dieses Engagement sehen offensichtlich<br />

auch die Behörden und<br />

Naturschutzorganisationen mit Wohlwollen,<br />

denn ich habe sofort die Flugplatzgenehmigung<br />

nach Paragraf 25<br />

Luftverkehrsgesetz bekommen. Sogar<br />

die Zulassung nach Paragraf 6 als<br />

allgemeiner UL-Flugplatz wurde vor<br />

fünf Jahren erteilt.<br />

Aber spielt bei solchen Entscheidungen<br />

nicht auch die hohe Popularität,<br />

die Pullman City zum<br />

regionalen Wirtschaftsfaktor<br />

macht, eine Rolle?<br />

Ja natürlich. Wir gehören mit mehr<br />

als 200000 Besuchern jährlich zu den<br />

wichtigen Tourismusattraktionen und<br />

mit 150 Mitarbeitern zu den größten<br />

Arbeitgebern in der strukturschwachen<br />

Region Oberharz. Der Flugplatz ist<br />

dabei ein ebenso wichtiger Teil des<br />

Konzepts. Er spricht Piloten an, wie<br />

unsere Stallungen für Wanderreiter<br />

oder unsere Folklore- und Musikveranstaltungen<br />

für Westernfreunde<br />

interessant sind.<br />

Welche Rolle spielt die Fliegerei<br />

in deinem Leben?<br />

Vor zehn Jahren, als die Westernstadt<br />

aus dem Gröbsten raus war, habe ich<br />

mit dem Fliegen begonnen. Zuerst<br />

lernte ich Tragschrauber zu steuern,<br />

und etwas später erweiterte ich mei-<br />

ne Lizenz auf Ultraleichtflugzeuge. Ich<br />

freue mich immer wieder aufs Neue,<br />

die Natur von oben betrachten zu<br />

können. Dazu ist mein offener Tragschrauber<br />

MTOsport ideal. Wenn es<br />

die Wetterverhältnisse zulassen, dann<br />

steige ich aber auch gerne in meinen<br />

Kiebitz-Doppeldecker. Geschwindigkeit<br />

spielt für mich beim Fliegen keine<br />

Rolle – ich möchte einfach nur nach<br />

unten schauen und genießen. Das ist<br />

für mich Freiheit pur.<br />

Wird Pullman City häufig von<br />

Piloten angeflogen?<br />

Wir haben jährlich immer ungefähr<br />

400 Starts. Aber die Wetterlage im Harz<br />

spielt halt eine große Rolle. Manchmal<br />

bläst der Wind so, dass an Fliegen gar<br />

nicht zu denken ist. Auch unsere Platzhöhe<br />

von 1600 Fuß muss an heißen<br />

Tagen beachtet werden. Aber im Schnitt<br />

kommen jedes Wochenende 20 bis 30<br />

Ultraleichtflugzeuge, Tragschrauber<br />

und Trikes. Außerdem organisieren<br />

wir jährlich ein Flugplatzfest und von<br />

Zeit zu Zeit auch Thementreffen für<br />

Piloten. Tradition hat mittlerweile schon<br />

unser Wild West Fly In, das immer<br />

Mitte August stattfindet.<br />

Im Wilden Westen<br />

Mitten im Landschaftsschutzgebiet<br />

Oberharz betreibt der 57-jährige<br />

Wolfgang Hagenberger, ein waschechter<br />

Münchener, der nie seinen<br />

Dialekt abgelegt hat, den Erlebnispark<br />

„Pullman City“. Das ist eine<br />

200 000 Quadratmeter große<br />

Westernstadt, die den Besuchern<br />

den wahren Alltag von Indianern<br />

und Siedlern im 19. Jahrhundert<br />

näherbringen möchte. Direkt neben<br />

dem Palisadenzaun des Ortes<br />

liegt der dazugehörige Flugplatz<br />

Hasselfelde, der höchstgelegene<br />

im Umkreis von mehreren hundert<br />

Kilometern.<br />

Was ist an dem Flugplatz der<br />

Westernstadt im Harz so besonders?<br />

Wegen unserer topografischen Lage<br />

ist es wirklich nicht ganz einfach, hier<br />

sicher zu landen. Insbesondere beim<br />

Anflug aus Osten muss man frühzeitig<br />

aufsetzen, denn die Bahn endet<br />

kurz vor dem Palisadenzaun der Stadt.<br />

Da wir aber ein PPR-Platz sind, habe<br />

ich ja vorher immer Gelegenheit, jeden<br />

Piloten auf die Besonderheiten hinzuweisen.<br />

Auch im Anflug gebe ich<br />

bei Bedarf über Funk Hilfestellung.<br />

Der Gesetzgeber verlangt übrigens<br />

für eine Landung hier eine Mindestflugerfahrung<br />

von 100 Stunden.<br />

Eine erwähnenswerte Besonderheit<br />

ist, dass die Flugzeugbesatzungen<br />

freien Eintritt in die<br />

Westernstadt haben ...<br />

Ja, stimmt, das kostet nichts, und auch<br />

die Landung ist gebührenfrei. Es steht<br />

aber eine Spendenbüchse bereit, denn<br />

ich unterstütze schon seit vielen Jahren<br />

das Hamburger Kinderhospiz<br />

„Sternenbrücke“. Da freue ich mich<br />

natürlich über jeden Euro, der in die<br />

Dose fällt.<br />

ae<br />

In dieser Serie stellt<br />

der <strong>aerokurier</strong><br />

außergewöhnliche<br />

Persönlichkeiten<br />

aus der Luftfahrt<br />

im Interview vor.<br />

<strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong> 113


[ VORSCHAU ]<br />

Das lesen Sie im August<br />

... erhältlich auch<br />

als E-Paper<br />

Heft<br />

8<br />

erscheint am<br />

27. Juli<br />

<strong>2016</strong><br />

im Abo<br />

Coupons auf den Seiten 19 und 61<br />

3 x <strong>aerokurier</strong><br />

mit 35 % Ersparnis<br />

für nur € 10,75<br />

frei Haus!<br />

Einfach anrufen: +49 711 320 688 99<br />

und Kennziffer 1431625 angeben.<br />

Falls Sie nach dem Test keine weiteren Hefte<br />

wünschen, sagen Sie spätestens 14 Tage nach<br />

Erhalt der 2. Ausgabe ab. Ansonsten erhalten<br />

Sie den <strong>aerokurier</strong> weiter hin monatlich zu<br />

den im Impressum angegebenen Preisen<br />

mit jeder zeitigem Kündigungsrecht.<br />

Flying Bulls<br />

Teamgeist im Trainingscamp<br />

Vor jeder Flugsaison heißt es für die Piloten der Red-Bull-<br />

Oldtimerflotte aus Österreich, ihre fliegerische Präzision nach<br />

der Winterpause wiederzufinden und neue Manöver für die<br />

Displays einzustudieren. Der <strong>aerokurier</strong> hat beim Training im<br />

slowenischen Maribor ins Cockpit geschaut.<br />

Wir bitten um Verständnis, wenn angekündigte Beiträge aus aktuellen Gründen in eine andere Ausgabe verschoben werden.<br />

Fotos: Cornelius Braun/Red Bull Content Pool, DG-Flugzeugbau, Fotolia, Lars Reinhold<br />

Pilot Report<br />

DG-1001 Club mit Winglets<br />

Was kann die Trainervariante der DG-1001?<br />

Wir haben die neue Version des Schulflugzeugs<br />

mit Winglets und Festfahrwerk<br />

gründlich unter die Lupe genommen.<br />

Drohnen<br />

Unbemannt im Luftraum Golf<br />

Wer darf wo bis zu welcher Höhe fliegen?<br />

Können Drohnen sicher betrieben werden,<br />

oder sind sie immer nur eine Gefahr?<br />

Aktuelles aus einer hitzigen Debatte.<br />

Rettung des Blaník<br />

Aus Liebe zum Blech<br />

Elisa Bretterebner ist es zu verdanken, dass<br />

der LET-13 heute wieder fliegen darf. Nach<br />

dem Absturz 2010 trieb die Österreicherin<br />

die Entwicklung des Reparaturkits voran.<br />

114 <strong>aerokurier</strong> 7/<strong>2016</strong>


HELIKOPTER<br />

SPECIAL <strong>2016</strong><br />

September-Ausgabe<br />

Oktober-Ausgabe<br />

Das Heft im Heft bietet<br />

folgende Themen:<br />

■ Eine Legende geht<br />

Ende <strong>2016</strong> wird die Bo 105<br />

bei der Bundeswehr ausgemustert.<br />

Wir blicken auf eine<br />

bewegte Geschichte zurück.<br />

■ Pilot Report R66<br />

Was der Turbinen-Spross<br />

aus dem Hause Robinson<br />

wirklich kann<br />

■ Heli-Guide<br />

Hubschrauber-Unternehmen<br />

in Deutschland, Österreich<br />

und der Schweiz<br />

Anzeigenschluss<br />

19. Juli <strong>2016</strong><br />

Verkauf am Kiosk<br />

ab 24. August <strong>2016</strong><br />

Information<br />

Reinhard Wittstamm<br />

Tel.: +49 711 182-2814<br />

➟Bonusauflage<br />

VORTEIL<br />

Flächendeckende Präsenz<br />

ohne Mehrkosten<br />

Mit dem Helikopter Special im <strong>aerokurier</strong> 9/<strong>2016</strong> und<br />

in der Abo-Auflage der FLUG REVUE 10/<strong>2016</strong> erreichen<br />

Sie Ihre Zielgruppe im exklusiven Themenfeld.<br />

Es gilt die <strong>aerokurier</strong>-Preisliste <strong>2016</strong>.

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