Inhalt

aloha.eddie

WstukBPF

Ausgabe 27

01| 2016

Pro Magazin

Das Magazin zur Verbesserung deines Tennisspiels

Herzlich Willkommen zur 27. Ausgabe des Dunlop Pro Magazins!

Im neuen NT Orange Konzept kommt die

erfolgreiche NT WEAVE TM -Technologie neben

dem Schlägerschaft nun auch im Kopfbereich

des Schlägers bei 2 und 10 Uhr für noch mehr

Spielgefühl zum Einsatz. Wir setzen konsequent

auf die Fortführun und Weiterentwicklung

der Natural Tennis-Kollektion. Wir freuen

uns über das positive Feedback von Spielern

und Trainern. Die hervorragende Spielbarkeit

der NT Tennisrackets gibt uns Recht. Die

aufeinander abgestimmten Komponenten

aus Tennisrahmen(technologien), der speziell

für NT Rackets entwickelten NT Hybrid Saiten

sowie einem speziellen SMF-Besaitungssystem,

das nur von lizenzierten Besaitern verwendet

werden kann, wird auch weiterhin die

„ Natural Tennis-Fangemeinde“ wachsen

lassen. Da sind wir uns ganz sicher! Nichts

geht über ein perfektes Spielgefühl, gepaart

mit viel Power und Spin, bei gleichzeitig hervorragenden

Kontrolleigenschaften.

Die Außenplätze öffnen: Gehen Sie raus

und testen Sie unsere Rackets – Sie werden

positiv überrascht sein! Insbesondere die

neuen NT Orange Tennisrackets erzeugen

eine Power und extreme Spinraten, die Sie

so noch nicht gesehen haben. Ihre Gegner

werden Sie hassen! Die nötigen Tipps für die

Gewöhnung an die Sandplätze geben wir

Ihnen frei Haus dazu (Tennisthema). Wie Sie

mental stärker werden, entnehmen Sie bitte

dem Sportpsychologie-Thema. Beim Thema

Prävention erhalten Sie interessante Hintergrundinformationen

zum Thema „Schmerzen

in der Leiste“.

Revolutionäre Technologie

Das neue Natural Tennis Orange Konzept

überzeugt durch seine innovativen Technologien

und bietet eine auffallende Optik. Orange ist

die Trendfarbe 2016. Die Kollektion bietet für

jede Zielgruppe das passende Racket und liefert

durch die All In One Construction den

perfekten Spin & Power. Die Rackets der neuen

NT Orange Kollektion verfügen zusätzlich

über alle bewährten NT Technologien, um negative

Vibrationen herauszufiltern. Übrig bleibt

das perfekte Spielgefühl!

Experience Maximum Spin and Power!

Außerdem in dieser Ausgabe: 50 Jahre K-Swiss

Tennisschuhe – eine Erfolgsgeschichte sondergleichen.

Die Vorstellung der neuen Dunlop

Textil-Kollektion – klassische Farben, tolle

Schnitte und angenehmes Tragegefühl.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg in der

neuen Tennis-Saison 2016 und bleiben Sie vor

allem verletzungsfrei!

Mit sportlichen Grüssen

Torsten Bonacker

Marketing Communications Manager

Inhalt

In dieser Ausgabe zu lesen:

Dunlop Natural Tennis Orange 2016.......1

Dunlop Textilien 2016...............................4

50 Jahre K-Swiss........................................6

Das Tennis-Thema

Gewöhnung an den Sandplatz....................8

Sportpsychologie:

Schnelles und langsames Denken..............11

Turnierübersicht 2016................................... 14

Prävention

Die Leiste zwickt........................................15


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Revolutionäre Technologie

Fortsetzung

RACKETS

Die neuen NT Orange Rackets überzeugen

durch unglaubliche Power und Spin. Der R5.0

PRO besticht durch hervorragende Kontrolle,

während der R5.0 SPIN Spinraten erzielt, die bis

dato so bei einem Schläger noch nicht gemessen

wurden. Der R5.0 Lite zeichnet sich durch

einfaches Handling aus.

In Kombination mit der Copper Wire Construction

und der NT WEAVE Konstruktion

erleben Sie ein nie da gewesenes natürliches

Spielgefühl gepaart mit aggressiver Power und

unerreichtem Spinvermögen.

NT R5.0 SPIN NT R5.0 LITE NT R5.0 PRO

Gewicht (unbesaitet) 299 g 265 g 299 g

Besaitungsmuster 14 x 19 16 x 19 16 x 19

Balance 333 mm 350 mm 333 mm

Steifigkeit 67 67 67

Länge 27.25 inch 27 inch 27.25 inch

UVP 209.95 € 189.95 € 199.95 €

Zusätzliche Kupferfasern im Schlägerschaft und im oberen

Bereich verbessern den Touch und leiten die störenden

Vibrationen noch früher in das Silikonkissen am Griff.

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Schläger und Griff werden aus einem Stück

Graphit hergestellt. In Kombination mit NT

Weave und der Copper Wire Construction

sorgt sie für unerreichte Stabilität und perfektes

Gefühl.

Revolutionäre Hybrid Saite:

+

Das Revolution NT Hybrid Saitensystem

zeichnet sich durch eine einzigartige Saitenbeschichtung

aus, welche den Verlust von Saitenspannung

verringert. Außerdem trägt sie dazu

bei, ein gleichmäßiges Besaitungsbild länger

aufrecht zu erhalten, was in einer besseren und

beständigeren Spielbarkeit resultiert.

Das Hybrid System besteht aus zwei unterschiedlich

beschichteten Polyester Saiten für

maximalen Spin, Power und Kontrolle. Eine

einzigartige siebenkantige Polyester Saite als

Längssaite „beißt“ sich in den Ball und bietet

unglaublichen Spin. Eine geschmeidige Polyester

Saite als Quersaite bringt Power und

Kontrolle. Der neu entwickelte Materialmix

der NT Hybrid Orange+ garantiert eine höhere

Saitenstabilität an den Kreuzungspunkten,

so dass die Saite noch mehr Spin und Power

erzeugen kann! Dies führt außerdem zu einer

geringeren Einkerbung/Verbrennung der Saite,

welches die Haltbarkeit erhöht. Lassen Sie für

beste Ergebnisse Ihren Schläger von einem zertifizierten

NT Besaiter besaiten und lassen Sie

vor dem ersten Spiel idealerweise das Racket

zwischen 6-8 Stunden ruhen.

Revolution NT Backpack

Revolution NT 12-Racket Bag

Komfortable NT Griffbänder

Die Griffbänder sind für einen besseren Touch mit einer revolutionären

Kupferschicht unterlegt. Extra Komfort durch weicheres Material.

Das Kupferband stellt sicher, dass das Spielgefühl direkt in die

Hand des Spielers übertragen wird. Zusätzlich hat es antibakterielle

Eigenschaften.

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Dunlop Textilien 2016

Stylisch, sportlich und bequem

Die neuen Styles 2016 gibt es in den Farben rot, navy und weiss. Sie

zeichnen sich durch eine tolle Optik, sportlich-elegante Schnitte und

einen angenehmen Tragekomfort aus. Funktionsware im perfekten Look

für den erfolgreichen Tennisspieler oder für das komplette Team. Neben

der „Club Line“ bietet DUNLOP auch eine komplette Linie aus Baumwolle

an, bestehend aus Hoodies, Long Sleeves, T-Shirts und langen Hosen.

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K-Swiss feiert sein 50jähriges Jubiläum

Court Performance since 1966

1966 revolutionierte K-Swiss den Tennisschuhmarkt.

K-Swiss hat sich seit fast 50 Jahren im

Tennis spezialisiert und kontinuierlich die Leistung

und konstante Innovation ihrer Produkte

gefördert.

Mit der Einführung der Jubiläums-Edition des

Hypercourt Modells, das stylisch und zugleich

leistungsstark ist, feiert die Marke dieses Jahr

ihren 50. Geburtstag. Die klassischen K-Swiss

Merkmale werden mit neuester Technologie

kombiniert. Der Hypercourt verkörpert die Tradition

der Marke, Innovation und Stil in einem

High-Performance Tennisschuh zu vereinen.

Er sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch in

seiner Funktion überragend.

Neben den beiden Jubiliäums-Modellen in

biking red/gold (Herren) und ultramarin/gold

(Damen), bestechen auch die Sortimentsmodelle

in fleshgreen bzw. electric blue (Herren)

und in veryberry bzw. sunnylime (Damen)

durch ihre unvergleichliche Optik.

Das K-Swiss Designer Team aus Westlake in

Kalifornien hat es geschafft, zeitlose Funktionalität

und Leistung in das komplette Produktsortiment

zu übertragen. Die einzigartige

und innovative “heel to toe“ Dämpfungstechnologie,

welche für die Dämpfung des

gesamten Fußes von der Ferse bis zu den Zehen

sorgt, garantiert hervorragenden Komfort

und Athletik. K-Swiss bietet ihren wichtigsten

Schuh in vier verschiedenen Sohlen an: Clay,

Allground, Omni, Carpet.

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Seamfree Tech

Nahtlose Konstruktion, welche

die Vorderfuß-Strapazierfähigkeit

und -Stabilität verbessert und den

Komfort vergrößert.

Stay-Tied Laces

Einzigartiges Schnürsenkeldesign

für eine bessere

Passform und Stabilität.

Ortholite

Einlegesohle aus Polyurethan

für dauerhaften

Komfort.

Heel Grip Lining

Hält die Ferse fest im Schuh

für eine bessere Passform

und Stabilität.

K-EVA

Spezielle EVA-Schale

für maximale Dämpfung

und Haltbarkeit in der

Mittelsohle.

Aösta 7.0

Extrem haltbare, nicht

färbende Gummimischung

mit exzellenter Griffigkeit.

DuraWrap

Extrem haltbare und dennoch

flexible Polyurethan-Mischung

für die besonders beanspruchten

Bereiche im Obermaterial.

DragGuard

Besonders

widerstandsfähige

Gummimischung für die

verschleißintensiven

Bereiche.

180 PSC

Thermoplastische Schale,

welche die Mittelfuß-

Stabilität verbessert.

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Das Tennis Thema

Gewöhnung an den Sandplatz

Von Tennis-Experte

Dr. Michael Müller

"Die Kunst, das

‚Rutschen’ zielgenau

einzusetzen,

erfordert einen

hervorragend ausgeprägten

Gleichgewichtssinn."

Dr. Michael Müller

Tommy Robredo, Dunlop-Vertragsspieler aus Spanien

Liebe LeserInnen,

in dieser Ausgabe des Dunlop Magazins

beschäftigen wir uns mit der Umstellung

von der Halle auf den Sandplatz.

Bei der Festlegung der Trainingsziele,

Trainingsinhalte, Trainingsbelastungen,

Spieltaktik, etc. ist es notwendig,

sich zunächst mit den theoretischen

Grundlagen zu beschäftigen.

Ausgehend von den statistischen Werten

zur Spieldauer und der Anzahl der Schläge

(Schlaghäufigkeit), die jeder Spieler pro Ballwechsel

im Durchschnitt spielt, vergleichen

wir die auf Sandplätzen ermittelten Daten mit

solchen aus einer mit mittelschnellem Teppichboden

ausgestatteten Halle.

Während eines Matches liegt die effektive

Spielzeit auf Sandplätzen normalerweise bei

höchstens 30 Prozent (ca. 15% auf Teppichboden)

der gesamten Dauer (durchschnittlich

1,5 Std. bei einem Dreisatzmatch).

Natürlich unterscheiden sich die Werte individuell

je nach Geschlecht und Spielertypus.

Gravierende Unterschiede zwischen den unterschiedlichen

Spielklassen oder zwischen

Erwachsenen- bzw. Jugendtennis lassen sich

jedoch nicht festzustellen.

Wo liegen nun die Unterschiede bei der Spieldauer

und der Schlaghäufigkeit für einen

Punkt in der Halle (mittelschneller Teppichboden)

und auf Sand? Der durchschnittliche

Ballwechsel auf Sand dauert 8,3 Sekunden im

Männertennis, bei den Damen 10,7 Sekunden.

Auf Teppichboden hingegen sind es bei

den Männern nur 4,6 Sekunden und bei den

Damen sechs Sekunden.

Die Schlaghäufigkeit bei einem auszuspielenden

Punkt beträgt auf Sandplätzen im Männertennis

durchschnittlich 6,8 und bei den Damen

fünf Schläge, – das bedeutet, dass der/

die einzelne Spieler/Spielerin demnach nur

die Hälfte, nämlich 3,4 bzw. 2,5 Schläge zur

Verfügung hat, um den Punkt zu machen (alle

Zahlenangaben nach Schönborn 1998).

Im Ergebnis sind die Ballwechsel auf Sand

deutlich länger –zudem sind die äußeren Gegebenheiten

stärker zu berücksichtigen: Auf

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den Freiplätzen können Sonne und

Wind das Spiel unter Umständen erheblich

erschweren und besitzen damit

erheblichen Einfluss auf die Spieltaktik.

Ein Sandplatz ist sehr variabel zu bespielen;

bei trockenem Wetter und viel

Sonne ist er zumeist sehr schnell, bei

nasser und kalter Witterung dagegen

eher langsam. Häufig verändern sich

Umgebungsgeräusche (z.B. Fluglärm)

und ablenkende Faktoren nehmen zu.

Gerade bei den ersten Trainingseinheiten

auf Sand sollten die Spieler nicht

dem Trugschluss erliegen, sie würden

ihre Bälle weniger hart schlagen als in

der Halle. Vielmehr vermitteln die leiseren

Schlaggeräusche im Freien den Eindruck,

man würde langsamer und weniger hart

als in der Halle spielen. Bei blauem Himmel

hat man besonders bei Schmetterbällen

und Aufschlägen oft Probleme, den Ball

wirklich gut zu treffen. Da der Hintergrund

"Gerade bei den ersten Trainingseinheiten

auf Sand sollten die

Spieler nicht dem Trugschluss

erliegen, sie würden ihre

Bälle weniger hart schlagen

als in der Halle."

Dr. Michael Müller arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter

am Institut für Sport und Sportwissenschaft der

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und im Arbeitsbereich

Lehre-Ausbildung-Schultennis und Training am

Bundesstützpunkt Nachwuchs und Landesleistungszentrum

Baden in Leimen.

Beim Handball-Bundesligisten SG Leutershausen und

beim Deutschen Tennis Bund e.V. (für den Arbeitsbereich

„Tennis an Schulen und Hochschulen“) ist Dr. Michael

Müller in der Funktion als sportwissenschaftlicher

Berater tätig.

Mitglied im

Dr. Michael Müller

Michael.Mueller@issw.uni-heidelberg.de

(Hallendecke) fehlt,

können die Spieler

den Ballflug nicht

optimal berechnen.

Auf Sandplätzen

kann der Ball auch

verspringen – besonders

in den ersten Wochen,

wenn die Sandplätze

noch nicht ausreichend

hart geworden sind.

Diese besonderen Umstände

gehören indes unweigerlich

jedes Jahr aufs

Neue zum Prozedere der

Umstellung auf den Sandplatz.

Der andere Untergrund

hat darüber hinaus

deutliche Auswirkungen

auf die Beinarbeit: Musste

man in der Halle jeden Ball

erlaufen und im Idealfall abstoppen, ist es auf

Sand möglich, das letzte Stück zum Ball zu

rutschen. Das Rutschen ist auf Sand ein absolutes

„MUSS“. Man kann viele Bälle besser

erreichen, nach dem Schlag schneller in die

Mitte zurücklaufen und „gelenkschonender“

agieren als auf Teppichboden. Besonders beim

Erlaufen eines Stopballs ist das Rutschen notwendig.

Die Kunst, das „Rutschen“ zielgenau

einzusetzen, erfordert einen hervorragend

ausgeprägten Gleichgewichtssinn, wie Bild 1

am Beispiel des Spitzenspielers Tommy Robredo,

dem Dunlop-Vertragsspieler aus Spanien,

verdeutlicht. Die Bälle springen auf Sandplätzen

in aller Regel höher ab, was ebenfalls die

Taktik beeinflusst, da die SpielerInnen mehr

Zeit und Geduld brauchen, um den Punkt erfolgreich

abzuschließen. Durch die längeren

Ballwechsel und die unterschiedlichen äußeren

Einflüsse ist die psychische Beanspruchung

bei Sandplatzspielen oftmals sehr hoch.

Um auf Sandplatzmatches physisch und psychisch

gut vorbereitet zu sein, benötigen SpielerInnen

ein hohes Maß an Grundlagenausdauer,

um sich nach jedem Ballwechsel, etwa

bei Mannschaftsspielen zwischen Einzel und

Doppel, oder bei einem Turnier nach einem

Match rasch wieder erholen zu können. Die

Umstellung auf Sand verlangt von jedem/jeder

SpielerIn große Flexibilität, die im Rahmen des

Koordinationstrainings in dieser Phase besonders

trainiert werden sollte.

Ob in der Weltklasse oder auf Vereinsebene,

im Frühjahr kommen die Sandplatzspezialisten

zum Vorschein, die auf diesem Bodenbelag

ihre Stärken haben. Damit Ihr Euch auch in

diesem Jahr möglichst rasch auf die Sandplätze

einstellen könnt, stellen wir im Folgenden

einige Tipps zur Eingewöhnung und für die

gesamte Sandplatzsaison vor.

Schlagarten:

Auf Sand empfiehlt es sich, mit etwas mehr

Topspin (Drallart) zu spielen, damit der Ball

höher und gefährlicher abspringt. Der Gegner

kann die Bälle dann nicht so früh nehmen und

muss von weiter hinten im Feld schlagen, was

einem selbst mehr Zeit verschafft, um evtl. in

eine gute Angriffssituation zu gelangen. Der

Topspin- oder Kickaufschlag wird zu einer

hervorragenden Waffe auf Sand, der Winkel-

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Das Tennis Thema

Gewöhnung an den Sandplatz

Fortsetzung

"Beim sogenannten ‚Rutschen’ ist darauf zu achten, dass der Rutschvorgang vor dem Schlag beendet ist." Dr. Michael Müller

ball (kurz cross) ist eine Chance, den Gegner

unter Druck zu setzen. Auch der Stopball ist

auf Sandplätzen von größerer Bedeutung als

in der Halle auf schnellen Böden. Denn der

Stopball „gräbt“ sich förmlich ein und ist daher

weitaus schwerer zu erlaufen.

Beinarbeit:

• Beim sogenannten „Rutschen“ ist darauf zu

achten, dass der Rutschvorgang vor dem

Schlag beendet ist, damit man sich optimal

(vertikal) vom Boden abstemmen kann (erste

Aktion beim Schlag).

• Achte auf ein gutes Gleichgewicht bei jedem

Schlag. Kopf und Oberkörper sollten in

einer aufrechten Stellung gehalten werden,

der Schlagschritt muss mit einer breiten Fußstellung

erfolgen.

• Ein spezifisches Konditionstraining im Rahmen

der individuellen Möglichkeiten sollte

für jeden Team-Player und Turnierspieler ein

absolutes „MUSS“ sein.

Taktik:

• Nutze draußen etwas mehr Topspin (Drallart)

von der Grundlinie im Vergleich zur Halle.

• Setze Deinen Kickaufschlag – besonders auf

die Vorteilseite (bei Rechtshänder) – so ein,

dass er möglichst hoch und weit abspringt.

Damit öffnest Du direkt das Feld des Gegners.

• Versuche mit Deinem nächsten Schlag in die

freie Ecke zu spielen, um den Gegner unter

Druck zu setzen.

• Kurz cross geschlagene Bälle treiben den

Gegner weit aus dem Platz, und man hat

anschließend viele Möglichkeiten, den

Punkt zu gewinnen.

• Spiele mehr Stopbälle auf Sand, um den

Gegner zu ermüden.

• Warte auf den Fehler des Gegners, sei geduldig!

Versuche den Gegner unter Druck

zu setzen.

Konzentration:

• Verwende die Pausen nach jedem Punkt und

beim Seitenwechsel, um Dich zu regenerieren.

• Bereite Dich gut auf den nächsten Ballwechsel

vor.

Trainingsübungen

Trainingsform 1:

Grundliniensätze ohne Aufschläge jeweils

bis 10 Punkte (Champions Tie-Break).

Bei dieser Trainingsform geht es um die Verbesserung

des Grundlinienspiels und die Einsatzmöglichkeiten

des Winkelballs und des

Stops.

• Zwei SpielerInnen spielen von der Grundlinie

ohne Aufschlag jeweils bis 10 Punkte

die Ballwechsel aus. Beide SpielerInnen sollen

versuchen, die Schläge mit mehr Topspin

zu spielen und den Gegner mit Winkelbällen

aus dem Feld zu treiben. Bei guten Möglichkeiten

können beide SpielerInnen auch

einen Stop einsetzen. Netzangriffe sind nur

im Notfall erlaubt.

Übungsdauer mind. 20 Minuten.

Trainingsform 2:

Topspin-Aufschlag auf die Rückhand.

In dieser Übung geht es um den Einsatz des

Topspin-Aufschlages.

• Ein Spieler schlägt von der Vorteilseite mit

einem Topspin-Aufschlag auf die Rückhand

des Gegners auf. Er versucht, den Aufschlag

so zu platzieren, dass der Gegner möglichst

weit nach außen muss, um seinen Return

spielen zu können. Im Folgenden versucht

der Aufschläger den nächsten Ball direkt in

die freie Ecke zu schlagen, um so den Gegner

stark unter Druck zu setzen oder gegebenenfalls

sogar einen direkten Punkt zu

erzielen.

Übungsdauer mind. 20 Miuten pro

Aufschläger.

Trainingsform 3:

Spielorientiertes Gruppentraining:

Longline-Sicherheitsspiel

Zu sehen ist hier ein spielorientiertes Technikanwendungstraining

mit dem Ziel, sichere

Grundlinienschläge zu stabilisieren.

Zwei Spieler spielen gegeneinander longline

im halben Einzelfeld den Punkt aus, dabei

muss über die Netzerhöhung (Air-Zone) gespielt

werden – die Spieler spielen den Ball

selbst an.

Wir wünschen Euch eine schnelle

Umgewöhnung und viel Erfolg in der

kommenden Sandplatzsaison!

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Sportpsychologie

Die Balance zwischen schnellem und langsamem Denken

als Schlüssel zum Erfolg

Von Prof. Dr. Jan Mayer

www.mentales-coaching.de

Top-Leistung abrufen, wenn’s drauf ankommt.

Für viele Spitzensportler

eine mentale Herausforderung.

In manchen Situationen steht

sich der Sportler aber selbst

im Weg. Er wird fest, verkrampft,

will vielleicht zu

viel. Das kennen auch viele

Tennisspieler. Welche Mechanismen

greifen hier? Wie

ist das zu erklären. Die Unterscheidung

nach Kahneman

zwischen schnellem und langsamem

Denken hilft weiter.

"Die große Kunst der Spitzensportler ist

es anscheinend, die Handlung und

Bewegung unverkrampft zuzulassen,

obwohl der Wettkampf besonders

wichtig ist und man den Erfolg ganz

besonders will."

Prof. Dr. Jan Mayer

Leistung, wenn’s drauf ankommt. Das

ist die Anforderung an Top-Athleten

und eine psychologische Herausforderung.

Warum ist das

schwierig, zum definierten

Zeitpunkt

seine (vorher bereits erbrachte) Leistung abzurufen?

Warum ist es spannend, wenn der Tennis-Profi

zum Break aufschlägt? Weil man ihm

den Aufschlag nicht zutraut? Nein, das schon.

Die Frage ist: Behält der Spieler die Nerven?

Die Nerven, dies zu tun, was er eigentlich

ohne Probleme kann. Lässt er keine unzweckmäßigen

Gedanken, wie beispielsweise Zweifel,

Konsequenzdenken oder ähnliches zu?

Macht er seinen Job? Und das ist anscheinend

schwierig. Besonders dann, wenn Einmaligkeit

(keine zweite Chance), extern vorgegebener

Zeitpunkt, Konsequenzen (Sieg oder Niederlage)

und damit einher gehender eigener aber

auch externer Erwartungsdruck vorherrscht.

Insbesondere dann, wenn ein Sportler bereits

erfolgreich war und er sich mit eigenen und

fremden Erwartungen konfrontiert sieht, verändert

sich die erlebte Anforderung noch einmal

gravierend. Der Spieler erlebt Druck.

Mit den entsprechend gesteigerten (eigenen

und fremden) Ansprüchen konfrontiert, beschäftigt

man sich eher mit dem erwünschten

Ergebnis, strengt sich besonders an und will es

besonders gut machen.

Bei den Skispringern gibt des den Satz: „Einen

perfekten Sprung kann man nicht planen, er

passiert, wenn man es zulässt!“

Die große Kunst der Spitzensportler ist es

anscheinend, die Handlung und Bewegung

unverkrampft zuzulassen, obwohl der Wettkampf

besonders wichtig ist und man den

Erfolg ganz besonders will. Gerade in Situationen,

in denen man selbst oder auch das Um-

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Sportpsychologie

Die Balance zwischen schnellem und langsamem Denken

als Schlüssel zum Erfolg Fortsetzung

feld Erwartungen an die eigene Performance

aufbaut, scheint es einem besonders schwer

zu fallen, nicht mehr aktiv in sein Handeln einzugreifen,

sondern darauf zu vertrauen, dass

alles, was man benötigt, in einem bereits vorhanden

ist. Denn man möchte sich und die

anderen auf keinen Fall enttäuschen.

Kann man mit purer Willenskraft erfolgreich

sein? In vielen Sportarten steht man sich mit

seinem Willen häufig selbst im Weg, und stört

die durch langjähriges Training fein aufeinander

abgestimmten Bewegungsabläufe.

Auf den ersten Blick erscheint es schwer verständlich:

Zum entscheidenden Zeitpunkt soll

der Sportler nicht mehr aktiv wollen dürfen?

Weil er sich, wenn er zu viel will, selbst im

Weg steht?

In diesem Zusammenhang unterscheidet der

Kognitionspsychologe und Nobelpreisträger

Daniel Kahneman (2011) zwischen schnellem

und langsamem Denken. Gemeint ist damit

das Zusammenspiel vom Unbewussten, das

eigentlich zuverlässig unsere gelernte und

automatisierte Performance steuert, und dem

bewussten Verstand, der dann aktiviert wird,

wenn es wichtig oder schwierig ist. Das unbewusste

Denken verläuft schnell, wird dementsprechend

als „schnelles Denken“ bezeichnet,

das bewusste Denken braucht Zeit und wird

folglich „langsames Denken“ genannt.

Das schnelle Denken arbeitet automatisch

und intuitiv, weitgehend mühelos und ohne

willentliche Steuerung daher auch unbewusst.

Schnelles Denken versucht, die wahrgenommene

Situation auf Basis der vorhandenen

Lernerfahrung zu verstehen.

Ist im subjektiven Erleben unser

Handeln dagegen geprägt von

Analysen, Kontrolle und Entscheidungsfreiheit,

ist langsames

Denken aktiv. Man könnte auch sagen,

dass das langsame Denken unser Verstand

ist, den wir aktiv einsetzen und bemühen

können, wenn es uns wichtig erscheint.

Typisch für das langsame Denken ist, dass

es mit Anstrengung verbunden ist und es

sich durch Trägheit auszeichnet. Unserem

Verstand (dem langsamen Denken) werden

ständig Interpretationen des wahrgenommenen

Sachverhalts vom Unbewussten

(dem schnellen Denken) angeboten, und

normaler weise akzeptiert der Verstand diese

Angebote als wahr.

Erst wenn das schnelle Denken „in Schwierigkeiten“

gerät, fordert es vom langsamen

Denken eine detaillierte und spezifischere Verarbeitung

an, die das anstehende Problem mit

höherer Wahrscheinlichkeit lösen wird.

Der Schlüssel zum Erfolg ist tatsächlich, im

entscheidenden Moment loszulassen und auf

seine Fähigkeiten zu vertrauen. Man kann

allerdings nur dann loslassen, wenn

man von seinen Fähigkeiten auch

maximal Überzeugt ist. Und genau

daran gilt es im Vorfeld zu arbeiten,

nämlich diese maximale Überzeugung

in die eigene Kompetenz

aufzubauen (Hermann

& Mayer 2014).

Unserem effizienten automatischen, intuitiven

Handeln, das ohne nachzudenken geschieht,

liegt also schnelles Denken zugrunde.

Wir erleben dies als automatisches,

unbewusstes oder auch

intuitives Handeln.

Abbildung: Das schnelle Denken und das

langsame Denken (nach Kahneman 2011)

Die Arbeitsteilung zwischen

schnellem und langsamem

Denken ist höchst effizient,

weil das schnelle Denken

normalerweise äußerst zuverlässig

arbeitet.

In vielen Situationen im

Kontext Leistungssport ist

schnelles Denken entscheidend.

In Sportarten, wie zum

Beispiel beim Boxen, Fechten, oder

auch im Tennis, müssen Handlungen so schnell

ablaufen, dass auf hohem Niveau im Moment

der Durchführung nur über Automatismen und

Intuition agiert werden kann.

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"Im Tennis ist ein systematischer

Wechsel zwischen langsamem und

schnellem Denken wichtig, um

die hochautomatisierten Bewegungsabläufe

nicht zu stören und

dennoch die Anforderungen an die

aktuelle Situation akribisch erfassen

zu können.“. Prof. Dr. Jan Mayer

Im Tennis erlebt man häufig, wie man scheinbar

automatisch und reaktionsschnell knifflige

Situationen meistert – besonders beim Return

des Aufschlags wird dies deutlich. Gute Tennisspieler

können einen Aufschlag mit einem

Return beantworten, bevor ihnen bewusst

wird, dass der Ball unterwegs ist. Durch jahrelange

Übung sind die wichtigsten Abfolgen

dieser komplexen Bewegung in automatisierte

motorische Programme (schnelles Denken)

verwandelt. Das schnelle Denken kann (durch

Interpretation der Bewegungen des Aufschlagenden)

den Weg des Balles recht genau vorhersagen.

Warum man beim Return nicht bewusst denken

sollte – Abläufe im Gehirn beim Return

(aus Aldrige et al. 2014):

• 0ms: Aufmerksamkeit wird auf den Gegner

gerichtet, evtl. wird mit früheren Erfahrungen

verglichen

• 70ms: Der Ball ist unterwegs (ca. 3m geflogen).

Der Spieler sieht den Ball noch nicht

bewusst, unbewusst aber plant sein Gehirn

bereits die Aktionen, die für den Return

nötig sind. In diesem Stadium nutzt der

Spieler vor allem Informationen über die

Bewegungen des Gegners, um die eigenen

Bewegungen zu planen.

• 250ms: Der Ball hat das Netz fast überquert.

Das Gehirn des Spielers kombiniert

die bislang gesammelten Informationen,

um eine Reaktion auf den schnell herannahenden

Ball zu entwerfen. In diesen Plan

fließen Informationen über die Körpersprache

des Aufschlägers ein, das (noch unbewusste)

Wissen über Geschwindigkeit und

Flugbahn des Balles sowie aktivierte Erinnerungen.

• 285ms: Bewusstes Denken setzt ein. Unbewusst

ist die Echtzeit-Position des Balles

bereits kalkuliert. Der Spieler denkt, er sehe

den Ball dort, wo er tatsächlich ist.

• 355ms: Der Ball kommt in der eigenen

Spiel-Hälfte auf. Die motorischen Areale

feuern und Arm und Schläger werden so in

Position gebracht, dass der Spieler den Ball

treffen kann.

• 500ms: Der Ball ist unmittelbar vor dem

Spieler. Weicht die bewusste Wahrnehmung

der Flugbahn des Balles deutlich von

der früheren unbewussten Vorhersage ab,

kann er die ältere Planung verwerfen und

eine Alternative bilden. Dazu benötigt der

Spieler aber wiederum 200 bis 300ms – den

Ball wird er dann nicht mehr treffen können.

Aber auch das langsame Denken ist in vielen

Sportarten, auch im Tennis erforderlich. Es

geht um die richtige Balance zwischen schnellem

und langsamem Denken um die hochautomatisierten

Bewegungsabläufe nicht zu

stören und dennoch die Anforderungen an

die aktuelle Situation akribisch zu erfassen.

Der Tennisspieler bereitet sich auf seinen Aufschlag

vor. Jetzt ist langsames Denken gefor-

Prof. Dr. Jan Mayer ist Sportpsychologe und ist

seit Jahren in der sportpsychologischen Praxis tätig.

Er betreut Spitzensportler und Nationalmannschaften

(z.Z. TSG 1899 Hoffenheim, Olympiastützpunkt

Rhein-Neckar). Er ist Hochschullehrer

für Sportpsychologie an der DHfPG in Saarbrücken.

Arbeitsschwerpunkt im gemeinsam mit

Hans-Dieter Hermann geleiteten Institut CCC

Rhein-Neckar in Schwetzingen ist die Beratung

von Spitzensportlern und Führungskräften aus

der Wirtschaft sowie Diagnostik und Forschung.

Prof. Dr. Jan Mayer

www.ccc-network.de

dert. Es werden Entscheidungen getroffen, es

werden Erfahrungen abgeglichen, taktische

Varianten durchgespielt und Störeinflüsse von

Außen abgeblockt. Dies ist anstrengend und

kostet Energie.

Sobald es aber zum Schlag kommt, muss der

Tennisspieler „loslassen“ können, und den

automatisierten Ablauf zulassen. Schnelle,

hoch komplexe und perfekte Bewegungen

muss er dem schnellen Denken überlassen

können (was eine entsprechend lange Phase

des Übens und Trainierens voraussetzt). Der

Verstand wäre für solch eine Aufgabe viel zu

langsam, würde die automatisierten Abläufe

sogar stören und die optimale Bewegungsausführung

verhindern.

Nach dem Schlag muss das langsame Denken

wieder aktiviert werden. Es muss analysiert

werden, ob der Schlag gelungen und was als

Nächstes zu tun ist, ggf. müssen eingeübten

Rituale (zum Beispiel zur Emotionsregulation

und Schlagvorbereitung) durchgeführt werden.

Aber dies muss schnell gehen, weil der

nächste Schlag unmittelbar bevor steht.

Im Tennis ist ein systematischer Wechsel zwischen

langsamem und schnellem Denken

wichtig, um die hochautomatisierten Bewegungsabläufe

nicht zu stören und dennoch

die Anforderungen an die aktuelle Situation

akribisch erfassen zu können.

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Termine

Turnier-Übersicht 2016

Datum Turniername Ort Altersklassen

02.01. - 04.01.16 4. Junior Indoor Open Neumünster Neumünster U10/U12/U14/U16

02.01. - 05.01.16 Wintercup Dormagen Dormagen U10/U12/U14/U16

15.01. - 24.01.16 Saarlandmeisterschaften Jugend 2015 Saarbrücken U10 - U18

04.02. - 07.02.16 TLC Karnevals Cup 2016 Sankt Augustin U10 - U21

12.02. - 14.02.16 25. Norddeutsche Jugendmeisterschaften als Teil der DJS Isernhagen U12 - U14

14.02 / 20.02. - 21.02.16 Dunlop Junior Series Cup by PMTR Mühlheim a.d. Ruhr U14

15.02. - 21.02.16 Hamburger Jugend Meisterschaften Winter Hamburg U10 - U18

26.02. - 28.02.16 25. Ostdeutsche Jugendmeisterschaften Leipzig U12/U14

11.03. - 13.03.16 Bayrische Jugend-Hallenmeisterschaft 2016 Nürnberg U11/U12/U14/U16

23.03. - 26.03.16 PMTR Jugend-Circuit Teil der Dunlop Junior Series -Turnier 1 Mühlheim a.d. Ruhr U10 - U16 mit Nebenrunde

27.03. - 30.03.16 PMTR Jugend-Circuit Teil der Dunlop Junior Series -Turnier 2 Mühlheim a.d. Ruhr U10 - U16 mit Nebenrunde

15.04. - 17.04.16 Jugendturnier DJK Aschaffenburg Aschaffenburg U10/U12/U14/U16

22.04. - 24.04.16 XXIV. STC Junior Open Schwerin U10/U12/U14/U18

06.05. - 08.05.16 3. Swiss Life Junior Open Hamburg U10/U12/U14/U16/U18

13.05. - 15.05.16 Norddeutsche Jugendmeisterschaften Norderstedt U12/U14

13.05. - 16.05.16 17. Blankeneser Pfingstturnier Hamburg U10 - U18

13.05. - 15.05.16 6. Sachsen-Anhalt Junior-Open Osterburg U10/U12/U14/U18

26.05. - 29.05.16 HTC-Junior-Open Heidelberg U10/U12/U14/U16/U18

16.06. - 19.06.16 Verbandsmeisterschaften Jugend TV Nordwest Bremen U12/U14/U16

04.07. - 10.07.16 Saarlandmeisterschaften Jugend Dillingen/Saar U10 - U18

08.07. - 10.07.16 Bayerische Jugendmeisterschaft 2016 Augsburg U11/U12/U14/U16

14.07. - 17.07.16 Glaskopf Cup - Teil der DJS Glashütten U10/U12/U14/U18

15.07. - 17.07.16 1. Eichenau Juniors Eichenau U12/U14/U16

16.07. - 20.07.16 TVBB - Verbandsmeisterschaften Berlin U12 - U14

18.07. - 24.07.16 11. OTC-Cup Mönchengladbach U10 - U16

21.07. - 24.07.16 45. Ellerbeker Ferienturnier Ellerbek U10/U12/U14/U16

22.07. - 24.07.16 DUNLOP JUNIOR SERIES Cup Warnemünde 2016 Warnemünde U10 - U16

25.07. - 30.07.16 Best of Juniors Solingen U10/U12/U14/U16/U21

25.07. - 30.07.16 Hunsrück Cup 2016 - Teil der Dunlop Junior Series Simmern U11/U12/U14/U16

25.07. - 31.07.16 17. Sommercup Lechenich Erftstadt- Lechenich U10/U12/U14/U16/U18/U21

28.07. - 31.07.16 10. Blankeneser Sommerturnier Hamburg U10 - U18

29.07. - 31.07.16 3. Dunlop Junior Cup Göttingen U10 - U16

01.08. - 07.08.16 Böhner Cup 2016, Offene Düsseldorfer

Tennis Jugendmeisterschaften Düsseldorf U10 - U21

03.08. - 07.08.16 30. Eisenacher Nachwuchsturnier um den Schade-Cup Eisenach U10/U12/U14/U16/U21

05.08. - 07.08.16 Neumünster Dunlop Junior Open Neumünster U10/U12/U14/ U16

08.08. - 10.08.16 XIV. Vodafone JUNIOR OPEN BERLIN 2016 Berlin U10/U12/U14/U16/U21

08.08. - 10.08.16 Dunlop Junior Series Kaltenkirchen Kaltenkirchen U10 - U21

08.08. - 14.08.16 23. RTHC Tennis Cup Leverkusen U10 - U18

19.08. - 23.08.16 13. Offene Kölner Stadtmeisterschaft Köln- Weiden U10 - U18

25.08. - 27.08.16 6. Thessaloniki-CUP Pinneberg U10 - U18

02.09. - 04.09.16 Brass Cup 2016 Aschaffenburg U10/U12/U14/U16/U21

04.09. - 11.09.16 Hamburger Jugend Meisterschaften Sommer Hamburg U10 - U18

16.12. - 18.12.16 TLC Winter Cup 2016 Sankt Augustin U12 - U18

26.12. - 31.12.16 Wintercup Essen Essen U10/U12/U14/U16/U18/U21

Anmeldung für die jeweiligen Turniere unter www.mybigpoint.tennis.de bzw. über www.tvpro-online.de möglich

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Prävention

Die Leiste zwickt – was tun?

Von Prof. Dr. Holger Schmitt

Insbesondere in der Wettkampfbelastung

kommt es immer wieder vor, dass der Spieler

versucht, durch extreme Ausfallschritte Bälle zu

erreichen, die einen Punktgewinn für den Gegner

bedeuten würden, wenn der Ball den Boden

berührt. Derartige Belastungen können, je

nachdem in welche Richtung der Ausfallschritt

ausgeführt wird, verschiedene Strukturen des

Bewegungsapparates belasten. Schmerzen in

der Leistenregion sind ein Phänomen, das akut

auftreten kann, aber in einigen Fällen auch einen

langwierigen chronischen Verlauf nehmen

kann.

Wo ist die Ursache hierfür

zu sehen?

Häufig werden Schmerzen durch Zerrungen

und Muskelfaserrisse im Bereich der Adduktorengruppe

verursacht. Entweder kommt es

direkt am Ansatz der Sehne am Schambein zu

einer Läsion oder auch im Übergangsbereich

zwischen Sehne und Muskel, d.h. meist 2-3 cm

unterhalb der knöchernen Ansatzzone. Punctum

maximum des Druckschmerzes weist auf

die Verletzungslokalisation hin. Etwas weiter in

der Leistenbeuge können sich Schmerzen aus

dem Leistenkanal projizieren. Verschiedene Bindegewebsstrukturen,

die auch als Ansatzzone

von Muskelgruppen (überwiegend der Bauchmuskelgruppe)

dienen, können einen Schmerz

verursachen, der sich zentral in die Leistenregion

lokalisiert, aber auch in den Oberschenkel

ausstrahlen kann. Auch Schleimbeutelschwellungen,

Sehnenreizungen und Nervenirritationen

können zu ähnlichen Beschwerden führen.

Zu guter letzt muß abgeklärt werden, ob Veränderungen

im Hüftgelenk vorliegen, die ebenfalls

belastungsabhängige Leistenschmerzen

verursachen können. Neben Knorpelschäden

ist an Labrumverletzungen und sog. Engpaßsyndrome

als Folge von knöchernen Anbauten

an Pfanne oder Kopf-Halsübergang zu denken.

Die Ursachenforschung von Leistenbeschwerden

ist bei Überlagerung der verschiedenen

möglicherweise auslösenden Strukturen nicht

ganz einfach. Neben einer klinischen Untersuchung

mit Beurteilung der Schmerzlokalisation

inkl. verschiedener Provokationstests sind

insbesondere bildgebende Verfahren hilfreich.

Die Sonographie (= Ultraschalluntersuchung)

ist eine relativ schnell und durch den erfahrenen

Untersucher einfach durchführbare Untersuchungstechnik,

bei der insbesondere

Schwellungszustände, ein Flüssigkeitsverhalt,

Blutergüsse und Verdickungen von Sehnen zur

Darstellung gebracht werden können. Ergänzend

ist in manchen Fällen die Durchführung

einer Magnetresonanztomographie (MRT)

erforderlich. Streßreaktionen und Ödeme im

Knochen sowie entzündliche und degenerative

Veränderungen in den Weichteilen können

objektiviert werden und bieten eine gute Möglichkeit,

nach bildlicher Darstellung therapeutisch

angegangen zu werden.

Was kann gemacht werden?

In den allermeisten Fällen ist es möglich, eine

konservative Behandlung durchzuführen, Operationen

sind nur selten erforderlich. Muskel-

Schmerzen in der Leistenregion

sind ein Phänomen, das

akut auftreten kann, aber in

einigen Fällen auch einen

langwierigen chronischen

Verlauf nehmen kann.

Prof. Dr. Holger Schmitt

und Sehnenverletzungen können durch krankengymnastische

Behandlung meist im Sinne

einer manuellen Therapie mit Detonisierung

der betroffenen Muskelgruppen kombiniert

mit durchblutungsfördernden Maßnahmen

therapiert werden. Eine Belastungsreduktion,

manchmal anfänglich auch unter Zuhilfenahme

von Unterarmgehstützen, ist für wenige Tage

sinnvoll und natürlich auch eine Vermeidung

belastender Aktionen im Sport. Auch wenn in

der Akutphase kurzfristig Kälte und Eis eingesetzt

werden könnten, ist Wärme mit entspannender

Wirkung in der Folgezeit häufig besser

anzuwenden. Auch elektrotherapeutische

Verfahren können eingesetzt werden, Tapeverbände

zur Entlastung der betroffenen Muskelgruppen

angelegt werden. Grundsätzlich sollte

die Behandlung zu einer Verbesserung oder

einem Erhalt der Bewegungsfähigkeit und zu

einer Reduktion des Muskeltonus führen, um

Prof. Dr. Holger Schmitt

Sportorthopädie - Sporttraumatologie

Hüft- und Kniechirurgie

ATOS Klinik Heidelberg

Bismarckstraße 9-15

69115 Heidelberg

http://atos.de

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Prävention

Die Leiste zwickt – was tun?

Fortsetzung

nach Ausheilung der Beschwerdesymptomatik

wieder eine Trainierbarkeit der Muskelgruppen

zu erzielen.

Müssen Medikamente eingesetzt

werden?

In der Anfangsphase ist es sinnvoll, zur

Schmerz- und Schwellungsreduktion Antiphlogistika

einzusetzen, bei chronischen Verläufen

auch über mehr als 3-5 Tage. Häufig kommt

es durch die konservativen Maßnahmen zu einer

Reduktion des Beschwerdebildes. Finden

sich dann noch sehr umschriebene Schmerzlokalisationen,

kann auch eine lokale Infiltration

(Spritze) durchgeführt werden. Problematischer

sind Beschwerden, die ihre Ursache im

Hüftgelenk haben. Knorpelschäden, instabile

Labrumrisse oder sog. Engpaßsyndrome (Impingementsyndrome)

können zwar bzgl. der

Beschwerden durch physiotherapeutische

Maßnahmen positiv beeinflußt werden. Ursächlich

kann aber häufig nur eine operative

Maßnahme das Problem beheben. Arthroskopische

Techniken (Schlüssellochtechnik)

haben sich in den ergangenen Jahren auch

am Hüftgelenk durchgesetzt und reduzieren

insbesondere die Belastung für den Patienten,

d.h. die Rehabilitation kann deutlich schneller

erfolgen als bei offenen Eingriffen mit großer

Schnittführung.

Was kann präventiv

gemacht werden?

Je besser ein Gelenk muskulär geführt wird

desto geringer ist das Risiko, dass es zu Überlastungsreaktionen

kommt. Auch eine in Ergänzung

durchgeführte Dehnungsgymnastik

kann insbesondere im Bereich der Leiste das

Auftreten von akuten Verletzungen reduzieren.

Studien haben gezeigt, dass insbesondere

die Kombination von Anforderungen an den

Bewegungsapparat bei Präventionsprogrammen

den höchsten Effekt erzielen. D.h. neben

muskelkräftigenden Inhalten solten insbesondere

koordinative Übungen und Maßnahmen

zur Verbesserung der Bewegungsfähigkeit

kombiniert eingesetzt werden. Selbstverständlich

spielt auch das Spielverhalten eine

große Rolle. Bälle, die unter Ausschöpfung

der individuell vorhandenen Möglichkeiten

nicht erreicht werden können, sollte man

dann eher passieren lassen. Auf der anderen

Seite können natürlich gerade solche Bälle,

wenn sie dann doch zurückgespielt werden,

ein Spiel entscheiden. Absolute Sicherheit gibt

es im Sport leider nicht, macht das Spiel aber

auch interessant. Präventive Maßnahmen

können das Risiko einer Verletzung allerdings

deutlich reduzieren.

Literatur beim Verfasser

Impressum

Herausgeber: Dunlop Sport GmbH,

Kinzigheimer Weg 114, 63450 Hanau

www.teamdunlop.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Torsten Bonacker, Dunlop Sport GmbH

Redaktion: Torsten Bonacker

Verantwortlich für das Tennis-Thema:

Dr. Michael Müller

Verantwortlich für Sportpsychologie:

Prof. Dr. Jan Mayer

Verantwortlich für Prävention:

Prof. Dr. Holger Schmitt

Fotos: Dunlop Sport

Layout/Druck:

Druck- und Verlagshaus Zarbock, Frankfurt

Dunlop Sport ist Partner von:

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