20.06.2016 Aufrufe

Bahnsport 7/2016

Liebe BSA-Leser, hiermit begrüße ich Sie herzlich zu unserer Juli-Ausgabe und somit auch gleichzeitig zur Saisonmitte. Bis zu diesem Zeitpunkt ist immer schon so einiges passiert und anderes Spannende liegt vor uns...

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46. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • ISSN 2198–2902

NR. 7/16

• SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Speedway World Cup

Deutschland in der Endrunde

Speedway-Paar-EM

D-Team im Finale

Michi Härtel siegt in Altrip und Scheeßel

SPEEDWAY-WM:

Woffinden und Holder vorn


Bundesliga-Vorrundenfinale-Endspurt

Landshuter wollen in der Speedway-Night gegen

für die Devils die DMV White Tigers den Finaleinzug klarmachen

SPEEDWAY

BUNDESLIGA

FREITAG

29.JULI

20

UHR

LANDSHUT

DIE ENTSCHEIDUNG

gg. DMV WHITE TIGERS

www.speedway-landshut.de

Mit einem fulminanten und in der Deutlichkeit

unerwarteten Sieg gegen Titelverteidiger Stralsund

haben sich die AC Landshut Devils Ende

Mai wieder alle Chancen in der diesjährigen

Bundesligasaison gewahrt. Nach dem Auswärtsrennen

bei Brokstedt (Ergebnis stand bei

Redaktionsschluss noch nicht fest) steht Ende

Juli noch das letzte Vorrundenrennen der Bayern

vor heimischem Publikum an. Am Freitag,

29. Juli, geht es ab 20:00 Uhr in der OneSolar

Arena in der Speedway-Night um alles. Ein Sieg

gegen die Youngster von den DMV White Tigers

ist fast schon Pflicht. „So ein Rennen unter Flutlichtatmosphäre

ist schon immer etwas Besonderes,

und natürlich wollen unsere Jungs in

dem Stil weitermachen, in dem sie gegen Stralsund

vorgelegt haben“, freut sich ACL-Vize Gerald

Simbeck. „Wir hoffen, dass unsere Fans

wieder Gänsehautstimmung verbreiten und so

unser Team zum Sieg pushen!“

Das Gästeteam der Teammanager René Schäfer

und Sönke Pedersen baut auch in der laufenden

Saison auf die Kombination aus ausländischen

Routiniers und „jungen Wilden“: Für die A-Position

sind der Däne Nikolai Klindt, Justin

Sedgmen aus Australien, der Pole Mateusz

Szczepaniak und das deutsch-britische Speedwaytalent

Robert Lambert gemeldet. Mit Max

Dilger, Valentin Grobauer und René Deddens

auf der B-Position sowie Michell Hofmann,

Mike Jacopetti, Danny Maaßen sowie den Gebrüdern

Spiller haben die Teamchefs die Qual

der Wahl, sind aber durch die Bank durchgehend

exzellent besetzt. Und natürlich ist die

Truppe heiß, sich für die Niederlage in der Vorsaison

zu revanchieren. Insbesondere Robert

Lambert ist in dieser Saison sehr gut unterwegs

und bei den King’s Lynn Stars in der britischen

Elite League mittlerweile hinter Niels-Kristian

Iversen und Mads Korneliussen sowohl bei

Heim- als auch Auswärtsrennen zum drittbesten

Scorer avanciert. Auf ihn darf man besonders

gespannt sein, hatte er doch im Vorjahr

das Match bei den Devils verletzungsbedingt

versäumt.

Die Landshuter Devils werden aller Voraussicht

nach mit der gleichen Aufstellung wie gegen

Stralsund antreten. Das Team mit Leon Madsen,

Erik Riss, Kapitän Martin Smolinski, Michael

Härtel sowie Sandro Wassermann, Mark Riss

und Stephan Katt hatte sich bewährt. Nach seiner

guten Punkteausbeute beim Debüt in bayerischen

Landen gilt der Däne Leon Madsen hier

wiederum als gesetzt. „Leon ist ein absolut

sympathischer Typ, der sich sofort in den

Dienst der Mannschaft gestellt hat. Selten habe

ich einen Neuling im Team so schnell integriert

gesehen“, so ein hoffnungsvoller Teammanager

Jan Hertel.

Los geht es mit der Speedway-Night mit dem

Training um 18:20 Uhr, für 19:00 Uhr ist eine Autogrammstunde

angesetzt. Nach der Fahrervorstellung

um 19:45 Uhr beginnt das Bundesligarennen

um 20:00 Uhr. Kassenöffnung ist bereits

um 17:45 Uhr.

Der Vorverkauf beginnt am 13. Juli bei Seiler und

Heinzel in Landshut-Ergolding oder online unter

speedway-landshut.de, dort sogar bis zum

Rennbeginn. Der Stehplatz für Erwachsene kostet

15,- Euro und ermäßigt 12,- Euro (Rentner,

Schwerbehinderte, ACL-Mitglieder und Kinder

von 12 bis einschließlich 17 Jahren). Das Sitzplatzticket

gibt es für 20 Euro, ermäßigt für

17 Euro (Rentner, Schwerbehinderte, ACL-Mitglieder

und Kinder von 8 bis einschließlich

17 Jahren).

• Text: Claudia Patzak-Krüger; Foto: Michael Eder

Termin: 29. Juli 2016

ADAC-Speedwayrennen Landshut

Bundesliga


6

SPEEDWAY

Speedway-WM: Mit einem Sieg im dänischen Horsens rückt der Pole Maciej Janowski dichter

an das derzeitige Führungsduo Chris Holder und Tai Woffinden heran

WM - GP 3 Horsens/DK 6

WM - Semi 1 Gorican/KRO,

Team Terenzano/I 9

WM - Junioren Quali 1 - 3

Pardubice/CZ, Pocking/D,

Belle Vue/GB; Team Semi 1 + 2

Holsted/DK, Pilsen/CZ 10

EM - Challenge Olching/D,

Paar Semi Badia Calavena/I 12

Bundesliga Landshut 14

Team Cup Wittstock, Stralsund,

Jugend-Europacup Grindsted 16

Best Pairs Ostrow/PL 18

LANGBAHN

WM - Quali 2 + 1 Bielefeld/D,

St. Macaire/F 20

WM - Finale 1 Mühldorf/D 22

GRASBAHN

EM - Seitenwagen Loppersum/NL 26

SANDBAHN

Scheeßel, Wagenfeld 28

Altrip 30

SONSTIGES

Vorschau Landshut 2

People & Facts 4

International 32

Vorschauen 40

Notizen, Leserbriefe, Bazar 44

Termine/Impressum 46

JB German Oil 47

Die Speedway-Best-Pairs-Serie ging

im polnischen Ostrow mit polnischen

Siegern zu Ende 16

Oben: Speedway-WM Grand Prix 3 in Horsens/DK • Foto: Jarek Pabijan

Unten: Fogo-Siegerteam mit (v.l.) Tobiasz Musielak, Bartosz Zmarzlik u. Pawel Przedpelski • Foto: Jarek Pabijan

Titel: Michael Härtel • Foto: Ubbo Bandy

INHALT & EDITORIAL

Nach Regen

folgt Sonne.

Hoffentlich!

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

hiermit begrüße ich Sie herzlich zu unserer Juli-

Ausgabe und somit auch gleichzeitig zur Saisonmitte.

Bis zu diesem Zeitpunkt ist immer

schon so einiges passiert und anderes Spannende

liegt vor uns.

Was unser Sommer- und somit auch Rennwetter

betrifft, wollen wir mal hoffen, dass sich das ab

Juli jetzt endlich mal bessert. Denn das hat

wahrhaft allen Beteiligten wie Fahrern, Veranstaltern

und Fans jetzt schon genug zu schaffen

gemacht. Von Rennausfällen und Regenabbrüchen

haben wir jetzt echt genug. Erst war im

Winter kein Winter und jetzt ist im Sommer kein

Sommer. Aber nicht verzagen und Blick nach

vorne … das sollte an dieser Stelle unser gemeinsames

Sommermotto sein.

Aber nicht nur das Wetter war in diesen Tagen

wechselhaft, sondern auch die vielfältigen

Nachrichten, die uns Tag für Tag erreichen. Und

da weiß man auch manchmal gar nicht, was

man dazu sagen soll und es fehlen einem einfach

nur noch die Worte. So haben uns der Tod

des jungen polnischen Fahrers Krystian Rempala

und des russischen früheren Eisspeedwayweltmeisters

Sergej Iwanow zutiefst traurig gemacht

und unser aller Mitgefühl gilt deren Familien.

Was das Sportliche betrifft, so sind als gute

Nachrichten auf alle Fälle zu vermelden, dass

unser Speedway-Team Germany alias Martin

Smolinski, Tobias Kroner, Kai Huckenbeck und

Kevin Wölbert den Einzug in den Speedway

World Cup geschafft hat und somit Ende Juli

jetzt somit eine sehr besondere Dienstreise

nach Schweden machen darf. Von einer geschlossenen

Mannschaftsleistung war da die

Rede und vom starken Teamspirit, der dies erst

möglich gemacht habe. Da würde ich doch an

der Stelle einfach mal sagen: Behaltet diesen

bei und gewinnt halt das Ding! Wir jedenfalls

stehen hinter euch und würden uns über euren

Sieg sehr freuen.

Und das ist noch längst nicht alles. Smolinski

und Härtel fahren außerdem zum Finale der

Paare nach Riga/Lettland, die Langbahn-WM

hat mit einem Sieg von Erik Riss begonnen und

nimmt jetzt ihren Lauf und die Speedway-Bundesliga

gewinnt jetzt auch so richtig an Fahrt.

Es stehen uns also spannende Zeiten bevor, in

denen es heißt: Daumen drücken und sich freuen

auf das, was kommt. Vielleicht ja ein Speedway-Sommermärchen?

Also, ich könnte in diesen Tagen eines vertragen

und Sie sicher auch. Bleiben wir also gemeinsam

dran am Geschehen.

In diesem Sinne, viel Spaß mit unserer aktuellen

Ausgabe.

MfG

Nadine P.

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

Antonio Lindbäck

hat wieder Probleme

Am 31. Mai nach dem Elitserien-

Match zwischen „Indianerna“

Kumla und „Lejonen“ Gislaved

wurde Antonio Lindbäck von zwei

Beamten in die Polizeiwache nach

Örebro gebracht und dort verhört.

Man hatte auch seinen Kleinbus

gründlich durchsucht. Zunächst

hatte die Polizei keine Angaben

gemacht, warum der 31-Jährige

festgenommen wurde. „Ich kann

nur sagen, Lindbäck wird verdächtig

eine Straftat begangen zu haben“,

sagte ein Sprecher der örtlichen

Polizeistelle. Erst am nächsten

Tag gab der Radiosender P4

Örebro bekannt, warum Lindbäck

festgenommen wurde. Er soll wegen

sexueller Handlung mit einer

Minderjährigen straffällig geworden

sein. Der Haftbefehl wurde

durch den zuständigen Staatsanwalt

am 27. Mai unterschrieben.

„Es gibt viele Punkte, die geklärt

werden müssen. Zum Beispiel,

warum mein Klient erst im Mai beschuldigt

wird, wenn die Straftat

schon im Februar begangen worden

sein soll? Der Verdächtige

wurde in meiner Anwesenheit verhört und stritt alle Vorwürfe ab“, sagte

Lindbäcks Anwalt Ake Brone. Nach drei Nächten in Untersuchungshaft

wurde Antonio Lindbäck aufgrund Mangel an belastendem Beweismaterial

entlassen und der Schwede kann ungehindert seinen Beruf ausüben.

Das heißt jedoch nicht, dass die Ermittlungen beendet sind. Die Staatsanwaltschaft

und die Polizei ermitteln weiterhin. Die Festnahme rief in

Schweden viele Kontroversen hervor und es gab zahlreiche Stimmen,

dass der Fahrer so lange gesperrt sein sollte, bis alle Umstände geklärt

sind. „Unser Grundsatz ist, dass eine Person solange unschuldig ist, bis

sie durch das Gericht verurteilt wird. Es sei denn, ihre Schuld ist unbestritten

und ohne Zweifel“, sagte SVEMO-Vorsitzender Hakan Leeman. „Vorher

dürfen wir keine disziplinarischen Schritte einleiten“. Am 5. Juni absolvierte

Antonio Lindbäck in der polnischen Ekstraliga sein erstes Rennen

nach der Haftentlassung. • Text: Georg Dobes; Foto: Klaus Goffelmeyer

Speedway-EM:

Teilnehmer stehen fest

FIM Europe und Promoter One Sport gaben Anfang Juni die Wildcard- und

Reservefahrer für die diesjährige Speedway-EM bekannt. Start der Serie

ist am 16. Juli in Güstrow. Zu den Top-Fünf-Fahrern 2015, die automatisch

gesetzt sind, kommen sieben Starter hinzu, die sich über den Challenge

am 26. Mai in Olching qualifiziert haben. Mit permanenter Wildcard werden

folgende Fahrer starten: Grigorij Laguta (Russland), Andzejs Lebedevs

(Lettland) und Vaclav Milik (Tschechien).

Das Fahrerfeld setzt sich somit aus 15 Fahrern aus sieben Ländern zusammen:

vier Dänen, drei Polen, drei Schweden, zwei Russen, einem Tschechen,

einem Slowaken und einem Letten. Hier die komplette Fahrerliste:

Emil Saifutdinow (Russland), Nicki Pedersen (Dänemark), Antonio Lindbäck

(Schweden), Martin Vaculik (Slowakei), Janusz Kolodziej (Polen),

Krzysztof Kasprzak (Polen), Leon Madsen (Dänemark), Joonas Kylmäkorpi

(Schweden), Przemislaw Pawlicki (Polen), Hans Andersen (Dänemark),

Peter Ljung (Schweden), Anders Thomsen (Dänemark), Grigorij Laguta

(Russland), Andzejs Lebedevs (Lettland), Vaclav Milik (Tschechien) plus

ein Wildcardfahrer pro Event, der von der veranstaltenden Föderation gesetzt

wird. Als Reservefahrer wurden Nicolas Covatti (Italien, 1. Res.) und

Martin Smolinski (Deutschland, 2. Res.) nominiert.

Termine: 16.7. Güstrow/D; 6.8. Daugavpils/LV; 20.8. Togliatti/RUS; 17.9.

Rybnik/PL. Weitere Infos: www.speedwayeuro.com

Tobias Busch bei den Bären

Tobi Busch wird wieder in Großbritannien

fahren! Der 28-Jährige

wird den Dänen Jacob Bukhave ersetzen,

der den Verein verlassen

musste. Busch ist auf der Insel

kein Unbekannter. Bereits 2010

wollte er Edinburgh (mit Kevin

Wölbert) unterstützten. Nun,

sechs Jahre später, will der Stralsunder

Redcar nach vorne bringen.

Die Bears konnten bislang

erst ein Match gewinnen und dümpeln

am Tabellenende. Nun soll alles

anders werden. „Buscher“

wird sein Debüt für die Bears im

Auswärtsrennen gegen Sheffield

geben, auf einer Bahn, die zu den

besten in Großbritannien gehört!

• Text: Andreas Fahldiek; Foto: Daniel Sievers

Mark Riss, ein neuer Monarch

Die Edinburgh Monarchs, die Erfolgsmannschaft

der letzten Saison,

kommen nur langsam in

Fahrt. Promoter John Campbell

musste handeln und nahm den

Australier Jye Etheridge aus dem

Team. Die Leistungen des 21-jährigen

UK-Neulings waren einfach

nicht ausreichend. Aus elf Rennen

und 40 Läufen fuhr Etheridge nur

9 Punkte ein, was (mit Bonuspunkten)

einen Average von nur 1,20

Punkten ergibt. Für Jye fährt nun

Mark Riss, der auf den Tag genau

ein Jahr ältere Bruder von Erik. Mit

Mark hatte Campbell schon immer

ein wenig geliebäugelt. Mark hatte

zuvor schon einmal auf der nicht

so leicht zu fahrenden 260-Meter-

HAUFENWEISE SCHNÄPPCHENPREISE AUS DEM LAGER-RESTBESTAND

Es gibt noch ganz viel für MX, Bahnsport, Straßenmotorrad oder Oldtimer

Ein paar Beispiele:

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4 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Bahn an der Bathgate Road trainiert. Er soll zumindest in zehn Matches eingesetzt werden. Sein Debüt

gab er beim Heimrennen gegen Ipswich. Er kam aber über 0-0-1-0 nicht hinaus. Nur einen Tag

später musste er im nur 90 Kilometer entfernten Berwick antreten. Aber auch auf dieser sehr langen

Bahn (368 Meter) konnte er mit einem 0-0-0-D noch nicht überzeugen. Die nächsten beiden Rennen

bestreiten die Monarchs gegen Plymouth. Das absolute Toprennen und Lokalderby in Glasgow wird

übrigens von Skysports live übertragen! • Text: Andreas Fahldiek; Foto: Ron MacNeill

Das Comeback

von „Professor“

Hans Nielsen

Überraschend gab die DMU bekannt, dass kein Geringerer als

Hans Nielsen neuer Teammanager des dänischen Nationalteams

wird! Der mittlerweile 56-jährige errang vier Einzelweltmeistertitel.

Er war der erste Weltmeister nach Einführung

des Grand-Prix-Systems und wurde mit der Nationalmannschaft

elfmal (!) Teamweltmeister. Hans Nielsen, der 1999 seine

Profikarriere beendete, wird Anders Secher als Teammanager

ersetzen. Henrik Möller wird sein Co-Trainer. Und Erik

Gundersen kümmert sich weiterhin intensiv um die Jugend.

Sein Debüt gibt der „Main Dane“ im Event 1 der Speedway-

Team-WM im heimischen Vojens. Mit einem Sieg über Polen,

Russland und Tschechien könnten sich Nielsens Dänen dann

direkt für das SWC-Finale in Manchester qualifizieren.

• Text: Andreas Fahldiek; Foto: Jarek Pabijan

Eisspeedway in Assen: „Ice World Drenthe“

Der Bau einer neuen Eishalle in Assen nimmt Formen an. Die Pläne für eine neue Arena liegen vor,

auch ein Name wurde schon gefunden. Ob gebaut werden kann, muss die Politik entscheiden.

Eine Initiative um Rob de Vries vom Ingenieurbüro Cedel in Assen hatte schon vor geraumer Zeit bei

der Gemeinde Assen und bei der Provinz Drenthe einen von einem renommierten Gutachter für gut

bewerteten Plan für den Neubau eines Stadions im Bereich des TT Circuit vorgelegt. Aber die Umsetzung

ist an eine politische Entscheidung der Provinz gebunden, denn es liegen auch Pläne für den

Neubau eines Eisstadions in Hoogeveen vor.

Jetzt stellte das bekannte Bauunternehmen VolkerWessels aus Amersfoort (NL) in Assen im Rahmen

einer Präsentation den geplanten Bau vor und gab ihm auch gleich einen Namen: „Ice World Drenthe“.

Der Komplex, in dem auch Eisspeedway gefahren werden soll, ist komplett energie-neutral mit

einer Skihalle und weiteren Indoor-Attraktionen.

Die traditionsreiche Arena „De Bonte Wever“ genoss unter den Eisspeedwayfans Kultstatus. Die Eisspeedway-Grand-Prix

7 und 8 dieses Jahres waren die letzten Rennen, die dort ausgetragen wurden.

Fünfundvierzig Jahre Eisspeedway in diesem Stadion waren damit Vergangenheit.

Die Bahn musste aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt werden, da die Technik der Eisaufbereitung

veraltet und damit zu energieaufwändig und letztlich viel zu teuer war. Die Kosten für eine neue

Technik hätten nach heutigen Umweltstandards über 15 Millionen Euro betragen. • Rudi Hagen

Grasbahnrennen Memmingen abgesagt

Der AMC Memmingen gibt bekannt, dass das ursprünglich für den 10. Juli geplante Grasbahnrennen

am Flughafen Memmingen nicht stattfinden wird. Der Verein bedauert diese Absage, sieht sich aber

nicht imstande, das durch ein regenreiches Festival und die nach wie vor anhaltenden Regenfälle in

Mitleidenschaft gezogene Gelände so zu präparieren, dass spannende Rennen möglich wären und

die Sicherheit von Fahrern und Zuschauern gewährleistet werden kann. Sowohl Akteure als auch

Fans werden um Verständnis gebeten. • Susi Weber

Sergej Iwanow ist tot

Am 13. Juni kam Sergej Iwanow bei einem tragischen

Unfall ums Leben, einer der besten

Eisspeedwayfahrer der Welt der 80er und

90er Jahre. Der Russe wurde am 29. April 1961

in Krasnojarsk geboren. Da sein älterer Bruder

Juri ein sehr erfolgreicher Eisfahrer war,

trat Sergej in seine Fußstapfen. 1985 bestritt

der damals 23-Jährige sein erstes WM-Finale

und wurde in Assen Sechster. Drei Jahre später

stand Iwanow zum ersten Mal in seiner

Laufbahn auf dem WM-Podest. In Eindhoven

holte der sowjetische Fahrer die Bronzemedaille.

1990 konnte Sergej seinen Erfolg von

Eindhoven wiederholen. Nach einem gegen

Per-Olof Serenius gewonnenen Stechen bestieg

er in Göteborg wieder die niedrigste Stufe

des WM-Podestes. In der nächsten Saison

feierte Iwanow seinen größten Erfolg. Wieder

nach einem gewonnenen Zusatzlauf gegen

Serenius wurde er in Assen Weltmeister. 1995

startete Sergej Iwanow zum ersten und zugleich

zum letzten Mal beim Eisspeedway-GP.

Er fuhr mit polnischer Lizenz und belegte am

Ende Rang 10. Mit der sowjetischen Mannschaft

holte der Eispilot zwei Goldmedaillen

(1987, 1991). In der Sowjetunion erkämpfte

Sergej Iwanow zwei Titel. 1987 wurde er im

Einzelwettbewerb sowjetischer Meister. Vier

Jahre später holte der Fahrer Gold beim russischen

Championat. Mit der Mannschaft aus

Krasnojarsk holte er insgesamt drei Goldmedaillen,

zwei davon in der sowjetischen und

eine in der russischen Teammeisterschaft.

Ruhe in Frieden, Sergej.

• Text und Foto: Georg Dobes

+

Vielen Dank für die vielen Spenden. Sie haben geholfen,

damit auch die Bahnsport Unfallhilfe helfen kann. Als Abonnent

von BAHNSPORT AKTUELL können auch Sie Vorschläge machen,

wenn sie verunglückte und wirklich in Not geratene Fahrer kennen.

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 5


SPEEDWAY-WM

GP 3

Horsens/

DK

Janowski-Triumph

in der CASA-Arena von Horsens

Bei den ersten GP-Runden der Saison in Krsko

und in Warschau qualifizierte sich Maciej Janowski

zwar für das Semifinale, aber dann

schied der junge Pole sang- und klanglos aus.

In Horsens machte „Magic“ es besser. Den Einzug

in die nächste Runde sicherte sich Janowski

schon in Lauf 13, als er Nicki Pedersen und Antonio

Lindbäck auf die Plätze verwiesen hatte. Die

Qualifikation schloss der 24-Jährige mit 10 Zählern

als Dritter ab. Im Semifinale wählte der Pilot

Startbahn B und diese Entscheidung erwies

sich als richtig. Janowski kam sehr gut aus den

Bändern und holte einen ungefährdeten Sieg.

Im Endlauf, der wiederholt werden musste, lieferte

sich der Pole mit Chris Holder einen spannenden

Fight, den er vor rund 12.000 Zuschauern

letztendlich für sich entscheiden konnte. Es

ist der zweite GP-Sieg des Piloten in seiner

Laufbahn, im Vorjahr gewann er in Daugavpils.

„Wenn man auf dem Podium steht und die Hymne

hört, dann ist es ein tolles Gefühl. Das vergisst

man nie. Das Ergebnis ist gut, aber das

war erst die dritte GP-Runde in dieser Saison.

Es gibt noch sehr viel zu tun. Mein Team und ich

waren heute sehr konzentriert. Ich habe einige

Änderungen vorgenommen und die erwiesen

sich als richtig“, erzählte der glückliche Sieger.

„Magic“ erzielte insgesamt 16 Punkte, verbesserte

sich im WM-Klassement um einen Platz

und ist momentan Vierter. „Ich habe nur 4 Zähler

Rückstand auf die Führenden und nichts zu

verlieren“, fügte er hinzu.

Chris Holder kam als WM-Spitzenreiter nach

Horsens. Der Australier befindet sich in dieser

Saison in exzellenter Form und das bewies er

auf der 272 Meter langen Bahn einmal mehr,

obwohl der Rennanfang für ihn alles andere als

gut war. Nach zwei Durchgängen hatte der Exweltmeister

nur ein Pünktchen auf dem Konto

und die Chance, die nächste Runde zu erreichen,

wurde sehr klein. Der 28-Jährige fuhr jedoch

danach von den inneren Startbahnen und

konnte sich deutlich steigern. Er erkämpfte

zwei Siege und zog mit 8 Punkten als Sechster

ins Semifinale ein. In Heat 21 überholte „Crispy“

dann Ende der ersten Runde Hancock außen,

erzielte einen souveränen Sieg und zog

zum dritten Mal in diesem Jahr ins Finale ein. In

Krsko belegte Holder den niedrigsten Podestrang,

in Polen wurde er Vierter, und in Horsens

kam er als Zweiter ins Ziel. „Der Rennanfang

war für mich ein Alptraum und später habe ich

beschlossen, die Maschine zu wechseln. Danach

lief es wesentlich besser. Ich kann eigentlich

nicht meckern. Ich habe einige wertvolle

Punkte erzielt und stand wieder auf dem Podium.

Im Finale gab ich mein Bestes. Ich habe Janowski

überholt und nicht mehr erwartet, dass

er sofort kontern würde. Er war heute der Beste“,

sagte der Australier nach dem Rennen. Holder

erkämpfte insgesamt 13 Punkte und führt

zusammen mit Tai Woffinden die WM-Wertung

an. „Ich liege momentan an der Spitze, aber das

bedeutet nichts. Wichtig wird nur sein, wer

nach dem Rennen in Melbourne an der Spitze

liegen wird“, so Holder.

Tai Woffinden begann mit einem 3. Platz, aber

danach war der Titelverteidiger kaum zu stoppen.

In der Qualifikation verzeichnete er drei

Laufsiege und erreichte mit 12 Punkten als

Zweitbester die nächste Runde. Im zweiten Semifinalheat

meldete sich der Engländer als

Zweiter im Ziel und kam – ähnlich wie Holder –

bereits zum dritten Mal in den Endlauf. Der

Weltmeister fuhr im Finale von der Außenbahn.

Nicki Pedersen drängte ihn in der Startkurve an

die Planke ab und brachte ihn schließlich zu

Fall. Im Re-run kam „Woffy“ nicht über den

6 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Maciej Janowski triumphierte in

der CASA-Arena. Tai Woffinden

und Chris Holder führen die

WM-Wertung an. Nicki

Pedersen erreichte

in Dänemark

den Endlauf

und wurde

Vierter.

Action-Foto links: Sieger Maciej Janowski (rot) gegen

Piotr Pawlicki (blau) und Niels-Kristian Iversen (weiß)

Rechts: Antonio Lindbäck gegen Jason Doyle und

Wildcardfahrer Anders Thomsen

3. Rang hinaus, aber er saß die ganze Distanz

über den um den Sieg kämpfenden Holder und

Janowski dicht im Nacken. Der 25-Jährige erzielte

insgesamt 15 Zähler und zog im WM-Klassement

mit Holder gleich.

Nicki Pedersen wurde in seiner Heimat Vierter,

aber wie sich der 39-Jährige fürs Finale überhaupt

qualifizieren konnte, weiß er wohl selbst

nicht. Hätte er die Vorläufe nicht überstanden,

hätte er eigentlich gar nicht enttäuscht sein

dürfen. Der Däne war in Horsens sehr langsam.

Sogar nach guten Starts konnte er seine guten

Platzierungen nicht halten. Viel zu verdanken

hat der dreifache Weltmeister dem Schiedsrichter.

In Heat 10 traf Jesper Steentoft eine sehr

umstrittene Entscheidung. Pedersen lag an

3. Position und wollte unbedingt an Niels-Kristian

Iversen eingangs der vorletzten Kurve außen

vorbeiziehen. Zu dumm nur, dass es dort

gar keinen Platz zum Überholen gab. Pedersen

stürzte und der Unparteiische disqualifizierte

völlig überraschend Iversen. Da der Sturz in der

letzten Runde passierte, wurde der Lauf gewertet,

ohne neu gestartet zu werden. „Power“

schloss die Quali mit 8 Zählern ab und kam weiter.

Rennen 21 musste wiederholt werden, weil

Antonio Lindbäck in der zweiten Kurve stürzte.

Im Re-run lag Pedersen weit abgeschlagen und

hatte eigentlich keine Chance mehr, in den Endlauf

zu kommen. Doch Wunder passieren immer

wieder. Greg Hancock hatte ausgangs der vorletzten

Kurve einen Aufsteiger, touchierte die

Bande und konnte sich gerade noch vor einem

Sturz retten. Pedersen nutzte den groben Fahrfehler

des US-Amerikaners aus und kam hinter

Holder als Zweiter ins Ziel. Im Finale stürzte der

Däne wieder und der Referee konnte diesmal

nichts anderes tun, als seinen Landsmann

rauszuschmeißen. „Ich habe immer noch keinen

Motor, der auf Zeitbahnen schnell genug

ist. Ich bin nur mit meinen Starts zufrieden. Sogar

als ich von Außenbahnen fuhr, waren sie

sehr gut. Es ist wahr, dass ich heute viel Glück

hatte. Ich habe nicht gedacht, dass Hancock so

einen großen Fehler machen würde. Im Finale

hatte mich das Glück jedoch verlassen“, sagte

der Skandinavier. Pedersen verletzte sich bei

den Stürzen an zwei Fingern der linken Hand

und legte nach der GP-Runde eine kurze Startpause

ein.

Greg Hancock war bester Pilot der Vorläufe. Der

46-Jährige Ami schrieb in dieser Rennphase

13 Punkte. Nach dem Malheur im Semifinale belegte

der dreifache Weltmeister Rang 5. „Das,

was ich im Semifinale gemacht habe, war kläglich.

Ich kann mich nicht erinnern, wann so etwas

in meiner Laufbahn schon passiert war. Einen

Augenblick lang war ich dekonzentriert. Ich

fuhr in eine griffige Stelle und bekam große

Probleme. Das einzig Gute dabei war, dass ich

nicht gestürzt bin“, sagte Hancock nach dem

Rennen. Er erkämpfte insgesamt 14 Punkte und

hat zurzeit nur einen Punkt Rückstand auf Holder

und Woffinden.

Antonio Lindbäck zeigte in der Qualifikation eine

gute Leistung. Der 31-Jährige hatte nach drei

Durchgängen schon 8 Punkte und meisterte

schließlich als viertbester Fahrer die Hürde.

Nach seiner Disqualifikation in Lauf 21 landete

der Schwede auf Tagesplatz 6. Matej Zagar wurde

in der CASA-Arena Siebter. Der Slowene

siegte in seinen zwei ersten Rennen, aber danach

kam er zweimal als Letzter ins Ziel. In Rennen

20 holte der 33-Jährige 2 wichtige Punkte

und schaffte so den Sprung ins Semifinale, wo

er jedoch Letzter wurde. Andreas Jonsson erzielte

in der Qualifikation nur 7 Punkte. Da der

Schwede jedoch einen Sieg und zwei 2. Plätze

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

zu verzeichnen hatte, kam er aufgrund der Majorität

der besseren Plätze in die nächste Runde.

In Heat 22 konnte sich „AJ“ zwar gegen Zagar

durchsetzen, schied jedoch als Dritter aus.

Nicht weniger als vier weitere Piloten erzielten

in Horsens jeweils 7 Punkte, mussten aber ihre

Technik schon nach 20 Läufen packen. Jason

Doyle wurde Tagesneunter, gefolgt von Peter

Kildemand und Bartosz Zmarzlik. Die Reihenfolge

wurde aufgrund des Rankings der Piloten

vom Vorjahr ermittelt. „Meine Tagesform war

ziemlich unbeständig, weil sich die Bahnverhältnisse

auf Zeitstrecken schnell ändern. Man

muss sehr wachsam sein und immer wieder

Korrekturen vornehmen. Das gelingt allerdings

nicht immer“, sagte der junge Pole. Niels-Kristian

Iversen belegte Rang 12, weil seine Disqualifikation

in Heat 10 einen niedrigeren Wert hatte,

als die Nuller der punktgleichen Fahrer.

Piotr Pawlicki war nach drei Durchgängen immer

noch ohne Punkte und hatte keine Chance

mehr, ins Semifinale zu kommen. Danach fuhr

der 21-Jährige jedoch viel besser und wurde

schließlich mit 5 Zählern Dreizehnter. „Ich finde

es nicht in Ordnung, dass der Schiedsrichter

die Läufe abbrach, als ich die Startmomente

ideal erwischt hatte und in Front war. Ich habe

mich am Start ja nicht bewegt. In den nächsten

GP-Runden muss ich einen kühlen Kopf behalten.

Das hat der letzte Lauf bewiesen. Ohne

Druck konnte ich gewinnen“, analysierte Pawlicki

seinen Auftritt. Punktgleich mit dem Polen

war Anders Thomsen, der von den Organisatoren

die Wildcard bekommen hatte. Der Däne

konnte unter anderem Pedersen auf der Distanz

bezwingen. Weiter folgten Chris Harris und Fredrik

Lindgren. Der Schwede war in Dänemark

nur noch ein Schatten seiner selbst im Vergleich

zu Warschau und holte lediglich 2 Punkte.

Lindgren fuhr im GP wieder für Jaroslaw

Hampel. Der Pole ist immer noch nicht fit genug,

um an den Start zu gehen. Das Schlimme

dabei ist, dass keiner sagen kann, wann der 34-

Jährige endlich wieder Speedway fahren wird.

Ein paar Zeilen müssen dem Schiedsrichter gewidmet

werden. Ein ungeschriebenes Gesetz

besagt, dass der Unparteiische nicht aus dem

Land kommen sollte, in dem das Rennen stattfindet.

Der Weltverband hält sich meistens daran,

aber in Horsens ließ er Jesper Steentoft

entscheiden. Ich bin weit davon entfernt zu behaupten,

der Däne hätte seine Landsleute bevorzugt,

aber man kann nicht verschweigen,

dass seine Leistung ziemlich miserabel war. Außer

den Fällen, die bereits erwähnt wurden, gab

es noch einige Entscheidungen, die man nur

mit Kopfschütteln kommentieren konnte. So

z.B. in Lauf 8, als Thomsen stürzte und Steentoft

unkorrekterweise Lindgren als Laufabbruchverursacher

ins Fahrerlager zurückschickte.

Seine Attacke war zwar hart, aber der

Schwede hatte die „rote Linie“ nicht überschritten.

In der ähnlichen Situation im Semifinale,

als Lindbäck stürzte, disqualifizierte der

Schiedsrichter ja den Schweden und nicht Pedersen.

In Heat 10, als der dreifache Weltmeister

zu Boden musste, lag Zmarzlik in Führung.

Alle im Stadion haben das gesehen, bis auf den

Referee. Der Däne sprach stattdessen dem

Australier Doyle 3 Punkte zu. Erst nach einer

halben Stunde korrigierte er seine Entscheidung.

Wie lange noch werden Schiedsrichter für GP-

Rennen nominiert, deren Qualifikationen fragwürdig

sind? Im GP steht zu viel auf dem Spiel,

um den Wettbewerb verzerren zu dürfen.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

AM RANDE

Alle Wege führten nach Horsens. Die einen fuhren

zum Speedway Grand Prix, die anderen

zum populären Horsens State Prison Motorcycle

Festival, das von Donnerstag bis Sonntag

in der Hafenstadt stattfand. Und wo waren am

Samstag die meisten Menschen? Jedenfalls

nicht beim State Prison Motorcycle Festival.

Dort war sehr wenig los. Die Musik spielte eindeutig

in der CASA Arena. Aber nicht für alle.

Viele wollten noch ein GP-Ticket ergattern,

aber schon Wochen zuvor waren alle Sitzplatzkarten

verkauft. Am Samstag gingen nur noch

ganze 40 Stehplatzkarten in den Verkauf! Dieser

Grand Prix hat sich etabliert und ist ein weiteres

Highlight in der GP-Serie. Nicht zuletzt

wegen der vorzüglichen Bahn, die bereits am

26. Mai fix und fertig in dieses moderne Fußballstadion

gelegt wurde. Ole Olsen teilte mit,

dass die Bahn gegenüber dem Vorjahr an allen

Stellen um einen halben Meter verbreitert wurde.

Dadurch verkürzt sich die Bahn um 3,14

Meter. Der Bahnbau soll sich auf 1,3 Millionen

Dänische Kronen (zirka 176.000 Euro) belaufen

haben. Nicht eingerechnet der obere Bahnbelag.

Die Qualität hat man beim Rennen erleben

können. Es gibt wohl keine bessere nichtpermanente

Bahn.

Was sagen die WM-Führenden? „Die Bahn ist

gut gelungen. Die Verbreiterung ist ein Vorteil

für mich. Ich liebe breite Bahnen. Umso breiter

sie sind, desto besser ist es für mich“, urteilte

Exweltmeister Chris Holder. Ganz anders der

amtierende Weltmeister Tai Woffinden: „Ich

hab’ gar nicht bemerkt, dass die Bahn verändert

wurde. Das ist mir auch egal. Ich nehme alles,

wie es ist. Ich fahre auf allen Bahnen gern.“

Doyle

und

Gerhard

Motorentuner Marcel Gerhard war mit seiner

ältesten Tochter Agostina angereist. Bei diesem

Grand Prix betreute er motorentechnisch

Freddie Lindgren und Jason Doyle. Gleich nach

dem Rennen fuhren die beiden in ihrem Van zurück

in die Heimat, ins 1140 Kilometer entfernte

schweizerische Frauenfeld. Und Montag wollte

Marcel bereits wieder in Manchester beim British

Final sein, um dann eine Woche in Großbritannien

zu verbringen. Auf der Insel stattet er

unter anderem Chris Harris (letztes Jahr sogar

noch exklusiv) und auch Erik Riss aus.

Alles war bestens an diesem sonnigen Tag. Nur

die ganz große Stimmung wollte bei den Dänen

einfach nicht aufkommen, denn es gab lediglich

zwei (!) dänische Laufsiege zu feiern. Es dauerte

über eineinhalb Stunden, bis endlich Niels-

Kristian Iversen den ersten Dänensieg in Lauf

14 einfahren konnte. Peter Kildemand war in

Heat 18 der zweite Heatwinner der Rot-Weißen.

Gewonnen haben die Dänen sicherlich im Biertrinken.

Der für deutsche Verhältnisse hohe

Preis für 0,4 l im Kunststoffbecher (fast 7,- Euro)

war der Hit bei den Fans. Besonders auf der

Gegengerade gab es eine permanente Fluktuation

der Zuschauer. Aber: Alles war absolut

friedlich. Und das ist wohl das Geheimnis des

großen Erfolges dieses Grand Prix.

Dank an den lokalen Press Officer Lars Björn

Petersen. Er wurde unter anderem unterstützt

– besonders für die vielen polnischen Journalisten

und Fotografen – von der charmanten

Magda Matula aus Zielona Gora. Dank auch an

Julia Rankin von BSI Speedway Ltd., die die internationale

Presse über alle GP organisiert

und auch für Kritik aus der Vergangenheit zugänglich

war!

Julia

Rankin

Wer nun auch einmal Horsens live erleben

möchte, muss sich sputen. Der Vorverkauf hat

bereits begonnen! Der Termin für den 2017er

Grand Prix steht schon fest. Es ist der 24. Juni!

Allerdings gibt es wieder einen Wermutstropfen.

Alle Eintrittspreise für die Sitzplätze wurden

um 100 Dänische Kronen (ca. 13,50 Euro)

erhöht. Stehplätze, Familien- und Kindertickets

wurden nicht erhöht.

• Andreas Fahldiek u. Dieter Thielking

SPEEDWAY-WM

(nach 3 von 11 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 Ges.

1. Tai Woffinden GB 10 14 15 39

2. Chris Holder AUS 14 12 13 39

3. Greg Hancock USA 10 14 14 38

4. Maciej Janowski PL 10 10 16 36

5. Antonio Lindbäck S 10 10 10 30

6. Peter Kildemand DK 15 6 7 28

7. Matej Zagar SLO 4 14 8 26

8. Jason Doyle AUS 13 5 7 25

9. Bartosz Zmarzlik PL 8 10 7 25

10. Nicki Pedersen DK 10 4 10 24

11. Andreas Jonsson S 6 8 8 22

12. Fredrik Lindgren S 7 12 2 21

13. Niels-Kristian Iversen DK 8 4 7 19

14. Piotr Pawlicki PL 8 4 5 17

15. Chris Harris GB 3 3 4 10

16. Patryk Dudek* PL 8 8

17. Anders Thomsen* DK 5 5

18. Denis Stoijs* SLO 1 1

Nick Skorja** SLO 1 1

GP3 - Horsens/DK

SF1: Holder, Pedersen, Hancock, Lindbäck

SF2: Janowski, Woffinden, Jonsson, Zagar

Finale: Janowski, Holder, Woffinden, Pedersen

*) Wildcard; **) Reserve

8 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Semifinale 1 - Gorican/KRO

Pawlicki-Triumph

Piotr Pawlicki triumphierte im kroatischen

WM-Semifinale. Der junge Pole ließ seinen

Gegnern auf der 305 Meter langen Bahn

keine Chance und erzielte vor zirka 4000

Zuschauern ein makelloses Punktemaximum.

Der Pilot, der in dieser Saison im GP als

vollberechtigter Teilnehmer startet, möchte

auch 2017 dabei sein und weiß ganz genau,

wie schwierig es ist, im GP-Debütjahr

unter den Topacht zu bleiben. Zweiter in

Gorican wurde Krzysztof Kasprzak. Der Vizeweltmeister

von 2014 scheint sein Leistungstief

vom Vorjahr überwunden zu haben.

„KK“ beugte sich nur Pawlicki und holte

am Ende 14 Punkte. Kenneth Bjerre und

Sam Masters kamen auf jeweils 11 Zähler

und ein Stechen musste entscheiden, wer

von ihnen als Tagesdritter das Rennen abschließen

wird. Der 32-jährige Skandinavier

konnte sich gegen „das boxende Känguru

von Melbourne“ durchsetzen und bestieg

die unterste Podiumsstufe. Die letzten

Tickets nach Vetlanda sicherten sich

Krzysztof Buczkowski, Peter Ljung und

Hans Andersen, wobei man mit der Qualifikation

des Dänen eher nicht gerechnet

hatte.

Eine Überraschung war die durchwachsene

Leistung von Martin Vaculik. Der Slowake

galt vor dem Rennen als einer der Favoriten,

wurde jedoch seiner Rolle nicht gerecht.

Nach drei Durchgängen hatte der

26-Jährige nur 3 Punkte und seine Chance

weiterzukommen, war stark geschrumpft.

In seinen letzten Heats kam Vaculik zweimal

nicht über den 2. Rang hinaus und

konnte nur gegen drei andere Konkurrenten

um den Reserveplatz kämpfen. Im Zusatzlauf

kreuzte er als Erster die Ziellinie

und sicherte sich Rang 8. Pechvogel des Tages

war Vaclav Milik. Der Tscheche hatte vor

der letzten Serie 7 Zähler auf dem Konto

und lag in Rennen 20 an 2. Stelle, aber ein

technischer Defekt zwang den 23-Jährigen

zur Aufgabe. Im Viererstechen wurde „Vaschek“

hinter Vaculik Zweiter und schied

als Gesamtneunter unglücklich aus. Hätte

Milik die 2. Position halten können, hätte er

sich für den Challenge qualifiziert.

Kai Huckenbeck, der einzige DMSB-Pilot,

belegte in Kroatien Gesamtplatz 15. In Heat

4 stürzte der 23-Jährige und wurde von

Craig Ackroyd disqualifiziert. Danach verzeichnete

der Deutsche nur einen 2. Rang,

als er im dritten Durchgang Andzejs Lebedevs

und Vaculik bezwingen konnte.

Vor dem Rennen hatte man des am 28. Mai

in den Morgenstunden verstorbenen Krystian

Rempala mit einer Schweigeminute gedacht.

Der erst 18-jährige polnische Pilot

erlag seinen schweren Kopfverletzungen,

die er sich am 22. Mai beim Ligarennen in

Rybnik zugezogen hatte. • Georg Dobes

Speedway-WM - Semifinale 1 - Gorican/KRO - 28.5.2016

Ergebnis:

Qualifiziert für Challenge in Vetlanda/S am 3.9.: 1. Piotr

Pawlicki, PL, 15 Punkte; 2. Krzysztof Kasprzak, PL, 14;

3. Kenneth Bjerre, DK, 11+3; 4. Sam Masters, AUS, 11+2;

5. Krzysztof Buczkowski, PL, 9; 6. Peter Ljung, S, 9; 7. Hans

Andersen, DK, 8; Reserve: 8. Martin Vaculik, SK, 7+3.

Ausgeschieden: 9. Vaclav Milik, CZ, 7+2; 10. Andzejs Lebedevs,

LV, 7+1; 11. Andrej Karpov, UKR, 7+0; 12. Timo Lahti,

FIN, 4; 13. Kim Nilsson, S, 4; 14. Jurica Pavlic, KRO, 4;

15. Kai Huckenbeck, D, 2; 16. Jozsef Tabaka, H, 0.

Haben es in die Finalrunde geschafft (v.l.): Tobias Kroner, Martin Smolinski, Coach Herbert Rudolph,

Kevin Wölbert und Youngster Kai Huckenbeck • Foto: Andrea Modonutti

Speedway World Cup - Qualifikationsrunde 1 - Terenzano/I

Deutschland hat Finalrunde erreicht!

Das deutsche Nationalteam gehört zu den acht besten Speedwaymannschaften der Welt. Nach

2012 qualifizierte sich die DMSB-Auswahl in Terenzano wieder für die Weltcup-Finalrunde. Teamcoach

Pepi Rudolph ist es gelungen, das Team optimal zusammenzustellen. Neben Martin Smolinski

wurden Kevin Wölbert, Kai Huckenbeck und Tobias Kroner nominiert.

Überraschend hatten die Gastgeber auf der 400

Meter langen Bahn den besten Start. Michele

Castagna und Nicolas Covatti meldeten sich als

Erste im Ziel und Italien ging in Führung. Martin

Smolinski wurde im Auftaktheat Zweiter und

Kevin Wölbert holte anschließend auch 2 Punkte.

Kroner unterlag in Lauf 3 Andzejs Lebedevs

und Matej Zagar. Wie sich später herausstellte,

sollte das die einzige Niederlage des 30-Jährigen

in Terenzano bleiben. Den ersten Heatsieg

holte Huckenbeck im nächsten Rennen und

Deutschland übernahm die Führung. Danach

waren die Piloten um Herbert Rudolph nicht

mehr zu stoppen. Nach acht Läufen hatten sie

einen Vorsprung von 5 Zählern und nach 15 Rennen

betrug der Unterschied bereits 10 Punkte.

Als Kroner in Heat 17 als Erster die Ziellinie

überquerte, war das deutsche Team nicht mehr

einholbar und konnte schon den Gesamtsieg

feiern. Am Ende hatten die Triumphatoren

46 Punkte auf dem Konto, 15 mehr als die lettische

Mannschaft. Insgesamt erkämpfte die

DMSB-Mannschaft zehn Siege und jedes Teammitglied

verzeichnete eine zweistellige Punkteausbeute.

Tobias Kroner kam auf 13 Punkte und

erzielte vier Laufsiege. Seine Teamkameraden

kamen jeweils zweimal als Sieger ins Ziel. „Wir

waren als Team wirklich stark und haben gut zusammengearbeitet.

Der Teamspirit hat ganz

klar den Ausschlag für den Sieg gegeben“, sagte

Teamkapitän Smolinski nach dem Rennen.

In Västervik werden die Deutschen gegen die

Mannschaften aus Schweden, Australien und

den Vereinigten Staaten antreten. „Wir nehmen

diesen Teamspirit mit nach Schweden und dann

schauen wir mal, was in der Runde der besten

Acht machbar sein wird“, fügte Smoli hinzu. Die

Aufgabe wird viel schwieriger als in Terenzano

sein, aber es ist durchaus möglich, wenigstens

den US-Amerikanern Rang 3 streitigzumachen.

Das Team aus Lettland galt vor dem Rennen als

größter Widersacher der Deutschen, aber es

war zu unausgeglichen, um nach dem Sieg zu

greifen. Andzejs Lebedevs war mit 15 Zählern

Leistungsträger der Osteuropäer. Kjastas Puodzuks

und Maksims Bogdanovs kamen auf jeweils

8 Punkte. Vor allem von Letzterem hätte

man etwas mehr erwarten können. Der 17-jährige

Davis Kurmis war in Italien total überfordert

und konnte keine Punkte erzielen. „Zu dritt

kann man keine Weltcuprennen gewinnen. Das

deutsche Team war sehr ausgeglichen und

siegte hochverdient. Zu allem Übel hatten wir

technische Probleme und die Bahn wurde sehr

schlecht präpariert. Man konnte kaum überholen“,

kommentierte Teammanager Nikolajs Kokins

das Turnier.

Die Italiener belegten Rang 3 und hatten am Ende

nur 2 Zähler weniger als Lettland. Ihr bester

Mann war Nicolas Covatti. Der gebürtige Argentinier

erzielte im Alleingang sensationelle

18 Zähler, was über 60 Prozent der Punkteausbeute

des ganzen Teams ausmachte.

Die Performance der Slowenen war in Terenzano

sicherlich die größte Enttäuschung. Sie erzielten

insgesamt lediglich 20 Punkte. Matej

Zagar holte zwei Siege und schrieb 13 Zähler.

Der 33-Jährige wurde in Lauf 16 Dritter und verzichtete

danach auf seinen letzten Auftritt.

• Georg Dobes

Speedway World Cup - Qualifikationsrunde - Terenzano/I

2.6.2016

Ergebnis:

Qualifiziert für SWC Event 2 in Västervik/S am 26.7.: 1. Deutschland,

46 Punkte (Martin Smolinski 12, Kevin Wölbert 10, Kai

Huckenbeck 11, Tobias Kroner 13).

Ausgeschieden: 2. Lettland, 31 (Maksims Bogdanovs 8,

Andzejs Lebedevs 15, Kjastas Puodzuks 8, Davis Kurmis 0);

3. Italien, 29 (Nicolas Covatti 18, Michele Paco Castagna 6, Nicolas

Vicentin 1, Guglielmo Franchetti 4, Mattia Lenarduzzi N);

4. Slowenien, 20 (Matej Zagar 13, Matic Ivacic 1, Nick Skorja 4,

Ziga Kovacic 2).

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY-JUNIOREN-WM

Sieger Maksym Drabik

vor Patrick Hansen

und Davis Kurmis

Junioren - Qualifikationsrunde 1 - Pardubice/CZ

Mit einem Maximumsieg sorgte Maksym Drabik

für einen polnischen Erfolg auf der tschechischen

Traditionsstrecke. Zweiter konnte der

Russe Wiktor Kulakow mit 13 Punkten werden.

Dahinter kam es zum Stechen um Rang 3 zwischen

dem Dänen Patrick Hansen und dem Briten

Adam Ellis, die es beide auf je 12 Zähler gebracht

hatten. Trotz der Niederlage in diesem

Lauf konnte Ellis sich freuen, hatte er doch als

Letzter die Qualifikation in die drei Finalläufe

um die Weltmeisterschaft geschafft.

Zu den Verlierern muss man die Schweden und

Ukrainer zählen. Mit je zwei Fahrern vertreten,

schafften es die Skandinavier Joel Andersson

und Kenny Wennerstam nicht, den Qualifikanten

dichter auf den Pelz zu rücken. Wennerstam

gewann seinen ersten Lauf, dann folgten Niederlagen

gegen Drabik und Hansen. Erst der

letzte Durchgang brachte mit dem 3. Platz hinter

Kulakow und Ellis den Abschied vom Weiterkommen.

Hinter Landsmann Andersson, der

zwei Laufsiege feierte, wurde er punktegleich

Sechster. Dahinter landete das ukrainische

Tandem Stanislav Melnychuk/Viktor Trofimov,

ebenfalls untereinander punktgleich (9).

Siegreicher Drabik

Etwas enttäuschend verlief das Meeting für die

Gastgeber. Zdenek Holub gelang es nicht, sich

entscheidend durchzusetzen. Ohne Laufsieg in

einem so dichten Fahrerfeld zu bleiben – und

das bei nur vier Qualiplätzen – ist zu wenig. Damit

nur Rang 10, während Landsmann Ondrej

Smetana mit Platz 13 abschloss. Im abgeschlagenen

Feld auch das lettische Duo Davis Kurmis

und Denis Zvorigins vor dem Schlusslicht Michal

Tomka aus Slowenien. Der zweite Slowene,

Nick Skorja, zog sich da schon besser aus der

Affäre. Und wären nicht eine Disqualifikation

und ein Sturz dazugekommen, hätte er – wenn

auch nicht an der Spitze – so doch vorne mitgemischt.

So landete er auf Rang 9.

• Text u. Fotos: Alfred Domes

Wiktor Kulakow,

Maksym Drabik und

Patrick Hansen (v.l.)

Speedway-Junioren-WM - Qualifikationsrunde 1

Pardubice/CZ - 20.5.2016

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Maksym Drabik, PL, 15 Punkte; 2. Wiktor

Kulakow, RUS, 13; 3. Patrick Hansen, DK, 12+3; 4. Adam Ellis,

GB, 12+2.

Ausgeschieden: 5. Joel Andersson, S, 10; 6. Kenny Wennerstam,

S, 10; 7. Stanislav Melnychuk, UKR, 9; 8. Viktor Trofimov,

UKR, 9; 9. Nick Skorja, SLO, 6; 10. Zdenek Holub, CZ, 6; 11. Frederik

Jakobsen, DK, 5; 12. Roland Benkö, H, 5; 13. Ondrej Smetana,

CZ, 4; 14. Davis Kurmis, LV, 2; 15. Denis Zvorigins, LV, 1;

16. Michal Tomka, SK, 1.

Junioren - Qualifikationsrunde 2 - Pocking/D

Härtel + Möser raus

Bei idealen Wetterbedingungen fand am Samstag,

21. Mai 2016, das U21-WM-Quali 2 im Pockinger

Rottalstadion statt. Für Michi Härtel begann

es gleich in Heat 1 gegen zwei Topfavoriten.

Leider kam er schlecht aus den Bändern und

musste letztendlich mit Platz 3 zufrieden sein.

Nicht gerade der Auftakt, den er sich vorgestellt

hatte. In seinem nächsten Lauf, Heat 8, sollte

das Punktekonto aufgefüllt werden, aber das

Glück schien nicht auf der Seite des Dingolfingers

zu sein. Auf der Gegengerade touchierte der

Russe Gleb Chugunov das Vorderrad von Härtel

und beide Fahrer stürzten. Zum Glück blieben sie

unverletzt und jeder im Stadion erwartete eine

Disqualifikation des Russen. Der Referee entschied

jedoch anders, was ein großes Pfeifkonzert

auslöste. Im Laufe der Veranstaltung setzten

sich die Favoriten deutlich in Szene.

In Rennen 16 wurde Krystian Pieszczek wegen

Startverzögerung zu Recht ausgeschlossen. In

diesem Heat, einem der besten des Tages,

konnte sich Härtel leider nur drei Runden den

Angriffen des kleinen Engländers Joshua Bates

erwehren. Es war eine Augenweide, wie sich der

British Under 21 Champion auf der Außenbahn

in Führung kämpfte. Dieser Laufsieg sicherte

ihm in der Endwertung Platz 4 und somit den

Einzug in die Finalrunden. Souverän qualifizierten

sich auch der Pole Bartosz Smektala (Platz

2) und der Tscheche Eduard Krcmar (Platz 3) im

Stechen. Den Gesamtsieg holte sich mit

14 Punkten der Australier Max Fricke. Dominik

Möser, der zweite deutsche Teilnehmer, konnte

mit einem 2. Platz und vier 3. Rängen gut im Mittelfeld

mitfahren. FIM-Präsident Mr. Mick Bates

dankte dem MSC Pocking für die hervorragende

Durchführung und Organisation der Veranstaltung.

• Text u. Foto: Manfred Hirsch

Speedway-Junioren-WM - Qualifikationsrunde 2 - Pocking/D

21.5.2016

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Max Fricke, AUS, 14 Punkte; 2. Bartosz

Smektala, PL, 13+3; 3. Eduard Krcmar, CZ, 13+2; 4. Joshua

Bates, GB, 12.

Ausgeschieden: 5. Andreas Lyager Hansen DK, 10; 6. Krystian

Pieszczek, PL, 10; 7. Lasse Madland Fredriksen, N, 9; 8. Gleb

Shevchenko, RUS, 8; 9. Michael Härtel, D, 7; 10. Gleb Chugunov,

RUS, 6; 11. Dominik Möser, D, 6; 12. Ziga Kovacic, SLO, 4;

13. Facundo Cuello, ARG, 3; 14. Daniel Spiller, D, 2 (Res.);

15. John Bernard, F, 2; 16. Giorgio Trentin, I, 1; 17. Mattia Lenarduzzi,

I, 0; 18. Steven Mauer, D, 0 (Res.).

Pocking-Sieger: Bartosz Smektala, Max Fric

10 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Der Regen machte ein gutes Rennen zunichte.

Zuvor wurde bereits das Training abgesagt.

Nach Lauf 12, also drei Durchgängen, entschied

die FIM-Jury, dass nicht mehr weitergefahren

und das Rennen gewertet wird.

Bis zum Rennbeginn war die Bahn noch in einem

guten, sehr griffigen Zustand und ließ sehr

gute Zeiten zu. Der 20-jährige Dimitri Bergé war

an diesem Abend bestens aufgelegt. Der Mann

aus Marmande kam mit der 350 Meter langen

Bahn bestens zurecht und fuhr in seinem zweiten

Lauf mit exakt 60 Sekunden einen neuen

Bahnrekord. Zuvor setzte Jack Holder in Heat 4

eine Bestmarke mit 60,4 Sekunden. Aber auch

Holder hatte gegen Bergé keine Chance. In Lauf

9 hatte der Franzose wieder einen sehr guten

Start und wich nicht mehr von seiner Ideallinie

ab. Das Abschneiden von Edinburghs Erik Riss

ist sehr erfreulich. Lediglich in seinem zweiten

Lauf leistete er sich gegen Robert Lambert und

Pawel Przedpelski eine Schwäche. Für Lambert

wurde das Rennen zu einem Desaster. Dem ansonsten

schon recht erfahrenen King’s-Lynn-

Star fehlte nur ein einziger Punkt für die Qualifikation,

weil er in Lauf 10 gegen Mikkel Andersen

und Nike Lunna – trotz größter Bemühungen

– das Nachsehen hatte. Auch das Ausscheiden

vom australischen Meister Brady Kurtz war

eine Überraschung. In seinem ersten Lauf hatte

er in der dritten Runde technische Probleme

und blieb hinter Riss und Max Clegg ohne Punkte.

Diesem Clegg hatten viele auch mehr zugetraut.

Aber an diesem Tag kam er – wie er sagte

– mit der Bahn überhaupt nicht zurecht. Die

dreiteilige Finalserie der Speedway-Junioren-

WM startet am 18. Juni in der Adrian Flux Arena

in King’s Lynn. • Text: Andreas Fahldiek; Foto: KG

Speedway-Junioren-WM - Qualifikationsrunde 3 - Belle Vue/

GB - 21.5.2016

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Dimitri Bergé, F, 9 Punkte; 2. Jack Holder,

AUS, 8; 3. Mikkel Andersen, DK, 7; 4. Erik Riss, D, 7.

Ausgeschieden: 5. Robert Lambert, GB, 6; 6. Nike Luna, N, 6;

7. Brady Kurtz, AUS, 5; 8. Marcin Nowak, PL, 5; 9. Alex Johansson,

S, 4; 10. Pawel Przedpelski, PL, 4; 11. Emil Gröndal, DK, 3;

12. Christopher Selvin, S, 3; 13. Joel Kling, S, 2; 14. Patrik Mikel,

CZ, 1; 15. Jake Turner, NZ, 1; 16. Max Clegg, GB, 1.

Eduard Krcmar (v.l.)

Junioren - Qualifikationsrunde

3 - Belle Vue/GB

Erik Riss

in den Finals

Junioren - Team - Semifinale 1 - Holsted/DK

Favoritensieg

Das dänische Juniorenteam galt vor dem Rennen

als Favorit und wurde seiner Rolle gerecht,

die Australier aber hinterließen in Holsted einen

besseren Eindruck als die Gastgeber. Nach

18 Läufen lagen die „Kängurus“ mit 38 Zählern

an der Spitze und hatten einen Punkt Vorsprung

auf die Dänen. Es schien, als ob Australien den

Gesamtsieg holen würde, weil Teammanager

Mark Lemon in den zwei letzten Rennen die bis

dahin ungeschlagenen Max Fricke und Brady

Kurtz einsetzte. Die jungen Fahrer zeigten jedoch

Nerven und verloren durch schwache

Starts ihre weißen Westen. Beide kamen als

Dritte ins Ziel und die Skandinavier hatten am

Ende doch einen Zähler mehr auf dem Konto.

Die Entscheidung hatte jedoch für den Einzug

ins Finale keine Bedeutung, denn das Semifinale

in Tschechien war schon zu Ende, bevor der

Auftaktlauf in Holsted gestartet wurde. Man

wusste, dass die zweitplatzierte Mannschaft in

Dänemark mehr als 30 Punkte erzielen musste.

Diese Punktezahl erreichten beide Teams schon

nach 15 Heats. Auch die Engländer, die in Holsted

Rang 3 belegten, hatten die 30-Punkte-

Grenze überschritten.

Die Sieger erzielten insgesamt sechs Heatsiege

und schlossen das Semifinale mit 41 Punkten

ab. Ihr bester Mann war Mikkel B. Andersen,

der dreimal die Ziellinie als Sieger überquerte.

Leistungsträger der Australier waren Fricke und

Kurtz, die jeweils vier Laufsiege verzeichneten

und auf 13 Zähler kamen. Der jüngere Bruder

von Chris Holder, Jack, erzielte 7 Punkte, wobei

er einen Sturz zu beklagen hatte.

Großbritannien erkämpfte auf dem 300 Meter

langen Oval 32 Zähler. Die Hauptstütze des

Teams von Manager Neil Vatcher war Robert

Lambert. Der 18-jährige Pilot von King’s Lynn

holte vier Siege (einen davon als Joker) und kam

auf sensationelle 18 Punkte. Die Norweger traten

in Dänemark nur zu dritt an. Ihr Hoffnungsträger

Lasse Fredriksen wurde kurz vor dem

Rennen krank und musste seine Teilnahme absagen.

Die Skandinavier schrieben insgesamt

10 Punkte, wobei Glenn Moi im Alleingang 9 erkämpfte.

• Georg Dobes

Speedway-Junioren-Team-WM - Semifinale 1 - Holsted/DK

4.6.2016

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Norrköping/S am 20.8.: 1. Dänemark,

41 Punkte (Frederik Jakobsen 10, Emil Gröndal 9, Mikkel B. Andersen

12, Jonas Jeppesen 10); 2. Australien, 40 (Max Fricke 13,

Brady Kurtz 13, Jake Allen 7, Jack Holder 7).

Ausgeschieden: 3. Großbritannien, 32 (Robert Lambert 18,

Zach Wajtknecht 6, Jack Smith 2, Max Clegg 6); 4. Norwegen,

10 (Glenn Moi 9, Lasse Fredriksen N, Jarle Skjaeveland 1, Espen

Sundvor 0).

Junioren - Team - Semifinale 2 - Pilsen/CZ

Polen weiter

Die polnische Mannschaft wurde in Pilsen als

einziger Favorit gehandelt, obwohl sie nicht in

Bestbesetzung angetreten war. Teammanager

Rafal Dobrucki konnte Bartosz Zmarzlik (startete

in Ostrow beim Speedway Best Pairs) und

Maksym Drabik (brach sich vier Tage zuvor in

Schweden den Arm) nicht einsetzen. Auch der

tödlich verunglückte Krystian Rempala war zunächst

für das Semifinale in Tschechien vorgesehen

gewesen. Der Titelverteidiger ließ auf

der 365 Meter langen Bahn nichts anbrennen

und triumphierte mit 42 Zählern hochverdient.

Als der russische Teamcoach Oleg Kurguskin in

Heat 13 Wiktor Kulakow als Joker einsetzte und

der 21-Jährige 6 Punkte holte, hatten die Polen

nur noch 2 Zähler mehr als Russland, aber die

Weiß-Roten bauten danach ihren Vorsprung

deutlich aus. Am Ende trennten beide Mannschaften

13 Punkte. „Ich war sehr zuversichtlich.

Im dritten Durchgang hatten wir ungünstige

Startplätze. Von den Außenbahnen konnte

man keine guten Starts hinlegen. Dadurch hatten

wir einige Punkte verloren, denn die Bahn

ließ kaum Überholvorgänge zu. In der Rennendphase

hatten wir bessere Startplätze und konnten

uns absetzen“, sagte Dobrucki.

Erwartungsgemäß waren Pawel Przedpelski

und Bartosz Smektala die besten Fahrer im Siegerteam.

Beide erkämpften jeweils drei Siege

und kamen auf 13 Punkte. Die Russen belegten

letztendlich Gesamtrang 2, aber sie schieden

aus, weil sie im Fernduell weniger Punkte als

Australien in Holsted ergattert hatten. Der beste

Pilot aus dem Osten war Kulakow, der dreimal

als Erster ins Ziel kam und insgesamt

17 Punkte vorzuweisen hatte.

Eine gute Leistung erbrachte das DMSB-Juniorenteam

in Tschechien. Die Mannschaft von

Peppi Rudolph saß Russland dicht im Nacken

und nach 17 Heats hatte sie sogar einen Zähler

Vorsprung. Vor dem letzten Rennen waren beide

Teams punktgleich und der Coach schickte

Daniel Spiller ans Startband. Der 19-Jährige

wurde Letzter und Deutschland belegte mit

28 Zählern Gesamtplatz 3. Das Team hatte am

Ende 2 Punkte Rückstand auf Russland. Erik

Riss kam sechsmal zum Einsatz, holte einen

Sieg und erzielte respektable 12 Zähler. Daniel

Spiller bestritt ebenfalls sechs Heats und steuerte

8 Punkte bei. Michael Härtel hatte einen

Sieg zu verzeichnen und schrieb 6 Punkte. In

Lauf 18 stürzte der Dingolfinger und wurde disqualifiziert.

„Ich hatte den Start gewonnen,

aber auf dieser Bahn ist es unmöglich, zu zweit

nebeneinander in die erste Kurve zu fahren.

Kurvenausgangs erwischte ich eine glatte Stelle

und musste den Russen Logatschew innen

durchlassen. In der nächsten Runde fuhren wir

nebeneinander in die Kurve, ich war innen, aber

ich musste das Motorrad hinlegen, sonst wäre

ich ihm ins Vorderrad gefahren“, berichtete der

18-jährige Pilot. „Ich bin trotzdem mit dem Rennen

nicht unzufrieden. Es hat uns Deutschen

auf dieser Bahn nur etwas an den Starts gefehlt.

Es gab auf der Bahn kein Überholmanöver.

Mein Motor und meine Kupplung haben super

funktioniert und wir wissen, wie wir die

nächsten Rennen angehen müssen“, so der

junge Pilot. Dominik Möser absolvierte drei

Rennen und holte 2 Zähler. „Leider war es nicht

mein Tag. Nach einem guten Training und ersten

Heat (Platz 2, Anm. der Red.) wollte ich einfach

zu viel. Ich machte am Start meine alten

Fehler und mein Bike stieg immer zu hoch auf,

dadurch musste ich sehr viel nachkuppeln. Und

das heißt natürlich weniger Vorschub und

Speed bis zur ersten Kurve, so, und dann ist

man hinten dran und Vorbeikommen ist dann

nicht möglich“, fasste der 18-Jährige seinen

Auftritt zusammen.

Die Gastgeber erkämpften 25 Punkte und wurden

Letzte. Bester Fahrer im Team von Manager

Milan Spinka war Eduard Krcmar, der zweimal

gewann und auf 13 Punkte kam. • Georg Dobes

Speedway-Junioren-Team-WM - Semifinale 2 - Pilsen/CZ -

4.6.2016

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Norrköping/S am 20.8.: 1. Polen,

43 Punkte (Pawel Przedpelski 13, Marcin Nowak 8, Bartosz

Smektala 13, Krystian Pieszczek 9).

Ausgeschieden: 2. Russland, 30 (Wiktor Kulakow 17, Gleb Chugunov

5, Sergej Logatschew 6, Roman Lachbaum 2); 3. Deutschland,

28 (Erik Riss 12, Michael Härtel 6, Dominik Möser 2, Daniel

Spiller 8); 4. Tschechien, 25 (Zdenek Holub 4, Ondrej Smetana

6, Michal Skurla 2, Eduard Krcmar 13).

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-EM

Challenge Olching/D

Kasprzak top!

Smolinski verpasst EM-Einzug knapp

Vor 3500 Zuschauern holte sich der Pole Krzysztof Kasprzak den Sieg bei der SEC

Challenge 2016 an Fronleichnam in Olching. Insgesamt sieben Fahrer qualifizierten

sich an diesem Tag für die Europameisterschaft – Olchings Lokalmatador

Martin Smolinski landete auf Rang 9 und verpasste somit die Qualifikation.

12 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16

Krzysztof Kasprzak (Mitte),

Leon Madsen (links) und

Joonas Kylmäkorpi (rechts)


Auf seiner Heimbahn hatte sich Martin Smolinski

mehr ausgerechnet, vor allem weil er die Olchinger

Rennpiste von klein auf kennt. Doch irgendwie

lief es am Renntag nicht so gut, wie „Smoli“ und

seine zahlreichen Fans gehofft hatten. Am Ende

hatte er 7 Punkte auf seinem Konto gesammelt,

doch das reichte einfach nicht. Nur ein Punkt fehlte

ihm in der Gesamtwertung, um ein Stechen um

den letzten Qualifikationsplatz zu erzwingen.

Oder anders ausgedrückt: Anders Thomsen aus

Dänemark hatte letztlich einen Punkt mehr als der

Deutsche.

Die Umstände waren allerdings etwas kurios: Im

letzten der insgesamt 20 Läufe standen sich nach

zwei Disqualifikationen nur noch zwei Fahrer gegenüber:

Zuerst wurde der Russe Artem Laguta als

Sturzverursacher von der Bahn geschickt, beim

Re-run gab es wieder eine Kollision und dann wurde

Fredrik Lindgren vom weiteren Wiederholungslauf

ausgeschlossen. Nur noch Thomsen und Przemyslaw

Pawlicki blieben somit übrig. Thomsen

hatte dann leichtes Spiel gegen den Polen, der

schon sicher in den EM-Plätzen platziert war und

dementsprechend nicht mehr mit vollem Fokus an

den Start ging.

Sowohl der Däne Hans Andersen als auch Jonas

Kylmäkorpi aus Schweden konnten ihre beiden

ersten Läufe gewinnen und avancierten nach zwei

Durchgängen zu Favoriten für den Siegerpokal.

Andersen fuhr auch weiterhin ein rasantes Rennen

– nach vier Durchgängen war sein Punktekonto

mit 10 Zählern bereits gut gefüllt – das EM-Ticket

hatte der Däne nun schon in der Tasche. Im fünften

Durchgang hatte Andersen erneut die Nase ganz

vorn, ließ aber dann in der Zielkurve etwas zu eindeutig

den Schweden Peter Ljung vorbeifahren,

dem für die EM noch wichtige Punkte fehlten. Der

Referee quittierte Andersens Aktion mit einer Disqualifikation

– der Däne kassierte somit eine Nullrunde

und verpasste damit einen sicheren Treppchenplatz.

Der spätere Tagessieger Krzysztof Kasprzak startete

das Rennen mit einem unspektakulären

3. Platz, drehte dann aber richtig auf und gewann

danach seine restlichen vier Läufe.

Insgesamt bekamen die Fans an diesem Tag ein

Rennen der absoluten Spitzenklasse zu sehen: Positionswechsel

und knallharte Fights in sämtlichen

Heats – und dabei war lange nicht klar, wer

denn überhaupt am Ende die Nase ganz vorne haben

würde. So mancher Laufsieg wurde erst an der

Ziellinie mit wenigen Zentimetern Vorsprung entschieden.

• Text: Tanja Schön; Fotos: Klaus Goffelmeyer

Speedway-EM - Challenge - Olching/D - 26.5.2016

Ergebnis:

Qualifiziert für SEC-Finalrunden: 1. Krzysztof Kasprzak, PL, 13 Punkte;

2. Leon Madsen, DK, 12; 3. Joonas Kylmäkorpi, FIN/S, 11; 4. Przemyslaw

Pawlicki, PL, 10; 5. Hans Andersen, DK, 10; 6. Peter Ljung, S,

8; 7. Anders Thomsen, DK, 8.

Ausgeschieden: 8. Nicholas Covatti, I, 7; 9. Martin Smolinski, D, 7;

10. Mateusz Szczepaniak, PL, 6; 11. Eduard Krcmar, CZ, 6; 12. Fredrik

Lindgren, S, 6; 13. Artem Laguta, RUS, 5; 14. Thomas Jonasson,

S, 5; 15. Michael Jepsen Jensen, DK, 4; 16. Tomasz Jedrzejak, PL, 1.

Überraschungen: Joonas Kylmäkorpi (12) ist weiter, Michael

Jepsen Jensen (13) und Tomasz Jedrzejak (6) sind raus Martin Smolinski hat’s nicht

geschafft, Peter Ljung ist durch

Paar-Semifinale - Badia Calavena/I

Deutschland im Finale

Das dänische Duo wurde vor dem einzigen

Paar-EM-Semifinale als Favorit gehandelt

und die Skandinavier wurden in Badia Calavena

ihrer Rolle gerecht. Rasmus Jensen und

Mads Korneliussen erkämpften insgesamt

29 Punkte. Sie verzeichneten fünf Doppelsiege

und ließen lediglich im Duell gegen das

deutsche Paar einen Zähler liegen. Jensen

wurde Erster, gefolgt von Härtel und Korneliussen,

während Smolinski ausfiel. Die Sieger

des Semifinals werden in Riga, wo das Finale

stattfinden wird, sicherlich bei der Medaillenvergabe

ein Wörtchen mitreden.

Das deutsche Team mit Martin Smolinski, Michael

Härtel und Sandro Wassermann belegte

auf der 300 Meter langen Strecke Rang 2

und qualifizierte sich ebenfalls fürs Finale in

der lettischen Hauptstadt. „Smoli“ erkämpfte

drei Siege, hatte aber auch einen Ausfall

und einen Sturz zu beklagen. Ein technischer

Defekt passierte ihm zum ersten Mal in diesem

Jahr. „Mir hat es die Kette runtergehauen.

Ärgerlich, aber passiert leider im Laufe einer

Saison“, erklärte der Olchinger. Im Duell

gegen Slowenien hatte der 31-Jährige am

Start einen totalen Aufsteiger und stürzte.

„Eine kleine Unkonzentriertheit hat mich da

zu Boden gehauen. Da muss ich künftig konzentrierter

und fokussierter sein“, so Smolinski.

Er erzielte in Badia Calavena insgesamt

10 Punkte. „Wir sind weiter und das ist das

Einzige, was heute zählte. Es hat mit Michi

Härtel und Sandro viel Spaß gemacht, das

Rennen erfolgreich zu bestreiten. Leider gab

es gerade nach meinem Sturz unpassende

Kommentare, die ich nicht erwartet hätte,

doch dazu will ich im Moment nicht mehr sagen“,

sagte der Pilot. Michael Härtel fuhr in

Italien sehr konstant. Er überquerte jedes

Mal als Zweiter die Ziellinie. „Es hatte stark in

Badia Calavena geregnet und das Training

musste verschoben werden. Zu Rennbeginn

aber war die Bahn gut befahrbar und ich bin

mit meiner Leistung und unserem Ergebnis

sehr zufrieden. Meine Starts waren nicht

schlecht. Wir waren bei der Musik dabei. In

meinem letzten Lauf hatte ich Riesenglück,

als Viktor Trofimov gestürzt ist und sein fliegendes

Motorrad mich beinahe getroffen

hätte“, sagte der Dingolfinger. Sandro Wassermann

kam in Italien nicht zum Einsatz.

Den letzten Qualifikationsplatz sicherten

sich die Gastgeber. Sie erkämpften einen

Punkt weniger als Deutschland. Ihr bester

Mann war Nicolas Covatti, der vier Siege holte

und auf 15 Zähler kam. Michele Castagna

ergatterte in drei Heats nur einen Punkt und

wurde danach durch Nicolas Vicentin ersetzt.

Der 22-Jährige kam mit der Bahn besser zurecht

und erzielte 5 Punkte.

Das slowenische Duo wurde Vierter und

schied aus. Nick Skorja hatte 15 Punkte auf

dem Konto, aber Denis Stojs war für das

17-jährige Talent keine Unterstützung. Auch

Österreicher konnten sich nicht weiterqualifizieren.

Fritz Wallner und Daniel Gappmaier

kamen zusammen auf 14 Punkte und wurden

Fünfte. • Georg Dobes

Speedway-Paar-EM - Semifinale - Badia Calavena/I

12.6.2016

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale am 13.8. in Riga/LV: 1. Dänemark,

29 Punkte (Rasmus Jensen 17, Mads Korneliussen 12);

2. Deutschland, 22 (Martin Smolinski 10, Michael Härtel 12,

Sandro Wassermann N); 3. Italien, 21 (Nicolas Covatti 15, Michele

Paco Castagna 1, Nicolas Vicentin 5).

Ausgeschieden: 4. Slowenien, 18 (Nick Skorja 15, Denis

Stojs 3); 5. Österreich, 14 (Fritz Wallner 11, Daniel Gappmaier

3); 6. Ukraine, 12 (Stanislav Melnychuk 11, Viktor Trofimov 1);

7. Ungarn, 10 (Norbert Magosi 2, Jozsef Tabaka 8).

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY-DM

Teuflisch gut (v.l.): Stadtrat Ludwig Zellner, Stephan Katt, Teammanager

Jan Hertel, Martin Smolinski, 1. Vorsitzender Christian Schmid

(verd.), Mark Riss (verd.), 2. Vorsitzender Gerald Simbeck, (vorne)

Sandro Wassermann, Michael Härtel, Leon Madsen und Erik Riss

Landshut - Stralsund

Landshut

wieder

auf Kurs

Die Nordsterne aus Stralsund verglühen

im Höllenfeuer der Devils

Speedway-DM - Landshut - Stralsund - 29.5.2016:

Ergebnis:

1. AC Landshut Devils, 52 Punkte (Leon Madsen 11, Erik Riss

3+2, Michael Härtel 7+2, Martin Smolinski 14, Mark Riss 12,

Sandro Wassermann 5+1, Stephan Katt N); 2. MC Nordstern

Stralsund, 34 (Troy Batchelor 10+1, Patryk Dudek 14, Kevin

Wölbert 3+1, Tobias Busch 3+1, Dominik Möser 4, Jan-Lukas

Dittner 0).

Stand (nach 4 Veranstaltungen): 1. Landshut Devils, 2 Rennen/92

Laufpunkte/2 Matchpunkte; 2. MC Nordstern Stralsund,

2/87/2; 3. Brokstedt Wikinger, 1/54/2; 4. Wolfslake

Falubaz Berlin, 2/77/2; 5. DMV White Tigers, 1/33/0.

Der AC Landshut ist nach einem fulminanten

52:34-Triumph gegen den amtierenden Meister

aus Stralsund zurück im Kampf um die zu vergebenden

Finaltickets in der 1. Speedway-Bundesliga.

Bei bestem Speedwaywetter und vor

2500 begeisterten Zuschauern in der OneSolar-

Arena machten die Niederbayern von Anfang an

Dampf. Verständlich, schließlich lautete die Devise:

alles oder nichts. Nach der unglücklichen

Niederlage zum Bundesligaauftakt Anfang

April in Wolfslake musste unbedingt ein Sieg

her, um den Finaleinzug 2016 nicht schon

gleich abhaken zu können. Zunächst hatten einige

Insider anhand der Landshuter Mannschaftsaufstellung

große Bedenken, in der

Form gegen den Meister aus Stralsund bestehen

zu können, doch die Dreihelmstädter setzten

mit einer wahren Glanzleistung ein Ausrufezeichen

hinter ihre Marschrichtung – mit nur einem

ausländischen Topfahrer an den Start zu

gehen und auf die deutschen Fahrer zu bauen.

„Sensationell, was die Jungs heute auf die Bahn

gezaubert haben. Wir hatten uns viel vorgenommen

und auch in den letzten Tagen ein paar

Sonderschichten eingelegt – es hat sich ausgezahlt.

Nun sind wir wieder zurück im Geschäft“,

so ein stolzer ACL-Trainer Jan Hertel nach dem

Rennen. Sein Kapitän Martin Smolinski war natürlich

ebenfalls hocherfreut: „Wahnsinn. Viele

hatten uns schon abgeschrieben und gemeckert,

nur auf einen Ausländer zu bauen. Sie

wollten vieles schlechtreden, aber wir haben

immer an uns geglaubt und ich denke, eindrucksvoll

bewiesen, dass man immer mit dem

ACL rechnen muss“, so der Kapitän, der auch

noch ein großes Lob für die Fans und die Bahndienstcrew

übrig hatte: „Ich möchte heute auch

mal ein Danke an den Bahndienst sagen, der eine

hervorragende Arbeit abgeliefert hat und unseren

Fans danken – das ist schon immer eine

Gänsehautatmosphäre und motiviert uns zusätzlich“,

so Smolinski. Beeindruckend bei den

Devils auch das Debüt des Dänen Leon Madsen

mit 11 Zählern in fünf Läufen. „In der Vergangenheit

konnten wir kaum den ausländischen

Fahrern Paroli bieten – heute war das mit Leon

anders. Er hat eindrucksvoll bewiesen, warum

wir ihn unbedingt wollten und er hat sich mit

seiner Art gleich prächtig integriert“, so ACL-Vize

Gerald Simbeck, der noch eine andere Thematik

ansprechen wollte: „Wenn man sieht,

welche sensationelle Leistung unsere deutschen

Fahrer, egal ob sie Smolinski, Riss, Härtel

oder Wassermann heißen, gezeigt haben

und wie sich auch ein Stephan Katt als Reservefahrer

mit einbringt, dann ist man natürlich

schon stolz auf das Team und es macht besonders

Spaß. Die Jungs haben heute alles aus sich

herausgeholt und wurden dafür belohnt“, so

Simbeck.

Für die Dreihelmstädter geht es nun am Sonntag,

10. Juli, weiter, dann steht das Gastspiel

bei Topfavorit Brokstedt auf dem Terminplan,

bevor am Freitag, 29. Juli, in Landshut die letzte

und wohl alles entscheidende Vorrundenpartie

gegen Diedenbergen/Berghaupten stattfindet.

• Text: AC Landshut; Fotos: Michael Eder

14 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Die Devils Leon Madsen (rot) und Erik Riss

(blau) gegen die Nordsterne Patryk Dudek

(gelb) und Troy Batchelor (weiß)

Martin Smolinski vor Patryk Dudek

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY

Team Cup Wittstock

Foto li.: Sorgte für Diskussionsstoff – die Olchinger

Mannschaftsaufstellung mit (v.l.) Jonas Wilke, Sandro

Wassermann, Kai Huckenbeck und Martin Smolinski

Das war mit 44 Punkten der klare Sieg und die

Führung mit 6 Matchpunkten im Team Cup.

Platz 2 nahm der amtierende Meister, die Black

Forest Eagles aus Berghaupten, ein. Immerhin

10 Punkte weniger als Olching hatte die Truppe

auf dem Konto. Bester im Team war Fabien Neid

auf der 250-ccm-Maschine mit 12 Punkten Maximum.

Max Dilger und Daniel Spiller holten je

9 Punkte, Valentin Grobauer leider nur 3 Zähler

und Ethan Spiller in zwei Läufen lediglich einen

Punkt. Dabei konnten die Schwarzwälder bis

zur Hälfte des Rennens noch gut mithalten. Nur

den 3. Platz verbuchten die Wölfe Wittstock mit

24 Punkten für sich. Bester des Teams war Steven

Mauer auf seiner Heimbahn. Gleich mit einem

Sieg und der Tagesbestzeit in Heat 2 erfuhr

Steven immerhin 10 Punkte. Junior Marvin Wiegert

steuerte 7 Punkte bei und Mirko Wolter

kämpfte recht wacker mit, was die nur 3 Punkte

nicht wirklich belegen. Für Christian Hefenbrock

lief fast gar nichts. Nur 4 Punkte und ein

Wegrutscher waren seine Ausbeute. Letzte wurden

mit leider nur 12 Punkten die Güstrow „Torros“.

Von diesen 12 Punkten holte Tobias Busch

allein 10 und Jan-Lukas Dittner fügte 2 Zähler

hinzu. Natürlich war Teammanager Hannes Heider

mit dem Abschneiden seiner Truppe nicht

zufrieden. Vor allem Hannes Gast und Timo

Wachs fuhren nur hinterher.

Im Rahmenprogramm bestritten Oldies und

PW50-Fahrer ihre Rennen. Bei den Kleinsten

konnte sich Max Streller mit zwei Siegen vor

den beiden Mädels Freya Redlich (6 Punkte)

und Alina Sassenhagen (4) als Gewinner auf

das Podest stellen. Auf den Plätzen folgten Niko

Baumann und Paul Weisheit. Bei den Oldies

konnte sich der gerade zurückgetretene Stefan

Repschläger mit 7 Zählern den Sieg sichern.

Ihm folgten Marco Langer und Ulrich Büschke

aufs Treppchen.

• Text u. Fotos: Wolfgang Radszuweit

Keine Überraschung

Beim vierten Lauf des Speedway Team Cups am 18. Juni sollte eigentlich bereits von der Mannschaftsaufstellung

her das Ergebnis klar sein, doch die Rennen gestalteten sich spannender als gedacht.

Viele Diskussionen gab es bezüglich des MSC

Olching, der mit Kai Huckenbeck, Martin Smolinski,

Sandro Wassermann und Jonas Wilke als

Junior anrückte. Die im Moment wohl beiden

besten Deutschen in einer Mannschaft, das

sorgte doch für Unmut bei den anderen Mannschaften.

Am Ende behielten die Kritiker auch

Recht, denn Huckenbeck fuhr ein tolles Maximum

und Smolinski gab nur einen Punkt an den

Güstrower Tobi Busch ab. Auch Max Dilger

(Berghaupten) startete besser als Smoli, konnte

sich dann zuerst vor dem Olchinger behaupten,

der dann aber doch, wenn auch sehr eng,

am Berghauptener vorbeizog. Sandro Wassermann

konnte ebenfalls mit 10 Punkten ein sehr

gutes Ergebnis abliefern und selbst Jonas Wilke

als 250-ccm-Fahrer konnte 5 Punkte einfahren.

Speedway Team Cup - Wittstock - 18.6.2016

Ergebnisse:

1. MSC Olching, 44 Punkte (Martin Smolinski 14, Kai Huckenbeck

15, Sandro Wassermann 10, Jonas Wilke 5); 2. Black Forest

Eagles, 34 (Max Dilger 9, Valentin Grobauer 3, Fabien Neid 12,

Daniel Spiller 9, Ethan Spiller 1); 3. Wölfe Wittstock II, 24 (Christian

Hefenbrock 4, Mirko Wolter 3, Steven Mauer 10, Marvin

Wiegert 7); 4. MC Güstrow Torros, 12 (Tobias Busch 10, Jan-Lukas

Dittner 2, Hannes Gast 0, Timo Wachs 0).

Stand (nach 4 Veranstaltungen): 1. MSC Olching, 2 Rennen/78

Laufpunkte/6 Matchpunkte; 2. Herxheim Drifters, 2/71/5;

3. Wittstock Wölfe I, 2/69/3; 4. Black Forest Eagles, 2/53/2;

5. Güstrow Torros, 2/36/1; 6. Wittstock Wölfe II, 1/24/1; 7. Brokstedt

Young Vikings, 1/11/0; 8. Diedenbergen Rockets, 0/0/0.

Oldies: 1. Stefan Repschläger, 7 Punkte; 2. Marco Langer , 7;

3. Ulrich Büschke , 6; 4. Frank Kunkel, 5; 5. Thomas Nonnenprediger,

4; 6. Mark Arnheim, 4; 7. Hartmut Ernst, 2; 8. Frank Krolzig,

2; 9. Andreas Mieser, 2; 10. René Wojtasyk, 1.

PW 50 ccm: 1. Max Streller, 8 Punkte; 2. Freya Redlich, 6; 3. Alina

Sassenhagen, 4; 4. Niko Baumann, 2; 5. Paul Weisheit, 0.

ADMV-Speedwayrennen - 11.6.2016

STRALSUND

Ergebnis:

IV. Pott von Stralsund: 1. Deutschland 1/MC Nordstern Stralsund,

21 Punkte (Jan-Lukas Dittner 3, Mathias Bartz 7, Tobias

Busch 11); 2. MC Meißen, 20 (Ronny Weis 14, Richard Geyer 6);

3. Dänemark, 19 (Jacob Bukhave 10, Bjarne Bogh 1, Andreas Lyager

8); 4. Deutschland 2/MC Wittstock, 16 (Mathias Schulz 7,

Hannes Gast 5, Maximilian Pott 4); 5. Unia Leszno/PL, 14 (Wiktor

Lis 3, Dominik Kubera 8, Rafal Konopka 3).

U21 500 ccm: 1. Ole Fethke, 12 Punkte; 2. Sindy Weber, CZ, 8;

3. Paul Schulz, 4; 4. Cherelle Harm, 0.

B I - 125 ccm: 1. Lukas Wegner, 16 Punkte; 2. Chayenne Wiegert,

12; 3. Nick Haltermann, 8; 4. Luca Leon Schön, 4; 5. Julian Schlüter,

0.

Von links: Valentin Grobauer (Black Forest Eagles),

Kai Huckenbeck (Olching), Jan-Lukas Dittner (MC Güstrow Torros) und Mirko Wolter (Wölfe Wittstock II)

16 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Erik Riss (außen) zeigte vollen Einsatz beim ersten Finale

der Speedway-Junioren-Weltmeisterschaft – hier gegen Sieger Krystian Pieszczek

Speedway-Junioren-WM - Finale 1 - King’s Lynn/GB

Erik Riss top

Speedway-Jugend-Europa-Cup 250 ccm - 19.6.2016

Grindsted/DK

Ergebnis: 1. Mads Hansen, DK, 14 Punkte; 2. Kenneth Jürgensen, DK, 13; 3. Arslan Fajzulin, RUS, 12;

4. Niklas Säyriö, FIN, 10; 5. Toni Hyyryläinen, FIN, 10; 6. Benjamin Nielsen, DK, 10; 7. Jacob Höymark,

DK, 8; 8. William Björling, S, 7; 9. Celina Liebmann, D, 7; 10. Marcin Turowski, PL, 7; 11. Niels

Oliver Wessel, D, 5; 12. Lars Frigved, N, 5; 13. Andreas Hviid, DK, 5; 14. Karol Zupinski, PL, 3; 15. Mika

Meijer, NL, 2; 16. Mads Dalum, DK, 1.

Selten war die 342-Meter-Bahn in der Adrian Flux Arena so griffig wie an

diesem Abend. Für einige (zu unerfahrene) Teilnehmer viel zu griffig. Es

kam – abgesehen von Ausfällen – zu immerhin acht Stürzen! Im Re-run

von Lauf 9 stürzten Erik Riss und der Däne Patrick Hansen. Der Deutsche

wurde daraufhin disqualifiziert. In Heat 12 gingen bei einem schlimm anzusehenden

Sturz Pawel Przedpelski und Krystian Pieszczek zu Boden.

Przedpelski konnte daraufhin nicht mehr am Rennen teilnehmen und wurde

ins Krankenhaus gefahren. Dort wurde er mit Problemen an der Halswirbelsäule

behandelt. Es muss wohl nicht so schlimm gewesen sein,

denn er flog noch am Sonntag nach Polen, wo er für Torun in Zielona Gora

2-0-2 fuhr. Edinburgh-Star Erik Riss konnte mit einem 1-2-S-2-3 seinem

Sieg im Halbfinale und seinem Abschneiden im Endlauf zufrieden sein.

Schon am frühen Morgen flog er über Amsterdam nach München, um am

Langbahn-GP in Mühldorf teilzunehmen.

„Ich dachte, dass die Außenbahn für mich optimal gewesen wäre, aber

der Weg in die erste Kurve war doch zu lang“, sagte Localhero Robert Lambert,

der nach seinem Halbfinalsieg auch im Grand Final glänzen wollte,

zu seinem 2. Platz im Finale. Krystian Pieszczek war immer einen Tick

schneller. Lambert gab nie auf und kämpfte verbissen. Der Pole rettete

sich letztlich mit nur einer Reifenbreite ins Ziel.

Das macht Lust auf die noch ausstehenden Finalläufe in Pardubice (16.9.)

und Gdansk (2.10.). Leider zog sich das Rennen aufgrund der Unterbrechungen

und Bahndienste auf über vier Stunden! Das muss nicht sein und

war keine Werbung für den Sport. • Text: Andreas Fahldiek; Foto: Jarek Pabijan

Speedway-Junioren-WM - Finale 1 - King’s Lynn/GB - 18.6.2016

Ergebnis:

Vorläufe: 1. Robert Lambert, GB, 14 Punkte; 2. Krystian Pieszczek, PL, 14; 3. Jack Holder, AUS, 12;

4. Josh Bates, GB, 11; 5. Max Fricke, AUS, 9; 6. Erik Riss, D, 8; 7. Bartosz Smektala, PL, 7; 8. Pawel

Przedpelski, PL, 6; 9. Eduard Krcmar, CZ, 6; 10. Patrick Hansen, DK, 6; 11. Wiktor Kulakow, RUS, 6;

12. Dimitri Bergé, F, 6; 13. Adam Ellis, GB, 5; 14. Joel Andersson, S, 5; 15. Mikkel B. Andersen, DK,

3; 16. Zach Wajtknecht, GB, 1; 17. Nathan Greaves (Res.), GB, 0; 18. Max Clegg (Res.), GB, 0.

1. Halbfinale: 1. Lambert; 2. Riss; 3. Bates; 4. Smektala.

2. Halbfinale: 1. Pieszczek; 2. Fricke; 3. Holder; 4. Przedpelski N.

Grand Final: 1. Pieszczek; 2. Lambert; 3. Fricke; 4. Riss.

Stand (nach 1 von 3 Finals): 1. Pieszczek, 20 Punkte; 2. Lambert, 19; 3. Fricke, 12; 4. Riss, 10; 5. Holder,

13; 6. Bates, 12; 7. Smektala, 7; 8. Przedpelski, 6; 9. Krcmar, 6; 10. Hansen, 6; 11. Kulakow, 6;

12. Bergé, 6; 13. Ellis, 5; 14. Andersson, 5; 15. Andersen, 2; 16. Waijtknecht, 1; 17. Greaves, 1;

18. Clegg, 0.

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 17


SPEEDWAY BEST PAIRS

Runde 3 - Ostrow/PL

Die abschließende Runde des Paarwettbewerbes fand in Ostrow Wielkopolski, einer Kleinstadt

zirka 120 Kilometer südlich von Posen entfernt, statt. Vor dem Rennen hatten noch mindestens

drei Teams aussichtsreiche Chancen auf den Gesamtgewinn, schlussendlich siegte aber ...

Fogo Power

18 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Piotr Pawlicki,

Bartosz Zmarzlik

und Tobiasz Musielak

(v.l.) lassen sich feiern

Die Sieger Bartosz Zmarzlik

und Piotr Pawlicki gegen

Tobias Busch und Tobias Kroner

• Fotos: Jarek Pabijan

Allen voran das Monster Energy Team, das sich

vor dem entscheidenden Turnier enorm verstärken

konnte. Statt Pawel Przedpelski nominierte

Teamcoach Joe Parsons keinen Geringeren als

den amtierenden Weltmeister. Mit Chris Holder,

Greg Hancock (feierte an dem Tag seinen

46. Geburtstag) und Tai Woffinden hätte es sich

eigentlich um eine unschlagbare Truppe handeln

müssen, aber es kam am Ende ganz anders.

Auch die Mannschaften von Fogo Power

und ePort2000.pl, die allesamt aus polnischen

Fahrern zusammengestellt wurden, kämpften

um den Gesamtsieg.

Das Monster-Team hatte einen mäßigen Auftakt.

Holder und Hancock unterlagen Martin

Smolinski und erreichten nur ein Unentschieden.

Noch schlechter verlief das Duell gegen

das Boll-Team. Hancock fiel wegen technischer

Probleme aus und Holder kam hinter Patryk Dudek

als Zweiter ins Ziel. Vor dem letzten Auftritt

hatte das Team von Parsons 17 Punkte auf dem

Konto und trat gegen ePort2000.pl an. Hätten

Hancock und Holder mit einem 4:2 gewonnen,

hätten sie sich sicher für die Finalrunde qualifiziert.

Stattdessen gab es eine weitere Klatsche.

Piotr Protasiewicz fing Hancock kurz vor der

Ziellinie ab und wurde Erster, während sein

Partner Grzegorz Zengota vor Holder Dritter

wurde. Das Monster-Team erzielte auf der 372

Meter langen Bahn 19 Zähler und war mit Nice

Racing und Boll punktgleich. Nach einem etwas

komplizierten Vergleich, bei dem die Bonuspunkte

am wichtigsten waren, hatte man Nice

Racing Rang 3 zugesprochen und das Team zog

ins Semifinale ein. Über Tagesplatz 4 entschied

ein Münzwurf und da hatte das Team Boll mehr

Glück. Monster Energy belegte am Ende Rang 5,

schied aus und hatte keine Chance mehr, den

Gesamtsieg zu holen. Überraschend wurde

Edelreservist Woffinden gar nicht eingesetzt,

obwohl sowohl Holder als auch Hancock keine

überragenden Leistungen erbracht hatten. „Es

war heute nicht so, dass unsere Fahrer total versagt

hätten. Einer fuhr besser in einem Lauf, der

andere konnte wiederum im nächsten Rennen

überzeugen. Ehrlich gesagt, es gab keinen, den

ich hätte ersetzen können. Die Fahrer suchten

optimale Abstimmungen und kämpften bis zum

Schluss, darum habe ich Woffinden nicht eingesetzt“,

erklärte Joe Parsons. „Schade, dass ich

im zweiten Lauf wegen technischen Defektes

ausfiel. Das Rennen hätte dann für uns einen

anderen Verlauf gehabt. Um ins Semifinale zu

kommen, fehlte uns ja nur ein Punkt“, sagte Geburtstagskind

Hancock.

Die beste Mannschaft nach der Qualifikation

war Fogo Power. Bartosz Zmarzlik und Piotr

Pawlicki erkämpften in dieser Rennphase

23 Punkte und qualifizierten sich direkt für den

Endlauf. Dort bewiesen sie noch einmal, dass

sie das beste Duo sind und bezwangen Janusz

Kolodziej und Grzegorz Zengota von ePort200.pl

mit einem 5:1 deutlich. Damit sicherten sich die

polnischen Youngsters den Gesamtsieg. „Wir

freuen uns, dass unser Team gewonnen hat,

denn ein Sieg bei einem so starken Starterfeld

muss man als großen Erfolg betrachten. Obwohl

die Serie keine offiziellen Prädikatsrennen

waren, hatte man hart gekämpft und jeder

wollte die Serie gewinnen“, sagte Zmarzlik. Ihre

Finalgegner wurden in der Gesamtwertung

Zweite. „Man kann überhaupt nicht über Enttäuschung

sprechen. Wir gingen in Torun als

Underdog ins Rennen und dieser Underdog

wurde am Ende Zweiter“, so Piotr Protasiewicz

(ePort2000.pl). Um den 3. Gesamtplatz musste

ein Stechen zwischen Nice Racing und Monster

Energy ausgetragen werden. Artem Laguta und

Antonio Lindbäck setzten sich gegen Hancock

und Holder mit einem 4:2 durch und belegten

am Ende die niedrigste Podiumsstufe.

Das Trans-MF-Pro-Race-Team kam in Ostrow auf

17 Punkte und wurde Sechster. Martin Smolinski

hatte einen guten Rennanfang. In den ersten

drei Läufen erzielte der Olchinger 6 Punkte.

Leider wurde er danach dreimal Letzter. Nicki

Pedersen hingegen startete mit zwei Nullen

und erst im späteren Rennverlauf konnte der

Däne ordentlich punkten. „Es war für uns echt

ein Problem, dass es bei uns beiden nie gleichzeitig

gut gelaufen ist. Entweder lief es bei mir

oder bei Nicki. Mit meinem Start ins Rennen war

ich sehr zufrieden, doch ab der Mitte des Rennens

lief dann bei mir nichts mehr zusammen.

Das Rennen am Samstag war sozusagen ein

Spiegelbild der gesamten Serie, wo uns einfach

die Konstanz für eine Spitzenplatzierung fehlte“,

fasste „Smoli“ das Rennen zusammen. Das

Team belegte Gesamtrang 6.

Das City Team erzielte 9 Punkte und wurde Letzter.

Tobias Kroner war mit 6 Punkten bester

Mann. „Die Teilnahme an dieser Serie war für

mich persönlich eine tolle Erfahrung. Auch

wenn wir im internationalen Vergleich letztlich

chancenlos blieben, haben wir uns teurer verkauft,

als uns zuvor zugetraut wurde“, sagte der

30-Jährige. Kai Huckenbeck steuerte 3 Zähler

bei, während Tobias Buch, der nur zweimal zum

Einsatz kam, ohne Punkte blieb. „Es war eine

sehr schöne Erfahrung. Leider ging ich noch

stark angeschlagen von dem Sturz in Landshut

ins Rennen und ich konnte nicht 100 Prozent geben.

Die ersten beiden Runden ging es so halbwegs,

aber dann war die Luft raus. Aber als

Team war es ein Riesenspaß, an der Seite von

Kai Huckenbeck und Tobias Kroner an den Start

zu gehen. Diese Erfahrung kann mir keiner

mehr nehmen und dafür bin ich sehr dankbar“,

sagte der Stralsunder. In der Gesamtwertung

landete das City Team auf Platz 7. • Georg Dobes

Speedway Best Pairs - Ostrow/PL - 4.6.2016

Ergebnis:

1. Fogo Power, 23 Vorlaufpunkte (Bartosz Zmarzlik 9, Piotr

Pawlicki 14, Tobiasz Musielak N); 2. ePort2000.pl Team,

20 (Piotr Protasiewicz 14, Grzegorz Zengota 4, Janusz Kolodziej

2); 3. Nice Racing, 19 (Artem Laguta 5, Grigori Laguta

4, Antonio Lindbäck 10); 4. Boll Team, 19 (Patryk Dudek

12, Niels-Kristian Iversen 0, Martin Vaculik 7); 5. Monster

Energy Team, 19 (Greg Hancock 11, Chris Holder 8, Tai Woffinden

N); 6. Trans MF Pro Race Team, 17 (Martin Smolinski

6, Nicki Pedersen 11, Renat Gafurow N); 7. City Team, 9 (Kai

Huckenbeck 3, Tobias Kroner 6, Tobias Busch 0).

Halbfinale: Kolodziej, A.Laguta, Zengota, Lindbäck.

4:2 für ePort2000.pl Team.

Finale: Pawlicki, Zmarzlik, Kolodziej, Zengota.

5:1 für Fogo Power.

Endstand (nach 3 Rennen): 1. Fogo Power, 23 Punkte;

2. ePort2000.pl Team, 20; 3. Nice Racing, 16; 4. Monster

Energy Team, 16; 5. Boll Team, 14; 6. Trans MF Pro Race

Team, 10; 7. City Team, 3.

Stechen um Gesamtrang 3: A.Laguta, Hancock, Lindbäck,

Holder. 4:2 für Nice Racing.

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 19


LANGBAHN-WM

Qualifikationsrunde 2

Bielefeld/D

D-

Enrico Janoschka, Stephan Katt und Jörg Tebbe

haben sich in Bielefeld für den WM-Challenge

in La Réole in Frankreich qualifiziert. Der

DMSC Bielefeld hatte Glück mit dem Wetter.

Trio

qualifiziert

Enrico Janoschka vor Dirk Fabriek

Stephan Katt vor Enrico Janoschka • Stephan Katt, Enrico Janoschka und Dirk Fabriek (v.l.)

Das Team vom DMSC Bielefeld um Sportleiter

Michael Junklewitz, Pressesprecher Stephan

Prante und Schatzmeister Markus Böke hatte

es im Vorfeld des Qualifikationslaufes 2 zum

WM-Challenge in La Réole nicht leicht. Ein Teil

Deutschlands wurde von Wetterkapriolen heimgesucht

und auch der Leineweberring blieb

nicht verschont. Unsicherheit machte sich

breit. Aber dann wendete sich alles zum Guten.

„Bis zum Mittwoch kam hier Wasser ohne Ende

herunter“, berichtete Stephan Prante dem großen

Publikum auf dem Leineweberring vor

Rennbeginn am Sonntag, „aber dann kam die

Sonne heraus und trocknete die Bahn ab.“ Das

machte die an sich schon anspruchsvolle Grasbahn

noch schwieriger zu befahren.

Aber es ging alles gut. Nur zwei sehr glimpflich

verlaufende Stürze standen am Ende zu Buche,

viel Sonnenschein, aber auch viel Staub und zufriedene

Gesichter beim DMSC und bei den

deutschen Fahrern.

Enrico Janoschka gewann die Konkurrenz wie

im Vorjahr an gleicher Stelle. Der 40-jährige

Sarmstorfer lag nach den Vorläufen allerdings

mit 18 Punkten „nur“ auf Platz 3. Jeweils einen

Punkt mehr auf dem Konto hatten hier der Niederländer

Dirk Fabriek und der wiedererstarkte

Stephan Katt aus Neuwittenbek. Mit 14 Zählern

war zu diesem Zeitpunkt auch der Dohrener

Jörg Tebbe auf Kurs in Richtung Challenge.

In Semifinale 1 rutschte dann Paul Cooper in

den Airfence. „Es war so staubig, dass ich urplötzlich

nichts mehr gesehen habe und schon

lag ich darunter“, sagte der Brite später. Diese

Punkte sollten ihm dann fehlen. Katt siegte im

Re-run vor dem Tschechen Martin Malek, dem

Franzosen Gabriel Dubernard und Jörg Tebbe.

In Semifinale 2 hatte Fabriek, der in den Vorläufen

nur einmal Zweiter hinter Katt wurde, Pech.

Der Schiedsrichter brach den Lauf „wegen eines

unbefriedigenden Starts“ ab. Fabriek und

sein Team fummelten da schon hektisch an der

Kupplung herum. Es kam, wie man es sich denken

konnte. Nach dem Re-start fiel der Niederländer

früh aus. „Die Kupplung war hin, so ein

Pech“, konstatierte der Niederländer später,

„ich hätte hier gewinnen können.“

Das Finale gewann dann Fabriek vor dem bärenstarken

Janoschka, gefolgt von Katt, Tebbe und

James Shanes. Der Brite hatte in seinem fünften

Vorlauf Pech mit einer gerissenen Kette. Alle Finalteilnehmer

und auch der Sechstplatzierte

Henry van der Steen (NL) waren damit auch für

La Réole qualifiziert.

Platz 7 mussten Cooper und Dubernard im Stechen

ausfahren. Der Brite hatte Pech, als bei

seinem Motorrad in Führung liegend der Zahnriemen

riss. Damit ist Dubernard qualifiziert

und Cooper in Frankreich Reservist.

Enrico Janoschka war am Ende froh, dass alle

Fahrer heil durchgekommen waren. „Die Bahn

war heute nicht einfach und ich persönlich habe

den ganzen Tag mit meinen Starts gehadert.

Aber in den letzten beiden Läufen waren sie

gut.“ Stephan Katt stöhnte nach dem Finale:

„Die Bahn war heute super schwierig zu befahren,

das war richtig harte Männerarbeit.“

Gespanne: Matthijssen/Mollema

siegten mit besseren Starts

Die Niederländer William Matthijssen/Sandra

Mollema beherrschten die Seitenwagenkonkurrenz.

Sie gewannen mit maximaler Punktzahl

vor den Pfarrkirchenern Markus Venus/

Markus Heiß. Das Duell der Meister der Niederlande

und Deutschland war irgendwo auch eine

Form der Standortbestimmung vor dem EM-Finale

am 24. Juli in Vries (NL), denn in dieser Saison

waren die Cracks noch nicht gegeneinander

gefahren.

Matthijssen/Mollema kamen mit den Verhältnissen

am besten zurecht, sie hatten vor allem

die besseren Starts. Das gemischte niederländische

Doppel gewann alle drei Seitenwagenläufe

vor den vom reinen Tempo her nicht

schwächeren Markus Venus/Markus Heiß.

20 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Die ersten vier bei den internationalen Seitenwagen:

William Matthijssen/Sandra Mollema (2), Markus

Venus/Markus Heiß (1), Dennis Noordman/Patrick

Kremer (5), Markus Brandhofer/Michael Zapf (44)

Markus Heiß, Markus Venus, William Matthijssen, Sandra Mollema, Markus Brandhofer und Michael Zapf (v.l.)

„Die Starts sind heute für uns gut gelaufen“,

bekannte Matthijssen später bei der Siegerehrung,

„es hat mir hier in Bielefeld wie immer

sehr gut gefallen.“ Seiner Beifahrerin Sandra

Mollema war die Anstrengung nach den Läufen

deutlich anzumerken: „Das war hart heute,

aber wenn man gewinnt, kann man das genießen.“

Markus Heiß zeigte sich als fairer Sportsmann:

„Platz 2 ist auch nicht schlecht.“ Und Markus

Venus meinte: „Matthijssen hatte die besseren

Starts. Das ist wichtig, denn wenn du in diesem

Staub hinterherfährst, hast du es sehr schwer.“

Die Drittplatzierten Markus Brandhofer und

Beifahrer Michael Zapf überzeugten wieder

durch ihren unermüdlichen Kampfgeist. „Der

letzte Start ist in die Hose gegangen, da musste

ich den Gashahn noch mal ordentlich aufdrehen“,

sagte Brandhofer nach einem bemerkenswerten

Duell im letzten Lauf gegen die Niederländer

Noordman/Kremer.

Karl Keil und sein neuer Beifahrer David Kersten

befinden sich zur Zeit noch in der Übungsphase.

Vor Lauf 1 hatten die Hessen Pech, als das

Motorrad partout nicht anspringen wollte. So

mussten sie hier zuschauen und verpassten

mehr Punkte als am Ende nur den einen.

B-Lizenz: Lokalmatador mit Glück vorne

Marcel Sebastian vom DMSC Bielefeld gewann

die B-Lizenzklasse, profitierte dabei aber von

einem Ausfall des Routiniers Jens Buchberger.

Der 44-Jährige aus Hemmoor beklagte in seinem

ersten Lauf in Führung liegend einen Kettenriss.

Diese Punkte fehlten am Ende. Sebastian

dagegen strahlte vor den heimischen Fans,

gab aber zu: „Die Bahn war heute eine Männerbahn,

ich habe gemerkt, dass ich konditionell

noch was tun muss.“ Dennis Helfer auf Platz

3 meinte: „Es ist einfach geil, hier zu fahren.“

• Texte u. Fotos: Rudi Hagen

Langbahn-WM - Qualifikationsrunde 2 - Bielefeld - 5.6.2016

Ergebnisse:

Qualifiziert für WM-Challenge in La Réole/F am 31.7.: 1. Enrico

Janoschka, D, 25 Punkte; 2. Stephan Katt, D, 25; 3. Dirk Fabriek,

NL, 23; 4. Jörg Tebbe, D, 17; 5. James Shanes, GB, 14; 6. Henry

van der Steen, NL, 14; 7. Gabriel Dubernard, F, 12; Reserve

8. Paul Cooper, GB, 12.

Ausgeschieden: 9. Martin Malek, CZ, 11; 10. Andrew Appleton,

GB, 9; 11. Jerôme Lespinasse, F, 6; 12. Michal Skurla, CZ, 5;

13. Jonas Andersson, S, 4; 14. Mariusz Fierlej, PL, 3; 15. Aki-Pekka

Mustonen, FIN, 0.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL,

15 Punkte; 2. Markus Venus/Markus Heiß, D, 12; 3. Markus

Brandhofer/Michael Zapf, D, 8; 4. Dennis Noordman/Patrick

Kremer, NL, 5; 5. Karl Keil/David Kersten, D, 1; 6. Wilfred Detz/

Henk Auwema, NL, 1.

B-Solo: 1. Marcel Sebastian, 13 Punkte; 2. Jens Buchberger, 10;

3. Dennis Helfer, 10; 4. Fabian Wachs, 5; 5. Sven Klein, 4; 6. Jarno

de Vries, NL, 3; 7. Fabien Neid, 0.

KOMMENTAR

Man hat schon glücklichere Reservisten gesehen.

Die beiden Reservisten Christian Hülshorst

und Bernd Diener standen zwar bereit,

kamen aber nicht zum Einsatz.

Beide zeigten sich aber schon vor Beginn der

Qualifikationsläufe sportlich fair. „Keiner von

uns will wegen der Verletzung oder des Pechs

eines anderen Fahrers ins Rennen kommen“,

sagte Diener stellvertretend für beide Deutsche.

Trotzdem machten sie lange Gesichter,

denn diese Bahn war wie für sie gemacht und

andere nutzten sie nicht oder konnten es einfach

nicht.

Und wenn man dann sah, wie schwer sich Fahrer

wie der Pole Mariusz Fierlej, der Schwede

Jonas Andersson oder der Tscheche Michal

Skurla auf dem Leineweberring taten, mal

ganz abgesehen von dem ganz schwachen

Finnen Aki-Pekka Mustonen, der wie ein Anfänger

um den Leineweberring eierte, dann

konnte man durchaus mit „Hülse“ und Diener

mitfühlen. Vom reinen Leistungsvermögen

her hätten die beiden hier viel mehr zustande

gebracht.

Fest steht: Diese Leistungsunterschiede will

kein Zuschauer sehen, dazu hat er auch zu viel

Geld bezahlt. Hier müsste das Reglement

noch mal überdacht werden.

Langbahn-WM - Qualifikationsrunde 1 - St. Macaire/F

4.6.2016

D-Duo raus

Ergebnisse:

Qualifiziert für WM-Challenge in La Réole/F am 31.7.: 1. Romano

Hummel, NL, 26 Punkte; 2. Mathieu Trésarrieu, F, 26; 3. Jesse

Mustonen, FIN, 21; 4. James Wright, GB, 19; 5. Stéphane Trésarrieu,

F, 17; 6. Josef Franc, CZ, 15; 7. Hynek Stichauer, CZ, 13; Reserve

8. Theo di Palma, F, 12.

Ausgeschieden: 9. Alessandro Milanese, I, 7; 10. Gaétan Stella,

F, 7; 11. David Pfeffer, D, 6; 12. Rodney McDonald, AUS, 6;

13. Lars Zandvliet, NL, 2; 14. Jens Benneker, D, 2; 15. Jérémy

Coste Lescoul, F, 1; 16. Anthony Chauffour, F, 0.

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 21


Martin Smolinski,

Erik Riss und

Jannick de Jong

(v.l.)

LANGBAHN-WM

Finale 1 - Mühldorf/D

Die Jagd hat begonnen

22 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Erik Riss legt den Grundstein • Wetterkapriolen

Bis im September der neue Weltmeister seinen Titel feiern kann, sind sechs Finalrennen zu absolvieren. Den Auftakt machte Mühldorf mit 15

Fahrern aus sechs Nationen, darunter fünf DMSB-Teilnehmer. Von denen hatte Ex- und Vizeweltmeister Erik Riss in den Medien deutlich zum

Ausdruck gebracht, dass er den Titel zurückholen möchte. Die anderen Deutschen wollten Gas geben, Spaß haben und sehen, was kommt.

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 23


LANGBAHN-WM

Weltmeister Jannick de Jong

vor Josef Franc, Appe Mustonen,

Stephan Katt und

Martin Smolinski

Doch zunächst kam der Regen, der schon in

leichter Form während der Trainingsrunden fiel,

doch dann kam der für die Region befürchtete

Starkregen. Alle suchten einen geschützten Bereich

und schnell war klar, der vorgesehene

Rennbeginn 13:30 Uhr würde nicht zu halten

sein. Man hoffte aber, die Wetterfrösche würden

recht behalten und Wetterbesserung kommen.

Und sie sollten recht behalten. Um 14:45

Uhr konnte der erste Rennlauf gestartet werden.

Die Bahn hatte die Wassermassen erstaunlich

gut weggesteckt.

Auftaktsieger war Richard Hall (119,2 km/h).

Den nächsten Heat sicherte sich Erik Riss, der

wegen seines Rennens am Vortag ohne Training

an den Start musste. Allerdings war er Nutznießer

eines Ausfalls des deutlich führenden Theo

Pijper, dem praktisch in der letzten Kurve sein

bester Motor den Dienst versagte. Heat 3 sah

den Weltmeister zum ersten Mal auf der Bahn

und Jannick de Jong setzte gleich ein Zeichen,

zog außen am Feld vorbei und Wildcard-Pilot

Martin Smolinski hatte trotz aller Bemühungen

keine Gelegenheit zu kontern. Auch Stephan

„Catman“ Katt versuchte sich vergeblich an Appe

Mustonen.

Der eröffnete dann mit einer schellen Zeit

(120,6) den zweiten Durchgang und da hatten

weder Riss noch Hall eine Möglichkeit einzugreifen.

Im anschließenden Heat setzte sich

Smoli außen herum deutlich an die Spitze, um

ungefährdet 4 Punkte einzufahren. Das machte

der Weltmeister anschließend nach, der damit

nach zwei Durchgängen als Einziger ungeschlagen

war.

Zu Beginn der dritten Runde zeigte Jörg Tebbe

eine sehr beherzte Fahrt und musste nur ganz

knapp Dimitri Bergé den Vortritt lassen. Im

nächsten Heat feierte Riss einen klaren Start-

Ziel-Sieg und dahinter wehrte sich Smolinski

erfolgreich gegen Mustonen. Heat 10 kam mit

der stärksten Leistung von Katt, der den Start

gewinnen konnte, sich dann aber doch Hall

beugen musste. Weiter ging es mit einem sicheren

Sieg von Smolinski und dann legte de Jong

mit 120,8 km/h die schnellste Zeit des Tages auf

die Bahn und alle fragten sich, wer an diesem

Tag den Weltmeister schlagen soll, denn diesmal

hatten auch der kleine Finne und Riss kein

Gegenmittel.

Zum Auftakt des letzten Grunddurchgangs war

zunächst Erik Riss hochüberlegener Sieger.

Dann aber fiel eine Vorentscheidung. Der Weltmeister

hatte am Start Probleme mit der Schaltung,

wollte den daraus resultierenden Rückstand

mit Vollspeed wettmachen und touchierte

in der zweiten Kurve den Airfence und landete

zum Glück unverletzt im Sand, aber wichtige

Punkte waren weg. Zum Abschluss der Vorläufe

setzte sich Smoli erneut außen herum gegen

Katt durch, der später auch noch Pijper ziehen

lassen musste.

Vor den Finalläufen führte Smolinski mit einem

Punkt vor Riss und 2 Zählern vor de Jong. Halbfinale

1 war eine deutliche Beute von Smolinski,

ebenso Semifinale 2 für Riss. Damit war das Finalfeld

komplett, bei dem es vor allem auch um

den Tagessieg ging. Den holte sich Erik Riss sicher

vor Smolinski und Jannick de Jong und da

Erik auch punktegleich mit Smoli war, legte er

damit den Grundstein in der WM-Führung.

Im Rahmenprogramm standen fünf Läufe der

internationalen Seitenwagen auf dem Programm,

diese wurden eine sichere Beute von

Markus Venus/Markus Heiß, die nur im Finallauf

einen Punkt abgaben und ansonsten durch

Blitzstarts überzeugten. Aber auch alle anderen

Gespanne zeigten guten und spannenden

Sport. Leider ging es hier nicht ganz ohne Stürze

ab. In einem der Vorläufe erwischte es zunächst

nach einem Reifenplatzer Martin und

Hermann Brandl und im Re-run auch William

Matthijssen/Sandra Mollema. Im Finale jagten

Raphael San Millan/Benedikt Zapf bei einem

Ausritt ins Innenfeld dem Streckenposten einen

Schrecken ein. • Texte: Volker Linke; Fotos Seite 24:

Ubbo Bandy; Fotos Seite 22/23: Nicklas Breu

Langbahn-WM

(Stand nach 1 von 5 Veranstaltungen)

Pl./Name

Nat. F1 (VP) Ges.

1. Erik Riss D 25 (21) 25

2. Martin Smolinski* D 25 (22) 25

3. Jannick de Jong NL 21 (19) 21

4. Richard Hall GB 17 (17) 17

5. Mathieu Trésarrieu F 16 (15) 16

6. Appe Mustonen FIN 14 (14) 14

7. Dimitri Bergé F 13 (13) 13

8. Theo Pijper NL 12 (12) 12

9. Glen Phillips GB 9 (9) 9

10. Stephan Katt D 7 (7) 7

11. Josef Franc CZ 6 (6) 6

12. Jörg Tebbe D 6 (6) 6

13. Theo di Palma F 5 (5) 5

14. Stéphane Trésarrieu F 2 (2) 2

15. Matthias Kröger D 2 (2) 2

AM RANDE

Natürlich gab es in Mühldorf auch interessante

Besucher wie den vierfachen Weltmeister Robert

Barth oder den Weltmeister von 1979 Alois

Wiesböck. Auch Christoph Betzl, Georg Hack

und Eisspeedway-Crack Franky Zorn sowie aus

dem Straßenrennsportbereich Lucca Grünwald

wurden gesehen.

Int. ADAC-Sandbahnrennen Mühldorf - 19.6.2016

Ergebnis:

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, 19 Punkte;

2. Markus Brandhofer/Michael Zapf, 15; 3. William Matthijsssen/Sandra

Mollema, NL, 13; 4. Imanuel Schramm/Hermann

Bacher, 8; 5. Marco Hundsrucker/Corina Günthör, 8; 6. Karl

Keil/David Kersten, 5; 7. Martin Brandl/Hermann Brandl, 4;

8. Manuel Meier/Benjamin Maier, 2; 9. Raphael San Millan/Benedikt

Zapf, 0.

Erik Riss feiert seinen Sieg

24 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


45. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • ISSN 2198–2902

NR. 7/15

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Smoli und Wölbert

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SEITENWAGEN-EM

Semifinale - Loppersum/NL

Detz/Auwema siegen

Brandhofer/Zapf für Finale qualifiziert

Finale: Wilfred Detz/Henk Auwema (5)

vor Christophe Grenier/Lilian Pellizzotti (7),

Guillaume Comblon/Chloé Agez (4) und

Shaun Harvey/Danny Hogg (10)

Markus Brandhofer und Beifahrer Michael Zapf beendeten das Semifinale zur Seitenwagen-Europameisterschaft in Loppersum als

Fünfte und sind damit für das Finale am 24. Juli in Vries (NL) qualifiziert. Ausgeschieden sind dagegen Matthias Motk/Sonja End

und die mit Schweizer Lizenz gestarteten Imanuel Schramm/Hermann Bacher • Text u. Fotos: Rudi Hagen

Das war nicht der Tag der deutschen Teams im

holländischen Loppersum. Einzig Markus

Brandhofer/Michael Zapf schafften es, sich für

das EM-Finale zu qualifizieren. Die Oberbayern

hatten mit der kurzen Grasbahn, die teilweise

glatt wie ein Straßenkurs war, sichtliche Probleme.

„Wir sind den ganzen Tag über das Vorderrad

nach außen gerutscht und haben dort

Meter und Plätze verloren“, sagte Michael Zapf

nach den Rennen.

Im Semifinale beispielsweise hatten sie einen

Blitzstart und bogen von außen kommend als

Erste in die Kurve ein, wurden anschließend

wieder nach außen getragen und waren dann

Letzte. Hier funktionierte Markus Brandhofers

wie sonst übliches Rezept, außen herum hart

am Gas anzugreifen, nicht. Auf der nur 430 Meter

langen Grasbahn war es nützlicher, innen zu

bleiben und sanft am Kurvenausgang zu beschleunigen.

Immerhin hatte man sich mit Platz

5 die Fahrkarte für Vries gesichert.

Matthias Motk und seine neue Beifahrerin Sonja

End schieden aus. Im ersten Vorlauf mit Platz

2 waren sie noch auf Qualikurs, aber danach lief

gar nichts mehr. Null Punkte im zweiten Heat,

dann ein Highsider beim Startversuch, im vier-

ten Vorlauf nur ein Zähler und im C-Finale Letzter,

wenn nicht Schramm/Bacher disqualifiziert

worden wären. „Im Training lief es noch gut bei

uns“, rätselte Motk nach dem Rennen, „aber

dann ging gar nichts, ich kann mir das nicht erklären.“

Imanuel Schramm war nach dem C-Finale sauer

ohne Ende. Schon vorher lief bei dem 41-Jährigen

aus Wellmutsweiler bei Tettnang und Beifahrer

Hermann Bacher nicht alles nach Plan. Es

begann aber sehr gut. Im ersten Vorlauf beherrschten

die beiden mit ihrem starken GTR-

Motor die Konkurrenz und ließen die späteren

Sieger Wilfred Detz/Henk Auwema (NL) und die

Franzosen Christophe Grenier/Lilian Pellizzotti

hinter sich.

Der Knackpunkt war dann ihr Vorlauf 2, als sie

nach einem Hochstart ins Band fuhren und daraufhin

disqualifiziert wurden. Das führte letztlich

dazu, dass Schramm/Bacher nach den Vorläufen

7 Punkte auf ihrem Konto hatten, je 2 davon

gesammelt in Outing Nummer 4 und 5. Die

gleiche Punktzahl hatten aber auch Brandhofer/Zapf

kassiert. Somit sorgte die Disqualifikation

dafür, dass Schramm/Bacher ins C-Finale

mussten und Brandhofer/Zapf das B-Finale

mit Chance für das A-Finale erreichten.

Das C-Finale gewannen Schramm/Bacher sicher

vor den Briten David Carvill/Cameron Godden,

den Dänen Stinus Lund/Dennis Smit und

Motk/End. Nachdem der Sprecher die Punkte

verteilt hatte, nahmen alle an, die Sieger hätten

den Reserveplatz für Vries sicher. Nichts da, der

Schiedsrichter disqualifizierte Schramm/Bacher

anschließend wegen Durchfahren des Innenfeldes

und die Deutschen fanden sich auf

Rang 10 wieder. „Das stimmt einfach nicht, ich

war mit dem Vorderreifen zwar innen drin, aber

nicht hinten“, schimpfte Schramm danach.

Das Finale musste zweimal gestartet werden,

da die Franzosen Grenier/Pellizzotti gestürzt

waren. Sie wurden am Ende Vierte. Im Re-run

gewannen die Niederländer Wilfred Detz/Henk

Auwema vor den Franzosen Guillaume Comblon/Chloé

Agez und den Briten Shaun Harvey/

Danny Hogg. Siegerpilot Wilfred Detz war danach

überglücklich: „Wir wollten hier unter die

ersten sechs kommen, jetzt haben wir gewonnen.

Das ist schon toll.“

Die wirklichen Pechvögel des Tages waren Dennis

Noordman/Patrick Kremer. Noordman erlitt

nach einer Kollision im Training einen mehrfachen

Bruch im linken Knöchel. Damit waren die

EM-Chancen für die Niederländer dahin.

26 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Geschafft: Markus Brandhofer/Michael Zapf (2) sind im Finale; Stinus Lund/Dennis Smit (1) landeten auf dem Reserveplatz

Sturz von Christophe Grenier/Lilian Pellizzotti (F), die sich mit Gesamtrang 4 fürs Finale in Vries qualifiziert haben

Glosse

Glückliche Lüdinghäuser

Christian Hülshorst ist ein Phänomen. Wohl nur wenige

andere Fahrer haben so einen beständigen

Fan- und Freundeskreis bei den Rennen um sich herum

geschart wie der Lüdinghäuser – auf den Grasund

Sandbahnen dieser Welt, wohlgemerkt. Es gibt

wohl kein Rennen, wo der 39-Jährige nicht samt Familie

und zweistelliger Fanzahl unterwegs ist und

mit dem ganzen Tross nach den Rennen auch noch

zusammen ausgiebig feiert.

Wie macht er das eigentlich? Die Erfolge auf der

Rennbahn können es nicht sein, denn davon gibt es

nicht so viele. Ist es vielleicht abgesehen davon,

dass „Hülse“ ein netter Typ ist, etwas anderes, was

die „Hülse-Mania“ bei seinen Fans ausmacht? Ganz

bestimmt, denn Hülse hat einen Trick, um seine Fans

bei Laune zu halten. Gesehen zuletzt hier in Loppersum.

Wie im Vorjahr stand „die Hülse-Gang“ ausgangs

der Zielkurve und machte das, was sie immer tut –

feiern. Diese Kurve ist Hülshorst-Land, denn hier

macht der Meister seine Späße.

Im B-Finale war es dann wieder soweit. „Hülse“ lag

eine Runde vor Schluss auf Platz 4 und sah, dass das

A-Finale nicht mehr zu schaffen ist. Jetzt kam der

Trick für die Fans: Er legte das Bike spektakulär um,

rutschte durch das Gras, behielt aber die Hand am

Gas, sprang dann behände wieder auf, schlingerte

erst nach links und dann nach rechts und stürmte

anschließend mit Vollgas der Meute hinterher.

Jubel bei den Hülse-Fans. So wollen sie ihn sehen:

immer bereit, nie aufgeben und hinein ins Getümmel.

Am Ende wurde Christian Hülshorst Siebter.

Macht nichts, sagten seine Fans, nächstes Wochenende

ist ein neues Rennen. Alle sind dann wieder dabei

– in bester Stimmung.

Glückliche Lüdinghäuser!

Kämpferisch wie immer: Christian Hülshorst (41) gegen Romano Hummel (84 ), der schlussendlich Zweiter wurde

Seitenwagen-EM - Semifinale - Loppersum/NL - 11.6.2016

Ergebnisse:

Qualifiziert für Finale in Vries/NL am 24.7.: 1. Wilfred Detz/Henk Auwema,

NL, 9 Vorlaufpunkte; 2. Guillaume Comblon/Chloé Agez, F,

10; 3. Shaun Harvey/Daniel Hogg, GB, 7; 4. Christophe Grenier/Lilian

Pellizzotti, F, 9; 5. Markus Brandhofer/Michael Zapf, D, 7;

6. David Chaminade/Stephanie Vedelago, F, 8; Reserve 7. David

Carvill/Cameron Godden, GB, 5; Reserve 8. Stinus Lund/Dennis

Smit, DK, 4.

Ausgeschieden: 9. Matthias Motk/Sonja End, D, 3; 10. Imanuel

Schramm/Hermann Bacher, D/CH, 7; 11. Jojo van der Werf/Janny

van Fijk, NL, 2; 12. Dan Berwick/Mark Hopkins, GB, 1.

Specials Senioren: 1. Jannick de Jong, 12 Vorlaufpunkte; 2. Romano

Hummel, 10; 3. Henry van der Steen, 5; 4. Mark Helmhout, 7; 5. Dirk

Fabriek, 12; 6. Sjoerd Rozenberg, 5; 7. Christian Hülshorst, D, 6;

8. Dave Meijerink, 6; 9. Mark Beishuizen, 5; 10. Lars Zandvliet, 1;

11. Jens Benneker, 1.

Shorttrack ST 1: 1. Frank Hamming, 27 Vorlaufpunkte; 2. Bert Dijkstra,

30; 3. Johan Wisseman, 13; 4. Sytze Hilliger, 25; 5. Stef Hamstra,

25; 6. Dirk Werkman, 15; 7. Wybe Valkema, 20; 8. Erwin Mulder,

18; 9. Wilson Cuperus, 9; 10. Reinse de Jong, 8; 11. Wietze Put, 5;

12 Evert van Til, 3.

Shorttrack ST 2: 1. Gert Jan Valk, 31 Vorlaufpunkte; 2. Jan Okke

Loonstra, 26; 3. Berry de Vos, 29; 4. Lorenzo Punter, 21; 5. Harriet

Zwiers, 25; 6. Roy Pasveer, 17; 7. Gert Poolman, 11; 8. Remon Meeters,

12; 9. Joey van Kammen, 11; 10. Jeffrey Oppersma, 7; 11. Anne

Bos, 5; 12. Ruben Guikema, 3.

50 ccm: 1. Niek Meijerink, 23 Punkte; 2. Rens Spanjer, 18; 3. Ronan

Pera, 15; 4. Jafaro Hazeveld, 14; 5. Amanda van der Ploeg, 12; 6. Elroy

Hoeksma, 10; 7. Britt Boezerooij, 8; 8. Danique Schoo, 5; 9. Daniëlle

Dijkstra, 2.

65 ccm: 1. Angela Lageman, 18 Punkte; 2. Dennis van der Ploeg, 15;

3. Jelmar Naessens, 12; 4. Demi Lageman, 7; 5. Gert Homans, 7;

6. Dave Hoogerhuis, 4; 7. Amber Boezerooij, 0.

85 ccm: 1. Jarno Terpstra, 18 Punkte; 2. Joran Marra, 14; 3. Lars

Hoeksma, 14; 4. Jesse Jan Stelwagen, 11; 5. Fabian Dootjes, 11;

6. Jessica Dijkstra, 7; 7. Mike Koolhaas, 6; 8. Chayenne Hoogerhuis,

2.

125 ccm Specials: 1. William Kruit, 10 Vorlaufpunkte; 2. Jeffrey

Sijbesma, 7; 3. Margriet Diever, 7; 4. Christian Wagemans, 9;

5. Sem Ensing, 3; 6. Nigel Hummel, 5; 7. Nynke Sijbesma, 0; 8. Michael

Jong, 3.

125 ccm Jugend: 1. Johan Kuiken, 23 Punkte; 2. Niels Broekema, 20;

3. Rick Grasdijk, 19; 4. Dylan Ottens, 16; 5. Nuri Heskes, 9; 6. Jesse

Meindertsma, 8; 7. Koen van Schoot, 8; 8. Mike Klein, 3; 9. Jasper

Reurink, 2.

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 27


SANDBAHN

Scheeßel

Maximumsieger Michael Härtel vor Matthias Kröger

(weiß) und Andrew Appleton (grün) • Foto: Daniel Sievers

Michi Härtel souveräner Sieger

Das 69. DMV-Sandbahnrennen auf dem Eichenring wurde für Michael Härtel zu einem wahren Siegeszug.

Leider waren nur gut 1600 Zuschauer bei schon fast zu sommerlichen Bedingungen an die Rennbahn gekommen.

Trotz großer Bemühungen hatten die Scheeßeler

es nicht leicht, ein interessantes Fahrerfeld

zusammenzustellen. So sagte noch am Samstag

Richard Hall ab. Michael Härtel, der erst

kurz vor der Veranstaltung in Scheeßel ankam,

durfte mit Matten Kröger noch drei Trainingsrunden

drehen und dann ging es auch schon

los.

Schon am Start hatten Härtels Gegner, die

meist doppelt so alt wie er sind, keine Chance.

Jedenfalls hatte Härtel in der ersten Kurve immer

die Nase vorn und bedachte seine Konkurrenten

mit ordentlichen Sandfluten. Bis zum Finale

hatte auch der amtierende deutsche Meister

Jörg Tebbe vier Siege auf dem Konto und

stand damit wie auch Bernd Diener (16 Punkte)

im Finale. Erstmals stand auch der Brite James

Shanes mit 16 Punkten im Finale auf dem Eichenring.

Gleich der erste Lauf des gerade

17-Jährigen mit Henry van der Steen war sehenswert.

Als Fünfter konnte sich der 37-jährige

Tscheche Josef Franc mit 15 Punkten qualifizieren.

Im Finale ließ Härtel dann den Gegnern wieder

keine Chance und kreuzte zum fünften Mal die

Ziellinie als Sieger. Hinter ihm belegten Jörg

Tebbe und Bernd Diener die Plätze und folgten

ihm aufs Siegespodest. Shanes wurde guter

Vierter vor Franc. Das B-Finale gewann Matten

Kröger, der durch einen beherzten Angriff in

Heat 9 in der letzten Kurve noch an Franc vorbeizog.

Kröger folgten Enrico Janoschka, Henry van

der Steen, David Pfeffer und Sjoerd Rozenberg.

Das C-Finale konnte Andrew Appleton für sich

entscheiden, der damit aber weit hinter den Erwartungen

blieb. Ihm folgten Marcel Sebastian

und Andreas Westlund, der Sohn von Ola Westlund,

dem schwedischen Eisspeedwayfahrer

und Trainer. Andreas befindet sich noch in seinem

Trainingsjahr und hatte in Scheeßel technische

Probleme.

Pechvögel dieser Veranstaltung waren Stephan

Katt und Kai Dorenkamp. Bei Stephan platzte

ein Jawa-Gehäuse bereits im Training und verteilte

sich auf der Bahn. In Heat 4 stürzte er

spektakulär und war kurz ohne Bewusstsein. Es

dauerte eine Weile, bis er wieder auf den Beinen

stand. Schlimmer erwischte es Dorenkamp,

der vermutlich eine Berührung mit James

Shanes hatte und ebenfalls spektakulär abstieg.

Er wurde mit Verdacht auf Schulterverletzung

ins Krankenhaus gefahren.

Bei den Gespannen war es genau wie bei den

Solisten. Die Holländer Matthijssen/Mollema

hatten keine Gegner zu fürchten und gewannen

alle vier Läufe. Übrigens war das nun schon das

vierte Rennen in Folge, das die beiden gewannen.

Sehr gut hielt Karl Keil mit seinem neuen,

erst 17-jährigen Beifahrer David Kersten bei

dessen erst zweiten Rennen mit. Dahinter folgten

Markus Brandhofer/Michael Zapf und Marko

Hundsrucker/Corina Günthör. Wilfried Detz/

Henk Auwema konnten sich vor den erstmals in

Scheeßel startenden Franzosen David Chaminade/Stephanie

Vedelago sowie Stinus Lund/

Dennis Smit halten. Letzter wurde das B-Lizenz-

Gespann Patrick Hermanns/Patrick Herbst. Sie

waren eigentlich nur als Bahnreserve vorgese-

hen. Aufgrund der Absage des Holländers Dennis

Noordman einen Tag vor dem Rennen hätte

die eigentliche Reserve, Jens Voss/Jenny Plehn,

starten sollen. Da diese wegen technischer Probleme

nicht fahren konnten, kamen Hermanns/

Herbst zum Einsatz.

• Texte: Wolfgang Radszuweit

AM RANDE

Auch wenn der MSC Eichenring nicht gerade

von hohen Zuschauerzahlen verwöhnt

wird, plant man hier doch in die Zukunft.

So wird ein festes Clubheim im Fahrerlager

am Funkturm entstehen. Es soll die Baracke

ersetzen. Auch hat man sich bei der

FIM um einen WM-Lauf für das Jahr 2017

beworben. Auch die Verkürzung der Bahn

auf 800 Meter ist immer noch ein Thema.

Seinen ersten Einsatz als Rennleiter hatte

Tobias Klitsch, der ihn aber schon am

Samstag beim Speedway (siehe Bericht)

einige Nerven kostete. Ansonsten lief es

aber gut für den „Neuen“.

Bis zu den Stürzen von Stephan Katt und

Kai Dorenkamp lief es zeitplanmäßig richtig

gut. Danach wurde es langatmig.

Schuld daran waren auch die vielen Bahndienste,

die die staubige und tiefe Bahn

auch brauchte. Bleibt die Frage: Warum

Bahndienst vor den Gespannen, nach zwei

Läufen der Solisten?

28 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


SPEEDWAYTAG

Nun schon zum zweiten Mal veranstaltete der

MSC Eichenring einen Renntag ausschließlich

für die Jugend. Es ging um die Junior B/C

Speedway Talents Team Trophy und es waren

vier Mannschaften am Start. Jeweils zwei

Mannschaften kämpften abwechselnd um den

Sieg und so standen zwei Rennen am Morgen

und zwei Rennen am Nachmittag auf dem Programm.

Je vier Junior-C- und zwei Junior-B-Fahrer waren

pro Mannschaft am Start. Zuerst fuhren die

Teams Nordhastedt und Olching/Scheeßel gegeneinander,

sodann Brokstedt gegen Mulms-

69. DMV-Sandbahnrennen Scheeßel - 21./22.5.2016

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Michael Härtel, D, 25 Punkte. 2. Jörg Tebbe, D, 24;

3. Bernd Diener, D, 19; 4. James Shanes, GB, 18; 5. Josef Franc,

CZ, 16; 6. Matthias Kröger, D, 20; 7. Enrico Janoschka, D, 18;

8. Henry van der Steen, NL, 15; 9. David Pfeffer, D, 11; 10. Sjoerd

Rozenberg, NL, 9; 11. Andrew Appleton, GB, 12; 12. Andreas

Westlund, S, 10; 13. Marcel Sebastian, D, 6; 14. Lars Zandvliet,

NL, 3; 15. Kai Dorenkamp, D, 9; 16. Stephan Katt, D, 4.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL,

20 Punkte; 2. Karl Keil/David Kersten, D, , 17; 3. Markus Brandhofer/Michael

Zapf, D, 14; 4. Marco Hundsrucker/Corina Günthör,

D, 13; 5. Wilfried Detz/Henk Auwema, NL; 10; 6. David Chaminade/Stephanie

Vedelago, F, 6; 7. Stinus Lund/Dennis Smit,

5; 8. Patrick Hermanns/Patrick Herbst, D, 3.

2. Runde Talents Team Trophy - 2. Runde - Junior B: Mulmshorn/

Teterow - Brokstedt 35:14 Punkte; Mulmshorn/Teterow - Nordhastedt

33:19; Olching/Scheeßel - Nordhastedt 37:17; Brokstedt

- Olching/Scheeßel 28:26.

Junior C: Nordhastedt - Olching/Scheeßel 14:11 Punkte; Brokstedt

- Mulmshorn/Teterow 18:4; Nordhastedt - Mulmshorn/

Teterow 21:6; Olching/Scheeßel - Brokstedt 14:13.

James Shanes vor Kai Dorenkamp

• Foto: Wolfgang Radszuweit

Niels Oliver Wessel,

Bester des Tages, vor

Tim Wunderer (weiß)

und Mathis Möller (gelb)

• Foto: Wolfgang Radszuweit

horn/Teterow. Leider gab es auf der tiefen

Bahn ohne festen Untergrund gleich einen

Sturz von Jon Ruhnke, der zur Kontrolle ins

Krankenhaus musste. Nach mehreren leichten

Stürzen folgte ein schwerer Fall von Chayenne

Wiegert, die im tiefen Sand von einem innen

fahrenden Gegner umgefahren wurde und

auch zur Untersuchung ins Krankenhaus musste.

Beide Jugendlichen zogen sich glücklicherweise

nur Prellungen zu.

Nach diesem Sturz gab es Diskussionsbedarf

zwischen Eltern und Rennleitung. Rennleiter

Tobias Klitsch kam gleich bei seinem ersten

Einsatz ins Schwitzen. Der Vater der Verletzten

Chayenne wollte, dass das Rennen abgebrochen

wird und auch seinen Sohn Marvin nicht

mehr fahren lassen. Der Rennleiter wies darauf

hin, dass in Scheeßel Speedway auf der Sandbahn

gefahren wird und demzufolge die Bahn

auch entsprechend tief ist. Alle Mannschaftsleiter

wurden befragt und plädierten auf Weiterfahren,

aber nur freiwillig.

Rennen 1 gewann Team Olching/Scheeßel mit

48 Punkten gegen Nordhastedt mit 31. Im zweiten

Rennen siegte Mulmshorn/Teterow mit

39 Punkten vor Brokstedt mit 32 Punkten.

Am Nachmittag trat Nordhastedt gegen Mulmshorn/Teterow

an und die Holsteiner gewannen

mit 40:39 Punkten. Im vierten Rennen verlor

die Heimmannschaft mit 40 Punkten gegen

Brokstedt mit 41 Zählern. Insgesamt wurden

die Rennen nach Diskussion und Bahndienst

nach jedem Lauf besser.

Wagenfeld

Rekordmarke geknackt

38 Starter gingen beim ADAC-Weser-Ems-Cup-Lauf auf

der Neustädter Sandbahn auf Punktejagd • Lokalmatador

Fabian Stutzke hatte bei den A-Junioren die Nase

vorn

„Das ist echt der Wahnsinn. Nach dem Rekord-Teilnehmer-Ergebnis

im vergangenen Jahr haben wir diese Marke

erneut geknackt.“ Uli Ehlert, ADAC-Cup-Koordinator,

strahlte über das ganze Gesicht. Strahlender Jubel am

Ende eines langen Renntages auch bei Lokalmatador Fabian

Stutzke. Der elfjährige Clubfahrer des ausrichtenden

MSC Heidering (im ADAC) sicherte sich in der A-Junioren-Klasse

den Platz ganz oben auf dem Treppchen.

Soviel vorweg.

Die Austragung des 4. Laufes des „ADAC-Weser-Ems-

Bahnsport-Nachwuchs-Cup 2016“ auf der Sandbahn in

Wagenfeld fand bei den jungen motorsportbegeisterten

Nachwuchsfahrern aus dem Weser-Ems-Gau wieder

großen Zuspruch. Mit 38 Startern konnten die Gastgeber

elf Fahrer mehr als im Vorjahr begrüßen. „Das beweist,

dass sich der Wagenfelder Motorsportclub in Sachen

Organisation und Atmosphäre über die Jahrzehnte

zu einem der Großen des Motorsports gemausert hat“,

lobte Ehlert. Auch die 370 Meter lange Sandbahn hatte

das rund 15-köpfige Helferteam wieder einmal optimal

hergerichtet. „Die Rahmenbedingungen sind hier dermaßen

super, daher wollten wir an Wagenfeld als Austragungsort

unbedingt festhalten“, erläuterte Ehlert.

Bei optimalen Witterungsbedingungen drängte es die

Youngster schon beim Aufwärmtraining am Morgen motiviert

„auf die Piste“. Ab dem frühen Nachmittag gingen

vor rund 200 Zuschauern die Wertungsläufe reibungslos

über die Bühne. Klasse um Klasse – Junioren A

(50 ccm), Junioren B (125 ccm), Junioren C (250 ccm) und

nationale B-Lizenz (500 ccm) – zeigten die Kids und jungen

Erwachsenen im Alter von sechs bis 25 Jahren, dass

sie bei packenden Duellen ihre Maschinen voll im Griff

hatten. „Trotz heißer Punktejagd gab es keine Stürze“,

freute sich Pressewart Matthias Rathje. Auch die Mitarbeiter

des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), die erneut

für die Sicherheit zur Stelle waren, konnten das Renngeschehen

entspannt verfolgen.

Neben dem Sieg von Fabian Stutzke sicherte sich mit

Sascha Stumpe auf Rang 3 in der nationalen B-Lizenz-

Klasse ein weiterer Clubfahrer einen Platz auf dem

Treppchen. Stumpe musste sich lediglich der außer

Wertung fahrenden niederländischen Konkurrenz von

Buddy Prijs und Geert Bruinsma geschlagen geben.

Dennis Möhlenpage, ebenfalls MSC-Fahrer, kam auf

Rang 8. Bei den im Rahmenprogramm fahrenden Karts

sicherte sich Clubfahrer Julian Fischer Platz 1, seine Vereinskollegen

Ralf Rempe und Markus Hage belegten die

Plätze 6 und 8.

„Wir sind stolz, solch einen Verein wie den MSC an unserer

Seite zu wissen“, sprach Ludger Spils vom ADAC-

Sportausschuss erneut ein großes Lob aus. „Wir bieten

eine aktive, sinnvolle Freizeitgestaltung, die Spaß

macht. Da sind engagierte Partner das A und O an unserer

Seite.“ In Wagenfeld merke man immer wieder, dass

auch Anwohner und Gemeinde hinter der Arbeit des Vereins

stünden. Bester Beweis für die Attraktivität der von

den Wagenfeldern ausgerichteten Veranstaltungen sei

zudem, dass selbst zu diesem Cup-Lauf Fahrer aus den

Niederlanden angereist seien, um außerhalb der Wertung

an den Rennläufen teilzunehmen.

ADAC-Weser-Ems-Cup - Wagenfeld - 28.5.2016

Ergebnisse:

Junior A: 1. Fabian Stutzke, 13 Punkte; 2. Mika-Fynn Janssen, 11; 3. Heidi

Stolzenberg, 9; 4. Carl Wynant, 5; 5. Thies Schweer*, 4; 6. Mico Ricker*, 4.

Junior B: 1. Tom Finger, 16 Punkte; 2. Kevin Lück, 15; 3. Calvin Richter, 13;

4. Fabian Heinemann, 11; 5. Jonny Wynant*, 8; 6. Jan Meyer*, 8; 7. Chris

Wahle*, 6; 8. Michelle Köhler*, 5; 9. Marlon Hegener*, 5; 10. Tom Meyer, 3.

Junior C: 1. Niels Oliver Wessel, 16 Punkte; 2. Timo Wachs, 11; 3. Finn Loheider,

9; 4. Domenik Otto, 7; 5. Lando Michaelis, 4.

B-Solo: 1. Buddy Prijs, NL, 13 Punkte; 2. Geert Bruinsma, 11; 3. Sascha

Stumpe, 10; 4. Fabian Wachs, 9; 5. Fabien Neid, 6; 6. Till Schlimm, 5; 7. Sven

Klein, 5; 8. Dennis Möhlenpage, 3; 9. Nick Schlimm, 3.

*) Losentscheid

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 29


SANDBAHN

Altrip

Sieger Michael Härtel

vor Jannick de Jong

Beim 68. Sandbahnrennen in Altrip am 26. Mai

2016 hatten die Verantwortlichen viel Zeit und

Arbeit investiert, um den Akteuren eine perfekte

Bahn herzurichten. Im Nachhinein kann man

sagen, dass die Rennbahn bestens präpariert

war. Ein starkes Fahrerfeld wurde aufgeboten,

in den Klassen Welt- und Europameister und

Deutsche Meister am Start. Schon im Training

stellte sich heraus, dass die Bahn bestens halten

würde und gut zu fahren war. Allerdings hatten

einige Fahrer Probleme in der Spitzkurve,

durch zu viel Geschwindigkeit mussten sie die

Bahn verlassen oder sie rutschten weg. In allen

Klassen musste jeder dreimal an den Start, bevor

es eine Wertung gab, nur die internationale

Soloklasse hatte vier Wertungsläufe und die

sechs Besten fuhren den Sonderlauf um den

Goldenen Römer aus.

In der internationalen Soloklasse war mit Max

Dilger ein neues Gesicht auf der Langbahn, er

schlug sich gut und verpasste den Sonderlauf

nur knapp. Der jüngste Fahrer im Feld war Michi

Härtel (18 Jahre), der nur einmal das Nachsehen

in den Läufen hatte. Welt- und Europameister

Jannick de Jong kam schlecht ins Rennen. In

Lauf 1 wurde er nur Zweiter und in seinem zweiten

Outing kam er schlecht aus den Bändern,

konnte sich aber nach vorne kämpfen. Er schaffte

es, auf der Gegengerade an Härtel vorbeizukommen;

da er aber wohl zu schnell war, rutsche

er aus, konnte allerdings wieder aufsteigen

und kam so noch als Vierter ins Ziel. Danach

konnte er seine letzten beiden Läufe nochmals

als Zweiter beenden. Michi Härtel hatte super

Starts und ließ sich nur einmal von Josef Franc

in den Läufen bezwingen. Souverän spulte er

seine Läufe ab. Josef Franc fuhr in allen Läufen

immer Punkte ein und belegte Plätze von 1 bis

4. Jörg Tebbe war wie in den letzten Rennen gewohnt

stark. Wenn der Start passte, war er immer

mit dabei. Nach seinen Läufen war er hinter

Härtel zweitbester Punktescorer, konnte zwei

seiner Läufe gewinnen. Glen Phillips und Dirk

Fabriek waren gleichwertige Gegner. Während

Fabriek in seinem ersten Heat nur Letzter wurde,

konnte er die restlichen Läufe mit einem

Sieg und zweimal als Zweiter beenden. Phillips

dagegen siegte einmal und landete zweimal auf

Rang 3 und einmal auf Rang 4. Der Neuling in

der Langbahnszene, Max Dilger, hatte zwar gute

Starts, leider aber anfangs Probleme. Aber er

konnte sich bei solch starker Konkurrenz behaupten

und landete insgesamt auf Rang 7. Stephan

Katt war zwar am Start, hatte aber sicher

nach dem Sturz in Scheeßel noch Schmerzen im

Knie. Markus Eibl konnte nur einen Lauf fahren,

da er bei seinem ersten Auftritt mit seinem Motorrad

von der Bahn kam und unter die Airfences

rutschte. Sein Motorrad flog über die Bande

in die Sicherheitszone, glücklicherweise wurde

niemand verletzt. Eibl trat dann nicht mehr an.

Im Sonderlauf um den Goldenen Römer waren

dann die sechs Punktbesten am Start. Dicht gedrängt

ging es in die erste Kurve. Tebbe kam

von außen schlecht weg. Franc war ausgangs

der Kurve knapp vorn, aber bis ins Ziel sahen

die Fans ein starkes Rennen mit vielen Positionswechseln,

aber Franc konnte sich vor Härtel

und de Jong behaupten; Fabriek, Phillips und

Tebbe folgten.

Bei den internationalen Seitenwagen waren

Markus Venus und Markus Heiß das Team, das

das Rennen dominierte. Mit einem lupenreinen

Maximum beendeten sie die Läufe souverän vor

Marco Hundsrucker/Corina Günthör. Die beiden

waren im ersten Heat auf dem vorletzten

Platz, konnten aber die restlichen Läufe hinter

Venus/Heiß beenden. Oliver Wehrle/Roman

Löffler erfuhren sich den letzten Podiumsplatz.

Florian Kreuzmayr/Nicole Balz landeten auf

Rang 4 vor Karl Keil/David Kersten, die im letzten

Lauf einen Ausfall zu verzeichnen hatten,

und Achim San Millan/Lydia Neuendorf.

In der B-Lizenz-Soloklasse war Dennis Helfer

der, der alle Läufe sicher gewinnen konnte. Im

Pflichttraining war er mit einem Ersatzmotorrad

von Robert Grichtmaier unterwegs, da ihm im

freien Training der Zylinderkopf gerissen war, in

der Mittagspause wechselte er dann den Motor.

Nach dem Pflichttraining waren aus elf Startern

die besten sechs für die Läufe am Nachmittag

dabei. Wie bereits erwähnt, gewann Dennis

Geile

Rennen

Helfer mit Maximum. Marcel Sebastian konnte

jeden Lauf als Zweiter beenden. Jamie Isherwood

kam auf 8 Zähler und Marius Hillebrand

wurde Vierter, John Hartley und Michael Wenninger

folgten auf den Plätzen.

Bei den B-Seitenwagen wurden die Teilnehmer

fürs Rennen im Pflichttraining ausgefahren.

Hier kamen dann Kevin Hübsch/Michael Burger,

Raphael San Millan/Benedikt Zapf, Andreas

Horn/Stefan Pfaff, Daniel Eibl/Julia Starke,

Manuel Meier/Benjamin Maier, Natasha Bartlett/Ciara

Southgate in die Läufe. Sieger wurden

Hübsch/Burger, die nur im ersten Lauf einmal

das Nachsehen gegen Eibl/Starke hatten.

Diese wiederum wurden im letzten Lauf ausgeschlossen,

weil sie das Startband berührt hatten.

San Millan/Zapf wurden Zweiter vor Meier/

Maier.

Das Rennen wurde von rund 5000 Zuschauern

besucht, das Wetter war traumhaft, die Aktiven

zeigten spannende und sehenswerte Läufe. Die

Kurvenbeobachter nahmen den Wasserwagen

als Dusche. • Texte u. Fotos: Ubbo Bandy

Römer-Gewinner

Josef Franc

30 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


63. Int. ADAC-Sandbahnrennen Altrip - 26.5.2016

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Michael Härtel, D, 19 Punkte. 2. Jörg Tebbe, D, 16;

3. Josef Franc, CZ, 14; 4. Dirk Fabriek, NL, 13; 5. Glen Phillips,

GB, 13; 6. Jannick de Jong, NL, 12; 7. Max Dilger, D, 11;

8. Stephan Katt, D, 7; 9. Bernd Diener, D, 5; 10. David Pfeffer,

D, 4; 11. Andrew Appleton, GB, 4; 12. Markus Eibl, D, 0.

Sonderlauf um den „Goldenen Römer“: 1. Franc; 2. Härtel;

3. De Jong; 4. Fabriek; 5. Phillips; 6. Tebbe.

B-Solo: 1. Dennis Helfer, 15 Punkte; 2. Marcel Sebastian,

12; 3. Jamie Isherwood, 9; 4. Marius Hillebrand, 4; 5. John

Hartley, 3; 6. Michael Wenninger, 2.

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, D, 15 Punkte;

2. Marco Hundsrucker/Corina Günthör, D, 9; 3. Oliver

Wehrle/Roman Löffler, D, 8; 4. Florian Kreuzmayr/Nicole

Balz, D, 6; 5. Karl Keil/David Kersten, D, 5; 6. Achim San Millan/Lydia

Neuendorf, D, 2.

B-Seitenwagen: 1. Kevin Hübsch/Michael Burger, 14 Punkte;

2. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 9; 3. Manuel Meier/Benjamin

Maier, 8; 4. Daniel Eibl/Julia Starke, 7; 5. Andreas

Horn/Stefan Pfaff, 3; 6. Udo Poppe/Martin Weick, 2;

7. Natasha Bartlett/Ciara Southgate, GB, 2.

B-Gespanne: Daniel Eibl/Julia Starke (9), die in ihrem letzten Lauf wegen Startbandberührung ausgeschlossen wurden, vor den

Siegern Kevin Hübsch/Michael Burger (33), Natasha Bartlett/Ciara Southgate (65) und Manuel Meier/Benjamin Maier (31)

I-Gespanne: Maximumsieger Markus Venus/Markus Heiß (1) vor Florian Kreuzmayr/Nicole Balz (20),

Karl Keil/David Kersten und Oliver Wehrle/Roman Löffler

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 31


INTERNATIONAL

ENGLAND

Craig Cook, Daniel King

und Robert Lambert (v.l.)

British Final - Manchester

King ist neuer King

Weil der amtierende Meister (mit drei Titeln in Folge) Tai Woffinden auf einen

Start in diesem 56. Britischen Finale verzichtete, gab es folglich einen neuen

Champion. Die Altmeister Scott Nicholls und Chris Harris witterten Morgenluft.

Der bis dato erfolgreichste britische Meister, Nicholls, wollte Titel Nummer

8 und GP-Fahrer Harris wollte seinen vierten Titel. Aber es kam alles ganz

anders. Für Harris endete die Titeljagd mit einem 0-2-2-0-1 in einem Desaster.

Nicholls qualifizierte sich knapp für den Hoffnungslauf. Aber auch der mittlerweile

38-Jährige musste – selbst auf seiner Heimbahn – dann spätestens erkennen:

Der Nachwuchs ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch.

Jungstar Robert Lambert qualifizierte sich hingegen sicher für das Semifinale,

das er anschließend sicher gewann. Er und Steve Worrall trafen dann auf die

direkt qualifizierten King und Cook im alles entscheidenden Finale. Auf Belle-

Vue-Star Craig Cook lastete mit Sicherheit der größte Druck. Zweimal wurde er

in den vergangenen beiden Jahren „nur“ Vizemeister hinter Tai Woffinden.

Nun musste es auf seiner Heimbahn gelingen. Erst recht auf der Innenbahn,

die ihm Danny King etwas überlassen hatte. Bis dahin war Rot der Startplatz

mit den meisten Laufsiegen. Und Cook legte einen Traumstart hin und sah

kurzzeitig aus wie ein Gewinner. Dann aber kam der auf Blau gestartete King

und fuhr unglaublich leicht an Cook vorbei und siegte mit großem Vorsprung.

Für Danny King, der für Coventry und Ipswich fährt, ist dies der erste große Titel.

Die Art und Weise, wie er dieses Rennen gewann, war schon sehr imponierend.

Und das bei sehr schlechtem Wetter. Bereits vier Tage zuvor regnete es

in Manchester und Umgebung. Aber die Drainage im neuen National Speedway

Stadium schluckte fast alles weg. Bis Heat 10 war die 350-Meter-Bahn

sehr griffig. Die ersten Läufe wirkten allerdings eher langweilig. Mit zunehmender

Renndauer wurden die Heats immer besser. Auch als nach Lauf 10 der

Regen einsetzte. Erst leicht, dann aber immer stärker. Die Bahn wurde zwar

immer schmieriger, konnte aber zu jeder Zeit gut befahren werden. Ein Abbruch

aufgrund des Regens stand nie zur Diskussion. Der 29-jährige Daniel

King wurde für den anstehenden Grand Prix von Großbritannien in Cardiff mit

der Wildcard belohnt.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Daniel King, 13 Punkte; 2. Craig Cook, 12; 3. Robert Lambert, 12; 4. Richard Lawson,

10; 5. Steve Worrall, 10; 6. Scott Nicholls, 10; 7. Paul Starke, 10; 8. Josh Auty, 8; 9. Richie Worrall, 7;

10. Simon Stead, 6; 11. Jason Garrity, 5; 12. Chris Harris, 5; 13. Kyle Howarth, 4; 14. Richard Hall, 3;

15. Josh Bates, 2; 16. Ben Barker, 2; 17. Charles Wright (Res.), 1.

Halbfinale: 1. Lambert; 2. S.Worrall; 3. Lawson; 4. Nicholls.

Grand Final: 1. King; 2. Cook; 3. Lambert; 4. S.Worrall.

Elite League

Spannende Angelegenheit

Der Kampf um die ersten vier Plätze der sehr lukrativen Play-offs verläuft

spannender denn je! Nach einer sehr schlechten Saison im Vorjahr, konnten

die Veranstalter Chris van Straaten und Peter Adams 2016 wieder eine schlagkräftige

Mannschaft bilden. Nun ist auch wieder ein Wolves-Urgestein mit dabei:

Der mittlerweile 46-jährige Peter Karlsson kommt für Mikkel Bech Jensen

ins Team. Der Däne hat aus persönlichen Gründen seinen Vertrag bei den Wölfen

gekündigt. Auch bei „Sorgenkind“ Leicester gab es einen interessanten

Wechsel. Davey Watt wird nach nur sechs Rennen den Club verlassen. Der

Australier kommt einfach nicht in Form. Für ihn wurde der Schwede Ludvig

Lindgren verpflichtet. Der 25-Jährige wird Double-up, aber auch weiterhin für

Newcastle in der Premier League fahren. Für Kai Huckenbeck verliefen die letzten

vier Wochen nicht wie erhofft. Sein Punkte-Average verschlechterte sich

auf 4,24 aus insgesamt neun Rennen.

Ergebnisse: Wolverhampton - Leicester 58:31 Punkte; Swindon - King’s Lynn (Kai Huckenbeck S-0-S=0)

55:38; Coventry - Lakeside 54:39; Lakeside - Coventry 60:33; Leicester - Wolverhampton 39:51; Poole -

Belle Vue 41:49; King’s Lynn (Kai Huckenbeck 1-0-0=1) - Swindon 45:45; Coventry - Belle Vue 46:43;

Leicester - Lakeside 44:46; Belle Vue - Coventry 50:42; Swindon - Poole 44:46; Wolverhampton - King’s

Lynn (Kai Huckenbeck 0-0-2-1=3) 49:44; Lakeside - Wolverhampton 53:37; Poole - Swindon 50:40;

King’s Lynn - Wolverhampton 48:42; Swindon - Leicester 43:47; Belle Vue - Lakeside 50:40; Leicester -

Swindon 44:46; Wolverhampton - Coventry 51:41.

Suche den vierten Fahrer!

ELITE LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Lakeside (2) 15 8 1 6 28

2. Wolverh’ton (4) 12 8 0 4 28

3. Swindon (1) 14 7 1 6 25

4. Poole (3) 11 6 1 4 21

5. Belle Vue (7) 9 5 0 4 19

6. King‘s Lynn (5) 10 4 2 4 16

7. Coventry (6) 13 5 0 8 16

8. Leicester (8) 14 2 2 10 8

PREMIER LEAGUE

32 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Glasgow (3) 11 7 0 4 22

2. Peterborough (2) 9 6 0 3 20

3. Somerset (1) 6 6 0 0 19

4. Sheffield (6) 9 6 0 3 19

5. Berwick (9) 10 4 1 5 15

6. Workington (7) 8 4 1 3 14

7. Rye House (8) 7 4 2 1 14

8. Newcastle (4) 7 3 0 4 12

9. Edinburgh (10) 7 3 0 4 11

10. Plymouth (5) 7 3 0 4 10

11. Ipswich (13) 8 2 0 6 6

12. Redcar (11) 8 1 0 7 5

13. Scunthorpe (12) 7 1 0 6 3


ELITE LEAGUE TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Jason Doyle AUS Swindon 13 10,06

2. Niels-Kristian Iversen DK King’s Lynn 10 9,92

3. Fredrik Lindgren S Wolverhampton 12 9,22

4. Andreas Jonsson S Lakeside 15 9,19

5. Hans Andersen DK Poole 13 8,74

6. Krzysztof Kasprzak PL Coventry 12 8,22

7. Sam Masters AUS Wolverhampton 12 8,21

8. Kyle Newman GB Poole 9 8,19

9. Chris Holder AUS Poole 10 8,16

10. Chris Harris GB Coventry 15 8,05

Deutsches Trio für Edinburgh (v.l.): Kevin Wölbert, Erik und Mark Riss

Premier League

... noch mehr Deutsche

Redcar konnte bislang erst ein Match gewinnen und dümpelt am Tabellenende

vor sich hin. Nun soll alles anders werden. Der Däne Jacob Bukhave

wird den Verein verlassen. Für ihn wurde der Deutsche Tobias Busch verpflichtet.

„Buscher“ hatte seit 2010 kein Engagement auf der Insel. Er

wird sein Debüt für die Bears im Auswärtsrennen gegen Sheffield geben.

Auch für Ipswich läuft es alles andere als rund. Mit erst zwei Siegen sind

die Play-offs mit den sechs besten Vereinen in weite Ferne gerückt. Das

Management hat reagiert und nahm nun den starken Ben Barker ins Team.

Barker fuhr bereits vor drei Jahren für Ipswich. Er wechselt von Glasgow zu

den Witches. Für ihn verpflichteten die Schotten den Dänen René Bach,

der einen neuen Anlauf in Großbritannien wagt. Für Barker wurde Lewis

Kerr bei Ipswich entlassen. Aber Kerr braucht sich keine Sorgen zu machen,

da er sofort von Scunthorpe verpflichtet wurde. Er wird dort Andreas

Lyager ersetzen, der seine sportliche Karriere in England aus privaten

Gründen beendete. Edinburgh kommt nach dem Weggang von Craig Cook

einfach nicht in die (gewohnte) Erfolgsspur. Die beiden Deutschen Kevin

Wölbert und Erik Riss fahren solide und gut. Aber den Monarchs fehlt es

auch an Fortune. Nun soll es besser werden. Die Promoter nahmen einen

weiteren Deutschen in die Mannschaft: Mark Riss, der ältere Bruder von

Erik, ersetzt den völlig enttäuschenden jungen Australier Jye Etheridge.

Aus zwei Rennen konnte Mark aber auch nur einen Punkt einfahren. Aber

aller Anfang ist schwer.

Ergebnisse: Ipswich - Edinburgh (Kevin Wölbert 2-2-2-6=12) 48:45 Punkte; Rye House - Edinburgh

(Kevin Wölbert 1-3-3-1-3=11, Erik Riss A-2-3-0=5) 47:42; Scunthorpe - Sheffield 43:49; Sheffield -

Berwick 49:36 (Abbruch nach Lauf 14); Edinburgh (Kevin Wölbert 3-1-3-3-3=13, Erik Riss

2-1-2-1=6) - Newcastle 46:44; Plymouth - Workington 56:37; Berwick - Redcar 46:44; Workington

- Sheffield 55:37; Glasgow - Newcastle 49:40; Newcastle - Glasgow 49:44; Peterborough - Ipswich

56:36; Rye House - Redcar 55:37; Scunthorpe - Peterborough 40:53; Sheffield - Workington 53:38;

Scunthorpe - Berwick 39:52; Somerset - Redcar 47:43; Ipswich - Redcar 61:32; Rye House - Berwick

45:45; Workington - Plymouth 55:37; Glasgow - Plymouth 57:35; Ipswich - Glasgow 44:46;

Redcar - Somerset 46:47; Sheffield - Newcastle 49:40; Edinburgh (Kevin Wölbert 2-2-3-3-2=12,

Erik Riss 3-2-3-0=8, Mark Riss 0-0-1-0=1) - Ipswich 52:39; Peterborough - Glasgow 50:40; Berwick

- Edinburgh (Kevin Wölbert 2-1-3-3-0=9, Erik Riss 2-0-2-2=6, Mark Riss 0-0-0-D=0) 50:40.

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Birmingham 7 6 1 0 21

2. Eastbourne 7 5 0 2 18

3. Kent 5 4 1 0 16

4. King’s Lynn 7 5 0 2 15

5. Cradley 9 5 0 4 15

6. Belle Vue 7 3 0 4 12

7. Mildenhall 7 3 0 4 10

8. Isle of Wight 4 2 0 2 7

9. Coventry 8 2 0 6 7

10. Stoke 5 1 0 4 3

11. Rye House 7 1 0 6 3

12. Buxton 5 1 0 4 3

League Cup

Rockets oder Rebels?

Die Halbfinals im Kampf um den League Cup stehen

fest. Workington trifft auf die immer stärker

werdenden Glasgow Tigers. Im ersten Rennen

muss Gastgeber Workington schon einen komfortablen

Vorsprung herausfahren, um dann in Schottland

bestehen zu können. Sheffield hat im zweiten

Halbfinal-Match zuerst Heimrecht. Gegner wird

Somerset oder Rye House sein. Während die

Rockets ihr Programm schon beendet haben, kann

Somerset mit einem Sieg in Plymouth mit mindestens

8 Punkten 4 Matchpunkte einfahren und somit

Rye House an der Tabellenspitze ablösen.

Ergebnisse: Redcar - Workington 43:47 Punkte; Somerset - Plymouth

38:28 (Abbruch nach Lauf 11); Peterborough - Ipswich

48:45; Newcastle - Redcar 60:31; Redcar - Newcastle 45:45.

(bitte umblättern)

PREMIER LEAGUE TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Edward Kennett GB Rye House 12 10,88

2. Steve Worrall GB Newcastle 8 10,20

3. Sam Masters AUS Edinburgh 11 10,04

4. Josh Grajczonek AUS Somerset 10 9,83

5. Richard Lawson GB Glasgow 13 9,64

6. Simon Stead GB Sheffield 13 9,33

7. Aaron Summers AUS Glasgow 14 9,31

8. Richie Worrall GB Glasgow 12 9,28

9. Daniel King GB Ipswich 14 8,98

10. Robert Lambert GB Newcastle 7 8,85

Kevin Wölbert D Edinburgh 11 8,80

Erik Riss D Edinburgh 10 7,72

NATIONAL LEAGUE TOP-10

Pl./Name Club R Ave.

1. Luke Bowen Kent 9 10,23

2. Ashley Morris Cradley Heath 8 10,21

3. Max Clegg Cradley Heath 8 10,10

4. Daniel Ayres Kent 7 9,94

5. Ben Morley Rye House 9 9,69

6. Jake Knight Eastbourne 9 9,55

7. Robert Branford Rye House 6 9,47

8. Zach Wajtknecht Birmingham 11 9,44

9. Jon Armstrong Mildenhall 10 9,36

10. Tom Perry Birmingham 10 9,36

LEAGUE CUP

Pl./Club

R S U N Ges.

Border-Gruppe

1. Glasgow (1) 4 2 1 1 9

2. Edinburgh (2) 4 2 0 2 6

3. Berwick (3) 4 1 1 2 4

Northern Gruppe

1. Workington (1) 4 3 0 1 9

2. Newcastle (2) 4 2 1 1 8

3. Redcar (3) 4 0 1 3 1

Midland Gruppe

1. Sheffield (1) 6 4 1 1 14

2. Peterborough (2) 6 3 1 2 13

3. Ipswich (3) 6 2 1 3 10

4. Scunthorpe (4) 6 1 1 4 5

Southern Gruppe

1. Rye House (1) 4 3 0 1 10

2. Somerset (2) 3 2 0 1 7

3. Plymouth (3) 3 0 0 3 0

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 33


INTERNATIONAL

Ryan Fisher Testimonial - Edinburgh

Masters ohne Zweifel

Sam Masters war der Star bei Ryan Fishers Testimonial. Nur Matej Kus verdarb

dem Australier ein lupenreines Maximum. Aber dafür revanchierte

sich Masters im Grand Final bei dem Tschechen. Überraschend blieb Aaaron

Summers in seinem letzten Lauf ohne Punkte und verpasste somit den

Endlauf. Mit dabei waren auch die Oldies Billy Janniro (fast 36 Jahre alt)

und Charles „Dukie“ Ermolenko

(47 Jahre), der jüngere Bruder

von Exweltmeister Sam. Sie

bewiesen, dass sie in ihrem

Sport immer noch sehr präsent

sind. • Texte: Andreas Fahldiek;

Fotos: Ron MacNeill

10 Punkte in den Vorläufen

reichten Ryan

leider nicht fürs Finale

Ryan Fisher mit Gattin Daelyn, Sohn Harley und Tochter Abby Jo

Ergebnis - Vorläufe: 1. Sam Masters,

14 Punkte; 2. Ludvig Lindgren, 13;

3. Matej Kus, 12; 4. Ricky Wells, 12;

5. Aaron Summers, 11; 6. Ryan Fisher,

10; 7. James Sarjeant, 9; 8. Robert

Branford, 7; 9. Billy Janniro, 6; 10. Andrew

Tully, 6; 11. Charlie Ermolenko,

5; 12. Adam Roynon, 5; 13. Dan

Bewley, 5; 14. Mitchell Davey, 3;

15. Fernando Garcia, 1.

Grand Final: 1. Masters; 2. Kus;

3. Lindgren; 4. Wells.

Die Finalisten lassen den Star

hochleben (v.l.): Matej Kus,

Sieger Sam Masters, Ryan

Fisher, Ludvig Lindgren

und Ricky Wells

RUSSLAND

Einzelmeisterschaft - Halbfinale Oktjabrskij - 27.5.2016

Sergej Logatschew dominiert

Im einzigen Halbfinale, das im baschkirischen Oktjabrskij stattfand, triumphierte

Sergej Logatschew. Der 21-jährige Pilot aus dem Fernen Osten erzielte

insgesamt 14 Punkte und erlitt in Lauf 2 die einzige Niederlage, als er

sich Mikhail Litwinow von Mega-Lada beugen musste. Der Fahrer aus Togliatti

belegte am Ende Gesamtrang 3. Zweiter in Oktjabrskij wurde ein Teamkollege

von Litwinow, Sergej Darkin. Der 42-Jährige schloss das Rennen

mit 13 Zählern ab. Die restlichen zwei Fahrkarten nach Wladiwostok sicherten

sich Denis Nosow und Wladimir Morosow von SK Turbina Balakowo.

Ergebnis - qualifiziert für Finale in Wladiwostok - 12.10.: 1. Sergej Logatschew, 14 Punkte; 2. Sergej

Darkin, 12; 3. Mikhail Litwinow, 11; 4. Denis Nosow, 10; 5. Wladimir Morosow, 10; Reserve 6. Pawel

Laguta, 9; 7. Alexej Gusajew, 8. Ausgeschieden: 8. Gleb Chugunov, 8; 9. Gleb Shevchenko, 7;

10. Arslan Fayzulin, 6; 11. Oleg Bestschastnow, 6; 12. Iwan Lwow, 6; 13. Iwan Bolschakow, 4;

14. Iwan Simikow, 3; 15. Mark Karion, 2; 16. Alexander Hassanow, 0.

Teammeisterschaft (Speedwayliga)

Es geht los

Am 18. Mai wurde in Balakowo die neue Speedwaysaison offiziell eröffnet.

An diesem Tag bestritt die Mannschaft von SK Turbina ihr Ligamatch

gegen Mega-Lada aus Togliatti. In der Anfangsphase war das Duell sehr

ausgeglichen. Nach sechs Heats waren beide Teams noch punktgleich.

Danach holten die Gastgeber zwei 5:1-Siege und setzten sich etwas ab.

Togliatti konnte den Rückstand fast kompensieren und nach 13 Läufen

hatte das Team von Turbina nur noch 2 Punkte Vorsprung, doch der Endspurt

der Gastgeber war beeindruckend. Im vorletzten Rennen gab es ein

4:2 und dann holten Kulakow und Borodulin einen Doppelsieg über

Tschugunow. Man muss jedoch erwähnen, dass ein Ausfall von Kudrjaschow

in Führung liegend die Aufgabe etwas erleichterte. „Beide Teams

kämpften bis zum Schluss. Ausschlaggebend für unseren Sieg war der

vorletzte Lauf, nach dem wir unseren Vorsprung auf 4 Punkte ausgebaut

hatten. Ich freue mich, dass wir die neue Saison mit einem Sieg angefangen

haben. Man darf hoffen, dass die Saison für unser Team erfolgreich

verlaufen wird“, sagte Waleri Gordejew, Teammanager von Turbina.

Am 9. Juni trat das Team von SK Turbina gegen den Titelverteidiger aus

Wladiwostok an. Die Mannschaft von Wostok galt als Favorit und wurde ihrer

Rolle gerecht. In der Anfangsphase jedoch führten die Gastgeber.

Nach vier Heats hatte Balakowo 6 Punkte Vorsprung, doch dann erkämpften

die Gäste zwei Doppelsiege und übernahmen mit 19:17 die Führung. In

Lauf 8 bezwangen Kulakow und Tschalow ihre Gegner doppelt und Turbina

lag erneut an der Spitze. Es dauerte jedoch nicht lange. Im darauffolgenden

Rennen kamen Tarasenko und G.Laguta vor Nosow ins Ziel. Wostok

übernahm das Kommando erneut und gab es nicht mehr ab. Der Teammeister

siegte letztendlich mit 51:39 deutlich. Sein Triumph hätte stattlicher

ausfallen können, wäre Gizatullin nicht in Lauf 3 gestürzt. Der 33-Jährige

zog sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zu und konnte logischerweise

keine weiteren Läufe absolvieren.

34 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Balakowo - Wladiwostok (v.l.): Wadim Tarasenko, Wladimir Borodulin, Artem Laguta und Wladimir Morosow

Ergebnisse - Balakowo - 18.5.: SK Turbina Balakowo, 49 Punkte (Nosow 2, Morosow 9, Borodulin

6, Lwow 3, Kulakow 14, Tschalow 15); Mega-Lada Togliatti, 41 (Gafurow 11, Darkin 7, Kudrjaschow

14, M.Litwinow 5, Tschugunow 4).

Balakowo - 9.6.: SK Turbina Balakowo, 39 Punkte (Nosow 2, Morosow 4, Borodulin 7, Lwow 0, Bestschastnow

3, Kulakow 11, Tschalow 12); Wostok Wladiwostok, 51 (Tarasenko 14, Logatschew 7, Gizatullin

0, P.Laguta 0, G.Laguta 16, Schewtschenko 0, A.Laguta 14).

Paarmeisterschaft - 2.6.2016

Favoritensieg

Am 2. Juni wurde in Togliatti die erste Runde der Paarmeisterschaft ausgetragen.

Die Gastgeber waren Favoriten und sie ließen ihren Gegnern nicht

den Hauch einer Chance. Renat Gafurow, Sergej Darkin und Andrej

Kudrjaschow holten insgesamt vier Doppelsiege und nur im Duell gegen

das Duo aus Sachalin erzielten sie ein 4:2. Gleb Shevchenko konnte

Kudrjaschow und Darkin trennen und meldete sich als Zweiter im Ziel. Tagesrang

2 sicherte sich das Team von SK Turbina Balakowo.

• Texte und Fotos: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Mega-Lada Togliatti, 24 Punkte (Gafurow 8, Darkin 7, Kudrjaschow 9); 2. SK Turbina

Balakowo, 18 (Tschalow 6, Borodulin 7, Kulakow 5); 3. CTWS Sachalin Speedway, 17 (Shevchenko

10, Khwan 2, Logatschew 5); 4. Wostok Wladiwostok, 12 (P.Laguta 6, Karion 4, Khartschenko 2);

5. STK Oktjabrskij, 11 (Hassanow 0, Gusajew 4, Fayzulin 7); 6. KGFSK Krasnokamsk, 8 (A.Simikow

2, I.Simikow 6, Dewiatow 0).

Junioren-Teammeisterschaft - Runde 1 - 24.5.2016

Togliatti

Ergebnis: 1. SK Turbina Balakowo, 40 Punkte (Kulakow 15, Lwow 5, Morosow 8, Tschalow 12, Bogma

0); 2. Wostok Wladiwostok, 38 (Khwan 1, Schewtschenko 12, Karion 6, P.Laguta 7, Logatschew

12); 3. Mega-Lada Togliatti, 29 (M.Litwinow 10, Tschugunow 9, Lachbaum 7, Monachow 0, Bolschakow

3); 4. Togliatti Jugend Team, 9 (Sokolow 3, Sujew 4, J.Saidullin 1, M.Afanasjew 1).

Balakowo - Wladiwostok: Sergej Logatschew vor Wiktor Kulakow

Int. Teamvergleich - Ukraine - Slowakei

Ausgeglichen

Anfang Mai wurden in Chervonograd und Rivne zwei Rennen um die Landesmeisterschaft

ausgetragen. Einen Monat später gelang es den ukrainischen

Funktionären erneut, zwei Speedwayveranstaltungen durchzuführen.

Diesmal fanden im westlichen Teil der Ukraine zwei Teamvergleiche

gegen die Mannschaft aus der Slowakei statt. Beide Teams verstärkten

sich mit polnischen Piloten und die „Legionäre“ gehörten zu den Leistungsträgern.

Am 4. Juni traten beide Teams im „Girnyk“-Stadion in Chervonograd gegeneinander

an. Die Ukrainer gingen ohne Andrej Karpov, Viktor Trofimov

und den gesperrten Aleksandr Loktaev ins Rennen. Nach sechs Läufen

herrschte noch Gleichstand (18:18), danach aber erzielten die Gastgeber

zwei Doppelsiege in Folge, übernahmen die Führung und siegten letztendlich

mit 47:36. Bester Pilot bei den Triumphatoren war Andrij Kobrin,

der bei sechs Einsätzen auf 13 Zähler kam. Bei den Slowaken waren die

Polen Tomasz Rempala und Stanislaw Burza die Hauptstützen des Teams.

Am nächsten Tag fand in Rivne das zweite Match statt. Die Ukrainer mussten

diesmal auch auf Kobrin verzichten und die Gäste nutzten seine Abwesenheit

aus. Das Rennen war sehr ausgeglichen und die slowakische

Mannschaft führte nach 13 Heats mit 40:38. Im abschließenden Lauf siegte

Pawel Miesiac vor Stanislaw Burza. Da Stanislav Melnychuk Tomasz

Rempala hinter sich lassen konnte, siegten die Gastgeber mit einem 4:2

und das Match endete letztendlich mit 42:42 unentschieden.

• Text und Fotos: Georg Dobes

UKRAINE

Ergebnisse - Chervonograd - 4.6.: Ukraine, 47 Punkte (Andrij Kobrin 13, Maksym Rososchtschuk 0,

Marko Lewischyn 7, Michal Lopaczewski/PL 13, Witalij Lysak 5, Dmytro Mostowyk 9); Slowakei,

36 (Michal Tomka 4, Patrik Buri 5, Jan Mihalik 1, Tomasz Rempala/PL 14, Stanislaw Burza/PL 12, Jakub

Valkovic 0).

Rivne - 5.6.: Ukraine, 42 Punkte (Witalij Lysak 10, Wolodymyr Omeljan 0, Marko Lewischyn 5, Maksym

Rososchtschuk 4, Pawel Miesiac/PL 13, Stanislav Melnychuk 10); Slowakei, 42 (Jakub Valkovic

2, Patrik Buri 9, Jan Mihalik 4, Tomasz Rempala/PL 11, Stanislaw Burza/PL 13, Michal Tomka 3).

Chervonograd: Tomasz Rempala

vor Michal Lopaczewski

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 35


INTERNATIONAL

schenklassement nach zwei von fünf Veranstaltungen nun Vierter. Nathan

Morton (GB) überholte mit Platz 2 den punktemäßig vor ihm gelegenen

John Hartley und McDonald. Recht stark agierte der Däne Arne Andersen,

er konnte mit Tagesrang 3 (gesamt nun Fünfter) auch noch aufs Podest

steigen. • Text u. Fotos: Alfred Domes

Ergebnisse - A-Finale - Zweiventiler: 1. Kevin Teager, GB; 2. Wolfgang Barth, D; 3. Hartmut Ernst, D;

4. Uwe Wick, D; 5. Wolfgang Starr, D; 6. Brad Davis, GB.

Stand (nach 2 von 5 Veranstaltungen): 1. Teager, 49 Punkte; 2. Ernst, 48; 3. Barth, 46; 4. Wick, 43;

5. Greisel, 42; 6. Last, 35.

A-Finale - 4-Ventiler: 1. Ulrich Büschke, D; 2. Nathan Morton, GB; 3. Arne Andersen, DK; 4. Rod

McDonald, AUS; 5. Bob Dolman, GB; 6. John Hartley, GB.

Stand (nach 2 von 5 Veranstaltungen): 1. Büschke, 48 Punkte; 2. Morton, 46; 3. Dolman, 45;

4. McDonald, 43; 5. Andersen, 41; 6. Hartley, 40.

Zweiventiler: Sieger Kevin

Teager (1) vor Hartmut Ernst (7)

Vierventiler-Sieger (v.l.): Nathan

Morton, Ulrich Büschke

und Arne Andersen

TSCHECHIEN

European Veteran Long Track Series - Pardubice - 11.6.2016

Umsturz in Tschechien

Mit vollem (Starterfeld) Haus ging es im tschechischen Speedway-Mekka

Pardubice in die zweite Runde der Oldies-Serie. Natürlich ist es übertrieben

zu sagen, es waren mehr Fahrer als Zuschauer hier, aber das gut organisierte

Meeting, das auch mit der tschechischen Flattrack-Serie kombiniert

war, hätte bei weitem mehr Zuschauer verdient.

Sowohl bei den Zwei- als auch Vierventilern wurden die Tabellen ganz neu

geschrieben. Da blieb kein Stein auf dem anderen. Während sich bei den

Zweiventilern Ulrich Büschke als neuer Führender einschreiben konnte,

jagte in der schärferen Vierventil-Klasse der Brite Kevin Teager dem Deutschen

Hartmut Ernst die Leaderposition ab.

Aus insgesamt sechs Nationen setzte sich das Starterfeld zusammen, wobei

es bei den Zweiventilern eine fast rein deutsch-britische Auseinandersetzung

war. Lediglich der Niederländer Johan Last fuhr mit und wurde

Achter. Für Franz Greisel sollte bereits der erste Lauf eine Vorentscheidung

bringen. Denn da wurde er hinter Uwe Wick Zweiter und das gab den

Ausschlag, dass er als 11-Punkter nicht das A-Finale wie Wick (ebenfalls

11 Zähler) erreichte. Trotz B-Final-Sieg rutschte Greisel von Tabellenplatz

3 auf 5 ab. Kevin Teager startete einen klaren Durchmarsch, kassierte dreimal

5 Punkte und siegte auch im A-Finale. Dort reihten sich hinter ihm

Wolfgang Barth (nun Dritter), Hartmut Ernst, Uwe Wick, Wolfgang Starr

und der Brite Brad Davis ein.

Das Meeting, das bei idealen Witterungsbedingungen durchgeführt wurde,

sah als ersten 4-Ventil-Laufsieger Ulrich Büschke, der ebenfalls zu einem

klaren Durchmarsch ansetzte. Drei Laufsiege und dann der A-Final-

Sieg bedeuteten in Abwesenheit des Marienbad-Siegers Henk Snijder die

Übernahme der Spitze. Ebenfalls auf Erfolgskurs segelte der Australier

Rod McDonald, er meldete sich auf den absoluten Spitzenplatz an. Doch

im A-Finale war plötzlich Endstation. Nachdem er in den Vorläufen ungeschlagen

geblieben war, langte es nun nur zu einem 4. Platz. Dieser

brachte ihm eine Rangverbesserung um einen Platz und er ist im Zwi-

Teammeisterschaft

Pardubice führt

Wie schon beim Auftaktrennen der Extraliga konnte der Titelverteidiger

aus Pardubice in der Hauptstadt seinen zweiten Saisonsieg erringen, obwohl

er im Marketa-Stadion ohne Vaclav Milik angetreten war. Das tschechische

Speedway-Ass brach sich in der polnischen Ekstraliga die Hand

und musste verletzungsbedingt pausieren. Nach fünf Läufen lag die

Mannschaft von Zlata Prilba noch an letzter Stelle, doch danach holten

Stichauer, Dryml und der Pole Pieszczek drei Siege in Folge. Pardubice

ging in Führung und gab sie nicht mehr ab. Am Ende standen dem Teammeister

37 Punkte zu Buche. Die Gastgeber hatten nach 20 Heats einen

Rückstand von 4 Zählern auf die Sieger und wurden Zweite. Nur einen

Punkt weniger als die Prager hatte die Mannschaft aus Slany. Das Kombi-

Team von Brezolupy und Pilsen belegte den letzten Platz. Sein bester

Mann war Michael Härtel. Der Dingolfinger erkämpfte zwei Laufsiege (davon

einen als Joker) und erzielte insgesamt 14 Punkte, mehr als die Hälfte

der ganzen Ausbeute der Mannschaft.

Nur 13 Läufe konnten in der dritten Runde der Extraliga gestartet werden.

Danach musste das Rennen in Slany wegen Regens vorzeitig beendet werden.

Die Gastgeber konnten ihren Heimvorteil ausnutzen und gewannen

den Vierkampf ganz knapp. Nach zwölf Heats führte „Zlata Prilba“ noch

mit 2 Zählern Vorsprung, aber im letzten Lauf vor dem Rennabbruch konnte

Novak (Pardubice) keine Punkte schreiben, während der Pole Miedzinski

(Slany) als Sieger die Ziellinie kreuzte. Das Team von „Marketa“ belegte

am Ende Rang 3. Die Hauptstädter erzielten 2 Zähler weniger als Pardubice.

Ergebnisse - Prag - 17.5.: 1. Zlata Prilba Pardubice,

37 Punkte (Novak 1, Stichauer 9, Suchanek

10, Dryml 9, Pieszczek 8); 2. Marketa

Prag, 33 (Kus 11, Z.Holub 6, Smetana 1, Skurla

3, Franc 12); 3. AK 3ton Slany, 32 (M.Dudek 2,

Dziatkowiak 3, Krcmar 11, Jamrog 16); 4. Brezolupy/Pilsen

Team, 25 (Malek 7, Mikel 3, Podhadsky

1, Härtel 14).

Slany - 8.6. - nach 13 Läufen wegen Regens

abgebrochen: 1. AK 3ton Slany, 24 Punkte

(M.Dudek 1, Krcmar 7, Dziatkowiak 5, Miedzinski

11); 2. Zlata Prilba Pardubice, 23 (Suchanek

2, Dryml 9, Stichauer 3, Novak 0, Milik 9);

3. Marketa Prag, 21 (Kus 3, Smetana 2, Z.Holub 5, Skurla 2, Dolny 9); 4. Brezolupy/Pilsen Team,

15 (Mikel 1, Malek 9, Wallner 4, Gavenda 1).

Landespokal

Ergebnisse - Runde 3 - Svitavy - 21.5.: abgesagt.

EXTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Pardubice 3 11 97

2. Slany 3 9 89

3. Prag 3 7 83

4. Brezolupy/

Pilsen 3 3 62

Runde 4 - Brezolupy - 11.6.: 1. Martin Malek, 15 Punkte; 2. Ondrej Smetana, 14; 3. Michal Skurla, 13;

4. Michael Hadek, 12; 5. Martin Gavenda, 12; 6. Piotr Dziatkowiak, 12; 7. Jaroslav Petrak, 10; 8. Patrik

Mikel, 8; 9. Adam Fencl, 8; 10. Buddy Prijs, NL, 7 (außer Konkurrenz); 11. Jan Mihalik, SK, 6;

12. Filip Hajek, 6; 13. Radek Podhadsky, 6; 14. Josef Novak, 6; 15. Martin Mejtsky, 5; 16. Michal Tomka,

SK, 5; 17. Jakub Valkovic, SK, 2; 18. Jan Kvech, 2; 19. Petr Chlupac, 1; 20. Vaclav Kvech, 1; 21. Pavel

Cermak, 0.

Stand (nach 3 Runden): 1. Smetana, 69 Punkte; 2. M.Hadek, 63; 3. Hajek, 35; 4. Petr Babicka, 26;

5. Malek, 25; 6. Petrak, 24; 7. Mejtsky, 24.

Antonin-Vilde-Memorial - Slany - 15.5.2016

Überraschungssieger

Etwas überraschend triumphierten Ondrej Smetana und Michal Skurla

beim Antonin-Vilde-Memorial, das am 15. Mai in Slany ausgetragen wurde.

Die jungen Prager bezwangen im Finallauf Josef Franc und Jaroslav Petrak

mit einem 6:3. Nur mit dem 3. Gesamtplatz mussten sich Zdenek Holub

und Viktor Trofimov zufriedengeben. Das tschechisch-ukrainische

Paar gewann seine Qualifikationsgruppe mit einem Punktemaximum,

aber im Semifinale unterlag es Franc und Petrak mit 3:6. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Smestav Speedway Team, 20 Vorlaufpunkte (Ondrej Smetana 8, Michal Skurla 12);

2. PRO-TEC SK Miletice, 17 (Jaroslav Petrak 6, Josef Franc 11); 3. Trebusicti Berani, 21 (Zdenek Holub

11, Viktor Trofimov/UKR 10); 4. SC Chabarowice, 14 (Anne Spaan/NL 4, Milen Manev/BG 10); 5. AK

Slany I, 10 (Michal Dudek 3, Patrik Mikel 7); 6. AK Slany II, 10 (Petr Babicka 2, Piotr Dziatkowiak 8);

7. SCM ACR Slany, 7 (Adam Fencl 7, Josef Novak 0); 4. Junior Team Polen, 9 (Marcin Turowski 9, Adrian

Wozniak 0).

36 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Enger geht’s nicht mehr:

Dirk Fabriek, Danny Maaßen

und Jesper Pedersen (v.l.)

NIEDERLANDE

Speedwayrennen Blijham - 29.5.2016

Spannende Rennen

Der Speedway Bond Blijham veranstaltete am 29.5.2016 sein internationales

Speedwayrennen mit Fahrern aus fünf Nationen. Ein ausgewogenes

Fahrerfeld sorgte dafür, dass es ein interessantes und spannendes Rennen

wurde, die Bahn war gut vorbereitet und der Regen am Vortag tat der

Strecke gut.

Am Vormittag fanden bereits die Rennen der B-Gruppe und der Junioren

statt. Aus der B-Gruppe rückten die beiden Erstplatzierten ins Hauptfeld

auf. Das Wetter spielte mit, aber leider kamen nur wenige Zuschauer. Mit

diversen Positionswechseln in den einzelnen Läufen war für Spannung

gesorgt. Andreas Lyager und Fritz Wallner qualifizierten sich mit je

11 Punkten fürs Finale. Max Dilger und Jesper Pedersen empfahlen sich

mit 9 Zählern weiter.

Dirk Fabriek hatte Pech. Er musste zweimal angeschoben werden und

stürzte. Jannick de Jong gewann zwar zwei Läufe, verpasste aber um einen

Punkt das Finale. Im Finale war es dann Dilger, der von Gelb den Start gewann,

aber Lyager und Wallner gaben nicht kampflos auf und zogen noch

an Max vorbei. Vierter wurde Pedersen. In der B-Gruppe zeigten 16 Fahrer

ein starkes Rennen. Fürs Finale qualifizierten sich Mark Helmhout, der al-

le drei Vorläufe gewann, Darrel de Vries, Buddy Prijs und Sascha Stumpe.

Der Sieg ging letztlich an Helmhout vor Prijs, de Vries und Stumpe.

Bei den 250-ccm-Junioren war es Niels Oliver Wessel, der das Feld dominierte.

Er gewann alle seine Läufe vor Mika Meijer und Finn Loheider. Jeffrey

Sijbesma erzielte keine Punkte.

William Kruit siegte bei den 125-ccm-Junioren. Auch er konnte alle Läufe

gewinnen. Tom Finger (11 Punkte) und Christian Wagemans (10) standen

ebenfalls im Finale. Über das B-Finale qualifizierten sich dann noch Jeffrey

Sijbesma und Margriet Diever. Das Finale gewann Kruit vor Sijbesma

und Finger.

Mika Meijer und Jeffrey Sijbesma starteten übrigens in zwei Klassen

(250 und 125 ccm). • Text u. Fotos: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Int. A-Gruppe: 1. Andreas Lyager, DK, 15 Punkte; 2. Fritz Wallner, A, 14; 3. Max Dilger,

D, 11; 4. Jesper Pedersen, DK, 10; 5. Jannick de Jong, NL, 8; 6. Henry van der Steen, NL, 7; 7. Wojciech

Zielinski, PL, 7; 8. Danny Maaßen, D, 6; 9. Marcel Kayzer, PL, 6; 10. Mark Helmhout, NL, 6; 11. Dirk

Fabriek, NL, 4; 12. Buddy Prijs, NL, 4; 13. Geert Bruinsma, NL, 3; 14. Romano Hummel, NL, 2; 15. Lasse

Portner, DK, 2; 16. Jörg Tebbe, D, 1.

B-Gruppe: 1. Mark Helmhout, NL, 13 Punkte; 2. Buddy Prijs, NL, 11; 3. Darrel de Vries, NL, 11;

4. Sascha Stumpe, D, 9; 5. Mark Beishuizen, NL, 7; 6. Kevin Glorie, NL, 6; 7. Sjoerd Rozenberg, NL,

6; 8. Mika Meijer, NL, 5; 9. Niels Remmelts, NL, 4; 10. Jarno de Vries, NL, 3; 11. Andy ter Schuur, NL,

2; 12. Kevin Teager, GB, 2; 13. Kelly Velda, NL, 1; 14. Sven Klein, D, 1; 15. Onno Rykena, D, 1; 16. Nico

Eijbergen, NL, 0.

Jugend 125 ccm: 1. William Kruit, 12 Vorlaufpunkte; 2. Jeffrey Sijbesma, 1; 3. Tom Finger, D, 11;

4. Christian Wagemans, 10; 5. Margriet Diever, 6; 6. Sem Ensing, 4; 7. Nynke Sijbesma, 6; 8. Michael

de Jong, 4; 9. Nigel Hummel, 1; 10. Amber Sterre v.d. Duin, 0.

Jugend 250 ccm: 1. Niels Oliver Wessel, D, 12 Punkte; 2. Mika Meijer, 7; 3. Finn Loheider, D, 5;

4. Jeffrey Sijbesma, NL, 0.

Finale (von innen nach außen):

Sieger Andreas Lyager gegen

Fritz Wallner, Jesper Pedersen

und Max Dilger

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 37


INTERNATIONAL

POLEN

Einzelmeisterschaft - Halbfinals

Pieszczek und Dudek siegen

Krystian Pieszczek gewann das Halbfinale zur Einzelmeisterschaft in

Krosno. Der 20-Jährige von Falubaz Zielona Gora erzielte auf der 398 Meter

langen Bahn 13 Punkte. Eine Überraschung war die Performance von

Zbigniew Suchecki. Der Pilot des Erstligisten Wanda Krakau kam auf 12

Zähler und belegte Rang 2. Den letzten Podestplatz sicherte sich Krzysztof

Buczkowski aus Grudziadz. Eine Sensation war das Ausscheiden von

Adrian Miedzinski. Der Fahrer aus Torun wurde nur Neunter. Noch schlimmer

erging es Grzegorz Walasek, der auf Platz 13 landete. Der 39-Jährige

hatte in Krosno zwei technische Ausfälle zu beklagen.

In Rawicz triumphierte Patryk Dudek aus Zielona Gora. Der 23-Jährige erkämpfte

13 Zähler. Przemyslaw Pawlicki von Stal Gorzow war mit dem Gesamtsieger

punktgleich, verzeichnete jedoch nur drei Laufsiege, während

Dudek viermal als Erster ins Ziel kam. Den 3. Rang belegte Tomasz Jedrzejak

von Sparta Wroclaw.

Die GP-Teilnehmer Jaroslaw Hampel, Maciej Janowski, Piotr Pawlicki und

Bartosz Zmarzlik sind direkt fürs Finale gesetzt.

Ergebnisse - Krosno - 19.5.: Qualifiziert für Finale in Leszno am 3.7.: 1. Krystian Pieszczek, 13 Punkte;

2. Zbigniew Suchecki, 12; 3. Krzysztof Buczkowski, 12; 4. Grzegorz Zengota, 11; 5. Robert Miskowiak,

10; 6. Norbert Kosciuch, 9+3; Reserve 7. Marcin Nowak, 9+2. Ausgeschieden: 8. Damian

Adamczak, 8; 9. Adrian Miedzinski, 8; 10. Bartosz Smektala, 7; 11. Maksym Drabik, 7; 12. Miroslaw

Jablonski, 4; 13. Grzegorz Walasek, 3; 14. Dominik Kossakowski, 3; 15. Michal Szczepaniak, 2;

16. Jakub Jamrog, 2; 17. Kamil Brzozowski, 0.

Rawicz - 19.5.: Qualifiziert für Finale in Leszno am 3.7.: 1. Patryk Dudek, 13 Punkte; 2. Przemyslaw

Pawlicki, 13; 3. Tomasz Jedrzejak, 12; 4. Tobiasz Musielak, 11; 5. Janusz Kolodziej, 10; 6. Kacper Gomolski,

9; Reserve 7. Daniel Jeleniewski, 8. Ausgeschieden: 8. Dawid Lampart, 7; 9. Artur Mroczka,

6; 10. Szymon Wozniak, 6; 11. Rafal Okoniewski, 5; 12. Tomasz Gapinski, 4; 13. Rafal Trojanowski,

4; 14. Mateusz Szczepaniak, 4; 15. Piotr Swiderski, 3; 16. Ernest Koza, 2; 17. Krzysztof Jablonski, 2;

18. Damian Balinski, 1.

Int. Teamvergleich Polen gegen den Rest der Welt - 15.5.2016

Knappe Entscheidung

Am Tag nach dem polnischen GP-Rennen fand im „Narodowy“-Stadion ein

Match zwischen der polnischen Nationalmannschaft und der Welt-Auswahl

statt. Vor dem Rennen verabschiedete sich Tomasz Gollob feierlich

vom polnischen Team. 25.000 Fans bedankten sich beim Speedway-Ass

für sein Engagement und viele Erfolge. Der Exweltmeister war sichtlich gerührt

und vergoss sogar einige Tränen.

Und danach begann das Match. Nach einem Unentschieden ging die

Mannschaft von Manager Ole Olsen in Führung. Jason Doyle kam vor Patryk

Dudek und Martin Vaculik ins Ziel. Nach acht Läufen führte die Welt-

Auswahl schon mit 29:19 und es schien, als ob die Gastgeber keine Chance

mehr hätten, den Rückstand wettzumachen. Doch im darauffolgenden

Rennen holten sie einen Doppelsieg. Patryk Dudek und Pawel Przedpelski

ließen Niels-Kristian Iversen und Peter Kildemand hinter sich. Weiter folgten

vier Unentschieden in Folge, bis die Polen im vorletzten Heat wieder

einen 5:1-Sieg landeten. Bartosz Zmarzlik kreuzte vor Patryk Dudek und

Martin Vaculik als Erster die Ziellinie, während Jason Doyle ausgefallen

war. Plötzlich war die Mannschaft von Marek Cieslak wieder da und der

letzte Lauf sollte über den Gesamtsieg entscheiden. Maciej Janowski kam

als Sieger ins Ziel und Pawel Przedpelski lieferte sich einen erbitterten

Fight mit Grigori Laguta und Niels-Kristian Iversen. In der dritten Runde

verlor der junge Pole den 3. Platz und ging leer aus. Der Heat endete mit einem

Remis und die Gäste gewannen das Match mit 46:44 knapp.

Ergebnis: Polen, 44 Punkte (Maciej Janowski 14, Piotr Pawlicki 6, Patryk Dudek 7, Pawel Przedpelski

6, Bartosz Zmarzlik 8, Maksym Drabik 3); Rest-der-Welt-Auswahl, 46 (Grigori Laguta 14, Antonio

Lindbäck 4, Jason Doyle 6, Martin Vaculik 6, Niels-Kristian Iversen 9, Peter Kildemand 7).

Ergebnis: 1. Patryk Dudek, 14 Vorlaufpunkte; 2. Bartosz Zmarzlik, 12; 3. Maciej Janowski, 10;

4. Andzejs Lebedevs, LV, 10; 5. Martin Vaculik, SK, 9; 6. Matej Zagar, SLO, 12; 7. Tomasz Jedrzejak,

9; 8. Tomasz Gollob, 9; 9. Denis Gizatullin, RUS, 7; 10. Niels-Kristian Iversen, DK, 7; 11. Tomasz Gapinski,

6; 12. Anders Thomsen, DK, 4; 13. Grzegorz Walasek, 4; 14. Renat Gafurow, RUS, 3;

15. Kacper Gomolski, 3; 16. Kamil Brzozowski, 1.

Ekstraliga

6. Runde - 22.5.: Unia Leszno, 55 Punkte (Piotr Pawlicki 10, T.Musielak 9, Kildemand 4, N.Pedersen

13, Zengota 10, Smektala 4, D.Kaczmarek 5); GKM Grudziadz, 35 (Lindbäck 10, Ljung 3, A.Laguta

16, Okoniewski 3, T.Gollob 2, Nowak 0, Trzensiok 1).

KS Torun, 60 Punkte (Vaculik 12, Miedzinski 7, Holder 15, K.Gomolski 7, Hancock 10, P.Przedpelski

8, Krzyzanowski 1); Sparta Wroclaw, 30 (Woffinden 6, Morris 1, Jedrzejak 4, S.Wozniak 1, Janowski

7, Drabik 10, Drozdz 1).

Falubaz Zielona Gora, 44 Punkte (P.Dudek 17, Karpov 7, Doyle 4, Protasiewicz 11, Pieszczek 5,

Niedzwiedz 0); Stal Gorzow, 46 (Iversen 9, Jepsen Jensen 3, Pr.Pawlicki 4, Zagar 8, Kasprzak 9,

Zmarzlik 10, Cyfer 3).

8. Runde - 5.6.: Unia Tarnow, 47 Punkte (Madsen 12, Swiderski 5, K.Bjerre 9, Michelsen 3, Kolodziej

15, Rolnicki 2, Madej 1); GKM Grudziadz, 43 (Lindbäck 9, Gollob 4, Okoniewski 8, Buczkowski 3,

A.Laguta 11, Nowak 7, Trzensiok 1). Bonuspunkt für Grudziadz.

KS Torun, 56 Punkte (Vaculik 10, K.Gomolski 5, Holder 12, Miedzinski 3, Hancock 14, P.Przedpelski

12, Krzyzanowski 0); ROW Rybnik, 34 (Jonsson 5, Balinski 3, Fricke 7, Holta 4, G.Laguta 11, Chmiel

1, Woryna 3).

Stal Gorzow, 53 Punkte (Iversen 8, Jepsen Jensen 2, Pr.Pawlicki 6, Zagar 9, Kasprzak 11, Zmarzlik

15, Cyfer 2); Unia Leszno, 37 (Piotr Pawlicki 8, T.Musielak 4, N.Pedersen 9, Kildemand 3, Zengota

11, Smektala 2, D.Kaczmarek 0). Bonuspunkt für Gorzow.

Sparta Wroclaw, 44 Punkte (Woffinden 15, S.Wozniak 1, Janowski 8, Jedrzejak 2, Milik 10, Gala 5,

Drozdz 3); Falubaz Zielona Gora, 46 (P.Dudek 14, Karpov 5, Doyle 12, Protasiewicz 13, Niedzwiedz

1, Pieszczek 1). Bonuspunkt für Zielona Gora.

1. Runde - Nachholrennen - 12.6.: ROW Rybnik, 38 Punkte (Holta 1, Fricke 2, Jonsson 5, Balinski 6,

G.Laguta 14, Chmiel 0, Woryna 10); KS Torun, 52 (Holder 8, Miedzinski 10, Vaculik 10, K.Gomolski

2, Hancock 9, P.Przedpelski 12, Krzyzanowski 1). Bonuspunkt für Torun.

3. Runde - Nachholrennen - 12.6.: Unia Tarnow, 42 Punkte (Madsen 9, Swiderski 4, K.Bjerre 10, Michelsen

2, Kolodziej 12, Madej 3, Rolnicki 2); Stal Gorzow, 48 (Iversen 10, Jepsen Jensen 2, Zagar

7, Pr.Pawlicki 9, Kasprzak 9, Cyfer 1, Zmarzlik 10).

1. Liga

4. Runde - Nachholrennen - 15.5.: Kolejarz Rawicz, 23 Punkte (Lutowicz 6, A.Gomolski 5, Gröndal

5); Orzel Lodz, 31 (Miskowiak 9, Jamrog 9, Gapinski 6, Puszakowski 4, Bober 3). Wegen Regen nach

9 Läufen abgebrochen.

8. Runde - 22.5.: Speedway Wanda Krakau, 35 Punkte (Hougaard 13, Walasek 9, Mazur 8); Orzel

Lodz, 55 (H.Andersen 13, Miskowiak 11, Gapinski 10, Lahti 9).

Polonia Bydgoszcz, 46 Punkte (Kudrjaschow 10, Jedrzejewski 10, Adamczak 8, Ajtner-Gollob 6,

Stalkowski 6); Wybrzeze Gdansk, 44 (Gafurow 12, O.Fajfer 11, Sundström 10).

Lokomotiv Daugavpils, 51 Punkte (Kylmäkorpi 13, Bogdanovs 12, F.Lindgren 10, Lebedevs 8, Puodzuks

7); Wlokniarz Czestochowa, 39 (Jeleniewski 12, Klindt 8).

Stal Rzeszow, 51 Punkte (Baran 10, Lampart 9, Porsing 8, Nicholls 8, Kuciapa 7, Karczmarz 6);

Polonia Pila, 36 (Mi.Szczepaniak 13, Kurtz 8, Tarasenko 5, Kosciuch 5).

Kolejarz Rawicz, 33 Punkte (A.Gomolski 10, Stichauer 6, Kajzer 6, Z.Holub 5; KSM Krosno,

57 (M.Jablonski 12, Chrzanowski 11, Koza 9, Rolnicki 9, Logatschew 8, M.Rempala 7).

10. Runde - 5.6.: Polonia Bydgoszcz, 48 Punkte (Kudrjaschow 13, Kulakow 7, Ajtner-Gollob 7,

Jedrzejewski 7, Adamczak 6, Curylo 5); KSM Krosno, 42 (M.Jablonski 12, Koza 9, Logatschew 8,

Chrzanowski 7, Wieczorek 6).

Lokomotiv Daugavpils, 42 Punkte (Lebedevs 18, Bogdanovs 8, Kylmäkorpi 7, F.Lindgren 6); Orzel

Lodz, 47 (H.Andersen 11, Miskowiak 10, Jamrog 8, Lahti 7).

Speedway Wanda Krakau, 49 Punkte (Walasek 11, Masters 11, Hougaard 9, Ma.Szczepaniak 8);

Wybrzeze Gdansk, 41 (O.Fajfer 13, Gafurow 7, Sundström 6, Kossakowski 6, K.Jablonski 5).

Stal Rzeszow, 50 Punkte (Baran 10, Nicholls 10, Kuciapa 10, Lampart 9, Porsing 6); Wlokniarz

Czestochowa, 40 (Jeleniewski 11, Thorssell 8, Jonasson 7, Klindt 5).

Kolejarz Rawicz, 30 Punkte (A.Gomolski 10, Kajzer 5, K.Pulczynski 5, Mauer 1-0-0=1); Polonia Pila,

57 (Tarasenko 15, Mi.Szczepaniak 12, Swist 11, Kosciuch 8, Kurtz 7).

2. Runde - Nachholrennen - 11.6.: Kolejarz Rawicz, 25 Punkte (Lisiecki 6, Melnychuk 6, Kajzer 5);

Wlokniarz Czestochowa, 65 (Ulamek 15, Jeleniewski 14, Czaja 11, Borowicz 10, Trojanowski 5, Polis

5, Legowik 5).

1. Runde - Nachholrennen - 12.6.: Lokomotiv Daugavpils, 56 Punkte (Puodzuks 14, Lebedevs 12,

F.Lindgren 10, Kylmäkorpi 9, Bogdanovs 6); Wybrzeze Gdansk, 34 (Zetterström 13, O.Fajfer 10,

Kossakowski 5).

3. Runde - Nachholrennen - 12.6.: Kolejarz Opole, 47 Punkte (Miesiac 14, Grobauer 1-2-1-3-0=7,

T.Rempala 7, A.Wozniak 7, L.Przedpelski 6, Lopaczewski 5); Speedway Wanda Krakau, 41 (Hougaard

12, Ma.Szczepaniak 10, Walasek 8, Grajczonek 8).

Rif-Saitgarejew-Memorial - Ostrow - 21.5.2016

Dudek-Triumph

Zum 19. Mal wurde in Ostrow das Rif-Saitgarejew-Memorial ausgetragen.

In diesem Jahr gelang es den Funktionären, gute Speedwayfahrer zu verpflichten.

Sieger des Memorialrennens wurde Patryk Dudek. Der Pilot von

Falubaz erzielte in den Vorläufen 14 Punkte und zog direkt ins Finale ein.

Im Endlauf ließ Dudek seinen Konkurrenten keine Chance und kreuzte vor

7000 Zuschauern als Erster die Ziellinie. „Ich freue mich sehr über den

Sieg, weil das Starterfeld sehr stark war. Vor dem Finallauf wählte ich die

zweite Startbahn, weil ich vorher gesehen hatte, dass sie in der Endphase

sehr gut war“, sagte der Triumphator. Zweiter wurde Bartosz Zmarzlik.

„Ich bin mit dem 2. Platz zufrieden. Ich habe zwar im Finale den Start gewonnen,

aber Patryk Dudek war sehr schnell und konnte mich überholen“,

so der 21-jährige Pilot von Stal Gorzow. Die niedrigste Podiumsstufe

bestieg der Slowake Martin Vaculik. • Texte: Georg Dobes

EKSTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Gorzow 7 14 86

2. Torun 7 11 40

3. Zielona Gora 7 9 5

4. Grudziadz 7 7 –36

5. Leszno 7 5 –8

6. Tarnow 6 4 –34

7. Rybnik 5 3 –19

8. Wroclaw 6 3 –34

1. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Daugavpils 6 16 124

2. Lodz 8 14 95

3. Rzeszow 9 14 31

4. Pila 9 10 57

5. Gdansk 9 8 29

6. Czestochowa 8 8 16

7. Krakau 9 6 –36

8. Bydgoszcz 9 6 –48

9. Opole 4 4 –35

10. Krosno 9 2 –98

11. Rawicz 5 0 –135

38 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Stanislaw Tkocz ist tot

Am 19. Mai 2016 verstarb in Karlsruhe Stanislaw Tkocz, einer der besten

polnischen Speedwayfahrer der 50er und 60er Jahre.

Tkocz wurde am 6. November 1936 in Rybnik geboren. Zunächst trainierte

er Boxen, entschied sich aber bald für Speedway. 1955 gab der Pole sein

Ligadebüt für die Mannschaft von „Gornik“ Rybnik und wurde zu einem

der Leistungsträger. Stanislaw vertrat die Farben des Vereins aus Oberschlesien

bis 1971 und wurde elfmal polnischer Teammeister (1956 bis

1958, 1962 bis 1968 und 1970). Darüber hinaus gewann er im Teamwettbewerb

zwei Silber- (1959 und 1961) sowie zwei Bronzemedaillen (1969 und

1971). 1972 wechselte Tkocz nach Opole, wo er für „Kolejarz“ startete.

Nach dieser Saison beendete der Pilot seine sportliche Laufbahn.

Stanislaw Tkocz qualifizierte sich zwölfmal für die Einzelmeisterschaftsfinals

und stand zweimal ganz oben auf dem Podest (1958 und 1965). 1956

gewann der Schlesier die Bronzemedaille. Außerdem triumphierte Tkocz

1965 beim einst sehr prestigeträchtigen Goldhelm.

Auch international war der Speedwayfahrer sehr erfolgreich. Er nahm mit

der polnischen Nationalmannschaft dreimal an Team-WM-Finals teil und

wurde zweimal Weltmeister (1961 in Wroclaw und 1969 in Rybnik). Tkocz

erreichte auch zweimal die Einzel-WM-Endläufe. 1961 in Malmö wurde er

Fünfzehnter und belegte fünf Jahre später im Ullevi-Stadion in Göteborg

Rang 9.

Tokcz stammte aus einer kinderreichen Familie und hatte acht Brüder.

Zwei von ihnen, Jan und Andrzej, waren ebenfalls Speedwayfahrer, Stanislaw

war jedoch der erfolgreichste von ihnen.

Ruhe in Frieden, Staszek. • Text und Foto: Georg Dobes

Tragischer Sturz in Rybnik –

Krystian Rempala tot

Am 22. Mai sollte in Rybnik ein Ligamatch zwischen dem heimischen ROW

und dem Team von „Unia“ Tarnow stattfinden. Kurz nach Rennbeginn im

Juniorenlauf (Heat 2) kam es jedoch zu einem tragischen Crash. In der

Startkurve erwischte Kacper Woryna (Rybnik) eine griffige Stelle, verlor

die Kontrolle über sein Motorrad und kollidierte mit Krystian Rempala

(Tarnow). Die Wucht des Zusammenstoßes war dabei so gewaltig, dass

der Helm des Piloten der Gastmannschaft herunterfiel und der Sportler

mit ungeschütztem Kopf auf die Bahn stürzte. Der Crash sah furchterregend

aus und im Stadion wurde es völlig still. Woryna, der ebenfalls zu

Boden musste, konnte die Bahn verlassen, während Rempala regungslos

liegen blieb. Es wurde klar, dass er schwere Verletzungen erlitten hatte.

Man wollte den jungen Mann zunächst mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus

transportieren, darum räumte man das Innenfeld und entfernte

alle Werbungen. Letztendlich jedoch wurde der bewusstlose Krystian mit

einem Krankenwagen in eine zirka 25 Kilometer entfernte Klinik in Jastrzebie-Zdroj

gebracht. Im Krankenhaus diagnostizierte man unter anderem

eine Schwellung des Gehirns und einen Bluterguss. Rempala wurde sofort

operiert und der Bluterguss konnte entfernt werden. Sein Überlebenskampf

dauerte sechs Tage. Am 28. Mai erlag der erst 18-jährige

Speedwayfahrer seinen schweren Kopfverletzungen, ohne das Bewusstsein

wiedererlangt zu haben. Am 3. Juni wurde Krystian Rempala in Tarnow

zu Grabe getragen. Auf seinem letzten Weg begleiteten ihn Tausende

Menschen. Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Rybnik nahm Ermittlungen

auf, um die Todesursache zu klären. Das Ligarennen wurde sofort nach

dem Sturz abgebrochen.

Krystian Rempala wurde am 1. April 1998 geboren. Da sein Vater Jacek und

auch drei Onkel (Grzegorz, Tomasz und Marcin) Speedwayfahrer sind

oder waren, war sein Lebensweg vorbestimmt. Von klein auf begleitete

Krystian seinen Papa zu Rennen und beschloss, ebenfalls Speedwayfahrer

zu werden. Als 15-Jähriger gab er 2013 sein Debüt. Der Junge startete in

Krosno bei einer Qualifikation zur polnischen Junioren-Teammeisterschaft.

Krystian war einer der talentiertesten Nachwuchspiloten. 2014 bestritt

er als Teammitglied von „Stal“ Rzeszow sein erstes Ligamatch. Am

4. Mai erzielte Rempala in der 1. Liga 4 Punkte (1-3-0) gegen die Mannschaft

von ROW Rybnik. In der nächsten Saison fuhr der junge Fahrer

schon in der Ekstraliga, weil das Team von „Stal“ Rzeszow aufgestiegen

war. Er absolvierte 14 Rennen und sein Average betrug am Ende 4,68.

Rempala startete auch in internationalen Wettbewerben. Der Pole qualifizierte

sich fürs Junioren-EM-Finale in Silkeborg, wo er mit 7 Zählern Rang

12 belegte. Seinen ersten und einzigen Titel holte Krystian mit der Nationalmannschaft.

In Pilsen wurde er Junioren-Europameister. 2016 bestritt

er vier Ligarennen für „Unia“ Tarnow.

Ruhe in Frieden, Krystian.Du wirst uns immer unvergessen bleiben.

• Text: Georg Dobes; Foto: Vojtěch Zavřel

LETTLAND

Int. U21-Teamvergleich Lettland -

Finnland - 21.5.2016

Heimsieg

Am 21. Mai fand in der lettischen

Hauptstadt ein Teamvergleich der

Juniorenmannschaften aus Lettland

und Finnland statt. Die Gäste

kamen mit nur vier Junioren nach

Riga und wurden durch zwei ältere

Piloten (Aki-Pekka Mustonen und

Janne Nyman) unterstützt. In der

Anfangsphase des Matches präsentierte

sich das finnische Team

besser. Noch nach sieben Läufen

hatte es 3 Punkte Vorsprung, aber

dann holten Davis Kurmis und Daniil

Kolodinskis einen 5:1-Sieg und

die Letten gingen in Führung. Die

Vorentscheidung zugunsten der

Gastgeber fiel in Heat 13, als Artjoms

Trofimovs und Kolodinskis

gegen Antti Vuolas und Janne Nyman

einen Doppelsieg holten. Am

Ende stand es 45:38 für die lettische

Mannschaft. Ihr bester Mann

im Bikernieki-Sportkomplex war

Davis Kurmis, der in der polnischen

1. Liga regelmäßig zum Einsatz

kommt. Der 17-Jährige verzeichnete

drei Laufsiege und

schrieb 13 Zähler. Bei den Finnen

war Jesse Mustonen der Leistungsträger.

Der 20-Jährige bestritt

sechs Rennen und kam auf

16 Punkte. „Ich freue mich über

den Sieg, weil heute sehr junge

Fahrer zum Einsatz kamen. Wir

sind auf der Suche nach einem

Nachfolger von Andzejs Lebedevs

und ich hoffe, dass wir bald fündig

werden“, sagte der Manager der

lettischen Nationalmannschaft Nikolajs

Kokins nach dem Rennen.

• Text: Georg Dobes; Foto: Susi Weber

Ergebnis: 1. Lettland, 45 Punkte (Davis Kurmis

13, Daniil Kolodinskis 8, Olegs Mihailovs 2,

Artjoms Trofimovs 11, Denis Zvorigins 11, Nikita

Korolovs 0, Maksims Vlasovs 0); 2. Finnland,

38 (Aki-Pekka Mustonen 3, Henri Ahlbom

6, Janne Nyman 5, Antti Vuolas 6, Jesse

Mustonen 16, Niilo Vuolas 2).

Punktbester Fahrer in Riga

war der Finne Jesse Mustonen

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 39


VORSCHAUEN

2./3.7. DIEDENBERGEN

NACHHOLTERMIN

DMV White Tigers wollen trotz der Verlegung angreifen

Nachdem die Veranstaltung

am 4. und 5. Juni

aufgrund des schlechten

Wetters leider frühzeitig

abgesagt werden

musste, steht nun der

neue Termin am 2. und

3. Juli fest. „Leider wurde

das Rhein-Main-Stadion

durch die schweren

Regenfälle stark in

Mitleidenschaft gezogen

und es steht viel Arbeit

für die ehrenamtlichen

Helfer des MSC

Diedenbergen auf dem

Programm. Trotz alledem

wollte man einen

zeitnahen Ersatztermin

für die Zuschauer präsentieren

und dies ist

nun gelungen“, so

Klaus Ziller als 1. Vorsitzender

des Vereins.

Da momentan aber immer

noch das schlechte

Wetter in Deutschland

anhält, hat man sich dazu

entschieden, das

Rahmenprogramm etwas zu kürzen bzw. auf beide Tage aufzuteilen.

Weiterhin wird am Samstag das Rennen um den Speedway Team Cup

stattfinden und am Sonntag die Begegnung der Speedway-Bundesliga

ausgetragen. Der MSC Diedenbergen wird hier um Teammanager Andreas-Elvis

Schumacher versuchen, ein wichtiges Wörtchen um den Tagessieg

im STC mitzureden. Schließlich erwartet man mit den Gästen der Wölfe

Wittstock, des MSC Olching sowie den Brokstedt Young Vikings starke

Konkurrenz.

Am Sonntag steht dann das Bundesligarennen der DMV White Tigers gegen

die Brokstedt Wikinger an. Beide Mannschaften hatten sich auf diesen

Termin geeinigt, da normalerweise die polnischen Ligen rennfrei gehabt

hätten. Doch Ende letzter Woche hat die polnische Föderation PZM

nun den 3. Juli als Nachholtermin in der Liga bekanntgegeben. Nun wird

es für die Teammanager beider Mannschaften wieder eine Herausforderung,

gute ausländische Fahrer auf der Positionen 1 und 2 zu verpflichten.

Die DMV White Tigers nehmen sich dieser Aufgabe gerne an und werden

versuchen, den Fans beim Heimrennen ein starkes Team zu präsentieren.

An beiden Tagen werden auch wieder die Gespanne an den Start gehen.

Termin: 2./3. Juli 2016

DMV-Speedwayrennen Diedenbergen - Bundesliga

2./3.7. MULMSHORN

EUROPAS ELITE ZU GAST

Action Pur verspricht das Race Weekend am 2./3. Juli 2016 auf dem Wümmering

in Mulmshorn (Kreis Rotenburg-Wümme). In diesem Jahr ist der

MSC Mulmshorn e.V. im ADAC wieder Ausrichter für die Europameisterschaft

der Solisten. Die Elite aus Europa geht an den Start, um sich für das

Finale in England zu qualifizieren: der amtierende Welt- und Europameister

Jannick de Jong (NL), der niederländische Staatsmeister Dirk Fabriek

sowie Romano Hummel (NL). Großbritannien sendet Ex-Europameister

Andrew Appleton sowie die beiden Jahrhunderttalente James Shanes und

Zach Wajtknecht sowie Paul Cooper (Mehrfachteilnehmer in der WM). Für

Deutschland stehen am Start: Bernd Diener, Kai Dorenkamp, David Pfeffer

und Stephan Katt, seines Zeichens dreifacher Europameister. Frankreich

sendet drei Fahrer, Tschechien zwei und Finnland einen.

Am Samstag drehen die Junioren ihre Runden auf der KNAX-Speedwaybahn

im Innenring des Wümmerings. Selbst die Kleinsten schenken sich

nichts, auch hier geht es Rad an Rad durch die Kurven, denn jeder will als

Erster die Ziellinie überqueren. Am Nachmittag sind die Oldiefahrer der

EVLS Zwei- und Vierventiler an der Reihe. Stars aus alten Zeiten gehen

hier ans Band und kämpfen um die Pokale.

Also schon mal vormerken: 2. und 3. Juli 2016, Action auf dem Wümmering

in Mulmshorn, A1 Ausfahrt 49 (Bockel). Weitere Infos auf unserer Homepage:

www.mscmulmshorn.de

Termin: 2./3.7. 2016

Int. ADAC-Motorradrennen Wümmering Mulmshorn - Grasbahn-EM, SF2

10.7. BROKSTEDT

WIKINGER EMPFANGEN DEVILS

Für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC stehen die ersten beiden Wochenenden

im Juli ganz im Zeichen der Entscheidung in der Speedway-Bundesliga.

Nach dem wetterbedingten Ausfall des Auswärtsrennens in Diedenbergen

wurde der Nachholtermin auf den 3. Juli gelegt. Für die Verantwortlichen

beim MSC allerdings kein Problem. „Wir werden an unseren

Personalplanungen festhalten“, so Brokstedts Pressesprecher Michael

Schubert. Kapitän Tobias Kroner sowie Kai Huckenbeck und Matthias Kröger

sind in Brokstedt „gesetzt“. Hoffnungen auf einen Einsatz von

Youngster Lukas Fienhage bestehen, ob der 17-Jährige allerdings den

Bruch seines Kahnbeins bis zum Rennen bei den „White Tigers“ auskuriert

hat, wird sich wohl eher kurzfristig entscheiden.

Nur eine Woche nach dem Rennen beim hessischen Rivalen steht für Brokstedt

das Heimrennen gegen den AC Landshut an – ein echter Bundesliga-

Klassiker und nebenbei die Neuauflage des Bundesliga-Finales 2014. Damals

setzten sich die „Wikinger“ vor eigenem Publikum eindrucksvoll

durch und sicherten sich den Titel. Der Einzug in die Bundesliga-Finalläufe

ist auch in diesem Jahr das erklärte Ziel der Schleswig-Holsteiner. Taktischen

Spielereien wollen sich die Verantwortlichen dabei nicht hingeben.

Schubert: „Das Auswärtsrennen in Diedenbergen ist für uns immens

wichtig. Mit einem Auswärtserfolg könnten wir gegen Landshut durchaus

etwas beruhigter ans Werk gehen.“ Soll also heißen, dass der MSC in jedem

Fall beide Rennen mit einer starken Besetzung bestreiten wird. Nach

dem Saisonauftaktsieg am 1. Mai gegen Wolfslake scheint also auch diesmal

kein Weg am Einsatz des dänischen Speedwaystars Mikkel Bech vorbeizuführen.

„Auch die zweite Ausländerposition werden wir entsprechend

besetzen. Unsere Teammanagerin Sabrina Harms hat es bisher immer

geschafft, auch unter schwierigen Bedingungen die entsprechenden

Fahrer zu verpflichten.“ Schubert steht mit seinen Vorstandskollegen voll

hinter den Entscheidungen, die rund um die Teamzusammenstellung getroffen

werden.

Sabrina Harms stapelt indes vor den beiden schweren Rennen gewohnt

tief: „Wir wissen, dass beide Rennen für uns sehr hart werden. Natürlich

wollen wir möglichst erfolgreich sein. Wahrscheinlich wird am Ende der

Mannschaftsgeist eine große Rolle spielen.“

Das Rennen auf dem Holsteinring am 10. Juli beginnt um 14:00 Uhr. Im

Rahmenprogramm (ab 9:30 Uhr) gibt es Läufe zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft

der Klassen Junior A und Junior B. Hautnah dürfen die Fans

die Stars der Bundesliga während einer Autogrammstunde in der Mittagspause

des Renntages auf dem „Holsteinring“ erleben.

Der Eintritt zum Bundesliga-Duell der „Wikinger“ gegen die „Devils“ aus

Landshut beträgt 16,- Euro (ermäßigt 10,- Euro), Kinder bis zwölf Jahre haben

freien Eintritt. Kostenlose Parkplätze rund um das Stadion in Brokstedt

sind ausreichend vorhanden.

Termin: 10.7. 2016- ADAC-Speedwayrennen Brokstedt

Mikkel Bech (li.) könnte am 10. Juli auch im Brokstedter Team um Kapitän

Tobias Kroner stehen • Fotos: Sabine Schubert

40 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Spannung angesagt in Werlte

(hier v.l. Kai Huckenbeck, Henry van der Steen,

Mathieu Trésarrieu, Glen Phillips und Jörg Tebbe )

• Foto: Ubbo Bandy

23.7. WERLTE

SPEKTAKEL IM JULI

Am Samstag, 23. Juli 2016, ist es wieder soweit: Getreu

dem Motto „no brakes, no fear, no limits“ brennt auf dem

Hümmlingring wieder die Luft.

Für die spektakulären Rennen braucht es natürlich auch

ein Fahrerfeld der Extraklasse. So konnte der MSC Werlte

bis dato den amtierenden Langbahnweltmeister Jannick

de Jong sowie die Lokalmatadoren und Clubfahrer Kai

Huckenbeck, Bernd Diener, Matten Kröger, Bernd Dinklage

und Jörg Tebbe verpflichten. Ebenso lassen es sich

Stephan Katt, Christian „Hülse“ Hülshorst, Enrico Janoschka,

der Tscheche Josef Franc, die Engländer Paul

Cooper und Andrew Appleton sowie die niederländischen

Bahnsportakteure Henry van der Steen und Dirk

Fabriek nicht nehmen, dem Weltmeister auf den Zahn zu

fühlen.

Auch die Fans der Gespannklasse dürfen sich wieder

freuen. Trotz des EM- Finales, das am nächsten Tag im benachbarten

Vries (NL) stattfindet, haben es die Werlter

geschafft, ein beachtliches Feld auf die Beine zu stellen.

Eines ist dabei versprochen: Keines der jeweiligen Teams

wird dabei auch nur einen Meter auf der 541 Meter langen

und anspruchsvollen Sandbahn verschenken. Rad-an-

Rad-Kämpfe sind vorprogrammiert.

Sowohl die B-Lizenz Solo als auch die Juniorklassen werden

wie gewohnt auch nicht zu kurz kommen. Die Clubfahrer

und Nachwuchstalente Fabian und Timo Wachs,

Uwe Fissler sowie Kevin Teager werden ihrer Konkurrenz

den Kampf ansagen und vor Heimkulisse ihr Bestes geben,

um am Ende des Renntages auf dem Treppchen stehen

zu können.

Traditionell wird das Deka-Handicap-Solo-Finale, in dem

die ersten drei der B-Lizenz Solo über fünf Runden gegen

die ersten vier der I-Lizenz Solo antreten, den krönenden

Abschluss liefern.

Wer dann noch Lust hat, mit den Siegern zu feiern, kann

sich auf die After Race Party im Festzelt freuen!

Die Eintrittspreise belaufen sich in diesem Jahr wie folgt:

Erwachsene 18,- Euro, Kinder bis 12 Jahre frei, Jugendliche

von 12 bis 17 Jahren sowie Schwerbehinderte mit

Ausweis 10,- Euro.

Also Fans des Bahnsports, macht euch auf nach Werlte

und lasst euch das Event nicht entgehen! Denn euch erwartet

ein Rennen der Superlative.

Der MSC Hümmling Werlte freut sich schon jetzt auf euer

Kommen!

Trainingsbeginn ab 13:00 Uhr,

Fahrervorstellung 18:00 Uhr, Rennbeginn 18:30 Uhr

Termin: 23. Juli 2016

Int. 46. ADAC-Flutlicht-Sandbahnrennen Werlte

Goldschmidt Druck · 49757 Werlte · Tel. 0 59 51/95 50 0 Foto: Ubbo Bandy

Int. 46. ADAC FLUTLICHT

SANDBAHNRENNEN

Samstag

23.

Juli

23./24.7. OLCHING

BAYERN- UND TEAM CUP

Am 23. Juli steht das Olchinger Speedwaystadion wieder ganz im Zeichen der Jugend – es

geht an diesem Tag um einen weiteren Vorlauf zum ADAC-Bayern-Cup. Mit dabei sind die

jungen Teams aus Landshut, Haunstetten, Pfaffenhofen/Ilm und natürlich die Olchinger

Gastgebermannschaft. Trainiert wird für diesen Wettkampf bereits vormittags ab 10:45

Uhr. Das Rennen wird dann am Nachmittag um 14:00 Uhr gestartet. Am darauffolgenden

Tag (Sonntag, 24. Juli) steht dann auf der Olchinger Rennpiste der Speedway Team Cup

auf dem Programm, der in Fankreisen sozusagen als „2. Bundesliga“ gilt. Hier begrüßen

die Starter des Gastgebers die Mannschaften aus Herxheim, Wittstock und Diedenbergen.

Die Titelverteidiger aus Berghaupten, die „Black Forest Eagles“, sind in Olching zwar

nicht dabei, aber spannend dürfte es auf alle Fälle werden. Im Vorjahr hatten die Olchinger

nämlich in der Gesamtwertung einen Platz unter den ersten drei knapp verpasst – das

Gastgeberteam brennt somit darauf, auf der Heimbahn kräftig Punkte zu sammeln und in

der Endabrechnung diesmal weiter oben zu landen. Trainiert wird ab 10:30 Uhr, das Rennen

beginnt wie gewohnt um 14:00 Uhr.

Termin: 23./24. Juli 2016 - ADAC-Speedwayrennen Olching

Start 18.30 Uhr Training ab 13.00 Uhr

www.maschinenbau-friedemann.de

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 41


VORSCHAUEN

Hausherren: Oswald Bischoff/Mario Siebert • Fotos: Daniel Enders

30./31.7. ANGENROD

HIGHLIGHT DER SAISON

„Gespann-Masters 2016“ • I-Seitenwagen • I-Solo • B-Solo • Quads bis

1000 ccm • Speedkarts bis 650 ccm

Der Countdown läuft: Der MSC Angenrod veranstaltet am 30. und 31. Juli

sein traditionelles DMV-Grasbahnrennen. Über viele Jahre hat sich der

MSC Angenrod durch die spannenden Gespann- und Solorennen einen

Namen geschaffen, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt

ist. Viele Fahrer und Fans des Motorsports haben den MSC immer

für die gute Organisation, einen schnellen Rennablauf und eine hervorragend

präparierte Bahn gelobt. Alle haben den Bahnsport auf dem schönen

Rußbergring die letzten zwei Jahre vermisst. Nun hat man in dieser

Saison wieder in die Vollen gegriffen und hofft natürlich auch auf die Unterstützung

der treuen Fans. Denn nur wer wagt, der gewinnt.

Der MSC hat dieses Jahr für jeden Motorsportbegeisterte was zu bieten.

Am Rußbergring werden über zwei Tage die Motoren dröhnen, um den

Fans, Zuschauern, Helfern und Fahrer ein unvergessenes Wochenende zu

präsentieren. Es werden dieses Jahr alle Klassen des Bahnsports sowie

die Quadklassen bis 1000 ccm und die Speedkarts bis 650 ccm an den

Start gehen.

Als erster Veranstalter präsentiert der MSC den ersten Lauf zur „Deutschen

Seitenwagen Masters 2016“. Für diesen Lauf haben sich 16 Gespanne

eingeschrieben. Zwanzig Rennläufe plus Finalläufe werden gestartet.

Teams wie Andreas Horn/Stefan Pfaff, Kevin Hübsch/Michael Burger,

Udo Poppe/Martin Weick, Raphael San Millan/ Benedikt Zapf, Manuel

Meier/Lydia Neuendorf und Oswald Bischoff/Mario Siebert kennen die

schöne Grasbahn. In dieser Klasse nicht zu vergessen das Damen-Duo

aus England, Natasha Bartlett/Ciara Southgate.

Obwohl mit dieser Klasse schon ein Großteil des Gespannsports vertreten

ist, hat der MSC Angenrod in diesem Jahr auch die internationale Gespannklasse

am Start. Ans Startband rollen die deutschen Meister Markus

Venus und Markus Heiß, Florian Kreuzmayr/Nicole Balz, das englische

Team Mitch Godden/Paul Smith, Mathias Motk und Beifahrerin Sonja

End. Mit weiteren Teams aus den Niederlanden und Frankreich steht der

MSC Angenrod in Verbindung. Mehr zum weiteren Fahrerfeld kann man

nach Abschluss der Verhandlungen im Internet lesen. Es werden sechs

Gespanne in dieser Klasse an den Start gehen. Man kann sich hier auf packende

Rennen mit Positionskämpfen freuen.

Auch die internationale Soloklasse wird ihr Können unter Beweis stellen.

Mit von der Partie sind z.B. Christian Hülshorst, Jens Bennecker, Markus

Eibl, Sjoerd Rozenberg aus den Niederlanden, Mark Helmhout (NL), Marcel

Dachs. Alle diese Fahrer waren schon am Rußbergring aktiv und werden

schöne und spannende Rennläufe zeigen.

Mit von der Partie auch die B-Lizenz-Solo-Klasse. Hier werden sechs Fahrer

um Punkte und Sieg kämpfen. Ans Startband rollen Fabien Neid, Sven

Klein, Dennis Helfer, Marcel Sebastian, Marius Hillebrand und Dennis

Helfer.

Die Quads werden in insgesamt sechs Klassen an den Start gehen. Von

100 ccm (Kidsklassen) bis 1000 ccm Viertakt (Sportgeräte) ist hier alles

vertreten, um den Zuschauern schöne und spannende Rennläufe zu zeigen.

Auch die Speedkarts werden um den Rußbergring driften. Mit spektakulären

Überholmanövern und unüberhörbaren Motorgeräuschen wollen

sie die Zuschauer überzeugen.

Am Samstagabend kann man im Festzelt direkt an der Rennstrecke ein

paar gemütliche Stunden bei Live-Musik verbringen.

Zeitplan: Beginn der Veranstaltung ist am Samstag ab 13:00 bis 17:00 Uhr

mit dem freien Training aller Klassen. Es werden auch schon Pflichttrainingsläufe

sowie Vorläufe der Quads und der nationalen Seitenwagenklasse

„Gespann Masters“ gefahren.

Bereits am Sonntag ab 9:00 Uhr dröhnen am Rußbergring die Motoren.

Begonnen wird mit dem freien Training und anschließendem Pflichttraining.

Bereits im Vormittagsprogramm werden Vorläufe ausgetragen. Ab

12:30 Uhr werden alle Fahrer vorgestellt. Der erste Heat der Seitenwagen

wird um 13:00 Uhr gestartet.

Ein unvergessliches Wochenende will der MSC Angenrod den Motorsportfans

bieten. Freizeitspaß für die ganze Familie zu humanen Eintrittspreisen

lockt die Fans an den Rußbergring. Für Campingfreunde ist genügend

Platz am Renngelände vorhanden. Wie alle Rennfans wissen, ist in Angenrod

für das leibliche Wohl mit hausgemachten Speisen, selbstgebackenen

Kuchen und Torten bestens gesorgt. Neben den sportlichen Highlights

am Rußbergring wird der ganzen Familie Unterhaltung am Renngelände

oder in der europäischen Modellstadt Alsfeld geboten.

Merken Sie sich schon heute den 30. und 31. Juli in Ihrem Terminkalender

vor. An diesem Wochenende wird am Rußbergring an zwei Tagen Motorsport

mit spannenden Rennläufen und zahlreichen Positionskämpfen geboten.

Weitere Infos: MSC Angenrod, Tel. 06631 4649, Fax 06631 73898. Auch

die MSC-Internet-Seite ist einen Besuch wert: www.msc-angenrod.de

Termin: 30./31. Juli 2016

DMV-Grasbahnrennen Alsfeld-Angenrod

42 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


5.-7.8. MELSUNGEN

DAS „GRASBAHN-HIGHLIGHT“

Vom 5. bis 7. August 2016 ist es wieder soweit, dann findet wieder das Motorsport-Weekend

auf dem Rennplatz an der St.-Georgs-Brücke in Melsungen

statt. Höhepunkt natürlich das 56. Internationale ADAC-Grasbahnrennen

am 6. und 7. August 2016. Die Vorbereitungen laufen auf

Hochtouren. Rennsport vom Feinsten möchte der MSC Melsungen auch

dieses Jahr wieder bieten, mit vielen Rad-an-Rad-Kämpfen, ein unvergessenes

Rennwochenende mit Rennsport, Show und Action.

Bereits am Freitag, 5. August, lädt der MSC ein zum zweiten ehemaligen

Bahnfahrer-Treffen. Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr, wo über

60 ehemalige Fahrer erschienen waren, möchte man das in diesem Jahr

gerne toppen. Durch das Programm wird locker wie gewohnt der einzige

deutsche Speedwayweltmeister und mehrmalige Langbahnweltmeister

Egon Müller führen. Eine lustig gemischte Runde aus dem In- und Ausland

mit ehemaligen und noch aktiven Fahrern, mit vielen „Methanolgesprächen“

aus Vergangenheit und Gegenwart. Natürlich haben auch die vielen

Fans zum Gelingen des Abends beigetragen. Ihr seid auch dieses Jahr wieder

herzlich eingeladen.

Die internationalen Solisten kämpfen in diesem Jahr mal wieder um den

begehrten „ADAC-Silberhelm“. Das verspricht allein schon wieder heiße

Rennen, denn auch der Ehrenpreis der Stadt Melsungen ist eine begehrte

Trophäe. Und das bisher verpflichtete Fahrerfeld spricht für tollen Rennsport.

Allen voran der amtierende Welt- und Europameister sowie Vorjahressieger

Jannick de Jong aus den Niederlanden. Sie konnten bereits den

ADAC-Silberhelm in Melsungen gewinnen: Glen Phillips, Fahrer des MSC

Melsungen, Teamweltmeister aus England, und sein Landsmann Andrew

Appleton. Der schnellste Mann auf Melsungens Grasbahn, Bernd Diener,

der im letzten Jahr erst wieder seinen bestehenden Bahnrekord verbessern

konnte, ist auch dabei. Sicher auch ein heißer Anwärter auf den Sieg

ist Ex-Europameister und Teamweltmeister Stephan „Catman“ Katt. Mit

Paul Cooper aus England geht ein weiterer Grasbahnspezialist für den

MSC an den Start. Die Fahrerverhandlungen laufen noch, mal schauen

wer noch den Weg nach Melsungen findet. Das Fahrerfeld der Solisten

wurde dieses Jahr etwas aufgestockt.

„Rennen der Gespanne“ – diesem Slogan wird der MSC auch in diesem

Jahr wieder gerecht. Aus England kommen die amtierenden Europameister

Josh Goodwin mit Beifahrer Liam Brown. Sie treffen auf harte Konkurrenz,

und zwar auf die deutschen Meister Markus Venus/Markus Heiß,

Markus Brandhofer/Michael Zapf, aus den Niederlanden reist das Team

Wilfred Detz/Henk Auwema an und aus dem Odenwald Oldie Karl Keil.

Freuen tun wir uns, dass der mehrfache Europameister und niederländischer

Meister William Matthjissen mit seiner Beifahrerin Sandra Mollema

seit Jahren mal wieder in Melsungen ans Startband rollt.

Und weiter geht es mit heißem Gespannsport, dem „Gespann-Masters“:

18 Gespanne werden in insgesamt 23 Rennläufen am Samstag und Sonntag

um den Tagessieg und wichtige Punkte für die Masters-Gesamtwertung

kämpfen. Die vielen und spannenden Europameisterschaftsläufe

haben Melsungen über die Grenzen Deutschlands hinaus bekanntgemacht.

Da war es für den MSC keine Frage, auch einen Lauf zur neuen

Rennserie auszufahren, zumal die nationalen Gespanne im letzten Jahr

über zwei Tage tollen Seitenwagensport gezeigt haben. Hier schickt der

MSC auch zwei Teams mit ins Rennen, Udo Poppe mit Beifahrer Martin

Weick sowie Mario „Locke“ Siebert mit seinem Fahrer Oswald Bischoff.

Natürlich werden auch die nationalen Solisten in Melsungen starten, die

Klasse ist Europa-offen ausgeschrieben. Hier können sich deutsche Nachwuchsfahrer

mit Fahrern anderer Nationen messen. Vervollständigt wird

das Rennprogramm durch eine Gruppe Speedkarts, mit einigen ehemaligen

Bahnfahrern, die am Samstag ihre Rennläufe fahren werden.

Noch mal kurz zum Ablauf. Am Samstag werden bereits die ersten Läufe

zum „Gespann Masters“ gefahren. Ihr komplettes Rennen werden die

Speedkarts bereits am Samstag fahren. Zwischen den Rennläufen werden

alle anderen Klassen wie die nationalen und internationalen Solisten

sowie die internationalen Gespanne die Möglichkeit haben, ein paar freie

Trainingsrunden zu drehen. Am Samstagabend dann natürlich die bereits

traditionelle und bekannte „Rennfete“ im Festzelt an der Rennstrecke. Für

Stimmung wird wie gewohnt die Band „Déjà vu“ sorgen, die das Festzelt

wieder mit Stimmungsmusik und Partyknallern zum Kochen bringt. Der

Sonntagmorgen startet mit Trainings, Pflichttraining und Ausscheidungsläufen.

Bevor es dann vor der Mittagspause noch einen Block weiterer

Rennläufe zu den „Gespann Masters“ geben wird. Nach der Mittagspause

und der Fahrervorstellung heißt es dann „Start frei“ zum ersten Rennlauf.

Für Unterhaltung ist gesorgt, auf der Rennstrecke sowie auch drumherum,

wie man es von Melsungen kennt. Durch das Programm wird am Mikrofon

„The Voice Schubi“, die Stimme des Nordens, Michael Schubert,

führen. Natürlich wird es auch wieder einiges an Show und Action rund

um die Grasbahn geben. Für Fans, die mit dem Motorrad anreisen, wird es

auch wieder die Garderobe geben, damit man nicht den ganzen Tag auf

seine Sachen aufpassen muss und sich frei bewegen kann. Natürlich

steht den Campern wie gewohnt auch wieder der Platz hinter dem Fahrerlager

zur Verfügung. Mehr Infos über Fahrerfelder, Zeitplan, etc. unter

www.msc-melsungen.de

Also jetzt schon vormerken, ein „Muss“ für jeden Bahnsportfan, Motorsport-Weekend

in Melsungen vom 5. bis 7. August 2016. Melsungen, immer

eine Reise wert!

Termin: 5. bis 7. August 2016

56. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen

56. Int. ADAC

Grasbahnrennen

Rennen

Start: 13°° Uhr

der Gespanne

Silberhelm

Rennsport

Show

Aktion

6. und 7. August 2016

MELSUNGEN

56,00 €

98,00 €

Lieferung per Vorauszahlung: VR-Bank Schwalm-Eder

IBAN: DE 27 5206 2601 0002 018497; BIC: GENODEF1HRV

Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 43


NOTIZEN/LESERBRIEFE

LESERBRIEFE

Von links: Eddie Witt (stellv. ACL-Jugendleiter), Georg Hack, Marianne Gallinger

(1. Vorsitzende Bahn- und Speedwayclub Landshut e.V.), Hannes Gradl

(ACL-Jugendleiter) und Gerald Simbeck (ACL-Vize) • Foto: Michael Eder

Tolle Aktion für den AC-Landshut-

Speedway-Nachwuchs

Speedwayfanclub unterstützt die Nachwuchsarbeit des Rekordmeisters

Seit bereits 38 Jahren gibt es den Bahn- und Speedwayclub Landshut e.V.

und zahlreiche Rennen wurden in dieser Zeit besucht. Für den deutschen

Rekordmeister AC Landshut und seine Nachwuchsabteilung hatte der

Fanclub Ende Mai eine besondere Überraschung und freudige Nachricht

parat: So wurde insgesamt die beachtliche Summe von 2000,- Euro zur

Verfügung gestellt zur Förderung des Motorsportnachwuchses, im Speziellen

das Schnuppertraining des AC Landshut.

Damit konnten beim Ausstatter Motorradzubehör Louis in Landshut insgesamt

acht Sets – bestehend aus Helm, Brille, Handschuhen, Protektoren-Jacke

und Shirts – erworben werden. Anlässlich des Bundesligarennens

am vergangenen Sonntag übergab die 1. Vorsitzende des Bahn- und

Speedwayclubs Marianne Gallinger sowie der Initiator Georg Hack sen.

die Ausrüstung an die Verantwortlichen des AC Landshut.

MSC Olching:

Hervorragende Jugendarbeit

Die hervorragende Jugendarbeit des MSC Olching trägt immer wieder

Früchte. So war es auch kein Wunder, dass der erst 15-jährige Tim Wunderer

am 7. April 2016 im polnischen Torun Weltmeister in der 125er Klasse

wurde. Diese Karikatur zeigt den 1. Vorsitzenden des MSCO, Stefan Lochner,

in seiner Arbeitskleidung. In der Mitte strahlt der junge Weltmeister

Tim Wunderer. Kein Wunder, wenn man einen Martin Smolinski als Freund

und Gönner zur Seite hat. • Text u. Karikatur: Johann Schröpfer

Offener Brief des Fachausschuss

Bahnsport im DMSB

Es freut uns, dass der Speedway-Paar-Cup mittlerweile ein so großes Interesse

bei den Veranstaltern weckt. Wir gehen davon aus, dass sich dies

auch in den Terminanmeldungen der Veranstalter für 2017 widerspiegelt.

Leider haben wir aufgrund der absolut nachvollziehbaren Absage der

MSV Herxheim, der wir auf diesem Weg nochmals viel Erfolg bei der anstehenden

Tribünensanierung wünschen möchten, einen alternativen Veranstalter

suchen müssen. Dieser Auftrag wurde sowohl von der AG Speedway

in bilateralen Gesprächen mit verschiedenen Veranstaltern ausgeführt

als auch per E-Mail als Anfrage an die eingeschriebenen Vereine verschickt.

Prämisse war dabei, zuerst einen Veranstalter im Südbereich zu

finden (da das Prädikat auch ursprünglich in den Süden vergeben wurde),

sollte dies nicht gelingen, auch den Nordbereich weiter in Betracht zu ziehen.

Der AC Landshut wurde hier von Mitgliedern der AG Speedway angesprochen,

somit wurde er sehr wohl offiziell informiert, da dies durchaus

im Aufgabenbereich der FA-Mitglieder liegt. Mit dem MSC Pocking wurde

durch René Schäfer ein weiterer Veranstalter im Südbereich vorgeschlagen

(der allerdings auch nicht eingeschriebener Teilnehmer des SPC wäre).

Eine Bevorzugung der eingeschriebenen Teilnehmer bei der Vergabe

der Veranstaltung war aber nicht erstes Kriterium bei der Auswahl.

In Abstimmung zwischen der AG Speedway, dem FA-Vorsitzenden und

dem in Frage kommenden Veranstalter wurde der neue Termin festgelegt

(natürlich unter Berücksichtigung des aktuellen Terminkalenders) und

zeitnah an alle eingeschriebenen Teilnehmer versendet. Da uns sehr wohl

bewusst ist, dass dies bei dem einen oder anderen eingeschriebenen Teilnehmer

zu Terminproblemen führen kann, sollte auch abgefragt werden,

ob eine Teilnahme am 24.6.2016 in Landshut möglich ist. Basierend auf

dieser Rückmeldung werden wir die Laufeinteilung vornehmen. Da im Moment

keine abschließenden Informationen bzgl. Teilnahme bzw. Nichtteilnahme

vorliegen, kann es folglich auch keine offiziellen Details zur Anzahl

der Teilnehmer geben (außer dem Zugeständnis, dass auch der AC Landshut

ein Team stellen wird – und dies sollte für alle nachvollziehbar sein).

Leider können wir im Zeitalter von Facebook, Twitter, etc. nicht kontrollieren,

wer was mit welchem Wahrheitsgehalt postet. Auf alle Fälle handelt

es sich dabei um keine offizielle DMSB-Information oder -Stellungnahmen.

Sollten eingeschriebene Teilnehmer am 24.6.2016 verhindert sein, so

müssen wir dies umgehend erfahren. Mit dieser Rückmeldung verbunden,

wie oben bereits erwähnt, ist die finale Anzahl der Teilnehmer, die

Laufeinteilung und natürlich auch die Verteilung des Preisgeldes.

Es ist Aufgabe des DMSB, auf derartige unvorhersehbare Situationen zu

reagieren und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Dabei alle Betroffenen

glücklich zu machen, ist eine Kunst, die keiner vermag. Wir weisen

es aber mit Nachdruck zurück, bei jeder Entscheidung eine Verschwörung

zu suchen oder von untragbaren Vorgängen zu sprechen.

FA Bahnsport, Manfred Wirth, Koordination Motorradsport

Speedway Paar Cup

ohne Cloppenburg

Wir, der MSC Cloppenburg e.V. Im ADAC, werden dieses Jahr nicht am Paar

Cup teilnehmen. Wenn der FA Bahnsport so viel Zeit und Energie in die

„Neu“-Vergabe des Paar Cups gesteckt hat, hätte man auch bedenken

müssen, dass es auch Menschen gibt, die berufstätig sind und nicht mal

eben so innerhalb kürzester Zeit Urlaub bekommen. Auch gibt es unter

den Fahrern Schüler oder Auszubildende, die frühzeitig planen müssen

und nicht innerhalb von fünf Wochen freibekommen. Es handelt sich hierbei

ja auch nicht um ein Ligarennen, an dem nur vier, fünf Fahrer teilnehmen.

Landshut ist zwar bekannt dafür, dass dort viele Rennen an einem

Freitag stattfinden, aber beim Paar Cup handelt es sich um ein deutsches

Prädikat, an dem mindestens 16 oder maximal 24 deutsche Fahrer teilnehmen

möchten/sollen. Dass nicht auf jeden Rücksicht genommen werde

kann, ist verständlich. Aber ich nehme Rücksicht auf meine Fahrer.

Ich wünsche dem Veranstalter trotzdem viel Erfolg.

Mario Trupkovic, Steinkamp 20, 49661 Cloppenburg

mario.trupkovic@msc-cloppenburg.de

44 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16


Vergibt der ADAC

eine große Chance?

Nachdem 2007 erstmals ein Speedway-GP auf deutschem Boden in Gelsenkirchen

mit großem Erfolg und mehr als 20.000 Zuschauern ausgetragen

wurde, durften die Fans eigentlich erwarten, dass man auch in Zukunft

einmal jährlich in Deutschland in den Genuss kommen dürfte, die

vereinigte Weltelite am Start sehen zu dürfen. Aus nie restlos aufgeklärten

Gründen wurde diese Hoffnung ein Jahr später zerstört, als man einen erneuten

GP-Termin in der Allianz-Arena kurz vor dem Start absagte. Offenbar

hatte die Zuschauerzahl dem Veranstalter nicht gereicht oder andere

Interessen der beteiligten Funktionäre spielten eine Rolle. Nun, nach acht

Jahren, kommt der GP wieder einmal nach Deutschland – wenn das Rennen

nicht wieder kurz vorher abgesagt wird! Nehmen wir aber mal den guten

Willen aller Verantwortlichen und die Renndurchführung an, dann

kam man sagen, schön für den Teterower Motorsportclub, dem ich gratuliere

und dem ich viel Erfolg wünsche (!), schön für die Region, schön für

den ADAC als Veranstalter, aber schön für die Speedwayfans allgemein,

für die Zuschauer, für die Fahrer? – wohl eher nicht!

Vier Monate vor der Veranstaltung versuchte auch ich, eine Karte für den

11.9. zu bestellen. Da mir ein solch hochkarätiges Rennen schon etwas

wert ist, wollte ich mir eine Sitzplatz- oder VIP-Karte kaufen. Leider waren

die Bemühungen vergebens, diese Karten waren schon ausverkauft bzw.

wurden nicht einmal angeboten. Also verzichte ich auf einen Besuch in Teterow.

Bei näherem Betrachten vielleicht auch ganz gut so. Stundenlang

zwischen rund 14.000 Zuschauern (bei knapp 18.000 Gesamtplätzen) auf

vielleicht unebenen Erdwällen zu stehen, wird für die Gäste sicherlich kein

Vergnügen werden. Ein Vergnügen wird zudem wahrscheinlich auch das

Rennen nicht werden. Die Bahn ist kurz und vor allen Dingen schmal. Der

Fahrer mit dem schnellsten Start muss sich in den vier Runden schon einige

Fehler erlauben, wenn er überholt werden soll. Es sind daher keine packenden

Zweikämpfe zu erwarten und man wird die Ergebnisliste in seinem

Programmheft in den meisten Läufen schon nach Runde 2 ausfüllen

dürfen. Auch für die Fahrer wird das Rennen nicht zu einem Vergnügen

werden, wenn nur die Startschnelligkeit und nicht das fahrerische Können

und die mögliche Geschwindigkeit eine große Rolle spielen.

Für Speedway-Deutschland wäre es schlimm, wenn ein ach so seltener GP

in unserem Lande nicht die Erwartungen erfüllen würde, die man an eine

solche Topveranstaltung stellt. Dann hätten die internationalen Funktionäre

wieder einen guten Grund, für mindestens acht GP-freie Jahre in

Deutschland zu sorgen, frei nach dem Motto: „Wir haben den Deutschen

ja erneut eine Chance gegeben – sie wurde nicht genutzt!“

Der ADAC als Veranstalter hätte besser daran getan, die ihm durch BSI gegebene

Chance zur Durchführung eines GP professioneller zu nutzen und

das Rennen in ein großes, speziell für Speedway gebautes Stadion mit

langer und breiter Bahn, der nötigen Infrastruktur und reichlicher Erfahrung

bei den Aktiven des Vereins zu vergeben. Anscheinend hat der ADAC

aber vergessen, dass es in Norden ein solches Stadion gibt und das rennfertig

bereitliegt – oder war ein Gespräch mit den Verantwortlichen des

ADAC-Mitglieds MC Norden erfolglos? Bei einer Kapazität von fast 40.000

Plätzen kann man hier sogar als Stehplatzkarteninhaber auf mitgebrachten

Campingstühlen oder auf den Betonrängen Platz nehmen und das

Rennen entspannt genießen. Nun soll mir niemand mit dem Argument der

Entfernung zu Polen kommen – Gelsenkirchen ist nicht entscheidend näher

und die polnischen Speedwayfans boten hier 2007 eine beeindruckend

große Kulisse!

Nun warten wir mal ab, was es nach dem Rennen in Bahnsport aktuell und

anderen Fachzeitschriften zu berichten gibt. Ich befürchte, es werden viele

kritische Stimmen zu Wort kommen. Aber alles halb so schlimm, wird danach

doch für die nächsten Jahre wohl wieder Ruhe an der deutschen GP-

Front sein!

Viel Spaß in Teterow wünscht

Richard van Düllen, Langjüchweg 6, 26632 Ihlow

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Juli '16 BAHNSPORT AKTUELL 45


16.09. CLOPPENBURG

Speedway

VECHTA 17.09.

Langbahn-WM-Finale

DAS BAHNSPORT - MEGA - WOCHENENDE

TERMINE - JULI

2./3.7. DMV-Speedwayrennen Diedenbergen - Bundesliga

4.6. Speedway-Team-Cup

5.6. Deutsche Mannschaftsmeisterschaf

MSC Diedenbergen e.V. im DMV, Weilbacher Straße 25,

65719 Hofheim, Tel. 06192 37884 (Clubhaus), Fax 06192 38757

E-Mail: vorstand@msc-diedenbergen.de

www.msc-diedenbergen.de

2./3.7. Int. ADAC-Sandbahnrennen Wümmering Mulmshorn

2.7.: Junioren-Speedwayrennen + EVLS

3.7.: Grasbahn-EM - Semifinale 2

MSC Mulmshorn, André Haltermann,

Okeler Heide 40, 28857 Syke-Okel, Tel./Fax 0421 494237

E-Mail: haltermann68@gmx.de, www.mscmulmshorn.de

3.7. ADAC-Speedwayrennen Wolfslake - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

Speedway Team Wolfslake e.V. im ADAC, Am Krämerwald 6 a,

16727 Wolfslake, E-Mail: info@speedwayteam-wolfslake.de

www.speedwayteam-wolfslake.de

9.7. Speedway-Kidsgames Parchim

Speedway - offene Veranstaltung; MC Mecklenburgring Parchim

e.V. im ADMV, Postfach 1243, 19362 Parchim, Tel. 03871 443036

E-Mail: peter-1707@gmx.de, mc-mecklenburgring.de.tl

10.7. ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MSC Brokstedt e.V. im ADAC, Postfach 1236, 25543 Kellinghusen

E-Mail: speedway@mscbrokstedt.de, www.mscbrokstedt.de

15.7. Int. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

Speedway-Jugend-Weltcup 250 ccm

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow

Tel./Fax 03843 684685, E-Mail: info@mcguestrow.de

www.mcguestrow.de

16.7. Int. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

Speedway - EM - Finale 1

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow

Tel./Fax 03843 684685, E-Mail: info@mcguestrow.de

www.mcguestrow.de; www.guestrow-speedway.com

17.7. 60. ADAC-Grasbahnrennen Osnabrück

Langbahn - offene Veranstaltung

AMG Osnabrück e.V. im ADAC, Querstr. 4 a

49090 Osnabrück, Tel. 05404 1595, Fax 05404 958168

E-Mail: info@amg-os.de, www.amg-os.de

23.7. Int. 46. ADAC-Flutlicht-Sandbahnrennen Werlte

Langbahn - offene Veranstaltung

MSC Hümmling Werlte e.V. im ADAC, Bockholter Straße 31

49757 Werlte, www.msc-werlte.de

23./24.7. ADAC-Speedwayrennen Olching

Bayern Cup + Speedway Team Cup

MSC Olching e.V. im ADAC, Postfach 1224, 82134 Olching

Tel. 08142 17011, Fax 08142 6551499

E-Mail: info@msco.de, www.msco.de

25.-29.7. Speedway-Camp Nordhastedt

MSC Nordhastedt Nordseeküste e.V., Speedwaycenter Dithmarschenring,

Am Brahmkamp, 25767 Albersdorf, www.mscnordhastedt.com

29.7. ADAC-Speedwayrennen Landshut - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft; AC Landshut

e.V. im ADAC, Kirchgasse 250, 84028 Landshut, Fax 0871 96377-22

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

30.7. ADMV-Speedwayrennen Stralsund - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MC Nordstern Stralsund e.V., Barther Str. 58, 18437 Stralsund

Tel. 03831 292777, Fax 03831 207263

E-Mail: torstenberger@mcn-stralsund.de, www.mcn-stralsund.de

30.7. 30. ADAC-Grasbahnrennen Willing

Langbahn - offene Veranstaltung; Jawa Club Willing e.V.,

Schlossbergstr. 14, OT Göttersdorf, 94486 Osterhofen

Tel. 08702 1502, E-Mail: renate.schaefferer@t-online.de

30./31.7. DMV-Grasbahnrennen Alsfeld-Angenrod

Grasbahn - offene Veranstaltung + DMV-Quad-Challenge

MSC Angenrod e.V., Wuhlsgasse 28, 36304 Alsfeld-Angenrod

Tel. 06631 4649, E-Mail: info@msc-angenrod.de, www.msc-angenrod.de

31.7. NBM-Rennen Schwarme

Speedwaybahn - NBM Junioren

MSC Schwarme e.V. im ADAC, Kirchweg 3, 27327 Schwarme

Tel. 04258 1576, E-Mail: marc.wessel@msc-schwarme.de

www.msc-schwarme.de

AUGUST

1.-5.8. Speedway Kidscamp Parchim

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV

Postfach 1243, 19362 Parchim, Tel. 03871 443036

E-Mail: peter-1707@gmx.de, mc-mecklenburgring.de.tl

6.8. Tag der offenen Tür Teterow

MC Bergring Teterow e.V. im ADAC, Appelhäger Chaussee 1

17166 Teterow, Tel. 03996 172935, Fax 03996 183193

E-Mail: bergring-teterow@gmx.de, www.bergring-teterow.de

6./7.8. 56. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen

Grasbahn - offene Veranstaltung

MSC Melsungen e.V. im ADAC, Thüringer Str. 2; 34212 Melsungen

el. 05662 408430, Fax 05661 50911

E-Mail: harald@shorttrack-hessencup.de, www.msc-melsungen.de

Bahnsport aktuell 8/2015 erscheint am 1.8.

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46 BAHNSPORT AKTUELL Juli '16

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Andreas Fahldiek, Rudi Hagen,

Volker Linke, Wolfgang Radszuweit,

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Fotografen: Ubbo Bandy,

Georg Dobes, Ralf Dreier,

Klaus Goffelmeyer, Rudi Hagen,

Volker Linke, Wolfgang Radszuweit,

Daniel Sievers, Josef Strohhammer,

Dieter Weber

Ausland:

Alfred Domes/A, Jarek Pabijan/CZ,

Mike Patrick, Ron MacNeill,

Steve Dixon/GB

Geschäftsführer: Stefan Ziegler

Gesamtanzeigenleitung:

Dieter Ziegler

Anzeigenverkaufsleitung:

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Akquisition:

Nadine Pfeiffer

Druck und Verarbeitung:

Brühlsche Universitätsdruckerei GmbH

& Co KG, Gießen

Anzeigenpreisliste Nr. 45/15

Bei Anzeigenaufträgen aus dem

Ausland Vorkasse

Gerichtsstand Hanau

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Österreich: € 5,00

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u. Fotos. Leserbriefe können

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werden. Die Zeitschrift und alle Beiträge

sind urheberrechtlich geschützt.

Veröffentlichungen, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung der Redaktion.

Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der

Redaktion wieder.


Leistungsstark auch unter

härtesten Bedingungen

Seit nunmehr einem Jahr bedient die JB German Oil

GmbH & Co. KG die Bahnsportszene mit dem „Racing

Motor Oil 10600“. Der Markteinführung ging

ein gezielter Entwicklungsprozess voraus, in den

Motorentuner Anton Nischler intensiv eingebunden

wurde. „Wir haben die Ansprüche des modernen

Rennsports analysiert und zusammen mit unserem

Labor ein ganz neues Öl produziert“, so JB-Geschäftsführer

Jürgen Baumgarten. Durch seine guten

Kontakte in die Szene, sicherte sich der ehemalige

Motocross-Star aus Norddeutschland die entsprechenden

Informationen über die gewünschten

Anforderungen verschiedener Rennfahrer. Baumgarten:

„Wir hatten ein echtes Paket mit Ansprüchen

der Sportler geschnürt und haben dann zusammen

mit Anton Nischler diverse Testreihen gefahren.“

Das Ergebnis aus der Forschungs- und Entwicklungsarbeit

lässt sich sehen. Fast ein Jahr nach

der Markteinführung der echten Innovation innerhalb

der Produktpalette des Schmierstoffanbieters

aus Wittenburg bei Hamburg ziehen die Verantwortlichen

eine erste durchweg positive Bilanz. „Wir bekommen

nur positive Rückmeldungen aus dem

Markt.“ Für Vertriebsleiter Michael Schubert, der

viele persönliche Kontakte in die Bahnsportszene

unterhält, steht außer Frage, dass sich die geleistete

Entwicklungsarbeit gelohnt hat. Schubert: „Wir

freuen uns über die Tatsache, dass wir nicht nur in

Deutschland so gut vertreten sind. Wir stehen zwar

noch am Anfang unserer Bemühungen, unsere Produkte

weiter im Markt zu etablieren, aber allein die

Tatsache, wie unsere Produkte in der Bahnsportszene

angenommen werden, bestätigt unsere Arbeit.“

Mit Rennfahrer und Motorentuner Matthias Kröger

aus Bokel (Kreis Pinneberg) konnte zudem ein Vertriebspartner

gefunden werden, der dem JB-Team

zusätzliche Informationen aus dem Einsatz in der

Praxis liefert. Schubert: „Wir stehen im kontinuierlichen

Informationsaustausch und sind natürlich immer

dabei, unsere Produkte den Anforderungen des

Marktes anzupassen.“ Kröger selbst schwärmt in

höchsten Tönen von den Eigenschaften der Öle aus

dem Hause JB. „Neben der rückstandslosen Verbrennung

und der sehr guten Motorreinigung ist es

vor allen Dingen die perfekte Schmierung, die mich

überzeugt.“ Matthias Kröger zeigte sich begeistert

von der Leistungssteigerung durch den Einsatz von

„10600“ vor allen Dingen in sehr hohen Drehzahlbereichen.

„Das Öl verträgt sich zudem hervorragend

mit den Kolben und Lagern.“

Schubert: „Auch wenn die Rückmeldungen zu unserem

jüngsten Produkt so positiv ausfallen, werden

wir uns jetzt nicht zurücklehnen und uns auf diesem

Erfolg ausruhen. Wir sind permanent dabei, uns

selbst zu hinterfragen und sind natürlich gewillt,

weiterhin zu optimieren und neue Produkte zu entwickeln.“

Es sei ein ständig fortlaufender Prozess,

in dem sich die Entwicklungsabteilung in Wittenburg

befindet. „Wir freuen uns natürlich, dass mittlerweile

viele Bahnsportler unsere Produkte einsetzen.

Trotzdem ist ein gesunder Wettbewerb für uns

wichtig, denn nur so können wir immer wieder unseren

Stellenwert einschätzen.“ Einen Stillstand wird

es laut Schubert im Hause JB nicht geben. „Die

Bahnsportszene stellt in unserem Absatzmarkt zwar

eher eine Nische dar, liegt uns allerdings sehr am

Herzen. Wir würden uns natürlich freuen, wenn vor

allen Dingen die Nachwuchsfahrer von den Erfahrungen

der Profis mit unseren Produkten profitieren.“

Motorentuner und JB-Vertriebspartner

Matthias

Kröger zieht nach nunmehr

einem Jahr nach Markteinführung

des „Racing Motor

Oil 10600“ eine positive

Bilanz und ist von den

Eigenschaften überzeugt

JB-Prokuristin

Sandra Pietzner

und Tobias

Kroner sind

sich einig: Der

persönliche

Kontakt zwischen

Lieferant

und aktivem

Sportler

ist ein wichtiger

Erfolgsgarant

auf dem

Weg, entsprechende

Produkte

für spezielle

Märkte

zu entwickeln

JB-Salesmanager Michael Schubert (2.v.r.) unterhält persönliche

Kontakte zu den „JB-Fahrern“ wie beispielsweise Tobias

Busch, Tobias Kroner und Christian Hefenbrock (v.l.).

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and lubricity is referred to as optimal.

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D-19243 Wittenburg/Hamburg | Wölzower Weg 13-19 | Telefon +49 38852 90620

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