iaw_jahresbericht_2015

thingolstadt

Jahresbericht 2015


Inhalt

Institut für Akademische

Weiterbildung

Überblick THI

Überblick IAW

Kennzahlen

Zahlen, Daten, Fakten

IAW Mitarbeiter

Villa Heydeck

Menschen hinter der Weiterbildung

6

7

10

18

20

Bildungsforschung

Offene Hochschule Oberbayern

Bildungsinitiative Elektromobilität

Netzwerk Qualifizierung Elektromobilität

Qualitätsmanagement 2015

Akkreditierungssiegel 2015

Der Weg zur Teilsystemakkreditierung

Evaluationsergebnisse

38

42

44

46

48

50

Neues aus den Studiengängen 2015

Cluster Wirtschaft

Cluster Technik

22

28

Ausblick

IAW expandiert nach China

Integrationscampus 2016

54

56

Aus Gründen der Vereinfachung wird ausschließlich die männliche Form verwendet. Personen weiblichen wie männlichen

Geschlechts sind darin gleichermaßen eingeschlossen.


Liebe Leserinnen und Leser,

Institut für Akademische Weiterbildung

Überblick

2015 war erneut ein ereignisreiches Jahr. Wir blicken zurück auf

zwölf erfolgreiche Monate, in denen wir gemeinsam mit Ihnen – unseren

Partnern und Kunden – wieder viel erreicht haben: Es ist uns

gelungen, unser Bildungsangebot weiter auszubauen und unsere

Studiengänge kontinuierlich weiterzuentwickeln. Im Dezember

2015 hat das IAW als erste akademische Weiterbildungseinrichtung

in Bayern das Siegel der Teilsystemakkreditierung erhalten. Darauf

sind wir stolz. Immerhin bescheinigt das einen besonders hohen

Qualitätsstandard unserer berufsbegleitenden Bachelor- und Masterprogramme.

Die vielen Studierenden am IAW und der neuerliche Teilnehmerrekord

zeigen, dass wir mit unserem Bildungsangebot die Bedarfe der

modernen Arbeitswelt treffen.

In dem vor Ihnen liegenden Jahresbericht präsentieren wir viele

Projekte, darunter auch den neuen Integrationscampus Neuburg, in

dem wir qualifizierte Flüchtlinge auf verantwortungsvolle Aufgaben

in Unternehmen vorbereiten wollen.

Ihr

Prof. Dr. Thomas Doyé

Vizepräsident der Technischen Hochschule Ingolstadt und

Leiter des Instituts für Akademische Weiterbildung

4

IAW_Überblick


Technische Hochschule Ingolstadt (THI)

Institut für Akademische Weiterbildung (IAW)

Zukunft in Bewegung

Zukunft in Bewegung – diesen Leitspruch lebt die THI. 1994 als Fachhochschule

gegründet, wurde ihr 2013 der Titel „Technische Hochschule“ verliehen. Aktuell

studieren etwa 5.300 junge Menschen an der THI. In 44 technischen und wirtschaftswissenschaftlichen

Studiengängen erwerben die Studierenden fachliche,

aber auch methodische und soziale Kompetenzen. 480 Mitarbeiter, davon 126

Professoren, garantieren eine optimale Betreuung.

Wichtiges Kernmerkmal des Studiums an der THI ist der Anwendungsbezug. Wir

bilden Studierende zu Fach- und Führungskräften im MINT- und Wirtschaftsbereich

aus. Laut den Universum Awards 2014 zählen wir zu den besten drei Hochschulen

Deutschlands, was die Chancen der Studierenden auf dem Arbeitsmarkt

betrifft.

An unserer Hochschule pflegen wir ein familiäres Klima: Studiengruppen übersteigen

kaum die Zahl von 50 Studierenden, im Vertiefungsstudium und in der

Weiterbildung sind es maximal 25. So sichern wir über individuelle Betreuung den

Erfolg einer hochqualifizierten Ausbildung.

Gründung 2008

Bündelung sämtlicher Aktivitäten der

akademischen Weiterbildung an der THI

berufsbegleitende Studiengänge

berufsbegleitende Weiterbildungsangebote

Umfangreiche Bildungsforschung

Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschule Oberbayern (OHO)

berufsbegleitende Studiengänge „Schaufenster Elektromobilität“

Projekt „Netzwerk Qualifizierung Elektromobilität“

6 Überblick

Überblick

7


Portfolio IAW

Berufsbegleitende Studiengänge und Zertifikate

„Mit Engagement

kann man beruflich

weit aufsteigen.“

Thomas Gillert

Alumnus Bachelor Fahrzeugtechnik,

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der

Technischen Hochschule Ingolstadt

8 Überblick


Kennzahlen

Zahlen. Daten. Fakten.

Kennzahlen* IAW

Personal, Teilnehmer, Absolventen, Umsatz

Florian Lohrentz

Kaufmännischer Leiter

Bianca Kraus

Finanzen

Kennzahlen

11


Teilnehmerzahlen

Laufende Programme 2015*

Teilnehmerzahlen

Entwicklung 2008-2015*

12 Kennzahlen

Kennzahlen 13


Umsatz 2015

Studienanfängerbefragung

Studienanfänger Entwicklung 2011 – 2015*

14 Kennzahlen

Kennzahlen 15


Studienanfängerbefragung

Einzugsgebiet nach Bundesländern

Mitarbeiterentwicklung und Umsatz

2008 - 2015

16 Kennzahlen

Kennzahlen 17


IAW Mitarbeiter

Villa Heydeck. Menschen hinter der Weiterbildung.

Villa Heydeck gekauft: Umbau findet 2016 statt

Neue Räumlichkeiten für das IAW

Ab 2016 steht der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) ein weiteres

Gebäude zur Verfügung. Der Freistaat Bayern hat über die Immobilien Freistaat

Bayern (IMBY) die im Glacis gelegene Villa Heydeck, auch als Röss-Villa bekannt,

angekauft. Das Gebäude ist vorrangig für das stark wachsende Institut für

Akademische Weiterbildung vorgesehen. Es bietet Platz für Seminarräume und

etwa 25 Büroarbeitsplätze. Das Ambiente der Villa Heydeck soll aber auch für

Sonderveranstaltungen der Hochschule genutzt werden.

Der seit Januar 2016 laufende Umbau der Villa Heydeck wird vom Staatlichen

Bauamt Ingolstadt durchgeführt. Sobald die Umbauarbeiten abgeschlossen

sind, kann das IAW einziehen. Dies wird voraussichtlich Ende 2016/Anfang 2017

der Fall sein. Dann wird das Areal auch für die Öffentlichkeit frei zugängig sein.

Der restliche Teil des Grundstücks an der Heydeckstraße wurde bereits von der

Stadt Ingolstadt gekauft und soll ebenso öffentlich zugänglich gemacht werden.

Geplant wird ein Weg direkt vom Kreuzungsbereich Heydeckstraße/Östliche

Ringstraße in das Glacis.

18 IAW Mitarbeiter

IAW Mitarbeiter 19


Menschen hinter der Weiterbildung

Die Mitarbeiterin, die am längsten zum

IAW gehört, und eine der dienstjüngsten

Mitarbeiterinnen berichten über Ihre Arbeit

Bianca Kraus, zuständig für Finanzen, arbeitet seit über sechs Jahren im IAW und

ist damit am längsten bei uns beschäftigt:

Was war das spannendste Projekt, an dem Sie bisher mitwirken

durften?

Eines der spannendsten Projekte bisher war sicherlich die Abwicklung des ersten

Weiterbildungszertifikats des IAW zusammen mit einem Kooperationspartner aus

der Wirtschaft. Für dieses Programm mussten erst einmal hochschulrechtliche

Anforderungen und Vorgaben erarbeitet und entwickelt sowie die komplette

Durchführung organisiert werden. Ich habe mich bei diesem Projekt um die

Verträge mit den Teilnehmern, die organisatorische Abwicklung mit dem

Kooperationspartner, die Rechnungsstellung und auch um die Ausstellung der

Urkunden/Zertifikate gekümmert.

Was haben Sie aus Ihrer bisherigen Arbeit am IAW für sich

persönlich gelernt?

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen, Studierenden, Professoren

und Kooperationspartnern ist für mich immer bereichernd. Ich

habe schnell gelernt, mich in dieser Schnittstellen-Funktion zwischen

all diesen Kommunikationspartnern zu behaupten, zu vermitteln und

verschiedene Interessen zusammenzubringen.

Bianca Kraus und Anna-Lena Mainka

Anna-Lena Mainka, Programm-Managerin für den MBA Beschaffungsmanagement,

den MBA HR-Management und den Master Applied Computational

Mechanics, ist seit dem 1. Juni 2015 am IAW und eine der dienstjüngsten Mitarbeiter

dort:

Wie kam es, dass Sie ins IAW gekommen sind?

Im April 2015 bin ich mit meinem Masterstudium „European Studies“ an der Universität

Leipzig fertig geworden. Direkt danach habe ich mich beim IAW beworben.

Da ich während des Studiums ein Praktikum beim Deutschen Akademischen

Austauschdienst (DAAD) gemacht habe, konnte ich schon einmal in den Bereich

Bildung schnuppern. Für mich war der Gedanke spannend, einmal an einer Hochschule

zu arbeiten. Da meine Familie aus Bayern kommt, habe ich mich bei der

Arbeitssuche gerne wieder Richtung Süden orientiert. So kam ich nach Ingolstadt.

Was macht Ihnen an Ihrer (neuen) Arbeit am IAW am meisten Spaß?

Die Arbeit im Team ist toll! Die Kollegen am IAW sind nett und hilfsbereit und lassen

einen an ihrer Erfahrung teilhaben. Es gibt viel auszutauschen, gerade mit anderen

Programm-Managern, welche ähnliche Veranstaltungen organisieren und

die gleichen Aufgaben wahrnehmen. Gerade zu Semesterbeginn war es natürlich

spannend zu sehen, wie die Studiengänge gestartet sind, für die man

selbst zuständig ist.

IAW-Team 2015

20 IAW Mitarbeiter

IAW Mitarbeiter

21


Neues aus den Studiengängen

Cluster Wirtschaft

MBA im Bereich Management

47 Studierende in vier MBA neu am IAW

Volker Stieg

Cluster-Manager

Johanna Kreischer

Programm-Managerin

MBA IT-Management

B.Sc. Wirtschaftsinformatik

Dr. Monika Kolpatzik

Programm-Managerin

Anna-Lena Mainka

Programm-Managerin

Julia Hofweber

Programm-Managerin

Brigitte Meinecke

Sachbearbeiterin

Katharina Plessow

Sachbearbeiterin

MBA Beschaffungsmanagement

MBA B2B Management

B.A. Betriebswirtschaftslehre

MBA Compliance and Corporate Governance

MBA Retail Management

MBA International Business für Ingenieurinnen

und Ingenieure

MBA HR Management - Business Partner

MBA Security & Safety Management

Weitere Mitarbeiter:

Sara Martin

Sachbearbeiterin

Zum Wintersemester 2015 starteten am IAW vier berufsbegleitende MBA Studiengänge

mit insgesamt 47 Studierenden.

Bei einer gemeinsamen Eröffnungsveranstaltung hatten die neuen Teilnehmer

der MBA Beschaffungsmanagement, Gesundheits-Management, HR Management

– Business Partner und IT-Management die Möglichkeit sich kennenzulernen.

Das Besondere an diesem Studienstart: Zum ersten Mal sind die MBA durch

einen Modulbaukasten miteinander verknüpft. Das IAW arbeitet ständig an der

Verbesserung und Weiterentwicklung der Studieninhalte und der Studienorganisation.

Für die General Management-Themen wurden deshalb Kernmodule

entwickelt, die bei allen MBA identisch sind. Dadurch schauen die Teilnehmer in

diesen vier Kernmodulen über den Tellerrand und lernen interdisziplinäre Ansätze

aus anderen Branchen und Fachbereichen kennen. In den Vertiefungsmodulen

werden den Studierenden dann fachspezifische Inhalte zu ihrem jeweiligen MBA

vermittelt.

Ein weiterer Vorteil beim Modulbaukastensystem: Studiengänge können auch mit

einer vergleichsweise kleinen Anzahl an Teilnehmern starten, wodurch am IAW

ein größeres Fächerspektrum angeboten werden kann.

Eröffnungsveranstaltung der MBA

Neues aus den Studiengängen 23


Beschaffungsmanagement

IT-Management

Arbeiten in Wolfsburg –

Studieren in Ingolstadt

Kongress IT-Management 4.0 an der THI

Michael Graf, Linienbeschaffer bei der Volkswagen AG und Studierender

des MBA Beschaffungsmanagement im Interview.

Sie arbeiten in Wolfsburg und absolvieren ein berufsbegleitendes Studium

am IAW. Was hat Sie dazu bewogen, diesen Weg zu gehen?

Es war mir wichtig, mich weiterzubilden. Mit dem MBA kann ich mir theoretisches

Wissen aneignen, von dem ich bei meiner täglichen Arbeit profitiere. Die Fächerkombination

finde ich dabei sehr spannend: Man hat zum einem beschaffungsspezifische

Studieninhalte, zum anderen aber auch allgemeine Themen, wie Management

oder Leadership. Außerdem besteht eine Kooperation zwischen dem

IAW und Volkswagen: Mein Arbeitgeber unterstützt mich in meinem Studium.

Wie organisieren Sie Ihr Studium hinsichtlich der Präsenzzeiten, die Sie in

Ingolstadt absolvieren?

Ein bis zweimal im Monat fallen Präsenztage an. Da die Anreise fast sechs Stunden

dauert, fahre ich schon am Donnerstagabend nach Ingolstadt. Freitag und

Samstag besuche ich dann die Vorlesungen. Durch diese Regelung kann ich nur

freitags nicht im Büro sein. Da bekommt man neben dem Studium auch einen

schönen Eindruck vom Leben in Ingolstadt.

Michael Graf, Linienbeschaffer bei der Volkswagen AG

Wie schaffen Sie es Studium und Beruf unter einen Hut zu bekommen?

Man muss sich selbst disziplinieren und organisieren. Es ist wichtig, dass man sich

im Vorfeld klar ist, welche Aufgaben anfallen und wann man diese erledigt. Neben

der Vorbereitung im Berufsalltag muss ich natürlich auch einen Teil meiner Freizeit

investieren. Trotzdem konnte ich während meines Studiums auch Ingolstadt

näher kennenlernen: Nach den Vorlesungen unternehme ich oft etwas mit meinen

Kommilitonen. Wir gehen zum Weihnachtsmarkt oder zum Eishockey.

Beim ersten Kongress „IT-Management 4.0“ der Technischen Hochschule Ingolstadt

stand die Digitalisierung der Wirtschaft in den nächsten Jahren im Mittelpunkt,

ebenso wie die Veränderungen und Herausforderungen, denen Unternehmen

und IT-Führungskräfte gegenüberstehen.

Externe Referenten des Kongresses waren ausgewiesene IT-Führungskräfte der

BMW Group und der Allianz Group, jeweils mit globaler Verantwortung. Dorothée

Appel, Leiterin Information Management Financial Services der BMW Group,

zeigte am Thema „Effizienz und digitale Disruption für die Zukunft der BMW

Group IT“, wie künftig Fahrzeuge als digitale Plattformen unser Leben verändern

können und welche neuen Anforderungen an die IT-Bereiche der Unternehmen

und die Unternehmen insgesamt gestellt werden. Gregor Hohpe und Hansrudi

Ruoss, IT-Architekten der Allianz Group, legten die Anforderungen an IT-Führungskräfte

unter dem Aspekt der Digitalisierung bei der Allianz dar. Neben dem

erforderlichen Fachwissen spielen vor allem Sozialkompetenz und Leadership

eine große Rolle.

Zudem referierten Absolventen des Studiengangs IT-Management, die nach

ihrem Abschluss bei der Siemens AG, der Linde AG und der AUDI AG Führungsaufgaben

übernommen haben, zu Themen wie IT-Compliance und Standardisierung

von Prozessen. Darüber hinaus beleuchtete Dr. Christine Brautsch von

der AUDI AG, die als erste Absolventin des MBA-Weiterbildungsstudienganges

„IT-Management“ promovierte, zusammen mit ihrem Kollegen Florian Kirschner

das Thema „MBA-Studium und Promotion“. Sie führten aus, dass die im Weiterbildungsstudium

erworbenen Kompetenzen die Basis für die Doktorarbeit bildeten.

In dieser wurde am Beispiel der Audi AG ein Prozessmodell für IT-Outsourcing

entwickelt, das inzwischen u.a. im CAR-IT-Bereich erfolgreich eingeführt wurde.

Kongress IT-Management 4.0

Der Kongress fand anlässlich des zehnjährigen Bestehens des berufsbegleitenden

MBA „IT-Management“ am IAW statt. Durch den Kongress führte Prof. Dr.

Jürgen Hofmann, der den MBA „IT-Management“ 2004 zusammen mit seinem

Kollegen Prof. Dr. Werner Schmidt konzipiert hat. Seitdem haben über 120 Studierende

diesen zweijährigen Weiterbildungsstudiengang absolviert.

24 Neues aus den Studiengängen

Neues aus den Studiengängen

25


MBA Gesundheits-Management

Alumni des MBA Gesundheits-Management

halten Kontakt

Der Kontakt zwischen den Teilnehmern des MBA Gesundheitsmanagement bleibt

auch nach dem Studienabschluss bestehen. So trafen sich die Alumni der ersten

beiden Studiengangdurchläufe im Mai 2015 in der Cafeteria Reimanns an der THI

zum gemeinsamen Abendessen.

„Ein berufsbegleitendes

Studium

erweitert den

Horizont.“

Gut die Hälfte der ehemaligen Studierenden nahm die Einladung von Dr. Andreas

Sarropoulos, Teilnehmer des MBA von 2009 bis 2012 und Organisator des

Treffens, gerne an.

Die Absolventen freuten sich über die Gelegenheit ihre ehemaligen Kommilitonen

zu treffen und tauschten sich vielfach über ihre Erfahrungen nach dem Studium

aus: Viele der Alumni sind in der Region geblieben, einige sind aus anderen

Bundesländern, z.B. Hamburg, angereist. Wie die berufliche Entwicklung der

Absolventen zeigt, bietet die Weiterbildung am IAW vielversprechendes Potenzial:

Aus Teilnehmern sind leitende Oberärzte, Klinikleiter und Vorstände sowie Chefärzte

geworden. Einige Absolventen sind im nächsten Durchlauf des MBA selbst

als Dozenten tätig geworden.

Auch der Studiengangleiter Prof. Dr. Thomas Doyé und die Clustermanagerin Dr.

Monika Kolpatzik nahmen am Treffen teil. „Es freut uns sehr zu sehen, dass die

Teilnehmer durch den MBA nicht nur einen weiteren Baustein für ihre berufliche

Entwicklung legen konnten, sondern auch ein privates Netzwerk untereinander

geschaffen haben und bis heute Kontakt halten“, erklärte Doyé beim Treffen.

Aufschlussreich ist, wie die MBA-Absolventen ihr Studium im Nachhinein beurteilen.

Die Absolventenbefragung ergab, dass die Teilnehmer die Vermittlung von

26 IAW_Infrastruktur

Abschlussveranstaltung 2009

fachlichen und persönlichen Kompetenzen positiv bewerteten. Profitiert haben

die Studierenden unter anderem von der Kompetenz Projekte zu planen und

durchzuführen und Strukturen und Prozesse innerhalb ihrer Organisation zu optimieren.

Auch die persönliche Weiterentwicklung wurde von den Befragten hoch

bewertet. Zudem zeigten sich die Alumni mit der Beratung und Betreuung durch

das IAW insgesamt sehr zufrieden. „Das Studium ist eine tolle Gelegenheit den

eigenen Horizont zu erweitern. Es ist gut, einmal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen

und andere Ansichten kennenzulernen und zu reflektieren. So kann

man einiges für die persönliche Entwicklung mitnehmen“, fasste Dr. Sarropoulos

seine Erfahrungen im Studium zusammen.

Für die Zukunft sind bereits weitere Alumni-Treffen geplant. Dann werden auch

die Studierenden des dritten und vierten sowie des laufenden Durchlaufs des

MBA teilnehmen. So entsteht ein unterstützendes Netzwerk von rund 80 ehemaligen

und derzeitigen Studierenden.

Dr. Andreas Sarropoulos

Alumnus MBA Gesundheits-Management

Leitender Oberarzt und stellvertretender

Klinikdirektor am Klinikum Ingolstadt


Neues aus den Studiengängen

Cluster Technik

Elektromobilität

Nationale Bildungskonferenz

Weitere Mitarbeiter:

Elektromobilität: THI als Experte für Bildung

Stefani Korn

Cluster-Managerin

Annette Hohmann

Programm-Managerin

Dr. Katja Brade

Programm-Managerin

B.Eng. Elektrotechnik im Fahrzeug

B.Eng. Fahrzeugtechnik

B.Eng. Elektromobilität

M.Eng. Elektromobilität und Fahrzeugelektrifizierung

M.Eng. Elektromobilität

Yvonne Dilg

Programm-Managerin

Anna-Lena Mainka

Programm-Managerin

Andrea Spiegel

Sachbearbeiterin

Stefanie Grillmeier,

Sachbearbeiterin

Claudia Forstmeier,

Sachbearbeiterin

B.Eng. Wirtschaftsingenieurwesen - Management

M.Eng. Applied Computational Mechanics

und Elektromobilität in Berlin

Bildungsministerin Johanna Wanka zeigte sich „beeindruckt“, als sie ihren Rundgang

über die Nationale Bildungskonferenz Elektromobilität mit einem Besuch

beim Stand des IAW der Technischen Hochschule Ingolstadt eröffnete. Dort

informierte sie sich über die Aktivitäten der Technischen Hochschule Ingolstadt

im Bereich Elektromobilität. Prof. Dr. Thomas Doyé, Vizepräsident der THI, gab

der Ministerin einen kurzen Überblick über die Angebote der THI im Umfeld der

Elektromobilität. Er erläutere insbesondere die beiden im Rahmen des Schaufensters

Elektromobilität entwickelten Studiengänge: „Wir haben bewusst nicht

einfach nur Inhalte neu zusammengestellt. Durch viele Gespräche mit den betroffenen

Unternehmen ist es uns gelungen, zwei Studiengänge zu entwickeln, die

exakt dem aktuellen Bedarf der Wirtschaft entsprechen.“ Der berufsbegleitende

Bachelorstudiengang „Elektromobilität“ richtet sich insbesondere an Techniker

und Meister, die sich als Ingenieur weiterqualifizieren wollen. Der Master bietet

die Möglichkeit, das Wissen noch einmal zu vertiefen, ohne dafür aus dem Beruf

aussteigen zu müssen.

Dass berufsbegleitende Studiengänge nicht nur spezielle Inhalte benötigen,

sondern auch eine andere Vermittlung von Wissen notwendig machen, zeigt das

IAW mit einem speziell entwickelten Modellfahrzeug, an dem die Studierenden im

Maßstab 1:5 typische Aufgabenstellungen eines Ingenieurs bei der Entwicklung

eines Elektrofahrzeuges erlernen.

Bildungsministerin Johanna Wanka mit dem THI-Rennwagenteam Schanzer Racing Electric

Zu ihrem Besuch am Stand der Technischen Hochschule Ingolstadt kam Wanka

mit dem Vorsitzenden des Lenkungskreises der Nationalen Plattform Elektromobilität,

Prof. Henning Kagermann, der Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie

und Forschung, Cornelia Yzer, sowie mit dem Präsidenten der TU Berlin, Prof.

Dr. Christian Thomsen, dem Gastgeber der Veranstaltung.

Neues aus den Studiengängen

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Hochschulzertifikat „Structural Mechanics“

Fahrzeugtechnik

Start am Institut für Akademische

Weiterbildung

Neue Perspektiven dank des

berufsbegleitenden Bachelors

Gemeinsam mit der Hochschule Landshut und der CADFEM GmbH hat das Institut

für Akademische Weiterbildung (IAW) das neue Zertifikat „Structural Mechanics“

entwickelt.

Prof. Dr. Jiří Horák (THI) und Prof. Dr.-Ing. Otto Huber (HAW Landshut) starteten

mit den ersten Vorlesungen aus den Bereichen „Mathematics and Computational

Methods“ und „Solid Mechanics“. Beim gemeinsamen Abendessen wurden die

neuen Teilnehmer des Zertifikats von den drei Kooperationspartnern des Projekts

begrüßt. Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der HAW Landshut, Günter Müller,

Geschäftsführer der CADFEM International GmbH, und Florian Lohrentz als Vertreter

der THI hießen die Teilnehmer herzlich willkommen.

Das neue Zertifikat wurde im Rahmen des berufsbegleitenden Master Applied

Computational Mechanics (ACM) entwickelt, der den Studierenden Wissen im

Bereich der numerischen Simulation vermittelt. 2014 feierte der Studiengang

sein zehnjähriges Bestehen. Um den Master kontinuierlich weiterzuentwickeln,

stand bei der Studienorganisation das Feedback der Teilnehmer stets an erster

Stelle. Nach einigen Neuerungen durchläuft der Studiengang nun verschiedene

Genehmigungsverfahren.

Studierende starten in das neue Wintersemester

Die Inhalte des Zertifikats „Structural Mechanics“ können künftig auf den weiterentwickelten

Studiengang ACM angerechnet werden, da die drei Module einen

Einstieg in mathematische und numerische Verfahren beinhalten. Das Zertifikat

ermöglicht den direkten Einstieg in das nächsthöhere Semester des Masters.

Florian Weidenhiller, Absolvent des Bachelorstudiengangs Fahrzeugtechnik

im Interview.

Wie war Ihr beruflicher Werdegang?

Ich habe zunächst einen Hauptschulabschluss absolviert und danach eine Ausbildung

zum Konstruktionsmechaniker. Zweifel, ob ich ein Leben lang im Blaumann

in der Werkstatt arbeiten will, kamen aber früh. Um mich für Aufgaben im Bereich

der Konstruktion zu qualifizieren, habe ich zwei Jahre lang die Technikerschule

besucht. Danach wurde ich bei einem Automobilentwickler im Bereich „Konstruktion

Interieur“ eingestellt und war für die Erstellung virtueller Bauteile zuständig.

Während dieser Zeit habe ich den B.Eng. Fahrzeugtechnik berufsbegleitend

abgeschlossen. Heute bin ich Vollzeitstudent an der Technischen Hochschule

Ingolstadt und schreibe meine Masterarbeit.

Wann haben Sie sich dafür entschieden, sich durch einen berufsbegleitenden

Bachelor weiterzubilden? Gab es einen Auslöser?

Der Gedanke an eine akademische Ausbildung hat sich nach und nach entwickelt.

Nach dem Abschluss der Technikerschule, habe ich das erste Mal darüber

nachgedacht zu studieren. Mehr aus Sicherheitsdenken fiel dann der Entschluss,

zunächst zu arbeiten, im Berufsleben Fuß zu fassen und Geld zu verdienen. Kurz

nach meinem Berufsstart habe ich dann über eine Informationsveranstaltung von

der Möglichkeit erfahren, berufsbegleitend zu studieren.

Florian Weidenhiller (links) bei der Projektarbeit

30 Neues aus den Studiengängen

Neues aus den Studiengängen

31


2012 haben Sie Ihr Studium am IAW aufgenommen und nach nur sechs

Semestern erfolgreich abgeschlossen. Wie bewerten Sie diese Zeit im

Rückblick?

Die Lehrinhalte waren total interessant. Früher – in der Schule – war ich meist

weniger fleißig. Das Studium hingegen hat mir richtig Spaß gemacht: Ich hatte

eine ganz neue Motivation, weil ich wusste, dass mich der Studienabschluss im

Berufsleben weiterbringt. Ich fand auch das Arbeitspensum gut zu bewältigen und

den Lernaufwand angemessen. Natürlich braucht man ein gewisses

Zeitmanagement und muss die verschiedenen Aufgaben aus Studium und Beruf

koordinieren. All das ist mir aber relativ leicht gefallen. Neuen Studenten rate ich

den Lernstoff regelmäßig zu wiederholen, damit man Job und Weiterbildung gut

unter einen Hut bringt.

Regelmäßiges Mitlernen und Zeitmanagement sind also der Schlüssel zu

einem erfolgreichen berufsbegleitenden Studium. Gab es andere Faktoren,

die Ihnen geholfen haben, Ihr Studium zu organisieren?

Während des Studiums bekam ich von verschiedenen Seiten Unterstützung. Am

IAW wurde man rundum sorglos betreut und bei Fragen, fand man sofort einen

Ansprechpartner. Das ist im Vollzeitstudium schon anders – hier ist mehr Eigeninitiative

gefragt. Und auch mein damaliger Arbeitgeber hat gut mitgespielt: Ich habe

einen Teilzuschuss für meinen Bachelor erhalten und, wenn ich an manchen Freitagen

wegen der Vorlesungen nicht im Büro sein konnte, war das kein Problem.

Außerdem wurde mir ein Deutschlandstipendium durch das Bundesministerium

für Bildung und Forschung bewilligt, durch das ich finanziell unterstützt wurde.

Nach Ihrem Bachelorabschluss haben Sie direkt im Anschluss den Master

„Automotive & Mobility Management“ an der THI aufgenommen. Was hat

Sie dazu bewogen?

Nach meinem Bachelorabschluss wollte ich mich auch in anderen Bereichen

weiterentwickeln und habe mich deshalb für einen interdisziplinären Studiengang

entschieden. Der Master vermittelt unter anderem Soft Skills und Kompetenzen

im Bereich Projektmanagement. Hier habe ich auch Fächer aus den Bereichen

BWL und Controlling. Das ergänzt mein technisches Wissen und ich bin insgesamt

interdisziplinär ausgebildet und für Tätigkeiten in verschieden Bereichen

qualifiziert.

Welche Bereiche sind das? Haben Sie schon berufliche Pläne nach dem

Abschluss Ihres Studiums?

Es gibt verschiedene Überlegungen. Eine Option wäre, mich selbstständig zu

machen und im Bereich 3-D Druck und 3-Scan tätig zu werden. Vielleicht arbeite

ich aber künftig auch mit den Firmen zusammen, bei denen ich im Moment meine

Masterarbeit schreibe. Außerdem habe ich mich bei der Technikerschule als

Lehrer beworben. Ich habe großen Spaß daran, Wissen zu vermitteln und anderen

Leuten etwas beizubringen. Auch diese Stärke habe ich während meiner Zeit am

IAW entdeckt: Hier habe ich Tutorien für Kommilitonen gehalten und Vorkurse im

Fach Mathematik für Studienanfänger.

32 Neues aus den Studiengängen

Neues aus den Studiengängen

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Elektromobilität und Fahrzeugelektrifizierung

Ein Einser-Absolvent berichtet von seinen

Erfahrungen

Thomas Goller hat den berufsbegleitenden Master Elektromobilität und Fahrzeugelektrifizierung

mit Schnitt 1,0 abgeschlossen. Für seine herausragende Leistung

erhielt der bei der BMW Group angestellte Ingenieur nun den Preis der Stadt

Ingolstadt. Doch wie hat Goller den Spagat zwischen Studium, Beruf und Privatleben

geschafft und warum ist Weiterbildung ein so wichtiges Thema für ihn?

Es erfordert Engagement, neben dem Beruf einen Master zu absolvieren.

Warum haben Sie sich für ein berufsbegleitendes Studium entschieden?

Es war mir wichtig, meine Kenntnisse im Bereich der Elektromobilität zu vertiefen.

Ich habe einen Diplomabschluss in Fahrzeug- und Flugzeugtechnik, aber gerade

bei den Themen Batterien und Hybridantriebe hat sich in den letzten Jahren sehr

viel getan. Bei einem Gebiet, das so eng mit technischer Entwicklung und Veränderung

verbunden ist, ist eine akademische Weiterbildung ein sehr guter Weg

sich tiefgehend mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Außerdem gibt es eine

Kooperation zwischen der BMW Group und dem IAW – da habe ich das Angebot

gerne angenommen.

Sie haben Ihren Master mit hervorragendem Erfolg abgeschlossen. Welche

Ziele haben Sie dank Ihrer Weiterbildung erreicht?

Derzeit arbeite ich bei BMW in der E/E Integration für BMW M Fahrzeuge. Das

schließt in erster Linie die Entwicklung von Steuergeräten mit ein. Auch dank

meines vertieften Wissens über die Technologien der Elektromobilität werde ich

in Zukunft aber eine andere Aufgabe übernehmen.

Thomas Goller, Ingenieur bei der BMW Group, bei der Zeugnisverleihung

Ich werde dann im Technischen Vertrieb tätig sein und in Zusammenarbeit mit spezialisierten

Fachteams im direkten Einsatz bei Kundenfahrzeugen sowohl konventionelle

als auch alternative Antriebe betreuen. Das Schöne ist, dass ich die Kenntnisse

aus beiden Studiengängen dann unmittelbar in der Praxis anwenden kann.

Wie hat Ihnen das Studium gefallen?

Insgesamt war das Studium eine Bereicherung und eine Erfahrung fürs Leben. Die

THI ist technisch auf einem hohen Niveau. Mit Laboren und Forschungsaktivitäten

ist die Hochschule für Themengebiete rund um die Elektromobilität gut ausgerüstet.

Außerdem ist der Studiengang optimal auf Berufstätige abgestimmt. Besonders

gut gefallen hat mir, dass man bei organisatorischen Angelegenheiten immer

unterstützt wurde. Das ist toll, weil man für solche Dinge – neben Job und Studium

– wenig Zeit hat. Die Rahmenbedingungen am IAW waren wirklich sehr gut.

Gibt es neben der organisatorischen Unterstützung weitere Faktoren,

die Ihnen geholfen haben, das Studium und den Beruf unter einen Hut zu

bringen?

BMW hat mich beim Studium sehr unterstützt: Ich wurde zum Beispiel für Vorlesungen

freigestellt und habe anteilige Arbeitszeitaufwände für die Masterarbeit

bekommen. Neben BMW war auch mein privates Umfeld ein wichtiger Faktor:

Meine Freundin, Familie, Mitstreiterinnen und Mitstreiter in diesem Studiengang

und der Freundeskreis waren eine wichtige Stütze für mich. Trotzdem ist ein

berufsbegleitendes Masterstudium natürlich eine außergewöhnliche Herausforderung

und erfordert ein hohes Maß an Disziplin und Organisation. Sowohl BMW

wie auch das IAW haben mir die besten Voraussetzungen geboten, um diesen

Weg erfolgreich zu gehen.

Verleihung der Auszeichnungen durch den Alt-OB Dr. Lehmann

34 Neues aus den Studiengängen

Neues aus den Studiengängen

35


Fahrzeugtechnik und Wirtschaftsingenieurwesen

Kick-Off: Zwei berufsbegleitende

Bachelorstudiengänge starten

Das IAW konnte zum Start des Wintersemesters 2015/16 neue Teilnehmer in den

berufsbegleitenden Bachelorstudiengängen Fahrzeugtechnik und Wirtschaftsingenieurwesen-Management

begrüßen. Der Leiter des IAW Prof. Dr. Thomas Doyé

sowie die Studiengangleiter Prof. Dr.-Ing. Thomas Suchandt (Fahrzeugtechnik)

und Prof. Dr.-Ing. Axel Groha (Wirtschaftsingenieurwesen-Management) empfingen

die 64 neuen Studierenden an der THI.

„Ein berufsbegleitendes

Studium ist die

optimale Lösung.“

Über die steigende Nachfrage an den Studienfächern freute sich auch die

Programm-Managerin Annette Hohmann: „Der Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen-Management

startet nun zum dritten Mal, Fahrzeugtechnik geht bereits in

die fünfte Runde. Wir spüren deutlich, dass die Nachfrage in diesen Fächern steigt

und der Zulauf immer größer wird “, erklärte sie bei der Einführungsveranstaltung.

Die 34 neuen Teilnehmer des Studiengangs Fahrzeugtechnik haben alle einen

technischen Beruf erlernt; gut die Hälfte von ihnen arbeitet beim Kooperationspartner

BMW.

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen-Management startete mit 30 Studierenden

aus technischen und kaufmännischen Berufen. Neben wirtschaftswissenschaftlichen

Kompetenzen erwerben die Teilnehmer auch ein solides Fundament

an maschinenbautechnischen Kenntnissen.

Eröffnungsveranstaltung Wirtschaftsingenieurwesen-Management

Tetiana Malyshko

Alumnus MBA IT-Management,

Consultant bei der metafinanz

Informationssysteme GmbH

36

Neues aus den Studiengängen


Bildungsforschung

Offene Hochschule Oberbayern. Bildungsinitiative Elektromobilität.

Netzwerk Qualifizierung Elektromobilität.

OHO - Offene Hochschule Oberbayern

Neue Zielgruppen in der Weiterbildung

Offene Hochschule Oberbayern

Bildungsinitiative Elektromobilität

Netzwerk Qualifizierung Elektromobilität

Christopher Reuter

Leiter OHO

Julia Hackl

Projektleiterin

Weitere Mitarbeiter:

Jan-Christian Ickrath

Projektleiter

Gisela Sauter

OHO

Dr. Katja Brade

Programm-Managerin

Verena Sennefelder

OHO

Yvonne Dilg

Programm-Managerin

Nikoletta Bayer

OHO

Thomas Gillert

Wissenschaftlicher

Mitarbeiter

Weitere Mitarbeiter:

Dr. Maria Kirchner

OHO

Lebenslang lernen, egal mit welchem Bildungshintergrund: Das ist das Ziel

der Offenen Hochschule Oberbayern (OHO). Im Verbund mit der Hochschule

München schloss das IAW im März 2015 die erste Projektphase erfolgreich ab. In

der ersten Phase wurden zwei Pilotstudiengänge entwickelt, welche speziell auf

neue Zielgruppen ausgerichtet sind: Der Bachelor „Wirtschaftsingenieurwesen-

Management“ sowie der MBA „International Business für Ingenieurinnen

und Ingenieure“ sind erfolgreich in den laufenden Betrieb überführt worden.

Während 69 Studierende in drei Kohorten den Bachelorstudiengang

aufnahmen, haben im MBA 14 Teilnehmer das Studium begonnen. Ziel der

neu entwickelten Studienangebote ist es, beruflich Qualifizierten, Menschen

mit Migrationshintergrund oder Berufsrückkehrer durch verbesserte

Rahmenbedingungen die Möglichkeit zu bieten, sich akademisch weiterzubilden.

Zusätzlich stand die Motivation von Frauen, technische Abschlüsse zu

absolvieren, im Fokus der Studiengangentwicklung und der notwendigen

Begleitprogramme.

Neben den beiden Studiengängen wurde seit dem Start des Forschungsprojektes

im Jahr 2011 – u.a. in Kooperation mit dem Zentrum für Hochschuldidaktik

(DiZ) – ein Konzept für die Weiterbildung der Lehrenden erarbeitet, das

Evaluationsdesign für die Lehre weiterentwickelt und eine didaktische Beratung

erprobt. Im MBA konnten außerdem ein Mentorenkonzept getestet und ein hoher

Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund des auch modular studierbaren

Studiengangs erreicht werden.

Teilnehmer des Studiengangs International Business für Ingenieurinnen und Ingenieure

Abgerundet werden diese positiven Ergebnisse durch die erfolgreiche

Verankerung des Angebots in der regionalen Weiterbildungslandschaft durch

die institutionalisierte Vernetzung mit wichtigen Partnern wie der IHK und der

Bundesagentur für Arbeit. Mit diesen Netzwerkpartnern konnten mehrere große

Informationsveranstaltungen zum Thema Weiterbildung realisiert werden, um die

neuesten Entwicklungen auch den regionalen Unternehmen näher zu bringen

und die zunehmende Bedeutung der Weiterbildung für die Mitarbeiterfindung und

-bindung zu kommunizieren.

Bildungsforschung

39


Offene Hochschule Oberbayern

Offene Hochschule Oberbayern

OHO

Implementierung neuer Konzepte

Nach der ersten erfolgreichen Phase fiel im April 2015 der Startschuss

für den zweiten Teil des Projekts. „In der ersten Förderphase standen die

berufsbegleitend Studierenden im Fokus; das bleiben sie auch in der zweiten

Phase. Dazu kommt jedoch ein Blick auf die Institution Hochschule, die wir mit

den geplanten Maßnahmen fit für diese Zielgruppen machen wollen“, erklärt Prof.

Dr. Thomas Doyé.

Nachdem in OHO 1 organisatorische und didaktische Bedarfe von neuen

Zielgruppen für die Entwicklung von berufsbegleitenden Studienangeboten

analysiert, beforscht und konzeptuell umgesetzt wurden, werden in OHO 2

die hierfür notwendigen Konzeptbausteine weiterentwickelt und innerhalb der

Institution Hochschule implementiert. Ziel der Bemühungen ist es, die Öffnung

der Hochschulen für neue Zielgruppen voranzutreiben und in den Regelbetrieb zu

integrieren.

Insgesamt gliedert sich das Projekt OHO 2 in fünf thematische Arbeitsfelder:

Anrechnung, Studieneinstieg & Beratung, Modularisierung & Flexibilisierung,

Didaktik sowie Qualitätssicherung & Begleitforschung. Die Bereiche werden von

beiden Verbundhochschulen gemeinsam bearbeitet, neue Ansätze werden dabei

in Testläufen erprobt.

OHO 1

OHO 2

Das IAW konzentriert sich hierbei auf ausgewählte Themengebiete: Im Bereich

der Anrechnung erarbeitet das Institut Lösungen, die es erlauben bereits vorhandene

Kompetenzen umfänglicher zu berücksichtigen sowie den Anrechnungsprozess

empirisch zu durchleuchten und effizienter zu gestalten. Damit ein flexibles

Studium gewährleistet werden kann, werden zudem Modul- und Zusatzzertifikate

entwickelt und bestehende Prozesse optimiert. Um die Anforderungen für

flexible Studienangebote innerhalb des IAW zu ermitteln, wurde ein IT-Workshop

durchgeführt. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass eine bessere IT-Unterstützung

im Tagesgeschäft notwendig ist, um flexible Studienangebote zu organisieren und

durchzuführen. Insgesamt stellt dieses Arbeitspaket den Kern der zweiten Förderphase

dar und ist am stärksten an den beiden Verbundhochschulen vertreten.

Eine möglichst flexible Integration des Lernens in den Alltag der Studierenden ist

für die Bewältigung eines berufsbegleitenden Studiums von besonderer Bedeutung.

Mit dem Ziel, künftig eine möglichst zielgruppengerechte Didaktik in die

Praxis zu überführen, wird im Bereich Blended Learning an geeigneten Methoden

und Technologien gearbeitet, wobei neue Instrumente hinsichtlich ihrer Wirkung

auf Studienzufriedenheit und-erfolg evaluiert werden. Damit das Überführen

dieser Didaktik in die Lehre gelingt, werden gleichzeitig die „Entwicklungsräume

für Lehrende“ weiterentwickelt und neue Formate wie das „Lehr-Dessert“

erprobt, bei dem Dozenten in lockerer, ungezwungener Atmosphäre bei einem

Kaffee zusammenkommen, um sich zu kollegialen Beispielen erfolgreicher Lehre

auszutauschen.

Innerhalb der Arbeitspakete ergaben sich bereits zu Beginn der zweiten Förderphase

vielfältige Gelegenheiten bundesweit an Veranstaltungen teilzunehmen

und sowohl die Vernetzung mit anderen Hochschulen voranzutreiben, als auch die

neusten Erkenntnisse zum Thema „Öffnung der Hochschulen“ in die Bearbeitung

der Arbeitspakete einfließen zu lassen.

Laufen wird das Projekt noch bis September 2017. Gefördert wird OHO 2 dabei

durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

40 Bildungsforschung

Bildungsforschung

41


Bildungsinitiative Elektromobilität

Bildungsinitiative Elektromobilität

Neue Teilnehmer

Projektmodule

Im Verbundprojekt „Akademische Bildungsinitiative zur Elektromobilität Bayern-

Sachsen“ hat das IAW in Kooperation mit der Westsächsischen Hochschule

Zwickau einen berufsbegleitenden Bachelor- sowie einen Masterstudiengang zur

Elektromobilität entwickelt. Im Sommersemester 2015 starteten neue Teilnehmer

in beiden Studiengängen. Zudem nahm im Wintersemester 2015/16 der erste

Modulstudent den Master Elektromobilität auf.

Mit der gewährten Verlängerung wird die Bildungsinitiative Elektromobilität noch

bis zum 30.06.2016 laufen.

Qualitätsüberprüfung

Auch die Qualität der Studiengänge wurde 2015 kontinuierlich überprüft: Im

November begutachtete ein Auditteam aus internen und externen Experten die

Qualität der beiden berufsbegleitenden Elektromobilitäts-Studiengänge. Auf

Grundlage des Auditberichts und der Modulhandbücher wurden unter anderem

die Konzeption, der Anwendungsbezug und die Studierbarkeit der Studiengänge

geprüft. Neben Evaluationen standen Vorlesungsunterlagen und Prüfungen im

Mittelpunkt der Begutachtung.

„Die Akkreditierung ist auch in Bezug auf die Vergleichbarkeit mit anderen

Bildungsangeboten ein wichtiger Schritt. Eine bestandene Begutachtung

garantiert einen hohen Standard und stellt sicher, dass die Studiengänge ständig

weiterentwickelt und optimiert werden“, erklärte Julia Hackl, Projektleitung der

Bildungsinitiative Elektromobilität.

Semesterstart des Masterstudiengangs 2015

Bei den Studieninhalten wird nicht nur Wert auf theoretische Wissensvermittlung

gelegt, auch praxisnahe Übungen stehen auf dem Lehrplan. Im Bachelor- sowie

im Masterstudiengang sind daher Projektmodule enthalten, in denen die

Studierenden ihr theoretisches Wissen anwenden. Im Rahmen dieser Module

haben die Teilnehmer ein Modellfahrzeug konstruiert und semesterweise

weiterentwickelt. Genutzt wird das Auto beispielsweise dafür, Funktionen zur

Fahrdynamik realitätsnah im kleinen Maßstab zu erproben.

Im Wintersemester 2015/16 beschäftigte sich die Bachelorgruppe mit der

Auslegung und Ausführung der Elektromechanik und der Verkabelung für die

elektrifizierten Antriebsstränge im Modell. Dadurch wurde das Basiswissen aus

dem ersten Elektrotechniksemester in der Praxis angewandt.

Die Teilnehmer des Masterstudiengangs entwickelten eine Lösung zur Telemetrie

für das Modellauto. Sie lösten die Aufgabe, die Daten der Sensoren im Fahrzeug

in Echtzeit an einen Laptop zu übermitteln, um dann eine Optimierung der

Parameter vorzunehmen. Zu diesem Zweck arbeitete sich die Mastergruppe in

die Steuergerätesoftware ein, setzte sich mit dem Datenbus im Fahrzeug (CAN)

auseinander und entwickelte Hardware sowie Software zur Datenübermittlung.

Teilnehmer im Labor

Teilnehmer des Projektmoduls

42 Bildungsforschung

Bildungsforschung

43


NQuE – Netzwerk Qualifizierung Elektromobilität

NQuE – Netzwerk Qualifizierung Elektromobilität

Aus- und Weiterbildung

Im Projekt Netzwerk Qualifizierung Elektromobilität (NQuE) werden die Ausund

Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Elektromobilität analysiert.

Gearbeitet wird dabei im Verbund: Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

ist hierbei für die beruflichen Qualifikationen zuständig. Der akademische

Bildungssektor wird vom Institut für Kraftfahrzeuge (ika) an der RWTH

Aachen und dem IAW untersucht. „Gemeinsam erforschen wir das aktuelle

Bildungsgeschehen und prüfen, ob hier Handlungsbedarf besteht. Dabei

analysieren wir, inwiefern das derzeitige Bildungsangebot auf die Anforderungen

der Praxis abgestimmt ist“, fasst Jan-Christian Ickrath, Projektleiter NQuE an der

THI, zusammen. Gefördert werden die Verbundpartner vom Bundesministerium

für Bildung und Forschung.

Auf der Nationalen Konferenz der Bundesregierung „Elektromobilität: Stark

in den Markt“ im Juni 2015 diskutierten Vertreter aus Industrie, Politik und

Wissenschaft über die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Elektromobilität.

Das Treffen lieferte neue Erkenntnisse und schaffte auch Impulse für das IAW:

„Mit unseren vier Elektromobilitäts-Studiengängen an der THI sind wir gut

aufgestellt – keine andere Hochschule in Deutschland hat solch ein breites

Angebot. Wir sind mit unseren Angeboten noch nicht bekannt genug, wir müssen

noch mehr klappern“, erklärt Prof. Dr. Thomas Doyé nach der Konferenz.

2015 konnte das erste Arbeitspaket erfolgreich abgeschlossen werden: Die

Bestandsanalyse der Qualifizierungsangebote im Bereich Elektromobilität.

Das IAW hat speziell das Bildungsangebot an deutschen Hochschulen geprüft.

Hier wurden 23 Studiengänge identifiziert, die auf das Thema Elektromobilität

fokussiert sind. Über die Projekt-Webseite (www.nque.de) ist die Datenbank mit

allen Ergebnissen einsehbar.

Im nächsten Schritt wird im Detail untersucht, welche Qualifikationen am

Arbeitsmarkt gebraucht werden. In dieser Forschungsphase arbeitet das IAW

künftig verstärkt mit Unternehmen und Verbänden zusammen. Um zukünftige

Qualifizierungsbedarfe zu identifizieren, sind fundierte Einschätzungen durch die

betreffenden Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Deshalb werden im

Rahmen des Projektes NQuE 2016 Workshops mit Unternehmensvertretern aus

Fach- und Personalabteilungen durchgeführt, die eine zentrale Grundlage für

die systematische Erfassung der Anforderungen an die akademische Aus- und

Weiterbildung darstellen.

Dabei werden einerseits inhaltliche Aspekte thematisiert werden. Geklärt

wird hier beispielsweise in wie weit eine Vertiefung spezifischer Inhalte

(Energiespeicher, elektrische Antriebe, Leichtbau etc.) oder die Vermittlung von

systemübergreifendem Wissen zur Elektromobilität erforderlich sind.

Andererseits stehen konzeptionelle Themen wie die Transparenz von

Bildungsangeboten oder die Flexibilität von Weiterbildungsmaßnahmen im Fokus.

Durch einen Abgleich der Ergebnisse von Angeboten der Hochschulen

und Qualifizierungsbedarfen der Unternehmen kann am Ende eine

Handlungsempfehlung abgegeben und veröffentlicht werden.

Bildungsangebot deutscher Hochschulen im Bereich Elektromobilität

44

Bildungsforschung

Bildungsforschung

45


Qualitätsmanagement

Akkreditierungssiegel 2015. Evaluationsergebnisse.

Qualitätsmanagement des IAW erfolgreich zertifiziert

Luise Ulfert

QM-Beauftragte IAW

FIBAA-Akkreditierungskommission erteilt

Qualitätssiegel

Das Qualitätsmanagement des Instituts für Akademische Weiterbildung (IAW)

der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) ist erfolgreich zertifiziert. Mit dem

Beschluss der Akkreditierungskommission für institutionelle Verfahren der Agentur

FIBAA hat das IAW im Dezember 2015 das Siegel der Systemakkreditierung

erhalten. Die Akkreditierung garantiert, dass die Studiengänge hohen Qualitätsstandards

genügen und durch das Qualitätsmanagement regelmäßig überprüft

und weiterentwickelt werden. Zudem dient das Siegel der Vergleichbarkeit bzw.

Positionierung der akademischen Weiterbildung im nationalen und europäischen

Hochschulraum.

„Es war das Engagement des gesamten Teams, dem wir dieses wichtige Akkreditierungssiegel

zu verdanken haben. Wir sind stolz, dass wir diesen Meilenstein

in der Qualitätssicherung unserer Studiengänge erreicht haben. Auch in Zukunft

werden wir die Qualität unserer Bildungsangebote kontinuierlich weiterentwickeln“,

erklärte Luise Ulfert, Qualitätsbeauftragte des IAW.

Bei der Systemakkreditierung handelt es sich um ein mehrstufiges Verfahren. Zunächst

reichte das IAW einen Antrag auf Zulassung ein. In diesem Zug wurde das

Qualitätsmanagement am IAW komplett überarbeitet, in der Praxis erprobt und

schließlich in zwei Begehungen vor Ort geprüft. Die Gutachter bewerteten anhand

von ausgewählten Stichproben und intensiven Gesprächen mit diversen Akteuren

des IAW und der Hochschule das gesamte Studienangebot des Weiterbildungsinstituts.

Systemakkreditiert ist das IAW nun für einen Zeitraum von zunächst sechs Jahren.

Nach drei Jahren findet eine Zwischenevaluation durch externe Experten statt.

FIBAA-Siegel

Qualitätsmanagement

47


Auf dem Weg zur Teilsystemakkreditierung

Teilsystemakkreditierung

Juli 2013 – November 2014: November 2014:

Januar 2015:

April 2015:

September 2015:

September - November 2015 Dezember 2015

Aufbau eines internen Qualitätsmanagement- Antrag auf Zulassung

Eröffnung des Akkreditierungsverfahrens

Erste Begutachtung vor Ort

Zweite Begutachtung vor Ort

Erstellung des Gutachtens und Entscheidung Das QM des IAW der Technischen Hochschule

Systems für die Weiterbildung

Mit dem Qualitätsmanagement-System als

Der Antrag auf Zulassung hatte Erfolg: Im

Bis zur ersten Begutachtung vor Ort im April

Neben der Überprüfung der ausgewählten der Kommission

Ingolstadt (THI) ist erfolgreich zertifiziert. Mit

Grundlage konnte sich das IAW im November Januar 2015 eröffnete die Akkreditierungskommission

2015 hatte das IAW nur kurz Zeit, ihre Selbst-

Stichproben lag der Fokus bei der zweiten Be-

Die zweite Begutachtung vor Ort diente als

dem Beschluss der Akkreditierungskommission

2014 bei der Akkreditierungsagentur FIBAA

von FIBAA das Akkreditierungsverfahdokumentation

für das QM-System zu erstellen

gehung auf der gelebten Praxis. So wurden in Grundlage für den Abschlussbericht. Ein

für institutionelle Verfahren der Agentur FIBAA

auf die Zulassung zur Teilsystemakkreditierung ren offiziell.

und einzureichen.

der dreitägigen Begutachtung auch Professoren positiver Bescheid wird am 4. Dezember 2015 hat das IAW nun das Siegel der Systemakkreditierung

bewerben.

und Studierende zur Qualität am IAW befragt. erwartet. So steht einer erfolgreichen Systemakkreditierung

erhalten.

des Instituts für Akademische

Weiterbildung nichts mehr im Weg.

48 Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement 49


Qualitätssicherung am IAW

Qualitätsindikatoren

Aggregierte Evaluationsergebnisse

Lehrveranstaltungsevaluation Sommersemester 2015

Voraussetzung für ein Qualitätsmanagement, das auf die kontinuierliche

Verbesserung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität abzielt, ist die

Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen. Dazu bedarf es regelmäßig

ergebnisorientierter, belastbarer und aussagekräftiger Qualitätsmessungen.

Die 12 Qualitätsindikatoren

Das IAW hat hierfür 12 zentrale Qualitätsindikatoren definiert, die auf anerkannten

Qualitätsmessungen und -vergleichen in Studium und Lehre aufbauen. Mit

der Veröffentlichung der Qualitätsindikatoren will das IAW Transparenz und

Vergleichbarkeit schaffen.

Die Auswertung der Evaluationsergebnisse erfolgt am IAW anhand von 12 Indikatoren.

Dabei werden mehrere Fragen aus den Fragebögen thematisch zu einem

Indikator zusammengefasst. Der beste Wert eines Indikators ist 1, der schlechteste

Wert 5:

1,0- 1,5: ausgezeichnet

1,6- 2,0: sehr gut

2,1- 2,5: noch gut

2,6 - 3,0: unbefriedigend

>3,0: unzureichend

50 Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement

51


Aggregierte Evaluationsergebnisse

Studienanfängerbefragung Wintersemester 2015/16

„Das IAW hat in allen

Belangen sehr kompetente

Mitarbeiter,

die immer hilfsbereit

sind.“

Karin Ebenbeck

Master Elektromobilität,

Laboringenieurin Mechatronik an der

Technischen Hochschule Ingolstadt

52 Qualitätsmanagement

Kapitel 53


Ausblick

IAW expandiert nach China. Integrationscampus 2016.

IAW expandiert nach China

M.Eng. Elektromobilität und Fahrzeugelektrifizierung

startet auch in Peking

Elektrofahrzeuge spielen weltweit eine wachsende Rolle im innovativen Feld der

Automobil- und Fahrzeugindustrie. China ist dabei ein Leitmarkt der Elektromobilität

zu werden. Aus diesem Grund bietet das IAW zusammen mit dem renommierten

Beijng Institute of Technology (BIT) den Masterstudiengang „Elektromobilität

und Fahrzeugelektrifizierung“ künftig auch in Peking an. Im Wintersemester

2016/2017 soll der berufsbegleitende Studiengang in China starten. In Ingolstadt

wird der Master bereits seit 2010 erfolgreich durchgeführt.

„Wir haben uns mit Mitgliedern der in China vertretenen Automobil- und Zulieferindustrie

abgestimmt, um die Lehrinhalte gezielt auf die Qualifizierungsbedarfe

des lokalen Marktes auszurichten“, erklärt Prof. Dr. Thomas Doyé, Leiter des IAW,

nach einem Treffen mit den Partnern in Peking.

Informationsveranstaltung mit Partnern in Peking

Im Beisein der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna

Wanka, besiegelten Vertreter der beiden Hochschulen mit einem Memorandum of

Understanding bereits einen ersten wichtigen Schritt in dieser Kooperation.

Im Rahmen der Zusammenarbeit werden sowohl Professoren der THI als auch

des BIT unterrichten. Die Veranstaltungen werden in mehrtägigen Blöcken in Peking

stattfinden. Zusätzlich ist ein Zwei-Wochen-Block in Ingolstadt vorgesehen

für Vorlesungen, Laborpraktika und Exkursionen. Natürlich sollen die Studierenden

auch die bayerische Kultur und Landschaft kennenlernen.

Ausblick

55


Integrationscampus Neuburg

Akademische Weiterbildung für Flüchtlinge

Qualifizierte Flüchtlinge bekommen die Möglichkeit, sich persönlich und beruflich

weiterzuentwickeln. Das ist das Ziel des Projekts „Integrationscampus Neuburg“.

Abgestimmte Bildungsangebote sollen es Flüchtlingen in der Region Ingolstadt

ermöglichen, sich auf verantwortungsvolle Aufgaben in Unternehmen vorzubereiten.

Durch das Angebot erlernen sie essentielle Fähigkeiten, die ihnen den

Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern.

Im Fokus stehen dabei Bereiche, die vom Fachkräftemangel betroffen sind. Um

sich auf die Aufnahme eines entsprechenden Studiums vorzubereiten, wird die

Möglichkeit bestehen, zunächst ein einführendes Semester mit Vor-, Integrationsund

Sprachkursen zu belegen und dann für drei weitere Semester Modulstudien

aus den Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften zu absolvieren. Sowohl für

die Vorbereitungs- als auch die Studienphase wird an einem Kooperationsmodell

mit Unternehmen aus der Wirtschaft gearbeitet, um den studierenden Flüchtlingen

eine möglichst gute Integrationsperspektive in den Arbeitsmarkt zu bieten.

Dem Prinzip Fördern und Fordern folgend wird sich die Studienorganisation

durch einen hohen Strukturierungsgrad und intensive Betreuung auszeichnen.

Dadurch erhalten die Flüchtlinge die Chance, sich erfolgreich weiterzubilden und

möglichst optimal ins Berufseben und in die Gesellschaft zu integrieren. Geplant

ist, die studierenden Flüchtlinge zentral in einer ehemaligen Kaserne in der Nähe

des Studienzentrums Neuburg unterzubringen.

Um das Potenzial der Region erfassen zu können, werden 2016 zunächst Informationsveranstaltungen

und Erhebungen in den Flüchtlingsunterkünften durchgeführt.

Für die Vorbereitungsphase des Projekts wurden Mittel des Deutschen

Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bewilligt.

Studienzentrum Neuburg

„Das Studium am IAW

war eine gewinnbringende

Zeit.“

Rainer Knöferl

Bachelor Management in

Gesundheitsberufen,

Leitung Pflege operative

Medizin am Klinikum Ingolstadt

56 Ausblick


Impressum

Technische Hochschule Ingolstadt

Institut für Akademische Weiterbildung

Esplanade 10

85049 Ingolstadt

Telefon: +49 841 / 9348- 0

Fax: +49 841 / 9348 - 200

E-Mail: weiterbildung@thi.de

www.iaw-in.de

Herausgeber: Prof. Dr. Thomas Doyé

Vizepräsident der Technischen Hochschule Ingolstadt

Redaktion und Gestaltung: Sandra Schurack und

Laura Böck (Marketing IAW)

Designkonzept: xhoch4

Fotos: Tanja Kernweiss

Fotos Studenten IAW: Guntar Feldmann

Cover: Fotolia

Druck: Tengler Druck GmbH

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IAW

Innovative Ansätze für die Weiterbildung

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